STADTPFARRE ZELL/SEE ST. HIPPOLYT - Erzdiözese Salzburg

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STADTPFARRE ZELL/SEE ST. HIPPOLYT - Erzdiözese Salzburg

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August 2011

sonderausgabe

Pfarrbrief

Stadtpfarre Zell/See St. Hippolyt

Worte des Stadtpfarrers

Rückblick des Pfarrgemeinderatobmannes

DaS WiRken von RuPeRt ReinDl

Worte von Dr. Walter Winner und

Prof. Dr. Peter Brücke

Das katholische Bildungswerk informiert

Bericht von Hildegard Hörl

kiRcHtuRmSPecHt

veRanStaltungen

kirchenRätSel


2

Abschied von stAdtPfArrer mAg. ruPert reindL...

Liebe PfArrgemeinde!

Diese Sonderausgabe unseres Pfarrbriefes

soll die Möglichkeit bieten, auf die elf Jahre

meiner priesterlichen Tätigkeit in unserer

Pfarre zurückzuschauen.

Als ich im Jahre 2000 nach Zell kam, war

es eine große und sehr positive Herausforderung;

geprägt durch das 2. Vatikanische

Konzil habe ich versucht, mich auf die Menschen in Zell,

auf die pfarrlichen Traditionen, auf die Stadt, den Tourismus

einzustellen.

Da können ein paar Zitate aus dem II. Vatikanischen Konzil

über „Dienst und Leben der Priester“ ein wenig mein Selbstverständnis

deutlich machen:

Die priesterliche Verkündigung ist aber in den gegenwärtigen

Zeitumständen nicht selten außerordentlich schwer. Um

Geist und Herz der Zuhörer zu erreichen, darf man Gottes

Wort nicht nur allgemein und abstrakt darlegen, sondern

muss die ewige Wahrheit des Evangeliums auf die konkreten

Lebensverhältnisse anwenden.

Das Gotteshaus, in dem die Heilige Eucharistie gefeiert wird,

in dem die Gläubigen sich versammeln und die Gegenwart

des Erlösers zur Hilfe und zum Trost der Gläubigen verehrt

wird, soll schön sein, geeignet zu Gebet und heiliger Handlung.

Die Priester sollen die Würde der Laien und die bestimmte

Funktion, die den Laien für die Sendung der Kirche zukommt,

wahrhaft anerkennen und fördern. Sie mögen auch

mit Bedacht die gebührende Freiheit, die allen im bürgerlichen

Bereich zusteht, achten.

Ebenso sollen sie vertrauensvoll den Laien Ämter zum Dienst

in der Kirche anvertrauen, ihnen Freiheit und Raum zum

Handeln lassen, ja sie sogar in kluger Weise dazu ermuntern,

auch von sich aus Aufgaben in Angriff zu nehmen.

(Nr. 4,5,9)

einige Aspekte, die im rückblick wohl bedenkenswert sind:

zusammen mit dem Pfarrgemeinderat und den Mitarbeiter/Innen

in den pfarrlichen Arbeitskreisen gemeinsam den

Weg der Pfarrgemeinde in die Zukunft zu gehen mit Mut für

Neues in der pastoralen Arbeit.

konstruktiv mit der politischen Gemeinde, den Vereinen,

den örtlichen Traditionen zusammenzuarbeiten und bei verschiedenen

Anlässen kreativ mitzugestalten.

die geistlichen Orte (Kirchen, Kapellen, ...) mit ihrer interessanten

Geschichte aufmerksam wahrzunehmen und zu

gestalten.

mit der evangelischen Gemeinde in Zell in guter ökumenischer

Atmosphäre zusammenzuarbeiten.

imPressum

herausgeber: Stadtpfarramt Zell am See St. Hippolyt, Stadtplatz 5b,

Telefon 06542/72478. Auflage 2.000.

redaktionsteam dieser Ausgabe: Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl, Hildegard

Hörl, Prof. Dr. Peter Brücke, Heinz Stremitzer, Michael Stremitzer.

Layout & Produktion: Lisa Gasser, www.lisart.net

fotos: Faistauer, Stadtpfarre, KBW, Schmid + Schmid Architekten, Privat

druck: Samson Druck, 5581 St. Margarethen

erscheinungsort und verlagspostamt: 5700 Zell am See, 6589982U

die Tatsache des Tourismus als positive Chance und Herausforderung

anzunehmen und so den Gästen gute Zugänge

zu den geistlichen Orten und Gottesdiensten zu ermöglichen.

die kulturellen Aspekte (Konzerte, Chöre, Musikgruppen,

...) und Traditionen sind für mich eine große Freude

und Chance der Mitgestaltung.

die neue Situation seit 2004 mit dem Pfarrverband galt

es zunächst anzunehmen, schrittweise Vorurteile abzubauen

und in kleinen Schritten gute Wege in dieser gemeinsamen

Situation zu gehen (PGR-Weiterbildung, Begegnungen, Kennenlernen,

...); manches ist gelungen, weitere Schritte sind

zu gehen.

Von meiner Seite ist ein großes DANKE angebracht den vielen

Mitgestaltern pfarrlichen Lebens, es ist eine große Zahl

von Personen, denen ich danken möchte.

Es ist mir aber auch wichtig, mich bei denen zu entschuldigen,

die ich enttäuscht oder gekränkt habe, für so manch

Versäumtes; auch als Seelsorger habe ich meine Grenzen,

Schwächen; dazulernen darf ich immer.

Ich danke auch dafür, dass meine Entscheidung verstanden

und angenommen wird. Meine neue Aufgabe wird die Pfarre

Lamprechtshausen im Norden von Salzburg sein.

Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl

Geselligkeit: Stadtpfarrer Rupert Reindl mit Bürgermeister Hermann

Kaufmann und dessen Gattin Claudia in gemütlicher Runde.

Foto: Foto Faistauer

Mit 01. September 2011 wird unser neuer Pfarrer (Pfarrprovisor) Pater

Dr. Rainer Meyer in Zell am See seine seelsorgerischen Aufgaben

beginnen. Die offizielle Begrüßung und Einführung steht zum

jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest – wir planen diese jedoch mit

Anfang September.

Pater Dr. Rainer Meyer wollte unbedingt in Zell am See als Seelsorger

tätig werden. Er ist ein sehr agiler, kunst- und kulturinteressierter

Mensch und als Pallotinerpater sicherlich eine Bereicherung für

unsere Pfarre.

Dennoch werden wir nicht umhin kommen, demnächst die Gottesdienstzeiten

in unserem Pfarrverband und viele liebgewonnene

Festtagszeiten/-gottesdienste zu verändern. Ich bitte hierfür schon

jetzt alle Gläubigen um Verständnis! Ein Pfarrer kann leider nicht

auf drei Messen gleichzeitig sein. Wir werden Sie jedoch rechtzeitig

davon informieren und verständigen.


geschätzte Pfarrfamilie! Liebe Zellerinnen und Zeller!

Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns in unserer Pfarrgemeinde.

Ende März informierte uns Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl, dass unser

Gastpriester Pater Evarist Shayo uns mit Ende August verlassen

wird und unsere Pfarre keinen weiteren Priester/Kooperator erhalten

wird. Aufgrund dieser Tatsache habe auch er in der Erzdiözese um

Versetzung in eine kleinere Pfarre angesucht. Dieses Gesuch wurde

auch angenommen. Bis Ende Juni 2011 warteten wir nun auf die Information

wer unser neuer Pfarrer werden würde und schlussendlich

informierte uns Generalvikar Prälat Dr. Hansjörg Hofer, dass sich der

Pallotiner-Pater Dr. Rainer Meyer, 72 Jahre alt, angeboten hat – unsere

Pfarre als Seelsorger zu übernehmen.

Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl wird mit Ende August die Pfarrgemeinde

Lamprechtshausen betreuen und unser Pater Evarist Shayo

wird den Dechant von Tamsweg, Herrn Dechant Dr. Markus Danner,

bei der Betreuung von 4 Pfarren unterstützen. Mit 01. September 2011

können wir dann unseren neuen Pfarrprovisor Dr. Rainer Meyer in

unserer Mitte begrüßen.

Somit darf ich mich stellvertretend für die gesamte Pfarrfamilie bei unseren

beiden Seelsorgern, Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl und Pater

Evarist Shayo, recht herzlich für Ihren Einsatz bedanken, Ihnen für ihre

zukünftige seelsorgerische Tätigkeit und ihren weiteren Lebensweg

Gottes Segen und von Herzen Alles Gute wünschen.

Am MONTAG, 15. August 2011 nach dem Gottesdienst werden wir

unseren Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl in einem kleinen Festakt am

Stadtplatz (bei Schlechtwetter in der Kirche) verabschieden. Danach

haben noch alle Gelegenheit ihm beim Kirchweihfest persönlich zu

begegnen.

••• ••• •••

Ein Jahr mit unserem Gastpriester aus Tansania, Pater Evarist Shayo

Pater Evarist im Einsatz: Bei den „Vespa Alp Days 2011“ Anfang Juni in

Zell am See. Foto: Privat

Letzten September 2010 – nachdem Kooperator MMag. Bernhard

Pollhammer nach Bad Hofgastein ging – sollte die Pfarre Zell am See

St. Hippolyt einen Gastpriester aus Tansania erhalten. Doch dieser

Gastpriester kam und kam nicht. Die Ausreiseformalitäten dauerten

länger als erwartet – und so erschien es uns allen wie ein Adventwunder,

als wir Pater Evarist Shayo bei uns Anfang Dezember begrüßen

konnten.

Alle waren wir froh, dass er schon sehr gut Deutsch sprach und Pinzgauerisch

brachten ihm schnell viele engagierte ZellerInnen und ThumersbacherInnen

bei. Schnell war für Pater Evarist ein Auto und ein

Schleuderkurs beim ÖAMTC organisiert, damit er sich an die winterlichen

Fahr- und Wetterbedingungen gewöhnen konnte.

Durch seine offene und aufgeschlossene Art war er bei der Pfarrfamilie

sehr beliebt und rasch in unserer Pfarrfamilie aufgenommen. Umso

bedauerlicher war es für uns schon Anfang dieses Jahres erfahren zu

müssen, dass Pater Evarist schon mit September in einer anderen Pfarre

tätig sein wird. Seine neue Aufgabe wird in Tamsweg im Lungau sein.

Pater Evarist brachte viel afrikanische Herzlichkeit und Freundschaft

in unsere Pfarre und es freute mich persönlich, dass er in der Bevölkerung

schnell akzeptiert und aufgenommen wurde. Im Namen der

Zeller Pfarrgemeinde wünsche ich Dir, lieber Evarist, alles Liebe und

Gute und Gottes Segen auf Deinem weiteren Lebensweg.

••• ••• •••

Alleine eine Pfarre bzw. einen Pfarrverband wie Zell am See betreuen

zu müssen ist eine außergewöhnliche Belastung. Und so hatten wir

alle Verständnis, dass unser Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl mitteilte,

dass er nachdem er aus Salzburg mitgeteilt bekommen hatte, dass er

keinen weiteren Kooperator derzeit bekommen könnte – aufgrund des

Priestermangels in unserer Diözese – sich um eine kleinere Pfarre bewerben

möchte. Verstehen kann ich dies, gerade im Hinblick auf das,

was unser Stadtpfarrer in seinen elf Jahren, die er hier in Zell am See

war, alles geschaffen hatte.

••• ••• •••

Vor elf Jahren folgte Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl unseren langjährigen

Stadtpfarrer Paul Straßl. Einem so lange dienenden Pfarrer

nachzufolgen ist nicht einfach. Doch schon in kürzester Zeit hatte

„Rupert“ fast alle Vereine besucht, seine Pfarrfamilie kennengelernt

und war voller Tatkraft und Elan.

Zuerst war er am Planen und dann ging es an´s Umsetzen. Als Pfarrfamilie

erlebten wir zuerst einige liturgische Neuerungen, daneben

wurden die Dachböden und hintersten Winkeln der Kirche und aller

kirchlichen Gebäude durchstöbert und sämtliche möglichen historische

Schätze und Kunstwerke sichergestellt und auch katalogisiert.

Gleichzeitig versuchte Rupert durch die Einführung von Hauslehren,

Bibelrunden, Bibelausstellung, Kirchenführungen die Menschen für

Gott und die Kirche zu begeistern. Gerade seine stets gut vorbereiteten

Predigten, die zahlreichen Segnungsfeiern und in den vielen persönlichen

Gesprächen erkannte man sein Einfühlungsvermögen und

sein priesterliches Motto frei nach dem 1. Johannesbrief 4,11(„wenn

Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben”). Ein wichtiges

Anliegen war ihm auch immer der gute Kontakt zu den anderen

Konfessionen. Und so war gerade der Kontakt mit der hiesigen evangelischen

Kirche, mit Bernd Hof, Andreas Domby, von Anfang an ein

sehr freundschaftlicher. Viele gemeinsame Feiern unterstrichen hier

die gemeinsamen Wurzeln – Rupert stellte stets das Gemeinsame vor

das Trennende.

Urlaubshöhepunkt und ein Highlight waren die jährlichen Pfarrreisen

mit unserem Herrn Stadtpfarrer. Stets bestens vorbereitet, erkannte

man schnell, dass an ihm auch ein begnadeter Reiseleiter verloren gegangen

ist. So führten ihn die Reisen u. a. nach Italien, Deutschland,

Schweiz, Frankreich, Irland, England...

Und schlussendlich kursierte der liebevoll gemeinte Spitzname „Wolf

Dietrich bzw. Markus Sittikus von Zell am See“ durch die Zeller Bevölkerung.

Dieser Spitzname rührte von seiner regen Bautätigkeit in

den 11 Jahren. So wurde das Pfarrhaus, das Caritasgebäude, das Vereinshaus,

der Kalvarienberg und die Heizung der Stadtpfarrkirche sowie

noch viel mehr Liturgische Kostbarkeiten, Gemälde etc. liebevoll

restauriert und somit auch der Nachwelt erhalten. Nicht alle Vorhaben

konnte er natürlich realisieren, wie z. B. die Innenrestaurierung

der Kirche und auch den Kirchturm. Doch wir werden versuchen diese

Vorhaben in seinem Sinne umzusetzen.

Vermissen werden wir auch die Führungen mit Rupert durch unsere

Stadtpfarrkirche. Kaum ein anderer hat sich fast mit jedem Stein dieses

ehrenwerten Gebäudes so befasst wie unser Herr Stadtpfarrer und hat

dieses Wissen auch mit Freude so weitergegeben.

Elf Jahre lang hat sich Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl für unsere Kirche

intensiv eingesetzt, sich um alle Gläubigen bemüht, ist aktiv auf

alle zugegangen und dafür gebührt ihm unser aller Dank und Anerkennung.

Wo Sonne – da auch Schatten. Überschattet waren diese

Jahre natürlich auch mit einer schweren Erkrankung unseres Herrn

Stadtpfarrers. Natürlich ist es in solch einer verantwortlichen Position

nicht möglich, es allen stets „Recht“ zu machen. Doch Rupert ist seiner

Linie treu geblieben, hatte es als feinfühliger Mensch jedoch nicht

immer leicht. Belastend für uns alle hinzugekommen ist die schwere

Kirchenkrise der letzten Jahre, der massive Priestermangel und damit

verbunden, die Mehraufgaben in einem Pfarrverband und die damit

verbundenen Gottesdienstzeitänderungen. Die Kirchenkrise ist eben

auch an unserer Kirche nicht spurlos vorübergegangen und wird auch

weiter unser tägliches Pfarrleben massiv beeinflussen.

Rückblickend waren die elf Jahre mit unserem Herrn Stadtpfarrer

Mag. Rupert Reindl für unsere Stadtpfarrkirche sehr bereichernd. Es

verlässt uns mit Ende August mit Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl

nicht nur ein wunderbarer Stadtpfarrer und Seelsorger nach Lamprechtshausen.

Zell am See verliert mit ihm auch einen Kunsthistoriker,

Reiseleiter, Baumeister und einen feinfühligen, lieben Freund.

Am Montag, 15. August 2011 werden wir unseren geschätzten Herrn

Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl nach dem Festgottesdienst um 10.00

Uhr um ca. 11.00 Uhr am Stadtplatz würdig verabschieden. Hierzu

darf ich Sie schon heute recht herzlich einladen!

von Peter Padourek (Obmann Pfarrgemeinderat)

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Das Wirken von Stadtpfarrer

Mag. RuPERT REINDL

während seiner elf Jahre in unserer Pfarre – ein kurzer Überblick (auszugsweise):

Bergmesse auf der Schmittenhöhe im September 2003.

Aufstellung des alten Uhrwerks im Pfarrhaus anlässlich der Renovierung

des Pfarrhauses. Fotos: Faistauer

AKTIONEN

Lange nacht der Kirchen

28. – 30. 05.2010

Ausstellung der galerie rhe

(Roman und Elisabeth Hollaus)

06.06. – 31.07. 2007

Kirche Zell am See

Schätze-Bilder-

Kostbarkeiten

PILGERN VOR DER HAuSTüRE

Thumersbach – Prielau – Kalvarienberg

Maria Alm – Labyrinth – Friedenskapelle

Maishofen – Kammer – Gerling

Aufhausen – Burgkapelle – Pfarrkirche Kaprun

Die Segnungsfeier für das neue Pfarrhaus fand am 20. Juli

2003 statt.

LESEABENDE

(KBW/HIPPOLyT-ENSEMBLE)

Prof. Josef Riedmann hat zusammen mit dem Hippolyt-Ensemble

vier Lesungen von Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl

musikalisch begleitet. Den jeweiligen Themen entsprechend

kamen u.a. Werke von Mozart, Beethoven, Stamitz, Schubert

und Rossini in verschiedenen Besetzungen zu Gehör.

15.04.2002 Heiter – Besinnliches

rund um Ostern – Christi Himmelfahrt –

Pfingsten

02.03.2003 Heiter – Besinnliches

zum Jahr der Bibel (vor Pfingsten)

18.04.2004 Ein Lach-Abend der besonderen Art

oder „Das Heilkraut des Lachens“

25.10.2010 Sommer, Sonne und Musik


REISEN

2001 KBW/Frankenland (28.04. – 01.05.)

2002 Burgund (14. – 23. 07.)

2003 Irland (22. – 31.08.)

2004 Südengland/Cornwall (20. – 29.08.)

2005 Thüringen/Sachsen/Südwestpolen/Böhmen

(27.08. – 03.09.)

2007 Rom – Assisi – Ravenna (20. – 29.09.)

2008 Lombardei – Piemont – Ligurien (07. – 15.10.)

2009 An Rhein und Mosel (09. – 17.10.)

2010 Normandie (23.07. – 01.08.)

2011 Schweiz (03. – 10.06.)

ÖKuMENE

15. – 25.10.2000 Ökumenische bibel-Ausstellung

16.05.2003 Lange nacht der bibel

02.05.2004 Kirche am Zug (Piesendorf – Mittersill/

Felberkirche – ev. St. Anna – Kirche)

01.05.2005 Kirche ist wunderbar (Stuhlfelden –

Krimml – Bramberg)

30.01.2006 „ein neuer Papst – eine neue chance für

die Ökumene“

Pf. Richard Schwarzenauer,

Pf. Wolfgang Del`Negro KBW/EBW

16.09.2006 fahrt nach Leogang

Sonderausstellung „275 Jahre

Emigrations-Patent“

23.06.2007 Ökumenischer gemeindetag

28.01.2008 „Als bekenntnisverschiedenes Paar

Kommunion und Abendmahl feiern“

Matthias Hohla, Ehepaar Hasenöhrl

KBW/EBW

04.11.2008 „die jüdischen Wurzeln der

eucharistie-feier“

Prof. Dr. Wolfgang Feneberg KBW/EBW

SENIORENBIBELRuNDE

Vor etlichen Jahren kam die Idee auf, mit einer Bibelrunde

für Senioren zu beginnen.

Trotz seinen vielen Belastungen war unser Herr Pfarrer Mag.

Rupert Reindl sofort bereit, diese Runde zu leiten. Dadurch

hat er uns viele schöne, lehrreiche und berührende Stunden

beim Bibellesen geschenkt. Nochmals möchten wir uns

für diese erlebnisreichen und kostbaren Zusammenkünfte

bedanken und ihm auf seinem weiteren Lebensweg Gottes

reichsten Segen wünschen. (von Mag. Giselheid Riedmann)

Gruppenbild von der Schweiz-Reise vom 3. bis 10. Juni

2011.

Feierlicher Gottesdienst mit Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl

in Maria Einsiedeln während der Schweiz-Reise. Fotos: Privat

Teilnehmer der Seniorenbibelrunde.

Foto: Privat

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Rupert Reindl – Der Schöngeist

unser geschätzter Pfarrer Rupert Reindl ist ein

begnadeter Seelsorger. Er hat die Gabe des Zuhörens,

des Antwortens und des Tröstens gegenüber

hilfesuchenden Mitmenschen, auch gegenüber

Menschen, die der Kirche ferne stehen. Da gibt es

für ihn keinen unterschied.

Ein weiteres Talent ist das Aufspüren der schöngeistigen

und kulturellen Seiten unserer Welt, das Pflegen, Erhalten

und Hervorheben der vielen kleinen Dinge, die allesamt

zusammen „Kultur“ ausmachen.

Viele große und kleine Projekte sind in der elfjährigen

Priesterzeit von Rupert Reindl in unserer Pfarre realisiert

worden. Seitenlange Listen wären erforderlich, wollte man

alle Dinge aufzählen. Die größeren seien erwähnt:

Die Generalrenovierung des Kalvarienberges war eines seiner

ersten Werke.

Dann kam die Total-Renovierung des Pfarrhauses zu einer

geistig – pfarrlichen Servicestätte. Nach Abriss des sogenannten

„Pfarrstöckels“ einige Jahre später ist der Platz zwischen

Kirche und Pfarrhof grundlegend neu gestaltet worden

und stellt einen großen städtebaulichen Gewinn dar.

Zusammen mit der Heimat Österreich wurde das „Caritas

Haus“ neben der Marienkapelle neu gestaltet und stellt eine

Heimstätte für diese wichtige Einrichtung der Katholischen

Kirche dar.

Eine große Aufgabe war die Trockenlegung der Außenmauern

der Kirche; gleichzeitig ist die alte Kirchenheizung

grundlegend neu gestaltet worden und wird nun von der

Heizzentrale im Pfarrhof über diverse Thermostaten in der

Sakristei gesteuert.

Rupert Reindl hat aber nicht nur die großen Dinge gesehen,

sondern auch die vielen kleinen.

Beispielsweise wurden restauriert: Kelche, Leuchter, Traglaternen,

Fahnen, Kanontafeln, Ewig-Licht Laternen, Rauchfässer,

Prozessionskreuze, Reliquientafeln, diverse Bildta-

feln, Statuen, usw. usw. Besonders beeindruckend ist das

durch Mittelschüler geschaffene neue Fastentuch.

16 alte Grabsteine aus Marmor sind grundlegend restauriert

worden, ein Kleinod stellt die Renovierung des alten

uhrwerkes vom Kirchturm mit Ziffernblatt und Zeigern dar

(jetzt im Pfarrhaus aufgestellt), die schöne alte Eisentür auf

der Südseite (beim Eingang Sakristei) wurde wieder hergestellt.

Viele Pfarrangehörige wissen nicht, dass im letzten

Jahr unser Hochaltar „vergast“ werden musste, weil der

Holzwurm sich darin eingenistet hatte.

Das umfangreiche Pfarrarchiv wurde durch Fachkräfte aus

Salzburg grundlegend neu aufgebaut.

Viele Zeller/innen werden sich an die Ausstellung über

Christliche Kunst der Pfarre Zell am See in der Galerie Hollaus

erinnern.

In der Marienkapelle auf der Südseite der Kirche wurden

der Marmorboden ergänzt und die Inventargegenstände im

Inneren restauriert.

Auch die Filialkirche in Thumersbach war ihm stets ein großes

Anliegen.

Zusätzlich gab es Restaurierungen mit den jeweiligen Partnern

an der Elisabeth-Kapelle auf der Schmittenhöhe (zusammen

mit der Waldgemeinschaft), die Gestaltung des

Marien-Brunnens bei der Färbermühle, das Renovieren und

Neu-Aufstellen des Zieglerkreuzes in Thumersbach und der

Mariensäule (Marterl mit der Stadtgemeinde).

Eine große Aufgabe stellt die Renovierung des Kirchturmes

dar. Rupert Reindl ließ bereits in seinen ersten Jahren

Schutznetze zur Sicherung anbringen, weil sonst immer

wieder abbröckelnde Steine Fußgänger schwer gefährden.

Die große Kirchturm Sanierung, die die gesamte Stadt fordern

wird, ist durch ihn bereits angedacht, konnte aber

in seiner Zeit nicht mehr begonnen werden. Es wird das

nächste große Projekt der Pfarre und Gemeinde Zell am

See werden.


Besonders lobenswert ist die Außenrenovierung des sogenannten

„Vereinshauses“ in der Bahnhofsstraße Nr. 1. Die

Pfarre Zell am See hat hier wieder einmal gezeigt, dass

ihr bautechnische und kulturelle Angelegenheiten in Zell

am See ein besonders Anliegen sind. Dieses Haus ist ein

Schmuckstück der Zeller Innenstadt geworden.

Es ist gar nicht möglich, alle Detailprojekte, die Pfarrer Rupert

Reindl zusammen mit seinen vielen Helfern im Pfarrgemeinde-

und Pfarrkirchenrat gestaltet hat, aufzuzählen.

Eines ist aber sicher: Die Handschrift von Rupert Reindl in

der Zeller Pfarre ist sehr deutlich sichtbar und wird es auch

bleiben.

vielen dank dafür!

von Dr. Walter Winner (über 40 Jahre lange

Pfarrkirchenrat in Zell am See)

IMPRESSIONEN DER GELUNGENEN UND KÜRZLICH ABGESCHLOSSENEN AUSSENRENOVIERUNG DES SOGENANN-

TEN „VEREINSHAUSES“ IN DER BAHNHOFSSTRASSE NR. 1. Fotos: Schmid + Schmid Architekten

rupert reindl und die Filialkirche in Thumersbach

von Prof. Dr. Peter Brücke

die filialgemeinde thumersbach will sich anlässlich des Pfarrer-Wechsels rückblickend für diese

elf Jahre bedanken.

Als im Jahre 2004 für unseren Stadtpfarrer auch die Verantwortung

für die Stadtpfarre Schüttdorf dazu kam, musste in

den drei liturgischen Orten Zell, Schüttdorf, Thumersbach

der Zeitplan geändert werden. Seit 1999 gibt es in Zell keinen

Kooperator mehr. Neben den Gottesdiensten gehörten

natürlich auch vielseitige andere Tätigkeiten wie Taufen,

Trauungen, Begräbnisse sowie Krankenbesuche zur Tagesordnung

(Seniorenheim, Krankenhaus); all das wäre für einen

Priester allein auf die Dauer nicht zu bewältigen. Alle

mussten sich vor der Devise „Das war immer so!“ verabschieden;

auch für unseren Pfarrer war es nicht leicht, die

verschiedenen Interessen der Kirchgänger zu akzeptieren. Er

hat diesen schwierigen Spagat mit geradliniger Taktik und

ausgeprägter Menschlichkeit gemeistert.

Sein großes Interesse an sakraler Kunst hat zu einer Reihe

von Renovierungen defekter Einrichtungen in unserer Thumersbacher

Kirche zum hl. Sigismund geführt. Er hat den

Hochaltar, die Rosenkranzmadonna, die Prozessionsfahne

sowie eine Reihe von Bildern renovieren lassen. Auch wurde

die Madonna und das Bild „4 letzte Dinge“ für eine Ausstellung

ins Dommuseum nach Salzburg verliehen.

Eine große und aufwendige Aktion war die Erneuerung der

defekt gewordenen Orgel. Die hohen Ansprüche, die Rupert

auch an dieses Projekt stellte, führten zu teilweise heftigen

Diskussionen, aber letztlich kam eine gute Lösung heraus.

Neue Teppiche, Ausmalung etc. wären noch zu erwähnen.

Auch das „Zieglerkreuz“ welches bei der Palmweihe am

Palmsonntag eine zentrale Rolle spielt, wurde renoviert.

Rupert Reindl hat in den elf Jahren seines Wirkens unglaubliches

geleistet. Für uns war seine Zeit sehr wichtig, die er

für Seelsorge aufgewendet hat, eine wie mir scheint besonders

wichtige Tätigkeit eines Priesters, die in den modernen

Pfarrorganisationen einfach keinen Platz mehr zu finden

scheint.

Rupert Reindl hat auch Kontakt mit vielen Leuten gepflegt,

die wenig oder gar nichts mit der Kirche zu tun hatten. Er

hat das Vaticanum II als sein Credo, wie mir scheint, gelebt.

Seine Reisen, etwa mit den Bäuerinnen, Pfarrkaffee-Ausflüge

oder die Pfarr-Reisen wurden, neben kulturhistorischen

Highlights, intensiv als Seelsorge gestaltet.

Rupert Reindl hat uns allen in seinen sonntäglichen Ansprachen,

die leider nicht als gesammelte Predigten existieren,

sehr viel Einblick in seine Interpretationen des Evangeliums

und der Lesungen gegeben. Wir sind ihm dafür sehr dankbar.

Einen bemerkenswerten und ganz wichtigen Schwerpunkt

setzte Rupert in der Ökumene, die ihm ein großes Anliegen

war und wo er nicht nur die traditionellen Protestanten A.B.

sondern auch Orthodoxe mit eingebunden sehen wollte.

Rupert wird uns sehr fehlen! Dennoch schauen wir in die

Zukunft mit nicht nur pessimistischem Blick, da wir auch in

Zukunft wieder einen Pfarrer haben werden. Wir wünschen

Rupert für sein weiters Wirken viel Gesundheit und Kraft!

Danke für die guten elf Jahre!

deine thumersbacher.

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Katholisches Bildungswerk Zell am See

Im Frühling 2008 stellte mir unser Herr

Stadtpfarrer die Frage, ob ich mir vorstellen

könnte, die Leitung des Katholischen

Bildungswerks vom Ehepaar

Sylvia und Heinz Stremitzer zu übernehmen.

Die Antwort habe ich mir

nicht lange überlegt. Mit mir arbeitet

nun ein nettes Team: Mag. Bernadette

Lang (AHS-Lehrerin) Carola Sterz

(Gastronomie,) Peter Padourek (PGR-

1

Obmann und Vizebürgermeister). Mit

bisher über 40 Vorträgen haben wir

ein sehr breites Spektrum abgedeckt,

immer nach dem erklärten Motto des

KBW: „Alles was den Menschen betrifft,

betrifft uns.“

Wir haben viel über positive Lebenseinstellung,

glückliches Leben und

Stressbewältigung gehört. Gebet, Meditation,

Liebe waren Vortragsthemen.

Esskultur und regionale Ernährungstra- 2

ditionen wurden ebenso wie politische

Themen, Lügen in den Medien, Moral

und Ethik im öffentlichen Leben - Vortrags-

und Diskussionsthemen. Immer

wieder haben wir Literatur ins Zentrum

unseres Interesses gerückt, von so

kenntnisreichen Frauen wie Christina

Repolust und Barbara Fink kommentiert

und vermittelt. unser Herr Stadt- 3

pfarrer Rupert Reindl hat, begleitet

vom Hippolyt-Ensemble, Lyrik gelesen.

Wir haben O. P. Zier (Lyrik) und

Harry Baierl (Jazz) bei uns begrüßt,

der Chor „Sotto Voce“ hat gesungen,

einige Male haben wir ein Konzert der

Musikhauptschule im Seniorenheim

organisiert. Themen der physischen

Gesundheit wurden bei uns mit Maria

Haidinger und uschi Schandlbauer

sehr lebhaft besprochen, ebenso wie

die Grundlagen von psychischer Sta- 4

bilität und Selbstbewusstsein mit Sonja

Ottenbacher.

Glaubensthemen wie „Frau in der Bibel“, „Kunst und Glaube“,

woher das Abendmahl kommt, das Sozialwort der 14

christlichen Kirchen, „Gebet - wie geht das?“ - fanden viel

Interesse. Mit Christoph Pichler hat eine große Gruppe begeistert

gesungen, mit Annemarie Indinger haben wir in

schöner Gemeinsamkeit sehr persönliche Texte verfasst und

vorgelesen.

unser Herr Stadtpfarrer hat uns immer freundschaftlich und

kenntnisreich unterstützt und begleitet. Bei unseren Planungen

hat er uns ermutigt und gelobt, immer mit optimistischen

Kommentaren wie: „Schön! Ja, das wird interessant…!“ Wir

durften die gut ausgestatteten Räume der Pfarre benützen,

wir wurden bei der Werbung tatkräftig unterstützt, etli-

che Veranstaltungen hat Stadtpfarrer

Reindl selbst (mit)gestaltet: die Lyriklesung,

die Podiumsdiskussion mit ORF-

Journalist und Psychotherapeutin.

Etwas ganz Besonderes sind die drei

Veranstaltungen „Pilgern vor der

Fotos: KBW Zell am See

Haustüre“, wo er uns, kenntnisreich

und bestens vorbereitet, auf wunderbare

Kunstschätze des Pinzgaus hinwies.

Es sind so viele: Die Kirchen

in Prielau, Thumersbach, Maria Alm,

Maishofen - mit dem wunderbaren

Altar von Anton Faistauer, Gerling,

die Kapelle in Schloss Kammer, die

Bruder-Klaus-Kapelle und das Labyrinth

in Maria Alm, der Kalvarienberg

in Zell am See. Wir haben im pilgern

Gesellschaft erlebt und uns im Gebet

mit der Kraft der geistlichen Orte verbunden

gefühlt.

Darüber hinaus war Rupert Reindl ein

humorvoller Reiseleiter auf unseren

Exkursionen zu den Benediktinern in

Schlierbach und zu den Lungauern in

Mauterndorf (Burgbesichtigung) und

Tamsweg mit der schönen Kirche St.

Leonhard (noch mitten in der Renovierung).

unser Stadtpfarrer hat bei uns ein Klima

der Offenheit und die Möglichkeit

der freundlichen Begegnung geschaffen.

Er hat seine eigenen Auftritte immer

mit Schwung und Zuversicht und

Ruhe gestaltet, er hat viele unserer

Veranstaltungen besucht und sich in

die Diskussion eingebracht. überall,

wo wir hinkamen, hat er Bekannte

und Freunde gehabt, auch mit den

Zellern kommt er bestens aus.

Es ist nun so, dass der Entschluss unseres

Pfarrers, uns zu verlassen, zu

respektieren ist. Wir dürfen aber sagen,

dass wir ihn nur schwer akzeptieren

können! Die Reihe der Anfang

und Ende, von Abschied und Neubeginn in unserer aller

Leben geht weiter. unsere allerbesten Wünsche begleiten

den Herrn Stadtpfarrer! Die Pfarre Lamprechtshausen sucht

einen Bildungswerkleiter, schreibt mir unsere Zentrale; ich

bin sicher, es wird dort bald einen geben, bestens motiviert

und großzügig begleitet von Rupert Reindl.

von Mag. Rita Thurnhofer

1 Harry Baierl und O. P. Zier im Zeller Pfarrsaal.

2 Die Leiterin des Katholischen Bildungswerks Zell am See,

Mag. Rita Thurnhofer mit Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl.

3 Ruth Steiner beim Vortrag in Zell mit Stadtpfarrer Reindl.

4 Musikus Christoph Pichler im Einsatz.


Vortrag und Gespräch mit

Landesrätin

Dr. Tina Widmann

Christliche

Schwerpunkte

in der Politik

Dienstag, 18. Oktober 2011

19.30 Uhr, Pfarrsaal Zell am See

Wir laden Sie sehr herzlich zu dieser

Veranstaltung ein!

ANKüNDIGuNG DES KATHOLISCHEN

BILDuNGSWERKS:

Am freitag, 25. november 2011, wird Walter Hartlieb,

Bürgermeister von Kötschach-Mauthen und Obmann des

Vereins „energie:autark“ bei uns einen Vortrag mit anschließender

Diskussion über seine energieautarke Heimatgemeinde

halten. Inhalt werden die Geschichte des Weges

zur Energieautarkie sein, die Energiebilanz 2008 bis 2020

(realisierte Projekte und Ziele für die Zukunft).

Zeit: 19:30 uhr, der ort wird noch bekannt gegeben.

Kooperationspartner ist die Stadtgemeinde Zell am See.

uNSER PFARRER

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,

den schickt er in die weite Welt.

unser Pfarrer, der tut gerne reisen,

er zeigt uns gern, was ihm gefällt.

Klöster und Kirchen, Kathedralen,

er kennt das ganze Abendland.

und in Rom tut es ihm auch gefallen,

dort ist er mit dem Chef beinand.

Der liebe Gott, der lässt ihn walten,

in Zell, Thumersbach und Schüttdorf,

hier kann er seine Kraft entfalten,

er hat sei Sach aufs best bestellt.

Die Feste tun im gut gelingen,

die Predigten sind höchste Lust,

warum sollten wir nicht für ihn singen,

aus frohem Mund und frischer Brust.

von Dr. Günther Bauer

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Elf Jahre

guter Zusammenarbeit von Hildegard Hörl

Noch nie ist mir das Schreiben eines Beitrages für den Pfarrbrief

so schwer gefallen wie dieses Mal. Passende Worte

des Abschieds zu finden ist nie leicht, und ein Rückblick

auf die vielen Jahre des gemeinsamen Arbeitens für unsere

Kirche und das Kirchenvolk bringt so viel zu Tage, dass mir

die Auswahl des Wichtigen und Bleibenden so große Mühe

macht. Vor mir liegt eine lange Liste der Renovierungen,

Restaurierungen und Anschaffungen (siehe Beitrag „Rupert

Reindl – Der Schöngeist“ von Dr. Walter Winner auf den

Seiten 6 und 7), Berichte über Feste, Feiern und Reisen, unzählige

Protokolle über Sitzungen und Pfarrgemeinderatswochenenden

und so weiter und so fort. Wie Rupert all das

alleine, noch dazu bei angeschlagener Gesundheit, bewältigen

konnte, ist eigentlich nicht zu fassen.

Als jahrelanges Mitglied des Pfarrgemeinderates und mehrmalige

Obfrau habe ich vieles miterlebt, mitgetragen und

mitentschieden. und damit komme ich zum Kern dieses

Artikels – ein Resümee zu ziehen über so viele Jahre harmonischer

Zusammenarbeit mit unserem Pfarrer. In vielen

Belangen von Kunst und Kultur waren wir auf gleicher

Wellenlänge und unsere Liebe galt (gilt) vor allem unserer

prachtvollen Pfarrkirche mit ihrer großen kulturgeschichtlichen

Bedeutung und ihren Kunstschätzen. So war meine

Mitarbeit bei der Erstellung des Pfarrbriefes, Kirchenführers

Dankesworte

DAnkeSworte

und Gästebriefes und anderen Publikationen (Kalvarienberg,

Elisabethkapelle, Fastentuch, Informationsblätter über

die Marienkapelle und Prielauer Krippe) mehr Freude als Arbeit.

Meinungsunterschiede (selten) konnten mit Rupert immer

in Ruhe ausgeräumt werden, und er nahm auch meine

manchmal „ketzerischen“ Ansichten lächelnd zur Kenntnis,

und es folgte immer ein klärendes, gutes Gespräch, wobei er

mir des Öfteren sogar Recht gab. Er war immer sehr großzügig

bei der Ausrichtung unserer vielen Feste und Feiern und

darüber hinaus ein sehr lieber Gast in meiner Familie. Ich

bin durch meine Arbeit mit Rupert und nicht zuletzt dank

seiner ausgezeichneten Predigten im Glauben gefestigt und

bestärkt worden, wofür ich ihm sehr, sehr dankbar bin. Er

wird uns fehlen!

Aber vorausblickend könnten sich die Zeiten ändern – Kooperatoren

wachsen vielleicht heran – dann stünde einer

Rückkehr nach Zell am See nichts im Wege.

Im Bild ein Ausschnitt vom Zeller Kirchenführer. Diese und

viele weitere Publikationen entstanden während der elfjährigen

Amtszeit von Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl.

Dankesworte Dankesworte

Dankesworte

der Dank gilt allen Sammler(inne)n und Spendern, die bei

der cAritAs-haussammlung im März zu dem ausgezeichneten

Ergebnis von € 6.493,95 beitgetragen haben.

Dankesworte

(€ 384,74 für die SEELSORGE und die HL. STÄTTEN im HL.

der Dank gilt allen Spender(inne)n, die bei den Tafelsammlungen

unsere diözesanen Projekte unterstützt haben

LAND; € 289,64 für das PRIESTERSEMINAR und den PRIES-

TERNACHWuCHS); € 261,00 für den PETERSPFENNIG.

der Dank gilt den Religionslehrerinnen und allen Tischmüttern

und Tischvätern, die bei der Erstkommunionvorbereitung

wertvolle Dienste geleistet haben, der Bürgermusik und

allen, die zur Gestaltung des Festes beigetragen haben.

der Dank gilt den Firmbegleitern, die den Vorbereitungsweg

zum Fest der hl. Firmung am 21.05.11 von Feber bis März in

recht engagierter Weise mitgetragen und gestaltet haben.

der Dank gilt der Gruppe von Frauen mit den Organisatorinnen

Antonia Pichler und Magdalena Laimer, die sich für

die Krankengottesdienste am 24. mai in Thumersbach und

am 17. Juni in Zell am See gekümmert haben (Einladungen,

Abholdienste, Gottesdienstgestaltung, Jause und Kuchen ...);

es war wieder ein starkes, geistliches Erlebnis und es kam

sehr viel Dankbarkeit zum Ausdruck.

der Dank gilt den 606 Mitgliedern der Katholischen Kirche

in Zell am See, die sich bei der Kirchenbeitragszahlung für

den frühzahlerbonus entschieden haben, wodurch unserer

Pfarre zusätzliche Mittel in Höhe von € 3679,71 zur Verfügung

stehen.

der Dank gilt allen Vereinen und Mitwirkenden, die zur Gestaltung

und Vorbereitung des Fronleichnamsfestes am 23.

Juni beigetragen haben.

Rupert Reindl, Stadtpfarrer


HERR STADTPFARRER

(einige Strophen aus Gedichten von Dr. Günther Bauer beleuchten

humorvoll das Leben und Wirken von Stadtpfarrer

Rupert Reindl in Zell am See, Thumersbach und Schüttdorf).

der Zeiten schneller Lauf – der rächt sich,

nun ist herr Pfarrer siebenundsechzig.

der sechziger ist längst vorbei,

doch ihm, scheint‘s, ist es einerlei,

muss er bei diesen mangellagen,

sich ohnehin bis siebzig plagen,

Kirch und Pfarrhof gut verwalten,

reden mit den Jungen und Alten,

messe feiern, segnen, taufen,

sich mit der obrigkeit abraufen.

Kümmert sich in heutigen tagen,

denn niemand mehr um nachwuchsfragen?

Alles geht zu Priesters Lasten,

ein Pfarrer muss doch auch mal rasten!

und hat er frei, muss er heut fort,

an einen handyfreien ort,

wo ihm die schäflein nicht befohlen,

sonst könnte er sich nie erholen.

es ist ein unglück für ein mann,

wenn er gescheit und so viel kann.

manchmal ist ihm wohl bang zu mute –

doch alles kommt dem volk zugute!

unserm herrn Pfarrer ist nie fad,

zumal er auch noch hobbys hat,

die ihn zwar zusätzlich noch stressen,

doch lassen sie ihn manches vergessen,

was er noch ehrenamtlich tut,

da draußen unterm bischofshut.

er stöbert gern in alten Archiven,

kennt der Kirche höhen und tiefen,

vom turmkreuz bis in die Kryptaecken –

alles kann ihm die neugier wecken.

riecht es irgendwo kryptorisch,

wird unserer Pfarrer ganz euphorisch.

Als schriftenforscher und Kunstexperte,

ist er bewahrer kostbarerer Werte.

Als reiseleiter wird er geschätzt,

der bus ist hochkarätig besetzt –

frühmorgens rein, spätabends heraus –

und kommen die reisenden wieder nach haus,

sind sie begeistert, weil alles hochwertig –

nur physisch sind sie fix und fertig.

Wie hält hochwürden das selber aus?

grüß gott

im sonderpfarrbrief!

Es war eine schöne Zeit im Redaktionsteam

des Pfarrbriefes mitarbeiten

zu dürfen.

36 Pfarrbriefe haben wir in den

letzten elf Jahren gestaltet um Euch

liebe LeserInnen am Pfarrgeschehen

teilhaben zu lassen.

Für meine Kolumne war es nicht schwer

Themen zu finden, da es in unserer Pfarrgemeinde (ich möchte

schon fast sagen „Pfarrfamilie“) immer Ereignisse und Situation

gegeben hat, über die es sich gelohnt hat (zum Teil

auch ironisch), zu berichten. Nun heißt es aber Abschied

nehmen, unsere beiden „Pfarrherren“ werden uns verlassen,

ein Nachfolger wird kommen, lassen wir alles auf uns zukommen,

denken wir positiv (auch ein Gebet kann sicher

nicht schaden!).

Vielleicht können wir ja sogar eine „Pfarrreise“ (sie muss ja

nicht so opulent sein, wie die Reisen unseres Ex-Chefs) organisieren,

um unsere beiden Scheidenden an ihren neuen

Wirkungsstätten zu besuchen. Pater Evarist würde sich sicher

über ein paar mitgebrachte warme Kleidungsstücke freuen,

denn im Lungau ist es noch kälter als bei uns im Pinzgau.

Es wäre schön, falls es auch in Zukunft Pfarrbriefe geben

wird, wenn sich ein „junger“ dynamischer Turmspecht finden

würde, um meine Nachfolge anzutreten.

uns allen eine gute Zeit wünscht der „alte“ Turmspecht…

HEISTRE

DANKE an

Gudrun H. Safer,

Pfarrhausfrau

Ein spezieller Dank gebührt

ihr für ihre Sorge um die

Geistlichen im Pfarrhaus, für

die Pflege des Pfarrgartens,

die Reinigung der Kirchenwäsche

und die Säuberung

vieler sakraler Gegenstände;

als Lektorin und Kommunionhelferin

hat sie sich

auch in der Liturgiefeier eingebracht.

Vielen Dank, Gudrun.

Stadtpfarrer

Mag. Rupert Reindl

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Feste und

Veranstaltungen

nacHtWallFaHRt - maRia kiRcHental

samstag, 13.08.2011

19.00 uhr bittprozession - Treffpunkt: Mauthäuschen in

St. Martin bei Lofer

20.00 uhr gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika.

FeSt DeS Hl. HiPPolYt - Kirchenpatron

sonntag, 14.08.2011

10.00 uhr Stadtpfarrkirche - Festgottesdienst

Hochfest maRia auFnaHme in Den Himmel

montag, 15.08.2011 - stadtpfarrkirche

10.00 uhr festgottesdienst mit Kräutersegnung

„Spatzenmesse“ v. W. A. Mozart

anschließend Kirchweihtanzl hinter der

Kirche im hof und Abschiedsfeier - stadtpfarrer

in der Stadtpfarre Zell/See

und Filialkirche Thumersbach

oRgelkonZeRte in der Stadtpfarrkirche

auf der Pirchner-Orgel, Freitags jeweils um 20.30 uhr

freitag, 19.08.2011 – Maurice Clerc, Lyon

freitag, 09.09.2011 - Stefan Pöll, Freiburg i. Br.

ZelleR SommeRkonZeRte - Pfarrsaal 20.00 uhr

montAgs - eintritt: € 16,00 Erwachsene, € 7,00 Studenten,

Kinder bis 14 J. frei

Kartenvorverkauf: Zell am See Information Tel. 06542-770

montag, 15.08.2011 – Wiener Philharmoniker Quintett

(Mitglieder der Wiener Philharmoniker)

(Peter Wächter, Christoph Koncz, Robert Bau-

erstatter, Sebastian Bru und Stephan Koncz)

montag, 22.08.2011 – Arista Quintett

(Mitglieder der Wiener Philharmoniker)

(Maximilian Flieder, Daniel Froschauer, Raphael

Flieder, Michael Bladerer, Gerhard Marschner)

KirchenRÄTSEL von Hildegard Hörl

(die gesuchten Wörter beziehen sich alle auf Heiligendarstellungen in unserer Stadtpfarrkirche)

Landespatron – Hochaltar rechts

Landespatron – Hochaltar links

Brückenheiliger – Westwand

„hl. Madl” – Chorwand rechts

Heiliger – auf glühendem Rost zu Tode gemartert (Glasfenster links)

„hl. Madl” – Freskenzyklus

„hl. Wasserkübelmann” – auf der Konsole an der Emporenbrüstung

1. Märtyrer – gesteinigt, Glasfenster rechts

Kirchenpatron – Glasfenster und an der Emporenbrüstung

Mutter Mariens – nördliches Seitenschiff

Reliefdarstellung – Hochaltar

Seccomalerei – nördliches Seitenschiff

Lösungswort: Mit unserer Kirche auf das Engste verbunden

Bitte schreiben Sie die Lösung auf eine Postkarte und senden Sie

diese an das Katholische Pfarramt St. Hipolyt, Stadtplatz 5b, 5700

Zell am See (oder persönlich abgeben). Die können die Lösung

unter Angabe des Lösungswortes auch gerne per E-Mail senden:

gotteSDienSte, kiRcHenmuSik unD konZeRte Sommer 2011

G

N

L

U

E

pfarramt.zell@sbg.at; unter den Einsendungen werden wieder

schöne Gewinne verlost. Die Gewinner des letzten Rätsels vom

Osterpfarrbrief dieses Jahres sind Anni deutinger und helene vettermann

aus Zell am See.

I

M

A

A

L

U

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