Wechseljahre - Aliud Pharma GmbH & Co. KG

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Wechseljahre - Aliud Pharma GmbH & Co. KG

EditorialLiEbE LEsERin,biologisch gesehen ist es die Aufgabe einer Frau, Kinderzur Welt zu bringen und diese aufzuziehen. Doch längstnicht mehr definiert sich ein Frauenleben nur über den Eisprung.Die Rolle der Frau hat sich fundamental geändert.Vor 150 Jahren erlebte mehr als die Hälfte der Frauen dieWechseljahre auf Grund der niedrigen Lebenserwartungnicht. Wenn heute bei Frauen mit 50 Jahren die Monatsblutungenausbleiben, stehen sie mitten im Leben: Sie sinderfolgreich im Beruf und die eigenen Kinder sind meistselbst schon erwachsen, so dass neben dem Job weite Reisen,Kultur und andere Hobbys auf dem Programm stehen.Manchmal bringt auch eine neue Liebe frischen Schwungins Leben.Doch in westlichen Ländern sind die Wechseljahre überwiegendnegativ besetzt: Sie werden mit Altern und demVerlust von Attraktivität, Weiblichkeit und familiären Aufgabenverbunden. Das Leben bringt immer wieder Veränderungenmit sich, auf die wir uns einstellen müssen. Dochob diese als Beeinträchtigungen erlebt werden, ist vonFrau zu Frau unterschiedlich. Der medizinische Fach begriff„Klimakterium“ (griech. „Leiter“ oder „Stufe“) beschreibt dieZeit der Wechseljahre schön anschaulich: Stufe umStufe klettern wir unsere Lebensleiter hinauf. Jede Stufe stehtdabei für einen Lebensabschnitt: von der Geburt über dieKindheit, hinein in die Pubertät, die Phase der Fruchtbarkeitund vielleicht bis zu eigenen Kindern. Im Anschluss folgendie Wechseljahre. Sie gehören ganz selbstverständlich zujeder Frau dazu. Wie die Wechseljahre erlebt werden,hängt auch von der persönlichen Einstellung ab.Diese Broschüre möchte Sie informieren, was in IhremKörper passiert, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibtund was Sie selbst tun können, um vorzubeugen odereventuell auftretende Symptome zu lindern. Bei körperlichenBeschwerden, Ängsten und Sorgen ist Ihr Gynäkologe derrichtige Ansprechpartner. Oft hilft schon ein einfühlsamesGespräch mit nützlichen Ratschlägen weiter. Und falls notwendig,kann er Ihnen die richtigen Medikamente für Ihreindividuellen Beschwerden verordnen.Mit den Wechseljahren beginnt ein neuer Lebensabschnitt.Versuchen Sie nicht, diese Zeit irgendwie hinter sich zubringen, sondern nehmen Sie die Veränderungen bewusstwahr und genießen Sie gut informiert und vorbereitet auchdiese Stufe auf Ihrer Lebensleiter.ihr gesundheits-team von aLiud ® phaRmaund alexandra schramm,gesundheitsjournalistin mbmed, hamburg45


Kompass WechseljahrestimmungsschWanKungEnBei diesen Verstimmungen handelt es sich meist nicht umklassische Depressionen, sondern eher um eine labile,abgeschlagene und gereizte Grundstimmung. MancheFrauen in den Wechseljahren machen sich übermäßigSorgen oder fühlen sich sogar nutzlos – das sogenannte„Leere-Nest-Syndrom“ –, so dass auch häufig ein paarTränen fließen. Oft gehen diese Gefühle mit Schlafstörungeneinher. Sobald Ihre Stimmungslage die Lebensqualitätbeeinträchtigt, sollten Sie offen mit Ihrem Arztdarüber sprechen.KnochEnschWund (ostEopoRosE)Osteoporose kann vermehrt in den Wechseljahren auftreten,wenn weitere Faktoren eine niedrige Knochendichtebegünstigen, wie etwa zu wenig Bewegung oderzu wenig Calcium und Vitamin D über die Nahrungsaufnahme.Die Erkrankung entwickelt sich langsam undanfangs unbemerkt, weil keine Schmerzen auftreten, bises zu schmerzhaften Brüchen, häufig an Wirbelkörpern,kommt. Im Klimakterium sollte die Knochendichte regelmäßigkontrolliert werden, denn je früher Osteoporoseerkannt und behandelt wird, desto wenigerSchaden kann sie anrichten.pRobLEmE mit haut und haaREnDie Lebensjahre hinterlassenSpuren auf der Haut.Auch das Volumen und dieSpannkraft der Haare lassennach. Schon mit Mitte30 wird weniger Kollagenproduziert und die Hautwird trockener und dünnerund neigt zur Faltenbildung.Durch den Östrogenmangelwird dieser Prozess beschleunigt, auch die Haare werdenspröder – mitunter sogar grau – und die Nägel brüchiger.Nach der Menopause entfalten manchmal auchdie männlichen Hormone, die Androgene, verstärkt ihreWirkung: Haare wachsen über der Oberlippe oder aufdem Kinn. Wenn dieser Haarwuchs lästig wird und sichvielleicht Ihre Stimme verändert, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.gEWichtszunahmEDer Körper benötigt in den Wechseljahren durch die Umstellungdes Stoffwechsels immer weniger Energie. Bei unveränderterKalorienzufuhr nimmt „frau“ also zu: Die Brüstewerden fülliger und schwerer, die Taille bekommt mehr Umfangund der Bauch rundet sich. Außerdem wird mit zunehmendemAlter mehr Fettgewebe aufgebaut. Prüfen Sie IhreEss- und Trinkgewohnheiten und sorgen Sie für ausreichendBewegung. So können Sie diesem natürlichen Prozess entgegenwirken.bLasEnbEschWERdEnUrologen schätzen, dass etwa zwei Drittel aller Frauenin den Wechseljahren Probleme mit der Blase haben:Beim Lachen, Husten oder Niesen geht unwillkürlichein bisschen Urin ab, weil der Blasenschließmuskelnicht mehr komplett schließt. Auch Blasenentzündungenkönnen im Klimakterium vermehrt auftreten,weil die fehlenden Östrogene auchden pH-Wert der Scheide steigen lassenund somit der natürliche saure Schutzwallgestört ist. Neben Medikamentenkann ein gezieltes Beckenbodentrainingunterstützend wirken. Die Blasenbeschwerdenkönnen auch medizinischeUrsachen haben, nämlich dasssich die Gebärmutter oder die Blasegesenkt hat. Dies sollten Sie durch eineUntersuchung ausschließen lassen.11


BehandlungsmöglichkeitenGynäkologen können unter vielen möglichen Dosierungen,Kombinationen und Formen wählen und so ganz gezielt auf diepersönlichen Bedürfnisse eingehen. Den Hormonersatz gibt esin Form von Tabletten, lang wirkenden Spritzen, Pflastern oderauch als Gel, das auf die Haut aufgetragen wird. Das Gel sollnach neuesten klinischen Studien weniger Nebenwirkungen habenals Tabletten. Nebenwirkungen der Hormonsubstitution könnensich in unregelmäßigen Blutungen, Übelkeit, Brustspannenund Wassereinlagerungen (Ödemen), manchmal auch in Kopfschmerzenoder schweren Beinen äußern. Die Behandlungsdauerist wie die Therapie selbst ganz individuell und hängt vonden Beschwerden ab. Hören Sie jedoch nicht abrupt auf. Ärzteempfehlen ein langsames Ausschleichen der Therapie.Der Zusammenhang zwischen bestimmten Krebsarten undHormonersatz wird weiterhin erforscht. Es wird diskutiert,dass die Gabe von Hormonen einige Krebsarten wie Brustkrebsoder Thrombose begünstigen, andere dagegen aberverhindern kann, wie etwa bösartige Tumore des Dickdarms.Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an – er kann Ihr persönlichesRisiko-Nutzen-Verhältnis am besten ein schätzen.sanftE aLtERnatiVEnAuch die Natur hält zur Linderung von WechseljahresbeschwerdenHeilpflanzen bereit. In erster Linie helfensie bei vegetativen Störungen wie Hitzewallungen,Stimmungs schwankungen und Schlafstörungen. FragenSie Ihren Arzt, ob in Ihrem Fall eine solche unterstützendeBehandlung zu empfehlen und welches Präparat für Siegeeignet ist. Hier die wichtigsten Phytopharmaka, die Sieauch ohne Rezept in Ihrer Apotheke erhalten.mönchspfEffER (agnus castus, KEuschLamm)Besonders zu Beginn der Wechseljahre verstärken sich eventuelldie Beschwerden vor der Regelblutung: Spannungsgefühlin der Brust, Wassereinlagerungen, Migräne und seelischeVeränderungen. Dieses „prämenstruelle Syndrom“ (PMS)entsteht durch Hormonschwankungen. Extrakte aus denFrüchten des Mönchspfeffers, auch Keuschlamm genannt,verändern den Progesteronstoffwechsel und harmonisierendas hormonelle Gleichgewicht.tRaubEnsiLbERKERzE (cimicifuga RacEmosa)Dieses Pflanzenheilmittel ist auch bekannt unter den NamenWanzen- oder Christophskraut, Schlangen- oder Frauenwurzel.Der Extrakt aus dem Wurzelstock soll östrogenähnliche Wirkungentfalten und ist zur Behandlung schwacher bis mittelstarkerWechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche,Unruhe und leichte Schlafstörungen geeignet.johannisKRaut (hypERicum pERfoRatum)Bei leichten depressiven Verstimmungen hat sich Johanniskrautbewährt. Nervosität, Angstgefühle und allgemeine Unruhelassen sich mindern oder sogar ganz beseitigen. Jedochentfaltet der Extrakt seine Wirkung erst nach zwei bis vierWochen, zum Beispiel wegen möglicher Wechselwirkungen.Beachten Sie zudem die Packungsbeilage. Wenn Sie keineLinderung spüren und eventuell eine Depression vorliegt,suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.zu Risiken und nebenwirkungen lesen sie die packungsbeilageund fragen sie ihren arzt oder apotheker.agnus castus aLWirkstoff: Keuschlammfrüchte-Trockenextraktanwendungsgebiete: Rhythmusstörungen der Regelblutung (Regeltempoanomalien).Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten (Mastodynie).Monatlich wiederkehrende Beschwerden vor Eintritt der Regelblutung (prämenstruelleBeschwerden). Hinweise: Bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten sowiebei Störungen der Regelblutung sollte zunächst ein Arzt aufgesucht werden, da es sich umErkrankungen handeln kann, die einer ärztlichen Untersuchung bedürfen. Enthält Glucoseund Lactose. Stand 0707cimicifuga aLWirkstoff: Cimicifugawurzelstock-Trockenextraktanwendungsgebiete: Zur Besserung von psychischen und neurovegetativenBeschwerden, bedingt durch die Wechseljahre.Hinweis: Bei Störungen bzw. Wiederauftreten der Regelblutungsowie bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden anderen Beschwerdensollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die derAbklärung durch den Arzt bedürfen. Hinweis: Enthält Lactose. Stand 06091415


Behandlungsmöglichkeitensoja und RotKLEEEine weitere Alternative zum Östrogen sind Pflanzenpräparatemit Östrogenwirkung, die aus Soja oder Rotkleehergestellt werden. Aber auch hier ist die Nutzen-Risiko-Bewertung umstritten. Informieren Sie sich daher ausführlichund sprechen Sie mit Ihrem Arzt.süsshoLz (gLycyRRhiza gLabRa)Süßholz gilt als natürliches Hormonersatz-Präparat, weiles Östradiol und Östron enthält – jedoch nur in geringenMengen. Süßholz können Sie als Tee oder Lakritze zusich nehmen. Hoch dosiert hebt es den Blutdruck, weil esim Organismus Wasser zurückhält. Bereits 100 GrammLakritze können Herzrhythmusstörungen hervorrufen.stEinKLEE (mELiLotus officinaLis)Diese Heilpflanze wird auch Honigklee genannt und wirktkrampflösend und beruhigend. Als getrockneter Tee wirdsie zur Behandlung von Schlafstörungen angeboten.yamsWuRzEL (discoREa ViLLosa)Extrakte der Yamswurzel sind als Pulver oder Kapsel erhältlich.Sie wirken stärker als die Wurzel selbst, denn sie enthaltenbis zu 16 Prozent Diosgenin – chemisch ähnelt esdem weiblichen Hormon Progesteron. Jedoch lassen sichbislang keine gesicherten Aussagen über Wirksamkeit undNebenwirkungen machen.ginsEngDiese Heilpflanze soll gegen allgemeine Altersbeschwerdenund Hitzewallungen helfen. Auch diesem Präparat sagtman eine östrogenartige Wirkung nach, die wissenschaftlichjedoch noch nicht bewiesen ist. Nebenwirkungen sindbislang nicht bekannt. Achten Sie jedoch beim Kauf auf dieGüte – auf ökologisch kontrollierten Anbau. Ginseng gibtes als Dragees, Tropfen und Tee.tüRKischER RhabaRbER (RhEum Rhaponticum)Diese Pflanze enthält mehrere östrogenartige Wirkstoffe,jedoch haben sich diese Stoffe bisher als wenig wirksamerwiesen. Türkischer Pfeffer ist häufig in Mischpräparatenenthalten und wird gern bei Menstruationsstörungen in derPrämenopause eingesetzt.aLtERnatiVE hEiLmEthodEnNeben der klassischen Schulmedizin gibt es auch die Naturheilkunde.So kann Akupunktur als ein wesentlicher Teilder Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei vielenWechseljahresbeschwerden helfen oder auch homöopathischeMittel wie Lachesis, Sepia, Pulsatilla, Sulfur undBelladonna.saLbEi (saLVia officinaLis)Nicht nur als Küchenkraut ist Salbei beliebt, sondern auchgegen Hitzewallungen. Es wirkt ausgleichend auf das Temperaturzentrumim Gehirn und hemmt die überschießendeProduktion der Schweißdrüsen. Zudem wirkt es entspannendund entkrampft den Bauch. Salbei kann als Frischkraut,Tee oder als ätherisches Öl angewendet werden.1617


Körper und Seele im Einklang(noRdic) WaLKingSanfter und gelenkschonender als Jogging und wirkungsvollerals Radfahren. Dieses schnelle Gehen – idealerweisemit Stöcken, weil so auch der Oberkörper trainiert wird – istinzwischen eine sehr beliebte Ausdauersportart. Vorteil: Siesind an der frischen Luft und in der Gruppe macht es nochmehr Spaß. Außerdem bleibt man leichter dabei, wennfeste Zeiten verabredet sind.hEimtRainERNeuere Geräte bieten Training für jeden Geschmack. Dennsie lassen sich individuell nach den Bedürfnissen und Möglichkeitenjedes Einzelnen einstellen. Vorteil: Sie brauchenkeine lange Vorbereitungszeit, sondern können sich sogarbeim Fernsehen oder Telefonieren fit halten.das gymnastiKbandKondition aufzubauen ist nur ein Teil des Sportprogramms.Auch gezieltes Muskeltraining gehört dazu, etwa mit einemzwei Meter langen und 20 Zentimeter breiten Gummi- bzw.Latexband. Einzelne Muskelgruppen werden gezielt aufgebaut,Problemzonen wie Po, Brust und Bauch gestrafft undeine schwache Rückenmuskulatur ausgeglichen.tEnnis? WandERn? tanzEn?Probieren Sie doch mal etwas Neues aus. Volkshochschulen,Gesundheitszentren und Vereine bieten oft ein umfangreichesProgramm, auch in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.Zudem können Sie so leicht neue Bekanntekennenlernen. Besuchen Sie verschiedene Schnupperkurse,um die beste Sportart für sich zu finden.bEcKEnbodEntRainingEin gut trainierter Beckenboden ist aus vielfältigenGründen unentbehrlich: befriedigender Sex, Kontrolle derAusscheidungsorgane und Stützung der inneren Organe, diedie Wirbelsäule aufrichten.In den Wechseljahren findet durch den Hormonmangeleine Rückbildung der Beckenbodenmuskulatur statt. Demkönnen Sie durch gezieltes Training entgegenwirken – ambesten täglich.Auf der Seite liegen. Das untereBein leicht anziehen, das obereausstrecken und in der Luft einegroße „8“ beschreiben.je 10 mal.Im leichten Grätschstand denOberkörper weit nach untenbeugen. Nun den Baucheinziehen und wieder lockerlassen. 5 mal.Auf dem Rücken liegen.Abwechselnd rechts und links15 Sekunden Radfahrbewegungenausführen.je 10 mal.Sitzend den Oberkörperzusammensinken lassen unddas Gewicht nach hintenverlagern. Atmen Sie nuntief durch die Nase ein undrichten Sie sich ganz auf.5 mal.2021


Körper und Seele im EinklangaKtiV EntspannEn und innERE RuhE findEnMit Entspannung ist hier nicht der gemütliche Krimi abendauf dem Sofa gemeint. Aktive Entspannung ist der bewussteUmgang mit sich selbst und dem eigenen Körper –und damit ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Um dem täglichenStress wirksam zu begegnen, leisten Entspannungstechnikenwertvolle Hilfe. In den Wechsel jahren mit den typischenHochs und Tiefs sorgen die Techniken für mehr Gelassenheitund Ausge glichenheit. Schauen Sie, was Sportvereine,Volks hochschulen oder Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe anbieten.Auch hier müssen Sie selbst aus probieren,was zu Ihnen passt. Tipp: Laden Sie Ihren Partneroder eine Freundin ein mitzumachen.yogaDiese uralte indische Lehre der Einheit von Körper,Geist und Seele ist inzwischen ganz auf unserewestlichen Bedürfnisse zugeschnitten. NebenEntspannung und mehr Beweglichkeit bietet esHilfe bei vielen Gesundheitsstörungen. Dabei legeneinige meditative Formen ihren Schwerpunktauf die geistige Konzentration, andere mehr aufkörperliche Übungen sowie Atemübungen. Yogalernt man am besten in einer kleinen Gruppe unterfachkundiger Anleitung.hoRmon-yogaHierbei handelt es sich um eine spezielle Form des Yogafür Frauen in den Wechseljahren. Sanfte, einfache Übungensollen helfen, den Hormonhaushalt auszugleichen.Qi gong und tai chiBeides sind Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsformen,die im alten China aus den Kampfkünsten entstandensind, um Körper und Geist zu kultivieren. Langsame,weich fließende Bewegungen sollen unser Bewusstseinund unsere Körperwahrnehmung schulen.VisuaLisiERungEnHier geht es darum, ein angenehmes, entspanntes Gefühlals Vorstellung hervorzurufen, in dem man sich fest auf einschönes Bild (Lieblingslandschaft, Urlaubsgefühl) konzentriert.Nach kurzer Übungszeit wird es Ihnen gelingen, diesenange nehmen Zustand auch in Stresssituationen schnellzu erreichen.VERWöhnEn siE sich sELbstLassen Sie den Alltag hinter sich und gönnen Sie sich regelmäßigeine Auszeit. Ob ein Wellness-Tag oder eine spezielleFrauengesundheitskur mit Solebädern, Massagen, Bewegungs-und Entspannungs therapien unter medizinischerAnleitung – wichtig ist, dass Sie sich in den Mittelpunktstellen und Ruhe und Entspannung finden.WEchsELjahRE und übERgEWichtVielen Frauen in den Wechseljahren fällt es schwer,Ihr bisheriges Gewicht zu halten – meistens sindes vier bis acht Kilo mehr. Die Statistik zeigt aber,dass die kontinuierliche Zunahme an Körpergewichtbereits mit etwa 30 Jahren beginnt. Das liegt amstetigen Abbau an Muskelmasse zugunsten vonFettgewebe. Physiologisch gesehen ist das sogarsinnvoll, da in den Fettpolstern Androgene inÖstron umgewandelt werden, die das Absinkendes Östradiols aus den Eierstöcken abfedern. Unddarüber hinaus haben Wissenschaftler festgestellt,dass unter- und ideal gewichtige Frauen mehrWechseljahresbeschwerden haben. Doch einpaar gesunde Pfunde zu viel sind kein Freifahrtsscheinfürs Schlemmen. Übergewichtstellt ein erhebliches Gesundheitsrisikodar und begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen,Diabetes, Gelenkerkrankungenund sogar Krebs.2223


Körper und Seele im EinklangÜberprüfen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten, indem Siealles aufschreiben, was Sie am Tag essen. Meistens istes nicht so gesund, wie man glaubt. Eine Ernährungsumstellungkann helfen, das Gewicht stabil zu halten: wenigerKalorien, mehr Obst und Gemüse, Vollkornprodukte,pflanzliche statt tierische Fette und viel Flüssigkeit – Wasserund Kräutertees. Süße Desserts und Mehlspeisen nur in Maßengenießen. Dazu gehört regelmäßige Bewegung.bEWusst und gEsund EssEnIm dritten Lebensabschnitt ist es besonders wichtig, dass genügendVitamine und Mineralstoffe in der Nahrung enthaltensind. Denn dieser Bedarf verringert sich nicht. Achten Siebereits beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkteund auf ökologischen Anbau. Denn gesunde Lebensmittelenthalten weder künstliche oder naturidentische Aromastoffenoch Rückstände von Antibiotika, Hormonen oder Pflanzenschutzmittelnoder gar Schadstoffe wie Schwermetalle.In den Wechseljahren steigt der Verbrauch an Calcium –fettarme Milchprodukte, ausgewählte Mineralwassersorten,Obst und grünes Gemüse können einem Mangel entgegenwirken.Für gesunde Haut, auch Schleimhäute, Haare undAugen ist Vitamin A wichtig. Das befindet sich in Gemüse undFleischprodukten. Vitamin E ist hauptsächlich in Blattgemüse,Pflanzenölen und Getreideprodukten enthalten. Soja soll denHormonhaushalt stabilisieren und beginnende Beschwerdenlindern. Täglich ein halber Liter Sojamilch mit Calcium angereichertund 50 Gramm Tofu sollen reichen. Am höchstenist die Konzentration an östrogenartigen Substanzen imSojamehl und in frischen und getrockneten Sojabohnen. Inder industriell gefertigten Sojasoße sind sie kaum vorhanden.Bevor Sie zu hochkonzentrierten Sojakapseln greifen,sprechen Sie mir Ihrem Arzt, weil die günstigen Wirkungenund mögliche Risiken, wie Brustkrebs und Kropfbildung derSchilddrüse, nicht hinreichend gesichert sind.ich fühL mich WohL in mEinER haut!„Schönheit kommt von innen“ sagt der Volksmund. Undtatsächlich können wir mit vitalstoffreicher Ernährung undeiner positiven Lebenseinstellung viel für unser Äußeres tun.Auch ein gesundes Selbstbewusstsein und ein lebendigerund interessanter Charakter machen uns attraktiv. Zudemhelfen kleine Schönheits-Maßnahmen: typgerechteKleidung, leichtes Make-up, gepflegtes Haar und einegesunde, vitale Haut sowie ein strahlendes Lächeln. Dafürbraucht vor allem die Haut viel Pflege, denn mit zunehmendemAlter wird sie trockener, dünner und faltiger. Dochmit einigen Achtsamkeiten können Sie diesen natürlichenProzess verlangsamen:• Schützen Sie sich vor starker Sonnenbestrahlung mithohem Lichtschutzfaktor und Hüten mit breiter Krempe,denn Sonne zerstört die Kollagenfasern.• Häufiges Baden oder Duschen entzieht der Haut Feuchtigkeit.• Reinigen Sie abends Gesicht und Hals mit einer mildenLotion.• Rauchen und viel Alkohol sind Gift fürdie Haut.• Bürstenmassagen regen dieDurchblutung an.• Trinken Sie am Tag mindestenszwei Liter Wasseroder Kräutertee.• Sorgen Sie für ausreichendSchlaf.• Rasche Gewichtsabnahmefördert die Faltenbildung.• Pflegecremes solltenausreichend Fett enthalten.2425


Körper und Seele im EinklangbRustKREbs: REgELmässig zuR VoRsoRgEund sELbsttEstIn den Wechseljahren steigt bei vielen Frauen die Angstvor Brustkrebs – schließlich ist das Mammakarzinom diehäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Vermeiden Sie Risikofaktorenwie Rauchen, falsche Ernährung, Übergewichtund eine ungesunde Lebensweise. Bei einer familiären Vorbelastungist das Risiko, selbst zu erkranken, deutlich erhöht.Gehen Sie unbedingt regelmäßig – mindestens einmal jährlich– zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt. Abdem 40. Lebensjahr sollten Sie sich zudem alle zwei bisdrei Jahre, ab 50 alle ein bis zwei Jahre einer Mammographie,einer Röntgenuntersuchung der Brust, unterziehen.Darüber hinaus sollten Sie am besten einmal monatlich imAnschluss an die eventuell noch vorhandene Regelblutungselbst Ihre Brust abtasten. Achten Sie bei hängenden undbei erhobenen Armen auf Veränderungen und Rötungender Brust und der Brustwarzen. Falls Sie Knötchen oder etwasUngewöhnliches entdecken, lassen Sie das unbedingtärztlich untersuchen. Um auch andere Erkrankungen wieGebärmutterhals- und Eierstockkrebs frühzeitig zu erkennenund zu heilen, nehmen Sie Ultraschall-Untersuchungen, Abstricheund Hautuntersuchungen regelmäßig wahr.Um Ihr Osteoporoserisiko zu klären, sollten Sie mit Beginnder Menopause eine Knochendichtemessung vornehmen.Hierbei wird der Mineralsalzgehalt der Knochen am Oberschenkelhalsoder an der Lendenwirbelsäule gemessen.Dabei setzen Ärzte und Apotheker verschiedene Verfahrenein, die sich in Kosten, Aufwand und Aussagekraft unterscheiden– lassen Sie sich ausführlich beraten. Des Weiterensollten Sie gelegentlich Ihr Herz-Kreislauf-System undIhre Blutwerte überprüfen lassen. Wenn Sie übergewichtigsind, unter Bluthochdruck leiden oder rauchen, sollten Siemehrmals jährlich Ihre Werte kontrollieren lassen und IhreLebensgewohnheiten ändern.1 23 41. Bei hängenden Armen die Brüste und die Hautgenau ansehen.2. Mit erhobenen Armen auch die Achseln prüfen.3. Eine Brust anheben, mit der anderen Hand mitflachen Fingern nach Knötchen fühlen.4. Auf dem Rücken liegend, einen Arm hinter dem Kopfverschränkt, Brust und Achsel nach Verhärtungen,die sich nicht verschieben lassen, abtasten.26 27


NachgeschlagenLitERatuREmpfEhLungEnFalls Sie mehr zum Thema Wechseljahre wissen möchten,können wir Ihnen folgende Bücher empfehlen:• WechseljahreLackinger Karger, Gräfe und Unzer, Ganske VerlagsgruppeISBN: 978-3833812231• Kompass WechseljahreSchwenkhagen, K. Schauding, TriasISBN: 978-3830436478• frühe Wechseljahre – Was frauen wissen wollenS. Sator, PatmosISBN: 978-3491401143• Weisheit der WechseljahreC. Northrup, Zabert SandmannISBN: 978-3898831413• feuerzeichenfrau – Ein bericht über die WechseljahreJ. Onken, C. H. Beck VerlagISBN: 978-3406459962• hormon-yoga – das standardwerk zur hormonellen balancein den WechseljahrenD. Rodrigues, Schirner VerlagISBN: 978-38976722082829


Nachgeschlagendas AL-bRoschüREnangEbotALIUD ® PHARMA bietet eine große Auswahl an praktischenPatientenratgebern zu vielen Erkrankungen mit verständlichenInformationen und vielen wertvollen Tipps für denAlltag.„Erkältungskrankheiten“Praktische Tippszum Umgangmit Erkältungen„Pilzinfektionen”Wie man sie erkenntund los wird„Allergien“Ein Ratgeberfür Betroffene„Depressionen“Ein Ratgeber fürBetroffene undihre Angehörigen„Frauensache”Ein Ratgeber zuFrauenkrankheitenund ihrerBehandlung„Prostata -erkrankungen”Rechtzeitig erkennenund erfolg reichbehandeln„Bluthochdruck“Ein Ratgeberfür Betroffene„Diabetes“Ein Ratgeberfür Betroffene„Gicht“Ein Ratgeber zur StoffwechselkrankheitGicht und ihrerBehandlung„Rheuma – BleibenSie in Bewegung”„Bluthochdruck-Tagebuch”„Diabetes-Tagebuch”„Uns gehts gut mitALIUD ® “Wissenswertes zumrichtigen Umgangmit Medikamenten„Schmerz”Ein Ratgeberzu akuten undchronischenSchmerzen„Das kranke Herz”Ein Ratgeber fürBetroffene undihre Angehörigen„Erhöhtes Cholesterin– was tun?”Ein Ratgeber fürPatienten mit erhöhtenBlutfettwerten„Unser Gesundheitswesen”Kleine Fibel mitgroßem Nutzen„Schmerz- Tagebuch”„Herpes – Küssenverboten?!” PatienteninformationenzuLippenherpes, Genital -herpes und Gürtelrose„Verdauung gut –AL-les gut”Ein Ratgeber zuMagen-Darm-Erkrankungen3031

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