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route der industriekultur rhein-main darmstadt nord

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DARMSTADT NORD<br />

29 CARL SCHENCK AG<br />

31<br />

30<br />

Landwehrstraße 55<br />

1881 eröffnete Carl Schenck<br />

in Darmstadt eine Eisengießerei<br />

& Waagenfabrik,<br />

1894 erfolgte die Umwandlung<br />

in eine GmbH und 1974<br />

wurde die Gesellschaft in die<br />

Carl Schenck AG umgewandelt,<br />

<strong>der</strong>en Aktien 1984 in<br />

den Börsenhandel in Frankfurt<br />

am Main eingeführt wurden.<br />

Heute ist die Carl<br />

Schenck AG ein Tochterunternehmen<br />

des global<br />

agierenden Technologiekonzerns<br />

DÜRR AG in Stuttgart und nimmt als Holding<br />

zentrale Aufgaben für seine Bereiche war. Das operative<br />

Geschäft wird von dem Bereich Balancing and Diagnostic<br />

Systems geführt. Er liefert Maschinen, Systeme, Anlagen<br />

und Dienstleistungen zum Auswuchten rotieren<strong>der</strong> und<br />

oszillieren<strong>der</strong> Bauteile und Aggregate sowie Prüf- und<br />

Diagnosetechnik. Kunden sind Automobilhersteller und<br />

-zulieferer, kommen aus <strong>der</strong> Luft- und Raumfahrt, <strong>der</strong><br />

Elektro- und Turbomaschinenindustrie sowie dem allgemeinen<br />

Maschinenbau. Im Technologie- und Industriepark<br />

sind die Serviceleistungen und Vermietaktivitäten am<br />

Standort in Darmstadt zusammengefasst. Auf 70.000 qm<br />

Bürofläche und 70.000 qm Hallenfläche sind mittlerweile<br />

50 Firmen mit ca. 2000 Beschäftigten vertreten. Vom<br />

klassischen Facility Management über Lagerlogistik bis hin<br />

zu Finanzdienstleistungen, werksärztlichem Dienst und<br />

Aus- und Weiterbildung ist <strong>der</strong> Technologie- und Industriepark<br />

<strong>der</strong> führende „Full Service Dienstleister“ am Standort.<br />

Bus 5506, Haltestelle Mainzer Straße, Straßenbahn 4, 5, Haltestelle<br />

Feldbergstraße<br />

DONGES STAHLBAU GMBH<br />

Mainzer Straße 55<br />

Das 1872 gegründete<br />

Familienunternehmen ist<br />

eines <strong>der</strong> größten deutschen<br />

Stahlbaufirmen und bis<br />

heute im alleinigen Besitz<br />

<strong>der</strong> Grün<strong>der</strong>familie. Bemerkenswerte<br />

bundesweite<br />

Projekte sind: Die riesige Werfthalle für den neuen Airbus<br />

A380 in Hamburg-Finkenwer<strong>der</strong>, <strong>der</strong> Wartungshangar für<br />

die Condor Cargo Technik in Frankfurt am Main mit <strong>der</strong><br />

größten bisher gebauten freitragenden Spannweite in<br />

Deutschland o<strong>der</strong> die Bügelbauten für den neuen Hauptbahnhof,<br />

ehem. Lehrter Bahnhof, in Berlin.<br />

Bus R, 5513, Haltestelle Mainzer Straße<br />

AUSSENSTELLE HESSISCHES<br />

LANDESMUSEUM DARMSTADT<br />

ehemals „Haus für Industriekultur“, erbaut als<br />

„Möbelfabrik Alter“, Kirschenallee 88<br />

Der Hofmöbelfabrikant<br />

Ludwig Alter (1847-1908)<br />

ließ den viergeschossigen<br />

Bau 1905/06 vom Darmstädter<br />

Architekten Karl Klee<br />

(1871-1927) als Möbelfabrik<br />

errichten. Klee wählte für<br />

das heute denkmalgeschützte Gebäude, dem er eine<br />

klassische Glie<strong>der</strong>ung gab, die damals fortschrittliche<br />

Stahlbeton-Konstruktion. Die mit gelbem Klinker verkleidete<br />

Fassade zeigt in den Fensterbrüstungen in Beton<br />

gegossene Jugendstilreliefs. Damit entwarf Klee Baudekoration<br />

im industriellen Maßstab. Die Firma Alter, die<br />

sich auch im Flugzeug- und Eisenbahnwaggonbau einen<br />

Namen machen konnte, musste in Folge <strong>der</strong> Wirtschaftskrise<br />

1929 die Liquidation einleiten. Seit 1939 nutzte die<br />

Adam Opel AG das Gebäude als Ersatzteil- und Auslieferungslager,<br />

daher <strong>der</strong> frühere Name „Opelbau“. 1992<br />

erwarben das Land Hessen und die Stadt Darmstadt das<br />

Gebäude von <strong>der</strong> Firma Donges Stahlbau GmbH, nach<br />

einem Umbau wurde das „Haus für Industriekultur“ 1996<br />

von dem gleichnamigen Verein eröffnet. Seit 2001 gehört<br />

es als Abteilung für Schriftguss, Schriftsatz und Druckverfahren<br />

zum Hessischen Landesmuseum Darmstadt.<br />

Der Sammlungsbestand geht auf die größte europäische<br />

Schriftgießerei D. Stempel AG (1895-1985) in Frankfurt<br />

a.M. zurück. In drucktechnischen Werkstätten und anhand<br />

zahlreicher funktionsfähiger historischer Maschinen<br />

zeigt das Museum die Entwicklung im Druckgewerbe von<br />

Anfang des 19. Jahrhun<strong>der</strong>ts bis in die 1970er Jahre.<br />

VU 5905, Haltestelle Bahnhofstraße, HSB Linie 16, Haltestelle<br />

Spessartstraße www.hlmd.de<br />

WESTSTADTBAR<br />

Mainzer Straße 106<br />

Der ehemalige Lokschuppen, direkt<br />

an den Gleisen nördlich des Hauptbahnhofs<br />

gelegen, entstand wohl in<br />

den 50er Jahren des 20. Jahrhun<strong>der</strong>ts.<br />

In den 90er Jahren wurde <strong>der</strong><br />

Ziegelbau stilgerecht saniert und zur<br />

Weststadtbar umgenutzt. Das Ambiente<br />

<strong>der</strong> Weststadtbar prägen vor<br />

allem die fünf Meter hohen Fenster,<br />

die einen freien Blick auf die Gleisanlagen<br />

ermöglichen.<br />

Bus R, Haltestelle Mainzer Straße, Buslinie 5506 und 5513 vom<br />

Darmstädter Mathildenplatz kommend, Ausstieg Pfnorstraße<br />

www.weststadt.de<br />

ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR RHEIN-MAIN SEITE 4 VON 7<br />

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