10.07.2015 Aufrufe

Wege zu meiner Karriere - Berufsorientierung - Bundesministerium ...

Wege zu meiner Karriere - Berufsorientierung - Bundesministerium ...

Wege zu meiner Karriere - Berufsorientierung - Bundesministerium ...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

<strong>Berufsorientierung</strong><strong>Wege</strong> <strong>zu</strong> <strong>meiner</strong> <strong>Karriere</strong>Teil 4: Das mache ich - KonkretisierenTeil 1: So arbeite ich • Teil 2: Das bin ich, das kann ich • Teil 3: Das möchte ich wissen • Teil 4: Das mache ich


Herausgeber:<strong>Bundesministerium</strong> für Unterricht, Kunst und Kultur, Abt. I/51014 Wien, Minoritenplatz, Richard StockhammerErstellt von:Gabriele Bogdan, Silvia Chudoba, Peter H. Ebner, Karl Edtbauer, Sabine Fritz, Gabriele Gstettenbauer,Thomas Happ, Martin Kirchmayer, Anita Marksteiner, Johann Rothböck, Erika Rottensteiner,Doris Salaun, Gerd Schocher, Carmen ZeppekProjektleitung:Sabine FritzLayout:Peter H. EbnerWien, April 2009


<strong>Berufsorientierung</strong><strong>Wege</strong> <strong>zu</strong> <strong>meiner</strong> <strong>Karriere</strong>Teil 4Das mache ichKonkretisieren


<strong>Wege</strong> <strong>zu</strong> <strong>meiner</strong> <strong>Karriere</strong>Teil 4 Das mache ich - KonkretisierenDieser Teil der der Broschüre setzt Schwerpunkte auf folgende Themen:BewerbungstrainingInteressensvertretungenArbeitsmarktsituationRealbegegnungenNach dem Erkennen und Weiterentwickeln eigener Persönlichkeitsmerkmale und dem Informationsgewinnaus wesentlichen Bereichen der Arbeits- und Berufswelt durch Recherchierengilt es, in einem weiteren Schritt, die Berufswahl konkret in Angriff <strong>zu</strong> nehmen.Die Schüler/innen vergleichen ihre Fähigkeiten mit den Anforderungen weiterführenderSchulen oder des angestrebten Berufes im Rahmen der Realbegegnungen.Sie üben Schritte in die Selbstorganisation, das heißt, sie koordinieren und verwalteneinen individuellen Kalender mit berufsorientierungsrelevanten Terminen. Sieorganisieren sich selbstständig Termine für Eignungs- und Aufnahmetests.Sie lernen Beratungseinrichtungen sowie verschiedene Interessensvertretungen kennenund können Angebote selbstständig nutzen.Sie bekommen einen Einblick in Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer/innen und einenÜberblick über verschiedene Arbeitsverhältnisse.Sie denken über die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit nach, in Folge auch überArbeitslosigkeit.Sie entwickeln schließlich ihren persönlichen <strong>Karriere</strong>plan.Ein wichtiges Element ist die gute Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch.Die Schüler/innen lernen unter anderem eine kreative schriftliche Bewerbung <strong>zu</strong> verfassen,sie erfahren die wichtigsten Kommunikationsregeln für ein Bewerbungsgespräch undüberlegen, welche Fragen ihnen im Gespräch gestellt werden und welche Fragen sie selbststellen könnten.Sie lernen selbstsicher über ihre Stärken <strong>zu</strong> sprechen, ohne überheblich <strong>zu</strong> wirken, und zeigenBereitschaft, an der Verbesserung von Kompetenzen, die von ihnen gefordert werden,arbeiten <strong>zu</strong> wollen.Sie trainieren das Bewerbungsgespräch im gestuften Verfahren von Einzelarbeit über Partner-und Gruppenarbeit bis <strong>zu</strong>m Rollenspiel mit Videoanalyse vor der Klasse.Unterstützende Themen in Unterlage Teil 1- So arbeite ich – Einführung und Methoden:ThemenrasterHinweise <strong>zu</strong>m Einsatz der MaterialienPortfolioarbeitMethodensammlungNimm deinen Traum in die Hand -nur du kannst ihn in die Tat umsetzen.Frank Dommenz


InhaltsverzeichnisThemen S.Zeitmanagement <strong>zu</strong>r <strong>Karriere</strong>planung: Schulwahl/Lehrstellensuche 2Realisieren von Berufswünschen 6Bewerbung 10Realbegegnungen: Vor- und Nachbereitung 18Arbeitsrecht 24Bedeutung von Arbeit – der Arbeitsmarkt 30


ADas mache ichZeitmanagement <strong>zu</strong>r <strong>Karriere</strong>planung:Schulwahl/Lehrstellensuche8. Schst. 3 UEZieleDie Schüler/innen• lernen Unterstüt<strong>zu</strong>ngsangebote bei der Lehrstellensuche kennen,• können einen individuellen Kalender mit berufsorientierungsrelevanten Terminenkoordinieren und verwalten,• können Beratungseinrichtungen selbstständig nutzen,• organisieren selbst Termine für Eignungs- und Aufnahmetests.Methoden• Erstellen und Verwalten eines Terminkalenders <strong>zu</strong>r Koordinationberufsorientierungsrelevanter TermineMethodenbeispiel: Erstellen und Verwalten eines Terminkalenders <strong>zu</strong>rKoordination berufsorientierungsrelevanter Termine1. Vorausset<strong>zu</strong>ng für diese Arbeit sind Grundkenntnisse in MS Outlook.2. Die SchülerInnen erstellen eine druckbare Kalendervorlage in MS Outlook undtragen ihre persönlichen Termine ein. Die Arbeitsschritte dafür lauten:1. Öffnen von MS Outlook2. Menüpunkt „Datei“ -> Drucken3. Druckformat „Monatsformat“ auswählen4. Druckbereich (September – Februar) festlegen5. Seitenansicht -> DruckenAlternative: Die Kalendererstellung kann auch mit Hilfe von kostenloser Software(www.computerbild.de –> Downloads -> Büro -> Kalender und Terminplaner)erfolgen.3. Bereits bekannte berufsorientierungsrelevante Termine werden gemeinsam in denKalender eingetragen (siehe Terminbeispiele unten).4. Die Schüler/innen erhalten eine Anleitung für die Koordination und Verwaltung desTerminkalenders (fortlaufendes Eintragen), damit sie weitere individuelle Termineselbständig eintragen können. Wichtig ist, dass die Termine laufend aktualisiertwerden.5. Die Schüler/innen organisieren für sich Termine für Eignungs- und Aufnahmetestsund tragen diese in ihre Kalender ein.Mögliche Reflexionsfragen/DenkanstößeWas würdest du deiner Freundin/deinem Freund, die/der von diesem Thema nochnichts gehört hat, weitererzählen?Was hast du mit dieser Arbeit erreicht, da<strong>zu</strong>gelernt?Was hat dich besonders interessiert?Worüber weißt du jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?Was war besonders leicht/schwierig für dich?Was kannst du weiterhin außerhalb der Schule verwenden/brauchen?Wofür wirst du in Zukunft Ohren und Augen offen halten, weil es dich interessiert?Differenzierungsvorschläge• Einzelarbeit• Koordination und Verwaltung des individuellen Kalenders• individuelle Testergebnisse (Eignungstest, Berufsinteressenstest…)2WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 3 UEDas mache ichZeitmanagement <strong>zu</strong>r <strong>Karriere</strong>planung:Schulwahl/LehrstellensucheAFach (Vorschläge)Informatik, <strong>Berufsorientierung</strong>Querverweise• Internetadressen (Auswahl):- www.berufskompass.at/lehre- www.ams.at/lehrstellen -> lehrbetriebsübersicht- www.bic.at -> Interessensprofil- www.ausbildungsberatung.at -> Interessenstest- www.schulpsychologie.at- www.arbeitszimmer.cc- Websites der LandesschulräteProdukt – Portfolio• Ausdruck des Kalenders• Auflistung der absolvierten Termine• Ausdruck der Testergebnisse• Checkliste für Bewerbungen (Kopiervorlage)WEGE ZU MEINER KARRIERE3


KDas mache ichZeitmanagement <strong>zu</strong>r <strong>Karriere</strong>planung:Schulwahl/Lehrstellensuche8. Schst. 2-3 UETerminbeispieleBesuch einer weiterführenden Schule(auch PTS)Einstieg ins Berufsleben (Lehre)• Interessenstest• Besuch des BIZ• Berufserkundung mit Vor- und Nachbereitung• Termin bei der Schülerberatung• Berufsinformationsmessen• Schulpsychologische Beratung• Vertiefende Tests (z.B. WKO)• Berufspraktische Tage• Clearingstelle• Tage der offenen Tür• „Schnuppern in Schulen“• Eignungstest• Abgabe der Schulanmeldung• Zusage des Schulplatzes• Abgabe der Schulerfolgsbestätigung• ev. Aufnahmeprüfung• Abgabe des Abschlusszeugnisses• Fixe Zusage• Individuelle BerufspraktischeTage• Besuch beim AMS: Meldung alslehrstellensuchend (möglichstnoch vor Weihnachten!)• Bewerbungen• Vorstellungsgespräche• Aufnahmetests• -> siehe Arbeitsblatt „Checklistefür Bewerbungen“4WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2-3 UEDas mache ichZeitmanagement <strong>zu</strong>r <strong>Karriere</strong>planung:Schulwahl/LehrstellensucheCheckliste für BewerbungenKFirma/Telefon/AdresseKontaktpersonErster Kontaktam:Bewerbungabgegebenam:Schnuppertermin:Testtermin:Vorstellungsgesprächam:Nachfrage am:WEGE ZU MEINER KARRIERE5


ADas mache ichRealisieren von Berufswünschen8. Schst. 4 UEZieleDie Schüler/innen• kennen die Anforderungen, die an sie als angehende Lehrlinge gestellt werden,• kennen die Anforderungen, die an sie als Schüler/innen einer weiterführendenSchule gestellt werden,• wissen Bescheid über die Aufnahmekriterien an weiterführenden Schulen,• kennen die Anforderungen ihres Wunschberufes und die entsprechendenAusbildungswege.Methoden• Erstellung einer Mind Map über den Wunschberuf/die WunschschuleMethodenbeispiel: Erstellung einer Mind Map über den Wunschberuf/dieWunschschule1. Die Vorausset<strong>zu</strong>ng ist, dass die Schüler/innen die Methode des Mindmapping kennen(s. Methodenleitfaden unter dem Stichwort „Mind Maps“).2. Die Informationen über die Anforderungen des Wunschberufes/der Wunschschulewerden eingeholt.Die Arbeitsschritte lauten:Homepage unter www.bic.at besuchen oder Berufslexikon benützen.Berufe von A-Z anklickenden gewünschten Beruf anklickenwichtige Informationen daraus <strong>zu</strong>sammenfassenDie SchülerInnen erstellen eine Mind Map <strong>zu</strong>r Visualisierung (s. Portfolio-BeispielblattSteckbrief).3. Die Schüler/innen vergleichen die Anforderungen des Wunschberufes/der Wunschschulemit ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten (vgl. Persönlichkeitsbildung).4. Die Schüler/innen machen eine Ausstellung ihrer Arbeiten für die Klasse und präsentierendie Anforderungen ihrer Wunschberufe/Wunschschulen.5. Die Schüler/innen erarbeiten nach dem gleichen Muster ein Mind Map für einen Alternativberuf/eineAlternativschule.6. Die Schüler/innen vereinbaren einen Termin mit dem/der Schülerberater/in derSchule und verwenden das erstellte Mind Map als Gesprächsgrundlage.7. a) Die Schüler/innen holen Informationen über die konkreten Lehrstellenangeboteihres Wunschberufes ein (www.ams.at/lehrstellen > Lehrlinge Schnellsuche).b) Die Schüler/innen holen Informationen über die konkreten Aufnahmebedingungenan ihrer Wunschsschule ein (Homepage).Mögliche Reflexionsfragen/DenkanstößeWas würdest du deiner Freundin/deinem Freund, die/der von diesem Thema nochnichts gehört hat, weitererzählen?Was hast du mit dieser Arbeit erreicht, da<strong>zu</strong>gelernt?Was hat dich besonders interessiert?Worüber weißt du jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?Was war besonders leicht/schwierig für dich?Was kannst du weiterhin außerhalb der Schule verwenden/brauchen?Wofür wirst du in Zukunft Ohren und Augen offen halten, weil es dich interessiert?6WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 4 UEDas mache ichRealisieren von BerufswünschenAFach (Vorschläge)Deutsch, Geografie/Wirtschaftskunde, Bildnerische Erziehung, Informatik,<strong>Berufsorientierung</strong>Querverweise• Kontakte <strong>zu</strong> möglichen Referent/innen: Bildungsberater/innen an weiterführendenSchulen, Innungen verschiedener Berufsgruppen, BIZ, WKO, Unternehmen in derUmgebung, Clearingstellen.• Methodenleitfaden unter dem Stichwort „Internetrecherche“• www.bic.at• LehrberufslexikonProdukt – Portfolio• Mind Map• Dokumentation des gewünschten Ausbildungsweges (KopiervorlageAusbildungsweg Lehre und Ausbildungsweg weiterführende Schulen)WEGE ZU MEINER KARRIERE7


KDas mache ichRealisieren von Berufswünschen8. Schst. 4 UEAusbildungsweg: Weiterführende SchuleDiese Schule möchte ich besuchen: _______________________________________Diese Bedingungen muss ich erfüllen:Fach Deutsch Mathematik EnglischLGNoteMeine derzeitigen Leistungen in diesen Fächern:Fach Deutsch Mathematik EnglischLGNoteIn diesen Fächern muss ich mich noch verbessern: ________________________________________________________________________________________________Ich muss einen Eignungstest machen: o ja o neinDiese Bereiche werden getestet: _____________________________________________________________________________________________________________Diese Unterrichtsfächer sind in <strong>meiner</strong> <strong>zu</strong>künftigen Schule besonders wichtig: ___________________________________________________________________________Diese neuen Fächer gibt es: ______________________________________________Wie hoch ist die Wochenstundenzahl im ersten Jahr? ___________________________In diesen Berufen kann ich nach dieser Schule arbeiten: ___________________________________________________________________________________________________________Beachte auch folgende Punkte:- Verkehrsverbindungen/ev. Unterbringung in einem Internat- sonstige Kosten (Schulgeld, Laptop, Projektwochen …)- verpflichtende Praktika in den Ferien8WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 4 UEDas mache ichRealisieren von BerufswünschenKAusbildungsweg LehreMein Ausbildungsziel ist: _________________________________________________Anforderungen in diesem Beruf sind: ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________Der Beruf passt <strong>zu</strong> mir, weil ich … (zähle deine Stärken und Erfahrungen auf): _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________Daran muss ich noch arbeiten … (z.B. Schulnoten, Schwächen …): ________________________________________________________________________________________Diese Firmen bilden meinen Wunschberuf aus (Adresse, Telefonnummer):____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________Meine Lehrzeit: _______ Jahre Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag: _______ €Die Berufsschule ist in: __________________________________________________Info:Nach der Lehrabschlussprüfung (LAP) stehen dir viele Möglichkeiten offen:- Meisterprüfung/Werkmeisterprüfung- Berufsreifeprüfung (entspricht einer Matura)- Fortbildungskurse beim WIFI, BFI ..,- selbstständige/r Unternehmer/in…WEGE ZU MEINER KARRIERE9


ADas mache ichBewerbung8. Schst. 8 UEZieleDie Schüler/innen• können ein Bewerbungsschreiben verfassen,• können einen Lebenslauf in verschiedenen Formen erstellen,• verhalten sich beim Vorstellungsgespräch adäquat,• erstellen eine „Bewerbungsmappe“ als Teil des Portfolios.Methoden• Training des Bewerbungsgesprächs• Erstellung des LebenslaufsMethodenbeispiel: Training des Bewerbungsgesprächs1.2.3.4.5.6.Maßgebliche Verhaltensregeln im Bewerbungsgespräch:Maßgebliche Verhaltensregeln werden reflektiert, indem die Schüler/innen Aussagen<strong>zu</strong> Verhaltensmöglichkeiten bei einem Bewerbungsgespräch als richtig/falsch bewerten(Kopiervorlage Kriterien eines Bewerbungsgespräches). Im Plenum werden die Ergebnisseverglichen und die Bewertungen begründet.• Situationsgerechtes Auftreten (Kleidung, Körpersprache, Ausdrucksweise, etc.)werden diskutiert (Diskussionshilfe: Kopiervorlage Der erste Eindruck).Vorbereitung des Rollenspiels <strong>zu</strong>r Bewerbung:• Fragen, die im Bewerbungsgespräch gestellt werden könnten, werden von denSchüler/innen in Gruppen vorbereitet, schriftlich festgehalten und anschließend imPlenum besprochen. Als Unterstüt<strong>zu</strong>ng können Kopiervorlagen in verschiedenenSchwierigkeitsstufen von der Lehrperson angeboten werden (Kopiervorlagen Vorbereitungauf mein Bewerbungsgespräch, Bewerbungsgespräch - meine Fragen).• Die anschließende Ausarbeitung der Fragen erfolgt schriftlich in Einzelarbeit – beider Frage „Was können Sie besonders gut? Was sind Ihre Stärken?“ ist es an<strong>zu</strong>raten,auch Mitschüler/innen, Lehrer/innen, Eltern nach ihrer Sichtweise <strong>zu</strong> den persönlichenStärken/Fähigkeiten <strong>zu</strong> befragen (Selbstbild/Fremdbild).Durchführung des Rollenspiels „Ich bewerbe mich“:Das Bewerbungsgespräch wird im Rollenspiel <strong>zu</strong>erst mit einem Partner/einer Partnerinsimuliert, anschließend vor einer Gruppe von Mitschüler/innen. Die Schüler/innen entscheidenselbst wann sie sicher genug sind, um das Bewebungsgespräch vor der Gruppedurch<strong>zu</strong>führen.Nach mehrmaligem Üben wird das Bewerbungsgespräch von einem/r Schüler/in mitder Videokamera gefilmt wird. Dabei gibt es folgende Rollen:Unternehmer/in aus der Region, Lehrer/in, Elternteil, Mitarbeiter/in der Arbeiterkammer,des AMS,...Bewerber/in (Schüler/in)Das Rollenspiel wird in der Klasse analysiert. Wichtige Aspekte werden jeweils aufKärtchen notiert und an der Tafel befestigt.Das Feedback erfolgt nach folgenden Kriterien:• Das ist dem Bewerber/der Bewerberin gut/sehr gut gelungen...• Das sollte er/sie noch üben...Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Bewerbungsgespräch werden im Anschluss andie Rollenspiele schriftlich <strong>zu</strong>sammengefasst.Jede/r Schüler/in erstellt in seinem/ihrem Portfolio ein Blatt mit den wichtigstenRegeln für das eigene Bewerbungsgespräch und verfasst ein Bewerbungsschreiben,das anschließend im Portfolio abgelegt wird).10WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 8 UEDas mache ichBewerbungA7.Die Schüler/innen nehmen <strong>zu</strong> folgenden Fragen im Plenum Stellung, nachdem sie inStillarbeit darüber nachgedacht haben:• Was habe ich mit dieser Arbeit da<strong>zu</strong>gelernt?• Worüber weiß ich jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?• Was war besonders leicht/schwierig für mich?• Worin besteht meine Weiterentwicklung in Be<strong>zu</strong>g auf Bewerbungssituationen?• Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es? Was sollte ich noch üben?• Worauf bin ich stolz?Methodenbeispiel: Erstellung des Lebenslaufes1. Die Schüler/innen suchen in Gruppen (bis <strong>zu</strong> fünf Personen) im Internet nach Möglichkeiten,wie man einen Lebenslauf erstellt. Sie erstellen auf einem A3-Blatt eineÜbersicht, welche Punkte ein Lebenslauf enthalten muss.2. Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse.Im Klassengespräch wird eine Zusammenfassung über die wichtigen Aspekte einesLebenslaufes erarbeitet.3. Jede/r Schüler/in schreibt einen eigenen Lebenslauf (= Unterlage für das Portfolio).Die Schüler/innen bewerten selbst Gestaltungsmöglichkeiten der Lebenslaufblätter.Kriterien: Schrift, Rand, Gliederung, Platzaufteilung, GesamteindruckDer „beste“ Entwurf wird ermittelt: Für jeden Gesichtspunkt können bis <strong>zu</strong> 5Punkte vergeben werden. Die Bewertungen werden in Kleingruppen diskutiert.Fach (Vorschläge)Deutsch, Bildnerische Erziehung, Informatik, <strong>Berufsorientierung</strong>Querverweise• Internetadressen (Auswahl):www.bifo.at/text/lehrstellenbewerbungwww.biz-tirol.at -> Bewerbungwww.europass.atwww.tibs.at/bo -> BO-Projekte -> Bewerbungsseminarwww.lizzynet.de -> das Online-Bewerbungstrainingwww.bewerbungstraining-online.at• Referent/innen <strong>zu</strong>m Thema Bewerbung können bei den Interessensvertretung (AK,WKO, VG) angefragt werden.Produkt – Portfolio• Kopiervorlage: Kriterien eines Bewerbungsgespräches• schriftliche Bewerbung• Lebenslauf• Vorbereitung auf mein Bewerbungsgespräch (Kopiervorlage Vorbereitung auf meinBewerbungsgespräch Level 1, 2, 3)WEGE ZU MEINER KARRIERE11


KDas mache ichBewerbung8. Schst. 8 UEKriterien eines BewerbungsgesprächesÜberlege, ob diese Aussagen richtig oder falsch sind!richtigfalschWie ein/e Bewerber/in aussieht und sich benimmt, ist unwichtig.Hauptsache, er/sie hat ein gutes Zeugnis. Wenn sich jemand um einen Ausbildungsplatz bemüht, muss er/sie über den Beruf noch nichts wissen. Das erfährt er/sie alles,während der Ausbildung.Wenn man einige Minuten <strong>zu</strong> spät <strong>zu</strong>m Vorstellungstermin kommt,ist das nicht schlimm. Das Handy sollte man beim Vorstellungsgespräch immerausschalten oder auf lautlos stellen. Wenn ein/e Bewerber/in mit den Beinen zappelt, sich kratzt, ansich herum<strong>zu</strong>pft oder an den Fingernägeln kaut, wirkt das lebendigund aktiv.Saubere Fingernägel und gewaschene Haare sind wichtig. Wenn ein Bewerber/eine Bewerberin selbst beimVorstellungsgespräch Fragen stellt, hält man ihn/sie füraufdringlich.Eine Bewerberin sollte <strong>zu</strong>m Vorstellungsgespräch immerungeschminkt kommen. So sieht man, wie sie wirklich aussieht. Man kann <strong>zu</strong>m Vorstellungsgespräch ruhig einen Zettel mitbringen,auf dem man sich Fragen, die man stellen könnte, notiert hat. Wenn man beim Vorstellungsgespräch eine Frage nicht verstandenhat, ist es besser, keine Antwort <strong>zu</strong> geben. Sonst wird man leichtfür dumm gehalten.Wenn ein/e Bewerber/in beim Vorstellungsgespräch fragt, wiehoch die Lehrlingsentschädigung sein wird glaubt man, dass er/sienur auf das Geld aus ist.Bei einem Bewerbungsgespräch sollte man klar und deutlichsprechen und den/der Gesprächspartner/in in die Augen schauen. Vor dem Bewerbungsgespräch sollte man noch möglichst vieleZigaretten rauchen. Das beruhigt nicht nur. Der Zigarettengeruchan den Kleidern lässt einen auch erwachsen erscheinen.Es ist besser, unvorbereitet <strong>zu</strong>m Bewerbungsgespräch <strong>zu</strong> kommenund auf die Fragen des Personalchefs/der Personalchefin spontan<strong>zu</strong> antworten. Dann wirkt der Bewerber/die Bewerberin sehrehrlich.12WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 8 UEDas mache ichBewerbungKVorbereitung auf mein Bewerbungsgespräch (Level 1)Beantworte schriftlich stichwortartig die folgenden Fragen, die ein Personalchef/einePersonalchefin dir vielleicht stellen wird!1. Was gefällt Ihnen an diesem Beruf? (Beachte, was du beim Schnuppern erlebt hast!)2. Was wissen Sie über unsere Firma? Wo haben Sie Erkundigungen eingeholt? (Internet?Angestellte?)3. Warum möchten Sie in unserer Firma arbeiten? (Hast du dort geschnuppert? Was hat dirgefallen?)4. Welche Arbeiten werden Sie Ihrer Meinung nach in diesem Beruf ausführen?(Verwende <strong>zu</strong>r Recherche über das Berufsbild z.B.: www.ams.at oder www.bic.at)5. Was können Sie besonders gut? Was sind Ihre Stärken? (Denk an deine Lieblingsfächer,Hobbys…)6. Was können Sie nicht so gut? (Sei ehrlich, aber übertreibe nicht!)WEGE ZU MEINER KARRIERE13


KDas mache ichBewerbung8. Schst. 8 UEVorbereitung auf mein Bewerbungsgespräch (Level 2)Beantworte schriftlich stichwortartig die folgenden Fragen, die ein Firmenchef dirvielleicht stellen wird!1. Warum möchten Sie diesen Beruf ergreifen? (Tipp: Hier kannst du auch über deine Erfahrungenbei Schnuppertagen berichten)2. Was wissen Sie über unser Unternehmen? Wo haben Sie Erkundigungen eingeholt?(Internet, Angestellte...)3. Warum bewerben Sie sich gerade bei unserer Firma?4. Wo liegen Ihre Stärken? (Tipp: Was kannst du wirklich gut? Stelle dabei einen Be<strong>zu</strong>g <strong>zu</strong> deinemWunschberuf her!)5. Haben Sie auch Schwächen? (Tipp: Hier solltest du nicht übertreiben!)6. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Welche Hobbys haben Sie?7. Welche Menschen sind Ihnen wichtig?8. Haben Sie sich auch bei anderen Firmen auch beworben? Bei welchen?14WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 8 UEDas mache ichBewerbungKVorbereitung auf mein Bewerbungsgespräch (Level 3)Diese Fragen solltest du bei einem Bewerbungsgespräch schlüssig und überlegtbeantworten können. Du solltest dich darauf gründlich vorbereiten.• Warum wollen Sie gerade diesen Beruf wählen?• Welche Vorstellungen haben Sie von diesem Beruf?• Welche Vorausset<strong>zu</strong>ngen sollten Sie Ihrer Meinung nach für diesen Berufmitbringen?• Haben Sie in diesem Beruf schon ein Betriebspraktikum absolviert?• Wie stehen Ihre Eltern <strong>zu</strong> Ihrem Berufswunsch?• Warum bewerben Sie sich gerade in unserem Betrieb?• Wo haben Sie sich über unser Unternehmen erkundigt?• Warum sollte sich unsere Firma für Sie entscheiden?• Was erwarten Sie von unseren Mitarbeitern, wenn Sie aufgenommen werden?• Arbeiten Sie gerne im Team oder lieber allein?• Wie reagieren Sie in Konfliktsituationen?• Welche Menschen sind Ihnen wichtig?• Welche Hobbys haben Sie?• Was sind Ihre nächsten Ziele im Leben?• Wie sieht Ihr Leben in zehn Jahren aus?• Was können Sie gut, was für andere von Nutzen ist?• Warum sind in den Fächern ….. die Noten nicht so gut?• Was wollen Sie von mir noch wissen?Du solltest dein Interesse zeigen, indem du auch selbst Fragen stellst.Überlege dir deshalb Fragen <strong>zu</strong> folgenden Inhalten:Bewerbung als LehrlingBewerbung nach Schulausbildung• Ausbildung im Betrieb• Stellen im Betrieb• Lehrlingsentschädigung• Entlohnung• Berufsschule• Fort- und Weiterbildung• Prämien für besondere Leistungen• Sozialleistungen• Anzahl der Lehrlinge• Arbeitseinsatz• Arbeitsteam• ArbeitsteamBereite eine 5-minütige mündliche Präsentation über dich vor!Orientiere dich an den Eingangsfragen.Beim Vorstellungsgespräch wird Wert gelegt auf:‣ Sicheres Auftreten des Bewerbers/der Bewerberin‣ Gepflegtes äußeres Erscheinungsbild‣ Schlüssige und überlegte Antworten, die mit der Bewerbung übereinstimmen‣ Fließende Sprache‣ Angabe von überzeugenden Gründen für die Berufswahl‣ Interesse am Beruf!WEGE ZU MEINER KARRIERE15


KDas mache ichBewerbungBewerbungsgespräch - meine Fragen8. Schst. 8 UEEs ist wichtig, dass du in einem Bewerbungsgespräch auch Fragen stellst. Daszeigt dein Interesse, gleichzeitig sind die Antworten eine Entscheidungshilfefür dich, ob du in diesem Betrieb arbeiten willst.Wann startet die Ausbildung?Wo ist mein Arbeitsplatz? Kann ich ihn anschauen?Wie sind die Arbeitszeiten?Muss ich mich in der Berufsschule anmelden?Wie oft habe ich Berufsschule?Wo ist die Berufsschule?Gibt es noch andere Lehrlinge im Betrieb?Wie hoch ist die Lehrlingsentschädigung?Gibt es Prämien für besondere Leistungen?Wie und bis wann erfahre ich, ob ich aufgenommen werde?Auf Grund der Situation auf dem Arbeitsmarkt musst du auch mit Absagenrechnen. Manchmal liegt es nicht an dir; deshalb ist es sinnvoll bei der Firmanach<strong>zu</strong>fragen:Haben Sie mich wegen <strong>meiner</strong> Noten nicht genommen?Hat mit meinen Bewerbungsunterlagen etwas nicht gestimmt?Lag es am Bewerbungsgespräch?Können Sie mir einen Rat geben?Können Sie mir einen anderen Betrieb empfehlen?(Vielleicht können dich deine Eltern bei diesem schwierigen Gespräch unterstützen.)16WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 8 UEDas mache ichBewerbungKDer erste EindruckIn einer Gesprächssituation hat oft der erste Eindruck Einfluss auf die Einschät<strong>zu</strong>ngeiner Person. Was kann den ersten Eindruck ausmachen?Augen(Blickkontakt)Sprechweise(Lautstärke und Tonhöhe, Redegeschwindigkeit,Dialekt)Mimik (Gesicht) und Gestik (Hände)Aussehen(situationsangepasste Kleidung, Make-up,Schmuck, Frisur ...)Auftreten(selbstbewusst, unsicher ...)Körperhaltung und GangAber: Wenn man einenanderen Menschen besserkennen lernt, kann sich dieEinschät<strong>zu</strong>ng natürlich verändern.Grundvorausset<strong>zu</strong>ngen für einen guten ersten Eindruck sind eine positive Lebenseinstellungund ein lebensbejahendes Denken und Handeln.WEGE ZU MEINER KARRIERE17


ADas mache ichRealbegegnungen: Vor- und Nachbereitung8. Schst. 4 UEZieleDie Schüler/innen• lernen die reale Arbeitswelt kennen,• erkunden einen Betrieb bzw. eine Schule unter verschiedenen Aspekten(wirtschaftliche, soziale, technische etc.),• können ihre Wünsche und Interessen mit der realen Arbeitssituation abgleichen,• können ihre Eindrücke in Papierform oder mit Hilfe eines Weblogs wiedergeben.Vorausset<strong>zu</strong>ngenAchtung! Besonders bei der Planung von Berufspraktischen Tagen ist es notwendig,dass sich der/die Lehrer/in mit den geltenden rechtlichen Bestimmungen vertrautmacht (Schulveranstaltungsverordnung, Aufsichtserlass, Projekterlass, §175 ASVG,§13 SchUG).Methoden• Interview• Internetrecherche• Protokolle Weblog• Protokolle in Papierform• Rollenspiele• Plakate• Werbespot gestaltenMethodenbeispiel: Weblog1. Anlegen eines Weblogs: z.B. www.twoday.net (kostenloses Weblog) – sieheAnleitung des Weblogs auf der Webseite.2. Die Schüler/innen als Autoren eintragen (AdminMenü -> Mitgliederverwalten-> Neues Mitglied hin<strong>zu</strong>fügen -> Rollen und Rechte vergeben).3. Jeder/jede Schüler/in verfasst nach der Realbegegnung einen Beitrag imWeblog (Rückblick unter verschiedenen Gesichtspunkten).4. Lehrer/innen und Schüler/innen haben die Möglichkeit, die Beiträge <strong>zu</strong>kommentieren.5. Interessante Links <strong>zu</strong>m Thema Weblog:http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog, www.stefanbucher.net/weblogfaqMögliche Reflexionsfragen/DenkanstößeWas würdest du deiner Freundin/deinem Freund, die/der von diesem Thema nochnichts gehört hat, weitererzählen?Was hast du mit dieser Arbeit erreicht, da<strong>zu</strong>gelernt?Was hat dich besonders interessiert?Worüber weißt du jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?Was war besonders leicht/schwierig für dich?Was kannst du weiterhin außerhalb der Schule verwenden/ brauchen?Wofür wirst du in Zukunft Ohren und Augen offen halten, weil es dich interessiert?18WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 4 UEDas mache ichRealbegegnungen: Vor- und NachbereitungAFach (Vorschläge)Deutsch, <strong>Berufsorientierung</strong>, Geografie/Wirtschaftskunde, Informatik, BildnerischeErziehungQuerverweise• Schulstufe Realbegegnungen mit einem besonderen Beruf (siehe Portfolio)• Methodenleitfaden Internetrecherche• Methodenleitfaden Rollenspiel• www.tibs.at (Menüpunkt: <strong>Berufsorientierung</strong> > Grundlagen > BerufspraktischeTage)• www.cisonline.atProdukt – Portfolio• Erkundungsprotokoll• Berufspraktische Tage - Feedbackbogen für Betriebe (Kopiervorlage)• Interviewbögen• DokumentationenWEGE ZU MEINER KARRIERE19


KDas mache ichRealbegegnungen: Vor- und Nachbereitung8. Schst. 4 UEMögliche Fragen <strong>zu</strong>r BetriebserkundungDer Betrieb• Adresse• Internetadresse• Wer sind die Besitzer?• Entstehungsgeschichte: Wie ist der Betrieb entstanden?• Verkehrslage: Gibt es Vor-/Nachteile durch die Lage des Betriebs?• Kunden: Wer sind die Kunden /Abnehmer? Wo befinden sie sich?• Gibt es Partnerfirmen?• Welche Planungen für die Zukunft gibt es im Betrieb?Die Mitarbeiter/innen• Zahl• Welche Ausbildung haben sie?• Welche Berufe werden im Betrieb ausgebildet?• Was erwartet der Betrieb von Lehrlingen /von Schulabsolvent/innen?• Gibt es Fortbildung für die Mitarbeiter/innen? Welche?• Wie ist der Anteil von Männern und Frauen im Betrieb?• Wie sind die Arbeitszeiten?• Bietet der Betrieb besondere Leistungen für seine Mitarbeiter/innen?• Wie sind die Aufstiegschancen im Betrieb?• Wie hoch ist die Lehrlingsentschädigung? Liegt sie über dem Kollektivvertrag?• Wie erfolgt die Auswahl (Bewerbungsgespräch, Tests, Casting….)?• Wie viele Lehrlinge haben in den letzten Jahren die Ausbildung abgebrochen?Die Arbeit / der Arbeitplatz• Welche Werkzeuge und Maschinen werden verwendet?• Welche Materialien werden bearbeitet?• Welche Produkte hergestellt?• Wie ist die Arbeitsorganisation – Einzelarbeit, Team, … .• Was sind die wichtigsten Tätigkeiten?• Welche Anforderungen an die Arbeitnehmer/innen gibt es?o Geistige Anforderungeno Körperliche Anforderungeno Persönliche Anforderungen20WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 4 UEDas mache ichRealbegegnungen: Vor- und NachbereitungKMögliche Fragen <strong>zu</strong>r SchulerkundungAllgemeine Informationen• Standort der Schule/Adresse• Internet• Welche Funktion hat die Person die die Gruppe führt?• Wie lange dauert die Ausbildung?• Wie viele Anmeldungen gibt es durchschnittlich?• Wie viele Bewerber/innen werden durchschnittlich abgewiesen?• Wie sind die Aufnahmekriterien?• Wie hoch ist die Drop-Out-Rate?• Gibt es Eignungsprüfungen?• Wie ist der Anmeldevorgang?• Welche Abschlüsse erwirbt man als Absolvent/in?• Welche Eignungen sollen interessierte Schüler/innen mitbringen? Worauf wirdbesonders Wert gelegt?Die Ausbildung an der Schule• Unterrichtsgegenstände• Gibt es Ausbildungsschwerpunkte?• Welche Wahlmöglichkeiten bestehen?• Zahl der Wochenstunden• Müssen Praktika gemacht werden?• Welche besonderen Anforderungen stellt diese Schule?• Welche Ausrüstung (z.B. Laptop) muss von den Schüler/innen gestellt werden?• Wie ist die Verteilung Schüler – Schülerinnen?Nach der Schule• In welchen Betrieben/ Berufsfeldern arbeiten die Absolvent/innen?• Welche Aufstiegsmöglichkeiten bietet dieses Berufsfeld?• Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?• Wie hoch sind die durchschnittlichen Anfangsgehälter?• Welche Anforderungen gibt es an die Arbeitnehmer/innen?• Wie sind die Berufsaussichten für Absolvent/innen?WEGE ZU MEINER KARRIERE21


KDas mache ichRealbegegnungen: Vor- und Nachbereitung8. Schst. 4 UEAspekterkundungBerufsorientierender Aspekt• Berufe im Betrieb• Berufslaufbahnen• Aufstiegchancen• Ausbildung im Betrieb• Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen• AnforderungenSozialer Aspekt• Mitarbeiter/innen• Ausbildung• männlich/weiblich• Positionen• Arbeitszeit/Arbeitszeitmodelle• Betriebsklima• Soziale Leistungen/Einrichtungen• KontrolleWirtschaftlicher Aspekt• Unternehmensgründung• Geschichte des Betriebes• Betriebsleitung• Zukunftsplanung• Mitarbeiter/innen• Kundschaft• Mitbewerber/innen/Konkurrenz• InvestitionenTechnologischer Aspekt• Produkte• Rohstoffe• Investitionen• Globalisierung• Produktion• Maschineneinsatz• Rationalisierung• ZukunftsplanungKonsumentenaspekt• Produktangebot• Garantieleistungen• Preisgestaltung• Werbung• Kundenservice/Kunden<strong>zu</strong>friedenheit• ImagepflegeUmweltaspekt• Betriebslage / EntwicklungUmweltbelastungen• Produktionsauflagen• Umweltschutzmaßnahmen22WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 4 UEDas mache ichRealbegegnungen: Vor- und NachbereitungKBerufspraktische Tage - Feedbackbogen für BetriebeDer Schüler/die Schülerin _________________________________ hat in unserem BetriebBerufspraktische Tage in der Zeit von _______________ bis _______________ absolviert.Er/sie ist unserer Meinung nach für den erprobten Beruf ___________________________o sehr gut geeignet o gut geeignet o weniger gut geeignet.Er/Sie war trifft <strong>zu</strong> trifft teilweise <strong>zu</strong> trifft nicht <strong>zu</strong>pünktlichinteressiert anArbeitsabläufenkonzentriertausdauerndhöflichteamfähigkommunikationsfähigBitte Zutreffendes ankreuzen!Platz für Kommentar:_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________Datum_________________________Firmenstempel/UnterschriftWEGE ZU MEINER KARRIERE23


ADas mache ichArbeitsrecht8. Schst. 2 UEZieleDie Schüler/innen• sollen die verschiedenen Interessensvertretungen kennen lernen,• sollen die Angebote der Interessensvertretung nützen können,• sollen einen Einblick in Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer/innen gewinnen,• sollen einen Überblick über verschiedene Arbeitsverhältnisse bekommen(besonders Lehrvertrag).Methoden• Internetrecherche• Expert/innengesprächVorbereitungDie Lehrperson stellt rechtzeitig mit entsprechenden Expert/innen (AK, ÖGB, WKO)Kontakt her und informiert diese über die spezielle Klassensituation und die Bedürfnisseder Schüler/innen (Alter, Gruppengröße, Ausbildungsstand, Berufswünsche, Vorkenntnisse,inhaltliche Schwerpunkte). Anschließend wird ein Termin fixiert.Methodenbeispiel: Expert/innengespräch1. Die Schüler/innen bereiten sich auf das Expert/innengespräch vor (Informationenaus dem Internet).2. Sie formulieren konkrete Fragen an die Expert/innen und schreiben sie auf Kärtchen.3. Die Fragen werden dem/der Expert/in rechtzeitig übermittelt, um eine Vorbereitung<strong>zu</strong> ermöglichen.4. Die Fragekärtchen werden einzelnen Schüler/innen <strong>zu</strong>geteilt.5. Das Gespräch mit den Expert/innen wird durchgeführt.6. Nachbereitung des Gesprächs: Es werden Plakate angefertigt. Da<strong>zu</strong> werden dieFragekärtchen aufgeklebt und die entsprechenden Antworten da<strong>zu</strong>geschrieben.Mögliche Reflexionsfragen/DenkanstößeWas würdest du deiner Freundin/deinem Freund, die/der von diesem Thema nochnichts gehört hat, weitererzählen?Was hast du mit dieser Arbeit erreicht, da<strong>zu</strong>gelernt?Was hat dich besonders interessiert?Worüber weißt du jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?Was war besonders leicht/schwierig für dich?Was kannst du weiterhin außerhalb der Schule verwenden/ brauchen?Wofür wirst du in Zukunft Ohren und Augen offen halten, weil es dich interessiert?Fach (Vorschläge)Deutsch, Englisch, Geschichte und Sozialkunde, Geografie und Wirtschaftskunde,<strong>Berufsorientierung</strong>24WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2 UE Das mache ichArbeitsrechtAQuerverweise• Kopiervorlage Interessensvertretungen• Kopiervorlage Institutionen dient als Grundlage für eine Gruppenarbeit <strong>zu</strong>rselbständigen Internetrecherche• Broschüren <strong>zu</strong> den Themen Arbeitsrecht und Lehrvertrag (<strong>zu</strong> beziehen überArbeiterkammer oder Wirtschaftskammer)• Internetadressen: www.arbeiterkammer.at -> Bundesland;www.wko.at/wien/lehrlingProdukt – Portfolio• Interessensvertretungen (Kopiervorlage)• Die Schüler/innen übernehmen die für sie relevanten Fragen und Antworten vomPlakat in ihr Portfolio.WEGE ZU MEINER KARRIERE25


Das mache ichK ArbeitsrechtInteressensvertretungen8. Schst. 2 UEEs ist wichtig, die vielfältigen Bereiche der Interessensvertretungen im Überblick kennen<strong>zu</strong> lernen. Internetseiten geben uns einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsgebiete. Wirschauen, welche Informationen sie für uns anbieten.Die Arbeiterkammer (Level 1)Gib ein www.arbeiterkammmer.atGehe nun auf der oberen Navigationsleiste <strong>zu</strong> Arbeit & Recht.Gib nun aus den verschiedenen Bereichen, die du in der ganz linken Spalte findest, 5 an:……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..…………Klicke nun auf Bewerbung: Aus welchen 6 Unterbereichen kannst du jetzt wählen?……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………Gehe <strong>zu</strong> Beruf und Familie (Leiste oben). Gib auch hier 3 Bereiche an:…………………………………………………………………………………………………………………………………………..………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..……………………Nun öffne den Bereich Bildung (Leiste oben). > LehrausbildungBeantworte folgende Fragen, indem du auf den entsprechenden Eintrag gehst:Arbeitszeit: Wie lange darf ein Jugendlicher arbeiten (ohne Sonderregelung)?………………………………………………………………………………………………………………………………………..………………………Rechte und Pflichten: Nenne jeweils 1 Beispiel für Rechte und Pflichten:………………………………………………………………………………………………………………………………………..………………………Gehe nun <strong>zu</strong>m Bereich Bildung <strong>zu</strong> Leichter lernen: Schreib dir einen wichtigen Lerntipp heraus.…………………………………………………………………………………………………………………………………………........................………………………………………………………………………………………………………………………………………......................…..26WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2 UE Das mache ichArbeitsrechtKDie Arbeiterkammer (Level 2)Es ist wichtig, die vielfältigen Bereiche der Interessensvertretungen im Überblick kennen<strong>zu</strong> lernen. Internetseiten geben uns einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsgebiete. Wirschauen, welche Informationen sie für uns anbieten.Gib ein: www.arbeiterkammmer.atGehe nun auf der oberen Navigationsleiste <strong>zu</strong> Arbeit & Recht. Klicke in der linkenNavigationsspalte auf Lehre und suche die Antworten auf folgende Fragen:Wer muss den Lehrvertrag unterschreiben?Wie ist die Arbeitszeit für Jugendliche geregelt?Wie lange muss der/die Lehrberechtigte seinen/ihren ehemaligen Lehrling mindestens weiterbeschäftigen (Weiterverwendungspflicht)?Gehe in der Navigationsspalte <strong>zu</strong>m Thema Bewerbung.Welche 3 Schritte umfasst die Vorbereitung einer Bewerbung?Welche 3 Fragen sollst du dir bei der Nachbereitung des Bewerbungsgespräches beantworten?Gehe nun auf der oberen Navigationsleiste <strong>zu</strong> Arbeit & Gesundheit. Suche die Antwort auffolgende Frage: (Tipp: linke Navigationsspalte)Was ist ein SVP?Wer muss die Schutzausrüstung <strong>zu</strong>r Verfügung stellen?Gehe nun auf der oberen Navigationsleiste <strong>zu</strong> Bildung. Suche unter dem Link Schule dieAntwort auf folgende Frage:Welche zwei Vorausset<strong>zu</strong>ngen sind für die Verleihung der Standesbezeichnung Ingenieurnotwendig?WEGE ZU MEINER KARRIERE27


Das mache ichK ArbeitsrechtDie Wirtschaftskammer8. Schst. 2 UEGib im Internet ein: www.biz-tirol.at Klicke auf den Bereich > Berufsinformation. Dann gehstdu <strong>zu</strong> Berufswahlentscheidung.Beantworte folgende Fragen:Schritt 4 der Berufswahl: Wo kannst du Informationen einholen?Schritt 9 der Berufswahl: Worauf sollst du nach deiner Entscheidung besonders achten?Nun gibst du eine neue Adresse ein: www.frag-jimmy.atJimmy führt dich durch einige Berufsgruppen.Klicke Jimmy‛s Kurzcheck an und gehe die 20 Fragen durch.Welche Interessensbereiche nennt er für dich?Öffne nun wieder www.arbeiterkammmer.atGehe nun auf der oberen Navigationsleiste <strong>zu</strong> Arbeit & Recht. Klicke in der linkenNavigationsspalte auf Lehre. Einige der nun angeführten Bereiche beantworten FAQ –häufig gestellte Fragen.Klicke auf einen der folgenden Bereiche und suche dir aus den FAQ eine Fragestellungheraus. Bereite sie so vor, dass du dann deine Mitschüler/innen über die Frage und dieAntworten darauf informieren kannst!>> Arbeitszeit>> Beendigung und Auflösung>> Lehrabschlussprüfung>> Lehrverhältnis & Lehrvertrag>> Rechte & Pflichten>> Lehrlingsentschädigung28WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2 UE Das mache ichArbeitsrechtKInstitutionenWEGE ZU MEINER KARRIERE29


ADas mache ichBedeutung von Arbeit – der Arbeitsmarkt8. Schst. 2 UEZieleDie Schüler/innen• kennen die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit,• unterscheiden zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit,• sollen den Stellenwert von unbezahlter Arbeit erkennen,• kennen den Begriff „Arbeitsmarkt“,• können Arbeitslosenstatistiken lesen,• kennen den Zusammenhang zwischen Qualifikation und dem Risiko, arbeitslos <strong>zu</strong>werden,• sollen die Bedeutung von lebenslangem Lernen verstehen,• sollen ihren persönlichen <strong>Karriere</strong>plan entwickeln.Methoden• Präsentationskärtchen• Arbeiten mit Statistiken (richtiges Lesen und Interpretieren von Statistiken )Methodenbeispiel: PräsentationskärtchenEs müssen ausreichend Präsentationskärtchen <strong>zu</strong>r Verfügung stehen.1. Die Schüler/innen schreiben je einen Begriff, der für sie mit Arbeit verbunden ist,auf ein Präsentationskärtchen. Es können beliebig viele Begriffe genannt werden.2. Die Schüler/innen ordnen die Präsentationskärtchen auf Plakaten nach den Kategorien: 3. Im Lehrer/innen-Schüler/innen-Gespräch wird anhand der Anordnung der Kärtchendie individuelle Bedeutung von Arbeit diskutiert. Mit Blick auf die positiven Aspekteder Arbeit wird den Schüler/innen die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit aufgezeigt.4. Die Frage „Was gilt in der Gesellschaft als Arbeit?“ wird diskutiert. Daraus ergibtsich die Unterscheidung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit.Methodenbeispiel: Arbeit mit StatistikenVorausset<strong>zu</strong>ng: Die Lehrperson macht sich mit den aktuellen Daten der Arbeitsmarktstatistikvertraut.1. Die Schüler/innen suchen aktuelle Arbeitsmarktdaten unter www.ams.at -> Bundesland->Arbeitsmarktdaten -> Arbeitsmarktberichte. Sie beschäftigen sich mitden regionalen Daten (eigener Bezirk) in Be<strong>zu</strong>g auf die Lehrstellensituation. Dadurchstellen sie einen Be<strong>zu</strong>g <strong>zu</strong>r lokalen Infrastruktur her.2. Durch die Eingabe ihres Wunschberufes stellen sie ihre persönlichen Jobchancenfest.eJob-Room des AMS (www.ams.at) -> eJob-Room > eJob-Room für Bewerber/innen–> Jobsuche ohne Registrierung -> akzeptieren und weiter3. Alternativen <strong>zu</strong>m Wunschberuf werden gesucht.30WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2 UE Das mache ichBedeutung von Arbeit – der ArbeitsmarktAMethodenbeispiel: Thesenaushang1. 4 - 6 Thesen <strong>zu</strong>r Arbeitslosigkeit (Kopiervorlage) werden verteilt im Raum aufgehängt.2. Die Schüler/innen positionieren sich im Raum entsprechend ihrer inhaltlichen Position.3. Gruppenarbeit: “Räumlich nahe Stehende” bilden Gruppen (3 - 5 Schüler/innen)und formulieren Argumente für ihre Position.4. Plenum: Vertreter/innen von extrem gegensätzlichen Positionen verteidigen in einerDiskussion die eigenen Gruppenstandpunkte (z.B. „Fishbowl“)4. Die Lehrperson stellt den Schüler/innen eine Mustervorlage eines persönlichen <strong>Karriere</strong>plans(Kopiervorlage) vor. Auf der Grundlage ihrer Recherchen versuchen dieSchüler/innen, Stationen ihrer <strong>zu</strong>künftigen <strong>Karriere</strong> für die nächsten 10 Jahre vorweg<strong>zu</strong>nehmen.Mögliche Reflexionsfragen/DenkanstößeWas würdest du deiner Freundin/deinem Freund, die/der von diesem Thema nochnichts gehört hat, weitererzählen?Worüber weißt du jetzt besser/mehr Bescheid als vorher?Was kannst du weiterhin außerhalb der Schule verwenden/ brauchen?Wofür wirst du in Zukunft Ohren und Augen offen halten, weil es dich interessiert?Fach (Vorschläge)Deutsch, Geografie und Wirtschaftskunde, Mathematik, Informatik,<strong>Berufsorientierung</strong>Querverweise• Internetrecherche: (siehe Methodenteil unter dem Stichwort „Internetrecherche“):www.ams.at, www.arbeiterkammer.at• LehrberufslexikonProdukt – Portfolio• Individueller <strong>Karriere</strong>plan (Kopiervorlage)WEGE ZU MEINER KARRIERE31


KDas mache ichBedeutung von Arbeit – der Arbeitsmarkt8. Schst. 2 UEThesenkärtchenArbeitslose machen Urlaub auf Kosten derer,die arbeiten!Wer arbeitslos ist, ist selbst schuld!Jeder der arbeiten will, findet auch Arbeit!Arbeitslose müssen unterstützt werden!Niemand soll eine Arbeit machen müssen, die er/sienicht will.Je geringer die Ausbildung, desto höher istdas Risiko von Arbeitslosigkeit.32WEGE ZU MEINER KARRIERE


8. Schst. 2 UE Das mache ichBedeutung von Arbeit – der ArbeitsmarktK<strong>Karriere</strong>plan für _________________________________Mein AlterMeine <strong>Karriere</strong>stationen14151825WEGE ZU MEINER KARRIERE33

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!