84. Auktion - Auktionen Dr. Crott

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84. Auktion - Auktionen Dr. Crott

222*Edouard Juvet, Fleurier, Werk Nr. 42354 und 42355,59 mm, 143 gr. und 138 gr., circa 1850Bedeutendes, hochfeines Goldemail-Taschenuhren-Paar “Romantische,pastorale Szene”, hergestellt für den chinesischen MarktGeh.: Goldemail, floral graviert, die Lunetten und Pendants auf VorderundRückseite dekoriert mit rotem, weißem, hell- und dunkelblauemChamplevé Email, die Rückseiten mit ähnlich dekorierter Einfassung.Feine polychrome Emailmalerei einer ländlichen Szene auf den jeweiligenRückseiten: ein Schäfer sitzt am Fuße eines Baumes und spielteine Flöte, während ihm zwei junge Frauen zuhören; reich verzierte,gravierte Goldcuvette, großes Außenscharnier. Zffbl.: Email, radialeröm. Zahlen, Zentralsekunde, Spade-Goldzeiger und Löffelform-Zeiger.Werk: Brückenwerk, Schlüsselaufzug, feinst floral handgraviert, gekörnt,vergoldet, signiert, nummeriert, gebläute Schrauben, fliegendes, reichgraviertes Federhaus, Duplexhemmung, monometallische Unruh mitpolierten Stahlgewichten, gebläute Unruhspirale, gravierte Regulierskala,Diamantdeckstein auf Unruh.Uhren für den chinesischen MarktDie Mehrheit der für den chinesischen Markt produzierten Uhren,Singvogel- und Schnupftabakdosen-Automaten wurden ursprünglichpaarweise hergestellt, viele davon mit asymmetrisch aufgemaltenSzenen. Nur wenige Darstellungen auf Uhrenpaaren waren symmetrischangeordnet. Die meisten der heute noch vorhandenen Stücke sind Einzelstücke;das vorliegende Paar ist also eines der wenigen, das gemeinsamerhalten blieb und eine symmetrisch aufgemalte Szene aufweist.Die Romantik in England 1820-1850Die Emailmalerei auf diesem Uhrenpaar steht ganz in der Tradition derenglischen Romantik.“Le Miroir de la Séduction”Ein nahezu identisches Taschenuhren-Paar mit den Werk Nummern42321 und 42322 wurde im Auktionshaus Dr. H. Crott am 17. Mai2008 versteigert und befindet sich heute im Musée L.U.CEUM - Tracesdu Temps, Chopard Manufacture S.A. in Fleurier. Es war als Leihgabe Teilder Ausstellung des Patek Philippe Museums “Le Miroir de la Séduction”- Prestigieuses paires de montres “chinoise”, Ausstellungskatalog Seite132 und 133, die vom 15. Mai bis 16. Oktober 2010 in Genf stattfand.Edouard & Léo JuvetDie Familie Juvet war eine der angesehenen Schweizer Uhrmacherfamilien,die Uhren für den chinesischen Markt produzierten. Edouard Juvet(1820-1883) eröffnete seine Werkstatt 1842 in Butte und zog 1844 nachFleurier um. 1856 begann er damit, Uhren für den chinesischen Marktherzustellen; seine Söhne Ami-Louis und Léo waren beide im chinesischenFamilienbetrieb tätig – Léo reiste nach Ami-Louis’ Tod nach China um dortseinen Platz zu übernehmen. In Shanghai konnten lediglich die Bovetsmit den Juvets konkurrieren; die beiden Familien pflegten jedoch freundschaftlicheBeziehungen miteinander. Das Haus Juvet florierte und maneröffnete Filialen in Tien-Tsin und Saigon, so dass Léo 1872 bemerkte:“unsere Uhren verkaufen sich wie Salz”. 1873 meldete Edouard Juvetein Warenzeichen in chinesischen Schriftzeichen für die Produkte derFirma an. Im November des Jahres 1875 übertrug er seinem Sohn Léo dieHandlungsvollmacht; nach Edouard’s Tod im Februar 1883 wurde Léo seinNachfolger als Leiter des Unternehmens.

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