Der Sackpfeifer - Das Sophien

klinikum.weimar.net

Der Sackpfeifer - Das Sophien

Der Sackpfeifer

Die Zeitschrift für unser Klinikum 1/2011 Ausgabe 12

Chefarztwechsel: Dr. med. Falk Schmidt neuer Chefarzt

der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Eröffnung: Neues Notfallzentrum feierlich eingeweiht

Rezertifizierung: Erneut erfolgreiche KTQ-Zertifizierung

ExTrA: KAlENDErPoSTEr Zum HErAuSNEHmEN


Inhalt

Portrait

Medizin aktuell

Information

Rückblick

Tochtergesellschaften

Berufsbild

Termine

Personal

Kunst

Presse

Überblick

Neuer Chefarzt an der Klinik für Anästhesie

und Intensivmedizin ins Amt eingeführt . . . . . . . . . . . . .2

Innovationen in der Gefäßchirurgie . . . . . . . . . . . . . . . .5

Herzkatheterlabor am Klinikum eröffnet . . . . . . . . . . . . .6

Neues Notfallzentrum eröffnet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8

Rezertifizierung – Eindrücke vom 22 .–26 .11 .2010 . . .12

Bauzeit adé – Psychiatrische Tagesklinik in

Apolda nahm den Betrieb auf . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14

Ein Stück Olympia – ZPRM ist Thüringens

DOSB-Untersuchungszentrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16

Einsatz für die Dritte Welt – Weimarer Ärztin

unterstützt Hilfsprojekte in der Dritten Welt . . . . . . . . .17

Ein Sommernachtstraum am Nachmittag –

Krankenpflegeschüler gestalten einen Tag . . . . . . . . . .18

ZIMT – mehr als ein Gewürz zur Weihnachtszeit? . . . .20

Ein Netzwerk entsteht – Gemeinsame

Ausbildung von Therapeuten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21

1 . After-work-Party am Klinikum Weimar . . . . . . . . . . .22

TÜV-Plakette für Bad Sulzaer Sophienklinik . . . . . . . . .24

Sophienklinik hilft – Medizinische Rehabilitation

nach Arbeitsunfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25

Die Medizinischen Versorgungszentren . . . . . . . . . . . .26

Berufsbild der medizinischen Kodierassistentin /

des medizinischen Kodierassistenten . . . . . . . . . . . . . .28

Fachtagungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

Dienstjubiläen 2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30

Ein- und Austritte, 1 . Halbjahr 2010 . . . . . . . . . . . . . . .31

Kunst im Krankenhaus (KIK) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32

Im Spiegel der Presse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36

Seite 3

Seite 12

Seite 15

Seite 23

Impressum:

Herausgeber: Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH Weimar, Henry-van-de-Velde-Straße 2, 99425 Weimar, Tel .: 03643/57-0, Fax: 03643/57-2002

Redaktion: ÄD Prof . Dr . med . habil . Reinhard Fünfstück, Rektor Axel Kramme, Tomas Kallenbach, Klaus-Dieter Erler, Doreen Päsel

Fotonachweis: Foto City Color Munschke, Weimar: Mantelbild; S .1 (teilw .), S . 29; Fotopolis, Weimar: S . 12 (teilw .); Thomas Müller, Weimar: S . 5 (teilw .), S .

8-11, S . 16, S . 22-23 (teilw .), S . 27 (teilw .), S . 28; Maik Schuck, Weimar: Innenseite (teilw .), S . 2-3, S . 4 (teilw .), S . 6-7; Sophienklinik, Bad Sulza: S . 24-25;

Naomie T . Salomon, Weimar: S . 34 (teilw .); Mal- und Zeichenschule, Weimar: S . 32 (teilw .); Bettina Schünemann, Gotha: S . 33 (teilw .); Peter Heckwolf,

Weimar: S . 34 (teilw .); Dr . med . Franz Robiller, Weimar: S . 35 (teilw .); Foto Falke, Erfurt: S . 1 (teilw .), S . 5 (teilw .), S . 20-21 (teilw .), S . 30 (teilw .); Fotostudio

Neumann, Apolda: S . 15 (teilw .), S . 26; Architekturbüro Jordan, Weimar: Innenseite (teilw .), S . 14, S . 15 (teilw .); Franz Eugen Köhler, Köhler‘s Medizinal-

Pflanzen,1897: S . 20 (teilw .); Fotolia .de: S . 20 (teilw .); Bohus/Wolf (2009): Interaktives Skills Training für Borderline-Patienten, Schattauer Verlag: S . 21

(teilw .); Quelle privat: Innenseite (teilw .), S . 1 (teilw .), S . 4 (teilw .), S . 17-19, S . 22-23 (teilw .); andere: Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH, Weimar

Gestaltung, Satz, Produktion: www .blackfrog-design .de, Robin Dietrich & Anja Knopf GbR; Druck: Buch- und Kunstdruckerei Kessler GmbH, Weimar

Patienten und Mitarbeiter erhalten den »Sackpfeifer« kostenfrei . Der Abopreis im Einzelbezug beträgt bei bis zu 4 Ausgaben 12,– Euro/Jahr (inkl .

7% Mwst . und Versandkosten) . Artikel, die mit Namen oder Initialen des Verfassers gekennzeichnet sind, stellen nicht zwingend die Meinung der

Redaktion dar . Alle Rechte vorbehalten . Nachdruck nur nach vorheriger Genehmigung der Redaktion . Auszugsweise Veröffentlichungen sind gegen die

Zusendung von drei Belegexemplaren möglich . Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen . Einsender von Beiträgen

erklären sich mit der redaktionellen Bearbeitung einverstanden . Beiträge aus anderen Arbeitskreisen werden gern angenommen .


Wo ist der neugeborene König? (Matthäus 2)

Der biblische Bericht kennt nur drei namenlose

Weise aus dem Lande des Ostens. Sterndeuter,

Astrologen ihres Zeichens. Die Tradition und

Legende machte aus ihnen drei Könige mit

Namen Kaspar, Melchior, Baltasar. Doch was

tun Namen zur Sache! Sie könnten auch Hans-

Jürgen, Dieter und Tomas heißen. Wichtig ist

etwas anderes:

Die drei Weisen behalten ihre Gaben, ihren

Reichtum, ihre Talente nicht für sich, sondern

teilen sie. Sie verschaffen – wie die Weihnachtsgeschichte

nach Matthäus erzählt – dem Kind

armer Leute einen guten Start ins Leben,

schenken ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Kostbarkeiten damals wie heute.

Vielleicht haben ja auch unsere drei Könige

eine Starthilfe mitgebracht? Eine Starthilfe ins

neue Jahr 2011. Wenn schon kein Gold, dann

vielleicht Glaube und Vertrauen, dass es ein

gutes Jahr wird. Wenn schon keinen Weihrauch,

dann gute Wünsche und das Wissen,

nicht allein unterwegs zu sein. Wenn schon

keine Myrrhe, dann doch den Mut und die

Kraft, anstehende Aufgaben zu meistern.

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern

überwinde das Böse mit Gutem!“, heißt

die Jahreslosung für 2011. Möge dies auch

unser persönliches Motto sein und bleiben.

Gott segne uns allen das neue Jahr.

Rektor Axel Kramme,

Krankenhausseelsorger

1


Portrait

Herzliches Willkommen von Geschäftsführer

Hubertus Jaeger (li.), Prokurist Tomas

Kallenbach (re.) und Chefarztkollege Dr.

Wolfgang Jalinski (3. v. l.)

Gäste der Einführungsveranstaltung

Einsegnung in das Amt durch Rektor Axel

Kramme

2

Neuer Chefarzt an der Klinik

für Anästhesie und Intensivmedizin ins Amt eingeführt

von Prof. Dr. med. habil. Reinhard Fünfstück,

Ärztlicher Direktor

Am 1. Oktober 2010 wurde feierlich Dr. Falk

Schmidt in das Amt des Chefarztes der Klinik für

Anästhesie und Intensivmedizin am Sophien-

und Hufeland-Klinikum Weimar eingeführt.

Der Geschäftsführer des Klinikums, Hubertus

Jaeger, und der Ärztliche Direktor Prof. Dr.

Reinhard Fünfstück würdigten in der Feierstunde

die Leistungen des ehemaligen Chefarztes,

Dr. Albrecht Kneist. Er hat viele Jahre erfolgreich,

gemeinsam mit den Chefärzten Dr.

Siegfried Böhm und Dr. Wolfgang Jalinski, die

Weimarer Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

geleitet. Aufgrund einer Erkrankung

hat Dr. Kneist im Einverständnis mit der Krankenhausleitung

sein Dienstverhältnis beendet.

Seinem Nachfolger, Dr. Falk Schmidt, wurde ab

1. Oktober 2010 die Leitung der Klinik im Kollegialsystem

mit Dr. Wolfgang Jalinski übertragen.

Seine medizinische Ausbildung hat Dr. Schmidt

mit dem Studium der Humanmedizin an der

Staatlichen Medizinischen Hochschule Wolgograd

begonnen. In der Zeit von 1989 bis 1994

absolvierte er die Weiterbildung zum Facharzt

für Anästhesiologie an der Medizinischen

Akademie Erfurt und dem späteren Helios-

Klinikum Erfurt. In dieser Zeit erwarb er die

Fachkunde „Rettungsmedizin“ und „Leitender

Notarzt“ sowie die Zusatzbezeichnung „Spezielle

Schmerztherapie“. Im Jahr 2005 erwarb er

die Zusatzbezeichnung „Spezielle Anästhesiologische

Intensivmedizin“.

Sein ehemaliger Chef, Dr. A. Meier-Hellmann,

schätzte in seiner Laudatio im Rahmen der Einführungsfeier

Dr. Falk Schmidt als einen hochmotivierten

Mitstreiter ein. Aufgrund seiner

engagierten und tadelsfreien Arbeitshaltung

wurde Dr. Schmidt im Jahr 2001 zum Oberarzt

der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin

und Schmerztherapie am Helios-Klinikum Erfurt

ernannt. In den folgenden Jahren wurde er

zum Leitenden Notarzt der Stadt Erfurt und

des Landkreises Sömmerda und zum Vertreter

des Chefarztes der Erfurter Klinik berufen. In

den folgenden Jahren wurde er zum OP-Koordinator

des Zentral-OP und ab Mai 2009

zum OP-Koordinator im OP-Saal des Zentrums

Frau-Mutter-Kind am Helios-Klinikum Erfurt

ernannt. Vom 1. Januar 2010 bis zu seiner

Berufung an das Sophien- und Hufeland-Klinikum

Weimar war Dr. Falk Schmidt Chefarzt an

der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und

Schmerztherapie des Helios-Klinikum Schwelm.

Zusätzlich zu diesen beruflichen Verpflichtungen

ist Dr. F. Schmidt seit Januar 2007

zum Vorsitzenden des Ausschusses Qualitätssicherung

der Landesärztekammer Thüringen

gewählt worden. Im Dezember 2007

wurde er zum Mitglied der ständigen Kommission

„Qualitätssicherung“ der Bundesärztekammer

berufen.

Dieser Lebensweg beweist eine beeindruckende

berufliche Karriere. Fachliche Kompetenz

und die Bereitschaft, Mitverantwortung für andere

Menschen zu übernehmen, zeichnen den

neuen Chefarzt der Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin am Sophien- und Hufeland-

Klinikum Weimar aus. Geschäftsführung und

die Mitarbeiter dieses Klinikums setzen in Dr.

Falk Schmidt die Hoffnung, dass es ihm gelingen

wird, die Klinik für Anästhesiologie und

Intensivmedizin, die er im Kollegialsystem mit

Chefarzt Dr. W. Jalinski leitet, erfolgreich weiter

zu entwickeln. Für den Ärztlichen Direktor

besteht kein Zweifel, dass Dr. Schmidt die

notwendige fachliche Kompetenz besitzt, diese

Erwartungen zu erfüllen. In seiner Begrü-


ßungsrede betonte Prof. Dr. Fünfstück, dass

er davon überzeugt ist, dass Dr. Falk Schmidt

auch die soziale Kompetenz besitzt, als Chefarzt

seine ärztlichen Kollegen zu leiten, zu fordern

und zu fördern. Sowohl bei seiner Vorstellung

in den Auswahlgesprächen, die zur

Neubesetzung der Chefarztposition geführt

wurden, als auch in seiner Antrittsrede machte

Dr. Schmidt deutlich, dass er sich der Verantwortung,

die er mit seiner Berufung übernommen

hat, sehr wohl bewusst sei. Dabei war

zu spüren, dass er den festen Willen hat, sich

für das Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar

mit seinen Kräften einzusetzen. Nach der

Ich möchte beschreiben, was für ein Mensch Dr.

Schmidt ist. Wenn man Chef eines Klinikums

mit etwa 50 Mitarbeitern ist, dann lernt man

nicht alle kennen. Da gibt es das ein oder andere

Bild von dem einen oder anderen Mitarbeiter.

So auch von Dr. Schmidt. Es wurde gesagt, dass

Dr. Schmidt lieber auf einem Surfbrett als neben

einem OP-Pult steht. Dazu kam, dass berichtet

wurde, dass Dr. Schmidt vor kurzem noch lange

dunkle Haare hatte und somit ohne Probleme in

einer Nachmittagsserie einen volksverwöhnten,

dynamischen, jungen Mediziner geben könnte.

So nach dem Motto „bis 15.30 Uhr das Leben

retten und danach auf das Surfbrett“. […]

Ich habe dann im Laufe der Jahre erfahren

können, dass Herr Schmidt eben nicht nur auf

dem Surfbrett gut ist, sondern auch als Arzt

und Mensch überzeugt. […] Er bringt genau

die Fähigkeiten mit, die diese neue Aufgabe

erfordert: Herr Schmidt hat eine umfangreiche

Ausbildung und Erfahrung in Verfahren der

Regionalanästhesie. Diese Anästhesieverfah-

Amtseinführung von Dr. Schmidt als neuer

Chefarzt durch Rektor Axel Kramme fand traditionsgemäß

im Rahmen der Feierstunde ein

„Freundliches Begegnen“ statt. Hier gab es

die Möglichkeit, sowohl die Familie von Dr.

Falk Schmidt kennen zu lernen als auch erste

Kontakte zu den Chefarztkollegen und

den neuen Mitarbeitern zu knüpfen.

Die Geschäftsführung und die Mitglieder des

Chefarztkollegiums des Weimarer Klinikums

freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Dr.

Falk Schmidt und wünschen ihm bei seiner verantwortungsvollen

Aufgabe viel Erfolg.

Auszüge aus der Laudatio von Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann

ren, die oft insbesondere bei Risikopatienten

eine sehr schonende Narkosetechnik erlauben,

kann er sehr differenziert anbieten, da er alle

Techniken beherrscht. Er hatte in Erfurt die

Organisation des gesamten OP-Betriebes neu

gestaltet und entscheidend dazu beigetragen,

dass die Auslastung und die Planungssicherheit

der Operationssäle deutlich gestiegen ist. In der

HELIOS-Gruppe entwickelte er intensivmedizinische

Ausbildungsmodule für junge Assistenten

mit. Konzept dieser Module ist es, an einem

tierexperimentellen Modell intensivmedizinische

Realität abzubilden und junge Kollegen

somit auf den Einsatz auf einer Intensivstation

vorzubereiten. Hierbei zeigt er, dass er über

hervorragende didaktische Fähigkeiten verfügt.

Anästhesie und Intensivmedizin sind sehr

techniklastige Fächer. Trotz alledem, hat Dr.

Schmidt es immer verstanden den menschlichen

Bedürfnissen von Patienten, Angehörigen, aber

auch des Personals einen angemessenen Raum

zu geben. […]

3

Bild links:

Glückwünsche und Blumen gab es von

vielen Kollegen, hier Chefärztin Dr. C.

Dannenberg.

Bild Mitte:

Musikalische Umrahmung des Festaktes;

Studierende der Musikhochschule Franz-Liszt

Bild rechts:

Auf eine gute Zusammenarbeit:

Anästhesist und Operateur – Chefärzte

Dr. F. Schmidt und PD Dr. O. Bach

Prof. Dr. med. habil. Meier-Hellmann hielt

als langjähriger Kollege die Laudatio.


Portrait

In einem kleinem Tierpark in Südafrika:

Seelenverwandschaft?

4

Neuer Chefarzt an der Klinik

für Anästhesie und Intensivmedizin ins Amt eingeführt

Dr. med. Falk Schmidt

Interview mit dem neuen Chefarzt der

Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Was bedeutet Ihnen die Ernennung zum

Chefarzt?

Nach neun Jahren Oberarzttätigkeit am Maximalversorger

Erfurt war die Herausforderung

als Chefarzt einer Klinik für mich die logische

Konsequenz meiner Entwicklung. Das Klinikum

in Weimar ist ein attraktiver Standort mit einer

anerkannt guten Anästhesie und Intensivmedizin.

Ich bin stolz darauf, hier Chefarzt zu sein.

Welche Ziele setzen Sie sich in den

nächsten Jahren?

Mir ist daran gelegen, neueste Entwicklungen

in der Anästhesie umzusetzen. Das sind vor

allem die Erhöhung der Patientensicherheit in

der perioperativen Phase und die Verbesserung

des Patientenkomforts (Schmerzarmut,

Verhinderung von Übelkeit und Erbrechen

im Zusammenhang mit einer Operation). Die

Optimierung von Abläufen in und um den OP-

Saal herum sehe ich als eine sehr wichtige und

schwierige Aufgabe an.

Wie wollen Sie diese Ziele erreichen?

Das ist nur gemeinsam mit den Oberärzten

und Mitarbeitern der Klinik zu schaffen. Jeder

Oberarzt ist verantwortlich für ein Teilgebiet

unseres Faches. Gemeinsam mit den OP- und

Anästhesieschwestern wollen wir als Team

erreichen, das jeder Patient vor, während und

nach der Operation optimal und sicher versorgt

wird. Dabei ist mir bewusst, dass nur zufriedene

Mitarbeiter innovative Ziele engagiert

angehen werden.

Wie sind Ihre Eindrücke nach den ersten

Wochen im SHK Weimar?

Ich bin sehr offen und freundlich empfangen

worden. Sowohl mit der Geschäftsführung und

den Chefärzten als auch mit den Mitarbeitern

der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

und des OP-Saales haben wir schnell eine

gemeinsame Sprache gefunden. Besonders

freut mich, dass es so schnell gelang, Themen

wie die postoperative Schmerztherapie und die

Einführung neuer Regionalanästhesietechniken

weiter zu entwickeln.

Worauf freuen Sie sich in Weimar?

Ein Neuanfang bietet immer die Chance, neue

Menschen und andere Strukturen kennenzulernen.

Darauf bin ich neugierig. Ich freue

mich, meine Erfahrungen in der Medizin und

Führung von Mitarbeitern einzubringen. Ich

möchte aber auch von den Kollegen neue Methoden

und Problemlösungen lernen.

Welche Hobbies haben Sie?

Viel Freizeit verbringe ich mit meiner Frau und

unseren drei Kindern. Wenn etwas Zeit übrig

bleibt, lese ich gerne. Im Sommer gehe ich

Windsurfen – das ist leider in Thüringen kaum

möglich. Ich fahre gern Mountainbike. Und

im Winter ist Skifahren angesagt: Langlauf im

Thüringer Wald und Alpin in den Alpen.

Der neue „Kapitän“ der Anästhesie auf Segeltour

vor Rügen


Medizin aktuell

Innovationen in der Gefäßchirurgie

von Dr. med. Philipp Langenscheidt, Chefarzt

der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Seit Ihrer Einführung im Klinikum im Jahr

2002 hat die operative und interventionelle

Behandlung von Erkrankung des Gefäßsystems

einen ständigen Aufschwung erfahren. Dies

war für uns Anlass, die technischen und strukturellen

Voraussetzungen weiter zu verbessern.

Ab Januar 2011 wird die Klinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie die ambulante und voroperative

Behandlung von Patienten mit einer

Gefäßerkrankung im Rahmen des Medizinischen

Versorgungszentrums als kassenärztliche

Leistung anbieten. Dazu wird in Zukunft

die einfache Überweisung vom Hausarzt oder

Facharzt ausreichend sein. Die Sprechstunde

wird immer montags ab 13 Uhr in dem neuen

Ambulanz- und Notfallzentrum von dem Chefarzt

der Klinik angeboten. Zielgruppe sind alle

neuen Patienten mit Gefäßerkrankungen, bei

denen die Möglichkeit einer operativen oder

interventionellen Behandlung abzuklären ist,

aber auch diejenigen, die sich nach einer solchen

Maßnahme einer regelmäßigen Nachuntersuchung

unterziehen wollen.

Verengungen der Blutgefäße führen zu Beschwerden

beim Laufen – der sogenannten

Schaufensterkrankheit – bei der die Betroffenen

nach wenigen Metern kurze Gehpausen

einlegen müssen. Sind die Halsgefäße betroffen,

besteht ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Bei

krankhaften Erweiterungen der Schlagadern –

sogenannten Aneurysmen – kann es zu plötzlichen

heftigen Blutungen kommen. Ziel der

Behandlung ist die Beseitigung der Engen auf

operativem Wege oder, wann immer möglich,

durch Katheterdehnung. Bei relevanten Erweiterungen

muss der Arterienabschnitt durch eine

Kunststoffprothese ausgeschaltet werden.

Ein weiteres Gebiet ist die Chirurgie der Krampf -

adern, die in fortgeschrittenen Stadien nicht

nur eine kosmetische Beeinträchtigung, sondern

als Wegbereiter der chronisch-venösen Insuffizienz

mit Beinschwellung und dem Risiko

einer Thrombose- oder Geschwürbildung ein

relevantes Gesundheitsproblem darstellt. In Zusammenarbeit

mit der Klinik für Radiologie,

die durch ihre Chefärztin Frau Dr. med. Claudia

Dannenberg und den Oberarzt PD Dr. med.

Peter Heyne über eine hohe Expertise bei der

Dehnungsbehandlung von Gefäßverschlüssen

u.a. auch der Halsschlagader verfügen,

wird diese elegante und wenig belastende Behandlungsmethode

auch in Zukunft verstärkt

zur Anwendung kommen. Um dies zu ermöglichen,

wurde unser OP mit den modernsten

Durchleuchtungsgeräten ausgerüstet. Auch der

neu eingeführte kardiologische Mess- und Arbeitsplatz

kann jederzeit für gefäßchirurgische

Interventionen verwendet werden. Unser Ziel

ist es, auch in Zukunft Durchblutungsstörungen

mit allen modernen Mitteln kompetent zu

behandeln und damit auch eine gute und notwendige

Ergänzung zu dem diabetologischen

Schwerpunkt in unserem Klinikum darzustellen,

da gerade diese Patienten sehr häufig von

Durchblutungsstörungen betroffen sind.

Dr. med. Philipp Langenscheidt

Viszeral- und Gefäßchirurg

5

Beruflicher Werdegang

1960-1972 Grundschule und Gymnasium

in Gießen

1973-1979 Medizinstudium in Erlangen

und Berlin

1979-1983 Assistenzarzt Frauenheilkunde

und Chirurgie in Marktredwitz und

Berlin

1983-1985 Aufbau und Leitung des

„Bloc Opératoire“ in Dori/Burkina Faso

im Rahmen der Deutschen Entwicklungshilfe

1986-1992 Wissenschaftlicher Assistent

1992-2002 Oberarzt an der Chirurgischen

Klinik der Universität des Saarlandes

in Homburg/Saar

1983 Promotion zum Doktor der Medizin

an der Freien Universität Berlin

1991 Anerkennung als Facharzt für

Chirurgie durch die Ärztekammer des

Saarlandes

1996 Gebietsbezeichnung Gefäßchirurgie

1999 Weiterbildungsermächtigung für

das Teilgebiet Gefäßchirurgie

2001 Gebietsbezeichnung Viszeralchirurgie

01.05.2002 Chefarzt der Klinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie der Sophien-

und Hufeland-Klinikum gGmbH

Dr. med. Claudia Dannenberg,

Chefärztin der Klinik für Radiologie

und Nuklearmedizin während

einer Untersuchung am Durchleuchtungsgerät


Medizin aktuell

Patienten mit Herzschmerzen können nun

auch hier adäquat untersucht und je nach

Krankheitsbild behandelt werden.

Team mit/für´s Herz (v.l.): Schw. Eva-Maria,

OA Dr. Rauchfuß, OA Dr. Eggers, CA Prof.

Fünfstück, Schw. Sylke und OA Schlosser

Prä-Opening: Viele Mitarbeiter nutzten die

Möglichkeit, sich die Investition zeigen

und erklären zu lassen.

OA Dr. Eggers erklärt den ärztlichen

Kollegen die 1,1 Mio Euro teure Neuanschaffung.

6

Herzkatheterlabor am Weimarer

Klinikum eröffnet

von Chefarzt Prof. Dr. med. habil. R. Fünfstück

und Oberarzt Dr. med. R. Eggers, Klinik für

Innere Medizin I

Das Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar

verfügt über einen neuartigen hoch modernen

Linksherzkathetermessplatz. Waren noch

vor Jahren solche hochspeziellen und kostenintensiven

Geräte ausschließlich Zentren vorbehalten,

haben diese Geräte nunmehr Einzug

in die Regelversorgung gehalten und sind

das Herzstück einer Kardiologie. Während mit

der Anlage die Herzkranzgefäße und mögliche

Engstellen sichtbar gemacht werden können,

unterstützt ein aerodynamischer Messplatz die

Aufzeichnung der Vitalwerte während der Untersuchung.

Alle Informationen werden in einem

Datenbanksystem erfasst. Bei der am

Klinikum Weimar installierten Anlage handelt

es sich um die neueste Gerätegeneration

der Firma Philips Medizinsysteme. Die

bestechende Bildqualität und eine überragende

Kontrastaufl ösung werden durch 350

Mio Bildpunkte bei einer Bildfrequenz von bis

zu 30 Bildern pro Sekunde erreicht. Die Behandlung

der Erkrankungen der Blutgefäße

durch Aufdehnen (Dilatation) und das Einbringen

von Gefäßstützen (Stents) kann teilweise

längere Durchleuchtungszeiten erfordern.

Um die Strahlenbelastung trotzdem so gering

wie möglich zu halten, verfügt das neue

Linksherzkatheterröntgensystem über ein umfassendes

Dosismanagement. Thüringenweit

einmalig ist die am Gerät zum Einsatz kommende

Erweiterung des Rotationsscannens

durch eine neue Software. Durch diese hohen

Geschwindigkeiten wird der Kontrastmittelverbrauch

um 30% reduziert. Das bringt speziell

für niereninsuffiziente Patienten deutlich geringere

Belastungen mit sich.

Die Betreibung der Anlage liegt in den Händen

von drei sehr gut ausgebildeten Kardiologen.

Das ärztliche Können und die technische Innovation

stehen damit dem Einzugsbereich des

Weimarer Klinikums, in dem mehr als 165.000

Einwohner wohnen und für die eine steigende

Einwohnerzahl prognostiziert wird, zur Verfügung.

Der Häufung von Herzkreislauferkrankungen

und dem ständig steigenden Alter unserer

Patientinnen und Patienten werden wir

durch ein wohnortnahes umfassendes Untersu-

chungsspektrum zur Erfassung von Herz- und

Gefäßkrankheiten gerecht. Als akademisches

Lehrkrankenhaus der Universität Jena sind wir

damit ein effizientes Glied der kardiologischen

Versorgung. Auch die sehr guten Kooperationen

mit der Zentralklinik in Bad Berka sowie

dem Maximalversorgungshaus in Erfurt werden

fortgeführt und ausgebaut. In den vergangenen

Jahren wurden vermehrt Patienten mit Krankheiten

des Herzens und des Gefäßsystems am

Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar betreut.

Die koronare Herzerkrankung, die Herzinsuffizienz,

oder Fälle von Rhythmusstörungen

unterschiedlichster Ursachen und Patienten mit

einer Hypertonie stellen einen Schwerpunkt der

medizinischen Versorgung im Bereich der Klinik

für Innere Medizin I dar; jährlich werden ca.

2000 Patienten mit diesen Krankheitsbildern

stationär versorgt.

Nationale Statistiken, wie der jährlich erscheinende

„Herzbericht“ weisen einen deutlichen

Anstieg von Krankheiten des Herz-Kreislauf-

Systems aus. Das akute Koronarsyndrom, also

der akute „Herzschmerz“ mit der drohenden

oder manifesten Gefahr eines Herzinfarktes,

stellt bereits heute mit 20 bis 25% der Fälle

die häufigste Indikation für eine akute Krankenhauseinweisung

in Deutschland dar. Mit

etwa 500.000 Krankenhausaufnahmen pro

Jahr kommt dieser Erkrankung eine große medizinische

und ökonomische Bedeutung zu.

Bei Diabeteserkrankungen oder Bluthochdruck

(Hypertonie) werden Komplikationen des

Herz-Kreislauf-Systems häufig beobachtet.

Beide Erkrankungen zeigen einen dramatischen

Anstieg der Patientenzahlen. So leben

in Deutschland schon jetzt mehr als 6 Mio

Menschen mit Diabetes mellitus (Deutscher

Gesundheitsbericht „Diabetes mellitus“, 2010)

und nach Schätzungen der Deutschen Hochdruckliga

leidet jeder dritte Bürger über dem

50. Lebensjahr in Deutschland an Hypertonie

(Angaben aus dem Jahr 2009). Der akute

Myo kardinfarkt oder andere Formen der Durch -

blutungsstörungen an den Herzkranzgefäßen

sind u.a. Folgen der Stoffwechselkrankheit Diabetes

oder der Hypertonie. Bei Auftreten der

Komplikation ist für betroffene Menschen eine

schnelle Hilfe geboten. Eine wichtige Behandlungsmaßnahme

stellt die Koronarangiografie

dar, mit der akute oder chronische Störungen

der Herzdurchblutung erfassbar und behan-


delbar sind. Durch das moderne Katheterlabor

ist es möglich, Patienten mit akuten und chronischen

Herzerkrankungen unmittelbar im

Weimarer Klinikum zu versorgen. Den Betroffenen

wird damit zukünftig die manchmal

aufwendige und den Patienten belastende

Verlegung in andere Kliniken oder Krankenhäuser

erspart.

Seit mehreren Jahren sind moderne Verfahren

zur nichtinvasiven Diagnostik im Bereich

Kardiologie verfügbar. Durch die Möglichkeiten

der Echokardiografie, der Langzeit-Blutdruckmessung,

der Langzeit-EKG-Aufzeichnung,

der Erfassung von Rhythmusstörungen

mittels Event-Recorder, Regulationsprüfungen

durch die Kipptisch-Untersuchung, die Duplexgefäßsonografie

und die Rechtskatheteruntersuchung

kann unseren Patienten ein umfangreiches

Untersuchungsspektrum angeboten

werden. Im Echokardiografielabor besteht beispielsweise

mit einem High-End-Echokardiografie-Gerät

die Möglichkeit, Veränderungen

am Herzmuskel und den Herzklappen

in der 3D-Bild-Projektion sowohl von transthorakal

als auch transoesophageal darzustellen.

Mittels modernster Analysemethoden

der Herzfunktion (Strain Rate Imaging) und

der Stress-Echokardiografie-Analyse werden

Untersu chungsverfahren angeboten, um Herz-

Kreislauf-Erkrankungen verschiedenster Ursache

sicher und schnell zu diagnostizieren. In

Kooperation mit der Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin sind Diagnostikmöglichkeiten,

wie das Kardio-CT, das Kardio-MRT und die

Myokardszintigrafie verfügbar, um Störungen

am Herzmuskel, wie Durchblutungsveränderungen

oder Entzündungen zu erfassen.

Die Kardiologen der Klinik Innere Medizin I

verbindet eine enge Zusammenarbeit mit

Herrn PD Dr. Heyne und Frau Chefärztin Dr.

Dannenberg aus der Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin. Die Behandlung degenerativer

und infolge von Durchblutungsstörungen

auftretender Veränderungen des Herzrhythmus

können durch die Einpflanzung von Herzschrittmachersystemen

wirkungsvoll beeinflusst werden.

Dieses Untersuchungsverfahren hat am

Sophien- und Hufeland-Klinikum bereits eine

lange Tradition. Große Verdienste an der Etablierung

dieser Behandlungsmethode hat sich

Herr PD Dr. Ebner erworben; sein Nachfolger,

Herr Oberarzt Dr. Rauchfuß hat sich ebenso

mit großem Engagement für die Erweiterung

dieses Betreuungsangebotes eingesetzt. Er hat

die Möglichkeit der Implantation von Geräten

zur Beherrschung akuter Rhythmusstörungen

(Defibrillatoren) sowie zur Implantation von

Drei-Kammer-Schrittmachern zur Therapie einer

medikamentös therapierefraktärer Herzinsuffizienz

geschaffen. Mit der Inbetriebnahme

des neuen Linksherzkatheter-Messplatzes sind

nun nicht nur die Voraussetzungen zur Erfassung

akuter und chronischer Durchblutungsstörungen

des Herzmuskels gegeben, sondern

damit ist auch eine Erweiterung der Herzschrittmacherversorgung

möglich. Für die Implantation

moderner Herzschrittmachersysteme ist

eine Linksherzkatheteranlage eine wichtige

Voraussetzung.

Die invasive kardiologische Diagnostik wurde

bisher in Zusammenarbeit mit den Kliniken für

Kardiologie an der Friedrich-Schiller-Universität

Jena (Direktor Prof. Dr. Figulla) und der

kardiologischen Abteilung am Rhön-Klinikum

Bad Berka (Prof. Dr. Lauer) sowie der III. Medizinischen

Klinik des Helios-Klinikums Erfurt

(Prof. Dr. Lapp) durchgeführt. In den Einrichtungen

in Jena und Erfurt sind die Weimarer

Ärzte (OA Dr. Rauchfuß, OA Dr. Eggers und

Herr Schlosser), die zukünftig die Versorgung

unserer Patienten übernehmen, ausgebildet

worden. Die Sicherstellung dieser fachlichen

Kompetenz am Weimarer Klinikum wird durch

eine intensive Kooperation mit den Ärzten der

Intensivtherapieabteilung (Chefarzt Dr. Jalinski)

und dem Bereich Gefäß- und Thoraxchirurgie

(Chefarzt Dr. Langenscheidt) gegeben.

Durch den telemetrischen Austausch der Untersuchungsergebnisse

mit den kardiologischen

und kardiochirurgischen Zentren Jena,

Bad Berka und Erfurt ist eine bestmögliche

Behandlung der Patienten sichergestellt. Die

Ärzte und Mitarbeiter des Pflegedienstes der

Klinik für Innere Medizin I freuen sich, dass die

Geschäftsleitung des Sophien- und Hufeland-

Klinikums die Schaffung einer modernen Linksherzkatheteranlage

zur Verbesserung der Patientenversorgung

ermöglichte. Durch die enge

Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsleitung,

dem Architekturbüro, der Bauleitung und

der Medizintechnik des Klinikums sowie der

Ärzte der Abteilung ist es gelungen, ein funktionell

stimmiges Gesamtkonzept zu realisieren.

7

Stentversorgung zur Weitung der Blutgefäße

Geschäftsführer Hubertus Jaeger dankte in

seiner Eröffnungsrede am 07.12.2010 allen

Beteiligten für ihren Einsatz.

Prof. Fünfstück versicherte in seiner Rede

eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit

den Kooperationspartnern.

Alles im Blick: Schwester Sylke Koch


Medizin aktuell

Teamwork: (v.l.) Dipl.-Med. M. Rangnick,

Kreisstellenvorsitzender Kreisstelle Weimar;

Dipl.-Med. G. Dinda, Notdienstobfrau der

Stadt Weimar, PD Dr. med. habil. O. Bach,

Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall-

und Handchirurgie

Herzlicher Empfang: Auch Chefarzt a.D. PD

Dr. Franz Robiller konnte unter den zahlreichen

Gästen begrüßt werden.

In seiner Eröffnungsrede betonte der

Geschäftsführer die historische Dimension

der Neugestaltung.

8

Neues Notfallzentrum eröffnet – Patienten-

versorgung im Verbund mit der Kassenärztlichen Vereinigung

von PD Dr. med. habil. Olaf Bach, Chefarzt der

Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie

Das Krankenhaus der Stadt muss seinen Bürgern

vor allem im medizinischen Notfall kompetent

zur Seite stehen. Wer sich in einer Situation

befindet, in der er dringend ärztliche

Hilfe benötigt, möchte keine Zeit verschwenden,

herauszufinden, wer zuständig ist. Er

möchte schnelle Hilfe oder wenigstens Beruhigung

erfahren. Von alters her erwartet man,

diese im Krankenhaus zu finden. Das ist aber

heute in Deutschland alles andere als selbstverständlich.

Die strikte Trennung in der Finanzierung

von stationären Krankenhausleistungen

und von Leistungen ambulant tätiger

Ärzte erschwert oft eine patientenorientierte

Handlung außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten.

Während die meistens mit dem

Rettungsdienst und unter Mitwirkung des

Notarztes eingelieferte Notfälle eine optimale

Versorgung im Krankenhaus erfahren, sollen

„leichtere“ Fälle durch ambulant tätige Ärzte

in einem eigenen Notdienstsystem behandelt

werden. Hierfür gab es bis dato keine räumlich

fixierte Präsens. Viele Patientinnen und

Patienten nutzten daher die Notfallambulanz

des Krankenhauses, um Hilfe zu erfahren. Die

für diese Aufgabe nicht geplante und auch

vom Freistaat Thüringen nicht finanzierte Not-

aufnahme erwies sich in den letzten Jahren

zunehmend als räumlich nicht ausreichend.

Hinzu kommen ständig Ressourcen fordernde

neue Diagnostik- und Therapieverfahren.

Ziel von Ärzten und Geschäftsleitung des Klinikums

war es daher nicht nur dem virtuellen

ambulanten Notdienst eine räumliche Heimstatt

im Klinikum zu bieten, sondern auch die

räumlichen Voraussetzungen zu verbessern und

die hochwertige Medizintechnik auch Patienten

im Rahmen der Behandlung durch die ambulant

tätigen Kollegen zukommen zu lassen.

Das Sophien- und Hufeland-Klinikum entschloss

sich deshalb zu einem grundsätzlichen

Umbau seiner Notfallversorgung. Das

Ziel war es dabei, dem Bürger in Not zu jeder

Tages- und Nachtzeit die notwendige medizinische

Hilfe zukommen zu lassen, ohne ihn

mit Problemen zwischen den Sektoren, unterschiedlichen

Abrechnungssystemen oder divergierenden

Interessen der Gesundheitsanbieter

zu konfrontieren.

In einem langen Verhandlungsprozess wurde

erreicht, dass der allgemeinärztliche Bereitschaftsdienst

(Kassenärztlicher Notdienst) wieder

am Krankenhaus, jetzt am Sophien-und

Hufeland-Klinikum, zu finden ist. Damit können

alle Patienten, die sich in ihrer gesundheitlichen

Not außerhalb der Öffnungszeiten von

Arztpraxen an das Krankenhaus wenden, dort

von diensthabenden Kassenärzten behandelt

werden. Davon profitieren die Patienten, welche

Hilfe dort finden, wo sie sie erwartet haben.

Gleichzeitig werden das Krankenhaus und

dessen Fachärzte durch diese Lösung von vielen

ambulanten Vorstellungen entlastet. Trotzdem

stehen sie mit ihrem Spezialwissen und

der technischen Ausrüstung des Krankenhauses

ihren diensttuenden kassenärztlichen Kollegen

auf Anforderung jederzeit zur Seite. Für

diese Arbeitsweise waren auch räumliche Veränderungen

nötig. Gleichzeitig sollten in der

Notfallambulanz die Bedingungen für die Behandlung

der Patienten verbessert werden.

Dazu waren eine Vergrößerung der Notfallbehandlungsräume

(Schockräume) und eine Modernisierung

der Ausstattung erforderlich. Außerdem

mussten für das zu erwartende höhere

Patientenaufkommen freundlichere und größere

Wartezimmer geschaffen werden. Schließlich


sollten räumliche Veränderungen und besserer

Abläufe dem Personal der Notfallambulanz die

Arbeit erleichtern, damit diese mehr Zeit für

Behandlung und Zuwendung der Notfallpatienten

haben. Eine Arbeitsgruppe aus Ärzten aller

Fachrichtungen, die in der Notfallambulanz

arbeiten, Schwestern, Pflegern, Mitarbeitern

der EDV-Abteilung, der Krankenhausverwaltung,

Technikern und Architekten, hat über ein

Jahr lang die räumliche Gestaltung und die Organisationsstruktur

des neuen Notfallzentrums

umfassend und mit Sachkenntnis aus erster

Hand beraten.

Das Ergebnis war das neue Notfallzentrum,

das am 15.08.2010 nach einer Bauzeit von

einem halben Jahr in Betrieb genommen werden

konnte. Es umfasst auf 450 m² zwölf neu

geschaffene Sprech- und Behandlungszimmer.

Diese sind so ausgelegt, dass sie von Ärzten

verschiedener Fachrichtungen für die Behandlung

gehfähiger Notfallpatienten genutzt

werden können (multifunktionelle Arztzimmer).

Damit stehen nun insgesamt 15 Sprechzimmer

zur Verfügung. Der Wartebereich wurde

auf 65 Sitzplätze erweitert. Eine zentrale

Anmeldung und Auskunftsstelle dient dem

Patienten als erster Anlaufpunkt. Erfahrene

Arzthelferinnen beraten die Patienten dort

und vermitteln an die am besten geeignete

Stelle, den Kassenärztlichen Notdienst oder

die Notfallambulanz der Krankenhausärzte.

9

Bild oben links:

Blumige Grüße zur Eröffnung vom Vorstand

des DRK Kreisverbandes Weimar e.V.,

Herrn O. Lutz

Bild oben rechts:

Projektsteuerer Ralf Trompelt (re.) im

Gespräch mit Gästen

Bild Mitte:

Architekt Alberto Bornes (Mitte) mit seiner

Frau (li.) und Frau Voigt vom Ingenieurbüro

Lopp & Fritz

Bild unten:

Eröffnungsfeier: Daniel Hoffmann und

seine Bandkollegen sorgten für die musikalische

Umrahmung.


Medizin aktuell

Insgesamt stehen nun dem Haus elf Liegendbehandlungsplätze

zur Verfügung.

Schockraum zur Versorgung schwer erkrankter

Patienten und Schwerverletzter

Das neue Notfallzentrum erhielt einen neuen Eingangsbereich.

10

Neues Notfallzentrum eröffnet – Patienten-

versorgung im Verbund mit der Kassenärztlichen Vereinigung

Bei Bedarf kann der Kassenärztliche Notdienst

jederzeit auf Fachärzte des Klinikums

zurückgreifen, wenn dies erforderlich wird.

Auch in diesem Fall ist die Koordination des

Ablaufes einschließlich eventuell notwendiger

Labor- oder Röntgenuntersuchungen durch

diese zentrale Stelle hilfreich.

Werktags von 8 bis 16 Uhr werden die Anmeldung

und die umliegenden Sprechzimmer durch

die Ambulanzen des Krankenhauses genutzt.

Dort finden zum Beispiel täglich Spezialsprechstunden

für Unfallverletzte nach Arbeits-, Schul-

und Wegeunfällen statt. Außerdem halten dort

das Weimarer Darmzentrum und die Interdisziplinäre

Fußambulanz ihre Sprechstunden ab.

Deutlich verbessert wurden auch die Bedingungen

für die Behandlung schwer kranker,

also liegender Patienten. Der so genannte

Schockraum für Patienten in unmittelbarer Lebensgefahr

wurde in seiner Grundfläche fast

verdoppelt und entspricht in seiner Ausstattung

jetzt z.B. allen Anforderungen der Deutschen

Gesellschaft für Unfallchirurgie. Zusätzlich

wurde ein zweiter Schockraum geschaffen,

um gegebenenfalls auch zwei Verletzte oder

zusätzlich zu einem Schwerverletzten gleichzeitig

einen schwererkrankten Patienten, zum

Beispiel mit Herzinfarkt, behandeln zu können.

Für die Versorgung von Wunden und für klei-

nere Eingriffe wurde ein zusätzlicher Eingriffsraum

zu den schon vorhandenen zwei OP-Sälen

eingerichtet. Da die umfassende Untersuchung

durch Ärzte verschie dener Fachgebiete und auch

durch Labor oder bildgebende Untersuchungsverfahren

heute durchaus zeitaufwändig ist, war

auch erforderlich, die Zahl der Behandlungsplätze

für liegende Patienten zu er höhen. Sechs solcher

Liegendbehandlungsplätze wurden neu geschaffen,

womit insgesamt elf davon zur Ver -

fügung stehen. Der notwendige Platz für all

diese Maßnahmen wurde durch die Verlagerung

von Arztdienstzimmern, Sekretariaten und Bereitschaftszimmern

gewonnen. Diese werden in

einer durch Aufstockung entstandenen neuen

Etage untergebracht, die im Februar 2011 bezugs -

fertig sein wird.

Der gesamte Umbau des Notfallzentrums hat

2,7 Millionen Euro gekostet. Ganz bewusst

wurden 90% der Aufträge an lokale Thüringer

Firmen vergeben, womit gerade in einer ökonomisch

kritischen Phase im letzten Jahr ein

Bei trag zur Förderung der lokalen Wirtschaft geleistet

werden konnte. Man kann die Notfallambulanz

eines Krankenhauses in einer Stadt, in

der es nur dieses eine gibt, nicht schließen. Deshalb

war es nötig, all diese Umbaumaßnahmen

bei laufendem Betrieb durchzuführen. Dies verlangte

von den Mitarbeitern, Ärzten und

Schwestern, aber auch den Bauleuten und nicht


Neue Räumlichkeiten: Große Wartezone mit Empfangsbereich für Patienten

zuletzt dem Patienten viel Verständnis und Anpassung.

Die Eröffnung des neuen Notfallzentrums

am 15. August 2010 war deshalb für alle

ein besonderer Grund zur Freude, die auch würdig

begangen wurde. Zu der Einweihungsfeier

waren neben den Mitarbeitern des Klinikums

und den am Bau beteiligten Firmen auch Vertreter

unserer Kooperationspartner bei der Patientenbehandlung

ein geladen, das heißt, der niedergelassenen

Ärzte, der Rettungsdienste und

anderer Krankenhäuser. Den Abschluss bildete

eine gelungene Sommerparty für die Mitarbeiter

in einem eigens dafür aufgestellten Festzelt auf

dem Klinikparkplatz.

Nun liegen vor den Mitarbeitern die berühmten

„Mühen der Ebenen“. Es gilt, die Räume in Besitz

zu nehmen und mit Leben zu füllen, die geplante

Abläufe zu praktizieren und, wo nötig,

auch schon wieder nachzubessern. Die Lebenserfahrung

lehrt, dass dies oft schwieriger ist, als

ein Gebäude umzubauen. Die Dynamik und die

Erfahrung der Mitarbeitergruppe, die das Projekt

auf den Weg ge bracht hat, sollen dabei

genutzt werden. Sie wurde mittlerweile als

„Notfallbeirat“ institutionalisiert. So sehr wir

hoffen, dass durch die Veränderungen die Zu-

friedenheit unserer Patienten zunimmt und

Beschwerden seltener werden, so sehr sind

wir auch am Dialog mit unseren Patienten

interessiert. Wir möchten deren Erfahrungen,

Sichtweisen über Abläufe und Gebäude kennenlernen

und ihre Vorschläge in unsere weiteren

Überlegungen einbeziehen.

Das Notfallzentrum ist ein lebendes Gebilde

und damit der ständigen Veränderung unterworfen.

Perfekte und 100% reibungslos funktionierende

Notfallambulanzen gibt es nirgendwo

auf der ganzen Welt. Auch wenn wir

mit viel Herz und Verstand zu Werke gehen

und uns, wie das neue Notfallzentrum zeigt,

vor großen finanziellen und personellen Anstrengungen

nicht scheuen, werden wir immer

ein Stück weit auf das Verständnis unserer

Patienten angewiesen sein. Dass dies für

einen Patienten oder Angehörigen schwierig

ist, der in einer gesundheitlichen Notsituation

ganz von Angst und Sorge um sich selbst ausgefüllt

ist, wissen wir sehr wohl.

11

Schwester Rita Eberhardt beantwortet

Fragen der Gäste, unter ihnen auch Minister

a. D. Dr. Pietzsch sowie Frau Hegt, kfm.

Vorstand des Marienstifts Arnstadt

Großzügiger Behandlungsraum mit Ultraschallgerät


Information

Dr. med. Lothar Iffert

Beruflicher Werdegang

1977-1983 Studium Karl-Marx-Universität

Leipzig, Medizinische Akademie Erfurt

1982/83 Klinisches Praktikum Kliniken-

Polikliniken Weimar

1983 Approbation und Diplom (Dipl.-Med.)

seit 1983 Sophienhaus bzw.

Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar

1983-1988 Facharztausbildung

(mit Ausbildungsabschnitten an der

Medizinische Akademie Erfurt und der

Zentralklinik Bad Berka)

seit 1988 Facharzt für Chirurgie

1990 Promotion (Dr. med.)

seit 1992 Oberarzt

seit 2005 Qualitätsmanagementbeauftragter

seit 2008 Leiter der Stabsstelle

Qualitätsmanagement

v.l.: Karola Rosshart aus Freiburg (Visitor

Pflege), Helga Feichtner aus Eichstätt

(Visitor Ökonom), Dr. Alois Sonntag aus

Bonn (Visitor Arzt) mit Andrea Krüger, Vistitationsbegleiterin

aus Plauen

12

Wir sind erneut zertifiziert!

Eindrücke nach der Visitation vom 22. bis 26. November 2010

von Dr. med. Lothar Iffert,

Leiter der Stabsstelle Qualitätsmanagement

Der Blick aus dem Fenster des Büros zeigt eine

verschneite Winterwelt am Ende des Monats

November. Der Schneefall hat etwas Beruhigendes.

Genießen kann man es aber nur, wenn

man entspannt ist. Und ich bin entspannt!

Vor vier Tagen hatten uns die KTQ-Visitoren

verkündet, dass seitens unseres Klinikums die

Voraussetzungen zur erneuten Vergabe des

Zertifikats erfüllt wurden. Dabei zeigten sie

sich insbesondere von der Atmosphäre im

Haus, dem Teamgedanken und der Begeisterung

der jungen Mitarbeiter beeindruckt. Im

Ergebnis der Visitation kann die von uns beauftragte

Zertifizierungsstelle BSI Management

Systems bei der Geschäftsstelle der KTQ

GmbH (Kooperation für Transparenz und Qualität

im Gesundheitswesen) die Formalitäten zur

endgültigen Übergabe des KTQ-Zertifikats einleiten.

Dem unmittelbar voraus gegangen waren im

Klinikum vom 22.–26.11.2010 fünf Tage der

Hochspannung. Drei von der KTQ-Gesellschaft

akkreditierte Experten hatten als externes und

unabhängiges Visitorenteam aus ärztlicher,

pflegerischer und ökonomischer Sicht nach einer

ersten Übersichtsbegehung im Klinikum in

sechs kollegialen Dialogen und Begehungen

von insgesamt zwölf Stationen und Bereichen

geprüft, inwieweit unser Haus die Anforderungen

des neuen KTQ-Kataloges umgesetzt hat.

Die Fragen deckten dabei solche Themenbereiche

wie Patienten- und Mitarbeiterorientierung,

Sicherheit im Krankenhaus, Informationswesen,

Krankenhausführung und Qualitätsmanagement

ab. Unmittelbar aktiv einbezogen

waren (z. T. wiederholt) mehr als 110 Mitarbeiter,

das sind beeindruckende über 12 Prozent

des Personals.

Diese Visitationstage waren als Höhepunkt der

„Zertifikade“ zwar intensiv, aber letztendlich

nur die Spitze des Eisberges. In den vergangenen

drei Jahren seit der Erstzertifizierung hatte

die Mitarbeiterschaft auf der Grundlage des

Vorbereitung der Mitarbeiter mit Hilfe der externen

Beraterin Frau Tina Hirth

damaligen Visitationsberichtes in unzähligen

Projektgruppen „berufsgruppen- und hierarchieübergreifend“

bestehendes Verbesserungspotenzial

analysiert und entsprechende Maßnahmen

abgeleitet und umgesetzt. Ergebnisse

sind neu strukturierte Prozessabläufe, zahlreiche

Projekte und vielfältige Aktivitäten, die

sowohl den Patienten, aber auch den Mitarbeitern

zugutekommen. Beispielhaft genannt

seien hier aktuell die Umstrukturierung und

Etablierung des Notfallzentrums unter Einbeziehung

des vertragsärztlichen Notdienstes, die

Erweiterung der Parkplatzkapazität, die Schaffung

neuer Aufnahme- und Untersuchungszimmer

und nicht zuletzt die Durchführung einer

umfassenden Mitarbeiterbefragung. Die qualitätssichernden

Aktivitäten werden zusätzlich


Geschafft: Erfolgreiche Rezertifizierung der Diabetesabteilung unter Leitung von Oberarzt Dr.

med. Werner (5.v.l.) in der Klinik für Innere Medizin I von Chefarzt Prof. Dr. Fünfstück (4.v.l.)

durch weitere Anerkennungen und Zertifikate,

verliehen von Berufsverbänden und Fachgesellschaften,

gewürdigt. So hat die Klinik

für Innere Medizin I „in Doppelbelastung“ simultan

zur KTQ-Zertifizierung erfolgreich ihr

QMKD-Zertifikat (speziell für Diabeteseinrichtungen)

verteidigt. Klinik für Innere Medizin II

und Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

bilden mit weiteren Kooperationspartnern innerhalb

und außerhalb des Klinikums ein zertifiziertes

Darmzentrum, die Schlaganfallstation

der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

erfüllte zum wiederholten Mal die

Qualitätskriterien für das Zertifikat ihrer Fachgesellschaft.

Die Klinik für Orthopädie, Unfall-

und Handchirurgie ist zertifiziertes regionales

Traumazentrum im TraumaNetzwerk Thüringen

DGU, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

wurde mit dem Zertifikat „Ausgezeichnet. Für

Kinder“ geehrt.

Dies alles wurde Inhalt im umfangreichen und

detaillierten Selbstbewertungsbericht des Klinikums.

Diese Ist-Analyse stellt eine aktuelle

Standortbestimmung dar und ist unbedingte

Voraussetzung und Grundlage für die

Fremdbewertung durch die Visitoren.

Nun ist es geschafft! - Und wie weiter? Gilt

wiederum der Satz: Nach der (Re-)Zertifizierung

ist vor der (Re-Re-)Zertifizierung? Sicher

ist: Damit nach der vielen Arbeit der Nutzen

dauerhaft zu spüren bleibt, muss das QM-System

kontinuierlich weiterentwickelt und den

externen und internen Gegebenheiten angepasst

werden. Reserven haben wir noch genug.

Grundvoraussetzung für ein gelebtes QM-

System ist dabei die Bereitschaft jedes Einzel -

nen, seine Kenntnisse, seine Anregungen und

seine konstruktive Kritik in einem Umfeld aktiver

Motivation, Kommunikation und Unterstützung

durch den Vorgesetzten einzubringen.

Dabei ist „die Urkunde“ nicht das Wichtigste,

aber sie ist ein Ziel und steht für den erfolgreichen

Abschluss zeitlicher Abschnitte.

Es hat aufgehört zu schneien. Irgendwann

wird auch der Schnee geschmolzen sein. Was

hoffentlich länger bleibt, ist das spürbare

„Wir-Gefühl“ der letzten Wochen, gefördert

durch das gemeinsame Ziel einer erfolgreichen

Visitation. Das wünsche ich uns und unseren

Patienten.

13

Zwei Vollblut-Qualitätsmanager:

(li.) Herr Dr. Iffert und Visitationsbegleiterin

Frau Krüger

Visitor der Diabetesabteilung: Prof. Dr.

Willms (li.)

Sachkundige Auskunft: Über 150 Mitarbeiter

wie Schwester Gisela Schreck standen den

Visitoren Rede und Antwort.

Glückwünsche zur bestandenen Rezertifizierung;

Die Erleichterung war dem QMB

Dr. Iffert (Mitte) anzusehen.


Information

14

Bauzeit adé

Neubau Psychiatrische Tagesklinik

Dokumentation Bauablauf Februar – Dezember 2010

1. Kalenderwoche (KW):

Optimistischer Termin für

den Beginn. Das Baufeld lag

bei minus 5° C unter Schnee

versteckt. Der Baubeginn

verzögerte sich…

2010

6. KW

Beginn der Gründungsarbeiten;

Der anstehende Baugrund erforderte

eine Bohrpfahlgründung zur

Gewährleistung der Standsicherheit

des Gebäudes.

Psychiatrische Tagesklinik in Apolda nahm den Betrieb auf

von Udo Jordan, Bauingenieur und Dr. med.

Arndt Hoppe, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie

und Psychotherapie

Zum Baubeginn gab es Schneefall und Minusgrade

– zum Ende auch. Dazwischen lag ein

Jahr Bauzeit, in dem unter anderem fünf Tonnen

Stahl verbaut, 215 Kubikmeter Beton verfüllt

und etwa fünf Kilometer Kabel im neuen

Gebäude verlegt wurden. Entstanden ist mit

vieler Hände Arbeit eine neue Psychiatrischpsychotherapeutische

Tagesklinik mit Institutsambulanz,

die im Januar diesen Jahres ihren

Betrieb aufnahm. Insgesamt können seitdem

täglich 15 Patienten in der neuen Tagesklinik

12. KW

Freundliche 18°C PLUS lassen

den Winter vergessen; Für

diese Gründungsbauteile benötigten

wir ca. 45 m³ Beton.

16. KW

Geschafft – Betoneinbau der Bodenplatte

gelang einen Tag vor der

„Angst“ bzw. der Grundsteinlegung.

21.04.2010 Grundsteinlegung:

Einsegung des Bauwerks durch

Rektor Axel Kramme und Superintendentin

Bärbel Hertel

behandelt werden. Das tagesklinische Angebot

richtet sich vor allem an Patienten mit Psychosen,

depressiven Störungen, Angst- und

Zwangs störungen, psychosomatischen Erkrankungen

oder Anpassungsstörungen in Krisensituationen.

In der zugehörigen psychiatrischen

Institutsambulanz werden Patienten mit chronisch

verlaufenden psychischen Erkrankungen

behandelt, wobei neben der ärztlichen

Betreuung die Psychologen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten

und Krankenschwerstern entsprechend

des individuellen Therapieplans in

den Behandlungsablauf einbezogen werden.

Das neue Gesundheitszentrum am Darrplatz in

Apolda bietet unseren Patienten noch bessere

Therapiemöglichkeiten.

17.KW

Ab 27. April begann nach

intensiven Debatten die

Montage der Wandelemente

(Erdgeschoss)

20. KW

Die Betonage der Decke über

EG erfolgt mit entsprechender

Betonpumpe und unter dem

kritischen Blick des Statikers.

Rund 1.550 m² Filigran-

Geschossdecke mit Aufbeton

der Güte C30/37 umfasst der

Rohbau.

Januar Februar

März April Mai

Montage Wandelemente 1.OG


Hierzu tragen die neuen Gruppenräume für die

Tagesklinik und die Psychiatrische Institutsambulanz

bei. Bisher haben sich beide Abteilungen

einen Gruppenraum teilen müssen. Auch

die Räumlichkeiten für die Ergotherapie konnten

deutlich erweitert werden. Weiterhin steht

für Entspannungs- und Bewegungstherapien

ein heller Sportraum zur Verfügung. Die Patienten

der Tagesklinik können sich in der warmen

Jahreszeit auf einer geräumigen Terrasse

aufhalten. Im Garten mit Baumbestand sind

neben Rückzugsmöglichkeiten auch Beschäftigungsangebote

geplant. Nicht zuletzt profitieren

gerade ältere und gehbehinderte Patienten

von dem Fahrstuhl, der sie schnell und sicher in

die oberen Behandlungsebenen transportiert.

24. KW

Auch bei der Montage des 2.

OG beweisen die Vollfertigteile

ihre Effektivität – 2 Tage =

Längswände komplett fertig

montiert

Der Neubau der Psychiatrischen Tagesklinik am

Standort Apolda trägt dem gestiegenen Bedarf

Rechnung und dient einer wohnortnahen Versorgung.

Finanziert wurde das wichtige Projekt zu einem

wesentlichen Teil durch die Unterstützung

des Freistaates Thüringen und des Ministeriums

für Soziales, Familie und Gesund heit

in Form von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket

II. Die planerische Verantwortung trugen

das Architekturbüro Jordan, Architekt Herr

Bornes sowie Fachplaner der Büros a.p. plan,

Haustechnik Klawonn.Selzer sowie Ingenieurbüro

Dr. Krämer in Weimar. Als Projektsteuerung

war das Büro R. Trompelt tätig.

29. KW

Beginn der Ausbauarbeiten

(Trockenbauarbeiten)

43. KW

Der Oberputz wird aufgetragen

und lässt das Farbkonzept

erkennen

15

41. KW

Im Innenbereich sind die Trockenbauarbeiten

bis auf das

Einlegen der Deckenplatten

soweit abgeschlossen.

Maler- und Elektroarbeiten

beginnen

Juni Juli August September Oktober November

26. KW

Geschosse sind fertig montiert; Der

Bauablauf, der durch den Schnee

verspätet gestartet war, pendelte sich

in die kalkulierte Zeitschiene ein.

Handskizzen auf dem Bau

machen die Verständigung

zwischen den Gewerken

leichter!

Gebäudeansicht Ende Dezember

Noch steht der

Bauzaun…

Noch wenige Tage

bis zur Eröffnungsfeier

am 11.01.11


Information

Chefarzt Prof. Dr. E. Seidel (2.v.l.) und die

Dipl.-Sportwiss. J. Hartmann und T. Schaaf

(li.) ermitteln die Leistungsfähigkeit des

Athleten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Oberarzt

Dr. R. Eggers, Klinik für Innere Medizin I,

überprüft die Herzfunktion

Oberarzt Dr. A. Fischer und Robert Hering,

200 m-Läufer aus Hermsdorf

16

Ein Stück Olympia kommt nach Weimar

ZPRM ist Thüringens DOSB-Untersuchungszentrum

von Doreen Päsel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative

Medizin (ZPRM) ist seit September lizenzierter

Partner des Deutschen Olympischen Sport-

Bundes (DOSB). Als einziges sportmedi zini sches

Untersuchungszentrum in Thüringen übernehmen

die Sportmediziner, -wissenschaftler und

Physiotherapeuten am Weimarer Sophien- und

Hufeland-Klinikum die jährliche Untersuchung

von Bundeskaderathleten der unterschiedlichsten

Sportarten. Z.B. waren die Rennschlittenathleten

aus Oberhof und Aktive des

Frauenfußballs aus der ersten Bundesliga zur

Unter suchung an die Weimarer Sackpfeife gereist.

Auch die Paralympics-Siegerin im Rollstuhl-Marathon,

Andrea Eskau, wurde im Zentrum

behandelt.

„Die Untersuchungen ermöglichen, langfristig

die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der

Athleten zu sichern. Funktionsstörungen wie

auch Verletzungen und beginnende Sportschäden

können rechtzeitig erkannt und behandelt

werden.“, betont Prof. Dr. med. Egbert Seidel,

Chefarzt des Zentrums für Physikalische und

Rehabilitative Medizin. Welche Gesundheitschecks

im Einzelnen notwendig werden, hängt

von der Person und der jeweiligen Sportart ab.

Ein Team von hochqualifizierten Sportärzten

und Sportwissenschaftlern prüft die Gesamtverfassung

der Athleten und bietet neben einer

Trainingsberatung auch die kompetente

Mitbetreuung während der Aufbauphase

oder einer notwendig gewordenen Rehabilitation

an. Besonderer Schwerpunkt bildet die

enge Zusammenarbeit mit den Sportlern und

Trainern und die Evaluierung der Untersuchungsergebnisse.

Eine Besonderheit in Weimar

ist, dass die Sportler auch am Samstag

zur Untersuchung kommen können und ihre

Ergebnisse ohne lästige Wartezeiten erhalten.

Das Team von Prof. Seidel, der 2. Vorsitzender

des Thüringer Sportärztebundes ist, kann auf

langjährige Erfahrungen im Bereich der Sportmedizin

seit 1984 zurückblicken. Derzeit betreuen

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

neben den Patienten des Weimarer Klinikums

pro Jahr etwa 800 Sportlerinnen und Sportler

aller Leistungskategorien einschließlich der Behindertensportler.

Dazu kommen nun jährlich,

durch die Kooperation mit dem Deutschen

Olympischen Sportbund, bis zu 400 Kader-Athleten.

Zu ihnen gehören Mitglieder der aktuellen

Nationalmannschaften (A-Kader) und deren

„Nachrücker“ (B-Kader) sowie der

gesamte Nachwuchskader (C-Kader) wie beim

Fußball jene der U-21-Nationalmannschaft.

Eine solche Lizenz zu erringen und zu behalten,

bedarf ebenfalls gewisser „olympischer“

Anstrengungen. Vorraussetzung ist beispielsweise,

dass die Mediziner, Physiotherapeuten

und Sportwissenschaftler die Qualität ihrer

Leistungen vierteljährlich nachweisen. Wichtig

ist dem Sportbund auch, dass die Einrichtung

das Doping im Leistungssport in keinem Fall

unterstützt und aktiv in der Prävention tätig

wird. Darüber hinaus überzeugte das Zentrum

in Weimar durch seine rege Forschungstätigkeit,

die universitäre Anbindung und die bisherige

Mitbetreuung von Spitzensportlern aus

dem Box- und Schwimmsport. Deutschlandweit

gibt es momentan nur 25 vom Verband

ernannte Zentren, welche die strengen Richtlinien

für die Betreuung und Behandlung von

Kaderathleten erfüllen. Der Weimarer Ernennung

voraus gegangen war eine Prüfung des

Deutschen Olympischen Sportbundes und eine

Begehung des Zentrums im Sommer 2010

durch eine Kommission des DOSB unter Leitung

von Prof. Dr. Wilfried Kindermann.


Einsatz für die Dritte Welt

Kinderärztin Dipl.-Med. Ina Riemer unterstützt Hilfsprojekte auf den Philippinen

von Doreen Päsel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

und Dipl.-Med. Ina Riemer, Oberärztin

der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

In Weimar ist Ina Riemer als Oberärztin der Klinik

für Kinder- und Jugendmedizin des Sophien-

und Hufeland-Klinikums für unsere „kleinen“

Patienten im Einsatz. Auf den Philippinen, in

den Slums von Manila und entlegenen Dörfern

von Mindanao, ist sie „Doktora Ina“, eine Ärztin

für die Dritte Welt, die sich in ihrem Urlaub

unter anderem für den Aufbau einer dauerhaften

Basisversorgung und die Bekämpfung der

Tuberkulose einsetzt.

„Es geht mir gut. Ich will etwas von dem Wohlstand

und der guten ärztlichen Versorgung in

Deutschland in die Dritte Welt tragen und von

meinem Glück im Leben, eine gute Ausbildung

bekommen zu haben, an Bedürftige abgeben.

Außerdem habe ich großes Interesse, echte

Basismedizin ohne technische Unterstützung

unter zum Teil abenteuerlichen Bedingungen

zu praktizieren.“ begründet die Weimarerin

ihre Motivation. Bislang war Frau Riemer dreimal

als freiwillige Helferin, zuletzt im Sommer

2010, für das Komitee „Ärzte für die Dritte

Welt“ für sechs Wochen in den philippinischen

Slums im Einsatz. Geld gibt es dafür nicht. Wer

sich wie sie als Arzt für die Dritte Welt engagieren

möchte, opfert seinen Urlaub und mindestens

die Kosten für die Hälfte des Flugtickets.

Die sogenannten „german doctors“ unterhalten

auf Mindanao drei Krankenhäuser. Frau

Riemer war Teil eines Teams, das als „rolling

clinic“ regelmäßig in die entlegenen Dörfer

fuhr. Neben der deutschen Ärztin gehört eine

philippinische Krankenschwester oder Hebamme

zum Hilfstrupp, welche die Apothekenarbeit

übernimmt. Das Team komplettiert der Fahrer,

der gleichzeitig als Übersetzer fungiert. Manchmal

gehört auch ein Zahnarzt dazu, welcher im

Durchschnitt in den sechs Wochen etwa 1000

Zähne zieht.

Hauptsächlich werden Erkrankungen der Atemwege,

Hautinfektionen, kleinere Verletzungen,

häufig auch chronische Blasen- und Niereninfektionen

und alle – auch hier längst vergessenen

- Kinderkrankheiten behandelt. Ein grundlegendes

Ziel ist, möglichst viele Patienten mit

Tuberkulose zu identifizieren und einer stan-

dardisierten Behandlung zuzuführen. In einigen

Einsatzgebieten ist Malaria endemisch.

Ein großes Problem stellen ebenfalls Erkrankungen

dar, die durch Parasiten hervorgerufen

werden wie die Schistosomiasis und verschiedenste

Wurmerkrankungen. Für die Patienten

ist die Konsultation kostenlos. Lediglich für

den Erhalt von Medikamenten geben sie eine

kleine Spende. Im Durchschnitt waren täglich

ca. 80 Patienten vom Team zu behandeln, inklusive

kleiner Wundversorgungen und Impfungen,

mitunter waren es aber auch mal bis

zu 145. Dann musste zum Ende der Konsultationen

wegen häufiger Stromausfälle mit Taschenlampen

gearbeitet werden. Die Wartezeit

wurde genutzt, um Vorträge über Prävention

oder verschiedene Krankheiten und Hausmittel

zu halten. Beeindruckend und berührend ist für

Ina Riemer immer wieder die große Herzlichkeit,

Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Philippinos

und trotz der zum Teil erschütternden

Armut ihr sichtbarer Stolz. „Auch wenn wir mit

unserer Arbeit dort für das Land keine grundlegende

Veränderungen im System erwarten

dürfen, so ist doch die Hilfe für jeden einzelnen

Patienten an diesem Tag wichtig. Und mit

dem Aufbau medizinischer Zentren und Ausbildung

von Schwestern und Ärzten auch Hilfe

zur Selbsthilfe.“, stellt Frau Riemer fest.

Das Komitee `Ärzte für die Dritte Welt´“ hilft

in langfristigen Projekten in Kenia, Bangladesh,

Indien, Philippinen und Nicaragua. „Ich habe

selbst in jedem Einsatz erlebt, wie verantwortungsvoll

mit jedem gespendeten Euro in den

Projekten umgegangen wird, um basale Versorgung

für möglichst viele Menschen zu gewährleisten.

Das heißt auch, dass nicht nur wegen

örtlicher Voraussetzungen, sondern auch oft

wegen fehlender Mittel heilbare Erkrankungen

nicht heilbar sind. Hier wird der Unterschied zu

unserer Medizin schmerzlich spürbar.“ Die Organisation

hat einen kleinen Verwaltungsapparat

(Frau Riemer kennt zumindest telefonisch jeden

Mitarbeiter), die Kosten dafür werden fast

ausschließlich durch einen separaten Förderverein

aufgebracht.

Bitte spenden Sie!

Konto: Komitee „Ärzte für die Dritte Welt“

Konto-Nr.: 4 88 888 0

BLZ: 520 604 10 (EKK-Bank)

17

Konsultation unserer Oberärztin Dipl.-Med.

Ina Riemer (li.) mit Mutter und Kindern im

Dorf-Center

Hilfe für Patienten in Mindanao: Das Team

der „rolling-clinic“

Die Behandlung von Wurmbäuchen gehört

zur Tagesordnung.

Auf dem Weg zum Hausbesuch in die Slums


Information

Gruppenbild am Tempelherrenhaus

Start am Sophienhaus-Altenheim

Das Verpflegungsteam sorgte für eine

Stärkung zur richtigen Zeit.

18

Ein Sommernachtstraum am Nachmittag

Krankenpflegeschüler gestalten einen Tag im Altenheim

von Christian Ebert,

Gesundheits- und Krankenpflegeschüler

Es ist nun schon eine alljährliche Tradition, dass

das 2. Ausbildungsjahr der Krankenpflegeschule

des Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikums,

welche jährlich 20 Gesundheits- und

Krankenpfleger/innen ausbildet, im Rahmen eines

Unterrichtprojektes einen Nachmittag für

die Altenheim be wohner des Sophienhauses

gestaltet. Handelte es sich im Vorjahr noch um

eine Weihnachtsfeier, war dieses Jahr ein Tag

im Juni für besagtes Ereignis vorgesehen. In

der Planungsphase wurde schnell klar, dass

es nicht einfach sein würde, ein Rahmenprogramm

für einen Sommernachmittag zu entwerfen:

Es sollte möglichst viele Bewohner ansprechen

und durfte nicht zu lang, nicht zu kurz

noch zu anstrengend sein.

Durch die kompetente Unterstützung von Frau

Lückhoff und Herrn Pfuhl kamen wir jedoch

nach einem Brainstorming und zum Teil intensiven

Diskussionen zu einem Ergebnis: ein Erlebnisspaziergang

im Weimarer Goethepark.

Um dieses Ergebnis umsetzen zu können, teilte

sich der Kurs in verschiedene Arbeitsgruppen

auf. So konnten wir intensiv an Einzelaufgaben

und deren Verwirklichung, im Hinblick

auf logistische und finanzielle Aspekte, arbei-

ten. Es ergaben sich somit die Gruppen: Essen

und Trinken, Wegplanung, Gestaltung/Dekoration,

Organisation/Dokumentation sowie gemeinschaftlicher

Auf- bzw. Abbau. Nachdem

die inhaltliche Planung des Nachmittages feststand,

wurde das Ereignis mit einem Plakat im

Sophienhaus angekündigt, um Bewohnern und

Personal die Möglichkeit zu geben, sich rechtzeitig

darauf einzustellen. Und die Idee wurde

gut angenommen: Über 20 Bewohnerinnen

und Bewohner sicherten ihre Teilnahme zu.

Am 15. Juni 2010 war es dann endlich soweit.

Das Wetter spielte mit und alle Teilnehmer versammelten

sich im Innenhof des Sophienhauses.

Nach einer Begrüßung eröffnete Schülerin

Verena, welche auch weiterhin durch das Programm

führen sollte, den Nachmittag. Es bot

sich ein eindrucksvolles Bild, als sich eine „Karawane“

bestehend aus 23 Rollstühlen und

vielen helfenden Händen, sowie Bewohner-

(inne)n zu Fuß in Bewegung setzte. Ein besonderer

Dank gilt an dieser Stelle den Mitarbeiter -

innen und Mitarbeitern des Sophienhauses,

welche zahlreiche Helfer zur Verfügung stellten,

um dieses Vorhaben zu ermöglichen.

Die erste Station auf dem von Überraschungen

gespickten Weg war der benachbarte Kindergarten,

wo unter freiem Himmel eine Kindergartengruppe

eine bunte Auswahl an Sommer-


liedern dem Publikum zum Besten gab. Ein

voller Erfolg, denn nicht wenige Bewohnerinnen

und Bewohner sangen freudestrahlend

mit und bedankten sich höflich bei den Kindern.

Die Gruppe folgte nun weiter dem mit

Papierblumen geschmückten Weg in den Poseckschen

Garten. Dort gab Schülerin Christin

ein kurzes Solokonzert auf dem Akkordeon

und begeisterte so alle Beteiligten mit einer

Auswahl der schönsten Volkslieder. Von dort

führten uns die Blumenwegweiser an der Bauhausuniversität

vorbei in den Park. Die Bewohner

genossen die frische Luft, die Sonne und

das Rauschen des Windes in den Bäumen,

denn viele von ihnen waren schon lange nicht

mehr hier gewesen. Vor dem Liszt-Denkmal erwartete

uns Schülerin Dominique, welche mit

einer Lesung des Märchens vom Froschkönig

den Zauber dieses Ortes verstärkte und die

Gruppe zum Träumen einlud.

Die vorletzte Station war das Tempelherrenhaus.

Vor seinen malerischen Ruinen versammelten

sich alle Teilnehmer zu einem Gruppenfoto

und sangen daraufhin gemeinsam das

Rennsteiglied unter musikalischer Leitung von

Lehrer Karsten Pfuhl, um somit diese Wanderung

der besonderen Art zu beenden. Denn

jetzt war der gemütliche Teil an der Reihe. Die

Eine „Karawane“ mit 23 Rollstuhlfahrern und

vielen Helfern setzte ich in Bewegung.

Krankenpflegeschüler luden vor der Kulisse des

Spiegelzeltes zu Kaffee und Kuchen an eine

reich gedeckte Tafel ein. Nach dieser Stärkung

ging es zurück zum Sophienhaus, wo diese

kleine Reise zuvor begann. Schülerin Verena

verabschiedete sich im Namen der Klasse von

allen Bewohnerinnen und Bewohnern. Damit

dieser Nachmittag nicht so schnell in Vergessenheit

gerät, überreichten die Schülerinnen

und Schüler allen Teilnehmern in Anlehnung

an die Wegweiser eine kleine Blume, welche

die Bewohnerinnen und Bewohner stets an

diesen „Sommernachtstraum“ an einem Nachmittag

im Juni erinnern soll.

An dieser Stelle möchten wir, der Kurs 08/11

der Krankenpflegeschule des Sophien- und

Hufeland-Klinikums, uns nochmals bei allen

Helferinnen und Helfern bedanken. Ein besonderer

Dank geht an Frau Lückhoff und den

Lehrkörper der Krankenpflegeschule für die

tatkräftige Unterstützung.

Wir sind froh, dass wir den Bewohnerinnen

und Bewohnern eine Freude machen konnten

und sie vielleicht sogar zum Träumen brachten.

Wir hoffen, dass dieses Projekt auch in den

folgenden Jahren so reife Früchte tragen wird

wie in diesem.

19

Kindergartenkinder sangen Sommerlieder.

Solokonzert mit Akkordeon im Poseckschen

Garten

Märchenlesung vor dem Liszt-Denkmal

Der Park lud zum Verweilen ein.


Information

Chefapotheker

Dr. rer. nat. Herbert Bauer

Beruflicher Werdegang

Geboren 1949

Ab 1968 Pharmaziestudium an der

Humbold-Universität in Berlin

1972 Diplom

1976 Promotion

Ab 1976 leitende Tätigkeit im Apothekenwesen

Seit 1992 Chefapotheker in der Sophien-

und Hufeland-Klinikum gGmbH

Ein Lebkuchenrezept aus eigener

Küche:

500g Mehl, 600g Zucker, 5 Eier, 250g

Margarine, 250g süße Mandeln,

Zitronat klein gehackt, 3 EL Kakao,

3 EL Zimt, 0,5 TL gemahlene Nelken,

1 Pck. Lebkuchengewürz, 1,5 Pck.

Backpulver

Butter, Zucker, Eier dickschaumig

rühren, die anderen Zutaten nacheinander

darunter mischen und zu einem

zähflüssigen Teig verarbeiten. Teig auf

Oblaten streichen und bei Mittelhitze

backen. Mit Rum- oder Zitronenguss

verfeinern.

20

ZIMT - mehr als ein Gewürz zur Weihnachtszeit?

von Dr. rer. nat. Herbert Bauer, Chefapotheker

Schon vor Jahrhunderten wurde Zimt ebenso

wie Ingwer, Vanille, Kardamom und andere Gewürze

von arabischen Händlern nach Europa

gebracht und war eines der kostbarsten Gewürze.

Deshalb war er Adligen und Begüterten

vorbehalten. Der Zimt kam immer aus Ceylon.

Die so gewürzten Speisen wurden besonders in

der Weihnachtszeit verwandt, das Gebäck oft

mit christlichen Symbolen verziert – wie heute

noch beim Spekulatius. Auch in unserer Zeit

darf das so gewürzte Gebäck Weihnachten

ebenso wenig fehlen wie Glühwein oder

Punsch, gewürzt mit Zimt und Nelken.

Neben den Anwendungen in der Küche hat der

Zimt auch eine arzneiliche Bedeutung: Von alters

her wird die Rinde dünner Zweige von Cinnamomium

verum oder aromaticum verwendet.

Inhaltsstoffe sind ätherische Öle und Gerb stoffe.

Die Anwendung erfolgt seit jeher wegen seiner

verdauungsfördernden Wirkung und bei Appetitlosigkeit.

Wie wunderbar geeignet für die

genussreiche Weihnachtszeit. Auch Daten zur

Senkung des Blutzuckers liegen vor. Zimt kann

jedoch keinesfalls ein Antidiabetikum ersetzen.

Eine in alten Kräuterbüchern beschriebene Anwendung

bei Gelenkbeschwerden konnte nicht

belegt werden. Die Tagesdosen werden mit

zwei bis sechs Gramm Droge beschrieben.

Vor einigen Jahren geriet der Genuss von Zimtgebäck

in den Medien in die Kritik. Wie viel

Zimtsterne darf man essen? Diese Frage wurde

diskutiert, weil billigerer Zimt aus China (Cassia-Arten)

importiert wurde und dieser Zimt

Cumarine enthält. Die Cumarine sind Pflanzeninhaltsstoffe,

deren Nebenwirkungen vor allem

Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel sind. Cumarine,

Inhaltsstoffe in vielen Pflanzen, können

aber auch synthetisch hergestellt

werden. In der Pflanze entsteht es

durch Umwandlung aus Zimtsäure.

Allen bekannt ist der Waldmeister.

Etwas Waldmeisterbowle ist

köstlich, aber viel Waldmeisterbowle

macht Kopfschmerzen.

Deshalb wurde die Verwendung

von Cumarin als Aromastoff

durch die Aromaverordnung

verboten und ein gesetzlicher

Ceylon-Zimtbaum; Franz Eugen Köhler,

Köhler‘s Medizinal-Pflanzen, 1897

Höchstwert für den Gehalt in Lebensmitteln

fest gelegt. 2007 wurde der zulässige Höchstwert

im Weihnachtsgebäck durch Verwendung

des billigeren Zimts um ein Vielfaches

überschritten. Daher damals die Empfehlung

für Kinder nicht mehr als vier Zimtsterne täglich

zu essen.

Wer Ceylon-Zimt verwendet, hat keine Einschränkungen

- der Genuss begrenzt sich

durch den intensiven Geschmack von selbst.

Die verschiedenen Zimtarten lassen sich äußerlich

unterscheiden: Der Ceylonzimt ist etwas

heller und die Zimtstangen blättriger gewickelt.

Genießen Sie die Weihnachtszeit – Genießen

Sie Zimtgebäck mit Ceylonzimt, aromatisieren

Sie auch einmal den Kaffee mit Kardamom (ein

wenig zum gemahlenen Kaffee geben). Nach

der Weihnachtszeit, wenn alle Lebkuchen gegessen

sind, denken Sie an Milchreis, Apfelkuchen

oder Apfelkompott, natürlich mit Zucker

und Zimt.


Ein Netzwerk entsteht Gemeinsame Ausbildung von ambulant und

stationär tätigen Therapeuten in dialektisch-behavioraler Therapie (DBT)

von Dr. med. Thomas Vieweg, Oberarzt der

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Bei der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT)

nach M. Linehan handelt es sich um eine störungsspezifische

Psychotherapie für Patienten

mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS).

Diese Patienten leiden unter einer schwerwiegenden

Störung der Affektregulation, begleitet

von verzerrter Wahrnehmung des Selbstbildes

und des zwischenmenschlichen Verhaltens.

Man nimmt an, dass über drei Prozent aller

Frauen im jungen Erwachsenenalter und etwa

ein Prozent aller Männer in Deutschland die

Kriterien einer BPS erfüllen. Damit ist dieses

schwerwiegende Störungsbild deutlich häufiger

als zum Beispiel schizophrene Erkrankungen.

Etwa 80 Prozent aller Betroffenen suchen

psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung

auf, und etwa 15 Prozent aller Patienten

in psychiatrisch-psychotherapeutischen

Einrichtungen erfüllen die Kriterien einer BPS.

Somit gehört die BPS zu den häufigsten Aufnahmediagnosen

in psychiatrischen Kliniken.

Das starke Inanspruchnahmeverhalten dieser

Patientengruppe führt zu hohen Behandlungskosten.

Diese belaufen sich in Deutschland auf

etwa drei Milliarden Euro. 90 % dieser Kos ten

entstehen durch stationäre Behandlungen.

Lange Zeit galt die BPS als eine kaum oder gar

nicht behandelbare Erkrankung. Mittlerweile

gibt es wirkungsvolle psychotherapeutische

Behandlungsmethoden, zu denen in erster Linie

die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT)

zählt. Die DBT ist eine Variante der kognitiven

Verhaltenstherapie, in der die Patienten im ambulanten

Setting neben wöchentlichen Einzeltherapie-Sitzungen

(mit Telefoncoaching)

ein Fertigkeitentraining in der Gruppe besuchen.

Im Fertigkeitentraining werden Kompetenzen

in den Bereichen Spannungstoleranz,

Emotionsregulation und zwischenmenschlichen

Beziehungen vermittelt. Überdies erlernen

die Patienten Achtsamkeits-Techniken zur

Aufmerk samkeitsfokussierung im „Hier und

Jetzt“, die der Zen-Meditation entliehen wurden.

Die Behandlung ist hierarchisch aufgebaut,

wobei an erster Stelle die Reduktion suizidalen

und selbstverletzenden Verhaltens

steht. Ein weiteres Ziel ist die Reduktion hospitalisierungsfördernden

Verhaltens, d.h. das

Erarbeiten von Fertigkeiten, um stationäre Behandlungen

zu vermeiden. Aufgrund der Kombination

von Einzel- und Gruppentherapie mit

unterschiedlichen Behandlern lässt sich dieses

Behandlungssetting am besten in vernetzten

Strukturen umsetzen. Obgleich sich die DBT

als wirksam erwiesen hat, ist die gegenwärtige

Versorgungssituation für Borderline-Patienten

in Deutschland, insbesondere im ambulanten

Bereich völlig unzureichend. Der Groß teil

der hohen stationären Kosten könnte durch den

Aufbau von vernetzten Versorgungsstrukturen

sicherlich drastisch reduziert werden.

In Weimar sind von Therapeuten der Psychiatrischen

Institutsambulanz (PIA) schon vor zwei

Jahren die ersten Schritte auf diesem Weg gemacht

worden. Seit November 2008 gibt es an

der PIA eine Skills-Gruppe, in der Patienten das

o. g. Fertigkeitentraining durchführen können.

Allerdings gibt es zu wenig DBT-Einzeltherapeuten,

um zu gewährleisten, dass jeder Patient neben

der Fertigkeitengruppe auch im Einzelsetting

behandelt werden kann. Dies ist letztend -

lich auch der Grund, warum sich Therapeu ten

verschiedener Berufsgruppen (Ärzte, Psy cho logen,

Pflegepersonal und Sozialarbeiter) unserer

Klinik gemeinsam mit niedergelassenen Psychotherapeuten

aus Weimar in DBT ausbilden lassen,

um später in einem therapeutischen Netzwerk

Patienten mit BPS gemeinsam zu betreuen.

Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der

Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Psychotherapie

(AWP) Berlin unter Leitung von Dipl.-

Psych. Hans Gunia, einem erfahrenen DBT-Lehrtherapeuten,

organisiert und begann mit bisher

zwei Wochenend-Workshops am 13./14.08.und

am 17./18.12.2010. Ein dritter Workshop ist am

23./24.03.2011 geplant. In diesen Workshops

werden die Behandlungsphilosophie sowie Basisfertigkeiten

der DBT vermittelt. Dabei ist es

wichtig, dass nicht nur Wissen vermittelt, sondern

dieses auch in Form von Übungen und Rollenspielen

praktisch erprobt und erfahren wird.

Ganz nebenbei lernt man auf diesem Weg seine

Kollegen mal von einer ganz anderen Seite kennen.

Wer die Basisausbildung erfolgreich durchlaufen

hat, kann sich im Anschluss zum zertifizierten

DBT-Therapeuten aus bilden lassen. Wir

erhoffen uns, dass durch dieses Fortbildungsprojekt

die Versorgungssituation für eine bisher nur

schwer behandelbare Patientengruppe deutlich

verbessert werden kann.

21

Oberarzt Dr. med. Thomas Vieweg

Beruflicher Werdegang

09/1985 bis 12/1991 Studium der

Humanmedizin an der Friedrich-Schiller-

Universität Jena (FSU)

02.10.1990 Promotion

03/1992 bis 10/95 Arzt im Praktikum

und Assistenzarzt

11/1995 bis 9/1997 Stationsarzt an der

Klinik für Neurologie (FSU)

10/1997 bis 3/1999 Stationsarzt der

Psychotherapiestation an der Klinik für

Psychiatrie (FSU)

10.12.1998 Anerkennung als Facharzt

für Psychiatrie und Psychotherapie

05/1999 bis 4/2001 Leitender Oberarzt

der SANITAS-Klinik Garmisch-Partenkirchen

seit 5/2001 Oberarzt an der Klinik für

Psychiatrie und Psychotherapie (SHK)

10/01-06/03 Ausbildung zum Supervisor

Seit 2001 Dozententätigkeit und

Supervision

Seit 08/2003 Anerkennung als Supervisor

für Verhaltenstherapie durch die LÄK

Thüringen

Seit 1/2009 Leitender Oberarzt der

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

(SHK)

© Bohus/Wolf (2009)

Quelle: Bohus, Martin; Schmahl, Christian: Psychopathologie

und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Dtsch Arztebl 2006; 103(49): A-3345


Rückblick

Die Zweit- und Drittplazierten bejubeln

das Siegerteam

Die Jury: v.l. Chefarzt Dr. Frieder Schulz,

Gerd-Udo-Lindenberg, Barbara Klawonn,

Christel Schöne, Rolf Heller, Beate Kaupp

(verdeckt)

Punktezähler unter notarieller Aufsicht:

beim Kopf-an-Kopf-Rennen gab es 3x Platz 3

22

Wir können auch feiern

1. After-work-Party am Klinikum Weimar

von Klaus-Dieter Erler,

Vorsitzender der Mitarbeitervertretung

„And the winner is …“ war die an diesem

Tag mit großer Spannung erwartete Siegerverkündung;

das Gewinnerteam: „Die viszeralen

Aufschneider“, das Ärzte-, Pfleger- und

Schwesternteam der Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie. Mit tosendem Jubel applau-

dierten hunderte begeisterte Zuschauer, die

das große Festzelt fast zum Bersten brachten,

dem Gewinnerteam des ersten „Dienstkleidungs-Modecontest“

am Sophien- und Hufeland-Klinikum.

Die Idee dafür entstand dem Vorbereitungsteam,

das für ein Fest der besonderen Art zusammen

kam. Zwei erfreuliche Großereignisse

in der Geschichte unseres zwölf Jahre jungen

Klinikums waren Grund und Anlass zur Freude

und zum Feiern. Am 15. September 2010 konnte

nach nur sieben Monaten Bauzeit das neue

Notfallzentrum am Sophien- und Hufeland-

Klinikum und gleichzeitig ein neu erbauter

Parkplatz mit 170 Stellflächen für Mitarbeiter

in Betrieb genommen werden. Beide Projekte

stellen sowohl für Patienten, Mitarbeitende

wie auch für Besucher eine erhebliche

Verbesserung dar. Die über Jahre zunehmend

angespannte Parkplatzsituation hat sich damit

deutlich verbessert, so dass man heute zu jeder

Tageszeit problemlos einen Parkplatz am Klinikum

bekommt. Auch das neue Notfallzentrum

bietet nach der Rekonstruktion und Erweiterung

räumlich und organisatorisch eine Verbesserung

sowohl für die Patienten als auch für

das Personal.

Ein Fest nach getaner Arbeit – oder neudeutsch

eine „After-work-party“ – wurde gemeinsam

mit allen Mitarbeitenden, Bauleuten, Kooperationspartnern,

Anwohnern der umliegenden Häuser

und Freunden des Hauses gefeiert.

Den Impuls für eine Modenschau für medizinische

Arbeitskleidung gaben die Mitarbeitenden

selbst. Als im Sommer des vergangenen Jahres

die 35-Grad-Marke überschritten war, passten

Schwestern und Ärzte ihre Kleidung phantasievoll

den Außentemperaturen an. Die Geschäftsleitung

setzte vorübergehend die strengen Regeln

der Kleiderordnung außer Kraft und ließ

lockere Funktionskleidung zu. Damit war der

Anlass zu ernsthafter Diskussion um die Beschaffung

neuer saisonaler und ggf. farbenfroherer

Dienstkleidung entfesselt. Dem Aufruf zu

einer Modenschau als kulturellen Höhepunkt

zum Fest folgten zehn Teams aus verschiedenen

Bereichen des Klinikums. Aus dem anfänglichen

Ernst wurde Spaß und der Phantasie waren

keine Grenzen gesetzt. Die Geschäftslei -

tung scheute keine Kosten und ließ ein großes

Festzelt mit einem zwölf Meter langen Laufsteg

Dritter Platz: das „Rea-Team“ der Intensivstation;

Wer kann da nicht gesund werden?


errichten. Eine hochkarätige Jury, musikalische

Umrahmung und ein Moderator sollten der

Show einen professionellen Rahmen geben.

Unser Betriebselektriker Harald Brommont

heizte mit einem musikalischen Feuerwerk die

Stimmung an und regelte hinter dem Mischpult

Musik- und Tontechnik. Was dann kam,

übertraf alle Erwartungen: Die Teams hatten

viele Kosten, Mühen und Materialaufwendungen

auf sich genommen, die neue „Dienstkleidung“

zu entwerfen und diese mutig zu

präsentieren. Immerhin winkten den Gewinnern

hohe Geldprämien für Investitionen in ihren

Arbeitsbereichen.

Die Model-Teams überboten sich an Ideen, Witz

und Einfallsreichtum, so das es der Jury wahrhaftig

schwer fiel, zu bewerten. Unter notarieller

Aufsicht durch EDV-Chef Dr. Peter Sauer

wurde die Punkteliste ausgewertet. So gab es

neben dem eindeutigen Siegerteam moralisch

gesehen nur Zweitplatzierte, weil jedes Team

für sich genommen Spitze war. Bemerkenswert

war die ausgesprochen tolle Stimmung und Feierlaune,

obgleich viele bereits einen anstrengenden

Tagesdienst absolviert hatten. Bei Kaffee

und Kuchen, Schwein am Spieß, Bier vom

Fass und zu Jazz-Klängen des Daniel Hoffmann

Quartetts wurde bis in die Abendstunden gefeiert.

Das ruft nach Wiederhohlung“, war das

Fazit der Mitarbeiterschaft. Grund zum Feiern

und zur Freude trotz manches Alltagleids gibt es

im Klinikum immer.

Die Küken räumen die Preise ab: „Care-Chicks on the Heels“, das Schüler-Team

der Pflegeschule, die Zweitplatzierten

So hat’s mal begonnen:

Kinderkrankenschwester Christel Weber

Feminine Grazien: Ärzte und

Pfleger des Gewinnerteams

„Die viszeralen Aufschneider“

23

„Space-Sisters“ Schwestern und Pfleger

der Endoskopieabteilung; Top-Favoriten

auf den Titel

„Mister Bombasic“

alias Dr. Andreas

Kormann war

bis dahin nicht

als „Aufreißer“

bekannt.


Tochtergesellschaften

Mitglieder des QM-Teams (v.l.):

Geschäftsführer und Diakon Eckart Behr

Betriebswirtin Constanze Stecklina

Funktionsschwester Jana Blumenstein

Blick zum Innenhof: Baustile aus einem

Jahrhundert harmonisch gefügt

24

TÜV-Plakette für Rehaklinik

von Eckhart Behr,

Geschäftsführer der Sophienklinik Bad Sulza

Die Sophienklinik, eine Tochtergesellschaft des

Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikums im

nahegelegenen Kur- und Weinstädtchen Bad

Sulza, erhielt das Zertifikat ISO 9001-2008

der Deutschen Gesellschaft für Medizinische

Rehabilitation. Das renommierte Qualitätssiegel

zeichnet besonders qualitätsorientierte Rehabilitationskliniken

aus.

Die Tochtergesellschaft des Weimarer Klinikums

ist damit eine der ersten Rehakliniken Thüringens,

die dieses externe Gütesiegel mit doppelter

Zertifizierung nachweisen kann. Im Neunten

Wassergymnastik im Solethermalbad Chefärzte Dr. Giertler (li.) und Dr. Schulz empfangen

Weimarer Kollegen zum Fahrradausflug

Bad Sulzaer Sophienklinik freut sich über Qualitätszertifikat

Sozialgesetzbuch wird eine solche Zerti fizierung

nach einer zweijährigen Übergangszeit von allen

Rehabilitationskliniken gefordert.

Im Prüfbericht des Ulmer Instituts EQ ZERT

heißt es unter anderem: „Eine Team aus hochqualifizierten

Ärzten und Therapeuten kümmert

sich um die besonderen Erfordernisse der Patienten.

Die Fachdisziplinen Innere Medizin und

Orthopädie sind durch einen Chefarzt vertreten

und die Pädiatrie durch eine Fachärztin. Die

Therapieangebote sind auf das Indikationsspektrum

der Sophienklinik abgestimmt. Verantwortlichkeiten

und Befugnisse sind geregelt.

Die räumliche und Geräteausstattung ist

als sehr gut zu bezeichnen. Die Therapieplanung

erfolgt ausschließlich über EDV. Die Abläufe

sind geregelt und konnten im Audit anhand

eines Beispiels nachvollzogen werden.“

Das QM-Team (Geschäftsführer Eckart Behr,

Rezeptionsleiterin Karin Lindner, Betriebswirtin

Constanze Stecklina, Sporttherapeutin Carola

Göthel) hinterfragte systematisch alle Bereiche

der Klinik. Viele gewohnte Abläufe waren in

Normen zu fassen, Schriftstücke zu vereinheitlichen,

Sicherheitsanforderungen zu prüfen und

Funktionspläne zu beschreiben.

Der orthopädische Chefarzt PD Dr. med. habil.

Frieder Schulz brachte in die aufwändigen Vorbereitungen

seine Qualitätserfahrungen aus der

früheren Chefarztverantwortung am Sophien-

und Hufeland-Klinikum ein. Chefarzt PD Dr.

med. Rudolf Giertler achtete als Internist und

Ethiker darauf, dass der wirkliche Wert des

Qualitätsmanagement an dessen Einbindung

in den klinischen Alltag gemessen wird. Frau

Dipl.-Med. Margit Weigelt hingegen sorgt als

verantwortliche Kinder- und Jugendärztin für

die Umsetzung der neuen Rehatherapiestandards

in die Therapiepläne der kleinen und großen

Rehapatienten.

Glückwünsche gibt es auch vom Mitgeschäftsführer

Herrn Tomas Kallenbach. „Mit der jetzt

erfolgten Erstzertifizierung haben wir uns in

der Spitzengruppe der Rehakliniken positioniert“,

freut sich das Qualitätsteam beim Empfang

der Urkunden.


Sophienklinik hilft

Medizinische Rehabilitation nach Arbeitsunfall

Mit 118 Plätzen zählt die Sophienklinik Bad

Sulza zu den kleineren Rehabilitationskliniken

in Mitteldeutschland. Die Sophien-Patienten

werden durch ein ärztliches Team der Fachgebiete

Orthopädie, Unfallchirurgie, Innere Medizin

und Pädiatrie betreut. Die Ärzte legen gemeinsam

mit den Patienten den Therapieplan

und das Rehaziel fest.

Etwa die Hälfte Rehabilitanden kommt zur orthopädischen

Anschlussheilbehandlung, meist

nach chronischen Erkrankungen und nach OPs

an Hüfte, Knie und Schulter. Auch Unfallfolgen

werden hier therapiert. Glücklicherweise

nimmt seit Jahren die Zahl schwerer Arbeitsunfälle

ab. Dennoch sind hier interessante medizinische

Verläufe, aber auch eindrucksvolle

Schicksale zu erleben.

Die Physiotherapeuten Annekathrin Wortha

und Torsten Treske erzählen ein paar Eindrücke

aus dem Alltag einer Rehabehandlung:

Frau Wortha, Sie leiten Ihren Patienten

zum richtigen Gehen an. Was ist das Ziel?

Gerd Petri hatte vor Jahren einen schweren Arbeitsunfall.

Eine schwere Lähmung war die Folge.

Zunächst war an selbstständiges Gehen gar

nicht zu denken. Heute läuft er bereits 80 Stufen

und 200 Meter, natürlich noch mit Stützen.

In der Sophienklinik hat er bereits alle Gänge

und Treppen erkundet.

Herr Treske, was ist durch kontinuierliche

Therapie zu erreichen?

Durch mehrere Therapieserien konnten wir den

Bewegungsapparat stabilisieren und die Muskulatur

kräftigen. Dabei sind wir abwechselnd

im Soletherapiebad oder „auf dem Land“ unterwegs.

Der gesundheitliche „Urzustand“ wird

wohl nicht wieder erreicht, aber Herr Petri kann

immer mehr am Leben teilhaben.

Sind Sie mit den Ergebnissen zufrieden?

Und was meint Herr Petri?

Wir sind beide zufrieden. Er hat gelernt, mit

seiner Behinderung zu leben. Zugleich will er

seine Beweglichkeit konsequent weiter verbessern.

Wir Therapeuten leiten ihn fachgerecht

an. Dabei ermutigen wir ihn auch psychisch.

Bei jedem neuen Meter, bei jeder erreichten

Treppenstufe freuen wir uns gemeinsam.

Gangschule: Frau Wortha mit dem

Rehabilitanden Gerd Petri

Frau Wortha, nimmt ihr Haus denn auch

Langzeitpatienten auf?

Nach dem Krankenhaus war Herr Petri zunächst

in der stationären Rehabilitation. Dann

behandelten wir ihn ambulant weiter. Je nach

erreichtem Gesundheitszustand kann sich

nach stationärer Reha noch Rehasport, Funktionstraining,

ambulante Physio- oder Ergotherapie

anschließen. Das Knowhow unserer

Therapeuten wird gern für solche ambulanten

Nachbehandlungen genutzt. Besonders gut

für Patienten der Region - wie Herrn Petri aus

Niedertrebra.

Abendruhe vor der „Sophie“; Anheimelnde

Architektur einer modernen Rehaklinik

25

Vojta-Therapie: Krankengymnastik auf

neurophysiologischer Grundlage


Tochtergesellschaften

PRAxIS FÜR HALS-NASEN-OHRENHEIL-

KUNDE

Dr. med. Ulrich Friebel

Darrplatz 1

99510 Apolda

Telefon: 03644/51 44 920

Sprechzeiten

Montag/Donnerstag: 08-12 und 14-18

Dienstag: 08-14

Mittwoch/Freitag: 08-12

Dr. med. Klaus-Eckart Zillessen

PRAxIS FÜR KINDER- UND JUGEND-

PSyCHIATRIE UND -PSyCHOTHERAPIE

Dr. med. Klaus-Eckart Zillessen

Darrplatz 1

99510 Apolda

Telefon: 03644/51 44 910

Sprechzeiten

Montag: 08-12 und 13-17

Mittwoch: 09-15

Freitag: 08-13

Dienstag/Donnerstag nach Vereinbarung

26

Dr. Friebel und sein Team

Die Medizinischen Versorgungszentren

des Weimarer Klinikums

von Dieter Erler, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung

und Gabriele Grosam, Abteilungsleiterin

der Medizinischen Versorgungszentren

MVZ des Weimarer Klinikums in Apolda

unter neuem Dach

Mit einer Praxis für HNO-Heilkunde und einer

Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie sind

zum 01.01.2011 zwei geführte Arztpraxen in

ein MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum),

einer Tochtergesellschaft des Sophien- und

Hufe land-Klinikums am Stand ort Apolda, in

das vom Weimarer Klinikum neu errichtete Gebäude

am Darrplatz eingezogen.

Die bereits in Apolda ansässigen Praxen wurden

seit dem 01.07.2010 in einem MVZ geführt. Mit

den Einzug in den Neubau am Darrplatz gemeinsam

mit einer Psychiatrischen Tagesklinik

und einer Psychiatrischen Institutsambulanz unter

einem Dach ist in der Apoldaer Innenstadt

ein modernes Gesundheitszentrum entstanden,

das sein Angebot an ambu lanten medizinischen

Leistungen auch in den kommenden Jahren erweitern

wird und durch Partner aus den verschiedenen

Bereichen des Gesundheitswesens

ergänzt werden soll.

Dr. med. Ulrich Friebel, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde,

ist bereits viele Jahre in

Apolda tätig. Bereits seit 1990 bietet Dr. Friebel

ein breites ambulantes Behandlungsspek-

trum auf dem Gebiet der HNO-Heilkunde einschließlich

ambulanter Operationen an. Neben

den klassischen Behandlungen werden auch

Patienten mit Allergien und Schlafstörungen

in neuen Räumen mit moderner Technik behandelt.

Neben dem zentralen Standort in der

Apoldaer Innenstadt ist auch die enge Anbindung

an das Weimarer Klinikum von Vorteil

für die Patienten.

Die Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Psychotherapie, wird von Dr. med. Klaus-

Eckart Zillessen, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie

und -psychotherapie, ebenso

seit Juli 2010 im gemeinsamen MVZ in Apolda

praktizierend, geführt. Der auch im Weimarer

Klinikum tätige Oberarzt bietet der Apoldaer

Bevölkerung eine Erweiterung mit sozialpsychiatrischem

Angebot für Kinder und Jugendliche.

Eine in der Praxis tätige Psychologin, eine Sozialarbeiterin

und eine Ergotherapeutin werden

zukünftig das therapeutische Behandlungsspektrum

für Kinder und Jugendliche in kollektiver

Kooperation und interdisziplinären Zusammenarbeit

medizinischer, psychologischer,

pädagogischer und sozialer Dienste gewährleisten.

Vielfältige Zusatzangebote, wie Musikfrüherziehung

für Kinder oder Kunsttherapie

sollen in der neu eingerichteten Praxis installiert

werden. Auch hier bieten die Kooperation

mit dem Weimarer Klinikum und ergänzende

Therapiemöglichkeiten im stationären Bereich

der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erhebliche

Vorteile.


Praxis für Allgemeinmedizin und Praxis

für Neurologie im Klinikum eingezogen

Auch die Praxen für Allgemeinmedizin, geführt

von Frau Dr. med. Kathrin Michael und Frau

Dipl.-Med. Gabriele Dinda, sowie die Praxis für

Neurologie, geführt von Frau Dr. med. Beate

Leps, die bisher im MVZ in der Gropiusstraße

praktizierten, sind zu Beginn diesen Jahres unter

das gemeinsame Dach im Klinikum in neue

moderne, Praxisräume eingezogen.

Sowohl für Patienten als auch für die Mediziner

bedeutet diese Zentralisierung der ambulanten

und stationären Versorgung unter einem Dach

im Klinikum mit kurzen Wegen eine deutliche

Erleichterung und einen qualitativen Gewinn.

Die Praxen befinden sich im Bereich des neu

eingerichteten Notfallzentrums und sind auch

über diesen Eingang am besten zu erreichen.

Zu diesem Medizinischen Versorgungszentrum

gehört seit November 2010 auch eine chirurgische

Praxis.

Chirurgische Praxis am Klinikum

Seit dem 1. Januar diesen Jahres gibt es am Klinikum

die Chirurgische Praxis im Bereich des

Notfallzentrums des Sophien- und Hufeland-

Klinikums. Dipl.-Med. Udo Egerer, renommierter

Chirurg und Unfallchirurg, seit vielen Jahren

am Weimarer Klinikum tätig, führt diese Praxis.

Das Profil der Praxis für Allgemein-, Viszeral-

und Gefäßchirurgie wird durch einen gefäßchirurgischen

Schwerpunkt ergänzt. Dr. med.

Philipp Langenscheidt, Chefarzt der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie, mit langjähriger

Erfahrung in seinem Gebiet, bietet neben

der breiten allgemeinchirurgischen Palette diese

Spezialsprechstunden an. Hier werden u.a.

Veränderungen der Blutgefäße, Durchblutungsstörungen

durch Verengungen oder Verschlüsse,

Aneurysmen oder Blutungen erkannt und

behandelt.

Mit dieser Praxis betreuen 24 Arztpraxen Patienten

aus Weimar und dem Umland in acht

verschiedenen Medizinischen Versorgungszentren

(MVZ) des Klinikums. Zudem sind da-

mit alle stationären Fachbereiche des Weimarer

Klinikums komplett auch mit ambulanten

Versorgungsangeboten in der Stadt Weimar

vertreten.

ALLGEMEINMEDIZINISCHE PRAxIS

Dr. med. Kathrin Michael

Dipl.-Med. Gabriele Dinda

Henry-van-de-Velde-Straße 2

99425 Weimar

Telefon: 03643/48 96 17

Sprechzeiten

Montag: 16-18

Dienstag/Donnerstag: 08.30-12.30

und 14.30-18

Mittwoch: 08.30-13

Freitag: 08.30-13

und nach Vereinbarung

NEUROLOGISCHE PRAxIS

Dr. med. Beate Leps

Henry-van-de-Velde-Straße 2

99425 Weimar

Telefon: 03643/85 40 40

Sprechzeiten

Montag, Dienstag, Mittwoch,

Freitag: 08-13

Donnerstag: 12-17

und nach Vereinbarung

Dr. med. Philipp Langenscheidt

27

CHIRURGISCHE PRAxIS

Dipl.-Med. Udo Egerer

Dr. med. Philipp Langenscheidt

Henry-van-de-Velde-Straße 2

99425 Weimar

Telefon: 03643/85 40 40

Sprechzeiten

Montag: 09-12 und 13-16

Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09-12

und nach Vereinbarung

Dipl.-Med. Udo Egerer betreut seit dem

1. Januar Patienten in der Chirurgischen

Praxis im Bereich des Notfallzentrums.


Nancy Mahler

Berufsbild

Beruflicher Werdegang

Geb. 1985 in Hildburghausen

2002-2005 Berufsbildendes Gymnasium

– Zweig Wirtschaft in Hildburghausen

(Allgemeine Hochschulreife)

2005-2006 Umzug nach Weimar

Beginn der Ausbildung zur Gesundheits-

und Krankenpflegerin in der

Krankenpflegeschule des Sophien- und

Hufeland-Klinikum gGmbH, Weimar

2007-2008 Geburt des 1. Kindes und

Elternzeit

2008-2009 Examen zur Gesundheits-

und Krankenpflegerin

2009-2011 Weiterbildung zur Fachgesundheits-

und Krankenpflegerin für

Krankenhaushygiene

Seit Aug. 2009 medizinische Kodierassistentin

Seit März 2010 Hygieneschwester

28

Berufsbild der medizinischen Kodierassistentin /

des medizinischen Kodierassistenten

von Nancy Mahler, Gesundheits- und Krankenpflegerin,

und Dr. Veikko Krypczyk, Referent

der Geschäftsleitung

Neben dem ärztlichen und pflegerischen Personal

sind an der Versorgung des Patienten in einem

Krankenhaus weitere Berufsgruppen beteiligt.

Zu nennen sind beispielsweise die Küche,

technische Berufe, die Verwaltung – mit ihren

klassischen Bereichen, wie Buchhaltung, Rechnungswesen,

Einkauf oder die Geschäftsleitung.

Seit der Umstellung der Finanzierung der

Krankenhäuser auf ein neues Abrechnungs-

und Entgeltsystem (Diagnosis Related Groups

– DRG-System) gibt es eine weitere Berufsgruppe,

welche intensiv an der verwaltungstechnischen

Bearbeitung eines Krankenhausfalles

beteiligt ist. Gemeint ist der Beruf der

Kodierassistent(inn)en. Was hat es damit auf

sich? Die für den Patienten im Krankenhaus

gebrachten medizinischen und pflegerischen

Leistungen müssen sorgfältig notiert, dokumentiert

und gegenüber den Krankenkassen

dargelegt werden. Dies ist die Voraussetzung

für eine Finanzierung der Leistungen. Dazu

gibt es verschiedene Klassifikationssysteme

zur Dokumentation der Krankheiten und den

Maßnahmen zu deren Behandlung.

Aufgabe der Kodierassistentin/ des Kodierassistenten

ist es, diese Dokumentation entsprechend

der gesetzlichen Vorgaben (z.B. den

Deutschen Kodierrichtlinien) vorzunehmen.

Die Art der Dokumentation erfordert ein hohes

Fachwissen in verschiedenen Bereichen.

So müssen Grundkenntnisse in medizinischen

Sachverhalten vorhanden sein, aber auch die

komplexe Systematik der Dokumentation

muss sicher beherrscht werden. Nicht alle Informationen

können aus den ärztlichen Unterlagen

(der Patientenakte) entnommen werden.

Oftmals ist eine Rücksprache mit dem

ärztlichen und pflegerischen Personal notwendig.

Darüber hinaus kann es notwendig

sein, an den Arztvisiten und Teambesprechungen

teilzunehmen.

Ziel ist es, das ärztliche Personal von den Verwaltungsaufgaben

zu entlasten und gleichzeitig

eine hohe Qualität im Rahmen der medizinischen

Dokumentation zu erreichen.

Zusammenfassend kann man sagen, der Beruf

der Kodierassistentin/ des Kodierassistenten ist

eine interessante Tätigkeit, die medizinische

Grundlagenkenntnisse voraussetzt und stets

die Bereitschaft erfordert, sich in neueste gesetzliche

Anforderungen zur Dokumentation

einzuarbeiten.

Medizinische Kodierassistentinnen des Sophien- und Hufeland-Klinikums (v.l.): Sindy Herzog, Karina Mahlo,

Maria Rettcke und Nancy Mahler


Termine

Fachtagungen 2011

■ KLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I

10. Weimarer Intensivkurs Nephrologie

▪ 01. - 02.07.2011

Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit

mit dem Berufsverband Deutscher Internisten

e.V. durchgeführt werden.

Fortbildung Hypertensiologe DHL: Qualifikation

für Hochdruckspezialisten

Diese Veranstaltung findet Mitte September

2011 in Weimar statt; Kooperation mit der

Hypertonie-Akademie der Deutschen Hoch -

druck-Liga.

Internationaler Seminarkongress in Obertauern/Osterreich.

Schwerpunkt: Infektionsmedizin

und Rheumatologie

▪ 16. - 19.02.2011

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. R. Fünfstück,

Prof. Dr. B. Büxel, Berlin

Internationaler Seminarkongress Mallorca

Schwerpunkt Kardiologie, Hypertensiologie,

Nephrologie

▪ 29.05. - 04.06.2011

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. R. Fünfstück,

Weimar; Prof. Dr. G. Bönner, Freiburg/Breisgau.

■ KLINIK FÜR PSyCHIATRIE UND PSyCHO-

THERAPIE

Angst und Globalisierung – zur Schwierigkeit

begründete und unbegründete

Ängste auseinander zu halten

▪ 27.01.11, 18.30 Uhr

Referent: Prof. S. – O. Hoffmann, Hamburg

Ort: Psychiatrische Tagesklinik, Zum Hospitalgraben

3

Ärztliche Aufklärung und Haftung bei

reduzierter Fahreignung

▪ 24.02.11, 18.30 Uhr

Referentin: Dr. Hannelore Hoffmann-Born, TÜV

Hessen

Ort: Psychiatrische Tagesklinik, Zum Hospitalgraben

3

■ ZENTRUM FÜR PHySIKALISCHE UND

REHABILITATIVE MEDIZIN

46. Frühjahrstagung des TSÄB 2011 in

Zeulenroda

Thema: „Frauen und Sport“

▪ 17. - 19.06.2011

Die Veranstaltung findet unter der Organisation

des Thüringer Sportärztebundes (Landesverband

der DGSP, Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin

und Prävention) statt. Die wissenschaftliche

Leitung der Thüringer Sportärztetage übernimmt

Herr Prof. Dr. E. Seidel, Sophien- und Hufeland-

Klinikum gGmbH, Weimar.

WEIMARER THERAPIEGESPRÄCH

Leitung: Prof. Dr. med. E. J. Seidel, MSc, Zentrum

für Physikalische u. Rehabilitative Medizin

128. Weimarer Therapiegespräch

„Schlaganfall – Läsionslokalisation – Folgen

und Auswirkungen“

▪ 16.02.2011, 17 Uhr

Referent: OA Dr. med. P. Möller, Klinik für Neurologie

und Klinische Neurophysiologie

129. Weimarer Therapiegespräch

„Parkinsonsyndrom – Eine diagnostische und

therapeutische Herausforderung“

▪ 16.03.2011, 17 Uhr

Referentin: OÄ Dipl.-Med. V. Günther, Klinik für

Neurologie und Klinische Neurophysiologie

130. Weimarer Therapiegespräch

„work hardening in der ambulanten Rehabilitation“

▪ 18.05.2011, 17 Uhr

Referentin: Frau Viol, Ergotherapeutin, Zentrum

für Bewegungstherapie Erfurt

131. Weimarer Therapiegespräch

„Mobilisation peripherer Nerven“

▪ 22.06.2011, 17 Uhr

Referent: Dr. med. F.-D. Stanek, Arzt für Manuelle

Medizin/Chirotherapie, Arzt für Sportmedizin;

Jena

29


Personal

Thormeier, Christine

45-jähriges Dienstjubiläum

Matthesius, Monika

40-jähriges Dienstjubiläum

Grübler, Christine

40-jähriges Dienstjubiläum

30

Dienstjubiläen 2010

45 Dienstjahre

Thormeier, Christine Klinik für Innere Medizin I

40 Dienstjahre

Böhme, Bärbel Pflegepool

Grübler, Christine Klinik für Innere Medizin I

Matthesius, Monika Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie (IKC)

Schröpfer, Edelgard Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Ufer, Heidrun Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Zaubitzer, Monika Klinik für Innere Medizin I

35 Dienstjahre

Baer, Marion Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Batke, Annegret Klinik für Innere Medizin I

Beck, Gabriele Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Creutzburg, Johanna Notaufnahme

Delle, Brunhilde Notaufnahme

Eckermann, Angela Klinik für Hals-Nasen-

Ohrenheilkunde

Fuchs, Cornelia Zentrallabor

von der Gönna, Angelika Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin

Gulich, Erika Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin

Horn, Viola Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Linss, Elfi Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Möckel, Heidrun Klinik für Innere Medizin I

Möller, Charlotte Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Neupert, Dorothea Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Schenkschuck, Bärbel Rezeption

Schreck, Gisela Zentrale Sterilisation

Sieber, Inge Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Wagner, Ines Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin

Ziegler, Renate Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

30 Dienstjahre

Appelstiel, Ute Klinik für Orthopädie, Unfall- und

Handchirurgie

Birkfeld, Sylvia Klinik für Psychiatrie und

Psychotherapie

Eberhardt, Sabine Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Eisenblätter, Edith Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Erler, Ute Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Freytag, Rita Zentrale Sterilisation

Geier, Christiane Klinik für Innere Medizin I

Grunert, Rosmarie Krankenpflegeschule

Guthmann, Margit Zentrallabor

Hinkeldein, Sabine Röntgenpraxis Assmann

Hüttl, Jaklin Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Michatz, Manuela Klinik für Psychiatrie und

Psychotherapie

Nimke, Margit Personalabteilung

Salborn, Margrit Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin

Scherff, Cordula Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin

Steudte, Sabine Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin

Teinzer, Rosemarie Zentrallabor

Trouillier, Heike Zentrallabor

Venus, Gabriele Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Wiedemann, Monika Klinik für Innere Medizin I

Ziegler, Petra Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

25 Dienstjahre

Backmund, Evelyn Klinik für Innere Medizin II

Becker, Ines Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Egerer, Udo Klinik für Orthopädie, Unfall- und

Handchirurgie

Franke, Carmen Klinik für Orthopädie, Unfall- und

Handchirurgie

Geisler, Uwe Post

Gneiße, Andrea Klinik für Radiologie und

Nuklearmedizin

Grau, Bernd Desinfektion

Jacob, Kerstin Notaufnahme

Jauch, Simone Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie

Joest, Doreen Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Jung, Arite Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Neumann, Barbara Klinik für Innere Medizin II

Neumann, Simone Röntgenpraxis Assmann

Oertel, Romy Patientenverwaltung

Pfeuffer, Solveig Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin

Raßloff, Brigitte Zentrale Sterilisation

Rost, Silvia Klinik für Psychiatrie und

Psychotherapie

Rückert, Anette Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie

Rudoff, Brigitte Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Satjukow, Juri Haus- und Betriebstechnik

Schüppel, Marlene Wäscheversorgung

Schurig, Katharina Klinik für Orthopädie, Unfall-

und Handchirurgie

Trautwein, Christine Notaufnahme

Weigel, Suzanne Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Willmann, Dorothe Klinik für Innere Medizin I


Ein- und Austritte

Eintritte 2010, 1. Halbjahr

▪ Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie

Kraska, Carolin; 29.03.2010

Mikuckyte, Ausra; 01.04.2010

Silge, Judith; 22.02.2010

▪ Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Dr. med. Karsten, Annett; 01.05.2010

Neuhaus, Diana; 29.03.2010

Schwarzenau, Tina; 28.05.2010

▪ Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Tiedemann, Katrin; 01.04.2010

Ullmann, Doreen; 14.06.2010

Dr. med. Voigt, Caroline; 01.05.2010

Willing, Nadin; 01.02.2010

▪ Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Dr. med. Colmant, Clarissa; 01.06.2010

▪ Klinik für Innere Medizin I

Grau, Ina; 01.02.2010

Milewska, Daria; 22.02.2010

Sarreiter, Diana; 01.06.2010

Schlosser, Markus; 01.01.2010

▪ Klinik für Innere Medizin II

Daniss, Christian; 01.02.2010

Gleiser, Steffen; 01.03.2010

Jähkel, Stella; 22.02.2010

Mielke, Dorothea; 14.06.2010

Noack, Susan; 01.04.2010

Reinheckel, Sarah; 22.02.2010

▪ Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Gräf, Cornelia; 01.04.2010

Malarski, Nele; 01.06.2010

▪ Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie

Dadasova, Kemale; 07.06.2010

Fischer, Susanne; 01.01.2010

Oubrayme, Claudia; 01.03.2010

Schneegaß, Hanna; 01.01.2010

▪ Klinik für Orthopädie, Unfall- und Hand-

chirurgie

Eigendorf, Gabriele; 01.05.2010

Himmel, Marcus; 29.03.2010

Mielke, Dorothea; 14.06.2010

Milewska, Daria; 22.02.2010

Pröseler, Natalie; 29.03.2010

Siering, Martin; 14.06.2010

▪ Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Beudt-Bönning, Annett; 01.04.2010

Birk, Uwe; 01.06.2010

Darnstedt, Anja; 01.04.2010

Eifler, Daniela; 03.03.2010

Granert, Petra; 01.06.2010

Grüneberg, Jörg; 01.01.2010

Hoyer, Alexandro; 14.06.2010

Hubold, Ulrike; 01.04.2010

Kontenak, Tobias; 10.05.2010

Dr. Mohr, Alexander; 01.03.2010

Ortmann, Galina; 01.05.2010

Richtsteiger, Christine; 05.01.2010

Dipl.-Med. Schilling, Antje; 15.02.2010

Swoboda, Undine; 01.05.2010

▪ Medizincontrolling

Schotte, Judith; 01.04.2010

▪ Notaufnahme

Dinda, Gabriele; 02.01.2010

▪ Pflegedienst

Grau, Philipp; 01.03.2010

Groß, Julia; 01.06.2010

Jani, Ulrike; 01.02.2010

Müller, Matthias; 01.03.2010

Mund, Konrad; 01.03.2010

Pickrodt, Katrin; 01.04.2010

Roth, Johannes; 01.03.2010

Schwarzenau, Tina; 28.05.2010

▪ Rechnungswesen/Buchhaltung

Feldhusen, Isabell Maria; 22.02.2010

Jung, Christine; 15.02.2010

Schölzel, Lisa; 01.02.2010

▪ Rezeption

Erler, Sophie; 01.01.2010

▪ Geschäftsleitung/Sekretariat

Marx, Christin; 01.06.2010

Papasikas, Claudia; 11.05.2010

▪ Zentralarchiv

Köhler, Ruth; 01.05.2010

▪ Zentrale Sterilisation

Herzog, Manuela; 01.01.2010

▪ Zentral-OP

Fischer, Susanne; 01.05.2010

▪ Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Dr. med. Friedrich, Hartmut; 05.04.2010

Kraft, Anke; 22.02.2010

Müller, Ramona; 01.04.2010

Austritte 2010, 1. Halbjahr

▪ Geschäftsleitung/Sekretariat

Marx, Christin; 30.06.2010

▪ Hygienedienst

Hoffmann, Ingrid; 31.03.2010

▪ Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie

Dietzel, Frederic; 22.01.2010

Noziczka, Julia; 22.01.2010

Quick, Silvio; 22.01.2010

Schilder, Dirk; 26.03.2010

▪ Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Grasenack, Thomas; 31.01.2010

▪ Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Helgert, Alexandra; 30.06.2010

▪ Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Prof. Dr. med. Arndt, Olaf; 28.02.2010

Scharf, Sylvia; 30.06.2010

▪ Klinik für Innere Medizin I

Dipl.-Med. Kappes, Angelika; 28.02.2010

Konnert, Julia; 30.06.2010

Rose, Regina; 31.01.2010

Schilder, Dirk; 26.03.2010

Dipl.-Med. Wildner, Kerstin; 14.02.2010

▪ Klinik für Innere Medizin II

Baumann, Christin; 30.04.2010

Bolinski, Martin; 31.01.2010

Heinle, Severina; 26.03.2010

31

Köhler, Margit; 30.04.2010

Schmidt, Lydia; 22.01.2010

Schreiber, Ivonne; 28.02.2010

▪ Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Abert, Caroline; 22.01.2010

Bräutigam, Sonja; 31.03.2010

Dipl.-Med. Kemper, Grim; 30.06.2010

Dr. med. Ruppert, Sinje; 31.01.2010

Dr. med. Suck, Cathrin; 28.02.2010

▪ Klinik für Neurologie und Klinische Neuro

physiologie

Flemming, Uta; 30.06.2010

Hammann, Thomas; 08.01.2010

Schraut, Britta; 28.02.2010

▪ Klinik für Orthopädie, Unfall- und Hand-

chirurgie

Grau, Philipp; 28.02.2010

Kaden, Tina; 22.01.2010

Klaeßens, Vera; 26.03.2010

Dr. med. Petersen, Nanni; 30.06.2010

Peupelmann, Jeannine; 22.01.2010

Schmidt, Lydia; 22.01.2010

▪ Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Beese, Marian; 14.04.2010

Birk, Uwe; 30.04.2010

Köhler, Margit; 30.04.2010

Scharf, Sylvia; 30.06.2010

Ziller, Tobias Klaus; 31.03.2010

▪ Krankenpflegeschule

Baumann, Christin; 30.04.2010

Behr, Wieland; 30.04.2010

▪ Medizincontrolling

Schotte, Judith; 14.06.2010

▪ Pflegedienst

Grau, Philipp; 28.02.2010

Jani, Ulrike; 15.04.2010

Kilcher, Katharina; 30.06.2010

Künzel, Susann; 30.06.2010

▪ Rechnungswesen/Buchhaltung

Feldhusen, Isabell Maria; 26.02.2010

Jung, Christine; 15.05.2010

Schölzel, Lisa; 05.02.2010

▪ Zentralarchiv

Junghans, Steffen; 31.03.2010

Köhler, Ruth; 30.06.2010

▪ Zentrallabor

Steinbach, Ilka; 30.06.2010

▪ Zentrum für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Berghold, Roswitha; 30.04.2010

Dipl.-Med. Bourquain, Walter; 31.01.2010

Gasteyer, Lisa Marie; 22.01.2010

▪ Zivildienst

Falk, Patrick; 31.01.2010

Gawliczek, Tobias; 31.05.2010

Hoyer, Christoph; 30.04.2010

Mühler, Max; 30.04.2010

Pfuhl, Daniel; 31.05.2010

Schad, Michael; 30.04.2010

Schiedt, Tobias; 30.04.2010

Schirrmeister, Peter; 31.03.2010

Stölzel, Benjamin; 31.05.2010

Waier, Stephan; 31.03.2010


Lehrer Wolf Bertram Becker mit Schülerin

der Mal- und Zeichenschule während der

Ausstellungseröffnung

32

Kunst im Krankenhaus

Gruppenausstellung der Mal- und Zeichenschule

Weimar

»Ein-, Zwei-, Drei- und Vielbeiner«

30.04.–18.08.2010

Die Ausstellung der Weimarer Mal- und Zeichenschule

setzte sich mit der frühkindlichen

Förderung im bildkünstlerischen Bereich auseinander

– ein besonders hervorhebenswertes

Thema, das gerade in den Zeiten der Bildungsdebatten

an Relevanz gewinnt.

Die kreative Entwicklung des Kindes ist für sein

zukünftiges Leben entscheidend. Auf behutsame

Weise beginnen die Dozenten der Weimarer

Mal- und Zeichenschule mit Kindern ab dem

3. Lebensjahr mit der kunstpädagogischen Arbeit.

Zunächst wird die künstlerische Neugier

und Experimentierfreude geweckt. Im spiel erischen

Umgang mit den bildnerischen Mitteln

und Techniken bauen die Kinder schließlich ihre

schöpferischen Kräfte aus.

Die Ausdrucksmittel Zeichnen und Malen gehören,

neben der sprachlichen Verständigung,

zu den wichtigsten Kommunikationsformen

der Kindheit. In den Bildern stellen die Kinder

ihre Wirklichkeit dar. So kann das Kinderbild

ein Spiegel seiner Wünsche, Ängste, Sehnsüchte

und Hoffnungen sein. Das bildhafte

Formulieren der kindlichen Welt erfordert eine

echte Auseinandersetzung mit dieser und trägt

somit wesentlich zur sinnlich – kognitiven Kindesentwicklung

bei.

„Eins-, Zwei- und Vielbein“ von Neele Gerlach,

5 Jahre, Mischtechnik

Bildnerische Frühförderung zielt auf sensible

Schulung des bildhaften Ausdrucksvermögens

in einer der kindlichen Bildsprache gemäßen

Art. Das individuelle Eingehen auf die geistigseelische

Entwicklungsstufe des jeweiligen Kindes

ist während des schöpferischen Prozesses

unabdingbar. Die in dieser Ausstellung gezeigten

Kinderzeichnungen sind weitgehend unbeeinflusst

vom Erwachsenen in schöpferischer

Spontaneität entstanden. Anregend standen

für die Vier- bis Sechsjährigen altersgerechte

Themen, welche durch vielfältige sinnliche Erlebniswelten

– wie Zitrone und Mango schmecken,

Tulpe und Veilchen riechen, Klanghölzer

und Regenmacher hören und Herbstlaub tasten

– zum eigensinnigen Gestalten motivierten.

Die phantasievollen Gestaltungen in unterschiedlichen

malerischen und grafischen Techniken

weisen beispielhaft elementare Kennzeichen

der kindlichen Bildsprache auf. In ihrer

ästhetischen Einfachheit durch die Konzentration

auf das Wesentliche bringen sie den erwachsenen

Betrachter zum Schmunzeln. Es

gibt nicht richtig und falsch. Alles ist möglich.

Es gilt, den freien Umgang mit Farbe und Form

zu unterstützen.

Die ausgestellten Arbeiten sind unter der Anleitung

des Kunstpädagogen Jonas Beetz im Kurs

„Bildnerische Frühförderung“ in der Weimarer

Mal- und Zeichenschule entstanden. Die Fotografien

stammen von Ekatarina Fetzer.

1. „rush hour“, von Sophia Birringer,

3 Jahre, Mischtechnik


Jubiläumsausstellung

»Werke aus 10 Jahren KIK«

27.08.–05.12.2010

Mit der ersten Ausstellungseröffnung im Juli

2000 mit Arbeiten des Weimarer Fotokünstlers

Claus Bach begann eine erfolgreiche Reihe der

Präsentation künstlerischer Positionen in der

Galerieetage im Bereich der Radiologie des

Sophien- und Hufeland-Klinikums Weimar.

Zu den im Laufe der vergangenen zehn Jahre

mehr als dreißig vorgestellten Künstlern (siehe

Seite 34) gehörten gleichermaßen anerkannte

Weimarpreisträger wie Otto Paetz

oder Walter Sachs, Hochschulprofessoren wie

Peter Heckwolf, Klaus Nerlich oder Martin

Neubert, am Beginn ihrer Laufbahn stehende

Absolventen der Bauhaus-Universität wie Sybille

Mania, Steffen Groß oder Naomi Tereza

Salmon, aber auch Künstler des Lebenshilfswerks

Weimar-Apolda oder der Mal- und Zeichenschule

Weimar.

Das von der Geschäftsleitung des Klinikums

ini tiierte Ausstellungsprogramm wird seit 2000

von der Weimarer Kuratorin Andrea Dietrich betreut,

die es sich zum Ziel gemacht hat, zahlreiche

künstlerische Handschriften und thematische

Auseinandersetzungen mit aktuellen

Zeitbezügen im Sophien- und Hufeland-Klinikum

im Rahmen der „Kunst im Klinikum“-

Bettina Schünemann, Gotha

Waigeo, 2009

Öl/Leinwand, 40x60 cm

Kampagne vorzustellen. Dabei legt sie Wert

darauf, in Weimar oder Thüringen wirkende

Künstler auszuwählen, die sich poesie- und

kraftvoll gleichermaßen der Herausforderung

stellen, an diesem galerie- und museumsfernen

Ort ihre Arbeiten zu präsentieren bzw. sie speziell

für die Klinik zu schaffen.

Von jeder Ausstellung wurden eine oder mehrere

Kunstwerke für die Sammlung des Klinikums

angekauft und sind seitdem in vielen Bereichen

dieses großen Gebäudes öffentlich präsent. Das

Sophien-Hufeland-Klinikum stellt somit nicht

nur den Rahmen für die Expositionen, sondern

engagiert sich sehr durch seine Ankaufsentscheidungen

für die Förderung von zeitgenössischer

Thüringer Kunst.

Die aktuelle Gesamtschau fast aller Beteiligten

seit 2000 vereinte jeweils zwei bis vier extra

von ihnen ausgewählte Arbeiten zu einem

farbenfrohen Reigen verschiedenster künstlerischer

Techniken und inhaltlicher Stoffe.

Die Themen reichen von der Landschafts-

und Tierfotografie bis zu ideenreichen Porträts

und abstrakten Form- und Farbexperimenten

in Tusche, Acryl oder Öl.

Bettina Schünemann, Gotha

Ferro, 2009

Öl/Leinwand, 40x60 cm

33

Große Anteilnahme an der Jubiläumsveranstaltung,

bei der auch über 20

Künstler angereist waren.


Naomi Tereza Salmon, Weimar

Ohne Titel 1-3, Aus der Serie „States of

Things“, 2009/10

C-Prints, je 50x60 cm, 1/5

Peter Heckwolf, Weimar

Oktopus, 2002 (mehrteilig)

Körperabdruck, Lackfarbe, Durchmesser

je 60 cm

34

Kunst im Krankenhaus

Ausstellungen der vergangenen 10 Jahre

Claus Bach, Weimar

Fotografie, 28.07.–22.10.2000

Torsten Schlüter, Berlin

Mata-Nataraya, Hippies, Hindus Hahnenkämpfe,

03.11.–25.03.2001

Ulrike Dornis, Berlin

Malerei und Grafik, 06.04.–09.09.2001

Sibylle Mania, Weimar

Fotografie, 21.09.2001–20.01.2002

Klaus Nerlich, Weimar

Zeichnungen, 01.02.–12.05.2002

Gruppenausstellung Erlebnis Hören

Fotografien des Forums „Besser hören“,

22.05.–28.07.2002

Anna Franke, Weimar

Zeichnungen, 09.08.–01.12.2002

Bettina Schünemann, Gotha

Malerei, Zeichnung und Collage,

13.12.2002–04.05.2003

Steffen Groß, Weimar

Landschaften und Architekturen,

16.05.–07.09.2003

Anna Kling, Weimar

Snooze, 19.09.2003–11.01.2004

Martin Neubert, Weimar

Samstagvormittag, 23.01.–30.05.2004

Otto Paetz und Ernestine Dittrich,

Weimar und Zella-Mehlis

Hiddensee erleben, 11.06.– 24.10.2004

Gruppenausstellung der Schule der

Phantasie und der Lebenshilfe Weimar

BilderGeschichten,

05.11.2004–06.03.2005

Naomi Tereza Salmon, Weimar

Kein schöner Land, 18.03.–26.06.2005

Walter Sachs, Weimar

Allerlei Zeichnungen, 08.07.–27.11.2005

Peter Heckwolf, Weimar

Realien, 09.12.2005–16.04.2006

Maud Tutsche, Weimar

Malerei, Zeichnung, Grafik, 28.04.–10.09.2006

Mario Leibner JKL, Erfurt

Narrenzöpfe, 22.09.2006–04.02.2007

Verena Kyselka, Erfurt

Abroad is Everywhere – Das Fremde ist überall,

16.02.–05.08.2007

Dr. Franz C. Robiller (Jr.), Erfurt

Natur im Fokus, 16.08.2007–03.01.2008

Wolf Bertram Becker, Weimar

Zeichnung und Malerei, 11.01.–11.05.2008

Harald Wenzel-Orf, Weimar

Fotografie, 23.05.–14.09.2008

Ralf-Rainer Odenwald, Schafstedt

Begegnungen, 19.09.2008–11.01.2009

Sabine C. Sauermilch, Erfurt

Notate der Natur,

23.01.–26.04.2009

Gruppenausstellung des Fotoclubs Weimar,

Brücken, 08.05.–20.09.2009

Peter Vent, Weimar

InterVENTionen,

02.10.2009–03.01.2010

Manon Grashorn, Weimar

Malerei, Zeichnungen und Collagen,

15.01.–18.04.2010

Gruppenausstellung der Mal- und Zeichen-

schule Weimar

Ein-, Zwei-, Drei- und Vielbein,

30.04.10–18.08.2010


PD Dr. med. Franz Robiller (Sr.), Weimar

»Natur pur – weltweit«

Fotografien

07.12.10–20.03.11

Anlässlich seines 70. Geburtstag präsentiert

das Klinikum eine Schau mit Tier- und Landschaftsfotografien

seines ehemaligen ärztlichen

Direktors Dr. Franz Robiller, die während

seiner zahlreichen Fotoreisen rund um die Welt

in den letzten Jahren entstanden sind.

Neben seinem medizinischen Beruf galt sein

großes Interesse seit seiner Jugend der Ornithologie,

dem Naturschutz und der Naturfotografie.

Zu diesen Themen schrieb und illustrier-

Badender Braunbär, Schweden

Trinkender Singschwan, Männchen auf

Eiskante, Schweden

te Dr. Robiller in zahlreichen Fachzeitungen

und -zeitschriften. Dabei hat er sich nicht nur

in Fachkreisen als Autor und Herausgeber einen

Namen gemacht. Unter seinen mehr als

20 Büchern sind besonders die Monographien

„Prachtfinken“ und „Papageien“ (drei Bände),

„Lebensräume“, „Tiere der Nacht“ und „Refugien

der Natur“ hervorzuheben. Neben weiteren

fünfzig Spezialisten aus neun Ländern, u.a.

Prof. Dathe, Prof. Grzimek und Prof. Nicolai, gehört

Dr. Robiller zu den Herausgebern und Autoren

des zweibändigen Standardwerkes „Das

große Lexikon der Vogelpflege“ (Ulmer Verlag

2003). Im gleichen Verlag erschien 2005 sein

Buch „Die Welt der Vögel“, ein faszinierender

Bildband mit informativen Texten. Mehrere seiner

Publikationen liegen in verschiedene Übersetzungen

vor. Dr. Robiller erhielt zahlreiche

Ehrungen und Auszeichnungen, u.a. den „Literatur-

und Kunstpreis“ der Stadt Weimar, 1998

den Jahrespreis der Gesellschaft für Tropenornithologie“

für die beste Veröffentlichung,

1999 den „Umweltpreis der Stadt Weimar“

zusammen mit seinem Sohn Dr. Franz Christoph

Robiller, 2002 die „Alfred-Fichtner-Medaille

der VZE“.

Weißkopfseeadler, Alaska

Fliegender Weißkopfseeadler, Alaska

35

Geburtstagsglückwünsche für Dr. Robiller

überbrachte auch seine Amtsnachfolgerin,

Chefärztin Dr. Dannenberg.

Kämpfende Wisentbullen, Urwald

Bialowieza, Polen


Presse

36

Im Spiegel der Presse

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine