Agrotron TTV 630 Testbericht - Deutz-Fahr

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Agrotron TTV 630 Testbericht - Deutz-Fahr

92Sparsamer Kraftprotzmit HandicapsTechnikDauertest Den Deutz-Fahr TTV 630 haben wir Ihnen bereits in einer früherenAusgabe im Fahrbericht vorgestellt. Nach 250 Stunden Praxiseinsatz im Transport undin der schweren Bodenbearbeitung können wir nun ein konkretes Urteil zu Verbrauchund Einsatztauglichkeit abgeben.dlz PRAXISTraktoren im Leistungsbereich um 200PS zeigen bei den Schlepperverkäufendie größten Stückzahlenzuwächse.Kein Wunder, sind sie doch die wahrenAllrounder unter den Schleppern. Sei esvor der 3-m-Säkombinationen, dem 4-m-Grubber, dem Tandemkipper oder der Triple-Mähkombination:200 PS sind zumin-dest ein guter Kompromiss fürso gut wie alle Einsatzgebiete.Wir haben den TTV 630schwerpunktmäßig in der Bodenbearbeitungund im Transporteingesetzt – und vor dendlzDauertestZapfwellenprüfstand gespannt. Beeindrucktwaren wir von seiner Kraft beigleichzeitig geringem Dieselverbrauch.Etwas enttäuscht hat unsdie Verarbeitung in der Kabine.Dazu aber später mehr im Detail.Auf die technischen Ausstattungenwollen wir nicht zu detaillierteingehen, da sich seit unserem Fahrbericht2009 bis auf den i-Monitor quasi nichtsDeutz-Fahr Agrotron TTV 630Mindesteinsatz (ME): 888 Bh/JahrME =fK17.760 €=üV – VK 27 € – 7 €fKfeste Kosten/Jahr: 17.760 €(= 12 % vom Kaufpreis 148.000 €)vKüVvariable Kosten/ha: 7 €(Öl, Reifen, Verschleiß, Wartung)Leihsatz 27 €/ha,(ohne Fahrer, ohne Diesel)Musterberechnung mit Durchschnittswerten 2012dlz agrarmagazin März 2012


Technik I 93Schneller ÜberblickDer TTV 630 wurde 2009 vorgestellt undgehört seitdem zu den absoluten Erfolgsmodellenvon Deutz-Fahr. Er ist derzeit nochder stärkste stufenlose Schlepper im Lieferprogrammder Lauinger Traktorenschmiede.Noch, denn im Laufe diesen Jahren wird dieneue Baureihe TTV-Serie 7 eingeführt, welchestufenlos bis zu 263 PS Maximalleistung auffährt.Der TTV 630 kämpft in seiner Liga gegenFendt Vario 820, Claas Axion 820 CMatic,John Deere 7210R und Case IH Puma CVX230. Sein Vorteil ist die einfache Bedienung,die eine umfangreiche, aber nicht zu hochgezüchteteAusstattung bietet.geändert hat. Vielmehr liegt unser Fokusauf dem Eindruck, den der TTV 630 imharten Praxisalltag hinterlassen hat.1 2Fotos: Mumme1 Der Sechszylinder Deutz-Common-Railbestach im Dauertest mit super Leistungswerten:hohes Drehmoment über einenweiten Drehzahlbereich, spritzig und unerwartetsparsam.2 Vor dem 5 m breiten dreibalkigen Grubberverbrauchten wir bei rund 10 cm Arbeitstiefenur 23 l/h bzw. 6,2 l/ha. Auch beimfünfscharigen Pflügen war der TTV 630 mit26 l/h bzw. 13 l/ha extrem sparsam.Kräftiger SechszylinderIm TTV 630 kommt standesgemäß einCommon-Rail-Sechsender aus den KölnerMotorenwerken von Deutz zum Einsatz.Deutz-Fahr gibt eine Nennleistung von149 kW oder 203 PS bei 2.100 U/min undmit Boost eine Maximalleistung von 163kW oder 224 PS an. Das höchste Drehmomentsoll bei 1.600 U/min satte 851Nm betragen. Wir haben nachgemessen:Am Zapfwellenprüfstand brachte der TTV630 180 Wellen-PS, das sind rund 145 kWoder 198 PS Motorleistung – also fast einePunktlandung. Mit 784 Nm haben wir bei1.600 U/min gut 70 Nm weniger gemessen,als im Datenblatt angegeben. Und sein maximalesDrehmoment von 803 Nm erzielteunser TTV 630 bei niedrigen 1.100 U/min.Dabei haben wir von 1.700 bis herunterauf 1.000 U/min ein nahezu konstantesDrehmoment bei niedrigem Drehmomentanstieggemessen.Eine Überraschung war der auf demPrüfstand gemessene Verbrauch. Der lagmit 225 g/kWh bei Nennleistung nämlichverdammt niedrig, und erreichte bei 1.850U/min sogar unglaubliche 202 g/kWh – dasist weniger als bei vielen aktuellen Tier-4i-Traktoren. Und das, obwohl der TTV630 noch mit externer Abgasrückführungnach Tier-3-Norm, also ohne zusätzlicheAbgasnachbehandlung durch SCR oderPartikelfilter, fährt. Kurzum: Weniger habenwir bislang bei noch keinem Schleppergemessen, was sich aber mit den Erfahrungenvieler TTV-630-Besitzer deckt.Wenig Durst auch im EinsatzAuch im Praxiseinsatz zeigte sich der TTV630 nicht besonders durstig. Vor dem35-m 3 -Tandemanhänger kamen wir im Silagetransportauf 13 l/h. Günstig war auch derVerbrauch bei schwerer Bodenbearbeitungmit einem 5 m breiten dreibalkigen Grubber:Hier haben wir 23 l/h bzw. 6,2 l/ha gemessen.Das war angesichts der schweren, teils nassenEinsatzflächen nahezu konkurrenzlos günstig,auch wenn wir aufgrund der großen Arbeitsbreiteund der schwierigen Bedingungennur knapp 10 cm tief arbeiten konnten.


94 I Technikdlz PRAXIS TechnikFotos: MummeAufstieg in die Oberklasse1 21 Angenehm helle Brauntöne und eine super Materialanmutung erwarten dieDeutz-Fahr-Kunden in der neuen MaxiVision-Kabine ab Mitte 2012. 2 Die Multifunktionsarmlehnebietet neben einem ergonomischen Fahrhebel mit Handablage denintegrierten i-Monitor 2.0 mit Touch-Bedienung.Vor dem Fünfschar-Anbaudrehpflugbegnügte sich der TTV 630 mit 26 l/h,was etwa 13 l/ha entspricht. Generellgeht der TTV 630 sowohl bei Transportarbeitenals auch auf dem Ackerrichtig ab. Die Abstimmung des Motor-Getriebe-Managements kann man nurals gelungen bezeichnen. Kein Rucken,Ende 2012 wird Deutz-Fahr die MaxiVision-Kabine einführen, welche vor Kurzem aufder Agritechnica bestaunt werden konnte. Wirhaben in Hannover bereits probegesessen, undwaren begeistert. Die neue Kabine ist wirklichein Quantensprung im Vergleich mit den aktuellenModellen! Die Materialien wirken hochwertigund teils sogar edel, der Beifahrersitz istgepolstert und die gesamte Kabine ist in einemangenehmen, hellen Braunton gehalten. In derArmlehne sind die meisten Bedienfunktionenmit neuen Instrumenten und Tastern gebündelt.Es gibt einen neuen sehr ergonomischenMultifunktionshebel – mit Ablagefläche fürdie rechte Hand – und Schaltwippen für dieSteuergeräte.Und: Der i-Monitor ist an die Armlehne gebautund lässt sich per Touchscreen bedienen.Also, hier wurden Design und Position wirklichaller Bedieninstrumente komplett überdachtund neu entwickelt. Wir finden die neue Kabineabsolut gelungen, und freuen uns auf einenersten Fahreindruck später in diesem Jahr.muFotos: Werkbilderdie Wendevorgänge gehen zügig vonstattenund, auch mit dem Eco/Power-Reglerauf hohe Drehzahlen eingestellt, blieb derSchlepper extrem sparsam.Einfache GetriebebedienungDas stufenlose ZF S-Matic besitzt vierFahrbereiche, die automatisch geschaltet1 Der TTV 630 lässt sich mit maximalsieben doppelt wirkenden Steuergeräten(davon fünf im Heck) bestücken. Hydraulikleistungund Hubkraft sind gut, Power-Beyond gibt es serienmäßig.2 Die Knöpfe der Fernbedienung für Kraftheber,Hydraulik und Zapfwelle sind dank derheruntergezogenen Kotflügel gut erreichbar.Test-SpiegelMotorDurchzugElastizitätVerbrauchZugänglichkeitWechselintervalleTankinhaltGetriebeBedienungEignung auf dem AckerEignung auf der StraßeReduzierte TransportdrehzahlBeschleunigungMotor-Getriebe-ManagementStreckfunktion AnhängerzugZapfwelleAusstattungBedienungFernbedienungDrehzahlniveauKraftheber und HydraulikHubkraft im HeckHubkraft om der FrontBedienung der EHRSchwingungstilgungAnzahl der SteuergeräteHydraulikleistungBedienung der HydraulikFernbedienung Kraftheber/SteuergerätKabineAufstiegErgonomieLautstärkeKabinenfederungFahrersitzBeifahrersitzKlimaanlagePlatzangebot, AblagemöglichkeitenVerarbeitungSonstigesFahreigenschaftenVorderachsfederungBremsverhaltenWenderadiusNutzlastAbmessungenVorgewendemanagement 2012werden, sowie drei vorwählbare Fahrmodi:manuell (Drehzahl mit Fußpedal,Geschwindigkeit mit Fahrhebel), Automodus(Geschwindigkeit mit Fahrpedaloder Tempomat, Drehzahlregelung erfolgtautomatisch per Motor-Getriebe-Management)und Zapfwellenmodus (Drehzahlmit Handgas, Geschwindigkeit mit Fahrpedaloder Tempomat). Bei aktivierterZapfwelle wechselt der TTV 630 automatischin den Zapfwellenmodus – das istStandard.dlz agrarmagazin März 2012


Technik I 95Die Vorwahl der Modi erfolgt im Bedienfeldunter der Armablage der rechtenArmlehne. Dort befinden sich auch diezwei Drehregler für die Einstellung dermaximalen Motordrehzahl (Eco/Power-Regler) und für das Beschleunigungsverhalten(ACC-Regler). Aus dem Standangefahren wird, indem man mit demShuttle-Hebel links an der Lenksäule oderdem PowerCom-Multifunktionshebel inder Armlehne die Fahrtrichtung vorwähltund dann das Fahrpedal tritt. Automatischfährt der TTV 630 dann zunächst im erstenGeschwindigkeitsbereich bis 10 km/h. Indie drei höheren Bereiche gelangt man,indem der PowerCom-Hebel bei gedrückterSicherheitstaste auf der Rückseite nachvorne gedrückt wird.Zu den Tempomaten: Der TTV 630 besitztbei Ausstattung mit i-Monitor zweiSpeicherplätzer(für jede Fahrtrichtung),die durch mindestens dreisekündigesDrücken des Knopfs links am Fahrhebelgespeichert werden – während man fährt.Aufrufen lässt sich diese Geschwindigkeitdann jederzeit durch zweimaliges kurzesDrücken des Knopfs. Und übersteuern lässtsich der Tempomat natürlich auch – mitLeistungLeistung (PS)2252001751501251007550250-25-50-75-100-125-150-175-200-2251011 121314 1516 1718 1920 21Drehzahl (1/min x 100)Leistung ISODrehmoment ISO2000180016001400120010008006004002000Drehmoment (Nm)Blind 2012dem Fahrpedal. Will man dann eine höhereoder geringere Fahrgeschwindigkeitim Tempomat speichern, übersteuert manabs. Verbrauch (l/h)Verbrauchswerte454035302520151050-5-10-15-20-25Blind10 11 12 13 14 1516 17 18 19 20 21Drehzahl (1/min x 100)abs. Verbrauch ISOspez. Verbrauch ISO330320310300290280270260250240230220210200190spez. Verbrauch (g/kwh)2012einfach mit dem PowerCom-Fahrhebel.Das ist wirklich simpel und hat uns beiAckerarbeiten gut gefallen.


96 I Technik1 2dlz PRAXIS Technik1 Dank Nachlaufwinkel und maximal52 Grad Lenkeinschlag geht die Wendigkeitnoch in Ordnung.2 Die gefederte Vorderachse könnte beileerem Schlepper gerne früher eingreifen.Das Fahrverhalten ist leer wie auch mitschwerem Anbaugerät sehr sicher, bei hoherLenkgenauigkeit.Hydraulik,Kraftheber und ZapfwelleMit den Leistungsdaten von Hydraulik undKraftheber kamen wir im Einsatz immergut aus. Zapfwellengeschwindigkeiten bietetder TTV 630 bereits serienmäßig vier:540/540E/1000/1000E. Da bleiben keineWünsche offen.Die Aktivierung der Zapfwelle und dasVorwählen der Geschwindigkeit sind einfach.Das Einschalten per Doppelklick aufdie Aktivierungstaster erfolgt aber nichtimmer zuverlässig. Hier wünschen wir unseine andere, bessere Lösung.Auch Hydraulik und Kraftheber lassensich nicht immer nachvollziehbar bedienen.Durchflussmenge und -zeit könneneinfach mit Drehreglern in der Armlehneoder im i-Monitor verstellt werden. So weit,so gut: Kompliziert wird es bei der Freigabeder Steuergeräte und der Belegungauf dem PowerCom-Hebel. Die Buchstabenbezeichnungenim Hydraulikmenüdes i-Monitors sind zu kompliziert. Hierschaut ohne Bedienungsanleitung oderWir haben seit Ende 2010 einen TTV 630auf unserem Betrieb im Einsatz. Wir arbeitenbereits seit Jahren mit Deutz-Fahr-Produktenund sind bislang sehr zufrieden damit.Ausschlaggebend für die Kaufentscheidungwar aber auch die gute Vertragswerkstatt inunserer Nähe. Bislang hat der Schlepper 1.200Betriebsstunden bei uns abgeleistet. Da wirneben 80 ha Ackerbau und 40 ha Grünlandauch noch eine 400 kW-Biogasanlage bewirtschaften,läuft der Schlepper bei uns vielim Transport, etwa mit einem 42-m 3 -Kipperoder einem 19,5-m 3 -Güllefass. Der TTV 630ist der sparsamste, den wir bisher hatten. ImSchnitt über alle Einsatzbereiche kommenwir auf einen Stundenverbrauch von 12,0 l.ausführliche Einweisung niemand durch.Liebe Deutz-Fahr-Konstrukteure: So etwasgeht auch einfacher!Gut gefallen hat uns hingegen, dass imi-Monitor festgelegt werden kann, ob derSchlepper bei Betätigung eines Steuergerätsdie Motordrehzahl steigern soll. Das istbeispielsweise beim Abkippen oder Abschiebenim Stand sinnvoll, wenn die Motordrehzahlnormalerweise in den Leerlaufregeln würde.Das Abrufen von Hydraulik- und Kraftheberleistungmit Tastern auf dem Fahrhebelund dem Kreuzhebel ist okay, auchwenn die Materialien und das Design derTaster nicht mehr up-to-date sind.VorgewendemanagementLob gibt es für das Vorgewendemanagementdes TTV 630. Bis zu 32 Funktionenlassen sich im Stand abspeichern. Die Sequenzenkönnen ziemlich einfach im i-Monitor bearbeitet und geändert werden.Und man muss diese Funktionen nichtmehr einzeln an den jeweiligen Bedieninstrumentenabrufen, sondern kann sieganz leicht im i-Monitor auswählen. Dasnachträgliche Einfügen oder Löschen vonFunktionen ist schnell erledigt.Für das Abrufen der Funktionen amVorgewende bietet Deutz-Fahr mittlerweileso viele Möglichkeiten wie kein andererPraktikerbefragungVor dem Güllefass sind es 18 l/h, was auchsehr günstig ist. Mit dem Durchzug des Motorsund dem Wirkungsgrad des Getriebes sind wirsehr zufrieden – auch bei Ackerarbeiten vordem Fünfschar-Drehpflug oder der Saatbettkombination.Die Kabine ist nicht mehr diemodernste. Die Pedale sind zu hoch angebracht,und die Knöpfe auf dem PowerCom-Hebel reagieren zu träge. Auch beim unkomfortablenBeifahrersitz sollte Deutz-Fahr etwastun. Die Lautstärke hingegen ist angenehm,und der i-Monitor lässt sich gut bedienen.Bislang wurden der Zusatztank und ein Ölberuhigungszylinderausgetauscht. Störend sinddie häufigen grundlosen Fehlermeldungen.Markus Raab, 91555 FeuchtwangenFotos: MummeDie Materialanmutung der Kabine undauch die häufigen Fehlermeldungen passennicht zur positiven Gesamtperformance desSchleppers. Der Beifahrersitz ist unbequem– da nicht gepolstert. Pluspunkte:Die Kabine bietet viel Platz (aber zu wenigAblagemöglichkeiten für Kleinteile), ist hellund leise und sehr übersichtlich.an: Entweder wird manuell mit dem Fahrhebeljeder Bedienschritt einzeln abgerufen(das war bislang Standard). Neu undetwas komfortabler ist das automatischeAbspulen der gespeicherten Funktionen,was sogar weg- wie auch zeitabhängig geht- super!Kabine mit Licht und SchattenWie eingangs schon angekündigt, hat derTTV 630 in unserem Praxiseinsatz nichtnur seine guten Seiten gezeigt. Kritik gibtes vor allem für die Verarbeitung in derKabine: Die Materialanmutung ist nichtDeutz-Fahrnimmt Stellung ...... zur Hydraulikaktivierung: In diesem Punkthaben wir die Vorschläge aus der Praxis bereitsumgesetzt. Mit einem neuen Taster mitintegrierter Aktivierungsanzeige sieht der Fahrerjetzt ob die Steuergeräte aktiviert sind odernicht. Zusätzlich kann die Geschwindigkeit beider die Hydraulik zum Transport automatischverriegelt von der Fachwerkstatt auf die Bedürfnisseder Kunden eingestellt werden.... zu den Fehlermeldungen: Die Meldungenvom Sensor der Vorderachse gehören mitdem aktuellen Software-Update der Vergangenheitan.dlz agrarmagazin März 2012


Technik I 97Fotos: Mumme17Die Bedienelemente: Fahr- und Multifunktionshebel(1), i-Monitor (2), Zapfwellenbedienung(3), Bedienfeld für i-Monitor (4),EHR-Einstellzentrum (5), Kreuzhebel (6) undHandgas (7). Die Regler für die manuelleEinstellung der Hydraulikparameter befindensich unter der rechten Armablage. Derschwarze Hintergrund des Isobus-tauglicheni-Monitors ist zunächst gewöhnungsbedürftig.mehr zeitgemäß, was sicher auch daranliegt dass viele unterschiedliche Kunststoffeverwendet wurden, die unterschiedlicheOberflächen und Grautöne besitzen. Dazuwar der Wendeschalthebel lose und wackelte.Kritik gibt es auch für den Beifahrersitz,der ungepolstert und damit nicht geradekomfortabel ist.Gut gefiel uns an der Kabine die Helligkeit(begünstigt durch das Dachfenster),das üppige Platzangebot (bei allerdings zuwenig Ablagemöglichkeiten) und das geringeGeräuschniveau. Letzteres profitiertvon der geklebten Frontscheibe und derDoppelverglasung der unteren zwei Sichtfenster.An den satten Klang des TTV 630muss man sich aber erstmal gewöhnen.Ende 2012/Anfang 2013 erhält der TTV630 (Bezeichnung ab Mai 2012: TTV 7210)die auf der Agritechnica vorgestellte neueMaxiVision-Kabine. Erreicht die Serienproduktiondas Qualitätsniveau wie das inHannover gezeigte Exemplar, dann machtDeutz-Fahr einen gewaltigen Schritt nachvorne und spielt in Sachen Komfort undErgonomie in der Oberklasse mit (sieheKasten auf Seite 94). Wir freuen uns schonauf einen ersten Fahreindruck später indiesem Jahr! Trotzdem muss Deutz-Fahrauch bei der Verarbeitungsqualität undder Zuverlässigkeit des gesamten Traktorsetwas tun. Denn Defekte gab es in unserem250-Stunden-Test auch: Eine Kabinenaufhängung brach undmusste ausgetauscht werden. Ein Türschloss war defekt und mussteersetzt werden.263Technische DatenDeutz TTV 630MotorDeutz Common-Rail (Tier III)Nennleistung(2000/25 EC, 2.100U/min)Max. Leistung (inkl. 18 PSBoost), 2000 25 ECMax. Drehmoment45TCD 2012 L6 4V149 kW 203 PS163 kW/224 PS851 Nmbei 1.600 U/minHubraum 6.057 cm 3Zylinderart/KühlartTankinhalt Serie/OptionGetriebe/ZapfwelleZF S-MaticEndgeschwindigkeit6 Turbo/Wasser305 l/435 lstufenlos50 km/hbei 1.850 U/minZapfwellen 540, 540E, 1.000,1.000EKraftheber und HydraulikBauartMax. Hubkraft hintenMax. Hubkraft FrontkraftheberKat. III10.000 kg4.500 kgSteuergeräte Serie/Option 4/6(7)Förderleistung PumpeMax. entnehmbare ÖlmengeSonstige DatenLeergewichtGesamtgewicht (40/50 km/h)RadstandHöhe über KabineLautstärke in der KabinePreiseGrundpreis inkl. DruckluftIsobus160 l/min45 l7.500 bis 8.000 kg11.500/12.000 kg2,81 m3,15 m70 dB(A)152.050 Euro1.450 Euro7 Zusatzsteuergeräte 2.400 EuroFrontkraftheber + FZWKabinenfederungi-Monitor3Gesamtpreis Testmaschine8.250 EuroSerieab 2.800 Euro166.950 Euro2012dlz-GesamteindruckDer TTV 630 ist ein kräftiger, dabeiäußerst sparsamer 200-PS-Schlepper.Das Motor-Getriebe-Management istausgesprochen gut abgestimmt. An Ausstattungmangelt es dem TTV 630 kaum.Schade, dass der gute Eindruck auf derStraße und im Feld durch die genanntenMängel und die Verarbeitung in der Kabinegeschmälert wurde. Zu den Updates Mitteund Ende diesen Jahres erwarten wir deutlicheVerbesserungen. Dann wird der TTV630 bzw. 7210 nicht nur preislich, sondernauch technisch einer der interessantestenVertreter seiner Leistungsklasse. mu Es traten häufig Fehlermeldungen vomPositionssensor der VorderachsfederungaufWas uns noch auffiel Ab Mai 2012 erhält der TTV 630 eineSCR-Abgasnachbehandlung und erfülltdann die Tier-4i-Abgasnorm. Es erfolgtdann, wie erwähnt, eine Umbenennungin TTV 7210. Die neue Kabine gibt es frühestensEnde 2012. Die i-Monitor-Bedienung gehört in dieArmlehne, nicht in die Seitenkonsole. Das Agrosky-Parallelfahrsystem lässtsich nicht im i-Monitor integrieren, sondernbenötigt ein eigenes Terminal. In derneuen MaxiVision-Kabine gibt es eine integrierteLösung. Der TTV 630 bietet bis zu sieben doppeltwirkende Steuergeräte. Vier davon lassensich am Fahr- und Kreuzhebel bedienen.Die Drehwippen der rest-lichen drei sindweniger gut erreichbar, werden aber auchseltener genutzt. Power-Beyond-Anschlüsse gibt es serienmäßig. Die untere Trittstufe des linken Aufstiegsverschmutzt leicht. Dank der heruntergezogenen hinterenKotflügel sind die Fernbedienungen fürZapfwelle, Kraftheber und Hydraulik gutzu erreichen. Das Display des i-Monitors spiegelte imEinsatz zu stark. Mittlerweile kann vonschwarzem auf weißen Hintergrund umgestelltwerden. Der serienmäßige Tankinhalt ist mit 305 lnach wie vor zu klein. Zusätzliche 130 l gibtes nur gegen 1.050 Euro Aufpreis. Auf Wunsch ist eine Rückfahrkameralieferbar, die sich beim Rückwärtsfahrenautomatisch auf den kompletten i-Monitorschaltet – prima. Der TTV 630 lässt sich auch ohne i-Monitor nahezu ohne Funktionsverlusteeinsetzen.mu

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