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LASST UNS MITEINANDER...Pfarrbrief St. OtgerPfingsten 2013Schwerpunkt-Thema: Caritasarbeit in St. Otger


Grußwort 3Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Schwestern und Brüder!„Das Tor zur Freiheit geht von außen auf.“ Dieses Wort lässt mich nicht mehr los. Freiheit,das steht für mich an oberster Stelle. Unzählige Menschen haben dafür gekämpft,dass wir heute in Freiheit leben können. Sie haben Unsägliches dafür erleidenmüssen. Wie viele Menschen wissen das heute noch zu schätzen? Was ist uns die Freiheitheute noch wert? „Das Tor zur Freiheit geht von außen auf.“Nach dem Krieg gingen bei uns die Tore zur Freiheit auf. Von außen. Die Tore der Konzentrationslager,der Gefängnisse. Die Tore menschenverachtender Ideologien brachenin sich zusammen. Schon damals war die Sehnsucht nach Freiheit in vielenlebendig. Auch bei uns in Stadtlohn, vor 68 Jahren, die „Stunde null“. Das Tor zur Freiheitaber haben andere aufgemacht. Von außen. Wir selbst waren noch verschlossenund verblendet.Vor 64 Jahren trat unser Grundgesetz in Kraft. Das war die Gründung der BundesrepublikDeutschland. Damals wollte man einen Neuanfang, und man wollte ihn aufchristlicher Grundlage. Man wusste, dass Werte und Moral von allein nicht leben können.Keine Gesellschaft kann sich ihr Fundament selber stricken: „Das Tor zur Freiheitgeht von außen auf.“ Nach der Wende 1989 ging das Tor der Einheit auf. Eine großeBewegung, eine friedliche Revolution war das. Und das Ende der großen Ideologienweltweit. Vorher waren viele Türen geöffnet worden, damit alles so kommen konnte,wie es kam. Von außen.Als Seelsorger mache ich häufig ich die Erfahrung: Menschen haben Sorgen und Probleme,sie sind in sich selbst gefangen. Manchmal genügt es, wenn ich ihnen aufmerksamzuhöre. Allein mein Zuhören bewirkt, dass sie sich immer weiter öffnen. Unddann darf ich ein Wort sagen, das Mut macht. Als Seelsorger erfahre ich oft: Das Wort,das wirklich hilft, kann sich keiner selber sagen. „Das Tor zur Freiheit geht von außenauf.“ Eine solche Befreiung kann auch wehtun. Sie kann einen konfrontieren – mit Vergangenheit,mit Schuld und Versagen. Plötzlich gehen einem die Augen auf – aus allerVerblendung. Befreiung hat auch mit Selbsterkenntnis zu tun.


4GrußwortWir feiern Pfingsten, das dritte große Fest der Christen nach Weihnachten und Ostern.Die Jünger Jesu sind in sich selbst gefangen. Sie wissen zwar, dass Jesus auferstandenist. Aber sie haben keinen Mut, es weiterzusagen. Und danach zu leben, zu handeln.Ihr Glaube bleibt graue Theorie. Da geht auch für sie das Tor auf. Von außen. JesusChristus tritt in ihre Mitte, wünscht ihnen den Frieden, haucht sie an und spricht:„Empfangt den Heiligen Geist.“ Und sie bekommen die Zusage, dass sie einander Vergebungund Versöhnung schenken können. – „Das Tor zur Freiheit geht von außenauf.“ Das erfahren auch die Jünger. Der Impuls zur Freiheit ist nicht selbst gebastelt,sondern ein Geschenk, eine große Gabe. Diesen Impuls nennen sie: Heiliger Geist. Siebrauchen jemanden, der die Tür von außen aufstößt und frischen Wind herein lässt.Pfingsten ist der österliche Geistesblitz, die Ermutigung. Der Glaube fängt an wirksamzu werden, öffentlich und praktisch. Menschen, die sich vorher fremd waren, die keinegemeinsame Sprache hatten, verstehen einander. Mit dieser Erfahrung entsteht Kirche,Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg.„Sprich du das Wort, das tröstet und befreit“, singt ein Kirchenlied. Ich wünsche jedemeinen Menschen, der zuhört. Und dann ein Wort sagt, das hilft. Ich wünsche den Politikernvon heute wirkliche Freiheit. Das geht nur in Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit.Ich würde sagen: Das geht nur mit einem christlich gebildeten, wachen Gewissen.Sonst regiert nur das Recht des Stärkeren. Die Politiker sollten mehr auf ihr Gewissenhören als auf ihre Fraktion. Oder gar ihre Lobbyisten. Ich wünsche den Wirtschaftsleutenmehr Verantwortung. Gemeinwohl geht vor Eigennutz! Heute haben die Finanz-und Wirtschaftseliten die ganze Welt in eine Krise gestürzt. Wer nur auf Profitaus ist, kann nicht menschlich bleiben. Wir brauchen mehr Verantwortung für dasGanze! Und der Kirche wünsche ich frischen Wind. Von außen, vom Heiligen Geist.Wie damals, als Johannes XXIII. die Türen der Kirche aufmachen wollte, damit siewieder frei atmen konnte. Das Pontifikat von Franziskus hat mit ähnlich großen Gestenbegonnen; ich hoffe sehr, dass Worte und Taten folgen, die der Kirche frischen Windund uns allen neuen Mut geben. Wir werden heute nicht mehr alle Menschen mitdem Glauben erreichen und für Christus gewinnen. Aber das Evangelium soll lebendigsein – durch uns! Ich wünsche uns allen diesen guten Geist, der uns befreit. Damit wirwieder atmen können. Und Freude am Glauben haben. Denn: „Das Tor zur Freiheitgeht von außen auf!“Ihr Pfarrer


Feste Termine 5Sonntagsgottesdienstesamstags 16.30 Uhr Vorabendmesse Seniorenwohn- und Pflegeheim17.00 Uhr Vorabendmesse St. Joseph18.30 Uhr Vorabendmesse St. Otgersonntags 8.00 Uhr Eucharistiefeier St. Otger9.30 Uhr Eucharistiefeier St. Carl Borromäus, Büren9.30 Uhr Eucharistiefeier St. Joseph11.00 Uhr Eucharistiefeier St. Otger19.00 Uhr Eucharistiefeier St. JosephWerktagsgottesdienstemontags 8.15 Uhr Eucharistiefeier Hilgenbergkapelle19.00 Uhr Eucharistiefeier Krankenhauskapelledienstags 8.30 Uhr Eucharistiefeier St. Joseph19.00 Uhr Eucharistiefeier St. Carl Borromäus, Bürenmittwochs 8.30 Uhr Eucharistiefeier St. Otger9.30 Uhr Eucharistiefeier Seniorenwohn- und Pflegeheimdonnerstags 8.30 Uhr Eucharistiefeier St. Joseph19.00 Uhr Eucharistiefeier St. Otgerfreitags 8.30 Uhr Eucharistiefeier St. Joseph19.00 Uhr Wortgottesfeier Krankenhauskapellesamstags 9.30 Uhr Eucharistiefeier St. OtgerAnbetungAn jedem Freitag von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr in der Krypta von St. Otger sowie donnerstagsvor dem Herz-Jesu-Freitag von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr ebenfalls in St. Otger. Am Herz-Jesu-Freitag nach der Eucharistiefeier in St. Joseph bis 10.00 Uhr.Rosenkranzgebettäglich um 14.30 Uhr in der Hilgenbergkapellesowie im Oktober an Sonntagen in St. Otger an und Freitagen in St. JosephGebetsgruppenFatima-Gebetskreis: 19.00 UhrAnbetung an jedem 13. desMonats in der HilgenbergkapelleStundengebetdienstags, donnerstagsund freitags 8.10 Uhr Laudes in St. Josephmittwochs 8.10 Uhr Laudes in der Kryptamontags bis freitags 12.00 Uhr Angelus und Sext in der Krypta


6Aktuelles> Ökumenischer Pfingstgottesdienst>Wallfahrt zum HilgenbergIn vielen Gemeinden gilt der Pfingstmontagmittlerweile als Tag der Ökumene. In Gottesdienstenund bei gemeinsamen Aktionen sollenBrücken zwischen den verschiedenenchristlichen Konfessionen gebaut werden.Auch in Stadtlohn laden wir am Pfingst -montag um 11.00 Uhr zu einem ökumenischenGottesdienst in der St.-Otger-Kircheein.>>KrankensalbungAuch in diesem Jahr möchten wir krankenund älteren Gemeindemitgliedern wiederdie Möglichkeit geben, im Rahmen einerMessfeier das Sakrament der Krankensalbungzu empfangen. Dieser Gottesdienst istam Samstag, 25. Mai, um 10.00 Uhr in derSt.-Joseph-Kirche. In Krankheit und persönlichemLeid soll es ein Zeichen der ZuwendungGottes sein und Kraft und Zuversichtim Glauben geben.Familiengottesdienst Open Air in BürenAller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund.Das hat die Familiengottesdienstkreisebewogen, ein drittes Mal einen Familiengottesdienstunter freiem Himmel zu organisieren.Die letzten beiden Jahre musstedieser Gottesdienst wegen des schlechtenWetters in die Kirche verlegt werden. Diesmalsoll er stattfinden am Sonntag, 30. Juni,um 9.30 Uhr auf dem Sportplatz in Büren.Die musikalische Gestaltung übernimmt dasJahrgangsstufenorchester der St.-Anna-Realschule.Am Sonntag, 7. Juli, findet die traditionelleHilgenbergprozession statt. Sie beginnt um9.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier auf dergroßen Wiese an der Hilgenbergkapelle. ImAnschluss daran führt die Prozession durchdas Kapellenviertel. Dabei wird nach altemBrauch die Figur der Muttergottes mitgetragen.Mit dem sakramentalen Segen endetdie Prozession wieder an der Kapelle. SeitBeginn des 18. Jahrhunderts gibt es dieseProzession am Sonntag nach dem FestMariä Heimsuchung, seit alters her in Stadtlohnauch der Kirmessonntag. Einen besonderenAufschwung erlebte sie nach einerReihe von wundersamen Heilungen. Auchwenn heute manch einer solchen Wunderneher skeptisch gegenübersteht: Gerade ansolchen Orten erfahren viele Menschen Gemeinschaftim Glauben und spüren, welcheKraft und Zuversicht ihnen dort im Gebetzuwachsen kann.>FahrzeugsegnungRechtzeitig vor dem Start in die Sommerferienmöchten wir allen Gemeindemitgliederndie Möglichkeit geben, ihre Autos undFahrräder segnen zu lassen. Die Aktionfindet statt am Sonntag, 14. Juli, nach dem11.00 Uhr-Gottesdienst. Gesegnet werdenalle Fahrzeuge auf den Parkplätzen, die inunmittelbarer Nähe der Kirche liegen.


Aktuelles 7>FronleichnamsprozessionAm 30. Mai laden wir ein zur Teilnahme ander Fronleichnamsprozession. Im Mittelpunktdes Festes steht Jesus Christus. In derGestalt des Brotes wird er in einem kostbarenZeigegefäß, der Monstranz, durch die Straßender Stadt getragen. In dieser alten Traditionwird deutlich: Wir begegnen Gott nichtnur hinter dicken Mauern in den Kirchen,sondern mitten in der Welt, mitten im Leben.Er nimmt Anteil an unseren alltäglichen Freudenund Sorgen.Wir beginnen um 9.30 Uhr mit einer Statioam Kreuz auf dem ehemaligen Friedhof ander Klosterstraße. Von dort führt die Prozessionüber den Owwering, die Klosterstraßeund die Stegerstraße zur Pfarrkirche St.Otger, wo das Wort Gottes verkündet unddas eucharistische Hochgebet gesprochenwird. Danach geht es in Prozession über dieAlte Poststraße und die Josefstraße zumSegensaltar an der Marienschule und dannweiter über die Josefstraße und den Nonnenwegzur St.-Joseph-Kirche. Mit dem gemeinsamenKommunionempfang wird dort dieFronleichnamsprozession beendet.Schön wäre es, wenn die Anlieger den Prozessionswegdem Anlass entsprechend mitFahnen schmücken. Alle Verbände undVereine, auch die Schützen werden gebeten,mit ihren Bannerabordnungen zu kommen.Die Erstkommunionkinder sind ebenfalls mitihren Eltern herzlich eingeladen. Wenn siewollen, dürfen die Kinder noch einmal inihrer Festtagskleidung kommen. Alle, die eineigenes Gotteslob haben, sollten es auch mitbringen.>Öffentliche Bücherei St. OtgeriKontaktdaten Bücherei:Standort:Dufkampstr. 3348703 StadtlohnKontakt:Tel.: 02563 / 7463info@buecherei-stadtlohn.dewww.buecherei-stadtlohn.deBuchtipp aufSeite 28/29Öffnungszeiten:Dienstag9.00 bis 12.00 und 14.30 bis 18.00 UhrMittwoch9.00 bis 12.00 und 14.30 bis 18.00 UhrDonnerstag9.00 bis 12.00 und 14.30 bis 19.00 UhrFreitag9.00 bis 12.00 und 14.30 bis 18.00 UhrSonntag10.00 bis 12.30 UhrMontags, samstags und angesetzlichen Feiertagen geschlossen!Vor Ort stehen ca. 34.000 Medien(Romane, Sachliteratur, Kinder- undJugendbücher, Comics und Mangas,Zeitschriften, Spiele, Hörbücher, CDs,CD-ROMs und DVDs) zur Ausleihe zurVerfügung.Unter www.bibload.de können digitaleMedien (eBooks, eAudios undePapers) entliehen werden.


8PersonalienAbschied vonKaplan StefanSchürmeyerGern wäre er noch ein Jahr länger in Stadtlohngeblieben und hätte die vier Jahre vollgemacht. Das ist die normale Verweildauerjunger Kapläne an ihrer ersten Stelle. Dochder Regens des Priesterseminars in Münsterhat andere Pläne. So wird er jetzt AnfangAugust seine neue Stelle als Kaplan an derPropsteigemeinde St. Mariä Himmelfahrt inVechta antreten.Rundum zufrieden sei er in Stadtlohn gewesen,so sagte er im Gespräch. Das Team derHauptamtlichen und auch die vielen ehrenamtlichenMitarbeiter hätten es ihm leicht gemacht,in Stadtlohn Fuß zu fassen. VieleGemeindemitglieder haben Kaplan Schürmeyerin den letzten Jahren kennen undschätzen gelernt. Das gilt besonders für dieMessdienerleiterrunde, die Mitarbeiter derFerienmaßnahmen und für das Firmbasisteam.Guten Kontakt hatte er zu den Erzieherinnenund den Kindern des Nikolauskindergartens.Darüber hinaus war er als Schulseelsorgerin der Fliednerschule tätig. Um einenflotten Spruch nie verlegen, konnte er mit seinenerfrischenden Predigten nicht nur bei denregelmäßigen Gottesdienstbesuchern punkten.Mit seiner lockeren Art fand er auchschnell Zugang zu den Leuten, die ansonstennicht so kirchlich gebunden sind. Ein aufmerksamerGesprächspartner und Seelsorger warer für viele Gemeindemitglieder in schwierigenLebenssituationen. Nebenbei war er alsBDKJ-Präses Ansprechpartner für die katholischenJugendverbände im Kreis Borken.Am Samstag, 13. Juli, wird sich Kaplan Schürmeyerin der Vorabendmesse um 18.30 Uhrvon unserer Gemeinde verabschieden. Wermöchte, kann sich beim anschließenden Beisammenseinvor dem Pfarrhaus auch persönlichvon ihm verabschieden.Schon jetzt von dieser Stelle schon einmal einherzliches Dankeschön für seinen Einsatz inSt. Otger und Gottes Segen für die vor ihmliegenden Jahre in Vechta.Albert Frechen jetztVerwaltungsassistentvon St. OtgerSeit einigen Wochen steht der Schreibtischvon Albert Frechen im alten Pfarrhaus von St.Joseph an der Vredener Straße. Bislang hatteer sein Büro in der Zentralrendantur der DekanateVreden und Ahaus. Jetzt ist er neuerVerwaltungsassistent der Pfarrgemeinde St.Otger. An vier Tagen in der Woche kümmerter sich um notwendige Reparaturarbeiten vonKirchen, Pfarrzentren und Kindergärten unsererPfarrgemeinde St. Otger, bearbeitet alleeingehenden Rechnungen und ist Ansprechpartnerfür Pachtverträge der Gemeinde. DenRest der Woche ist er in der Zentrale in Ahaus- Wessum mitzuständig für Bau- und Investitionsvorhabender beiden Dekanate.


Personalien 9Bislang sind erst in wenigen Gemeinden desBistums Münster solche Stellen für Verwaltungsassistenteneingerichtet worden. Damitmöchte man die leitenden Pfarrer weit -gehend von Verwaltungsaufgaben entlasten,aber auch für die Kirchenvorstände kompetenteAnsprechpartner vor Ort haben. Sowird Albert Frechen auch zuständig sein fürdie Vor- und Nachbereitung von Kirchenvorstandsitzungenund an Treffen des Personal-,Bau- und Liegenschaftsausschusses teilnehmen.Ein Teil seiner Aufgaben lag bislang in derHand des so genannten Beauftragen. Seit derGemeindefusion im Jahr 2006 war dies fürdie Gemeinde St. Otger Wilhelm Haskert. AnfangApril wurde er von dieser Aufgabe entbunden.Bei seiner Verabschiedung bedanktesich Pfarrer Jürgens im Namen des ganzenKirchenvorstandes für seinen engagiertenEinsatz.Albert Frechen wohnt zusammen mit seinerFrau Doris und den drei Kindern in der Goethestraße.In der Gemeinde sind Frechenskeine Unbekannten. Doris Frechen arbeitetu.a. im K-Punkt und im Weltladen mit, AlbertFrechen unterstützt seit vielen Jahren dieArbeit von Pater Beda. Wenn ihm dann nochfreie Zeit bleibt, bläst er in der Husarenkapelledie Tuba.Pfarrer Clemens Röer feiert sein Goldenes PriesterjubiläumAm Sonntag, 17. Juni, feiert Pfarrer ClemensRöer in Drensteinfurt-Rinkerode sein golde nesPriesterjubiläum. Bereits Anfang Februarkonnte er auf 50 Priesterjahre zurückblicken,denn zum Priester geweiht wurde er 1963 amFest Mariä Lichtmess. 1987 kam er als Nachfolgervon Pfarrer Alfred Stukenkemper nachStadtlohn. Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer derSt.-Otger-Gemeinde war er 18 Jahre auch Dechantim Dekanat Vreden. Bei seiner Verabschiedungwurde noch einmal deutlich, wiesehr Clemens Röer die Gemeinde St. Otger mitgeprägthat und wie er in der Gemeinde geschätztwurde. Die Gemeindemitglieder erlebtenihn als engagierten Seelsorger, aber auch alsfachkundigen Theologen. In den 18 StadtlohnerJahren konnte er eine ganze Reihe von jungenKaplänen begleiten und war für sie priesterlichesVorbild und geschätzter Gesprächspartner.Gebürtig stammt Clemens Röer aus Freckenhorst.Nach seiner Priesterweihe arbeitete erals Kaplan in Ahlen St. Ludger. 1966 wurde erhauptamtlicher Religionslehrer an den Berufschulendes Kreises Beckum. Gleichzeitig engagierteer sich als Seelsorger in der Gemein- denSt. Stephanus und St. Sebastian. Wenig späterwurde ihm neben seiner Tätigkeit als Schulreferentin Beckum die Aufgabe des Pfarrverwaltersin Beckum-Vellern über tragen.Im Zuge der Fusion der beiden StadtlohnerPfarrgemeinden ging Clemens Röer dann als VikariusCooperator nach Drensteinfurt. Heutelebt er als emeritierter Priester in St. Pankratiusin Drensteinfurt-Rinkerode.


10Personalien50 Jahre Ordenspriester –Pater Heinrich Sicking OMISein Goldenes Priesterjubiläum feiert indiesem Jahr ebenfalls der aus Stadtlohnstammende Pater Heinrich Sicking. Geborenwurde er am 16.1.1934 auf dem elterlichenBauernhof in Wessendorf-Hordt. Nach derSchulzeit machte er zunächst eine Schreinerlehre.Danach trat er in den Oblatenordenein. Nach dem Theologiestudium wurdeer im August 1963 in Hünfeld zum Priestergeweiht. Anschließend war er mehr als40 Jahre an verschiedenen Orten in der Missiontätig. Zunächst im afrikanischen LandNamibia, später lebte er als Auslandsseelsorgerin Indonesien, wo er als Ausländerseelsorgerdie dort wohnende deutscheGemeinde betreute. Später arbeitete erviele Jahre in der Gemeindeseelsorge in Kanada.So gut es ging hielt er während dieserAuslandsjahre den Kontakt zur westfälischenHeimat.Jetzt lebt der 79-jährige Geistliche in einemkleinen Konvent seines Ordens in Gelsen -kirchen.Aus Anlass des 50-jährigen Priesterjubi -läums feiert Pater Heinrich Sicking amSonntag, 4. August um 9.30 Uhr in der St.-Joseph-Kirche einen Dankgottesdienst.Neuer Kaplan für St. OtgerNach den Sommerferien wird der Nachfolgervon Kaplan Schürmeyer seinen Dienst in St.Otger beginnen. Es ist Christoph Potowski,der nach seiner einjährigen Diakonatszeit inOlfen an Pfingsten im Dom zu Münster zumPriester geweiht wird. In unserem nächstenPfarrbrief werden wir ihn näher vorstellen.Neue PastoralassistentinAnfang August wird eine neue Mitarbeiterinin St. Otger tätig sein. Annette Frontzek wirdhier ihre dreijährige praxisbegleitende Ausbildungzur Pastoralreferentin machen. Imersten Jahr wird die Arbeit in der Hordtschuleein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sein. Dortwird sie in die Theorie und Praxis des Religionsunterrichteseingeführt. In dem anschließendenzweijährigen Pastoralkurs wird siedann die verschiedenen Arbeitsfelder der Gemeindekennen lernen, aber auch eigenständigeAufgaben übernehmen.Annette Frontzek ist 50 Jahre alt und wohntzusammen mit ihrem Ehemann und ihrerfünfzehnjährigen Tochter in Ahaus. Dort istsie in der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrtbereits seit einigen Jahren ehrenamtlichtätig, u.a. in der Katechese, der Bildungsarbeitund im Kirchenchor.iÜbrigens:Wissenswertes und Informativesaus unserer Pfarrgemeinde könnenSie aktuell am Schriftenstand inder St.-Otger-Kirche nachlesen


Caritasarbeit in St. Otger11Caritasarbeit in St. OtgerLiebe Leserinnen und Leser!Die Sorge um die Menschen, die auswelchen Gründen auch immer in Not geratensind, gehört zu den wichtigsten Auf -gaben einer jeden Pfarrgemeinde. In derjungen Kirche war es geradezu das Aushängeschild,das viele Menschen auf die christlichenGemeinden aufmerksam machte. Aufkatholischer Seite werden diese sozialenAktivitäten unter dem Stichwort „Caritas“zusammengefasst. Auch in unserer PfarrgemeindeSt. Otger gibt es eine Fülle vonsolchen caritativen Hilfsangeboten. Zum Teilsind es erfahrene Fachkräfte, die etwa in derPflege oder in den Beratungsstellen ihrenDienst tun. Starke Partner sind hier derCaritasverband des Dekanates Vreden, derSozialdienst katholischer Frauen (Skf) oderdie Aktion „Familie in Not“.Daneben gibt es aber auch viele Frauen undMänner, die sich ehrenamtlich im Rahmender Pfarrcaritas um Menschen kümmern,die Hilfe brauchen. Der Caritasausschuss desPfarrgemeinderates versucht, diese Hilfenzu koordinieren.In diesem Themenschwerpunkt „Caritas“möchten wir einige der Angebote vorstellen.Zuvor wird Pfarrer Frank Weilke in einemGrundsatzbeitrag einige theologische Anmerkungenzum Caritasauftrag der Kirchemachen.Rudolf KleyboldtTheologische Grundlagen der Caritas„Geh und handle genauso…“ – Der caritativeAuftrag der KircheNächstenliebe ist weder eine christlicheErfindung noch ein Alleinstellungsmerkmaldes Christentums.Als die französische Sozialarbeiterin MadeleineDelbrêl in den 40er und 50er Jahren desvergangenen Jahrhunderts in eine Arbeitervorstadtvon Paris zog, um dort mit einigenGefährtinnen das Evangelium zu leben undden Menschen die Liebe Gottes zu bezeugen,machte sie eine wichtige Erfahrung: Sie entdeckte,dass es unter den Arbeitern dieserVorstadt, die fast sämtlich Kommunisten undNichtgläubige waren, einen großen Zusammenhaltgab. Es gab in dieser roten Hochburgsehr viel Solidarität und auch echtes Mit gefühlzwischen den Bewohnern. Sie ver standensich als eine Schicksalsgemeinschaft und siewaren zweifellos bereit, mit ihrem eigenenLeben füreinander einzutreten. MadeleineDelbrêl, die durch ein Bekehrungserlebnis >>>


12Schwerpunkt-Themazum christlichen Glauben gefunden hatte,war von der Menschlichkeit ihrer neuenNachbarn zutiefst beeindruckt. Sie hat damalserfahren, dass gelebte Nächstenliebe kein Privilegder Christenheit ist. Menschlichkeit gedeihtauch anderswo.Das ist eine wichtige Erkenntnis, die den Christennicht verloren gehen sollte. Denn sie bewahrtdie Gläubigen vor dem Hochmut, in dereigenen Religion und in dem eigenen caritativenEngagement etwas Besonderes und Außerordentlicheszu sehen. Und sie erinnert dieChristen daran, dass es auch bei den Anhängernanderer Weltanschauungen gute Menschenund in den Lehren aller Weltreligionenden Aufruf zu einem barmherzigen Verhaltengibt. Eine moralische Überlegenheit des Christentumsexistiert in dieser Hinsicht nicht.Das Neue Testament weiß im Übrigen um dietiefe Verwurzelung auch der eigenen Ethik imJudentum. Jesus bestätigt und bekräftigt das,als man ihn nach dem wichtigsten Gebot befragt.Das Doppelgebot der Gottes- und derNächstenliebe findet sich bereits im Alten Testament:„Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenaus deinem ganzen Herzen und in deinerganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.Dies ist das erste und größte Gebot.Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinenNächsten lieben wie dich selbst. An diesenbeiden Geboten hängen das ganze Gesetzund die Propheten.“ (vgl. Mk 12, 28-31 parr,vgl. Lev 19, 18)In dem berühmten Gleichnis vom barmherzigenSamariter (Lk 10, 29-37) ist es denn auchausgerechnet dieser Fremde, der einem verfeindetenVolk Zugehörige, der dem unter dieRäuber Gefallenen Rettung bringt, währendein Priester und ein Levit achtlos an dem Verletztenvorbeigehen. Der Nächste und derjenige,der sich als Nächster erweist, so lehrtuns dieses Gleichnis Jesu, muss nicht unbedingtder Angehörige des eigenen Volkes oderder eigenen Religionsgemeinschaft sein.Gottesliebe und Glaube stärken der Nächstenliebeden RückenAus christlicher Perspektive lassen sich Gottesliebeund Nächstenliebe weder gegen -einander ausspielen noch voneinandertrennen. Echte Gottesliebe verträgt sichdaher nicht mit einem menschenverachtendenFanatismus: „Wer sagt, er sei im Licht,aber seinen Bruder, seine Schwester hasst, istnoch in der Finsternis.“ (1 Joh 2, 9) Man kannnicht Gott lieben und zugleich Menschen hassenund gewalttätig behandeln. Ebensowenig lassen sich echte Gottesliebe undGleichgültigkeit gegenüber den Notleidendenmiteinander vereinbaren, wie das Gleichnisvom barmherzigen Samariter unterstreicht.Untrennbar ist dieser Zusammenhang vonGottesliebe und Nächstenliebe, weil Gott inJesus Christus Mensch geworden ist und sichdamit für immer auf die Seite des Menschengestellt hat. In der großen Gerichtsrede desMatthäusevangeliums unterstreicht Jesus,dass er sich selbst vor allem mit den Bedürftigen,mit den Geringsten unter den Menschenidentifiziert (vgl. Matth. 25, 31-46). Für einenChristen ist daher die gelebte Nächstenliebenichts anderes als eine Form des Gottesdienstes.Wer den Geringsten unter seinenSchwestern und Brüdern Liebe erweist undihre Not lindert, der dient damit Christusselbst. Aus der Weltgerichtsrede Jesu wirddeutlich, dass es vor Gott am Ende auf dasTun, auf das tatsächliche Verhalten gegenüberden Mitmenschen ankommen wird.


Caritasarbeit in St. Otger13Die wichtigsten Werke der Barmherzigkeit,die ein Jünger, eine Jüngerin üben soll, lassensich aus dieser Rede Jesu ableiten: Hungerndesättigen, Durstigen zu trinken geben,Nackte bekleiden, Obdachlose aufnehmen,Kranke und Gefangene besuchen.Untrennbar gehört für den Christen zur Praxisder Nächstenliebe ebenso auch die Gottesliebedazu. Man könnte sagen: Im Christentumist die Nächstenliebe nicht auf sich alleingestellt und nicht nur auf sich selbst beschränkt.Nächstenliebe ist in die Liebe zuGott eingebettet, und die Gottesliebe stärktder Nächstenliebe den Rücken. Christen wissen,dass der Mensch nicht vom Brot alleinlebt. Er lebt auch nicht nur von der Erfahrungder mitmenschlichen Liebe allein. Christensetzen auf eine Liebe, der sie auch dann nochvertrauen können, wenn alle menschlichenKräfte versagen. Sie hoffen auf Sinn und Heil,wo irdische Möglichkeiten erschöpft sind. Sievertrauen darauf, dass es Antwort gibt auf dieFrage, wen die flehentlichen Bitten und dieKlageschreie der leidenden Menschen erreichen.Selbst an offenen Gräbern setzen sieauf den Sieg des Lebens.Dass die Gottesliebe die gelebte Nächstenliebestärkt, ist hoch bedeutsam: Denn es bewahrtdas caritative Engagement davor,angesichts der menschlichen Ohnmacht zuresignieren. Und es gibt dem Einsatz für denNächsten einen bleibenden Sinn trotz der Erfahrungdes Scheiterns aller eigenen Bemühungen,am konkretesten erfahrbar beimSterben eines Menschen.Nicht nur auf den Verdienst schauenIn der modernen Dienstleistungsgesellschaftist auch die Caritas professionalisiert worden.Das ist auf der einen Seite ein unverzicht -bares Plus, denn schließlich geht es auch beider Hilfe für Notleidende um Effektivität undum Qualität. Hilfe soll schließlich so gut wiemöglich sein. Das können die Menschen zuRecht erwarten.Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einMinus, denn diese Professionalität hat auchihren Preis. Die Hilfsbedürftigen werden ineinem Dienstleistungssystem nicht zuletztauch als Kunden wahrgenommen. Und Hilfsleistungenmüssen entlohnt werden. Nur solässt sich die hohe Qualität vieler caritativerAngebote in unserem Land aufrecht erhalten.Niemand kann ernsthaft erwarten, dass soetwas zum Nulltarif geschieht.Dennoch gilt es für Christen auch hier, wachsamzu sein und auch gegen den Strommarktwirtschaftlicher Gesetze zu schwimmen,wenn es die konkrete Nächstenliebeverlangt. Ob Menschen geholfen werdenkann, das darf nicht nur von ihrem Geldbeutelabhängen. Besondere Notlagen erforderndaher auch ein besonderes Engagement. Dakann nicht nur auf das Geld oder gar auf denVerdienst geschaut werden.Dass es neben der professionellen Caritasauch eine ehrenamtliche Caritas in den Pfarrgemeindengibt, ist für die Kirche auch vordiesem Hintergrund ein unendlich kostbarerSchatz. Was Ehrenamtliche in der Caritas leisten,ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.Besonders gut ist es, wenn ehrenamtlicheund professionelle Caritas eng miteinanderverzahnt werden, wie es auch in unsererGemeinde vielfach der Fall ist. Sokönnen alle Engagierten ihre Stärken zumWohl des Nächsten einbringen.Pfarrer Frank Weilke


14Schwerpunkt-ThemaFamilie in Not – In Stadtlohn eine InstitutionEine der bekanntesten caritativen Einrichtungenin Stadtlohn ist die Aktion „Familiein Not“.In diesem Jahr darf der Verein auf sein 25-jährigesBestehen als „e.V.“ blicken. Die Anfängeliegen aber weiter zurück. Damals gab es nochnicht die vielen institutionellen Hilfen, dieheute angefragt werden können, wenn in einerFamilie etwa die Mutter wegen eines Krankenhausaufenthaltesfür eine Zeit ausfällt. So entstand1968 im Pfarrgemeinderat St. Otger die Das Büro des „Familie in Not e.V.“ befindet sich in der Grabenstr. 28Der Besuchsdienstbraucht Ihre HilfeSeit Anfang des Jahres arbeiten der ambulanteund der Krankenhausbesuchsdienst zusammen.Ihre Aufgabe ist es, alte und kranke Menschenunserer Gemeinde zu besuchen, ihnen die Grüßeder Gemeinde zu überbringen und mit ihnen zusprechen. Auch zu unseren älteren Gemeindemitgliedernbringen sie gern einen Geburtstagsgruß.Da es immer mehr ältere Menschen gibt,die allein wohnen und leben, ist dieser caritativeDienst ein wichtiger Bestandteil im Gemeindeleben.Er ermöglicht den Kontakt zu diesen Menschenund ist oft einer der wenigen Kontakte derÄlteren zur Gemeinde. Um allerdings der wachsendenZahl unserer älteren und pflegebedürftigenGemeinde mitglieder gerecht zu werden,sind unsere Besuchsdienste auf ehrenamtlicheengagierte Mit arbeiter angewiesen. Alle Frauenund Männer, die sich in diesem caritativen Bereichengagieren möchten, sind herzlich zurMitarbeit eingeladen. Der Besuchsdienst trifftsich in regelmäßigen Abständen (ca. 4x im Jahr),um sich zu informieren und auszutauschen. Beidiesen Treffen werden dann auch die Aufgabenkoordiniert und reflektiert. Wir würden unsfreuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben.Viele interessante Aufgaben und dankbare Gesprächeerwarten Sie. Unsere alten und krankenGemeindemitglieder werden es Ihnen danken.iWeitere Informationen:Kontakt: Ludwig SchulzKrankenhaus Maria Hilf, 48703 StadtlohnTel.: (02563) 912-6908


Caritasarbeit in St. Otger 15die Idee, hier Abhilfe zu schaffen. U.a. waren esDr. Edmund Petri, Josef Kloster und Änne Borgers,die die Initiative ergriffen. Zunächst versahendie Helferinnen ihren Dienst in denFamilien ehrenamtlich. Koordiniert wurden dieEinsätze von Margret Brinkmann und ChristineLonsing. Heute sind die Mitarbeiterinnen von„Familie in Not“ als bezahlte Kräfte unterwegs.Wenn sich auch vieles in den folgenden Jahrzehntengeändert hat, immer noch stehen bedürftigeFamilien und Alleinstehende imMittelpunkt der vielfältigen Hilfen. Seit 1990 istdie Aktion untrennbar mit dem Namen vonGertrud Obens verbunden. Sie kennt sich ausund weiß in den Gesprächen schnell, wo derSchuh drückt und wie geholfen werden kann:Ob es darum geht pflegende Angehörige zuentlasten oder für allein stehende ältere Menschenunterstützende Dienste zu organisieren.Dass die Arbeit des Vereins auch organisatorischrund läuft, dafür sorgen im Hintergrundzwei erfahrene Männer, Theo Küpers als Geschäftsführerund Klaus Rems als Vorsitzender.Rudolf KleyboldtAngebote des Sozialdienstkatholischer Frauen, SKFIm Flur des Pfarrzentrums stehen ein paar Kinderwagen.Eigentlich wollte ich nur schnell einFoto machen von den Mitarbeiterinnen des SKF,die dort ihr Büro eingerichtet haben. Doch ganzschnell bin ich mitten drin im Geschehen. Derkleine Friedrich kommt strahlend auf mich zuund zeigt mir sein Spielzeug. An seinen rotenWangen erkennt man schnell, dass er sich richtigaustoben konnte. Zusammen mit seiner Mutterist er heute Morgen ins Pfarrzentrum St. Otgergekommen. Elisabeth Ahler vom Sozialdienstkath. Frauen hat dort ein regelmäßiges Treffenfür Mütter mit kleinen Kinder eingerichtet. Entstandenist die Idee zu einer solchen Gruppeschon vor einige Zeit im Rahmen der Schwangerschaftsberatung.Das ist eine der Aufgaben vonElisabeth Ahler.Während die Kinder spielen, kommen die Frauenmiteinander ins Gespräch über die kleinen undgrößeren Probleme, die auf junge Familien zukommen,wenn sich Nachwuchs einstellt.Kommt solch eine Schwangerschaft dann nochunverhofft, kann sie die ganze Lebensplanungdurcheinander bringen. Wenn das Kind dann daist, kommen nicht selten berufliche, finanzielleund persönliche Probleme hinzu, mit denen dieBetroffenen alleine nicht zurecht kommen.Manches lässt sich im Gespräch mit anderenMüttern lösen. Oft braucht es aber auch denfachkundigen Rat und die professionelle Hilfestellungerfahrener Fachleute. Sie haben guteKontakte zu den Behörden, kennen sich aus inSorgerechtsfragen ...Elisabeth Ahler ist nicht die einzige, die an diesemMorgen von Ratsuchenden in Beschlag genommenwird. Ihre Kollegin Silke Hessing ist >>>


16Schwerpunkt-Themazuständig für die allgemeine Sozialberatung.Sorgen machen ihr zur Zeit vor allem die vielenMigranten aus Bulgarien und Rumänien. Mit dubiosenVersprechungen sind sie nach Deutschlandgelockt worden. Jetzt arbeiten und wohnensie hier unter unzumutbaren Bedingungen. Vielevon ihnen haben ihre Familien mitgebracht. Ständighaben sie die Angst im Nacken, wieder zurückgeschicktzu werden. Doch in ihrer Heimatsind die Lebensbedingungen noch schlechter,zumal viele von ihnen zu der Gruppe der Romagehören, die in ihren Herkunftsländern völlig ausgegrenztwerden und keinerlei Lebensperspektivehaben. Da lassen sie sich hier lieber aus beutenund nehmen die widrigen Umstände in Kauf.Manches Mal kann Silke Hessing helfen oder Hilfevermitteln. Doch lösen kann sie die Problemenicht. Hier ist die Politik gefragt. Sie müsste etwastun gegen dubiose Arbeitsverträge und Arbeit -geber, gegen Mietwucher und kriminelle Ver -mittler ...Waltraud Ostendarp-Deggerich ist die dritteMitarbeiterin des SKF, die an diesem Tag Diensthat. Ihre Aufgabe ist es, Betreuungsangebote imRahmen der Kindertagespflege zu vermitteln.Ohne solche Angebote fällt es Eltern oft schwer,Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, vorallem, wenn sie ihre Kinder allein erziehen. Da istdie individuelle Tagespflege neben der Betreuungin Kindertagesstätten ein gleichrangiges Betreuungsangebot,im Übrigen auch zu den gleichenfinanziellen Bedingungen. Eltern sollten gut abwägen,so Waltraud Ostendarp-Deggerich, welchesBetreuungsangebot für sie das geeignete ist.Die Tagespflege, die für Kinder von 0 - 14 Jahrenin Anspruch genommen werden kann, hat dadurchaus auch ihre Vorteile: Flexible Betreuungszeitenauch in den Ferien und an den Wochenenden,individuelle Förderung der Kinder in Zusammenarbeitmit den Eltern, familienähnlicheStrukturen ...Alles unter einem DachDie Kleiderstube der kfd St. Otger –die Aktion „Tischlein deck dich“Ein Besuch in der TöpferstraßeFreitagnachmittag 15.00 Uhr. Bei meinem Besuchin der Töpferstraße fällt mein Blick auf einkleines Bronzemedaillon, das neben dem Kreuzam Eingang an der Wand angebracht ist. Manmuss schon genau hinschauen, um die dort gezeigtenBilder zu erkennen: Es sind die siebenchristlichen Werke der Barmherzigkeit. Hungerndespeisen, Durstigen zu trinken geben,Fremde beherbergen, Nackte bekleiden, Krankepflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten.Obwohl der Betrieb schon einige Zeit läuft,warten im Eingangsbereich noch mehr als 20Personen darauf, dass sie ihre mitgebrachtenEinkaufstaschen füllen können. Jede Wochewerden dort von den Mitarbeitern der Aktion„Tischlein deck dich“ etwa 50 Kisten mit Lebensmittelnfür bedürftige Stadtlohner Bürgerzusammengestellt. Hinzu kommt noch eine fastebenso große Zahl von Gemüsekartons.„Möchten Sie noch ein paar Kartoffeln dazu? “fragt Maria Südholt eine Kundin, die gerade ander Reihe ist, während Agnes Kemper geradeeinen Karton mit weißem Blumenkohl auspackt.Jutta Horst und Anita Jägers haben vorhereinen kurzen Blick auf die Kundenliste ge -worfen.Bereits am Morgen haben zwei Mitarbeitereinige Stadtlohner Lebensmittelläden undBäckereien mit dem Kühlwagen angefahren,um dort das abzuholen, was für die Aktion zurVerfügung gestellt wird. „Brot gibt es immergenug“, sagt Juliane Rehkamp, „bei den übrigenLebensmitteln sieht es da schon anders


Caritasarbeit in St. Otger 17aus. Ohne die zweimal im Jahr stattfindendenSammlungen könnten wir die Nachfrage nichtdecken.“Natürlich würde in Stadtlohn niemand ohnediese Hilfe verhungern. Aber sie entlastet dasHaushaltsportemonnaie doch ein wenig. Sobleibt vielleicht noch etwas Geld für ein Eisoder einen Kinobesuch. Ganz umsonst ist dieHilfe aber nicht, denn auch hier gilt der Satz:Was nichts kostet, ist auch nichts wert. ZweiEuro muss man für eine große Kiste auf denTisch legen. Nicht zu viel, wenn man einen Blickhineinwirft.Manch ein Kunde nutzt die Gelegenheit zueinem Besuch in der Kleiderstube der kfd gleichnebenan. Vielleicht findet sich noch einSchnäppchen. Anni Klöpper, Gertrud Brillertund Gertrud Erning sind gerade dabei, Jacken,Hosen und Hemden zu sortieren, die in denletzten Tagen in Plastiktüten vor die Tür gestelltwurden. Einiges kommt in die entsprechendenRegale, anderes wird für Pater Beda zurückgestellt.Längst hat die Kleiderstube sich zu einemanerkannten Secondhandladen gemausert, unddas nicht nur wegen des qualitativ hochwertigenAngebotes. Wer sich im Laden umschautoder einen Blick in die Schaufenster wirft,merkt schnell: Hier sind auch bei der Präsentationder Kleidung Profis am Werk gewesen.Seit ein paar Jahren sind beide Einrichtungen –die Kleiderstube und die Stadtlohner Tafel –unter einem Dach untergebracht. Sicher gab esam Anfang auch Bedenken, so ein großesLadenlokal an der Töpferstraße anzumieten.Mittlerweile reicht der Platz oft nicht aus,zumal der Laden mehr und mehr auch alsUmschlagplatz für gebrauchte Möbel oderFahrräder genutzt wird. So hat sich im Laufeder Zeit die ehemalige Ausstellungshalle zueinem kleinen Sozialkaufhaus entwickelt. AmEnde meines Besuches ist da wieder die Bronzetafelmit den Werken der Barmherzigkeit.Das passt, denke ich, ein guter Platz dafür.Rudolf KleyboldtNachtrag zu dem Themenschwerpunkt:Leider reicht der Platz in diesem Pfarrbriefnicht aus, um alle caritativen Hilfsangebotein diesem Themenschwerpunkt vorzustellen.Alle übrigen Gruppen undDienste bitten wir um Verständnis dafür.Vielleicht kann das zu einem späterenZeitpunkt nachgeholt werden.


18Jubiläum10 Jahre Elisabeth-Hospiz –Ein Ort der MenschenwürdeDas Elisabeth-HospizStadtlohn feiert in diesemJahr sein 10-jährigesBestehen. Seit 2003werden dort schwerkranke Menschen inihrer letzten Lebensphase menschlich undgeistlich begleitet. Viele hauptamtliche Fachkräfteund ehren amtliche Mitarbeiter sind rundum die Uhr für die Schwerkranken und Sterbendenda. Sie unterstützen aber auch ihre Angehörigenund Freunde nach Kräften. So sindsie ein gutes Beispiel für das, was Caritas meint:Dienst am Menschen. Das Hospiz-Team, dasPflegepersonal und die Ehrenamtlichen habenes sich zur Aufgabe gemacht, Menschen miteiner unheilbaren Krankheit zu unterstützenund zu pflegen. Das ist keine leichte Arbeit.Durch ihren Dienst versuchen sie den Menschendie Möglichkeit zu geben, bewusst undzufrieden ihre letzten Tage zu leben.Ich habe selber erlebt, dass viele unserer Gästedort ihre letzten Tage mit großer Zuversichtund Hoffnung erlebt haben und ihren Weg gegangensind. Als Menschen können wir den Todweder beschleunigen noch hinauszögern, aberals Hospiz-Mitarbeiter können wir aus der Hoffnungleben und an der Seite der Menschenstehen, die uns dort anvertraut sind.Zusammen mit den Angehörigen versucht dasPflegepersonal alle möglichen Wünsche derkranken Menschen zu erfüllen. Durch Gesprächeund regelmäßige Besuche bieten die Seelsorgerden Kranken und ihren Angehörigengeistlichen Beistand an. Es ist bemerkenswert,dass die Angehörigen der im Hospiz Verstorbenensich auch weiter dem Hospiz verbundenfühlen. Damit die Gäste nach ihrem Todnicht vergessen werden, feiern wir an jedem19. November, dem Namenstag der hl. Elisabeth,mit den Angehörigen einen Gedenkgottesdienst.Er steht unter dem Leitwort: „DeinName bleibt“.So hat unser Hospiz in den letzten zehn Jahreneinen guten Ruf gewonnen, nicht zuletzt durchden qualifizierten Pflegedienst der Mitarbeiter,die menschliche Zuwendung und Begleitungdurch die Ehrenamtlichen und durch eineglaubwürdige Seelsorge. Jeder hat an seinemPlatz, so gut er konnte, dazu beigetragen.Ihnen allen gilt ein herzliches „Vergelt´s Gott“!Pater Dominic


Gemeindeleben 19Pfarrcaritas bittet um SpendenSicher haben Sie schon gemerkt, dass diesem Ich Pfarrbrief treffe Frau ein Kleine Überweisungsträgernachmittags inder Sparkasse hinzugefügt worden ist. Der Grund: ihrem Kindergarten, Wir möchten wie damit immer um eine vollerbitten. Elan, In den den Kopf vergangenen voll mit anstehen-JahrenSpende für die Aufgaben der Pfarrcaritashaben die Bezirkshelferinnen der kfd zweimal den jährlich Terminen, für diesen mitten Zweck in an einer denHaustüren gesammelt. Um die Frauen ein Eltern/Kind wenig zu entlasten, – Veranstaltung, hat der hier Caritasausschuss präsent, dort desPfarrgemeinderates jetzt entschieden, diese Sammlung an den Haustüren künftig nur noch einmalpro Jahr im Advent durchzuführen. Für die Sommersammlung soll dann über den Pfarrbriefzu Spenden aufgerufen werden. Das Geld wird nach wie vor dringend benötigt. Es bleibtübrigens in voller Höhe in der Gemeinde.Bedürftige gibt es bei uns in Stadtlohn nachwie vor genug.Kontodaten für die Caritassammlung:Deshalb noch einmal die Bitte: Wenn Sie dazuin der Lage sind, unterstützen Sie mit ihrerSpende die Arbeit der Pfarrcaritas auchweiterhin, damit Menschen in den unterschiedlichstenNotlagen geholfen werdenkann.Rudolf KleyboldtSparkasse WestmünsterlandKontonummer: 65 243BLZ: 401 545 30Stichwort: Caritas St. OtgerAn ihren Früchten werdetihr sie erkennenAn Pfingsten steht der Heilige Geist im Mittelpunktder Verkündigung. Mit diesem Fest tunsich selbst gläubige Christen manchmalschwer. Mit Jesus verbinden wir den Mann ausNazareth, der den Menschen damals leib -haftig begegnete. Nach Gott fragen Menschen,wenn sie dem Grund allen Seins auf dieSpur kommen möchten. Aber was meint dieKirche, wenn sie vom Heiligen Geist spricht?Eine Antwort auf diese Frage finden wir imBrief des Apostels Paulus an die Galater. Objemand vom Geist Gottes, vom Heiligen Geistgeleitet wird, das könnt ihr an den Früchtendes Geistes erkennen, so Paulus. Und dannzählt er sieben davon auf. Pastoral referentinAnne-Marie Eising stellt sie vor.Rudolf Kleyboldt


20GemeindelebenDie Früchte des GeistesWer möchte nicht gerne gut leben können?Wer möchte nicht gerne geliebt, glücklichund zufrieden sein, frei und ohne Angst?Die Bibel berichtet: Im Anfang hat Gott denMenschen geschaffen und ihn zunächst in paradiesischeZustände hineingestellt. Gott istein Liebhaber des Lebens und der Freiheit.Denn ohne Freiheit ist keine Liebe möglich.Und Gott ist die Liebe.Dass es für den Menschen nicht bei den paradiesischenZuständen geblieben ist, hat vorallem damit zu tun, dass der Mensch nichtimmer von Gott inspiriert ist und sich somitvon der Liebe leiten lässt, sondern eher vonEgoismus und Geltungssucht.Aber auch Menschen, die Gott gerecht werdenwollen, sind nicht immer glücklich damit. Vielehaben sich losgesagt vom Glauben, weil siesich eingeengt fühlen. Und tatsächlich gibt esFrömmigkeitsformen, die nicht lebensförderlichsind. Wer in den Fängen einer sektenartigenGruppe landet, geht oft zugrunde. Ebensogibt es religiöse Neurosen oder Gottesbilder,die krank machen können.Wenn ich mich auf einen Menschen einlasse,auf eine politische Gruppierung, auf einenFreundeskreis oder auf eine bestimmte Frömmigkeitsformetc., woher weiß ich, dass ichdies guten Gewissens tun kann? Woher weißich, ob dies gut ist für mein Leben?Die Bibel kennt ein gutes Kriterium der Unterscheidung.Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Hüteteuch vor den falschen Propheten; sie kommenzu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeitaber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchtenwerdet ihr sie erkennen.“ (Mt 7,15f.)Ein guter und gesunder Baum bringt guteFrüchte hervor, ein kranker Baum eben nicht.Das entscheidende Kriterium ist also das, wasam Ende dabei heraus kommt. Wer von Geltungssuchtund Egoismus inspiriert ist, wirdentsprechende Früchte tragen, und wer vonder Liebe inspiriert ist, andere. Wer von GottesGeist durchdrungen ist, wird Früchte tragen,die der Apostel Paulus „Früchte des Geistes“nennt. Diese sind: „Liebe, Freude, Friede, Langmut,Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut undSelbstbeherrschung.“ (Gal 5,22f.) Nachfolgendein paar Gedanken, wie sich diese Früchte imAlltag zeigen können:An erster Stelle steht die Liebe. Sie geht überalles. Wenn Gott die Liebe ist, dann kann einMensch, der von Gottes Geist geprägt ist – vonihm inspiriert ist –, nur Liebe hervorbringen.Und überall dort, wo Liebe gelebt wird, könnenMenschen erahnen, wie es einmal im Paradieswar – dort wo die Welt noch in Ordnung war.Und sie können erahnen, wie es einmal seinwird – am Ende aller Zeiten.Dann folgt die Freude. „Evangelium“ heißtübersetzt „frohe Botschaft“. Eine Frömmigkeitsform,durch die Menschen keine Freudeempfinden können, taugt nichts. Ein Glaube,der Angst macht und unter Druck setzt, istMenschenwerk und hat nichts mit dem GottJesu Christi zu tun.Nur da, wo die Frucht einer Aktion Friede ist,da ist Gott am Werk. Wenn zum Beispiel Veränderungenanstehen, gibt es immer Kritiker.


Gemeindeleben 21Das ist normal. Aber wenn diese Veränderungeneine Gemeinschaft spalten, sollte mansich fragen, welche Motive dahinter stecken:Geht es den Verantwortlichen um das Wohldes Ganzen, oder eher um Eitelkeit und Geltungsdrang?Langmut, oder auch Geduld: Wer sich vonGott getragen weiß, kann warten. Er kann geduldigsein mit sich und mit anderen. Auchim zweiten Anlauf kann etwas klappen. Esmuss nicht immer alles sofort geschehen.Manchmal muss man den richtigen Zeitpunktabwarten – den Kairos.Wie schön, wenn mir jemand mit Freundlichkeitbegegnet. Ich fühle mich wertgeschätzt.Ein freundlicher Umgangston trägt viel zumguten Betriebsklima bei. Jemanden herunterzuputzenist dagegen kein Zeichen von Kompetenz– schon gar nicht von Leitungskompetenz.Auch als Chef breche ich mir keinenZacken aus der Krone, wenn ich zu anderenfreundlich bin. Ich kann es sein, weil ichweiß, dass ich meine Würde nicht verliere undauch der andere Würde hat. Vor Gott bin ichgroß. „Er hat den Menschen mit Herrlichkeitund Ehre gekrönt.“ (Ps 8,6)Wenn mich Augen ansehen voller Güte, dannrührt das mein Herz an. Ich merke, da will mirjemand Gutes tun. Güte ist das „Tu-Wort“ derLiebe. Durch Liebe, die zur Tat wird, kommtGott durch uns zur Welt – so wie durch seinenSohn Jesus Christus, der Güte in Vollendungwar und ist.Treue bedeutet immer auch, mich zu entscheidenund auf andere Möglichkeiten zuverzichten. Wer treu ist, kann alles loslassen,weil er sich für das entscheidet, was ihm amHerzen liegt. Die Treue sagt: „Ich bin da. Ichstehe dir zur Seite.“ Ein Kind kann laufen lernenund Vertrauen fassen ins Leben, weil esweiß, dass seine Eltern treu hinter ihm stehen.Einem treuen Menschen kann ich michanvertrauen. Vor allem kann ich mich Gottanvertrauen, dessen Name Programm ist:„Ich bin der ‚Ich bin da‘. Das ist mein Namefür immer.“ (Ex 3,15). Wer auf die Treue Gottesvertraut, kann sich auch selber trauen,treu zu sein: sich selbst, Gott und anderenMenschen gegenüber, denn er braucht keineAngst zu haben, etwas zu verlieren.Sanftmut klingt in manchen Ohren vielleichtwie Schwäche. Aber wer ein sanftes Wesenhat, verbreitet Mut. Ein vor Wut aufbrausenderMensch dagegen verbreitet Angst undSchrecken. Da zuckt man zusammen und istwie gelähmt. Schüler, die in so einer Atmosphärelernen sollen, werden höchstens dressiert.Sanftmütige Lehrer oder Eltern machenKindern Mut, sich auszuprobieren, ihre Grenzenzu entdecken und ggf. auch zu überschreiten– ohne Angst, einen auf den Deckelzu bekommen, wenn es daneben geht…Selbstbeherrschung bedeutet, meine eigenenWünsche selbst zu beschränken. Nicht alles,wonach ich gerade Verlangen habe, ist auchgut für mich, für meine Mitmenschen oderdie Umwelt. Selbstbeherrschung bedeutetverantwortlich handeln. Wer sich selbst nichtbeschränkt, ufert aus. Die Folgen könnensein: Genusssucht, Verschuldung oder Zerstörungvon Lebensraum. Wenn ich aber ausGottes Geist lebe, brauche ich keine Angst zuhaben, mich selbst zu beschränken. Ich verlierenichts, weil ER mir alles schenkt:Ein Leben in seiner Liebe. Was will ich mehr?Anne-Marie Eising


22GemeindelebenFIRMVORBEREITUNG 2013F reundschaftI ntegrationR espektM iteinanderU nterstützungN ächstenliebeG emeinschaftDie Firmvorbereitung war für mich……ein Austausch über Gott.…eine lustige Erfahrung.…eine Möglichkeit meinen Glauben zu stärken.…und eine leckere Angelegenheit.


Gemeindeleben 23Ich glaube an den Heiligen Geist:Ich glaube,dass er meine Vorurteile abbauen kann.Ich glaube,dass er meine Gewohnheiten ändern kann.Ich glaube,dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann.Ich glaube,dass er mir Phantasie zur Liebe geben kann.Ich glaube,dass er mir Warnung vor dem Bösen geben kann.Ich glaube,dass er mir Mut für das Gute geben kann.Ich glaube,dass er meine Traurigkeit besiegen kann.Ich glaube,dass er mir Liebe zu Gottes Wort geben kann.Ich glaube,dass er mir Kraft in meinem Leben geben kann.Ich glaube,dass er mir einen Bruder, eine Schwester an die Seite geben kann.Ich glaube,dass er mein Wesen durchdringen kann.ICH GLAUBEAN DEN HEILIGEN GEIST!Hätte auch von den Jugendlichen kommen können,meinen Sie nicht? Ist aber doch von Karl Rahner.


24GemeindelebenEindrücke vom Aktionstag„Die ZehnGebote“


Gemeindeleben 25


26KindergartenIch bin Erzieherin, Menschund Christ…Während der Fastenzeit besuchten PfarrerJürgens und die Verbund leiterin Frau Schneiderdie Kindergärten unserer Gemeinde,um mit den Erzieherinnen ins Gespräch zukommen.So beschäftigte sich das Team des St.-Otger-Kindergartens mit folgenden Fragestellungen:Warum habe ich den Beruf der Erzieheringewählt?Was ist meine persönliche Botschaft alsMensch, als Christin, als Erzieherin?Was brauche ich, um diese Botschaft zumLeuchten zu bringen?In angenehmer Atmosphäre entwickelte sichein intensives Gespräch über fachlicheMotive und christliche Botschaften.Im Mittelpunkt steht ganz klar die liebevolleBeziehung der Erzieherin zum Kind.Indem ich Vertrauen ausstrahle, Geborgenheitgebe, zuhöre, an Freude und Negativ -erfahrungen teilhabe, Gemeinschaft erlebbarmache und das Kind so annehme, wie es ist,kann ich mit meiner persönlichen Aus -strahlung meine christliche Botschaft weitergeben; so wirkt Gott auch durch mich.Der Beruf der Erzieherin ist abwechslungsreichund vielschichtig. Eigene Kreativität undandere Begabungen können in die Arbeit einfließen.Die positive Resonanz von den Kindernträgt dazu bei, sich motiviert undengagiert den täglichen Aufgaben zu stellen.Sowohl Eigeninitiative als auch Teamgeistsind gefragt, damit auf der vertrauensvollenBasis gegenseitiger Anerkennung und Akzeptanzdas Bewährte bewahrt und Neues entstehenkann.


Kindergarten27Wenn wir alle miteinander im Gesprächbleiben und uns auch kritischen Fragen stellen,können wir uns weiter entwickeln undunser katholisches Profil schärfen.Mit Hilfe der Seelsorger möchten wir religionspädagogischeInhalte reflektieren und siekindgerecht und altersgemäß umsetzen.Regelmäßige Teamsitzungen können dazubeitragen, den Blick auf das Wesentliche zurichten und den Bedürfnissen der Kinder anzupassen,sowie über eigene Glaubenserfahrungennachzudenken.Manchmal neigen wir noch dazu, religiöseInhalte zu verkomplizieren, anstatt sie fürdie Kinder zugänglicher zu machen. Wichtigist, dass wir voll hinter dem stehen, was wirden Kindern, aber auch Eltern weitergebenmöchten.Unser gemeinsames Ziel ist es, das katho -lische Profil in unseren Kindergärten sicht -barer zu gestalten und den uns anvertrautenKindern den Glauben an Jesus Christus erlebbarzu machen.Maria Schneider, VerbundleiterinDaniela Bomers, Erzieherin


28Öffentliche Bücherei St. OtgerBuchtipp für Erwachsene und JugendlicheMatthew Dicks: Der beste Freund,den man sich denken kannBerlin : Bloomsbury, 2013. - 447 S.Aus dem Engl. übers.ISBN 978-3-8270-1140-4Budo ist der beste Freund, den man sich denkenkann, für den achtjährigen Max. AberBudo ist ein imaginärer Freund, den sich Maxmit viel Fantasie ausgedacht hat. Budo kannsich bewegen, mit Max und anderen imaginärenFreunden sprechen und er kann vieles,was Max nicht kann: Nähe von anderenertragen und deren Gefühle wahrnehmen,Veränderungen und Spontaneität gelassenakzeptieren und sich um andere Menschensorgen. Wenn Max seine Umwelt gar nichtmehr ertragen kann, blockiert er. Die Erwachsenenbemühen sich dann ganz besondersum ihn, doch Budo weiß, da hilft nur Abwarten.In solchen Fällen, oder auch wenn Maxschläft, erkundet Budo seine Umwelt, dennso wurde er von Max erschaffen: neugierig,offen und mit der Fähigkeit geschlosseneTüren zu passieren. Er hilft Max, im Leben zurechtzukommen,zugleich fürchtet er, irgendwannaus dem Bewusstsein seines Schützlingsund Schöpfers zu verschwinden. DennBudo existiert nur so lange, wie Max an ihnglaubt. Er hat Angst davor, weil das Verschwindenbestimmt mit Schmerzen verbundenist. Doch bevor das passiert, muss BudoMax vor der Lehrerin Mrs. Pattison schützen,die davon überzeugt ist, dass nur sie dem -vielleicht - am Asperger-Syndrom leidendenJungen helfen kann.Der US-Autor Matthew Dicks erzählt dieGeschichte um eine wahre, unverfälschteFreundschaft aus der Ich-Perspektive desimaginären Freundes. Ganz wie reale Menschenfragt sich auch Budo nach dem Sinnseiner Existenz und ganz besonders, was passiert,wenn Max ihn eines Tages vergessenwird. Er ist ein genauer Beobachter und istvernünftig. Aber gleichzeitig ist die Erzählweisekindlich-naiv, da Budo manchmal auchnur so viel wie Max versteht.Das Buch handelt einfühlsam und bewegendvon Freundschaft, der Angst vor dem Tod,dem Anderssein - mit vielen lustigen, aberauch traurigen Momenten!iKontakt-Informationen undÖffnungszeiten auf Seite 7Daniela Kies


Buchtipp 29Der Buchtipp für Kinder (und deren Eltern)„Kleiner Stern, erklär mir das!“[21] Bl. : überw. Ill. (farb.) - Freiburg [u.a.] :HerderSeit 2011 erscheint im Herder-Verlag dieReihe „Kleiner Stern, erklär mir das!“, die aucheine gute Hilfe zur religiösen Erziehung in derFamilie ist. Diese bisher acht veröffentlichtenBücher enthalten zum Thema jeweils eineVorlesegeschichte und die entsprechendeSachinformation: „Die Bibel“, „Feste im Kirchenjahr“,„Gottesdienst“, „Heilige und Namenspatrone“,„Die Heiligen drei Könige“,„Nikolaus“, „Die Osterzeit“ und „Weihnachten“.Für die informative und ansprechendeReihe konnten bekannte deutsche Kinderbuchautorenund -illustratoren gewonnenwerden.Im grünen Teil der Bücher wird unter derÜberschrift „Kleiner Stern, erzähl mir …“ eineGeschichte passend zum Thema erzählt.Darin sind unter anderem kindgerechte undverständlich nacherzählte biblische Geschichtenoder Legenden enthalten. Auf jeder Doppelseitebefindet sich ein Kästchen mitdem Stern, der mit den Worten „Wusstestdu, …“ interessante Zusatzinformationenund Sach -wissen vermittelt.Im blauen Teil beginnt unterder Überschrift „Kleiner Stern,erklär mir …“ der eigentlicheSachteil, der Informationen zumThema, ausführliche Erklärungenund ergänzendes Wissen bereithält.Beide Teile sind farbenfroh illustriertund wecken das Interessevon Vor- und Grundschulkindern.Im Folgenden wird das Buch „Gottesdienst“mit Texten von Silvia Möller und Bildern vonDaniela Pohl (ISBN 978-3-451-71082-7) stellvertretendfür die gesamte Reihe besprochen:Ben besucht mit seinen Eltern einen katholischenGottesdienst. Während der Messekommen ihm viele Gedanken und Fragen.„Warum bitten wir eigentlich in jeder Messe,dass Gott uns vergibt?“ fragt Ben beispielsweiseseinen Vater, oder er erinnert sich, dassdas Knien ein Zeichen der Verehrung ist.Die Liturgie der katholischen Messe wird inkindlich ansprechendem Stil einfach undaltersgemäß erklärt. In den „Stern-Kästchen“befinden sich Informationen zu Gegenständendes Kirchenraums und zu Ritualen desGottesdienstes. Im zweiten Teil des Buchesgibt es Sachinformationen zum Kirchengebäude,zu den einzelnen Gottesdienstteilen,wie Wortgottesdienst und Eucharistiefeier,und besonderen Gottesdiensten.Spielerisches Lernen unterhaltsam verpackt -das macht Kindern ab 5 Jahren richtig Spaß!Daniela Kies


30InterviewWas halten Sie vom neuenPapst Franziskus?Diese Frage haben wir einer Reihe von Gemeindemitgliederngestellt. Eine kleine Auswahlder Antworten sind hier abgedruckt. DieErgebnisse sind statistisch sicher zufällig. Trotzdemkann man tendenziell sagen: Die erstenSignale, die er setzt, kommen bei den Leutengut an. Ob das allerdings so bleibt, wenn ersich etwa zu strittigen kirchenpolitischenThemen äußert, ist eine ganz andere Frage.Ich finde, der neue Papst wirkt authentisch.Er wirkt nicht so steif und gekünstelt wiemanch einer seiner Vorgänger.Daniel EnxingVielleicht braucht unsere Kirche jetzt soeinen wie Papst Franziskus. Uns laufen ja dieLeute weg. Da wird es Zeit, dass eine Trendwendekommt, auch Zeit für Reformen.Die Zeichen, die er bisher gesetzt hat, findenwir sehr positiv. Mit seinem einfachen Lebensstilund seiner persönlichen Bescheidenheithat er schon wichtige Impulsegegeben. Eine Einladung an alle Christen, dasEvangelium selbst auch glaubwürdig zuleben.Margarete Wolter und Ursula EinhausIch fand erfrischend, wie er sich in den erstenWochen gezeigt hat. Dass er spontan aufMenschen zugeht, auch wenn er dadurchschon mal das Protokoll durcheinanderbringt, dass er in seinem Auftreten nicht sopompös daherkommt.Dirk Schlattmann„Was sagen Sie als evangelischer Pfarrerzum neuen Papst?“Nichts! Denn ich kenne ihn überhaupt nicht!Und die „ökumenischen Erwartungen“ sindnach den Erfahrungen mit den Vorgängernvon Papst Franziskus bei mir eher zurückhaltend.Aber wünschen könnte ich ihm etwas:F reude, die ausstrahltR eformwillenA rmut als Thema nicht zu vergessenN eugierig zu bleibenZ uversicht im GlaubenI nteresse am ökumenischen DialogS ensibilität in ethischen FragenK raft für das AmtU nrecht beim Namen zu nennenS egen GottesMit geschwisterlichen GrüßenIhr Pastor Uwe Weber


Kontakte31Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pfarrgemeinde St. Otger:Pastorale Mitarbeiter:Pfarrer Stefan JürgensMarkt 2 Tel.: 49 13Pater Dominic ThytharaDufkampstraße 20 Tel.: 20 56 16Pfarrer Frank WeilkeVredener Straße 65 Tel.: 400 000 130Kaplan Stefan SchürmeyerMarkt 2a Tel.: 20 41 91Diakon Michael DeggerichEsterner Landweg 7 Tel.: 72 73Diakon Antonius HintemannRichters Kamp 95 Tel.: 98 43 2Pastoralreferentin Anne-Marie EisingWebereistraße 15 Tel.: 400 000 160Pastoralreferent Rudolf KleyboldtCohaus Esch 36 Tel.: 44 84Pastoralreferent Ludwig SchulzKrankenhausseelsorgerVredener Str. 58 Tel 912 690 - 8Küster:Elisabeth Cohaus St. Otger u. St. JosephWeststraße 29 Tel.: 73 66Marlies Deitmer St. Carl BorromäusAlmsick 71 Tel.: 90 57 09Ulrike Stapelbroek St. Carl BorromäusBüren 7a Tel.: 0 25 42 / 65 82Rita Vos Hilgenbergkapelle u. St. OtgerKapellenstraße 6 Tel.: 98 04 8Heinrich Scheper Hilgenbergkapelle,St. Otger u. St. JosephHordt 7 Tel.: 56 75Marianne HemingSt. JosephBakenstraße 27 Tel.: 37 62Impressum: Ausschuss für Öffentlichkeits -arbeit der Pfarrgemeinde St. Otger, StadtlohnRudolf Kleyboldt, Ruth Brügging, DanielaBomers, Peter Demes, Petra Heming, DanielaKies, Heinrich Grosse FrericksKirchenmusik:Adalbert Walczak, KantorAm Hilgenberg 7 Tel.: 20 53 37Gabriele Kleyboldt, KirchenmusikerinCohaus Esch 36 Tel.: 44 84Kindergärten:Maria Schneider, VerbundleiterinVredener Straße 65 Tel.: 400 000 250Elisabeth Wrede, Kath. Kindertageseinrichtungund Familienzentrum St. OtgerDr.-Decking-Str. 4 Tel.: 81 26Christina Köning, Don-Bosco-KindergartenWagnerstraße 5 Tel.: 16 75Bernadette Paskert, Kath. Kindertageseinrichtungund Familienzentrum St. ElisabethAm Bach 9 Tel.: 38 38Agnes Icking, Kath. Kindertageseinrichtungund Familienzentrum St. NikolausDon-Bosco-Str. 7 Tel.: 57 01Alexa Brüning, Kath. KindertageseinrichtungSt. JosephPaulusstr. 7 Tel.: 42 75Astrid Hanke, Kath. KindertageseinrichtungSt. MarienVredener Straße 65 Tel.: 38 14Albert Frechen, VerwaltungsassistentVredener Straße 65 Tel.: 400 000 190Pfarrbüro St. OtgerMarkt 2, 48703 Stadtlohn Tel.: 49 13Pfarrsekretärinnen:Marlies Wilmer, Maria Kramer und ElisabethBüssingÖffnungszeiten:Montag, Dienstag:Mittwoch:Donnerstag:Freitag:9 - 12 Uhr u. 15 - 17 Uhr9 - 12 Uhr9 - 12 Uhr u. 15 - 18 Uhr9 - 12 Uhr


32Spendenkonten:Sparkasse WestmünsterlandNr.: 1727 . BLZ 401 545 30VR-Bank WestmünsterlandNr.: 35 017 646 00 . BLZ 428 613 87

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