Grundlagen von CSCW-Systemen - Personen

media.tuwien.ac.at

Grundlagen von CSCW-Systemen - Personen

Grundlagen von CSCW-Systemen

187.315 - VO - WS2010

Hilda Tellioğlu

Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung

Multidisziplinäres Design

hilda.tellioglu@tuwien.ac.at

http://media.tuwien.ac.at/index.php?id=7

8.11.2010


Theorien zum

Gruppenverhalten

‣ Strukturelle Merkmale einer Gruppe

‣ Theorien der Reziprozität

‣ Theorie kognitiver Balancierung

‣ Theorie der Verzerrung

‣ Attributionstheorien

‣ Theorien der Wahrnehmung und Zuschreibung


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Strukturelle Merkmale einer Gruppe

‣ Gruppengröße: Dyade, Triade, Kleingruppe mit max.

20 Mitgliedern, Gruppen mit mehr als 20 Mitgliedern

‣ Gruppenstruktur: Status, formale und informelle Rolle,

Macht, Hierarchie

‣ Zusammensetzung: Ähnlichkeit von Mitgliedern

stärkt die Gruppenkohäsion, vereinfacht die

Etablierung gemeinsamer Normen und Werte (Byrne 1969)

‣ räumliche Positionierung ➔ Umweltpsychologie: in der

Entscheidungsfindung, z.B. am Tischende sitzende

Personen setzen ihr Anliegen häufiger durch, als die

von Tischseiten (Sommer, 1969)


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Strukturelle Merkmale einer Gruppe

‣ Kommunikationsstruktur: Voraussetzung und Produkt

laufender Interaktionen

‣ Zufriedenheit in dezentralen Gruppen größer (Baveals 1950,

Leavitt 1951), zentrale Personen zufriedener als periphere (Witte

1989)

‣ Kommunikationsnetzwerktopologien ⬌ Art der

Aufgabenerledigung

- in zentralisierten Netzwerken (Stern, Kette, Ypsilon) werden

einfache Aufgaben schneller erledigt als in dezentralisierten

(Kreis, Vollstruktur)

- bei komplexen Aufgaben verhält es sich umgekehrt (Lewe 1995)

- umgekehrte Y-Strukturen erhöhen den Machthunger der

peripheren Mitglieder (Mulder 1972)


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Strukturelle Merkmale einer Gruppe


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Strukturelle Merkmale einer Gruppe


Theorien zum Gruppenverhalten

‣ Einfluss des Einzelnen auf die Gruppe

- Wahrnehmung des Handelns anderer Gruppenmitglieder

durch das Individuum

- Wahrnehmung des eigenen Verhaltens durch andere

Gruppenmitglieder

‣ Theorien der Wahrnehmung und Zuschreibung

individuellen und kollektiven Handelns

- Theorien der Reziprozität der Beziehungen

- Theorie kognitiver Balancierung

- Theorie der Verzerrung kategorialer Personenwahrnehmung

- Attributionstheorien


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Theorien der Reziprozität

‣ wenn Person A einer Person B Sympathie

entgegenbringt, wird Person B gegenüber Person A

Sympathie entwickeln (Backman und Secord 1959)

- Voraussetzung: positive Selbsteinschätzung der Personen

A und B

‣ negative Selbsteinschätzung ➔ gegenseitige

Sympathie, wenn sie sich ablehnen (Deutsch und Solomon 1959)


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Theorie kognitiver Balancierung

‣ Gleichgewichtszustand in gefühlsmäßigen

Beziehungen (sentiment relations) zwischen Individuen

und deren Zugehörigkeitsgefühl (unit relations) zu

Objekten (dritte Personen, Gegenstände,

Organisationen ...)

‣ P1 und P2 ausbalanciert, wenn beide positiv oder

negativ zu O sind

‣ balancierte Beziehungen werden angenehm

empfunden


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Theorie der Verzerrung

‣ Verzerrung der kategorialer Personenwahrnehmung

‣ Wahrnehmung und Beurteilung von Personen

differenziert stark je nach Kontext, in den man sie

positioniert (Fischer und Wiswede 1997)


Theorien zum Gruppenverhalten

↪ Attributionstheorien

‣ Mensch deutet das Handeln einer anderen Person

zuerst als eine Folge ihrer Absichten (personale

Attribution), dann als eine Folge der sie umgebenden

situativen Bedingungen (Jones und Davis 1965)

‣ Der Handelnde selbst orientiert sein Handeln meist am

situativen Kontext (situative Attribution)

➔ Attributionsfehler

‣ der erste Eindruck und das spätere Verhalten einer

Person in einem neuen Umfeld


Theorien der Wahrnehmung und

Zuschreibung


Meinungsbildungsprozess

in Gruppen

‣ Konformitätsforschung

‣ Theorie der informellen Kommunikation

‣ Austauschtheorie

‣ Social Impact Theorie

‣ Theorie der starken Minderheiten


Meinungsbildungsprozess in Gruppen

↪ Konformitätsforschung

‣ Konformität: Übereinstimmung einer Person oder einer

Sache mit den Normen eines gesellschaftlichen,

inhaltlichen oder ethischen Kontextes

‣ Übereinstimmungskonformität: wie Gruppenmitglieder

gemeinsame Normen und Werte übernehmen und

reproduzieren

‣ Bewegungskonformität: wie Gruppenmitglieder

Abweichler auf die Gruppenmeinung zurückbewegen

‣ Theorie der informellen Kommunikation

Austauschtheorie

Social Impact Theorie

Theorie der starken Minderheiten


Meinungsbildungsprozess in Gruppen

↪ Theorie der informellen Kommunikation

‣ mit zunehmendem sozialen Druck, der von der Gruppe

auf ein abweichendes Individuum ausgeübt wird, steigt

die Notwendigkeit zur Kommunikation der

Gruppenmeinung

‣ mit zunehmender Kommunikation steigt die

Wahrscheinlichkeit, das Individuum zu konformen

Verhalten zu bewegen


Meinungsbildungsprozess in Gruppen

↪ Austauschtheorie

‣ eine Modifikation der Konformitätstheorie

‣ das Einverständnis eines Gruppenmitgliedes mit der

Gruppenmeinung (Konformität) sinkt immer dann ab,

wenn Einflussfaktoren (Nord 1969)

- die Kosten für die Konformität erhöhen,

- die Belohnung für die Konformität senken,

- die Kosten für die Nichtkonformität senken und

- die Belohnung für die Nichtkonformität erhöhen


Meinungsbildungsprozess in Gruppen

‣ Social Impact Theorie

- mit steigender Anzahl an Majoritätsmeinungsmitgliedern

sinkt der Einfluss der Minderheitenmeinungsgruppe

‣ Theorie der starken Minderheiten

- entschlossene Minderheiten sind in der Lage,

Mehrheitsverhältnisse in Gruppen zu kippen


Meinungsbildungsprozess in Gruppen


Meinungsbildungsprozess in Gruppen

↪ Theorie der starken Minderheiten


Groupware

‣ Definition

‣ Klassifikation

‣ Raum-Zeit-Taxonomie

Personen-Artefakt-Rahmenwerk

‣ 3K-Modell

‣ Anwendungsklassen


CSCW

Groupware

Workgroup Computing

Workflow Management


Groupware

‣ Netzwerkdateisysteme und dazugehörige Software (Crowley

1990)

‣ multiuser-Softwareapplikationen wie z.B. große

Datenbanken und Versionskontrollsysteme (Grudin & Poltrock 1991)

‣ elektronische Mail (Kraut 1990)

‣ elektronische Mail ist ein Teil der Groupware-

Applikationen und nicht Groupware, weil sie nicht auf

die organisationellen und gruppenbezogenen

Qualitäten reagiert (Allen 1990)

‣ Groupware = die praktische Umsetzung der im CSCW-

Forschungsgebiet gewonnenen Erkenntnisse in ein IK-

System, das die Teamarbeit unterstützt


Groupware

↪ Klassifikation (Gross & Koch 2007)

‣ Raum-Zeit-Taxonomie

Personen-Artefakt-Rahmenwerk

‣ 3K-Modell

‣ Anwendungsklassen

- Nachrichtensysteme

- Gruppeneditoren

- elektronische Besprechungszimmer

- intelligente Agenten

- Computer-Konferenzen

- gemeinsame Informationsräume

- Koordinationssysteme


Groupware

↪ Raum-Zeit-Taxonomie

‣ Gruppenmitglieder halten räumlich entweder am

gleichen Ort oder an verschiedenen Orten auf,

interagieren zeitlich entweder gleichzeitig oder zeitlich

versetzt

‣ umfangreiche Groupware-Systeme decken häufig

mehrere Quadranten gleichzeitig ab


Groupware

↪ Raum-Zeit-Taxonomie

‣ Unterscheidung nach räumlicher und zeitlicher

Verteilung der beteiligten Gruppenmitglieder

Synchrone Gruppenarbeit

Asynchrone Gruppenarbeit


Groupware

↪ Raum-Zeit-Taxonomie

‣ Unterscheidung nach räumlicher und zeitlicher

Verteilung der beteiligten Gruppenmitglieder

Synchrone Gruppenarbeit

- Kooperation in Realzeit

- bewusste Gleichzeitigkeit

- kurze Antwortzeiten

- kurze Benachrichtigungszeiten

- unbeständige Struktur von

Gruppensitzungen

- Zugriffskonflikte

Asynchrone Gruppenarbeit

- verteilter Gruppenprozess


Groupware

↪ Raum-Zeit-Taxonomie

‣ Unterscheidung nach räumlicher und zeitlicher

Verteilung der beteiligten Gruppenmitglieder

Asynchrone Gruppenarbeit

- zeitversetzte Kooperation

- bewusst keine Gleichzeitigkeit

- längere Antwortzeiten

- Zugriffskontrolle

- Versionskontrolle

- Awarenessinformationen

- Missverständnisse Asynchrone Gruppenarbeit

in der

Kommunikation

- verteilter Gruppenprozess


Groupware

Personen-Artefakt-Rahmenwerk

‣ erlaubt den Systemgestalter/-innen, den

Informationsfluss im System zu verfolgen (Dix et al. 1993)

‣ wenn mehrere Benutzer/-innen ein Werkzeug oder

System zur gemeinsamen Interaktion verwenden

Arbeitsartefakte


Groupware

Personen-Artefakt-Rahmenwerk

‣ Kommunikationskanäle (Dix et al. 1993)

- direkte Kommunikation: mittels Worten, bidirektional, wie

E-Mail-Nachricht, Brief, Konversation

- Verstehen: ohne Worte, bidirektional, wie Körpersprache,

Druck, der ausgeübt wird

- Rückmeldung/Feedback: ohne Worte, die vom Artefakt

ausgeht und von Aktionen, welche auf dem Artefakt

durchgeführt wurden, stammt, eindirektional

- Steuerung: Kommunikation zum Artefakt, Kommandos zu

Änderungen des aktuellen Systemzustandes, eindirektional

- Durchreichen (Feedthrough): von einem Teilnehmer/-in zu

einem anderen via das Artefakt, z.B. ein Artefakt wird

manipuliert, ein anderer wird darüber benachrichtigt


Groupware

Personen-Artefakt-Rahmenwerk

‣ Einteilung der Groupware-Systeme danach in

- rechnergestützte Kommunikation, welche die direkte

Kommunikation zwischen Teilnehmer/-innen unterstützt

- Sitzungs- und Entscheidungsunterstützung, welche das

gemeinsame Verständnis erfasst

- gemeinsame Anwendungen und Artefakte, welche die

Interaktion der Teilnehmer/-innen mit gemeinsamen

Arbeitsobjekten unterstützt


Groupware

↪ 3K-Modell

(Teufel at al. 1995)


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ asynchroner Austausch von Nachrichten

‣ Regeln und Skripte erweitern die Funktionalität

‣ Regeln sind empfängerspezifisch

‣ Skripte sind senderspezifisch

‣ direkte Kommunikationssysteme

- Akteure tauschen Nachrichten aus

- Sender weiß, welche Empfänger die Nachricht erhalten soll

- nach Absenden der Nachricht die Gruppe der Empfänger

nicht änderbar


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ indirekte Kommunikationssysteme

- Sender speichert die Nachricht in einem Medium wie

Artefakte, Datenbanken etc.

- kategorisiert sie so, dass sie von potentiellen Empfängern

gefunden werden kann

- Zugriff auf diese Nachricht zu einer beliebigen Zeit möglich


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ Dimensionen für die Einteilung von

Kommunikationsunterstützung

- Geschwindigkeit der Zustellung und Antwort

- Anzahl der Kommunikationspartner

- Bekanntheit innerhalb der Benutzer

- Speicherung der Nachrichten

- Medium der Nachricht - Umgebung und Mobilität


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ Asynchrone Nachrichtensysteme

- E-Mail-Systeme

User Agent + API = Frontend

MTA + Message Store + Direction Store = Backend

reiner Text

MIME (Multimedia Integrated Mail Extension)

einzelne E-Mail-Adressen

Verteilerlisten

Mailing Listen


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ Asynchrone Nachrichtensysteme

- Information Lens System (Malone et al. 1986)

erleichtert das Versenden und Empfangen von relevanten

E-Mail-Nachrichten

mit Hilfe von semi-strukturierten Nachrichten,

Interessenprofilen und Filtertechniken aus KI

Platzhalterungsfänger “Anyone” -> zum Schutz der

privaten Nachrichten


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ Asynchrone Nachrichtensysteme

- Object Lens System (Lai et al. 1988)

Nachfolger von Information Lens System


Groupware

↪ Anwendungsklassen:Nachrichtensysteme

‣ Asynchrone Nachrichtensysteme

- Object Lens System (Lai et al. 1988)

allgemeinerer Ansatz:

erlaubt den Entwicklern

von Groupware-Systemen,

Objekte in einem Objektspeicher

anzulegen und

zu verketten


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gruppeneditoren

- zum gemeinsamen Editieren eines Dokumentes oder beim

gemeinsamen Programmieren

- mehrbenutzerfähige Editoren

- Gruppeneditoren: Echtzeiteditoren oder asynchrone

Editoren

- z.B. Mercury

Editor (Kaiser 1987),

Iris (Koch 1997)


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Elektronische Besprechungszimmer

- ausgestattete Räume, auch für Ideenfindungs- und

Entscheidungsunterstützung

‣ Telebesprechungen

- vereinbarte Treffen, in denen zwei oder mehrere Akteure an

verschiedenen Orten einen Sachverhalt technisch vermittelt

mündlich erörtern

- synchrone Kommunikation

- optional eine synchrone Kooperation an gemeinsamem

Material

‣ Telegespräche

- nicht vereinbart, spontan angestoßen oder zufällig


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Intelligente Agenten

- Rechneranwendungen in der Rolle aktiver Teilnehmer

- übernehmen spezifische Aufgaben wie z.B. die

Beobachtung und Überwachung einer Sitzung, z.B. Liza

(Gibbs 1989)


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Computer-Konferenzen

- von reinen Video-Konferenzsysteme bis zu Desktop-

Video-Konferenzsysteme

- asynchrone Computer-Konferenzen: Versenden und

Empfangen von E-Mails, welche vom System strukturiert,

sortiert und verwaltet werden


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Computer-Konferenzen

- Echtzeit-Computer-Konferenzen: gleichzeitig

gemeinsame Artefakte von unterschiedlichen Räumen aus

manipulieren

- Telekonferenzen: verteilte Räume werden über Audio und

Video verbunden, nicht gemeinsam Artefakte bearbeiten,

nur gemeinsam betrachten

- Desktop-Video-Konferenzen:

Kombination von Echtzeit-

Computer- und

Telekonferenzen


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gemeinsame Informationsräume

- systemorientierte Verwaltung von Gruppendokumenten

- persistente Speicherung von Daten

- adäquate Zugriffsmechanismen

- typisch: asychrone Zugriff auf Daten

- hebt räumliche und zeitliche Distanz der Gruppenmitglieder

auf

- für klein und mittelgroße Arbeitsgruppen

- wenig Vorgaben zum Ablauf der Arbeitsprozesse

- Selbstorganisation und soziale Kontrolle innerhalb der

Gruppe

- Normen und Konventionen der Gruppe


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gemeinsame Informationsräume (cntd.)

inhaltliche Komponenten

- Arbeitsmittel: Dokumente und Werkzeuge

- Ordnungsmittel: Mappe, Ordner, Schublade ... zur

Strukturierung des gemeinsamen Arbeitsbereiches

- Metainformationen

- Annotationen, Ereignisse, Historie von Arbeitsmitteln ...

- zur Unterstützung der (Selbst-)Koordination in der Gruppe

- zur Unterstützung der Kommunikation des Zustandes der

gemeinsamen Aufgabe und der dazu führenden

Arbeitsschritte

- zur Schaffung eines gemeinsamen Arbeitskontextes

(Awareness)


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gemeinsame Informationsräume (cntd.)

funktionale Komponenten

- Verwaltung der Mitglieder und deren Zugriffsrechte

- Erheben und Darstellen von Metainformationen durch

Annotationen, Informationsfilter und Ereignisdienste

- Koordination nebenläufiger Zugriffe


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gemeinsame Informationsräume (cntd.)

unterschiedliche Betriebsarten

- getrennte Verantwortung: jedes Gruppenmitglied

ausschließlich für einen bestimmten Teil eines

Gruppendokumentes zuständig, Einzelteile werden

unabhängig voneinander behandelt

- gegenseitiger ausschließlicher Zugriff: nur ein

Gruppenmitglied hat zu einem Zeitpunkt Zugriff auf die

gemeinsamen Gruppendokumente, entweder durch

gegenseitige Vereinbarungen oder durch Sperren


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Gemeinsame Informationsräume (cntd.)

unterschiedliche Betriebsarten

- alternative Versionen: jedes Gruppenmitglied entwickelt

seine eigene Version des Gruppendokumentes, später

werden alle Versionen manuell zu einer Version integriert

- gleichzeitiger Zugriff: Gruppenmitglieder arbeiten

gleichzeitig und eng gekoppelt mit dem gemeinsamen

Dokument, an derselben Stelle und sehen dasselbe

(WYSIWIS), spezielle Nebenläufigkeitskontrolle zur

Konsistenz der Daten nötig

- Beispiele: Lotus Notes, Wikis


Groupware

↪ Anwendungsklassen: Beispiel BSCW

‣ BSCW unterstützt asynchrone und synchrone

Kooperation mit Partnern über das Internet, in einem

Intranet or in einem Netzwerk mit Geschäftspartnern

(Extranet).


Groupware

↪ Anwendungsklassen: Beispiel BSCW

- Awareness-Dienste: Einloggen > Ereignisse

dokumentieren, Benachrichtigung über Aktivitäten über E-

Mail abonnieren, gleichzeitige Anwesenheit anderer

NutzerInnen informieren > chat sessions

- BenutzerInnenverwaltung mit Zugriffskontrollen

- Dokumentenverwaltung: Versionsverwaltung, neue

Versionen anlegen, temporär sperren (lock)

- Suchfunktionen: Suchen nach Objekten oder Mitgliedern,

Suchen mit Suchmaschinen im WWW

- Adaptierbarkeit: persönliche Präferenzen z.B. Deutsch oder

Englisch, AnfängerIn, Fortgeschrittene/r oder ExpertIn

- Synchrone Kommunikation: Audio-/Videokonferenzen,

Application Sharing = Werkzeuge der gleichzeitigen

Dokumentenbearbeitung


Groupware

↪ Anwendungsklassen: Beispiel BSCW


Groupware

↪ Anwendungsklassen

‣ Koordinationssysteme

- helfen bei der Vermeidung und Behebung von

Abstimmungsproblemen, welche bei asynchronen

Aktivitäten auftreten können

- formularbasierte Systeme: modellieren den Datenfluss

innerhalb einer Organisation, z.B. ein zirkulierendes

Dokument, Ziele sind in einem Ablaufplan festgelegt,

welcher im Dokument abgelegt ist, z.B. Electronic-

Circulation-Folder System (ECF) (Karbe 1990)

- ablauforientierte Systeme: modellieren Funktionen und

Abläufe innerhalb einer Organisation, Ablaufbeschreibung

und Ablaufplan, Ablauf besteht aus mehreren Schritten,

z.B. Domino (Kreifelts et al. 1991)

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