RDB Magazin Ausgabe 2-2013 - Die Rummelsberger

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RDB Magazin Ausgabe 2-2013 - Die Rummelsberger

02 2013Rummelsberger Dienste fürmenschenmit BehinderungHaßbergeNürnberg, Hilpoltstein, RothNürnberger LandOberfranken - SchmeilsdorfWeißenburg - Gunzenhausenbehindertenhilfe-rummelsberg.de60 Jahre Auhofein Grund zu feiern„Ich kannwohnen wieich will“„Die Öffentlichkeitmuss sich anpassen“Hansgeorg Hauser über dieSituation des Behindertensportsin DeutschlandSportbaut Barrieren abFoto: SchmidtFoto: ADAC/Tom Gonsior


Menschen – angesagtLiebe Leserinnen und Leser,++gespiegelteKunst++Menschen – gemaltFoto: Distlersind Sie schon einmal in Ihrem Sportverein Menschen mit Behinderungbegegnet? Nein? Ich auch noch nicht, dabei gilt jeder elfte BewohnerDeutschlands als beeinträchtigt.Manchmal kann man im Fernsehen sehen, dass Menschen mit Behinderungan Wettkämpfen teilnehmen, wenn beispielsweise paralympischeSpiele stattfinden.Obwohl Menschen mit Behinderung beim Sport treiben mindestensgenauso viel Spaß haben wie Nichtbehinderte, finden Trainings in denseltensten Fällen gemeinsam statt. Dabei bietet sich doch gerade Sport an, um gemeinsamen Interessennachzugehen. Heißt es nicht oft genug: „Sport verbindet?“Für die vorliegende Ausgabe von „Menschen“ wollten wir herausfinden, warum in der Öffentlichkeitkaum wahrgenommen wird, wenn Menschen mit Behinderung an Wettkämpfen oder gar olympischenSpielen teilnehmen. Hansgeorg Hauser, Vizepräsident von Special Olympics Deutschland, HerbertHarrer, Co-Trainer der Fußballnationalmannschaft für Menschen mit geistiger Behinderung sowie Mitarbeiterder RDB erklären, warum das so ist und was geschehen muss, um das zu ändern.Dass Sport enorme Chancen bietet, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen,steht außer Frage. Viel schwieriger dagegen ist es die Vorbehalte von Nichtbehinderten gegenüberMenschen mit Beeinträchtigungen abzubauen. Sport kann hierzu die geeigneten Brücken bauen.Doch dazu muss das inklusive Angebot für sportliche Aktivitäten massiv ausgebaut werden.Sport verbindet, schafft Nähe und fördert gemeinsame Erlebnisse – genau das, was wir für eineinklusive Gesellschaft brauchen.EXTRAmit RegionalteilKarl SchulzGeschäftsführer der RDBINHALT„Ich kann wohnen wie ich will“ S. 4Vorgestellt: Karl-Heinz Petermichl S. 5Sport baut Barrieren ab S. 6„Die Öffentlichkeit musssich anpassen“ S. 10Mimisch: Dominic Portisch S. 12++NEWSTICKER++ S. 15Impressum© RDB Rummelsberger Dienste für Menschenmit Behinderung gemeinnützige GmbHVerantwortlich: Anita SkoblRedaktion: Christiane Manow-Le Ruyet,Andreas Ammon, Fritz Glock, Volker DeegGrafik: Diana Schindelmann (RDM)Druck: Druckerei Carl Hessel GmbH, FeuchtTraumberuf Künstler- Eigentlich führte TheoKouklinos ein ganz normalesLeben, wie er selbstsagt. Dann kam die Epilepsie,die es durcheinanderwirbelte. Seinen Beruf alsKraftfahrzeugmechanikermusste er aufgeben, aberer hatte Glück im Unglückund kann nun seinemTraumberuf als Künstlernachgehen.2 3Foto: RDBFoto: RDB


Menschen – fokussiertMenschen – fokussiertmit Behinderung nur schreien,spucken und nicht selbst denken.“Dabei sind der Deutsche Behindertensportverbande.V. (DBS) mitmehr als 650.000 Mitgliedern, 17Landesbehindertensportverbänden,zwei Fachverbänden sowiesechs Organisationen als außerordentlicheMitglieder ähnlich wieSpecial Olympics Deutschland fürMenschen mit geistiger Behinderungmit 40.000 Athleten und 13Landesverbänden gut aufgestellt,um medienwirksam zu sein.Allerdings sind auch soziale Einrichtungengefordert, ihr Sportangebotpublik zu machen. Hans-Georg Reuther, Fachkraft imAuhof bringt es auf den Punkt: „Esmuss im Vorfeld schon geworbenund informiert werden. Die Öffentlichkeitmuss von Sportveranstaltungenund Sportfesten, an denenwir teilnehmen, erfahren.“FußballÖffentlichkeitswirksame Veranstaltungenbenötigt auch derBehinderten-Fußball. Gelegenheitzur Berichterstattung bietenLiga-Spiele, wenn sie, wie beispielweisein Nordrhein-Westfalen,überhaupt stattfinden. InBayern dagegen gibt es dasnicht. „Der Bayerische Fußball-Verband organisiert zwar Turnierefür Menschen mit Behinderung,eine Liga für Menschen mitBehinderung haben wir nicht“,bedauert Herbert Harrer, Co-Trainer der Fußballnationalmannschaftfür Menschen mit geistigerBehinderung. Zwar fördert derDBS den Fußballsport für Menschenmit Beeinträchtigung, aberauch hier befindet sich der BereichFußball erst im Aufbau. „Wir könnendie Betroffenen aber durchSport in den Werkstätten oder inden Schulen fördern“, sagt Harrer,der zusammen mit Jörg Dittwar,Trainer der Nationalmannschaftfür Menschen mit geistiger Behinderung,echte Aufbauarbeit leistetund in Schulen Balltrainings fürKinder mit und ohne Behinderungdurchführt.Um Behindertensport möglichstvielen Menschen zugänglich undgesellschaftsfähig zu machen,müsse eine Förderung schon inder Schule anfangen, wie Harrererklärt.Aktuell hat er an der ComeniusSchule am Auhof zusammen mitvier weiteren Schulen aus derRegion Hilpoltstein ein inklusivesSport-Projekt gestartet. Einmalpro Woche trainieren Kinder mitund ohne Behinderung aus denverschiedenen Klassen und absolviereneine Ballschule. Zielist, Koordination, Gleichgewichtssinn,Orientierung und Wahrnehmungzu verbessern sowie dieTeamfähigkeit zu schulen, umin gemischten Mannschaften anWettbewerben teilnehmen zukönnen.„Wenn Menschen mit Behinderungtrainieren, spielt das Visuelleeine große Rolle.“ So wirdbeispielsweise in der Halle mitgroßen Würfeln oder Bällen gespielt,um Bewegungsabläufe zutrainieren. Mit Erfolg, denn es istnachweisbar, dass Menschenmit Behinderung, die regelmäßigSport treiben, selbstbewusstersind, sich besser orientierenkönnen. Harrer bestätigt: „UnsereNationalspieler werden in denWerkstätten ungern für Spielefreigestellt, weil sie zu den bestenMitarbeitern gehören.“ Auch Alanund Natascha, die im BerufsbildungswerkRummelsberg fünfMal in der Woche Rollstuhlbasketballtrainieren, schätzen es,Sport zu treiben.Sie fühlen sich dadurch ausgeglichenund haben frischere Gedanken,wie sie sagen. Tanja Meindel,die seit zehn Jahren im Auhofwohnt und Tennis und Fußballspielt, bestätigt: „Wenn ich Sporttreibe, fühle ich mich ausgegli-chen. Nach der Arbeit brauche ichetwas, womit ich mich ablenkenkann.“Inklusiv Sport treibenZugegeben, in den vergangenenJahren sind manche Behindertensportartenbis in die Öffentlichkeitvorgedrungen, mit Inklusion hatdas aber nichts zu tun, da Sportlermit und ohne Behinderung in derRegel getrennt voneinander trainieren.Umso wichtiger erscheintda die Aufgabe, die Harrer bereitsumsetzt, inklusiven Sport inEndspurt im 100m Lauf Foto: ADAC/Tom GonsiorNützliche LinksDeutscher Behindertensportverband e.V. (DBS)www.dbs-npc.deDeutsche Behinderten-Sportjugend (DBSJ)www.dbsj.deSpecial Olympics Deutschland (SOD)http://specialolympics.de/Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS),www.drs.orgDeutscher Gehörlosen-Sportverband e.V. (DGS).www.dg-sv.deDeutsches Kuratorium für therapeutisches Reitenwww.dkthr.deBehinderten Golf Club Deutschlandwww.bgc-golf.dewww.behindertensport.dewww.blindenschachbund.dewww.wassersporthandicaps.dewww.rolliflieger.dewww.sitzfussball.dewww.Rollstultanz.dewww.drs-rollstuhlbasketball.dewww.handbikesport.deSchulen zu implementieren. Übtein Bewohner eine Sportart gutaus, wird er auch von der Öffentlichkeiteher angenommen undakzeptiert, wie Auhof-MitarbeiterReuther erklärt. Fußball-SpezialistHarrer bestätigt: „Wenn ichLeistung bringe, werde ich auchals Mensch mit Behinderung dabeisein.“ Das wissen auch die Bewohnerin Rummelsberg, die zwarSport aus Spaß treiben, aber vorallem auch, weil sie Erfolg habenwollen. Harrer führt aus: „Wennbeispielsweise geistig beeinträchtigteMenschen mit Nichtbehindertentrainieren, dann schaffen siees durchaus, besser zu sein. Idealerweisemüssen Menschen mitBehinderung eine Vorbildfunktioneinnehmen. Wenn beispielsweiseein bekannter Fußball-Spielererklären würde, dass er geistigbeeinträchtigt ist“, erklärt Harrer,„dann würde das auch die Öffentlichkeitinteressieren und das Bildvon Menschen mit Behinderungpositiv beeinflussen.“ Erschwerendist zudem, dass Menschenmit und ohne Behinderung bishernur wenig Möglichkeiten haben,aufeinander zu treffen.Dazu braucht es wesentlich mehrinklusive Sportangebote. Nichtnur, um die Fähigkeiten von Menschenmit Behinderung zu fördern,sondern auch, um Berührungsängstebei Nichtbehindertenabzubauen. Seiner Meinungnach wird das nur funktionieren,wenn in Sportvereinen gemischteMannschaften trainiert werden,was bis jetzt kaum der Fall ist.In einer Stadt wie beispielsweiseMünchen gibt es nur sechs Fußball-Vereine,die inklusive Mannschaftenanbieten. Harrer ist aberüberzeugt, dass Behindertensportin Sachen Inklusion auf dem richtigenWeg ist. „Aber 20 bis 25Jahre wird es bestimmt noch dauern,bis inklusive Sportangeboteselbstverständlich sein werden.“89


Menschen – fokussiertMenschen – fokussiert„Die Öffentlichkeitmuss sich anpassen“Sport für Menschen mit Behinderung wird in der Öffentlichkeit zwar mehrwahrgenommen, als noch vor zehn Jahren, jedoch beschränkt sich das Interessein erster Linie auf die paralympischen Spiele. Andere Sportveranstaltungen,wie etwa Special Olympics oder Deaflympics, werden von den Mediennur zögerlich entdeckt. Christiane Manow-Le Ruyet, freie Redakteurin desRDB-Magazins „Menschen“ hat mit Hansgeorg Hauser, Vizepräsident vonSpecial Olympics Deutschland und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsratesder Rummelsberger Diakonie über die Situation des Behindertensportsin Deutschland gesprochen.Foto: ADAC/Tom GonsiorMenschen (M): Was hat sichin den vergangenen Jahren imBehindertensport geändert?Hansgeorg Hauser (H): Das istnatürlich immer eine Frage derSichtweise. Aber seit der Ratifizierungder UN-Behindertenrechtskonventionist viel passiert.Auch Special Olympics Deutschlandist zu einem echten nationalenVerband geworden mit 13Landes-Verbänden und etwa 180Veranstaltungen im Jahr. Allezwei Jahre finden im WechselSommer- und Winterspiele statt.Bei den vergangenen Sommer-Spielen in München im Jahr 2012haben 5.000 Athleten teilgenommen,insgesamt waren es etwa12.000 Beteiligte. Als Verband mitbesonderen Aufgaben gehörenwir zu den größten Sportorganisationenim Deutschen OlympischenSportbund (DOSB).M: Wie werden die Wettkämpfeder Special Olympics in der Öffentlichkeitwahrgenommen?H: Die Wahrnehmung ist regionalbegrenzt. Dennoch – beiden Spielen in München war derBayerische Rundfunk Medienpartnermit Live-Übertragungenund täglichen Berichten, auch inTagesschau und Tagesthemen.Natürlich tragen auch prominenteUnterstützer wie etwa die OlympiasiegerinnenMagdalena Neunerund Rosi Mittermaier oderFußball-Weltmeister Paul Breitnerdazu bei, dass die Öffentlichkeitauf die Wettkämpfe aufmerksamwird. Unser Problem ist, wenn dieLeute fernsehen, dann wollen sieetwas Spektakuläres sehen. Daskönnen wir nicht bieten.M: Die Paralympics sind inzwischenmedienfähig geworden.Warum ist das bei den SpecialOlympics anders?H: Bei den paralympischenSpielen treten zwar auch Menschenmit Behinderung an, abereben Körperbehinderte, mitProfi-Ausrüstungen, die auchunter professionellen Bedingungentrainieren. Diese Sportler sindin der Lage, sich selbst zu helfen.Bei uns ist das anders. UnserenAthleten muss geholfen werden.Die meisten Zuschauer beeindrucktdas nicht, es fehlt ihnenmeistens der Zugang zu Menschenmit geistiger Behinderung.M: Inwieweit lässt sich dannInklusion im Behindertensportverwirklichen?H: Inklusion spielt eine zunehmendwichtigere Rolle. Wir wollen,dass Sportveranstaltungenmit Menschen mit und ohne Behinderungzur Selbstverständlichkeitwerden. Je mehr die Presseüber diese Wettkämpfe mit gemischtenTeams berichtet, umsogrößer wird die Akzeptanz. Allerdingserfordert dies auch, dassdie Blockaden im Denken überwundenwerden.Nicht der Mensch mit Behinderungmuss sich anpassen, sonderndie Gesellschaft. Zum Beispieldie Vereine. Sie müssenihre Angebote so gestalten, dasssie für alle offen sind. Vor allemMenschen ohne Behinderunghaben beim Umgang mit Menschenmit Handicap Vorbehalte.Da gibt es noch riesige Berührungsängste.M: Was muss getan werden, umdie Öffentlichkeit für Behindertensportzu interessieren, damitSport inklusiv wird?H: Schulen müssen sich für deninklusiven Sport-Unterricht öffnen.Die Sport-Vereine müssen bereitsein, mehr Menschen mit Behinderungaufzunehmen. InklusiveMannschaften lassen sich in fastallen Sportarten anbieten. Bei derDiskussion um die Umsetzung derUN-Behindertenrechtskonventionsind inklusiver Sport und Freizeitleider nur ein Randthema. Dasfederführende Bundes-Arbeitsministeriumhat sich vor allem mitden Bereichen Arbeit und Bildungbeschäftigt.Dabei wird übersehen, dasssich Sporttreiben auch bei Menschenmit Behinderung sehr positivauswirkt. Es schafft mehrSelbstbewusstsein, steigert dieLebensfreude und fördert denGesundheitszustand. Das hatwiederum Einfluss auf die Arbeit,zum Beispiel in Werkstätten, weilauch der Mensch mit Beeinträchtigungversteht, dass er Fähigkeitenhat, die er einsetzen kann.Wir plädieren daher dafür, dieWerkstätten-Verordnung zu verändernund Sport in den Arbeitsablaufals festen Bestandteil aufzunehmen.Dazu muss natürlichauch die Finanzierung geregelt,sowie die Ausbildung von Betreuernergänzt werden.M: Was wünschen Sie sich fürdie Weiterentwicklung des Behindertensportsin Deutschland?H: Ich wünsche mir natürlich mehrAufmerksamkeit aus der Öffentlichkeit.Dass wir noch mehr Unterstützer,Spender und Sponsorendafür gewinnen können. Vorallem aber, dass es viel mehrinklusive Sport-Angebote gibt, eseine Selbstverständlichkeit wird,dass Menschen mit Behinderungan Wettkämpfen teilnehmenund ihre Leistung entsprechendgewürdigt wird.1011


Menschen – mimischMenschen – mimisch1. Zeigen Sie bitte mal, wie sportlichSie sind.3. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie einerichtig gute sportliche Leistung hingelegthaben?7. Haben Sie schon mal eine Sportart ausprobiert, diespeziell für Menschen mit Behinderung geeignet ist, etwaRollstuhl-Fußball? Wie haben Sie sich dabei gefühlt?11. Was muss passieren, dass Behindertensportin der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen wird?Foto: Distler4. Wie ginge es Ihnen, wenn Sie keinenSport treiben könnten oder dürften?8. Wie ehrgeizig sind Menschenmit Behinderung beim Sport?2. Was ist Ihr Lieblingssport?12. Was ist Ihr nächstes sportliches Ziel?Psst, zeigen Sie doch mal!Wir haben Dominic Portisch,39 Jahre, Heilerziehungspflegeraus Auhof vor die Kamera gebeten,um ohne Worte ein paarFragen zu beantworten.126. Welche Sportart treiben Sie zusammen mitMenschen mit Behinderung?9. Was gefällt Ihnen am Behindertensportam besten?13


Menschen – aufgepasstMenschen – aufgepasstFoto: RDB++NEWSTICKER++ ++NEWSTICKER++ ++NEWSTICKER++ ++NEWSTICKER++Ein Jahr „Anders“RummelsbergerHotel-Restaurantfeierte kleinesJubiläumRummelsberg. Für AngelikaKonrad ist es die beste Arbeitsstelle.„Hier ist der richtigePlatz“, sagt sie und es gefalleihr sehr. Ganz gute Arbeitskollegenhabe sie und „die Köchesind auch die besten.“Seit gut einem Jahr arbeitetsie im Team des RummelsbergerHotel-Restaurants„Anders“, das, wie der Nameschon sagt, etwas anders istals die gewohnten gastronomischenBetriebe.Denn hier steht Inklusion, daskollegiale und gleichberechtigteMiteinander von Menschenmit und ohne Behinderung,nicht für einen Begriff auf demPapier, sondern für alltäglichePraxis: zum „Anders“-Team inKüche und Service gehörenganz selbstverständlich Menschenmit geistiger Behinderung.Herzlichen Glückwunsch!14Foto: RDB60 Jahre Auhof –ein Grund zum feiernDie große,bunt leuchtendeZiffer 60,auf der Veranstaltungshinweiseangebrachtsind,prangert deutlichsichtbaram Eingangdes Auhofs inHilpoltstein.Sie ist nichtnur Symbol für das Bestehen desAuhof, sondern auch Wegweiserdurch die aufregende 60-jährigeGeschichte der Einrichtung.Dass ein Jubiläum gefeiert werdenmuss, ist selbstverständlich. ZahlreicheVeranstaltungen, die überdas ganze Jahr verteilt stattfanden,würdigten den runden Geburtstag.Los ging es mit der Auftaktveranstaltungmit einem bewegendenGottesdienst, einem Rückblick aufdie Geschichte des Auhofs, Festredenund einer Ausstellungseröffnungim Januar dieses Jahres. Esfolgten viele kleinere und größere,interne Veranstaltungen in der Comenius-Schule,der Tagesstätte,dem Wohn-Bereich, der Förderstätteund der Werkstatt. Auch inder Presse wurde der 60. Geburtstagimmer wieder gewürdigt, dasInteresse der Mitbürger an der Geschichteund der Entwicklung desAuhof war groß.Besonders hervorzuheben sindaber die großzügigen Spendenzum Jubiläum, die dazu beitragen,dass die neuen Wohnhäuser inHilpoltstein, Roth und Allersbergentsprechend ausgestattet werdenkönnen. Im April, Mai und Septemberdieses Jahres fanden die Spatenstichefür die drei Neubautenstatt, die in Festaktenbegangenwurden. Sie stehensinnbildlichfür die WeiterentwicklungdesAuhof und denSchritt in einevielversprechendeZukunft.Ein weiteresHighlight im Jubiläumsjahrwarder Genießer-Abend in der Comenius-Schule.Zusammen mit denSchülern und Prominenten ausPolitik und Unterhaltung sowie Repräsentantender Rummelsbergerzauberte Sternekoch WaldemarNagel kulinarische Köstlichkeitenauf die Teller und verwöhnte ein„hochinklusives“ Publikum.Weiter ging es mit einem ökumenischenMotorrad-Gottesdienst amErlebnisbauernhof und der Jubiläumsfeierim Retro-Look. EinrichtungsleiterAndreas Ammon ehrtebei diesem Anlass Bewohner undMitarbeiter, die in diesem Jahr hren60. Geburtstag feierten, die 1960geboren sind und ganz besondersdie acht Bewohner, die vor 60 Jahrenin den Auhof gezogen sind.Im Juni machte der WindsbacherKnabenchor den Auhöfern undzahlreichen Besuchern aus derUmgebung ein überwältigendesGeschenk mit einer perfekt ausgeführtenChor-Andacht, die beimanchem Gänsehaut verursachte.Die Krönung des Jubeljahres waraber das diesjährige Jahresfest:Bei herrlichem Wetter genossenunzählige Besucher ein außergewöhnlichvielfältiges Programm fürJung und Alt. Mehr als doppelt soviele Fernsehzuschauer wie üblicherlebten an den Bildschirmenden Fernsehgottesdienst, dervon unserem Erlebnisbauernhoflive im BayerischenFernsehen übertragen wurde.Nicht nur dazu erreichtenuns positive Rückmeldungen.Weitergefeiert wurde dann imHerbst mit dem dreitägigenOktoberfest am Erlebnisbauernhof.Die „Mini“-Wiesn wirdin der Region immer bekannterund beliebter. Lizzy Aumeierstrapazierte mit einemturbulenten Kabarett-AbendPhil Hubbedie Lachmuskeln der Auhof-Mitarbeiter.Auf eine ganz andere Art vonUnterhaltung können sich dieMitarbeitenden sowie Interessierteaus anderen regionalen,sozialen Einrichtungenfreuen, wenn Karl-Heinz Krätzermit seinem Programmüber Leben, Sterben undTod im November die Bühnebetritt. Im Auhof ist immerwas los - nicht nur im Jubiläumsjahr.Besuchen Sie unseinfach.Trainee-ProgrammabgeschlossenNicht nur für die Teilnehmer des Trainee-Programms war es ein Novum, sondernauch für Geschäftsführer Karl Schulz, als erihnen die Zertifikate überreichte. Elf Mitarbeiterder RDB haben das erste Rummelsberger-Führungskräfte-Trainingerfolgreichdurchlaufen. Seit Ende 2011 wurden siegezielt auf ihre Arbeit als derzeitige undkünftige Wohnbereichsleiter vorbereitet.Dabei mussten sie sechs Lerneinheitenabsolvieren, in denen es zum einen darumging, verschiedene Fertigkeiten zu erlernen.Zum anderen mussten sie sich aberauch intensiv mit der eigenen Person auseinandersetzen.Dadurch sollten sie ein neuesBewusstsein für ethische Vorstellungenbekommen sowie in der Lage sein, die eigeneKommunikation und den persönlichenFührungsstil zu analysieren. Dabei galt esFragen zu beantworten wie: Welche Emotionenbringe ich in meine Rolle als Leitenderein? Wie und warum kommuniziere ich? DieTrainee-Leiterinnen Claudia Schmersahl,Heilpädagogin und Casemanagerin, undStephanie Bäsmann, Leiterin der Fachakademiefür Heilpädagogik in Rummelsberg,hatten während der vergangenen eineinhalbJahre, die Teilnehmer immer wiederdazu ermuntert, sich mit der eigenen Personauseinanderzusetzen. Bei der Überreichungder Zertifikate durch Karl Schulz undDiakon Thomas Jacoby (Leiter Wohnen imNürnberger Land und Leiter des HausesWeiher, Hersbruck) wurden sie hierfür geehrte,denn Schersahl und Bäsmann hattendas Konzept für die mehrstufige Weiterbildungentwickelt und mit viel Engagementumgesetzt.Das Trainee-Programm wurde ins Lebengerufen, um derzeitige Wohnbereichsleiterweiterzubilden und Mitarbeiter, die in derRDB eine Leitungsposition übernehmenwollen, dafür zu qualifizieren.15


BäckereiKöstlichkeiten für verwöhnte GaumenAus unserer Rummelsberger BäckereiLebkuchen 11,00€Plätzchen Sortiment 11,50€Stollen200 g 2,75€500 g 5,90€750 g 8,90€Verpackungsdesign kann abweichenOb Elisenlebkuchen, Christstollen oder Teegebäck, bei uns finden Siedie passenden Leckereien für die Advents- und Weihnachtszeit. Mit Ihrem Einkauf unterstützenSie die Arbeit der Rummelsberger für Menschen mit Behinderung.Unsere Produkte für die Weihnachstzeit erhalten Sie jetzt auch überunseren Online - Shop unter www.rummelsberg-werkstaetten.dewww.behindertenhilfe-rummelsberg.de

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