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12 0 0 1 / 2 0 0 2E M I S S I O N S P R O S P E K TApolloProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG– kurz ApolloProMedia 1. KG –


Vorbemerkung„Ich prüfe jedes Angebot. Es könntedas Angebot meines Lebens sein.“Henry FordAuch die Medienbranche blieb von konjunkturellen Einbrüchen, insbesondereinfolge der Terroranschläge vom 11. September 2001, nicht unberührt.Die wichtigen wirtschaftlichen Rahmenfaktoren (Kinobesuche, TV-Sender,Video-/DVD-Boom) jedoch zeigen sich nachhaltig stabil. Weltweit scheint derBedarf an neuen Filmen ungebrochen. Dabei ist allerdings ein neues Preisbewusstseinfestzustellen. Auch in der Filmproduktion wachsen die Bäumenicht mehr in den Himmel.Dieser Entwicklung trägt die ApolloProMedia 1. KG Rechnung. Im Investitionsfokusliegen verstärkt hochwertige Fernsehproduktionen im überschaubarenBudgetbereich, wobei auch eine Kinoauswertung in ausgewähltenTerritorien nicht ausgeschlossen sein sollte.Interessierte Privatanleger erhalten so auf Grundlage eines optimiertenBeteiligungskonzepts die Möglichkeit, an diesem auch für die Zukunft hochinteressanteninternationalen Medienmarkt zu partizipieren.Bei dem vorliegenden Beteiligungsangebot handelt es sich um eine echteunternehmerische Beteiligung.Im Sinne eines ausgewogenen Chancen/Risiko-Rasters gelten strengeGrundsätze bei der Auswahl der Filmprojekte. Weitgehend gesicherte,erfolgversprechende Rückflüsse aus der Vergabe von Lizenzrechten stehendabei im Vordergrund.Neben der griechischen Gottheit Apollo, dem antiken Symbol für dasStrahlende und Schöne, steht das Pro in ApolloProMedia für„etwas mehr als nur gut“.3


InhaltsverzeichnisSeiteDas Beteiligungsangebot im Überblick 6Grundlegende Chancen und Risiken 8Gegenstand der Beteiligung 10Investitionsgrundsätze 14Rechtliche Verhältnisse 16Investitions- und Verwaltungskosten 18Verwertungserlöse 20Planrechnung für die Gesellschaft 22Beispielrechnung für den Gesellschafter 24Steuerliche Grundlagen 27Weitere Risiken der Beteiligung 28SeiteVertragliche und rechtliche Grundlagen 32Gesellschaftsvertrag 39Verwaltungsvertrag 51Ausführliche steuerliche Grundlagen 54Partner im Überblick 58Wie geht’s jetzt weiter? 60Vollmacht zur Eintragung ins Handelsregister 61Angabenvorbehalte4


ApolloMedia Projekt: »Paradise Found«


Das Beteiligungsangebot im ÜberblickChancen und RisikenDie Chancen im Filmbereich sind hoch, die positiven wirtschaftlichenRahmenbedingungen auch in konjunkturellschwierigen Zeiten nachhaltig stabil.Die Anzahl privater TV-Sender steigt beständig. Das Kino erfreutsich in den Industrieländern wieder wachsender Beliebtheit.Neue Techniken generieren neue Vermarktungsmöglichkeiten,insbesondere im Zusammenhang mit der rasantenVerbreitung des Mediums „DVD“.Aber Filmproduktion ist auch ein hochvolatiles Geschäft. Topsund Flops liegen nah beieinander. Großen Ertragschancenstehen vor allem Erlös- und Herstellungsrisiken, aber auchsteuerliche und rechtliche Risiken gegenüber.Insbesondere durch eine vorgesehene Teilfinanzierung der jeweiligenFilmproduktionen ergibt sich eine Hebelwirkung inbeide Richtungen, also für einen positiven oder negativen wirtschaftlichenVerlauf. In diesem Sinn ist ApolloProMedia 1. KGals echte unternehmerische Beteiligung für Kapitalanleger mitentsprechender Erfahrung zu sehen.Gegenstand der BeteiligungKapitalanleger beteiligen sich als Kommanditisten an der Apollo-ProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG (kurz: ApolloPro-Media 1. KG) mit Sitz in Potsdam.Gesellschaftszweck ist insbesondere die Produktion von hochwertigenFernsehfilmen, die auch Aussichten auf eine Kinoauswertungin einzelnen Territorien besitzen. Die ausgewähltenFilmprojekte sollen dabei überwiegend im Rahmen internationalerKo-Produktionsgemeinschaften hergestellt werden undgrundsätzlich zur weltweiten Verwertung geeignet sein.Das Gesamtkommanditkapital ist auf € 25 Millionen ausgerichtet.In der Erstinvestition sollen etwa fünf Filmprojekte aus verschiedenenGenres (Action, Thriller und Komödie) realisiertwerden. Die Produktionskosten werden in der Regel unterUS$ 10 Mio. liegen und die Beteiligung der ApolloProMedia 1. KGdaran im Allgemeinen mehrheitlich sein. Die Auswahl der Filmeerfolgt vorrangig auf Basis von Erlösgesichtspunkten (vgl. InvestitionsgrundsätzeSeite 14 f.).Das Beteiligungskonzept sieht infolge der Teilfinanzierung derFilmproduktionen zwingend die Eintragung der Kapitalanleger alsKommanditisten ins Handelsregister bis zum Jahresende 2002vor. Dies kann nur sichergestellt werden, soweit die beglaubigteVollmacht zur Eintragung ins Handelsregister rechtzeitig (möglichstzeitnah mit Zusendung der Beitrittserklärung) im Originalbei der MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH, Ottobrunn, vorliegt.Die MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH, Ottobrunn, ist konzept- und vertragsgemäß dabei mitder Verwaltung der Kommanditanteile beauftragt.Eine renommierte Münchner Partnerschaft aus Rechtsanwälten,Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern übt darüber hinaus eineMittelverwendungskontrolle in der Investitions- bzw. Platzierungsphaseaus.Erlösverwertung und -sicherungGemäß Gesellschaftsvertrag dürfen Filmprojekte nur dann übernommenwerden, wenn für die mögliche Auswertung Verkaufsschätzungen(Sales Estimates) des in das jeweilige Filmprojekteingebundenen Weltvertriebs vorliegen. Auf Basis eines mittlerenSzenarios (Mid Price Estimates) müssen dabei zeitnah Auswertungserlösein Höhe von insgesamt 140% bezogen auf denAnteil der Beteiligungsgesellschaft an den Produktionskosten(Budgetanteil) erwartet werden können.Die Prognoserechnung auf Seite 23 berücksichtigt im Hinblickauf diese Einschätzung des Weltvertriebs nochmals einenSicherheitsabschlag von zehn Prozentpunkten und geht imPlanszenario von 130% Erlösen aus. Gleichwohl werden aufgrunddes Re-Investitionskonzepts in der Planrechnung mitdiesen 130% bereits Rückflüsse für den Kapitalanleger in Höhevon insgesamt 179% erwirtschaftet.Des Weiteren müssen im Sinne einer Minimum-Erlössicherungfür jedes Filmprojekt Vertriebsgarantien (durch Weltvertrieb,TV-Sender, Kinoverleih etc.) vorliegen, die für die Beteiligungsgesellschaftinsgesamt Rückflüsse in Höhe von 70% bezogenauf den Anteil an den Produktionskosten sichern.6


TeilfinanzierungIm Beteiligungskonzept ist eine teilweise Finanzierung derProduktionskosten der Filmprojekte vorgesehen. Der jeweiligeFinanzierungsanteil soll dabei so bemessen sein, dass sich insgesamteine Fremdmittelquote von 30% bezogen auf dasGesamtkapital der Beteiligungsgesellschaft ergibt. Im Ergebnishat der einzelne Gesellschafter somit nur eine Bareinlage inHöhe von 70% sowie ein Agio von 5% bezogen auf die von ihmgezeichnete Beteiligung zu erbringen.Konzeptgemäß sollen die eingesetzten Fremdmittel durch ersteErlöse aus den jeweiligen Projekten rückgeführt und währendder Re-Investitionsphase (bis 2005) sogleich wieder für neueFilmproduktionen in Anspruch genommen werden. Per Saldozeigen sich dann gemäß Plan zunächst weder liquiditätsmäßigenoch steuerliche Effekte für die Beteiligungsgesellschaft bzw. fürden einzelnen Gesellschafter.Mit filmerfahrenen Banken wurden bereits Vorverhandlungengeführt und entsprechende Absprachen getroffen. Im Konkretenist dann der Finanzierungsvertrag für das einzelne Filmprojektentscheidend. Infolge der beabsichtigten Finanzierung der Filmprojekteergibt sich wirtschaftlich ein Hebeleffekt, der gemäßPrognoserechnung trotz Zinsaufwendungen zu einer deutlichenVerbesserung der Rentabilität der Kapitalanlage führt. Auf diebesonderen Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung istan anderer Stelle hingewiesen (vgl. Seite 9).AusschüttungenNach Prognoseplan sind Ausschüttungen (inklusive Rechteendverwertung)bezogen auf den nominalen Kapitaleinsatzgemäß nebenstehender Grafik vorgesehen.Bis zum Ende 2008 werden laut Gesellschaftsvertrag alle vonApolloProMedia 1. KG produzierten Medienrechte meistbietendveräußert (endverwertet) und die Gesellschaft beendet. DieLaufzeit der Beteiligung beträgt damit rund 7 Jahre.Für die Auszahlungen ab 2003 sind aufgrund der steuerlichenGewinnzuweisungen liquiditätsmindernde Effekte in Abhängigkeitvon der persönlichen Steuersituation des Gesellschafterszu berücksichtigen. In den Investitionsjahren 2001 bzw. 2002stehen dem über die Bareinlage hinausBuchverluste etwa in Höhe des Kommanditkapitalsgegenüber.179 %77%In der Emissionsphase werden Vorabausschüttungen in Höhe von5% p. a. pro rata ab Einzahlung bis zum 3. Mai 2002 geleistet.Frühe Anlageentscheidungen bzw. KG-Einzahlungen sind somitentsprechend begünstigt.28%53%Alle Ausschüttungen sind grundsätzlich steuerlich neutral. DerGesellschafter nimmt am steuerlichen Ergebnis der Gesellschaft(Einkünfte aus Gewerbebetrieb) entsprechend seiner Beteiligungteil. Der steuerliche Gewinnanteil wird in etwa der Höhe derAusschüttungen entsprechen.7% 7% 7%2003 2004 2005 2006 2007 2008 Gesamt** Angaben gerundet und ohne Berücksichtigung der Vorabausschüttungfür frühzeitige Einzahlungen.MindestbeteiligungDie Mindestbeteiligung beträgt € 25.000 zzgl. 5% Agio.Im Einzelfall kann hiervon abgewichen werden. Das Beteiligungsangebotwendet sich aber an Kapitalanleger, deren verfügbaresVermögen den Beteiligungsbetrag deutlich übersteigtund die bereit sind, unternehmerische Risiken, grundsätzlichsogar einen (Teil-)Verlust der gesamten Beteiligung selbst überdie Bareinlage hinaus, wie auch insbesondere eine eingeschränkteFungibilität ihrer Beteiligung in Kauf zu nehmen.7


Grundlegende Chancen und RisikenFilm im TrendNach Ansicht vieler Fachleute steht im Medienbereichauf Jahre hinaus einer weiter wachsendenNachfrage nach Filmen in den verschiedenen Auswertungssegmenteneine moderate Steigerung derNeuproduktionen gegenüber. Diese positiven Rahmenbedingungenund die konzeptionellen Merkmaledes jeweiligen Beteiligungsangebotes ergeben diespeziellen Erfolgschancen einer Filmbeteiligung.KinosApolloProMedia 1. KG wird vorrangig hochwertigeFernsehfilme ko-produzieren. Eine Auswertung imKino in ausgewählten Territorien ist dabei durchausangestrebt. Eine positive Entwicklung im Kinobereicherhöht damit die Ertragschancen der Beteiligungsgesellschaft.Video/DVDNeben der Kinoauswertung zählt der Umsatz ausVerkauf bzw. Verleih von Videos und DVDs zu einerwichtigen Einnahmequelle in der Vermarktungsketteeines Films. Dabei werden mittlerweile nicht mehrnur die reinen Kinoproduktionen als Kaufkassettenbzw. DVDs angeboten, sondern in immer größeremUmfang auch hochwertige Fernsehfilme. Hierbei zeigtsich, dass insbesondere das neue Medium DVD nichtnur die Lokomotive für den Home-Entertainment-Bereich ist, sondern ein möglicher Erfolgsgarant fürdie gesamte Filmwirtschaft. Allein in Deutschland hatsich von 1999 auf 2000 der Umsatz aus dem Verkaufvon DVDs auf DM 333 Mio. vervierfacht, aus demVerleih ist er sogar um 700% gestiegen. Der gesamteVideo- und DVD-Umsatz übertraf selbst die Einspielergebnissean den Kinokassen um DM 215 Mio.So stieg allein in Deutschland die Zahl der Kinobesucheim Jahr 2000 auf DM 152,5 Mio. Dabeikonnte mit DM 1,61 Mrd. ein neuer Umsatzrekord ander Kinokasse erzielt werden.Entwicklung des DVD-Marktes 1999/2000DVD-Vermietungsumsätze in DMDVD-Verkaufsumsätze in DMAngebot anTiteln auf DVDDieser Aufwärtstrend findet auch im Jahr 2001 seineFortsetzung. Im ersten Halbjahr besuchten inDeutschland bereits 80,3 Mio. Zuschauer die Kinos.19991.0003,1 Mio.83 Mio.Das entspricht einer Steigerung um gut 8%. Analogstiegen auch die Umsätze an den Kinokassen ummehr als 9,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.20002.20024,7 Mio.333 Mio.Außergewöhnliche Erfolge wie »Der Schuh desManitu« in Deutschland oder »Harry Potter« auf internationalerEbene fördern nach Meinungen vielerExperten ihrerseits wieder eine neue „Lust am Kino“.TV-SenderKabel- und Satellitenanschluss ermöglichen es heutejedermann, aus einer Vielzahl von TV-Programmenauszuwählen. So wurden in den letzten Jahren inEuropa jährlich über 100 neue Programme gestartet.Immer mehr Sender benötigen immer mehr Filmproduktionen,um ein abwechslungsreiches Programmbestreiten zu können. Trotz der weltweit schwierigerenKonjunkturlage und der damit stagnierenden Finanzkraftder großen TV-Sender wird erwartet, dass im„Kampf um die Einschaltquoten“ nach Talk-Shows,Soap-Operas und Game-Shows nun wieder verstärktin hochwertige Fernsehproduktionen investiert wird.Quelle: Bundesverband Video e.V.Neue MärkteDie technischen Möglichkeiten haben sich in denletzten Jahren rasant entwickelt. Digitaltechnik undBreitbandtechnologie ermöglichen die Entwicklungneuartiger Filmprojekte für den Endverbraucher unddamit neue Marktchancen. Nicht nur die CLT-UFA(Bertelsmann), einer der weltweit größten Medienkonzerne,sieht vor allem im Internet-TV und Video onDemand ungeahnte Möglichkeiten.Der Wachstumssektor Internet-TV forciert dabei dieNachfrage nach attraktiven Filmproduktionen und-rechten und eröffnet gerade den unabhängigenFilmproduktionsunternehmen in naher Zukunft neueVertriebswege.8


Trotz der positiven Rahmenbedingungen ist der Erfolg eines einzelnenFilms niemals gesichert und schon gar nicht konkretvorhersehbar. Neben außergewöhnlichen Chancen bergen Filmproduktionennicht unerhebliche Risiken bis hin zum Totalverlustdes eingesetzten Kapitals. Die grundlegenden wirtschaftlichen,aber auch steuerliche Risiken werden nachfolgend aufgezeigt.ErlössrisikenAugenscheinlich besteht das wirtschaftliche Hauptrisiko einerFilmproduktion darin, nicht die Vorstellungen möglicher Verwertungspartner(Weltvertrieb, TV-Einkäufer, Kinoverleiheretc.) zu treffen.Zur Reduzierung des Erlösrisikos werden Filmprojekte von derApolloProMedia 1. KG nur übernommen, sofern Vertriebsgarantien(durch Weltvertrieb, TV-Sender, Kinoverleih etc.)vorliegen, die im Minimum insgesamt bereits Rückflüsse inHöhe von 70% bezogen auf den Anteil an den Produktionskostenvertraglich sichern.Grundsätzlich besteht das Risiko, dass es aus wirtschaftlichen(Insolvenz) oder rechtlichen Gründen (Vertragsbedingungen)nicht zur Auszahlung einer Vertriebsgarantie kommen könnte.Auch die sorgfältige Auswahl der Garantiegeber unterEinbeziehung der finanzierenden Banken wird hier keine immergültige Sicherheit gewährleisten.HerstellungsrisikenAufgrund des komplexen Zusammenwirkens unterschiedlicherkreativer Elemente, aber auch wegen äußerer Einflüsse(Wetter, Unfälle, behördliche Genehmigungen) unterliegt dieplan- und budgetmäßige Fertigstellung einer Filmproduktionstets einer gewissen Gefährdung.Zur Minderung möglicher wirtschaftlicher Nachteile wird sichApolloProMedia 1. KG an Ko-Produktionen in der Regel nur beteiligen,wenn die Produktion des Films über einen CompletionBond (Versicherung gegen Schäden aus der Nichtfertigstellungeines Films bzw. Budgetüberschreitungen) gesichertwerden kann bzw. eine Errors & Omissions Insurance (Versicherunggegen Versäumnisse beim Erwerb notwendigerUrheber- und Leistungsschutzrechte, z. B. Musik) vertraglichvereinbart ist. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass Leistungendes Completion Bond bei Vertragsverletzungen (z. B. Untreueeines an der Ko-Produktion Beteiligten) bzw. in besonderenFällen aus übergeordneten wirschaftlichen Gründen nicht inAnspruch genommen werden können.FinanzierungsrisikoDurch die vorgesehene Teilfinanzierung der einzelnen Filmprojekteergibt sich gemäß Prognoserechnung eine positiveHebelwirkung.Soweit die Rückflüsse aus den Filmprojekten deutlich unter denErwartungen liegen, beeinträchtigt die Finanzierung aufgrundder damit verbundenen Kosten und der Rückführung der Finanzmitteldas Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft zusätzlich.Im Extremfall haftet dabei der Gesellschafter mit dem über dieBareinlage hinausgehenden Teil seiner Beteiligung und eskann zu einer teilweisen oder gar vollständigen Einforderungder ausstehenden Einlagen kommen.Daneben besteht das Risiko, dass die finanzierende Bank trotzgrundsätzlicher Finanzierungszusage aus verschiedenenGründen die Auszahlung des Finanzierungsanteils verweigertoder sogar bereits geleistete Auszahlungen zurückfordert.Auch hier ist eine Einforderung der ausstehenden Einlagenebenso wenig auszuschließen wie eine erhebliche Gefährdungdes Gesamtkonzepts und damit des wirtschaftlichen Erfolgsder Beteiligungsgesellschaft.SteuerrisikenDas Steuerkonzept ist sorgfältig auf das geltende Steuerrechtund die bekannte bisherige Verfahrenspraxis der Finanzverwaltungabgestimmt. Im Hinblick auf die steuerliche Behandlungder Gesellschaft besteht jedoch grundsätzlich das Risiko,dass die Finanzverwaltung eine andere Auffassung als die inder Prospektdarstellung angenommene vertritt. Ebenso könnenÄnderungen der Gesetzeslage eintreten oder deren Handhabungdurch die Finanzverwaltung nachteilige Ergebnissehervorrufen. Dies gilt insbesondere für den umstrittenen § 2 bEStG (Verrechnung von Verlusten mit anderen Einkünften) sowiefür die Betriebsstättenthematik (Produktionsstätte imAusland) und die Herstellereigenschaft. Auch der am 27. März2001 im Bundessteuerblatt veröffentlichte Medienerlass wirdin Teilbereichen noch uneinheitlich interpretiert. Insofernkönnten abweichende Auslegungen im Einzelfall zu nicht unerheblichenNachteilen für die Beteiligungsgesellschaft bzw.deren Gesellschafter führen.Sonstige RisikenEine zusammenfassende Darstellung weiterer wirtschaftlicher,rechtlicher und steuerlicher Risiken, aber auch z. B.Währungsrisiken (mögliche Auswirkungen aus Schwankungendes US$-Kurses) findet sich auf Seiten 28 ff.9


Gegenstand der BeteiligungUnternehmerische BeteiligungKapitalanleger beteiligen sich als Kommanditistendirekt an der ApolloProMedia 1. KG. Diese Gesellschaftwird überwiegend im Rahmen internationalerKo-Produktionen mehrere hochwertige TV-Filme herstellenund Erträge z. B. durch die weltweite Lizenzvergabein verschiedenen Auswertungssegmenten(Video, Pay-TV, Fernsehen und Merchandising) erzielen.Auch eine Kinoauswertung in ausgewähltenTerritorien ist dabei nicht ausgeschlossen.Zur Gewinnmaximierung und zur relativen Reduzierunganfänglicher Investitionsnebenkosten sowie zurgrößeren Risikostreuung werden Erlöse aus denFilmproduktionen in den ersten Jahren (bis 2005)wieder in neue Filmproduktionen re-investiert.Bei einer Investition in die ApolloProMedia 1. KG handeltes sich also um eine echte unternehmerischeBeteiligung.GeschäftsführungMaßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg einerunternehmerischen Beteiligung ist zunächst dasKnow-how und die Erfahrung der Geschäftsführung.Aufgrund langjähriger, vielseitiger und erfolgreicherTätigkeit im Medienbereich verfügt die Geschäftsführungder ApolloProMedia 1. KG, insbesondere inder Person von Frank Hübner, über detailliertes Fachwissensowie über ein ausgedehntes und stabilesBeziehungsnetzwerk in der nationalen und internationalenFilmwirtschaft.Zentrale Aufgabe der Geschäftsführung ist dieEntscheidung, welche Filmprojekte realisiert werden.Die Einschätzung der Erfolgsaussichten einesFilmprojektes erfolgt in besonderen Fällen auch unterEinschaltung externer Consultants, wie SolonAssociates Limited, London, oder Gordon Steel, LosAngeles.Im Hinblick auf Auswahl und weitere Begleitung derFilmprojekte werden neben der wirtschaftlich verbundenenApolloMedia Filmmanagement GmbH imBedarfsfall externe Dienstleister (z. B. F.A.M.E. Film& Music Entertainment AG, München) mit speziellemproduktions- oder vertriebstechnischen Sachverstandeingeschaltet. In diesem Sinne ist z. B. mitF.A.M.E. ein entsprechender non-exclusive Kooperationsvertraggeschlossen.FachbeiratFachlich beraten und in der Auswahl der Filmprojekteunterstützt wird die Geschäftsführung ferner durcheinen mindestens dreiköpfigen Fachbeirat.Die Beiratsmitglieder sollen über umfangreiche Erfahrungenund Kenntnisse im Medienbereich verfügenund keinen Interessenkollisionen ausgesetzt sein. Dasich der Kreis der möglichen Kandidaten somit starkeingrenzt, werden die Mitglieder des Fachbeiratsdurch die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaftvorgeschlagen, müssen aber von der Gesellschafterversammlungjeweils bestätigt werden.Bis zur ersten ordentlichen Gesellschafterversammlungwurden folgende Fachbeiräte ausgewählt:Dr. Kathinka Dittrich van Weringh, Ex-Jurymitgliedder niederländischen Filmförderungsanstalt undfrühere Kulturdezernentin der Stadt Köln, AribertGroßkopf, Abteilungsdirektor a. D. für Medien in derStaatskanzlei Brandenburg, sowie Wolf-D. Gramatke,selbständiger Medien-Consultant und Non-ExecutiveChairman der Universal Holding GmbH.Selektive Ko-ProduktionenApolloProMedia 1. KG investiert im Allgemeinen nichtin die Entwicklung eigener oder fremder Filmstoffe.Stattdessen werden bereits entwickelte Filmprojekteauf Erfolgsaussichten geprüft und dann überwiegendals internationale Ko-Produktionen realisiert.Dadurch soll sichergestellt sein, dass die Investitionsentscheidungenstets frei von vorwiegend kreativenBeweggründen oder sonstigen Zwängen getroffenwerden und stattdessen die bestmöglichenwirtschaftlichen Verwertungschancen für die Beteiligungsgesellschaftim Vordergrund stehen.Durch die Einbindung eines oder mehrerer branchenerfahrenerKo-Produktionspartner ist ein Vielaugenprinzipgewährleistet. Es kann davon ausgegangenwerden, dass Ko-Produktionspartner, die miteigenem Risiko in einem ausgewählten Filmprojekt10


mitengagiert sind, umfangreiche Prüfungen imHinblick auf die Wirtschaftlichkeit dieses Filmprojektesdurchgeführt haben bzw. durchführen werden.ApolloMedia Projekt: »I am Dina«ApolloProMedia 1. KG ist grundsätzlich nicht an einenfesten Ko-Produktionspartner gebunden, so dassprinzipiell jedes einzelne Filmprojekt auf seine speziellenErfolgsaussichten überprüft wird und dieMöglichkeit einer selektiven Auswahl erhalten bleibt.Dabei wird ApolloProMedia 1. KG in ein Filmprojektnur investieren, wenn nach positiver Prüfung derfinanzierenden Bank die Gesamtfinanzierung geschlossen,die Herstellung des Filmes grundsätzlichgesichert sowie ferner im Rahmen der Ko-Produktionvertraglich vereinbart und faktisch vorgesehen ist,dass ApolloProMedia 1. KG in allen Fällen hinsichtlichfinanzieller, organisatorischer und künstlerischerProjektleitung jeweils gleichberechtigter Partnerwird und damit eine echte Produzentenstellungeinnimmt.ApolloProMedia 1. KG wird im Allgemeinen mehrheitlichan Ko-Produktionen beteiligt sein. Einedeutlich geringere sowie eine vollständige Übernahmeder Herstellungsbudgets ist allerdings nichtausgeschlossen.FilmprojekteDie Streuung der Investitionsmittel auf mehrerequalitativ hochwertige Filmprojekte ist stets sichererals die Beteiligung an einem Einzelprojekt. Entsprechendsollen etwa fünf Filmprojekte im Rahmen derErstinvestition ausgewählt werden.Zum Zeitpunkt der Beteiligung sind in der Regel diezur Produktion vorgesehenen Filmprojekte nicht festund verbindlich vereinbart. Insofern handelt es sichformal um ein sogenanntes Blind-Pool-Konzept. Esbestehen aber aussichtsreiche Verhandlungen mitFilm & Music Entertainment Ltd, London, und MotionPicture Corporation of America, USA, über die gemeinschaftlicheRealisierung verschiedener Filmproduktionen.Mit beiden möglichen Ko-Produktionspartnern bestehenbereits seit längerem Geschäftsbeziehungen.11


Gegenstand der BeteiligungMehrheitsgesellschafter der Film & Music EntertainmentLtd, London, ist das Münchner MedienunternehmenF.A.M.E. Film & Music Entertainment AG.Mit Motion Picture Corporation of America wird bereits»Boat Trip«, ein Projekt der ApolloMedia 5. KG,das bereits durch Vorverkäufe sehr erfolgsversprechendist, produziert.Aus heutiger Sicht ist jedoch nicht gewährleistet,dass die vorgesehenen Filmprojekte in dem angestrebtenZeitraum und im beabsichtigten Zusammenwirkenauch tatsächlich realisiert werden. Indiesem Fall könnten kurzfristig andere Filmprojekteübernommen werden, die den auf Seite 14 f. ausgeführtenInvestitiongrundsätzen entsprechen.Grundsätzlich hat die ApolloProMedia 1. KG stetseine ausreichende Anzahl von unterschiedlichenFilmprojekten in der Prüfung und steht mit einerVielzahl von Ko-Poduzenten in Verbindung, so dassauch bei Nicht-Realisierbarkeit einzelner Projekteinsgesamt ausreichende Produktionsmöglichkeitengewährleistet wären.Das Gesamtbudget der ausgewählten Filmprojektewird in der Regel unter US$ 10 Mio. liegen. Auf Ko-Produktionenim Rahmen von Hollywood Major-Produktionenwird im Allgemeinen verzichtet, da eine gleichberechtigtePartnerschaft in Kosteneinsatz und Verwertungserlöshier nur sehr schwer durchzusetzen ist.Gerade im Bereich hochwertiger Fernsehfilme sindIndependent-Produktionen wirtschaftlich häufig besonderserfolgreich, da sie in aller Regel kostenbewussterproduziert werden.Prime-TimeApolloProMedia 1. KG wird Chancen in allen Prime-Time geeigneten Genres nutzen: Musikfilm undMelodram, Krimi und Komödie, Horror und Historie,Tierfilm und Thriller.Im Allgemeinen wird es sich bei den ausgewähltenStoffen um Unterhaltungsfilme handeln, die einenkurzfristigen Rückfluss der eingesetzten Produktionskostenermöglichen und nicht um Filme, dieeinen eher längerfristigen Ertrag (Kinderanimation,Dokumentationen etc.) ausweisen sollen.Ausgewählte ApolloMedia Filmproduktionen»The Musketeer« (ApolloMedia 3. KG)Kinofilm mit Catherine Deneuve, Tim Roth u. Mena SuvariRegie: Peter Hyams»the eXtremists« (ApolloMedia 4. KG)Kinofilm mit Rufus Sewell, Devon Sawa und Heino FerchRegie: Christian Duguay»Boat Trip« (ApolloMedia 5. KG)Kinofilm mit Roger Moore und Cuba Gooding jr.Regie: Mort Nathan»FEARdotCOM« (ApolloMedia 4. KG)Kinofilm mit Natasha McElhone, Stephen Dorff und Udo KierRegie: William Malone»I am Dina« (ApolloMedia 3./4. KG)Kinofilm mit Gérard Depardieu, Maria Bonnevie undChristopher EcclestoneRegie: Ole BornedalApolloProMedia 1. KG wird hauptsächlich in hochwertigeTV-Spielfilme mit Kinopotential investieren, aberauch Kinofilme oder TV-Serien sind nicht ausgeschlossen.Bei hochwertigen Fernsehfilmen liegen Chancenund Risiken etwas enger beieinander. Zwar sind einerseitsdie Möglichkeiten in der Kinoauswertung begrenzt,dafür können andererseits wegen der imAllgemeinen geringeren Herstellungsbudgets bereitsausreichende Lizenzerträge aus dem TV- und Videobereichzu angemessenen Überschüssen führen.Bei der Auswahl der Filmprojekte hat die ErtragserzielungPriorität. Künstlerische Gesichtspunktemüssen damit aber nicht zwangsläufig in den Hintergrundtreten, sondern sind in gewissem Sinn sogarVoraussetzung.Im Hinblick auf eine breite Auswertung, aber auchaus ethischen Gesichtspunkten wird im Allgemeinenauf Family-Tauglichkeit der ausgewählten Filmprojekte,im TV-Bereich mindestens aber auf eineAltersfreigabe ab 16 Jahren geachtet.12


ApolloMedia Projekt: »You Stupid Man«


InvestitionsgrundsätzeZunächst werden in Frage kommende Filmprojekteauf Basis eigener Erfahrungen und Kenntnisse vonder Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaftsowie gegebenenfalls unter Hinzuziehung der verbundenenApolloMedia Filmmanagement GmbH undexterner Berater einer umfangreichen Prüfung unterzogen.Die Entscheidung über die Realisierung der vorselektiertenFilmprojekte unterliegt neben der subjektivenEinschätzung in Bezug auf Filmstoff, Darstellerund vor allem weltweiten Vermarktungschancenfesten im Gesellschaftsvertrag verankertenGrundsätzen, die nebenstehend nochmals ausgeführtsind.Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Erlösgesichtspunkten.So ist für die Bewertung eines Filmprojektesdas Vorliegen ausführlicher Erlösschätzungen (SalesEstimates) des vorgesehenen Weltvertriebs zwingendvorgeschrieben. Üblicherweise werden dabei Einschätzungenin drei Szenarios (Ask Price, Mid Price,Minimum Price) über alle in Frage kommendenTerritorien weltweit (meist 99 Länder bzw. Ländergruppen)manchmal noch unterteilt in verschiedeneAuswertungssegmente abgegeben.Für die Filmprojekte der ApolloProMedia 1. KG müssendiese Verkaufsschätzungen im Mid-Szenariomindestens Gesamterlöse inkl. gegebenenfalls gesondertzu betrachtender Vorverkäufe in Höhe von140% der Produktionsbeteiligung ausweisen.Wie bereits dargestellt, wird unter Berücksichtigungeines Sicherheitsabschlages von zehn Prozentpunktenin der Prognoserechung auf Seite 23 nurmit 130% durchschnittlichen Rückflüssen aus denFilmprojekten gerechnet.Im Sinne eines Mindestrückflussszenarios für denKapitalanleger müssen ferner Vertriebsgarantienbzw. Vorverkäufe (vom Weltvertrieb, TV-Sender,Kinoverleiher etc.) in Höhe von 70% der jeweiligenProduktionsbeteiligung vorliegen.Die festen Investitionsgrundsätze werdenkomplettiert durch ein erforderlichespositives Votum des Fachbeiratessowie durch die grundsätzliche Zusageeiner Bank, einen entsprechenden Anteilder Filmproduktion zu finanzieren.Ferner fließen zur Sicherung möglichsthoher Erlöse in die Projektentscheidungbzw. bereits in die Vorprüfung durch dieGeschäftsführung nachstehende allgemeineVerwertungskriterien und strategischeMerkmale ein.ApolloMedia TV-Projekt: »Nicht heulen, Husky«Weltweite VermarktungschancenBei der Auswahl der Filmprojekte wird inhohem Maße auf weltweite Vermarktungschancengeachtet. So sollen Filmstoff,Auswahl der Darsteller und Regiedem Geschmack eines internationalenPublikums entsprechen. Auch wennbestimmte Produktionsleistungen, z. B.Drehbuch, Postproduktion, Darsteller,Technik etc. im Inland bzw. von14


Inländern erbracht werden und sich Filme dann überein deutsches Ursprungszeugnis als Deutscher Filmqualifizieren, werden sie regelmäßig in englischerSprache zielgerichtet für den Weltmarkt gedreht.Eine auf den deutschen Markt beschränkte sprachlicheund/oder stoffliche Ausrichtung soll im Allgemeinenvermieden werden, auch wenn der DeutscheFilm mittlerweile wieder an internationaler Bedeutunggewinnt.1. Grundsatz:Erlösschätzung in Höhe von 140%ApolloProMedia 1. KG wird in Filmprojekte nur investieren,wenn für die mögliche Auswertung eine Verkaufsschätzung(Sales Estimates) des in das jeweilige Filmprojekt eingebundenenrenommierten Weltvertriebs vorliegt, die ausweist,dass auf Basis eines mittleren Szenarios (Mid PriceEstimates) Erlöse in Höhe von insgesamt 140% bezogen aufden Anteil der Beteiligungsgesellschaft an den Produktionskostenerwartet werden können.Beteiligung an den VerwertungserlösenIm Allgemeinen wird ApolloProMedia 1. KG unabhängigund getrennt von ausländischen Ko-ProduktionspartnernErlöse in einzelnen, vorher festgelegten undje nach Filmprojekt unterschiedlichen Territorien(Länder) erzielen.Die Zuteilung dieser Auswertungsterritorien ist aufGrundlage der jeweiligen Verkaufsschätzungen (SalesEstimates) zu verhandeln. Die erzielbaren Erlösesollen dabei im Verhältnis zu den Ko-Produktionspartnernaus Sicht der Beteiligungsgesellschaft mindestensdem Verhältnis der anteilig übernommenenProduktionskosten entsprechen.Soweit Ko-Produktionen mit in Deutschland ansässigenPartnern realisiert werden, kann auch eine anteilsmäßigabgestimmte, gemeinsame Verwertungdurchgeführt werden.Collection AgentDarüber hinaus ist im Allgemeinen ein sogenanntes„Collectors Agreement“ zu vereinbaren.Die weltweiten Verwertungserlöse werden durch denCollection Agent, z. B. Fintage House, ein Tochterunternehmendes internationalen Bankhauses MeesPierson, zunächst treuhänderisch vereinnahmt undgemäß den getroffenen Vereinbarungen ausgezahlt.Dadurch sollen Unregelmäßigkeiten ausgeschaltetund nicht gerechtfertigte Zugriffsmöglichkeitenirgendwelcher Partner in der Verwertungskette eliminiertwerden. Die vertragsgemäße Erfassung undVerteilung der weltweiten Einspielergebnisse ist sogrundsätzlich sichergestellt.2. Grundsatz:Erlössicherung in Höhe von 70%ApolloProMedia 1. KG wird Filmprojekte nur übernehmen,sofern Vertriebsgarantien (durch Weltvertrieb, TV-Sender,Kinoverleih etc.) vorliegen, die im Minimum insgesamt bereitsRückflüsse in Höhe von 70% bezogen auf den Anteilan den Produktionskosten vertraglich sichern.3. Grundsatz:Zustimmung des FachbeiratsApolloProMedia 1. KG wird sich an den jeweiligen Ko-Produktionennur beteiligen, wenn dazu ein positives Votumdes Fachbeirats vorliegt. Der Fachbeirat muss dabei jedemFilmprojekt mehrheitlich zustimmen.Durch das Votum des Fachbeirats wird stets gewährleistet,dass Investitionsentscheidungen auf Basis einer breit gefächertenKompetenz und aus dem Blickwinkel der jeweiligenBeteiligungsgesellschaft getroffen werden.4. Grundsatz:Finanzierungszusage der BankApolloProMedia 1. KG wird sich an einem Filmprojekt nurbeteiligen, sofern die grundsätzlich Zusage einer Bank überdie Teilfinanzierung der Produktionskosten vorliegt. Schonzur Sicherung ihrer eigenen Ansprüche wird die finanzierendeBank jedes einzelne Filmprojekt einer ausführlichenPrüfung hinsichtlich Sicherung der Produktionsdurchführungund möglicher Verwertungserlöse unterziehen. Sofernden finanzierenden Banken die Erfolgsaussichten einesFilmprojektes zu gering erscheinen, wird die Beteiligungsgesellschaftdas Projekt nicht übernehmen.15


Rechtliche VerhältnisseDie vorliegende Beteiligungsgesellschaft wird in derRechtsform der GmbH & Co. KG geführt. Kapitalanlegerbeteiligen sich grundsätzlich als Mitunternehmerin der Rechtsstellung des haftungsbeschränktenKommanditisten.Verwaltung der KommanditanteileKonzept- und vertragsgemäß werden die Kommanditbeteiligungenüber die MENTORA TREUHANDGesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH,Ottobrunn, verwaltet. Die Geschäftsführung derMENTORA TREUHAND verfügt über Erfahrungen undumfangreiches Know-how im Zusammenhang mitBeteiligungsgesellschaften.Die MENTORA TREUHAND hat die rein administrativenBestandteile ihrer Aufgaben mittels Geschäftsbesorgungsvertragan die nachstehend beschriebeneCHORUS GmbH übertragen. Dadurch ist sichergestellt,dass die Verwaltung der Kommanditanteileim Sinne einer serviceorientierten Gesellschafterbetreuungerfolgt.MittelverwendungskontrolleEinzahlungen erfolgen zunächst auf ein hinsichtlichder Verwendung gemäß Investitionsplan (vgl. Seiten18/23) geschütztes Konto der Beteiligungsgesellschaft.Verfügungen darüber können nur entsprechendder festgelegten Mittelverwendung und mitZustimmung einer mit der Mittelverwendungskontrollebeauftragten renommierten Münchner Partnerschaftaus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern undSteuerberatern durchgeführt werden.Die Beteiligungsgesellschaft kann ferner über Einzahlungennur unter Wahrung der im Gesellschaftsvertragfestgelegten Mittelfreigabekriterien verfügen.ApolloMedia Nova GmbHDie ApolloMedia Nova GmbH ist persönlich haftenderGesellschafter und Geschäftsführer der ApolloPro-Media 1. KG. Sie übernimmt keine Kapitalbeteiligungan der ApolloProMedia 1. KG und ist daher an Gewinnenund Verlusten nicht beteiligt.Geschäftsführer der ApolloMedia Nova GmbH unddamit mittelbar Geschäftsführer der ApolloProMedia1. KG sind Frank Hübner und Jörg Westerkamp,beide Köln. Das Gesellschaftskapital in Höhe von€ 25.000 wird von der ApolloMedia FilmmanagementGmbH gehalten, die wie nebenstehend dargestelltunter anderem die Grundkonzeption für dieBeteiligungsgesellschaft erarbeitet hat.Im Rahmen ihrer Geschäftsführungstätigkeit ist dieApolloMedia Nova GmbH für das organisatorischeund künstlerische Management der ApolloProMedia1. KG verantwortlich. Zur Vermeidung unnötiger Fixkostenpositionenist die Beschäftigung von Mitarbeiternin der ApolloProMedia 1. KG nicht vorgesehen.Im Bedarfsfall soll auf externe Dienstleistungen(u.a. auf Personalleistung der ApolloMedia FilmmanagementGmbH) zurückgegriffen werden.In Bezug auf die Ausführung der organisatorischenund künstlerischen Kontrolle einzelner Filmprojekte16


ApolloMedia TV-Dokumentation: »Marlene – her own song«ist es im Allgemeinen sinnvoll, einen Produktionsdienstleister(Service Producer) als Geschäftsbesorgereinzuschalten.Davon unabhängig liegt die letzte Entscheidungsgewaltim organisatorischen, künstlerischen undfinanziellen Bereich im Zusammenwirken mit denKo-Produktionspartnern stets bei der ApolloPro-Media 1. KG.Weitere PartnerDie CHORUS Beteiligungs GmbH ist Gründungskommanditistder ApolloProMedia 1. KG.Die ApolloMedia Filmmanagement GmbH ist verantwortlichfür die Grundkonzeption der ApolloProMedia1. KG. Darunter ist die Entwicklung der Idee, die Erarbeitungder Grundstrukturen und das Zusammenbringender für die Beteiligungsgesellschaft maßgeblichenPersonen sowie die initiale Einbindungexterner Partner zu verstehen.Darüber hinaus berät die ApolloMedia FilmmanagementGmbH soweit erforderlich die Beteiligungsgesellschaftbei allen Filmproduktionen hinsichtlichProjektauswahl, Abschluss des jeweiligen Ko-Produktionsvertrages,Steuerung und Überwachung derFilmprojekte in der Produktions- und Verwertungsphasesowie insbesondere im Hinblick auf die strategischeAusrichtung.Die CHORUS Vertriebs GmbH ist mit der Eigenkapitalbeschaffungbeauftragt.Neben der mit der Verwaltung der Kommanditanteilebeauftragten MENTORA TREUHAND übernimmt dieCHORUS GmbH die laufende Betreuung derGesellschafter im Sinne eines Investors’ Relations.Sie ist auch für Marketing- und Präsentationsaufgabenin der Platzierungsphase zuständig.17


Investitions- und VerwaltungskostenDie Darstellung der Investitions- und Verwaltungskostenbasiert auf einem angenommenen Gesamtkommanditkapitalvon € 25 Millionen, wobei unterstelltwird, dass die Hälfte 2001 und die andereHälfte 2002 platziert wird. Im Falle von Investitionsunter-oder -überschreitungen wie auch bei zeitlichenAbweichungen kann sich die dargestellteKostenstruktur verändern. Die wesentlichen Investitionsnebenkostenund laufenden Verwaltungskostensind in Abhängigkeit von dem zu realisierendenGesamtkommanditkapital vereinbart. Darüber hinauswurden kaufmännisch vorsichtig laufende Verwaltungskosten,insbesondere für Beratung undProjektprüfung, kalkuliert, die grundsätzlich über-,aber auch unterschritten werden können.Investitionsnebenkosten 2001 2002%* € €Grundkonzeption 2,85% 356.250 356.250Marketing und Präsentation 1,95% 243.750 243.750Eigenkapitalbeschaffung 6,95% 868.750 868.750Prospekte 0,12% 15.000 15.000Rechtskonzeption 0,20% 25.000 25.000Konzeptionelle Steuerberatung 0,30% 37.500 37.500Prospektgutachten 0,20% 25.000 25.000Eintragungskosten 0,10% 12.500 12.500Mittelverwendungskontrolle 0,08% 10.000 10.000Finanzierungskosten 0,75% 93.750 93.750Summe 13,50% 1.687.500 1.687.500Laufende 2001 2002Verwaltungskosten %* € €Geschäftsführung 0,54% 67.500 135.000Haftungsvergütung 0,01% 1.250 2.500Lfd. Steuerberatung,Jahresabschluss 0,25% 31.250 62.500Beratung (RA/StB/etc.) 0,25% 31.250 62.500Beteiligungsverwaltung 0,49% 61.250 122.500Gesellschafterbetreuung 0,17% 21.250 42.500Projektprüfung, Fachbeirat 0,15% 18.750 37.500Sonstige Kosten 0,19% 23.750 47.500Summe 2,05% 256.250 512.500EigenkapitalbeschaffungDie Vergütung für Eigenkapitalbeschaffung wurdegemäß geltendem Umsatzsteuerrecht auf Nettobasisberechnet. Sollte sich hierzu die steuerliche Gesetzeslageändern, sieht der Vertriebsvertrag die Nachforderungder Umsatzsteuer vor. Daraus ergäbe sichfür die Beteiligungsgesellschaft eine geringfügigeVerschlechterung der Prognosedaten.AgioZum Ausgleich zusätzlicher Vertriebskosten wird einAgio in Höhe von 5% der Kommanditbeteiligungerhoben und an die Vertriebsbeauftragten weitergeleitet.FinanzierungskostenZur Deckung aller anfallenden Finanzierungsnebenkosten(Closing Fees, Beratungskosten) erhält dieApolloMedia Filmmanagement GmbH eine einmaligeVergütung in Höhe von 0,75% des Gesamtkommanditkapitalsder Beteiligungsgesellschaft. WeitereFinanzierungskosten sind als Fremdkapitalzinsen inder Planrechnung auf Seite 23 kalkuliert. Sofern diefinanzierende Bank spezifische Sicherstellung fordertoder angemessene Prüfungsaufwendungen füreinzelne Filmprojekte in Rechnung stellt, sind dieseim Allgemeinen in den Produktionskosten des jeweiligenFilmprojekts enthalten.UmsatzsteuerDie der Beteiligungsgesellschaft berechnete Umsatzsteuerwird durch das Finanzamt im Wege derVorsteuererstattung vergütet. In der Planrechnungerfolgen deshalb Darstellungen sowohl für Aufwendungenals auch für Umsatzerlöse grundsätzlich inForm von Nettobeträgen. Zusätzlich zu den ausgewiesenenInvestitionsnebenkosten wurden dortallerdings nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von€ 262.000 kalkuliert, die die für Filmproduktionen zuinvestierenden Mittel mindern.LiquiditätsreserveIn der Kalkulation ergibt sich eine anfängliche Liquiditätsreservevon € 5.250. Grundsätzlich wird unterstellt,dass die verfügbare Liquidität jeweils soweitals möglich nach Deckung der notwendigen Kosten inentsprechende Filmprojekte investiert werden kann.* bezogen auf das gezeichnete Kommanditkapital18


ApolloMedia Projekt: »the eXtremists«


VerwertungserlöseDer wirtschaftliche Erfolg der Beteiligungsgesellschaftwird stets vom tatsächlich eingetretenenEinspielergebnis bzw. vom Verwertungserlös derausgewählten Filmprojekte in den für die Apollo-ProMedia 1. KG maßgeblichen Territorien abhängen.PlanrechnungEine Planrechnung kann insofern nur auf einer Durchschnittsgrößebasieren. Bei ApolloProMedia 1. KG wirdangenommen, dass sich die durchschnittlichen Verwertungserlösebezogen auf die Produktionskostenwie folgt gestalten: im ersten auf die (Re-)Investitionfolgenden Jahr 5%, im zweiten 95% und im dritten30%, insgesamt also 130%. Abweichend davon werdenErlöse aus den Investitionen 2002, die überwiegendfür Filmprojekte aufgewandt werden, welche bereits2001 begonnen wurden, wie folgt angenommen:100% im ersten bzw. 30% im zweiten auf dieInvestition folgenden Jahr.Die Rechteendverwertung ist unabhängig vom Investitionszeitpunktmit 20% kalkuliert.Diese Erlösannahmen basieren auf der zurückhaltendenEinschätzung der Geschäftsführung, den Branchenkenntnissenbeteiligter Ko-Produktionspartnerund den Untersuchungen nationaler sowie internationalerexterner Medien-Berater, wie SOLON AssociatesLimited, London, und Gordon Steel, Los Angeles.Ferner werden die Erlösannahmen für die konkret zurKo-Produktion vorgesehenen Filmprojekte jeweilsdurch Sales Estimates des beauftragten Weltvertriebesuntermauert. Diese müssen mindestens zehnProzentpunkte mehr, also 140% ausweisen (vgl.Investitionsgrundsätze Seite 14 f.).Professioneller VertriebVoraussetzung für ein positives Gesamtergebnis istein professionelles Vertriebsnetz. Bei Filmen sind üblicherweiseein etablierter Weltvertrieb und nachfolgendverschiedene Sub-Lizenznehmer eingeschaltet.WeltvertriebDie Weltvertriebsfirma verfügt über ein internationalesVerkaufsnetz und präsentiert auf einschlägigenMessen und bekannten Festivals.Ein erfahrener Weltvertrieb stellt bereits in derSelektions- und Produktionsphase einen wichtigenInputgeber dar, um eine optimale Verwertung desFilms zu gewährleisten.ApolloProMedia 1. KG ist dabei nicht auf einen bestimmtenWeltvertrieb festgelegt. Dieser wird bezogenauf das jeweils konkrete Filmprojekt zusammenmit den Ko-Produzenten bestimmt und stellt einenwichtigen Faktor für die Projektauswahl dar.Sub-LizenznehmerDer Weltvertrieb führt Verhandlungen mit geeignetenterritorialen Auswertern. Diese erwerben die Auswertungsrechteeines bestimmten Filmes für ein bestimmtesGebiet, z. B. Nordamerika, Deutschland etc., füreinen bestimmten Zeitraum sowie für bestimmte Auswertungsarten(Kino, Video, TV, DVD etc.). Dafür erhaltendie einzelnen Produzenten bezogen auf ihre Auswertungsrechteim Allgemeinen eine feste Lizenzgebühroder vorweg eine Garantiesumme (Minimumgarantie)mit einem darüber hinausgehendenmöglichen Anteil am Einspielergebnis.Üblicherweise werden dann vonden Sub-Lizenznehmern geeigneteMaßmahmen für eine erfolgversprechendeAuswertungdurchgeführt. So tragen (auf zunächsteigene Rechnung) Kinoverleiherund Videounternehmer z. B. dieHerausbringungskosten (gegebenenfalls20


Synchronisation, Vervielfältigung und Versand derFilmrollen bzw. Videokassetten/DVDs) und vor allemdie Kosten der Werbung (TV-, Radiospots, Pressearbeit,Plakate etc.).Bei erfreulichen Einspielergebnissen zeigen sichnach Abzug der Erlösanteile z. B. für Kino- undVideothekenbetreiber, der Herausbringungskostenund einer angemessenen Distributionsgebühr sowienach Berücksichtigung der Minimumgarantie entsprechendhohe Erlöse für die jeweiligen Produzenten.Im Idealfall ist die ApolloProMedia 1. KG durchdie vereinbarte Garantiesumme gesichert und partizipiertdarüber hinaus an besonderen Erfolgen.Die Verwertungskette in der ZeitachseFilmprojekte, die kommerziell ausgerichtet und imUnterhaltungsbereich angesiedelt sind, werden inder Regel die überwiegenden Rückflüsse bereits inden ersten Jahren nach Fertigstellung und Erstaufführungerzielen.Beispielszenario3 – 6 Monate Kino6 Monate Video/DVD4 Monate Pay-TV5 – 8 Monate Free TVSelbstverständlich sind im Anschluss weitere Rückflüssezu erwarten, die aber weniger in den einzelnenWirtschaftsperioden als vielmehr in ihrerGesamtsumme Bedeutung erlangen.vorgesehen und eine Beendigung der Beteiligungsgesellschaftzum 31. Dezember 2008 bestimmt.Der Filmrechtehandel ist sehr transparent und offen,da einerseits der interessante und handelbareBestand überschaubar ist und andererseits in Fragekommende Produkte (Filme) allen Marktteilnehmernbezüglich Inhalt und Markterfolg im Detail bekanntsind. Über einschlägige Medien erreichen Verkaufsangebotemaßgebliche Rechtehändler auch aufinternationaler Ebene.Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden,dass auch die jeweiligen Ko-Produktionspartner dereinzelnen Filmprojekte Interesse am Erwerb der anteiligenRechte der ApolloProMedia 1. KG bekundenwerden. Sofern nicht bereits im Ko-ProduktionsvertragRegelungen (Options-, Vorkaufsrechte) füreine mögliche spätere Übernahme der Rechte vereinbartsind, können – sofern ausreichende wirtschaftlicheGründe dafür sprechen – mit Zustimmungdes Fachbeirats solche Vereinbarungen auchvor der gemäß Planrechnung vorgesehenen Rechteendverwertunggetroffen werden.Tendenziell werden die Erlöse aus der endgültigenRechteverwertung wiederum vom anfänglichen Erfolgder Filmprojekte abhängig sein. Insofern kannfür eine Planrechnung wieder nur ein nach Meinungbeteiligter Fachleute realistischer Durchschnittswertbezogen auf die ursprünglichen Produktionskostenangesetzt werden.NebenrechteDazu kommen noch sogenannte Nebenrechte, wieAirline- und Hotelvideo, Musikrechte oder Merchandising,die von den dargestellten Sub-Lizenznehmernmit entsprechend erhöhten Garantieleistungen miterworbenwerden oder getrennt vergeben sein können.Der in der Prognoserechnung unterstellte Wert kannals zurückhaltend bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt,dass dieser Prozentsatz auch für Produktionenangesetzt wird, die beispielsweise im Jahr2006 fertiggestellt und dann im Verwertungsjahr2008 erst gut zwei Jahre alt sein werden.RechteendverwertungAufgrund der im Allgemeinen nach den ersten Jahrenstark abnehmenden Erlöse wird die Endverwertungaller in der Beteiligungsgesellschaft produziertenRechte in absehbarer Zeit angestrebt. D. h. alle Rechtesollen endgültig meistbietend veräußert werden.Gemäß Gesellschaftsvertrag ist dies für das Jahr 2008Zur Sicherstellung der Gesellschafterinteressen wirdim Rahmen der Rechteendverwertung ein Verwertungsausschussgebildet, dem neben Geschäftsführungund Fachbeirat zwei aus dem Kreise derGesellschafter/Kapitalanleger gewählte Mitgliederangehören.21


Planrechnung für die GesellschaftBei der nebenstehenden Planrechnung handelt essich um eine vereinfachte Darstellung, die deutlichunterschritten, in etwa erreicht, aber auch weit übertroffenwerden kann. Insbesondere im Zusammenhangmit der beabsichtigten Finanzierung ist zu berücksichtigen,dass die Ist-Werte nicht nur der Höhenach, sondern auch in Bezug auf Eintrittszeitpunktund Dauer von den Plan-Werten abweichen können.ErlöseAus den auf Seite 20 dargestellten grundsätzlichenPlanerlösen ergeben sich rechnerisch nach Abzugder vereinbarten erfolgsbezogenen Vergütung fürdie ApolloMedia Filmmanagement GmbH folgendeNettoerlösannahmen und liegen damit nebenstehenderPlanrechnung zu Grunde: 4,83% für das erste,91,72 % für das zweite und 28,97% für das dritte aufdie (Re-)Investition folgende Jahr jeweils bezogenauf die Höhe dieser (Re-)Investition. Analog errechnensich Erlöse aus den Investitionen in 2002 wiefolgt: 96,55% im ersten bzw. 28,97% im zweiten aufdie Investition folgenden Jahr jeweils bezogen aufdie Investition.Erlöse aus der Rechteendverwertung ermitteln sichnach Abzug der erfolgsbezogenen Vergütung mit19,31% der Summe der (Re-)Investitionen und fallenplangemäß im Jahr 2008 an.In der Darstellung ist die Zuordnung der einzelnenNettoerlöse auf die entsprechenden Investitionsjahredurch Farbengleichheit dargestellt.Re-InvestitionskonzeptDie Investition in 2001/2002 ergibt sich rechnerischaus dem vorgesehenen Gesamtkommanditkapitalder Beteiligungsgesellschaft von € 25 Millionenabzüglich der Investitionsnebenkosten, der Fremdkapitalzinsen,der laufenden Verwaltungskosten für2001/2002 sowie der nicht abzugsfähigen Vorsteuerund der Liquiditätsreserve.Konzeptgemäß werden bis 2005 die über die festgelegtenAusschüttungen hinausgehenden, verfügbarenRückflüsse wieder in neue Ko-Produktionen investiert,um so ohne erneute fondsbedingte Nebenkosteneine Maximierung der realisierbaren Gesamtausschüttungzu erreichen.Die Re-Investitionen der Jahre 2002 bis 2005 errechnensich aus dem Gesamterlös der jeweiligenWirtschaftsperiode abzüglich laufender Verwaltungskosten,Gewerbesteuer sowie unter Berücksichtigungder geplanten Ausschüttungen. Die Rundungauf glatte Investitionsbeträge zeigt sich jeweilsin der Veränderung der Liquiditätsreserve.Ab 2006 werden keine neuen Ko-Produktionen mehrvorgenommen und die Rückflüsse abgesehen vonlaufenden Verwaltungskosten und einer geringenLiquiditätsreserve ausgeschüttet.AusschüttungGemäß Gesellschaftsvertrag sind unabhängig vomZeitpunkt des Beitritts bzw. der Einzahlung in derRe-Investitionsphase (2003 – 2005) Ausschüttungenin Höhe von 7% p. a. festgelegt und dann gemäßPlanrechnung mit 28% (2006), 53% (2007) und77% (2008, inkl. Rechteendverwertung) kalkuliert.Darüber hinaus erfolgt abhängig vom Zeitpunkt derEinzahlung der Kapitaleinlage bis zum 3. Mai 2002eine zeitanteilige Vorabausschüttung (Vorabgewinnbzw. wirtschaftlich Kapitalrückzahlung) in Höhe von5% p. a.Gesellschafter, die frühzeitig einzahlen, sind daherzu Lasten der Späteinzahler begünstigt.In der Kalkulation wurde im Mittel eine Einzahlungzum 1. Februar 2002 unterstellt. Die Vorabausschüttungensollen aus ersten Produktionserlösen Anfang2003 gezahlt werden.FremdkapitalIn der Prognoserechnung wurde eine Zinsbelastungvon 7% (z. B. EURIBOR + 3%) unterstellt. Die Inanspruchnahmedes Fremdkapitals wurde im Mittelzum 15. März 2002, die Tilgung und gleichzeitigeNeuaufnahme jeweils in den Jahren 2003 und 2005sowie die Rückführung jeweils zum 30. Juni 2006und 2007 angenommen.Steuerliches ErgebnisDas steuerliche Ergebnis der ApolloProMedia 1. KGergibt sich aus der Planrechnung, wobei Ausschüttungenund Liquiditätsveränderungen (einschließlichFremdkapitalaufnahme und -tilgung) grundsätzlich22


Angaben in € 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008(Re-)Investition 6.670.000 13.825.000 16.985.000 4.495.000 13.535.000Nettoerlöse 321.994 6.117.891 1.931.9660 13.348.038 4.004.411819.951 15.579.067 4.919.705216.996 4.122.926 1.301.977653.402 12.414.641 3.920.413Rechteendverwertung 10.718.981Gesamterlöse 0 321.994 19.465.928 6.756.328 15.796.063 9.696.034 13.716.617 14.639.394Fremdkapital-Aufnahme 7.500.000 7.500.000 7.500.000Fremdkapital-Tilgung 7.500.000 7.500.000 4.000.000 3.500.000Fremdkapital-Zinsen 415.625 525.000 525.000 525.000 262.500 122.500Investitionsnebenkosten 1 1.818.500 1.818.500Lfd. Verwaltungskosten 187.500 375.000 375.000 375.000 375.000 375.000 375.000 375.000Geschäftsführung 67.500 135.000 135.000 135.000 135.000 135.000 135.000 135.000Haftungsvergütung 1.250 2.500 2.500 2.500 2.500 2.500 2.500 2.500Gewerbesteuer 376.600 574.900Gesamtausgaben 2.074.750 2.746.625 1.037.500 1.037.500 1.037.500 775.000 1.011.600 1.087.400Vorabausschüttung 2001/2002 218.750Ausschüttung 1.225.000 1.225.000 1.225.000 4.921.034 9.205.017 13.554.682in % 3 7,00% 7,00% 7,00% 28,12% 52,60% 77,46%Anfangsliquidität 5.250 5.250 5.619 5.297 4.125 2.688 2.688 2.688Endliqudität 5.250 5.619 5.297 4.125 2.688 2.688 2.688 0Steuerliches Ergebnis -8.744.750 -16.249.631 1.443.428 1.223.828 1.223.563 8.921.034 12.705.017 13.551.994Agio -625.000 -625.000in % 2 (Beitritte 2001) -74,96% -30,00% 5,77% 4,90% 4,89% 35,68% 50,82% 54,21%in % 2 (Beitritte 2002) -104,98% 5,77% 4,90% 4,89% 35,68% 50,82% 54,21%in % 3 (Beitritte 2001) -107,08% -42,86% 8,25% 6,99% 6,99% 50,98% 72,60% 77,44%in % 3 (Beitritte 2002) -149,97% 8,25% 6,99 % 6,99% 50,98% 72,60% 77,44%1inkl. nicht abzugsfähige Vorsteuer, 2 bezogen auf Beteiligung, 3 bezogen auf BareinlageGesamtausschüttung 179,18%steuerneutrale Positionen darstellen. Insbesondereaufgrund des Aktivierungsverbots (vgl. SteuerlicheGrundlagen Seiten 27 bzw. 54 ff.) ergeben sich hoheanfängliche Buchverluste, die gemäß Betriebskonzeptdurch spätere Gewinne weit überkompensiertwerden.In der Modellrechnung sind jeweils bezogen auf einzelneWirtschaftsperioden (Geschäftsjahre) Ausschüttungenund steuerliches Ergebnis annähernd gleich.In der Abgrenzung der einzelnen Geschäftsjahre könnenallerdings steuerliche Überschüsse und Ausschüttungendifferieren, wenn beispielsweise zumEnde einer Wirtschaftsperiode Erträge zu Tage treten,die erst im folgenden Jahr re-investiert werden können.Insofern wird dann in dieser Wirtschaftsperiodedas steuerliche Ergebnis höher als der Ausschüttungsbetragsein, wobei ein entsprechender Ausgleichin den folgenden Jahren stattfinden wird.23


Beispielrechnung für den GesellschafterWie ausgeführt, liegt der Planrechnung von Seite 23und damit auch einer Beispielrechnung für denGesellschafter in den auf die Investition folgendenJahren eine durchschnittliche Erlösannahme proFilmprojekt bezogen auf den jeweiligen Produktionskostenanteilwie folgt zugrunde:1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr Gesamt5% 95% 30% 130 %Abweichend davon sind die Investitionen im Jahr2002 mit 100% im ersten und 30% im zweiten aufdie Investition folgendem Jahr angenommen. Ausdiesen durchschnittlichen Erlösannahmen pro Filmprojektergibt sich aufgrund des Gewinnmaximierungseffektsdes auf Seite 22 f. beschriebenen(Re-)Investitionskonzeptes eine Gesamtausschüttungvon etwa 179% bezogen auf die Kapitaleinlage(vgl. Modellrechnung B). Zusätzlich ist für Einzahlungenbis 3. Mai 2002 eine Vorabausschüttungin Höhe von 5% p. a. vorgesehen. Aufgrund unterschiedlicherEinzahlungszeitpunkte wird sich diesefür jeden Gesellschafter individuell errechnen und istdaher in den Modellrechnungen nicht berücksichtigt.AbweichungsszenarioIm Folgenden soll dargestellt werden, wie Veränderungender Erlösannahmen nach unten und nachoben auf mögliche Ausschüttungen, also auf dieWirtschaftlichkeit der Beteiligung, wirken.Aus Vereinfachungsgründen wurde das Entstehender Erlöse auf der Zeitachse und die Annahme zurRechteendverwertung nicht variiert. Hieraus resultierendeVeränderungen können nachstehende Ergebnisseverstärken oder aufheben.Neben dem Planszenario (Modellrechnung B) wird inuntenstehender Tabelle eine eher pessimistischeAnnahme (Modellrechnung A) und analog eineoptimistische Erlösannahme (Modellrechnung C)zugrunde gelegt.Die darauf aufbauenden Beispielrechnungen zeigen,dass deutlich reduzierte Erlösannahmen noch zueiner Vermögensmehrung von insgesamt etwa 4%führen, während in der optimistischen Variante dieVermögensmehrung bei ca. 20% pro Jahr liegt.Modellrechnung A B CJahr (Bad Case) (Plan) (Good Case)Erlösannahmen bezogen 1. Jahr 3% 5% 7%auf Budgetanteil 2. Jahr 85% 95% 105 %3. Jahr 22% 30% 38%Gesamt 110% 130% 150%Ausschüttungen bezogen 2003 7% 7% 7%auf die Bareinlage 2004 7% 7% 7%2005 7% 7% 7%2006 4% 28% 58%2007 25% 53% 80%2008 61% 77% 100 %Gesamt 111% 179% 259%24


ApolloMedia Projekt: »FEARdotCOM«


ApolloMedia Projekt: »I am Dina«


Steuerliche GrundlagenEntsprechend der Konzeption des Vertragswerks erzielendie Kommanditisten der ApolloProMedia 1. KGals Mitunternehmer (Mit-Filmproduzenten) steuerlicheEinkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne von § 15Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2, Abs. 3 Nr. 1 EStG. Im Rahmender Ko-Produktionen übt die ApolloProMedia 1. KGkünstlerische sowie organisatorische Leitungsfunktionenaus, ist in Rechts- und Finanzierungsfragenmitbestimmend und tritt damit stets als Produzentauf. Die Stoffrechte, Leistungsschutzrechte sowiedie Rechte am Film stehen bei den Ko-Produktionenallen Ko-Produzenten zu. Damit wird dem Kriteriumder „Herstellereigenschaft“ gemäß BFH-Urteil vom20.09.1995 (BStBl. 1997 II, S. 320) und demMedienerlass vom 23.02.2001 (BStBl. 2001 I,S. 175) Rechnung getragen (vgl. Seiten 54 ff.).Die Kosten für selbstgeschaffene, immaterielle Wirtschaftsgüter,also auch für die Produktion von Filmenbzw. Herstellung von Filmrechten, unterliegen nachgeltendem Recht dem Aktivierungsverbot (§ 248Abs. 2 HGB und § 5 Abs. 2 EStG) und sind damit imJahr der Entstehung als Aufwand zu verbuchen (abzuschreiben).Zwangsläufig entstehen so bei derApolloProMedia 1. KG zusammen mit den fondsbedingtenNebenkosten anfängliche Verluste etwa inHöhe der vorgesehenen Gesamtinvestition, also bezogenauf den einzelnen Gesellschafter etwa in Höheseines im Handelsregister eingetragenen Haftkapitals(Bareinlage + ausstehende Einlage + Agio).Gemäß § 2 b EStG dürfen negative Einkünfte ausBeteiligungen an Steuermodellen nur mit positivenEinkünften des laufenden Veranlagungsjahres aussolchen Modellen und nach Maßgabe des § 10 d EStGmit positiven Einkünften des vorangegangenen Veranlagungszeitraumesoder den folgenden Veranlagungszeiträumenaus solchen Einkunftsquellen ausgeglichenwerden. Ein Ausgleich mit anderen Einkünftenist danach nicht mehr möglich. Steuermodellesind dabei solche Beteiligungsgesellschaften,bei denen bei dem Erwerb oder der Begründungder Einkunftsquelle die Erzielung eines steuerlichenVorteils im Vordergrund steht, insbesondere die, beidenen die Nachsteuerrendite doppelt so hoch wie dieVorsteuerrendite ist oder die Verlustzuweisung in derAnfangsphase bzw. Verlustphase zu Steuerermäßigungen(Einkommensteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag)führen, die höher sind als das einzusetzendeEigenkapital (nach Abzug einer modellhaftenAußenfinanzierung).Nach dem Erlass zu § 2 b EStG vom 20.12.2000 und22.08.2001 ist in Anlehnung an die Darstellung verschiedenerSteuerfachleute nicht damit zu rechnen,dass die ApolloProMedia 1. KG als Steuermodell angesehenwerden kann, da insbesondere die Renditeauf das einzusetzende Kapital nach Steuern nichtmehr als das Doppelte der Rendite vor Steuern beträgtund in der Darstellung der anfänglichen Buchverlustenur der prospektgemäßen Aufklärungspflichtnachgekommen wird. Auch führen die inder Investitions-/Anfangsphase anfallenden Verlusteprognosegemäß nicht zu Steuerermäßigungen, diedas bis dahin einzusetzende/eingesetzte Eigenkapital(siehe oben) übersteigen.Alle Verwertungserlöse saldiert um Verwaltungskostenund (Re-)Investitionen in weitere Filmprojektestellen steuerliche Gewinne dar, die im Rahmen dereinheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellungauf der Ebene des Anlegers voll zu versteuern sind.Insofern ist ApolloProMedia 1. KG als gewinnorientierte,unternehmerische Beteiligung einzustufen.Eine Beteiligung an der ApolloProMedia 1. KG ist ausvordergründig steuerlichen Überlegungen dahernicht sinnvoll. Zentrales Motiv sollte stets dieTeilnahme an einem stetig expandierenden Wachstumsmarktsein. In diesem Zusammenhang ist anzumerken,dass die international ausgerichteten Filmproduktionender ApolloProMedia 1. KG auch, zumindestteilweise, in Deutschland realisiert werden unddamit zur politisch gewollten Belebung der deutschenFilmwirtschaft beitragen.Obwohl im Rahmen dieser Beteiligung steuerlicheAspekte nicht im Vordergrund stehen, sind die fürdie Beteiligungsgesellschaft grundsätzlich maßgeblichensteuerlichen Grundlagen der Vollständigkeithalber in ausführlicher Form auf Seiten 54 ff. dargestellt.27


Weitere Risiken der BeteiligungDie Beteiligung an der ApolloProMedia 1. KG stellteine unternehmerische Beteiligung dar. Insofernweist sie die typischen Risiken des Unternehmertums,insbesondere diejenigen der Film- undMedienbranche, auf. Gewinne oder Verluste sind inder Film- und Medienbranche weitestgehend von derAkzeptanz des Film- und Medienproduktes beimPublikum abhängig. In diesem Zusammenhang sindfalsche Investitionsentscheidungen aller beteiligtenExperten niemals auszuschließen.Bei einer unternehmerischen Beteiligung wie derVorliegenden ist im Allgemeinen daher keine zuverlässigeErgebnisvorhersage möglich. Eine Beteiligungan der ApolloProMedia 1. KG ist so nicht zu vergleichenmit reinen Geldanlagen, wie z. B. Bankguthabenoder festverzinslichen Wertpapieren. Aus derBeteiligung an der ApolloProMedia 1. KG sind keinefesten Zinsen oder eine feste Rendite zu erwarten.Das wirtschaftliche Ergebnis hängt vielmehr vonzahlreichen variablen Faktoren ab, die das Ergebnisabweichend von der Planrechnung im Prospekt negativ,aber auch positiv beeinflussen können.Risiko der FilmfertigstellungDas Risiko der nicht erfolgenden Fertigstellung derFilme ist jeweils durch eine Fertigstellungsgarantieeiner Versicherung mit einem sog. Completion Bondabgesichert. Der Completion Bond deckt grundsätzlichSchäden aus der Nichtfertigstellung eines Filmsbzw. Budgetüberschreitungen ab, wobei Zahlungenim Fall von Betrug, Krieg, Nuklearverseuchung undNaturkatastrophen ausgeschlossen sind. EventuelleLeistungen des Completion Bonds sind aus denersten Erlösen zu erstatten und führen somit zueiner Erlösreduzierung für den Anleger.Risiko der Fremdfinanzierungvon Teilen der ProduktionskostenDas wirtschaftliche Risiko der Beteiligung wird durchdie teilweise Finanzierung der Filmproduktionen erhöht,da die Fremdfinanzierung hinsichtlich Zins undTilgung vorrangig aus den Erlösen bedient wird. Solltedie mit den Ko-Produktionen auf der Ebene derApolloProMedia 1. KG nach sämtlichen Kosten zu erzielendeRendite unter den Fremdfinanzierungskostenliegen, würde damit der Ertrag der Gesellschaft vermindertbzw. ein möglicher Verlust weiter erhöht.Einzahlung/MittelverwendungskontrolleDie Kommanditeinlagen nebst Agio sind durch dieKommanditisten vereinbarungsgemäß direkt auf einKonto der ApolloProMedia 1. KG zu leisten, über daszunächst nur gemeinsam mit dem Mittelverwendungskontrolleurverfügt werden kann. Der Mittelverwendungskontrolleurist mit der Überwachungder Einhaltung der festgelegten Mittelfreigabevoraussetzungenund Investitionsnebenkosten beauftragt.Zahlungen für Filmproduktionen unterliegendann nicht mehr der Prüfung und Überwachungdes Mittelverwendungskontrolleurs und könnensomit formal durch die Geschäftsführung der Apollo-ProMedia 1. KG allein vorgenommen werden.Weder die mit der Verwaltung der Kommanditanteilebeauftragte MENTORA TREUHAND noch der Mittelverwendungskontrolleurüben eine inhaltliche,künstlerische oder wirtschaftliche Beurteilung oderKontrolle über die einzelnen Filmprojekte aus.RückabwicklungEine wie immer geartete Rückabwicklung der Beteiligungist, soweit die Beitrittserklärung im Auftragdes Komplementärs durch die MENTORA TREUHANDangenommen ist, nicht mehr vorgesehen, da derApolloProMedia 1. KG eine verlässliche Kalkulationsbasisfür die Übernahme von Filmprojekten auf Basisder abgegebenen Beitrittserklärungen ermöglichtwerden muss. Sollte jedoch der Fall eintreten, dassEinzahlungen zurückzuerstatten sind, geschieht diesunmittelbar aus dem Vermögen der ApolloProMedia1. KG. Insoweit könnte bei allgemeiner Verschlechterungder Vermögenslage der ApolloProMedia 1. KGdie Realisierbarkeit des Rückzahlungsanspruchesgegebenenfalls beeinträchtigt sein.Risiko nicht vollständiger PlatzierungEs besteht die Möglichkeit, dass das vorgesehenePlatzierungsvolumen nicht erreicht wird. Dies hätteeine Verschlechterung der Kostenstruktur der Gesellschaftzur Folge. Da der überwiegende Teil derKosten jedoch variabel in Abhängigkeit vom platziertenEigenkapital der Gesellschaft vertraglich vereinbartwurde, wären die Auswirkungen eher gering.Ferner könnte die angestrebte Streuung der Erstinvestitionauf etwa fünf verschiedene Film- undMedienprojekte nicht mehr möglich und dadurch derbeabsichtige Risikoausgleich beeinträchtigt sein.28


Schlüsselpersonenrisiko/InteressenkollisionenDer Gesamterfolg der ApolloProMedia 1. KG und derErfolg der einzelnen Film- und Medieninvestitionenhängt maßgeblich von der Qualifikation des Managementsder ApolloProMedia 1. KG sowie der verbundenenApolloMedia Filmmanagement GmbH ab. Der Rückzug,das Ausscheiden oder das Ableben solcher Schlüsselpersonenkönnen daher nachteilige Folgen auslösen.Die maßgeblich handelnden Personen dieser Gesellschaft,insbesondere die Geschäftsführung und derFachbeirat, unterliegen keinen Wettbewerbsbeschränkungen.Insofern besteht grundsätzlich dasRisiko von Interessenkollisionen.HaftungDie Beteiligung an der ApolloProMedia 1. KG stellt eineKommanditbeteiligung dar. Eine über die übernommenenvertraglichen Zahlungsverpflichtungen zzgl. derausstehenden Einlage exklusive Agio bzw. die darüberhinaus im Handelsregister eingetragene Haftsummei.H.v. 105% des nominal übernommenen Kommanditanteilshinausgehende persönliche Haftung des Anlegersbesteht im Verhältnis zur ApolloProMedia 1. KGund zu deren Gläubigern nicht. Ebenso besteht mitAusnahme der Einforderung der ausstehenden Einlagekeine Nachschusspflicht. Für solche Ausschüttungenallerdings, die bei wirtschaftlicher Betrachtung Kapitalrückzahlungenund nicht Gewinnauszahlungen darstellen,lebt die Haftung wieder auf. Es ist aber daraufhinzuweisen, dass im Bereich der hier genanntenFinanzierungsrisiken es ebenfalls zu einer Einforderungder ausstehenden Einlagen kommen kann.Sollte zum Zeitpunkt der Eintragung des Kommanditistenin das Handelsregister der Wert des von ihmübernommenen Gesellschaftsanteils (atypisch stilleBeteiligung gemäß § 4 Ziff. 6 des Gesellschaftsvertrages)nicht mehr dem Betrag der geleisteten Bareinlageentsprechen, so könnte der Differenzbetragim Falle der Krise der Gesellschaft als weitere nichterbrachte und damit aussenstehende Einlage betrachtetwerden, die zu einer nochmaligen Nachforderungin dieser Höhe führen könnte.Ausfall eines Ko-ProduktionspartnersApolloProMedia 1. KG wird in Filmprojekte nur investieren,wenn im Rahmen der Ko-Produktionsgemeinschaftdie Gesamtfinanzierung des Filmprojektesaufgrund entsprechender Vereinbarungen mit augenscheinlichbonitätsstarken Partnern geschlossenist. Es besteht allerdings das Risiko, dass im Zugeder Herstellung des Filmes aus wirtschaftlichen oderrechtlichen Gründen auf den festgelegten Budgetanteileines in der Gesamtfinanzierung beteiligten Partnersnicht zugegriffen werden kann. Die so entstandeneFinanzierungslücke muss dann durch die bisherbeteiligten und/oder neue Ko-Produktionspartneroder eine entsprechende Fremdfinanzierung ausgeglichenwerden, was zu erheblichen wirtschaftlichenNachteilen führen kann. Beim Zusammenkommenmehrerer unglücklicher Umstände kann das betreffendeFilmprojekt gar nicht fertiggestellt werden undentsprechende Investitionsmittel der Beteiligungsgesellschaftganz verloren sein.GAP-FinanzierungEs besteht die Möglichkeit, dass innerhalb einerKo-Produktionsgemeinschaft Teile der Produktionskostendurch Vorfinanzierung bestehender Pre-Salesaufgebracht werden (GAP-Finanzierung). Üblicherweisegeht die Rückführung dieser Mittel den Erlösansprüchender Beteiligungsgesellschaft vor. Sofernvereinbarungsgemäß diese GAP-Finanzierung demKo-Produktionspartner zugerechnet wird, ist er zumAusgleich in anderen Teilen entsprechend schlechtergestellt, so dass die Erlösposition der ApolloPro-Media 1. KG insgesamt in Bezug auf ihren Produktionskostenanteilmindestens wieder gleichrangigsein soll. Es besteht jedoch das Risiko, dass bei weitunter den Sales-Estimates liegenden Erlösen sichdurch die vorrangige Rückführung dieser Finanzierungdeutlich reduzierte Rückflüsse für die Beteiligungsgesellschaftergeben können.DarlehenDie Geschäftsführung ist über die teilweise Finanzierungder Filmproduktionen hinaus befugt, Finanzierungsmittelbis zu einer Höhe von 20% des nominalenGesellschaftskapitals in Anspruch zu nehmen,um zeitlich auseinanderfallende Liquiditätszu- und-abflüsse zu überbrücken. Daraus resultierende Tilgungszahlungenund Zinsaufwendungen sind in derPlanrechnung nicht berücksichtigt. In einem gewissenRahmen könnten sich hier negative Einflüsse ergeben.29


Weitere Risiken der BeteiligungWährungs- und WechselkursrisikenSowohl im Produktions- als auch im Verwertungsbereicherfolgen im Filmgeschäft Abrechnungenhäufig in Fremdwährungen, insbesondere in US$.Insofern kann das Gesellschaftsergebnis aufgrundvon Währungs- und Wechselkursdifferenzen, z. B. beihohen US$-Kursen in der Produktionsphase und entsprechendniedrigen in der Verwertungsphase, beeinträchtigtwerden. Wirtschaftliche Effekte aus sichverändernden Wechselkursen werden dabei aufGrund der vorgesehenen Re-Investitionen teilweisewieder ausgeglichen.Verträge nach ausländischem RechtIm Rahmen der Beteiligung an Ko-Produktionen kannes erforderlich sein, dass die Gesellschaft Verträgenicht nur nach deutschem Recht, sondern auch nachdem Recht ausländischer Rechtskreise abschließenund ausländische Gerichtsstände vereinbaren muss.Verträge im Zusammenhang mit der Herstellung unddem Vertrieb von Filmen werden insbesondere nachUS-amerikanischem Recht abgeschlossen. Hierauskönnen für die Gesellschaft besondere Risiken entstehen,die insbesondere auch aus einer im Auslanderforderlichen Rechtsverfolgung vor ausländischenGerichten herrühren. Die Durchsetzung von Ansprüchenkann sich hierdurch schwieriger gestaltenund/oder mit erheblich höheren Kosten verbundensein. Die Einschätzung etwaiger Prozessrisiken wirdzudem erschwert.Vorzeitige Kündigungen sind nur aus wichtigemGrund möglich. Im Fall einer vorzeitigen Auflösungkann ein eventuell sich ergebendes Auseinandersetzungsguthabendeutlich hinter dem Wert einerplanmäßigen Entwicklung zurückbleiben. Gegebenenfallsliegt es auch unter dem Betrag der eingezahltenEinlage. Das Agio entfällt in jedem Fall.Der Anleger kann über seine Beteiligung im Ganzendurch Übertragung auf andere Personen verfügen,wenn die ApolloMedia Nova GmbH als persönlichhaftender Gesellschafter zustimmt. Diese Zustimmungkann nur bei sachlich gerechtfertigten Gründen,insbesondere solchen in der Person des Übernehmersoder einer nicht erteilten Freistellung derGesellschaft und der übrigen Gesellschafter von etwaigengewerbesteuerlichen Nachteilen aus demGesellschafterwechsel, verweigert werden.Die Übertragung kann nur mit Wirkung zum Ablaufeines Geschäftsjahres erfolgen. Dies kann zu erheblichenEinschränkungen führen.Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass ein geregelterMarkt für die Veräußerung derartiger Anteilederzeit nicht besteht und es dementsprechendschwierig sein kann, entsprechende Kaufinteressentenzu finden. Eine Beteiligung an der ApolloPro-Media 1. KG ist daher nicht für Investoren geeignet,die auf eine kurzfristige Verfügbarkeit ihres investiertenKapitals angewiesen sind.GesellschafterbeschlüsseDer Gesellschaftsvertrag der ApolloProMedia 1. KGsieht in der Regel eine mehrheitliche Beschlussfassungder abgegebenen Stimmen in Gesellschafterversammlungenoder im schriftlichen Verfahrenvor. Sofern sich an diesen Beschlussfassungen nurwenige Investoren beteiligen, besteht das Risiko,dass eine Minderheit Beschlüsse fasst, die von dergesamten Gesellschaft und damit von allen Investorengetragen werden müssen. Auch ist denkbar,dass einzelne Investoren die Gesellschaft durch entsprechendhohe Kapitalbeteiligungen majorisieren.Substanzwert der ApolloProMedia 1. KGIm Gegensatz zu anderen Kapitalanlagen, wie z. B.Immobilien, stellen Verwertungserlöse im Filmbereichkeine Erträge unter Beibehaltung des Substanzwertes,sondern in gewissem Maße Substanzverzehrdar. Die Erlöse aus der Rechteverwertungkönnen deutlich niedriger sein als in der Planrechnungangenommen, im Extremfall auch naheNull liegen. Im Allgemeinen wird sich die Rechteverwertungaber um so positiver gestalten, je positiversich die Verwertungserlöse aus den vorangegangenenJahren gezeigt haben, und umgekehrt.Anlagedauer und FungibilitätDie Kommanditeinlage ist grundsätzlich für eineLaufzeit bis zum 31. Dezember 2008 fest gebunden.Grundsätzlich besteht auch das Risiko, dass imRahmen der Ko-Produktionsvereinbarungen beteiligtenKo-Produktionspartnern Kaufoptionen für Ver-30


wertungsrechte eingeräumt werden und damit einmögliches Auswertungspotential nicht vollends fürdie Gesellschaft ausgeschöpft werden kann.BMF-Schreiben vom 24. Oktober 2001 fixierte Übergangsregelunganalog für die ApolloProMedia 1. KGanzuwenden wäre.AnteilsfinanzierungIm Betriebskonzept der ApolloProMedia 1. KG ist eineauch teilweise Fremdfinanzierung der einzelnenBeteiligungen nicht vorgesehen. Eine Fremdfinanzierungder Beteiligung könnte hinsichtlich § 2 b EStGsteuerschädlich sein. Es wird daher dringendempfohlen bei Anteilsfinanzierung eine individuellesteuerliche Beratung einzuholen.Darüber hinaus besteht das Risiko, dass bei bestimmtenKo-Produktionen oder in Anlehnung an dasBMF-Schreiben vom 23. Februar 2001 insgesamt dieHerstellereigenschaft der ApolloProMedia 1. KGdurch die Finanzverwaltung verneint werden könnteund damit Aufwendungen für die Filmherstellungnicht im Entstehungsjahr als sofort abzugsfähigeBetriebsausgaben anzusehen sind.Steuerliche RisikenVor allem würden sich, insbesondere dann, wenn dieApolloProMedia 1. KG als Steuermodell anzusehenwäre (z. B. infolge modellhafter Finanzierung oderWerbens mit Verlusten), Nachteile aus der Verlustabzugsbeschränkunggemäß § 2 b EStG ergeben. Indiesem Fall könnten anfängliche negative Einkünftenicht mit anderen Einkünften saldiert (vgl. SteuerlicheGrundlagen Seiten 27 bzw. 54 ff.), sondern stattdessennur vorgetragen und mit späteren Gewinnenaus Beteiligungen i.S.v. § 2 b EStG verrechnet werden.Sofern die Gesellschaft nicht wirtschaftlich erfolgreichwäre, besteht grundsätzlich das Risiko, dassdie Finanzverwaltung unterstellt, dass ein negativerwirtschaftlicher Verlauf von vornherein geplant oderzumindest billigend in Kauf genommen wurde undsomit das Vorliegen einer ursprünglichen Gewinnerzielungsabsichtverneint. In diesem Fall wären anfänglicheVerluste nicht mit anderen Einkünften ausgleichsfähig.Die Gewinnerzielungsabsicht kann insbesonderedann in Frage gestellt sein, wenn Gesellschaftsanteilevorzeitig übertragen werden.Im Rahmen der jeweiligen Ko-Produktionen erfolgtdie Willensbildung hinsichtlich der finanziellen, organisatorischenund künstlerischen Managemententscheidungender ApolloProMedia 1. KG im Inland. Eskann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dassdie Finanzverwaltung im Falle einer auch teilweiseim Ausland durchgeführten Filmproduktion oder einerBeteiligung eines ausländischen Ko-Produzentenmit einer eigenen Betriebsstätte im Ausland aucheine ausländische Betriebstätte der ApolloProMedia1. KG annimmt und die dieser Betriebsstätte zuzuordnenden(Teil-)Verluste nicht mit positiven inländischenEinkünften ausgeglichen werden können.Insbesondere im Hinblick auf die steuerlicheBehandlung von Konzeptions- und Vertriebskostenbesteht ferner das Risiko, dass diese nicht sofort alsAufwand gebucht, sondern gegebenenfalls aktiviertwerden müssen und sich dann erst bei der Endverwertungder Filme gewinnmindernd auswirkenwürden. Gerade im Fall der Vertriebskosten kannallerdings davon ausgegangen werden, dass die imEs kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden,dass die Finanzverwaltung die Anwendbarkeit deserweiterten Verlustausgleichs (§ 15 a Abs. 1 Satz 2und 3 EStG) ganz oder teilweise ablehnt, weil es dieWahrscheinlichkeit, dass die Kommanditisten ausder in das Handelsregister eingetragenen Hafteinlage(z. B. wegen der auf Grund der Investitionsgrundsätze)in Anspruch genommen werden, für unwahrscheinlichhält.InsolvenzGrundsätzlich besteht auch das Risiko, dass dieApolloProMedia 1. KG beim Zusammentreffen mehrererungewöhnlicher Umstände insgesamt insolventwerden könnte. Mögliche Risiken sind hier Veruntreuungvon Vermögenswerten durch Beteiligte, nichtvorhersehbare Insolvenzen von Vertragspartnern undVersicherungsträgern oder die Nichtdurchsetzbarkeitvon Rechtsansprüchen (Vertragserfüllungs-,Schadenersatz- oder Versicherungsleistungen) sowieim umgekehrten Fall an die ApolloProMedia 1. KGgerichtete Konventionalstrafen und Ansprüche.31


Vertragliche und rechtliche GrundlagenFür die Beteiligung als Kommanditist ist der in diesem Prospekt in vollemWortlaut abgedruckte Gesellschaftsvertrag der ApolloProMedia 1. KGmaßgebend. Dessen genaue Kenntnis ist die Grundlage jeder fundiertenEntscheidung über die Beteiligung.I. Gesellschaftsvertrag der ApolloProMedia 1. KG,Grundlagen, Gesellschafter und KapitalDie ApolloProMedia 1. KG mit Sitz in Potsdam wurde am 23. Juli 2001errichtet und am 08. Oktober 2001 in das Handelsregister des AmtsgerichtsPotsdam eingetragen. Persönlich haftender und zugleichgeschäftsführender Gesellschafter ist die ApolloMedia Nova GmbH.Gründungskommanditist ist die CHORUS Beteiligungs GmbH.Der Gegenstand des Unternehmens der ApolloProMedia 1. KG ist in § 2des Gesellschaftsvertrages festgelegt. Die Gesellschaft beabsichtigt– kurz ausgedrückt – sich als Ko-Produzent an der Herstellung und derVerwertung von Film- bzw. Medienproduktionen zu beteiligen. Die indiesem Rahmen konkret vorgesehenen Tätigkeiten wurden in diesemProspekt bereits ausführlich vorgestellt.Die ApolloMedia Nova GmbH als persönlich haftender Gesellschafter istam Gesellschaftskapital nicht beteiligt. Sie hat dementsprechend auchkeine Einlage zu leisten. Die CHORUS Beteiligungs GmbH hat als Gründungskommanditisteine Pflichteinlage von € 1.000 übernommen. DieGesellschaft wird ihr Kommanditkapital auf bis zu € 25 Mio. erhöhen;eine Überschreitung des Emissionskapitals um bis zu 40% ist mitZustimmung des Komplementärs zulässig. Auf das Kommanditkapitalist durch die Kommanditisten eine Bareinlage in Höhe von 70% desnominal übernommenen Kommanditanteils einzuzahlen. Der übrigeBetrag wird als ausstehende Einlage behandelt und von der Gesellschaftdurch die Aufnahme von Krediten finanziert. Die ApolloMedia NovaGmbH ist zur Durchführung dieser Kapitalerhöhung unter Befreiung vonden Beschränkungen des § 181 BGB berechtigt und von allen Gesellschafternunwiderruflich ermächtigt und bevollmächtigt, durch Abschlussentsprechender Beitrittsverträge natürliche oder juristischePersonen als Kommanditisten in die Gesellschaft aufzunehmen.Als Ende der Emissionsphase und Zeichnungsschluss ist der 30. Juni2002 vorgesehen. Die Emissionsphase kann durch den Komplementäreinmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu höchstens 6 Monate biszum 31. Dezember 2002 verlängert werden; eine weitere Verlängerungder Emissionsphase bedarf eines Gesellschafterbeschlusses.HaftungDie Haftung eines Kommanditisten für Verbindlichkeiten der Gesellschaftgegenüber deren Gläubigern ist grundsätzlich auf die im Handelsregistereingetragene Haftsumme beschränkt. Für Kommanditistenwird jeweils eine Haftsumme in Höhe des Betrages des nominal übernommenenKommanditanteils zzgl. 5% (Agio) in das Handelsregistereingetragen. Der nominelle Betrag des übernommenen Kommanditanteilsund die in das Handelsregister einzutragende Haftsumme übersteigendie zu erbringende Kommanditeinlage, da die ApolloProMedia1. KG bei einem Kommanditkapital von € 25 Mio. Darlehen in Höhe von€ 7,5 Mio. (= 30% des nominellen Betrages der übernommenen Kommanditanteile)zur Finanzierung der Erstinvestitionen aufnehmen wird;bei Überschreitung des Kommanditkapitals von bis zu weiteren 40%würde die Fremdfinanzierung durch die ApolloProMedia 1. KG entsprechenderhöht werden.Die Anleger sind gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, den ausstehendenTeil ihrer Einlage auf den übernommenen Kommanditanteil inHöhe von 30% des Zeichnungsbetrages auf Anforderung in die Gesellschafteinzuzahlen. Dieser Anspruch könnte auch durch einen Gläubigerder Gesellschaft gepfändet und geltend gemacht oder im Falle derInsolvenz der Gesellschaft durch den Insolvenzverwalter eingefordertwerden. Soweit die ausstehende Einlage nicht geleistet ist und die imHandelsregister eingetragenen Haftsummen nicht durch Einlageleistungengedeckt sind, kann ein Kommanditist auch persönlich vonGesellschaftsgläubigern für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruchgenommen werden. Die Kommanditisten der ApolloProMedia1. KG haften daher in jedem Fall in Höhe eines Betrages der noch ausstehendenKommanditeinlage über die von ihnen mit der Zeichnungerbrachten Kommanditeinlagen hinaus mit weiteren 30% des von ihnenübernommenen Kommanditanteils persönlich. Ferner besteht eine darüberhinausgehende Außenhaftung von weiteren 5% aufgrund der imHandelsregister eingetragenen Haftsumme i.H.v. 105% des nominalenKommanditanteils. Die Haftung aus der ausstehenden Einlage und dieAußenhaftung aufgrund der im Handelsregister eingetragenen Haftsummebesteht insgesamt jedoch nur einmal; soweit die ausstehendeKommanditeinlage gezahlt ist, fällt insoweit die Außenhaftung aufgrundder im Handelsregister eingetragenen Haftsumme bis zur Höhe desBetrages des nominell übernommenen Kommanditanteils weg; es bleibtlediglich eine übersteigende Außenhaftung der in das Handelsregistereingetragenen Haftsumme von 5% des Betrages des nominal übernommenenKommanditanteils bestehen. Diese Haftung lebt nur wiederauf oder wird insoweit erweitert, als die geleistete Kommanditeinlagezurückgezahlt wird bzw. Ausschüttungen vorgenommen werden, währendder Kapitalanteil des Kommanditisten durch Verluste oder Ausschüttungenunter den Betrag der eingetragenen Haftsumme herabgemindertist oder durch die entsprechende Ausschüttung unter denbezeichneten Betrag der Haftsumme herabsinken würde. Insgesamt istdie persönliche Haftung der Kommanditisten jedoch grundsätzlich derHöhe nach jeweils auf die in das Handelsregister eingetragene Haftsummebegrenzt.Sollte zum Zeitpunkt der Eintragung des Kommanditisten in das HandelsregisterWert des von ihm übernommenen Gesellschaftsanteils (atypischstille Beteiligung gemäß § 4 Ziff. 6 des Gesellschaftsvertrages) nichtmehr dem Betrag der geleisteten Bareinlage entsprechen, so könnte derDifferenzbetrag im Falle der Krise der Gesellschaft als weitere nichterbrachte und damit aussenstehende Einlage betrachtet werden, die zueiner nochmaligen Nachforderung in dieser Höhe führen könnte.Da auch die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens eine zumWiederaufleben der Haftung in Höhe der eingetragenen Haftsumme führendeEinlagenrückgewähr darstellen kann, besteht bis zum Ablauf von5 Jahren nach dem Ausscheiden des Kommanditisten (maßgeblich istdie Eintragung des Ausscheidens im Handelsregister) für die bis dahinentstandenen Ansprüche der Gesellschaftsgläubiger eine entsprechendeHaftung in Höhe der im Handelsregister eingetragenen Haftsumme,sofern nicht bereits aus anderen Gründen der Anspruch des Gläubigersgegenüber der Gesellschaft früher verjährt ist.Nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und dem vorgesehenenGeschäftsumfang ist die Gesellschaft auf den Betrieb einesvollkaufmännischen Unternehmens gerichtet.Gemäß § 176 HGB ist auch für Kommanditgesellschaften mit vollkaufmännischemGewerbebetrieb bis zum Zeitpunkt der Eintragung einesals Kommanditist mit einer Hafteinlage direkt beigetretenen Gesellschafterseine unbegrenzte Haftung für die bis zum Zeitpunkt der Eintragungbegründeten Verbindlichkeiten vorgesehen. Eine Haftungbesteht in diesen Fällen nur dann nicht, wenn den Gesellschaftsgläubigerndie Tatsache der Beteiligung als haftungsmäßig beschränkterKommanditist bekannt ist. Vorstehende Haftungsregelungen sind vorliegendin der Phase bis zur Eintragung der Kommanditisten im Handelsregisteranwendbar.In der juristischen Fachliteratur wird auch die Auffassung vertreten,dass im Falle der – hier vorliegenden – GmbH & Co. KG generell davonauszugehen ist, dass den Gläubigern die beschränkte Haftung der Kommanditisten„bekannt“ ist und es daher insoweit nicht zu einer unbeschränktenpersönlichen Haftung kommt.Aufgrund der neueren höchstrichterlichen Rechtsprechung zur GmbH &Co. KG kann überdies nicht ausgeschlossen werden, dass unabhängig32


von den vorstehend beschriebenen Fällen unter bestimmten Voraussetzungenjede Zahlung an Gesellschafter, auch soweit sie über denBetrag der Haftsumme hinaus geht, zu Rückzahlungsansprüchen auchgegenüber den Kommanditisten in Höhe der gezahlten Beträge führt,welche die Gesellschaft, insbesondere auch ein Insolvenzverwalter, geltendmachen kann.Der Beitritt von Kommanditisten wird im Innenverhältnis jeweils mitAbschluss des Beitrittsvertrages durch Annahme des Zeichnungsscheinsdurch den Komplementär oder die vom Komplementär hierzubevollmächtigte MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH. Nur im Außenverhältnis wird sie jedoch erst mit derEintragung im Handelsregister wirksam. Bis zur Eintragung in das Handelsregisterist die Beteiligung eine atypisch stille Gesellschaftsbeteiligung,die sich nach den Vorschriften dieses Gesellschaftsvertragesrichtet. Nach dieser Regelung atypisch still beteiligte Gesellschafterwerden im Innenverhältnis der Gesellschafter/übrigen stillen Gesellschafteruntereinander und im Verhältnis zur Gesellschaft wie unmittelbarals Kommanditisten beteiligte Gesellschafter behandelt. Durch dieseBeitrittsregelung soll die bis zur Eintragung des Beitretenden in dasHandelsregister entstehende unbeschränkte Außenhaftung vermiedenwerden.Geschäftsführung, VertretungDie Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft wird durch dieApolloMedia Nova GmbH wahrgenommen. Sie kann andere Unternehmenbei der Geschäftsführung hinzuziehen und Leistungen im Rahmender Geschäftsführung auf der Grundlage besonderer Geschäftsbesorgungsverträgeauf Dritte übertragen. Hiervon wird die ApolloMedia NovaGmbH, insbesondere durch Mandatierung der ApolloMedia FilmmanagementGmbH, Gebrauch machen.Die Haftung dieser Funktionsträger ist auf grob fahrlässige und vorsätzlichePflichtverletzungen beschränkt. Die Fristen für die Verjährungvon Schadensersatzansprüchen sind begrenzt worden (vgl. § 7 Ziff. 6des Gesellschaftsvertrages).VergütungenFür ihre Tätigkeit erhalten die ApolloMedia Nova GmbH und die Apollo-Media Filmmanagement GmbH die in § 8 des Gesellschaftsvertrages,der Fachbeirat die in § 12 des Gesellschaftsvertrages vorgesehenenVergütungen. Im Übrigen wird auf die Darstellung der Investitions- undVerwaltungskosten und die Planrechnung in diesem Emissionsprospekthingewiesen.Zahlungspflichten der KommanditistenDie Kommanditisten haben die Einlageverpflichtungen durch Zahlungenauf ein Konto der ApolloProMedia 1. KG zu leisten, über das die Geschäftsführungder Gesellschaft bis zum Ausgleich sämtlicher Investitionsnebenkosten(im Sinne des § 15 Ziff. 1. lit. b) bb) bis oo) des Gesellschaftsvertrages)nur gemeinsam mit dem Mittelverwendungskontrolleur(Partnerschaft aus Rechtsanwälten,Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern)verfügen darf.Die Zahlungsverpflichtung richtet sich nach der Höhe des übernommenenKommanditanteils gemäß dem in der Beitrittserklärung angegebenenBetrag. Die Kommanditisten sind verpflichtet, Einlagen in Höhe von70% des nominellen Betrages des von ihnen übernommenen Kommanditanteilseinzuzahlen. Ferner ist grundsätzlich ein Agio in Höhe von5% bezogen auf den nominellen Betrag des übernommenen Kommanditanteilszu zahlen. Die nicht eingezahlten 30% des nominellen Betragesdes übernommenen Kommanditanteils stellen eine ausstehendeEinlage der Kommanditisten dar. Der Mindestbetrag eines zu übernehmendenKommanditanteils beläuft sich auf € 25.000. Die hierauf zuleistende Einlage (= 70% des gezeichneten Kommanditanteils) beträgtdaher € 17.500. Mit Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafterskönnen in begründeten Einzelfällen auch Kommanditisten miteinem Kommanditanteil in Höhe von € 10.000 (und einer hiermit einhergehendenMindesteinlage von € 7.000) aufgenommen werden.Höhere Beträge eines Kommanditanteils müssen durch 1.000 ohne Restteilbar sein. Zusätzlich ist das in der Beitrittserklärung vereinbarte Agio(Aufgeld) zu entrichten.Mittelverwendung und KontrolleDer die beabsichtigte Investitionstätigkeit der Gesellschaft darstellendeInvestitionsplan ist aus § 15 des Gesellschaftsvertrages ersichtlich.Im Übrigen wird auch auf die diesbezügliche Darstellung nebst Erläuterungauf den Seiten 18/23 hingewiesen.Die konkreten Details der einzelnen durchzuführenden Investitionsmaßnahmenstehen noch nicht fest. Auch hierzu wird auf die den Spielraumdes Komplementärs begrenzenden Regelungen in den §§ 16 bis18 des Gesellschaftsvertrages sowie die Darstellung der InvestitionsundVerwertungstätigkeit auf Seite 14 f. hingewiesen.Die ApolloMedia Nova GmbH darf Investitionen im Sinne des § 15Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages erst ausführen, wenn ihr eine schriftlicheBestätigung des Mittelverwendungskontrolleurs (einer Partnerschaftaus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern)vorliegt, dass ein Mindestkapital (Kommanditkapital) in Höhe von€ 1,0 Mio. (ohne Agio) gezeichnet und die hierauf zu leistenden Einlagenauf dem Konto der ApolloProMedia 1. KG eingezahlt sind und dieseEinlagen in vollem Umfang auf rechtlich wirksam übernommenen Kommanditanteilenberuhen. Liegt diese Bestätigung nicht bis zum Ende derEmissionsphase vor, steht der Gesellschaft und den Kommanditisten einRücktrittsrecht vom Beitrittsvertrag zu. Nach erfolgtem Rücktritt vomBeitrittsvertrag durch eine Partei wird die ApolloProMedia 1. KG dievon den Kommanditisten eingezahlten Beträge unverzüglich an diesezurückzahlen.Wenn die Mittelfreigabekriterien erfüllt sind und der Mittelverwendungskontrolleurdies bestätigt hat, ist der persönlich haftende Gesellschafterder ApolloProMedia 1. KG berechtigt, über diese Mittel fürInvestitionen in Film- und Medienprojekte (Ko-Produktionen) zu verfügen.Er hat hierbei die im Gesellschaftsvertrag definierten Kriterien fürdie Investition in Ko-Produktionen zu beachten. Verfügungen über dieEinlagen zur Erfüllung der Investitionsnebenkosten kann der persönlichhaftende Gesellschafter der ApolloProMedia 1. KG nur nach Prüfung undunter Mitwirkung des Mittelverwendungskontrolleurs vornehmen.Nach Eintritt der Mittelfreigabevoraussetzungen und der Regulierungder Investitionsnebenkosten übt der Mittelverwendungskontrolleur keineMittelverwendungskontrolle aus.Mitwirkung und Kontrollrechte der GesellschafterSoweit die Angelegenheiten der Gesellschaft nicht ausschließlich vonder ApolloMedia Nova GmbH als persönlich haftendem Gesellschafterwahrzunehmen sind, entscheiden die Gesellschafter durch Beschlussfassung.Es sind insbesondere zu den in § 9 des Gesellschaftsvertragesim Einzelnen aufgezählten Beschlussgegenständen Gesellschafterbeschlüssevorgesehen, die in Gesellschafterversammlungen oderschriftlichen Abstimmungsverfahren gemäß den Regelungen in §§ 10und 11 des Gesellschaftsvertrages vorgenommen werden können.Jeweils volle € 1.000 eines übernommenen Kommanditanteils gewähreneine Stimme. Soweit Kommanditisten an Abstimmungen nichtunmittelbar teilnehmen wollen, können sie die mit der Verwaltungbeauftragte MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH mit der Stimmabgabe beauftragen oder sich durch Dritte vertretenlassen. Die MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH wird eine Stimmabgabe für einen Kommanditistenjedoch nur vornehmen, soweit ihr eine entsprechende konkrete Weisungzur Stimmabgabe vorliegt.Die Anfechtung von Gesellschafterbeschlüssen ist nur innerhalb von45 Tagen nach Zugang des Protokolls des jeweiligen Gesellschafterbeschlussesoder im Fall des schriftlichen Abstimmungsverfahrens (§ 11des Gesellschaftsvertrages) nur innerhalb von 45 Tagen nach Zugangder Mitteilung der Ergebnisse über die Beschlussfassung, spätestens6 Monate nach Beschlussfassung bzw. nach Ablauf der Frist zur Stimmabgabe,durch Erhebung der gerichtlichen Klage möglich.33


Den Kommanditisten stehen überdies die gesetzlichen Kontrollrechteuneingeschränkt zu.FachbeiratDie Aufgaben des Fachbeirats und dessen Zusammensetzung sindbereits in diesem Prospekt auf Seite 10 vorgestellt worden; sie sind in§ 12 des Gesellschaftsvertrages vertraglich geregelt.Die bereits eingesetzten Beiratsmitglieder sind durch Gesellschafterbeschlussin der ersten ordentlichen Gesellschafterversammlung odereinem Beschluss außerhalb einer Gesellschafterversammlung imschriftlichen Verfahren zu bestätigen. Der Fachbeirat wird im Turnus von2 Jahren neu gewählt bzw. bestätigt.Jahresabschluss/BeteiligungsverhältnisDas Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschlusswird den Gesellschaftern mit der Aufforderung zur Feststellungim Rahmen eines schriftlichen Abstimmungsverfahrens bzw. mit derEinladung zur Gesellschafterversammlung zugesandt.Die Gesellschafter sind grundsätzlich im Verhältnis ihrer Kommanditanteile(Kapitalkonto I) am Vermögen und Ergebnis der Gesellschaftbeteiligt. Soweit rechtlich und steuerlich zulässig, werden sämtlicheGesellschafter, die in den Jahren 2001 und 2002 der Gesellschaft beitretenbzw. ihren Kapitalanteil erhöhen, bezüglich der Ergebnisse dieserbeiden Jahre insgesamt sowie auch bezüglich der folgenden Jahrejeweils gleichbehandelt.Die genaue Berechnungsweise und die Berücksichtigung von Vorabverlustenergibt sich aus § 6 Ziff. 3 und § 14 des Gesellschaftsvertrages.Entnahmen/AusschüttungJeder Kommanditist hat ab dem Jahre 2003 grundsätzlich Anspruch aufeine jährliche Vorabentnahme in Höhe von 7% seiner geleisteten Pflichteinlage(Bareinlage). Darüber hinaus schüttet der persönlich haftendeGesellschafter jedem Kommanditisten unter Anrechnung bereits ausgezahlterVorabentnahmen etwaige auf ihn entfallende Gewinnanteileaus, soweit der Gewinn nicht in neue Ko-Produktionen investiert, zurTilgung der von der ApolloProMedia 1. KG aufgenommenen Darlehenverwendet wird oder der persönlich haftende Gesellschafter vorschlägtund der Fachbeirat zustimmt, eine abweichende Gewinnausschüttungvorzunehmen. Der persönlich haftende Gesellschafter kann nachpflichtgemäßen Ermessen Abschlagszahlungen auf Entnahmen zulassen.Er hat stets das Recht, eine angemessene Liquiditätsreserve fürdie Betriebsausgaben der Gesellschaft zu unterhalten.Sämtliche in den Jahren 2001 und 2002 zur Gesellschaft beitretendeKommanditisten erhalten auf ihre geleistete Kapitaleinlage vom Zeitpunktder Einzahlung bis zum 03. Mai 2002 eine feste, als Vorabgewinn(wirtschaftlich Kapitalrückzahlung) zugewiesene Ausschüttung in Höhevon 5% p. a. Sofern die Emissionsphase gemäß § 4 Ziff. 2 des Gesellschaftsvertragesverlängert wird, kann der späteste Einzahlungszeitpunktdurch den Komplementär neu bestimmt und der dem Vorabgewinnzugrundeliegende Zeitraum verlängert werden.Verfügung über die BeteiligungDie rechtsgeschäftliche Übertragung eines Kommanditanteils ist nur mitWirkung zum 31. Dezember eines Kalenderjahres und mit Zustimmungdes persönlich haftenden Gesellschafters zulässig. Die rechtsgeschäftlicheÜbertragung bedarf ferner der Schriftform sowie der notariellenBeglaubigung der Unterschriften im Übertragungsvertrag. Teilabtretungensind zulässig. Die Verpfändung oder Sicherungsabtretung von Kommanditanteilenist gemäß § 20 des Gesellschaftsvertrages nur insgesamtund ungeteilt möglich. Anfallende Kosten einer für schenkungsteuerlicheZwecke erforderlichen Bewertung des Gesellschaftsanteilssind durch den übertragenden Kommanditisten und den Erwerbergesamtschuldnerisch zu tragen.Soweit ein Gesellschafter ausscheidet, hat er einen etwaigen Gewerbesteuermehraufwandder Gesellschaft, welcher durch sein Ausscheidenbedingt ist, zu tragen. Der ausscheidende Gesellschafter haftet hierfürmit dem eintretenden Gesellschafter gesamtschuldnerisch. Dergewerbesteuerliche Mehraufwand wird nach den Regelungen desGesellschaftsvertrages pauschaliert. Der eintretende Gesellschafter hatals Sicherheit zur Abdeckung der infolge des Gesellschafterwechsel eintretendenNachteile der Gesellschaft, insbesondere des (pauschalierten)gewerbesteuerlichen Mehraufwandes, als Sicherheit die selbstschuldnerischeBürgschaft einer deutschen Großbank oder eine vergleichbareSicherheit zu stellen. Der eintretende Gesellschafter hat auchdas Risiko, dass er wegen solcher Mehrbelastungen keinen Totalgewinnerzielt, zu tragen. Sofern sich die Nachteile aus Gewerbesteuern erstaus dem Zusammenwirken mehrerer Gesellschafterwechsel ergeben,haben die hieran beteiligten eintretenden Gesellschafter die Gesellschaftund die übrigen Gesellschafter ebenfalls freizustellen, und zwarim Verhältnis des jeweiligen Grades ihrer Mitverursachung.ErbfolgeIm Falle des Todes des Kommanditisten wird die Gesellschaft mit seinenErben oder Vermächtnisnehmern fortgesetzt. Die Berechtigung istdurch entsprechende Dokumente nachzuweisen. Mehrere Rechtsnachfolgerdes verstorbenen Kommanditisten haben einen gemeinsamenBevollmächtigten zu benennen. Die Erben können unter Beachtung derRegelungen des § 19 des Gesellschaftsvertrages (RechtsgeschäftlicheÜbertragungen von Gesellschaftsanteilen) die Teilung des Gesellschaftsanteilsdes Erblassers mit Wirkung zu dem auf das Ablebenfolgenden 31. Dezember eines Kalenderjahres verlangen. Das Nähereergibt sich aus § 21 des Gesellschaftsvertrages.Anfallende Kosten einerfür Erbschaftsteuerzwecke erforderlichen Bewertung des Gesellschaftsanteilssind durch die Erben zu tragen.Dauer der Gesellschaft und AusscheidenDie Gesellschaft ist grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2008 fest vereinbart.Das gesetzliche Recht auf außerordentliche Kündigung auswichtigem Grund bleibt unberührt. Die Gesellschafter können die Verlängerungder Gesellschaft mit einer Mehrheit von 75% der abgegebenenStimmen und der Zustimmung des Komplementärs beschließen.Zum 31. Dezember 2008 oder zu einem späteren Zeitpunkt ist eineordentliche Kündigung unter Beachtung einer Kündigungsfrist von6 Monaten zum Ende eines jeden Kalenderjahres möglich.Gesellschafter können auch aus wichtigen Gründen aus der Gesellschaftausgeschlossen werden. Die nicht vollständige Zahlung der Pflichteinlagezuzüglich vereinbartem Agio ist stets ein wichtiger Grund, wennsich der Einlageverpflichtete im Verzug befindet (vgl. § 22 Ziff. 3-5 desGesellschaftsvertrages). Gemäß § 23 des Gesellschaftsvertrages führenüberdies bestimmte Insolvenz- oder Zwangsvollstreckungsfälle zumAusscheiden des betroffenen Gesellschafters.Das Ausscheiden eines Gesellschafters führt nicht zur Auflösung derGesellschaft, soweit nicht der einzige persönlich haftende Gesellschafteraus der Gesellschaft ausscheidet.AbfindungScheidet ein Gesellschafter wegen Nichterbringung seiner Einlage ausder Gesellschaft aus, steht ihm keinerlei Abfindungsanspruch zu. DieGesellschaft hat in diesem Fall darüber hinaus die in § 24 Ziff. 1 desGesellschaftsvertrages geregelten Ansprüche.Im Übrigen ist grundsätzlich die Summe der Buchwerte der KapitalkontenI und II unter Abzug der ausstehenden Einlagen des betreffendenGesellschafters, wie sie sich aus der Schlussbilanz des Geschäftsjahresergeben, welches dem Ausscheiden vorausgeht, zuzüglich deszeitanteilig auf den Zeitpunkt des Ausscheidens berechneten Ergebnissesdes laufenden Geschäftsjahres, abzüglich der durch das Ausscheidenbedingten Ausgaben und Abgaben, maßgeblich. Gesellschaft bzw.ausscheidender Gesellschafter können verlangen, dass stattdessen dertatsächliche Unternehmenswert festgestellt und dieser erforderlichen-34


falls durch einen Wirtschaftsprüfer ermittelt wird. Die Kosten hierfürträgt derjenige, welcher den Antrag gestellt hat. Die Modalitäten derAuszahlung des Abfindungsguthabens sind in § 24 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertragesgeregelt.Im Falle der Auflösung der Gesellschaft insgesamt ist zunächst ein in§ 18 Ziff. 2 des Gesellschaftsvertrages im Einzelnen geregeltes Verfahrenzu beachten. Danach sind die zu diesem Zeitpunkt noch im Betriebsvermögender Gesellschaft befindlichen Filmrechte für die Dauer von3 Monaten öffentlich anzubieten. Die eingehenden Angebote werdendurch einen Verwertungsausschuss, dem auch zwei von der Gesellschafterversammlungbestimmte Gesellschafter angehören, beurteiltund das bestmögliche Endverwertungsangebot der Gesellschafterversammlungzur Entscheidung vorgelegt. Die Höhe des an die Kommanditistenauszukehrenden Liquidationsguthabens hängt von dem zuerzielenden Veräußerungspreis der Filmrechte, dem tatsächlichen Wertdes weiteren Gesellschaftsvermögens sowie den noch bestehendenVerbindlichkeiten ab.II. VerwaltungsvertragDie mit der Verwaltung der Kommanditanteile beauftragte MENTORATREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH (nachfolgend„MENTORA TREUHAND“ genannt) mit dem Sitz in Ottobrunn wurde am29. Februar 2000 gegründet und ist im Handelsregister des Amtsgerichtsin München unter HRB 130601 eingetragen.Abschluss des VerwaltungsvertragesDurch die Unterzeichnung der in der Beitrittserklärung enthaltenen Erklärungenbietet der Anleger der MENTORA TREUHAND den Abschluss einesVerwaltungsvertrages an. Dieser kommt zustande, wenn die MENTORATREUHAND das Angebot binnen 30 Tagen annimmt, was grundsätzlichdurch Gegenzeichnung auf der Beitrittserklärung erfolgt. Die Annahmewird den Anlegern dann durch ein Annahmeschreiben bestätigt.Die MENTORA TREUHAND wird den nach Annahme der Beitrittserklärungdurch den Kommanditisten übernommenen Kommanditanteil verwalten.Der Kommanditanteil wird durch die MENTORA TREUHAND fürden Kommanditisten uneigennützig verwaltet. Die MENTORA TREUHANDist beauftragt und, unter der auflösenden Bedingung der Beendigungdes Verwaltungsvertrages, unter Befreiung von den Beschränkungendes § 181 BGB bevollmächtigt, die aus dem Kommanditanteil resultierendenRechte und Pflichten im Namen und nach den für denKommanditanteil einheitlich erteilten Weisungen des Kommanditistenauszuüben, soweit der Kommanditist nicht selbst diese Rechte undPflichten ausübt. Widerspricht die Weisung gesetzlichen Vorschriften,insbesondere den gesellschaftsvertraglichen Treuepflichten, hat dieMENTORA TREUHAND den Kommanditisten darauf hinzuweisen; siekann überdies die Ausübung der Rechte und Pflichten verweigern.Wurde keine Weisung erteilt, so wird die MENTORA TREUHAND die Rechteund Pflichten des Kommanditisten nicht ausüben. Die MENTORATREUHAND ist nicht verpflichtet, die Bonität der Vertragsparteien, dieAngemessenheit von Kosten, Honoraren usw. zu überprüfen; sie wirdnur den aufgrund der durch den Zeichner bereits getroffenen Investitionsentscheidungübernommenen Kommanditanteil verwalten.Kommt der Kommanditist mit der Einzahlung der Kommanditenlage zzgl.Agio ganz oder teilweise in Verzug, so kann die MENTORA TREUHANDohne weitere Ankündigung von diesem Verwaltungsvertrag zurücktreten.Für die etwaige Rückzahlung bereits auf das Konto der Beteiligungsgesellschafteingezahlte Beträge ist die MENTORA TREUHANDweder verantwortlich noch haftbar.Stellung der KommanditistenFür sämtliche Kommanditisten wird ein Register geführt, in dem Name,Anschrift, der vom Kommanditisten übernommene Kommanditanteil, diegeleistete Einlage und weitere gemachte Angaben eingetragen werden.Die dortigen Eintragungen sind für das Verhältnis zwischen der Gesellschaftund dem Kommanditisten sowie dem Kommanditisten und derMENTORA TREUHAND allein maßgebend. Änderungen hat der Gesellschafterdaher unverzüglich zu übermitteln (z. B.Adressenänderungen).FreistellungsverpflichtungDie MENTORA TREUHAND wird ausschließlich im Interesse des Kommanditistentätig. Der Kommanditist hat sie daher auch von allen imZusammenhang mit seiner Beteiligung entstehenden Verbindlichkeitenfreizustellen (§§ 3, 7 Ziff. 2 des Verwaltungsvertrages).Vergütung, HaftungDie MENTORA TREUHAND erhält für die Übernahme der Verwaltung undfür ihre laufende Tätigkeit die im Gesellschaftsvertrag vorgesehenenVergütungen. Hierzu wird auf § 8 des Gesellschaftsvertrages sowie aufdie in diesem Emissionsprospekt enthaltene Darstellung der Investitions-und Verwaltungskosten hingewiesen.Die Haftung der MENTORA TREUHAND ist nach Maßgabe des § 7 desVerwaltungsvertrages eingeschränkt. Ansprüche gegen die MENTORATREUHAND verjähren 3 Jahre nach Entstehung des Schadens (sofernnicht kraft Gesetz oder Rechtsprechung kürzere Verjährungsfristen gelten)und sind innerhalb einer Ausschlussfrist von 6 Monaten nach Kenntniserlangungvon dem Schaden gegenüber der MENTORA TREUHANDdurch eingeschriebenen Brief geltend zu machen.Dauer und Beendigung des VerwaltungsvertragesDer Verwaltungsvertrag wird auf unbestimmt geschlossen und endet– ohne Erklärung einer Kündigung – mit Abschluss der Liquidation derBeteiligungsgesellschaft oder dem individuellen Ausscheiden desZeichners aus der Beteiligungsgesellschaft. Das Recht beider Parteienzur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.III. Gesellschaftsvertrag der ApolloMedia Nova GmbHDer Gesellschaftsvertrag der ApolloMedia Nova GmbH betrifft in ersterLinie das Verhältnis der ApolloMedia Nova GmbH und ihren Gesellschafter.Der Gesellschafter der ApolloMedia Nova GmbH ist in dem Kapitel „Partnerim Überblick“ genannt.Das Stammkapital beträgt € 25.000. Geschäftsführer der ApolloMediaNova GmbH – und damit zugleich auch mittelbare Geschäftsführer derApolloProMedia 1. KG – sind Herr Frank Hübner und Herr Jörg Westerkamp.Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. DieApolloMedia Nova GmbH bzw. deren Geschäftsführer können Geschäftsführungsfunktionenauch für andere Gesellschaften mit vergleichbaremUnternehmensgegenstand ausüben.Besondere Beschränkungen in der Geschäftsführungsbefugnis oderhinsichtlich der Haftung der Geschäftsführer sind im Gesellschaftsvertragder ApolloMedia Nova GmbH nicht enthalten. Die ApolloMedia NovaGmbH erhält für die Übernahme der persönlichen Haftung und ihreGeschäftsführungstätigkeiten bei der ApolloProMedia 1. KG die in § 8des Gesellschaftsvertrages der ApolloProMedia 1. KG geregelten Vergütungen.Im Verhältnis zur ApolloProMedia 1. KG ist die Haftung entsprechendder bereits oben zum Gesellschaftsvertrag der ApolloPro-Media 1. KG dargestellten Regelungen beschränkt.IV. Vertrag über EigenkapitalbeschaffungVertragspartner dieses Vertrages ist die CHORUS Vertriebs GmbH.Vertragsgegenstand ist die Vermittlung von Kapitalanlegern für dieApolloProMedia 1. KG. Hierzu stellt der Vertragspartner seine bestehendeVertriebsorganisation sowie die erforderlichen Einrichtungen zurVerfügung. Er berät dabei insbesondere interessierte Anleger hinsichtlichder Konzeption der Beteiligung, es findet jedoch keine Rechts- oderSteuerberatung statt. Die CHORUS Vertriebs GmbH ist berechtigt, zurErfüllung des Vertragsgegenstandes anderen Unternehmen Unteraufträgezu erteilen.Die CHORUS Vertriebs GmbH erhält für die vorbezeichneten Leistungeneine Vergütung in Höhe von 6,95% der Summe der Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter) der beigetretenenGesellschafter einschließlich des Gründungskapitals sowie35


das jeweils vereinbarte Agio. Der Vergütungsanspruch entsteht jeweilsanteilig bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten, wennein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und die übernommenenZahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitalszzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. Diejeweiligen Vergütungen sind 10 Tage nach ihrem Entstehen fällig.Die Laufzeit des Vertrages entspricht dem Zeitraum der Emissionsphaseder ApolloProMedia 1. KG. Er läuft demnach grundsätzlich bis zum30. Juni 2002 und verlängert sich entsprechend bis zum 31. Dezember2002 oder darüber hinaus, wenn die Emissionsphase nach den Regelungendes Gesellschaftsvertrages verlängert wird.Der Vertrag sieht eine Haftungsfreistellungserklärung im Hinblick aufdie von der ApolloProMedia 1. KG heraus- oder freigegebenen Vertriebsinformationenvor.Eine darüber hinausgehende Haftung ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeitbeschränkt. Eine Haftung für die von der ApolloProMedia1. KG bzw. ihren Kommanditisten angestrebten steuerlichen, wirtschaftlichenoder rechtlichen Ziele ist ausgeschlossen.Die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche ist auf 6 Monate abEntstehung des Schadens, spätestens jedoch auf 3 Jahre nach Herausgabedes Prospektes beschränkt worden, soweit nicht kraft Gesetzesoder Rechtsprechung kürzere Verjährungsfristen gelten.V. Vertrag über laufende GesellschafterbetreuungVertragspartner ist die CHORUS GmbH.Die laufende Gesellschafterbetreuung umfasst die über die administrativeBetreuung der Kommanditisten durch die mit der Verwaltung beauftragteMENTORA TREUHAND hinausgehende Betreuung (Investors’Relations).Für diese laufende Gesellschafterbetreuung erhält die Firma CHORUSGmbH für das Jahr 2001 und jedes der Folgejahre jeweils eine Vergütungvon 0,17% der zum 31. Dezember eines Jahres jeweils bestehendenSumme sämtlicher Festkapitalanteile (Kommanditanteile und Anteileatypisch stiller Gesellschafter) einschließlich des Gründungskapitals.Der Vergütungsanspruch entsteht erstmals jeweils anteilig bezogen aufden Eintritt eines bzw. den eingetretenen einzelnen Kommanditisten,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und die übernommenenZahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20% desKommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. DerVergütungsanspruch ist in den Jahren der Emission nach Vorliegen derEntstehungsvoraussetzungen in entsprechenden Teilbeträgen und inden folgenden Jahren in vier gleichen Teilbeträgen jeweils zum Endeeines Kalendervierteljahres fällig.Die Haftung der CHORUS GmbH ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeitbeschränkt. Die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche ist auf3 Jahre festgelegt worden, soweit nicht gesetzlich bereits kürzereFristen gelten.Der Vertrag ist zur Sicherstellung der Betreuung der Anleger fest biszum 31. Dezember 2008 bzw. bis zur Beendigung der Gesellschaft abgeschlossenund ist während dieser Zeit ordentlich nicht kündbar.VI. Vertrag über Marketing und PräsentationVertragspartner ist die CHORUS GmbH.Gegenstand ist die Durchführung von Marketingmaßnahmen aller Artfür die ApolloProMedia 1. KG mit dem Ziel, in der Emissionsphase denBekanntheitsgrad sowie die Marktposition bei Beteiligungsinteressentenzu festigen und auszubauen. Dazu gehört auch die grafische Aufbereitungder Grundkonzeption im Hinblick auf die Vermittlung desEigenkapitals. Die CHORUS GmbH ist berechtigt, zur Erfüllung des Vertragsgegenstandesanderen Unternehmen Unteraufträge zu erteilen.Die Vergütung hierfür beträgt 1,95% bezogen auf die zum Ende derEmissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter) einschließlichdes Gründungskapitals. Der Vergütungsanspruch entstehtanteilig jeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und dieübernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20%des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind.Der Vergütungsanspruch ist nach Abschluss der Platzierung fällig.Abschlagzahlungen können nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Die Haftung ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. DieVerjährungsfrist für Schadensersatzansprüche ist auf 3 Jahre festgelegtworden, soweit nicht gesetzlich bereits kürzere Fristen gelten.Die Laufzeit des Vertrages entspricht dem Zeitraum der Emissionsphaseder ApolloProMedia 1. KG. Er läuft demnach grundsätzlich bis zum30. Juni 2002 und verlängert sich entsprechend, wenn die Emissionsphasebis zum 31. Dezember 2002 oder darüber hinaus nach den Regelungendes Gesellschaftsvertrages verlängert wird.VII. Vertrag über Grundkonzeptionund FinanzierungskonzeptionVertragspartner ist die ApolloMedia Filmmanagement GmbH.Gegenstand des Vertrages ist die Erstellung und Anpassung der Grundkonzeption,insbesondere die Entwicklung der wesentlichen konzeptionellenunter anderem im Gesellschaftsvertrag und Emissionsprospektfestgelegten Grundlagen.Als Gesamtvergütung sind insgesamt 2,85% auf die zum Ende derEmissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter) einschließlichdes Gründungskapitals vereinbart. Der Vergütungsanspruchentsteht jeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und dieübernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20%des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind.Der Vergütungsanspruch ist nach Abschluss der Platzierung fällig.Abschlagzahlungen können nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Ferner stellt die ApolloMedia Filmmanagement GmbH die ApolloPro-Media 1. KG von Closing Fees sowie Prüf- bzw. Beraterkosten für Rahmenkreditverträgesowie Finanzierungskonzepte frei. Hierfür erhält sieeine pauschale Vergütung von 0,75% bezogen auf die zum Ende derEmissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter) einschließlichdes Gründungskapitals. Der Vergütungsanspruch entstehtjeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten, wennein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und die übernommenenZahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitalszzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruchist nach Abschluss der Platzierung fällig. Abschlagzahlungenkönnen nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Soweit Nebenkosten für die Finanzierung von Produktionskosten anfallen(z. B. Sicherungskosten, Disagio etc.), sind diese im Budget desjeweiligen Films enthalten oder werden von der Beteiligungsgesellschaftgetragen.Die Haftung ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. EineHaftung für die von der ApolloProMedia 1. KG bzw. ihrer Kommanditistenangestrebten steuerlichen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Ziele istausgeschlossen. Die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche istauf 3 Jahre vom Zeitpunkt ihrer Entstehung an beschränkt worden,soweit nicht gesetzlich bereits kürzere Fristen gelten.36


Die Laufzeit des Vertrages entspricht dem Zeitraum der Emissionsphaseder ApolloProMedia 1. KG. Er läuft demnach grundsätzlich bis zum30. Juni 2002 und verlängert sich entsprechend, wenn die Emissionsphasebis zum 31. Dezember 2002 oder darüber hinaus nach den Regelungendes Gesellschaftsvertrages der ApolloProMedia 1. KG verlängertwird.VIII. Geschäftsbesorgungsvertragmit der MENTORA TREUHANDVertragspartner ist die MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH.Gegenstand des Vertrages ist die Übernahme der Verpflichtungen, wiesie durch die bereits dargestellten Verwaltungsverträge mit den Kommanditistendefiniert sind (vgl. dazu oben II.).Für die Besorgung der Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregistererhält die MENTORA TREUHAND eine pauschale Vergütung von0,1% bezogen auf die zum Ende der Emissionsphase bestehende Summesämtlicher Festkapitalanteile (Kommanditanteile und Anteile atypischstiller Gesellschafter) der ApolloProMedia 1. KG einschließlich desGründungskapitals. Der Vergütungsanspruch entsteht jeweils bezogenauf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten, wenn ein rechtlichwirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungenin Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitalszzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruchist nach Abschluss der Platzierung fällig. Abschlagzahlungenkönnen nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungen jeweils zumEnde eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Für die laufende Tätigkeit der Verwaltung der Kommanditanteile erhältdie MENTORA TREUHAND jeweils für jedes Jahr 0,49% bezogen die zum31. Dezember eines Jahres jeweils bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter)einschließlich des Gründungskapitals. Der Vergütungsanspruchentsteht erstmalig jeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnenKommanditisten, wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertraggeschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhevon mindestens 20% des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbartenAgios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruch ist in den Jahren derEmission nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungen in entsprechendenTeilbeträgen und in den folgenden Jahren in vier gleichen Teilbeträgenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres fällig.Die Haftung aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag gegenüber derGesellschaft ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit und der Höhe nachauf € 500.000 beschränkt. Im Übrigen gelten auch hinsichtlich desGeschäftsbesorgungsvertrages mit der ApolloProMedia 1. KG die bereitsdargestellten Haftungseinschränkungen für die MENTORA TREUHAND.Schadensersatzansprüche – gleich aus welchen Rechtsgründen – verjährenspätestens 3 Jahre nach ihrer Entstehung, soweit nicht gesetzlichbereits kürzere Fristen gelten.Der Vertrag ist fest bis zum 31. Dezember 2008 bzw. bis zur Beendigungder Gesellschaft abgeschlossen und ist während dieser Zeitordentlich nicht kündbar.IX. Verträge über konzeptionelleSteuerberatung und SteuergutachtenDie Gesellschaft hat einen Steuerberater mit der Entwicklung und Prüfungder steuerlichen Konzeption sowie der laufenden Prüfung undBeratung bei der Einhaltung der steuerlichen konzeptionellen Rahmenbedingungenbei der laufenden wirtschaftlichen Tätigkeit der Apollo-ProMedia 1. KG beauftragt.Die Vergütung für die Erstellung der steuerlichen Konzeption und derenlaufende Prüfung und Beratung der steuerlichen konzeptionellen Rahmenbedingungenbeträgt 0,1% jeweils bezogen auf die zum Ende derEmissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter) einschließlichdes Gründungskapitals. Der Vergütungsanspruch entstehteinmalig jeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und dieübernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20%des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind.Der Vergütungsanspruch ist nach Abschluss der Platzierung fällig.Abschlagzahlungen können nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Die Haftung des Steuerberaters ist auf eine Deckungssumme von€ 2 Mio. begrenzt. Sämtliche Ansprüche gegen den Steuerberater verjährennach Ablauf von 3 Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem derAnspruch entstanden ist (§ 68 Steuerberatungsgesetz).Der Vertrag ist fest bis zum 31. Dezember 2008 bzw. bis zur Beendigungder Gesellschaft abgeschlossen und ist während dieser Zeitordentlich nicht kündbar.Die Erstellung eines in Auftrag gegebenen Steuergutachtens wirdgemäß Vereinbarung nach Stundenaufwand berechnet. Dafür und fürweitergehende grundsätzliche Stellungnahmen zur steuerlichen Konzeptionsind Kosten in Höhe von 0,2% bezogen auf das erstmaligeGesamtinvestitionsvolumen der ApolloProMedia 1. KG kalkuliert.X. Vertrag über laufende SteuerberatungDer Vertrag umfasst die laufende Aufbereitung sowie die Erstellung derJahresabschlüsse einschließlich Gewinn- und Verlustrechnung, dieAbgabe der Jahressteuererklärungen, die einheitliche und gesonderteGewinnermittlung für die ApolloProMedia 1. KG und ihre Gesellschaftersowie die Beratung in allen steuerlichen Angelegenheiten der Gesellschaft.Nicht Vertragsgegenstand ist die Einzelsteuerberatung vonKommanditisten.Für diese Leistungen ist für das Jahr 2001 und für jedes der folgendenJahre ein Pauschalhonorar in Höhe von jährlich 0,15% jeweils bezogenauf sämtliche Festkapitalanteile (Kommanditanteile und Anteileatypisch stiller Gesellschafter) zum Ende des betreffenden Kalenderjahreseinschließlich des Gründungskapitals vereinbart. Der Vergütungsanspruchentsteht erstmals jeweils bezogen auf den Eintritt eineseinzelnen Kommanditisten, wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertraggeschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungen inHöhe von mindestens 20% des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbartenAgios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruch ist in den Jahrender Emission nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungen inentsprechenden Teilbeträgen und in den folgenden Jahren in vier gleichenTeilbeträgen jeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres fällig.Die Haftung ist auf eine Deckungssumme von € 2 Mio. begrenzt. DieVerjährungsfrist beträgt 3 Jahre von dem Zeitpunkt an, in dem derAnspruch entstanden ist (§ 68 Steuerberatungsgesetz).Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, längstens jedoch bis zur Abwicklungder Gesellschaft. Er ist beiderseits unter Einhaltung einer Frist von6 Monaten zum Jahresende kündbar, erstmals zum 31. Dezember 2002.Eine vorzeitige Kündigung führt nicht zu Rückzahlungsansprüchen hinsichtlichbereits bis zum Kündigungszeitpunkt entstandener und fälligerVergütungsansprüche.XI. Verträge über konzeptionelle Rechtsberatungsowie laufende RechtsberatungVertragspartner ist eine Rechtsanwaltskanzlei, welche die Gesellschaftbei der Gestaltung des Gesellschaftsvertrages sowie der im Zusammenhangmit den Investitionsnebenkosten abzuschließenden Verträgenberaten hat.Die Vergütung beträgt 0,20% bezogen auf die zum Ende der Emissionsphasebestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile (Kommanditanteileund Anteile atypisch stiller Gesellschafter) der ApolloPro-Media 1. KG einschließlich des Gründungskapitals, mindestens jedoch€ 25.000. Der Vergütungsanspruch entsteht jeweils bezogen auf den37


Eintritt eines einzelnen Kommanditisten, wenn ein rechtlich wirksamerBeitrittsvertrag geschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungenin Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitals zzgl.des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruch istnach Abschluss der Platzierung fällig. Abschlagzahlungen können nachVorliegen der Entstehungsvoraussetzungen jeweils zum Ende einesKalendervierteljahres geleistet werden.Die Haftung für alle im Zusammenhang mit dem Mandat möglicherweiseentstehenden Schadensfälle ist auf eine Deckungssumme von insgesamtDM 15 Mio. begrenzt. Sämtliche Schadensersatzansprüche verjährenin 3 Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem der Anspruch entstandenist, spätestens jedoch in 3 Jahren nach der Beendigung desAuftrags (§ 51 b Bundesrechtsanwaltsordnung).Während der (Re-)Investitionsphase der Gesellschaft werden spezialisierteRechtsanwaltskanzleien mit der Beratung der Gesellschaft bei derrechtlichen und steuerrechtlichen Vertragsgestaltung der Ko-Produktionenbeauftragt. Für die nach den jeweiligen Beratungsverträgen vorgeseheneMitwirkung soll jeweils weniger als 1% des tatsächlich eingezahltenKommanditkapitals der ApolloProMedia 1. KG aufgewandtwerden. Die bereits abgeschlossenen bzw. noch abzuschließendenRechtsbesorgungsverträge sehen Haftungsbeschränkungen, Verjährungsregelungenund Begrenzungen auf Haftungshöchstsummen imRahmen des nach den besonderen Berufsbestimmungen für Rechtsanwältezulässigen vor.XII. Vertrag über ProspektgutachtenDie Gesellschaft hat einen Wirtschaftsprüfer mit der Begutachtung desEmissionsprospektes beauftragt.Für diese Leistungen ist eine Vergütung von 0,20% bezogen auf die zumEnde der Emissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter)der ApolloProMedia 1. KG einschließlich des Gründungskapitals, mindestensjedoch € 25.000 vereinbart. Der Vergütungsanspruch entstehtjeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Kommanditisten, wennein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und die übernommenenZahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitalszzgl. des vereinbarten Agios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruchist nach Abschluss der Platzierung fällig. Abschlagzahlungenkönnen nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenjeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres geleistet werden.Die Haftung ist auf eine Deckungssumme von € 4 Mio. begrenzt. DieVerjährungsfrist für Haftungsansprüche beträgt 5 Jahre von dem Zeitpunktan, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 51 a Wirtschaftsprüferordnung).XIII. Vertrag über MittelverwendungskontrolleVertragspartner ist eine Partnerschaft aus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfernund Steuerberatern (Mittelverwendungskontrolleur).Der Vertrag umfasst die Überwachung und Feststellung der Mittelfreigabevoraussetzungenbis zur Erreichung des Mindestplatzierungsvolumensin Höhe von € 1,0 Mio. sowie die Gewährleistung der vertragsgerechtenAbwicklung der Investitionsnebenkosten nach dem Investitionsplandes Gesellschaftsvertrages der ApolloProMedia 1. KG. WeitergehendePrüfungspflichten obliegen dem Mittelverwendungskontrolleurnicht. Insbesondere hat er nicht die Verwendung der Einlagen derGesellschafter in Film- und Medieninvestitionen der Gesellschaft zu prüfenund zu überwachen.Für diese Leistungen ist eine Vergütung von 0,08% bezogen auf die zumEnde der Emissionsphase bestehende Summe sämtlicher Festkapitalanteile(Kommanditanteile und Anteile atypisch stiller Gesellschafter)der ApolloProMedia 1. KG einschließlich des Gründungskapitals verein-bart. Der Vergütungsanspruch entsteht jeweils bezogen auf den Eintritteines einzelnen Kommanditisten, wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertraggeschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungenin Höhe von mindestens 20% des Kommanditkapitals zzgl. desvereinbarten Agios erfüllt worden sind. Der Vergütungsanspruch ist nachAbschluss der Platzierung fällig. Abschlagzahlungen können nach Vorliegender Entstehungsvoraussetzungen jeweils zum Ende eines Kalendervierteljahresgeleistet werden.Die Haftung des Mittelfreigabekontrolleurs ist auf eine Deckungssummevon € 4 Mio. begrenzt. Die Verjährungsfrist für Haftungsansprüchebeträgt 5 Jahre von dem Zeitpunkt an, im dem der Anspruch entstandenist (§ 51 a Wirtschaftsprüferordnung).XIV. Vertrag über ProjektbegleitungVertragspartner ist die ApolloMedia Filmmanagement GmbH.Gegenstand des Vertrages ist die umfassende Beratung der Geschäftsführungder ApolloProMedia 1. KG bei der Durchführung von Maßnahmenzur Verfolgung des Gesellschaftszweckes, insbesondere bei derAuswahl der Film- und Medienprojekte, sämtlichen Vertragsverhandlungenim Zusammenhang mit (Ko-)Produktion und deren Verwertung.Die ApolloMedia Filmmanagement GmbH erhält hierfür eine erfolgsabhängigeVergütung in Höhe von 3,45% von allen Erlösen, die der Apollo-ProMedia 1. KG zufließen (Produzentenvergütung, Verwertungserlöse,Versicherungsleistungen etc.). Die Vergütung ist jeweils mit dem Zuflussder Erlöse bei der ApolloProMedia 1. KG fällig.Der Vertrag ist fest bis zum 31. Dezember 2008 bzw. bis zur Beendigungder Gesellschaft abgeschlossen und ist während dieser Zeitordentlich nicht kündbar.XV. Weitere VerträgeIm Rahmen der vorausgegangenen Prospektdarstellungen sind zum Teilnoch zusätzliche Verträge bzw. Dienstleistungen genannt worden, welcheim Rahmen weiterer Verträge geregelt werden sollen. Unter anderemwurde mit der F.A.M.E. Film & Music Entertainment AG (nachfolgend„FAME“ genannt) eine non-exclusive Kooperationsvereinbarungabgeschlossen, aufgrund der FAME für die ApolloProMedia 1. KG geeigneteFilmprojekte identifizieren und akquirieren wird. Des Weiteren wirdFAME die Produktion durchführen oder im Rahmen einer Ko-Produktionmit durchführen sowie den weltweiten Vertrieb der Filme organisieren.Sofern die Dienstleistung von FAME in Anspruch genommen wird, erhältFAME dafür eine Festgebühr in Abhängigkeit vom Budget, eine zurückgestellteProducer-Vergütung sowie eine anteilige Erlösbeteiligung.Darüber hinaus kann sich im Rahmen der operativen Tätigkeit derApolloProMedia 1. KG noch weiterer Bedarf für die Einholung entgeltlicherDienstleistungen ergeben. Diesbezügliche Verträge können durchdie Geschäftsführung der ApolloProMedia 1. KG nach pflichtgemäßemErmessen abgeschlossen werden. Soweit solche Verträge daher nichtvorstehend bzw. in den entsprechenden Prognoseberechnungen alsbesonderer Kostenfaktor dargestellt sind, bedeutet dies keineBeschränkung der Geschäftsführung der ApolloProMedia 1. KG hinsichtlichdes Abschlusses solcher Verträge, soweit sie diese im Rahmendes Unternehmensgegenstands für zweckdienlich halten darf.XVI. Gemeinsame HinweiseVergütungsangaben verstehen sich grundsätzlich zuzüglich Umsatzsteuerin der jeweils geltenden Höhe.Wegen weiterer Angaben über die vorgenannten Vertragspartner derApolloProMedia 1. KG, insbesondere auch zu den personellen und/oderwirtschaftlichen Verflechtungen, wird auf den Prospektteil „Partner imÜberblick“ verwiesen.38


Gesellschaftsvertrag der ApolloProMedia GmbH & Co.1. Filmproduktion KG§ 1 Rechtsform, Firma, Sitz1. Die Gesellschaft ist eine Kommanditgesellschaft unter der FirmaApolloProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG.2. Sitz der Gesellschaft ist Potsdam.§ 2 Gegenstand des Unternehmens1. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Produktion,Ko-Produktion, Verwertung und Vermarktung und der Vertrieb vonKino- und Fernsehproduktionen, anderen audiovisuellen Produkten,sonstigen Medienprodukten und Merchandise-Produkten jeder Art(nachfolgend auch gemeinsam „Produktionen“ oder „Ko-Produktionen“genannt).2. Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften und Rechtshandlungenberechtigt, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweckunmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft ist insbesondereberechtigt, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmenzu übernehmen und Produktionsgesellschaften im In- undAusland zu gründen, zu führen und abzuwickeln. Die Gesellschaftkann sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen im In- undAusland beteiligen, solche gründen oder erwerben sowie Zweigniederlassungenunter gleicher oder anderer Firma im In- und Auslanderrichten. Die Gesellschaft kann die zur Erreichung ihres Zweckeserforderlichen oder zweckmäßigen Handlungen selbst vornehmenoder durch Dritte vornehmen lassen.§ 3 Dauer, Geschäftsjahr der Gesellschaft1. Die Gesellschaft wird auf bestimmte Zeit errichtet. Sie endet am31. Dezember 2008, vorbehaltlich einer Verlängerung gemäߧ 25 Ziff. 1.2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahrbeginnt mit der Gründung der Gesellschaft und endet am darauffolgenden31. Dezember („Rumpfgeschäftsjahr“).§ 4 Gesellschafter, Gesellschaftskapital, Kapitalanteile1. An der Gesellschaft sind beteiligt:a) als persönlich haftender Gesellschafter dieApolloMedia Nova GmbHmit dem Sitz in Potsdam, eingetragen im Handelsregister des AmtsgerichtsPotsdam unter HRB 14458 P (nachfolgend „Komplementär“oder „persönlich haftender Gesellschafter“ genannt).Der persönlich haftende Gesellschafter leistet keine Kapitaleinlageund ist am Kapital und Vermögen der Gesellschaft sowie amGewinn und Verlust unbeschadet der in diesem Vertrag niedergelegtenVergütungsregelungen nicht beteiligt. Die Gesellschafterstimmen bereits jetzt dem Beitritt eines weiteren Komplementärs,einer etwaigen Umwandlung oder Verschmelzung des jeweiligenKomplementärs mit anderen Kapitalgesellschaften sowie demAustausch des jeweiligen Komplementärs durch eine andere Komplementärkapitalgesellschaftzu. Sofern nicht ausdrücklich ausgeschlossen,erstreckt sich jede Bevollmächtigung bzw. Ermächtigungdes Komplementärs seitens der Kommanditisten auch aufden neuen bzw. zusätzlichen Komplementär. Jeder Komplementärist einzeln berechtigt und ermächtigt.b) als (Gründungs-)Kommanditist dieCHORUS Beteiligungs GmbHmit dem Sitz in Ottobrunn, eingetragen im Handelsregister desAmtsgerichts in München unter HRB 121471 (nachfolgend „Gründungskommanditist“genannt) mit einem Kapitalanteil (Pflichteinlage)von € 1.000.2. Das Kommanditkapital der Gesellschaft soll zur Finanzierung der vorgesehenenInvestitionen auf ein Beteiligungskapital von bis zu insgesamt€ 25 Mio. erhöht werden. Überschreitungen bis zu 40% sindmit Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafters möglich,wenn und soweit auch Fremdfinanzierungsrahmen der Gesellschaftim gleichen Verhältnis erweitert worden sind. Kapitalerhöhungen imvorgenannten Sinn sind nur bis zum 30. Juni 2002 („Zeichnungsschluss“)möglich („Emissionsphase“). Diese Frist kann durch denKomplementär einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu höchstens6 Monate bis zum 31. Dezember 2002 verlängert werden; einedarüber hinausgehende Verlängerung dieser Frist bedarf einesGesellschafterbeschlusses.Der Komplementär ist unter Befreiung von den Beschränkungen des§ 181 BGB berechtigt und von allen Gesellschaftern unwiderruflichermächtigt und bevollmächtigt, unter Abschluss entsprechender Beitrittsverträgenatürliche oder juristische Personen als Kommanditistenin die Gesellschaft aufzunehmen und alle hierfür erforderlichenErklärungen und Handlungen vorzunehmen, insbesondere gegenüberdem Handelsregister Erklärungen abzugeben, die im Hinblick aufdie Erhöhung des Kommanditkapitals, den Beitritt, die Abtretung vonGesellschaftsanteilen und für das Ausscheiden von Gesellschafternerforderlich sind, jedoch nur soweit das zur Durchführung des Investitionsplanesfestgelegte maximale Investitionsvolumen (zzgl. eineretwaigen durch den Komplementär zugelassenen Überschreitung um40%) nicht überschritten wird. Der Komplementär ist berechtigt fürsämtliche vorstehenden Handlungen und Erklärungen Untervollmachtenzu erteilen und den Unterbevollmächtigten von denBeschränkungen des § 181 BGB zu befreien.3. Die Mindestbeteiligung (mindestens zu übernehmender Kommanditanteil)des einzelnen Kommanditisten beträgt € 25.000 (exklusiveAgio). Mit Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafterskönnen in begründeten Einzelfällen auch Kommanditisten mit einerMindestbeteiligung (mindestens zu übernehmender Kommanditanteil)in Höhe von € 10.000 aufgenommen werden. Höhere Beträgemüssen durch 1.000 ohne Rest teilbar sein.Die Kommanditisten sind verpflichtet, Einlagen in Höhe von 70% desnominellen Betrages des von ihnen übernommenen Kommanditanteilszu zahlen. Ferner ist grundsätzlich ein Agio in Höhe von 5% bezogenauf den nominellen Betrag des übernommenen Kommanditanteilszu zahlen. Ein Agio für den Anteil des Gründungskommanditistenwird nicht erhoben. Die nicht eingezahlten 30% des nominellenBetrages des übernommenen Kommanditanteils stellen eine ausstehendeEinlage der Kommanditisten dar.Über die ausstehende Einlage hinaus besteht im Verhältnis derGesellschafter untereinander und der Gesellschafter zur Gesellschaftkeine Nachschusspflicht, auch nicht im Falle vorheriger vertragsmäßigerEntnahmen, welche nicht durch Gewinne gedeckt sind. Das Vorstehendekann nur durch Zustimmung aller Gesellschafter abgeändertwerden.4. Die nominellen Beträge der übernommenen Kommanditanteile(exklusive Agio) der Kommanditisten bilden die Festkapitalanteile. Dienominellen Beträge der übernommenen Kommanditanteile zuzüglichAgio werden als Haftsumme in das Handelsregister eingetragen.Damit besteht für jeden in das Handelsregister eingetragenen Kommanditisteneine dem Betrag seiner gegenüber der Gesellschaftaussenstehenden Einlage (zuzüglich Agio) entsprechende Außenhaftungfür Verbindlichkeiten der Gesellschaft unmittelbar gegenüberihren Gläubigern. Eine darüber hinausgehende Haftung gemäߧ 172 Abs. 4 HGB infolge der Rückzahlung von Einlagen oder Entnahmevon Gewinnen, während der Kapitalanteil durch Verluste unterden Betrag der geleisteten Einlage herabgemindert ist, bleibt unberührt.39


5. Die Kommanditeinlagen gemäß Ziff. 4 nebst Agio sind in bar innerhalbder in der Beitrittserklärung genannten Frist bzw. bis zu demdort genannten Zeitpunkt, hilfsweise spätestens 14 Tage nach Annahmedes Beitritts zur Gesellschaft zu erbringen.Unterlässt es ein Kommanditist, ganz oder teilweise seine fälligeKommanditeinlage nebst Agio einzuzahlen, so werden unbeschadetweiterer Maßnahmen nach diesem Gesellschaftsvertrag alle Rechtenach diesem Gesellschaftsvertrag ausgesetzt, bis die ausstehendeZahlung geleistet wurde. Bei Verzug können unter Abbedingung des§ 284 Abs. 3 BGB auf den rückständigen Betrag Verzugszinsen inHöhe von 5% über dem Basiszinssatz nach § 1 des Diskontsatz-Überleitungs-Gesetzesvom 9. Juni 1998 (BGBl. I S. 1242) für die Zeit desVerzuges erhoben werden. Ungeachtet dieser Regelung ist der Komplementärim Falle des Verzuges eines Kommanditisten mit der Einzahlungseiner ganzen oder teilweisen Kommanditeinlage berechtigtund von allen Gesellschaftern unter Befreiung von den Beschränkungendes § 181 BGB ermächtigt und bevollmächtigt, den in Verzuggeratenen Kommanditisten rückwirkend aus der Gesellschaft auszuschließen;näheres regelt § 22 Ziff. 5 und 6.Im Falle des Ausschlusses werden dem in Verzug geratenen Gesellschafterbereits geleistete Zahlungen nach Abzug der im Zusammenhangmit seinem Beitritt (insbesondere die auf seine ursprünglicheBeteiligung entfallenden Investitionsnebenkosten der Gesellschaftgemäß § 15 Ziff. 1 lit b) bb) bis oo) und des vereinbarten Agios) undmit seinem Ausscheiden anfallenden Kosten innerhalb von 4 Wochennach Absendung der Erklärung über den Ausschluss zurückerstattet(vgl. § 24 Ziff. 1). Weitere Ansprüche stehen dem Kommanditistennicht zu. Insbesondere nimmt der Kommanditist nicht am Ergebnisder Gesellschaft teil.Anstelle des Ausschlusses ist der Komplementär von den übrigenGesellschaftern ermächtigt und bevollmächtigt, den Kapitalanteileines in Verzug geratenen Gesellschafters unter Beachtung der vorstehendenRegelungen und unter Befreiung von den Beschränkungendes § 181 BGB auf den Betrag der von ihm geleisteten Zahlungabzüglich der auf seine ursprüngliche Beteiligung entfallenden Investitionsnebenkostender Gesellschaft herabzusetzen und im Umfangder Herabsetzung neue Gesellschafter aufzunehmen.6. Der Beitritt von Kommanditisten wird im Innenverhältnis jeweils mitAbschluss des Beitrittsvertrages durch Annahme des Zeichnungsscheinsdurch den Komplementär oder die vom Komplementär hierzubevollmächtigte MENTORA TREUHAND Gesellschaft für BeteiligungsverwaltungmbH, im Außenverhältnis jedoch erst mit der Eintragungim Handelsregister wirksam. Bis zur Eintragung in das Handelsregisterist die Beteiligung eine atypisch stille Gesellschaftsbeteiligung,die sich nach den Vorschriften dieses Gesellschaftsvertragesrichtet. Nach dieser Regelung atypisch still beteiligte Gesellschafterwerden im Innenverhältnis der Gesellschafter/übrigen stillenGesellschafter untereinander und im Verhältnis zur Gesellschaftwie unmittelbar als Kommanditisten beteiligte Gesellschafter behandelt.7. In einem gesonderten Geschäftsbesorgungsvertrag wird die MENTORATREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH mit demSitz in Ottobrunn durch die Gesellschaft beauftragt, für die Gesellschaftdie laufende Verwaltung der Gesellschaftsanteile der Kommanditistenund atypisch still Beteiligten zu übernehmen. Die hierfürzu zahlende Vergütung ist zuzüglich eventuell anfallender Umsatzsteuerauch in Verlustjahren zu zahlen und gilt im Verhältnis derGesellschafter untereinander als Aufwand der Gesellschaft.§ 5 Rechtsstellung der Kommanditisten1. Den Kommanditisten stehen sämtliche nach dem Handelsgesetzbuchund die nach diesem Vertrag festgelegten weitergehenden Rechte zu.2. Jeder Kommanditist hat dem persönlich haftenden Gesellschafteroder einem von ihm benannten anderen Gesellschafter unverzüglicheine unwiderrufliche, über den Tod hinaus geltende notariell beglaubigteHandelsregistervollmacht nach dem als Anlage 1 beigefügtenEntwurf (Änderungen des Entwurfs aufgrund besonderer Anforderungendes Registergerichts oder Rechtsänderungen bleiben vorbehalten)zu erteilen, die den Bevollmächtigten zu allen Anmeldungenzum Handelsregister ermächtigt, an denen ein Kommanditist mitzuwirkenverpflichtet ist. Er hat diese notariell beglaubigte Handelsregistervollmachtnach dem als Anlage 1 beigefügten Entwurf (Änderungendes Entwurfs aufgrund besonderer Anforderungen des Registergerichtsoder Rechtsänderungen bleiben vorbehalten) auch einemanderen gemäß § 4 Ziff. 1 lit. a) 3. Absatz in die Gesellschaft eintretendenpersönlich haftenden Gesellschafter unverzüglich nach dessenBeitritt zu erteilen.Entsprechende Verpflichtungen treffen den Sonderrechtsnachfolgeran einem Kommanditanteil. Die mit der Vollmachtserteilung und Eintragungverbundenen Kosten trägt der Kommanditist; mit Ausnahmeder Handelsregisterkosten für die Eintragung während der Emissionsphase.§ 6 Gesellschafterkonten1. Die Gesellschaft unterhält für jeden Gesellschafter ein festes Kapitalkonto(Kapitalkonto I) und ein variables Beteiligungskonto (KapitalkontoII). Ferner wird ein Einlagenkonto eingerichtet. Die Saldensämtlicher Konten (nachfolgend gemeinsam auch „Gesellschafterkonten“genannt) sind unverzinslich. § 14 Ziff. 1 bleibt unberührt.2. Der nominelle Betrag des übernommenen Kommanditanteils einesjeden Gesellschafters wird auf dem Kapitalkonto des jeweiligenGesellschafters (Kapitalkonto I) verbucht. Der Betrag der auf dennominellen Betrag des übernommenen Kommanditanteils geleistetenEinlage wird auf dem Einlagenkonto verbucht. Die verfügbarenGewinnanteile und Entnahmen jedes Gesellschafters sowie sämtlicheanderen Zahlungen zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafterwerden auf dem variablen Beteiligungskonto (Kapitalkonto II) verbucht.3. Die Gesellschafter sind am Gewinn und Verlust sowie am Vermögender Gesellschaft im Verhältnis ihrer Kapitalkonten I unter Berücksichtigungder weiteren Bestimmungen dieses Vertrages beteiligt.§ 14 Ziff. 1 bleibt unberührt.§ 7 Geschäftsführung und Vertretung, Haftung1. Zur alleinigen Geschäftsführung (einschließlich des geschäftlichenund künstlerischen Managements) und der Vertretung der Gesellschaftist der persönlich haftende Gesellschafter berechtigt und verpflichtet.Insbesondere ist der persönlich haftende Gesellschafterausschließlich verantwortlich für– die allgemeine Verwaltung der Gesellschaft;– Abschluss und Durchführung der zur Verwirklichung des Beteiligungskonzeptesvorgesehenen oder notwendigen Verträge. Derpersönlich haftende Gesellschafter darf insoweit auch Leistungsentgeltevereinbaren, die Leistungen abdecken, welche ganz oderzum Teil bereits vor Gründung der Gesellschaft für deren Zweckeerbracht worden sind;– den Einkauf von für die Film- bzw. Medienproduktion erforderlichenRechten (Drehbuch, Musikrechte etc.);– die Entwicklung von Film- bzw. Medienprojekten;– die Ko-Produktion von Film- bzw. Medienprojekten;– die Fertigstellung und Bearbeitung von Film- bzw. Medienprojektensowie– das Marketing und den Vertrieb.Die übrigen Gesellschafter sind für die gesamte Dauer der Gesellschaftvon der Geschäftsführung und der Vertretung der Gesellschaftausgeschlossen. Die in diesem Vertrag gesondert geregelten Zustimmungsvorbehalteund Mitwirkungsbefugnisse bleiben unberührt. DerFachbeirat und die die Gesellschaftsanteile verwaltende MENTORATREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH wirken40


außer in den in diesem Vertrag ausdrücklich genannten Fällen wederan der Geschäftsführung mit noch kontrollieren sie diese. Der persönlichhaftende Gesellschafter hat die Geschäfte mit der Sorgfalteines ordentlichen Kaufmanns zu führen.2. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, sich bei derWahrnehmung seiner Aufgaben geeigneter Erfüllungsgehilfen zubedienen oder solche Aufgaben ganz oder teilweise auf Dritte zuübertragen. Er ist insbesondere auch berechtigt, die nach diesem Vertragbereits vorgesehenen Verträge mit externen Dienstleistungsunternehmenund verbundenen Unternehmen abzuschließen.3. Der persönlich haftende Gesellschafter und dessen Geschäftsführerund/oder deren Bevollmächtigte und im Rahmen von Geschäftsbesorgungs-und Managementverträgen Beauftragte und deren Geschäftsführersind von den Beschränkungen des § 181 BGB hinsichtlich allerGeschäfte mit der Gesellschaft in ihrem eigenen Namen oder im NamenDritter, einschließlich verbundener Unternehmen des persönlich haftendenGesellschafters, befreit. Entsprechend ist die Erteilung vonUntervollmachten unter Befreiung von § 181 BGB sowie die Ermächtigungder Unterbevollmächtigten zur weiteren Unterbevollmächtigungfür die Gesellschaft zulässig. § 117 HGB ist nicht anwendbar.4. Der Komplementär darf die nachfolgenden Handlungen nur mit vorherigerZustimmung der Kommanditisten durch Gesellschafterbeschlussvornehmen:a) Aufnahme neuer Geschäftszweige oder Geschäftstätigkeitenaußerhalb des Geschäftsbetriebs gemäß § 2 Ziff. 1;b) Abschluss, Änderung und Beendigung von Verträgen über stilleBeteiligungen an der Gesellschaft, mit Ausnahme der atypisch stillenBeteiligungen gemäß § 4 Ziff. 6;c) Erwerb,Veräußerung und Belastung von Grundstücken oder grundstücksgleichenRechten und die Änderung und Verpflichtung zurVornahme derartiger Rechtsgeschäfte;d) Aufnahme von Darlehen über den in § 15 vorgesehenen Rahmenhinaus;e) Abschluss, Änderung und Beendigung von Dauerschuldverhältnissenhinsichtlich Grundbesitz, Büroräume etc., insbesondere Mietverträge,Pachtverträge, Leasingverträge mit einer Zahlungsverpflichtung(Gesamtbelastung pro Geschäftsjahr) für die Gesellschaftvon jeweils mehr als € 100.000;f) Veräußerung, Übertragung oder Verpachtung des ganzen oder imWesentlichen ganzen Unternehmens der Gesellschaft oderwesentlicher Teile, einschließlich der Firma der Gesellschaft;g) Abschluss, Änderung oder Beendigung von Unternehmensverträgenim Sinne von §§ 291, 292 AktG.5. Der Komplementär informiert die Kommanditisten und den Fachbeiratdurch Übersendung von regelmäßigen Berichten (mindestenshalbjährlich) über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft.Der Komplementär kann mit der Übermittlung der Berichte dieMENTORA TREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbHbeauftragen.6. Die Gesellschafter (Komplementär, Kommanditisten und atypisch stilleGesellschafter) haben untereinander sowie im Verhältnis zu derGesellschaft nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten. Schadensersatzansprücheder Gesellschafter untereinander und derGesellschaft gegenüber den Gesellschaftern verjähren, soweitgesetzlich zulässig 6 Monate nach Kenntnis des Gesellschafters bzw.der Gesellschaft vom Schaden, spätestens jedoch 3 Jahre nach Entstehungdes Schadens, soweit die Ansprüche nicht kraft Gesetzeseiner kürzeren Verjährung unterliegen.§ 8 Vergütungen des persönlich haftenden Gesellschafters1. Der Komplementär erhält von der Gesellschaft eine Vorabvergütungfür die Übernahme der persönlichen Haftung, eine Geschäftsführungsvergütungsowie einen Betrag für die beim Komplementäranfallenden Personalkosten und etwaig entstandene Aufwendungenaus der Übertragung von Geschäftsführungsaufgaben und Aufgabenfür die Verwaltung der Gesellschaft im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverhältnissenmit Dritten, insbesondere auch mit Vertragspartnernund Initiatoren der Gesellschaft im Rahmen der Emission. Hiermitsind sämtliche Kosten des Komplementärs einschließlich Personalkosten,die diesem im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeitin der Gesellschaft entstehen, abgegolten.2. Im Einzelnen erhält der Komplementär folgende Zahlungen:a) Vorabvergütung für die Übernahme der persönlichen HaftungFür die Übernahme der persönlichen Haftung erhält der Komplementärfür das Jahr 2001 eine Vorabvergütung in Höhe von€ 1.250 und für jedes der Folgejahre jeweils eine jährliche Vorabvergütungin Höhe von € 2.500. Die Vorabvergütung ist jeweilsfällig mit Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft.b) Geschäftsführungsvergütungaa)bb)Als Vergütung für seine Geschäftsführungstätigkeit für dasJahr 2001 und für jedes der Folgejahre erhält der Komplementärvon der Gesellschaft jeweils eine Vergütung in Höhevon 0,54% der zum 31. Dezember eines Jahres jeweils bestehendenSumme sämtlicher Festkapitalanteile (Kommanditanteileund Anteile atypisch stiller Gesellschafter) einschließlichdes Gründungskapitals (nachfolgend auch als„Bemessungsgrundlage“ bezeichnet). Der Vergütungsanspruchentsteht jeweils bezogen auf die übernommenenKommanditanteile (atypisch stillen Beteiligung) eines einzelnenGesellschafters, wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertraggeschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungenvollständig erfüllt worden sind. Der erstmaligentstehende Vergütungsanspruch ist in der Emissionsphasenach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungen in entsprechendenTeilbeträgen und nachfolgende Vergütungsansprüchein vier gleichen Teilbeträgen jeweils zum Ende einesKalendervierteljahres fällig.Angefallene Personalkosten und etwaig entstandene Aufwendungenaus der Übertragung von Aufgaben für die Verwaltungder Gesellschaft im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverhältnissenmit Dritten, insbesondere auch mit Vertragspartnernder Gesellschaft, werden dem Komplementärjährlich bis zur Höhe von 0,175% der Bemessungsgrundlageerstattet. § 8 Ziff. 2 lit. c) bleibt unberührt.c) Weitere GeschäftsbesorgungstätigkeitenDer Komplementär darf Dritte mit Geschäftsbesorgungsangelegenheitenund Beratungsaufgaben für die Gesellschaft beauftragen(vgl. § 7 Ziff. 2) und mit diesen hierfür angemessene Vergütungenvereinbaren, insbesondere die nach diesem Vertrag vorgesehenenVerträge abschließen. Der Komplementär ist insbesondereberechtigt, mit der ApolloMedia Filmmanagement GmbH einenBeratervertrag bezüglich der Investitionstätigkeiten der Gesellschaftzu schließen, aufgrund dessen die ApolloMedia FilmmanagementGmbH eine erfolgsbezogene Vergütung in Höhe von3,45% zzgl. der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer von allen Erlösen,die der Gesellschaft zufließen (Produzentenvergütung, Verwertungserlöse,Versicherungsleistungen etc.) erhält. Die insoweitvereinbarten Vergütungen reduzieren nicht die vorstehenden Vergütungsansprüchedes Komplementärs.41


3. MENTORA TREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbHerhält für die Verwaltung der Kommanditanteile folgende Vergütungen:a) Für die Besorgung der Übernahme der Eintragung der Kommanditistenin das Handelsregister erhält die MENTORA TREUHAND einepauschale Vergütung von 0,1% der Bemessungsgrundlage amEnde der Emissionsphase. Der Vergütungsanspruch entstehtjeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Gesellschafters,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und dieübernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens20% des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfülltworden sind. Der Vergütungsanspruch ist nach Abschluss der Platzierungfällig. Die MENTORA TREUHAND hat jeweils zum Endeeines Kalendervierteljahres Anspruch auf Abschlagszahlungen aufdie Vergütung.b) Für die laufende Tätigkeit der Übernahme der Betreuung der Kommanditistenund atypisch stillen Gesellschafter für das Jahr 2001und jedes der nachfolgenden Jahre jeweils 0,49% der Bemessungsgrundlage.Der Vergütungsanspruch entsteht erstmaligjeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnen Gesellschafters,wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertrag geschlossen und dieübernommenen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens20% des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbarten Agios erfülltworden sind. Der erstmalige Vergütungsanspruch ist in der Emissionsphasenach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungen inentsprechenden Teilbeträgen und nachfolgende Vergütungsansprüchejeweils in vier gleichen Teilbeträgen jeweils zum Endeeines Kalendervierteljahres fällig.4. Die CHORUS GmbH erhält für die über die administrative Betreuungder Kommanditisten hinausgehende Betreuung (Investors’ Relations)für das Jahr 2001 und für jedes der Folgejahre jeweils eine Vergütungvon 0,17% der Bemessungsggrundlage. Der Vergütungsanspruchentsteht erstmalig jeweils bezogen auf den Eintritt eines einzelnenGesellschafters, wenn ein rechtlich wirksamer Beitrittsvertraggeschlossen und die übernommenen Zahlungsverpflichtungen inHöhe von mindestens 20% des Kommanditkapitals zzgl. des vereinbartenAgios erfüllt worden sind. Der erstmalige Vergütungsanspruchist in der Emissionsphase nach Vorliegen der Entstehungsvoraussetzungenin entsprechenden Teilbeträgen und die nachfolgendenVergütungsansprüche in vier gleichen Teilbeträgen jeweils zum Endeeines Kalendervierteljahres fällig.5. Zahlungen gemäß Ziff. 2, 3 und 4 stellen Betriebsausgaben derGesellschaft dar und sind im Verhältnis der Gesellschafter zueinanderals Aufwand der Gesellschaft zu behandeln. Sie sind auch in Verlustjahrenzu zahlen.§ 9 Gesellschafterbeschlüsse1. Abstimmungen der Gesellschafter über jedwede Angelegenheit erfolgendurch Beschluss der Gesellschafter („Gesellschafterbeschluss“).Gesellschafterbeschlüsse werden in Gesellschafterversammlungen(§ 10) oder – sofern es dem persönlich haftenden Gesellschafter alszweckmäßig erscheint – außerhalb der Gesellschafterversammlungschriftlich gefasst (schriftliches Abstimmungsverfahren, § 11).2. Gesellschafterbeschlüsse sind insbesondere für folgende Angelegenheitenerforderlich:a) Änderungen dieses Gesellschaftsvertrages;b) Feststellung des Jahresabschlusses; die Aufstellung des Jahresabschlussesund die damit im Zusammenhang stehenden Bilanzierungsentscheidungenobliegen ausschließlich dem Komplementär;c) Maßnahmen der Geschäftsführung, für die gemäß § 7 Ziff. 4 dieZustimmung der Kommanditisten erforderlich ist;d) Entlastung des geschäftsführenden Gesellschafters für das abgelaufeneGeschäftsjahr;e) Bestätigung bzw. Wahl der Beiratsmitglieder gemäß § 12 Ziff. 1und 2;f) Entlastung des Fachbeirates für das abgelaufene Geschäftsjahr;g) Ausschluss von Gesellschaftern, soweit nicht ein Fall des § 22Ziff. 5 Satz 2 vorliegt;h) Zulassung weiterer Kommanditisten;i) Verlängerung der Gesellschaft über den Zeitpunkt gemäß § 3Ziff. 1 hinaus (§ 25 Ziff. 1);j) Verwendung von Liquiditätsüberschüssen und Jahresergebnissen,soweit nicht bereits gemäß diesem Vertrag als Vorabausschüttungenfestgelegt;k) Wahl des Abschlussprüfers.Die Beschlüsse der Gesellschaft werden grundsätzlich mit einfacherMehrheit gefasst. Abweichend hiervon bedürfen Gesellschafterbeschlüssezu den vorstehenden lit. a) sowie g) und i) der Zustimmungvon mindestens 75% der abgegebenen Stimmen sowie zusätzlichnoch der Zustimmung des Komplementärs. Beschlüsse zu lit. h) könnennur einstimmig und mit Zustimmung des Komplementärs gefasstwerden; § 4 Ziff. 1 lit. a) bleibt unberührt.3. Je volle € 1.000 eines übernommenenen Kommanditanteils (KapitalkontoI) gewähren eine Stimme. Der Komplementär hat nur einStimmrecht bei Beschlüssen, die den Gesellschaftsvertrag ändernoder unmittelbar in seine Rechtsstellung als Gesellschafter eingreifen.In diesen Fällen verfügt er über die Anzahl von Stimmen, welcheder Zahl von 10% der Stimmen aller vorhandenen übernommenenKommanditeinlagen der Kommanditisten entspricht. Jeder Gesellschafterist im Übrigen zur Stimmabgabe bei Gesellschafterbeschlüssenberechtigt, soweit er nicht aufgrund dieses Gesellschaftsvertragesvon der Ausübung der Stimmrechte aus seinem Kommanditanteilausgeschlossen ist.Durch Kommanditisten ordnungsgemäß Bevollmächtigte können fürverschiedene Kommanditanteile voneinander abweichende Stimmabgabenvornehmen. Im Übrigen können Gesellschafter für ihrenKommanditanteil nur einheitlich abstimmen.4. Stimmt ein in einer Gesellschafterversammlung anwesender oderaußerhalb der Gesellschafterversammlung in einer Abstimmung teilnehmenderGesellschafter nicht über einen Beschlussgegenstand aboder enthält er sich ausdrücklich der Stimme, so gilt dies als nichtabgegebene Stimme, welche bei der Ermittlung des Abstimmungsergebnissesnicht mitberücksichtigt wird. Bei Stimmengleichheit derabgegebenen Stimmen gilt ein Antrag als angenommen.5. Jeder Gesellschafter kann sich zum Zweck der Stimmabgabe beiGesellschafterbeschlüssen durch einen Dritten vertreten lassen, vorausgesetzt,dass der vertretene Gesellschafter dem Komplementärmindestens 5 Geschäftstage vor der Stimmabgabe eine schriftlicheVollmacht übermittelt hat, in der die Person zur Stimmabgabe bei derGesellschafterversammlung oder im schriftlichen Abstimmungsverfahrenfür den vertretenen Gesellschafter bestimmt wird.6. Der Komplementär fertigt Sitzungsberichte von jeder Gesellschafterversammlungund Protokolle aller Gesellschafterbeschlüsse an, diesämtlichen Gesellschaftern unverzüglich zuzusenden sind. Die vollständigeoder teilweise Anfechtung eines Gesellschafterbeschlussesist nur innerhalb von 45 Tagen nach Zugang des Protokolls des jeweiligenGesellschafterbeschlusses oder im Fall des schriftlichenAbstimmungsverfahrens (§ 11) nur innerhalb von 45 Tagen nach42


Zugang der Mitteilung der Ergebnisse über die Beschlussfassung,spätestens 6 Monate nach Beschlussfassung bzw. nach Ablauf derFrist zur Stimmabgabe durch Erhebung der gerichtlichen Klage möglich.Nach Ablauf der vorgenannten Frist gilt ein etwaiger Beschlussfassungsmangelals geheilt.7. Die Stimmverbote des § 47 Abs. 4 GmbH-Gesetz gelten entsprechend.§ 10 Gesellschafterversammlung1. Die ordentliche Gesellschafterversammlung findet innerhalb von9 Monaten nach Schluss eines jeden Geschäftsjahres statt.2. Der Ort der Versammlung, der in Deutschland liegen muss, wird durchden Komplementär in Abstimmung mit dem Fachbeirat festgelegt.3. Die Einberufung einer Gesellschafterversammlung erfolgt durchschriftliche Einladung sämtlicher Gesellschafter unter Angabe vonOrt, Tag, Zeit, Zweck und Tagesordnung der Versammlung. DieLadungsfrist beträgt 14 Tage vor dem angesetzten Termin der betreffendenGesellschafterversammlung. Maßgebend ist der Tag derAbsendung der Einladung.Die Ladung ist stets ordnungsgemäß, wenn sie an die von der teilnahmeberechtigtenPerson zuletzt schriftlich angegebene Anschrifterfolgt.Wenn der Komplementär feststellt, dass die Abstimmung übereinen Beschlussgegenstand dringend ist, kann der Komplementärnach eigenem Ermessen eine außerordentliche Gesellschafterversammlungeinberufen; in diesem Falle kann die Einberufungsfrist auf10 Kalendertage verkürzt werden. Bei der Berechnung der Fristenwerden der Tag der Absendung und der Tag der Versammlung mitgezählt.Sofern ein Fachbeirat gemäß § 12 bestellt ist, sind diesem innerhalbangemessener Frist vor Einberufung der Gesellschafterversammlungdie Tagesordnungen mitzuteilen oder etwaige Beschlussunterlagenvorzulegen. Soweit dieser eine eigene Stellungnahme abgibt, ist sieder Einberufung der Gesellschafterversammlung beizufügen.4. Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung führt der Komplementär,ersatzweise ein von dem Komplementär ernannter Dritter(Versammlungsleiter). Wird ein Protokollführer vom Versammlungsleiterernannt, kann die Beschlussniederschrift vom Versammlungsleiterund vom Protokollführer unterzeichnet werden.5. Die Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn ein Komplementärund mehr als 50% des stimmberechtigten Kommanditkapitalsanwesend oder vertreten sind. Bei mangelnder Beschlussfähigkeitist unverzüglich eine neue Gesellschafterversammlung mitgleicher Form und Tagesordnung und einer Frist von mindestens10 Tagen einzuberufen.Hinsichtlich der Fristberechnung gilt § 10 Ziff. 3 Satz 6 entsprechend.Diese Versammlung ist ohne Rücksicht auf den anwesenden oder vertretenenBetrag des Festkapitals der Gesellschaft oder der Anzahl derGesellschafter beschlussfähig, sofern hierauf in der Einladung hingewiesenwurde.6. Gesellschafterversammlungen sind einzuberufen, wenn Beschlussfassungengemäß § 9 Ziff. 2 zu erfolgen haben, es sei denn, dieAbstimmung erfolgt außerhalb der Gesellschafterversammlung, oderwenn der Komplementär feststellt, dass es im Interesse der Gesellschaftist, oder wenn Gesellschafter, die mindestens 20% der Festkapitalanteileder Gesellschaft halten, schriftlich die Einberufungeiner Versammlung unter Angabe eines Zwecks und der Gründe derGesellschafterversammlung verlangen. Der Komplementär kannjederzeit Gesellschafterversammlungen einberufen.§ 11 Schriftliches Abstimmungsverfahren1. Statt einer ordentlichen oder außerordentlichen Gesellschafterversammlungkann durch den Komplementär ein schriftliches Abstimmungsverfahrenzur Beschlussfassung vorgesehen werden. Hierfürgelten die Vorschriften des § 9 sowie des § 10 entsprechend, soweitsich nicht nachfolgend etwas anderes ergibt.2. Der Komplementär hat alle teilnahmeberechtigten Personen untergenauer Bezeichnung des Gegenstandes der Beschlussfassungschriftlich zur Stimmabgabe aufzufordern; der Komplementär kannhierzu die MENTORA TREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltungals Bevollmächtigten einschalten. Die Frist zur Stimmabgabemuss mindestens 14 Tage betragen. Maßgeblich für den Fristbeginnist der Tag der Absendung der Aufforderung zur Stimmabgabe,maßgebend für die Wahrung der Frist ist der Tag des Zugangs derStimmabgabe bei dem Komplementär oder dessem Beauftragtem.Verspätet zugegangene Stimmabgaben gelten als nicht erfolgt.3. Im Wege der schriftlichen Abstimmung kommt mit Ablauf der Stimmabgabefristein Beschluss nur zustande, wenn innerhalb der Fristendes § 11 Ziff. 2 mindestens 40% der Stimmen aller Gesellschafteran der Abstimmung teilnehmen und der schriftlichen Abstimmungnicht mit mehr als 30% der Stimmen der Festkapitalanteile derGesellschaft widersprochen wird.Die Auszählung der Stimmen erfolgt durch den Komplementär. Der Fachbeirathat das Recht, die Auszählung zu überprüfen. Über das Ergebnisder Abstimmung sind die Gesellschafter schriftlich zu unterrichten.§ 12 Fachbeirat1. Die Gesellschaft hat einen Fachbeirat, der aus drei Mitgliedern (einschließlichdem Vorsitzenden) besteht. Der Fachbeirat kann durchBeschluss der Gesellschafter auf fünf Mitglieder erweitert werden.Die Beiratsmitglieder werden durch den Komplementär vorgeschlagenund durch die Gesellschafterversammlung bestätigt oder abgelehnt.Der Beirat wählt aus seiner Mitte den Beiratsvorsitzenden unddessen Stellvertreter.Bis zur ersten ordentlichen Gesellschafterversammlung oder einemBeschluss außerhalb einer Gesellschafterversammlung im schriftlichenVerfahren wird ein vorläufiger Fachbeirat eingesetzt. Zu erstenvorläufigen Beiratsmitgliedern wurden bestellt:a) Dr. Kathinka Dittrich van Weringh, Ex-Jurymitglied der niederländischenFilmförderungsanstalt und frühere Kulturdezernentin derStadt Köln;b) Aribert Großkopf, Abteilungsdirektor a.D. für Medien in der StaatskanzleiBrandenburg;c) Wolf-D. Gramatke, selbständiger Medien-Consultant und Non-Executive Chairman der Universal Holding GmbH.2. Die Amtszeit der Mitglieder des Beirats beträgt zwei Jahre. Die Amtsperiodedes durch die erste ordentliche Gesellschafterversammlungoder durch Gesellschafterbeschluss im schriftlichen Verfahrengewählten/bestätigten Beirats endet am Schluss der ordentlichenGesellschafterversammlung oder des an deren Stelle tretendenschriftlichen Abstimmungsverfahren, welche(s) nach Ablauf desersten auf die Bestätigung/Wahl des Beirats folgenden Kalenderjahresstattfindet. Die Bestellung der nachfolgenden Beiräte erfolgtrechtzeitig vor Ablauf der Amtszeit der jeweiligen Vorgänger nachdenselben Regeln, wie für die Bestellung des ersten Beirats.3. Mitglieder des Beirats können Kommanditisten sein oder Dritte,wobei jedoch Geschäftsführer des Komplementärs und dessen Angestelltesowie die Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Personen, dievon den Abschlussprüfern der Gesellschaft beschäftigt werden, keineMitglieder des Beirats sein können. Mindestens zwei Mitgliederdes Beirats sollen über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisseim Medienbereich verfügen. Sie sollen im Rahmen ihrer Beiratstätigkeitkeinen Interessenkollisionen aufgrund der Übernahme andererÄmter oder Funktionen ausgesetzt sein.43


4. Ein Mitglied des Beirats kann sein Amt jederzeit durch schriftlicheErklärung gegenüber dem Beiratsvorsitzenden (dieser selbst durchErklärung gegenüber dem stellvertretenden Beiratsvorsitzenden)niederlegen. Nach der Niederlegung ist unverzüglich ein neues Mitgliedzu bestimmen. Der Vorsitzende des Beirats kann als Vorsitzender(nicht als Mitglied des Beirates) durch einstimmigen Beschlussder übrigen Beiratsmitglieder abberufen werden.5. Der Fachbeirat beschließt über die ihm durch diesen Vertrag zurBeschlussfassung zugewiesenen Beschlussgegenstände, die insbesondereeinschließen:a) Beratung des Komplementärs bei der Auswahl von Film- bzw.Medienprojekten, die die in § 16 festgelegten Voraussetzungenerfüllen;b) Zustimmung zu den vom Komplementär gemäß § 16 vorgeschlagenenFilm- bzw. Medienprojekten;c) Zustimmung zu Gesellschafterbeschlüssen, sofern nach den Bestimmungendieses Gesellschaftsvertrages vorgesehen.6. Beschlüsse des Beirats werden in der Regel in Beiratssitzungengefasst. Eine Beiratssitzung ist beschlussfähig, wenn mindestenszwei Drittel der Mitglieder des Beirats anwesend sind. Beschlüssedes Beirats werden mit einfacher Mehrheit der bei der Versammlunganwesenden Mitglieder gefasst, soweit nicht etwas anderes in diesemGesellschaftsvertrag ausdrücklich vorgesehen ist. Jedes Beiratsmitgliedhat eine Stimme. Statt in Beiratssitzungen kann eineBeschlussfassung auch im schriftlichen Umlaufverfahren per Post,Telefax, Telegramm, E-mail, Telefon oder durch jedes andere Mediumerfolgen, wenn sich alle Beiratsmitglieder an ihr beteiligen.7. Über die vom Beirat gefassten Beschlüsse sind Niederschriften anzufertigen,die von den Beiratsmitgliedern zu unterzeichnen sind.8. Beiratssitzungen finden regelmäßig und ohne gesonderte Einberufungmindestens zweimal im Jahr statt, und zwar an den Tagen, diein der Geschäftsordnung, die sich der Beirat gibt, festgelegt sind.Darüber hinaus können außerordentliche Beiratssitzungen jederzeitvom Vorsitzenden des Beirats oder dem Komplementär mit einwöchigerFrist durch eingeschriebenen Brief unter Angabe von Ort, Tag,Zeit, Zweck und Tagesordnung einberufen werden. Zur Teilname anBeiratssitzungen sind - ohne Stimmrecht - auch externe Berater undder Komplementär zugelassen. Zuzulassen sind auf deren Antrag fernerGesellschafter, welche mindestens 10% der Festkapitalanteileder Gesellschaft als eigene Anteile halten.9. Jedes Beiratsmitglied erhält eine Vergütung in Höhe von € 5.000 p.a.zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese bei einem Beiratsmitgliedanfällt. Die Vergütung kann durch Beschluss der Gesellschaftermit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen geändertwerden. Nachgewiesene notwendige Auslagen, die ihm im Zusammenhangmit seiner Tätigkeit entstehen, werden ihm von der Gesellschafterstattet.§ 13 Jahresabschluss1. Der Komplementär hat in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahresfür das vorangegangene Geschäftsjahr unter Beachtung der Grundsätzeordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung sowie dergesetzlichen Vorschriften den Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- undVerlustrechnung) sowie die für die Zwecke der Besteuerung maßgeblichenBerechnungen aufzustellen. Ertragsteuerliche Regelungensind bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zu beachten, soweitnicht zwingende handelsrechtliche Bestimmungen entgegenstehen.2. Buchführung und Jahresabschluss sowie die maßgeblichen Berechnungensind von einem Wirtschaftsprüfer oder von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaftzu prüfen. Bis zur ersten Gesellschafterversammlungwird der Abschlussprüfer vom Komplementär bestellt.3. Der geprüfte Jahresabschluss mit dem Bestätigungsvermerk ist allenGesellschaftern zuzusenden. Der Komplementär hat den Prüfungsberichtdem Fachbeirat, sofern ein solcher bestellt ist, auszuhändigen.§ 14 Entnahmen, Gewinne und Verluste1. Sämtliche im Jahre 2001 und 2002 zur Gesellschaft beitretendeGesellschafter (Kommanditisten und atypisch stille Gesellschafter)erhalten auf ihre jeweils geleistete Kapitaleinlage vom Zeitpunkt derEinzahlung bis zum 03. Mai 2002 eine feste und als Vorabgewinnzugewiesene Ausschüttung in Höhe von 5% p. a. Sofern die Emissionsphasegemäß § 4 Ziff. 2 verlängert wird, kann der späteste Einzahlungspunktdurch den Komplementär neu bestimmt und der demVorabgewinn zugrundeliegende Zeitraum verlängert werden.2. Das Ergebnis des Jahres 2001 ist den Gesellschaftern (Kommanditistenund atypisch stillen Gesellschaftern) im Verhältnis der von ihnenübernommenen Kommanditanteile/atypisch stillen Beteiligungen(Kapitalkonto I) zum gesamten Festkapital der Gesellschaft einschließlichdes nominellen Betrages der übernommenen atypischstillen Beteiligungen zuzurechnen. Sämtliche Gesellschafter (Kommanditistenund atypisch stille Beteiligte) werden unabhängig vonihrem Beitrittszeitpunkt im Jahre 2001 hinsichtlich der Ergebniszuweisungdes Jahres 2001 gleichbehandelt.Das Ergebnis des Jahres 2002 ist sämtlichen Gesellschaftern im Verhältnisder von ihnen übernommenen Kommanditanteile (KapitalkontoI) zum gesamten Festkapital der Gesellschaft zuzurechnen,wobei jedoch soweit rechtlich und steuerlich zulässig, die in den Jahren2001 und 2002 der Gesellschaft beigetretenen Gesellschafterbzw. Gesellschafter, die ihren Kapitalanteil erhöhen insgesamt hinsichtlichder Summe der Ergebnisse der Jahre 2001 und 2002 sowieder weiteren folgenden Jahre insgesamt gleichbehandelt werden.Zur Herstellung der vorgennannten relativen Gleichbehandlung derGesellschafter werden die Gesellschaftsergebnisse, die im Novemberund Dezember 2001 (Zwei-Monats-Zeitraum) erzielt werden, einheitlichden innerhalb des Zwei-Monats-Zeitraums in die Gesellschafteingetretenen bzw. ihren Kapitalanteil erhöhenden Kommanditisten/atypisch stillen Gesellschafter zugerechnet.Etwaige in einem ab 01.01.2002 beginnenden Zwei-Monats-Zeitraumder Gesellschaft beitretende Gesellschafter bzw. Gesellschafter,die ihren Kapitalanteil erhöhen, werden im Rahmen des rechtlichzulässigen bezüglich der Ergebniszuweisungen den bereits in denvorausgegangenen Zwei-Monats-Zeiträumen beigetretenen Gesellschafternbzw. ihren Kapitalanteil erhöhenden Gesellschafterngleichgestellt; hierzu wird allen erst in einem ab 01.01.2002 beginnendenZwei-Monats-Zeitraum beigetretenen oder ihren Kapitalanteilerhöhenden Gesellschaftern das nach ihrem Beitritt/der Erhöhungihres Kapitalanteils von der Gesellschaft erzielte Ergebnis so langeund in dem Umfang vorrangig zugerechnet, bis ihnen das anteiligeErgebnis der Gesellschaft für das Jahr 2001 – und bei Beitritten oderKapitalerhöhungen im Jahr 2002 das anteilige Ergebnis der Gesellschaftfür das Jahr 2002 – in einem Umfang zugewiesen worden ist,der insgesamt der Summe der Ergebniszuweisungen für 2001 und2002 eines bereits in den davorliegenden Zwei-Monats-Zeiträumenbeigetretenen oder seinen Kapitalanteil erhöhenden Gesellschaftermit gleichem Kapitalanteil entspricht. Das gleiche gilt entsprechendfür die jeweils einem Beitrittsjahr folgenden Geschäftsjahre, so dasssämtliche Gesellschafter auch in diesen Jahren entsprechend ihrenübernommenen festen Kommanditanteile (Kapitalkonto I) bei derErgebnisverteilung gleichbehandelt werden.3. Jeder Kommanditist hat ab dem Jahr 2003 Anspruch auf eine jährlicheVorabentnahme in Gestalt der nachschüssigen Verzinsung seinesKapitalkontos in Höhe von 7% seiner geleisteten Pflichteinlage(ohne Agio). Der Anspruch auf Vorabentnahme besteht unabhängigdavon, ob in der Gesellschaft tatsächlich ein Gewinn entsteht. Voraussetzungist jedoch, dass die Gesellschaft aus ihrem Geschäftsbetriebüber hinreichend liquide finanzielle Mittel verfügt.44


4. Nach der Feststellung des Jahresabschlusses schüttet der Komplementärjedem Kommanditisten unter Anrechnung bereits ausgezahlterVorabentnahmen etwaige auf diesen Anteil entfallende Gewinnanteileaus, soweit der Gewinn nicht in neue Ko-Produktionen investiertwird oder der Komplementär vorschlägt und der Fachbeirat zustimmt,eine hiervon abweichende Gewinnausschüttung vorzunehmen.5. Der Komplementär kann nach pflichtgemäßem Ermessen Abschlagszahlungenauf Vorabentnahmen gemäß Ziff. 3 oder Gewinnausschüttungengemäß Ziff. 4 zulassen. Die Vorschrift des § 172 Abs. 4 HGBbleibt unberührt. Der Komplementär hat stets das Recht, eine angemesseneLiquiditätsreserve für die Betriebsausgaben der Gesellschaftzu bilden.§ 15 Finanzierungs- und Investitionsplan1. a) Die Investitionsplanung der Gesellschaft unterstellt, dass auf dieübernommenen Gesellschaftsanteile geleistete Einlagen von€ 17.500.000 (= 70% des Festkapitals) sowie ein darlehensweiseaufgenommenes Fremdkapital in Höhe von € 7.500.000 (= 30%des Festkapitals) insgesamt also Barmittel in Höhe von€ 25.000.000 (Gesamtinvestitionsvolumen) zur Verfügung steht.Im Falle einer Erhöhung des Festkapitals um bis zu 40% wird dasdarlehensweise aufzunehmende Fremdkapital ebenfalls im gleichenVerhältnis erhöht. Zusätzlich wird grundsätzlich ein Agio inHöhe von 5% des nominalen Kommanditanteils erhoben.b) Die vorstehend zu lit. a) genannten Mittel sollen im Jahr 2001 undim Jahr 2002 wie folgt verwendet werden, wobei für die Zwecke desnachstehenden Mittelverwendungsplans davon ausgegangen wird,dass die auf die übernommenen Gesellschaftsanteile geleistetenEinlagen in Höhe von insgesamt € 17.500.000 jeweils hälftig in denJahren 2001 und 2002 platziert und das entsprechende Fremdkapitalin Höhe von € 7.500.000 im Jahre 2002 aufgenommen wird:aa)bb)Erstinvestition in Ko-Produktionenim Jahr 2001 6.670.000 €im Jahr 2002 13.503.375 €Grundkonzeptionim Jahr 2001 356.250 €im Jahr 2002 356.250 €jj)kk)ll)Geschäftsführungim Jahr 2001 67.500 €im Jahr 2002 135.000 €Konzeptionelle Steuerberatung, Steuergutachtenim Jahr 2001 37.500 €im Jahr 2002 37.500 €Eintragungskostenim Jahr 2001 12.500 €im jahr 2002 12.500 €mm) Laufende Verwaltungskostenim Jahr 2001 188.750 €im Jahr 2002 377.500 €nn)Nichtabzugsfähige Vorsteuerim Jahr 2001 131.000 €im Jahr 2002 131.000 €oo) Fremdkapitalzinsen im Jahr 2002 415.625 €pp) Liquiditätsreserve im Jahr 2001 5.250 €Gesamtinvestitionsvolumen 25.000.000 €Das Agio dient zusätzlich zur Begleichung der Kosten der Kapitalbeschaffung.c) Soweit das der Gesellschaft tatsächlich zur Verfügung stehendeInvestitionsvolumen gemäß lit. a) geringer oder höher als dort vorausgesetztist, verändern sich auch die in lit. b) angegebenenBeträge entsprechend; jedoch ist für einzelne vorgesehene Gebührenund Kostenpositionen eine vom Investitionsvolumen unabhängige(Mindest-)Vergütung vereinbart. Soweit die Platzierung desgesamten Kommanditkapitals sich nicht jeweils hälftig auf die Jahre2001 und 2002 verteilt und ein anderes Verhältnis der Platzierungsquotenfür die Jahre 2001 und 2001 eintritt, verändern sichdie unter lit. b) für die Jahre 2001 und 2002 angebenen Beträgeentsprechend dem ihrer Verteilung auf die beiden Jahre 2001 und2002 zugrunde liegenden Modus.cc)dd)ee)ff)gg)hh)ii)Marketing und Präsentationim Jahr 2001 243.750 €im Jahr 2002 243.750 €Eigenkapitalbeschaffungim Jahr 2001 868.750 €im Jahr 2002 868.750 €Prospekteim Jahr 2001 15.000 €im Jahr 2002 15.000 €Rechtskonzeptionim Jahr 2001 25.000 €im Jahr 2002 25.000 €Prospektprüfungim Jahr 2001 25.000 €im Jahr 2002 25.000 €Mittelverwendungskontrolleim Jahr 2001 10.000 €im Jahr 2002 10.000 €Finanzierungskostenim Jahr 2001 93.750 €im Jahr 2002 93.750 €2. Die vorstehend zu Ziff. 1 lit. b) genannten Vergütungen und Kostensind mit den Vertragspartnern der Gesellschaft vertraglich vereinbarteVergütungen oder vorgesehene Vergütungen.Da alle Kostenpositionen vorrangig vor den Investitionen gemäßZiff. 1 lit. b) aa) auszugleichen sind, verringern etwaige nicht odernicht in dieser Höhe kalkulierte Aufwendungen das für Ko-Produktionenzur Verfügung stehende Investitionsvolumen entsprechend.Das gleiche gilt für relative Verschiebungen zwischen den entsprechendenPositionen (vgl. vorstehend Ziff. 1 lit. c)).3. Der Komplementär ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass dieGesellschaft den unter Ziff. 1 lit. b) aa) und vorbehaltlich der Ziff. 2vorgesehenen Betrag in Film- und Medienproduktionen nach Maßgabeder §§ 16 bis 18 investiert.4. Soweit das für Ko-Produktionen zur Verfügung stehende Investitionsvolumennicht unmittelbar investiert werden kann, ist dies inAnlageformen mit möglichst kurzfristiger Fungibilität (z. B. Festgeldoder festverzinsliche Wertpapiere) anzulegen.5. Der Komplementär ist zur Umsetzung des Investitions- und Finanzierungsplanesgemäß Ziff. 1 berechtigt, 30% des Festkapitals derGesellschaft (= Betrag der ausstehenden Einlagen) durch Aufnahmevon Darlehen fremd zu finanzieren. Darüber hinaus ist der Komplementärzu einer Darlehensaufnahme nur berechtigt, wenn diese zurkurzfristigen Abdeckung von Liquiditätsbedarf und/oder zur Finanzierungvon Auseinandersetzungsguthaben ausscheidender Gesell-45


schafter dient, zu banküblichen Konditionen aufgenommen wird und20% des Gesamtinvestitionsvolumens nicht überschreitet.6. Die in Ziff. 1 lit. b) aufgeführten Beträge sind netto angegeben, d. h.etwa anfallende Umsatzsteuer ist hinzuzurechnen. Wenn die Gesellschaftdie zu zahlende Umsatzsteuer nicht aus liquiden Mitteln bis zueiner Realisierung von entsprechenden Vorsteuererstattungsansprüchenfinanzieren kann, muss gegebenenfalls eine Vorfinanzierungdurch Fremdmittel erfolgen. Diesbezügliche Zinsbelastungen sindnicht berücksichtigt. Berücksichtigt sind jedoch die voraussichtlichenendgültigen Mehrbelastungen aus Gebührenpositionen, die umsatzsteuerbelastetsind, bei denen aber keine Vorsteuerabzugsfähigkeitvorliegt (vgl. Ziff. 1 lit. b) nn)).7. Sämtliche zur Verwirklichung des Investitionsvorhabens abzuschließendenDienstleistungsverträge und Geschäftsbesorgungsverträgesowie sonstige Verträge im Zusammenhang mit der Emission werden,auch soweit sie mit Gesellschaftern bzw. mit Gesellschafternverbundenen Dritten abgeschlossen werden – auch wenn deren Leistungenund Vergütungen in diesem Gesellschaftsvertrag erwähntsind –, als selbständige Dienstleistungsverträge abgeschlossen. DieErfüllung der dort vorgesehenen gegenseitigen Verpflichtungen istnicht Gegenstand gesellschaftsvertraglicher Bindungen.8. Der Komplementär darf Investitionen gemäß Ziff. 1 erst ausführen,wenn ihm eine schriftliche Bestätigung des Mittelverwendungskontrolleurs(Partnerschaft aus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern undSteuerberatern) vorliegt, dass ein Mindestkapital (Kommanditkapital)in Höhe von € 1,0 Mio. (ohne Agio) gezeichnet und die hierauf zuleistenden Einlagen auf dem Konto der Gesellschaft eingezahlt sindund diese Einlagen in vollem Umfang auf rechtlich wirksam übernommenenund voll einbezahlten Kommanditanteilen beruhen. Liegtdiese Bestätigung nicht bis zum Ende der Emissionsphase der Gesellschaftbzw. dem Ende der Verlängerung der Emissionsphase vor(Zeichnungsschluss), steht der Gesellschaft und den Kommanditistenein Rücktrittsrecht vom Beitrittsvertrag zu. Nach erfolgtem Rücktrittvom Beitrittsvertrag durch eine Partei (wobei der Komplementär fürdie Gesellschaft und die übrigen Gesellschafter aufgrund hiermit ausdrücklicherund unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181erteilter Vollmacht handelt) wird die Gesellschaft die von den Kommanditisteneingezahlten Beträge unverzüglich an diese zurückzuzahlen.§ 16 Investitionstätigkeit und Auswahl der Filmprojekte1. Die Gesellschaft wird in Ko-Produktionen investieren und hat bei derAuswahl der Filmprojekte nachfolgende feste Grundsätze, allgemeineVerwertungskriterien und strategische Merkmale zu beachten.Dabei wird der Komplementär mit Unterstützung des Fachbeirateszunächst in Frage kommende Filmprojekte intensiv auf voraussichtlicheProduktionskosten (Budget) und Verwertungschancen überprüfen.Im Bedarfsfall können auf Kosten der Gesellschaft auch externeBerater hinzugezogen werden.a) Feste Grundsätze:Die Gesellschaft darf nur in Filmprojekte investieren, wennaa)bb)ein anerkannter Weltvertrieb in die Vermarktung des Filmprojektesverbindlich eingebunden ist, damit Verkaufsschätzungen(Sales Estimates) in nachprüfbarer Art vorliegen unddabei die mittlere Schätzung (Mid Price) Erlöse der Gesellschaftvon ca. 140% ihrer Produktionsbeteiligung wahrscheinlicherscheinen lassen.für das Filmprojekt Vertriebsgarantien oder Vorverkäufe insbesonderedurch den Weltvertrieb, TV-Sender oder Kinoverleihervorliegen, die im Minimum insgesamt Rückflüsse inHöhe von 70% bezogen auf den Anteil an den Produktionskostenvertraglich sichern.cc)dd)unter Würdigung der allgemeinen Verwertungskriterien undstrategischen Merkmale ein mehrheitliches, positives Votumdes Fachbeirats zu diesem Filmprojekt vorliegt.eine grundsätzliche Zusage einer Bank zur teilweisen Finanzierungdes Filmprojekts vorliegt.b) Allgemeine Verwertungskriterien:Die Filmprojekte haben in der Regel folgende Merkmale zu erfüllen:aa)bb)cc)Die Gesellschaft ist an der Gesamtauswertung des Filmprojektesgrundsätzlich gemäß dem getragenen Budgetanteilbeteiligt.Die Aussicht auf eine weltweite Vermarktung des Filmprojektessoll gegeben sein.Das Filmprojekt soll für die Fernsehauswertung Family-tauglich(Prime-time) sein und eine Altersfreigabe ab 16 Jahrehaben; für eine mögliche Kinoauswertung gilt die volle Bandbreiteder FSK.c) Strategische Merkmale:aa)bb)cc)dd)Aus Sicherheitsgründen investiert die Gesellschaft im Allgemeinennicht in die Entwicklung eigener oder fremder Stoffe,sondern wird stattdessen bereits entwickelte Projekte aufErfolgsaussichten prüfen und dann als überwiegend gemeinschaftlicheKo-Produktionen realisieren.Die Gesellschaft wird in der Regel an Ko-Produktionen mehrheitlichbeteiligt sein. Eine deutlich darunter liegende Beteiligungoder die vollständige Übernahme der Produktion istmöglich. Die Investition in ein einzelnes Filmprojekt soll nichtmehr als 30% der gesamten Fondsinvestitionen betragen(Streuung der Mittel auf eine Vielzahl von Filmprojekten).Die Durchführung der Produktion soll sichergestellt sein,indem– die Gesamtfinanzierung des Filmprojektes geschlossen ist,– ein Completion Bond (Versicherung gegen Budgetüberschreitungen)oder eine ähnliche Sicherung besteht und– eine Errors & Omissions Insurance (Versicherung gegenVersäumnisse beim Erwerb von für die Produktion notwendigenUrheber- und Leistungsschutzrechte, z. B. Drehbuch,Musik etc.) abgeschlossen bzw. im Ko-Produktionsvertragvertraglich vorgesehen ist.Im Ko-Produktionsvertrag muss der Abschluss eines „CollectorsAgreement“ vertraglich vorgesehen sein, dem gemäß einneutraler weltweit erfahrener Collection Agent (z. B. FintageHouse) die weltweiten Gesamtverwertungserlöse im Auftragaller beteiligten Ko-Produktionspartner vereinnahmt undgemäß dem zwischen allen Berechtigten abgeschlossenenCollectors Agreement anteilig ausbezahlt.2. Von den festen Grundsätzen gemäß Ziff. 1 lit. a) darf nur in außergewöhnlichenEinzelfällen und beim Vorliegen entsprechender Sicherheitsmerkmaleabgewichen werden. Von den allgemeinen Verwertungskriterienund strategischen Merkmalen gemäß Ziff. 1 lit. b) undc) darf nur in begründeten Fällen mit Zustimmung des Fachbeiratsabgewichen werden.§ 17 Ko-Produktion1. Zur Ko-Produktion von Filmprojekten wird die Gesellschaft mit geeignetenKo-Produzenten Ko-Produktionsverträge abschließen, diejeweils im Einzelfall vom Komplementär ausgehandelt werden. DerKomplementär ist bei der Aushandlung und der Durchführung der46


Verträge an die Kriterien gemäß § 16 Ziff. 1 und 2 sowie der nachfolgendenZiff. 2 ff. gebunden.2. Der Komplementär ist verpflichtet, bei Vereinbarungen des jeweiligenKo-Produktionsvertrages und dessen Durchführung sicherzustellen,dass die Gesellschaft, selbst wenn der betreffende Ko-Produzentnach außen als sogenannter durchführender Produzent(„Executive Producer“) bezeichnet wird, zumindest im Innenverhältnisentsprechend ihrem Ko-Produktionsanteil die ihrem Ko-Produktionsanteilangemessene organisatorische und künstlerische Kontrolleüber die jeweilige Produktion innehat, das wirtschaftliche Risikoder Produktion mitträgt und dass Filmstoff, Filmdrehbuch, Filmbesetzung,Filmkalkulation und Herstellungskosten, Drehplan sowieFilmfinanzierung zwischen der Gesellschaft und dem Ko-Produzentenabgestimmt werden.Sämtliche der Ko-Produktion zugrundeliegenden Rechte müssen(auch) im Namen der Gesellschaft erworben werden. Die Vereinbarungenmit dem jeweiligen Ko-Produzenten sind so zu gestalten, dassdie Gesellschaft für den Erwerb der der Produktion zugrundeliegendenRechte mitverantwortlich ist und sichergestellt ist, dass die Leistungsschutzrechtedes Filmherstellers nach § 94 Urhebergesetz originär(auch) bei der Gesellschaft entstehen und die Gesellschaft Mitinhaberindes Negativs des ko-produzierten Filmes wird.3. Die Gesellschaft wird die für die Produktion eines Films erforderlichenMaßnahmen und Handlungen je nach Art und Umfang entwederunmittelbar durch den Komplementär oder durch einen vom Komplementärzu beauftragenden Dritten erbringen.Soweit der Komplementär im Namen der Gesellschaft Dritte mit einzelnenoder sämtlichen Produktionstätigkeiten beauftragt, werdendiese nach Weisungen und ausschließlich im Namen und für Rechnungder Gesellschaft tätig.4. Der Komplementär ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass sämtlicheden Produktionen zugrundeliegenden oder an diesen bestehendenUrheberrechte und Urhebernebenrechte entweder unmittelbarvon der Gesellschaft oder von dem Ko-Produzenten im Namenund für Rechnung der Gesellschaft bzw. der Gesellschaft und desKo-Produzenten gemeinsam erworben werden.5. Die Gesellschaft schließt für jeden Film gemeinsam mit dem jeweiligenKo-Produzenten eine sogenannte Fertigstellungsversicherung(Completion Bond) ab, mit der der Film gegen Budgetüberschreitungenbzw. gegen eine Nichtfertigstellung wegen Kapitalmangel versichertist.Je nach Gestaltung des Einzelfalls stellt die Versicherung entwederdie Fertigstellung des Films sicher oder trägt das sich aus einer vonder Gesellschaft gegenüber Dritten etwa abgegebenen Fertigstellungsgarantieergebende Haftungsrisiko. Auf den Abschluss dieserVersicherung kann nur verzichtet werden, wenn ein zumindestgleichwertiges Sicherungsmittel zugunsten der Gesellschaft vorliegt.§ 18 Verwertung und VertriebDie Gesellschaft verwertet die durch Ko-Produktion erworbenen Filmrechteund sonstigen Rechte durch Lizenzierung und späteren Verkaufnach folgender Maßgabe:1. LizenzierungDie Verwertung durch die Gesellschaft bzw. die beauftragte Vertriebsgesellschafterfolgt in der Regel in verschiedenen Verwertungszyklenund zwar in der Regel auf der Grundlage von Lizenzverträgenmit den jeweiligen Lizenznehmern (z. B. Kinoverleih, Fernsehsender,Videoanbieter etc.). Der Komplementär bzw. die beauftragte Vertriebsgesellschafthandeln insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen.2. Verkauf der Lizenzrechte zur Beendigung der Gesellschaft (Endverwertung)Zur Beendigung der Gesellschaft (§ 25) sollen die im Betriebsvermögender Gesellschaft befindlichen Filmrechte wie folgt durch Verkaufverwertet werden:a) Zur Verwertung wird ein Verwertungsausschuss gebildet, dem2 Beauftragte des Komplementärs, vorzugsweise 2 Geschäftsführer,sämtliche Beiratsmitglieder und 2 von der Gesellschafterversammlungzu bestimmende Gesellschafter angehören. Jedes Mitglieddes Verwertungsausschusses hat eine Stimme.b) Der Verwertungsausschuss bietet die in der Gesellschaft befindlichenFilmrechte mindestens 3 Monate einschlägig öffentlich an.Auf Verlangen von mindestens 3 Mitgliedern müssen zusätzlichWertgutachten eingeholt werden.c) Der Verwertungsausschuss ermittelt das beste abgegebene Angebotund wird durch etwaige Nachverhandlungen eine bestmöglicheEndverwertung für die Gesellschaft ermöglichen. Die einzelnenMitglieder des Verwertungsausschusses sind zu Stillschweigenwährend des gesamten Verfahrens verpflichtet. Das bestmöglicheAngebot wird mit 2/3-Mehrheit im Verwertungsausschuss festgestellt.Es kann aus Teilverkäufen zusammengesetzt sein oder einAngebot für das Gesamtpaket darstellen.d) Über das durch die Mitglieder des Verwertungsausschusses festgestelltebestmögliche Endverwertungsangebot haben die Gesellschafterim schriftlichen Umlaufverfahren innerhalb von 14 Tagenabzustimmen. Sollte das vom Verwertungsausschuss erarbeiteteEndverwertungsangebot durch die Gesellschafter abgelehnt werden,ist das gesamte Verfahren zu wiederholen, wobei die öffentlicheAnbietungszeit auf einen Monat zu verkürzen ist und der Verwertungsausschussin seiner Zusammensetzung bestehen bleibt,sofern sämtliche Mitglieder sich hierzu bereit erklären.3. Verkauf der Lizenzrechte in anderen FällenDie Geschäftsführung kann allerdings nach pflichtgemäßem Ermessenund mit Zustimmung des Fachbeirates während der gesamtenLaufzeit der Gesellschaft eigene oder fremde Filmrechte der Gesellschaftveräußern, wenn dies wirtschaftlich geboten scheint, aber insbesonderedann, wenn schon im Rahmen der Ko-Produktionsverhandlungenden beteiligten Ko-Produzenten Kaufoptionen eingeräumtwerden. Bei derartigen Verkäufen während der laufendenUnternehmenstätigkeit ist das Verfahren gemäß Ziff. 2 nicht zubeachten.§ 19 Rechtsgeschäftliche Übertragungenvon Gesellschaftsanteilen1. Jeder Kommanditist (und atypisch stille Gesellschafter) kann seineBeteiligung nur mit allen Rechten und Pflichten mit Wirkung zum31. Dezember des jeweiligen laufenden Jahres auf Dritte übertragenoder in sonstiger Weise darüber verfügen. Teilübertragungen sindzulässig. Die Verfügung bedarf der Schriftform sowie der notariellenBeglaubigung der Unterschriften des übertragenden und des übernehmendenKommanditisten.2. Die Übertragung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung desKomplementärs der Gesellschaft. Sie darf nur aus wichtigem Grundversagt werden; als wichtiger Grund gilt, wenna) der eintretende Gesellschafter die übrigen Gesellschafter und dieGesellschaft von etwaigen gewerbesteuerlichen Nachteilen ausdem Gesellschafterwechsel nicht freistellt und er keine Bürgschafteiner deutschen Großbank oder eine vergleichbare Sicherheit fürdie freigestellten Nachteile bestellt; der Umfang der zu ersetzendengewerbesteuerlichen Nachteile berechnet sich pauschal wiefolgt: (Betrag des untergegangenen gewerbesteuerlichen Verlust-47


vortrages) x (Gewerbesteuerhebesatz der Gemeinde des Sitzes derGesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens des Gesellschafters)/ (2000 + Gewerbesteuerhebesatz der Gemeinde des Sitzes derGesellschaft im Zeitpunkt des Ausscheidens des Gesellschafters)= (Pauschaler gewebesteuerlicher Nachteil); der eintretendeGesellschafter hat auch das Risiko, dass er wegen solcher Mehrbelastungenkeinen Totalgewinn erzielt, zu tragen. Sofern sich dieNachteile aus Gewerbesteuern erst aus dem Zusammenwirkenmehrerer Gesellschafterwechsel ergeben, haben die hieran beteiligteneintretenden Gesellschafter die Gesellschaft und die übrigenGesellschafter ebenfalls freizustellen, und zwar im Verhältnisdes jeweiligen Grades ihrer Mitverursachung; oderb) Gesellschaftsanteile von unter € 10.000 entstehen oderc) der übernehmende Gesellschafter nicht die Kosten der Übernahmeträgt oderd) der übertragende Gesellschafter fällige Verpflichtungen aus diesemGesellschaftsvertrag noch nicht vollständig erfüllt hat, insbesonderedie übernommene Pflichteinlage zuzüglich Abwicklungsgebührnoch nicht vollständig geleistet hat odere) in der Person des vorgesehenen Anteilübernehmers ein wichtigerGrund vorliegt.Der persönlich haftende Gesellschafter darf in dem Fall der Übertragungeines Gesellschaftsanteiles die Erteilung der Zustimmung fernerdavon abhängig machen, dass der Übernehmer des Kommanditanteilsdem persönlich haftenden Gesellschafter oder von diesembezeichneten Dritten eine unwiderrufliche, über den Tod hinaus geltende,von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiende Handelsregistervollmachtin notariell beglaubigter Form gemäß dem Entwurfin Anlage 1 (Änderungen des Entwurfs aufgrund besonderer Anforderungendes Registergerichts oder Rechtsänderungen bleiben vorbehalten)erteilt, die den Bevollmächtigten berechtigt, im Namen desVollmachtgebers alle Erklärungen gegenüber dem Handelsregisterabzugeben und entgegenzunehmen, an denen ein Kommanditist mitzuwirkenverpflichtet ist.3. Beim Übergang der Gesellschafterstellung auf einen Dritten, ob imRahmen von Gesamtrechts- oder Sonderrechtsnachfolge, werdenalle Konten gemäß § 6 unverändert und einheitlich fortgeführt. DerÜbergang einzelner Rechte und Pflichten hinsichtlich nur einzelnerGesellschafterkonten ist nicht möglich.4. Der Komplementär ist – abweichend von Ziff. 1 – nur dann berechtigt,seinen Gesellschaftsanteil mit allen Aufgaben, Rechten undPflichten auf eine andere Person zu übertragen, wenn zuvor dem vorgesehenenÜbertragungsvertrag durch Gesellschafterbeschluss zugestimmtworden ist und der Anteilsübernehmer sich verbindlich verpflichtethat, den Anteil mit allen Aufgaben, Rechten und Pflichten zuübernehmen; § 4 Ziff. 1 lit. a) bleibt unberührt.5. Jeder ausscheidende Gesellschafter haftet für den Ausgleich einesetwaigen gewerbesteuerlichen Nachteils der Gesellschaft infolge seinesAusscheidens in der gemäß § 19 Ziff. 2 lit. a) bestimmten Höhe,gesamtschuldnerisch mit einem für ihn eintretenden Gesellschafter.Etwaigen Mehraufwand darf die Gesellschaft mit Ausschüttungsansprüchenverrechnen. § 19 Ziff. 2 lit. a) bleibt unberührt. Sämtlicheanfallenden Kosten einer für schenkungsteuerliche Zwecke erforderlichenBewertung des Gesellschaftsanteils sowie andere Kosten desWechsel des Kommanditisten sind durch den übertragenden Gesellschafterund den Erwerber gesamtschuldnerisch zu tragen.§ 20 Verpfändung und Sicherungsabtretungenvon Gesellschaftsanteilen und AnsprüchenDie Sicherungsabtretung oder Verpfändung eines Gesellschaftsanteilsund der Ansprüche aus dem Beteiligungsverhältnis ist nur insgesamtund ungeteilt zulässig.§ 21 Tod eines Gesellschafters1. Stirbt ein Gesellschafter, geht die Beteiligung ungeteilt mit sofortigerWirkung auf seine Erben oder nach erfolgter Übertragungsvereinbarungmit Wirkung zu dem auf die Übertragungsvereinbarung folgenden31. Dezember auf den bezüglich des Gesellschaftsanteils eingesetztenVermächtnisnehmer über. Die Erben können unter Beachtungder Regelungen des § 19 (Rechtsgeschäftliche Übertragungen vonGesellschaftsanteilen) die Teilung des Gesellschaftsanteils des Erblassersmit Wirkung zu dem auf das Ableben folgenden 31. Dezemberverlangen.Die Gesellschaft wird mit den Erben oder Vermächtnisnehmer(n) fortgesetzt,sofern die neuen Gesellschafter (Erben oder Vermächtnisnehmer)die Gesellschaft von etwaigen gewerbesteuerlichen Nachteilen(berechnet gemäß § 19 Ziff. 2 lit. a)) aufgrund der Übernahmeder Gesellschaftsbeteiligung freistellen. Erfolgt keine Freistellung,gilt der Gesellschafter mit seinem Ableben als ausgeschlossen.2. Die Erben müssen sich durch Vorlage eines Erbscheins gegenüberdem Komplementär legitimieren, Vermächtnisnehmer durch Vorlageeiner beglaubigten Abschrift der letztwilligen Verfügung nebst Eröffnungsbeschluss.In begründeten Ausnahmefällen kann auch derNachweis durch Vorlage anderer geeigneter Dokumente im Originaloder in öffentlich beglaubigter Form erfolgen.3. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer bestellen zur Ausübungihrer gesellschafterlichen Rechte einen gemeinsamen, schriftlichbevollmächtigten Vertreter, der zur Entgegennahme von Entnahmenzu ermächtigen ist. Solange ein gemeinsamer Vertreter nicht bestelltoder die Legitimation des oder der Erben nicht erfolgt ist, ruhen dieRechte aus der Kommanditbeteiligung, insbesondere das Stimmrecht,soweit es sich nicht um Beschlüsse über die Änderung oderErgänzung des Gesellschaftsvertrages handelt, mit Ausnahme desRechtes auf Entnahmen. Bis zum Zugang einer schriftlichen Vollmachtserklärungkann die Gesellschaft Zustellungen und Zahlungenan jeden Rechtsnachfolger mit Wirkung für und gegen alle übrigenRechtsnachfolger vornehmen. Sämtliche etwaig anfallenden Kosteneiner für erbschaftsteuerliche Zwecke erforderlichen Bewertung desGesellschaftsanteils sind durch den/die Erben bzw. Vermächtnisnehmerzu tragen.4. Eine Verfügung über Kommanditanteile im Zuge der Erbauseinandersetzungist nur nach Maßgabe des § 19 (Rechtsgeschäftliche Übertragungvon Gesellschaftsanteilen) zulässig.§ 22 Kündigung und Ausschluss1. Eine ordentliche Kündigung ist unter Beachtung einer Kündigungsfristvon 6 Monaten zum Ende eines Kalenderjahres, erstmals jedochzum 31. Dezember 2008 möglich. Das gesetzliche Recht auf außerordentlicheKündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.2. Kündigungen sind schriftlich gegenüber der Gesellschaft zu erklären;maßgeblich für die Fristwahrung ist der Zugang des Kündigungsschreibens.3. Ein Gesellschafter kann aus wichtigem Grund aus der Gesellschaftausgeschlossen werden.5. Der Ausschluss eines Gesellschafters ist vorbehaltlich der nachstehendenRegelung nur aufgrund eines Gesellschafterbeschlusseszulässig. Ohne Gesellschafterbeschluss kann der persönlich haftendeGesellschafter den Ausschluss erklären, wenn der Gesellschaftermit der Erfüllung seiner Einlageverpflichtungen in Verzug ist.6. Der Ausschluss wird in den Fällen des § 22 Ziff. 5 Satz 1 wirksam mitZugang der schriftlichen Mitteilung des Komplementärs über denAusschluss enthaltenden Gesellschafterbeschluss, in den Fällen desZiff. 5 Satz 2 mit Zugang der von dem persönlich haftenden Gesellschafterschriftlich abzugebenden Ausschlusserklärung.48


Im Fall der Ziff. 5 Satz 2 erfolgt der Ausschluss mit Rückwirkung aufden Beitrittszeitpunkt. Die Erklärung ist gegenüber dem betroffenenGesellschafter zu erklären.§ 23 Ausscheiden von Gesellschaftern1. Ein Gesellschafter scheidet aus der Gesellschaft aus, wenna) und soweit er das Gesellschaftsverhältnis kündigt, auf den Zeitpunktdes Wirksamwerdens der Kündigung;b) und soweit er aus der Gesellschaft ausgeschlossen wird, auf denZeitpunkt des Zugangs der Ausschlusserklärung der Gesellschaft;c) über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wird oder dieslediglich mangels Masse abgelehnt wird oder sein Gesellschaftsanteilvon einem Gläubiger gepfändet wird und dieser das Gesellschaftsverhältniskündigt.2. Scheidet der persönlich haftende Gesellschafter aus der Gesellschaftaus, ohne dass zuvor ein weiterer persönlich haftender Gesellschafterder Gesellschaft beigetreten ist, wird die Gesellschaft aufgelöst.Die verbleibenden Gesellschafter entscheiden mit einfacher Mehrheitüber die Fortsetzung der Gesellschaft und die Aufnahme eines neuenpersönlich haftenden Gesellschafters durch Beschluss.3. In allen übrigen Fällen führt das Ausscheiden eines Gesellschaftersnicht zur Auflösung der Gesellschaft. Die Gesellschaft wird vielmehrmit den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt.§ 24 Abfindung1. Scheidet ein Gesellschafter wegen Nichterbringung seiner Kommanditeinlage(rückwirkend) aus der Gesellschaft aus, so steht ihm keinerleiAbfindungsanspruch zu. Die Gesellschaft erhält in diesem Fallinsbesondere mindestens die auf seine ursprüngliche Beteiligungentfallenden Investitionsnebenkosten gemäß § 15 Ziff. 1 lit. b) bb) bisoo) und das vereinbarte Agio. Der Zahlungsbetrag ist höher anzusetzen,wenn die Gesellschaft einen höheren Schaden nachweist.Hat der ausscheidende Gesellschafter seine Einlage teilweise, abernicht vollständig erbracht, so erhält er den Betrag der geleisteten Einlageabzüglich der nach den vorstehenden Regelungen von ihm zutragenden Beträge innerhalb von 4 Wochen nach Absendung derErklärung über den Ausschluss (vgl. § 4 Ziff. 5 i.V.m. § 22 Ziff. 5 und6) zurück. Ein etwaiger Differenzbetrag zu seinen Lasten ist von ihmunverzüglich auszugleichen, ein eventuelles Restguthaben ist entsprechendden Regelungen gemäß Ziff. 3 auszuzahlen. Eine Beteiligungan den stillen Reserven findet in keinem Fall statt.2. Ein im Übrigen aus der Gesellschaft ausgeschiedener Gesellschaftererhält für seine Beteiligung am Gesellschaftsvermögen eine Abfindungin Geld in Höhe der Summe der Buchwerte seiner Kapitalkonten I undII, wie sie sich aus der Schlussbilanz des Geschäftsjahres ergibt, dasseinem Ausscheiden vorausgeht, unter Abzug ausstehender Einlagenund zuzüglich des zeitanteilig auf den Zeitpunkt des Ausscheidensberechneten Ergebnisses des laufenden Geschäftsjahres, abzüglichder durch das Ausscheiden bedingten Kosten und Abgaben.Ist der tatsächliche Unternehmenswert der Gesellschaft niedrigeroder höher als der sich nach der vorstehend ergebenden Summe, soist dieser Wert auf Antrag des Gesellschafters bzw. der Gesellschaft,welcher binnen 21 Tagen nach Mitteilung des Abfindungsguthabensan den bzw. vom Komplementär zu stellen ist, bezogen auf den Anteildes Gesellschafters zugrunde zulegen. Erforderlichenfalls ist deranteilige Unternehmenswert von einem Wirtschaftsprüfer zu ermitteln,der gemeinsam von dem ausgeschiedenen Gesellschafter undder Gesellschaft – hilfsweise auf Antrag eines Beteiligten – von derfür die Gesellschaft zuständigen Industrie- und Handelskammerbestellt wird. Die Kosten hierfür trägt derjenige, welcher den Antraggestellt hat. Bezüglich des Zeitpunktes, auf welchen der Unternehmenswertzu ermitteln ist, gilt § 24 Ziff. 2 Satz 1 entsprechend.3. Das Abfindungsguthaben ist innerhalb von 3 Monaten nach Wirksamwerdender Beendigung des Beteiligungsverhältnisses auszuzahlen.Wenn es die Liquiditätslage der Gesellschaft erfordert, kanndiese darüber hinaus Stundungen des Abfindungsguthabens für dieDauer bis zu 3 Jahren verlangen. In diesem Fall ist das Abfindungsguthabenvom Ende des Zeitraums nach Satz 1 an mit einem Zinssatzvon 5% p. a. zu verzinsen und in maximal 3 gleichen Jahresratenzu tilgen. Die erste Tilgungsrate ist 9 Monate nach dem Ausscheidenfällig. Die Zinsen sind mit den Tilgungsraten zu entrichten.Die Gesellschaft ist jederzeit berechtigt, das Abfindungsguthabenganz oder in größeren Raten auszuzahlen.§ 25 Beendigung und Auflösung der Gesellschaft1. Die Gesellschaft wird zum Zeitpunkt gemäß § 3 Ziff. 1 beendet, wennnicht eine Verlängerung der Gesellschaft beschlossen wird. In diesemFall endet die Gesellschaft zu dem in dem Beschluss genannten Zeitpunkt.Eine Verlängerung kann auch mehrmals beschlossen werden.2. Im Übrigen wird die Gesellschaft aufgelöst:a) durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen;b) durch gerichtliche Entscheidung gemäß §§ 131, 133 HGB;o d e rc) wenn das im wesentlichen gesamte Vermögen der Gesellschaft,einschließlich aller Rechte an Filmprojekten und an den von derGesellschaft produzierten und ko-produzierten Filmen veräußertoder in sonstiger Weise verwertet wurde.§ 26 Liquidation1. Die Liquidation erfolgt durch den Komplementär.2. Bei der Liquidation ist das Verfahren gemäß § 18 Ziff. 2 zu beachten.Im Übrigen richtet sich die Liquidation nach den gesetzlichen Regeln.Die Kosten der Liquidation trägt die Gesellschaft.3. Wird die Gesellschaft mit Wirkung zu dem Zeitpunkt, zu dem eineKündigung gemäß § 22 Ziff. 1 zulässig ist, aufgelöst, so nehmen dieGesellschafter, die mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt gekündigthaben, an der Liquidation teil, als hätten sie nicht gekündigt.§ 27 VertraulichkeitJeder Gesellschafter und jedes Mitglied des Fachbeirats ist verpflichtet,alle Informationen hinsichtlich des Gegenstands, des Vermögens,der Geschäftsaktivitäten oder sonstigen Angelegenheiten der Gesellschaftvertraulich zu behandeln. Dies gilt auch nach dem Ausscheidenaus der Gesellschaft.§ 28 Befreiung von WettbewerbsverbotenFür die Gesellschafter, Beiratsmitglieder sowie jeweils deren Organebesteht keinerlei Wettbewerbsverbot. Der Komplementär, der Beiratsowie jeweils deren Organe können gleiche oder ähnliche Funktionenauch für weitere Gesellschaften ausüben; bieten sich Geschäftschancen,deren Wahrnehmung gegebenenfalls für mehrere Gesellschaftenin Betracht kommt, in denen er/sie Funktionen ausüben, so entscheidensie nach freiem Ermessen darüber, für welche Gesellschaft die entsprechendeGeschäftschance wahrgenommen wird. § 12 Ziff. 3 Satz 3bleibt unberührt.§ 29 Gesellschafterregister1. Die Gesellschaft führt ein Gesellschafterregister mit den persönlichenund beteiligungsbezogenen Daten der Gesellschafter. Die Gesellschaftersind damit einverstanden, dass im Rahmen dieses Vertragespersonenbezogene Daten in EDV-Anlagen gespeichert werden.2. Jeder Gesellschafter erhält einen Registerauszug. Ihm obliegt es, alleÄnderungen seiner eingetragenen Daten dem Komplementär unver-49


züglich bekannt zugeben und gegebenenfalls durch Vorlage entsprechenderUrkunden (Erbschein, Übertragungsvertrag etc.) nachzuweisen.§ 30 Geltendmachung von Sonderbetriebsausgaben1. Den Gesellschaftern ist bekannt, dass sie Sonderbetriebsausgaben(persönlich getragene Kosten im Zusammenhang mit ihrer Beteiligung)nicht bei ihrer persönlichen Einkommensteuererklärung, sondernausschließlich im Rahmen der gesonderten und einheitlichenFeststellung der Einkünfte der Gesellschaft geltend machen können.2. Die Gesellschafter haben etwaige Sonderbetriebsausgaben zeitnahnach Aufforderung möglichst im ersten Quartal des Folgejahres derGesellschaft schriftlich mitzuteilen.§ 31 Schlussbestimmungen1. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen worden. Änderungenund Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform, soweitsie nicht durch Gesellschafterbeschluss nach den Bestimmungendieses Vertrages getroffen werden. Genügen sie dieser Form nicht,so sind sie nichtig. Dies gilt auch für diese Klausel selbst.2. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages, die Rechte oderPflichten des Komplementärs betreffen, bedürfen zu ihrer Wirksamkeitder schriftlichen Zustimmung des Komplementärs.Sämtliche Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Gesellschaftsverhältnis,wie z. B. Streitigkeiten im Zusammenhang mit demBeitritt, Ausscheiden, Rechten und Pflichten von Gesellschaftern,sowie Gesellschafterbeschlüssen können als Aktiv- oder Passiv-Prozessevon der Gesellschaft selbst geführt werden.4. Gründungskosten bis zu € 5.000 trägt die Gesellschaft. Soweit dieGesellschafter Gründungskosten verauslagt haben, sind ihnen diesezu erstatten.5. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam seinoder werden oder sollte sich in dem Vertrag eine Lücke herausstellen,so soll hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nichtberührt werden.Anstelle der unwirksamen Bestimmungen oder zur Ausfüllung derLücke soll eine angemessene Regelung gelten, die – soweit rechtlichmöglich – dem am nächsten kommt, was die Vertragsschließendengewollt hätten, sofern sie den Punkt bedacht hätten.Anlage 1:Entwurf Vollmacht zur Eintragung ins Handelsregister (vgl. Seite 61)3. Erfüllungsort für die Verpflichtungen und Gerichtsstand für sämtlicheStreitigkeiten aus diesem Vertrag zwischen der Gesellschaft und denGesellschaftern sowie zwischen den Gesellschaftern sowie über dasZustandekommen dieses Vertrages ist der Sitz der Gesellschaft,soweit dies rechtlich zulässig vereinbart werden kann.50


VerwaltungsvertragZwischen derMENTORA TREUHANDGesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbHAlte Landstraße 2585521 Ottobrunn– im Folgenden „MENTORA TREUHAND“ genannt –u n dder an der ApolloProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG– im Folgenden „Beteiligungsgesellschaft“ genannt –als Kommanditisten beteiligten Person– im Folgenden „Zeichner“ genannt –wird nachfolgender Vertrag zur Verwaltung der Kommanditbeteiligungender Zeichner an der ApolloProMedia GmbH & Co. 1. FilmproduktionKG geschlossen:PräambelDer in der Beitrittserklärung (Zeichnungsschein) der ApolloProMediaGmbH & Co. 1. Filmproduktion KG („Beteiligungsgesellschaft“) genannteZeichner will sich an der Beteiligungsgesellschaft beteiligen. Zweckder Beteiligungsgesellschaft ist die Entwicklung, Produktion, Ko-Produktion,Verwertung und Vermarktung und der Vertrieb von Kino- undFernsehproduktionen, anderen audiovisuellen Produkten, sonstigenMedienprodukten und Merchandise-Produkten jeder Art.Gemäß § 4 Ziff. 2 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaftist die ApolloMedia Nova GmbH als Komplementär der Beteiligungsgesellschaftermächtigt und bevollmächtigt, das Kommanditkapital derBeteiligungsgesellschaft durch Aufnahme weiterer Kommanditisten aufinsgesamt bis zu € 25 Mio. zu erhöhen. Das Kommanditkapital derGesellschaft kann aufgrund erklärter Zustimmung des Komplementärsum bis zu weitere 40%, also um bis zu weitere € 10 Mio. erhöht werden.Die Beteiligungsgesellschaft wird ihre Investitionen in einem Umfangvon 30% des Gesamtinvestitionsvolumens einschließlich Investitionsnebenkostendurch die Aufnahme von Darlehen fremdfinanzieren.Die MENTORA TREUHAND ist aufgrund eines Geschäftsbesorgungsvertrageszwischen ihr und der Beteiligungsgesellschaft mit der Verwaltungder Kommanditanteile der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaftbeauftragt worden.In der Beitrittserklärung hat der Zeichner der MENTORA TREUHAND denAbschluss eines Verwaltungsvertrages angeboten. Der zu verwaltendeKommanditanteil entspricht dem in der Beitrittserklärung (Zeichnungsschein)bezeichneten zu übernehmenden Kommanditanteil an der Beteiligungsgesellschaft.Mit Annahme dieses Angebotes durch Unterzeichnung der MENTORATREUHAND im eigenen Namen und zugleich auch im Namen des Komplementärsauf dem Zeichnungsschein kommt zwischen den Parteienein Verwaltungsvertrag zustande, kraft dessen die MENTORA TREUHANDbereit ist, nach Maßgabe der folgenden Regelungen für den Zeichnereinen Kommanditanteil an der Beteiligungsgesellschaft („Verwaltungsgegenstand“)zu verwalten. Eines Zugangs der Annahmeerklärung beidem Zeichner und dem Komplementär bedarf es für deren Wirksamkeitnicht. Als Tag des Vertragsschlusses gilt der Tag der Unterzeichnung derAnnahmeerklärung.§ 1 Verwaltungsgegenstand, Durchführung, Rechtsverhältnis1. Der Verwaltungsgegenstand folgt aus der vom Zeichner unterschriebenenBeitrittserklärung. Die MENTORA TREUHAND wird den nachAnnahme der Beitrittserklärung durch den Zeichner übernommenenKommanditanteil verwalten. Der Kommanditanteil wird durch dieMENTORA TREUHAND für den Zeichner uneigennützig verwaltet. DieMENTORA TREUHAND ist beauftragt und, unter der auflösenden Bedingungder Beendigung des Verwaltungsvertrages, unter Befreiung vonden Beschränkungen des § 181 BGB unwiderruflich bevollmächtigt,die aus dem Kommanditanteil resultierenden Rechte und Pflichten imNamen und nach den für den Kommanditanteil einheitlich erteiltenWeisungen des Zeichners auszuüben, soweit der Zeichner nicht selbstdiese Rechte und Pflichten ausübt. Widerspricht die Weisung gesetzlichenVorschriften, insbesondere den gesellschaftsvertraglichenTreuepflichten, hat die MENTORA TREUHAND den Zeichner darauf hinzuweisen;sie kann überdies die Ausübung der Rechte und Pflichtenverweigern. Wurde keine Weisung erteilt, so wird die MENTORATREUHAND die Rechte und Pflichten des Zeichners nicht ausüben. DieMENTORA TREUHAND ist nicht verpflichtet, die Bonität der Vertragsparteien,die Angemessenheit von Kosten, Honoraren usw. zu überprüfen;sie wird nur den aufgrund der durch den Zeichner bereitsgetroffenen Investitionsentscheidung übernommenen Kommanditanteilverwalten.2. Die Beteiligung des Zeichners an der Beteiligungsgesellschaft erfolgtnach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages. Die Regelungen desGesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft sind den Beteiligtenbekannt. Der Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaftwird diesem Vertrag als wesentlicher Bestandteil beigefügt. DieBestimmungen des Gesellschaftsvertrages gelten in der jeweiligenFassung ergänzend, soweit sie im Rahmen der Verwaltung des Kommanditanteilsvon Bedeutung sind.3. Dem Zeichner ist bekannt und er ist damit einverstanden, dass dieMENTORA TREUHAND mit anderen Zeichnern gleichlautende Verwaltungsverträgeschließt und auf deren Basis für diese Zeichner weitereKommanditanteile verwaltet.§ 2 Rechtliche und steuerliche Berechtigung,Herausgabepflicht1. Der Zeichner ist zivilrechtlicher und in steuerlicher Hinsicht auchwirtschaftlicher Eigentümer des Kommanditanteils. Deshalb treffendie sich aus der Beteiligung ergebenden rechtlichen, wirtschaftlichenund steuerlichen Wirkungen ausschließlich den Zeichner.2. Die MENTORA TREUHAND hat gegenüber dem Zeichner eine Herausgabepflichtgemäß § 667 BGB, insbesondere im Hinblick auf Zahlungenund sonstige Leistungen auf den verwalteten Kommanditanteil.§ 3 Freistellung der MENTORA TREUHAND, Rücktrittsrecht1. Der Zeichner verpflichtet sich, die MENTORA TREUHAND von allenZahlungsverpflichtungen gegenüber der Beteiligungsgesellschaftbzw. Dritten frei, schadlos- und klaglos zu halten.2. Der Zeichner verpflichtet sich ferner, die MENTORA TREUHAND vonallen Ansprüchen aus verspäteten Zahlungen (Zinsen, weitergehendeVerzugsschäden) freizuhalten.3. Kommt der Zeichner mit der Einzahlung der Pflichteinlage auf denKommanditanteil zzgl.Agio ganz oder teilweise in Verzug, so kann dieMENTORA TREUHAND ohne weitere Ankündigung von diesem Verwaltungsvertragzurücktreten. Für die etwaige Rückzahlung bereits aufdas Konto der Beteiligungsgesellschaft eingezahlter Beträge ist dieMENTORA TREUHAND weder verantwortlich noch haftbar.§ 4 Gesellschafterbeschlüsse der Beteiligungsgesellschaft1. Der Zeichner trägt seine Kosten für die Teilnahme an Gesellschafterversammlungenund für eine eventuelle anderweitige Vertretung inGesellschafterversammlungen selbst.2. Der Zeichner bevollmächtigt hiermit die MENTORA TREUHAND, die aufseinen Kommanditanteil entfallenden Stimmrechte sowie die einemKommanditisten nach dem Gesetz und dem Gesellschaftsvertrag derBeteiligungsgesellschaft zustehenden Kontroll- und sonstigen Rechteselbst auszuüben oder durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenenDritten ausüben zu lassen. Sollte der Zeichner bei einer51


Gesellschafterversammlung nicht persönlich anwesend sein odersich nicht anderweitig vertreten lassen, nimmt die MENTORA TREU-HAND die Rechte des Zeichners kraft nach diesem Verwaltungsvertragerteilter Vollmacht in der Gesellschafterversammlung wahr. DieMENTORA TREUHAND nimmt diese Vollmacht nur unter Berücksichtigungder Weisungen des Zeichners sowie unter Beachtung derengesellschaftsrechtlichen Treuepflichten wahr. Sie wird diese Vollmachtnicht wahrnehmen, insbesondere keine Stimmabgabe für denZeichner vornehmen, wenn ihr keine entsprechende konkrete Weisungvorliegt.§ 5 Informationspflicht1. Die MENTORA TREUHAND legt dem Zeichner im Zusammenhang mitder Übersendung des Jahresabschlusses sowie des Geschäftsberichtesder Gesellschaft jährlich Rechnung über das abgelaufeneGeschäftsjahr. Alle für die Erstellung der Abrechnung erforderlichenUnterlagen werden bei der MENTORA TREUHAND aufbewahrt.2. Die MENTORA TREUHAND wird den Zeichner über alle ihr bekanntenwesentlichen Geschäftsvorgänge der Gesellschaft informieren sowieunverzüglich Einladungen zu Gesellschafterversammlungen, Protokolleüber Gesellschafterversammlungen, Berichte der Geschäftsführungoder des Beirates an die Gesellschafter und ähnliches an denZeichner weiterleiten.3. Die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 gelten nur, soweit dies nichtdurch den Komplementär oder von dieser beauftragte Dritte erfolgt.4. Die Vertragsparteien sind sich in Abweichung von § 666 BGB darübereinig, das eine Übersendung von Kontoauszügen, Belegen oder sonstigenUnterlagen aus organisatorischen Gründen nur auf ausdrücklichenWunsch und auf Kosten des Zeichners durchgeführt werden.§ 6 Beteiligungsregister, Datenschutz1. Mit Annahme der Beitrittserklärung wird der Zeichner von derMENTORA TREUHAND in ein von dieser geführtes Register eingetragen.Dieses Register enthält Namen und Anschrift des Zeichners, dieHöhe seiner Beteiligung sowie eventuelle sonstige Angaben imunmittelbaren Zusammenhang mit der Beteiligung.Die Eintragung in das Register wird dem Zeichner mit Annahme desVerwaltungsvertrages bestätigt. Jeder Zeichner erhält einen Registerauszug.Ihm obliegt es, alle Änderungen seiner eingetragenenDaten der MENTORA TREUHAND unverzüglich bekannt zu geben undgegebenenfalls durch Vorlage entsprechender Urkunden (Erbschein,Übertragungsvertrag etc.) nachzuweisen.2. Der Zeichner hat keinen Anspruch auf Einsicht in das Register oderauf Angaben über die übrigen Zeichner. Anderen Personen als dempersönlich haftenden Gesellschafter und dem Fachbeirat der Beteiligungsgesellschaft,dem Prospektherausgeber, dem Vertriebspartner,dem Wirtschaftsprüfer, den die Beteiligungsgesellschaft finanzierendenBanken und dem zuständigen Finanzamt darf die MENTORATREUHAND keine Auskünfte über die Beteiligung und die Eintragungin das Register erteilen, soweit nicht der betroffene Zeichner ausdrücklichschriftlich zugestimmt hat.3. Der Zeichner ist verpflichtet, etwaige Änderungen der von ihm imBeteiligungsregister erfassten Daten der MENTORA TREUHAND unverzüglichmitzuteilen.4. Der Zeichner hat davon Kenntnis, dass im Rahmen dieses Vertragespersonenbezogene Daten auf EDV-Anlagen gespeichert werden. Er istdamit einverstanden, dass die in die Platzierung des Eigenkapitalseingeschalteten Personen über die Verhältnisse der Beteiligungsgesellschaft– ohne personenbezogene Daten – informiert werden.§ 7 Haftung, Freistellung und keine Prüfungspflichtender MENTORA TREUHAND1. Die MENTORA TREUHAND handelt mit der berufsüblichen Sorgfalt. Siehaftet dem Zeichner nur bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzungder ihr obliegenden Verpflichtungen. Die MENTORA TREUHANDhandelt jedoch auch als Verwalter anderer Zeichner der Beteiligungsgesellschaftund anderer Beteiligungsgesellschaften. Bei einem Widerstreitder Interessen einzelner Zeichner und den Interessen der Gesellschafthat das Gesamtinteresse den Vorrang; bei einem Widerstreit derInteressen von Zeichnern verschiedener Beteiligungsgesellschaftenentscheidet die MENTORA TREUHAND nach billigem Ermessen.2. Der Zeichner stellt die MENTORA TREUHAND von allen Verbindlichkeitenschadlos, klaglos und frei, die im Zusammenhang mit derBegründung, dem Erwerb und der Verwaltung der übernommenenKommanditbeteiligung stehen, insbesondere erfolgt die Freistellungder MENTORA TREUHAND von allen Filmproduktions- und Filmprojektentwicklungsrisiken.3. Schadensersatzansprüche gegen die MENTORA TREUHAND könnenerst geltend gemacht werden, wenn der Zeichner anderweitig keinenErsatz seines Schadens zu erreichen vermag. Der Anspruch desZeichners auf Schadensersatz – gleich aus welchem Rechtsgrunde,auch aus der Verletzung von Pflichten bei den Vertragsverhandlungen– verjährt in 3 Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem der Anspruchentstanden ist, soweit er nicht kraft Gesetzes oder der Rechtsprechungeiner kürzeren Verjährung unterliegt.4. Schadensersatzansprüche hat der Zeichner innerhalb einer Ausschlussfristvon 6 Monaten nach Kenntniserlangung von dem Schadengegenüber der MENTORA TREUHAND durch eingeschriebenenBrief geltend zu machen.5. Der MENTORA TREUHAND obliegen keinerlei Prüfungspflichten. Insbesonderehat sie nicht die Fragen des unternehmerischen Ermessensdes Zeichners zu prüfen, wie z. B. die richtige Beurteilung derMarktsituation (insbesondere im nationalen und internationalen Filmgeschäft)oder die Zweckmäßigkeit geschäftlicher Maßnahmen oderdie Zweckmäßigkeit der Investitionsentscheidung des Zeichners. Siehaftet deshalb nicht für die Erreichung der von der Beteiligungsgesellschaftoder dem Zeichner mit der Beteiligung angestrebten undverfolgten wirtschaftlichen und steuerlichen Zielsetzungen; diesesind weder Vertragsinhalt noch Geschäftsgrundlage. Die angestrebtensteuerlichen Folgen stehen zudem unter dem Vorbehalt der Anerkennungdurch die Finanzverwaltung und die Finanzgerichtsbarkeit.6. Die Vertragsparteien sind sich ferner darüber einig, dass dieMENTORA TREUHAND keine Haftung für die Bonität der Vertragspartnerder Beteiligungsgesellschaft oder dafür übernimmt, dass dieVertragspartner der Beteiligungsgesellschaft die eingegangenenvertraglichen Pflichten ordnungsgemäß erfüllen. Die MENTORATREUHAND haftet nicht für die Ertragsfähigkeit der Investitionen derBeteiligungsgesellschaft, insbesondere nicht für den Eingang derprospektierten Erträge bzw. die Einhaltung der prospektierten Kostenund Aufwendungen.7. Personen oder Firmen, die im Rahmen des Kapitalanlageobjektes(Verwaltungsgegenstandes) auftreten, sind nicht Erfüllungsgehilfender MENTORA TREUHAND im Sinne von § 278 BGB.§ 8 Übertragung der Beteiligung1. Der Zeichner kann seinen Kommanditanteil nach dem im Gesellschaftsvertragzugelassenen Rahmen übertragen, wenn er gleichzeitigseine Vertragsstellung aus diesem Verwaltungsvertrag mit überträgt.2. Durch die Übertragung ausgelöste Kosten trägt der Zeichner.52


§ 9 Erbfall1. Beim Tod des Zeichners wird der Verwaltungsvertrag mit dessenErben bzw. Vermächtnisnehmern fortgesetzt.2. Die Erben können unter Beachtung der Regelungen des Gesellschaftsvertragesder Beteiligungsgesellschaft die Teilung des Verwaltungsgegenstandesdes Erblassers mit Wirkung zu dem auf dasAbleben folgenden 31. Dezember verlangen, sofern der Verwaltungsvertragmit allen Erben oder Vermächtnisnehmern fortbestehtbzw. mit gleichem Inhalt neu begründet wird.3. Mehrere Erben oder Vermächtnisnehmer haben einen gemeinsamenBevollmächtigten zu bestimmen, der die Rechte aus dem Kommanditanteilwahrzunehmen hat. Bis zur Benennung des Bevollmächtigtenruhen sämtliche Rechte aus der Beteiligung. Die Erbfolge ist durchVorlage eines Erbscheins oder eines notariellen Testaments nachzuweisen.4. Der Verwalter ist berechtigt, diesen Verwaltungsvertrag gegenüberden Erben mit einer Frist von 3 Monaten zu beenden.§ 10 Vergütung der MENTORA TREUHAND1. Die MENTORA TREUHAND erhält für die Übernahme der Verwaltungund der damit verbundenen Tätigkeiten vom Zeichner keine Vergütung.Die Vergütung der MENTORA TREUHAND wird von der Beteiligungsgesellschaftentrichtet (vgl. § 8 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrages)und ist im Finanzierungs- und Investitionsplan der Beteiligungsgesellschaft(§ 15 des Gesellschaftsvertrages) enthalten.2. Zusätzliche Leistungen der MENTORA TREUHAND zugunsten eineseinzelnen Zeichners werden diesem gesondert in Rechnung gestellt.Dies gilt insbesondere für die Übertragung von Gesellschaftsanteilen.Für diesen Fall gilt eine Gebühr in Höhe von 0,5% des Anteilsinklusive Umsatzsteuer als vereinbart. Darüber hinaus erstattet derZeichner der MENTORA TREUHAND notwendige Aufwendungen, diedieser in Ausführung dieses Vertrages tätigt, auf Nachweis.§ 11 Dauer, Kündigung des Verwaltungsvertrages1. Die Dauer dieses Verwaltungsvertrags ist unbestimmt und endet– ohne Erklärung einer Kündigung – mit Abschluss der Liquidationder Beteiligungsgesellschaft oder dem individuellen Ausscheiden desZeichners aus der Beteiligungsgesellschaft.2. Das Recht beider Parteien zur fristlosen Kündigung aus wichtigemGrund bleibt unberührt.3. Jede Kündigung hat schriftlich durch eingeschriebenen Brief zu erfolgen.§ 12 Befreiung von § 181 BGBSoweit die MENTORA TREUHAND aufgrund dieses Vertrages oder desGesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft handelt, ist sie vonden Beschränkungen des § 181 BGB befreit.§ 13 Besondere Hinweise und Vereinbarungen1. Die MENTORA TREUHAND weist höchst vorsorglich auf folgendes hin:a) Das Geschäft der nationalen und internationalen Film- undMedienproduktion sowie der nationalen und internationalen Filmprojektentwicklungist äußerst risikoreich. Durch die Einschaltungvon internationalen Produktions- und Projektentwicklungspartnernkönnen zusätzliche Risiken entstehen. Es kann somit zu Verlustenbis hin zu einem Totalverlust der gesamten Gesellschaftseinlagedes Zeichners kommen. Die ausstehende Einlage müsstezudem eingezahlt werden.b) Es wird ferner auf das Zusatzrisiko des Zeichners für den Fall derRefinanzierung seiner Gesellschaftseinlage hingewiesen. Sollte esaufgrund der vorgenannten Risiken zu einem Totalverlust derGesellschaftseinlage kommen, besteht in Höhe der Refinanzierungder Gesellschaftseinlage unabhängig davon die Verbindlichkeitgegenüber der refinanzierenden Bank oder anderen Kreditgebernweiter und muss getilgt und verzinst werden.c) Ferner wird auf die besonderen Risiken der Zahlung von Investitionsnebenkostenhingewiesen. Es ist vereinbart, dass Investitionsnebenkostenvorab bezahlt werden. Diese Investitionsnebenkostenkönnen teilweise oder vollständig verloren sein, ohne dasses überhaupt zur Produktion eines oder mehrerer Filme kommt.d) Zusätzlich zu den vorgenannten Risiken wird darauf hingewiesen,dass– der erwartete Ertrag ganz oder teilweise nicht eintreten kann;– abgeschlossene Verträge ganz oder teilweise nicht erfüllt werdenkönnen;– sonstige Entwicklungen eintreten können, die die ursprünglichkalkulierte Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen, sei es aufgrundbehördlicher Maßnahmen, Veränderungen der Währungsparitäten,Änderungen im nationalen oder internationalen gesetzgeberischenBereich, Nichteintritt angenommener Ertragsteigerungenaufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen u. ä.;– das zugrundeliegende steuerliche Konzept von der Finanzverwaltungganz oder teilweise nicht anerkannt werden kann.2. Die MENTORA TREUHAND und der Zeichner sind sich darüber einig,dassa) es nicht zu den Aufgaben der MENTORA TREUHAND gehört, dasProspektmaterial zu prüfen; sie hat eine derartige Prüfung auchnicht vorgenommen oder vornehmen lassen.b) die MENTORA TREUHAND nicht für die Durchführbarkeit derInvestition haftet; sie hat auch keine Prüfung der beabsichtigtenInvestitionen auf deren Realisierbarkeit hin durchgeführt und wirddies auch nicht tun.c) es nicht zu den Aufgaben der MENTORA TREUHAND gehört, dieGeschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft zu überwachenund zu überprüfen.d) die MENTORA TREUHAND nicht geprüft hat und nicht prüft, ob dievorgesehene Kapitalanlage für den Zeichner wirtschaftlichund/oder steuerlich sinnvoll ist.e) die MENTORA TREUHAND keine anderen Pflichten hat, als diejenigen,welche in diesem Vertrag ausgeführt sind.§ 14 Schlussbestimmungen1. Der persönlich haftende Gesellschafter der Beteiligungsgesellschafthat diesem Verwaltungsvertrag im eigenen Namen und namens derBeteiligungsgesellschaft ausdrücklich zugestimmt.2. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen worden. Änderungenund Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Genügensie dieser Form nicht, so sind sie nichtig. Dies gilt auch für dieseKlausel selbst.3. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam oder der Vertraglückenhaft sein, wird dadurch der Vertrag mit seinem übrigenInhalt nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung gilt vielmehr alsdurch eine solche Vorschrift ersetzt oder ausgefüllt, die der von denParteien beabsichtigten Regelung in gesetzlich zulässiger Weise amnächsten kommt.4. Erfüllungsort für alle Verpflichtungen und Gerichtsstand für Streitigkeitenaus diesem Vertrag ist Ottobrunn, soweit dieser Gerichtsstandgesetzlich zulässig vereinbart werden kann.5353


Ausführliche steuerliche GrundlagenEINKOMMENSTEUERDie nachstehenden Ausführungen gelten für natürliche Personen, dieihre Beteiligung an der ApolloProMedia GmbH & Co. 1. FilmproduktionKG (ApolloProMedia 1. KG) im Privatvermögen halten.Soweit sich Kapitalgesellschaften an der ApolloProMedia 1. KG beteiligen,sind insbesondere gesellschaftsrechtliche, handelsrechtliche wieauch steuerliche Besonderheiten zu beachten, welche unbedingt mitden jeweiligen steuerlichen bzw. rechtlichen Beratern der Kapitalgesellschaftabzuklären sind.Art der EinkünfteDie ApolloProMedia 1. KG hat als Unternehmensgegenstand die Entwicklung,Produktion, Ko-Produktion, Verwertung und Vermarktung undden Vertrieb von Kino- und Fernsehproduktionen, anderen audiovisuellenProdukten, sonstigen Medienprodukten und Merchandise-Produktenjeder Art.Die Beteiligungsgesellschaft trägt das wirtschaftliche Risiko, hat wesentlicheEinflussnahmemöglichkeiten auf die Filmherstellung und übt dieorganisatorischen Tätigkeiten aus (Abschluss und Umsetzung von Verträgen),die erforderlich sind, um den Film als fertiges Ergebnis der Leistungenaller bei seiner Schaffung Mitwirkenden herzustellen. Sie hat alssolche gemäß § 94 UrhG (neben den Ko-Produzenten) das ausschließlicheRecht, die Bild- und Tonträger auf denen das Filmwerk aufgenommenwurde, zu vervielfältigen. Die ApolloProMedia 1. KG ist als (Mit-)Herstellerin der von ihr (ko-)produzierten Filme anzusehen, da sie alleVoraussetzungen für das Vorliegen der Filmherstellereigenschaft gemäßBFH-Urteil vom 20.09.1995 (BStBl. 1997 II, S. 320) und dem Medienerlassvom 23.02.2001 (BStBl. 2001 I, S. 175) erfüllt bzw. erfüllen wird.Nach dem vorstehenden Erlass vom 23.02.2001 ist der Ko-Produzentals Hersteller anzusehen, wenn er neben anderen Ko-Produzenten beiden für die Filmherstellung wesentlichen Tätigkeiten auf dem Gebiet derOrganisation, Durchführung, Finanzierung sowie bei rechtlichen Maßnahmender Filmproduktion mitwirkt oder zumindest mitbestimmt. Diesist dann der Fall, wenn:a) die durch die Ko-Produzenten abgeschlossenen Verträge gewährleisten,dass alle zur Herstellung und Auswertung des Films erforderlichenRechte der Ko-Produktionsgemeinschaft zustehen; sofernRechte erst während der Filmproduktion begründet werden, musssichergestellt werden, dass diese der Ko-Produktionsgemeinschaftim vollem Umfang eingeräumt werden,b) das Leistungsschutzrecht am Film und das Eigentum am fertigen Filmder Ko-Produktionsgemeinschaft zusteht,c) sofern ein anderer Ko-Produzent als die Beteiligungsgesellschaft alsfederführender Ko-Produzent auftritt, im Innenverhältnis sichergestelltist, dass die für die Filmherstellung wesentlichen Tätigkeitenfortlaufend mit der Beteiligungsgesellschaft abgestimmt werden,d) die Beteiligungsgesellschaft nicht nur das wirtschaftliche Risiko,sondern auch tatsächliche Einflussmöglichkeiten auf den Herstellungsprozesshat.Die Herstellereigenschaft muss auch auf der Ebene des Gesellschaftersvorliegen.Tritt ein Gesellschafter der Gesellschaft nach Übernahme eines bereitsbegonnenen Filmprojekts durch die Gesellschaft bei, ist die Herstellereigenschaftzu bejahen, wenn im Zeitpunkt des Beitritts mit den Dreharbeitennoch nicht begonnen wurde bzw. noch wesentliche Einflussnahmemöglichkeitenauf das Filmprojekt durch die Gesellschaft bestehen.Sollte im Einzelfall die Finanzverwaltung den später beitretendenGesellschafter als Erwerber für ein bestimmtes Filmprojekt einstufenund die Aufwendungen des Gesellschafters als Anschaffungskostenumqualifizieren, sieht der Gesellschaftsvertrag hinsichtlich der Ergebnisverteilungeine Gleichstellung der Gesellschafter über die gesamteLaufzeit der Gesellschaft vor. In diesem Fall würden die steuerlichenWirkungen nicht im Beitrittsjahr eintreten, sondern es könnten in denFolgejahren – für das/die betroffene(n) Filmprojekt(e) – nur zeitanteiligeAbschreibungen (Nutzungsdauer nach dem Medienerlass 50 Jahre)vorgenommen werden.Aufgrund des originären Geschäftszweckes erzielt die ApolloProMedia1. KG Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne des § 15 Einkommensteuergesetz(EStG). Zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb zählen auchGewinne aus der Veräußerung der Kommanditbeteiligung sowie aus derabschließenden Veräußerung von Produktionen und der Liquidationsgewinn.MitunternehmerschaftDer Gesellschafter beteiligt sich als Kommanditist an der ApolloProMedia1. KG und wird als solcher ins Handelsregister eingetragen.Die Kommanditisten sind am Ergebnis (Gewinn und Verlust) sowie anden stillen Reserven beteiligt. Sie tragen daher Mitunternehmerrisiko.Die Kontroll- und Mitspracherechte der Kommanditisten, welche teilweiseüber den von den Gesellschaftern zu wählenden Fachbeirat ausgeübtwerden, erfüllen die steuerlichen Anforderungen an die Mitunternehmerinitiative.Nach dem Medienerlass liegt zwischen einer Beteiligungsgesellschaftund den anderen Ko-Produzenten sowohl in der Produktions- als auchin der Auswertungsphase eine Mitunternehmerschaft vor, wenn im Rahmeneiner Ko-Produzentengemeinschaft die Beteiligten gemeinsam dieProduktion bestimmen, das Produktions- und Auswertungsrisiko tragenund entsprechende Verträge im Namen der GbR abschließen; soweit dieAuswertung von jedem einzelnen Ko-Produzenten für besondere Rechtevorgenommen wird, kann die Mitunternehmerschaft auf die Produktionsphasebeschränkt sein.Schließen sich Ko-Produzenten zu einer Ko-Produktionsgemeinschaftzusammen, die nach objektiv nachprüfbaren Kriterien nur kostendeckendlediglich Leistungen für die beteiligten Ko-Produzentenerbringt und verbleiben der Ko-Produktionsgemeinschaft selbst nachBeendigung der Filmherstellung keinerlei Verwertungsrechte, so gehörtdie Tätigkeit der Ko-Produktionsgemeinschaft zu den Hilfstätigkeitender beteiligten Ko-Produzenten; in diesem Fall liegt keine Mitunternehmerschaftvor. Voraussetzung hierfür ist, dass eine gemeinsame Vermarktungdes Films auch nicht im wirtschaftlichen Ergebnis ganz oderteilweise durch ergänzende Abmachungen zwischen den Ko-Produzentenüber ihre vordergründig getrennt ausgeübten Verwertungsrechteherbeigeführt wird.Soweit Ko-Produktionsgemeinschaften als Mitunternehmerschafteneingestuft werden, ist nach dem Medienerlass danach zu unterscheiden,ob der Film im Rahmen einer inländischen oder ausländischenKo-Produktion hergestellt wird. Unterhält eine inländische Ko-Produktioneine Betriebsstätte im Ausland, wird der Anteil des einzelnen Gesellschaftersam Gewinn dieser Betriebsstätte so behandelt, als ob derKo-Produzent/Mitunternehmer in dem jeweiligen Land selbst eineBetriebsstätte unterhielte. Hiernach erzielen die Ko-Produzenten selbstinländische oder ausländische Betriebsstätteneinkünfte. Dies gilt auchfür Zwecke der Anwendung der Doppelbesteuerungsabkommen.Im Allgemeinen wird dann eine ausländische Betriebsstätte begründet,wenn eine nicht nur vorübergehende Verfügungsmacht über eine festeGeschäftseinrichtung besteht bzw. ein ständiger Vertreter in einemanderen Staat tätig ist, der berechtigt ist, Verträge abzuschließen.Einer Formulierung des Medienerlasses zufolge begründen inländischeBeteiligte bereits mit ihrem Mitunternehmeranteil im ausländischenStaat eine Betriebsstätte und umgekehrt. Die Vereinbarkeit dieser54


Formulierung mit den steuerlichen Grundsätzen der Betriebsstättenbegründungist noch nicht abschließend geklärt. Es gilt, die weitere Entwicklungabzuwarten.Für den Fall, dass eine Ko-Produktionsgesellschaft mit Sitz im Inlandden Film ganz oder teilweise in einem anderen Staat herstellt bzw. herstellenlässt, und zwar von einem Beteiligten (Mitunternehmer) derKo-Produktionsgesellschaft in dessen ausländischer Betriebsstätte,hängt nach dem Medienerlass die Begründung einer Betriebsstätte derKo-Produktionsgesellschaft im Ausland davon ab, ob der ausländischeBeteiligte die Filmherstellung auf gesellschaftsrechtlicher oder aufschuldrechtlicher Grundlage erbringt. Erfolgt sie auf gesellschaftsrechtlicherGrundlage, wobei bei dem Merkmal der gesellschaftsrechtlichenVeranlassung von einem weiten Verständnis auszugehen ist,unterhalten die Ko-Produktionsgesellschaften am Sitz des ausländischenKo-Produzenten in der Regel eine Betriebsstätte.Sofern bei der Filmproduktion ausländische Subunternehmer eingeschaltetwerden, ist nach dem Medienerlass generell weder nach deutschemRecht noch aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen vomEntstehen einer Betriebsstätte auszugehen. Der Fonds hat in diesemFall keine feste Geschäftseinrichtung oder Anlage inne, die der Tätigkeitseines Unternehmens dient. Er hat insbesondere keine Verfügungsgewaltüber einen bestimmten abgegrenzten Teil der Erdoberflächeund zwar auch nicht über die Räume eines selbständig tätigen Vertreters.Solange das ausländische Subunternehmen nicht die Vollmachtdes Fonds besitzt, in dessen Namen Verträge abzuschließen, ist nachdem Medienerlass auch nicht vom Vorliegen einer sogenannten Vertreter-Betriebsstätteauszugehen.Wird eine ausländische Betriebsstätte begründet, so werden dort erwirtschafteteGewinne/Verluste unter der Geltung von Doppelbesteuerungsabkommen(DBA) regelmäßig ausschließlich im Betriebsstättenstaatbesteuert (sogenannte Freistellung). Die Freistellung der Einkünfteaus der Betriebsstätte kann abhängig von den einzelnen DBA davonabhängig sein, dass die Filmproduktion aus Sicht des DBA als aktiveTätigkeit qualifiziert. Ein Gewinn aus einer solchen Betriebsstätte kannim Inland maximal im Rahmen des sogenannten Progressionsvorbehaltsgemäß § 32 b EStG berücksichtigt werden. Verluste aus einer ausländischenBetriebsstätte in einem Staat, mit dem kein DBA besteht, dürfengemäß § 2 a EStG nur mit Gewinnen der selben Art aus diesem Staatausgeglichen werden. Ist die Summe dieser Einkünfte (nach Verrechnungmit negativen Einkünften der selben Art) positiv, so unterliegt dieserpositive Unterschiedsbetrag der Besteuerung im Inland nach denallgemeinen Besteuerungsgrundsätzen.GewinnerzielungsabsichtAufgrund der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes zu den sog. Verlustzuweisungsgesellschaften– als solche ist die ApolloProMedia 1. KGallerdings nach Auffassung des Prospektherausgebers nicht zu qualifizieren– wird die Finanzverwaltung prüfen, ob bei Gründung der Apollo-ProMedia 1. KG oder durch den Beitritt der Gesellschafter eine ausreichendeWahrscheinlichkeit für die Erzielung eines Totalgewinnes vorgelegenhat, die Gewinnerzielungsabsicht also überzeugend dargelegtwerden kann.Die Gewinnerzielungsabsicht auf Ebene der Gesellschaft kann bei einer‚ex ante-Betrachtung’ durch die Vertragsinhalte und durch die auf nachweisbarenErfahrungswerten basierende Modellrechnung im gefordertenMaße glaubhaft gemacht werden.Daneben ist aber auch bei dem einzelnen Anleger darauf zu achten, dassdie erforderliche Gewinnerzielungsabsicht im Rahmen der Beteiligunggewahrt bleibt. Bei der steuerlichen Beurteilung der Gewinnerzielungsabsichtsind alle Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben des Anlegerszu berücksichtigen. Soweit und in dem Umfang, als einzelne Kommanditistender ApolloProMedia 1. KG ihre Einlage durch Darlehensaufnahmefinanzieren – was nach dem Beteiligungskonzept jedochnicht vorgesehen ist – und durch die anfallenden Schuldzinsen oderdurch andere (hohe) Sonderbetriebsausgaben ein negatives Totalergebnisauf persönlicher Ebene erwirtschaften, kann nach derzeitigerRechtslage die steuerliche Anerkennung der Beteiligungsergebnisse fürdiese Beteiligten im Einzelfall wegfallen. Die individuellen steuerlichenAuswirkungen sollten im Fall einer beabsichtigten Darlehensaufnahmeunbedingt mit dem persönlichen Steuerberater besprochen werden.GewinnermittlungDie Gewinnermittlung der ApolloProMedia 1. KG erfolgt nach handelsundsteuerrechtlichen Vorschriften.Investitionsphase (2001/2002)Filme stellen als sogenannte ähnliche Rechte steuer- und handelsrechtlichimmaterielle Wirtschaftsgüter dar.Die von der Gesellschaft produzierten Filme werden lizenzmäßig (mitzeitlicher und örtlicher Begrenzung) an verschiedene Interessentenüberlassen und sind somit dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetriebzu dienen. Gemäß dem BFH-Urteil vom 20.09.1995 (BStBl. 1997 II,S. 320) ist hierbei der aus dem Leistungsschutzrecht des Filmherstellersresultierende Vermögenswert dem Anlagevermögen zuzuordnen.Selbstgeschaffene, immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögensunterliegen gemäß § 248 Abs. 2 HGB bzw. § 5 Abs. 2 EStG einem Aktivierungsverbot.Die Kosten für die Herstellung von Filmproduktionen sindim Entstehungsjahr grundsätzlich sofort abziehbare Betriebsausgaben.Investitionsnebenkosten, welche entsprechend dem Bauherrenerlassvom 31.08.1990 (BStBl. 1990 I, S. 366) zusammen mit einem (materiellen)Fondsobjekt zu aktivieren wären, sind mangels eines aktivierungsfähigenWirtschaftsgutes bei der Prospektkalkulation als sofort abzugsfähigeBetriebsausgaben in das steuerliche Ergebnis mit eingerechnetworden. Kosten der Eigenkapitalbeschaffung werden gemäß BFH-Urteilvom 23.10.1986 (BStBl. 1988 II, S. 128) i.V. mit dem Erlass des BMFvom 12.02.1988 (BStBl. 1988 I, S. 98) als sofort abzugsfähige Betriebsausgabenangesetzt.Der BFH hat mit zwei Urteilen vom 08.05.2001 (IX R 10/96) und28.06.2001 (IV R 40/97) u. a. zur Frage des sofortigen Abzugs von Eigenkapitalvermittlungsprovisionenbei in der Rechtsform einer gewerblichgeprägten KG geführten Immobilienfonds entschieden, dass diese Aufwendungenin voller Höhe den Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenzuzuordnen sind. Mit BMF-Schreiben vom 24.10.2001 sind die Grundsätzeder vorgenannten Urteile, soweit sie zu einer Verschärfung gegenüberder bisherigen Verwaltungspraxis führen, auf geschlossene Fondsnicht anzuwenden, wenn der Außenvertrieb der Fondsanteile vor dem01.01.2002 beginnt und soweit der Steuerpflichtige dem Fonds vor dem01.01.2003 beitritt.Kosten der Konzeption sowie der Geschäftsbesorgung können ggf.gemäß BFH-Urteil vom 10.12.1992 (BStBl. 1993 II, S. 538) ein eigenesimmaterielles Wirtschaftsgut darstellen. Inwiefern dieses Urteil seitensder Finanzverwaltung auf das vorliegende Beteiligungsangebot angewandtwird, bleibt abzuwarten.Um allen Gesellschaftern bei der Ergebnisverteilung annähernd gleicheErgebnisanteile zurechnen zu können, wird der Gewinn- bzw. Verlustanteil,der nach dem Eintritt eines neuen Gesellschafters entsteht,zunächst diesem zugerechnet, bis er hinsichtlich der insgesamt erwirtschaftetenGewinne und Verluste kapitalanteilsmäßig den anderen, vorihm beigetretenen Gesellschaftern gleichgestellt ist. Bis zum Zeichnungsschlussder Beteiligungsgesellschaft wird bei jahresüberschreitendemBeitritt analog verfahren. Sofern Gewinne und Verluste vor demBeitritt neuer Gesellschafter anfallen, ist beabsichtigt, dass jeweilsmehrere Gesellschafter in Tranchen und zu bestimmten Zeitpunktenwährend des möglichen Investitionszeitraums 2001/2002 zusammenbeitreten. Gesellschafter, die innerhalb eines Zwei-Monats-Zeitraumesbeitreten, sollen hinsichtlich des Beitrittsdatums einheitlich behandeltwerden, also z. B. alle zwischen dem 1.11. und 31.12. beitretendenGesellschafter usw. (Abschichtung).55


In das steuerliche Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft werden bis zurBeendigung der Gesellschaft auch Kosten des Gesellschafters, die imZusammenhang mit seiner Beteiligung an der ApolloProMedia 1. KG entstandensind (sog. Sonderbetriebsausgaben), mit einbezogen. Kostendieser Art stellen u.a. Zinsen und sonstige Kosten der Anteilsfinanzierung,Beratungshonorare, Telefonkosten sowie Kosten für den Besuchder Gesellschafterversammlungen dar, welche zeitnah nach Aufforderungmöglichst im ersten Quartal des Folgejahres (siehe § 30 Ziff. 2 desGesellschaftsvertrages) der Gesellschaft schriftlich mitzuteilen sind.Auswertungsphase (2002 – 2008)In der Auswertungsphase werden die Erlöse aus der Rechteverwertungin den Jahren 2002 – 2005 nach Abzug der Kosten mit Ausnahme dervorgesehenen Ausschüttungen und Fremdkapitaltilgungen wieder reinvestiert.Ab 2006 – 2008 sind keine weiteren Filminvestitionen vorgesehen.Die steuerlichen Ergebnisse entsprechen in etwa der Höhe derLiquiditätsüberschüsse vor Tilgung des Fremdkapitals.Beendigungsphase (2008)Mit der Rechteendverwertung wird die Tätigkeit der Gesellschaft beendet.Der hierbei entstehende steuerliche Veräußerungsgewinn entsprichtder Differenz zwischen den Veräußerungserlösen und den Veräußerungskostender Filmrechte.§ 2 b EStGSeit Einführung des Steuerentlastungsgesetzes dürfen negative Einkünfteaus der Beteiligung an Verlustzuweisungsgesellschaften undähnlichen Modellen nicht mehr mit anderen Einkünften ausgeglichenwerden, wenn bei dem Erwerb oder der Begründung der Einkunftsquelledie Erzielung eines steuerlichen Vorteils, worunter auch Steuerstundungseffektezu fassen sind, im Vordergrund steht. Dies ist nach dengesetzlich normierten sogenannten Regelbeispielen insbesondere derFall, wenn nach dem Betriebskonzept der Gesellschaft die Rendite aufdas einzusetzende Kapital nach Steuern mehr als das Doppelte der Renditevor Steuern beträgt und die Betriebsführung überwiegend auf diesemUmstand beruht oder wenn Kapitalanlegern Steuerminderungendurch Verlustzuweisungen in Aussicht gestellt werden.Da die Gesellschaft nach der Konzeption des Initiators nicht auf dieErzielung von Steuervorteilen angelegt ist, sondern es Ziel der Gesellschaftist, durch die Entwicklung, Produktion und Ko-Produktion vonFernsehproduktionen Erlöse zu erzielen und am Erfolg der einzelnenProduktionen (Filme) zu partizipieren, findet § 2 b EStG auf das vorliegendeAngebot nach Auffassung des Prospektherausgebers im Ergebniskeine Anwendung. Insbesondere sind die im Gesetz genanntenRegelbeispiele auf der Basis der vom Bundesministerium für Finanzenveröffentlichten Einführungsschreiben zu § 2 b EStG vom 20.12.2000und 22.08.2001 nicht gegeben. Darüber hinaus ist das Modellkonzeptnicht so gestaltet, dass die Verlustzuweisungen in der Anfangsphaseund zum Ende eines Jahres in der Verlustphase zu Steuerermäßigungen(Einkommensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag) führen, diehöher sind als das bis dahin einzusetzende Eigenkapital (nach Abzugeiner modellhaften Außenfinanzierung).Steuerliche Konsequenzen beim GesellschafterDie auf den Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile einschließlichder Sonderbetriebsausgaben und -einnahmen werden ihm im Rahmender gesonderten und einheitlichen Feststellung der Einkünfte zugerechnet.Die Gesellschafter treten – bis zu ihrer Eintragung als Kommanditistenim Handelsregister – der Gesellschaft als atypisch stilleBeteiligte bei (§ 4 Ziff. 6 des Gesellschaftsvertrages).Die Möglichkeit des sofortigen Ausgleichs oder Abzugs der steuerlichenVerluste mit anderen Einkünften besteht bei den atypisch stillen Gesellschafterngemäß § 15 a Abs. 1 Satz 1 EStG nur bis zur Höhe der tatsächlichgeleisteten Einlage. Soweit die Kommanditisten im Handelsregistereingetragen sind, erstreckt sich die Verlustausgleichsmöglichkeitauf die geleistete Einlage zuzüglich der übersteigenden Außenhaftungaufgrund der Handelsregistereintragung.Durch die Eintragung haftetder Kommanditist gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft gemäߧ§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 1 und 4 HGB. Da eine Haftungsinanspruchnahmegemäß §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 1 und 4 HGB hierbei nach Art undWeise des Geschäftsbetriebes nicht unwahrscheinlich ist, können negativeErgebnisse dem Kommanditisten bis zur Höhe des im Handelsregistereingetragenen Haftkapitals zugewiesen werden.Verlustanteile, die gemäß § 15 a EStG weder abzugsfähig noch ausgleichsfähigsind (verrechenbare Verluste), können nur mit zukünftigenGewinnen verrechnet werden, die dem Gesellschafter aus seiner Beteiligungan der ApolloProMedia 1. KG entstehen. Nach der Planrechnungist außer gegebenenfalls in beschränktem Maße im Zusammenhang mitden Vorabentnahmen nicht mit der Entstehung verrechenbarer Verlustezu rechnen, da gemäß § 14 des Gesellschaftsvertrages die zurechenbarenErgebnisanteile der im Jahre 2001 beitretenden atypisch stillenGesellschafter auf die geleistete Einlage und der im Handelsregister eingetragenenKommanditisten auf ihre Haftsumme beschränkt sind. WeitereVoraussetzung hierfür ist, dass jeder Gesellschafter im Übrigen dieEinzahlungstermine der Beteiligungsgesellschaft einhält und seine Eintragungim Handelsregister spätestens bis zum Jahresende 2002 erfolgt.Entsteht oder erhöht sich durch Entnahmen (Einlagenminderungen) einnegatives Kapitalkonto, so werden die Entnahmen nach § 15 a Abs. 3EStG als Gewinnanteile erfasst und sind durch den Gesellschafter zuversteuern, soweit nicht aufgrund der Entnahmen eine Haftung (siehevorstehende Ausführungen) be- oder entsteht.Eine teilweise Finanzierung der Einlage durch Darlehen führt steuerlichzu einem negativen Sonderbetriebsvermögen, das für Zwecke der Kapitalkontenermittlungnach § 15 a Abs. 1 Satz 1 EStG jedoch außerBetracht bleibt (BFH-Urteil vom 14.05.1991, BStBl. II 1992, S. 167 sowieBMF vom 20.02.1992, BStBl. I, S. 123). Die Zinsaufwendungen für eineetwaige Anteilsfinanzierung unterliegen nicht den Regelungen des§ 15 a EStG und sind uneingeschränkt ausgleichs- bzw. abzugsfähig.Eine Fremdfinanzierung der Beteiligung an der ApolloProMedia 1. KGauf Ebene der Anleger ist nach dem Konzept des Prospektherausgebersallerdings nicht vorgesehen.Gemäß § 2 Abs. 3 EStG ist die sog. Mindestbesteuerung zu beachten.Danach können negative Ergebnisse nur begrenzt mit positiven Einkünftenverrechnet werden, soweit gewisse Freigrenzen überschrittenwerden.Zunächst sind bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte diejeweiligen Summen der Einkünfte je Einkunftsart, dann die Summe derpositiven Einkünfte zu ermitteln. Innerhalb einer Einkunftsart (z. B. beiden Einkünften aus Gewerbebetrieb) ist danach ein uneingeschränkterVerlustausgleich (horizontaler Verlustausgleich) möglich.Die Summe der positiven Einkünfte können bei zusammen veranlagtenEhegatten bis DM 200.000/€ 103.000 und bei allen anderen Steuerpflichtigenbis DM 100.000/€ 51.500 mit negativen Einkünften aus anderenEinkunftsarten (vertikaler Verlustausgleich) verrechnet werden.Über die vorstehend genannten Grenzen hinausgehende negative Einkünftesind nur noch bis zur Hälfte der Summe der verbleibenden positivenEinkünfte verrechenbar. Bei zusammen veranlagten Ehegattenkönnen nicht ausgeglichene negative Einkünfte des einen Ehegattendem anderen zugerechnet werden, soweit sie nach den vorstehendenErläuterungen bei dem anderen Ehegatten gemäß § 2 Abs. 3 EStG ausgeglichenwerden können. Darüber hinausgehende Verluste sind gemäߧ 10 d EStG vor- bzw. rücktragsfähig, wobei hier der Verlustrücktragund -vortrag ebenfalls für die einzelnen Einkunftsarten getrennt vorgenommenwerden muss. Dabei ist zunächst wiederum der horizontaleVerlustausgleich innerhalb der selben Einkunftsart uneingeschränktmöglich. Darüber hinausgehende Vor- bzw. Rückträge aus anderen Einkunftsartensind wiederum bis zu den o. g. Freigrenzen verrechenbar,während bei darüber hinausgehenden Verlustbeträgen wiederum dieEinschränkung gilt, dass der Verlustrücktrag oder -vortrag nur bis zurHälfte der Summe der positiven Einkünfte nach Abzug der Freigrenzenim Abzugsjahr verrechnet werden kann.56


Die Einkünfte aus der ApolloProMedia 1. KG sind gewerbliche Einkünfte,die bei der Beteiligungsgesellschaft der Gewerbesteuer unterliegen.Gemäß § 35 EStG ermäßigt sich bei Einkünften aus Gewerbebetrieb alsMitunternehmer gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 EStG die Einkommensteuer,soweit sie anteilig auf die im zu versteuernden Einkommenenthaltenen gewerblichen Einkünfte entfällt, um das 1,8 fachedes jeweils für den dem Veranlagungszeitraum entsprechenden Erhebungszeitraumfestgesetzten anteiligen Gewerbesteuer-Messbetrages.Der Anteil am Gewerbesteuer-Messbetrag eines Mitunternehmers imSinne des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 EStG wird gesondert und einheitlichfestgestellt und richtet sich nach seinem Anteil am Gewinn derMitunternehmerschaft nach Maßgabe des allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssels.Die Eingangs-/Spitzensteuersätze von derzeit 19,9%/48,5% werden ab2003 auf 17%/47% und ab 2005 auf 15%/42% gesenkt.Veräußerungsgewinne werden gemäß § 34 EStG mit dem fünffachenUnterschiedsbetrag der Steuer auf das zu versteuernde Einkommenohne die Veräußerungsgewinne und der Steuer auf das zu versteuerndeEinkommen, in dem ein Fünftel der Veräußerungsgewinne enthaltenist, besteuert. Bei einem hohen zu versteuernden Einkommen führt diesdazu, dass die Vergünstigung hieraus sich nicht mehr auswirkt.Steuerpflichtige, die das 55. Lebensjahr vollendet haben oder im sozialversicherungsrechtlichenSinne dauernd berufsunfähig sind, könnengemäß § 34 Abs. 3 EStG Gewinne bis DM 10 Mio./€ 5 Mio. aus Betriebsaufgaben,Betriebsveräußerungen und Veräußerungen von Miteigentumsanteilenan Personengesellschaften (nach dem Entwurf des Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetzesist ab 2002 nur die Aufgabebzw. Veräußerung eines gesamten Miteigentumsanteils begünstigt) mitdem halben durchschnittlichen Steuersatz (mindestens jedoch demjeweiligen Eingangssteuersatz) besteuern lassen. Für diese Einkünftesteht dem Steuerpflichtigen ein Wahlrecht zu, ob er zur Sicherung derAltersvorsorge die Besteuerung nach dem halben durchschnittlichenSteuersatz oder die Besteuerung nach der Fünftelregelung beantragt.Eine Doppelbegünstigung sowohl nach der Fünftelregelung als auch imRahmen des halben Steuersatzes ist nicht möglich. Die Besteuerung imRahmen des halben Steuersatzes kann der Steuerpflichtige nur einmalim Leben in Anspruch nehmen. Soweit der Steuerpflichtige in einemVeranlagungsjahr mehr als einen Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinnerzielt, kann er die Begünstigung nur für einen Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinnbeantragen.Steuernachforderungen bzw. Erstattungen des Gesellschafters, welchesich durch Änderungen bei den steuerlichen Ergebnissen bedingt durcheine Betriebsprüfung bei der ApolloProMedia 1. KG ergeben können,werden gemäß § 233 a AO i.V. § 238 AO mit 0,5% pro Monat verzinst.Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres in demdie Steuer entstanden ist und endet mit Ablauf des Tages an dem dieSteuerfestsetzung wirksam wird.UMSATZSTEUERDavon ausgehend, dass zwischen der ApolloProMedia 1. KG und denjeweiligen Ko-Produzenten keine Mitunternehmerschaft im einkommensteuerlichenSinne besteht, unterliegt die ApolloProMedia 1. KG mitihren Umsätzen in der Auswertungsphase grundsätzlich der Umsatzsteuer,wenn sie als Unternehmer gemäß § 2 Abs. 1 UStG anzusehen istund im Inland gemäß § 1 Abs. 1 UStG sonstige Leistungen durch dieVerwertung von Filmrechten im Rahmen ihres Unternehmens ausführt.Als Unternehmer kann die Gesellschaft die ihr in Rechnung gestellteVorsteuer für Lieferungen und Leistungen geltend machen, soweit sienicht mit Umsätzen in Zusammenhang stehen, die einen Vorsteuerabzugausschließen. Vorsteuern auf Kosten für die Beschaffung des Kommanditkapitalssowie für die Konzeption sind vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen.Diese Positionen wurden in der Kalkulation berücksichtigt.Soweit die ApolloProMedia 1. KG sonstige Leistungen von nicht inDeutschland ansässigen Unternehmern erhält und dafür ein Entgelt zuzahlen hat (z. B. Tätigkeitsvergütungen im Rahmen einer Produktionsdienstleistung),hat sie die Umsatzsteuer dafür einzubehalten und andas zuständige Finanzamt abzuführen, sofern nicht von der sogenanntenNullregelung Gebrauch gemacht werden kann.Soweit die Verwertungsrechte in der Beendigungsphase in einem Aktübertragen werden, unterliegen diese Umsätze gemäß § 1 Abs. 1 a UStGnicht der Umsatzsteuer.GEWERBESTEUERInvestitions- und AuswertungsphaseGemäß § 2 Abs. 2 GewStG ist die ApolloProMedia 1. KG gewerbesteuerpflichtig.Die bei der Gesellschaft anfallende Gewerbesteuer mindertdas dem Kommanditisten zuzurechnende Ergebnis.Bei der Ermittlung des Gewerbeertrags werden insbesondere auch Sonderbetriebsausgabenund -einnahmen der Gesellschafter berücksichtigt.Verlustvorträge der Beteiligungsgesellschaft sind gesellschafts- undpersonenbezogen und können daher im Falle einer Übertragung aufeinen anderen Kommanditisten nicht mehr abgezogen werden. Ausdiesem Grund sieht der Gesellschaftsvertrag (§ 19 Ziff. 2 lit a., Ziff. 5)vor, dass ein etwaiger Gewerbesteuermehraufwand, der durch denGesellschafterwechsel bei der Gesellschaft entsteht, durch den austretendenGesellschafter zu erstatten ist.BeendigungsphaseVeräußerungsgewinne, die bei der Veräußerung sämtlicher Film- und Fernsehrechteanfallen, sind nach derzeitiger Rechtslage gemäß Abschnitt 39der Gewerbesteuerrichtlinien von der Gewerbesteuerpflicht ausgenommen.ERBSCHAFT- UND SCHENKUNGSTEUERWerden Anteile an der ApolloProMedia 1. KG im Wege der Schenkungbzw. einer Erbschaft übertragen, ist bezogen auf den Zuwendungstagbzw. Todestag eine Einheitsbewertung des Betriebsvermögens durchzuführen.Hierbei werden die zum Betriebsvermögen gehörenden Wirtschaftsgütermit den Steuerbilanzwerten angesetzt. Herstellungskostenfür selbstgeschaffene, immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens,wie Filmrechte, sind nicht in das Betriebsvermögen mit einzubeziehen.Bemessungsgrundlage für die Erbschaft- und Schenkungsteuerist dann der anteilig auf den Gesellschafter entfallende Einheitswert.Da es sich bei den Gesellschaftsanteilen an der ApolloProMedia 1. KGum Anteile an einem Betriebsvermögen handelt, bleibt bei Übertragungenim Erbfall oder im Wege der vorweggenommenen Erbfolge einBetrag von DM 500.000/€ 256.000 (§ 13 a Abs. 1 ErbStG) außer Ansatz.Der Freibetrag kann innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren vomErben bzw. Beschenkten für Erwerbe vom selben Erblasser bzw. Schenkereinmal in Anspruch genommen werden. Bei Erwerb von Todes wegendurch mehrere Erben ist der Freibetrag auf die Erben entweder entsprechendeiner schriftlichen Verfügung vom Erblasser oder entsprechendder Erbteile (wenn nur Betriebsvermögen übertragen wird) bzw.zu gleichen Teilen (wenn weiteres Vermögen übertragen wird) aufzuteilen.Werden Anteile im Wege der vorweggenommenen Erbfolge übertragen,muss die Inanspruchnahme des Freibetrages für diese Schenkungvom Schenker gegenüber dem Finanzamt unwiderruflich beantragtwerden. Der den Freibetrag gemäß § 13 a Abs. 1 ErbStG übersteigendeWert der Anteile wird um weitere 40% gekürzt (Bewertungsabschlaggemäß § 13 Abs. 2 ErbStG). Wird die Beteiligung innerhalbeines Zeitraums von fünf Jahren nach der Übertragung veräußert oderder Gewerbebetrieb innerhalb dieses Zeitraums aufgegeben, so entfälltrückwirkend der Freibetrag und der Bewertungsabschlag.Darüber hinaus besteht je nach den persönlichen Verhältnissen desErwerbers zum Erblasser bzw. Schenker ein Freibetrag gemäß § 16ErbStG (z. B. bei nicht geschiedenen Ehegatten DM 600.000/€ 307.000,bei Kinder im Sinne der Steuerklasse I DM 400.000/€ 205.000). DerFreibetrag gemäß § 16 ErbStG (allgemeiner Freibetrag) ist alle zehnJahre erneut zu gewähren.57


Partner im ÜberblickBETEILIGUNGSGESELLSCHAFT/PROSPEKTHERAUSGEBERApolloProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG– Sitz:Graf-von-Schwerin-Straße 1, 14469 Potsdam– Verwaltungsanschrift:Alte Landstraße 25, 85521 Ottobrunn– Registergericht und Nr.:Amtsgericht Potsdam, HRA 2915 P– Gründungsjahr: 2001– Kommanditkapital (geplant): € 25 Mio.– Komplementär und Geschäftsführer:ApolloMedia Nova GmbH– Gründungskommanditist:CHORUS Beteiligungs GmbH, OttobrunnVERWALTUNG DER KOMMANDITANTEILEMENTORA TREUHAND Gesellschaft fürBeteiligungsverwaltung mbH– Sitz und Anschrift:Alte Landstaße 25, 85521 Ottobrunn– Registergericht und Nr.:Amtsgericht München, HRB 130601– Gründungsjahr: 2000– Stammkapital: € 25.000– Geschäftsführer:Peter Heidecker, NeubibergProf. Dr. Thomas Durchlaub, WetterHeinz Jarothe, Gröbenzell– Gesellschafter (Anteile):CHORUS GmbH (51%)Prof. Dr. Thomas Durchlaub, Wetter (49%)KOMPLEMENTÄR/GESCHÄFTSFÜHRUNGApolloMedia Nova GmbH– Sitz und Anschrift:c/o PanMedium,Graf-von-Schwerin-Straße 1, 14469 Potsdam– Registergericht und Nr.:Amtsgericht Potsdam, HRB 14458 P– Gründungsjahr: 1999– Stammkapital: € 25.000– Geschäftsführer:Frank Hübner, KölnJörg Westerkamp, Köln– Gesellschafter (Anteile):ApolloMedia Filmmanagement GmbH (100%)MARKETING UND PRÄSENTATION SOWIEGESELLSCHAFTERBETREUUNGCHORUS GmbH– Sitz und Anschrift:Alte Landstraße 25, 85521 Ottobrunn– Registergericht und Nr.:Amtsgericht München, HRB 121720– Gründungsjahr: 1998– Stammkapital: € 40.000– Geschäftsführer:Peter Heidecker, Neubiberg– Gesellschafter (Anteile):ALBIS Leasing AG, Hamburg (70,03%)CHORUS Beteiligungs GmbH, Ottobrunn (19,38%)Peter Heidecker, Neubiberg (10,59%)GRUNDKONZEPTION UNDPROJEKTBEGLEITUNGApolloMedia Filmmanagement GmbH– Sitz und Anschrift:c/o PanMedium,Graf-von-Schwerin-Straße 1, 14469 Potsdam– Registergericht und Nr.:Amtsgericht Potsdam, HRB 15251 P– Gründungsjahr: 2000– Stammkapital: € 77.700– Geschäftsführer:Peter Heidecker, NeubibergFrank Hübner, Köln– Gesellschafter:ALBIS Leasing AG, Hamburg (52,51%)Peter Heidecker, Neubiberg (27,48%)Frank Hübner, Köln (20,01%)EIGENKAPITALBESCHAFFUNGCHORUS Vertriebs GmbH– Sitz und Anschrift:Alte Landstraße 25, 85521 Ottobrunn– Registergericht und Nr.:Vormals CHORUS Beteiligungs GmbH & Co. MEDIENKonzeptions und Vertriebs KG,Amtsgericht München, HRA 72914;umgewandelt in GmbH und angemeldet zumHandelsregister des Amtsgerichtes München– Gründungsjahr: 2001– Stammkapital: € 25.600– Geschäftsführer:Peter Heidecker, NeubibergKarsten Mieth, Wörth– Gesellschafter (Anteile):CHORUS GmbH (100%)58


Wie geht’s jetzt weiter1. SchrittFüllen Sie bitte die Beitrittserklärung, die zugleichdas Angebot auf Abschluss des Verwaltungsvertragesenthält, vollständig aus und leiten diese dann an den BeraterIhres Vertrauens, an die Vertriebsgesellschaft oder an die MENTORATREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH weiter.2. SchrittLesen Sie bitte vorab die Hinweise auf derRückseite des Formulars. Nehmen Sie dann diebeigefügte Vollmacht zur Eintragung ins Handelsregister mit zu einem NotarIhrer Wahl. Unterschreiben Sie vor dem Notar die Vollmacht und lassen Siedie Unterschriftsleistung von ihm beglaubigen.Senden Sie diese notariell beglaubigte Vollmacht im Original an dieApolloMedia Nova GmbH, c/o MENTORA TREUHAND Gesellschaft fürBeteiligungsverwaltung mbH.3. SchrittDie mit der Verwaltung der Kommanditanteilebeauftragte MENTORA TREUHAND wird dann,sofern noch ausreichend Zeichnungsvolumen vorhanden ist, alsbald IhreZeichnung bestätigen. Ferner wird sie zeitnah unter Verwendung der übersandtennotariellen Vollmacht Ihre Eintragung ins Handelsregister alsKommanditist veranlassen. Die Beitrittserklärungen werden grundsätzlich inder Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.Die MENTORA TREUHAND ist gegenüber dem Interessenten nicht verpflichtet,die ihm unterbreiteten Beitrittserklärungen anzunehmen. Die Ablehnungohne Angabe von Gründen bleibt ausdrücklich vorbehalten.Gemeinschaftliche Beteiligungen von Ehegatten sind nicht möglich.Die Beteiligung Minderjähriger ist ausgeschlossen, sofern nicht eine vormundschaftsgerichtlicheGenehmigung bzw. ein Negativattest des Vormundschaftsgerichtserteilt worden ist.4. SchrittBitte leisten Sie nun Ihre Kapitaleinzahlungauf das in der Beitrittserklärung genannteKonto der ApolloProMedia 1. KG (Konto 33 40 211, Commerzbank AG,BLZ 700 400 41).5. SchrittVon der MENTORA TREUHAND erhalten Siedann die für Sie wichtigen wirtschaftlichenInformationen, steuerlichen Mitteilungen, Einladungen zu Gesellschafterversammlungenetc.60


VOLLMACHTzur Eintragung ins HandelsregisterApolloMedia Nova GmbHc/o MENTORA TREUHAND Gesellschaftfür Beteiligungsverwaltung mbHAlte Landstraße 25Vordruck für Fensterkuvertversand85521 OttobrunnIch, der/die UnterzeichnendeName Vorname Geburtsdatum (unbedingt erforderlich!)Straße PLZ/Wohnort Telefon und Faxerteile hiermit der ApolloMedia Nova GmbH, Potsdam, Vollmacht1. meinen Eintritt als Kommanditist/in in die Firma ApolloProMedia GmbH & Co. 1. Filmproduktion KG, eingetragen in dasHandelsregister des Amtgerichts Potsdam (HRA 2915 P), mit einer Kommanditeinlage (Hafteinlage) in Höhe vonEURO (= Betrag des gezeichneten Kommanditkapitals zzgl. Agio von 5%)in Wortenzur Eintragung in das Handelsregister anzumelden,2. für mich alle sonstigen gesetzlich vorgesehenen Anmeldungen zum Handelsregister hinsichtlich der ApolloProMedia GmbH& Co. 1. Filmproduktion KG vorzunehmen sowie gegebenenfalls mein Ausscheiden aus dieser Gesellschaft zum Handelsregisteranzumelden, auch wenn ich meinen Anteil ganz oder teilweise auf Dritte übertragen habe, einschließlich derVersicherung, dass der ausgeschiedene Kommanditist keine Abfindung aus dem Gesellschaftsvermögen erhalten hat oderihm versprochen ist,3. Untervollmachten, gegebenenfalls unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB, zu erteilen.Diese Vollmacht erlischt nicht durch meinen Tod und ist unwiderruflich. Der Bevollmächtigte ist von den Beschränkungen des§ 181 BGB befreit.Ort, Datum✗UnterschriftUnterschriftsbeglaubigungdurch den Notar:


Hinweise zur Vollmacht1. Die umseitig abgedruckte notariell beglaubigte Vollmacht zur Eintragung ins Handelsregister ist im Original möglichst umgehendan:ApolloMedia Nova GmbHc/o MENTORA TREUHAND Gesellschaftfür Beteiligungsverwaltung mbHAlte Landstraße 2585521 Ottobrunnzu senden.2. Die Unterschriftsbeglaubigung muss grundsätzlich vor einem Notar erfolgen. Ausnahmen bestehen zurzeit gemäß Landesrechtin folgenden Bundesländern:• Hessen• Rheinland-Pfalz• Baden-Württemberg➪ beim Ortsgerichtsvorsteher➪ beim Oberbürgermeister, Gemeinde und Stadtverwaltung➪ beim RatsschreiberBeglaubigungen anderer Einrichtungen werden nicht anerkannt.3. Die Kosten betragen i.d.R. maximal € 130 zzgl. MwSt. und können als Sonderbetriebsausgaben geltend gemacht werden.Dazu ist das Original der Rechnung im Rahmen der Erhebung der Sonderbetriebsausgaben für das jeweilige Geschäftsjahran die mit der Verwaltung beauftragte MENTORA TREUHAND Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH zu senden.4. Jede Änderung, sei es beispielsweise durch die Übertragung eines Kommanditanteils oder durch eine Namensänderung,muss gegenüber der Gesellschaft angezeigt werden, damit diese die notwendige Korrektur im Handelsregister veranlassenkann. Die hierbei entstehenden Kosten sind vom Kommanditisten selbst zu tragen.5. Ehegatten können nicht gemeinsam ins Handelsregister eingetragen werden. Jeder der Ehegatten hat deshalb für sichselbst eine Beitrittserklärung abzugeben und eine notariell beglaubigte Vollmacht zur Eintragung ins Handelsregister vorzulegen.Stand: November 2001


AngabenvorbehalteDer Emissionsprospekt nebst entsprechender Verträge(Gesellschaftsvertrag, Verwaltungsvertrag) ist Grundlagedieser Beteiligung.Jeder der genannten Ersatzansprüche wegen unrichtigerund unvollständiger Prospektangaben gegen die Prospektverantwortlichenoder sonstige Beteiligte verjährt innerhalbvon sechs Monaten nach Kenntniserlangung, spätestensjedoch drei Jahre nach dem Beitritt. Im Übrigen ist dieHaftung auf vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungbeschränkt. Ersetzt wird nur der unmittelbareSchaden.Die beauftragten Anlagevermittler und Vertriebsgesellschaftensowie der Unterbeauftragte sind nicht Erfüllungsgehilfendes Prospektherausgebers oder der an der Prospekterstellungbeteiligten Personen. Vorsorglich wird einedennoch im Einzelfall in Betracht kommende Haftung aufVorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.Etwaige vertragliche oder vertragsähnliche Ansprüche verjährenvorbehaltlich kürzerer gesetzlicher Verjährungsfristenspätestens nach Ablauf von sechs Monaten nachKenntniserlangung des Treugebers von der Pflichtverletzung,spätestens jedoch drei Jahre nach Beitritt.Es liegt ausschließlich im Risikobereich des Anlegers, wenninfolge von zukünftigen Änderungen der gesetzlichenBestimmungen, behördlichen – insbesondere steuerbehördlichen– Maßnahmen, Änderungen der Rechtsprechungetc. sich die bisherigen Grundlagen des Beteiligungsangebotesändern. Ebenso kann keine Haftung für den Eintrittder mit der Beteiligung angestrebten wirtschaftlichen odersteuerlichen Ziele übernommen werden.Die mit der Verwaltung der Kommanditanteile beauftragteMENTORA TREUHAND hat an der Konzeption des Beteiligungsangebotesnicht mitgewirkt. Sie nimmt daher ausschließlichauf der Grundlage des zwischen ihr und demKommanditisten abgeschlossenen Verwaltungsvertragesdie sich aus diesem ergebenden Aufgaben wahr.Angaben, die vom Inhalt dieses Projektes abweichen, sindfür keinen der Prospektbeteiligten bindend, soweit sie nichtvom Prospektherausgeber ausdrücklich schriftlich bestätigtworden sind. Niemand ist berechtigt, vom Inhalt diesesEmissionsprospektes abweichende Angaben zu machen.Die beauftragten Anlagevermittler und Vertriebsgesellschaftensowie deren Unterbeauftragte sind in keinem Fall zurrechtsgeschäftlichen Vertretung der ApolloProMedia 1. KGoder anderer an dieser Emission Beteiligter befugt.Sie können insbesondere keine die ApolloProMedia 1. KGoder andere an dieser Emission Beteiligte bindende Zusagenoder Nebenabreden vereinbaren. Auch sind sie nichtzur Annahme von Zahlungen oder sonstigen Leistungen ermächtigt,weshalb Zahlungen ausschließlich direkt auf dasin der Annahmeerklärung genannte Konto zu leisten sind.

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