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wertungsrechte eingeräumt werden und damit einmögliches Auswertungspotential nicht vollends fürdie Gesellschaft ausgeschöpft werden kann.BMF-Schreiben vom 24. Oktober 2001 fixierte Übergangsregelunganalog für die ApolloProMedia 1. KGanzuwenden wäre.AnteilsfinanzierungIm Betriebskonzept der ApolloProMedia 1. KG ist eineauch teilweise Fremdfinanzierung der einzelnenBeteiligungen nicht vorgesehen. Eine Fremdfinanzierungder Beteiligung könnte hinsichtlich § 2 b EStGsteuerschädlich sein. Es wird daher dringendempfohlen bei Anteilsfinanzierung eine individuellesteuerliche Beratung einzuholen.Darüber hinaus besteht das Risiko, dass bei bestimmtenKo-Produktionen oder in Anlehnung an dasBMF-Schreiben vom 23. Februar 2001 insgesamt dieHerstellereigenschaft der ApolloProMedia 1. KGdurch die Finanzverwaltung verneint werden könnteund damit Aufwendungen für die Filmherstellungnicht im Entstehungsjahr als sofort abzugsfähigeBetriebsausgaben anzusehen sind.Steuerliche RisikenVor allem würden sich, insbesondere dann, wenn dieApolloProMedia 1. KG als Steuermodell anzusehenwäre (z. B. infolge modellhafter Finanzierung oderWerbens mit Verlusten), Nachteile aus der Verlustabzugsbeschränkunggemäß § 2 b EStG ergeben. Indiesem Fall könnten anfängliche negative Einkünftenicht mit anderen Einkünften saldiert (vgl. SteuerlicheGrundlagen Seiten 27 bzw. 54 ff.), sondern stattdessennur vorgetragen und mit späteren Gewinnenaus Beteiligungen i.S.v. § 2 b EStG verrechnet werden.Sofern die Gesellschaft nicht wirtschaftlich erfolgreichwäre, besteht grundsätzlich das Risiko, dassdie Finanzverwaltung unterstellt, dass ein negativerwirtschaftlicher Verlauf von vornherein geplant oderzumindest billigend in Kauf genommen wurde undsomit das Vorliegen einer ursprünglichen Gewinnerzielungsabsichtverneint. In diesem Fall wären anfänglicheVerluste nicht mit anderen Einkünften ausgleichsfähig.Die Gewinnerzielungsabsicht kann insbesonderedann in Frage gestellt sein, wenn Gesellschaftsanteilevorzeitig übertragen werden.Im Rahmen der jeweiligen Ko-Produktionen erfolgtdie Willensbildung hinsichtlich der finanziellen, organisatorischenund künstlerischen Managemententscheidungender ApolloProMedia 1. KG im Inland. Eskann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dassdie Finanzverwaltung im Falle einer auch teilweiseim Ausland durchgeführten Filmproduktion oder einerBeteiligung eines ausländischen Ko-Produzentenmit einer eigenen Betriebsstätte im Ausland aucheine ausländische Betriebstätte der ApolloProMedia1. KG annimmt und die dieser Betriebsstätte zuzuordnenden(Teil-)Verluste nicht mit positiven inländischenEinkünften ausgeglichen werden können.Insbesondere im Hinblick auf die steuerlicheBehandlung von Konzeptions- und Vertriebskostenbesteht ferner das Risiko, dass diese nicht sofort alsAufwand gebucht, sondern gegebenenfalls aktiviertwerden müssen und sich dann erst bei der Endverwertungder Filme gewinnmindernd auswirkenwürden. Gerade im Fall der Vertriebskosten kannallerdings davon ausgegangen werden, dass die imEs kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden,dass die Finanzverwaltung die Anwendbarkeit deserweiterten Verlustausgleichs (§ 15 a Abs. 1 Satz 2und 3 EStG) ganz oder teilweise ablehnt, weil es dieWahrscheinlichkeit, dass die Kommanditisten ausder in das Handelsregister eingetragenen Hafteinlage(z. B. wegen der auf Grund der Investitionsgrundsätze)in Anspruch genommen werden, für unwahrscheinlichhält.InsolvenzGrundsätzlich besteht auch das Risiko, dass dieApolloProMedia 1. KG beim Zusammentreffen mehrererungewöhnlicher Umstände insgesamt insolventwerden könnte. Mögliche Risiken sind hier Veruntreuungvon Vermögenswerten durch Beteiligte, nichtvorhersehbare Insolvenzen von Vertragspartnern undVersicherungsträgern oder die Nichtdurchsetzbarkeitvon Rechtsansprüchen (Vertragserfüllungs-,Schadenersatz- oder Versicherungsleistungen) sowieim umgekehrten Fall an die ApolloProMedia 1. KGgerichtete Konventionalstrafen und Ansprüche.31

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