7. Auflage - Fachgruppe Werbung Wien
7. Auflage - Fachgruppe Werbung Wien
7. Auflage - Fachgruppe Werbung Wien
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<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong><br />
WERBUNG<br />
IN WIEN
Herausgeber <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/514 50-3790, -3791, -3792,<br />
werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />
Handbuch für Mitglieder der<br />
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation<br />
in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> 2010<br />
Redaktion Mag. Jörg Trobolowitsch, Caroline Rigler, Mag. Karlheinz Hoffelner, Anja Gaugl Bakk.<br />
Fachliche Beratung: Dr. Manfred Pichelmayer, Geschäftsführer <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong><br />
© <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />
<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> 2010. Alle Rechte vorbehalten, auch der auszugsweisen Wiedergabe<br />
in Print- und elektronischen Medien<br />
Bilder Die Bilder zu allen Kapiteln stammen von fotolia.com (wenn nicht anders angegeben)<br />
Editorial: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong><br />
Verlag Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>, www.albatros-media.at<br />
Layout und Produktion: Julia Proyer, Designkonzept: Michi Jo Standl,<br />
Lektorat: Yvonne Gokesch, Angelika Hierzenberger-Gokesch,<br />
Anzeigen: Birgit Kloss, Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz<br />
Druck NP Druck, 3100 St. Pölten<br />
Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde vorwiegend die maskuline Schreibweise verwendet. Grund-<br />
sätzlich werden damit aber immer beide Geschlechter angesprochen.<br />
Haftungsausschluss: Alle Angaben in diesem Handbuch erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung<br />
des Herausgebers oder der Autoren ist ausgeschlossen.
KommR Brigitte Jank<br />
Präsidentin der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
42<br />
Vorwort<br />
Nach einem herausfordernden Jahr 2009 blickt die <strong>Wien</strong>er<br />
Werbewirtschaft positiv gestimmt in die Zukunft.<br />
Zuletzt sind die Werbeausgaben wieder spürbar gewachsen,derwirtschaftlicheDruckaufWerber,Marketer,Grafiker<br />
und viele weitere Dienstleister der Kommunikationsbranche<br />
bleibt aber weiterhin bestehen. Denn zu<br />
bewältigen ist auch die rasante Veränderung des Medienkonsumverhaltens,<br />
die Verschmelzung von Mediengattungen,<br />
das Entstehen neuer Berufsbilder und die damit<br />
verbundenen Anpassungen in vielen Unternehmen der<br />
Branche.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> begleitet diese Entwicklungen<br />
intensiv. Sie unterstützt Sie vom Beginn Ihrer unternehmerischen<br />
Tätigkeit an mit praktischen Tipps, Bildungsangeboten,<br />
Informationen zu Rechts- und Steuerfragen,<br />
beim Netzwerken und in vielen anderen Fragen, sie ist<br />
aber vor allem auch Ihre Interessenvertretung, die sich bei<br />
Politik und Behörden für Ihre Belange einsetzt.<br />
Das vorliegende Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“, das<br />
bereits in der <strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> erscheint, bietet einen umfassenden<br />
und praxisorientierten Überblick über dieses Angebot<br />
und daskreative Geschehen in der <strong>Wien</strong>er Kommunikationswirtschaft.EszeigtdarüberhinausdieVielseitigkeit<br />
und Stärke der mehr als 8.000 <strong>Wien</strong>er Werbe- und Marketingunternehmen.<br />
Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke und viel unternehmerischen<br />
Erfolg!<br />
KommR Brigitte Jank<br />
Präsidentin der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>
Frischer Wind<br />
Mag. Michael Himmer<br />
Obmann der <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> Die Werbewirtschaft gewinnt in ihrer Funktion als kreativer<br />
Problemlöser immer mehr an Bedeutung. Damit das<br />
gestalterischePotenzialauchseinenAusdruckfindenkann,<br />
bedarf es eines guten Klimas und einer gezielten Förderung.<br />
Daher wollen wir die bewährten Service- und Beratungsleistungen<br />
unserer <strong>Fachgruppe</strong> noch weiter ausbauen<br />
und verbessern.<br />
Dr. Peter Drössler<br />
Obmannstellvertreter der <strong>Fachgruppe</strong><br />
<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> repräsentiert und vertritt mittlerweile<br />
mehr als 8.000 Mitglieder in 14 Berufsgruppen.<br />
Wir sehen uns als zentrale Servicestelle für alle Mitglieder,<br />
von denen rund 65 Prozent Ein-Personen-Unternehmen<br />
sind. Dieser Mehrzahl wollen wir besonderes Augenmerk<br />
widmen und gerade für sie wird dieses Buch ein wertvoller<br />
Ratgebersein.AuchNeueinsteigerwerdenhiervieleTipps<br />
und Informationen für den richtigen Start finden.<br />
Wir entwickeln gerade Projekte, die eine faire Bewertung<br />
von Agenturleistungen ermöglichen sollen, kämpfen für<br />
die Einführung der Werbeausgabenzuwachsprämie, für<br />
marktgerechte Vergabe- und Ausschreiberichtlinien und<br />
sagen Nein zu Gratispräsentationen (mehr dazu auf Seite<br />
21).DieQualitätsoffensiveimBereichderMarktforschung<br />
rundet unsere aktuellen Vorhaben ab. Wichtig ist uns<br />
dabei, viel stärker als bisher mit Ihnen, liebes Mitglied, in<br />
Dialogzutreten.Wirfreuenunsdaher,wennSiedieneuen<br />
MediennutzenundunsIhreAnliegenmitteilen.Wirkümmern<br />
uns darum.<br />
Mag. Michael Himmer Dr. Peter Drössler<br />
3
INHALT<br />
4<br />
01<br />
START<br />
Aller Anfang ist leicht 7 Förderungen 10<br />
02<br />
HILFE<br />
Ihre <strong>Fachgruppe</strong> 13 Service für Mitglieder 16<br />
03<br />
WISSEN<br />
Bildungsangebote 25 Die neuen Kreativen 35 Wissenstest 36<br />
04<br />
PRAXIS<br />
Tipps für den Start 45 Wichtige Partner 50 Berufe in der <strong>Werbung</strong> 54<br />
Jobprofile 60 Briefing 64
06<br />
Steuertipps 87 Rechtshinweise 93<br />
07<br />
Medien 99 Werbemittel & Preise 104 Werbemarkt 112 Werbe-Awards 114<br />
08<br />
Fachmedien 133 Fachkongresse 135 Marktstudien 137 Nachschlagewerke 140<br />
Standardwerke 142 Glossar 144 Stichwortverzeichnis 156 Inserenten 160<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Downloads<br />
Neben vielen anderen nützlichen Informationen<br />
finden Sie auf der Website Ihrer <strong>Fachgruppe</strong> zum<br />
Herunterladen:<br />
• Geschäftsbedingungen für Werbeagenturen<br />
• Muster-Vereinbarung für Werbeagenturen<br />
• Muster eines PR-Beratungsvertrages<br />
www.werbungwien.at<br />
05<br />
ZUKUNFT<br />
Digitales Wachstum 67 Werbetrends 74<br />
<strong>Werbung</strong> ist weiblich 80 Interview 84<br />
GELD & RECHT<br />
MARKT<br />
ANHANG<br />
5
Aller Anfang ist leicht I Förderungen<br />
Start<br />
6
01<br />
Aller Anfang ist leicht<br />
Vor der Unternehmensgründung sollten Sie sich<br />
folgende Fragen stellen:<br />
■ Welche persönlichen Ziele habe ich?<br />
■ Wird das Vorhaben in meinem Bekannten- und<br />
Familienkreis akzeptiert und unterstützt?<br />
■ Welche fachliche Qualifikation bringe ich mit?<br />
■ Habe ich bereits eine Gewerbeberechtigung?<br />
■ Gibt es für meine Idee einen Markt?<br />
■ Möchte ich mit Partnern zusammenarbeiten?<br />
■ Welche Unternehmensform ist daher sinnvoll?<br />
■ Benötige ich Mitarbeiter?<br />
■ An welchem Standort soll das<br />
Unternehmen betrieben werden?<br />
■ Welche Investitionen sind notwendig?<br />
■ Welche sonstigen laufenden Kosten<br />
werden anfallen?<br />
■ Wie werde ich die Investitionen und die<br />
sonstigen Kosten finanzieren?<br />
■ Gibt es für mein Vorhaben Förderungen?<br />
■ Welcher Mindestumsatz ist notwendig?<br />
■ Benötige ich eine Betriebsanlagengenehmigung?<br />
■ Welche Art der Buchführung ist<br />
notwendig bzw. sinnvoll?<br />
■ Wird sich mein Wunsch-Projekt rentieren?<br />
■ Welche Beratungsstellen gibt es?<br />
Auf viele dieser Fragen geben die folgenden<br />
Seiten Antwort.<br />
Die Wahl der Rechtsform<br />
ImZugederUnternehmensgründungist–nichtzuletzt<br />
für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens – auch<br />
die Wahl der geeigneten Rechtsform entscheidend.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Auf dem Weg in die Selbstständigkeit liegen<br />
einige Stolpersteine. Viele davon lassen<br />
sich allerdings mit dem nötigen Know-how<br />
leicht umgehen. Auf den folgenden Seiten<br />
erfahren Sie, was Sie beachten sollten.<br />
Die Rechtsform richtet sich vordergründig nach:<br />
■ der Anzahl der Beteiligten (ein Unternehmer<br />
oder mehrere Unternehmer)<br />
■ dem Umfang des Unternehmens<br />
■ der Art der Finanzierung<br />
■ der Art und dem Ausmaß der Haftung etc.<br />
Sowohl die Form des Einzelunternehmens als auch<br />
jene der Gesellschaften haben Vor- und Nachteile,<br />
die es abzuwägen gilt.<br />
Erforderliche Dokumente<br />
■ Geburtsurkunde, Meldezettel, Staatsbürgerschaftsnachweisbzw.Aufenthaltsberechtigungbei<br />
Drittstaatsangehörigen, Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde<br />
oder Bescheid über die Namensänderung<br />
bei Änderung des Namens<br />
■ eventuell urkundlicher Nachweis akademischer<br />
Grade<br />
■ Bestätigung der zuständigen Wirtschaftskammer<br />
nach dem Neugründungsförderungsgesetz im<br />
Falle einer Neugründung<br />
■ Für die in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> vertretenen<br />
Berufsgruppen ist kein Befähigungsnachweis notwendig,<br />
da sie einem freien Gewerbe nachgehen.<br />
First Start Shop<br />
Dieses neue Service der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
ermöglicht Ihnen in einem Arbeitsgang<br />
■ den Antrag auf Neugründungsförderung und<br />
■ die Anmeldung des Gewerbes<br />
Beides können Sie in der Wirtschaftskammer<br />
7
<strong>Wien</strong>, 1040 <strong>Wien</strong>, Schwarzenbergplatz 14, Zimmer<br />
306 oder 1010 <strong>Wien</strong>, Stubenring 8–10, Hochparterre,<br />
erledigen.<br />
Anmeldung des Gewerbes<br />
Erforderliche Unterlagen:<br />
Als Einzelfirma<br />
■ Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />
Meldezettel<br />
■ Bei Namensänderung auch Heiratsurkunde und<br />
Nachweise des akademischen Grades<br />
■ Reisepass (Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis<br />
sind dann nicht erforderlich)<br />
Als Gesellschaft oder Verein<br />
■ Firmenbuchauszug, nicht älter als sechs Monate<br />
oder Auszug aus dem Vereinsregister<br />
■ Wenn die Firma noch nicht gegründet ist: Entwurf<br />
vom Notar (bei Kapitalgesellschaft) bzw. Gesellschaftsvertrag<br />
(bei Personengesellschaften, formlos)<br />
■ Von jedem zur Vertretung nach außen Berufenen<br />
und von einem allfälligen Mehrheitsgesellschafter:<br />
Personaldokumente (Geburtsurkunde, bei<br />
Namensänderung auch Heiratsurkunde oder<br />
Bescheid über Namensänderung, Nachweis eines<br />
allfälligen Titels, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />
Meldezettel) oder Reisepass<br />
■ Vom gewerberechtlichen Geschäftsführer: Personaldokumente<br />
(Geburtsurkunde, bei Namensänderung<br />
auch Heiratsurkunde oder Bescheid über<br />
Namensänderung,NachweiseinesallfälligenTitels,<br />
Staatsbürgerschaftsnachweis) oder Reisepass<br />
Die Anmeldung des Gewerbes können Sie bei Ihrem<br />
Magistrat (Linz, Wels, Steyr) bzw. in Ihrer Bezirkshauptmannschaftvornehmen.In<strong>Wien</strong>istdasMagistratische<br />
Bezirksamt zuständig.<br />
Neugründungsförderung<br />
Neugründer erhalten das NEUFÖG-Formular in<br />
der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation.<br />
Zumindest eine der folgenden Personen muss<br />
entweder persönlich erscheinen oder durch einen<br />
8<br />
Einzelkämpfer: Selbstständige<br />
haben oft viele Hürden zu<br />
überwinden – besonders zu<br />
Beginn der Gründung<br />
Bevollmächtigten mit schriftlicher Vollmacht vertreten<br />
werden.<br />
Bei Personengesellschaften:<br />
■ Persönlich haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />
(OG, KG)<br />
■ Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />
(Kommanditisten), die gleichzeitig<br />
zu mindestens 50 Prozent am Vermögen der<br />
Gesellschaft beteiligt sind<br />
■ Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />
mit mehr als 25 Prozent Beteiligung,<br />
die gleichzeitig mit der Geschäftsführung<br />
betraut waren (sind)<br />
Bei Kapitalgesellschaften:<br />
■ Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit einer<br />
Beteiligung von 50 Prozent oder mehr<br />
■ Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit einer<br />
Beteiligungvonmehrals25ProzentundGeschäftsführerbefugnis<br />
Bei Personengesellschaften müssen alle persönlich<br />
haftendenGesellschaftererscheinenbzw.durcheinen<br />
Bevollmächtigten mit schriftlicher Vollmacht vertreten<br />
sein.<br />
Wenn die Firma noch nicht im Firmenbuch eingetragen<br />
ist: Entwurf vom Notar (bei Kapitalgesellschaft)<br />
bzw. Gesellschaftsvertrag (bei Personengesell-
schaft, formlos). Bei Zutreffen der Förderungs -<br />
voraussetzungen entfallen nämlich bei Vorlage der<br />
NEUFÖG-Bestätigung auch die Eintragungsgebühren<br />
im Firmenbuch.<br />
Gründungsvoraussetzungen<br />
■ Die österreichische Staatsbürgerschaft oder EU-<br />
Staatsbürgerschaft oder schweizerische Staatsangehörigkeit<br />
(Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen)<br />
■ Vollendung des 18. Lebensjahres<br />
■ Keine Gewerbeausschlussgründe (wie z. B. Verurteilung<br />
wegen betrügerischer Krida, bestimmte<br />
Finanzstrafdelikte, Nichteröffnung der Insolvenz<br />
wegen eines zur Deckung der Insolvenzkosten<br />
nicht ausreichenden Vermögens)<br />
■ Vorhandensein eines geeigneten Standortes für<br />
die Ausübung des Gewerbes<br />
Finanzierung<br />
Neben der eigentlichen Geschäftsidee ist auch das<br />
Vorhandensein von Kapital eine Grundvoraussetzung<br />
für den Erfolg eines zu gründenden Unternehmens.<br />
In dieser Hinsicht sollten Sie Folgendes bedenken:<br />
Kapitalbedarf<br />
In der Anlaufphase eines neu gegründeten Unternehmens<br />
können unerwartet hohe Kosten auf den<br />
Gründer zukommen. Um in dieser Phase die Liquidität<br />
und den Fortbestand des Unternehmens zu<br />
sichern, ist es notwendig, den Kapitalbedarf genau<br />
zu ermitteln.<br />
Investitionen, die im Zuge einer Betriebsgründung<br />
zu leisten sind, betreffen in erster Linie Investitionen<br />
in das Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Gebäude,<br />
Maschinen, Fahrzeuge und Büroausstattung). Bei<br />
der Ermittlung des Kapitalbedarfs müssen Nebenkosten<br />
wie Grunderwerbssteuer, Notariatskosten,<br />
Gebühren und Kosten der Kapitalbeschaffung beinhaltet<br />
sein. Weiters sollte eine Reserve von etwa zehn<br />
Prozent aufgeschlagen werden.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Besonders in der Anfangsphase eines Unternehmens<br />
können die laufenden Kosten oft die Einnahmen<br />
übersteigen. Dies ist davon abhängig, ob in der jeweiligen<br />
Branche Zahlungsziele üblich sind oder ob die<br />
Bezahlung der Waren und Dienstleistungen sofort<br />
erfolgt. Folgende Positionen sind bei der Ermittlung<br />
des Betriebsmittelbedarfs zu berücksichtigen:<br />
■ Außenstände<br />
■ Personalkosten<br />
■ Miete<br />
■ Büro- und Verwaltungskosten<br />
■ Energiekosten<br />
■ Fahrzeugkosten<br />
■ Zinsen<br />
■ notwendige Privatentnahmen<br />
Planen Sie eine ausreichende Reserve ein. Denken<br />
Sie an möglicherweise „Unvorhersehbares“. Reduzieren<br />
Sie Ihren Betriebsmittelbedarf durch sofortige<br />
Rechnungslegung, rationelle Lagerhaltung, konsequente<br />
Zahlungsüberwachung und durch ein<br />
geordnetes Mahnwesen.<br />
Kapitalbeschaffung<br />
1. Eigenkapital<br />
Nach Ermittlung des Kapitalbedarfs berechnen Sie,<br />
welchen Teil Sie davon selbst aufbringen können.<br />
Machen Sie eine detaillierte Aufstellung über Bargeld,<br />
Sparguthaben und Sachwerte, die Sie in das<br />
Unternehmen einbringen können. Um den Eigenkapitalanteil<br />
zu erhöhen, können Sie einen Partner<br />
für Ihr Unternehmen gewinnen, der mitinvestiert<br />
und mitarbeitet. Eventuell kommt auch die Beteiligung<br />
eines stillen Gesellschafters (Teilhabers) in<br />
Frage, der sich nur mit einer Kapitaleinlage am<br />
Unternehmen beteiligt.<br />
2. Fremdkapital<br />
Fremdkapital wird in erster Linie durch Kredite aufgebracht.<br />
Folgende Hauptgruppen von Krediten<br />
sind zu unterscheiden:<br />
■ Investitionskredit<br />
■ Leasing<br />
■ Kontokorrentkredit<br />
9
10<br />
Förderungen: Bei zahlreichen Stellen warten<br />
Zuschüsse und Förderungen auf Neugründer und<br />
Betriebsnachfolger – sie müssen nur abgeholt werden<br />
Förderungen<br />
Die Zahl der Jungunternehmer steigt von Jahr zu<br />
Jahr. Zahlreiche Fördermodelle unterstützen neu<br />
gegründete und auch bestehende Unternehmen<br />
auf Bundes-, Landes-, teilweise auch auf Gemeindeebene.<br />
Beachten Sie aber, dass Möglichkeiten<br />
und Arten der Förderungen immer im Einzelfall<br />
abzuklären sind. Einen Überblick über die Möglichkeiten<br />
bietet die Förderdatenbank der Wirtschaftskammern:<br />
http://wko.at/foerderungen.<br />
Oder kommen Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch<br />
in Ihre Wirtschaftskammer oder zu<br />
Ihrer Bank.<br />
Folgende Förderungen können Sie bekommen:<br />
■ Zuschüsse: für das Ansparen von Eigenkapital,<br />
für Investitionen, Beihilfen<br />
■ Günstige Kredite: durch nach oben gedeckelte<br />
Zinsen<br />
■ Bürgschaften und Garantien: Übernahme von<br />
Bürgschaften für Kredite und Garantien für Beteiligungen<br />
mit Eigenkapitalcharakter<br />
■ Geförderte Beratung und Information: kostenlose<br />
Informationen, Gründungs- und Rechtsberatung,<br />
Zuschüsse zu Beratungsleistungen externer<br />
Unternehmensberater<br />
■ Befreiung von bestimmten Gebühren und Abgaben:<br />
gilt sowohl für Neugründer als auch für<br />
Betriebsübernehmer<br />
Überblick über Förderungen<br />
Zuschüsse, Zinsen,<br />
Haftungsübernahmen<br />
Bundesweite Förderungen<br />
aws/WKO (Gründungs-/Nachfolgebonus)<br />
Wer plant, in der Zukunft ein Unternehmen zu gründen<br />
oder zu übernehmen, kann bereits mit dem<br />
Ansparen von Eigenkapital beginnen. Gemeinsam<br />
sorgen aws (Austria Wirtschaftsservice) und WKO<br />
(Wirtschaftskammern Österreich) dafür, dass es bei<br />
der Gründung oder Übernahme eine Prämie von<br />
14 Prozent auf das angesparte Geld gibt. Das kön-<br />
nen bis zu 8.400 Euro sein.<br />
Voraussetzungen:<br />
■ Das Geld muss mindestens über einen Zeitraum<br />
von zwölf Monaten angespart und daher mindes -<br />
tens ebenso lange vorher angemeldet werden.<br />
■ Angespart werden kann maximal sechs Jahre lang.<br />
■ Maximal gefördert wird ein Guthaben von<br />
€ 60.000 ,–, pro Jahr können maximal € 25.000,–<br />
angespart werden.<br />
■ Sie gründen ein gewerbliches Unternehmen mit<br />
weniger als 50 Mitarbeitern und max. 10 Mio.<br />
Euro Umsatz.<br />
■ Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />
sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />
■ Die Sparform ist frei wählbar, ausgenommen sind<br />
bereits geförderte Sparformen wie etwa das Bausparen.<br />
■ Wer sich für den Gründungsbonus anmeldet, geht<br />
kein Risiko ein: Entscheiden Sie sich, doch kein<br />
Unternehmen zu gründen, bekommen Sie die normalen<br />
Sparkonditionen, nur eben keine Prämie.<br />
Infos und Anmeldung:<br />
www.gruendungsbonus.at oder<br />
www.nachfolgebonus.at<br />
aws-Jungunternehmerförderungsaktion<br />
Diese Förderung des aws richtet sich an Personen, die<br />
kleine Unternehmen neu gründen oder übernehmen<br />
wollen. Ausgenommen sind Unternehmen der Tourismus-<br />
und Freizeitwirtschaft (Förderung über die<br />
Österreichische Hotel- und Tourismusbank).<br />
Voraussetzungen:<br />
■ Die Förderung beträgt bis zu zehn Prozent (Stand:<br />
November 2008).<br />
■ Es werden Investitionen in Höhe von maximal<br />
€ 300.000,– gefördert, der maximale Zuschuss<br />
beträgt somit € 30.000,–.<br />
■ Die Kreditzinsen für die finanzierenden Banken<br />
sind nach oben begrenzt.<br />
■ Bei Betriebsübernahmen ist zwischen Neuinves -<br />
titionen und Kosten der Übernahme zu unterscheiden<br />
(Förderung von Betriebsübernahmen bzw. dem<br />
Anschaffen von Betriebsmitteln nur in Form von<br />
Bürgschaften, Haftung der aws: bis zu 80 Prozent
des Kreditbetrags für Investitionskredite und Kredite<br />
für Unternehmensübernahmen. Max. bis zu<br />
€ 600.000,–, für Betriebsmittelkredite bis zu max.<br />
€ 300.000,–.)<br />
■ Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />
sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />
■ Antragstellung: innerhalb von drei Jahren ab<br />
Gründung bzw. Übernahme möglich (über Ihre<br />
Bank bzw. bei Eigenmitteln direkt an das aws).<br />
Infos: www.awsg.at<br />
Weitere bundesweite Förderungen<br />
■ Gründungsbeihilfen des Arbeitsmarktservice<br />
(AMS): Über ein eigenes Unternehmensgründungsprogramm<br />
(UGP) werden arbeitslose Personen<br />
unterstützt, die beabsichtigen sich selbstständig<br />
zu machen. Infos: www.ams.at<br />
■ Akademische, innovative Unternehmensgründungen:<br />
Förderaktion AplusB (Academia plus<br />
Business). Infos: www.ffg.at/aplusb<br />
■ KMU-Innovationsförderung „Unternehmensdynamik“,<br />
max. € 750.000,–/Jahr geförderte<br />
Investition. Infos: www.awsg.at<br />
■ aws-Mikrokredit für kleine Unternehmen. Projektgröße<br />
max. € 30.000,–. Infos: www.awsg.at<br />
■ aws-Eigenkapitalgarantien: Das Programm soll<br />
Anreize für private Investoren schaffen, sich mit<br />
Info<br />
Unter http://wko.at/foerderungen können Sie sich<br />
einen ersten Überblick über mögliche Förderungen<br />
verschaffen. Ebenfalls hlifreich ist die Seite der Austria<br />
Wirtschaftsservice GmbH, www.awsg.at<br />
Beachten Sie bitte:<br />
■ Förderansuchen müssen immer VOR der Investition<br />
gestellt werden!<br />
■ Förderungen sind nichts anderes als eine<br />
Unterstützung Ihres Finanzierungsvorhabens.<br />
Doch sie sind nie ausschlaggebend dafür,<br />
ob Sie Ihre Idee umsetzen oder nicht!<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Risikokapital an neu gegründeten und jungen<br />
Unternehmen zu beteiligen. Infos: www.awsg.at<br />
■ aws Double-Equity-Garantiefonds nach einer<br />
Idee der Jungen Wirtschaft Österreich. Ab einer<br />
Projektgröße von € 25.000,–. Infos: awsg.at<br />
■ JungunternehmerInnen Förderungsaktion,<br />
Zuschuss von bis zu 10 Prozent für Investitionen<br />
bis max. € 300.000,–, max. Zuschuss € 30.000,–<br />
■ ERP-KMU-Programm: Auch für Anbieter von<br />
E-Business-Dienstleistungen. Kreditleistungen<br />
ab 0,35 Mio. Euro bis max. 7,5 Mio. Euro<br />
■ Über weitere spezielle Förderungen informieren<br />
Sie sich unter www.awsg.at oder<br />
www.wko.at/foerderungen<br />
Landesspezifische Förderungen<br />
Auch die Länder unterstützen Unternehmer durch<br />
Zuschüsse, Darlehen oder Garantien, teilweise auch<br />
die Gemeinden. Erkundigen Sie sich bei den jeweiligen<br />
Landesstellen und auf deren Internet-Seiten.<br />
Auch die Austria Wirtschaftsservice GmbH und die<br />
Wirtschaftskammer listet zahlreiche länderspezifische<br />
Förderungen auf.<br />
Infos: www.awsg.at, www.wko.at<br />
Befreiung von Gebühren und Abgaben<br />
Das Neugründungsförderungsgesetz macht es möglich:<br />
Unter bestimmten Voraussetzungen sind<br />
sowohl Neugründungen als auch Betriebsübertragungen<br />
von bestimmten Abgaben und Gebühren<br />
befreit.<br />
Gefördert werden:<br />
■ Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben<br />
■ Grunderwerbssteuer<br />
■ Gerichtsgebühren für die Eintragung in das Firmenbuch<br />
■ Gerichtsgebühren für die Eintragung in das<br />
Grundbuch<br />
■ Gesellschaftssteuer<br />
■ Lohnnebenkosten<br />
■ KFZ-Ummeldung<br />
Nähere Infos: http://wko.at/foerderungen<br />
11
Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> I Service für Mitglieder<br />
Hilfe<br />
12
02Die<br />
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> ist die<br />
offizielle Interessenvertretung der<br />
<strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche.<br />
Und wir sind immer für Sie da.<br />
Ihre <strong>Fachgruppe</strong><br />
Das ist Ihr Team<br />
Mag. Michael Himmer,<br />
<strong>Fachgruppe</strong>nobmann<br />
Dr. Peter Drössler,<br />
<strong>Fachgruppe</strong>nobmannstellvertreter<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> vertritt<br />
folgende Berufsgruppen:<br />
■ Werbeagenturen<br />
■ Multimedia-Agenturen<br />
■ Werbetexter<br />
■ Werbearchitekten<br />
■ Werbegrafik-Designer<br />
■ Werbemittelhersteller<br />
■ Werbemittelverteiler<br />
■ PR-Berater<br />
■ Markt- und Meinungsforscher<br />
■ Ankündigungsunternehmen<br />
■ Adressverlage und Direktwerbeunternehmen<br />
■ <strong>Werbung</strong>svertreter<br />
■ Event-Agenturen<br />
■ Sponsoring-Agenturen<br />
Unsere Aufgaben<br />
Zu den Aufgaben der <strong>Fachgruppe</strong> zählen neben der<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Gen.-Dir. Kommerzialrat<br />
Karl Javurek, <strong>Fachgruppe</strong>nobmann-Stv.<br />
Dr. Manfred<br />
Pichelmayer,<br />
Geschäftsführer<br />
Betreuung der Mitglieder in allen fachlichen bzw.<br />
branchenspezifischen Angelegenheiten unter anderem<br />
die umfassende Information der Mitglieder über<br />
Neuerungen in der Branche und am Markt, gezieltes<br />
Lobbying auf nationaler und internationaler Ebene,<br />
die Mitgestaltung von Gesetzen wie zum Beispiel die<br />
Begutachtung von Entwürfen für Bundes- bzw. Landesgesetze<br />
und Verordnungen, die InteressenvertretunggegenüberdenSozialpartnern,dieAusverhandlungvonKollektivverträgensowiedieVertretungvon<br />
Wirtschaftsinteressen in staatlichen und halbstaatlichen<br />
Einrichtungen wie Fonds, Kommissionen, Ausschüssen<br />
und Fachbeiräten sowie beim Arbeits- und<br />
Sozialgericht <strong>Wien</strong>.<br />
Ein Beispiel für das Engagement der <strong>Fachgruppe</strong> ist<br />
die Kampagne zur Abschaffung der Werbeabgabe:<br />
IneinemerstenSchrittwurdederenSenkungerreicht;<br />
In weiterer Folge wird die ersatzlose Abschaffung<br />
ebenso gefordert wie eine Werbeausgaben-Zuwachs-<br />
13
prämie. Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> stellt mit über 8.000 Mitgliedern<br />
einen gewichtigen Teil aller österreichischen Mitgliedsbetriebe<br />
aus der Werbe- und Kommunikationsbranche.<br />
Entsprechend groß ist der Stellenwert<br />
der <strong>Wien</strong>er <strong>Fachgruppe</strong>.<br />
Wir sind Sie. Sie sind Wir.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> – wer ist das? Zu<br />
allererst SIE. Gemeinsam mit über 8.000 <strong>Wien</strong>er<br />
Werbe- und Kommunikationsunternehmen aus<br />
14 Berufsgruppen. Und wir sind gemeinsam stark –<br />
<strong>Wien</strong> ist die Nummer eins in Österreichs Kommunikationswirtschaft.<br />
Ein wesentlicher Anteil aller<br />
Betriebe der Kommunikationswirtschaft hat ihren<br />
Sitz hier in der Hauptstadt.<br />
Wir vertreten Ihre Interessen, wir fördern Sie, wir<br />
fordern für Sie. Wir sind Ihre Stimme gegenüber<br />
Politik und Gesetzgeber genauso wie Ihre Serviceorganisation.<br />
Die Palette an Förderungen und Forderungen<br />
finden Sie auf dieser und der folgenden<br />
Seite.<br />
Was gibt es Neues für Sie?<br />
■ Es gibt einen neuen, modernen Kollektivvertrag<br />
für die <strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche.<br />
■ Die Diskussion über die Zukunft des Kommunikationsstandorts<br />
<strong>Wien</strong> kommt in Gang.<br />
■ Schluss mit Werbeverboten<br />
Wenn Sie noch mehr wissen wollen, klicken Sie auf<br />
unsere Website www.werbungwien.at<br />
Was wir Ihnen bieten –<br />
unser Service für Sie<br />
Kostenloses Versicherungsservice<br />
Ihr Sicherheitsnetz: Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />
Unfallversicherung und Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung<br />
für Mitglieder, mit<br />
Helvetia und <strong>Wien</strong>er Städtische als starke Partner<br />
(nachMaßgabederjeweilsgeltendenVersicherungsbedingungen)<br />
um lediglich zehn Euro pro Jahr.<br />
Kostenloses Anwaltsservice<br />
Ihr Recht: Eine kostenlose Rechtsberatungseinheit<br />
proQuartalbeieinemrenommiertenRechtsanwalt.<br />
Kostenloses Steuerservice<br />
Beratung und Formulare.<br />
Top-Weiterbildung gratis<br />
IhrVorsprung:Kontinuierlichwerdenvonder<strong>Fachgruppe</strong><br />
gratis Weiterbildungsseminare angeboten,<br />
14<br />
die für alle Mitglieder frei zugänglich sind.<br />
Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“ – Ihr Überblick<br />
Umfassendes Nachschlagewerk kostenlos für alle<br />
Mitglieder.<br />
MANZ Handbuch „Werbebeschränkungen“<br />
Kostenlos für Mitglieder.<br />
Servicebroschüre „Praxistipps Werberecht“<br />
Worauf Agenturen und GrafikdesignerInnen achten<br />
müssen, um Rechtsfallen zu entgehen.<br />
Was wir für Sie leisten –<br />
unsere Aufgaben<br />
Info & Service für Mitglieder<br />
Im Daily Business: Betriebsgründung, Neugründungsförderung,<br />
arbeitsrechtliche und kollektivvertragliche<br />
Beratung, Betreuung von Sonderprojekten,<br />
Kampagnen, Koordination fachgruppenübergreifender<br />
Aktivitäten innerhalb der Sparte Information<br />
und Consulting u. v. m.<br />
Gesetze mitgestalten<br />
Wie z. B. die Begutachtung von Entwürfen für Bundes-<br />
bzw. Landesgesetze und Verordnungen.<br />
Interessen vertreten<br />
Bei der Verhandlung von Kollektivverträgen. Bei<br />
staatlichenundhalbstaatlichenKommissionen,Ausschüssen<br />
und Fachbeiräten sowie beim Arbeits- und<br />
Sozialgericht <strong>Wien</strong>.<br />
Standort <strong>Wien</strong> stärken<br />
<strong>Wien</strong> hat alle Chancen als Medien- und Kommunikationsstandort.<br />
Die Politik muss die Chancen<br />
erkennen und die Branche bei ihrem Wachstum<br />
unterstützen. Die große Standortstudie der <strong>Fachgruppe</strong><br />
zum Thema gibt Aufschluss über die Bedingungen<br />
am Standort <strong>Wien</strong> und schafft die Fakten,<br />
mit denen wir Druck machen können.<br />
Gezieltes Lobbying<br />
Auf nationaler und internationaler Ebene über den<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> der WKÖ.<br />
Was wir für Sie wollen<br />
Weg mit der Werbeabgabe<br />
Die in Europa einzigartige Steuer wirft den Standort<br />
im Wettbewerb zurück.<br />
Stopp für Werbeverbote<br />
Werbeverbote sind Sprechverbote und einer freien<br />
Gesellschaft nicht weiter zumutbar. Die <strong>Fachgruppe</strong><br />
setzt mit einer Kampagne ein Zeichen dagegen.
Professionelle Vergabeverfahren<br />
Bei Aufträgen der öffentlichen Hand – keine Gratispräsentationen.<br />
Fitness für Jungunternehmer<br />
DieneueGenerationistderMotorfürIdeen–gerade<br />
in dieser Branche. Wir fördern die Neuen gezielt:<br />
etwa durch spezielle Workshops und Bildungsangebote.<br />
Gegen Gratis<br />
Die neue Online-Kampagne gegen Gratis-Präsentationen,<br />
Infos: www.gegen-gratis.at<br />
Qualitätszertifikat für<br />
Werbeagenturen<br />
Der Fachverband <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Österreich hat eine<br />
Qualitätsoffensive für österreichische Werbeagenturen<br />
ins Leben gerufen. Es wurde ein Modell zur<br />
freiwilligen Zertifizierung von Werbeagenturen<br />
geschaffen, das besonders qualifizierten Unternehmen<br />
einen besseren Marktauftritt ermöglicht und<br />
potenziellen Kunden eine Hilfestellung zur Marktorientierung<br />
bietet. Die Voraussetzungen zur<br />
CAAA-Zertifizierung sind unter<br />
www.fachverbandwerbung.at nachlesbar.<br />
Top-Adressen in <strong>Wien</strong><br />
Gewerbebehörde<br />
ist in <strong>Wien</strong> das Magistratische Bezirksamt:<br />
www.wien.gv.at/verwaltung<br />
Handelsgericht <strong>Wien</strong><br />
Marxergasse 1a, 1030 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/515 28-0,<br />
Fax 01/515 28-576<br />
Parteienverkehr: Mo–Fr 8.30–12.30 Uhr<br />
Notariatskammerfür<strong>Wien</strong>,NÖundBgld.<br />
Landesgerichtsstraße 20, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/402 45 09-0, Fax 01/406 34 75<br />
kammer@notar.or.at, www.notar.at<br />
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation <strong>Wien</strong>,<br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-3791 und -3792<br />
werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Rechtsanwaltskammer <strong>Wien</strong><br />
Rotenturmstraße 13, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 27 18-0, Fax 01/533 27 18-44<br />
office@rakwien.at, www.rakwien.at<br />
Sozialversicherungsanstalt der<br />
gewerblichen Wirtschaft (SVA)<br />
Wiedner Hauptstraße 84–86, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/546 54-0, Fax 01/546 54-385,<br />
www.sva.or.at<br />
<strong>Wien</strong>er Gebietskrankenkasse für<br />
Arbeiter und Angestellte (WGKK)<br />
<strong>Wien</strong>erbergstraße 15–19, 1100 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/601 22-0, Fax 01/602 46 13<br />
office@wgkk.at, www.wgkk.at<br />
Förderungen<br />
Ihre Ansprechstellen sind:<br />
Wirtschaftspolitische Abteilung der<br />
WKW, Förderreferat<br />
Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-1429 oder -1306<br />
Auskunft über Förderungsmaßnahmen (nationale<br />
Förderungen, EU-Förderungen, <strong>Wien</strong>er Förderungen)<br />
Kreditreferat der WKW<br />
Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />
Information über allgemeine Finanzierungsfragen,<br />
Auskunft über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />
(zinsgünstige Kredite, Zinsenbeihilfe,<br />
Förderungsbeiträge, Haftungseinrichtungen)<br />
<strong>Wien</strong>er Wirtschaftsförderungsfonds<br />
Ebendorferstraße 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/4000-8670<br />
info@wwff.gv.a, www.wwff.gv.at<br />
■ Anmeldestelle für das Gründungssparen<br />
■ Auskunft über Förderungsmöglichkeiten, insbes.<br />
Landesförderungen<br />
■ Einreichstelle für regionale Förderungsprogramme<br />
■ EURO INFO Center<br />
15
Service für Mitglieder<br />
Werber zu sein ist nicht immer einfach. Selbstständig<br />
zu sein noch weniger. So ehrlich muss man sein.<br />
Um sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden,<br />
nicht in potenzielle Fallen zu tappen, finanziell<br />
und rechtlich abgesichert zu sein, ist eine Mitgliedschaft<br />
in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation <strong>Wien</strong> von Vorteil.<br />
Die Interessenvertretung der Kreativbranche bietet<br />
ihren Mitgliedern eine breite Palette an Angeboten<br />
und Services: unter anderem einen kostenlosen<br />
Anwaltservice, hilfreiche Steuertipps von<br />
Profis, einen Versicherungsservice und zahlreiche<br />
Serminare zur persönlichen Fortbildung. Und das<br />
Beste daran: Die meisten sind für Mitglieder sogar<br />
kostenlos!<br />
Versicherungsservice<br />
Bereits ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit<br />
kann für ein Unternehmen schwerwiegende<br />
Probleme mit sich bringen, Aufträge können auf<br />
Grund einer Verletzung nicht termingerecht fertig<br />
gestellt werden. Ein Rundum-Schutz der <strong>Fachgruppe</strong><br />
gemeinsam mit den Versicherungsprofis<br />
der <strong>Wien</strong>er Städtischen und der Helvetia Versicherung(fürSchadensfällebisEnde2008galtnoch<br />
der Vertrag mit der Generali Versicherung) kostet<br />
nur zehn Euro im Jahr und schützt vor unerwarteten<br />
und unangenehmen Ausfällen und finanziellen<br />
Belastungen.<br />
Wie bereits in den Vorjahren wurde das maßgeschneiderte<br />
Versicherungspaket speziell auf die<br />
Bedürfnisse der Werbebranche abgestimmt. Neu<br />
im Paket enthalten ist die Unfallversicherung.<br />
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung<br />
der <strong>Wien</strong>er Städtischen<br />
Ihre Vermögensschadenhaftpflicht deckt die<br />
gesetzliche Haftpflicht gegenüber Dritten wegen<br />
Vermögensschäden aus Fehlern bei Entwicklung,<br />
Entwurf, Herstellung oder Verbreitung von Werbemitteln,<br />
für Produkte und Dienstleistungen in<br />
Bild, Schrift und Ton.<br />
16<br />
Betriebsunterbrechungs- und Unfallversicherung<br />
der Helvetia<br />
Die Betriebsunterbrechungsversicherung bietet<br />
Schutz bei vollständiger oder teilweiser Unterbrechung<br />
des Betriebes wegen Arbeitsunfähigkeit der<br />
den Betrieb leitenden Person infolge eines Unfalles,<br />
Krankheit, Quarantäne, eines Krankenhausaufenthaltes<br />
bzw. Nachbehandlung nach einem<br />
Unfall.VersicherungsschutzbestehtauchbeiSachschäden<br />
durch Brand, Blitzschlag (direkt oder indirekt),<br />
Explosion, Flugzeugabsturz, Einbruchdiebstahl<br />
und Vandalismus sowie durch Sturm, Hagel,<br />
Schneedruck, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch,<br />
Frost oder Austreten von Leitungswasser. Die<br />
Unfallversicherung unterstützt Sie im Falle einer<br />
dauernden Invalidität ab 25 Prozent als unmittelbarer<br />
Unfallfolge.<br />
Für diese Versicherungen gelten die jeweiligen<br />
Versicherungsbedingungen (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung,Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />
Unfallversicherung), nachzulesen<br />
unter www.werbungwien.at.<br />
Eigene Versicherungs-Hotline<br />
Zur Aktivierung Ihrer Versicherung kontaktieren<br />
Sie die Hotline für Versicherungsfragen:<br />
Für die Vermögensschadenhaftpflicht:<br />
<strong>Wien</strong>er Städtische Versicherung AG<br />
Mag. Günther Stuifer<br />
Landesdirektion <strong>Wien</strong><br />
Obere Donaustraße 49–53, 1020 <strong>Wien</strong><br />
Tel. +43 (0) 50 350 21 077<br />
Fax +43 (0) 50 350 99 21 077<br />
Mobil +43 (0) 50 350 90 21 077<br />
g.stuifer@staedtische.co.at<br />
www.wienerstaedtische.at<br />
Für die Betriebsunterbrechung/Unfall:<br />
Helvetia Versicherungen AG<br />
Dr. Helmut Zeglovits<br />
Financial Services & Consulting<br />
Stiftgasse 6/9, 1070 <strong>Wien</strong><br />
Tel. +43 (0) 2236/37 97 02
Fax +43 (0) 2236/37 97 17<br />
Mobil +43 (0) 676/89 32 54 50<br />
zeglovits.office@speed.at<br />
www.helvetia.at<br />
Für Schäden, die sich bis<br />
31. 12. 2008 ereignet haben:<br />
Generali Versicherung AG<br />
Dkfm. Dietmar Lederer<br />
Tel. 0676/406 90 23<br />
dietmar.lederer@generali.at<br />
www.generali.at<br />
Anwaltsservice<br />
Ob Wirtschafts-, Wettbewerbs- oder Urheberrecht:<br />
Nur wenige können von sich behaupten,<br />
immer auf dem neuesten rechtlichen Stand zu<br />
sein, stets den Durchblick zu haben. Besonders für<br />
Selbstständige ist das ein Territorium, in dem es<br />
nicht immer einfach ist, sich zurechtzufinden.<br />
Selbst die Suche nach einem einfachen Mahnschreiben<br />
kann schon wertvolle Zeit kosten und<br />
am Ende doch nicht zum gewünschten Ergebnis<br />
führen.<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> haben das Recht auf eine<br />
Beratung durch einen auf die Kommunikationsbranche<br />
spezialisierten Rechtsanwalt. Nach einer<br />
Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-<br />
3791 oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann<br />
außerdem in bestimmten Fällen Kostenersatz für<br />
INFO<br />
Sämtliche Informationen zu den (größtenteils kostenlosen)<br />
Services und Angeboten der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation <strong>Wien</strong> finden Sie auch im Internet<br />
unter www.werbungwien.at oder Sie erhalten telefonische<br />
Auskünfte unter 01/514 50-3791 oder -3792<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Für rechtliche Fragen<br />
steht Mitgliedern der<br />
kostenlose Anwaltsservice<br />
zur Verfügung<br />
eine umfassende Rechtsberatung geleistet werden.<br />
Zusätzlich bietet die <strong>Fachgruppe</strong> praktische PDF-<br />
Downloads zu neuen Gesetzesnovellen und anderen<br />
Rechtsfragen an.<br />
Mehr Infos auf www.werbungwien.at<br />
Steuerservice<br />
Zu viele Steuern sind schnell bezahlt, etwa durch<br />
zu hohe Steuervorauszahlungen. Gerade für<br />
junge Selbstständige können solche unnötigen<br />
Zahlungen schnell zur finanziellen Belastung werden.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> hilft unter anderem mit stets<br />
aktualisierten Steuerinformationen und umfangreichen<br />
Formularen zum Download. Für eine leichtere<br />
und angenehmere Zusammenarbeit mit dem<br />
Finanzamt sorgen Informationsblätter und<br />
Musteranträge. Downloads finden Mitglieder auf<br />
www.werbungwien.at.<br />
Praktische Tipps und Seminare zum Thema Steuern<br />
führt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers<br />
durch. Außerdem gibt es bereits im<br />
vorliegenden Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> zahlreiche<br />
Tipps zu Steuererleichterungen – zusammengestellt<br />
von der Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />
GmbH und Houf Wirtschaftsprüfer &<br />
Steuerberater GmbH. Siehe ab Seite 8<strong>7.</strong><br />
17
Weiterbildung<br />
Bereits mit Branchenliteratur wie dem vorliegenden<br />
Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> sichern sich Mitglieder<br />
einen Informationsvorsprung. Zusätzlich<br />
empfiehlt die <strong>Fachgruppe</strong> aber nicht nur Angebote<br />
für die Aus- und Weiterbildung (von der Ausbildung<br />
für Grafik-Design, der Ausbildung zum<br />
Konzeptionisten oder Kontakter an der Werbe<br />
Akademie <strong>Wien</strong> bis zur Fachhochschule für Marketing<br />
& Sales).<br />
Gemeinsam mit Profis aus der Branche bietet die<br />
<strong>Fachgruppe</strong> auch selbst regelmäßig Seminare zu<br />
verschiedenen Themen an.<br />
Seminare der <strong>Fachgruppe</strong><br />
Folgende Seminare und Infoveranstaltungen hat<br />
die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
in den vergangenen Jahren abgehalten. Sie<br />
werden immer wieder angeboten. Details, Termine<br />
und Veranstaltungsorte entnehmen Sie dem<br />
regelmäßig an Mitglieder ausgesandten Headlineletter<br />
der <strong>Fachgruppe</strong>.<br />
Barrierefreie Kommunikation<br />
Prof. Dr. Klaus Miesenberger, Institut Integriert<br />
Studieren an der Johannes-Kepler-Universität<br />
Linz, Eva Papst, Obfrau von accessible media und<br />
DI Michael Stenitzer, <strong>Wien</strong>fluss information.design.solutions<br />
referierten unter anderem<br />
über die Themen Zugang, rechtliche Hintergründe,<br />
Umsetzung und Qualitätssicherung auf<br />
dem Weg in die schrankenlose Kommunikation.<br />
Rechtsfragen<br />
Im Rahmen einer Kooperation mit der Anwaltskanzlei<br />
Dr. Christian Nordberg, www.hbn-legal.at,<br />
war es möglich, betriebsspezifische Rechtsfragen<br />
zu klären. Sei es die Abfassung von Geschäftsbedingungen,<br />
die Überprüfung von Verträgen oder<br />
Fragen des Wettbewerbsrechts.<br />
Workshop Betriebsprüfung<br />
Experten von PricewaterhouseCoopers gaben<br />
18<br />
Tipps, wie man sich bei einer Betriebsprüfung<br />
verhalten soll.<br />
APA OTS Workshop<br />
APA-Workshop zum Thema „Pressearbeit“. Ziel<br />
des Workshops war die Erlernung des professionellen<br />
Umgangs mit Journalisten. Weiters wurden<br />
die richtige Erstellung einer Pressemappe, das<br />
Schreiben von Pressemitteilungen und der Ablauf<br />
von Pressekonferenzen erklärt.<br />
Crash-Kurs Agenturmanagement<br />
Mag. Martin Weinand, Zero Communication,<br />
referierte vor Vertretern junger Kommunikationsagenturen.<br />
Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“<br />
Im Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“ lernten<br />
die Teilnehmer Kriterien für Mediaentscheidungen<br />
kennen und anzuwenden. Durch Vortrag<br />
und Übungen lernten sie die Trends der österreichischen<br />
Medialandschaft kennen und mit Mediazahlen<br />
und -begriffen zielsicher umzugehen.<br />
Inhalt: Entwicklung der Medialandschaft in Österreich,<br />
die wichtigsten Mediastudien, Mediabegriffe<br />
interpretieren, Stärken und Schwächen der<br />
einzelnen Mediengattungen, strategische Mediaplanung,<br />
Planung und Einkauf.<br />
Referentin: Herta Zink, Forum Mediaplanung<br />
Workshop „Financial Publishing und Investor<br />
Relations Events“<br />
Workshop zu Financial Publishing (Geschäftsbericht,<br />
Quartalsberichte, Nachhaltigkeitsbericht,<br />
diverse andere IR-Broschüren). Ausgewählte Investor<br />
Relations Events wie Hauptversammlung,<br />
Investors’ Day, Conference Calls.<br />
Vortragende: Mag. Marlene Binder, Cercle Investor<br />
Relations Austria<br />
Grundlagenseminar „Eventmanagement“<br />
Seminar zum Thema Eventmanagement. Ziel war<br />
es, die Grundlagen der Eventkonzeption und
In zahlreichen Seminaren geben Experten ihr<br />
Wissen an Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> weiter<br />
Anwaltsservice<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> haben das<br />
Recht auf eine Beratung durch einen auf die Kommunikationsbranche<br />
spezialisierten Rechtsanwalt. Nach<br />
einer Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-3791<br />
oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann außerdem in<br />
bestimmten Fällen Kostenersatz für eine umfassende<br />
Rechtsberatung geleistet werden. PDF-Downloads zu<br />
neuen Gesetzesnovellen und anderen Rechtsfragen<br />
ergänzen das Angebot. Infos: www.werbungwien.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Organisation zu erlernen. Vortragender:<br />
DDr. Elmar Kickinger<br />
Workshop „Barrierefreies Web Design<br />
WCAG 2.0 – Hands on“<br />
Barrierefreiheit in der Kommunikation ist eines<br />
der Grundrechte der EU. In Österreich ist die barrierefreie<br />
Gestaltung von Webseiten seit 2008 verpflichtend.<br />
Im „Hands-on“-Seminar am PC konnten<br />
die Teilnehmer die Werkzeuge kennen lernen,<br />
mit denen Barrierefreiheit erreicht wird.<br />
Vorgestellt wurden die neuen WCAG 2.0 Richtlinien<br />
der EU durch Shadi Abou-Zara, WAI International<br />
Program Office Activity Lead, WC3 Evaluation<br />
& Repair Tools Working Group Chair. Er<br />
ist Mitentwickler der neuen Richtlinien.<br />
Anhand konkreter Websites wurden die Themen<br />
Barrierefreiheit, Fallen, Hindernisse, Behebung<br />
von Fehlern sowie Gestaltungsmöglichkeiten eingehend<br />
behandelt.<br />
Leitung: Eva Papst, Obfrau von WAI Austria und<br />
von Accessible Media und Mag. Wolfram Huber,<br />
web-tech coaching<br />
Professionell werben<br />
In den Abendcollegs der Werbe Akademie erfahren<br />
Sie alles rund um die <strong>Werbung</strong>, von der Strategie<br />
über die kreative Gestaltung bis zur Mediaplanung<br />
„above and below the line“.<br />
Nähere Informationen zu den Diplomlehrgängen<br />
<strong>Werbung</strong>, Kommunikationsmanagement, Mediaberatung,<br />
Dialogmarketing, Event- und Messemanagement<br />
finden Sie unter:<br />
www.werbeakademie.at oder telefonisch unter<br />
01/476 77-5252 oder -5255<br />
Ausschreibung des Staatspreises<br />
„Beste Lehr betriebe – Fit for Future“<br />
Unter dem Motto „Unsere Lehrbetriebe schaffen<br />
Zukunft“ wurde die „Fit for Future“-Auszeichnung<br />
2009 erstmals als Staatspreis vergeben. Das<br />
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit prämierte<br />
damit Österreichs beste Lehrbetriebe für<br />
19
Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit in der<br />
Lehrlingsausbildung. Am Wettbewerb konnten alle<br />
Unternehmen und Einrichtungen teilnehmen, die<br />
Lehrlinge ausbilden.<br />
Workshop „Sprechen für Kreative“<br />
Sprechen und Sprache haben im Bereich der <strong>Werbung</strong><br />
und der kreativen Umsetzung von Marketingideen<br />
einen besonders hohen Stellenwert. Aus diesem<br />
Grund lud die <strong>Fachgruppe</strong> zum Workshop<br />
„Sprechen für Kreative“ mit Peter Strauß ein. Peter<br />
Strauß ist ein Fachmann auf dem Gebiet der Sprachbeherrschung,<br />
er verfügt über Diplome für Schauspiel<br />
und Regie und hat die Hochschule für Musik<br />
und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg<br />
besucht.<br />
„Souverän präsentieren“ –<br />
Crash-Seminar für Werber<br />
Häufig entscheidet bei Auftragserteilung durch<br />
Kunden nicht nur der Inhalt, sondern auch die Professionalität<br />
einer Präsentation.<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> bot daher ein Crash-<br />
Seminar über professionelle Präsentationstechniken<br />
an.<br />
20<br />
WERBUNG & RECHT<br />
Das Buch „Werbebeschränkungen. Was erlaubt<br />
und was verboten ist.“ (Manz Verlag, 2009) können<br />
Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
kostenlos beziehen. Das Handbuch liefert<br />
eine umfassende Übersicht über Werbeverbote<br />
und -beschränkungen.<br />
Bestellung für Mitglieder: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-3791 oder -3792<br />
werbungwien@wkw.at<br />
Bestellung für Nicht-Mitglieder: www.manz.at<br />
Colleg „Mediaberatung“<br />
Der Verein Forum Mediaplanung bot in Kooperation<br />
mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong> wieder<br />
den Fachlehrgang „Mediaberatung“ an. Dieser<br />
zweisemestrige Lehrgang ist die einzige Aus- und<br />
Weiterbildung in Österreich mit dem Fokus auf das<br />
Thema „Media“. Weitere Informationen unter<br />
www.forummediaplanung.at<br />
Workshop Investor Relations<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> organisierte mit C.I.R.A. (Cercle<br />
Investor Relations Austria) einen Workshop zum<br />
Thema Investor Relations. Ziel war es, interessierten<br />
Mitgliedern der <strong>Fachgruppe</strong> die Disziplin „Investor<br />
Relations“ und die Agenden der Investor Relations<br />
Manager in börsenotierten Unternehmen<br />
näher zu bringen, Schnittstellen zwischen Kommunikationsberatern<br />
und Investor Relations Managern<br />
zu definieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit<br />
und Beratungstätigkeit aufzuzeigen.<br />
Infos: www.cira.at<br />
Europäischer Workshop Alkoholwerbung<br />
<strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke steht in einem<br />
besonderen gesellschaftlichen Spannungsfeld. Gute<br />
<strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke braucht besonderes<br />
Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein<br />
in Konzeption und Strategie.<br />
Referenten: Dominic Lyle, EACA, Brüssel; Helmut<br />
Wagner, Experte für Alkoholmarketing, Brüssel<br />
Seminar „Einführung in die Medienarbeit“<br />
Das Seminar Medienarbeit zeigte die Macht bundesweiter,<br />
regionaler und lokaler Medien auf und<br />
gab Einblick, wer dabei gewinnt und wer verliert.<br />
Das Seminar beschäftigte sich zudem mit den Spielregeln<br />
der Medienbranche und wer wen wie beeinflussen<br />
möchte. Es vermittelte den Teilnehmern,<br />
was Medien und was Journalisten wollen. Und es<br />
verhalf den Teilnehmern dazu, sich darüber klar<br />
zu werden, was sie von Medien wollen und was sie<br />
den Medien bieten können.<br />
Darauf aufbauend beschäftigte sich das Seminar<br />
ausführlich damit, welche Medien Sie ansprechen
wollen und warum. Zu den weiteren Schwerpunkten<br />
des Seminars gehörte, wie Sie Medienkontakte<br />
systematisch aufbauen können, wann welche<br />
Medienveranstaltung Sinn macht, wie Sie richtig<br />
reagieren, wenn Journalisten Sie telefonisch oder<br />
persönlich interviewen wollen und was Medien von<br />
einer Pressestelle bzw. einer PR-Agentur erwarten.<br />
Referent: Mag. Erwin Frasl, Media Consulting<br />
Mehr Infos zu Krediten<br />
Wenn Sie nicht sicher sind, welche Art von Kredit<br />
für Sie in Frage kommt oder eine Bank Ihr Kreditansuchen<br />
abgelehnt hat, wenden Sie sich an die<br />
Kredithotline der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>. Die<br />
Finanzierungsexperten beraten Sie und geben<br />
Ihnen Tipps für weitere Kreditgespräche mit Banken.<br />
Kredithotline der WKW: 01/514 50-1020<br />
UNTERNEHMERTRAINING<br />
Die CD „Unternehmertraining“ ist für Mitglieder<br />
kostenlos in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
<strong>Wien</strong> erhältlich. Die CD-Rom<br />
enthält das gesamte Text-Skriptum des Unternehmer-Trainings<br />
im platt form übergreifenden Adobe<br />
Acrobat ® -Format und ist als Nachschlagewerk und<br />
Arbeitshilfe für die tägliche Praxis konzipiert.<br />
Zusätzlich enthalten sind Musterblätter, Checklisten<br />
und Formulare, Links ins Internet sowie verschiedene<br />
Suchfunktionen.<br />
Systemvoraussetzungen: PC: Windows 98, Win NT4<br />
SP3, Win ME, Windows 2000 und höher, mindes -<br />
tens 8 MB RAM; Apple Macintosh: Mac OS X (Version<br />
10.3.3 empfohlen)<br />
Bestellung: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />
Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-3791, werbungwien@wkw.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Im Kreditreferat der WKW erhalten Sie Auskunft<br />
über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />
(zinsgünstige Kredite, Zinsenbeihilfe, Förderungsbeiträge,<br />
Haftungseinrichtungen)<br />
Kontakt: Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />
EPU-Forum<br />
Das Forum Ein-Personen-Unternehmen der Wirtschaftskammer<br />
<strong>Wien</strong> unterstützt kleine Unternehmen,<br />
vor allen so genannte Ein-Personen-Unternehmen<br />
(EPU). Geboten werden etwa Vorträge und<br />
Workshops zu bestimmten Themen sowie exklusive<br />
Meeting-Räume zur kostenlosen Verwendung.<br />
Eine Kinderbetreuung kann um einen Euro pro<br />
Stunde und Kind dazugebucht werden.<br />
Infos: www.forumepu-wkw.at<br />
Das EPU-Forum der Wirtschaftskammer bietet exklusive<br />
Meeting-Räume kostenlos an<br />
21<br />
Symbolfoto
Frischer Wind<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
ist nicht nur zentrale Servicestelle für alle Mitglieder,<br />
sondern setzt sich auch als Interessenvertretung<br />
für die Anliegen der Unternehmer ein. So<br />
hat der neu gewählte Vorstand in den vergangenen<br />
Monaten ein Programm entwickelt, das nun im<br />
Interesse der Mitglieder umgesetzt wird.<br />
Dialog im Mittelpunkt<br />
„Ein ganz zentrales Anliegen ist es für uns, viel stärker<br />
als bisher mit den einzelnen Mitgliedern in Dialog<br />
zu treten“, sagt <strong>Fachgruppe</strong>nobmann Mag.<br />
Michael Himmer. Als erster Schritt in diese Richtung<br />
wird nun die Website der <strong>Fachgruppe</strong><br />
www.werbungwien.at neu konzipiert.<br />
Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt,<br />
die bis zum <strong>Fachgruppe</strong>ntag im Herbst eine<br />
„Web 2.0-fähige“ Kommunikationsplattform online<br />
stellen wird. Das wichtigste Kommunikationsmittel<br />
der <strong>Fachgruppe</strong>, die Website, soll dann, als modernisierte<br />
Kommunikationsplattform, als wichtige operative<br />
Basis für eine Reihe weiterer Vorhaben dienen.<br />
Folgende Themen stehen für uns im Mittelpunkt:<br />
Vorhaben der <strong>Fachgruppe</strong><br />
Bewertung von Agenturleistungen<br />
Qualität hat ihren Preis, das ist klar, doch sie zu<br />
erkennen und richtig zu bewerten ist auch eine<br />
Know-how-Frage. Hierfür will die <strong>Fachgruppe</strong> in<br />
absehbarer Zeit praktikable Lösungen anbieten.<br />
„Im kompetitiven und unübersichtlichen Werbeund<br />
Kommunikationsmarkt wollen wir für Agenturen<br />
und Kunden Hilfsmittel entwickeln, um bei der<br />
Bewertung von kommunikativen Dienstleistungen<br />
zusammenzufinden“, sagt Mag. Michael Himmer.<br />
Werbeausgabenzuwachsprämie<br />
Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
setzt sich schon seit längerer Zeit für die Einführung<br />
dieser Prämie ein. Die richtigen und erforderlichen<br />
Maßnahmen zur Einführung der geforderten<br />
Prämie sollen weiter an den richtigen politischen<br />
Stellen mit Nachdruck vorangetrieben werden.<br />
22<br />
Marktgerechte Vergabe- und<br />
Ausschreibungsrichtlinien<br />
Ziel der neuen <strong>Fachgruppe</strong>n-Führung ist es, für<br />
faire Marktbedingungen zu sorgen und Abhilfe für<br />
derzeit herrschende Missstände zu schaffen.<br />
Nein zu Gratispräsentationen<br />
Gegen die Unsitte der Gratispräsentationen hat die<br />
<strong>Fachgruppe</strong> mit der Kampagne „Gegen Gratis“<br />
schon viel unternommen.<br />
Zusätzlich soll nun die neue Online-Plattform<br />
www.gegen-gratis.at spürbaren medialen Druck auf<br />
Auftraggeber ausüben, die den Wert von Kreativleistungen<br />
nicht anerkennen wollen. Ziel ist es, das<br />
Bewusstsein für den Wert von Kreativität zu steigern,<br />
denn Kreativität ist nicht umsonst.<br />
„Kreative Leistung muss, auch wenn sie nicht unmittelbar<br />
in Anspruch genommen wird, zukünftig ausreichend<br />
honoriert werden“, sagt Obmann-Stellvertreter<br />
Dr. Peter Drössler.<br />
Qualitätsoffensive im Bereich der<br />
Marktforschung<br />
Ziel der <strong>Fachgruppe</strong> ist es, den Mitgliedern in<br />
Zukunft noch hilfreichere Informationen über den<br />
Werbemarkt und darüber hinaus zur Verfügung<br />
zu stellen.<br />
Bei all diesen Vorhaben stehen auch die Bedürfnisse<br />
der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und<br />
Mikrobetriebe – sie machen die Mehrzahl der Mitglieder<br />
der <strong>Fachgruppe</strong> aus – im Mittelpunkt.<br />
„Geplant sind dazu unter anderem auch fachgruppen-<br />
und spartenübergreifende Maßnahmen und<br />
neue Veranstaltungsformate zur nachhaltigen<br />
Unterstützung von Ein-Personen-Unternehmen“,<br />
sagt <strong>Fachgruppe</strong>n-Obmann Mag. Michael Himmer.<br />
Für ihn ist auch klar, dass die erfolgreichen Services<br />
wie der Versicherungsservice, der Anwaltsservice<br />
sowie die Gratis-Bildungsangebote nicht<br />
nur weitergeführt, sondern auch ausgebaut werden<br />
sollen.
Networking <strong>Wien</strong>er Art<br />
<strong>Wien</strong> macht <strong>Werbung</strong>. Denn <strong>Wien</strong> ist Österreichs<br />
größter Kommunikationsstandort. In der Bundeshauptstadt<br />
treffen Werbefachleute auf Medienmacher<br />
und beweisen gemeinsam, dass ihre Branchen<br />
zu den dynamischesten Wirtschaftsbereichen<br />
zählen.<br />
65 Prozent EPUs<br />
Rund 50.000 Menschen in ganz <strong>Wien</strong> arbeiten in<br />
der Medienbranche. Die Hälfte der rund 2.000 <strong>Wien</strong>er<br />
Medienunternehmen wurde erst in den vergangenen<br />
zehn Jahren gegründet. 70 Prozent der<br />
Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter. Auch<br />
in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
dominiert die Gruppe der Klein- und Kleinst -<br />
unternehmen mit lokaler Orientierung. Rund 65<br />
Prozent aller Unternehmen in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation in <strong>Wien</strong> sind Ein-<br />
Personen-Unternehmen (EPUs).<br />
Lukrative Netzwerke<br />
Apropos EPUs: Gerade kleinere Unternehmen und<br />
Freiberufler sind auf Netzwerke angewiesen. Da<br />
kann beispielsweise auch das EPU-Forum der Wirtschaftskammer<br />
hilfreiche Dienste leisten. Denn wo<br />
sich Dienstleister der verschiedensten Disziplinen<br />
treffen, entstehen oft lukrative Netzwerke, von denen<br />
alle profitieren können. Denn jeder Werber braucht<br />
irgendwann einmal auch eine kompetente Buchhaltung<br />
und vielleicht braucht ja auch der Friseur<br />
von nebenan mal eine neue Werbestrategie. Vernetztes<br />
Denken ist also gefragt, wenn sich langfristig<br />
der Erfolg einstellen soll.<br />
Der Networking-Aspekt ist für das EPU-Forum an<br />
zentraler Stelle. So unterstützen spezielle Themenveranstaltungen<br />
und professionell ausgestattete<br />
Meeting-Räume, die kostenlos zu mieten sind,<br />
das Netzwerkmanagement der Ein-Personen-<br />
Unternehmer. Beamer, Laptop, kostenloses<br />
WLAN und ein zusätzliches Kinderbetreuungsangebot<br />
schaffen ein Umfeld, in dem es sich gut<br />
netzwerken lässt. Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen<br />
in Form von Schulungen, Vorträgen und<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Beratungen runden das umfangreiche Angebot<br />
des EPU-Forums ab.<br />
Mehr Infos: www.forumepu-wkw.at<br />
Netzwerken im Mediacluster: MQM<br />
Eines ist also klar: Wer sich kennt, macht lieber<br />
Geschäfte miteinander. Den Aufbau eines soliden<br />
Netzwerkes erleichtert in besonderer Weise ein<br />
Mediacluster, eine Konzentration mediennaher<br />
Unternehmen auf engstem Raum. Umgesetzt wird<br />
dieses Konzept in <strong>Wien</strong> mit dem „Media Quarter<br />
Marx“ (MQM) seit dem Jahr 2003. Kreative Köpfe<br />
treffen sich seitdem am Standort und bilden lukrative<br />
Netzwerke. Wie gut das funktioniert, beweisen<br />
die ersten beiden Objekte des Media Quarter Marx.<br />
2009 konnten im MQM2 auf insgesamt 1.200 m 2<br />
zahlreiche junge und interessante Medienunternehmen<br />
eine neue Heimat finden. „Das MQM wird<br />
der neue Kreativkern der österreichischen Medienlandschaft.<br />
Die Innovationsleader der Branche versammeln<br />
sich hier. Und das spürt man“, sagt Matthias<br />
Euler-Rolle von der „ER+Euler Rolle Media<br />
GmbH“ auf mediaquarter.at.<br />
Dritter Bauteil bis 2011<br />
Das Mediaquarter ist kein gewöhnlicher Bürostandort,<br />
sondern eine Art Themenstandort für alle<br />
Medienschaffenden und Kreativen. Vielfältige<br />
Akteure aus verschiedenen Bereichen der gleichen<br />
Branche schaffen in St. Marx ein Netzwerk, von<br />
dem alle Beteiligten profitieren. Dieses Netzwerk<br />
soll nun mit dem dritten Bauteil bis zum dritten<br />
Quartal 2011 weiter wachsen. Geplant ist ein weiterer<br />
hochmoderner Medienkomplex, der auf insgesamt<br />
35.000 m 2 Bruttogeschossfläche neue Chancen<br />
für die Medienbranche bieten soll. Auch Werber<br />
finden im MQM alles, was sie brauchen – topmoderne<br />
Infrastruktur und unbegrenztes Networking-<br />
Potenzial.<br />
Der Netzwerkgedanke hinter dem MQM wird<br />
zusätzlich durch die befruchtende Nachbarschaft<br />
zum Campus Vienna Biocenter und dem<br />
T-Center verstärkt.<br />
Infos: www.mediaquarter.at<br />
23
Bildungsangebote I Die neuen Kreativen I Wissenstest<br />
Wissen<br />
24
03<br />
Bildungsangebote<br />
In der Branche der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
gewinnt Professionalismus immer mehr an<br />
Bedeutung. Entsprechend steigt auch die Zahl der<br />
Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Jahr zu<br />
Jahr. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.<br />
Universitäten<br />
Universität für angewandte Kunst<strong>Wien</strong><br />
Grafik und <strong>Werbung</strong><br />
Die Verbindung von Konzeption und Kreation<br />
steht im Zentrum des Studienzweigs Grafik und<br />
<strong>Werbung</strong> – mit dem Ziel, die Studierenden auf<br />
den dynamischen Arbeitsmarkt für kreative und<br />
beratende Werbeberufe in Theorie und Praxis<br />
optimal vorzubereiten. Das Lehrangebot umfasst<br />
die methodische Entwicklung von Ideen und deren<br />
Visualisierung, Techniken der werblichen Kommunikation,<br />
Typografie, Layout, Scribble, Illustration,<br />
Fotografie, Verpackungsgestaltung, Entwicklung<br />
von TV-Spots, Webdesign. Absolventen<br />
arbeiten als Grafiker, Texter oder Art Directors in<br />
führenden Werbeagenturen.<br />
Studiendauer: 8 Semester<br />
Institut für Design, Klasse für Grafik und <strong>Werbung</strong><br />
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 33-2451, Fax -2089<br />
grafik.werbung@uni-ak.ac.at<br />
www.dieangewandte.at,<br />
www.grafikwerbung.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Wer sich regelmäßig weiterbildet,<br />
kommt rascher ans Ziel. Für Ihre<br />
persönliche Aus- und Weiterbildung<br />
finden Sie auf den folgenden Seiten<br />
viele Angebote an Studien, Lehrgängen<br />
und Seminaren.<br />
Grafik Design<br />
Schwerpunkte sind: konzeptionelles Denken und<br />
inhaltliche Recherche, Bewusstseinsbildung für globaleZusammenhänge,AusbildungpersönlicherVerantwortlichkeit<br />
für die Gestaltung unserer Umwelt.<br />
Grundanliegen des Studiums ist es, Studierende zu<br />
eigenständigen und verantwortungsvollen Gestalterpersönlichkeiten<br />
auszubilden, die in allen gegenwärtigen<br />
und zukünftigen Medien arbeiten und in<br />
künstlerischen Bereichen tätig sein können. Workshops<br />
und Vorträge nationaler und internationaler<br />
Experten bereichern das Studium auf handwerklicher,<br />
gestalterischer und intellektueller Ebene.<br />
Studiendauer: 8 Semester<br />
Institut für Design, Klasse für Grafik Design<br />
Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 33-2440, Fax -2449<br />
grafikdesign@uni-ak.ac.at www.klassekartak.com<br />
Uni <strong>Wien</strong> – Publizistik und<br />
Kommunikationswissenschaft<br />
Bakkalaureatsstudium<br />
Das Bakkalaureatsstudium dient der wissenschaftlichen<br />
Berufsvorbildung. Es werden insbesondere jene<br />
FähigkeitenundFertigkeitenvermittelt,diefürKommunikationsberufe<br />
in Praxisfeldern wie Journalismus<br />
(Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia),<br />
Öffentlichkeitsarbeit, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />
sowie der Medien- und Kommunikationsforschung<br />
erforderlich sind.<br />
Dauer: 6 Semester<br />
25
Große Auswahl: Bildungsangebote gibt es viele, aber nicht alle führen zum gewünschten Ziel<br />
Magisterstudium<br />
Das Magisterstudium dient der Vertiefung und<br />
Ergänzung der wissenschaftlichen Berufsvorbildung<br />
auf der Grundlage des Bakkalaureats. Weiters soll<br />
die Befähigung zu leitenden Tätigkeiten in Kommunikationsberufen<br />
erworben werden. Die Wahlfächer<br />
erweitern das Wissensangebot um die Bereiche<br />
Medien- und Kommunikationsmanagement,<br />
Medien- und Kommunikationsrecht und interpersonelle<br />
Kommunikation, Gruppen- und Organisationskommunikation.<br />
Das Studium kann nur nach<br />
erfolgreichem Abschluss des Bakkalaureats Publizistik<br />
und Kommunikationswissenschaft bzw. eines<br />
gleichwertigen Studiums begonnen werden.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Doktoratsstudium Publizistik und<br />
Kommunikationswissenschaft<br />
ZieldesDoktoratsstudiumsistderNachweisderBefähigung<br />
zur selbstständigen Bewältigung wissenschaftlicher<br />
Fragestellungen. In diesem Sinne ist eine<br />
Dissertation abzufassen, die neue wissenschaftliche<br />
Ergebnisse enthalten muss.<br />
26<br />
Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft:<br />
Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong><br />
www.univie.ac.at/Publizistik<br />
New Design University<br />
Privatuniversität der Kreativwirtschaft<br />
Die Privatuniversität der Kreativwirtschaft – besser<br />
bekannt als New Design University (NDU) – ist eine<br />
der jüngsten Universitäten Österreichs. Eigentümer<br />
und Initiator ist die Wirtschaftskammer NÖ. Im<br />
Dezember 2004 wurde die Fakultät für Gestaltung<br />
mit den Bachelorstudiengängen „Grafikdesign &<br />
mediale Gestaltung“ und „Innenarchitektur & 3D-<br />
Gestaltung“ sowie mit den Masterstudiengängen<br />
„Illustration & Printmedien“ und „Innenarchitektur<br />
& 3D-Gestaltung“ und dem offenen Masterstudiengang„Innovations-undGestaltungsprozesse“akkreditiert.<br />
Die Fakultät für Gestaltung entwickelt ein Profil, das<br />
sich zum einen grundlegender künstlerisch-handwerklicher<br />
Auseinandersetzung mit der Gestaltung<br />
auf höchstem Niveau widmet und parallel dazu den
Umgang mit den avanciertesten elektronischen Entwurfsmedien<br />
vermittelt. Zugleich fungiert die Fakultät<br />
für Gestaltung als Fundament und Quelle weiterer<br />
Entwicklungen.<br />
Der Brückenschlag vom Design zur Technik ist das<br />
konsequente Weiterführen einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie<br />
bis hin zur Wirtschaft. Mit der im<br />
September 2008 akkreditierten Fakultät für Technik<br />
wurde das Studienangebot für kreative junge Menschen<br />
um zwei neue Vollzeitstudiengänge in den<br />
Bereichen „Event Engineering“ sowie „Design Engineering“<br />
erweitert. Zukunftsthemen werden an der<br />
Schnittstelle zur Gestaltung umgesetzt.<br />
Bachelor-Studiengänge<br />
Grafikdesign & mediale Gestaltung<br />
Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />
Event Engineering<br />
Design & Architektur Technologie<br />
Master-Studiengänge<br />
Illustration & Printmedien<br />
Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />
Innovations- & Gestaltungsprozesse<br />
Kosten: Bachelor: € 2.500,– pro Semester<br />
Master: € 3.500,– pro Semester<br />
New Design University<br />
Jacqueline Gritsch<br />
Mariazeller Straße 97,<br />
3100 St. Pölten,<br />
Tel. +43 (0) 2742/890-2418, Fax -2413<br />
office@ndu.ac.at<br />
Donau-Universität Krems<br />
Die Donau-Universität Krems ist auf postgraduale<br />
akademische Weiterbildung spezialisiert. Sie bietet<br />
exklusive Masterstudiengänge sowie verschiedene<br />
Lehrgänge und Seminare (sowohl für Personen mit<br />
akademischem Grad als auch ohne Abschluss), unter<br />
anderem in den Bereichen Wirtschafts- und Managementwissenschaften,<br />
Telekommunikation, Information<br />
und Medien, an. Neben hoher Qualität in Lehre,<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Forschung und Consulting sind Kundenorientierung<br />
und Praxisnähe die Markenzeichen des europäischen<br />
Modellprojekts.<br />
Interessierte können zwischen Lehrgängen und Seminaren<br />
in den Bereichen Kommunikation, IT und<br />
Medien (u. a. PR, Journalismus und Strategisches<br />
Informationsmanagement) wählen.<br />
Donau-Universität Krems<br />
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems,<br />
Tel. +43 (0) 2732/893-6000, Fax -4000<br />
info@donau-uni.ac.at<br />
www.donau-uni.ac.at<br />
Akademien<br />
Werbe Akademie <strong>Wien</strong><br />
Fachlehrgang für Marktkommunikation<br />
Die berufsbildende Schule mit Öffentlichkeitsrecht<br />
bietet eine praxisorientierte Ausbildung für Berufe in<br />
der Kommunikationsbranche. Ziel ist es, jungen<br />
Menschen zwischen 18 und 24 Jahren eine fachspezifische<br />
Ausbildung zum/zur Kommunikationsfachmann/-frau<br />
zu bieten. Als Training on the Job ist<br />
zwischen dem 2. und dem 3. Semester ein vierwöchiges<br />
Praktikum verpflichtend. Voraussetzung ist ein<br />
Pflichtschulabschluss. Von allen Bewerbern ist ein<br />
Eignungstest am PC und ein persönliches Aufnahmegespräch<br />
zu absolvieren.<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie und<br />
Diplom der IAA (International Advertising Association)<br />
Kosten: € 1.890,– pro Semester, für das Studienjahr<br />
2010/2011, Materialkostenbeitrag € 350,– einmalig<br />
bei Studienbeginn für diverses Druck- und Präsentationsmaterial.<br />
Der Aufnahmetest kostet € 45,–.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
Doris Filip<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5254, Fax -5259<br />
filip@wifiwien.at, www.werbeakademie.at<br />
27
Fachausbildung für Grafik Design<br />
Die Werbe Akademie bietet grafisch begabten jungen<br />
Menschen (18–24 J.) eine maßgeschneiderte,<br />
kompakte Ganztagsausbildung zum Grafik-Designer.<br />
Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit,<br />
wofür Ateliers mit praxisgerechter Ausstattung zur<br />
Verfügung stehen. Die Studenten erwerben umfangreiches<br />
Spezialwissen über Design, Illustration,<br />
Schrift und Typografie, Text und Konzeption, <strong>Werbung</strong>,<br />
Video, Web-Design, Englisch und vieles mehr.<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie, WIFI-<br />
Abschlusszeugnis und Diplom der IAA (International<br />
Advertising Association)<br />
Kosten: € 2.190,– pro Semester inkl. Lehrbehelfe,<br />
Materialkostenbeitrag € 390,– für Präsentationstafeln<br />
etc. Der Aufnahmetest kostet € 45,–.<br />
Dauer: 4 Semester<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5255, Fax -5259<br />
ingrid.weghofer@wifiwien.at<br />
www.werbeakademie.at<br />
Lehrgang „Professional in Advertising“ in<br />
Kooperation mit den FH<strong>Wien</strong>-Studiengängen<br />
der WKW<br />
Der Lehrgang „Akademischer Werbeexperte/Aka<br />
demische Werbeexpertin (Professional<br />
in Advertising)“ ist an ein 10-monatiges<br />
Traineeship bei ausgewählten Agenturen<br />
gebunden. Die Studierenden eignen sich an<br />
vier Agenturtagen pro Woche ihr praktisches<br />
Know-how an, an einem wöchentlichen Theorietag<br />
vermitteln Top-Referenten den zusätzlich<br />
nötigen Wissensbackground. Der 2-semestrige<br />
Lehrgang ist eine Eliteausbildung, die auf<br />
die Werbe Akademie oder vergleichbare Aus-<br />
28<br />
Akademien und Lehrgänge<br />
bereiten gezielt auf<br />
den Berufsalltag vor<br />
bildungen aufsetzt. Studierende erhalten von der<br />
Ausbildungsagentur ein monatliches Gehalt lt. aktuellem<br />
Kollektivvertrag (14 Mal).<br />
Kosten: € 3.500,– pro Semester<br />
Dauer: 10 Monate<br />
Information und Anmeldung/WKO (Lehrgangsort):<br />
WIFI <strong>Wien</strong>, Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Katharina Grasser,<br />
Tel. 01/476 77-5251, Fax -5259<br />
grasser@wifiwien.at, www.werbeakademie.at<br />
Abendcollegs für Berufstätige<br />
Für alle, die bereits in der Kommunikationsbranche<br />
oder im Marketing tätig sind und sich weiterbilden<br />
wollen, bietet die Werbe Akademie berufsbegleitende<br />
Diplomlehrgänge für Werbeberatung, Kommunikationsmanagement,<br />
Mediaberatung, Dialogmarketing,<br />
Eventmanagement und Online Marketing<br />
an.<br />
Die enge Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden<br />
DMVÖ, I.M.Austria, PRVA, IAB und F.M.P<br />
stellt sicher, dass die Lehrgänge der Werbe Akade-
mie den Ausbildungserfordernissen der Praxis entsprechen<br />
Abschluss: Diplom der Werbe Akademie<br />
Dauer: 2 –3 Semester<br />
Kontakt:<br />
Diplomlehrgänge Kommunikationsmanagement,<br />
Dialog Marketing, Eventmanagement, Online Marketing<br />
sowie Kompaktkurse und Workshops für die<br />
Werbebranche: Ursula Tarbuk,<br />
Tel. 01/476 77-5252, tarbuk@wifiwien.at<br />
Diplomlehrgang Mediaberatung: Ingrid Weghofer,<br />
Tel. 01/476 77-5255,<br />
ingrid.weghofer@wifiwien.at<br />
Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong><br />
www.werbeakademie.at<br />
bfi Akademie <strong>Wien</strong><br />
Lehrgang Integrierte Kommunikation<br />
Im Lehrgang Integrierte Kommunikation lernen<br />
Studenten Methoden und Tools strategischer Unternehmenskommunikation<br />
in der Praxis richtig einzusetzen<br />
und werden zu selbstständiger Arbeit mit<br />
besonderem Merkmal auf vernetztes Denken herangeführt.<br />
Das Erstellen von eigenen Kommunikationskonzepten<br />
bereitet die Teilnehmer zusätzlich<br />
optimal auf die Anforderungen im Berufsalltag vor.<br />
Die Ausbildung ist in zwei Stufen gegliedert: Grundstufe<br />
zum/zur Akademischen Kommunikationsmanager/Kommunikationsmanagerin<br />
und Aufbaustufe<br />
zum Master of Arts Integrierte Kommunikation:<br />
Grundstufe: € 2.300,– pro Semester, exkl. € 200,–<br />
Prüfungsgebühren<br />
Aufbaustufe: € 2.500,– pro Semester, exkl. € 200,–<br />
Prüfungsgebühren<br />
BZ-bfi <strong>Wien</strong>, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/811 78-10131, Fax -10118<br />
anmeldung.bat@bfi-wien.or.at<br />
www.bfi-wien.or.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Der Service Aus- und Weiterbildung<br />
bietet für unsere Mitglieder laufend<br />
Workshops und Seminare an“<br />
Dr. Elisabeth Czerwenka-Kulmon<br />
Geschäftsführerin COC, zuständig für<br />
Bildung bei der <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong><br />
„<br />
Universitätslehrgänge<br />
Berufsbegleitend<br />
Uni <strong>Wien</strong> – Universitätslehrgang für Public<br />
Communication/Öffentlichkeitsarbeit<br />
Der postgraduale Universitätslehrgang bietet eine<br />
wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und berufsbegleitende<br />
Ausbildung in zentralen Bereichen der<br />
öffentlichen Kommunikation: Public Relations,<br />
Public Affairs, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />
sowie Journalismus.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Abgeschlossenes Studium<br />
oder eine gleichwertige Ausbildung und facheinschlägige<br />
Berufserfahrung. Die Aufnahme erfolgt<br />
aufgrund eines mehrstufigen Verfahrens (Verfassen<br />
eines Textes, Wissenstest, Anhörung), das jeweils<br />
Anfang Juli sowie Mitte September für das kommende<br />
Studienjahr stattfindet.<br />
Dauer des Lehrgangs: 4 Semester<br />
Lehrgangsbeitrag:1., 2., und 4. Semester: € 1.200,–,<br />
3. Semester: € 1.400,–.<br />
Die Gebühr für die kommissionelle Abschlussprüfung<br />
beträgt € 350,–.<br />
Abschluss: Master of Arts (MA)<br />
Postgradualer Universitätslehrgang „Public Communication“:<br />
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft,<br />
Universität <strong>Wien</strong>,<br />
Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/42 77-49334 (Nicole Behounek Bakk.)<br />
nicole.behounek@univie.ac.at<br />
oder 01/42 77-49341 (DDr. Julia Wippersberg)<br />
julia.wippersberg@univie.ac.at<br />
www.public-communication.at<br />
WU-<strong>Wien</strong> Universitätslehrgang für <strong>Werbung</strong> und<br />
Verkauf<br />
Der renommierte Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong> &<br />
Verkauf der WU Executive Academy startet im Oktober<br />
2010 mit einem neuem Programm. Das Curriculum<br />
wurde an die aktuellen Branchenanforderungen<br />
angepasst und bietet berufsbegleitend in nur<br />
18 Monaten eine fundierte und hochqualitative<br />
29
Weiterbildung in <strong>Werbung</strong>, Marketing und Verkauf.<br />
Der Lehrgang bietet Nachwuchskräften im Werbeund<br />
Marketingbereich eine fundierte Weiterbildung<br />
mit Qualitätskontrolle. Er ist für jene gedacht, die<br />
bereits über praktische Erfahrung in diesen Berufsfeldern<br />
verfügen und ihre Grundkenntnisse ausbauen<br />
wollen. Den Teilnehmern wird eine fundierte Ausbildung<br />
auf internationalem Niveau für den gesamten<br />
Bereich des Marketings geboten.<br />
Abschluss: Akademische/r Werbe- und Marketingkauffrau/Marketingkaufmann<br />
Dauer: 18 Monate, berufsbegleitend<br />
Gesamtkosten: ca. € 6.560,– (inkl. Prüfungsgebühren)<br />
Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong> & Verkauf – WU<br />
Executive Academy, Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong><br />
UZA 4, Nordbergstraße 15, 1090 <strong>Wien</strong>, 6. Stock<br />
Kern B, Tel. 01/313 36-4612, Fax -904612<br />
werbung.verkauf@wu.ac.at<br />
www.werbelehrgang.at<br />
Fachhochschullehrgänge<br />
Fachhochschule <strong>Wien</strong><br />
Marketing- & Salesmanagement<br />
Das Studium ist darauf ausgerichtet, in sechs Semestern<br />
ein umfassendes Spezialwissen in den Bereichen<br />
Marketing und Verkauf zu vermitteln und die<br />
sozialen Kompetenzen der Studierenden weiterzuentwickeln.<br />
Der Bachelor-Studiengang wird als<br />
Tagesstudium und als berufsbegleitendes Abendstudium<br />
angeboten. Der Schwerpunkt der Ausbildung<br />
liegt in der Vermittlung von praktischen Qualifikationen<br />
für den Berufseinstieg und von persönlichen<br />
Qualifikationen für den Berufsaufstieg in die<br />
Führungsebene.<br />
Eine Karriere in Marketing- und Salesabteilungen<br />
kleiner bis größerer Unternehmen ist genauso möglich<br />
wie der Weg in die Selbstständigkeit. Ein wichtiger<br />
Schritt bei der Praxisorientierung ist ein sechsmonatiges<br />
Berufspraktikum für Studierende des<br />
Tagesstudiums im letzten Studienjahr.<br />
30<br />
„<br />
„Werber benötigen wirtschaftliches<br />
Hintergrundwissen und somit<br />
eine entsprechende Ausbildung ”<br />
Dkfm. Karin Lehmann<br />
Geschäftsführerin Agentur Markenkern,<br />
Vortragende an der FH-<strong>Wien</strong><br />
Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />
bzw. Studienberechtigungsprüfung oder ein<br />
ausländisches Zeugnis, das durch Nostrifizierung<br />
oder Anerkennung einem der beiden oberen Zeugnisse<br />
gleichwertig ist.<br />
Studienbeginn: Wintersemester<br />
Dauer: 6 Semester<br />
Institut für Marketing- & Salesmanagement<br />
Währinger Gürtel 97, Bauteil B/3. Stk.,<br />
1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5850, Fax -5704<br />
mars@fh-wien.ac.at<br />
www.fh-wien.ac.at/marketing-salesmanagement<br />
FH-Studiengang Kommunikationswirtschaft<br />
Der Studiengang für Kommunikationsmanagement<br />
kann als Tages- (Vollzeit) oder Abendstudium<br />
(berufsbegleitend) absolviert werden und bietet eine<br />
praxisbezogene Kombination aus Kommunikations-Know-how<br />
und betriebswirtschaftlichem Basiswissen.<br />
Für Studierende ohne Berufserfahrung in<br />
der Kommunikationsbranche ist außerdem ein 15wöchiges<br />
Berufspraktikum vorgesehen. Der Tagesstudiengang<br />
bietet in Form der „Instrumenten-<br />
Werkstatt“ eine etwas stärkere Vertiefung im Bereich<br />
der Kommunikations instrumente.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />
oder Studienberechtigungsprüfung (mit den<br />
Fächern Deutsch 1, Mathematik 1 und Englisch 2)<br />
Studienbeginn: Wintersemester<br />
Dauer: 6 Semester<br />
Institut für Kommunikationsmanagement,<br />
FH<strong>Wien</strong>-Studiengänge der WKW<br />
Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/476 77-5840, Fax -5704<br />
komm@fh-wien.ac.at<br />
www.fh-wien.ac.at/kommunikationsmanagement
Nicht nur zum Lernen, auch zum Kennenlernen eignen sich<br />
Weiterbildungsangebote<br />
Andere Ausbildungen<br />
Privatschule für Werbedesign<br />
Die Privatschule für Werbedesign bietet eine fundierte<br />
Grundlagenausbildung, um Werbelinien planen<br />
und deren Umsetzung organisieren sowie Werbemittel<br />
selbstständig entwerfen und gestalten zu<br />
können.<br />
Die verschiedenen Teilbereiche der <strong>Werbung</strong> und<br />
des Designs werden unter Berücksichtigung wirtschaftlicher<br />
und rechtlicher Aspekte nahe gebracht.<br />
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine fachübergreifende<br />
Projektarbeit, in welcher die erworbenen<br />
Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch angewendet<br />
und vor einer Fachjury präsentiert werden.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Voraussetzungen für eine Aufnahme sind:<br />
■ Abschluss einer Lehre oder einer mittleren/höheren<br />
Schule und mindestens ein Jahr allgemeine<br />
Berufserfahrung<br />
■ Besuch des Informationsabends<br />
■ Absolvierung des Aufnahmeverfahrens<br />
■ PC-Kenntnisse<br />
Absolventen stehen folgende Karrieremöglichkeiten<br />
offen:<br />
■ WerbedesignerIn in Agenturen und werbetreibenden<br />
Unternehmen<br />
■ Selbstständige Tätigkeit im Bereich Werbedesign<br />
und Grafik Design<br />
■ PrintproducerIn<br />
■ IllustratorIn in Werbeagenturen<br />
■ VerpackungsdesignerIn<br />
■ ZeitschriftengrafikerIn und -ProducerIn<br />
■ GrafikdesignerIn im Buchverlag<br />
Absolventen der Privatschule für Werbedesign<br />
schließen mit einem staatlich anerkannten<br />
Abschlusszeugnis ab.<br />
Dauer der Ausbildung: 4 Semester,<br />
berufsbegleitend<br />
bfi <strong>Wien</strong><br />
Andrea Tramberger<br />
Schönbrunner Straße 213, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/811 78-122, Fax -105<br />
wpm.bat@bfi-wien.or.at<br />
www.werbedesign.at/_bfi/, www.bfi-wien.or.at<br />
31
Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />
Versuchsanstalt <strong>Wien</strong><br />
Die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt<br />
<strong>Wien</strong> bietet unterschiedliche Möglichkeiten<br />
der Ausbildung im Bereich Grafik und Design.<br />
Die Abteilung Druck- und Medientechnik ist im<br />
Prinzip am Ausbildungsmodell einer HTL orientiert,<br />
jedoch die einzige Ausbildungsstätte in Österreich<br />
im Fachbereich Druck- und Medientechnik.<br />
Die Absolventen arbeiten in Druckereien, Verlagen,<br />
Werbeagenturen und in der Zulieferindustrie im<br />
Bereich des mittleren Managements. Ihre Aufgaben<br />
sind sehr vielseitig, wie z. B. Verarbeitung von Texten,<br />
Bildern und Grafiken zu aussagekräftigen<br />
Medienprodukten.<br />
Drei Ausbildungsniveaus bieten unterschiedliche<br />
Einstiegs- bzw. Abschlussmöglichkeiten:<br />
Druck- und Medientechnik<br />
Höhere Lehranstalt für Druck- und<br />
Medientechnik<br />
Eintritt nach der 8. Schulstufe, Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Diplom- und Reifeprüfung<br />
Fachschule für Reproduktions- und<br />
Drucktechnik<br />
Eintritt nach der 8. Schulstufe, Dauer: 4 Jahre<br />
Abschluss: Fachabschlussprüfung<br />
Die Absolventen sollen Arbeiten für neue Medien,<br />
der Druckvorstufe und die Steuerung drucktechnischer<br />
Anlagen praktisch durchführen können.<br />
Kolleg für Druck- und Medientechnik<br />
Eintritt nach der Reifeprüfung<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplomprüfung<br />
Grafik-und Kommunikationsdesign<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
32<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Mit dem Schwerpunkt auf praktischer Arbeit bietet<br />
die Abteilung Grafik-Design eine umfassende Ausbildung<br />
auf dem Gebiet der visuellen Gestaltung,<br />
die zum vielseitig tätigen Grafik-Designer führt.<br />
Zusätzlich erwerben die Absolventen die Studienberechtigung<br />
durch Ablegen der Matura.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis<br />
Die Absolventen sollen (z. B. in einer Werbeagentur)<br />
als Teil eines Teams ihren grafischen und organisatorischen<br />
Beitrag leisten können.<br />
Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis<br />
Meisterschule<br />
Dauer: 1 Jahr<br />
Abschluss: Staatliches Zeugnis. Bei ausgezeichneten<br />
Ergebnissen erhalten die Absolventen ein<br />
Diplom.<br />
Im Zuge des Projektjahres für Absolventen der Graphischen<br />
und artverwandter Ausbildungen sollen<br />
diese als Leiter eines Teams komplexe Kommunikationsaufgaben<br />
lösen können (z. B. Projekte selbstständig<br />
als Projektleiter abwickeln).<br />
Abendkolleg<br />
Schwerpunkt Layout & Producing (6 Semester)<br />
Aufgrund starker Nachfrage bietet die Graphische<br />
ab Herbst 2010 ein berufsbegleitendes Abendkolleg<br />
für Grafik- und Kommunikationsdesign an. Diese<br />
Ausbildung richtet sich an alle, die mit Medien und<br />
visueller Kommunikation zu tun haben, dafür aber<br />
bisher keine spezielle Ausbildung absolvieren konnten.<br />
Angesprochen werden nicht nur Mitarbeiter der<br />
Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch Lehrlinge aus<br />
der Medienbranche mit Maturaabschluss, die berufsbegleitende<br />
Weiterbildung anstreben sowie Wiedereinsteiger<br />
aus der Medienbranche oder Personen,<br />
die eine Umschulung suchen.<br />
Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis
Fotografie und audiovisuelle Medien<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Absolventen sollen Konzepte in analoger und digitaler<br />
Fotografie mittels Dia-Audiovision oder<br />
Videofilm umsetzen können.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre<br />
Abschluss: Diplomprüfung bzw. Reife- und<br />
Diplomprüfung<br />
Absolventen sollen Managementfähigkeiten für<br />
audiovisuelle Medien beherrschen.<br />
Multimedia<br />
Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der<br />
praktischen Arbeit von der Konzeption bis zur Fertigstellung<br />
eines medialen Produktes. Dabei wird<br />
neben dem Lösen von individuellen Aufgabenstellungen<br />
insbesondere das Arbeiten in Teams gefördert.<br />
Die Komplexität heutiger Aufgabenstellungen<br />
erfordert auch eine theoretische Basis für die<br />
ErkenntnisunddieAnalysekulturellerZusammenhänge.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vermittlung<br />
von wirtschaftlichen und rechtlichen<br />
Kenntnissen.<br />
Zugangsvoraussetzungen: Matura einer AHS oder<br />
BHS bzw. Ablegen einer fachlichen Eignungsprüfung.<br />
Höhere Lehranstalt<br />
Dauer: 5 Jahre<br />
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />
Die Absolventen sollen technische und gestalterische<br />
Aufgaben bei der Produktion von Multimedia-Projekten<br />
bewältigen können.<br />
Kolleg<br />
Dauer: 2 Jahre (nach Matura bzw. alternativem<br />
Einstieg)<br />
Absolventen sollen Multimedia-Projekte vom<br />
Design bis zur Programmierung konzipieren und<br />
organisieren können.<br />
Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />
Versuchsanstalt <strong>Wien</strong>,<br />
Leyserstraße 6, 1140 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/982 39 14-113, Fax -111<br />
direktion@graphische.at<br />
www.graphische.at<br />
Institut für Werbewissenschaft und<br />
Marktforschung an der WU <strong>Wien</strong><br />
Ziel der Ausbildung der speziellen BWL „Werbewissenschaft<br />
und Marktforschung“ ist die Vermittlung<br />
von Wissen zur Führung von Produkten und<br />
Marken.DasInstitutbildetkeineWerbetexter,Werbegrafiker<br />
oder Interviewer aus, sondern vermittelt<br />
die Fähigkeit zum Erkennen, Analysieren und<br />
Lösen von Problemen der Marketingpraxis. Neben<br />
analytischen Fähigkeiten wird auch großer Wert<br />
auf das Training von Soft Skills wie Teamarbeit<br />
und Präsentationstechnik gelegt.<br />
Absolventen des Instituts für Werbewissenschaft<br />
und Marktforschung besitzen nach einschlägiger<br />
Praxis die Qualifikation für eine Reihe von Berufen:<br />
Leiter oder Mitarbeiter in einer Werbe- oder<br />
PR-Agentur(zumBeispielKontakter,AccountExecutive,<br />
Mediaplaner), Leiter oder Mitarbeiter der<br />
Werbe- oder Marktforschungsabteilung eines<br />
Industrie- oder Dienstleistungsunternehmens oder<br />
einer öffentlichen Behörde, Leiter oder Mitarbeiter<br />
eines Marktforschungsinstituts, Produkt-Manager<br />
etc. Dauer: 3 Semester<br />
Institut für Werbewissenschaft und<br />
Marktforschung, Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong>,<br />
Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/313 36-4613, Fax 01/317 66 99,<br />
www.wu-wien.ac.at/werbung<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010 33
Colleg „Mediaberatung“<br />
DerVereinForumMedia-PlanungbietetinKooperation<br />
mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />
auch heuer wieder den Fachlehrgang „Mediaberatung“<br />
an. Namhafte Experten aus der Kommunikationsbranche<br />
stehen als Referenten und Betreuer<br />
zur Verfügung und garantieren somit sowohl eine<br />
kompetente Ausbildung in Theorie als auch den<br />
unverzichtbaren Praxisbezug.<br />
Der Fachlehrgang richtet sich sowohl an Mitarbeiter<br />
aus Agenturen, Medien und dem Marketing<br />
von Unternehmen, die bereits über erste Berufserfahrung<br />
verfügen, als auch an Neueinsteiger in die<br />
Mediabranche, die eine fundierte Aus- und Weiterbildung<br />
zum Thema Media anstreben.<br />
FMP-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe<br />
von 5 Prozent!<br />
Dauer: 2 Semester, berufsbegleitend<br />
Kosten: € 1.690,– pro Semester<br />
34<br />
Bakkalaureat-Studium<br />
Master-Studium<br />
Doktor-Studium<br />
Bildungsangebote<br />
Akadem. Lehrgang<br />
Fachhochschule<br />
Akademie<br />
Informationen erhalten Interessierte bei Herta<br />
Zink: herta.zink@thinkzink.at oder unter der<br />
Tel. 0664/333 08 68. Anmeldung über die Website<br />
der Werbe Akademie: www.werbeakademie.at<br />
Weitere Infos: www.forummediaplanung.at<br />
Weiterführende Links<br />
anderer Organisationen<br />
Folgende Links führen Sie zu weiteren Bildungsangeboten<br />
anderer Organisationen:<br />
www.iaaat.org<br />
www.creativclub.at<br />
www.dmvoe.at<br />
www.marketinggesellschaft.at<br />
www.forummediaplanung.at<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
www.wifi.at<br />
www.wko.at<br />
Lehrgang A<br />
Kurs A<br />
Lehrgang C<br />
Kurs C<br />
Universität<br />
Berufsbildende<br />
Schule<br />
Schule oder Beruf<br />
Wissenschaftlich Praxisbezogen Themenbezogen
Die neuen Kreativen<br />
Die Kommunikationsbranche – unendliche Weiten.<br />
Wer in dieser schnelllebigen Welt bestehen<br />
will, braucht Köpfchen, Talent und vor allem Einsatzbereitschaft.<br />
Längst vorbei sind die Zeiten, in<br />
denen ein Hauch von Kreativität reichte, um die<br />
Festen der <strong>Werbung</strong> zu erschüttern. Heutzutage<br />
ist Professionalität gefragt, vor allem bei Berufseinsteigern.<br />
Knochenjob mit Aussicht<br />
Dabei sind die Ausbildungsmöglichkeiten und<br />
Tätigkeitsfelder vielfältig – sie erschweren besonders<br />
jungen Menschen zunehmend die Suche nach<br />
einem geeigneten Job. Wie nie zuvor gilt: Wer die<br />
(Berufs-)Wahl hat, hat die Qual. Ist die Entscheidung<br />
für eine Branche schließlich gefallen, bleiben<br />
Unsicherheiten bestehen. „Habe ich mich für<br />
das Richtige entschieden?“, fragen sich auch viele<br />
angehende Werber. Die Antwort gibt meist der<br />
Berufsalltag.<br />
Kein Schlaraffenland<br />
Zuerst gilt es zu klären, ob die eigenen Erwartungen<br />
an die gewünschte Tätigkeit auch realistisch<br />
sind. „Gerade Bewerber nach Abschluss der<br />
Matura haben oft noch keine konkrete Vorstellung<br />
von der Branche“, weiß Sieglinde Martin,<br />
Institutsvorsteherin für Kommunikationsmanagement<br />
an der FH<strong>Wien</strong> der WKW. „Man muss<br />
sich bewusst sein, dass <strong>Werbung</strong> auch ein Knochenjob<br />
ist und dass es dabei nicht immer nur lustig<br />
und kreativ zugeht“, beschreibt Martin den häufigsten<br />
Irrglauben der Jobanwärter.<br />
Absolventen einer einschlägigen Ausbildung, wie<br />
eines Studiums oder Lehrganges, wissen hingegen<br />
großteils, was sie erwartet – da sind sich die Ausbilder<br />
einig. Die Diskrepanz zwischen Erwartungen<br />
und Realität sei früher höher gewesen. Durch<br />
externe Lehrende an den Instituten und berufsbegleitende<br />
Studiengänge seien die Anforderungen<br />
der Branche heute klar nachvollziehbar. „Unsere<br />
Absolventen lernen im Rahmen eines verpflichtenden<br />
Berufspraktikums die Berufsbilder in der<br />
<strong>Werbung</strong> aus erster Hand kennen“, bekräftigt<br />
Barbara Posch, Direktorin der Werbe Akademie<br />
des WIFI. Praxisnah gestalten sich auch die meisten<br />
anderen Ausbildungswege, um den Werbenachwuchs<br />
optimal auf die Zukunft vorzubereiten.<br />
Gelingt dies auch? Grundsätzlich ja, meint<br />
Bernd Georgsdorf, Absolvent des Diplomstudiengangs<br />
für Kommunikationswirtschaft an der<br />
FH<strong>Wien</strong> und Kundenberater bei der PKP BBDO<br />
Werbeagentur. „Meine Erwartungen an den Beruf<br />
haben sich eigentlich schon erfüllt. Vom Studium<br />
wird man hingeführt, man setzt sich Ziele.“ Einen<br />
Aha-Effekt habe es für ihn trotzdem gegeben:<br />
„Während im Studium die Qualität besonders<br />
wichtig war, steht im Arbeitsleben oft die Quantität<br />
an erster Stelle – der Druck ist sehr hoch.“<br />
Druckprobe<br />
Lang und steinig kann sich der Weg in den Traumjob<br />
gestalten, das wissen die Experten nur allzu<br />
gut. Verfechter der Nine-to-Five-Mentalität sollten<br />
ihn erst gar nicht beschreiten, denn sie könntenmitdemraschenTempodesFachesnichtSchritt<br />
halten. Wer jedoch Einsatzbereitschaft und einen<br />
starken Willen zeigt, wird meist belohnt. „Die<br />
Kommunikationsbranche gibt sehr viel zurück,<br />
denn man ist laufend mit seiner Arbeit konfrontiert<br />
und von ihr umgeben“, erklärt Publicis Group<br />
Austria-Chef Raffaele Arturo.<br />
Allerdings müsse man frühzeitig erkennen, dass<br />
Geld allein nicht alles ist. Doch wann ist jemand<br />
für die Arbeit in der <strong>Werbung</strong> und Kommunikation<br />
geeignet? Entscheidend sind laut führenden<br />
Branchenexperten vor allem Leidenschaft, Einsatz<br />
und das unbedingte Interesse für das Fach.<br />
„Von einem Einsteiger wird in unserer Agentur<br />
erwartet, dass er offen, flexibel und – wie ich es<br />
nenne – überneugierig ist“, so Arturo. Ein kommunikatives,<br />
extrovertiertes Auftreten wird zudem<br />
ohnehin vorausgesetzt. Ideen wollen schließlich<br />
verkauft werden. Ob ein Bewerber dieser Aufgabe<br />
gewachsen ist, zeigt sich am besten in der Präsentation<br />
der eigenen Person. Doch auch die Identifikation<br />
mit Kundenbedürfnissen spielt im<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010 35
Testen Sie Ihr Wissen<br />
Prüfen Sie Ihr Wissen mit 66 wichtigen Fragen zu Marktforschung, Kreation, Business und mehr. Damit es nicht zu<br />
schwer wird, finden Sie auf Seite 40 die Antworten. Mehr Fachbegriffe finden Sie im Glossar am Ende des Buches und<br />
auf zahlreichen Seiten im Internet.<br />
Werbeformen<br />
1. Wofür steht AdImpression?<br />
2. Wie nennt man eine doppelseitige Werbefläche?<br />
3. Was ist ein Blook?<br />
4. Was versteht man unter Product Placement?<br />
5. Wie bezeichnet man es, wenn der vermittelte Besucher<br />
auf der Website des Merchants auf einen dort gelisteten<br />
Anbieter bzw. auf eine weitere Seite des Sponsoren<br />
klicken muss, damit eine Provision gezahlt wird?<br />
6. Wie hoch ist das zulässige Tagesmaximum an<br />
<strong>Werbung</strong> im ORF?<br />
<strong>7.</strong> Was ist der Unterschied zwischen Leser pro Ausgabe<br />
(LpA), Leser pro Nummer (LpN) und Leser pro Exemplar<br />
(LpE)?<br />
8. Wie nennt man es, wenn der User beim E-Mail-Marketing,<br />
nachdem er die Erlaubnis für weitere Zusendungen<br />
gegeben hat, seine Einwilligung per E-Mail noch einmal<br />
aktivieren muss?<br />
9. Wie bezeichnet man die Werbeform, deren Position<br />
sich permanent am unteren Bildschirmrand befindet?<br />
10. Was ist ein Blow-up?<br />
11. Was ist ein Titelkuller?<br />
12. Wie nennt man ein weiterentwickeltes Pop-up, das im<br />
Hintergrund geladen wird?<br />
Business<br />
13. Wie bezeichnet man ein gut eingeführtes Produkt oder<br />
Geschäft, das ohne große Anstrengungen einen ständigen<br />
Gewinnfluss erzeugt?<br />
36<br />
14. Durch welches Gesetz werden rechtliche Aspekte des<br />
elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs geregelt?<br />
15. Was bedeutet B2B?<br />
16. Was ist ein IPO?<br />
1<strong>7.</strong> Was ist ein Klickbetrug?<br />
18. Wer oder was ist ROI?<br />
19. Wie nennt man es, wenn Web-Angebote von allen Nut<br />
zern, unabhängig von körperlichen und/oder techni<br />
schen Möglichkeiten, uneingeschränkt genützt werden<br />
können?<br />
20. Wofür steht USP?<br />
21. Was bezeichnet den Long Tail?<br />
22. Was gibt der Deckungsbeitrag (DB) an?<br />
23. Was versteht man unter Folksonomy?<br />
24. Was ist ein meritorisches Gut?<br />
25. Was sind die Gründe für die zu geringe Nachfrage nach<br />
meritorischen Gütern?<br />
26. Was ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit (Werbeerfolg)<br />
von Direktwerbemaßnahmen?<br />
2<strong>7.</strong> Wie bezeichnet man Personen, die den Informations<br />
fluss zu und aus dem Buying Center steuern können?<br />
Strategie<br />
28. Wie nennt man Marketingaktivitäten, die auf eine virale<br />
Verbreitung durch die Zielgruppe setzen?<br />
29. Wofür steht die Abkürzung SEO?<br />
30. Wie bezeichnet man die Auswahl der Zielgruppen?
31. Was versteht man unter Image Transfer?<br />
32. Wie heißt die Phase, die an die Einführungswerbung<br />
anschließt, was ist ihr Ziel?<br />
33. Was versteht man unter Bulk Buying?<br />
34. Welche Liste verwaltet die RTR? Was gibt diese an?<br />
35. Was besagt die 90-9-1-Regel?<br />
36. Wofür steht die Abschöpfungsstrategie?<br />
3<strong>7.</strong> Wer oder was sind Dinks?<br />
38. Was ist das Ziel des semantischen Webs?<br />
39. Wie nennt man die Kostenvorteile, die durch Größe entstehen?<br />
40. Was bedeutet integrierte Kommunikation?<br />
41. Welche Informationen soll ein Kontaktbericht in jedem<br />
Fall beinhalten?<br />
Marktforschung<br />
42. Wie nennt man die Marktsituation, bei der das Angebot<br />
die Nachfrage übersteigt?<br />
43. Was bezeichnet eine Omnibusbefragung?<br />
44. Was misst der Aided Recall-Test?<br />
45. Wofür steht die AIDA-Formel?<br />
46. Was bedeutet Cocooning?<br />
4<strong>7.</strong> Was sind hybride Konsumenten?<br />
48. Was ist der Unterschied zwischen CAPI und CATI?<br />
49. Was ist der Unterschied zwischen CAWI und CASI?<br />
50. Welche Faktoren beeinflussen die kognitive Dissonanz<br />
positiv?<br />
51. Wie lautet die Formel für OTS?<br />
52. Wie berechnet man die Zielgruppenaffinität?<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Kreation<br />
53. Was bedeutet CMYK?<br />
54. Wie bezeichnet man die Ton-Atmosphäre?<br />
55. Was ist die Methode 635?<br />
56. Wie nennt man das Phänomen, wenn einzelne Gestaltungselemente<br />
die eigentliche Botschaft überdecken?<br />
5<strong>7.</strong> Was sind Teaser?<br />
58. Was sind die wichtigsten Regeln für Werbetexte?<br />
59. Was besagt die Filtertheorie der Wahrnehmung?<br />
60. Was ist das so genannte Berliner Format?<br />
61. Was misst Ping?<br />
62. Wie nennt man den Effekt, wenn Farben, die durch<br />
Komprimierung entfernt wurden, an abgestuften Farbverläufen<br />
fehlen?<br />
63. Wie nennt man es, wenn E-Mail-Programme Nachrichten<br />
im Doppelformat (HTML und Text) verschicken?<br />
64. Wie nennt man das Verfahren zur Klebebindung von<br />
Druckerzeugnissen?<br />
65. Was bezeichnet ein Vektor-Grafikformat, bei dem man<br />
den Inhalt nicht mehr verändern kann?<br />
66. Was besagt die Kiss-Formel?<br />
37
Dienstleistungsgewerbe eine nicht unerhebliche<br />
Rolle. Bei der Auswahl eines geeigneten Kandidaten<br />
wird außerdem die Problemlösungsfähigkeit<br />
betrachtet, die besonders für kreative Konzepte<br />
wichtigist.Auchmüssemanim„ZeitalterderNetzwerke“<br />
mit „dem hohen Tempo der Kommunikation<br />
Schritt halten“ können, ergänzt Bernhard<br />
Krumpel, Geschäftsführer von Brandstätter Business<br />
Communications. Die Erwartungshaltung an<br />
den Nachwuchs ist folglich hoch – dem Druck<br />
standzuhalten und trotzdem Freude an der Arbeit<br />
zu haben ist wohl die wahre Leidenschaft.<br />
Würzige Mischung<br />
Neben diesen so genannten „Soft Skills“ sollten<br />
Nachwuchs-Werber sowohl theoretisches Wissen<br />
als auch praktische Erfahrung vorweisen können.<br />
Nur so wird es ihnen langfristig möglich sein, sich<br />
in der Branche zu etablieren. „Die Kombination<br />
aus theoretischem Rüstzeug und Praxisbezug<br />
macht es aus, eines geht nicht ohne das andere“,<br />
ist Reinhard Bösenkopf, Geschäftsführer bei<br />
Cayenne, überzeugt. Ohne eine theoretische<br />
Grundlage sei es schwer, die Zusammenhänge in<br />
der Kommunikation zu verstehen, einem erfahre-<br />
38<br />
„<br />
WAS WERBER BRAUCHEN<br />
■ Räumliches Denken<br />
■ Umgang mit Farben, Flächen<br />
■ Fachliches, technisches, kaufmännisches Wissen<br />
■ Strategisches Denken<br />
■ Soziale Kompetenz, selbstsicheres Auftreten<br />
■ Verständnis für Kreativität<br />
■ Teamfähigkeit<br />
■ Leidenschaft und Einsatzbereitschaft<br />
■ Wissbegierigkeit<br />
■ Talent im Zeichnen, Fotografieren, Malen, Texten<br />
■ Stressresistenz<br />
„Die Branche ist immer noch etwas<br />
Besonderes. Wenn man neugierig<br />
beginnt, kann man viel erreichen“<br />
Raffaele Arturo<br />
CEO Publicis Group Austria<br />
nen Jobanwärter brauche man hingegen nicht<br />
jeden Handgriff neu zu erklären, pflichtet<br />
Krumpel bei. Bösenkopf, der sein Wissen über verschiedene<br />
Bildungsinstitutionen auch an Nachwuchs-Werber<br />
weitergibt, bindet deshalb sowohl<br />
Theorie- als auch Praxisbeispiele in seinen Lehrplan<br />
ein: „Theorie verbinde ich zu 90 Prozent mit<br />
Fällen aus der Praxis, weil sie so besser merkbar<br />
und umsetzbar wird.“ Einsteiger brauchen also<br />
dasnötigeWissenwieauchErfahrunginderUmsetzung.<br />
„Wir sind in der glücklichen Lage, dass sich<br />
am Markt beides anbietet“, so Krumpel.<br />
Sprungbrett Ausbildung<br />
Die Wichtigkeit einer fundierten Ausbildung ist<br />
unter Experten unumstritten. Quereinsteiger gebe<br />
es kaum noch. „Es genügt nicht, wie früher allein<br />
die Berufung in sich zu spüren“, meint Krumpel.<br />
Durch die zunehmende Professionalisierung der<br />
Kommunikationsbranche sind viele Bildungsangebote<br />
für Wissensdurstige entstanden. „Grundsätzlich<br />
gibt es entweder breitere Ausbildungsmöglichkeiten<br />
wie die Fachhochschule oder sehr<br />
spezialisierte Stellen wie die Lehrgänge der Werbe<br />
Akademie“, erklärt Sieglinde Martin von der<br />
FH<strong>Wien</strong>. Besonders Einsteigern ohne konkrete<br />
Vorstellungen empfehle sie die breitere Schiene.<br />
Wegen der vielfältigen Anforderungen der BrancheanAbsolventenbietenjedochdiemeistenInstitutionen<br />
bereits eine umfassende Basis: Von<br />
Betriebswirtschaft über Marketing, Marktforschung<br />
und Präsentation bis hin zur crossmedialenUmsetzungvonIdeenerlangendieNachwuchs-<br />
Werber umfangreiche Kenntnisse. Von erheblichem<br />
Vorteil kann außerdem ein Auslandsaufenthalt<br />
sein. An der FH<strong>Wien</strong> unterstützt etwa<br />
Sieglinde Martin die Möglichkeit eines Semesters<br />
in einem anderen Land, da sie internationale Kontakte<br />
und Erfahrungen für besonders wichtig hält.<br />
Bernd Georgsdorf hat während seiner Ausbildung<br />
ein halbes Jahr in Kanada studiert. Das Auslandssemester<br />
war für ihn das Highlight des Studiums.<br />
„Heute bin ich froh, dass ich einmal über den Tellerrand<br />
hinausblicken konnte – damit rückt alles
in einen größeren Zusammenhang“, so der Kundenberater.<br />
„Aber auch mein Studium hier hat<br />
mich durch sehr viel Praxisnähe, etwa durch Workshops<br />
und Projektarbeiten, gut auf den Job vorbereitet.<br />
Wichtig war für mich besonders, vieles auszuprobieren<br />
und, im Gegensatz zur Berufswelt,<br />
auch Fehler machen zu dürfen.“<br />
Lebenslanges Lernen<br />
Alles kann die Lehre freilich nicht abdecken. „Ich<br />
habe die Ausbildung immer als Impulsgeber gesehen.<br />
Die Basis ist sehr gut, es ist aber jedem einzeln<br />
überlassen, sich zu spezialisieren und weiterzubilden“,<br />
erinnert sich Georgsdorf. Auch Elisabeth<br />
Czerwenka-Kulmon, Geschäftsführerin bei Communication<br />
Organisation Consulting (COC), ist<br />
von der Wichtigkeit lebenslangen Lernens überzeugt.<br />
„Nur so können wir den Ansprüchen der<br />
Kunden, unserer Branche, der Wirtschaft, aber<br />
auch uns selbst als ‚denkenden‘ Menschen gerecht<br />
werden“, so Czerwenka-Kulmon. Regelmäßige<br />
Weiterbildungseifürsiedeshalbdurchnichtsersetzbar.<br />
Gerade in der schnelllebigen Werbebranche<br />
ist es vonnöten, das Bildungsangebot so aktuell wie<br />
möglich zu halten. „Die laufende Aktualisierung<br />
des Lehrplanes, Vortragende aus der Werbebranche<br />
sowie die Arbeit an realen Projekten sind der<br />
beste Garant dafür, dass unsere Inhalte den Anforderungen<br />
der Praxis entsprechen“, meint Barbara<br />
Posch von der Werbe Akademie. Und hoch sind<br />
sie, die Ansprüche des Berufes.<br />
Arbeitsmarkt<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Die Kombination aus theoretischem<br />
Rüstzeug und Praxisbezug<br />
macht es aus“<br />
Dass die Werbebranche nicht stillsteht, beobachten<br />
Experten seit Jahren. Im Vergleich zu früher<br />
sindheutedieRahmenbedingungenanders,Kommunikation<br />
geht im Allgemeinen schneller vonstatten.<br />
Um den Einstieg in das Berufsleben so reibungslos<br />
wie möglich zu gestalten, rät Elisabeth<br />
Czerwenka-Kulmon zu „Praktika und Volontariaten<br />
während der Ausbildung, sowohl direkt bei<br />
Agenturen als auch auf Kundenseite“. Denn<br />
Bewerber ohne Erfahrung haben es auf dem<br />
Reinhard Bösenkopf<br />
GF bei „Cayenne“ sowie Vortragender<br />
bfi und Privatschule für Werbedesign<br />
„<br />
Die größten Fehler beim<br />
Berufseinstieg<br />
■ Selbstüberschätzung<br />
■ Selbstunterschätzung<br />
■ Bequemlichkeit<br />
■ Dienst nach Vorschrift<br />
■ Nach Geld streben und für ein höheres<br />
Einstiegsgehalt auf den Traumjob verzichten<br />
■ Oberflächlichkeit<br />
■ Das Privatleben zu sehr vernachlässigen<br />
■ Spezialistentum – alles selbst machen wollen<br />
■ Kostenlose Präsentationen<br />
■ Die technische Umsetzung einer Präsentation<br />
nicht prüfen<br />
■ Zu wenig Mut haben<br />
39
Antworten zum Wissenstest<br />
1. EnglischerBegrifffür„Werbeeinblendung“.UntereinerWerbeeinblendungverstehtmaneineimBrowserdesInternetbenutzersdargestellte<strong>Werbung</strong>inForm<br />
eines Banners oder anderer Werbeformen wie Pop-ups<br />
2. Back-to-Back-Panel<br />
3. Ein Buch, das auf Inhalten basiert, die zuerst in einem Weblog veröffentlicht<br />
wurden<br />
4. Platzierung von Produkten, Waren, Dienstleistungen, Marken oder deren<br />
Namen in Filmen oder Fernsehsendungen gegen Entgelt oder sonstige Gegenleistung<br />
5. Pay per Click out<br />
6. 50 Minuten und 24 Sekunden (plus 20 Prozent)<br />
<strong>7.</strong> LpN:direkterhobeneReichweiteeinesPrintmediumsimErscheinungsintervall,<br />
LpA:LeserschafteinerdurchschnittlichenAusgabeeinerZeitschrift,LpE:Anzahl<br />
der Personen, die das gleiche Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift lesen,<br />
nicht direkt erhoben, sondern eine rechnerische Größe<br />
8. Double Opt-In<br />
9. Footer<br />
10. Ein extrem großformatiges Plakat, meist an Gebäuden<br />
11. Eine Kleinanzeige oben rechts oder links neben dem Titelschriftzug einer Zeitung<br />
12. Superstitial<br />
13. Cash Cow<br />
14. E-Commerce-Gesetz (ECG)<br />
15. Business to Business, steht für Beziehungen zwischen Unternehmen<br />
16. Initial Public Offering: Börsegang eines Unternehmens, auch Going Public<br />
genannt.BezeichnetdieNeuemissionvonAktienzueinemvonBankenfestgesetzten<br />
Kurs<br />
1<strong>7.</strong> Missbrauch des „Pay per Click“-Vergütungsmodells<br />
18. Return on Investment. Zurückfluss an Einnahmen, als Folge der Ausgaben für<br />
die Kundengewinnung<br />
19. Barrierefreies Internet/WebAccessibility<br />
20. Unique Selling Proposition, übersetzt etwa „einzigartige Werbebotschaft“<br />
21. „LangerSchwanz“,Tatsache,dassAnbieterimInternetdurcheinegroßeAnzahl<br />
an Nischenprodukten Gewinn machen können<br />
22. InwieweiteinProduktzurDeckungderGemeinkostenundzumUnternehmensgewinn<br />
beigetragen hat.<br />
23. Zusammengesetzter Begriff aus denWörtern folk (Volk) und taxonomy (Klassifikation),<br />
Verschlagwortung von Internetinhalten<br />
24. EinGut,beidemdieNachfragederBürgerausgesellschaftlicherSichtzugering<br />
ist (z. B.Ausbildung, Gesundheits- und Kulturwesen)<br />
25. Irrationale Entscheidungen, unvollständige Information, falsche Zeitpräferenzrate,<br />
externe Effekte<br />
26. Cost Per Order (CPO)<br />
2<strong>7.</strong> Gate Keeper<br />
28. Viral Marketing<br />
29. Search Engine Optimization (SEO), Suchmaschinenoptimierung<br />
30. Targeting<br />
31. Den angestrebten Übertragungseffekt des positiven Images eines ähnlichen<br />
Produktes, einer starken Marke, einer Person oder einer Sache auf das zu<br />
bewerbende Produkt<br />
32. Durchsetzungswerbung; Ziel ist es, die in der Einführungsphase erreichte<br />
Marktposition für ein neues Produkt zu stabilisieren<br />
33. Den Einkauf von Werbeflächen und -zeiten in großen Mengen<br />
34. DieRobinsonlistefürE-MailsundNewsletter.ListevonPersonen,diekeineWerbebotschaften<br />
auf elektronischem Weg erhalten möchten<br />
35. 90ProzentderInternet-UserlesenBeiträge,nehmendaranabernichtaktivteil,<br />
9 Prozent der User nehmen ab und zu teil, kommentieren Beiträge oder bes-<br />
40<br />
sern Fehler aus und nur 1 Prozent der User nehmen aktiv an sozialen NetzwerkenteilundsindfüreinenGroßteildesInhalts(Posts,Kommentare)verantwortlich<br />
36. DerPreisbeiderEinführungeinesProduktswirdsohochangesetzt,dasshohe<br />
Gewinne erzielt werden. Auf diese Weise amortisieren sich die Entwicklungskosten.<br />
In einer späteren Phase wird der Preis gesenkt. Diese Preisstrategie<br />
wird häufig bei Innovationen verwendet<br />
3<strong>7.</strong> Steht für Double Income No Kids, beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener<br />
ohne Kinder<br />
38. Die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Die<br />
Informationen im Web sollen von Maschinen interpretiert und automatisch<br />
maschinell weiterverarbeitet werden können<br />
39. Economies of Scale<br />
40. Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, um<br />
ausdenQuellenderinternenundexternenKommunikationvonUnternehmen<br />
eine Einheit herzustellen<br />
41. Alle für ein laufendes Projekt relevanten Daten: Projektname, Verantwortliche/Beteiligte,<br />
Ort, Datum, fortlaufende Nummer, Projektstand<br />
42. Käufermarkt<br />
43. Eine Umfrage, bei der Fragen mehrerer Auftraggeber und unterschiedlichste<br />
Themen gleichzeitig abgefragt werden<br />
44. Sowohl aktive als auch passive Gedächtnisinhalte<br />
45. Attention–Aufmerksamkeiterregen,Interest–Interessewecken,Desire–Wünsche<br />
erzeugen,Action – Kauf auslösen<br />
46. Gesellschaftserscheinung: Rückzug in die eigenen vier Wände, mehr zu Hause<br />
sein<br />
4<strong>7.</strong> Konsumenten,dieeinextremkontroversiellesVerhaltenandenTaglegen,z.B.<br />
sowohl eine starke Markenbindung als auch eine steigenden Preissensibilität<br />
48. CAPI (Computer Assisted Personal Interviewing): Bildschirmbefragung mit<br />
Interviewer, CATI (ComputerAssistedTelephone Interview): computergestützte<br />
Telefonbefragung, Interviewer gibtAntworten direkt ein<br />
49. CAWI (Computer Assisted Web Interviewing): Die Personen beantworten den<br />
FragenbogenonlineentwederübereineWebsiteoderalsE-Mail,CASI(ComputerAssisted<br />
Self Interview): der interviewten Person wird ein Laptop vorgelegt,<br />
auf dem ein Frageprogramm abläuft<br />
50. Involvement, Commitment, Differenzierungsgrad der Einstellungen und Präferenzen<br />
vor dem Kauf.<br />
51. OTS = (Bruttoreichweite des Mediaplans : Nettoreichweite des Mediaplans) x<br />
100<br />
52. Zielgruppenaffinität = (RW in % Zielgruppe : RW in Gesamtbevölkerung) x 100<br />
53. Die Buchstaben stehen für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key oder<br />
BlacK. Das im professionellen Druck vorherrschende Farbmodell<br />
54. Atmo<br />
55. Kreativitätstechnik des Brainwriting, bei der 6 Personen jeweils 3 Ideen entwickeln,<br />
die durch 5-maligen Tausch immer wieder ergänzt werden<br />
56. Vampir-Effekt<br />
5<strong>7.</strong> Besonders verlockende Werbemittel, die vor allem die Neugier anregen sollen<br />
58. Einfache und kurze Wörter, max. 15 Wörter pro Satz, der Text soll die Gefühle<br />
des Lesers ansprechen, er soll interessant und logisch aufgebaut sein<br />
59. Erwünschte oder erwartete Informationen werden bevorzugt registriert<br />
60. Zeitungsformat, Satzspiegel je Seite: 280 x 420 mm<br />
61. Die Zuverlässigkeit einer Netzwerkverbindung, Reaktionszeit des Servers<br />
62. Banding<br />
63. Multipart<br />
64. Lumbecken<br />
65. EPS<br />
66. Keep It Short and Simple
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Die gesamte Kommunikationsbranche<br />
ist ein sehr spannendes Feld, das<br />
zeigen auch die Bewerberzahlen“<br />
Jobmarkt ungleich schwerer als jene, die schon<br />
einmal in der Branche gearbeitet haben. Dabei<br />
sei laut Reinhard Bösenkopf auch Steh- bzw.<br />
Durchhaltevermögen ein wesentlicher Faktor:<br />
„Oft stößt man in der Praxis mit seinen Ideen auf<br />
Ablehnung, damit muss man umgehen können.“<br />
Am Puls der Zeit<br />
Durch neue Entwicklungen, wie im Bereich neuer<br />
Medien, haben sich zusätzlich die Jobprofile in<br />
der<strong>Werbung</strong>verändert,wie RaffaeleArturo weiß.<br />
„Digitale Anwendungen führen etwa dazu, dass<br />
sich die Berufsbilder anpassen müssen, nicht notwendigerweise<br />
zu zusätzlichen Jobs“, so der Agenturchef.<br />
„Online- und Social Media-Experten stehenderzeithochimKurs“,pflichtetBarbaraPosch<br />
bei. „Insbesondere von jungen Werbern wird<br />
erwartet, dass sie einen integrierten Kommunikationsplan<br />
entwickeln können.“ Tatsächlich wird<br />
der Umgang mit digitalen Medien bereits vorausgesetzt.<br />
Ob die neue Werber-Generation durch<br />
das Aufwachsen in der Informationsgesellschaft<br />
Vorteile gegenüber erfahreneren Mitarbeitern<br />
hat, sei jedoch dahingestellt. Um in der Branche<br />
bestehen zu können, ist Weiterbildung und die<br />
Verfolgung aktueller Trends ohnehin ein Muss.<br />
Mehr Stellenangebote<br />
Auch die Wirtschaftskrise birgt sowohl Chancen<br />
als auch Risiken für Einsteiger. So besteht laut<br />
Krumpel etwa die Gefahr, sich aufgrund der Budgetknappheit<br />
unter dem Wert zu verkaufen oder<br />
gar in die Versuchung zu kommen, nahezu gratis<br />
zu arbeiten. Das relativ niedrige Bezahlungsniveau<br />
kann jedoch auch als Chance für den Berufseinstieg<br />
gesehen werden, da das Budget der Agenturen<br />
begrenzt ist. Die möglichen Betätigungsfelder<br />
für die Kommunikationsbranche werden<br />
außerdem erweitert, denn gerade in wirtschaftlich<br />
schlechten Zeiten steigt das Bedürfnis der<br />
Unternehmen nach Imagepflege. Ob sie dieses<br />
auch wahrnehmen, ist hingegen fraglich. Barbara<br />
PoschvonderWerbeAkademiebeobachtetjedoch<br />
eine „deutlich steigende Anzahl von Stellenangeboten<br />
für unsere Absolventen“.<br />
Mag. Sieglinde Martin<br />
Institutsvorsteherin Kommunikationsmanagement<br />
FH<strong>Wien</strong> der WKW<br />
„<br />
Gemeinsam statt einsam<br />
Hat man erst einmal in der Branche Fuß gefasst,<br />
ist das Knüpfen von Beziehungen, auch Networking<br />
genannt, entscheidend. Als wesentliches Element<br />
der Kommunikation ist in der Branche ohne<br />
BeziehungenkeinVorankommen.„Ichsageimmer<br />
zu meinen Studierenden: Nützen Sie das Netzwerk<br />
an der FH, sowohl mit Lehrenden als auch<br />
mitKollegen–daskannspätervonenormerBedeutung<br />
sein“, erzählt Sieglinde Martin.<br />
Auch Georgsdorf, der noch am Anfang seiner Karriere<br />
steht, sieht das ähnlich: „Es gibt viele Fachveranstaltungen,<br />
auch für die Jugend, wo man<br />
interessante Leute kennen lernt, mit denen man<br />
sich austauschen kann.“ Jungen Werbern empfiehlt<br />
er das adforum oder den Dialog Marketing<br />
Verband (DMVÖ unplugged) als Anknüpfungspunkte.<br />
„Gemeinsam statt einsam“ lautet die<br />
Devise des neuen Werbezeitalters. Die so genannte<br />
Ellenbogentechnik ist hingegen schon lange nicht<br />
mehr gefragt. Dazu meint Krumpel: „Mein Rat:<br />
forget it.“ In Agenturen mit ihrem intensiven<br />
Arbeitsklima sei Ellenbogentechnik denkbar fehl<br />
am Platz. „Es ist wesentlich besser, die Ellbogen<br />
zum Aufstützen zu verwenden und stattdessen das<br />
Köpfchen einzusetzen“, betont der Kommunikationsfachmann.<br />
Vernetzung durch Bildung<br />
Dass Networking in der Werbebranche ein zentraler<br />
Wert ist, zeigt auch die Österreichische Marketinggesellschaft<br />
(ÖMG) mit ihrem zu Beginn des<br />
Jahres ins Leben gerufenen Mentoring-Programm<br />
„next Generation mentoring“. Die ÖMG agiert<br />
als Wissens,- Bildungs- und Kompetenzplattform,<br />
durch die Marketingwissen von Profis an neue<br />
Marketing-Generationenweitergegebenwird.Die<br />
zentrale These: Bildung ist ein notwendiges Kriterium<br />
zur sozialen Vernetzung.<br />
„Eine Gesellschaft, die zur Selbstoptimierung<br />
drängt, Karriere und Einkommen statt Selbstverwirklichung<br />
und idealistische Gesellschaftsutopien<br />
in den Vordergrund stellt, benötigt Bildung zur<br />
sozialen Vernetzung. Denn nur geteiltes Wissen<br />
41
vermehrt sich und begünstigt damit die permanente<br />
Weiterentwicklung“, sagt Klement Cabana,<br />
Projektleiter und Vorstandsmitglied der ÖMG.<br />
Frei nach Benjamin Franklins berühmtem Satz<br />
„Tell me and I forget, teach me and I remember,<br />
involve me and I learn.“ begleiten acht erfahrene<br />
Mentoren aus der Branche ihre Mentees rund ein<br />
Jahr lang in ihrer persönlichen und beruflichen<br />
Entwicklung und setzen ihre Führungs- und Sozialkompetenz<br />
dazu ein, um ihre Schützlinge bestmöglich<br />
zu führen und zu fördern.<br />
Wissenstransfer<br />
Der dadurch entstehende Wissenstransfer soll im<br />
besten Fall nicht nur zu Mitarbeitern führen, die<br />
unternehmerisch mitwissen, mitdenken, mithandeln<br />
und mitverantworten, sondern wird auch für<br />
die Unternehmen zu einem identitätsbildenden<br />
Faktor. „Unternehmen sind wieder verstärkt<br />
gezwungen, explizit zu zeigen, was sie von anderen<br />
unterscheidet, und verankern dabei Bildung<br />
als wichtigen Baustein für die Arbeitgeberattraktivität,<br />
um die Besten der Passenden zu ermitteln<br />
und an das Unternehmen zu binden“, gibt<br />
Klement Cabana Einblick in das Mentoring-Konzept<br />
der ÖMG.<br />
Beim Mentoring geht es also auch darum, das vorhandene<br />
intellektuelle Kapital neben den klassischen<br />
Produktionsfaktoren als zentrales strategisches<br />
Thema zu positionieren. Bildung und Wissenstransfer<br />
werden so integrativer Bestandteil des<br />
betriebswirtschaftlichen Gestaltungsprozesses.<br />
Für die Mentees bringt dieser Ansatz viel, nämlich<br />
dieChance,sichdurchdieUnterstützungdesMentors<br />
schnell und erfolgreich im beruflichen Umfeld<br />
weiterzuentwickeln.<br />
Potenzielle Mentees der ÖMG sind unter 30 Jahre<br />
alt, haben ein aufrechtes Beschäftigungsverhältnis,<br />
bekleiden aber keine Führungsposition und<br />
verfügen über kein abgeschlossenes Universitätsstudium.<br />
Die Anwärter werden von einer Jury, die<br />
aus Mentoren und Vorständen der ÖMG zusammengesetzt<br />
ist, ausgewählt. Kosten fallen für die<br />
Mentees nicht an!<br />
Info: www.marketinggesellschaft.at<br />
42<br />
Mentoring: Neue Marketing-Generationen profitieren vom<br />
Wissen der erfahrenen Profis
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Tipps für den Start I Wichtige Partner I Berufe in der <strong>Werbung</strong> I Jobprofile I Briefing<br />
Praxis<br />
44
04<br />
Tipps für den Start<br />
Der Gang in die Selbstständigkeit ist vor allem für<br />
viele Kreative eine attraktive Option. Können Sie<br />
doch so ein hohes Maß an Unabhängigkeit bewahren<br />
und Ideen oft deutlich schneller umsetzen als in<br />
einem großen Unternehmen. Doch das Chefsein<br />
hat auch seine Tücken und es ist vor allem eines:<br />
einsam. 65 Prozent aller Unternehmen im Bereich<br />
<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation in Österreich<br />
sind Ein-Personen-Unternehmen (EPUs). Insgesamt<br />
waren mit Ende 2009 54,5 Prozent der gesamtenaktivenWirtschaftskammer-MitgliederEin-Personen-Unternehmen.<br />
Positionierung wichtig<br />
Gerade in der Werbebranche tragen die Ein-Personen-Unternehmen<br />
mit ihrer Kreativität aber viel zu<br />
Österreichs Wirtschaft bei. Grafiker, Werbetexter<br />
oder PR-Berater können gerade als EPUs ihre Kreativität<br />
oft besser umsetzen als in einem Dienstverhältnis.<br />
Doch nicht jeder eignet sich auch mit ausreichender<br />
fachlicher Qualifikation für die Selbstständigkeit.<br />
Worauf sollten also angehende EPUs im<br />
Besonderen achten und welche Eigenschaften benötigen<br />
sie, damit die Unternehmensgründung auch<br />
ein Erfolg wird?<br />
„Die Positionierung ist für EPUs entscheidend“, sagt<br />
Birgit Kraft-Kinz, Geschäftsführerin bei KRAFT-<br />
KINZ, dem Strategieberater im Bereich der Kommunikation.<br />
Wichtig ist es also, schon vor Beginn der<br />
Geschäftstätigkeit Klarheit über die eigenen Stärken<br />
und die Ziele des Unternehmens zu haben. Warum<br />
soll der potenzielle neue Kunde gerade mit Ihnen als<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Die Unternehmensgründung erfordert<br />
eine Vielzahl reiflicher Überlegungen.<br />
Mit den richtigen Tipps zu Manage-<br />
ment, Institutionen, Berufen und Brie-<br />
fing fällt der Start ins Geschäftsleben<br />
aber in jedem Fall leichter.<br />
NeugründerinsGeschäftkommen?FürBirgitKraft-<br />
Kinz müssen alle Bemühungen zu einer eindeutigen<br />
Erleichterung der Kaufentscheidung für den Kunden<br />
führen.<br />
So sehr auch rationale Argumente für eine Unternehmensgründung<br />
ausschlaggebend sind, geht es<br />
abernichtohneeinePortionLeidenschaftundGefühl.<br />
Rudi Kobza, CEO bei Lowe GGK bringt es auf den<br />
Punkt: „Man benötigt Leidenschaft und eine Vision,<br />
gepaart mit Kultur! Der Rest ist Buchhaltung.“<br />
Neuen, jungen Ein-Personen-Unternehmen empfiehlt<br />
er: „Gestaltet, baut auf und manifestiert eure<br />
Träume. Vieles geht.“ Diese motivierenden Töne<br />
können junge Unternehmer gut brauchen, denn der<br />
Weg in die Selbstständigkeit ist alles andere als einfach.<br />
Ständig am Ball bleiben<br />
Gerade Ein-Personen-Unternehmen stehen unter<br />
einem besonderen Druck, denn niemand wird<br />
ihnen Arbeit abnehmen oder gar für sie werben.<br />
Noch mehr als größere Firmen müssen allein agierendeUnternehmerständigamBallbleiben.Wichtig<br />
ist es, den „Erfahrungsaustausch innerhalb der<br />
Branche zu suchen und die Kontakte und das Netzwerk<br />
zu pflegen. Man gerät schnell in Vergessenheit,<br />
wenn man nicht auch für sich selbst <strong>Werbung</strong><br />
und Kommunikation macht“, sagt Birgit Kraft-<br />
Kinz.<br />
GegendiedrohendeVereinsamungderEPUsempfiehlt<br />
Rudi Kobza Bürogemeinschaften. „EPUs<br />
fühlen sich oft alleine in puncto Austausch, Moti-<br />
45
vation und Teilen der Begeisterung. Alleine deswegen<br />
sind Bürogemeinschaften mehr als sinnvoll.“<br />
Unternehmer-Eigenschaften<br />
Für Cindy Luisser, Geschäftsführerin der MarketingundKommunikationsagenturcom::con,haben<br />
EPUs<br />
„die größte Chance, wenn sie eine Nische besetzen<br />
bzw. Experten in einem Bereich sind und/oder über<br />
eingutesNetzwerkverfügen.“HierbeispielenKooperationen<br />
und Empfehlungen eine besondere Rolle.<br />
Luisser ist bereits seit sieben Jahren Einzelunternehmerin,<br />
den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie nie<br />
bereut. Selbst wenn für sie zu Beginn auch die Vereinbarkeit<br />
von Familie und Beruf ausschlaggebend war,<br />
istfürdieQuereinsteigerinklar:„ManmusseinUnternehmertyp<br />
sein.“<br />
Unternehmer benötigen eine Vielzahl von Eigenschaften,dieweitüberdiefachlicheQualifikationhinausgehen.EinerseitsistKompetenzgefragt,aberauch<br />
Visionen sind zur Realisierung einer Geschäftsidee<br />
von Vorteil. Cindy Luisser bringt Kraft ihrer Erfahrung<br />
die Top-Unternehmereigenschaften auf den<br />
Punkt: Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit, Wirtschaftsverständnis,<br />
Networkingfähigkeiten, Prioritäten<br />
setzen können, Präsenz und Optimismus. Hartnäkkigkeit<br />
und Durchhaltevermögen sind auch für<br />
Birgit Kraft-Kinz entscheidene Eigenschaften als<br />
Unternehmerin. Ihrer Erfahrung nach hat aber auch<br />
die Fähigkeit zuhören und im Sinne des Kunden denken<br />
zu können ebensolches Gewicht.<br />
Recherche und Outsourcing<br />
Sind einmal die Würfel für die Unternehmensgründung<br />
gefallen, warten eine Vielzahl von Vorarbeiten<br />
auf die Neugründer. Wichtig ist zu Beginn die gründliche<br />
Rechereche sowie die Einplanung von ausreichend<br />
Vorlaufzeit. Aber auch die Inanspruchnahme<br />
der zahlreichen Unterstützungen spielt eine Rolle.<br />
„Es gibt von vielen Seiten hervorragende Unterstützung<br />
wie z. B. von der Wirtschaftskammer, aber auch<br />
vonanderenOrganisationen“,weißBirgitKraft-Kinz.<br />
Generell sollten sich Neugründer Rat von Erfahrenen<br />
holen. Promotoren, Mediatoren, Kooperationen<br />
und ein gut funktionierendes Netzwerk sind für jeden<br />
46<br />
„<br />
„Die Positionierung ist auch für<br />
EPUs entscheidend“<br />
Mag. Birgit Kraft-Kinz<br />
Geschäftsführerin KRAFTKINZ<br />
Neugründer Gold wert. Damit es zu keinen unangenehmen<br />
Überraschungen kommen kann, empiehlt<br />
Cindy Luisser außerdem dringend, vor dem Start alle<br />
möglichen Szenarien durchzuspielen. „Es kommt<br />
meistens anders, als man denkt, aber man ist dann flexibler.“<br />
Aber auch ein konsequentes Outsourcing ist<br />
hilfreich. „Tätigkeiten, die selbst nicht in die Kernkompetenz<br />
fallen, sollte man outsourcen“, sagt Luisser.<br />
„So bleiben Ressourcen für das Wesentliche.“<br />
Gegen das Scheitern hilft es auch, schon vor dem<br />
eigentlichen Start einen Kunden zu haben. Das rät<br />
jedenfalls Rudi Kobza. „Das erinnert ein bisschen an<br />
HenneundEi,trotzdemscheiternvieleimerstenJahr.<br />
Die monatliche Burnrate ist schnell zu hoch.“<br />
Partner: Ja oder nein?<br />
Als Unternehmer braucht man aber nicht nur Kunden,<br />
sondern oft auch Partner. Lohnt sich also die<br />
Zweisamkeit? Birgit Kraft-Kinz empfiehlt ein Netzwerk<br />
und keine direkte Partnerschaft: „Partnerschaft<br />
ist nicht nur in Ehen zeitaufwändig.“ Auch für Rudi<br />
Kobza gilt: „There ist just one captain on the boat.<br />
Partnerschaftenfunktionierennurdannperfekt,wenn<br />
dieAufgabenundVerantwortlichkeitenglasklargeregelt<br />
sind.“ Für Cindy Luisser hängt die Entscheidung<br />
für oder gegen eine Partnerschaft ganz klar vom Businessmodell<br />
ab. „Ich denke, hier gibt es kein Besser<br />
oder Schlechter.“<br />
Praxis-Tipps für den Start<br />
In der Euphorie einer Neugründung kommt neben<br />
der eigentlichen Arbeit das Management des eigenen<br />
Unternehmens oft zu kurz. Viele Fehler lassen sich<br />
aber von Beginn an vermeiden, wenn einige Regeln<br />
beachtet werden. Folgende Tipps können Neugründern<br />
den Einstieg in den Markt erleichtern:<br />
■ Bedenken Sie, dass auch in der Nische (SpezialagenturmitspezifischenKompetenzen)eineMenge<br />
Potenzial schlummert.<br />
■ Machen Sie sich ein Bild von Ihren unmittelbaren<br />
Mitbewerbern! Lernen Sie davon, überlegen Sie<br />
sich aber auch, wie Sie sich gezielt abheben können.<br />
■ Bedenken Sie, dass Ihr Unternehmen eine Marke
ist. Versuchen Sie von Beginn an, ein eigenständiges,<br />
unverwechselbares Profil (USP) herauszuarbeiten.<br />
■ VergessenSienichtauf PRineigenerSache:InformierenSiedieFachpresseüberdieGründungIhres<br />
Unternehmens, Personalia, gewonnene Etats,<br />
Kreativ- und Effizienz-Awards. Aber versenden<br />
SiePRnur,wennSiewirklichetwaszusagenhaben!<br />
■ Sammeln Sie Fachpresseartikel über Ihre eigene<br />
Agentur und über Ihre Mitbewerber.<br />
■ Reichen Sie Arbeiten bei Kreativ- und Effizienz-<br />
Awards ein, wenn Sie überzeugt sind, dass Sie eine<br />
reelleChanceauf einenPreishaben.Die(ofthohen)<br />
Einreichkosten sind eine sinnvolle Investition.<br />
■ Gehen Sie zu Beginn sparsam mit Ihren finanziellen<br />
Ressourcen um und überlegen Sie, ob eine<br />
Investition wirklich sinnvoll ist.<br />
■ Seien Sie besonders anfangs nicht zu risikofreudig!<br />
■ Prüfen Sie die Bonität Ihrer (vor allem) kleineren<br />
Kunden! Sie können sich zu Beginn keine Forderungsausfälle<br />
leisten.<br />
■ Eine Bankverbindung bei einer namhaften Bank<br />
mit einem kompetenten Berater ist Gold wert.<br />
■ Überlegen Sie sich, ob die Hereinnahme eines<br />
kompetenten Partners nicht sinnvoller ist als das<br />
Einzelkämpferdasein.<br />
■ Bauen Sie Netzwerke auf und aus. Besuchen Sie<br />
laufend Fachveranstaltungen, die Ihren Horizont<br />
erweitern können.<br />
■ Lesen Sie Fachpublikationen und bleiben Sie über<br />
die Online-Dienste der Fachpresse stets auf dem<br />
Laufenden.<br />
■ Mieten Sie zu Beginn kein zu großes, aber auch<br />
kein zu kleines Objekt an: Ein Umzug innerhalb<br />
der ersten Monate lähmt den eigentlichen Betrieb<br />
füreinigeTageoderWochen,einzugroßesObjekt<br />
verursacht unnötig hohe Kosten.<br />
■ Gehen Sie bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter sorgsam<br />
um: Gerade zu Beginn können Sie sich ein<br />
Vorgehen nach dem Prinzip „Trial and Error“<br />
nicht leisten. Legen Sie Wert auf die fachliche<br />
Kompetenzsowieauchauf guteUmgangsformen,<br />
angemessenes Auftreten und den Ruf, der Ihren<br />
neuen Mitarbeitern vorauseilt.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„EPUs benötigen eine größere Art<br />
der Vernetzung in Working Groups,<br />
aber auch im Bereich Social Media”<br />
Mag. Emanuel Maxl<br />
EPU in der Markt- und Meinungsforschung<br />
■ Reagieren Sie auf Ihren ersten größeren Etatgewinn/Auftrag<br />
nicht mit allzu viel Euphorie. Seien<br />
Sie behutsam beim Einstellen von Angestellten<br />
(Lohnnebenkosten!).<br />
■ Bedenken Sie, dass jeder Auftrag nicht nur die laufenden<br />
Kosten (Miete, Strom etc.) und die Kosten<br />
für Mitarbeiter abdecken muss, sondern auch den<br />
Unternehmerlohn.<br />
■ Sehen Sie sich rechtzeitig nach einem guten und<br />
in Ihrem Feld kompetenten Steuerberater um!<br />
■ Scheuen Sie allzu hohe Kredite.<br />
■ Bedenken Sie, dass Sie vor allem in den ersten<br />
Wochen/Monaten wenig Freizeit haben werden.<br />
■ Hüten Sie sich zu Beginn vor allzu großzügigen<br />
Privatentnahmen.UndbedenkenSie,dassSievon<br />
denEinnahmennebendenlaufendenKostenauch<br />
Steuern (Umsatz-, Körperschafts- und Einkommensteuer)sowieSozialversicherungsbeiträgeentrichten<br />
müssen.<br />
■ Konsultieren Sie Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation und nützen Sie andere<br />
Beratungsstellen: Guter Rat muss nicht immer<br />
teuer sein!<br />
Businessplan wichtig<br />
Nicht nur hilfreich, sondern absolut notwendig ist<br />
die Erstellung eines detaillierten Business- oder<br />
Geschäftsplans. Egal welche Idee Sie mit Ihrem eigenenUnternehmenverwirklichenmöchten,Siebrauchen<br />
genaue Aufstellungen und Argumente Ihres<br />
Vorhabens.<br />
INFO<br />
„<br />
Konsultieren Sie bei Fragen und Unklarheiten Ihre<br />
<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
und nützen Sie auch andere Beratungsstellen von<br />
Institutionen, Bund und Ländern.<br />
Denn guter Rat muss nicht immer teuer sein – oft ist<br />
er sogar kostenlos!<br />
47
Regie führen<br />
Gehen Sie davon aus, dass Sie der Kapitän an Bord<br />
oder zumindest ein wichtiger Partner in Ihrem<br />
Unternehmen sein werden. Sie werden daher nicht<br />
nur Ihr eigenes Geld, sondern wahrscheinlich einen<br />
Teil Ihrer Freizeit in Ihre Firma stecken müssen.<br />
Daher sollten Sie bereits im Vorfeld der Gründung<br />
die Chance wahrnehmen, mit einem detaillierten<br />
Business- oder Geschäftsplan mögliche Risiken zu<br />
vermindern und potenzielle Fallen aufzuspüren.<br />
Die Inhalte eines solchen Plans benötigen Sie zum<br />
Beispiel bei Kapitalgebern wie Investoren, Banken<br />
undFörderstellen,beidenenSieauf Finanzierungsmittel<br />
hoffen. Gleichzeitig ist Ihr Businessplan für<br />
Ihre Idee das wichtigste Kommunikationsinstrument<br />
nach außen.<br />
Denn eine gute Idee alleine ist noch lange nicht ausreichend<br />
für eine gute Unternehmung. Ihre potenziellen<br />
Geschäftspartner möchten konkrete Ziele<br />
und keine Luftschlösser vor Augen haben. Aber<br />
auch für ein bestehendes Unternehmen ist dieses<br />
Dokument sinnvoll, wenn es zum Beispiel eine<br />
Geschäftserweiterung oder eine Kooperation mit<br />
einemanderenUnternehmenplantodereineÜbernahme<br />
beziehungsweise Übergabe im Raum steht.<br />
48<br />
Wichtige Fragen<br />
„<br />
■ Welche grundsätzlichen Chancen und Risiken bestehen<br />
für Ihr Geschäftsvorhaben?<br />
■ Gibt es eine detaillierte SWOT-Analyse (Stärken-,<br />
Schwächen-, Chancen-, Gefahrenanalyse)?<br />
■ Welche Maßnahmen sind geplant, um die aufgezeigtenRisikeneinzuschränken(Innovations-beziehungsweise<br />
Risikomanagement)?<br />
■ Inwieweit können Sie durch Anpassung Ihrer Pläne<br />
diese Auswirkungen (im Falle von Risiken) begrenzen<br />
oder (im Falle von Chancen) nützen?<br />
■ Wie wird im günstigsten und im ungünstigsten SzenarioIhrePlanungfürdienächstenvierbisfünfGeschäftsjahre<br />
aussehen?<br />
„Bürogemeinschaften oder ähnliches<br />
sind mehr als sinnvoll“<br />
Rudi Kobza<br />
CEO Lowe GGK<br />
Die Firma i2b („ideas to business“) erstellt Unternehmenskonzepte<br />
und hat es sich zum Ziel gesetzt,<br />
mit professionellen Anweisungen aus Ihrem Businessplan<br />
eine Folge von Regieanweisungen für die<br />
einzelnen Schritte IhresUnternehmenszu machen.<br />
Betrachten Sie die Vorschläge von i2b als solche<br />
und verwirklichen Sie damit Ihr eigenes Drehbuch<br />
Schritt für Schritt:<br />
Andere überzeugen<br />
Um andere zu überzeugen, müssen Sie in der Lage<br />
sein, potenzielle Abnehmer bzw. Kunden für Ihr<br />
Produkt oder Ihre Dienstleistung zu begeistern.<br />
Das erreichen Sie nur, wenn Sie jede einzelne der<br />
folgenden Eigenschaften klar und verständlich formulieren<br />
können:<br />
■ Kundennutzen: Sie bieten DIE Lösung für ein<br />
(mögliches) Problem des Kunden, der Nutzen<br />
muss allerdings „messbar“ sein.<br />
■ Innovation: Sie bieten etwas völlig Neues, Neuartiges,<br />
Anderes, also die NEUE Lösung im Vergleich<br />
zu jenen, die bisher auf dem Markt sind.<br />
■ Markt:Diesersolltegroßgenugsein,damiteinegenügend<br />
große Menge an Menschen bzw. Unternehmen<br />
das Problem hat, welches Sie lösen könnten.<br />
■ Umsetzung: Sie müssen Ihre Lösung in einem<br />
Unternehmen durchsetzen können.<br />
■ Profitabilität: Einnahmen minus Ausgaben müssen<br />
am Ende ein Plus ergeben.<br />
Businessplan erstellen<br />
Es gibt keinen „Masterplan“ für die Erstellung eines<br />
Geschäftsplans. Dennoch sollten Sie einige wesentliche<br />
Punkte beachten, um potenzielle Partner und<br />
Investoren zu überzeugen. Zum Beispiel die<br />
Geschichte Ihres Unternehmens: Was steckt hinter<br />
Ihrer Geschäftsidee, was waren die Beweggründe<br />
dafür? Was gibt es über Ihr Unternehmen zu sagen?<br />
Handeln Sie aus Überzeugung? Verfügen Sie über<br />
die notwendigen Eigenschaften und Befähigungen?<br />
Wie hat sich Ihr Unternehmen, sofern es bereits<br />
besteht, bisher entwickelt?<br />
Auch sollten Sie in Ihrem Plan aufzeigen können,<br />
warum der Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen
sollte. Haben Sie eine besonders innovative Idee?<br />
Was unterscheidet Ihre Art der Dienstleistung von<br />
anderen? Wie wird sich Ihre Kommunikationsagentur<br />
von anderen Agenturen unterscheiden?<br />
Was ist neu? Warum braucht der Markt gerade Sie?<br />
Wenn es um innovative Geschäftsideen geht, ist<br />
vorab zu klären, ob es für diese überhaupt einen<br />
Markt gibt. Menschen sind bereit, für bestimmte<br />
Bedürfnisse Geld auszugeben – und dieser Nutzen<br />
muss messbar dargestellt werden.<br />
Dabei ist der USP (Unique Selling Proposition –<br />
„Alleinstellungsmerkmal“), also die Differenzierung<br />
Ihrer Dienstleistung von den Dienstleistungen<br />
Ihrer Mitbewerber wesentlich. Inwieweit bieten Sie<br />
etwas Einzigartiges beziehungsweise Besonderes<br />
an? Weshalb soll ein Kunde sein Geld ausgerechnet<br />
bei Ihnen ausgeben? Diese Differenzierung muss<br />
eindeutig und glaubhaft sein, sie muss klar beweisbar<br />
dargestellt werden. Nur wenn die Differenzierung<br />
stimmt, gibt es auch einen logischen Grund,<br />
weshalbKundenzuIhnenkommensollenundnicht<br />
zu Ihren Mitbewerbern.<br />
Wenn Ihre Dienstleistung nicht innovativ genug ist<br />
oder Ihnen aus anderen Gründen Zweifel kommen,<br />
sollten Sie Ihren Schritt noch einmal überdenken<br />
beziehungsweise Ihren Plan in eine andere Richtung<br />
gehend überarbeiten. Wenn Ihre Idee bereits<br />
von genügend anderen Marktteilnehmern angeboten<br />
wird, weshalb sollte man dann ausgerechnet auf<br />
Ihre Agentur warten? Bedenken Sie aber, bevor Sie<br />
jetztIhrKonzeptzumOpferderMülltonnemachen<br />
Tipps für den perfekten Businessplan<br />
■ Nur wenn Sie selbst von Ihrer Geschäftsidee überzeugt<br />
sind, können Sie das auch an potenzielle Partner vermitteln.<br />
■ Erstellen Sie Ihren Businessplan bereits für die nächsten<br />
drei bis fünf Jahre. Im ersten Jahr sollten Sie unbedingt<br />
jeden einzelnen Monat planen, die restlichen Jahre können<br />
auf Jahresbasis beruhen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„EPUs haben die größte Chance,<br />
wenn sie eine Nische besetzen<br />
oder Experten in einem Bereich<br />
sind“<br />
Cindy Luisser, MA<br />
Geschäftsführerin com::con<br />
„<br />
wollen,dassnichtunbedingtdieangeboteneDienstleistung<br />
selbst neu sein muss, sondern auch etwa<br />
das Marketing für diese neuartig sein kann. Und<br />
darinsindSiejamithoherWahrscheinlichkeitProfi!<br />
Der Markt als Risiko und Chance<br />
BeiIhrerEntscheidungspieltderMarkteinewesentliche<br />
Rolle. Informieren Sie sich genau über Chancen<br />
und Risiken sowie über potenzielle MitbewerberinIhrerBranche.HilfreichsinddabeidieMarktgröße<br />
und die Beschreibung Ihrer Zielkunden:<br />
Wie groß ist der Markt für Ihre Dienstleistung?<br />
Erkundigen Sie sich zum Beispiel bei der Wirtschaftskammer<br />
Österreich (www.wko.at) oder bei<br />
einer der zahlreichen Institutionen, die auf <strong>Werbung</strong><br />
und Marktkommunikation spezialisiert sind.<br />
Denn nur wenn ein Markt groß genug ist, macht es<br />
Sinn, Ihre Idee in einem Unternehmen umzusetzen.<br />
Hilfreiche Informationen über den Markt bekommen<br />
Sie durch die Wirtschaftskammern, statistische<br />
Ämter, Banken und das Internet. Diese QuellenmachenesIhnenauchmöglich,Annahmenüber<br />
die Struktur Ihrer Zielkundengruppen zu treffen<br />
und darzustellen.<br />
Links:<br />
www.gruenderservice.at<br />
http://wko.at<br />
www.berufskompass.at/gruendereignung<br />
www.i2b.at<br />
■ Je einfacher Sie Ihre Idee beschreiben können, desto<br />
attraktiver werden Geldgeber, Kunden, Lieferanten und<br />
Mitarbeiter diese finden.<br />
■ Im Endeffekt ist ein Kunde nur bereit, Geld auszugeben,<br />
wenn es am Ende eine „Win-Win-Situation“ gibt. Das<br />
heißt nicht nur der Unternehmer, sondern vor allem der<br />
Kunde muss ein Gewinner sein.<br />
49
Wichtige Partner<br />
Österreichische Institutionen<br />
Creativ Club Austria (CCA)<br />
Kochgasse 34/16, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/408 53 51, Fax 01/408 53 52<br />
office@creativclub.at, www.creativclub.at<br />
Design Austria (DA)<br />
Berufsverband der Grafik-Designer,<br />
Illustratoren und Produkt-Designer<br />
designforum MQ, Museumsplatz 1, 1070 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/524 49 49-0<br />
service@designaustria.at, www.designaustria.at<br />
Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ)<br />
Heumühlgasse 11, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/911 43 00, Fax 01/911 43 00-22<br />
office@dmvoe.at, www.dmvoe.at<br />
Event Marketing Board Austria (EMBA)<br />
Mag. Martin Brezovich<br />
Wilhelminenstraße 80–82, 1160 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/535 52 85, Fax 01/480 45 20-28,<br />
office@emba.co.at, www.emba.co.at<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der WKO<br />
Wiedner Hauptstraße 73, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
(Adresse ab Dez. 2010: Wiedner Hauptstraße 57)<br />
Tel. 05 90 900-3541, Fax 05 90 900-285<br />
werbung@wko.at, www.fachverbandwerbung.at<br />
Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen<br />
der WKO<br />
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 05 90 900-3172, Fax 05 90 900-3178<br />
http://wko.at/telekom<br />
Interessengemeinschaft der Messe- und Live-Marketing-Spezialisten<br />
Österreichs (I.M. Austria)<br />
Schlickgasse 4/1/4–5, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/310 94 00, Fax 01/310 94 00-7<br />
office@imaustria.at, www.imaustria.at<br />
50<br />
International Advertising Association (IAA),<br />
Austrian Chapter<br />
Reisnerstraße 5, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/242 30-400, Fax 01/242 30-129<br />
office@iaa-austria.at, www.iaa-austria.at<br />
Internet Advertising Bureau (IAB) Austria<br />
c/o Freie Digitale, Karin Hammer,<br />
Lerchenfelder Straße 88–90/13, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 0680/128 00 34<br />
administration@iab-austria.at,<br />
www.iab-austria.at<br />
Kommunikationsbehörde Austria<br />
(KommAustria)<br />
Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191<br />
rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />
Marketing Club Österreich (MCÖ)<br />
Dornbacherstr. 31/Top 8, 1170 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/481 66 67, Fax 01/481 67 99<br />
buero@marketingclub.at,<br />
www.marketingclub.at<br />
MediaWatch<br />
Institut für Medienanalysen GmbH<br />
Bürgerstraße 2, 6020 Innsbruck,<br />
Tel. 0512/58 89 59-0, Fax 0512/58 89 59-20<br />
mediawatch@apa.at,<br />
www.apa-mediawatch.at<br />
Österreichische<br />
<strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />
Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/512 88 66, Fax 01/512 88 66-22<br />
office@oeak.at, www.oeak.at<br />
Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG)<br />
Gumpendorfer Straße 19, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/997 12 64-0,<br />
Fax 01/997 12 64-4<br />
info@marketinggesellschaft.at,<br />
www.marketinggesellschaft.at<br />
Österreichischer Presserat<br />
c/o Presseclub Concordia,<br />
Bankgasse 8, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 85 73, Fax 01/533 71 72-9<br />
www.voez.at
Österreichischer Verband der<br />
Markenartikelindustrie (MAV)<br />
Am Heumarkt 12, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/713 32 88, Fax 01/713 83 28<br />
office@mav.at, www.mav.at<br />
Österreichische Webanalyse (ÖWA)<br />
Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/512 88 66-17, Fax 01/512 88 66-22<br />
office@oewa.at, www.oewa.at<br />
Österreichische Werbewissenschaftliche<br />
Gesellschaft (WWG)<br />
Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong><br />
Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/313 36-4617, Fax 01/317 66 99<br />
wwg@wu-wien.ac.at, www.wwgonline.at<br />
Österreichischer Werberat (ÖWR)<br />
Wiedner Hauptstraße 73, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />
(Adresse ab Dez. 2010: Wiedner Hauptstraße 57)<br />
Tel. 05 90 900-3577, Fax 05 90 900-285<br />
office@werberat.at, www.werberat.at<br />
Österreichischer Zeitschriften- und<br />
Fachmedien-Verband (ÖZV)<br />
Renngasse 12/6, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/319 70 01<br />
oezv@oezv.or.at, www.oezv.or.at<br />
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)<br />
Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191,<br />
rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />
Verein ARGE Media-Analysen<br />
Riemergasse 11/3/11, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/513 25 70, Fax 01/513 25 70-2<br />
ma@media-analyse.at, www.media-analyse.at<br />
Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ)<br />
Postfach 182, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 0699/102 307 64, Fax 0699/402 307 64<br />
sekretariat@vmoe.at, www.vmoe.at<br />
Verband der Regionalmedien<br />
Österreichs (VRM)<br />
Esterhazygasse 4a/2/17, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/585 77 37, Fax 01/585 77 37-37<br />
vrm@vrm.at, www.vrm.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Verband für Integrierte<br />
Kommunikation (VIKOM)<br />
Schwarzenbergplatz 4, 1031 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/711 35-2413, Fax 01/711 35-2313<br />
vikom@iv-net.at, www.vikom.at<br />
Verband Österreichischer<br />
Privatsender (VÖP)<br />
Parkring 10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/516 33-3166, Fax 01/516 33-3000<br />
office@voep.at, www.voep.at<br />
Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ)<br />
Wipplingerstraße 15, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/533 79 79<br />
office@voez.at, www.voez.at<br />
Verein Forum Media-Planung (FMP)<br />
c/o Sales Crew, Susanne Kristek<br />
Schlöglgasse 11, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />
www.forummediaplanung.at<br />
Internationale Institutionen<br />
European Advertising Standards<br />
Alliance (EASA)<br />
Rue de la Pépinière/Boomkwekerijstraat 10-10a,<br />
B-1000 Bruxelles, Belgien,<br />
Tel. 0032/2/513 78 06, Fax 0032/2/513 28 61<br />
info@easa-alliance.org, www.easa-alliance.org<br />
European Association of<br />
Communications Agencies (EACA)<br />
152 Boulevard Brand Whitlock, B-1200 Bruxelles,<br />
Belgien, Tel. 0032/2/740 07 10<br />
Fax 0032/2/740 07 17<br />
www.eaca.be<br />
Federation of European Direct and Interactive Marketing<br />
(FEDMA)<br />
439 Avenue de Tervuren, B-1150 Bruxelles,<br />
Belgien, Tel. 0032/2/779 42 68,<br />
Fax 0032/2/779 42 69<br />
info@fedma.org, www.fedma.org<br />
IAA International Advertising Association<br />
World Service Center, 275 Madison Avenue,<br />
Suite 2102, New York, NY 10016, USA,<br />
Tel. 001/212 557 1133, Fax 001/212 983 0455<br />
membership@iaaglobal.org, www.iaaglobal.org<br />
51
ICC Austria – Internationale Handelskammer<br />
WiednerHauptstraße73,1040<strong>Wien</strong>,<br />
Tel.01/50105-3716,Fax01/50105-3703<br />
icc@icc-austria.org,www.icc-austria.org<br />
Zentralverband der Deutschen<br />
Werbewirtschaft (ZAW)<br />
AmWeidendamm1A,D-10117Berlin,<br />
Deutschland,Tel.+49/30/590099-700,<br />
Fax+49/30/590099-722<br />
zaw@zaw.de,www.zaw.de<br />
Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co. KG<br />
(ZMG)<br />
DarmstädterLandstraße125,D-60598Frankfurtam<br />
Main,Deutschland,<br />
kommunikation@zmg.de,www.zmg.de<br />
Sonstige Institutionen (A–Z)<br />
Bundesministerium für Finanzen<br />
HintereZollamtstraße2b,1030<strong>Wien</strong>,<br />
Tel.01/51433-0,www.bmf.gv.at<br />
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und<br />
Jugend<br />
Stubenring1,1010<strong>Wien</strong><br />
Tel.01/71100-0,www.bmwfj.gv.at<br />
Datenverarbeitungsregister<br />
Hohenstaufengasse3,1010<strong>Wien</strong>,<br />
Tel.01/53115-4043,Fax01/53115-4016<br />
dvr@dsk.gv.at,www.dsk.gv.at<br />
■ VergabevonDVR-Nummern<br />
Finanzämter<br />
findenSieunterwww.bmf.gv.at<br />
Firmenbuch<br />
<strong>Wien</strong><br />
■ Handelsgericht<strong>Wien</strong><br />
Marxergasse1a,1030<strong>Wien</strong>,<br />
Tel.01/51528-0<br />
Niederösterreich<br />
■ LandesgerichtKorneuburg<br />
Hauptplatz18,2100Korneuburg,Tel.02262/799-0<br />
■ LandesgerichtKrems/Donau<br />
Josef WichnerStraße2,3500Krems/Donau,<br />
Tel.02732/809-0<br />
52<br />
■ LandesgerichtSt.Pölten<br />
Schießstattring6,3100St.Pölten,Tel.02742/809-0<br />
■ LandesgerichtWr.Neustadt<br />
Maria-Theresien-Ring5,2700<strong>Wien</strong>erNeustadt,<br />
Tel.02622/21510-0<br />
Burgenland<br />
■ LandesgerichtEisenstadt<br />
<strong>Wien</strong>erStraße9,7000Eisenstadt,Tel.02682/7010<br />
Oberösterreich<br />
■ LandesgerichtLinz<br />
Fadingerstraße2,4020Linz,Tel.057601-21<br />
■ LandesgerichtRied/Innkreis<br />
Bahnhofstraße56,4910RiedimInnkreis,<br />
Tel.057601-25<br />
■ LandesgerichtSteyr<br />
Spitalskystraße1,4400Steyr,Tel.057601-26<br />
■ LandesgerichtWels<br />
Maria-Theresia-Straße12,4600Wels,<br />
Tel.057601-24<br />
Salzburg<br />
■ LandesgerichtSalzburg<br />
Rudolfsplatz2,5010Salzburg,Tel.057601-233<br />
Steiermark<br />
■ LandesgerichtLeoben<br />
Dr.-Hanns-Groß-Straße7,8700Leoben,<br />
Tel.03842/404-0<br />
■ LandesgerichtfürZivilrechtssachenGraz<br />
MarburgerKai49,8010Graz,Tel.0316/8064-0<br />
Kärnten<br />
■ LandesgerichtKlagenfurt<br />
Dobernigstraße2,9020Klagenfurt,Tel.0463/5840<br />
Tirol<br />
■ LandesgerichtInnsbruck,Maximilianstraße4,<br />
6020Innsbruck,Tel.0512/5930-0<br />
Vorarlberg<br />
■ LandesgerichtFeldkirch<br />
Schillerstraße1,6800Feldkirch,Tel.05522/3020<br />
ÖsterreichischesPatentamt<br />
Markenregister<br />
DresdnerStraße87/Postfach95,1200<strong>Wien</strong>,<br />
Tel.01/53424-0,<br />
info@patentamt.at,www.patentamt.at
Der Österreichische Werberat<br />
Der Österreichische Werberat (ÖWR) fördert die<br />
Selbstdisziplin der <strong>Werbung</strong>. Er unterstützt verantwortungsbewusstes<br />
Handeln und korrigiert Missbräuche<br />
und Fehlentwicklungen. Der „Selbstbeschränkungskodex<br />
der <strong>Werbung</strong>“ umfasst Verhaltensregeln<br />
für Werber, außerdem prüft der ÖWR<br />
Beschwerden in Bezug auf unerwünschte <strong>Werbung</strong>.<br />
Allgemeine Werbegrundsätze<br />
■ <strong>Werbung</strong> soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung<br />
geprägt sein.<br />
■ <strong>Werbung</strong> muss gesetzlich zulässig sein und muss<br />
die gesetzlichen Normierungen strikt beachten.<br />
■ <strong>Werbung</strong> muss den Grundsätzen der Lauterkeit,<br />
wie sie im Wirtschaftsleben allgemein anerkannt<br />
sind, entsprechen.<br />
■ <strong>Werbung</strong> darf nicht gegen die allgemein anerkannten<br />
guten Sitten verstoßen.<br />
■ <strong>Werbung</strong> darf nicht die Würde des Menschen verletzen,<br />
insbesondere durch eine entwürdigende<br />
Darstellung von Sexualität oder anderweitig diskriminierende<br />
Darstellungen.<br />
■ <strong>Werbung</strong>darf nichtgegendenGrundsatzderRedlichkeit<br />
und Wahrhaftigkeit verstoßen.<br />
■ <strong>Werbung</strong> darf nicht durch anlehnende und nachahmende<br />
Darstellungen irreführen.<br />
■ <strong>Werbung</strong> darf nicht das Recht auf Schutz der Privatsphäre<br />
verletzen.<br />
■ <strong>Werbung</strong> muss als solche klar erkennbar sein.<br />
■ <strong>Werbung</strong>sollkeinendirektenoderindirektenKaufzwang<br />
auf Konsumenten ausüben.<br />
Ethik und Moral<br />
Verantwortungsbewusste <strong>Werbung</strong> muss vor der<br />
Kreation bzw. dem Einsatz von Werbekampagnen<br />
untersuchen und abwägen, welche Sujets mit den<br />
rechtlichen Normen und ethisch-moralischen WertenderGesellschaftverträglichsindundwelchenicht.<br />
Gewalt<br />
<strong>Werbung</strong> darf sich keiner gewalttätigen, Gewalt<br />
ästhetisierenden oder Gewalt verharmlosenden<br />
Sujets bedienen. Es sollen keine Darstellungen und<br />
Aussagen erfolgen, welche brutales, aggressives oder<br />
asoziales Verhalten enthalten oder dazu ermutigen.<br />
<strong>Werbung</strong> darf keine Angst und Furcht erzeugen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
<strong>Werbung</strong> darf Aufstachelung zum Hass weder aufweisen<br />
noch billigen, fördern oder verherrlichen.<br />
Gesundheit<br />
<strong>Werbung</strong> soll nicht diskriminieren, darf den Konsum<br />
von Heilmitteln und anderen die Gesundheit<br />
und Ernährung betreffenden Präparaten weder verharmlosen<br />
noch zu deren übermäßigem Konsum<br />
ermutigen.<br />
Sicherheit<br />
Die allgemeine Sicherheit soll durch entsprechende<br />
Darstellungen und Aussagen nicht gefährdet werden.<br />
Umwelt<br />
Es sollen keine Darstellungen und Aussagen erfolgen,<br />
die nicht durch Fakten belegt werden können.<br />
Alkohol<br />
<strong>Werbung</strong> soll nicht zum Alkoholmissbrauch oder<br />
zum übermäßigen Konsum auffordern.<br />
Frauen<br />
<strong>Werbung</strong>, die die Würde der Frau verletzt, frauenfeindlich<br />
ist bzw. Frauen diskriminiert, ist zu unterlassen.<br />
Kinder<br />
<strong>Werbung</strong> mit Kindern und <strong>Werbung</strong>, die an Kinder<br />
gerichtetist,sollnichtsenthalten,wasKindernirgendeine<br />
Art von Schaden zufügen kann.<br />
Kraftfahrzeuge<br />
<strong>Werbung</strong>sollkeineriskanten,aggressivenoderleichtsinnigen<br />
Fahrszenen darstellen. Schnelligkeit soll<br />
nicht die dominierende Aussage der Botschaft sein.<br />
Ältere Menschen<br />
JedediskriminierendeDarstellungundverbaleÄußerung<br />
über ältere Personen ist zu vermeiden. Ältere<br />
MenschensindinderDarstellungnichtauf ihreDefizite<br />
zu reduzieren.<br />
Tabak<br />
<strong>Werbung</strong> soll Tabakkonsum weder verharmlosen<br />
noch zum übermäßigen Konsum ermutigen.<br />
Eine vollständige Auflistung der einzelnen Verhaltensregeln<br />
finden Sie unter www.werberat.at<br />
53
Berufe in der <strong>Werbung</strong><br />
Werbeagentur<br />
<strong>Werbung</strong> ist angewandte Kommunikation, die ein<br />
immer breiteres Spektrum an Fachkenntnissen aus<br />
den verschiedensten Spezialgebieten erfordert.<br />
Eine Full-Service-Werbeagentur (vormals Werbeberater/<strong>Werbung</strong>smittler)suchteinenstrategischen<br />
Ansatz für das werbliche Vorgehen und entwickelt<br />
dannaufbauendeinKommunikationskonzept.Dieses<br />
beinhaltet alle zur Erreichung des Werbezieles<br />
relevanten kreativen und medialen Bereiche.<br />
Aufgaben<br />
■ Entgegennehmen eines Briefings und, wenn vonnöten,<br />
Hinterfragen und Kommentieren der einzelnen<br />
Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />
■ Entwicklung von Kreativkonzepten<br />
■ Planung und Gestaltung aller relevanten Kommunikationsinstrumente<br />
■ Entwicklung und Optimierung von Mediakonzepten<br />
■ Ausschreibungen und Verhandlungen mit ProduzentenundMedienzurErzielungbesterEinkaufsbedingungen<br />
für den Kunden<br />
■ Produktion und Exekution aller Werbemaßnahmen<br />
■ Verwaltung von Produktions- und Mediabudgets<br />
unter Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />
■ Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />
Maßnahmen<br />
■ Veranlassen und Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />
■ Laufende Beratung der Klienten in allen relevanten<br />
Bereichen<br />
■ Wahrung von Geschäftsgeheimnissen<br />
Werbearchitekt<br />
Werbearchitekten (vormals Werbegestalter) entwerfen,planen,dekorierenundgestaltenFlächen,Bereiche<br />
und Räume im Rahmen von Ausstellungen und<br />
54<br />
Messen sowie den Innen- und Außenbereich von<br />
Gebäuden. Der Werbearchitekt ist verantwortlich<br />
für die exakte Planung und die termin- und kostengerechte<br />
Erstellung der in Auftrag gegebenen Leistungen.<br />
Die Aufgaben eines Werbearchitekten umfassen insbesondereKonzeption,Planung/EntwurfundAusführung<br />
von räumlicher <strong>Werbung</strong>.<br />
Aufgaben<br />
■ Beratung des Auftraggebers hinsichtlich der in<br />
FragekommendenWerbemedien(Messe,Vitrine,<br />
Schaufenster …)<br />
■ Erstellen von Aktionsplänen<br />
■ Planen und Entwurf von Werbegestaltungen<br />
■ Durchführung von Werbegestaltungen und Herstellung<br />
der Werbemittel<br />
■ Koordinierung von für die Ausführung notwendigen<br />
anderen Unternehmen<br />
■ Erstellen von dreidimensionalen Werbemitteln<br />
für Schaufenster, Messen, Ausstellungen, Vitrinen,<br />
Bühnen, Tagungen, Kongresse etc.<br />
Werbegrafik-Designer<br />
Werbegrafik-Designer planen und entwerfen kreative<br />
Layouts. Der Bereich Werbegrafik-Design<br />
gehört zum Bereich der visuellen Kommunikation<br />
undisteinkünstlerisch-kreativerBeruf,derderZielgruppe<br />
die Nutzen und Vorteile von Waren und<br />
Dienstleistungen durch visuelle Elemente näher<br />
bringt. Die Aufgaben eines Werbegrafik-Designers<br />
umfassen insbesondere die Beratung sowie die<br />
Gestaltung und Produktion von Werbemitteln.<br />
Aufgaben<br />
■ Corporate Design, Markenzeichen,<br />
Logistiksysteme, Signets<br />
■ Geschäftsdrucksorten<br />
■ Firmenbroschüren, Geschäftsberichte,<br />
Zeitschriften
■ Verpackungen<br />
■ Inserate, Plakate<br />
■ Prospekte, Flugblätter, Direct Mails<br />
■ Warenkataloge<br />
■ Außenwerbung<br />
■ Displays, POS-Material und sonstige Verkaufshilfen<br />
■ Multimedia- und Webdesign<br />
Ankündigungsunternehmen<br />
Ankündigungsunternehmen übernehmen Aufträge<br />
zur Veröffentlichung von Werbebotschaften und<br />
führen diese selbst oder gemeinsam mit Unternehmen<br />
derselben Berufsgruppe aus. In der Regel stellen<br />
sie gegen Entgelt Werbeträger zur Verfügung,<br />
die den Auftraggebern die Durchführung von optischer,<br />
akustischer sowie audio-visueller <strong>Werbung</strong><br />
ermöglichen.<br />
Aufgaben<br />
JedeArtderHerstellung,derErrichtung,derBewirtschaftung<br />
(Affichierung, Montage, Wartung usw.),<br />
der Bereitstellung oder Vermietung von<br />
■ Plakatflächen unbeleuchtet, beleuchtet und hinterleuchtet<br />
■ Wartehallen<br />
■ Litfaßsäulen<br />
■ Sportstättenwerbung<br />
■ Dauerwerbeflächen<br />
■ Werbeflächen an und in Verkehrsmitteln<br />
■ Lichtwerbung<br />
■ Luftwerbung<br />
■ elektro-akustischer, audio-visueller und elektronischer<br />
<strong>Werbung</strong><br />
■ sonstigen Werbeträgern im Bereich der Außenwerbung<br />
■ City-Lights<br />
■ elektronischen Werbeflächen<br />
■ Stadtinformationsanlagen<br />
■ Stadtmobiliar<br />
■ Werbeflächen auf Internetseiten,<br />
aber auch die Auskunftserteilung über alle für die<br />
Mediaplanung relevanten Daten (wie etwa Stand-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Hand in Hand:<br />
Agenturen, Grafik-Designer<br />
oder Werbemittelverteiler<br />
haben das gleiche Ziel,<br />
aber unterschiedliche<br />
Aufgaben<br />
ort- oder Werbewirkungsdaten) der angebotenen<br />
Werbeformen.<br />
Werbemittelverteiler<br />
Die Werbemittelverteilung versteht sich als Teil<br />
eines Gesamtkonzeptes zur Steigerung der Wahrnehmung<br />
und Bekanntheit sowie der Überbringung<br />
von Werbebotschaften. Durch die Übermittlung<br />
konkreter Angebote bzw. durch Zustellen von<br />
Warenproben direkt an die Tür der Konsumenten<br />
wirkt die Werbemittelverteilung im höchsten Maße<br />
absatzfördernd.<br />
Die Tätigkeit des Werbemittelverteilers umfasst die<br />
kundenorientierte Festlegung von regionalen und<br />
überregionalen Verteilgebieten. Die Festlegung der<br />
Verteilgebiete erfolgt nach den besonderen Erfordernissen<br />
des Kunden, wobei auf computergestützte,<br />
so genannte GIS (Geographische Informations-Systeme)<br />
zurückgegriffen werden kann, die<br />
eine konsumentengerechte Selektion der Gebiete<br />
ermöglichen.<br />
Aufgaben<br />
■ Beratung bei Werbe- und Direktmarketingmaßnahmen<br />
■ Bestimmung optimaler Zielgruppen und Verteilgebiete<br />
(unter Verwendung so genannter GIS)<br />
■ Lagerverwaltung und korrekte sowie zeitgerechte<br />
Distribution der angelieferten Werbemittel an die<br />
selektierten Verteilgebiete<br />
■ Verteilung von Werbemitteln wie Prospekten,<br />
adressierten und unadressierten Werbebriefen,<br />
55
Zeitungen, Drucksorten, Warenproben u. v. m.<br />
■ Kontrolle der Verteiler durch geschulte, angestellte<br />
Kontrolleure<br />
Public-Relations-Berater<br />
Public Relations sind die Gesamtheit der bewussten,<br />
geplanten, zielgerichteten und dauernden<br />
Bemühungen, in der Öffentlichkeit sowie bei direkt<br />
oder indirekt betroffenen Gruppen gegenseitiges<br />
Verständnis und Vertrauen aufzubauen und zu<br />
fördern. Ziel der Public Relations ist es, Aufmerksamkeit<br />
und Interesse zu wecken, Bekanntheitsgrad<br />
und Imageprofil aufzubauen sowie Sympathie<br />
und Vertrauen zu gewinnen. Public Relations<br />
sollen Entscheidungsprozesse beeinflussen, der<br />
Konfliktbewältigung und dem Bemühen um Konsens<br />
dienen.<br />
Nur der ständige Dialog mit den verschiedenen<br />
Interessengruppen im jeweiligen Beziehungsumfeld<br />
sowie der gegenseitige Interessenausgleich<br />
können das notwendige Klima für Verständigung<br />
und Vertrauen schaffen. Die Gestaltung dieses<br />
Dialogs mit der Öffentlichkeit ist die eigentliche<br />
Aufgabe von Public Relations. Die PR-Tätigkeit<br />
kann sich dabei sowohl auf eine reine Beratungstätigkeit<br />
erstrecken als auch die für die Durchführung<br />
der Öffentlichkeitsarbeit notwendigen Maßnahmen<br />
beinhalten.<br />
Aufgaben<br />
■ Planung, Begleitung und Realisierung von CI-<br />
Programmen<br />
■ Erarbeitung und Mithilfe bei der Einführung<br />
von Unternehmensleitbildern<br />
■ Initiierung, Begleitung und Interpretation von<br />
Imageuntersuchungen<br />
■ Erarbeitung von PR-Strategien und Formulierung<br />
von PR-Zielen<br />
■ Quantitative und qualitative Analyse von Dialoggruppen<br />
sowie der Aufbau von Kontakten zu<br />
diesen Dialoggruppen<br />
■ Beratung im Kommunikationsmanagement<br />
■ Beratung in Fragen der Medien- und Kommu-<br />
56<br />
nikationsarbeit<br />
■ Konzeption der Struktur und Organisation der<br />
Public Relations<br />
■ Erarbeitung integrierter Kommunikationskonzepte<br />
sowie deren Umsetzung<br />
■ Konzeption und Durchführung von PR-Maßnahmen<br />
■ Erarbeitung von Krisen-PR-Plänen sowie von<br />
Strategien zur Bewältigung schwieriger Situationen<br />
im Unternehmen<br />
■ Koordination der Zusammenarbeit aller Beteiligten<br />
an Kommunikationsaufgaben<br />
■ Verwaltung des PR-Budgets unter Berücksichtigung<br />
höchster Sorgfaltspflicht<br />
■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Adressenverlage und<br />
Direktwerbe unternehmen<br />
Adressenverlage sind Unternehmen, die sich mit<br />
Direktwerbung befassen. Der Sammelbegriff<br />
Direktwerbung wird für <strong>Werbung</strong> aller Art verwendet,<br />
die sich in Form geschriebener – vervielfältigter<br />
oder gedruckter – Werbemittel direkt an<br />
ausgewählte Empfänger richtet. Darunter fallen<br />
sämtliche persönlich adressierten Werbebotschaften<br />
von der Postkarte bis hin zum Versandhauskatalog.<br />
Dazu gehören aber auch unadressierte Handzettel<br />
oder Prospekte, die im täglichen Sprachgebrauch<br />
als „Postwurfsendungen“ bezeichnet und<br />
von der Post oder von privaten Unternehmen verteilt<br />
werden. Zur Direktwerbung gehören auch<br />
Warensendungen und Warenproben, ferner die so<br />
genannte „dreidimensionale“ oder Geschenkwerbung<br />
mit Gegenständen, deren Streuung ebenfalls<br />
per Post oder als unadressierte Wurfsendung an<br />
ausgewählte Personen oder Personengruppen<br />
erfolgt.<br />
Aufgaben<br />
■ Vorbereitung von Direct Mailings<br />
■ Bestimmung optimaler Zielgruppen<br />
■ Technische Beratung bei Direktwerbekampagnen
■ Beratung bei der Gestaltung und Verwertung<br />
von Direktwerbemitteln sowie Herstellung der<br />
zu versendenden Werbemittel<br />
■ Begleitende Kontrolle von durchgeführten<br />
Direktwerbeaktionen<br />
■ Treuhänderische Verwaltung von Kundenadressendateien<br />
■ Vermittlung zwischen Mieter und Vermieter von<br />
Kunden- und Interessentenadressen unter<br />
Beachtung der einschlägigen gesetzlichen<br />
Bestimmungen<br />
■ Beratung über kostengünstige und werbewirksame<br />
Versandmöglichkeiten<br />
■ Kooperation mit der Post und privaten Werbemittelverteilern<br />
■ Nebenarbeiten wie Verpackung jeglichen Versandmaterials<br />
■ Auswahl der jeweils günstigsten postalischen Versandmöglichkeit<br />
■ Bereitstellung von möglichst aktuellen Adressdateien<br />
und deren laufende Berichtigung<br />
■ Sorgfältige Lagerhaltung des übergebenen Versandmaterials<br />
■ Telefonmarketing<br />
Direktwerbeunternehmen und Adressenverlage<br />
unterscheiden sich grundsätzlich von „Adressenbüros“<br />
(Allgemeiner Fachverband des Gewerbes),<br />
die sich mit der Vermittlung von Adressen für Wohnungssuchende<br />
u. Ä. befassen.<br />
Markt- und Meinungsforschung<br />
Markt- und Meinungsforschung ist die Ermittlung<br />
von Entscheidungshilfen für den Auftraggeber<br />
durch Anwendung wissenschaftlicher Erhebungstechniken.<br />
Die Dienstleistungen des Markt- und<br />
Meinungsforschers umfassen neben der Marktforschungsberatung<br />
auch die Analyse des Untersuchungsgegenstandes,<br />
den Aufbau von Erhebungsmodellen,<br />
den Einsatz wissenschaftlicher Erhebungstechniken,<br />
die Erarbeitung exakter Problemlösungen<br />
und deren praktische Umsetzung sowie<br />
die Interpretation der Untersuchungsergebnisse.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Zunehmend an Bedeutung gewinnen prozessorientierte<br />
Anwendungen, beispielsweise in Form<br />
von Dialogmodellen und Monitoring sowie Benchmarketing-Systemen.<br />
Die Arbeitsbereiche der Markt- und Meinungsforschung<br />
umfassen unter anderem alle Arten der<br />
betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und<br />
psychologischen Marktforschung, die Meinungsforschung,<br />
die empirische Sozialforschung sowie<br />
Mediendokumentation (Clippingservice und Ähnliches).<br />
Aufgaben<br />
■ Problemanalyse und Beratung<br />
■ Erstellen von Marktforschungskonzepten<br />
■ Planung des Untersuchungsdesigns<br />
■ Entwicklung und Modifikation von Erhebungsmodellen<br />
■ Projektkonzeption und Koordination<br />
■ Durchführung empirischer Untersuchungen<br />
und Datenerhebungen<br />
■ Auswertung, Datenanalyse und Aufbereitung<br />
■ Interpretation und Präsentation der Untersuchungsergebnisse<br />
■ Beratung der Klienten in allen relevanten Bereichen<br />
■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
■ Mehrjähriges Archivieren der Studienbasisdaten<br />
Werbetexter<br />
Werbetexter sind im Rahmen von Kommunikationsaufgaben<br />
für die textliche Gestaltung der<br />
Werbemittel verantwortlich – meist in Zusammenarbeit<br />
mit den Konzeptionisten einer Werbe -<br />
agentur. Das geschieht mit Kreativität und Einfühlungsvermögen<br />
und erfordert Recherchearbeit,<br />
hohe Sprachkompetenz und gutes Sprachgefühl.<br />
Die Werbetexter-Leistung umfasst insbesondere<br />
die textliche Konzeption von werblichen<br />
Botschaften.<br />
57
Aufgaben<br />
■ Mitarbeit bei Ideenfindung und Konzeption<br />
■ Erstellen von Werbetexten für sämtliche Werbemittel<br />
der Bereiche Print/Audio/Video/Film<br />
■ Texten von Presseartikeln, Presseaussendungen,<br />
Pressemappen<br />
■ Konzepterstellung und Textierung von Websites<br />
■ Texten von (Firmen-)Zeitschriften, -Zeitungen,<br />
-Magazinen u. Ä.<br />
■ Erstellung und Textierung von Storyboards/<br />
Treatments<br />
■ Korrekturlesen<br />
■ Ghostwriting<br />
Die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen läuft<br />
zum Beispiel folgendermaßen ab:<br />
■ Mitarbeit bei der Erörterung der werblichen Zielvorgaben<br />
des Auftraggebers<br />
■ Zusammenarbeit mit den anderen an Entwurf,<br />
Gestaltung und Ausführung des Werbemittels<br />
beteiligten Fachleuten, wie z. B. Creativ- und<br />
Art Director, Layouter, Grafik-Designer etc.<br />
■ Erarbeitung und termingerechte Übergabe des<br />
Werbetextes<br />
<strong>Werbung</strong>svertreter<br />
Der <strong>Werbung</strong>svertreter ist der Akquisiteur von Aufträgen<br />
für Wirtschaftswerbung im eigenen und<br />
fremden Namen. Dies erfolgt auf Rechnung von<br />
Medien, Verlagen, Ankündigungsunternehmen,<br />
<strong>Werbung</strong>smittlern und Werbeagenturen.<br />
Aufgaben<br />
■ Die Akquisition von Wirtschaftswerbung für einzelne<br />
oder mehrere Werbemedien<br />
■ Die damit in Zusammenhang stehende<br />
Beratung<br />
Werbemittelhersteller<br />
Die Tätigkeit des Werbemittelherstellers umfasst<br />
die Einzel- oder Serienfertigung von Werbemitteln<br />
in Spritz-, Präge-, Stanz- und sonstigen Verfahren<br />
58<br />
sowie das Formen und Konfektionieren der Erzeugnisse,<br />
sofern alle diese Tätigkeiten nicht handwerksmäßigen<br />
Gewerben vorbehalten sind.<br />
Event-Agentur<br />
Event-Marketing ist die Konzeption, Planung und<br />
Organisation sowie Realisierung von Kommunikationssituationen,<br />
mit denen sowohl image- als<br />
auch verkaufsfördernde Ziele verfolgt werden und<br />
die weder mit klassischer <strong>Werbung</strong> noch mit Instrumenten<br />
der PR realisiert werden können. Das<br />
Event-Marketing umfasst insbesondere die Event-<br />
Beratung und -Konzeption und das Event-Management.<br />
Aufgaben<br />
■ Entwicklung eines Kreativ- und Durchführungskonzeptes<br />
■ Kreative Ausgestaltung und technische Produktion<br />
aller relevanten Maßnahmen<br />
■ Finden und/oder Ausstatten geeigneter Locations<br />
■ Auswahl, Bewertung und vertragliche Verpflichtung<br />
geeigneter Partner<br />
■ Verhandlungen mit externen Produzenten, Partnern<br />
und sonstigen Lieferanten zur Erzielung<br />
bester Einkaufsbedingungen für den Kunden<br />
■ Berücksichtigung aller behördlichen <strong>Auflage</strong>n<br />
und Einholung aller nötigen Genehmigungen<br />
■ Koordination und Durchführung des Events sowie<br />
allfälliger Begleitmaßnahmen unter Bedachtnahme<br />
auf ein bestmögliches kreatives, organisatorisches<br />
und betriebswirtschaftliches Ergebnis<br />
■ Verwaltung von Event-Budgets unter Berücksichtigung<br />
höchstmöglicher Sorgfaltspflicht<br />
■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Multimedia-Agentur<br />
Unter Multimedia versteht man elektronische<br />
Medien, die mehrere der folgenden Kommunikationsmittel<br />
in sich vereinen: Text, Bild, Ton, Lauf-
ild. Multimediale Projekte sind auf Datenträgern<br />
speicherbar oder online elektronisch übertragbar.<br />
Multimedia-Agenturen bieten Know-how über<br />
diesen Kommunikationszweig, das heißt insbesondere:<br />
■ Kenntnisse über das aktuell zur Verfügung<br />
stehende Multimedia-Angebot<br />
■ Kenntnisse der visuellen Mediengestaltung im<br />
Bereich des statischen Bildes wie auch des<br />
bewegten Bildes (Film)<br />
■ Kenntnisse aller Bereiche der Multimedia-<br />
Technik<br />
■ Kenntnisse der Wirkungskontrolle<br />
Aufgaben<br />
■ Entgegennehmen eines Briefings und, wenn vonnöten,<br />
Hinterfragen und Kommentieren der einzelnen<br />
Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />
■ Beratung des Kunden über das aktuell zur Verfügung<br />
stehende Multimedia-Angebot (Bewerten<br />
und Auswahl nach Kosten/Nutzen)<br />
■ Entwicklung eines multimedialen Kreativkonzeptes<br />
■ Entwicklung eines multimedialen Streu-/Distributionskonzeptes<br />
■ Planung und Gestaltung aller relevanten<br />
Multimedia-Instrumente<br />
■ Einbinden von Multimedia-Auftritten in bereits<br />
bestehende oder noch zu findende Gesamt-Kommunikationskonzepte<br />
■ Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />
Maßnahmen sowie das Veranlassen und<br />
Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />
■ Verwaltung von Multimedia-Budgets unter<br />
Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />
■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />
Sponsoring-Agentur<br />
Die Sponsoring-Agentur soll den Bekanntheitsund<br />
Sympathiegrad eines Unternehmens, einer<br />
Institution, einer Persönlichkeit etc. steigern. Sponsoring<br />
hat im Wesentlichen eine Komplementär-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
aufgabe und kann nur als Teil einer Gesamtkonzeption<br />
erfolgreich sein.<br />
Andererseits hat die Sponsoring-Agentur die Aufgabe,<br />
für Vereine etwa in den Bereichen Kunst,<br />
Kultur, Umwelt, Soziales, Gesundheit oder Sport<br />
die erforderlichen finanziellen Mittel aufzubringen.<br />
Die Aufgaben einer Sponsoring-Agentur<br />
umfassen insbesondere die Konzeption und Durchführung<br />
von Sponsoring-Kampagnen und -Aktivitäten.<br />
Aufgaben<br />
■ Beratung über Sponsoring-Aktivitäten im Sinne<br />
der Gesamtkommunikationsausrichtung von<br />
Unternehmen, Institutionen, Vereinen oder<br />
Personen<br />
■ Konzeption und Durchführung von Aktivitäten<br />
im Rahmen des Sponsorings<br />
■ Konzeption und Durchführung von Fund<br />
Raising-Aktivitäten<br />
■ Formulieren und Abschließen von Sponsorverträgen<br />
■ Kenntnisse über Vorschriften, Usancen von<br />
Sportverbänden, Kultureinrichtungen, Sozialeinrichtungen,<br />
Medien etc.<br />
■ Kenntnisse über die Marktverhältnisse und<br />
Marktpreise<br />
■ Durchführung von Sponsoring- und Fund<br />
Raising-Aktivitäten mit hoher betriebswirtschaftlicher<br />
Sorgfalt<br />
■ Analyse von Marktforschungen<br />
Weitere Infos:<br />
www.werbungwien.at<br />
59
Einer für alle … Jobprofile<br />
Nicht nur bei den drei Musketieren, auch im Bereich<br />
der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind alle<br />
aufeinander angewiesen. So kann ein Grafiker eine<br />
Kampagne alleine ohne Texter genauso wenig<br />
umsetzen wie ein Event nicht ohne Eventplaner<br />
verwirklicht und das Budget nicht ohne Controller<br />
überwacht werden kann. Lesen Sie auf den folgenden<br />
Seiten, welches die wichtigsten Tätigkeitsfelder<br />
und Berufsbilder im Bereich <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation – auf Agenturseite und auf<br />
Seite des werbetreibenden Unternehmens – sind<br />
und worauf es jeweils ankommt.<br />
In Agenturen<br />
Kontakter/Kundenberater<br />
Der Kontakter oder Kundenberater ist die Schnittstelle<br />
zwischen Agentur und Auftraggeber. In der<br />
Agentur vertritt er die Wünsche des Kunden, beim<br />
Kunden präsentiert er die Ideen der Kreativen. Er<br />
hält den Kontakt zum Kunden aufrecht, damit die<br />
Agentur auch in ruhigen Zeiten nicht in Vergessenheit<br />
gerät.<br />
In den Aufgabenbereich des Kontakters fallen die<br />
Teilnahme an Kundenmeetings, die Abstimmung<br />
von Layouts und Reinzeichnungen, die Überwachung<br />
von Zeit- und Produktionsplänen – und zwar<br />
meist bei mehreren Kunden gleichzeitig. Der Kontakter<br />
sollte Einfühlungsvermögen, Know-how in<br />
der jeweiligen Branche des Auftraggebers und ein<br />
ausgezeichnetes Organisationstalent mitbringen.<br />
Etat Director<br />
Der Etat Director steht an der Spitze der Kontaktgruppe.<br />
Er sichert eine umfassende Beratung und<br />
ist verantwortlich für das Zusammenspiel der einzelnen<br />
Kontakter-Teams. Weiters ist er der Hauptverantwortliche<br />
für die der Agentur anvertrauten<br />
Werbeetats.<br />
60<br />
Client Service Director<br />
„Client Service Director“ ist – abhängig von der<br />
Struktur einer Agentur – entweder die Bezeichnung<br />
für einen Kundenberater oder beschreibt in<br />
großen Agenturen den Leiter kompletter Agenturteams<br />
und damit auch Koordinator von Gruppen<br />
von Kundenaufträgen. Er ist häufig Mitglied der<br />
Geschäftsleitung. In großen internationalen Agenturnetzwerken<br />
werden Client Service Directors<br />
auch als Konfliktmanager eingesetzt.<br />
Texter/Konzeptionist<br />
Der Texter/Konzeptionist arbeitet eng mit Kundenberater,<br />
Grafiker, Art Director und Creative<br />
Director zusammen. Gemeinsam wird im Team<br />
die Grundidee ganzer Werbekampagnen entwickelt<br />
und in der Folge umgesetzt.<br />
In die Zuständigkeit des Texters fällt hierbei alles,<br />
was mit Sprache zu tun hat – sei es eine provokante<br />
Headline für Plakate und Anzeigen oder ein<br />
25-sekündiger Monolog für einen TV- oder Radio-<br />
Spot. In Zeiten der weltweiten Vernetzung zählt<br />
zu seinen Aufgaben auch die textliche Inszenierung<br />
von Online-<strong>Werbung</strong>en, Websites etc.<br />
Früher waren die beiden Bereiche Text und Konzeption<br />
eigenständige Berufsfelder. Personen, die<br />
sich nur auf eine der beiden Tätigkeiten beschränken,<br />
gibt es heutzutage jedoch nur mehr selten.<br />
Grafiker<br />
Dass ein Grafiker zeichnerisches und gestalterisches<br />
Talent haben muss, überrascht sicher niemanden.<br />
Design, Illustration und Typografie sind<br />
sein tägliches Brot. Er setzt die Vorstellungen des<br />
Kreativteams (zu dem er oft selbst gehört) für Printanzeigen,<br />
Plakate, TV-Spots usw. visuell um und<br />
entwirft immer wieder unverkennbare, faszinierende<br />
Bildwelten.
Alle ziehen an einem Strang: In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind die verschiedenen Berufsgruppen mehr aufeinander<br />
angewiesen als anderswo. Nur gemeinsam lassen sich optimale Lösungen finden<br />
Art Director (AD)<br />
Der Art Director trägt die Verantwortung für die<br />
visuelle und ausführungstechnische Qualität von<br />
Projekten und Kampagnen. Er benötigt eine umfassende<br />
Ausbildung im grafischen Bereich und aktuelles<br />
Wissen über visuelle Trends. Der Art Director<br />
muss außerdem gesellschaftliche Entwicklungen<br />
und ihre Wirkung auf die Kommunikation verstehen.<br />
Er hat die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln,<br />
ohne die Realität außer Acht zu lassen. Er ist ein<br />
Trendsetter.<br />
Creative Director (CD)<br />
Die Entwicklung der Kreativstrategie unterliegt<br />
der Verantwortung des Creative Directors. Er koordiniert<br />
Texter, Grafiker und Art Directors, muss<br />
diese motivieren und führen. Der Creative Director<br />
behält den Überblick, hat Trends der Alltagskultur<br />
und Gesellschaft im Auge, weiß, was die<br />
Konkurrenz macht und braucht viel kreative Energie.<br />
Media Buyer<br />
Der Media Buyer koordiniert den Werbemedienund<br />
Werbemitteleinkauf, überwacht die korrekten<br />
Schaltungen sowie die Effizienzdaten, die von Seiten<br />
der Medien kommen. Er muss über Reichweiten,<br />
Zielgruppen und Tarife Bescheid wissen, um<br />
den ihm anvertrauten Etat optimal einsetzen zu<br />
können. Media Buyer arbeiten meist in speziellen<br />
Agenturen. Der Media Buyer ist oft auch gleichzeitig<br />
der Mediaplaner.<br />
Mediaplaner<br />
Der Mediaplaner ist in Abstimmung mit der Kon-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
zeption und dem Kunden dafür zuständig, nach<br />
den vorgegebenen Marketingplänen und Zielgruppen<br />
den richtigen Media-Mix zusammenzustellen.<br />
Das heißt, er ist für den Einsatz der Plakate, Anzeigen,<br />
Radio-, Kino- und TV-Spots zur richtigen<br />
Zeit im richtigen Medium zu einem möglichst<br />
kostengünstigen Preis verantwortlich. Er ist auf<br />
dem Gebiet der Marktforschung versiert, kennt<br />
alle relevanten Marktmess instrumente, Reichweiten<br />
etc. Aufgrund des von ihm erarbeiteten Mediaplans<br />
beginnt die Arbeit des Media Buyers. Heutzutage<br />
werden diese beiden Aufgaben oft schon<br />
von derselben Person ausgeführt.<br />
Strategic Planner<br />
Strategic Planner sind meist aus der Marktforschung<br />
kommende Spezialisten, die kreative Chancen<br />
der Positionierung und die Entwicklung der<br />
Strategie erarbeiten. Erst danach setzt die Arbeit<br />
der Kreativen ein.<br />
FFF Producer<br />
FFF steht für Film-Funk-Fernsehen. Ein FFF Producer<br />
ist demnach für die Produktion von Spots für<br />
die elektronischen Medien zuständig. Die Tätigkeit<br />
umfasst die Auswahl von Regisseur, Produktionsfirma<br />
und Models, die Planung der Spots sowie<br />
die Überwachung des Budgets und der Produktion.<br />
FFF Producer arbeiten zumeist in eigenen<br />
Produktionen und nicht mehr direkt in einer Werbeagentur.<br />
Print Producer<br />
Drucksorten (Folder, Broschüren, Plakate etc.) so<br />
gut und günstig wie möglich zu produzieren, ist die<br />
61
Aufgabe des Print Producers. Er ist ein absoluter<br />
Experte in Sachen Druckvorstufe, verschiedenen<br />
Druckarten (Bogenoffset-, Rollenoffset-, Digital-,<br />
Sieb-, Flexo- und Tampondruck), kennt den Unterschied<br />
zwischen RGB und CMYK und vieles mehr.<br />
Natürlich weiß er auch über die aktuellen Preise<br />
am Papiermarkt zu jeder Zeit Bescheid.<br />
Controller/Finanzdirektor<br />
Controller und Finanzdirektoren sind in Werbeagenturen<br />
für das Finanzielle verantwortlich. Sie<br />
prüfen alles Buchhalterische, wachen über Ausgaben<br />
und Einnahmen, erstellen Finanzpläne und<br />
behalten die Leistungen und Kosten der Lieferanten<br />
im Auge.<br />
Teamgeist ist in der Werbebranche unerlässlich<br />
62<br />
Art Buyer<br />
Der Art Buyer stellt den Kontakt zwischen der Werbeagentur<br />
und allen künstlerischen Auftragnehmern<br />
einer Produktion her und wählt diese nach<br />
den spezifischen Bedürfnissen eines Jobs aus. Er<br />
organisiert und kauft Fotografen, Modelle, Stylisten,<br />
Regisseure, Kameraleute etc. ein. Sogar mit<br />
Tiertrainern hat er es manchmal zu tun.<br />
Er ist auch für die Kalkulation von Foto-Jobs verantwortlich.<br />
Die von ihm eingekauften Leistungen<br />
müssen sich natürlich immer im vom Kunden vorgegebenen<br />
finanziellen Rahmen bewegen. Nicht<br />
mehr viele heimische Agenturen haben diese Funktion<br />
besetzt. Häufig übernehmen Art Director, Creative<br />
Director oder Kontakter diesen Job.
In werbetreibenden<br />
Unternehmen<br />
Marketingleiter/Leiter Marketing und<br />
Kommunikation<br />
Der Marketingleiter entwickelt den Marketingplan<br />
auf Basis der Unternehmens- und Kommunika -<br />
tionsstrategie und setzt diesen in die Tat um. Zu seinen<br />
primären Aufgaben zählen die Maßnahmenund<br />
Budgetplanung sowie die Umsetzung in enger<br />
Zusammenarbeit mit der Werbeleitung und der/den<br />
betreuenden Werbeagentur(en).<br />
Werbeleiter<br />
Der Werbeleiter erstellt in enger Zusammenarbeit<br />
mit der Marketingabteilung und den Product Managern<br />
die Werbestrategie eines Unternehmens. Der<br />
Werbeleiter trägt Sorge für die Planung, Realisierung<br />
und Kontrolle der Werbemaßnahmen, sorgt dafür,<br />
dass die notwendigen personellen und sachlichen Voraussetzungen<br />
gegeben sind und kümmert sich um die<br />
Auswahl einer geeigneten Werbeagentur.<br />
Brand Manager<br />
Marken gewinnen in unserer Welt von Tag zu Tag<br />
stärker an Bedeutung. Ein unverwechselbares Image<br />
ist für jede Marke unerlässlich.Die Kreation dieses<br />
Images übernimmt der Brand Manager. Er macht<br />
einen austauschbaren Artikel durch einen Markennamen<br />
und zusätzliche Eigenschaften unverwechselbar.<br />
Dabei muss er sich zum einen um die Gestaltung<br />
von Design und <strong>Werbung</strong> eines Markenartikels<br />
und zum anderen um eine passende Preis-, Produkt-<br />
und Vertriebspolitik kümmern.<br />
Der Brand Manager ist für die Positionierung „seiner“<br />
Marke(n) und auch für die Einhaltung dieser<br />
Positionierung im Tagesgeschäft zuständig.<br />
Brand Manager werden in verschiedenen Unternehmen<br />
auch Product Manager genannt, je nachdem,<br />
wie stark das Unternehmen auf Markenpflege<br />
eingestimmt ist.<br />
Customer Relationship Manager<br />
Der Customer Relationship Manager steuert die<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
PR-Mitarbeiter<br />
versorgen die Medien mit<br />
zielgruppenrelevanten<br />
Informationen<br />
kundenorientierten Service- und Vertriebsprozesse,<br />
Qualitätschecks etwa des Call Centers sowie die Entwicklung<br />
von Kundenbindungs- und Beschwerdemanagement-Systemen.<br />
Dabei muss er stets den<br />
Wert der Geschäftsbeziehungen und die Kosten der<br />
Loyalitätsprogramme im Blick haben.<br />
Event- und Messemanager<br />
Häufig koordiniert in großen Unternehmen eine<br />
Person Messen und/oder Events, sowohl intern als<br />
auch extern. Fachliches Wissen über Auswahl der<br />
Messen, Zielgruppensegmentierung, Konzeption,<br />
Zeit- und Kostenplan, Personalmanagement,<br />
begleitende Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen<br />
bis zur Nachbearbeitung sind hier Voraussetzung.<br />
Kleinere Unternehmen greifen meist auf<br />
externe Berater zurück.<br />
PR-Mitarbeiter<br />
Er versorgt die Presse mit relevanten Mitteilungen.<br />
Die Inhalte müssen nachvollziehbar sein und sollen<br />
überzeugend auf die Zielgruppe wirken. PR-Mitarbeiter<br />
verfassen als Ghostwriter die Reden von<br />
Vorständen, koordinieren Pressekonferenzen, sind<br />
die erste Anlaufstelle in Krisensituationen und<br />
bemühen sich um ein positives Image des Unternehmens<br />
in der Öffentlichkeit.<br />
63
Niemals ohne Briefing<br />
Jeder kennt die Situation: Einige Menschen sitzen<br />
in einer (kleineren oder größeren) Gruppe zusammen<br />
und besprechen künftige Kommunikationsmaßnahmen<br />
gemeinsam mit dem Kunden. Wenn<br />
die Kampagne umgesetzt ist, ist der Kunde unzufrieden.<br />
Der Grund liegt mit großer Wahrscheinlichkeit<br />
im nicht ausreichenden Briefing.<br />
Dieses gilt nicht ohne Grund als Basis für alle Kommunikationsmaßnahmen.<br />
Es bildet den Beginn<br />
und die Grundlage jeder Zusammenarbeit zwischen<br />
einem werbetreibenden Unternehmen und<br />
einer Kommunikationsagentur. Entweder wird<br />
das Briefing bereits vom Auftraggeber vergeben<br />
oder es wird gemeinsam mit der Agentur erarbeitet.<br />
Erst aufbauend auf ein entsprechendes Briefing<br />
kann die Kommunikationsagentur dann ihre<br />
eigentliche Arbeit leis ten. Wichtig ist, dass das<br />
Briefing alle für die Zusammenarbeit relevanten<br />
Details beinhaltet.<br />
Im Briefing sollten folgende Aspekte erarbeitet<br />
werden:<br />
Statusanalyse<br />
Die Werbe- oder Kommunikationsagentur muss<br />
die bisherigen Kommunikationsaktivitäten des<br />
Unternehmens kennen und muss wissen, wie sich<br />
der Markt in den wesentlichen Rahmenbedingungen<br />
darstellt und in welcher Phase sich das Unternehmen<br />
derzeit befindet.<br />
Kommunikationsziele<br />
Ziele müssen in einem Briefing präzise formuliert<br />
werden und übernehmen nicht die Aufgabe der<br />
„Wunscherfüllung“. Die Kommunikationsziele<br />
kann man in folgende Dimensionen einteilen:<br />
Bekanntheit, Sympathie und Verhaltensbeeinflussung.<br />
Die Ziele müssen messbar, motivierend und<br />
realis tisch sein.<br />
64<br />
Zielgruppen<br />
Zielgruppenbeschreibungen sollen nicht nur rein<br />
soziodemographisch, nach Alter und Geschlecht,<br />
sondern nach Lebenswelten erfolgen. Individuelle<br />
Erkenntnisse über Zielgruppen erhält man<br />
durch Fokusgruppengespräche. Mit ihrer Hilfe<br />
macht man aus den Menschen, die angesprochen<br />
werden sollen, mehr als statistisch reduzierte<br />
Durch schnittswerte.<br />
Bei guten Briefings können sich die Kreativen in<br />
die umworbene Zielgruppe hineindenken und<br />
-fühlen.<br />
Wettbewerber<br />
Kenntnisse über die Wettbewerber, ihre Stärken<br />
und Schwächen und der Überblick über den Markt<br />
müssen ein klares Bild ergeben.<br />
Differenzierungen zu den konkurrierenden Unternehmen<br />
sind mehr und mehr durch Added Values<br />
via Dienst leistungen zu erzielen oder durch den<br />
Aufbau von Erlebniswelten, die emotionale Bindungen<br />
erzeugen, zu erreichen.<br />
Produkt- und Unternehmenspositionierung<br />
Eine saubere Positionierung entscheidet über die<br />
Glaubwürdigkeit, die getroffene Wahl und die<br />
Loyalität. Die differenzierte Positionierung ist die<br />
schwierigste Aufgabe im Marketing. Eine gute<br />
Positionierung gilt als Leitplanke für die kreativen<br />
Lösungen.<br />
Hauptnutzen<br />
„Warum würde ich für dieses Produkt Geld ausgeben?“<br />
Die Antwort ist der Nutzen. Aus Sicht der<br />
Kunden ergibt sich dieser aus der abgeleiteten Leis -<br />
tung. Das Resultat des Produkts oder seiner Verwendung<br />
muss in Nutzen überlegungen bedacht<br />
werden. Nur so können auch wirklich neue Kreativlösungen<br />
gefunden werden.
Information ist entscheidend: Partner, Kunden und Mitarbeiter müssen laufend mit ausreichenden Projekt-Informationen<br />
versorgt werden<br />
Begründung des Nutzens<br />
Das Unternehmen sollte der Agentur im Briefing<br />
immer Begründungen zum Nutzen ver sprechen liefern.<br />
Beweise aus der historischen Kompetenz des<br />
Unternehmens, seiner For schungsaktivität und der<br />
Unternehmensphilosophie machen die Begründungen<br />
nachvoll zieh bar. Die Agentur erhält<br />
dadurch die Chance, den Konsumenten damit<br />
überzeugen zu können.<br />
Markenbild/Markenkern<br />
Jede Marke besitzt einen Markenkern und eine Markenvitalität.<br />
Im Kern sind die Konstanten positioniert,<br />
die eine Wiedererkennung der Marke ermöglichen,<br />
wie etwa die formalen Kriterien von Farbe<br />
und Schrifttyp.<br />
Zur Vitalität gehört die Anpassung an neue Konsumgewohnheiten<br />
oder den technischen Fortschritt.<br />
Für das Briefing ergibt sich daraus die Forderung,<br />
dass präzise festgehalten werden sollte, was Bestand<br />
haben muss und was veränderbar ist.<br />
Restriktionen<br />
In jedem Unternehmen gibt es geschriebene und<br />
ungeschriebene Spielregeln, auch für <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation. Es kann zum Beispiel eine<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Abneigung gegen Anglizismen oder Visualisie run -<br />
gen geben. Die Agentur muss dies allen betroffenen<br />
Mitarbeitern kundtun, damit eine Zusammenarbeit<br />
nicht gefährdet wird.<br />
Tonalität<br />
Die verbale und nonverbale Kommunikation wird<br />
einheitlicher und unverwechselbarer, wenn das<br />
Unternehmen seine <strong>Werbung</strong> im Sinne einer<br />
Marke gestaltet.<br />
Die Tonalität muss die Akzeptanz der Zielgruppe<br />
finden und das Selbstverständnis des Unternehmens<br />
treffen.<br />
Zeit- und Kostenplan<br />
Die Vorgabe von Zeit- und Kostenplänen ist natürlich<br />
abhängig vom Projektumfang. Vor allem über<br />
den Zeitplan sollten sich Unternehmen und Agentur<br />
gemeinsam einig werden.<br />
Re-Briefing<br />
Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte die<br />
Agentur in eigenen Worten formulieren, was sie<br />
verstanden hat. Ein Abzeichnen des Re-Briefings<br />
vom Unternehmen hilft, spätere Streitigkeiten zu<br />
vermeiden.<br />
65
Digitales Wachstum I Werbetrends I <strong>Werbung</strong> ist weiblich I Interview<br />
Zukunft<br />
66
05<br />
Digitales Wachstum<br />
In Österreich herrscht im Bereich der digitalen<br />
<strong>Werbung</strong>imVergleichzuanderenLändernEuropas<br />
noch Nachholbedarf. Doch auch hier wächst der<br />
Anteil der Onlinewerbung am Werbekuchen<br />
beständig. Laut Umfragen sollen die Investitionen<br />
in Mobile-<strong>Werbung</strong> und Online-<strong>Werbung</strong> insgesamt<br />
weiter wachsen, wobei die Entwicklung von<br />
TV-, Radio- und Printwerbung eher stagnieren<br />
oder abnehmen soll.<br />
Dies belegen auch aktuelle Zahlen von Focus Media<br />
Research eindeutig: Demnach sind die Werbeausgaben<br />
im Bereich Online im Jahr 2009 im Vergleich<br />
zum Jahr 2008 um 32,8 Prozent gestiegen. Im selben<br />
Zeitraum fuhr die Gesamtpresse in Österreich<br />
ein Minus von 2,4 Prozent ein, das Fernsehen stagnierte,<br />
minus 3,3 Prozent beim Radio. Somit hat<br />
dieWerbekriseimvergangenenJahrzukeinemEinbruch<br />
der Werbeausgaben im Online-Bereich<br />
geführt. Und fast alle Entscheider im Online-Marketing<br />
sind sich einig, dass diese Entwicklung auch<br />
in nächster Zukunft nicht abreißen wird. Auch für<br />
Andreas Wochenalt, Head of Digital/Cross Media<br />
bei Demner, Merlicek & Bergmann ist klar, dass die<br />
Budgets für digitale <strong>Werbung</strong> weiter ansteigen werden.<br />
„Aber es wäre falsch, innerhalb der Werbebudgets<br />
zu verschieben. Der Trend geht in Richtung<br />
Bündelung der finanziellen Kräfte, also Vertrieb,<br />
PR und Marketing“, sagt Wochenalt.<br />
Rasante Zuwächse<br />
Die klassische Online-<strong>Werbung</strong> wächst schneller,<br />
als noch Anfang des Jahres angenommen. So hob<br />
der Bundesverband Digitale Wirtschaft in Deutsch-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Ethnomarketing, Social Media,<br />
Augmented Reality oder Diversity<br />
Management. In diesem Kapitel erfah-<br />
ren Sie, welche Trends zurzeit in der<br />
Werbebranche hoch im Kurs sind.<br />
land seine Nettoprognose für klassische Online-<br />
<strong>Werbung</strong> um drei Prozent auf acht bis neun Prozent<br />
Steigerung für 2010 an. Die Wachstumsprognosen<br />
zeigen aber auch eindeutig: Das Volumen<br />
des digitalen Marketings hinkt noch immer der<br />
Bedeutung der digitalen Medien hinterher. Das gilt<br />
für Österreich noch mehr als für den deutschen<br />
Nachbarn. Denn obwohl die Wachstumsraten<br />
enorm sind, betrug der Online-Anteil am Gesamtwerbekuchen<br />
im Jahr 2009 lediglich 4,3 Prozent.<br />
2008 waren es sogar nur 3,2 Prozent.<br />
Und das, obwohl digitale <strong>Werbung</strong>, verglichen mit<br />
den klassischen Werbeformen wie Printinseraten,<br />
Prospekten, TV- und Radiospots oder Werbeartikeln,<br />
eine Vielzahl interessanter Optionen bietet.<br />
Vielfältige Optionen<br />
Denn digitale <strong>Werbung</strong> ist nicht nur Online-<strong>Werbung</strong>.<br />
Auch <strong>Werbung</strong> an öffentlichen Plätzen,<br />
U-Bahnen, Flughäfen, Geschäften und Lokalen<br />
mittels elektronischer Laufschriften und digitaler<br />
Plakate gehört in diesen Bereich. Online-<strong>Werbung</strong><br />
im Internet hat sich bereits etabliert, doch nimmt<br />
die Bedeutung neuer digitaler Werbeformen zu.<br />
Dazu zählen zum Beispiel Kampagnen über das<br />
interaktiveDigitalfernsehen,gezielteE-Mail-Kampagnen<br />
und mobile Formen wie <strong>Werbung</strong> über<br />
Mobiltelefone.RichMedia,alsoInhalte,dieoptisch<br />
und akustisch durch Video, Audio und Animation<br />
angereichert werden, bietet dem Werbetreibenden<br />
dabei eine verwirrende Anzahl an Darstellungsmöglichkeiten.<br />
Die User können beispielsweise<br />
67
Foto: JohannesTichy<br />
Spiele innerhalb der <strong>Werbung</strong> spielen, einen<br />
Newsletter abonnieren oder sogar direkt einkaufen.<br />
Und auch die Videonutzung ist immer mehr<br />
im Kommen.<br />
Videowerbung wirkt<br />
Videos sind Trend – auch in der <strong>Werbung</strong>. Bewegte<br />
Bilder sind schließlich weit mehr als nur Information.<br />
Sie erhöhen die Aufmerksamkeit der Konsumenten<br />
um ein Vielfaches. Ansprechende Flash-<br />
Animationen und mehrseitige Bildwechsel fesseln<br />
die Zuseher und werden als sympathische Unterhaltung<br />
wahrgenommen.<br />
Eine Kombination verschiedener Medien soll dem<br />
Betrachter die Aneignung von Inhalten erleichtern,<br />
da der Benutzer die Information mit verschiedenen<br />
Sinnesorganen aufnehmen kann. Dem liegt<br />
die Annahme zugrunde, dass Informationen im<br />
Gehirn besser gespeichert werden, wenn sie über<br />
möglichst viele Kanäle vermittelt werden. Laut<br />
einer Studie, die Dynamic Logic MarketNorm im<br />
ersten Quartal 2006 veröffentlicht hat, ist die Wahrscheinlichkeit<br />
des Produktkaufs nach der Interaktion<br />
mit Rich Media <strong>Werbung</strong> 1,5-mal so hoch wie<br />
bei herkömmlichen Formaten. In der Studie wurde<br />
zudem festgestellt, dass Videowerbung bei einer<br />
Kaufentscheidung 2,6-mal wirksamer ist als ein statisches<br />
Bild.<br />
Die Top-Trends<br />
Auch aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich,<br />
dass der aktuelle Razorfish Outlook Report, der<br />
Trends in der digitalen <strong>Werbung</strong> untersucht, zu der<br />
Grundaussage kommt: Online-<strong>Werbung</strong> für<br />
Smartphones und iPad, Ingame Advertising, Twitter<br />
<strong>Werbung</strong> und Ad Verifications Systems sind die<br />
momentanen Top-Trends. Auch in Online-Videos<br />
soll in Zukunft mehr Geld fließen. Der Report<br />
kommt zu dem Schluss, dass die Budgets der Unternehmen<br />
für digitale <strong>Werbung</strong> deutlich ansteigen<br />
werden, denn wer nicht mit den digitalen InnovationenSchritthält,wirdsichamMarktnichtbehaupten.DieVerknüpfungvonBewegtbildmitderMobilität<br />
der Menschen in ihrem Medienverhalten ist<br />
68<br />
„<br />
„Video und der spielerische<br />
Umgang mit Inhalten bzw. die<br />
Kombination von beidem haben<br />
enormes Potenzial“<br />
Andreas Wochenalt, MA<br />
Head of Digital/Cross-Media<br />
Demner, Merlicek & Bergmann<br />
also der entscheidende Trend für die digitale Werbezukunft.<br />
„Die Verknüpfung dessen ist vielleicht<br />
nicht der Heilige Gral der Kommunikation. Aber<br />
für eine Marke ein entscheidender Schritt, um im<br />
Kopf der Menschen verankert zu bleiben“, sagt<br />
Andreas Wochenalt. Video und der spielerische<br />
Umgang mit Inhalten bzw. die Kombination von<br />
beidemhättenausseinerSichtnochenormesPotenzial.<br />
Augmented Reality<br />
Dieses Potenzial wird vor allem im relativ neuen<br />
Werbefeld „Augmented Reality“ ausgeschöpft.<br />
Neben Display Advertising, Social Media, Suchmaschinenoptimierung,<br />
Mini-Apps oder Instream<br />
Video Apps wird diesem Bereich (Augmented Reality<br />
= erweiterte Realität), also der computergestützten<br />
Erweiterung der Realität, ein hohes<br />
Zukunftspotenzial zugesprochen. Augmented Reality<br />
bietet erstmals die Möglichkeit, die reale mit<br />
der virtuellen Welt verschmelzen zu lassen. InteraktiveElementewieVideo,3D-Objekte,Audiousw.<br />
werden dabei in Echtzeit in die reale Umgebung<br />
eingebunden.<br />
Damit werden unzählige neue Wege in der <strong>Werbung</strong><br />
eröffnet – mit höchstem Involvement für den<br />
Kunden, der in die Erlebniswelt der beworbenen<br />
Marke eintauchen und daran teilnehmen kann. Ein<br />
Maximum an Aufmerksamkeit und Impact für jede<br />
Kampagne sind somit garantiert.<br />
Spezialist dafür ist die Onlineagentur tunnel23.com,<br />
die schon für die Austrian Airlines,<br />
tele.ring oder die Kleine Zeitung entsprechende<br />
Augmented Reality-Produkte auf den Markt<br />
brachte.„InteraktivitätundUnterhaltungswertsind<br />
dieaktuellenParameterfürdieerfolgreicheOnline-<br />
<strong>Werbung</strong>“, beobachtet tunnel23.com-Geschäftsführer<br />
Michael Katzlberger. Für ihn ist Augmented<br />
Reality „eine der faszinierendsten Technologien,<br />
die völlig neue Perspektiven bietet, ein Zukunftstrend,<br />
ohne den die Werbebranche nicht mehr auskommen<br />
wird. Denn wo sonst bietet sich die Möglichkeit,<br />
die reale mit der virtuellen Welt verschmelzen<br />
zu lassen?“
Foto: tunnel23.com<br />
Entertainment pur<br />
Die <strong>Werbung</strong> der Zukunft setzt auf Entertainment:<br />
„Mit Augmented Reality wird ein Maximum an<br />
Aufmerksamkeit garantiert, besonders dann, wenn<br />
es crossmedial, d. h. in Print- und Online-Medien,<br />
eingesetztwird.EinsehrerfolgreichesBeispieldafür<br />
istunsereMedienkampagnefürden‚NacktenBasta‘<br />
von tele.ring“, sagt Michael Katzlberger.<br />
Für den Kunden ist die Anwendung denkbar einfach.<br />
Als Benutzerschnittstelle fungiert lediglich<br />
eine Webcam, mit der im Handumdrehen ein beliebiges<br />
3D-Modell virtuell gesteuert werden kann.<br />
Die Dreidimensionalität des Objekts ermöglicht<br />
eine Erweiterung der Realitäts-Wahrnehmung (=<br />
Augmented Reality) und die Überschneidung von<br />
realer und virtueller Welt.<br />
Display-Advertising zentral<br />
Trotz der steigenden Bedeutung von Werbefeldern<br />
wie Social Media oder Tracking bleibt für die<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Interaktivität und Unterhaltungswert<br />
sind die aktuellen Parameter<br />
für erfolgreiche Online-<strong>Werbung</strong>“<br />
Michael Katzlberger<br />
Geschäftsführer TUNNEL23.COM<br />
„<br />
Augmented Reality: Hohes Zukunftspotenzial für die Überschneidung von realer und virtueller Welt<br />
Online-Branche das klassische Display Advertising<br />
– also etwa Bannerwerbung – noch immer das zentrale<br />
Thema. Das ergab eine Umfrage des Internet<br />
Advertising Bureau Austria (IAB) unter seinen Mitgliedern.<br />
Für 67 Prozent der Befragten ist demnach<br />
Display Advertising „besonders wichtig“, gefolgt<br />
von SEM/SEO (Suchmaschinenoptimierung und<br />
Suchmaschinenmarketing) (47 Prozent), Tracking<br />
undSocialMedia(je46Prozent)sowiePerformance<br />
Marketing (31 Prozent) und Mobile Marketing<br />
(20Prozent).Mobiler<strong>Werbung</strong>undInstreamVideo<br />
AdswirddasgrößteWachstumspotenzialzugesprochen.<br />
Die in der Online-Branche klar bevorzugten<br />
Online-Werbemittel sind laut IAB Werbeflächen,<br />
die den Content nicht überlagern, und Instream<br />
Video Ads.<br />
Karin Hammer, Präsidentin des IAB Austria, resümiert:<br />
„Social Media, Video Ads und Mobile<br />
Marketing werden der Online-Werbebranche in<br />
den nächsten Jahren zusätzliches Wachstums-<br />
69
potenzial bescheren. Kontinuierliche Weiterbildung<br />
und kompetente Beratung bilden dabei zwei<br />
zentrale Schlüsselfaktoren, um Online-<strong>Werbung</strong><br />
gegenüber anderen Werbekanälen noch stärker zu<br />
emanzipieren.“<br />
Diese Entwicklung hat nun beispielsweise auch die<br />
Online-Tochter von Goldbach Media, AdLink,<br />
erkannt und eine eigene Produktgruppe im Segment<br />
Mobile-Advertising gelauncht. Für Maurizio<br />
Berlini, Geschäftsführer der Goldbach Media und<br />
AdLink Media hat Mobile Advertising noch viel<br />
Potenzial. „Mit keinem Werbekanal ist man so nah<br />
an der Zielgruppe wie mit dem Handy. An der mobilen<br />
Ansprache geht kein Weg vorbei“, so Berlini<br />
gegenüber Horizont.at.<br />
Social Media Marketing<br />
Es steht außer Zweifel: <strong>Werbung</strong> im Social Media-<br />
Umfeld wird 2010 weiter zunehmen, wie aktuelle<br />
Umfragen eindeutig bestätigen. Über 80 Prozent<br />
der Teilnehmer der Befragung „Trend im Prozent“<br />
des deutschen Bundesverbands Digitale Wirtschaft<br />
sehen eine positive Entwicklung der Social Media-<br />
Budgets in diesem Jahr. Immer mehr an Bedeutung<br />
gewinnt Social Media für die Bereiche Markenkommunikation,<br />
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />
Customer Relationship Management und Vertrieb/Sales.<br />
Facebook und Twitter erweisen sich<br />
hier immer mehr als marketingrelevante Größe für<br />
viele Unternehmen.<br />
Laut einer Studie von „Neo@Ogilvy“ wollen die<br />
Entscheider Social Media im Jahr 2010 deutlich<br />
stärker nützen als noch im Jahr zuvor. Warum das<br />
so ist, verwundert nicht, denn „Social Media<br />
berührt alle Facetten des Geschäftes“, erklärte Erik<br />
Qualman, einer der Keynote Speaker auf der Social<br />
Media Konferenz „meshed#2“. Aus seiner Sicht<br />
kommt keine Kundenbeziehung, keine Produktentwicklung,<br />
kein Verkauf, kein Marketing, keine<br />
PR und keine Personalsuche mehr ohne Social<br />
Media aus. Dies habe in erster Linie mit der Tradition<br />
von Mundpropaganda zu tun: „Mundpropa-<br />
70<br />
Social Media<br />
Der Begriff „Social Media“ (soziale Medien) steht für<br />
soziale Netzwerke im Internet (Netzgemeinschaften),<br />
die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von<br />
Meinungen, Erfahrungen und Informationen dienen.<br />
Beispiele für Social Media sind Internetforen, Blogs,<br />
Bild- und Videoportale oder Message Boards. Die<br />
Ermöglichung dieser sozialen Interaktionen gewinnt in<br />
unserer vernetzten Welt zunehmend an Bedeutung und<br />
entwickelt den Benutzer von einem Konsumenten zu<br />
einem Produzenten.<br />
Tipps für die geschäftliche Nutzung des Social Webs:<br />
■ Definieren Sie Ziele<br />
■ Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern<br />
■ Mitarbeiter müssen authentisch sein<br />
■ Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung<br />
■ Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern<br />
■ Gehen Sie mit Fehlern offen um<br />
■ Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen<br />
■ Beachten Sie das geltende Recht<br />
■ Schränken Sie die private Nutzung von Social Media<br />
während der Arbeitszeit ein<br />
■ Social Media erfordert kontinuierliches Engagement<br />
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), www.bvdw.org<br />
Welche sozialen Netzwerke gibt es?<br />
Je nach Ausrichtung unterscheidet man zwischen:<br />
■ allgemeinen sozialen Netzwerken wie z. B.: Facebook,<br />
MySpace, Netlog, StudiVZ oder Szene1.at<br />
■ Inhaltsplattformen wie z. B. Youtube oder Flickr!<br />
■ Business-Netzwerke: Im deutschsprachigen Raum<br />
ist vor allem Xing sehr beliebt, im englischsprachigen<br />
LinkedIn<br />
Zusätzlich gibt es auch Netzwerke für bestimmte Zielgruppen<br />
(z. B. Seniorkom.at) und Micro-Blogging-Plattformen<br />
wie Twitter oder Identi.ca<br />
Quelle: Arbeiterkammer <strong>Wien</strong>
Netzwerk in der Hand: Social Media ermöglicht ein bisher noch nie gekanntes Ausmaß an globalen sozialen Interaktionen<br />
ganda war zu allen Zeiten das wertvollste Marketingtool<br />
für Unternehmen.“ Was das für die <strong>Werbung</strong><br />
der Zukunft bedeutet, ist klar: Es geht nicht<br />
mehr um die Sendung von Botschaften, sondern<br />
darum, mobile und interaktive Dialogobjekte zu<br />
zeigen. „Social Media kann man nicht einfach<br />
abdrehen wie einen TV-Spot. Man muss sich auf<br />
den Dialog einlassen und ihn auch führen“, sagt<br />
Marcela Atria, CEO GroupM Interaction, in der<br />
Zeitung MEDIENMANAGER.<br />
Weg vom Kampagnendenken<br />
„Der vom Marketing seit Jahren hergeredete Dialog<br />
findet jetzt wirklich statt. Es zeigt sich, dass einige<br />
Unternehmen damit überfordert sind. Daher<br />
braucht es eine professionelle und strategische Herangehensweise“,<br />
sagt Social Media-Expertin<br />
Judith Denkmayr von der <strong>Wien</strong>er Social Media-<br />
Agentur „Digital Affairs“. Besonders viel Sinn<br />
mache aus ihrer Sicht Social Media im Bereich des<br />
Customer Relationship Managements und des<br />
Brand Buildings. „Immer mehr wird auch B2B-<br />
Marketing im Social Web ein Thema, hier sind die<br />
Kunden besonders bereit, in Gespräche zu treten –<br />
quasi von Experte zu Experte. Und ganz oben steht<br />
natürlich die politische Kommunikation“, so<br />
Denkmayr. Und was bedeutet der Social Media<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Hype für die Werber selbst? „Werber und Mediaagenturen<br />
sollten ihre bisherigen Measurements<br />
überdenken. Bei Social Media zählt nicht die Nettoreichweite<br />
oder der TKP, sondern der Dialog, die<br />
Interaktion. Darum ist von reinem Kampagnendenken<br />
bei Social Media abzuraten“, sagt die Social<br />
Media-Expertin. Und Andreas Wochenalt ergänzt:<br />
„Social Media ist ein Paradigmenwechsel für alle<br />
Beteiligten. Aber die Strahlkraft einer Marke definiert<br />
sich nicht nur aus dem Dialog mit den Kunden.“<br />
Unternehmenskultur Social Media<br />
Ein gutes Beispiel für diese Erkenntnis liefert zurzeit<br />
der voestalpine-Konzern. Dort beschäftigt man<br />
sich seit 2008 intensiv mit Social Media und konnte<br />
in den vergangenen zwei Jahren diese Strategie<br />
erfolgreich ins Unternehmen integrieren. Ein ungewöhnlicher<br />
Weg für einen Stahlkonzern, der kürzlich<br />
sogar für den Econ Award 2010 in der Kategorie<br />
Social Media nominiert wurde. „Jeder wird zum<br />
Sender und kann Feedback geben und gestaltet so<br />
die Inhalte selbst mit, das zählt mittlerweile zur<br />
Unternehmenskultur. Im Gegensatz zu anderen<br />
Unternehmen sind die sozialen Netzwerke für<br />
unsere Leute nicht gesperrt“, erzählt Konzernsprecher<br />
Gerhard Kürner.<br />
71
Die Folge: „Die User werden so zu den viralen Sendern<br />
unserer Botschaften und wir können sicher<br />
sein, dass diese bei den Personen landen, die wir<br />
ansprechen wollen“, sagt die voestalpine-Social<br />
Media Managerin Andrea Zajicek. Die Nutzung<br />
der neuen Kanäle soll dazu beitragen, die aufgebauten<br />
Beziehungen zu stabilisieren. Für Zajicek<br />
ist klar: „Wir haben uns entschlossen diese Kanäle<br />
zu nützen und ziehen das jetzt durch.“ Durch die<br />
Verlinkung mit der suchmaschinenoptimierten<br />
Microsite werden auch Verknüpfungen von Produkten<br />
und Technologien mit den Menschen, die<br />
für diese Entwicklungen stehen, möglich. Das<br />
„pusht“ das Unternehmen in den Suchmaschinen<br />
und führt somit zu einem klar messbaren Nutzen.<br />
Ein weiterer Vorteil liegt, im Gegensatz zu anderen<br />
Möglichkeiten, in der vergleichsweise kosten-<br />
Online-<strong>Werbung</strong> für Smartphone und iPad liegt im Trend und hat noch viel Potenzial<br />
72<br />
günstigen Umsetzung eines Profils in sozialen Netzwerken.<br />
Weitaus schwieriger ist es aber, diese Kanäle auch<br />
nachhaltig zu betreiben und inhaltlich weiterzuentwickeln.<br />
Um an der Zielgruppe dran zu bleiben<br />
wird also auch bei der voestalpine mittels „Monitoring“<br />
viel beobachtet.<br />
Niedrige Erlöse<br />
Trotz der äußerst positiven Prognosen zum Thema<br />
Social Media Marketing befinden sich die Erlöse<br />
von Social Communities immer noch auf einem<br />
sehr niedrigen Niveau und stellen noch keine wirkliche<br />
Alternative zu bisherigen Einnahmequellen<br />
großer Medienhäuser dar. Zu diesem Schluss<br />
kommt die Studie „Medien und Marken im Web<br />
2.0 – Erlösmodelle für Medien in der digitalen
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Zusätzliches Wachstumspotenzial<br />
durch Social Media, Video Ads und<br />
Mobile Marketing“<br />
Welt“ von Ernst & Young in Kooperation mit<br />
Hubert Burda Media. Demnach dominiert nach<br />
wie vor die klassische Bannerwerbung den Markt,<br />
die Personalisierung der <strong>Werbung</strong> soll aber eine<br />
immer wichtigere Rolle spielen. Das bedeutet weiter,<br />
dass breit gestreute <strong>Werbung</strong> besonders im<br />
Internet auf erhebliche Ablehnung stößt. Der<br />
Grund dafür liege zumindest für die Betreiber von<br />
Social Communities auf der Hand, heißt es in der<br />
Studie: „Da der Web 2.0-Verbraucher über die<br />
vielfältigsten Informationen aus erster Hand verfügt,<br />
wird er die <strong>Werbung</strong> in klassischer Form ohnehin<br />
nicht mehr akzeptieren.“<br />
Die Zeit der niedrigen Erlöse soll aber im Social<br />
Media-Umfeld bald vorbei sein. Von den USA ausgehend,<br />
sollen die Erlöse in sozialen Netzwerken<br />
schnell wachsen. So wird allein in den USA bis<br />
2012 mit einer jährlichen Steigerung des Werbeaufkommens<br />
in diesem Bereich von gut 30 Prozent<br />
gerechnet. Der Anteil von Social Media an der<br />
Internetwerbung wird dann acht Prozent ausmachen.<br />
Megaseller Suchmaschine<br />
Den größten Anteil am Online-Werbekuchen hat<br />
aber zweifellos das Suchmaschinen-Marketing, also<br />
das Geschäft mit der bevorzugten Platzierung von<br />
Suchbegriffen. Mehr als 50 Prozent der Werbeinvestitonen<br />
fallen demnach auf diese Art der<br />
Online-<strong>Werbung</strong>. Danach folgen Werbeflächen<br />
auf Webseiten mit einem Anteil von 30 Prozent.<br />
Suchgebundene <strong>Werbung</strong> ist also die mit Abstand<br />
wichtigste Einnahmequelle für Internetfirmen.<br />
Dabei wird neben den Abfrageergebnissen in Suchmaschinen<br />
die zum Begriff „passende“ <strong>Werbung</strong><br />
(Sponsored Links) als farblich unterlegte Links, die<br />
auf den Trefferseiten oben bzw. am rechten Rand<br />
gereiht sind, angezeigt. Die Werbenden können<br />
ihre Inserate an bestimmte Suchbegriffe, an<br />
bestimmte Websites oder an demografische Daten<br />
der Anfragenden binden. Wer seine <strong>Werbung</strong> bei<br />
oft gesuchten Begriffen (Immobilien, Sex, Gesundheit,<br />
Computer etc.) auf der ersten Seite schalten<br />
Karin Hammer<br />
Präsidentin des IAB Austria<br />
„<br />
möchte, zahlt dafür mehr als bei seltener verwendeten<br />
Suchwörtern.<br />
Kurz-Glossar<br />
Digitale <strong>Werbung</strong><br />
■ APPS: Abkürzung für Applications: Bezeichnung<br />
von Software, in erster Linie für Anwendungsprogramme,<br />
die auf Smartphones geladen werden<br />
kann.<br />
■ AUGMENTED REALITY: Erweiterte Realität, Abkürzung<br />
AR, bezeichnet die Kombination aus echten<br />
und vom Computer erzeugten Daten, die die wahrgenommene<br />
Realität erweitern. Ein bekanntes Beispiel<br />
dafür sind Smartphone-Apps, die, wird das<br />
Gerät beispielsweise auf eine Sehenswürdigkeit<br />
gehalten, am Bildschirm zusätzliche Informationen<br />
ins Bild bringen.<br />
■ INGAME ADVERTISING: Werbeform in Computerspielen.<br />
Bei der Ingame-<strong>Werbung</strong> werden die Produkte<br />
wie in Film und Fernsehen in die Handlung<br />
integriert.<br />
■ INSTREAM VIDEOADS: Mit InStream VideoAds können<br />
<strong>Werbung</strong>treibende ihre Produkte, die im Video-<br />
Ad gezeigt werden, parallel unterhalb des eigentlichen<br />
Spots darstellen. Fährt der User mit der Maus<br />
darüber, erhält er weitere Informationen oder kann<br />
zu einer eigenen Microsite oder einem Online-Shop<br />
geleitet werden.<br />
■ TRACKING: Suchmaschinen-Tracking: Die bei einer<br />
Suchmaschinenoptimierung bzw. beim Suchmaschinenmarketing<br />
getroffenen Maßnahmen werden<br />
kontrolliert und eine Zeit lang „verfolgt“ und<br />
analysiert. User-Tracking: Durch ein laufendes User-<br />
Tracking können das Verhalten und die Wege der<br />
Web-Besucher analysiert werden.<br />
73
Werbetrends<br />
Wer hätte das vor einem Jahr gedacht? „Ein spürbarer<br />
Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2010“<br />
lautet das erfreuliche Echo von Agenturen und<br />
Medienvertretern zur Entwicklung des Werbemarkts.<br />
Sie bestätigen damit die Ergebnisse des<br />
aktuellen Werbe-Optimismus-Index. Die positive<br />
Entwicklung bekommen alle Branchen und<br />
Mediengattungen zu spüren. Besonders profitieren<br />
erwartungsgemäß Online und Digital sowie<br />
Social Media und Community Marketing, die<br />
jedoch mittelfristig Nischen bleiben werden.<br />
Print nach wie vor stabil<br />
Ebenfalls gut entwickelt sich weiterhin das Dialog<br />
Marketing(DM)–offlineundonline.LautDMVÖ-<br />
PräsidentAntonJenzerwuchsDMsogarimschwachen<br />
Werbejahr 2009. Seine Einschätzung für<br />
heuer: „Das erste Halbjahr 2010 brachte erneut<br />
Zuwächse. Wir rechnen damit, dass sich dieser<br />
Trend zum Jahresende noch weiter verstärken<br />
wird. Dabei werden die digitalen Medien weiter<br />
an Bedeutung gewinnen. Andererseits bleiben<br />
gedruckte Mailings nach wie vor wichtig.“<br />
Wen wundert es da, dass sich selbst der „alte Klassiker“<br />
Print wacker schlägt: „Interessanterweise<br />
entwickelt sich bei uns Print derzeit besser als<br />
Online. Der Hauptgrund liegt sicherlich darin,<br />
dass Online stark als Billigmedium gesehen und<br />
auch als solches eingekauft wird. Mittelfristig bin<br />
ich mir aber sicher, dass für Verlage die Zukunft in<br />
Crossmedia mit attraktiven Packages liegt“, so<br />
WirtschaftsBlatt-Vorstand Hans Gasser, gleichzeitig<br />
Präsident des VÖZ.<br />
Optimistisch sind die Befragten auch für die Entwicklung<br />
im gesamten Jahr 2010 sowie für 2011.<br />
Allerdings mit der Einschränkung, dass neuerliche<br />
schwerwiegende Erschütterungen der Weltwirtschaftausbleibenmüssen.PeterDrobil,ÖMG-<br />
Präsident und Head of Brand Management bei<br />
Unicredit Bank Austria AG, einem der größten<br />
Werbekunden Österreichs, bestätigt diese Einschätzung:<br />
„Der negative Kulminationspunkt liegt<br />
hinter uns, es geht wieder aufwärts. Vor allem bei<br />
jenen Unternehmen, die während der Krise beim<br />
74<br />
Print oder Online? Die Entscheidung über die richtige Werbeform<br />
hängt von der Kampagne ab. Je nach Branche verzeichnen<br />
beide Sparten Zuwächse
Weitere Infos<br />
www.voez.at<br />
www.focusmr.com<br />
www.dmvoe.at<br />
www.marketinggesellschaft.at<br />
www.creativclub.at<br />
www.iaaat.org<br />
www.forummediaplanung.at<br />
www.w3.org<br />
www.accessible-media.at<br />
www.regiodata.eu<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Interessanterweise entwickelt<br />
sich bei uns derzeit Print besser<br />
als Online“<br />
Werbeeinsatz nicht zu stark auf der Kostenbremse<br />
gestanden sind.“ Wermutstropfen nach dem<br />
Durchtauchen des krisenbedingten Tiefs: einerseits<br />
vorsichtigere, zögerlichere Kunden, andererseits<br />
extrem kurzfristige Entscheidungen – aber<br />
auch neue Chancen aufgrund steigender Beratungsintensität.<br />
Kurzfristige Entscheidungen<br />
„Entscheidungen fallen vor allem in der Mediaplanung<br />
noch viel kurzfristiger als im vergangenen<br />
Jahr. Freigaben für Buchungen erfolgen sehr spontan<br />
anhand von Erfolgskriterien wie Verkäufen<br />
oder Marktanteilen. Diese Entwicklung wird sich<br />
definitiv fortsetzen und ist nur in geringem Ausmaß<br />
krisenbedingt“, berichtet Franz Prenner,<br />
Geschäftsführer der ORF Enterprise. Denn die<br />
Gründe liegen im gegenwärtigen Käufermarkt.<br />
Trotz langsamem Anspringen der Konjunktur und<br />
einem stärkeren Werbemarkt wird es auf Medienseite<br />
für absehbare Zeit ein Überangebot geben.<br />
Die Angebotspalette ist breit wie nie und bietet<br />
Dr. Hans Gasser<br />
Vorstand WirtschaftsBlatt<br />
„<br />
eine reiche, stark wachsende Auswahl. Dazu Max<br />
Palla, IAA-Präsident: „Die Landschaft splittet sich<br />
stark auf. Das betrifft alle: elektronische Medien,<br />
immer mehr Private bei TV und Radio sowie Print<br />
mit laufend neuen Publikationen. Und Digital ufert<br />
überhaupt aus.“<br />
Das Resultat ist eine zunehmende Unsicherheit<br />
über den richtigen Werbekanal. Außerdem wird<br />
die Werbe- und Mediaplanung komplexer und die<br />
Werbeerfolgskontrolle zur echten Herausforderung.<br />
Als Gegenstrategie versucht die werbetreibende<br />
Wirtschaft, Prozesse stark zu formalisieren,<br />
weil man sich davon mehr Sicherheit erwartet. Als<br />
Beispiel nennt Palla immer detailliertere, von Juristen<br />
verfasste Ausschreibungen – mit denen sich<br />
jedoch nichts gewinnen lässt. Palla: „Kein Kunde<br />
verkauft deshalb mehr, weil er zwei Juristen einspannt.“<br />
Kunden<br />
Bessere Beratung bringt<br />
bessere Preise<br />
Sinnvoller ist es hingegen, der gewachsenen Unsicherheit<br />
mit aktiver und intensiverer Beratung zu<br />
begegnen. Auch weil hierin potenzielles Wachstum<br />
steckt. Martin Brezovich, Managing Director<br />
der auf Live-Communication spezialisierten MCI-<br />
Group: „Die Qualität ist noch wichtiger als bisher.<br />
Dadurch intensiviert sich auch die Beratung. Nicht<br />
zuletzt weil sich die Ausrichtung vieler Kunden –<br />
Stichwort ,neue Bescheidenheit‘ – geändert hat<br />
und die Budgets geringer wurden.“ Um mit diesen<br />
niedrigeren Spendings den gleichen oder einen<br />
noch höheren Impact zu erzielen, ist die Werbeund<br />
Event-Branche gefordert, noch bessere Ideen<br />
zu liefern, noch besser zu beraten. Für Brezovich<br />
kein Nachteil: „Als auf Live-Communication spezialisierte<br />
Agentur leben wir vor allem von unserer<br />
Beratungsleistung. Die Höhe des Gesamtbudgets<br />
eines Kundens für eine Veranstaltung ist für<br />
uns deshalb zweitrangig.“<br />
Die Notwendigkeit für einen stärkeren Fokus auf<br />
Beratung unterstreicht Palla: „Durch die Krise ist<br />
75
natürlich in allen Branchen der Druck auf Preise<br />
und Margen gestiegen. Die Werbebranche bildet<br />
diesbezüglich keine Ausnahme. Bin ich aber innovativ<br />
und biete ich einen Mehrwert, kann ich einen<br />
entsprechenden Preis verlangen. Mache ich diese<br />
Hausaufgabe nicht, werde ich allerdings sehr<br />
schnell austauschbar und beim Preis entsprechend<br />
leiden.“<br />
Medien<br />
Verschwimmende Grenzen<br />
Genau wie auf der Kunden- ist auch auf Medienseite<br />
ein Trend zu mehr Inhalt, Qualität und Leistung<br />
erkennbar. Die Zeiten, als es gereicht hat,<br />
einfach Werbeflächen oder -zeiten anzubieten,<br />
scheinen endgültig vorbei zu sein. Die Medien<br />
müssen sich viel stärker die Frage stellen, was die<br />
Kunden wollen und brauchen. Das bedeutet weniger<br />
Produkt- und mehr Kundenorientierung.<br />
Absehbar ist, dass dadurch die Angebotsvielfalt<br />
weiter steigen wird. Prenner: „Crossmedia ist zwar<br />
abgedroschen, aber es wird wie bereits bisher an<br />
Bedeutung gewinnen. Integrierte Kampagnen<br />
werden immer wichtiger. Und die Grenzen zwischen<br />
den Medien verschwimmen immer mehr.“<br />
Als Beispiel nennt Prenner das bewegte Bild im<br />
Internet. Denn Junge lassen sich durch TV nur<br />
noch schwer erreichen, weshalb Online zunehmend<br />
für die Übermittlung von Botschaften in<br />
bewegten Bildern genützt wird.<br />
Social Media: Ungeschminkt<br />
Ein Auflösen von Bruchlinien zwischen einzelnen<br />
Mediengattungen und Kommunikationskanälen<br />
ortet Eduard Böhler, Geschäftsführer von <strong>Wien</strong><br />
Nord: „Bei Social Media mit Facebook, Twitter<br />
und themenbezogenen Foren und Blogs ist die klassische<br />
Trennung zwischen PR und <strong>Werbung</strong> kaum<br />
noch zu erkennen.“<br />
Außerdem liefert Social Media als eine besonders<br />
direkte Art von Marktforschung sehr gute Inputs<br />
für Vertrieb, Produkt- und Kommunikationsentwicklung,<br />
und zwar unverzerrt und ungeschminkt,<br />
76<br />
„<br />
„Integrierte Kampagnen werden<br />
immer wichtiger und die Grenzen<br />
zwischen den Medien verschwimmen<br />
immer mehr“<br />
Franz Prenner<br />
Geschäftsführer ORF Enterprise<br />
1:1 vom Konsumenten. „In diesem echten Dialog-Marketing<br />
liegt auch der große Reiz und Nutzen<br />
einer erfolgreichen Social Media-Kampagne.<br />
Die unmittelbare Dialogmöglichkeit macht die<br />
Zielgruppe auch zu einem sofortigen Akzeptanz-<br />
Barometer: Kampagnen können vehement gehypt<br />
oder abgelehnt werden – was im Extremfall dazu<br />
führen kann, dass sie vom Markt genommen werden<br />
müssen.“ Exakte Planung und Beratung ist<br />
deshalb auch im Bereich der digitalen Medien<br />
unerlässlich.<br />
Branchen und Zielgruppen<br />
Chancenreiche Wachstumsnischen<br />
Branchenseitig die Nummer eins ist der Handel –<br />
und das bereits seit zwei Jahren. Zunehmend wichtiger<br />
wird auch die öffentliche Hand. Wünschenswert<br />
in diesem Bereich wäre eine höhere Professionalität.<br />
Für kluge Werber tut sich hier deshalb<br />
eine Chance auf, mit Beratung und Know-how zu<br />
punkten. Was derzeit jedoch beim besten Willen<br />
nicht erkennbar ist, sind neue, große Wachstumstreiber,<br />
wie es zum Beispiel in der Vergangenheit<br />
Telekom mit dem Mobilfunk war.<br />
Sieht man jedoch genauer hin, lassen sich sehr<br />
interessante und wachstumsstarke Nischen erkennen:<br />
Digital, Online und Social Media zum Beispiel<br />
oder Community Marketing mit den großen<br />
Trends Diversity Marketing und Ethnomarketing.<br />
Böhler: „Das sind sehr interessante Märkte, die<br />
früher durch die Mediaselektion schwierig zu erreichen<br />
waren. Heute ist das weit einfacher und bietet<br />
viele Chancen.“<br />
Ethnomarketing<br />
macht sich bezahlt<br />
Ein 20-Milliarden-Euro-Markt<br />
20 Milliarden Euro Kaufkraftvolumen errechnet<br />
eine aktuelle Studie von RegioData Research für<br />
die 1,47 Millionen Österreicher und in Österreich<br />
lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.<br />
Ein Kaufkraftvolumen, das dem des gesamten
Bundeslandes Steiermark entspricht. Dahinter<br />
steckt eine äußerst vielfältige Zielgruppe, die<br />
aber andererseits auch sehr homogen ist. Dazu<br />
Manuel Bräuhofer, Geschäftsführer der Diversity<br />
Marketing Agentur Brainworker:<br />
„Geschätzte 740.000 Mitbewohner stammen<br />
aus Ex-Jugoslawien, weitere 340.000 sind türkischstämmig.<br />
Diese beiden Zielgruppen lassen<br />
sich sehr gut gezielt ansprechen.“ Außerdem<br />
wachsen beide Communities stark, ihr Bevölkerungsanteil<br />
wird weiter zunehmen. Laut Statistik<br />
Austria haben in <strong>Wien</strong> bereits weit mehr als<br />
40 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund.<br />
Migration in <strong>Wien</strong><br />
Die <strong>Wien</strong>er Wohnbevölkerung ist durch<br />
hohe Vielfalt gekennzeichnet: Schon<br />
44 Prozent der <strong>Wien</strong>er und <strong>Wien</strong>erinnen<br />
haben einen Migrationshintergrund. Derzeit<br />
nimmt die EU-Zuwanderung zu, während<br />
jene aus Drittstaaten stagniert bzw.<br />
sogar abnimmt. Die erste Zuwanderergeneration<br />
kommt bereits zunehmend ins<br />
Pensionsalter. (Quelle: Stadt <strong>Wien</strong>/MA 17)<br />
MA 17 – Fachbereich Diversitätsmanagement:<br />
www.wien.gv.at/integration<br />
Integrations- und Diversitätsmonitor:<br />
www.wien.gv.at/integration/<br />
monitor.html<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Die Zielgruppe der Migranten<br />
aus Ex-Jugoslawien und der<br />
Türkei lässt sich sehr gut<br />
gezielt ansprechen“<br />
Manuel Bräuhofer<br />
GF Agentur Brainworker<br />
„<br />
Migranten<br />
Starke Konsumzielgruppe mit hohen<br />
Weiterempfehlungsraten<br />
Eine gezielte Ansprache der Migranten zahlt sich<br />
jedenfalls aus. Denn die einzelnen Communities<br />
haben eine sehr hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung.<br />
Für diesen hohen Multiplikatoreffekt sind<br />
keine Goodies erforderlich. „Diese überdurchschnittlich<br />
hohe Markentreue kann jedoch auch<br />
ins Gegenteil umschlagen. Enttäuscht ein Unternehmen<br />
oder ein Produkt, kann die Community<br />
rasch verloren gehen“, mahnt Bräuhofer nachdrücklich<br />
dazu, Werbeversprechen konsequent<br />
Migration – <strong>Wien</strong>er Bevölkerung<br />
Fremde Staatszugehörigkeit und Geburtsland<br />
Ausland<br />
Fremde Staatszugehörigkeit und Geburtsland<br />
Österreich<br />
Geburtsland Ausland und Staatsbürgerschaft<br />
Österreich<br />
In Österreich geboren und österreichische<br />
Staatsbürger<br />
In Österreich geboren und österreichische<br />
Staatsbürger ohne Migrationshintergrund<br />
77
umzusetzen. Trotz ihrer leicht unter dem Durchschnitt<br />
liegenden Kaufkraft sind Migranten eine<br />
extrem starke Konsumzielgruppe, die gerne herzeigt,<br />
was sie hat und sich leisten kann. „Für die<br />
Markenartikelindustrie, angefangen von Parfum<br />
über Kleidung bis zum Auto, ist diese Zielgruppe<br />
deshalb extrem dankbar. Dahinter steckt nur zum<br />
Teil Nachholbedarf. Vor allem ist es ein anderes,<br />
südlicheres Lebensgefühl, das einfach weit stärker<br />
nach außen orientiert ist“, so Wilfried Wiesinger,<br />
Geschäftsführer des Biber Verlags.<br />
Wegen der kulturellen und religiösen Besonderheiten<br />
reicht es deshalb nicht für erfolgreiches Ethnomarketing,<br />
eine bestehende Kampagne oder<br />
Drucksorten einfach zu übersetzen. Bräuhofer:<br />
„Einfachstes Beispiel sind die Werbeformen. Ein<br />
Südosteuropäer wird sich von einem Sujet mit ausschließlich<br />
blauäugigen Blonden eher wenig angesprochen<br />
fühlen.“ Das Eingehen auf Wesensarten<br />
und Eigenheiten der einzelnen Zielgruppe ist deshalb<br />
besonders bei Diversity Marketing gefragt.<br />
Dieses Mehr an Beratung und inhaltlicher Arbeit<br />
erfordert aber nicht notgedrungen höhere Kommunikationsbudgets.<br />
Dazu Eduard Böhler von<br />
<strong>Wien</strong> Nord: „Eine zielgerichtete Kampagne muss<br />
nicht teurer sein. Denn die Mediakosten sind in<br />
den neuen Kanälen oft geringer und gleichen den<br />
erhöhten Konzeptions- und Beratungsaufwand<br />
aus.“<br />
Diversity Marketing<br />
Mit vertretbarem Aufwand<br />
zur Marktführerschaft<br />
Werbekunden, die bereits heute auf Diversity Marketing<br />
setzen, profitieren davon, mit vergleichsweise<br />
geringem Aufwand in der anvisierten Nische<br />
die Marktführerschaft zu erreichen – oft ohne echte<br />
Konkurrenz. „Angesichts der hohen Markentreue<br />
punktet man als First Mover deshalb nicht nur<br />
kurzfristig, sondern vor allem auch auf lange Sicht“,<br />
sagt Bräuhofer. Besondere Unterschiede im Media-<br />
Mix macht Bräuhofer keine aus. Er meint sogar,<br />
dass die Medienlandschaft der einzelnen Zielgrup-<br />
78<br />
„<br />
„Eine zielgerichtete Kampagne<br />
muss nicht teuer sein, die Mediakosten<br />
sind in den neuen Kanälen<br />
oft geringer“<br />
Mag. Eduard Böhler<br />
<strong>Wien</strong> Nord<br />
Diversity Management<br />
Gender/Diversity Management ist ein neuer Zugang<br />
zu Unterschiedlichkeit in Unternehmen im Hinblick<br />
auf Gender (Geschlecht), Alter, Herkunft, Religion,<br />
sexuelle Orientierung, Behinderung u. v. m.<br />
Personelle Vielfalt wird neben der Frage von gelebter<br />
sozialer Verantwortung zunehmend zu einem<br />
bedeutsamen Wirtschaftsfaktor. Gender/Diversity<br />
Management nützt pro-aktiv Unterschiede in Personen<br />
und Gruppen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten<br />
etc.) zur Zielerreichung des Unternehmens. Gender/Diversity<br />
Management unterstützt Unternehmen<br />
in zahlreichen Bereichen wie:<br />
■ im Ansprechen von neuen Märkten<br />
■ im Ansprechen von neuen Zielgruppen<br />
■ im Kundenservice<br />
■ im Zugang zu neuem Personal<br />
■ in der Erhöhung der Motivation der Mitarbeitenden<br />
■ in der gezielten Einbindung von Mitarbeitenden<br />
■ in der Erhöhung von Kreativität und Innovation<br />
■ in der Verbesserung der Kommunikation und<br />
Öffentlichkeitsarbeit<br />
Im Rahmen der wirtschaftspolitischen Abteilung der<br />
Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> ist seit 2009 ein eigenes<br />
Diversity Referat eingerichtet, das die Relevanz dieses<br />
Themas im Zuge einer eigenen Schwerpunktsetzung<br />
für die <strong>Wien</strong>er Wirtschaft erarbeitet. Zahlreiche<br />
Maßnahmen und Aktivitäten wurden und werden<br />
gesetzt, um die vorhandene Vielfalt als Wettbewerbsfaktor<br />
nützen zu können.<br />
http://wko.at/wien/diversity<br />
Interessierten bietet das WIFI <strong>Wien</strong> in Zusammenarbeit<br />
mit dem Diversity Referat ab September 2010 im<br />
Rahmen von geförderten Beratungen „Diversity<br />
Management Beratung“ als ein zusätzliches Service<br />
an. Informationen unter www.wifiwien.at/ub
pen noch eher konservativ strukturiert ist: „Print,<br />
TV und Radio sind nach wie vor sehr stark. Online<br />
und Digital kommen erst langsam.“ Perfekt einsetzen<br />
lassen sich, gemäß Bräuhofer, vor allem Magazine<br />
sowie zielgruppenspezifische Veranstaltungen<br />
und Geomarketing.<br />
Barrierefreiheit<br />
Demographischer Megatrend<br />
Um zielgruppengerechte Ansprache und Angebote<br />
geht es auch bei barrierefreier <strong>Werbung</strong> im<br />
Internet. Und das betrifft bei weitem nicht nur die<br />
wachsende Zielgruppe behinderter Menschen. Vor<br />
Diversity Marketing bringt neue Märkte und neue Zielgruppen<br />
allem profitiert auch die große Zahl kaufkräftiger<br />
Pensionisten von klar verständlichen, gut wahrnehmbaren<br />
und einfach bedienbaren Angeboten<br />
im Netz. Die Kosten dafür halten sich laut Eva<br />
Papst, Vorstand des Vereins accessible media, in<br />
Grenzen: „Wichtig ist es, auf Barrierefreiheit<br />
bereits bei der Entwicklung zu achten, dann ist der<br />
Mehraufwand überschaubar.“<br />
Bereits ausreichend große Schriften, gute Kontraste<br />
und die Beachtung der vom World Wide Web<br />
Consortium veröffentlichten Standards sind ein<br />
wesentlicher Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit.<br />
Was für Werber besonders wichtig ist, wenn ihre<br />
Botschaften auch ankommen sollen.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010 79
<strong>Werbung</strong> ist weiblich<br />
Werbekonzept Weiblichkeit<br />
Weiblichkeit – ein Konzept, das sich immer<br />
bewährt, auch in der Kommunikationsbranche.<br />
Schon der Film „Was Frauen wollen“ mit Mel<br />
Gibson und Helen Hunt bestätigte, dass die weibliche<br />
Denkweise in der <strong>Werbung</strong> sehr wohl gefragt<br />
ist. Sich in die Psyche beider Geschlechter hineinzuversetzen,<br />
ist längst Voraussetzung für den<br />
Beruf. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten<br />
von Frauen und Männern bewusst wahrzunehmen<br />
und sie zum besseren Verständnis der Zielgruppe<br />
zu nützen, macht <strong>Werbung</strong> erst so besonders.<br />
Warum sich also nicht auf das Erfolgskonzept<br />
Weiblichkeit verlassen?<br />
Das Briefing<br />
Frauen am Arbeitsmarkt<br />
In der <strong>Werbung</strong> wie in der Wirtschaft im Allgemeinen<br />
gilt: Kaum eine Aussage ist so deutlich<br />
wie die Sprache der Zahlen. So bietet es sich auch<br />
bei dieser Thematik an, sich 2006 zuerst mit einigen<br />
Fakten vertraut zu machen. Allen voran der Frauenanteil<br />
von 44,3 Prozent in <strong>Werbung</strong> 2007 und Marktkommunikation<br />
– ein relativ ausgeglichenes Verhältnis<br />
im Vergleich zu anderen Berufsgruppen<br />
(siehe Tabelle). Dies belegt ein Bericht des Arbeitsmarktservice<br />
Österreich (AMS) und des Österreichischen<br />
Instituts für Berufsbildungsforschung<br />
(ÖIBF) von 2005 auf Basis der Volkszählung im<br />
Jahr 2001. Des Weiteren ist im Handel eine weibliche<br />
Dominanz des Verkaufssektors zu beobachten,<br />
während der Einkauf vorwiegend Männern<br />
vorbehalten ist.<br />
Betrachtet man die Geschlechterverteilung in Führungspositionen,<br />
so zeigt sich ein etwas anderes<br />
Bild: Je höher die Hierarchieebene, desto geringer<br />
der Frauenanteil. Das Management stellt sich<br />
zu fast drei Vierteln (!) männlich dominiert dar.<br />
Unter Umständen kann diese Zahl den vergleichsweise<br />
hohen Anteil (30 Prozent) an Leiterinnen<br />
kleinerer Unternehmen erklären.<br />
80<br />
Krisensitzung<br />
Verändert hat sich der Arbeitsmarkt vor allem in<br />
Bezug auf die offenen Stellen, wie ebenfalls aus<br />
der Quelle des AMS hervorgeht. Die Wirtschaftskrise<br />
und die damit einhergehenden Budgetkürzungen<br />
haben den Bedarf an Mitarbeitern seit<br />
2008 um etwa 66,2 Prozent geschmälert. Konnten<br />
damals noch mehrere offene Stellen verzeichnet<br />
werden, gibt es nun einen Abwärtstrend. Der<br />
größte Rückgang ist 2009 mit 33,5 Prozent bei<br />
den Produktmanagern zu beobachten. Auch PRund<br />
Marketing-Assistenten sowie Art-Direktoren<br />
werden immer seltener in Printmedien oder über<br />
das AMS gesucht. Lediglich nach Customer-Relationship-Managern<br />
und Schaufensterdekorateuren<br />
stieg die Nachfrage im letzten Jahr. Folglich<br />
gilt, dass sich Frauen wie Männer zunehmend in<br />
der Branche behaupten müssen.<br />
Frauenanteile in Berufsgruppen<br />
in Prozent<br />
Berufsgruppen mit den niedrigsten Frauenanteilen<br />
VersicherungsvermittlerInnen, -vertreterInnen<br />
18,8<br />
Ambulante HändlerInnen, VerkäuferInnen<br />
KonsumentenberaterInnen<br />
Berufsgruppen mit den höchsten Frauenanteilen<br />
Übrige VermittlerInnen, VermieterInnen, verwandt. Berufe<br />
Werbefachleute<br />
23,8<br />
25,8<br />
42,4<br />
44,3<br />
HändlerInnen und VerkäuferInnen<br />
69,3<br />
Quelle: AMS
Die Idee<br />
Kreativität durch Offenheit<br />
Trotz der rückläufigen Stellenzahlen in der Kommunikationsbranche<br />
kann am Markt mit innovativen<br />
Ideen gepunktet werden. Solche sind nur<br />
durch die produktive Zusammenarbeit des ganzen<br />
Teams zu erreichen. Gerade Frauen kommt<br />
in Gruppen oft eine Schlüsselrolle zu, wie Ilona<br />
Happel, Geschäftsführerin bei SevenOne Media<br />
Austria, aus ihrer Erfahrung bestätigt. „Ich denke,<br />
Frauen sind verstärkt Teamplayer und verfügen<br />
über ein ausgeprägtes Maß an sozialer Kompetenz.<br />
Man kann das sowohl als Vorteil als auch als<br />
Nachteil sehen, ich selbst sehe es aber definitiv als<br />
Vorteil“, so Happel. Nachteilig gestaltet sich vor<br />
allem das Vorurteil, Frauen seien aufgrund ihrer<br />
sozialen Kompetenzen weniger durchsetzungsfähig<br />
als Männer. Dies muss jedoch nicht der Fall<br />
sein, denn im Verkauf kann gerade das Eingehen<br />
auf den Kunden mehr bewirken als schiere Überredungskraft.<br />
Auch die Präsentation von Frauen in der <strong>Werbung</strong><br />
selbst ist als äußerst wichtig anzusehen.<br />
„Weiblichkeit ist nach wie vor ein sehr emotiona-<br />
Arbeitsmarkt für Frauen<br />
Viele offene Stellen<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
„Weiblichkeit ist etwas, das man<br />
für sich bewahren sollte und ein<br />
Bonus, den man ruhig für sich<br />
beanspruchen kann.“<br />
Mag. (FH) Hedwig Zinöcker<br />
Geschäftsführerin red-hot Werbeagentur<br />
Quelle: AMS<br />
„<br />
lisierendes Stilmittel in der <strong>Werbung</strong>, wenn man<br />
so will“, meint Hedwig Zinöcker, Geschäftsführerin<br />
der red-hot Werbeagentur. Die (oft klassischen)<br />
Rollenbilder, die durch <strong>Werbung</strong> präsentiert werden,<br />
haben ihrer Meinung nach „eine gewisse<br />
Daseinsberechtigung“. Sie spiegeln die Grundwerte<br />
wider, die es in der Gesellschaft gibt. Dennoch<br />
bleibt der Wandel in Anliegen der Gleichberechtigung<br />
von den Medien nicht gänzlich unbeachtet.<br />
Sowohl die klassische Waschmittelwerbung<br />
mit der Frau als treu sorgender Mutter gibt<br />
es, als auch Gegenbeispiele.<br />
Die Umsetzung<br />
Mehr Alpha-Frauen<br />
Stellt sich die Frage, was sich in den letzten Jahren<br />
schon zum Thema Gleichberechtigung getan hat.<br />
„Das Thema ist noch stärker in den öffentlichen<br />
Fokus gerückt, wenn man beispielsweise die aktuelle<br />
Diskussion um den Anteil der Frauen in Aufsichtsratsposten<br />
betrachtet“, meint Ilona Happel.<br />
Auch sei ihrer Ansicht nach der Frauenanteil in<br />
Führungspositionen in den letzten Jahren gestiegen,<br />
„allerdings aus meiner Sicht noch nicht zufrieden<br />
stellend“, betont die Medienfachfrau.<br />
Dennoch: Im Vergleich zu anderen Branchen ist<br />
die Frauenquote in der Kommunikation relativ<br />
ausgeglichen. Die Wahrnehmung ist allerdings<br />
unterschiedlich: „Es ist als Frau meiner Meinung<br />
nach schwerer, sich in der Branche zu behaupten,<br />
da sie nach wie vor sehr von ‚Alpha-Männern‘<br />
dominiert ist“, erklärt Hedwig Zinöcker. Sie<br />
nehme Frauen maximal als Art-Direktorinnen<br />
wahr, in Geschäftsführerpositionen größerer,<br />
internationaler Agenturen sei die Luft für das<br />
weibliche Geschlecht jedoch dünn.<br />
Warum? Laut Zinöcker streben viele Frauen selbst<br />
nicht nach diesen Posten, möglicherweise auch,<br />
da sie ihnen wenig vereinbar mit ihrer Familienplanung<br />
erscheinen. Tatsächlich muss sich jede<br />
Führungskraft auf ihrem Feld behaupten – egal<br />
ob Mann oder Frau.<br />
81
82<br />
„„Ich bin der Meinung, dass jede<br />
Führungskraft – egal ob Frau oder<br />
Mann – ihren Job gut machen<br />
muss.“<br />
Bessere Rahmenbedingungen<br />
Direkte Aufstiegshemmer für weibliche Mitarbeiterinnen<br />
werden selten beobachtet, indirekte sehr<br />
wohl. „In Hinblick auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen<br />
im Speziellen für berufstätige<br />
Mütter gibt es noch viel Verbesserungspotenzial,<br />
das lässt sich nicht leugnen“, bestätigt Happel.<br />
Ihrer Meinung nach brauche es stärkere Maßnahmen<br />
zur Vereinbarung von Familie und Beruf<br />
sowie mehr Angebote an Kinderbetreuung.<br />
Auch flexiblere Arbeitszeitmodelle müssten in diesem<br />
Kontext angedacht werden. Freizeit und Beruf<br />
lassen sich, so Zinöcker, in der Kommunikation<br />
so gut oder schlecht verbinden wie in anderen<br />
Branchen auch. Hinzu kommen hingegen die speziellen<br />
Anforderungen des Dienstleistungsgewerbes,<br />
die sich in hohen Erwartungshaltungen auf<br />
Kundenseite niederschlagen. Erreichbar und präsent<br />
zu sein ist in dieser Branche unabdingbar –<br />
und gerade das fällt berufstätigen Frauen oft<br />
schwer. Einen entscheidenden Vorteil biete die<br />
Arbeit jedoch für Zinöcker: Viel könne von<br />
zuhause aus erledigt werden.<br />
Überzeugt Selbstständig<br />
In den letzten Jahren haben viele Werberinnen<br />
den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Als<br />
Ausweg aus der Diskriminierung oder aus männlich<br />
dominierten Strukturen kann dieser Schritt<br />
jedoch kaum gesehen werden. Grundsätzlich sollte<br />
eine Entscheidung für eine selbstständige Tätigkeit<br />
in der Branche aus voller Überzeugung und<br />
Leidenschaft für den Beruf geschehen, nicht aus<br />
Flucht vor der Realität.<br />
Wer mit falschen Motiven in die Selbstständigkeit<br />
geht, wird später eher mit den Belastungen, die<br />
durch die Selbstständigkeit entstehen, kämpfen.<br />
Hedwig Zinöcker ist Werberin aus voller Überzeugung.<br />
Sie selbst hat den Schritt zur eigenen<br />
Agentur gewählt, weil „ich neugierig war und mit<br />
viel Einsatz lieber fürs Eigene gearbeitet habe“.<br />
Viele Werberinnen haben in den vergangenen Jahren den<br />
Sprung in die Selbstständigkeit gewagt<br />
Mag. Ilona Happel<br />
Geschäftsleitung Sales SevenOne Media<br />
Austria<br />
Die Kontrolle<br />
Weiblichkeit wirkt<br />
Eine Frau zu sein muss im Berufsleben durchaus<br />
nicht immer ein Nachteil sein. „Frauen werden<br />
bei jedem Termin gerne gesehen“, ist Zinöcker<br />
überzeugt. Somit könne man getrost zu seinem<br />
Geschlecht stehen und sich die Weiblichkeit<br />
bewahren. „Das ist in vielen Fällen ein Bonus, den<br />
man ruhig für sich beanspruchen kann“, weiß die<br />
selbstständige Werberin.<br />
Links:<br />
Angebote für Frauen und Mädchen<br />
(Förderungen, Karenz, Wiedereinstieg u. v. m.):<br />
www.ams.or.at/sfa/14073.html<br />
www.gruenderservice.at (alles zum Thema<br />
Selbstständigkeit und Neugründung, ein Service<br />
der Wirtschaftskammer Österreich)
Netzwerke von und für Frauen<br />
Wie viele ihrer Kolleginnen findet auch Agenturchefin<br />
Christine Weixelbaumer, dass Frauennetzwerke<br />
eine gute Idee sind. Es sei „schon spürbar,<br />
dass sich was ändert“, wenn es auch frustrierend<br />
sei, „dass in den obersten Positionen fast nur Männer<br />
sitzen“.<br />
Einige Frauennetzwerke, die sich im Bereich der<br />
Werbe- und Kommunikationsbranche engagieren,<br />
finden Sie hier:<br />
Frauen Netzwerk Medien<br />
www.frauennetzwerk.at<br />
Karin Strobl<br />
c/o Medienhaus <strong>Wien</strong><br />
Alser Straße 22, 1090 <strong>Wien</strong><br />
office@frauennetzwerk.at<br />
Salzburger Medienfrauen<br />
www.salzburgermedienfrauen.at<br />
Überparteiliches Frauen-Netzwerk<br />
Medien Salzburg<br />
c/o Mag. Romy Seidl<br />
Dr.-Karl-Renner-Straße 4/6/47<br />
5020 Salzburg<br />
office@salzburgermedienfrauen.at<br />
Noch mehr „weibliche“ Links<br />
www.diestandard.at (DieStandard)<br />
www.buerofuerfrauenfragen.at (Plattform für Frauenfragen)<br />
www.ceiberweiber.at (Online-Frauenmagazin)<br />
www.vaoe.at (Verband der Akademikerinnen Österreichs)<br />
www.texttreff.de (Netzwerk wortstarker Frauen)<br />
www.webgrrls.de (Business-Netzwerk für Frauen in neuen Medien)<br />
www.alphafrauen.org/de (Frauen für die Zukunft)<br />
www.frauenfakten.at (Plattform Frauenfakten)<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Die Plattform des Österreichischen<br />
Journalistinnenkongresses<br />
www.medienfrauen.net<br />
Betreiber:<br />
Hildegard Burjan Institut<br />
Stubenbastei 12, 1010 <strong>Wien</strong><br />
OÖ Presseclub, Frauennetzwerk<br />
www.medienfrauen-ooe.at<br />
www.presseclub.at<br />
Sprecherin Heidi Vitéz<br />
Stellvertreterinnen Mag. a Susanne Pollinger<br />
und Nina Stögmüller<br />
Ursulinenhof<br />
Landstraße 31/1<br />
4020 Linz<br />
Tel. 0732/77 56 34<br />
Fax 0732/77 56 34-55<br />
office@medienfrauen-ooe.at<br />
Grafikerinnen-Stammtisch<br />
www.remaprint.at<br />
Sonja Ruß<br />
Neulerchenfelder Straße 35<br />
1160 <strong>Wien</strong><br />
Tel. 01/403 89 26-71<br />
russ@remaprint.at<br />
83
„Brauchen prägnantes Image“<br />
Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes<br />
<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation in<br />
der Wirtschaftskammer Österreich spricht im<br />
Interview über ihre Pläne und die Herausforderungen<br />
der österreichischen Werbewirtschaft.<br />
Sie sind im Juni 2010 einstimmig zur Obfrau<br />
des Fachverbandes <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
gewählt worden. Wie legen Sie<br />
Ihren Führungsstil an?<br />
Mit Michael Himmer und Andrea Pavlovec-<br />
Meixner bilden wir ein hervorragendes Team im<br />
Vorstand des Fachverbandes <strong>Werbung</strong>. Wir repräsentieren<br />
drei Bundesländer (OÖ/W/St) und<br />
drei große Berufsgruppen (Werbeagenturen, PR-<br />
Berater, Mediaagenturen). Das einstimmige<br />
Wahlergebnis ist natürlich ein besonderer Vertrauensbeweis<br />
der Kollegen aus den Bundesländern.<br />
Die zukünftigen Herausforderungen der<br />
nächsten Monate können nur gemeinsam mit<br />
einer starken Stimme interessenpolitisch bewältigt<br />
werden.<br />
An welche Herausforderungen denken Sie?<br />
Es ist unerlässlich, mit unseren Partnern den interessenpolitischen<br />
Dialog zu führen. Es wird vor<br />
allem wichtig sein, ein eigenes Selbstbewusstsein<br />
als Kreativdienstleister zu entwickeln. Wir brauchen<br />
ein prägnantes Image und eine Identität,<br />
um ein gemeinsames Bewusstsein als die Anlaufstelle<br />
für Kreativität zu schaffen. Es ist unsere<br />
Aufgabe, für unsere Unternehmen optimale Rahmenbedingungen<br />
zu schaffen und für einen starken<br />
Kreativstandort Österreich zu werben.<br />
Wirtschaftskrise – immer noch Thema?<br />
Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor noch<br />
unsicher. Ich bin Optimistin. Die Konjunkturdaten<br />
weisen wieder nach oben. Um aber auch in<br />
Zukunft gewappnet zu sein, müssen wir mit den<br />
Ansprüchen wachsen. Wir erwarten, dass die<br />
österreichische Politik auf die Konjunkturentwicklung<br />
im Bereich Kommunikation und<br />
Medien reagiert. Die Werbeumsätze sind 2009<br />
im Vergleich zu 2008 um ca. zehn Prozent gesun-<br />
84<br />
Angelika Sery-Froschauer: „Es wird vor allem wichtig sein,<br />
ein eigenes Selbstbewusstsein als Kreativdienstleister zu<br />
entwickeln.“<br />
ken. Es ist unser interessenpolitisches Ziel im Rahmen<br />
eines Konjunkturpakets die Werbeausgabenzuwachsprämie<br />
zu verankern. Gerade in der derzeitigen<br />
angespannten Situation ist es notwendig,<br />
einen Anreiz zu schaffen, damit mehr Geld in Werbemaßnahmen<br />
investiert wird.<br />
Vor welchen Herausforderungen steht die<br />
österreichische Werbewirtschaft in den nächsten<br />
zwölf Monaten?<br />
Es ist schwer, die Herausforderungen auf die<br />
nächs-ten zwölf Monate zu beschränken. Im<br />
Grunde arbeiten wir in einer extrem dynamischen<br />
Branche, in der Anpassungsfähigkeit und Marktübersicht<br />
gefragt sind. Unsere größte Herausforderung<br />
ist es aber auf jeden Fall, den Wert von<br />
professioneller Kreativdienstleistung in der<br />
Öffentlichkeit und bei der auftraggebenden Wirtschaft<br />
bewusst zu machen. Es fehlt an gewissen<br />
Regeln und zum Teil das Verständnis für das, was<br />
„die Werber tun und <strong>Werbung</strong> bewirkt“. Das<br />
bedeutet für uns als Branche eine kontinuierliche<br />
Bewusstseinsarbeit, um ein prägnantes Branche-
nimage zu schaffen. Wir wollen uns als erste<br />
Anlaufstelle für professionelle Kreativität in<br />
Österreich positionieren.<br />
Was muss getan werden, um fit für die<br />
Zukunft zu sein?<br />
Wir arbeiten derzeit an der konkreten Umsetzung<br />
unseres Arbeitsprogramms. Wie zum Beispiel<br />
österreichweite Erhebungen zum Wert<br />
von Kreativdienstleistungen, Richtlinien für<br />
den ethischen Umgang in der <strong>Werbung</strong>, Werbezuwachsprämie<br />
für Unternehmen, die kontinuierlich<br />
in <strong>Werbung</strong> investieren, übergreifende<br />
Förderprogramme, um das Wachstum<br />
und die Auftragslage anzukurbeln, Impulse bei<br />
Weiterbildungsprogrammen etc. Um aber<br />
auch in Zukunft gewappnet zu sein, müssen<br />
wir mit den Ansprüchen mitwachsen.<br />
Welche Forderungen haben Sie an die<br />
Politik?<br />
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Reformen,<br />
um die Werbewirtschaft anzukurbeln und die<br />
Wettbewerbsfähigkeit des Werbestandortes<br />
Österreich zu sichern.<br />
Wir müssen den Wert von Kreativleistungen<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong><br />
& Marktkommunikation<br />
Wiedner Hauptstraße 73, 2. Stock,<br />
1040 <strong>Wien</strong><br />
Adresse ab Dezember 2010:<br />
Wiedner Hauptstraße 57,<br />
1040 <strong>Wien</strong><br />
Tel. 05 90 900-3541<br />
Fax. 05 90 900-285<br />
werbung@wko.at<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
stärken! Zentrale Aufgabe ist vor allem die aktive<br />
Image- und Kommunikationsarbeit: Es geht<br />
darum, das Bewusstsein für Wert und Wertigkeit<br />
von Kreativdienstleistungen nach außen zu tragen.<br />
Hier müssen wir noch viel Lobbying für die<br />
Branche in Politik, Wirtschaft und Medien betreiben.<br />
Was sind Originalität, individuelle Kreativität<br />
und kundenspezifisch zugeschnittene Leistungen<br />
wert und welchen Preis bringe ich bei Kunden<br />
unter? Die Unsicherheit über den „richtigen“,<br />
am Markt durchsetzbaren Preis ist groß,<br />
und Preisdumping ein Dauerthema, sei es für<br />
Design, <strong>Werbung</strong>, Film, Text, Foto oder andere<br />
Kreativleistungen.<br />
Weiters brauchen wir Impulse für die Werbekonjunktur.<br />
Das beste Rezept, um die Staatsfinanzen<br />
in Ordnung zu bringen, ist, das Wachstum anzukurbeln.<br />
Wir appellieren an die Bundesregierung,<br />
die Forderung der Werbewirtschaft nach Einführung<br />
einer neuen Prämie in Höhe von zehn Prozent<br />
für den Zuwachs an Werbeausgaben umzusetzen.<br />
Die Einführung dieser Prämie würde einen<br />
dynamischen Anreiz für werbetreibende Unternehmen<br />
schaffen, ihre Werbeausgaben zu erhöhen<br />
und somit eine Ankurbelung der gesamten<br />
heimischen Wirtschaft bewirken.<br />
Fachverbands-Präsidium:<br />
Fachverbandsobfrau:<br />
Mag. Angelika Sery-Froschauer<br />
sery.froschauer@sery.com<br />
Fachverbandsobmann-Stellvertreter:<br />
Mag. Michael Himmer<br />
michael.himmer@groupm.com<br />
Fachverbandsobfrau-Stellvertreterin:<br />
Mag. Andrea Pavlovec-Meixner<br />
pavlovec@comcom.co.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010 85
Steuertipps I Rechtshinweise<br />
Geld&Recht<br />
86
06Welche<br />
steuerlichen Sonderfragen gelten<br />
insbesondere für Werbeagenturen?<br />
Und welche aktuellen Änderungen gibt<br />
es im Mediengesetz? Das und noch<br />
mehr erfahren Sie auf den folgenden<br />
Seiten.<br />
Geld sparen mit Profi-Tipps<br />
Jede selbstständige Erwerbstätigkeit erfordert unter<br />
anderem auch eine effiziente Steuerplanung. Dennoch<br />
wird diesem Aspekt in der Praxis vielfach zu<br />
wenig Aufmerksamkeit geschenkt.<br />
Steuertipps für Werbeagenturen<br />
Die nachfolgenden Steuertipps wurden sorgfältig<br />
zusammengestellt, können jedoch eine individuelle<br />
Beratung, die auf die Bedürfnisse und Besonderheiten<br />
des Einzelfalles Rücksicht nimmt, nicht ersetzen.<br />
Sie sind auf Grund des beschränkten Umfanges vor<br />
allem als erste Hinweise gedacht und erheben keinen<br />
Anspruch auf Vollständigkeit.<br />
Einkommensteuer/<br />
Körperschaftsteuer<br />
Eine Werbeagentur kann grundsätzlich in der Form<br />
eines Einzelunternehmens, einer Personengesellschaft<br />
oder einer Kapitalgesellschaft betrieben werden.<br />
Zu den Personengesellschaften gehören die OG<br />
und die KG. Unter Kapitalgesellschaften versteht<br />
mandieAGunddieGmbH.Nebenzahlreichenanderen<br />
Entscheidungskriterien wie Haftungsfragen,<br />
AnzahlderGesellschafter,GeschäftsführungundVertretung,Finanzierungsmöglichkeitenetc.spielenauch<br />
die Unterschiede in der Besteuerung bei der Wahl<br />
der Rechtsform eine wesentliche Rolle.<br />
Bei Einzelunternehmern werden die betrieblichen<br />
Einkünfte (Gewinn oder Verlust) direkt bei diesem<br />
erfasst, bei Personengesellschaften direkt bei den einzelnenGesellschaftern.ZurBerechnungderEinkommensteuer<br />
werden diese Einkünfte mit dem übrigen<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Einkommen dieser Personen zusammengerechnet<br />
und mit einem progressiven Steuersatz von bis zu<br />
50 Prozent (für Einkommensteile über € 60.000,–)<br />
versteuert. Einkommensteile bis € 11.000,– bleiben<br />
vollkommen steuerfrei. Durch die gemeinsame VersteuerungvonUnternehmensgewinnenunddenübrigen<br />
Einkünften ergibt sich in diesem Fall eine nachteilige<br />
Progressionswirkung. Die Zusammenrechnung<br />
kann aber auch vorteilhaft sein, wenn Verluste<br />
anfallen, die direkt mit anderen positiven Einkünften<br />
verrechnet werden können (Verlustausgleich) und<br />
damit die Steuerlast mindern. Auch gibt es keine zu<br />
bezahlende Mindeststeuer.<br />
Von Bedeutung für die Wahl der Rechtsform war bis<br />
2009 unter anderem auch die seit 2004 bestehende<br />
Begünstigung für nicht entnommene Gewinne. Auf<br />
Gewinne, die im Unternehmen verblieben, wurde<br />
biszueinemHöchstbetragvon€100.000,–proBetrieb<br />
und Jahr nur der halbe Steuersatz angewendet. Sank<br />
das Eigenkapital jedoch in den folgenden sieben Jahren<br />
auf Grund von übermäßigen Entnahmen wieder<br />
ab,führtedieszueinerNachversteuerungderbegünstigt<br />
thesaurierten Gewinne. Die begünstigte Besteuerung<br />
nicht entnommener Gewinne kann letztmalig<br />
bei der Veranlagung 2009 in Anspruch genommen<br />
werden. Alternativ besteht für die Veranlagung 2009<br />
aufgrund des Auslaufens dieser Begünstigung die<br />
Möglichkeit, alle „nachversteuerungshängigen“<br />
begünstigt besteuerten Beträge der Jahre 2004 bis<br />
2008 mit einem festen Steuersatz von 10 Prozent<br />
nachzuversteuern.<br />
AbderVeranlagung2010habenallenatürlichenPersonen<br />
mit betrieblichen Einkünften, unabhängig von<br />
87
der Art der Einkunfts- und Gewinnermittlung,<br />
Anspruch auf den Gewinnfreibetrag. Der Gewinnfreibetrag<br />
beträgt 13 Prozent des Gewinns, höchstens<br />
jedoch € 100.000,–. Für Gewinne von mehr als<br />
€ 30.000,– steht der 13-prozentige Freibetrag nur<br />
insoweit zu, als er durch Anschaffungs- und Herstellungskosten<br />
begünstigter Wirtschaftgüter gedeckt ist.<br />
Für Gewinne bis € 30.000,– besteht kein Investitionserfordernis<br />
(= Grundfreibetrag).<br />
WirddasUnternehmeninderRechtsformeinerKapitalgesellschaft<br />
betrieben, unterliegt diese (und nicht<br />
deren Gesellschafter) als juristische Person der Körperschaftsteuer.<br />
Diese beträgt einheitlich 25 Prozent<br />
des Einkommens („Flat Tax“). Werden die Gewinne<br />
(nach Abzug der KöSt) dann an die Gesellschafter<br />
ausgeschüttet,sinddavonnochmals25ProzentKapitalertragsteuer<br />
(KESt) abzuziehen. Ausschüttungen<br />
an Kapitalgesellschaften oder Privatstiftungen als<br />
Gesellschafter sind dabei nicht KESt-pflichtig (so<br />
genanntes „Schachtelprivileg“). Bei natürlichen Personen<br />
errechnet sich für ausgeschüttete Gewinne<br />
somit eine lineare Gesamtsteuerbelastung von<br />
43,75 Prozent. Vergleicht man nun die Steuerbelastung<br />
eines Einzelunternehmers (oder Gesellschafters<br />
einerPersonengesellschaft)mitjenereinerKapitalgesellschaft,<br />
lässt sich als Grenze ein Einkommen von<br />
rund € 165.240,– errechnen. Nimmt man gleiches<br />
Einkommen und Vollausschüttung (bzw. Entnahme)<br />
der Gewinne an, ist die Kapitalgesellschaft ab dieser<br />
Einkommenshöhe günstiger. Bei mehreren Gesellschaftern<br />
muss die Grenze jedoch je Gesellschafter<br />
gesehen werden.<br />
Ein Nachteil der Kapitalgesellschaft ist die Mindeststeuer<br />
von € 3.500,– für die AG bzw. € 1.750,– für die<br />
GmbH. Diese kommt dann zum Tragen, wenn in<br />
einem Jahr Verluste erzielt werden. Obwohl die Mindeststeuer<br />
auf die Körperschaftsteuer der Folgejahre<br />
angerechnet wird, stellt sie eine Liquiditätsbelastung<br />
dar, die in Verlustjahren vor allem für kleinere Agenturen<br />
schmerzhaft sein kann. Ein weiterer Nachteil<br />
kann dann entstehen, wenn bei mehreren Kapitalgesellschaften<br />
eines Gesellschafters Gewinne und Verluste<br />
nicht gegeneinander aufgerechnet werden können.<br />
Dies gilt auch, wenn ein Gesellschafter einer<br />
88<br />
Für Werbeagenturen sind<br />
eine Reihe steuerlicher<br />
Sonderfragen relevant und<br />
zu berücksichtigen<br />
Kapitalgesellschaft neben dieser Beteiligung noch<br />
andere Einkunftsquellen (z. B. Einzelunternehmen,<br />
Vermietung und Verpachtung) hat. Zwar bleibt die<br />
Möglichkeit des Verlustvortrags innerhalb der Kapitalgesellschaft<br />
gewahrt, doch müssen auf der anderen<br />
Seite die Gewinne voll versteuert werden.<br />
Abhilfe kann in solchen Fällen allenfalls die seit 2005<br />
mögliche Gruppenbesteuerung bringen, die unter<br />
bestimmten Voraussetzungen die steuerliche Zusammenrechnung<br />
von Ergebnissen mehrerer miteinanderverbundenerKapitalgesellschaftenerlaubt.Dabei<br />
dürfen grundsätzlich sogar Verluste ausländischer<br />
Tochterunternehmen in das Gesamtergebnis einbezogen<br />
werden. Vorteilhaft ist die Kapitalgesellschaft<br />
für sehr ertragreiche Unternehmen, weil der lineare<br />
KöSt-Satz von 25 Prozent eben auch bei sehr hohen<br />
Gewinnen zur Anwendung kommt.<br />
Für die Rechnungslegung des Unternehmens (doppelte<br />
Buchführung oder bloße Einnahmen-Ausgaben-Rechnung<br />
zur Ermittlung des Gewinnes oder<br />
Verlustes) ist zunächst die Rechtsform zu beachten.<br />
Kapitalgesellschaften sind stets buchführungspflichtig,<br />
wobei dies auch für „verdeckte“ Kapitalgesellschaften<br />
wie z. B. die GmbH & Co KG gilt. Seit 2010<br />
sind Einzelunternehmer und Personengesellschaften<br />
generell erst ab einem Jahresumsatz von<br />
€ 700.000,– buchführungspflichtig, sonst genügt die<br />
Erstellung einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.<br />
Jedenfalls ist es auch zulässig, ohne rechtliche Verpflichtung<br />
Bücher zu führen, was z. B. zur Wahrung<br />
des zeitlich unbegrenzten Verlustvortragsrechts notwendigodersinnvollseinkann.Seit2007stehtjedoch<br />
auch dem Einnahmen-Ausgaben-Rechner ein Verlustvortragsrecht<br />
der Verluste der vorangegangenen<br />
drei Jahre zu.<br />
UnabhängigvonderArtderGewinnermittlunghaben<br />
UnternehmenihreSteuererklärungen(EStbzw.KöSt)<br />
bis zum 30. April (Papierform) bzw. 30. Juni (elektronische<br />
Form) des Folgejahres beim zuständigen<br />
Finanzamt einzureichen. Auf Antrag ist die Verlängerung<br />
dieser Frist möglich. Guthaben bzw. Nachzahlungen,<br />
die sich im Vergleich zu den geleisteten<br />
Vorauszahlungen ergeben, werden ab 1. Oktober des<br />
Folgejahres bis zum Tag der Bescheiderlassung mit
dem jeweils gültigen Zinssatz für Anspruchszinsen<br />
(derzeit 2,38 Prozent) für einen Zeitraum von maximal<br />
48 Monaten verzinst.<br />
Umsatzsteuer<br />
Werbeagenturen unterliegen mit den von ihnen<br />
erbrachten Leistungen grundsätzlich der Umsatzsteuer<br />
(USt) in Höhe von 20 Prozent des vereinbarten<br />
Entgelts. Von diesem Betrag dürfen sie jene Umsatzsteuer<br />
abziehen, die ihnen von anderen Unternehmern<br />
in Rechnung gestellt wird (sog. Vorsteuerabzug).<br />
Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist, dass<br />
die Lieferung oder Leistung tatsächlich für das Unternehmen<br />
erbracht wurde und eine Rechnung vorliegt,<br />
die den im Umsatzsteuergesetz festgelegten Formerfordernissen<br />
entspricht. Der Saldo aus Umsatzsteuer<br />
und Vorsteuer (genannt Zahllast) ist monatlich vom<br />
Unternehmer selbst zu errechnen und bis spätestens<br />
15. des zweitfolgenden Monats an das Finanzamt zu<br />
melden (Umsatzsteuervoranmeldung, UVA) und zu<br />
bezahlen. Kleinunternehmer mit Umsätzen von unter<br />
€ 30.000,– (exklusive USt) sind umsatzsteuerbefreit,<br />
dürfen aber im Gegenzug auch keine Vorsteuer geltend<br />
machen (Kleinunternehmerregelung). Infolge<br />
einer Option zur „Regelbesteuerung“ können diese<br />
Unternehmer ihre Umsätze freiwillig steuerpflichtig<br />
behandeln und dafür die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug<br />
erlangen. Das wird dann sinnvoll sein, wenn<br />
der Saldo keine Zahllast, sondern ein Guthaben ergibt,<br />
das dann vom Finanzamt zurückgefordert werden<br />
kann. Für Unternehmer, deren Umsätze im vorangegangenen<br />
Kalenderjahr € 100.000,– nicht überstiegen<br />
haben, ist das Kalendervierteljahr der Voranmeldungszeitraum.<br />
Kleinunternehmer, deren Umsätze im Veranlagungszeitraum<br />
€ 30.000,– nicht übersteigen und die für den<br />
Veranlagungszeitraum keine Steuer zu entrichten<br />
haben, sind von der Verpflichtung zur Abgabe einer<br />
Steuererklärung befreit.<br />
Für Werbeleistungen, die an ausländische Unternehmen<br />
erbracht werden, ist grundsätzlich keine Umsatzsteuer<br />
in Rechnung zu stellen, es sei denn, die Leis -<br />
tung wird an eine inländische Betriebsstätte des ausländischen<br />
Unternehmens erbracht.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Für die Abgabe der Jahreserklärung gelten dieselben<br />
Fristen wie im Bereich der ESt/KöSt.<br />
Werbeabgabe<br />
Eine Besonderheit der Werbebranche stellt die Werbeabgabe<br />
dar. Obwohl sie seit ihrer Einführung<br />
umstritten ist, waren Bemühungen zu ihrer Abschaffung<br />
durch politischen Druck und höchstgerichtliche<br />
Anfechtung bisher erfolglos.<br />
Gegenstand der Werbeabgabe ist die entgeltliche<br />
Erbringung von Werbeleistungen im Inland. Der<br />
Werbeabgabe unterliegen nur jene Werbeleistungen,<br />
die in Form der Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen<br />
in Druckwerken im Sinne des Mediengesetzes<br />
(„Printwerbung“) oder in Form der Veröffentlichung<br />
von Werbeeinschaltungen in Hörfunk und<br />
Fernsehen („TV- und Radiowerbung“) oder in Form<br />
der Duldung der Nutzung von Flächen und Räumen<br />
zur Verbreitung von Werbebotschaften („Außenwerbung“)<br />
erbracht werden.<br />
Die Werbeabgabe beträgt 5 Prozent des für die Werbeleistung<br />
in Rechnung gestellten Entgelts. Rabatte<br />
und Provisionen kürzen die Bemessungsgrundlage<br />
für die Werbeabgabe. Sie ist – analog dem Verfahren<br />
der Umsatzsteuervoranmeldung – vom „Werbeleister“<br />
monatlich bis zum 15. des zweitfolgenden Kalendermonats<br />
nach Erbringung der Werbeleistung im<br />
Wege der Selbstbemessung zu entrichten. Die Jahreserklärung<br />
ist bis 31. März des Folgejahres beim Finanzamt<br />
einzureichen.<br />
Kammerumlagen<br />
Werbeunternehmen haben als Mitglieder der Wirtschaftskammer<br />
neben einer Grundumlage, die ausschließlich<br />
der Finanzierung der <strong>Fachgruppe</strong>n und<br />
Fachverbände dient, auch die Kammerumlagen 1<br />
und 2 zu entrichten. Die Rechtsgrundlage für alle drei<br />
Umlagen ist das Wirtschaftskammergesetz.<br />
Die Kammerumlage 1 (KU 1) wird grundsätzlich auf<br />
Basis der dem Werbeunternehmen in Rechnung<br />
gestellten Umsatzsteuern (Vorsteuern) bemessen und<br />
beträgt für alle Bundesländer aktuell einheitlich<br />
0,3 Prozent. Sind die im Inland erzielten steuerbaren<br />
Umsätze im Kalenderjahr nicht höher als<br />
89
€ 150.000,–, so ist keine KU 1 zu entrichten (Freigrenze).<br />
Eine Besonderheit bei der Ermittlung der<br />
Höhe der KU 1 besteht für Mitglieder des Fachverbands<br />
<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation darin,<br />
dass bei Besorgungsleistungen (das sind Leistungen,<br />
die von Werbemittlern und Werbeagenturen im eigenen<br />
Namen, aber auf fremde Rechnung erbracht<br />
werden) die Vorsteuern aus den damit verbundenen<br />
Vorleistungen (meistens von Medienunternehmen)<br />
nur im Ausmaß von 4 Prozent berücksichtigt werden.<br />
Diese Sonderregelung ist auf zugekaufte bzw. besorgte<br />
Werbeleistungen jeglicher Art anwendbar. Die KU 1<br />
ist von der Werbeagentur selbst zu berechnen und<br />
vierteljährlich bis zum 15. des zweitfolgenden Kalendermonats<br />
nach Ende des Quartals an das Betriebsstättenfinanzamt<br />
abzuführen.<br />
Die Kammerumlage 2 (KU 2) trifft all jene Kammermitglieder,<br />
die Dienstnehmer beschäftigen. Sie ist je<br />
Bundesland verschieden hoch und beträgt durchschnittlich<br />
rund 0,4 Prozent der ausbezahlten Arbeitslöhne.<br />
Als „Arbeitslöhne“ sind auch Gehälter zu verstehen.<br />
Auf Grund der Konzeption als Zuschlag zum<br />
Dienstgeberbeitrag nach dem Familienlastenausgleichsgesetz<br />
wird die KU 2 auch als DZ bezeichnet.<br />
Betragen die monatlich ausgezahlten Bruttolöhne<br />
nicht mehr als € 1.460,–, so vermindert sich die Bemessungsgrundlage<br />
um € 1.095,–. Die KU 2 ist anders als<br />
die KU 1 monatlich, jedoch ebenfalls bis zum 15. des<br />
Folgemonats zu entrichten.<br />
Ausgewählte steuerliche Sonderfragen<br />
für Werbeagenturen<br />
Repräsentationsaufwand,<br />
Geschäftsessen und Events<br />
Repräsentationsaufwendungen sind grundsätzlich<br />
nicht als Betriebsausgabe absetzbar. Repräsentationsaufwand<br />
liegt vor, wenn der Aufwand der Anbahnung<br />
und Pflege von Geschäftskontakten dient (personenbezogener<br />
Charakter). Abzugsfähiger Werbeaufwand<br />
liegt hingegen dann vor, wenn mit einer<br />
Maßnahme eine konkrete Produkt- und Leistungsinformation<br />
verbunden ist. Unter den Begriff „Reprä-<br />
90<br />
sentation“ fallen vor allem Aufwendungen oder Ausgaben<br />
zur Bewirtung von Geschäftsfreunden. Gelingt<br />
der Nachweis, dass die Bewirtung der <strong>Werbung</strong> dient<br />
und die betriebliche Veranlassung weitaus überwiegt,<br />
kann die Hälfte der Bewirtungsspesen gewinnmindernd<br />
geltend gemacht werden.<br />
Werbeunternehmen und deren Kunden gehen immer<br />
öfter den Weg, <strong>Werbung</strong> im Rahmen von so genannten<br />
Events, also Veranstaltungen mit Unterhaltungsund<br />
Erlebnischarakter, anzubieten. Die Kosten solcher<br />
Veranstaltungen sind dann zur Gänze abzugsfähig,<br />
wenn ein betrieblicher Anlass sowie ein „Event-<br />
Marketing“-Werbekonzept vorliegen und der Event<br />
dazu dient, das Marktteilnehmerinteresse auf das<br />
Unternehmen zu lenken sowie dem Adressaten firmen-<br />
und produktbezogene Kommunikationsinhalte<br />
erlebnisorientiert zu vermitteln. Wird der Event steuerlich<br />
anerkannt, so sind auch die damit verbundenen<br />
Kosten der Bewirtung voll als Betriebsausgaben<br />
abzugsfähig.<br />
Für rein betriebsinterne Veranstaltungen (Betriebsfeiern,<br />
Weihnachtsfeiern, Betriebsausflüge etc.) kann<br />
pro Arbeitnehmer und Jahr ein steuerfreier Betrag in<br />
Höhe von € 365,– geltend gemacht werden. Zusätzlich<br />
sind Sachzuwendungen an Arbeitnehmer (z. B.<br />
Weihnachtsgeschenke) bis € 186,– jährlich steuerund<br />
sozialversicherungsfrei (beitragsfrei). Dies gilt<br />
nicht für Geldgeschenke!<br />
Abschreibung für Abnützung/<br />
geringwertige Wirtschaftsgüter<br />
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von<br />
abnützbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens<br />
(EDV-Ausstattung, Büromöbel etc.) können<br />
grundsätzlich nur über den Zeitraum ihrer betrieblichen<br />
Nutzung als Betriebsausgaben abgeschrieben<br />
werden.<br />
Die Abschreibung ist linear vorzunehmen und beträgt<br />
daher bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren<br />
20 Prozent p. a. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit<br />
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von nicht<br />
mehr als € 400,– netto (ohne USt) können abweichend<br />
davon im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung<br />
sofort zur Gänze abgeschrieben werden.
Investitionen in die<br />
Weiterbildung der Mitarbeiter<br />
sind steuerlich begünstigt<br />
Bildungsfreibetrag und<br />
Bildungsprämie<br />
Investitionen in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter<br />
sind steuerlich begünstigt, indem von den im<br />
betrieblichen Interesse gelegenen unmittelbaren Ausund<br />
Fortbildungskosten, die von einer externen Bildungseinrichtung<br />
(WIFI, bfi etc.) in Rechnung gestellt<br />
werden, 20 Prozent als zusätzliche fiktive Betriebsausgabe<br />
geltend gemacht werden können.<br />
Alternativ kann für Aufwendungen, die einen<br />
Anspruch auf den externen Bildungsfreibetrag<br />
begründen, eine Bildungsprämie in Höhe von 6 Prozent<br />
der Bildungsaufwendungen beansprucht werden.<br />
Die Geltendmachung der Bildungsprämie anstatt<br />
des Bildungsfreibetrags kann vor allem in Verlustjahren<br />
vorteilhaft sein. Sie wird nämlich unabhängig<br />
davon, ob im betreffenden Jahr ein Gewinn oder Verlust<br />
erzielt wurde, in jedem Fall dem Abgabenkonto<br />
des Steuerpflichtigen gutgeschrieben und anders als<br />
der Bildungsfreibetrag nicht bloß von der Steuerbemessungsgrundlage<br />
abgezogen. Bei Kapitalgesellschaften<br />
ist die Bildungsprämie stets steuerlich günstiger.<br />
Innerbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen in organisierter<br />
Form (z. B. Seminar, Lehrgang) werden in<br />
Form eines internen Bildungsfreibetrags gefördert.<br />
Er beträgt 20 Prozent der Bildungsaufwendungen,<br />
wobei die Aus- und Fortbildungseinrichtung von der<br />
sonstigen Tätigkeit abgrenzbar sein muss. Der begüns -<br />
tigte Bildungsaufwand ist mit maximal € 2.000,– je<br />
Ausbildungsmaßnahme pro Kalendertag, unabhängig<br />
von der Zahl der Teilnehmer, begrenzt.<br />
Websites und Internet-Domains<br />
<strong>Werbung</strong> im weitesten Sinne findet immer häufiger<br />
im Internet statt. Dazu zählt nicht nur die Platzierung<br />
einer Werbebotschaft auf fremden Websites, sondern<br />
auch das Anbieten der eigenen Produkt- und Leis -<br />
tungspalette sowie die Information der (potenziellen)<br />
Kunden auf der eigenen Homepage. Ein überzeugender<br />
Internetauftritt stellt heute einen wichtigen<br />
Wettbewerbsfaktor dar.<br />
Zahlungen bzw. Aufwendungen für die Überlassung<br />
von Webspace auf fremden Websites für Werbezwecke<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
(Werbebanner) sind zur Gänze als Betriebsausgabe<br />
abzugsfähig. Bezüglich der Programmierung einer<br />
Website ist zu unterscheiden: Aufwendungen für die<br />
Programmierung der eigenen Website sind zur Gänze<br />
im Jahr des Anfalls als Betriebsausgabe abzugsfähig<br />
(Aktivierungsverbot für selbst erstellte unkörperliche<br />
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens). Lässt ein<br />
Unternehmen hingegen seine Homepage von dritter<br />
Seite programmieren, so sind die hierfür in Rechnung<br />
gestellten Anschaffungskosten verpflichtend zu<br />
aktivieren und auf die Laufzeit der wirtschaftlichen<br />
Nutzungsdauer der Website zu verteilen.<br />
Kosten für den Erwerb einer Internet-Domain sind<br />
stets zu aktivieren. Strittig ist allerdings, ob Internet-<br />
Domains planmäßig abzuschreiben sind. Unseres<br />
Erachtens ist dies zu verneinen, wenn die Domain<br />
grundsätzlich zeitlich unbegrenzt genützt werden<br />
darf. Teilweise besteht gerade bei Bilanzierungs- und<br />
Steuerfragen des Internets noch große Rechtsunsicherheit.<br />
Wie zuvor anhand der wichtigsten Abgaben gezeigt<br />
wurde, sind Werbeunternehmen einer vielfältigen<br />
Abgabenbelastung ausgesetzt. Durch eine gezielte,<br />
zweckadäquate steuerliche Beratung und Planung<br />
kann in den meisten Fällen eine spürbare Reduktion<br />
dieser Abgabenbelastung erreicht werden. Als Beispiele<br />
seien die Möglichkeit eines steuerneutralen<br />
Rechtsformwechsels (Umgründung), der unter Einhaltung<br />
spezifischer Anwendungsvoraussetzungen<br />
möglich ist, die Beschäftigung der eigenen Mitarbeiter<br />
als echte Dienstnehmer, freie Dienstnehmer oder<br />
im Werkvertrag sowie die Gestaltung der Vertragsbeziehungen<br />
der Gesellschafter zum eigenen Unternehmen<br />
(z. B. Vermietung an das eigene Unternehmen,<br />
Beschäftigung als Gesellschafter-Geschäftsführer<br />
etc.) genannt.<br />
Für den Inhalt verantwortlich:<br />
WP/StB Mag. Herbert Houf, Mag. Katharina<br />
Drexler, Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />
GmbH, Wagramer Straße 19, 1220 <strong>Wien</strong>,<br />
Tel. 01/269 83 71-0, Fax 01/269 83 71-76,<br />
office@auditpartner.at. Weitere Steuertipps finden<br />
Sie unter www.auditpartner.at<br />
91
Die richtige Vorbereitung auf<br />
das Bankgespräch<br />
Aller Anfang ist schwer, das gilt im Besonderen bei<br />
der Unternehmensgründung. Gerade beim<br />
Thema Geld sollte man von Anfang an nichts dem<br />
Zufall überlassen. Klarheit, Struktur und ein<br />
genauer Businessplan sind in diesem Bereich unerlässlich,<br />
wenn das Unternehmen von Beginn an<br />
auf festen Beinen stehen soll. Gerade die Banken<br />
bieten aber mit ihrem Förderservice und teilweise<br />
mit einem eigenen Gründercenter viel Hilfe an,<br />
die die Jungunternehmer in keinem Fall links liegen<br />
lassen sollten. Damit die Hilfe aber auch wirkt,<br />
ist die richtige Vorbereitung auf ein Bankgespräch<br />
unerlässlich.<br />
Praxistipps für Finanzierungen<br />
Entscheidend sind transparente Finanzierungsunterlagen,<br />
die auf einen Blick zeigen, wohin die<br />
Reise gehen soll. Dazu gehört ein detaillierter Businessplan<br />
ebenso wie eine Kapitalbedarfsrechnung,<br />
eine Planumsatzrechnung oder eine 3-Jahresvorschau.<br />
Zusätzlich sollten die Unterlagen noch Aufschluss<br />
über das Eigenkapital und die Sicherheiten<br />
geben. Auch eine private Haushaltsrechnung<br />
und eine kurze Auflistung etwaiger Förderungsmöglichkeiten<br />
machen Sinn. Aber auch Soft Facts<br />
wie die persönliche Qualifikation und der persönliche<br />
Eindruck sind Kriterien für eine Finanzierung.<br />
Vergessen Sie deshalb beim Bankgespräch<br />
nie einen ausführlichen Lebenslauf.<br />
Entscheidend für eine Finanzierung ist immer die<br />
gute Vorbereitung, Finanzierungsgespräche sollten<br />
auch so früh wie möglich geführt werden. Die<br />
Finanzierung Ihres Unternehmens ist die Basis für<br />
alles, was folgen wird, deshalb: Schließen Sie keine<br />
rechtsverbindlichen Geschäfte ab, bevor die Finanzierung<br />
nicht gesichert ist. Im ganzen Prozess der<br />
Unternehmensgründung sollten Sie die Bank<br />
immer als Partner sehen, der am Geschäftserfolg<br />
des Unternehmens ebenso Interesse hat wie Sie<br />
selbst. Aus diesem Grund sollte Ihre Bank laufend<br />
92<br />
über wichtige geschäftliche Ereignisse sowie über<br />
Ihren Geschäftserfolg informiert werden.<br />
Förderungen<br />
Förderungen spielen bei der Unternehmensgründung<br />
eine Schlüsselrolle. Wichtig: Reichen Sie Förderanträge<br />
vor Investitionsbeginn ein, das schafft<br />
von Beginn an mehr Klarheit über Ihren finanziellen<br />
Spielraum. Die Förderlandschaft ist in<br />
Österreich äußerst vielfältig. Unter Förderungen<br />
versteht man nicht nur nicht rückzahlbare<br />
Zuschüsse, sondern auch begünstigte Kredite oder<br />
Darlehen, Zinsenzuschüsse oder Bürgschaften.<br />
Förderungen kommen im Allgemeinen vom Bund,<br />
von der EU, von den Landesförderstellen und Wirtschaftskammern,<br />
aber auch von den Gemeinden.<br />
Im Folgenden ein kurzer Überblick über die wichtigsten<br />
Förderstellen:<br />
■ Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft m.b.H.<br />
(vormals Bürges Förderungsbank)<br />
■ Österreichische Hotel- und Tourismusbank<br />
GmbH<br />
■ <strong>Wien</strong>er Wirtschaftsförderungsfonds<br />
■ Wirtschaftskammern, Landesregierungen,<br />
regionale Förderstellen<br />
Förderungen sind immer abhängig vom Investitionsstandort,<br />
von der Größe des Unternehmens<br />
und von der Art des Projektes, also seinem Innovationsgrad,<br />
und können sowohl materieller als<br />
immaterieller Natur sein. Zu den immateriellen<br />
Investitionen gehören Beiträge zum Produktdesign,<br />
Marketing oder auch zur Qualifikation. Zu<br />
den materiellen Investitionen zählen beispielsweise<br />
bauliche-, Maschinen- und Einrichtungsinvestitionen.<br />
Mehr Info: www.go-gruendercenter.net<br />
www.i2b.at, www.gruenderservice.at<br />
Förderreferat der WKO: www.wko.at<br />
Das Kapitel „Unternehmensgründung“ entstand<br />
mit freundlicher Unterstützung des Gründercenter<br />
& Förderservice der Erste Bank.
Recht haben & Recht bekommen<br />
Hier eine Auflistung jener Passagen der Medien-,<br />
Konsumentenschutz-, Datenschutz-, Steuer-, Urheberrechts-<br />
und UWG-Gesetzgebung, die sich im<br />
weitesten Sinne mit <strong>Werbung</strong> und Markt kommunikation<br />
beschäftigen und für Unternehmen im<br />
Bereich <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation von<br />
Relevanz sind.<br />
Werbeabgabegesetz<br />
Die stets im Kreuzfeuer der Kritik stehende<br />
Werbeabgabe ist im „Bundesgesetz, mit dem<br />
eine Abgabe auf Werbeleistungen eingeführt wird“,<br />
geregelt. Das Gesetz regelt den Steuer gegenstand,<br />
die Bemessungsgrundlage und die Höhe der Abgabe<br />
(5 Prozent der Bemessungsgrundlage), definiert den<br />
Abgabenschuldner, Abgaben anspruch und Haftung,<br />
die Erhebung der Abgabe und regelt überdies<br />
die Aufzeichnungspflichten.<br />
Was unterliegt dem Werbeabgabegesetz? In erster<br />
Linie Werbeleistungen, soweit sie im Inland gegen<br />
Entgelt erbracht werden. Wird eine zum Empfang<br />
in Österreich bestimmte Werbeleistung in Hörfunk<br />
und Fernsehen vom Ausland aus verbreitet,<br />
dann gilt sie als im Inland erbracht. Ebenso dem<br />
Werbeabgabegesetz unterliegen Werbeeinschaltungen<br />
in Druckwerken im Sinne des Medien gesetzes,<br />
in Hörfunk und Fernsehen sowie die Duldung der<br />
Benützung von Flächen und Räumen zur Verbreitung<br />
von Werbebotschaften. Nicht als Werbeleistung<br />
gilt die mediale Unterstützung des Glücksspielgesetzes.<br />
Abgabenschuldner ist derjenige, der Anspruch auf<br />
ein Entgelt für die Durchführung einer Werbeleis -<br />
tung hat. Die Abgabe ist selbst zu berechnen und bis<br />
zum 15. des zweitfolgenden Monats nach Entstehen<br />
des Abgabenanspruches zu entrichten. Der Abgaben<br />
schuldner wird nach Ablauf des Kalenderjahres<br />
(Wirtschaftsjahres) zur Werbeabgabe veranlagt. Bis<br />
zum 31. März eines jeden Jahres hat der Abgabenschuldner<br />
dem Finanzamt eine Jahresabgaben -<br />
erklärung für das vorangegangene Jahr zu übermitteln.<br />
Dieses Bundesgesetz ist auf Werbeleis tungen<br />
anzuwenden, die nach dem 31. Mai 2000 erbracht<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
wurden. Details auch unter www.bmf.gv.at<br />
Infos: www.fachverbandwerbung.at,<br />
Gesetz gegen den unlauteren<br />
Wettbewerb (UWG)<br />
Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,<br />
kurz UWG, regelt den wirtschaftlichen Wett -<br />
bewerb der selbstständig Tätigen. Das UWG zieht<br />
die Grenze zwischen schrankenlosem Konkurrenz -<br />
kampf und fairem, leistungsgerechtem Wettbewerb.<br />
Im Detail werden die zivil- und strafrechtlichen<br />
Bestimmungen geregelt, die bei Handlungen des<br />
unlauteren Wettbewerbs anfallen.<br />
Unter die Tatbestände fallen u. a. Handlungen gegen<br />
unlautere Geschäftspraktiken, Irreführung und die<br />
Mogelpackung (zu viel Verpackung, zu wenig Inhalt).<br />
Irreführung wird im Wesentlichen auch auf „vergleichende<br />
<strong>Werbung</strong>“ angewendet. Dazu heißt es:<br />
Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs<br />
über geschäftliche Verhältnisse, insbesondere<br />
über die Beschaffenheit, den Ursprung, die Herstellungsart<br />
oder die Preisbemessung einzelner<br />
Waren oder Leistungen oder des gesamten Angebotes,<br />
über Preislisten, über die Art des Bezuges oder<br />
die Bezugsquelle von Waren, über den Besitz von<br />
Auszeichnungen, über den Anlass oder den Zweck<br />
des Verkaufes oder über die Menge der Vorräte zur<br />
Irreführung geeignete Angaben macht, kann auf<br />
Unterlassung der Angaben und, wenn er deren Eignung<br />
zur Irreführung kannte oder kennen musste,<br />
auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden.<br />
Besondere Bedeutung kommt den Bestimmungen<br />
zu Zwecken des Wettbewerbs für die österreichische<br />
Medienlandschaft zu. Dort wird im Detail Folgendes<br />
geregelt:<br />
Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs<br />
in öffentlichen Bekanntmachungen oder<br />
anderen Mitteilungen, die für einen größeren<br />
Personenkreis bestimmt sind, ankündigt, dass er<br />
Verbrauchern neben Waren oder Leistungen unentgeltliche<br />
Zugaben (Prämien) gewährt oder<br />
Verbrauchern neben periodischen Druckwerken<br />
93
unentgeltliche Zugaben (Prämien) anbietet, ankündigt<br />
oder gewährt, kann auf Unterlassung und Schadenersatz<br />
in Anspruch genommen werden. Zahlscheinwerbung<br />
ist im Übrigen verboten. Im Anhang<br />
des novellierten UWG finden Sie einen Katalog mit<br />
unlauteren Geschäftspraktiken.<br />
Details lesen Sie nach unter www.schutzverband.at<br />
und www.voez.at/download<br />
Buchtipp (deutscher Kommentar): W. Hefermehl/H.<br />
Köhler/J. Born kamm/A. Baumbach,<br />
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG):<br />
Preisangabenverodnung (PAngV), Unterlassungsklagengesetz<br />
(UKlaG), UGP-Richtlinie Anhang I.<br />
Beck Juristischer Verlag 2009, 2<strong>7.</strong>, neu bearbeitete<br />
<strong>Auflage</strong>, 1.878 Seiten, € 138,–, ISBN-10:<br />
3406580556, ISBN-13: 978-3406580550<br />
Urheberrechtsgesetz<br />
Gewerbliche Schutzrechte (so genannte Immaterialgüterrechte)<br />
dienen dazu, bestimmte gewerblich<br />
verwertbare oder unternehmerische Leistungen und<br />
Unternehmenskenn zeichen gegenüber Nachahmungen<br />
zu schützen. Immaterialgüterrechte umfassen<br />
gewerbliche Schutzrechte wie auch den Schutz<br />
geistiger Interessen oder Schutz der Leis tungen ausübender<br />
Künstler.<br />
Das Bundesgesetz über das Urheberrecht an Werken<br />
der Literatur und der Kunst und über verwandte<br />
Schutzrechte umfasst Bestimmungen zu seiner Gültigkeit,<br />
dazu, wer Urheber ist, welche Urheberrechte<br />
es gibt (Verwertungs-, Vervielfältigungsrechte), den<br />
Schutz geistiger Interessen und auch den Werkschutz.<br />
Werkschutz<br />
In Sachen Vervielfältigung ist anzumerken, dass dieses<br />
Recht ausschließlich dem Urheber zusteht. Verwertungsrechte<br />
können auch an Dritte überlassen<br />
werden. Dem Werkschutz kommt in der Kreativwirtschaft<br />
besondere Bedeutung zu. Eine wichtige<br />
Bestimmung da raus lautet: Wird ein Werk auf eine<br />
Art, die es der Öffentlichkeit zugänglich macht,<br />
94<br />
benützt oder zum Zweck der Verbreitung vervielfältigt,<br />
so dürfen auch von dem zu einer solchen Werknutzung<br />
Berechtigten an dem Werke selbst, an dessen<br />
Titel oder an der Urheberbezeichnung keine<br />
Kürzungen, Zusätze oder andere Änderungen vorgenommen<br />
werden, soweit nicht der Urheber einwilligt<br />
oder das Gesetz die Änderung zulässt.<br />
Zulässig sind insbesondere Änderungen, die der<br />
Urheber dem zur Benützung des Werkes Berechtigten<br />
nach den im redlichen Verkehr geltenden<br />
Gewohnheiten und Gebräuchen nicht untersagen<br />
kann, namentlich Änderungen, die durch die Art<br />
oder den Zweck der erlaubten Werknutzung gefordert<br />
werden.<br />
Details auch unter http://ris.bka.gv.at<br />
Buchtipp: Kucsko, Roadmap Geistiges Eigentum,<br />
Markenrecht, Musterrecht, Patentrecht, Urheberrecht.<br />
Ein kurz gefasster Expeditionsführer durch<br />
den unsichtbaren Dschungel des Immaterialgüterrechts.<br />
Manz Verlag 2008, br., 256 Seiten, € 23,50, ISBN-<br />
10: 3-214-00427-1, ISBN-13: 978-3-214-00427-9<br />
Markenschutz-Gesetz<br />
Marken können alle Zeichen sein, die sich grafisch<br />
darstellen lassen, insbesondere Wörter einschließlich<br />
Personennamen, Abbildungen, Buchstaben,<br />
Zahlen und die Form oder Aufmachung der Ware,<br />
soweit solche Zeichen geeignet sind, Waren oder<br />
Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen<br />
anderer Unternehmen zu unterscheiden. Der<br />
Erwerb des Markenrechtes erfordert immer die Eintragung<br />
der Marke in das Markenregister beim<br />
Patentamt. Für Markenrechte, die für das Gebiet<br />
von Österreich auf Grund zwischenstaatlicher Vereinbarungen<br />
erworben werden, gilt dieses Bundesgesetz<br />
sinngemäß.<br />
Das Markenschutz-Gesetz regelt darüber hinaus<br />
detailreich, welche Zeichen von einer Registrierung<br />
als Marke ausgeschlossen sind. Vorbehaltlich der<br />
Wahrung älterer Rechte gewährt die eingetragene<br />
Marke ihrem Inhaber das ausschließliche Recht,
Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung im<br />
geschäftlichen Verkehr die Marke zu verwenden.<br />
Dem Inhaber einer eingetragenen Marke ist es auch<br />
gestattet, Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung<br />
im geschäftlichen Verkehr ein mit der Marke<br />
gleiches oder ihr ähnliches Zeichen für Waren oder<br />
Dienstleistungen zu benützen.<br />
Die Marke gewährt ihrem Inhaber allerdings nicht<br />
das Recht, einem Dritten zu verbieten, die Marke<br />
für Waren zu benützen, die unter dieser Marke von<br />
ihrem Inhaber oder mit seiner Zustimmung in der<br />
EU in den Verkehr gebracht worden sind.<br />
Details auch unter www.patentamt.at<br />
Buchtipp: Kucsko, marken.schutz. Systematischer<br />
Kommentar zum Markenschutzgesetz.<br />
Manz Verlag 2006, geb., XLVI, 1.008 Seiten,<br />
€ 145,–, ISBN-10: 3-214-00470-0, ISBN-13: 978-3-<br />
214-00470-5<br />
Mediengesetze<br />
Auch die Mediengesetzgebung beschäftigt sich mit<br />
dem Themenfeld <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation.<br />
Hier finden Sie die wichtigsten im Jahr 2009<br />
vom Ministerrat vorgeschlagenen Änderungen, die<br />
im Wesentlichen folgende Regelungsbereiche betreffen.<br />
Medienaufsicht<br />
Es soll eine unabhängige Medienbehörde, durch<br />
Umgestaltung der KommAustria in eine weisungs<br />
freie Kollegialbehörde, geschaffen werden, die künftig<br />
neben privatem Rundfunk und von privaten<br />
Anbietern veranstalteten Mediendiensten auch die<br />
gesamte Rechtsaufsicht über den ORF und die Aufgaben<br />
nach dem Fernseh-Exlusivrechtegesetz<br />
(FERG) wahrnehmen soll.<br />
Die Tätigkeit der Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften<br />
soll aus der KommAustria herausgelöst<br />
und als selbstständige Behörde in den Bereich<br />
des BMJ übertragen werden. Ferner werden die<br />
Finanzierungsbestimmungen für die Medienbehörde<br />
angepasst.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Markenschutz, Urheberrecht, Mediengesetz<br />
und vieles mehr. In der Werbebranche<br />
kommen viele rechtliche Bestimmungen<br />
zur Anwendung<br />
Förderungen in den Bereichen<br />
Film und Medien<br />
Die Fördermöglichkeiten des Fernsehfilmförderungsfonds<br />
sollen geringfügig adaptiert werden. Im<br />
Begutachtungsentwurf noch nicht enthalten war<br />
die nunmehr in der Regierungsvorlage nach Jahren<br />
gestaffelt vorgesehene Erhöhung der jährlich verfügbaren<br />
Fördermittel für die sog. Medienförderung<br />
für private kommerzielle bzw. nicht-kommerzielle<br />
Rundfunkanbieter, die bis 2013 auf 15 Mio. bzw.<br />
3 Mio. Euro ansteigen soll.<br />
Regelungen für Groß verfahren im<br />
Bereich Telekommunikation<br />
Es werden gesonderte Vorschriften für amtswegig<br />
geführte Großverfahren nach Vorbild des AVG eingeführt<br />
und entsprechende Sondervorschriften im<br />
Telekommunikationsgesetz (TKG 2003) verankert.<br />
ORF-Gesetze<br />
Im ORF-G betreffen die Neuerungen zum einen<br />
die Umsetzung der Vorgaben aus der Audiovisuelle-<br />
Mediendienste-Richtlinie AVMD-RL (u. a. Differenzierung<br />
zwischen Fernsehen und Abrufdiensten,<br />
Definition von audiovisueller kommerzieller Kommunikation,<br />
Verankerung inhaltlicher Standards<br />
auch für Abrufdienste, Neuregelungen bei Produktplatzierung),<br />
zum anderen die Umsetzung der beihilferechtlichen<br />
Anforderungen an den öffentlichrechtlichen<br />
Rundfunk:<br />
■ Präzisierung des öffentlich-rechtlichen Auftrages<br />
des ORF hinsichtlich seiner Angebote im Bereich<br />
Online-Dienste und Fernseh-Spartenprogramme<br />
steht im Mittelpunkt, wobei fortan eine<br />
so genannte Auftragsvorprüfung für neue oder<br />
wesentlich veränderte Angebote vorgesehen ist.<br />
■ Sicherstellung der Vermeidung von Überkompensationen<br />
und Regelungen zur Sicherung des<br />
wettbewerbskonformen Verhaltens des ORF<br />
sowie ein auf die Gleichstellung von Männern<br />
und Frauen gerichteter Regelungsbereich.<br />
95
Private Fernseh-und<br />
Mediendiensteveranstalter<br />
Mit der Novelle zum PrTV-G erfolgt die Umbenennung<br />
des Gesetzes in Audiovisuelle Mediendienste-<br />
Gesetz (kurz: AMD-G). Wie im ORF-G ist der<br />
Schwerpunkt der Novelle die Umsetzung der Vorgaben<br />
der AVMD-RL, die zum Teil (betreffend Werberegelungen)<br />
bereits durch eine Novelle zum Jahresanfang<br />
(BGBl I 2009/7) gesetzlich erfolgt ist.<br />
Konkret kommt es zu einer Ausdehnung des Anwendungsbereiches<br />
auf alle audiovisuellen Mediendienste,<br />
d. h. insbesondere Web-TV und Abrufdienste<br />
(Video-on-Demand), sodass neben Rundfunkdiensten<br />
im Sinne des BVG Rundfunk künftighin auch<br />
rundfunkähnliche audiovisuelle Mediendienste<br />
erfasst sein werden (daher auch der Vorschlag für<br />
die Umbenennung des Gesetzestitels).<br />
Neu eingeführt im Bereich der privaten audiovisuellen<br />
Mediendienste werden, sowohl für den Bereich<br />
des Fernsehens als auch für den Bereich der Abrufdienste,<br />
Regeln zur Produktplatzierung. Diese wird<br />
in Kinofilmen, Fernsehfilmen, Fernsehserien, Sportsendungen<br />
und Sendungen der leichten Unterhaltung<br />
entsprechend den Vorgaben der Richtlinie<br />
erlaubt; Kernelemente der Neuerung sind ein Verbot<br />
der redaktionellen Beeinflussung bzw. der Generierung<br />
einer werblichen Wirkung und ein umfassendes<br />
Kennzeichnungsgebot gegenüber den Konsumenten.<br />
Weiterhin zulässig bleibt die Beistellung<br />
von so genannten Produktionshilfen für die Sendungsgestaltung.<br />
Bei Verstößen ist – wie bisher im Fernsehbereich – in<br />
letzter Konsequenz das Verfahren zum Entzug der<br />
Zulassung oder zur Untersagung eines audiovisuellen<br />
Mediendienstes vorgesehen.<br />
Es wird außerdem eine umfassende Rechtsbereinigung<br />
in dem Regelungsbereich des Gesetzes durchgeführt,<br />
der im Zuge der Digitalisierung seinen praktischen<br />
Anwendungsbereich verloren hat. Dabei<br />
wird zugleich auch die bislang im PrTV-G geregelte<br />
Kabel- und Satellitenhörfunkveranstaltung in das<br />
PrR-G übertragen. Geringfügige Adaptierungen<br />
sind speziell bei den Bestimmungen zur Frequenzzuteilung<br />
vorgesehen, wo eine „Öffnungsklausel“<br />
96<br />
für andere Dienste als Rundfunk eingeführt wird.<br />
Auch die Bestimmungen zum Digitalisierungskonzept<br />
werden verstärkt auf die Weiterentwicklung des<br />
digitalen Rundfunks ausgerichtet und erfassen künftighin<br />
auch digitales Radio.<br />
Im Bereich des Entzugs- bzw. Untersagungsverfahrens<br />
werden Differenzierungen im Hinblick auf die<br />
Art und Schwere der Rechtsverletzung sowie eine<br />
„Tilgungsfrist“ geschaffen. Dadurch sollen überschießende<br />
Sanktionen gegen Mediendiensteanbieter<br />
hintangehalten werden.<br />
Private Hörfunkveranstalter<br />
Die Novellierungen im Bereich des PrR-G sind zum<br />
einen Folge der beschriebenen Rechtsbereinigung<br />
im Bereich des PrTV-G (bzw. künftig AMD-G), wobei<br />
die Regelungen zur Kabel- und Satellitenhörfunkveranstaltung<br />
unverändert in das PrR-G übertragen<br />
werden und sich dessen Anwendungsbereich insoweit<br />
erweitert.<br />
Parallel wird eine gesetzliche Grundlage für die Veranstaltung<br />
von digitalem Hörfunk in Österreich<br />
geschaffen. Grundlegende Voraussetzung für die<br />
Einführung des digitalen Hörfunks in Österreich ist<br />
dabei eine entsprechende Erweiterung des Anwendungsbereiches<br />
des PrR-G auf digitalen terrestrischen<br />
Hörfunk. Es sind grundsätzlich nach dem Vorbild<br />
des digitalen terrestrischen Fernsehens ein Multiplex-Modell<br />
und die Schaffung digitaler Programmzulassungen<br />
vorgesehen. Der konkrete Zeitpunkt<br />
einer Ausschreibung ist nach Maßgabe des Digitalisierungskonzepts<br />
festzulegen, um eine entsprechende<br />
Flexibilität, auch im Hinblick auf Entwicklungen in<br />
anderen EU-Mitgliedstaaten, sicherzustellen. Bei<br />
der Programm belegung ist insbesondere eine angemessene<br />
Berücksichtigung der bestehenden Hörfunkveranstalter<br />
im Versorgungsgebiet vorgesehen.<br />
Mit den übrigen Anpassungen werden die im Bereich<br />
des AMD-G vollzogenen Änderungen im Bereich<br />
des Entzugsverfahrens auch für den Hörfunkbereich<br />
übertragen.<br />
Fernsehexklusivrechte<br />
Mit der Novelle des FERG werden die neuen Anfor-
derungen des Art. 3k AVMD-RL betreffend das<br />
Kurzberichterstattungsrecht in die österreichische<br />
Rechtsordnung übertragen. Die geltenden Regelungen<br />
bleiben dabei im Wesentlichen unberührt; Anpassungen<br />
erfolgen jedoch im Bereich der Verwendungsmöglichkeiten<br />
eines Kurzberichts und der Kostenerstattung.<br />
Außerdem wird, nach Vorbild des deutschen<br />
Rundfunkstaatsvertrages, eine Differenzierung<br />
zwischen gewerblich organisierten Veranstaltungen<br />
und Ereignissen, die aufgrund der faktischen<br />
Verhältnisse beschränkt zugänglich sind, geschaffen.<br />
Da die Einrichtung der KommAustria als verfassungsrechtlich<br />
unabhängige Medienbehörde einer<br />
Zwei-Drittel-Mehrheit bedarf, sind für die kommenden<br />
Wochen Gespräche geplant, die der Beschlussfassung<br />
im Ausschuss und im Plenum vorangehen<br />
sollen. Änderungen gegenüber der Regierungsvorlage<br />
in weiteren Einzelfragen der umfangreichen<br />
Novelle sind im Zuge der vorbereitenden Verhandlungen<br />
nicht ausgeschlossen.<br />
Die WKÖ-Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf<br />
für dieses Gesetzesvorhaben ist abrufbar unter:<br />
http://wko.at/rp<br />
Autor: MMag. Winfried Pöcherstorfer<br />
Rechtsdatenbanken<br />
www.wienerzeitung.at<br />
www.ris.bka.gv.at<br />
www.rida.at<br />
www.rdb.at<br />
www.parlinkom.gv.at<br />
www.europa.eu<br />
www.i4j.at (www.internet4jurists.at)<br />
www.bmi.gv.at<br />
www.bmwfj.gv.at<br />
www.fachverbandwerbung.at<br />
www.werbungwien.at<br />
www.schutzverband.at<br />
www.rtr.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Datenschutz-Gesetz<br />
Das Recht auf Datenschutz – die Sammlung von<br />
Daten zwecks Zielgruppenerfassung ist im Direct<br />
Marketing unerlässlich – wird im Datenschutzgesetz<br />
geregelt. Das Grundrecht auf Datenschutz wird dabei<br />
ebenso abgehandelt wie die Grundsätze zur Verwendung<br />
der Daten, die Zulässigkeit der Überlassung<br />
von Daten zur Erbringung von Dienstleis tungen und<br />
die Pflichten des Dienstleis ters.<br />
Details auch unter www.ad.or.at (ARGE Daten)<br />
Buchtipp: Studiengesellschaft für Wirtschaft und<br />
Recht, Geheimnisschutz – Datenschutz – Informationsschutz<br />
(für Österreich).<br />
Linde Verlag 2008, 301 Seiten, € 78,10,<br />
ISBN-10: 3-7073-1206-2, ISBN-13: 9783707<br />
312065<br />
Konsumentenschutz-Gesetz<br />
Im Konsumentenschutzgesetz sind Rechtsgeschäfte<br />
zwischen Unternehmen und Verbrauchern geregelt.<br />
Die für Unternehmen im Bereich <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation wichtigsten Punkte sind die<br />
besonderen Bestimmungen für Verträge zwischen<br />
Unternehmern und Verbrauchern. Dazu zählen<br />
etwa der Geltungsbereich und allgemeine Regeln<br />
wie das Rücktrittsrecht, die Regelung von Kostenvoranschlägen,<br />
Vertragsabschlüsse im Fernabsatz,<br />
unzulässige Vertragsbestandteile und die Bestimmungen<br />
der Gewährleis tung. Details auch unter<br />
http://ris.bka.gv.at, www.konsumenten-schutz.at,<br />
www.konsument.at<br />
Weitere für Agenturen wichtige gesetzliche Grundlagen<br />
sind unter anderem das E-Commerce-Gesetz,<br />
§ 107 Telekommunikationsgesetz (regelt Beschränkungen<br />
für die <strong>Werbung</strong> per SMS und E-Mail) und<br />
das Mediengesetz (u. a. Impressumspflicht).<br />
Beachten Sie stets, dass die Konsequenzen aus Verstößen<br />
gegen einige der in diesem Kapitel aufgelis -<br />
teten Gesetze sogar bis hin zu kostspieligem Schadenersatz<br />
und strafrechlicher Verurteilung reichen<br />
können!<br />
97
Medien I Werbemittel und Preise I Werbemarkt I Werbe-Awards<br />
Markt<br />
98
07<br />
Die meistgelesenen Tageszeitungen Die meistgelesenen Magazine/Illustrierten<br />
Medien<br />
Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />
Kronen Zeitung 40,4 2.853<br />
Kleine Zeitung (Kombi) 12,1 858<br />
Österreich 9,5 671<br />
Kurier 8,7 618<br />
Der Standard 5,6 394<br />
Tiroler Tageszeitung 4,7 331<br />
OÖ Nachrichten 4,6 322<br />
Die Presse 3,7 262<br />
Salzburger Nachrichten 3,7 262<br />
TOP Vorarlberg 3,1 216<br />
Regionale Wochenzeitungen<br />
Quelle: Media-Analyse 2009<br />
Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />
NÖ Nachrichten 9,1 640<br />
Salzburger Woche/Fenster 5,6 396<br />
Salzburger Woche 4,5 322<br />
Salzburger Fenster 4,1 289<br />
BVZ 1,9 134<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Media-Analyse 2009<br />
In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation zählt<br />
nicht nur die kreativste Anzeige oder der am<br />
meisten fesselnde Fernsehspot. Wer erfolgreich<br />
werben möchte, sollte auch über die wichtigs-<br />
ten Werbemittel des Landes informiert sein.<br />
Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />
Auto Touring 27,1 1.914<br />
TV-media 14,3 1.008<br />
Ganze Woche 14,1 993<br />
News 11,6 820<br />
Solidarität 9,2 648<br />
Der Österr. Lesezirkel 9,0 639<br />
Gusto 8,4 595<br />
Geo 7,4 521<br />
Woman 7,2 506<br />
Complete 6,6 468<br />
Freie Fahrt 6,3 446<br />
Profil 6,1 432<br />
Auto Revue 5,8 408<br />
ORF Nachlese 5,6 393<br />
Schöner Wohnen 4,9 343<br />
Unsere Generation 4,8 341<br />
Medizin Populär 4,7 329<br />
Alles Auto 4,5 320<br />
Sportmagazin 4,4 313<br />
Gewinn 4,4 309<br />
E-Media (14-tägl.) 3,9 277<br />
Trend 3,9 277<br />
Maxima 3,7 265<br />
Gesünder Leben 3,6 254<br />
<strong>Wien</strong>erin 3,6 253<br />
Universum 3,3 231<br />
Eltern 3,2 224<br />
Brigitte 3,1 217<br />
Welt der Frau 3,0 213<br />
Quelle: Media-Analyse 2009<br />
99
Die meistgelesenen Gratiszeitungen<br />
Titel Reichweite % Projektion in 1000<br />
Kombi RMA gesamt (8 Blätter) 52,2 3.669<br />
Tips gesamt 12,2 855<br />
WOCHE Steiermark 10,3 723<br />
Heute gesamt 9,5 667<br />
Bezirksblätter NÖ 9,3 656<br />
NÖN 8,3 581<br />
Bezirksrundschau OÖ 8,0 562<br />
Bezirksjournal <strong>Wien</strong> 7,5 528<br />
<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt 6,5 457<br />
Bezirksblätter Tirol 6,1 428<br />
Die zuschauerstärksten TV-Sender Die reichweitenstärksten Radiosender<br />
Sender Reichweite in % Projektion in 1000<br />
ORF 2 39,0 2.689<br />
ORF 1 30,4 2.099<br />
ATV 14,7 1.014<br />
SAT.1 (Fenstersender) 13,1 904<br />
ZDF 13,0 894<br />
ARD 12,7 879<br />
Pro 7 (Fenstersender) 12,1 835<br />
RTL (Fenstersender) 11,3 780<br />
Kabel 1 (Fenstersender) 8,3 573<br />
RTL II (Fenstersender) 6,4 440<br />
100<br />
Quelle: Teletest 2009<br />
Die meistbesuchten Internetseiten<br />
Ranking nach Unit Clients; Einzelseiten, Quartalswerte<br />
Unique Visits<br />
Clients Nutzer<br />
Herold.at 2.274.034 6.226.134<br />
derStandard.at 2.058.685 10.212.514<br />
123people.at 1.494.524 2.253.734<br />
krone.at 1.436.361 8.52<strong>7.</strong>053<br />
TUPALO.com 1.320.038 1.705.774<br />
diepresse.com 1.216.788 3.453.745<br />
willhaben.at 1.191.362 4.601.001<br />
kleinezeitung.at 1.053.793 3.710.403<br />
kurier.at 980.755 4.049.608<br />
szene1.at 828.447 4.040.619<br />
Quelle: ÖWA Quartalsschnitt 4-6/2010<br />
Sender Reichweite in %<br />
ORF Radio gesamt 65,8<br />
Hitradio Ö3 47,6<br />
Privatsender Inland (RMS-Top) 32,6<br />
ORF Regionalradios 20,7<br />
KRONEHIT 12,1<br />
FM4 6,3<br />
Ö1 5,5<br />
Tagesreichweite österreichweit –<br />
Mo bis So, 14–49 Jahre<br />
Quelle: RegioPrint 2009<br />
Quelle: Radiotest 1. Hj. 2010<br />
Internetnutzung in Österreich<br />
Struktur der Internetnutzer, Geschlecht und Alter, in %<br />
Gesamt- Internet- Intensivbevölkerung<br />
nutzer nutzer<br />
Männer 47 52 53<br />
Frauen 53 48 47<br />
14–19 Jahre 10 13 14<br />
20–29 Jahre 15 19 20<br />
30–39 Jahre 19 23 23<br />
40–49 Jahre 16 18 18<br />
50–59 Jahre 14 14 13<br />
60–69 Jahre 12 8 8<br />
Grundgesamtheit: ÖsterreicherInnen ab 14 Jahre<br />
Quelle: AIM Integral, 1. Qu. 2010
An uns kommt jeder vorbei.<br />
Informationen unter www.gewista.at<br />
oder (+43-1) 79 5 97-0.
Die reichweitenstärksten Radiosender nach Bundesländern<br />
Bundesland Sender Reichweite in %<br />
<strong>Wien</strong> Ö3 34,6<br />
Radio <strong>Wien</strong> 12,3<br />
Radio Energy (W/NÖ/B) 10,5<br />
Niederösterreich Ö3 51,6<br />
Radio Niederösterreich 16,8<br />
KRONEHIT 15,9<br />
Burgenland Ö3 55,6<br />
Radio Burgenland 27,0<br />
KRONEHIT 17,0<br />
Steiermark Ö3 50,2<br />
Antenne Steiermark 21,9<br />
Radio Steiermark 20,1<br />
Kärnten Ö3 49,1<br />
Radio Kärnten 28,2<br />
Antenne Kärnten 20,0<br />
Oberösterreich Ö3 50,9<br />
Life Radio 16,1<br />
Radio Oberösterreich 13,8<br />
Salzburg Ö3 52,5<br />
Radio Salzburg 21,7<br />
Antenne Salzburg 16,8<br />
Tirol Ö3 50,9<br />
Radio Tirol 22,0<br />
KRONEHIT 10,0<br />
Vorarlberg Ö3 48,3<br />
Radio Vorarlberg 25,1<br />
Antenne Vorarlberg 20,6<br />
Tagesreichweite Mo–So, 14–49 Jahre<br />
Quelle: Radiotest 1. Hj. 2010<br />
102
Österreichs<br />
größtes Monatsmagazin *<br />
mit den Topthemen<br />
Auto, Reisen, Finanzen,<br />
Umwelt und Verkehr<br />
... und<br />
der Reichweite eines<br />
TV-Senders. –<br />
Mit Ihrer Anzeige<br />
im auto touring erreichen Sie<br />
*1.914.000 Leser<br />
Das entspricht<br />
lt. MA 2009 einer<br />
Reichweite von 27,1 %,<br />
bei einer Druckaufl age<br />
von 1.448.364<br />
lt. ÖAK 1. HJ 2010 .
Werbemittel und Preise<br />
Bevölkerung und Haushalte<br />
Basisdaten Bevölkerung 14+ Jahre Haushalte total<br />
in 1000 in % in 1000 in %<br />
Total <strong>7.</strong>069 100,0 3.598 100,0<br />
<strong>Wien</strong> 1.429 20,2 838 23,3<br />
Niederösterreich 1.355 19,2 665 18,5<br />
Burgenland 244 3,4 112 3,1<br />
Steiermark 1.036 14,7 501 13,9<br />
Kärnten 482 6,8 238 6,6<br />
Oberösterreich 1.183 16,7 582 16,2<br />
Salzburg 445 6,3 224 6,2<br />
Tirol 592 8,4 288 8,0<br />
Vorarlberg 304 4,3 150 4,2<br />
Quelle: Media-Analyse 2009, Statistik Austria<br />
Printmedien (Auszug); Reichweiten, <strong>Auflage</strong>n, Tarife<br />
Titel<br />
Gratiszeitungen<br />
1000 RW W NÖ Bgld. Stmk. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. <strong>Auflage</strong> Preis 1/1<br />
Bezirksjournal <strong>Wien</strong> 528 7,5 37,0 - - - - - - - - 472.700 14.580<br />
Heute 667 9,5 31,8 11,2 - - - 3,7 - - - 506.486 18.496<br />
VORmagazin 185 2,6 13,0 - - - - - - - - 60.000 4.900<br />
<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt 457 6,5 42,1 - - - - - - - - 59<strong>7.</strong>255 16.760<br />
Bezirksblätter NÖ 656 9,3 - 48,4 - - - - - - - 406.724 21.296<br />
Bezirksjournal NÖ 138 2,0 - 10,2 - - - - - - - 174.500 6.233<br />
Bezirksblätter Burgenland 188 2,7 - - 77,1 - - - - - - 118.422 5.224<br />
Der Grazer 178 2,5 - - - 17,2 - - - - - 166.002 6.800<br />
Woche Steiermark 723 10,3 - - - 69,8 - - - - - 503.857 18.143<br />
Ktn. Regionalmedien 14-täglich 309 4,4 - - - - 64,1 - - - - 223.898 6.669<br />
Woche Kärnten 336 4,8 - - - - 69,7 - - - - 220.114 8.560<br />
Bezirksrundschau 562 8,0 - - - - - 47,5 - - - 522.000 16.413<br />
Tips OÖ 751 10,7 - - - - - 63,5 - - - 626.400 15.370<br />
Bezirksblätter Salzburg 314 4,5 - - - - - - 70,6 - - 209.814 <strong>7.</strong>844<br />
Salzburger Woche 262 3,7 - - - - - - 58,8 - - 78.500 <strong>7.</strong>280<br />
Bezirksblätter Tirol 428 6,1 - - - - - - - 78,4 - 26<strong>7.</strong>876 11.401<br />
Wann & Wo am Mittwoch 224 3,2 - - - - - - - - 65,2 125.000 5.124<br />
Wann & Wo am Sonntag 198 2,8 - - - - - - - - 73,6 139.500 4.284<br />
Das kleine Blatt 153 2,2 - - - - - - - - 50,2 112.400 3.678<br />
Quelle: RegioPrint 2009, Daten des Hauptverbreitungsgebietes, 14 Jahre+, nicht ÖAK-gemeldete <strong>Auflage</strong>n sind leer<br />
Tageszeitungen, Supplements, regionale Wochenzeitungen<br />
Der Standard 394 5,6 10,6 4,1 4,8 2,9 3,1 4,6 4,1 7,1 5,2 105.541 11.623<br />
Die Presse 262 3,7 7,5 4,2 4,6 2,9 2,3 1,8 2,0 1,5 1,9 9<strong>7.</strong>418 10.847<br />
Kurier 618 8,7 18,3 17,1 19,2 1,2 2,0 1,8 2,0 3,6 0,9 209.498 14.545<br />
Kronen Zeitung 2.853 40,4 37,5 43,6 58,5 42,6 46,3 41,7 39,0 40,2 5,0 928.740 30.869<br />
WirtschaftsBlatt 81 1,2 2,0 0,9 1,0 0,6 1,1 0,9 0,9 1,4 1,3 35.756 <strong>7.</strong>630<br />
104
Titel 1000 RW W NÖ Bgld. Stkm. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. ÖAK 09 Tarif 2010<br />
Kleine Zeitung (gesamt) 858 12,1 1,0 0,8 3,0 53,2 52,4 0,3 0,6 2,4 0,2 311.892 21.005<br />
KTZ-Neue Kärntner Tageszeitung 64 0,9 0,1 0,1 0,1 0,1 12,3 0,0 - 0,2 0,0 35.000 2.035<br />
OÖN-OÖ Nachrichten 322 4,6 0,5 0,9 0,1 0,1 0,0 25,4 0,4 0,1 0,0 139.221 8.281<br />
SN-Salzburger Nachrichten 262 3,7 1,4 1,0 0,7 0,6 0,6 2,3 41,9 0,4 0,4 88.823 8.535<br />
TT-Tiroler Tageszeitung 331 4,7 0,1 0,2 0,3 0,1 0,0 0,1 0,1 54,4 0,5 105.969 <strong>7.</strong>675<br />
Neue Vbg. Tageszeitung 40 0,6 0,1 - 0,1 0,0 0,1 0,1 0,0 0,3 11,6 12.396 2.050<br />
VN-Vbg. Nachrichten 200 2,8 0,0 0,1 0,1 0,1 0,0 0,0 - 0,1 64,5 69.642 5.202<br />
TOP Vorarlberg 216 3,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,4 68,3 114.500 6.006<br />
Krone Kärnten/KTZ 270 3,8 0,1 0,1 0,1 0,1 52,0 0,0 0,0 2,7 0,0 84.973<br />
Österreich 671 9,5 21,9 11,3 8,6 2,7 2,2 7,8 7,6 2,3 1,9 340.866 12.234<br />
tele 1.938 2<strong>7.</strong>4 13,1 20,2 16,2 34,3 35,2 30,4 40,3 33,0 58,0 1.215.281 31.400<br />
NÖN-NÖ Nachrichten 640 9,1 2,9 42,8 3,3 0,4 0,2 0,4 0,0 0,0 0,0 169.138 21.000<br />
BVZ 134 1,9 0,6 0,5 47,4 0,1 - 0,1 0,2 - - 25.288 3.780<br />
Kurier Freizeit 488 6,9 15,7 13,9 17,5 0,6 0,6 1,1 0,7 1,1 0,5 258.113 12.584<br />
Salzburger Fenster (14-täglich) 289 4,1 0,0 0,1 - 0,1 0,0 1,9 59,2 0,2 0,0 186.147 14.040<br />
Salzburger Woche 322 4,5 0,2 0,2 0,2 0,5 0,2 1,2 65,5 0,5 0,2 78.500 <strong>7.</strong>735<br />
Titel<br />
Magazine<br />
Total Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J. 70 J. u. mehr<br />
Total <strong>7.</strong>069 3.422 3.647 595 1.056 1.183 1.381 1.045 905 904<br />
E-Media (14-täglich) 3,9 6,2 1,8 6,9 6,7 4,9 3,3 3,2 1,9 1,1<br />
Falter 1,4 1,5 1,3 0,3 1,9 2,0 1,9 1,3 1,1 0,6<br />
Format 2,4 3,2 1,7 0,9 2,8 3,1 2,7 2,6 1,9 1,8<br />
Ganze Woche 14,1 9,3 18,5 8,6 7,2 9,4 12,0 14,6 21,8 26,6<br />
News 11,6 13,1 10,2 9,4 11,8 13,0 12,3 13,1 12,2 7,6<br />
Profil 6,1 7,4 4,9 3,3 6,7 7,1 7,1 6,6 6,4 3,6<br />
Seitenblicke 3,2 1,4 4,9 6,5 5,2 4,8 2,6 1,8 1,3 0,8<br />
Sportwoche 2,4 4,2 0,6 6,0 3,7 2,6 1,8 2,4 1,1 0,3<br />
TV-Media 14,3 15,0 13,6 21,9 16,9 17,6 15,9 12,4 10,5 5,1<br />
Der Österr. Lesezirkel 9,0 7,4 10,6 5,3 8,6 10,3 9,9 10,8 9,1 6,9<br />
Geo 7,4 7,6 7,1 7,5 8,0 9,0 8,1 8,0 6,3 3,7<br />
Gewinn 4,4 5,9 2,9 2,2 3,5 6,2 6,0 5,7 3,3 1,5<br />
Gusto 8,4 3,0 13,5 3,6 6,4 10,2 9,8 10,2 9,7 6,1<br />
ORF Nachlese 5,6 3,7 7,4 2,5 2,9 3,6 5,5 8,0 9,3 6,8<br />
Top Gewinn 1,5 2,3 0,8 0,7 1,4 1,8 2,6 2,0 1,1 0,2<br />
Trend 3,9 4,9 3,0 2,0 3,7 4,4 4,9 5,2 4,2 1,6<br />
<strong>Wien</strong>er 2,0 2,4 1,7 1,4 2,8 2,7 2,5 1,8 1,6 0,8<br />
Besser Wohnen 2,7 2,0 3,4 1,0 2,3 3,9 3,6 2,9 2,5 1,5<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Media-Analyse 2009, ÖAK 2009<br />
105
Titel Total Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J. 70 J. u. mehr<br />
H.O.M.E. 1,5 1,0 1,9 0,7 1,4 2,5 1,8 1,5 1,1 0,4<br />
Immobilien Magazin 1,2 1,4 1,0 0,4 1,5 1,3 1,2 1,2 1,4 0,6<br />
Schöner Wohnen 4,9 2,6 7,0 2,2 4,0 6,2 5,6 6,0 4,9 3,1<br />
Gesünder Leben 3,6 1,8 5,2 1,9 2,0 2,7 4,1 5,6 4,1 4,2<br />
Medizin Populär 4,7 3,0 6,2 1,5 2,7 5,0 5,2 6,3 5,8 4,7<br />
News Leben 2,0 1,6 2,5 2,3 2,5 2,0 1,8 2,2 2,4 1,1<br />
Wellness Magazin 1,4 1,0 1,9 1,8 1,3 1,5 1,4 1,6 1,4 1,1<br />
Alles Auto 4,5 8,2 1,1 6,9 7,4 5,7 4,5 3,5 2,8 1,1<br />
Auto Revue 5,8 10,2 1,6 5,5 8,5 7,3 6,2 5,3 4,4 1,9<br />
Auto Touring 27,1 36,1 18,6 13,5 24,3 31,5 31,3 30,6 31,3 18,6<br />
Freie Fahrt 6,3 9,1 3,7 3,1 4,9 5,8 6,9 9,0 8,2 4,9<br />
Motorradmagazin 2,9 5,3 0,6 5,7 5,1 3,8 2,7 1,8 1,2 0,7<br />
Solidarität 9,2 11,2 7,3 0,7 2,9 5,9 10,2 16,8 14,4 10,8<br />
Sportmagazin 4,4 7,7 1,4 9,1 6,9 4,3 3,8 4,0 3,0 1,5<br />
Universum 3,3 3,3 3,3 5,2 2,8 2,8 3,3 3,2 4,1 2,3<br />
Unsere Generation 4,8 4,1 5,6 0,4 0,4 0,7 1,3 3,6 12,9 17,0<br />
Complete/Visa Magazin 6,6 6,9 6,4 1,3 5,8 8,6 8,7 8,0 7,3 3,1<br />
Brigitte 3,1 0,2 5,7 1,7 2,6 3,2 3,7 3,6 3,4 2,4<br />
Compliment 0,5 0,0 0,9 0,9 0,6 0,6 0,6 0,4 0,4 0,1<br />
Diva 1,3 0,1 2,5 1,5 2,0 1,8 1,5 0,9 1,1 0,4<br />
Eltern 3,2 1,4 4,8 1,2 5,4 7,3 3,3 1,3 1,2 0,6<br />
Flair 0,8 0,2 1,3 1,3 1,2 1,2 0,6 0,7 0,4 0,1<br />
Maxima 3,7 0,7 6,6 6,0 5,7 5,1 3,9 2,8 2,2 0,6<br />
Miss 1,7 0,2 3,1 6,3 3,9 1,4 0,8 0,8 0,2 0,0<br />
Welt der Frau 3,0 0,7 5,1 2,0 1,8 2,2 3,0 4,1 4,1 3,7<br />
<strong>Wien</strong>erin 3,6 1,1 5,9 3,8 5,2 4,3 3,9 3,5 2,5 1,3<br />
Woman 7,2 1,3 12,7 9,2 9,7 8,9 7,8 6,3 5,5 2,3<br />
106<br />
Quellen: Media-Analyse 2009
Fernsehen Marktanteile<br />
Quelle: Teletest – Ö-Fenster Evogenius 12+ Jahre in %<br />
Fernsehen Tarife, Reichweite und Preis/Leistungsverhältnis im Fernsehen 2009 (Erwachsene 18–49 J.)<br />
Sender Tarif 30“ 2009 Tarif 30“ 2010 RW 2009 RW 2010 GRP 2009 GRP 2009<br />
ORF 1 4.336 3.392 86.743 79.417 2,318 2,132<br />
ORF 2 5.821 4.730 103.347 98.844 2,762 2,653<br />
ATV 435 417 1<strong>7.</strong>980 1<strong>7.</strong>587 0,481 0,472<br />
Pro7 A 479 477 19.734 19.971 0,527 0,536<br />
Kabel 1 A 202 223 10.648 10.240 0,285 0,275<br />
RTL A 452 494 16.784 19.138 0,449 0,514<br />
RTL II A 172 168 6.649 6.225 0,178 0,167<br />
SAT.1 A 453 432 19.031 18.243 0,509 0,49<br />
SRTL A 136 153 6.061 <strong>7.</strong>610 0,162 0,204<br />
Vox A 275 318 12.018 13.434 0,321 0,361<br />
Puls4 123 144 <strong>7.</strong>364 <strong>7.</strong>878 0,197 0,211<br />
Café Puls 201 224 10.885 9.905 0,291 0,266<br />
Austria 9 63 49 3.176 2.743 0,085 0,074<br />
MTV A 117 102 788 751 0,021 0,02<br />
NICK/VIVA 70 71 741 678 0,02 0,018<br />
Servus TV 52 59 447 883 0,012 0,024<br />
Reg/gotv 45 45 527 237 0,014 0,006<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Teletest Pinball, Tarifart 1–11, 13–20, anzahlgewichtet 2010 Prognose Mediahaus, Expost Daten bis 2.5<br />
107
Hörfunk Marktanteile und Tagesreichweiten<br />
Sender 10+ Jahre 14–49 Jahre<br />
Total in 1.000 7436 4207<br />
Minuten gehört (Radiotest 2010) 194 197<br />
Marktanteil in %<br />
ORF gesamt 76 69<br />
Ö1 6 3<br />
Ö2 gesamt 36 20<br />
Ö3 32 43<br />
FM4 2 4<br />
Ö2 <strong>Wien</strong> 4 3<br />
Ö2 NÖ 7 3<br />
Ö2 Burgenland 2 1<br />
Ö2 Steiermark 7 4<br />
Ö2 Kärnten 3 2<br />
Ö2 OÖ 5 2<br />
Ö2 Salzburg 3 2<br />
Ö2 Tirol 3 2<br />
Ö2 Vorarlberg 2 1<br />
Private Inland gesamt 22 28<br />
RMS Top 21 28<br />
KRONEHIT 5 8<br />
Tagesreichweite in %<br />
ORF gesamt 69,9 65,8<br />
Ö1 8,6 5,5<br />
Ö2 gesamt 34,1 20,7<br />
Ö3 37,2 47,6<br />
FM4 3,9 6,3<br />
Ö2 <strong>Wien</strong> 4,8 4,1<br />
Ö2 NÖ 7,7 4,0<br />
Ö2 Burgendland 2,4 1,2<br />
Ö2 Steiermark 5,6 3,2<br />
Ö2 Kärnten 3,1 2,0<br />
Ö2 Oberösterreich 5,2 2,6<br />
Ö2 Salzburg 2,6 1,7<br />
Ö2 Tirol 3,0 2,0<br />
Ö2 Vorarlberg 1,6 1,2<br />
Private Inland gesamt 25,6 32,9<br />
RMS Top 25,1 32,6<br />
KRONEHIT 8,3 12,1<br />
108<br />
Quelle: Radiotest 2010, 1. Hj., Mo–So
Hörfunk tagesreichweiten, radionutzung<br />
Tagesreichweiten 14-49 Jahre<br />
Radionutzung ab 10 Jahren<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Radiotest 2009/2010, 1. Hj., Mo–So<br />
Quelle: Radiotest 2010, 1. Hj., Mo–So<br />
109
Werbeformen Reichweiten, Nutzerstruktur<br />
Letzte Woche vorbeigekommen<br />
Ambient Werbeformen<br />
Plakat: Stellen nach Kategorien<br />
110<br />
Quelle: Media-Analyse 2009, Reichweite in %<br />
Quelle: Ambient Meter 2009, Internetnutzer 14–65 Jahre<br />
Quelle: PWÖ
Plakat Tarife 2010 in Euro pro Plakatstelle (14-Tage-Rhythmus)<br />
Kategorie Plakatwert Gewista Epamedia<br />
8 Bogen 16 Bogen 24 Bogen 8 Bogen 16 Bogen 24 Bogen<br />
Standard 3200/2900 20,8 15,2 22,3 35 40 60<br />
Select 5.500 34,5 50,7 35 60 90<br />
Top 10.000 76,1 112,6 35 104 156<br />
Star 15.000 119,7 172,5 35 156 235<br />
Star Plus 20.000 162,4 239,5 35 209 314<br />
Super Star 30.000 271 395,8 35 314 471<br />
Montage gemäß Plakatkalender 13,6 25,1 36,5 25 25<br />
Beleuchtung 40 60 40 60<br />
Infoscreen Tarife 2010 pro Tag (Spotlänge: 10 Sek., 7 Tage)<br />
Anzahl Screen Rotation Kosten in EUR<br />
Station/U-Bahn/Bus <strong>Wien</strong> 40 Station, 40 U3, 65 Bus 7 Min. 10.535<br />
CAT (City Airport Train) 40 CAT 16 Min. 455<br />
Station/Straßenbahn Graz 1 Station, 240 Straßenbahn 14 Min. 2.415<br />
Bus Klagenfurt 42 Bus 14 Min. 700<br />
Bus/Straßenbahn Linz 256 Bus u. Straßenbahn 14 Min. 5.530<br />
Bus/Straßenbahn Innsbruck 14 Min. 1.715<br />
Terminals Eisenstadt 14 Min. 218<br />
Die Daten des Kapitels „Werbemittel und Preise“ sind ein Auszug aus den Markt- und Mediadaten<br />
der Gruppe MediaAustria (www.mediaaustria.com)<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Gewista und Epamedia<br />
Quelle: Infoscreen<br />
111
Werbemarkt<br />
Entwicklung der Werbeausgaben<br />
112<br />
2008 Anteil 2009* Anteil Veränderung in %<br />
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in % 2008/2009**<br />
Klassische <strong>Werbung</strong> total 2.703 100,0 2.706 100,0 0,3<br />
Kino 14 0,5 12 0,4 –16,1<br />
Online 87 3,2 116 4,3 32,8<br />
Gelbe Seiten 96 3,6 110 4,1 14,2<br />
Außenwerbung total 180 6,7 202 7,5 n.a.<br />
Außenwerbung klassisch 180 6,7 187 6,9 4,1<br />
Außenwerbung Ambient Media n.a. 14 0,5 n.a.<br />
Hörfunk 178 6,6 172 6,4 –3,3<br />
HF (ORF) 118 4,4 108 4,0 –8,5<br />
HF (Privat) 60 2,2 64 2,4 6,8<br />
TV 623 23,0 628 23,2 0,3<br />
TV (ORF) 320 11,8 295 10,9 –7,8<br />
TV (Privat) 302 11,2 332 12,3 8,8<br />
Presse total 1.525 56,4 1.468 54,2 –2,4<br />
Tageszeitungen 782 28,9 796 29,4 1,3<br />
Reg. Wochenzeitungen 236 8,7 226 8,3 –4,0<br />
Illustrierte/Magazine 367 13,6 329 12,2 –8,4<br />
Fachzeitschriften 139 5,2 117 4,3 –16,0<br />
Die Berechnung des Werbewertes erfolgt bei den klassischen Medien anhand der offiziellen Preislisten und<br />
im Bereich Direktmarketing nur anhand der Vertriebskosten (keine Produktionskosten berücksichtigt).<br />
* inkl. neu aufgenommene Medien<br />
** gleiche Medienbasis wie im Vorjahr<br />
Österreichs größ te Mediaagenturen<br />
Quelle: Focus Media Research<br />
Quelle: Focus Media Research 2009
Die Top 20 Werbetreibenden Österreichs<br />
Rang Unternehmen Total<br />
1 Rewe Austria 58,6<br />
2 Spar Österreich 54,8<br />
3 Telekom Austria AG 49,8<br />
4 Procter & Gamble Austria GmbH 45,2<br />
5 Hofer KG 40,8<br />
6 XXXLutz GmbH 40,1<br />
7 T-Mobile Austria GmbH 36,9<br />
8 Österreichische Lotterien Ges.m.b.H 33,4<br />
9 Media Saturn Beteiligungs AG 33,3<br />
10 Raiffeisen Sektor Österreich 31,8<br />
11 L’Oréal Österreich GmbH 31,0<br />
12 Unilever Österreich 27,5<br />
13 Kika/Leiner 24,0<br />
14 Ferrero Österreich Handels Ges.m.b.H. 23,9<br />
15 Henkel Austria 23,5<br />
16 Danone GesmbH 22,4<br />
17 Verlagsgruppe NEWS GmbH 21,9<br />
18 Sparkassen Verband 21,7<br />
19 ORF (Österreichischer Rundfunk) 20,9<br />
20 Presse und Informationsdienst der Stadt <strong>Wien</strong> 19,1<br />
Werbeaufwand in Mio. Euro 2009<br />
Die Top 2o werbetreibenden Marken Werbeaufwand in Mio. Euro<br />
Rang Marke Total<br />
1 Hofer Supermarkt 39,8<br />
2 Spar Organisation 29,6<br />
3 Lutz Möbelhaus 26,5<br />
4 T-Mobile 21,0<br />
5 MediaMarkt 19,9<br />
6 McDonald’s 18,3<br />
7 Orange GSM-Netz 18,3<br />
8 Telekom Austria 17,6<br />
9 3Mobile 17,4<br />
10 A1 GSM Netz 17,3<br />
Werbeaufwand in Mio. Euro 2009<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Quelle: Focus Media Research<br />
Rang Marke Total<br />
11 Billa 17,2<br />
12 Lidl Austria 16,9<br />
13 Hartlauer 16,4<br />
14 Stadt <strong>Wien</strong> 15,7<br />
15 Kika 15,3<br />
16 Nivea 15,2<br />
17 VWD – Vereinigte Wirtschaftsdienste 14,5<br />
18 tele.ring Mobilnetz 14,2<br />
19 ORF 13,7<br />
20 L’Oréal Kosmetik 13,6<br />
Quelle: Focus Media Research<br />
113
AND THE WINN<br />
114
ER IS ...<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Preise bei Wettbewerben sind für Werbefach-<br />
leute ungefähr so wie das Salz in der Suppe.<br />
Weil nicht nur die Kampagne ein Erfolg war,<br />
sondern auch Kreativität und Effizienz belohnt<br />
werden. Hier finden Sie eine Übersicht über<br />
Awards im In- und Ausland in alphabetischer<br />
Reihenfolge.<br />
Internationale Werbepreise<br />
ADC Awards<br />
Beim ADC-Wettbewerb dürfen alle kreativen Auftragsarbeiten<br />
eingereicht werden, die innerhalb eines<br />
Jahres veröffentlicht wurden. Insgesamt gibt es 46<br />
Kategorien,diediegesamteBandbreitederkreativen<br />
Kommunikation abdecken. Beim Nachwuchswettbewerb<br />
werden die Arbeiten junger Kreativ-Talente<br />
von einer Jury aus ADC-Mitgliedern bewertet.<br />
Veranstalter: Art Directors Club für Deutschland<br />
(ADC)<br />
Infos: www.adc.de<br />
ADC Annual Award New York<br />
DerADCAnnualAwardzeichnetjährlichdiebesten<br />
Arbeiten in den Kategorien Print- und TV-<strong>Werbung</strong>,<br />
interaktive Medien, Grafikdesign, Publikations-<br />
und Verpackungsdesign, Fotografie und Illustrationaus.BeidenADCYoungGunswerdenjunge<br />
Kreative geehrt.<br />
Veranstalter: ADC New York<br />
Infos: www.adcglobal.org<br />
ADC Europe Awards<br />
AmBestof EuropeanDesignandAdvertisingAward<br />
nehmen automatisch alle Gold- und Silbermedaillengewinner<br />
der jeweiligen nationalen Kreativwettbewerbe<br />
aus den angeschlossenen Ländern teil.<br />
Bronze-Arbeiten und Auszeichnungen können auf<br />
Eigeninitiative der Einsender beim Wettbewerb<br />
antreten. Auch Clubs, die nicht im ADC*E-Verbund<br />
sind, können gegen eine Gebühr ihre ausgezeichneten<br />
Arbeiten einreichen.<br />
Infos: www.adceurope.org<br />
115
AdPrint<br />
Beim rumänischen Festival AdPrint werden als<br />
einzigem Wettbewerb Europas die Kreativteams,<br />
d. h. die Partnerschaften, die hinter den großartigen<br />
Ideen stehen, ausgezeichnet.<br />
Veranstalter: Millenium Communications<br />
Infos: www.adprint.ro<br />
AME – Advertising Marketing<br />
Effectiveness<br />
Der AME-Award honoriert neben besonderer<br />
Kreativität vor allem die Effektivität von Marketingstrategien<br />
und -Kampagnen. 2010 werden<br />
Gewinner erstmals regional und international<br />
ausgezeichnet. Neu sind auch der Platinum und<br />
der Green AME Award.<br />
Veranstalter: American Association of Advertising<br />
Agencies (AAAA)<br />
Infos: www.ameawards.com<br />
Andy Award<br />
Mit dem Andy Award werden jährlich die kreativsten<br />
<strong>Werbung</strong>en ausgezeichnet. Teilnehmen<br />
können sowohl einzelne Sujets als auch Kampagnen.<br />
Studenten können ihre Arbeiten bei der<br />
Student Competition einreichen.<br />
Veranstalter: The Advertising Club of New York,<br />
235 Park Avenue South, 6th Floor, NY 10003-1450<br />
Infos: www.theadvertisingclub.org oder<br />
www.andyawards.com<br />
Berliner Type<br />
Der Deutsche Kommunikationsverband veranstaltet<br />
jährlich den Kreativwettbewerb „Berliner<br />
Type“. Druckschriften der B2B- und B2C-<br />
Kommunikation (externe oder interne Kommunikationsaufgaben,<br />
Public- oder Investorrelations<br />
etc.) aus Deutschland, Österreich und der<br />
Schweiz sind teilnahmeberechtigt.<br />
Veranstalter: Awards Unlimited<br />
Infos: www.berliner-type.eu<br />
BoB-Awards (Best of B to B)<br />
Der Kommunikationsverband zeichnet seit 1997<br />
herausragende B2B-Kommunikation aus. Zugelassen<br />
sind alle Werbe- und Kommunikationsmittel<br />
im Bereich der B2B-Kommunikation, die im<br />
letzten Jahr in Deutschland, Österreich oder der<br />
Schweiz in deutscher oder englischer Sprache eingesetzt<br />
wurden.<br />
116<br />
Veranstalter: Deutscher Kommunikationsverband<br />
Infos: www.kommunikationsverband.de oder<br />
www.bobaward.de<br />
Cannes Lions Festival<br />
Das Cannes Lions Festival ist so etwas wie die Weltmeisterschaft<br />
der <strong>Werbung</strong>, bei der jährlich im<br />
Juni die begehrten Löwen in den Bereichen Film,<br />
Press, Outdoor, Direct Marketing, Media, Cyber,<br />
Radio, Promotion, Titanium and Integrated,<br />
Design und PR vergeben werden.<br />
Veranstalter: Cannes International Advertising<br />
Festival<br />
Infos: www.canneslions.com oder beim österreichischen<br />
Cannes-Representative ORF Enterprise<br />
http://enterprise.orf.at<br />
Clio Awards<br />
Die Clio Awards werden in den Kategorien Billboard,Content&Contact,Design,Innovative,Integrated,Interactive,Poster,Print,DirectMail,Radio,<br />
Strategic Communications/PR, Television/Cinema<br />
und Student vergeben.<br />
Veranstalter: Clio Awards<br />
Infos: www.clioawards.com<br />
Comprix<br />
Der Comprix zeichnet die innovativsten Komunikationskonzepte<br />
am deutschen Pharmamarkt aus.<br />
Die 25 Awards werden in den Kategorien „Pharma<br />
ethisch“, „OTC“ und „Elektronische Medien“<br />
sowie in einer integrierten und einer freien Kampagne<br />
vergeben.<br />
Veranstalter: Comprix<br />
Infos: www.comprix.com<br />
Corporate Design Preis<br />
Der Internationale Corporate Design Award<br />
zeichnet seit 13 Jahren Erscheinungsbilder (neue<br />
oder überarbeitete) aus. Herausragende Kommunikationsdesign-Projekte<br />
und zukunftsträchtige<br />
Konzeptionen aus Deutschland, Österreich<br />
und der Schweiz werden in neun Kategorien prämiert.<br />
Zusätzlich kann ein Grand Prix vergeben<br />
werden, wenn eine eingereichte Arbeit außergewöhnlich<br />
hervorsticht. 2009 gab es erstmals einen<br />
Nachwuchswettbewerb(JuniorCorporateDesign<br />
Award).<br />
Veranstalter: Awards Unlimited<br />
Infos: www.corporate-design-award.eu
CREA Credential Award<br />
Der CREA Credential Award wird für aussagekräftige<br />
Agentur-Eigendarstellungen und Agenturmarketing-Kampagnen<br />
verliehen. Prämiert<br />
wird auch die beste Newcomer-Agentur (nicht<br />
älter als zwei Jahre) mit dem CREA Newcomer<br />
Award.<br />
Veranstalter: cherrypicker<br />
Infos: www.credentialaward.com<br />
Cresta Awards<br />
Die Cresta Awards stehen für hohe Standards in<br />
der Kreativität. Für die Einreichung zählen zwei<br />
Kriterien: Die Originalität der kreativen Idee und<br />
die Qualität der Umsetzung. Preise werden in den<br />
Kategorien Press, Outdoor, Ambient Media,<br />
TV/Cinema/Digital, Interactive, Radio, Direct<br />
Marketing, Design, Incentives & Promotions und<br />
Integrated Campaigns verliehen.<br />
Veranstalter: Creative Standards International Inc.<br />
Infos: www.cresta-awards.com<br />
Das Plakat<br />
Der Wettbewerb „Das Plakat“ zeichnet beispielhafte<br />
Plakate in den Kategorien Gebrauchsgüter,<br />
Konsumgüter, Dienstleistungen, Institutionen,<br />
Handel, Kultur, Medien, Social Marketing und<br />
Imagewerbung aus.<br />
Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />
Infos: www.commclubs-bayern.de/awards<br />
DDC Wettbewerb<br />
MitmachenkönnenbeimDDCWettbewerbGestalter<br />
aller Bereiche, Auftraggeber, die eigentlichen<br />
Kunden, einzeln oder gemeinsam. Bewertet werden<br />
Arbeiten aller Gestaltungs-Disziplinen in acht<br />
KategorienundimmerüberdieletztenbeidenJahre.<br />
Veranstalter: Deutscher Design Club<br />
Infos: www.ddc.de<br />
Deutscher Dialogmarketing Preis<br />
Wie in Österreich zeichnet auch in Deutschland<br />
der Deutsche Dialogmarketing Preis (ddp) die kreativsten<br />
Direktmarketing-Kampagnen aus. Im Rahmen<br />
dieses Awards werden auch Auszeichnungen<br />
für „Best in Show“, die „Agentur des Jahres“, der<br />
„Junior Creative Award“, sowie der EDDI vergeben.<br />
Letzterer wird traditionell an ein Unternehmen<br />
mit herausragender Direktmarketing-Strategie<br />
überreicht.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Veranstalter: Deutscher Dialogmarketing Verband<br />
Infos: www.ddp-award.de oder www.ddv.de<br />
Deutscher Effie<br />
Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />
GWA zeichnet mit dem GWA Effie seit fast 30 Jahren<br />
erfolgreiche Marketing-Kommunikation in<br />
14 Kategorien, davon zwei sozialen Kategorien,<br />
aus. Effizienz, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit<br />
stehen dabei im Vordergrund.<br />
Veranstalter: Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />
GWA<br />
Infos: www.gwa.de<br />
Die Anzeige<br />
Der Wettbewerb „Die Anzeige“ ist der älteste und<br />
bedeutendste Wettbewerb für beispielhafte kreative<br />
Leistungen im deutschsprachigen Raum. In<br />
den Kategorien Konsum-/Gebrauchs-/Investitionsgüter,<br />
Pharma, Finanzen, Dienstleister, Institutionen,<br />
Personal-/Unternehmenswerbung, Handel,<br />
Social Marketing, Medien, Kultur und Ausstellungen<br />
wird der „Anzeiger“ verliehen.<br />
Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />
Infos: www.commclubs-bayern.de<br />
Die Klappe<br />
Die Klappe wird seit 31 Jahren vom Kommunikationsverband<br />
ausgeschrieben und ist der einzige<br />
disziplinübergreifende Bewegtbildpreis für die<br />
deutschsprachige Kommunikationsindustrie.<br />
„Klappen“ in Gold, Silber und Bronze können in<br />
den Kategorien TV, Kino, Internet, Industriefilm,<br />
User Generated Content, Regie/Skript/Konzept,<br />
Kamera, Schnitt, Sounddesign, Digital Imaging,<br />
Making Of und Nachwuchs gewonnen werden.<br />
Veranstalter: Deutscher Kommunikationsverband<br />
Infos: www.dieklappe.de<br />
EACA Euro-Effie<br />
Beim jährlich verliehenen EACA Euro-Effie für<br />
besonders effiziente Kampagnen können Arbeiten<br />
in mehreren Kategorien eingereicht werden.<br />
Zusätzlich werden der „Grand Prix Award“ und<br />
der „Sappi Print Media Efficiency Award“ verliehen<br />
sowie das Agentur-Netzwerk des Jahres gekürt.<br />
Veranstalter: European Association of Communications<br />
Agencies<br />
Infos: www.euro-effie.com<br />
117
Echo Awards<br />
Die Echo Awards sind eine der wichtigsten Award-<br />
Shows für Direct Marketing-Arbeiten. In folgenden<br />
Business-Kategorien können Arbeiten eingereicht<br />
werden: Automotive, Business & Consumer<br />
Services,Communications/Utilities,FinancialProducts<br />
& Services, Information Technologies, Insurance,<br />
Not-for-Profit, Pharmaceutical/Healthcare,<br />
Product Manufacturing & Distribution, Publishing/Entertainment,<br />
Retail & Direct Sales, Travel<br />
& Hospitality/Transportation.<br />
Veranstalter: Direct Marketing Association<br />
Infos: www.dma-echo.org<br />
Epica Award<br />
Beim Epica Award können europäische Kampagnen,<br />
die innerhalb eines Jahres veröffentlicht wurden,<br />
eingereicht werden. Die Jury aus Vertretern<br />
der internationalen Werbehandels-Presse wählt<br />
Preisträger in verschiedenen Kategorien. Die<br />
„Epica d’Or“ (Grand Prix) wird an die Besten aus<br />
den Bereichen Film, Press, Outdoor und Interactive<br />
vergeben.<br />
Veranstalter: Epica Awards<br />
Infos: www.epica-awards.com<br />
Eurobest Awards<br />
Die Eurobest Awards sind quasi das Cannes-Festival<br />
auf europäischer Ebene. Von den Organisatoren<br />
des Cannes Lions Festivals inszeniert, zeichnen<br />
die Eurobest Awards europäische <strong>Werbung</strong> in den<br />
unterschiedlichsten Wettbewerben und Kategorien<br />
aus. Zusätzlich zu den Eurobest Awards in Gold,<br />
Silber und Bronze wird im Rahmen des Wettbewerbs<br />
jeweils ein Grand Prix in den Kategorien<br />
TV/Kino, Print, Outdoor, PR, Media, Interactive,<br />
Direct, Radio, Sales Promotion, Integrated, Design<br />
und Craft vergeben.<br />
Veranstalter: Eurobest Advertising Festival<br />
Infos: www.eurobest.com<br />
EVA<br />
Der EVA Award wird weltweit für herausragende<br />
Marketing-Events und Maßnahmen der Live-<br />
Kommunikation vergeben. Ziel ist es, Projekte zu<br />
prämieren, in denen Marketinginhalte besonders<br />
erlebnisorientiert und erfolgreich umgesetzt wurden.<br />
Preise werden in den Event-Kategorien Corporate,<br />
Mitarbeiter, Public, Consumer, Exhibition<br />
und Charity/Social/Cultural vergeben.<br />
118<br />
Veranstalter: Forum Marketing-Eventagenturen<br />
FME<br />
Infos: www.eva-award.de oder www.famab.de/eva<br />
Food & Beverages Awards<br />
Der Food & Beverages Award ist ein Kreativ-Wettbewerb,<br />
der sich auf <strong>Werbung</strong> und Marketingmaßnahmen<br />
für Nahrungsmittel- und Getränkemarken<br />
spezialisiert hat. Zusätzlich zu den Preisen in<br />
zahlreichen Kategorien wird der „FAB Futures<br />
Award“ an junge Kreativtalente verliehen.<br />
Veranstalter: Food & Beverages London<br />
Infos: www.fab-awards.com<br />
Golden Award Montreux<br />
Der Golden Award Montreux war der erste internationale<br />
Werbe-Wettbewerb in Europa. Seit 1989<br />
werden Arbeiten in den diversen Kategorien, angefangenbeiTV/Cinemaüber<br />
CreativeUseof Media<br />
bis hin zu Print Advertising/Poster/Direct Mail<br />
ausgezeichnet. Die Jury besteht aus Werbefachleuten<br />
und Universitätsprofessoren. Zusätzlich winkt<br />
ein eigener Talent Award für Studenten.<br />
Veranstalter: Golden Award of Montreux<br />
Infos: www.goldenawardmontreux.com<br />
Golden Drum Festival<br />
Das Golden Drum Festival zählt zu den größten<br />
undwichtigstenWerbe-Events.Unterschiedenwird<br />
zwischen den Wettbewerben „New Europe“ für<br />
Länder des „neuen“ Europa (u. a. Österreich) und<br />
dem internationalen Wettbewerb „Open Worldwide“.<br />
Es gibt insgesamt 62 Kategorien für die verschiedenen<br />
teilnehmenden Gruppen (Radio, Outdoor,<br />
Press, Film, Design & Art Direction, Interactive,<br />
Media und PR). Verliehen werden ein Grand<br />
Prix, Golden und Silver Drum, Golden Watch, Best<br />
Act Award, Production House Award, Golden Net<br />
und Golden Rose Award.<br />
Veranstalter: Golden Drum Advertising Festival<br />
Infos: www.goldendrum.com<br />
International Sponsoring Award<br />
Der Sponsoringverband FASPO und der deutsche<br />
Kommunikationsverband vergeben alljährlich den<br />
International Sponsoring Award. Ausgezeichnet<br />
werden herausragende Sponsoringkonzepte aus<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz.<br />
Veranstalter: Fachverband für Sponsoring FASPO<br />
Infos: www.faspo.de
Jahrbuch der <strong>Werbung</strong><br />
Das Jahrbuch der <strong>Werbung</strong> ist das Standardwerk in<br />
der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche.<br />
Bereits zum 4<strong>7.</strong> Mal veröffentlicht es<br />
die beste branchenspezifische <strong>Werbung</strong>. ZugelassensindBeiträgeausdenKategorienPrint,Ambient<br />
Media,Events,DirectMarketing,TV-/Kino-Spots,<br />
Funkspots,Online-<strong>Werbung</strong>undMultimediasowie<br />
auch integrierte Kampagnen.<br />
Veranstalter: Econ Verlag<br />
Infos: www.jdw.de<br />
LeadAwards<br />
Die LeadAwards stützen sich auf vier Säulen: eine<br />
Ausstellung, die Preisverleihung, ein Symposium<br />
und das Jahrbuch. In den Hauptkategorien Zeitschriften,<br />
Design, Fotografie, Anzeigen und Online<br />
werden herausragende Arbeiten präsentiert.<br />
Zusätzlich wird ein Publikumspreis vergeben.<br />
Besonders begehrt sind die Ehrungen „Lead Magazin<br />
des Jahres“, „Kampagne des Jahres“, „Foto des<br />
Jahres“ und „Online-Dienst des Jahres“. Eine<br />
Bewerbung ist nicht möglich, das Auswahl- und<br />
Vorschlagsrecht liegt ausschließlich bei den Gremien<br />
der LeadAwards selbst.<br />
Veranstalter: Leadacademy für Medien e.V.<br />
Infos: www.leadawards.de oder<br />
www.leadacademy.de<br />
London International Award<br />
Bei den renommierten London International<br />
Awards werden Werbemittel jeglicher Herkunft<br />
sowie Einreichungen in den Kategorien Design<br />
und Digital Media ausgezeichnet. Es gibt keinerlei<br />
Beschränkungen bezüglich Art oder Herkunft der<br />
Arbeiten. Seit 2009 gibt es „The NEW Category“,<br />
ab 2010 werden die Einreichungen unterteilt in<br />
Television/Cinema/OnlineFilm–Techniqueund<br />
Musik, unabhängig vom Medium.<br />
Veranstalter: London International Awards (LIA)<br />
Infos: www.liaawards.com<br />
Moscow International Advertising<br />
Festival<br />
Das Moskauer International Advertising Festival<br />
zeichnet alljährlich die besten eingereichten Arbeiten<br />
in den Bereichen „TV/Cinema Advertising“<br />
und „Print and Outdoor Advertising“ mit einem<br />
Grand Prix aus. Weitere Kategorien, die bewertet<br />
werden, sind Radio, Grafik Design, Verpackung<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
und viele mehr. Zusätzlich werden der „Press Prize“<br />
und ein Preis für die „Advertising Person of the<br />
Year“ vergeben.<br />
Veranstalter: Moscow International Advertising<br />
and Marketing Festival Red Apple<br />
Infos: http://festival.ru/en<br />
One Show<br />
Die One Show ist eine der wichtigsten Kreativ-<br />
Award-Shows der Welt. Eingereicht werden können<br />
alle Arbeiten in den Kategorien Print, Radio,<br />
TV, Design, Interactive und New Media. Bewertet<br />
wird von einer hochkarätigen Jury aus Top-Creative<br />
Directors. Darüber hinaus gibt es auch eine<br />
„College“-Kategorie, in der Arbeiten des kreativen<br />
Nachwuchses präsentiert werden.<br />
Veranstalter: The One Club for Art and Copy<br />
Infos: www.oneclub.org<br />
Radiostars<br />
AS&S Radio GmbH ruft die Werbewelt jährlich<br />
auf, die kreativsten Radiospots und -Kampagnen<br />
einzureichen, um die Radiostars des Jahres zu<br />
küren. Eine Jury bewertet die eingereichten Spots<br />
und Kampagnen individuell und unabhängig in<br />
sechs Kategorien: Text, Musik, Idee, SFX, Kampagne<br />
und Crossmedia.<br />
Veranstalter: AS&S Radio<br />
Infos: www.radiostars.de<br />
RAMSES<br />
Mit dem „RAMSES Kreativ Award“ zeichnet der<br />
führende deutsche Audiovermarkter RMS jedes<br />
Jahr herausragende kreative Leistungen in der<br />
Audiowerbung aus. Der Preis wird in Gold, Silber<br />
und Bronze in den vier Kategorien Brand, Idea,<br />
Talent und Success vergeben.<br />
Veranstalter: Radio-Marketing-Service Hamburg<br />
Infos: www.rms.de oder www.ramses-award.de<br />
Red Dot Design Award<br />
Der Red Dot Design Award unterteilt sich in drei<br />
Bereiche, die unabhängig voneinander ausgeschriebenundjuriertwerden:productdesign,communication<br />
design und design concept. Designer,<br />
Agenturen, Designbüros und Auftraggeber können<br />
ihre innovativsten und fantasievollsten Arbeiten<br />
einem hochkarätigen Expertengremium präsentieren.HeißbegehrteTrophäeistder„reddot“,<br />
das in Fachkreisen hoch geschätzte internationale<br />
119
Siegel für Designqualität.<br />
Veranstalter: red dot<br />
Infos: www.red-dot.de<br />
Schweizer Dialogmarketing-Preis<br />
PrämiertwerdenkreativeIdeenundraffinierteStrategien<br />
von Dialogkampagnen. Zusätzlich zu den<br />
Bewerben Adressierte Mailings Business-to-Consumer<br />
(2D und 3D), Adressierte Mailings Businessto-Business,<br />
Gedruckte, nicht personalisierte Werbemittel,<br />
Elektronische Medien, Guerilla Marketing,<br />
Ausländische Kampagnen, Mehrstufige Dialogprogramme<br />
und Crossmediale Kampagnen gibt<br />
es vier Spezialkategorien (u. a. Publikumspreis).<br />
Veranstalter: Verein Schweizer Dialogmarketing-<br />
Preis<br />
Infos: www.dm-preis.ch<br />
ZeitungKreativ<br />
„Anzeige des Jahres – Preis der Jury“ und<br />
„New(s)comers Best“ sind die zwei ZeitungKreativ-Wettbewerbe<br />
der ZMG Zeitungs-Marketing<br />
Gesellschaft. Kunden und Agenturen, die sich kreativ<br />
und überzeugend mit den Möglichkeiten des<br />
Werbeträgers Zeitung befasst haben, werden damit<br />
in ihrer Arbeit bestätigt. Der „New(s)comers Best“<br />
richtet sich speziell an junge Talente.<br />
Veranstalter: Zeitungs-Marketing-Gesellschaft<br />
ZMG<br />
Infos: www.zmg.de<br />
100 Beste Plakate<br />
Plakatgestalter, Druckereien und Auftraggeber aus<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz sind eingeladen,<br />
die im jeweiligen Vorjahr veröffentlichten<br />
Plakate aller Genres und Drucktechniken einzureichen.<br />
Diese werden nach den anerkannten Kriterien<br />
des Grafik Designs beurteilt. Preisträger werden<br />
in einem Jahrbuch und mehreren Ausstellungen<br />
veröffentlicht.<br />
Veranstalter: Verein 100 Beste Plakate<br />
Infos: www.100-beste-Plakate.de<br />
Weitere internationale Awards:<br />
New York Festivals<br />
Inkl. International Advertising Awards, Innovative<br />
Advertising Awards, International Television & Film<br />
Awards, Radio Programming Awards.<br />
www.newyorkfestivals.com<br />
120<br />
ADGAR Gewinner 2010<br />
Kreativer Einsatz von Printwerbung<br />
Gold-Gewinner, Auftraggeber: Österreichischer<br />
Tierschutzverein<br />
Mediaagentur: Initiative Media<br />
Kreativagentur: Springer & Jacoby<br />
������������ ������ ������<br />
Kategorie „Handel“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Shoe 4 You<br />
Agentur: Draftfcb Partners
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Kategorie „Dienstleistungen“<br />
Gold-Gewinner, Auftraggeber: Austrian Airlines,<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau<br />
Kategorie „Konsum- und Industriegüter“<br />
Gold-Gewinner, Auftraggeber: AGRANA – <strong>Wien</strong>er Zucker<br />
Agentur: Demner, Merlicek und Bergmann<br />
Sehen, was hinten passiert: die Rückfahrkamera.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Kategorie<br />
„Auto & Motor“<br />
Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber:<br />
Mercedes Benz<br />
Agentur: Jung von<br />
Matt/Donau<br />
Print-Werber des Jahres 2009: Spar<br />
BEIJING 2008: WE TAKE A CLOSER LOOK!<br />
Kategorie „Social Advertising“<br />
Gold-Gewinner, Auftraggeber: Amnesty International<br />
Agentur: Draftfcb Partners<br />
121
Best of Corporate Publishing<br />
Der BCP ist mit über 600 eingereichten Publikationen<br />
der größte CP-Wettbewerb in Europa. Seit 2003<br />
werden die besten Unternehmenspublikationen aus<br />
dem deutschsprachigem Raum mit dem BCP Best<br />
of Corporate Publishing Award ausgezeichnet.<br />
www.bcp-award.com<br />
HORIZONT Award<br />
HORIZONT verleiht jährlich den begehrten Branchenpreis<br />
in den Kategorien Unternehmen, Agenturen<br />
und Medien. Die „Männer und Frauen des<br />
Jahres“ zeichnen sich durch ihre persönliche Leistung,<br />
ihren unternehmerischen Mut, ihr Engagement<br />
und die Konsequenz ihrer Arbeit für die Branche<br />
aus.<br />
www.horizontaward.net<br />
Best new 18/1<br />
Nicht die künstlerische Originalität, sondern die<br />
klare Botschaft, die schnell verstanden wird, steht<br />
im Mittelpunkt. Mit dem Preis ausgezeichnet wird<br />
das Plakat, das nach Ansicht der Jury die effektivste<br />
Werbeansprache hat und schnell Reichweite aufbauen<br />
kann.<br />
www.bestnew18-1.de<br />
Ed Awards<br />
www.ed-awards.com<br />
Effie Global<br />
www.effie.org<br />
Europrix<br />
www.europrix.org<br />
Web Award<br />
www.webaward.org<br />
Österreichische Werbepreise<br />
Adebar<br />
Der burgenländische Werbepreis wird seit 2006<br />
alle zwei Jahre ausgerichtet. Um auch zwischen<br />
den Adebar-Jahren Akzente zu setzen, wurde der<br />
„Rabeda“ geschaffen. Während der Adebar die<br />
kreativsten Arbeiten auf dem Gebiet der Marktkommunikation<br />
im Burgenland auszeichnet, soll<br />
der Rabeda ab 2009 als Werbeevent für Querden-<br />
122<br />
CCA Venus Gewinner 2010<br />
Gold-Gewinner<br />
A. Darbo AG, Der lange Weg<br />
Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann<br />
Gold-Gewinner<br />
Mercedes-Benz/Standard Titelseite<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur<br />
Gold-Gewinner<br />
Mercedes-Benz/Splitview<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur
Gold-Gewinner<br />
T-Mobile Austria GmbH, Rain of Flowers<br />
Agentur: Publicis Group Austria<br />
Gold-Gewinner<br />
EasyMotion GmbH, Easy Motion Rent a Car<br />
Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Gold-Gewinner<br />
this human world — Filmfestival für Menschenrechte,Tied<br />
Up<br />
Agentur: WIEN NORD<br />
Gold-Gewinner<br />
Robert La Roche London Bilderbuch<br />
Agentur: luffup – Büro für Grafik und <strong>Werbung</strong><br />
123
ker ganz neue Maßstäbe für einen burgenländischen<br />
Branchentalk setzen.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der WK Burgenland<br />
Infos: www.adebar.at<br />
ADGAR<br />
Seit 26 Jahren vergibt der VÖZ seinen Werbepreis,<br />
anfangs als „Print Oscar“, heute unter dem Titel<br />
„ADGAR“. Die ADGARs werden in folgenden<br />
Kategorien vergeben: Handel, Dienstleistungen,<br />
Konsum- und Industriegüter, Auto und Motor,<br />
Social Advertising, Kreativer Einsatz von Print,<br />
Printwerber des Jahres und best young team. Ein<br />
Sonderpreis wird für „Kreativer Einsatz von Onlinewerbung“<br />
auf Mitgliedsportalen des VÖZ verliehen.<br />
In den Kategorien „Kreativer Einsatz von Print“,<br />
„Printwerber des Jahres“ und „best young team“<br />
und dem Sonderpreis wird der Preis in einer<br />
Gesamtjahreswertung vergeben. Für alle anderen<br />
Kategorien werden zunächst pro Kategorie zehn<br />
Finalisten ausgewählt. Diese treten dann im Jahresfinale<br />
im Rennen um den ADGAR an.<br />
Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />
(VÖZ)<br />
Infos: www.adgar.at oder www.voez.at<br />
Adolf Loos Staatspreis Design<br />
Der „Adolf Loos Staatspreis Design“ ist Österreichs<br />
bedeutendster Design-Wettbewerb mit internationaler<br />
Ausrichtung. Er wird im Zweijahres-Rhythmus<br />
im Rahmen einer Public-Private-Partnership<br />
vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie<br />
und Jugend und der Raiffeisenlandesbank NÖ-<br />
<strong>Wien</strong> gemeinsam mit Design Austria und dem Bundeskanzleramt<br />
ausgelobt. Kategorien: Produktgestaltung,<br />
Räumliche Gestaltung und Experimentelles<br />
Design.<br />
Veranstalter: Design Austria<br />
Infos: www.designaustria.at<br />
Austrian Event Award<br />
Der Austrian Event Award wird für herausragende<br />
Leistungen im Bereich des Eventmarketings und<br />
der Erlebniskommunikation in Gold, Silber und<br />
Bronze verliehen. Zusätzlich gibt es ab 2009 einen<br />
Sonderpreis für „Green Events“.<br />
Veranstalter: Eventwerkstatt<br />
Infos: www.eventaward.at<br />
124<br />
Columbus Gewinner 2009<br />
Kategorie „WEB 2.0“ Gold-Gewinner<br />
Autraggeber: Samsung Electronics Austria<br />
Agentur: Traktor Werbeagentur GmbH<br />
Kategorie: „D-A-C-H“ Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Deutsche Lufthansa AG<br />
Agentur: Wunderman Germany & Austria
Kategorie: „Social“ Gold-Gewinner<br />
Auftraggeber: Amnesty International<br />
Agentur: Draftcb Partners<br />
Kategorie „Flat Mailing“ Silber-Gewinner<br />
Auftraggeber: Hutchison 3G Austria GmbH<br />
Agentur: Dialogschmiede GmbH<br />
Kategorie „Direct Sales Promotion“ Silber-Gewinner<br />
Auftraggeber: McDonald’s Werbegesellschaft m.b.H.<br />
Agentur: Red Urban GmbH<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Kategorie: „Direct Response“ Silber-Gewinner<br />
Auftraggeber: Österr. Lotterien Gesellschaft m.b.H.<br />
Agentur: PKP BBDO Werbeagentur GmbH<br />
Kategorie „Agentur Eigenwerbung“ Silber-Gewinner<br />
Auftraggeber: Blaupapier<br />
Agentur: Freie Kreative Werbe & PR Agentur GmbH<br />
Kategorie „Pharma“ Silber-Gewinner<br />
Auftraggeber: Bayer Austria Ges.m.b.H.<br />
Agentur: PKP BBDO Werbeagentur GmbH<br />
125
Austrian Sales Promotion Award<br />
Zum Austrian Sales Promotion Award können Promotions<br />
aus ganz Österreich eingereicht werden.<br />
Der Award wird in zehn unterschiedlichen Kategorien<br />
verliehen, wobei heuer erstmals in zwei neuen<br />
Kategorien auch die besten Kampagnen im Ambient<br />
Media Bereich von der hochkarätig besetzten Fachjury<br />
in Gold, Silber und Bronze gekürt werden.<br />
Veranstalter: Austrian Federation of Sales Promotion<br />
AFSP<br />
Infos: www.afsp.at<br />
best YET<br />
Der VÖZ bietet österreichischen Jungkreativen seit<br />
2006 die Chance, bei der europäischen „best YET“-<br />
Competition dabei zu sein. Der „best YET – best<br />
European Young Team“ ist der bedeutendste europäische<br />
Wettbewerb für den Werbenachwuchs im<br />
Bereich der Printwerbung.<br />
Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />
VÖZ<br />
Infos: www.voez.at<br />
Caesar und Caesarino<br />
Neben dem „Caesar“ in Gold für die beste Werbekampagne<br />
vergibt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation der Wirtschaftskammer<br />
Oberösterreich auch einen Caesar in Gold für die<br />
besten Einzelleistungen in den Bereichen Print,<br />
Internet, Packaging, Direct Mailing, Event, Hörfunk,<br />
Film/Fernsehen, PR und Web. Dazu kommt<br />
der „Caesarino“ für den besten Werbenachwuchs.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Oberösterreich<br />
Infos: www.werbung-ooe.at oder<br />
http://caesar.screenteam.at<br />
CCA Venus<br />
Der CCA bietet den Gewinnern der „Venus“ für kreative<br />
Werbearbeiten einen besonderen Anreiz. Die<br />
österreichischen Preisträger steigen automatisch in<br />
den Wettbewerb auf europäischer Ebene beim ADC<br />
Europa auf. Weiters bietet die CCA Venus als einer<br />
von wenigen Wettbewerben die Kategorie „Creative<br />
Media“, in der die ungewöhnliche, kreative Nutzung<br />
von Medien, ein innovatives Zusammenspiel von<br />
Medien oder aber auch neue, kreative Zugänge zur<br />
Funktionsweise von Medien ausgezeichnet werden.<br />
Veranstalter: Creative Club Austria CCA<br />
Infos: www.creativclub.at<br />
126<br />
Effie Gewinner 2009<br />
Kategorie „Pharma“ Gold-Gewinner<br />
Awareness-Kampagne HIV/Aids<br />
Agentur: ikp <strong>Wien</strong> PR und Lobbying GmbH<br />
Kategorie „Handel“ Gold-Gewinner Möbelixman<br />
Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann
Kategorie „Soziales“ Gold-Gewinner<br />
Schmetterlingskinder<br />
Agentur: Lowe GGK Werbeagentur<br />
GesmbH<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Kategorie „Konsumgüter<br />
Food/Beverages“ Gold-Gewinner<br />
Pedigree Gelenk Aktiv+<br />
Agentur: MediaCom<br />
Kategorie „Konsumgüter Non Food“<br />
Gold-Gewinner Volum’Express Mascara<br />
Agentur: McCann Erickson<br />
Kategorie „Dienstleistungen“<br />
Gold-Gewinner bob<br />
Agentur: Demner, Merlicek &<br />
Bergmann<br />
127
Columbus<br />
Vergeben wird der „Columbus“, der Österreichische<br />
Direct Marketing-Preis, in den Kategorien Konsumgüter,<br />
Gebrauchsgüter, Integrierte Kampagne, Dienstleistungen,<br />
Investitionsgüter, Telemarketing usw.<br />
Veranstalter: Dialog Marketing Verband Österreich<br />
DMVÖ<br />
Infos: www.dmvoe.at<br />
EFFIE<br />
Der vom Austrian Chapter der IAA (International<br />
Advertising Association) verliehene EFFIE ist der<br />
wichtigste Effizienz-Preis Österreichs. Er zeichnet<br />
Marketing-Kommunikation aus, die ausgewiesen wirkungsvoll,<br />
kreativ und effizient, bezogen auf ihr Kosten-<br />
Nutzenverhältnis und ehrgeizige Marketingziele, ist.<br />
Veranstalter: Austrian Chapter der IAA<br />
Infos: www.effie.at<br />
Goldener Hahn<br />
Der „Goldene Hahn“ ist die Auszeichnung für hervorragende<br />
niederösterreichische Werbeleistungen,<br />
die jährlich vergeben wird. Echte <strong>Werbung</strong>, sprich<br />
brillante Werbemaßnahmen mit kleineren Budgets<br />
und Realitätsnähe, steht im Vordergrund. Eine Jury<br />
ermittelt die Preisträger in insgesamt 13 Kategorien<br />
– darunter die beliebten Klassiker wie Plakat, Kampagne,<br />
PR, Design, Dialogmarketing oder Neue<br />
Medien. Seit 2009 ebenfalls mit von der Partie ist die<br />
Prämierung der besten Funkspots und Filme. Und<br />
auch das Publikum darf entscheiden und einen<br />
Zusatzpreis in der Kategorie Kampagne vergeben.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Niederösterreich<br />
Infos: www.goldenerhahn.or.at<br />
Green Panther<br />
Die Green Panther Gala, bei der die Preise für hervorragende<br />
Werbeleistungen verliehen werden, ist der traditionelle<br />
Höhepunkt des steirischen Werbejahres.<br />
Awards werden in den Kategorien Kampagne, Outdoor<br />
Advertising, Print Media Communications,<br />
Motion Pictures, Corporate Design, Print-Design,<br />
Direct Marketing, Event, Internet und Outside the Box<br />
verliehen. Junge Kreative wurden 2010 erstmals aufgefordert,<br />
sich für den „Young Creatives Panther“ mittels<br />
eines Webvideos zum Thema Intoleranz zu bewerben.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
der Wirtschaftskammer Steiermark<br />
Infos: www.greenpanther.at<br />
128<br />
EFFIE Gewinner 2009<br />
Kategorie „Gebrauchsgüter“<br />
Gold-Gewinner Fiat 500<br />
Agentur: Leo Burnett Werbeagentur GmbH & Co KG<br />
Kategorie<br />
„Handel“<br />
Gold-Gewinner<br />
Kia Cee´d<br />
Agentur: matrix,<br />
Dr. Hochegger<br />
Marketingconsulting<br />
GmbH
Kategorie „Finanzdienstleistungen“<br />
Gold-Gewinner Volksbank<br />
Agentur: Demner, Merlicek &<br />
Bergmann Werbeges.m.b.H.<br />
Kategorie<br />
„Konsumgüter<br />
Food/Beverages“<br />
Gold-Gewinner<br />
Paracelsus Zwickl<br />
Agentur: Demner,<br />
Merlicek & Bergmann<br />
Werbeges.m.b.H.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Impactissimo<br />
Mit dem Impactissimo würdigt die Epamedia die<br />
besten Kampagnen im Public Space Advertising.<br />
Prämiert werden die effizientesten Plakate und City<br />
Lights Österreichs. Seit 2008 werden außerdem<br />
Preisträger in der Kategorie „Digital Signage“<br />
ermittelt. Und auch die Gäste der Impactissimo-<br />
Gala haben ein Wörtchen mitzureden: Aus fünf<br />
Nominierten wird via Saal-Voting der Publikums-<br />
Sieger gekürt.<br />
Veranstalter: Epamedia – Europäische Plakat- und<br />
Außenmedien GmbH<br />
Infos: www.epamedia.at<br />
Joseph Binder Award<br />
Dieser internationale Design-Wettbewerb wird jährlich<br />
veranstaltet. Er umfasst abwechselnd die Gestaltungsbereiche<br />
Grafik Design & Illustration (2D) als<br />
eigenständigen Wettbewerb und Raumgestaltung<br />
(3D) als Kategorie im Rahmen des Adolf Loos Staatspreises<br />
Design im Bereich Produkt-Design. Im<br />
Bereich Media Design & Digitales Gestalten (4D)<br />
wird im Rahmen des Staatspreises Multimedia ein<br />
Sonderpreis gestiftet.<br />
Veranstalter: design austria<br />
Infos: www.designaustria.at<br />
Magazin Award<br />
Der „Magazin Award“ der Verlagsgruppe NEWS<br />
zeichnet jährlich die bemerkenswertesten Magazinanzeigen<br />
aus und würdigt außergewöhnliche<br />
Kampagnenideen und Umsetzungen. Einreichen<br />
können Werbeagenturen und Auftraggeber von<br />
<strong>Werbung</strong> in den Magazinen der Verlagsgruppe.<br />
Prämiert wird in sieben Kategorien, darunter Social<br />
& Non Profit. Jenes Sujet, das insgesamt am besten<br />
abgeschnitten hat, erhält den Grand Prix.<br />
Veranstalter: Verlagsgruppe NEWS<br />
Infos: www.magazinaward.at<br />
Media Award<br />
Im Spannungsfeld von Werbekunden, Agenturen<br />
und Medien entstehen permanent neue, innovative<br />
Ideen und Lösungen. Media und Media-Agenturen<br />
nehmen in den letzten Jahren eine immer wichtigere<br />
Rolle in der strategischen Marktkommunikation<br />
ein. Die Media Awards zeichnen daher<br />
Media agenturen, Werbetreibende und Werbeagenturen<br />
für ihre hervorragenden Medialeistungen<br />
in den Kategorien „Kreative Media-Idee“ und<br />
129
„Exzellente Media-Strategie“ aus.<br />
Veranstalter: Plasser Consulting<br />
Infos: www.media-award.at<br />
Multimedia und E-Business Staatspreis<br />
Der „Multimedia und E-Business Staats-, Innovations-<br />
und Förderpreis“ wird vom Bundesministerium<br />
für Wirtschaft, Familie und Jugend gemeinsam<br />
mit der Wirtschaftskammer Österreich ausgeschrieben.<br />
Ab 2010 wird der Staatspreis im Zweijahresrhythmus<br />
vergeben. Ausgezeichnet werden<br />
die besten und kreativsten Einreichungen, weiters<br />
gibt es Innovationspreise zu den Themen „Mobile<br />
Anwendungen und Dienste“, „Interaktives digitales<br />
TV“ und den Förderpreis für junge Kreative<br />
sowie eine Sonderkategorie.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend<br />
Infos: www.multimedia-staatspreis.at<br />
ORF-Werbehahn<br />
Der ORF zeichnet alljährlich die besten nationalen<br />
und regionalen Radiospots mit dem „ORF-Werbehahn“<br />
aus. Die Preisträger werden von einer hochkarätig<br />
besetzten Jury aus Branchenexperten in<br />
Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut<br />
TriConsult ermittelt und hinsichtlich Gesamteindruck,<br />
Kreativität der Umsetzung und Auffälligkeit<br />
beurteilt. In der 2008 erstmals prämierten Kategorie<br />
„Best Use of Music“ wird die beste Verwendung<br />
von Musik in einem Werbespot ausgezeichnet.<br />
Veranstalter: ORF<br />
Infos: http://enterprise.orf.at/werbehahn<br />
printissimo, emballissimo<br />
„Printissimo“ und „Emballissimo“ sind Preise der<br />
österreichischen Papierindustrie, die damit die kreativsten<br />
und außergewöhnlichsten Produktionen auf<br />
Papier, Karton und Wellpappe auszeichnet. Der<br />
Printissimo prämiert in den Kategorien Prospekt,<br />
Editorial, Image, Direct und Art.<br />
Den Emballissimo gibt es für funktionale, innovative<br />
Verpackungslösungen in den Kategorien Tragendes,<br />
Umhüllendes, Gewelltes, Dreidimensionales<br />
sowie Funktionales.<br />
Veranstalter: Austropapier<br />
Infos: www.austropapier.at<br />
130<br />
PR Wissenschaftspreis<br />
Der Public Relations Verband Austria verleiht jährlich<br />
für positiv beurteilte Masterthesen an Universitätslehrgängen,<br />
abgeschlossene und approbierte<br />
Diplomarbeiten an Fachhochschulen, Diplom-/<br />
Magister-/Masterarbeiten an Universitäten sowie<br />
alle drei Jahre für Dissertationen auf dem Gebiet der<br />
Öffentlichkeitsarbeit den „Österreichischen Wissenschaftspreis<br />
für Public Relations“.<br />
Veranstalter: Public Relations Verband Austria PRVA<br />
Infos: www.prva.at<br />
Salzburger Landespreis für Marketing,<br />
Kommunikation und Design<br />
Die Wirtschaftskammer Salzburg vergibt den „Salzburger<br />
Landespreis für Marketing, Kommunikation<br />
und Design“ jährlich in insgesamt 15 Kategorien.<br />
Teilnahmeberechtigt sind Mitgliedsbetriebe<br />
der Wirtschaftskammer Salzburg (FG <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation, FV der Audiovisions- und<br />
Filmindustrie, Landesinnung der Fotografen).<br />
Veranstalter: Wirtschaftskammer Salzburg<br />
Infos: www.salzburger-landespreis.at<br />
Staatspreis für Marketing<br />
Mit dem „Staatspreis für Marketing“ werden innovative<br />
strategische Marketingkonzepte ausgezeichnet.<br />
Entscheidend für die Zuerkennung des Staatspreises<br />
Marketing sind nicht Unternehmensgröße,<br />
Branche oder Budgethöhe, sondern Qualität,<br />
betriebswirtschaftlicher Nutzen und Innovation.<br />
Nach einer Änderung des Konzepts wird der nächste<br />
Preis erst wieder 2011 verliehen und dann alle<br />
zwei Jahre.<br />
Veranstalter: Österreichisches Produktivitäts- und<br />
Wirtschaftlichkeits-Zentrum ÖPWZ<br />
Infos: www.opwz.com<br />
Staatspreis für Public Relations<br />
Zur Förderung der professionellen und verantwortungsvollen<br />
Öffentlichkeitsarbeit verleiht der Bundesminister<br />
für Wirtschaft, Familie und Jugend jährlich<br />
den „Staatspreis für Public Relations“. Ausgezeichnet<br />
werden besondere Leistungen auf dem<br />
Gebiet der Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit<br />
bzw. institutionelle Kommunikation) in fünf Kategorien.<br />
Veranstalter: Public Relations Verband Austria PRVA<br />
Infos: www.prva.at
Staatspreis Vorbildliche Verpackung<br />
Der Einsatz ganzheitlicher, umfassender Lösungen<br />
im Verpackungsbereich und die Verbesserung des<br />
Images von Verpackung sollen durch die Verleihung<br />
des Staatspreises „Vorbildliche Verpackung“<br />
gefördert werden. Der Staatspreis kann für je eine<br />
Verpackung aus dem Konsumbereich und dem<br />
Transportsektor verliehen werden. Teilnahmeberechtigt<br />
sind Erzeuger, Verwender und Gestalter<br />
von Packmitteln, -hilfsmitteln, Packstoffen, Verpa -<br />
ckungen als Verkaufshilfe, Displays, Verpackungssystemen<br />
und verpackungsverwandten Erzeugnissen.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend, Österreichisches Institut für<br />
Verpackungswesen<br />
Infos: www.verpackungsinstitut.at<br />
Staatspreis <strong>Werbung</strong><br />
Der Staatspreis <strong>Werbung</strong> hat das Ziel, durch Prämierung<br />
beispielhafter österreichischer Werbekampagnen<br />
Maßstäbe für Qualitätswerbung zu setzen.<br />
Alljährlich wird der Staatspreis <strong>Werbung</strong> für die<br />
beste Werbekampagne sowie in den Kategorien<br />
Werbefilm und Print/Outdoor verliehen. Die mit<br />
dem Staatspreis oder einer Nominierung ausgezeichneten<br />
Werbekampagnen werden in einem<br />
Katalog präsentiert.<br />
Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />
Familie und Jugend<br />
Infos: www.bmwfj.gv.at<br />
Tirolissimo<br />
Der Werbepreis der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation der Wirtschaftskammer<br />
Tirol prämiert die besten Arbeiten von Tiroler Werbeunternehmen.<br />
Die Arbeiten können in 19 Kategorien<br />
– vom Tourismusprospekt über Messebau<br />
bis zum Industriefilm – eingereicht werden. Die von<br />
der Jury als beste aller Einreichungen beurteilte<br />
Arbeit erhält die Auszeichnung „Sonderpreis der<br />
Jury“.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
Tirol<br />
Infos: www.tirolissimo.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Top Spot<br />
Seit 1988 zeichnen der ORF und die ORF-Enterprise<br />
alljährlich die beliebtesten TV-Werbespots<br />
der Österreicherinnen und Österreicher aus. Ab<br />
2010 erfolgt die Bewertung in zwei Stufen. Eine<br />
Expertenjury wählt die fünf besten nationalen Fernsehspots,<br />
die anschließend ins Top-Spot-Finale mit<br />
Publikumswahl kommen. Jene drei Spots mit den<br />
meisten Votes werden mit der Werbetrommel in<br />
Gold, Silber bzw. Bronze ausgezeichnet. Zusätzlich<br />
wird ein Sonderpreis für den besten Spot mit sozialem<br />
Anliegen vergeben.<br />
Veranstalter: ORF<br />
Infos: http://enterprise.orf.at<br />
Twister<br />
Mit dem Twister – dem Carinthian Advertising<br />
Award – werden von der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />
Marktkommunikation alle zwei Jahre die kreativs -<br />
ten Kärntner Werber ausgezeichnet. Das nächste<br />
Mal wird der Kärntner Landeswerbepreis im Jahr<br />
2012 verliehen. Vergeben werden zwölf Twister<br />
und vier Sonderpreise.<br />
Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />
Kärnten, Agentur Fox<br />
Infos: www.twister.at<br />
WebAd<br />
Der WebAd ist der größte Preis für Onlinewerbung<br />
in Österreich. In mehreren Kategorien werden vom<br />
IAB (Internet Advertising Bureau) Austria jährlich<br />
die Kampagnen prämiert, die im Internet geschaltet<br />
und von einer Jury aus Werbe-Spezialisten als<br />
positiv bewertet wurden.<br />
Veranstalter: Internet Advertising Bureau IAB Austria<br />
Infos: www.iab-austria.at<br />
Young Lions<br />
Young Lions ist der Wettbewerb für junge, kreative<br />
Werber bis 28 Jahre und gleichzeitig die österreichische<br />
Vorausscheidung für das größte Werbefestival<br />
in Cannes. Die ORF-Enterprise veranstaltet<br />
jährlich nationale Wettbewerbe in den Disziplinen<br />
Print, Cyber, Media und Film. Die Gewinner fliegen<br />
zu den Cannes Lions, dem bekanntesten und<br />
renommiertesten Werbefestival der Welt.<br />
Veranstalter: ORF<br />
Infos: www.younglions.at<br />
131
Fachmedien I Fachkongresse I Marktstudien I Nachschlagewerke I Standardwerke<br />
Anhang<br />
132
08<br />
Fachmedien<br />
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten österreichischen<br />
und internationalen Fachmedien der Kommunikationsbranche<br />
in alphabetischer Reihenfolge:<br />
a3Boom!<br />
a3 Wirtschaftsverlag GmbH, <strong>Wien</strong>er Straße 2/1/6,<br />
2340 Mödling, a3@a3verlag.com, www.a3verlag.com<br />
Absatzwirtschaft<br />
Verlagsgruppe Handelsblatt AG, Kasernenstraße 67,<br />
D-40213 Düsseldorf, www.absatzwirtschaft.de<br />
AdAge<br />
The Ad Age Group, Crain Communications Inc., 711<br />
Third Avenue, New York, NY 10017-4036, USA,<br />
www.adage.com<br />
director – Corporate Publishing in<br />
Österreich<br />
Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
office@albatros-media.at, www.director.co.at<br />
Bestseller<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.manstein.at<br />
Campaign<br />
174 Hammersmith Road, London, W6 7JP,<br />
United Kingdom, campaign@haymarket.com,<br />
www.campaignlive.com<br />
Creativity<br />
Crain Communications Inc., 711 Third Avenue,<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
New York, NY 10017-4036, USA,<br />
www.creativity-online.com<br />
Der Kontakter<br />
Verlag Werben & Kaufen GmbH,<br />
Hultschiner Straße 8, D-81677 München,<br />
webmaster@wuv.de, www.kontakter.de<br />
Der Österreichische Journalist<br />
Verlag Johann Oberauer GmbH,<br />
Fliederweg 4, 5301 Salzburg-Eugendorf,<br />
vertrieb@oberauer.com, www.journalist.at<br />
Direkt Marketing<br />
IM Marketing-Forum GmbH,<br />
Englerstraße 26, D-76275 Ettlingen,<br />
info@im-marketing-forum.de,<br />
www.im-marketing-forum.de<br />
Extradienst<br />
Mucha Verlag GmbH,<br />
Zieglergasse 1, 1072 <strong>Wien</strong>,<br />
www.extradienst.at<br />
Horizont<br />
Deutscher Fachverlag GmbH,<br />
Mainzer Landstraße 251,<br />
D-60326 Frankfurt am Main,<br />
www.horizont.net<br />
Auf den folgenden Seiten finden<br />
Sie nützliche Informationen zu<br />
Fachkongressen, Fachmedien,<br />
Standardwerken und Marktstudien<br />
sowie Nachschlagewerke aus dem<br />
In- und Ausland.<br />
Horizont Österreich<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.horizont.at<br />
133
Impact Magazin<br />
IP Deutschland GmbH, Vermarktung von Medienwerbung,<br />
Picassoplatz 1, D-50679 Köln,<br />
kontakt@ip-deutschland.de, www.ip-deutschland.de<br />
Insider Report<br />
WeinlichVerlagsGmbH,Görgengasse23c,1190<strong>Wien</strong>,<br />
redaktion@insider.at, www.insider.at<br />
Intern<br />
Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />
Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />
www.manstein.at<br />
Kressreport<br />
Haymarket Media GmbH | kress,<br />
Wieblinger Weg 17, D-69123 Heidelberg,<br />
www.kress.de<br />
Lürzers Archiv<br />
Lürzer GmbH, Keinergasse 29, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />
www.luerzersarchive.com<br />
Medianet<br />
Medianet Verlag AG, Geiselbergstraße 15/1/4,<br />
1110 <strong>Wien</strong>, www.medianet.at<br />
MediaTrend Journal<br />
Springer Business Media Schweiz AG,<br />
Neugasse 10, Postfach 1753, CH-8031 Zürich,<br />
info@mediatrend.ch, www.mediatrend.ch<br />
MedienManager<br />
Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />
office@albatros-media.at, www.medienmanager.at<br />
Messe & Event<br />
Event & Medienbeteiligungs- und Betriebs-GmbH<br />
1110 <strong>Wien</strong>, Leberstraße 122, office@schmid-verlag.at<br />
New Business<br />
New Business Verlag GmbH & Co KG,<br />
Nebendahlstraße 16, D-22041 Hamburg,<br />
www.new-business.de<br />
134<br />
New Business Österreich<br />
New Business Verlag GmbH,<br />
Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />
kontakt@newbusiness.at,<br />
www.newbusiness.at<br />
persönlich<br />
persönlich Verlags AG,<br />
Hauptplatz 5, Postfach 1260,<br />
CH-8640 Rapperswil,<br />
info@persoenlich.com, www.persoenlich.com<br />
PR Magazin<br />
Verlag Rommerskirchen GmbH & Co KG,<br />
Rolandshof, D-53424 Remagen,<br />
info@rommerskirchen.com,<br />
www.prmagazin.de<br />
PR Report<br />
Haymarket Media GmbH,<br />
Weidestraße 122a, D-22083 Hamburg,<br />
info@haymarket.de, www.prreport.de<br />
transfer –Werbeforschung und Praxis<br />
Österreichische Werbewissenschaftliche Gesellschaft,<br />
Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />
wwg@wu-wien.ac.at,<br />
www.wwgonline.at<br />
w&v<br />
Europa-Fachpresse-Verlag GmbH & Co KG,<br />
Emmy-Noether-Straße 2/E, D-80992 München,<br />
www.wuv.de<br />
Werbeplanung.at update<br />
Medienwirtschaft Verlags GmbH,<br />
Nikolsdorfer Gasse 7–11. Top3, 1050 <strong>Wien</strong><br />
www.werbeplanung.at/update<br />
Werbewoche<br />
Springer Business Media Schweiz AG,<br />
Neugasse 10, Postfach 1753, CH-8031 Zürich,<br />
info@werbewoche.ch,<br />
www.werbewoche.ch
Fachkongresse<br />
Weiterbildung heißt auch Kongresse und Messen<br />
besuchen. Auf nationalen und internationalen Fachkongressen<br />
erfahren Sie alles über zielgruppengerechte<br />
Vermarktung und tauschen sich mit Kollegen<br />
aus der Branche aus.<br />
Access<br />
Seit Oktober 2004 ist die access alljährlicher Fixpunkt<br />
für österreichische und internationale Fachbesucher<br />
im Kongress-, Tagungs- und Incentive-<br />
Bereich. Die access richtet sich an internationale und<br />
österreichische Firmen-Entscheidungsträger aus<br />
Marketing, Verkauf und <strong>Werbung</strong>, wissenschaftliche<br />
Gesellschaften und Verbände, Agenturen, Opinion<br />
Leader, Berater, Trainer sowie Seminarveranstalter<br />
und Vertreter der Fachpresse. Das Hosted<br />
Buyer-ProgrammumfasstdiegezielteEinladungund<br />
Betreuung von 300 internationalen Entscheidungsträgern.<br />
Termin: 4.–5. Oktober 2010<br />
www.access-austria.at<br />
Deutscher Markenkongress<br />
Das Thema Marke ist in den letzten Jahren immer<br />
mehr in den Mittelpunkt getreten. Der Deutsche<br />
Markenkongress greift die aktuellen Themen des<br />
Markenmanagements auf. Hochkarätige Referenten<br />
präsentieren Beispiele aus der Praxis, die wertvolle<br />
Orientierung vermitteln.<br />
Termin: Anfang März 2011, Düsseldorf<br />
www.markenkongress.de<br />
Deutscher Marketing-Tag<br />
Der Deutsche Marketing-Tag ist ein jährlicher FachkongressfürMarketing-Manager.DereintägigeKongress<br />
versteht sich als Trendtag für Marketing-Entscheider<br />
aus allen Wirtschafts- und Beratungsbereichen<br />
in Deutschland.<br />
www.marketing-tag.de<br />
Deutscher Mediatag<br />
Marken-Kommunikation im Zeitalter des Paradigmenwechsels.<br />
In England ist es bereits so weit: Erstmals<br />
investieren <strong>Werbung</strong>treibende einen größeren<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Betrag in Internetwerbung als in das LeuchtturmmediumTV.AuchinDeutschlandsteigendieOnline-<br />
Spendings weiter. Der digitale Lifestyle, der Wunsch,<br />
das eigene Leben ganz besonders zu gestalten sowie<br />
ein wachsendes gesellschaftliches Mitbestimmungsdenken<br />
machen die Konsumenten zunehmend zum<br />
Bestandteil einer Marke. Wie sollen Unternehmen<br />
auf diesen Paradigmenwechsel eingehen und mitgestalten?<br />
Marketingstrategen, Fach- und Führungskräfte<br />
aus Media, Medien und Forschung sind herzlich<br />
dazu eingeladen, mit den DMT-Experten zu diskutieren.<br />
Termin: 2<strong>7.</strong> Jänner 2011<br />
www.wuv.de/seminare<br />
DMVÖ Congress<br />
Der DMVÖ Congress (vormals DICOM) ist der<br />
österreichische Dialog Marketing-Kongress des Dialog<br />
Marketing Verbandes Österreich (DMVÖ) und<br />
der wichtigste Event der Dialog Marketing-Szene<br />
Österreichs. Der DMVÖ Congress erweitert sich in<br />
Richtung neue Medien, mobile Anbieter und neue<br />
Branchen und liefert ein reichhaltiges Programm an<br />
Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen<br />
zum Themenkreis Dialog Marketing.<br />
Termin: 21. Oktober 2010<br />
www.dmvoe.at<br />
Internationaler Mediendialog<br />
Hamburg<br />
Beim Hamburger Dialog bieten zielgruppenorientierte<br />
Programmleisten top-aktuelle Themen, vermittelt<br />
von kompetenten Fachleuten, die konkrete<br />
Fragen zu Medien-, Marketing- und Werbethemen<br />
beantworten. Der Hamburger Dialog besteht aus<br />
fachübergreifenden Panels mit Machern aus Unternehmen<br />
und der Medienbranche.<br />
Nächster Termin voraussichtlich 2011<br />
www.mediendialog-hamburg.de<br />
IMPACT-Forum Österreich<br />
Im Rahmen der jährlichen Marketingfachmesse<br />
Impact auf dem Gelände des Messecenter Graz findet<br />
parallel das IMPACT-Forum statt. Dieses bietet<br />
135
Besuchern dreimal täglich ein perfektes Informationserlebnis<br />
durch Top-Referenten und Podiumsdiskussionen<br />
mit hochkarätigen Diskutanten.<br />
Messecenter Graz,<br />
www.messecentergraz.at<br />
IMPACT-Forum<br />
Das Impact-Forum ist eine Veranstaltung für Marketing<br />
und Kommunikation in Rottweil.<br />
www.impact-forum.de<br />
Marketingforum Linz<br />
Als österreichische Marketing-Großveranstaltung<br />
hat das Marketing Forum internationales RenommeeundbringtJahrfürJahrhundertenamhafteTeilnehmer<br />
aus dem In- und Ausland nach Linz. Es bietet<br />
den Teilnehmern die einmalige Chance, internationale<br />
Trends und Entwicklungen zu verfolgen,<br />
Expertenmeinungen zu aktuellen gesellschaftlichen<br />
und wirtschaftlichen Fragen zu hören und sich über<br />
Zukunftsperspektiven und Strategien zu informieren.<br />
Diese Aktualität und die hochkarätigen Referenten,<br />
die der Marketing Club jedes Jahr gewinnen<br />
kann,machendasMarketingForumzumPublikumsmagneten<br />
und zu einem Highlight der österreichischen<br />
Marketing-Szene.<br />
Termin: 15. Oktober 2010<br />
www.marketingclub-linz.at<br />
Medientage München<br />
Bei den Medientagen München diskutieren Entscheider<br />
der deutschen Medienbranche jedes Jahr<br />
im Herbst über Entwicklungen und Trends derselben.DieMedientageMünchenwerdenvonderDVB<br />
Multimedia Bayern GmbH und gotoBavaria, der<br />
Agentur des Freistaates Bayern für Medien, Informations-<br />
und Kommunikationstechnik, veranstaltet<br />
und gelten als der wichtigste Medienkongress in<br />
Deutschland. Begleitend zu dem Kongress finden<br />
eine Medienmesse und zahlreiche Rahmenveranstaltungen<br />
statt.<br />
Termin: 13.–15. Oktober 2010<br />
www.medientage.de<br />
136<br />
Österreichische Medientage<br />
MitinternationalenTop-ReferentenundunterBeteiligung<br />
der wesentlichen Player der österreichischen<br />
Medien-, Kommunikations- und Werbeszene finden<br />
jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober die<br />
Österreichischen Medientage statt. Ziel der Österreichischen<br />
Medientage ist es, aktuelle Medienthemen<br />
in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen<br />
zu erörtern. Zusätzlich findet zum zweiten Mal<br />
im Rahmen der Medientage am 23. September der<br />
„Online Day Austria 2010“ in der <strong>Wien</strong>er Stadthalle<br />
statt.<br />
Termin: 21.–23. September 2010<br />
www.medien-tage.at<br />
Print Akademie<br />
Die Print Akademie desBoard Werbemarkt im VÖZ<br />
verfolgt das Ziel, der österreichischen Werbewirtschaft<br />
eine kontinuierliche Konferenzreihe zu zentralen<br />
Themen aus Mediaplanung, Mediennutzung<br />
und Werbewirkung anzubieten.<br />
www.printakademie.at<br />
Radio Day<br />
Der deutsche Radio Day ist ein jährlich stattfindender<br />
Kongress über Chancen und Möglichkeiten der<br />
Radiowerbung.VeranstaltersindderdeutscheRadiowerbezeitenvermarkter<br />
RMS Radio Marketing Service<br />
und ARD-<strong>Werbung</strong> Sales & Services.<br />
www.radioday.de<br />
Werbeplanung.at Summit<br />
Der Werbeplanung.at Summit ist ein Fachkongress<br />
zum Thema Online-<strong>Werbung</strong> und digitale Medien<br />
in Österreich. Der erste Werbeplanung.at Summit<br />
fand Mitte Juli 2009 statt. Im Juli 2010 nahmen über<br />
560 Besucher aus der heimischen Digital-Marketing-Community<br />
am Kongress teil. Entscheidungsträger<br />
aus der werbetreibenden Wirtschaft erhalten<br />
beimWerbeplanung.atSummitdieGelegenheit,sich<br />
inkompakterFormundausersterHandüberErfolgskriterien,<br />
Umsetzungsmöglichkeiten und Trends im<br />
Online- und Mobile-Marketing zu informieren.<br />
www.werbeplanung.at/summit
Marktstudien<br />
Alles, was Sie über <strong>Werbung</strong> und Medien in Österreich<br />
wissen müssen, wird in regelmäßigen Studien<br />
erhoben. Welche es gibt und wo Sie die gewünschten<br />
Daten finden, erfahren Sie hier:<br />
Ambient Meter (AM)<br />
Erhoben werden: Outdoor Werbeformen (Plakate,<br />
City Lights, Rolling Boards, Litfaßsäulen, Baustellengerüste<br />
und Videowalls), Indoor Werbeformen<br />
(inSchulen,Studentenheimen,Universitäten,Mensen,<br />
auf Toiletten [Kinos, Restaurants], Spiegeln<br />
[Friseur], am Boden von Supermärkten und Tankstellenshops,<br />
auf Einkaufswagen und Kassentrennern),<br />
elektronische Werbeformen (Bildschirme in<br />
Schulen, Studentenheimen, Universitäten, Mensen,<br />
Wartezimmern, in Tankstellenshops, in Trafiken,<br />
in Apotheken, in Supermärkten und in StationenundU-Bahnen[Infoscreen])sowiemobile<strong>Werbung</strong><br />
auf Straßenbahnen, Bussen, Autos, auf Taxis,<br />
Planen von LKWs und Mietfahrrädern und<br />
Ambient Kleinformate wie Gratispostkarten, Zapfpistolen<br />
bei Tankstellen, Bierdeckel, Parkscheine,<br />
Kinotickets, Popcorntüten und Zeitungsentnahmestellen.<br />
Für jede Werbeform wird Bekanntheit,<br />
Sympathie,NutzungundNutzungshäufigkeiterhoben.WeiterswerdenTagesablauf,Mobilität,Berufstätigkeit,<br />
Einkaufsgewohnheiten, Mediennutzung,<br />
Haushaltsgröße, Haushalts-Nettoeinkommen,<br />
Interessen und soziodemografische Merkmale der<br />
Respondenten eruiert.<br />
www.turcsanyi.at<br />
Austrian Internet Monitor (AIM)<br />
Der von den Marktforschungsinstituten Integral<br />
und Fessel+GfK erhobene Austrian Internet Monitor<br />
beobachtet kontinuierlich auf Basis einer fundierten<br />
Stichprobe den österreichischen PC- und<br />
Internetmarkt.12.000InterviewsproJahr(seit2005)<br />
liefernDatenüberGrößeundStrukturdesInternetpublikums,<br />
über Themen wie EDV-Ausstattung im<br />
Haushalt, Internetnutzung und -zugang sowie zu<br />
Spezialgebieten wie E-Commerce oder Mobilkommunikation.<br />
http://mediaresearch.orf.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
CAWI Print<br />
Da es in Österreich eine Vielzahl an Magazinen<br />
und Zeitschriften gibt, die in keiner bekannten<br />
Printstudie erhoben werden, haben GfK Austria<br />
& The Media Consultants die CAWI Print (Computer<br />
Assisted Web Interviews) ins Leben gerufen.<br />
Abgefragt werden Special Interest Medien,<br />
die man käuflich erwerben oder gratis beziehen<br />
kann, sowie Kunden- und Mitgliederzeitschriften.<br />
Auch sehr spezifische Printprodukte konnten im<br />
Untersuchungsdesign untergebracht werden. Die<br />
Untersuchung basiert auf österreichweiten<br />
Online-Interviews während einer Feldzeit von<br />
vier Monaten.<br />
www.turcsanyi.at<br />
FOCUS Testimonialstudie 2009<br />
Das FOCUS Institut untersucht den Einfluss von<br />
Testimonials auf den Erfolg von TV-Spots. Zielsetzung<br />
dieser Studie ist es, den Einfluss von Prominenten<br />
als Überbringern der Werbebotschaft<br />
auf die Wirkung des TV-Spots zu untersuchen.<br />
www.focusmr.com<br />
FOCUS Fachzeitschriftenstudie 2008<br />
Im Frühjahr 2008 wurden 1000 Interviews, 100<br />
pro Zielgruppe (z. B. Medien, Touristik, Bauwirtschaft),<br />
telefonisch über die Nutzung von Fachzeitschriften<br />
durchgeführt.<br />
www.focusmr.com<br />
FOCUS Werbebilanz<br />
Die FOCUS Werbebilanz ist eine monatliche<br />
Beobachtung der Bruttowerbeaufwendungen<br />
nach Sektoren und Werbeträgergruppen durch<br />
FOCUS Media Research. Sie wird auch als Indikator<br />
für die zukünftige Werbeaufwandsentwicklung<br />
gewertet.<br />
www.focusmr.com<br />
137
Gewista Auß enwerbe Medien<br />
Analyse (GAMA)<br />
Mit der GAMA werden monatlich alle relevanten<br />
nationalenundregionalenPlakatkampagnenabgetestet.<br />
Die Parameter dabei sind: Gesamtrecall<br />
(Werbeerinnerung), Impact (Werbeeffizienz),<br />
Recognition (Wiedererkennung), Akzeptanz (optische<br />
Gefälligkeit) und Kommunikationsleistung<br />
(Wie wurde die Message verstanden?).<br />
www.gewista.at<br />
Leseranalyse Entscheidungsträger<br />
(LAE)<br />
DieLeseranalyseEntscheidungsträger(LAE)informiert<br />
als Markt-Media-Studie über Funktion und<br />
Kompetenzen sowie über die Mediennutzung von<br />
Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung.<br />
Auftraggeber ist die ARGE LAE (Verlage),<br />
koordiniert von Till & Partner. Die LAE Reichweitenmessung<br />
untersucht ca. 40 Printtitel mit Themenschwerpunkten<br />
Wirtschaft und/oder Politik,<br />
Entscheidungskompetenzen und Entscheidungsstrukturen<br />
im Unternehmen.<br />
http://lae.de<br />
Media-Analyse (MA)<br />
Die Media-Analyse ist eine umfassende Mediennutzungsstudie<br />
mit einem Schwerpunkt im Bereich<br />
der Printmedien. Auftraggeber ist der Verein<br />
Media-Analysen. Sie beinhaltet die Reichweitenmessung<br />
von rund 80 Printmedien, Radio, Fernsehen,<br />
Kino, Infoscreen, City Lights, Internet, PlakatesowieZielgruppenmerkmale.DieMAistrepräsentativ<br />
für alle Österreicher ab 14 Jahren und wird<br />
kontinuierlich von Jänner bis Dezember erhoben.<br />
www.media-analyse.at<br />
Nielsen Handelspanel<br />
Das Nielsen Handelspanel liefert kontinuierliche<br />
VerkaufsinformationenausLebensmittel-undDrogeriefachhandelsgeschäften<br />
und erfasst Marktgrößen,<br />
Marktanteile und deren erklärende Faktoren<br />
(wie Preis, Promotions) im Zeitablauf.<br />
www.nielsen-netratings.com<br />
138<br />
Online Anzeigenmonitor<br />
Der Online Anzeigenmonitor ist ein vom Marktforschungsinstitut<br />
Integral angebotenes Testinstrument<br />
für die Werbewirtschaft. Der Online<br />
Anzeigenmonitor für Printanzeigen ist ein Instrument<br />
zur Abtestung von jeweils zehn Anzeigen aus<br />
den Printmedien auf Basis von jeweils<br />
300 Interviews, und zwar in Bezug auf Bekanntheit,Gefälligkeit,Anmutung,Kauf-undNutzungswahrscheinlichkeit<br />
und Erinnerung.<br />
www.integral.co.at<br />
Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle<br />
(ÖAK)<br />
Die Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />
erfasst, kontrolliert und publiziert halbjährlich die<br />
<strong>Auflage</strong>ndaten ihrer Mitgliedsmedien und liefert<br />
damit detaillierte und objektive Daten über die<br />
<strong>Auflage</strong>nhöhe und <strong>Auflage</strong>nstruktur von Printmedien<br />
in Österreich.<br />
www.oeak.at<br />
Österreichische Verbraucheranalyse<br />
(ÖVA)<br />
Die Österreichische Verbraucheranalyse ist eine<br />
alljährlich durchgeführte Untersuchung zum Konsum-<br />
und Medienverhalten der Österreicher.<br />
www.imas-international.com<br />
Österreichische Web-Analyse (ÖWA)<br />
Die Österreichische Web-Analyse (ÖWA) erhebt<br />
seit 1998 exakte Zugriffszahlen für alle teilnehmenden<br />
Sites. Als Ergänzung zur ÖWA-Vollerhebung<br />
auf monatlicher Basis erhebt die neue ÖWA Plus<br />
seit 2008 zuverlässige Reichweiten sowie Strukturdaten(Alter,Geschlecht,Bildung,Einkommenetc.),<br />
die für die Mediaplanung zur Verfügung gestellt<br />
werden.<br />
DamitwirddieOnline-Mediaplanungmitderklassischen<br />
Mediaplanung kompatibel. Die Anzahl der<br />
Teilnehmer an der ÖWA Plus lag zuletzt bei 49.<br />
www.oewa.at
Plakat Impact-Test (PIT)<br />
Auf Basis der Auswertung von Plakatkampagnen<br />
untersucht die Außenwerbung die Entwicklung<br />
des Mediums Plakat. Im Auftrag der Epamedia –<br />
Europäische Plakat- und Außenwerbung GmbH<br />
werden vom Karmasin Marktforschung – ÖsterreichischesGallupInstitutfürKundenderEpamedia<br />
alle relevanten nationalen und regionalen Plakatkampagnen<br />
in Österreich getestet. Die Abtestung<br />
erfolgt zwei Mal pro Monat, basierend auf<br />
jeweils 1.000 Interviews, die repräsentativ für die<br />
österreichische Bevölkerung sind.<br />
www.epamedia.at<br />
Radiotest<br />
DieRadioforschungerfolgtseitJänner1993durch<br />
den Radiotest, eine kontinuierliche Telefonbefragung.<br />
Seit Jänner 2001 wird der Radiotest vom<br />
ORFunddenPrivatradiosgemeinsambeauftragt.<br />
Der Radiotest ist im Prinzip eine Reichweitenstudie,<br />
in welcher die Radionutzung der österreichischen<br />
Bevölkerung ab zehn Jahren erhoben wird.<br />
http://mediaresearch.orf.at/radio.htm<br />
RegioPrint<br />
Die RegioPrint ist eine Reichweitenstudie für<br />
regionale Gratiszeitschriften. Auftraggeber ist der<br />
VRM (Verband Regionalmedien Österreichs).<br />
Durchgeführt wird die Studie von der Projektgemeinschaft<br />
GfK Austria und IFES. Es handelt sich<br />
um eine Reichweitenmessung von 80 regionalen<br />
Zeitschriften. Erhoben werden auch Zielgruppenmerkmale<br />
wie Einkaufshäufigkeit, Handel,<br />
Bankverbindungen, MedienTimeBudget und<br />
Konsumeinstellungen.<br />
www.vrm.at<br />
Teletest<br />
Seit 1991 werden Reichweiten und Beurteilungen<br />
aller in Österreich empfangbaren Fernsehsender<br />
mit Hilfe des elektronischen Zuschauermess-Systems<br />
Teletest ermittelt. Der Teletest wird<br />
von GfK Austria durchgeführt, Auftraggeber ist<br />
seit Anfang 2007 die „Arbeitsgemeinschaft Tele-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
test“ (AGTT) – bis Ende 2006 wurde der Teletest<br />
vom ORF beauftragt. Die „Arbeitsgemeinschaft<br />
Teletest“ wurde im Juni 2005 gegründet, Gründungsmitglieder<br />
des Vereins sind ORF/ORF-<br />
Enterprise, ATV, IPA plus und SevenOne Media<br />
Austria. Die Datennutzung durch Media-Agenturen<br />
sowie durch Sender, die nicht der AGTT<br />
angehören, ist in Lizenzverträgen geregelt.<br />
http://mediaresearch.orf.at/fernsehen.htm<br />
139
Nachschlagewerke<br />
Jedes Jahr erscheinen verschiedene Nachschlagewerke,<br />
in denen die Werbe- und Kommunikationsbrancheausführlichdokumentiertwird.Schlagen<br />
Sie nach!<br />
ADC-Buch (Deutschland)<br />
Das ADC-Jahrbuch ist eine der einflussreichsten<br />
Publikationen der Branche. Es ist unmöglich, sich<br />
nicht herausgefordert zu fühlen. Es ist unmöglich,<br />
nicht inspiriert zu werden.<br />
Bestellungen: www.adc.de<br />
ADC-Buch (Europe)<br />
Das ADC*E-Jahrbuch 2009 zeigt wieder nur die<br />
besten Arbeiten, die europäische Werbeagenturen<br />
geschaffen haben. Zusätzlich wurden Experten<br />
über die Entwicklungen in den nächsten Jahren<br />
befragt.<br />
Bestellungen: www.adceurope.org<br />
ADGAR Magazin<br />
Das ADGAR Magazin erscheint jedes Jahr zur<br />
Verleihung der Preise für Printanzeigen und dokumentiert<br />
die ausgezeichneten Werbekampagnen<br />
des Jahres. Herausgeber des ADGAR Magazins<br />
ist der VÖZ (Verband Österreichischer Zeitungen)<br />
in Zusammenarbeit mit dem Starmühler<br />
Verlag.<br />
Bestellungen: wm@voez.at<br />
Annual Multimedia Jahrbuch<br />
Dieses hochwertig gestaltete Jahrbuch kürt alljährlich<br />
die Highlights der Multimedia-Branche.<br />
Als Wegweiser für alle, die mit den neuen Medien<br />
arbeiten, zeigt es professionelle Anwendungen<br />
auf hohem Qualitätsniveau, brandneue Trends<br />
in Screendesign, Benutzerführung und Navigation.<br />
Bestellungen: www.walhalla.de<br />
Best of Direct Marketing<br />
Zum siebten Mal veröffentlicht der Manstein Verlag<br />
in Kooperation mit der Österreichischen Post<br />
AGdasDirectMarketing-Jahrbuch„Bestof Direct<br />
140<br />
Marketing“ mit den herausragendsten österreichischen<br />
und internationalen Direct Marketing-<br />
Kampagnen des vergangenen Jahres.<br />
Bestellungen: Tel. 01/866 48-0 oder<br />
www.manstein.at<br />
Cash Almanach<br />
DasösterreichischeBranchenlexikonfürdenHandel<br />
aus dem Manstein Zeitschriftenverlag. Der<br />
Fokus liegt auf dem Lebensmittelhandel, der Nahrungs-<br />
und Genussmittelindustrie sowie auf<br />
Dienstleistungsunternehmen.<br />
www.cashalmanach.at<br />
CCA-Jahrbuch<br />
Das CCA-Jahrbuch wird vom Creativ Club<br />
Austria herausgegeben und zeigt alljährlich die<br />
besten und vom CCA ausgezeichneten Arbeiten<br />
eines Jahrgangs.<br />
Bestellungen: www.creativclub.at<br />
creation/production<br />
creation/production – das Buch ist das Nachschlagewerk<br />
der österreichischen Kommunikationsszene.<br />
In der 2010 aktualisierten <strong>Auflage</strong><br />
des kleinen, schlauen Servicehandbuchs von<br />
Caroline Seidler finden sich Personen, Firmen<br />
und Institutionen in ganz Österreich, die in den<br />
Bereichen <strong>Werbung</strong>, Marketing, PR, Grafik-<br />
Design, Fotografie und Film kreativ und produktiv<br />
tätig sind.<br />
Bestellungen: Falter Verlag, Tel. 01/536 60-0 oder<br />
www.falter.at<br />
EFFIE ANNUAL<br />
Das EFFIE ANNUAL erscheint einmal im Jahr<br />
nach der Verleihung der EFFIEs und dokumentiert<br />
die effizientesten Werbekampagnen ausführlich<br />
mit Daten und Bildern. Es wird von der IAA<br />
(International Advertising Association) herausgegeben<br />
und erscheint bei Albatros Media.<br />
Bestellungen: Tel. 01/405 36 10-20 oder<br />
office@albatros-media.at,<br />
www.albatros-media.at
FOCUS Jahrbuch<br />
Die siebte Ausgabe des FOCUS-Jahrbuchs behandelt<br />
zwei große Themenblöcke: die Zukunft der Printmedien<br />
und die Zukunft der Printmedienforschung. Das<br />
seit 2004 im FOCUS Magazin Verlag erscheinende<br />
FOCUS Jahrbuch liefert Beiträge zur Werbe- und<br />
Mediaplanung sowie zur Markt-, Kommunikationsund<br />
Mediaforschung. Auch als Hörbuch erhältlich.<br />
Bestellungen: www.focus-magazin-verlag.de<br />
Gunn Report<br />
Der Gunn Report listet die Gewinner aller größeren<br />
Werbepreise der Welt auf. Das Ergebnis ist ein weltweit<br />
einmaliges Kreativ-Ranking.<br />
Infos: www.gunnreport.com<br />
Jahrbuch der <strong>Werbung</strong><br />
Das Jahrbuch der <strong>Werbung</strong> ist das Standardwerk in<br />
der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche.<br />
Mehr als 400 Agenturen mit über 1.300<br />
Einreichungen stellen sich jährlich im gleichnamigen<br />
Wettbewerb der unabhängigen Jury, bestehend aus<br />
Experten und Branchenkennern.<br />
Infos: www.ullsteinbuchverlage.de/econ.<br />
Jahrbuch des BDZV<br />
Das Jahrbuch des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger<br />
resümiert Trends und Entwicklungen<br />
der Printmedien inkl. Zahlen, Daten und Fakten.<br />
Bestellungen: www.bdzv.de<br />
Pressehandbuch<br />
Das Pressehandbuch des Verbandes Österreichischer<br />
Zeitungen (VÖZ) liefert alle wichtigen Mediadaten<br />
und Anzeigentarife von 3.500 Print-, TV-, Radio- und<br />
Online-Medien sowie die Basisdaten der bedeutendsten<br />
Mediendienstleister Österreichs.<br />
Das Online-Portal www.pressehandbuch.at ersetzt seit<br />
April 2006 die CD-ROM Presse in Österreich.<br />
Bestellungen: www.pressehandbuch.at<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Werbealmanach<br />
Eine Übersicht über sämtliche Kommunikationsagenturen,<br />
sämtliche Medien sowie Dienstleister<br />
der heimischen Werbebranche, die alljährlich<br />
im Manstein Zeitschriftenverlag<br />
erscheint. 2009 wurde die Buch- und Online-<br />
Version umfassend neugestaltet.<br />
Bestellungen: Tel. 01/866 48-521 oder<br />
www.werbealmanach.at<br />
Werbeplanung.at Guide<br />
Der Werbeplanung.at Guide listet einmal jährlich<br />
die 500 wichtigsten buchbaren Online-<br />
Werbeträger und die 250 relevanten New-<br />
Media-Agenturen Österreichs auf. Auf insgesamt<br />
170 Seiten werden Agenturen, Medien,<br />
Vermarkter und Dienstleister der gesamten<br />
Digital-Marketing-Branche Österreichs präsentiert.<br />
Bestellungen: office@werbeplanung.at oder<br />
www.werbeplanung.at/guide<br />
141
Standardwerke<br />
Zahlreiche Werke haben die <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />
zum Thema. Wir haben die wichtigsten<br />
Standardwerke (nach Autoren gereiht) für Sie<br />
aufgelistet:<br />
Aebi, Jean Etienne:<br />
Einfall oder Abfall – Was <strong>Werbung</strong> warum<br />
erfolgreicher macht<br />
Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2003, 430 Seiten,<br />
49,80 Euro, ISBN 387439638X<br />
Belz, Christian:<br />
Logbuch Directmarketing. Vom Mailing<br />
zum Dialog-Marketing<br />
Frankfurt/<strong>Wien</strong>, Ueberreuter Verlag 2003,<br />
456 Seiten, 49,90 Euro, ISBN 3832309810<br />
Marketing gegen den Strom<br />
St. Gallen, THEXIS 2009, 160 Seiten, 32,– Euro,<br />
ISBN 978-3-905819-13-7<br />
Busch, Rainer/Fuchs, Wolfgang/Unger,<br />
Fritz:<br />
Integriertes Marketing: Strategie – Organisation<br />
– Instrumente<br />
Wiesbaden, Gabler 2008, 4., vollst. überarb.<br />
<strong>Auflage</strong>, 1.004 Seiten, ca. 59,90 Euro,<br />
ISBN 3834909912<br />
Dannenberg, Marius/Merkel,<br />
Stefanie/Wildschütz, Frank:<br />
Handbuch Werbeplanung. Medienübergreifende<br />
<strong>Werbung</strong> effizient planen, umsetzen<br />
und messen<br />
Stuttgart, Schäffer-Poeschel Verlag 2003,<br />
299 Seiten, 49,95 Euro, ISBN 3791021265<br />
Fachverband <strong>Werbung</strong> &<br />
Marktkommunikation (Hrsg.):<br />
„Kodex K“ – Richtlinien für die Ausschreibung<br />
und Vergabe von Kommunikations-<br />
Dienstleistungen<br />
<strong>Wien</strong> 2006, 2. <strong>Auflage</strong>; Bestellen: werbung@wko.at<br />
142<br />
Eck, Klaus:<br />
Corporate Blogs<br />
Zürich, Orell Füssli Verlag 2007, 191 Seiten,<br />
39,– Euro, ISBN 328005222X<br />
Franck, Georg:<br />
Ökonomie der Aufmerksamkeit<br />
München, dtv 2007, 250 Seiten, 9,50 Euro,<br />
ISBN 3423344016<br />
Gaede, Werner:<br />
Abweichen von der Norm. Enzyklopädie<br />
kreativer <strong>Werbung</strong><br />
München, Langen-Müller Verlag 2001,<br />
760 Seiten, 99,90 Euro,<br />
ISBN 3784474160<br />
Geffken, Michael (Hrsg.):<br />
<strong>Werbung</strong>. Das große Handbuch<br />
Landsberg/Lech, verlag moderne industrie 1999,<br />
747 Seiten, ISBN 3478244706<br />
Hans Bredow Institut (Hrsg.):<br />
Medien von A bis Z<br />
Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften<br />
2006, 411 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 3531144170<br />
Hofe, Klaus G.:<br />
Praktisches Werbe- und Marketing-ABC<br />
Freiburg, Creativ collection 2005, 4. <strong>Auflage</strong>,<br />
450 Seiten, ISBN 3929709074<br />
Jung, Holger/Von Matt, Jean-Remy:<br />
Momentum – Die Kraft, die <strong>Werbung</strong> heute<br />
braucht<br />
Berlin, Lardon Media AG 2007, 5. <strong>Auflage</strong>,<br />
352 Seiten, 38,– Euro, ISBN 3897690314<br />
Kotler, Philip:<br />
Grundlagen des Marketing<br />
München, Pearson Studium 2006, 4., überarbeitete<br />
<strong>Auflage</strong>, 1.136 Seiten, 39,95 Euro,<br />
ISBN 3827371767
Marketing – Märkte schaffen, erobern und<br />
beherrschen<br />
München, Econ Verlag 2003, 3. <strong>Auflage</strong>,<br />
320 Seiten, ISBN 3430156645<br />
Langwost, Ralf:<br />
How To Catch The Big Idea<br />
Die Strategien der Top-Kreativen<br />
Erlangen, Publicis MCD Verlag 2004, 304 Seiten,<br />
47,90 Euro, ISBN 3895782378<br />
Levinson, Jay Conrad:<br />
Die 100 besten Guerilla-Marketing-Ideen<br />
Frankfurt/New York, Campus Verlag 2006, 2. <strong>Auflage</strong>,<br />
259 Seiten, 34,90 Euro, ISBN 3593381702<br />
Ogilvy, David:<br />
Geständnisse eines Werbemannes<br />
Düsseldorf, Econ Verlag 2000, 4. <strong>Auflage</strong>,<br />
228 Seiten, 17,– Euro, ISBN 3430172756<br />
Olins, Wally:<br />
Marke, Marke, Marke: Den Brand stärken<br />
Frankfurt/New York, Campus Verlag 2004,<br />
235 Seiten, ISBN 3593374226<br />
Pawlenka, Boris/Heumann, Karen:<br />
Fachwörterbuch <strong>Werbung</strong>, Marketing,<br />
Medien<br />
Frankfurt am Main, Edition Horizont, Verlagsgruppe<br />
Deutscher Fachverlag 2007, 649 Seiten,<br />
98,– Euro, ISBN 3871509426<br />
Pricken, Mario:<br />
Kribbeln im Kopf. Kreativitätstechniken<br />
und Brain Tools für <strong>Werbung</strong> und Design<br />
Mainz, Hermann Schmidt Verlag 2010, 11. <strong>Auflage</strong>,<br />
256 Seiten, 39,80 Euro, ISBN 3874397971<br />
Schneider, Willi:<br />
McMarketing<br />
Wiesbaden, Gabler Verlag 2007, 260 Seiten,<br />
39,90 Euro, ISBN 3834901601<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Schweiger, Günter/Schrattenecker,<br />
Gertraud:<br />
„<strong>Werbung</strong>“, Neuauflage des<br />
Werbeklassikers<br />
Stuttgart, UTB 2009, <strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong>, 416 Seiten,<br />
21,90 Euro, ISBN 3825213706<br />
Spiekermann, Eric:<br />
Über Schrift<br />
Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2004, 192 Seiten,<br />
29,80 Euro, ISBN 3874396614<br />
Vaske, Hermann:<br />
Standing on the Shoulders of Giants. Hermann<br />
Vaske’s Conversation with the<br />
Masters of Advertising<br />
Berlin, Die Gestalten Verlag 2001,<br />
377 Seiten, 25,50 Euro,<br />
ISBN 3931126676<br />
Weiss, Brigitte:<br />
Wie <strong>Werbung</strong> wirkt<br />
Herausgeber: IAA Austrian Chapter,<br />
<strong>Wien</strong>, Albatros Media 2001, 192 Seiten,<br />
ISBN 3-9501216-0-9<br />
Winter, Jörn:<br />
Handbuch Werbetext: Von guten Ideen,<br />
erfolgreichen Strategien und treffenden<br />
Worten (gebundene Ausgabe)<br />
Deutscher Fachverlag 2008, 3., erweiterte <strong>Auflage</strong>,<br />
417 Seiten, 78,– Euro,<br />
ISBN 978-3866411463<br />
Wolters, Walburga/<br />
Pisani, Patricia/Radtke, Susanne P.:<br />
Handbuch Visuelle Mediengestaltung:<br />
Visuelle Sprache – Grundlagen der Gestaltung<br />
– Konzeption digitaler Medien<br />
Cornelsen Verlag Scriptor 2009, 5. <strong>Auflage</strong>,<br />
319 Seiten, 39,95 Euro,<br />
ISBN 978-3589237296<br />
143
Glossar<br />
A<br />
AdClick<br />
Häufigkeit, mit der ein Nutzer auf ein Werbebanner<br />
klickt.<br />
AdClick-Rate<br />
Das Verhältnis von AdClicks zu AdImpressions, ausgedrückt<br />
in Prozent.<br />
AdImpressions<br />
BeschreibtdengarantiertenWerbemittelkontakteines<br />
Users.VondendeutschenVerbändenDMMV,GWA,<br />
VDZ, BDZV und VPRT als zukünftig verbindliche<br />
Größe zur Messung der Werbeträgerleistung verabschiedet.<br />
Gemessen wird im Unterschied zu PageImpressions<br />
die Anzahl der Sichtkontakte mit einem<br />
Werbebanner selbst, nicht mit der werbeführenden<br />
Seite.<br />
AdRequests<br />
Häufigkeit, mit der ein Werbebanner bzw. die Seite<br />
mit dem Werbebanner von einem Nutzer geladen<br />
und damit annahmegemäß auch gesehen wird. Vergleichbar<br />
mit der Nettoreichweite in der klassischen<br />
<strong>Werbung</strong>.<br />
AdSense<br />
Englisch für „Anzeige + Sinn“ (Advertisement +<br />
Sense). Werbe-Tool von Google. AdSense stellt Website-Betreibern<br />
automatisch Text- und Bild-Anzeigen<br />
bereit, die genau auf die jeweiligen Seiten und auf<br />
deren Inhalt ausgerichtet sind.<br />
AdServer<br />
EinzentralerServer,derunabhängigvomServereiner<br />
Website Banner an die Werbeflächen der Site liefert.<br />
Er ermöglicht es, mehrere Werbebanner abwechselnd<br />
nach bestimmten Kriterien einzuspielen – zum<br />
Beispiel thematisch passend zu dem vom User eingegebenen<br />
Suchbegriff oder zum angeklickten redaktionellen<br />
Inhalt.<br />
Advertorials<br />
Bezeichnung für redaktionelle Artikel, die Werbebotschaften<br />
enthalten oder eine Werbeform, in der die<br />
144<br />
Anzeige wie ein redaktioneller Text aufgemacht ist.<br />
Advertorials sind in Österreich kennzeichnungspflichtig.<br />
AdView<br />
Beschreibt die Anzahl der Sichtkontakte mit einem<br />
werbeführenden Objekt (z. B. mit einem Banner).<br />
After-Image<br />
Eindruck, der nach einer Kampagne im Gedächtnis<br />
oder im Gefühl des Publikums haften bleibt.<br />
Animated Gif<br />
GrafikformatzurErstellungvonanimiertenBannern.<br />
DahinterstehtdasGrafikformatGif 89a,daseserlaubt,<br />
eine Sequenz von hintereinander liegenden Einzelbildern<br />
anzuzeigen – eine Animation entsteht, ähnlich<br />
einem Daumenkino.<br />
Werbebotschaften können so in einem kleinen Film<br />
kommuniziert werden.<br />
Audience Flow<br />
Durch geschickte Programmierung wollen die TV-<br />
Sender die Zuschauer möglichst lange an ihr ProgrammbindenundvomUmschaltenaufeinenanderen<br />
Kanal abhalten.<br />
Um den Zuschauerfluss von der einen zur nächsten<br />
Sendung zu gewährleisten, müssen die aufeinander<br />
folgenden Sendungen möglichst homogen sein.<br />
Average Impression Duration<br />
Durchschnittliche Dauer der Betrachtung eines Werbemittels.<br />
B<br />
Back-to-Back Panel<br />
Doppelseitige Werbefläche.<br />
Backlights<br />
Werbeflächen, die tagsüber unbeleuchtet sind und<br />
nachts von hinten oder von innen heraus beleuchtet<br />
werden.<br />
Banner-Burnout<br />
Nachlassende Werbewirkung eines Banners durch
überproportionaleWiederholungoderzulanganhaltende<br />
Darbietung.<br />
Bannertausch<br />
Auch bekannt unter Banner Exchange. ServiceangebotvonmanchenOnline-VermarkternmitNetzwerk-<br />
Charakter.<br />
Dabei werden auf nicht verkauften Bannerflächen<br />
einerWebsitefremdeBannereingeblendet.ImGegenzug<br />
wird das eigene Banner auf freie Flächen der<br />
anderen Werbenetz-Partner gespielt.<br />
Bartering<br />
Eine Sonderwerbeform, in der für <strong>Werbung</strong> nicht<br />
bezahlt, sondern getauscht wird. Der Waschpulverkonzern<br />
Procter & Gamble produzierte schon vor<br />
50 Jahren hausfrauenaffines Programm – die Rundfunksender<br />
stellten dem Unternehmen dafür gratis<br />
Werbezeit zur Verfügung. Daher kommt auch der<br />
Begriff „Soap Opera“.<br />
Behavior Scan<br />
Werbeerfolgskontrolle durch Scannersystem (misst<br />
den Erfolg einer <strong>Werbung</strong> ausschließlich nach dem<br />
Verkauf derbeworbenenProduktealsSpiegelbilddes<br />
Verhaltens der Kunden).<br />
Below-the-Line (B-t-L)<br />
Kommunikationsmaßnahmen, die nicht zur klassischen<br />
<strong>Werbung</strong> gehören, sondern mit gezielter Promotion,<br />
durch spezielle Events oder Sponsoring die<br />
gewünschte Zielgruppe anvisieren.<br />
Below-the-Line-Aktivitäten haben den Vorteil, große<br />
Streuverluste zu vermeiden.<br />
Benchmarking<br />
Branchenübergreifender Vergleich von verschiedenen<br />
Tätigkeits- und Leistungsbereichen eines Unternehmens.<br />
In den Vergleich wird nicht nur der wichtigste<br />
Mitbewerber einbezogen, sondern auch Firmen<br />
anderer Branchen mit denselben Arbeitsbereichen.<br />
Best Agers/Silver Surfers<br />
Die kaufkräftige Zielgruppe älterer Konsumenten,<br />
aktiverSenioren,dienichtmehrwiefrüherim„Ruhe-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
stand“ sind, sondern als Konsumenten eine bedeutende<br />
Rolle spielen.<br />
Billings<br />
Bruttoumsatz einer Werbeagentur als Summe aller<br />
insgesamt bewegten Werbegelder (inkl. Agenturprovision).<br />
DereigentlicheUmsatz (Netto-Umsatz)einer Werbeagentur<br />
ist daher das Gross Income. Teilt man die Billings<br />
durch die Zahl 6,67, kann man ungefähr das<br />
Gross Income, den Honorarumsatz, errechnen.<br />
Blaupause<br />
Probeabzug der Montagefolie für die Freigabe zum<br />
Druck, druckende Teile erscheinen dabei hellblau.<br />
Blickregistrierung<br />
Eye Mark Recorder – exlaborierte Vorrichtung zur<br />
Erfassung der Pupillenbewegungen auf einer Werbevorlage<br />
durch Umlenkspiegel, Mikroobjektiv, Glasfaserkabel<br />
und deren Projektion auf einen Monitor<br />
zusammen mit der betrachteten Vorlage.<br />
Blog (Weblog)<br />
Bei einem Blog handelt es sich um regelmäßig aktualisierte<br />
Webseiten, die bestimmte Inhalte (zumeist<br />
Texte beliebiger Länge, aber auch Bilder oder andere<br />
multimediale Inhalte) in umgekehrt chronologischer<br />
Reihenfolge darstellen.<br />
Die Beiträge sind einzeln über URLs adressierbar<br />
und bieten in der Regel die Möglichkeit, Kommentare<br />
zu hinterlassen. Der Mikroblogging-Dienst Twitter<br />
ist gleichzeitig ein soziales Netzwerk.<br />
Brand Character<br />
Marken oder Unternehmen einen unverwechselbarenMarkencharakterzugeben,dieseskreativeArbeitssystem<br />
heißt Branding. Nur wenige Schlüsselsignale<br />
sollen den Kunden direkt an die Marke erinnern und<br />
bestimmte Emotionen hervorrufen.<br />
Brutto-Reichweite<br />
KenngrößevorwiegendinderKampagnenplanung<br />
und-kontrolle.DieBrutto-ReichweiteistdieSumme<br />
aller erzielten Kontakte oder Kontaktchancen von<br />
Personen mit einem oder mehreren Medien (auch<br />
145
mit einem oder mehreren Werbemitteln). Sie wird<br />
in Millionen oder Prozent ausgewiesen und basiert<br />
im TV-Bereich auf der Sehbeteiligung. Sofern<br />
Netto-Reichweite und Durchschnittskontakte<br />
bereits bekannt sind, kann die Brutto-Reichweite<br />
auch errechnet werden.<br />
Buzz-Marketing<br />
Opinion Leader als Marketing Tool – Einsatz von<br />
Testimonials.<br />
C<br />
Cabbage Letter<br />
Kombinierte Werbesendung aus Brief und Prospekt.<br />
Entweder ist der Brief in den Prospekt integriert oder<br />
der Brief ist wie ein Prospekt illustriert.<br />
Cannes-Rolle<br />
Zusammenstellung der prämierten Werbespots des<br />
jährlich stattfindenden Werbefestivals in Cannes<br />
(Cannes Lions).<br />
Chain Break<br />
Werbeeinblendung im Funk- oder Fernsehprogramm.<br />
Claim<br />
Vermittelt in komprimierter Form die Werte und<br />
denAnsprucheinerMarkebzw.einesProduktsoder<br />
eines Unternehmens und ist so grundlegender Teil<br />
des langfristigen Imageaufbaus.<br />
Click Through Rate<br />
Prozentuale Klickrate eines Werbeobjekts, d. h. die<br />
Anzahl der AdClicks/Anzahl der AdImpressions<br />
mal 100. Die Click Through Rate wird als Maß für<br />
die Werbewirkung einer Maßnahme genützt.<br />
Je besser das Ranking einer Webseite in einer Suchmaschine,<br />
desto höher ist in der Regel die Click<br />
Trough Rate.<br />
Clipping<br />
Zeitungsausschnitt, den ein Ausschnittdienst an<br />
seine Kunden versendet. Oft wird die Anzahl der<br />
Clippings, also der Erwähnungen in Printmedien,<br />
als Messgröße für den Erfolg einer PR-Kampagne<br />
angesehen.<br />
146<br />
Commercial<br />
Englische Bezeichnung für Werbespot. Werden <strong>Werbung</strong>undProduktinformationenvermischt,sospricht<br />
man von Infomercial.<br />
Corporate Design (CD)<br />
Ein äußeres Erscheinungsbild nach einheitlichen<br />
Regeln soll den Wiedererkennungswert steigern. Das<br />
CD ist Bestandteil der Corporate Identity, das Design<br />
spiegelt die Firmen-Philosophie optisch wider.<br />
Corporate Identity (CI)<br />
Die Corporate Identity ist das Erscheinungsbild und<br />
Erkennungszeichen eines Unternehmens, das nach<br />
innen und außen durch ein einheitliches Design aller<br />
relevanten Kommunikationsmittel vermittelt wird.<br />
Es geht also um eine ganzheitliche Kommunikation,<br />
die das Image verbessern soll.<br />
CPC<br />
Kurzform für Cost per Click, ist ein Abrechnungsmodell<br />
im Online-Marketing, bei dem pro Klick auf ein<br />
Werbemittel vergütet wird. Als Synonym für CPC<br />
wird dabei oft auch Pay per Click (PPC) verwendet.<br />
Cross-Promotion<br />
Die einzelnen Bereiche einer Medienfamilie empfehlen<br />
und bewerben die Angebote der jeweils anderen.<br />
Ziel ist es, die Kunden innerhalb der Medienfamilie<br />
zu halten.<br />
Crowdsourcing<br />
Im Rahmen des Crowdsourcing wird versucht, sich<br />
die „Kreativität und Weisheit der breiten Masse“ zu<br />
Nutze zu machen. Dieses Verfahren wird in verschiedenen<br />
Facetten auf den Bereich Marketing übertragen<br />
(Open Source Marketing). Z. B. Projekte, bei<br />
denen sich Nutzer im Rahmen eines Wettbewerbs an<br />
der Erstellung von Ideen zu einer Kampagne beteiligen.<br />
Customer Relationship Marketing<br />
(CRM)<br />
Elektronisch unterstützte Pflege der Kundenbeziehungen.<br />
CRM-Systeme schaffen die Voraussetzung<br />
für das Sammeln und Analysieren kundenbezogener<br />
Daten, z. B. Kaufverhalten, berufliche Stellung, Einkommensgruppe.<br />
Auf dieser Basis werden Hand-
lungsrichtlinien entworfen, um Kunden persönlich<br />
anzusprechen, ihre Zufriedenheit zu erhöhen und<br />
damit langfristig die Kundenbindung zu stärken.<br />
Cutter<br />
In Zusammenarbeit mit dem Redakteur gestaltet der<br />
CutterdasunbearbeiteteBild-bzw.Tonmaterialnach<br />
dramaturgischen und inhaltlichen Gesichtspunkten.<br />
Die Produktion erhält ihre endgültige Form.<br />
D<br />
Data Mining<br />
Auswertung und Archivierung von Informationen<br />
überdenEndkunden.GrundlagefüreffizientesCRM<br />
und One-to-One-Marketing.<br />
Decoder<br />
Ein Decoder ist ein elektronisches Zusatzgerät, mit<br />
dessen Hilfe verschlüsselte Bild- und Tondaten so entschlüsselt<br />
und aufbereitet werden, dass sie mit Radiound<br />
Fernsehgeräten des Empfängers ohne Verzerrung<br />
angesehen und gehört werden können.<br />
Demographie<br />
Alle Informationen über Personen, die beschreibend<br />
sind,wieAlter,Geschlecht,Familienstand,Haushaltsgröße,<br />
Einkommen, Berufstätigkeit, Ausbildung etc.<br />
Dinks<br />
Heißt übersetzt „Double Income No Kids“ und<br />
beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener ohne<br />
Kinder. Darunter versteht man (Ehe-)Paare, meist<br />
um die Dreißig, die keine Kinder haben und sich auf<br />
ihreKarrierekonzentrieren.DabeideTeiledesHaushaltes<br />
berufstätig sind, erwirtschaften sie ein relativ<br />
hohes Einkommen und sind eine beliebte Zielgruppe<br />
für die <strong>Werbung</strong>. Dinks sind meist der oberen Mittelschicht<br />
zuzuordnen.<br />
Direct Response Television (DRTV)<br />
EinTV-Werbespot,beidemdieTelefonnummermiteingeblendetwird.DerKonsumentkanndasProdukt<br />
oder Info-Material sofort telefonisch bestellen.<br />
Durchschnittskontakte<br />
Kontaktdosis, Opportunity to see (OTS), durchschnittliche<br />
Kontakthäufigkeit. Diese in der Kampa-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
gnenplanung und -kontrolle verwendete Größe gibt<br />
an, wie oft eine Person bei der Mehrfachbelegung<br />
eines Mediums oder mehrerer Medien im Durchschnitt<br />
erreicht wurde.<br />
E<br />
Early Adopter<br />
Frühe Nachahmer der Trendsetzer.<br />
Eckplatzierung<br />
Innerhalb eines Werbeblocks im Fernsehen und Hörfunk<br />
ist dies die begehrte erste und letzte Platzierung.<br />
Effipub<br />
Ist ein Verfahren der Werbewirkungskontrolle zur<br />
Messung der Effektivität einer Kampagne und der<br />
Kontrolle der Effizienz des Werbebudgeteinsatzes.<br />
E-Procurement<br />
Einkauf und Beschaffung von Gütern über das<br />
Internet.<br />
Ex-Post<br />
Kampagnenkontrolle, im Nachhinein.<br />
F<br />
Fat Cat Advertising<br />
<strong>Werbung</strong> für Megakunden mit großem Etat.<br />
First Mover<br />
Unternehmen, das als erstes ein neues Produkt auf<br />
den Markt bringt.<br />
Flash Player<br />
Eine Programm-Erweiterung (Plug-In) der Firma<br />
Macromedia. Mit dem Flash Player können spezielle<br />
Animationen angesehen werden. Da dieser für viele<br />
Web-Seiten erforderlich ist, ist er auf aktuellen<br />
Browsern bereits vorhanden.<br />
G<br />
General Interest-Titel<br />
Begriff für Periodika, die sich multithematisch an alle<br />
Bevölkerungsgruppen wenden, z. B. aktuelle<br />
Illustrierte.<br />
147
Generika<br />
Erlaubte Plagiate von Markenprodukten.<br />
Giveaway<br />
Ein kleiner Präsentartikel, der als Zugmittel für eine<br />
Werbekampagne eingesetzt wird.<br />
Graphic Interchange Format (GIF)<br />
Bildformat, das häufig zur Erstellung von Animationen<br />
verwendet wird.<br />
Grassroots Marketing<br />
Verbraucher werden mit klassischer <strong>Werbung</strong> regelrecht<br />
bombardiert. Darunter leiden die Aufnahmefähigkeit<br />
und auch das Vertrauen in die Werbeaussagen<br />
vieler Unternehmen. Im Gegenzug gewinnen Empfehlungen<br />
von Freunden, Bekannten, Kollegen etc.<br />
verstärkt an Bedeutung. Genau hier setzt Grassroots<br />
Marketing an. Dabei werden Werbebotschaften an<br />
der Wurzel einer Zielgruppe gepflanzt (Seeding).<br />
GRP (Gross Rating Points)<br />
Entspricht der Brutto-Reichweite oder der durchschnittlichen<br />
Sehbeteiligung in Prozent und ist ein<br />
Maß für den Werbedruck.<br />
Zur Feststellung der Gesamtleistung einer Kampagne<br />
werden die GRP-Werte aller Einzelschaltungen<br />
kumuliert, wobei das Prozentzeichen weggelassen<br />
wird.<br />
Ein GRP bedeutet, dass die Kontaktsumme einem<br />
Prozent der Zielgruppengröße entspricht, bei<br />
200 GRPs ist die Kontaktsumme also doppelt so groß<br />
wiedieZielgruppengröße–wasallerdingsnichtbedeutet,<br />
dass jede einzelne Person der Zielgruppe erreicht<br />
wurde.<br />
Gross Income<br />
Geldbetrag,dereinerAgenturübrigbleibt,wennProduktions-undSchaltungskostenbezahltwurden.Dazu<br />
zählen Beratungs- oder Gestaltungshonorare. Nicht<br />
zu verwechseln mit Gewinn, denn Steuern, Personalkosten<br />
etc. sind vom Gross Income noch nicht abgezogen.<br />
Grundgesamtheit<br />
Alle Personen oder Haushalte, aus denen zu MarktforschungszweckeneineStichprobegezogenwirdund<br />
die durch diese Stichprobe repräsentiert werden (z. B.<br />
„Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren“).<br />
148<br />
Guerilla Marketing<br />
Hier wird statt Geld vor allem Energie eingesetzt.<br />
Schritt für Schritt versucht der Guerilla Marketer,<br />
Marktanteilezugewinnen,ohnedenMarktführerauf<br />
sich aufmerksam zu machen und einen großen Werbegegenfeldzug<br />
auszulösen.<br />
H<br />
Hard Selling<br />
Bezeichnung für aggressives Verkaufen, hat heutzutage<br />
kaum mehr eine Chance.<br />
Hit<br />
Erfolgreicher Zugriff auf ein bestimmtes Dokument,<br />
z. B. bei Suchvorgängen.<br />
Host<br />
Ein Rechner innerhalb des Netzwerkes, der Internet-<br />
Services an andere Rechner oder Internet anbietet.<br />
Hypertext<br />
Damit kann jeder Text bezeichnet werden, der Verweise<br />
auf andere Dokumente oder Teile des gleichen<br />
Dokuments enthält, die interaktiv aufgerufen werden<br />
können.<br />
Hypertext Markup Language (HTML)<br />
Eine Sprache, die Formatierungsanweisungen und<br />
Hypertext-Elemente enthält und auf deren Architektur<br />
die Dokumente des WWW aufbauen.<br />
I<br />
Icon<br />
Kleines Symbolbild, das eine bestimmte Funktion<br />
symbolisieren soll, z. B. einen Ordner oder ein<br />
Programm.<br />
Impact-Test<br />
Test zur Erinnerung an eine Anzeige.<br />
Incentive<br />
Leistungsanreiz zur Motivation von Mitarbeitern,<br />
Absatzmittlern und Endabnehmern. Incentives können<br />
materieller oder ideeller Natur sein.<br />
Infotainment<br />
Kunstwort aus Information und Entertainment.
Initial Public Offering (IPO)<br />
Börsengang eines Unternehmens. Das Initial Public<br />
Offering, auch Going Public genannt, bezeichnet die<br />
Neuemission von Aktien zum Kurs, der von den Banken<br />
festgesetzt wird.<br />
Integrated Services Digital Network<br />
(ISDN)<br />
DigitalesNetzwerk,indemDatenmiteinerGeschwindigkeit<br />
von bis zu 128.000 Bits pro Sekunde übertragen<br />
werden können. Weil drei Kanäle zur Verfügung<br />
stehen,könnenübereineISDN-Leitungbeispielweise<br />
gleichzeitig Telefonate geführt und Daten übertragen<br />
werden.<br />
Interaktive Medien<br />
Der Zuschauer empfängt nicht nur passiv das Fernsehprogramm<br />
vom Sender, sondern kann aktiv am<br />
Programm teilnehmen und es beeinflussen, sodass<br />
Kommunikation und nicht nur Konsum stattfindet.<br />
Interstitial<br />
Unterbrecherwerbung: Bevor man auf die eigentliche<br />
Homepage gelangt, können Websites eine Werbeseite<br />
zwischengeschaltet haben.<br />
Investor Relations<br />
Pflege der Beziehungen eines Unternehmens zu seinen<br />
Investoren. Der Kurs einer Aktie wird maßgeblich<br />
von der positiven Einschätzung des Unternehmens<br />
von Seiten der Investoren beeinflusst.<br />
J<br />
Jeopardy Marketing<br />
Gefährliches, risikoreiches Marketing.<br />
JointPhotographicExpertsGroup(JPEG)<br />
JPEG ist ein Format, das eine große Farbtiefe in komprimierter<br />
Form speichern kann. Es ist besonders gut<br />
geeignet, um Bilder auf Websites abzuspeichern.<br />
K<br />
Key Accounts<br />
Die Key Accounts sind die wichtigeren Kunden, die<br />
für den meisten Umsatz sorgen. 20 Prozent der<br />
Gesamtkunden machen erfahrungsgemäß 80 Prozent<br />
des Geschäftserfolgs aus.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Key Visual<br />
Englisch für Schlüsselbild als prägender bildlicher<br />
Eindruck einer Werbebotschaft.<br />
Killer-Applikation (Killeranwendung)<br />
DieKilleranwendungbeschreibteinProdukt,einProjekt<br />
oder ein Ereignis, das einer neuen Technologie<br />
zum Durchbruch verhilft.<br />
Jene für den PC waren Kalkulations- und Textverarbeitungsprogramme,<br />
für das Internet die Browser.<br />
Klickbetrug<br />
Missbrauch des Pay per Click-Vergütungsmodells.<br />
Bei Klickbetrug werden die Werbeflächen manuell<br />
geklicktoderauchüberspezielleProgrammeeinKlickvorgang<br />
simuliert, um die Abrechnungssysteme zu<br />
manipulieren.<br />
Kontakt<br />
DabeihandeltessichumeinenBegriff ausderMediaforschung,<br />
unter dem der tatsächliche Kontakt einer<br />
Person mit Anzeigen oder Spots (Werbemittelkontakt)<br />
oder mit einem Medium wie Fernsehen oder<br />
Print (Werbeträgerkontakt) verstanden wird.<br />
L<br />
Labelling<br />
Dieser Begriff definiert Zielgruppen oder Lifestyle-<br />
Typen auf Grund eines exemplarischen Konsumverhaltens,<br />
welches Rückschlüsse auf andere Konsumvorlieben<br />
offenbaren soll.<br />
DiedurcheineVorliebefüreineMarkeeruierteKategorie<br />
steht also symptomatisch für eventuelle andere<br />
Präferenzen.<br />
Laminieren<br />
Laminieren beschreibt das ein- oder beidseitige<br />
Beschichten von Vorlagen (Papier, Pappe, Poster, Plakate)<br />
mit durchsichtigem Kunststoff. Das Laminat<br />
bietet Schutz vor Feuchtigkeit und Gebrauchsspuren.<br />
Leporello<br />
Falt-Technik. Kommt häufig bei Prospekten vor, bei<br />
denen aneinanderhängende Seiten zickzackartig<br />
gefaltet werden.<br />
Lohas<br />
Übersetzt „Lifestyle of Health and Sustainability“<br />
149
und steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp,<br />
der durch sein Konsumverhalten und gezielte<br />
ProduktauswahlGesundheitundNachhaltigkeitfördern<br />
will. Lohas sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber<br />
oder Kunden von Bioläden. Häufig<br />
handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem<br />
Einkommen. Ihre Motive ähneln denen der<br />
Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz ist geil“-<br />
Mentalität strikt ab.<br />
Lumbecken<br />
Verfahren der Klebebindung von Druckerzeugnissen<br />
(Fächerklebebindeverfahren).<br />
M<br />
Mantelprogramm<br />
Von Dritten vorproduzierte Programminhalte in TV<br />
und Radio oder auch vom Sender selbst produzierte<br />
Formate,dieübermehrerelokaleSendermitGebietsschutz<br />
parallel ausgestrahlt werden.<br />
Mapping/Mind Mapping<br />
Kreativmethode, um sich Lösungen einer bestimmten<br />
Aufgabenstellung zu nähern.<br />
Markt-Media-Analyse<br />
Analytisches Verfahren, bei dem Erhebungen über<br />
das Kaufverhalten mit Erhebungen zur Mediennutzung<br />
verglichen werden.<br />
Media-Analyse<br />
Im Rahmen der Media-Analyse werden vornehmlich<br />
Mediennutzung und Demografie, flankierend<br />
auch Konsummerkmale erhoben.<br />
Mediaplanung<br />
Die Mediaplanung befasst sich mit der Auswahl der<br />
Werbeträger, die den angestrebten Marketing-<br />
Zielen am besten gerecht werden, sowie der<br />
BestimmungdesoptimalenMedia-Mix.Angewandte<br />
Techniken reichen von der bloßen Intuition eines<br />
Mediaplaners bis hin zu hoch formalisierten Media-<br />
Selektions-Programmen und Optimierungsmodellen.<br />
150<br />
Mediastrategie<br />
Die Mediastrategie bildet den allgemeinen Bedingungsrahmen<br />
für eine sinnvolle Werbeträgerauswahl.<br />
Merchandising<br />
Im Medienbereich bezieht sich das Merchandising<br />
vorallemauf denVerkauf vonBegleitmaterialzuProgrammenoderKinofilmen.Vondenöffentlich-rechtlichen<br />
Rundfunkanstalten wird Merchandising zur<br />
Imagepflege eingesetzt.<br />
Me-too-Produkt<br />
Wenn ein erfolgreiches Produkt kopiert wird, spricht<br />
manvoneinemMe-too-Produkt.DasPlagiatversucht<br />
als Trittbrettfahrer an den Erfolg des Originals anzuknüpfen.<br />
Dabei kann das Produkt selbst, der Name,<br />
das Design oder ein anderer Aspekt kopiert werden –<br />
natürlichimmernurimRahmendesMarken-,Patentund<br />
Urheberrechts.<br />
Meta Tags<br />
Meta Tags sind eine Möglichkeit der Beschreibung<br />
des Website-Inhalts im HTML-Code im Kopf der<br />
Seite, die im Browserfenster nicht angezeigt werden.<br />
Begriffe, die dort aufscheinen, werden von Suchmaschinen<br />
bevorzugt indexiert.<br />
Microsite<br />
Teil einer Website, der gesondert beworben wird und<br />
dabei weitgehend unabhängig bleibt. Eine Microsite<br />
ist unter ihrer eigenen URL zu finden und verfolgt<br />
individuelle Bestimmungen. Oft ist sie die digitale<br />
Begleiterscheinung und als solche auch auf den<br />
Zeitraum der dazugehörigen Marketingaktivität<br />
beschränkt.<br />
Mobile Commerce (M-Commerce)<br />
Ausdehnung des elektronischen Handels (E-Commerce)<br />
auf den mobilen Handel via drahtlose Endgeräte<br />
wie z. B. WAP-Handys, UMTS-Handys,<br />
iPhones oder PDAs mit Internet-Zugang. Derzeit<br />
bereits gängige Applikationen für M-Commerce sind<br />
das Bezahlen per Handy, mobiles Online-Banking,<br />
Hotelreservierungen oder Internet-Auktionen.
MPEG Audio Layer 3 (MP3)<br />
MP3 ist ein Audio-Format, das Musikdateien auf ein<br />
Zehntel ihrer ursprünglichen Größe komprimiert.<br />
So können Musikdateien problemlos über das Internet<br />
versendet werden.<br />
Motion Pictures Engineering Group<br />
(MPEG)<br />
Ein Standard für die Datenreduktion bei BewegtbildverarbeitunginComputernzurKomprimierung<br />
und Codierung von bewegten Bildern und Audioteilen.<br />
N<br />
Negativanzeige<br />
Eine Anzeige, deren Schrift statt in Schwarz oder in<br />
Farbe in Weiß auf schwarzem oder farbigem Grund<br />
erscheint. Empirische Untersuchungen der Lesbarkeit<br />
von Negativ- und Positivschrift haben den ziemlicheindeutigenBefunderbracht,dassNegativschrift<br />
etwas schwerer zu lesen ist.<br />
Netto-Reichweite<br />
Die Netto-Reichweite bezeichnet in der Kampagnenplanung<br />
und -kontrolle die Mediennutzer in<br />
Millionen oder Prozent, die mindestens einmal<br />
erreicht wurden. Bei Mehrfachbelegung eines Mediums<br />
werden alle Nutzer, die mindestens einmal<br />
erreichtwurden,nachAbzugvoninternenundexternen<br />
Überschneidungen addiert. Jede Person wird<br />
also unabhängig davon, wie oft sie erreicht wurde,<br />
nur einmal gezählt. Somit ist die Netto-Reichweite<br />
in der Kampagnenplanung und -kontrolle die im<br />
Vergleich zur Brutto-Reichweite „härtere“ Währung.<br />
Im Bereich der TV-Programmplanung bezieht sich<br />
die Netto-Reichweite auf die kumulierte Anzahl der<br />
Seher,dieimDurchschnittaneinemTagdesBetrachtungszeitraums<br />
innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls<br />
mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen<br />
haben. Das heißt: Seher, die eine Minute ferngesehen<br />
haben, werden genauso gewichtet wie jene,<br />
die zwei Stunden ferngesehen haben.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
O<br />
On Air<br />
On Air beschreibt das, was in diesem Moment gesendet<br />
wird.<br />
On Board <strong>Werbung</strong><br />
<strong>Werbung</strong> auf Flugzeugen, Bussen und Zügen.<br />
One-to-One-Marketing<br />
Die Interaktivität und Zielgenauigkeit des Internets<br />
ermöglicht die gezielte Ansprache von einzelnen Personen.<br />
Der Erfolg des One-to-One-Marketings hängt von<br />
einer guten Datenbank (CRM), dem Profiling und<br />
einem geschickten Datamining ab. Die Marketingmaßnahmen<br />
werden auf den Kunden zugeschnitten<br />
und orientieren sich an seinen individuellen Bedürfnissen.<br />
Darüber hinaus soll ein Dialog entstehen.<br />
Online Coupons<br />
VerbraucherkönnendiesebeieinemEinkauf nützen,<br />
um einen Rabatt zu erhalten.<br />
Online Coupons bieten sehr gute Schnittstellen zur<br />
Offline-Welt. Beispielsweise werden online gesammelte<br />
Coupons offline eingelöst oder andersherum.<br />
Overspill/Overflow<br />
Bezeichnet die Empfangbarkeit oder die Nutzung<br />
ausländischer Werbeträger im Inland bzw. inländischer<br />
Werbeträger im Ausland. Overspill/<br />
Overflow ist vor allem im TV- und Onlinebereich<br />
ein Thema.<br />
P<br />
PageImpressions (auch Pageviews)<br />
Eine zur Reichweitenmessung im Internet verwendete<br />
Maßgröße für die Anzahl der einzelnen Seiten,<br />
die von den Usern bei all ihren Besuchen auf einem<br />
einzelnen Webangebot innerhalb eines bestimmten<br />
Zeitraumes aufgerufen wurden.<br />
Im Zusammenhang mit den Visits geben sie Aufschluss<br />
über die quantitative Verweildauer auf einer<br />
Website: Je höher das Verhältnis Visits zu PageImpressions<br />
ist, desto mehr Subseiten einer Website<br />
151
wurden bei einem einzigen Besuch im Durchschnitt<br />
angeklickt.<br />
Paginieren<br />
Mit Seitenzahlen versehen, Seiten nummerieren.<br />
Panel<br />
BezeichnungfüreineErhebungderMarktforschung,<br />
die bei einem gleich bleibenden Kreis von Einheiten<br />
in regelmäßigen Abständen wiederholt zum gleichen<br />
Thema vorgenommen wird.<br />
Pay per View<br />
Fernsehkanal, der nur mit einem Decoder zu empfangen<br />
ist. Der Kunde wählt aus dem gesamten Programmangebot<br />
aus und zahlt nur für die tatsächlich<br />
angesehene Sendung. Abgerechnet wird über einen<br />
Rückkanal im Kabelnetz.<br />
Permission Marketing<br />
(Erlaubnismarketing)<br />
Form des Marketings, bei der der Verbraucher dem<br />
werbetreibendenUnternehmendieErlaubniserteilt,<br />
ihn mit Informationen zu versorgen. Auf Grund der<br />
zunehmenden Wirkungslosigkeit der Massenwerbung<br />
hat Seth Godin diesen Ansatz in seinem gleichnamigen<br />
Buch entwickelt.<br />
Pitch<br />
Ein Pitch ist eine Wettbewerbssituation, in der sich<br />
ein Unternehmen bei der Auftragsvergabe durch<br />
einen potenziellen Kunden gegen seine Mitbewerber<br />
durchzusetzen versucht. Zu deutsch Wettbewerbspräsentation.<br />
POS<br />
Abkürzung für Point of Sale, Handelsplatz oder aus<br />
Kundensicht Point of Purchase (POP).<br />
Point of Information-Systeme (POI)<br />
Der Point of Information (POI) ist eine Art Informationskiosk<br />
oder Informationsstation, die dem<br />
Benutzer über eine leistungsfähige Multimedia-<br />
Plattform eine interaktive Informationssuche<br />
ermöglicht.<br />
152<br />
Product Placement<br />
Unter Product Placement versteht man die gezielte,<br />
werbewirksameEinbindungvonProdukten,Dienstleistungen,<br />
Marken oder Unternehmungen als<br />
Requisiten in die Handlung eines Kinospielfilms,<br />
einer Fernsehsendung oder eines Videoclips. Häufig<br />
platzierte Produkte und Marken sind vor allem<br />
Autos, Uhren, Getränke und Bekleidung.<br />
Profiling<br />
Das Profiling beschreibt die Sammlung und Auswertung<br />
von Daten, um sich ein möglichst akkurates<br />
Bild der anvisierten Zielgruppe machen zu können.<br />
Primär geht es beim Profiling darum, Verbraucher<br />
möglichst genau kennen zu lernen, um Marketingaktivitäten<br />
optimieren zu können.<br />
Proof<br />
Englische Bezeichnung für Korrekturfahne, Korrekturbeleg.<br />
Der Begriff wird meist für Farbausdrucke,<br />
etwa von Anzeigen, verwendet. Es wird zwischen<br />
Analog- und Digitalproof unterschieden.<br />
R<br />
Rating<br />
Branchenüblicher Begriff für Sehbeteiligung.<br />
Recall<br />
ErinnerunganWerbemittelundderenInhalte.Man<br />
unterscheidet Aided Recall und Unaided Recall.<br />
Recognition<br />
Beschreibt das Wiedererkennen von Werbemitteln<br />
und deren Inhalten bei Vorlage des Originals.<br />
Reichweite<br />
Die Reichweite eines Werbeträgers wird in Millionen<br />
oder Prozent ausgewiesen und bezeichnet ganz<br />
generell den Anteil der Bevölkerung oder einer<br />
bestimmten Zielgruppe, der zu einem bestimmten<br />
ZeitpunktoderineinembestimmtenZeitraumKontakte<br />
mit diesem Werbeträger hatte.<br />
Relaunch<br />
Ein Titel (Zeitschrift, Fernsehsendung) wird nach<br />
einigen Jahren seines Erscheinens überarbeitet und
mit neuem Layout und neuen Schwerpunkten herausgegeben.<br />
Response<br />
Reaktion von Zielpersonen auf eine Werbemaßnahme<br />
bei direkter Ansprache.<br />
Retention Marketing<br />
Marketingmaßnahme,dieauf Kundenbindungstatt<br />
auf Akquisition ausgerichtet ist.<br />
Return on Investment (ROI)<br />
Maß für die Rentabilität einer Investition. Dabei<br />
wird das investierte Kapital in Beziehung zum Nettogewinn<br />
gesetzt. Über den ROI lassen sich unterschiedliche<br />
Anlagemöglichkeiten miteinander vergleichen:DiemitdemhöchstenROIistdabeiimmer<br />
vorzuziehen.<br />
Rich Media Banner<br />
NachfolgerdesAnimatedGIFs.Bannerart,diedurch<br />
HTML oder Flash-Programmierung multimediale<br />
Elemente wie Video, Audio und 3D-Welten<br />
ermöglicht.<br />
Robinson-Liste<br />
In diese Liste kann sich jede Person eintragen lassen,<br />
die keine unverlangten Werbezuschriften oder<br />
Direkt-Marketing-Aussendungen mehr erhalten<br />
möchte.<br />
S<br />
Schachbrettanzeigen<br />
Dabei handelt es sich um Kleinanzeigen, die zueinander<br />
versetzt auf einer Seite platziert sind, sodass<br />
ein schachbrettartiges Muster entsteht. Dazwischen<br />
befindet sich ein redaktioneller Teil.<br />
Schleichwerbung<br />
Unter Schleichwerbung versteht man eine Form der<br />
getarnten <strong>Werbung</strong>, durch die eine Werbebotschaft<br />
an Rezipienten adressiert wird, ohne dass diese auf<br />
Anhieb oder überhaupt den werblichen Charakter<br />
der Botschaft erkennen können.<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Seeding<br />
Nach der Erstellung von Grassroots bzw. Viral Marketing-Werbebotschaften<br />
müssen diese in der<br />
gewünschten Zielgruppe platziert werden. Diesen<br />
VorgangbezeichnenExpertenalsSeeding–daszielgruppengerechte<br />
Säen.<br />
Share of Voice<br />
Anteil der AdImpressions, die ein <strong>Werbung</strong>streibender<br />
innerhalb eines definierten Zeitraumes schaltet,<br />
an den Gesamt-AdImpressions, die eine Site in diesem<br />
Zeitraum ausliefert.<br />
Sinus-Milieus<br />
Sie sind die Basiszielgruppen für das Marketing. In<br />
den Milieus werden Menschen zusammengefasst,<br />
die sich in Lebensauffassung und Lebensweise<br />
ähneln. Grundlegende Wertorientierungen gehen<br />
dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen.<br />
Unberücksichtigt bleiben hingegen formale<br />
demographische Kriterien wie Schulbildung, Beruf<br />
oderEinkommen.AlsAlternativezubisherigenZielgruppenauswertungen,<br />
die überwiegend auf soziodemographischen<br />
Merkmalen beruhen, kann Fernsehnutzung<br />
nun milieubezogen analysiert werden.<br />
Smart Shopper<br />
Smart Shopper sind Personen, die nach bestmöglichem<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis einkaufen, wobei<br />
sie eine bestimmte, hohe Mindestleistung voraussetzen.<br />
Es geht dabei nicht um den Erlebniskauf mit<br />
Hinnahme höherer Preise oder den Versorgungskauf<br />
mitVerzichtauf Markenattribute,sondernbeides<br />
soll gemeinsam realisiert werden.<br />
Social Media Marketing<br />
Vereinfacht gesagt geht es hierbei um <strong>Werbung</strong> in<br />
„sozialen Netzwerken“.<br />
Spam (Send Phenomenal Amounts of<br />
Mail)<br />
Spam steht im Internet für massenhaft unaufgefordert<br />
zugesandten Datenmüll, der die Mailbox verstopft<br />
und die Empfänger nervt. Meist handelt es<br />
sich bei Spams um Werbesendungen.<br />
153
Sperrfrist<br />
IsteinePressemitteilung/Agenturmeldungmiteiner<br />
Sperrfrist versehen, darf deren Inhalt nicht vor dem<br />
angegebenen Termin veröffentlicht werden.<br />
Splitscreen<br />
Zeitgleiche Ausstrahlung von <strong>Werbung</strong> und Programm,<br />
die seit April 2000 zulässig ist. Dabei ist eine<br />
eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung<br />
der <strong>Werbung</strong> erforderlich. Die <strong>Werbung</strong> im Split-<br />
ScreenistunabhängigvonderenGrößeauf dieDauer<br />
der Spotwerbung anzurechnen.<br />
Station Branding<br />
Station Branding umfasst unterschiedliche Werbemöglichkeiten<br />
in U-Bahnstationen, die miteinander<br />
koordiniert und komponiert werden: ummantelte<br />
Säulen, Fußbodenbeklebungen, beklebte Wandpaneele,interaktiveTerminals,Geräusch-Inseln,besondere<br />
Sound- und Lichtinszenierungen etc. Die<br />
U-Bahnstation wird so zur multimedialen Erlebniswelt<br />
und Markenlandschaft. International etablierte<br />
Werbeform, die vor allem in Metropolen hochwertige<br />
Kontakte und hohe Werbewirkung garantiert.<br />
Storyboard<br />
Konzept einer Publikation oder Werbekampagne<br />
(z. B. für einen Werbespot).<br />
Streaming Banner<br />
Bezeichnung für Banner, die Animation und Videos<br />
anzeigen. Die Daten für die bewegten Bilder, die in<br />
Echtzeit auf dem Bildschirm erscheinen, werden in<br />
einem ununterbrochenen Datenstrom (Stream) auf<br />
den Rechner geladen.<br />
Supplement<br />
Zeitschriften- oder Zeitungsbeilage, z. B. TV-Programmhefte<br />
oder Veranstaltungsmagazine, aber<br />
auch Themenbeilagen.<br />
T<br />
Tagged Image File Format (TIFF)<br />
Ein Format, mit dem Bilder und Grafiken abgespeichert<br />
werden können.<br />
154<br />
Target Group<br />
Englisch für Zielgruppe.<br />
Targeting<br />
Targeting beschreibt ein Marketing, das speziell und<br />
trennscharf auf eine Zielgruppe zugeschnitten ist.<br />
Auf diese Weise ist es möglich, den Wirkungsgrad<br />
der <strong>Werbung</strong> zu optimieren und Streuverluste zu<br />
minimieren.<br />
Tausendkontaktpreis (TKP)<br />
Er gibt an, welcher Geldbetrag bei einer Werbemaßnahme(etwafürFernsehspots,Online-<strong>Werbung</strong>oderPrintwerbung)eingesetztwerdenmuss,um1000Personen<br />
einer Zielgruppe per Sichtkontakt (im Radio<br />
Hörkontakt) zu erreichen. Dabei wird üblicherweise<br />
von der Brutto-Reichweite (auch Mehrfachkontakte<br />
einer Person mitgerechnet) eines Mediums ausgegangen.<br />
Im Onlinebereich, beispielsweise bei Bannerwerbung,<br />
gilt eine Ad-Impression als Kontakt.<br />
Teaser<br />
Ein Teaser ist ein Appetitmacher, bei dem zunächst<br />
nicht ersichtlich ist, für welches Produkt er wirbt. Die<br />
spätere Auflösung bewirkt einen Aha-Effekt.<br />
Technische Reichweite<br />
Empfangbarkeit in Millionen oder Prozent. Haushalte<br />
oder Personen, die einen TV- oder Radio-Sender<br />
terrestrisch, über Kabel oder Satellit empfangen<br />
können.<br />
Trend Scout<br />
Dabei handelt es sich um einen Dienstleister, der<br />
neue Trends frühzeitig aufspürt und diese Erkenntnisse<br />
an Werbetreibende und Werbeberater (gegen<br />
Honorar) weitergibt.<br />
U<br />
Unique Clicks<br />
Unique Clicks sind die Anzahl der AdClicks von<br />
unterschiedlichen Besuchern innerhalb eines<br />
bestimmten Zeitraums. Mehrere Klicks desselben<br />
Besuchersauf denselbenWerbeträgerinnerhalbdieses<br />
Zeitraumes werden bei den Unique Clicks nur<br />
einmalig gezählt.
Unique Selling Proposition (USP)<br />
Der USP ist das einzigartige Verkaufsargument. Er<br />
zeichnet ein Produkt gegenüber anderen aus und<br />
kann nicht einfach kopiert werden. Der amerikanische<br />
Werbefachmann Rosser Reeves hat mit<br />
dem Ansatz des USP einst die Voraussetzung für<br />
eine erfolgreiche Produktpositionierung geschaffen.<br />
Unique Visitors<br />
Ist ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetes<br />
Messkriterium für die Anzahl der einzelnen<br />
User, die eine Website mindestens einmal innerhalb<br />
eines bestimmten Zeitraums besucht haben.<br />
Upselling<br />
Beim Upselling werden einem Käufer zusätzliche<br />
Artikel aus dem Sortiment des Verkäufers angeboten–zumBeispieleinReiseführerpassendzurReise.<br />
V<br />
Valenz<br />
InderMarkt-,Media-undWerbeforschungbezeichnet<br />
Valenz die Fähigkeit eines Produkts, einer Packung,<br />
eines Designs, eines Werbemittels usw., die<br />
Konsumenten für ein Produkt zu interessieren, zu<br />
Käufen anzuregen oder Leser an sich zu ziehen.<br />
Verbraucher-Analyse<br />
Dies ist eine Markt-Media-Analyse mit jährlich<br />
15.000 Fällen zur Abfrage von Mediennutzung,<br />
Konsumverhalten und Demografie.<br />
Verwertungsgesellschaft<br />
Verwertungsgesellschaften übernehmen im Auftrag<br />
einzelner Urheber als zentrale Organisation die<br />
Wahrung der Urheberrechte.<br />
Video on Demand<br />
Auf Verlangen eines Zuschauers wird ein Film aus<br />
dem Archiv eines Zentralcomputers von einer Sendezentrale<br />
nur an ihn übertragen. Die Anforderung<br />
kann per Telefon, Computer oder Fernbedienung<br />
erfolgen.<br />
Virales Marketing<br />
Marketingansatz, bei dem Werbebotschaften so lan-<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
ciert werden, dass sie sich wie ein Virus selbstständig<br />
verbreiten. Virales Marketing lässt sich allerdings<br />
nur schwer steuern und oft ergibt es sich einfach aus<br />
dem Zufall heraus.<br />
Visits<br />
Ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetesMesskriteriumfürdieAnzahlderZugriffealler<br />
User auf eine Website innerhalb eines bestimmten<br />
Zeitraums, das heißt: Wie oft wurde eine Website<br />
beispielweise in einem Monat insgesamt von allen<br />
Nutzern besucht.<br />
W<br />
Wear Out<br />
Durch häufiges Senden eines Spots (TV oder Radio)<br />
nütztsichdieWerbewirksamkeitab,dadieAufmerksamkeitunddadurchbedingtauchderErinnerungswert<br />
nachlassen.<br />
Web 2.0<br />
Der Begriff Web 2.0 bezieht sich primär auf eine<br />
veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets.<br />
Die Benutzer erstellen, bearbeiten und verteilen<br />
Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem<br />
Maße selbst, unterstützt von interaktiven<br />
Anwendungen. Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert<br />
von großen Medienunternehmen erstellt<br />
und über das Internet verbreitet, sondern auch von<br />
einer Vielzahl von Nutzern, die sich mit Hilfe sozialerNetzwerke(z.B.Facebook,Xing)zusätzlichuntereinander<br />
vernetzen.<br />
Im Marketing wird versucht, vom Push-Prinzip zum<br />
Pull-Prinzip zu gelangen und Nutzer zu motivieren,<br />
Webseiten von sich aus mitzugestalten. Zum Web<br />
2.0werdenauchAnwendungenwieWikipedia,Blogs<br />
und Podcasts gezählt.<br />
Webpromotion<br />
Bezeichnet verkaufsfördernde Maßnahmen im<br />
Internet. Man unterscheidet zwischen internen und<br />
externen Maßnahmen. Die internen Maßnahmen<br />
beinhalten alle Aktivitäten, die innerhalb des Internetsumgesetztwerden(zumBeispielBanner,Anmeldung<br />
bei Suchmaschinen, Linktausch). Externe<br />
MaßnahmenentsprechenderklassischenPromotion.<br />
155
Stichwortverzeichnis<br />
Von Abgabe bis Zuschüsse. Rund 200 Stichworte erleichtern Ihnen die<br />
Suche in diesem Handbuch.<br />
A<br />
Abgabe 89–93<br />
Abgabenbelastung 91<br />
Abschreibung 90<br />
Adressenverlag 56, 57<br />
Ambient Meter (AM) 110, 137<br />
Ankündigungsunternehmen 13, 54, 58<br />
Anmeldung 7–10, 28, 29 ,34<br />
Apps 68<br />
Art Buyer 62<br />
Art Director 25–31, 58, 60–62, 115<br />
Augmented Reality 67–69<br />
Ausbildung 24–34<br />
Austrian Internet Monitor (AIM) 100, 137<br />
B<br />
Barrierefreiheit 79<br />
Bemessungsgrundlage 89, 90, 93<br />
Beratung 9–15, 17–26, 54–60, 75–79, 87, 91<br />
Beschwerden 53<br />
Betriebsausgaben 90, 91<br />
Betriebsmittelbedarf 9–12<br />
Bildungsfreibetrag 91<br />
Bildungsprämie 91<br />
Brand Manager 63<br />
Briefing 45, 54, 59, 64, 65, 80<br />
Buchhaltung 45<br />
Businessplan 47–49, 92<br />
C<br />
CAWI Print 137<br />
Client Service Director 60<br />
156<br />
Controller 60–62<br />
Corporate Design (CD) 116,128, 146<br />
Corporate Identity (CI) 146<br />
Creative Director (CD) 60–62, 119<br />
Customer Relationship Manager 63, 80<br />
D<br />
Datenschutz 93, 97<br />
Dialogmarketing 19, 28, 117, 120, 128<br />
Digital 41, 62, 67–79, 96, 119, 129, 135<br />
Direct Mailing 56, 126<br />
Direct-Marketing (DM) 97, 116–118, 128, 135,<br />
140<br />
Direktwerbung 56<br />
Display Advertising 68, 69<br />
Diversity Management 67, 76–79<br />
E<br />
Eigenkapital 9–12, 87, 92<br />
Ein-Personen-Unternehmen (EPU) 15–23, 45, 46<br />
Einkommensteuer 47, 87<br />
Erhebungstechniken 57<br />
Etat Director 60<br />
Ethik 53<br />
Event-Agentur 58<br />
Event-Marketing 58, 90<br />
Eventmanagement 58<br />
F<br />
Fachhochschule 30, 34, 38<br />
Fachkongresse 133, 135
Fachpresse 47<br />
Fernsehen 67, 89, 93–96, 107, 138, 139, 147<br />
FFF Producer 61<br />
Finanzierung 7–12, 21, 48, 87, 89, 92<br />
Focus Werbebilanz 137<br />
Förderungen 7–15, 26–29, 82, 92<br />
Frauen 53, 80–83, 95, 100, 105, 106<br />
Fremdkapital 9–12<br />
Full-Service-Werbeagentur 54<br />
G<br />
Gesundheit 40, 53, 59, 73, 150<br />
Gewalt 53<br />
Gewista Außenwerbe-Media-Analyse (GAMA) 138<br />
Grafiker 25–26, 45, 60, 61<br />
Gratispräsentationen 39<br />
Gruppenbesteuerung 68<br />
Gewerbeberechtigung 7–10<br />
H<br />
Haftung 7–12, 87, 93<br />
Hörfunk 89, 93, 96, 108, 109, 112<br />
I<br />
Impact 68, 75, 135, 138<br />
Investition 7–13, 47, 67, 91, 153<br />
Infoscreen 111, 137, 139<br />
K<br />
Kammerumlagen 89<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Kapital 8–11, 42, 48, 87, 92, 153<br />
Kapitalgesellschaften 8–11, 87, 88, 91<br />
Kennzeichnungsgebot 96<br />
Kinder 53<br />
Körperschaftsteuer 87, 88<br />
Kommunikationsziele 64<br />
Konsumentenschutz 93, 97<br />
Kontakter 33, 60, 62<br />
Kostenplan 63, 65<br />
Kredite 9–13, 47, 92<br />
L<br />
Lehrgang 25–34, 38, 91<br />
Leistung 54, 62, 76, 85, 89, 90, 93, 94<br />
Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) 138<br />
M<br />
Marke 33, 40, 47, 63, 65, 68, 71, 73, 94, 95, 113,135<br />
Markenschutz 94, 95<br />
Marketingleiter 63<br />
Marktforschung 33, 36–38, 57–61, 76, 137,139<br />
Marktstudien 133, 137<br />
Media-Analyse (MA) 99, 104–106, 110, 138<br />
Medienaufsicht 95<br />
Media Buyer 61<br />
Mediaberatung 28–34<br />
Mediaplaner 33, 61, 150<br />
Mediengesetz 87, 89, 95, 97<br />
Mediennutzung 136–138<br />
Meinungsforschung 29–31, 57<br />
Mentoring 41,42<br />
Mitbewerber 46–49, 152<br />
157
Mobile Marketing 70, 73<br />
Mobile <strong>Werbung</strong> 67<br />
Mogelpackung 93<br />
Multimedia-Agentur 13–17, 58, 59<br />
N<br />
Networking 41<br />
Netzwerke 38–41, 45–47, 70–73, 83, 148<br />
Neugründung 7–10, 46, 82<br />
Nielsen Handelspanel 138<br />
O<br />
Online Anzeigenmonitor 138<br />
Onlinewerbung 60, 67–73<br />
ORF-Gesetz 95<br />
Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />
50, 104, 105, 138<br />
Österreichische Verbraucheranalyse (ÖVA) 138<br />
Österreichische Webanalyse (ÖWA) 51, 100, 138<br />
Österreichischer Rundfunk (ORF) 36, 75, 95,<br />
99, 100–113, 130, 137, 139<br />
Österreichischer Werberat 51, 53<br />
Outsourcing 46<br />
P<br />
Personalkosten 9–11, 148<br />
Personengesellschaften 8–11, 87, 88<br />
Plakat Impact-Test (PIT) 139<br />
Positionierung 45, 61, 63, 64<br />
Postwurfsendungen 56<br />
PR-Budget 56<br />
158<br />
Prämien 94<br />
Print Producer 61, 62<br />
Product Placement 36, 152<br />
Public Relations 56, 130<br />
Public-Relations-Berater 45, 56<br />
Q<br />
Qualifikationen 30–33<br />
Qualität 35, 61, 75, 76, 84, 117, 130<br />
R<br />
Radiotest 100–102, 108, 109, 139<br />
Re-Briefing 65<br />
Rechtsdatenbanken 97<br />
Regioprint 100, 104, 139<br />
Repräsentationsaufwand 90<br />
Restriktionen 65<br />
Rücktrittsrecht 97<br />
S<br />
Schadenersatz 93, 94, 97<br />
Selbstbeschränkungskodex 53<br />
Selbstständigkeit 7–12, 45, 46, 82<br />
Social Media Marketing 70–73<br />
Social Media 68–74, 76<br />
Soziale Netzwerke 40, 70–73, 153, 155<br />
Sozialforschung 57<br />
Sponsoring-Agentur 59<br />
Statusanalyse 64<br />
Steuern 47<br />
Steuerplanung 87
Strategic Planner 61<br />
Suchmaschinen-Marketing 73<br />
SWOT-Analyse 48<br />
T<br />
Tabak 53<br />
Teletest 100, 107, 139<br />
Tonalität 65<br />
Trends 41, 61, 67–69, 74–79<br />
U<br />
Umsatzsteuer 89<br />
Umwelt 25–31, 53, 59<br />
Unique Selling Proposition (USP) 36, 40, 47,<br />
49,155<br />
Universität 25–34, 137<br />
Urheberrechtsgesetz 94<br />
V<br />
Verlustausgleich 87<br />
Verträge 97<br />
Vervielfältigung 94<br />
Verwertungsrechte 94<br />
Video Ads 69, 70, 73<br />
Videowerbung 68<br />
W<br />
Weiterbildung 13–20, 25–34, 39, 41, 70, 84, 91,<br />
135<br />
Werbe Akademie 27–34, 41<br />
HANDBUCH WERBUNG 2010<br />
Werbeabgabe 89, 93<br />
Werbeagentur 13–25, 31–34 ,54, 58, 61–63,<br />
81, 84, 87–90<br />
Werbearchitekt 13–17, 54<br />
Werbebudget 67<br />
Werbedesign 31, 39<br />
Werbeformen 36, 40, 55, 67, 78, 110, 137<br />
Werbegrafik-Designer 13–17, 54<br />
Werbegrundsätze 53<br />
Werbeleiter 63<br />
Werbemaßnahme 54, 63<br />
Werbemittel 16–17, 40, 54–70, 99, 104, 144,<br />
146, 152, 155<br />
Werbemittelhersteller 58<br />
Werbemittelverteiler 13–17, 54, 57<br />
Werbepreise 115–131<br />
Werbespots 73, 146<br />
Werbetexter 13–17, 33, 45, 57, 60, 61<br />
Werbeträger 54, 55, 150–154<br />
Werbezeit 145<br />
<strong>Werbung</strong>smittler 54, 58<br />
<strong>Werbung</strong>svertreter 13–17, 58<br />
Werkschutz 94<br />
Wettbewerb 64, 93–95, 115–131<br />
Wissenstest 24, 36, 40<br />
Z<br />
Zahlung 91<br />
Zeichen 94, 95<br />
Zeitplan 63, 65<br />
Zielgruppen 37, 55, 57, 61, 64, 70, 76–79<br />
Zusammenarbeit 56–58, 63–65, 78, 81, 140, 147<br />
Zuschüsse 10–14, 92<br />
159
Inserenten<br />
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