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7. Auflage - Fachgruppe Werbung Wien

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<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong><br />

WERBUNG<br />

IN WIEN


Herausgeber <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />

Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/514 50-3790, -3791, -3792,<br />

werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />

Handbuch für Mitglieder der<br />

<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />

Marktkommunikation<br />

in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> 2010<br />

Redaktion Mag. Jörg Trobolowitsch, Caroline Rigler, Mag. Karlheinz Hoffelner, Anja Gaugl Bakk.<br />

Fachliche Beratung: Dr. Manfred Pichelmayer, Geschäftsführer <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong><br />

© <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>,<br />

<strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> 2010. Alle Rechte vorbehalten, auch der auszugsweisen Wiedergabe<br />

in Print- und elektronischen Medien<br />

Bilder Die Bilder zu allen Kapiteln stammen von fotolia.com (wenn nicht anders angegeben)<br />

Editorial: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation <strong>Wien</strong><br />

Verlag Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>, www.albatros-media.at<br />

Layout und Produktion: Julia Proyer, Designkonzept: Michi Jo Standl,<br />

Lektorat: Yvonne Gokesch, Angelika Hierzenberger-Gokesch,<br />

Anzeigen: Birgit Kloss, Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz<br />

Druck NP Druck, 3100 St. Pölten<br />

Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde vorwiegend die maskuline Schreibweise verwendet. Grund-<br />

sätzlich werden damit aber immer beide Geschlechter angesprochen.<br />

Haftungsausschluss: Alle Angaben in diesem Handbuch erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung<br />

des Herausgebers oder der Autoren ist ausgeschlossen.


KommR Brigitte Jank<br />

Präsidentin der<br />

Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

42<br />

Vorwort<br />

Nach einem herausfordernden Jahr 2009 blickt die <strong>Wien</strong>er<br />

Werbewirtschaft positiv gestimmt in die Zukunft.<br />

Zuletzt sind die Werbeausgaben wieder spürbar gewachsen,derwirtschaftlicheDruckaufWerber,Marketer,Grafiker<br />

und viele weitere Dienstleister der Kommunikationsbranche<br />

bleibt aber weiterhin bestehen. Denn zu<br />

bewältigen ist auch die rasante Veränderung des Medienkonsumverhaltens,<br />

die Verschmelzung von Mediengattungen,<br />

das Entstehen neuer Berufsbilder und die damit<br />

verbundenen Anpassungen in vielen Unternehmen der<br />

Branche.<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation der<br />

Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> begleitet diese Entwicklungen<br />

intensiv. Sie unterstützt Sie vom Beginn Ihrer unternehmerischen<br />

Tätigkeit an mit praktischen Tipps, Bildungsangeboten,<br />

Informationen zu Rechts- und Steuerfragen,<br />

beim Netzwerken und in vielen anderen Fragen, sie ist<br />

aber vor allem auch Ihre Interessenvertretung, die sich bei<br />

Politik und Behörden für Ihre Belange einsetzt.<br />

Das vorliegende Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“, das<br />

bereits in der <strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong> erscheint, bietet einen umfassenden<br />

und praxisorientierten Überblick über dieses Angebot<br />

und daskreative Geschehen in der <strong>Wien</strong>er Kommunikationswirtschaft.EszeigtdarüberhinausdieVielseitigkeit<br />

und Stärke der mehr als 8.000 <strong>Wien</strong>er Werbe- und Marketingunternehmen.<br />

Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke und viel unternehmerischen<br />

Erfolg!<br />

KommR Brigitte Jank<br />

Präsidentin der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>


Frischer Wind<br />

Mag. Michael Himmer<br />

Obmann der <strong>Fachgruppe</strong><br />

<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> Die Werbewirtschaft gewinnt in ihrer Funktion als kreativer<br />

Problemlöser immer mehr an Bedeutung. Damit das<br />

gestalterischePotenzialauchseinenAusdruckfindenkann,<br />

bedarf es eines guten Klimas und einer gezielten Förderung.<br />

Daher wollen wir die bewährten Service- und Beratungsleistungen<br />

unserer <strong>Fachgruppe</strong> noch weiter ausbauen<br />

und verbessern.<br />

Dr. Peter Drössler<br />

Obmannstellvertreter der <strong>Fachgruppe</strong><br />

<strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation der<br />

Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> repräsentiert und vertritt mittlerweile<br />

mehr als 8.000 Mitglieder in 14 Berufsgruppen.<br />

Wir sehen uns als zentrale Servicestelle für alle Mitglieder,<br />

von denen rund 65 Prozent Ein-Personen-Unternehmen<br />

sind. Dieser Mehrzahl wollen wir besonderes Augenmerk<br />

widmen und gerade für sie wird dieses Buch ein wertvoller<br />

Ratgebersein.AuchNeueinsteigerwerdenhiervieleTipps<br />

und Informationen für den richtigen Start finden.<br />

Wir entwickeln gerade Projekte, die eine faire Bewertung<br />

von Agenturleistungen ermöglichen sollen, kämpfen für<br />

die Einführung der Werbeausgabenzuwachsprämie, für<br />

marktgerechte Vergabe- und Ausschreiberichtlinien und<br />

sagen Nein zu Gratispräsentationen (mehr dazu auf Seite<br />

21).DieQualitätsoffensiveimBereichderMarktforschung<br />

rundet unsere aktuellen Vorhaben ab. Wichtig ist uns<br />

dabei, viel stärker als bisher mit Ihnen, liebes Mitglied, in<br />

Dialogzutreten.Wirfreuenunsdaher,wennSiedieneuen<br />

MediennutzenundunsIhreAnliegenmitteilen.Wirkümmern<br />

uns darum.<br />

Mag. Michael Himmer Dr. Peter Drössler<br />

3


INHALT<br />

4<br />

01<br />

START<br />

Aller Anfang ist leicht 7 Förderungen 10<br />

02<br />

HILFE<br />

Ihre <strong>Fachgruppe</strong> 13 Service für Mitglieder 16<br />

03<br />

WISSEN<br />

Bildungsangebote 25 Die neuen Kreativen 35 Wissenstest 36<br />

04<br />

PRAXIS<br />

Tipps für den Start 45 Wichtige Partner 50 Berufe in der <strong>Werbung</strong> 54<br />

Jobprofile 60 Briefing 64


06<br />

Steuertipps 87 Rechtshinweise 93<br />

07<br />

Medien 99 Werbemittel & Preise 104 Werbemarkt 112 Werbe-Awards 114<br />

08<br />

Fachmedien 133 Fachkongresse 135 Marktstudien 137 Nachschlagewerke 140<br />

Standardwerke 142 Glossar 144 Stichwortverzeichnis 156 Inserenten 160<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Downloads<br />

Neben vielen anderen nützlichen Informationen<br />

finden Sie auf der Website Ihrer <strong>Fachgruppe</strong> zum<br />

Herunterladen:<br />

• Geschäftsbedingungen für Werbeagenturen<br />

• Muster-Vereinbarung für Werbeagenturen<br />

• Muster eines PR-Beratungsvertrages<br />

www.werbungwien.at<br />

05<br />

ZUKUNFT<br />

Digitales Wachstum 67 Werbetrends 74<br />

<strong>Werbung</strong> ist weiblich 80 Interview 84<br />

GELD & RECHT<br />

MARKT<br />

ANHANG<br />

5


Aller Anfang ist leicht I Förderungen<br />

Start<br />

6


01<br />

Aller Anfang ist leicht<br />

Vor der Unternehmensgründung sollten Sie sich<br />

folgende Fragen stellen:<br />

■ Welche persönlichen Ziele habe ich?<br />

■ Wird das Vorhaben in meinem Bekannten- und<br />

Familienkreis akzeptiert und unterstützt?<br />

■ Welche fachliche Qualifikation bringe ich mit?<br />

■ Habe ich bereits eine Gewerbeberechtigung?<br />

■ Gibt es für meine Idee einen Markt?<br />

■ Möchte ich mit Partnern zusammenarbeiten?<br />

■ Welche Unternehmensform ist daher sinnvoll?<br />

■ Benötige ich Mitarbeiter?<br />

■ An welchem Standort soll das<br />

Unternehmen betrieben werden?<br />

■ Welche Investitionen sind notwendig?<br />

■ Welche sonstigen laufenden Kosten<br />

werden anfallen?<br />

■ Wie werde ich die Investitionen und die<br />

sonstigen Kosten finanzieren?<br />

■ Gibt es für mein Vorhaben Förderungen?<br />

■ Welcher Mindestumsatz ist notwendig?<br />

■ Benötige ich eine Betriebsanlagengenehmigung?<br />

■ Welche Art der Buchführung ist<br />

notwendig bzw. sinnvoll?<br />

■ Wird sich mein Wunsch-Projekt rentieren?<br />

■ Welche Beratungsstellen gibt es?<br />

Auf viele dieser Fragen geben die folgenden<br />

Seiten Antwort.<br />

Die Wahl der Rechtsform<br />

ImZugederUnternehmensgründungist–nichtzuletzt<br />

für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens – auch<br />

die Wahl der geeigneten Rechtsform entscheidend.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit liegen<br />

einige Stolpersteine. Viele davon lassen<br />

sich allerdings mit dem nötigen Know-how<br />

leicht umgehen. Auf den folgenden Seiten<br />

erfahren Sie, was Sie beachten sollten.<br />

Die Rechtsform richtet sich vordergründig nach:<br />

■ der Anzahl der Beteiligten (ein Unternehmer<br />

oder mehrere Unternehmer)<br />

■ dem Umfang des Unternehmens<br />

■ der Art der Finanzierung<br />

■ der Art und dem Ausmaß der Haftung etc.<br />

Sowohl die Form des Einzelunternehmens als auch<br />

jene der Gesellschaften haben Vor- und Nachteile,<br />

die es abzuwägen gilt.<br />

Erforderliche Dokumente<br />

■ Geburtsurkunde, Meldezettel, Staatsbürgerschaftsnachweisbzw.Aufenthaltsberechtigungbei<br />

Drittstaatsangehörigen, Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde<br />

oder Bescheid über die Namensänderung<br />

bei Änderung des Namens<br />

■ eventuell urkundlicher Nachweis akademischer<br />

Grade<br />

■ Bestätigung der zuständigen Wirtschaftskammer<br />

nach dem Neugründungsförderungsgesetz im<br />

Falle einer Neugründung<br />

■ Für die in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> vertretenen<br />

Berufsgruppen ist kein Befähigungsnachweis notwendig,<br />

da sie einem freien Gewerbe nachgehen.<br />

First Start Shop<br />

Dieses neue Service der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

ermöglicht Ihnen in einem Arbeitsgang<br />

■ den Antrag auf Neugründungsförderung und<br />

■ die Anmeldung des Gewerbes<br />

Beides können Sie in der Wirtschaftskammer<br />

7


<strong>Wien</strong>, 1040 <strong>Wien</strong>, Schwarzenbergplatz 14, Zimmer<br />

306 oder 1010 <strong>Wien</strong>, Stubenring 8–10, Hochparterre,<br />

erledigen.<br />

Anmeldung des Gewerbes<br />

Erforderliche Unterlagen:<br />

Als Einzelfirma<br />

■ Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />

Meldezettel<br />

■ Bei Namensänderung auch Heiratsurkunde und<br />

Nachweise des akademischen Grades<br />

■ Reisepass (Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis<br />

sind dann nicht erforderlich)<br />

Als Gesellschaft oder Verein<br />

■ Firmenbuchauszug, nicht älter als sechs Monate<br />

oder Auszug aus dem Vereinsregister<br />

■ Wenn die Firma noch nicht gegründet ist: Entwurf<br />

vom Notar (bei Kapitalgesellschaft) bzw. Gesellschaftsvertrag<br />

(bei Personengesellschaften, formlos)<br />

■ Von jedem zur Vertretung nach außen Berufenen<br />

und von einem allfälligen Mehrheitsgesellschafter:<br />

Personaldokumente (Geburtsurkunde, bei<br />

Namensänderung auch Heiratsurkunde oder<br />

Bescheid über Namensänderung, Nachweis eines<br />

allfälligen Titels, Staatsbürgerschaftsnachweis,<br />

Meldezettel) oder Reisepass<br />

■ Vom gewerberechtlichen Geschäftsführer: Personaldokumente<br />

(Geburtsurkunde, bei Namensänderung<br />

auch Heiratsurkunde oder Bescheid über<br />

Namensänderung,NachweiseinesallfälligenTitels,<br />

Staatsbürgerschaftsnachweis) oder Reisepass<br />

Die Anmeldung des Gewerbes können Sie bei Ihrem<br />

Magistrat (Linz, Wels, Steyr) bzw. in Ihrer Bezirkshauptmannschaftvornehmen.In<strong>Wien</strong>istdasMagistratische<br />

Bezirksamt zuständig.<br />

Neugründungsförderung<br />

Neugründer erhalten das NEUFÖG-Formular in<br />

der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation.<br />

Zumindest eine der folgenden Personen muss<br />

entweder persönlich erscheinen oder durch einen<br />

8<br />

Einzelkämpfer: Selbstständige<br />

haben oft viele Hürden zu<br />

überwinden – besonders zu<br />

Beginn der Gründung<br />

Bevollmächtigten mit schriftlicher Vollmacht vertreten<br />

werden.<br />

Bei Personengesellschaften:<br />

■ Persönlich haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />

(OG, KG)<br />

■ Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />

(Kommanditisten), die gleichzeitig<br />

zu mindestens 50 Prozent am Vermögen der<br />

Gesellschaft beteiligt sind<br />

■ Beschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft<br />

mit mehr als 25 Prozent Beteiligung,<br />

die gleichzeitig mit der Geschäftsführung<br />

betraut waren (sind)<br />

Bei Kapitalgesellschaften:<br />

■ Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit einer<br />

Beteiligung von 50 Prozent oder mehr<br />

■ Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft mit einer<br />

Beteiligungvonmehrals25ProzentundGeschäftsführerbefugnis<br />

Bei Personengesellschaften müssen alle persönlich<br />

haftendenGesellschaftererscheinenbzw.durcheinen<br />

Bevollmächtigten mit schriftlicher Vollmacht vertreten<br />

sein.<br />

Wenn die Firma noch nicht im Firmenbuch eingetragen<br />

ist: Entwurf vom Notar (bei Kapitalgesellschaft)<br />

bzw. Gesellschaftsvertrag (bei Personengesell-


schaft, formlos). Bei Zutreffen der Förderungs -<br />

voraussetzungen entfallen nämlich bei Vorlage der<br />

NEUFÖG-Bestätigung auch die Eintragungsgebühren<br />

im Firmenbuch.<br />

Gründungsvoraussetzungen<br />

■ Die österreichische Staatsbürgerschaft oder EU-<br />

Staatsbürgerschaft oder schweizerische Staatsangehörigkeit<br />

(Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen)<br />

■ Vollendung des 18. Lebensjahres<br />

■ Keine Gewerbeausschlussgründe (wie z. B. Verurteilung<br />

wegen betrügerischer Krida, bestimmte<br />

Finanzstrafdelikte, Nichteröffnung der Insolvenz<br />

wegen eines zur Deckung der Insolvenzkosten<br />

nicht ausreichenden Vermögens)<br />

■ Vorhandensein eines geeigneten Standortes für<br />

die Ausübung des Gewerbes<br />

Finanzierung<br />

Neben der eigentlichen Geschäftsidee ist auch das<br />

Vorhandensein von Kapital eine Grundvoraussetzung<br />

für den Erfolg eines zu gründenden Unternehmens.<br />

In dieser Hinsicht sollten Sie Folgendes bedenken:<br />

Kapitalbedarf<br />

In der Anlaufphase eines neu gegründeten Unternehmens<br />

können unerwartet hohe Kosten auf den<br />

Gründer zukommen. Um in dieser Phase die Liquidität<br />

und den Fortbestand des Unternehmens zu<br />

sichern, ist es notwendig, den Kapitalbedarf genau<br />

zu ermitteln.<br />

Investitionen, die im Zuge einer Betriebsgründung<br />

zu leisten sind, betreffen in erster Linie Investitionen<br />

in das Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Gebäude,<br />

Maschinen, Fahrzeuge und Büroausstattung). Bei<br />

der Ermittlung des Kapitalbedarfs müssen Nebenkosten<br />

wie Grunderwerbssteuer, Notariatskosten,<br />

Gebühren und Kosten der Kapitalbeschaffung beinhaltet<br />

sein. Weiters sollte eine Reserve von etwa zehn<br />

Prozent aufgeschlagen werden.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Besonders in der Anfangsphase eines Unternehmens<br />

können die laufenden Kosten oft die Einnahmen<br />

übersteigen. Dies ist davon abhängig, ob in der jeweiligen<br />

Branche Zahlungsziele üblich sind oder ob die<br />

Bezahlung der Waren und Dienstleistungen sofort<br />

erfolgt. Folgende Positionen sind bei der Ermittlung<br />

des Betriebsmittelbedarfs zu berücksichtigen:<br />

■ Außenstände<br />

■ Personalkosten<br />

■ Miete<br />

■ Büro- und Verwaltungskosten<br />

■ Energiekosten<br />

■ Fahrzeugkosten<br />

■ Zinsen<br />

■ notwendige Privatentnahmen<br />

Planen Sie eine ausreichende Reserve ein. Denken<br />

Sie an möglicherweise „Unvorhersehbares“. Reduzieren<br />

Sie Ihren Betriebsmittelbedarf durch sofortige<br />

Rechnungslegung, rationelle Lagerhaltung, konsequente<br />

Zahlungsüberwachung und durch ein<br />

geordnetes Mahnwesen.<br />

Kapitalbeschaffung<br />

1. Eigenkapital<br />

Nach Ermittlung des Kapitalbedarfs berechnen Sie,<br />

welchen Teil Sie davon selbst aufbringen können.<br />

Machen Sie eine detaillierte Aufstellung über Bargeld,<br />

Sparguthaben und Sachwerte, die Sie in das<br />

Unternehmen einbringen können. Um den Eigenkapitalanteil<br />

zu erhöhen, können Sie einen Partner<br />

für Ihr Unternehmen gewinnen, der mitinvestiert<br />

und mitarbeitet. Eventuell kommt auch die Beteiligung<br />

eines stillen Gesellschafters (Teilhabers) in<br />

Frage, der sich nur mit einer Kapitaleinlage am<br />

Unternehmen beteiligt.<br />

2. Fremdkapital<br />

Fremdkapital wird in erster Linie durch Kredite aufgebracht.<br />

Folgende Hauptgruppen von Krediten<br />

sind zu unterscheiden:<br />

■ Investitionskredit<br />

■ Leasing<br />

■ Kontokorrentkredit<br />

9


10<br />

Förderungen: Bei zahlreichen Stellen warten<br />

Zuschüsse und Förderungen auf Neugründer und<br />

Betriebsnachfolger – sie müssen nur abgeholt werden<br />

Förderungen<br />

Die Zahl der Jungunternehmer steigt von Jahr zu<br />

Jahr. Zahlreiche Fördermodelle unterstützen neu<br />

gegründete und auch bestehende Unternehmen<br />

auf Bundes-, Landes-, teilweise auch auf Gemeindeebene.<br />

Beachten Sie aber, dass Möglichkeiten<br />

und Arten der Förderungen immer im Einzelfall<br />

abzuklären sind. Einen Überblick über die Möglichkeiten<br />

bietet die Förderdatenbank der Wirtschaftskammern:<br />

http://wko.at/foerderungen.<br />

Oder kommen Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch<br />

in Ihre Wirtschaftskammer oder zu<br />

Ihrer Bank.<br />

Folgende Förderungen können Sie bekommen:<br />

■ Zuschüsse: für das Ansparen von Eigenkapital,<br />

für Investitionen, Beihilfen<br />

■ Günstige Kredite: durch nach oben gedeckelte<br />

Zinsen<br />

■ Bürgschaften und Garantien: Übernahme von<br />

Bürgschaften für Kredite und Garantien für Beteiligungen<br />

mit Eigenkapitalcharakter<br />

■ Geförderte Beratung und Information: kostenlose<br />

Informationen, Gründungs- und Rechtsberatung,<br />

Zuschüsse zu Beratungsleistungen externer<br />

Unternehmensberater<br />

■ Befreiung von bestimmten Gebühren und Abgaben:<br />

gilt sowohl für Neugründer als auch für<br />

Betriebsübernehmer<br />

Überblick über Förderungen<br />

Zuschüsse, Zinsen,<br />

Haftungsübernahmen<br />

Bundesweite Förderungen<br />

aws/WKO (Gründungs-/Nachfolgebonus)<br />

Wer plant, in der Zukunft ein Unternehmen zu gründen<br />

oder zu übernehmen, kann bereits mit dem<br />

Ansparen von Eigenkapital beginnen. Gemeinsam<br />

sorgen aws (Austria Wirtschaftsservice) und WKO<br />

(Wirtschaftskammern Österreich) dafür, dass es bei<br />

der Gründung oder Übernahme eine Prämie von<br />

14 Prozent auf das angesparte Geld gibt. Das kön-<br />

nen bis zu 8.400 Euro sein.<br />

Voraussetzungen:<br />

■ Das Geld muss mindestens über einen Zeitraum<br />

von zwölf Monaten angespart und daher mindes -<br />

tens ebenso lange vorher angemeldet werden.<br />

■ Angespart werden kann maximal sechs Jahre lang.<br />

■ Maximal gefördert wird ein Guthaben von<br />

€ 60.000 ,–, pro Jahr können maximal € 25.000,–<br />

angespart werden.<br />

■ Sie gründen ein gewerbliches Unternehmen mit<br />

weniger als 50 Mitarbeitern und max. 10 Mio.<br />

Euro Umsatz.<br />

■ Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />

sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />

■ Die Sparform ist frei wählbar, ausgenommen sind<br />

bereits geförderte Sparformen wie etwa das Bausparen.<br />

■ Wer sich für den Gründungsbonus anmeldet, geht<br />

kein Risiko ein: Entscheiden Sie sich, doch kein<br />

Unternehmen zu gründen, bekommen Sie die normalen<br />

Sparkonditionen, nur eben keine Prämie.<br />

Infos und Anmeldung:<br />

www.gruendungsbonus.at oder<br />

www.nachfolgebonus.at<br />

aws-Jungunternehmerförderungsaktion<br />

Diese Förderung des aws richtet sich an Personen, die<br />

kleine Unternehmen neu gründen oder übernehmen<br />

wollen. Ausgenommen sind Unternehmen der Tourismus-<br />

und Freizeitwirtschaft (Förderung über die<br />

Österreichische Hotel- und Tourismusbank).<br />

Voraussetzungen:<br />

■ Die Förderung beträgt bis zu zehn Prozent (Stand:<br />

November 2008).<br />

■ Es werden Investitionen in Höhe von maximal<br />

€ 300.000,– gefördert, der maximale Zuschuss<br />

beträgt somit € 30.000,–.<br />

■ Die Kreditzinsen für die finanzierenden Banken<br />

sind nach oben begrenzt.<br />

■ Bei Betriebsübernahmen ist zwischen Neuinves -<br />

titionen und Kosten der Übernahme zu unterscheiden<br />

(Förderung von Betriebsübernahmen bzw. dem<br />

Anschaffen von Betriebsmitteln nur in Form von<br />

Bürgschaften, Haftung der aws: bis zu 80 Prozent


des Kreditbetrags für Investitionskredite und Kredite<br />

für Unternehmensübernahmen. Max. bis zu<br />

€ 600.000,–, für Betriebsmittelkredite bis zu max.<br />

€ 300.000,–.)<br />

■ Berechtigt sind Personen, die weder selbstständig<br />

sind noch es in den letzten fünf Jahren waren.<br />

■ Antragstellung: innerhalb von drei Jahren ab<br />

Gründung bzw. Übernahme möglich (über Ihre<br />

Bank bzw. bei Eigenmitteln direkt an das aws).<br />

Infos: www.awsg.at<br />

Weitere bundesweite Förderungen<br />

■ Gründungsbeihilfen des Arbeitsmarktservice<br />

(AMS): Über ein eigenes Unternehmensgründungsprogramm<br />

(UGP) werden arbeitslose Personen<br />

unterstützt, die beabsichtigen sich selbstständig<br />

zu machen. Infos: www.ams.at<br />

■ Akademische, innovative Unternehmensgründungen:<br />

Förderaktion AplusB (Academia plus<br />

Business). Infos: www.ffg.at/aplusb<br />

■ KMU-Innovationsförderung „Unternehmensdynamik“,<br />

max. € 750.000,–/Jahr geförderte<br />

Investition. Infos: www.awsg.at<br />

■ aws-Mikrokredit für kleine Unternehmen. Projektgröße<br />

max. € 30.000,–. Infos: www.awsg.at<br />

■ aws-Eigenkapitalgarantien: Das Programm soll<br />

Anreize für private Investoren schaffen, sich mit<br />

Info<br />

Unter http://wko.at/foerderungen können Sie sich<br />

einen ersten Überblick über mögliche Förderungen<br />

verschaffen. Ebenfalls hlifreich ist die Seite der Austria<br />

Wirtschaftsservice GmbH, www.awsg.at<br />

Beachten Sie bitte:<br />

■ Förderansuchen müssen immer VOR der Investition<br />

gestellt werden!<br />

■ Förderungen sind nichts anderes als eine<br />

Unterstützung Ihres Finanzierungsvorhabens.<br />

Doch sie sind nie ausschlaggebend dafür,<br />

ob Sie Ihre Idee umsetzen oder nicht!<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Risikokapital an neu gegründeten und jungen<br />

Unternehmen zu beteiligen. Infos: www.awsg.at<br />

■ aws Double-Equity-Garantiefonds nach einer<br />

Idee der Jungen Wirtschaft Österreich. Ab einer<br />

Projektgröße von € 25.000,–. Infos: awsg.at<br />

■ JungunternehmerInnen Förderungsaktion,<br />

Zuschuss von bis zu 10 Prozent für Investitionen<br />

bis max. € 300.000,–, max. Zuschuss € 30.000,–<br />

■ ERP-KMU-Programm: Auch für Anbieter von<br />

E-Business-Dienstleistungen. Kreditleistungen<br />

ab 0,35 Mio. Euro bis max. 7,5 Mio. Euro<br />

■ Über weitere spezielle Förderungen informieren<br />

Sie sich unter www.awsg.at oder<br />

www.wko.at/foerderungen<br />

Landesspezifische Förderungen<br />

Auch die Länder unterstützen Unternehmer durch<br />

Zuschüsse, Darlehen oder Garantien, teilweise auch<br />

die Gemeinden. Erkundigen Sie sich bei den jeweiligen<br />

Landesstellen und auf deren Internet-Seiten.<br />

Auch die Austria Wirtschaftsservice GmbH und die<br />

Wirtschaftskammer listet zahlreiche länderspezifische<br />

Förderungen auf.<br />

Infos: www.awsg.at, www.wko.at<br />

Befreiung von Gebühren und Abgaben<br />

Das Neugründungsförderungsgesetz macht es möglich:<br />

Unter bestimmten Voraussetzungen sind<br />

sowohl Neugründungen als auch Betriebsübertragungen<br />

von bestimmten Abgaben und Gebühren<br />

befreit.<br />

Gefördert werden:<br />

■ Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben<br />

■ Grunderwerbssteuer<br />

■ Gerichtsgebühren für die Eintragung in das Firmenbuch<br />

■ Gerichtsgebühren für die Eintragung in das<br />

Grundbuch<br />

■ Gesellschaftssteuer<br />

■ Lohnnebenkosten<br />

■ KFZ-Ummeldung<br />

Nähere Infos: http://wko.at/foerderungen<br />

11


Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> I Service für Mitglieder<br />

Hilfe<br />

12


02Die<br />

<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation der<br />

Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> ist die<br />

offizielle Interessenvertretung der<br />

<strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche.<br />

Und wir sind immer für Sie da.<br />

Ihre <strong>Fachgruppe</strong><br />

Das ist Ihr Team<br />

Mag. Michael Himmer,<br />

<strong>Fachgruppe</strong>nobmann<br />

Dr. Peter Drössler,<br />

<strong>Fachgruppe</strong>nobmannstellvertreter<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> vertritt<br />

folgende Berufsgruppen:<br />

■ Werbeagenturen<br />

■ Multimedia-Agenturen<br />

■ Werbetexter<br />

■ Werbearchitekten<br />

■ Werbegrafik-Designer<br />

■ Werbemittelhersteller<br />

■ Werbemittelverteiler<br />

■ PR-Berater<br />

■ Markt- und Meinungsforscher<br />

■ Ankündigungsunternehmen<br />

■ Adressverlage und Direktwerbeunternehmen<br />

■ <strong>Werbung</strong>svertreter<br />

■ Event-Agenturen<br />

■ Sponsoring-Agenturen<br />

Unsere Aufgaben<br />

Zu den Aufgaben der <strong>Fachgruppe</strong> zählen neben der<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Gen.-Dir. Kommerzialrat<br />

Karl Javurek, <strong>Fachgruppe</strong>nobmann-Stv.<br />

Dr. Manfred<br />

Pichelmayer,<br />

Geschäftsführer<br />

Betreuung der Mitglieder in allen fachlichen bzw.<br />

branchenspezifischen Angelegenheiten unter anderem<br />

die umfassende Information der Mitglieder über<br />

Neuerungen in der Branche und am Markt, gezieltes<br />

Lobbying auf nationaler und internationaler Ebene,<br />

die Mitgestaltung von Gesetzen wie zum Beispiel die<br />

Begutachtung von Entwürfen für Bundes- bzw. Landesgesetze<br />

und Verordnungen, die InteressenvertretunggegenüberdenSozialpartnern,dieAusverhandlungvonKollektivverträgensowiedieVertretungvon<br />

Wirtschaftsinteressen in staatlichen und halbstaatlichen<br />

Einrichtungen wie Fonds, Kommissionen, Ausschüssen<br />

und Fachbeiräten sowie beim Arbeits- und<br />

Sozialgericht <strong>Wien</strong>.<br />

Ein Beispiel für das Engagement der <strong>Fachgruppe</strong> ist<br />

die Kampagne zur Abschaffung der Werbeabgabe:<br />

IneinemerstenSchrittwurdederenSenkungerreicht;<br />

In weiterer Folge wird die ersatzlose Abschaffung<br />

ebenso gefordert wie eine Werbeausgaben-Zuwachs-<br />

13


prämie. Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

<strong>Wien</strong> stellt mit über 8.000 Mitgliedern<br />

einen gewichtigen Teil aller österreichischen Mitgliedsbetriebe<br />

aus der Werbe- und Kommunikationsbranche.<br />

Entsprechend groß ist der Stellenwert<br />

der <strong>Wien</strong>er <strong>Fachgruppe</strong>.<br />

Wir sind Sie. Sie sind Wir.<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> – wer ist das? Zu<br />

allererst SIE. Gemeinsam mit über 8.000 <strong>Wien</strong>er<br />

Werbe- und Kommunikationsunternehmen aus<br />

14 Berufsgruppen. Und wir sind gemeinsam stark –<br />

<strong>Wien</strong> ist die Nummer eins in Österreichs Kommunikationswirtschaft.<br />

Ein wesentlicher Anteil aller<br />

Betriebe der Kommunikationswirtschaft hat ihren<br />

Sitz hier in der Hauptstadt.<br />

Wir vertreten Ihre Interessen, wir fördern Sie, wir<br />

fordern für Sie. Wir sind Ihre Stimme gegenüber<br />

Politik und Gesetzgeber genauso wie Ihre Serviceorganisation.<br />

Die Palette an Förderungen und Forderungen<br />

finden Sie auf dieser und der folgenden<br />

Seite.<br />

Was gibt es Neues für Sie?<br />

■ Es gibt einen neuen, modernen Kollektivvertrag<br />

für die <strong>Wien</strong>er Kommunikationsbranche.<br />

■ Die Diskussion über die Zukunft des Kommunikationsstandorts<br />

<strong>Wien</strong> kommt in Gang.<br />

■ Schluss mit Werbeverboten<br />

Wenn Sie noch mehr wissen wollen, klicken Sie auf<br />

unsere Website www.werbungwien.at<br />

Was wir Ihnen bieten –<br />

unser Service für Sie<br />

Kostenloses Versicherungsservice<br />

Ihr Sicherheitsnetz: Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />

Unfallversicherung und Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung<br />

für Mitglieder, mit<br />

Helvetia und <strong>Wien</strong>er Städtische als starke Partner<br />

(nachMaßgabederjeweilsgeltendenVersicherungsbedingungen)<br />

um lediglich zehn Euro pro Jahr.<br />

Kostenloses Anwaltsservice<br />

Ihr Recht: Eine kostenlose Rechtsberatungseinheit<br />

proQuartalbeieinemrenommiertenRechtsanwalt.<br />

Kostenloses Steuerservice<br />

Beratung und Formulare.<br />

Top-Weiterbildung gratis<br />

IhrVorsprung:Kontinuierlichwerdenvonder<strong>Fachgruppe</strong><br />

gratis Weiterbildungsseminare angeboten,<br />

14<br />

die für alle Mitglieder frei zugänglich sind.<br />

Handbuch „<strong>Werbung</strong> in <strong>Wien</strong>“ – Ihr Überblick<br />

Umfassendes Nachschlagewerk kostenlos für alle<br />

Mitglieder.<br />

MANZ Handbuch „Werbebeschränkungen“<br />

Kostenlos für Mitglieder.<br />

Servicebroschüre „Praxistipps Werberecht“<br />

Worauf Agenturen und GrafikdesignerInnen achten<br />

müssen, um Rechtsfallen zu entgehen.<br />

Was wir für Sie leisten –<br />

unsere Aufgaben<br />

Info & Service für Mitglieder<br />

Im Daily Business: Betriebsgründung, Neugründungsförderung,<br />

arbeitsrechtliche und kollektivvertragliche<br />

Beratung, Betreuung von Sonderprojekten,<br />

Kampagnen, Koordination fachgruppenübergreifender<br />

Aktivitäten innerhalb der Sparte Information<br />

und Consulting u. v. m.<br />

Gesetze mitgestalten<br />

Wie z. B. die Begutachtung von Entwürfen für Bundes-<br />

bzw. Landesgesetze und Verordnungen.<br />

Interessen vertreten<br />

Bei der Verhandlung von Kollektivverträgen. Bei<br />

staatlichenundhalbstaatlichenKommissionen,Ausschüssen<br />

und Fachbeiräten sowie beim Arbeits- und<br />

Sozialgericht <strong>Wien</strong>.<br />

Standort <strong>Wien</strong> stärken<br />

<strong>Wien</strong> hat alle Chancen als Medien- und Kommunikationsstandort.<br />

Die Politik muss die Chancen<br />

erkennen und die Branche bei ihrem Wachstum<br />

unterstützen. Die große Standortstudie der <strong>Fachgruppe</strong><br />

zum Thema gibt Aufschluss über die Bedingungen<br />

am Standort <strong>Wien</strong> und schafft die Fakten,<br />

mit denen wir Druck machen können.<br />

Gezieltes Lobbying<br />

Auf nationaler und internationaler Ebene über den<br />

Fachverband <strong>Werbung</strong> der WKÖ.<br />

Was wir für Sie wollen<br />

Weg mit der Werbeabgabe<br />

Die in Europa einzigartige Steuer wirft den Standort<br />

im Wettbewerb zurück.<br />

Stopp für Werbeverbote<br />

Werbeverbote sind Sprechverbote und einer freien<br />

Gesellschaft nicht weiter zumutbar. Die <strong>Fachgruppe</strong><br />

setzt mit einer Kampagne ein Zeichen dagegen.


Professionelle Vergabeverfahren<br />

Bei Aufträgen der öffentlichen Hand – keine Gratispräsentationen.<br />

Fitness für Jungunternehmer<br />

DieneueGenerationistderMotorfürIdeen–gerade<br />

in dieser Branche. Wir fördern die Neuen gezielt:<br />

etwa durch spezielle Workshops und Bildungsangebote.<br />

Gegen Gratis<br />

Die neue Online-Kampagne gegen Gratis-Präsentationen,<br />

Infos: www.gegen-gratis.at<br />

Qualitätszertifikat für<br />

Werbeagenturen<br />

Der Fachverband <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer Österreich hat eine<br />

Qualitätsoffensive für österreichische Werbeagenturen<br />

ins Leben gerufen. Es wurde ein Modell zur<br />

freiwilligen Zertifizierung von Werbeagenturen<br />

geschaffen, das besonders qualifizierten Unternehmen<br />

einen besseren Marktauftritt ermöglicht und<br />

potenziellen Kunden eine Hilfestellung zur Marktorientierung<br />

bietet. Die Voraussetzungen zur<br />

CAAA-Zertifizierung sind unter<br />

www.fachverbandwerbung.at nachlesbar.<br />

Top-Adressen in <strong>Wien</strong><br />

Gewerbebehörde<br />

ist in <strong>Wien</strong> das Magistratische Bezirksamt:<br />

www.wien.gv.at/verwaltung<br />

Handelsgericht <strong>Wien</strong><br />

Marxergasse 1a, 1030 <strong>Wien</strong>, Tel. 01/515 28-0,<br />

Fax 01/515 28-576<br />

Parteienverkehr: Mo–Fr 8.30–12.30 Uhr<br />

Notariatskammerfür<strong>Wien</strong>,NÖundBgld.<br />

Landesgerichtsstraße 20, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/402 45 09-0, Fax 01/406 34 75<br />

kammer@notar.or.at, www.notar.at<br />

<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation <strong>Wien</strong>,<br />

Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-3791 und -3792<br />

werbungwien@wkw.at, www.werbungwien.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Rechtsanwaltskammer <strong>Wien</strong><br />

Rotenturmstraße 13, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/533 27 18-0, Fax 01/533 27 18-44<br />

office@rakwien.at, www.rakwien.at<br />

Sozialversicherungsanstalt der<br />

gewerblichen Wirtschaft (SVA)<br />

Wiedner Hauptstraße 84–86, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/546 54-0, Fax 01/546 54-385,<br />

www.sva.or.at<br />

<strong>Wien</strong>er Gebietskrankenkasse für<br />

Arbeiter und Angestellte (WGKK)<br />

<strong>Wien</strong>erbergstraße 15–19, 1100 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/601 22-0, Fax 01/602 46 13<br />

office@wgkk.at, www.wgkk.at<br />

Förderungen<br />

Ihre Ansprechstellen sind:<br />

Wirtschaftspolitische Abteilung der<br />

WKW, Förderreferat<br />

Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-1429 oder -1306<br />

Auskunft über Förderungsmaßnahmen (nationale<br />

Förderungen, EU-Förderungen, <strong>Wien</strong>er Förderungen)<br />

Kreditreferat der WKW<br />

Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />

Information über allgemeine Finanzierungsfragen,<br />

Auskunft über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />

(zinsgünstige Kredite, Zinsenbeihilfe,<br />

Förderungsbeiträge, Haftungseinrichtungen)<br />

<strong>Wien</strong>er Wirtschaftsförderungsfonds<br />

Ebendorferstraße 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/4000-8670<br />

info@wwff.gv.a, www.wwff.gv.at<br />

■ Anmeldestelle für das Gründungssparen<br />

■ Auskunft über Förderungsmöglichkeiten, insbes.<br />

Landesförderungen<br />

■ Einreichstelle für regionale Förderungsprogramme<br />

■ EURO INFO Center<br />

15


Service für Mitglieder<br />

Werber zu sein ist nicht immer einfach. Selbstständig<br />

zu sein noch weniger. So ehrlich muss man sein.<br />

Um sich im Dschungel der Angebote zurechtzufinden,<br />

nicht in potenzielle Fallen zu tappen, finanziell<br />

und rechtlich abgesichert zu sein, ist eine Mitgliedschaft<br />

in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation <strong>Wien</strong> von Vorteil.<br />

Die Interessenvertretung der Kreativbranche bietet<br />

ihren Mitgliedern eine breite Palette an Angeboten<br />

und Services: unter anderem einen kostenlosen<br />

Anwaltservice, hilfreiche Steuertipps von<br />

Profis, einen Versicherungsservice und zahlreiche<br />

Serminare zur persönlichen Fortbildung. Und das<br />

Beste daran: Die meisten sind für Mitglieder sogar<br />

kostenlos!<br />

Versicherungsservice<br />

Bereits ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit<br />

kann für ein Unternehmen schwerwiegende<br />

Probleme mit sich bringen, Aufträge können auf<br />

Grund einer Verletzung nicht termingerecht fertig<br />

gestellt werden. Ein Rundum-Schutz der <strong>Fachgruppe</strong><br />

gemeinsam mit den Versicherungsprofis<br />

der <strong>Wien</strong>er Städtischen und der Helvetia Versicherung(fürSchadensfällebisEnde2008galtnoch<br />

der Vertrag mit der Generali Versicherung) kostet<br />

nur zehn Euro im Jahr und schützt vor unerwarteten<br />

und unangenehmen Ausfällen und finanziellen<br />

Belastungen.<br />

Wie bereits in den Vorjahren wurde das maßgeschneiderte<br />

Versicherungspaket speziell auf die<br />

Bedürfnisse der Werbebranche abgestimmt. Neu<br />

im Paket enthalten ist die Unfallversicherung.<br />

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung<br />

der <strong>Wien</strong>er Städtischen<br />

Ihre Vermögensschadenhaftpflicht deckt die<br />

gesetzliche Haftpflicht gegenüber Dritten wegen<br />

Vermögensschäden aus Fehlern bei Entwicklung,<br />

Entwurf, Herstellung oder Verbreitung von Werbemitteln,<br />

für Produkte und Dienstleistungen in<br />

Bild, Schrift und Ton.<br />

16<br />

Betriebsunterbrechungs- und Unfallversicherung<br />

der Helvetia<br />

Die Betriebsunterbrechungsversicherung bietet<br />

Schutz bei vollständiger oder teilweiser Unterbrechung<br />

des Betriebes wegen Arbeitsunfähigkeit der<br />

den Betrieb leitenden Person infolge eines Unfalles,<br />

Krankheit, Quarantäne, eines Krankenhausaufenthaltes<br />

bzw. Nachbehandlung nach einem<br />

Unfall.VersicherungsschutzbestehtauchbeiSachschäden<br />

durch Brand, Blitzschlag (direkt oder indirekt),<br />

Explosion, Flugzeugabsturz, Einbruchdiebstahl<br />

und Vandalismus sowie durch Sturm, Hagel,<br />

Schneedruck, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch,<br />

Frost oder Austreten von Leitungswasser. Die<br />

Unfallversicherung unterstützt Sie im Falle einer<br />

dauernden Invalidität ab 25 Prozent als unmittelbarer<br />

Unfallfolge.<br />

Für diese Versicherungen gelten die jeweiligen<br />

Versicherungsbedingungen (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung,Betriebsunterbrechungsversicherung,<br />

Unfallversicherung), nachzulesen<br />

unter www.werbungwien.at.<br />

Eigene Versicherungs-Hotline<br />

Zur Aktivierung Ihrer Versicherung kontaktieren<br />

Sie die Hotline für Versicherungsfragen:<br />

Für die Vermögensschadenhaftpflicht:<br />

<strong>Wien</strong>er Städtische Versicherung AG<br />

Mag. Günther Stuifer<br />

Landesdirektion <strong>Wien</strong><br />

Obere Donaustraße 49–53, 1020 <strong>Wien</strong><br />

Tel. +43 (0) 50 350 21 077<br />

Fax +43 (0) 50 350 99 21 077<br />

Mobil +43 (0) 50 350 90 21 077<br />

g.stuifer@staedtische.co.at<br />

www.wienerstaedtische.at<br />

Für die Betriebsunterbrechung/Unfall:<br />

Helvetia Versicherungen AG<br />

Dr. Helmut Zeglovits<br />

Financial Services & Consulting<br />

Stiftgasse 6/9, 1070 <strong>Wien</strong><br />

Tel. +43 (0) 2236/37 97 02


Fax +43 (0) 2236/37 97 17<br />

Mobil +43 (0) 676/89 32 54 50<br />

zeglovits.office@speed.at<br />

www.helvetia.at<br />

Für Schäden, die sich bis<br />

31. 12. 2008 ereignet haben:<br />

Generali Versicherung AG<br />

Dkfm. Dietmar Lederer<br />

Tel. 0676/406 90 23<br />

dietmar.lederer@generali.at<br />

www.generali.at<br />

Anwaltsservice<br />

Ob Wirtschafts-, Wettbewerbs- oder Urheberrecht:<br />

Nur wenige können von sich behaupten,<br />

immer auf dem neuesten rechtlichen Stand zu<br />

sein, stets den Durchblick zu haben. Besonders für<br />

Selbstständige ist das ein Territorium, in dem es<br />

nicht immer einfach ist, sich zurechtzufinden.<br />

Selbst die Suche nach einem einfachen Mahnschreiben<br />

kann schon wertvolle Zeit kosten und<br />

am Ende doch nicht zum gewünschten Ergebnis<br />

führen.<br />

Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

<strong>Wien</strong> haben das Recht auf eine<br />

Beratung durch einen auf die Kommunikationsbranche<br />

spezialisierten Rechtsanwalt. Nach einer<br />

Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />

<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-<br />

3791 oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann<br />

außerdem in bestimmten Fällen Kostenersatz für<br />

INFO<br />

Sämtliche Informationen zu den (größtenteils kostenlosen)<br />

Services und Angeboten der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />

und Marktkommunikation <strong>Wien</strong> finden Sie auch im Internet<br />

unter www.werbungwien.at oder Sie erhalten telefonische<br />

Auskünfte unter 01/514 50-3791 oder -3792<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Für rechtliche Fragen<br />

steht Mitgliedern der<br />

kostenlose Anwaltsservice<br />

zur Verfügung<br />

eine umfassende Rechtsberatung geleistet werden.<br />

Zusätzlich bietet die <strong>Fachgruppe</strong> praktische PDF-<br />

Downloads zu neuen Gesetzesnovellen und anderen<br />

Rechtsfragen an.<br />

Mehr Infos auf www.werbungwien.at<br />

Steuerservice<br />

Zu viele Steuern sind schnell bezahlt, etwa durch<br />

zu hohe Steuervorauszahlungen. Gerade für<br />

junge Selbstständige können solche unnötigen<br />

Zahlungen schnell zur finanziellen Belastung werden.<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

<strong>Wien</strong> hilft unter anderem mit stets<br />

aktualisierten Steuerinformationen und umfangreichen<br />

Formularen zum Download. Für eine leichtere<br />

und angenehmere Zusammenarbeit mit dem<br />

Finanzamt sorgen Informationsblätter und<br />

Musteranträge. Downloads finden Mitglieder auf<br />

www.werbungwien.at.<br />

Praktische Tipps und Seminare zum Thema Steuern<br />

führt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

<strong>Wien</strong> gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers<br />

durch. Außerdem gibt es bereits im<br />

vorliegenden Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> zahlreiche<br />

Tipps zu Steuererleichterungen – zusammengestellt<br />

von der Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />

GmbH und Houf Wirtschaftsprüfer &<br />

Steuerberater GmbH. Siehe ab Seite 8<strong>7.</strong><br />

17


Weiterbildung<br />

Bereits mit Branchenliteratur wie dem vorliegenden<br />

Handbuch <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> sichern sich Mitglieder<br />

einen Informationsvorsprung. Zusätzlich<br />

empfiehlt die <strong>Fachgruppe</strong> aber nicht nur Angebote<br />

für die Aus- und Weiterbildung (von der Ausbildung<br />

für Grafik-Design, der Ausbildung zum<br />

Konzeptionisten oder Kontakter an der Werbe<br />

Akademie <strong>Wien</strong> bis zur Fachhochschule für Marketing<br />

& Sales).<br />

Gemeinsam mit Profis aus der Branche bietet die<br />

<strong>Fachgruppe</strong> auch selbst regelmäßig Seminare zu<br />

verschiedenen Themen an.<br />

Seminare der <strong>Fachgruppe</strong><br />

Folgende Seminare und Infoveranstaltungen hat<br />

die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

in den vergangenen Jahren abgehalten. Sie<br />

werden immer wieder angeboten. Details, Termine<br />

und Veranstaltungsorte entnehmen Sie dem<br />

regelmäßig an Mitglieder ausgesandten Headlineletter<br />

der <strong>Fachgruppe</strong>.<br />

Barrierefreie Kommunikation<br />

Prof. Dr. Klaus Miesenberger, Institut Integriert<br />

Studieren an der Johannes-Kepler-Universität<br />

Linz, Eva Papst, Obfrau von accessible media und<br />

DI Michael Stenitzer, <strong>Wien</strong>fluss information.design.solutions<br />

referierten unter anderem<br />

über die Themen Zugang, rechtliche Hintergründe,<br />

Umsetzung und Qualitätssicherung auf<br />

dem Weg in die schrankenlose Kommunikation.<br />

Rechtsfragen<br />

Im Rahmen einer Kooperation mit der Anwaltskanzlei<br />

Dr. Christian Nordberg, www.hbn-legal.at,<br />

war es möglich, betriebsspezifische Rechtsfragen<br />

zu klären. Sei es die Abfassung von Geschäftsbedingungen,<br />

die Überprüfung von Verträgen oder<br />

Fragen des Wettbewerbsrechts.<br />

Workshop Betriebsprüfung<br />

Experten von PricewaterhouseCoopers gaben<br />

18<br />

Tipps, wie man sich bei einer Betriebsprüfung<br />

verhalten soll.<br />

APA OTS Workshop<br />

APA-Workshop zum Thema „Pressearbeit“. Ziel<br />

des Workshops war die Erlernung des professionellen<br />

Umgangs mit Journalisten. Weiters wurden<br />

die richtige Erstellung einer Pressemappe, das<br />

Schreiben von Pressemitteilungen und der Ablauf<br />

von Pressekonferenzen erklärt.<br />

Crash-Kurs Agenturmanagement<br />

Mag. Martin Weinand, Zero Communication,<br />

referierte vor Vertretern junger Kommunikationsagenturen.<br />

Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“<br />

Im Grundlagen-Seminar „Mediaplanung“ lernten<br />

die Teilnehmer Kriterien für Mediaentscheidungen<br />

kennen und anzuwenden. Durch Vortrag<br />

und Übungen lernten sie die Trends der österreichischen<br />

Medialandschaft kennen und mit Mediazahlen<br />

und -begriffen zielsicher umzugehen.<br />

Inhalt: Entwicklung der Medialandschaft in Österreich,<br />

die wichtigsten Mediastudien, Mediabegriffe<br />

interpretieren, Stärken und Schwächen der<br />

einzelnen Mediengattungen, strategische Mediaplanung,<br />

Planung und Einkauf.<br />

Referentin: Herta Zink, Forum Mediaplanung<br />

Workshop „Financial Publishing und Investor<br />

Relations Events“<br />

Workshop zu Financial Publishing (Geschäftsbericht,<br />

Quartalsberichte, Nachhaltigkeitsbericht,<br />

diverse andere IR-Broschüren). Ausgewählte Investor<br />

Relations Events wie Hauptversammlung,<br />

Investors’ Day, Conference Calls.<br />

Vortragende: Mag. Marlene Binder, Cercle Investor<br />

Relations Austria<br />

Grundlagenseminar „Eventmanagement“<br />

Seminar zum Thema Eventmanagement. Ziel war<br />

es, die Grundlagen der Eventkonzeption und


In zahlreichen Seminaren geben Experten ihr<br />

Wissen an Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> weiter<br />

Anwaltsservice<br />

Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> haben das<br />

Recht auf eine Beratung durch einen auf die Kommunikationsbranche<br />

spezialisierten Rechtsanwalt. Nach<br />

einer Erstberatung durch die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />

<strong>Wien</strong> (Dr. Manfred Pichelmayer, Tel. 01/514 50-3791<br />

oder -3792, werbungwien@wkw.at) kann außerdem in<br />

bestimmten Fällen Kostenersatz für eine umfassende<br />

Rechtsberatung geleistet werden. PDF-Downloads zu<br />

neuen Gesetzesnovellen und anderen Rechtsfragen<br />

ergänzen das Angebot. Infos: www.werbungwien.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Organisation zu erlernen. Vortragender:<br />

DDr. Elmar Kickinger<br />

Workshop „Barrierefreies Web Design<br />

WCAG 2.0 – Hands on“<br />

Barrierefreiheit in der Kommunikation ist eines<br />

der Grundrechte der EU. In Österreich ist die barrierefreie<br />

Gestaltung von Webseiten seit 2008 verpflichtend.<br />

Im „Hands-on“-Seminar am PC konnten<br />

die Teilnehmer die Werkzeuge kennen lernen,<br />

mit denen Barrierefreiheit erreicht wird.<br />

Vorgestellt wurden die neuen WCAG 2.0 Richtlinien<br />

der EU durch Shadi Abou-Zara, WAI International<br />

Program Office Activity Lead, WC3 Evaluation<br />

& Repair Tools Working Group Chair. Er<br />

ist Mitentwickler der neuen Richtlinien.<br />

Anhand konkreter Websites wurden die Themen<br />

Barrierefreiheit, Fallen, Hindernisse, Behebung<br />

von Fehlern sowie Gestaltungsmöglichkeiten eingehend<br />

behandelt.<br />

Leitung: Eva Papst, Obfrau von WAI Austria und<br />

von Accessible Media und Mag. Wolfram Huber,<br />

web-tech coaching<br />

Professionell werben<br />

In den Abendcollegs der Werbe Akademie erfahren<br />

Sie alles rund um die <strong>Werbung</strong>, von der Strategie<br />

über die kreative Gestaltung bis zur Mediaplanung<br />

„above and below the line“.<br />

Nähere Informationen zu den Diplomlehrgängen<br />

<strong>Werbung</strong>, Kommunikationsmanagement, Mediaberatung,<br />

Dialogmarketing, Event- und Messemanagement<br />

finden Sie unter:<br />

www.werbeakademie.at oder telefonisch unter<br />

01/476 77-5252 oder -5255<br />

Ausschreibung des Staatspreises<br />

„Beste Lehr betriebe – Fit for Future“<br />

Unter dem Motto „Unsere Lehrbetriebe schaffen<br />

Zukunft“ wurde die „Fit for Future“-Auszeichnung<br />

2009 erstmals als Staatspreis vergeben. Das<br />

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit prämierte<br />

damit Österreichs beste Lehrbetriebe für<br />

19


Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit in der<br />

Lehrlingsausbildung. Am Wettbewerb konnten alle<br />

Unternehmen und Einrichtungen teilnehmen, die<br />

Lehrlinge ausbilden.<br />

Workshop „Sprechen für Kreative“<br />

Sprechen und Sprache haben im Bereich der <strong>Werbung</strong><br />

und der kreativen Umsetzung von Marketingideen<br />

einen besonders hohen Stellenwert. Aus diesem<br />

Grund lud die <strong>Fachgruppe</strong> zum Workshop<br />

„Sprechen für Kreative“ mit Peter Strauß ein. Peter<br />

Strauß ist ein Fachmann auf dem Gebiet der Sprachbeherrschung,<br />

er verfügt über Diplome für Schauspiel<br />

und Regie und hat die Hochschule für Musik<br />

und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg<br />

besucht.<br />

„Souverän präsentieren“ –<br />

Crash-Seminar für Werber<br />

Häufig entscheidet bei Auftragserteilung durch<br />

Kunden nicht nur der Inhalt, sondern auch die Professionalität<br />

einer Präsentation.<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong> bot daher ein Crash-<br />

Seminar über professionelle Präsentationstechniken<br />

an.<br />

20<br />

WERBUNG & RECHT<br />

Das Buch „Werbebeschränkungen. Was erlaubt<br />

und was verboten ist.“ (Manz Verlag, 2009) können<br />

Mitglieder der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

kostenlos beziehen. Das Handbuch liefert<br />

eine umfassende Übersicht über Werbeverbote<br />

und -beschränkungen.<br />

Bestellung für Mitglieder: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-3791 oder -3792<br />

werbungwien@wkw.at<br />

Bestellung für Nicht-Mitglieder: www.manz.at<br />

Colleg „Mediaberatung“<br />

Der Verein Forum Mediaplanung bot in Kooperation<br />

mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong> wieder<br />

den Fachlehrgang „Mediaberatung“ an. Dieser<br />

zweisemestrige Lehrgang ist die einzige Aus- und<br />

Weiterbildung in Österreich mit dem Fokus auf das<br />

Thema „Media“. Weitere Informationen unter<br />

www.forummediaplanung.at<br />

Workshop Investor Relations<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> organisierte mit C.I.R.A. (Cercle<br />

Investor Relations Austria) einen Workshop zum<br />

Thema Investor Relations. Ziel war es, interessierten<br />

Mitgliedern der <strong>Fachgruppe</strong> die Disziplin „Investor<br />

Relations“ und die Agenden der Investor Relations<br />

Manager in börsenotierten Unternehmen<br />

näher zu bringen, Schnittstellen zwischen Kommunikationsberatern<br />

und Investor Relations Managern<br />

zu definieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit<br />

und Beratungstätigkeit aufzuzeigen.<br />

Infos: www.cira.at<br />

Europäischer Workshop Alkoholwerbung<br />

<strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke steht in einem<br />

besonderen gesellschaftlichen Spannungsfeld. Gute<br />

<strong>Werbung</strong> für alkoholische Getränke braucht besonderes<br />

Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein<br />

in Konzeption und Strategie.<br />

Referenten: Dominic Lyle, EACA, Brüssel; Helmut<br />

Wagner, Experte für Alkoholmarketing, Brüssel<br />

Seminar „Einführung in die Medienarbeit“<br />

Das Seminar Medienarbeit zeigte die Macht bundesweiter,<br />

regionaler und lokaler Medien auf und<br />

gab Einblick, wer dabei gewinnt und wer verliert.<br />

Das Seminar beschäftigte sich zudem mit den Spielregeln<br />

der Medienbranche und wer wen wie beeinflussen<br />

möchte. Es vermittelte den Teilnehmern,<br />

was Medien und was Journalisten wollen. Und es<br />

verhalf den Teilnehmern dazu, sich darüber klar<br />

zu werden, was sie von Medien wollen und was sie<br />

den Medien bieten können.<br />

Darauf aufbauend beschäftigte sich das Seminar<br />

ausführlich damit, welche Medien Sie ansprechen


wollen und warum. Zu den weiteren Schwerpunkten<br />

des Seminars gehörte, wie Sie Medienkontakte<br />

systematisch aufbauen können, wann welche<br />

Medienveranstaltung Sinn macht, wie Sie richtig<br />

reagieren, wenn Journalisten Sie telefonisch oder<br />

persönlich interviewen wollen und was Medien von<br />

einer Pressestelle bzw. einer PR-Agentur erwarten.<br />

Referent: Mag. Erwin Frasl, Media Consulting<br />

Mehr Infos zu Krediten<br />

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Art von Kredit<br />

für Sie in Frage kommt oder eine Bank Ihr Kreditansuchen<br />

abgelehnt hat, wenden Sie sich an die<br />

Kredithotline der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong>. Die<br />

Finanzierungsexperten beraten Sie und geben<br />

Ihnen Tipps für weitere Kreditgespräche mit Banken.<br />

Kredithotline der WKW: 01/514 50-1020<br />

UNTERNEHMERTRAINING<br />

Die CD „Unternehmertraining“ ist für Mitglieder<br />

kostenlos in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

<strong>Wien</strong> erhältlich. Die CD-Rom<br />

enthält das gesamte Text-Skriptum des Unternehmer-Trainings<br />

im platt form übergreifenden Adobe<br />

Acrobat ® -Format und ist als Nachschlagewerk und<br />

Arbeitshilfe für die tägliche Praxis konzipiert.<br />

Zusätzlich enthalten sind Musterblätter, Checklisten<br />

und Formulare, Links ins Internet sowie verschiedene<br />

Suchfunktionen.<br />

Systemvoraussetzungen: PC: Windows 98, Win NT4<br />

SP3, Win ME, Windows 2000 und höher, mindes -<br />

tens 8 MB RAM; Apple Macintosh: Mac OS X (Version<br />

10.3.3 empfohlen)<br />

Bestellung: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong><br />

Schwarzenbergplatz 14/306, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-3791, werbungwien@wkw.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Im Kreditreferat der WKW erhalten Sie Auskunft<br />

über die Inanspruchnahme von Förderungsmaßnahmen<br />

(zinsgünstige Kredite, Zinsenbeihilfe, Förderungsbeiträge,<br />

Haftungseinrichtungen)<br />

Kontakt: Stubenring 8–10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/514 50-1337 oder -1417<br />

EPU-Forum<br />

Das Forum Ein-Personen-Unternehmen der Wirtschaftskammer<br />

<strong>Wien</strong> unterstützt kleine Unternehmen,<br />

vor allen so genannte Ein-Personen-Unternehmen<br />

(EPU). Geboten werden etwa Vorträge und<br />

Workshops zu bestimmten Themen sowie exklusive<br />

Meeting-Räume zur kostenlosen Verwendung.<br />

Eine Kinderbetreuung kann um einen Euro pro<br />

Stunde und Kind dazugebucht werden.<br />

Infos: www.forumepu-wkw.at<br />

Das EPU-Forum der Wirtschaftskammer bietet exklusive<br />

Meeting-Räume kostenlos an<br />

21<br />

Symbolfoto


Frischer Wind<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

ist nicht nur zentrale Servicestelle für alle Mitglieder,<br />

sondern setzt sich auch als Interessenvertretung<br />

für die Anliegen der Unternehmer ein. So<br />

hat der neu gewählte Vorstand in den vergangenen<br />

Monaten ein Programm entwickelt, das nun im<br />

Interesse der Mitglieder umgesetzt wird.<br />

Dialog im Mittelpunkt<br />

„Ein ganz zentrales Anliegen ist es für uns, viel stärker<br />

als bisher mit den einzelnen Mitgliedern in Dialog<br />

zu treten“, sagt <strong>Fachgruppe</strong>nobmann Mag.<br />

Michael Himmer. Als erster Schritt in diese Richtung<br />

wird nun die Website der <strong>Fachgruppe</strong><br />

www.werbungwien.at neu konzipiert.<br />

Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt,<br />

die bis zum <strong>Fachgruppe</strong>ntag im Herbst eine<br />

„Web 2.0-fähige“ Kommunikationsplattform online<br />

stellen wird. Das wichtigste Kommunikationsmittel<br />

der <strong>Fachgruppe</strong>, die Website, soll dann, als modernisierte<br />

Kommunikationsplattform, als wichtige operative<br />

Basis für eine Reihe weiterer Vorhaben dienen.<br />

Folgende Themen stehen für uns im Mittelpunkt:<br />

Vorhaben der <strong>Fachgruppe</strong><br />

Bewertung von Agenturleistungen<br />

Qualität hat ihren Preis, das ist klar, doch sie zu<br />

erkennen und richtig zu bewerten ist auch eine<br />

Know-how-Frage. Hierfür will die <strong>Fachgruppe</strong> in<br />

absehbarer Zeit praktikable Lösungen anbieten.<br />

„Im kompetitiven und unübersichtlichen Werbeund<br />

Kommunikationsmarkt wollen wir für Agenturen<br />

und Kunden Hilfsmittel entwickeln, um bei der<br />

Bewertung von kommunikativen Dienstleistungen<br />

zusammenzufinden“, sagt Mag. Michael Himmer.<br />

Werbeausgabenzuwachsprämie<br />

Die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

setzt sich schon seit längerer Zeit für die Einführung<br />

dieser Prämie ein. Die richtigen und erforderlichen<br />

Maßnahmen zur Einführung der geforderten<br />

Prämie sollen weiter an den richtigen politischen<br />

Stellen mit Nachdruck vorangetrieben werden.<br />

22<br />

Marktgerechte Vergabe- und<br />

Ausschreibungsrichtlinien<br />

Ziel der neuen <strong>Fachgruppe</strong>n-Führung ist es, für<br />

faire Marktbedingungen zu sorgen und Abhilfe für<br />

derzeit herrschende Missstände zu schaffen.<br />

Nein zu Gratispräsentationen<br />

Gegen die Unsitte der Gratispräsentationen hat die<br />

<strong>Fachgruppe</strong> mit der Kampagne „Gegen Gratis“<br />

schon viel unternommen.<br />

Zusätzlich soll nun die neue Online-Plattform<br />

www.gegen-gratis.at spürbaren medialen Druck auf<br />

Auftraggeber ausüben, die den Wert von Kreativleistungen<br />

nicht anerkennen wollen. Ziel ist es, das<br />

Bewusstsein für den Wert von Kreativität zu steigern,<br />

denn Kreativität ist nicht umsonst.<br />

„Kreative Leistung muss, auch wenn sie nicht unmittelbar<br />

in Anspruch genommen wird, zukünftig ausreichend<br />

honoriert werden“, sagt Obmann-Stellvertreter<br />

Dr. Peter Drössler.<br />

Qualitätsoffensive im Bereich der<br />

Marktforschung<br />

Ziel der <strong>Fachgruppe</strong> ist es, den Mitgliedern in<br />

Zukunft noch hilfreichere Informationen über den<br />

Werbemarkt und darüber hinaus zur Verfügung<br />

zu stellen.<br />

Bei all diesen Vorhaben stehen auch die Bedürfnisse<br />

der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und<br />

Mikrobetriebe – sie machen die Mehrzahl der Mitglieder<br />

der <strong>Fachgruppe</strong> aus – im Mittelpunkt.<br />

„Geplant sind dazu unter anderem auch fachgruppen-<br />

und spartenübergreifende Maßnahmen und<br />

neue Veranstaltungsformate zur nachhaltigen<br />

Unterstützung von Ein-Personen-Unternehmen“,<br />

sagt <strong>Fachgruppe</strong>n-Obmann Mag. Michael Himmer.<br />

Für ihn ist auch klar, dass die erfolgreichen Services<br />

wie der Versicherungsservice, der Anwaltsservice<br />

sowie die Gratis-Bildungsangebote nicht<br />

nur weitergeführt, sondern auch ausgebaut werden<br />

sollen.


Networking <strong>Wien</strong>er Art<br />

<strong>Wien</strong> macht <strong>Werbung</strong>. Denn <strong>Wien</strong> ist Österreichs<br />

größter Kommunikationsstandort. In der Bundeshauptstadt<br />

treffen Werbefachleute auf Medienmacher<br />

und beweisen gemeinsam, dass ihre Branchen<br />

zu den dynamischesten Wirtschaftsbereichen<br />

zählen.<br />

65 Prozent EPUs<br />

Rund 50.000 Menschen in ganz <strong>Wien</strong> arbeiten in<br />

der Medienbranche. Die Hälfte der rund 2.000 <strong>Wien</strong>er<br />

Medienunternehmen wurde erst in den vergangenen<br />

zehn Jahren gegründet. 70 Prozent der<br />

Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter. Auch<br />

in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

dominiert die Gruppe der Klein- und Kleinst -<br />

unternehmen mit lokaler Orientierung. Rund 65<br />

Prozent aller Unternehmen in der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong><br />

und Marktkommunikation in <strong>Wien</strong> sind Ein-<br />

Personen-Unternehmen (EPUs).<br />

Lukrative Netzwerke<br />

Apropos EPUs: Gerade kleinere Unternehmen und<br />

Freiberufler sind auf Netzwerke angewiesen. Da<br />

kann beispielsweise auch das EPU-Forum der Wirtschaftskammer<br />

hilfreiche Dienste leisten. Denn wo<br />

sich Dienstleister der verschiedensten Disziplinen<br />

treffen, entstehen oft lukrative Netzwerke, von denen<br />

alle profitieren können. Denn jeder Werber braucht<br />

irgendwann einmal auch eine kompetente Buchhaltung<br />

und vielleicht braucht ja auch der Friseur<br />

von nebenan mal eine neue Werbestrategie. Vernetztes<br />

Denken ist also gefragt, wenn sich langfristig<br />

der Erfolg einstellen soll.<br />

Der Networking-Aspekt ist für das EPU-Forum an<br />

zentraler Stelle. So unterstützen spezielle Themenveranstaltungen<br />

und professionell ausgestattete<br />

Meeting-Räume, die kostenlos zu mieten sind,<br />

das Netzwerkmanagement der Ein-Personen-<br />

Unternehmer. Beamer, Laptop, kostenloses<br />

WLAN und ein zusätzliches Kinderbetreuungsangebot<br />

schaffen ein Umfeld, in dem es sich gut<br />

netzwerken lässt. Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen<br />

in Form von Schulungen, Vorträgen und<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Beratungen runden das umfangreiche Angebot<br />

des EPU-Forums ab.<br />

Mehr Infos: www.forumepu-wkw.at<br />

Netzwerken im Mediacluster: MQM<br />

Eines ist also klar: Wer sich kennt, macht lieber<br />

Geschäfte miteinander. Den Aufbau eines soliden<br />

Netzwerkes erleichtert in besonderer Weise ein<br />

Mediacluster, eine Konzentration mediennaher<br />

Unternehmen auf engstem Raum. Umgesetzt wird<br />

dieses Konzept in <strong>Wien</strong> mit dem „Media Quarter<br />

Marx“ (MQM) seit dem Jahr 2003. Kreative Köpfe<br />

treffen sich seitdem am Standort und bilden lukrative<br />

Netzwerke. Wie gut das funktioniert, beweisen<br />

die ersten beiden Objekte des Media Quarter Marx.<br />

2009 konnten im MQM2 auf insgesamt 1.200 m 2<br />

zahlreiche junge und interessante Medienunternehmen<br />

eine neue Heimat finden. „Das MQM wird<br />

der neue Kreativkern der österreichischen Medienlandschaft.<br />

Die Innovationsleader der Branche versammeln<br />

sich hier. Und das spürt man“, sagt Matthias<br />

Euler-Rolle von der „ER+Euler Rolle Media<br />

GmbH“ auf mediaquarter.at.<br />

Dritter Bauteil bis 2011<br />

Das Mediaquarter ist kein gewöhnlicher Bürostandort,<br />

sondern eine Art Themenstandort für alle<br />

Medienschaffenden und Kreativen. Vielfältige<br />

Akteure aus verschiedenen Bereichen der gleichen<br />

Branche schaffen in St. Marx ein Netzwerk, von<br />

dem alle Beteiligten profitieren. Dieses Netzwerk<br />

soll nun mit dem dritten Bauteil bis zum dritten<br />

Quartal 2011 weiter wachsen. Geplant ist ein weiterer<br />

hochmoderner Medienkomplex, der auf insgesamt<br />

35.000 m 2 Bruttogeschossfläche neue Chancen<br />

für die Medienbranche bieten soll. Auch Werber<br />

finden im MQM alles, was sie brauchen – topmoderne<br />

Infrastruktur und unbegrenztes Networking-<br />

Potenzial.<br />

Der Netzwerkgedanke hinter dem MQM wird<br />

zusätzlich durch die befruchtende Nachbarschaft<br />

zum Campus Vienna Biocenter und dem<br />

T-Center verstärkt.<br />

Infos: www.mediaquarter.at<br />

23


Bildungsangebote I Die neuen Kreativen I Wissenstest<br />

Wissen<br />

24


03<br />

Bildungsangebote<br />

In der Branche der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

gewinnt Professionalismus immer mehr an<br />

Bedeutung. Entsprechend steigt auch die Zahl der<br />

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Jahr zu<br />

Jahr. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.<br />

Universitäten<br />

Universität für angewandte Kunst<strong>Wien</strong><br />

Grafik und <strong>Werbung</strong><br />

Die Verbindung von Konzeption und Kreation<br />

steht im Zentrum des Studienzweigs Grafik und<br />

<strong>Werbung</strong> – mit dem Ziel, die Studierenden auf<br />

den dynamischen Arbeitsmarkt für kreative und<br />

beratende Werbeberufe in Theorie und Praxis<br />

optimal vorzubereiten. Das Lehrangebot umfasst<br />

die methodische Entwicklung von Ideen und deren<br />

Visualisierung, Techniken der werblichen Kommunikation,<br />

Typografie, Layout, Scribble, Illustration,<br />

Fotografie, Verpackungsgestaltung, Entwicklung<br />

von TV-Spots, Webdesign. Absolventen<br />

arbeiten als Grafiker, Texter oder Art Directors in<br />

führenden Werbeagenturen.<br />

Studiendauer: 8 Semester<br />

Institut für Design, Klasse für Grafik und <strong>Werbung</strong><br />

Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/711 33-2451, Fax -2089<br />

grafik.werbung@uni-ak.ac.at<br />

www.dieangewandte.at,<br />

www.grafikwerbung.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Wer sich regelmäßig weiterbildet,<br />

kommt rascher ans Ziel. Für Ihre<br />

persönliche Aus- und Weiterbildung<br />

finden Sie auf den folgenden Seiten<br />

viele Angebote an Studien, Lehrgängen<br />

und Seminaren.<br />

Grafik Design<br />

Schwerpunkte sind: konzeptionelles Denken und<br />

inhaltliche Recherche, Bewusstseinsbildung für globaleZusammenhänge,AusbildungpersönlicherVerantwortlichkeit<br />

für die Gestaltung unserer Umwelt.<br />

Grundanliegen des Studiums ist es, Studierende zu<br />

eigenständigen und verantwortungsvollen Gestalterpersönlichkeiten<br />

auszubilden, die in allen gegenwärtigen<br />

und zukünftigen Medien arbeiten und in<br />

künstlerischen Bereichen tätig sein können. Workshops<br />

und Vorträge nationaler und internationaler<br />

Experten bereichern das Studium auf handwerklicher,<br />

gestalterischer und intellektueller Ebene.<br />

Studiendauer: 8 Semester<br />

Institut für Design, Klasse für Grafik Design<br />

Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/711 33-2440, Fax -2449<br />

grafikdesign@uni-ak.ac.at www.klassekartak.com<br />

Uni <strong>Wien</strong> – Publizistik und<br />

Kommunikationswissenschaft<br />

Bakkalaureatsstudium<br />

Das Bakkalaureatsstudium dient der wissenschaftlichen<br />

Berufsvorbildung. Es werden insbesondere jene<br />

FähigkeitenundFertigkeitenvermittelt,diefürKommunikationsberufe<br />

in Praxisfeldern wie Journalismus<br />

(Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia),<br />

Öffentlichkeitsarbeit, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />

sowie der Medien- und Kommunikationsforschung<br />

erforderlich sind.<br />

Dauer: 6 Semester<br />

25


Große Auswahl: Bildungsangebote gibt es viele, aber nicht alle führen zum gewünschten Ziel<br />

Magisterstudium<br />

Das Magisterstudium dient der Vertiefung und<br />

Ergänzung der wissenschaftlichen Berufsvorbildung<br />

auf der Grundlage des Bakkalaureats. Weiters soll<br />

die Befähigung zu leitenden Tätigkeiten in Kommunikationsberufen<br />

erworben werden. Die Wahlfächer<br />

erweitern das Wissensangebot um die Bereiche<br />

Medien- und Kommunikationsmanagement,<br />

Medien- und Kommunikationsrecht und interpersonelle<br />

Kommunikation, Gruppen- und Organisationskommunikation.<br />

Das Studium kann nur nach<br />

erfolgreichem Abschluss des Bakkalaureats Publizistik<br />

und Kommunikationswissenschaft bzw. eines<br />

gleichwertigen Studiums begonnen werden.<br />

Dauer: 4 Semester<br />

Doktoratsstudium Publizistik und<br />

Kommunikationswissenschaft<br />

ZieldesDoktoratsstudiumsistderNachweisderBefähigung<br />

zur selbstständigen Bewältigung wissenschaftlicher<br />

Fragestellungen. In diesem Sinne ist eine<br />

Dissertation abzufassen, die neue wissenschaftliche<br />

Ergebnisse enthalten muss.<br />

26<br />

Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft:<br />

Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong><br />

www.univie.ac.at/Publizistik<br />

New Design University<br />

Privatuniversität der Kreativwirtschaft<br />

Die Privatuniversität der Kreativwirtschaft – besser<br />

bekannt als New Design University (NDU) – ist eine<br />

der jüngsten Universitäten Österreichs. Eigentümer<br />

und Initiator ist die Wirtschaftskammer NÖ. Im<br />

Dezember 2004 wurde die Fakultät für Gestaltung<br />

mit den Bachelorstudiengängen „Grafikdesign &<br />

mediale Gestaltung“ und „Innenarchitektur & 3D-<br />

Gestaltung“ sowie mit den Masterstudiengängen<br />

„Illustration & Printmedien“ und „Innenarchitektur<br />

& 3D-Gestaltung“ und dem offenen Masterstudiengang„Innovations-undGestaltungsprozesse“akkreditiert.<br />

Die Fakultät für Gestaltung entwickelt ein Profil, das<br />

sich zum einen grundlegender künstlerisch-handwerklicher<br />

Auseinandersetzung mit der Gestaltung<br />

auf höchstem Niveau widmet und parallel dazu den


Umgang mit den avanciertesten elektronischen Entwurfsmedien<br />

vermittelt. Zugleich fungiert die Fakultät<br />

für Gestaltung als Fundament und Quelle weiterer<br />

Entwicklungen.<br />

Der Brückenschlag vom Design zur Technik ist das<br />

konsequente Weiterführen einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie<br />

bis hin zur Wirtschaft. Mit der im<br />

September 2008 akkreditierten Fakultät für Technik<br />

wurde das Studienangebot für kreative junge Menschen<br />

um zwei neue Vollzeitstudiengänge in den<br />

Bereichen „Event Engineering“ sowie „Design Engineering“<br />

erweitert. Zukunftsthemen werden an der<br />

Schnittstelle zur Gestaltung umgesetzt.<br />

Bachelor-Studiengänge<br />

Grafikdesign & mediale Gestaltung<br />

Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />

Event Engineering<br />

Design & Architektur Technologie<br />

Master-Studiengänge<br />

Illustration & Printmedien<br />

Innenarchitektur & 3D-Gestaltung<br />

Innovations- & Gestaltungsprozesse<br />

Kosten: Bachelor: € 2.500,– pro Semester<br />

Master: € 3.500,– pro Semester<br />

New Design University<br />

Jacqueline Gritsch<br />

Mariazeller Straße 97,<br />

3100 St. Pölten,<br />

Tel. +43 (0) 2742/890-2418, Fax -2413<br />

office@ndu.ac.at<br />

Donau-Universität Krems<br />

Die Donau-Universität Krems ist auf postgraduale<br />

akademische Weiterbildung spezialisiert. Sie bietet<br />

exklusive Masterstudiengänge sowie verschiedene<br />

Lehrgänge und Seminare (sowohl für Personen mit<br />

akademischem Grad als auch ohne Abschluss), unter<br />

anderem in den Bereichen Wirtschafts- und Managementwissenschaften,<br />

Telekommunikation, Information<br />

und Medien, an. Neben hoher Qualität in Lehre,<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Forschung und Consulting sind Kundenorientierung<br />

und Praxisnähe die Markenzeichen des europäischen<br />

Modellprojekts.<br />

Interessierte können zwischen Lehrgängen und Seminaren<br />

in den Bereichen Kommunikation, IT und<br />

Medien (u. a. PR, Journalismus und Strategisches<br />

Informationsmanagement) wählen.<br />

Donau-Universität Krems<br />

Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems,<br />

Tel. +43 (0) 2732/893-6000, Fax -4000<br />

info@donau-uni.ac.at<br />

www.donau-uni.ac.at<br />

Akademien<br />

Werbe Akademie <strong>Wien</strong><br />

Fachlehrgang für Marktkommunikation<br />

Die berufsbildende Schule mit Öffentlichkeitsrecht<br />

bietet eine praxisorientierte Ausbildung für Berufe in<br />

der Kommunikationsbranche. Ziel ist es, jungen<br />

Menschen zwischen 18 und 24 Jahren eine fachspezifische<br />

Ausbildung zum/zur Kommunikationsfachmann/-frau<br />

zu bieten. Als Training on the Job ist<br />

zwischen dem 2. und dem 3. Semester ein vierwöchiges<br />

Praktikum verpflichtend. Voraussetzung ist ein<br />

Pflichtschulabschluss. Von allen Bewerbern ist ein<br />

Eignungstest am PC und ein persönliches Aufnahmegespräch<br />

zu absolvieren.<br />

Abschluss: Diplom der Werbe Akademie und<br />

Diplom der IAA (International Advertising Association)<br />

Kosten: € 1.890,– pro Semester, für das Studienjahr<br />

2010/2011, Materialkostenbeitrag € 350,– einmalig<br />

bei Studienbeginn für diverses Druck- und Präsentationsmaterial.<br />

Der Aufnahmetest kostet € 45,–.<br />

Dauer: 4 Semester<br />

Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />

Doris Filip<br />

Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/476 77-5254, Fax -5259<br />

filip@wifiwien.at, www.werbeakademie.at<br />

27


Fachausbildung für Grafik Design<br />

Die Werbe Akademie bietet grafisch begabten jungen<br />

Menschen (18–24 J.) eine maßgeschneiderte,<br />

kompakte Ganztagsausbildung zum Grafik-Designer.<br />

Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit,<br />

wofür Ateliers mit praxisgerechter Ausstattung zur<br />

Verfügung stehen. Die Studenten erwerben umfangreiches<br />

Spezialwissen über Design, Illustration,<br />

Schrift und Typografie, Text und Konzeption, <strong>Werbung</strong>,<br />

Video, Web-Design, Englisch und vieles mehr.<br />

Abschluss: Diplom der Werbe Akademie, WIFI-<br />

Abschlusszeugnis und Diplom der IAA (International<br />

Advertising Association)<br />

Kosten: € 2.190,– pro Semester inkl. Lehrbehelfe,<br />

Materialkostenbeitrag € 390,– für Präsentationstafeln<br />

etc. Der Aufnahmetest kostet € 45,–.<br />

Dauer: 4 Semester<br />

Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />

Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/476 77-5255, Fax -5259<br />

ingrid.weghofer@wifiwien.at<br />

www.werbeakademie.at<br />

Lehrgang „Professional in Advertising“ in<br />

Kooperation mit den FH<strong>Wien</strong>-Studiengängen<br />

der WKW<br />

Der Lehrgang „Akademischer Werbeexperte/Aka<br />

demische Werbeexpertin (Professional<br />

in Advertising)“ ist an ein 10-monatiges<br />

Traineeship bei ausgewählten Agenturen<br />

gebunden. Die Studierenden eignen sich an<br />

vier Agenturtagen pro Woche ihr praktisches<br />

Know-how an, an einem wöchentlichen Theorietag<br />

vermitteln Top-Referenten den zusätzlich<br />

nötigen Wissensbackground. Der 2-semestrige<br />

Lehrgang ist eine Eliteausbildung, die auf<br />

die Werbe Akademie oder vergleichbare Aus-<br />

28<br />

Akademien und Lehrgänge<br />

bereiten gezielt auf<br />

den Berufsalltag vor<br />

bildungen aufsetzt. Studierende erhalten von der<br />

Ausbildungsagentur ein monatliches Gehalt lt. aktuellem<br />

Kollektivvertrag (14 Mal).<br />

Kosten: € 3.500,– pro Semester<br />

Dauer: 10 Monate<br />

Information und Anmeldung/WKO (Lehrgangsort):<br />

WIFI <strong>Wien</strong>, Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Katharina Grasser,<br />

Tel. 01/476 77-5251, Fax -5259<br />

grasser@wifiwien.at, www.werbeakademie.at<br />

Abendcollegs für Berufstätige<br />

Für alle, die bereits in der Kommunikationsbranche<br />

oder im Marketing tätig sind und sich weiterbilden<br />

wollen, bietet die Werbe Akademie berufsbegleitende<br />

Diplomlehrgänge für Werbeberatung, Kommunikationsmanagement,<br />

Mediaberatung, Dialogmarketing,<br />

Eventmanagement und Online Marketing<br />

an.<br />

Die enge Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden<br />

DMVÖ, I.M.Austria, PRVA, IAB und F.M.P<br />

stellt sicher, dass die Lehrgänge der Werbe Akade-


mie den Ausbildungserfordernissen der Praxis entsprechen<br />

Abschluss: Diplom der Werbe Akademie<br />

Dauer: 2 –3 Semester<br />

Kontakt:<br />

Diplomlehrgänge Kommunikationsmanagement,<br />

Dialog Marketing, Eventmanagement, Online Marketing<br />

sowie Kompaktkurse und Workshops für die<br />

Werbebranche: Ursula Tarbuk,<br />

Tel. 01/476 77-5252, tarbuk@wifiwien.at<br />

Diplomlehrgang Mediaberatung: Ingrid Weghofer,<br />

Tel. 01/476 77-5255,<br />

ingrid.weghofer@wifiwien.at<br />

Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />

Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong><br />

www.werbeakademie.at<br />

bfi Akademie <strong>Wien</strong><br />

Lehrgang Integrierte Kommunikation<br />

Im Lehrgang Integrierte Kommunikation lernen<br />

Studenten Methoden und Tools strategischer Unternehmenskommunikation<br />

in der Praxis richtig einzusetzen<br />

und werden zu selbstständiger Arbeit mit<br />

besonderem Merkmal auf vernetztes Denken herangeführt.<br />

Das Erstellen von eigenen Kommunikationskonzepten<br />

bereitet die Teilnehmer zusätzlich<br />

optimal auf die Anforderungen im Berufsalltag vor.<br />

Die Ausbildung ist in zwei Stufen gegliedert: Grundstufe<br />

zum/zur Akademischen Kommunikationsmanager/Kommunikationsmanagerin<br />

und Aufbaustufe<br />

zum Master of Arts Integrierte Kommunikation:<br />

Grundstufe: € 2.300,– pro Semester, exkl. € 200,–<br />

Prüfungsgebühren<br />

Aufbaustufe: € 2.500,– pro Semester, exkl. € 200,–<br />

Prüfungsgebühren<br />

BZ-bfi <strong>Wien</strong>, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/811 78-10131, Fax -10118<br />

anmeldung.bat@bfi-wien.or.at<br />

www.bfi-wien.or.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Der Service Aus- und Weiterbildung<br />

bietet für unsere Mitglieder laufend<br />

Workshops und Seminare an“<br />

Dr. Elisabeth Czerwenka-Kulmon<br />

Geschäftsführerin COC, zuständig für<br />

Bildung bei der <strong>Werbung</strong> <strong>Wien</strong><br />

„<br />

Universitätslehrgänge<br />

Berufsbegleitend<br />

Uni <strong>Wien</strong> – Universitätslehrgang für Public<br />

Communication/Öffentlichkeitsarbeit<br />

Der postgraduale Universitätslehrgang bietet eine<br />

wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und berufsbegleitende<br />

Ausbildung in zentralen Bereichen der<br />

öffentlichen Kommunikation: Public Relations,<br />

Public Affairs, <strong>Werbung</strong>, Markt- und Meinungsforschung<br />

sowie Journalismus.<br />

Zugangsvoraussetzungen: Abgeschlossenes Studium<br />

oder eine gleichwertige Ausbildung und facheinschlägige<br />

Berufserfahrung. Die Aufnahme erfolgt<br />

aufgrund eines mehrstufigen Verfahrens (Verfassen<br />

eines Textes, Wissenstest, Anhörung), das jeweils<br />

Anfang Juli sowie Mitte September für das kommende<br />

Studienjahr stattfindet.<br />

Dauer des Lehrgangs: 4 Semester<br />

Lehrgangsbeitrag:1., 2., und 4. Semester: € 1.200,–,<br />

3. Semester: € 1.400,–.<br />

Die Gebühr für die kommissionelle Abschlussprüfung<br />

beträgt € 350,–.<br />

Abschluss: Master of Arts (MA)<br />

Postgradualer Universitätslehrgang „Public Communication“:<br />

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft,<br />

Universität <strong>Wien</strong>,<br />

Schopenhauerstraße 32, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/42 77-49334 (Nicole Behounek Bakk.)<br />

nicole.behounek@univie.ac.at<br />

oder 01/42 77-49341 (DDr. Julia Wippersberg)<br />

julia.wippersberg@univie.ac.at<br />

www.public-communication.at<br />

WU-<strong>Wien</strong> Universitätslehrgang für <strong>Werbung</strong> und<br />

Verkauf<br />

Der renommierte Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong> &<br />

Verkauf der WU Executive Academy startet im Oktober<br />

2010 mit einem neuem Programm. Das Curriculum<br />

wurde an die aktuellen Branchenanforderungen<br />

angepasst und bietet berufsbegleitend in nur<br />

18 Monaten eine fundierte und hochqualitative<br />

29


Weiterbildung in <strong>Werbung</strong>, Marketing und Verkauf.<br />

Der Lehrgang bietet Nachwuchskräften im Werbeund<br />

Marketingbereich eine fundierte Weiterbildung<br />

mit Qualitätskontrolle. Er ist für jene gedacht, die<br />

bereits über praktische Erfahrung in diesen Berufsfeldern<br />

verfügen und ihre Grundkenntnisse ausbauen<br />

wollen. Den Teilnehmern wird eine fundierte Ausbildung<br />

auf internationalem Niveau für den gesamten<br />

Bereich des Marketings geboten.<br />

Abschluss: Akademische/r Werbe- und Marketingkauffrau/Marketingkaufmann<br />

Dauer: 18 Monate, berufsbegleitend<br />

Gesamtkosten: ca. € 6.560,– (inkl. Prüfungsgebühren)<br />

Universitätslehrgang <strong>Werbung</strong> & Verkauf – WU<br />

Executive Academy, Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong><br />

UZA 4, Nordbergstraße 15, 1090 <strong>Wien</strong>, 6. Stock<br />

Kern B, Tel. 01/313 36-4612, Fax -904612<br />

werbung.verkauf@wu.ac.at<br />

www.werbelehrgang.at<br />

Fachhochschullehrgänge<br />

Fachhochschule <strong>Wien</strong><br />

Marketing- & Salesmanagement<br />

Das Studium ist darauf ausgerichtet, in sechs Semestern<br />

ein umfassendes Spezialwissen in den Bereichen<br />

Marketing und Verkauf zu vermitteln und die<br />

sozialen Kompetenzen der Studierenden weiterzuentwickeln.<br />

Der Bachelor-Studiengang wird als<br />

Tagesstudium und als berufsbegleitendes Abendstudium<br />

angeboten. Der Schwerpunkt der Ausbildung<br />

liegt in der Vermittlung von praktischen Qualifikationen<br />

für den Berufseinstieg und von persönlichen<br />

Qualifikationen für den Berufsaufstieg in die<br />

Führungsebene.<br />

Eine Karriere in Marketing- und Salesabteilungen<br />

kleiner bis größerer Unternehmen ist genauso möglich<br />

wie der Weg in die Selbstständigkeit. Ein wichtiger<br />

Schritt bei der Praxisorientierung ist ein sechsmonatiges<br />

Berufspraktikum für Studierende des<br />

Tagesstudiums im letzten Studienjahr.<br />

30<br />

„<br />

„Werber benötigen wirtschaftliches<br />

Hintergrundwissen und somit<br />

eine entsprechende Ausbildung ”<br />

Dkfm. Karin Lehmann<br />

Geschäftsführerin Agentur Markenkern,<br />

Vortragende an der FH-<strong>Wien</strong><br />

Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />

bzw. Studienberechtigungsprüfung oder ein<br />

ausländisches Zeugnis, das durch Nostrifizierung<br />

oder Anerkennung einem der beiden oberen Zeugnisse<br />

gleichwertig ist.<br />

Studienbeginn: Wintersemester<br />

Dauer: 6 Semester<br />

Institut für Marketing- & Salesmanagement<br />

Währinger Gürtel 97, Bauteil B/3. Stk.,<br />

1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/476 77-5850, Fax -5704<br />

mars@fh-wien.ac.at<br />

www.fh-wien.ac.at/marketing-salesmanagement<br />

FH-Studiengang Kommunikationswirtschaft<br />

Der Studiengang für Kommunikationsmanagement<br />

kann als Tages- (Vollzeit) oder Abendstudium<br />

(berufsbegleitend) absolviert werden und bietet eine<br />

praxisbezogene Kombination aus Kommunikations-Know-how<br />

und betriebswirtschaftlichem Basiswissen.<br />

Für Studierende ohne Berufserfahrung in<br />

der Kommunikationsbranche ist außerdem ein 15wöchiges<br />

Berufspraktikum vorgesehen. Der Tagesstudiengang<br />

bietet in Form der „Instrumenten-<br />

Werkstatt“ eine etwas stärkere Vertiefung im Bereich<br />

der Kommunikations instrumente.<br />

Zugangsvoraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife<br />

oder Studienberechtigungsprüfung (mit den<br />

Fächern Deutsch 1, Mathematik 1 und Englisch 2)<br />

Studienbeginn: Wintersemester<br />

Dauer: 6 Semester<br />

Institut für Kommunikationsmanagement,<br />

FH<strong>Wien</strong>-Studiengänge der WKW<br />

Währinger Gürtel 97, 1180 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/476 77-5840, Fax -5704<br />

komm@fh-wien.ac.at<br />

www.fh-wien.ac.at/kommunikationsmanagement


Nicht nur zum Lernen, auch zum Kennenlernen eignen sich<br />

Weiterbildungsangebote<br />

Andere Ausbildungen<br />

Privatschule für Werbedesign<br />

Die Privatschule für Werbedesign bietet eine fundierte<br />

Grundlagenausbildung, um Werbelinien planen<br />

und deren Umsetzung organisieren sowie Werbemittel<br />

selbstständig entwerfen und gestalten zu<br />

können.<br />

Die verschiedenen Teilbereiche der <strong>Werbung</strong> und<br />

des Designs werden unter Berücksichtigung wirtschaftlicher<br />

und rechtlicher Aspekte nahe gebracht.<br />

Den Abschluss der Ausbildung bildet eine fachübergreifende<br />

Projektarbeit, in welcher die erworbenen<br />

Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch angewendet<br />

und vor einer Fachjury präsentiert werden.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Voraussetzungen für eine Aufnahme sind:<br />

■ Abschluss einer Lehre oder einer mittleren/höheren<br />

Schule und mindestens ein Jahr allgemeine<br />

Berufserfahrung<br />

■ Besuch des Informationsabends<br />

■ Absolvierung des Aufnahmeverfahrens<br />

■ PC-Kenntnisse<br />

Absolventen stehen folgende Karrieremöglichkeiten<br />

offen:<br />

■ WerbedesignerIn in Agenturen und werbetreibenden<br />

Unternehmen<br />

■ Selbstständige Tätigkeit im Bereich Werbedesign<br />

und Grafik Design<br />

■ PrintproducerIn<br />

■ IllustratorIn in Werbeagenturen<br />

■ VerpackungsdesignerIn<br />

■ ZeitschriftengrafikerIn und -ProducerIn<br />

■ GrafikdesignerIn im Buchverlag<br />

Absolventen der Privatschule für Werbedesign<br />

schließen mit einem staatlich anerkannten<br />

Abschlusszeugnis ab.<br />

Dauer der Ausbildung: 4 Semester,<br />

berufsbegleitend<br />

bfi <strong>Wien</strong><br />

Andrea Tramberger<br />

Schönbrunner Straße 213, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/811 78-122, Fax -105<br />

wpm.bat@bfi-wien.or.at<br />

www.werbedesign.at/_bfi/, www.bfi-wien.or.at<br />

31


Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />

Versuchsanstalt <strong>Wien</strong><br />

Die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt<br />

<strong>Wien</strong> bietet unterschiedliche Möglichkeiten<br />

der Ausbildung im Bereich Grafik und Design.<br />

Die Abteilung Druck- und Medientechnik ist im<br />

Prinzip am Ausbildungsmodell einer HTL orientiert,<br />

jedoch die einzige Ausbildungsstätte in Österreich<br />

im Fachbereich Druck- und Medientechnik.<br />

Die Absolventen arbeiten in Druckereien, Verlagen,<br />

Werbeagenturen und in der Zulieferindustrie im<br />

Bereich des mittleren Managements. Ihre Aufgaben<br />

sind sehr vielseitig, wie z. B. Verarbeitung von Texten,<br />

Bildern und Grafiken zu aussagekräftigen<br />

Medienprodukten.<br />

Drei Ausbildungsniveaus bieten unterschiedliche<br />

Einstiegs- bzw. Abschlussmöglichkeiten:<br />

Druck- und Medientechnik<br />

Höhere Lehranstalt für Druck- und<br />

Medientechnik<br />

Eintritt nach der 8. Schulstufe, Dauer: 5 Jahre<br />

Abschluss: Diplom- und Reifeprüfung<br />

Fachschule für Reproduktions- und<br />

Drucktechnik<br />

Eintritt nach der 8. Schulstufe, Dauer: 4 Jahre<br />

Abschluss: Fachabschlussprüfung<br />

Die Absolventen sollen Arbeiten für neue Medien,<br />

der Druckvorstufe und die Steuerung drucktechnischer<br />

Anlagen praktisch durchführen können.<br />

Kolleg für Druck- und Medientechnik<br />

Eintritt nach der Reifeprüfung<br />

Dauer: 2 Jahre<br />

Abschluss: Diplomprüfung<br />

Grafik-und Kommunikationsdesign<br />

Höhere Lehranstalt<br />

Dauer: 5 Jahre<br />

32<br />

Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />

Mit dem Schwerpunkt auf praktischer Arbeit bietet<br />

die Abteilung Grafik-Design eine umfassende Ausbildung<br />

auf dem Gebiet der visuellen Gestaltung,<br />

die zum vielseitig tätigen Grafik-Designer führt.<br />

Zusätzlich erwerben die Absolventen die Studienberechtigung<br />

durch Ablegen der Matura.<br />

Kolleg<br />

Dauer: 2 Jahre<br />

Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis<br />

Die Absolventen sollen (z. B. in einer Werbeagentur)<br />

als Teil eines Teams ihren grafischen und organisatorischen<br />

Beitrag leisten können.<br />

Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis<br />

Meisterschule<br />

Dauer: 1 Jahr<br />

Abschluss: Staatliches Zeugnis. Bei ausgezeichneten<br />

Ergebnissen erhalten die Absolventen ein<br />

Diplom.<br />

Im Zuge des Projektjahres für Absolventen der Graphischen<br />

und artverwandter Ausbildungen sollen<br />

diese als Leiter eines Teams komplexe Kommunikationsaufgaben<br />

lösen können (z. B. Projekte selbstständig<br />

als Projektleiter abwickeln).<br />

Abendkolleg<br />

Schwerpunkt Layout & Producing (6 Semester)<br />

Aufgrund starker Nachfrage bietet die Graphische<br />

ab Herbst 2010 ein berufsbegleitendes Abendkolleg<br />

für Grafik- und Kommunikationsdesign an. Diese<br />

Ausbildung richtet sich an alle, die mit Medien und<br />

visueller Kommunikation zu tun haben, dafür aber<br />

bisher keine spezielle Ausbildung absolvieren konnten.<br />

Angesprochen werden nicht nur Mitarbeiter der<br />

Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch Lehrlinge aus<br />

der Medienbranche mit Maturaabschluss, die berufsbegleitende<br />

Weiterbildung anstreben sowie Wiedereinsteiger<br />

aus der Medienbranche oder Personen,<br />

die eine Umschulung suchen.<br />

Abschluss: Diplomprüfung mit staatlichem Zeugnis


Fotografie und audiovisuelle Medien<br />

Höhere Lehranstalt<br />

Dauer: 5 Jahre<br />

Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />

Absolventen sollen Konzepte in analoger und digitaler<br />

Fotografie mittels Dia-Audiovision oder<br />

Videofilm umsetzen können.<br />

Kolleg<br />

Dauer: 2 Jahre<br />

Abschluss: Diplomprüfung bzw. Reife- und<br />

Diplomprüfung<br />

Absolventen sollen Managementfähigkeiten für<br />

audiovisuelle Medien beherrschen.<br />

Multimedia<br />

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der<br />

praktischen Arbeit von der Konzeption bis zur Fertigstellung<br />

eines medialen Produktes. Dabei wird<br />

neben dem Lösen von individuellen Aufgabenstellungen<br />

insbesondere das Arbeiten in Teams gefördert.<br />

Die Komplexität heutiger Aufgabenstellungen<br />

erfordert auch eine theoretische Basis für die<br />

ErkenntnisunddieAnalysekulturellerZusammenhänge.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vermittlung<br />

von wirtschaftlichen und rechtlichen<br />

Kenntnissen.<br />

Zugangsvoraussetzungen: Matura einer AHS oder<br />

BHS bzw. Ablegen einer fachlichen Eignungsprüfung.<br />

Höhere Lehranstalt<br />

Dauer: 5 Jahre<br />

Abschluss: Reife- und Diplomprüfung<br />

Die Absolventen sollen technische und gestalterische<br />

Aufgaben bei der Produktion von Multimedia-Projekten<br />

bewältigen können.<br />

Kolleg<br />

Dauer: 2 Jahre (nach Matura bzw. alternativem<br />

Einstieg)<br />

Absolventen sollen Multimedia-Projekte vom<br />

Design bis zur Programmierung konzipieren und<br />

organisieren können.<br />

Höhere Graphische Bundes-Lehr- und<br />

Versuchsanstalt <strong>Wien</strong>,<br />

Leyserstraße 6, 1140 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/982 39 14-113, Fax -111<br />

direktion@graphische.at<br />

www.graphische.at<br />

Institut für Werbewissenschaft und<br />

Marktforschung an der WU <strong>Wien</strong><br />

Ziel der Ausbildung der speziellen BWL „Werbewissenschaft<br />

und Marktforschung“ ist die Vermittlung<br />

von Wissen zur Führung von Produkten und<br />

Marken.DasInstitutbildetkeineWerbetexter,Werbegrafiker<br />

oder Interviewer aus, sondern vermittelt<br />

die Fähigkeit zum Erkennen, Analysieren und<br />

Lösen von Problemen der Marketingpraxis. Neben<br />

analytischen Fähigkeiten wird auch großer Wert<br />

auf das Training von Soft Skills wie Teamarbeit<br />

und Präsentationstechnik gelegt.<br />

Absolventen des Instituts für Werbewissenschaft<br />

und Marktforschung besitzen nach einschlägiger<br />

Praxis die Qualifikation für eine Reihe von Berufen:<br />

Leiter oder Mitarbeiter in einer Werbe- oder<br />

PR-Agentur(zumBeispielKontakter,AccountExecutive,<br />

Mediaplaner), Leiter oder Mitarbeiter der<br />

Werbe- oder Marktforschungsabteilung eines<br />

Industrie- oder Dienstleistungsunternehmens oder<br />

einer öffentlichen Behörde, Leiter oder Mitarbeiter<br />

eines Marktforschungsinstituts, Produkt-Manager<br />

etc. Dauer: 3 Semester<br />

Institut für Werbewissenschaft und<br />

Marktforschung, Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong>,<br />

Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/313 36-4613, Fax 01/317 66 99,<br />

www.wu-wien.ac.at/werbung<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010 33


Colleg „Mediaberatung“<br />

DerVereinForumMedia-PlanungbietetinKooperation<br />

mit der Werbe Akademie am WIFI <strong>Wien</strong><br />

auch heuer wieder den Fachlehrgang „Mediaberatung“<br />

an. Namhafte Experten aus der Kommunikationsbranche<br />

stehen als Referenten und Betreuer<br />

zur Verfügung und garantieren somit sowohl eine<br />

kompetente Ausbildung in Theorie als auch den<br />

unverzichtbaren Praxisbezug.<br />

Der Fachlehrgang richtet sich sowohl an Mitarbeiter<br />

aus Agenturen, Medien und dem Marketing<br />

von Unternehmen, die bereits über erste Berufserfahrung<br />

verfügen, als auch an Neueinsteiger in die<br />

Mediabranche, die eine fundierte Aus- und Weiterbildung<br />

zum Thema Media anstreben.<br />

FMP-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe<br />

von 5 Prozent!<br />

Dauer: 2 Semester, berufsbegleitend<br />

Kosten: € 1.690,– pro Semester<br />

34<br />

Bakkalaureat-Studium<br />

Master-Studium<br />

Doktor-Studium<br />

Bildungsangebote<br />

Akadem. Lehrgang<br />

Fachhochschule<br />

Akademie<br />

Informationen erhalten Interessierte bei Herta<br />

Zink: herta.zink@thinkzink.at oder unter der<br />

Tel. 0664/333 08 68. Anmeldung über die Website<br />

der Werbe Akademie: www.werbeakademie.at<br />

Weitere Infos: www.forummediaplanung.at<br />

Weiterführende Links<br />

anderer Organisationen<br />

Folgende Links führen Sie zu weiteren Bildungsangeboten<br />

anderer Organisationen:<br />

www.iaaat.org<br />

www.creativclub.at<br />

www.dmvoe.at<br />

www.marketinggesellschaft.at<br />

www.forummediaplanung.at<br />

www.fachverbandwerbung.at<br />

www.wifi.at<br />

www.wko.at<br />

Lehrgang A<br />

Kurs A<br />

Lehrgang C<br />

Kurs C<br />

Universität<br />

Berufsbildende<br />

Schule<br />

Schule oder Beruf<br />

Wissenschaftlich Praxisbezogen Themenbezogen


Die neuen Kreativen<br />

Die Kommunikationsbranche – unendliche Weiten.<br />

Wer in dieser schnelllebigen Welt bestehen<br />

will, braucht Köpfchen, Talent und vor allem Einsatzbereitschaft.<br />

Längst vorbei sind die Zeiten, in<br />

denen ein Hauch von Kreativität reichte, um die<br />

Festen der <strong>Werbung</strong> zu erschüttern. Heutzutage<br />

ist Professionalität gefragt, vor allem bei Berufseinsteigern.<br />

Knochenjob mit Aussicht<br />

Dabei sind die Ausbildungsmöglichkeiten und<br />

Tätigkeitsfelder vielfältig – sie erschweren besonders<br />

jungen Menschen zunehmend die Suche nach<br />

einem geeigneten Job. Wie nie zuvor gilt: Wer die<br />

(Berufs-)Wahl hat, hat die Qual. Ist die Entscheidung<br />

für eine Branche schließlich gefallen, bleiben<br />

Unsicherheiten bestehen. „Habe ich mich für<br />

das Richtige entschieden?“, fragen sich auch viele<br />

angehende Werber. Die Antwort gibt meist der<br />

Berufsalltag.<br />

Kein Schlaraffenland<br />

Zuerst gilt es zu klären, ob die eigenen Erwartungen<br />

an die gewünschte Tätigkeit auch realistisch<br />

sind. „Gerade Bewerber nach Abschluss der<br />

Matura haben oft noch keine konkrete Vorstellung<br />

von der Branche“, weiß Sieglinde Martin,<br />

Institutsvorsteherin für Kommunikationsmanagement<br />

an der FH<strong>Wien</strong> der WKW. „Man muss<br />

sich bewusst sein, dass <strong>Werbung</strong> auch ein Knochenjob<br />

ist und dass es dabei nicht immer nur lustig<br />

und kreativ zugeht“, beschreibt Martin den häufigsten<br />

Irrglauben der Jobanwärter.<br />

Absolventen einer einschlägigen Ausbildung, wie<br />

eines Studiums oder Lehrganges, wissen hingegen<br />

großteils, was sie erwartet – da sind sich die Ausbilder<br />

einig. Die Diskrepanz zwischen Erwartungen<br />

und Realität sei früher höher gewesen. Durch<br />

externe Lehrende an den Instituten und berufsbegleitende<br />

Studiengänge seien die Anforderungen<br />

der Branche heute klar nachvollziehbar. „Unsere<br />

Absolventen lernen im Rahmen eines verpflichtenden<br />

Berufspraktikums die Berufsbilder in der<br />

<strong>Werbung</strong> aus erster Hand kennen“, bekräftigt<br />

Barbara Posch, Direktorin der Werbe Akademie<br />

des WIFI. Praxisnah gestalten sich auch die meisten<br />

anderen Ausbildungswege, um den Werbenachwuchs<br />

optimal auf die Zukunft vorzubereiten.<br />

Gelingt dies auch? Grundsätzlich ja, meint<br />

Bernd Georgsdorf, Absolvent des Diplomstudiengangs<br />

für Kommunikationswirtschaft an der<br />

FH<strong>Wien</strong> und Kundenberater bei der PKP BBDO<br />

Werbeagentur. „Meine Erwartungen an den Beruf<br />

haben sich eigentlich schon erfüllt. Vom Studium<br />

wird man hingeführt, man setzt sich Ziele.“ Einen<br />

Aha-Effekt habe es für ihn trotzdem gegeben:<br />

„Während im Studium die Qualität besonders<br />

wichtig war, steht im Arbeitsleben oft die Quantität<br />

an erster Stelle – der Druck ist sehr hoch.“<br />

Druckprobe<br />

Lang und steinig kann sich der Weg in den Traumjob<br />

gestalten, das wissen die Experten nur allzu<br />

gut. Verfechter der Nine-to-Five-Mentalität sollten<br />

ihn erst gar nicht beschreiten, denn sie könntenmitdemraschenTempodesFachesnichtSchritt<br />

halten. Wer jedoch Einsatzbereitschaft und einen<br />

starken Willen zeigt, wird meist belohnt. „Die<br />

Kommunikationsbranche gibt sehr viel zurück,<br />

denn man ist laufend mit seiner Arbeit konfrontiert<br />

und von ihr umgeben“, erklärt Publicis Group<br />

Austria-Chef Raffaele Arturo.<br />

Allerdings müsse man frühzeitig erkennen, dass<br />

Geld allein nicht alles ist. Doch wann ist jemand<br />

für die Arbeit in der <strong>Werbung</strong> und Kommunikation<br />

geeignet? Entscheidend sind laut führenden<br />

Branchenexperten vor allem Leidenschaft, Einsatz<br />

und das unbedingte Interesse für das Fach.<br />

„Von einem Einsteiger wird in unserer Agentur<br />

erwartet, dass er offen, flexibel und – wie ich es<br />

nenne – überneugierig ist“, so Arturo. Ein kommunikatives,<br />

extrovertiertes Auftreten wird zudem<br />

ohnehin vorausgesetzt. Ideen wollen schließlich<br />

verkauft werden. Ob ein Bewerber dieser Aufgabe<br />

gewachsen ist, zeigt sich am besten in der Präsentation<br />

der eigenen Person. Doch auch die Identifikation<br />

mit Kundenbedürfnissen spielt im<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010 35


Testen Sie Ihr Wissen<br />

Prüfen Sie Ihr Wissen mit 66 wichtigen Fragen zu Marktforschung, Kreation, Business und mehr. Damit es nicht zu<br />

schwer wird, finden Sie auf Seite 40 die Antworten. Mehr Fachbegriffe finden Sie im Glossar am Ende des Buches und<br />

auf zahlreichen Seiten im Internet.<br />

Werbeformen<br />

1. Wofür steht AdImpression?<br />

2. Wie nennt man eine doppelseitige Werbefläche?<br />

3. Was ist ein Blook?<br />

4. Was versteht man unter Product Placement?<br />

5. Wie bezeichnet man es, wenn der vermittelte Besucher<br />

auf der Website des Merchants auf einen dort gelisteten<br />

Anbieter bzw. auf eine weitere Seite des Sponsoren<br />

klicken muss, damit eine Provision gezahlt wird?<br />

6. Wie hoch ist das zulässige Tagesmaximum an<br />

<strong>Werbung</strong> im ORF?<br />

<strong>7.</strong> Was ist der Unterschied zwischen Leser pro Ausgabe<br />

(LpA), Leser pro Nummer (LpN) und Leser pro Exemplar<br />

(LpE)?<br />

8. Wie nennt man es, wenn der User beim E-Mail-Marketing,<br />

nachdem er die Erlaubnis für weitere Zusendungen<br />

gegeben hat, seine Einwilligung per E-Mail noch einmal<br />

aktivieren muss?<br />

9. Wie bezeichnet man die Werbeform, deren Position<br />

sich permanent am unteren Bildschirmrand befindet?<br />

10. Was ist ein Blow-up?<br />

11. Was ist ein Titelkuller?<br />

12. Wie nennt man ein weiterentwickeltes Pop-up, das im<br />

Hintergrund geladen wird?<br />

Business<br />

13. Wie bezeichnet man ein gut eingeführtes Produkt oder<br />

Geschäft, das ohne große Anstrengungen einen ständigen<br />

Gewinnfluss erzeugt?<br />

36<br />

14. Durch welches Gesetz werden rechtliche Aspekte des<br />

elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs geregelt?<br />

15. Was bedeutet B2B?<br />

16. Was ist ein IPO?<br />

1<strong>7.</strong> Was ist ein Klickbetrug?<br />

18. Wer oder was ist ROI?<br />

19. Wie nennt man es, wenn Web-Angebote von allen Nut<br />

zern, unabhängig von körperlichen und/oder techni<br />

schen Möglichkeiten, uneingeschränkt genützt werden<br />

können?<br />

20. Wofür steht USP?<br />

21. Was bezeichnet den Long Tail?<br />

22. Was gibt der Deckungsbeitrag (DB) an?<br />

23. Was versteht man unter Folksonomy?<br />

24. Was ist ein meritorisches Gut?<br />

25. Was sind die Gründe für die zu geringe Nachfrage nach<br />

meritorischen Gütern?<br />

26. Was ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit (Werbeerfolg)<br />

von Direktwerbemaßnahmen?<br />

2<strong>7.</strong> Wie bezeichnet man Personen, die den Informations<br />

fluss zu und aus dem Buying Center steuern können?<br />

Strategie<br />

28. Wie nennt man Marketingaktivitäten, die auf eine virale<br />

Verbreitung durch die Zielgruppe setzen?<br />

29. Wofür steht die Abkürzung SEO?<br />

30. Wie bezeichnet man die Auswahl der Zielgruppen?


31. Was versteht man unter Image Transfer?<br />

32. Wie heißt die Phase, die an die Einführungswerbung<br />

anschließt, was ist ihr Ziel?<br />

33. Was versteht man unter Bulk Buying?<br />

34. Welche Liste verwaltet die RTR? Was gibt diese an?<br />

35. Was besagt die 90-9-1-Regel?<br />

36. Wofür steht die Abschöpfungsstrategie?<br />

3<strong>7.</strong> Wer oder was sind Dinks?<br />

38. Was ist das Ziel des semantischen Webs?<br />

39. Wie nennt man die Kostenvorteile, die durch Größe entstehen?<br />

40. Was bedeutet integrierte Kommunikation?<br />

41. Welche Informationen soll ein Kontaktbericht in jedem<br />

Fall beinhalten?<br />

Marktforschung<br />

42. Wie nennt man die Marktsituation, bei der das Angebot<br />

die Nachfrage übersteigt?<br />

43. Was bezeichnet eine Omnibusbefragung?<br />

44. Was misst der Aided Recall-Test?<br />

45. Wofür steht die AIDA-Formel?<br />

46. Was bedeutet Cocooning?<br />

4<strong>7.</strong> Was sind hybride Konsumenten?<br />

48. Was ist der Unterschied zwischen CAPI und CATI?<br />

49. Was ist der Unterschied zwischen CAWI und CASI?<br />

50. Welche Faktoren beeinflussen die kognitive Dissonanz<br />

positiv?<br />

51. Wie lautet die Formel für OTS?<br />

52. Wie berechnet man die Zielgruppenaffinität?<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Kreation<br />

53. Was bedeutet CMYK?<br />

54. Wie bezeichnet man die Ton-Atmosphäre?<br />

55. Was ist die Methode 635?<br />

56. Wie nennt man das Phänomen, wenn einzelne Gestaltungselemente<br />

die eigentliche Botschaft überdecken?<br />

5<strong>7.</strong> Was sind Teaser?<br />

58. Was sind die wichtigsten Regeln für Werbetexte?<br />

59. Was besagt die Filtertheorie der Wahrnehmung?<br />

60. Was ist das so genannte Berliner Format?<br />

61. Was misst Ping?<br />

62. Wie nennt man den Effekt, wenn Farben, die durch<br />

Komprimierung entfernt wurden, an abgestuften Farbverläufen<br />

fehlen?<br />

63. Wie nennt man es, wenn E-Mail-Programme Nachrichten<br />

im Doppelformat (HTML und Text) verschicken?<br />

64. Wie nennt man das Verfahren zur Klebebindung von<br />

Druckerzeugnissen?<br />

65. Was bezeichnet ein Vektor-Grafikformat, bei dem man<br />

den Inhalt nicht mehr verändern kann?<br />

66. Was besagt die Kiss-Formel?<br />

37


Dienstleistungsgewerbe eine nicht unerhebliche<br />

Rolle. Bei der Auswahl eines geeigneten Kandidaten<br />

wird außerdem die Problemlösungsfähigkeit<br />

betrachtet, die besonders für kreative Konzepte<br />

wichtigist.Auchmüssemanim„ZeitalterderNetzwerke“<br />

mit „dem hohen Tempo der Kommunikation<br />

Schritt halten“ können, ergänzt Bernhard<br />

Krumpel, Geschäftsführer von Brandstätter Business<br />

Communications. Die Erwartungshaltung an<br />

den Nachwuchs ist folglich hoch – dem Druck<br />

standzuhalten und trotzdem Freude an der Arbeit<br />

zu haben ist wohl die wahre Leidenschaft.<br />

Würzige Mischung<br />

Neben diesen so genannten „Soft Skills“ sollten<br />

Nachwuchs-Werber sowohl theoretisches Wissen<br />

als auch praktische Erfahrung vorweisen können.<br />

Nur so wird es ihnen langfristig möglich sein, sich<br />

in der Branche zu etablieren. „Die Kombination<br />

aus theoretischem Rüstzeug und Praxisbezug<br />

macht es aus, eines geht nicht ohne das andere“,<br />

ist Reinhard Bösenkopf, Geschäftsführer bei<br />

Cayenne, überzeugt. Ohne eine theoretische<br />

Grundlage sei es schwer, die Zusammenhänge in<br />

der Kommunikation zu verstehen, einem erfahre-<br />

38<br />

„<br />

WAS WERBER BRAUCHEN<br />

■ Räumliches Denken<br />

■ Umgang mit Farben, Flächen<br />

■ Fachliches, technisches, kaufmännisches Wissen<br />

■ Strategisches Denken<br />

■ Soziale Kompetenz, selbstsicheres Auftreten<br />

■ Verständnis für Kreativität<br />

■ Teamfähigkeit<br />

■ Leidenschaft und Einsatzbereitschaft<br />

■ Wissbegierigkeit<br />

■ Talent im Zeichnen, Fotografieren, Malen, Texten<br />

■ Stressresistenz<br />

„Die Branche ist immer noch etwas<br />

Besonderes. Wenn man neugierig<br />

beginnt, kann man viel erreichen“<br />

Raffaele Arturo<br />

CEO Publicis Group Austria<br />

nen Jobanwärter brauche man hingegen nicht<br />

jeden Handgriff neu zu erklären, pflichtet<br />

Krumpel bei. Bösenkopf, der sein Wissen über verschiedene<br />

Bildungsinstitutionen auch an Nachwuchs-Werber<br />

weitergibt, bindet deshalb sowohl<br />

Theorie- als auch Praxisbeispiele in seinen Lehrplan<br />

ein: „Theorie verbinde ich zu 90 Prozent mit<br />

Fällen aus der Praxis, weil sie so besser merkbar<br />

und umsetzbar wird.“ Einsteiger brauchen also<br />

dasnötigeWissenwieauchErfahrunginderUmsetzung.<br />

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass sich<br />

am Markt beides anbietet“, so Krumpel.<br />

Sprungbrett Ausbildung<br />

Die Wichtigkeit einer fundierten Ausbildung ist<br />

unter Experten unumstritten. Quereinsteiger gebe<br />

es kaum noch. „Es genügt nicht, wie früher allein<br />

die Berufung in sich zu spüren“, meint Krumpel.<br />

Durch die zunehmende Professionalisierung der<br />

Kommunikationsbranche sind viele Bildungsangebote<br />

für Wissensdurstige entstanden. „Grundsätzlich<br />

gibt es entweder breitere Ausbildungsmöglichkeiten<br />

wie die Fachhochschule oder sehr<br />

spezialisierte Stellen wie die Lehrgänge der Werbe<br />

Akademie“, erklärt Sieglinde Martin von der<br />

FH<strong>Wien</strong>. Besonders Einsteigern ohne konkrete<br />

Vorstellungen empfehle sie die breitere Schiene.<br />

Wegen der vielfältigen Anforderungen der BrancheanAbsolventenbietenjedochdiemeistenInstitutionen<br />

bereits eine umfassende Basis: Von<br />

Betriebswirtschaft über Marketing, Marktforschung<br />

und Präsentation bis hin zur crossmedialenUmsetzungvonIdeenerlangendieNachwuchs-<br />

Werber umfangreiche Kenntnisse. Von erheblichem<br />

Vorteil kann außerdem ein Auslandsaufenthalt<br />

sein. An der FH<strong>Wien</strong> unterstützt etwa<br />

Sieglinde Martin die Möglichkeit eines Semesters<br />

in einem anderen Land, da sie internationale Kontakte<br />

und Erfahrungen für besonders wichtig hält.<br />

Bernd Georgsdorf hat während seiner Ausbildung<br />

ein halbes Jahr in Kanada studiert. Das Auslandssemester<br />

war für ihn das Highlight des Studiums.<br />

„Heute bin ich froh, dass ich einmal über den Tellerrand<br />

hinausblicken konnte – damit rückt alles


in einen größeren Zusammenhang“, so der Kundenberater.<br />

„Aber auch mein Studium hier hat<br />

mich durch sehr viel Praxisnähe, etwa durch Workshops<br />

und Projektarbeiten, gut auf den Job vorbereitet.<br />

Wichtig war für mich besonders, vieles auszuprobieren<br />

und, im Gegensatz zur Berufswelt,<br />

auch Fehler machen zu dürfen.“<br />

Lebenslanges Lernen<br />

Alles kann die Lehre freilich nicht abdecken. „Ich<br />

habe die Ausbildung immer als Impulsgeber gesehen.<br />

Die Basis ist sehr gut, es ist aber jedem einzeln<br />

überlassen, sich zu spezialisieren und weiterzubilden“,<br />

erinnert sich Georgsdorf. Auch Elisabeth<br />

Czerwenka-Kulmon, Geschäftsführerin bei Communication<br />

Organisation Consulting (COC), ist<br />

von der Wichtigkeit lebenslangen Lernens überzeugt.<br />

„Nur so können wir den Ansprüchen der<br />

Kunden, unserer Branche, der Wirtschaft, aber<br />

auch uns selbst als ‚denkenden‘ Menschen gerecht<br />

werden“, so Czerwenka-Kulmon. Regelmäßige<br />

Weiterbildungseifürsiedeshalbdurchnichtsersetzbar.<br />

Gerade in der schnelllebigen Werbebranche<br />

ist es vonnöten, das Bildungsangebot so aktuell wie<br />

möglich zu halten. „Die laufende Aktualisierung<br />

des Lehrplanes, Vortragende aus der Werbebranche<br />

sowie die Arbeit an realen Projekten sind der<br />

beste Garant dafür, dass unsere Inhalte den Anforderungen<br />

der Praxis entsprechen“, meint Barbara<br />

Posch von der Werbe Akademie. Und hoch sind<br />

sie, die Ansprüche des Berufes.<br />

Arbeitsmarkt<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Die Kombination aus theoretischem<br />

Rüstzeug und Praxisbezug<br />

macht es aus“<br />

Dass die Werbebranche nicht stillsteht, beobachten<br />

Experten seit Jahren. Im Vergleich zu früher<br />

sindheutedieRahmenbedingungenanders,Kommunikation<br />

geht im Allgemeinen schneller vonstatten.<br />

Um den Einstieg in das Berufsleben so reibungslos<br />

wie möglich zu gestalten, rät Elisabeth<br />

Czerwenka-Kulmon zu „Praktika und Volontariaten<br />

während der Ausbildung, sowohl direkt bei<br />

Agenturen als auch auf Kundenseite“. Denn<br />

Bewerber ohne Erfahrung haben es auf dem<br />

Reinhard Bösenkopf<br />

GF bei „Cayenne“ sowie Vortragender<br />

bfi und Privatschule für Werbedesign<br />

„<br />

Die größten Fehler beim<br />

Berufseinstieg<br />

■ Selbstüberschätzung<br />

■ Selbstunterschätzung<br />

■ Bequemlichkeit<br />

■ Dienst nach Vorschrift<br />

■ Nach Geld streben und für ein höheres<br />

Einstiegsgehalt auf den Traumjob verzichten<br />

■ Oberflächlichkeit<br />

■ Das Privatleben zu sehr vernachlässigen<br />

■ Spezialistentum – alles selbst machen wollen<br />

■ Kostenlose Präsentationen<br />

■ Die technische Umsetzung einer Präsentation<br />

nicht prüfen<br />

■ Zu wenig Mut haben<br />

39


Antworten zum Wissenstest<br />

1. EnglischerBegrifffür„Werbeeinblendung“.UntereinerWerbeeinblendungverstehtmaneineimBrowserdesInternetbenutzersdargestellte<strong>Werbung</strong>inForm<br />

eines Banners oder anderer Werbeformen wie Pop-ups<br />

2. Back-to-Back-Panel<br />

3. Ein Buch, das auf Inhalten basiert, die zuerst in einem Weblog veröffentlicht<br />

wurden<br />

4. Platzierung von Produkten, Waren, Dienstleistungen, Marken oder deren<br />

Namen in Filmen oder Fernsehsendungen gegen Entgelt oder sonstige Gegenleistung<br />

5. Pay per Click out<br />

6. 50 Minuten und 24 Sekunden (plus 20 Prozent)<br />

<strong>7.</strong> LpN:direkterhobeneReichweiteeinesPrintmediumsimErscheinungsintervall,<br />

LpA:LeserschafteinerdurchschnittlichenAusgabeeinerZeitschrift,LpE:Anzahl<br />

der Personen, die das gleiche Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift lesen,<br />

nicht direkt erhoben, sondern eine rechnerische Größe<br />

8. Double Opt-In<br />

9. Footer<br />

10. Ein extrem großformatiges Plakat, meist an Gebäuden<br />

11. Eine Kleinanzeige oben rechts oder links neben dem Titelschriftzug einer Zeitung<br />

12. Superstitial<br />

13. Cash Cow<br />

14. E-Commerce-Gesetz (ECG)<br />

15. Business to Business, steht für Beziehungen zwischen Unternehmen<br />

16. Initial Public Offering: Börsegang eines Unternehmens, auch Going Public<br />

genannt.BezeichnetdieNeuemissionvonAktienzueinemvonBankenfestgesetzten<br />

Kurs<br />

1<strong>7.</strong> Missbrauch des „Pay per Click“-Vergütungsmodells<br />

18. Return on Investment. Zurückfluss an Einnahmen, als Folge der Ausgaben für<br />

die Kundengewinnung<br />

19. Barrierefreies Internet/WebAccessibility<br />

20. Unique Selling Proposition, übersetzt etwa „einzigartige Werbebotschaft“<br />

21. „LangerSchwanz“,Tatsache,dassAnbieterimInternetdurcheinegroßeAnzahl<br />

an Nischenprodukten Gewinn machen können<br />

22. InwieweiteinProduktzurDeckungderGemeinkostenundzumUnternehmensgewinn<br />

beigetragen hat.<br />

23. Zusammengesetzter Begriff aus denWörtern folk (Volk) und taxonomy (Klassifikation),<br />

Verschlagwortung von Internetinhalten<br />

24. EinGut,beidemdieNachfragederBürgerausgesellschaftlicherSichtzugering<br />

ist (z. B.Ausbildung, Gesundheits- und Kulturwesen)<br />

25. Irrationale Entscheidungen, unvollständige Information, falsche Zeitpräferenzrate,<br />

externe Effekte<br />

26. Cost Per Order (CPO)<br />

2<strong>7.</strong> Gate Keeper<br />

28. Viral Marketing<br />

29. Search Engine Optimization (SEO), Suchmaschinenoptimierung<br />

30. Targeting<br />

31. Den angestrebten Übertragungseffekt des positiven Images eines ähnlichen<br />

Produktes, einer starken Marke, einer Person oder einer Sache auf das zu<br />

bewerbende Produkt<br />

32. Durchsetzungswerbung; Ziel ist es, die in der Einführungsphase erreichte<br />

Marktposition für ein neues Produkt zu stabilisieren<br />

33. Den Einkauf von Werbeflächen und -zeiten in großen Mengen<br />

34. DieRobinsonlistefürE-MailsundNewsletter.ListevonPersonen,diekeineWerbebotschaften<br />

auf elektronischem Weg erhalten möchten<br />

35. 90ProzentderInternet-UserlesenBeiträge,nehmendaranabernichtaktivteil,<br />

9 Prozent der User nehmen ab und zu teil, kommentieren Beiträge oder bes-<br />

40<br />

sern Fehler aus und nur 1 Prozent der User nehmen aktiv an sozialen NetzwerkenteilundsindfüreinenGroßteildesInhalts(Posts,Kommentare)verantwortlich<br />

36. DerPreisbeiderEinführungeinesProduktswirdsohochangesetzt,dasshohe<br />

Gewinne erzielt werden. Auf diese Weise amortisieren sich die Entwicklungskosten.<br />

In einer späteren Phase wird der Preis gesenkt. Diese Preisstrategie<br />

wird häufig bei Innovationen verwendet<br />

3<strong>7.</strong> Steht für Double Income No Kids, beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener<br />

ohne Kinder<br />

38. Die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Die<br />

Informationen im Web sollen von Maschinen interpretiert und automatisch<br />

maschinell weiterverarbeitet werden können<br />

39. Economies of Scale<br />

40. Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, um<br />

ausdenQuellenderinternenundexternenKommunikationvonUnternehmen<br />

eine Einheit herzustellen<br />

41. Alle für ein laufendes Projekt relevanten Daten: Projektname, Verantwortliche/Beteiligte,<br />

Ort, Datum, fortlaufende Nummer, Projektstand<br />

42. Käufermarkt<br />

43. Eine Umfrage, bei der Fragen mehrerer Auftraggeber und unterschiedlichste<br />

Themen gleichzeitig abgefragt werden<br />

44. Sowohl aktive als auch passive Gedächtnisinhalte<br />

45. Attention–Aufmerksamkeiterregen,Interest–Interessewecken,Desire–Wünsche<br />

erzeugen,Action – Kauf auslösen<br />

46. Gesellschaftserscheinung: Rückzug in die eigenen vier Wände, mehr zu Hause<br />

sein<br />

4<strong>7.</strong> Konsumenten,dieeinextremkontroversiellesVerhaltenandenTaglegen,z.B.<br />

sowohl eine starke Markenbindung als auch eine steigenden Preissensibilität<br />

48. CAPI (Computer Assisted Personal Interviewing): Bildschirmbefragung mit<br />

Interviewer, CATI (ComputerAssistedTelephone Interview): computergestützte<br />

Telefonbefragung, Interviewer gibtAntworten direkt ein<br />

49. CAWI (Computer Assisted Web Interviewing): Die Personen beantworten den<br />

FragenbogenonlineentwederübereineWebsiteoderalsE-Mail,CASI(ComputerAssisted<br />

Self Interview): der interviewten Person wird ein Laptop vorgelegt,<br />

auf dem ein Frageprogramm abläuft<br />

50. Involvement, Commitment, Differenzierungsgrad der Einstellungen und Präferenzen<br />

vor dem Kauf.<br />

51. OTS = (Bruttoreichweite des Mediaplans : Nettoreichweite des Mediaplans) x<br />

100<br />

52. Zielgruppenaffinität = (RW in % Zielgruppe : RW in Gesamtbevölkerung) x 100<br />

53. Die Buchstaben stehen für die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key oder<br />

BlacK. Das im professionellen Druck vorherrschende Farbmodell<br />

54. Atmo<br />

55. Kreativitätstechnik des Brainwriting, bei der 6 Personen jeweils 3 Ideen entwickeln,<br />

die durch 5-maligen Tausch immer wieder ergänzt werden<br />

56. Vampir-Effekt<br />

5<strong>7.</strong> Besonders verlockende Werbemittel, die vor allem die Neugier anregen sollen<br />

58. Einfache und kurze Wörter, max. 15 Wörter pro Satz, der Text soll die Gefühle<br />

des Lesers ansprechen, er soll interessant und logisch aufgebaut sein<br />

59. Erwünschte oder erwartete Informationen werden bevorzugt registriert<br />

60. Zeitungsformat, Satzspiegel je Seite: 280 x 420 mm<br />

61. Die Zuverlässigkeit einer Netzwerkverbindung, Reaktionszeit des Servers<br />

62. Banding<br />

63. Multipart<br />

64. Lumbecken<br />

65. EPS<br />

66. Keep It Short and Simple


HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Die gesamte Kommunikationsbranche<br />

ist ein sehr spannendes Feld, das<br />

zeigen auch die Bewerberzahlen“<br />

Jobmarkt ungleich schwerer als jene, die schon<br />

einmal in der Branche gearbeitet haben. Dabei<br />

sei laut Reinhard Bösenkopf auch Steh- bzw.<br />

Durchhaltevermögen ein wesentlicher Faktor:<br />

„Oft stößt man in der Praxis mit seinen Ideen auf<br />

Ablehnung, damit muss man umgehen können.“<br />

Am Puls der Zeit<br />

Durch neue Entwicklungen, wie im Bereich neuer<br />

Medien, haben sich zusätzlich die Jobprofile in<br />

der<strong>Werbung</strong>verändert,wie RaffaeleArturo weiß.<br />

„Digitale Anwendungen führen etwa dazu, dass<br />

sich die Berufsbilder anpassen müssen, nicht notwendigerweise<br />

zu zusätzlichen Jobs“, so der Agenturchef.<br />

„Online- und Social Media-Experten stehenderzeithochimKurs“,pflichtetBarbaraPosch<br />

bei. „Insbesondere von jungen Werbern wird<br />

erwartet, dass sie einen integrierten Kommunikationsplan<br />

entwickeln können.“ Tatsächlich wird<br />

der Umgang mit digitalen Medien bereits vorausgesetzt.<br />

Ob die neue Werber-Generation durch<br />

das Aufwachsen in der Informationsgesellschaft<br />

Vorteile gegenüber erfahreneren Mitarbeitern<br />

hat, sei jedoch dahingestellt. Um in der Branche<br />

bestehen zu können, ist Weiterbildung und die<br />

Verfolgung aktueller Trends ohnehin ein Muss.<br />

Mehr Stellenangebote<br />

Auch die Wirtschaftskrise birgt sowohl Chancen<br />

als auch Risiken für Einsteiger. So besteht laut<br />

Krumpel etwa die Gefahr, sich aufgrund der Budgetknappheit<br />

unter dem Wert zu verkaufen oder<br />

gar in die Versuchung zu kommen, nahezu gratis<br />

zu arbeiten. Das relativ niedrige Bezahlungsniveau<br />

kann jedoch auch als Chance für den Berufseinstieg<br />

gesehen werden, da das Budget der Agenturen<br />

begrenzt ist. Die möglichen Betätigungsfelder<br />

für die Kommunikationsbranche werden<br />

außerdem erweitert, denn gerade in wirtschaftlich<br />

schlechten Zeiten steigt das Bedürfnis der<br />

Unternehmen nach Imagepflege. Ob sie dieses<br />

auch wahrnehmen, ist hingegen fraglich. Barbara<br />

PoschvonderWerbeAkademiebeobachtetjedoch<br />

eine „deutlich steigende Anzahl von Stellenangeboten<br />

für unsere Absolventen“.<br />

Mag. Sieglinde Martin<br />

Institutsvorsteherin Kommunikationsmanagement<br />

FH<strong>Wien</strong> der WKW<br />

„<br />

Gemeinsam statt einsam<br />

Hat man erst einmal in der Branche Fuß gefasst,<br />

ist das Knüpfen von Beziehungen, auch Networking<br />

genannt, entscheidend. Als wesentliches Element<br />

der Kommunikation ist in der Branche ohne<br />

BeziehungenkeinVorankommen.„Ichsageimmer<br />

zu meinen Studierenden: Nützen Sie das Netzwerk<br />

an der FH, sowohl mit Lehrenden als auch<br />

mitKollegen–daskannspätervonenormerBedeutung<br />

sein“, erzählt Sieglinde Martin.<br />

Auch Georgsdorf, der noch am Anfang seiner Karriere<br />

steht, sieht das ähnlich: „Es gibt viele Fachveranstaltungen,<br />

auch für die Jugend, wo man<br />

interessante Leute kennen lernt, mit denen man<br />

sich austauschen kann.“ Jungen Werbern empfiehlt<br />

er das adforum oder den Dialog Marketing<br />

Verband (DMVÖ unplugged) als Anknüpfungspunkte.<br />

„Gemeinsam statt einsam“ lautet die<br />

Devise des neuen Werbezeitalters. Die so genannte<br />

Ellenbogentechnik ist hingegen schon lange nicht<br />

mehr gefragt. Dazu meint Krumpel: „Mein Rat:<br />

forget it.“ In Agenturen mit ihrem intensiven<br />

Arbeitsklima sei Ellenbogentechnik denkbar fehl<br />

am Platz. „Es ist wesentlich besser, die Ellbogen<br />

zum Aufstützen zu verwenden und stattdessen das<br />

Köpfchen einzusetzen“, betont der Kommunikationsfachmann.<br />

Vernetzung durch Bildung<br />

Dass Networking in der Werbebranche ein zentraler<br />

Wert ist, zeigt auch die Österreichische Marketinggesellschaft<br />

(ÖMG) mit ihrem zu Beginn des<br />

Jahres ins Leben gerufenen Mentoring-Programm<br />

„next Generation mentoring“. Die ÖMG agiert<br />

als Wissens,- Bildungs- und Kompetenzplattform,<br />

durch die Marketingwissen von Profis an neue<br />

Marketing-Generationenweitergegebenwird.Die<br />

zentrale These: Bildung ist ein notwendiges Kriterium<br />

zur sozialen Vernetzung.<br />

„Eine Gesellschaft, die zur Selbstoptimierung<br />

drängt, Karriere und Einkommen statt Selbstverwirklichung<br />

und idealistische Gesellschaftsutopien<br />

in den Vordergrund stellt, benötigt Bildung zur<br />

sozialen Vernetzung. Denn nur geteiltes Wissen<br />

41


vermehrt sich und begünstigt damit die permanente<br />

Weiterentwicklung“, sagt Klement Cabana,<br />

Projektleiter und Vorstandsmitglied der ÖMG.<br />

Frei nach Benjamin Franklins berühmtem Satz<br />

„Tell me and I forget, teach me and I remember,<br />

involve me and I learn.“ begleiten acht erfahrene<br />

Mentoren aus der Branche ihre Mentees rund ein<br />

Jahr lang in ihrer persönlichen und beruflichen<br />

Entwicklung und setzen ihre Führungs- und Sozialkompetenz<br />

dazu ein, um ihre Schützlinge bestmöglich<br />

zu führen und zu fördern.<br />

Wissenstransfer<br />

Der dadurch entstehende Wissenstransfer soll im<br />

besten Fall nicht nur zu Mitarbeitern führen, die<br />

unternehmerisch mitwissen, mitdenken, mithandeln<br />

und mitverantworten, sondern wird auch für<br />

die Unternehmen zu einem identitätsbildenden<br />

Faktor. „Unternehmen sind wieder verstärkt<br />

gezwungen, explizit zu zeigen, was sie von anderen<br />

unterscheidet, und verankern dabei Bildung<br />

als wichtigen Baustein für die Arbeitgeberattraktivität,<br />

um die Besten der Passenden zu ermitteln<br />

und an das Unternehmen zu binden“, gibt<br />

Klement Cabana Einblick in das Mentoring-Konzept<br />

der ÖMG.<br />

Beim Mentoring geht es also auch darum, das vorhandene<br />

intellektuelle Kapital neben den klassischen<br />

Produktionsfaktoren als zentrales strategisches<br />

Thema zu positionieren. Bildung und Wissenstransfer<br />

werden so integrativer Bestandteil des<br />

betriebswirtschaftlichen Gestaltungsprozesses.<br />

Für die Mentees bringt dieser Ansatz viel, nämlich<br />

dieChance,sichdurchdieUnterstützungdesMentors<br />

schnell und erfolgreich im beruflichen Umfeld<br />

weiterzuentwickeln.<br />

Potenzielle Mentees der ÖMG sind unter 30 Jahre<br />

alt, haben ein aufrechtes Beschäftigungsverhältnis,<br />

bekleiden aber keine Führungsposition und<br />

verfügen über kein abgeschlossenes Universitätsstudium.<br />

Die Anwärter werden von einer Jury, die<br />

aus Mentoren und Vorständen der ÖMG zusammengesetzt<br />

ist, ausgewählt. Kosten fallen für die<br />

Mentees nicht an!<br />

Info: www.marketinggesellschaft.at<br />

42<br />

Mentoring: Neue Marketing-Generationen profitieren vom<br />

Wissen der erfahrenen Profis


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Tipps für den Start I Wichtige Partner I Berufe in der <strong>Werbung</strong> I Jobprofile I Briefing<br />

Praxis<br />

44


04<br />

Tipps für den Start<br />

Der Gang in die Selbstständigkeit ist vor allem für<br />

viele Kreative eine attraktive Option. Können Sie<br />

doch so ein hohes Maß an Unabhängigkeit bewahren<br />

und Ideen oft deutlich schneller umsetzen als in<br />

einem großen Unternehmen. Doch das Chefsein<br />

hat auch seine Tücken und es ist vor allem eines:<br />

einsam. 65 Prozent aller Unternehmen im Bereich<br />

<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation in Österreich<br />

sind Ein-Personen-Unternehmen (EPUs). Insgesamt<br />

waren mit Ende 2009 54,5 Prozent der gesamtenaktivenWirtschaftskammer-MitgliederEin-Personen-Unternehmen.<br />

Positionierung wichtig<br />

Gerade in der Werbebranche tragen die Ein-Personen-Unternehmen<br />

mit ihrer Kreativität aber viel zu<br />

Österreichs Wirtschaft bei. Grafiker, Werbetexter<br />

oder PR-Berater können gerade als EPUs ihre Kreativität<br />

oft besser umsetzen als in einem Dienstverhältnis.<br />

Doch nicht jeder eignet sich auch mit ausreichender<br />

fachlicher Qualifikation für die Selbstständigkeit.<br />

Worauf sollten also angehende EPUs im<br />

Besonderen achten und welche Eigenschaften benötigen<br />

sie, damit die Unternehmensgründung auch<br />

ein Erfolg wird?<br />

„Die Positionierung ist für EPUs entscheidend“, sagt<br />

Birgit Kraft-Kinz, Geschäftsführerin bei KRAFT-<br />

KINZ, dem Strategieberater im Bereich der Kommunikation.<br />

Wichtig ist es also, schon vor Beginn der<br />

Geschäftstätigkeit Klarheit über die eigenen Stärken<br />

und die Ziele des Unternehmens zu haben. Warum<br />

soll der potenzielle neue Kunde gerade mit Ihnen als<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Die Unternehmensgründung erfordert<br />

eine Vielzahl reiflicher Überlegungen.<br />

Mit den richtigen Tipps zu Manage-<br />

ment, Institutionen, Berufen und Brie-<br />

fing fällt der Start ins Geschäftsleben<br />

aber in jedem Fall leichter.<br />

NeugründerinsGeschäftkommen?FürBirgitKraft-<br />

Kinz müssen alle Bemühungen zu einer eindeutigen<br />

Erleichterung der Kaufentscheidung für den Kunden<br />

führen.<br />

So sehr auch rationale Argumente für eine Unternehmensgründung<br />

ausschlaggebend sind, geht es<br />

abernichtohneeinePortionLeidenschaftundGefühl.<br />

Rudi Kobza, CEO bei Lowe GGK bringt es auf den<br />

Punkt: „Man benötigt Leidenschaft und eine Vision,<br />

gepaart mit Kultur! Der Rest ist Buchhaltung.“<br />

Neuen, jungen Ein-Personen-Unternehmen empfiehlt<br />

er: „Gestaltet, baut auf und manifestiert eure<br />

Träume. Vieles geht.“ Diese motivierenden Töne<br />

können junge Unternehmer gut brauchen, denn der<br />

Weg in die Selbstständigkeit ist alles andere als einfach.<br />

Ständig am Ball bleiben<br />

Gerade Ein-Personen-Unternehmen stehen unter<br />

einem besonderen Druck, denn niemand wird<br />

ihnen Arbeit abnehmen oder gar für sie werben.<br />

Noch mehr als größere Firmen müssen allein agierendeUnternehmerständigamBallbleiben.Wichtig<br />

ist es, den „Erfahrungsaustausch innerhalb der<br />

Branche zu suchen und die Kontakte und das Netzwerk<br />

zu pflegen. Man gerät schnell in Vergessenheit,<br />

wenn man nicht auch für sich selbst <strong>Werbung</strong><br />

und Kommunikation macht“, sagt Birgit Kraft-<br />

Kinz.<br />

GegendiedrohendeVereinsamungderEPUsempfiehlt<br />

Rudi Kobza Bürogemeinschaften. „EPUs<br />

fühlen sich oft alleine in puncto Austausch, Moti-<br />

45


vation und Teilen der Begeisterung. Alleine deswegen<br />

sind Bürogemeinschaften mehr als sinnvoll.“<br />

Unternehmer-Eigenschaften<br />

Für Cindy Luisser, Geschäftsführerin der MarketingundKommunikationsagenturcom::con,haben<br />

EPUs<br />

„die größte Chance, wenn sie eine Nische besetzen<br />

bzw. Experten in einem Bereich sind und/oder über<br />

eingutesNetzwerkverfügen.“HierbeispielenKooperationen<br />

und Empfehlungen eine besondere Rolle.<br />

Luisser ist bereits seit sieben Jahren Einzelunternehmerin,<br />

den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie nie<br />

bereut. Selbst wenn für sie zu Beginn auch die Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf ausschlaggebend war,<br />

istfürdieQuereinsteigerinklar:„ManmusseinUnternehmertyp<br />

sein.“<br />

Unternehmer benötigen eine Vielzahl von Eigenschaften,dieweitüberdiefachlicheQualifikationhinausgehen.EinerseitsistKompetenzgefragt,aberauch<br />

Visionen sind zur Realisierung einer Geschäftsidee<br />

von Vorteil. Cindy Luisser bringt Kraft ihrer Erfahrung<br />

die Top-Unternehmereigenschaften auf den<br />

Punkt: Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit, Wirtschaftsverständnis,<br />

Networkingfähigkeiten, Prioritäten<br />

setzen können, Präsenz und Optimismus. Hartnäkkigkeit<br />

und Durchhaltevermögen sind auch für<br />

Birgit Kraft-Kinz entscheidene Eigenschaften als<br />

Unternehmerin. Ihrer Erfahrung nach hat aber auch<br />

die Fähigkeit zuhören und im Sinne des Kunden denken<br />

zu können ebensolches Gewicht.<br />

Recherche und Outsourcing<br />

Sind einmal die Würfel für die Unternehmensgründung<br />

gefallen, warten eine Vielzahl von Vorarbeiten<br />

auf die Neugründer. Wichtig ist zu Beginn die gründliche<br />

Rechereche sowie die Einplanung von ausreichend<br />

Vorlaufzeit. Aber auch die Inanspruchnahme<br />

der zahlreichen Unterstützungen spielt eine Rolle.<br />

„Es gibt von vielen Seiten hervorragende Unterstützung<br />

wie z. B. von der Wirtschaftskammer, aber auch<br />

vonanderenOrganisationen“,weißBirgitKraft-Kinz.<br />

Generell sollten sich Neugründer Rat von Erfahrenen<br />

holen. Promotoren, Mediatoren, Kooperationen<br />

und ein gut funktionierendes Netzwerk sind für jeden<br />

46<br />

„<br />

„Die Positionierung ist auch für<br />

EPUs entscheidend“<br />

Mag. Birgit Kraft-Kinz<br />

Geschäftsführerin KRAFTKINZ<br />

Neugründer Gold wert. Damit es zu keinen unangenehmen<br />

Überraschungen kommen kann, empiehlt<br />

Cindy Luisser außerdem dringend, vor dem Start alle<br />

möglichen Szenarien durchzuspielen. „Es kommt<br />

meistens anders, als man denkt, aber man ist dann flexibler.“<br />

Aber auch ein konsequentes Outsourcing ist<br />

hilfreich. „Tätigkeiten, die selbst nicht in die Kernkompetenz<br />

fallen, sollte man outsourcen“, sagt Luisser.<br />

„So bleiben Ressourcen für das Wesentliche.“<br />

Gegen das Scheitern hilft es auch, schon vor dem<br />

eigentlichen Start einen Kunden zu haben. Das rät<br />

jedenfalls Rudi Kobza. „Das erinnert ein bisschen an<br />

HenneundEi,trotzdemscheiternvieleimerstenJahr.<br />

Die monatliche Burnrate ist schnell zu hoch.“<br />

Partner: Ja oder nein?<br />

Als Unternehmer braucht man aber nicht nur Kunden,<br />

sondern oft auch Partner. Lohnt sich also die<br />

Zweisamkeit? Birgit Kraft-Kinz empfiehlt ein Netzwerk<br />

und keine direkte Partnerschaft: „Partnerschaft<br />

ist nicht nur in Ehen zeitaufwändig.“ Auch für Rudi<br />

Kobza gilt: „There ist just one captain on the boat.<br />

Partnerschaftenfunktionierennurdannperfekt,wenn<br />

dieAufgabenundVerantwortlichkeitenglasklargeregelt<br />

sind.“ Für Cindy Luisser hängt die Entscheidung<br />

für oder gegen eine Partnerschaft ganz klar vom Businessmodell<br />

ab. „Ich denke, hier gibt es kein Besser<br />

oder Schlechter.“<br />

Praxis-Tipps für den Start<br />

In der Euphorie einer Neugründung kommt neben<br />

der eigentlichen Arbeit das Management des eigenen<br />

Unternehmens oft zu kurz. Viele Fehler lassen sich<br />

aber von Beginn an vermeiden, wenn einige Regeln<br />

beachtet werden. Folgende Tipps können Neugründern<br />

den Einstieg in den Markt erleichtern:<br />

■ Bedenken Sie, dass auch in der Nische (SpezialagenturmitspezifischenKompetenzen)eineMenge<br />

Potenzial schlummert.<br />

■ Machen Sie sich ein Bild von Ihren unmittelbaren<br />

Mitbewerbern! Lernen Sie davon, überlegen Sie<br />

sich aber auch, wie Sie sich gezielt abheben können.<br />

■ Bedenken Sie, dass Ihr Unternehmen eine Marke


ist. Versuchen Sie von Beginn an, ein eigenständiges,<br />

unverwechselbares Profil (USP) herauszuarbeiten.<br />

■ VergessenSienichtauf PRineigenerSache:InformierenSiedieFachpresseüberdieGründungIhres<br />

Unternehmens, Personalia, gewonnene Etats,<br />

Kreativ- und Effizienz-Awards. Aber versenden<br />

SiePRnur,wennSiewirklichetwaszusagenhaben!<br />

■ Sammeln Sie Fachpresseartikel über Ihre eigene<br />

Agentur und über Ihre Mitbewerber.<br />

■ Reichen Sie Arbeiten bei Kreativ- und Effizienz-<br />

Awards ein, wenn Sie überzeugt sind, dass Sie eine<br />

reelleChanceauf einenPreishaben.Die(ofthohen)<br />

Einreichkosten sind eine sinnvolle Investition.<br />

■ Gehen Sie zu Beginn sparsam mit Ihren finanziellen<br />

Ressourcen um und überlegen Sie, ob eine<br />

Investition wirklich sinnvoll ist.<br />

■ Seien Sie besonders anfangs nicht zu risikofreudig!<br />

■ Prüfen Sie die Bonität Ihrer (vor allem) kleineren<br />

Kunden! Sie können sich zu Beginn keine Forderungsausfälle<br />

leisten.<br />

■ Eine Bankverbindung bei einer namhaften Bank<br />

mit einem kompetenten Berater ist Gold wert.<br />

■ Überlegen Sie sich, ob die Hereinnahme eines<br />

kompetenten Partners nicht sinnvoller ist als das<br />

Einzelkämpferdasein.<br />

■ Bauen Sie Netzwerke auf und aus. Besuchen Sie<br />

laufend Fachveranstaltungen, die Ihren Horizont<br />

erweitern können.<br />

■ Lesen Sie Fachpublikationen und bleiben Sie über<br />

die Online-Dienste der Fachpresse stets auf dem<br />

Laufenden.<br />

■ Mieten Sie zu Beginn kein zu großes, aber auch<br />

kein zu kleines Objekt an: Ein Umzug innerhalb<br />

der ersten Monate lähmt den eigentlichen Betrieb<br />

füreinigeTageoderWochen,einzugroßesObjekt<br />

verursacht unnötig hohe Kosten.<br />

■ Gehen Sie bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter sorgsam<br />

um: Gerade zu Beginn können Sie sich ein<br />

Vorgehen nach dem Prinzip „Trial and Error“<br />

nicht leisten. Legen Sie Wert auf die fachliche<br />

Kompetenzsowieauchauf guteUmgangsformen,<br />

angemessenes Auftreten und den Ruf, der Ihren<br />

neuen Mitarbeitern vorauseilt.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„EPUs benötigen eine größere Art<br />

der Vernetzung in Working Groups,<br />

aber auch im Bereich Social Media”<br />

Mag. Emanuel Maxl<br />

EPU in der Markt- und Meinungsforschung<br />

■ Reagieren Sie auf Ihren ersten größeren Etatgewinn/Auftrag<br />

nicht mit allzu viel Euphorie. Seien<br />

Sie behutsam beim Einstellen von Angestellten<br />

(Lohnnebenkosten!).<br />

■ Bedenken Sie, dass jeder Auftrag nicht nur die laufenden<br />

Kosten (Miete, Strom etc.) und die Kosten<br />

für Mitarbeiter abdecken muss, sondern auch den<br />

Unternehmerlohn.<br />

■ Sehen Sie sich rechtzeitig nach einem guten und<br />

in Ihrem Feld kompetenten Steuerberater um!<br />

■ Scheuen Sie allzu hohe Kredite.<br />

■ Bedenken Sie, dass Sie vor allem in den ersten<br />

Wochen/Monaten wenig Freizeit haben werden.<br />

■ Hüten Sie sich zu Beginn vor allzu großzügigen<br />

Privatentnahmen.UndbedenkenSie,dassSievon<br />

denEinnahmennebendenlaufendenKostenauch<br />

Steuern (Umsatz-, Körperschafts- und Einkommensteuer)sowieSozialversicherungsbeiträgeentrichten<br />

müssen.<br />

■ Konsultieren Sie Ihre <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation und nützen Sie andere<br />

Beratungsstellen: Guter Rat muss nicht immer<br />

teuer sein!<br />

Businessplan wichtig<br />

Nicht nur hilfreich, sondern absolut notwendig ist<br />

die Erstellung eines detaillierten Business- oder<br />

Geschäftsplans. Egal welche Idee Sie mit Ihrem eigenenUnternehmenverwirklichenmöchten,Siebrauchen<br />

genaue Aufstellungen und Argumente Ihres<br />

Vorhabens.<br />

INFO<br />

„<br />

Konsultieren Sie bei Fragen und Unklarheiten Ihre<br />

<strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

und nützen Sie auch andere Beratungsstellen von<br />

Institutionen, Bund und Ländern.<br />

Denn guter Rat muss nicht immer teuer sein – oft ist<br />

er sogar kostenlos!<br />

47


Regie führen<br />

Gehen Sie davon aus, dass Sie der Kapitän an Bord<br />

oder zumindest ein wichtiger Partner in Ihrem<br />

Unternehmen sein werden. Sie werden daher nicht<br />

nur Ihr eigenes Geld, sondern wahrscheinlich einen<br />

Teil Ihrer Freizeit in Ihre Firma stecken müssen.<br />

Daher sollten Sie bereits im Vorfeld der Gründung<br />

die Chance wahrnehmen, mit einem detaillierten<br />

Business- oder Geschäftsplan mögliche Risiken zu<br />

vermindern und potenzielle Fallen aufzuspüren.<br />

Die Inhalte eines solchen Plans benötigen Sie zum<br />

Beispiel bei Kapitalgebern wie Investoren, Banken<br />

undFörderstellen,beidenenSieauf Finanzierungsmittel<br />

hoffen. Gleichzeitig ist Ihr Businessplan für<br />

Ihre Idee das wichtigste Kommunikationsinstrument<br />

nach außen.<br />

Denn eine gute Idee alleine ist noch lange nicht ausreichend<br />

für eine gute Unternehmung. Ihre potenziellen<br />

Geschäftspartner möchten konkrete Ziele<br />

und keine Luftschlösser vor Augen haben. Aber<br />

auch für ein bestehendes Unternehmen ist dieses<br />

Dokument sinnvoll, wenn es zum Beispiel eine<br />

Geschäftserweiterung oder eine Kooperation mit<br />

einemanderenUnternehmenplantodereineÜbernahme<br />

beziehungsweise Übergabe im Raum steht.<br />

48<br />

Wichtige Fragen<br />

„<br />

■ Welche grundsätzlichen Chancen und Risiken bestehen<br />

für Ihr Geschäftsvorhaben?<br />

■ Gibt es eine detaillierte SWOT-Analyse (Stärken-,<br />

Schwächen-, Chancen-, Gefahrenanalyse)?<br />

■ Welche Maßnahmen sind geplant, um die aufgezeigtenRisikeneinzuschränken(Innovations-beziehungsweise<br />

Risikomanagement)?<br />

■ Inwieweit können Sie durch Anpassung Ihrer Pläne<br />

diese Auswirkungen (im Falle von Risiken) begrenzen<br />

oder (im Falle von Chancen) nützen?<br />

■ Wie wird im günstigsten und im ungünstigsten SzenarioIhrePlanungfürdienächstenvierbisfünfGeschäftsjahre<br />

aussehen?<br />

„Bürogemeinschaften oder ähnliches<br />

sind mehr als sinnvoll“<br />

Rudi Kobza<br />

CEO Lowe GGK<br />

Die Firma i2b („ideas to business“) erstellt Unternehmenskonzepte<br />

und hat es sich zum Ziel gesetzt,<br />

mit professionellen Anweisungen aus Ihrem Businessplan<br />

eine Folge von Regieanweisungen für die<br />

einzelnen Schritte IhresUnternehmenszu machen.<br />

Betrachten Sie die Vorschläge von i2b als solche<br />

und verwirklichen Sie damit Ihr eigenes Drehbuch<br />

Schritt für Schritt:<br />

Andere überzeugen<br />

Um andere zu überzeugen, müssen Sie in der Lage<br />

sein, potenzielle Abnehmer bzw. Kunden für Ihr<br />

Produkt oder Ihre Dienstleistung zu begeistern.<br />

Das erreichen Sie nur, wenn Sie jede einzelne der<br />

folgenden Eigenschaften klar und verständlich formulieren<br />

können:<br />

■ Kundennutzen: Sie bieten DIE Lösung für ein<br />

(mögliches) Problem des Kunden, der Nutzen<br />

muss allerdings „messbar“ sein.<br />

■ Innovation: Sie bieten etwas völlig Neues, Neuartiges,<br />

Anderes, also die NEUE Lösung im Vergleich<br />

zu jenen, die bisher auf dem Markt sind.<br />

■ Markt:Diesersolltegroßgenugsein,damiteinegenügend<br />

große Menge an Menschen bzw. Unternehmen<br />

das Problem hat, welches Sie lösen könnten.<br />

■ Umsetzung: Sie müssen Ihre Lösung in einem<br />

Unternehmen durchsetzen können.<br />

■ Profitabilität: Einnahmen minus Ausgaben müssen<br />

am Ende ein Plus ergeben.<br />

Businessplan erstellen<br />

Es gibt keinen „Masterplan“ für die Erstellung eines<br />

Geschäftsplans. Dennoch sollten Sie einige wesentliche<br />

Punkte beachten, um potenzielle Partner und<br />

Investoren zu überzeugen. Zum Beispiel die<br />

Geschichte Ihres Unternehmens: Was steckt hinter<br />

Ihrer Geschäftsidee, was waren die Beweggründe<br />

dafür? Was gibt es über Ihr Unternehmen zu sagen?<br />

Handeln Sie aus Überzeugung? Verfügen Sie über<br />

die notwendigen Eigenschaften und Befähigungen?<br />

Wie hat sich Ihr Unternehmen, sofern es bereits<br />

besteht, bisher entwickelt?<br />

Auch sollten Sie in Ihrem Plan aufzeigen können,<br />

warum der Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen


sollte. Haben Sie eine besonders innovative Idee?<br />

Was unterscheidet Ihre Art der Dienstleistung von<br />

anderen? Wie wird sich Ihre Kommunikationsagentur<br />

von anderen Agenturen unterscheiden?<br />

Was ist neu? Warum braucht der Markt gerade Sie?<br />

Wenn es um innovative Geschäftsideen geht, ist<br />

vorab zu klären, ob es für diese überhaupt einen<br />

Markt gibt. Menschen sind bereit, für bestimmte<br />

Bedürfnisse Geld auszugeben – und dieser Nutzen<br />

muss messbar dargestellt werden.<br />

Dabei ist der USP (Unique Selling Proposition –<br />

„Alleinstellungsmerkmal“), also die Differenzierung<br />

Ihrer Dienstleistung von den Dienstleistungen<br />

Ihrer Mitbewerber wesentlich. Inwieweit bieten Sie<br />

etwas Einzigartiges beziehungsweise Besonderes<br />

an? Weshalb soll ein Kunde sein Geld ausgerechnet<br />

bei Ihnen ausgeben? Diese Differenzierung muss<br />

eindeutig und glaubhaft sein, sie muss klar beweisbar<br />

dargestellt werden. Nur wenn die Differenzierung<br />

stimmt, gibt es auch einen logischen Grund,<br />

weshalbKundenzuIhnenkommensollenundnicht<br />

zu Ihren Mitbewerbern.<br />

Wenn Ihre Dienstleistung nicht innovativ genug ist<br />

oder Ihnen aus anderen Gründen Zweifel kommen,<br />

sollten Sie Ihren Schritt noch einmal überdenken<br />

beziehungsweise Ihren Plan in eine andere Richtung<br />

gehend überarbeiten. Wenn Ihre Idee bereits<br />

von genügend anderen Marktteilnehmern angeboten<br />

wird, weshalb sollte man dann ausgerechnet auf<br />

Ihre Agentur warten? Bedenken Sie aber, bevor Sie<br />

jetztIhrKonzeptzumOpferderMülltonnemachen<br />

Tipps für den perfekten Businessplan<br />

■ Nur wenn Sie selbst von Ihrer Geschäftsidee überzeugt<br />

sind, können Sie das auch an potenzielle Partner vermitteln.<br />

■ Erstellen Sie Ihren Businessplan bereits für die nächsten<br />

drei bis fünf Jahre. Im ersten Jahr sollten Sie unbedingt<br />

jeden einzelnen Monat planen, die restlichen Jahre können<br />

auf Jahresbasis beruhen.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„EPUs haben die größte Chance,<br />

wenn sie eine Nische besetzen<br />

oder Experten in einem Bereich<br />

sind“<br />

Cindy Luisser, MA<br />

Geschäftsführerin com::con<br />

„<br />

wollen,dassnichtunbedingtdieangeboteneDienstleistung<br />

selbst neu sein muss, sondern auch etwa<br />

das Marketing für diese neuartig sein kann. Und<br />

darinsindSiejamithoherWahrscheinlichkeitProfi!<br />

Der Markt als Risiko und Chance<br />

BeiIhrerEntscheidungspieltderMarkteinewesentliche<br />

Rolle. Informieren Sie sich genau über Chancen<br />

und Risiken sowie über potenzielle MitbewerberinIhrerBranche.HilfreichsinddabeidieMarktgröße<br />

und die Beschreibung Ihrer Zielkunden:<br />

Wie groß ist der Markt für Ihre Dienstleistung?<br />

Erkundigen Sie sich zum Beispiel bei der Wirtschaftskammer<br />

Österreich (www.wko.at) oder bei<br />

einer der zahlreichen Institutionen, die auf <strong>Werbung</strong><br />

und Marktkommunikation spezialisiert sind.<br />

Denn nur wenn ein Markt groß genug ist, macht es<br />

Sinn, Ihre Idee in einem Unternehmen umzusetzen.<br />

Hilfreiche Informationen über den Markt bekommen<br />

Sie durch die Wirtschaftskammern, statistische<br />

Ämter, Banken und das Internet. Diese QuellenmachenesIhnenauchmöglich,Annahmenüber<br />

die Struktur Ihrer Zielkundengruppen zu treffen<br />

und darzustellen.<br />

Links:<br />

www.gruenderservice.at<br />

http://wko.at<br />

www.berufskompass.at/gruendereignung<br />

www.i2b.at<br />

■ Je einfacher Sie Ihre Idee beschreiben können, desto<br />

attraktiver werden Geldgeber, Kunden, Lieferanten und<br />

Mitarbeiter diese finden.<br />

■ Im Endeffekt ist ein Kunde nur bereit, Geld auszugeben,<br />

wenn es am Ende eine „Win-Win-Situation“ gibt. Das<br />

heißt nicht nur der Unternehmer, sondern vor allem der<br />

Kunde muss ein Gewinner sein.<br />

49


Wichtige Partner<br />

Österreichische Institutionen<br />

Creativ Club Austria (CCA)<br />

Kochgasse 34/16, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/408 53 51, Fax 01/408 53 52<br />

office@creativclub.at, www.creativclub.at<br />

Design Austria (DA)<br />

Berufsverband der Grafik-Designer,<br />

Illustratoren und Produkt-Designer<br />

designforum MQ, Museumsplatz 1, 1070 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/524 49 49-0<br />

service@designaustria.at, www.designaustria.at<br />

Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ)<br />

Heumühlgasse 11, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/911 43 00, Fax 01/911 43 00-22<br />

office@dmvoe.at, www.dmvoe.at<br />

Event Marketing Board Austria (EMBA)<br />

Mag. Martin Brezovich<br />

Wilhelminenstraße 80–82, 1160 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/535 52 85, Fax 01/480 45 20-28,<br />

office@emba.co.at, www.emba.co.at<br />

Fachverband <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation der WKO<br />

Wiedner Hauptstraße 73, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

(Adresse ab Dez. 2010: Wiedner Hauptstraße 57)<br />

Tel. 05 90 900-3541, Fax 05 90 900-285<br />

werbung@wko.at, www.fachverbandwerbung.at<br />

Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen<br />

der WKO<br />

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 05 90 900-3172, Fax 05 90 900-3178<br />

http://wko.at/telekom<br />

Interessengemeinschaft der Messe- und Live-Marketing-Spezialisten<br />

Österreichs (I.M. Austria)<br />

Schlickgasse 4/1/4–5, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/310 94 00, Fax 01/310 94 00-7<br />

office@imaustria.at, www.imaustria.at<br />

50<br />

International Advertising Association (IAA),<br />

Austrian Chapter<br />

Reisnerstraße 5, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/242 30-400, Fax 01/242 30-129<br />

office@iaa-austria.at, www.iaa-austria.at<br />

Internet Advertising Bureau (IAB) Austria<br />

c/o Freie Digitale, Karin Hammer,<br />

Lerchenfelder Straße 88–90/13, 1080 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 0680/128 00 34<br />

administration@iab-austria.at,<br />

www.iab-austria.at<br />

Kommunikationsbehörde Austria<br />

(KommAustria)<br />

Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191<br />

rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />

Marketing Club Österreich (MCÖ)<br />

Dornbacherstr. 31/Top 8, 1170 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/481 66 67, Fax 01/481 67 99<br />

buero@marketingclub.at,<br />

www.marketingclub.at<br />

MediaWatch<br />

Institut für Medienanalysen GmbH<br />

Bürgerstraße 2, 6020 Innsbruck,<br />

Tel. 0512/58 89 59-0, Fax 0512/58 89 59-20<br />

mediawatch@apa.at,<br />

www.apa-mediawatch.at<br />

Österreichische<br />

<strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />

Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/512 88 66, Fax 01/512 88 66-22<br />

office@oeak.at, www.oeak.at<br />

Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG)<br />

Gumpendorfer Straße 19, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/997 12 64-0,<br />

Fax 01/997 12 64-4<br />

info@marketinggesellschaft.at,<br />

www.marketinggesellschaft.at<br />

Österreichischer Presserat<br />

c/o Presseclub Concordia,<br />

Bankgasse 8, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/533 85 73, Fax 01/533 71 72-9<br />

www.voez.at


Österreichischer Verband der<br />

Markenartikelindustrie (MAV)<br />

Am Heumarkt 12, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/713 32 88, Fax 01/713 83 28<br />

office@mav.at, www.mav.at<br />

Österreichische Webanalyse (ÖWA)<br />

Köllnerhofgasse 2/3, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/512 88 66-17, Fax 01/512 88 66-22<br />

office@oewa.at, www.oewa.at<br />

Österreichische Werbewissenschaftliche<br />

Gesellschaft (WWG)<br />

Wirtschaftsuniversität <strong>Wien</strong><br />

Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/313 36-4617, Fax 01/317 66 99<br />

wwg@wu-wien.ac.at, www.wwgonline.at<br />

Österreichischer Werberat (ÖWR)<br />

Wiedner Hauptstraße 73, 1040 <strong>Wien</strong>,<br />

(Adresse ab Dez. 2010: Wiedner Hauptstraße 57)<br />

Tel. 05 90 900-3577, Fax 05 90 900-285<br />

office@werberat.at, www.werberat.at<br />

Österreichischer Zeitschriften- und<br />

Fachmedien-Verband (ÖZV)<br />

Renngasse 12/6, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/319 70 01<br />

oezv@oezv.or.at, www.oezv.or.at<br />

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)<br />

Mariahilfer Straße 77–79, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/580 58-0, Fax 01/580 58-9191,<br />

rtr@rtr.at, www.rtr.at<br />

Verein ARGE Media-Analysen<br />

Riemergasse 11/3/11, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/513 25 70, Fax 01/513 25 70-2<br />

ma@media-analyse.at, www.media-analyse.at<br />

Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ)<br />

Postfach 182, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 0699/102 307 64, Fax 0699/402 307 64<br />

sekretariat@vmoe.at, www.vmoe.at<br />

Verband der Regionalmedien<br />

Österreichs (VRM)<br />

Esterhazygasse 4a/2/17, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/585 77 37, Fax 01/585 77 37-37<br />

vrm@vrm.at, www.vrm.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Verband für Integrierte<br />

Kommunikation (VIKOM)<br />

Schwarzenbergplatz 4, 1031 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/711 35-2413, Fax 01/711 35-2313<br />

vikom@iv-net.at, www.vikom.at<br />

Verband Österreichischer<br />

Privatsender (VÖP)<br />

Parkring 10, 1010 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/516 33-3166, Fax 01/516 33-3000<br />

office@voep.at, www.voep.at<br />

Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ)<br />

Wipplingerstraße 15, 1013 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/533 79 79<br />

office@voez.at, www.voez.at<br />

Verein Forum Media-Planung (FMP)<br />

c/o Sales Crew, Susanne Kristek<br />

Schlöglgasse 11, 1120 <strong>Wien</strong>,<br />

www.forummediaplanung.at<br />

Internationale Institutionen<br />

European Advertising Standards<br />

Alliance (EASA)<br />

Rue de la Pépinière/Boomkwekerijstraat 10-10a,<br />

B-1000 Bruxelles, Belgien,<br />

Tel. 0032/2/513 78 06, Fax 0032/2/513 28 61<br />

info@easa-alliance.org, www.easa-alliance.org<br />

European Association of<br />

Communications Agencies (EACA)<br />

152 Boulevard Brand Whitlock, B-1200 Bruxelles,<br />

Belgien, Tel. 0032/2/740 07 10<br />

Fax 0032/2/740 07 17<br />

www.eaca.be<br />

Federation of European Direct and Interactive Marketing<br />

(FEDMA)<br />

439 Avenue de Tervuren, B-1150 Bruxelles,<br />

Belgien, Tel. 0032/2/779 42 68,<br />

Fax 0032/2/779 42 69<br />

info@fedma.org, www.fedma.org<br />

IAA International Advertising Association<br />

World Service Center, 275 Madison Avenue,<br />

Suite 2102, New York, NY 10016, USA,<br />

Tel. 001/212 557 1133, Fax 001/212 983 0455<br />

membership@iaaglobal.org, www.iaaglobal.org<br />

51


ICC Austria – Internationale Handelskammer<br />

WiednerHauptstraße73,1040<strong>Wien</strong>,<br />

Tel.01/50105-3716,Fax01/50105-3703<br />

icc@icc-austria.org,www.icc-austria.org<br />

Zentralverband der Deutschen<br />

Werbewirtschaft (ZAW)<br />

AmWeidendamm1A,D-10117Berlin,<br />

Deutschland,Tel.+49/30/590099-700,<br />

Fax+49/30/590099-722<br />

zaw@zaw.de,www.zaw.de<br />

Zeitungs Marketing Gesellschaft mbH & Co. KG<br />

(ZMG)<br />

DarmstädterLandstraße125,D-60598Frankfurtam<br />

Main,Deutschland,<br />

kommunikation@zmg.de,www.zmg.de<br />

Sonstige Institutionen (A–Z)<br />

Bundesministerium für Finanzen<br />

HintereZollamtstraße2b,1030<strong>Wien</strong>,<br />

Tel.01/51433-0,www.bmf.gv.at<br />

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und<br />

Jugend<br />

Stubenring1,1010<strong>Wien</strong><br />

Tel.01/71100-0,www.bmwfj.gv.at<br />

Datenverarbeitungsregister<br />

Hohenstaufengasse3,1010<strong>Wien</strong>,<br />

Tel.01/53115-4043,Fax01/53115-4016<br />

dvr@dsk.gv.at,www.dsk.gv.at<br />

■ VergabevonDVR-Nummern<br />

Finanzämter<br />

findenSieunterwww.bmf.gv.at<br />

Firmenbuch<br />

<strong>Wien</strong><br />

■ Handelsgericht<strong>Wien</strong><br />

Marxergasse1a,1030<strong>Wien</strong>,<br />

Tel.01/51528-0<br />

Niederösterreich<br />

■ LandesgerichtKorneuburg<br />

Hauptplatz18,2100Korneuburg,Tel.02262/799-0<br />

■ LandesgerichtKrems/Donau<br />

Josef WichnerStraße2,3500Krems/Donau,<br />

Tel.02732/809-0<br />

52<br />

■ LandesgerichtSt.Pölten<br />

Schießstattring6,3100St.Pölten,Tel.02742/809-0<br />

■ LandesgerichtWr.Neustadt<br />

Maria-Theresien-Ring5,2700<strong>Wien</strong>erNeustadt,<br />

Tel.02622/21510-0<br />

Burgenland<br />

■ LandesgerichtEisenstadt<br />

<strong>Wien</strong>erStraße9,7000Eisenstadt,Tel.02682/7010<br />

Oberösterreich<br />

■ LandesgerichtLinz<br />

Fadingerstraße2,4020Linz,Tel.057601-21<br />

■ LandesgerichtRied/Innkreis<br />

Bahnhofstraße56,4910RiedimInnkreis,<br />

Tel.057601-25<br />

■ LandesgerichtSteyr<br />

Spitalskystraße1,4400Steyr,Tel.057601-26<br />

■ LandesgerichtWels<br />

Maria-Theresia-Straße12,4600Wels,<br />

Tel.057601-24<br />

Salzburg<br />

■ LandesgerichtSalzburg<br />

Rudolfsplatz2,5010Salzburg,Tel.057601-233<br />

Steiermark<br />

■ LandesgerichtLeoben<br />

Dr.-Hanns-Groß-Straße7,8700Leoben,<br />

Tel.03842/404-0<br />

■ LandesgerichtfürZivilrechtssachenGraz<br />

MarburgerKai49,8010Graz,Tel.0316/8064-0<br />

Kärnten<br />

■ LandesgerichtKlagenfurt<br />

Dobernigstraße2,9020Klagenfurt,Tel.0463/5840<br />

Tirol<br />

■ LandesgerichtInnsbruck,Maximilianstraße4,<br />

6020Innsbruck,Tel.0512/5930-0<br />

Vorarlberg<br />

■ LandesgerichtFeldkirch<br />

Schillerstraße1,6800Feldkirch,Tel.05522/3020<br />

ÖsterreichischesPatentamt<br />

Markenregister<br />

DresdnerStraße87/Postfach95,1200<strong>Wien</strong>,<br />

Tel.01/53424-0,<br />

info@patentamt.at,www.patentamt.at


Der Österreichische Werberat<br />

Der Österreichische Werberat (ÖWR) fördert die<br />

Selbstdisziplin der <strong>Werbung</strong>. Er unterstützt verantwortungsbewusstes<br />

Handeln und korrigiert Missbräuche<br />

und Fehlentwicklungen. Der „Selbstbeschränkungskodex<br />

der <strong>Werbung</strong>“ umfasst Verhaltensregeln<br />

für Werber, außerdem prüft der ÖWR<br />

Beschwerden in Bezug auf unerwünschte <strong>Werbung</strong>.<br />

Allgemeine Werbegrundsätze<br />

■ <strong>Werbung</strong> soll vom Grundsatz sozialer Verantwortung<br />

geprägt sein.<br />

■ <strong>Werbung</strong> muss gesetzlich zulässig sein und muss<br />

die gesetzlichen Normierungen strikt beachten.<br />

■ <strong>Werbung</strong> muss den Grundsätzen der Lauterkeit,<br />

wie sie im Wirtschaftsleben allgemein anerkannt<br />

sind, entsprechen.<br />

■ <strong>Werbung</strong> darf nicht gegen die allgemein anerkannten<br />

guten Sitten verstoßen.<br />

■ <strong>Werbung</strong> darf nicht die Würde des Menschen verletzen,<br />

insbesondere durch eine entwürdigende<br />

Darstellung von Sexualität oder anderweitig diskriminierende<br />

Darstellungen.<br />

■ <strong>Werbung</strong>darf nichtgegendenGrundsatzderRedlichkeit<br />

und Wahrhaftigkeit verstoßen.<br />

■ <strong>Werbung</strong> darf nicht durch anlehnende und nachahmende<br />

Darstellungen irreführen.<br />

■ <strong>Werbung</strong> darf nicht das Recht auf Schutz der Privatsphäre<br />

verletzen.<br />

■ <strong>Werbung</strong> muss als solche klar erkennbar sein.<br />

■ <strong>Werbung</strong>sollkeinendirektenoderindirektenKaufzwang<br />

auf Konsumenten ausüben.<br />

Ethik und Moral<br />

Verantwortungsbewusste <strong>Werbung</strong> muss vor der<br />

Kreation bzw. dem Einsatz von Werbekampagnen<br />

untersuchen und abwägen, welche Sujets mit den<br />

rechtlichen Normen und ethisch-moralischen WertenderGesellschaftverträglichsindundwelchenicht.<br />

Gewalt<br />

<strong>Werbung</strong> darf sich keiner gewalttätigen, Gewalt<br />

ästhetisierenden oder Gewalt verharmlosenden<br />

Sujets bedienen. Es sollen keine Darstellungen und<br />

Aussagen erfolgen, welche brutales, aggressives oder<br />

asoziales Verhalten enthalten oder dazu ermutigen.<br />

<strong>Werbung</strong> darf keine Angst und Furcht erzeugen.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

<strong>Werbung</strong> darf Aufstachelung zum Hass weder aufweisen<br />

noch billigen, fördern oder verherrlichen.<br />

Gesundheit<br />

<strong>Werbung</strong> soll nicht diskriminieren, darf den Konsum<br />

von Heilmitteln und anderen die Gesundheit<br />

und Ernährung betreffenden Präparaten weder verharmlosen<br />

noch zu deren übermäßigem Konsum<br />

ermutigen.<br />

Sicherheit<br />

Die allgemeine Sicherheit soll durch entsprechende<br />

Darstellungen und Aussagen nicht gefährdet werden.<br />

Umwelt<br />

Es sollen keine Darstellungen und Aussagen erfolgen,<br />

die nicht durch Fakten belegt werden können.<br />

Alkohol<br />

<strong>Werbung</strong> soll nicht zum Alkoholmissbrauch oder<br />

zum übermäßigen Konsum auffordern.<br />

Frauen<br />

<strong>Werbung</strong>, die die Würde der Frau verletzt, frauenfeindlich<br />

ist bzw. Frauen diskriminiert, ist zu unterlassen.<br />

Kinder<br />

<strong>Werbung</strong> mit Kindern und <strong>Werbung</strong>, die an Kinder<br />

gerichtetist,sollnichtsenthalten,wasKindernirgendeine<br />

Art von Schaden zufügen kann.<br />

Kraftfahrzeuge<br />

<strong>Werbung</strong>sollkeineriskanten,aggressivenoderleichtsinnigen<br />

Fahrszenen darstellen. Schnelligkeit soll<br />

nicht die dominierende Aussage der Botschaft sein.<br />

Ältere Menschen<br />

JedediskriminierendeDarstellungundverbaleÄußerung<br />

über ältere Personen ist zu vermeiden. Ältere<br />

MenschensindinderDarstellungnichtauf ihreDefizite<br />

zu reduzieren.<br />

Tabak<br />

<strong>Werbung</strong> soll Tabakkonsum weder verharmlosen<br />

noch zum übermäßigen Konsum ermutigen.<br />

Eine vollständige Auflistung der einzelnen Verhaltensregeln<br />

finden Sie unter www.werberat.at<br />

53


Berufe in der <strong>Werbung</strong><br />

Werbeagentur<br />

<strong>Werbung</strong> ist angewandte Kommunikation, die ein<br />

immer breiteres Spektrum an Fachkenntnissen aus<br />

den verschiedensten Spezialgebieten erfordert.<br />

Eine Full-Service-Werbeagentur (vormals Werbeberater/<strong>Werbung</strong>smittler)suchteinenstrategischen<br />

Ansatz für das werbliche Vorgehen und entwickelt<br />

dannaufbauendeinKommunikationskonzept.Dieses<br />

beinhaltet alle zur Erreichung des Werbezieles<br />

relevanten kreativen und medialen Bereiche.<br />

Aufgaben<br />

■ Entgegennehmen eines Briefings und, wenn vonnöten,<br />

Hinterfragen und Kommentieren der einzelnen<br />

Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />

■ Entwicklung von Kreativkonzepten<br />

■ Planung und Gestaltung aller relevanten Kommunikationsinstrumente<br />

■ Entwicklung und Optimierung von Mediakonzepten<br />

■ Ausschreibungen und Verhandlungen mit ProduzentenundMedienzurErzielungbesterEinkaufsbedingungen<br />

für den Kunden<br />

■ Produktion und Exekution aller Werbemaßnahmen<br />

■ Verwaltung von Produktions- und Mediabudgets<br />

unter Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />

■ Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />

Maßnahmen<br />

■ Veranlassen und Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />

■ Laufende Beratung der Klienten in allen relevanten<br />

Bereichen<br />

■ Wahrung von Geschäftsgeheimnissen<br />

Werbearchitekt<br />

Werbearchitekten (vormals Werbegestalter) entwerfen,planen,dekorierenundgestaltenFlächen,Bereiche<br />

und Räume im Rahmen von Ausstellungen und<br />

54<br />

Messen sowie den Innen- und Außenbereich von<br />

Gebäuden. Der Werbearchitekt ist verantwortlich<br />

für die exakte Planung und die termin- und kostengerechte<br />

Erstellung der in Auftrag gegebenen Leistungen.<br />

Die Aufgaben eines Werbearchitekten umfassen insbesondereKonzeption,Planung/EntwurfundAusführung<br />

von räumlicher <strong>Werbung</strong>.<br />

Aufgaben<br />

■ Beratung des Auftraggebers hinsichtlich der in<br />

FragekommendenWerbemedien(Messe,Vitrine,<br />

Schaufenster …)<br />

■ Erstellen von Aktionsplänen<br />

■ Planen und Entwurf von Werbegestaltungen<br />

■ Durchführung von Werbegestaltungen und Herstellung<br />

der Werbemittel<br />

■ Koordinierung von für die Ausführung notwendigen<br />

anderen Unternehmen<br />

■ Erstellen von dreidimensionalen Werbemitteln<br />

für Schaufenster, Messen, Ausstellungen, Vitrinen,<br />

Bühnen, Tagungen, Kongresse etc.<br />

Werbegrafik-Designer<br />

Werbegrafik-Designer planen und entwerfen kreative<br />

Layouts. Der Bereich Werbegrafik-Design<br />

gehört zum Bereich der visuellen Kommunikation<br />

undisteinkünstlerisch-kreativerBeruf,derderZielgruppe<br />

die Nutzen und Vorteile von Waren und<br />

Dienstleistungen durch visuelle Elemente näher<br />

bringt. Die Aufgaben eines Werbegrafik-Designers<br />

umfassen insbesondere die Beratung sowie die<br />

Gestaltung und Produktion von Werbemitteln.<br />

Aufgaben<br />

■ Corporate Design, Markenzeichen,<br />

Logistiksysteme, Signets<br />

■ Geschäftsdrucksorten<br />

■ Firmenbroschüren, Geschäftsberichte,<br />

Zeitschriften


■ Verpackungen<br />

■ Inserate, Plakate<br />

■ Prospekte, Flugblätter, Direct Mails<br />

■ Warenkataloge<br />

■ Außenwerbung<br />

■ Displays, POS-Material und sonstige Verkaufshilfen<br />

■ Multimedia- und Webdesign<br />

Ankündigungsunternehmen<br />

Ankündigungsunternehmen übernehmen Aufträge<br />

zur Veröffentlichung von Werbebotschaften und<br />

führen diese selbst oder gemeinsam mit Unternehmen<br />

derselben Berufsgruppe aus. In der Regel stellen<br />

sie gegen Entgelt Werbeträger zur Verfügung,<br />

die den Auftraggebern die Durchführung von optischer,<br />

akustischer sowie audio-visueller <strong>Werbung</strong><br />

ermöglichen.<br />

Aufgaben<br />

JedeArtderHerstellung,derErrichtung,derBewirtschaftung<br />

(Affichierung, Montage, Wartung usw.),<br />

der Bereitstellung oder Vermietung von<br />

■ Plakatflächen unbeleuchtet, beleuchtet und hinterleuchtet<br />

■ Wartehallen<br />

■ Litfaßsäulen<br />

■ Sportstättenwerbung<br />

■ Dauerwerbeflächen<br />

■ Werbeflächen an und in Verkehrsmitteln<br />

■ Lichtwerbung<br />

■ Luftwerbung<br />

■ elektro-akustischer, audio-visueller und elektronischer<br />

<strong>Werbung</strong><br />

■ sonstigen Werbeträgern im Bereich der Außenwerbung<br />

■ City-Lights<br />

■ elektronischen Werbeflächen<br />

■ Stadtinformationsanlagen<br />

■ Stadtmobiliar<br />

■ Werbeflächen auf Internetseiten,<br />

aber auch die Auskunftserteilung über alle für die<br />

Mediaplanung relevanten Daten (wie etwa Stand-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Hand in Hand:<br />

Agenturen, Grafik-Designer<br />

oder Werbemittelverteiler<br />

haben das gleiche Ziel,<br />

aber unterschiedliche<br />

Aufgaben<br />

ort- oder Werbewirkungsdaten) der angebotenen<br />

Werbeformen.<br />

Werbemittelverteiler<br />

Die Werbemittelverteilung versteht sich als Teil<br />

eines Gesamtkonzeptes zur Steigerung der Wahrnehmung<br />

und Bekanntheit sowie der Überbringung<br />

von Werbebotschaften. Durch die Übermittlung<br />

konkreter Angebote bzw. durch Zustellen von<br />

Warenproben direkt an die Tür der Konsumenten<br />

wirkt die Werbemittelverteilung im höchsten Maße<br />

absatzfördernd.<br />

Die Tätigkeit des Werbemittelverteilers umfasst die<br />

kundenorientierte Festlegung von regionalen und<br />

überregionalen Verteilgebieten. Die Festlegung der<br />

Verteilgebiete erfolgt nach den besonderen Erfordernissen<br />

des Kunden, wobei auf computergestützte,<br />

so genannte GIS (Geographische Informations-Systeme)<br />

zurückgegriffen werden kann, die<br />

eine konsumentengerechte Selektion der Gebiete<br />

ermöglichen.<br />

Aufgaben<br />

■ Beratung bei Werbe- und Direktmarketingmaßnahmen<br />

■ Bestimmung optimaler Zielgruppen und Verteilgebiete<br />

(unter Verwendung so genannter GIS)<br />

■ Lagerverwaltung und korrekte sowie zeitgerechte<br />

Distribution der angelieferten Werbemittel an die<br />

selektierten Verteilgebiete<br />

■ Verteilung von Werbemitteln wie Prospekten,<br />

adressierten und unadressierten Werbebriefen,<br />

55


Zeitungen, Drucksorten, Warenproben u. v. m.<br />

■ Kontrolle der Verteiler durch geschulte, angestellte<br />

Kontrolleure<br />

Public-Relations-Berater<br />

Public Relations sind die Gesamtheit der bewussten,<br />

geplanten, zielgerichteten und dauernden<br />

Bemühungen, in der Öffentlichkeit sowie bei direkt<br />

oder indirekt betroffenen Gruppen gegenseitiges<br />

Verständnis und Vertrauen aufzubauen und zu<br />

fördern. Ziel der Public Relations ist es, Aufmerksamkeit<br />

und Interesse zu wecken, Bekanntheitsgrad<br />

und Imageprofil aufzubauen sowie Sympathie<br />

und Vertrauen zu gewinnen. Public Relations<br />

sollen Entscheidungsprozesse beeinflussen, der<br />

Konfliktbewältigung und dem Bemühen um Konsens<br />

dienen.<br />

Nur der ständige Dialog mit den verschiedenen<br />

Interessengruppen im jeweiligen Beziehungsumfeld<br />

sowie der gegenseitige Interessenausgleich<br />

können das notwendige Klima für Verständigung<br />

und Vertrauen schaffen. Die Gestaltung dieses<br />

Dialogs mit der Öffentlichkeit ist die eigentliche<br />

Aufgabe von Public Relations. Die PR-Tätigkeit<br />

kann sich dabei sowohl auf eine reine Beratungstätigkeit<br />

erstrecken als auch die für die Durchführung<br />

der Öffentlichkeitsarbeit notwendigen Maßnahmen<br />

beinhalten.<br />

Aufgaben<br />

■ Planung, Begleitung und Realisierung von CI-<br />

Programmen<br />

■ Erarbeitung und Mithilfe bei der Einführung<br />

von Unternehmensleitbildern<br />

■ Initiierung, Begleitung und Interpretation von<br />

Imageuntersuchungen<br />

■ Erarbeitung von PR-Strategien und Formulierung<br />

von PR-Zielen<br />

■ Quantitative und qualitative Analyse von Dialoggruppen<br />

sowie der Aufbau von Kontakten zu<br />

diesen Dialoggruppen<br />

■ Beratung im Kommunikationsmanagement<br />

■ Beratung in Fragen der Medien- und Kommu-<br />

56<br />

nikationsarbeit<br />

■ Konzeption der Struktur und Organisation der<br />

Public Relations<br />

■ Erarbeitung integrierter Kommunikationskonzepte<br />

sowie deren Umsetzung<br />

■ Konzeption und Durchführung von PR-Maßnahmen<br />

■ Erarbeitung von Krisen-PR-Plänen sowie von<br />

Strategien zur Bewältigung schwieriger Situationen<br />

im Unternehmen<br />

■ Koordination der Zusammenarbeit aller Beteiligten<br />

an Kommunikationsaufgaben<br />

■ Verwaltung des PR-Budgets unter Berücksichtigung<br />

höchster Sorgfaltspflicht<br />

■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />

Adressenverlage und<br />

Direktwerbe unternehmen<br />

Adressenverlage sind Unternehmen, die sich mit<br />

Direktwerbung befassen. Der Sammelbegriff<br />

Direktwerbung wird für <strong>Werbung</strong> aller Art verwendet,<br />

die sich in Form geschriebener – vervielfältigter<br />

oder gedruckter – Werbemittel direkt an<br />

ausgewählte Empfänger richtet. Darunter fallen<br />

sämtliche persönlich adressierten Werbebotschaften<br />

von der Postkarte bis hin zum Versandhauskatalog.<br />

Dazu gehören aber auch unadressierte Handzettel<br />

oder Prospekte, die im täglichen Sprachgebrauch<br />

als „Postwurfsendungen“ bezeichnet und<br />

von der Post oder von privaten Unternehmen verteilt<br />

werden. Zur Direktwerbung gehören auch<br />

Warensendungen und Warenproben, ferner die so<br />

genannte „dreidimensionale“ oder Geschenkwerbung<br />

mit Gegenständen, deren Streuung ebenfalls<br />

per Post oder als unadressierte Wurfsendung an<br />

ausgewählte Personen oder Personengruppen<br />

erfolgt.<br />

Aufgaben<br />

■ Vorbereitung von Direct Mailings<br />

■ Bestimmung optimaler Zielgruppen<br />

■ Technische Beratung bei Direktwerbekampagnen


■ Beratung bei der Gestaltung und Verwertung<br />

von Direktwerbemitteln sowie Herstellung der<br />

zu versendenden Werbemittel<br />

■ Begleitende Kontrolle von durchgeführten<br />

Direktwerbeaktionen<br />

■ Treuhänderische Verwaltung von Kundenadressendateien<br />

■ Vermittlung zwischen Mieter und Vermieter von<br />

Kunden- und Interessentenadressen unter<br />

Beachtung der einschlägigen gesetzlichen<br />

Bestimmungen<br />

■ Beratung über kostengünstige und werbewirksame<br />

Versandmöglichkeiten<br />

■ Kooperation mit der Post und privaten Werbemittelverteilern<br />

■ Nebenarbeiten wie Verpackung jeglichen Versandmaterials<br />

■ Auswahl der jeweils günstigsten postalischen Versandmöglichkeit<br />

■ Bereitstellung von möglichst aktuellen Adressdateien<br />

und deren laufende Berichtigung<br />

■ Sorgfältige Lagerhaltung des übergebenen Versandmaterials<br />

■ Telefonmarketing<br />

Direktwerbeunternehmen und Adressenverlage<br />

unterscheiden sich grundsätzlich von „Adressenbüros“<br />

(Allgemeiner Fachverband des Gewerbes),<br />

die sich mit der Vermittlung von Adressen für Wohnungssuchende<br />

u. Ä. befassen.<br />

Markt- und Meinungsforschung<br />

Markt- und Meinungsforschung ist die Ermittlung<br />

von Entscheidungshilfen für den Auftraggeber<br />

durch Anwendung wissenschaftlicher Erhebungstechniken.<br />

Die Dienstleistungen des Markt- und<br />

Meinungsforschers umfassen neben der Marktforschungsberatung<br />

auch die Analyse des Untersuchungsgegenstandes,<br />

den Aufbau von Erhebungsmodellen,<br />

den Einsatz wissenschaftlicher Erhebungstechniken,<br />

die Erarbeitung exakter Problemlösungen<br />

und deren praktische Umsetzung sowie<br />

die Interpretation der Untersuchungsergebnisse.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Zunehmend an Bedeutung gewinnen prozessorientierte<br />

Anwendungen, beispielsweise in Form<br />

von Dialogmodellen und Monitoring sowie Benchmarketing-Systemen.<br />

Die Arbeitsbereiche der Markt- und Meinungsforschung<br />

umfassen unter anderem alle Arten der<br />

betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und<br />

psychologischen Marktforschung, die Meinungsforschung,<br />

die empirische Sozialforschung sowie<br />

Mediendokumentation (Clippingservice und Ähnliches).<br />

Aufgaben<br />

■ Problemanalyse und Beratung<br />

■ Erstellen von Marktforschungskonzepten<br />

■ Planung des Untersuchungsdesigns<br />

■ Entwicklung und Modifikation von Erhebungsmodellen<br />

■ Projektkonzeption und Koordination<br />

■ Durchführung empirischer Untersuchungen<br />

und Datenerhebungen<br />

■ Auswertung, Datenanalyse und Aufbereitung<br />

■ Interpretation und Präsentation der Untersuchungsergebnisse<br />

■ Beratung der Klienten in allen relevanten Bereichen<br />

■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />

■ Mehrjähriges Archivieren der Studienbasisdaten<br />

Werbetexter<br />

Werbetexter sind im Rahmen von Kommunikationsaufgaben<br />

für die textliche Gestaltung der<br />

Werbemittel verantwortlich – meist in Zusammenarbeit<br />

mit den Konzeptionisten einer Werbe -<br />

agentur. Das geschieht mit Kreativität und Einfühlungsvermögen<br />

und erfordert Recherchearbeit,<br />

hohe Sprachkompetenz und gutes Sprachgefühl.<br />

Die Werbetexter-Leistung umfasst insbesondere<br />

die textliche Konzeption von werblichen<br />

Botschaften.<br />

57


Aufgaben<br />

■ Mitarbeit bei Ideenfindung und Konzeption<br />

■ Erstellen von Werbetexten für sämtliche Werbemittel<br />

der Bereiche Print/Audio/Video/Film<br />

■ Texten von Presseartikeln, Presseaussendungen,<br />

Pressemappen<br />

■ Konzepterstellung und Textierung von Websites<br />

■ Texten von (Firmen-)Zeitschriften, -Zeitungen,<br />

-Magazinen u. Ä.<br />

■ Erstellung und Textierung von Storyboards/<br />

Treatments<br />

■ Korrekturlesen<br />

■ Ghostwriting<br />

Die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen läuft<br />

zum Beispiel folgendermaßen ab:<br />

■ Mitarbeit bei der Erörterung der werblichen Zielvorgaben<br />

des Auftraggebers<br />

■ Zusammenarbeit mit den anderen an Entwurf,<br />

Gestaltung und Ausführung des Werbemittels<br />

beteiligten Fachleuten, wie z. B. Creativ- und<br />

Art Director, Layouter, Grafik-Designer etc.<br />

■ Erarbeitung und termingerechte Übergabe des<br />

Werbetextes<br />

<strong>Werbung</strong>svertreter<br />

Der <strong>Werbung</strong>svertreter ist der Akquisiteur von Aufträgen<br />

für Wirtschaftswerbung im eigenen und<br />

fremden Namen. Dies erfolgt auf Rechnung von<br />

Medien, Verlagen, Ankündigungsunternehmen,<br />

<strong>Werbung</strong>smittlern und Werbeagenturen.<br />

Aufgaben<br />

■ Die Akquisition von Wirtschaftswerbung für einzelne<br />

oder mehrere Werbemedien<br />

■ Die damit in Zusammenhang stehende<br />

Beratung<br />

Werbemittelhersteller<br />

Die Tätigkeit des Werbemittelherstellers umfasst<br />

die Einzel- oder Serienfertigung von Werbemitteln<br />

in Spritz-, Präge-, Stanz- und sonstigen Verfahren<br />

58<br />

sowie das Formen und Konfektionieren der Erzeugnisse,<br />

sofern alle diese Tätigkeiten nicht handwerksmäßigen<br />

Gewerben vorbehalten sind.<br />

Event-Agentur<br />

Event-Marketing ist die Konzeption, Planung und<br />

Organisation sowie Realisierung von Kommunikationssituationen,<br />

mit denen sowohl image- als<br />

auch verkaufsfördernde Ziele verfolgt werden und<br />

die weder mit klassischer <strong>Werbung</strong> noch mit Instrumenten<br />

der PR realisiert werden können. Das<br />

Event-Marketing umfasst insbesondere die Event-<br />

Beratung und -Konzeption und das Event-Management.<br />

Aufgaben<br />

■ Entwicklung eines Kreativ- und Durchführungskonzeptes<br />

■ Kreative Ausgestaltung und technische Produktion<br />

aller relevanten Maßnahmen<br />

■ Finden und/oder Ausstatten geeigneter Locations<br />

■ Auswahl, Bewertung und vertragliche Verpflichtung<br />

geeigneter Partner<br />

■ Verhandlungen mit externen Produzenten, Partnern<br />

und sonstigen Lieferanten zur Erzielung<br />

bester Einkaufsbedingungen für den Kunden<br />

■ Berücksichtigung aller behördlichen <strong>Auflage</strong>n<br />

und Einholung aller nötigen Genehmigungen<br />

■ Koordination und Durchführung des Events sowie<br />

allfälliger Begleitmaßnahmen unter Bedachtnahme<br />

auf ein bestmögliches kreatives, organisatorisches<br />

und betriebswirtschaftliches Ergebnis<br />

■ Verwaltung von Event-Budgets unter Berücksichtigung<br />

höchstmöglicher Sorgfaltspflicht<br />

■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />

Multimedia-Agentur<br />

Unter Multimedia versteht man elektronische<br />

Medien, die mehrere der folgenden Kommunikationsmittel<br />

in sich vereinen: Text, Bild, Ton, Lauf-


ild. Multimediale Projekte sind auf Datenträgern<br />

speicherbar oder online elektronisch übertragbar.<br />

Multimedia-Agenturen bieten Know-how über<br />

diesen Kommunikationszweig, das heißt insbesondere:<br />

■ Kenntnisse über das aktuell zur Verfügung<br />

stehende Multimedia-Angebot<br />

■ Kenntnisse der visuellen Mediengestaltung im<br />

Bereich des statischen Bildes wie auch des<br />

bewegten Bildes (Film)<br />

■ Kenntnisse aller Bereiche der Multimedia-<br />

Technik<br />

■ Kenntnisse der Wirkungskontrolle<br />

Aufgaben<br />

■ Entgegennehmen eines Briefings und, wenn vonnöten,<br />

Hinterfragen und Kommentieren der einzelnen<br />

Briefingpunkte im Zuge eines Rebriefings<br />

■ Beratung des Kunden über das aktuell zur Verfügung<br />

stehende Multimedia-Angebot (Bewerten<br />

und Auswahl nach Kosten/Nutzen)<br />

■ Entwicklung eines multimedialen Kreativkonzeptes<br />

■ Entwicklung eines multimedialen Streu-/Distributionskonzeptes<br />

■ Planung und Gestaltung aller relevanten<br />

Multimedia-Instrumente<br />

■ Einbinden von Multimedia-Auftritten in bereits<br />

bestehende oder noch zu findende Gesamt-Kommunikationskonzepte<br />

■ Überwachung und Kontrolle aller durchzuführenden<br />

Maßnahmen sowie das Veranlassen und<br />

Begleiten von Werbewirkungsanalysen<br />

■ Verwaltung von Multimedia-Budgets unter<br />

Berücksichtigung höchster Sorgfaltspflicht<br />

■ Wahrung der anvertrauten Geschäftsgeheimnisse<br />

Sponsoring-Agentur<br />

Die Sponsoring-Agentur soll den Bekanntheitsund<br />

Sympathiegrad eines Unternehmens, einer<br />

Institution, einer Persönlichkeit etc. steigern. Sponsoring<br />

hat im Wesentlichen eine Komplementär-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

aufgabe und kann nur als Teil einer Gesamtkonzeption<br />

erfolgreich sein.<br />

Andererseits hat die Sponsoring-Agentur die Aufgabe,<br />

für Vereine etwa in den Bereichen Kunst,<br />

Kultur, Umwelt, Soziales, Gesundheit oder Sport<br />

die erforderlichen finanziellen Mittel aufzubringen.<br />

Die Aufgaben einer Sponsoring-Agentur<br />

umfassen insbesondere die Konzeption und Durchführung<br />

von Sponsoring-Kampagnen und -Aktivitäten.<br />

Aufgaben<br />

■ Beratung über Sponsoring-Aktivitäten im Sinne<br />

der Gesamtkommunikationsausrichtung von<br />

Unternehmen, Institutionen, Vereinen oder<br />

Personen<br />

■ Konzeption und Durchführung von Aktivitäten<br />

im Rahmen des Sponsorings<br />

■ Konzeption und Durchführung von Fund<br />

Raising-Aktivitäten<br />

■ Formulieren und Abschließen von Sponsorverträgen<br />

■ Kenntnisse über Vorschriften, Usancen von<br />

Sportverbänden, Kultureinrichtungen, Sozialeinrichtungen,<br />

Medien etc.<br />

■ Kenntnisse über die Marktverhältnisse und<br />

Marktpreise<br />

■ Durchführung von Sponsoring- und Fund<br />

Raising-Aktivitäten mit hoher betriebswirtschaftlicher<br />

Sorgfalt<br />

■ Analyse von Marktforschungen<br />

Weitere Infos:<br />

www.werbungwien.at<br />

59


Einer für alle … Jobprofile<br />

Nicht nur bei den drei Musketieren, auch im Bereich<br />

der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind alle<br />

aufeinander angewiesen. So kann ein Grafiker eine<br />

Kampagne alleine ohne Texter genauso wenig<br />

umsetzen wie ein Event nicht ohne Eventplaner<br />

verwirklicht und das Budget nicht ohne Controller<br />

überwacht werden kann. Lesen Sie auf den folgenden<br />

Seiten, welches die wichtigsten Tätigkeitsfelder<br />

und Berufsbilder im Bereich <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation – auf Agenturseite und auf<br />

Seite des werbetreibenden Unternehmens – sind<br />

und worauf es jeweils ankommt.<br />

In Agenturen<br />

Kontakter/Kundenberater<br />

Der Kontakter oder Kundenberater ist die Schnittstelle<br />

zwischen Agentur und Auftraggeber. In der<br />

Agentur vertritt er die Wünsche des Kunden, beim<br />

Kunden präsentiert er die Ideen der Kreativen. Er<br />

hält den Kontakt zum Kunden aufrecht, damit die<br />

Agentur auch in ruhigen Zeiten nicht in Vergessenheit<br />

gerät.<br />

In den Aufgabenbereich des Kontakters fallen die<br />

Teilnahme an Kundenmeetings, die Abstimmung<br />

von Layouts und Reinzeichnungen, die Überwachung<br />

von Zeit- und Produktionsplänen – und zwar<br />

meist bei mehreren Kunden gleichzeitig. Der Kontakter<br />

sollte Einfühlungsvermögen, Know-how in<br />

der jeweiligen Branche des Auftraggebers und ein<br />

ausgezeichnetes Organisationstalent mitbringen.<br />

Etat Director<br />

Der Etat Director steht an der Spitze der Kontaktgruppe.<br />

Er sichert eine umfassende Beratung und<br />

ist verantwortlich für das Zusammenspiel der einzelnen<br />

Kontakter-Teams. Weiters ist er der Hauptverantwortliche<br />

für die der Agentur anvertrauten<br />

Werbeetats.<br />

60<br />

Client Service Director<br />

„Client Service Director“ ist – abhängig von der<br />

Struktur einer Agentur – entweder die Bezeichnung<br />

für einen Kundenberater oder beschreibt in<br />

großen Agenturen den Leiter kompletter Agenturteams<br />

und damit auch Koordinator von Gruppen<br />

von Kundenaufträgen. Er ist häufig Mitglied der<br />

Geschäftsleitung. In großen internationalen Agenturnetzwerken<br />

werden Client Service Directors<br />

auch als Konfliktmanager eingesetzt.<br />

Texter/Konzeptionist<br />

Der Texter/Konzeptionist arbeitet eng mit Kundenberater,<br />

Grafiker, Art Director und Creative<br />

Director zusammen. Gemeinsam wird im Team<br />

die Grundidee ganzer Werbekampagnen entwickelt<br />

und in der Folge umgesetzt.<br />

In die Zuständigkeit des Texters fällt hierbei alles,<br />

was mit Sprache zu tun hat – sei es eine provokante<br />

Headline für Plakate und Anzeigen oder ein<br />

25-sekündiger Monolog für einen TV- oder Radio-<br />

Spot. In Zeiten der weltweiten Vernetzung zählt<br />

zu seinen Aufgaben auch die textliche Inszenierung<br />

von Online-<strong>Werbung</strong>en, Websites etc.<br />

Früher waren die beiden Bereiche Text und Konzeption<br />

eigenständige Berufsfelder. Personen, die<br />

sich nur auf eine der beiden Tätigkeiten beschränken,<br />

gibt es heutzutage jedoch nur mehr selten.<br />

Grafiker<br />

Dass ein Grafiker zeichnerisches und gestalterisches<br />

Talent haben muss, überrascht sicher niemanden.<br />

Design, Illustration und Typografie sind<br />

sein tägliches Brot. Er setzt die Vorstellungen des<br />

Kreativteams (zu dem er oft selbst gehört) für Printanzeigen,<br />

Plakate, TV-Spots usw. visuell um und<br />

entwirft immer wieder unverkennbare, faszinierende<br />

Bildwelten.


Alle ziehen an einem Strang: In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation sind die verschiedenen Berufsgruppen mehr aufeinander<br />

angewiesen als anderswo. Nur gemeinsam lassen sich optimale Lösungen finden<br />

Art Director (AD)<br />

Der Art Director trägt die Verantwortung für die<br />

visuelle und ausführungstechnische Qualität von<br />

Projekten und Kampagnen. Er benötigt eine umfassende<br />

Ausbildung im grafischen Bereich und aktuelles<br />

Wissen über visuelle Trends. Der Art Director<br />

muss außerdem gesellschaftliche Entwicklungen<br />

und ihre Wirkung auf die Kommunikation verstehen.<br />

Er hat die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln,<br />

ohne die Realität außer Acht zu lassen. Er ist ein<br />

Trendsetter.<br />

Creative Director (CD)<br />

Die Entwicklung der Kreativstrategie unterliegt<br />

der Verantwortung des Creative Directors. Er koordiniert<br />

Texter, Grafiker und Art Directors, muss<br />

diese motivieren und führen. Der Creative Director<br />

behält den Überblick, hat Trends der Alltagskultur<br />

und Gesellschaft im Auge, weiß, was die<br />

Konkurrenz macht und braucht viel kreative Energie.<br />

Media Buyer<br />

Der Media Buyer koordiniert den Werbemedienund<br />

Werbemitteleinkauf, überwacht die korrekten<br />

Schaltungen sowie die Effizienzdaten, die von Seiten<br />

der Medien kommen. Er muss über Reichweiten,<br />

Zielgruppen und Tarife Bescheid wissen, um<br />

den ihm anvertrauten Etat optimal einsetzen zu<br />

können. Media Buyer arbeiten meist in speziellen<br />

Agenturen. Der Media Buyer ist oft auch gleichzeitig<br />

der Mediaplaner.<br />

Mediaplaner<br />

Der Mediaplaner ist in Abstimmung mit der Kon-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

zeption und dem Kunden dafür zuständig, nach<br />

den vorgegebenen Marketingplänen und Zielgruppen<br />

den richtigen Media-Mix zusammenzustellen.<br />

Das heißt, er ist für den Einsatz der Plakate, Anzeigen,<br />

Radio-, Kino- und TV-Spots zur richtigen<br />

Zeit im richtigen Medium zu einem möglichst<br />

kostengünstigen Preis verantwortlich. Er ist auf<br />

dem Gebiet der Marktforschung versiert, kennt<br />

alle relevanten Marktmess instrumente, Reichweiten<br />

etc. Aufgrund des von ihm erarbeiteten Mediaplans<br />

beginnt die Arbeit des Media Buyers. Heutzutage<br />

werden diese beiden Aufgaben oft schon<br />

von derselben Person ausgeführt.<br />

Strategic Planner<br />

Strategic Planner sind meist aus der Marktforschung<br />

kommende Spezialisten, die kreative Chancen<br />

der Positionierung und die Entwicklung der<br />

Strategie erarbeiten. Erst danach setzt die Arbeit<br />

der Kreativen ein.<br />

FFF Producer<br />

FFF steht für Film-Funk-Fernsehen. Ein FFF Producer<br />

ist demnach für die Produktion von Spots für<br />

die elektronischen Medien zuständig. Die Tätigkeit<br />

umfasst die Auswahl von Regisseur, Produktionsfirma<br />

und Models, die Planung der Spots sowie<br />

die Überwachung des Budgets und der Produktion.<br />

FFF Producer arbeiten zumeist in eigenen<br />

Produktionen und nicht mehr direkt in einer Werbeagentur.<br />

Print Producer<br />

Drucksorten (Folder, Broschüren, Plakate etc.) so<br />

gut und günstig wie möglich zu produzieren, ist die<br />

61


Aufgabe des Print Producers. Er ist ein absoluter<br />

Experte in Sachen Druckvorstufe, verschiedenen<br />

Druckarten (Bogenoffset-, Rollenoffset-, Digital-,<br />

Sieb-, Flexo- und Tampondruck), kennt den Unterschied<br />

zwischen RGB und CMYK und vieles mehr.<br />

Natürlich weiß er auch über die aktuellen Preise<br />

am Papiermarkt zu jeder Zeit Bescheid.<br />

Controller/Finanzdirektor<br />

Controller und Finanzdirektoren sind in Werbeagenturen<br />

für das Finanzielle verantwortlich. Sie<br />

prüfen alles Buchhalterische, wachen über Ausgaben<br />

und Einnahmen, erstellen Finanzpläne und<br />

behalten die Leistungen und Kosten der Lieferanten<br />

im Auge.<br />

Teamgeist ist in der Werbebranche unerlässlich<br />

62<br />

Art Buyer<br />

Der Art Buyer stellt den Kontakt zwischen der Werbeagentur<br />

und allen künstlerischen Auftragnehmern<br />

einer Produktion her und wählt diese nach<br />

den spezifischen Bedürfnissen eines Jobs aus. Er<br />

organisiert und kauft Fotografen, Modelle, Stylisten,<br />

Regisseure, Kameraleute etc. ein. Sogar mit<br />

Tiertrainern hat er es manchmal zu tun.<br />

Er ist auch für die Kalkulation von Foto-Jobs verantwortlich.<br />

Die von ihm eingekauften Leistungen<br />

müssen sich natürlich immer im vom Kunden vorgegebenen<br />

finanziellen Rahmen bewegen. Nicht<br />

mehr viele heimische Agenturen haben diese Funktion<br />

besetzt. Häufig übernehmen Art Director, Creative<br />

Director oder Kontakter diesen Job.


In werbetreibenden<br />

Unternehmen<br />

Marketingleiter/Leiter Marketing und<br />

Kommunikation<br />

Der Marketingleiter entwickelt den Marketingplan<br />

auf Basis der Unternehmens- und Kommunika -<br />

tionsstrategie und setzt diesen in die Tat um. Zu seinen<br />

primären Aufgaben zählen die Maßnahmenund<br />

Budgetplanung sowie die Umsetzung in enger<br />

Zusammenarbeit mit der Werbeleitung und der/den<br />

betreuenden Werbeagentur(en).<br />

Werbeleiter<br />

Der Werbeleiter erstellt in enger Zusammenarbeit<br />

mit der Marketingabteilung und den Product Managern<br />

die Werbestrategie eines Unternehmens. Der<br />

Werbeleiter trägt Sorge für die Planung, Realisierung<br />

und Kontrolle der Werbemaßnahmen, sorgt dafür,<br />

dass die notwendigen personellen und sachlichen Voraussetzungen<br />

gegeben sind und kümmert sich um die<br />

Auswahl einer geeigneten Werbeagentur.<br />

Brand Manager<br />

Marken gewinnen in unserer Welt von Tag zu Tag<br />

stärker an Bedeutung. Ein unverwechselbares Image<br />

ist für jede Marke unerlässlich.Die Kreation dieses<br />

Images übernimmt der Brand Manager. Er macht<br />

einen austauschbaren Artikel durch einen Markennamen<br />

und zusätzliche Eigenschaften unverwechselbar.<br />

Dabei muss er sich zum einen um die Gestaltung<br />

von Design und <strong>Werbung</strong> eines Markenartikels<br />

und zum anderen um eine passende Preis-, Produkt-<br />

und Vertriebspolitik kümmern.<br />

Der Brand Manager ist für die Positionierung „seiner“<br />

Marke(n) und auch für die Einhaltung dieser<br />

Positionierung im Tagesgeschäft zuständig.<br />

Brand Manager werden in verschiedenen Unternehmen<br />

auch Product Manager genannt, je nachdem,<br />

wie stark das Unternehmen auf Markenpflege<br />

eingestimmt ist.<br />

Customer Relationship Manager<br />

Der Customer Relationship Manager steuert die<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

PR-Mitarbeiter<br />

versorgen die Medien mit<br />

zielgruppenrelevanten<br />

Informationen<br />

kundenorientierten Service- und Vertriebsprozesse,<br />

Qualitätschecks etwa des Call Centers sowie die Entwicklung<br />

von Kundenbindungs- und Beschwerdemanagement-Systemen.<br />

Dabei muss er stets den<br />

Wert der Geschäftsbeziehungen und die Kosten der<br />

Loyalitätsprogramme im Blick haben.<br />

Event- und Messemanager<br />

Häufig koordiniert in großen Unternehmen eine<br />

Person Messen und/oder Events, sowohl intern als<br />

auch extern. Fachliches Wissen über Auswahl der<br />

Messen, Zielgruppensegmentierung, Konzeption,<br />

Zeit- und Kostenplan, Personalmanagement,<br />

begleitende Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen<br />

bis zur Nachbearbeitung sind hier Voraussetzung.<br />

Kleinere Unternehmen greifen meist auf<br />

externe Berater zurück.<br />

PR-Mitarbeiter<br />

Er versorgt die Presse mit relevanten Mitteilungen.<br />

Die Inhalte müssen nachvollziehbar sein und sollen<br />

überzeugend auf die Zielgruppe wirken. PR-Mitarbeiter<br />

verfassen als Ghostwriter die Reden von<br />

Vorständen, koordinieren Pressekonferenzen, sind<br />

die erste Anlaufstelle in Krisensituationen und<br />

bemühen sich um ein positives Image des Unternehmens<br />

in der Öffentlichkeit.<br />

63


Niemals ohne Briefing<br />

Jeder kennt die Situation: Einige Menschen sitzen<br />

in einer (kleineren oder größeren) Gruppe zusammen<br />

und besprechen künftige Kommunikationsmaßnahmen<br />

gemeinsam mit dem Kunden. Wenn<br />

die Kampagne umgesetzt ist, ist der Kunde unzufrieden.<br />

Der Grund liegt mit großer Wahrscheinlichkeit<br />

im nicht ausreichenden Briefing.<br />

Dieses gilt nicht ohne Grund als Basis für alle Kommunikationsmaßnahmen.<br />

Es bildet den Beginn<br />

und die Grundlage jeder Zusammenarbeit zwischen<br />

einem werbetreibenden Unternehmen und<br />

einer Kommunikationsagentur. Entweder wird<br />

das Briefing bereits vom Auftraggeber vergeben<br />

oder es wird gemeinsam mit der Agentur erarbeitet.<br />

Erst aufbauend auf ein entsprechendes Briefing<br />

kann die Kommunikationsagentur dann ihre<br />

eigentliche Arbeit leis ten. Wichtig ist, dass das<br />

Briefing alle für die Zusammenarbeit relevanten<br />

Details beinhaltet.<br />

Im Briefing sollten folgende Aspekte erarbeitet<br />

werden:<br />

Statusanalyse<br />

Die Werbe- oder Kommunikationsagentur muss<br />

die bisherigen Kommunikationsaktivitäten des<br />

Unternehmens kennen und muss wissen, wie sich<br />

der Markt in den wesentlichen Rahmenbedingungen<br />

darstellt und in welcher Phase sich das Unternehmen<br />

derzeit befindet.<br />

Kommunikationsziele<br />

Ziele müssen in einem Briefing präzise formuliert<br />

werden und übernehmen nicht die Aufgabe der<br />

„Wunscherfüllung“. Die Kommunikationsziele<br />

kann man in folgende Dimensionen einteilen:<br />

Bekanntheit, Sympathie und Verhaltensbeeinflussung.<br />

Die Ziele müssen messbar, motivierend und<br />

realis tisch sein.<br />

64<br />

Zielgruppen<br />

Zielgruppenbeschreibungen sollen nicht nur rein<br />

soziodemographisch, nach Alter und Geschlecht,<br />

sondern nach Lebenswelten erfolgen. Individuelle<br />

Erkenntnisse über Zielgruppen erhält man<br />

durch Fokusgruppengespräche. Mit ihrer Hilfe<br />

macht man aus den Menschen, die angesprochen<br />

werden sollen, mehr als statistisch reduzierte<br />

Durch schnittswerte.<br />

Bei guten Briefings können sich die Kreativen in<br />

die umworbene Zielgruppe hineindenken und<br />

-fühlen.<br />

Wettbewerber<br />

Kenntnisse über die Wettbewerber, ihre Stärken<br />

und Schwächen und der Überblick über den Markt<br />

müssen ein klares Bild ergeben.<br />

Differenzierungen zu den konkurrierenden Unternehmen<br />

sind mehr und mehr durch Added Values<br />

via Dienst leistungen zu erzielen oder durch den<br />

Aufbau von Erlebniswelten, die emotionale Bindungen<br />

erzeugen, zu erreichen.<br />

Produkt- und Unternehmenspositionierung<br />

Eine saubere Positionierung entscheidet über die<br />

Glaubwürdigkeit, die getroffene Wahl und die<br />

Loyalität. Die differenzierte Positionierung ist die<br />

schwierigste Aufgabe im Marketing. Eine gute<br />

Positionierung gilt als Leitplanke für die kreativen<br />

Lösungen.<br />

Hauptnutzen<br />

„Warum würde ich für dieses Produkt Geld ausgeben?“<br />

Die Antwort ist der Nutzen. Aus Sicht der<br />

Kunden ergibt sich dieser aus der abgeleiteten Leis -<br />

tung. Das Resultat des Produkts oder seiner Verwendung<br />

muss in Nutzen überlegungen bedacht<br />

werden. Nur so können auch wirklich neue Kreativlösungen<br />

gefunden werden.


Information ist entscheidend: Partner, Kunden und Mitarbeiter müssen laufend mit ausreichenden Projekt-Informationen<br />

versorgt werden<br />

Begründung des Nutzens<br />

Das Unternehmen sollte der Agentur im Briefing<br />

immer Begründungen zum Nutzen ver sprechen liefern.<br />

Beweise aus der historischen Kompetenz des<br />

Unternehmens, seiner For schungsaktivität und der<br />

Unternehmensphilosophie machen die Begründungen<br />

nachvoll zieh bar. Die Agentur erhält<br />

dadurch die Chance, den Konsumenten damit<br />

überzeugen zu können.<br />

Markenbild/Markenkern<br />

Jede Marke besitzt einen Markenkern und eine Markenvitalität.<br />

Im Kern sind die Konstanten positioniert,<br />

die eine Wiedererkennung der Marke ermöglichen,<br />

wie etwa die formalen Kriterien von Farbe<br />

und Schrifttyp.<br />

Zur Vitalität gehört die Anpassung an neue Konsumgewohnheiten<br />

oder den technischen Fortschritt.<br />

Für das Briefing ergibt sich daraus die Forderung,<br />

dass präzise festgehalten werden sollte, was Bestand<br />

haben muss und was veränderbar ist.<br />

Restriktionen<br />

In jedem Unternehmen gibt es geschriebene und<br />

ungeschriebene Spielregeln, auch für <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation. Es kann zum Beispiel eine<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Abneigung gegen Anglizismen oder Visualisie run -<br />

gen geben. Die Agentur muss dies allen betroffenen<br />

Mitarbeitern kundtun, damit eine Zusammenarbeit<br />

nicht gefährdet wird.<br />

Tonalität<br />

Die verbale und nonverbale Kommunikation wird<br />

einheitlicher und unverwechselbarer, wenn das<br />

Unternehmen seine <strong>Werbung</strong> im Sinne einer<br />

Marke gestaltet.<br />

Die Tonalität muss die Akzeptanz der Zielgruppe<br />

finden und das Selbstverständnis des Unternehmens<br />

treffen.<br />

Zeit- und Kostenplan<br />

Die Vorgabe von Zeit- und Kostenplänen ist natürlich<br />

abhängig vom Projektumfang. Vor allem über<br />

den Zeitplan sollten sich Unternehmen und Agentur<br />

gemeinsam einig werden.<br />

Re-Briefing<br />

Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte die<br />

Agentur in eigenen Worten formulieren, was sie<br />

verstanden hat. Ein Abzeichnen des Re-Briefings<br />

vom Unternehmen hilft, spätere Streitigkeiten zu<br />

vermeiden.<br />

65


Digitales Wachstum I Werbetrends I <strong>Werbung</strong> ist weiblich I Interview<br />

Zukunft<br />

66


05<br />

Digitales Wachstum<br />

In Österreich herrscht im Bereich der digitalen<br />

<strong>Werbung</strong>imVergleichzuanderenLändernEuropas<br />

noch Nachholbedarf. Doch auch hier wächst der<br />

Anteil der Onlinewerbung am Werbekuchen<br />

beständig. Laut Umfragen sollen die Investitionen<br />

in Mobile-<strong>Werbung</strong> und Online-<strong>Werbung</strong> insgesamt<br />

weiter wachsen, wobei die Entwicklung von<br />

TV-, Radio- und Printwerbung eher stagnieren<br />

oder abnehmen soll.<br />

Dies belegen auch aktuelle Zahlen von Focus Media<br />

Research eindeutig: Demnach sind die Werbeausgaben<br />

im Bereich Online im Jahr 2009 im Vergleich<br />

zum Jahr 2008 um 32,8 Prozent gestiegen. Im selben<br />

Zeitraum fuhr die Gesamtpresse in Österreich<br />

ein Minus von 2,4 Prozent ein, das Fernsehen stagnierte,<br />

minus 3,3 Prozent beim Radio. Somit hat<br />

dieWerbekriseimvergangenenJahrzukeinemEinbruch<br />

der Werbeausgaben im Online-Bereich<br />

geführt. Und fast alle Entscheider im Online-Marketing<br />

sind sich einig, dass diese Entwicklung auch<br />

in nächster Zukunft nicht abreißen wird. Auch für<br />

Andreas Wochenalt, Head of Digital/Cross Media<br />

bei Demner, Merlicek & Bergmann ist klar, dass die<br />

Budgets für digitale <strong>Werbung</strong> weiter ansteigen werden.<br />

„Aber es wäre falsch, innerhalb der Werbebudgets<br />

zu verschieben. Der Trend geht in Richtung<br />

Bündelung der finanziellen Kräfte, also Vertrieb,<br />

PR und Marketing“, sagt Wochenalt.<br />

Rasante Zuwächse<br />

Die klassische Online-<strong>Werbung</strong> wächst schneller,<br />

als noch Anfang des Jahres angenommen. So hob<br />

der Bundesverband Digitale Wirtschaft in Deutsch-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Ethnomarketing, Social Media,<br />

Augmented Reality oder Diversity<br />

Management. In diesem Kapitel erfah-<br />

ren Sie, welche Trends zurzeit in der<br />

Werbebranche hoch im Kurs sind.<br />

land seine Nettoprognose für klassische Online-<br />

<strong>Werbung</strong> um drei Prozent auf acht bis neun Prozent<br />

Steigerung für 2010 an. Die Wachstumsprognosen<br />

zeigen aber auch eindeutig: Das Volumen<br />

des digitalen Marketings hinkt noch immer der<br />

Bedeutung der digitalen Medien hinterher. Das gilt<br />

für Österreich noch mehr als für den deutschen<br />

Nachbarn. Denn obwohl die Wachstumsraten<br />

enorm sind, betrug der Online-Anteil am Gesamtwerbekuchen<br />

im Jahr 2009 lediglich 4,3 Prozent.<br />

2008 waren es sogar nur 3,2 Prozent.<br />

Und das, obwohl digitale <strong>Werbung</strong>, verglichen mit<br />

den klassischen Werbeformen wie Printinseraten,<br />

Prospekten, TV- und Radiospots oder Werbeartikeln,<br />

eine Vielzahl interessanter Optionen bietet.<br />

Vielfältige Optionen<br />

Denn digitale <strong>Werbung</strong> ist nicht nur Online-<strong>Werbung</strong>.<br />

Auch <strong>Werbung</strong> an öffentlichen Plätzen,<br />

U-Bahnen, Flughäfen, Geschäften und Lokalen<br />

mittels elektronischer Laufschriften und digitaler<br />

Plakate gehört in diesen Bereich. Online-<strong>Werbung</strong><br />

im Internet hat sich bereits etabliert, doch nimmt<br />

die Bedeutung neuer digitaler Werbeformen zu.<br />

Dazu zählen zum Beispiel Kampagnen über das<br />

interaktiveDigitalfernsehen,gezielteE-Mail-Kampagnen<br />

und mobile Formen wie <strong>Werbung</strong> über<br />

Mobiltelefone.RichMedia,alsoInhalte,dieoptisch<br />

und akustisch durch Video, Audio und Animation<br />

angereichert werden, bietet dem Werbetreibenden<br />

dabei eine verwirrende Anzahl an Darstellungsmöglichkeiten.<br />

Die User können beispielsweise<br />

67


Foto: JohannesTichy<br />

Spiele innerhalb der <strong>Werbung</strong> spielen, einen<br />

Newsletter abonnieren oder sogar direkt einkaufen.<br />

Und auch die Videonutzung ist immer mehr<br />

im Kommen.<br />

Videowerbung wirkt<br />

Videos sind Trend – auch in der <strong>Werbung</strong>. Bewegte<br />

Bilder sind schließlich weit mehr als nur Information.<br />

Sie erhöhen die Aufmerksamkeit der Konsumenten<br />

um ein Vielfaches. Ansprechende Flash-<br />

Animationen und mehrseitige Bildwechsel fesseln<br />

die Zuseher und werden als sympathische Unterhaltung<br />

wahrgenommen.<br />

Eine Kombination verschiedener Medien soll dem<br />

Betrachter die Aneignung von Inhalten erleichtern,<br />

da der Benutzer die Information mit verschiedenen<br />

Sinnesorganen aufnehmen kann. Dem liegt<br />

die Annahme zugrunde, dass Informationen im<br />

Gehirn besser gespeichert werden, wenn sie über<br />

möglichst viele Kanäle vermittelt werden. Laut<br />

einer Studie, die Dynamic Logic MarketNorm im<br />

ersten Quartal 2006 veröffentlicht hat, ist die Wahrscheinlichkeit<br />

des Produktkaufs nach der Interaktion<br />

mit Rich Media <strong>Werbung</strong> 1,5-mal so hoch wie<br />

bei herkömmlichen Formaten. In der Studie wurde<br />

zudem festgestellt, dass Videowerbung bei einer<br />

Kaufentscheidung 2,6-mal wirksamer ist als ein statisches<br />

Bild.<br />

Die Top-Trends<br />

Auch aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich,<br />

dass der aktuelle Razorfish Outlook Report, der<br />

Trends in der digitalen <strong>Werbung</strong> untersucht, zu der<br />

Grundaussage kommt: Online-<strong>Werbung</strong> für<br />

Smartphones und iPad, Ingame Advertising, Twitter<br />

<strong>Werbung</strong> und Ad Verifications Systems sind die<br />

momentanen Top-Trends. Auch in Online-Videos<br />

soll in Zukunft mehr Geld fließen. Der Report<br />

kommt zu dem Schluss, dass die Budgets der Unternehmen<br />

für digitale <strong>Werbung</strong> deutlich ansteigen<br />

werden, denn wer nicht mit den digitalen InnovationenSchritthält,wirdsichamMarktnichtbehaupten.DieVerknüpfungvonBewegtbildmitderMobilität<br />

der Menschen in ihrem Medienverhalten ist<br />

68<br />

„<br />

„Video und der spielerische<br />

Umgang mit Inhalten bzw. die<br />

Kombination von beidem haben<br />

enormes Potenzial“<br />

Andreas Wochenalt, MA<br />

Head of Digital/Cross-Media<br />

Demner, Merlicek & Bergmann<br />

also der entscheidende Trend für die digitale Werbezukunft.<br />

„Die Verknüpfung dessen ist vielleicht<br />

nicht der Heilige Gral der Kommunikation. Aber<br />

für eine Marke ein entscheidender Schritt, um im<br />

Kopf der Menschen verankert zu bleiben“, sagt<br />

Andreas Wochenalt. Video und der spielerische<br />

Umgang mit Inhalten bzw. die Kombination von<br />

beidemhättenausseinerSichtnochenormesPotenzial.<br />

Augmented Reality<br />

Dieses Potenzial wird vor allem im relativ neuen<br />

Werbefeld „Augmented Reality“ ausgeschöpft.<br />

Neben Display Advertising, Social Media, Suchmaschinenoptimierung,<br />

Mini-Apps oder Instream<br />

Video Apps wird diesem Bereich (Augmented Reality<br />

= erweiterte Realität), also der computergestützten<br />

Erweiterung der Realität, ein hohes<br />

Zukunftspotenzial zugesprochen. Augmented Reality<br />

bietet erstmals die Möglichkeit, die reale mit<br />

der virtuellen Welt verschmelzen zu lassen. InteraktiveElementewieVideo,3D-Objekte,Audiousw.<br />

werden dabei in Echtzeit in die reale Umgebung<br />

eingebunden.<br />

Damit werden unzählige neue Wege in der <strong>Werbung</strong><br />

eröffnet – mit höchstem Involvement für den<br />

Kunden, der in die Erlebniswelt der beworbenen<br />

Marke eintauchen und daran teilnehmen kann. Ein<br />

Maximum an Aufmerksamkeit und Impact für jede<br />

Kampagne sind somit garantiert.<br />

Spezialist dafür ist die Onlineagentur tunnel23.com,<br />

die schon für die Austrian Airlines,<br />

tele.ring oder die Kleine Zeitung entsprechende<br />

Augmented Reality-Produkte auf den Markt<br />

brachte.„InteraktivitätundUnterhaltungswertsind<br />

dieaktuellenParameterfürdieerfolgreicheOnline-<br />

<strong>Werbung</strong>“, beobachtet tunnel23.com-Geschäftsführer<br />

Michael Katzlberger. Für ihn ist Augmented<br />

Reality „eine der faszinierendsten Technologien,<br />

die völlig neue Perspektiven bietet, ein Zukunftstrend,<br />

ohne den die Werbebranche nicht mehr auskommen<br />

wird. Denn wo sonst bietet sich die Möglichkeit,<br />

die reale mit der virtuellen Welt verschmelzen<br />

zu lassen?“


Foto: tunnel23.com<br />

Entertainment pur<br />

Die <strong>Werbung</strong> der Zukunft setzt auf Entertainment:<br />

„Mit Augmented Reality wird ein Maximum an<br />

Aufmerksamkeit garantiert, besonders dann, wenn<br />

es crossmedial, d. h. in Print- und Online-Medien,<br />

eingesetztwird.EinsehrerfolgreichesBeispieldafür<br />

istunsereMedienkampagnefürden‚NacktenBasta‘<br />

von tele.ring“, sagt Michael Katzlberger.<br />

Für den Kunden ist die Anwendung denkbar einfach.<br />

Als Benutzerschnittstelle fungiert lediglich<br />

eine Webcam, mit der im Handumdrehen ein beliebiges<br />

3D-Modell virtuell gesteuert werden kann.<br />

Die Dreidimensionalität des Objekts ermöglicht<br />

eine Erweiterung der Realitäts-Wahrnehmung (=<br />

Augmented Reality) und die Überschneidung von<br />

realer und virtueller Welt.<br />

Display-Advertising zentral<br />

Trotz der steigenden Bedeutung von Werbefeldern<br />

wie Social Media oder Tracking bleibt für die<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Interaktivität und Unterhaltungswert<br />

sind die aktuellen Parameter<br />

für erfolgreiche Online-<strong>Werbung</strong>“<br />

Michael Katzlberger<br />

Geschäftsführer TUNNEL23.COM<br />

„<br />

Augmented Reality: Hohes Zukunftspotenzial für die Überschneidung von realer und virtueller Welt<br />

Online-Branche das klassische Display Advertising<br />

– also etwa Bannerwerbung – noch immer das zentrale<br />

Thema. Das ergab eine Umfrage des Internet<br />

Advertising Bureau Austria (IAB) unter seinen Mitgliedern.<br />

Für 67 Prozent der Befragten ist demnach<br />

Display Advertising „besonders wichtig“, gefolgt<br />

von SEM/SEO (Suchmaschinenoptimierung und<br />

Suchmaschinenmarketing) (47 Prozent), Tracking<br />

undSocialMedia(je46Prozent)sowiePerformance<br />

Marketing (31 Prozent) und Mobile Marketing<br />

(20Prozent).Mobiler<strong>Werbung</strong>undInstreamVideo<br />

AdswirddasgrößteWachstumspotenzialzugesprochen.<br />

Die in der Online-Branche klar bevorzugten<br />

Online-Werbemittel sind laut IAB Werbeflächen,<br />

die den Content nicht überlagern, und Instream<br />

Video Ads.<br />

Karin Hammer, Präsidentin des IAB Austria, resümiert:<br />

„Social Media, Video Ads und Mobile<br />

Marketing werden der Online-Werbebranche in<br />

den nächsten Jahren zusätzliches Wachstums-<br />

69


potenzial bescheren. Kontinuierliche Weiterbildung<br />

und kompetente Beratung bilden dabei zwei<br />

zentrale Schlüsselfaktoren, um Online-<strong>Werbung</strong><br />

gegenüber anderen Werbekanälen noch stärker zu<br />

emanzipieren.“<br />

Diese Entwicklung hat nun beispielsweise auch die<br />

Online-Tochter von Goldbach Media, AdLink,<br />

erkannt und eine eigene Produktgruppe im Segment<br />

Mobile-Advertising gelauncht. Für Maurizio<br />

Berlini, Geschäftsführer der Goldbach Media und<br />

AdLink Media hat Mobile Advertising noch viel<br />

Potenzial. „Mit keinem Werbekanal ist man so nah<br />

an der Zielgruppe wie mit dem Handy. An der mobilen<br />

Ansprache geht kein Weg vorbei“, so Berlini<br />

gegenüber Horizont.at.<br />

Social Media Marketing<br />

Es steht außer Zweifel: <strong>Werbung</strong> im Social Media-<br />

Umfeld wird 2010 weiter zunehmen, wie aktuelle<br />

Umfragen eindeutig bestätigen. Über 80 Prozent<br />

der Teilnehmer der Befragung „Trend im Prozent“<br />

des deutschen Bundesverbands Digitale Wirtschaft<br />

sehen eine positive Entwicklung der Social Media-<br />

Budgets in diesem Jahr. Immer mehr an Bedeutung<br />

gewinnt Social Media für die Bereiche Markenkommunikation,<br />

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />

Customer Relationship Management und Vertrieb/Sales.<br />

Facebook und Twitter erweisen sich<br />

hier immer mehr als marketingrelevante Größe für<br />

viele Unternehmen.<br />

Laut einer Studie von „Neo@Ogilvy“ wollen die<br />

Entscheider Social Media im Jahr 2010 deutlich<br />

stärker nützen als noch im Jahr zuvor. Warum das<br />

so ist, verwundert nicht, denn „Social Media<br />

berührt alle Facetten des Geschäftes“, erklärte Erik<br />

Qualman, einer der Keynote Speaker auf der Social<br />

Media Konferenz „meshed#2“. Aus seiner Sicht<br />

kommt keine Kundenbeziehung, keine Produktentwicklung,<br />

kein Verkauf, kein Marketing, keine<br />

PR und keine Personalsuche mehr ohne Social<br />

Media aus. Dies habe in erster Linie mit der Tradition<br />

von Mundpropaganda zu tun: „Mundpropa-<br />

70<br />

Social Media<br />

Der Begriff „Social Media“ (soziale Medien) steht für<br />

soziale Netzwerke im Internet (Netzgemeinschaften),<br />

die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von<br />

Meinungen, Erfahrungen und Informationen dienen.<br />

Beispiele für Social Media sind Internetforen, Blogs,<br />

Bild- und Videoportale oder Message Boards. Die<br />

Ermöglichung dieser sozialen Interaktionen gewinnt in<br />

unserer vernetzten Welt zunehmend an Bedeutung und<br />

entwickelt den Benutzer von einem Konsumenten zu<br />

einem Produzenten.<br />

Tipps für die geschäftliche Nutzung des Social Webs:<br />

■ Definieren Sie Ziele<br />

■ Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern<br />

■ Mitarbeiter müssen authentisch sein<br />

■ Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung<br />

■ Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern<br />

■ Gehen Sie mit Fehlern offen um<br />

■ Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen<br />

■ Beachten Sie das geltende Recht<br />

■ Schränken Sie die private Nutzung von Social Media<br />

während der Arbeitszeit ein<br />

■ Social Media erfordert kontinuierliches Engagement<br />

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), www.bvdw.org<br />

Welche sozialen Netzwerke gibt es?<br />

Je nach Ausrichtung unterscheidet man zwischen:<br />

■ allgemeinen sozialen Netzwerken wie z. B.: Facebook,<br />

MySpace, Netlog, StudiVZ oder Szene1.at<br />

■ Inhaltsplattformen wie z. B. Youtube oder Flickr!<br />

■ Business-Netzwerke: Im deutschsprachigen Raum<br />

ist vor allem Xing sehr beliebt, im englischsprachigen<br />

LinkedIn<br />

Zusätzlich gibt es auch Netzwerke für bestimmte Zielgruppen<br />

(z. B. Seniorkom.at) und Micro-Blogging-Plattformen<br />

wie Twitter oder Identi.ca<br />

Quelle: Arbeiterkammer <strong>Wien</strong>


Netzwerk in der Hand: Social Media ermöglicht ein bisher noch nie gekanntes Ausmaß an globalen sozialen Interaktionen<br />

ganda war zu allen Zeiten das wertvollste Marketingtool<br />

für Unternehmen.“ Was das für die <strong>Werbung</strong><br />

der Zukunft bedeutet, ist klar: Es geht nicht<br />

mehr um die Sendung von Botschaften, sondern<br />

darum, mobile und interaktive Dialogobjekte zu<br />

zeigen. „Social Media kann man nicht einfach<br />

abdrehen wie einen TV-Spot. Man muss sich auf<br />

den Dialog einlassen und ihn auch führen“, sagt<br />

Marcela Atria, CEO GroupM Interaction, in der<br />

Zeitung MEDIENMANAGER.<br />

Weg vom Kampagnendenken<br />

„Der vom Marketing seit Jahren hergeredete Dialog<br />

findet jetzt wirklich statt. Es zeigt sich, dass einige<br />

Unternehmen damit überfordert sind. Daher<br />

braucht es eine professionelle und strategische Herangehensweise“,<br />

sagt Social Media-Expertin<br />

Judith Denkmayr von der <strong>Wien</strong>er Social Media-<br />

Agentur „Digital Affairs“. Besonders viel Sinn<br />

mache aus ihrer Sicht Social Media im Bereich des<br />

Customer Relationship Managements und des<br />

Brand Buildings. „Immer mehr wird auch B2B-<br />

Marketing im Social Web ein Thema, hier sind die<br />

Kunden besonders bereit, in Gespräche zu treten –<br />

quasi von Experte zu Experte. Und ganz oben steht<br />

natürlich die politische Kommunikation“, so<br />

Denkmayr. Und was bedeutet der Social Media<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Hype für die Werber selbst? „Werber und Mediaagenturen<br />

sollten ihre bisherigen Measurements<br />

überdenken. Bei Social Media zählt nicht die Nettoreichweite<br />

oder der TKP, sondern der Dialog, die<br />

Interaktion. Darum ist von reinem Kampagnendenken<br />

bei Social Media abzuraten“, sagt die Social<br />

Media-Expertin. Und Andreas Wochenalt ergänzt:<br />

„Social Media ist ein Paradigmenwechsel für alle<br />

Beteiligten. Aber die Strahlkraft einer Marke definiert<br />

sich nicht nur aus dem Dialog mit den Kunden.“<br />

Unternehmenskultur Social Media<br />

Ein gutes Beispiel für diese Erkenntnis liefert zurzeit<br />

der voestalpine-Konzern. Dort beschäftigt man<br />

sich seit 2008 intensiv mit Social Media und konnte<br />

in den vergangenen zwei Jahren diese Strategie<br />

erfolgreich ins Unternehmen integrieren. Ein ungewöhnlicher<br />

Weg für einen Stahlkonzern, der kürzlich<br />

sogar für den Econ Award 2010 in der Kategorie<br />

Social Media nominiert wurde. „Jeder wird zum<br />

Sender und kann Feedback geben und gestaltet so<br />

die Inhalte selbst mit, das zählt mittlerweile zur<br />

Unternehmenskultur. Im Gegensatz zu anderen<br />

Unternehmen sind die sozialen Netzwerke für<br />

unsere Leute nicht gesperrt“, erzählt Konzernsprecher<br />

Gerhard Kürner.<br />

71


Die Folge: „Die User werden so zu den viralen Sendern<br />

unserer Botschaften und wir können sicher<br />

sein, dass diese bei den Personen landen, die wir<br />

ansprechen wollen“, sagt die voestalpine-Social<br />

Media Managerin Andrea Zajicek. Die Nutzung<br />

der neuen Kanäle soll dazu beitragen, die aufgebauten<br />

Beziehungen zu stabilisieren. Für Zajicek<br />

ist klar: „Wir haben uns entschlossen diese Kanäle<br />

zu nützen und ziehen das jetzt durch.“ Durch die<br />

Verlinkung mit der suchmaschinenoptimierten<br />

Microsite werden auch Verknüpfungen von Produkten<br />

und Technologien mit den Menschen, die<br />

für diese Entwicklungen stehen, möglich. Das<br />

„pusht“ das Unternehmen in den Suchmaschinen<br />

und führt somit zu einem klar messbaren Nutzen.<br />

Ein weiterer Vorteil liegt, im Gegensatz zu anderen<br />

Möglichkeiten, in der vergleichsweise kosten-<br />

Online-<strong>Werbung</strong> für Smartphone und iPad liegt im Trend und hat noch viel Potenzial<br />

72<br />

günstigen Umsetzung eines Profils in sozialen Netzwerken.<br />

Weitaus schwieriger ist es aber, diese Kanäle auch<br />

nachhaltig zu betreiben und inhaltlich weiterzuentwickeln.<br />

Um an der Zielgruppe dran zu bleiben<br />

wird also auch bei der voestalpine mittels „Monitoring“<br />

viel beobachtet.<br />

Niedrige Erlöse<br />

Trotz der äußerst positiven Prognosen zum Thema<br />

Social Media Marketing befinden sich die Erlöse<br />

von Social Communities immer noch auf einem<br />

sehr niedrigen Niveau und stellen noch keine wirkliche<br />

Alternative zu bisherigen Einnahmequellen<br />

großer Medienhäuser dar. Zu diesem Schluss<br />

kommt die Studie „Medien und Marken im Web<br />

2.0 – Erlösmodelle für Medien in der digitalen


HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Zusätzliches Wachstumspotenzial<br />

durch Social Media, Video Ads und<br />

Mobile Marketing“<br />

Welt“ von Ernst & Young in Kooperation mit<br />

Hubert Burda Media. Demnach dominiert nach<br />

wie vor die klassische Bannerwerbung den Markt,<br />

die Personalisierung der <strong>Werbung</strong> soll aber eine<br />

immer wichtigere Rolle spielen. Das bedeutet weiter,<br />

dass breit gestreute <strong>Werbung</strong> besonders im<br />

Internet auf erhebliche Ablehnung stößt. Der<br />

Grund dafür liege zumindest für die Betreiber von<br />

Social Communities auf der Hand, heißt es in der<br />

Studie: „Da der Web 2.0-Verbraucher über die<br />

vielfältigsten Informationen aus erster Hand verfügt,<br />

wird er die <strong>Werbung</strong> in klassischer Form ohnehin<br />

nicht mehr akzeptieren.“<br />

Die Zeit der niedrigen Erlöse soll aber im Social<br />

Media-Umfeld bald vorbei sein. Von den USA ausgehend,<br />

sollen die Erlöse in sozialen Netzwerken<br />

schnell wachsen. So wird allein in den USA bis<br />

2012 mit einer jährlichen Steigerung des Werbeaufkommens<br />

in diesem Bereich von gut 30 Prozent<br />

gerechnet. Der Anteil von Social Media an der<br />

Internetwerbung wird dann acht Prozent ausmachen.<br />

Megaseller Suchmaschine<br />

Den größten Anteil am Online-Werbekuchen hat<br />

aber zweifellos das Suchmaschinen-Marketing, also<br />

das Geschäft mit der bevorzugten Platzierung von<br />

Suchbegriffen. Mehr als 50 Prozent der Werbeinvestitonen<br />

fallen demnach auf diese Art der<br />

Online-<strong>Werbung</strong>. Danach folgen Werbeflächen<br />

auf Webseiten mit einem Anteil von 30 Prozent.<br />

Suchgebundene <strong>Werbung</strong> ist also die mit Abstand<br />

wichtigste Einnahmequelle für Internetfirmen.<br />

Dabei wird neben den Abfrageergebnissen in Suchmaschinen<br />

die zum Begriff „passende“ <strong>Werbung</strong><br />

(Sponsored Links) als farblich unterlegte Links, die<br />

auf den Trefferseiten oben bzw. am rechten Rand<br />

gereiht sind, angezeigt. Die Werbenden können<br />

ihre Inserate an bestimmte Suchbegriffe, an<br />

bestimmte Websites oder an demografische Daten<br />

der Anfragenden binden. Wer seine <strong>Werbung</strong> bei<br />

oft gesuchten Begriffen (Immobilien, Sex, Gesundheit,<br />

Computer etc.) auf der ersten Seite schalten<br />

Karin Hammer<br />

Präsidentin des IAB Austria<br />

„<br />

möchte, zahlt dafür mehr als bei seltener verwendeten<br />

Suchwörtern.<br />

Kurz-Glossar<br />

Digitale <strong>Werbung</strong><br />

■ APPS: Abkürzung für Applications: Bezeichnung<br />

von Software, in erster Linie für Anwendungsprogramme,<br />

die auf Smartphones geladen werden<br />

kann.<br />

■ AUGMENTED REALITY: Erweiterte Realität, Abkürzung<br />

AR, bezeichnet die Kombination aus echten<br />

und vom Computer erzeugten Daten, die die wahrgenommene<br />

Realität erweitern. Ein bekanntes Beispiel<br />

dafür sind Smartphone-Apps, die, wird das<br />

Gerät beispielsweise auf eine Sehenswürdigkeit<br />

gehalten, am Bildschirm zusätzliche Informationen<br />

ins Bild bringen.<br />

■ INGAME ADVERTISING: Werbeform in Computerspielen.<br />

Bei der Ingame-<strong>Werbung</strong> werden die Produkte<br />

wie in Film und Fernsehen in die Handlung<br />

integriert.<br />

■ INSTREAM VIDEOADS: Mit InStream VideoAds können<br />

<strong>Werbung</strong>treibende ihre Produkte, die im Video-<br />

Ad gezeigt werden, parallel unterhalb des eigentlichen<br />

Spots darstellen. Fährt der User mit der Maus<br />

darüber, erhält er weitere Informationen oder kann<br />

zu einer eigenen Microsite oder einem Online-Shop<br />

geleitet werden.<br />

■ TRACKING: Suchmaschinen-Tracking: Die bei einer<br />

Suchmaschinenoptimierung bzw. beim Suchmaschinenmarketing<br />

getroffenen Maßnahmen werden<br />

kontrolliert und eine Zeit lang „verfolgt“ und<br />

analysiert. User-Tracking: Durch ein laufendes User-<br />

Tracking können das Verhalten und die Wege der<br />

Web-Besucher analysiert werden.<br />

73


Werbetrends<br />

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht? „Ein spürbarer<br />

Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2010“<br />

lautet das erfreuliche Echo von Agenturen und<br />

Medienvertretern zur Entwicklung des Werbemarkts.<br />

Sie bestätigen damit die Ergebnisse des<br />

aktuellen Werbe-Optimismus-Index. Die positive<br />

Entwicklung bekommen alle Branchen und<br />

Mediengattungen zu spüren. Besonders profitieren<br />

erwartungsgemäß Online und Digital sowie<br />

Social Media und Community Marketing, die<br />

jedoch mittelfristig Nischen bleiben werden.<br />

Print nach wie vor stabil<br />

Ebenfalls gut entwickelt sich weiterhin das Dialog<br />

Marketing(DM)–offlineundonline.LautDMVÖ-<br />

PräsidentAntonJenzerwuchsDMsogarimschwachen<br />

Werbejahr 2009. Seine Einschätzung für<br />

heuer: „Das erste Halbjahr 2010 brachte erneut<br />

Zuwächse. Wir rechnen damit, dass sich dieser<br />

Trend zum Jahresende noch weiter verstärken<br />

wird. Dabei werden die digitalen Medien weiter<br />

an Bedeutung gewinnen. Andererseits bleiben<br />

gedruckte Mailings nach wie vor wichtig.“<br />

Wen wundert es da, dass sich selbst der „alte Klassiker“<br />

Print wacker schlägt: „Interessanterweise<br />

entwickelt sich bei uns Print derzeit besser als<br />

Online. Der Hauptgrund liegt sicherlich darin,<br />

dass Online stark als Billigmedium gesehen und<br />

auch als solches eingekauft wird. Mittelfristig bin<br />

ich mir aber sicher, dass für Verlage die Zukunft in<br />

Crossmedia mit attraktiven Packages liegt“, so<br />

WirtschaftsBlatt-Vorstand Hans Gasser, gleichzeitig<br />

Präsident des VÖZ.<br />

Optimistisch sind die Befragten auch für die Entwicklung<br />

im gesamten Jahr 2010 sowie für 2011.<br />

Allerdings mit der Einschränkung, dass neuerliche<br />

schwerwiegende Erschütterungen der Weltwirtschaftausbleibenmüssen.PeterDrobil,ÖMG-<br />

Präsident und Head of Brand Management bei<br />

Unicredit Bank Austria AG, einem der größten<br />

Werbekunden Österreichs, bestätigt diese Einschätzung:<br />

„Der negative Kulminationspunkt liegt<br />

hinter uns, es geht wieder aufwärts. Vor allem bei<br />

jenen Unternehmen, die während der Krise beim<br />

74<br />

Print oder Online? Die Entscheidung über die richtige Werbeform<br />

hängt von der Kampagne ab. Je nach Branche verzeichnen<br />

beide Sparten Zuwächse


Weitere Infos<br />

www.voez.at<br />

www.focusmr.com<br />

www.dmvoe.at<br />

www.marketinggesellschaft.at<br />

www.creativclub.at<br />

www.iaaat.org<br />

www.forummediaplanung.at<br />

www.w3.org<br />

www.accessible-media.at<br />

www.regiodata.eu<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Interessanterweise entwickelt<br />

sich bei uns derzeit Print besser<br />

als Online“<br />

Werbeeinsatz nicht zu stark auf der Kostenbremse<br />

gestanden sind.“ Wermutstropfen nach dem<br />

Durchtauchen des krisenbedingten Tiefs: einerseits<br />

vorsichtigere, zögerlichere Kunden, andererseits<br />

extrem kurzfristige Entscheidungen – aber<br />

auch neue Chancen aufgrund steigender Beratungsintensität.<br />

Kurzfristige Entscheidungen<br />

„Entscheidungen fallen vor allem in der Mediaplanung<br />

noch viel kurzfristiger als im vergangenen<br />

Jahr. Freigaben für Buchungen erfolgen sehr spontan<br />

anhand von Erfolgskriterien wie Verkäufen<br />

oder Marktanteilen. Diese Entwicklung wird sich<br />

definitiv fortsetzen und ist nur in geringem Ausmaß<br />

krisenbedingt“, berichtet Franz Prenner,<br />

Geschäftsführer der ORF Enterprise. Denn die<br />

Gründe liegen im gegenwärtigen Käufermarkt.<br />

Trotz langsamem Anspringen der Konjunktur und<br />

einem stärkeren Werbemarkt wird es auf Medienseite<br />

für absehbare Zeit ein Überangebot geben.<br />

Die Angebotspalette ist breit wie nie und bietet<br />

Dr. Hans Gasser<br />

Vorstand WirtschaftsBlatt<br />

„<br />

eine reiche, stark wachsende Auswahl. Dazu Max<br />

Palla, IAA-Präsident: „Die Landschaft splittet sich<br />

stark auf. Das betrifft alle: elektronische Medien,<br />

immer mehr Private bei TV und Radio sowie Print<br />

mit laufend neuen Publikationen. Und Digital ufert<br />

überhaupt aus.“<br />

Das Resultat ist eine zunehmende Unsicherheit<br />

über den richtigen Werbekanal. Außerdem wird<br />

die Werbe- und Mediaplanung komplexer und die<br />

Werbeerfolgskontrolle zur echten Herausforderung.<br />

Als Gegenstrategie versucht die werbetreibende<br />

Wirtschaft, Prozesse stark zu formalisieren,<br />

weil man sich davon mehr Sicherheit erwartet. Als<br />

Beispiel nennt Palla immer detailliertere, von Juristen<br />

verfasste Ausschreibungen – mit denen sich<br />

jedoch nichts gewinnen lässt. Palla: „Kein Kunde<br />

verkauft deshalb mehr, weil er zwei Juristen einspannt.“<br />

Kunden<br />

Bessere Beratung bringt<br />

bessere Preise<br />

Sinnvoller ist es hingegen, der gewachsenen Unsicherheit<br />

mit aktiver und intensiverer Beratung zu<br />

begegnen. Auch weil hierin potenzielles Wachstum<br />

steckt. Martin Brezovich, Managing Director<br />

der auf Live-Communication spezialisierten MCI-<br />

Group: „Die Qualität ist noch wichtiger als bisher.<br />

Dadurch intensiviert sich auch die Beratung. Nicht<br />

zuletzt weil sich die Ausrichtung vieler Kunden –<br />

Stichwort ,neue Bescheidenheit‘ – geändert hat<br />

und die Budgets geringer wurden.“ Um mit diesen<br />

niedrigeren Spendings den gleichen oder einen<br />

noch höheren Impact zu erzielen, ist die Werbeund<br />

Event-Branche gefordert, noch bessere Ideen<br />

zu liefern, noch besser zu beraten. Für Brezovich<br />

kein Nachteil: „Als auf Live-Communication spezialisierte<br />

Agentur leben wir vor allem von unserer<br />

Beratungsleistung. Die Höhe des Gesamtbudgets<br />

eines Kundens für eine Veranstaltung ist für<br />

uns deshalb zweitrangig.“<br />

Die Notwendigkeit für einen stärkeren Fokus auf<br />

Beratung unterstreicht Palla: „Durch die Krise ist<br />

75


natürlich in allen Branchen der Druck auf Preise<br />

und Margen gestiegen. Die Werbebranche bildet<br />

diesbezüglich keine Ausnahme. Bin ich aber innovativ<br />

und biete ich einen Mehrwert, kann ich einen<br />

entsprechenden Preis verlangen. Mache ich diese<br />

Hausaufgabe nicht, werde ich allerdings sehr<br />

schnell austauschbar und beim Preis entsprechend<br />

leiden.“<br />

Medien<br />

Verschwimmende Grenzen<br />

Genau wie auf der Kunden- ist auch auf Medienseite<br />

ein Trend zu mehr Inhalt, Qualität und Leistung<br />

erkennbar. Die Zeiten, als es gereicht hat,<br />

einfach Werbeflächen oder -zeiten anzubieten,<br />

scheinen endgültig vorbei zu sein. Die Medien<br />

müssen sich viel stärker die Frage stellen, was die<br />

Kunden wollen und brauchen. Das bedeutet weniger<br />

Produkt- und mehr Kundenorientierung.<br />

Absehbar ist, dass dadurch die Angebotsvielfalt<br />

weiter steigen wird. Prenner: „Crossmedia ist zwar<br />

abgedroschen, aber es wird wie bereits bisher an<br />

Bedeutung gewinnen. Integrierte Kampagnen<br />

werden immer wichtiger. Und die Grenzen zwischen<br />

den Medien verschwimmen immer mehr.“<br />

Als Beispiel nennt Prenner das bewegte Bild im<br />

Internet. Denn Junge lassen sich durch TV nur<br />

noch schwer erreichen, weshalb Online zunehmend<br />

für die Übermittlung von Botschaften in<br />

bewegten Bildern genützt wird.<br />

Social Media: Ungeschminkt<br />

Ein Auflösen von Bruchlinien zwischen einzelnen<br />

Mediengattungen und Kommunikationskanälen<br />

ortet Eduard Böhler, Geschäftsführer von <strong>Wien</strong><br />

Nord: „Bei Social Media mit Facebook, Twitter<br />

und themenbezogenen Foren und Blogs ist die klassische<br />

Trennung zwischen PR und <strong>Werbung</strong> kaum<br />

noch zu erkennen.“<br />

Außerdem liefert Social Media als eine besonders<br />

direkte Art von Marktforschung sehr gute Inputs<br />

für Vertrieb, Produkt- und Kommunikationsentwicklung,<br />

und zwar unverzerrt und ungeschminkt,<br />

76<br />

„<br />

„Integrierte Kampagnen werden<br />

immer wichtiger und die Grenzen<br />

zwischen den Medien verschwimmen<br />

immer mehr“<br />

Franz Prenner<br />

Geschäftsführer ORF Enterprise<br />

1:1 vom Konsumenten. „In diesem echten Dialog-Marketing<br />

liegt auch der große Reiz und Nutzen<br />

einer erfolgreichen Social Media-Kampagne.<br />

Die unmittelbare Dialogmöglichkeit macht die<br />

Zielgruppe auch zu einem sofortigen Akzeptanz-<br />

Barometer: Kampagnen können vehement gehypt<br />

oder abgelehnt werden – was im Extremfall dazu<br />

führen kann, dass sie vom Markt genommen werden<br />

müssen.“ Exakte Planung und Beratung ist<br />

deshalb auch im Bereich der digitalen Medien<br />

unerlässlich.<br />

Branchen und Zielgruppen<br />

Chancenreiche Wachstumsnischen<br />

Branchenseitig die Nummer eins ist der Handel –<br />

und das bereits seit zwei Jahren. Zunehmend wichtiger<br />

wird auch die öffentliche Hand. Wünschenswert<br />

in diesem Bereich wäre eine höhere Professionalität.<br />

Für kluge Werber tut sich hier deshalb<br />

eine Chance auf, mit Beratung und Know-how zu<br />

punkten. Was derzeit jedoch beim besten Willen<br />

nicht erkennbar ist, sind neue, große Wachstumstreiber,<br />

wie es zum Beispiel in der Vergangenheit<br />

Telekom mit dem Mobilfunk war.<br />

Sieht man jedoch genauer hin, lassen sich sehr<br />

interessante und wachstumsstarke Nischen erkennen:<br />

Digital, Online und Social Media zum Beispiel<br />

oder Community Marketing mit den großen<br />

Trends Diversity Marketing und Ethnomarketing.<br />

Böhler: „Das sind sehr interessante Märkte, die<br />

früher durch die Mediaselektion schwierig zu erreichen<br />

waren. Heute ist das weit einfacher und bietet<br />

viele Chancen.“<br />

Ethnomarketing<br />

macht sich bezahlt<br />

Ein 20-Milliarden-Euro-Markt<br />

20 Milliarden Euro Kaufkraftvolumen errechnet<br />

eine aktuelle Studie von RegioData Research für<br />

die 1,47 Millionen Österreicher und in Österreich<br />

lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.<br />

Ein Kaufkraftvolumen, das dem des gesamten


Bundeslandes Steiermark entspricht. Dahinter<br />

steckt eine äußerst vielfältige Zielgruppe, die<br />

aber andererseits auch sehr homogen ist. Dazu<br />

Manuel Bräuhofer, Geschäftsführer der Diversity<br />

Marketing Agentur Brainworker:<br />

„Geschätzte 740.000 Mitbewohner stammen<br />

aus Ex-Jugoslawien, weitere 340.000 sind türkischstämmig.<br />

Diese beiden Zielgruppen lassen<br />

sich sehr gut gezielt ansprechen.“ Außerdem<br />

wachsen beide Communities stark, ihr Bevölkerungsanteil<br />

wird weiter zunehmen. Laut Statistik<br />

Austria haben in <strong>Wien</strong> bereits weit mehr als<br />

40 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund.<br />

Migration in <strong>Wien</strong><br />

Die <strong>Wien</strong>er Wohnbevölkerung ist durch<br />

hohe Vielfalt gekennzeichnet: Schon<br />

44 Prozent der <strong>Wien</strong>er und <strong>Wien</strong>erinnen<br />

haben einen Migrationshintergrund. Derzeit<br />

nimmt die EU-Zuwanderung zu, während<br />

jene aus Drittstaaten stagniert bzw.<br />

sogar abnimmt. Die erste Zuwanderergeneration<br />

kommt bereits zunehmend ins<br />

Pensionsalter. (Quelle: Stadt <strong>Wien</strong>/MA 17)<br />

MA 17 – Fachbereich Diversitätsmanagement:<br />

www.wien.gv.at/integration<br />

Integrations- und Diversitätsmonitor:<br />

www.wien.gv.at/integration/<br />

monitor.html<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Die Zielgruppe der Migranten<br />

aus Ex-Jugoslawien und der<br />

Türkei lässt sich sehr gut<br />

gezielt ansprechen“<br />

Manuel Bräuhofer<br />

GF Agentur Brainworker<br />

„<br />

Migranten<br />

Starke Konsumzielgruppe mit hohen<br />

Weiterempfehlungsraten<br />

Eine gezielte Ansprache der Migranten zahlt sich<br />

jedenfalls aus. Denn die einzelnen Communities<br />

haben eine sehr hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung.<br />

Für diesen hohen Multiplikatoreffekt sind<br />

keine Goodies erforderlich. „Diese überdurchschnittlich<br />

hohe Markentreue kann jedoch auch<br />

ins Gegenteil umschlagen. Enttäuscht ein Unternehmen<br />

oder ein Produkt, kann die Community<br />

rasch verloren gehen“, mahnt Bräuhofer nachdrücklich<br />

dazu, Werbeversprechen konsequent<br />

Migration – <strong>Wien</strong>er Bevölkerung<br />

Fremde Staatszugehörigkeit und Geburtsland<br />

Ausland<br />

Fremde Staatszugehörigkeit und Geburtsland<br />

Österreich<br />

Geburtsland Ausland und Staatsbürgerschaft<br />

Österreich<br />

In Österreich geboren und österreichische<br />

Staatsbürger<br />

In Österreich geboren und österreichische<br />

Staatsbürger ohne Migrationshintergrund<br />

77


umzusetzen. Trotz ihrer leicht unter dem Durchschnitt<br />

liegenden Kaufkraft sind Migranten eine<br />

extrem starke Konsumzielgruppe, die gerne herzeigt,<br />

was sie hat und sich leisten kann. „Für die<br />

Markenartikelindustrie, angefangen von Parfum<br />

über Kleidung bis zum Auto, ist diese Zielgruppe<br />

deshalb extrem dankbar. Dahinter steckt nur zum<br />

Teil Nachholbedarf. Vor allem ist es ein anderes,<br />

südlicheres Lebensgefühl, das einfach weit stärker<br />

nach außen orientiert ist“, so Wilfried Wiesinger,<br />

Geschäftsführer des Biber Verlags.<br />

Wegen der kulturellen und religiösen Besonderheiten<br />

reicht es deshalb nicht für erfolgreiches Ethnomarketing,<br />

eine bestehende Kampagne oder<br />

Drucksorten einfach zu übersetzen. Bräuhofer:<br />

„Einfachstes Beispiel sind die Werbeformen. Ein<br />

Südosteuropäer wird sich von einem Sujet mit ausschließlich<br />

blauäugigen Blonden eher wenig angesprochen<br />

fühlen.“ Das Eingehen auf Wesensarten<br />

und Eigenheiten der einzelnen Zielgruppe ist deshalb<br />

besonders bei Diversity Marketing gefragt.<br />

Dieses Mehr an Beratung und inhaltlicher Arbeit<br />

erfordert aber nicht notgedrungen höhere Kommunikationsbudgets.<br />

Dazu Eduard Böhler von<br />

<strong>Wien</strong> Nord: „Eine zielgerichtete Kampagne muss<br />

nicht teurer sein. Denn die Mediakosten sind in<br />

den neuen Kanälen oft geringer und gleichen den<br />

erhöhten Konzeptions- und Beratungsaufwand<br />

aus.“<br />

Diversity Marketing<br />

Mit vertretbarem Aufwand<br />

zur Marktführerschaft<br />

Werbekunden, die bereits heute auf Diversity Marketing<br />

setzen, profitieren davon, mit vergleichsweise<br />

geringem Aufwand in der anvisierten Nische<br />

die Marktführerschaft zu erreichen – oft ohne echte<br />

Konkurrenz. „Angesichts der hohen Markentreue<br />

punktet man als First Mover deshalb nicht nur<br />

kurzfristig, sondern vor allem auch auf lange Sicht“,<br />

sagt Bräuhofer. Besondere Unterschiede im Media-<br />

Mix macht Bräuhofer keine aus. Er meint sogar,<br />

dass die Medienlandschaft der einzelnen Zielgrup-<br />

78<br />

„<br />

„Eine zielgerichtete Kampagne<br />

muss nicht teuer sein, die Mediakosten<br />

sind in den neuen Kanälen<br />

oft geringer“<br />

Mag. Eduard Böhler<br />

<strong>Wien</strong> Nord<br />

Diversity Management<br />

Gender/Diversity Management ist ein neuer Zugang<br />

zu Unterschiedlichkeit in Unternehmen im Hinblick<br />

auf Gender (Geschlecht), Alter, Herkunft, Religion,<br />

sexuelle Orientierung, Behinderung u. v. m.<br />

Personelle Vielfalt wird neben der Frage von gelebter<br />

sozialer Verantwortung zunehmend zu einem<br />

bedeutsamen Wirtschaftsfaktor. Gender/Diversity<br />

Management nützt pro-aktiv Unterschiede in Personen<br />

und Gruppen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten<br />

etc.) zur Zielerreichung des Unternehmens. Gender/Diversity<br />

Management unterstützt Unternehmen<br />

in zahlreichen Bereichen wie:<br />

■ im Ansprechen von neuen Märkten<br />

■ im Ansprechen von neuen Zielgruppen<br />

■ im Kundenservice<br />

■ im Zugang zu neuem Personal<br />

■ in der Erhöhung der Motivation der Mitarbeitenden<br />

■ in der gezielten Einbindung von Mitarbeitenden<br />

■ in der Erhöhung von Kreativität und Innovation<br />

■ in der Verbesserung der Kommunikation und<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Im Rahmen der wirtschaftspolitischen Abteilung der<br />

Wirtschaftskammer <strong>Wien</strong> ist seit 2009 ein eigenes<br />

Diversity Referat eingerichtet, das die Relevanz dieses<br />

Themas im Zuge einer eigenen Schwerpunktsetzung<br />

für die <strong>Wien</strong>er Wirtschaft erarbeitet. Zahlreiche<br />

Maßnahmen und Aktivitäten wurden und werden<br />

gesetzt, um die vorhandene Vielfalt als Wettbewerbsfaktor<br />

nützen zu können.<br />

http://wko.at/wien/diversity<br />

Interessierten bietet das WIFI <strong>Wien</strong> in Zusammenarbeit<br />

mit dem Diversity Referat ab September 2010 im<br />

Rahmen von geförderten Beratungen „Diversity<br />

Management Beratung“ als ein zusätzliches Service<br />

an. Informationen unter www.wifiwien.at/ub


pen noch eher konservativ strukturiert ist: „Print,<br />

TV und Radio sind nach wie vor sehr stark. Online<br />

und Digital kommen erst langsam.“ Perfekt einsetzen<br />

lassen sich, gemäß Bräuhofer, vor allem Magazine<br />

sowie zielgruppenspezifische Veranstaltungen<br />

und Geomarketing.<br />

Barrierefreiheit<br />

Demographischer Megatrend<br />

Um zielgruppengerechte Ansprache und Angebote<br />

geht es auch bei barrierefreier <strong>Werbung</strong> im<br />

Internet. Und das betrifft bei weitem nicht nur die<br />

wachsende Zielgruppe behinderter Menschen. Vor<br />

Diversity Marketing bringt neue Märkte und neue Zielgruppen<br />

allem profitiert auch die große Zahl kaufkräftiger<br />

Pensionisten von klar verständlichen, gut wahrnehmbaren<br />

und einfach bedienbaren Angeboten<br />

im Netz. Die Kosten dafür halten sich laut Eva<br />

Papst, Vorstand des Vereins accessible media, in<br />

Grenzen: „Wichtig ist es, auf Barrierefreiheit<br />

bereits bei der Entwicklung zu achten, dann ist der<br />

Mehraufwand überschaubar.“<br />

Bereits ausreichend große Schriften, gute Kontraste<br />

und die Beachtung der vom World Wide Web<br />

Consortium veröffentlichten Standards sind ein<br />

wesentlicher Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit.<br />

Was für Werber besonders wichtig ist, wenn ihre<br />

Botschaften auch ankommen sollen.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010 79


<strong>Werbung</strong> ist weiblich<br />

Werbekonzept Weiblichkeit<br />

Weiblichkeit – ein Konzept, das sich immer<br />

bewährt, auch in der Kommunikationsbranche.<br />

Schon der Film „Was Frauen wollen“ mit Mel<br />

Gibson und Helen Hunt bestätigte, dass die weibliche<br />

Denkweise in der <strong>Werbung</strong> sehr wohl gefragt<br />

ist. Sich in die Psyche beider Geschlechter hineinzuversetzen,<br />

ist längst Voraussetzung für den<br />

Beruf. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten<br />

von Frauen und Männern bewusst wahrzunehmen<br />

und sie zum besseren Verständnis der Zielgruppe<br />

zu nützen, macht <strong>Werbung</strong> erst so besonders.<br />

Warum sich also nicht auf das Erfolgskonzept<br />

Weiblichkeit verlassen?<br />

Das Briefing<br />

Frauen am Arbeitsmarkt<br />

In der <strong>Werbung</strong> wie in der Wirtschaft im Allgemeinen<br />

gilt: Kaum eine Aussage ist so deutlich<br />

wie die Sprache der Zahlen. So bietet es sich auch<br />

bei dieser Thematik an, sich 2006 zuerst mit einigen<br />

Fakten vertraut zu machen. Allen voran der Frauenanteil<br />

von 44,3 Prozent in <strong>Werbung</strong> 2007 und Marktkommunikation<br />

– ein relativ ausgeglichenes Verhältnis<br />

im Vergleich zu anderen Berufsgruppen<br />

(siehe Tabelle). Dies belegt ein Bericht des Arbeitsmarktservice<br />

Österreich (AMS) und des Österreichischen<br />

Instituts für Berufsbildungsforschung<br />

(ÖIBF) von 2005 auf Basis der Volkszählung im<br />

Jahr 2001. Des Weiteren ist im Handel eine weibliche<br />

Dominanz des Verkaufssektors zu beobachten,<br />

während der Einkauf vorwiegend Männern<br />

vorbehalten ist.<br />

Betrachtet man die Geschlechterverteilung in Führungspositionen,<br />

so zeigt sich ein etwas anderes<br />

Bild: Je höher die Hierarchieebene, desto geringer<br />

der Frauenanteil. Das Management stellt sich<br />

zu fast drei Vierteln (!) männlich dominiert dar.<br />

Unter Umständen kann diese Zahl den vergleichsweise<br />

hohen Anteil (30 Prozent) an Leiterinnen<br />

kleinerer Unternehmen erklären.<br />

80<br />

Krisensitzung<br />

Verändert hat sich der Arbeitsmarkt vor allem in<br />

Bezug auf die offenen Stellen, wie ebenfalls aus<br />

der Quelle des AMS hervorgeht. Die Wirtschaftskrise<br />

und die damit einhergehenden Budgetkürzungen<br />

haben den Bedarf an Mitarbeitern seit<br />

2008 um etwa 66,2 Prozent geschmälert. Konnten<br />

damals noch mehrere offene Stellen verzeichnet<br />

werden, gibt es nun einen Abwärtstrend. Der<br />

größte Rückgang ist 2009 mit 33,5 Prozent bei<br />

den Produktmanagern zu beobachten. Auch PRund<br />

Marketing-Assistenten sowie Art-Direktoren<br />

werden immer seltener in Printmedien oder über<br />

das AMS gesucht. Lediglich nach Customer-Relationship-Managern<br />

und Schaufensterdekorateuren<br />

stieg die Nachfrage im letzten Jahr. Folglich<br />

gilt, dass sich Frauen wie Männer zunehmend in<br />

der Branche behaupten müssen.<br />

Frauenanteile in Berufsgruppen<br />

in Prozent<br />

Berufsgruppen mit den niedrigsten Frauenanteilen<br />

VersicherungsvermittlerInnen, -vertreterInnen<br />

18,8<br />

Ambulante HändlerInnen, VerkäuferInnen<br />

KonsumentenberaterInnen<br />

Berufsgruppen mit den höchsten Frauenanteilen<br />

Übrige VermittlerInnen, VermieterInnen, verwandt. Berufe<br />

Werbefachleute<br />

23,8<br />

25,8<br />

42,4<br />

44,3<br />

HändlerInnen und VerkäuferInnen<br />

69,3<br />

Quelle: AMS


Die Idee<br />

Kreativität durch Offenheit<br />

Trotz der rückläufigen Stellenzahlen in der Kommunikationsbranche<br />

kann am Markt mit innovativen<br />

Ideen gepunktet werden. Solche sind nur<br />

durch die produktive Zusammenarbeit des ganzen<br />

Teams zu erreichen. Gerade Frauen kommt<br />

in Gruppen oft eine Schlüsselrolle zu, wie Ilona<br />

Happel, Geschäftsführerin bei SevenOne Media<br />

Austria, aus ihrer Erfahrung bestätigt. „Ich denke,<br />

Frauen sind verstärkt Teamplayer und verfügen<br />

über ein ausgeprägtes Maß an sozialer Kompetenz.<br />

Man kann das sowohl als Vorteil als auch als<br />

Nachteil sehen, ich selbst sehe es aber definitiv als<br />

Vorteil“, so Happel. Nachteilig gestaltet sich vor<br />

allem das Vorurteil, Frauen seien aufgrund ihrer<br />

sozialen Kompetenzen weniger durchsetzungsfähig<br />

als Männer. Dies muss jedoch nicht der Fall<br />

sein, denn im Verkauf kann gerade das Eingehen<br />

auf den Kunden mehr bewirken als schiere Überredungskraft.<br />

Auch die Präsentation von Frauen in der <strong>Werbung</strong><br />

selbst ist als äußerst wichtig anzusehen.<br />

„Weiblichkeit ist nach wie vor ein sehr emotiona-<br />

Arbeitsmarkt für Frauen<br />

Viele offene Stellen<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

„Weiblichkeit ist etwas, das man<br />

für sich bewahren sollte und ein<br />

Bonus, den man ruhig für sich<br />

beanspruchen kann.“<br />

Mag. (FH) Hedwig Zinöcker<br />

Geschäftsführerin red-hot Werbeagentur<br />

Quelle: AMS<br />

„<br />

lisierendes Stilmittel in der <strong>Werbung</strong>, wenn man<br />

so will“, meint Hedwig Zinöcker, Geschäftsführerin<br />

der red-hot Werbeagentur. Die (oft klassischen)<br />

Rollenbilder, die durch <strong>Werbung</strong> präsentiert werden,<br />

haben ihrer Meinung nach „eine gewisse<br />

Daseinsberechtigung“. Sie spiegeln die Grundwerte<br />

wider, die es in der Gesellschaft gibt. Dennoch<br />

bleibt der Wandel in Anliegen der Gleichberechtigung<br />

von den Medien nicht gänzlich unbeachtet.<br />

Sowohl die klassische Waschmittelwerbung<br />

mit der Frau als treu sorgender Mutter gibt<br />

es, als auch Gegenbeispiele.<br />

Die Umsetzung<br />

Mehr Alpha-Frauen<br />

Stellt sich die Frage, was sich in den letzten Jahren<br />

schon zum Thema Gleichberechtigung getan hat.<br />

„Das Thema ist noch stärker in den öffentlichen<br />

Fokus gerückt, wenn man beispielsweise die aktuelle<br />

Diskussion um den Anteil der Frauen in Aufsichtsratsposten<br />

betrachtet“, meint Ilona Happel.<br />

Auch sei ihrer Ansicht nach der Frauenanteil in<br />

Führungspositionen in den letzten Jahren gestiegen,<br />

„allerdings aus meiner Sicht noch nicht zufrieden<br />

stellend“, betont die Medienfachfrau.<br />

Dennoch: Im Vergleich zu anderen Branchen ist<br />

die Frauenquote in der Kommunikation relativ<br />

ausgeglichen. Die Wahrnehmung ist allerdings<br />

unterschiedlich: „Es ist als Frau meiner Meinung<br />

nach schwerer, sich in der Branche zu behaupten,<br />

da sie nach wie vor sehr von ‚Alpha-Männern‘<br />

dominiert ist“, erklärt Hedwig Zinöcker. Sie<br />

nehme Frauen maximal als Art-Direktorinnen<br />

wahr, in Geschäftsführerpositionen größerer,<br />

internationaler Agenturen sei die Luft für das<br />

weibliche Geschlecht jedoch dünn.<br />

Warum? Laut Zinöcker streben viele Frauen selbst<br />

nicht nach diesen Posten, möglicherweise auch,<br />

da sie ihnen wenig vereinbar mit ihrer Familienplanung<br />

erscheinen. Tatsächlich muss sich jede<br />

Führungskraft auf ihrem Feld behaupten – egal<br />

ob Mann oder Frau.<br />

81


82<br />

„„Ich bin der Meinung, dass jede<br />

Führungskraft – egal ob Frau oder<br />

Mann – ihren Job gut machen<br />

muss.“<br />

Bessere Rahmenbedingungen<br />

Direkte Aufstiegshemmer für weibliche Mitarbeiterinnen<br />

werden selten beobachtet, indirekte sehr<br />

wohl. „In Hinblick auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen<br />

im Speziellen für berufstätige<br />

Mütter gibt es noch viel Verbesserungspotenzial,<br />

das lässt sich nicht leugnen“, bestätigt Happel.<br />

Ihrer Meinung nach brauche es stärkere Maßnahmen<br />

zur Vereinbarung von Familie und Beruf<br />

sowie mehr Angebote an Kinderbetreuung.<br />

Auch flexiblere Arbeitszeitmodelle müssten in diesem<br />

Kontext angedacht werden. Freizeit und Beruf<br />

lassen sich, so Zinöcker, in der Kommunikation<br />

so gut oder schlecht verbinden wie in anderen<br />

Branchen auch. Hinzu kommen hingegen die speziellen<br />

Anforderungen des Dienstleistungsgewerbes,<br />

die sich in hohen Erwartungshaltungen auf<br />

Kundenseite niederschlagen. Erreichbar und präsent<br />

zu sein ist in dieser Branche unabdingbar –<br />

und gerade das fällt berufstätigen Frauen oft<br />

schwer. Einen entscheidenden Vorteil biete die<br />

Arbeit jedoch für Zinöcker: Viel könne von<br />

zuhause aus erledigt werden.<br />

Überzeugt Selbstständig<br />

In den letzten Jahren haben viele Werberinnen<br />

den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Als<br />

Ausweg aus der Diskriminierung oder aus männlich<br />

dominierten Strukturen kann dieser Schritt<br />

jedoch kaum gesehen werden. Grundsätzlich sollte<br />

eine Entscheidung für eine selbstständige Tätigkeit<br />

in der Branche aus voller Überzeugung und<br />

Leidenschaft für den Beruf geschehen, nicht aus<br />

Flucht vor der Realität.<br />

Wer mit falschen Motiven in die Selbstständigkeit<br />

geht, wird später eher mit den Belastungen, die<br />

durch die Selbstständigkeit entstehen, kämpfen.<br />

Hedwig Zinöcker ist Werberin aus voller Überzeugung.<br />

Sie selbst hat den Schritt zur eigenen<br />

Agentur gewählt, weil „ich neugierig war und mit<br />

viel Einsatz lieber fürs Eigene gearbeitet habe“.<br />

Viele Werberinnen haben in den vergangenen Jahren den<br />

Sprung in die Selbstständigkeit gewagt<br />

Mag. Ilona Happel<br />

Geschäftsleitung Sales SevenOne Media<br />

Austria<br />

Die Kontrolle<br />

Weiblichkeit wirkt<br />

Eine Frau zu sein muss im Berufsleben durchaus<br />

nicht immer ein Nachteil sein. „Frauen werden<br />

bei jedem Termin gerne gesehen“, ist Zinöcker<br />

überzeugt. Somit könne man getrost zu seinem<br />

Geschlecht stehen und sich die Weiblichkeit<br />

bewahren. „Das ist in vielen Fällen ein Bonus, den<br />

man ruhig für sich beanspruchen kann“, weiß die<br />

selbstständige Werberin.<br />

Links:<br />

Angebote für Frauen und Mädchen<br />

(Förderungen, Karenz, Wiedereinstieg u. v. m.):<br />

www.ams.or.at/sfa/14073.html<br />

www.gruenderservice.at (alles zum Thema<br />

Selbstständigkeit und Neugründung, ein Service<br />

der Wirtschaftskammer Österreich)


Netzwerke von und für Frauen<br />

Wie viele ihrer Kolleginnen findet auch Agenturchefin<br />

Christine Weixelbaumer, dass Frauennetzwerke<br />

eine gute Idee sind. Es sei „schon spürbar,<br />

dass sich was ändert“, wenn es auch frustrierend<br />

sei, „dass in den obersten Positionen fast nur Männer<br />

sitzen“.<br />

Einige Frauennetzwerke, die sich im Bereich der<br />

Werbe- und Kommunikationsbranche engagieren,<br />

finden Sie hier:<br />

Frauen Netzwerk Medien<br />

www.frauennetzwerk.at<br />

Karin Strobl<br />

c/o Medienhaus <strong>Wien</strong><br />

Alser Straße 22, 1090 <strong>Wien</strong><br />

office@frauennetzwerk.at<br />

Salzburger Medienfrauen<br />

www.salzburgermedienfrauen.at<br />

Überparteiliches Frauen-Netzwerk<br />

Medien Salzburg<br />

c/o Mag. Romy Seidl<br />

Dr.-Karl-Renner-Straße 4/6/47<br />

5020 Salzburg<br />

office@salzburgermedienfrauen.at<br />

Noch mehr „weibliche“ Links<br />

www.diestandard.at (DieStandard)<br />

www.buerofuerfrauenfragen.at (Plattform für Frauenfragen)<br />

www.ceiberweiber.at (Online-Frauenmagazin)<br />

www.vaoe.at (Verband der Akademikerinnen Österreichs)<br />

www.texttreff.de (Netzwerk wortstarker Frauen)<br />

www.webgrrls.de (Business-Netzwerk für Frauen in neuen Medien)<br />

www.alphafrauen.org/de (Frauen für die Zukunft)<br />

www.frauenfakten.at (Plattform Frauenfakten)<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Die Plattform des Österreichischen<br />

Journalistinnenkongresses<br />

www.medienfrauen.net<br />

Betreiber:<br />

Hildegard Burjan Institut<br />

Stubenbastei 12, 1010 <strong>Wien</strong><br />

OÖ Presseclub, Frauennetzwerk<br />

www.medienfrauen-ooe.at<br />

www.presseclub.at<br />

Sprecherin Heidi Vitéz<br />

Stellvertreterinnen Mag. a Susanne Pollinger<br />

und Nina Stögmüller<br />

Ursulinenhof<br />

Landstraße 31/1<br />

4020 Linz<br />

Tel. 0732/77 56 34<br />

Fax 0732/77 56 34-55<br />

office@medienfrauen-ooe.at<br />

Grafikerinnen-Stammtisch<br />

www.remaprint.at<br />

Sonja Ruß<br />

Neulerchenfelder Straße 35<br />

1160 <strong>Wien</strong><br />

Tel. 01/403 89 26-71<br />

russ@remaprint.at<br />

83


„Brauchen prägnantes Image“<br />

Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes<br />

<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation in<br />

der Wirtschaftskammer Österreich spricht im<br />

Interview über ihre Pläne und die Herausforderungen<br />

der österreichischen Werbewirtschaft.<br />

Sie sind im Juni 2010 einstimmig zur Obfrau<br />

des Fachverbandes <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

gewählt worden. Wie legen Sie<br />

Ihren Führungsstil an?<br />

Mit Michael Himmer und Andrea Pavlovec-<br />

Meixner bilden wir ein hervorragendes Team im<br />

Vorstand des Fachverbandes <strong>Werbung</strong>. Wir repräsentieren<br />

drei Bundesländer (OÖ/W/St) und<br />

drei große Berufsgruppen (Werbeagenturen, PR-<br />

Berater, Mediaagenturen). Das einstimmige<br />

Wahlergebnis ist natürlich ein besonderer Vertrauensbeweis<br />

der Kollegen aus den Bundesländern.<br />

Die zukünftigen Herausforderungen der<br />

nächsten Monate können nur gemeinsam mit<br />

einer starken Stimme interessenpolitisch bewältigt<br />

werden.<br />

An welche Herausforderungen denken Sie?<br />

Es ist unerlässlich, mit unseren Partnern den interessenpolitischen<br />

Dialog zu führen. Es wird vor<br />

allem wichtig sein, ein eigenes Selbstbewusstsein<br />

als Kreativdienstleister zu entwickeln. Wir brauchen<br />

ein prägnantes Image und eine Identität,<br />

um ein gemeinsames Bewusstsein als die Anlaufstelle<br />

für Kreativität zu schaffen. Es ist unsere<br />

Aufgabe, für unsere Unternehmen optimale Rahmenbedingungen<br />

zu schaffen und für einen starken<br />

Kreativstandort Österreich zu werben.<br />

Wirtschaftskrise – immer noch Thema?<br />

Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor noch<br />

unsicher. Ich bin Optimistin. Die Konjunkturdaten<br />

weisen wieder nach oben. Um aber auch in<br />

Zukunft gewappnet zu sein, müssen wir mit den<br />

Ansprüchen wachsen. Wir erwarten, dass die<br />

österreichische Politik auf die Konjunkturentwicklung<br />

im Bereich Kommunikation und<br />

Medien reagiert. Die Werbeumsätze sind 2009<br />

im Vergleich zu 2008 um ca. zehn Prozent gesun-<br />

84<br />

Angelika Sery-Froschauer: „Es wird vor allem wichtig sein,<br />

ein eigenes Selbstbewusstsein als Kreativdienstleister zu<br />

entwickeln.“<br />

ken. Es ist unser interessenpolitisches Ziel im Rahmen<br />

eines Konjunkturpakets die Werbeausgabenzuwachsprämie<br />

zu verankern. Gerade in der derzeitigen<br />

angespannten Situation ist es notwendig,<br />

einen Anreiz zu schaffen, damit mehr Geld in Werbemaßnahmen<br />

investiert wird.<br />

Vor welchen Herausforderungen steht die<br />

österreichische Werbewirtschaft in den nächsten<br />

zwölf Monaten?<br />

Es ist schwer, die Herausforderungen auf die<br />

nächs-ten zwölf Monate zu beschränken. Im<br />

Grunde arbeiten wir in einer extrem dynamischen<br />

Branche, in der Anpassungsfähigkeit und Marktübersicht<br />

gefragt sind. Unsere größte Herausforderung<br />

ist es aber auf jeden Fall, den Wert von<br />

professioneller Kreativdienstleistung in der<br />

Öffentlichkeit und bei der auftraggebenden Wirtschaft<br />

bewusst zu machen. Es fehlt an gewissen<br />

Regeln und zum Teil das Verständnis für das, was<br />

„die Werber tun und <strong>Werbung</strong> bewirkt“. Das<br />

bedeutet für uns als Branche eine kontinuierliche<br />

Bewusstseinsarbeit, um ein prägnantes Branche-


nimage zu schaffen. Wir wollen uns als erste<br />

Anlaufstelle für professionelle Kreativität in<br />

Österreich positionieren.<br />

Was muss getan werden, um fit für die<br />

Zukunft zu sein?<br />

Wir arbeiten derzeit an der konkreten Umsetzung<br />

unseres Arbeitsprogramms. Wie zum Beispiel<br />

österreichweite Erhebungen zum Wert<br />

von Kreativdienstleistungen, Richtlinien für<br />

den ethischen Umgang in der <strong>Werbung</strong>, Werbezuwachsprämie<br />

für Unternehmen, die kontinuierlich<br />

in <strong>Werbung</strong> investieren, übergreifende<br />

Förderprogramme, um das Wachstum<br />

und die Auftragslage anzukurbeln, Impulse bei<br />

Weiterbildungsprogrammen etc. Um aber<br />

auch in Zukunft gewappnet zu sein, müssen<br />

wir mit den Ansprüchen mitwachsen.<br />

Welche Forderungen haben Sie an die<br />

Politik?<br />

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Reformen,<br />

um die Werbewirtschaft anzukurbeln und die<br />

Wettbewerbsfähigkeit des Werbestandortes<br />

Österreich zu sichern.<br />

Wir müssen den Wert von Kreativleistungen<br />

Fachverband <strong>Werbung</strong><br />

& Marktkommunikation<br />

Wiedner Hauptstraße 73, 2. Stock,<br />

1040 <strong>Wien</strong><br />

Adresse ab Dezember 2010:<br />

Wiedner Hauptstraße 57,<br />

1040 <strong>Wien</strong><br />

Tel. 05 90 900-3541<br />

Fax. 05 90 900-285<br />

werbung@wko.at<br />

www.fachverbandwerbung.at<br />

stärken! Zentrale Aufgabe ist vor allem die aktive<br />

Image- und Kommunikationsarbeit: Es geht<br />

darum, das Bewusstsein für Wert und Wertigkeit<br />

von Kreativdienstleistungen nach außen zu tragen.<br />

Hier müssen wir noch viel Lobbying für die<br />

Branche in Politik, Wirtschaft und Medien betreiben.<br />

Was sind Originalität, individuelle Kreativität<br />

und kundenspezifisch zugeschnittene Leistungen<br />

wert und welchen Preis bringe ich bei Kunden<br />

unter? Die Unsicherheit über den „richtigen“,<br />

am Markt durchsetzbaren Preis ist groß,<br />

und Preisdumping ein Dauerthema, sei es für<br />

Design, <strong>Werbung</strong>, Film, Text, Foto oder andere<br />

Kreativleistungen.<br />

Weiters brauchen wir Impulse für die Werbekonjunktur.<br />

Das beste Rezept, um die Staatsfinanzen<br />

in Ordnung zu bringen, ist, das Wachstum anzukurbeln.<br />

Wir appellieren an die Bundesregierung,<br />

die Forderung der Werbewirtschaft nach Einführung<br />

einer neuen Prämie in Höhe von zehn Prozent<br />

für den Zuwachs an Werbeausgaben umzusetzen.<br />

Die Einführung dieser Prämie würde einen<br />

dynamischen Anreiz für werbetreibende Unternehmen<br />

schaffen, ihre Werbeausgaben zu erhöhen<br />

und somit eine Ankurbelung der gesamten<br />

heimischen Wirtschaft bewirken.<br />

Fachverbands-Präsidium:<br />

Fachverbandsobfrau:<br />

Mag. Angelika Sery-Froschauer<br />

sery.froschauer@sery.com<br />

Fachverbandsobmann-Stellvertreter:<br />

Mag. Michael Himmer<br />

michael.himmer@groupm.com<br />

Fachverbandsobfrau-Stellvertreterin:<br />

Mag. Andrea Pavlovec-Meixner<br />

pavlovec@comcom.co.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010 85


Steuertipps I Rechtshinweise<br />

Geld&Recht<br />

86


06Welche<br />

steuerlichen Sonderfragen gelten<br />

insbesondere für Werbeagenturen?<br />

Und welche aktuellen Änderungen gibt<br />

es im Mediengesetz? Das und noch<br />

mehr erfahren Sie auf den folgenden<br />

Seiten.<br />

Geld sparen mit Profi-Tipps<br />

Jede selbstständige Erwerbstätigkeit erfordert unter<br />

anderem auch eine effiziente Steuerplanung. Dennoch<br />

wird diesem Aspekt in der Praxis vielfach zu<br />

wenig Aufmerksamkeit geschenkt.<br />

Steuertipps für Werbeagenturen<br />

Die nachfolgenden Steuertipps wurden sorgfältig<br />

zusammengestellt, können jedoch eine individuelle<br />

Beratung, die auf die Bedürfnisse und Besonderheiten<br />

des Einzelfalles Rücksicht nimmt, nicht ersetzen.<br />

Sie sind auf Grund des beschränkten Umfanges vor<br />

allem als erste Hinweise gedacht und erheben keinen<br />

Anspruch auf Vollständigkeit.<br />

Einkommensteuer/<br />

Körperschaftsteuer<br />

Eine Werbeagentur kann grundsätzlich in der Form<br />

eines Einzelunternehmens, einer Personengesellschaft<br />

oder einer Kapitalgesellschaft betrieben werden.<br />

Zu den Personengesellschaften gehören die OG<br />

und die KG. Unter Kapitalgesellschaften versteht<br />

mandieAGunddieGmbH.Nebenzahlreichenanderen<br />

Entscheidungskriterien wie Haftungsfragen,<br />

AnzahlderGesellschafter,GeschäftsführungundVertretung,Finanzierungsmöglichkeitenetc.spielenauch<br />

die Unterschiede in der Besteuerung bei der Wahl<br />

der Rechtsform eine wesentliche Rolle.<br />

Bei Einzelunternehmern werden die betrieblichen<br />

Einkünfte (Gewinn oder Verlust) direkt bei diesem<br />

erfasst, bei Personengesellschaften direkt bei den einzelnenGesellschaftern.ZurBerechnungderEinkommensteuer<br />

werden diese Einkünfte mit dem übrigen<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Einkommen dieser Personen zusammengerechnet<br />

und mit einem progressiven Steuersatz von bis zu<br />

50 Prozent (für Einkommensteile über € 60.000,–)<br />

versteuert. Einkommensteile bis € 11.000,– bleiben<br />

vollkommen steuerfrei. Durch die gemeinsame VersteuerungvonUnternehmensgewinnenunddenübrigen<br />

Einkünften ergibt sich in diesem Fall eine nachteilige<br />

Progressionswirkung. Die Zusammenrechnung<br />

kann aber auch vorteilhaft sein, wenn Verluste<br />

anfallen, die direkt mit anderen positiven Einkünften<br />

verrechnet werden können (Verlustausgleich) und<br />

damit die Steuerlast mindern. Auch gibt es keine zu<br />

bezahlende Mindeststeuer.<br />

Von Bedeutung für die Wahl der Rechtsform war bis<br />

2009 unter anderem auch die seit 2004 bestehende<br />

Begünstigung für nicht entnommene Gewinne. Auf<br />

Gewinne, die im Unternehmen verblieben, wurde<br />

biszueinemHöchstbetragvon€100.000,–proBetrieb<br />

und Jahr nur der halbe Steuersatz angewendet. Sank<br />

das Eigenkapital jedoch in den folgenden sieben Jahren<br />

auf Grund von übermäßigen Entnahmen wieder<br />

ab,führtedieszueinerNachversteuerungderbegünstigt<br />

thesaurierten Gewinne. Die begünstigte Besteuerung<br />

nicht entnommener Gewinne kann letztmalig<br />

bei der Veranlagung 2009 in Anspruch genommen<br />

werden. Alternativ besteht für die Veranlagung 2009<br />

aufgrund des Auslaufens dieser Begünstigung die<br />

Möglichkeit, alle „nachversteuerungshängigen“<br />

begünstigt besteuerten Beträge der Jahre 2004 bis<br />

2008 mit einem festen Steuersatz von 10 Prozent<br />

nachzuversteuern.<br />

AbderVeranlagung2010habenallenatürlichenPersonen<br />

mit betrieblichen Einkünften, unabhängig von<br />

87


der Art der Einkunfts- und Gewinnermittlung,<br />

Anspruch auf den Gewinnfreibetrag. Der Gewinnfreibetrag<br />

beträgt 13 Prozent des Gewinns, höchstens<br />

jedoch € 100.000,–. Für Gewinne von mehr als<br />

€ 30.000,– steht der 13-prozentige Freibetrag nur<br />

insoweit zu, als er durch Anschaffungs- und Herstellungskosten<br />

begünstigter Wirtschaftgüter gedeckt ist.<br />

Für Gewinne bis € 30.000,– besteht kein Investitionserfordernis<br />

(= Grundfreibetrag).<br />

WirddasUnternehmeninderRechtsformeinerKapitalgesellschaft<br />

betrieben, unterliegt diese (und nicht<br />

deren Gesellschafter) als juristische Person der Körperschaftsteuer.<br />

Diese beträgt einheitlich 25 Prozent<br />

des Einkommens („Flat Tax“). Werden die Gewinne<br />

(nach Abzug der KöSt) dann an die Gesellschafter<br />

ausgeschüttet,sinddavonnochmals25ProzentKapitalertragsteuer<br />

(KESt) abzuziehen. Ausschüttungen<br />

an Kapitalgesellschaften oder Privatstiftungen als<br />

Gesellschafter sind dabei nicht KESt-pflichtig (so<br />

genanntes „Schachtelprivileg“). Bei natürlichen Personen<br />

errechnet sich für ausgeschüttete Gewinne<br />

somit eine lineare Gesamtsteuerbelastung von<br />

43,75 Prozent. Vergleicht man nun die Steuerbelastung<br />

eines Einzelunternehmers (oder Gesellschafters<br />

einerPersonengesellschaft)mitjenereinerKapitalgesellschaft,<br />

lässt sich als Grenze ein Einkommen von<br />

rund € 165.240,– errechnen. Nimmt man gleiches<br />

Einkommen und Vollausschüttung (bzw. Entnahme)<br />

der Gewinne an, ist die Kapitalgesellschaft ab dieser<br />

Einkommenshöhe günstiger. Bei mehreren Gesellschaftern<br />

muss die Grenze jedoch je Gesellschafter<br />

gesehen werden.<br />

Ein Nachteil der Kapitalgesellschaft ist die Mindeststeuer<br />

von € 3.500,– für die AG bzw. € 1.750,– für die<br />

GmbH. Diese kommt dann zum Tragen, wenn in<br />

einem Jahr Verluste erzielt werden. Obwohl die Mindeststeuer<br />

auf die Körperschaftsteuer der Folgejahre<br />

angerechnet wird, stellt sie eine Liquiditätsbelastung<br />

dar, die in Verlustjahren vor allem für kleinere Agenturen<br />

schmerzhaft sein kann. Ein weiterer Nachteil<br />

kann dann entstehen, wenn bei mehreren Kapitalgesellschaften<br />

eines Gesellschafters Gewinne und Verluste<br />

nicht gegeneinander aufgerechnet werden können.<br />

Dies gilt auch, wenn ein Gesellschafter einer<br />

88<br />

Für Werbeagenturen sind<br />

eine Reihe steuerlicher<br />

Sonderfragen relevant und<br />

zu berücksichtigen<br />

Kapitalgesellschaft neben dieser Beteiligung noch<br />

andere Einkunftsquellen (z. B. Einzelunternehmen,<br />

Vermietung und Verpachtung) hat. Zwar bleibt die<br />

Möglichkeit des Verlustvortrags innerhalb der Kapitalgesellschaft<br />

gewahrt, doch müssen auf der anderen<br />

Seite die Gewinne voll versteuert werden.<br />

Abhilfe kann in solchen Fällen allenfalls die seit 2005<br />

mögliche Gruppenbesteuerung bringen, die unter<br />

bestimmten Voraussetzungen die steuerliche Zusammenrechnung<br />

von Ergebnissen mehrerer miteinanderverbundenerKapitalgesellschaftenerlaubt.Dabei<br />

dürfen grundsätzlich sogar Verluste ausländischer<br />

Tochterunternehmen in das Gesamtergebnis einbezogen<br />

werden. Vorteilhaft ist die Kapitalgesellschaft<br />

für sehr ertragreiche Unternehmen, weil der lineare<br />

KöSt-Satz von 25 Prozent eben auch bei sehr hohen<br />

Gewinnen zur Anwendung kommt.<br />

Für die Rechnungslegung des Unternehmens (doppelte<br />

Buchführung oder bloße Einnahmen-Ausgaben-Rechnung<br />

zur Ermittlung des Gewinnes oder<br />

Verlustes) ist zunächst die Rechtsform zu beachten.<br />

Kapitalgesellschaften sind stets buchführungspflichtig,<br />

wobei dies auch für „verdeckte“ Kapitalgesellschaften<br />

wie z. B. die GmbH & Co KG gilt. Seit 2010<br />

sind Einzelunternehmer und Personengesellschaften<br />

generell erst ab einem Jahresumsatz von<br />

€ 700.000,– buchführungspflichtig, sonst genügt die<br />

Erstellung einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.<br />

Jedenfalls ist es auch zulässig, ohne rechtliche Verpflichtung<br />

Bücher zu führen, was z. B. zur Wahrung<br />

des zeitlich unbegrenzten Verlustvortragsrechts notwendigodersinnvollseinkann.Seit2007stehtjedoch<br />

auch dem Einnahmen-Ausgaben-Rechner ein Verlustvortragsrecht<br />

der Verluste der vorangegangenen<br />

drei Jahre zu.<br />

UnabhängigvonderArtderGewinnermittlunghaben<br />

UnternehmenihreSteuererklärungen(EStbzw.KöSt)<br />

bis zum 30. April (Papierform) bzw. 30. Juni (elektronische<br />

Form) des Folgejahres beim zuständigen<br />

Finanzamt einzureichen. Auf Antrag ist die Verlängerung<br />

dieser Frist möglich. Guthaben bzw. Nachzahlungen,<br />

die sich im Vergleich zu den geleisteten<br />

Vorauszahlungen ergeben, werden ab 1. Oktober des<br />

Folgejahres bis zum Tag der Bescheiderlassung mit


dem jeweils gültigen Zinssatz für Anspruchszinsen<br />

(derzeit 2,38 Prozent) für einen Zeitraum von maximal<br />

48 Monaten verzinst.<br />

Umsatzsteuer<br />

Werbeagenturen unterliegen mit den von ihnen<br />

erbrachten Leistungen grundsätzlich der Umsatzsteuer<br />

(USt) in Höhe von 20 Prozent des vereinbarten<br />

Entgelts. Von diesem Betrag dürfen sie jene Umsatzsteuer<br />

abziehen, die ihnen von anderen Unternehmern<br />

in Rechnung gestellt wird (sog. Vorsteuerabzug).<br />

Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist, dass<br />

die Lieferung oder Leistung tatsächlich für das Unternehmen<br />

erbracht wurde und eine Rechnung vorliegt,<br />

die den im Umsatzsteuergesetz festgelegten Formerfordernissen<br />

entspricht. Der Saldo aus Umsatzsteuer<br />

und Vorsteuer (genannt Zahllast) ist monatlich vom<br />

Unternehmer selbst zu errechnen und bis spätestens<br />

15. des zweitfolgenden Monats an das Finanzamt zu<br />

melden (Umsatzsteuervoranmeldung, UVA) und zu<br />

bezahlen. Kleinunternehmer mit Umsätzen von unter<br />

€ 30.000,– (exklusive USt) sind umsatzsteuerbefreit,<br />

dürfen aber im Gegenzug auch keine Vorsteuer geltend<br />

machen (Kleinunternehmerregelung). Infolge<br />

einer Option zur „Regelbesteuerung“ können diese<br />

Unternehmer ihre Umsätze freiwillig steuerpflichtig<br />

behandeln und dafür die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug<br />

erlangen. Das wird dann sinnvoll sein, wenn<br />

der Saldo keine Zahllast, sondern ein Guthaben ergibt,<br />

das dann vom Finanzamt zurückgefordert werden<br />

kann. Für Unternehmer, deren Umsätze im vorangegangenen<br />

Kalenderjahr € 100.000,– nicht überstiegen<br />

haben, ist das Kalendervierteljahr der Voranmeldungszeitraum.<br />

Kleinunternehmer, deren Umsätze im Veranlagungszeitraum<br />

€ 30.000,– nicht übersteigen und die für den<br />

Veranlagungszeitraum keine Steuer zu entrichten<br />

haben, sind von der Verpflichtung zur Abgabe einer<br />

Steuererklärung befreit.<br />

Für Werbeleistungen, die an ausländische Unternehmen<br />

erbracht werden, ist grundsätzlich keine Umsatzsteuer<br />

in Rechnung zu stellen, es sei denn, die Leis -<br />

tung wird an eine inländische Betriebsstätte des ausländischen<br />

Unternehmens erbracht.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Für die Abgabe der Jahreserklärung gelten dieselben<br />

Fristen wie im Bereich der ESt/KöSt.<br />

Werbeabgabe<br />

Eine Besonderheit der Werbebranche stellt die Werbeabgabe<br />

dar. Obwohl sie seit ihrer Einführung<br />

umstritten ist, waren Bemühungen zu ihrer Abschaffung<br />

durch politischen Druck und höchstgerichtliche<br />

Anfechtung bisher erfolglos.<br />

Gegenstand der Werbeabgabe ist die entgeltliche<br />

Erbringung von Werbeleistungen im Inland. Der<br />

Werbeabgabe unterliegen nur jene Werbeleistungen,<br />

die in Form der Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen<br />

in Druckwerken im Sinne des Mediengesetzes<br />

(„Printwerbung“) oder in Form der Veröffentlichung<br />

von Werbeeinschaltungen in Hörfunk und<br />

Fernsehen („TV- und Radiowerbung“) oder in Form<br />

der Duldung der Nutzung von Flächen und Räumen<br />

zur Verbreitung von Werbebotschaften („Außenwerbung“)<br />

erbracht werden.<br />

Die Werbeabgabe beträgt 5 Prozent des für die Werbeleistung<br />

in Rechnung gestellten Entgelts. Rabatte<br />

und Provisionen kürzen die Bemessungsgrundlage<br />

für die Werbeabgabe. Sie ist – analog dem Verfahren<br />

der Umsatzsteuervoranmeldung – vom „Werbeleister“<br />

monatlich bis zum 15. des zweitfolgenden Kalendermonats<br />

nach Erbringung der Werbeleistung im<br />

Wege der Selbstbemessung zu entrichten. Die Jahreserklärung<br />

ist bis 31. März des Folgejahres beim Finanzamt<br />

einzureichen.<br />

Kammerumlagen<br />

Werbeunternehmen haben als Mitglieder der Wirtschaftskammer<br />

neben einer Grundumlage, die ausschließlich<br />

der Finanzierung der <strong>Fachgruppe</strong>n und<br />

Fachverbände dient, auch die Kammerumlagen 1<br />

und 2 zu entrichten. Die Rechtsgrundlage für alle drei<br />

Umlagen ist das Wirtschaftskammergesetz.<br />

Die Kammerumlage 1 (KU 1) wird grundsätzlich auf<br />

Basis der dem Werbeunternehmen in Rechnung<br />

gestellten Umsatzsteuern (Vorsteuern) bemessen und<br />

beträgt für alle Bundesländer aktuell einheitlich<br />

0,3 Prozent. Sind die im Inland erzielten steuerbaren<br />

Umsätze im Kalenderjahr nicht höher als<br />

89


€ 150.000,–, so ist keine KU 1 zu entrichten (Freigrenze).<br />

Eine Besonderheit bei der Ermittlung der<br />

Höhe der KU 1 besteht für Mitglieder des Fachverbands<br />

<strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation darin,<br />

dass bei Besorgungsleistungen (das sind Leistungen,<br />

die von Werbemittlern und Werbeagenturen im eigenen<br />

Namen, aber auf fremde Rechnung erbracht<br />

werden) die Vorsteuern aus den damit verbundenen<br />

Vorleistungen (meistens von Medienunternehmen)<br />

nur im Ausmaß von 4 Prozent berücksichtigt werden.<br />

Diese Sonderregelung ist auf zugekaufte bzw. besorgte<br />

Werbeleistungen jeglicher Art anwendbar. Die KU 1<br />

ist von der Werbeagentur selbst zu berechnen und<br />

vierteljährlich bis zum 15. des zweitfolgenden Kalendermonats<br />

nach Ende des Quartals an das Betriebsstättenfinanzamt<br />

abzuführen.<br />

Die Kammerumlage 2 (KU 2) trifft all jene Kammermitglieder,<br />

die Dienstnehmer beschäftigen. Sie ist je<br />

Bundesland verschieden hoch und beträgt durchschnittlich<br />

rund 0,4 Prozent der ausbezahlten Arbeitslöhne.<br />

Als „Arbeitslöhne“ sind auch Gehälter zu verstehen.<br />

Auf Grund der Konzeption als Zuschlag zum<br />

Dienstgeberbeitrag nach dem Familienlastenausgleichsgesetz<br />

wird die KU 2 auch als DZ bezeichnet.<br />

Betragen die monatlich ausgezahlten Bruttolöhne<br />

nicht mehr als € 1.460,–, so vermindert sich die Bemessungsgrundlage<br />

um € 1.095,–. Die KU 2 ist anders als<br />

die KU 1 monatlich, jedoch ebenfalls bis zum 15. des<br />

Folgemonats zu entrichten.<br />

Ausgewählte steuerliche Sonderfragen<br />

für Werbeagenturen<br />

Repräsentationsaufwand,<br />

Geschäftsessen und Events<br />

Repräsentationsaufwendungen sind grundsätzlich<br />

nicht als Betriebsausgabe absetzbar. Repräsentationsaufwand<br />

liegt vor, wenn der Aufwand der Anbahnung<br />

und Pflege von Geschäftskontakten dient (personenbezogener<br />

Charakter). Abzugsfähiger Werbeaufwand<br />

liegt hingegen dann vor, wenn mit einer<br />

Maßnahme eine konkrete Produkt- und Leistungsinformation<br />

verbunden ist. Unter den Begriff „Reprä-<br />

90<br />

sentation“ fallen vor allem Aufwendungen oder Ausgaben<br />

zur Bewirtung von Geschäftsfreunden. Gelingt<br />

der Nachweis, dass die Bewirtung der <strong>Werbung</strong> dient<br />

und die betriebliche Veranlassung weitaus überwiegt,<br />

kann die Hälfte der Bewirtungsspesen gewinnmindernd<br />

geltend gemacht werden.<br />

Werbeunternehmen und deren Kunden gehen immer<br />

öfter den Weg, <strong>Werbung</strong> im Rahmen von so genannten<br />

Events, also Veranstaltungen mit Unterhaltungsund<br />

Erlebnischarakter, anzubieten. Die Kosten solcher<br />

Veranstaltungen sind dann zur Gänze abzugsfähig,<br />

wenn ein betrieblicher Anlass sowie ein „Event-<br />

Marketing“-Werbekonzept vorliegen und der Event<br />

dazu dient, das Marktteilnehmerinteresse auf das<br />

Unternehmen zu lenken sowie dem Adressaten firmen-<br />

und produktbezogene Kommunikationsinhalte<br />

erlebnisorientiert zu vermitteln. Wird der Event steuerlich<br />

anerkannt, so sind auch die damit verbundenen<br />

Kosten der Bewirtung voll als Betriebsausgaben<br />

abzugsfähig.<br />

Für rein betriebsinterne Veranstaltungen (Betriebsfeiern,<br />

Weihnachtsfeiern, Betriebsausflüge etc.) kann<br />

pro Arbeitnehmer und Jahr ein steuerfreier Betrag in<br />

Höhe von € 365,– geltend gemacht werden. Zusätzlich<br />

sind Sachzuwendungen an Arbeitnehmer (z. B.<br />

Weihnachtsgeschenke) bis € 186,– jährlich steuerund<br />

sozialversicherungsfrei (beitragsfrei). Dies gilt<br />

nicht für Geldgeschenke!<br />

Abschreibung für Abnützung/<br />

geringwertige Wirtschaftsgüter<br />

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von<br />

abnützbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens<br />

(EDV-Ausstattung, Büromöbel etc.) können<br />

grundsätzlich nur über den Zeitraum ihrer betrieblichen<br />

Nutzung als Betriebsausgaben abgeschrieben<br />

werden.<br />

Die Abschreibung ist linear vorzunehmen und beträgt<br />

daher bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren<br />

20 Prozent p. a. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit<br />

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von nicht<br />

mehr als € 400,– netto (ohne USt) können abweichend<br />

davon im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung<br />

sofort zur Gänze abgeschrieben werden.


Investitionen in die<br />

Weiterbildung der Mitarbeiter<br />

sind steuerlich begünstigt<br />

Bildungsfreibetrag und<br />

Bildungsprämie<br />

Investitionen in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter<br />

sind steuerlich begünstigt, indem von den im<br />

betrieblichen Interesse gelegenen unmittelbaren Ausund<br />

Fortbildungskosten, die von einer externen Bildungseinrichtung<br />

(WIFI, bfi etc.) in Rechnung gestellt<br />

werden, 20 Prozent als zusätzliche fiktive Betriebsausgabe<br />

geltend gemacht werden können.<br />

Alternativ kann für Aufwendungen, die einen<br />

Anspruch auf den externen Bildungsfreibetrag<br />

begründen, eine Bildungsprämie in Höhe von 6 Prozent<br />

der Bildungsaufwendungen beansprucht werden.<br />

Die Geltendmachung der Bildungsprämie anstatt<br />

des Bildungsfreibetrags kann vor allem in Verlustjahren<br />

vorteilhaft sein. Sie wird nämlich unabhängig<br />

davon, ob im betreffenden Jahr ein Gewinn oder Verlust<br />

erzielt wurde, in jedem Fall dem Abgabenkonto<br />

des Steuerpflichtigen gutgeschrieben und anders als<br />

der Bildungsfreibetrag nicht bloß von der Steuerbemessungsgrundlage<br />

abgezogen. Bei Kapitalgesellschaften<br />

ist die Bildungsprämie stets steuerlich günstiger.<br />

Innerbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen in organisierter<br />

Form (z. B. Seminar, Lehrgang) werden in<br />

Form eines internen Bildungsfreibetrags gefördert.<br />

Er beträgt 20 Prozent der Bildungsaufwendungen,<br />

wobei die Aus- und Fortbildungseinrichtung von der<br />

sonstigen Tätigkeit abgrenzbar sein muss. Der begüns -<br />

tigte Bildungsaufwand ist mit maximal € 2.000,– je<br />

Ausbildungsmaßnahme pro Kalendertag, unabhängig<br />

von der Zahl der Teilnehmer, begrenzt.<br />

Websites und Internet-Domains<br />

<strong>Werbung</strong> im weitesten Sinne findet immer häufiger<br />

im Internet statt. Dazu zählt nicht nur die Platzierung<br />

einer Werbebotschaft auf fremden Websites, sondern<br />

auch das Anbieten der eigenen Produkt- und Leis -<br />

tungspalette sowie die Information der (potenziellen)<br />

Kunden auf der eigenen Homepage. Ein überzeugender<br />

Internetauftritt stellt heute einen wichtigen<br />

Wettbewerbsfaktor dar.<br />

Zahlungen bzw. Aufwendungen für die Überlassung<br />

von Webspace auf fremden Websites für Werbezwecke<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

(Werbebanner) sind zur Gänze als Betriebsausgabe<br />

abzugsfähig. Bezüglich der Programmierung einer<br />

Website ist zu unterscheiden: Aufwendungen für die<br />

Programmierung der eigenen Website sind zur Gänze<br />

im Jahr des Anfalls als Betriebsausgabe abzugsfähig<br />

(Aktivierungsverbot für selbst erstellte unkörperliche<br />

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens). Lässt ein<br />

Unternehmen hingegen seine Homepage von dritter<br />

Seite programmieren, so sind die hierfür in Rechnung<br />

gestellten Anschaffungskosten verpflichtend zu<br />

aktivieren und auf die Laufzeit der wirtschaftlichen<br />

Nutzungsdauer der Website zu verteilen.<br />

Kosten für den Erwerb einer Internet-Domain sind<br />

stets zu aktivieren. Strittig ist allerdings, ob Internet-<br />

Domains planmäßig abzuschreiben sind. Unseres<br />

Erachtens ist dies zu verneinen, wenn die Domain<br />

grundsätzlich zeitlich unbegrenzt genützt werden<br />

darf. Teilweise besteht gerade bei Bilanzierungs- und<br />

Steuerfragen des Internets noch große Rechtsunsicherheit.<br />

Wie zuvor anhand der wichtigsten Abgaben gezeigt<br />

wurde, sind Werbeunternehmen einer vielfältigen<br />

Abgabenbelastung ausgesetzt. Durch eine gezielte,<br />

zweckadäquate steuerliche Beratung und Planung<br />

kann in den meisten Fällen eine spürbare Reduktion<br />

dieser Abgabenbelastung erreicht werden. Als Beispiele<br />

seien die Möglichkeit eines steuerneutralen<br />

Rechtsformwechsels (Umgründung), der unter Einhaltung<br />

spezifischer Anwendungsvoraussetzungen<br />

möglich ist, die Beschäftigung der eigenen Mitarbeiter<br />

als echte Dienstnehmer, freie Dienstnehmer oder<br />

im Werkvertrag sowie die Gestaltung der Vertragsbeziehungen<br />

der Gesellschafter zum eigenen Unternehmen<br />

(z. B. Vermietung an das eigene Unternehmen,<br />

Beschäftigung als Gesellschafter-Geschäftsführer<br />

etc.) genannt.<br />

Für den Inhalt verantwortlich:<br />

WP/StB Mag. Herbert Houf, Mag. Katharina<br />

Drexler, Audit Partner Austria Wirtschaftsprüfer<br />

GmbH, Wagramer Straße 19, 1220 <strong>Wien</strong>,<br />

Tel. 01/269 83 71-0, Fax 01/269 83 71-76,<br />

office@auditpartner.at. Weitere Steuertipps finden<br />

Sie unter www.auditpartner.at<br />

91


Die richtige Vorbereitung auf<br />

das Bankgespräch<br />

Aller Anfang ist schwer, das gilt im Besonderen bei<br />

der Unternehmensgründung. Gerade beim<br />

Thema Geld sollte man von Anfang an nichts dem<br />

Zufall überlassen. Klarheit, Struktur und ein<br />

genauer Businessplan sind in diesem Bereich unerlässlich,<br />

wenn das Unternehmen von Beginn an<br />

auf festen Beinen stehen soll. Gerade die Banken<br />

bieten aber mit ihrem Förderservice und teilweise<br />

mit einem eigenen Gründercenter viel Hilfe an,<br />

die die Jungunternehmer in keinem Fall links liegen<br />

lassen sollten. Damit die Hilfe aber auch wirkt,<br />

ist die richtige Vorbereitung auf ein Bankgespräch<br />

unerlässlich.<br />

Praxistipps für Finanzierungen<br />

Entscheidend sind transparente Finanzierungsunterlagen,<br />

die auf einen Blick zeigen, wohin die<br />

Reise gehen soll. Dazu gehört ein detaillierter Businessplan<br />

ebenso wie eine Kapitalbedarfsrechnung,<br />

eine Planumsatzrechnung oder eine 3-Jahresvorschau.<br />

Zusätzlich sollten die Unterlagen noch Aufschluss<br />

über das Eigenkapital und die Sicherheiten<br />

geben. Auch eine private Haushaltsrechnung<br />

und eine kurze Auflistung etwaiger Förderungsmöglichkeiten<br />

machen Sinn. Aber auch Soft Facts<br />

wie die persönliche Qualifikation und der persönliche<br />

Eindruck sind Kriterien für eine Finanzierung.<br />

Vergessen Sie deshalb beim Bankgespräch<br />

nie einen ausführlichen Lebenslauf.<br />

Entscheidend für eine Finanzierung ist immer die<br />

gute Vorbereitung, Finanzierungsgespräche sollten<br />

auch so früh wie möglich geführt werden. Die<br />

Finanzierung Ihres Unternehmens ist die Basis für<br />

alles, was folgen wird, deshalb: Schließen Sie keine<br />

rechtsverbindlichen Geschäfte ab, bevor die Finanzierung<br />

nicht gesichert ist. Im ganzen Prozess der<br />

Unternehmensgründung sollten Sie die Bank<br />

immer als Partner sehen, der am Geschäftserfolg<br />

des Unternehmens ebenso Interesse hat wie Sie<br />

selbst. Aus diesem Grund sollte Ihre Bank laufend<br />

92<br />

über wichtige geschäftliche Ereignisse sowie über<br />

Ihren Geschäftserfolg informiert werden.<br />

Förderungen<br />

Förderungen spielen bei der Unternehmensgründung<br />

eine Schlüsselrolle. Wichtig: Reichen Sie Förderanträge<br />

vor Investitionsbeginn ein, das schafft<br />

von Beginn an mehr Klarheit über Ihren finanziellen<br />

Spielraum. Die Förderlandschaft ist in<br />

Österreich äußerst vielfältig. Unter Förderungen<br />

versteht man nicht nur nicht rückzahlbare<br />

Zuschüsse, sondern auch begünstigte Kredite oder<br />

Darlehen, Zinsenzuschüsse oder Bürgschaften.<br />

Förderungen kommen im Allgemeinen vom Bund,<br />

von der EU, von den Landesförderstellen und Wirtschaftskammern,<br />

aber auch von den Gemeinden.<br />

Im Folgenden ein kurzer Überblick über die wichtigsten<br />

Förderstellen:<br />

■ Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft m.b.H.<br />

(vormals Bürges Förderungsbank)<br />

■ Österreichische Hotel- und Tourismusbank<br />

GmbH<br />

■ <strong>Wien</strong>er Wirtschaftsförderungsfonds<br />

■ Wirtschaftskammern, Landesregierungen,<br />

regionale Förderstellen<br />

Förderungen sind immer abhängig vom Investitionsstandort,<br />

von der Größe des Unternehmens<br />

und von der Art des Projektes, also seinem Innovationsgrad,<br />

und können sowohl materieller als<br />

immaterieller Natur sein. Zu den immateriellen<br />

Investitionen gehören Beiträge zum Produktdesign,<br />

Marketing oder auch zur Qualifikation. Zu<br />

den materiellen Investitionen zählen beispielsweise<br />

bauliche-, Maschinen- und Einrichtungsinvestitionen.<br />

Mehr Info: www.go-gruendercenter.net<br />

www.i2b.at, www.gruenderservice.at<br />

Förderreferat der WKO: www.wko.at<br />

Das Kapitel „Unternehmensgründung“ entstand<br />

mit freundlicher Unterstützung des Gründercenter<br />

& Förderservice der Erste Bank.


Recht haben & Recht bekommen<br />

Hier eine Auflistung jener Passagen der Medien-,<br />

Konsumentenschutz-, Datenschutz-, Steuer-, Urheberrechts-<br />

und UWG-Gesetzgebung, die sich im<br />

weitesten Sinne mit <strong>Werbung</strong> und Markt kommunikation<br />

beschäftigen und für Unternehmen im<br />

Bereich <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation von<br />

Relevanz sind.<br />

Werbeabgabegesetz<br />

Die stets im Kreuzfeuer der Kritik stehende<br />

Werbeabgabe ist im „Bundesgesetz, mit dem<br />

eine Abgabe auf Werbeleistungen eingeführt wird“,<br />

geregelt. Das Gesetz regelt den Steuer gegenstand,<br />

die Bemessungsgrundlage und die Höhe der Abgabe<br />

(5 Prozent der Bemessungsgrundlage), definiert den<br />

Abgabenschuldner, Abgaben anspruch und Haftung,<br />

die Erhebung der Abgabe und regelt überdies<br />

die Aufzeichnungspflichten.<br />

Was unterliegt dem Werbeabgabegesetz? In erster<br />

Linie Werbeleistungen, soweit sie im Inland gegen<br />

Entgelt erbracht werden. Wird eine zum Empfang<br />

in Österreich bestimmte Werbeleistung in Hörfunk<br />

und Fernsehen vom Ausland aus verbreitet,<br />

dann gilt sie als im Inland erbracht. Ebenso dem<br />

Werbeabgabegesetz unterliegen Werbeeinschaltungen<br />

in Druckwerken im Sinne des Medien gesetzes,<br />

in Hörfunk und Fernsehen sowie die Duldung der<br />

Benützung von Flächen und Räumen zur Verbreitung<br />

von Werbebotschaften. Nicht als Werbeleistung<br />

gilt die mediale Unterstützung des Glücksspielgesetzes.<br />

Abgabenschuldner ist derjenige, der Anspruch auf<br />

ein Entgelt für die Durchführung einer Werbeleis -<br />

tung hat. Die Abgabe ist selbst zu berechnen und bis<br />

zum 15. des zweitfolgenden Monats nach Entstehen<br />

des Abgabenanspruches zu entrichten. Der Abgaben<br />

schuldner wird nach Ablauf des Kalenderjahres<br />

(Wirtschaftsjahres) zur Werbeabgabe veranlagt. Bis<br />

zum 31. März eines jeden Jahres hat der Abgabenschuldner<br />

dem Finanzamt eine Jahresabgaben -<br />

erklärung für das vorangegangene Jahr zu übermitteln.<br />

Dieses Bundesgesetz ist auf Werbeleis tungen<br />

anzuwenden, die nach dem 31. Mai 2000 erbracht<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

wurden. Details auch unter www.bmf.gv.at<br />

Infos: www.fachverbandwerbung.at,<br />

Gesetz gegen den unlauteren<br />

Wettbewerb (UWG)<br />

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,<br />

kurz UWG, regelt den wirtschaftlichen Wett -<br />

bewerb der selbstständig Tätigen. Das UWG zieht<br />

die Grenze zwischen schrankenlosem Konkurrenz -<br />

kampf und fairem, leistungsgerechtem Wettbewerb.<br />

Im Detail werden die zivil- und strafrechtlichen<br />

Bestimmungen geregelt, die bei Handlungen des<br />

unlauteren Wettbewerbs anfallen.<br />

Unter die Tatbestände fallen u. a. Handlungen gegen<br />

unlautere Geschäftspraktiken, Irreführung und die<br />

Mogelpackung (zu viel Verpackung, zu wenig Inhalt).<br />

Irreführung wird im Wesentlichen auch auf „vergleichende<br />

<strong>Werbung</strong>“ angewendet. Dazu heißt es:<br />

Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs<br />

über geschäftliche Verhältnisse, insbesondere<br />

über die Beschaffenheit, den Ursprung, die Herstellungsart<br />

oder die Preisbemessung einzelner<br />

Waren oder Leistungen oder des gesamten Angebotes,<br />

über Preislisten, über die Art des Bezuges oder<br />

die Bezugsquelle von Waren, über den Besitz von<br />

Auszeichnungen, über den Anlass oder den Zweck<br />

des Verkaufes oder über die Menge der Vorräte zur<br />

Irreführung geeignete Angaben macht, kann auf<br />

Unterlassung der Angaben und, wenn er deren Eignung<br />

zur Irreführung kannte oder kennen musste,<br />

auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden.<br />

Besondere Bedeutung kommt den Bestimmungen<br />

zu Zwecken des Wettbewerbs für die österreichische<br />

Medienlandschaft zu. Dort wird im Detail Folgendes<br />

geregelt:<br />

Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs<br />

in öffentlichen Bekanntmachungen oder<br />

anderen Mitteilungen, die für einen größeren<br />

Personenkreis bestimmt sind, ankündigt, dass er<br />

Verbrauchern neben Waren oder Leistungen unentgeltliche<br />

Zugaben (Prämien) gewährt oder<br />

Verbrauchern neben periodischen Druckwerken<br />

93


unentgeltliche Zugaben (Prämien) anbietet, ankündigt<br />

oder gewährt, kann auf Unterlassung und Schadenersatz<br />

in Anspruch genommen werden. Zahlscheinwerbung<br />

ist im Übrigen verboten. Im Anhang<br />

des novellierten UWG finden Sie einen Katalog mit<br />

unlauteren Geschäftspraktiken.<br />

Details lesen Sie nach unter www.schutzverband.at<br />

und www.voez.at/download<br />

Buchtipp (deutscher Kommentar): W. Hefermehl/H.<br />

Köhler/J. Born kamm/A. Baumbach,<br />

Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG):<br />

Preisangabenverodnung (PAngV), Unterlassungsklagengesetz<br />

(UKlaG), UGP-Richtlinie Anhang I.<br />

Beck Juristischer Verlag 2009, 2<strong>7.</strong>, neu bearbeitete<br />

<strong>Auflage</strong>, 1.878 Seiten, € 138,–, ISBN-10:<br />

3406580556, ISBN-13: 978-3406580550<br />

Urheberrechtsgesetz<br />

Gewerbliche Schutzrechte (so genannte Immaterialgüterrechte)<br />

dienen dazu, bestimmte gewerblich<br />

verwertbare oder unternehmerische Leistungen und<br />

Unternehmenskenn zeichen gegenüber Nachahmungen<br />

zu schützen. Immaterialgüterrechte umfassen<br />

gewerbliche Schutzrechte wie auch den Schutz<br />

geistiger Interessen oder Schutz der Leis tungen ausübender<br />

Künstler.<br />

Das Bundesgesetz über das Urheberrecht an Werken<br />

der Literatur und der Kunst und über verwandte<br />

Schutzrechte umfasst Bestimmungen zu seiner Gültigkeit,<br />

dazu, wer Urheber ist, welche Urheberrechte<br />

es gibt (Verwertungs-, Vervielfältigungsrechte), den<br />

Schutz geistiger Interessen und auch den Werkschutz.<br />

Werkschutz<br />

In Sachen Vervielfältigung ist anzumerken, dass dieses<br />

Recht ausschließlich dem Urheber zusteht. Verwertungsrechte<br />

können auch an Dritte überlassen<br />

werden. Dem Werkschutz kommt in der Kreativwirtschaft<br />

besondere Bedeutung zu. Eine wichtige<br />

Bestimmung da raus lautet: Wird ein Werk auf eine<br />

Art, die es der Öffentlichkeit zugänglich macht,<br />

94<br />

benützt oder zum Zweck der Verbreitung vervielfältigt,<br />

so dürfen auch von dem zu einer solchen Werknutzung<br />

Berechtigten an dem Werke selbst, an dessen<br />

Titel oder an der Urheberbezeichnung keine<br />

Kürzungen, Zusätze oder andere Änderungen vorgenommen<br />

werden, soweit nicht der Urheber einwilligt<br />

oder das Gesetz die Änderung zulässt.<br />

Zulässig sind insbesondere Änderungen, die der<br />

Urheber dem zur Benützung des Werkes Berechtigten<br />

nach den im redlichen Verkehr geltenden<br />

Gewohnheiten und Gebräuchen nicht untersagen<br />

kann, namentlich Änderungen, die durch die Art<br />

oder den Zweck der erlaubten Werknutzung gefordert<br />

werden.<br />

Details auch unter http://ris.bka.gv.at<br />

Buchtipp: Kucsko, Roadmap Geistiges Eigentum,<br />

Markenrecht, Musterrecht, Patentrecht, Urheberrecht.<br />

Ein kurz gefasster Expeditionsführer durch<br />

den unsichtbaren Dschungel des Immaterialgüterrechts.<br />

Manz Verlag 2008, br., 256 Seiten, € 23,50, ISBN-<br />

10: 3-214-00427-1, ISBN-13: 978-3-214-00427-9<br />

Markenschutz-Gesetz<br />

Marken können alle Zeichen sein, die sich grafisch<br />

darstellen lassen, insbesondere Wörter einschließlich<br />

Personennamen, Abbildungen, Buchstaben,<br />

Zahlen und die Form oder Aufmachung der Ware,<br />

soweit solche Zeichen geeignet sind, Waren oder<br />

Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen<br />

anderer Unternehmen zu unterscheiden. Der<br />

Erwerb des Markenrechtes erfordert immer die Eintragung<br />

der Marke in das Markenregister beim<br />

Patentamt. Für Markenrechte, die für das Gebiet<br />

von Österreich auf Grund zwischenstaatlicher Vereinbarungen<br />

erworben werden, gilt dieses Bundesgesetz<br />

sinngemäß.<br />

Das Markenschutz-Gesetz regelt darüber hinaus<br />

detailreich, welche Zeichen von einer Registrierung<br />

als Marke ausgeschlossen sind. Vorbehaltlich der<br />

Wahrung älterer Rechte gewährt die eingetragene<br />

Marke ihrem Inhaber das ausschließliche Recht,


Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung im<br />

geschäftlichen Verkehr die Marke zu verwenden.<br />

Dem Inhaber einer eingetragenen Marke ist es auch<br />

gestattet, Dritten zu verbieten, ohne seine Zustimmung<br />

im geschäftlichen Verkehr ein mit der Marke<br />

gleiches oder ihr ähnliches Zeichen für Waren oder<br />

Dienstleistungen zu benützen.<br />

Die Marke gewährt ihrem Inhaber allerdings nicht<br />

das Recht, einem Dritten zu verbieten, die Marke<br />

für Waren zu benützen, die unter dieser Marke von<br />

ihrem Inhaber oder mit seiner Zustimmung in der<br />

EU in den Verkehr gebracht worden sind.<br />

Details auch unter www.patentamt.at<br />

Buchtipp: Kucsko, marken.schutz. Systematischer<br />

Kommentar zum Markenschutzgesetz.<br />

Manz Verlag 2006, geb., XLVI, 1.008 Seiten,<br />

€ 145,–, ISBN-10: 3-214-00470-0, ISBN-13: 978-3-<br />

214-00470-5<br />

Mediengesetze<br />

Auch die Mediengesetzgebung beschäftigt sich mit<br />

dem Themenfeld <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation.<br />

Hier finden Sie die wichtigsten im Jahr 2009<br />

vom Ministerrat vorgeschlagenen Änderungen, die<br />

im Wesentlichen folgende Regelungsbereiche betreffen.<br />

Medienaufsicht<br />

Es soll eine unabhängige Medienbehörde, durch<br />

Umgestaltung der KommAustria in eine weisungs<br />

freie Kollegialbehörde, geschaffen werden, die künftig<br />

neben privatem Rundfunk und von privaten<br />

Anbietern veranstalteten Mediendiensten auch die<br />

gesamte Rechtsaufsicht über den ORF und die Aufgaben<br />

nach dem Fernseh-Exlusivrechtegesetz<br />

(FERG) wahrnehmen soll.<br />

Die Tätigkeit der Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften<br />

soll aus der KommAustria herausgelöst<br />

und als selbstständige Behörde in den Bereich<br />

des BMJ übertragen werden. Ferner werden die<br />

Finanzierungsbestimmungen für die Medienbehörde<br />

angepasst.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Markenschutz, Urheberrecht, Mediengesetz<br />

und vieles mehr. In der Werbebranche<br />

kommen viele rechtliche Bestimmungen<br />

zur Anwendung<br />

Förderungen in den Bereichen<br />

Film und Medien<br />

Die Fördermöglichkeiten des Fernsehfilmförderungsfonds<br />

sollen geringfügig adaptiert werden. Im<br />

Begutachtungsentwurf noch nicht enthalten war<br />

die nunmehr in der Regierungsvorlage nach Jahren<br />

gestaffelt vorgesehene Erhöhung der jährlich verfügbaren<br />

Fördermittel für die sog. Medienförderung<br />

für private kommerzielle bzw. nicht-kommerzielle<br />

Rundfunkanbieter, die bis 2013 auf 15 Mio. bzw.<br />

3 Mio. Euro ansteigen soll.<br />

Regelungen für Groß verfahren im<br />

Bereich Telekommunikation<br />

Es werden gesonderte Vorschriften für amtswegig<br />

geführte Großverfahren nach Vorbild des AVG eingeführt<br />

und entsprechende Sondervorschriften im<br />

Telekommunikationsgesetz (TKG 2003) verankert.<br />

ORF-Gesetze<br />

Im ORF-G betreffen die Neuerungen zum einen<br />

die Umsetzung der Vorgaben aus der Audiovisuelle-<br />

Mediendienste-Richtlinie AVMD-RL (u. a. Differenzierung<br />

zwischen Fernsehen und Abrufdiensten,<br />

Definition von audiovisueller kommerzieller Kommunikation,<br />

Verankerung inhaltlicher Standards<br />

auch für Abrufdienste, Neuregelungen bei Produktplatzierung),<br />

zum anderen die Umsetzung der beihilferechtlichen<br />

Anforderungen an den öffentlichrechtlichen<br />

Rundfunk:<br />

■ Präzisierung des öffentlich-rechtlichen Auftrages<br />

des ORF hinsichtlich seiner Angebote im Bereich<br />

Online-Dienste und Fernseh-Spartenprogramme<br />

steht im Mittelpunkt, wobei fortan eine<br />

so genannte Auftragsvorprüfung für neue oder<br />

wesentlich veränderte Angebote vorgesehen ist.<br />

■ Sicherstellung der Vermeidung von Überkompensationen<br />

und Regelungen zur Sicherung des<br />

wettbewerbskonformen Verhaltens des ORF<br />

sowie ein auf die Gleichstellung von Männern<br />

und Frauen gerichteter Regelungsbereich.<br />

95


Private Fernseh-und<br />

Mediendiensteveranstalter<br />

Mit der Novelle zum PrTV-G erfolgt die Umbenennung<br />

des Gesetzes in Audiovisuelle Mediendienste-<br />

Gesetz (kurz: AMD-G). Wie im ORF-G ist der<br />

Schwerpunkt der Novelle die Umsetzung der Vorgaben<br />

der AVMD-RL, die zum Teil (betreffend Werberegelungen)<br />

bereits durch eine Novelle zum Jahresanfang<br />

(BGBl I 2009/7) gesetzlich erfolgt ist.<br />

Konkret kommt es zu einer Ausdehnung des Anwendungsbereiches<br />

auf alle audiovisuellen Mediendienste,<br />

d. h. insbesondere Web-TV und Abrufdienste<br />

(Video-on-Demand), sodass neben Rundfunkdiensten<br />

im Sinne des BVG Rundfunk künftighin auch<br />

rundfunkähnliche audiovisuelle Mediendienste<br />

erfasst sein werden (daher auch der Vorschlag für<br />

die Umbenennung des Gesetzestitels).<br />

Neu eingeführt im Bereich der privaten audiovisuellen<br />

Mediendienste werden, sowohl für den Bereich<br />

des Fernsehens als auch für den Bereich der Abrufdienste,<br />

Regeln zur Produktplatzierung. Diese wird<br />

in Kinofilmen, Fernsehfilmen, Fernsehserien, Sportsendungen<br />

und Sendungen der leichten Unterhaltung<br />

entsprechend den Vorgaben der Richtlinie<br />

erlaubt; Kernelemente der Neuerung sind ein Verbot<br />

der redaktionellen Beeinflussung bzw. der Generierung<br />

einer werblichen Wirkung und ein umfassendes<br />

Kennzeichnungsgebot gegenüber den Konsumenten.<br />

Weiterhin zulässig bleibt die Beistellung<br />

von so genannten Produktionshilfen für die Sendungsgestaltung.<br />

Bei Verstößen ist – wie bisher im Fernsehbereich – in<br />

letzter Konsequenz das Verfahren zum Entzug der<br />

Zulassung oder zur Untersagung eines audiovisuellen<br />

Mediendienstes vorgesehen.<br />

Es wird außerdem eine umfassende Rechtsbereinigung<br />

in dem Regelungsbereich des Gesetzes durchgeführt,<br />

der im Zuge der Digitalisierung seinen praktischen<br />

Anwendungsbereich verloren hat. Dabei<br />

wird zugleich auch die bislang im PrTV-G geregelte<br />

Kabel- und Satellitenhörfunkveranstaltung in das<br />

PrR-G übertragen. Geringfügige Adaptierungen<br />

sind speziell bei den Bestimmungen zur Frequenzzuteilung<br />

vorgesehen, wo eine „Öffnungsklausel“<br />

96<br />

für andere Dienste als Rundfunk eingeführt wird.<br />

Auch die Bestimmungen zum Digitalisierungskonzept<br />

werden verstärkt auf die Weiterentwicklung des<br />

digitalen Rundfunks ausgerichtet und erfassen künftighin<br />

auch digitales Radio.<br />

Im Bereich des Entzugs- bzw. Untersagungsverfahrens<br />

werden Differenzierungen im Hinblick auf die<br />

Art und Schwere der Rechtsverletzung sowie eine<br />

„Tilgungsfrist“ geschaffen. Dadurch sollen überschießende<br />

Sanktionen gegen Mediendiensteanbieter<br />

hintangehalten werden.<br />

Private Hörfunkveranstalter<br />

Die Novellierungen im Bereich des PrR-G sind zum<br />

einen Folge der beschriebenen Rechtsbereinigung<br />

im Bereich des PrTV-G (bzw. künftig AMD-G), wobei<br />

die Regelungen zur Kabel- und Satellitenhörfunkveranstaltung<br />

unverändert in das PrR-G übertragen<br />

werden und sich dessen Anwendungsbereich insoweit<br />

erweitert.<br />

Parallel wird eine gesetzliche Grundlage für die Veranstaltung<br />

von digitalem Hörfunk in Österreich<br />

geschaffen. Grundlegende Voraussetzung für die<br />

Einführung des digitalen Hörfunks in Österreich ist<br />

dabei eine entsprechende Erweiterung des Anwendungsbereiches<br />

des PrR-G auf digitalen terrestrischen<br />

Hörfunk. Es sind grundsätzlich nach dem Vorbild<br />

des digitalen terrestrischen Fernsehens ein Multiplex-Modell<br />

und die Schaffung digitaler Programmzulassungen<br />

vorgesehen. Der konkrete Zeitpunkt<br />

einer Ausschreibung ist nach Maßgabe des Digitalisierungskonzepts<br />

festzulegen, um eine entsprechende<br />

Flexibilität, auch im Hinblick auf Entwicklungen in<br />

anderen EU-Mitgliedstaaten, sicherzustellen. Bei<br />

der Programm belegung ist insbesondere eine angemessene<br />

Berücksichtigung der bestehenden Hörfunkveranstalter<br />

im Versorgungsgebiet vorgesehen.<br />

Mit den übrigen Anpassungen werden die im Bereich<br />

des AMD-G vollzogenen Änderungen im Bereich<br />

des Entzugsverfahrens auch für den Hörfunkbereich<br />

übertragen.<br />

Fernsehexklusivrechte<br />

Mit der Novelle des FERG werden die neuen Anfor-


derungen des Art. 3k AVMD-RL betreffend das<br />

Kurzberichterstattungsrecht in die österreichische<br />

Rechtsordnung übertragen. Die geltenden Regelungen<br />

bleiben dabei im Wesentlichen unberührt; Anpassungen<br />

erfolgen jedoch im Bereich der Verwendungsmöglichkeiten<br />

eines Kurzberichts und der Kostenerstattung.<br />

Außerdem wird, nach Vorbild des deutschen<br />

Rundfunkstaatsvertrages, eine Differenzierung<br />

zwischen gewerblich organisierten Veranstaltungen<br />

und Ereignissen, die aufgrund der faktischen<br />

Verhältnisse beschränkt zugänglich sind, geschaffen.<br />

Da die Einrichtung der KommAustria als verfassungsrechtlich<br />

unabhängige Medienbehörde einer<br />

Zwei-Drittel-Mehrheit bedarf, sind für die kommenden<br />

Wochen Gespräche geplant, die der Beschlussfassung<br />

im Ausschuss und im Plenum vorangehen<br />

sollen. Änderungen gegenüber der Regierungsvorlage<br />

in weiteren Einzelfragen der umfangreichen<br />

Novelle sind im Zuge der vorbereitenden Verhandlungen<br />

nicht ausgeschlossen.<br />

Die WKÖ-Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf<br />

für dieses Gesetzesvorhaben ist abrufbar unter:<br />

http://wko.at/rp<br />

Autor: MMag. Winfried Pöcherstorfer<br />

Rechtsdatenbanken<br />

www.wienerzeitung.at<br />

www.ris.bka.gv.at<br />

www.rida.at<br />

www.rdb.at<br />

www.parlinkom.gv.at<br />

www.europa.eu<br />

www.i4j.at (www.internet4jurists.at)<br />

www.bmi.gv.at<br />

www.bmwfj.gv.at<br />

www.fachverbandwerbung.at<br />

www.werbungwien.at<br />

www.schutzverband.at<br />

www.rtr.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Datenschutz-Gesetz<br />

Das Recht auf Datenschutz – die Sammlung von<br />

Daten zwecks Zielgruppenerfassung ist im Direct<br />

Marketing unerlässlich – wird im Datenschutzgesetz<br />

geregelt. Das Grundrecht auf Datenschutz wird dabei<br />

ebenso abgehandelt wie die Grundsätze zur Verwendung<br />

der Daten, die Zulässigkeit der Überlassung<br />

von Daten zur Erbringung von Dienstleis tungen und<br />

die Pflichten des Dienstleis ters.<br />

Details auch unter www.ad.or.at (ARGE Daten)<br />

Buchtipp: Studiengesellschaft für Wirtschaft und<br />

Recht, Geheimnisschutz – Datenschutz – Informationsschutz<br />

(für Österreich).<br />

Linde Verlag 2008, 301 Seiten, € 78,10,<br />

ISBN-10: 3-7073-1206-2, ISBN-13: 9783707<br />

312065<br />

Konsumentenschutz-Gesetz<br />

Im Konsumentenschutzgesetz sind Rechtsgeschäfte<br />

zwischen Unternehmen und Verbrauchern geregelt.<br />

Die für Unternehmen im Bereich <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation wichtigsten Punkte sind die<br />

besonderen Bestimmungen für Verträge zwischen<br />

Unternehmern und Verbrauchern. Dazu zählen<br />

etwa der Geltungsbereich und allgemeine Regeln<br />

wie das Rücktrittsrecht, die Regelung von Kostenvoranschlägen,<br />

Vertragsabschlüsse im Fernabsatz,<br />

unzulässige Vertragsbestandteile und die Bestimmungen<br />

der Gewährleis tung. Details auch unter<br />

http://ris.bka.gv.at, www.konsumenten-schutz.at,<br />

www.konsument.at<br />

Weitere für Agenturen wichtige gesetzliche Grundlagen<br />

sind unter anderem das E-Commerce-Gesetz,<br />

§ 107 Telekommunikationsgesetz (regelt Beschränkungen<br />

für die <strong>Werbung</strong> per SMS und E-Mail) und<br />

das Mediengesetz (u. a. Impressumspflicht).<br />

Beachten Sie stets, dass die Konsequenzen aus Verstößen<br />

gegen einige der in diesem Kapitel aufgelis -<br />

teten Gesetze sogar bis hin zu kostspieligem Schadenersatz<br />

und strafrechlicher Verurteilung reichen<br />

können!<br />

97


Medien I Werbemittel und Preise I Werbemarkt I Werbe-Awards<br />

Markt<br />

98


07<br />

Die meistgelesenen Tageszeitungen Die meistgelesenen Magazine/Illustrierten<br />

Medien<br />

Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />

Kronen Zeitung 40,4 2.853<br />

Kleine Zeitung (Kombi) 12,1 858<br />

Österreich 9,5 671<br />

Kurier 8,7 618<br />

Der Standard 5,6 394<br />

Tiroler Tageszeitung 4,7 331<br />

OÖ Nachrichten 4,6 322<br />

Die Presse 3,7 262<br />

Salzburger Nachrichten 3,7 262<br />

TOP Vorarlberg 3,1 216<br />

Regionale Wochenzeitungen<br />

Quelle: Media-Analyse 2009<br />

Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />

NÖ Nachrichten 9,1 640<br />

Salzburger Woche/Fenster 5,6 396<br />

Salzburger Woche 4,5 322<br />

Salzburger Fenster 4,1 289<br />

BVZ 1,9 134<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Media-Analyse 2009<br />

In der <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation zählt<br />

nicht nur die kreativste Anzeige oder der am<br />

meisten fesselnde Fernsehspot. Wer erfolgreich<br />

werben möchte, sollte auch über die wichtigs-<br />

ten Werbemittel des Landes informiert sein.<br />

Titel Reichweite in % Projektion in 1000<br />

Auto Touring 27,1 1.914<br />

TV-media 14,3 1.008<br />

Ganze Woche 14,1 993<br />

News 11,6 820<br />

Solidarität 9,2 648<br />

Der Österr. Lesezirkel 9,0 639<br />

Gusto 8,4 595<br />

Geo 7,4 521<br />

Woman 7,2 506<br />

Complete 6,6 468<br />

Freie Fahrt 6,3 446<br />

Profil 6,1 432<br />

Auto Revue 5,8 408<br />

ORF Nachlese 5,6 393<br />

Schöner Wohnen 4,9 343<br />

Unsere Generation 4,8 341<br />

Medizin Populär 4,7 329<br />

Alles Auto 4,5 320<br />

Sportmagazin 4,4 313<br />

Gewinn 4,4 309<br />

E-Media (14-tägl.) 3,9 277<br />

Trend 3,9 277<br />

Maxima 3,7 265<br />

Gesünder Leben 3,6 254<br />

<strong>Wien</strong>erin 3,6 253<br />

Universum 3,3 231<br />

Eltern 3,2 224<br />

Brigitte 3,1 217<br />

Welt der Frau 3,0 213<br />

Quelle: Media-Analyse 2009<br />

99


Die meistgelesenen Gratiszeitungen<br />

Titel Reichweite % Projektion in 1000<br />

Kombi RMA gesamt (8 Blätter) 52,2 3.669<br />

Tips gesamt 12,2 855<br />

WOCHE Steiermark 10,3 723<br />

Heute gesamt 9,5 667<br />

Bezirksblätter NÖ 9,3 656<br />

NÖN 8,3 581<br />

Bezirksrundschau OÖ 8,0 562<br />

Bezirksjournal <strong>Wien</strong> 7,5 528<br />

<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt 6,5 457<br />

Bezirksblätter Tirol 6,1 428<br />

Die zuschauerstärksten TV-Sender Die reichweitenstärksten Radiosender<br />

Sender Reichweite in % Projektion in 1000<br />

ORF 2 39,0 2.689<br />

ORF 1 30,4 2.099<br />

ATV 14,7 1.014<br />

SAT.1 (Fenstersender) 13,1 904<br />

ZDF 13,0 894<br />

ARD 12,7 879<br />

Pro 7 (Fenstersender) 12,1 835<br />

RTL (Fenstersender) 11,3 780<br />

Kabel 1 (Fenstersender) 8,3 573<br />

RTL II (Fenstersender) 6,4 440<br />

100<br />

Quelle: Teletest 2009<br />

Die meistbesuchten Internetseiten<br />

Ranking nach Unit Clients; Einzelseiten, Quartalswerte<br />

Unique Visits<br />

Clients Nutzer<br />

Herold.at 2.274.034 6.226.134<br />

derStandard.at 2.058.685 10.212.514<br />

123people.at 1.494.524 2.253.734<br />

krone.at 1.436.361 8.52<strong>7.</strong>053<br />

TUPALO.com 1.320.038 1.705.774<br />

diepresse.com 1.216.788 3.453.745<br />

willhaben.at 1.191.362 4.601.001<br />

kleinezeitung.at 1.053.793 3.710.403<br />

kurier.at 980.755 4.049.608<br />

szene1.at 828.447 4.040.619<br />

Quelle: ÖWA Quartalsschnitt 4-6/2010<br />

Sender Reichweite in %<br />

ORF Radio gesamt 65,8<br />

Hitradio Ö3 47,6<br />

Privatsender Inland (RMS-Top) 32,6<br />

ORF Regionalradios 20,7<br />

KRONEHIT 12,1<br />

FM4 6,3<br />

Ö1 5,5<br />

Tagesreichweite österreichweit –<br />

Mo bis So, 14–49 Jahre<br />

Quelle: RegioPrint 2009<br />

Quelle: Radiotest 1. Hj. 2010<br />

Internetnutzung in Österreich<br />

Struktur der Internetnutzer, Geschlecht und Alter, in %<br />

Gesamt- Internet- Intensivbevölkerung<br />

nutzer nutzer<br />

Männer 47 52 53<br />

Frauen 53 48 47<br />

14–19 Jahre 10 13 14<br />

20–29 Jahre 15 19 20<br />

30–39 Jahre 19 23 23<br />

40–49 Jahre 16 18 18<br />

50–59 Jahre 14 14 13<br />

60–69 Jahre 12 8 8<br />

Grundgesamtheit: ÖsterreicherInnen ab 14 Jahre<br />

Quelle: AIM Integral, 1. Qu. 2010


An uns kommt jeder vorbei.<br />

Informationen unter www.gewista.at<br />

oder (+43-1) 79 5 97-0.


Die reichweitenstärksten Radiosender nach Bundesländern<br />

Bundesland Sender Reichweite in %<br />

<strong>Wien</strong> Ö3 34,6<br />

Radio <strong>Wien</strong> 12,3<br />

Radio Energy (W/NÖ/B) 10,5<br />

Niederösterreich Ö3 51,6<br />

Radio Niederösterreich 16,8<br />

KRONEHIT 15,9<br />

Burgenland Ö3 55,6<br />

Radio Burgenland 27,0<br />

KRONEHIT 17,0<br />

Steiermark Ö3 50,2<br />

Antenne Steiermark 21,9<br />

Radio Steiermark 20,1<br />

Kärnten Ö3 49,1<br />

Radio Kärnten 28,2<br />

Antenne Kärnten 20,0<br />

Oberösterreich Ö3 50,9<br />

Life Radio 16,1<br />

Radio Oberösterreich 13,8<br />

Salzburg Ö3 52,5<br />

Radio Salzburg 21,7<br />

Antenne Salzburg 16,8<br />

Tirol Ö3 50,9<br />

Radio Tirol 22,0<br />

KRONEHIT 10,0<br />

Vorarlberg Ö3 48,3<br />

Radio Vorarlberg 25,1<br />

Antenne Vorarlberg 20,6<br />

Tagesreichweite Mo–So, 14–49 Jahre<br />

Quelle: Radiotest 1. Hj. 2010<br />

102


Österreichs<br />

größtes Monatsmagazin *<br />

mit den Topthemen<br />

Auto, Reisen, Finanzen,<br />

Umwelt und Verkehr<br />

... und<br />

der Reichweite eines<br />

TV-Senders. –<br />

Mit Ihrer Anzeige<br />

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*1.914.000 Leser<br />

Das entspricht<br />

lt. MA 2009 einer<br />

Reichweite von 27,1 %,<br />

bei einer Druckaufl age<br />

von 1.448.364<br />

lt. ÖAK 1. HJ 2010 .


Werbemittel und Preise<br />

Bevölkerung und Haushalte<br />

Basisdaten Bevölkerung 14+ Jahre Haushalte total<br />

in 1000 in % in 1000 in %<br />

Total <strong>7.</strong>069 100,0 3.598 100,0<br />

<strong>Wien</strong> 1.429 20,2 838 23,3<br />

Niederösterreich 1.355 19,2 665 18,5<br />

Burgenland 244 3,4 112 3,1<br />

Steiermark 1.036 14,7 501 13,9<br />

Kärnten 482 6,8 238 6,6<br />

Oberösterreich 1.183 16,7 582 16,2<br />

Salzburg 445 6,3 224 6,2<br />

Tirol 592 8,4 288 8,0<br />

Vorarlberg 304 4,3 150 4,2<br />

Quelle: Media-Analyse 2009, Statistik Austria<br />

Printmedien (Auszug); Reichweiten, <strong>Auflage</strong>n, Tarife<br />

Titel<br />

Gratiszeitungen<br />

1000 RW W NÖ Bgld. Stmk. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. <strong>Auflage</strong> Preis 1/1<br />

Bezirksjournal <strong>Wien</strong> 528 7,5 37,0 - - - - - - - - 472.700 14.580<br />

Heute 667 9,5 31,8 11,2 - - - 3,7 - - - 506.486 18.496<br />

VORmagazin 185 2,6 13,0 - - - - - - - - 60.000 4.900<br />

<strong>Wien</strong>er Bezirksblatt 457 6,5 42,1 - - - - - - - - 59<strong>7.</strong>255 16.760<br />

Bezirksblätter NÖ 656 9,3 - 48,4 - - - - - - - 406.724 21.296<br />

Bezirksjournal NÖ 138 2,0 - 10,2 - - - - - - - 174.500 6.233<br />

Bezirksblätter Burgenland 188 2,7 - - 77,1 - - - - - - 118.422 5.224<br />

Der Grazer 178 2,5 - - - 17,2 - - - - - 166.002 6.800<br />

Woche Steiermark 723 10,3 - - - 69,8 - - - - - 503.857 18.143<br />

Ktn. Regionalmedien 14-täglich 309 4,4 - - - - 64,1 - - - - 223.898 6.669<br />

Woche Kärnten 336 4,8 - - - - 69,7 - - - - 220.114 8.560<br />

Bezirksrundschau 562 8,0 - - - - - 47,5 - - - 522.000 16.413<br />

Tips OÖ 751 10,7 - - - - - 63,5 - - - 626.400 15.370<br />

Bezirksblätter Salzburg 314 4,5 - - - - - - 70,6 - - 209.814 <strong>7.</strong>844<br />

Salzburger Woche 262 3,7 - - - - - - 58,8 - - 78.500 <strong>7.</strong>280<br />

Bezirksblätter Tirol 428 6,1 - - - - - - - 78,4 - 26<strong>7.</strong>876 11.401<br />

Wann & Wo am Mittwoch 224 3,2 - - - - - - - - 65,2 125.000 5.124<br />

Wann & Wo am Sonntag 198 2,8 - - - - - - - - 73,6 139.500 4.284<br />

Das kleine Blatt 153 2,2 - - - - - - - - 50,2 112.400 3.678<br />

Quelle: RegioPrint 2009, Daten des Hauptverbreitungsgebietes, 14 Jahre+, nicht ÖAK-gemeldete <strong>Auflage</strong>n sind leer<br />

Tageszeitungen, Supplements, regionale Wochenzeitungen<br />

Der Standard 394 5,6 10,6 4,1 4,8 2,9 3,1 4,6 4,1 7,1 5,2 105.541 11.623<br />

Die Presse 262 3,7 7,5 4,2 4,6 2,9 2,3 1,8 2,0 1,5 1,9 9<strong>7.</strong>418 10.847<br />

Kurier 618 8,7 18,3 17,1 19,2 1,2 2,0 1,8 2,0 3,6 0,9 209.498 14.545<br />

Kronen Zeitung 2.853 40,4 37,5 43,6 58,5 42,6 46,3 41,7 39,0 40,2 5,0 928.740 30.869<br />

WirtschaftsBlatt 81 1,2 2,0 0,9 1,0 0,6 1,1 0,9 0,9 1,4 1,3 35.756 <strong>7.</strong>630<br />

104


Titel 1000 RW W NÖ Bgld. Stkm. Ktn. OÖ Sbg. Tirol Vbg. ÖAK 09 Tarif 2010<br />

Kleine Zeitung (gesamt) 858 12,1 1,0 0,8 3,0 53,2 52,4 0,3 0,6 2,4 0,2 311.892 21.005<br />

KTZ-Neue Kärntner Tageszeitung 64 0,9 0,1 0,1 0,1 0,1 12,3 0,0 - 0,2 0,0 35.000 2.035<br />

OÖN-OÖ Nachrichten 322 4,6 0,5 0,9 0,1 0,1 0,0 25,4 0,4 0,1 0,0 139.221 8.281<br />

SN-Salzburger Nachrichten 262 3,7 1,4 1,0 0,7 0,6 0,6 2,3 41,9 0,4 0,4 88.823 8.535<br />

TT-Tiroler Tageszeitung 331 4,7 0,1 0,2 0,3 0,1 0,0 0,1 0,1 54,4 0,5 105.969 <strong>7.</strong>675<br />

Neue Vbg. Tageszeitung 40 0,6 0,1 - 0,1 0,0 0,1 0,1 0,0 0,3 11,6 12.396 2.050<br />

VN-Vbg. Nachrichten 200 2,8 0,0 0,1 0,1 0,1 0,0 0,0 - 0,1 64,5 69.642 5.202<br />

TOP Vorarlberg 216 3,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0 0,4 68,3 114.500 6.006<br />

Krone Kärnten/KTZ 270 3,8 0,1 0,1 0,1 0,1 52,0 0,0 0,0 2,7 0,0 84.973<br />

Österreich 671 9,5 21,9 11,3 8,6 2,7 2,2 7,8 7,6 2,3 1,9 340.866 12.234<br />

tele 1.938 2<strong>7.</strong>4 13,1 20,2 16,2 34,3 35,2 30,4 40,3 33,0 58,0 1.215.281 31.400<br />

NÖN-NÖ Nachrichten 640 9,1 2,9 42,8 3,3 0,4 0,2 0,4 0,0 0,0 0,0 169.138 21.000<br />

BVZ 134 1,9 0,6 0,5 47,4 0,1 - 0,1 0,2 - - 25.288 3.780<br />

Kurier Freizeit 488 6,9 15,7 13,9 17,5 0,6 0,6 1,1 0,7 1,1 0,5 258.113 12.584<br />

Salzburger Fenster (14-täglich) 289 4,1 0,0 0,1 - 0,1 0,0 1,9 59,2 0,2 0,0 186.147 14.040<br />

Salzburger Woche 322 4,5 0,2 0,2 0,2 0,5 0,2 1,2 65,5 0,5 0,2 78.500 <strong>7.</strong>735<br />

Titel<br />

Magazine<br />

Total Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J. 70 J. u. mehr<br />

Total <strong>7.</strong>069 3.422 3.647 595 1.056 1.183 1.381 1.045 905 904<br />

E-Media (14-täglich) 3,9 6,2 1,8 6,9 6,7 4,9 3,3 3,2 1,9 1,1<br />

Falter 1,4 1,5 1,3 0,3 1,9 2,0 1,9 1,3 1,1 0,6<br />

Format 2,4 3,2 1,7 0,9 2,8 3,1 2,7 2,6 1,9 1,8<br />

Ganze Woche 14,1 9,3 18,5 8,6 7,2 9,4 12,0 14,6 21,8 26,6<br />

News 11,6 13,1 10,2 9,4 11,8 13,0 12,3 13,1 12,2 7,6<br />

Profil 6,1 7,4 4,9 3,3 6,7 7,1 7,1 6,6 6,4 3,6<br />

Seitenblicke 3,2 1,4 4,9 6,5 5,2 4,8 2,6 1,8 1,3 0,8<br />

Sportwoche 2,4 4,2 0,6 6,0 3,7 2,6 1,8 2,4 1,1 0,3<br />

TV-Media 14,3 15,0 13,6 21,9 16,9 17,6 15,9 12,4 10,5 5,1<br />

Der Österr. Lesezirkel 9,0 7,4 10,6 5,3 8,6 10,3 9,9 10,8 9,1 6,9<br />

Geo 7,4 7,6 7,1 7,5 8,0 9,0 8,1 8,0 6,3 3,7<br />

Gewinn 4,4 5,9 2,9 2,2 3,5 6,2 6,0 5,7 3,3 1,5<br />

Gusto 8,4 3,0 13,5 3,6 6,4 10,2 9,8 10,2 9,7 6,1<br />

ORF Nachlese 5,6 3,7 7,4 2,5 2,9 3,6 5,5 8,0 9,3 6,8<br />

Top Gewinn 1,5 2,3 0,8 0,7 1,4 1,8 2,6 2,0 1,1 0,2<br />

Trend 3,9 4,9 3,0 2,0 3,7 4,4 4,9 5,2 4,2 1,6<br />

<strong>Wien</strong>er 2,0 2,4 1,7 1,4 2,8 2,7 2,5 1,8 1,6 0,8<br />

Besser Wohnen 2,7 2,0 3,4 1,0 2,3 3,9 3,6 2,9 2,5 1,5<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Media-Analyse 2009, ÖAK 2009<br />

105


Titel Total Männer Frauen 14–19 J. 20–29 J. 30–39 J. 40–49 J. 50–59 J. 60–69 J. 70 J. u. mehr<br />

H.O.M.E. 1,5 1,0 1,9 0,7 1,4 2,5 1,8 1,5 1,1 0,4<br />

Immobilien Magazin 1,2 1,4 1,0 0,4 1,5 1,3 1,2 1,2 1,4 0,6<br />

Schöner Wohnen 4,9 2,6 7,0 2,2 4,0 6,2 5,6 6,0 4,9 3,1<br />

Gesünder Leben 3,6 1,8 5,2 1,9 2,0 2,7 4,1 5,6 4,1 4,2<br />

Medizin Populär 4,7 3,0 6,2 1,5 2,7 5,0 5,2 6,3 5,8 4,7<br />

News Leben 2,0 1,6 2,5 2,3 2,5 2,0 1,8 2,2 2,4 1,1<br />

Wellness Magazin 1,4 1,0 1,9 1,8 1,3 1,5 1,4 1,6 1,4 1,1<br />

Alles Auto 4,5 8,2 1,1 6,9 7,4 5,7 4,5 3,5 2,8 1,1<br />

Auto Revue 5,8 10,2 1,6 5,5 8,5 7,3 6,2 5,3 4,4 1,9<br />

Auto Touring 27,1 36,1 18,6 13,5 24,3 31,5 31,3 30,6 31,3 18,6<br />

Freie Fahrt 6,3 9,1 3,7 3,1 4,9 5,8 6,9 9,0 8,2 4,9<br />

Motorradmagazin 2,9 5,3 0,6 5,7 5,1 3,8 2,7 1,8 1,2 0,7<br />

Solidarität 9,2 11,2 7,3 0,7 2,9 5,9 10,2 16,8 14,4 10,8<br />

Sportmagazin 4,4 7,7 1,4 9,1 6,9 4,3 3,8 4,0 3,0 1,5<br />

Universum 3,3 3,3 3,3 5,2 2,8 2,8 3,3 3,2 4,1 2,3<br />

Unsere Generation 4,8 4,1 5,6 0,4 0,4 0,7 1,3 3,6 12,9 17,0<br />

Complete/Visa Magazin 6,6 6,9 6,4 1,3 5,8 8,6 8,7 8,0 7,3 3,1<br />

Brigitte 3,1 0,2 5,7 1,7 2,6 3,2 3,7 3,6 3,4 2,4<br />

Compliment 0,5 0,0 0,9 0,9 0,6 0,6 0,6 0,4 0,4 0,1<br />

Diva 1,3 0,1 2,5 1,5 2,0 1,8 1,5 0,9 1,1 0,4<br />

Eltern 3,2 1,4 4,8 1,2 5,4 7,3 3,3 1,3 1,2 0,6<br />

Flair 0,8 0,2 1,3 1,3 1,2 1,2 0,6 0,7 0,4 0,1<br />

Maxima 3,7 0,7 6,6 6,0 5,7 5,1 3,9 2,8 2,2 0,6<br />

Miss 1,7 0,2 3,1 6,3 3,9 1,4 0,8 0,8 0,2 0,0<br />

Welt der Frau 3,0 0,7 5,1 2,0 1,8 2,2 3,0 4,1 4,1 3,7<br />

<strong>Wien</strong>erin 3,6 1,1 5,9 3,8 5,2 4,3 3,9 3,5 2,5 1,3<br />

Woman 7,2 1,3 12,7 9,2 9,7 8,9 7,8 6,3 5,5 2,3<br />

106<br />

Quellen: Media-Analyse 2009


Fernsehen Marktanteile<br />

Quelle: Teletest – Ö-Fenster Evogenius 12+ Jahre in %<br />

Fernsehen Tarife, Reichweite und Preis/Leistungsverhältnis im Fernsehen 2009 (Erwachsene 18–49 J.)<br />

Sender Tarif 30“ 2009 Tarif 30“ 2010 RW 2009 RW 2010 GRP 2009 GRP 2009<br />

ORF 1 4.336 3.392 86.743 79.417 2,318 2,132<br />

ORF 2 5.821 4.730 103.347 98.844 2,762 2,653<br />

ATV 435 417 1<strong>7.</strong>980 1<strong>7.</strong>587 0,481 0,472<br />

Pro7 A 479 477 19.734 19.971 0,527 0,536<br />

Kabel 1 A 202 223 10.648 10.240 0,285 0,275<br />

RTL A 452 494 16.784 19.138 0,449 0,514<br />

RTL II A 172 168 6.649 6.225 0,178 0,167<br />

SAT.1 A 453 432 19.031 18.243 0,509 0,49<br />

SRTL A 136 153 6.061 <strong>7.</strong>610 0,162 0,204<br />

Vox A 275 318 12.018 13.434 0,321 0,361<br />

Puls4 123 144 <strong>7.</strong>364 <strong>7.</strong>878 0,197 0,211<br />

Café Puls 201 224 10.885 9.905 0,291 0,266<br />

Austria 9 63 49 3.176 2.743 0,085 0,074<br />

MTV A 117 102 788 751 0,021 0,02<br />

NICK/VIVA 70 71 741 678 0,02 0,018<br />

Servus TV 52 59 447 883 0,012 0,024<br />

Reg/gotv 45 45 527 237 0,014 0,006<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Teletest Pinball, Tarifart 1–11, 13–20, anzahlgewichtet 2010 Prognose Mediahaus, Expost Daten bis 2.5<br />

107


Hörfunk Marktanteile und Tagesreichweiten<br />

Sender 10+ Jahre 14–49 Jahre<br />

Total in 1.000 7436 4207<br />

Minuten gehört (Radiotest 2010) 194 197<br />

Marktanteil in %<br />

ORF gesamt 76 69<br />

Ö1 6 3<br />

Ö2 gesamt 36 20<br />

Ö3 32 43<br />

FM4 2 4<br />

Ö2 <strong>Wien</strong> 4 3<br />

Ö2 NÖ 7 3<br />

Ö2 Burgenland 2 1<br />

Ö2 Steiermark 7 4<br />

Ö2 Kärnten 3 2<br />

Ö2 OÖ 5 2<br />

Ö2 Salzburg 3 2<br />

Ö2 Tirol 3 2<br />

Ö2 Vorarlberg 2 1<br />

Private Inland gesamt 22 28<br />

RMS Top 21 28<br />

KRONEHIT 5 8<br />

Tagesreichweite in %<br />

ORF gesamt 69,9 65,8<br />

Ö1 8,6 5,5<br />

Ö2 gesamt 34,1 20,7<br />

Ö3 37,2 47,6<br />

FM4 3,9 6,3<br />

Ö2 <strong>Wien</strong> 4,8 4,1<br />

Ö2 NÖ 7,7 4,0<br />

Ö2 Burgendland 2,4 1,2<br />

Ö2 Steiermark 5,6 3,2<br />

Ö2 Kärnten 3,1 2,0<br />

Ö2 Oberösterreich 5,2 2,6<br />

Ö2 Salzburg 2,6 1,7<br />

Ö2 Tirol 3,0 2,0<br />

Ö2 Vorarlberg 1,6 1,2<br />

Private Inland gesamt 25,6 32,9<br />

RMS Top 25,1 32,6<br />

KRONEHIT 8,3 12,1<br />

108<br />

Quelle: Radiotest 2010, 1. Hj., Mo–So


Hörfunk tagesreichweiten, radionutzung<br />

Tagesreichweiten 14-49 Jahre<br />

Radionutzung ab 10 Jahren<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Radiotest 2009/2010, 1. Hj., Mo–So<br />

Quelle: Radiotest 2010, 1. Hj., Mo–So<br />

109


Werbeformen Reichweiten, Nutzerstruktur<br />

Letzte Woche vorbeigekommen<br />

Ambient Werbeformen<br />

Plakat: Stellen nach Kategorien<br />

110<br />

Quelle: Media-Analyse 2009, Reichweite in %<br />

Quelle: Ambient Meter 2009, Internetnutzer 14–65 Jahre<br />

Quelle: PWÖ


Plakat Tarife 2010 in Euro pro Plakatstelle (14-Tage-Rhythmus)<br />

Kategorie Plakatwert Gewista Epamedia<br />

8 Bogen 16 Bogen 24 Bogen 8 Bogen 16 Bogen 24 Bogen<br />

Standard 3200/2900 20,8 15,2 22,3 35 40 60<br />

Select 5.500 34,5 50,7 35 60 90<br />

Top 10.000 76,1 112,6 35 104 156<br />

Star 15.000 119,7 172,5 35 156 235<br />

Star Plus 20.000 162,4 239,5 35 209 314<br />

Super Star 30.000 271 395,8 35 314 471<br />

Montage gemäß Plakatkalender 13,6 25,1 36,5 25 25<br />

Beleuchtung 40 60 40 60<br />

Infoscreen Tarife 2010 pro Tag (Spotlänge: 10 Sek., 7 Tage)<br />

Anzahl Screen Rotation Kosten in EUR<br />

Station/U-Bahn/Bus <strong>Wien</strong> 40 Station, 40 U3, 65 Bus 7 Min. 10.535<br />

CAT (City Airport Train) 40 CAT 16 Min. 455<br />

Station/Straßenbahn Graz 1 Station, 240 Straßenbahn 14 Min. 2.415<br />

Bus Klagenfurt 42 Bus 14 Min. 700<br />

Bus/Straßenbahn Linz 256 Bus u. Straßenbahn 14 Min. 5.530<br />

Bus/Straßenbahn Innsbruck 14 Min. 1.715<br />

Terminals Eisenstadt 14 Min. 218<br />

Die Daten des Kapitels „Werbemittel und Preise“ sind ein Auszug aus den Markt- und Mediadaten<br />

der Gruppe MediaAustria (www.mediaaustria.com)<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Gewista und Epamedia<br />

Quelle: Infoscreen<br />

111


Werbemarkt<br />

Entwicklung der Werbeausgaben<br />

112<br />

2008 Anteil 2009* Anteil Veränderung in %<br />

in Mio. EUR in % in Mio. EUR in % 2008/2009**<br />

Klassische <strong>Werbung</strong> total 2.703 100,0 2.706 100,0 0,3<br />

Kino 14 0,5 12 0,4 –16,1<br />

Online 87 3,2 116 4,3 32,8<br />

Gelbe Seiten 96 3,6 110 4,1 14,2<br />

Außenwerbung total 180 6,7 202 7,5 n.a.<br />

Außenwerbung klassisch 180 6,7 187 6,9 4,1<br />

Außenwerbung Ambient Media n.a. 14 0,5 n.a.<br />

Hörfunk 178 6,6 172 6,4 –3,3<br />

HF (ORF) 118 4,4 108 4,0 –8,5<br />

HF (Privat) 60 2,2 64 2,4 6,8<br />

TV 623 23,0 628 23,2 0,3<br />

TV (ORF) 320 11,8 295 10,9 –7,8<br />

TV (Privat) 302 11,2 332 12,3 8,8<br />

Presse total 1.525 56,4 1.468 54,2 –2,4<br />

Tageszeitungen 782 28,9 796 29,4 1,3<br />

Reg. Wochenzeitungen 236 8,7 226 8,3 –4,0<br />

Illustrierte/Magazine 367 13,6 329 12,2 –8,4<br />

Fachzeitschriften 139 5,2 117 4,3 –16,0<br />

Die Berechnung des Werbewertes erfolgt bei den klassischen Medien anhand der offiziellen Preislisten und<br />

im Bereich Direktmarketing nur anhand der Vertriebskosten (keine Produktionskosten berücksichtigt).<br />

* inkl. neu aufgenommene Medien<br />

** gleiche Medienbasis wie im Vorjahr<br />

Österreichs größ te Mediaagenturen<br />

Quelle: Focus Media Research<br />

Quelle: Focus Media Research 2009


Die Top 20 Werbetreibenden Österreichs<br />

Rang Unternehmen Total<br />

1 Rewe Austria 58,6<br />

2 Spar Österreich 54,8<br />

3 Telekom Austria AG 49,8<br />

4 Procter & Gamble Austria GmbH 45,2<br />

5 Hofer KG 40,8<br />

6 XXXLutz GmbH 40,1<br />

7 T-Mobile Austria GmbH 36,9<br />

8 Österreichische Lotterien Ges.m.b.H 33,4<br />

9 Media Saturn Beteiligungs AG 33,3<br />

10 Raiffeisen Sektor Österreich 31,8<br />

11 L’Oréal Österreich GmbH 31,0<br />

12 Unilever Österreich 27,5<br />

13 Kika/Leiner 24,0<br />

14 Ferrero Österreich Handels Ges.m.b.H. 23,9<br />

15 Henkel Austria 23,5<br />

16 Danone GesmbH 22,4<br />

17 Verlagsgruppe NEWS GmbH 21,9<br />

18 Sparkassen Verband 21,7<br />

19 ORF (Österreichischer Rundfunk) 20,9<br />

20 Presse und Informationsdienst der Stadt <strong>Wien</strong> 19,1<br />

Werbeaufwand in Mio. Euro 2009<br />

Die Top 2o werbetreibenden Marken Werbeaufwand in Mio. Euro<br />

Rang Marke Total<br />

1 Hofer Supermarkt 39,8<br />

2 Spar Organisation 29,6<br />

3 Lutz Möbelhaus 26,5<br />

4 T-Mobile 21,0<br />

5 MediaMarkt 19,9<br />

6 McDonald’s 18,3<br />

7 Orange GSM-Netz 18,3<br />

8 Telekom Austria 17,6<br />

9 3Mobile 17,4<br />

10 A1 GSM Netz 17,3<br />

Werbeaufwand in Mio. Euro 2009<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Quelle: Focus Media Research<br />

Rang Marke Total<br />

11 Billa 17,2<br />

12 Lidl Austria 16,9<br />

13 Hartlauer 16,4<br />

14 Stadt <strong>Wien</strong> 15,7<br />

15 Kika 15,3<br />

16 Nivea 15,2<br />

17 VWD – Vereinigte Wirtschaftsdienste 14,5<br />

18 tele.ring Mobilnetz 14,2<br />

19 ORF 13,7<br />

20 L’Oréal Kosmetik 13,6<br />

Quelle: Focus Media Research<br />

113


AND THE WINN<br />

114


ER IS ...<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Preise bei Wettbewerben sind für Werbefach-<br />

leute ungefähr so wie das Salz in der Suppe.<br />

Weil nicht nur die Kampagne ein Erfolg war,<br />

sondern auch Kreativität und Effizienz belohnt<br />

werden. Hier finden Sie eine Übersicht über<br />

Awards im In- und Ausland in alphabetischer<br />

Reihenfolge.<br />

Internationale Werbepreise<br />

ADC Awards<br />

Beim ADC-Wettbewerb dürfen alle kreativen Auftragsarbeiten<br />

eingereicht werden, die innerhalb eines<br />

Jahres veröffentlicht wurden. Insgesamt gibt es 46<br />

Kategorien,diediegesamteBandbreitederkreativen<br />

Kommunikation abdecken. Beim Nachwuchswettbewerb<br />

werden die Arbeiten junger Kreativ-Talente<br />

von einer Jury aus ADC-Mitgliedern bewertet.<br />

Veranstalter: Art Directors Club für Deutschland<br />

(ADC)<br />

Infos: www.adc.de<br />

ADC Annual Award New York<br />

DerADCAnnualAwardzeichnetjährlichdiebesten<br />

Arbeiten in den Kategorien Print- und TV-<strong>Werbung</strong>,<br />

interaktive Medien, Grafikdesign, Publikations-<br />

und Verpackungsdesign, Fotografie und Illustrationaus.BeidenADCYoungGunswerdenjunge<br />

Kreative geehrt.<br />

Veranstalter: ADC New York<br />

Infos: www.adcglobal.org<br />

ADC Europe Awards<br />

AmBestof EuropeanDesignandAdvertisingAward<br />

nehmen automatisch alle Gold- und Silbermedaillengewinner<br />

der jeweiligen nationalen Kreativwettbewerbe<br />

aus den angeschlossenen Ländern teil.<br />

Bronze-Arbeiten und Auszeichnungen können auf<br />

Eigeninitiative der Einsender beim Wettbewerb<br />

antreten. Auch Clubs, die nicht im ADC*E-Verbund<br />

sind, können gegen eine Gebühr ihre ausgezeichneten<br />

Arbeiten einreichen.<br />

Infos: www.adceurope.org<br />

115


AdPrint<br />

Beim rumänischen Festival AdPrint werden als<br />

einzigem Wettbewerb Europas die Kreativteams,<br />

d. h. die Partnerschaften, die hinter den großartigen<br />

Ideen stehen, ausgezeichnet.<br />

Veranstalter: Millenium Communications<br />

Infos: www.adprint.ro<br />

AME – Advertising Marketing<br />

Effectiveness<br />

Der AME-Award honoriert neben besonderer<br />

Kreativität vor allem die Effektivität von Marketingstrategien<br />

und -Kampagnen. 2010 werden<br />

Gewinner erstmals regional und international<br />

ausgezeichnet. Neu sind auch der Platinum und<br />

der Green AME Award.<br />

Veranstalter: American Association of Advertising<br />

Agencies (AAAA)<br />

Infos: www.ameawards.com<br />

Andy Award<br />

Mit dem Andy Award werden jährlich die kreativsten<br />

<strong>Werbung</strong>en ausgezeichnet. Teilnehmen<br />

können sowohl einzelne Sujets als auch Kampagnen.<br />

Studenten können ihre Arbeiten bei der<br />

Student Competition einreichen.<br />

Veranstalter: The Advertising Club of New York,<br />

235 Park Avenue South, 6th Floor, NY 10003-1450<br />

Infos: www.theadvertisingclub.org oder<br />

www.andyawards.com<br />

Berliner Type<br />

Der Deutsche Kommunikationsverband veranstaltet<br />

jährlich den Kreativwettbewerb „Berliner<br />

Type“. Druckschriften der B2B- und B2C-<br />

Kommunikation (externe oder interne Kommunikationsaufgaben,<br />

Public- oder Investorrelations<br />

etc.) aus Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz sind teilnahmeberechtigt.<br />

Veranstalter: Awards Unlimited<br />

Infos: www.berliner-type.eu<br />

BoB-Awards (Best of B to B)<br />

Der Kommunikationsverband zeichnet seit 1997<br />

herausragende B2B-Kommunikation aus. Zugelassen<br />

sind alle Werbe- und Kommunikationsmittel<br />

im Bereich der B2B-Kommunikation, die im<br />

letzten Jahr in Deutschland, Österreich oder der<br />

Schweiz in deutscher oder englischer Sprache eingesetzt<br />

wurden.<br />

116<br />

Veranstalter: Deutscher Kommunikationsverband<br />

Infos: www.kommunikationsverband.de oder<br />

www.bobaward.de<br />

Cannes Lions Festival<br />

Das Cannes Lions Festival ist so etwas wie die Weltmeisterschaft<br />

der <strong>Werbung</strong>, bei der jährlich im<br />

Juni die begehrten Löwen in den Bereichen Film,<br />

Press, Outdoor, Direct Marketing, Media, Cyber,<br />

Radio, Promotion, Titanium and Integrated,<br />

Design und PR vergeben werden.<br />

Veranstalter: Cannes International Advertising<br />

Festival<br />

Infos: www.canneslions.com oder beim österreichischen<br />

Cannes-Representative ORF Enterprise<br />

http://enterprise.orf.at<br />

Clio Awards<br />

Die Clio Awards werden in den Kategorien Billboard,Content&Contact,Design,Innovative,Integrated,Interactive,Poster,Print,DirectMail,Radio,<br />

Strategic Communications/PR, Television/Cinema<br />

und Student vergeben.<br />

Veranstalter: Clio Awards<br />

Infos: www.clioawards.com<br />

Comprix<br />

Der Comprix zeichnet die innovativsten Komunikationskonzepte<br />

am deutschen Pharmamarkt aus.<br />

Die 25 Awards werden in den Kategorien „Pharma<br />

ethisch“, „OTC“ und „Elektronische Medien“<br />

sowie in einer integrierten und einer freien Kampagne<br />

vergeben.<br />

Veranstalter: Comprix<br />

Infos: www.comprix.com<br />

Corporate Design Preis<br />

Der Internationale Corporate Design Award<br />

zeichnet seit 13 Jahren Erscheinungsbilder (neue<br />

oder überarbeitete) aus. Herausragende Kommunikationsdesign-Projekte<br />

und zukunftsträchtige<br />

Konzeptionen aus Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz werden in neun Kategorien prämiert.<br />

Zusätzlich kann ein Grand Prix vergeben<br />

werden, wenn eine eingereichte Arbeit außergewöhnlich<br />

hervorsticht. 2009 gab es erstmals einen<br />

Nachwuchswettbewerb(JuniorCorporateDesign<br />

Award).<br />

Veranstalter: Awards Unlimited<br />

Infos: www.corporate-design-award.eu


CREA Credential Award<br />

Der CREA Credential Award wird für aussagekräftige<br />

Agentur-Eigendarstellungen und Agenturmarketing-Kampagnen<br />

verliehen. Prämiert<br />

wird auch die beste Newcomer-Agentur (nicht<br />

älter als zwei Jahre) mit dem CREA Newcomer<br />

Award.<br />

Veranstalter: cherrypicker<br />

Infos: www.credentialaward.com<br />

Cresta Awards<br />

Die Cresta Awards stehen für hohe Standards in<br />

der Kreativität. Für die Einreichung zählen zwei<br />

Kriterien: Die Originalität der kreativen Idee und<br />

die Qualität der Umsetzung. Preise werden in den<br />

Kategorien Press, Outdoor, Ambient Media,<br />

TV/Cinema/Digital, Interactive, Radio, Direct<br />

Marketing, Design, Incentives & Promotions und<br />

Integrated Campaigns verliehen.<br />

Veranstalter: Creative Standards International Inc.<br />

Infos: www.cresta-awards.com<br />

Das Plakat<br />

Der Wettbewerb „Das Plakat“ zeichnet beispielhafte<br />

Plakate in den Kategorien Gebrauchsgüter,<br />

Konsumgüter, Dienstleistungen, Institutionen,<br />

Handel, Kultur, Medien, Social Marketing und<br />

Imagewerbung aus.<br />

Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />

Infos: www.commclubs-bayern.de/awards<br />

DDC Wettbewerb<br />

MitmachenkönnenbeimDDCWettbewerbGestalter<br />

aller Bereiche, Auftraggeber, die eigentlichen<br />

Kunden, einzeln oder gemeinsam. Bewertet werden<br />

Arbeiten aller Gestaltungs-Disziplinen in acht<br />

KategorienundimmerüberdieletztenbeidenJahre.<br />

Veranstalter: Deutscher Design Club<br />

Infos: www.ddc.de<br />

Deutscher Dialogmarketing Preis<br />

Wie in Österreich zeichnet auch in Deutschland<br />

der Deutsche Dialogmarketing Preis (ddp) die kreativsten<br />

Direktmarketing-Kampagnen aus. Im Rahmen<br />

dieses Awards werden auch Auszeichnungen<br />

für „Best in Show“, die „Agentur des Jahres“, der<br />

„Junior Creative Award“, sowie der EDDI vergeben.<br />

Letzterer wird traditionell an ein Unternehmen<br />

mit herausragender Direktmarketing-Strategie<br />

überreicht.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Veranstalter: Deutscher Dialogmarketing Verband<br />

Infos: www.ddp-award.de oder www.ddv.de<br />

Deutscher Effie<br />

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />

GWA zeichnet mit dem GWA Effie seit fast 30 Jahren<br />

erfolgreiche Marketing-Kommunikation in<br />

14 Kategorien, davon zwei sozialen Kategorien,<br />

aus. Effizienz, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit<br />

stehen dabei im Vordergrund.<br />

Veranstalter: Gesamtverband Kommunikationsagenturen<br />

GWA<br />

Infos: www.gwa.de<br />

Die Anzeige<br />

Der Wettbewerb „Die Anzeige“ ist der älteste und<br />

bedeutendste Wettbewerb für beispielhafte kreative<br />

Leistungen im deutschsprachigen Raum. In<br />

den Kategorien Konsum-/Gebrauchs-/Investitionsgüter,<br />

Pharma, Finanzen, Dienstleister, Institutionen,<br />

Personal-/Unternehmenswerbung, Handel,<br />

Social Marketing, Medien, Kultur und Ausstellungen<br />

wird der „Anzeiger“ verliehen.<br />

Veranstalter: Kommunikationsverband Bayern<br />

Infos: www.commclubs-bayern.de<br />

Die Klappe<br />

Die Klappe wird seit 31 Jahren vom Kommunikationsverband<br />

ausgeschrieben und ist der einzige<br />

disziplinübergreifende Bewegtbildpreis für die<br />

deutschsprachige Kommunikationsindustrie.<br />

„Klappen“ in Gold, Silber und Bronze können in<br />

den Kategorien TV, Kino, Internet, Industriefilm,<br />

User Generated Content, Regie/Skript/Konzept,<br />

Kamera, Schnitt, Sounddesign, Digital Imaging,<br />

Making Of und Nachwuchs gewonnen werden.<br />

Veranstalter: Deutscher Kommunikationsverband<br />

Infos: www.dieklappe.de<br />

EACA Euro-Effie<br />

Beim jährlich verliehenen EACA Euro-Effie für<br />

besonders effiziente Kampagnen können Arbeiten<br />

in mehreren Kategorien eingereicht werden.<br />

Zusätzlich werden der „Grand Prix Award“ und<br />

der „Sappi Print Media Efficiency Award“ verliehen<br />

sowie das Agentur-Netzwerk des Jahres gekürt.<br />

Veranstalter: European Association of Communications<br />

Agencies<br />

Infos: www.euro-effie.com<br />

117


Echo Awards<br />

Die Echo Awards sind eine der wichtigsten Award-<br />

Shows für Direct Marketing-Arbeiten. In folgenden<br />

Business-Kategorien können Arbeiten eingereicht<br />

werden: Automotive, Business & Consumer<br />

Services,Communications/Utilities,FinancialProducts<br />

& Services, Information Technologies, Insurance,<br />

Not-for-Profit, Pharmaceutical/Healthcare,<br />

Product Manufacturing & Distribution, Publishing/Entertainment,<br />

Retail & Direct Sales, Travel<br />

& Hospitality/Transportation.<br />

Veranstalter: Direct Marketing Association<br />

Infos: www.dma-echo.org<br />

Epica Award<br />

Beim Epica Award können europäische Kampagnen,<br />

die innerhalb eines Jahres veröffentlicht wurden,<br />

eingereicht werden. Die Jury aus Vertretern<br />

der internationalen Werbehandels-Presse wählt<br />

Preisträger in verschiedenen Kategorien. Die<br />

„Epica d’Or“ (Grand Prix) wird an die Besten aus<br />

den Bereichen Film, Press, Outdoor und Interactive<br />

vergeben.<br />

Veranstalter: Epica Awards<br />

Infos: www.epica-awards.com<br />

Eurobest Awards<br />

Die Eurobest Awards sind quasi das Cannes-Festival<br />

auf europäischer Ebene. Von den Organisatoren<br />

des Cannes Lions Festivals inszeniert, zeichnen<br />

die Eurobest Awards europäische <strong>Werbung</strong> in den<br />

unterschiedlichsten Wettbewerben und Kategorien<br />

aus. Zusätzlich zu den Eurobest Awards in Gold,<br />

Silber und Bronze wird im Rahmen des Wettbewerbs<br />

jeweils ein Grand Prix in den Kategorien<br />

TV/Kino, Print, Outdoor, PR, Media, Interactive,<br />

Direct, Radio, Sales Promotion, Integrated, Design<br />

und Craft vergeben.<br />

Veranstalter: Eurobest Advertising Festival<br />

Infos: www.eurobest.com<br />

EVA<br />

Der EVA Award wird weltweit für herausragende<br />

Marketing-Events und Maßnahmen der Live-<br />

Kommunikation vergeben. Ziel ist es, Projekte zu<br />

prämieren, in denen Marketinginhalte besonders<br />

erlebnisorientiert und erfolgreich umgesetzt wurden.<br />

Preise werden in den Event-Kategorien Corporate,<br />

Mitarbeiter, Public, Consumer, Exhibition<br />

und Charity/Social/Cultural vergeben.<br />

118<br />

Veranstalter: Forum Marketing-Eventagenturen<br />

FME<br />

Infos: www.eva-award.de oder www.famab.de/eva<br />

Food & Beverages Awards<br />

Der Food & Beverages Award ist ein Kreativ-Wettbewerb,<br />

der sich auf <strong>Werbung</strong> und Marketingmaßnahmen<br />

für Nahrungsmittel- und Getränkemarken<br />

spezialisiert hat. Zusätzlich zu den Preisen in<br />

zahlreichen Kategorien wird der „FAB Futures<br />

Award“ an junge Kreativtalente verliehen.<br />

Veranstalter: Food & Beverages London<br />

Infos: www.fab-awards.com<br />

Golden Award Montreux<br />

Der Golden Award Montreux war der erste internationale<br />

Werbe-Wettbewerb in Europa. Seit 1989<br />

werden Arbeiten in den diversen Kategorien, angefangenbeiTV/Cinemaüber<br />

CreativeUseof Media<br />

bis hin zu Print Advertising/Poster/Direct Mail<br />

ausgezeichnet. Die Jury besteht aus Werbefachleuten<br />

und Universitätsprofessoren. Zusätzlich winkt<br />

ein eigener Talent Award für Studenten.<br />

Veranstalter: Golden Award of Montreux<br />

Infos: www.goldenawardmontreux.com<br />

Golden Drum Festival<br />

Das Golden Drum Festival zählt zu den größten<br />

undwichtigstenWerbe-Events.Unterschiedenwird<br />

zwischen den Wettbewerben „New Europe“ für<br />

Länder des „neuen“ Europa (u. a. Österreich) und<br />

dem internationalen Wettbewerb „Open Worldwide“.<br />

Es gibt insgesamt 62 Kategorien für die verschiedenen<br />

teilnehmenden Gruppen (Radio, Outdoor,<br />

Press, Film, Design & Art Direction, Interactive,<br />

Media und PR). Verliehen werden ein Grand<br />

Prix, Golden und Silver Drum, Golden Watch, Best<br />

Act Award, Production House Award, Golden Net<br />

und Golden Rose Award.<br />

Veranstalter: Golden Drum Advertising Festival<br />

Infos: www.goldendrum.com<br />

International Sponsoring Award<br />

Der Sponsoringverband FASPO und der deutsche<br />

Kommunikationsverband vergeben alljährlich den<br />

International Sponsoring Award. Ausgezeichnet<br />

werden herausragende Sponsoringkonzepte aus<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz.<br />

Veranstalter: Fachverband für Sponsoring FASPO<br />

Infos: www.faspo.de


Jahrbuch der <strong>Werbung</strong><br />

Das Jahrbuch der <strong>Werbung</strong> ist das Standardwerk in<br />

der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche.<br />

Bereits zum 4<strong>7.</strong> Mal veröffentlicht es<br />

die beste branchenspezifische <strong>Werbung</strong>. ZugelassensindBeiträgeausdenKategorienPrint,Ambient<br />

Media,Events,DirectMarketing,TV-/Kino-Spots,<br />

Funkspots,Online-<strong>Werbung</strong>undMultimediasowie<br />

auch integrierte Kampagnen.<br />

Veranstalter: Econ Verlag<br />

Infos: www.jdw.de<br />

LeadAwards<br />

Die LeadAwards stützen sich auf vier Säulen: eine<br />

Ausstellung, die Preisverleihung, ein Symposium<br />

und das Jahrbuch. In den Hauptkategorien Zeitschriften,<br />

Design, Fotografie, Anzeigen und Online<br />

werden herausragende Arbeiten präsentiert.<br />

Zusätzlich wird ein Publikumspreis vergeben.<br />

Besonders begehrt sind die Ehrungen „Lead Magazin<br />

des Jahres“, „Kampagne des Jahres“, „Foto des<br />

Jahres“ und „Online-Dienst des Jahres“. Eine<br />

Bewerbung ist nicht möglich, das Auswahl- und<br />

Vorschlagsrecht liegt ausschließlich bei den Gremien<br />

der LeadAwards selbst.<br />

Veranstalter: Leadacademy für Medien e.V.<br />

Infos: www.leadawards.de oder<br />

www.leadacademy.de<br />

London International Award<br />

Bei den renommierten London International<br />

Awards werden Werbemittel jeglicher Herkunft<br />

sowie Einreichungen in den Kategorien Design<br />

und Digital Media ausgezeichnet. Es gibt keinerlei<br />

Beschränkungen bezüglich Art oder Herkunft der<br />

Arbeiten. Seit 2009 gibt es „The NEW Category“,<br />

ab 2010 werden die Einreichungen unterteilt in<br />

Television/Cinema/OnlineFilm–Techniqueund<br />

Musik, unabhängig vom Medium.<br />

Veranstalter: London International Awards (LIA)<br />

Infos: www.liaawards.com<br />

Moscow International Advertising<br />

Festival<br />

Das Moskauer International Advertising Festival<br />

zeichnet alljährlich die besten eingereichten Arbeiten<br />

in den Bereichen „TV/Cinema Advertising“<br />

und „Print and Outdoor Advertising“ mit einem<br />

Grand Prix aus. Weitere Kategorien, die bewertet<br />

werden, sind Radio, Grafik Design, Verpackung<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

und viele mehr. Zusätzlich werden der „Press Prize“<br />

und ein Preis für die „Advertising Person of the<br />

Year“ vergeben.<br />

Veranstalter: Moscow International Advertising<br />

and Marketing Festival Red Apple<br />

Infos: http://festival.ru/en<br />

One Show<br />

Die One Show ist eine der wichtigsten Kreativ-<br />

Award-Shows der Welt. Eingereicht werden können<br />

alle Arbeiten in den Kategorien Print, Radio,<br />

TV, Design, Interactive und New Media. Bewertet<br />

wird von einer hochkarätigen Jury aus Top-Creative<br />

Directors. Darüber hinaus gibt es auch eine<br />

„College“-Kategorie, in der Arbeiten des kreativen<br />

Nachwuchses präsentiert werden.<br />

Veranstalter: The One Club for Art and Copy<br />

Infos: www.oneclub.org<br />

Radiostars<br />

AS&S Radio GmbH ruft die Werbewelt jährlich<br />

auf, die kreativsten Radiospots und -Kampagnen<br />

einzureichen, um die Radiostars des Jahres zu<br />

küren. Eine Jury bewertet die eingereichten Spots<br />

und Kampagnen individuell und unabhängig in<br />

sechs Kategorien: Text, Musik, Idee, SFX, Kampagne<br />

und Crossmedia.<br />

Veranstalter: AS&S Radio<br />

Infos: www.radiostars.de<br />

RAMSES<br />

Mit dem „RAMSES Kreativ Award“ zeichnet der<br />

führende deutsche Audiovermarkter RMS jedes<br />

Jahr herausragende kreative Leistungen in der<br />

Audiowerbung aus. Der Preis wird in Gold, Silber<br />

und Bronze in den vier Kategorien Brand, Idea,<br />

Talent und Success vergeben.<br />

Veranstalter: Radio-Marketing-Service Hamburg<br />

Infos: www.rms.de oder www.ramses-award.de<br />

Red Dot Design Award<br />

Der Red Dot Design Award unterteilt sich in drei<br />

Bereiche, die unabhängig voneinander ausgeschriebenundjuriertwerden:productdesign,communication<br />

design und design concept. Designer,<br />

Agenturen, Designbüros und Auftraggeber können<br />

ihre innovativsten und fantasievollsten Arbeiten<br />

einem hochkarätigen Expertengremium präsentieren.HeißbegehrteTrophäeistder„reddot“,<br />

das in Fachkreisen hoch geschätzte internationale<br />

119


Siegel für Designqualität.<br />

Veranstalter: red dot<br />

Infos: www.red-dot.de<br />

Schweizer Dialogmarketing-Preis<br />

PrämiertwerdenkreativeIdeenundraffinierteStrategien<br />

von Dialogkampagnen. Zusätzlich zu den<br />

Bewerben Adressierte Mailings Business-to-Consumer<br />

(2D und 3D), Adressierte Mailings Businessto-Business,<br />

Gedruckte, nicht personalisierte Werbemittel,<br />

Elektronische Medien, Guerilla Marketing,<br />

Ausländische Kampagnen, Mehrstufige Dialogprogramme<br />

und Crossmediale Kampagnen gibt<br />

es vier Spezialkategorien (u. a. Publikumspreis).<br />

Veranstalter: Verein Schweizer Dialogmarketing-<br />

Preis<br />

Infos: www.dm-preis.ch<br />

ZeitungKreativ<br />

„Anzeige des Jahres – Preis der Jury“ und<br />

„New(s)comers Best“ sind die zwei ZeitungKreativ-Wettbewerbe<br />

der ZMG Zeitungs-Marketing<br />

Gesellschaft. Kunden und Agenturen, die sich kreativ<br />

und überzeugend mit den Möglichkeiten des<br />

Werbeträgers Zeitung befasst haben, werden damit<br />

in ihrer Arbeit bestätigt. Der „New(s)comers Best“<br />

richtet sich speziell an junge Talente.<br />

Veranstalter: Zeitungs-Marketing-Gesellschaft<br />

ZMG<br />

Infos: www.zmg.de<br />

100 Beste Plakate<br />

Plakatgestalter, Druckereien und Auftraggeber aus<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz sind eingeladen,<br />

die im jeweiligen Vorjahr veröffentlichten<br />

Plakate aller Genres und Drucktechniken einzureichen.<br />

Diese werden nach den anerkannten Kriterien<br />

des Grafik Designs beurteilt. Preisträger werden<br />

in einem Jahrbuch und mehreren Ausstellungen<br />

veröffentlicht.<br />

Veranstalter: Verein 100 Beste Plakate<br />

Infos: www.100-beste-Plakate.de<br />

Weitere internationale Awards:<br />

New York Festivals<br />

Inkl. International Advertising Awards, Innovative<br />

Advertising Awards, International Television & Film<br />

Awards, Radio Programming Awards.<br />

www.newyorkfestivals.com<br />

120<br />

ADGAR Gewinner 2010<br />

Kreativer Einsatz von Printwerbung<br />

Gold-Gewinner, Auftraggeber: Österreichischer<br />

Tierschutzverein<br />

Mediaagentur: Initiative Media<br />

Kreativagentur: Springer & Jacoby<br />

������������ ������ ������<br />

Kategorie „Handel“<br />

Gold-Gewinner<br />

Auftraggeber: Shoe 4 You<br />

Agentur: Draftfcb Partners


Twobai.<br />

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Buchungszeitraum bis 15.3.2009, Reisezeitraum: 1.3.–30.6.2009. Bes. Anwendungsbest. Stand 1.2.2009.<br />

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braucht kein Chemie.<br />

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www.austrian.com<br />

Kategorie „Dienstleistungen“<br />

Gold-Gewinner, Auftraggeber: Austrian Airlines,<br />

Agentur: Jung von Matt/Donau<br />

Kategorie „Konsum- und Industriegüter“<br />

Gold-Gewinner, Auftraggeber: AGRANA – <strong>Wien</strong>er Zucker<br />

Agentur: Demner, Merlicek und Bergmann<br />

Sehen, was hinten passiert: die Rückfahrkamera.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Kategorie<br />

„Auto & Motor“<br />

Gold-Gewinner<br />

Auftraggeber:<br />

Mercedes Benz<br />

Agentur: Jung von<br />

Matt/Donau<br />

Print-Werber des Jahres 2009: Spar<br />

BEIJING 2008: WE TAKE A CLOSER LOOK!<br />

Kategorie „Social Advertising“<br />

Gold-Gewinner, Auftraggeber: Amnesty International<br />

Agentur: Draftfcb Partners<br />

121


Best of Corporate Publishing<br />

Der BCP ist mit über 600 eingereichten Publikationen<br />

der größte CP-Wettbewerb in Europa. Seit 2003<br />

werden die besten Unternehmenspublikationen aus<br />

dem deutschsprachigem Raum mit dem BCP Best<br />

of Corporate Publishing Award ausgezeichnet.<br />

www.bcp-award.com<br />

HORIZONT Award<br />

HORIZONT verleiht jährlich den begehrten Branchenpreis<br />

in den Kategorien Unternehmen, Agenturen<br />

und Medien. Die „Männer und Frauen des<br />

Jahres“ zeichnen sich durch ihre persönliche Leistung,<br />

ihren unternehmerischen Mut, ihr Engagement<br />

und die Konsequenz ihrer Arbeit für die Branche<br />

aus.<br />

www.horizontaward.net<br />

Best new 18/1<br />

Nicht die künstlerische Originalität, sondern die<br />

klare Botschaft, die schnell verstanden wird, steht<br />

im Mittelpunkt. Mit dem Preis ausgezeichnet wird<br />

das Plakat, das nach Ansicht der Jury die effektivste<br />

Werbeansprache hat und schnell Reichweite aufbauen<br />

kann.<br />

www.bestnew18-1.de<br />

Ed Awards<br />

www.ed-awards.com<br />

Effie Global<br />

www.effie.org<br />

Europrix<br />

www.europrix.org<br />

Web Award<br />

www.webaward.org<br />

Österreichische Werbepreise<br />

Adebar<br />

Der burgenländische Werbepreis wird seit 2006<br />

alle zwei Jahre ausgerichtet. Um auch zwischen<br />

den Adebar-Jahren Akzente zu setzen, wurde der<br />

„Rabeda“ geschaffen. Während der Adebar die<br />

kreativsten Arbeiten auf dem Gebiet der Marktkommunikation<br />

im Burgenland auszeichnet, soll<br />

der Rabeda ab 2009 als Werbeevent für Querden-<br />

122<br />

CCA Venus Gewinner 2010<br />

Gold-Gewinner<br />

A. Darbo AG, Der lange Weg<br />

Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann<br />

Gold-Gewinner<br />

Mercedes-Benz/Standard Titelseite<br />

Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur<br />

Gold-Gewinner<br />

Mercedes-Benz/Splitview<br />

Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur


Gold-Gewinner<br />

T-Mobile Austria GmbH, Rain of Flowers<br />

Agentur: Publicis Group Austria<br />

Gold-Gewinner<br />

EasyMotion GmbH, Easy Motion Rent a Car<br />

Agentur: Jung von Matt/Donau Werbeagentur<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Gold-Gewinner<br />

this human world — Filmfestival für Menschenrechte,Tied<br />

Up<br />

Agentur: WIEN NORD<br />

Gold-Gewinner<br />

Robert La Roche London Bilderbuch<br />

Agentur: luffup – Büro für Grafik und <strong>Werbung</strong><br />

123


ker ganz neue Maßstäbe für einen burgenländischen<br />

Branchentalk setzen.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der WK Burgenland<br />

Infos: www.adebar.at<br />

ADGAR<br />

Seit 26 Jahren vergibt der VÖZ seinen Werbepreis,<br />

anfangs als „Print Oscar“, heute unter dem Titel<br />

„ADGAR“. Die ADGARs werden in folgenden<br />

Kategorien vergeben: Handel, Dienstleistungen,<br />

Konsum- und Industriegüter, Auto und Motor,<br />

Social Advertising, Kreativer Einsatz von Print,<br />

Printwerber des Jahres und best young team. Ein<br />

Sonderpreis wird für „Kreativer Einsatz von Onlinewerbung“<br />

auf Mitgliedsportalen des VÖZ verliehen.<br />

In den Kategorien „Kreativer Einsatz von Print“,<br />

„Printwerber des Jahres“ und „best young team“<br />

und dem Sonderpreis wird der Preis in einer<br />

Gesamtjahreswertung vergeben. Für alle anderen<br />

Kategorien werden zunächst pro Kategorie zehn<br />

Finalisten ausgewählt. Diese treten dann im Jahresfinale<br />

im Rennen um den ADGAR an.<br />

Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />

(VÖZ)<br />

Infos: www.adgar.at oder www.voez.at<br />

Adolf Loos Staatspreis Design<br />

Der „Adolf Loos Staatspreis Design“ ist Österreichs<br />

bedeutendster Design-Wettbewerb mit internationaler<br />

Ausrichtung. Er wird im Zweijahres-Rhythmus<br />

im Rahmen einer Public-Private-Partnership<br />

vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie<br />

und Jugend und der Raiffeisenlandesbank NÖ-<br />

<strong>Wien</strong> gemeinsam mit Design Austria und dem Bundeskanzleramt<br />

ausgelobt. Kategorien: Produktgestaltung,<br />

Räumliche Gestaltung und Experimentelles<br />

Design.<br />

Veranstalter: Design Austria<br />

Infos: www.designaustria.at<br />

Austrian Event Award<br />

Der Austrian Event Award wird für herausragende<br />

Leistungen im Bereich des Eventmarketings und<br />

der Erlebniskommunikation in Gold, Silber und<br />

Bronze verliehen. Zusätzlich gibt es ab 2009 einen<br />

Sonderpreis für „Green Events“.<br />

Veranstalter: Eventwerkstatt<br />

Infos: www.eventaward.at<br />

124<br />

Columbus Gewinner 2009<br />

Kategorie „WEB 2.0“ Gold-Gewinner<br />

Autraggeber: Samsung Electronics Austria<br />

Agentur: Traktor Werbeagentur GmbH<br />

Kategorie: „D-A-C-H“ Gold-Gewinner<br />

Auftraggeber: Deutsche Lufthansa AG<br />

Agentur: Wunderman Germany & Austria


Kategorie: „Social“ Gold-Gewinner<br />

Auftraggeber: Amnesty International<br />

Agentur: Draftcb Partners<br />

Kategorie „Flat Mailing“ Silber-Gewinner<br />

Auftraggeber: Hutchison 3G Austria GmbH<br />

Agentur: Dialogschmiede GmbH<br />

Kategorie „Direct Sales Promotion“ Silber-Gewinner<br />

Auftraggeber: McDonald’s Werbegesellschaft m.b.H.<br />

Agentur: Red Urban GmbH<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Kategorie: „Direct Response“ Silber-Gewinner<br />

Auftraggeber: Österr. Lotterien Gesellschaft m.b.H.<br />

Agentur: PKP BBDO Werbeagentur GmbH<br />

Kategorie „Agentur Eigenwerbung“ Silber-Gewinner<br />

Auftraggeber: Blaupapier<br />

Agentur: Freie Kreative Werbe & PR Agentur GmbH<br />

Kategorie „Pharma“ Silber-Gewinner<br />

Auftraggeber: Bayer Austria Ges.m.b.H.<br />

Agentur: PKP BBDO Werbeagentur GmbH<br />

125


Austrian Sales Promotion Award<br />

Zum Austrian Sales Promotion Award können Promotions<br />

aus ganz Österreich eingereicht werden.<br />

Der Award wird in zehn unterschiedlichen Kategorien<br />

verliehen, wobei heuer erstmals in zwei neuen<br />

Kategorien auch die besten Kampagnen im Ambient<br />

Media Bereich von der hochkarätig besetzten Fachjury<br />

in Gold, Silber und Bronze gekürt werden.<br />

Veranstalter: Austrian Federation of Sales Promotion<br />

AFSP<br />

Infos: www.afsp.at<br />

best YET<br />

Der VÖZ bietet österreichischen Jungkreativen seit<br />

2006 die Chance, bei der europäischen „best YET“-<br />

Competition dabei zu sein. Der „best YET – best<br />

European Young Team“ ist der bedeutendste europäische<br />

Wettbewerb für den Werbenachwuchs im<br />

Bereich der Printwerbung.<br />

Veranstalter: Verband Österreichischer Zeitungen<br />

VÖZ<br />

Infos: www.voez.at<br />

Caesar und Caesarino<br />

Neben dem „Caesar“ in Gold für die beste Werbekampagne<br />

vergibt die <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> &<br />

Marktkommunikation der Wirtschaftskammer<br />

Oberösterreich auch einen Caesar in Gold für die<br />

besten Einzelleistungen in den Bereichen Print,<br />

Internet, Packaging, Direct Mailing, Event, Hörfunk,<br />

Film/Fernsehen, PR und Web. Dazu kommt<br />

der „Caesarino“ für den besten Werbenachwuchs.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer Oberösterreich<br />

Infos: www.werbung-ooe.at oder<br />

http://caesar.screenteam.at<br />

CCA Venus<br />

Der CCA bietet den Gewinnern der „Venus“ für kreative<br />

Werbearbeiten einen besonderen Anreiz. Die<br />

österreichischen Preisträger steigen automatisch in<br />

den Wettbewerb auf europäischer Ebene beim ADC<br />

Europa auf. Weiters bietet die CCA Venus als einer<br />

von wenigen Wettbewerben die Kategorie „Creative<br />

Media“, in der die ungewöhnliche, kreative Nutzung<br />

von Medien, ein innovatives Zusammenspiel von<br />

Medien oder aber auch neue, kreative Zugänge zur<br />

Funktionsweise von Medien ausgezeichnet werden.<br />

Veranstalter: Creative Club Austria CCA<br />

Infos: www.creativclub.at<br />

126<br />

Effie Gewinner 2009<br />

Kategorie „Pharma“ Gold-Gewinner<br />

Awareness-Kampagne HIV/Aids<br />

Agentur: ikp <strong>Wien</strong> PR und Lobbying GmbH<br />

Kategorie „Handel“ Gold-Gewinner Möbelixman<br />

Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann


Kategorie „Soziales“ Gold-Gewinner<br />

Schmetterlingskinder<br />

Agentur: Lowe GGK Werbeagentur<br />

GesmbH<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Kategorie „Konsumgüter<br />

Food/Beverages“ Gold-Gewinner<br />

Pedigree Gelenk Aktiv+<br />

Agentur: MediaCom<br />

Kategorie „Konsumgüter Non Food“<br />

Gold-Gewinner Volum’Express Mascara<br />

Agentur: McCann Erickson<br />

Kategorie „Dienstleistungen“<br />

Gold-Gewinner bob<br />

Agentur: Demner, Merlicek &<br />

Bergmann<br />

127


Columbus<br />

Vergeben wird der „Columbus“, der Österreichische<br />

Direct Marketing-Preis, in den Kategorien Konsumgüter,<br />

Gebrauchsgüter, Integrierte Kampagne, Dienstleistungen,<br />

Investitionsgüter, Telemarketing usw.<br />

Veranstalter: Dialog Marketing Verband Österreich<br />

DMVÖ<br />

Infos: www.dmvoe.at<br />

EFFIE<br />

Der vom Austrian Chapter der IAA (International<br />

Advertising Association) verliehene EFFIE ist der<br />

wichtigste Effizienz-Preis Österreichs. Er zeichnet<br />

Marketing-Kommunikation aus, die ausgewiesen wirkungsvoll,<br />

kreativ und effizient, bezogen auf ihr Kosten-<br />

Nutzenverhältnis und ehrgeizige Marketingziele, ist.<br />

Veranstalter: Austrian Chapter der IAA<br />

Infos: www.effie.at<br />

Goldener Hahn<br />

Der „Goldene Hahn“ ist die Auszeichnung für hervorragende<br />

niederösterreichische Werbeleistungen,<br />

die jährlich vergeben wird. Echte <strong>Werbung</strong>, sprich<br />

brillante Werbemaßnahmen mit kleineren Budgets<br />

und Realitätsnähe, steht im Vordergrund. Eine Jury<br />

ermittelt die Preisträger in insgesamt 13 Kategorien<br />

– darunter die beliebten Klassiker wie Plakat, Kampagne,<br />

PR, Design, Dialogmarketing oder Neue<br />

Medien. Seit 2009 ebenfalls mit von der Partie ist die<br />

Prämierung der besten Funkspots und Filme. Und<br />

auch das Publikum darf entscheiden und einen<br />

Zusatzpreis in der Kategorie Kampagne vergeben.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer Niederösterreich<br />

Infos: www.goldenerhahn.or.at<br />

Green Panther<br />

Die Green Panther Gala, bei der die Preise für hervorragende<br />

Werbeleistungen verliehen werden, ist der traditionelle<br />

Höhepunkt des steirischen Werbejahres.<br />

Awards werden in den Kategorien Kampagne, Outdoor<br />

Advertising, Print Media Communications,<br />

Motion Pictures, Corporate Design, Print-Design,<br />

Direct Marketing, Event, Internet und Outside the Box<br />

verliehen. Junge Kreative wurden 2010 erstmals aufgefordert,<br />

sich für den „Young Creatives Panther“ mittels<br />

eines Webvideos zum Thema Intoleranz zu bewerben.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

der Wirtschaftskammer Steiermark<br />

Infos: www.greenpanther.at<br />

128<br />

EFFIE Gewinner 2009<br />

Kategorie „Gebrauchsgüter“<br />

Gold-Gewinner Fiat 500<br />

Agentur: Leo Burnett Werbeagentur GmbH & Co KG<br />

Kategorie<br />

„Handel“<br />

Gold-Gewinner<br />

Kia Cee´d<br />

Agentur: matrix,<br />

Dr. Hochegger<br />

Marketingconsulting<br />

GmbH


Kategorie „Finanzdienstleistungen“<br />

Gold-Gewinner Volksbank<br />

Agentur: Demner, Merlicek &<br />

Bergmann Werbeges.m.b.H.<br />

Kategorie<br />

„Konsumgüter<br />

Food/Beverages“<br />

Gold-Gewinner<br />

Paracelsus Zwickl<br />

Agentur: Demner,<br />

Merlicek & Bergmann<br />

Werbeges.m.b.H.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Impactissimo<br />

Mit dem Impactissimo würdigt die Epamedia die<br />

besten Kampagnen im Public Space Advertising.<br />

Prämiert werden die effizientesten Plakate und City<br />

Lights Österreichs. Seit 2008 werden außerdem<br />

Preisträger in der Kategorie „Digital Signage“<br />

ermittelt. Und auch die Gäste der Impactissimo-<br />

Gala haben ein Wörtchen mitzureden: Aus fünf<br />

Nominierten wird via Saal-Voting der Publikums-<br />

Sieger gekürt.<br />

Veranstalter: Epamedia – Europäische Plakat- und<br />

Außenmedien GmbH<br />

Infos: www.epamedia.at<br />

Joseph Binder Award<br />

Dieser internationale Design-Wettbewerb wird jährlich<br />

veranstaltet. Er umfasst abwechselnd die Gestaltungsbereiche<br />

Grafik Design & Illustration (2D) als<br />

eigenständigen Wettbewerb und Raumgestaltung<br />

(3D) als Kategorie im Rahmen des Adolf Loos Staatspreises<br />

Design im Bereich Produkt-Design. Im<br />

Bereich Media Design & Digitales Gestalten (4D)<br />

wird im Rahmen des Staatspreises Multimedia ein<br />

Sonderpreis gestiftet.<br />

Veranstalter: design austria<br />

Infos: www.designaustria.at<br />

Magazin Award<br />

Der „Magazin Award“ der Verlagsgruppe NEWS<br />

zeichnet jährlich die bemerkenswertesten Magazinanzeigen<br />

aus und würdigt außergewöhnliche<br />

Kampagnenideen und Umsetzungen. Einreichen<br />

können Werbeagenturen und Auftraggeber von<br />

<strong>Werbung</strong> in den Magazinen der Verlagsgruppe.<br />

Prämiert wird in sieben Kategorien, darunter Social<br />

& Non Profit. Jenes Sujet, das insgesamt am besten<br />

abgeschnitten hat, erhält den Grand Prix.<br />

Veranstalter: Verlagsgruppe NEWS<br />

Infos: www.magazinaward.at<br />

Media Award<br />

Im Spannungsfeld von Werbekunden, Agenturen<br />

und Medien entstehen permanent neue, innovative<br />

Ideen und Lösungen. Media und Media-Agenturen<br />

nehmen in den letzten Jahren eine immer wichtigere<br />

Rolle in der strategischen Marktkommunikation<br />

ein. Die Media Awards zeichnen daher<br />

Media agenturen, Werbetreibende und Werbeagenturen<br />

für ihre hervorragenden Medialeistungen<br />

in den Kategorien „Kreative Media-Idee“ und<br />

129


„Exzellente Media-Strategie“ aus.<br />

Veranstalter: Plasser Consulting<br />

Infos: www.media-award.at<br />

Multimedia und E-Business Staatspreis<br />

Der „Multimedia und E-Business Staats-, Innovations-<br />

und Förderpreis“ wird vom Bundesministerium<br />

für Wirtschaft, Familie und Jugend gemeinsam<br />

mit der Wirtschaftskammer Österreich ausgeschrieben.<br />

Ab 2010 wird der Staatspreis im Zweijahresrhythmus<br />

vergeben. Ausgezeichnet werden<br />

die besten und kreativsten Einreichungen, weiters<br />

gibt es Innovationspreise zu den Themen „Mobile<br />

Anwendungen und Dienste“, „Interaktives digitales<br />

TV“ und den Förderpreis für junge Kreative<br />

sowie eine Sonderkategorie.<br />

Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />

Familie und Jugend<br />

Infos: www.multimedia-staatspreis.at<br />

ORF-Werbehahn<br />

Der ORF zeichnet alljährlich die besten nationalen<br />

und regionalen Radiospots mit dem „ORF-Werbehahn“<br />

aus. Die Preisträger werden von einer hochkarätig<br />

besetzten Jury aus Branchenexperten in<br />

Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut<br />

TriConsult ermittelt und hinsichtlich Gesamteindruck,<br />

Kreativität der Umsetzung und Auffälligkeit<br />

beurteilt. In der 2008 erstmals prämierten Kategorie<br />

„Best Use of Music“ wird die beste Verwendung<br />

von Musik in einem Werbespot ausgezeichnet.<br />

Veranstalter: ORF<br />

Infos: http://enterprise.orf.at/werbehahn<br />

printissimo, emballissimo<br />

„Printissimo“ und „Emballissimo“ sind Preise der<br />

österreichischen Papierindustrie, die damit die kreativsten<br />

und außergewöhnlichsten Produktionen auf<br />

Papier, Karton und Wellpappe auszeichnet. Der<br />

Printissimo prämiert in den Kategorien Prospekt,<br />

Editorial, Image, Direct und Art.<br />

Den Emballissimo gibt es für funktionale, innovative<br />

Verpackungslösungen in den Kategorien Tragendes,<br />

Umhüllendes, Gewelltes, Dreidimensionales<br />

sowie Funktionales.<br />

Veranstalter: Austropapier<br />

Infos: www.austropapier.at<br />

130<br />

PR Wissenschaftspreis<br />

Der Public Relations Verband Austria verleiht jährlich<br />

für positiv beurteilte Masterthesen an Universitätslehrgängen,<br />

abgeschlossene und approbierte<br />

Diplomarbeiten an Fachhochschulen, Diplom-/<br />

Magister-/Masterarbeiten an Universitäten sowie<br />

alle drei Jahre für Dissertationen auf dem Gebiet der<br />

Öffentlichkeitsarbeit den „Österreichischen Wissenschaftspreis<br />

für Public Relations“.<br />

Veranstalter: Public Relations Verband Austria PRVA<br />

Infos: www.prva.at<br />

Salzburger Landespreis für Marketing,<br />

Kommunikation und Design<br />

Die Wirtschaftskammer Salzburg vergibt den „Salzburger<br />

Landespreis für Marketing, Kommunikation<br />

und Design“ jährlich in insgesamt 15 Kategorien.<br />

Teilnahmeberechtigt sind Mitgliedsbetriebe<br />

der Wirtschaftskammer Salzburg (FG <strong>Werbung</strong> &<br />

Marktkommunikation, FV der Audiovisions- und<br />

Filmindustrie, Landesinnung der Fotografen).<br />

Veranstalter: Wirtschaftskammer Salzburg<br />

Infos: www.salzburger-landespreis.at<br />

Staatspreis für Marketing<br />

Mit dem „Staatspreis für Marketing“ werden innovative<br />

strategische Marketingkonzepte ausgezeichnet.<br />

Entscheidend für die Zuerkennung des Staatspreises<br />

Marketing sind nicht Unternehmensgröße,<br />

Branche oder Budgethöhe, sondern Qualität,<br />

betriebswirtschaftlicher Nutzen und Innovation.<br />

Nach einer Änderung des Konzepts wird der nächste<br />

Preis erst wieder 2011 verliehen und dann alle<br />

zwei Jahre.<br />

Veranstalter: Österreichisches Produktivitäts- und<br />

Wirtschaftlichkeits-Zentrum ÖPWZ<br />

Infos: www.opwz.com<br />

Staatspreis für Public Relations<br />

Zur Förderung der professionellen und verantwortungsvollen<br />

Öffentlichkeitsarbeit verleiht der Bundesminister<br />

für Wirtschaft, Familie und Jugend jährlich<br />

den „Staatspreis für Public Relations“. Ausgezeichnet<br />

werden besondere Leistungen auf dem<br />

Gebiet der Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit<br />

bzw. institutionelle Kommunikation) in fünf Kategorien.<br />

Veranstalter: Public Relations Verband Austria PRVA<br />

Infos: www.prva.at


Staatspreis Vorbildliche Verpackung<br />

Der Einsatz ganzheitlicher, umfassender Lösungen<br />

im Verpackungsbereich und die Verbesserung des<br />

Images von Verpackung sollen durch die Verleihung<br />

des Staatspreises „Vorbildliche Verpackung“<br />

gefördert werden. Der Staatspreis kann für je eine<br />

Verpackung aus dem Konsumbereich und dem<br />

Transportsektor verliehen werden. Teilnahmeberechtigt<br />

sind Erzeuger, Verwender und Gestalter<br />

von Packmitteln, -hilfsmitteln, Packstoffen, Verpa -<br />

ckungen als Verkaufshilfe, Displays, Verpackungssystemen<br />

und verpackungsverwandten Erzeugnissen.<br />

Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />

Familie und Jugend, Österreichisches Institut für<br />

Verpackungswesen<br />

Infos: www.verpackungsinstitut.at<br />

Staatspreis <strong>Werbung</strong><br />

Der Staatspreis <strong>Werbung</strong> hat das Ziel, durch Prämierung<br />

beispielhafter österreichischer Werbekampagnen<br />

Maßstäbe für Qualitätswerbung zu setzen.<br />

Alljährlich wird der Staatspreis <strong>Werbung</strong> für die<br />

beste Werbekampagne sowie in den Kategorien<br />

Werbefilm und Print/Outdoor verliehen. Die mit<br />

dem Staatspreis oder einer Nominierung ausgezeichneten<br />

Werbekampagnen werden in einem<br />

Katalog präsentiert.<br />

Veranstalter: Bundesministerium für Wirtschaft,<br />

Familie und Jugend<br />

Infos: www.bmwfj.gv.at<br />

Tirolissimo<br />

Der Werbepreis der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation der Wirtschaftskammer<br />

Tirol prämiert die besten Arbeiten von Tiroler Werbeunternehmen.<br />

Die Arbeiten können in 19 Kategorien<br />

– vom Tourismusprospekt über Messebau<br />

bis zum Industriefilm – eingereicht werden. Die von<br />

der Jury als beste aller Einreichungen beurteilte<br />

Arbeit erhält die Auszeichnung „Sonderpreis der<br />

Jury“.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

Tirol<br />

Infos: www.tirolissimo.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Top Spot<br />

Seit 1988 zeichnen der ORF und die ORF-Enterprise<br />

alljährlich die beliebtesten TV-Werbespots<br />

der Österreicherinnen und Österreicher aus. Ab<br />

2010 erfolgt die Bewertung in zwei Stufen. Eine<br />

Expertenjury wählt die fünf besten nationalen Fernsehspots,<br />

die anschließend ins Top-Spot-Finale mit<br />

Publikumswahl kommen. Jene drei Spots mit den<br />

meisten Votes werden mit der Werbetrommel in<br />

Gold, Silber bzw. Bronze ausgezeichnet. Zusätzlich<br />

wird ein Sonderpreis für den besten Spot mit sozialem<br />

Anliegen vergeben.<br />

Veranstalter: ORF<br />

Infos: http://enterprise.orf.at<br />

Twister<br />

Mit dem Twister – dem Carinthian Advertising<br />

Award – werden von der <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> und<br />

Marktkommunikation alle zwei Jahre die kreativs -<br />

ten Kärntner Werber ausgezeichnet. Das nächste<br />

Mal wird der Kärntner Landeswerbepreis im Jahr<br />

2012 verliehen. Vergeben werden zwölf Twister<br />

und vier Sonderpreise.<br />

Veranstalter: <strong>Fachgruppe</strong> <strong>Werbung</strong> & Marktkommunikation<br />

Kärnten, Agentur Fox<br />

Infos: www.twister.at<br />

WebAd<br />

Der WebAd ist der größte Preis für Onlinewerbung<br />

in Österreich. In mehreren Kategorien werden vom<br />

IAB (Internet Advertising Bureau) Austria jährlich<br />

die Kampagnen prämiert, die im Internet geschaltet<br />

und von einer Jury aus Werbe-Spezialisten als<br />

positiv bewertet wurden.<br />

Veranstalter: Internet Advertising Bureau IAB Austria<br />

Infos: www.iab-austria.at<br />

Young Lions<br />

Young Lions ist der Wettbewerb für junge, kreative<br />

Werber bis 28 Jahre und gleichzeitig die österreichische<br />

Vorausscheidung für das größte Werbefestival<br />

in Cannes. Die ORF-Enterprise veranstaltet<br />

jährlich nationale Wettbewerbe in den Disziplinen<br />

Print, Cyber, Media und Film. Die Gewinner fliegen<br />

zu den Cannes Lions, dem bekanntesten und<br />

renommiertesten Werbefestival der Welt.<br />

Veranstalter: ORF<br />

Infos: www.younglions.at<br />

131


Fachmedien I Fachkongresse I Marktstudien I Nachschlagewerke I Standardwerke<br />

Anhang<br />

132


08<br />

Fachmedien<br />

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten österreichischen<br />

und internationalen Fachmedien der Kommunikationsbranche<br />

in alphabetischer Reihenfolge:<br />

a3Boom!<br />

a3 Wirtschaftsverlag GmbH, <strong>Wien</strong>er Straße 2/1/6,<br />

2340 Mödling, a3@a3verlag.com, www.a3verlag.com<br />

Absatzwirtschaft<br />

Verlagsgruppe Handelsblatt AG, Kasernenstraße 67,<br />

D-40213 Düsseldorf, www.absatzwirtschaft.de<br />

AdAge<br />

The Ad Age Group, Crain Communications Inc., 711<br />

Third Avenue, New York, NY 10017-4036, USA,<br />

www.adage.com<br />

director – Corporate Publishing in<br />

Österreich<br />

Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />

office@albatros-media.at, www.director.co.at<br />

Bestseller<br />

Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />

Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />

www.manstein.at<br />

Campaign<br />

174 Hammersmith Road, London, W6 7JP,<br />

United Kingdom, campaign@haymarket.com,<br />

www.campaignlive.com<br />

Creativity<br />

Crain Communications Inc., 711 Third Avenue,<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

New York, NY 10017-4036, USA,<br />

www.creativity-online.com<br />

Der Kontakter<br />

Verlag Werben & Kaufen GmbH,<br />

Hultschiner Straße 8, D-81677 München,<br />

webmaster@wuv.de, www.kontakter.de<br />

Der Österreichische Journalist<br />

Verlag Johann Oberauer GmbH,<br />

Fliederweg 4, 5301 Salzburg-Eugendorf,<br />

vertrieb@oberauer.com, www.journalist.at<br />

Direkt Marketing<br />

IM Marketing-Forum GmbH,<br />

Englerstraße 26, D-76275 Ettlingen,<br />

info@im-marketing-forum.de,<br />

www.im-marketing-forum.de<br />

Extradienst<br />

Mucha Verlag GmbH,<br />

Zieglergasse 1, 1072 <strong>Wien</strong>,<br />

www.extradienst.at<br />

Horizont<br />

Deutscher Fachverlag GmbH,<br />

Mainzer Landstraße 251,<br />

D-60326 Frankfurt am Main,<br />

www.horizont.net<br />

Auf den folgenden Seiten finden<br />

Sie nützliche Informationen zu<br />

Fachkongressen, Fachmedien,<br />

Standardwerken und Marktstudien<br />

sowie Nachschlagewerke aus dem<br />

In- und Ausland.<br />

Horizont Österreich<br />

Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />

Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />

www.horizont.at<br />

133


Impact Magazin<br />

IP Deutschland GmbH, Vermarktung von Medienwerbung,<br />

Picassoplatz 1, D-50679 Köln,<br />

kontakt@ip-deutschland.de, www.ip-deutschland.de<br />

Insider Report<br />

WeinlichVerlagsGmbH,Görgengasse23c,1190<strong>Wien</strong>,<br />

redaktion@insider.at, www.insider.at<br />

Intern<br />

Manstein ZeitschriftenverlagsgmbH,<br />

Brunner Feldstraße 45, 2380 Perchtoldsdorf,<br />

www.manstein.at<br />

Kressreport<br />

Haymarket Media GmbH | kress,<br />

Wieblinger Weg 17, D-69123 Heidelberg,<br />

www.kress.de<br />

Lürzers Archiv<br />

Lürzer GmbH, Keinergasse 29, 1030 <strong>Wien</strong>,<br />

www.luerzersarchive.com<br />

Medianet<br />

Medianet Verlag AG, Geiselbergstraße 15/1/4,<br />

1110 <strong>Wien</strong>, www.medianet.at<br />

MediaTrend Journal<br />

Springer Business Media Schweiz AG,<br />

Neugasse 10, Postfach 1753, CH-8031 Zürich,<br />

info@mediatrend.ch, www.mediatrend.ch<br />

MedienManager<br />

Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 <strong>Wien</strong>,<br />

office@albatros-media.at, www.medienmanager.at<br />

Messe & Event<br />

Event & Medienbeteiligungs- und Betriebs-GmbH<br />

1110 <strong>Wien</strong>, Leberstraße 122, office@schmid-verlag.at<br />

New Business<br />

New Business Verlag GmbH & Co KG,<br />

Nebendahlstraße 16, D-22041 Hamburg,<br />

www.new-business.de<br />

134<br />

New Business Österreich<br />

New Business Verlag GmbH,<br />

Otto-Bauer-Gasse 6, 1060 <strong>Wien</strong>,<br />

kontakt@newbusiness.at,<br />

www.newbusiness.at<br />

persönlich<br />

persönlich Verlags AG,<br />

Hauptplatz 5, Postfach 1260,<br />

CH-8640 Rapperswil,<br />

info@persoenlich.com, www.persoenlich.com<br />

PR Magazin<br />

Verlag Rommerskirchen GmbH & Co KG,<br />

Rolandshof, D-53424 Remagen,<br />

info@rommerskirchen.com,<br />

www.prmagazin.de<br />

PR Report<br />

Haymarket Media GmbH,<br />

Weidestraße 122a, D-22083 Hamburg,<br />

info@haymarket.de, www.prreport.de<br />

transfer –Werbeforschung und Praxis<br />

Österreichische Werbewissenschaftliche Gesellschaft,<br />

Augasse 2–6, 1090 <strong>Wien</strong>,<br />

wwg@wu-wien.ac.at,<br />

www.wwgonline.at<br />

w&v<br />

Europa-Fachpresse-Verlag GmbH & Co KG,<br />

Emmy-Noether-Straße 2/E, D-80992 München,<br />

www.wuv.de<br />

Werbeplanung.at update<br />

Medienwirtschaft Verlags GmbH,<br />

Nikolsdorfer Gasse 7–11. Top3, 1050 <strong>Wien</strong><br />

www.werbeplanung.at/update<br />

Werbewoche<br />

Springer Business Media Schweiz AG,<br />

Neugasse 10, Postfach 1753, CH-8031 Zürich,<br />

info@werbewoche.ch,<br />

www.werbewoche.ch


Fachkongresse<br />

Weiterbildung heißt auch Kongresse und Messen<br />

besuchen. Auf nationalen und internationalen Fachkongressen<br />

erfahren Sie alles über zielgruppengerechte<br />

Vermarktung und tauschen sich mit Kollegen<br />

aus der Branche aus.<br />

Access<br />

Seit Oktober 2004 ist die access alljährlicher Fixpunkt<br />

für österreichische und internationale Fachbesucher<br />

im Kongress-, Tagungs- und Incentive-<br />

Bereich. Die access richtet sich an internationale und<br />

österreichische Firmen-Entscheidungsträger aus<br />

Marketing, Verkauf und <strong>Werbung</strong>, wissenschaftliche<br />

Gesellschaften und Verbände, Agenturen, Opinion<br />

Leader, Berater, Trainer sowie Seminarveranstalter<br />

und Vertreter der Fachpresse. Das Hosted<br />

Buyer-ProgrammumfasstdiegezielteEinladungund<br />

Betreuung von 300 internationalen Entscheidungsträgern.<br />

Termin: 4.–5. Oktober 2010<br />

www.access-austria.at<br />

Deutscher Markenkongress<br />

Das Thema Marke ist in den letzten Jahren immer<br />

mehr in den Mittelpunkt getreten. Der Deutsche<br />

Markenkongress greift die aktuellen Themen des<br />

Markenmanagements auf. Hochkarätige Referenten<br />

präsentieren Beispiele aus der Praxis, die wertvolle<br />

Orientierung vermitteln.<br />

Termin: Anfang März 2011, Düsseldorf<br />

www.markenkongress.de<br />

Deutscher Marketing-Tag<br />

Der Deutsche Marketing-Tag ist ein jährlicher FachkongressfürMarketing-Manager.DereintägigeKongress<br />

versteht sich als Trendtag für Marketing-Entscheider<br />

aus allen Wirtschafts- und Beratungsbereichen<br />

in Deutschland.<br />

www.marketing-tag.de<br />

Deutscher Mediatag<br />

Marken-Kommunikation im Zeitalter des Paradigmenwechsels.<br />

In England ist es bereits so weit: Erstmals<br />

investieren <strong>Werbung</strong>treibende einen größeren<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Betrag in Internetwerbung als in das LeuchtturmmediumTV.AuchinDeutschlandsteigendieOnline-<br />

Spendings weiter. Der digitale Lifestyle, der Wunsch,<br />

das eigene Leben ganz besonders zu gestalten sowie<br />

ein wachsendes gesellschaftliches Mitbestimmungsdenken<br />

machen die Konsumenten zunehmend zum<br />

Bestandteil einer Marke. Wie sollen Unternehmen<br />

auf diesen Paradigmenwechsel eingehen und mitgestalten?<br />

Marketingstrategen, Fach- und Führungskräfte<br />

aus Media, Medien und Forschung sind herzlich<br />

dazu eingeladen, mit den DMT-Experten zu diskutieren.<br />

Termin: 2<strong>7.</strong> Jänner 2011<br />

www.wuv.de/seminare<br />

DMVÖ Congress<br />

Der DMVÖ Congress (vormals DICOM) ist der<br />

österreichische Dialog Marketing-Kongress des Dialog<br />

Marketing Verbandes Österreich (DMVÖ) und<br />

der wichtigste Event der Dialog Marketing-Szene<br />

Österreichs. Der DMVÖ Congress erweitert sich in<br />

Richtung neue Medien, mobile Anbieter und neue<br />

Branchen und liefert ein reichhaltiges Programm an<br />

Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen<br />

zum Themenkreis Dialog Marketing.<br />

Termin: 21. Oktober 2010<br />

www.dmvoe.at<br />

Internationaler Mediendialog<br />

Hamburg<br />

Beim Hamburger Dialog bieten zielgruppenorientierte<br />

Programmleisten top-aktuelle Themen, vermittelt<br />

von kompetenten Fachleuten, die konkrete<br />

Fragen zu Medien-, Marketing- und Werbethemen<br />

beantworten. Der Hamburger Dialog besteht aus<br />

fachübergreifenden Panels mit Machern aus Unternehmen<br />

und der Medienbranche.<br />

Nächster Termin voraussichtlich 2011<br />

www.mediendialog-hamburg.de<br />

IMPACT-Forum Österreich<br />

Im Rahmen der jährlichen Marketingfachmesse<br />

Impact auf dem Gelände des Messecenter Graz findet<br />

parallel das IMPACT-Forum statt. Dieses bietet<br />

135


Besuchern dreimal täglich ein perfektes Informationserlebnis<br />

durch Top-Referenten und Podiumsdiskussionen<br />

mit hochkarätigen Diskutanten.<br />

Messecenter Graz,<br />

www.messecentergraz.at<br />

IMPACT-Forum<br />

Das Impact-Forum ist eine Veranstaltung für Marketing<br />

und Kommunikation in Rottweil.<br />

www.impact-forum.de<br />

Marketingforum Linz<br />

Als österreichische Marketing-Großveranstaltung<br />

hat das Marketing Forum internationales RenommeeundbringtJahrfürJahrhundertenamhafteTeilnehmer<br />

aus dem In- und Ausland nach Linz. Es bietet<br />

den Teilnehmern die einmalige Chance, internationale<br />

Trends und Entwicklungen zu verfolgen,<br />

Expertenmeinungen zu aktuellen gesellschaftlichen<br />

und wirtschaftlichen Fragen zu hören und sich über<br />

Zukunftsperspektiven und Strategien zu informieren.<br />

Diese Aktualität und die hochkarätigen Referenten,<br />

die der Marketing Club jedes Jahr gewinnen<br />

kann,machendasMarketingForumzumPublikumsmagneten<br />

und zu einem Highlight der österreichischen<br />

Marketing-Szene.<br />

Termin: 15. Oktober 2010<br />

www.marketingclub-linz.at<br />

Medientage München<br />

Bei den Medientagen München diskutieren Entscheider<br />

der deutschen Medienbranche jedes Jahr<br />

im Herbst über Entwicklungen und Trends derselben.DieMedientageMünchenwerdenvonderDVB<br />

Multimedia Bayern GmbH und gotoBavaria, der<br />

Agentur des Freistaates Bayern für Medien, Informations-<br />

und Kommunikationstechnik, veranstaltet<br />

und gelten als der wichtigste Medienkongress in<br />

Deutschland. Begleitend zu dem Kongress finden<br />

eine Medienmesse und zahlreiche Rahmenveranstaltungen<br />

statt.<br />

Termin: 13.–15. Oktober 2010<br />

www.medientage.de<br />

136<br />

Österreichische Medientage<br />

MitinternationalenTop-ReferentenundunterBeteiligung<br />

der wesentlichen Player der österreichischen<br />

Medien-, Kommunikations- und Werbeszene finden<br />

jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober die<br />

Österreichischen Medientage statt. Ziel der Österreichischen<br />

Medientage ist es, aktuelle Medienthemen<br />

in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen<br />

zu erörtern. Zusätzlich findet zum zweiten Mal<br />

im Rahmen der Medientage am 23. September der<br />

„Online Day Austria 2010“ in der <strong>Wien</strong>er Stadthalle<br />

statt.<br />

Termin: 21.–23. September 2010<br />

www.medien-tage.at<br />

Print Akademie<br />

Die Print Akademie desBoard Werbemarkt im VÖZ<br />

verfolgt das Ziel, der österreichischen Werbewirtschaft<br />

eine kontinuierliche Konferenzreihe zu zentralen<br />

Themen aus Mediaplanung, Mediennutzung<br />

und Werbewirkung anzubieten.<br />

www.printakademie.at<br />

Radio Day<br />

Der deutsche Radio Day ist ein jährlich stattfindender<br />

Kongress über Chancen und Möglichkeiten der<br />

Radiowerbung.VeranstaltersindderdeutscheRadiowerbezeitenvermarkter<br />

RMS Radio Marketing Service<br />

und ARD-<strong>Werbung</strong> Sales & Services.<br />

www.radioday.de<br />

Werbeplanung.at Summit<br />

Der Werbeplanung.at Summit ist ein Fachkongress<br />

zum Thema Online-<strong>Werbung</strong> und digitale Medien<br />

in Österreich. Der erste Werbeplanung.at Summit<br />

fand Mitte Juli 2009 statt. Im Juli 2010 nahmen über<br />

560 Besucher aus der heimischen Digital-Marketing-Community<br />

am Kongress teil. Entscheidungsträger<br />

aus der werbetreibenden Wirtschaft erhalten<br />

beimWerbeplanung.atSummitdieGelegenheit,sich<br />

inkompakterFormundausersterHandüberErfolgskriterien,<br />

Umsetzungsmöglichkeiten und Trends im<br />

Online- und Mobile-Marketing zu informieren.<br />

www.werbeplanung.at/summit


Marktstudien<br />

Alles, was Sie über <strong>Werbung</strong> und Medien in Österreich<br />

wissen müssen, wird in regelmäßigen Studien<br />

erhoben. Welche es gibt und wo Sie die gewünschten<br />

Daten finden, erfahren Sie hier:<br />

Ambient Meter (AM)<br />

Erhoben werden: Outdoor Werbeformen (Plakate,<br />

City Lights, Rolling Boards, Litfaßsäulen, Baustellengerüste<br />

und Videowalls), Indoor Werbeformen<br />

(inSchulen,Studentenheimen,Universitäten,Mensen,<br />

auf Toiletten [Kinos, Restaurants], Spiegeln<br />

[Friseur], am Boden von Supermärkten und Tankstellenshops,<br />

auf Einkaufswagen und Kassentrennern),<br />

elektronische Werbeformen (Bildschirme in<br />

Schulen, Studentenheimen, Universitäten, Mensen,<br />

Wartezimmern, in Tankstellenshops, in Trafiken,<br />

in Apotheken, in Supermärkten und in StationenundU-Bahnen[Infoscreen])sowiemobile<strong>Werbung</strong><br />

auf Straßenbahnen, Bussen, Autos, auf Taxis,<br />

Planen von LKWs und Mietfahrrädern und<br />

Ambient Kleinformate wie Gratispostkarten, Zapfpistolen<br />

bei Tankstellen, Bierdeckel, Parkscheine,<br />

Kinotickets, Popcorntüten und Zeitungsentnahmestellen.<br />

Für jede Werbeform wird Bekanntheit,<br />

Sympathie,NutzungundNutzungshäufigkeiterhoben.WeiterswerdenTagesablauf,Mobilität,Berufstätigkeit,<br />

Einkaufsgewohnheiten, Mediennutzung,<br />

Haushaltsgröße, Haushalts-Nettoeinkommen,<br />

Interessen und soziodemografische Merkmale der<br />

Respondenten eruiert.<br />

www.turcsanyi.at<br />

Austrian Internet Monitor (AIM)<br />

Der von den Marktforschungsinstituten Integral<br />

und Fessel+GfK erhobene Austrian Internet Monitor<br />

beobachtet kontinuierlich auf Basis einer fundierten<br />

Stichprobe den österreichischen PC- und<br />

Internetmarkt.12.000InterviewsproJahr(seit2005)<br />

liefernDatenüberGrößeundStrukturdesInternetpublikums,<br />

über Themen wie EDV-Ausstattung im<br />

Haushalt, Internetnutzung und -zugang sowie zu<br />

Spezialgebieten wie E-Commerce oder Mobilkommunikation.<br />

http://mediaresearch.orf.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

CAWI Print<br />

Da es in Österreich eine Vielzahl an Magazinen<br />

und Zeitschriften gibt, die in keiner bekannten<br />

Printstudie erhoben werden, haben GfK Austria<br />

& The Media Consultants die CAWI Print (Computer<br />

Assisted Web Interviews) ins Leben gerufen.<br />

Abgefragt werden Special Interest Medien,<br />

die man käuflich erwerben oder gratis beziehen<br />

kann, sowie Kunden- und Mitgliederzeitschriften.<br />

Auch sehr spezifische Printprodukte konnten im<br />

Untersuchungsdesign untergebracht werden. Die<br />

Untersuchung basiert auf österreichweiten<br />

Online-Interviews während einer Feldzeit von<br />

vier Monaten.<br />

www.turcsanyi.at<br />

FOCUS Testimonialstudie 2009<br />

Das FOCUS Institut untersucht den Einfluss von<br />

Testimonials auf den Erfolg von TV-Spots. Zielsetzung<br />

dieser Studie ist es, den Einfluss von Prominenten<br />

als Überbringern der Werbebotschaft<br />

auf die Wirkung des TV-Spots zu untersuchen.<br />

www.focusmr.com<br />

FOCUS Fachzeitschriftenstudie 2008<br />

Im Frühjahr 2008 wurden 1000 Interviews, 100<br />

pro Zielgruppe (z. B. Medien, Touristik, Bauwirtschaft),<br />

telefonisch über die Nutzung von Fachzeitschriften<br />

durchgeführt.<br />

www.focusmr.com<br />

FOCUS Werbebilanz<br />

Die FOCUS Werbebilanz ist eine monatliche<br />

Beobachtung der Bruttowerbeaufwendungen<br />

nach Sektoren und Werbeträgergruppen durch<br />

FOCUS Media Research. Sie wird auch als Indikator<br />

für die zukünftige Werbeaufwandsentwicklung<br />

gewertet.<br />

www.focusmr.com<br />

137


Gewista Auß enwerbe Medien<br />

Analyse (GAMA)<br />

Mit der GAMA werden monatlich alle relevanten<br />

nationalenundregionalenPlakatkampagnenabgetestet.<br />

Die Parameter dabei sind: Gesamtrecall<br />

(Werbeerinnerung), Impact (Werbeeffizienz),<br />

Recognition (Wiedererkennung), Akzeptanz (optische<br />

Gefälligkeit) und Kommunikationsleistung<br />

(Wie wurde die Message verstanden?).<br />

www.gewista.at<br />

Leseranalyse Entscheidungsträger<br />

(LAE)<br />

DieLeseranalyseEntscheidungsträger(LAE)informiert<br />

als Markt-Media-Studie über Funktion und<br />

Kompetenzen sowie über die Mediennutzung von<br />

Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Verwaltung.<br />

Auftraggeber ist die ARGE LAE (Verlage),<br />

koordiniert von Till & Partner. Die LAE Reichweitenmessung<br />

untersucht ca. 40 Printtitel mit Themenschwerpunkten<br />

Wirtschaft und/oder Politik,<br />

Entscheidungskompetenzen und Entscheidungsstrukturen<br />

im Unternehmen.<br />

http://lae.de<br />

Media-Analyse (MA)<br />

Die Media-Analyse ist eine umfassende Mediennutzungsstudie<br />

mit einem Schwerpunkt im Bereich<br />

der Printmedien. Auftraggeber ist der Verein<br />

Media-Analysen. Sie beinhaltet die Reichweitenmessung<br />

von rund 80 Printmedien, Radio, Fernsehen,<br />

Kino, Infoscreen, City Lights, Internet, PlakatesowieZielgruppenmerkmale.DieMAistrepräsentativ<br />

für alle Österreicher ab 14 Jahren und wird<br />

kontinuierlich von Jänner bis Dezember erhoben.<br />

www.media-analyse.at<br />

Nielsen Handelspanel<br />

Das Nielsen Handelspanel liefert kontinuierliche<br />

VerkaufsinformationenausLebensmittel-undDrogeriefachhandelsgeschäften<br />

und erfasst Marktgrößen,<br />

Marktanteile und deren erklärende Faktoren<br />

(wie Preis, Promotions) im Zeitablauf.<br />

www.nielsen-netratings.com<br />

138<br />

Online Anzeigenmonitor<br />

Der Online Anzeigenmonitor ist ein vom Marktforschungsinstitut<br />

Integral angebotenes Testinstrument<br />

für die Werbewirtschaft. Der Online<br />

Anzeigenmonitor für Printanzeigen ist ein Instrument<br />

zur Abtestung von jeweils zehn Anzeigen aus<br />

den Printmedien auf Basis von jeweils<br />

300 Interviews, und zwar in Bezug auf Bekanntheit,Gefälligkeit,Anmutung,Kauf-undNutzungswahrscheinlichkeit<br />

und Erinnerung.<br />

www.integral.co.at<br />

Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle<br />

(ÖAK)<br />

Die Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />

erfasst, kontrolliert und publiziert halbjährlich die<br />

<strong>Auflage</strong>ndaten ihrer Mitgliedsmedien und liefert<br />

damit detaillierte und objektive Daten über die<br />

<strong>Auflage</strong>nhöhe und <strong>Auflage</strong>nstruktur von Printmedien<br />

in Österreich.<br />

www.oeak.at<br />

Österreichische Verbraucheranalyse<br />

(ÖVA)<br />

Die Österreichische Verbraucheranalyse ist eine<br />

alljährlich durchgeführte Untersuchung zum Konsum-<br />

und Medienverhalten der Österreicher.<br />

www.imas-international.com<br />

Österreichische Web-Analyse (ÖWA)<br />

Die Österreichische Web-Analyse (ÖWA) erhebt<br />

seit 1998 exakte Zugriffszahlen für alle teilnehmenden<br />

Sites. Als Ergänzung zur ÖWA-Vollerhebung<br />

auf monatlicher Basis erhebt die neue ÖWA Plus<br />

seit 2008 zuverlässige Reichweiten sowie Strukturdaten(Alter,Geschlecht,Bildung,Einkommenetc.),<br />

die für die Mediaplanung zur Verfügung gestellt<br />

werden.<br />

DamitwirddieOnline-Mediaplanungmitderklassischen<br />

Mediaplanung kompatibel. Die Anzahl der<br />

Teilnehmer an der ÖWA Plus lag zuletzt bei 49.<br />

www.oewa.at


Plakat Impact-Test (PIT)<br />

Auf Basis der Auswertung von Plakatkampagnen<br />

untersucht die Außenwerbung die Entwicklung<br />

des Mediums Plakat. Im Auftrag der Epamedia –<br />

Europäische Plakat- und Außenwerbung GmbH<br />

werden vom Karmasin Marktforschung – ÖsterreichischesGallupInstitutfürKundenderEpamedia<br />

alle relevanten nationalen und regionalen Plakatkampagnen<br />

in Österreich getestet. Die Abtestung<br />

erfolgt zwei Mal pro Monat, basierend auf<br />

jeweils 1.000 Interviews, die repräsentativ für die<br />

österreichische Bevölkerung sind.<br />

www.epamedia.at<br />

Radiotest<br />

DieRadioforschungerfolgtseitJänner1993durch<br />

den Radiotest, eine kontinuierliche Telefonbefragung.<br />

Seit Jänner 2001 wird der Radiotest vom<br />

ORFunddenPrivatradiosgemeinsambeauftragt.<br />

Der Radiotest ist im Prinzip eine Reichweitenstudie,<br />

in welcher die Radionutzung der österreichischen<br />

Bevölkerung ab zehn Jahren erhoben wird.<br />

http://mediaresearch.orf.at/radio.htm<br />

RegioPrint<br />

Die RegioPrint ist eine Reichweitenstudie für<br />

regionale Gratiszeitschriften. Auftraggeber ist der<br />

VRM (Verband Regionalmedien Österreichs).<br />

Durchgeführt wird die Studie von der Projektgemeinschaft<br />

GfK Austria und IFES. Es handelt sich<br />

um eine Reichweitenmessung von 80 regionalen<br />

Zeitschriften. Erhoben werden auch Zielgruppenmerkmale<br />

wie Einkaufshäufigkeit, Handel,<br />

Bankverbindungen, MedienTimeBudget und<br />

Konsumeinstellungen.<br />

www.vrm.at<br />

Teletest<br />

Seit 1991 werden Reichweiten und Beurteilungen<br />

aller in Österreich empfangbaren Fernsehsender<br />

mit Hilfe des elektronischen Zuschauermess-Systems<br />

Teletest ermittelt. Der Teletest wird<br />

von GfK Austria durchgeführt, Auftraggeber ist<br />

seit Anfang 2007 die „Arbeitsgemeinschaft Tele-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

test“ (AGTT) – bis Ende 2006 wurde der Teletest<br />

vom ORF beauftragt. Die „Arbeitsgemeinschaft<br />

Teletest“ wurde im Juni 2005 gegründet, Gründungsmitglieder<br />

des Vereins sind ORF/ORF-<br />

Enterprise, ATV, IPA plus und SevenOne Media<br />

Austria. Die Datennutzung durch Media-Agenturen<br />

sowie durch Sender, die nicht der AGTT<br />

angehören, ist in Lizenzverträgen geregelt.<br />

http://mediaresearch.orf.at/fernsehen.htm<br />

139


Nachschlagewerke<br />

Jedes Jahr erscheinen verschiedene Nachschlagewerke,<br />

in denen die Werbe- und Kommunikationsbrancheausführlichdokumentiertwird.Schlagen<br />

Sie nach!<br />

ADC-Buch (Deutschland)<br />

Das ADC-Jahrbuch ist eine der einflussreichsten<br />

Publikationen der Branche. Es ist unmöglich, sich<br />

nicht herausgefordert zu fühlen. Es ist unmöglich,<br />

nicht inspiriert zu werden.<br />

Bestellungen: www.adc.de<br />

ADC-Buch (Europe)<br />

Das ADC*E-Jahrbuch 2009 zeigt wieder nur die<br />

besten Arbeiten, die europäische Werbeagenturen<br />

geschaffen haben. Zusätzlich wurden Experten<br />

über die Entwicklungen in den nächsten Jahren<br />

befragt.<br />

Bestellungen: www.adceurope.org<br />

ADGAR Magazin<br />

Das ADGAR Magazin erscheint jedes Jahr zur<br />

Verleihung der Preise für Printanzeigen und dokumentiert<br />

die ausgezeichneten Werbekampagnen<br />

des Jahres. Herausgeber des ADGAR Magazins<br />

ist der VÖZ (Verband Österreichischer Zeitungen)<br />

in Zusammenarbeit mit dem Starmühler<br />

Verlag.<br />

Bestellungen: wm@voez.at<br />

Annual Multimedia Jahrbuch<br />

Dieses hochwertig gestaltete Jahrbuch kürt alljährlich<br />

die Highlights der Multimedia-Branche.<br />

Als Wegweiser für alle, die mit den neuen Medien<br />

arbeiten, zeigt es professionelle Anwendungen<br />

auf hohem Qualitätsniveau, brandneue Trends<br />

in Screendesign, Benutzerführung und Navigation.<br />

Bestellungen: www.walhalla.de<br />

Best of Direct Marketing<br />

Zum siebten Mal veröffentlicht der Manstein Verlag<br />

in Kooperation mit der Österreichischen Post<br />

AGdasDirectMarketing-Jahrbuch„Bestof Direct<br />

140<br />

Marketing“ mit den herausragendsten österreichischen<br />

und internationalen Direct Marketing-<br />

Kampagnen des vergangenen Jahres.<br />

Bestellungen: Tel. 01/866 48-0 oder<br />

www.manstein.at<br />

Cash Almanach<br />

DasösterreichischeBranchenlexikonfürdenHandel<br />

aus dem Manstein Zeitschriftenverlag. Der<br />

Fokus liegt auf dem Lebensmittelhandel, der Nahrungs-<br />

und Genussmittelindustrie sowie auf<br />

Dienstleistungsunternehmen.<br />

www.cashalmanach.at<br />

CCA-Jahrbuch<br />

Das CCA-Jahrbuch wird vom Creativ Club<br />

Austria herausgegeben und zeigt alljährlich die<br />

besten und vom CCA ausgezeichneten Arbeiten<br />

eines Jahrgangs.<br />

Bestellungen: www.creativclub.at<br />

creation/production<br />

creation/production – das Buch ist das Nachschlagewerk<br />

der österreichischen Kommunikationsszene.<br />

In der 2010 aktualisierten <strong>Auflage</strong><br />

des kleinen, schlauen Servicehandbuchs von<br />

Caroline Seidler finden sich Personen, Firmen<br />

und Institutionen in ganz Österreich, die in den<br />

Bereichen <strong>Werbung</strong>, Marketing, PR, Grafik-<br />

Design, Fotografie und Film kreativ und produktiv<br />

tätig sind.<br />

Bestellungen: Falter Verlag, Tel. 01/536 60-0 oder<br />

www.falter.at<br />

EFFIE ANNUAL<br />

Das EFFIE ANNUAL erscheint einmal im Jahr<br />

nach der Verleihung der EFFIEs und dokumentiert<br />

die effizientesten Werbekampagnen ausführlich<br />

mit Daten und Bildern. Es wird von der IAA<br />

(International Advertising Association) herausgegeben<br />

und erscheint bei Albatros Media.<br />

Bestellungen: Tel. 01/405 36 10-20 oder<br />

office@albatros-media.at,<br />

www.albatros-media.at


FOCUS Jahrbuch<br />

Die siebte Ausgabe des FOCUS-Jahrbuchs behandelt<br />

zwei große Themenblöcke: die Zukunft der Printmedien<br />

und die Zukunft der Printmedienforschung. Das<br />

seit 2004 im FOCUS Magazin Verlag erscheinende<br />

FOCUS Jahrbuch liefert Beiträge zur Werbe- und<br />

Mediaplanung sowie zur Markt-, Kommunikationsund<br />

Mediaforschung. Auch als Hörbuch erhältlich.<br />

Bestellungen: www.focus-magazin-verlag.de<br />

Gunn Report<br />

Der Gunn Report listet die Gewinner aller größeren<br />

Werbepreise der Welt auf. Das Ergebnis ist ein weltweit<br />

einmaliges Kreativ-Ranking.<br />

Infos: www.gunnreport.com<br />

Jahrbuch der <strong>Werbung</strong><br />

Das Jahrbuch der <strong>Werbung</strong> ist das Standardwerk in<br />

der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche.<br />

Mehr als 400 Agenturen mit über 1.300<br />

Einreichungen stellen sich jährlich im gleichnamigen<br />

Wettbewerb der unabhängigen Jury, bestehend aus<br />

Experten und Branchenkennern.<br />

Infos: www.ullsteinbuchverlage.de/econ.<br />

Jahrbuch des BDZV<br />

Das Jahrbuch des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger<br />

resümiert Trends und Entwicklungen<br />

der Printmedien inkl. Zahlen, Daten und Fakten.<br />

Bestellungen: www.bdzv.de<br />

Pressehandbuch<br />

Das Pressehandbuch des Verbandes Österreichischer<br />

Zeitungen (VÖZ) liefert alle wichtigen Mediadaten<br />

und Anzeigentarife von 3.500 Print-, TV-, Radio- und<br />

Online-Medien sowie die Basisdaten der bedeutendsten<br />

Mediendienstleister Österreichs.<br />

Das Online-Portal www.pressehandbuch.at ersetzt seit<br />

April 2006 die CD-ROM Presse in Österreich.<br />

Bestellungen: www.pressehandbuch.at<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Werbealmanach<br />

Eine Übersicht über sämtliche Kommunikationsagenturen,<br />

sämtliche Medien sowie Dienstleister<br />

der heimischen Werbebranche, die alljährlich<br />

im Manstein Zeitschriftenverlag<br />

erscheint. 2009 wurde die Buch- und Online-<br />

Version umfassend neugestaltet.<br />

Bestellungen: Tel. 01/866 48-521 oder<br />

www.werbealmanach.at<br />

Werbeplanung.at Guide<br />

Der Werbeplanung.at Guide listet einmal jährlich<br />

die 500 wichtigsten buchbaren Online-<br />

Werbeträger und die 250 relevanten New-<br />

Media-Agenturen Österreichs auf. Auf insgesamt<br />

170 Seiten werden Agenturen, Medien,<br />

Vermarkter und Dienstleister der gesamten<br />

Digital-Marketing-Branche Österreichs präsentiert.<br />

Bestellungen: office@werbeplanung.at oder<br />

www.werbeplanung.at/guide<br />

141


Standardwerke<br />

Zahlreiche Werke haben die <strong>Werbung</strong> und Marktkommunikation<br />

zum Thema. Wir haben die wichtigsten<br />

Standardwerke (nach Autoren gereiht) für Sie<br />

aufgelistet:<br />

Aebi, Jean Etienne:<br />

Einfall oder Abfall – Was <strong>Werbung</strong> warum<br />

erfolgreicher macht<br />

Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2003, 430 Seiten,<br />

49,80 Euro, ISBN 387439638X<br />

Belz, Christian:<br />

Logbuch Directmarketing. Vom Mailing<br />

zum Dialog-Marketing<br />

Frankfurt/<strong>Wien</strong>, Ueberreuter Verlag 2003,<br />

456 Seiten, 49,90 Euro, ISBN 3832309810<br />

Marketing gegen den Strom<br />

St. Gallen, THEXIS 2009, 160 Seiten, 32,– Euro,<br />

ISBN 978-3-905819-13-7<br />

Busch, Rainer/Fuchs, Wolfgang/Unger,<br />

Fritz:<br />

Integriertes Marketing: Strategie – Organisation<br />

– Instrumente<br />

Wiesbaden, Gabler 2008, 4., vollst. überarb.<br />

<strong>Auflage</strong>, 1.004 Seiten, ca. 59,90 Euro,<br />

ISBN 3834909912<br />

Dannenberg, Marius/Merkel,<br />

Stefanie/Wildschütz, Frank:<br />

Handbuch Werbeplanung. Medienübergreifende<br />

<strong>Werbung</strong> effizient planen, umsetzen<br />

und messen<br />

Stuttgart, Schäffer-Poeschel Verlag 2003,<br />

299 Seiten, 49,95 Euro, ISBN 3791021265<br />

Fachverband <strong>Werbung</strong> &<br />

Marktkommunikation (Hrsg.):<br />

„Kodex K“ – Richtlinien für die Ausschreibung<br />

und Vergabe von Kommunikations-<br />

Dienstleistungen<br />

<strong>Wien</strong> 2006, 2. <strong>Auflage</strong>; Bestellen: werbung@wko.at<br />

142<br />

Eck, Klaus:<br />

Corporate Blogs<br />

Zürich, Orell Füssli Verlag 2007, 191 Seiten,<br />

39,– Euro, ISBN 328005222X<br />

Franck, Georg:<br />

Ökonomie der Aufmerksamkeit<br />

München, dtv 2007, 250 Seiten, 9,50 Euro,<br />

ISBN 3423344016<br />

Gaede, Werner:<br />

Abweichen von der Norm. Enzyklopädie<br />

kreativer <strong>Werbung</strong><br />

München, Langen-Müller Verlag 2001,<br />

760 Seiten, 99,90 Euro,<br />

ISBN 3784474160<br />

Geffken, Michael (Hrsg.):<br />

<strong>Werbung</strong>. Das große Handbuch<br />

Landsberg/Lech, verlag moderne industrie 1999,<br />

747 Seiten, ISBN 3478244706<br />

Hans Bredow Institut (Hrsg.):<br />

Medien von A bis Z<br />

Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften<br />

2006, 411 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 3531144170<br />

Hofe, Klaus G.:<br />

Praktisches Werbe- und Marketing-ABC<br />

Freiburg, Creativ collection 2005, 4. <strong>Auflage</strong>,<br />

450 Seiten, ISBN 3929709074<br />

Jung, Holger/Von Matt, Jean-Remy:<br />

Momentum – Die Kraft, die <strong>Werbung</strong> heute<br />

braucht<br />

Berlin, Lardon Media AG 2007, 5. <strong>Auflage</strong>,<br />

352 Seiten, 38,– Euro, ISBN 3897690314<br />

Kotler, Philip:<br />

Grundlagen des Marketing<br />

München, Pearson Studium 2006, 4., überarbeitete<br />

<strong>Auflage</strong>, 1.136 Seiten, 39,95 Euro,<br />

ISBN 3827371767


Marketing – Märkte schaffen, erobern und<br />

beherrschen<br />

München, Econ Verlag 2003, 3. <strong>Auflage</strong>,<br />

320 Seiten, ISBN 3430156645<br />

Langwost, Ralf:<br />

How To Catch The Big Idea<br />

Die Strategien der Top-Kreativen<br />

Erlangen, Publicis MCD Verlag 2004, 304 Seiten,<br />

47,90 Euro, ISBN 3895782378<br />

Levinson, Jay Conrad:<br />

Die 100 besten Guerilla-Marketing-Ideen<br />

Frankfurt/New York, Campus Verlag 2006, 2. <strong>Auflage</strong>,<br />

259 Seiten, 34,90 Euro, ISBN 3593381702<br />

Ogilvy, David:<br />

Geständnisse eines Werbemannes<br />

Düsseldorf, Econ Verlag 2000, 4. <strong>Auflage</strong>,<br />

228 Seiten, 17,– Euro, ISBN 3430172756<br />

Olins, Wally:<br />

Marke, Marke, Marke: Den Brand stärken<br />

Frankfurt/New York, Campus Verlag 2004,<br />

235 Seiten, ISBN 3593374226<br />

Pawlenka, Boris/Heumann, Karen:<br />

Fachwörterbuch <strong>Werbung</strong>, Marketing,<br />

Medien<br />

Frankfurt am Main, Edition Horizont, Verlagsgruppe<br />

Deutscher Fachverlag 2007, 649 Seiten,<br />

98,– Euro, ISBN 3871509426<br />

Pricken, Mario:<br />

Kribbeln im Kopf. Kreativitätstechniken<br />

und Brain Tools für <strong>Werbung</strong> und Design<br />

Mainz, Hermann Schmidt Verlag 2010, 11. <strong>Auflage</strong>,<br />

256 Seiten, 39,80 Euro, ISBN 3874397971<br />

Schneider, Willi:<br />

McMarketing<br />

Wiesbaden, Gabler Verlag 2007, 260 Seiten,<br />

39,90 Euro, ISBN 3834901601<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Schweiger, Günter/Schrattenecker,<br />

Gertraud:<br />

„<strong>Werbung</strong>“, Neuauflage des<br />

Werbeklassikers<br />

Stuttgart, UTB 2009, <strong>7.</strong> <strong>Auflage</strong>, 416 Seiten,<br />

21,90 Euro, ISBN 3825213706<br />

Spiekermann, Eric:<br />

Über Schrift<br />

Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2004, 192 Seiten,<br />

29,80 Euro, ISBN 3874396614<br />

Vaske, Hermann:<br />

Standing on the Shoulders of Giants. Hermann<br />

Vaske’s Conversation with the<br />

Masters of Advertising<br />

Berlin, Die Gestalten Verlag 2001,<br />

377 Seiten, 25,50 Euro,<br />

ISBN 3931126676<br />

Weiss, Brigitte:<br />

Wie <strong>Werbung</strong> wirkt<br />

Herausgeber: IAA Austrian Chapter,<br />

<strong>Wien</strong>, Albatros Media 2001, 192 Seiten,<br />

ISBN 3-9501216-0-9<br />

Winter, Jörn:<br />

Handbuch Werbetext: Von guten Ideen,<br />

erfolgreichen Strategien und treffenden<br />

Worten (gebundene Ausgabe)<br />

Deutscher Fachverlag 2008, 3., erweiterte <strong>Auflage</strong>,<br />

417 Seiten, 78,– Euro,<br />

ISBN 978-3866411463<br />

Wolters, Walburga/<br />

Pisani, Patricia/Radtke, Susanne P.:<br />

Handbuch Visuelle Mediengestaltung:<br />

Visuelle Sprache – Grundlagen der Gestaltung<br />

– Konzeption digitaler Medien<br />

Cornelsen Verlag Scriptor 2009, 5. <strong>Auflage</strong>,<br />

319 Seiten, 39,95 Euro,<br />

ISBN 978-3589237296<br />

143


Glossar<br />

A<br />

AdClick<br />

Häufigkeit, mit der ein Nutzer auf ein Werbebanner<br />

klickt.<br />

AdClick-Rate<br />

Das Verhältnis von AdClicks zu AdImpressions, ausgedrückt<br />

in Prozent.<br />

AdImpressions<br />

BeschreibtdengarantiertenWerbemittelkontakteines<br />

Users.VondendeutschenVerbändenDMMV,GWA,<br />

VDZ, BDZV und VPRT als zukünftig verbindliche<br />

Größe zur Messung der Werbeträgerleistung verabschiedet.<br />

Gemessen wird im Unterschied zu PageImpressions<br />

die Anzahl der Sichtkontakte mit einem<br />

Werbebanner selbst, nicht mit der werbeführenden<br />

Seite.<br />

AdRequests<br />

Häufigkeit, mit der ein Werbebanner bzw. die Seite<br />

mit dem Werbebanner von einem Nutzer geladen<br />

und damit annahmegemäß auch gesehen wird. Vergleichbar<br />

mit der Nettoreichweite in der klassischen<br />

<strong>Werbung</strong>.<br />

AdSense<br />

Englisch für „Anzeige + Sinn“ (Advertisement +<br />

Sense). Werbe-Tool von Google. AdSense stellt Website-Betreibern<br />

automatisch Text- und Bild-Anzeigen<br />

bereit, die genau auf die jeweiligen Seiten und auf<br />

deren Inhalt ausgerichtet sind.<br />

AdServer<br />

EinzentralerServer,derunabhängigvomServereiner<br />

Website Banner an die Werbeflächen der Site liefert.<br />

Er ermöglicht es, mehrere Werbebanner abwechselnd<br />

nach bestimmten Kriterien einzuspielen – zum<br />

Beispiel thematisch passend zu dem vom User eingegebenen<br />

Suchbegriff oder zum angeklickten redaktionellen<br />

Inhalt.<br />

Advertorials<br />

Bezeichnung für redaktionelle Artikel, die Werbebotschaften<br />

enthalten oder eine Werbeform, in der die<br />

144<br />

Anzeige wie ein redaktioneller Text aufgemacht ist.<br />

Advertorials sind in Österreich kennzeichnungspflichtig.<br />

AdView<br />

Beschreibt die Anzahl der Sichtkontakte mit einem<br />

werbeführenden Objekt (z. B. mit einem Banner).<br />

After-Image<br />

Eindruck, der nach einer Kampagne im Gedächtnis<br />

oder im Gefühl des Publikums haften bleibt.<br />

Animated Gif<br />

GrafikformatzurErstellungvonanimiertenBannern.<br />

DahinterstehtdasGrafikformatGif 89a,daseserlaubt,<br />

eine Sequenz von hintereinander liegenden Einzelbildern<br />

anzuzeigen – eine Animation entsteht, ähnlich<br />

einem Daumenkino.<br />

Werbebotschaften können so in einem kleinen Film<br />

kommuniziert werden.<br />

Audience Flow<br />

Durch geschickte Programmierung wollen die TV-<br />

Sender die Zuschauer möglichst lange an ihr ProgrammbindenundvomUmschaltenaufeinenanderen<br />

Kanal abhalten.<br />

Um den Zuschauerfluss von der einen zur nächsten<br />

Sendung zu gewährleisten, müssen die aufeinander<br />

folgenden Sendungen möglichst homogen sein.<br />

Average Impression Duration<br />

Durchschnittliche Dauer der Betrachtung eines Werbemittels.<br />

B<br />

Back-to-Back Panel<br />

Doppelseitige Werbefläche.<br />

Backlights<br />

Werbeflächen, die tagsüber unbeleuchtet sind und<br />

nachts von hinten oder von innen heraus beleuchtet<br />

werden.<br />

Banner-Burnout<br />

Nachlassende Werbewirkung eines Banners durch


überproportionaleWiederholungoderzulanganhaltende<br />

Darbietung.<br />

Bannertausch<br />

Auch bekannt unter Banner Exchange. ServiceangebotvonmanchenOnline-VermarkternmitNetzwerk-<br />

Charakter.<br />

Dabei werden auf nicht verkauften Bannerflächen<br />

einerWebsitefremdeBannereingeblendet.ImGegenzug<br />

wird das eigene Banner auf freie Flächen der<br />

anderen Werbenetz-Partner gespielt.<br />

Bartering<br />

Eine Sonderwerbeform, in der für <strong>Werbung</strong> nicht<br />

bezahlt, sondern getauscht wird. Der Waschpulverkonzern<br />

Procter & Gamble produzierte schon vor<br />

50 Jahren hausfrauenaffines Programm – die Rundfunksender<br />

stellten dem Unternehmen dafür gratis<br />

Werbezeit zur Verfügung. Daher kommt auch der<br />

Begriff „Soap Opera“.<br />

Behavior Scan<br />

Werbeerfolgskontrolle durch Scannersystem (misst<br />

den Erfolg einer <strong>Werbung</strong> ausschließlich nach dem<br />

Verkauf derbeworbenenProduktealsSpiegelbilddes<br />

Verhaltens der Kunden).<br />

Below-the-Line (B-t-L)<br />

Kommunikationsmaßnahmen, die nicht zur klassischen<br />

<strong>Werbung</strong> gehören, sondern mit gezielter Promotion,<br />

durch spezielle Events oder Sponsoring die<br />

gewünschte Zielgruppe anvisieren.<br />

Below-the-Line-Aktivitäten haben den Vorteil, große<br />

Streuverluste zu vermeiden.<br />

Benchmarking<br />

Branchenübergreifender Vergleich von verschiedenen<br />

Tätigkeits- und Leistungsbereichen eines Unternehmens.<br />

In den Vergleich wird nicht nur der wichtigste<br />

Mitbewerber einbezogen, sondern auch Firmen<br />

anderer Branchen mit denselben Arbeitsbereichen.<br />

Best Agers/Silver Surfers<br />

Die kaufkräftige Zielgruppe älterer Konsumenten,<br />

aktiverSenioren,dienichtmehrwiefrüherim„Ruhe-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

stand“ sind, sondern als Konsumenten eine bedeutende<br />

Rolle spielen.<br />

Billings<br />

Bruttoumsatz einer Werbeagentur als Summe aller<br />

insgesamt bewegten Werbegelder (inkl. Agenturprovision).<br />

DereigentlicheUmsatz (Netto-Umsatz)einer Werbeagentur<br />

ist daher das Gross Income. Teilt man die Billings<br />

durch die Zahl 6,67, kann man ungefähr das<br />

Gross Income, den Honorarumsatz, errechnen.<br />

Blaupause<br />

Probeabzug der Montagefolie für die Freigabe zum<br />

Druck, druckende Teile erscheinen dabei hellblau.<br />

Blickregistrierung<br />

Eye Mark Recorder – exlaborierte Vorrichtung zur<br />

Erfassung der Pupillenbewegungen auf einer Werbevorlage<br />

durch Umlenkspiegel, Mikroobjektiv, Glasfaserkabel<br />

und deren Projektion auf einen Monitor<br />

zusammen mit der betrachteten Vorlage.<br />

Blog (Weblog)<br />

Bei einem Blog handelt es sich um regelmäßig aktualisierte<br />

Webseiten, die bestimmte Inhalte (zumeist<br />

Texte beliebiger Länge, aber auch Bilder oder andere<br />

multimediale Inhalte) in umgekehrt chronologischer<br />

Reihenfolge darstellen.<br />

Die Beiträge sind einzeln über URLs adressierbar<br />

und bieten in der Regel die Möglichkeit, Kommentare<br />

zu hinterlassen. Der Mikroblogging-Dienst Twitter<br />

ist gleichzeitig ein soziales Netzwerk.<br />

Brand Character<br />

Marken oder Unternehmen einen unverwechselbarenMarkencharakterzugeben,dieseskreativeArbeitssystem<br />

heißt Branding. Nur wenige Schlüsselsignale<br />

sollen den Kunden direkt an die Marke erinnern und<br />

bestimmte Emotionen hervorrufen.<br />

Brutto-Reichweite<br />

KenngrößevorwiegendinderKampagnenplanung<br />

und-kontrolle.DieBrutto-ReichweiteistdieSumme<br />

aller erzielten Kontakte oder Kontaktchancen von<br />

Personen mit einem oder mehreren Medien (auch<br />

145


mit einem oder mehreren Werbemitteln). Sie wird<br />

in Millionen oder Prozent ausgewiesen und basiert<br />

im TV-Bereich auf der Sehbeteiligung. Sofern<br />

Netto-Reichweite und Durchschnittskontakte<br />

bereits bekannt sind, kann die Brutto-Reichweite<br />

auch errechnet werden.<br />

Buzz-Marketing<br />

Opinion Leader als Marketing Tool – Einsatz von<br />

Testimonials.<br />

C<br />

Cabbage Letter<br />

Kombinierte Werbesendung aus Brief und Prospekt.<br />

Entweder ist der Brief in den Prospekt integriert oder<br />

der Brief ist wie ein Prospekt illustriert.<br />

Cannes-Rolle<br />

Zusammenstellung der prämierten Werbespots des<br />

jährlich stattfindenden Werbefestivals in Cannes<br />

(Cannes Lions).<br />

Chain Break<br />

Werbeeinblendung im Funk- oder Fernsehprogramm.<br />

Claim<br />

Vermittelt in komprimierter Form die Werte und<br />

denAnsprucheinerMarkebzw.einesProduktsoder<br />

eines Unternehmens und ist so grundlegender Teil<br />

des langfristigen Imageaufbaus.<br />

Click Through Rate<br />

Prozentuale Klickrate eines Werbeobjekts, d. h. die<br />

Anzahl der AdClicks/Anzahl der AdImpressions<br />

mal 100. Die Click Through Rate wird als Maß für<br />

die Werbewirkung einer Maßnahme genützt.<br />

Je besser das Ranking einer Webseite in einer Suchmaschine,<br />

desto höher ist in der Regel die Click<br />

Trough Rate.<br />

Clipping<br />

Zeitungsausschnitt, den ein Ausschnittdienst an<br />

seine Kunden versendet. Oft wird die Anzahl der<br />

Clippings, also der Erwähnungen in Printmedien,<br />

als Messgröße für den Erfolg einer PR-Kampagne<br />

angesehen.<br />

146<br />

Commercial<br />

Englische Bezeichnung für Werbespot. Werden <strong>Werbung</strong>undProduktinformationenvermischt,sospricht<br />

man von Infomercial.<br />

Corporate Design (CD)<br />

Ein äußeres Erscheinungsbild nach einheitlichen<br />

Regeln soll den Wiedererkennungswert steigern. Das<br />

CD ist Bestandteil der Corporate Identity, das Design<br />

spiegelt die Firmen-Philosophie optisch wider.<br />

Corporate Identity (CI)<br />

Die Corporate Identity ist das Erscheinungsbild und<br />

Erkennungszeichen eines Unternehmens, das nach<br />

innen und außen durch ein einheitliches Design aller<br />

relevanten Kommunikationsmittel vermittelt wird.<br />

Es geht also um eine ganzheitliche Kommunikation,<br />

die das Image verbessern soll.<br />

CPC<br />

Kurzform für Cost per Click, ist ein Abrechnungsmodell<br />

im Online-Marketing, bei dem pro Klick auf ein<br />

Werbemittel vergütet wird. Als Synonym für CPC<br />

wird dabei oft auch Pay per Click (PPC) verwendet.<br />

Cross-Promotion<br />

Die einzelnen Bereiche einer Medienfamilie empfehlen<br />

und bewerben die Angebote der jeweils anderen.<br />

Ziel ist es, die Kunden innerhalb der Medienfamilie<br />

zu halten.<br />

Crowdsourcing<br />

Im Rahmen des Crowdsourcing wird versucht, sich<br />

die „Kreativität und Weisheit der breiten Masse“ zu<br />

Nutze zu machen. Dieses Verfahren wird in verschiedenen<br />

Facetten auf den Bereich Marketing übertragen<br />

(Open Source Marketing). Z. B. Projekte, bei<br />

denen sich Nutzer im Rahmen eines Wettbewerbs an<br />

der Erstellung von Ideen zu einer Kampagne beteiligen.<br />

Customer Relationship Marketing<br />

(CRM)<br />

Elektronisch unterstützte Pflege der Kundenbeziehungen.<br />

CRM-Systeme schaffen die Voraussetzung<br />

für das Sammeln und Analysieren kundenbezogener<br />

Daten, z. B. Kaufverhalten, berufliche Stellung, Einkommensgruppe.<br />

Auf dieser Basis werden Hand-


lungsrichtlinien entworfen, um Kunden persönlich<br />

anzusprechen, ihre Zufriedenheit zu erhöhen und<br />

damit langfristig die Kundenbindung zu stärken.<br />

Cutter<br />

In Zusammenarbeit mit dem Redakteur gestaltet der<br />

CutterdasunbearbeiteteBild-bzw.Tonmaterialnach<br />

dramaturgischen und inhaltlichen Gesichtspunkten.<br />

Die Produktion erhält ihre endgültige Form.<br />

D<br />

Data Mining<br />

Auswertung und Archivierung von Informationen<br />

überdenEndkunden.GrundlagefüreffizientesCRM<br />

und One-to-One-Marketing.<br />

Decoder<br />

Ein Decoder ist ein elektronisches Zusatzgerät, mit<br />

dessen Hilfe verschlüsselte Bild- und Tondaten so entschlüsselt<br />

und aufbereitet werden, dass sie mit Radiound<br />

Fernsehgeräten des Empfängers ohne Verzerrung<br />

angesehen und gehört werden können.<br />

Demographie<br />

Alle Informationen über Personen, die beschreibend<br />

sind,wieAlter,Geschlecht,Familienstand,Haushaltsgröße,<br />

Einkommen, Berufstätigkeit, Ausbildung etc.<br />

Dinks<br />

Heißt übersetzt „Double Income No Kids“ und<br />

beschreibt die Zielgruppe der Doppelverdiener ohne<br />

Kinder. Darunter versteht man (Ehe-)Paare, meist<br />

um die Dreißig, die keine Kinder haben und sich auf<br />

ihreKarrierekonzentrieren.DabeideTeiledesHaushaltes<br />

berufstätig sind, erwirtschaften sie ein relativ<br />

hohes Einkommen und sind eine beliebte Zielgruppe<br />

für die <strong>Werbung</strong>. Dinks sind meist der oberen Mittelschicht<br />

zuzuordnen.<br />

Direct Response Television (DRTV)<br />

EinTV-Werbespot,beidemdieTelefonnummermiteingeblendetwird.DerKonsumentkanndasProdukt<br />

oder Info-Material sofort telefonisch bestellen.<br />

Durchschnittskontakte<br />

Kontaktdosis, Opportunity to see (OTS), durchschnittliche<br />

Kontakthäufigkeit. Diese in der Kampa-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

gnenplanung und -kontrolle verwendete Größe gibt<br />

an, wie oft eine Person bei der Mehrfachbelegung<br />

eines Mediums oder mehrerer Medien im Durchschnitt<br />

erreicht wurde.<br />

E<br />

Early Adopter<br />

Frühe Nachahmer der Trendsetzer.<br />

Eckplatzierung<br />

Innerhalb eines Werbeblocks im Fernsehen und Hörfunk<br />

ist dies die begehrte erste und letzte Platzierung.<br />

Effipub<br />

Ist ein Verfahren der Werbewirkungskontrolle zur<br />

Messung der Effektivität einer Kampagne und der<br />

Kontrolle der Effizienz des Werbebudgeteinsatzes.<br />

E-Procurement<br />

Einkauf und Beschaffung von Gütern über das<br />

Internet.<br />

Ex-Post<br />

Kampagnenkontrolle, im Nachhinein.<br />

F<br />

Fat Cat Advertising<br />

<strong>Werbung</strong> für Megakunden mit großem Etat.<br />

First Mover<br />

Unternehmen, das als erstes ein neues Produkt auf<br />

den Markt bringt.<br />

Flash Player<br />

Eine Programm-Erweiterung (Plug-In) der Firma<br />

Macromedia. Mit dem Flash Player können spezielle<br />

Animationen angesehen werden. Da dieser für viele<br />

Web-Seiten erforderlich ist, ist er auf aktuellen<br />

Browsern bereits vorhanden.<br />

G<br />

General Interest-Titel<br />

Begriff für Periodika, die sich multithematisch an alle<br />

Bevölkerungsgruppen wenden, z. B. aktuelle<br />

Illustrierte.<br />

147


Generika<br />

Erlaubte Plagiate von Markenprodukten.<br />

Giveaway<br />

Ein kleiner Präsentartikel, der als Zugmittel für eine<br />

Werbekampagne eingesetzt wird.<br />

Graphic Interchange Format (GIF)<br />

Bildformat, das häufig zur Erstellung von Animationen<br />

verwendet wird.<br />

Grassroots Marketing<br />

Verbraucher werden mit klassischer <strong>Werbung</strong> regelrecht<br />

bombardiert. Darunter leiden die Aufnahmefähigkeit<br />

und auch das Vertrauen in die Werbeaussagen<br />

vieler Unternehmen. Im Gegenzug gewinnen Empfehlungen<br />

von Freunden, Bekannten, Kollegen etc.<br />

verstärkt an Bedeutung. Genau hier setzt Grassroots<br />

Marketing an. Dabei werden Werbebotschaften an<br />

der Wurzel einer Zielgruppe gepflanzt (Seeding).<br />

GRP (Gross Rating Points)<br />

Entspricht der Brutto-Reichweite oder der durchschnittlichen<br />

Sehbeteiligung in Prozent und ist ein<br />

Maß für den Werbedruck.<br />

Zur Feststellung der Gesamtleistung einer Kampagne<br />

werden die GRP-Werte aller Einzelschaltungen<br />

kumuliert, wobei das Prozentzeichen weggelassen<br />

wird.<br />

Ein GRP bedeutet, dass die Kontaktsumme einem<br />

Prozent der Zielgruppengröße entspricht, bei<br />

200 GRPs ist die Kontaktsumme also doppelt so groß<br />

wiedieZielgruppengröße–wasallerdingsnichtbedeutet,<br />

dass jede einzelne Person der Zielgruppe erreicht<br />

wurde.<br />

Gross Income<br />

Geldbetrag,dereinerAgenturübrigbleibt,wennProduktions-undSchaltungskostenbezahltwurden.Dazu<br />

zählen Beratungs- oder Gestaltungshonorare. Nicht<br />

zu verwechseln mit Gewinn, denn Steuern, Personalkosten<br />

etc. sind vom Gross Income noch nicht abgezogen.<br />

Grundgesamtheit<br />

Alle Personen oder Haushalte, aus denen zu MarktforschungszweckeneineStichprobegezogenwirdund<br />

die durch diese Stichprobe repräsentiert werden (z. B.<br />

„Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren“).<br />

148<br />

Guerilla Marketing<br />

Hier wird statt Geld vor allem Energie eingesetzt.<br />

Schritt für Schritt versucht der Guerilla Marketer,<br />

Marktanteilezugewinnen,ohnedenMarktführerauf<br />

sich aufmerksam zu machen und einen großen Werbegegenfeldzug<br />

auszulösen.<br />

H<br />

Hard Selling<br />

Bezeichnung für aggressives Verkaufen, hat heutzutage<br />

kaum mehr eine Chance.<br />

Hit<br />

Erfolgreicher Zugriff auf ein bestimmtes Dokument,<br />

z. B. bei Suchvorgängen.<br />

Host<br />

Ein Rechner innerhalb des Netzwerkes, der Internet-<br />

Services an andere Rechner oder Internet anbietet.<br />

Hypertext<br />

Damit kann jeder Text bezeichnet werden, der Verweise<br />

auf andere Dokumente oder Teile des gleichen<br />

Dokuments enthält, die interaktiv aufgerufen werden<br />

können.<br />

Hypertext Markup Language (HTML)<br />

Eine Sprache, die Formatierungsanweisungen und<br />

Hypertext-Elemente enthält und auf deren Architektur<br />

die Dokumente des WWW aufbauen.<br />

I<br />

Icon<br />

Kleines Symbolbild, das eine bestimmte Funktion<br />

symbolisieren soll, z. B. einen Ordner oder ein<br />

Programm.<br />

Impact-Test<br />

Test zur Erinnerung an eine Anzeige.<br />

Incentive<br />

Leistungsanreiz zur Motivation von Mitarbeitern,<br />

Absatzmittlern und Endabnehmern. Incentives können<br />

materieller oder ideeller Natur sein.<br />

Infotainment<br />

Kunstwort aus Information und Entertainment.


Initial Public Offering (IPO)<br />

Börsengang eines Unternehmens. Das Initial Public<br />

Offering, auch Going Public genannt, bezeichnet die<br />

Neuemission von Aktien zum Kurs, der von den Banken<br />

festgesetzt wird.<br />

Integrated Services Digital Network<br />

(ISDN)<br />

DigitalesNetzwerk,indemDatenmiteinerGeschwindigkeit<br />

von bis zu 128.000 Bits pro Sekunde übertragen<br />

werden können. Weil drei Kanäle zur Verfügung<br />

stehen,könnenübereineISDN-Leitungbeispielweise<br />

gleichzeitig Telefonate geführt und Daten übertragen<br />

werden.<br />

Interaktive Medien<br />

Der Zuschauer empfängt nicht nur passiv das Fernsehprogramm<br />

vom Sender, sondern kann aktiv am<br />

Programm teilnehmen und es beeinflussen, sodass<br />

Kommunikation und nicht nur Konsum stattfindet.<br />

Interstitial<br />

Unterbrecherwerbung: Bevor man auf die eigentliche<br />

Homepage gelangt, können Websites eine Werbeseite<br />

zwischengeschaltet haben.<br />

Investor Relations<br />

Pflege der Beziehungen eines Unternehmens zu seinen<br />

Investoren. Der Kurs einer Aktie wird maßgeblich<br />

von der positiven Einschätzung des Unternehmens<br />

von Seiten der Investoren beeinflusst.<br />

J<br />

Jeopardy Marketing<br />

Gefährliches, risikoreiches Marketing.<br />

JointPhotographicExpertsGroup(JPEG)<br />

JPEG ist ein Format, das eine große Farbtiefe in komprimierter<br />

Form speichern kann. Es ist besonders gut<br />

geeignet, um Bilder auf Websites abzuspeichern.<br />

K<br />

Key Accounts<br />

Die Key Accounts sind die wichtigeren Kunden, die<br />

für den meisten Umsatz sorgen. 20 Prozent der<br />

Gesamtkunden machen erfahrungsgemäß 80 Prozent<br />

des Geschäftserfolgs aus.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Key Visual<br />

Englisch für Schlüsselbild als prägender bildlicher<br />

Eindruck einer Werbebotschaft.<br />

Killer-Applikation (Killeranwendung)<br />

DieKilleranwendungbeschreibteinProdukt,einProjekt<br />

oder ein Ereignis, das einer neuen Technologie<br />

zum Durchbruch verhilft.<br />

Jene für den PC waren Kalkulations- und Textverarbeitungsprogramme,<br />

für das Internet die Browser.<br />

Klickbetrug<br />

Missbrauch des Pay per Click-Vergütungsmodells.<br />

Bei Klickbetrug werden die Werbeflächen manuell<br />

geklicktoderauchüberspezielleProgrammeeinKlickvorgang<br />

simuliert, um die Abrechnungssysteme zu<br />

manipulieren.<br />

Kontakt<br />

DabeihandeltessichumeinenBegriff ausderMediaforschung,<br />

unter dem der tatsächliche Kontakt einer<br />

Person mit Anzeigen oder Spots (Werbemittelkontakt)<br />

oder mit einem Medium wie Fernsehen oder<br />

Print (Werbeträgerkontakt) verstanden wird.<br />

L<br />

Labelling<br />

Dieser Begriff definiert Zielgruppen oder Lifestyle-<br />

Typen auf Grund eines exemplarischen Konsumverhaltens,<br />

welches Rückschlüsse auf andere Konsumvorlieben<br />

offenbaren soll.<br />

DiedurcheineVorliebefüreineMarkeeruierteKategorie<br />

steht also symptomatisch für eventuelle andere<br />

Präferenzen.<br />

Laminieren<br />

Laminieren beschreibt das ein- oder beidseitige<br />

Beschichten von Vorlagen (Papier, Pappe, Poster, Plakate)<br />

mit durchsichtigem Kunststoff. Das Laminat<br />

bietet Schutz vor Feuchtigkeit und Gebrauchsspuren.<br />

Leporello<br />

Falt-Technik. Kommt häufig bei Prospekten vor, bei<br />

denen aneinanderhängende Seiten zickzackartig<br />

gefaltet werden.<br />

Lohas<br />

Übersetzt „Lifestyle of Health and Sustainability“<br />

149


und steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp,<br />

der durch sein Konsumverhalten und gezielte<br />

ProduktauswahlGesundheitundNachhaltigkeitfördern<br />

will. Lohas sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber<br />

oder Kunden von Bioläden. Häufig<br />

handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem<br />

Einkommen. Ihre Motive ähneln denen der<br />

Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz ist geil“-<br />

Mentalität strikt ab.<br />

Lumbecken<br />

Verfahren der Klebebindung von Druckerzeugnissen<br />

(Fächerklebebindeverfahren).<br />

M<br />

Mantelprogramm<br />

Von Dritten vorproduzierte Programminhalte in TV<br />

und Radio oder auch vom Sender selbst produzierte<br />

Formate,dieübermehrerelokaleSendermitGebietsschutz<br />

parallel ausgestrahlt werden.<br />

Mapping/Mind Mapping<br />

Kreativmethode, um sich Lösungen einer bestimmten<br />

Aufgabenstellung zu nähern.<br />

Markt-Media-Analyse<br />

Analytisches Verfahren, bei dem Erhebungen über<br />

das Kaufverhalten mit Erhebungen zur Mediennutzung<br />

verglichen werden.<br />

Media-Analyse<br />

Im Rahmen der Media-Analyse werden vornehmlich<br />

Mediennutzung und Demografie, flankierend<br />

auch Konsummerkmale erhoben.<br />

Mediaplanung<br />

Die Mediaplanung befasst sich mit der Auswahl der<br />

Werbeträger, die den angestrebten Marketing-<br />

Zielen am besten gerecht werden, sowie der<br />

BestimmungdesoptimalenMedia-Mix.Angewandte<br />

Techniken reichen von der bloßen Intuition eines<br />

Mediaplaners bis hin zu hoch formalisierten Media-<br />

Selektions-Programmen und Optimierungsmodellen.<br />

150<br />

Mediastrategie<br />

Die Mediastrategie bildet den allgemeinen Bedingungsrahmen<br />

für eine sinnvolle Werbeträgerauswahl.<br />

Merchandising<br />

Im Medienbereich bezieht sich das Merchandising<br />

vorallemauf denVerkauf vonBegleitmaterialzuProgrammenoderKinofilmen.Vondenöffentlich-rechtlichen<br />

Rundfunkanstalten wird Merchandising zur<br />

Imagepflege eingesetzt.<br />

Me-too-Produkt<br />

Wenn ein erfolgreiches Produkt kopiert wird, spricht<br />

manvoneinemMe-too-Produkt.DasPlagiatversucht<br />

als Trittbrettfahrer an den Erfolg des Originals anzuknüpfen.<br />

Dabei kann das Produkt selbst, der Name,<br />

das Design oder ein anderer Aspekt kopiert werden –<br />

natürlichimmernurimRahmendesMarken-,Patentund<br />

Urheberrechts.<br />

Meta Tags<br />

Meta Tags sind eine Möglichkeit der Beschreibung<br />

des Website-Inhalts im HTML-Code im Kopf der<br />

Seite, die im Browserfenster nicht angezeigt werden.<br />

Begriffe, die dort aufscheinen, werden von Suchmaschinen<br />

bevorzugt indexiert.<br />

Microsite<br />

Teil einer Website, der gesondert beworben wird und<br />

dabei weitgehend unabhängig bleibt. Eine Microsite<br />

ist unter ihrer eigenen URL zu finden und verfolgt<br />

individuelle Bestimmungen. Oft ist sie die digitale<br />

Begleiterscheinung und als solche auch auf den<br />

Zeitraum der dazugehörigen Marketingaktivität<br />

beschränkt.<br />

Mobile Commerce (M-Commerce)<br />

Ausdehnung des elektronischen Handels (E-Commerce)<br />

auf den mobilen Handel via drahtlose Endgeräte<br />

wie z. B. WAP-Handys, UMTS-Handys,<br />

iPhones oder PDAs mit Internet-Zugang. Derzeit<br />

bereits gängige Applikationen für M-Commerce sind<br />

das Bezahlen per Handy, mobiles Online-Banking,<br />

Hotelreservierungen oder Internet-Auktionen.


MPEG Audio Layer 3 (MP3)<br />

MP3 ist ein Audio-Format, das Musikdateien auf ein<br />

Zehntel ihrer ursprünglichen Größe komprimiert.<br />

So können Musikdateien problemlos über das Internet<br />

versendet werden.<br />

Motion Pictures Engineering Group<br />

(MPEG)<br />

Ein Standard für die Datenreduktion bei BewegtbildverarbeitunginComputernzurKomprimierung<br />

und Codierung von bewegten Bildern und Audioteilen.<br />

N<br />

Negativanzeige<br />

Eine Anzeige, deren Schrift statt in Schwarz oder in<br />

Farbe in Weiß auf schwarzem oder farbigem Grund<br />

erscheint. Empirische Untersuchungen der Lesbarkeit<br />

von Negativ- und Positivschrift haben den ziemlicheindeutigenBefunderbracht,dassNegativschrift<br />

etwas schwerer zu lesen ist.<br />

Netto-Reichweite<br />

Die Netto-Reichweite bezeichnet in der Kampagnenplanung<br />

und -kontrolle die Mediennutzer in<br />

Millionen oder Prozent, die mindestens einmal<br />

erreicht wurden. Bei Mehrfachbelegung eines Mediums<br />

werden alle Nutzer, die mindestens einmal<br />

erreichtwurden,nachAbzugvoninternenundexternen<br />

Überschneidungen addiert. Jede Person wird<br />

also unabhängig davon, wie oft sie erreicht wurde,<br />

nur einmal gezählt. Somit ist die Netto-Reichweite<br />

in der Kampagnenplanung und -kontrolle die im<br />

Vergleich zur Brutto-Reichweite „härtere“ Währung.<br />

Im Bereich der TV-Programmplanung bezieht sich<br />

die Netto-Reichweite auf die kumulierte Anzahl der<br />

Seher,dieimDurchschnittaneinemTagdesBetrachtungszeitraums<br />

innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls<br />

mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen<br />

haben. Das heißt: Seher, die eine Minute ferngesehen<br />

haben, werden genauso gewichtet wie jene,<br />

die zwei Stunden ferngesehen haben.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

O<br />

On Air<br />

On Air beschreibt das, was in diesem Moment gesendet<br />

wird.<br />

On Board <strong>Werbung</strong><br />

<strong>Werbung</strong> auf Flugzeugen, Bussen und Zügen.<br />

One-to-One-Marketing<br />

Die Interaktivität und Zielgenauigkeit des Internets<br />

ermöglicht die gezielte Ansprache von einzelnen Personen.<br />

Der Erfolg des One-to-One-Marketings hängt von<br />

einer guten Datenbank (CRM), dem Profiling und<br />

einem geschickten Datamining ab. Die Marketingmaßnahmen<br />

werden auf den Kunden zugeschnitten<br />

und orientieren sich an seinen individuellen Bedürfnissen.<br />

Darüber hinaus soll ein Dialog entstehen.<br />

Online Coupons<br />

VerbraucherkönnendiesebeieinemEinkauf nützen,<br />

um einen Rabatt zu erhalten.<br />

Online Coupons bieten sehr gute Schnittstellen zur<br />

Offline-Welt. Beispielsweise werden online gesammelte<br />

Coupons offline eingelöst oder andersherum.<br />

Overspill/Overflow<br />

Bezeichnet die Empfangbarkeit oder die Nutzung<br />

ausländischer Werbeträger im Inland bzw. inländischer<br />

Werbeträger im Ausland. Overspill/<br />

Overflow ist vor allem im TV- und Onlinebereich<br />

ein Thema.<br />

P<br />

PageImpressions (auch Pageviews)<br />

Eine zur Reichweitenmessung im Internet verwendete<br />

Maßgröße für die Anzahl der einzelnen Seiten,<br />

die von den Usern bei all ihren Besuchen auf einem<br />

einzelnen Webangebot innerhalb eines bestimmten<br />

Zeitraumes aufgerufen wurden.<br />

Im Zusammenhang mit den Visits geben sie Aufschluss<br />

über die quantitative Verweildauer auf einer<br />

Website: Je höher das Verhältnis Visits zu PageImpressions<br />

ist, desto mehr Subseiten einer Website<br />

151


wurden bei einem einzigen Besuch im Durchschnitt<br />

angeklickt.<br />

Paginieren<br />

Mit Seitenzahlen versehen, Seiten nummerieren.<br />

Panel<br />

BezeichnungfüreineErhebungderMarktforschung,<br />

die bei einem gleich bleibenden Kreis von Einheiten<br />

in regelmäßigen Abständen wiederholt zum gleichen<br />

Thema vorgenommen wird.<br />

Pay per View<br />

Fernsehkanal, der nur mit einem Decoder zu empfangen<br />

ist. Der Kunde wählt aus dem gesamten Programmangebot<br />

aus und zahlt nur für die tatsächlich<br />

angesehene Sendung. Abgerechnet wird über einen<br />

Rückkanal im Kabelnetz.<br />

Permission Marketing<br />

(Erlaubnismarketing)<br />

Form des Marketings, bei der der Verbraucher dem<br />

werbetreibendenUnternehmendieErlaubniserteilt,<br />

ihn mit Informationen zu versorgen. Auf Grund der<br />

zunehmenden Wirkungslosigkeit der Massenwerbung<br />

hat Seth Godin diesen Ansatz in seinem gleichnamigen<br />

Buch entwickelt.<br />

Pitch<br />

Ein Pitch ist eine Wettbewerbssituation, in der sich<br />

ein Unternehmen bei der Auftragsvergabe durch<br />

einen potenziellen Kunden gegen seine Mitbewerber<br />

durchzusetzen versucht. Zu deutsch Wettbewerbspräsentation.<br />

POS<br />

Abkürzung für Point of Sale, Handelsplatz oder aus<br />

Kundensicht Point of Purchase (POP).<br />

Point of Information-Systeme (POI)<br />

Der Point of Information (POI) ist eine Art Informationskiosk<br />

oder Informationsstation, die dem<br />

Benutzer über eine leistungsfähige Multimedia-<br />

Plattform eine interaktive Informationssuche<br />

ermöglicht.<br />

152<br />

Product Placement<br />

Unter Product Placement versteht man die gezielte,<br />

werbewirksameEinbindungvonProdukten,Dienstleistungen,<br />

Marken oder Unternehmungen als<br />

Requisiten in die Handlung eines Kinospielfilms,<br />

einer Fernsehsendung oder eines Videoclips. Häufig<br />

platzierte Produkte und Marken sind vor allem<br />

Autos, Uhren, Getränke und Bekleidung.<br />

Profiling<br />

Das Profiling beschreibt die Sammlung und Auswertung<br />

von Daten, um sich ein möglichst akkurates<br />

Bild der anvisierten Zielgruppe machen zu können.<br />

Primär geht es beim Profiling darum, Verbraucher<br />

möglichst genau kennen zu lernen, um Marketingaktivitäten<br />

optimieren zu können.<br />

Proof<br />

Englische Bezeichnung für Korrekturfahne, Korrekturbeleg.<br />

Der Begriff wird meist für Farbausdrucke,<br />

etwa von Anzeigen, verwendet. Es wird zwischen<br />

Analog- und Digitalproof unterschieden.<br />

R<br />

Rating<br />

Branchenüblicher Begriff für Sehbeteiligung.<br />

Recall<br />

ErinnerunganWerbemittelundderenInhalte.Man<br />

unterscheidet Aided Recall und Unaided Recall.<br />

Recognition<br />

Beschreibt das Wiedererkennen von Werbemitteln<br />

und deren Inhalten bei Vorlage des Originals.<br />

Reichweite<br />

Die Reichweite eines Werbeträgers wird in Millionen<br />

oder Prozent ausgewiesen und bezeichnet ganz<br />

generell den Anteil der Bevölkerung oder einer<br />

bestimmten Zielgruppe, der zu einem bestimmten<br />

ZeitpunktoderineinembestimmtenZeitraumKontakte<br />

mit diesem Werbeträger hatte.<br />

Relaunch<br />

Ein Titel (Zeitschrift, Fernsehsendung) wird nach<br />

einigen Jahren seines Erscheinens überarbeitet und


mit neuem Layout und neuen Schwerpunkten herausgegeben.<br />

Response<br />

Reaktion von Zielpersonen auf eine Werbemaßnahme<br />

bei direkter Ansprache.<br />

Retention Marketing<br />

Marketingmaßnahme,dieauf Kundenbindungstatt<br />

auf Akquisition ausgerichtet ist.<br />

Return on Investment (ROI)<br />

Maß für die Rentabilität einer Investition. Dabei<br />

wird das investierte Kapital in Beziehung zum Nettogewinn<br />

gesetzt. Über den ROI lassen sich unterschiedliche<br />

Anlagemöglichkeiten miteinander vergleichen:DiemitdemhöchstenROIistdabeiimmer<br />

vorzuziehen.<br />

Rich Media Banner<br />

NachfolgerdesAnimatedGIFs.Bannerart,diedurch<br />

HTML oder Flash-Programmierung multimediale<br />

Elemente wie Video, Audio und 3D-Welten<br />

ermöglicht.<br />

Robinson-Liste<br />

In diese Liste kann sich jede Person eintragen lassen,<br />

die keine unverlangten Werbezuschriften oder<br />

Direkt-Marketing-Aussendungen mehr erhalten<br />

möchte.<br />

S<br />

Schachbrettanzeigen<br />

Dabei handelt es sich um Kleinanzeigen, die zueinander<br />

versetzt auf einer Seite platziert sind, sodass<br />

ein schachbrettartiges Muster entsteht. Dazwischen<br />

befindet sich ein redaktioneller Teil.<br />

Schleichwerbung<br />

Unter Schleichwerbung versteht man eine Form der<br />

getarnten <strong>Werbung</strong>, durch die eine Werbebotschaft<br />

an Rezipienten adressiert wird, ohne dass diese auf<br />

Anhieb oder überhaupt den werblichen Charakter<br />

der Botschaft erkennen können.<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Seeding<br />

Nach der Erstellung von Grassroots bzw. Viral Marketing-Werbebotschaften<br />

müssen diese in der<br />

gewünschten Zielgruppe platziert werden. Diesen<br />

VorgangbezeichnenExpertenalsSeeding–daszielgruppengerechte<br />

Säen.<br />

Share of Voice<br />

Anteil der AdImpressions, die ein <strong>Werbung</strong>streibender<br />

innerhalb eines definierten Zeitraumes schaltet,<br />

an den Gesamt-AdImpressions, die eine Site in diesem<br />

Zeitraum ausliefert.<br />

Sinus-Milieus<br />

Sie sind die Basiszielgruppen für das Marketing. In<br />

den Milieus werden Menschen zusammengefasst,<br />

die sich in Lebensauffassung und Lebensweise<br />

ähneln. Grundlegende Wertorientierungen gehen<br />

dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen.<br />

Unberücksichtigt bleiben hingegen formale<br />

demographische Kriterien wie Schulbildung, Beruf<br />

oderEinkommen.AlsAlternativezubisherigenZielgruppenauswertungen,<br />

die überwiegend auf soziodemographischen<br />

Merkmalen beruhen, kann Fernsehnutzung<br />

nun milieubezogen analysiert werden.<br />

Smart Shopper<br />

Smart Shopper sind Personen, die nach bestmöglichem<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis einkaufen, wobei<br />

sie eine bestimmte, hohe Mindestleistung voraussetzen.<br />

Es geht dabei nicht um den Erlebniskauf mit<br />

Hinnahme höherer Preise oder den Versorgungskauf<br />

mitVerzichtauf Markenattribute,sondernbeides<br />

soll gemeinsam realisiert werden.<br />

Social Media Marketing<br />

Vereinfacht gesagt geht es hierbei um <strong>Werbung</strong> in<br />

„sozialen Netzwerken“.<br />

Spam (Send Phenomenal Amounts of<br />

Mail)<br />

Spam steht im Internet für massenhaft unaufgefordert<br />

zugesandten Datenmüll, der die Mailbox verstopft<br />

und die Empfänger nervt. Meist handelt es<br />

sich bei Spams um Werbesendungen.<br />

153


Sperrfrist<br />

IsteinePressemitteilung/Agenturmeldungmiteiner<br />

Sperrfrist versehen, darf deren Inhalt nicht vor dem<br />

angegebenen Termin veröffentlicht werden.<br />

Splitscreen<br />

Zeitgleiche Ausstrahlung von <strong>Werbung</strong> und Programm,<br />

die seit April 2000 zulässig ist. Dabei ist eine<br />

eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung<br />

der <strong>Werbung</strong> erforderlich. Die <strong>Werbung</strong> im Split-<br />

ScreenistunabhängigvonderenGrößeauf dieDauer<br />

der Spotwerbung anzurechnen.<br />

Station Branding<br />

Station Branding umfasst unterschiedliche Werbemöglichkeiten<br />

in U-Bahnstationen, die miteinander<br />

koordiniert und komponiert werden: ummantelte<br />

Säulen, Fußbodenbeklebungen, beklebte Wandpaneele,interaktiveTerminals,Geräusch-Inseln,besondere<br />

Sound- und Lichtinszenierungen etc. Die<br />

U-Bahnstation wird so zur multimedialen Erlebniswelt<br />

und Markenlandschaft. International etablierte<br />

Werbeform, die vor allem in Metropolen hochwertige<br />

Kontakte und hohe Werbewirkung garantiert.<br />

Storyboard<br />

Konzept einer Publikation oder Werbekampagne<br />

(z. B. für einen Werbespot).<br />

Streaming Banner<br />

Bezeichnung für Banner, die Animation und Videos<br />

anzeigen. Die Daten für die bewegten Bilder, die in<br />

Echtzeit auf dem Bildschirm erscheinen, werden in<br />

einem ununterbrochenen Datenstrom (Stream) auf<br />

den Rechner geladen.<br />

Supplement<br />

Zeitschriften- oder Zeitungsbeilage, z. B. TV-Programmhefte<br />

oder Veranstaltungsmagazine, aber<br />

auch Themenbeilagen.<br />

T<br />

Tagged Image File Format (TIFF)<br />

Ein Format, mit dem Bilder und Grafiken abgespeichert<br />

werden können.<br />

154<br />

Target Group<br />

Englisch für Zielgruppe.<br />

Targeting<br />

Targeting beschreibt ein Marketing, das speziell und<br />

trennscharf auf eine Zielgruppe zugeschnitten ist.<br />

Auf diese Weise ist es möglich, den Wirkungsgrad<br />

der <strong>Werbung</strong> zu optimieren und Streuverluste zu<br />

minimieren.<br />

Tausendkontaktpreis (TKP)<br />

Er gibt an, welcher Geldbetrag bei einer Werbemaßnahme(etwafürFernsehspots,Online-<strong>Werbung</strong>oderPrintwerbung)eingesetztwerdenmuss,um1000Personen<br />

einer Zielgruppe per Sichtkontakt (im Radio<br />

Hörkontakt) zu erreichen. Dabei wird üblicherweise<br />

von der Brutto-Reichweite (auch Mehrfachkontakte<br />

einer Person mitgerechnet) eines Mediums ausgegangen.<br />

Im Onlinebereich, beispielsweise bei Bannerwerbung,<br />

gilt eine Ad-Impression als Kontakt.<br />

Teaser<br />

Ein Teaser ist ein Appetitmacher, bei dem zunächst<br />

nicht ersichtlich ist, für welches Produkt er wirbt. Die<br />

spätere Auflösung bewirkt einen Aha-Effekt.<br />

Technische Reichweite<br />

Empfangbarkeit in Millionen oder Prozent. Haushalte<br />

oder Personen, die einen TV- oder Radio-Sender<br />

terrestrisch, über Kabel oder Satellit empfangen<br />

können.<br />

Trend Scout<br />

Dabei handelt es sich um einen Dienstleister, der<br />

neue Trends frühzeitig aufspürt und diese Erkenntnisse<br />

an Werbetreibende und Werbeberater (gegen<br />

Honorar) weitergibt.<br />

U<br />

Unique Clicks<br />

Unique Clicks sind die Anzahl der AdClicks von<br />

unterschiedlichen Besuchern innerhalb eines<br />

bestimmten Zeitraums. Mehrere Klicks desselben<br />

Besuchersauf denselbenWerbeträgerinnerhalbdieses<br />

Zeitraumes werden bei den Unique Clicks nur<br />

einmalig gezählt.


Unique Selling Proposition (USP)<br />

Der USP ist das einzigartige Verkaufsargument. Er<br />

zeichnet ein Produkt gegenüber anderen aus und<br />

kann nicht einfach kopiert werden. Der amerikanische<br />

Werbefachmann Rosser Reeves hat mit<br />

dem Ansatz des USP einst die Voraussetzung für<br />

eine erfolgreiche Produktpositionierung geschaffen.<br />

Unique Visitors<br />

Ist ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetes<br />

Messkriterium für die Anzahl der einzelnen<br />

User, die eine Website mindestens einmal innerhalb<br />

eines bestimmten Zeitraums besucht haben.<br />

Upselling<br />

Beim Upselling werden einem Käufer zusätzliche<br />

Artikel aus dem Sortiment des Verkäufers angeboten–zumBeispieleinReiseführerpassendzurReise.<br />

V<br />

Valenz<br />

InderMarkt-,Media-undWerbeforschungbezeichnet<br />

Valenz die Fähigkeit eines Produkts, einer Packung,<br />

eines Designs, eines Werbemittels usw., die<br />

Konsumenten für ein Produkt zu interessieren, zu<br />

Käufen anzuregen oder Leser an sich zu ziehen.<br />

Verbraucher-Analyse<br />

Dies ist eine Markt-Media-Analyse mit jährlich<br />

15.000 Fällen zur Abfrage von Mediennutzung,<br />

Konsumverhalten und Demografie.<br />

Verwertungsgesellschaft<br />

Verwertungsgesellschaften übernehmen im Auftrag<br />

einzelner Urheber als zentrale Organisation die<br />

Wahrung der Urheberrechte.<br />

Video on Demand<br />

Auf Verlangen eines Zuschauers wird ein Film aus<br />

dem Archiv eines Zentralcomputers von einer Sendezentrale<br />

nur an ihn übertragen. Die Anforderung<br />

kann per Telefon, Computer oder Fernbedienung<br />

erfolgen.<br />

Virales Marketing<br />

Marketingansatz, bei dem Werbebotschaften so lan-<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

ciert werden, dass sie sich wie ein Virus selbstständig<br />

verbreiten. Virales Marketing lässt sich allerdings<br />

nur schwer steuern und oft ergibt es sich einfach aus<br />

dem Zufall heraus.<br />

Visits<br />

Ein zur Reichweitenmessung im Internet verwendetesMesskriteriumfürdieAnzahlderZugriffealler<br />

User auf eine Website innerhalb eines bestimmten<br />

Zeitraums, das heißt: Wie oft wurde eine Website<br />

beispielweise in einem Monat insgesamt von allen<br />

Nutzern besucht.<br />

W<br />

Wear Out<br />

Durch häufiges Senden eines Spots (TV oder Radio)<br />

nütztsichdieWerbewirksamkeitab,dadieAufmerksamkeitunddadurchbedingtauchderErinnerungswert<br />

nachlassen.<br />

Web 2.0<br />

Der Begriff Web 2.0 bezieht sich primär auf eine<br />

veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets.<br />

Die Benutzer erstellen, bearbeiten und verteilen<br />

Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem<br />

Maße selbst, unterstützt von interaktiven<br />

Anwendungen. Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert<br />

von großen Medienunternehmen erstellt<br />

und über das Internet verbreitet, sondern auch von<br />

einer Vielzahl von Nutzern, die sich mit Hilfe sozialerNetzwerke(z.B.Facebook,Xing)zusätzlichuntereinander<br />

vernetzen.<br />

Im Marketing wird versucht, vom Push-Prinzip zum<br />

Pull-Prinzip zu gelangen und Nutzer zu motivieren,<br />

Webseiten von sich aus mitzugestalten. Zum Web<br />

2.0werdenauchAnwendungenwieWikipedia,Blogs<br />

und Podcasts gezählt.<br />

Webpromotion<br />

Bezeichnet verkaufsfördernde Maßnahmen im<br />

Internet. Man unterscheidet zwischen internen und<br />

externen Maßnahmen. Die internen Maßnahmen<br />

beinhalten alle Aktivitäten, die innerhalb des Internetsumgesetztwerden(zumBeispielBanner,Anmeldung<br />

bei Suchmaschinen, Linktausch). Externe<br />

MaßnahmenentsprechenderklassischenPromotion.<br />

155


Stichwortverzeichnis<br />

Von Abgabe bis Zuschüsse. Rund 200 Stichworte erleichtern Ihnen die<br />

Suche in diesem Handbuch.<br />

A<br />

Abgabe 89–93<br />

Abgabenbelastung 91<br />

Abschreibung 90<br />

Adressenverlag 56, 57<br />

Ambient Meter (AM) 110, 137<br />

Ankündigungsunternehmen 13, 54, 58<br />

Anmeldung 7–10, 28, 29 ,34<br />

Apps 68<br />

Art Buyer 62<br />

Art Director 25–31, 58, 60–62, 115<br />

Augmented Reality 67–69<br />

Ausbildung 24–34<br />

Austrian Internet Monitor (AIM) 100, 137<br />

B<br />

Barrierefreiheit 79<br />

Bemessungsgrundlage 89, 90, 93<br />

Beratung 9–15, 17–26, 54–60, 75–79, 87, 91<br />

Beschwerden 53<br />

Betriebsausgaben 90, 91<br />

Betriebsmittelbedarf 9–12<br />

Bildungsfreibetrag 91<br />

Bildungsprämie 91<br />

Brand Manager 63<br />

Briefing 45, 54, 59, 64, 65, 80<br />

Buchhaltung 45<br />

Businessplan 47–49, 92<br />

C<br />

CAWI Print 137<br />

Client Service Director 60<br />

156<br />

Controller 60–62<br />

Corporate Design (CD) 116,128, 146<br />

Corporate Identity (CI) 146<br />

Creative Director (CD) 60–62, 119<br />

Customer Relationship Manager 63, 80<br />

D<br />

Datenschutz 93, 97<br />

Dialogmarketing 19, 28, 117, 120, 128<br />

Digital 41, 62, 67–79, 96, 119, 129, 135<br />

Direct Mailing 56, 126<br />

Direct-Marketing (DM) 97, 116–118, 128, 135,<br />

140<br />

Direktwerbung 56<br />

Display Advertising 68, 69<br />

Diversity Management 67, 76–79<br />

E<br />

Eigenkapital 9–12, 87, 92<br />

Ein-Personen-Unternehmen (EPU) 15–23, 45, 46<br />

Einkommensteuer 47, 87<br />

Erhebungstechniken 57<br />

Etat Director 60<br />

Ethik 53<br />

Event-Agentur 58<br />

Event-Marketing 58, 90<br />

Eventmanagement 58<br />

F<br />

Fachhochschule 30, 34, 38<br />

Fachkongresse 133, 135


Fachpresse 47<br />

Fernsehen 67, 89, 93–96, 107, 138, 139, 147<br />

FFF Producer 61<br />

Finanzierung 7–12, 21, 48, 87, 89, 92<br />

Focus Werbebilanz 137<br />

Förderungen 7–15, 26–29, 82, 92<br />

Frauen 53, 80–83, 95, 100, 105, 106<br />

Fremdkapital 9–12<br />

Full-Service-Werbeagentur 54<br />

G<br />

Gesundheit 40, 53, 59, 73, 150<br />

Gewalt 53<br />

Gewista Außenwerbe-Media-Analyse (GAMA) 138<br />

Grafiker 25–26, 45, 60, 61<br />

Gratispräsentationen 39<br />

Gruppenbesteuerung 68<br />

Gewerbeberechtigung 7–10<br />

H<br />

Haftung 7–12, 87, 93<br />

Hörfunk 89, 93, 96, 108, 109, 112<br />

I<br />

Impact 68, 75, 135, 138<br />

Investition 7–13, 47, 67, 91, 153<br />

Infoscreen 111, 137, 139<br />

K<br />

Kammerumlagen 89<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Kapital 8–11, 42, 48, 87, 92, 153<br />

Kapitalgesellschaften 8–11, 87, 88, 91<br />

Kennzeichnungsgebot 96<br />

Kinder 53<br />

Körperschaftsteuer 87, 88<br />

Kommunikationsziele 64<br />

Konsumentenschutz 93, 97<br />

Kontakter 33, 60, 62<br />

Kostenplan 63, 65<br />

Kredite 9–13, 47, 92<br />

L<br />

Lehrgang 25–34, 38, 91<br />

Leistung 54, 62, 76, 85, 89, 90, 93, 94<br />

Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) 138<br />

M<br />

Marke 33, 40, 47, 63, 65, 68, 71, 73, 94, 95, 113,135<br />

Markenschutz 94, 95<br />

Marketingleiter 63<br />

Marktforschung 33, 36–38, 57–61, 76, 137,139<br />

Marktstudien 133, 137<br />

Media-Analyse (MA) 99, 104–106, 110, 138<br />

Medienaufsicht 95<br />

Media Buyer 61<br />

Mediaberatung 28–34<br />

Mediaplaner 33, 61, 150<br />

Mediengesetz 87, 89, 95, 97<br />

Mediennutzung 136–138<br />

Meinungsforschung 29–31, 57<br />

Mentoring 41,42<br />

Mitbewerber 46–49, 152<br />

157


Mobile Marketing 70, 73<br />

Mobile <strong>Werbung</strong> 67<br />

Mogelpackung 93<br />

Multimedia-Agentur 13–17, 58, 59<br />

N<br />

Networking 41<br />

Netzwerke 38–41, 45–47, 70–73, 83, 148<br />

Neugründung 7–10, 46, 82<br />

Nielsen Handelspanel 138<br />

O<br />

Online Anzeigenmonitor 138<br />

Onlinewerbung 60, 67–73<br />

ORF-Gesetz 95<br />

Österreichische <strong>Auflage</strong>nkontrolle (ÖAK)<br />

50, 104, 105, 138<br />

Österreichische Verbraucheranalyse (ÖVA) 138<br />

Österreichische Webanalyse (ÖWA) 51, 100, 138<br />

Österreichischer Rundfunk (ORF) 36, 75, 95,<br />

99, 100–113, 130, 137, 139<br />

Österreichischer Werberat 51, 53<br />

Outsourcing 46<br />

P<br />

Personalkosten 9–11, 148<br />

Personengesellschaften 8–11, 87, 88<br />

Plakat Impact-Test (PIT) 139<br />

Positionierung 45, 61, 63, 64<br />

Postwurfsendungen 56<br />

PR-Budget 56<br />

158<br />

Prämien 94<br />

Print Producer 61, 62<br />

Product Placement 36, 152<br />

Public Relations 56, 130<br />

Public-Relations-Berater 45, 56<br />

Q<br />

Qualifikationen 30–33<br />

Qualität 35, 61, 75, 76, 84, 117, 130<br />

R<br />

Radiotest 100–102, 108, 109, 139<br />

Re-Briefing 65<br />

Rechtsdatenbanken 97<br />

Regioprint 100, 104, 139<br />

Repräsentationsaufwand 90<br />

Restriktionen 65<br />

Rücktrittsrecht 97<br />

S<br />

Schadenersatz 93, 94, 97<br />

Selbstbeschränkungskodex 53<br />

Selbstständigkeit 7–12, 45, 46, 82<br />

Social Media Marketing 70–73<br />

Social Media 68–74, 76<br />

Soziale Netzwerke 40, 70–73, 153, 155<br />

Sozialforschung 57<br />

Sponsoring-Agentur 59<br />

Statusanalyse 64<br />

Steuern 47<br />

Steuerplanung 87


Strategic Planner 61<br />

Suchmaschinen-Marketing 73<br />

SWOT-Analyse 48<br />

T<br />

Tabak 53<br />

Teletest 100, 107, 139<br />

Tonalität 65<br />

Trends 41, 61, 67–69, 74–79<br />

U<br />

Umsatzsteuer 89<br />

Umwelt 25–31, 53, 59<br />

Unique Selling Proposition (USP) 36, 40, 47,<br />

49,155<br />

Universität 25–34, 137<br />

Urheberrechtsgesetz 94<br />

V<br />

Verlustausgleich 87<br />

Verträge 97<br />

Vervielfältigung 94<br />

Verwertungsrechte 94<br />

Video Ads 69, 70, 73<br />

Videowerbung 68<br />

W<br />

Weiterbildung 13–20, 25–34, 39, 41, 70, 84, 91,<br />

135<br />

Werbe Akademie 27–34, 41<br />

HANDBUCH WERBUNG 2010<br />

Werbeabgabe 89, 93<br />

Werbeagentur 13–25, 31–34 ,54, 58, 61–63,<br />

81, 84, 87–90<br />

Werbearchitekt 13–17, 54<br />

Werbebudget 67<br />

Werbedesign 31, 39<br />

Werbeformen 36, 40, 55, 67, 78, 110, 137<br />

Werbegrafik-Designer 13–17, 54<br />

Werbegrundsätze 53<br />

Werbeleiter 63<br />

Werbemaßnahme 54, 63<br />

Werbemittel 16–17, 40, 54–70, 99, 104, 144,<br />

146, 152, 155<br />

Werbemittelhersteller 58<br />

Werbemittelverteiler 13–17, 54, 57<br />

Werbepreise 115–131<br />

Werbespots 73, 146<br />

Werbetexter 13–17, 33, 45, 57, 60, 61<br />

Werbeträger 54, 55, 150–154<br />

Werbezeit 145<br />

<strong>Werbung</strong>smittler 54, 58<br />

<strong>Werbung</strong>svertreter 13–17, 58<br />

Werkschutz 94<br />

Wettbewerb 64, 93–95, 115–131<br />

Wissenstest 24, 36, 40<br />

Z<br />

Zahlung 91<br />

Zeichen 94, 95<br />

Zeitplan 63, 65<br />

Zielgruppen 37, 55, 57, 61, 64, 70, 76–79<br />

Zusammenarbeit 56–58, 63–65, 78, 81, 140, 147<br />

Zuschüsse 10–14, 92<br />

159


Inserenten<br />

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