Deutsche Aufsteiger - Baker & McKenzie

bakermckenzie.com

Deutsche Aufsteiger - Baker & McKenzie

Foto: Andreas Anhalt

Deutsche Aufsteiger

Es gibt sie, und zwar nicht zu knapp: erfolgreiche Juristen aus früheren ‚ Gastarbeiter‘-

Familien. Gerade türkischstämmige Anwälte zeigen seit einiger Zeit ihr Potenzial –

und wandern oftmals wieder ab, weil es kluge Köpfe in das Heimatland ihrer Eltern zieht.

von Parissa Kerkhoff

Der Self-Made-Man:

Ali Şahin kam kurz nach der Geburt

nach Deutschland – nun zieht

der 37-jährige Baker & McKenzie-

Partner die Strippen bei deutschtürkischen

Deals.

16 azur 02 10 Karrieremagazin für junge Juristen


Atreiben, klingelte prompt das Telefon im Frankfurter Büro

ls das türkische Großunternehmen Anadolu

Efes letztes Jahr beschloss, seine international bekannte

Biermarke Efes Pilsen auch in Deutschland zu ver-

von Dr. Ali Sahin. ˛ Es war im November 2009, als die Istanbuler

den 37-Jährigen Salary-Partner von Baker & McKenzie

und sein Team in ihr Projekt einspannten. Efes musste

sich für den Markteintritt unter anderem zwei Partner

suchen, die sie in der Brauerei Einbecker und dem Vertriebsunternehmen

Drinks & Food aus Sachsen-Anhalt

fand. Sahins ˛ Team half bei der Strukturierung des Ver-

MULTIKULTI

Herkunft der Migranten in Deutschland

Rund 20 Prozent der 82 Millionen Menschen in Deutschland

haben laut dem Berlin-institut einen Migrationshintergrund.

Migranten sind demnach selbst Zugewanderte und deren

Nachkommen. Die wichtigsten Gruppen im Überblick:

Anteil an Gesamt-

Herkunft

bevölkerung in %

1. Aussiedler

Deutschstämmige, die unter anderem aus der

Russischen Föderation und ländern der ehemaligen

Sowjetunion zugewandert sind, und ihre Nachkommen

4,7

2. Türkei

3. Weitere Länder der EU-25

außer ‚Südeuropa’

4. Südeuropa

Griechenland, italien, Portugal, Spanien

5. Ehemaliges Jugoslawien

6. Ferner Osten

Gebiet von Afghanistan, Pakistan, China

und Mongolei bis pazifische inseln

7. Naher Osten

Gesamte Region des östlichen Mittelmeerraums

bis einschließlich iran und Staaten der

Arabischen Halbinsel

8. Afrika

3,4

2,3

1,8

1,4

0,9

0,6

0,6

Quelle: Berlin-institut für Bevölkerung und Entwicklung, Stand: Januar 2009 – neben eigenen

Berechnungen zog das Berlin-institut den Mikrozensus 2005, Scientific Use File, heran.

titEl

triebs und dem Abschluss der Verträge. So war der Weg in die deutschen Verkaufsregale

für die türkischen Bierkästen nur drei Monate später frei.

Im deutsch-türkischen Geschäft hat sich Sahin ˛ mittlerweile einen Namen gemacht.

2008 rief er bei Baker die ‚Turkish Working Group’ ins Leben. Vom Standort

am Main aus leitet der Salary-Partner nun ein zwölfköpfiges Team, dessen Mitglieder

neben Frankfurt in New York, London, Houston und Amsterdam sitzen.

Und die Arbeit reißt nicht ab, denn er berät auch umgekehrt Investi tionen in die

Türkei, wo die Deutschen laut der türkischen Förderungsagentur ISPAT mit rund

4.000 Unternehmen so stark wie keine andere Nation vertreten sind. Sahins ˛

früherer Fokus auf IT-Recht ist von Mandaten mit Türkeibezug mittlerweile stark

verdrängt worden. Gefragt sind jetzt vor allem M&A und Gesellschaftsrecht.

Der gebürtige Türke blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: Ende

2000 schloss er sein Jurastudium an der Frankfurter Goethe-Universität mit

Prädikats examen ab, begann 2001 als Associate bei Baker und wurde 2007 zum

Partner ernannt. Sein Migrationshintergrund wurde schließlich zu seinem Trumpf.

„Man muss zwar als Basis erst einmal ein sehr guter deutscher Jurist werden. Den

Migrationshintergrund kann man darauf aufbauend als Zusatzqualifikation nutzen“,

sagt er. Die Mehrsprachigkeit und doppelte Kulturvertrautheit helfen ihm

nun bei der Mandatsarbeit und -akquise, für die er vier bis fünf Mal pro Jahr in die

Türkei fliegt.

Es sei nämlich ein Wettbewerbsvorteil, mit denjeweiligen Unternehmen in

ihrer Landessprache zu verhandeln, das schätzen sowohl die deutschen als auch

türkischen Geschäftsleute – besonders bei der Vermittlung in schwierigen

Situationen. Zu seinen Mandanten zählt auch das türkische Familienunternehmen

Koç Holding, das im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 1,6 Milliarden

Euro einfuhr. Bei der Vergabe von Mandaten für ihre Deutschlandgeschäfte legt

der Konzern Wert auf türkische Sprach- und Kulturkenntnisse.

Die Bildungshürde

Für viele Migranten stellt sich der Einwanderungshintergrund jedoch als Nachteil

heraus. Dies belegt einmal mehr der aktuelle Bundesbildungsbericht, demzufolge

Einheimische einen durchschnittlich höheren Bildungsgrad haben als Migranten.

Im Fokus der öffentlichen Debatten stehen häufig die rund drei Millionen türkischen

Einwanderer, die einst vor allem als Gastarbeiter zuwanderten und die

zweitgrößte Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

stellen (5Multikulti). Eine vorurteilsfreie Diskussion darüber erlaubt eine Studie

des Berlin-Instituts für Bevölkerung aus dem Jahr 2009. Der unabhängige Think

Tank hat anhand verschiedener Indikatoren die Assimilierung der Migranten im

Sinne gleicher Chancen und Teilhabe gemessen.

Dabei erzielten Türkischstämmige den niedrigsten Integrationswert. Defizite

gibt es vor allem in puncto Bildung. Nur 14 Prozent haben eine Hochschulzugangsberechtigung

und 30 Prozent sogar keinen Bildungs abschluss. Zum Vergleich:

Rund 40 Prozent der Einheimischen haben die Hochschulreife und nur

ein Prozent ist ohne Bil dungsabschluss. Besser sieht es bei der Erwerbs losenquote

aus, bei denen Türkischstämmige mit 23 Prozent zwar mehr als doppelt so stark

betroffen sind wie Einheimische, aber weit unter dem Höchstwert von 35 Prozent

der Migranten aus dem Nahen Osten bleiben. Mit einem durchschnittlichen Individualeinkommen

von 1.700 bis unter 2.000 Euro spielen Türkischstämmige beim

Vergleich der Lebensstandards zudem im Mittelfeld mit.

Die Forschung, die die Bevölkerung in Deutschland unter

dem Aspekt der Migration und nicht der Staatsbürgerschaft

untersucht, ist noch jung. So kam das Berlin-Institut zu dem

etwas vagen Ergebnis, dass nur vier Prozent der Türken in

sogenannten Vertrauensberufen, unter die zum Beispiel

Juristen und Ärzte fallen, tätig sind. Ins gesamt haben damit

112.000 Türkischstämmige einen Vertrauensberuf.

Wie viele davon als Anwälte zu den

über 150.000 Kammermitgliedern zählen,

Karrieremagazin für junge Juristen azur 02 10 17


Foto: Fotolia

titEl

GEMEINSAME SAcHE

Deutsch-türkische Kooperationen im Bereich Rechtswissenschaften

Seit dem Wintersemester 2011/2011 bietet die Universität Köln einen deutsch-türkischen Masterstudiengang

in Wirtschaftsrecht an. Zum darauf folgenden Wintersemester kündigen sich gleich zwei weitere

Projekte an. Während die Ruhr-Universität Bochum einen ähnlichen, jedoch diversifizierten Studiengang

anbieten will, prescht der Deutsche Akademische Austauschdienst mit einem Mammutprojekt vor.

Kooperation

Universität zu Köln &

Istanbul Bilgi Üniversitesi

Ruhr-Universität Bochum &

Istanbul Kültür Üniversitesi

Konsortium aus 26 Hochschulen –

im Präsidium sitzen sechs deutsche Universitäten

die 2009 in Deutschland zugelassen waren, ist nicht bekannt.

Ein vergleichsweise kleiner Kreis aus 360 Mitgliedern

gehört der Deutsch-Türkischen Juristenvereinigung

an. Die Zahl türkischstämmiger Großkanzleianwälte

schätzt ˛Sahin

selbst auf „eine Handvoll“. Wer also als Migrant

einen Vertrauensberuf ausübt, dem kann ein

außergewöhn licher beruflicher Erfolg zugesprochen

werden. So wie bei Özcan Atalan, der Staatsanwalt in Düsseldorf

geworden ist (5 Entscheidung auf Lebenszeit, Seite

77), und bei Sahin. ˛

Fördern und fordern

18 azur 02 10 Karrieremagazin für junge Juristen

Das Projekt

Masterstudiengang im deutschen und

türkischen Wirtschaftsrecht als Joint Degree

für zehn Studenten. Das Wintersemester

verbringen die Studenten in Köln und das

Sommersemester in istanbul. Der einjährige

Studiengang ist zum Wintersemester

2010/2011 an den Start gegangen.

Masterstudiengang im Privaten und Öffentlichen

Wirtschaftsrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht

für 40 Studenten, jeweils zur Hälfte aus

Deutschland und der türkei. Es ist geplant,

den Studiengang sowohl vom deutschen

und türkischen als auch europäischen Recht

heraus anzugehen. Studiert wird komplett in

istanbul, voraussichtlich ab Wintersemester

2011/2012.

Unter der Federführung des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes wird beabsichtigt,

die ‚Deutsch-türkische Universität‘

in istanbul für 5.000 Studenten zu errichten.

Die Freie Universität Berlin übernimmt den

Aufbau der rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Der Startschuss fällt voraussichtlich zum

Wintersemester 2011/2012.

Als Sohn türkischer Einwanderer kam Sahin ˛ 1973 kurz

nach seiner Geburt in Karben bei Frankfurt an. Seine

Mutter war aus der Türkei gemeinsam mit ihm und

seinen zwei Geschwistern dem Vater gefolgt, der dort

bereits seit zwei Jahren als Dreher arbeite. Sahin ˛ schöpfte

vor allem aus eigenen Kräften für seinen Aufstieg. „Ich

war ein guter Fußballer. Dadurch konnte ich mir sehr viel

Selbstvertrauen aufbauen, um mich durchzusetzen“, erzählt

er. Positiv sei hingegen gewesen, dass sich auf dem

Gymnasium und auf dem Land kaum Verlockungen dazu

geboten hätten, sich abzukapseln. So fand er schnell

Zugang zu den deutschen Familien in der Umgebung.

In seiner weiteren Berufslaufbahn fühlte sich Sahin ˛

wohl und auch keinen Vorurteilen ausgesetzt. „Mein

türkischer Name war mir nie ein Nachteil im Berufsleben.

Bei Baker achtet man besonders auf Diversity“, sagt

Sahin. ˛ Er erklärt auch die Sonderstellung der Wirtschaftskanzleien:

„Wegen der Hürde des Prädikatsexamens ist

in unserer Branche ohnehin kein Platz für Diskriminierung.

Das geht angesichts des Nachwuchsmangels gar

nicht. Die Orientierung nach Leistung macht Deutschland

zu einem prinzipiell sehr fairen Land.“

Nicht überall geht es gleichberechtigt zu, das weiß

Sahin. ˛ „Gerade wenn türkische Migranten keine hohe

Leistung vorweisen können, fühlen sich manche Arbeitgeber

in ihren negativen Vorurteilen bestätigt. Schließlich

haben türkische Einwanderer mit einem besonders

schlechten Ruf zu kämpfen.“ Sahin ˛

stellt sich gegen die

Abgrenzung. „Ich fühle mich auch als Deutscher, bereits

wegen der sprachlichen Verwurzelung. Allein das Wort

Integration finde ich auf mich selbst bezogen befremdend.

Wenn man sich nach einem Aufenthalt von 37 Jahren

nicht als Dauermitglied der Gesellschaft fühlt, wann

dann?“ Ein multikulturelles Verständnis von Einheit wie

in den USA wünscht sich Sahin. ˛

Zugleich sieht er Probleme aufseiten der türkischen

Community. Sahin ˛ beobachtet immer wieder, wie türkischstämmige

Jurastudenten an der Prädikatsnote

scheitern oder sich selbst noch vor dem Examen aufgeben.

„Sie setzen sich nicht gezielt durch“, findet er. Die

Bildungs- und Karriereprobleme gingen allgemein auf

das Aufeinandertreffen von zwei negativen Aspekten zurück:

„Einerseits fördern viele türkischstämmige Eltern –

meist ohne Absicht – nicht eigeninitiativ die deutsche

Sprache bei ihren Kindern oder mischen sie nicht gezielt

Brückenschlag: Zwischen istanbul und Frankfurt liegen längst keine Welten mehr. Das belegt nicht zuletzt der Erfolg der ‚turkish Working Group‘

von Baker & McKenzie.“

Foto: Andreas Anhalt


titEl

Gefördert: Yasemin Körtek

wurde in der Schule vor allem

von ihren Eltern unterstützt.

Heute ist die Juristin am Max-

Planck-institut Referentin.

20 azur 02 10 Karrieremagazin für junge Juristen

unter die deutschen Kinder. Andererseits vertieft die

fehlende Kindergartenpflicht und die zu schnelle Trennung

der Schulformen den frühkindlichen Bildungsnachteil

von Migrantenkindern.“ Dieser Nachteil sei

systembedingt bis zur vierten Schulklasse kaum mehr

auf zuholen.

Seine drei Töchter ziehen er und seine Ehefrau, die

ebenfalls türkischen Migrationshintergrund hat, deswegen

bewusst zweisprachig auf, jedoch mit Deutsch

als erster Muttersprache. „Die Sprachkompetenz stärkt

das Selbstbewusstsein und hilft zum Beispiel unserer

Ältesten, sich im Kindergarten wie ein ‚deutsches‘ Kind

zu fühlen und so wahrgenommen zu werden. Mittlerweile

gibt sie dort auch bereits ganz schön den Ton an“,

erzählt er lachend über seine vierjährige Tochter.

Die Studie des Berlin-Instituts gibt Sahin ˛

Recht. Die

Sprachkompetenz gilt auch als wichtiges Integrationsinstrument,

das von einer Parallelgesellschaft blockiert

wird. Die Türkischstämmigen haben jedoch im Vergleich

zu anderen Migranten vor allem den Nachteil ihrer

Größe. Weil sie in Städten so stark vertreten sind, fällt es

ihnen leicht, unter sich zu bleiben, so das Berlin-Institut.

Dass die Mütter von der Isolation besonders stark betroffen

sind, erschwert einmal mehr die Integration der Kinder.

Oft bereits ohne Qualifikation und Sprachkenntnisse

zugewandert, können nun rund 40 Prozent der türkischstämmigen

Frauen zwischen 15 und 64 zudem keinen

Schul- oder Berufsabschluss vorweisen – der höchste

Wert in der Statistik. Letztlich ist auch die Hausfrauenquote

mit rund 50 Prozent sehr hoch.

in Kinderschuhen

Starke Sprachprobleme hatte auch Dr. Yasemin Körtek

früher. Als die 38-jährige Juristin in Bayreuth eingeschult

wurde, ging sie zunächst zwei Jahre lang zum türkischsprachigen

Unterricht. Deutsch wurde nur einige Stunden

in der Woche gelehrt. „Meine Eltern wollten aber

unbedingt, dass ich das Abitur machen kann und damit

die Möglichkeit erhalte, zu studieren“, erinnert sie sich.

Ihr Vater erkundigte sich und meldete sie nach der zweiten

Klasse zum deutschsprachigen Unterricht an, um ihr

den Weg zum Gymnasium zu ebnen.

In der neuen Klasse verstand Körtek kaum ihre Mitschüler,

die ebenfalls eine neue Erfahrung machten. Damals

zählte Körtek nämlich zu den ersten Ausländern der

Schule. „Es war eine grausame Zeit, weil ich mich ausgeschlossen

fühlte“, erzählt sie. Von der Lehrerin fühlte sie

sich zunächst abgelehnt. „Erst später verstand ich mich

mit ihr besser – nicht nur, weil ich besser Deutsch sprechen

konnte. Vor allem, weil mein Vater Interesse an meiner

Eingliederung zeigte und sich immer wieder für mich

bei ihr einsetzte“, sagt sie. Die türkische Sprache ist dennoch

wichtig für sie. „Es ist wichtig, Türkisch als seine

Muttersprache als Erstes zu lernen und erst danach

Deutsch. Es darf nur nicht zu lange dauern. Im Kindergarten

sollte es in jedem Fall beginnen.“

Die Abschlussnoten reichten bei Körtek damals nicht

für den Übergang zum Gymnasium aus. Nachdem sie

sich in der fünften Klasse auf der Hauptschule bewährte,

durfte sie jedoch direkt auf das Gymnasium wechseln,

wo sie das Schuljahr wiederholte und geradewegs das

Foto: Andreas Anhalt


titEl

Goodbye Deutschland:

Direkt nach dem Referendariat

wurde die Düsseldorfer

Absolventin Özgül Koç

Kahraman Rechtsabteilungsleiterin

in istanbul.

22 azur 02 10 Karrieremagazin für junge Juristen

Abitur machte. Daran schloss sich ihr Jurastudium an, das

sie mit zweimal ‚befriedigend‘ bestand. „Es reichte zur

Promotion“, sagt sie bescheiden. Heute arbeitet sie in

München als wissenschaftliche Referentin am Max-

Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Sozialrecht

und ist dem Landesreferat Türkei zugeordnet.

Zugleich ist sie Teilzeit-Associate in einer Bayreuther

Kanzlei.

Ihre Karriere hat sie dem Engagement ihrer Eltern zu

verdanken, findet Körtek. „Meine Eltern hatten immer

eine Sehnsucht nach Bildung – gerade weil es ihnen in

der Türkei verwehrt blieb.“ Dort konnte Körteks Vater

ähnlich wie ihre Mutter die Schule nicht lange besuchen,

weil er für das Auskommen der Familie arbeiten musste.

1968 verließ er dann seine Heimatprovinz an der Ägäisküste

in der Nähe von Izmir und nahm einen Job in einer

oberfränkischen Textilfabrik an. Inhaltlich konnten Körteks

Eltern ihren Schulweg nicht unterstützen – „aber sie

haben immer hinter mir gestanden“, sagt sie.

Zeiten ändern sich

Warum es bei vielen anderen türkischen Familien nicht

so gut funktioniert, kann sie sich nur so erklären: „Zu

meiner Zeit existierte eine Angst vor dem Fremden. Viele

Eltern wollten nicht, dass die Kinder vermeintlich ‚falsch‘

beeinflusst werden. Zudem war das Interesse an der

schulischen Ausbildung wohl eher gering. Für üblich

SEITE 165 PRAXIS

ImmobIlIenwIrtschaftsrecht

hielten es viele Eltern, dass ihre Kinder die Schule nach

der neunten Klasse verließen und anfingen zu arbeiten.“

So wurde Körtek teilweise mit Unverständnis begegnet,

weil sie die Schule fortsetzte. „Mittlerweile haben sich

die Zeiten geändert, was sicherlich auch darauf zurückgeführt

werden kann, dass die Türken aus ihrer ursprünglichen

Rolle als Gastarbeiter herausgewachsen sind“, findet

sie. „Eine bessere Bildung für die Kinder wird

angestrebt und gewünscht, wobei es aber beim Wunsch

bleibt, wenn der erforderliche Einsatz fehlt.“

Der Gründer des Dortmunder Instituts Futureorg, Kamuran

Sezer, kennt die Problematik. „Natürlich freuen

sich türkische Eltern, wenn die Töchter und Söhne Anwälte,

Ärzte oder Ingenieure werden. Der Bildungserfolg

der Kinder ist auch für sie wie für alle anderen Eltern ein

Prestigegewinn“, sagt der Sozialwissenschaftler. Sie

wüssten aber oft nicht, wie sie den Kindern helfen oder

sie fördern können – vor allem wenn es in der Schule mal

nicht so gut klappt. „Deswegen sollte Integration ganz

klar bei den Eltern beginnen. Sie sind entscheidend.“

Dabei hat die türkische Community bereits den richtigen

Weg eingeschlagen. „Es gibt positive Entwicklungen,

die man nicht kleinreden sollte“, sagt Sezer und

meint Fortschritte im Generationenvergleich, auf die das

Berlin-Institut ebenfalls aufmerksam macht. Das Bildungsniveau

der türkischstämmigen Migranten verbessert

sich etwa von der ersten zur zweiten Generation

Kaum eine branche hat die finanzkrise so stark getroffen wie das Geschäft

mit Immobilien. fabian mühlen und Dr. fabian hinrichs von Dla

PIPer zeichnen nach, wie es so weit kommen konnte und warum anwälte

nun häufiger mittler zwischen Verkäufer und banken sind.

Foto: Frederik Ataöz


wesentlich. Der Anteil jener ohne Bildungsabschluss hat

sich bei den Jüngeren im Vergleich zu Älteren mehr als

halbiert. Zugleich erreichen die in Deutschland geborenen

Türkischstämmigen doppelt so häufig das Abitur

wie die selbst Zugewanderten, welche nur noch die Hälfte

der Gesamtgruppe stellen. Bei der zweiten Generation

gibt es darüber hinaus im Vergleich eine deutlich niedrige

Jugenderwerbslosenquote.

Die Mädchen bilden dabei keine so große Besonderheit

mehr wie Körtek früher. Von den Türkischstämmigen

zwischen 16 und 20 Jahren besuchen über 20 Prozent

der Mädchen die gymnasiale Oberstufe. Damit überbieten

sie die Jungs um ungefähr fünf Prozent. Das Fazit des

Berlin-Instituts fällt nüchtern aus: „Dennoch schneidet

die zweite türkische Generation im Bildungsbereich

deutlich schlechter ab als die in Deutschland geborenen

Mitglieder aller anderen Herkunftsgruppen.“ Sezer relativiert:

„Es geht zwar nicht so steil bergauf. Angesichts der

schlechten Startbedingungen kann man jedoch sagen,

dass ein nachhaltiges Umdenken eingesetzt hat. Darauf

kann man aufbauen.“

Auch Sahin ˛

beobachtet unter den jüngeren Jurastudenten

vergleichsweise mehr Engagement. „In

Frankfurt hat sich bereits herumgesprochen, dass ein

türkischstämmiger Deutscher bei Baker Partner ist. Dadurch

kommen oft junge türkischstämmige Jurastudenten

zu mir, fragen nach Rat und versuchen die Chancen,

die ihnen in Deutschland geboten werden, wahrzunehmen.“

Besonders ausgefragt wird er, wenn er nach

Feierabend an Veranstaltungen der Hertie-Stiftung

teilnimmt und sich der Neugier junger Migranten stellt.

Die Hertie-Stiftung vergibt seit 2002 Stipendien für

Migranten und trägt zur Bildungsförderung von Einwanderern

bei. „Dabei geht es gar nicht so sehr darum, die

jungen Menschen mit Geld zu fördern. Sie werden insbesondere

mit Menschen aus der Wirtschaft wie uns von

Baker zusammengebracht, um Kontakte zu knüpfen.“

Und mit Kontakten versuchen sich immer mehr türkischstämmige

Akademiker in Netzwerken selbst zu versorgen.

Die ‚Türkisch-Deutsche Studierende und Akademiker

Plattform‘ will zum Beispiel ihren Mitgliedern

durch Kontaktvermittlung und verschiedenen Projekten

bei der Karriere helfen. Das Netzwerk organisiert Mentor-

Mentee-Beziehungen oder veranstaltet Infoabende, zuletzt

gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

KPMG. Die Zahl der Mitglieder ist von bundesweit

60 bei der Gründung vor einigen Jahren auf mittlerweile

700 geschnellt.

Rückkehr an den Bosporus

Ihre eigenen Pläne hat Özgül Koç Kahraman aus

Oberhausen vor zwei Jahren verfolgt. Aus ihrer letzten

Referendariatsstation bei der Deutsch-Türkischen Industrie-

und Handelskammer in Istanbul wurde ihr erster

Job. Gegen Ende der Stationszeit im Sommer 2008 bot

die Auslandshandelskammer der Jungjuristin die Verant-

azur: An wen wird sich der Studiengang

richten und wie werden

Sie ihn konkret gestalten?

Wolters: Der Studiengang richtet

sich an alle Studierende. Es ist

grundsätzlich ohne Bedeutung, ob

sie türkische Wurzeln haben oder

nicht. Das Programm findet komplett

in istanbul statt und wird einen

Schwerpunkt auf dem Privaten

und Öffentlichen Wirtschaftsrecht

haben. Auch wirtschaftsstrafrechtliche

Aspekte werden eine Rolle

spielen. insgesamt sollen 40 Studenten

daran teilnehmen, davon

jeweils zur Hälfte aus Deutschland

und der türkei.

titEl

„WIR HELFEN, vERBORGENE ScHäTZE ZU HEBEN“

Professor Dr. Gereon Wolters doziert seit acht Jahren zum Strafrecht an der Ruhr-Universität

Bochum, die mitten in einem der Ballungsräume türkischer Migranten liegt. Als Studiendekan

ist er Ansprechpartner und Experte für die studienbezogenen Belange seiner Jurastudenten,

von denen seinen Schätzungen zufolge rund zehn Prozent türkischstämmig sind. Mit azur

sprach er über das Neuste seiner Fakultät: einem Masterstudiengang, der ab Wintersemester

2011/2012 in Kooperation mit der Istanbul Kültür Üniversitesi angeboten wird.

Welche Motivation steht hinter dem Projekt?

Wir wollen insbesondere Jurastudentinnen und -studenten mit türkischem Migrationshintergrund

dabei helfen, verborgene Schätze zu heben. Dabei haben wir sowohl die exzellenten Absolventen

unter ihnen als auch jene vor Augen, die nicht über die Note ‚ausreichend‘ hinauskommen.

letztere sind nach meiner Einschätzung im Vergleich zu den Studierenden ohne Migrationshintergrund

überdurchschnittlich vertreten. Für sie bleibt derzeit meist nur der Weg in die kleineren

Anwaltskanzleien oder die Einzelanwaltschaft. Gerade sie können also ihren Marktwert durch den

Studiengang steigern und näher an die Fleischtöpfe der Wirtschaft rücken.

Braucht man als Türkischstämmiger für diese Zusatzqualifikation unbedingt einen

Studien gang?

Ja! Die in Deutschland lebenden Jurastudenten mit türkischem Migrationshintergrund sprechen

ihre türkische oder kurdische Muttersprache oft nur innerhalb der Familie und des Freundeskreises.

Für die in einem Rechtsberuf nötige türkische Sprachkenntnis müssen sie somit nicht nur das

rechtliche und wirtschaftliche Vokabular verbessern oder gar lernen, sondern ganz allgemein ihre

mündlichen und schriftlichen Fertigkeiten auf das erforderliche Niveau bringen. Weder die türkische

Fachsprache noch das türkische Recht fallen einem schließlich schon mit der Herkunft zu. Ein

Selbststudium würde mühsam sein und eine nur begrenzte Reichweite haben.

Möchten Sie auch den Studenten entgegenkommen, die ihre Karriere in der Türkei planen?

im Vordergrund steht der Gedanke der Zusatzqualifikation für ein Berufsfeld in Deutschland. ich

habe auch nicht den Eindruck, dass unsere in zweiter oder dritter Generation in Deutschland lebenden

Studierenden mit türkischem Migrationshintergrund, die großteils deutsche Staatsbürger

sind, eine Karriere in der türkei planen. Wenn wir aber Einzelnen zu einer attraktiven tätigkeit in

der türkei verhelfen können, ist das doch eine wunderbare Sache. Das deutsche juristische Staatsexamen

ist weltweit als Spitzenausbildung anerkannt – insbesondere in der türkei. Ein Exportschlager

kann es aber nur werden, wenn der Studierende auch berufsspezifische Qualifikationen

des fremden Rechtskreises erwirbt. Auch in der türkei wird schließlich ein hoher juristischer Anspruch

gestellt.

Diese zusatzqualifizierten Juristen würden wiederum in Deutschland fehlen …

… was auf der einen Seite sehr schade wäre. Natürlich brauchen wir in Deutschland für verantwortungsvolle

Positionen auch gut ausgebildete Migranten − insbesondere mit türkischen Wurzeln.

Jeder in Deutschland ausgebildete Jurist, der seine berufliche Zukunft in der türkei findet,

wird andererseits zum wichtigen menschlichen und wirtschaftlichen Brückenschlag zwischen

den ländern beitragen – also auch uns ‚gewinnen‘ lassen. Da der Studiengang zudem nicht nur

türkisch verwurzelten Studenten offensteht, kann er den Austausch auch in die andere Richtung

anstoßen und das gegenseitige Verständnis nachhaltig verbessern.

Das Gespräch führte Parissa Kerkhoff.

Karrieremagazin für junge Juristen azur 02 10 23

Foto: Ruhr Universität Bochum


wortung der Rechtsabteilung an – Koç Kahraman schlug

zu.

Für ihre abschließende mündliche Prüfung in der

letzten Augustwoche flog sie noch einmal an ihren

Studienort Düsseldorf zurück. Am Mittwoch fand die erfolgreiche

Prüfung statt, am Donnerstag organisierten

ihre Schwestern ihr eine Überraschungsabschiedsfeier –

und am Montag saß sie bereits in der geschäftigen Bosporus-Metropole

an ihrem Schreibtisch. In dem Land, das

ihre Eltern für Jobs in Deutschland verließen. „Das war

eine tolle Gelegenheit. In Deutschland hätte ich bestimmt

einen Posten gefunden, aber sicher nicht gleich

die Leitung einer Rechtsabteilung zum Berufseinstieg“,

erzählt die heute 28-Jährige.

Dafür sei die Konkurrenz in Deutschland zu hoch,

wenn man wie sie mit zwei befriedigend bestandenen

Examen die Prädikatsnote knapp verpasst hat. Doch

ihre potenziellen Chancen schätzt sie als gut ein. Hatte

sie doch im Referendariat in der angesehenen Sozietät

Orth Kluth Kanzleiluft geschnuppert, neben dem

Referendariat in der Rechtsabteilung der Bäckereikette

Kamps gejobbt und dort ihre Rechtsanwaltsstation verbracht.

Eine Ausnahme ist Koç Kahraman nicht. Die Mehrheit

der türkischstämmigen Studenten und Akademiker wollen

ihre Karriere nicht wie Sahin ˛

oder Körtek in Deutschland,

sondern im Heimatland ihrer Eltern fortsetzen. Das

geht zumindest aus der neusten Studie von Futureorg

hervor. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes untermauern

den Trend. 2009 haben rund 40.000 Menschen

Deutschland in Richtung Türkei verlassen – 10.000 Menschen

weniger wählten die umgekehrte Route.

Heimatgefühl?

Als wesentliche Motive der befragten Akademiker ermittelte

Futureorg „fehlendes Heimatgefühl“ und „berufliche

Gründe“. Ausschlaggebend findet Futureorg-Gründer

Sezer jedoch vor allem den Wandel des Landes:

„Die Türkei ist ein attraktives Auswanderungsziel für

Akademiker geworden. Die politische Lage hat sich im

Vergleich zu den konfliktreichen 1990ern stabilisiert,

statt einer Wirtschaftskrise gibt es nun einen Aufschwung

und eine Liberalisierung des Marktes.“ Gleichzeitig

komme aber das Bildungssystem nicht hinterher

und produziere nicht genügend Akademiker, die nun

händeringend gesucht werden.

Juristen sind davon nicht ausgenommen, trotz des

stark regulierten Standesrechts in der Türkei. So brauchen

ausländische Kanzleien einen Kooperationspartner

vor Ort, um ein Büro eröffnen zu können. In Deutschland

ausgebildete Juristen können jedoch wie Koç Kahraman

auch ohne türkische Anwaltszulassung problemlos in

Organisationen oder Unternehmen arbeiten. Der Zugang

zum türkischen Recht dürfte dabei nicht schwerfallen,

schließlich basiert das Gesetzbuch auf dem deutschen

und schweizerischen Recht.

Genau an der Schnittstelle zwischen deutschem und

türkischem Recht berät nun Koç Kahraman. Deutsche

und türkische Unternehmen unterstützt sie bei Import-

und Exportfragen, Zoll- und Verwaltungsthemen oder

auch Visaangelegenheiten. Darüber hinaus leitet sie

Seminare und übernimmt regelmäßige Veröffentlichungen.

Zur Seite stehen ihr eine Assistentin und regelmäßig

einer der Referendare, die bei ihr die Auslandsstation

verbringen. Vor allem bei türkischstämmigen Referendaren

aus Deutschland ist die Istanbuler Auslandshandelskammer

beliebt.

Der Kulturschock

Die Arbeit in der Heimat der Eltern kann sich jedoch

auch als befremdend herausstellen. So erlebte es Koç

Kahraman selbst. „Am Anfang fiel es mir nicht so sehr

auf, vor allem weil es bei der Auslandshandelskammer

deutsche Strukturen und Kollegen gibt. Aber sprachlich

wurde es teilweise schwierig“, berichtet sie. „Mir fehlten

die Vokabeln aus dem Wirtschaftsrecht und auch aus

dem Büroleben. Zum Beispiel fiel mir hier erst auf, dass

ich die Übersetzung für ‚Locher‘ nicht kenne. Im Gespräch

unter Freunden habe ich es ja nicht gebraucht.“

Noch bis heute lernt sie neue Vokabeln und muss sich in

die Schriftsprache einüben. „Erst mit der Zeit merkte ich,

dass ich ins kalte Wasser gesprungen bin.“

Und es gab noch mehr kommunikative Tücken.

Es sei etwa ganz normal, sich im Geschäftsleben

gegenseitig ,Schätzchen‘ zu nennen, ganz gleich, ob

unter Frauen oder Männern. „Das finde ich schon

seltsam, denn so etwas gehört nicht in eine

Geschäftskorres pondenz. Beamte melden sich dagegen

oft nur mit ‚Ja?!‘ am Telefon und fangen schnell an, einen

unaufgefordert zu duzen. Auch da versuche ich immer

wieder Distanz zu wahren, weil ich das Verhalten als unpassend

empfinde.“

Ihre Prägung löst auch Gegenreaktionen aus. So

bleibt sie vom ‚Deutschländer‘-Phänomen nicht verschont.

„‚Deutschländer‘ werde ich schon mal genannt,

wenn ich auf Ordnung bestehe oder wenn jemand nur

erfährt, dass ich erst vor Kurzem aus Deutschland kam.“

Es sei als Scherz gemeint, doch Koç Kahraman wehrt

sich gegen die Ausgrenzung: „Wenn es zu weit geht,

sage ich meine Meinung.“

Unter anderem zur Vorbereitung auf einen juristischen

Job in der Türkei bieten verschiedene Uni -

versi täten gemeinsam mit Kooperationspartnern

deutsch-türkische Jura-Masterstudiengänge an (5Gemeinsame

Sache). Auch die Ruhr-Universität Bochum

will einen entsprechenden Studiengang ab dem

Wintersemester 2011/2012 anbieten (5Interview „Wir

helfen, verborgene Schätze zu heben“, Professor Gereon

Wolters, Seite 23). Und er soll nicht nur der Zusatzqualifikation

dienen – sondern auch den Austausch und

das Verständnis füreinander auf beiden Seiten

anstoßen. F

titEl

Ihre Meinung zum Thema?

Noch Fragen offen?

Schreiben Sie unserer Autorin

parissa.kerkhoff@juve.de

Karrieremagazin für junge Juristen azur 02 10 25


azur02 10

JUVE KarriErEmagazin für JUngE JUristEn

Deutsche

aufsteiger

Eine neue Erfolgsstory:

Juristen mit türkischen Wurzeln

Kapitalmärkte

Die rolle der anwälte

Weitere themen Karriereziele

Vergaberecht

Erfolgreiche anwälte werden Partner Öffentliche ausschreibungen locken viele

in ihrer Kanzlei – oder?

Bieter an – und halten Juristen auf trab

Justizbehörde

Vor dicken akten dürfen

staatsanwälte keine angst haben

ali Şahin, Partner,

Baker & mcKenzie in frankfurt

standort Passau

sprachgewandte studenten treffen auf

eine bodenständige anwaltschaft

Unbenannt-8 1 29.10.10 16:22

Herausgeberin:

Dr. Astrid Gerber

chefredakteur:

Dr. Aled Griffiths

Redaktionsleitung:

Markus lembeck (Ml), v.i.S.d.P., Mathieu Klos (MK)

Rechtsgebiete (verantwortl.): Marcus Jung (mj)

Redaktion: Catrin Behlau (cb), Ulrike Barth (uba),

René Bender (RB), Simone Bocksrocker (SB),

Silke Brünger (si), Dr. Anja Hall (ah),

Astrid Jatzkowski (jat), Parissa Kerkhoff (pke),

Antje Neumann (AN), Geertje Oldermann (geo),

Norbert Parzinger (NP), Jörn Poppelbaum (pop), Ulrike Sollbach (So),

Christopher tod (Cto), Volker Votsmeier (vov)

Redaktionsassistenz: Claudia Scherer

Mitarbeit: Assia El Bekri, Sirka laass, Marcus Willems (texdur)

verwaltung und Buchhaltung: Sandra Schmalz, Nicolle Döring, Barbara Albrecht

Ihr Ansprechpartner für azur-Anzeigen: Florian Schmitz

Marketing und verkauf: Chris Savill, Ursula Heidusch, Rüdiger Albert, Svea Klaßen,

Karsten Kühn, Britta Peltzer

Marketing und veranstaltungen: Alke Hamann (ham)

Gestaltung + Fotografie: Andreas Anhalt

Satz: Andreas Anhalt, Andrea Diedrich, Dominik Rosse

Systemadministrator: Marcus Willemsen (leitung), Boris Sharif

Datenverwaltung: Stefanie Seeh

Litho- und Druckservice: D+l Reichenberg GmbH, Bocholt

azur Karrieremagazin 2/2010

November 2010 bis Mai 2011

(iSSN: 1436-5170)

www.azur-online.de www.juve.de

azur Karrieremagazin erscheint zweimal im Jahr bei

JUvE verlag für juristische Information GmbH

Sachsenring 6 · D-50677 Köln

Postanschrift: Postfach 25 04 29 · D-50520 Köln

tel. 0049/ (0)221/ 91 38 80-0

Fax 0049/ (0)221/ 91 38 80-18

E-mail azur@juve.de · vertrieb@juve.de

Druckauflage: 15.400

Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung wie Nachdruck, Vervielfältigung,

elektronische Verarbeitung und Übersetzung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz

zugelassen ist, bedarf der Zustimmung des Verlages.

Weitere JUvE-Publikationen:

Wirtschafts

Kanzleien

Rechtsanwälte für Unternehmen

Verlag für juristische Information

JUVE Handbuch

2010 2011

Unbenannt-7 1 29.10.10 16:20

azur 100

Erscheinungsweise:

jährlich

Die aktuelle Ausgabe

ist im Februar 2010

erschienen

JUvE Handbuch

Wirtschaftskanzleien –

Rechtsanwälte für

Unternehmen

Erscheinungsweise:

jährlich

13. Auflage

Nr.11 13. Jahrgang · November 2010

R E C H T S M A R K T

Neue Entschlossenheit

Wie das Management um Frank Obermann

Beiten Burkhardt auf Kurs bringt

Luxemburg: Markt bleibt

für Kanzleien attraktiv

Outsourcing: Deutsche Bank

lagert Prozessgeschäft aus

EU-Kartellrecht:

Vergleichsverfahren mit Tücken

***RM 11 10 LITHO D+L.indd 1 29.10.10 16:15

JUvE German

commercial

Law Firms –

A Handbook for

international Clients

Erscheinungsweise:

jährlich

JUvE Rechtsmarkt

Nachrichten für

Anwälte und

Mandanten

Erscheinungsweise:

monatlich

StAAtSANWältE

Karrieremagazin für junge Juristen azur 02 10 87

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine