A mtsblatt - Gemeinde Malsch

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Verbrennung von Prinz Karneval

Gut besucht war am Aschermittwoch auch die Fastnachtsverbrennung. Begleitet von der Sitzungskapelle

des Musikvereins Malsch unter Leitung von Karlu Westermann zogen der Elferrat und die weiteren

Aktiven zum Mühlenplatz, um die strohgefüllte Puppe von Prinz Karneval zu verbrennen. „Liebe

närrische, trauernde Gemeinde.Wir stehen hier voller Bestürzung an der Bahre des noch vor wenigen

Stunden unter uns weilenden Prinz Karneval, Thomas I.“ klagte Präsident Klaus Kassel, woraufhin alle

Elferräte ihre riesigen Taschentücher hervorzogen, um den Prinzen zu betrauern. Doch trotz aller

Wehklagen und dem Versprechen sich in der nächsten Zeit in Enthaltsamkeit zu üben, gaben die Elferräte

die Hoffnung nicht auf. Denn ab dem 11.11. werde schließlich wieder gemeinsam Fastnacht gefeiert.

„Die Verbrennung von Prinz Karneval macht einfach Spaß und gehört mit dazu“, erklärte eine Aktive

der Maskengruppen, während ein anderer Aktiver schmunzelnd hinzufügt, dass man schließlich

sehr traurig über das Ende der Fastnacht sei. Abschluss der Kampagne unter dem Motto „der Berg

ruft“ bildete nach der Fastnachtsbeerdigung das Saueressen im Bürgerhaus.

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75. Jubiläum feiert der Obst- und Gartenbauverein Sulzbach.

Gegründet wurde er am 16. Januar 1937 von 39 Mitgliedern. Erster Vorsitzender war Gabriel Baumgärtner,

der das Amt 40 Jahre inne hatte. Zweck des Vereins war anfangs den Bürgern bei der Arbeit

im Obst- und Gartenbau eine Hilfestellung anzubieten. So gab es regelmäßig Vorträge von Fachleuten

über Obstbau, Düngemöglichkeiten und Obstbaumschnittkurse durch Baumwarte. Seit seiner Gründung

war der Verein bis 1974 auch für die Obstannahmestelle verantwortlich. Unter Leitung des Vorsitzenden

Baumgärtner wurde Obst und Gemüse an die Obstabsatzgenossenschaft Bruchsal verkauft.

Dabei wurde im Jahr 1962 ein Umsatz von 33.000 DM erzielt. Durch diese Nebeneinnahmen der Mitglieder

wurde vor allem der Beerenanbau stark ausgebaut. Nachdem sich der Anbau wegen des

Preisverfalls für Beerenobst und Gemüse nicht mehr gelohnt hatte, konzentrierte sich der Verein laut

Chronik verstärkt auf die Erhaltung der Natur.

Als in den 1970er Jahren ein Neubaugebiet angelegt wurde, wandte er sich unter dem Motto „Unser

Dorf soll schöner werden“ mit Lichtbildvorträgen und dem Verkauf von Zierpflanzen an die Bevölkerung.

Nachdem der Ortschaftsrat Sulzbach die Begrünung der nördlichen Auffahrt des Ortsteils beschlossen

hatte, wurde der Hang 1985 vom Verein bepflanzt und sechs Jahre betreut. Seit 1986 hat

der OGV auch die Patenschaft über die dort liegende Magerwiese. Durch die Renaturierung bekamen

seltene Pflanzen einen Lebensraum und vermehrten sich wieder. Als kleines Dankeschön für die Helfer

beim Mähen und Entsorgen des Heus wird seit 1989 jeden Juni ein Heublumenfest gefeiert.

Im Jahr 1986 leisteten die Mitglieder 200 Arbeitsstunden, um das Friedhofsgelände neu zu bepflanzen.

Ende der 1980-er Jahre übernahm der Verein auch die Pflege des Ehrenmals für die Gefallenen und

Vermissten der beiden Weltkriege. Im April 1986 tauschte eine Arbeitsgruppe die Erde aus und legte

ein Rosenbeet an. Da das Gesamtbild des Ehrenmals nicht mehr ansprechend war, wurde laut Chronik

ein Fonds gegründet, mit dem die Neugestaltung durch die Gemeinde unterstützt wurde. 1990 übernahm

der Verein die Patenschaft für das Gebiet Krautgärten-Sanktquellen, das es nach wie vor samt

den dort geschaffenen Biotopen pflegt. Initiiert wurde vom OGV auch die Renaturierung des

Edersbaches, für dessen Pflege zahlreiche Arbeitseinsätze geleistet wurden.

Seit 2006 hat der Verein einen eigenen Raum in der alten Schule. Nach wie vor werden Winter- und

Sommerschnittkurse, Vorträge und ein Adventsteckkurs angeboten. Geplant ist laut Vorsitzendem

Herbert Eder, auf einem gekauften Grundstück einen Lehrgarten einzurichten. 2005 wurde die Renovierung

des Bildstöckels unterhalb des Friedhofs finanziell unterstützt und seit 2008 wurden 10.000

Krokusse auf der Wiese beim Freihof gepflanzt.

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