Prüfungsordnung für den Studiengang Biologie - Fachbereich ...

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Prüfungsordnung für den Studiengang Biologie - Fachbereich ...

(3) Im Hauptstudium wird die Ableistung eines zusammenhängenden berufsbezogenen Praktikumsvon mindestens 6 Wochen empfohlen.(4) Das Lehrangebot erstreckt sich über 8 Semester. Der Studienumfang im Pflicht- und Wahlpflichtbereichbeträgt insgesamt 197 Semesterwochenstunden (SWS). Davon entfallen auf dasGrundstudium 107 SWS und auf das Hauptstudium 90 SWS.§ 4Prüfungen und Prüfungsfristen(1) Die Diplom-Vorprüfung geht der Diplomprüfung voraus. Die Diplom-Vorprüfung ist in derRegel vor Beginn der Lehrveranstaltungen des 5. Studiensemesters abzuschließen. Die Diplomprüfungsoll einschließlich der Diplomarbeit grundsätzlich innerhalb der in § 3 Abs. 1 festgelegtenRegelstudienzeit abgeschlossen werden.(2) Die Diplom-Vorprüfung besteht aus zehn Fachprüfungen, die Diplomprüfung aus vierFachprüfungen und der Diplomarbeit.(3) Die Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung werden als studienbegleitende Prüfungendurchgeführt.(4) Die Meldung zu den einzelnen Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung soll nach Abschlussder für die einzelnen Prüfungen als Voraussetzung geltenden Lehrveranstaltungen des erstenbis vierten Studiensemesters erfolgen. Die Meldung hat mindestens zwei Wochen vor Beginnder jeweiligen Prüfung zu erfolgen.(5) Die Meldung zur Diplomprüfung soll im achten Studiensemester erfolgen. Die Meldung hatmindestens vier Wochen vor dem ersten Prüfungstermin durch Einreichen des schriftlichenAntrages auf Zulassung zur Prüfung (§§ 9 und 16) beim Prüfungsamt des Fachbereiches zuerfolgen.(6) Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat kann sich auch nach kürzerer Studiendauer als in Abs. 4und 5 festgelegt zu den Prüfungen melden, wenn die erforderlichen Studienleistungen erbrachtsind.(7) Überschreitet die Kandidatin bzw. der Kandidat aus von ihr bzw. ihm zu vertretendenGründen die Fristen bei der Diplom-Vorprüfung um mehr als 2 Fachsemester, bei der Diplomprüfungum mehr als 4 Fachsemester, oder legt sie bzw. er die Prüfung, zu der sie bzw. er sichgemeldet hat, aus von ihr bzw. ihm zu vertretenden Gründen nicht ab, so gilt diese Prüfung alsabgelegt und nicht bestanden.§ 5Diplomprüfungsausschuss(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenenAufgaben bildet der Fachbereich Biologie einen Diplomprüfungsausschuss. Der Diplomprüfungsausschussbesteht aus der bzw. dem Vorsitzenden, deren bzw. dessen Stellvertreterinbzw. Stellvertreter und fünf weiteren Mitgliedern. Die bzw. der Vorsitzende, deren bzw. dessenStellvertreterin bzw. Stellvertreter und drei weitere Mitglieder werden vom Fachbereichsrat ausder Gruppe der Professorinnen und Professoren, ein Mitglied aus der Gruppe der wissenschaft-2


lichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein Mitglied aus der Gruppe der Studierenden bestellt.Entsprechend werden für die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Ausnahme derbzw. des Vorsitzenden und deren bzw. dessen Stellvertreterin bzw. Stellvertreter stellvertretendePersonen bestellt. Die Amtszeit der Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professorenund aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgtdrei Jahre, die des studentischen Mitgliedes ein Jahr. Wiederbestellung ist zulässig.(2) Der Diplomprüfungsausschuss ist Behörde im Sinne des Verwaltungsverfahrens- und desVerwaltungsprozessrechts.(3) Der Diplomprüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnungeingehalten werden und sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen. Er istinsbesondere zuständig für die Entscheidung über Widersprüche gegen die in Prüfungsverfahrengetroffenen Entscheidungen. Der Diplomprüfungsausschuss berichtet regelmäßig, mindestenseinmal im Jahr, dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiteneinschließlich der tatsächlichen Bearbeitungszeiten für die Diplomarbeit sowie über dieVerteilung der Fachnoten und der Gesamtnoten und gibt Anregungen zur Reform der Prüfungsordnung,der Studienordnung und des Studienplanes. Der Diplomprüfungsausschuss kanndie Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf die Vorsitzende bzw. auf den Vorsitzendenübertragen; dies gilt nicht für Entscheidungen über Widersprüche.(4) Der Diplomprüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn neben der Vorsitzenden bzw. demVorsitzenden oder deren bzw. dessen Stellvertreterin bzw. Stellvertreter und zwei weiterenMitgliedern aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren mindestens zwei weiterestimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimmeder bzw. des Vorsitzenden. Das studentische Mitglied des Diplomprüfungsausschusses wirktbei der Bewertung und Anrechnung von Studienleistungen und bei Entscheidungen über Widersprüchenicht mit.(5) Die Mitglieder des Diplomprüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme von Prüfungenbeizuwohnen.(6) Die Sitzungen des Diplomprüfungsausschusses sind nichtöffentlich. Die Mitglieder desDiplomprüfungsausschusses und deren stellvertretende Personen unterliegen der Amtsverschwiegenheit.Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die bzw. durchden Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.§ 6Prüfende und beisitzende Personen(1) Der Diplomprüfungsausschuss bestellt die bei den einzelnen Prüfungen mitwirkenden Prüferinnenund Prüfer auf Vorschlag der Institute und gibt den Kandidatinnen und Kandidaten dieNamen mindestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin bekannt. Er kann die Bestellung aufdie bzw. den Vorsitzenden übertragen. Beisitzerin bzw. Beisitzer darf nur sein, wer die entsprechendeDiplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.(2) Zur Abnahme von Prüfungen sind Professorinnen und Professoren und habilitierte Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg befugt. Darüberhinaus kann der Diplomprüfungsausschuss auch andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäߧ 16 Abs. 4 HSG LSA zu Prüferinnen oder Prüfern bestellen, sofern sie auf dem Fachgebiet,auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche, selbständige Lehre ausüben.3


(3) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann für die mündlichen Prüfungen und für die Diplomarbeitdie Prüferinnen und Prüfer bzw. die Gutachterinnen und Gutachter vorschlagen. DieKandidatin bzw. der Kandidat hat jedoch auf eine bestimmte Prüferin bzw. einen bestimmtenPrüfer bzw. Gutachterin bzw. Gutachter keinen Anspruch.(4) Für prüfende und beisitzende Personen gilt § 5 Abs. 6 entsprechend.§ 7Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Studiengang Biologie an einerUniversität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland werdenohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt, dasselbe gilt für Diplom-Vorprüfungen. Soweit dieDiplom-Vorprüfung Fächer nicht enthält, die am Fachbereich Biologie der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg Gegenstand der Diplom-Vorprüfung, nicht aber der Diplomprüfungsind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfungkann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die Diplomarbeitanerkannt werden sollen.(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werdenanerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festgestellt, wenndie Studien- und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und Anforderungen dem Studium amFachbereich Biologie der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg im wesentlichen entsprechen.Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertungvorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen undPrüfungsleistungen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, sind dievon der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungensowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudiengelten die Abs. 1 und 2 entsprechend; Abs. 2 gilt außerdem auch für Studienzeiten,Studienleistungen und Prüfungsleistungen an Fach- und Offiziershochschulen der ehemaligenDDR.(4) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensystemevergleichbar sind – zu übernehmen und auf der Grundlage der Prüfungsordnung in dieBerechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird derVermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis istzulässig.(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 1 bis 4 besteht Rechtsanspruch auf Anerkennung.Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die imRahmen des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt vonAmts wegen. Die Studentin bzw. der Student hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagenvorzuzeigen.§ 8Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn die Kandidatinbzw. der Kandidat ohne triftige Gründe zu einem Prüfungstermin nicht erscheint oder wenn sie4


zw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eineschriftliche Prüfung nicht innerhalb der vorgegebenen Prüfungszeit erbracht wird.(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Diplomprüfungsausschussunverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. BeiKrankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. In Zweifelsfällen kann die Vorlage eines amtsärztlichenAttestes verlangt werden. Soweit die Einhaltung von Fristen für die erstmalige Prüfung,die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeitenbetroffen sind, steht der Krankheit des Prüflings die Krankheit eines von ihm überwiegendallein zu versorgenden Kindes gleich. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Terminanberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.(3) Versucht die Kandidatin bzw. der Kandidat das Ergebnis der Prüfungsleistung durch Täuschungoder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistungals mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat,die bzw. der den ordnungsgemäßen Ablauf einer Prüfung stört, kann von der jeweiligen Prüferinbzw. dem jeweiligen Prüfer oder der aufsichtführenden Person von der Fortsetzung der Prüfungsleistungenausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistungals mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Diplomprüfungsausschussdie Kandidatin bzw. den Kandidaten von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungenausschließen.(4) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann innerhalb von 14 Tagen verlangen, dass die Entscheidungennach Abs. 3 Satz 1 und 2 vom Diplomprüfungsausschuss überprüft werden. BelastendeEntscheidungen sind der Kandidatin bzw. dem Kandidaten unverzüglich schriftlichmitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.II. Diplom-Vorprüfung§ 9Zulassung(1) Die Zulassung zu den einzelnen Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung erfolgt durch dasPrüfungsamt des Fachbereiches Biologie.(2) Voraussetzung für die Zulassung zur jeweiligen Fachprüfung sind• die Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den in Anlage 1 zu dieser Prüfungsordnungaufgeführten Lehrveranstaltungen durch Vorlage der entsprechenden Scheine.Die Originalbescheinigungen sind bei der Zulassung vorzulegen, entsprechende Kopienwerden der Prüfungsakte beigelegt;• eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Biologie nicht oder endgültignicht bestanden hat oder ob sie bzw. er den Prüfungsanspruch durch Versäumen einerWiederholungsfrist verloren hat oder ob sie bzw. er sich in einem Prüfungsverfahrenbefindet.(3) Die Kandidatin bzw. der Kandidat muss mindestens das letzte Semester vor der Diplom-Vorprüfung an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg für den Studiengang Biologieeingeschrieben gewesen sein.5


(4) Für jede Fachprüfung der Diplom-Vorprüfung hat eine Zulassung zu erfolgen. Dabei geltenAbs. 1 bis 3 entsprechend.(5) Die Zulassung zu den Fachprüfungen ist zu versagen, wenn:• die in Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind,• die nach Abs. 2 erforderlichen Unterlagen unvollständig sind oder• die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung imStudiengang Biologie an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich desHochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat oder• die Kandidatin bzw. der Kandidat sich in demselben Studiengang an einer anderenHochschule in einem Prüfungsverfahren befindet,• die Kandidatin bzw. der Kandidat ihren bzw. seinen Prüfungsanspruch durch Überschreitender Fristen für die Meldung zu der jeweiligen Prüfung oder deren Ablegungverloren hat.(6) Eine ablehnende Entscheidung ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten spätestens zweiWochen vor Prüfungsbeginn schriftlich mitzuteilen.§ 10Ziel und Umfang der Diplom-Vorprüfung(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, dass siebzw. er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und sich die inhaltlichen Grundlagen der Biologie,ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat,die erforderlich sind, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.(2) Die Diplom-Vorprüfung umfasst studienbegleitende Prüfungen in folgenden Fächern:• Zellbiologie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des ersten Semesters),• Physik(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters),• Einführung in Botanik und Zoologie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters),• Evolution und Biodiversität(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters),• Chemie (wahlweise Allgemeine und Anorganische Chemie oder• Organische Chemie oder Physikalische Chemie)(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des dritten Semesters),• Biochemie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des dritten Semesters),• Genetik(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des vierten Semesters),• Physiologie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des vierten Semesters),• Mikrobiologie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des vierten Semesters),• Ökologie(nach Abschluss der Lehrveranstaltungen des vierten Semesters).6


(3) Die Fachprüfungen bestehen jeweils aus einer mündlichen oder einer schriftlichen Prüfung.Der Diplomprüfungsausschuss legt die Art der Prüfung vor Beginn des Prüfungssemesters festund informiert die Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten. Die Termine und Orte sowiedie Namen der Prüferinner und Prüfer sind spätestens vier Wochen vor der Prüfung in geeigneterForm bekannt zu geben.(4) Die Schwerpunkte für die einzelnen Prüfungsfächer der Diplom-Vorprüfung ergeben sichaus der Aufstellung in Anlage 2 dieser Prüfungsordnung.§ 11Mündliche Prüfungen(1) Mündliche Prüfungen werden vor zwei prüfenden Personen (Kollegialprüfung) oder voreiner Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen beisitzenden Person alsEinzelprüfungen oder als Gruppenprüfungen abgelegt. Vor der Festlegung der Note gemäß §13 Abs. 1 hört die Prüferin bzw. der Prüfer die Beisitzerin bzw. den Beisitzer.(2) Die mündliche Prüfung dauert für jede Kandidatin bzw. für jeden Kandidaten und für jedesPrüfungsfach der Diplom-Vorprüfung mindestens 20 und höchstens 30 Minuten. Bei Gruppenprüfungenwird die Prüfungsdauer entsprechend der Anzahl der zu prüfenden Kandidatinnenund Kandidaten verlängert.(3) Die wesentlichen Inhalte, Ergebnisse und die Dauer der mündlichen Prüfungen sind in einemProtokoll festzuhalten. Das Protokoll ist von beiden prüfenden Personen (Kollegialprüfung)bzw. von der Prüferin bzw. dem Prüfer und der Beisitzerin bzw. dem Beisitzer zu unterzeichnen.Es verbleibt bei den Prüfungsakten. Das Ergebnis ist der Kandidatin bzw. dem Kandidatenim Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben.(4) Studierende, die sich zu einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehenwollen, können nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse einmal als Zuhörerinnen und Zuhörerzugelassen werden, es sei denn, die Kandidatin bzw. der Kandidat widerspricht. Die Zulassungerstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe der Prüfungsergebnissean die Kandidatinnen oder Kandidaten.(5) Macht eine Kandidatin bzw. ein Kandidat durch ärztliches Attest glaubhaft, dass sie bzw. erwegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, diePrüfung ganz oder teilweise in der vorgegebenen Form abzulegen, kann die bzw. der Vorsitzendedes Diplomprüfungsausschusses gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in eineranderen Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für Studienleistungen.§ 12Schriftliche Prüfungen(1) Für die schriftlichen Prüfungen stehen jeweils mindestens 60 und höchstens 120 Minutenzur Verfügung.(2) Schriftliche Prüfungsarbeiten werden von zwei prüfenden Personen gemäß § 13 Abs. 1 bewertet.Die Note der Arbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen.Das Bewertungsverfahren soll 4 Wochen nicht überschreiten.7


8§ 13Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Diplom-Vorprüfung(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von der jeweiligen prüfenden Personfestgesetzt.Die Leistungen sind mit folgenden Noten zu bewerten:1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung,2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichenAnforderungen liegt,3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht,4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungengenügt,5 = nicht ausreichend= eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungennicht mehr genügt.Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können durch Erniedrigen oder Erhöhender einzelnen Noten um 0,3 Zwischenwerte gebildet werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3sind dabei ausgeschlossen.(2) Eine Fachprüfung ist bestanden, wenn die Fachnote mindestens "ausreichend" (4,0) ist.(3) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachprüfungen bestanden sind. DieGesamtnote der Diplom-Vorprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten, wobeidie einzelnen Fächer gleich gewichtig sind.(4) Bei der Bildung der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt;alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.(5) Die Gesamtnote der bestandenen Diplom-Vorprüfung lautet:bei einer Durchschnittsnote bis 1,5= sehr gut,bei einer Durchschnittsnote über 1,5 bis einschließlich= gut,2,5bei einer Durchschnittsnote über 2,5 bis 3,5= befriedigend,bei einer Durchschnittsnote über 3,5 bis 4,0= ausreichend.Bei einer Durchschnittsnote bis 1,1 ist die Diplom-Vorprüfung „Mit Auszeichnung“ bestanden.(6) Die einzelnen Veranstaltungen des Grundstudiums und die für die Zulassung zu den Prüfungenerforderlichen Leistungsnachweise (Scheine = Sch) werden durch Kreditpunkte entsprechenddem „European Credit Transfer System“ (ECTS) gewichtet. Zur Diplom-


Vorprüfung müssen Studienleistungen im Umfang von insgesamt 120 Kreditpunkten erbrachtwerden. Die Aufteilung der Kreditpunkte auf die einzelnen Fächer ist in Abs. 7 geregelt.(7) In den einzelnen Fächern müssen folgende Leistungen erbracht werden9Fach SWS/Typ CP/LV CP/FachPhysik 6Vorlesung Physik 3 V, 1 S 4Grundpraktikum 2 P Sch 2Mathematik 4Vorlesung 2 V, 2 Ü Sch 4Chemie 30Vorlesung Allgemeine und Anorganische3 V, 2 S 6ChemiePraktikum 3 P Sch 3Vorlesung Physikalische Chemie3 V, 1S 6Praktikum 2 P Sch 3Vorlesung Organische Chemie 4 V, 2 S 6Praktikum 6 P Sch 6Biochemie 7Vorlesung 4 V 4Praktikum 2 P Sch 3Zellbiologie 3Vorlesung 2 V, 1 S 3Einführung in Botanik und Zoologie14Vorlesung 4 V, 2 S 8Grundpraktikum Botanik 3 P Sch 3Grundpraktikum Zoologie 3 P Sch 3Evolution und Biodiversität 11Vorlesung Evolution und Systematik5 V 5Pflanzenbestimmungen 2 P Sch 2Tierbestimmungen 2 P Sch 2Geländepraktikum 2 P Sch 2Genetik 11Vorlesung Genetik 4 V, 1 S 4Grundpraktikum Genetik 2 P Sch 3Molekularbiologisches Querschnittspraktikum3 P Sch 4Physiologie 15


10Vorlesung Tierphysiologie 2 V 3Vorlesung Pflanzenphysiologie 3 V 3Vorlesung Entwicklungsbiologie2 V 3Grundpraktikum Tierphysiologie3 P Sch 3Grundpraktikum Pflanzenphysiologie2 P Sch 3Mikrobiologie 7Vorlesung Mikrobiologie 3 V, 1 S 4Grundpraktikum 2 P Sch 3Ökologie 12Vorlesung Geobotanik 2 V 3Vorlesung Ökologie 2 V 3Praktika Ökologie 6 P Sch 5Exkursionen 1 E Sch 1Abkürzungen:LV = LehrveranstaltungV = VorlesungS = SeminarP = PraktikumÜ = ÜbungE = ExkursionSch = Schein§ 14Wiederholung der Diplom-Vorprüfung(1) Die Prüfung kann in den Fächern, in denen sie nicht bestanden ist oder als nicht bestandengilt, wiederholt werden.(2) Eine Wiederholungsprüfung kann frühestens nach 6 Wochen, muss aber spätestens innerhalbvon zwei Semestern nach Abschluss der nicht bestandenen Fachprüfung abgelegt werden.Der Termin wird von der bzw. von dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses aufAntrag festgelegt. Der Prüfungsanspruch erlischt bei Versäumnis der Wiederholungsfrist, essei denn, die Kandidatin bzw. der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten.(3) Eine zweite Wiederholungsprüfung desselben Prüfungsfaches ist nur in zu begründendenAusnahmefällen auf Antrag zulässig. Hierüber entscheidet der Diplomprüfungsausschuss.Während des gesamten Studienganges sind höchstens zwei zweite Wiederholungsprüfungenmöglich. Fehlversuche an anderen Hochschulen werden angerechnet. Die Wiederholung einerbestandenen Fachprüfung ist nicht zulässig.


11§ 15Zeugnis(1) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung ist unverzüglich, möglichst innerhalb von vierWochen nach dem Erbringen der letzten Prüfungsleistung, ein Zeugnis auszustellen, das dieeinzelnen Fachnoten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von der bzw. von dem Vorsitzendendes Diplomprüfungsausschusses und von der Dekanin bzw. von dem Dekan desFachbereiches zu unterzeichnen.(2) Ist die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt diebzw. der Vorsitzende des Diplomprüfungsausschusses der Kandidatin bzw. dem Kandidatenhierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob und gegebenenfallsin welchem Umfang und innerhalb welcher Frist die Diplom-Vorprüfung wiederholt werdenkann.(3) Der Bescheid über die nicht bestandene Diplom-Vorprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrungzu versehen.(4) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden,wird ihr bzw. ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise eine schriftlicheBescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowiedie zur Diplom-Vorprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt,dass die Vorprüfung endgültig nicht bestanden ist.III. Diplomprüfung§ 16Zulassung(1) Zur Diplomprüfung kann zugelassen werden, wer• die Diplom-Vorprüfung im Studiengang Biologie bestanden oder eine gemäß § 7 alsgleichwertig angerechnete Prüfungsleistung erbracht hat,• die in Anlage 4 zu dieser Prüfungsordnung aufgeführten Voraussetzungen erfüllt.(2) In dem Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung sind die gewählten Prüfungsfächer gemäߧ 17 und gegebenenfalls die Zusatzfächer gemäß § 18 zu bezeichnen. Im übrigen gilt § 9 entsprechend.(1) Die Diplomprüfung besteht aus§ 17Umfang der Diplomprüfung• vier mündlichen Fachprüfungen,• der in der Regel im Hauptfach anzufertigenden Diplomarbeit.(2) Die mündlichen Fachprüfungen erfolgen im Hauptfach, in zwei in der Regel biologischenNebenfächern und in einem nichtbiologischen Nebenfach. Abweichungen von der Regel (ein


iologisches und zwei nichtbiologische Nebenfächer) sind nur mit begründetem Antrag undnachfolgender Genehmigung durch den Diplomprüfungsausschuss möglich.(3) Das Hauptfach und das erste biologische Nebenfach müssen aus folgenden Fächern gewähltwerden:• Botanik,• Zoologie,• Genetik,• Mikrobiologie.Innerhalb des Hauptfaches Botanik und Zoologie sind Studienschwerpunkte wählbar.Die gewählten Studienschwerpunkte bestimmen den Schwerpunkt der Prüfungen im Hauptfach.Hauptfach und erstes biologisches Nebenfach dürfen auch bei der Festlegung unterschiedlicherStudienschwerpunkte nicht identisch sein.(4) Zweites biologisches Nebenfach und nichtbiologisches Nebenfach können aus den inAnlage 3 zu dieser Prüfungsordnung aufgelisteten Fachgebieten gewählt werden. Dabei istdarauf zu achten, dass das zweite biologische Nebenfach auch bei Festlegung unterschiedlicherStudienschwerpunkte nicht mit dem Hauptfach oder dem ersten Nebenfach identisch sein darf.Andere Nebenfächer kann der Diplomprüfungsausschuss auf Antrag bei Vorliegen der studienorganisatorischenVoraussetzungen zulassen. Dabei muss die fachliche Breite gewährleistetsein.(5) Die Prüfungsinhalte im Hauptfach und in den biologischen Nebenfächern sind in Anlage 5zu dieser Prüfungsordnung aufgelistet.(6) Die Prüfungsleistungen der mündlichen Diplomprüfung müssen in einem Zeitraum von 28Kalendertagen erbracht werden.(7) Die Prüfungsdauer beträgt im Hauptfach mindestens 45 und höchstens 60 Minuten, in denNebenfächern mindestens 20 und höchstens 30 Minuten.§ 18Zusatzfächer(1) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann sich in weiteren als den vorgeschriebenen Fächerneiner Prüfung unterziehen (Zusatzfächer).(2) Das Ergebnis der Prüfungen in den Zusatzfächern wird auf Antrag der Kandidatin bzw. desKandidaten in das Zeugnis aufgenommen, jedoch bei der Festsetzung der Gesamtnote nichtberücksichtigt.12


13§ 19Diplomarbeit(1) Die Diplomarbeit soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalbeiner gegebenen Frist ein biologisches Problem selbständig nach wissenschaftlichen Methodenzu bearbeiten und die Ergebnisse verständlich darzustellen und zu interpretieren.(2) Die Diplomarbeit kann von in Forschung und Lehre tätigen Professorinnen und Professoren,Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten, wissenschaftlichen Oberassistentinnenund Oberassistenten sowie habilitierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterndes Fachbereiches Biologie ausgegeben und betreut werden. Soll die Diplomarbeit in einerEinrichtung außerhalb des Fachbereiches durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmungder bzw. des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Das Erstgutachten muss in diesemFall von einer Professorin bzw. von einem Professor des Fachbereiches angefertigt werden.(3) Das Thema der Diplomarbeit kann erst bestätigt werden, wenn alle Fachprüfungen der Diplomprüfungbestanden sind. Der Beginn der Diplomarbeit sollte spätestens 2 Monate nach derletzten Prüfung liegen. Der Zeitpunkt des Beginns ist aktenkundig zu machen.(4) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt maximal 8 Monate. Thema und Aufgabenstellungder Diplomarbeit sind von der betreuenden Person so zu begrenzen, dass die zurBearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Das Thema kann einmal und nur innerhalbder ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Im Einzelfall undauf begründeten Antrag kann der Diplomprüfungsausschuss die Bearbeitungszeit um einenMonat verlängern. Der Ausschuss kann diese Entscheidung der bzw. dem Vorsitzenden desDiplomprüfungsausschusses übertragen.(5) Die Diplomarbeit kann in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistungzu bewertende Beitrag der Einzelnen bzw. des Einzelnen aufgrund der Angabevon Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzungermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Abs.1 erfüllt.(6) Bei der Abgabe der Diplomarbeit hat die Kandidatin bzw. der Kandidat schriftlich zu versichern,dass sie bzw. er die Arbeit - bei einer Gruppenarbeit den entsprechend gekennzeichnetenAnteil - selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittelbenutzt hat.§ 20Annahme und Bewertung der Diplomarbeit(1) Die Diplomarbeit ist fristgemäß beim Prüfungsamt des Fachbereiches in drei gebundenenExemplaren abzugeben. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Wird die Diplomarbeitnicht fristgemäß abgegeben, gilt sie als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.(2) Die Diplomarbeit wird von zwei Personen begutachtet. Die erste Gutachterin bzw. der ersteGutachter ist die Professorin bzw. der Professor bzw. die habilitierte Mitarbeiterin bzw. derhabilitierte Mitarbeiter des Fachbereiches, die bzw. der die Arbeit ausgegeben hat. Die zweitebegutachtende Person wird von der bzw. von dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschussesauf Vorschlag der Institute bestellt.


(3) Jedes Gutachten muss eine begründete Note enthalten. Für die Benotung gilt § 13 Abs. 1entsprechend.(4) Ist eine Bewertung schlechter als "ausreichend" oder weichen die Bewertungen um mehrals 2,0 voneinander ab, so wird vom Diplomprüfungsausschuss eine dritte Prüferin bzw. eindritter Prüfer zur Bewertung der Diplomarbeit bestellt. In diesem Fall werden für die endgültigeBewertung die beiden besseren Noten berücksichtigt.(5) Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten.(6) Verteidigung: Die Ergebnisse der Diplomarbeit sind von der Kandidatin bzw. von demKandidaten öffentlich vor einem fachkompetenten Gremium in einem Vortrag von etwa 20Minuten mit anschließender Diskussion zu verteidigen. Die dabei gezeigten Leistungen (Vortragund Diskussion) werden von einer durch den Diplomprüfungsausschuss bestätigten Kommissionmit je einer Note bewertet. Für die Benotung gilt § 13 Abs. 1 entsprechend.(7) Die Gesamtnote für die Diplomarbeit ergibt sich aus den beiden Noten für die Arbeit unddem arithmetischen Mittel der beiden Noten für die Verteidigung. Als Gesamtnote wird dasarithmetische Mittel aus diesen drei Noten gebildet.Bei der Bildung der Teilnote für die Verteidigung und der Gesamtnote wird die erste Dezimalehinter dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Imübrigen gilt § 13 Abs. 5 entsprechend.§ 21Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Diplomprüfung(1) Für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen in der Diplomprüfung, der Leistungenin den einzelnen Prüfungsfächern und der Bildung der Gesamtnote gilt § 13 Abs. 1 und 4 entsprechend.Die Diplomprüfung ist nur bestanden, wenn jede einzelne mündliche Fachprüfung bestandenist.Die Diplomprüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn die Diplomarbeit nicht mindestens mitder Note "ausreichend" (4,0) bewertet worden ist.(2) Die Gesamtnote der Diplomprüfung wird aus dem arithmetischen Mittel der mündlichenFachprüfungen, wobei die Note für das Hauptfach zweifach gewichtet wird, und der Note derDiplomarbeit gebildet, wobei die Diplomarbeit zweifach gewichtet wird. Im übrigen gilt § 13Abs. 4 und 5 entsprechend.Bei überragenden Leistungen, wenn in allen Prüfungsfächern und Bewertungen die Note sehrgut (1,0) erzielt wurde, kann der Diplomprüfungsausschuss das Gesamtprädikat "Mit Auszeichnung" erteilen.§ 22Notenverbesserung(1) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung einer innerhalb der Regelstudienzeit erstmals bestandenenDiplomprüfung können zur Notenverbesserung innerhalb eines Jahres nach Bestehender Diplomprüfung einmal wiederholt werden. Dabei zählt das jeweils bessere Ergebnis.14


15§ 23Wiederholung der Diplomprüfung(1) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung in den einzelnen Fächern können bei nicht ausreichendenLeistungen einmal wiederholt werden, § 14 Abs. 2 und 3 gelten entsprechend.(2) Wird die Diplomarbeit nicht mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewertet, so ist auf Antrageine Wiederholung mit neuem Thema möglich. Eine Rückgabe des Themas ist jedoch nur zulässig,wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat von dieser Möglichkeit nicht schon früherGebrauch gemacht hat. Im Falle der Wiederholung mit neuem Thema sollte die Anfertigungder Diplomarbeit unter einer anderen Betreuerin bzw. unter einem anderen Betreuer stattfinden.Sie bzw. er muss Professorin bzw. Professor am Fachbereich Biologie sein.Eine mit „nicht ausreichend“ bewertete Verteidigung kann einmal wiederholt werden.(3) Sind die Fachprüfungen der Diplomprüfung bestanden, die Diplomarbeit dagegen abgelehntworden, so gelten die Fachprüfungen der Diplomprüfung mit den Bewertungen weiterhinals bestanden. Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat nur die Diplomarbeit entsprechend § 23Abs. 2 erneut anzufertigen.(4) Eine zweite Wiederholung der Diplomarbeit ist ausgeschlossen. Eine zweite Wiederholungeiner Fachprüfung ist nur in zu begründenden Ausnahmefällen zulässig. Hierüber entscheidetder Diplomprüfungsausschuss. Während des gesamten Studienganges sind höchstens zweizweite Wiederholungsprüfungen möglich. Fehlversuche an anderen Hochschulen sind anzurechnen.Die Wiederholung einer einzelnen bestandenen Fachprüfung ist nicht zulässig.Die Lehrveranstaltungen im Hauptstudium und die als Voraussetzung für die Zulassung zu denFachprüfungen der Diplomprüfung zu erbringenden Leistungen werden durch Kreditpunkteentsprechend dem „European Credit Transfer System“ (ECTS) gewichtet. Zur Diplomprüfungmüssen Studienleistungen im Umfang von insgesamt 120 Kreditpunkten erbracht werden. Dieseverteilen sich wie folgt:Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Praktika) im:Hauptfach 45 SWS 45 CPErstes biologisches Nebenfach 15 SWS 15 CPNichtbiologisches Nebenfach 15 SWS 15 CPZweites biologisches Nebenfach 15 SWS 15 CPDiplomarbeit30 CP§ 24Zeugnis(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so erhält sie bzw. erüber die Ergebnisse ein Zeugnis. In das Zeugnis wird auch das Thema der Diplomarbeit undderen Note aufgenommen. Auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten können das Ergebnisder Prüfung in den Zusatzfächern (§ 18) und die bis zum Abschluss der Diplomprüfungbenötigte Fachstudiendauer in das Zeugnis aufgenommen werden. Im übrigen gilt § 15 entsprechend.


(2) Das Prüfungszeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbrachtwurde. Es wird von der Dekanin bzw. von dem Dekan des Fachbereiches und von derbzw. von dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses unterzeichnet. Im übrigen gilt §13 entsprechend.§ 25Diplomurkunde(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten die Diplomurkundemit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin werden die Verleihung des akademischenDiplomgrades und die Gesamtnote beurkundet.(2) Die Diplomurkunde wird von der Dekanin bzw. von dem Dekan des Fachbereiches und vonder bzw. von dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses unterzeichnet und mit demSiegel der Universität versehen.IV. Schlussbestimmungen§ 26Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsacheerst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Diplomprüfungsausschuss nachträglichdie Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringen die Kandidatin bzw.der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise fürnicht bestanden erklären.(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass dieKandidatin bzw. der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach derAushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen derPrüfung geheilt. Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrechterwirkt, so entscheidet der Diplomprüfungsausschuss.(3) Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerungzu geben.(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls neu zu erteilen. Mitdem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfungaufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs. 1und Abs. 2, Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnissesausgeschlossen.§ 27Einsicht in die Prüfungsakten(1) Innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird der Kandidatin bzw.dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in die schriftlichen Prüfungsprotokolle und in die Gutachtender Diplomarbeit gewährt.16


(2) Der Antrag ist binnen einem Monat nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bei derbzw. bei dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses zu stellen. Diese bzw. dieser bestimmtOrt und Zeit der Einsichtnahme.§ 28ÜbergangsbestimmungenDiese Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die ab Wintersemester2001/2002 erstmals für den Studiengang Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle –Wittenberg eingeschrieben sind. Studierende, die vor dem Wintersemester 2001/2002 für denStudiengang Biologie eingeschrieben worden sind, legen die Diplom-Vorprüfung und die Diplomprüfungnach der zum Zeitpunkt ihrer Einschreibung geltenden Prüfungsordnung vom06.06.1996 ab. Zu einer Diplomprüfung auf der Grundlage dieser Prüfungsordnung kannletztmalig zum Wintersemester 2007/2008 zugelassen werden.§ 29Inkrafttreten(1) Diese Ordnung tritt am Tage nach der Genehmigung durch den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg in Kraft. Sie wird im Amtsblatt der Martin-Luther-UniversitätHalle – Wittenberg veröffentlicht.(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 06.06.1996 (MBL. LSA S. 1901) außer Kraft.Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates vom 31.05.2001 und des Senatesder Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 11.07.2001 und der Genehmigung desRektors vom 20.09.2001Halle (Saale), 20. September 2001Prof.Dr. Wilfried GreckschRektorVom Rektor am 20.09.2001 genehmigt.17


Anlage 1Erforderliche Leistungsnachweise für die Zulassung zu den Fachprüfungen der Diplom-VorprüfungPhysik• Physikalisches Praktikum• Übungen in MathematikEinführung in Botanik und Zoologie• Grundpraktikum Botanik• Grundpraktikum ZoologieEvolution und Biodiversität• Pflanzenbestimmungen• Tierbestimmungen• GeländepraktikumChemie• Praktika in Anorganischer, Organischer und Physikalischer ChemieBiochemie• Grundpraktikum BiochemieGenetik• Grundpraktikum Genetik• Molekulares QuerschnittspraktikumPhysiologie• Grundpraktikum Pflanzenphysiologie• Grundpraktikum TierphysiologieMikrobiologie• Grundpraktikum MikrobiologieÖkologie• Grundpraktika Ökologie• ExkursionenDer Nachweis der in den einzelnen Lehrveranstaltungen erbrachten Leistungen ist durch dieVorlage der entsprechenden Scheine zu führen.18


19Anlage 2Prüfungsschwerpunkte der Fächer in der Diplom-VorprüfungZellbiologiePhysik• Inhalt der Vorlesung Zellbiologie• Inhalt der Vorlesung PhysikEinführung in Botanik und Zoologie• Inhalt der Vorlesungen Einführung in Botanik und ZoologieEvolution und Biodiversität• Inhalt der Vorlesung Evolution und SystematikChemie• Allgemeine und Anorganische Chemieo Inhalt der Vorlesung Allgemeine und Anorganische Chemie• Organische Chemieo Inhalt der Vorlesung Organische Chemie• Physikalische Chemieo Inhalt der Vorlesung Physikalische ChemieBiochemie• Inhalt der Vorlesung BiochemieGenetik• Inhalt der Vorlesung GenetikMikrobiologie• Inhalt der Vorlesung MikrobiologiePhysiologie• Inhalt der Vorlesung Pflanzenphysiologie• Inhalt der Vorlesung Tierphysiologie• Inhalt der Vorlesung EntwicklungsbiologieÖkologie• Inhalt der Vorlesung Geobotanik• Inhalt der Vorlesung Ökologie


20Anlage 3NebenfächerNebenfächer aus nichtbiologischen Disziplinen (Umfang 15 SWS)• Analytische Chemie• Anorganische Chemie• Biochemie• Biotechnologie• Bodenkunde• Geographie• Geologie• Informatik• Naturstoffchemie• Organische Chemie• Paläontologie• Physik• Physikalische Chemie• Psychologie/Soziologie (nur in Verbindung mit Verhaltensbiologie)Zweites biologisches Nebenfach (Umfang 15 SWS)(Nebenfach darf, auch bei Festlegung unterschiedlicher Studienschwerpunkte, nicht Bestandteildes gewählten Haupt- oder ersten biologischen Nebenfachs sein)• Biochemie• Entwicklungsbiologie der Tiere• Genetik• Geobotanik / Pflanzenökologie / Spezielle Botanik• Humanbiologie• Immunologie• Limnologie• Mikrobiologie• Naturschutz• Pflanzenphysiologie• Pflanzenzüchtung• Pharmazeutische Biologie• Phytopathologie• Tierökologie• Tierphysiologie• VerhaltensbiologieWeitere, nicht in der Aufstellung enthaltene Nebenfächer kann der Diplomprüfungsausschussbei Vorliegen der studienorganisatorischen Voraussetzungen auf Antrag zulassen. Dabei mussdie fachliche Breite gewährleistet sein.


21Anlage 4Voraussetzungen für die Zulassung zur DiplomprüfungHauptfach• Leistungsnachweise für zwei, dem jeweiligen Hauptfach zugeordnete Blöcke mit einemGesamtumfang von jeweils 15 SWS,• Leistungsnachweis für das Forschungsgruppenpraktikum im Hauptfach mit einem Umfangvon 15 SWS,Biologische Nebenfächer• Leistungsnachweise für jeweils einen Block mit einem Gesamtumfang von jeweils 15SWS,Nichtbiologisches Nebenfach• Leistungsnachweise für einen Block mit einem Gesamtumfang von 15 SWS.Anlage 5Prüfungsinhalte des Hauptfaches und der biologischen Nebenfächer in der DiplomprüfungBotanikHauptfachStudienschwerpunkt Geobotanik / Pflanzenökologie / Spezielle BotanikSpezialkenntnisse in allen im Hauptstudium behandelten Stoffgebieten zum Studienschwerpunkt.Umfassende Kenntnisse in den Teilgebieten der Botanik außerhalb des Studienschwerpunktes(Allgemeine Botanik, Pflanzenphysiologie).Studienschwerpunkt Pflanzenphysiologie / ZellphysiologieSpezialkenntnisse in allen im Hauptstudium schwerpunktmäßig behandelten Teilgebieten derPflanzen- und Zellphysiologie einschließlich des Methodenspektrums und seines theoretischenHintergrundes. Umfassende Kenntnisse in den Teilgebieten der Botanik außerhalb des Studienschwerpunktes(Allgemeine Botanik, Morphologie und Systematik der Pflanzen, Pflanzenökologie).NebenfachStudienschwerpunkt Geobotanik / Pflanzenökologie / Spezielle BotanikVertiefte Kenntnisse in den im Hauptstudium behandelten Stoffgebieten zum Studienschwerpunkt.Umfassende Kenntnisse in den Teilgebieten der Botanik außerhalb des Studienschwerpunktes(Allgemeine Botanik, Pflanzenphysiologie).Studienschwerpunkt Pflanzenphysiologie / ZellphysiologieVertiefte Kenntnisse in den im Hauptstudium behandelten Stoffgebieten zum Studienschwer-


punkt einschließlich des Methodenspektrums und seines theoretischen Hintergrundes. UmfassendeKenntnisse in den Teilgebieten der Botanik außerhalb des Studienschwerpunktes (AllgemeineBotanik, Morphologie und Systematik der Pflanzen, Pflanzenökologie).ZoologieHauptfachStudienschwerpunkte Entwicklungsbiologie der Tiere / Tierökologie / Tierphysiologie / Verhaltensbiologie/ Spezielle Zoologie*Spezialkenntnisse im gewählten Studienschwerpunkt, grundlegende Kenntnisse zu den ausgewiesenenStudienschwerpunkten. Umfassende Kenntnisse in allen Teilgebieten der Zoologie.NebenfachStudienschwerpunkte Entwicklungsbiologie der Tiere / Tierökologie Tierphysiologie / Verhaltensbiologie/ Spezielle Zoologie*Spezialkenntnisse zu schwerpunktmäßig behandelten Stoffgebieten des gewählten Studienschwerpunktes.Umfassende Kenntnisse in den Teilgebieten der Zoologie außerhalb des Studienschwerpunktes.GenetikHauptfachSpezialkenntnisse in den drei im Hauptstudium vertieft behandelten Teilbereichen der Genetik:Molekulargenetik der Zelle, Molekulargenetik der Pflanzen, Molekulargenetik der Tiere.Kenntnisse der genetischen Systeme wichtiger Modellobjekte. Fundierte Kenntnisse zur Anwendunggenetischer Erkenntnisse und wichtiger Arbeitsmethoden. Umfassende Kenntnisse inwesentlichen Teilbereichen der Genetik.Nebenfach22Spezialkenntnisse in ausgewählten im Hauptstudium vertieft behandelten Teilbereichen derGenetik: Molekulargenetik der Zelle, Molekulargenetik der Pflanzen, Molekulargenetik derTiere. Umfassende Kenntnisse wesentlicher Sachverhalte der allgemeinen und der molekularenGenetik. Kenntnisse der Prinzipien genetischer Untersuchungsmethoden und der Anwendunggenetischer Erkenntnisse.MikrobiologieHauptfachSpezialkenntnisse in den vier im Hauptstudium vertieft behandelten Themenschwerpunkten:Informationsfluss bei Mikroorganismen, Stoffwechselphysiologie der Bakterien, Methoden derTaxonomie und Identifizierung von Mikroorganismen, molekulare Biotechnologie. UmfassendeKenntnisse in allen Teilgebieten der naturwissenschaftlichen Mikrobiologie.


23NebenfachSpezialkenntnisse in zwei der vier im Hauptstudium vertieft behandelten Themenschwerpunkten:Informationsfluss bei Mikroorganismen, Stoffwechselphysiologie der Bakterien, Methodender Taxonomie und Identifizierung von Mikroorganismen, molekulare Biotechnologie.Umfassende Kenntnisse in Teilgebieten der naturwissenschaftlichen Mikrobiologie.* nach Schaffung der personellen Vorraussetzungen

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