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EDITORIALLiebe Leserinnen,liebe Leser,für dieses Heft haben unsere Reporterund Editors viele Opfer gebracht:Hajar hat sich ins Wasser gestürzt,Silvia träumt seit dem Eisdielen-Checkvon sauren Gurken, Mark und Samethaben schwarze Daumen vom Grillen,Ilknur und Luise grüne vom Guerilla-Gärtnern.Alle anderen testetendie Tipps, wie man ohne Stress denLover los wird. Neugierig geworden?Prima! Schönen Urlaub wünschtEure RedaktionP.S. Euer Feedback an:redaktion@derbuersche.deder buersche Sommer 2012 03


6/16INHALT2029PARKOUR Jeder Ort ein Spot...................................................................20-21SUMMERFOOD Heiße Tipps und coole Drinks..............................22-23SPRITZTOUR AUF DER ERFT Wild, Wasser, Rafting...............................24SERVICE & LIFESTYLEEISDIELEN IM TEST Verpass mir ne Kugel...........................................26-28SCHLUSS MACHEN Ten ways to leave my lover.....................................29GEGEN DEN STROM Gesellschaftliche Tabus brechen................30-31SPEED-DATING How I met my job......................................................32-33BLUMENZAUBER IN DER WOHNUNG Pimp it!.............................34der buersche Sommer 201205


KULTUR & UNTERHALTUNGSchräge StudentenjobsSie sind jung und brauchen das GeldEs soll sie geben: außergewöhnliche Nebenjobs jenseits des Bartresens.Denn bestimmt verdienen nicht alle Studierenden ihr Geld als Kellner, Kassiereroder Kaffeekocher, vermutete der Buersche. Und hat sich auf die Suchenach Studenten gemacht, deren Job alles andere als normal ist.von Patricia SchielRund Zwei Drittel der mehr als 2,3 MillionenStudierenden in Deutschland jobbtenim Jahr 2010, um ihr Studium zu finanzieren.Das ergab die Sozialerhebung des Studentenwerks.Aber bloß keinen langweiligen Job,dachten sich die folgenden vier Mädels - undfanden etwas Besseres als Akten sortieren.DIE FILMSICHTERINJulia Z. ist „ganz normal“ an ihren ungewöhnlichenNebenjob gekommen: „Eine Freundin,die mit ihrem Studium fertig war, schuldetemir noch einen Gefallen und fragte mich, obich ihren Nebenjob übernehmen möchte. Ichhabe mich vorgestellt und konnte noch amgleichen Tag den Vertrag unterschreiben.“Seitdem arbeitet die 21-Jährige gleich für zweiFirmen als Filmsichterin: Die eine betreibtein Video-Portal, die zweite erstellt Blurays.Innerhalb eines Jahres hat sie erlebt, was esbedeutet, als studentische Hilfskraft voll eingespanntzu sein: Schauspielerinformationenin Computersysteme einzutragen, Filme inder Dunkelkammer auf Ton- und Bildzusammenfügungzu überprüfen oder Filmmaterialan Firmen zu verschicken. „Manche Freundesind neidisch, dass ich so viele Filme schauendarf “, scherzt die Studentin. Dass das gar nichtso einfach ist, wüssten viele nicht. „Wenn manin einem dunklen Raum einen langweiligenFilm guckt, muss man sich schon stark konzentrieren,auf irgendwelche Kleinigkeiten zuachten.“Doch mit dem Filme gucken ist für Julia baldSchluss – aber nicht wegen eckiger Augen.Denn mit dem Wechsel in die Grafikabteilungwird sie demnächst kreativ gefragt: Julia sollDVD-Menüs bauen. Das passt gut, denn damitkann die angehende Kommunikationsde-06der buersche Sommer 2012


KULTUR & UNTERHALTUNGsignerin Erfahrungen für Beruf und Studiumsammeln. „Manchmal muss man sich tapferdurch Aufgaben beißen, die man nicht so gernemag, um welche zu bekommen, die bessergefallen.“DIE BABYTURNERINder buersche Sommer 2012Mit unliebsamen Aufgaben umzugehen,musste auch Abiturientin Julia H. erst lernen.Die sportliche 18-Jährige freute sich, als manihr in ihrem Fitnessstudio eine Vertretungsstelleanbot. Endlich hatte sie die Chance,Hobby und Job zu verbinden. „Da ich imSport-Leistungskurs bin, wurde ich daraufangesprochen, die erkrankte Turnlehrerin zuvertreten.“ Sechs Monate lang übernahm Juliadaraufhin die Leitung des Baby- und Kinderturnens,während die Eltern der kleinenRacker selber Sport machten. „Meine Mutterwar begeistert: Sie suchte meine alten Kinderliederheraus, damit die Kleinen beim TurnenMusik hören konnten.“Vor jedem Kurs musste die Abiturientin dannGeräte aufbauen und die Turnhalle in zwei Bereicheunterteilen. „Eine Ecke für die Kleinen,die hauptsächlich gekrabbelt sind und mit Tüchern,Ringen oder Bällen hantiert haben. Derandere Bereich war für die größeren Kinder,denen ich Spiele wie `Fischer, Fischer´erklärthabe. Ich hatte keine Erfahrung mit so Kleinenzwischen sechs Monaten und zwei Jahren.Deshalb war es erst schwer einzuschätzen, wassie schon konnten: Laufen? Sprechen?“ Dochsie fand schnell einen Draht zu den Kindern.Eines der Mädchen hatte es ihr besonders angetan.Ihm brachte Julia sogar das Laufen bei.„Sie ist mir nachgelaufen. Da ist mein Herzaufgegangen.“DIE KONZERTMANAGERINAuch Vera M. kennt solche Momente, denndie Geografie-Studentin arbeitet ehrenamtlichin einem soziokulturellen Zentrum. Undwenn man schon kaum Geld bekommt, mussman wenigstens mit Leidenschaft bei der Sachesein. „Ist kein verwerflicher Job, nur etwasbrotlos“, lacht die 21-Jährige mit demNasenpiercing und den langen Haaren. AlsLeiterin der Konzertgruppe organisiert VeraMusikveranstaltungen: „Vom ersten Kontaktder Band über die Gagenverhandlungen biszu Organisation der Arbeitsschichten, Werbungund Catering ist alles mit drin.“ Als Leiterinder Gruppe kommen für sie natürlichnoch Schreibarbeiten, wie das Verträge unterzeichnen,Unterkünfte buchen und Briefingsmit der Haustechnik dazu. Allein für einenKonzertabend gingen da schon mal acht Arbeitsstundendrauf. „Das ist viel Verantwortung,denn man ist die Ansprechperson für07


KULTUR & UNTERHALTUNGRotkohl wächst wild am Straßenrandim Sommer, wenn er abends losziehen muss,seine ‚Felder‘ zu gießen: „Für den ganzenSommer brauche ich das Wasser aus rund 300Gießkannen.“ Hin und wieder versüße ihmaber ein Bewohner die Arbeit, indem er ihmPflanzen schenkt. Gelegentlich färbt sich sogarder Daumen des ein oder anderen grün:„Ich bemerke manchmal, dass sich mein Beetum ein oder zwei Pflanzen erweitert hat.“AN DER GRENZE ZUR ILLEGALITÄTWeppelmann gärtnert ohne jegliche Anmeldung:„Ich frage nirgends nach, ob ich dasdarf. Das Amt für Grünflächen und Umweltschutzweiß zwar darüber Bescheid, aberoffiziell angemeldet bin ich nicht.“ Guerilla-Gärtner bewegen sich in einer Art Grauzonezwischen Legalität und Illegalität. Streng genommengilt das unerlaubte Bepflanzen fremderGrundstücke laut § 303 des Strafgesetzbuchesals Sachbeschädigung. Doch meist wirddie Arbeit der Gärtner wohlwollend geduldet.10Doch warum nimmt Guerilla-Gärtner Weppelmannsolche Mühen und Risiken auf sich?Sein großes Ziel: Er will das Nachbarschaftsgefühlder Bürger „vorantreiben“. Sie sollenrausgehen und nicht den ganzen Tag vor demFernseher hängen. Gemeinsam das „sozialeGrün“ erleben und im richtigen Leben „interaktiv“werden. Dass das wilde Gärtnern einandernäher bringt, merken wir an der nächstenKreuzung. Kaum wühlen wir mit denHänden im Dreck, hält auch schon der ersteRadfahrer und schaut uns interessiert auf dieFinger. Man kommt ins Gespräch, und ratzfatzist der Kontakt geknüpft.Wenn man also das nächste Mal nette, neueLeute kennen lernen will: Ab zum Guerilla-Gärtnern! Das Leben in der Stadt muss alsonicht grau, einsam und gartenlos sein. An fastjeder Ecke liegt ein unbelebter Fleck Erde,der nur auf die Eroberung wartet. Also, compañerosund compañeras, auf in den Kampf:Vamos al jardin!Tipps und Tricks aufhttp://www.gruenewelle.orghttp://www.guerrillagardening.org/Freie Gartenakademievon Weppelmannhttp://www.gartenakademie.org/der buersche Sommer 2012


Jung und obdachlosEin Rucksack voll LebenKULTUR & UNTERHALTUNGOb U-Bahn-Schächte als Schlafplatz oder Flaschensammeln für ein wenigGeld – Daniel ist mittendrin, im Alltag auf der Straße. Der Buersche traf denjungen Obdachlosen, der sich seit zwei Jahren irgendwie durchschlägt.von Jana KohrsmeierDaniel wirkt jünger, als er eigentlich ist.Mindestens drei Jahre. Jetzt dreht ersich gerade eine Zigarette und sieht auf denersten Blick recht ordentlich aus. Von Nahemwird sichtbar: ein schmutziger Schatten aufden Wangen, ausgebeulte Hosenbeine, an denKnien schimmert die Haut durch. Dazu einranziger Rucksack mit abgestoßenen Ecken.Sicherheitsnadeln ersetzen den kaputtenReißverschluss.Neun Euro am Tag: nicht viel zum LebenER HAT ALLES VERLORENDaniel ist 22 Jahre alt. Die meisten feilen indiesem Alter an einer beruflichen Karriere,haben eine Beziehung, vielleicht ein Autooder die erste eigene Wohnung. Daniel hatnichts von alledem. Er brauche auch nichts.„Fast nichts“, schiebt er schnell hinterher. Eswäre bloß schön zu wissen, dass da irgendwojemand ist, der auf ihn wartet. Doch er hat vordrei Jahren so ziemlich alles verloren – unddas sei auch schon nicht viel gewesen. Abereben mehr als heute. Denn damals habe er immerhinnoch seine Mutter gehabt. „Doch diehat sich irgendwann zu Tode gesoffen“, sagt ermit einem bitteren Unterton in der Stimme.Ihr Tod habe ihn runtergerissen und aus derBahn geworfen. Er habe danach seinen Mini-Job in einem kleinen Internetcafé verloren,weil kein Elan da war, überhaupt aufzustehen.Plötzlich sei dann alles ganz schnell gegangen:Er konnte seine Miete nicht mehr zahlen, flogder buersche Sommer 2012aus der Wohnung. Ein Teufelskreis begann:Ohne festen Wohnsitz kein Arbeitslosengeld,ohne Geld keine Wohnung und ohne Wohnungkeine Arbeit. Und jetzt besteht sein Alltagaus Betteln oder Flaschen sammeln undseine Nächte verbringt er an Schlafplätzen inmiefigen Unterkünften, abgestellten Zügenoder U-Bahn-Schächten. Mit einem Tagessatzvon neun Euro kann er sich täglich ein wenigGeld vom Jobcenter in seiner Stadt holen:„Weit kommt man damit nicht.“„ICH FÜHLE MICH FREI“Solche und ähnliche Geschichten hat HorstRenner von der Obdachlosenhilfe „linkerNiederrhein“ schon oft gehört : „Häufig habendie Jugendlichen mal irgendwann geklaut,Gras geraucht, vielleicht auch gedealtund sind daraufhin zu Hause raus geflogen.Oder sie kommen aus zerrütteten Elternhäusernund haben den falschen Umgang.“Seit 16 Jahren arbeitet Renner ehrenamtlich11


KULTUR & UNTERHALTUNGfür die Obdachlosenhilfe mit Sitz in Krefeldund hat schon viele Schicksale kennengelernt.„Die besten Erfahrungen haben wir mit ganzpersönlicher Hilfe gemacht.“ Es bringe nichtviel, jungen Menschen bloß einen Schlafplatzund eine warme Mahlzeit zu geben. Wichtigsei vor allem die persönliche, individuelle Betreuung.Daniel lebt mittlerweile seit fast zwei Jahrenauf der Straße. Bisher hat er nur im Winterdie „Kältehilfe“, die Kleidung und eine warmeMahlzeit verteilt, in Anspruch genommen.Als Obdachloser hat er aber nicht nur seinDach überm Kopf verloren, sondern auch seinaltes Leben „ist den Bach runtergegangen.“Seine Besitztümer: Ein altes Portemonnaiemit ein paar Münzen, das er aus „Sentimentalitätsgründen“behalten hat, ein Rucksack miteinem verschmutzten Schlafsack, Kleidungsstückezum Wechseln oder Drüberziehen.„Dann ist bei mir Zwiebel-Look angesagt“, erzähltDaniel mit einem Augenzwinkern. Außerdemhat er noch eine zerbeulte Blechtasse,aus der er seinen schwarzen Kaffee in den Obdachloseneinrichtungentrinkt.Aber nicht alles sei schlecht in seinem Leben.„Ich fühle mich frei“, sagt Daniel und schickteinen undefinierbaren Blick hinterher. Wasmeint er? Frei wie unabhängig? Oder frei wie:Es ist niemand da, der mich vermisst oder sogarloszieht, mich zu suchen.StrandlektüreDu sollst nicht langweilen!Liebesgeschichte oder Thriller? Sachbuch oder Krimi? Für viele gehört es zumUrlaub wie Bikini und Meer: ein gutes Buch für den Strand! Aber im großenBücherstrom will das erstmal gefunden werden. Wir haben Kultur-Expertengefragt, was ein gutes Strandbuch ausmacht und was ihr in diesem Sommerunbedingt in den Koffer packen solltet.von Maren BieleckeManchmal ist es schwierig, das passendeBuch zu finden. Buchhändler ChristianBaumhof aus Bergneustadt empfiehlt daher:Frag dich selbst, was du von deiner Strandlektüreerwartest. Lieber leichte Unterhaltungzum Relaxen oder möchte ich auch ein bisschenüber den Lesestoff nachdenken?Danach steht direkt die nächste Frage an: Wiegeübt bin ich als Leser? Baumhof teilt Urlaubsleserdabei in zwei Kategorien ein. „Dagibt es einmal die Leute, die immer ein Buchauf dem Nachttisch liegen haben und deshalbsehr geübt sind.“ Für die darf die Urlaubslektüredann schon etwas anspruchsvoller sein,damit keine Langeweile aufkommt. Die zweiteGruppe sind die typischen Urlaubsleser.„Wenn man sich als ungeübter Leser übernimmt,wird es anstrengend und man legt12der buersche Sommer 2012


KULTUR & UNTERHALTUNGdas Buch schnell wieder beiseite“. Leute, die seltener lesen,brauchen deshalb Lektüre, die sie direkt packt und mitzieht.Aber was macht ein gutes Strandbuch aus? „Das Buch sollmich fesseln,“ sagt Willy Theobald, Chef des Kulturressortsbei der Financial Times Deutschland. Am besten stellen sichvor Spannung die Haare auf. Oder es ist so toll geschrieben,dass ich richtig hungrig nach den nächsten Seiten werdeIhn persönlich können auch etwas mühsamer geschriebeneBücher umhauen: „Wichtig ist nur, dass Strandlektüre nichtgegen das elfte Gebot verstößt: Du sollst nicht langweilen!“Auch für den Buchexperten Baumhof muss ein gelungenesStrandbuch einerseits spannend sein, andererseits müsse eres aber zwischendurch auch mal zur Seite legen können. Umins Meer zu springen.DIE TIPPS UNSERER EXPERTEN FÜR DEN SOMMER 2012:Christian Baumhofempfiehlt:Tipp1„Herr Mersebricht auf“von Karin Nohr(19,99 Euro)Tipp2„Ein Sommerwie dieser“von Annette Hohberg(14,99 Euro)der buersche Sommer 2012Willy Theobaldempfiehlt:„Café derverlorenen Jugend“von Patrick Modiano(16,90 Euro)„Fegefeuer derEitelkeiten“von Tom Wolfe(ein Klassiker,12,99 Euro)Tipp aus derBuersche-Redaktion„Der Hundertjährige,der aus demFenster stieg undverschwand“von Jonas Jonasson(14,99 Euro)Quelle: Arne Dirkes Quelle: Arne Dirkes„Erbarmen“von Jussi Adler-Olsen(9,95 Euro)13


KULTUR & UNTERHALTUNGDer FestivalsommerDosenbier und SchalalaSommerzeit ist Festivalzeit! Ob Rock am Ring, Hurricane oder Wacken,irgendwo ist immer Party. Damit ihr für die Musik-Highlights 2012 gerüstetseid, sagen wir euch, was ihr neben Zelt und Dosenbier noch so braucht.von Eileen Primus und Lianka SchlößerOhne Campingstuhl bistdu verloren – und aufBierkisten schläft dirirgendwann der Hinternein. Abends mit ins Zeltnehmen, er ist beliebtesDiebesgut.Lass den Toast zu Hause.Wenn du ankommst,ist er schon krümelig.Kabelbinder einpacken.Damit kannst du nichtnur deine Freundefesseln, sondern auchSeile ans Zelt, wenn’swindig wird.SonnencremeUNDGummistiefel einpacken.Du wirst beides brauchen.Gaffer-Klebeband hältdie Welt zusammen!Damit lässt sich auchsuper ein Tragegurt fürTetrapacks basteln.Denn Flaschen sindverboten!Auf Festivals werdenKondome zwarwie Kulis verteilt.Nimm lieber ein eigenesmit, sicher ist sicher.Wechselkleidung ineinen Müllsack packen.Denn es regnet fastIMMER.Dixis sind tabu.Außer du willstumgeschmissen werden,während du draufsitzt…Ersatzautoschlüsseltop secret verstecken.Zum Beispiel zwischendie Schmutzwäsche.Zu Hause das Zelt zur Probe aufbauen. Ist es noch ganz? Alle Zeltstangen und Heringe da?14der buersche Sommer 2012


KULTUR & UNTERHALTUNGHOW TO SURVIVE:Joelle (21) und Eileen (22) rocken seit fünf Jahren den Nürburgring. „Rock am Ring“(RaR) istfür sie eine Woche Urlaub. Die Insider haben 5 Tipps, wie ihr jedes Festival überlebt:• Fahrt eher hin! Bei RaR trinkt man sich schon mittwochs warm, auch wenn Freitagerst die Bands spielen. Danach kürzer treten, Katerstimmung hat an der Musikbühnenichts verloren.• Wenn man über den Zeltplatz geht, bekommt man an jeder Ecke ein Bier zum Mittrinkenangeboten. Nimm es an, sonst bist du unten durch.• NIE (!!!) zwei Gaskocher direkt nebeneinander anmachen. Das Mädchen im Zeltnebenan hat nur noch die dritte Hautschicht.• Lass dein gutes Handy zu Hause. Muttis Antennen-Telefon klaut dir keiner so schnell.• Zelte nicht in der Nähe von Zäunen. Die männlichen Besucher sparen sich denWeg zum Klo und pinkeln an JEDEN Zaun.MusikPlattencheckDu brauchst dringend neue Musik? Dann haben wir hier was für dich.Leichte Songs fürs LagerfeuerCharlie Simpson, der Geheimtipp aus England mit der unverwechselbaren Reibeisenstimmeschickt auf seinem ersten Soloalbum „Young Pilgrim“ harmonische Gitarrenklänge auf einenachdenkliche Reise. Dabei entstehen melancholisch-leichte Songs wie „Sundown“ oder „Parachutes“,die nach lauen Sommernächten am Lagerfeuer oder der Ruhe nach dem Festivalsturmklingen. Auflegen, anhören, träumen. Für Fans von: Bon Iver, Snow Patrol, Ben HowardPSder buersche Sommer 201215


SPORT & FREIZEITGrünanlage und Rutsche im Grugabad EssenFreibad-CheckWenn jetzt Sommer wärWenn die Sonne bereits um vier Uhr aufgeht, die Strandtasche einsatzbereitin der Ecke steht und die Haut ständig nach Sonnencreme riecht, dann steckenwir mitten in der Freibad-Saison. Das Ruhrgebiet bietet etwa 50 Bäderunter freiem Himmel. In drei Städten haben wir den Freibad-Check gemacht:Duisburg, Essen und Gelsenkirchen.von Hajar Kayali und Aleksandra BalakinaGRUGABAD, ESSENWer die Sonne in Essen genießen möchte,kommt am wohl bekanntesten Freibad derStadt nicht vorbei: Dem Grugabad, das unmittelbaran den Grugapark grenzt. Es existiertseit 40 Jahren und ist Essens größtes Freibad.Außenanlage: Das Bad dient nicht nur derEntspannung. Auch sportliche Leute kommenbei einem Sportbecken mit zehn Schwimmbahnen,zwei Beachvolleyball-Feldern undeinem 10-Meter-Turm auf ihre Kosten. 25.000Quadratmeter Liegefläche stehen den Gästenzur Verfügung. Dennoch sollte man früh genugda sein. An heißen Sommertagen wirdder Platz knapp.Rutsche: Die weiße Rutsche ist vor allem optischein Hingucker, da sie sich in zwei Bahnenaufteilt. Dennoch ist sie nichts für Fans,die Speed und scharfe Kurven suchen, zumalsie sich im Nichtschwimmerbecken befindet.Gastronomie: In direkter Nähe liegt ein Kiosk,von dem aus man bei einer feurigen Currywurstund einer großen Portion Pommes dieTurmspringer beobachten kann. Eis darf natürlichnicht fehlen. Leider können bei großemMenschenandrang die besten Sortenvergriffen sein, so dass dann ein Wassereis zurErfrischung reichen muss.Sauberkeit: Insgesamt macht das Bad einensauberen Eindruck. Auch lag bei unserem16der buersche Sommer 2012


SPORT & FREIZEITDas Becken im Jahnbad diente einst als Löschwasserteich.Besuch kein Müll herum, was sicherlich auchan den ausreichend vorhandenen Abfalleimernliegt.Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Normalpreisbeträgt 4 Euro, doch Schüler und Studentenzahlen 2,10 Euro. Ein Pluspunkt ist der FrühundSpättarif: Wer vor 8 Uhr morgens dasBad betritt, bekommt 1 Euro Rabatt auf denvollen Eintrittspreis von 4 Euro oder 50 CentRabatt auf den ermäßigten Preis von 2,10Euro. Das gleiche gilt an Wochentagen für dieletzten anderthalb Stunden.FREIBAD JAHNPLATZ,GELSENKIRCHENWer Aktion will, geht ins Sportparadies. Werin Ruhe seine Bahnen schwimmen will undgern auf der Wiese beim Bräunen entspannt,ist im Jahnbad in Gelsenkirchen-Heßler genaurichtig. Es ist eine überschaubare Anlagemit gemütlicher Atmosphäre. Das Freibad hatauch historischen Wert. Es war sogar mal lebenswichtigfür die Stadt Gelsenkirchen, denndas Becken diente im Zweiten Weltkrieg alsLöschwasserteich.der buersche Sommer 2012Außenanlage: Die Anlage besteht aus einem50 Meter langen Becken und einem Planschbeckenfür die kleinen Besucher. Eine gepflegte,große Grünanlage lädt zum Faulenzen undEntspannen ein.Rutsche: Nicht vorhanden, denn das Jahnbadist kein Spaßbad. Wer den Adrenalinkicksucht, ist hier falsch. Doch für die, die nacheinem stressigen Uni- oder Arbeitstag einwenig Sport treiben und anschließend Sonnetanken wollen, denen empfehlen wir genaudiesen Ort. Hier kann man ungestört an einemStück seine 40 Bahnen schwimmen.Gastronomie: Da der Kiosk geschlossen ist,hat man am besten seinen eigenen Picknick-Korb dabei, denn die nächste Imbiss-Budeliegt circa acht Minuten vom Freibad entfernt.Aufgrund der Entfernung empfiehlt sich dieseallerdings nur bei wirklich großem Hunger.Sauberkeit: Trotz der altmodischen Einrichtungist die komplette Anlage auffällig sauber.Aufgrund der guten Pflege fällt kaum auf,dass Stühle, Bänke und Papierkörbe aus den50er und 60er Jahren stammen. Der Rasen istperfekt gemäht und wenn es hier riecht, dannangenehm nach Sommer.Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Preis ist mit4 Euro vergleichsweise hoch, schließlich gibt17


LieferserviceStimmt so!SPORT & FREIZEITFrank ist Pizzalieferant. Monotonie am Arbeitsplatz kennt er nicht. JedeBestellung wird zum kleinen Abenteuer. Manchmal harmlos und witzig,manchmal ein Selbsttest der eigenen Nerven. Hier gibt´s einige Kostprobenaus seinem Job.von Aleksandra BalakinaPOLIZEI STATT PIZZADie Warnlichter blinken, der Streifenwagen steht bereits vor dem offenen Hauseingang. Es ist22 Uhr. Die Nachbarn haben sich versammelt und beobachten das Geschehen. Der Polizistversucht den aufgebrachten, älteren Herren zu beruhigen und die Situation aufzuklären. Dabeiist nicht etwa ein Unglück mit seiner Ehegattin passiert und es haben auch keine Jugendlichendie Fensterscheibe eingeschlagen. Nein, ich hatte eine kalt gewordene Pizza geliefert - und dabeidie Einfahrt blockiert. Die Situation ist schnell geklärt und zwei große Salami-Pizzen für diePolizeistation schon auf der Bestellliste der Pizzeria.DER GROSSE UNBEKANNTEEiner unserer Stammgäste ist von Beruf „Gamer“. Er bestelltdrei bis vier große Pizzen auf einmal. Wenn ich mitder Bestellung bei ihm ankomme, hängen die Schlüssel ander Tür mit einem Zettel, auf dem geschrieben steht: „Pizzahier rein“. Wenn ich eintrete, führt mich ein schmaler,dunkler Gang in ein noch dunkleres Zimmer mit achtMonitoren. Der Sessel dreht sich quietschend in meineRichtung und der enorm große Arm winkt mich mit denSätzen „Da ist das Geld. Stimmt so!“ zur Kommode. Einwenig gruselig, doch das Trinkgeld stimmt immer.DER ALBTRAUMEin Traum eines jeden Pizzalieferanten. Die Haustür öffnet sich und eine Frau im offenen Bademantelsteht vor dir – mit einem Hauch von Nichts darunter. Bei mir ist dieses Klischee wahrgeworden. Nur leider war es eine alte Dame und der Anblick war alles andere als erotisch. Dieshätte wirklich nur ein Traum bleiben sollen.EINE SCHRECKLICH NETTE BESTELLUNGDiese Stammkunden bevorzugen die Sonntagspizza statt des Sonntagsputzes. Und ich bevorzugeGummistiefel, wenn ich die Wohnung dieser Familie betrete: Überall Spinnenweben, Kartons,Katzen, Essensreste und weiteres Zeug. Nachdem ich den Atem angehalten habe, kämpfeich mich durch das Chaos und stelle die Pizzapackung da ab, wo das Essen hingehört. Dann istes vorbei. An der frischen Luft dreimal ganz ruhig ein- und ausatmen. Weiter geht´s.der buersche Sommer 201219


SPORT & FREIZEITParkourJeder Ort ein SpotAthleten springen von hohen Dächern, landen mit einer eleganten Rolle aufdem Boden und beschleunigen den Körper in einer 360-Grad-Drehung. Essind Stunts von Jackie Chan oder Szenen aus einem James-Bond-Film wie„Casino Royale“. Das Besondere: Zu sehen ist die Sportart Parkour, die denactionreichen Szenen diese fließende Dynamik verleiht.von Halepce Körogluer Outdoor-Sport Parkour pflegt dieD Kunst des effizienten Fortbewegens.Schnell, fließend und mit möglichst einfachenBewegungen versucht der Traceur Papierkörbe,Litfaßsäulen, Zäune, Bänke odersonstige Hindernisse zu überwinden. Er mussdabei im Flow, übersetzt im „Fluss“, mit seinerUmgebung sein. Grenzen gibt es keine,nur unendlich viele Möglichkeiten Sprünge,Hindernisse und Bewegungen miteinander zukombinieren.FRAUEN TRAUEN SICH WENIG ZUJulian Kläsner (23) ist seit neun Jahren leidenschaftlicherTraceur, also einer, „der den Wegebnet“. Ein Video im Internet weckte seinInteresse. „Es ist ein Sport, den nicht jedermacht und den man nicht überall sieht. Michhat die Tatsache fasziniert, dass man so freiagieren kann und in keinerlei Art und Weiseeingeschränkt ist“, erinnert er sich. Heute trainiertJulian in der Vfl-Halle in Gladbeck 30Personen im Alter von 14 bis 49 Jahren.Obwohl Parkour kein reiner Männersport ist,gibt es nur wenige Frauen in der Szene. „Sietrauen sich wenig zu.“, sagt Kläsner. Dabeiginge es beim Parkour nicht darum, besseroder schneller zu sein. Frauen könnten bestimmteBewegungen und Sprünge viel eleganterausführen. „Der Bewegungsfluss sieht20Der Traceur bei einem seitlichen Rückwärtssalto.bei ihnen ästhetischer aus.“ Auch in Gladbeckgibt es bislang nur zwei Teilnehmerinnen, dieden Sport ausüben.Der Urvater des Parkour, David Belle, lernteals Kind von seinem Vater, einem ehemaligenVietnamsoldaten, in den Wäldern Nordfrankreichsdie „Methóde Naturelle“. Hierbei bewegtsich der Athlet möglichst effizient durchder buersche Sommer 2012


SPORT & FREIZEITJulian schlängelt sich durchs Geländer.die Landschaft mit ihren natürlichen Hindernissen.In den 1980er Jahren bringt Belle dieMethode schließlich auf die Straßen von Parisund entwickelt in der urbanen Landschaft ausStahl und Beton „Le Parkour.“ Er sieht darinmehr als nur Sport. Für ihn ist es die Kunst,die eigenen Grenzen, die durch den Körperund die Umwelt gesetzt werden, zu erkennenund diese zu überwinden. Sein Credo: DerKörper muss dafür bis in die tiefste Faser kontrolliertwerden.ES GIBT KEINEN WETTKAMPFTrainer Julian Kläsner schätzt vor allem denrespektvollen Umgang zwischen den Traceuren.Niemand wird ausgeschlossen, dieTraceure helfen sich bei neuen Elementen.„Beim Parkour geht es nicht um den gesellschaftlichen,kulturellen oder finanziellen Status.Wir teilen eine Leidenschaft und das stehtbei uns im Vordergrund“, sagt der Trainer. ImUnterschied zu vielen anderen Sportarten gibtes beim Parkour keinen Wettkampf. Jeder istsein eigener Gegner und versucht über seineGrenzen hinauszuwachsen. Außerdem genießenTraceure das Freiheitsgefühl und die Unabhängigkeitvon Ort, Zeit und der Gruppe,denn jede Umgebung kann zum Spot werden:Sei es ein Spielplatz, die Fußgängerzone oderdas Dach eines Hochhauses.Kein Hindernis ist hoch genug.ParkourParkour und Freerunningsind nicht dieselbe Sportart.Parkour (Erfinder DavidBelle) bezeichnet den Sport,Hindernisse mit möglichsteinfachen Bewegungen, möglichstschnell zu überwinden.Beim Freerunning (ErfinderSebastain Foucan) legt mangroßen Wert auf Akrobatik.der buersche Sommer 201221


SPORT & FREIZEITSummerfoodHeiße TippsKein Sommer vergeht, ohne dass man mit Freunden eine ordentliche Grill-Party feiert. Man trifft sich, schmeißt die Kohle-Briketts unter den Rost undlässt das Fleisch brutzeln. Damit der Grill-Spaß ein echter Genuss wird, gibtes hier noch ein paar Tipps.von Marc DrögeANZÜNDENSoll das Grillen nicht in der Notaufnahme enden und auch die Feuerwehrzu Hause bleiben, sind beim Anzünden ein paar Dinge zubeachten. Zum Beispiel: Niemals direkt aus der Flasche mit Spiritusoder anderen entzündbaren Chemikalien nachhelfen. Es geht auchganz ohne dubiose Hilfsmittel. Kostengünstig und quasi ökologischempfiehlt sich: Die chilenische Methode. Dazu rollt man zunächst Zeitungenzu Würsten und wickelt sie quer übereinander um eine Weinflasche,bis die Flasche bis zum Hals mit Zeitungen umwickelt ist. Dannwird die Flasche auf den Grillboden gestellt und mit Grillkohle pyramidenförmigumgeben. Ganz wichtig: Als nächstes die Flasche vorsichtigherausziehen und erst danach die Zeitungen anzünden. Ist die Kohledurchgeglüht, kann sie auf dem Grillboden verteilt werden.STEAK GRILLENSo testen Profis, ob ein Steak punktgenau gegart ist. Wer es „englisch“ mag, merkt sich, wiees sich anfühlt, wenn er mit der linken Hand Daumen und Mittelfinger zusammen führtund mit dem rechten Zeigefinger auf den linken Daumenballendrückt. Fühlt sich das Steak genauso an,ist es noch blutig. Soll das Fleisch „medium“ gebratensein, müssen für die Druckprobe linker Daumenund Ringfinger zusammengeführt werden. Um zu testen,ob das Fleisch „durch“ ist, macht man die Druckprobemit dem Daumen und dem kleinen Finger.TIPP: Sauerrahm-Dipp für alle Fleischsorten und zu BrotDer Dipp besteht aus einer Hälfte Crème fraiche, einem Viertel saurer Sahneund einem Viertel Quark. Wenn die Zutaten miteinander vermischt sind, werdenkleingeschnittener Knoblauch, Schnittlauch, Salatkräuter und ein wenig Salzund Pfeffer hinzugegeben. Kurz durchziehen lassen.22der buersche Sommer 2012


Coole DrinksSPORT & FREIZEITDie Sonne scheint, es ist heiß und der Wunsch nach einem erfrischendenGetränk steigt von Minute zu Minute. Der beste Durstlöscher ist zwar Wasser,aber nicht gerade der leckerste. Es müssen auch nicht immer gekaufteFruchtsäfte ins Glas. Cocktails sind die Hingucker des Sommers. Hier unserCocktailrezept für Euch – mal mit Schuss, mal alkoholfrei.von Alexandra Chwalczyk und Trang DangFrozen Strawberry DaiquiriDu benötigst:mindestens 5 frische Erbbeeren– grün entfernen!5 cl weißen Rum2 TL feinen Zucker2TL Fruchtsirup(z.B. Erdbeere oder Himbeere)½ Glas Crushed Ice1 Erdbeere zum GarnierenAlle Zutaten in einen Mixer (mit Crushed-Ice Funktion!)geben. So lange mixen bis ein Püree entsteht.Den Drink in ein gekühltes Glas geben und den Randmit einer Erdbeere garnieren. Strohhalm rein undProst! Wahlweise kann man auch anderes Obst z.B.Kiwi oder Mango für den Cocktail nehmen. Wer eslieber ohne Alkohol mag, lässt den Rum einfach wegund gibt einen Schuss Zitronensaft hinzu. An heißenTagen erfrischen Cocktails und bieten eine gelungeneAbkühlung.Die Kalorienbombe: Bubble TeaNeuerdings gesellt sich zu den üblichen Abkühlungsgetränken ein Kultgesöff aus dem fernenOsten: Bubble Tea. Das taiwanische Teegetränk wird mit Fruchtsirup gesüßt – daherseine auffallende Farbe. Wer keinen Tee mag, darf sich zwischen Joghurt – oder Milchshakes wieStrawberry Milk Tea entscheiden. Das Besondere sind die sogenannten Toppings, Poppings undTapioka-Perlen in der Flüssigkeit. Diese bekommt man zum Beispiel in den GeschmackssortenLychee oder Mango in Form von Geleestückchen. Die Poppings auch „Bobas“ genannt, sindkleine Kugeln mit flüssiger Füllung. Tapioka-Perlen sind kleine schwarze Kugeln aus Stärke. Siewerden beim Trinken mit einem großen Strohhalm herausgesaugt und zerplatzen, wenn mandrauf beißt. Also ein Getränk mit Spaßeffekt? Nun ja: Ein 0,2-Liter-Becher enthält zwischen300 bis 500 Kalorien! Für Kleinkinder sind die Bubbles hoch gefährlich: Verschluckungsgefahr!Kritisches kann man beim WDR nachlesen: www1.wdr.de Stichwort: Bubble-Teader buersche Sommer 201223


SPORT & FREIZEITSpritztour auf der ErftWild, Wasser, RaftingIn der letzten Ausgabe hing ich in den Seilen des Dortmunder Kletterparks.Diesmal lautete die Herausforderung, die Wirbel und Wasserfälle der Erft zubezwingen. Also auf gut Deutsch: River-Rafting.von Hajar Kayalinoch gemütlich flussabwärts, als wir plötzlichbeschleunigen und auf einen kleinen Wasserfallzurasen. Mit voller Wucht prallt unserBoot nach unten und ist sofort voller Wasser.‚Wir sinken‘, ist mein einziger Gedanke, undvon irgendwo her höre ich Freibergs Stimme:„Vorwärts paddeln! Vorwärts paddeln!“a ich außer Tretboot-Fahren keinerleiD Vorkenntnisse habe, macht mich schonder Anblick der Schlauchboote kribbelig. Viersieben Meter lange Boote liegen nebeneinanderauf dem Gras. In jedem von ihnen istPlatz für elf Personen. Zunächst gibt uns UweFreiberg, der Rafting-Guide, eine Einführungan Land, damit wir auf dem Wasser wissen,wie wir richtig handeln. „Das wichtigste beimRiver-Rafting ist, dass jedes Teammitglied dieBefehle des Guides befolgt. Nur im gleichenTakt kommt man gegen die Stromschnellenan“, erklärt der 53-Jährige.IN DIE TIEFE GERISSENSchließlich tragen wir das Boot gemeinsamim Gleichschritt Richtung Wasser. Bereitsbeim Einsteigen fällt es mir schwer, dasGleichgewicht zu halten. In der Hoffnung,nicht allzu viel Wasser abzubekommen, setzeich mich in die letzte Reihe des Bootes. Vergebens,wie sich bald zeigt. Gerade paddeln wirENSTPANNT RICHTUNG DÜSSELDORFUnd wie ich paddele. Nur langsam steigen wirwieder an die Oberfläche. Glücklicherweisesind am Rand des Schlauchboots Löchereingearbeitet, so dass das Wasser allmählichwieder abfließt. Wir sind klitschnass. Einigewaren so schlau und haben Regenjacken angezogen.Ich nicht. In der nächsten Stundefolgen kleinere Stromschnellen, die stets einenAdrenalin-Kick in mir auslösen. Dannverlassen wir schließlich die Erft und damitdas Wildwasser. Entspannt lassen wir uns aufdem ruhigen Rhein in Richtung DüsseldorferAltstadt treiben. Zusammen mit den Kähnen,die man sonst nur von der Rheinbrücke ausbeobachtet.Wem die Erft zu wild ist,kann auf dem Rhein oder der Ruhreine etwas ruhigere Rafting-Tour erleben.Mehr Infos unter:www.river-rafting.de24der buersche Sommer 2012


der buersche Sommer 2012SPORT & FREIZEIT


SERVICE & LIFESTYLEErdbeer, Vanille oder Schokolade? Die Klassiker gehen immer!Eisdielen im TestVerpass mir ‘ne Kugel!Moneten raus – Kalorien rein. Jedes größere Einkaufscenter, das etwas aufsich hält, umwirbt auch die Naschkatzen. Und im Sommer ist natürlich besondersdie eiskalte „süße Sünde“ gefragt. Der Buersche hat deshalb in denKonsumtempeln von Bochum, Essen und Oberhausen die Eisdielen gecheckt.von Silvia LatzkeJeder Deutsche verputzt im Durchschnitt 150Eiskugeln pro Jahr. Nicht schlecht für einLand, in dem der Sommer manchmal nur imKalender steht. Die beliebtesten Eissorten sindimmer noch Vanille und Schokolade. Deshalbstanden sie auf unserer Prüfliste. Doch da unsauch neue Sorten reizen, kam jeweils nocheine exotische Fruchtsorte mit in den Test-becher.Zuerst die frohe Botschaft: Alle drei Eisanbieterproduzieren ihre Produkte selbst.LIMBECKER PLATZ ESSEN: TIZIANONoch ist die Vorfreude groß auf die Unmengenan Eis, die heute auf meinem Speise- undTestplan stehen. Zum Tiziano im EssenerEinkaufszentrum Limbecker Platz geht esnatürlich mit der Rolltreppe, um nicht unnötigKalorien zu verbrennen. Anstelle einestypisch italienischen Eiscafés erwartet micheine übergroße, gestylte Lounge. Noch völligelektrisiert vom ersten Eindruck steuere ichzur gediegenen Musik von Lady Gaga einenTisch neben einem Kaminfeuer an, das aufeinem dezenten LCD-Fernseher vor sich hinlodert. Statt Grünpflanzen: Hightech-Geräteund metallisch glänzende Dekorationselemente.Pflanzen würden hier auch schnellverkümmern, so ganz ohne natürliche Lichtquelle.Denn es gibt weder Fenster noch eineTerrasse.Aufgrund des schummrigen Lichts habeich deshalb auch das Gefühl, eher in einemSzene-Laden in London zu sitzen als in einemitalienischen Eiscafé. Obwohl über 100 Personenhier einen Platz finden, ist von Hektikkeine Spur. Durchgestylt sind auch die „offeneKüche“ und die Eiskarte. Die ist nichtsfür Menschen mit Entscheidungsschwäche:unzählige Eisvariationen – und nach Auskunftder Macher – alles reine Naturprodukte.Selbst die Farbstoffe.26der buersche Sommer 2012


SERVICE & LIFESTYLEMarmor und Plastikstühle im Eiscafé Venezia.CENTRO OBERHAUSEN: PROMENADEMit großzügiger Sonnenterasse punktetdas Eiscafé „Promenade“ im OberhausenerCentrO: Wind im Haar und Sonne auf derHaut. Von hier lässt sich das rege Treiben aufder Geschäftspromenade gut beobachten. Leiderhat sich das Urlaubsfeeling bei meinemBesuch schnell wieder verflüchtigt: Auf derPromenade werden gleich zwei Junggesellen-Abschiede lautstark gefeiert. Wenig begeistertreagiert der Kellner, als ich ihn nach den Zutatenfür das Eis frage. Er verweist mich aneinen Kollegen. Auch der schaut eher misstrauisch.Statt vieler Worte richtet er seinenZeigefinger direkt auf das Thekenschild mitder Zusatzstoffliste. Und siehe da: Wie trügerischkann ein Gaumen sein! Auch wenn dasVanilleeis cremig-frisch schmeckt und dasAprikoseneis das Gefühl vermittelt, direkt indie Frucht zu beißen, muss ich feststellen, dasshier beim Geschmack und bei der Konsistenznachgeholfen werden.RUHRPARK BOCHUM: VENEZIAGegen den wenig romantischen Blick auf dengigantischen Parkplatz des Ruhrparks hilftnicht einmal eine starke Sonnenbrille. Auchdie laute Geräuschkulisse im Eiscafé lädt heutenicht zum Verweilen oder gar Chillen ein.Der Eissalon wirkt insgesamt sehr hell undder buersche Sommer 2012Im Tiziano: Eisgenuss à la Edel-carte.hat sogar noch die typische Eisdielen-Einrichtungaus Marmortischen und bunten Stühlen.Charmant. Aber ob dazu auch das klassischeKaugummi unterm Tisch gehört, möchte ichbezweifeln. Inzwischen ist das Eistesten zurharten Arbeit geworden: Ich kann kein „Gelato“mehr sehen! Doch meine Zunge machtihren Job und bleibt kritisch. Sie konstatiert:wässriges Pfirsich-Eis, das auch genauso gutals Zitroneneis verkauft werden könnte. AufNachfrage erklärt der braungebrannte Kellnerim Gigolostyle dann auch, ganz ehrlich, dassdas Eis „ein bisschen“ mit künstlichen Aromastoffengedopt ist.Einen kurzen Überblick über alle getestetenEisdielen samt Preisvergleich gibt es auf derfolgenden Seite.Eiscafé „Tiziano“ im EssenerLimbecker Platz 1Eiscafé „Promenade“ auf derOberhausener CentrO-Promenade 135Eiscafé „Venezia“ imBochumer Einkaufszentrum 2627


SERVICE & LIFESTYLEMitten im Essener Einkaufszentrum: Das Tiziano.Eiscafé „Tiziano“in EssenEiscafé „Promenade“in OberhausenEiscafé „Venezia“in BochumPreis proKugel1,25 € Verzehr im Lokal1,00 € auf die Hand1,20 € Verzehr im Lokal1,00 € auf die Hand0,90 € Verzehr im Lokal0,80 € auf die HandZutaten(nach mündlicherAuskunft)Naturprodukte, z.B. echteVanille, Früchte. Keinechemischen Aromastoffe.Kein Pflanzenfett.Neben Naturproduktenauch künstliche Farbstoffe.3% Pflanzenfett.Neben Naturproduktenauch künstliche Aromastoffe.Kein Pflanzenfett.HighlightsBesondere Eissortenz.B. „Schoko-Kirsch-Muffin“-, „Kindermilchschnitte“-und„Marzipan-Karibik-Rum“-Eiscreme.Besondere Eissorten,z.B. „Toblerone“-Eis,„Weißer Trüffel“ und„Pellkartoffel“-Eis, wasnur so aussieht.Standardangebot.FlairModerne Einrichtung. Musikund Flachbildschirme.Ruhige Atmosphäre bei111 Plätzen.Minuspunkt: KeineTerrasse oder Fenster.Blick in Hightech-Küche möglich. SeparateRaucher-Lounge.Moderne Einichtungmit italienischem Flair.Sonnenterrasse, Musik,viel Platz. 300 Plätzeinsgesamt drinnen unddraußen. Rauchen auf derTerrasse erlaubt.Hell, offen, typischeEisdielenausstattung.Außenplätze jedochdirekt vor dem Parkplatz.Bei unserem Besuch lauteHintergrundgeräusche.250 Plätze drinnen unddraußen. Rauchen draußenerlaubt.Was MuttiinteressiertSauber und gepflegt.In der Küche undhinter der Theke trägt dasPersonal Mützen. Tischewerden regelmäßig gereinigt.WC des Centersmuss benutzt werden.Sauber. Mit Reinigungskraftvor den WCs.Tische werden regelmäßiggereinigt.Saubere Toiletten- undVerkaufsräume. Tischewerden regelmäßig gereinigt.Bei unserem Besuch:Kaugummi unterm Tisch.28der buersche Sommer 2012


Schluss machenTen ways to leave your loverSich von seinem Partner zu verabschiedenist nicht schwer: Hilfegibt es schon für kleines Geld vonder Trennungsagentur. Aber auchder Anrufbeantworter ist in derBastelstube der Schlussmacher einbeliebter Helfer.von Anna RewerVerantwortung übertragen und sich selbstnicht in Schwierigkeiten bringen – dassind Fähigkeiten, die eine erfolgreiche Führungspersönlichkeitausmachen. Das ist nichtnur im Job eines der oberen Gebote, sondernauch in Beziehungsangelegenheiten.Warum selbst Schluss machen, wenn dasein Experte übernehmen kann? Für 50 Eurostattet der Herr von der Trennungsagenturdem zukünftigen Ex-Partner einen Besuchab. Unschöne Angelegenheiten können vertrauensvollin die Hände Dritter gelegt werden.Das Angebot der Schlussmacher reicht voneinem einfühlsamen Telefongespräch übereine schriftliche Erklärung, warum die Beziehungnicht mehr funktionieren kann, bishin zum persönlichen Besuch.MIT SCHWUNG AUS DER BEZIEHUNGDie Vorteile: Keiner verhaspelt sich in dereigenen Unlogik und außerdem sitzt derSchreck beim baldigen Ex-Partner, der sichdem Ende der Beziehung gegenübersieht,nicht so tief. Denn mit einem Profi geht esratz-fatz: „Schönen guten Tag, Frau Schmitt,mir wurde die Aufgabe übertragen, die Beziehungzwischen ihrem Partner und Ihnender buersche Sommer 2012SERVICE & LIFESTYLEzu beenden.“ Einfacher kann es nicht sein –nach dem Schock folgt eine kurze Erklärungund fertig! Frau Schmitt schließt die Tür undmacht sich hübsch für die nächste Single-Party.Warum muss man sich lange mit unschönenSachen beschäftigen?SCHLUSS MACHEN MIT NIVEAUAuf Platz zwei der zehn beliebtesten Arten,Schluss zu machen, steht die frohe Botschaftauf dem Anrufbeantworter. Auch hier gilt:Delegieren können und Routinevorgänge automatisieren!„Sie haben eine neue Nachricht:‚Hallo Schatz, ich habe gerade keine Zeit, persönlichvorbei zu kommen. Du weißt doch,ich bin zurzeit viel unterwegs, lerne jeden Tagneue Leute kennen und eigentlich wollte ichnur sagen, dass ich unsere Beziehung be…‘PIEP! Sie haben keine weiteren neuen Nachrichten.“Dann doch lieber den Herrn von derTrennungsagentur. Der kommt wenigstensauf den Punkt und hat einen Sinn für Sachen,die wichtig sind. „Zum Schluss soll ich Ihnennoch ausrichten: ‚Lass uns gute Freunde bleiben!‘“.Die 10 unmöglichsten Methoden, eineBeziehung zu beenden:1. SMS2. Anrufbeantworter3. Post-it4. Aussitzen5. „Wir sollten uns auch mal mit anderenLeuten verabreden“6. „Lass uns eine Pause machen“7. „Es liegt nicht an dir, es liegt an mir“8. „Hab dich einfach nicht mehr so lieb“9. Den Nachfolger vorstellen10. TrennungsagenturQuelle: www.zehn.deArten Schluss zu machen29


SERVICE & LIFESTYLEGegen den StromGesellschaftliche Tabus brechenDer Buersche ist immer auf der Suche nach interessanten Menschen undihren Geschichten. Franziska, die in Wirklichkeit gar nicht so heißt, erklärt,warum sie sich gegen Abtreibung engagiert.aufgeschrieben von Anna RewerIch hätte Greenpeace helfen können, dieWale zu retten, oder mich auf Bahngleisenfestschnallen können, damit kein Atommülldurch Deutschland transportiert wird. Allesdas wollte ich nicht.Schon früh hat mir meine Familie beigebracht,dass jedes Leben lebenswert ist. Darum nehmeich voller Überzeugung an vielen Märschenfür das Leben im In- und Ausland teil.Hierzulande tragen wir während der Märscheweiße Holzkreuze mit uns. Jedes Kreuz stehtfür ein Kind, das abgetrieben wurde. So zeigeich meine Sorge um so viele ungeborene Kinder.Ich will gesellschaftliche Tabus brechenund das Thema Abtreibung wieder auf dieAgenda bringen. Und darum bin ich Mitgliedin der Organisation „Jugend für das Leben“.Wir sind nicht die, die anderen ihre Meinungzu diesem Thema aufdrücken wollen, undauch nicht diejenigen, die in den Hungerstreiktreten, um die Menschen auf den Straßen zuerreichen. Unsere Demonstrationen laufenfriedlich ab.AUS EINEM ANDEREN BLICKWINKELWir haben schon viel bei solchen Demonstrationenfür das Leben erlebt. MancheLeute klatschen an den Straßenrändern, anderebeschimpfen uns als Extremisten. Ichbin groß geworden in dieser Traube vonDemonstranten: mit den Leuten, die uns unterstützen,und auch mit denen, die uns nichtmögen. Dieses Ehrenamt hat meinen Charakterund meine Sicht auf die Dinge der Weltgeformt. Ich habe gelernt, mich gegen das Unrecht,das passiert, einzusetzen.Abtreibung ist schließlich kein Zahnarztbesuch– das möchte ich den Menschen vermitteln.Wenn jemand abtreibt, wird er Richterüber Leben und Tod. Ich bin überzeugt, dassAbtreibung keine Lösung ist, sondern zusätzlicheProbleme verursacht. Ganz abgesehendavon, dass sie unzähligen und unschuldigenKindern das Leben kostet, hinterlässtsie Menschen, die mit den physischen undpsychischen Folgen zu kämpfen haben.Internationaler Marsch für das Leben.Wenn beispielsweise ein junges Mädchenschwanger wird, das sich mitten in ihrer Aus-30der buersche Sommer 2012


SERVICE & LIFESTYLEAuftritte wie diese machen auf das ...bildung befindet, kommt der Gedanke schnellauf, dass eine Abtreibung die schnellste Lösungdes Problems sei. Alles soll so sein wievorher: ohne Kind.Ich glaube fest daran, dass diese junge Fraudas Kind nicht abtreiben wird, wenn ihr nurbewusst wird, dass in ihrem Bauch ein Kindheranwächst und kein „Zellklumpen“. Unddass sie umfassende Hilfe bekommen kann.Zum einen vom Staat, zum anderen von uns.Wir haben viele Kontakte, die dieses jungeMädchen unterstützen können. Wir könnenihr sogar sagen, wo sie eine Waschmaschinebekommt.Abtreibung ist ein unbequemes Thema – esgibt Leute auf den Straßen, die meiden uns,wohl aus Angst, dass sie ihr eigenes Verhalteninfrage stellen müssen. Widerstand gegenmein Ehrenamt ist nicht gerade ungewöhnlich.Vor allem jetzt, da ich gerade meinSozialpädagogikstudium abgeschlossen habeund auf der Suche nach einer Arbeit in diesemBereich bin, zeigt sich das besonders.Da sich viele nicht mit der Lebensschutzbewegungauseinandersetzen, werden wir oftin eine extreme Ecke gestellt. Doch ich binweder „rechts“, noch „frauenfeindlich“. Ichwünsche mir, dass uns Lebensrechtlern dergleiche Respekt und die gleiche Toleranzentgegengebracht werden, die andere – auchzu Recht – von uns einfordern! Bei meinerJobsuche vermisse ich diese Toleranz.Weitere Informationen gibt es unterhttp://www.jugendfuerdasleben.de/TOLERANZ UND RESPEKTWir sind meist auf großen Messen oder aufKirchentagen vertreten. Dort stehen wir hintereinem kleinen Stand und sprechen mit Besuchernüber dieses Thema. Zu bestimmtenAnlässen bauen wir einen Stand an Straßeneckenauf und verteilen Flyer an Passanten.der buersche Sommer 2012... Anliegen der Lebensschützer aufmerksam.31


SERVICE & LIFESTYLEQuelle: IHK Nord WestfalenLächeln! Und mit Persönlichkeit überzeugen.Anstehen fürs nächste Date.Quelle: IHK Nord Westfalendie Person vermittelt“, sagt Heinz-JürgenGuß, stellvertretender Geschäftsführer imBereich Aus- und Weiterbildung der IHK inEssen. Ein großer Vorteil des Job-Speed Datingssei die Unvoreingenommenheit. „In ersterLinie wollen wir Jugendlichen eine Chancegeben, die kein gutes Zeugnis haben undselten zu Gesprächen eingeladen werden“, erklärter weiter. Die Jugendlichen können hiermit ihrem Auftreten überzeugen.DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLTDoch kann man in nur zehn Minuten wirklicheine Person beurteilen? Der Kommunika-tionsexperteProfessor Steffen-PeterBallstaedt ist kritisch: „In der Psychologiegibt es das Phänomen des ersten Eindrucks.Dieser bekommt bekanntlich keine zweiteChance und darin sehe ich das Hauptproblembei diesem Format.“ Den ersten Eindruckkann man in so kurzer Zeit nicht revidieren:„Man macht sich sehr schnell seinerstes Bild von der Person. Der erste Eindruckprägt die gesamte Kommunikation.“der buersche Sommer 2012Um keinen schlechten ersten Eindruck zumachen, muss der Bewerber für ein gepflegtesÄußeres sorgen, denn die Arbeitgeber achtenauf klare, sichtbare Merkmale. Wie sinddie Bewerber gekleidet? Wirken sie gepflegt?Prof. Ballstaedt erklärt: „Wenn man beispielsweisekeine Piercings mag und die Frau, dieeinem gegenübersitzt, jedoch fünf im Gesichthat, kann das direkt schon zur Ablehnungführen.“ Für sinnvoll hält er das Job-Speed-Dating trotzdem: „Jeder Teilnehmer kann sichvorher bereits Gedanken machen und sich daraufeinstellen.“Vorbereitung ist alles. Bei Vorstellungsgesprächengeht es um Motivation, Stärken undSchwächen. So sieht es auch Heinz-JürgenGuß: „Nach so einem großen Andrang werdenwir auf jeden Fall im Februar 2013 wiederein Job-Speed Dating anbieten.“ Neben derIHK in Essen bietet ebenfalls die IHK Nordwestfalenan den Standorten Gelsenkirchen,Münster und Bocholt regelmäßig Azubi-Speed-Datings an.• IHK in Essen:http://www.essen.ihk24.deWeitere Infos unter der Rubrik „Presse“• IHK Nordwestfalen:http://www.ihk-nordwestfalen.deWeitere Infos unter der Rubrik„Aus- und Weiterbildung“33


SERVICE & LIFESTYLEBlumenzauber in der WohnungPimp it!Sommer, Sonne, Sonnenschein. Wir wollen jede freie Minute an der frischenLuft verbringen und auch in den eigenen vier Wänden wünschen wir unsmehr Sommerfeeling. Diesmal zeigen wir euch einen Deko-Tip, mit dem ihrdas passende Flair in die Wohnung holt.von Alexandra ChwalczykFür den Mini-Strauß eignen sich alle Sommerblumen,die zurzeit blühen. Die Stielesollten jedoch stark genug sein, damit siespäter nicht im Becher versinken. Die Stängelschneidet man alle auf eine Länge, sodassder Becher später nicht umkippt. Die Blumenbleiben länger frisch, wenn man die Endenschräg anschneidet. Das überschüssige Grünan den Stielen entfernen.Nun muss man noch den Papp- oder Plastikbechermit Wasser füllen. Die vorbereitetenBlumen in den Becher stellenund in der Windlichtlaterne platzieren.Fertig ist das Blumenlicht!Blumen müssen nicht immer in eine Vase.UND SO FUNKTIONIERT‘S:Für unsere Sommerdekoration benötigenwir zunächst eine Windlichtlaterne, diesich seitlich öffnen lässt – oder eine einfacheGlasschale aus einem Dekorationsladen. DieÖffnung sollte breit genug sein, um Blumenplatzieren zu können.Du brauchst:Windlichtlaterne (Dekoladen, ca.5 - 15 EUR, oder bei Mamaabstauben)Einen Papp- oder Plastikbecher(oder was gerade da ist)Frische Blumen zur Dekoration(beliebig)Dauer: ca. 10 Minuten34der buersche Sommer 2012


der buerscheImpressumHerausgeberinProf. Dr. Reinhild RumphorstDer BuerscheInstitut für Journalismus und PublicRelationsWestfälische HochschuleNeidenburger Str. 4345897 GelsenkirchenKontaktredaktion@derbuersche.deCvDEleftherios Zavrakidis HerreroLayoutNicole Helmboldt (CvL),Sabrina Aubrecht, Imke Cordes,Janina DorraTitelfotoSamanthaahttp://weheartit.com/LeeAnne52RedaktionEditors Text und BildNadine Kegel, Maren Mensinger,Eileen Primus, Samet Simsek,Nadja Wawi, Luise WeberReporter Text und BildIlknur Alemdar, Aleksandra Balakina,Maren Bielecke, Alexandra Chwalczyk,Trang Dang, Marc Dröge,Hajar Kayali, Jana Kohrsmeier,Halepce Köroglu, Silvia Latzke,Anna Rewer, Patricia Schiel,Lianka SchlößerAnzeigen, Marketing, VertriebBjörn Harmsanzeigen@derbuersche.deDruckFlyeralarm GmbHAlfred-Nobel-Str. 1897080 Würzburg

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