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Nordstadt internAktiv und engagiertVeranstaltung der Gewerbetreibendenaus der Sicht eines Kunden der NordstadtFotos: Hugo GerhardtFrau Stuhlmann begrüßtealle Anwesenden recht herzlich,machte ihnen Mut fürdie Zukunft und übergab dasWort an unseren OB Haumann.Schon wieder eine Veranstaltung…! Dies warenmeine Gedanken zurEinladung der “Gewerbetreibendender Gießener-Nordstadt“am 10 Januar 2005. DieZiehung der Preisträger desGewinnspieles “Adventskalenderder Gewerbetreibendender Gießener Nordstadt“war angesagt. “Geh hin,schaust mal und verlässt dieVeranstaltung, wenn es langweiligwird”.Unter diesem Motto begabich mich am 10. Januar in dasNordstadtzentrum. Hier angekommen,erlebte ich die ersteÜberraschung, die Anwesenheitvon Herrn OberbürgermeisterHaumann. Ebenfallsanwesend waren BettinaBaums, Vorsitzende des Stadtteilbeirates,das Stadtmarketing,vertreten durch FrauStuhlmann, Claudia Winkler,Leiterin der Gewerbe-Workshops,die zwei Vertreterinnender Gewerbetreibendender Nordstadt, Frau Reinl-Möll und Frau Quambuschsowie die Sängerin NoraSchmidt mit Begleitung. Mirwar klar, es wird ein spannenderAbend.„Zweite Hälfte der SozialenStadt, Zuwendungsbescheidfür das Jahr 2004 über 486000Euro , neuer Förderantrag fürdas Jahr 2005 wird gestellt,laufende LOS-Projekte werdenfortgeführt, neue werdenin Angriff genommen.“Dies waren nur einige der vielenSchlagworte an diesemAbend.Im Rahmen der LOS-Förderunginitiieren Wirtschaftsförderungund Stadtteilbeiratverschiedene Workshops, diezum Ziel haben, die Nordstadtund ihre Unternehmen besserin der Öffentlichkeit zu prä-Nordlicht 2004/5 4


sentieren. Ich hoffe, dass dieskein Strohfeuer ist, wasschnell wieder verlöscht. ImSinne der Nachhaltigkeit solltendiese Projekte auch inZukunft weitergeführt werden.Dies sagte unserOberbürgermeister und versicherteden Anwesenden, dassauch nach Auslaufen der„LOS-Projekte in der Nordstadt“die Wirtschaftsförderungder Stadt Gießen weiterhinin der Nordstadt dabeiist.Das finanzielle Engagementder Stadt Gießen und der persönlicheEinsatz von OBHaumann für die Nordstadtwurde von der Vorsitzendendes Stadtteilbeirates, FrauBettina Baums, ausdrücklichhervorgehoben. In einer kurzen,aber anspornenden Redeforderte sie alle Anwesendenauf, in ihren Bemühungennicht nachzulassen und gemeinsamdie Zukunft derNordstadt zu gestalten.Dann rauschte ein Wirbelwindmit dem Namen ClaudiaWinkler durch den Saal. Siesprach mit viel Temperamentüber ihre Arbeit mit denGewerbetreibenden derNordstadt und sieht für dieZukunft des Stadtteils guteChancen. Sie rief alle Anwesendenauf, in ihren Anstrengungennicht nachzulassen,Einigkeit zu zeigen, gemeinsamzu handeln, um dieSituation der Gewerbetreibendenzu verbessern.Lokale Ökonomie derGießener Nordstadt wurde ineiner Videopräsentation vorgestellt.Zahlen über Zahlen,für manchen recht langweilig,andere konnten nicht genugdavon bekommen, wurdenpräsentiert. Einzelhandel,Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie– von der Kebabbudebis zum gehobenenRestaurant – wurden vorgestellt.Die Unternehmen sindmit ihrem Standort in derNordstadt eigentlich zufrieden,beanstandet wurde dasMüll- und Vandalismusproblem,das schlechte Imageder Nordstadt und das zugeringe Kundenpotential.Nach vielen Zahlen undReden kam der gemütlichereTeil, Gesang mit NoraSchmidt. In den Pausen wurdendie Gewinner des Adventskalender-Gewinnspielesgezogen. Ein Schlusswort vomOB beendete den offiziellenTeil des Abends.Was ist getan, was wird esgeben, was wollen wir nochtun?Die gesamte Bevölkerungder Nordstadt sollte sichdiese Fragen stellen und überlegen,welchen Beitrag jederBürger leisten kann, um unseregemeinsamen Ziele zu verwirklichen.Der Abschluss dieser gelungenenVeranstaltung war eingemütliches Beisammenseinbei einem Gläschen Bier oderSekt und interessanten Gesprächenmit anwesenden Geschäftsleuten.Bei diesenGesprächen wurde mir klar,dass wir die Kleinunternehmerder Nordstadt zu seltenin Anspruch nehmen und5


Nordstadt internhierdurch das Risiko eingehen,dass eventuell Betriebeschließen müssen, da derKundenzustrom zu geringoder nicht vorhanden ist.Mehr Unterstützung von derBewohnerseite ist unbedingterforderlich, damit dieBetriebe erhalten bleiben.Schließt ein Geschäft, z.B.Bäcker oder Metzger, ist dasGeschrei groß. Dann ist es zuspät und wir können nichtmehr helfen. Deshalb müssenwir dem Untergang des angesiedeltenGewerbes entgegenwirken und wieder in denGeschäften in unserer Näheeinkaufen.Mein persönliches Fazit nachdieser Veranstaltung:Der Elan aller Beteiligten hatmich überrascht, um dieZukunft der Nordstadt ist mirnach diesem Abend nichtbange und ich wünsche allenbeteiligten Akteuren einegehörige Portion Selbstbewußtseinund viel Erfolg.Peter SommerStatement von Oberbürgermeister Haumann zurVeranstaltung für Gewerbetreibende in der NordstadtSchön, dass es so viele aktive,engagierte Bürgerinnen undBürger in der Nordstadt gibt.Dies ging mir bei derVeranstaltung von Stadtteilbeiratund Wirtschaftsförderungam 10. Januar durch denKopf. Die Gewerbetreibendenhatten ein Adventskalendergewinnspielgestaltet, dasim Dezember zu einem Gangdurch die Läden in derNordstadt animierte. WertvollePreise wurden von denUnternehmen zur Verfügunggestellt.Vieles ist seit Anfang desvergangenen Jahres in derNordstadt geschehen. VieleKleinprojekte, die durch dieLOS - Förderung möglich wurden,ergänzen nun das Programm„Soziale Stadt“. Auchdie Gewerbetreibenden sindin Aktivitäten eingebunden.Mit Unterstützung der städtischenWirtschaftsförderunggibt es mittlerweile mehrereProjekte wie Stadtteilmarketing,die Vernetzung derGesundheits- und Fitnessbrancheund Gewerbeflächenvermarktung.Vorgestellt wurde an diesemAbend auch eine Studiezur lokalen Ökonomie in derNordstadt, die von demDiplom-Geographen RalphNeumann in Zusammenarbeitmit der städtischen Wirtschaftsförderungerstellt wurde.Die Studie ist Grundlagefür eine stadtteilbezogeneWirtschaftsförderung. Vielleichthaben auch die obengenannten Projekte ein wenigdazu beigetragen, dasslaut Studie die meisten Unternehmenzufrieden mit ihremStandort in der Nordstadtsind.Musik und Gespräche mitden Anwesenden schlossenden Abend ab. Wie groß derGesprächsbedarf ist, kannman daran erkennen, dass dieRunde sich erst sehr spät auflöste.Ich bin immer wiedergerne in dieser Runde, weildies sehr konstruktive Abendesind, an denen neue Ideengeboren werden.Nordlicht 2004/5 6


PortraitFotos: Lothar SchreyeckElkeWeißmannZAUG-„Essensmanagerin”Ich sitze im Vorraum desNordstadtbüros und staune,denn schon um kurz nach 11Uhr kommen die erstenTeilnehmer des Senioren-Mittagstischs in den Saal -weit vor dem offiziellen Beginnum 12 Uhr. Die„Managerin“ der Essensaktion,Elke Weißmann, istjedoch noch früher da gewesen.Sie teilt die Portionen ausden größeren Töpfen herausein, die kurz vorher warmangeliefert wurden.Das betrifft die Vorspeise,Hauptgericht und Dessert.Auf meine Frage, ob dennnicht wenigstens das Hauptgerichtschon eingeteilt proPerson akzeptabel wäre,meint sie: „Das sieht nicht soappetitlich aus.“ – Außerdemlegt sie Wert auf individuelleMengen nach Wunsch. UndNordlicht 2004/5 8


KurzprofilName:Elke WeißmannAlter:43 JahreGeburtsort: LeipzigWohnort: GießenBerufl. Tätigkeit: „Essensmanagerin”Hobbies: Familiesollte sich mal ein Esser in seinemAppetit verschätzt haben:„Ich verpacke den Restauch zum Mitnehmen.“Überhaupt ist es ihrerInitiative zu verdanken, dassder recht nüchterne Saal imBereich der Essecke – schönhell an der Fensterfront entlang– ein Stück Gemütlichkeitbietet. Es sind Tischdeckenaufgelegt. Blumen(wenn auch künstliche) stehenauf den Tischen.Ein paar Sätze zur Person:Elke Weißmann ist für sechsStunden täglich bei ZAUGangestellt. Bevor sie zumRodtberg kommt, war siebereits in der Kantine derTelekom in der Weststadttätig. Um etwa 14 Uhr ist ihrJob bei den Senioren beendet.Dann beginnt der„Feierabend“ für die alleinerziehende Mutter dreierKinder zu Hause.Im Gespräch betont sie: Esmache ihr Freude, mit Menschenumzugehen. Das bewogsie damals in der DDR,genauer in Leipzig, sich in derKrankenpflege zu engagieren.Apropos Leipzig: Manmuss schon genauer hinhören,um Reste des sächsischenDialekts zu bemerken.Wenn man ihr bei derArbeit zusieht, fällt die lockere,freundliche Art auf, mitder sie Wünsche entgegennimmtund kurz darauf – wieeine gelernte Kellnerin – serviert.Eine Aussage: „Im Idealfall,wenn ich jünger und dieZeiten besser wären, würdeich das hier gerne selbständigmachen.“Speziell am Rodtberg hältFrau Weißmann eine Gästezahlvon regelmäßig etwa 20Personen für gut verkraftbar.Umso unverständlicher ist esfür sie, dass bei der Altersstrukturgerade der Bewohnerdes Blumenviertels sowenige Teilnehmer den Mittagstischwahrnehmen. Deshalbspricht sie hin und wiederPersonen an, um sie einzuladen.Frau Weißmann:„Ich denke, manche älterenMenschen haben wegen eineseventuellen körperlichenHandicaps Hemmungen. Vielleichtdenken auch andere,dass sie sich verpflichten,regelmäßig teilnehmen zumüssen, wenn sie nur selteneinmal mit essen.“Gelegentlich ist sie noch mitSpülen und Aufräumen in derKüche beschäftigt, da kommenschon die nächstenNutzer des Saals. Und manchmalbenötigen diese ebenfallsdas Kücheninventar. Wenndann die Küche nicht so verlassenwird, wie sie es für sichgewöhnt ist, dann ist dasletztlich das einzig Negative,was sich Frau Weißmann entlockenlässt.Einen Verbesserungsvorschlaghätte sie allerdingsnoch. Einen „eigenen“ abschließbarenSchrank für daseine oder andere „Werkzeug“würde sie gerne belegen.Jedoch kommt sie in dieserKüche, die ja der StadtGießen gehört, ganz gutzurecht.Horst Ross9


TitelthemaHäufig werden bei Arbeitslosengeld IIdie Mieten und Nebenkosten nichtanerkanntMuss ich ausziehen?zum Januar ihr Geld erhalten.Dabei sei strikt nach Richtwertenvorgegangen wordenund es seien schon auch malFehler unterlaufen. Im Nachhineinmüsse man jetzt dieEinzelfälle differenziert betrachten,und insbesonderebei den Obergrenzen für verbrauchsabhängigeNebenkostenwie Wasser und Heizungkönnten Nachbesserungen erfolgen.Die Betriebskosten, andenen die Mieter nichts ändernkönnten, würden akzeptiertwerden, die Mieten derWohnbau seien vom Quadratmeterpreisalle im angemessenenRahmen, allerdings seimöglicherweise die Wohnungunangemessen groß.Der Bescheid der „Gesellschaftfür Integration undArbeit Gießen“ (GIAG; früher„Arbeitsgemeinschaft SGB II“)liegt im Briefkasten und beimÖffnen kommt der großeSchreck: Die Leistungen werdennur für drei, vier odersechs Monate bewilligt,danach werden niedrigereZahlungen angekündigt, weilangeblich die Unterkunftskostenzu hoch seien. Soerging es vielen ehemaligenSozialhilfe- oder Arbeitslosenhilfeempfängern,die sichfragten, was zu tun sei.Auf diese Fragen gingenkompetente Fachleute ineiner Informationsveranstaltungmit Diskussion imNordstadtzentrum ein. Um esgleich vorweg zu sagen: Nichtjeder Bescheid ist korrekt,und die Betroffenen solltenWiderspruch einlegen, umihren Rechtsstatus zu wahren.Wie Rolf Herrmann, Geschäftsführerder GIAG, erläuterte,gibt es in Gießen etwa4500 Bezieher von ArbeitslosengeldII (Alg II), und daswichtigste sei gewesen, dassdiese vielen Menschen gleichKarl Fiedler, der Leiter desSozialamts des LandkreisesGießen, nannte die Wohnungsgrößen,die als angemessengelten:• 50 qm für eine Person,• 60 qm für zwei Personen,• 75 qm für drei Personen,• 85 qm für vier Personenund für jede weitere Person10 qm mehr. Den angemessenenMietpreis wollte er nichtnennen, da sonst die Ver-Laut Sozialhilfeleitfadenlagen bis 2004 die Obergrenzenfür die Kaltmietenabhängig vomBaujahr bei• 4,50 Euro pro qmvor 1966 gebaut• 5,00 Euro pro qmzwischen 1966 und1991 gebaut• 5,50 Euro pro qmnach 1992 gebautNordlicht 2004/5 10


mieter sich an diesen Obergrenzenorientieren würden.Für die Leistungsempfängerstünden genügend angemesseneWohnungen zur Verfügung,wenn nicht bei denWohnungsbaugesellschaften,dann bei privaten Vermietern.Dem widersprach eine Frauaus dem Publikum, die berichtete,dass sie mit ihrer Familieschon ein halbes Jahr intensivim Raum Butzbach suche undkeine Wohnung finde, dievon der Behörde akzeptiertwerde. Endlich habe sie etwasgefunden, aber jetzt sei dieMiete um 60 Euro zu hoch,und dann würde die Kautionvom Amt nicht vorgestrecktwerden und ein Umzug seiwieder nicht möglich.Auch Stefan Kaisers, derVorsitzende des MietervereinsGießen, empörte sich über dieBehauptung Fiedlers undstellte eine eigene kleineStatistik vor, die er aufgrundvon Beobachtungen der Mietangebotein den GießenerZeitungen erstellt hatte.Danach liegen bei Neuvermietungdie durchschnittlichenKaltmieten bei 6,45 Euround die niedrigsten bei 5,20Euro. Da auch Volker Behnecke,der Geschäftsführerder Wohnbau Gießen, erklärte,dass sein Unternehmennur sehr begrenzte Möglichkeitenhätte, und dassimmer mehr Menschen nachbilligen Wohnungen fragen,muss bezweifelt werden, dassfür alle Bezieher von ALG IIangemessener Wohnraum zurVerfügung steht.Was passiert, wenn jemandlaut Bescheid zu hohe Unterkunftskostenhat und nacheiner angemessenen Wohnungsucht, aber nach dreioder sechs Monaten immernoch nichts gefunden hat?Laut Fiedler kann die Dreimonatsfristauf sechs Monateverlängert werden, vor allemdann, wenn die angemessenenKosten nur geringfügigüberschritten werden. Nachsechs Monaten gibt es eineweitere Verlängerungsmöglichkeitum drei Monate,wenn sich die Betroffenennachweislich bemühen. Danachwird wohl nur der Wegüber eine gerichtliche Klagebleiben. Bis zum 10. Märzwaren beim Gießener Sozialgericht53 Verfahren wegenAlg II eröffnet. Wenn dieangemessenen Kosten nurgeringfügig, z.B. um 10 Euro,überschritten werden, dannwird die GIAG davon absehen,einen Umzug zu fordern,weil dieser vollkommenunwirtschaftlich wäre.Nur eine Anwesende beider Informationsveranstaltungfreute sich auf dieUmsetzung des neuen Gesetzes.Ingrid Feistner sah ihrenArbeitsplatz gesichert, daviele Menschen die Mietenicht mehr bezahlen können,die Kündigung ausgesprochenwerden wird, dieMenschen aus den Wohnungengeklagt und auf derStraße sitzen werden. IngridFeistner ist Mitarbeiterin beider Obdachlosenarbeit derArbeiterwohlfahrt und meintdas natürlich nicht ernst.Lothar SchreyeckIm Zweifelsfall: Widerspruch einlegen und mit IhremSachbearbeiter bei der GIAG sprechen. Grundsätzlich kannniemand zum Auszug gezwungen werden und die angemessenenKosten müssen auf jeden Fall übernommen werden.Bemühungen zur Senkung der Unterkunftskosten, z.B.Wohnungssuche, sollten gegenüber der Behörde immernachgewiesen werden.Sie können sich auch beraten lassen bei Lothar Schreyeck,Nordstadtbüro, Telefon 931118011


TitelthemaDeutsch lernen in der Gießener Nordstadt ...denn Sprache verbindet!Lernprojekt des Vereins für Kultur- und Sozialarbeit e.V. in derGießener NordstadtNordlicht 2004/5 12


Ismail aus der Türkei, Ivanicaaus Thailand, Dragica ausBosnien, Soraya aus Afghanistan– sie treffen sich zusammenmit achtzehn weiterenMigrantinnen und Migrantenaus der GießenerNordstadt jeden Dienstagund Freitag von 9.00 bis 12.15Uhr im Seminarraum in derReichenberger Str. 9, um hierdie Sprache ihrer neuenHeimat verstehen, sprechen,schreiben und lesen zu lernen.Manche von ihnen könnenbereits Deutsch lesen undschreiben, möchten jedochihren Wortschatz erweiternund ihre Grammatik verbessern.Andere haben nie Lesenund Schreiben gelernt undmachen hier ihre erstenErfahrungen mit Buchstabenund Wörtern. Achtzehn MigrantInnenaus zwölf verschiedenenNationen habenhier die Gelegenheit nebenDeutschkenntnissen auch vielesüber ihren Stadtteil zuerfahren.Durch seine Lage und durchpersönliche Kontakte ist dasLernprojekt mit den Angebotender anderen Träger inder Nordstadt vernetzt und inden Stadtteil eingebunden.Eine den Kurs begleitendeSozialpädagogin unterstütztdie KursteilnehmerInnen,wenn Fragen auftauchenoder berät und hilft beiAnfragen. Sie klärt überAngebote im Stadtteil auf,vermittelt an Beratungseinrichtungenweiter oder begleiteteinzelne Teilnehmer-Innen zu verschiedenenInstitutionen.Hisama aus Japan lerntauch hier Deutsch. Ihre zweijährigeTochter Tomomibringt sie mit. Sie spielt währendder Kurszeiten zusammenmit den anderen Kindernvon KursteilnehmerInnen indem neu eingerichtetenKinderbetreuungsraum unterder Aufsicht von AnnikaSchäfer. Ohne die begleitendeKinderbetreuung wäre ihreine Teilnahme nicht möglich.Gestartet wurde das Lernprojektim Februar 2004 alseines von elf anderenMikroprojekten in der GießenerNordstadt, aber nur bisJuni als LOS- Projekt finanziert.Der Verein konnte imAnschluss einen zusätzlichenSprachkurs über das Bundesamtfür die Anerkennung ausländischerFlüchtlinge fürdiese spezielle Lerngruppebeantragen. Die Stadt Gießenstellte dem Verein für diesenZeitraum einen Zuschuss überden Trägerverbund GießenerNordstadt e. V. zur Verfügung,durch den die sozialpädagogischeBegleitung unddie Kinderbetreuung bis Endedes Jahres gesichert waren.Auch im Jahr 2005 könnenwir dieses besondere Angebotder Alphabetisierung inDeutsch als Zweitsprache undder damit verbundenen Begegnungverschiedener kulturellerund ethnischer Gruppendank einer erneuten Finanzierungim Rahmen des Programms„Die Soziale Stadt-Nordstadt“ über den TrägerverbundGießener Nordstadte.V. anbieten. Lediglich einMaterialkostenbeitrag von8,00 € / TeilnehmerIn / Monatfür Lehrmaterial wird erhoben.Hisama und andere Müttermit Kleinkindern könnensomit weiterhin das Lernprojektbesuchen.Zusätzlich zu dem Lernprojektbietet unser Verein anfünf verschiedenen StandortenIntegrationskurse nachden Richtlinien des und gefördertdurch das Bundesamt fürMigration und Flüchtlinge(BAMF) an. Unsere Kursorte inGießen und Umgebung sind:Gießen- Stadt:Reichenberger Straße 9,im Haus desNordstadtbürosFrankfurter Straße 44,im Haus der CaritasPohlheim:Rudolf- Diesel- Straße 6,im AramäischenGemeindezentrumEingang Licher Straße,Kultur- und Sporthalle-GarbenteichWetzlar:Horst- Scheibert- Straße 2a,im Haus des StadtteilbüroWestendInteressentInnen aus derNordstadt, Gießen Stadt- undLandkreis sowie Wetzlar undUmgebung können sich beimVerein für Kultur- undSozialarbeit e.V. noch anmeldenunter Tel. 0641/931118-8.Manuela Knauer /Claudia Hanitsch13


Nordstadt internMordinGießenNordFotos: Katrin BinderMit Bagger, Lastwagenund einem TruppArbeiter erschien die Tiefbaufirmaam 19. September 2004zwischen Marienbader undFranzensbader Straße imnördlichem Wohngebiet derUniversitätsstadt Gießen.Innerhalb eines halben Tageshatte sie bereits einen tiefenGraben ausgehoben und mitder Beseitigung der unter derErde liegenden veraltetenKanalrohre begonnen. DerBaggerführer rammte dieSchaufel noch ein letztes Malvor der Mittagspause in denBoden und hob eine braunrötlicheMasse aus. Da stockteihm der Atem: Im erdigenSchlamm auf seiner Schaufelwaren Teile eines menschlichenKörpers zu erkennen …Die Zeitungen hatten ihreSensation: Mord in GießenNord! Bei der Leiche handeltees sich um einen etwa vierzigjährigen,noch nicht identifiziertenMann, dem mit einemstumpfen Gegenstand derSchädel zertrümmert wordenwar; die Tat musste etwazwanzig Jahre zurückliegen.Mit solchen Nachrichtenbeginnen üblicherweise dieSpekulationen über Tathergangund mögliche Täter. Ichversuchte mich in die damaligeZeit hineinzuversetzenund kramte in meinen Erinnerungen.Vor zwanzig Jahren war ichmit Mann und Kind in dieGießener Nordstadt gezogen.Schnell fand ich eine Arbeitsstelleund eine freundlicheStudentin, die zeitweise meinKind betreute. Später übernahmdies eine Nachbarin.Dieser hatte ich es auch zuverdanken, dass wir ein großesGießener Highlight miterlebendurften: Joe Cocker aufdem Open-Air-Konzert imGießener Waldstadion 1985.Dort traf ich auch zufälligwieder unsere ehemaligeBabysitterin, Arm in Arm miteinem reichen, älteren Amerikaner.Zurück zu den Ermittlungenim Mordfall: Es wurde recherchiert,dass Mitte der 80erNordlicht 2004/514


NordstadtkrimiJahre einige Reparaturarbeitenan der Kanalisationin der Nordstadt durchgeführtwurden. Diese botenwohl dem Täter die Gelegenheit,das Opfer zu „entsorgen“.Ich erinnerte mich, dass ichdamals oft mit meinem Kindin der Gegend spazieren ging.Deshalb versuchte ich mich anirgendwelche Baustellen zuerinnern. Aber mir fiel nurder Anbau an der Landgraf-Ludwig-Schule ein - und damitauch das Missgeschickmeiner Bekannten, der Studentin,die den zur Verkehrsberuhigungaufgestellten Pollerin der Rodtbergstraßeumgefahren hatte. VollerAufregung stand sie vor meinerTür mit einem eingedelltenKotflügel und einem altenKoffer, den sie bei mir unterstellte,da sie in die Staatenziehen wollte. Als ich bei meinemUmzug den Koffer erstmalsöffnete, war ich verblüfftnur Männerkleidungund -utensilien darin zu finden.Kurzerhand entsorgteich alles sogleich bei der jährlichenSperrmüllabfuhr. Nurein Foto behielt ich zurück,das die Studentin mit ihremamerikanischen Freund zeigte.Leider konnte ich das Bildnie zurück geben, weil ichkeinen der beiden mehr wiedersah.Oder sollte ich michda täuschen? Denn dieGießener Tagespresse zeigtenun zum Mordfall das rekonstruierteGesicht des Totenaus dem Erdaushub. Die Ähnlichkeitmit der Person aufdem Foto war verblüffend.Ich strengte mein Gehirnan, um einen Zusammenhangzu erkennen. Nach einerschlaflosen Nacht hatte ichKlarheit: Die Studentin war jaoffensichtlich überraschendvermögend geworden, währendweder sie noch ihrFreund je wieder auftauchte.Wir vermuteten die beiden inAmerika, doch dafür gab eskeine Bestätigung. Ich musstemeinen Verdacht unverzüglichder Polizei mitteilen.Noch bevor ich bei derKripo ankam, packte dieHeadline der Lokalzeitungmeine Aufmerksamkeit:„Mord aufgeklärt“. Darunterlas ich, dass inzwischen mehrereZeugenaussagen zurAufklärung der Straftat geführthatten. Unweit desLeichenfundortes wohntenFoto: Büro Wolfwerkezwei Männer, die der Kriminalpolizeibereits wegenanderer schwerer Deliktebekannt waren. Bei ihrerVernehmung gestanden sie,auf der Fahrt zur Wohnungeinen Gießener Taxifahrerberaubt, getötet und in derBaustelle begraben zu haben.Wochen später erhielt icheine Einladung zur Hochzeitnach Amerika.Liebe Leserin, lieber Leser,den Mordfall mussten Sie nunnicht lösen, statt dessen ist Ihrkriminologischer Spürsinn gefragt,um vier Ungereimtheitenim Text herauszufinden.Die Lösung finden Sie ananderer Stelle im Nordlicht.Emmi Maier-Dilmac15


„EIGENART”Kunst- und Kulturfestivalin der Nordstadt am 18. JuniWir sammeln Ihren Beitrag!Nordstadt mit ihren jeweiligenTalenten.Das „EIGENART” Festival istaußerdem ein Anlass wo wirzwanglos zusammen kommenkönnen, um in geselligerForm an einem außergewöhnlichenKulturereignisteilzunehmen.So wie in den beiden vorangegangenen Jahren möchtedas Nordstadtbüro mit denFreien Kulturschaffenden inGießen auch im Sommer 2005wieder ein Kunst- und Kulturfestivalin der Nordstadt organisieren.Wer sind die Freien GießenerKulturschaffenden?Sie sind ein loser Zusammenschlussvon freien KünstlerInnenaus den BereichenLiteratur, Bildende Kunst,Musik und Theater. Zudemsind Institutionen in demZusammenschluss vertreten,deren Arbeitsschwerpunkteentweder in den unterschiedlichenKunstsparten liegenoder in den Bereichen sozialeIntegration/Beteiligung,Kommunikation-/interkulturelleArbeit oder Bildung zumwirken kommen.Für was steht „EIGENART”?„EIGENART” heißt das Motto,weil es auch in der Nordstadtspezifisch unverwechselbaresund Eigenartiges zu entdeckengibt. In diesem Stadtteil,in dem 1/5 der GesamtbevölkerungGießens wohnt, lebenMenschen, die sich auf sehrunterschiedliche Weise mitinteressanten Themen künstlerisch-kulturellauseinandersetzen, ohne sich öffentlichzu präsentieren. Das istbedauerlich, weil wir kulturelleAktivitätenbrauchen, dievon den Menschengetragenwerden,die hier leben.Darum setzenwir auf Beteiligungund Mitgestaltung desFestivals durch Künstler/innenund Kulturinteressierte in derWir brauchen genau IhrenBeitrag!!!Das kann ein Gedicht, eine eigeneGeschichte, die Gesangstimme,ein Instrument dasSie spielen, oder vielleichtauch eine komische Sammlungvon Erinnerungsstückensein. Es geht nicht darumPerfektes und Ausgefeiltes zupräsentieren, sondern Daswomit Sie sich beschäftigen.Wenn Sie Interesse habenmit zu machen, oder einfachnur mehr Informationenhaben möchten, einfach anrufenoder vorbei kommen.Am besten zum nächsten„EIGENART”Vorbereitungstreffenam 21. April 2005um 18:00 Uhrim Nordstadtbüro,Reichenbergerstr. 9Telefon: 0641/9311180Infos unter e-mail:Goldack@nordstadtbuero.deNordlicht 2004/5 16


NordstadtgesprächeNordstadtgespräche„Der Wohnbau sind die Moneten ausgegangen.Deshalb hat sich da unne so langenichts getan. Bei mir brauche se nix mache.Ich hab mei Sch...haus und e warm Stubb,mehr brauch ich net. Bei der Miet, die ichjetzt bezahl, bleibt immer noch Geld für’nBierchen übrig.“„Wenn du dei Griffel net von meim P. lässt,dreh ich dir de Krotze um!“„Haha! Dann sage ich das meiner Mamaund die holt die Polizei und die bringt dichdann zu meinem Vater nach Knastihausen.“„Musst du Penner denn in die Büsche pissen?“„Sei froh, dass ich nicht hinscheiße.“„Wenn du mit deinem Ball noch einmal inden Rosenbeeten rummachst, kriegst dueinen Tritt in den Hintern und wenn dunicht gleich das Maul hälst, poliere ich dirauch noch die Fresse.“„Der is doch im Kopp net rischtig. Fusst mitseiner Karre wie’n Bekloppter durch dieGegend. Wenn meim Kind was passiert, hatder kei ruisch Minut mehr.“„Den Müll entsorgt man doch im Containerund nicht hier in den Büschen. Wenn dasjeder machen würde.“„Nix verstehn, leck mich Aaaasch.“„Wenn ich die da unne seh, krieg ich sooooonHals. Dicke Worschtfinger, dickeKlunkern dran, aber der Dreck imTreppenhaus stört se net. Ob die da wo seherkommt, ne Putze gehabt hat?“„Du Blödmann, kannst du nicht gucken, wodu hintappelst? Wer muss jetzt dieHundescheiße von deinenSchuhen weg machen?“„Häh, du bist ja auchreingetreten.“„Die hängt den ganzenTag am Fenster odertratscht mit Gott und derFotos: Büro Wolfwerke Welt und zieht nur überdie Leute her. Mein Jungesagt immer, komm schnell, die Schnatterlieseist im Anmarsch.“… aufgeschnappt von Heide SchweitzerLösung zum Krimi:1.) Zwar ist das Datum 19. September 2004 fiktiv gewählt, aber ein schlauer Detektiv hättesicher auch herausgefunden, dass es sich dabei um einen Sonntag handelt, also kein Tag, andem ein Bauvorhaben gestartet würde.2.) Musikfreunde wissen, dass Joe Cocker erst 1989 auf dem Open-Air-Konzert gastierte.3.) Ein Poller zur Verkehrsberuhigung steht im Asterweg, ein weiterer in der ReichenbergerStraße, aber noch keiner in der Rodtbergstraße.4.) Die jährliche Sperrmüllabfuhr gibt’s im Landkreis Gießen, aber die Gießener können ihrenSperrmüll monatlich per Abruf entsorgen.17


Termine / ImpressumRegelmäßige Termine im NordstadtbüroWann?Mo, Mi und Fr 9 - 12 UhrDi 14 - 16 Uhr, Do 14 - 18 UhrMo - Fr 9 - 12 UhrMo 9 - 12.30 UhrMo - Fr 12 - 13 UhrMo 18 UhrMo 18 Uhr (alle 14 Tage)Di und Do 14 UhrDi 15 - 18 UhrDi 17.30 Uhr, Fr 14 UhrMi 15 UhrMi 15.30 - 17 Uhr, 17 - 18.30 UhrWas?NordstadtbüroÖffnungszeitenSprachkurseIndivid. FrauenberatungSenioren-MittagstischSchachGießener ZupforchesterSeniorentreffKaffeekanne, InternetcafèSeniorentanzgruppeSeniorentheaterYogaImpressumNordlicht - Aus der Nordstadt für die Nordstadtc/o NordstadtbüroReichenberger Straße 9 -:- 35396 Gießen06 41 / 9 31 11 80 -:- nordlicht@nordstadtbuero.deHerausgeber: Trägerverbund Gießener Nordstadt eVV.i.S.d.P.: Lothar SchreyeckRedaktionsleitung: Tobias BachProjektkoordination: Lothar SchreyeckGestaltung: Büro Wolfwerke (www.wolfwerke.de)Sekretariat: Ingrid GarthDruck: Aram Druck, Ederstrasse 20, 35390 GießenMitarbeiter dieser Ausgabe:Katrin Binder, Hugo Gerhardt, Claudia Hanitsch, Manuela Knauer, Emmi Maier-Dilmac,Patrick Popescu, Werner Röeskens, Horst Ross,Heide Schweitzer, Peter SommerErscheinungsweise: Vier mal jährlich in der Gießener NordstadtDie in „Nordlicht” abgedruckten Beiträge geben jeweils die Meinung der Autorin / des Autors wieder undrepräsentieren nicht zwingend die Meinung der Redaktion.“Nordlicht - Aus der Nordstadt für die Nordstadt” ist ein LOS-Projekt - Lokales Kapital für soziale Zwecke(www.los-online.de) und wird gefördert durch die Europäische Union, Europäischer Sozialfonds und demBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.Städtische Koordination der LOS-Projekte: Consuelo Peral-Ruiz, Tel.: 0641/306–1267, cperalruiz@giessen.deNordlicht 2004/5 18


Graffiti-Workshop Thomasgemeinde 29.-30.01.2005Graffiti – Nicht immer nur lästige Schmiererei …… sondern oft auch schön anzusehen. Genaudas hatten sich auch die Jugendlichen aus derevangelischen Thomasgemeinde in derNordstadt gedacht und am 29. und 30. Januarlos gelegt. Aus einem ungemütlichen kaltenAufenthaltsraum ist mittlerweile ein lebhafterund einladender Raum für denJugendtreff der Gemeinde geworden.Bereits vor einigen Monaten versuchten dieJugendlichen das Zimmer neu zu gestalten,was aber ohne eine professionelle Anleitungzu keinem annehmbaren Ergebnis geführthatte. Der misslungene Versuch brachte dieKids und die Gemeinde deshalb auf die Idee,sich beim nächsten Anlauf vonSprühkünstlern („Sprayern“) anleiten zu lassen.Als Ansprechpartner dienten die Teamervom LOS-Projekt MiMi – Mitmachen undMitbestimmen, welche in der Nordstadt schoneinige Mitgestaltungsprojekte für Jugendlicheveranstaltet haben. Die „MiMi's“ organisiertendaraufhin ein Treffen zwischenSprayern und Jugendlichen. Der Workshopwar dann schnell auf die Beinegestellt.DieSprühkunst aus derDose will aber gelernt sein undverlangt Planung, Geduld sowie Übung.Deshalb lernten alle anfangs die notwendigenGrundlagen, wie Skizzenzeichen, verschiedeneStile ausprobieren und Zeichnungeneine räumliche Perspektive verleihen.Erst dann konnten die individuellen Entwürfean die Wand gebracht werden.Einen ganzen Tag lang waren alle damitbeschäftigt zu sprühen, malen, zeichnen undauszuprobieren und im regen Austausch,Sprühstaub und emsiger Beschäftigung entstandendie ersten Umrisse an den Wänden.Die Unsicherheiten der ersten Versuche dieSkizzen zu übertragen waren bald überwunden,was die Kids ermutigte, die Entwürfeimmer mehr zu verbessern und sie nach undnach zu vervollständigen. Es entstanden soaus dem anfänglichen Chaos dynamischbunteSchriftzüge mit einer persönlichenNote.Der früher rohbauanmutende Raum gewanndurch Farbtöne und Formen seine gegenwärtigelebendige Erscheinung. KunstvolleFiguren und wandgroß gemalte Namen gebendem Betrachter nicht nur den Eindruck,dass er sich in einem Jugendtreff befindet,der seinem Namen gerecht wird, sondernsprechen auch für die Sensibilität sowie persönlichesEinbringen von Sebastian, Janina,Patricia, Lisa, Nadine, Laurena und Canan beider Gestaltung ihrer „Umwelt“. Nicht zu vergessenist das Spezi-Duo für technische DetailsThilo und Skid sowie die Förderer der Aktion,nämlich die ev. Thomasgemeinde, LOS-ProjektMiMi und die Städtische Jugendförderungder Stadt Gießen.

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