70 Jahre Wolfsburg

paz.extra.de

70 Jahre Wolfsburg

Ausgabe 01/2008

70 Jahre Wolfsburg


02

Herausgegeben von

in Kooperation mit

Impressum Inhalt

Herausgeber

Verlag Adolf Enke GmbH & Co. KG

Wolfsburger Allgemeine

in Kooperation mit der

Wolfsburg Marketing GmbH

Redaktion

Carsten Baschin (verantwortlich)

Katharina Gieße

Viola Könecke

Jörg Gillenberg

Verlagsleitung

Kai Wagener, Claas Schmedtje

Verantwortlich für Anzeigen

Hans-Georg Wolf

Layout

Heike Rieper (photowerk)

Druck

Niedersachsen Druck Bähr

Auflage

5.500 Exemplare

Verlagsanschrift

Wolfsburger Allgemeine

Porschestr. 74

38440 Wolfsburg

www.waz-online.de

www.wolfsburg-marketing.de

www.photowerk.com

.photowerk.com

Broschüren @ Flyer @ Werbeprospekte @ Produktfotografi e @ Studiofotografi e @ Hochzeitsreportagen

Wir zaubern auch auf

Ihr Gesicht ein Lächeln …

INHALt / ImpRessum

Grußworte zur Auflage

Grußworte ...................................................3

70 Jahre Volkswagen:

Ein Automobil hersteller schreibt Geschichte

Volkswagen ............................................4–5

Bewegte Geschichte: Von der Grenzstation

zum Mobilitäts- und Service-Bahnhof

Bahnhof .......................................................6

Wolfsburg muss

Haupstadt von Volkswagen bleiben!“

Interview ..................................................8–9

Zeitzeugen erinnern sich:

„Wir lebten in einer Barackenstadt“

Zeitzeugen .......................................... 10–13

Von der Versorgungsstraße zur

lebendigen Innenstadt

Zentren ...................................................... 14

Entwicklung Tourismus in Wolfsburg

tourismus ................................................. 15

Entwicklung des

Wirtschaftsstandortes Wolfsburg

Wirtschaft ................................................. 16

Wolfsburg – eine Stadt wird 70

stadtmarketing ........................................ 17

Moderne Hotels und traditionsreiche Häuser

heißen Wolfsburgs Gäste willkommen

Hotels ........................................................ 18

Zahl der Studierenden steigt stetig

Fachhochschule.......................................20

Die Wolfsburg AG macht den

Weg frei für mehr Beschäftigung

Wolfsburg AG ...........................................22

IZB: Die Zahlen stehen auf Wachstum

Internationale Zuliefererbörse ...............24

Erlebnis Autostadt: 2 Millionen Besucher

kommen jährlich in den VW-Erlebnispark

Autostadt ..................................................26

Direkte finanzielle Vorteile

Ratgeber steuern .....................................27

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Ratgeber Recht ........................................28

Sparkasse:

Leasing: Der Markt wächst weiter

Ratgeber Finanzen...................................29

Volksbank:

Energieeffizienz erhöht Immobilienwert

Ratgeber Finanzen...................................30

Fünf mal B für die Kundenorientierung

unternehmensberatung .......................... 31

Der Newsletter der Wolfsburg Marketing GmbH

Kostenloses Abonnement unter:

www.wolfsburg-marketing.de

Gifhorn (05371) 9412100 @ Wolfsburg (05361) 86774116 @ Braunschweig (0531) 7018120 @ Mobil (0171) 4164237


Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg und Umgebung

Grußworte zur Auflage.

Liebe Leserinnen und Leser,

sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger unserer stadt,

heute halten Sie die neue Ausgabe des Wolfsburger Wirtschaftsspiegels

in Ihren Händen. Unsere Themen stehen in dieser Ausgabe

im Zenit des 70 jährigen Jubiläums unserer Stadt. Einer jungen, sich

stetig wandelnden Wirtschaftsmetropole, der es gelungen ist, sich in

nur sieben Jahrzehnten mit stetigem Pioniergeist zu einer modernen

Großstadt zu entwickeln. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht selbstredend

der 70. Geburtstag Wolfsburgs mit einem historischen Rückblick

auf die jüngste und wohl bedeutendste Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts.

Wolfsburg ist zu einem wettbewerbsfähigen und attraktiven

Standort für Einzelhandel, Dienstleistungen sowie Naherholungs- und

Freizeitangebote gewachsen. Als familienfreundliche Stadt mit einem

vielfältigen sozialen und kulturellen Angebot bietet Wolfsburg eine

tragfähige Zukunftsperspektive für seine Bürgerinnen und Bürger und

steht damit zu seinem Generationsversprechen. Ich wünsche Ihnen

viel Spaß beim Lesen des Wirtschaftsspiegels.

Herzlichst, Ihr

Mehrdad Djamchidi

Ressortleiter Wirtschaftsförderung

Liebe Leserinnen und Leser,

die kommunale Wirtschaftsförderung hat ein neues Gesicht. Mit Herrn

Djamchidi werden wir die Ausrichtung der Wolfsburg Marketing zu einer

„one stop agency“ ausbauen und gezielt das Zentrenmanagement stützen.

Zusammen mit seinem Team steht er verantwortungsvoll von A wie Ansiedlung

bis Z Zentrenentwicklung den Wirtschaftspartnern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen, Ihr

Jörg Gillenberg

Geschäftsführer der Wolfsburg Marketing

GRussWoRte

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute halten Sie die vierte Ausgabe des Wolfsburger Wirtschaftsspiegels

in den Händen.

In unserem Magazin, das erneut in enger Zusammenarbeit von

WAZ und Wolfsburg Marketing GmbH entstanden ist, geht es diesmal

um das Thema, das das Jahr 2008 in der VW-Stadt bestimmt:

70 Jahre Wolfsburg.

Im Wirtschaftsspiegel finden Sie alles Wichtige rund um das

große Stadtjubiläum. In einer großen Story blicken wir auf die Geschichte

von VW zurück. Zudem berichten wir über den Bahnhof,

die Autostadt und die Fachhochschule – Nachwuchs und Wissenschaft

haben längst eine Heimat gefunden in Wolfsburg. In einem

Special über die Wolfsburg AG zieht Vorstand Frank Poerschke

eine überaus positive Bilanz.

Neben einem Interview mit IHK-Geschäftsführer Siegfried Kayser

bietet der Wirtschaftsspiegel vieles mehr: Interessante Berichte

über den Mittellandkanal („Wolfsburg als Verkehrsknotenpunkt“)

Tourismus, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung runden das

neue Magazin ab.

Der Wirtschaftsspiegel soll Wolfsburg und die Region stärken

– ich wünsche Ihnen jetzt viel Vergnügen beim Lesen.

Herzlichst, Ihr

Kai Wagener

Verlagsleiter Wolfsburger Allgemeine Zeitung

03


04

70 Jahre Volkswagen:

Ein Automobilhersteller schreibt Geschichte

Fast jeder fünfte Neuwagen in Westeuropa stammt heute aus dem Konzern

Erfolgsgeschichte VW: Die Autoproduktion im Wolfsburger Werk.

Wolfsburg wird in diesem Jahr

70 Jahre alt. Die Geschichte

der Stadt begann am 26. Mai

1938 - mit der Grundsteinlegung

des Volkwagen-Werkes

in der Stadt des KdF-Wagens.

Ihren endgültigen Namen erhielt

die Stadt 1945 – für Wolfsburg

ein bedeutendes Jahr, denn

nach Ende des Zweiten Weltkrieges

beschlossen die Briten,

das größtenteils zerstörte Werk

wieder aufzubauen. Heute ist der

Volkswagen-Konzern einer der

führenden Automobilhersteller

weltweit und der größte Automobilproduzent

Europas.

Der britische Kommandant

Ivan Hirst machte sich für die

Rettung des Werkes stark, er

ließ bis zum Jahresende 1945

exakt 1785 Volkswagen bauen.

Aus Teilen, die unter Trümmern

gefunden wurden, entstanden

meist Kübelwagen, gefertigt in

Handarbeit. Die ersten wirklichen

Volkswagen (zivile Käfer)

wurden fast ausschließlich als

Reparationsleistungen an die

Alliierten geliefert. Behörden

wie Reichspost und Deutsches

Rotes Kreuz wurden 1946 mit

Volkswagen ausgestattet. Noch

im selben Jahr lief der 10.000ste

nach Kriegsende gefertigte

Volkswagen vom Band. Und es

ging weiter aufwärts. Verbunden

mit der rasanten Entwicklung

des Werkes ist der Name

Heinrich Nordhoff. Am 1. Januar

1948 kam er nach Wolfsburg und

übernahm die Führung. Nordhoff

war in den Augen der Briten der

richtige Mann. Er hatte bei General

Motors in den USA die

Methoden der Produktions- und

Verkaufstechnik studiert und

das Opel-Werk in Brandenburg

VoLKsWAGeN

geleitet. Nordhoff gelang es, die

Mitarbeiter zu motivieren, Rohstofflieferungen

sicherzustellen

und den Absatz anzukurbeln.

Bereits 1948 steigerte Volkswagen

die Produktion auf 20.000

Autos, 4400 wurden exportiert.

Rund 8300 Menschen arbeiteten

zu dieser Zeit im Werk. Unter der

Führung von Heinrich Nordhoff

wurde Volkswagen zum Symbol

des deutschen Wirtschaftswunders

und entwickelte sich zum

Weltkonzern. Bis heute ist der

Erfolg des Käfers ungebrochen:

Fast 22 Millionen Exemplare verkaufte

das Unternehmen, das ist

Weltrekord. Der millionste Käfer

wurde am 5. August 1955 verkauft.

In den 50er-Jahren begann

die Expansion, Volkswagen

errichtete weitere Werke in

Deutschland und in Übersee.

1960 wurde Volkswagen eine

Aktiengesellschaft mit 1,5 Millionen

Volksaktionären.

Grundstein der Stadtgeschichte: Das Volkswagenwerk.

Mit dem Bau des VW 1500

im Jahr 1961 versuchte das Unternehmen,

mit einem neuen Modell

auf dem Markt Fuß zu fassen.

Wie der Käfer wurde auch

der VW 1500 von einem luftgekühlten

Boxermotor – untergebracht

im Heck – angetrieben.

Nicht jeder hielt dies für sinnvoll.

Die Empfehlung an Volkswagen

lautete, moderne Fahrzeuge mit

konventioneller Antriebstechnik

zu bauen. Die Erfolgsgeschichte

des Volkswagen drohte zu enden,

als in den 60-er Jahren die

Verkaufszahlen rückläufig waren.

Zu diesem Zeitpunkt übernahm

Kurt Lotz die Leitung von Volkswagen,

nachdem Heinrich Nordhoff

im April 1968 gestorben war.

Unter der Regie von Lotz kam ein

weiteres Modell mit der Käfer-

Antriebstechnik auf den Markt.

Doch der Einsatz eines wassergekühlten

Motors wurde immer

populärer, auch der Frontantrieb

begann sich durchzusetzen. VW

kam der Nachfrage nach und h


setzte auf Wasserkühlung und

Frontantrieb. Dennoch spitzte

sich die Absatzkrise zu. Kurt

Lotz verließ das Unternehmen.

Sein Nachfolger wurde Rudolf

Leiding. Er präsentierte neue

Modelle: unter ihnen Passat, Scirocco

und der Golf. Dann folgte

der nächste Rückschlag: die

Ölkrise. Leiding ging im Januar

1975, neuer Vorstandsvorsitzender

wurde Toni Schmücker. Er

schlug ein neues Kapitel auf: Der

Golf kam! Volkswagen konnte mit

der Golf-Generation die Verluste

aus den Jahren 1973 und 1974

ausgleichen. Und wieder brach

ein Volkswagen Rekorde: Am 27.

Oktober 1978 rollte der millionste

Golf in Wolfsburg vom Band, am

23. März 2007 feierte Wolfsburg

den 25-millionsten Golf.

Für Volkswagen ging es immer

weiter nach oben. Nachdem

Schmücker aus gesundheitlichen

Gründen den Vorstandsvorsitz

abgegeben hatte, übernahm

Probieren Sie die frische,

regionale Küche unseres Küchenmeisters

Matthias Meinzinger.

Die Vielfalt und die saisonalen

Genüsse unserer regelmäßig

wechselnden Speisekarte oder

„unserer Klassiker“ bieten für

jeden Geschmack das Richtige.

1982 Dr. Carl H. Hahn das Ruder.

Niedriger Treibstoffverbrauch

und Ökologie gerieten jetzt immer

stärker in den Focus des Automobilkonzerns.

Durch die Wiedervereinigung

erlebte Volkswagen

einen neuen Aufschwung. Als

dieser zu Beginn der 90er Jahre

abebbte, wurde die wirtschaftliche

Lage komplizierter. Carl

Hahn ging, Ferdinand Piech kam.

Und mit ihm der Kostendrücker

José Ignacio Lopez. Mit einer

drastischen Verkürzung der Arbeitszeit

auf eine 28,8-Stunden-

Woche konnte eine Entlassung

von 30.000 VW-Beschäftigten

verhindert werden. Durch Aufhebungsverträge

und Vorruhestandsregelung

sank die Belegschaft

in Wolfsburg von 65.000

Mitarbeiter auf heute 45.000.

Der Volkswagen-Konzern

geht seinen Weg konsequent

weiter. Im vergangenen Jahr

erzielte das Unternehmen bei

Auslieferungen, Umsatz und Er-

Wohlfühlen in der Tagungen und Seminare bei einem

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VoLKsWAGeN

gebnis neue Bestmarken. Der

Umsatz wuchs um 3,8 Prozent

auf 108,9 Milliarden Euro, das

operative Ergebnis wurde auf

rund 6,2 Milliarden Euro mehr

als verdreifacht. Der Konzern

steigerte die Auslieferungen von

Fahrzeugen an Kunden auf 6,189

Millionen (2006 waren es 5,734

Millionen), das entspricht einem

Pkw-Weltmarktsanteil von 9,8

Prozent. In Westeuropa stammt

fast jedes fünfte neue Auto aus

dem Volkswagen-Konzern. +

Tradition und Moderne: Das alte VW-Kraftwerk und die Autostadt.

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05


06

Bewegte Geschichte:

Von der Grenzstation zum Mobilitäts- und Service-Bahnhof

modernes Dienstleistungsangebot – 8000 Reisende steigen täglich ein und aus

Wichtige Station: In Wolfsburg hielten die Interzonenzüge der DDR.

Er ist ein Symbol für die Dynamik

der Volkswagen-Stadt, steht

für Dienstleistung und Mobilität:

der Wolfsburger Bahnhof. Im

vergangenen Jahr feierte er seinen

50. Geburtstag mit einem

großen Fest. Viele Wolfsburger

erinnerten sich an diesem Tag

an die bewegte Geschichte des

Bahnhofs.

Der alte Wolfsburger Bahnhof

befand sich in Höhe des

Schachtwegs. Diese „elende

Bretterbude“, wie Stadtdirektor

Dr. Dahme das Gebäude damals

bezeichnete, wurde den Anforderungen

eines immer schneller

wachsenden Wolfsburgs schon

bald nicht mehr gerecht. Bereits

1955 kamen täglich 5800 Pendler

in die VW-Stadt, mehr als 40.000

Menschen lebten zu dieser Zeit

in Wolfsburg. 1957 war es dann

endlich soweit: Der neue Bahnhof

wurde eröffnet. Sogar Bundesverkehrsminister

Dr. Christoph

Seebohm war beim feierlichen

Akt am 26. August dabei.

Der Wolfsburger Bahnhof

war für Einheimische und Besucher

immer etwas Besonderes,

denn er war nicht nur neu und

modern, sondern vor allem ein

Ort, an dem sich bewegende

Szenen abspielten. In Wolfsburg

hielten die Interzonenzüge

der DDR, die VW-Stadt war der

erste Halt nach Passieren der innerdeutschen

Grenze. Weinende

Menschen, die sich viele Jahre

nicht gesehen hatten, fielen sich

auf den Bahnsteigen in die Arme.

Der Zugverkehr zwischen Ost

und West machte Wolfsburg zu

einem wichtigen Bahnhofspunkt

mit Zollstation, Geldwechselstube

und Bahnhofsmission. Helfer

waren hier Tag und Nacht im

Einsatz, um den Reisenden im

Zug warme Getränke zu reichen.

BAHNHoF

Mit dem Bau der Mauer 1961

hatten die evangelischen und

katholischen Missionsmitarbeiter

immer mehr zu tun. Rentner

aus der DDR, die in den Westen

fahren durften, konnten sich in

der Bahnhofsmission stärken.

Und auch als die Mauer fiel, war

der Wolfsburger Bahnhof ein Ort

der Freude. Zehntausende DDR-

Bürger strömten über den Grenzbahnhof

in die Bundesrepublik.

Die Entwicklung des Bahnhofs

ging weiter. Ein wichtiger

Schritt war die Einrichtung des

Bahnhof Wolfsburg: 8000 Reisende steigen täglich ein und aus.

ICE-Halts 1998. Sieben Jahre

später wurde er nach dem

Umbau zum Mobilitäts- und

Service-Bahnhof neu eröffnet.

Der künstlerisch gestaltete Fußboden

in der Empfangshalle

stammt von dem französischen

Künstler Daniel Buren. Im Westflügel

des Bahnhofs gibt es seit

2005 das Mobilitäts- und Tourismuszentrum.

Die Geschäfte

des Bahnhofs sind heute neu

geordnet, Dienstleistung steht

jetzt im Vordergrund. Die WelcomeLounge

der Autostadt und ein

Café ergänzen das Angebot. Der

Eingangsbereich des Bahnhofs

wurde im Zuge des Umbaus modern

gestaltet: Türen und Fassade

sind neu, auch Wartebereich

und Bahnhofshalle können sich

sehen lassen.

Insgesamt wurden in den

Umbau des Wolfsburger Bahnhofs

zum Mobilitäts- und Service-Bahnhof

1,1 Millionen Euro

investiert, 300.000 Euro trägt die

Deutsche Bahn. In Wolfsburg

halten täglich 48 ICE, 32 IC und

110 Nahverkehrszüge. Rund

8000 Reisende steigen täglich

ein und aus. +


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08

1. Die stadt Wolfsburg ist

aufgrund ihrer jungen Geschichte

eine stadt besonderen

Charakters. Wodurch

zeichnet sich die heutige

Wirtschaftsstruktur aus?

siegfried Kayser: Nach wie

vor sind Wolfsburg und die

Region von der Monostruktur

VW geprägt. Aber bislang hat

sich das für Wolfsburg günstig

ausgewirkt, auch wenn hin und

wieder bedrohliche Wolken am

Konjunkturhimmel für trübe

Stimmung sorgten.

Durch intensive Bemühungen

in den letzten Jahren

den Dienstleistungsbereich zu

stärken, ist die unmittelbare

Abhängigkeit von VW zurückgegangen.

Nur noch knapp die Hälfte

aller sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigten aus Wolfsburg

und Umgebung arbeiten

bei VW.

2. Wie haben sie die wirtschaftliche

entwicklung in

Wolfsburg erlebt?

siegfried Kayser: Seit 1948

habe ich meinen ersten Wohnsitz

in Wolfsburg und dadurch

die Entwicklung aus der Barackenstadt

in die Großstadt direkt

miterlebt.

Es war über weite Strecken

eine faszinierende, von atemberaubendem

Tempo geprägte

und in dieser Form wohl einmalige

Erfolgsgeschichte.

Aus einer „Wohn- und

Schlafstadt für das Volkswagenwerk“

ist ein blühendes

Gemeinwesen mit dem drittstärksten

Bruttoinlandsprodukt

aller deutschen Städte, mit hoher

Kaufkraft und bemerkenswertem

kulturellen Niveau entstanden.

3. Wie gelang es Wolfsburg,

eine von der Autoindustrie

geprägte Industriestadt,

eines der modernsten Wirt-

INteRVIeW

Wolfsburg muss Hauptstadt von Volkswagen bleiben!“

siegfried Kayser, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Wolfsburg, spricht über die erfolgsgeschichte Wolfsburg

Siegfried Kayser

Grundstein des Erfolges: Die Käferproduktion.

schaftszentrensNorddeutschlands zu werden?

Welche schritte der wirtschaftlichen

entwicklung waren

Ihrer Ansicht nach dafür

von großer Bedeutung?

siegfried Kayser: Es war die

vorausschauende und gleich

nach Kriegsende wieder aufgenommene

Käferproduktion,

wie auch der frühe Export in

die USA, als der Dollar noch 4

Mark kostete, die den Grundstein

des Erfolges bildeten.

Dazu kam die historische

und technische Meisterleistung,

1972 den Wechsel vom

Käfer zum Golf zu vollziehen,

um damit die Erfolgsgeschichte

nicht nur fortzusetzen, sondern

durch geschickte Zukäufe und

die Erschließung neuer Märkte

(China), gepaart mit einer Modellpolitik,

die VW zum Klassenprimus

in 6 von 12 Modellkategorien

macht, zum „Global

player“ mit weltweiter Bedeutung

aufzusteigen.

Hinzu kommen Ansiedlungen

zahlreicher Zulieferer,

eine internationale logistische

Wertschöpfungskette und eine

FE mit über 10.000 Mitarbeitern

– damit größte Forschungseinrichtung

Europas, die Volkswagens

Bedeutung weit über den

eines bloßen Automobilproduktionsstandorts

heraushebt.

Täglich kommen fast 60.000

Einpendler nach Wolfsburg,

von denen aber nur 25.000 VW

zum Ziel haben.

4. Welche Wege muss die

Wolfsburger Wirtschaft in

Zukunft gehen?

siegfried Kayser: Aus der Abhängigkeit

von VW werden wir

uns nie ganz lösen können. VW

ist in dieser Größe für eine h


Stadt wie Wolfsburg von existenzieller

Bedeutung. Auch die

Wechselbeziehung zwischen

Stadt und Werk ist so eng

verzahnt, man kann fast von

Symbiose sprechen, dass es

auf Dauer nur ein auf beiderseitigem

Nutzen basierendes

Miteinander geben kann.

Aber es gab in jüngster Zeit

bemerkenswerte Fortschritte,

Mittelstand und Dienstleistungssektor

so auszubauen,

dass daraus ein sich selbst

tragendes Gemeinwesen entstand.

Deshalb gab es Jahre,

in denen die meisten Gewerbesteuern

nicht von VW kamen.

Die Ausweisung zum Oberzentrum

bietet darüber hinaus

neue Chancen, Behörden,

Lehreinrichtungen, touristisch

und medizinische Zentren aufzubauen.

Auch der Einzelhandel

ist seiner ursprünglichen

Aufgabe als reiner Nahversor-

ger längst entwachsen (DOC),

indem er seine Zentralität deutlich

gesteigert hat.

5. Was glauben sie: Wie

sieht Wolfsburg in 70 Jahren

aus?

siegfried Kayser: Wolfsburg

muss Hauptstadt von Volkswagen

bleiben!

Es müssen neue, vom Öl

losgelöste und ökologisch

verträgliche Auftriebssysteme

entwickelt werden, damit das

Auto seine Bedeutung als individuellesFortbewegungsmittel

auch in Zukunft behaupten

kann.

Wenn das gelingt, sehe

ich auch in 70 Jahren Wolfsburg

als dominanten und den

Wohlstand der Region bestimmenden

Standort. +

INteRVIeW

Kunst und Kultur:

Wolfsburg hat sich zum blühenden Gemeinwesen entwickelt.

Ehme de Riese: Qualität kennt keine Konkurrenz

Sehen und gesehen werden

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09


10

Zeitzeugen erinnern sich: „Wir lebten in einer Barackenstadt“

Brunhilde Keiser, margot Hahn-schael und Johann tilmann Billen erlebten die entwicklung Wolfsburgs hautnah mit

Brunhilde Keiser

Margot Hahn-Schael

Johann Tilmann Billen

Brunhilde Keiser und Margot

Hahn-Schael müssen nicht in

Büchern nachlesen, um etwas

über die Geschichte ihrer Stadt

zu erfahren. Die beiden Geschäftsfrauen,

69 und 70 Jahre

alt, leben seit jeher in Wolfsburg.

Sie haben miterlebt wie

ein Meilenstein nach dem anderen

gesetzt wurde und sich

aus der Barackenstadt nahe

Fallersleben in rasantem Tempo

eine moderne City entwickelte.

Eines ist klar: Ohne die Anstrengungen

der Menschen vor Ort

wäre das wohl kaum möglich gewesen.

Einer dieser Macher von

ZeItZeuGeN

Die Anfänge: Baracken prägten das Stadtbild.

Im Zentrum von Wolfsburg: Die Schillerstraße

damals ist Johann Tilmann Billen,

Senior-Chef von Naturstein

Billen. Der heute 85-Jährige hat

die Stadt im wahrsten Sinne des

Wortes mit aufgebaut.

Brunhilde Keiser und Margot

Hahn-Schael haben als Unternehmerinnen

die wirtschaftliche

Geschichte Wolfsburgs mit geprägt.

Die Eltern von Brunhilde

Keiser verließen Ende der 30er

Jahre die bayrische Heimat, um

in der Stadt des Kdf-Wagens ihr

berufliches Glück zu finden. Der

Vater begann im VW-Werk zu

arbeiten, 1939 kamen auch Mut-

ter und Kinder in die neue Heimat.

„Wir waren die erste Klasse,

die in Wolfsburg eingeschult

wurde“, erzählt Brunhilde Keiser.

Sie weiß noch genau, wie

Wolfsburg damals aussah: „Wir

lebten in einer Barackenstadt.“

Schule, Kino, Läden – alles war

in Baracken untergebracht. Als

die ersten festen Gebäude standen,

war die Freude groß. „Die

Berufsschule, die ich später

besuchte, befand sich in einem

richtigen Haus. Das hat mir

sehr imponiert.“ Auch der Bau

von Rathaus, Stadthalle,Theater

und VW-Bad hinterließen h


12

Wichtig fürs kulturelle Leben: Die Stadthalle Eine der ersten Freizeitattraktionen: Das VW-Bad.

bleibende Eindrücke. Die Eröffnung

von WKS, das erste Geschäft

mit einer Rolltreppe, war

genauso ein unvergessliches

Erlebnis für Keiser wie das Seifenkistenrennen

auf dem Klieversberg.

„Es kam immer etwas

Neues dazu, das war schon toll“,

erinnert sie sich.

Als Ehefrau eines Unternehmers

und spätere Geschäftsin-

haberin war Brunhilde Keiser

früh an der wirtschaftlichen

Entwicklung Wolfsburgs beteiligt.

Das Geschäft ihres Mannes

befand sich zu Beginn der 50er

Jahre im Schachtweg. Als die

Porschestraße mehr und mehr

zum Zentrum der Stadt wurde,

zog Keiser um. Nach dem Tod

ihres Mannes übernahm Brunhilde

Keiser 1971 die Leitung

der Firma, seit zehn Jahren

Wolfsburgs traditionsreichstes Fachgeschäft für Uhren & Schmuck

Seit 1951

in

Wolfsburg

SEIKO

Wolfsburg in der Porschestraße 44

ZeItZeuGeN

befindet sich Uhren Keiser am

heutigen Standort. Wolfsburg

hat für Brunhilde Keiser nie

an Anziehungskraft verloren.

Mit Spannung verfolgt sie das

Wachsen der Stadt. Heute sind

es Autostadt und Volkswagen-

Arena, die die 69- Jährige

immer wieder in den Bann

ziehen.

Wer in Wolfsburg lebt, kann

sich dem besonderen Charme

der Stadt kaum entziehen.

Das ging Margot Hahn-Schael

von Anfang so. Ein trostloser

Industriestandort ist die Stadt

für sie nie gewesen. „Wolfsburg

ist eine lebenswerte, fröhliche

Stadt. Es gibt hier schöne Naherholungsgebiete

und Orte,

an denen ich mich sehr wohl

fühle. Ich wollte nie weg von

hier“, sagt die 70-Jährige. Ihre

Eltern kamen mit dem Zweirad-

Geschäft, das Margot Hahn-

Schael heute leitet, 1940 aus

Westfalen nach Wolfsburg. Der

Betrieb befand sich zunächst

in der damaligen Fallerleber

Straße in der Nähe des Bahn-

hofs, natürlich in einer Baracke.

1948 folgte der Umzug in

die Kleiststraße. Auch sie erinnert

sich gerne an die Schritte

Wolfsburgs auf dem Weg zur

Großstadt. „Plötzlich hatten

wir schöne große Kirchen. Es

entstanden immer mehr moderne

Bauten, zum Beispiel

das Geschäft Haerder in der

Schillerstraße.“ Jedes neue

Geschäft in der Innenstadt erregte

Aufmerksamkeit. Auch

Zweirad Schael entwickelte

sich weiter, wurde umgebaut,

vergrößert und befindet sich

nach wie vor in Familienbesitz.

Und so soll es bleiben. „Auch

die dritte Generation möchte

das Geschäft weiterführen“,

sagt Hahn-Schael.

Eng mit der Entstehung

Wolfsburgs verbunden ist das

Unternehmen Naturstein Billen.

Die Mitarbeiter des Betriebes

werkelten auf vielen Baustellen

der Stadt. „Wir waren am Wiederaufbau

des Volkswagen-

Werkes beteiligt, arbeiteten

mit beim Bau von Rathaus, h


Alvar-Aalto-Kulturhaus und

sämtlichen Schulen“, sagt Seniorchef

Johann Tilmann Billen.

Sein Vater kam nach Ende des

Zweiten Weltkrieges von Köln

nach Wolfsburg, hier gab es für

den Unternehmer eine Menge

zu tun. Mit einer kleinen „Zementbude“

ohne Fenster auf

dem Hof des neuen Wohnsitzes

der Familie in Heßlingen fing alles

an. Als Johann Tilmann Billen

im September 1945 aus der

Kriegsgefangenschaft zurückkehrte,

packte er sofort mit an.

Nach dem Tod des Vaters übernahm

der Sohn die Geschäfte.

Aufträge erhielt Billen auch aus

anderen Städten der Region,

sogar aus Hamburg und Berlin.

Die Arbeit in Wolfsburg ist ihm

aber besonders in Erinnerung

geblieben. „Es existierte hier eine

große Hilfbereitschaft. Ohne

viele Worte zu verlieren, setzten

sich Nachbarn füreinander ein“,

beschreibt er den Zusammen-



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halt zwischen den Menschen in

einer Stadt, in der Anfang der

50er Jahre Aufbruchsstimmung

herrschte. Der erste große Auftraggeber

für Billen war die Neuland.

In ihrem Auftrag fertigte

der Betrieb ein Ehrenmahl, das

heute im Rothehof steht. Das

Unternehem war eines der ersten,

das sich im Gewerbegebiet

Ost angesiedelt hat. Heute arbeiten

in der Firma 26 Leute, seit

15 Jahren führt der älteste Sohn

Billens die Geschäfte. Zu den

neuesten Projekten von Naturstein

Billen zählt die Autostadt,

der Wolfsburger Betrieb war bei

nahezu allen Großbaustellen mit

von der Partie. Wolfsburg ist für

Johann Tilmann Billen die neue

Heimat geworden. Er hat sich

dasselbe Ziel gesetzt wie Brunhilde

Keiser und Margot Hahn-

Schael: Die traditionsreichen

Wolfsburger Firmen sollen auch

in Zukunft das moderne Wolfsburg

weiter prägen. + Belebte Innenstadt: Kreuzung Porsche-Rothenfelderstraße.

13


14 Die heute größtenteils verkehrsberuhigte

Porsche straße wurde

1950 als vierspurige Verkehrsstraße

angelegt. 1955 wird der

ers te Stadtplaner der Volkswagenstadt

Peter Koller mit der Leitung

der Wolfsburger Bauverwaltung

und Stadtplanung beauftragt.

Die nach ihm benannte Koller-

Achse, zwischen Klieversberg

und dem Schloss, wird durch eine

kontinuierliche Ansiedlung von

Kultur bauten zur zentralen und

bedeutungsvollen Längsachse

der Stadt.

Dem nördlichen Bereich

der porschestraße kommt

mit seinen thematischen

Schwerpunkten Technik und

Innovation als Eingangsportal

in die Stadt und Übergang

zwischen Autostadt, phaeno,

den designer outlets Wolfsburg

und der Innenstadt eine

besondere Bedeutung zu. Der

Bahnhof feierte bereits 2007

sein 50- jähriges Jubiläum. Im

Rahmen der Feierlichkeiten

wurde er in Hauptbahnhof

Wolfsburg umbenannt. Das

ehemalige Hertie-Gebäude, das

1960 fertig gestellt und eröffnet

wurde, wich 2007 dem Neubau

eines Stadtquartiers. Zukünftig

wird dieses Areal mit Markthalle

und weiteren Einzelhandels-

und Dienstleistungsflächen ein

weiterer Publikumsmagnet innerhalb

der Innenstadt.

1980 eröffnete nach dreijähriger

Bauzeit die Fußgängerzone

porschestraße mitte. Direkt im

Herzen der jungen Stadt wurde

für Bürger und Besucher ein zentraler

Treffpunkt mit einem Angebot

an zahlreichen Fachgeschäften

geschaffen. Die Verkehrsberuhigung

wurde durch die Konzentration

des Autoverkehrs auf

die seitlichen Entlastungsstraßen,

den City-Ring, erreicht. Innerhalb

der Innenstadt entstand ein zentraler

Bereich des Einkaufens und

der Kommunikation. Die enorme

Breite der Fußgängerzone von bis

zu 45 Metern galt es zu überwinden.

Dies sollte durch die Installation

einer Verkaufslandschaft mit

Pavillons, Brunnen, Wasserlandschaften,

Spielzonen und kleinen

Plätzen erreicht werden, durch

die die Kaufkraft gebunden und

ein urbanes Stadtleben gefördert

werden sollte.

Wolfsburg hat sich zu einer

attraktiven Einkaufsstadt

entwickelt. 2001 konnte durch

die Eröffnung der City Galerie

das Einzelhandelsangebot in

der Innenstadt quantitativ und

qualitativ wesentlich verbessert

werden. Rund 90 Einzelhandels-

und Dienstleistungsgeschäfte

bieten auf einer Verkaufsfläche

von 20.000 Quadratmetern ein

aktuelles und vielfältiges Warenangebot

in einem ansprechenden

zeitgemäßen Ambiente.

ZeNtReN

Von der Versorgungsstraße zur lebendigen Innenstadt

Die porschestraße im Wandel

Porschestraße 1964

Im April 2007 wurde damit

begonnen, den 1. Bauabschnitt

der Porschestraße Mitte zu modernisieren.

Ein wesentlicher Teil

ist bereits fertig gestellt, so dass

die neue Porschestraße mit

einem neuen hochwertigen Stadtparkett

aus Naturstein und einer

Allee aus Platanen zum Flanieren

und Verweilen einlädt. Atmosphärische

Lichtinszenierungen geben

Raum für einen abendlichen

Stadtbummel. Seit kurzem stehen

neue Bänke, die ein Teil einer abgestimmten

Möblierungsfamilie

sind, zum Verweilen und Entspannen

bereit. Durch den Umbau

der Porschestraße bieten

sich neue Orte für erstklassige

Veranstaltungen, wie beispielsweise

den neuen Weihnachtsmarkt

„Wintertraum Wolfsburg“.

Im Dezember 2007 eröffneten

auf dem ehemaligen Gelände des

Betriebshofs der Stadtwerke die

designer outlets Wolfsburg, das

erste innerstädtische Fabrikverkaufszentrum

Deutschlands. 50

Geschäftseinheiten bereichern

mit Waren aus den Bereichen

Textil, Lederwaren, Schuhe,

Heimtextilien, Uhren, Schmuck,

Keramik, Glas und Porzellan den

Branchenmix der City.

Der im südlichen Bereich

der porschestraße liegende

Kultur park wurde ab 1981 durch

Porschestraße 2008

den Bau eines Planetariums erweitert.

1994 entstand zwischen

Kulturzentrum und Theater ein

Museum für zeitgenössische

Kunst, das Kunstmuseum Wolfsburg,

das es Wolfsburg ermöglichte,

Ausstellungen von herausragenden

Künstlern wie Andy

Warhol zu präsentieren. Das

nach den Plänen des Wolfsburger

Architekten Dr.-Ing. Titus Taeschner

errichtete Rathaus an der

Porschestraße wurde 1958 eingeweiht

und feiert in diesem Jahr

sein 50-jähriges Jubiläum. Um

ausreichend Personalressourcen

für das aufstrebende Wolfsburg

unterzubringen, wurde 1994 ein

zusätzliches Verwaltungsgebäude,

das Rathaus B, südöstlich

des alten Rathauses errichtet.

Neben dem 1990 fertiggestellten

Südkopfcenter mit Einzelhandels-

und Dienstleistungsgeschäften,

belebt der Wochenmarkt auf dem

Rathausplatz durch das Angebot

von frischen Lebensmitteln

und Pflanzen zweimal wöchentlich

den südlichen Bereich der

Porschestraße.

Die Porschestraße hat innerhalb

von fast sechs Jahrzehnten

einen eindrucksvollen Wandel

von einer Versorgungsstraße zu

einer lebendigen Einkaufsstraße

im Zentrum der jungen Stadt

vollzogen. Wolfsburg – Lust an

Entdeckungen. +


touRIsmus

Entwicklung des Tourismus in Wolfsburg

eine stadt im Wandel der Zeit

Auch aus touristischer Sicht hat

die Stadt Wolfsburg innerhalb der

letzten 70 Jahre einen enormen

Wandel erfahren. War Wolfsburg

zunächst nur Geschäftsreisenden

bekannt, wurde die Stadt in den

vergangenen acht Jahren auch

für viele Freizeitreisende aus dem

gesamten Bundesgebiet und den

europäischen Nachbarländern als

Urlaubsziel interessant. Doch zunächst

der Reihe nach.

Am Stadtgründungstag gab

es im damaligen Stadtgebiet

lediglich den „Alten Wolf“, der

Durchreisenden Quartier bot.

Bereits 1939 eröffneten das

„Parkhotel Wolfsburg“ sowie das

„Hotel Hohenstein“.

touristische Chronik

1939 Das Parkhotel wird eröffnet. Es ist

der 2. Hotelbetrieb nach dem „Alten

Wolf“ in Wolfsburg.

1945 nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges

ist das Volkswagen werk zu

zwei Dritteln zerstört, die Wohnbezirke

blieben verschont. Durch

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung

erhält am 25. Mai

die Stadt ihren endgültigen Namen

nach dem Schloß „Wolfsburg“.

1950 im November ist das Kaufhaus

Haerder fertig.

1951 wird im VW-Werk die Großküche in

einen Konzertsaal verwandelt, die

Philharmoniker unter Furtwängler

geben ein Konzert.

1951 das Volkswagenwerk schenkt der

Stadt das Freibad, das den Namen

VW-Bad erhält.

1951 am 1. Oktober wird Wolfsburg

kreisfreie Stadt und wird aus dem

Landkreis Gifhorn ausgegliedert.

1957 wird die Berliner Brücke vom damaligen

Verkehrsminister Seebohm

eingeweiht. 1978 m Länge, ragt 12 m

über den Mittellandkanal und ist so

eine Anbindung zum Schlossbereich

und der Nordstadt, sowie dem

zukünftigen Allerpark.

1960 Das Kaufhaus Hertie wird eröffnet.

Nach dem Krieg und der

Währungsreform stieg mit den

Produktionszahlen von Volkswagen

auch der Bedarf an

Übernachtungsmöglichkeiten in

Wolfsburg. So eröffneten allein

in den 50er-Jahren vier Betriebe

mit Übernachtungsmöglichkeiten

in der Stadt. Dies waren

das „Hotel Noak“ am heutigen

Südkopf, die „Hansa Kogge“

(heute Goldene Henne), der

„Magdeburger Hof“ (heute Mc-

Donalds Porschestraße) sowie

der „Wolfsburger Hof“. Gäste

waren vorwiegend Durch- und

Geschäftsreisende.

Im Jahr 1972 eröffnete das

„Hotel Holiday Inn“ mit 420 Ho-

1969 wird mit den Bauarbeiten für das

Sport- und Erholungszentrum

Allerpark begonnen, der Allerlauf

wird verlegt und der Allersee wird

ausgebaggert.

1970 ist der Allerpark mit dem Allersee fertig

(30 ha Wasserfläche) mit einem 800

m langen Strand, ein großes Erholungs-

und Freizeitgelände (ca. 95 ha)

dort ist auch der Campingplatz.

1972 werden durch die Niedersächsische

Gebietsreform 20 Gemeinden in die

Stadt eingegliedert. Die Einwohnerzahl

erhöhte sich von 90 000 auf

120 000, und das Autokenn zeichen

von Wolfsburg lautet „WOB“.

1972 öffnet das „Hotel Holiday Inn“ mit

420 Betten.

1973 wird das Theater gebaut, ein

Gastspieltheater, der Architekt ist

Professor Hans Scharoun.

1977 ist der erste Bau des Badelandes

fertig, 2001 nach einem Brand der

Neubau.

1978 wird Wolfsburg 40 Jahre alt und

das VW-Werk schenkt der Stadt

ein Planetarium.

1980 wird die Fußgängerzone nach dreijähriger

Bauzeit eingeweiht.

1982 erhält Wolfsburg einen direkten

Autobahnanschluss, die A 39.

telbetten. Weiterhin kamen durch

die Niedersächsische Gebietsreform

und die Eingemeindung weitere

Hotelbetriebe hinzu.

War die Stadt bis 1989 noch

am östlichen Rand der damaligen

Bundesrepublik gelegen, so änderte

sich dies mit der Wiedervereinigung

im Jahre 1990 deutlich.

Wolfsburg liegt seither in

der Mitte Deutschlands und auch

wirtschaftlich veränderte sich einiges.

Die Volkswagen AG wurde

endgültig zum „global player“ der

Weltwirtschaft und auch die Stadt

konnte ihr Gesicht verändern.

Am 1. Juni 2000 eröffnete,

angelehnt an die Weltausstellung

1983 Der Bau der Eissporthalle ist abgeschlossen.

Weiterhin wird das

Planetarium eröffnet.

1983 Zum ersten Mal ist Wolfsburg

Ausrichter des „Tag der

Niedersachsen“.

1984 wird das Geburtshaus von Hoffmann

von Fallersleben nach umfangreichen

Rekonstruktions- und

Restaurationsarbeiten der Öffentlichkeit

übergeben.

1985 ist das Automuseum eine neue Attraktion

in Wolfsburg.

1987 öffnet das Brauhaus in Fallersleben

seine Pforten.

1994 werden das Kunstmuseum, ein

Museum für moderne und zeitgenössische

Kunst, und die Rathauserweiterung

fertig gestellt.

1995 „The Rolling Stones“ treten in Wolfsburg

auf.

1997 Der VfL Wolfsburg steigt sensationell

in die 1. Bundesliga auf.

1998 wird die Schnellfahrtstrecke Hannover

– Berlin in Betrieb genommen

und der ICE-Verkehr in Wolfsburg

freigegeben.

2000 ist die Autostadt von Volkswagen,

zeitgleich mit der EXPO 2000,

fertig.

EXPO in Hannover, die Autostadt

in Wolfsburg. Gemeinsam wurde

auch das erste „The Ritz-Carlton“

in Deutschland, eingebettet in

das Gelände der Autostadt, in

Wolfsburg eröffnet. Zusätzlich

konnte sich die Stadt Wolfsburg

mit der Eröffnung des Phæno im

Jahr 2005 am touristischen Markt

entscheidend positionieren. Sonderveranstaltungen

wie etwa die

Weltmeisterschaft der Vierspänner,

die Landesgartenschau 2004,

der Tag der Niedersachsen 2005,

aber auch wiederkehrende Veranstaltungen

wie. zum Beispiel die

Veranstaltungsreihe „movimentos“

tragen weiterhin zur Attraktivitätssteigerung

der touristischen

Destination Wolfsburg bei. +

2000 Die Weltmeisterschaft der Vierspänner

findet in Wolfsburg statt.

2002 Eröffnung der Volkswagen-Arena

mit 30.000 Plätzen.

2002 Eröffnung des neuerbauten

Badelandes, nachdem das alte

1999 abgebrannt war.

2003 vom 25. August bis zum 10. Oktober

wird aus Wolfsburg „Golfsburg“,

eine PR-Aktion anlässlich der Markteinführung

des neuen Golf V.

2004 Die niedersächsische Landesgartenschau

findet in Wolfsburg statt.

2004 Der EHC Wolfsburg steigt in die

Deutsche Eishockey-Liga auf.

2005 Wolfsburg ist zum zweiten

Mal Ausrichter des „Tags der

Niedersachsen“.

2005 Das Phæno wird eröffnet.

2006 Die umgebaute Eissporthalle wird

in Betrieb genommen.

2007 Das umgebaute Hallenbad am

Schachtweg wird zum „Hallenbad

– Kultur am Schachtweg“..

2007 Die designer outlets Wolfsburg

werden eröffnet.

Die Daten der Chronik wurden uns freundlicherweise von Lisel Wirths zur Verfügung gestellt.

15


16

Als bedeutendste Stadtgründung

des 20. Jahrhunderts wurde

Wolfsburg am 1. Juli 1938 als

Stadt des KdF-Wagens (KdF =

„Kraft durch Freude“) gegründet.

Die junge Stadt wuchs mit dem

Erfolg des Käfers zum Symbol

des deutschen Wirtschaftswunders

heran. Das Volkswagenwerk

wurde zum Vorreiter von wirtschaftlichem

Aufschwung und

Erfolg in der ganzen Republik.

Inzwischen als Oberzentrum anerkannt,

ist Wolfsburg heute eine

der wirtschaftlich stärksten Städte

in Niedersachsen.

Wer heute durch Wolfsburg

fährt, findet über das gesamte

Stadtgebiet verteilt ein vorbildliches

Angebot an Gewerbe- und

Industrieflächen.

Peter Koller, Architekt und

Stadtplaner Wolfsburgs (1945

bis 1960), war der Auffassung,

dass zu einer richtigen Stadt

mehrere Großbetriebe und Betriebsstätten

gehören müssen.

Unter den damaligen wirtschaftlichen

Bedingungen war jedoch

jegliche Gewerbeansiedlung sowohl

durch Kapitalknappheit als

auch den Mangel an qualifizierten

Arbeitskräften und Baumaterial

stark eingeschränkt. Dennoch

wurden durch das Stadtbaubüro

Flächen zur Gewerbeansiedlung

ausgewiesen. Durch die Bestimmungen

zum „Immissionsschutz“

wurden die Ansiedlungen neuer

Betriebe ausschließlich in den

entsprechend ausgewiesenen

Gebieten vorgenommen.

Geprägt durch dieses Leitbild

bilden heute 16 Gewerbe- und Industriegebiete

die Heimat der modernen

Betriebe unserer Stadt.

Das älteste Gewerbegebiet

Wolfsburgs, das Gewerbegebiet

Ost, entstand in den 50er Jahren

nördlich der Dieselstraße und ist

heute das wichtigste Gewerbe-

gebiet der Stadt. Aufgrund vieler

Standortvorteile, wie beispielsweise

die stadtnahe Lage, die

vorhandene Infrastruktur und den

Anschluss an den öffentlichen

Personennahverkehr, siedelten

sich Mitte der 50er-Jahre die ersten

Firmen an.

Gleichwohl zusätzliche Gewerbeflächen

in einigen Ortsteilen

geschaffen wurden, reichten die

vorhandenen Flächen für das Wirtschaftswachstum

Wolfsburgs nicht

aus. Infolgedessen wurde 1988 das

Gewerbegebiet Ost erweitert. Die

Gesamtgröße des Gewerbegebietes

beträgt 43,5 ha und ist heute

zu 100 Prozent vermarktet.

Mit Ausweisung des Gewerbegebietes

Sudammsbreite im

Stadtteil Vorsfelde im Jahr 1964,

begann die Ansiedlung kleinerer

Firmen erstmals außerhalb von

Wolfsburg. Das Anliegen der

WIRtsCHAFt

Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wolfsburg

entstehung der Gewerbegebiete

Bildrechte liegen bei der Stadt Wolfsburg.

Gewerbegebiet Ost 1990

Bildrechte liegen bei der WMG.

Gewerbegebiet Sudammsbreite 2005

Stadt bestand darin, geeignete

Flächen primär für die Ansiedlung

von arbeitsplatzschaffendem Gewerbe

im produzierenden Bereich

vorzuhalten. Mittlerweile ist das

19,2 ha große Gewerbegebiet zu

100 Prozent vermarktet.

Der wichtigste Faktor den

Wolfsburg als Standort im Gegensatz

zu anderen Kommunen

bietet, besteht in der Präsenz von

Volkswagen. Mit dem Richtfest

im Gewerbegebiet Heinenkamp

am 18. Juni 1996 entstanden in

Wolfsburg zusätzliche Industrieflächen

außerhalb des VW-

Werks. Durch die Präsenz von

Volkswagen ist vor allem eine

hohe Quote von Ansiedlungen

bedeutender VW-Zulieferer zu

verzeichnen. Das „Herzstück“

des Gewerbegebietes bilden kleine

und mittelständische Betriebe.

Für VW-Zulieferer ist die zentrale

Lage und Nähe zu Volkswagen

ein wichtiger Indikator für das

„just in time“-Geschäft und trägt

maßgeblich zur Entwicklung des

Gewerbegebietes bei.

Wer sich mit den Ansprüchen

von Firmen und der Entwicklung

gewerblicher Flächen beschäftigt,

kann die Kraftanstrengungen der

Stadt nachvollziehen, die in die

Ausweisung und Entwicklung der

heute vorhandenen Gewerbe- und

Industriegebiete gesteckt wurde.

Zieht man eine Gesamtbilanz

so hat Wolfsburg heute über

400 ha Gewerbe- und Industrieflächen

außerhalb des Volkswagenwerks.

Durch die beschriebenen

Ansiedlungen von zahlreichen

Automobilzulieferern und nicht

automobilbezogenen Unternehmen

aus den Bereichen

Einzelhandel, Handwerk und

Dienstleistung, hat es die Stadt

Wolfsburg geschafft, die Stärke

des Standortes kontinuierlich

auszuweiten und neue Felder

zu erschließen.

Für die weitere Zukunft

kommt es darauf an, die besonderen

Kompetenzen des Wirtschaftsstandortes

Wolfsburg für

weitere Branchen bekannt zu

machen. Die Vorteile der jungen

und dynamischen Stadt sind für

alle Betriebe interessant, die eine

Verbindung zu hochwertigen Gewerbeflächen

mit verlässlichen

Dienstleistungen und innovativen

Netzwerken suchen.

Das Ziel der Wolfsburg Marketing

GmbH ist es, den Standort

Wolfsburg nicht nur für die Wirtschaft

attraktiv zu gestalten, sondern

auch für die Menschen eine

Stadt mit eigener Identität und

einem lebendigen und modernen

Profil zu schaffen. +


Wolfsburg – eine Stadt wird 70

stadtentwicklung im sauseschritt

Eigentlich sind 70 Jahre eine lange

Zeit – für den Bestand einer

Stadt sind 70 Jahre überraschend

wenig. Im Vergleich mit Trier, der

ältesten Stadt Deutschlands, fehlen

Wolfsburgs Stadtentwicklung

rund 1954 Jahre.

Während in vielen deutschen

Städten zum 70. Geburtstag muhende

Kühe die einzigen Geräusche

waren und unbebaute

Landschaft dominierte, steht

Wolfsburg in jungen Jahren jedoch

bereits in voller Blüte.

Wolfsburgs Entwicklung

ist erstklassig und durchaus

der Rede wert: Besonders in

den vergangenen zehn Jahren

machte die Stadt einen Riesensprung

nach vorn.

Seit 1997 das Stadtleitbild

und das Konzept AutoVision entwickelt

wurden, reiht sich eine

Perle an die andere auf Wolfsburgs

Vorzeige-Perlenkette.

Nach zehn Jahren der Planung,

Ansiedlung und Realisierung ist

es nun an der Zeit, diese Perlenkette

auch nach außen hin stolz

zu zeigen:

Ein Höhepunkt der 70-Jahres-Feierlichkeiten:

Das Bürgerfest vom 27. bis 29. Juni 2008

Angefangen mit dem Aufstieg

des VfL Wolfsburg in die

erste Bundesliga 1997 und den

ICE-Anschluß im Folgejahr, der

Gründung der Wolfsburg AG im

Jahr 1999, der Eröffnung der

Autostadt und des Ritz Carlton

(2000) über die Realisierung der

City Galerie und der Erstausgabe

der mittlerweile weltweit namhaften

Automobil messe IZB im

Jahre 2001 bis hin zum Bau der

Volkswagen Arena und den ICE

Wolfsburg“ in den Jahren 2002

und 2003 hat sich vieles getan in

Wolfsburg.

Ohne Pause ging es im Jahr

2004 mit dem Aufstieg der Profis

des EHC Wolfsburg in die DEL

weiter. Im selben Jahr fand die

Landesgartenschau im Allerpark

statt und Wolfsburg wurde unter

438 Städten zur „dynamischsten

Stadt Deutschlands“ gewählt.

Der Beginn der Umgestaltung

des Allerparks, der heute zahlreiche

Freizeiteinrichtung von

Badeland über Wasserski-Anlage

bis hin zum Kolumbianischen

Pavillon und kilometerlangen

weißen Sandstrand beherbergt,

stADtmARKetING

ging zusammen mit der Eröffnung

des Phæno im Jahre 2005

vonstatten.

2006 eröffnete die Auto Uni, an

der heute drei Institute des neuen

niedersächsischen Forschungszentrums

für Fahrzeugtechnologie

angesiedelt sind. 2007 folgten das

Hallenbad – Zentrum junge Kultur,

die SoccaFive-Arena im Allerpark

und die designer outlets

Wolfsburg am Nordkopf. Zeitgleich

startete der Umbau der Porschestraße,

der bis einschließlich 2009

andauern wird.

Wolfsburg ist in Bewegung.

Auch zum 70. Geburtstag hat sich

die Stadt einiges einfallen lassen.

Durch das Jubiläumsjahr ziehen

sich reihenweise Veranstaltungen,

die die zahlreichen Facetten

Wolfsburgs beleuchten.

Die Feierlichkeiten zum 70.

Stadtgeburtstag finden Ende Juni

mit einem großen Bürgerfest Ihren

Höhepunkt – vom 27. bis 29.

Juni gibt es eine große Party von

Wolfsburgern für Wolfsburger.

Der südliche Teil der Fußgängerzone

von City-Galerie bis zum

Kunstmuseum wird von Freitag

bis Sonntag in eine bunte Festmeile

verwandelt.

Drei Bühnen bieten Spaß und

Unterhaltung für alle Altersklassen.

Die Hauptbühne steht auf

dem Rathausplatz und bietet vor

allem Wolfsburger Institutionen

Raum zur Selbstdarstellung. Mit

„Night of the Movies“ erwartet

die Gäste am Samstagabend

das Volkswagen Orchester mit

bekannten Film-Soundtracks und

den passenden Filmsequenzen.

Der Hollerplatz wird ganz im

Zeichen des Sports stehen: Hier

gibt es Kistenklettern, Inlineskating,

eine Kletterwand und viele

weitere Aktionen zum Mitmachen.

Auf der Sportbühne werden sich

tagsüber die Wolfsburger Sportvereine

präsentieren und der

Allerpark stellt auf einem großen

Areal seine Freizeitmöglichkeiten

vor. Am Abend lockt ein Party-

Programm bis spät in die Nacht.

Das Hallenbad bespielt die

dritte Bühne. Geplant sind unter

anderem zahlreiche Auftritte mit

vielen Wolfsburger Nachwuchsbands.

Ein großes Feuerwerk am

Samstagabend darf an so einem

Feiertag natürlich nicht fehlen.

Die Wolfsburg Marketing als Organisator

plant außerdem weitere

Highlights, die in Kürze bekannt

gegeben werden.

Neben dem abwechslungsreichen

Bühnenprogramm wird

es natürlich auch eine Vielzahl an

Informations- und Gastronomieständen

geben.

Das ausführliche Programm

des Bürgerfestes und alle weiteren

Inhalte rund um den

Stadtgeburtstag sind unter

www.wolfsburg.de/70_jahre zu

finden. +

17


18

Moderne Hotels und

traditionsreiche Häuser heißen Wolfsburgs Gäste willkommen

Gasthaus Alter Wolf besteht seit dem 18. Jahrhundert – Ritz Carlton bietet Wellness und Kunst

Haus mit Stil: Das Ritz-Carlton.

Vor knapp acht Jahren schossen

die Übernachtungszahlen

in Wolfsburg in die Höhe. Die

Autostadt bescherte den Hoteliers

in der VW-Stadt und deren

Umgebung einen Höhenflug,

der bis heute anhält. Die Anzahl

der Hotels ist zwar nicht in

großem Maße gestiegen, doch

seit der Eröffnung des Alten

Wolfes im 18. Jahrhundert oder

der Brackstedter Mühle, die im

Jahr 1911 als eines der ersten

Hotels den Gastronomiebetrieb

als Kaffeegarten aufnahm, hat

sich in Wolfsburg doch einiges

getan.

Verlässliche Zahlen, die

sich auf die Betten- und Übernachtungszahlen

beziehen,

sind erst seit 1998 erhältlich.

In jenem Jahr existierten in

Wolfsburg 25 Hotelbetriebe, in

denen den Gästen durchschnittlich

1500 Betten zur Verfügung

standen. Während sich die mittlere

Übernachtungsdauer in

Wolfsburg mit 1,9 Nächten pro

Person auch in Zeiten der Autostadt

nicht verändert hat, sind

doch zwei andere Zahlen deut-

lich gestiegen: Die der Ankünfte

und die der Übernachtungen.

Verzeichneten die Wolfsburger

Hotelbetriebe 1998 noch

130.000 Gäste, die insgesamt

für 246.000 Übernachtungen

sorgten, so buchten im Jahr

2007 rund 221.000 Besucher

413.000 Übernachtungen.

„Touristisch betrachtet unterscheiden

wir wirklich zwischen

der Zeit vor und der Zeit

nach Eröffnung der Autostadt“,

bestätigt Christoph Kaufmann

von der Wolfsburger Marketing

Gesellschaft (WMG) die positive

Entwicklung.

Doch nicht nur die Auslastung

der Betriebe sei gestiegen,

sondern auch der Komfort, mit

dem die Hotels aufwarten, habe

nach Kaufmanns Aussage

zugenommen. Viele Betriebe

hätten sich neu orientiert, Zimmer

wurden umgebaut, um dem

Besucherstrom, der mit Eröffnung

der Autostadt zusätzlich

in Richtung Wolfsburg erfolgt

ist, gerecht zu werden. Doch

nicht nur für die zusätzlichen

HoteLs

Besucher waren die Wolfsburger

Hoteliers somit gewappnet:

Auch Geschäftsreisenden

konnte durch den zusätzlichen

Komfort mehr als nur attraktive

Übernachtungsmöglichkeiten

geboten werden, sodass weniger

Gäste in Braunschweig

nach einer Herberge suchten,

sondern eher in Wolfsburg blieben.

Ein Highlight setzt dabei das

im Westen der Autostadt gelegene

Ritz Carlton, Wolfsburgs

Fünf-Sterne-Hotel. Mit seinen

174 Zimmern und 21 Suiten bietet

das Ritz Carlton nicht nur für

Geschäftsreisende einen luxuriösen

Aufenthalt. Wellness und

Kunst, vereint auf dem Gelände

der Autostadt, abgerundet

durch einen ausgezeichneten

gastronomischen Service – für

die Wolfsburger Hotelszene ein

echter Gewinn.

Doch nicht nur neue Bauten

prägen die Hotelszene, auch

viele alteingesessene Betriebe

erfreuen sich noch heute groß-

Haus mit Tradition: Der Alte Wolf.

er Beliebtheit. Zahlreiche Erinnerungen

an frühere Zeiten hat

auch Vinzenz Müller, der seit

seiner Kindheit in Wolfsburg

lebt und den Wandel der Stadt

seit 1942 verfolgt. „In dieser

Zeit hat sich natürlich vieles

verändert“, erinnert sich Müller.

„Nach der Währungsreform

1948 sind Kneipen wie Pilze aus

der Erde geschossen“, blickt er

zurück. Viele von ihnen gebe

es zwar heutzutage nicht mehr,

andere hingegen, wie etwa der

Alte Wolf in der Schloßstraße,

hätten noch immer Bestand.

Und was schon im 18. Jahrhundert

gut war, kann offensichtlich

auch mehr als 300 Jahre

später nicht schlecht sein. So

trifft sich auch Vinzenz Müller

immer noch mit Freunden im

Alten Wolf. Doch natürlich hatte

sich in den vergangenen Jahre

vieles geändert, wie Müller

schmunzelnd erklärt: „Früher

durften die Kneipen je nach

Konzession ab 22 oder 23 Uhr

kein Bier mehr ausschenken,

das ist wohl heutzutage etwas

anders.“ +


NiedersachsenDruck Bähr


20

Was im Jahr 1988 mit vier Professoren

und 14 Studierenden

am Institut für Fahrzeugbau

(IFBW) begann, benötigt mittlerweile

immer mehr Raum. Auf

dem Wolfsburger Campus der

Fachhochschule Braunschweig-

Wolfenbüttel lernen und forschen

zurzeit rund 2200 Studenten. Um

den steigenden Studierendenzahlen

gewachsen zu sein, entsteht

am Robert-Koch-Platz ein

Neubau, der insgesamt rund 2250

Quadratmeter Hörsäle beherbergen

soll.

Entstanden ist der mittlerweile

zweitgrößte Standort der FH

Braunschweig-Wolfenbüttel aus

der Zusammenarbeit des Landes

Niedersachsen, der Stadt Wolfsburg

und der Volkswagen AG.

Schon 1988 zeigten sich die Beteiligten

zukunftsorientiert, denn

der Studiengang Fahrzeubgau

war bundesweit ein Novum.

Trotz der Nähe zu Volkswagen

dreht sich am Wolfsburger Stand-

Seit über 45 Jahren

� Installation

� Verkauf

ort nicht alles um Fahrzeuge.

Im Wintersemester 2007/2008

waren 2169 Personen immatrikuliert,

davon 403 im Gesundheitswesen,

804 im Fachbereich

Wirtschaft und 962 Studenten am

Fachbereich Fahrzeug-, Produktions-

und Verfahrenstechnik. Im

letztgenannten haben die Studenten

die Wahl zwischen den

Studienrichtungen Fahrzeugbau,

Fahrzeug-Service und Kundenbetreuung

sowie Fahrzeug-Energiemanagement.

Darüber hinaus

ist das Studium der Industrieinformatik,

des Recyclings sowie der

Verfahrenstechnik mit der Studienrichtung

Kunststofftechnik oder

Wirtschaftsingenieurwesens mit

der Studienrichtung Automobiltechnik

möglich.

Am 1991 gegründeten Fachbereich

Wirtschaft bietet sich die

Wahl zwischen den Studiengängen

Betriebswirtschaftslehre,

Wirtschaftsingenieurwesen mit der

Studienrichtung Automobiltechnologie

und Wirtschaftsinformatik.

� Kundendienst

� Klimatechnik

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Fax 1 40 17

FACHHoCHsCHuLe

Zahl der Studierenden steigt stetig

Fachhochschule Wolfsburg erweitert Campus – praxis- und zukunftsorientierte Angebote

Beide Fachbereiche bieten zusätzlich

berufsbegleitende, weiterbildende

Fernstudiengänge an.

Jüngster Zweig des Standortes

ist der Fachbereich Gesundheitswesen,

der die Studiengänge

Augenoptik und Management im

Gesundheitswesen bietet.

Praxis- und zukunftsorientierte

Angebote will die FH ihren

Studenten bieten. Das Ziel ist klar

definiert: Durch praxisnahe und

innovative Angebote will man im

Wettbewerb der Hochschulen mithalten.

Forschung und Entwick-

lung spielen eine zentrale Rolle,

wobei insbesondere die Zusammenarbeit

mit der Volkswagen AG

zum Tragen kommt. So entstand

1996 der Studiengang Maschinenbau

im Praxisverbund unter

gemeinsamer Arbeit von FH und

Volkswagen Coaching GmbH.

Vielfalt braucht Platz. Diesen

sollen die 2169 Studenten ab dem

Sommer 2009 im neuen Hörsaalgebäude

finden. Die geschätzte

Bausumme beläuft sich auf 8,34

Mio. Euro – eine Investition in

die Zukunft des FH-Standortes

Wolfsburg. +

Zukunftsorientiert: Rund 2200 Studenten lernen und forschen in Wolfsburg.


uNteRNeHmeN DeR ReGIoN

LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. KG

„Die LsW bekennt sich zu Wolfsburg und zur Region.“

Walter Rangette, Geschäftsführer

Seit Oktober 2005 haben LandE

GmbH und Stadtwerke Wolfsburg

AG ihre Energie- und Wasseraktivitäten

in der neuen LSW

gebündelt. Entstanden ist ein

Energie dienstleister mit unverändert

starkem regionalen Bezug,

der rund 180.000 Haushalte mit

Strom, Erdgas, Fernwärme und

Wasser versorgt. „Die LSW ist tief

vor Ort verwurzelt. Unser Ziel ist

es, gemeinsam mit den Bürgern

und der Wirtschaft, das hiesige

Bild zu prägen. Deshalb sehen wir

uns als stark kommunal verbundenes

Wirtschafts unternehmen

besonders gegenüber unseren

Kunden, Geschäftspartnern,

Kommunen und Gemeinden in

der Verantwortung, flexibel, wirtschaftlich

und effizient Energiedienstleistungen

anzubieten“,

so Walter Rangette, LSW-

Geschäftsführer (Sprecher).

Die Mitverantwortung zeigt

sich in vielerlei Hinsicht. So ist

die Ausbildungsquote überdurchschnittlich

hoch. Zurzeit bietet die

LSW 70 jungen Menschen einen

Ausbildungsplatz, die Basis für

einen zukunftsweisenden und

erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Des Weiteren unterstützt

der Energiedienstleister neben

vielen sozialen Projekten auch

kulturelle Veranstaltungen.

Massive Veränderungen im

wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen

Umfeld prägen den

Energiemarkt. Der Wett bewerb

entwickelt sich rasant und greift

stark ins Marktgeschehen ein.

Diesen Herausforderungen stellt

sich die LSW, so zum Beispiel

mit der Ausgründung der LSW

Netz GmbH. Der Gesetzgeber

forderte im Zuge des „Unbundlings“,

das bedeutet die Entflechtung

von Netz und Vertrieb, alle

Energieversorgungs unternehmen

mit mehr als 100.000 Kunden

auf, ihre Strom- und Gasnetze

von separaten Tochterunternehmen

betreiben zu lassen. Ziel ist

eine weitere Stärkung des Wettbewerbs,

die Monopolstellung

des Netz betreibers soll nicht

zugunsten des eigenen Vertriebs

missbraucht werden.

Weiterhin stellt die mit Macht

vorangetriebene wirtschaftliche

Unterstützung von Erneuerbaren

Energien durch die Politik das Netz

vor weitere Herausforderungen.

Netzkapazitätserweiterungen

werden zwingend notwendig,

um die Versorgungssicherheit zu

gewährleisten. „Ob sich letztendlich

der gewünschte Effekt nach

mehr Wettbewerb und dadurch

sinkenden Energieverbraucherpreisen

durch die Trennung von

Netz und Vertrieb realisieren lässt,

ist mit großer Wahrscheinlichkeit

eher gering“, schätzt Rangette die

derzeitige Situation am Energiemarkt

ein. +

AKTIV

vor Ort

21


22

Wolfsburg zählt zu den dynamischsten

Regionen Deutschlands;

längst hat sich die Stadt

vom bloßen Industriestandort

zum Lebens- und Arbeitsmittelpunkt

unterschiedlichster Menschen

verschiedenster Berufsgruppen

entwickelt. Das war

nicht immer so. Ende der 90er

Jahre stellte Volkswagen 60

Prozent aller Arbeitsplätze, die

Beschäftigungsrate im Dienstleistungssektor

belief sich auf

lediglich 22 Prozent. Mittelständische

Betriebe und Unternehmensgründungen

gab es nur

wenige und sogar die Zahl der

Automobilzulieferer lag um etwa

75 Prozent unter der Dichte

vergleichbarer Standorte. Die

Folge: Die Arbeitslosenquote

betrug 1997 über 17 Prozent.

Die Volkswagen AG und die

Stadt Wolfsburg handelten.

Sie riefen die Wolfsburg AG

als gemeinsame Public Private

Partnership ins Leben. Ihre

Aufgabe ist die Umsetzung

des Konzeptes AutoVision, das

heißt Entwicklung nachhaltiger

Wirtschafts- und Beschäftigungsperspektiven.

Nach neun

Jahren zieht Vorstand Frank

Poerschke Bilanz: „Es sind über

11.000 neue Arbeitsplätze geschaffen

worden, die Arbeitslosigkeit

sank in Wolfsburg 2007

auf 9,8 Prozent“.

Einen Strukturwandel in

einer vom Automobilbau geprägten

Stadt herbeizuführen,

ist keine leichte Aufgabe. Aber

schon als sich die Wolfsburg

AG auf den Weg machte, hatte

sie ihr Ziel erreicht. Denn es

kam Bewegung in die starre

Landschaft. Mit Hilfe verschiedener

Geschäftsfelder will die

Public Private Partnership den

Wirtschaftsstandort Wolfsburg

stärken. Das Konzept InnovationsCampus

zum Beispiel gibt

jungen Gründern die Chance, ihre

Ideen in die Tat umzusetzen.

Die Wolfsburg AG stellt ihnen

auf dem Gelände des gleichnamigen

Gebäudekomplexes

InnovationsCampus Räume zur

Verfügung und unterstützt sie

durch Beratung und Serviceleistungen

beim Aufbau ihres

Unternehmens. Die Ansiedlung

von Automobilzulieferern, die

Belebung des Dienstleistungssektor

und die Schaffung von

attraktiven Freizeitmöglichkeiten

sind weitere Ziele der Wolfsburg

AG. Die VW-Stadt soll außerdem

als Kompetenzzentrum für

Gesundheit etabliert werden.

Die PersonalService Agentur

WoLFsBuRG AG

Die Wolfsburg AG macht den Weg frei für mehr Beschäftigung

public private partnership schafft 11.000 neue Arbeitsplätze

Frank Poerschke

der Wolfsburg AG bietet verschiedene

Dienstleistungen

an, damit Arbeitssuchende den

passenden Job finden. „Die einzelnen

Geschäftsfelder entwickeln

sich überaus erfolgreich“,

sagt Frank Poerschke. Der

InnovationsCampus habe bis

einschließlich Dezember 2007

rund 2300 Arbeitsplätze in über

390 gegründeten Unternehmen

geschaffen. „Der Bereich MobilitätsWirtschaft

konnte über

120 Unternehmen der Zulieferer-Branche

mit mehr als 4300

Arbeitsplätzen ansiedeln“, so

Thomas Krause, Vorstand der

Wolfsburg AG. Neun Betriebe

haben im vergangenen Jahr

ihre Geschäfte in Wolfsburg

aufgenommen. Krause betont:

„Bei Zulieferern der Automobilindustrie,

die bereits vor 2007

nach Wolfsburg kamen, entstanden

zirka 450 Arbeitsplätze neu

oder wurden wiederbesetzt. Damit

verbunden waren Gesamtinvestitionen

in Höhe von rund 14

Millionen Euro.“ Im Schwerpunkt

„Sport und Erholung“ seien mit

Allerpark, Volkswagen-Arena,

Wasserski-Anlage und Socca-

Five-Arena erste Meilensteine

Sitz der Wolfsburg AG: Das Forum AutoVision in der Major-Hirst-Straße.

gesetzt worden. „Und die PersonalServiceAgentur

hat mit

ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot

rund 3400

Arbeitsplätze geschaffen“,

ergänzt Poerschke.

Die Wolfsburg AG will auch

in Zukunft ihren Weg weitergehen,

um die Arbeitslosigkeit zu

senken und den Wirtschaftsstandort

Wolfsburg für Unternehmen

attraktiver zu gestalten.

Über 1400 Arbeitsplätze

sind durch die Aktivitäten der

Wolfsburg AG im vergangenen

Jahr entstanden oder gesichert

worden. Zu berücksichtigen ist

jedoch, dass die Gesamtzahl

der sozialversicherungspflichtigen

Beschäftigten in der VW-

Stadt seit Ende 2003 rückläufig

ist. Poerschke: „Deshalb müssen

die gemeinsamen Anstrengungen

mit Volkswagen und

der Stadt unvermindert fortgesetzt

werden. Unsere bisherigen

Erfolge zeigen, dass wir

eine nachhaltige Entwicklung

in Gang gesetzt haben und wir

sind optimistisch, dass sich dieser

Trend auch in diesem Jahr

fortsetzt.“ +


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24

Fest-Club

Aktion

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INteRNAtIoNALe ZuLIeFeReRBöRse

IZB: Die Zahlen stehen auf Wachstum

trends aus Wirtschaft und Forschung im Allerpark – Indien ist partnerland der messe

IZB: Zulieferer aus aller Welt stellen sich vor.

Die Internationale Zuliefererbörse

(IZB) ist mehr als eine

Messe. Sie hat sich zu einer der

erfolgreichsten Kommunikationsplattformen

der Automobilzulieferer-Branche

entwickelt.

Die Wolfsburg AG veranstaltet

vom 29. bis 31. Oktober zum

Neukunden-

Angebot

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fünften Mal die IZB, Indien ist

in diesem Jahr Partnerland.

Auf einer rund 33.000 Quadratmeter

großen Ausstellungsfläche

im Wolfsburger Allerpark

präsentieren sich an drei Tagen

Zulieferer unternehmen aus dem

In- und Ausland.

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*Alle Details entnehmen

Sie dem Prospekt.

Die Bilanz der IZB ist beachtlich:

40.000 Fachbesucher

aus aller Welt kamen 2006 nach

Wolfsburg, mehr als 600 Aussteller

aus 21 Nationen stellten

sich dem Publikum vor. „Entgegen

dem allgemeinen Trend im

Messe geschäft, das von rückläufigen

Ausstellerzahlen geprägt

ist, stehen die Zahlen bei der IZB

2008 auf Wachstum“, sagt Professor

Dr.-Ing. Bernd Wilhelm,

Vorstandssprecher der Wolfsburg

AG. Damit baut Wolfsburg sein

Profil als Standort für eine automobile

Fachmesse weiter aus.

Die IZB versteht sich als

Marktplatz, der die Präsentation

von Produkten und Dienstleistungen

mit Fachforen verbindet,

die aktuelle Trends aus

Wirtschaft und Forschung aufgreifen.

Die Teilnehmer haben

Gelegenheit, Unternehmensnetzwerke

und Geschäftsbeziehungen

aufzubauen oder zu

verfestigen sowie gemeinsame

Projekte zu initiieren. Ein hochkarätig

besetztes Kongress-

Programm begleitet die Ausstellung.

Der Indisch-Deutsche

Automobilkongress findet am 28.

Oktober statt und greift Themen

rund um die Zuliefererindustrie

im IZB-Partnerland auf. Parallel

zum Messebetrieb lädt die

Wolfsburg AG am 29. und 30.

Oktober zur VDI/VW-Fachtagung

„ Fahrer-Assistenzsysteme“ ein.

Die Schirmherrschaft übernehmen

erneut Niedersachsens

Ministerpräsident Christian

Wulff, VW-Vorstand Francisco

J. Garcia Sanz und Wolfsburgs

Oberbürgermeister Rolf

Schnellecke. +


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26

AutostADt

Erlebnis Autostadt:

2 Millionen Besucher kommen jährlich in den VW-Erlebnispark

movimentos Festwochen zum thema „Vertrauen“ vom 12. April bis 25. mai

Die Geburtsstunde Wolfsburgs

hat sie zwar nicht miterlebt,

dennoch ist die Autostadt so

berühmt, als gebe es sie bereits

Jahrzehnte. Weit über ihre

Grenzen hinaus ist die Autostadt

bekannt. Ihre Wahrzeichen, die

beiden 48 Meter hohen gläsernen

Türme, wecken seit dem

Jahr 2000 bei den Besuchern

Vorfreude auf das Erlebnis Autostadt.

Dabei spielt es keine Rolle,

ob man sich als Abholer eines

neuen Volkswagen auf den Weg

nach Wolfsburg gemacht oder

eine Besichtigung der Autostadt

geplant hat. Zu entdecken gibt

es mehr als genug – das belegen

Zahlen: Jährlich kommen

rund 2 Millionen Besucher, um

in der Autostadt den Spagat

zwischen Zukunft und Vergan-

40 Top-Marken.

40 Trend-Shops.

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Immer.

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der Vorsaison, Muster kollektionen,

Produk tionsüberschüsse, 1b-Ware.

genheit, zwischen Inspiration

und Erholung live zu erleben.

Lediglich an Silvester und am

Heiligabend bleiben die Türen

verschlossen. An den übrigen

363 Tagen des Jahres lädt die

Autostadt ein zum Spaziergang

in der 25 Hektar großen Parklandschaft,

zur Teilnahme am

Fahrsicherheitstraining oder

zur Herstellung des eigenen

SunFuel.

Kein Besucher kommt an

der Piazza, der ersten Anlaufstelle

für alle Ankommenden,

vorbei. Danach trennen sich

die Wege in viele Richtungen

und diese führen nicht nur in die

verschiedenen Pavillons. Wer

zum Beispiel die Empfangshalle

wieder verlässt und das Kraft-

Werk ansteuert, bekommt in diesem

Jahr bereits zum sechsten

Mal Kultur der besonderen Art

geboten. Zum Thema Vertrauen

sollen bei den diesjährigen

Movimentos Festwochen, die

neben Tanz auch Lesungen

und Konzerte beinhalten, vom

12. April bis zum 25. Mai wieder

kulturelle Glanzlichter gesetzt

werden.

Doch Tanz spielt in der

Autostadt nicht nur dann eine

Rolle, wenn weltweit bekannte

Companys auf der Bühne ihr

Können demonstrieren, sondern

auch an jedem ersten Samstag

im Monat. Dann nämlich verwandelt

sich das ZeitHaus in

den Hafenclub, in der DJs aus

ganz Europa für den richtigen

Sound sorgen.

Stellen die Movimentos

Festwochen das Highlight im

Frühling dar, lockt im Sommer

alljährlich das Drachenboot-

Rennen mehr als 100 Teams

und darüber hinaus auch zahlreiche

Besucher an. Auch im

Winter verzaubert die Autostadt.

Spätestens dann, wenn Autoabholer

und neugierige Entdecker

gemeinsam auf Kufen über die

gefrorene Lagune gleiten, steht

fest, dass die Autostadt Wolfsburg

zu jeder Jahreszeit ein

Erlebnis ist. +

Highlight im Sommer:

Das Drachenbootrennen.

Shopping-Sonntage

bei uns: jeden ersten

Sonntag im Monat –

bis November 2008.

„Kompliment!“

Nicht jeder gilt mit 70 Jahren noch als sehr jung. Wolfsburg schon.

Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag. Und möchten unseren Beitrag

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Direkte finanzielle Vorteile

Neuregelungen zum Investitionsabzugsbetrag

Die bisherige Ansparabschreibung

wurde mit dem Unternehmensteuerreformgesetz

2008 durch den

Investitionsabzugsbetrag ersetzt,

um stärkere Investitionsanreize zu

schaffen und Missbrauch zu vermeiden.

Die Neuregelungen zum

Investitionsabzugsbetrag sind in

der Regel erstmals für das Wirtschaftsjahr

2007 anzuwenden –

betreffen also bereits die jetzt aktuellen

Jahresabschlussarbeiten.

Betriebsgröße beachten

Der Investitionsabzugsbetrag bietet

die Möglichkeit, für die künftige

Anschaffung oder Herstellung

eines abnutzbaren beweglichen

Wirtschaftsgutes des Anlagevermögens

eine Gewinnminderung

in Form eines Abzugsbetrags zu

bilden. Durch die zeitliche Vorverlagerung

der Gewinnminderung

um bis zu drei Jahre, subventioniert

§ 7g Abs. 1 EStG kleine

und mittlere Betriebe, indem die

Finanzierung bestimmter Investitionen

erleichtert wird (vorzeitiger

Betriebsausgabenabzug, Steuerstundung;

konkreter Liquiditätsvorteil,

Verbesserung der Wettbewerbssituation,

Möglichkeit des

Ansparens von Finanzierungsmitteln

für Investitionen).

Zur Erreichung des Zwecks

des Investitionsabzugsbetrags,

nur kleine und mittelständische

Unternehmen zu fördern, sind

bestimmte Größenmerkmale zu

beachten. Bei bilanzierenden Gewerbetreibenden

und Freiberuflern

darf das Betriebsvermögen nicht

mehr als 235.000 Euro betragen.

Soweit der Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung

nach

§ 4 Abs. 3 EStG ermittelt wird, darf

der Gewinn ohne Berücksichtigung

des Investitionsabzugsbetrags

nicht mehr als 100.000

Euro betragen. Maßgeblich sind

die Verhältnisse am Schluss des

Wirtschaftsjahres, in dem der Abzug

vorgenommen wird.

Investition

extra benennen

Für die Inanspruchnahme des

Investitionsabzugsbetrags muss

das Begünstigte seiner Funktion

nach benannt werden. Außerdem

ist die Höhe der voraussichtlichen

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

für jedes einzelne anzuschaffende

Wirtschaftsgut anzugeben.

Die Angaben sind dem

Finanzamt in den mit der Steuererklärung

einzureichenden Unterlagen

zu machen (außerhalb der

Buchführung).

Bewegliche Güter

begünstigt

Begünstigt sind alle abnutzbaren,

beweglichen Wirtschaftsgüter

des Anlagevermögens, also nicht

Grundstücke oder Gebäude, immaterielle

Wirtschaftsgüter oder

Finanzanlagen. Die Wirtschaftsgüter

können neu oder gebraucht

sein. Eine grundlegende Verbesserung

besteht darin, dass

nun auch die Anschaffung gebrauchter

Wirtschaftsgüter begünstigt

ist. Es muss aber die

Absicht bestehen, das begünstigte

Wirtschaftsgut ausschließlich

oder fast ausschließlich (zu mindestens

90 v.H.) betrieblich zu

nutzen. Die geplante Investition

und das später tatsächlich angeschaffte

oder hergestellte Wirtschaftsgut

müssen zumindest

funktionsgleich sein.

Drei-Jahres-Zeitraum

Der Steuerpflichtige muss die Absicht

haben, das begünstigte Wirtschaftsgut

voraussichtlich in den

dem Wirtschaftsjahr des Abzugs

folgenden drei Wirtschaftsjahren

(bisher zwei) anzuschaffen oder

herzustellen. Kommt es nicht zur

beabsichtigten Investition innerhalb

des Drei-Jahres-Zeitraumes,

ist der gewinnmindernde Investitionsabzugsbetrag

im Jahr der

Bildung rückgängig zu machen.

RAtGeBeR steueRN

Nach der bisherigen Rechtsl age

zur Ansparabschreibung war

die Rücklage nach zwei Jahren

gewinnerhöhend aufzulösen.

Die Möglichkeit steuerpflichtige

Gewinne in spätere Jahre zu verschieben,

ohne zu investieren, ist

damit nicht mehr gegeben.

Auch Verlust

kann entstehen

Der Investitionsabzugsbetrag darf

i.H.v. 40 v.H. der voraussichtlichen

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

gewinnmindernd außerbilanziell

abgezogen werden.

Durch den Investitionsabzugsbetrag

kann auch ein Verlust entstehen

oder sich erhöhen. Die Summe

aller Investitionsabzugsbeträge

darf je Betrieb 200.000 Euro

nicht übersteigen (nach bisheriger

Rechtslage 154.000 Euro).

Kein Vorteil für Gründer

Die besonderen Vergünstigungen

für Existenzgründer wurden abgeschafft.

Die Möglichkeit einer

20 prozentigen Sonderabschreibung

für die getätigten Investitionen

bleibt erhalten. Sie ist aber

nicht mehr von der vorherigen

Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags

abhängig.

Besteuerung von Wertpapiergewinnen

in 1999

verfassungsgemäß

Laut einer Entscheidung des

Bundesfinanzhofs (BFH) ist die

Besteuerung von Wertpapiergewinnen

für den Veranlagungszeitraum

1999 verfassungsgemäß.

Das Bundesverfassungsgericht

(BVerfG) hat eine Beschwerde

gegen diesen Beschluss des

BFH nicht zur Entscheidung angenommen.

Damit laufen die neuen Argumente,

die für das Jahr 1999

ähnlich strukturelle Vollzugsdefizite

wie für die Vorjahre 1997

und 1998 sehen, ins Leere. Die

steuerliche Erfassung der Gewinne

aus der Veräußerung von

Wertpapieren in 1999 ist nicht

verfassungswidrig. Nach Ansicht

des BVerfG sind insbesondere

zwei Gründe dafür entscheidend,

dass ab 1999 kein strukturelles

Vollzugsdefizit mehr vorliegt:

1. Das Kontenabrufverfahren

selbst ist zwar erst mit

Wirkung ab dem 1.4.2005

eingeführt worden. Dennoch

können dadurch auch Erkenntnisse

über das Streitjahr

1999 gewonnen werden,

da die Festsetzungsfrist bei

hinterzogenen Steuern zehn

Jahre beträgt. Damit muss

das Vollzugsdefizit bereits

unter Berücksichtigung des

Kontenabrufs geprüft werden.

Und damit kann eine

Ungleichheit im Belastungserfolg

im Ergebnis nicht mehr

angenommen werden.

2. Im Jahr 2000 brachen die

Aktienbörsen massiv ein.

Wirtschaftlich denkenden

Sparern bot dies einen Anreiz,

Gewinne in 1999 und

den Folgejahren wahrheitsgemäß

zu deklarieren, um

Verlustverrechnungspotenzial

zu schaffen und gleichzeitig

das Entdeckungsrisiko

der Steuerhinterziehung zu

vermeiden.

Die ab 1999 bislang zu diesem

Punkt vorläufig festgesetzte

Einkommensteuer hat somit

Bestand. Der Beschluss hat aber

noch weitere Konsequenzen:

Auch ab 1999 innerhalb der Spekulationsfrist

realisierte Verluste

dürfen dauerhaft und bis 2013

sogar unter der Abgeltungsteuer

verrechnet werden.

(BVerfG, Beschluss vom

10.1.2008, Az. 2 BvR 294/06,

DStR 2008, 197) +

27


28

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG) beschäftigt

Arbeitnehmer und Arbeitgeber

nach wie vor. Der Gesetzestext

bezieht sich auf das Bewerbungs-

und Einstellungsverfahren,

auf die innerbetrieblichen

Abläufe sowie auf Entlassung

von Arbeitnehmern. Nachfolgend

wird der Aspekt der innerbetrieblichen

Gleichbehandlung

vorgestellt.

Allgemeiner Grundsatz

des AGG

Seit dem 18.August 2006 ist

das AGG in Kraft. Erste Änderungen

erfolgten bereits im

Dezember (2.12.2006). Das

AGG will Benachteiligungen

mit diversen Hintergründen

verhindern: wegen Rasse oder

Ethnie, Geschlechts, Religion

oder Weltanschauung, Behin-

derung, Alters oder sexueller

Identität.

pflichten der Arbeitgeber

Paragraf 12 AGG regelt die

Maßnahmen und Pflichten von

Arbeitgebern. Danach ist der

Arbeitgeber verpflichtet, Maßnahmen

zum Schutz seiner

Arbeitnehmer vor den vorbezeichneten

Benachteiligungen

zu treffen. Dies können beispielsweise

sein: Rundschreiben

oder Schulungen, da der

Arbeitgeber auch verpflichtet

ist, vorbeugende Maßnahmen

zu treffen. Insbesondere Schulungen

sollen nach dem Wortlaut

des Gesetzes als Pflichterfüllung

gelten.

Der Arbeitgeber ist weiter

verpflichtet, seine Mitarbeiter

in geeigneter Art und Weise,

insbesondere im Rahmen der

RAtGeBeR ReCHt

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

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• Personalvermittlung

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• On-Site Management

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Aus- und Fortbildung, auf die

Unzulässigkeit von Benachteiligungen

im obigen Sinn hinzuweisen.

Er hat weiter auf das

Unterbleiben von Benachteiligungen

hinzuwirken.

Verstoß durch mitarbeiter

Verstoßen Mitarbeiter untereinander

gegen die Benachteiligungsverbote,

so hat der

Arbeitgeber die im Einzelfall

geeigneten, erforderlichen und

angemessenen Maßnahmen zur

Unterbindung der Benachteiligung

zu ergreifen. Das AGG benennt

insoweit ausdrücklich die

Abmahnung, Umsetzung, Versetzung

oder die Kündigung.

Benachteiligung durch

Dritte

Benachteiligen Dritte (z.B. Kunden,

Lieferanten) die Mitarbeiter

Unsere Dienstleistungen

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Personal und dem ständig aktualisierten

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wenn wir den passenden Mitarbeiter gefunden

haben.

bei Ausübung ihrer Tätigkeit, ist

der Arbeitgeber verpflichtet, die

im Einzelfall geeigneten, erforderlichen

und angemessenen

Maßnahmen zum Schutz seiner

Mitarbeiter zu ergreifen.

Beschwerdestelle

einrichten

Seit Einführung des AGG ist jeder

Arbeitgeber verpflichtet, eine

Beschwerdestelle gem. § 13

AGG einzurichten, wobei diese

Stelle geeignet sein muss, nicht

jedoch separat geschaffen werden

muss, sondern vielmehr auf

eine andere geeigneten Stelle

aufgesattelt werden kann.

Verstöße des Arbeitgebers

gegen die genannten Pflichten

können Schadensersatz- und

Entschädigungsansprüche und

Leistungsverweigerungsrechte

des Arbeitnehmers auslösen. +

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Rund 57 Milliarden Euro investiert

die Leasing-Branche

jährlich im Auftrag ihrer Kunden

in Deutschland, den Großteil

in so genannte mobile Investitionsgüter.

Zwei Drittel

aller deutschen Unternehmen

schlossen 2007 rund 1,5 Millionen

Leasing-Verträge für

Dienstwagen, Lkw, Maschinen,

Computer, Telekommunikation

oder Software. Vor allem mittelständische

Unternehmen nutzen

die Vorteile des Leasings

für ihre Geschäfte und Firmen.

Mit zahlreichen individuell auf

die Kundenbedürfnisse abgestimmten

Lösungen setzt die

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

als kompetenter Finanz-Partner

des Mittelstands auch beim

Leasing echte Maßstäbe.

erwartungen übertroffen

Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

realisierte im Jahr 2007

ein Leasing-Volumen von rund

8,5 Millionen Euro und übertraf

damit ihre selbst gesetzten Ziele

und Erwartungen deutlich. Zugleich

bestätigt die Sparkasse

als führender Finanzdienst leister

in der Region einen bundesweiten

Trend: Deutschlandweit

wurde ein Neugeschäft (Leasing

und Auto-Kredit) im Mobilien-

sowie Immobilien-Leasing von

rund 3,2 Milliarden Euro erzielt –

das entspricht einem stattlichen

Plus von 28 Prozent.

Zuwächse auf allen märkten

Damit schwingt sich das Sparkassengeschäft

2007 zu neuen

Höhen auf. Wie schon in den zwei

vorhergehenden Jahren verzeichnen

alle Märkte beträchtliche Zuwächse:

Die kundenorientierten

Lösungsangebote des Leasing-

Individualgeschäfts erreichten

deutschlandweit ein Neugeschäft

in Höhe von 1,0 Milliarden Euro,

das Direkt-Leasing 960 Millionen

RAtGeBeR FINANZeN

Leasing: Der Markt wächst weiter

Kundenorientierte Lösungen

Euro und das Vernetzungsgeschäft

beendete das Jahr 2007

mit einem Neugeschäft von 668

Millionen Euro.

Begehrt: Auto-Kredit

Als besonders begehrt bei

den Kunden erweist sich auch

überregional nach wie vor

der Sparkassen-Auto-Kredit.

Das seit zwei Jahren angebotene

Produkt schloss das

vergangene Jahr mit einem

enormen Plus von 55 Prozent

(195 Millionen Euro). Hinzu

kommen Leasing-Verträge für

Mobilien und international agierende

Unternehmen mit einem

Neugeschäftsvolumen von rund

374 Millionen Euro, die ebenfalls

über die Deutsche Leasing

Gruppe verwirklicht wurden.

starker Verbundpartner

Auch die Sparkasse Gifhorn-

Wolfsburg nutzt ihren starken

Verbundpartner Deutsche Leasing

als Leasing-Kompetenzcenter

– und wird somit ihrem

Anspruch als Allfinanzdienstleister

gerecht: Die Kunden

profitieren dabei von einem

breit gefächerten Angebot aus

einer Hand, verbunden mit dem

Fachwissen ihrer spezialisierten

Kundenbetreuer in den

drei FirmenkundenCentern der

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Leasingmodelle für Ausland

Beratung und Leasingmodelle

machen nicht vor den Grenzen

der Region oder Deutschlands

halt. Auch bei der Begleitung

von Unternehmen ins Ausland

– das ist angesichts der Exportorientierung

vieler Betriebe ein

maßgeblicher Aspekt – beweist

die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

hohe fachliche Kompetenz.

Gemeinsam mit dem Partner

Deutsche Leasing unterstützen

die Experten der Sparkasse

ihre Kunden inzwischen in 14

europäischen Ländern sowie

in China und in den USA. Die

überwiegend mittelständischen

Unternehmen können auch im

Ausland mit den für sie maßgeschneiderten,

stets innovativen

Leasing-Lösungen rechnen

und nutzen diese weltweit

insbesondere als Instrument

der Investitions- und auch als

Absatzfinanzierung.

Gute Argumente pro Leasing

Mit derartigen Leasing-Angeboten

liegen die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

und Deutsche

Leasing absolut im Trend. Denn

dass Unternehmen aktuelle

Leasing-Modelle einem Kredit

vorziehen, machen nicht nur die

hervorragenden Resultate im

Sparkassen-Leasing deutlich.

Auch die Ergebnisse einer repräsentativen

Marktstudie „Leasing

in Deutschland 2007“, die

das Marktforschungsinstitut TNS

Infratest Finanzforschung im

Auftrag des Bundesverbandes

Deutscher Leasing-Unternehmen

(BDL) durchgeführt hat,

bestätigen die uneingeschränkt

positive Entwicklung des Leasing

in umfangreichem Maße.

Dabei wurden die Hauptmotive,

die für Leasing sprechen,

von den Befragten eindeutig benannt:

Erste Priorität für Leasing-

Kunden haben die gleichmäßig

verteilten Kosten und die genau

kalkulierbare Laufzeit. Ein weiteres

ausschlaggebendes Argument

ist, dass mittels Leasing die

Betriebsausstattung jeweils auf

dem neuesten Stand gehalten

werden kann. Die Schonung der

Liquidität wird an dritter Stelle

der Motive für Leasing genannt.

Rundum-sorglos-pakete

Viele Unternehmen schätzen

Leasing zudem längst nicht mehr

als reine Investitionsmöglichkeit,

sondern wählen zusätzlich aus

einem umfassenden Sortiment

an Dienstleistungen oder Serviceangeboten.

Dazu gehören unter

anderem Wartungsarbeiten

der geleasten Maschinen oder

Anlagen, Versicherungsleistungen

oder so genannte Full-

Service-Verträge.

Die Sparkasse Gifhorn-

Wolfsburg und die Deutsche

Leasing haben diese Entwicklung

frühzeitig erkannt und

bieten ihren Kunden selbstverständlich

solche stark nachgefragten

Rundum-Sorglos-

Pakete. Während die Leasing-

Gesellschaft beispielsweise das

professionelle Management für

den Firmenfuhrpark oder die IT

übernimmt, können sich Unternehmer

ohne Reibungsverluste

ausschließlich und fokussiert

auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.

+

Foto: Volkswagen

29


30

Energieeffizienz erhöht Immobilienwert

Volksbank eG rät: mit modernisierung profitieren

Joachim Hinze, Bereichsleiter

Immobilien der Volksbank eG

Der Gebäudebestand in Deutschland

ist in die Jahre gekommen.

Von Mitte der 50er- bis Anfang

der 80er-Jahre entstanden Millionen

neuer Eigenheime – oft

stadtnah und in bester Wohnlage.

In Sachen Komfort und Energieverbrauch

entsprechen diese

Häuser vielfach nicht mehr den

heutigen Ansprüchen. Wo die

Dämmung nicht nachgebessert

wurde und noch immer der alte

Heizkessel in Betrieb ist, wird

leicht doppelt und dreifach so viel

Heizöl oder Erdgas verbraucht

wie in modernisierten und energetisch

optimierten Häusern. Es

gibt also gute Gründe, in die Modernisierung

zu investieren: Die

Wohnqualität steigt, die Heizkosten

sinken – und beides wirkt

sich positiv auf den Marktwert

Heinz Bätge, zuständig für den

mobilen Vertrieb

der Immobilie aus. „Der Wert einer

Immobilie wird künftig vom

Energieaufwand beeinflusst“,

so Joachim Hinze, Bereichsleiter

Immobilien der Volksbank

eG Braunschweig Wolfsburg.

Wer modernisiert, kann langfristig

von der Energieersparnis

profitieren.

Investition zahlt sich aus

Immobilien sind in Deutschland

mit fast 40 Prozent des Energiebedarfs

der größte Energieverbraucher.

Die in den letzten

drei Jahren rasant gestiegenen

Preise für Heizöl und Erdgas

machen vor allem Energiesparmaßnahmen

zu einer Investition,

die sich bezahlt macht.

Einsparpotenziale liegen nach

Branchenschätzungen zwischen

15 und 30 Prozent. Mehr

als 75 Prozent des Energieverbrauchs

im Haushalt werden

für die Heizung aufgewendet,

damit bietet sich in diesem Bereich

das bei weitem größte Einsparpotenzial.

Viele Häuser, die

Ende der 70er Jahre errichtet

wurden, haben einen jährlichen

Heizenergieverbrauch von 200

kWh pro Quadratmeter Wohnfläche

(das entspricht etwa 200

Litern Heizöl). Durch eine verbesserte

Wärmedämmung und

neue Fenster, den Austausch

des Heizkessels und eine zu-

Kerstin Fäseke,

Ansprechpartnerin in Vorsfelde

RAtGeBeR FINANZeN

sätzliche Solaranlage lässt

sich der Verbrauch in der Regel

auf weniger als 100 kWh je

Quadratmeter reduzieren. Bei

einem Haus mit 180 Quadratmetern

Wohnfläche bedeutet

das eine Einsparung von etwa

1.800 Litern Heizöl im Jahr.

energieausweis gibt

einblick

Für Hausbesitzer und Vermieter

gilt seit 1. Oktober 2007 die

neue Energieeinsparverordnung

Sie macht den Energieausweis

ab dem 1. Juli 2008 schrittweise

zur Pflicht. Die Auflage, einen

Energieausweis gegenüber potenziellen

Käufern bzw. Mietern

vorzulegen, wird stufenweise je

nach Gebäudeart und Baualter

zur Anwendung kommen: Für

Neubauten, oder wenn wesentliche

Umbauten am Gebäude

getätigt worden sind, ist der

Energieausweis schon heute

Pflicht. Bei Wohngebäuden,

die bis 1965 errichtet worden

sind, ist der Energieausweis ab

1. Juli 2008 Käufern und Mietern

zugänglich zu machen. Ab

1. Januar 2009 gilt dies auch

für alle anderen Wohngebäude.

Der 1. Juni 2009 ist der Stichtag

für Nichtwohngebäude, dann

wird der Ausweis auch für sie

zur Pflicht. Darüber informiert

auch das Bundesamt für Ver-

Ralf Godau, Berater in der

Geschäftstelle Porschestraße

kehr, Bau und Stadtentwicklung

(BMVBS).

Doppelter Nutzen

geschaffen

Mit dem Energieausweis werden

die Nebenkosten schwarz auf

weiß festgehalten. Im Hinblick

auf Verkauf oder Vermietung

der Immobilie lohnt sich die Investition

gleich doppelt: Käufer

oder Mieter lassen sich leichter

finden. Gleichzeitig reduzieren

sich die Nebenkosten, was gleichermaßen

Umwelt und Geldbeutel

schont. +

Info

Berater der Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg

in der Geschäftstelle

Porschestraße ist Ralf

Godau. In Vorsfelde

ist Kerstin Fäseke

Ansprechpartner und in

Fallersleben Jürgen Stelling.

Für den mobilen Vertrieb

ist Heinz Bätge zuständig.

Sie stellen interessierten

Immobilien besitzern

gerne entsprechende

Finanzkonzepte vor.

Telefon: 0180 269 910 66

(6 Cent pro Anruf aus dem

dt. Festnetz, ggf. andere

Tarife im Mobilfunk)

Jürgen Stelling,

Ansprechpartner in Fallersleben


Unter der Überschrift „Erfolg ist

machbar“ stellte der Wolfsburger

Wirtschaftsspiegel in seiner

vorigen Ausgabe sechs Säulen

einer erfolgreichen Betriebsführung

vor und verband diese mit

sechs „Tipps für den Erfolg“.

Der zweite Teil dieser Unternehmensberatung

setzt den Ansatz

fort und geht dazu auf die fünf

B‘s der Kundenorientierung ein.

Zu Beginn steht die Frage: „Wie

gut ist Ihr Unternehmen in den

5 B‘s der Kundenorientierung

aufgestellt?“

Bearbeitung bis

Betreuung

Die fünf B‘s der Kundenorientierung

lauten: Bearbeitung, Beratung,

Betreuung, Beziehung und

Bindung.

Der Einstieg in der Kundenorientierung

ist zunächst die

Bearbeitung. Diese sollte im Interesse

des Kunden möglichst

schnell, richtig und pointiert

sowie transparent sein. In der

nächsten Stufe kundenorientierter

Betriebsführung steht

die Beratung. Hier erwartet

der Kunde vor allem Kompetenz,

Nutzenorientierung und

Freundlichkeit. Das dritte B der

Kundenorientierung hat eine

vorausschauende, agierende

und ganzheitliche Betreuung

zum Ziel. Einen sehr hohen

uNteRNeHmeNsBeRAtuNG

Fünfmal B für die Kundenorientierung

Überleben im mittelstand

Bearbeitung ➠

Beratung ➠

Betreuung ➠

Beziehung ➠

Bindung ➠

Abbildung 1

Stellenwert spielt das vierte

B. Beim Aufbau einer Kunden-

Beziehung werden persönliche

Qualifikation, Kontaktpflege und

Partnerschaft die Kundenorientierung

positiv beeinflussen. Die

Krönung in der Kundenorientierung

stellt letztlich die Bindung

des Kunden an ein Unternehmen

dar. Neben der Abstimmung

einer gemeinsamen Strategie

und der Bildung von Allianzen

besteht hier die Zielsetzung in

einem längerfristigen Miteinander

zum Wohle aller Beteiligten.

(siehe auch Abbildung 1)

In der Praxis hat sich gezeigt,

dass für Unternehmen,

die in den Bereichen Bearbeitung,

Beratung, Betreuung, Beziehung

und Bindung gut aufgestellt

sind, die Preisdiskussion

nicht die tragende Bedeutung

hat wie in anderen Unternehmen,

die in den fünf B‘s Nachholbedarf

haben.

mitarbeiter aktivieren

Neben der Kundenorientierung

spielen selbstverständlich auch

die Mitarbeiter eine entscheidende

Rolle. „Aktivieren Sie

sich und Ihre Mitarbeiter mit

Zielen. Legen Sie Ihre Jahresziele

fest und binden Sie Ihre

Mitarbeiter in die Zielvereinbarungen

mit ein“, empfiehlt

der Unternehmensberater hier.

schnell, richtig, transparent

kompetent, nutzenorientiert, freundlich

Wer klare Ziele hat, wird auch

im Verkauf erfolgreicher sein.

Um dies effektiv umsetzen zu

können, ist es empfehlenswert,

eine kooperative Ziel-Vereinbarung

mit einem flexiblen Entgeltsystem

zu verknüpfen.

planung als

Daseinsvorsorge

Planungen sollten als Daseinsvorsorge

für morgen angesehen

werden: Gibt es in Ihrem Unternehmen

aber auch im privaten

Bereich strategische Überle-

vorausschauend, agierend und ganzheitlich

Qualifikation, Kontaktpflege und Partnerschaft

gemeinsame Strategie entwickeln, Allianzen bilden

tipps für die Zusammenarbeit mit der Bank


Gehen Sie selbst auf Ihren

Kundenbetreuer zu.

• Bereiten Sie sich sorgfältig auf das

Gespräch mit dem Kundenbetreuer der

Bank vor und legen Sie die Beweise für

Ihre Argumentation vor.


Laden Sie Ihren Kundenbetreuer zur

Besichtigung Ihres Betriebs ein.

• Binden Sie gegebenenfalls kompetente

Partner (z. B. Steuerberater) bei den

Gesprächen mit ein.


Sorgen Sie dafür, dass wichtige Aussagen

protokolliert werden.

Abbildung 2

gungen? Liegen Planungen für

den Umsatz, die Kosten, den

Gewinn und die Liquidität vor?

Werden die Soll-/Ist-Abweichungen

analysiert und Maßnahmen

getroffen? Die Kalkulation

bzw. Nachkalkulation von

Produkten und Dienstleistungen

sind unabdingbar!

Zusammenarbeit mit

Bank

„Streben Sie mit Ihren Banken

eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

an. Achten Sie

bitte darauf, dass Absprachen

eingehalten werden“, appelliert

der Unternehmensberater.

Falls Überziehungen der Konten

erforderlich sind, ist vorab ein

klärendes Gespräch über diese

Situation angezeigt. Strategische

Entscheidungen sollten

ebenfalls mit der Hausbank

besprochen werden. Wichtig

ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

zwischen dem Unternehmer

und seiner Hausbank.

(Siehe auch Abbildung 2) +

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