Wirtschaftsfaktor Holz

paz.extra.de

Wirtschaftsfaktor Holz

Wirtschaftsfaktor Holz

Thema

Wirtschaftsmagazin für Stadt und Landkreis Gifhorn Ausgabe 1/2008

AUS DEM INHALT:

„Titelthema“

Wirtschaftsfakor Holz

Seiten 5 - 21

„Stimmungsbarometer“

Regionale Wirtschaft

Seiten 22 – 26

„Service-Seiten“

Wirtschaftsförderung,

Seiten 28 – 31

Existenzgründung,

Unternehmensberatung,

Recht und Steuern

Seiten 36 –43

1


����������� ���

������������������

�������������������������

���� ��� ��� ���

���������������

������������

��� ������� ����

�����������������������

��������� ��

������������ ���������

����������������������������������������

�������������������������������

����������������������


Seite 4

„Editorial“

Wirtschaftsfaktor Holz

Seite 5

„Titelthema“

Holzprodukte prägen

unser Leben

Seite 6

„Titelthema“

Wald: Großer Arbeitgeber

Seite 7

„Titelthema“

Globalisierung

Seite 10

„Titelthema“

Nachhaltigkeit

Seite 11

„Titelthema“

Eckard Klasen im Interview

Seite 12

„Titelthema“

Rohstoff im Fluss

Impressum

Herausgeber

Verlag Adolf Enke

GmbH & Co.KG

Aller-Zeitung

Steinweg 73

38518 Gifhorn

Seiten 14 –15

„Titelthema“

Innovationen

Seiten 16 – 20

„Titelthema“

Firmenportraits

Seite 21

„Titelthema“

Qualitätssiegel

Seiten 22 – 23

„Stimmungsbarometer“

Aussagekräftige Einblicke

Seiten 24 – 26

„Stimmungsbarometer“

Umfrageergebnisse

Seite 27

„Kammerfusion“

Effizient in die Zukunft

Seiten 28 – 29

„Wirtschaftsförderung“

KMU-Förderung

Redaktion

Viola Könecke,

Carsten Baschin

(verantwortlich)

Layout

Frieda Braunagel

Verlagsleitung

Claas Schmedtje

Kai Wagener

Seite 30

„Wirtschaftsförderung“

Betriebliche Weiterbildung

Seite 31

„Wirtschaftsförderung“

Kooperation mit der Arge

Seiten 33 – 34

„Kleintransporter“

Repräsentabel und funktionell

Seite 35

„Gewerbegebiete“

Flächen in der Übersicht

Seite 36

„Existenzgründung“

Saubere Sache : Trockeneis

Seite 37

„Existenzgründung“

Professionell telefonieren

Seiten 38 – 39

„Unternehmensberatung“

Überleben im Mittelstand

Inhaltsverzeichnis/Impressum

Anzeigenteil

Hans-Georg Wolf

(verantwortlich)

Seite 40

„Bankentipp“

Energieffizienz erhöht

Immobilenwert

Seite 41

„Ratgeber Steuern

Neuregelungen zum

Investitionsabzugsbetrag

Seite 42

„Ratgeber Recht“

Allgemeines

Gleichbehandlungsgesetz

Seite 43

„Bankentipp“

Leasing: Der Markt

wächst weiter

Sagen Sie uns Ihre

Meinung:

Der Gifhorner Wirtschaftsspiegel

soll für seine Leser

„maßgeschneidert“ werden.

Äußern Sie Kritik, Lob und

Ihre Wünsche.

Aller-Zeitung

Stichwort: Wirtschaftsspiegel

Steinweg 73, 38518 Gifhorn.

Die nächste Ausgabe des

Gifhorner Wirtschaftsspiegel

erscheint im Oktober 2008

Druck

Voigt-Druck, Gifhorn

3


4

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich ist es raus: Der Mittelstand

ist die tragende Säule der

deutschen Wirtschaft. Das war

die tiefe Einsicht von Politik und

Öffentlichkeit nach der Entscheidung

von Nokia, das Bochumer

Werk nach Osteuropa zu verlegen.

Da rückte kurzzeitig der

bodenständige Mittelständler

ins Rampenlicht und bekam

offizielle Anerkennung für seine

Verlässlichkeit. Das ist ehrlich

verdient, wie die neue Ausgabe

des Gifhorner Wirtschaftsspiegels

verdeutlicht.

Bodenständiges Thema

Darin widmen wir uns einem

ganz besonders bodenständigen

Thema: Es geht um Holz, um

Holzwirtschaft und um den

Wald. Davon gibt es reichlich

im Landkreis und das ist gut so,

denn Holz ist als Energieträger

und Werkstoff auch in der Zukunft

von tragender Bedeutung.

Bei diesem Wirtschaftszweig

kommt es wie bei keinem

Zweiten auf vorausschauendes

Handeln an. Denn die Bestände

wachsen langsam und benötigen

intensive und kompetente Pflege.

Dann aber sind sie absolut

standorttreu und sorgen sogar

für touristische Beliebtheit.

Vielfältig sind die Schwerpunkte

der mittelständischen Unternehmen,

die sich mit dem Rohstoff

Holz beschäftigen. Das zeigt unser

Blick auf das Geschehen. Sie

sind ebenso standortverbunden

wie unsere Wälder. Die meisten

von ihnen können auf eine traditionsreiche

Firmengeschichte

zurückblicken und haben sich

als Familienbetriebe seit vielen

Jahrzehnten um die Stabilität der

regionalen Wirtschaft verdient

gemacht.

Darüber, dass die Unterstützung

seitens der Politik besser sein

könnte, herrscht Konsens bei

den Unternehmern im Land-

Das Unternehmen Rapid Prototyping Technologie

GmbH, kurz RPT, gehört seit 1996 zu den Pionieren

des Rapid Prototyping in der Region. RPT bietet

Ihnen umfassendes Know-how aus einer Hand.

Rapid Prototyping Technologie GmbH

Hugo-Junkers-Straße 14 / 38518 Gifhorn

fon 0 53 71-94 83-0 / fax 0 53 71-94 83-19

info@rpt.de / www.rpt.de

kreis. Das ist ein Ergebnis unseres

Stimmungsbarometers, mit

dem wir die Stimmung der Mittelständler

im Landkreis ermittelt

haben. Es herrscht Zuversicht

angesichts der konjunkturellen

Entwicklungen.

Beste Geburtstagswünsche

Nicht zuletzt denken wir in

unserer aktuellen Ausgabe an

einen Geburtstag. Feiern müssen

ihn zwar andere, aber gratulieren

wollten wir hiermit auf

jeden Fall: Der Bulli, der viele

Mittelständler auf dem Weg in

ein motorisiertes Zeitalter begleitet

hat, wird 60. Über das Kind

des Wirtschaftswunders und

was seine Nachfolger alles zu

bieten haben, lesen Sie mehr in

unserem aktuellen Wirtschaftsspiegel,

Ich wünsche Ihnen viel Spaß

beim Lesen

Viola Könecke

Erfolg am Markt durch schnelle Prototypen

FDM: Fused Deposition Modelling – ABS –

SLS: Selektives Lasersitern – PA –

SLA: Stereolitographie – Polymerharz –

Metall-, Werkzeugbau und mechanische Fertigung

Wir begleiten Sie kompetent von der Entwicklung bis hin zur Serienreife, termintreu,

individuell und diskret. Über die vielen Möglichkeiten, die sich bieten , informieren

wir Sie gerne. In Ihrem Hause oder in unseren Räumen im Industriegebiet »Am

Allerkanal« in Gifhorn. Am besten, Sie vereinbaren gleich einen Termin.


Holzwirtschaft zwischen Tradition und Innovation

Holzprodukte prägen unser Leben

Holz steht im Zentrum einer

Wirtschaftskette, die als beispielhaft

für einen funktionierenden

Kreislauf gilt. Die

Branche ist eine Schnittstelle

von Tradition und Innovation.

Charakteristisch für holzverarbeitende

Betriebe ist, dass sie

sich immer wieder mit einem

hohen Maß an Kreativität und

Vielseitigkeit neue Verwendungsbereiche

des nachwachsenden

Rohstoffes erschließen.

Damit ist die Branche auch als

Trendsetter aktiv. Mittlerweile

arbeiten viele mittelständische

Betriebe aus dem Holzbereich

im Landkreis hoch spezialisiert

und kooperieren interdisziplinär,

weil die Produkte aus dem

Werkstoff immer komplexeren

Anforderungen gerecht werden

müssen.

Beeindruckende Zahlen

Die deutsche Holzwirtschaft ist

leistungsfähig. Das Cluster Forst

und Holz umfasst in einem

überwiegend vom Mittelstand

geprägten Wirtschaftszweig

rund 161 300 Betriebe in der

Forstwirtschaft sowie in der

industriellen Holzbe- und Verarbeitung,

im Holzhandwerk,

Handel und Transport und in

der Zuliefererbranche. Etwa

eine Million Beschäftigte erwirtschaften

einen Umsatz von

jährlich 125 Mrd. Euro, gemäß

einer Erhebung aus dem Jahr

2005 von der Universität Münster.

Die Zahlen beeindrucken.

Holz prägt als Energieträger

sowie als Bau- und Werkstoff

unser Leben. Wir sind von

Holz umgeben. Das Material

aus dem Wald setzt sich auch

gegen moderne Konkurrenz

am Bau immer wieder durch.

Holz ist ohne Beispiel vielseitig

und in Sachen Innovation bei

weitem noch nicht ausgereizt.

Immer neue Produktentwicklungen

und Anwendungen zeugen

davon.

Gelassen in die Zukunft

Im Landkreis Gifhorn lässt sich

gelassen in die Zukunft blicken.

Wir verfügen über ausgedehnte

Wälder, insgesamt 33 Prozent

der Fläche des Landkreises.

Ein großer Teil davon sind in

Privatbesitz. Das Holz wird

zum größten Teil auch in der

Region verarbeitet. Firmen und

Handwerksbetriebe im Landkreis

nutzen den Rohstoff Holz

unter völlig unterschiedlichen

Voraussetzungen und Gesichtspunkten.

Gemeinsam bilden sie

eine klassische Verarbeitungskette:

Ernte, Handel mit der

Rohware gemäß einer Sortierung

in Gütequalitäten, Vorverarbeitung

in Sägewerken, die es

in unterschiedlicher Größe und

Ausstattung vielerorts im Landkreis

gibt. Abnehmer sind die

weiterverarbeitenden Betriebe.

Objekteinrichtungen

Ein wichtiger Abnehmer der gesägten

Rohware ist das Handwerk.

Zahlreiche Zimmereibetriebe

und Tischlereien haben

sich den modernen Anforderungen

der Verbraucherbedürfnisse

gestellt und behaupten

sich trotz nicht immer ganz

einfacher Marktstrukturen.

Ein friedlicher Wald verspricht

Ruhe und einen hohen Erholungswert.

Was aber bei

einem sonntäglichen Familienspaziergang

im Wald

weniger im Blickpunkt steht

als sein Naherholungswert,

ist der Wirtschaftsfaktor des

Rohstoffs Holz. Der hat sich

Büro- und Bankeinrichtungen

Schrank- und Trennwände

Ladenbau

Zukunftsfähiges Material in vielen Lebensbereichen

Titelthema Einleitung

in den zurückliegenden zwei

Jahren stark entwickelt. Die

Waldwirtschaft ist profitabel

geworden. Anlass für

die Forstbesitzer, sich zu

formieren und am Markt zu

orientieren. Der Rohstoff, mit

dem sie wirtschaften, steht

im Blickpunkt der Öffentlichkeit

und Politik, ebenso

auch im Spannungsfeld wirtschaftlicher

Interessen, von

Natur- und Klimaschutz sowie

von Arbeitsplatz sicherung

und -Schaffung. Der Wald ist

empfindlich und geeignet die

Gemüter widerstreitender Interessen

zu erhitzen.

scharf innenausbau GmbH

Eyßelkamp 3 · 38518 Gifhorn

Telefon (0 53 71) 37 36

www.scharf-innenausbau.de

5


6

Scharnhorst

ghorst

Höfer

191

Weyhausen

Eldingen

Titelthema: Struktur regionale Holzwirtschaft

Strukturen der regionalen Holzwirtschaft

Wald: großer Arbeitgeber

Hösseringen

Räderloh

Steinhorst

4

Breitenhees

Bokel

Sprakensehl

Hankensbüttel

Dedelsdorf

Schwaimke

Oerrel

Reinstorf

Bodenteich

Schneflingen

Wohlenrode

Groß

Schönewörde Vorhop

Radenbeck

Desingen

Boitzenhagen

dorf

Ahnsbeck

Hohne Ummern

Wahrenholz

Voitze

Brome

usen

Wesendorf

Tülau

Langlingen

Flettmar

Wagenhoff

Müden (Aller)

Kästorf

Neudorf-Platendorf

Westerbeck

Grußendorf

Barwedel

Jembke

Ehra - Lessien

Bergfeld

Parsau

Tiddische

Wilsche

Dannenbüttel

Rühen

Meinersen

Osloß

GIFHORN

Ohof

Weyhausen

ltze

Leiferde

Ribbesbüttel

Isenbüttel Fallersleben

Plockhorst

Rötgesbüttel Calberlan

Hillerse

Sülfeld

Wasbüttel

Edermissen

Didderse

Meine

Ehmen

Essenrode

Wipshausen

Rethen

Adenbüttel

Flechtorf

ederdorf

Vardorf

Tappenbeck

Vorsfelde

Grafhorst

Danndorf

WOLFSBURG

Velpke

Legende

Detmerode

Hehlingen Groß Bahrdorf

Landeswald Twülpstedt

Heiligendorf

Mackendorf

Betreuungswald

Meerdorf

Schwülper

Neindorf Sonstiger Querenhorst Wald

PEINE

Wendeburg

Wenden

Watenbüttel

Waggum Lehre

Wendhausen

Quelle: Auszug aus Topographischen

Karten und/oder Geobasisdaten Grasleben

Ochsendorf

444

65

188

214

4

4

4

Die Struktur, die der regionalen

Holzwirtschaft im

Landkreis zugrunde liegt,

ist unter anderem durch die

Besitzverteilung der hiesigen

Wälder maßgeblich beeinflusst.

Von 54 000 Hektar

Wald, die zur Naherholung

im Landkreis Gifhorn sowie

im Raum Wolfsburg einladen,

sind 40 000 Hektar in privater

Hand, davon knapp 33 000

Hektar im Landkreis Gifhorn.

Der Privatwald im Besitz

von rund 3 600 Eigentümern

mit einer durchschnittlichen

Betriebsgröße von 17 Hektar

wird durch Forstbetriebsgemeinschaften

(FBG) verwaltet

und bewirtschaftet, zu denen ���

sich die Privatwaldbesitzer

vor rund 60 Jahren zusam-

Schafwedel

Lüder

Langenbrügge

244

Besitzverteilung der Wälder

248

Stöcken

Wittingen

Knesebeck

��

248

A39

Ohrdorf

188

244

mengeschlossen haben. Der

Hintergrund war es, gemeinsam

Fachverstand zu finanzieren,

um Nachhaltigkeit

�� ��

�� ��

���

���

A2

�� �� �� ��

244

244

Flächenverteilung im Landkteis

������������������

���

bei der Bewirtschaftung ihrer

Bestände zu gewährleisten.

Die FBGs stellten Förster ein,

in den 70er Jahren übernahm

die Landwirtschaftskammer

das Personal der FBG´s. Die

forstlichen Zusammenschlüsse

werden von der Landwirtschaftskammer

betreut, die

wiederum selbstverwaltet als

Körperschaft des öffentlichen

Rechts der Rechtsaufsicht des

Niedersächsischen Ministeriums

für den ländlichen Raum,

Ernährung, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz untersteht.

Forstamt als Schnittstelle

Das Forstamt Südheide ist

der Kreisstelle Gifhorn der

Landwirtschaftskammer zugeordnet.

Als Leiter amtiert

hier Eckhard Klasen. Seinem

Forstamt unterstehen zehn

Bezirksförstereien. Klasens

Schreibtisch ist die Schnittstelle

von Angebot und Nachfrage.

Der Forstamtsleiter ist

sowohl der direkte Ansprechpartner

für die Privatwaldbesitzer

als auch für die Holzabnehmer.

Klasen koordiniert

Angebot und Nachfrage. Er

kennt die Bestände in der Region

genau, ebenso wie den

Markt. Dieser Markt ist in den

zurückliegenden zwei Jahren

������������������

������������������

���

���

��������������������� ���������������������

����������

����������

������ ���������������������

������

�������������� ����������

���� ��������������

������

����

��������������

����

massiv in Bewegung gekommen.

„Fast über Nacht sind

die Preise gestiegen“, erinnert

sich Klasen an den Beginn der

neuen Dynamik im Jahr 2006.

Durch die Reihen der Waldbesitzer

ging damit ein Ruck.

Plötzlich verfügten sie über

unerwartete Werte.

Waldnachbar Landesforsten

Der größte Waldnachbar in

der Region sind die Niedersächsischen

Landesforsten.

Das Unternehmen mit Sitz

in Braunschweig ist mit

340.000 Hektar und zwei

Millionen Kubikmeter Jahresholzeinschlag

der größte

Waldeigentümer in Niedersachsen.

Im Landkreis

Gifhorn werden die etwa

13.000 Hektar Landeswald

vor allem durch die beiden

zuständigen Forstämter

Unterlüß und Danndorf bewirtschaftet.

In den beiden

Forstämtern werden in den

Landkreisgrenzen zusammen

fast 50.000 Kubikmeter Holz

jährlich produziert.

Die Landesforsten wurden

2005 als ehemaliger Staatsbetrieb

zu einer Anstalt öffentlichen

Rechts und damit

zu einem eigenständigen

Unternehmen in Landesbesitz

umformiert. Die heute

insgesamt 26 Forstämter

sind gerade im ländlichen

Raum so auch im Landkreis

Gifhorn ein wichtiger Arbeitgeber.

Die beiden Forstämter

Unterlüß und Danndorf beschäftigen

beispielsweise 103

eigene Mitarbeiter. Insgesamt

beschäftigen die niedersächsischen

Landesforsten 1.400

eigene Mitarbeiter. Darüber

hinaus ist eine Vielzahl von

mittelständischen forstlichen

Unternehmen im Landeswald

tätig. Damit ist die Forstwirtschaft

in Niedersachsen nach

wie vor ein wichtiger Arbeitgeber.


Holzpreis profitiert von Globalisierung

Auf Augenhöhe verhandeln

Dr. Gustav Lange

Fast über Nacht stieg die Nachfrage

nach dem Rohstoff Holz

und damit ihr Wert. Plötzlich

waren die Waldflächen der

Region unter wirtschaftlichen

Gesichtspunkten höchst

interessant. Der Preis für Industrieholz

hat sich innerhalb

eines Jahres verdoppelt. Die

Privatwaldbesitzer der Region

reagierten auf die plötzlichen

Wertzuwachs durch die steigenden

Holzpreise: Die Forstbetriebgemeinschaften

(FBG)

fusionierten im vergangenen

Jahr vor diesem Hintergrund

zu größeren Einheiten. Ziel

der Fusion ist, „auf Augenhöhe

mit den Wirtschaftspartnern

verhandeln“ zu können, erklärt

der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft

Südheide-

West, Dr. Gustav Lange aus

Bokelberge bei Müden.

Viele Ursachen, eine Wirkung

Auslöser für die Preisentwicklung

waren verschiedene Faktoren.

Der Ölpreis hatte schon

immer einen nennenswerten

Einfluss auf den Holzpreis. Im

Zuge des steigenden Preisniveaus

für mineralische Brennstoffe

wuchs auch die Nachfrage

nach Holz.

Großen Einfluss auf die Preisentwicklung

nehmen die asiatischen

Märkte, wenn auch

das unverarbeitete Holz aus

dem Landkreis nur zu einem

geringen Teil exportiert wird.

2007 gingen nur 2000 Festmeter

Rohholz aus dem Landkreis

Gifhorn in den Export, was

einer Quote von weniger als

einem Prozent entspricht. Zwei

Drittel des unverarbeiteten

Gifhorner Exportholzes gehen

über Händler an die Großabnehmer

China und Indien. Die

Asiaten verfügen selbst nur

über geringe Mengen an Holzvorräten.

Ebenso üben die Entwicklung

des Dollarkurses sowie die

wirtschaftliche Entwicklung in

Nordamerika Einfluss auf den

hiesigen Holzpreis aus.

Mit der bloßen Betrachtung

dieser niedrigen Exportquote

erscheint der Landkreis nicht

repräsentativ zu sein, denn

gesamtwirtschaftlich betrachtet

ist Deutschland ist ein wichtiger

Holzexporteur. Doch die

Zahlen erscheinen bereits unter

einem anderen Blickwinkel,

wenn die Holzverarbeiter vor

Ort mit in die Betrachtungen

einbezogen werden. Mit den

Firmen Scheerer (Zäune),

Thyssen (Bahnschwellen) und

Glunz (Spanplatten) befinden

sich drei große Holzverarbeiter

im direkten regionalen Umfeld,

die ihrerseits mit verarbeiteten

Produkten internationale Märkte

bedienen.

Langfristige Prognose günstig

Die Prognose für die Entwicklung

der Holzpreise ist positiv.

Je teurer die fossilen Energie-

Titelthema: Globalisierung

träger werden desto günstiger

entwickelt sich die Holzwirtschaft.

Die Bundesrepublik hat

auf die Gesamtfläche bezogen

die größten Waldbestände in

Europa. Selbst im Verhältnis

zu waldreichen Ländern wie

Schweden hat Deutschland

auch im Bezug auf absolute

Holzvorräte günstig abgeschnitten.

So ist auch die langfristige

Prognose für die Forstwirtschaft

mehr als günstig.

Info

Potenziale gemeinsam

nutzen

Die örtlichen Forstbetriebsgemeinschaften

(FBG) sind die

Interessenvertretung der Privatwaldbesitzer.

Sie wurden

vor rund 60 Jahren gegründet.

Hintergrund war die Idee,

gemeinsam zur nachhaltigen

Bewirtschaftung der Wälder

Fachverstand zu engagieren.

Es entstanden sechs örtliche

FBGs im Landkreis, die gemeinsam

Fachkompetenz

finanzierten und dazu zehn

Bezirksförstereien aufbauten.

Zudem sollten mit Hilfe

der FBGs die Potenziale zur

Vermarktung der Holzerträge

besser genutzt werden. Die

Erträge der einzelnen Schläge

wurden zu mittleren Mengen

gebündelt und gemeinsam

vermarktet. In den 70er Jahren

übernahm die Landwirtschaftskammer

das Personal

aus den Bezirksförstereien. Im

vergangenen Jahr fusionierten

einige der FBGs zu den regionalen

Gemeinschaften

Südheide-Ost (Boitzenhagen,

Isetal) und Südheide-West

(Fallersleben, Meinersen,

Sprakensehl). Allein die FBG

Dannenbüttel schloss sich

keinem Verbund an.

7


8

Ziebart-Abbundtechnik:

Partner des Zimmereihandwerks

Individuell - effizient - präzise

Holz ist der Rohstoff der Zukunft,

ist vielseitig einsetzbar

und verbindet Tradition und

Moderne. Das Zimmereihandwerk

sieht in Holz vor allem

ein Baumaterial, das geeignet

ist optimale Ergebnisse im

Sinne von Individualität,

Präzision und Effizienz zu erzielen.

Diese drei Schwerpunkte

stehen für den staatlich

geprüften Bautechniker und

Zimmermann Karsten Ziebart

im Zentrum einer engen

Kooperation mit verschiedenen

Innungsbetrieben des

Zimmerei- und Dachdeckerhandwerks

im Landkreis.

Kooperation mit Handwerk

Sein Unternehmen, die Ziebart-

Abbundtechnik GmbH verbindet

traditionelles Zimmereihandwerk

mit modernster

Technik hinsichtlich der

Arbeitsvorbereitung und Fertigung.

Karsten Ziebart führt im

Auftrag der Innungsbetriebe

jegliche Art der detailgenauen

Planung und Vorfertigung aus.

Je umfassender und gewissenhafter

diese erfolgt, desto

reibungsloser gelingen anschließend

Montage und Aufbau

vor Ort. Die Ziebart-Abbundtechnik

GmbH versteht

sich als Bindeglied und Dienstleister

zwischen Architekten,

dem Bauherrn und Handwerker.

Das spezialisierte Unternehmen

in Isenbüttel gewährleistet

eine optimale Vorbereitung

beim Bau von qualitativ

hochwertigen Dachstühlen,

Das komplette Dach

aus einer Hand

Holzbau • Dachdeckerei • Carports

Dachgauben • Terrassenüberdachung

Zimmermeister

André Herter

Häuser in Holzrahmenbauweise:

Komfortabel, modern,

individuell

Info und Beratung

sowie kostenlose Angebote

Tel. 05374 - 42 07

Fax 05374-955 215

Schlosserstr. 2 • 38550 Isenbüttel

Dachneueindeckung • Flachdach • Zimmerei

Dachreparaturen • Dachsanierung

Info und Beratung

sowie kostenlose Angebote

Dachdeckermeister

H.-Jürgen

05371-72 85 06

0171-2165400

Christian-Olfermann-Str. 10 • 38518 Gifhorn

Gemeinsame Betriebs- und Produktionsstätte:

Schlosserstraße 2, 38550 Isenbüttel

von Holzrahmenbau, bei der

Planung und Konstruktion von

Fertighäusern oder individuellen

Carports und Wintergärten.

Bei Planung und Ausführung

arbeitet die Ziebart-Abbundtechnik

GmbH ausschließlich

mit gewerblichen Kunden im

gesamten Landkreis zusammen,

darunter Zimmereibetriebe,

Bauunternehmen und Bauträger.

So ist in direkter Nachbarschaft

im Gewerbegebiet

Isenbüttel Herter Holzbau ansässig,

der seinerseits in enger

Kombination von Holz und Stahl:

Dauerhafte Lösungen

für Dachstühle

Ihr Partner beim Bau

Kooperation mit Dachdeckermeister

Hans-Jürgen Henters

in Gamsen verbunden ist.

Weiterhin gehört der traditionsreiche

Gamsener Betrieb Kuhn

Holzbau GmbH sowie in

Müden die Holzbau Isensee

GmbH & Co. KG zu den

Auftraggebern von Karsten

Ziebart. Neben den Genannten

zählen weitere Zimmereien

und Holzbaubetriebe aus der

Region zu den Auftraggebern

der Ziebart-Abbundtechnik

GmbH. Diese Holzbau- und

Referenzobjekt Holzbau Isensee:

Gestaltung eines Obergeschosses

mit Holzrahmenbauweise

– Bauanträge

– Energieberatung

Holzrahmenbau

– Computergesteuerter Zuschnitt

Ihres Dachstuhls

– Montagefertiges Bauholz als Bausatz

– Dachlatten,Konterlatten

– nord.Rauhspund

– Profilbretter,

Glattkantenbretter

– Gartenprodukte

Anzeige


eAnzeige

Zimmereibetriebe stehen

ihrerseits als Ansprechpartner

für Auftraggeber und Bauherrn

zur Verfügung. Für die Innungsbetriebe

führt Ziebart Planungsund

Vorarbeiten aus. Dabei ist

die Abbundtechnik von

zentraler Bedeutung.

Langlebige Holzverbindungen

Abbund ist ein Begriff aus der

Zimmermannssprache. Er

beschreibt den Zuschnitt von

Holz für Ständerwerke unter

der Berücksichtigung passender

Winkel sowie das Fräsen von

Holzverbindungen. Die Technik

ermöglicht die Errichtung

komplexer, stabiler und langlebiger

Holzkonstruktionen

Planung und Ausführung

in kompetenter Hand:

Karsten Ziebart

Beste

Qualität

aus

Meisterhand

nach den Regeln des traditionellen

Handwerks und ohne

die Verwendung unansehnlicher

Winkelverbindungen aus

Metall.

Millimeter genaue Ausführung

Die Abbundtechnik umfasst

somit alle erforderlichen

Arbeiten beim Konstruktionsbau

mit bearbeiteten Hölzern.

Im Einzelnen gehören dazu die

Erstellung von Aufrissen, das

Anreißen der Bauhölzer sowie

die Ausarbeitung der Konstruktionsdetails.

Der Fachbetrieb

setzt komplizierte

Gestaltungen in einfache und

leicht handhabbare Elemente

um, die dann die Vor- und

Referenz Herter Holzbau:

Stilechte Fachwerkverblendung

in traditioneller Ausführung

HOLZBAU GMBH

38518 Gifhorn-Gamsen · Am Sportplatz 6

Telefon (0 53 71) 70 34 · Telefax (0 53 71) 7 36 96

Wir führen Zimmerer- und Innenausbauarbeiten aus.

Wir zimmern mit Hand und Verstand:

� Dachstühle

� Hallenkonstruktionen

(Skelettbauteile)

� Ein- und Zweifamilienhäuser (Skelettbauteile)

� Abbund für zimmermannsmäßige Dachstühle

und Wintergärten in Brettschichtholz.

Wir liefern Ihnen Bausätze und Bauteile.

Computergesteuert abgebunden,

inkl. Montagepläne für alle Produkte.

Wir beraten Sie gerne.

Vereinbaren Sie mit uns ein unverbindliches

Informationsgespräch.

Baustellenmontage enorm

erleichtern.

Der Abbund wird in einzelnen

Arbeitsschritten mit verschiedenen

Zimmereimaschinen ausgeführt,

darunter eine Hundegger

K1 sowie ein Hobelautomat.

Der Zuschnitt erfolgt jeweils

millimetergenau sowohl

mit Handmaschinen als auch

mit Abbundautomaten. Für die

Arbeiten stehen ein Abbundplatz

sowie eine Abbundhalle

zur Verfügung.

Digitale Arbeitsvorbereitung

Auf der Abbundanlage findet

der Abbund des Holzes je nach

Erfordernis nahezu automatisch

Referenz Holzbau Kuhn:

traditionelles Fachwerkhaus

Karsten Ziebart

Geschäftsführer

und fehlerfrei statt. Auf dem

4500 Quadratmeter umfassenden

Betriebsgelände der

Ziebart-Abbundtechnik GmbH

stehen 820 Quadratmeter

Produktionsfläche mit modernsten

Maschinen zur Verfügung.

Doch bevor die maschinelle

Technik zum Einsatz kommen

kann, finden digitale Arbeitsvorbereitungen

statt. Exakt

vermaßte Schnittzeichnungen

und übersichtliche Plandarstellungen

bilden selbstverständlich

die Grundlage für

weitere Arbeiten. Zeichnungen

oder Vorplanungen werden

eingelesen und am Bildschirm

überarbeitet und präzisiert.

Daraus ergeben sich dreidimensionale

visualisierte Pläne,

die sich in ihrer Genauigkeit

und Übersichtlichkeit auf dem

höchsten Niveau befinden.

Die Auslagerung von Abbundarbeiten

spart Handwerksunternehmen

Arbeitszeit und

Kapazitäten. Daher greifen

Innungsbetriebe wie Herter

Holzbau, Kuhn Holzbau

GmbH und Holzbau Isensee

GmbH & Co. KG zunehmend

auf die Unterstützung spezialisierter

Fachbetriebe wie die

Ziebart-Abbundtechnik GmbH

zurück.

� Gestaltung qualitativ hochwertiger und optisch

ansprechender Dachstühle

Holzrahmenbau

� Planung und Produktion von Fachwerkhäusern

� Planung und Vorfertigung individueller Carports

� Gestaltung maßgefertiger Wintergärten

� Planung und Vorfertigung (Elementierung)

von Wandelementen

für Holzrahmenbau

Malerstraße 7

38550 Isenbüttel

Fon +49 (0) 53 74-91 72 99 · Fax +49 (0) 53 74-91 75 06

Mobil +49 (0) 1 60-96 22 26 02

www.ziebart-abbundtechnik.de

9


10

Titelthema: Nachhaltigkeit

Status Quo des regionalen Holzmarktes

Nachhaltigkeit im Blick

Größter Teil des Ertrags hat hohe Qualität

Die Wälder im Einzugsgebiet

des Forstamtes Südostheide

haben im vergangenen Jahr

einen Ertrag von 170 000 Festmetern

Holz eingebracht. Damit

lag der forstwirtschaftliche

Gewinn auf dem höchsten

Niveau der vergangenen zwölf

Jahre. „Hier hat allerdings

der Sturm Kyrill im Frühjahr

2007 einen erheblichen Beitrag

geleistet“, kommentiert

Forstoberrat Eckhard Klasen,

Leiter im Forstamt, die

Zahlen. Aber auch im Jahr

zuvor stieg der Ertrag bereits

deutlich. In 2006 war die Ursache

eine andere: Es wurde

viel Brennholz eingebracht,

eine direkte Reaktion auf die

gestiegenen Ölpreise. „Der

jährliche Holzeinschlag in den

Waldgebieten der Forstbetriebsgemeinschaften

(FBG)

wird sich in den kommenden

Jahren auf 150 000 Kubikmeter

einpendeln“, prognostiziert

Klasen. Die Bezirksförstereien

raten den Privatwaldbesitzern

schlagreife Bestände angesichts

der positiven Preisentwicklung

auf dem Holzmarkt

zu ernten. Sie vernachlässigen

allerdings nicht den Blick

auf die Nachhaltigkeit. So

wurden zum Beispiel auf den

5000 Hektar Waldflächen der

Forstbetriebsgemeinschaft

Meinersen 20 800 Festmeter

Holz geschlagen und im gleichen

Zug 63 Hektar wieder

aufgeforstet. Bei Maßnahmen

zur Aufforstung bestand ein

Schwerpunkt in der Überführung

von Reinbeständen in

Mischkulturen. Diese seien

weniger anfällig gegen Unwetter

und Schädlingsbefall, informieren

die Bezirksförstereien.

Qualität aus den Wäldern

Der größte Anteil des Holzeinschlags

ist von hoher Qualität.

48 Prozent, also rund 81 000

Festmeter Stammholz und Abschnitte,

gehen als so genanntes

Sägeholz in Sägewerke. 15 000

Festmeter davon verlassen die

Region zur Weiterverarbeitung

in Sägewerken bei Berlin und

Wismar, der Rest wird in der

Region und der Umgebung verarbeitet.

Weitere zwei Prozent

der Holzernte des Vorjahres

(3.177 Festmeter) nahm die Firma

Scheerer als Pfahlholz ab.

Weniger hochwertig darf das

Holz sein, das als Industrieholz

auf den Markt kommt. Es dient

überwiegend zur Herstellung

von Spanplatten. 65 520 Festmeter

(38 Prozent) dieser Qualität

wurden im Vorjahr im Landkreis

geschlagen. 20 000 Festmeter

Holz (12 Prozent) wurden

durch die Bezirksförstereien zu

Brennholz verarbeitet.

Insgesamt wurden rund

100.000 Festmeter der vorjährigen

Holzernte in der Region

verarbeitet. In dieser Summe

ist das Brennholz (20.000 Festmeter)

enthalten. Das zeigt,

dass Holzhandel überwiegend

auf dem regionalen Markt

stattfindet. Der Rohstoff wächst

in hiesigen Wäldern und wird

ohne weite Transportwege in

den Betrieben der Region verarbeitet.

Holz bleibt in der Region

Größter Abnehmer ist Glunz in

Nettkau. Der Betrieb hat seinen

Rohstoffeinkauf ausgelagert

und hat einen Holzhändler aus

Lüneburg damit beauftragt.

Nummer zwei auf der Liste der

Großabnehmer ist die Firma

Heggenstaller Produktions

GmbH. Der Betrieb mit Sitz im

Uelzener Hafen fertigt Paletten.

Festmeter

175000

150000

125000

100000

75000

50000

25000

0

90000

80000

70000

60000

50000

40000

30000

20000

10000

0

81259,37

Stammholz

u. Abschnitte

Auf Platz drei rangiert Scheerer,

dessen Produkte viele Gärten

der Region umzäunen.

„Wir bauen Vorräte auf“

Klasen zeichnet eine entspannte

Zukunft für den Holzmarkt in

der Region vor dem Hintergrund

globaler Entwicklungen:

Gemessen an seiner Ökobilanz

ist der Rohstoff Holz der günstigste

Baustoff, weil Anbau,

Pflege, Einschlag und Verarbeitung

mit einem verhältnismäßig

geringen Energieaufwand

erfolgt, der Nutzen dagegen

ist überaus vielseitig. Die

Nachfrage auf dem Weltmarkt

steigt. Die Nachhaltigkeit in

der Region sei gesichert. „Wir

bauen Vorräte auf“, sagt der

Interessenvertreter der Privatwaldbesitzer.

Holzeinschlag Forstamt Südostheide 2007

84424

86063

82747

109850

121607

3175,73

65520,25

20098,5

Pfahlholz IN BRH

Holzeinschlag (incl. Brennholz)

Region Südheide (GF/WOB)

106622

110999

115776

111288

131242

139505

152976

170054

1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007


Interview mit Forstamtsleiter Eckhard Klasen

Zukunft mit guten Aussichten

Forstoberrat Eckhard Klasen,

Leiter im Forstamt.

Vor zwei Jahren stiegen die

Holzpreise fast über Nacht,

jetzt sinken sie wieder in Anhängigkeit

weltwirtschaftlicher

Entwicklungen. Mit Fragen an

Eckhard Klasen, Leiter im Forstamt

Südheide der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen

lotet der Gifhorner Wirtschaftsspiegel

die Prognosen der Holzwirtschaft

im Landkreis aus.

WS: Die Holzpreise sollen sich

weiterhin auf hohem Niveau

stabilisieren. Wie sieht die Zukunft

aus?

Klasen: Die Rundholzpreise

beim Nadelholz stehen in den

letzten Wochen unter erheblichem

Druck. Immobilienkrise

in den USA, Bankenkrise in

Europa und der sehr starke Euro

sind die wesentlichen Stichworte

für die Ursachen dieser

Entwicklung. Nachdem die

Holzindustrie den deutlichen

Exportrückgang in die USA

(beim Nadelschnittholz um

40Prozent!) zunächst durch

innereuropäische Exporte

weitgehend auffangen konnte,

ist es mittlerweile schwierig geworden,

entsprechende Ersatz

märkte zu finden.

Auch die wirtschaftliche

Situation der Holzwerkstoffindustrie

(Spanplattenwerke)

ist zurzeit schwierig. Die insgesamt

schwache Bautätigkeit,

vor allem im holzintensiven

Ein- und Zweifamilienhausbau,

sorgt für eine äußerst geringe

Nachfrage mit entsprechenden

Absatzproblemen der Werke.

Auch die Firma Glunz in Nettgau

ist davon betroffen.

Die Entwicklungen führen zu

Preissenkungen. Allerdings

spielt sich diese Preisabsenkung

auf hohem Niveau ab.

Man kann sagen, dass wir von

einem in den Jahren 2006 und

2007 sehr hohem Ertragsniveau

bei den Nadelrundholzprodukten

nun auf ein hohes

Niveau „absteigen“. Mittel- und

langfristig bescheinigen alle

Fachleute der Forst- und Holzwirtschaft

günstige Prognosen!

Insbesondere die weltweite

Holzknappheit wird längerfristig

für eine hohe Nachfrage

und auch günstige Exportaussichten

sorgen. Auch die Aussichten

für die wichtigsten Holz

verarbeitenden Betriebe in der

Region sind positiv.

WS: Sie sind in Arbeitsgruppen

von Leader + und ILEK-

Projekten engagiert. Welche

Maßnahmen sind für eine

nachhaltige Holzwirtschaft

geplant?

Klasen: Schwerpunkt im Rahmen

des ILEK-Programmes ist

die Intensivierung des forstwirtschaftlichen

Wegebaus. Die

Wege im Privatwald sind überwiegend

in unbefriedigendem

Zustand. Durch die hohen

Holzeinschläge ist die Belastung

stark angestiegen. Zur

Gewährleistung einer kontinuierlichen

Abfuhr muss der Zustand,

das heißt die Befestigung

der Wege deutlich verbessert

werden. Im Rahmen von ILEK

wird hier eine enge Kooperation

zwischen Forstwirtschaft,

Kommunen und anderen

Interessenverbänden bei der

Abstimmung von Prioritäten im

Wegebau verfolgt.

Weiteres Ziel ist die Erneuerung

der Waldinventur. Die alte Bestandserhebung

ist mittlerweile

14 Jahre alt. Die routinemäßig

alle zehn Jahre fällige Folgeinventur

ist dringend geboten.

Waldbesitzer, die forstlichen

Betreuer und auch die Holzindustrie

benötigen aktuelle

Strukturdaten des Waldes,

über Baumarten-, Stärke- und

Altersklassenverteilung. Die

Finanzierung dieser Maßnahme

soll ein entsprechendes ILEK-

Projekt erleichtern.

Die neue LEADER+-Periode

steht noch am Anfang. Insoweit

müssen sich die Arbeitsgruppen

der unterschiedlichen

Fachgebiete aus Land- und

Forstwirtschaft noch bilden

und Schwerpunkte erarbeiten.

WS: Die Forstbetriebsgemeinschaft

Dannenbüttel berichtete

unlängst von einem Pilz,

der die Bestände bedroht.

Andernorts ist von anderen

Schädlingen die Rede. Welche

Unwägbarkeiten bedrohen die

Holzwirtschaft?

Klasen: Die größte Gefahr geht

zurzeit vom Wurzelschwamm

aus, einem Pilz, der bis auf

die beiden heimischen Eichenarten,

die Stil- und die

Traubeneiche und die Robinie

fast alle anderen Baumarten

befällt. Die Befallsintensität und

der Schadensverlauf dieses seit

langem bekannten Pilzes haben

in den letzten Jahren erheblich

zugenommen. Eine Bekämpfung

ist nicht möglich. Zurzeit

stehen vorbeugende Maßnahmen

auf dem Prüfstand. Die

Nordwestdeutsche forstliche

Versuchsanstalt widmet sich

diesem Thema intensiv und

hat auch im Bereich des Privatwaldes

im Landkreis Gifhorn

Versuchsflächen angelegt. Erste

Ergebnisse sind jedoch erst in

einigen Jahren zu erwarten.

Vorläufig ist die beste Empfehlung

für die Waldbesitzer

Mischwälder anzupflanzen, da

Titelthema: Zertifikat

in ihnen die Verbreitung des

Pilzes nicht so rasant wie in

Reinbeständen verläuft.

Das zweite Sorgenkind der

örtlichen Forstwirtschaft ist

der Gesundheitszustand der

älteren Eichenbestände. Die

seit langem bekannte Komplexkrankheit

des so genannten

„Eichensterbens“ hat in den

letzten Jahren wieder erheblich

zugenommen und zu

hohen Zwangsnutzungen in

den Eichenbeständen geführt.

Mittlerweile sind einige Bestände

so stark betroffen, dass

auf deren Auflichtung mit einer

Unterpflanzung reagiert werden

muss.

Unter forstlichen Praktikern

und Wissenschaftlern gilt es

als sicher, dass die beiden

Schadensarten durch den Klimawandel,

insbesondere die

heißeren Sommer stark gefördert

werden!

WS. Der Landkreis setzt unter

anderem auf den Tourismus

als Wirtschaftszweig. Spielt

bei allen forstwirtschaftlichen

Erwägungen auch der Naherholungsfaktor

der Wälder eine

Rolle?

Klasen: Der Naherholungsfaktor

spielt auch im Privatwald

eine Rolle. Die genannte Verbesserung

des Wegezustandes

wird auch zu einer besseren

Erschließung der Wälder für

Erholungssuchende führen. Die

Begründung von Mischwäldern

aus Laub- und Nadelbaumarten

soll nicht nur für eine höhere

Stabilität und bessere ökologische

Rahmenbedingung

sorgen, sondern auch den

Naturgenuss des Waldbesuchers

erhöhen. Neben der

Mischwaldbegründung auf der

Fläche wird bei der Anlage vieler

Kulturen auf eine vielfältige

Gestaltung der Waldinnen- und

Außenränder mit Sträuchern

und Baumarten zweiter Ordnung

geachtet.

11


12

Titelthema : Wirtschaftsfaktor Holz

Handelsgut mit bewegter Vergangenheit

Flöße – Rohstoff im Fluss

Holz war schon gefragt, lange

bevor PS-starke Motoren bei

Einschlag und Transport eingesetzt

werden konnten. Im 17.

und 18 . Jahrhundert war der

Holzbedarf so groß, dass der

Bestand der siedlungsnäheren

Wälder durch Übernutzung

gefährdet war. Infolgedessen

wuchs das Interesse an

den schwerer zugänglichen

Wäldern der feuchten Niederungen

von Aller und Ise.

Damals gab es nur wenige

Wege und Straßen im heutigen

Kreisgebiet, die geeignet

waren für Pferdefuhrwerke

mit schweren Lasten. 1659

begannen die umfangreichen

Vorbereitungen an den Flüssen

zwischen Wahrenholz

und Celle zu ihrer Nutzung

für die Flößerei. Das Ziel war

unter anderem die Versorgung

der Residenzstadt Celle mit

damals 3000 Einwohnern.

Diese benötigten Material für

den Bau von Häusern und

Speichern, Ställen, Mühlen

und Brücken. Auch brauchten

Tischler, Böttcher und Stellmacher

Material für ihre Handwerke.

Zudem gab es bereits

industriellen Bedarf von Glas-

und Eisenhütten, Ziegeleien,

Kalköfen. Diese verschlangen

riesige Holzmengen. Nicht zuletzt

brauchten die Menschen

Holz für ihre Feuerstellen und

zum Heizen.

Bedingungen waren hart

Von 1659 bis 1661 wurden

im Rahmen von Vorarbeiten

mit einem Großaufgebot von

Hilfsarbeitern die Flussläufe

begradigt und Schleusen bei

den Mühlen in Wahrenholz,

Gifhorn, Dieckhorst und bei

der Sägemühle in Wienhausen

gebaut. Am 4. November 1661

haben 112 Helfer erstmalig

4400 Raummeter Holz in der

Ise zu Wasser gebracht und

verflößt. Langholz wurde im

Wasser zu schmalen Flößen

Langholz wurde zu schmalen Flößen gebunden

gebunden. Ein Flößer dirigierte

dann das 2,5 Meter breite und

bis zu 20 Metern lange Floß

stehend mit einer Floßstange

und ohne Steuerruder flußabwärts.

Brennholz dagegen

wurde einfach ins Wasser

geworfen. Setzte es sich an

schwierigen Stellen fest, brachten

es Streckenposten wieder

in Bewegung. Die Arbeitsbedingungen

der Flößer waren

hart. Sie mussten das bis zu

zwei Meter lange Triftholz oft

bis zum Bauch im kalten Wasser

stehend manövrieren. Bei

gutem Wetter dauerte die Flöße

acht bis zehn Tage, manchmal

auch drei Wochen.

Holz im Wald bearbeitet

Das Holz für die Flößerei kam

aus dem staatlichen Forstamt

Knesebeck sowie aus dem Maseler

Wald und dem Forstort

Hagen. Geflößt wurde auf der

Ise-Flussstrecke unterhalb der

Ortschaft Stöcken nördlich

von Wittingen bis Gifhorn. Im

Emmerholz befand sich die

Floßbindestelle. Vor Gifhorn

lieferte an der Ise der Dragen

und an der Aller der Barnbruch

das Floßholz. Verflößt

wurden Erle, Birke, Kiefer,

Fichte, Eiche und Buche. Für

Spezialsortimente wie Eichen

und Fichtensägeblöcke, Balken

und Dielen wurde das Holz

von Zimmerleuten vor dem

Flößen im Wald bearbeitet, da

ansonsten aufgrund der hohen

Dichte der Hölzer hohe Verluste

drohten.

Probleme und Streitereien

Flößerei war die einzige Methode,

weitere Entfernungen

mit dem schweren Holz zu

überwinden. Doch das ging

nicht ohne Probleme diverse

Streitereien vonstatten. Die

Beteiligten kämpften mit harten

Bandagen und schenkten

sich nichts.

Interessenkonflikte trugen beispielsweise

Flößer und Müller

aus. Die Müller öffneten ihre

Schleusen nur ungern, weil

ihre Mühlen dann längere Zeit

nicht arbeiten konnten. Für

Verdienstausfälle forderten

die Müller von den Flößern oft

Geldentschädigung. Über die

Höhe und Ansprüche wurde

mitunter gerichtlich verhandelt.

Weigerte sich ein Müller

die Schleuse zu ziehen, wie

der Müller, in Dieckhorst für

den Holzhändler Schmidt aus

Boye Anfang des 19. Jahrhunderts,

musste dieser sein Floß

mit großen Kosten über Land

transportieren.

Ebenso behinderten Lachsfänge

und Aalkisten die Flößerei.

Auch mangelnde Flussräumung

und in den Fluss wachsende

Weiden waren immer

wieder ein Problem. 1659

wurden zur Räumung von Ise

und Aller 100 Holzschaufeln

und 10 Schubkarren vom

Oberförster in Wahrenholz angeschafft,

um hier Abhilfe zu

schaffen. Problematisch war

auch plötzliches Hochwasser.

Das trug das Triftholz weit auf

die Wiesen, was wiederum

zu Auseinandersetzungen

mit den Landwirten führte,

die Entschädigungsleistungen

verlangten. Dem wurde 1660

auf Befehl der Räte in Celle

begegnet: Die Ufer wurden

bepflanzt, um so eine Barriere

zu schaffen.

Auch in Gifhorn gab es oft Ärger:

Dort lagerte das Floßholz

oft an der Cardenapsmühle an

Land und nicht wie eigentlich

vorgesehen, an der Holigsbrücke

oberhalb der Stadt. Das

ruinierte den herrschaftlichen

Steinweg und den Mühlendamm.

Große Rolle über 200 Jahre

Die Flößerei auf Ise und

Oberaller kam durch den

Ausbau der Wege und Landstraßen

sowie durch die Errichtung

neuer Sägewerke in

Waldnähe zum Erliegen. Das

letzte Floßholz wurde 1878

transportiert. Bis dahin hat die

Flößerei über 200 Jahre lang

eine große Rolle gespielt und

vielen Menschen Arbeit und

Brot gegeben. Eine Wiederbelebung

der alten Transporttechnik

gab es nach dem ersten

Weltkrieg. Da wurde die

allerletzte Partie Holz auf der

Bruno, einem kleinen Nebenbach

der Ise, aus der Gemarkung

Langwedel bis zur Mühle

in Wahrenholz gebracht. Der

Grund war wiederum die

schlechten Wegeverhältnisse

in dem feuchten Bruchwald

und Moorgelände.


Palettenfertigung

Wir fertigen

Einwegpaletten

in unterschiedlichen

Größen nach

Angaben des

Auftraggebers.

Haus der Lebenshilfe Gifhorn gGmbh

Werkstatt für behinderte Menschen

– WfbM –

Wir sind eine gemeinnützige GmbH in Trägerschaft des Haus der

Lebenshilfe, die seit über 40 Jahren behinderte Menschen im Landkreis

Gifhorn ausbildet, fördert und betreut. Die Hauptaufgabe

unserer Werkstätten – so auch im Fachbereich Holz – ist die

Rehabilitation von behinderten Menschen.

Kaminholz

Birken-, Eichen- und Buchen-Holz, gesägt

und gespalten, kann in kleinen und in

größeren Mengen bestellt werden. Das

H olz wird vom regionalen Forst gekauft

und in unserer Werkstatt weiterverarbeitet.

Scheitlängen von 25 bis 50 cm sind je

nach Kundenwunsch möglich. Die Lieferung

im Landkreis Gifhorn ist frei Haus.

Am Anfang des Jahres wurde die Kaminholzproduktion

auf den neuesten Stand

gebracht durch:

– eine teilautomatische Sägespaltanlage

– einen Kettenförderer zur sicheren

Zuführung der Holzstämme

– Kran zum Beladen des Kettenförderers

– Klein-Lkw als Dreiseitenkipper

Haus der Lebenshilfe Gifhorn gGmbh

Fachbereich Kaminholz / Tischlerei / Palettenfertigung

Im Heidland 19 • 38518 Gifhorn

Telefon (0 53 71) 89 21 67 • Fax (0 53 71) 89 21 57

www.lebenshilfe-gifhorn.de • info@lebenshilfe-gifhorn.de


14

Titelthema: Innovationen

Durch Innovation zu neuen Horizonten

Stabilität im Kreislauf

Möller-Weker

Wegen seiner vielfältigen Eigenschaften

war Holz schon

in der frühen Menschheitsgeschichte

beliebt. Zunächst

als Brennmaterial, später auch

zum Bauen, für die Herstellung

von Booten und Waffen,

von Musikinstrumenten und

nicht zuletzt zur Konservierung

von Lebensmitteln. Die

vielfältigen Eigenschaften

verschiedener Hölzer und

ihre Möglichkeiten haben

die Neugier immer schon

animiert. Im Fokus der Forschung

stand und steht die

Methodenoptimierung bei

Einsatz- und Verarbeitung,

ebenso die Diversifizierung

der Einsatzmöglichkeiten.

Ganze Forschergenerationen

entdeckten immer dem jeweiligen

technischen Stand und

Zeitgeist folgend neue Horizonte.

Dabei blieb das Ausgangsmaterial

unverändert,

während sich die intensiven

Bemühungen hinsichtlich

züchterischer Optimierung

auf andere Nutzpflanzen konzentrierten.

Vielfältige Eigenschaften

Die durch den Artenreichtum

extrem vielfältigen Eigenschaften

von Holz erlauben

weit reichende Einsatzmöglichkeiten.

Holz zeichnet sich

durch ein günstiges Verhältnis

von Festigkeit und Gewicht

aus. Je nach Art bringt es eine

hohe natürliche Dauerhaftigkeit

mit, ist geeignet für den

Einsatz im Wasser ebenso wie

an Land und weist eine hohe

Zug- und Druckfestigkeit auf

und ist dennoch relativ leicht

zu bearbeiten.

Stabiles Leichtbaumaterial

Mit Innovationspotentialen

von Holz als Werkstoff hat

sich Dipl. Ing. Frank Möller

auseinandergesetzt. Der

Flugzeugbauingenieur aus

Didderse hat im Rahmen

eines Forschungsprojekts

in der Landwirtschaftlichen

Versuchsanstalt Braunschweig

ein formstabiles Leichtbaumaterial

auf der Basis von

Holz und pflanzlichen Rohren

entwickelt. Die Zielsetzung:

nachhaltige Baustoffe aus

nachwachsenden Rohstoffen.

Einsatzmöglichkeiten für die

leichten und stabilen Sandwichwerkstoffe

gäbe es unter

anderem im Bootsbau, bei

LKW-Aufbauten oder im Möbelbau.

Doch das innovative

Material findet derzeit noch


keine praktische Verwendung.

Der Wissenschaftler

klingt daher ernüchtert, wenn

er sagt: Der Einsatz moderner

Werkstoffe und Materialien

auf Basis einheimischer nachwachsender

Rohstoffe wird

erst interessant sein, wenn

sich auch die Verbraucher

für Herkunft und Produktion

ihrer Konsumgüter interessieren.

Ein Beispiel liefert

Möller das Holzfahrrad, das

er entwickelt hat. Für das

nur elf Kilogramm schwere

Woodbike hat er vor zwei

Jahren den Innovationspreis

im Gründungswettbewerb

der Projekt Region Braunschweig

gewonnen. Doch die

Nachfrage ist trotz günstigster

Produkteigenschaften verhalten.

Aus der Perspektive

der Verbraucher seien die

niedrigpreisigen Produkte aus

Billiglohnländern meist interessanter,

meint Möller.

Karriere als Energieträger

Ganz anders sieht es aber

im Bereich der Nutzung von

Holz als Energieträger aus.

Hier war ein Projekt in Hankensbüttel

als Vorreiter in der

Region tätig. Gefördert von

EU-Mitteln im Rahmen von

Leader+ hat die Samtgemeinde

Hankensbüttel in ihrem

Schulzentrum im Jahr 1999

eine Holzhackschnitzelheizung

mit innovativer Technik

installieren lassen. „Wir haben

unsere Heizkosten seitdem

halbiert“, berichtet Dieter

Bieber, stellvertretender

Samtgemeindebürgermeister.

Die Kosten für Energieeinkauf

wurden von um 49 Prozent

auf 10.175 Euro in 2005

gesenkt. Derzeit investiert

die Samtgemeinde 26 Euro

pro erzeugte MWh. Dieses

Projekt fand reichliches Interesse

und Nachahmer, weiß

Bieber. Schulen, Kindergärten

und private Bauträger haben

nachgezogen und sich für die

innovative Brenntechnik entschieden.

So wurde in Groß

Oesingen Bieber zufolge eine

Neubausiedlung mit einer

zentralen Holzhackschnitzel-

Heizanlage ausgestattet.

Ein positiver Nebeneffekt der

modernen Anlage ist deren

Wer mit den klimaschonenden Holzpellets-Systemen von Paradigma heizt, hat

jetzt noch mehr davon. Zu innovativer Technik und niedrigen Energiekosten

kommt ab sofort die erste Holzpellets-Garantie dazu. Sie bringt Ihnen eine

zuverlässige Liefer- und Preissicherheit für fünf Jahre. Dafür steht Paradigma

Nachhaltigkeit, die aufgrund

des Projekthintergrunds

dokumentiert ist. Das hier

genutzte Holz stammt von

Land- und Forstwirten aus der

Region, wodurch der Wirtschaftskreislauf

vor Ort stabilisiert

wird.

Innovation und Tradition

Innovationen bewertet auch

die Handwerkskammer als

auszeichnungswert und

vergibt regelmäßig einen

entsprechenden Preis. Der

ging im Jahr 2006 an eine

Tischlerei in Hankensbüttel.

Tischlermeister Thomas Heuer

übernahm drei Jahre zuvor

die Werkstatt von seinem

Vater und wurde mit seinem

Ideen für die Umstrukturierung

des heute 116 Jahre

alten Betriebes zum „Top

Gründer im Handwerk“. Heuer

führt den Betrieb in der

vierten Generation und darf

als Beispiel für die Verknüpfung

von Innovation und Tradition

gelten. Er investierte

in neue Maschinen und

ein Bearbeitungszentrum,

Der erste Holzpellets-Kessel

mit eingebauter

Brennstoff-Garantie.

lima

anitär

eizung

Weitere Infos zu Ihrer Liefer- und Preissicherheit unter www.paradigma.de

Titelthema: Innovationen

schuf im Stammhaus Platz

für einen geschmackvollen

Ausstellungsraum. Neben

dem hochwertigen Möbelbau

kam der Messebau als neues

Standbein hinzu. Kammerpräsident

Schmidt lobte bei

der Preisverleihung die unternehmerische

Initiative des

Übernehmers.

Paradigma Holzpellets-Systeme jetzt inklusive Brennstoff-Garantie.

mit seinem Namen ein, als einer der führenden deutschen Anbieter für ökologische

Heizsysteme. Alle weiteren Informationen zu den Holzpellets-Systemen,

dem Hightech-Kessel Pelletti und der Holzpellets-Garantie erhalten Sie unter

www.paradigma.de und bei den Paradigma SystemPartnern in Ihrer Nähe.

Ihr Energiesparpartner:

R. Salge

Dammstraße 8 – 29378 Wittingen

Tischlermeister Thomas Heuer und

seine Frau Silke

www.paradigma.de

15


16

Titelthema: Firmenportrait

Lebenshilfe stark in Produktion von Brennholz

Abläufe erheblich optimiert

Tägliche Brennholzproduktion

Holzverarbeitung ist ein

Schwerpunktthema in der

Werkstatt für Behinderte. In

der Abteilung Holz existieren

vier Fertigungsbereiche

nebeneinander, in denen

insgesamt 76 Menschen mit

Behinderungen und acht

hauptamtliche Mitarbeiter

tätig sind. Ein Bereich ist die

Die Wärmeversorgung mit

Holzpellets ist energiesparend,

umweltfreundlich und

Brennholzproduktion.

Mit erheblichen

Investitionen im

Verlauf der zurückliegenden

zwei

Jahre wurden die

Arbeitsabläufe optimiert.

„Wir konnten

hier entscheidende

Entwicklungen

vollziehen“, weist

Ingo Braukmann,

Leiter der Holzabteilung,

auf die

verbesserten Möglichkeiten

– eine Reaktion

auf die steigende Nachfrage.

Angeschafft wurden ein Kran,

ein Kettenförderer sowie ein

Spaltautomat und ein neues

Fahrzeug mit Kippvorrichtung

zur Auslieferung der Scheite.

Ebenfalls neu: eine Überdachung

für die Maschinen.

Unter Braukmanns Regie pro-

HSK in Wittingen: Vorreiter mit neuer Technik

zukunftssicher, informiert Ralf

Salge von der Firma HSK in

Wittingen. Der Unternehmer

ist kürzlich für seine Verdienste

um den Einsatz erneuerbarer

Energien ausgezeichnet worden.

Insbesondere in der Solar-

und Pelletstechnik spielt er

eine Vorreiterrolle. Salge berät,

plant und setzt Maßnahmen in

Sachen Umstieg von Öl und

Gas auf Sonne und Holzpellets

um.

Die Rechnung zur Rentabilität

des Brennmaterials ist schnell

vollzogen: Der Preis einer

Kilowattstunde (kWh) von

Öl- oder Gasheizungen liegt

derzeit bei 7,0 Cent inklusive

Zählergebühr, mit steigender

Tendenz. Die Wärmeversorgung

mit Holzpellets kostet

durchschnittlich 3,9 Cent pro

duzieren drei behinderte Beschäftigte

täglich acht Raummeter

kaminfertiges Brennholz.

Bei Bedarf auch mehr.

Alle Beschäftigten haben die

erforderlichen Prüfungen für

den Maschinen- und Kettensägenschein

abgelegt.

Der Kran hebt die drei Meter

langen Abschnitte auf den

Kettenförderer, der das Holz

in den Spaltautomaten transportiert.

Von dort gelangt es

mittels eines Querförderers

in die Säge, die Zentimeter

genau arbeitet. Abschließend

wird das Holz durch das

Spaltkreuz geschoben. Der

neue VW-Transporter liefert

das Kaminholz zeitnah aus.

Ein weiterer Bereich der Holzabteilung

ist die Tischlerei. 23

Menschen mit Behinderungen

fertigen hier Verpackungskisten

für die Industrie aus

Warm-up für die Zukunft

Ralf Salge von der Firma HSK

kWh. Kostenersparnis liege

damit bei mindestens 25 Prozent

im Gegensatz zu Öl und

Gasheizsystemen.

Wärmeerzeugung mit Holzpellets

ist umweltfreundlich und

stärkt die lokale Wirtschaft.

Qualitätspellets bestehen aus

naturbelassenem Restholz und

sind CO 2 -neutral. Moderne

Pelletsheizungen liegen mit

einem Feinstaubanteil von vier

bis acht Milligramm pro Megajoule

weit unter den zugelassenen

Emissionswerten.

Erhöhte Zuschüsse vom Staat

Die Anschaffung eines Holzpellets-Systems

steigert den

Wert der eigenen Immobilie

langfristig und ist eine sichere

Investition in die Zukunft, die

Grobspanplatten. 33 weitere

Beschäftigte sind mit der

Produktion von Paletten beschäftigt.

Pro Jahr verlassen

120 000 Paletten mit IPPC-

Zertifikat für die Verwendung

von kammergetrocknetem

Holz die Werkstatt. Auch hier

stehen Erweiterungen an. Der

vierte Fertigungsbereich der

Holzabteilung ist die Produktion

von Lattenrosten. 84 verschiedene

Modelle, insgesamt

12 000 Stück jährlich, werden

hier produziert. Diese Arbeit

sei besonders anspruchsvoll,

weil die Arbeitsschritte den

Beschäftigten motorisch viel

abverlangen, so Braukmann.

Hier wird deutlicht, dass sich

die Lebenshilfe nicht nur als

Arbeitgeber versteht, sondern

einem klaren Auftrag zur

Förderung der Menschen mit

Behinderungen folgt.

mit Zuschüssen des Bundesamtes

für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

(BAFA) gefördert

wird. Seit Januar bezuschusst

der Staat den Kauf eines Pelletsheizkessels

mit 2.000 Euro.

Für Pelletskessel, die zusätzlich

mit einem neuen Pufferspeicher

ausgestattet sind, werden

sogar 2.500 Euro Mindestzuschuss

gewährt.

Für die effiziente Kombination

einer Pelletsheizung mit einer

Solarkollektoranlage, gibt

es zusätzlich einen Bonus.

Empfehlenswert ist hier zum

Beispiel das Aqua Solarwärme-

System von Paradigma, bei

dem normales Heizungswasser

anstelle des üblichen Wasser-

Glykol-Gemisches als Wärmeträger

in den Kollektoren

verwendet wird.


MSM berät bei Umstieg in moderne Heiztechnik

Die Frage, welche Heizung

zum Haus passt, ist von

zentraler Bedeutung für Bauherren

oder Immobilienbesitzer,

die ihre alten Anlagen

modernisieren wollen. Die

Antwort hier will gut überlegt

sein, weiß Karl-Heinz

Marwede, Geschäftsführer

von MSM. Der Wahrenholzer

Betrieb unterstützt bei Rentabilitätsrechnungen,

die einer

Entscheidung vorausgehen

sollten, ebenso wie bei der

Planung von Anlagen und

Systemen wie auch beim Einbau.

„Wir haben Erfahrungen

mit kleineren Heizsystemen

in Einfamilienhäusern bis hin

zu größeren Einsatzbereichen

in Mehrfamilienhäusern oder

Gewerbeanlagen“.

Pellets oder Hackschnitzel

In Sachen Holzheizung arbeitet

MSM mit einem Holzkesselhersteller

aus Österreich

zusammen: Die Firma KWB

Biomasseheizungen trägt zahlreiche

Prüf- und Qualitätssiegel

– unter anderem in Sachen

Innovation und Umwelt. KWB

zufolge sind Holzpellets der

Brennstoff der Zukunft. Die

aus unbehandeltem Holz und

Sägespänen hergestellten

zylindrischen Presslinge sind

bequem und einfach in der

Handhabung und umweltfreundlich

in Herstellung und

Nutzung. 1,4 Tonnen Pellets

haben die Heizleistung von

1000 Litern Öl, erklärt Marwede.

Derzeit liege der Preis

pro Tonne bei 190 Euro. Als

Lagerraum für eine 15-kW-

Anlage in einem Einfamilienhaus

reicht der Raum, den

zuvor die Öltanks beansprucht

haben. Etwas mehr Platz dagegen

benötigt das Hackgut zum

Betrieb einer Holzhackschnitzelheizung.

Die Hackschnitzel

werden meist von Landwirten

hergestellt, die das Holz nach

einer mehrmonatigen Trocknungsphase

in drei Zentimeter

große Schnitzel aufhacken.

Der Ascheanfall bei der Verbrennung

von Hackschnitzeln

ist gering und der Betrieb einer

Hackschnitzelheizung mit

niedrigen Emissionswerten

möglich.

Heizbedarf reduzieren

Bei der Entscheidung für ein

Holz- oder Pellets-Heizsystem

biete sich vielfach die Kombination

mit einer Brauchwassererwärmung

durch Solarenergie

an, führt Marwede

aus. MSM hat thermische

Kollektoren von den Anbietern

Buderus und Schüco im

Programm. Durch die Kombination

von Systemen könne

selbst bei diffusem Licht der

Brennstoffbedarf nennenswert

reduziert werden. Vor diesem

Hintergrund sei je nach

der individuellen Situation

Titelthema: Firmenportrait

Kombination: Holz und Sonne

EGGER KUNSTSTOFFE GIFHORN

www.egger.de

WIR MACHEN MEHR AUS HOLZ

ein schrittweiser Umstieg in

Heiztechnik mit erneuerbaren

Energien zu erwägen, führt

Marwede aus. Der Fachmann

von MSM empfiehlt einen

Umstieg mit Bedacht, um

langfristig mit den getroffenen

Entscheidungen zufrieden sein

zu können.

MSM berät individuell: Warmes

Wasser kann auf verschiedene

Arten produziert werden

WIR PRODUZIEREN SCHICHTSTOFFE FÜR DIE MÖBELINDUSTRIE UND DAS HANDWERK!

17


18

Titelthema: Firmenportrait

Calberlah Heizungsbau: kompetent und zuverlässig

Innovativ: Heizen mit Holz

Die Planung und der Aufbau

von Klein-, Mittel- und Großanlagen

im Bereich Heizungsbau

ist der Schwerpunkt der Firma

Calberlah im Heidland. Der

Familienbetrieb mit 45 Mitarbeitern,

darunter Techniker,

Versorgungsingenieure und

Meister sowie einem starken

Kundendienstteam hat sich in

den zurückliegenden 40 Jahren

seiner Unternehmensgeschichte

einen Namen in Sachen Kompetenz

und Zuverlässigkeit

erworben. Neben einem Rundum-

die-Uhr-Notdienst an allen

Tagen des Jahres gehören die

Sanierung von Heizkesseln wie

auch der Neubau von Heizungsanlagen,

Solaranlagen, Industrieanlagen,

Wärmepumpen und

Saunaanlagen sowie Schwimmbadtechnik

zu den umfassenden

Leistungen des Gifhorner Unternehmens.

In der Zeit steigender

Scharf Innenausbau: Beratung, Planung, Ausführung

Stilvoll und funktionell

Ein anerkannter Spezialist für

hochwertigen Innenausbau ist

die Firma Scharf. „Wir fertigen

das, was in Möbelgeschäften

nicht zu finden ist“, beschreibt

Eduard Scharf sein Dienstlei-

Im Mittelpunkt der Fertigungsprozesse steht

eine moderne CNC-Fräse

Energiepreise rücken vermehrt

alternative Heiztechniken ins

Blickfeld der Verbraucher. Auch

auf diesem Marktsegment kann

Calberlah Heizungsbau seinen

Kunden interessante Angebote

vorstellen. Der Brennstoff der

Wahl ist häufig Holz, entweder

als Zusatzheizung oder als Pelletsheizkessel,

informiert Dennis

Buhr, Betriebsleiter für Planung

und Angebotserstellung. Hier

verspricht der Kesselhersteller

Fröling derzeit ein besonderes

Angebot: 500 Euro Kesseltauschprämie

erhält, wer sich

für den Kauf des Pelletskessel

P 2 entscheidet. Der Hersteller

lockt nicht nur mit einer Prämie,

sondern auch mit einem profitablen

Leistungspaket. Der feuerungstechnische

Wirkungsgrad

liegt bei 96 Prozent, die unter

anderem durch eine automatische

Wärmetauscherreinigung

stungsangebot. Gründliche

Beratung, individuelle Gestaltung

und hochwertige Ausführung

finden unter seiner Regie

statt. Die Einrichtungen der

Firma Scharf tragen damit einen

gemeinsamen

Charakter, der in

einem gleichermaßen

funktionellen

wie modernen

Design besteht.

Typisch ist dabei

die Kombination

verschiedener Materialien

wie farbige

Holz elemente

mit klarem Edelstahl

und die

Verwendung von

Stein: Materialien

mit dezenter oder

aufwändiger Aus-

erzielt wird. Holzpellets sind

mittlerweile auch für Kaminöfen

nutzbar. Die Firma Buderus,

führender Kesselhersteller bietet

hier interessante Lösungen

an. Die Zündung des blueline

Pellet_1 erfolgt per Knopfdruck,

Mit starker Mannschaft im Kundendienst

strahlung entsprechend den

Wünschen der Auftraggeber.

Beim Entwurf der Möbel und

der Planung von Innenraumgestaltungen

setzt Scharf

auf die Zusammenarbeit mit

namhaften Innenarchitekten.

Er verfügt nach langjähriger

Erfahrung über detaillierte

Kenntnisse hinsichtlich der

Funktionalität von Büro- und

Wohnraum einrichtungen.

Scharf kann sowohl großräumig

planen als sich auch in die

täglichen funktionellen Erfordernisse

des Mobiliars hineindenken.

Dies wissen Privatkunden

ebenso zu schätzen

wie Ärzte und Rechstanwälte,

für die Scharf Rezeptionstresen

und Praxiseinrichtungen

plant und baut.

Scharf hat verschiedenste

die Bedienung per Funk und die

Befüllmenge reicht für mindestens

einen Tag. Der effektive

und praktische Ofen verbreitet

nicht nur die wohlige Wärme

sondern auch die anheimelnde

Atmosphäre.

Innenräume von Banken

gestaltet und ausgebaut wie

auch Abteilungen und Stationen

in Krankenhäusern. Im

Programm des Innenausbauers

finden sich sowohl Einzelmöbel

wie auch Einbaumobiliar

oder Kombinationen beider

Varianten. 15 Fachkräfte

beschäftigt der Mittelständler

in seiner großräumigen

Werkstatt, wo hochmoderne

Technik Anwendung findet.

Im Mittelpunkt der Fertigungsprozesse

steht unter anderem

eine CNC-Fräse. Die Mitarbeiter

fertigen die Möbel in der

Werkstatt vollständig vor, so

dass letztendlich der Aufbau

beim Auftraggeber weitgehend

ohne die Störung der alltäglichen

Abläufe vonstatten

gehen kann.


Egger Gruppe: Investitionen sichern Standort in Gifhorn

Holz ist ein vielseitiger Rohstoff.

Bei Egger wird ihm eine

neue Form gegeben. Zu dem

international agierenden Familienunternehmen

mit Stammsitz

in St. Johann in Tirol gehört

seit 20 Jahren der Standort im

Gifhorner Weilandmoor. Im

vorigen Sommer ist hier im

Rahmen des größten Investitionsprogramms

der Unternehmensgeschichte

eine neue

Schichtstoffanlage in Betrieb

gegangen. Mit einer Investition

von rund fünf Millionen Euro

wurde die jährliche Produktionskapazität

von mehr als

18 Millionen Quadratmeter

auf über 22 Millionen Quadratmeter

jährlich gesteigert.

Neue Zufahrtswege entstanden

ebenso wie ein Parkplatz

für die insgesamt rund 200

Mitarbeiter sowie eine 2000

Quadratmeter große Versandhalle.

In Folge der Investitionen

beschäftigt Egger 20 neue

Mitarbeiter in seiner Gifhorner

Niederlassung. „Mit der Erweiterung

stellen wir langfristig

sicher, die große Nachfrage

nach Schichtstoffen bedienen

zu können“, so Monika Wiora,

Geschäftsführerin für den

Bereich Verkauf im Gifhorner

Werk. Damit vollzog das Unternehmen

im Rahmen seiner

Internationalisierung einen

wichtigen Schritt zur Standortsicherung

in seinem Niedersächsischen

Werk.

Stark wachsende Märkte

Die Nachfrage an Schichtstoffen

ist insbesondere in

Mittel- und Osteuropa deutlich

gestiegen, informiert das Unternehmen,

das mit der neuen

Produktionsanlage den Bedarf

der wachsenden Märkte abdeckt.

Der in Gifhorn produzierte

Schichtstoff wird unter dem

Markennamen Egger Euroform

in den verschiedensten

Bereichen eingesetzt. Diese

reichen von der Möbelindustrie,

hier vor allem Küchenarbeitsplatten,

zur Türen- und

Fahrzeugindustrie über den

Innenausbau und den Schiffsbau.

Darüber hinaus gibt es

Euroform Schichtstoffe auch als

Echt-Alu-Schichtstoffe, lackierfähig

oder schwer entflammbar

für den Objekt- und Messebau.

Mit Micro-Perforation finden

sie zudem Einsatz als Akustikelemente.

Unter der Dachmarke Egger

sind drei strategische Geschäftsfelder

zusammengefasst:

Dekorativ, Konstruktiv und

Fußboden/Retail. Damit fertigt

Egger ein komplettes Sortiment

vom Boden bis zur Decke. Bei

der Produktion gilt der Grundsatz:

Mit modernster Technologie

höchste Produktqualität.

Dabei gilt ein besonderes

Augenmerk der Entwicklung

nachhaltiger Produkte und

Produktionsverfahren nach

Titelthema: Firmenportrait

Moderne Schichtstoffe sehr gefragt

www.calberlah-sanitaer.de www.calberlah-heizungsbau.de

Im Heidland 10

38518 Gifhorn

Fon: 0 53 71 / 98 40 0

seit über 40 Jahren

Braunschweiger Str. 71

38518 Gifhorn

Fon: 0 53 71 / 98 41 0

ökologischem Gesichtspunkt.

Interne und externe Qualitätssicherung

gewährleisten Produkte

mit langer Lebensdauer,

hoher Belastbarkeit und besten

Verarbeitungsmöglichkeiten.

Heizungsanlagen · Holzkesselanlagen · Solartechnik · Wärmepumpen

· Lüftungstechnik · Sauna · Schwimmbadtechnik

Alternative Energiesparsysteme

Wir haben den Blick dafür!

Bäder · Badewohnen · Badmöbel · Wellness

Dampfduschen · Filtersysteme · Regenwassernutzung

19


20

Titelthema: Qualitätssiegel

PEFC Qualitätssiegel für nachhaltige Forstwirtschaft

Geringe Kosten - hoher Nutzen

Waldbesitzer folgen den Regeln

des PEFC- Zertifikats

Der Wald ist ein besonders

empfindliches Wirtschaftsgut.

Aufgrund seiner vielfältigen

und komplexen Funktionen

als Ökosystem ist bei seiner

Bewirtschaftung Augenmerk

für Nachhaltigkeit

vonnöten.

Das PEFC-Gütesiegel

verspricht hier Garantie.

PEFC steht für

“Programme for the

Endorsement of Forest

Certification Schemes“

(Programm für die Anerkennung

von Waldzertifizierungssystemen)

und ist eine internationale

Zertifizierung

mit dem Ziel der weltweiten

Verbesserung

der Waldnutzung und

Waldpflege.

Das PEFC-System ist

offen für alle Arten von

Waldbewirtschaftung.

Die Vergabestruktur

des Qualitätssiegels ist

föderal ausgelegt, so

dass sie die Einbindung von

denen in unserer Region typischen

bäuerlichen Kleinwald

ermöglicht. In einem zweistufigen

Vorgehen wird die die

Tischlereihandwerk im Landkreis

Das klassische Tischlereihandwerk

hat sich verändert. Das

leicht romantisierte Bild einer

typischen Tischlerei zeichnet

die Werkstatt von Pumuckels

Meister Eder. Doch der könnte

heute wohl kaum mehr existieren.

Die Wettbewerbsstrukturen

haben sich gewandelt

und mit ihnen die täglichen

Arbeiten und Erfordernisse im

Tischlereihandwerk. Tischler

sind heute universell im Einsatz

je nach der Spezialisierung

ihrer Betriebe. Alte Handwerkstechniken

sind nach wie

vor wertvoll und unbedingter

Bestandteil der Ausbildung,

doch im Alltag spielen sie häu-

fig eine untergeordnete Rolle.

Die Tischlerei hat eine moderne

Ausprägung entwickelt.

Die klassische Tischlerei, der

Innungsbetrieb im Familienbesitz,

muss sich, um zukunftsfähig

zu bleiben, marktstrategischen

Anforderungen stellen.

Genau das tun die Betriebe

im Landkreis. Insgesamt 66

Tischlereien sind als Innungsbetriebe

angemeldet und

werden den individuellen Kundenwünschen

gerecht. Dabei

beherrschen sie die traditionelle

Handwerkskunst ebenso

wie die modernen Techniken.

Im Zentrum steht immer der

Werkstoff Holz. Der bewährt

Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung

zunächst auf regionaler

Ebene dokumentiert.

Erst dann schließen sich die

einzelnen Waldbesitzer der

Vergabe an. Damit trägt der

einzelne Forstbetrieb geringe

finanzielle Kosten, profitiert

aber ganz von dem Nutzen

der Zertifizierung. Das Qualitätssiegel

ist ein wirksames

Marketinginstrument für das

Image der Forstwirtschaft und

ihrer Marktpartner.

Forstmanagement bewertet

PEFC zertifiziert weltweit eine

Waldbewirtschaftung nach

ökologischen, ökonomischen

und sozialen Kriterien. Mit der

Unterzeichnung der Selbstverpflichtungserklärung

im

August 2000 durch den damaligen

Niedersächsischen Landwirtschaftsminister

Bartels sind

die "Leitlinien für nachhaltige

Waldbewirtschaftung" nach

sich in der Praxis vielfach. Er

erfüllt hohe Anforderungen an

ökologische, technologische

und ästhetische Qualitäten.

Holzbau überzeugt mit guten

Ökobilanzen, Langlebigkeit

und gutem Wohnklima. Wer

kompetenten Holzbau anbietet

beherrscht im Interesse seines

Auftraggebers auch die Disziplinen

Brandschutz, Schallschutz

und Wärmeschutz.

Holz im Innenausbau ist der

klassische Schwerpunkt der

Tischlereiarbeit. Denn der

Werkstoff mit seinen vielseitigen

Eigenschaften in

unterschiedlichen Arten und

Qualitäten bietet sich für fast

PEFC zu einem wegweisenden

Handlungsgrundsatz bei der

Bewirtschaftung der Wälder in

unserer Region geworden.

Zertifikat für Produktkette

In der „Verarbeitungskette“

des Holzes vom Wald bis zum

fertigen Produkt stellt jedes

einzelne Unternehmen ein

wichtiges Kettenglied dar.

Deshalb ist es nach den PEFC-

Grundsätzen wünschenswert,

dass sich alle Unternehmen

zertifizieren lassen, welche

mit Holz und Holzprodukten

arbeiten oder handeln. Die

Zertifizierung der ganzen Produktkette

ermöglicht es demnach,

den Holzfluss im gesamten

Produktionsprozess vom

zertifizierten Waldbestand

zum Holz verarbeitenden Betrieb

bis hin zum fertigen Produkt

nachzuvollziehen. So ist

der Holzfluss in der gesamten

Verarbeitungskette lückenlos

nach zu vollziehen.

Holz überzeugt mit hoher Qualität

jeden Verwendungszweck an.

Heute spielt Holz auch bei

der Gestaltung im Außenbereich

wieder eine wesentliche

Rolle. Das Material schafft

einen natürlichen Übergang

vom Gebäude zu dessen

Umgebung. Mit der richtigen

Holzartenwahl, Konstruktion

und gegebenenfalls auch

Schutzbehandlung lassen sich

Holzbauteile im Freien langfristig

erhalten. Der Werkstoff

des Tischlereihandwerks überzeugt

auch im 21. Jahrhundert

mit seinen hohen Qualitäten.

Das Tischlereihandwerk im

Landkreis verleiht ihm Gestalt

und Individualität.


Tischler-Innung Gifhorn-Wittingen-Wolfsburg

Ackermann, Marlis

Vertrieb von Bauelementen

Gifhorner Str. 10, 38539 Müden–Dieckhorst

Tel. 05375/457, Fax 05375/6018

Brockmann, Dietrich

Tischlermeister

Im Dorfe 2, 29386 Obernholz–Schweimke

Tel. 05832/7107, Fax 05832/7109

Bordt & Fesser GmbH

Bau- und Möbeltischlerei

Peiner Straße 9, 38536 Meinersen

Tel. 05372/7414, Fax 05372/5189

Braun, Michael

Tischlermeister

Kolleweg 7a, 38524 Sassenburg–Platendorf

Tel. 05378/654, Fax 05378/655

Diakonische Betriebe

Kästorf GmbH - D.B.K.

Hauptstraße 51, 38518 Gifhorn–Kästorf

Tel. 05371/721266, Fax 05371/721373

Dragendorf, Detlef und

Elke Dragendorf GbR

Rosenstraße 2, 38550 Isenbüttel

Tel. 05374/1492, Fax 05374/3697

Gerke, Friedel

Tischlermeister

Hauptstraße 31, 29399 Wahrenholz

Tel. 05835/278, Fax 05835/1036

Glas-Bergmann KG

Glaserei

Celler Straße 123, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/53050, Fax 05371/54806

Göttel, Dieter

Tischlermeister

Im Heidland 28, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/3365, Fax 05371/58420

Hartmann, Marcus

Tischlermeister

Hauptstraße 29, 29399 Wahrenholz

Tel. 05835/223, Fax 05835/968746

Heinrichs, Siegfried

Tischlermeister

Gifhorner Weg 7, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/942684, Fax 05371/74547

Herbst, Matthias

Tischlermeister

Hugo-Junkers-Straße 9, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/13055, Fax 05371/13056

Hermann, Manfred

Tischlermeister

Westerfeldweg 10, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/71334, Fax 05371/75171

Heuer, Thomas

Tischlerei

Emmer Dorfstraße 18, 29386 Hankensbüttel

Tel. 05832/453, Fax 05832/455

Hildebrandt GmbH

Tischlerei

Im Oberdorf 21, 38527 Meine–Abbesbüttel

Tel. 05304/901481, Fax 05304/901482

Holler GmbH

Bau- und Möbeltischlerei

Gifhorner Straße 30, 29379 Wittingen–Knesebeck

Tel. 05834/313, Fax 05834/6919

Höwner, Walter und

Geert van Munster GbR

Am Bötzel 15, 38446 Wolfsburg

Tel. 05363/708770, Fax 05363/708771

Interakustik GmbH & Co.

Malerstraße 28, 38550 Isenbüttel

Tel. 05374/96590, Fax 05374/965929

Jahn, Gerhard

Tischlermeister

Alter Kirchweg 4, 38518 Gifhorn–Neubokel

Tel. 05371/12835, Fax 05371/14439

Kelm, Thomas

Tischlermeister

Rigaerstraße 26, 38542 Leiferde

Tel. 05373/6978, Fax 05373/331730

Kiene, Torsten

Tischlermeister

Weststraße 10, 38533 Vordorf

Tel. 05304/91920, Fax 05304/919222

List, Gerhard

Tischlermeister

Bossengang 4, 38442 Wolfsburg

Tel. 05362/2854, Fax 05362/62361

Mensing, Ralf

Tischlermeister

Fallerslebener Straße 8, 38527 Meine

Tel. 05304/5754, Fax 05304/5926

Meyer Bau- und Möbeltischlerei

GmbH & Co. KG

Unter den Eichen 4, 29365 Sprakensehl

Tel. 05837/1266, Fax 05837/675

Meyer, Hilmar

Tischlerei

Am Eichengrund 11, 38539 Müden

Tel. 05375/9822237, Fax 05375/9822238

Meyer, Richard

Tischlermeister

Alte Poststraße 18, 38518 Gifhorn–Wilsche

Tel. 05371/7800, Fax 05371/931551

Möhle Bau- und

Möbeltischlerei GmbH

Malerstraße 10, 38550 Isenbüttel

Tel. 05374/9678-11, Fax 05374/9678-22

Müller, Jörg

Tischlermeister

Dorfstraße 29, 29369 Ummern

Tel. 05083/451, Fax 05083/1417

Neuland Wohnungsgesellschaft mbH

Tischlereibetrieb

Erfurter Ring 15, 38444 Wolfsburg

Tel. 05361/791-0, Fax 05361/791136

Niebuhr, Karl-Heinrich

Tischlermeister

Uhlenkamp 2, 38536 Meinersen

Tel. 05372/7808, Fax 05372/7842

Plaster, Andreas

Tischlermeister

Alter Postweg 8, 29378 Wittingen–Radenbeck

Tel. 05836/979996, Fax 05836/979994

Plonka, Bernhard

Tischlermeister

Mittelweg 7, 38165 Lehre - Essenrode

Tel. 05301/345

Richter, Michael

und Jens Richter GbR

Am Luckmoor 5, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/3138, Fax 05371/54118

Rost, Peter

Tischlermeister

Dorfstraße 13, 38476 Barwedel

Tel. 05366/7384, Fax 05366/1748

Scharf-Innenausbau GmbH

Tischlereibetrieb

Eyßelkamp 3, 38518 Gifhorn

Tel. 05371/3736, Fax 05371/58509

Schnell, Clemens

Tischlermeister

Theodor-Rehn-Straße 55, 38442 Wolfsurg

Tel. 05362/665621, Fax 05362/726225

Schöne, Michael

Tischlermeister

Steinbeker Str. 31, 38446 Wolfsburg

Tel. 05363/4673, Fax 05363/40529

Soltendieck, Henning

Tischlermeister

Hauptstraße 19, 38559 Wagenhoff

Tel. 05376/376

Stahl GmbH & Co. KG

Tischlereibetrieb

Zum Wohlenberg 3+12, 38542 Leiferde

Tel. 05373/1434, Fax 05373/4244

Testa, Ernesto Tischlermeister

Benzstraße 15, 38446 Wolfsburg

Tel. 05361/25017, Fax 05361/25425

Thürckow, Rudolf

Am Sportplatz 11, 38179 Schwülper–Groß Schwülper

Tel. 05303/7195, Fax 05303/4227

Weber, Thomas Tischlermeister

Dorfstraße 4, 38539 Müden

Tel. 05375/1377, Fax 05375/2405

Weiss, Stefan Tischlermeister

Eichenring 14, 29368 Dedelstorf-Allersehl

Tel. 05832/9702434, Fax 05832/9702435


22

Stimmungsbarometer

Gifhorner Wirtschaftsspiegel startete zweite Runde der Umfrage

Aussagekräftige Einblicke

Wie ist die Stimmung in der

regionalen Wirtschaft? Diese

Frage stellte der Gifhorner

Wirtschaftsspiegel bereits vor

zwei Jahren in einer Umfrage

bei Betrieben, Institutionen und

mittelständischen Verbänden

im Landkreis. Seitdem haben

sich einige konjunkturelle

Entwicklungen auf nationaler

und internationaler Ebene abgespielt,

die in der Region nicht

folgenlos bleiben können. Aus

diesem Grund wiederholten wir

die Umfrage. Unser Anliegen

war wieder, ein aktuelles Stimmungsbild

aus dem Mittelstand

im Landkreis zu erhalten.

Umfrage vor Ort

Das Ergebnis ist erneut eine

sehr interessante Momentaufnahme

des regionalen Wirtschaftsklimas.

Unsere Umfrage

kann nicht den Anforderungen

an eine repräsentative Studie

genügen, zeichnet aber dennoch

ein aufschlussreiches

Stimmungsbild. Aus Gründen

der besseren Vergleichbarkeit

haben wir in der zweiten Runde

des Stimmungsbarometers

dieselben Fragen wie zuvor gestellt.

Mit einem standardisierten

Fragebogen, gegliedert nach

innerbetrieblichen und außerbetrieblichen

Faktoren, fragte

der Gifhorner Wirtschaftsspiegel

nach der aktuellen Geschäftssituation

und nach der

Einschätzung der eigenen Zukunftsperspektive.

Wir fragten

nach Investitionsabsichten und

nach der Verlässlichkeit, die

ein solides Umfeld vermittelt.

In diesem Zusammenhang interessierte

uns die Meinung der

Unternehmer zum Thema Infrastruktur

sowie die Zufriedenheit

durch die Unterstützung durch

kommunale Einrichtungen. Wir

fragten nach den Basisqualifikationen

von Auszubildenden und

nach Problemen bei der Suche

von Mitarbeitern und Fachkräften.

Nicht zuletzt wollten

wir wissen, wie der regionale

Mittelstand die Entwicklung des

hiesigen Konsumverhaltens einschätzt.

Mit unserem Fragebogen

fragten wir die lokalen Akteure

nach ihrer persönlichen

Wahrnehmung der aktuellen

wirtschaftlichen Situation.

Erfreulich hoher Rücklauf

Um ein aussagekräftiges Ergebnis

zu erzielen, wandte sich der

Gifhorner Wirtschaftsspiegel

wieder im Schwerpunkt an die

Multiplikatoren im Landkreis.

Die Adressaten sind zudem

im klassischen Mittelstand

angesiedelt. Wie in der ersten

Runde war weiter der Rücklauf

erfreulich hoch. Fast alle angesprochenen

Firmen, Verbände

und Institutionen haben sich

dankenswerterweise die Zeit

genommen, auf unsere Fragen

zu antworten und haben uns

bereitwillig ihre Ansichten und

Auskünfte zur Verfügung gestellt.

Gefragt wurden größere

mittelständische Betriebe wie

die Privatbrauerei Wittingen

oder Butting, die Diakonischen

Heime oder TI Automotive

ebenso wie Verbände, darunter

die Dehoga und die IHK. Die

Meinung der Industrie ist durch

Continental Teves vertreten

und die unzähligen kleinen und

mittleren Unternehmer finden

sich in den Aussagen der Wirtschaftsförderung

Gifhorn wieder.

Als unerlässlich erschien es

uns, die Meinung des Handels

einzuholen: Wir fragten hier

vor allem den Vertreter der City

Gemeinschaft. Einen differenzierteren

Einblick konnten wir

in die Meinung des Handwerks

erhalten, da die Innungen im

Gegensatz zu unserer ersten

Umfrage zum Teil einzeln antworteten

und sich nicht des

gemeinsamen Sprachrohrs, der

Handwerkskammer bedienten.

Insgesamt darf das Ergebnis unserer

Umfrage wie beim vorigen

Mal sicherlich als aussagekräftig

bewertet werden, wenn auch

nicht als repräsentativ.

Von Aufschwung überzeugt

Das Ergebnis unserer Befragung

ist vor allem vor dem

Hintergrund interessant, da

dem Mittelstand derzeit besondere

Bedeutung beigemessen

wird. Durch die regionale Verbundenheit

mittelständischer

Betriebe und ihre konstante

Verlässlichkeit werden kleine,

und mittlere Unternehmen

heute als die tragende Säule der

deutschen Wirtschaft wahrgenommen,

die sie tatsächlich

schon lange sind. Zwischen

Bankenkrise, schwer zu durchschauenden

Entwicklungen der

Finanzmärkte und nicht zu beeinflussenden

Entscheidungen

internationaler Konzerne hat

sich die Wahrnehmung hinsichtlich

der Bedeutung mittelständischer

Betriebe

verändert. Sie werden

geschätzt, weil sie sich

nicht der rücksichtslosenGewinnmaximierung

unter streng

marktstrategischen

Gesichtspunkten verschreiben.Mittelständische

Unternehmer

sind in ihr regionales

Umfeld eingebettet

und handeln verant-

wortungsvoll im Sinne

einer nachhaltigen

Ausrichtung ihrer betrieblichen

Strukturen.

Ein Handwerksmeister bringt es

auf den Punkt, in dem er sagt:

„Kontinuierlicher Umsatz und

Gewinn sind wichtiger als ein

Wachstum um jeden Preis“.

Wie der Verbraucher ist auch

der Mittelständler Leidtragender

hoher Energiepreise und anderer

Schwierigkeiten durch komplexe

wirtschaftliche Problemlagen.

Indes zeichnet das Institut

der deutschen Wirtschaft

(IW) in seiner Konjunkturumfrage

ein optimistisches Bild.

Manfred Krömer

Landkreis Gifhorn

„Referat Wirtschaftsförderung“

Zwar seien die Unternehmen

zurückhaltender, bleiben aber

dennoch in der überwiegenden

Mehrheit von einem anhaltenden

Aufschwung überzeugt.

Das spiegelt sich letztlich auch

in den Ergebnissen der Umfrage

des Gifhorner Wirtschaftspiegels

wieder.

Gerhard Döpkens

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

Christian Schulz-Hausbrandt

Privatbrauerei Wittingen

St


Thomas Schrader

Continental-Teves

Thomas Fast

Volksbank eG

Braunschweig – Wolfsburg

immungSbarometer

Armin Schega-Emmerich

Hotel Deutsches Haus

(für die DeHoGa)

%

Michael Schneider

TI Automotive

Hermann Butting

H. Butting GmbH & Co. KG

Fritz Becker

Modenhaus Becker

„City Gemeinschaft Gifhorn“

%

Bernd Heimlich

Kreishandwerkerschaft

%

Hans-Peter Hoppe

D.B.K.

Stimmungsbarometer

Armin Schellin

AOK

%

Siegfried Kayser

Industrie- und Handelskammer

Andreas Otto

GWG

23


24

Stimmungsbarometer

Umfrage des Wirtschaftsspiegels: Analyse der Ergebnisse

Die Stimmung ist zuversichtlich

Innerbetriebliche Faktoren

Wie ist die aktuelle

Situation am Markt?

Gut

Könnte besser sein

Unbefriedigend

Sind für 2008/2009

Zuwachsraten zu

erwarten?

Ja

Möglicherweise

Nein

Wie ist die aktuelle

Situation am Markt?

Gut

Könnte besser sein

Unbefriedigend

Sind für 2008/2009

Zuwachsraten zu

erwarten?

Ja

Möglicherweise

Nein

Das Stimmungsbarometer des

Gifhorner Wirtschaftsspiegels

befördert eine wesentliche

Grundstimmung zutage. Die

Betriebe im Landkreis sind in

ihrer überwiegenden Mehrheit

zuversichtlich gestimmt angesichts

ihrer wirtschaftlichen

Situation. Unternehmer, Banken

und Verbandsvertreter

sind auf eine detaillierte Marktbeobachtung

eingestellt. Sie

sind intensiv bemüht, flexibel

auf Angebot und Nachfrage

einzugehen und sich aktuell

am Geschehen zu orientieren.

Während bei unserer ersten

Umfrage zwei Drittel der Befragten

noch keinen konjunkturellen

Aufwärtstrend wahrnehmen

konnten, stellen die befragten

Unternehmen jetzt die

persönliche Ist-Situation ihres

Unternehmens überwiegend

positiver dar. Natürlich gibt es

auch unzufriedene Stimmen.

Insbesondere im Handwerk

schauen einzelne Innungen mit

Zweifeln in die Zukunft. Doch

sie sind der Umfrage zufolge in

der Minderheit. Das allgemein

kennzeichnende Merkmal der

Stimmung im Landkreis ist Zuversicht,

wie die Ergebnisse des

Stimmungsbarometers zeigen.

Der Blick ins Detail offenbart

die Notwendigkeit einer differenzierten

Ergebnisanalyse.

Faktor: Auftragslage

Der überwiegende Teil der

Befragten äußert sich zufrieden

mit der Auftragslage ihrer

Unternehmen. Ein Drittel der

Unternehmen beurteilt ihre

aktuelle Situation am Markt

mit „Könnte besser sein“. Zwei

Handwerksinnungen beklagen

hier ein „unbefriedigend“.

Während in unserer vorigen

Umfrage die Tendenz der

Verbraucher zum Billig-Preis-

Segment von verschiedenen

Befragten kritisiert wurde, ist

jetzt zumindest im Einzelhandel

ein Umdenken wahrnehm-

bar. „Eine spürbare Tendenz zu

Qualität“ sei hier zu beobachten.

Von stetiger Konsolidierung

ist hier die Rede und von

der Stabilität in Abhängigkeit

von Volkswagen. Die Auftragslage

der Industrie sei weiterhin

positiv, äußert die Wirtschaftsförderung

des Landkreises: Das

unterstützen Zulieferbetriebe

wie TI Automotive mit einer

positiven Einschätzung. Verschiedene

Befragte äußern

einhellig, es fehle der Impuls

durch die Ansiedlung neuer

innovativer Unternehmen.

Große Arbeitgeber der Region

wie Butting oder die Diakonie

beschreiben die Stimmung

als vorsichtig und verhalten.

Das passt zu der Einschätzung

der Wirtschaftsförderung, die

die Abhängigkeit vom hohen

Eurokurs benennt. Sehr unterschiedlich

ist die Stimmung

in den Handwerksbetrieben.

Die Schwankungen reichen

von gut bis unbefriedigend,

wobei sich die Mehrheit der

befragten Betriebe zufrieden

äußert. Eine steigende Nachfrage

in diversen Bereichen stellt

die Bauinnung fest, ebenso

äußern sich Maler- und Sanitärinnungen

zuversichtlich

angesichts ihrer betrieblichen

Auslastung.

Zukunftsperspektiven

In Sachen Zukunftsperspektiven

gehen die Meinungen sehr

auseinander. Rund ein Drittel

der Befragten rechnen künftig

mit Zuwachsraten, ein weiteres

Drittel rechnet auf jeden

Fall nicht damit, die Übrigen

sind unentschieden. Wieder

wird die Abhähgigkeit der

konjunkturellen Situation des

Volkswagenkonzerns zitiert.

Einige Befragte schätzen die

Konjunktur als relativ robust

ein, die jedoch dringend politische

Signale bräuchte. Die

Kritik gilt hier unter anderem

der hohen Steuerbelastung. Ein


wichtiges Stichwort an dieser

Stelle ist die Flexibilität der

Unternehmer. Mittelständler,

die sich konsequent am Markt

orientieren und nach Zusatzgeschäften

und neuen Produkten

sowie Dienstleistungen

Ausschau halten, äußern sich

zuversichtlicher.

Faktor: Investitionsbereitschaft

Gemessen an der Investitionsbereitschaft

darf die Frage

nach dem Wirtschaftsklima in

der Region als sehr positiv bewertet

werden. Ein großer Teil

der Befragten befasst sich mit

dem Thema in Abhängigkeit

von der individuellen Situation.

Allgemein stellt die Wirtschaftsförderung

eine hohe

Nachfrage nach Fördermitteln

in diesem Bereich fest. Viele

Betriebe nutzen die Zeichen

der Zeit und erneuern ihre

maschinelle Ausstattung oder

planen aussichtsreiche Projekte

mit klaren Renditen. Anders als

vor zwei Jahren beschreibt die

Volksbank dagegen die Investitionsbereitschaft

als eher verhalten.

An diesem Punkt wird

ein wichtiges Stichwort genannt:

Die intensive Marktbeobachtung.

Investitionen sind

zielgerichtet, Renditeorientiert

oder beenden bereits begonnene

Projekte. Das Ergebnis

der vorigen Umfrage verwies

bereits auf die Notwendigkeit

längerfristiger Planungen im

investiven Bereich. Wie schon

an anderer Stelle ist auch hier

eine sehr individuelle Entscheidungslage

zu beobachten.

Das betriebliche Umfeld

Während im ersten Teil unserer

Umfrage mit Auftragslage

und Investitionsabsichten

innerbetriebliche Faktoren im

Fokus der Fragestellung stand,

beschäftigt sich Teil zwei der

Umfrage mit den klassischen

Aspekten des betrieblichen

Umfeldes. Stehen Arbeitskräfte

zur Verfügung, sind die Qualifikationen

der Auszubildenden

ausreichend, wie ist die unmittelbare

Konsumlaune und kann

der Mittelstand auf kommunale

Unterstützung hoffen, wollten

wir wissen.

Faktor: Arbeitskräfte

Nur etwa gut die Hälfte der

Mittelständler sind zufrieden

mit dem Angebot an qualifizierten

Arbeitskräften, die den

Unternehmen in der Region

zur Verfügung stehen. Die Kritikpunkte

werden klar umrissen:

Der Volkswagenkonzern

schöpft die höher qualifizierten

Arbeitskräfte ab, dadurch fehlen

Fachkräfte und Ingenieure

in verschiedenen Bereichen.

Die vorhandenen Arbeitskräfte

lassen es an Initiative,

Flexibilität und Verständnis für

wirtschaftliche Zusammenhänge

fehlen. Im Gegenzug

stellt die Wirtschaftsförderung

eine hohe Erwartungshaltung

der Arbeitgeber fest, womit

sich ein klassisches Konfliktfeld

auftut. Das findet seine

ausgeprägte Fortsetzung in der

Frage nach der Zufriedenheit

mit den Grundkompetenzen

angehender Azubis. Hier wird

überaus vielstimmig geklagt. Es

fehlt auf allen Ebenen: Sozialkompetenz,

Selbstbewusstsein,

schulisches Basiswissen, Motivation

und Selbstständigkeit.

Die wenigsten Befragten haben

gute Erfahrungen mit dem

Nachwuchs machen können.

In diesen Fragen hat es im

Vergleich zu unserer ersten

Umfrage nahezu keine Veränderungen

gegeben. Deutliche

Unterschiede allerdings zeigen

sich in der Einschätzung der

Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs.

Vor zwei Jahren vermutete

nur ein verschwindend

geringer Teil der Befragten die

Entstehung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Jetzt äußert sich

jetzt fast die Hälfte der Mittelständler

optimistisch in dieser

Beziehung. Vor zwei Jahren

rechneten viele mit dem Abbau

von Arbeitsplätzen, jetzt ist

man sich hier zumindest sicher,

dass sich der vorhandene Bedarf

stabilisiert.

weiter auf Seite 26

12

10

8

6

4

2

0

12

10

8

6

4

2

0

10

8

6

4

2

0

15

12

9

6

3

0

10

8

6

4

2

0

12

10

8

6

4

2

0

Äußere Faktoren

Stimmungsbarometer

Stehen genügend qualifizierte

Arbeitskräfte zur Verfügung?

Ja

Angebot könnte besser sein

Nein

Verfügen angehende

Auszubildende über notwendige

Grundkompetenzen?

Ja

Könnte besser sein

Nein

Wie wird sich der

Arbeitskräftebedarf

entwickeln?

Es werden zusätzliche

Arbeitsplätze entstehen

Status Quo bleibt erhalten

Mit einem Abbau ist zu

rechnen

Wie schätzen Sie die mittelfristige

Entwicklung ein?

Die Nachfrage stagniert auf

niedrigem Niveau

Die Nachfrage steigt leicht an

Die Nachfrage steigt deutlich

Kooperation in Standortfragen

sowie Brücksichtigung heimischen

Gewerbes bei Auftragsvergaben

Sehr gut

Könnte besser sein

Wenig Ünterstützung

Keine Unterstützung

Keine Beurteilung

Sind Investitionen/

Erweiterungen zu erwarten?

Ja, auf jeden Fall

Eher nicht

Nein, auf keinen Fall

25


26

Stimmungbarometer

Fortsetzung von Seite 25

15

12

9

6

3

0

Kommunale Unterstützung

Bei der Bewertung der Unterstützung

durch kommunale

Gremien und die Wirtschaftsförderung

spielen im Zweifel

persönliche Erfahrungen eine

große Rolle. Die Ergebnisse

fallen an dieser Stelle, wie

vor zwei Jahren bereits, sehr

unterschiedlich aus. Die IHK

konstatiert eine Verbesserung,

die sich jedoch nicht durchgehend

bemerkbar mache. An

anderer Stelle wird an dem

vom Gesetzgeber verlangten

Ausschreibungsverfahren Kritik

geübt. Klar definierte Mängel

oder gar Lob werden in dieser

Frage nicht formuliert. Ein

Viertel der Befragten bewertet

das kommunale Engagement

2008

JAHRE

IAV

Persönliche Einschätzung

der Ist-Situation

Ein Aufwärtstrend ist spürbar

Das kann noch dauern

Derzeit keine Besserung

in Sicht

in wirtschaftlichen Belangen

im Interesse der Untenehmen

mit “sehr gut“. Mehr als ein

Viertel bemängeln, aber wenig

oder sogar keine Unterstützung

erhalten zu haben. Die

Wirtschaftsförderung des

Landkreises hält dagegen: Das

Angebot ist da.

Fazit und Perspektiven

Vor zwei Jahren waren die Unternehmer

im Landkreis sehr

unterschiedlicher Meinung über

ihre Zukunftsperspektiven. 42

Prozent der Befragten erwarteten

damals Zuwachsraten.

Jetzt sagen zwar 65 Prozent

der Befragten, ein Aufwärtstrend

sei spürbar. Doch nur 30

Prozent rechnen mit konkreten

Zuwächsen, weitere 40 Prozent

sagen hier „Möglicherweise“.

Die restlichen 30 Prozent

der Unternehmer sagen ein

klares Nein auf die Frage nach

Zuwachs. Hierbei entfällt ein

Anteil von 50 Prozent auf die

Handwerksbetriebe. In der Frage

nach Konjunkturentwicklung

und Zuwachsprognose ist die

Frage nach dem Konsumverhalten

von Ausschlag gebender

Bedeutung. Hier meint die

Mehrheit der Befragten (70 Prozent)

die Nachfrage steigt leicht

an. Nur fünf Prozent prognostizieren

eine deutlich steigende

Nachfrage. Ein Viertel rechnet

mit einer Stagnation auf niedrigem

Niveau.

Das erste Stimmungsbarometer

erstellten wir im Jahr 2006.

Das wurde aufgrund der Fußballweltmeisterschaft

und der

anstehenden Mehrwertsteuererhöhung

als Sonderfall betrachtet.

Der damals spürbaren

Konjunkturbelebung wurde daher

nur eine kurze Halbwertszeit

zuerkannt. Die Aussagen

in der aktuellen Ausgabe des

Stimmungsbarometers weisen

demgegenüber auf eine gewisse

Stabilität der konjunkturellen

Entwicklung. Die ist natürlich in

vielen Fällen abhängig von dem

individuellen Engagement der

Betriebe. Die Umsetzung der

Stichworte Marktbeobachtung

und Flexibilität spielen dabei

eine entscheidende Rolle.

Engineering with Passion!

Leidenschaft, Erfindungsgeist und der Anspruch, in puncto Technik

Herausragendes zu leisten: Das ist es, was uns als international

aufgestelltes Engineering-Unternehmen antreibt. Wir bieten der

Automobilbranche eine Vielzahl vonEntwicklungsdienstleistungen

für zukünftige Serienfahrzeuge und dazu das gewisse Etwas, das

die IAV mit ihrer Liebe zum Automobil für ihre Auftraggeber so einzigartig

macht.

Die Engineering-Kompetenz für das ganze Fahrzeug und interdisziplinäres

Arbeiten zeichnen unsere über 3.000 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter aus – der Blick auf die Zusammenhänge garantiert

serientaugliche Lösungen.

Mehr über die IAV erfahren Sie unter www.iav.com

oder rufen Sie uns an: +49 5371 805-0

IAV GmbH, Nordhoffstraße 5, 38518 Gifhorn

// Fahrzeug-Entwicklung

// Fahrzeug-Elektronik

// Powertrain-Entwicklung

// Powertrain-Mechatronik

Info

Handwerk uneinheitlich

Die Ergebnisse des Stimmungsbarometers

haben

für das Handwerk ein sehr

uneinheitliches Bild gegeben.

Das bestätigt die Konjunkturumfrage,

die die Handwerkskammer

Lüneburg-Stade

zwei Mal jährlich unter den

Innungsbetrieben vornimmt.

Demnach verzeichnet das

Handwerk insgesamt ein

leichtes Plus bei Umsatz und

Beschäftigung und etwa 52

Prozent der befragten Betriebe

empfinden die aktuelle Konjunkturentwicklung

als zufrieden

stellend, 28 Prozent als

gut. Immerhin 20 Prozent der

Betriebe kommen jedoch zu

einer negativen Einschätzung.

Die Branchen beurteilen die

allgemeine Lage gemäß ihrer

eigenen Situation.


Fusion der Kammern Lüneburg-Stade und Braunschweig

Effizient in die Zukunft

Bedarfsgerechtes Leistungsangebot,

optimierte Bildungsangebote

und ein verbesserter

politischer Einfluss

sind die Ziele der Fusion

der beiden Handwerkskammern

Lüneburg-Stade und

Braunschweig. Diese wurde

in einer außerordentlichen

Vollversammlung der beiden

Kammern im Ende August

in Lüneburg beschlossen

und tritt ab 1. Januar 2009

in Kraft. „In einer gemeinsamen

Kammer wird es

uns verstärkt möglich sein,

Schwerpunkte zu bilden und

fachliche Spezialisierungen

anzubieten. Damit wird das

Leistungsangebot noch weiter

auf die konkreten Bedarfe

der Mitgliedsunternehmen

abgestimmt“, formulierte

Gernot Schmidt, Präsident

der Handwerkskammer Lüneburg-Stade

in seiner Festrede.

Besonderes Anliegen

der Kammern sei eine hohe

Qualifikation im Handwerk.

Dies zu erreichen, werde die

Arbeit der Technologie- bzw.

Berufsbildungszentren in

Lüneburg, Stade und Braunschweig

durch engere Abstimmungsprozesse

optimiert

werden. Ausgangspunkt

der Entscheidung für diese

Fusion war die Stärkung der

Handwerksbetriebe in der

Region.

Politischer Einfluss

Durch die Fusion zur neuen

Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

wollen die beiden Kammern

ihre Leistungen für die Mitgliedsbetriebe

effizienter

gestalten. Der Blick der Kammer

richtet sich insbesondere

auf die Vertretung ihrer Interessen

gegenüber der Politik.

Diese falle einer großen

Kammer mit fast 27.500

Mitgliedsunternehmen nun

leichter, so Schmidt. Die

Kammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

wird aufgrund

ihrer Größe zu den Top Ten

unter den dann 53 Handwerkskammern

in Deutschland

gehören. Der Präsident

betonte aber: „Wir fühlen

uns weiterhin als ein Teil des

gesamten Niedersächsischen

Handwerks und streben keine

Dominanz an.“

Leichte Erreichbarkeit

Auch nach der Fusion

bleiben die Bildungs- und

Dienstleistungsangebote

an den drei Standorten Lüneburg,

Stade und Braunschweig

für alle Mitgliedsbetriebe

leicht erreichbar.

Für den südlichen Bereich

des jetzigen Kammerbezirks

Lüneburg-Stade bedeute die

Veränderung sogar eine klare

Verbesserung der Betreuung

durch die Kammer, so

Schacht: „Die Nähe zu unseren

Mitgliedsbetrieben ist

uns besonders wichtig – auch

in Zukunft.“

Gemeinsame Vollversammlung

Die Fusion sei nicht aus der

Not geboren, so der Präsident.

Sie sei ein freiwilliger

Schritt zu einem guten Zeitpunkt.

In beiden Kammern

finden 2009 turnusgemäß

Neuwahlen der Vollversammlungen

statt. Künftig

wird es eine gemeinsame

Vollversammlung einem

gemeinsamen Vorstand und

45 Mitgliedern geben, davon

30 Arbeitgeber und 15

Arbeitnehmer. Der Vorstand

besteht zunächst aus zwei

Präsidenten und vier Vizepräsidenten.

Das Gremium

umfasst 18 Personen, davon

zwölf Arbeitgeber und sechs

Arbeitnehmer.

Die neue Kammer wird über

zwei Hauptverwaltungssitze

verfügen, fusionsbedingte

Kündigungen oder Gehaltskürzungen

sind nicht vorgesehen.

Die Fusion ist ein

wesentlicher Schritt für die

Kammerfusion

Von links: Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Lüneburg-Stade, Gernot Schmidt, Präsident der Hwk Lüneburg-

Stade, ZDH-Präsident Otto Kentzler, Hans-Georg Sander, Präsident

der Handwerkskammer Braunschweig und Otto Schlieckmann, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Braunschweig.

Zukunftsfähigkeit des Handwerks

in der Region und in

Niedersachsen, so Gernot

Schmidt.

27


28 Wirtschaftsförderung

KMU: Neue Förderperiode bis 2013

Viele Formalien zu beachten

Drei nüchterne Buchstaben

stehen für ein Förderprogramm,

mit dessen Hilfe kleine

und mittlere Unternehmen

Investitionszuschüsse erhalten

können: KMU. Die Förderperiode

war zum Ende des

Jahres 2006 abgelaufen, sie

geht befristet bis Ende 2013 in

eine neue Runde – allerdings

mit veränderten Modalitäten.

Die allgemeine Definition

der Förderziele bleibt dabei

unverändert. Zur Sicherung

vorhandener Arbeitsplätze

sowie zur Schaffung neuer,

gewährt der Landkreis Gifhorn

eine einzelbetriebliche Förderung

für kleine und mittlere

Unternehmen. Die Förderung

mit dem Ziel der Stabilisierung

von Wirtschaftsstrukturen

in der Region findet in Form

einer Kofinanzierung zu Mitteln

aus dem europäischen

Ziel-II-Förderprogramm statt.

Die Unterschiede zur vorangegangenen

Förderperiode

finden sich unter anderem bei

der Festlegung der Mindestinvestitionssumme,

bei der

Förderfähigkeit von Grunderwerb

sowie bezüglich der

Zweckbindungsfristen. Die

Formalien sind hoch und nicht

für jeden Unternehmer tauglich.

Die Wirtschaftsförderung

des Landkreises mahnt, sich

vor der Antragstellung gut

über die Spielregeln zu informieren,

weil diese nicht ganz

einfach sind. So ist zum Beispiel

mit der Förderung eine

Berichtspflicht verbunden, in

deren Fokus unter anderem

die Dokumentation über die

Entwicklung des Personalbestands

steht. Auch muss ein

Steuerberater die Förderung

testieren.

Förderfähige Vorhaben

Die Errichtung einer Betriebsstätte ist förderfähig

Förderfähig sind Investitionsvorhaben

im Landkreis

Gifhorn, wie zum Beispiel die

Errichtung einer Betriebsstätte,

wenn hierdurch mindestens

ein Vollzeitarbeitsplatz auf

Dauer entsteht. Ebenso die

Erweiterung oder Verlagerung

einer Betriebsstätte, wenn

dabei die Zahl der Dauerarbeitsplätze

um 15 Prozent

gegenüber dem Stand vor Investitionsbeginn

erhöht wird.

Förderfähig ist auch unter

bestimmten Bedingungen der

Erwerb einer von Stilllegung

bedrohten oder stillgelegten

Betriebsstätte. Will ein Betrieb

neue oder zusätzliche

Produkte fertigen oder sein

Produktionsverfahren in der

bestehenden Betriebsstätte

ändern, um den Fortbestand

des Betriebes und der Arbeitsplätze

zu sichern, so ist auch

dies förderfähig. Bei kleinen

Unternehmen mit weniger als

50 Beschäftigten und einem

Jahresumsatz von höchstens

10 Mio. Euro kann der höchstmögliche

Investitionszuschuss

bis zu 15 Prozent der förderfähigen

Kosten betragen.

Mittlere Unternehmen mit

maximal 250 Beschäftigten

und einem Jahresumsatz von

maximal 50 Mio. Euro oder

einer Jahresbilanzsumme von

höchstens 43 Mio. Euro können

einen höchstmöglichen

Zuschuss von 7,5 Prozent der

förderfähigen Kosten beanspruchen.

Der Höchstbetrag

der Förderung ist in der Regel

auf 100.000 Euro beziffert. Es

besteht kein Anspruch auf Mittel

aus der KMU-Förderung,

vielmehr entscheidet der

Landkreis nach Ermessen und

unter Berücksichtigung der

Haushaltssituation.

Kommunen entscheiden mit

Wichtige Grundlagen im

Bewilligungsverfahren wurden

neu definiert. Während

vorher die Bewilligung einer

Fördermaßnahme allein der

Zustimmung durch die Wirtschaftsförderung

des Landkreises

bedurfte, müssen jetzt

die Standortkommunen ihr

Info

„Wir haben viel bewegt“

Beim Rückblick auf die vergangene

Förderperiode resümiert

Manfred Krömer von

der Wirtschaftsförderung des

Landkreises: „Wir haben viel

bewegt“. Er verweist auf 68 bewilligte

Anträge, hinter jedem

steht ein Unternehmen, dass

im Landkreis seine betriebliche

Zukunft sieht. Insgesamt 171

Arbeitsplätze entstanden so

bei einer Investitionssumme

von über 30 Mio. Euro.

Bis 2005 generierten sich aus

24 Projekten 108 zusätzliche

Arbeitsplätze und Investitionen

von insgesamt 16 Mio. Euro

bei einer Fördersumme von

1,4 Mio. Euro. Bis zum Juni

vergangenen Jahres bewilligt

abgerechnet, folgten weitere

24 Projekte mit einer Fördersumme

von 1,3 Mio. Euro und

einer Summe der Gesamtinvestitionen

in Höhe von 14

Mio. Euro verbunden mit 63

weiteren Arbeitsplätzen.

Zusätzlich konnten bislang 20

Anträge aufgrund der genehmigten

Zusatzmittel in Höhe

von insgesamt 700.000 Euro

aus dem EU-Mittelkontingent

bewilligt werden. Weitere 15

Anträge befinden sich derzeit

noch in der Prüfung.


Fortsetzung von Seite 28

Votum dazu geben. Hintergrund

ist die Neuordnung der

beteiligten Finanzgeber: Die

EU stellt wie bislang 50 Prozent

der Mittel zur Verfügung,

Landkreis und Kommune

tragen in der neuen Förderperiode

jeweils 25 Prozent.

Demnach sind die politischen

Gremien in den Standortkommunen

in das Bewilligungsverfahren

jetzt eingebunden.

Während bislang nur Teile

des Landkreises förderfähig

waren, ist die Förderung jetzt

auf das gesamte Kreisgebiet

erstreckt, soweit sich die kommunalen

Entscheidungsträger

für die Förderziele einsetzen

und entsprechende Mittel in

ihren Haushalten bereitstellen

wollen und können. „Eine

Förderung ist nur möglich,

wenn sich die jeweilige Standortkommune

mit 25 Prozent

an der Gesamtförderung beteiligt“,

heißt es dazu in den

Richtlinien.

Mindestinvestition definiert

Während in der vorangegangenen

Förderperiode keine

Mindestinvestitionssumme

Förderfähige Kosten müssen mindestens 25.000 Euro betragen

definiert war, müssen sich nun

die förderfähigen Gesamtkos ten

eines Investitionsvorhabens auf

mindestens 25.000 Euro belaufen.

Dabei galt Grunderwerb

bislang zu 100 Prozent förderfähig.

Jetzt dagegen dürfen

die förderfähigen Kosten des

Grunderwerbs zehn Prozent der

Gesamtinvestitionssumme nicht

überschreiten. Zudem wird im

Gegensatz zu vorher nun jedes

Projekt einem Bepunktungsscoring

unterzogen.

Zweckbindungsfristen sind mit

der Neuordnung der Richtlinien

in der neuen Förderperiode

ebenfalls verändert worden.

Zweckbindung verlängert

Während sie zuvor drei Jahre

betrugen, ist die Investition der

Fördermittel jetzt über einen

Zeitraum von fünf Jahren zu dokumentieren.Dauerarbeitsplätze

müssen mindestens für fünf

Jahre erhalten bleiben, ebenso

Wirtschaftsförderung

müssen die mit Hilfe der Förderung

erworbenen oder hergestellten

Gegenstände für die

Dauer von fünf Jahren zweckgebunden

verwendet werden.

Hat ein Betrieb die KMU-Förderung

in Anspruch genommen,

darf er über einen Zeitraum

von fünf Jahren nicht aus dem

Landkreis verlagert werden. Die

Zweckbindungsfristen beginnen

mit dem Auszahlen der letzten

Zuschussrate. Werden die

Fristen nicht eingehalten, kann

der Landkreis die ausgezahlten

Mittel zurückfordern.

Info

Infos gibt der Landkreis

Gehrenkamp 3 · 38550 Isenbüttel · Telefon (0 53 74) 9 55 50

www.tiautomotive.com

Die Ansprechpartner für die

KMU-Förderung finden sich

in der Abteilung Finanzen und

Wirtschaft des Landkreises.

Zuständig sind Helene Plate

unter Tel: 05371-82489 oder

E-Mail: Helene.Plate@gifhorn.

de. Ebenso Jörg Burmeister in

derselben Abteilung unter

Tel: 05371-82404 oder E-Mail:

Joerg.Burmeister@gifhorn.de.

Bremsdruckleitungen

... aus Isenbüttel

in die ganze Welt!

29


30 Wirtschaftsförderung IHK

EU fördert betriebliche Weiterbildung

Unbürokratischer Antrag

Bis zu 90 Prozent ihrer Weiterbildungskosten

können kleine

und mittlere Unternehmen jetzt

mit Hilfe eines europäischen

Programms gefördert bekommen,

darüber informiert jetzt

die IHK Lüneburg Stade ebenso

auch die Wirtschaftsförderung

des Landkreises. Insgesamt

stehen in den kommenden

drei Jahren 900.000 Euro aus

Mitteln des Europäischen Sozialfonds

zur Verfügung. Die IHK

hat aktuell eine so genannte

Regionale Anlaufstelle für das

Förderprogramm „Individuelle

Weiterbildung in Niedersachsen

(IWiN)“ eingerichtet.

Förderfähig sind Bildungsmaßnahmen,

die der Vermittlung

von Fach-, Sozial- oder Methodenkompetenz

dienen. Ausgenommen

sind Lehrgänge, die

betriebsspezifische Kenntnisse

vermitteln und solche, die sich

auf die Vermittlung von Grundkenntnissen

beschränken. Die

Lehrgänge müssen eine Min-

Sabine Schlüter und Maren Hübener von der Industrie- und Handelskammer

beraten über Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten.

destdauer von 30 Zeitstunden

aufweisen.

Qualifizierte Mitarbeiter

Volker Linde, Leiter des Geschäftsbereichs

Aus- und

Weiterbildung bei der IHK,

verdeutlicht, warum die IHK

eine Regionale Anlaufstelle

eingerichtet hat: „Die Unternehmen

stehen vor der Aufgabe,

steigende Anforderungen

effizienter bewältigen zu müssen.

Das erfordert qualifiziertes

Personal. Als regionale Anlaufstelle

können wir die Unternehmen

bei der Bewältigung dieser

Herausforderung unterstützen.

Die Antragstellung ist unbürokratisch.“

Unternehmen mit Sitz in den

Landkreisen Celle, Harburg,

Lüchow-Dannenberg, Lüneburg,

Soltau-Fallingbostel und

Uelzen können maximal 70

Musterrechnung Photovoltaikanlage

Leistung: „5KWp“ Anlage

Ertrag: 5 x 880 kWh / Jahr = 4.400 kWh

4.400 x 46,75 Cent / KWp = 2.057,- 3 / Jahr

Ertrag nach 20 Jahren:

41.140,- 3 Einspeisevergütung

Investitionskosten der Anlage komplett: 22.000,- 3

Prozent der Weiterbildungskosten

als Zuschuss erhalten.

Darüber hinaus können nachgewiesene

Freistellungskosten

(Lohn oder Gehalt) auf den

finanziellen Eigenanteil angerechnet

werden. Im günstigsten

Fall beträgt die Förderung so 90

Prozent der Kosten bei einem

maximalen Zuschuss von 3.000

Euro pro Jahr. Pro Teilnehmer

und Stunde werden höchsten

20 Euro erstattet. Mit dem

Projekt werden sowohl Landesmittel

als auch Mittel aus dem

Europäischen Sozialfonds und

Eigenmittel der IHK eingesetzt.

Anträge vor Beginn stellen

Anträge müssen vor Maßnahmebeginn

gestellt werden.

Weitere Informationen zu IWiN

sowie die benötigten Formulare

stehen unter www.ihk24-lueneburg.de

bereit. Sabine Schlüter

und Maren Hübener beraten

unter Tel.: 04131 / 742-133.


Wifö und ARGE: Kooperation für touristische Infrastruktur

Holz gestattet Zukunft

ABM-Touristische Infrastruktur: Jugendliche arbeiten in der Holzwerkstatt

des Landkreises

Mit Holz lassen sich Innenräume

gestalten, ebenso wie Häuser,

Möbel oder Gartenanlagen.

Der Landkreis Gifhorn unterhält

eine eigene gut ausgestattete

Holzwerkstatt. Hier wird weit

mehr gefertigt und gestaltet als

nur Produkte aus Holz. In der

Holzwerkstatt des Landkreises

erhalten Jugendliche ohne ab-

Enge Zusammenarbeit für die

touristische Infrastruktur: (v. u.)

Uwe Dannemann, Jörg Burmeister

und Uwe Rinkel

geschlossene Berufsaubildung

die Gelegenheit zu einem Start

in ihre berufliche Zukunft. Unter

der Regie der Wirtschaftsförderung

wird zudem die

touristische Infrastruktur des

Landkreises mitgestaltet. Die

Beschäftigten der Holzwerkstatt

haben schon Bootsanleger

für Wasserwanderer gebaut,

Schutzhütten für Wanderer

oder Rastplätze für Radfahrer.

Sie haben Infotafeln aufgestellt

und Treppen an Böschungen

installiert. Die Liste der Referenzen

ist lang. Jörg Burmeister

von der Wirtschaftsförderung

verweist aber in diesem Zusammenhang

zuerst auf einen wesentlichen

Punkt, der oberste

Priorität genießt: „Wir greifen

nicht in den Wettbewerb ein

und sind keine Konkurrenz für

mittelständische Unternehmer“.

Tische, Bänke, Hütten

An den Maschinen in der

großräumigen Holzwerkstatt

wird unter der Aufsicht von

Werkstattleiter Uwe Dannemann

alles gefertigt, was aus

Holz ist und sich unter dem

Oberbegriff touristische Infrastruktur

versammeln lässt.

Hier stapeln sich Tische und

vorgefertigte Rahmen für Infotafeln

aus wetterbeständigtem

Eichenholz, die sich mit hohem

Wiedererkennungswert vielfach

an touristisch und landschaftlich

interessanten Punkten im

Landkreis finden lassen. Damit

die Ergebnisse langlebig sind,

bemühen sich die Verantwortlichen

immer um Optimierung.

So werden beispielsweise die

Infotafeln jetzt aus dauerhaften

Hölzern hergestellt und auf verzinkte

Metallträger geschraubt,

die dann einzementiert werden

können. Auch die Schutzhütten

sind robust und von guter

Qualität: Ein Aushängeschild für

jede Gemeinde, weiß Burmeister,

dem eine lange Bestellliste

vorliegt. Die Jugendlichen

arbeiten in Teams und sind

neben den Holzarbeiten auch

mit der Pflege der vorhandenen

Infrastruktur beauftragt. Sie

kontrollieren unter anderem die

Radwege und bessern sie aus,

wo es nötig ist.

Enge Zusammenarbeit

Die Organisationsstruktur der

Werkstatt erfordert eine enge

Kooperation sowohl mit der

ARGE als auch mit den Kommunen.

Bei der ARGE ist Mitarbeiter

Kai Rinkel für die Klientel

U25 zuständig. Er verwaltet

die Personalkosten im Rahmen

der ABM-Touristische Infrastruktur.

Aus den Gemeinden

und Samtgemeinden kommen

die Aufträge wie unlängst die

Fertigung der Holzanlagen für

den neuen kleinen Bootshafen

in Ettenbüttel. Bootsrutschen

und Treppenanlagen haben die

rund 40 Jugendlichen im Alter

von 17 bis 25 Jahren in diesem

Wirtschaftsförderung

Fall aus Rohholz gefertigt und

anschließend vor Ort installiert.

Kurz zuvor hatten sie in Winkel

einen perfekt ausgestatteten

Rastplatz mit Schutzhütte und

Tischen für Radwanderer aufgebaut.

Vielfältiger Nutzen

Der Nutzen dieser Arbeitsbeschaffungsmaßnahme,

in den

die Holzwerkstatt des Landkreises

eingebunden ist, ist komplex.

Er ist unter anderem in der

Stärkung der touristischen Infrastruktur

unter dem Gesichtspunkt

der Stabilisierung dieses

wichtigen Wirtschaftsfaktors

begründet. Der Tourismus im

Landkreis bietet Mittelständlern

in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern

eine solide Lebensgrundlage.

Ein weiterer Aspekt

ist die Eingliederungshilfe für

Jugendliche mit schlechten Startbedingungen,

die zu recht stolz

auf das Geschaffene sind. „Die

Jugendlichen, die hier arbeiten,

werden mit Sicherheit nicht als

Zerstörer oder Graffitisprayer

auffällig“, weiß Burmeister. Das

wiederum schont Nerven und

Finanzen der Kommunen, die

in aller Regel als Eigentümer im

Rahmen der Unterhalts- und

Verkehrssicherungspflicht für Instandhaltung

und Pflege der Einrichtungen

verantwortlich sind.

Hoher Wiedererkennungswert: Die Schutzhütten und Möbel laden

Radwanderer zur Rast ein

31


32

– Anzeige –

LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. KG

„Die LSW bekennt sich

zu Wolfsburg und zur Region.“

Walter Rangette, Geschäftsführer

Seit Oktober 2005 haben

LandE GmbH und Stadtwerke

Wolfsburg AG ihre Energie-

und Wasseraktivitäten in der

neuen LSW gebündelt. Entstanden

ist ein Energiedienstleister

mit unverändert starkem regionalen

Bezug, der rd. 180.000

Haushalte mit Strom, Erdgas,

Fernwärme und Wasser ver-

sorgt. „Die LSW ist tief vor Ort

verwurzelt. Unser Ziel ist es,

gemeinsam mit den Bürgern

und der Wirtschaft, das hiesige

Bild zu prägen. Deshalb sehen

wir uns als stark kommunal

verbundenes Wirtschaftsunternehmen

besonders gegenüber

unseren Kunden, Geschäftspartnern,

Kommunen und Gemeinden

in der Verantwortung,

flexibel, wirtschaftlich und

effizient Energiedienstleistungen

anzubieten“, so Walter

Rangette, LSW-Geschäftsführer

(Sprecher).

Die Mitverantwortung zeigt

sich in vielerlei Hinsicht. So

ist die Ausbildungsquote überdurchschnittlich

hoch. Zurzeit

bietet die LSW 70 jungen Menschen

einen Ausbildungsplatz,

die Basis für einen zukunftsweisenden

und erfolgreichen Start

ins Berufsleben. Des Weiteren

unterstützt der Energiedienstleister

neben vielen sozialen

Projekten auch kulturelle Veranstaltungen.

Massive Veränderungen im

wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen

Umfeld

prägen den Energiemarkt.

Der Wettbewerb entwickelt

sich rasant und greift stark ins

Marktgeschehen ein. Diesen

Herausforderungen stellt sich

die LSW, so zum Beispiel mit

der Ausgründung der LSW

Netz GmbH. Der Gesetzgeber

forderte im Zuge des „Unbundlings“,

das bedeutet die

Entflechtung von Netz und

Vertrieb, alle Energieversorgungsunternehmen

mit mehr

als 100.000 Kunden auf, ihre

Strom- und Gasnetze von separaten

Tochterunternehmen

betreiben zu lassen. Ziel ist eine

weitere Stärkung des Wettbewerbs,

die Monopolstellung

des Netzbetreibers soll nicht

zugunsten des eigenen Vertriebs

missbraucht werden.

Weiterhin stellt die mit Macht

vorangetriebene wirtschaftliche

Unterstützung von Erneuerbaren

Energien durch die

Politik das Netz vor weitere

Herausforderungen. Netzkapazitätserweiterungen

werden

zwingend notwendig, um die

Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

„Ob sich letztendlich

der gewünschte Effekt nach

mehr Wettbewerb und dadurch

sinkenden Energieverbraucherpreisen

durch die Trennung von

Netz und Vertrieb realisieren

lässt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit

eher gering“,

schätzt Rangette die derzeitige

Situation am Energiemarkt ein.

AKTIV

vor Ort


Zuverlässige Lastenträger passend für individuelle Ansprüche

Repräsentabel und funktionell

Ein Fuhrpark ohne Kleintransporter

ist für viele Gewerbetreibende

nicht denkbar. Die

funktionellen, leistungsstarken

und meist sehr anpassungsfähigen

Lastenträger sind zunehmend

beliebt und unendlich

praktisch. Es ist kein Geheimtipp

mehr, dass die oft eher

klobigen Karossen überraschend

wendig und dynamisch

agieren können und dabei

durchaus Einiges zu bieten haben

im Bezug auf Komfort. Ein

Ergebnis langer Entwicklungsarbeit

der Fahrzeug- und Nutzfahrzeughersteller.Kleintransporter

sind überzeugend in

vielen Lebenslagen und bieten

dem Fahrer in aller Regel ein

funktionelles Arbeitsumfeld.

Bulli hat Geburtstag

Der große Vater vom Kleintransporter

wurde früher liebevoll

Bulli genannt. Der ist zwar

in die Jahre gekommen, von

ausgedient kann aber an dem

60. Geburtstag des einstigen

Wirtschaftswunderkindes in

diesem Jahr nicht die Rede

sein. In der 50er Jahren war

der Bulli Ausdruck von Zeitgeist

und verkörperte Dynamik

und Mobilitätsbedürfnis als

Zeichen des Aufbruchs in eine

neue Zukunft. Statt in ihn als

ausrangiert zu betrachten,

könnte man sagen der Bulli

ist erwachsen geworden. Der

Senior wurde als Prototyp

des Kleintransportes 1948 in

Wolfsburg entwickelt. 1950

begann die Serienproduktion.

Der Bulli eroberte schnell die

Herzen. Das Fahrzeug, sowohl

Der Bulli feiert in diesem Jahr

seinen 60. Geburtstag

als Bus als auch als Lieferwagen

nutzbar, trat seinen

Siegeszug auf Deutschlands

Straßen an. Heute ist die Konkurrenz

um die verschiedenen

Modelle groß. Viele Marken

haben eigene Merkmale für

Technik und Ausstattung entwickelt.

Sie bewerben sich mit

entsprechend großer Vielfalt

am Markt und werden aufgrund

ihrer unterschiedlichen

Ausstattungen jedem Nutzungsanspruch

gerecht. Leistungsstarke

Dieselmotoren,

unterschiedliche Radstände,

funktionelle Laderäume, variable

Ausstattungsmerkmale

bei Türen und Fenstern erlauben

den Einsatz sowohl als

Lieferfahrzeug wie auch als

repräsentables Gefährt mit

vielseitigen Qualitäten.

Kleintransporter unterwegs

Ein Blick auf die Verkehrsstatistik

aber zeigt, dass die

Zunahme von Kleintransportern

auf deutschen Straßen

und Autobahnen nicht völlig

unproblematisch ablauft.

Ausgestattet mit stabilen Fahr-

werken und leistungskräftigen

Motoren haben sie sich den

Ruf der rasenden Kisten erworben.

Laut den Angaben

des Statistischen Bundesamtes

wuchs die Zahl der Kleintransporter

im Straßenverkehr

in den vergangenen Jahren

deutlich schneller als die Zahl

der PKW. Die Zahl der Personenwagen

nahm von 1995 bis

2000 um rund fünf Prozent zu,

im gleichen Zeitraum stieg die

Zahl der Kleintransporter um

25 Prozent. Gleichzeitig stieg

aber die Zahl der schweren

Verkehrsunfälle, an denen

Kleintransporter beteiligt waren,

um mehr als 50 Prozent.

Die Zahl der Unfälle wuchs

also gut doppelt so schnell wie

die Zahl der Fahrzeuge. Die

Versicherer haben bereits reagiert

und die Beiträge entsprechend

angepasst.

Hohes Unfallrisiko

Kleintransporter sind also

verstärkt unfallgefährdet.

Untersuchungen und Studien

befassen sich mit den Ursachen.

Nur ein kleiner Teil der

Unfälle findet bei Höchstgeschwindigkeit

statt. Wo liegt

das Gefahrenpotential des

Kleintransporters? Übermüdung

der Fahrer könnte eine

Ursache sein. Das Führen von

Fahrtenbüchern ist bislang

nicht erforderlich. Ein weiterer

Grund kann die Beladung sein.

Der Bremsweg unbeladener

Kleintransporter

ist sogar kürzer als der

von PKWs. Wenn die

Ladung unzureichend

gesichert ist, schiebt sie

den Kleintransporter

im Bremsvorgang nach

vorne und verlängert

so den Bremsweg. Passiert

ein Auffahrunfall

bei höherem Tempo

reicht die Wucht des

Aufpralls durch die

verrutschende Ladung

Kleintransporter

schnell für zwei Totalschäden.

Eine überproportional

häufige Unfallsituation für

Kleintransporter ist in Baustellenbereichen

auf der Autobahn.

Schon bei geringer

Geschwindigkeit lässt sich ein

beladener Kleintransporter

schwer beherrschen, wenn es

ein Ausweichmanöver zu meistern

gilt. Seitliche Fliegkräfte

neigen das Fahrzeug zur Seite

und erschweren die Lenkung,

zumal da der Schwerpunkt des

Fahrzeugs relativ hoch liegt.

Auch hier zeigen Tests, dass

sich eine ungesicherte Ladung

in schwierigen Fahrsituationen

sehr nachteilig auswirken

kann.

Vorbeugen hilft

In Eigeninitiative hat ein Spediteur

seine Kleintransporter auf

eine Höchstgeschwindigkeit

von 130 km/h begrenzen lassen.

Das Ergebnis im Bezug auf

die Sicherheit überzeugt. Die

Reisezeiten sind kaum länger

ausgefallen, die Zahl der Unfälle

hat abgenommen, ebenso

wie der Verschleiß an den

Fahrzeugen. Auch die Stressbelastung

für die Fahrer war

auffällig niedriger und schlug

sich in verbesserten Krankenständen

nieder. Viele Hersteller

haben auf die Problematik

reagiert und bieten ihrerseits

verbesserte Sicherheitssysteme

in ihren Modellen an.

Mit zuverlässigem Fahrwerk und leistungsstarkem

Motor unterwegs

33


34

Kleintransporter

Autohaus Müller präsentiert Toyota Hiace und Hilux

Zuverlässig in allen Lagen

Zwei leistungsfähige und

leichte Nutzfahrzeuge bietet

das Autohaus Müller an. Insbesondere

die Gewerbekunden

sind von den Vorzügen

der bewährten Commonrail

Dieselmotoren des Toyota-

Vertragshändlers überzeugt.

Starke Dieselmotoren, hohe

Sicherheit und eine ansprechende

Innenraumgestaltung

sind beiden Modellen gemeinsam.

Sie sind alltagstauglich,

zuverlässig, leistungsstark und

langlebig. Das Autohaus bietet

neben günstigen Konditionen

beim Kauf auch interessante

Leasingkonzepte für Firmenkunden

an.

Toyota Hiace

Der unverwüstliche Transporter

erfreut sich eines legendären

Rufs dank einer außergewöhnlichen

Produktqualität, Zuverlässigkeit

und Lebensdauer.

Das geht einher mit niedrigen

Betriebskosten und einem

hohen Wiederverkaufspreis.

Im Rahmen der Modellpflege

wurden die bewährten

2.5-Liter D-4D-Commonrail-

Vierzylinderdiesel gründlich

überarbeitet und liefern spürbar

mehr Leistung bei niedrigerem

Verbrauch. Die verbesserte

Fahrleistung ermöglicht bei

86 kW/117 PS eine Höchstgeschwindigkeit

von 152 km/h.

Der genügsame Transporter

kommt mit durchschnittlich

8,5 Litern Diesel aus. Im aktuellen

Modelljahr unterscheidet

sich der Hiace durch seine

markante Front mit dem vergrößerten

Grill deutlich von seinem

Vorgänger. Das Interieur

überzeugt durch Funktionalität.

Der Standard-Kastenwagen ist

in zwei Radständen und Gewichtskategorien

von 2,8 bis

3,0 Tonnen lieferbar. Seitliche

Schiebetüren optional auf beiden

Seiten erleichtern das Be-

und Entladen.

www.lexus-mueller.de · www.toyota-mueller.com

Neu im Programm ist eine 4x4

Variante mit permanentem Allradantrieb

für bessere Fahrstabilität.

Insbesondere auf losem

Untergrund und bei schlechten

Witterungsverhältnissen eignet

sich der Transporter optimal

für die Nutzung auf Baustellen

sowie für landwirtschaftliche

Betriebe.

Toyota Hilux

Als unverwüstliches Multitalent

gilt der neue Toyota Hilux.

Der Pick-up bewährt sich in

seiner sechsten Generation

sowohl auf der Autobahn als

auch in schwerem Gelände.

Souverän meistert er Herausforderungen

als Freizeitmobil

sowie als Nutzfahrzeug. Der

Hilux erfüllt die Abgasnorm

Euro 4. Der neue 3,0-Liter-D-

4D Common-Rail-Diesel mit

126 kW (171) PS und 343 Newtonmetern

Drehmoment ist

das Topaggregat der Baureihe

und steht in puncto Leistung

an der Spitze seiner Klasse. Mit

einem Durchschnittsverbrauch

von 8,3 Litern Diesel zeigt sich

der Hilux genügsam. Ebenfalls

neu ist die 88 kW (120 PS)

Variante des bekannten 2,5-Liter

Turbodiesel. Damit ist der

kompakte Geländegänger auch

für längere Strecken gut motorisiert.

Mit drei Karosserievarianten

wird Toyotas Pick-up

individuellen Bedürfnissen in

großem Umfang gerecht. Der

klassische Zweisitzer „Single

Cab“ bietet ein Maximum

an Ladekapazität. Die hohe

Nutzlast von bis zu 1.155 Kilogramm

unterstreicht seinen Ruf

als Lastentier. Zwei zusätzliche

Passagiere finden im zweitürigen

„Extra Cab“ im Fond der

Kabine Platz. Der großzügig

bemessene „Double Cab“ mit

vier Türen und Platz für fünf Erwachsene

verfügt auf der 1.520

Millimeter langen Ladefläche

über viel Stauraum.


4

Gewerbegebiet: Hammerstein-Park

Quer durch den Landkreis

Samtgemeinde Brome

Bürgermeister Ingrid Klopp

Tel. 05833-84580

Harald Paul

Tel. 05833-979869

Bahnhofstraße 36

38465 Brome

Am Bahnhof II

Gewerbegebiet: 11,13 ha

0,81 ha sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Kommune

Hinter dem Sportplatz

(Tiddische)

Ottmar Bartels

Tel. 05366-969943

Gewerbegebiet: 3 ha

2,5 ha sofort verfügbar

Bebauung nach § 34 BauGB

Eigentümer: Privat

Gewerbegebiet Nord (Parsau)

Helmut Werthmann

Tel. 05368-1827

Gewerbegebiet: 6,5 ha

sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: ohne Angabe

Samtgemeinde Boldecker Land

Lothar Leusmann,

Samtgemeindebürgermeister

Tel. 05362-978111

Eichenweg 1

38554 Weyhausen

Klanze (Weyhausen)

Gesamtgröße: 12,4 ha

Gewerbegebiet: 4,9 ha

sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Sonstige

Stadt Gifhorn

GEG, Hedwig Thieken-Knorn,

Tel. 05371-986217

Stadt Gifhorn

Marktplatz 1

38518 Gifhorn

Unternehmenspark

Gifhorn Süd

Gesamtgröße: 40 Hektar

Gewerbegebiet 2 ha

Sofort verfügbar

B-Plan für Teilfläche

Eigentümer: Privat

Am Allerkanal (Automobil-

Kompetenzzentrum)

Gesamtgröße: 50 ha

Gewerbegebiet: 1 ha

Industriegebiet: 3 ha

Sofort verfügbar: 4 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Samtgemeinde Isenbüttel

Hans-Friedrich Metzlaff

Samtgemeindebürgermeister

Tel. 05374-8810

Gutsstraße 11

38550 Isenbüttel

Moorstraße (Isenbüttel)

Gewerbegebiet: 68 ha

sofort verfügbar: 5 ha

B-Plan für 30 ha rechtskräftig

Eigentümer: Kommune

Samtgemeinde Papenteich

Helmut Holzapfel

Samtgemeindebürgermeister

Tel. 05304-50260

Hauptstraße 15

38527 Meine

Waller See (Groß Schwülper)

Gesamtgröße: 96,55 Hektar

Gewerbegebiet: 11,9 ha,

Industriegebiet: 13,9 ha

Sofort verfügbar: 25,8 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Kommunen

Samtgemeinde Wesendorf

Walter Penshorn

Samtgemeindebürgermeister

Tel. 05376-89923

Alte Heerstraße 20

29392 Wesendorf

Hammerstein-Park

Gewerbegebiet: 40 ha

Sofort verfügbar

Wesendorf Süd-West

Gewerbegebiet: 1,6 ha

sofort verfügbar

B-Plan liegt nicht vor

Eigentümer: Privat

Wesendorf Süd –

zweiter Teilbereich

Gewerbegebiet: 4 ha

sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Ummern West (Ummern)

Gewerbegebiet: 1,8 ha

sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Groß Oesingen

Sondergebiet: 4 ha

sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Am Bahnhof (Wahrenholz)

Sondergebiet: 21,1 ha

sofort verfügbar: 8,65 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Stadt Wittingen

Karl Ridder, Bürgermeister

Bauamt Albert Soltau

Tel. 05831-26140

Bahnhofstraße 35

29378 Wittingen

Industriehafen Wittingen

Gesamtgröße: 68,3 ha

sofort verfügbar: 14 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Kommune

Wunderbütteler Kirchweg

Gewerbegebiet: 17 ha

Erweiterungsfläche: 17,2 ha

sofort verfügbar: 6,4 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Celler Straße/Süd

Gewerbegebiet: 9 ha

sofort verfügbar: 7,6 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Celler Straße/Nord

Gesamtgröße: 7,8 ha

Sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Uelzener Straße

Gewerbegebiet: 6,5 ha

2,21 ha sofort verfügbar

Bebauung nach § 34 BauGB

Eigentümer: Privat

Fallerslebener Straße

(Knesebeck)

Gewerbegebiet: 6,48 ha

5,49 ha sofort verfügbar

Bebauung nach § 34 BauGB

Eigentümer: Privat

Gewerbegebiete

Gewerbeflächen in der Übersicht

Schneflingen

Gewerbegebiet: 7,3 ha

Sofort verfügbar

Samtgemeinde Meinersen

Heinrich Wrede

Samtgemeindebürgermeister

Tel. 05372-8910

Hauptstraße 1,

38536 Meinersen

Zum Wohlenberg (Leiferde)

Gewerbegebiet: 2, 8 ha

sofort verfügbar: 2,55 ha

B-Plan liegt nicht vor

Eigentümer: Kommune

Triftweg (Hillerse)

Gesamtgröße: 9,61 ha

Gewerbegebiet: 1,42 ha

Mischgebiet: 0,19 ha

Sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Kommune

Dieckhorster Straße

(Meinersen)

Gewerbegebiet:10,41 ha

1,45 ha sofort verfügbar

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Gewerbegebiet (Müden)

Gewerbegebiet: 7,74 ha

sofort verfügbar: 3, 9 ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat

Samtgemeinde Hankensbüttel

Heinz Gödecke,

Tel. 05832-8330

Bahnhofstraße 29

29386 Hankensbüttel

Oerreler Straße

Gewerbegebiet: 12,31 ha

sofort verfügbar: 4ha

B-Plan rechtskräftig

Eigentümer: Privat, Kommune

Bahnhof (Steinhorst)

Gewerbegebiet: 4 ha

1 ha sofort verfügbar

B-Plan liegt nicht vor

Eigentümer: Privat

35


36

Ratgeber für Existenzgründer

Zuversichtlich in die Zukunft

Saubere Sache: Trockeneis

Peter Feddermann reinigt mit Trockeneis alle Oberflächen von

hartnäckigsten Substanzen Foto: Bierstedt

Ein 18 Jahre alter VW-Bus

stellte Peter Feddermann im

vorigen Jahr vor ein Problem.

Er musste den alten Unterbodenschutz

entfernen und

fragte sich wie. Der Elektroninstallateur

fand die Lösung per

Zufall auf einer Oldtimer-Seite

im Internet: Reinigung mit

Trockeneis. Mit dieser Lösung

entdeckte der Gifhorner auch

eine berufliche Perspektive in

der Selbstständigkeit und entschloss

sich zur Existenzgründung.

Sein Dienstleistungsangebot

basiert auf einem modernen

Reinigungsverfahren,

das die amerikanische Raumfahrtbehörde

NASA für die

Reinigung von Space Shuttles

entwickelte. Beim Unterboden

seines T 3 war er damit erfolgreich.

Die Trockeneisreinigung

funktioniert unkompliziert,

schnell, gründlich und ist sehr

schonend für alle Oberflächen.

„Ich war begeistert“, sagt der

Existenzgründer, der mit seiner

Gründungsidee auch die

Juroren des Gründerwettbe-

werbs 2007 der Projekt Region

Braunschweig überzeugte und

einer von neun Gewinnern

wurde.

Gefrorenes Kohlendioxyd

„Die Trockeneisreinigung ist

eine saubere Sache“, erklärt

Feddermann. Trockeneis ist gefrorenes

Kohlendioxyd (CO 2 ),

das in Form von Trockeneispellets

zu Verfügung steht und

in einfachen Thermoboxen

transportiert werden kann. Das

minus 79 Grad kalte Material

wird in die mobile Reinigungsmaschine

gefüllt und mittels

Spritzverfahren mit einem

Luftdruck von 300 Metern pro

Sekunde auf die Oberfläche

geschossen. Selbst hartnäckigster

Dreck wird dabei

schnell spröde und löst sich.

Anschließend kann er einfach

zusammengefegt oder aufgesaugt

werden. Das Trockeneis

funktioniert auf allen Oberflächen,

ohne diese anzugreifen.

So sei auch eine Motorwäsche

mit dem Kohlendioxyd kein

Problem.

Schonende Reinigung

Das CO 2 verdampft rückstandsfrei.

Öle, Fette oder

chemische Lösungsmittel fallen

bei der Reinigung ebenso

wenig an wie andere unerwünschte

Nebenprodukte.

Eine besondere Schutzausrüstung

oder Atemmaske ist

bei der Anwendung nicht

erforderlich. Das Spektrum der

Anwendungsmöglichkeiten

für die Trockeneisreinigung ist

groß. Feddermann ist zunächst

mit einem mobilen Gerät im

Einsatz. Damit kann er sowohl

für private Auftraggeber

Hauswände, Dächer oder

Terrassenplatten reinigen, Tuningfreaks

helfen oder auch im

industriellen Umfeld zur Verfügung

stehen.

Hallenbau geplant

Zurzeit steht Peter Feddermann

noch am Beginn seiner

unternehmerischen Tätigkeit.

Der Installateur hat sich das

notwendige kaufmännische

Rüstzeug in einem Existenzgründungsseminar

angeeignet.

Wenn sein erstes Betriebsjahr

mit entsprechenden Bilanzen

abschließt, plant er den Bau

einer Halle. Sein Wunschstandort

wäre das Industriegebiet

Isenbüttel in der direkten

Nachbarschaft von TI Automotiv

und VW.

Investitionen überschaubar

Bislang sind die Investitionen

überschaubar, so Feddermann.

Rund 100.000 Euro musste er

für Reinigungsmaschinen, mobilen

Kompressor und Zubehör

aufwenden. Baut er eine Halle

steigt das Investitionsvolumen

schnell auf 300.000 Euro. Zudem

hat er einen aussagekräftigen

Firmennamen und Logo

entwickelt, beides ist gerade

in markenrechtlicher Prüfung

durch einen Fachanwalt. Wenn

alles glatt geht, kann er ab Mai

damit firmieren.

Info

Stammtischtermine 2008

15.5.2008

Stammtisch „Wolfsburg“

Arbeitsrecht – Referentin:

Sybille Adermann

10.6.2008

Stammtisch Gifhorn

Betriebl. PKW – Referentin:

Heike Flade

17.7.2008

Stammtisch „Wolfsburg“

(Austausch)

12.8.2008

Stammtisch Gifhorn

(Austausch)

18.9.2008

Stammtisch „Wolfsburg“

(in Planung: Vortrag -

Krankenkasse (KKH) /

Ernährung & Entspannung )

14.10.2008

Stammtisch Gifhorn

(in Planung: Vortrag -

Berufsgenossenschaft oder

Rente / Kommunikation &

Marketing / Networking)

20.11.2008

Stammtisch „Wolfsburg“

(Weihnachtsstammtisch)

09.12.2008

Stammtisch Gifhorn

(Austausch / ggf.

Thema Ziel planung und

Umsetzung 2009)

Veranstaltungsort für Stammtisch

Gifhorn: Hotel „Deutsches Haus“,

Torstr. 11, Gifhorn

Veranstaltungsort

für Stammtisch „Wolfsburg“:

Hotel – Ristorante Boccaccio,

Elsternweg 12, Weyhausen


Am Telefon guten Eindruck hinterlassen

Professionell Kunden gewinnen

Gerade für Existenzgründer ist

es wichtig, am Telefon einen

professionellen Eindruck zu

hinterlassen. In diesem Zusammenhang

rät Katja Twiehaus von

der RS Unternehmensberatung

zu einigen Vorkehrungen, die

ihr unerlässlich erscheinen: Zum

Beispiel eine eigene Rufnummer

für das Geschäftstelefon einrichten

zu lassen. Sollte das nicht

möglich sein, „üben Sie mit allen

Familienangehörigen die Meldung

mit Ihrem Firmennamen

und bereiten Sie alle darauf vor,

dass es Sie ab jetzt bei der Meldung

am Telefon nur noch als

Firma gibt“, rät die Fachfrau in

ihrer Existenzgründungsberatung

im Gifhorner Wirtschaftsspiegel.

Stellen Sie sich mal vor

Es ruft ein potenzieller Auftraggeber

an, um telefonisch ein

Vorgespräch für einen möglichen

Auftrag zu führen, und

der Lebenspartner des Existenz-

Hans-Heinrich

gründers meldet sich mürrisch

mit „Müller“. Der Anrufer ist

irritiert nicht die Firma XY angerufen

zu haben und wendet sich

künftig vielleicht sogar verärgert

an einen Mitbewerber.

Mit Konzept an den Hörer

Neben der richtigen Meldung

gibt es noch einige weitere

Vorbereitungen für eingehende

Anrufe: „Tragen Sie auch in den

Büroräumen in Ihrer Wohnung

ihre Geschäftskleidung“, empfiehlt

die Existenzgründungsberaterin.

„Ihr Gegenüber hört

mehr, als Sie glauben“. Auch

sollte der Angerufene die übrige

Arbeit mit Beginn des Telefonats

zur Seite legen und sich

ganz auf den Anrufer einstellen.

„Überprüfen Sie Ihre Körperhaltung

und lächeln Sie, bevor Sie

den Hörer abnehmen“.

Selbstverständlich muss es

sein, die eigenen Angebote zu

kennen, ihre Vorteile und Ziele.

Baugeschäft

Ernst GmbH

• Erstellung schlüsselfertiger

Wohn- und Gewerbeobjekte

• Bauplanung

• Maurerarbeiten

• Stahlbetonarbeiten

• Um- und Anbauten

• Kellerabdichtung

• Schornsteinnachrüstung

Hugo-Junkers-Straße 18 · 38518 Gifhorn

Telefon 0 53 71 - 1 30 36 · Fax 0 53 71 - 1 30 38

Internet: www.ernstbau-gifhorn.de

Wir beraten Sie gern in allen Fragen

rund um Ihr Bauvorhaben.

Natürlich sind Ziele schwer festzulegen,

da zu Gesprächbeginn

das Anliegen des Kunden noch

unklar ist. Doch „Sie müssen

festlegen, was Sie wollen“.

Das heißt, mit einem Konzept

den Gesprächsverlauf lenken:

Zunächst das Anliegen des

Anrufers ermitteln, und dann

mit einem gezielten Fragenkatalog

den Bedarf ermitteln und

zusätzliche Angebote unterbreiten.

Missverständnisse vermeiden

Immer sollten Stift und Zettel

für Notizen griffbereit liegen.

Wichtige Punkte sind: Name

des Kunden, der im Verlauf des

Telefonats als Anrede wiederholt

werden sollte und die Wünsche

des Kunden. Sinnvoll ist auch

gemeinsam Erarbeitetes und

Absprachen zu notieren gegebenenfalls

auch Vereinbarungen

oder Angebote über Rückrufe .

Mit gezielten Rückfragen kön-

Ratgeber für Existenzgründer

Katja Twiehaus

nen Missverständnisse ausgeschlossen

werden. „Hören Sie

den Antworten aufmerksam

zu“, rät Katja Twiehaus. Am

Ende des Gesprächs sollte das

Wichtigste zusammengefasst

und vom Anrufer abschließend

bestätigt werden. Dann steht

einem positiven Gesprächsende

nichts mehr im Weg. Auch der

letzte Eindruck hinterlässt ein

bleibendes Gefühl.

Broschüren @ Flyer @ Werbeprospekte @ Produktfotografi e

Wir zaubern auch auf

Ihr Gesicht ein Lächeln …

www.photowerk.com @ (0 53 71) 94 12 100

37


38 Unternehmensberatung

Überleben im Mittelstand

Fünf mal B für den Kunden

Wolfgang Sievert, Steuerberater

Unter der Überschrift „Erfolg ist

machbar“ stellte Steuerberater

Wolfgang Sievert in der vorigen

Ausgabe des Gifhorner Wirtschaftsspiegels

sechs Säulen einer

erfolgreichen Betriebsführung

vor und verband diese mit

sechs „Tipps für den Erfolg“. Mit

dem zweiten Teil seiner Unter-

Voigt-Druck

nehmensberatung setzt Sievert

den Ansatz fort und geht dazu

auf die fünf B's der Kundenorientierung

ein. Dazu fragt er:

Wie gut ist Ihr Unternehmen in

den fünf B's der Kundenorientierung

aufgestellt?

„Ich hoffe, dass beim Lesen

dieser Ausführungen einige

neue Ideen für Ihr Unternehmen

entstehen, die Sie in der

täglichen Unternehmensführung

auch umsetzen können“.

Bearbeitung bis Betreuung

Die fünf B´ s der Kundenorientierung

lauten: Bearbeitung,

Beratung, Betreuung, Beziehung

und Bindung.

Der Einstieg in der Kundenorientierung

ist zunächst die Bearbeitung.

Diese sollte im Interesse

des Kunden möglichst

schnell, richtig und pointiert

sowie transparent sein. In der

nächsten Stufe kundenorien-

tierter Betriebsführung steht

die Beratung. Hier erwartet

der Kunde vor allem Kompetenz,

Nutzenorientierung und

Freundlichkeit. Das dritte B

der Kundenorientierung hat

eine vorausschauende, agierende

und ganzheitliche Betreuung

zum Ziel. Einen sehr

hohen Stellenwert spielt das

vierte B. Beim Aufbau einer

Kunden-Beziehung werden

persönliche Qualifikation,

Kontaktpflege und Partnerschaft

die Kunden orientierung

positiv beeinflussen. Die Krönung

in der Kundenorientierung

stellt letztlich die

Bindung des Kunden an ein

Unternehmen dar. Neben der

Abstimmung einer gemeinsamen

Strategie und der Bildung

von Allianzen besteht

hier die Zielsetzung in einem

längerfristigen Miteinander

zum Wohle aller Beteiligten.

(siehe auch Abbildung 1)

In der Praxis hat sich gezeigt,

dass für Unternehmen, die in

den Bereichen Bearbeitung,

Beratung, Betreuung,

Beziehung und Bindung gut

aufgestellt sind, die Preisdiskussion

nicht die tragende

Bedeutung hat wie in anderen

Unternehmen, die in den fünf

B's Nachholbedarf haben.

Mitarbeiter aktivieren

Neben der Kundenorientierung

spielen selbstverständlich

auch die Mitarbeiter eine entscheidende

Rolle. „Aktivieren

Sie sich und Ihre Mitarbeiter

mit Zielen. Legen Sie Ihre Jahresziele

fest und binden Sie Ihre

Mitarbeiter in die Zielvereinbarungen

mit ein“, rät Sievert.

Wer klare Ziele hat, wird

auch im Verkauf erfolgreicher

sein. Um dies effektiv umsetzen

zu können, ist es empfeh-

...weiter nächste Seite


Fortsetzung von Seite 38

lenswert, eine kooperative

Ziel-Vereinbarung mit einem

flexiblen Entgelt system zu verknüpfen.

Planung als Daseinsvorsorge

„Sehen Sie Ihre Planung als

Daseinsvorsorge für morgen

an!“, rät Sievert und fragt:

Gibt es in Ihrem

Unternehmen aber auch für

den privaten Bereich

strategische Überlegungen?

Liegen Planungen für den

Umsatz, die Kosten, den Ge-

winn und die Liquidität vor?

Werden die Soll-/Ist-Abweichungen

analysiert und Maßnahmen

getroffen? Die

Kalkulation bzw. Nachkalkulation

von Produkten

und Dienstleistungen sind unabdingbar!

Zusammenarbeit mit Bank

„Streben Sie mit Ihren Banken

eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit an. Achten

Sie bitte darauf, dass Absprachen

eingehalten wer-

den“, rät Sievert. Falls Überziehungen

der Konten erforderlich

sind, ist vorab ein klärendes

Gespräch über diese

Situation angezeigt. Strategische

Entscheidungen sollten

ebenfalls mit der Hausbank

besprochen werden. Wichtig

ist eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit zwischen

dem Unternehmer und seiner

Hausbank.

Weitere Empfehlungen

Im Weiteren gibt Steuerberater

Bearbeitung ➠ schnell, richtig, transparent

Beratung ➠ kompetent, nutzenorientiert, freundlich

Betreuung ➠ vorausschauend, agierend und ganzheitlich

Beziehung ➠ Qualifikation, Kontaktpflege und Partnerschaft

Bindung ➠ gemeinsame Strategie entwickeln, Allianzen bilden

Abbildung 1

Unternehmensberatung

Wolfgang Sievert weitere

Empfehlungen zur Verbesserung

der Finanz-Stärke:

Sorgen Sie für einen angemessenen

Eigenkapital-Anteil!

Achten Sie darauf, dass die

Aufträge gewinnbringend sind!

Denken Sie daran: Ja-sagen

bringt Umsatz, Nein-sagen

bringt Gewinn.

Versuchen Sie, gemeinsam mit

Ihren Mitarbeitern die Wertschöpfung

zu verbessern:

Unter Wertschöpfung versteht

man vereinfacht dargestellt den

Gewinn eines Unternehmens.

Stellen Sie sich gemeinsam mit

Ihren Mitarbeitern immer

wieder folgende Fragen:

Wie können wir den Umsatz

erhöhen? Wie lassen sich Rabatte,

Forderungsausfälle usw.

vermeiden? Wie können wir

Einsparungen erreichen? Wie

bekommen wir unsere

Materialkosten in den Griff?

Handeln wir alle unternehmerisch?

Achten Sie darauf, dass

jede Investition wirtschaftlich

und strategisch vernünftig ist.

39


40

Bankentipp / Volksbank

Volksbank eG rät: Energieeffizienz erhöht Immobilienwert

Modernisierer profitieren

Joachim Hinze, Bereichsleiter

I mmobilien der Volksbank eG

Der Gebäudebestand in

Deutschland ist in die Jahre

gekommen. Von Mitte der

50er bis Anfang der 80er Jahre

entstanden Millionen neuer Eigenheime

– oft stadtnah und

in bester Wohnlage. In Sachen

Komfort und Energieverbrauch

entsprechen diese Häuser

vielfach nicht mehr den heutigen

Ansprüchen. Wo die

Dämmung nicht nachgebessert

wurde und noch immer

der alte Heizkessel in Betrieb

ist, wird leicht doppelt und

dreifach so viel Heizöl oder

Erdgas verbraucht wie in modernisierten

und energetisch

optimierten Häusern.

Wohnqualität steigt

Es gibt also gute Gründe, in

die Modernisierung zu investieren:

Die Wohnqualität

steigt, die Heizkosten sinken

– und beides wirkt sich positiv

auf den Marktwert der Immobilie

aus. „Der Wert einer

Immobilie wird künftig vom

Energieaufwand beeinflusst“,

so Joachim Hinze, Bereichsleiter

Immobilien der Volksbank

eG Braunschweig Wolfsburg.

Wer modernisiert, kann

Jörg Prilop und Lutz Römer beraten die Kunden der Volksbank eG in Sachen Immobiliensanierung

langfristig von der Energieersparnis

profitieren.

Investition zahlt sich aus

Immobilien sind in Deutschland

mit fast 40 Prozent des Energiebedarfs

der größte Energieverbraucher.

Die in den letzten

drei Jahren rasant gestiegenen

Preise für Heizöl und Erdgas

machen vor allem Energiesparmaßnahmen

zu einer Investition,

die sich bezahlt macht. Einsparpotenziale

liegen nach

Branchenschätzungen zwischen

15 und 30 Prozent. Mehr

als 75 Prozent des Energieverbrauchs

im Haushalt werden für

die Heizung aufgewendet, damit

bietet sich in diesem Bereich

das bei weitem größte Einsparpotenzial.

Viele Häuser, die

Ende der 70er Jahre errichtet

wurden, haben einen jährlichen

Heizenergieverbrauch von 200

kWh pro Quadratmeter Wohnfläche

(das entspricht etwa 200

Litern Heizöl). Durch eine verbesserte

Wärmedämmung und

neue Fenster, den Austausch

des Heizkessels und eine zusätzliche

Solaranlage lässt sich

der Verbrauch in der Regel auf

weniger als 100 kWh je Qua-

dratmeter reduzieren. Bei

einem Haus mit 180 Quadratmetern

Wohnfläche bedeutet

das eine Einsparung von etwa

1.800 Litern Heizöl im Jahr.

Energieausweis gibt Einblick

Für Hausbesitzer und Vermieter

gilt seit 1. Oktober 2007 die

neue Energieeinsparverordnung

Sie macht den Energieausweis

ab dem 1. Juli 2008 schrittweise

zur Pflicht. Die Auflage, einen

Energieausweis gegenüber potenziellen

Käufern bzw. Mietern

vorzulegen, wird stufenweise je

nach Gebäudeart und Baualter

zur Anwendung kommen: Für

Neubauten, oder wenn wesentliche

Umbauten am Gebäude

getätigt worden sind, ist der Energieausweis

schon heute

Pflicht. Bei Wohngebäuden, die

bis 1965 errichtet worden sind,

ist der Energieausweis ab 1. Juli

2008 Käufern und Mietern zugänglich

zu machen.

Ab 1. Januar 2009 gilt dies auch

für alle anderen Wohngebäude.

Der 1. Juni 2009 ist der Stichtag

für Nichtwohngebäude, dann

wird der Ausweis auch für sie

zur Pflicht. Darüber informiert

auch das Bundesamt für Ver-

kehr, Bau und Stadtentwicklung

(BMVBS).

Doppelter Nutzen geschaffen

Mit dem Energieausweis werden

die Nebenkosten schwarz

auf weiß festgehalten. Im Hinblick

auf Verkauf oder Vermietung

der Immobilie lohnt sich

die Investition gleich doppelt:

Käufer oder Mieter lassen sich

leichter finden. Gleichzeitig reduzieren

sich die Nebenkosten,

was gleichermaßen Umwelt

und Geldbeutel die schont.

Info

Die Berater der

Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg

in der Gifhorner

Geschäftstelle sind

Jörg Prilop und Lutz

Römer. Sie stellen

interessierten Immobilienbesitzerngerne

entsprechende

Finanzkonzepte vor.

Telefon: 0180 269 910 66

(6 Cent pro Anruf aus dem

dt. Festnetz, ggf. andere

Tarife im Mobilfunk)


Neuregelungen zum Investitionsabzugsbetrag

Direkte finanzielle Vorteile

Die bisherige Ansparabschreibung

wurde mit

dem Unternehmensteuerreformgesetz

2008 durch den

Investitionsabzugsbetrag

ersetzt, um stärkere Investitionsanreize

zu schaffen und

Missbrauch zu vermeiden. Die

Neu regelungen zum Investitionsabzugsbetrag

sind in der

Regel erstmals für das Wirtschaftsjahr

2007 anzuwenden

– betreffen also die jetzt aktuellen

Jahresabschlussarbeiten,

informiert Steuerberater Frank

Niebuhr von der Wolfgang

Sievert Steuerberatungsgesellschaft.

Betriebsgröße beachten

Der Investitionsabzugsbetrag

bietet die Möglichkeit, für die

künftige Anschaffung oder

Herstellung eines abnutzbaren

beweglichen Wirtschaftsgutes

des Anlagevermögens eine

Gewinnminderung in Form

eines Abzugsbetrags zu bilden.

Durch die zeitliche Vorverlagerung

der Gewinnminderung

um bis zu drei Jahren, subventioniert

§ 7g Abs. 1 EStG kleine

und mittlere Betriebe, indem

die Finanzierung bestimmter

Investitionen erleichtert

Investitionen erleichtert wird

(vorzeitiger Betriebsausgabenabzug,

Steuerstundung;

konkreter Liquiditätsvorteil;

Verbesserung der Wettbewerbssituation;

Möglichkeit

des Ansparens von Finanzierungsmitteln

für Investitionen).

Zur Erreichung des Zwecks des

Investitionsabzugsbetrags, nur

kleine und mittelständische

Unternehmen zu fördern, sind

bestimmte Größenmerkmale

zu beachten. Bei bilanzierenden

Gewerbetreibenden

und Freiberuflern darf das Betriebsvermögen

nicht mehr als

235.000 Euro betragen. Soweit

der Gewinn durch Einnahme-

Überschuss-Rechnung nach §

4 Abs. 3 EStG ermittelt wird,

darf der Gewinn ohne Berücksichtigung

des Investitionsabzugsbetrags

nicht mehr als

100.000 Euro betragen. Maßgeblich

sind die Verhältnisse

am Schluss des Wirtschaftsjahres,

in dem der Abzug vorgenommen

wird.

Investition extra benennen

Für die Inanspruchnahme des

Investitionsabzugsbetrags

muss das Begünstigte seiner

Funktion nach benannt werden.

Außerdem ist die Höhe

der voraussichtlichen Anschaffungs-

oder Herstellungskosten

für jedes einzelne anzuschaffende

Wirtschaftsgut anzugeben.

Die Angaben sind dem

Finanzamt in den mit der Steuererklärung

einzureichenden

Unterlagen zu machen (außerhalb

der Buchführung).

Bewegliche Güter begünstigt

Begünstigt sind alle abnutzbaren,

beweglichen Wirtschaftsgüter

des Anlagevermögens,

also nicht Grundstücke

oder Gebäude, immaterielle

Wirtschaftsgüter oder Finanzanlagen.

Die Wirtschaftsgüter

können neu oder gebraucht

sein. Eine grundlegende Verbesserung

besteht darin, dass

nun auch die Anschaffung

gebrauchter Wirtschaftsgüter

begünstigt ist. Es muss aber

die Absicht bestehen, das

begünstigte Wirtschaftsgut

ausschließlich oder fast ausschließlich

(zu mindestens 90

v.H.) betrieblich zu nutzen.

Die geplante Investition und

das später tatsächlich angeschaffte

oder hergestellte Wirtschaftsgut

müssen zumindest

funktionsgleich sein.

Drei-Jahres-Zeitraum

Der Steuerpflichtige muss die

Absicht haben, das begünstigte

Wirtschaftsgut voraussichtlich

in den dem Wirtschaftsjahr

des Abzugs folgenden

drei Wirtschaftsjahren (bisher

zwei) anzuschaffen oder

herzustellen. Kommt es nicht

zur beabsichtigten Investition

innerhalb des Drei-Jahres-

Zeitraumes, ist der Gewinn

mindernde Investitionsabzugsbetrag

im Jahr der Bildung

rückgängig zu machen. Nach

der bisherigen Rechtslage zur

Ansparabschreibung war die

Rücklage nach zwei Jahren

Ratgeber Steuern

Steuerberater Frank Niebuhr

Gewinn erhöhend aufzulösen.

Die Möglichkeit steuerpflichtige

Gewinne in spätere Jahre

zu verschieben ohne zu investieren,

ist damit nicht mehr

gegeben.

Auch Verlust kann entstehen

Der Investitionsabzugsbetrag

darf in Höhe von 40 Prozent

der voraussichtlichen Anschaffungs-

oder Herstellungskosten

Gewinn mindernd außerbilanziell

abgezogen werden.

Durch den Investitionsabzugsbetrag

kann auch ein Verlust

entstehen oder sich erhöhen.

Die Summe aller Investitionsabzugsbeträge

darf je Betrieb

200.000 Euro nicht übersteigen

(nach bisheriger Rechtslage

154.000 Euro).

Kein Vorteil für Gründer

Die besonderen Vergünstigungen

für Existenzgründer

wurden abgeschafft. Die Möglichkeit

einer 20-prozentigen

Sonderabschreibung für die

getätigten Investitionen bleibt

erhalten. Sie ist aber nicht

mehr von der vorherigen Inanspruchnahme

eines Investitionsabzugsbetrags

abhängig.

41


42

Ratgeber Recht

Fachanwältin informiert: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Schadensersatz möglich

Christine Engel, Anwältin

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG)

beschäftigt die Gemüter von

Arbeitnehmern und Arbeitgebern

nach wie vor. Es ist seit

dem 18. August 2006 in Kraft

und war seit dem bereits Gegenstand

der Rechtsberatung

im Gifhorner Wirtschaftsspiegel

von Christine Engel, Fachanwältin

für Arbeitsrecht im

Landkreis Gifhorn. Zunächst

ging es um die Regeln im

Rahmen des Stellenausschreibungs-

und Bewerbungsverfahrens.

In ihrem aktuellen Beitrag

widmet sich die Fachanwältin

den Handlungspflichten des

Arbeitgebers im Rahmen des

AGG gegenüber seinen Arbeitnehmern.

Allgemeiner Grundsatz

Das AGG will grundsätzlich

Benachteiligungen verhindern:

wegen Rasse oder

Ethnie, Geschlechts, Religion

oder Weltanschauung, Behinderung,

Alters oder sexueller

Identität. Seit dem 18.August

2006 ist das AGG in Kraft.

Erste Änderungen erfolgten

bereits im darauf folgenden

Dezember (2.12.2006).

Pflichten der Arbeitgeber

Paragraf 12 AGG regelt die

Maßnahmen und Pflichten

von Arbeitgebern. Danach ist

der Arbeitgeber verpflichtet,

Maßnahmen zum Schutz

seiner Arbeitnehmer vor den

vorbezeichneten Benachteiligungen

zu treffen. Vorbeugende

Maßnahmen können

beispielsweise Rundschreiben

oder Schulungen sein.

Insbesondere Schulungen

sollen nach dem Wortlaut des

Gesetzes als Pflichterfüllung

gelten.

Der Arbeitgeber ist weiter

verpflichtet, seine Mitarbeiter

in geeigneter Art und Weise,

insbesondere im Rahmen der

Aus- und Fortbildung, auf die

Unzulässigkeit von Benachteiligungen

im obigen Sinn

hinzuweisen. Er hat zudem

auf das Unterbleiben von Benachteiligungen

hinzuwirken.

Verstoß durch Mitarbeiter

Verstoßen Mitarbeiter untereinander

gegen die Benachteiligungsverbote,

so hat der

Arbeitgeber die im Einzelfall

geeigneten, erforderlichen

und angemessenen Maßnahmen

zur Unterbindung der

Benachteiligung zu ergreifen.

Das AGG benennt insoweit

ausdrücklich die

Abmahnung, Umsetzung,

Versetzung oder die Kündigung.

Benachteiligung durch Dritte

Benachteiligen Dritte (beispielsweise

Kunden oder Lieferanten)

die Mitarbeiter bei

Ausübung ihrer Tätigkeit, ist

der Arbeitgeber verpflichtet,

die im Einzelfall geeigneten,

erforderlichen und angemessenen

Maßnahmen zum

Schutz seiner Mitarbeiter zu

ergreifen.

Beschwerdestelle einrichten

Seit Einführung des AGG ist

jeder Arbeitgeber verpflichtet,

eine Beschwerdestelle

gem. § 13 AGG einzurichten,

wobei diese Stelle geeignet

sein muss, nicht jedoch zwingend

separat zu schaffen ist,

sondern vielmehr auf eine andere

bereits vorhandene Stelle

aufgesattelt werden kann.

Verstöße des Arbeitgebers gegen

die genannten Pflichten

können Schadensersatz- und

Entschädigungsansprüche

und Leistungsverweigerungsrechte

des Arbeitnehmers

auslösen.


Leasing: Der Markt wächst weiter

Kundenorientierte Lösungen

Rund 57 Milliarden Euro investiert

die Leasing-Branche jährlich

im Auftrag ihrer Kunden in

Deutschland, den Großteil in so

genannte mobile Investitionsgüter.

Zwei Drittel aller deutschen

Unternehmen schlossen 2007

rund 1,5 Millionen Leasing-

Verträge für Dienstwagen, Lkw,

Maschinen, Computer, Telekommunikation

oder Software. Vor

allem mittelständische Unternehmen

nutzen die Vorteile des

Leasings für ihre Geschäfte und

Firmen. Mit zahlreichen individuell

auf die Kundenbedürfnisse

abgestimmten Lösungen setzt

die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

als kompetenter Finanz-

Partner des Mittelstands auch

beim Leasing echte Maßstäbe.

Erwartungen übertroffen

Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

realisierte im Jahr 2007

ein Leasing-Volumen von rund

8,5 Millionen Euro und übertraf

damit ihre selbst gesetzten Ziele

und Erwartungen deutlich. Zugleich

bestätigt die Sparkasse als

führender Finanzdienstleister in

der Region einen bundesweiten

Trend: Deutschlandweit wurde

ein Neugeschäft (Leasing und

Auto-Kredit) im Mobilien- sowie

Immobilien-Leasing von rund

3,2 Milliarden Euro erzielt – das

entspricht einem stattlichen Plus

von 28 Prozent.

Zuwächse auf allen Märkten

Damit schwingt sich das Sparkassengeschäft

2007 zu neuen

Höhen auf. Wie schon in den

zwei vorhergehenden Jahren

verzeichnen alle Märkte beträchtliche

Zuwächse: Die kundenorientiertenLösungsangebote

des Leasing-Individualgeschäfts

erreichten deutschlandweit

ein Neugeschäft in Höhe

von 1,0 Milliarden Euro, das

Direkt-Leasing 960 Millionen

Euro und das Vernetzungsgeschäft

beendete das Jahr 2007

mit einem Neugeschäft von 668

Millionen Euro.

Begehrt: Auto-Kredit

Als besonders begehrt bei

den Kunden erweist sich auch

überregional nach wie vor der

Sparkassen-Auto-Kredit. Das

seit zwei Jahren angebotene

Produkt schloss das vergangene

Jahr mit einem enormen Plus

von 55 Prozent (195 Millionen

Euro). Hinzu kommen

Leasing-Verträge für Mobilien

und international agierende

Unternehmen mit einem Neugeschäftsvolumen

von rund 374

Millionen Euro, die ebenfalls

über die Deutsche Leasing

Gruppe verwirklicht wurden.

Starker Verbundpartner

Auch die Sparkasse Gifhorn-

Wolfsburg nutzt ihren starken

Verbundpartner Deutsche

Leasing als Leasing-Kompetenzcenter

– und wird somit ihrem

Anspruch als Allfinanzdienstleister

gerecht: Die Kunden

profitieren dabei von einem

breit gefächerten Angebot aus

der Hand, verbunden mit dem

Fachwissen ihrer spezialisierten

Kundenbetreuer in den drei FirmenkundenCentern

der Sparkasse

Gifhorn-Wolfsburg.

Leasingmodelle für Ausland

Beratung und Leasingmodelle

machen nicht vor den Grenzen

der Region oder Deutschlands

halt. Auch bei der Begleitung

von Unternehmen ins Ausland

– das ist angesichts der Exportorientierung

vieler Betriebe ein

maßgeblicher Aspekt – beweist

die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

hohe fachliche Kompetenz.

Gemeinsam mit dem Partner

Deutsche Leasing unterstützen

die Experten der Sparkasse

ihre Kunden inzwischen in 14

europäischen Ländern sowie

in China und in den USA. Die

überwiegend mittelständischen

Unternehmen können auch im

Ausland mit den für sie maßgeschneiderten,

stets innovativen

Leasing-Lösungen rechnen

und nutzen diese weltweit insbesondere

als Instrument der

Investitions- und auch als Absatzfinanzierung.

Gute Argumente pro Leasing

Mit derartigen Leasing-Angeboten

liegen die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

und Deutsche

Leasing absolut im Trend. Denn

dass Unternehmen aktuelle

Leasing-Modelle einem Kredit

vorziehen, machen nicht nur

die hervorragenden Resultate

im Sparkassen-Leasing deutlich.

Auch die Ergebnisse einer

repräsentativen Marktstudie

"Leasing in Deutschland 2007",

die das Marktforschungsinstitut

TNS Infratest Finanzforschung

im Auftrag des Bundesverbandes

Deutscher Leasing-Unternehmen

(BDL) durchgeführt

hat, bestätigen die uneingeschränkt

positive Entwicklung

des Leasing in umfangreichem

Maße.

Dabei wurden die Hauptmotive,

die für Leasing sprechen,

von den Befragten eindeutig

benannt: Erste Priorität für Leasing-Kunden

haben die gleichmäßig

verteilten Kosten und die

genau kalkulierbare Laufzeit.

Interessante Leasingmodelle für Neuwagen

Bankentipp / Sparkasse

Ein weiteres ausschlaggebendes

Argument ist, dass mittels Leasing

die Betriebsausstattung

jeweils auf dem neuesten Stand

gehalten werden kann. Die

Schonung der Liquidität wird

an dritter Stelle der Motive für

Leasing genannt.

Rundum-Sorglos-Pakete

Viele Unternehmen schätzen

Leasing zudem längst nicht

mehr als reine Investitionsmöglichkeit,

sondern wählen

zusätzlich aus einem umfassenden

Sortiment an Dienstleistungen

oder Serviceangeboten.

Dazu gehören unter

anderem Wartungsarbeiten der

geleasten Maschinen oder Anlagen,

Versicherungsleistungen

oder so genannte Full-Service-

Verträge.

Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

und die Deutsche Leasing

haben diese Entwicklung

frühzeitig erkannt und bieten

ihren Kunden selbstverständlich

solche stark nachgefragten

Rundum-Sorglos-Pakete. Während

die Leasing-Gesellschaft

beispielsweise das professionelle

Management für den

Firmenfuhrpark oder die IT

übernimmt, können sich

Unternehmer ohne Reibungsverluste

ausschließlich und

fokussiert auf ihre Kernkompetenzen

konzentrieren.

Foto: Volkswagen

43

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine