Schulinterne Kommunikation - Stiftung Partner für Schule NRW

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Schulinterne Kommunikation - Stiftung Partner für Schule NRW

Schulinterne Kommunikation

Gefördert durch:

Zentrales Instrument für

Studien- und Berufsorientierungskoordinatoren/innen

Quellen: www.learn-line.nrw.de, www.huk.de, www.praxilogie.de

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Gefördert durch:

Kommunikationskultur

• Jede Organisation hat ihre eigene

Kommunikationskultur

– ungeschriebene, aber praktizierte Regeln

Kommunikation sollte

– offen und transparent sein

– wertschätzend und höflich sein

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Kommunikation in der Schule sollte...

• effizient sein

Gefördert durch:

– So viel wie nötig – so wenig wie möglich

– Systematisch und strukturiert sein

• gewährleisten, dass alle Beteiligte laufend

die notwendigen Informationen erhalten

• gewährleisten, dass alle Beteiligte wissen,

was wann zu tun ist

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Kommunikationskultur-Dreisatz“

• Die 3-Sätze wertschätzender Kommunikation

Gefördert durch:

– Nach der Rede des Partners 3 Sekunden warten, um

wirklich ausreden zu lassen

– Am Telefon nie mehr als 3 Minuten warten lassen

– Rückruf innerhalb von 3 Stunden

– Briefe/E-Mails innerhalb von 3 Tage beantworten

– Beschwerden innerhalb von 3 Wochen bearbeiten.

– Keinen wichtigen Kontakt länger als 3 Monate ruhen

lassen.

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Gefördert durch:

Kommunikation in der Schule

• Schulleitung an

Kollegen/innen

• Kollegen/innen

untereinander

• Kollegen/innen an

Schulleitung

• Kollegen/innen an die

Schüler/innen

• Schüler/innen an

Lehrer/innen

• Einzelgespräche

• Gruppengespräche

• Flurgespräche

• Telefonate

• Konferenzen

• Briefe

• E-Mails

• Zettel am Schwarzen Brett

• Plakate, Broschüren, Flyer

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Kommunikationsanlässe für Studien- und

Berufswahlkoordinatoren/innen

• Gespräche führen

– über Projekte/Abläufe/Ergebnisse informieren

– über Projekte/Abläufe abstimmen, planen, organisieren

• Konferenzen leiten / mitgestalten

– Thema Studien- und Berufswahlorientierung

• Informationen koordinieren

– Broschüren, Materialien verteilen

• Schüler/innen beraten

Gefördert durch:

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Gefördert durch:

Gespräche vorbereiten

• Wann und wo treffen wir uns für wie lange?

• Was ist Ziel des Gesprächs?

– Was möchte ich mitteilen?

– Was möchte ich wissen?

– Was soll das Ergebnis sein?

• Was erwarte ich von meinem Gegenüber?

• Was erwartet mein Gegenüber von mir?

• Welche Infos kann ich vorab zur Kenntnis geben?

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Gefördert durch:

Gespräche durchführen

• Gesprächsleitung

• Anlass und Ziel vermitteln

• Ablauf vermitteln

• Bei vielen verschiedenen Aspekten

– Meinungen, Aspekte visualisieren

• Ergebnis im Auge behalten

• Protokoll: Ergebnisse festhalten

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Gefördert durch:

Störquellen durch den Empfänger

• Unaufmerksamkeit

– Mit den Gedanken woanders

• Unkonzentriertheit

– Nicht genau zugehören, aber irgendetwas antworten

• Profilproblem

– schon Antwort überlegen, ohne zuzuhören, was gesagt wird

• Unterbrechungen

– Man meint zu erkennen, worauf der andere hinauswill und führt

das lieber in eigenen Worten aus

• Detailverliebtheit

– Man verrennt sich in Details und verliert den Überblick

• Unflexibilität

– neue Gedanken, Erkenntnisse in gewohnte Denkschemata pressen

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Gefördert durch:

Störquellen durch den Sender

• Chaos im Kopf

– Gedanken noch nicht strukturiert

• Unklarheit

– Gedanken werden missverständlich ausgedrückt

• Durcheinander

– Man antwortet nicht, sondern fängt neues Thema an

• Inkonsequenz

– roter Faden in der Argumentation fehlt

• Mangelnde Präzision

– zu viel auf einmal in einem Satz

• Quasselstrippe

– Zu lange reden, Aufnahmekapazität des anderen erlahmt

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Gefördert durch:

Konferenzen vorbereiten

• Tagesordnungspunkte und Dauer festlegen

– Einfache und schnelle Themen an den Anfang

– Wichtige Themen in die Mitte

• Tagesordnung /Unterlagen vorab verteilen

• Rückmeldungen abwarten und einarbeiten

• Meinungsbild zu heiklen Punkten einholen

• Raum reservieren und Setting prüfen

• Moderationsmaterial bereit stellen

• Protokollführung klären

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Gefördert durch:

Konferenzen durchführen

• Konferenzleitung begrüßt, stellt TO vor

• Einfache Themen / aktuelle Mitteilungen

• Komplexe/schwierige Themen

– Verschiedene Positionen visualisieren

– Lösungsvorschläge unvoreingenommen sammeln

– Vor- und Nachteile der Lösungen gewichten

– Auswirkungen der einzelnen Lösungen beachten

– Entscheidungen gemeinsam treffen - und tragen!

• Zeitrahmen einhalten

• Mit Dank für Mitarbeit schließen

• Protokoll anfertigen und verteilen

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Gefördert durch:

Informationsmanagement

• Interne und externe Informationsangebote

werden systematisch gesammelt und verteilt

• Die Informationsbeschaffung wird

systematisiert

• Der Informationsfluss wird geregelt

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Gefördert durch:

Informationsmanagement

• Regelmäßige Aufgaben:

– Sammeln / Bestellen

– Sichten

– Sortieren

– Verteilen

– Rückläufe einfordern

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Gefördert durch:

Beispiele für Systematisierung

• „Jour Fixe“ für kurze Besprechungen,

Mitteilungen einführen

• Regelmäßige Konferenzen erhalten festen TOP für

„Berufswahl“

• Schüler/innen oder Kollegen/innen holen sich

einmal in der Woche zu bestimmtem Termin Infos

• E-Mails für Mitteilungen an Kollegen/innen und

Schüler/innen nutzen

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche

• Hilfe zur Selbsthilfe

– Diagnose bezüglich eines Problems

– Informationen in Bezug auf das Problem

– Methoden und Begleitung zur Einleitung einer

Maßnahme

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche vorbereiten

• Ort: Eigener Raum? Nicht einsehbar?

• Zeit: Eigene Zeitplanung, genug Energie für Gespräch?

• Dauer: Ausreichend Zeit? Zeit für Unvorhergesehenes?

• Mögliche Störquellen: Telefonklingeln? Störungen durch

andere?

• Atmosphäre Ausstattung: Kleiner Tisch? Sitzordnung über

Eck

• Dokumentation: während/nach Gespräch

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche vorbereiten

• Inhaltliche Planung

– Erstgespräch?

– Mögliche Ziele und inhaltliche Schwerpunkte des

Gesprächs?

– Gab es "Hausaufgaben"?

• Stolpersteine

– Was muss ich tun, damit der/die zu Beratende garantiert

nicht wiederkommt?

– Aus welchem Grund könnte er/sie Angst vor dem

Gespräch haben?

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Gefördert durch:

Phasen des Beratungsgesprächs

• klare Struktur einhalten:

– Beginn

– Problemdarstellung

– Zielvereinbarung

– Problembearbeitung

– Ergebnisfindung

– Absprachen

– Reflexion

– Ende

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche durchführen

• Rollenwechsel: Lehrer/in – Berater/in

– Berater/in bietet Hilfe zur Selbsthilfe

• Aktives Zuhören

– ohne Unterbrechung zuhören, eigene Kommentare vermeiden

– durch Gestik, Mimik und kurze verbale Äußerungen signalisieren,

dass Sie zuhören

• Pausen ertragen

– Sprechpausen (Stille) ertragen und Aufmerksam bleiben

• Inhalt neutral wiedergeben

– Keine eigenen Stellungnahmen, Meinungen, Wertungen

– Inhalt kurz und präzise zusammenfassen

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche durchführen

• Direkte Fragen vermeiden

– offene Fragen, Informationsfragen stellen

• Diskussionen vermeiden,

– nicht über Probleme und Konflikte mit dem Klienten diskutieren

– keine eigenen Bewertungen oder Standpunkte einbringen

– Diskussionsangebote des Klienten thematisieren

• Distanz zum Inhalt

– den eigenen emotionalen Bezug zum Inhalt zurückhalten

– eigene Betroffenheit (Erlebnisse, Wertungen) wahrnehmen und

kontrollieren

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche durchführen

• Widerspiegeln (Paraphrasieren)

– sich ganz auf das Gesagte des Klienten konzentrieren,

– die wichtigsten Inhalte, Aussagen des Gesagten heraushören,

– gefühlsmäßige Anteile der Aussagen sensibel wahrnehmen,

– das Gesagte ordnen, zusammenfassen und mit eigenen Worten

wiedergeben.

• Absicherung der Wiedergabe

– Aspekte heraushören,

– verschiedene Aspekte (Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehung,

Appell) erfassen,

– dem Klienten den wahrgenommenen Hauptaspekt widerspiegeln.

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Gefördert durch:

Beratungsgespräche durchführen

• Angebote formulieren

– Möglichkeit zur Präzisierung geben

für einen Strang aus dem Gesagten entscheiden und verfolgen

– Zusammenhang zwischen zwei Strängen herausarbeiten

• Widersprüche

– verbale und nonverbale Widersprüche erkennen und ansprechen

• Entscheidung

– erarbeitete Entscheidungsalternativen deutlich gegenüberstellen

– Entscheidungsalternativen durchspielen lassen

– Vor- und Nachteile der Alternative durcharbeiten lassen

– auffordern, sich für eine Alternative zu entscheiden

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Gefördert durch:

Absolute Dont´s

• Wie Kommunikation garantiert schief geht:

– viele Störungen

– hoher Redeanteil des Moderators

– Vorgabe von Lösungen

– Nichtbeachten der Gefühlsebene

– Killerphrasen

• Dafür haben wir keine Zeit.

• Dafür haben wir kein Geld.

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