Jakobsweg Broschüre zum Download (1,7 MB) - Basilika Rankweil

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Jakobsweg Broschüre zum Download (1,7 MB) - Basilika Rankweil

Spirituelles Wandernauf dem JakobswegLandeck–EinsiedelnPilgerroute Landeck–Pettneu–Klösterle–Bludenz–Rankweil/Feldkirch–Appenzell–Schönengrund–St. Gallenkappel–Rapperswil–EinsiedelnVariante Feldkirch–Bendern–Wildhaus–Wattwil


EinsiedelnPilgern ist mehr als wandernWandern ist so vielfältig wie die alpinen Landschaften, durch die sichdas Wegenetz zieht. Wanderwege werden heute vielfach mit historischen,Natur-, kulturellen oder spirituellen Themen interessantergemacht. Zu letzteren gehören die Pilgerwege, allen voran Jakobswegeins spanische Santiago de Compostela.Die Verehrung des Apostels Jakobus d. Ä. in Spanien reicht bis ins9. Jahrhundert zurück. Als Spanien sich im Mittelalter aus der maurischenHerrschaft befreite, wurde der Heilige zu einer wichtigen Identifikationsgestaltdes Christentums. Die Angst vor der Strafe Gottes fürVergehen und Sünden machte die Pilgerreise nach Santiago zu einemWeg in die Vergebung. Bitt-, Straf-, Dank- und Gelöbnisreisen führtenMenschen aus ganz Europa auf mühevollen, entbehrungsreichenWegen und Straßen über tausende Kilometer nach Santiago. Vor allemdie Reformation und Kriege ließen das Pilgern abflauen, bis es seitden siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder zunehmendeBedeutung erlangte und zu einem wahren Wander-Trend wurde.Pilgerreisen finden heute auch mit modernen Transportmitteln statt.Das traditionsreichere Pilgern aber erfolgt zu Fuß und bringt dieErfahrung der Langsamkeit des Gehens: Bedächtig, mit Zeit für denWeg, seine Umgebung, die Städte, Dörfer und Menschen, die Landschaftenund Geschichte unterwegs. Der Pilger nimmt sich Zeit fürsich selbst. Die Motive des Pilgerns können religiös oder im weitestenSinn spirituell sein. Pilgern ist interkonfessionell und interreligiösgeworden, Pilgerwege bekommen als „Psychotope“ eine neueBedeutung.Die in diesem Prospekt beschriebenen Wege zwischen Landeck/Tirolund Einsiedeln/Schwyz haben in erster Linie seit über tausend JahrenBedeutung als Pilgerwege von Westösterreich zum Marien-WallfahrtsortEinsiedeln, bilden aber auch eine der Jakobsweg-Routen.Daher war es nur eine Frage der Zeit, dass die österreichischen undSchweizer Pilgerwege zusammengeführt wurden.Viel Freude beim spirituellen Wandern auf Jakobswegen von Landecknach Einsiedeln!5


Bei GrinsArlbergwegWege der GeschichteSchon seit einigen Jahren zieht sich ein „Jakobsweg“ von Osten nachWesten durch Österreich bis zum Arlberg. Tradition haben auch dieSchweizer Jakobswege von Süddeutschland über Rorschach oder Konstanznach Einsiedeln. Auf den Routen findet sich die Muschel in denWegweisungen wieder.Mit Frühjahr 2008 sind Wege und Markierungen zwischen Österreichund der Schweiz verknüpft, so dass sich eine zusammenhängende, 197km lange Route von Landeck über den Arlbergpass, durch Vorarlbergund das Appenzellerland bis Einsiedeln ergibt.Das Tiroler Stanzertal, das Klostertal und der Walgau in Vorarlbergsowie das Appenzellerland hatten seit Römerzeit und Mittelalter alsReise-, Kriegs-, Kreuzzugs- und Handelswege große Bedeutung.Pilger aus Österreich oder Süddeutschland wählten für ihre Reise nachSantiago de Compostela in Spanien früher zwar meist einfachere Wegeals den über den Arlberg, doch ist die Pilgertradition von Tirol undVorarlberg nach Einsiedeln oder auch von der Ostschweiz nach Rankweilseit Jahrhunderten lebendig. Für Reisende gab es schon imMittelalter nützliche Einrichtungen wie Klöster und Herbergen. Alsnach der Reformation Appenzell Innerrhoden katholisch blieb, wichenPilger dorthin aus. Appenzeller heirateten in Rankweil und verbandenihre Handelsgeschäfte mit Wallfahrten auf den dortigen Liebfrauenberg.So wurde buchstäblich hin und wi(e)der gepilgert.Die Entwicklung des Verkehrs begleitet den neuen Pilgerweg vonLandeck bis Rankweil. Mehrere Wege und Straßen, Eisenbahn undAutobahn teilen sich die engen Täler. Die Dörfer lebten früher weitgehendvom Transport und Verkehr, heute spielt der Tourismus einewichtige Rolle. Die Routen durch die Kantone St. Gallen, Appenzell undSchwyz warten mit idyllischen Landschaftsbildern neben denPilgerwegen auf. Und immer wieder zeigen sich grandiose Panoramen.In Städten und Dörfern beidseits des Rheins halten sich Tradition undModerne die Waage, gibt es gute Infrastrukturen für Weitwanderer,viele spirituelle Orte für Pilger, Kirchen und Kapellen mit Jakobus-Patrozinien oder -Darstellungen.6


Weg auf den EtzelPraktische InformationenDer ProspektDiese kleine Broschüre ist kein Wanderführer, sondern ein Prospekt,der Lust machen soll auf Pilger- und Weitwanderungen durchWestösterreich und die Ostschweiz. Sie sollte aber ausreichen, denWeg sicher zu finden. Alte Fuß- und Pilgerwege sollen wiederbelebtund die neue Bewegung des spirituellen Wanderns gefördert werden.Daher wurde bei den Informationen in erster Linie auf die Bedürfnissevon Pilgerwanderern Rücksicht genommen.Der Pilgerweg eignet sich sowohl für Weitwanderer als auch fürFeriengäste und Einheimische, die nur eine Etappe oder einigeAbschnitte auf einer Tour gehen möchten. Der zum Großteil neu alsJakobsweg ausgewiesene und markierte Weitwanderweg ist keinRouten-Dogma. Auch andere Wegvarianten zwischen Landeck undEinsiedeln sind möglich.WegbeschaffenheitDie Wege sind vielfältig – Wander-, Güter- und Forstwege wechselnmit Pfaden und mitunter auch längeren asphaltierten Strecken. DerZustand der Wege ist gut bis sehr gut, zwischendurch gibt es auchkurze schmale Pfade, feuchte oder wurzelige Wald- oder Feuchtgebiet-Wegeund steilere Bergwege. Die Wege sind aber nie exponiert.Die seltenen Straßenüberquerungen oder -passagen, die erhöhterAufmerksamkeit bedürfen, sind mit (Vorsicht!) bezeichnet.Etappenkarten und Höhenprofile… sollen Planung und Orientierung erleichtern, regionale Wanderkartenund Führer sind zusätzlich zu empfehlen. Der Prospekt alleinreicht für erfahrene und/oder ortskundige Wanderer als Begleiter aus.Die Höhenprofile sind jeweils fünffach überhöht.Die Etappen… sind Vorschläge für Wanderer mit guter Kondition und Ausdauer. Dergesamte Weg ist in neun bis zehn Tagen zu schaffen. Da die Dörferdicht beisammen liegen und größtenteils mit Übernachtungsmöglichkeitenausgestattet sind, lassen sich Etappen auch verkürzen oderverlängern. Für größere Gruppen ist die Quartiersuche deutlich7


St. Christoph am ArlbergSt. Martin Außerwaldschwieriger, eine genaue Planung ist – mithilfe der Tourismusbüros –wichtig. Die meisten Etappen sind 22 bis 24 km lang und erfordernjeweils eine – eher gemächliche – reine Gehzeit von 7 bis 8 Stunden.Mitunter sind beträchtliche Höhenunterschiede aufwärts und abwärtszu bewältigen. Vor allem Gruppen mit unterschiedlich ausdauerndenTeilnehmern sollten die Etappen verkürzen oder die letzten Kilometerzum Quartier mit dem Bus fahren. Auch ein Pausentag mitBesichtigungen oder Bergbahnausflügen lässt sich einlegen.Notrufnummern:Tirol, Vorarlberg und Schweiz: 144Internationale Notrufnummer: 112Alpines Notsignal: sechs Zeichen pro MinuteEs empfiehlt sich der Abschluss einer Versicherung, die auch denTransport durch Rettungsorganisationen einschließt. In Österreich bietetu. a. die Bergrettung, in der Schweiz die REGA solche Versicherungengünstig an.Ärztliche VersorgungArztpraxen und Apotheken sind bei den einzelnen Orten am Weg durchSymbole gekennzeichnet. Nehmen Sie bitte Ihre Versicherungskarte (ecard)mit, sie gilt im EU-Raum, in der Schweiz und in Liechtensteingegenseitig. Prinzipiell sollten Ärzte und Krankenhäuser Leistungendirekt mit Ihrer Sozialversicherung verrechnen, es ist aber auch möglich,die Leistungen direkt zu bezahlen und sie dann selbst abzurechnen.Klima, Wetter, saisonale BegehbarkeitDas Klima auf der gesamten Wanderstrecke ist alpin. Die unterschiedlicheTopografie mit Hochgebirge, weiten Tälern, mittelhohemHügelland, geschützten Lagen und Westwetterzonen bedeutet kleinklimatischeErscheinungen, mitunter schnelle Wetterwechsel, aber auch,bei entsprechender Großwetterlage, länger dauernde Schön- oderRegenwetterperioden. Die Wettervorhersagen sind heutzutage für dienächsten fünf Tage relativ verlässlich, so dass Wandertage gut geplant8


St. Jakob ob GontenPraktische Informationenwerden können. Rechnen Sie trotzdem im Hochgebirge mit kurzfristigauftretenden Regenfällen, (teils heftigen) Gewittern, selbst imHochsommer kann es in größeren Höhen auch schneien.Schönste Wanderzeit ist zwischen Mai und Oktober, in dieser Zeit istauch die touristische Infrastruktur in Betrieb (Arlberg: SommersaisonJuni bis Ende September). In schneearmen Wintern, im Frühling oderSpätherbst sind Teile des Weges in niedrigeren und sonnenexponiertenLagen begehbar.AusrüstungFür die Wanderung werden eingelaufene(!) leichte Berg- oderTrekkingschuhe, überknöchelhoch und mit guter Profilsohle, empfohlen.Funktionsbekleidung, warme Jacke/Pullover, Anorak, Regenschutz,Sonnenschutz (Kappe, Pilgerhut, Sonnencreme, Sonnenbrille)gehören ebenso dazu wie Tagesverpflegung, vor allem Wasser oderTee, Obst, Trockenfrüchte sowie ein Notfall-Set und Ihre persönlichenMedikamente. Wanderstöcke erleichtern Auf- und Abstiege und schonendie Gelenke, für feste und asphaltierte Passagen empfehlen sichGummipuffer über den Spitzen. Bei kühlem, windigem Wetter ist manum Handschuhe und Stirnband froh. Für Weitwanderer gibt es aufallen Jakobsweg-Homepages Packlisten (www.jakobsweg-tirol.net,www.jakobsweg.ch). Das Rucksackgewicht liegt idealer Weise zwischen8 und 10 kg. Der Rucksack sollte Hüft- und Brustgurt haben. Esgibt auf dem Pilgerweg keinen organisierten Gepäcktransport. Für denGrenzübertritt ist ein gültiger Pass oder Personalausweis nötig.Quartiere, VerpflegungSie durchqueren Tourismusgebiete von hoher Qualität. Trotzdem gibtes genügend Möglichkeiten, preiswert zu übernachten und zu essen.Auf österreichischer Seite empfehlen sich Pensionen, Gasthöfe undPrivatzimmer, auf Schweizer Seite zusätzlich „Schlaf im Stroh“. DiePreise für Übernachtung mit Frühstück beginnen in Österreich bei 15bis 20 Euro, in der Schweiz bei 25 bis 35 Franken pro Person, nachoben sind die Preisgrenzen offen.9


„Römerbrücke“ im StanzertalSchattenburg FeldkrichAusgesprochene Pilgerquartiere sind rar, diese sind bei den Ortenangeführt.In Gasthäusern rechnen Sie mit mindestens 10 Euro/CHF 20.– für eineMahlzeit und Getränk. In den meisten Orten gibt es Lebensmittelgeschäftezur Selbstverpflegung.Auskünfte erteilen die örtlichen oder regionalen Tourismusbüros, derVorbereitung dienen auch die Gemeinde-Homepages im Internet. ZurHochsaison und für Gruppen empfiehlt sich eine telefonischeVorreservierung der Unterkünfte.Öffentlicher VerkehrDie Regionen am Pilgerweg sind im Allgemeinen durch öffentlicheVerkehrsmittel gut erschlossen, die Frequenzen sind an Wochentagendichter als abends und an Wochenenden/Feiertagen. Bei denEtappenbeschreibungen sind die Bus- und Bahnlinien angeführt.Zu Ihrer Vorbereitung können Sie sich Fahrpläne aus dem Internetherunterladen:www.oebb.at; www.postbus.at; www.vvt.at; www.vmobil.at;www.sbb.ch (Bahn und Bus); www.lba.liFür Anreisende mit dem Auto gibt es im Stadtzentrum von Landeckpreiswerte Mehrtages-Parkmöglichkeiten: Schenten-Tiefgarage,Mehrtages-Parkplatz LandeckTelefonnummernT sind im Prospekt der Einfachheit halber ohne internationaleVorwahl angegeben. Österreich 0043, Schweiz: 0041, Liechtenstein00423 – die Null vor der Ortskennzahl entfällt jeweils.Wichtige AdressenVersand des Prospekts „Spirituelles Wandern auf dem JakobswegLandeck-Einsiedeln“ und Informationen: ProjektmanagementJakobsweg Tirol, info@jakobsweg-tirol.net, T 05359/90501-1002Vorarlberg Tourismus, Bahnhofstraße 14, A-6901 Bregenz,info@vorarlberg.travel, T 05574/42525010


AppenzellPraktische InformationenRegionalentwicklung Vorarlberg, A-6861 Alberschwende,T 05579/71710, www.leader-vlbg.at, leader@leader-vlbg.atTourismusverband TirolWest, T 05442/65600, info@tirolwest.atTourismusverband St. Anton am Arlberg, 6580 St. Anton am Arlberg,T 05446/2269, info@stantonamarlberg.comAppenzellerland Tourismus AI, CH-9050 Appenzell, T 071/7889641,info.ai@appenzell.chAppenzellerland Tourismus AR, CH 9410 Heiden, T 071/8983300,info.ar@appenzell.ch; www.appenzell.chSt. Gallen-Bodensee Tourismus, Bahnhofplatz 1a, 9001 St.Gallen,T 071/2273737, info@st.gallen-bodensee.ch, www.st.gallen-bodensee.chJakobsweg Tirol: www.jakobsweg-tirol.netJakobsweg Schweiz: www.jakobsweg.chProjekt Europäische Jakobswege: www.jakobswege.netAbkürzungen, SymboleKm – KilometerStd. – StundenJh. – JahrhundertInfo: Informationsstelle, meist Tourismusbüro oder GemeindeamtÖZ – ÖffnungszeitenöWC – öffentliches WC (mit Standortangabe)Höhenmeter aufwärtsHöhenmeter abwärtsRestaurant, GasthausUnterkunft (Hotel, Gasthof, Pension, Schlaf im Stroh)Lebensmittelgeschäft (auch Bäckerei oder Metzgerei)ArztApothekePilgerunterkunft (Herberge, Kloster)11


Praktische InformationenBroschüren und WanderkartenJakobsweg Tirol (Prospekt, ohne Wegbeschreibung)Jakobswege Vorarlberg: digitale Wanderkarte und Downloads unterwww.vorarlberg.at/Wanderwege, www.jakobsweg-tirol unter „Anschlusswege“und www.jakobswege.net unter „Wegleitungen“.Schweiz: „Unterwegs sein – auf dem Jakobsweg durch die Schweiz“,als Führer oder Download pdf (www.jakobsweg.ch), VolkswirtschaftskammerBerner Oberland, Broschürenbestellung, Postfach CH-3800Interlaken, Tel 033/8283736, admin@jakobsweg.ch; www.swisstopo.chWanderkarte StanzertalWander- und Erlebniskarte Alpenregion Bludenz (Alpenregion Bludenz,Rathausgasse, 6700 Bludenz, T 05552/30227, alpenregion@bludenz.atFreizeit- und Erlebniskarte Vorderland (Rathaus Rankweil)Wander Schönes Feldkirch (bei Feldkirch Tourismus)Schweizer Landeskarten 1:25.000 oder 1:50.000, Wanderkarte Appenzellerland(Buchhandlungen und Tourismusbüros)Weitere Landkarten der großen Kartenverlage im Buch- und Zeitschriftenhandel.Pilgerpass und StempelNotwendig nur in Spanien bei Pilgerreise nach Santiago. Zu beziehenbei autorisierten Jakobsgemeinschaften, z. B. Jakobsgemeinschaft,Dompfarre St. Jakob, Domplatz 6, A-6020 Innsbruck, T 0512/583902,www.jakobsweg-tirol.net; Amis du chemin de Saint-Jacques Suisse,www.chemin-de-stjacques.chStempel benötigen Sie für diese Wanderung nicht. Zu Ihrer Erinnerungund für Wanderer, die den ganzen Jakobsweg unter die Füße nehmen,haben wir am Schluss des Prospekts Stempelfelder vorgesehen, die Sieausfüllen lassen können. Bezugsorte: Pfarrämter, Klöster, Herbergen,Tourismusbüros.Jakobsweg-Pilger erkennt man an der Muschel am Rucksack, anFreundlichkeit und Rücksichtnahme. Man grüßt und wünscht unterwegs:„Buen Camino“ – guten Weg! Oder: „Ultreia!“Trotz sorgfältiger Pflege von Wegen, Wegweisern und Markierungenkann es mitunter zu Beschädigungen oder Mängeln kommen. Wir sinddankbar, wenn wir davon erfahren:Tirol: regioL Regionalmanagement Landeck, A-6500 Landeck,Bruggfeldstraße 5, www.jakobsweg-tirol.netVorarlberg: Landesregierung, Abt. Raumplanung, A-6901 Bregenz,T 05574/5110, raumplanung@vorarlberg.atAppenzell: info.ai@appenzell.chSt. Gallen: info@sg-wanderwege.ch12


Drei Regionen – drei MarkierungssystemeTirol (Landeck–Arlbergpass)Die Route ist mit den älteren oder neuen Jakobsweg-Pfeilen undSymbolen gekennzeichnet. Da Tirol noch kein landesweit einheitlichesWanderwegesystem hat, kann die Basiswegweisung im Stanzertal inihrer Gestaltung variieren.Vorarlberg (Arlbergpass–Meiningen)Vorarlberg hat ein einheitliches System nach dem Landes-Wanderwegekonzept.Die Pilgerroute führt auf regionalen Hauptrouten vomArlbergpass bis Bludenz auf dem „Arlbergweg“ (Zusatzbezeichnungauf den Tafeln), von Bludenz bis Rankweil auf dem „Walgauweg“ undvon Rankweil bis Meiningen auf dem „Appenzellerweg“. Wer sich andiese Bezeichnungen hält, befindet sich immer auch auf dem Jakobsweg,der zusätzlich an markanten Wegpunkten mit Übersichtstafelnund dem Jakobsweg-Schild bzw. dem Muschel-Symbol versehen ist.Spazier- oder Wanderweg,leicht begehbar (Pilgerweg)Bergwanderwegbergtaugliche Schuhe mitgriffiger Sohle empfohlenSchweiz (Meiningen–Einsiedeln)Die Schweizer sind Pioniere bei der Wanderwegemarkierung.Prinzipiell sind auf den Wegweiserndieselben Informationen enthalten wieauf jenen in Vorarlberg, die Schilder sind gelb.Dazu kommen gelbe Markierungsrauten unterwegs.Die Jakobswege, früher mit braunenZusatztafeln versehen, sind mit einem neuenSchild gekennzeichnet, das die Wegnummerund das Muschelsymbol trägt. Das Markierungssystemist in allen Kantonen gleich.13


Distanz: 24 kmGehzeit: 7 Std.Höhenmeter: 780 m, 340 mVerkehrsverbindungen:Postbus Landeck–St. Anton am Arlbergim Stundentakt.Zwischen Landeck und St. Anton am Arlbergkeine Bahnstation!1Landeck–PettneuHöhenweg mit BurgenAbgesehen vom steilen Anstieg nach Stanz angenehmeHöhenwege mit grandiosen Aussichten auf Landeck, dasStanzertal mit seinen markanten Verkehrswegen und demimposanten Hohen Riffler. Burgen, Kirchen und Wallfahrtskapellensäumen historische Wege.Wegverlauf: Vom Bahnhof Landeck-Zams gehen wir nach Westen,dann über die Innbrücke und durch Perjen Richtung Süden. AufWaldwegen und -pfaden führt der von Jakobsweg-Schildern begleiteteWeg aufwärts nach Stanz und von dort weiter Richtung Grins. AmWeg befinden sich eine Kneippanlage und Brunnen mit Rastplatz. InGrins überqueren wir die Brücke aus dem 16. Jh. und erreichen einenBrunnen mit Heilquelle. Nach einem tiefen Graben kommen wir zueiner Weggabelung, erreichen links zwischen Häusern einen Pfad undgehen dann wieder auf der Straße 2 km zur Larchkapelle (mittelalterlicheFahrspuren, Rastplatz). Die Wanderung führt nach Weiher/Strengen. Man quert das Streusiedlungsgebiet und kommt durch eineSchlucht nach Verill. Nun geht es meist leicht bergab zur Hauptstraßeund auf dieser nach Flirsch. Nach dem Ortsende führt ein Weg rechtshinauf und nach Westen bis vor Schnann. Dort steigen wir zum Ort abund gehen durch Schnann zu einem Weg taleinwärts, der nach einerStraßenquerung zur Rosanna führt. Diesem folgen wir und kommenunter der Bahn durch nach Pettneu.14Strecke in kmSeehöhe in Meter


NLandecköWC(Innparkplatz) Stadt an derKreuzung uralter Verkehrswegeüber den Reschen-,Arlberg- und Fernpass. Sehenswert:Schloss Landeck(13. Jh., Museum), Pfarrkirche„Unsere Liebe FrauMaria Himmelfahrt“ (13. Jh.). KronburgInfo: Tourismusverband Tirol-West, Infostelle Stadtzentrum, T 05442/ 65600, info@tirolwest.atStanz Burg Schrofenstein aus dem 12. Jh. (Privatbesitz), PfarrkirchePeter und Paul. Schnapsbrennerei-Dorf. Info: TourismusverbandTirolWest, T 05442/65600, info@tirolwest.atGrins (Bäckerei vormittags). Saumverkehr, Landwirtschaft,Tuffabbau und Bauhandwerk machten Grins zu einer wohlhabendenGemeinde. Mineralwasserbrunnen. Rokokopfarrkirche St. Nikolaus,gotische „Römerbrücke“ aus dem 16. Jh. Info: TourismusverbandTirolWest, T 05442/65600, info@tirolwest.atStrengen Wallfahrtsort mit Kapellen, St. Martinskirche (1755).Flirsch Schon im 15. Jh. war Flirsch bedeutender Verkehrsortmit Poststation. Barockkirche St. Bartholomäus. Info: T 05447/5564,flirsch@stantonamarlberg.comPettneu(Hausapotheke) Spätgotische Pfarrkirche MariäHimmelfahrt. Schnanner Klamm. Info: T 05448/8221,pettneu@stantonamarlberg.com


Distanz: 24 kmGehzeit: 7 1/2 Std.Höhenmeter: 900 m, 950Verkehrsverbindungen: Postbuslinien:Landeck–St. Anton a.A. im Stundentakt;St. Anton a.A.–St. Christoph–Rauz sowie Rauz–Stuben–Langen–Klösterle–Bludenz (90, 91).Bahnstationen: St. Anton am Arlberg, Langen.2Pettneu–KlösterleÜber den höchsten Punkt des JakobswegesEin Weg durch eines der berühmtesten Skigebiete der Welt undüber den Arlbergpass, die höchste Stelle am Jakobsweg.Pilgergeschichte begegnet uns in St. Jakob und St. Christoph.Wegverlauf: Von der Bahnunterführung in Pettneu gehen wir nachNorden zur Querstraße, der wir nach Westen folgen. Wir queren dieHauptstraße Richtung Vadiesen, gehen weiter nach Gand und nachrechts aufwärts (Obergander Weg) zu einem Pfad am Hang RichtungWesten. Vom Pfad empfiehlt sich ein Abstecher (5 min.) zur KircheSt. Jakob. Nach 700 m, in Bach, geht es zur alten Arlbergstraße bisnach St. Anton am Arlberg. Am Nordrand des Dorfes kommen wir aufeiner Promenade und durch einen Park zu einem Kreisverkehr.Oberhalb des Parkplatzes wandern wir auf einem Weg zur Brücke undkommen an die Straßenunterführung zur Rendlbahn. Der Schluchtwegwird zum Pfad und führt aufwärts zu einem Fahrweg. Dieser führtnach Osten auf eine asphaltierte Straße, dann links hinauf zur Stiegeneckkapelle(Rastplatz). Weiter durch Bergwald und kleine Moore zurArlbergstraße und auf einem Pfad nach rechts zum Maiensee, mit1865 m der höchste Punkt des Jakobsweges bis Santiago. Am See entlangkommen wir zu einem Fahrweg bergab nach St. Christoph. Aufder Straße gelangen wir über den Pass und von dort auf dem historischenArlbergweg zur Alpe Rauz. Beim westlichsten Haus queren wirdie Straße und gehen über einen Wiesenweg in die Rauzbachschluchtnach Stuben hinunter. Nach der Liftstation nehmen wir den ersten Wegnach links und folgen den Wegweisern „Arlbergweg“ nach Langen. Aufder Straße wandern wir zur Bahnunterführung, gehen davornach rechts aufwärts und folgen dem„Arlbergweg“, teilweise auf der altenBahntrasse nach Klösterle.16Strecke in kmSeehöhe in Meter


NSt. Jakob Ortsteil von St.Anton. Barockkirche St. Jakob(18. Jh.). Sehenswert: „St.Jakober Kanzel" mit demstürzenden Satan von MeisterJohann Schnegg; Pilgerbuch;Denkmal für die beim Bau desArlberg-Bahntunnels (1880bis 1884) verstorbenen Arbeiter.St. AntonöWCSeit über 100 Jahren ist St.Anton ein Weltzentrum desSt. Jakob am ArlbergWintersports. Barocke PfarrkircheMariahilf (Umbau Clemens Holzmeister, 1932).Info: T 05446/2269-0, www.stantonamarlberg.comSt. Christoph 1386 gründete Heinrich Findelkind von Kempteneine Unterkunft mit Kapelle für Reisende. Der kleine Ort wird durchdas Arlberg-Hospiz-Hotel dominiert (für Pilger günstige Übernachtungsmöglichkeit).Der Arlbergpass (1793 m) ist Wetter- und Wasserscheide,hier beginnt der alemannische Raum.Stuben Info: Tourismusbüro, T 05582/399, www.stuben.com,info@stuben.comKlösterleSeit der Gründung eines Johanniter-Hospizes1218 für Passwanderer wichtige Station für Reisende. Nach diesemmittelalterlichen „Clösterlin“ sind Ort und Tal benannt. Sehenswert:Wäldeletobelbrücke, Kaiserstiege. Info: Tourismusbüro, T 05582/777,www.kloesterle.com, info@kloesterle.com


Distanz: 24 kmGehzeit: 7 Std.Höhenmeter: 400 m, 740 mVerkehrsverbindungen:Postbuslinie 90: Stuben–Bludenz: ganzjährigWochentage Stundentakt, Sonn- und FeiertageZweistundentakt; zwischen Langen und Bludenzkeine Bahnstation!3Klösterle–BludenzLebendige Verkehrsgeschichte am ArlbergwegEine Etappe großteils im Sonnenlicht, durch Dörfer, die seitJahrhunderten vom Verkehr und Transport lebten. Jetzt istder Tourismus wichtiger geworden, die Transitwege verlaufenabseits der Siedlungen.Wegverlauf: Von der Ortsmitte Klösterle gehen wir auf einem FußwegRichtung Danöfen und nach Serpentinen auf der alten Bahntrassedurch eine Bogenbrücke der früheren Arlbergbahn mit Ausblicken insKlostertal und zur Davennagruppe. Weiter führt ein Eisenbahnerfußwegzum Bahnhof Wald mit Querung der Druckrohrleitung desÖBB-Spullerseekraftwerks. Ab Innerwald gehen wir auf der wenigbefahrenen Fahrstraße nach Außerwald zum Radonatobel, zur St.-Martins-Kapelle und auf einem reizvollen Fußweg oberhalb der Alfenznach Dalaas. Auf dem Alfenzweg gelangen wir über die Brücke zumGasthaus Krone und steigen schattseitig zur Anhöhe von Müß. EinForstweg führt zum Fallbach (hoher Wasserfall), ein Steig zurück zurAlfenz. Wir unterqueren die Schnellstraße und gehen rechts der Alfenzbis Gatschief. Ab Mühleplatz wandern wir auf einer Straße oder aufeinem Wiesenweg oberhalb durch Innerbraz und Außerbraz. BeimHotel Traube gehen wir aufwärts zum Golfplatz, an dessen Südendeentlang, bei den Bauernhäusern von Radin nach links zur Straße undnach St. Leonhard (Signaturen von Reisenden des 17. und 18. Jhts).Dort geht es rechts aufwärts, talauswärts über die Anhöhe Gasündund über Wiesen-, Wald- und Forstwege hinab nach Bludenz, wo derArlbergweg direkt beim Kloster St. Peter die Talsohle erreicht.18Strecke in kmSeehöhe in Meter


NWald Sehenswert: Klostertal-Museum Außerwald. Info:Tourismusbüro, T 05585/7390, www.dalaas-wald.at, wald.tourismus@vol.atDalaas(Hausapotheke) Historische Pferdewechsel- undPoststation. Heilig-Kreuz-Kirche. Info: Tourismusbüro, T 05585/7244,www.dalaas-wald.at, dalaas.tourismus@vol.atBraz(Hausapotheke) öWC (beim Friedhof neben der Kirche)Innerbraz ist eine eigene Gemeinde (schöne spätbarocke Pfarrkirche),Außerbraz gehört zu Bludenz. Info: Tourismusbüro, T 05552/28127,www.braz.at, info@braz.atBludenz (Kloster Sankt Peter, T 05552/62329,www.sankt-peter.at, sankt.peter@aon.at) öWC (Bahnhof, Rathausgasse)Die in ihrem Kern mittelalterlicheStadt mit Arkaden, dem barockenSchloss Gayenhofen (Bezirkshauptmannschaft),der Laurentiuskircheund der Muttersbergbahn ist Bezirksstadtam Schnittpunkt von fünf Tälern.Mitunter duftet es nach Schokoladeoder Biermalz. Das DominikanerinnenklosterSt. Peter wurde im 13.Jh. gegründet, die heutige Anlagewurde 1707–1709 errichtet. Nachbildungder Gnadenreichen Madonna vonEinsiedeln im linken Seitenaltar.Mehrere Kirchen säumen den Stadtdurchgang(Heilig-Kreuz-Kirche, Franziskanerkloster).Laurentiuskirche BludenzInfo: Bludenz Tourismus, RathausT 05552/62170, www.bludenz.attourismus@bludenz.at


Distanz: 25 kmGehzeit: 7 Std.Höhenmeter: 490 m, 570 mVerkehrsverbindungen:Regionalzüge Bludenz–Feldkirch–Rankweil.Buslinie 73 Bludenz–Feldkirch am Talgrund;Linie 75 Schnifis–Schlins (Bahnhof).4Bludenz–Rankweil (Feldkirch)Der sonnige „Walgauweg“Eine idyllische, leichte Etappe durch die vielfältige Natur derWalgauer Sonnseite, stets im Angesicht der Bergkulisse vonRätikon und Alpsteinmassiv. Die Dörfer überraschen durchhübsche Ortskerne.Wegverlauf: Vom Oberen Stadttor in Bludenz gehen wir bei derKreuzung der Wegweisung „Muttersbergbahn“ nach aufwärts. Vor derTalstation wendet sich der Weg nach links über eine Wiese und durcheinen Wald und wieder links abwärts nach Nüziders. Am Hangfuß entlangführt der Wanderweg zum Naturdenkmal „Hangender Stein“Richtung Ludesch. Wir gehen rechts hinauf zur alten Martinskirche mitihren Pilgerzeichen und dem Blick über den Walgau. Hinter Ludeschüberqueren wir die Lutz nach Thüringen. Kurz vor der Straße ins GroßeWalsertal geht es aufwärts zur Villa Falkenhorst, ins Gebiet Flugelin undzur Abzweigung „Jordan“, bei der wir rechts aufwärts durch Wald undWiesen nach Schnifis kommen. Der Weg führt unterhalb des Dorfes zumWald und nach Röns. Dort gehen wir rechts der Kirche weiter auf einemGüterweg über eine Wiese und durch den Wald nach Satteins. Wir folgendem Wegweiser „Walgauweg“ aufwärts durch einen Wald zumMelkboden. Richtung Rankweil gehen wir vom Melkboden ca. 10Minuten auf der Straße zum Schwarzensee und diesen entlang, überquerendie Straße (Vorsicht!) und steigen durch einen lichten Waldabwärts Richtung Göfis-Pfitz, durch die Felder von Tufers, vorbei amBauernhof der Lebenshilfe und wieder bergauf (Kapelle) zur Ebene mitdem alten Friedhof Valduna. Vor dem Landeskrankenhaus zweigen wirnach rechts ab und gehen auf einem Waldweg nach Rankweil.Variante Feldkirch Seite 3220Strecke in kmSeehöhe in Meter


NNüzidersAlte Kirche St. Vinerius mit vermutlich römischemTurm; Pfarrkirche Hl. Viktor und Markus (17. Jh.). Info:Alpenregion Bludenz, T 05552/30227, www.alpenregion.atLudeschSpätgotische Martinskirche von überregionalerBedeutung, Pfarrkirche St. Sebastian (1639).ThüringenöWC (Lindenplatz) Im Mittelalter Mittelpunktund Gerichtsort der Herrschaft Blumenegg (Ruine). PfarrkircheSt. Stephan (1714) mit überdachtem Holzaufgang.Schnifis öWC (bei der Kirche) Der Ort gehörte schon im10. Jahrhundert zu Einsiedeln. 1971 erneuerte Pfarrkirche.Röns öWC (Haus 33/Landstraße) Die kleinste GemeindeVorarlbergs hat eine der wertvollsten Kirchen: St. Magnus (1495) mitspätgotischem Flügelaltar, Darstellung von Jakobus und Christophorus.Satteins Pfarrkirche St. Georg (1824).RankweilöWC (Marktplatz Hintereingang Polizei, Bahnhof,Basilika) Die Marktgemeinde mit 1200-jähriger Geschichte wirddominiert von der burgähnlichen Wallfahrtskirche, der Basilika zuUnserer Lieben Frau auf dem Liebfrauenberg. Sie ist das meistbesuchteWallfahrtsziel und spirituelle Zentrum Vorarlbergs. Über denInnenhof erreicht man Kirche,Gnadenkapelle und Fridolinskapelle.Verehrt werden dasGnadenbild im goldenen Rokokoaltarund das silberne wundertätigeKreuz. Landeswallfahrtstag1. Mai. Vom holzgedecktenUmgang weiter Rundblick.Die lange Pilgertraditionspiegelt sich in der vielfältigen Wallfahrtsbasilika RankweilGastronomie wider. Info: Bürgerservice(Rathaus Marktplatz), T 05522/405-105, www.rankweil.at;Pilgerdienst: Basilika, Liebfrauenberg 10, A-6830 RankweilT 05522/44224, www.basilika-rankweil.at, office@basilika-rankweil.at


Distanz: 26 kmGehzeit: 7 1/2 Std.Höhenmeter: 680 m, 410 mVerkehrsverbindungen: Dichtes Bahn- undBusnetz (59, 60, 67, 68) zwischen Rankweil undFeldkirch.Buslinie 61 Rankweil–Meiningen.Eggerstanden–Appenzell: Postautobuslinie 191und Publicar-Rufbus (0848 55 30 60)5Rankweil–AppenzellAm Appenzellerweg über Grenzen und RheinVon der Ebene des Rheintals in die Hügel des südlichen St. Gallenund des Appenzell – dem steilen Aufstieg folgen als Lohn weiteSichten in Täler und die Bergwelt. Der Jakobsweg führt über dieGrenzen von Staaten und Kantonen.Wegverlauf: Von der Unterführung im Bahnhof Rankweil halten wir unsRichtung Meiningen und an die gelb-weißen Markierungen. Wir gehenzunächst auf asphaltierten Straßen durch lockere Siedlungsgebiete, biswir die Autobahn unterqueren und nach Brederis gelangen. Die St.-Anna-Kapelle (ÖZ 9 bis 17 Uhr) liegt mitten in fruchtbaren Feldern. Wirgehen einen Güterweg bis zur Fahrstraße, queren diese (Vorsicht!) undgehen an den Baggerseen von Paspels vorbei nach Meiningen-Zollamt.Nach Überquerung der Grenze zur Schweiz (Oberriet), des Rheins undder Autobahn halten wir uns links, lassen die Ruine Blatten rechts liegenund erreichen in der Ebene Hirschensprung (Rüthi). Bei der Kapellegeht es rechts bergauf: zunächst auf der Fahrstraße (Vorsicht!) durchdie imposante Hirschensprung-Schlucht, dahinter nach links RichtungFreienbach, wieder links durch eine Zauntür und auf Wegen und derschwach befahrenen Straße aufwärts. Hinter Freienbach zweigen wir inder Rechtskurve der Straße nach links ab und wählen den steilen, aberguten „Bergweg“ (rot-weiß) zur Alp Strüssler (800 m). Danach steigenwir links durch den Wald zur Wogalp auf, passieren – bei herrlichenAussichten über Rheintal, Berg- und Hügelland – die Neuenalp mit derGrenze zwischen den Kantonen St. Gallen und Appenzell und erreichenbald über einen bequemen, teils asphaltierten Forstweg die Kapelle22Strecke in kmSeehöhe in Meter


NMariahilf Bildstein (Gelöbniskapelle von 1867). Ab dort geht es sanftnach Eggerstanden hinab. Nach dem Zentrum mit Kirche und Gasthäusernzweigt der Pilgerweg nach links ab und erreicht über Wiesenund Hügel Steinegg mit der St.-Jakobs-Kapelle in der Parzelle Halten(1660). Ab Steinegg führen Straße und Weg entlang des Sitterflusses insZentrum von Dorf Appenzell.Meiningen KircheSt. Agatha (1609/1823)OberrietZur Gemeindegehören auch die Orteam Pilgerweg: Moos, Rehag,Stieg und Freienbach mit derWallfahrtskirche Mariä Heimsuchung(1971).Eggerstanden öWC(unter der Kirche) KircheHl. Josef (1973)AppenzellöWC Kirche Eggerstanden(Bahnhof, Rathaus, Brauereiparkplatz)Der Hauptort des in der Reformation katholisch gebliebenenHalbkantons Appenzell-Innerrhoden ist ein reizvolles Dorfensemblemit den typischen, reich bemalten Appenzeller Häusern mitden geschweiften Giebeln. Die milde Hügellandschaft mit Wiesen undWäldern, Bäder- und Erholungstourismus, die intakten LandschaftsundDorfbilder charakterisieren Region und Siedlungen. Das heutigeDorfbild (Rathaus!) geht auf eine Neuerbauung nach einem Brand von1560 zurück. Imposante Pfarrkirche St. Mauritius (1513, 1560, 1824,1892). Kapuzinerkloster am Westrand. Info: Appenzellerland TourismusAI, Hauptgasse 4, 9050 Appenzell, T 071/7889641, info.ai@appenzell.ch,www.appenzell.ch


Distanz: 18 kmGehzeit: 6 1/4 Std.Höhenmeter: 810 m, 940 mVerkehrsverbindungen: Appenzeller BahnenAppenzell–Urnäsch; Publicar-Rufbus(0848 55 30 60); Schönengrund: Postbuslinie6Appenzell–SchönengrundBeschaulich und gesund am AppenzellerwegDie Etappe der Appenzeller Klöster und Bäder. Die sanfte, grüneAppenzeller Landschaft, die Bäderarchitektur der Gründerzeitund zur Meditation einladende Kirchen und Kapellen, die reizvollenDorf- und Bauernhäuser in traditioneller Bauweise erfasstman in der Langsamkeit des Pilgerwanderns.Wegverlauf: Vom Kapuzinerkloster am westlichen Dorfrand vonAppenzell folgen wir kurz der Umfahrungsstraße und wandern überWiesen auf der alten Reichsstraße nach Gontenbad. Beim Altersheimüberqueren wir die Straße und hinter dem Natur-Moorbad dieBahngeleise. Der Barfußweg (man kann die Schuhe auch anlassen!)führt Richtung Gonten und nach Jakobsbad mit einmaligem Blick aufSäntis und Kronberg (Jakobs-/St. Bartholomäuskapelle, Jakobsquelle).St.-Anna-Kapelle beim Campingplatz (1771). Kurz vorJakobsbad queren wir den Wissbach, die Bahnlinie, kommen zurTalstation der Gondelbahn, zum Kurhaus Hotel Jakobsbad und zumKloster Leiden Christi. Hinter dem Kloster folgen wir demBesinnungsweg aufwärts und erreichen über Bergwiesen, Waldwegeund Landwirtschaftsgebiet die Alpen Studen und Unter-Lauftegg.Über den Chräghof und das Haumösli geht es Richtung Urnäsch hinunterbis zur Bahnlinie. Diese überqueren wir vor der neuenWildenbrücke und kommen in den Dorfkern. Die Tüfenbergstraßeführt zum Oberen Dorfteil, dort zweigen wir ab und steigen, teils über24Strecke in kmSeehöhe in Meter


NWiesenwege, über Buechenund Hintereggli auf zur AlpFolenweid (bitte Gatter schließen!).Wunderschöne Aussichtauf die OstschweizerBerge und den Bodensee.Gasthaus auf der Passhöhe(350 m abseits des Weges). EsKloster Jakobsbadgeht leicht abwärts zur FelsgruppeFuchsstein, kurz derBergstraße entlang und dann nach rechts ins Tal nach Schönengrund.Gontenbad NaturmoorbadGonten öWC (bei der Kirche) Wallfahrtskirche St. Verena mitGnadenbild Maria Trost (17. Jh.) und Glasgemälde mit Jakobus alsSennenpatronJakobsbad öWC (Luftseilbahn). Kloster Leiden Christi (Klosterapotheke)mit sehenswerter Kirche. Luftseilbahn KronbergUrnäsch öWC (bei der Kirche) Sehenswerter Dorfkern/Kronenplatz mit bunten Holzhäusern aus dem 17. und 18. Jh., AppenzellerBrauchtumsmuseum, Sylvesterklaus-Brunnen. Im Mittelalter war dieheute reformierte Kirche den Aposteln Philippus und Jakobus geweiht.Info: Tourismusbüro, T 071/3642640, www.urnaesch-tourismus.chSchönengrundöWC (Gemeindehaus)


Distanz: 26 kmGehzeit: 7 1/2 Std.Höhenunterschied: 850 m, 1130 mVerkehrsverbindungen: mit Bus(Brunnadern/Neckertal) und Bahn (S4) bisWattwil. Busverkehr Wattwil–St. Gallenkappel-Rapperswil, www.sbb.ch7Schönengrund–St. GallenkappelTreffen der PilgerwegeNach dem Aufstieg auf die Laad im Rickengebiet öffnet sichder endlose Ausblick auf die Glarner Alpen, die Linthebeneund den Zürichsee, der uns den gesamten Abstieg begleitet.Landwirtschaftsgebiet mit Einzelhöfen und schmucke Dörferwerden durchquert. Und dann geht’s bergab …Wegverlauf: Von der Kirche Schönengrund gehen wir in RichtungBächli und halten uns dann rechts auf dem Weg über den Tüfenbachund vorbei an nettem See nach Tüfi. Hinauf geht es zum Gasthof Kreuz,dort queren wir die Straße von Herisau und wandern auf der altenLandstraße leicht aufwärts Richtung Ämisegg bis zum Weiler Stofel.Von dort führt ein Landwirtschaftsweg über den Weiler Rüti zurück zurStraße. Am Gehsteig kommen wir nach St. Peterzell, wo derAppenzeller Jakobsweg in die Via Jacobi mündet. Wir verlassen denOrt über die Neckerbrücke in Richtung „altes Bädli“, wandern aufeinem Hohlweg nach Hofstetten hinauf (Holzhäuser mit reich verziertenFassaden). Nach der Überquerung des Schlifentobels erreichenwir den Hof Niderwil und danach den Eichbüel. Bei der Kreuzung biegenwir nach rechts in Richtung Scherrer auf die Höhen desReitenbergs ab (Gasthaus Churfirsten). Westwärts passiert der Wegeine Kette von Toggenburger Bauernhöfen und erreicht Wattwil. Wirpassieren den Bahnhof südwärts, erreichen das Kloster Maria Engelund nehmen den Waldpfad durch das Bachtobel zum Laad-Wanderweg. Vorbei an der Burg Iberg geht es zur Schlosswies undSchlossweid und hinauf zur Vorderen Laad, (schöne Toggenburger26Strecke in kmSeehöhe in Meter


NHäuser) und in sanftemAnstieg zur Haid am Übergangdes Laadpasses, wo wir den St.Gallischen Seebezirk erreichen.Nach der Hinteren Laadwandern wir entlang einesheckengesäumten Weges zumNaturschutzgebiet Bodenwiesund vorbei am SchießplatzCholloch zum Sattel von Oberricken.Ein bewaldeter Hohlwegführt zum Kirchdorf WaldePfarrkirche Waldeund auf der ehemaligen Fahrstraßedurch Wiesenland nach Widen. Von Höfli bis Allenwinden gehenwir auf einem Hanglehnenweg, dann durch einen Hohlweg nachRüeterswil (St.-Ursula-Kapelle mit Jakobsfigur). Statt der asphaltiertenLandstraße wählen wir die Wegschlaufe über Bezikon-Eichholz zurbarocken Grubenmann-Kirche von St. Gallenkappel (1754).St. PeterzellSeit 1555 Propstei des Klosters St. Gallen.Spirituelles Angebot „Haus der Stille“ im Kloster, T 071/3790026 oder071/3790027, gabue@vtxmail.ch. Info: Gemeinde, T 071/3771324,www.stpeterzell.chWattwilöWC (Bahnhof) Kubli-Kirche: Bis 1969 teiltensich die katholische und reformierte Kirchgemeinde eine Kirche, dannentstand unweit eine neue, moderne katholische Kirche. Kloster MariaEngel. In Wattwil mündet der von Feldkirch über Wildhaus und durchdas Thurtal führende Pilgerweg (Seiten 32 bis 35). Info: Gemeinde,T 071/9875555, www.wattwil.chSt. Gallenkappel Imposanter Rundblick auf die Glarner Alpen,das Speergebiet, die Linthebene und den Zürichsee.Info: Tourismusbüro, T 055/2842220, www.vsgk.ch


Distanz: 13 kmGehzeit: 4 1/2 Std.Höhenunterschied: 160 m, 180 mVerkehrsverbindungen: Busverkehr auf derStrecke Wattwil–St. Gallenkappel–Rapperswil,www.sbb.ch8St. Gallenkappel–RapperswilGroßartige LandschaftskulisseUnd nochmals begleitet uns das Grün der Felder, Wiesen undWaldstücke mit wechselnder Aussicht auf die Glarner Berge undden Zürichsee, den wir im gepflegten, pulsierenden StädtchenRapperswil mit seiner imposanten Burganlage erreichen.Wegverlauf: Von St. Gallenkappel wandern wir in westlicher Richtungdurch Wohnquartiere nach Geretingen und erreichen entlang desbewaldeten Aabachtobels die Rickenstraße mit der Aabachbrücke(1830). Nach dem Bachübergang verweilen wir bei der Jakobskapellevon Neuhaus. Hier trennen sich die Jakobsweg-Routen nach St. Meinradüber Rapperswil und Goldberg-Schmerikon-Siebnen-Lachen bzw.Schmerikon am See entlang nach Rapperswil. Wir wählen ersteren,neuen Weg über Eschenbach, Eggwald und Jona. Vom Ortszentrumgeht es hinauf nach Giebelsriet und zum bewaldeten Höhenzug vonEggwald mit prächtigem Ausblick (Aussichtspunkt Oberegg). Wirüberqueren die Hauptstraße, wandern zum Weiler Egg und nähern unsin sanftem Abstieg Jona. Ein Abstecher zur Wallfahrtskirche Busskirchlohnt sich.28Strecke in kmSeehöhe in Meter


NNeuhaus: Jakobskapelle;Abzweigung der Jakobswegenach Rapperswil undSchmerikon.Rapperswil-JonaöWC (Bahnhof und Tiefgarage).Wallfahrtskirche BusskirchSt.-Martin bei Jona aufden Grundmauern einer römischenVilla, 13. Jh, restauriert1976. Sehenswert: SchlossanlageHerrenberg mit Kirche,Rapperswil ZentrumPolenmuseum, Hirschpark;Rosengärten; Fischmarktplatz, Kapuzinerkloster, Altstadt, Kaipromenademit Parkanlagen. Hier beginnt auch der besonders reizvolleWeg über den Zürichsee nach Pfäffikon: er führt über die im Jahr 2001wieder hergestellte Holzbrücke zur Landzunge von Hurden auf dersüdlichen Seite des Sees.Info: Tourist Information, Fischmarktplatz 1, T 055/2205757information@rapperswil.jona.ch, www.rapperswil-jona.ch/Tourismus


Distanz: 15 kmGehzeit: 4 1/2 Std.Höhenunterschied: 670 m, 180 mVerkehrsverbindungen: Rückreise ab Einsiedeln:Bahn nach Pfäffikon und über Sargans–Buchs–Feldkirch zurück nach Landeck. Ca. 4 StundenFahrzeit, zwei- bis viermal umsteigen;www.sbb.ch9Rapperswil–EinsiedelnHinein in die barocke PrachtDie letzte Etappe ist immer die „ungeduldige“, dennoch sollte sieZeit geben für Ausblicke zurück und nach vorn und für eine Rastauf dem Etzel mit der barocken Meinradskapelle und dem schattigenGastgarten. Himmel und Hölle sind nah beisammen: derTeufelsbrücke folgt der Wallfahrtsort.Wegverlauf: Von Rapperswil geht es über den Pilgersteg zur Landzungevon Hurden, von dort zwischen See und Eisenbahntrasse bis zumBahnhof Pfäffikon („Alpamare“) und durch das hübsche Dorf zum südlichenEnde mit Anstieg Richtung Etzelpass. Zunächst führt ein befestigterPfad steil nach Luegeten (Blick über den Zürichsee), dann geht manein Stückchen der Fahrstraße entlang und schließlich einen angenehmen,ansteigenden Waldweg mit Lichtungen zum Etzelpass (Kirche St.Meinrad, Pilgergasthof). Die Straße führt dann bergab und anBauernhöfen vorbei zur architektonisch interessanten, vom BregenzerwälderBaumeister Kaspar Moosbrugger geplanten „Teufelsbrücke“ mitder Erinnerungstafel an den 1493 hier geborenen Arzt Paracelsus.Dahinter führt ein Wiesenweg nach rechts, wonach man alsbald auf eineebene asphaltierte Straße (Pilgerraststationen) kommt, die direkt nachEinsiedeln führt. Immer wieder ziehen die Bergkulissen mit denPyramiden der Mythen den Blick auf sich, bis man, vorbei an der Gangulfkapelle(11. Jh.), überwältigt vor der Barockpracht des Klosters und derKirche Einsiedeln steht. Ein Alternativweg führt am Sihlsee entlang undüber dessen Damm hinauf und den St.-Benedikt-Weg nach Einsiedeln.30Strecke in kmSeehöhe in Meter


NPfäffikonöWC (Bahnhof). Info: Tourismusbüro,T 084/8811500, www.zuerichsee.chEinsiedelnöWC (Kloster, Bahnhof) 828 wählte derReichenauer Mönch Meinrad den Etzelpass und später den „FinsterenWald“ zwischen Sihl- und Alptal als Einsiedelei. Nach MeinradsErmordung 861 folgten andere Mönche diesem Beispiel. 934 gründeteDompropst Eberhard von Straßburg eine benediktinische Gemeinschaft,die erste Klosterkirche entstand. Engelweihfeste führten zum Beginnder Wallfahrten nach Einsiedeln. Die „Schwarze Madonna“ kam 1466nach Einsiedeln. Die Klosteranlagewuchs beständig. Ihreheutige barocke Gestalt erhieltsie im 17. und 18. Jh. vornehmlichdurch die VorarlbergerBarockbaumeister HansGeorg Kuen und Kaspar Moosbrugger.Die Mittel für dieGnadenkapelle stellten u. a. Kapelle St. Meinrad auf dem Etzeldie Grafen von Hohenems bereit.Aufklärung und die Napoleonischen Kriege brachten einenNiedergang von Kloster und Wallfahrertum. Der Einsiedler Konvent floh,fand z. T. in Vorarlberg Zuflucht und brachte die Schwarze Madonna aufabenteuerlichen Wegen u.a. nach Vorarlberg ins Kloster St. Peter(Bludenz) und nach St. Gerold. Mit neuen Verkehrswegen blühte das Wallfahrenzu einem der wichtigsten Pilgerziele Europas wieder auf. Die beeindruckendearchitektonische Kulisse der Klosterkirche, das pulsierendetouristische Leben und die Inbrunst des Gebets vor der Gnadenkapelleerregen Staunen und Andacht. Info: www.kloster-einsiedeln.ch,T 055/4186111, Tourismusbüro, T 055/4184488, www.einsiedeln.ch


Distanz: 56 kmGehzeit: 20 Std. (empfohlen: 3 Etappen)Höhenmeter: 1310 m, 1040 mDas Wegweiser- und Markierungssystem inLiechtenstein ist gleich wie in der Schweiz.Verkehrsverbindungen: Schellenberg–BendernBuslinie 32 und 35, www.lba.li;Buchs–Wildhaus–Nesslau Buslinie 790;Nesslau–Wattwil: S-Bahn-Linie 9; www.sbb.chVarianteFeldkirch–Liechtenstein–Wildhaus–Thurweg–WattwilEine landschaftlich und historisch reizvolle Variante desPilgerwegs führt von Feldkirch durch das Fürstentum Liechtensteinund über Gams nach Wildhaus zum Thurweg/Toggenburg. DieseRoute ist n i c h t als Jakobsweg beschildert oder markiert! InWattwil ist Treffpunkt mit dem Jakobsweg von Appenzell her.Variante nach FeldkirchDie Variante nach Feldkirch ist sowohl über Satteins als auch überRankweil möglich. Von Satteins-Melkboden halten wir uns an den„Walgauweg Feldkirch“ und erreichen über Göfis-Schildried die Ill.Vorbei an einer gedeckten Holzbrücke und am Illufer geht es weiterzum Ortsteil Stein, über die Landstraße auf einen Forstweg durch denSteinwald und durch die Obere Illschlucht nach Feldkirch.Von Rankweil aus erreichen wir Feldkirch in 1 1/2 Stunden auf einemschönen Höhen-Waldweg, indem wir zuerst der Wegweisung „SchlossAmberg“ und von dort den Schildern „Schattenburg“ folgen.Route Satteins–Rankweil Seite 20FeldkirchöWC (Unterführung Busplatz, Tourismus-Info Palais Liechtenstein, Rathaus, Montforthaus, Bahnhof)(Kloster: Kapuzinerkloster: Bahnhofstraße 4, T 05522/72246-0,feldkirch@kapuziner.org; Übernachtung kostenlos, Spenden erbeten)Das mittelalterliche Städtchen unter der trutzigen Schattenburg, einerGründung der Montforter Grafen aus dem frühen 13. Jh., war seit jeher32Strecke in kmSeehöhe in Meter


Nwichtiger Verkehrsknoten inOst-West- und Nord-Südrichtung.Händler, Soldaten undPilger zogen von hier über dieSchweizer Alpenpässe nachNorditalien und Rom oder vonÖsterreich in die Schweiz nachEinsiedeln. Ein Johanniterklosteraus dem 13. Jh. warfrüher die Pilgerstation, heutewerden dort Ausstellungenzeitgenössischer Künstler gezeigt.Feldkirch ist Sitz derFeldkirchDiözese. Sehenswert: Dom St. Nikolaus (15. Jh.), Schattenburg (Museum),mittelalterliche Innenstadt mit Laubengängen, Rathaus (18. Jh),Türme der Stadtbefestigung, ehem. Jesuitenkolleg Stella Matutina(19. Jh., heute Musikhochschule), Jugendstilgebäude. Info: FeldkirchTourismus, Palais Liechtenstein/Schlossergasse 8, T 05522/73467,www.feldkirch.at, tourismus@feldkirch.atWegverlauf: Von Feldkirch (Ausgangspunkt Busplatz beim Katzenturm)nach Liechtenstein bietet sich ein schöner Waldweg über denSchellenberg und auf dem dortigen „Historischen Höhenweg“ an. Wirhalten uns zunächst Richtung Nofels, gehen entlang der Ill bis zurAbzweigung „St. Corneli/Schellenberg“, dort nach links und steigenzur Kirche St. Corneli mit der „Tausendjährigen Eibe“ auf (Gasthaus).Wir setzen fort über „Auf der Egg“, überqueren im Wald die GrüneGrenze nach Liechtenstein (Grenzstein) und folgen der Wegweisung„Historischer Höhenweg“ Gantenstein–Hinderschloss–Bendern.Immer wieder herrliche Aussichten aufs Rheintal, in den Walgau unddie Vorarlberger und Schweizer Bergzüge. Die Heilig-Kreuz-Kapelle in


Zur Planung der Variante empfehlen sich:Wanderkarte Fürstentum Liechtenstein, 1:25.000;Flyer Historischer Höhenweg; Landeskarten derSchweiz (Toggenburg); Helmut Tiefenthaler,„Wege in die Vergangenheit im Alpenrheintal“(Buchhandel); Wanderkarte Werdenberg–Alvier1:25.000, Wanderkarte St. Galler Oberland–Toggenburg 1:50.000; Thurweg-Prospekt imInternet: www.tourismus-ebnat-kappel.ch/Thurweg_DEF.pdf.Rofenberg (16. Jh., Pilgerzeichen)ist ein alter Pilgerrastplatz.In Bendern überquerenwir die Grenze nachHaag/Schweiz. (Wer statt überden Schellenberg lieber inder Ebene wandert, geht überNofels und NaturschutzgebietBangs nach Ruggell und Bendernüber die Rheinbrücke.)Von dort durchqueren wirHaag und gehen über dieKirche und Pfarrhaus St. Luzi, BendernBahn der Simmi entlang nachGams (Pilgerbrunnen an derHauptstraße am Ortsbeginn). Von Gams gehen wir zum Simmitobel,wo der Aufstieg nach Wildhaus beginnt (ab Obweg folgen wir dem WegNr. 86). Ab Wildhaus schlängelt sich der Thurweg teils links, teilsrechts entlang der Thur sanft abwärts über Wiesen, durch Wäldchenund Dörfer nach Ebnat-Kappel und Wattwil. Beidseitig steigen dieBerge an und bilden eine stets wechselnde Kulisse: Churfirsten, dieAusläufer des Alpsteinstocks und Säntis. Unterwegs sind spirituelleOrte anzutreffen, u. a. die ehemalige Benediktinerabtei Alt St. Johann,die Kapelle am Rastplatz Inseli, das ehemalige BenediktinerklosterNeu St. Johann oder die gotisch-barocke Kirche von Krummenau.Schellenberg öWC (Gemeindezentrum)EschenBendern öWC (Postamt) Pfarrkiche St. Luzi (9.–16. Jh, Umbau19. Jh.) und Pfarrhaus (früher Prämonstratenserkloster). Info:Liechtenstein Tourismus, Städtle 37, FL-9490 Vaduz, T 0239/6300,info@tourismus.li, www.tourismus.li34Strecke in kmSeehöhe in Meter


NHaagGamsöWC (beimRathaus) Info: Rathaus,T 081/7503040, www.gams.chWildhausöWC(Post Rückseite) Sehenswert:Geburtshaus von HuldrychZwingli. Info: ToggenburgTourismus, Hauptstrasse,T 071/9999911,wildhaus@toggenburg.orgUnterwasseröWC Am Thurweg(Bergbahn Chäserugg)Alt St. Johann öWC (Post) (Propstei, T 071/9999011 oder076/3602358). Sehenswert: Kloster und Kirche (1152, wiederholteUmbauten und Neuausstattungen, Kräutergarten, Kräuterladen)Stein öWC (Gemeindehaus)NesslauöWC (Bahnhof)Neu St. JohannöWC (Bahnhof) Das Kloster wurde 1806 aufgelöst,heute heilpädagogisches Zentrum Joanneum, barocke Klosterkirche.Info: Tourist-Info (bei Zwingli's Papeterie), Hauptstrasse 3,T 071/9941722, info@nesslau-krummenau.info,www.nesslau-krummenau.chKrummenau öWC (Bahnhof)Ebnat-KappelöWC (Bahnhof) Sehenswert: HeimatmuseumAckerhus. Info: Verkehrsverein, am Bahnhof, T 071/9932911,www.ebnat-kappel.chWattwil (siehe Seite 27)


Datum:Datum:Ort:Ort:Datum:Datum:Ort:Ort:Datum:Datum:Ort:Ort:Datum:Datum:Ort:Ort:


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