stakeholder report 2009-2010 - British American Tobacco Switzerland

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stakeholder report 2009-2010 - British American Tobacco Switzerland

INHALTSVERZEICHNISTEIL 1Einleitung61. Ansatz zur Stakeholder-Berichterstattung: Informationen Gruppe und BAT Switzerland 6• Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung: ein wichtiger Geschäftspfeiler 6• Reporting-Hintergründe BAT Switzerland 7• Dialog, das Kernstück unserer Vorgehensweise 7--Internationale Richtlinien 7--Das Prinzip der Inklusivität 8--Das Prinzip der Wesentlichkeit 9--Das Prinzip der Reaktivität 9--Philias und die Chatham-House-Regel 92. Independent Assurance Statement 10TEIL 2Illegaler Handel mit Tabakprodukten121. Was bedeutet illegaler Handel? 122. Weshalb kommt es zum illegalen Handel? 133. Inwiefern betrifft uns der illegale Handel? 144. Situation weltweit, in Westeuropa und in der Schweiz 14• Die globale Situation 14• Die Situation in Westeuropa 14• Die Situation in der Schweiz 145. Wie begegnen wir dem illegalen Handel? 15TEIL 3Dialogergebnisse161. Unsere Aufgaben 162. Gemeinsame Aufgaben 193. Aufgaben Dritter 205Inhaltsverzeichnis


Reporting-HintergründeBAT SwitzerlandDialog – das Kernstückunserer VorgehensweiseInternationaleRichtlinienIm Jahr 2005 leitete British AmericanTobacco Switzerland (nachfolgend BATSwitzerland) einen von der StiftungPhilias begleiteten Prozess ein, umbasierend auf den Dialogen mit ihrenAnspruchsgruppen einen Social Reportzu erstellen. Dieser Prozess, der 2007wiederholt wurde, führte in den Jahren2006 und 2008 jeweils zur Publikationeines Social Reports. BAT Switzerlandwollte konkret auf die Erwartungeneingehen, die ihre Stakeholder inBezug auf Fragen rund um das ThemaTabak äusserten, etwa das Rauchenin öffentlichen Räumen, allgemeineVerbraucherinformationen und dieProblematik der Zigarettenstummel.2009 startete BAT Switzerlandmit ihren Anspruchsgruppenden dritten Dialogzyklus.Die Erfahrungen, die wir dankdem Austausch mit unserenAnspruchsgruppen gesammelthaben, und die Entwicklung derTabak-Problematik in unsererGesellschaft haben uns veranlasst,uns auf ein spezifisches Thema zubeschränken und uns diesem intensiverzu widmen. Der veränderte Ansatzschlägt sich auch in der Terminologienieder. So sprechen wir heute nichtmehr von Social Report, sondern vonStakeholder Report und möchtendamit noch klarer unterstreichen,wie wichtig uns die Meinungen undErwartungen unserer Stakeholder sind.„CSR hat somit mehrEinfluss darauf, wie wirunser Geld verdienen,als darauf, wie wir esausgeben.“Michael Prideaux,Director Corporate &Regulatory AffairsBei British American Tobacco sindwir der Ansicht, dass der Dialogunerlässlich ist, um die Erwartungender Gesellschaft besser zu verstehen.Der Dialog erlaubt uns, den Ansichtenunserer Anspruchsgruppen Rechnungzu tragen und gleichzeitig Dinge zuerfahren, auf die wir alleine nichtgekommen wären. Dies ermöglicht esuns, die Anliegen unserer Stakeholderzu verinnerlichen und somit besseregeschäftliche Entscheidungen zu fällen.Um den Dialog mit unserenAnspruchsgruppen zu führen, stehenuns zahlreiche formelle Kanäle zurVerfügung, etwa unseren moderiertenDialog. Zudem sind wir im Rahmenunseres Tagesgeschäfts mit einerVielfalt von Anspruchsgruppenim Austausch. So stehen unsereVertriebsbeauftragten mit denEinzelhändlern in Kontakt, wir führenGespräche mit den Aufsichtsbehördenoder bieten unseren Bauern Unterstützungim Agrarbereich an.Der Austausch mit unserenAnspruchsgruppen findet auf jederStufe unseres Unternehmens statt undunterstützt die laufende Verbesserungunserer Prozesse, Arbeitsweisen undStrategie. Wir werden auch unsereAnstrengungen fortsetzen, mit denschärfsten Kritikern der Tabakindustriezusammenzuarbeiten, von denenviele bis heute nicht gewillt sind, sichauf den Dialog mit uns einzulassen.Besuchen Sie unsere Website unterwww.bat.ch, um zu erfahren, wie BATSwitzerland in der Vergangenheit ganzkonkret auf die Erwartungen ihrer Anspruchsgruppeneingegangen ist.Unser Stakeholder-Reporting-Prozessbasiert auf den Prinzipien desAA1000 AccountAbility PrinciplesStandard (AA1000APS) 2008. Dabeihandelt es sich um das Regelwerkdes AccountAbility Institute of Socialand Ethical Accountability, das daraufabzielt, Verantwortlichkeiten undLeistung von Unternehmen durch diestete Auseinandersetzung mit denStakeholdern zu verbessern. Es gibtvor, wie die Social-Performance-Berichterstattungdurchzuführen ist, undlegt die wichtigsten Grundsätze zurSicherstellung eines hohen Masses anTransparenz und Verantwortlichkeitfest. Die drei zugrunde liegendenPrinzipien sind Inklusivität (Inclusivity),Wesentlichkeit (Materiality) undReaktivität (Responsiveness).Auf Seiten 8 und 9 erfahren Sie,wie diese Prinzipien im drittenDialogzyklus angewendet wurdenDer Standard AA1000APS, für densich die British American TobaccoGruppe entschieden hat, mussvon allen Bericht erstattendenZweigstellen eingehalten werden.Zu unseren Stakeholdernzählen wir alle, die durchunsere Geschäftstätigkeitbeeinflusst werden oderdie einen direkten oderindirekten Einfluss aufunsere Geschäftstätigkeitausüben.7Einleitung


Das Prinzip derInklusivitätUm sicherzustellen, dass alle betroffenenAnspruchsgruppen an der Debatteteilnehmen können und vollständigintegriert sind, haben wir unsere Datenim Bereich Stakeholder-Mapping und-Klassifizierung mit Unterstützung derStiftung Philias aktualisiert und neueSchlüsselgruppen identifiziert. Obwohlder Dialog mit einem Teil unsererKritiker eine ungelöste Herausforderungdarstellt, haben wir uns zum Ziel gesetzt,mit sämtlichen Anspruchsgruppen einenJUGENDJugendschutzbehördenLehrerverbändekonstruktiven Austausch zu pflegen.Die folgende Grafik widerspiegeltdie Vielfalt an Anspruchsgruppen,die wir zu den Dialogsitzungen desJahres 2009 eingeladen haben.Von einer Zielgruppe aus 154eingeladenen Stakeholdern nahmen22 an den beiden Dialogsitzungenteil, die am 4. und 5. November 2009in Lausanne und Bern stattfanden.Die Ergebnisse dieser Sitzungen unddie formellen Verpflichtungen vonBAT Switzerland sind in Teil 3 diesesvorliegenden Stakeholder Reportsaufgeführt.KÖRPERSCHAFTENUND VERBÄNDEGesundheitsorganisationenWirtschaftlicheVerbändeKonsumentenverbändeSTOP PIRACY-PlattformAkademischeProfessorenPolitische ParteienBundesbehörden(insbesondereFinanzdepartement,Departement fürVerteidigung,Departement fürUmwelt, Volkswirtshaftsdepartement,Bundesamt fürGesundheit, Zollverwaltung)BundesräteStänderäteNationalräteGESUNDHEITS-VERBÄNDEZudem sind wir im Rahmen unseresTagesgeschäfts mit einer Vielfalt vonAnspruchsgruppen im Austausch. Sostehen unsere Vertriebsbeauftragtenmit den Einzelhändlern in Kontaktund wir führen Gespräche mit denAufsichtsbehörden. Mit unserenregelmässigen Rundschreibeninformieren wir unsere Stakeholderüber relevante Themen.POLITIK UNDGESETZGEBUNGILLEGALERZIGARETTEN-HANDELWIRTSCHAFT, HANDELUND LIEFERANTENIndustrie- undHandelskammerIndustrien:Uhrenindustrie,SchokoladenindustrieHandelspartnerFlughäfenForschungsagenturenLogistik / TransporteTrack and Trace-AgenturenMEDIENGASTGEWERBEGastroverbändeGESETZESVOLLZUGPolizeiAnwälteEINLEITUNG 8


Das Prinzip derWesentlichkeitJungenschutzVerbrauchsteuer/IllegalerZigarettenhandelRauchen in derÖffentlichkeitBei der Stakeholder-Berichterstattunggeht es darum, Themen zu ermitteln,die für unser Geschäft und unsereAnspruchsgruppen relevant sind. Zudiesem Zweck wurde ein dreistufigerProzess durchgeführt, der sich aufdie Methodik der Gruppe stützt. Zielist es, Themen zu behandeln, die anden letzten Dialogsitzungen nochnicht angeschnitten wurden, die wirjedoch beeinflussen können und dieihrerseits unser Unternehmen und dieGesellschaft massgeblich beeinflussen.GesellschaftlichesEngagementTabakpflanzerZigarettenstummelund UmweltschutzHandelsbeziehungenZusatzstoffeRisikoreduzierteProdukteMarketingbeschränkungenAusgewogene GesetzePersonalbeziehungenVerteidigung der Rechtevon RauchernKLEIN MITTEL GROSSEINFLUSS (AKTUELL ODER KÜNFTIGER) AUF DAS UNTERNEHMEN1) In einem ersten Schritt haben wirThemen geprüft und aufgelistet,die an früheren Dialogsitzungenangesprochen wurden. Insgesamtwurden 13 Themen ermittelt.2) In einem zweiten Schritt habenwir diese Liste aktualisiert. Dabeihaben wir uns einerseits aufaktuelle Stakeholder-Anliegenkonzentriert, die Gegenstandöffentlicher Umfragen undder Medienberichterstattungsind, und andererseits aufThemen, die einen grossengeschäftsrelevanten Einfluss haben.3) Schliesslich wurden die Themenauf einer Matrix entsprechend ihrerWichtigkeit für die Stakeholderund ihres aktuellen oderpotenziellen Einflusses auf dasUnternehmen positioniert.Ausgehend davon kontaktiertePhilias eine repräsentativeAuswahl an Stakeholdern zurValidierung der Ergebnisse.In diesem dritten Reporting-Zykluswurde der illegale Handel mitTabakprodukten als das für unserGeschäft und unsere Anspruchsgruppenbrisanteste Thema erkannt.Das Prinzip derReaktivitätBei diesem Prinzip geht es darum,dass auf die Erwartungen derAnspruchsgruppen systematischreagiert werden soll. Dies kannmithilfe formeller Antworten zurVerdeutlichung eines Standpunktesoder mithilfe einer Verpflichtungbzw. einer formellen Zusagegeschehen, welche konkreteMassnahmen erforderlich macht.In Teil 3 erfahren Sie, wieBAT Switzerland auf die Erwartungenihrer Stakeholder eingeht.Philias und die Chatham-House-RegelZur Gewährleistung von Transparenzund effektiven, offenen Gesprächenwurden die Dialogsitzungen durcheine unabhängige dritte Partei unterEinhaltung der Chatham-House-Regelmoderiert. Die auf CSR spezialisierteStiftung Philias, die als Vermittlerinfungiert, hielt die Erwartungender Anspruchsgruppen fest undstellte sicher, dass die Dialogregelneingehalten wurden.Um ein hohes Mass an Objektivitätsicherzustellen, lassen wir unserenStakeholder-Reporting-Prozess sowieden entsprechenden Bericht vonPricewaterhouseCoopers (PwC) prüfen.Die Chatham-House-Regelbesagt: „Wenn eine Konferenzoder ein Teil davon unter derChatham-House-Regel gehaltenwird, sind die Teilnehmer frei,die erhaltene Information zuverwenden, jedoch dürfen sieweder die Identität noch dieZugehörigkeit eines Sprechersoder die irgendeines anderenTeilnehmers preisgeben.“9Einleitung


Independent Assurance StatementAn das Management derBAT Switzerland AG:Ziele, Prüfumfang undVerantwortlichkeitenWir wurden beauftragt, denStakeholder Report 2009-2010(‘Report’) der British AmericanTobacco Schweiz AG (‘BATSwitzerland‘) zu prüfen, welchersich mit dem Thema illegaler Handel(„Anti Illicit Trade – AIT“) befasst.Für die Definition der Stakeholder, dieErhebung der Informationen sowie dieBerichterstattung ist das Managementder BAT Switzerland verantwortlich.Unsere Aufgabe besteht darin:• Schlussfolgerungen zurBerichterstattung zu ziehenbasierend auf einer ‚BegrenztenSicherheit‘ 1 gegenüberden Prinzipien Inklusivität,Wesentlichkeit und Reaktivitätgemäss dem AA1000AccountAbility PrinciplesStandard (AA1000APS(2008));• Schlussfolgerungen zum Inhaltdes Report zu ziehen basierendauf einer ‚HinreichendenSicherheit‘ 2 bezüglich derAbdeckung und des Umfangsder in Bern und Lausannedurchgeführten Dialogsitzungenmit den Anspruchsgruppen.Grundlagen derSchlussfolgerungenWir haben unsere Prüfhandlungenso geplant und durchgeführt,damit Schlussfolgerungen inÜbereinstimmung mit demInternational Standard on AssuranceEngagements (ISAE) 3000 -AssuranceEngagements other than Auditsor Review of Historical FinancialInformation, verabschiedetim Dezember 2003 durch dasInternational Auditing and AssuranceStandards Board (IAASB), gezogenwerden können. Wir haben keinePrüfung in Übereinstimmung mit denInternational Standards on Auditingdurchgeführt und geben aus diesemGrund kein Prüfungsurteil ab.Wir haben unsere Prüfungshandlungenunter Beachtung der Anforderungenan ein Typ 2 Prüfungsmandat gemässAccountAbility Assurance StandardAA1000AS (2008) geplant unddurchgeführt. Die AA1000APS (2008)Prinzipien Inklusivität, Wesentlichkeitund Reaktivität wurden gegenüberdem Report zur Beurteilung derEinhaltung angewendet.Unsere Prüfhandlungen beinhaltetenfolgende Arbeitsschritte:• Beurteilung des Ansatzes von BATSwitzerland zur Einbeziehungder Anspruchgsgruppen durchBefragungen und Einsichtnahmein ausgewählte Dokumente;• Beurteilung der von BATSwitzerland angewendetenVerfahren zur Bestimmungder im Report darzustellendenwesentlichen Sachverhalte;• Befragung einer Auswahlvon Führungskräften derBAT Switzerland, umdie Management-undBerichterstattungsstrukturensowie die Systeme und Prozessezur Erhebung, Analyse undAggregation der berichtetenInformationen in Bezug aufdie im Zyklus 2009-2010 desReports gemachten Zusagen zuverstehen;• Durchführung von Vergleichenauf hoher Prüfebene(high-level review) vonwesentlichen Sachverhaltenund Leistungsbereichen mitBerichten von vergleichbarenOrganisationen, Medienberichtenund basierend auf Branchenkenntnissen;• Teilnahme an den durch eineunabhängige Dritte Parteidurchgeführten Dialogsitzungenmit den Anspruchsgruppen inBern und Lausanne;• Überprüfung der durch denunabhängigen Leiter derDialogsitzungen mit denAnspruchsgruppen erarbeitetenDokumentation hinsichtlich eineradäquaten Berücksichtigungder erhobenen Fragen undProblembereiche; und• Überprüfung des Teil 3 desReports hinsichtlich dergenauen und ausgewogenenDarstellung der Ergebnisse ausden Dialogsitzungen mit denAnspruchsgruppen.SchlussfolgerungenGestützt auf unsere in diesem Berichtbeschriebenen Arbeitsschritte kommenwir zu folgenden Schlussfolgerungen:Inklusivität• Es sind uns keine Sachverhaltebekannt, aus denen wirschliessen müssten, das BATSwitzerland das Inklusivitäts-Prinzip in der Entwicklung derAnsätze zur unternehmerischeGesellschaftsverantwortung nichtangewendet hat.Wesentlichkeit• Es sind uns keine Umständebekannt, welche die Schlussfolgerungzulassen, dass BATSwitzerland den Prozess zurErmittlung der wesentlichenEINLEITUNG10


Themen, beschrieben auf Seite 9des Reports, nicht angewendethat.Reaktivität• Es sind uns keine Umständebekannt, welche die Schlussfolgerungzulassen, dass BATSwitzerland die massgeblichenFragen und Problembereicheder Anspruchsgruppen nichtaufnimmt und darauf reagiert.Stakeholder Dialog Versammlungen• Der Inhalt des Reports bezüglichden durch unabhängige Gesprächsleiterin Bern und Lausannegeführten Dialogsitzungen mitden Anspruchsgruppen stellteine genaue und ausgewogeneZusammenfassung der Aktivitätenwährend den Versammlungensowie der vereinbarten Verpflichtungenseitens BATSwitzerland dar.AusgewählteFeststellungen ausunserem AuftragUnsere Beobachtungen undEmpfehlungen werden in einemgesonderten Bericht an dasManagement von BAT Switzerlandaufgeführt. AusgewählteFeststellungen und Empfehlungensind unten aufgeführt. Diese habenkeinen Einfluss auf unsere oben zumReport genannten Schlussfolgerungen:• BAT Switzerland hatden AA 1000APS (2008)erfolgreich in ihrerStakeholder-Berichterstattungangewendet. Die Stakeholder-Berichterstattung der BATSwitzerland ist eindeutig undformell geregelt, als auchdokumentiert. Dies decktAspekte der Guten Praxisim Projektmanagement, derGovernance und der Prozessezur Qualitätsprüfung, wie auchdie Definition von Funktionenund Verantwortlichkeiten für BATSwitzerland und die externenBerater.• Wir ermutigen BAT Switzerlandweiterhin den aktiven Dialogmit allen identifiziertenAnspruchsgruppen zu suchen;ebenso denjenigen, welchesich einem Dialog und einemEngagement verweigern. DieFormate des Dialogs sollten denindividuellen Bedürfnissen derAnspruchsgruppen angepasstwerden. Damit werden dieoptimale Nutzung der Resultateund der Möglichkeiten ausdem Dialog unterstützt und eskann beiderseits eine offeneund transparente Gesprächsumgebunggeschaffen werden.Die unterschiedlichen Formatesollten formell definiert, anerkanntsowie im Berichterstattungsprozessdokumentiert werden.Unsere Unabhängigkeitund QualifikationAls Abschlussprüfer von BritishAmerican Tobacco SwitzerlandAG sind wir verpflichtet, dieUnabhängigkeitsvorschriftender International Federation ofAccountants (IFAC) sowie diejenigenvon nationalen Regulatoreneinzuhalten. Wir bestätigen, dasswir die rechtlichen Vorschriftenin Bezug auf Unabhängigkeit undfachliche Eignung einhalten.Wie von ISAE 3000 verlangt, verfügenunsere Mitarbeitenden diesesAuftrages über das erforderlicheWissen und die Fähigkeitensowie über die entsprechendenberuflichen Kompetenzen, umNotre indépendance et nos qualificationsEn tant qu’auditeurs financiers de British AmericanTobacco Switzerland SA, nous nous devons deremplir les critères d’indépendance de l’InternationFederation of Accountants (IFAC) ainsi que desorganismes de régulation nationaux. Nous attestonque nous remplissons les exigences légales dequalification et d‘indépendance.Conformément aux exigences de l’ISAE 3000, lesmembres die in dem deReport l’équipe dargelegten qui ont effectué les travauxpossèdent Informationen les connaissances nachzuvollziehen et compétencesundprofessionnelles zu überprüfen. Auch requises erfüllen poursie comprendre die etévaluer Anforderungen les informations des IFAC présentées Code of dans leRapport.Ethics forDeProfessionalplus, le CodeAccountantsde déontologiezurde laprofession auquel nous sommes soumis, garantitSicherstellung ihrer Unabhängigkeit.notre indépendance.PricewaterhouseCoopers SA AGZürich27. Oktober 201027MarkusOctobreNöthiger2010David PritchettMarkus NöthigerDavid Pritchett1‘Begrenzte Sicherheit‘ („Limited Assurance“)gemäss ISAE3000 ist gleichbedeutend mit‚Moderate Prüfungssicherheit‘ („ModerateAssurance“) im Sinne des AA1000 AS (2008)2‚Hinreichende Sicherheit‚ („ReasonableAssurance“) gemäss ISAE 3000ist gleichbedeutend mit ‚HohePrüfungssicherheit‘ („High Assurance“)im Sinne des AA1000 AS (2008)11Einleitung


Illegaler Handel mit TabakproduktenWas bedeutet illegalerHandel?Der Handel mit Tabakproduktenschliesst versteuerte Produkte (DutyPaid Products) ein, aber auch Produkte,für welche keine lokalen Steuernanfallen (Duty Non Paid Products bzw.unversteuerte Produkte). UnversteuerteProdukte umfassen sowohl denrechtmässigen grenzüberschreitendenHandel als auch den illegalenHandel mit Tabakprodukten.Mit grenzüberschreitendem Handelist der Handel mit Originalproduktengemeint, die in einem Land versteuertoder zollfrei gekauft und zumausschliesslich persönlichen Gebrauchund in zulässigen Mengen gemässZollvorschriften in ein anderes Landeingeführt werden. In der EuropäischenUnion gelten für den privaten Konsumunterschiedlich hohe Grenzwerte. Inder Schweiz liegt dieser Grenzwert bei200 Zigaretten bzw. einer Stange.Mit illegalem Handel sind die Herstellung,der Vertrieb und der Verkaufvon Schmuggelzigaretten gemeint, seienes Original- oder gefälschte Produkte, fürwelche die geltenden Steuern im Landihres Konsums nicht bezahlt werden.Der illegale Handel gliedert sichin drei Hauptkategorien:1) Die Fälschung legaler Marken:Produkte, die eine identischeoder im Wesentlichen identischeKopie von einem Markenproduktund dessen Verpackung sind undvon Personen hergestellt werden,die nicht über die erforderlichengeistigen Eigentumsrechte verfügen.2) Die nichtdeklarierte Produktion:Produkte, die in einem Landproduziert und verkauft werden,ohne dass sie den Behörden zuSteuerzwecken gemeldet werden(Produkte, für welche die lokaleSteuer hinterzogen wird). DieseProdukte können in autorisiertenFabriken oder illegalen geheimenBetrieben hergestellt werden.3) Der Schmuggel von Originalprodukten:Produkte, die voneiner Gerichtsbarkeit oder einemVerbrauchsteuerregime in ein/eandere/s befördert werden, wasgesetzeswidrig ist, weil die geltendenSteuern nicht bezahlt und somitGesetze übertreten werden, welchedie Einfuhr verbieten, oder weildie eingeführten Mengen diefestgelegten zollfreien Mengenüberschreiten. Originalproduktewerden nur illegal, wenn sieunter Missachtung der geltendenZoll-, Kennzeichnungs- undVerbrauchsteuervorschriftengeliefert oder verkauft werden.Dieses Phänomen wird auch alsSchleichhandel bezeichnet.TABAKHANDELLEGALER HANDELILLEGALER HANDELBinnenhandelKauf imDuty-free-shopfür persönlichenKonsum zulässiggemäss ZollvorschriftenVersteuerteEinführungenzulässig gemässZollvorschriftenGefälschteZigarettenSchmuggelLokalhergestellte undnicht versteuerteProdukteILLEGALER HANDEL MIT TABAKPRODUKTEN12


Weshalb kommt es zumillegalen Handel?Die wichtigsten Gründe für denillegalen Handel sind, dass erSchmugglern und illegalen Verkäufernals lukrative Ertragsquelle dientund dass die Verbraucher Geldsparen wollen. Je deutlicher dererzielte wirtschaftliche Nutzen dieeingegangenen Risiken überwiegt,desto grösser ist die Motivation.ab, weil die Steuern einen grossenTeil ihres Einzelhandelspreisesausmachen. Daher ist es fürSchmuggler lukrativ, ein Produkt voneinem „Niedrigsteuerland“ in ein„Hochsteuerland“ zu verschieben.Diese steuerlichen Unterschiedesind darauf zurückzuführen, dassdie Regierungen unterschiedlichegesundheits-, wirtschafts- undfiskalpolitische Ziele verfolgen. Inder Schweiz beträgt die Tabaksteuer63% des Einzelhandelspreises.Die folgende Karte zeigt dieunterschiedlichen Einzelhandelspreiseinnerhalb Europas.Nebst wirtschaftlichen Anreizen gibtes eine Reihe weiterer Gründe, diemassgeblich zum illegalen Handel mitTabakprodukten beitragen. Es sinddies: ungenügende Grenzkontrollen,unangemessene Strafen und fehlendeDurchsetzung von geistigenEigentumsrechten.Es sind aber nicht bloss kleine„Amateur“-Schmuggler, diediesen illegalen Handel betreiben,sondern kriminelle und terroristischeOrganisationen, die überausprofessionell und internationaloperieren. Es ist allgemein anerkannt,dass die am Drogen-, MenschenundWaffenhandel beteiligtenOrganisationen oftmals dieselbensind, die auch den illegalen Handelmit Alkohol und Zigaretten betreiben.In der Tat stehen Tabakprodukte sehrweit oben auf der Liste der illegalgehandelten Waren. Ihre Attraktivitätberuht auf den folgenden drei Gründen:1) Zigaretten weisen ein hohesWert-Volumen-Verhältnis auf.Nehmen wir als Beispiel einePremium-Marke, die in der Ukrainezum Einzelhandelspreis gekauftund in der Schweiz für 50% desempfohlenen Einzelhandelspreisesverkauft wird: Nettogewinn vonCHF 1’180 pro Originalkarton (500Schachteln) und CHF 934’000 proLastwagen (792 Originalkartons)mit einem Ertrag auf deminvestierten Kapital von 248%.2) Zigaretten sind relativ leicht zutransportieren, sei es mit dem Auto,Transporter oder in Containern.3) Zigaretten werfen einen höherenGewinn als die meisten anderenschnelldrehenden KonsumgüterIS € 3.49PT € 3.60IE € 8.45ES € 3.45UK € 6.73FR € 5.60AD € 2.20CH € 4.62NO € 3.49NL € 4.60BE € 4.60LU € 4.00Legende: Zigaretten-Einzelhandelspreisin EuropaMarlboro in €/20 Zigaretten (Januar 2010)EUNeu in EUNicht in EUEFTAInterne Daten von BATDE € 4.95SE € 4.72CZ € 3.10LT € 2.49PL € 2.31FI € 4.80EE € 2.43LV € 2.60SK € 3.18AT € 4.00MD € 0.62HU € 2.52SI € 2.80RO € 2.01HR € 2.72CS € 1.44BA € 1.79BG € 2.56IT € 4.40MK € 1.96AL € 1.56GR € 3.20BY € 1.03RU € 1.01UA € 0.66TR € 2.56CY € 3.8513ILLEGALER HANDEL MIT TABAKPRODUKTEN


In Westeuropa und der Schweiz heisst dasgrosse Problem nicht Fälschung, sondernSchmuggel. Daher ist dieser Bericht inerster Linie diesem Aspekt des illegalenHandels gewidmet.Wie begegnen wir demillegalen Handel?Die Verantwortung für die Bekämpfung desillegalen Handels mittels entsprechenderSteuerpolitik, strenger Vorschriften undeffektiver Durchsetzungsmechanismenobliegt in erster Linie den Regierungen. Wirsind jedoch der Auffassung, dass wir dieRegierungen dabei unterstützen sollten,indem wir Informationen, Marktdatenund Schulungen zur Verfügung stellen.Um ein weltweit verbreitetes Problem zubekämpfen, bedarf es der internationalenZusammenarbeit zwischen legitimenTabakunternehmen und Organisationenwie der Weltzollorganisation, derWelthandelsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation.Deshalb unterstütztBAT die Erstellung des WHO-Protokollsgegen den illegalen Handel mitTabakwaren. Zudem hat die Gruppe am15. Juli 2010 einen Kooperationsvertragmit der Europäischen Kommission undden Mitgliedstaaten der EuropäischenUnion (EU) über die gemeinsameInangriffnahme des Problems des illegalenHandels mit Tabakwaren unterzeichnet.BAT hat sich ausserdem verpflichtet,alles in ihrer Macht Stehende zutun, um den illegalen Handel zubekämpfen, angefangen bei derEinhaltung einer strikten Ordnung imeigenen Unternehmen dank strengerProzesse, Richtlinien und Kontrollen.In Teil 3 erfahren Sie, was BAT Switzerlandunternimmt, um eine drohendeAusbreitung des Schwarzmarktes in derSchweiz zu verhindern.Die WHO- Tabakkonvention(Framework Conventionon Tobacco Control,FCTC) ist der erste unter derSchirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisationverhandelte Vertrag. DieWHO hat die Arbeit an einemZusatzprotokoll zum FCTCüber den illegalen Handelin Angriff genommen, umMassnahmen zur Bekämpfungdes illegalen Handels mitTabakprodukten festzulegen.British American Tobaccounterstützt die Entwicklungdes Protokolls und istsich mit der WHO einig,dass Tabakproduzenten dieSicherheit der Lieferkettedurch Einführung wirksamerTrack & Trace-Systemeverbessern sollten. Zudemist British American Tobaccoder Ansicht, dass dieseBestimmungen für alleHersteller unabhängig vonihrer Grösse gelten sollten.15ILLEGALER HANDEL MIT TABAKPRODUKTEN


DialogergebnisseBAT Switzerland hat die Erwartungen,die unsere Stakeholder imNovember 2009 geäussert haben,zur Kenntnis genommen. Die vonuns formulierten Antworten undformellen Verpflichtungen tragendiesen Erwartungen Rechnung.Die Regierung trägt zwar dieHauptverantwortung für dieBekämpfung des illegalen Handels.Wir sind jedoch fest davonüberzeugt, dass das Problemnicht durch einen einzigen Akteurgelöst werden kann, sondern dassalle betroffenen Parteien – nebstRegierungen auch Tabakhersteller,Drittparteien wie die Weltgesundheitsorganisationsowie WirtschaftsundBranchengruppen – engzusammenarbeiten und konzertierthandeln müssen. Dementsprechendhaben wir unsere Antworten undVerpflichtungen in einem Regelwerkfestgehalten, das Auskunft über diejeweiligen Zuständigkeiten gibt.Bereiche, in denen BATSwitzerland die Führungübernehmen sollte:Unsere AufgabeBereiche, in denen BATSwitzerland mit anderenzusammenarbeiten sollte:Gemeinsame AufgabeBereiche, in denen anderedie Führung übernehmensollten: Aufgabe DritterAnmerkung für die Leserin und den Leser:Wir möchten darauf hinweisen, dass wir alle Kommentare unserer Stakeholder berücksichtigt haben; es kann aber sein, dass dieKommentare umformuliert oder zusammengefasst wurden, wenn es zu Überschneidungen zwischen den Sitzungen kam.Unsere AufgabenErwartungBAT Switzerland sollte alle relevanten Parteien für das Thema des illegalen Handels sensibilisieren.VerpflichtungWir werden eine gezielte Kommunikationskampagne entwickeln, um internes Wissen aufzubauen und sicherzustellen, dassalle Mitarbeitenden von BAT Switzerland das Thema und dessen Auswirkungen vollumfänglich verstehen. Wir möchtenauch die externe Bewusstseinsbildung fördern und Informationen mit unseren wichtigsten Geschäftspartnern austauschen.UmsetzungEnde 2010Dialogergebnisse16


Unsere AufgabenErwartungBAT Switzerland sollte den Bundesrat über die Situation des illegalen Handels in Europa und die davon ausgehendeGefahr für die Schweiz informieren sowie auf die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen verweisen. BAT Switzerlandsollte zudem die Zollbeamten schulen, damit sie Original- und gefälschte Produkte voneinander unterscheiden können.VerpflichtungDie Regierung trägt zweifelsfrei die Hauptverantwortung für die Bekämpfung des illegalen Handels. Wir bei British AmericanTobacco sind aber überzeugt, dass wir massgeblich zur Gestaltung eines Umfelds beitragen können, das der Verstärkung desillegalen Handels vorbeugt. BAT Switzerland steht mit der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) seit vielen Jahren in direktemKontakt. Im Dezember 2007 haben die EZV und BAT Switzerland eine gemeinsame Absichtserklärung (Memorandum ofUnderstanding, MoU) unterzeichnet. Ziel ist der Informationsaustausch, damit der illegale Handel mit Tabakprodukten aufdem Schweizer Markt wirksamer bekämpft werden kann. Um den optimalen Austausch von Informationen, Marktdaten undTipps sicherzustellen, werden wir auch in Zukunft mit dem Schweizer Zoll zusammenarbeiten. Aus diesem Grund werdenwir unser MoU mit der Bundesverwaltung bis Ende 2010 erneuern und uns verpflichten, Praxisschulungen anzubieten, umdie Zollbeamten bei der Identifizierung gefälschter Produkte zu unterstützen. Damit dies besser gelingt, erwägen wir ineinem nächsten Schritt auch die Ausbildung von Spürhunden, die an den Grenzen zum Einsatz kommen.UmsetzungAbsichtserklärung (MoU) bis März 2011 und Schulungen bis Ende 2011ErwartungBAT Switzerland sollte sich bei den Bundesbehörden für strengere Strafen einsetzen.VerpflichtungUnserer Ansicht nach liesse sich der Anreiz, illegalen Handel zu betreiben, verringern, wenn die eingegangenenRisiken ein Gegengewicht zum erwarteten Ertrag bilden würden. Wir werden deshalb die aktuellen europäischenGesetze analysieren, sie mit der Schweizer Gesetzgebung vergleichen und uns bei den zuständigen Behörden für eineVerschärfung des Strafrechts einsetzen.UmsetzungEnde 201117Dialogergebnisse


Unsere AufgabenErwartungBAT Switzerland sollte das Profil der Verbraucher kennen, die auf dem Schwarzmarkt als Käufer auftreten.VerpflichtungIllegale Aktivitäten lassen sich naturgemäss nicht präzise untersuchen, weshalb es schwierig ist, die entsprechendenKäuferprofile zu erstellen. Es ist jedoch elementar zu verstehen, wie Zigaretten geschmuggelt werden, um demProblem angemessen zu begegnen. Daher führte BAT Switzerland im Juni 2010 in sieben wichtigen SchweizerStädten eine Untersuchung durch. Die Ergebnisse wurden dem Schweizer Zoll mitgeteilt.UmsetzungJuni 2010ErwartungBAT Switzerland sollte ein System entwickeln, um auf den Packungen einen Mikrochip, Barcode oder digitalenSteuerstempel anzubringen, und eine Website einrichten, auf der Verbraucher und Einzelhändler die Rechtmässigkeitder Produkte prüfen können. Zudem sollte BAT Switzerland ein System entwickeln, mit dem ihre Produkte entlangder gesamten Lieferkette bis hin zu ihren Kunden verfolgt werden können.AntwortBritish American Tobacco nimmt die Sicherheit der Lieferkette (Supply-Chain Security) sehr ernst. All unsereinternationalen Marken sind mit versteckten Identifizierungsmerkmalen ausgestattet, damit die Kunden gefälschteProdukte von Originalprodukten unterscheiden können. Zudem hat die Gruppe ein „Track & Trace“-Systementwickelt, das gängige internationale Standards erfüllt. Das System ermöglicht es uns, die Produkte entlang dergesamten Lieferkette zu verfolgen. Somit lässt sich der Weg jedes Kartons und jeder einzelnen Verpackung bis zurFabrik genau rekonstruieren. Zurzeit laufen auch Vorbereitungen zur Implementierung eines modernen digitalen„Tax Verification“-Systems. Dieses ermöglicht es den Regierungen zu prüfen, ob alle relevanten Steuern und Zölle aufunseren Produkten bezahlt wurden. BAT Switzerland wird die betroffenen Parteien über die weiteren Fortschritte aufdem Laufenden halten und die Richtlinien der Gruppe strikt umsetzen.Dialogergebnisse 18


Gemeinsame AufgabenErwartungDa die illegalen Handelsrouten der einzelnen Produkte ähnlich sind, sollte BAT Switzerland mit anderen Branchenzusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen und Know-how sowie Fachkenntnisse auszutauschen.VerpflichtungWir sind der Auffassung, dass der illegale Handel nur durch eine aktive Zusammenarbeit aller betroffenen Parteienkontrolliert werden kann. Neben ihrer Mitgliedschaft beim Verein Schweizerischer Tabak-Fabrikanten (Swiss Cigarette),dem auch Japan Tobacco International AG und Philip Morris SA angehören, ist BAT Switzerland seit vielen JahrenMitglied der Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie (Stop Piracy). Zusammen mit anderen lokalen Branchenund Wirtschaftsverbänden werden wir die Bekämpfung der Piraterie weiterhin unterstützen, um Brücken zu bauenund Wissen sowie Fachkenntnisse auszutauschen.UmsetzungOktober 2010ErwartungAufgrund seiner grenzüberschreitenden Natur ist dem illegalen Handel nur durch internationale Zusammenarbeitbeizukommen.AntwortBritish American Tobacco stellt seit vielen Jahren aktiv sicher, sich im Rahmen internationaler Foren zur PolitikgestaltungGehör zu verschaffen. So äussern wir unsere Ansichten zum FCTC und dessen Zusatzprotokoll gegenüber der WHO undanderen Politikforen wie der Weltzollorganisation, der Welthandelsorganisation oder der Weltorganisation für geistigesEigentum, die sich mit allgemeinen Produkten beschäftigen. Am 15. Juli 2010 unterzeichnete die Gruppe mit Blick auf dieBekämpfung des illegalen Tabakhandels ein Kooperationsabkommen mit dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung.Dieses rechtlich bindende Abkommen wird die Zusammenarbeit in zahlreichen Schlüsselbereichen wie dem Informationsaustausch,den gemeinsamen Ermittlungen, der koordinierten Marktbeobachtung und der Ergreifung konkreter Massnahmengegen die Akteure des illegalen Handels unterstützen.19Dialogergebnisse


Aufgaben DritterErwartungBAT Switzerland sollte die Verbraucher über die von gefälschten Produkten ausgehenden Gesundheitsrisiken informieren.AntwortWir erachten es als Aufgabe der Regierungen und Gesundheitsbehörden, die Öffentlichkeit über produktbezogeneGesundheitsrisiken zu informieren. Unsere Branche wird diesbezüglich nicht als genügend glaubwürdig angesehen.Wir werden jedoch weiterhin Informationen und Erkenntnisse über gefälschte Produkte mit den Aufsichtsbehördenaustauschen, um sie für das Thema zu sensibilisieren.ErwartungUm die Anreize für Schmuggler zu verringern, sollten die Einzelhandelspreise reduziert und die Grenzkontrollenverstärkt werden.AntwortEs ist Aufgabe des Bundesrates, die Steuer auf Tabakprodukten im Einklang mit fiskal- und gesundheitspolitischen Zielen zuerhöhen oder zu senken und an den Grenzen verstärkt Zollbeamte einzusetzen. BAT Switzerland wird ihre Fachkenntnissein diesem Bereich weiterhin zur Verfügung stellen, um die Entstehung eines dem illegalen Handel förderlichen Umfelds zuverhindern.ErwartungBAT Switzerland sollte die Verbraucher über ihre Rolle in Bezug auf den illegalen Handel informieren.AntwortUm eine bessere Wirkung zu erzielen, sollte diese Kommunikation unserer Ansicht nicht durch einen einzelnen Hersteller,sondern auf Branchenebene durch den Verein Schweizerischer Tabak-Fabrikanten (Swiss Cigarette) erfolgen, dem nebenBAT Switzerland SA auch Japan Tobacco International AG und Philip Morris SA angehören. Wir sorgen dafür, dass dasThema auf dieser Ebene diskutiert wird.Dialogergebnisse 20


Wir freuen uns auf IhrFeedback, Bitte sendenSie Ihre Anregungen undKommentare an:csrch@bat.com, oderCSR Manager, Avenue deRhodanie 48, Postfach 186,CH-1000 Lausanne 3 Cour,Schweiz.DefinitionenDie Begriffe „British American Tobacco“, „BAT“, „Gruppe“ und „BritishAmerican Tobacco Gruppe“ stehen für British American Tobacco p.l.c.und ihre globalen direkten und indirekten Tochterunternehmen.BAT Switzerland bezieht sich auf British American Tobacco Switzerland SA.IMPRESSUMPubliziert vonBritish American Tobacco Switzerlandwww.bat.chDezember 2010Gestaltet vonBilatéral SAwww.bilateralsa.chGedruckt vonBirkhäuser+GBCwww.birki.ch


British American Tobacco Switzerland SA48, avenue de RhodanieCase postale 1861000 Lausanne 3 CourTel. 021 614 16 14Fax 021 617 14 09www.bat.ch

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