Peter Fleckenstein und Quirin Reichl Schlagzeug - Gesellschaft ...

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Peter Fleckenstein und Quirin Reichl Schlagzeug - Gesellschaft ...

M e i s t e r k o n z e r tmit dem Schlagzeuger–Duo „Schlagabtausch“Samstag 21. April 2012, 18 Uhr, Fiskina Fischen„From Bach to Future“Peter Fleckenstein undQuirin Reichl SchlagzeugProgramm:Matthias SchmittGhanaiaJohann Sebastian Bach Präludium und Fuge, Nr.10, e-Moll, BWV 855Andy PapeCaDance for Two for Percussion Set UpPaul SmadbeckRhythm SongMaurice RavelAlborada del GraciosoP. Fleckenstein u. Quirin Reichl Late DuoAlexander Glöggler u. Philipp JungkMoritz Cappel, Peter FleckensteinSteve ReichMitch MarkovitchKenny DorhamDavid JarvisTaklamakanMaschinenraumPiano PhaseThree minus OneBlue Bossa (Bearb. Fleckenstein, Reichl)Digga Digga Digga Digga Digga Digga Digga Digga Deegot69


experimentelle Werke. Beide spielen außerdem auchKlavier sowie Gitarre und Trompete.Simsalabad (Nina Malinovski). Im Jahr davor, 2004, hatteTill death us do an der Funen Opera Premiere.Zum Programm:Da wir schon mit dem Druck des Heftes begonnen hatten,als uns die Umbesetzung in diesem Konzert erreichte,konnte ich nicht mehr auf alle Komponisten des neuenProgramms eingehen.Die nachfolgend genannten Komponisten waren auchauf dem Programm von Li Biao.Ich bitte, die unvollständige Besprechung zuentschuldigen.Andy Pape wurde 1955 in Kalifornien geboren. Bereitswährend seines ersten Lebensjahres übersiedelten seineEltern nach Dänemark. Von 1975-1977 studierte er ander Universität von Kopenhagen und belegteanschließend das Fach Kompositionen an derKöniglichen Dänischen Musikakademie Kopenhagen beiIb Nørholm. 1985 schloss er sein Studium mit demDiplom ab.Im Mittelpunkt seines kompositorischen Schaffens stehenBühnenwerke. 1989 machte er mit Houdini the Great(Erik Clausen), einer Straßenoper in acht Szenen, auf sichaufmerksam. Die Uraufführung fand im KöniglichenOpernhaus in Kopenhagen statt, ebenso im Jahr 2006seine vorerst letzte Oper Sigurd the Dragon Slayer (BentNørgaard).In der Zwischenzeit schrieb er 1993 die Oper The Boxerfür das Jyske-Opernhaus. Für die Den Anden Opera inKopenhagen komponierte er 1999 Leonora Christine -The Queen of the Blue Tower (Nina Malinovski) und 2005Steve Reich wurde 1936 in New York geboren, und sein„musikalisches Leben“ begann nicht, wie er selbst bekennt,mit dem Klavierunterricht in frühester Kindheit,sondern erst mit vierzehn Jahren, als er bei RolandKohloff Schlagzeug lernte. In der Zeit von 1953-1957führte ihn William Austin in seinen Musikkursen in dieMusik von Joh. Seb. Bach bis zur Moderne ein. Aber seinHauptstudienfach an der Cornell University war diePhilosophie. 1957 studierte er dann an der JuillardSchool in New York bei Bergsma und PersichettiKomposition und setzte dieses Studium von 1961 bis zumDiplom 1963 bei Luciano Berio am Mills College inKalifornien fort. Seine Kompositionen sind geprägt vonseinem Interesse an unveränderlichen harmonischenStrukturen, sich rasch wiederholenden Klangelementenund der metrischen Zweideutigkeit. Nach einem fünfwöchigenAufenthalt in Ghana, wo er die dortigeSchlagzeugtechnik kennenlernte, fing er mit derKomposition von „Drumming“ an. 1974 spielte er diesesWerk für neun Schlagzeuger und großes Instrumentariumfür die Deutsche Grammophon Gesellschaft ein. Mit FourOrgans, geschrieben für das Boston Symphony Orchestra,und einer Europatournee seines Ensembles gelang ihm zuBeginn der siebziger Jahre der internationaleDurchbruch. Wenngleich Reich auch minimalistischeWerke wie Clapping Music für zwei Händepaare schrieb,galt sein Interesse doch größer besetzten Werken. Auf derSuche nach seinen historischen und kulturellen Wurzelnsetzte er sich 1976-1977 intensiv mit dem Hebräischenauseinander und bündelte diese Erfahrungen in der72


Vertonung von Psalmversen: Tebullim. Mitte derachtziger Jahre kehrte er wieder zu kleinerenBesetzungen zurück, „verdunkelte“ das harmonischeGeschehen und verwendete mehr Chromatik. EineSchlüsselrolle in seinem Schaffen nimmt Different Trainsein. Denn als Kind musste er infolge der Scheidungseiner Eltern immer wieder lange Zugreisen quer durchden amerikanischen Kontinent machen. Die Geräuschevon Zugrädern und -wagen, das Zischen und Pfeifen derLokomotiven, die Ostinati der gleichförmigen, mechanischenAbläufe fanden so Eingang in seine Musik.Vor vielen Jahren wurde im Radio einmal dieBearbeitung einer Cellosuite von Bach für Marimbaphonmit Peter Sadlo übertragen. Ich war fasziniert vom Klang,aber noch mehr von der Klarheit, mit der die Strukturender Bachschen Musik offengelegt wurden. DieserEindruck führte zum ersten Engagement von Peter Sadlo1994. Wie bereits oben erwähnt, hörten wir ihn inzwischenzweimal, außerdem die MarimbavirtuosinKaterzyna Myćka. Aber erst in diesem Konzert geht meinWunsch in Erfüllung , Ihnen ein Werk von JohannSebastian Bach in einer Bearbeitung zu präsentieren.Ich bin sicher, dass Ihnen dieser ungewöhnlicheKonzertabend wieder große Freude bereiten wird.73

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