Erste Hilfe für die Seele - Rotkreuzmagazin

rotkreuzmagazin.de

Erste Hilfe für die Seele - Rotkreuzmagazin

www.rotkreuzmagazin.de_Nr. 4_09

IntervIew: „Konsum ist Kein ZuKunftsmodell“

Boat PeoPle: Vorbild für die integration

Power-tIPPs: so Kommen sie fit durch den Winter

In allen notfällen

erste hilfe für

die seele


Die besonderen Reisen für die Leser des

rotkreuzmagazin

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Island, Norwegen und vom Mobiltelefon: 112

DrK-Beratungszentren: 0180 365 0180

DrK-Blutspende: 0800 11 949 11

Die Anzeigen und Werbebeilagen in dieser Ausgabe dienen der

Refinanzierung des rotkreuzmagazins. Werbliche Inhalte sind keine

Empfehlung des Herausgebers.

www.rotkreuzmagazin.de

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Fotos: Maks RichteR (U. a. coveR); Meike schRödeR; vina agUstina/aMeRican Red cRoss; dRk; stRandpeRle

HelFeN + retteN

04 Nachrichten + Menschen

Aktuelles aus der Welt des DRK

06 Titel: Erste Hilfe für die Seele

Betreuungsdienst und Psychosoziale

Notfallversorgung

12 Jacke wie Hose

Die Secondhand-Läden im DRK

14 Rocken für den guten Zweck

Das Musikfestival redrocks

16 Rettung aus eisiger Gefahr

Eisretter in Alarmbereitschaft

PolitiK + soziales

17 Beim Feiern an andere denken

Anleitung zur Anlass-Spende

18 Bessere Wege suchen

Interview mit Jakob von Uexküll

20 Neue Wurzeln geschlagen

Boat People in Deutschland

22 Alle unter einem Dach

Mehrgenerationen-Wohnen

DrK + Die welt

24 Wiedersehen auf Zeit

Eine Reportage aus Palästina

26 Neuanfang nach dem Tsunami

Erfolgreicher Wiederaufbau

Freizeit + serViCe

28 Fit durch den Winter

Power für das Immunsystem

30 Rätsel

Mitmachen und gewinnen

Das Bezugsgeld ist im Mitgliederbeitrag enthalten.

drk Inhalt

Dr. rer. pol. h.c. Rudolf Seiters

DRK-Präsident

Liebe Leserin,

lieber Leser,

dieses Heft stellt ein Aufgabenfeld

in den Vordergrund, das in

der öffentlichen Wahrnehmung

eher ein Schattendasein fristet:

den Betreuungsdienst. Dabei

ist diese Arbeit, die zu einem

großen Teil von Ehrenamtlichen

geleistet wird, ein unverzichtbarer

Baustein unseres sozialen

Handelns – wer je von einem

unerwarteten Ereignis betroffen

war, weiß die Unterstützung in

den Stunden des Leids und der

Not zu schätzen.

Noch ein Thema liegt mir am

Herzen: die wichtige Rolle, die

das Rote Kreuz vor rund 30

Jahren bei der Aufnahme und

Integration der so genannten

Boat People aus Vietnam, Laos

und Kambodscha gespielt hat.

Die Migrationspolitik sollte an

diese Erfolge und positiven Erfahrungen

anknüpfen.

2009 ist fast vorbei. Ich wünsche

Ihnen und Ihrer Familie

eine friedvolle Adventszeit,

ein schönes Weihnachtsfest

und einen guten Start ins

neue Jahr.

Ihr

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drk NachrichteN + MeNscheN

Katastrophenvorsorge

nachhaltig stärken

Ob Erdbeben oder Wirbelstürme,

ob Überschwemmungen

oder Dürreperioden – Naturkatastrophen

haben gravierende

humanitäre Konsequenzen,

vor allem für die Menschen

in Entwicklungsländern. „Der

Klimawandel stellt diese

ohnehin schon gefährdeten

Menschen dabei vor neue

Herausforderungen“, sagt

Dr. Thorsten Klose, Referent

für Katastrophenvorsorge im

DRK-Generalsekretariat. Denn

Forscher rechnen mit einer Zunahme

extremer Wetterereignisse.

„Der Umgang mit dem

Klimawandel und vor allem mit

seinen humanitären Folgen ist

daher für das DRK eine zentrale

Aufgabe“, so Dr. Klose. Hier

verfolgt das DRK grundsätzlich

einen ganzheitlichen Ansatz

und hilft während, nach

und insbesondere im Vorfeld

einer Katastrophe – zum

Beispiel durch Bildungsprojekte

für die Bevölkerung, den

Aufbau von Frühwarnsystemen,

den Bau von flutsicheren

Häusern, die Ausbildung und

Ausstattung von Einsatzgruppen

für Erste Hilfe und

Rettungsmaßnahmen oder die

Durchführung von Notfall- und

Evakuierungsübungen.

„Um diese und andere langfristige

Projekte der Katastrophenvorsorge

durchzuführen,

ist das DRK dringend auf

private Spenden angewiesen.

Diese Spenden tragen dazu

bei, dass es gar nicht erst zu

einer Katastrophe kommt“,

sagt Dr. Thorsten Klose.

Spendenkonto: 41 41 41

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ: 370 205 00

Stichwort:

„Katastrophenvorsorge“

4 rotkreuzmagazin 4_ 09

SUMATRA

Lokale Hilfe fördern

Schnelle und gezielte Hilfe nach einer Katastrophe funktioniert nur,

wenn vor Ort die nötigen Strukturen aufgebaut werden. Das zeigt der Einsatz

des DRK nach dem Erdbeben auf Sumatra.

Anfang Oktober bebte auf Sumatra die Erde. In

nur wenigen Minuten haben die Menschen auf der

indonesischen Insel alles verloren: Mehr als 20.000

Gebäude stürzten ein, die Strom- und Wasserversorgung

brach zusammen, rund 800.000 Menschen

waren auf schnelle Hilfe angewiesen. Das DRK hat

das Indonesische Rote Kreuz (PMI) personell und

finanziell dabei unterstützt, Soforthilfe für die Opfer

der Katastrophe zu leisten. „Neben der medizinischen

Erstversorgung waren sauberes Wasser und

Waschmöglichkeiten wichtig, um die Ausbreitung

von Krankheiten zu verhindern“, sagt Dr. Richard

Munz, der als Arzt und DRK-Delegierter zur fachlichen

Unterstützung der Einsatzkräfte des Indonesischen

Roten Kreuzes vor Ort war.

„Auch wenn wir hier keine eigenen Nothilfestrukturen

unterhalten, so unterstützen wir unseren Partner

nachhaltig, angemessen auf solche Katastrophen

reagieren zu können“, erklärt Dr. Erhard Bauer,

Büroleiter des DRK in Indonesien. So wurde in

Medan, an der Ostküste Sumatras, zusammen mit

dem Indonesischen Roten Kreuz in den vergangenen

Jahren ein eigener Rettungsdienst aufgebaut. „Die

Helferinnen und Helfer konnten sich unmittelbar

an den Rettungs- und Bergungsaktionen beteiligen,

für die ausländische Hilfsteams zwangsläufig immer

zu spät kommen werden“, betont auch Dr. Richard

Munz. Weiterer Garant für eine schnelle Hilfe: das

Katastrophenlager für Hilfsgüter, das das DRK in

Kuala Lumpur (Malaysia) unterhält.

„Nur wenn wir in Zukunft eng mit unseren Partnern

vor Ort zusammenarbeiten, können wir auf solche

Katastrophen reagieren und viele Menschenleben

retten“, sagt Dr. Erhard Bauer. Deshalb wird sich

das DRK weiter an den Anstrengungen der anderen

Mitglieder der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

beteiligen, auf den Katastrophenfall vorbereitet

zu sein. Erhard Bauer: „Wir führen mit

dem Indonesischen Roten Kreuz vielfältige Projekte

durch, bauen den Ambulanzservice weiter aus, bilden

Rettungssanitäter und Freiwillige aus, richten

Einsatz- und Leitzentralen für die Kommunikation

im Katastrophenfall ein und bereiten die Bevölkerung

auf wiederkehrende Katastrophen vor.“

FotoS: KATHERiNE MUEllER/CANADiAN RED CROSS; AllESAllTAG; ENKER/lAiF


PATIENTENVERFÜGUNG

Vorsorge für den Fall der Fälle

Seit dem 1. September 2009 sind die neuen gesetz-

lichen Regelungen zur Patientenverfügung in Kraft.

Seither sind Voraussetzungen und Verbindlichkeit

des vom Patienten vorab festgelegten Willens eindeutig

bestimmt. Dazu gehört, dass Patientenverfügungen

schriftlich vorliegen und eigenhändig

unterschrieben sein müssen. Bestehende Verfügungen

gelten weiter, wenn sie diesen Anforderungen

genügen. Wichtig: Die Patientenverfügung ist

weiterhin freiwillig; sie darf auch vor Operationen

und in Pflegeheimen nicht verlangt werden. Und:

Sie kann jederzeit formlos widerrufen werden.

Die Patientenverfügung sollte so hinterlegt werden,

dass sie im Ernstfall schnell zur Hand ist. Hier bietet

der Service des DRK-Zentralarchivs in Mainz besondere

Sicherheit: Das Archiv ist rund um die Uhr

erreichbar. Die dort gegen eine einmalige Gebühr

von 60 Euro eingelagerten Verfügungen können also

jederzeit kurzfristig von Ärzten oder Richtern ein-

ATLAS DER GLOBALISIERUNG

Sehen und verstehen: Der von der angesehenen

Monatszeitschrift „Le Monde diplomatique“

herausgegebene neue „Atlas der Globalisierung“

dokumentiert die Veränderungen unserer Welt.

Er veranschaulicht demografische Entwicklungen

mit einprägsamen Beispielen und informativen

gesehen werden.

Mehr Infor-

mationen hat

das DRK-Zentralarchiv,Altenauergasse

1,

55116 Mainz,

Servicenummer

06131 7221117

(Mo., Mi., Fr.

jeweils von 9

bis 12 Uhr).

Zur Erstellung einer den neuen Regelungen

entsprechenden Patientenverfügung bietet das

Rote Kreuz auch Musterformulare an. Sie können

beim Zentralarchiv angefordert oder unter

www.drkovmainz.de heruntergeladen werden.

Auch die Betreuungsvereine der Kreis- oder Ortsverbände

helfen bei der Erstellung einer Verfügung.

Anschauliche Fakten zur Entwicklung der Welt

Grafiken. Und er zeigt die konkreten Herausfor-

derungen auf, die die scheinbar abstrakten Ver-

änderungen in der Struktur einer Gesellschaft an

deren soziale Systeme stellen – Stichworte Altersund

Pflegeversorgung, Integration, Verteilung der

Lasten. Aber es geht auch um Energie- und Wasserversorgung,

Klimawandel und

Umweltschutz, regionale, nationale

und internationale Interessen

und Konflikte: Der Atlas liefert zu

allen wichtigen Themen, die die

Welt beschäftigen, grundlegende

Informationen. Er kann im Buchhandel

bestellt werden, entweder

als gebundene Luxusausgabe mit

beigelegter Weltkarte und CD-

ROM (ISBN 978-3-937683-25-6)

oder als großformatiges Paperback

(ISBN 978-3-937683-24-9).

�Kompakt

Kindergeld-Regelung

für Freiwilligendienst

Eltern, deren Kinder einen Freiwilligendienst

aller Generationen

ableisten, haben Anspruch auf

Kindergeld. Die Neuregelung,

noch von der alten Bundesregierung

in Kraft gesetzt, gilt

rückwirkend ab 1. Januar 2009.

Neben dem Einsatz für den

Freiwilligendienst müssen die

übrigen Voraussetzungen für den

Kindergeldanspruch erfüllt sein

(u.a. Einkommensgrenze von

7.680 Euro im Jahr 2009).

Bessere Vernetzung

bei Großschadenslage

Flugzeugabsturz, Chemikalienunfall,

Vogelgrippe: Auch in

Deutschland besteht das Risiko

so genannter Großschadenslagen

mit mehreren Hundert Verletzten.

Dann müssen die Hilfs-

und Rettungsmaßnahmen der

verschiedenen Organisationen

gut aufeinander abgestimmt sein.

Das Forschungsprojekt SPiDER

(Security System for Public institutions

in Disastrous Emergency

Scenarios), dessen Management

das DRK übernommen hat,

entwickelt eine übergreifende

iT-lösung, um die bestehenden

Systeme der Hilfs- und Rettungsorganisationen

besser miteinander

zu vernetzen.

Schreiben Sie uns

Wir freuen uns auf ihre Meinung –

ob per Post oder Fax, ob per

E-Mail an redaktion@rotkreuzmagazin.de

oder online unter

www.rotkreuzmagazin.de.

Hier finden Sie auch ausgewählte

leserreaktionen zum Heft.

Adresse: Redaktion rotkreuzmagazin,

Berliner Str. 83, 13189

Berlin, Fax: 030 47900 454

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drk xxxxxxxxxxxxxxxx

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Foto: Maks RichteR

drk helfen + retten

Erste Hilfe für die Seele

� In Grenzsituationen

Sie sind da, hören zu, leisten Beistand: Die Helferinnen und Helfer des Betreuungsdienstes

und der Psychosozialen Notfallversorgung sind spezialisiert auf menschliche

Zuwendung. Jeder Einsatz konfrontiert sie mit anderen Aufgaben, auch mit zum Teil

extremen menschlichen Herausforderungen. Ein Blick in ihren Alltag.

Sandra Bergmann, Freiburg

„Wir arbeiten fast immer in Grenzsituationen.“

Wer wie sandra Bergmann Dienst in

der Notfallnachsorge tut, trifft auf Menschen,

die gerade mit schweren schicksalsschlägen

konfrontiert wurden. Wer

ihnen Beistand leisten will, muss „antennen

und Fühler ausstrecken“, sich „mit allen

sinnen“ auf völlig Unbekannte einlassen

können. ehrenamtlich leitet die gelernte

sozialarbeiterin das 35-köpfige Notfallnachsorgedienst-team

des DRk-kreisverbands

Freiburg. als Fachberaterin seelsorge und

Leiterin PsNV koordiniert sie die Psychosoziale

Notfallversorgung in der Breisgau-

stadt und im umliegenden Landkreis;

außerdem ist sie Fachberaterin PsNV beim

Badischen Roten kreuz. Die mit jedem ein-

satz wachsende erfahrung, berichtet sie,

gibt den helfern sicherheit, ohne langes

Nachdenken das Richtige zu tun. sandra

Bergmann gesteht zu, dass die arbeit „oft

sehr berührend, traurig und belastend“ sein

kann. Doch schon in der ausbildung lernen

die helfer, „sich ihrer Rolle bewusst zu sein“

und sich – trotz der zum teil sehr intensiven

Begleitung – nicht mit dem schicksal der

Betroffenen zu identifizieren. sandra Bergmann:

„Wir können ganz tief mitfühlen, aber

wir dürfen nicht mitleiden.“

TexT: IlSE PrEISS

I Betreuungsdienst und Psychosoziale Notfallversorgung:

Hinter den trockenen, funktionalen

Begriffen stecken unzählige Schicksale −

und tagtäglich Situationen, die das Leben

von Menschen verändern, manchmal auch

komplett umkrempeln. Zum Beispiel eine

Familie, die informiert werden muss, dass der

Vater bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt

wurde. Oder Anwohner, die hilflos mit ansehen

mussten, wie bei einem Gebäudebrand gleich

mehrere Nachbarskinder ums Leben kamen.

Opfer und Augenzeugen eines Zugunglücks,

Geschädigte einer Überschwemmung, direkt

und indirekt von Überfällen, Anschlägen oder

Amokläufen Betroffene: Ihnen allen sind die

überwiegend ehrenamtlich engagierten Frauen

und Männer Begleiter, Beistand, Stütze in

schweren Stunden.

Ebenso zuverlässig ist das Rote Kreuz aber

auch zur Stelle, wenn es darum geht, die vielen

kleinen Dramen des Alltags zu bewältigen. Die

Helfer bringen Tee, Decken und Aufmunterung,

wenn Autofahrer in kalten Winternächten

im Stau auf spiegelglatten Straßen

feststecken. Sie funktionieren in Windeseile

Turnhallen und Schulen zu Notunterkünften

um, wenn bei Tiefbauarbeiten eine alte Fliegerbombe

auftaucht und deshalb ein ganzes

Wohnviertel evakuiert werden muss. Sie sorgen

dafür, dass im Gewühl von Großveranstaltungen

verloren gegangene Kinder und ihre Eltern

wieder zueinander finden − aus gutem Grund

enthält der Einsatzrucksack Spielzeug und Malstifte,

um verängstigte Kinder zu beruhigen.

Wichtiges Glied in der

geschlossenen Hilfekette

Der Betreuungsdienst ist – wie die den Rettungsdienst

verstärkenden Sanitäter und die

logistisch ausgerichtete Gruppe Technik und

Sicherheit – meist fester Bestandteil der Bereitschaften

im DRK. Viele Einsatzeinheiten sind

„gemischt besetzt“ und decken, sich gegenseitig

ergänzend und unterstützend, alle drei Bereiche

ab. Mit dieser so genannten medico-sozialen

Leistung bildet der überwiegend ehrenamtliche

Betreuungsdienst ein wichtiges Glied in der geschlossenen

Hilfekette („Beraten – Vorsorgen –

Retten – Betreuen und Pflegen – Nachsorgen“),

die in Deutschland nur das Rote Kreuz

zu bieten vermag. Der Betreuungsdienst ist,

so Christine Lettang vom Team Ehrenamt im

Berliner Generalsekretariat, „ein unverzichtbares

Element unseres umfassenden sozialen

Handelns“. Bundesweit gehören rund 15.000

Aktive dem Betreuungsdienst an.


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drk helfen + retten

� einsatz ohne Maske

olav Meyer-Sievers, Hamburg

„Wir leisten erste hilfe für die seele“: seit gut drei Jahren arbeitet der selbstständige kom-

munikationsberater Olav Meyer-sievers in seiner Freizeit für das kriseninterventionsteam

hamburg (kit), das dem DRk-Ortsverein hamburg-harburg angegliedert ist – konsequen-

te Fortsetzung seiner nebenberuflichen tätigkeit als trauerredner bei nicht konfessionellen

Bestattungen. 46 Männer und Frauen stellen ehrenamtlich sicher, dass das kit rund um

die Uhr in Bereitschaft ist – und immer zwei helfer „von null auf 100“ zur Verfügung stehen.

hohe persönliche Präsenz und viel einfühlungsvermögen erfordere die arbeit, berichtet der

stellvertretende kit-Leiter, der bis heute „vor jeder Bereitschaft hochachtung“ hat. Denn:

„Jeder einsatz ist anders, weil jeder Betroffene unterschiedlich reagiert“ – und in der Regel

haben es die Betreuer mit gleich mehreren Betroffenen zu tun. sie begegnen Menschen,

die aufgrund ihrer krisensituation „ohne jede Maske“ sind, die „pur und direkt“ reagieren.

schmerz, Wut, hilflosigkeit und – vor allem bei suizidfällen – die suche nach dem Warum:

„Oft stehen quälende Fragen im Raum, die wir nicht beantworten können“, sagt Olav Meyer-

sievers. „auch das muss man aushalten.“

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Ob Brände, Massenkarambolagen oder

schlichtes Chaos aufgrund von Extremwetterla-

gen: Viele Schadensereignisse sind komplex, die

darin verwickelten Menschen sehr unterschied-

lich betroffen – als Opfer, als Angehörige von

Opfern, als Ersthelfer, als Augenzeugen. Der

Betreuungsdienst leistet überall dort Hilfe, wo

Betroffene sich nicht selbst helfen können.

Er betreut und versorgt Hilfebedürftige,

stellt bei Bedarf Verpflegung und vorübergehende

Unterbringung zur Verfügung. Und

vor allem: Er sichert die sozialen Belange der

Betroffenen. Die Helfer hören zu, muntern

auf, beruhigen, trösten – eine unaufdringliche

Begleitung durch die Stunden der Krise,

bis der Normalzustand wieder einigermaßen

hergestellt ist.

DRK-Anspruch ist, dass die betreuenden

Helfer spätestens eine Stunde nach Eintritt

des Schadensereignisses an der Einsatzstelle

sind. Die Betreuungsgruppen sind personell so

ausgelegt, dass sie sich um bis zu 100 Personen

kümmern können. Je nach Schadensereignis

und notwendiger Intensität des Einsatzes

können große Einheiten bis zu 500 Betroffene

versorgen – denn der Betreuungsdienst hat

auch wichtige Aufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz

der Bundesrepublik.

Regelmäßige Lehrgänge und Schulungen

sowie Übungen anhand von realitätsnahen Szenarien

sorgen dafür, dass im Ernstfall alles wie

am Schnürchen läuft und die Betreuer Hand

in Hand mit den anderen DRK-Fachdiensten

bzw. anderen Hilfsorganisationen wie Polizei

und Feuerwehr arbeiten.

Bedeutendster Anbieter

psychosozialer Notfallversorgung

In den vergangenen Jahren immer stärker in

den Vordergrund getreten ist vor allem bei

schweren Not- und Unglücksfällen sowie Katastrophen

die Psychosoziale Notfallversorgung

(PSNV). Das DRK spielte eine maßgebliche

Rolle bei der Entwicklung dieser Dienstleistung

und ist heute einer der bedeutendsten

PSNV-Anbieter. Bundesweit wurden vieler-

orts regionale Kriseninterventionsteams, Not- Foto: achiM MULthaUPt


Foto: aNDReas teichMaNN

fallnachsorge- und Notfallbetreuungsdienste

sowie Einsatzkräftenachsorgeteams auf- und

ausgebaut. Sie leisten – ebenfalls zumeist

ehrenamtlich – mit viel Engagement täglich

psychosoziale Akuthilfe für Menschen in Ausnahmesituationen.

Die Kollision zweier Flugzeuge bei Überlingen

am Bodensee im Jahr 2002, der Transrapid-Unfall

2006 im Emsland, der Einsturz

der Eissporthalle in Bad Reichenhall im selben

Jahr, die schrecklichen Amokläufe von Schülern

in Erfurt, Winnenden und Ansbach: Das

sind nur einige wenige öffentlichkeitswirksame

Beispiele dafür, wann die speziell geschulten

Teams zum Einsatz kommen. Unfälle mit Todesopfern

und Schwerverletzten, dramatische

Rettungsdienst-Situationen, Tötungsdelikte,

Geiselnahmen, Raubüberfälle, aber auch Suizide

und Fälle plötzlichen Kindstods – der

„Alltag“ dieser bundesweit rund 5.000 Helfer

kennt, so PSNV-Bundeskoordinator Michael

Steil, alle Facetten menschlichen Leids.

Balance finden zwischen

Mitgefühl und Distanz

Viele der PSNV-Engagierten sind erfahrene

Rotkreuzler, einige mit einer „Vorgeschichte“

im Betreuungsdienst. Aber auch Quereinsteiger

sind in den Teams vertreten, darunter Psychologen,

Sozialarbeiter und Seelsorger, ebenso

wie „gelernte“ Polizisten, Busfahrer oder

Verwaltungsfachkräfte. Für ihre spezifische

Ausbildung gibt es mittlerweile ein DRK-weit

einheitliches Curriculum: 80 Unterrichtseinheiten

mit festgelegten Lerninhalten. Daran

schließt sich eine Probezeit an, entweder als

sechsmonatige Hospitation in einem Team

oder in Form der ausführlichen Dokumentation

von zehn geleisteten Einsätzen.

Gearbeitet wird in der Regel in Zweier-

Teams; die Einsatzkoordinatoren achten

darauf, dass Neulingen erfahrene Kollegen

zur Seite stehen. Denn die richtige Balance

zwischen mitfühlender Empathie und (selbst-)

schützender Distanz zu den Betroffenen muss

bei jedem einzelnen Einsatz neu gefunden

werden.


� Vielfältiges Aufgabenfeld

Markus J. Hummels, Borken

„abwechslungsreich, vielfältig, anspruchsvoll, interessant“: so beschreibt Markus J. hum-

mels die aufgaben im Betreuungsdienst. seine immense erfahrung auf diesem Gebiet bringt

er als ehrenamtlicher Fachberater Betreuungsdienst sowohl beim kreisverband Borken als

auch beim Landesverband Westfalen-Lippe ein. Der sozialfachwirt, der sich im hauptamt

für das Rote kreuz in Borken unter anderem um den Betrieb von kindertageseinrichtungen

sowie die Fach- und Breitenausbildung kümmert, weiß aus jahrelanger eigener erfahrung

um die Bedeutung des Betreuungsdienstes schon im ganz normalen Leben: „keine größere

Veranstaltung, bei der nicht ein kind verloren geht oder Rollstuhlfahrer zu transportieren sind.“

Die nachhaltigsten eindrücke haben bei Markus J. hummels aber natürlich die Großeinsätze

hinterlassen, vor allem die evakuierung und spätere Betreuung von rund 10.000 kriegsflücht-

lingen 1992 aus Jugoslawien: „Die Menschen hatten all ihr hab und Gut verloren, mussten

ihre heimat verlassen, verbrachten bei großer hitze fast 20 stunden im engen Zug, standen

vor einer völlig ungewissen Zukunft – eine körperlich anstrengende und psychisch enorm

belastende situation.“ Beim Jahrhunderthochwasser an der elbe 2002 wie bei der schneekatastrophe

2005 im Münsterland stellte Markus J. hummels fest: „in solchen Großschadenslagen

funktioniert auch die Nachbarschaftshilfe.“ Darauf kann der Betreuungsdienst mit seiner

logistischen Unterstützung aufbauen und den Betroffenen hilfe zur selbsthilfe leisten.

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drk helfen + retten


Zwei Formen der Hilfe

Der Betreuungsdienst unterstützt

Menschen, die von einem unerwarteten

ereignis betroffen wurden,

sich aber nicht in einer unmittelbaren

medizinischen Notlage

befinden. Die Bandbreite der

unerwarteten ereignisse reicht von

Naturkatastrophen (eis, schnee,

stürme, Überschwemmungen etc.)

und deren Folgen über Verkehrsunfälle,

Brände und explosionen

bis zu Zwischenfällen bei Massenveranstaltungen.

Der Betreuungsdienst stellt hilfsgüter

für die in Not Geratenen

bereit und leistet elementare

psycho-soziale Unterstützung. Der

Betreuungsdienst ist den Bereitschaften

zugeordnet; die aufgaben

nehmen überwiegend ehrenamtliche

wahr. im Zuge der strategie

2010plus, Info

mit der sich das Rote

kreuz fit macht für die Zukunft,

erfährt derzeit auch der Betreuungsdienst

eine Neuausrichtung.

Die Psychosoziale Notfallversorgung

(PsNV) von Überlebenden,

angehörigen, hinterbliebenen,

Vermissenden sowie einsatzkräften

erlangt immer mehr Bedeutung.

Das DRk erarbeitete in den

vergangenen Jahren ein bundesverbandlich

einheitliches fachliches

Rahmenkonzept. Ziele sind

unter anderem, Mindeststandards

für diese Dienstleistung zu

etablieren und das angebot

bundesweit flächendeckend

verfügbar zu machen.

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� Ganz nah dran an den Menschen

Heiner Butz, Bellheim

„Man muss bei dieser arbeit mit dem herzen sehen können“: Die innere einstellung sieht heiner

Butz als ein entscheidendes kriterium an, um Menschen in Not beistehen zu können. Der

Landesbeauftragte für Psychosoziale Notfallversorgung beim Landesverband Rheinland-Pfalz

und stellvertretende teamleiter Notfallnachsorge beim Ortsverein Bellheim kommt aus dem

Betreuungsdienst. Der Pfälzer absolvierte 1990 einen der ersten Betreuungsdienst-Lehrgänge

beim DRk; mittlerweile hat er weit über 500 Betreuungs- und Notfalleinsätze „auf dem Buckel“. er

betreute 1992 Flüchtlinge, die per Zug „mitten durch das kriegsgebiet“ aus Jugoslawien evakuiert

wurden. er war beim elbe-hochwasser 2002 und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im einsatz.

er kümmerte sich als Leiter Psychosoziale Unterstützung um die türkischen Familien, deren

angehörige bei einem Großbrand 2008 in Ludwigshafen auf tragische Weise ums Leben kamen.

heiner Butz gründete die Notfallnachsorge im DRk mit, auch, weil er als Verwaltungsdirektor einer

akutklinik immer wieder erlebt hatte, „wie schlecht die angehörigen aufgefangen werden“. „Wir

sind für Menschen in Not ein Licht auf einem dunklen Weg“, beschreibt er die Funktion der helfer.

Wie hält man es aus, so viel Leid zu sehen? „Man muss geerdet sein und Menschen mögen“,

weiß heiner Butz. Und: „Man lernt, auf seine Grenzen zu achten und sie einzuhalten.“ er hat bei

sich früh die Gabe entdeckt, für andere Menschen da sein zu können und ihnen kraft zu geben –

„und im Roten kreuz gibt es keine andere arbeit, bei der man näher an den Menschen ist“.

Anders als beispielsweise der Rettungs-

dienst folgt die Psychosoziale Notfallversor-

gung nicht vorgegebenen Abläufen, sondern

richtet sich ganz am individuellen Unterstützungsbedarf

der zu Betreuenden aus. Dabei

setzen die Helfer Schwerpunkte, die erfahrungsgemäß

dazu beitragen, dass die Betroffenen

ihre Situation bewältigen können.

So gilt es zunächst, den meist völlig aus

der Bahn Geworfenen wieder ein Sicherheitsund

Stabilitätsgefühl zu vermitteln. Schritt

für Schritt werden die Menschen dann, wie

die Fachleute sagen, „wieder ins Handeln gebracht“;

wo immer möglich, versuchen die

Helfer, soziale Netzwerke zur Unterstützung

zu aktivieren bzw. andere Hilfsdienste und

Beratungsstellen in die Betreuung einzubinden.

Die Spezialisten für menschliche

Zuwendung in Krisensituationen beenden

ihren Einsatz erst, wenn sie sicher sind, die

ihnen vorübergehend Anvertrauten in guten

Händen zurückzulassen.

� Foto:

Maks RichteR


© 2009 Dr. Hittich ® Gesundheits-Mittel

Die Sensation: Forscher suchten nach dem Geheimnis der Frucht,

die unsterblich macht und entdecken einen „Schutz-Schirm von Mutter Natur“

Freuen Sie sich über dieses Herz-Kreislauf-

Wunder aus der Natur – das kraftvollen

Zellschutz für Mann und Frau bietet!

Der Herzinfarkt als typische Männererkrankung

– das gehört

inzwischen der Vergangenheit

an. Mittlerweile geht die Herzinfarktrate

bei Männern zurück, während sie bei

Frauen stetig ansteigt. Heute betriff t

jeder zweite Herzinfarkt eine Frau und

die Betroff enen werden immer jünger.

Es klingt wie ein Wunder, wenn

Wissenschaftler in verschiedenen Ländern

gleichzeitig eine Pfl anze erforschen. Eine

Frucht, die seit seit über 5.000 Jahren paradieparadiesische Zustände verspricht.

Das „ewige Leben“ können die Forscher

dem „Paradies-Apfel“ nicht entreißen.

Doch die Ergebnisse über den Granatapfel

klingen nach einer wissenschaftlichen

Sensation.

Mutter Natur spannt jetzt einen

Schutz-Schirm für Sie auf!

● Wünschen Sie sich ein starkes

Herz und geistige Frische?

● Fühlen Sie sich schlapp?

● Sorgen Sie sich um die Prostata?

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drk helfen + retten

� Info

Kleidung für Bedürftige

Neben den Secondhand-Läden

existieren im DRK auch Kleiderkammern,

die insgesamt rund

zwei Millionen Menschen mit

Kleidung versorgen. Im Gegensatz

zu den Ladengeschäften

sind die Kammern meist nur für

Bedürftige geöffnet. Wer gute

gebrauchte Kleidung abgeben

will, wendet sich an den zuständigen

DRK-Kreisverband oder

Ortsverein in der Nähe.

Adressen finden Sie im Internet

unter www.drk.de

12 rotkreuzmagazin 4_ 09

Jacke wie Hose

Gute Qualität zum fairen Preis – das ist das Rezept der DRK-Kleiderläden.

Vom schicken Hemd bis zum Freizeitpulli – bei der großen Auswahl an gut

erhaltener Secondhand-Ware findet jeder ein passendes Kleidungsstück.

I Mäntel und Jacken hängen ordentlich sortiert an

den Kleiderstangen, daneben Kleider und Anzüge,

Blusen und Hemden, legere Freizeitklamotten und

Kinderkleidung in fast allen Größen – eigentlich wie

in jeder anderen Boutique auf der belebten Kölner

Einkaufsstraße. „Nur die Preise sind ein bisschen anders“,

sagt Jane Tedd vom Kölner Rotkreuz-Shop.

Ausgesuchte, gut erhaltene und manchmal sogar

neuwertige Kleidung, faire Preise und das in einem

echten Shopping-Ambiente: Dieses Konzept steht

hinter den Rotkreuz-Läden, die inzwischen von

zahlreichen Orts- und Kreisverbänden des DRK

betrieben werden.

„Unsere Kleiderläden sind für jeden geöffnet“, sagt

Katrin Rosenbaum, Referentin für sozial Benachteiligte

im DRK-Generalsekretariat. Zu den Hauptkunden

zählen jedoch Menschen, die von Hartz IV

leben müssen. Aber auch Rentner, alleinerziehende

Mütter, kinderreiche Familien und Migrantinnen

und Migranten stöbern in den Regalen, durchforsten

die Kleiderständer und verschwinden mit dem einen

oder anderen Teil in der Umkleidekabine. Oft trifft

man auch Jugendliche, die nach einem individuellen

Stück suchen.

„Die Kleiderläden bieten bedürftigen Menschen

die Möglichkeit, in einer würdevollen Atmosphäre

einzukaufen“, betont Katrin Rosenbaum. Und mit

steigender Tendenz wird auch das soziale Unter-

stützungspotenzial erkannt: von Beratungsangeboten

über Konzepte zur sozialen Integration bis

hin zum Beschäftigungsort für psychisch Kranke,

benachteiligte Jugendliche, Langzeitarbeitslose oder

Menschen mit Behinderungen. „Häufig können so

Menschen (wieder) in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt

werden“, sagt Katrin Rosenbaum.

In Köln stammt die Ware aus den Rotkreuz-

Containern oder aus Kleiderspenden, die direkt

an das Rote Kreuz gehen – meist von Privatleuten,

manchmal aus Geschäftsauflösungen. In vielen anderen

Städten kann die Ware auch direkt im Laden

abgegeben werden.

Doch nicht nur diejenigen, die ihre noch gut erhaltenen

Kleider abgeben, tun etwas für den guten

Zweck. Aus dem Kölner Rotkreuz-Laden fließt der

Erlös zum Beispiel in soziale Projekte vor Ort. So

unterstützt jedes Kleidungsstück, das einen neuen

Besitzer findet, nachhaltig eine gute Sache.


Fotos: MAthIAS SANDMANN


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drk helfen + retten

�Info

Eine Bühne für

talentierte Newcomer

In Mainz und im Landkreis

Mainz-Bingen organisiert der

Kreisverband Mainz-Bingen

(www.drk-mainz.de) als einer

der größten DRK-Verbände

in Rheinland-Pfalz zentral die

Musikfestivals redrocks sowie

die Aktionen rund um das Thema

„Das Rote Kreuz rockt“. Wo und

wann redrocks im nächsten Jahr

Station macht und was es sonst

Neues gibt, steht auf der Internetseite

www.drk-rockt.de

Und im eigenen redrocks-TV auf

dem Internetportal youtube gibt

es in regelmäßigen Abständen

neue Clips und Videos zu sehen.

14 rotkreuzmagazin 4_ 09

Rocken für den guten Zweck

Jung, dynamisch und kreativ: Mit dem Musikfestival redrocks zeigt der

Kreisverband Mainz-Bingen, dass das Deutsche Rote Kreuz neuen Ideen gegenüber

offen ist. Im Vordergrund steht die Musik – und natürlich der Spaß.

I „Das Rote Kreuz rockt“, da ist sich Sven La-

benz vom Kreisverband Mainz-Bingen sicher. Und

das beweisen er und die anderen Macher von redrocks

mit ihrem Musikfestival. Angefangen hat

das Ganze vor gut zwei Jahren. „Eigentlich sollte

es nur ein Sommerfest zur zehnjährigen Feier des

Schulsanitätsdienstes hier im Kreisverband werden“,

erzählt Festival-Organisator Labenz. Im Laufe der

Planung hat sich das Team dann aber zunehmend

Gedanken gemacht, wie man das DRK-Image pflegen

und dabei gleichzeitig auch mehr junge Leute

ansprechen und für ein Engagement im Verband

gewinnen kann.

Deutschland-Tour in Planung

„Wir wollten einfach zeigen, dass das Rote Kreuz

mehr zu bieten hat als Blutspenden und Gulaschkanone“,

so Sven Labenz. Die Idee: ein richtiges

Musikfestival mit lokalen Newcomer-Bands – und

offen für alle, die auf handgemachte Rock- oder

Popmusik stehen und gemeinsam mit anderen feiern

möchten. Gleich beim ersten Konzert im Mai 2008

waren das dann auch gut 850 meist junge Leute. Sie

alle kommen wegen der Musik – und einige bleiben

nach dem Event beim Roten Kreuz.

„Als wir gemerkt haben, wie gut die Idee ankommt,

haben wir uns direkt in die weitere Planung

für 2009 gestürzt“, sagt Sven Labenz. Mit Erfolg:

Im Sommer rockte redrocks schon in Mainz und

am Bodensee. Und für 2010 liegen bereits Anfragen

aus verschiedenen Kreis- und Landesverbänden vor.

„Dann geht redrocks auf Deutschlandtour.“

Hilfe bei der Organisation gibt es dabei vom

erfahrenen Mainzer Team um Sven Labenz. Die

Bands sollten zur Rotkreuz-Idee passen – außerdem

dürfen sie keine astronomischen Gagen verlangen.

Auch bei der Suche nach geeigneten Locations und

Sponsoren kann Labenz entsprechende Tipps geben.

Schließlich sollen die Preise für Eintritt, Getränke

und Verpflegung für die Festival-Besucher

erschwinglich bleiben. Außerdem zählt bei redrocks

der Benefiz-Gedanke: Mögliche Gewinne aus dem

Verkauf von Getränken, T-Shirts, Postern und anderen

Merchandising-Artikeln gehen an soziale

Projekte oder die Jugendarbeit im Roten Kreuz.

„Inzwischen haben wir hier in der Region viele

gute Kontakte geknüpft und Partner gewonnen, die

sich eine Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz

vorher vielleicht nicht so richtig vorstellen konnten“,

erklärt Sven Labenz. Mit von der Partie sind

neben einem bekannten Mobilfunkanbieter auch

die Pop-Akademie in Mannheim, die Kulturinitiative

Rheinrocken und ein lokaler Radiosender.

Das hilft, die Veranstaltung weiter nach vorne zu

bringen – und demnächst vielleicht richtig große

Hallen zu füllen.


Foto: MARIo ANDReyA


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drk helfen + retten

�Info

Risiken erkennen

Trägt das Eis? Vermeintlich zugefrorene

Seen bergen Gefahren,

warnt die DRK-Wasserwacht. Der

ehemalige Bundesleiter Andreas

Geuther: „Das Betreten der

Eisfläche erfolgt immer auf eigene

Gefahr.“ Sperrungen sollten auf

jeden Fall beachtet werden.

• Ernste Warnzeichen für brüchiges

Eis sind knisternde und

knackende Geräusche. Eisläufer

sollten sich dann vorsichtig

flach hinlegen, um ihr Körpergewicht

auf die Fläche zu verteilen,

und ans Ufer robben.

• Für Eingebrochene gilt: Ruhe

bewahren und versuchen,

nicht unter die Eisdecke zu

geraten. Laut nach Hilfe rufen.

Denn selbst wer es schafft,

aus eigener Kraft aus dem

Eisloch herauszukommen,

braucht aufgrund der schnell

eintretenden Unterkühlung

sofort ärztliche Hilfe.

• Für potenzielle Retter gilt: An

vielen Wasserwacht-Stationen

gibt es Eisleitern oder -schlitten,

die die Rettung Eingebrochener

erleichtern. Entscheidend ist ein

schneller Notruf, damit die Rettungsdienste

frühzeitig alarmiert

werden können. Gerettete mit

Decken oder trockenen Kleidern

aufwärmen, möglichst rasch in

einen beheizten Raum bringen.

Je nach Zustand des Patienten

können warme Getränke

verabreicht werden.

16 rotkreuzmagazin 4_ 09

Jede Minute zählt: Eisretter der BRK-Wasserwacht im Einsatz mit Hubschrauber-Unterstützung. Das

Bild entstand bei einer Übung am Sylvensteinstausee im Isarwinkel südlich von Lenggries.

Rettung aus eisiger Gefahr

Viele herrliche Wintertage „am Stück“ mit klirrender Kälte und strahlendem

Sonnenschein: Bei der Wasserwacht lösen sie Sorge aus. Denn dann wächst die Gefahr

von Unfällen auf vermeintlich zugefrorenen Seen – die Eisretter sind gefragt.

I „Leider machen sich viele, die sich trotz

unsicherer Bedingungen auf zugefrorene Seen

wagen, keine Gedanken darüber, was es heißt,

bei diesen Temperaturen ins Wasser zu fallen“,

beklagt Andreas Geuther. Der frühere Bundes-

leiter der DRK-Wasserwacht ist selbst ausgebil-

deter Rettungstaucher und seit über 35 Jahren

bei der BRK-Wasserwacht aktiv. Er weiß genau,

was im eisigen Wasser passiert: Die Kälte schockt

förmlich den menschlichen Kreislauf, Herz- und

Atemprobleme treten ein, die Muskeln erstarren,

jede Bewegung schmerzt. Zudem zieht die nasse

Kleidung den Körper nach unten; das glitschige

Eis bietet keine Möglichkeit, sich festzuhalten

und sich aus dem Wasser zu hieven. Dazu kommt

auch die Angst, die viele Eingebrochene zu panischen

Reaktionen veranlasst. Außerdem besteht

die Gefahr, unter die Eisdecke zu geraten und

dann auch noch die Orientierung zu verlieren.

Auch wenn die DRK-Wasserwacht schnell alarmiert

wurde und rasch am Einsatzort ist, dauert

es, bis sich die Eisretter samt Rettungsschlitten an

die Unglücksstelle herangearbeitet haben. Auch

für sie ist der Einsatz nicht ungefährlich, denn an

der Einbruchstelle ist das Eis sehr brüchig. Nach

zehn Minuten im Eiswasser allerdings, weiß Andreas

Geuther aus Erfahrung, „geben die meisten

Eingebrochenen auf“. Sie werden – ähnlich wie

Erfrierende – schläfrig, die Muskeln versagen

vollends den Dienst. „Es gelingt den Patienten

dann nicht einmal mehr, sich an einer Rettungsleine

festzuhalten“, berichtet der Eisretter. Nur

ein Wasserretter oder Rettungstaucher in voller

Schutzmontur kann dem Verunglückten dann

noch aus dieser lebensbedrohlichen Lage helfen.

Allerdings resultiert aus der bald einsetzenden

Unterkühlung des Körpers „ein klitzekleiner Pluspunkt“

für die Eingebrochenen: Der Stoffwechsel

wird verlangsamt, der Körper verbraucht weniger

Sauerstoff – ein Minuten-Vorteil im Wettrennen

gegen den Tod.

Auch wenn die Eisfläche auf dem See noch so verführerisch

in der Sonne glitzert: Andreas Geuther

rät zu höchster Vorsicht. Sein Tipp: Erst aufs Eis

gehen, wenn dort auch Einheimische zu finden sind,

die das Gewässer gut kennen.

� Foto:

BRK WASSERWAcHT


Foto: PantherMedia

Beim Feiern auch an andere denken

I Der runde Geburtstag, die Hochzeit, das Firmen-

jubiläum, die Taufe, aber auch ein Todesfall: Bei vie-

len Anlässen verzichten Menschen heute bewusst auf

Geschenke oder Blumen. Sie nutzen diese Gelegen-

heiten, um gezielt etwas Gutes zu tun, und bitten ihre

Gäste um eine Spende. Das Rote Kreuz hat zahlrei-

che Hilfsprojekte, für die finanzielle Unterstützung

gebraucht wird. „Das kann ein Hilfsflug mit Trinkwasseranlagen,

Hygienepaketen und Medikamenten

in ein Katastrophengebiet sein oder auch eine Spende

für Aidswaisen in Afrika. Manchmal braucht aber

auch die Kindertagesstätte vor Ort neues Spielzeug

oder der Aufenthaltsraum einer Senioreneinrichtung

muss neu gestaltet werden“, sagt Antje Brack vom

Spenderservice im DRK-Generalsekretariat.

Für welches Projekt vor Ort gerade Spenden benötigt

werden, weiß der jeweilige Kreisverband. Und

der ist dann auch für alle, die sich lokal engagieren

möchten, die richtige Anlaufstelle. „Hier gibt es die

nötige Unterstützung bei der Abwicklung dieser

doch sehr persönlichen Form der Hilfe“, so Antje

Brack. Schließlich zählt nicht nur der gute Wille.

„Es kommt auch darauf an, sich sicher zu sein, dass

das Geld am Ende wirklich da ankommt, wo es gebraucht

wird“, sagt Antje Brack.

Der schnelle Weg zur guten Tat

anlass-Spenden an das deutsche rote Kreuz

sind eine besondere Möglichkeit, etwas Gutes

zu tun. deshalb unterstützt das drK alle, die

eine solche Spende planen. Wer die arbeit des

drK in seiner region fördern möchte, wendet

sich am besten an seinen Kreisverband vor

ort. Möchten Sie die weltweite arbeit oder ein

bestimmtes Projekt im Ausland unterstützen,

wenden Sie sich bitte an:

DRK-Spenderservice, Antje Brack

Carstennstraße 58, 12205 Berlin

tel.: 030 85404-165, Fax: 030 85404-456

E-Mail: spenderservice@drk.de

Schon immer haben Menschen zu besonderen Anlässen an andere gedacht.

Auch Sie können auf Ihrer nächsten Feier Geld für einen guten Zweck sammeln, der

Ihnen am Herzen liegt. Das DRK hilft bei der Organisation der Anlass-Spende.

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Es gibt zwei unterschiedliche Wege für die Spendensammlung:

Der Gastgeber erhält die Spenden auf

seiner Feier (er stellt zum Beispiel eine Spendenbox

auf) und überweist den gesammelten Betrag dann

an das DRK. Oder aber die Gäste überweisen das

Geld direkt auf ein DRK-Spendenkonto. Manche

Kreisverbände halten dazu vorgefertigte Überweisungsträger

bereit, die der Spender seiner

Einladung dann einfach beilegen kann. Weiterer

Service vieler Kreisverbände: das Versenden

der Spendenbescheinigungen. Die genauen

Abläufe lassen sich bei einem persönlichen Geschenken:

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Der Weltverbesserer

Jakob von Uexküll (64) war Journalist,

Autor, dozent, Philatelist

und Abgeordneter des europäischen

Parlaments. der deutsch-

Schwede stiftete 1980 den right

Livelihood Award, besser bekannt

als „Alternativer Nobelpreis“. Ab

2000 arbeitete er daran, den Weltzukunftsrat

ins Leben zu rufen; im

Mai 2007 wurde der World Future

council offiziell gegründet. im Oktober

2009 vergab der WFc erstmals

den Future Policy Award.

Jakob von Uexküll ist selbst Träger

zahlreicher Auszeichnungen, unter

anderem des european heroes

Award (2005), des erich-Fromm-

Preises (2008) und des Verdienstkreuzes

erster klasse des Verdienstordens

der Bundesrepublik

deutschland (2009). er lebt mit

seiner Familie in London.

18 rotkreuzmagazin 4_ 09

Bessere Wege suchen

Gewalt, Katastrophen, Kampf ums tägliche Überleben: Das ist die Welt von heute für Millionen

Menschen. Nachhaltig, gerecht, friedlich: Das könnte die Welt von morgen sein – wenn das Engagement

von Jakob von Uexküll und des von ihm gegründeten Weltzukunftsrats Früchte trägt.

Herr von Uexküll, Sie sind ein Weltverbesserer

im besten Sinn des Wortes. Und Sie haben für

dieses hohe Ziel gleich mehrere Organisationen

gegründet ...

... was kein vernünftiger Mensch einfach so

macht. Aber ich musste es tun, um aus meiner

Sicht entscheidende Lücken zu füllen, derer sich

keine der bestehenden Organisationen annehmen

wollte oder konnte. Der so genannte Alternative

Nobelpreis zum Beispiel entstand, um die vielen

beispielhaften Antworten zu den dringendsten

Fragen unserer Zeit zu würdigen, die bis dahin

nicht wirklich ernst genommen wurden. Der Preis

verhilft ihnen zu der Öffentlichkeit, die sie verdienen.

Und der World Future Council entstand, um

der Zukunft der Menschheit endlich eine Stimme

zu verschaffen, um die Interessen der künftigen

Generationen bei der politischen Entscheidungsfindung

zu vertreten.

Es gibt – das zeigt sich immer deutlicher – viele

„Best Practices“ (also: gute Lösungen) für die Probleme,

mit denen wir jetzt und in naher Zukunft

zu kämpfen haben. Der Weltzukunftsrat versucht,

die „Best Policies“ (also: die richtigen politischen

Strategien) zu finden, um diese guten Lösungen

weltweit zu verbreiten.

Sie engagieren sich für eine nachhaltige, gerechte

und friedliche Zukunft. Das deckt sich

ein großes Stück weit mit den Zielen des Roten

Kreuzes. Gibt es eine Zusammenarbeit?

Vorweg: Das Rote Kreuz leistet eine vorbildliche

Arbeit, die ich sehr schätze. Und natürlich brauchen

wir – leider dringender denn je – eine Organisation,

die sich um die unendlich vielen Opfer

der Katastrophen und Kriege kümmert, denen die

Menschen ausgesetzt sind. Aber es gibt keine direkte

Zusammenarbeit. Denn wir setzen an einem

völlig anderen Punkt an.

Wenn es nicht gelingt, die Auswirkungen der

Klimakatastrophe einzudämmen, wird sich die

Zahl der Kriege und Katastrophen weltweit rapide

massiv erhöhen; eine globale Notsituation

baut sich auf. Dabei gibt es bereits eine Reihe von

Lösungen für die Probleme, die das Klimachaos

auslösen – und wir arbeiten daran, diese Lösungen

weltweit zu verbreiten beziehungsweise zugänglich

zu machen.

Ein Beispiel: Der Weltzukunftsrat hat nicht

unwesentlich dazu beigetragen, dass in Großbritannien

ein Energieeinspeisegesetz nach deutschem

Vorbild verabschiedet wurde. Das wird –

siehe Deutschland – enorme Auswirkungen auf

die Art und Weise haben, aus welchen Quellen

das Land seine Energie gewinnt. Und auch in den

USA, in Südafrika und in Australien interessiert

sich die Politik zunehmend für diesen Weg. Foto: Meike Schröder


Der Weltzukunftsrat arbeitet an komplexen

Themen, er agiert dabei eher unspektakulär.

Welche Rolle spielen Sie selbst als Träger zahl-

reicher Auszeichnungen bei der Werbung für

Ihre Organisation?

Ich sehe mich als Türöffner, als Katalysator. Sie

können mich meinetwegen auch als Vorbild be-

zeichnen – ich sehe das nicht negativ, denn die

Menschen brauchen Vorbilder. Ich hoffe, dass ich

möglichst viele Menschen dafür begeistern kann,

gemeinsam mit uns dazu beizutragen, dass die

Menschheit andere Wege sucht und findet.

Ich selbst bin fasziniert von den Männern und

Frauen, die Träger des Alternativen Nobelpreises

sind. Sie leisten eine in jeder Hinsicht vorbildliche

Arbeit – für mich sind das die Projekte der

Hoffnung.

Sie gelten als Visionär. Wie sieht für Sie die

„ideale“ Welt aus?

Ein Modell für die ganze Welt – das kann und

Anzeige

chon morgens hatte ich Schmer-

S zen. Und wenn es regnerisch

wurde, verzog ich schon bei jedem

Schritt vor Schmerzen das Gesicht.

Ich sah mich schon im Rollstuhl

sitzen, völlig fertig mit dem Leben, als

ein Freund mir eine Tube „Artrosilium-

Gel“ mitbrachte. Man brauchte nur ein

wenig Gel auf die schmerzenden Stellen

aufzutragen.

Schon nach der ersten Anwendung

klang der Schmerz ab.

Gratis-Testtube

Sie können auch telefonisch bestellen*:

0180 / 501 24 41,

Fax: 0180 / 501 24 42

7 Tage die Woche

*14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz

ggf. abweichende Tarife aus Mobilfunknetzen

„Ich hatte wahnsinnige Schmerzen in den

Knien … bis zu dem Tag, an dem ich

Artrosilium-Gel entdeckte.“

20 ml


darf es meiner Meinung nach nicht geben. Aber

es gibt einen gemeinsamen Wert, der die Menschen

in allen Gesellschaften weltweit verbindet:

Sie wollen ihren Kindern eine bessere Zukunft

schaffen. Das ist für mich die gemeinsame Basis für

eine größtmögliche Vielfalt an Variationen eines

„anständigen“ Lebens.

Wir müssen die lokale Vielfalt dessen, was als

„anständig“ gilt, stärken, weil uns das Freiheiten

eröffnet. Die westliche Konsumgesellschaft kann

kein Modell sein – wir sehen ja, wohin das Streben

nach immer mehr ökonomischem Wachstum und

nach materiellen Gütern führt: Wir belasten, ja

überlasten unseren Planeten. Wir müssen leichter

leben auf der Erde.

Es muss endlich ein Genug geben, oder, um es

in einem Schlagwort zu formulieren: Wir brauchen

Suffizienz statt Effizienz. Und wir sollten materielles

Wachstum ersetzen durch spirituelles Wachstum.

Das Gespräch führte Ilse Preiss.

Innerhalb von 3 Tagen konnte ich wieder

Tennis spielen und im Garten arbeiten

– obwohl ich doch schon 73 bin.

Meine Frau konnte ihren Augen kaum

trauen.

Wenn auch Sie an Arthrose oder Rheuma

leiden, kann ich Ihnen nur empfehlen,

eine kostenlose Probe dieses Gels

anzufordern, das von einem französischen

Forscher entwickelt wurde.

Für Sie ist keinerlei Risiko dabei, denn

diese Probe ist kostenlos. Ihr einziges

„Risiko“ besteht darin, dass Sie Ihre

volle Beweglichkeit wieder erhalten

und die Schmerzen loswerden.

Im Rahmen einer nationalen Kampagne

werden 20 ml-Tuben dieses

natürlichen Gels kostenlos verteilt.

Deshalb sollten Sie schnell reagieren,

denn diese Kampagne ist befristet.

Bitte ausfüllen und einsenden an:

Servicecenter, Postfach 71, CH-5417 Untersiggenthal, Schweiz

senden Sie mir ohne weitere Verpflichtungen das kostenlose Muster + Informationen über die

Ja, Bekämpfung von Arthrose zu.

Herr Frau Aktion D012000044

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ADRESSE

PLZ / ORT

Telefonnummer (für eventuelle Rückfragen) | Geburtsdatum


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Der Weltzukunftsrat

der World Future council setzt

sich für ein verantwortungsvolles

nachhaltiges denken und

handeln im Sinne zukünftiger

Generationen ein. die bis zu 50

Mitglieder des rats identifizieren

mithilfe eines Netzwerks von

Wissenschaftlern, Parlamentariern

und Umwelt-Organisationen

weltweit zukunftsweisende

Politikansätze, machen sie

bekannt und fördern ihre Umsetzung.

die Aktivitäten koordiniert

und finanziert die gemeinnützige

Stiftung World Future council;

Stiftungssitz ist hamburg. Mehr

informationen finden Sie unter

www.worldfuturecouncil.org

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� Info

Wie das DRK half

Der Vietnamkrieg endete am

30. April 1975. Aus Angst vor

Repression, Hunger und Verschlechterung

der Lebensbedingungen

durch das kommunistische

System flohen zahlreiche

Vietnamesen, 1,6 Millionen von

ihnen per Boot. Denn die angrenzenden

Staaten (Kambodscha,

Laos, Thailand, Volksrepublik

China) eigneten sich kaum als

Zuflucht. Das DRK hat über viele

Jahrzehnte Hilfe für die Opfer des

Krieges geleistet – in Vietnam

selbst, in den umliegenden Ländern

und in der BRD. Erstes Ziel

war dabei, für alles zu sorgen,

was die Flüchtlinge entbehrten:

Trinkwasser, Nahrung, Unterkunft,

Bekleidung und gesundheitliche

Betreuung. Vor Ort

setzte das DRK zwei Schiffe als

Hilfsstützpunkte ein: die Helgoland

und die Flora.

20 rotkreuzmagazin 4_ 09

Neue Wurzeln geschlagen

Als Ende der 1970er-Jahre die ersten Boat People aus Südostasien

nach Deutschland kamen, begann eine Erfolgs-Geschichte der Integration.

Und die muss für die heutige Flüchtlingspolitik Beispiel sein.

I Ende 1978 erregte das Schicksal der Flüchtlinge

auf der „Hai Hong“ die Welt. Fast 3.000 Flücht-

linge an Bord des rostenden Frachters hofften da-

rauf, in Sicherheit zu gelangen. Sie stammten aus

Vietnam, das sie aus Angst vor dem kommunisti-

schen Regime, vor Enteignung, Grausamkeiten und

Umerziehungslagern verlassen hatten. Trinkwas-

ser und Nahrung waren knapp, die hygienischen

Bedingungen katastrophal. Die Menschen waren

erschöpft, schwach und verzweifelt, während sie da-

rauf warteten, von irgendeinem Land aufgenommen

zu werden. Kein Land in Südostasien war jedoch

dazu bereit. Das setzte internationale Hilfsmaß-

nahmen in Gang. Auch Deutschland erklärte sich

bereit, Menschen aus dieser Situation zu befreien.

657 Flüchtlinge wurden direkt von der „Hai Hong“

gerettet; weitere 363 kamen aus Thailand, nachdem

sie zuvor von einem deutschen Schiff aus Seenot

gerettet worden waren. Am 2. und 4. Dezember

1978 landeten die ersten Flüchtlinge in Hannover

und wurden noch auf dem Flughafen vom DRK mit

Decken, Tee und Suppe versorgt. Diese 1.020 Menschen

blieben in Hannover und wurden zunächst in

Friedland und niedersächsischen Einrichtungen des

DRK, der Caritas, der evangelischen Kirche und des

Paritätischen Wohlfahrtsverbandes betreut. Ende

des Jahres waren in anderen Bundesländern noch

weitere 693 Plätze für Flüchtlinge aus Südostasien

frei. Insgesamt nahm die Bundesrepublik etwa

35.000 Menschen aus Südostasien auf, vor allem aus

Vietnam, aber auch aus Laos oder Kambodscha.

Die ersten Boat People in Deutschland

Mit dem Eintreffen der so genannten Boat People

in Deutschland begann für die aufnehmenden

Bundesländer und die Wohlfahrtsverbände, darunter

eine Vielzahl von DRK-Landes- und Kreisverbänden

sowie Ortsvereinen, die Arbeit in einem

völlig neuen Aufgabengebiet: Hilfen für außereuropäische

Flüchtlinge. „Der Auf- und Ausbau

der Sozialarbeit mit ausländischen Flüchtlingen

war eine echte Herausforderung“, erinnert sich

Gabi Thon, die im Landesverband Baden-Württemberg

die Betreuung der Flüchtlinge aus Südostasien

koordinierte. Als Pionierin sozusagen. Denn:

Die Arbeit mit diesen Zielgruppen war für alle neu

und so mussten die ehrenamtlichen Bereitschaftsmitglieder

als Ersthelfende auf zusätzliche Betreuungsaufgaben

neben der medizinischen Erstversorgung

vorbereitet werden. Erst später wurden den

Verbänden öffentliche Mittel für hauptamtliche

soziale Fachkräfte zur Verfügung gestellt.


Fotos: PETER TURNLEy/CORBiS; BRECELJ BOJAN/CORBiS SygMA

In Zusammenarbeit mit einer vietnamesischen

Studentin und Referenten aus den anderen Län-

dern organisierte Gabi Thon deshalb Seminare, um

die Rotkreuzler zum einen mit der Geschichte, der

Religion und der gesellschaftlichen Situation in

den Ländern Vietnam, Laos und Kambodscha ver-

traut zu machen. Zum anderen mussten die Helfer

sich aber auch mit der rechtlichen Situation der so

genannten Kontingentflüchtlinge in Deutschland

vertraut machen, um deren Interessen bei Ämtern

und Behörden vertreten zu können. Außerdem

mussten Sprachkurse organisiert werden, die

Flüchtlingsfamilien brauchten Wohnungen, einen

Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. „Und der Alltag

in einer völlig neuen Kultur will auch erst einmal

bewältigt werden“, sagt Gabi Thon.

Zusätzlich galt es für über 100 kambodschanische

Kinder und Jugendliche, die vom DRK

aus einem thailändischen Flüchtlingslager als vermutliche

Waisenkinder nach Baden-Württemberg

geschickt wurden, eine neue Lebensgrundlage zu

schaffen. Hier – wie in allen Bereichen – war Kooperation

ein Schlüssel zum Erfolg: „Aus der Not

heraus haben damals alle an einem Strang gezogen

– sowohl die DRK-Ebenen untereinander als

auch die Kirchen und die anderen Verbände der

Freien Wohlfahrtspflege“, so Gabi Thon. Und:

Die Gesellschaft war den Flüchtlingen aus Südostasien

gegenüber relativ offen. Genauso wie die

Boat People selbst einen starken Antrieb hatten,

sich zu integrieren.

Darüber hinaus hatte die damalige Bundesregierung

klare Rahmenbedingungen geschaffen: das

„Programm zur sozialen Beratung und Betreuung

Angekommen: Viele vietnamesische Flüchtlinge

haben in Deutschland eine neue Heimat gefunden.

ausländischer Flüchtlinge“ und das „Gesetz über

Maßnahmen für im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen

aufgenommene Flüchtlinge (Hum-HAG)“,

auch Kontingentflüchtlingsgesetz genannt. Damit

galten für die aus Vietnam, Laos und Kambodscha

geflohenen Menschen eigene gesetzliche Grundlagen.

Als so genannte Kontingentflüchtlinge erhielten

sie eine langfristige Perspektive für ein sicheres

und menschenwürdiges Leben in Deutschland. Sie

genossen eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis

und besonderen Ausweisungsschutz. Sie hatten

Zugang zu Schule, Bildung und Arbeitsmarkt.

Als anerkannte Flüchtlinge wurden sie bei der Zusammenführung

ihrer Familien unterstützt und

konnten Fördermöglichkeiten wie Stipendien in

Anspruch nehmen. Es wurde ihnen an ihren jeweiligen

Wohnorten dabei geholfen, Kontakt zu

ihren Landsleuten in Deutschland, heimatliches

Brauchtum und die Muttersprache zu pflegen.

Kurzum: Es entstand ein festes soziales Netz, in

dem sich die ehemaligen Flüchtlinge heute frei und

eigenständig bewegen.

Langfristige Perspektiven

„An die damaligen Erfahrungen und die konkreten

Erfolge muss die aktuelle deutsche Migrationspolitik

anknüpfen“, betont DRK-Vizepräsidentin

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

„Wenn Menschen in Deutschland Schutz vor Verfolgung

finden, brauchen sie auch jetzt langfristige

Perspektiven für ihr neues Leben.“ Die Zahlen

der Betroffenen weltweit steigen unablässig an.

Unerträgliche Not leiden aktuell nicht nur die

irakischen Flüchtlinge in Syrien und Jordanien,

sondern auch die Menschen in Darfur, im Kongo,

in Gaza und an vielen anderen Orten der Welt.

Auch sie haben ein unveräußerliches Recht auf

ein Leben ohne Not, Hunger und Folter. Nötig

ist ein klares standardisiertes Verfahren, mit dem

weltweit Flüchtlinge aus Drittstaaten systematisch

und dauerhaft aufgenommen werden können, wie

es auch der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten

Nationen (UNHCR) seit Langem vorsieht.

Oder, wie Frau von Schenck sagt: „Adäquate humanitäre

Hilfe, ausschließlich nach dem Maß der

Not – nur so können wir den Flüchtlingen eine

neue Heimat gewähren.“ �

drk Politik + soziales

Lesetipp

Anlässlich der Ankunft der

ersten Boat People aus Südostasien

vor gut 30 Jahren hat das

DRK eine Broschüre mit dem

Titel „Boat People in Deutschland

– Beispiele gelungener

integration“ herausgegeben. in

ihr kommen Menschen zu Wort,

die in Deutschland eine neue

Heimat gefunden haben – und

diejenigen, die ihnen dabei

geholfen haben. gleichzeitig ist

die Broschüre aber auch ein

Plädoyer dafür, aus den Erfolgsgeschichten

der Vergangenheit

zu lernen und die Erfahrungen

für die heutige Flüchtlingspolitik

zu nutzen.

Bestellt werden kann die

Broschüre kostenlos bei

Juliane Jacoby

DRK-generalsekretariat

Carstennstraße 58-60

12205 Berlin

E-Mail: jacobyj@drk.de

telefon: 030 85404-125

4_ 09 rotkreuzmagazin 21


drk Politik + soziales

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Wohnen – alternativ

und gemeinschaftlich

Kräfte bündeln, neue Wege

des gemeindeorientierten und

kleinräumigen Wohnens im Alter

erkunden und bekannt machen –

das sind die Ziele des Programms

„Wohnen für (Mehr)Generationen

– Gemeinschaft stärken, Quartier

beleben“. Im Rahmen des Programms

werden seit September

30 wegweisende Projekte in

diesem Bereich mit jeweils bis zu

100.000 Euro gefördert.

Die ausgewählten Wohngemeinschaften

zeigen, dass es für

ältere Menschen viele praktische

Wohnformen gibt. Neben

vorbildlichen Lösungen für die

Barrierefreiheit in den Innenund

Außenbereichen sind

sie auch durch die Lage und

die Angebote in das jeweilige

Gemeindeleben integriert. Mehr

Informationen im Onlineportal

www.baumodelle-bmfsfj.de

22 rotkreuzmagazin 4_ 09

Alle unter einem Dach

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor die Aufgabe, neue Wohnformen für ältere

Menschen zu schaffen. Zwei Projekte des DRK werden deshalb im Rahmen des Programms

„Wohnen für (Mehr)Generationen – Gemeinschaft stärken, Quartier beleben“ gefördert.

I Seit November 2007 leben „Am Markt“ in Güs -

trow vier Hausgemeinschaften unter einem Dach.

„Jeweils elf Personen bilden hier eine Gemeinschaft“,

sagt Karin Jarchow vom Kreisverband Güstrow. In

den kleinen Gruppen sollen die pflegebedürftigen

oder an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und

Bewohner Geborgenheit und Normalität erfahren –

ähnlich wie in der Familie. Deshalb gestalten sie

ihren Alltag aktiv mit, helfen bei der Wäsche oder

in der Küche. „Unser Konzept richtet sich nach dem

Wunsch, nicht allein, aber unabhängig zu sein, gebraucht

zu werden, jederzeit Geborgenheit zu erfahren

und sich im Notfall gut versorgt zu wissen“,

betont Karin Jarchow.

Das spiegelt sich auch in der architektonischen

Umsetzung wider. So kann jedes der insgesamt 44

Zimmer an die individuellen Bedürfnisse angepasst

werden. Einige Zimmer sind besonders rollstuhlgeeignet,

andere können sogar ein Ehebett aufnehmen.

In allen Zimmern aber bleibt Platz für persönliche

Gegenstände wie Möbel oder Bilder. Die gemeinsa-

men Küchen- und Essbereiche sowie das Kaminzimmer

wiederum fördern die zwischenmenschlichen

Kontakte. Auch technisch ist man in der durch die

Modellreihe „Das intelligente Heim“ geförderten

Einrichtung auf dem neuesten Stand. Eine intelligente

Steuerung sorgt zum Beispiel dafür, dass die

Heizung ausgeht, wenn ein Fenster geöffnet wird.

Und die seniorengerechte Küchentechnik schafft die

nötige Sicherheit beim gemeinsamen Kochen. Weiteres

Highlight: Die Pflegedokumentation erfolgt über

Computer-Terminals. So wird der Ablauf optimiert,

die Pflege entbürokratisiert – es bleibt mehr Zeit für

die Betreuung. Und um die Kosten für die Bewohner

langfristig zu senken, setzt man in Güstrow schon

heute auf Solarenergie und Regenwassernutzung.

Ganz so weit ist man im Herner Stadtteil Röhlinghausen

noch nicht, aber vor gut zwei Monaten

wurde hier der Grundstein für „R.U.N.D. – Röhlinghausen

unterstützt Nachbarn unter einem Dach“ gelegt.

„Ein kleines Dorf im Dorf soll das mal werden“,

sagt Magdalene Sonnenschein, Geschäftsführerin


Fotos: PLAINPIctuRE; WILhELM MIERENDORf

des Kreisverbands Wanne-Eickel. Hier lebt man den

Mehr-Generationen-Gedanken schon seit einigen

Jahren, beispielsweise wenn die Kindergartenkin-

der die Menschen im Seniorenheim besuchen. Doch

mit dem vom Bundesministerium im Rahmen des

Programms „Wohnen für (Mehr)Generationen“ geförderten

Neubau bekommt die Idee jetzt auch ein

richtiges Zuhause.

Rund um einen neu angelegten Marktplatz entstehen

unter der Regie der ortsansässigen Herner

Gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH (HGW)

derzeit 22 Seniorenwohnungen, 17 Wohnungen für

Familien oder Singles sowie sechs Reihenhäuser, in

denen Jung und Alt gemeinsam wohnen können –

alle selbstverständlich barrierefrei und nach neuesten

Energie-Effizienz-Richtlinien geplant. „Da

wir über die nötige Expertise vor allem bei der

Betreuung von Jung und Alt verfügen, war der

Kreisverband der ideale Kooperationspartner für

die Wohnungsbaugenossenschaft“, sagt Magdalene

Sonnenschein stolz.

Und damit das Zusammenleben der Nachbarn

später auch wie unter einem Dach funktioniert, suchen

DRK und HGW die Bewohner gemeinsam

aus. „Eine Besonderheit wird die Tauschbörse sein“,

blickt Kreisgeschäftsführerin Sonnenschein in die

Zukunft. Jeder, der einzieht, muss bereit sein, etwas

für die Gemeinschaft zu geben – bekommt dafür

aber auch etwas zurück: „Beispielsweise eine Stunde

Fensterputzen gegen eine Stunde Kinderbetreuung“,

sagt Magdalene Sonnenschein lachend. So profitieren

alle im R.U.N.D. Denn ältere Menschen haben einen

reichen Erfahrungs- und Wissensschatz, können den

Jüngeren Zeit und Rat bieten. Und die wiederum

können den älteren Menschen bei der Bewältigung

des Alltags behilflich sein.


In Gemeinschaft: Wohnen für alle Generationen

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Wiedersehen auf Zeit

24 rotkreuzmagazin 4_ 09

Mehr als 20.000 Palästinenser können regelmäßig ihre Angehörigen besuchen,

die in Gefängnissen auf israelischem Boden inhaftiert sind. Dank der Genfer Abkommen –

und mit der aktiven Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

TexT: FReDRIK BARKenHAMMAR

I Seit Razala Sarahame ein Jahr alt ist, besucht

sie ihre Mutter und ihren Vater im Gefängnis.

Alle zwei bis drei Monate, für genau 40 Minuten.

Heute ist Razala acht Jahre alt – und kennt kein

anderes Verhältnis zu ihren Eltern. Und nur mit

der Hilfe des Roten Kreuzes kann das palästinensische

Mädchen die Grenze zu Israel überqueren

und ihre Mutter im Frauengefängnis „Ha Sharon“

besuchen. Eine Fahrt, die vor Sonnenaufgang beginnt

und erst nach Sonnenuntergang endet.

Denn Razala lebt mit ihren Großeltern im

überfüllten Flüchtlingslager in Bethlehem. Ihre

Großeltern sind stolz auf ihre Enkelin, die sich

ohne Scheu mit dem Besuch aus dem fremden

Deutschland unterhält. „Sie gibt unserem Leben

einen Sinn“, sagt Großvater Achmed Sarana. Wie

jedes Mädchen in ihrem Alter malt Razala gerne,

spielt und lernt lesen. Doch die Achtjährige wirkt

älter, erwachsener, mutiger. „Wenn ich groß bin,

will ich Ärztin werden. Kinderärztin.“

Die Mutter wurde inhaftiert, als Razala gerade

fünf Monate alt war. Die ersten Schritte, die ersten

Worte, die ersten Zeichnungen – all das hat

sie in 40-Minuten-Happen durch die Glasscheibe

erlebt. Bis zu Razalas sechstem Geburtstag durfte

sie ihr Kind wenigstens in den Arm nehmen.

Das ist zwei Jahre her und seitdem haben sich

Mutter und Tochter nicht mehr berührt. Und

während es früher einfach ein Gitter gab, durch

das sich Inhaftierte und Besucher berühren und

sogar küssen konnten, trennt sie heute eine Wand

aus Glas.


Fotos: FReDRIK BARKenHAMMAR/DRK

„Besuche in regelmäßigen Abständen und so oft

wie möglich“ heißt es im Vierten Genfer Abkommen,

Abschnitt IV, zur Behandlung von Internierten.

Das ist gleichzeitig die Voraussetzung für

das Mandat des IKRK, Gefangenenbesuche zu

organisieren und Familien zusammenzuführen.

Eine Besuchsgenehmigung ist 45 Tage lang

gültig. Es kann zehn Tage dauern, sie zu bekommen.

Es kann aber auch Monate dauern. Wenn der

Antrag abgelehnt wird, dann heißt es aus „Sicherheitsgründen“.

Nähere Informationen gibt es nicht.

Und Männer im Alter von 16 bis 35 Jahren dürfen

nur einen Antrag pro Jahr stellen. Sie gelten als

Risikogruppe, werden strenger kontrolliert.

eine Reise mit vielen Hindernissen

Wenn Razala ihre Mutter besucht, beginnt der

Tag um sechs Uhr morgens. Zwei Busse hat das

Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)

an diesem Tag bereitgestellt, um insgesamt 72

Personen von Bethlehem zum Gefängnis „Ha

Sharon“ nördlich von Jerusalem zu bringen.

Razalas Großeltern haben Brote, Tee, Obst und

Süßigkeiten vorbereitet. Denn während der Fahrt

durch Israel darf der Bus nicht anhalten.

Die Grenze zwischen Israel und den „Autonomen

Palästinensischen Gebieten“ wie sie offiziell

heißen, ist gesichert wie kaum eine andere auf der

Welt: Stacheldraht, Zäune und Metallscanner.

Jeder muss einzeln durch. Wir brauchen für 72

Personen genau drei Stunden. Eine Frau, deren

zwei Söhne im Gefängnis sitzen, wird 50 Minuten

lang kontrolliert. Durch den Scanner. Der meldet

nichts. Trotzdem noch mal durch. Nichts. Noch

mal, bitte. Und so weiter. Die Palästinenser fühlen

sich schikaniert, übertrieben sorgfältig kontrolliert.

Aber die Grenzbeamten lassen sich immer

wieder etwas Neues einfallen. Schuhe aus. Jacke

aus. Batterie aus dem Handy raus. Der Grund:

Wenn sie sich immer gleich verhalten, tritt Routine

ein – sie werden berechenbar. Und wenn sie

berechenbar sind, werden sie manipulierbar. Das

ist die Logik der umständlichen Grenzübergangsprozeduren.

In den Bussen vom Roten Kreuz reisen vor

allem Alte, Frauen und Kinder. Doch die israelischen

Grenzbeamten lassen sich nicht beeindrucken.

Vielleicht aus gutem Grunde: Gerade an

Grenzposten haben sich oft Selbstmordattentäter

in die Luft gesprengt.

Der angespannten Sicherheitslage zum Trotz:

Mit Hilfe des IKRK können über 20.000 Palästinenser

ihre Angehörigen im Gefängnis besuchen.

In elf Büros im Westjordanland bearbeiten die Rotkreuzler

die Anträge. Hunderte von Bussen werden

organisiert, 35 Gefängnisse in Israel besucht. So

können Kinder wie Razala ihre Eltern sehen. Und

Eltern, egal welches Verbrechen sie begangen haben,

dürfen ihre Kinder beim Aufwachsen sehen.

Im Zeichen der Menschlichkeit.

drk und die welt

„Jeder Internierte wird ermächtigt, in regelmäßigen Abständen und so oft wie möglich,

Besuche, vor allem seiner nächsten Angehörigen, zu empfangen.“ Art. 116, Viertes Genfer Abkommen von 1949

Vor einer langen Busfahrt: Helfer vom IKRK

organisieren die Besuche in den Gefängnissen


�Info

Die Genfer Konventionen

„Personen, die nicht unmittelbar

an den Feindseligkeiten teilnehmen,

einschließlich der Mitglieder

der Streitkräfte, welche die Waffen

gestreckt haben, und der Personen,

die durch Krankheit, Verwundung,

Gefangennahme oder

irgendeine andere Ursache außer

Kampf gesetzt sind, werden unter

allen Umständen mit Menschlichkeit

behandelt, ohne jede

auf Rasse, Farbe, Religion oder

Glauben, Geschlecht, Geburt

oder Vermögen oder auf irgendeinem

anderen ähnlichen Unterscheidungsmerkmal

beruhende

Benachteiligung.“ (Art. 3 II GA I–IV)

Dieser Grundsatz ist in allen der

insgesamt vier Genfer Abkommen

festgeschrieben. In ihrer heutigen

Form sind sie seit nunmehr 60

Jahren eine wichtige Komponente

des humanitären Völkerrechts und

sollen in jeder kriegerischen Auseinandersetzung

helfen, Personen

zu schützen, die nicht (mehr) an

den Kampfhandlungen teilnehmen.

Die Bestimmungen der vier

Konventionen von 1949

betreffen die Verwundeten und

Kranken der bewaffneten Kräfte

im Felde (Genfer Abkommen I),

die Verwundeten, Kranken

und Schiffbrüchigen der bewaffneten

Kräfte zur See (Genfer

Abkommen II), die Kriegsgefangenen

(Genfer Abkommen III) und

die Zivilpersonen in Kriegszeiten

(Genfer Abkommen IV).

4_ 09 rotkreuzmagazin 25


� Info

Positive Bilanz

„Die Flut geht – wir bleiben“ – mit

diesem Slogan warb das DRK

nach dem verheerenden Seebeben

um Unterstützung. Mehr

als 200.000 Menschen kamen in

den Fluten ums Leben, rund zwei

Millionen verloren ihr Zuhause.

Elf Länder waren betroffen. Die

Katastrophe stellte die humanitäre

Hilfe vor enorme Herausforderungen.

Dennoch kann das DRK aus

einem seiner größten Hilfseinsätze

eine positive Bilanz ziehen.

Es standen 124,6 Millionen Euro

Spendengelder zur Verfügung.

Bisher wurden daraus die Soforthilfe

sowie 147 Projekte finanziert,

und so wurde die Situation vieler

Tausend Menschen nachhaltig

verbessert. Weitere Projekte, vor

allem der Katastrophenvorsorge,

sollen bis 2011 abgeschlossen

sein. Von Beginn an verknüpfte

die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

die Soforthilfe und den

Wiederaufbau eng mit Maßnahmen

der Entwicklungszusammenarbeit.

Ein Schwerpunkt lag auf

der Stärkung lokaler Strukturen im

Bereich Katastrophenvorsorge.

Hier wurden in verschiedenen

Ländern bereits viele Beiträge zur

Verbesserung lokaler Notfallplanung

und Frühwarnung geleistet.

Weitere Detailinformationen zur

Soforthilfe, zum Wiederaufbau

und zur Entwicklungszusammenarbeit

enthält die Broschüre „Tsunami

Report“. Sie kann im Internet

unter www.drk.de heruntergeladen

werden.

26 rotkreuzmagazin 4_ 09

Neuanfang nach der

I Vor der Katastrophe war Azahri Fischer in Sa-

bang, einer Stadt in der indonesischen Provinz

Aceh. Die gewaltige Flutwelle, die am 26. De-

zember 2004 auch über die Insel Sumatra herein-

brach, hat ihm nicht nur seine Existenzgrundlage

geraubt. Auch drei Familienangehörige hat sie in

den Tod gerissen. Doch für Azahri gab es eine

zweite Chance: Angelernt von Mitarbeitern des

DRK hat er in der Wiederaufbau-Phase als Schreiner

Schulmöbel gefertigt – aus Tsunami-Holz. Da

Baumaterial knapp war, wurde das Holz aus den

zerstörten Bauten zusammengesammelt, sortiert,

abgeschliffen und zurechtgeschnitten. Heute ist

Azahri aktives Mitglied im Indonesischen Roten

Kreuz, hat eine Erste-Hilfe-Ausbildung gemacht

tödlichen Welle

Weihnachten 2004 brach die Katastrophe über Indonesien herein. Heute, fünf Jahre nach dem

Tsunami, haben viele der Überlebenden eine neue Lebensperspektive. Auch das DRK hat einen

wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau geleistet – gemeinsam mit den Betroffenen.

und engagiert sich bei der Katastrophenvorsorge

in Sabang.

Die Menschen vor Ort mit einbeziehen DRK/IFRc

„Das Beispiel von Azahri zeigt, wie ein erfolgreicher

partizipativer Wiederaufbau nach einer cRoSS;

solchen Katastrophe funktionieren kann“, sagt RED

Christoph Müller, der als Delegationsleiter des

DRK in Indonesien von Januar 2006 bis August

2009 mit der operativen und strategischen

Leitung des Wiederaufbaus in der Provinz Aceh

betreut war. „Ganz wichtig ist, die Menschen agUSTINa/aMERIcaN

vor Ort von Anfang an aktiv mit einzubeziehen, VINa

ihnen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden,

ihr lokales Wissen zu nutzen – und ihnen Fotos:


so möglichst rasch eine neue Lebensperspektive

zu eröffnen“, erklärt Müller.

Diesen Ansatz der entwicklungsorientierten

Nothilfe hat das DRK – zusammen mit zahlreichen

anderen Hilfsorganisationen – auch beim

Wiederaufbau der komplett zerstörten Ortschaft

Calang in der Provinz Aceh konsequent verfolgt.

Nur jeder Dritte der rund 12.000 Einwohner des

Küstenorts hatte die Flutwelle Ende Dezember

2004 überlebt. „Nach der Nothilfe galt es, für

die Überlebenden eine neue Existenzgrundlage

zu schaffen“, so Christoph Müller.

Und zwar in enger Zusammenarbeit mit ihnen:

Gebaut haben die neuen Häuser nämlich die meisten

Einheimischen selbst. Ausgebildet wurden sie

dafür vom DRK in Kooperation mit „Swisskontakt“

in mobilen Werkstätten auf LKW. Weitere

Besonderheit: Die Frauen spielen jetzt eine aktivere

Rolle im Wirtschaftsleben des Dorfes. Möglich

macht das nicht zuletzt die besondere Konstruktionsweise

der Häuser: „Unter den flutsicheren

Wohnräumen ist im Erdgeschoss noch Platz zum

Ausbau eines Ladenlokals“, erklärt Christoph Müller.

Kurz vor Weihnachten 2008 waren die 633

Häuser für 1.650 Menschen in Calang dann fertig.

„Hautnah mitzuerleben, wie unsere entwicklungsorientierte

Katastrophenhilfe das individuelle und

kollektive Selbstbewusstein der Menschen wieder

aufgebaut hat“, war für Christoph Müller eines der

beeindruckendsten Erlebnisse.

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drk und die welt

Doch nicht nur im Wiederaufbau von Calang

zeigt sich der Erfolg der humanitären Hilfsaktion

nach dem Tsunami. Auf politischer Ebene wurde

2008 das erste nationale Katastrophenschutzgesetz

für Indonesien verabschiedet und in der Bevölkerung

sind das Bewusstsein und die Kompetenz für

die Selbsthilfe bei Naturkatastrophen gewachsen.

„Wenn man die Menschen heute fragt, wissen sie,

wie sie sich wirksam schützen können“, sagt Christoph

Müller. Dazu beigetragen haben kulturell

angepasste Trainings ebenso wie der Aufbau eines

effektiven Frühwarnsystems unter der Regie von

DRK und GTZ. „Und die tatkräftige Unterstützung

sowohl von den Kommunen und Provinzen

als auch von religiösen

Organisationen“, resümiert

Christoph Müller.

Auch wenn diese Zusammenarbeit

nicht immer konfliktfrei

war, so hat sie doch

dazu beigetragen, Vorurteile

abzubauen – und zwar auf

allen Seiten. Christoph

Müller: „Im Endeffekt hat

die humanitäre Hilfe nach

dem Tsunami das Ende des

Bürgerkriegs in der Provinz

eingeleitet und die Basis für

eine hoffentlich friedliche

Zukunft geschafen.“ Neues Zuhause: 633 Häuser wurden in calang errichtet.


Fit durch den Winter

Blaue Power

empfohlen von Rosi Mittermaier

und Christian Neureuther

Zutaten

200 Gramm

Heidelbeeren (TK)

2 Bananen

500 Milliliter Kefir

100 Milliliter Milch

2 Prisen

Vanillezucker

4 Esslöffel

Honig

ein Teelöffel Limettensaft

Zubereitung

Die Heidelbeeren mit den

geschälten Bananen,

Kefir und Milch pürieren.

Vanillezucker, Honig

und Limettensaft

unterrühren, in Gläser

füllen und servieren.

28 rotkreuzmagazin 4_ 09

Nieselregen, Kälte und Dunkelheit: Da hat der innere Schweinehund eigentlich

schon gewonnen. Doch gerade jetzt tut Bewegung an der frischen Luft richtig gut.

Die Überwindung lohnt sich – fürs Immunsystem und das Wohlbefinden.

TexT: ChrIStIaNe Johag

I Auch wenn die Vorstellung vom Sofa, einer

Tafel Schokolade und vielleicht noch einem guten

Buch absolut verlockend ist: „Raus an die frische

Luft!“ lautet jetzt die Devise für alle, die ohne

lästige Erkältungen oder Infekte durch den Win-

ter kommen wollen. Denn ob (Nordic) Walking,

Joggen oder Radfahren, Wandern oder Spazieren

durch die Winterlandschaft mit Freunden oder

der Familie – wer sich viel draußen aufhält, tut

etwas für seine Gesundheit.

Moderates und regelmäßiges Ausdauertraining

aktiviert im Körper Abwehrzellen, die so

genannten natürlichen Killerzellen, die ähnlich

wie in einem Computerspiel unerwünschte Eindringlinge

wie Bakterien und Viren aus dem Weg

räumen können. Dies erklären Rosi Mittermaier

und Christian Neureuther anschaulich in ihrem

Buch „Die Heilkraft des Sports“. Ihr Tipp:

„Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund

und wagen Sie sich auch bei schlechterem Wetter

vor die Tür.“ Zwei bis vier Stunden Bewegung an

der frischen Luft pro Woche, verteilt auf drei bis

sechs Einheiten, sind ideal.

Wichtig dabei: die richtige Kleidung. Machen

Sie es wie die Zwiebel und ziehen Sie einfach

mehrere Schichten übereinander an. Auf der Haut

atmungsaktive Funktionsunterwäsche, dann ein

Pulli aus isolierendem Fleece-Stoff und als letzte

Schicht eine wind- und wetterfeste Jacke. Und

Mütze und Handschuhe nicht vergessen. Weiterer

Vorteil, betonen Mittermaier und Neureuther:

„Schicke Sportbekleidung, oder besser gesagt

Sport-Couture, ist die reinste Verjüngungskur.“

Auch gegen den viel zitierten Winter-Blues

ist Bewegung ein

probates Mittel.

Wer körperlich

aktiv ist,

baut Spannungs-

und


Fotos: STRaNDPERLE; MPixEL; GiuSEPPE PoRzaNi; FaLKo MaTTE; ToRSTEN SiLz/DDP

Angstzustände sowie das Risiko von Depressionen

ab. „Die Bewegung an der frischen Luft stimu-

liert zusätzlich“, bestätigen Rosi Mittermaier und

Christian Neureuther. Denn selbst an bewölkten

Tagen kurbelt das Sonnenlicht die Produktion von

Serotonin an. Dieser Botenstoff ist für das Wohlbefinden

zuständig und beugt chronischer Müdigkeit,

Antriebsschwäche und schlechter Laune vor.

Übrigens: Der Lichttrick funktioniert auch ohne

Bewegung. Einfach täglich eine Viertelstunde vor

die Tür gehen.

Winterfitter Genuss

Genauso wichtig fürs Immunsystem und das seelische

Wohlbefinden ist eine ausgewogene Ernährung.

Statt des vermeintlichen Glücklichmachers Schokolade

sorgen gerade jetzt Vitamine, Mineralstoffe und

Spurenelemente für die nötige Power. Magnesium

beispielsweise ist ein Schutzfaktor gegen Stress und

damit wichtig für das Wohlbefinden. Echte Magnesium-Riesen

sind Milch- und Vollkornprodukte

Gewinnspiel

Bewegung an der frischen Luft – gerade jetzt genau das richtige fürs

sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel. Und

auch der Griff in die Gewürzkiste kann glücklich

machen: Muskat und Chili zum Beispiel wirken

anregend. Chilischoten enthalten den Scharfmacher

Capsaicin, der zwar auf der Zunge brennt, aber

dazu beiträgt, dass im Gehirn das Glückshormon

Endorphin ausgeschüttet wird. Eisen und Zink hingegen

stärken das Immunsystem und sind in Wintergemüse

wie Lauch, Sellerie, Weißkraut, Möhren,

Grünkohl und Feldsalat enthalten.

Auch der Vitaminspeicher braucht regelmäßig

Nachschub. Bereits eine Grapefruit oder eineinhalb

Orangen enthalten die empfohlene Tagesmenge

an Vitamin C, das die Arbeit der Abwehrzellen

unterstützt. Und Vitamin A – steckt vor allem in

Karotten und im Wintergemüse – ist wichtig für

die Schleimhäute, die im Körper die erste Barriere

gegen Infekte bilden. Wer dann noch ausreichend

trinkt, zum Beispiel Kräuter- und Früchtetee, der

hat schon eine Menge für den gesunden Start in

die kalte Jahreszeit getan. �

Immunsystem und das Wohlbefinden. Damit Ihnen der einstieg ins Winter-

training besonders leicht fällt, verlosen wir attraktive Fitness-Preise.

Beantworten Sie einfach die folgende Frage:

In welcher Disziplin feierten rosi Mittermaier

und Christian Neureuther erfolge?

a) Nordic Walking

b) Skirennlauf

c) eistanzen

Unter allen einsendern verlosen wir:

• ein Nordic-Walking-Set

inkl. Pulsmesser

• zwei Fleecejacken

• drei Nordic-Walking-Sets

• je fünf Bücher von Rosi Mittermaier

und Christian Neureuther

• fünf Nordic-Walking-DVDs:

Zur Verfügung gestellt

von aoK Bayern –

Die gesundheitskasse

Schicken Sie die Lösung an:

rotkreuzmagazin „Fit durch den Winter“

Postfach 65 20 50, 13315 Berlin

oder per e-Mail:

redaktion@rotkreuzmagazin.de

(Postadresse nicht vergessen)

einsendeschluss ist der 08.01.2010.

drk freizeit + service

�Info

Erfolg im Doppelpack

Rosi Mittermaier und Christian

Neureuther feierten in den

1970er-Jahren große Erfolge

als Skirennläufer. Neben zahlreichen

Deutschen Meisterschaften

und Weltcup-Siegen holte

Rosi Mittermaier bei den olympischen

Spielen in innsbruck

(1976) eine Silber- und zwei

Goldmedaillen. Christian Neureuther

war zwölfmal Deutscher

Meister und sechsmal Weltcup-

Sieger, gewann unter anderem

das berühmte Hahnenkamm-

Rennen in Kitzbühel (1979).

Gemeinsam hat das Ehepaar

zahlreiche, sehr erfolgreiche

Sport- und Fitnessratgeber zu

den Trendsportarten Walking

und Nordic Walking verfasst.

4_ 09 rotkreuzmagazin 29


drk Freizeit + Service

� Impressum

Herausgeber: Deutsches Rotes Kreuz e.V.

Carstennstr. 58–60, 12205 Berlin

Verlag: DRK-Service GmbH,

Berliner Straße 83, 13189 Berlin,

Telefon: 030 47900-450

Fax: 030 47900-454

Chefredakteur: Christian Martin (verantw.)

Stellvertreter: Michael Drosten,

Dr. Ilse Preiss

Redaktion: Harald Gruber, Christiane

Johag, Carolin Mueller

Redaktionsbeirat: Lutz Eckardt (Vors.),

Cornelia Kling, Svenja Koch,

Hans Peter Schmitt, Gerhard Schreiber,

Hans-Jürg Ungeheuer

Redaktionsanschrift:

DRK-Service GmbH, rotkreuzmagazin,

Berliner Str. 83, 13189 Berlin,

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Web: www.rotkreuzmagazin.de

Aboverwaltung: Hedy Klook,

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Linzer Str. 21, 53604 Bad Honnef,

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Corporate Publishing Services GmbH

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Wilfried Lülsdorf, Holger Löwe

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Für den Abdruck und die

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30 rotkreuzmagazin 4_ 09

Furioses Tanz-Feuerwerk

Gabe für

Rettungszwecke

mögen,

gern

haben

Kanton

der

Schweiz

Begabung

Abstand

zwischen

zwei

Punkten

spanischer

Artikel

einfältig

Gründer

des Roten

Kreuzes

Kurzform

von Elena

Erleben Sie eine hochexplosive Mischung aus klassischem Ballett, Jazzdance, Broadway-

Choreografien und Hip Hop. Lösen Sie einfach das DRK-Kreuzworträtsel.

I Der Name ist Programm: „Rock the Ballet“ verbindet

spektakuläre Tanznummern mit faszinierenden

Videoprojektionen und energiegeladener Musik

von Superstars wie Michael Jackson, Queen, U2 und

Lenny Kravitz. Die temporeichen Schrittfolgen, die

atemberaubende Choreografie und die nahezu akrobatische

Körperbeherrschung der Tänzer beeindrucken

sowohl Ballett-Kenner als auch ein neues

12

Frauenname

14

blutstillendes

Mittel

6

7

Vorname

der

Autorin

Seidel †

5

kurieren

sprechen

Backmasse

hell aufleuchtender

Stern

Computerprogramme

Feldertrag

16

Erbauer

der Arche

Abkürzung:Nanosekunde

1

8

westlichesMilitärbündnis

Publikum. Ausgebildet in den großen Kompagnien

und geschult in Broadway- und Hollywood-Produktionen,

zeigt das junge New Yorker Tanz-Ensemble

des Ballett-Rebellen Rasta Thomas mit dieser Rock-

Ballett-Show schon heute die Zukunft des Tanzes.

Und die können Sie hautnah erleben. Lösen Sie

einfach unser Kreuzworträtsel. Unter allen Einsendern

verlosen wir 5 x 2 Karten für „Rock the Ballet“

(Veranstaltungsort und -termin sind frei wählbar ,

ausgenommen die Termine in Wien). Mehr Informationen

unter www.rock-the-ballet.de

Schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte

und schicken Sie diese an:

rotkreuzmagazin

Rätselredaktion

Postfach 65 20 50

13315 Berlin

Einsendeschluss:

15.01.2010

salopp:

Geld

zweiter

griech.

Buchstabe

streng

schwedischesKönigsgeschlecht

13

frz. Model

u. Schauspielerin

(Laetitia)

chem.

Zeichen

für Fluor

4

DRK-

Einsatzbereich

10

griech.

Göttin

Verstehensruf

9

Schwung

Astrologe

Wallensteins

englisch:

nein

Brennstoff

15

sowieso

Kurort in

Belgien

3

Unfallhelfer

Festgedicht

2

Rufname

des

Komikers

Kerkeling

RM087815 200904

11

FOTO: HERBERT SCHULZE


Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

was-uns-antreibt.de

Wir machen den Weg frei.

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Raiffeisenbanken

Die Volksbanken Raiffeisenbanken arbeiten im FinanzVerbund mit DZ BANK, WGZ BANK, Bausparkasse Schwäbisch Hall, DG HYP Deutsche

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HW09/106

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