Jahresbericht 2006 - Pro Natura Luzern

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Jahresbericht 2006 - Pro Natura Luzern

Jahresbericht 2006Im Seetal hat unser Geschäftsführer Roger Hodel mit seinen 20 Stellenprozentenviele Zeichen gesetzt, die hier nur mit Stichworten wiedergegeben werdenkönnen: Pflanzen von 569 Hochstammobstbäumen in Zusammenarbeit mit der IGHochstamm, Organisation eines Standes für den 3. Nationalen Tag der Hochstammobstbäume,Mitarbeit bei Vernetzungsprojekten, Realisieren von innovativenHochstamm-Produkten wie Hochstamm-Pralinen, gewürzten Apfelchips usw.,Neuansaaten von 8 ha Wiesen, Aufwerten von 5000 m Waldrand und Hecken,Erstellen von Kleinstrukturen wie Lesestein- und Asthaufen, Anlage von neuenAmphibienweihern in Stäfligen und Oberschongau, Projektierung Hide und Aktualisierungdes Naturpfades Baldegg (Konzept), Betreuen von Schülereinsätzen,Erarbeiten eines neuen Anglerreglementes für Baldeggersee.Das Ronfeld (Römerswil), das grösste Renaturierungsprojekt von Pro NaturaLuzern, zeigt gemäss Bericht des Biologen Heinz Bolzern, dass sich das Gebietzu einem Hotspot im südlichen Seetal entwickelt: in den beiden Jahren 2005/06konnten nachgewiesen werden: 39 Libellen-, 7 Amphibien-, 16 Heuschrecken-, 20Tagfalter-, mind. 104 Vogelarten. Die verschiedenen Biotoptypen wie Weiher,Nassmulde, Grossseggenrieder, Pfeifengras- und Glatthaferwiesen, Gebüschkomplexeund die differenzierte Pflege führen zu dieser grossen Biodiversität.Für die Geschäftsstelle Luzern gehören das Beraten und Beantworten vonFragen per Mail und Telefon sowie Abklärungen zur täglichen Arbeit und werdenimmer zeitintensiver. Grossen Zeitbedarf erforderte zudem die Vorbereitung desJubiläumsjahres 2007. Die Erarbeitung der Wanderbroschüre (Gebiete auswählen,Fotos beschaffen, texten) und die Planung des Hide inkl. der Suche nachSponsoren waren neben viel administrativer Arbeit die Schwerpunkte. Danebenwaren wir beteiligt an folgenden Geschäften (Auswahl): Pflege- und Besucherlenkungskonzeptfür Wyna, Heckenpflanzung in Buttisholz, ErschliessungsstrasseSpierweid Flühli, Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt Ron zw. Ebikonund Root, Anlage neuer Still- und Fliessgewässer im Kanton Luzern (ProjektFonds Landschaft Schweiz), traditioneller Arbeitseinsatz bei der städtischen LiegenschaftDorenbach (Hecken- und Waldrandpflege), Ausflug mit Club 500 insWagenmoos, Waldrodung Menznau, Verwalten der Angelpatente Baldeggerseedurch Mitarbeiterin Karin Voegelin.Auch dieses Jahr durften wir bei der Pflege unserer Schutzgebiete die Hilfeder mobilen Einsatzgruppe der Caritas-Beschäftigungsprogramme in Anspruchnehmen. Während 13 Wochen betreute Niklaus Troxler im Auftrag des Kantonsund in Zusammenabeit mit dem ökomobil, dem Verein Luzerner Umweltberatung,4-5 Zivildienstleistende. Schwerpunkt der Tätigkeiten waren die Bekämpfung dereingewanderten Problempflanzen Goldrute und Drüsiges Springkraut. Zusätzlichjäteten 3 Asylbewerber im Rahmen des Caritas-Beschäftigungsprogrammes täglichwährend rund 4 Monaten in unserem Riedgebiet am Rotsee ebenfalls Goldru-Pro Natura Luzern Jahresbericht 2006 Seite 1 von 2


ten und Springkräuter. Nachher gruben sie im Ronfeld während fast 2 MonatenBlacken aus. Eine monotone Arbeit und eine grossartige Leistung! HerzlichenDank allen, die diese Sisyphusarbeit auf sich genommen haben. Die Finanzierungübernahmen Bund und Kanton.Jugendgruppe20 Tagesanlässe von 24 geplanten konnten durchgeführt werden. 15 jungeLeiter und Leiterinnen haben keine Mühe gescheut, um für Kinder der Stadt undRegion Luzern ab der 2. Klasse ein spannendes Programm zu bieten. Bei denKühen ..., Ab in die Welt der Energie, Die mit dem gelben Bauch ... oder Der Pilatusruft sind einige der Themen, die mit den Kindern erlebt wurden. Ein riesigesDankeschön an die LeiterInnen, die dafür einen Grossteil ihrer Freizeit für naturinteressierteKinder zur Verfügung stellen.Mitglieder und FinanzenDer Mitgliederbestand hat gegenüber dem Vorjahr um genau 100 Personenabgenommen und steht bei 4406. 348 Neumitgliedschaften stehen 23 Todesfällen,266 Austritten und 153 Streichungen gegenüber. Die Werbung ist eine Daueraufgabeund wird vor allem durch eine Profigruppe unter der Betreuung des Dachverbandesrealisiert.Die Finanzlage sieht auch Ende 2006 äusserst erfreulich aus. Dank einesLegates und weiterer Spenden schliesst die Rechnung anstelle eines budgetiertenVerlustes von rund 30'000 Franken mit einem Gewinn von 20'706 Franken ab.Damit weisen wir per 31.12.2006 ein Eigenkapital von 426'002 Franken aus. Dieserlaubt uns grössere Aktivitäten bei unserem 50-Jahr-Jubiläum im 2007.Frühling 2007 / Jörg Baumann, PräsidentPro Natura Luzern Jahresbericht 2006 Seite 2 von 2

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