stippVisite - St. Georg

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stippVisite

Infos und unterhaltung aus dem KlInIKum st. georg leIpzIg

Schlüssellochchirurgie

Seite 8

Unsere Bibliotheken

Seite 12

Neues Logistikzentrum

Seite 21

frühjahr 2009

Ihr persönliches Exemplar


2 StippVisite überregional

sterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

durch des Frühlings holden belebenden Blick,

im Tale grünet Hoffnungsglück;

der alte Winter, in seiner Schwäche,

zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur

ohnmächtige Schauer körnigen Eises

in Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,

überall regt sich Bildung und Streben,

alles will sie mit Farben beleben;

doch an Blumen fehlt‘s im Revier,

sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen

nach der Stadt zurückzusehen!

Aus dem hohlen, finstern Tor

dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

denn sie sind selber auferstanden:

aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

aus den Straßen quetschender Enge,

aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

durch die Gärten und Felder zerschlägt,

wie der Fluß in Breit und Länge

so manchen lustigen Nachen bewegt,

und, bis zum Sinken überladen,

entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden

blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,

hier ist des Volkes wahrer Himmel,

zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!

Johann Wolfgang von Goethe


Herzlich

willkommen!

Dieser Winter hatte es wieder einmal in sich: Dauerfrost und

Schneechaos. Wie gut, dass sich die Rohölpreise so verbraucherfreundlich

gestalteten. Leider haben die Gaspreise nicht

nachgezogen – im Gegenteil, sie wurden vor Weihnachten

noch erhöht. Irgendwo ist ja immer ein Haken.

Aber sehen wir zuversichtlich in eine wärmere Zukunft, denn

der Frühling hat Einzug gehalten. Endlich verwöhnt uns die Natur wieder mit bunten Bildern. Die Frühlingssonne gibt uns

Widerstandskraft und weckt die Glückshormone. Das hebt doch gleich die Stimmung, und die Gedanken sind viel positiver.

Die StippVisite-Redaktion bietet Ihnen in dieser Frühlingsausgabe einen gesunden Mix aus medizinischen Themen, Neuigkeiten

aus Ihrer heimischen Klinik, Interessantem aus der medizinischen Forschung und einer Menge Unterhaltung. So hat

die Redakteurin Birgit Russell dieses Mal gleich zwei Prominente getroffen: Eckart von Hirschhausen, ein Neurologe, dessen

Worte allein heilsam wirken. Er ist einer der besten und intelligentesten deutschen Kabarettisten. Und den Pianisten

und Dirigenten Justus Frantz.

Um sich die Zeit zu vertreiben, sollten Sie unbedingt das Reisequiz mitmachen. Sie haben die Chance, einige Tage in einem

traumhaften Wellness-Hotel in Ungarn am Plattensee zu verbringen. Und versuchen Sie es auch mit der richtigen Lösung

beim Kreuzworträtsel. Denn den Gewinnern wird Wellness nach Hause geschickt – in Form von Algenextrakten.

Wir garantieren eine rundherum interessante Frühlingsausgabe der StippVisite und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Werden oder bleiben Sie gesund und genießen Sie die schöne Jahreszeit.

Inhalt

Herzlich willkommen 3

PromiTalk mit Dr. Eckart von Hirschhausen 6

Brustkrebsrisiko steigt bei Hormonersatztherapie 10

Diabetes: Früherkennung ist lebenswichtig 11

Langzeitfolgen bei Gehirnerschütterung 14

Magersucht schadet den Knochen 15

Das StippVisite-Kreuzworträtsel 18

Für den Mann in den besten Jahren 19

Bereitschaft zur Stammzellspende gestiegen 22

Birgit Russell meets Justus Frantz 23

Reisequiz: Wohlfühloase am Plattensee 26

Influenza: Häufig bei jungen Erwachsenen 27

Aufgeschnappt 30

Das letzte Wort hat Birgit Russell 31

Kabarettist Dr. Eckart von Hirschausen

Ihre StippVisite-Redaktion

Justus Frantz

StippVisite überregional

3


Impressum

Herausgeber:

Klinikum St. Georg gGmbH Leipzig

Delitzscher Straße 141, 04129 Leipzig

Tel.: (03 41) 9 09-0 und

Juwi MacMillan Group GmbH

Bockhorn 1, 29664 Walsrode

Tel.: (0 51 62) 98 15-0

E-Mail: info@juwimm.com

Redaktion und Konzept:

Juwi MacMillan Group GmbH

Tel.: (0 51 62) 98 15-0

Verantwortlich für den

redaktionellen Inhalt:

Peter Jungblut-Wischmann

Verantwortlich für den

redaktionellen Inhalt für das

Klinikum St. Georg:

Madeleine Tuczek

Redaktion:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Birgit Russell (verantwortlich für den

überregionalen Teil)

Verantwortlich für diese Ausgabe:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Petra Mende-Gürel

Producer:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt

Layout und Satz:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt, Christian König,

Jessica Rodewald

Anzeigen:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Jürgen Wolff, Tel.: (0 51 62) 98 15-42

Jessica Rodewald, Tel.: (0 51 62) 98 15-73

Fotos:

St. Georg,

Juwi MacMillan Group GmbH,

Titelblatt: shutterstock/

Juwi MacMillan Group GmbH

Druck: Sponholtz Druck, Hemmingen

Erscheinungsweise: quartalsweise

Auflage StippVisite Leipzig: 10.000

Für den Inhalt der Anzeigen sind die

Inserenten verantwortlich.

Der Nachdruck der Beiträge dieser

Ausgabe bedarf, auch auszugsweise,

der ausdrücklichen Genehmigung

der Herausgeber.

Die Redaktion behält sich vor,

Leserbriefe zu kürzen.

4 stippVisite

editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe

möchte ich mich als

neuer Leitender Chefarzt

des Klinikums bei

Ihnen vorstellen.

Seit meinem Amtsantritt

im Januar dieses

Jahres ist es meine

Hauptaufgabe, die medizinischen

Belange innerhalb

und außerhalb

des Klinikums zu vertreten und zu einer

optimalen Lösung zu führen.

Diese große Herausforderung und

Chance setzt neben Vertrauen vordergründig

persönliche Kommunikation

mit Patienten und Angehörigen

sowie mit den Mitarbeitern des Krankenhauses

und Personen der Organisation

außerhalb des Hauses voraus.

Persönlich sehe ich in der Kommunikation

die wichtigste Triebfeder zur

Bewältigung der vor uns liegenden

Inhalt

professor dr. ralf herbert gahr

Aufgaben. Nur durch

Kommunikation ist eine

effektive und erfolgversprechendeKooperation

möglich.

Unter diesem Motto

„Kommunikation, Konsens

und Kooperation“

wird im Jahr 2010 bei

uns in Leipzig die 48.

Jahrestagung der Deutschen

Gesellschaft für Plastische und

Wiederherstellungschirurgie stattfinden,

deren Präsident ich in dem Jahr

sein werde.

Ich freue mich auf Ihre Unterstützung

bei der Bewältigung der vor uns

liegenden Aufgaben.

Herzlichst

Ihr Professor Dr. Ralf Herbert Gahr,

Leitender Chefarzt,

Klinikum St. Georg gGmbH

15 Jahre Suchtberatung 5

„Schlüssellochchirurgie“ – Die sanfte Methode des Operierens 8

Neujahrsempfang für niedergelassene Ärzte 9

Fachbibliothek und Patientenbibliothek am St. Georg 12

Therapeutisches Klettern im Klinikum St. Georg 17

„Ich tauch’ dann mal auf …“ Interview mit Susann Barkawitz 20

Neues Logistikzentrum 21

Neuer Kindergarten für das Klinikum St. Georg 24

„Ich brauche das Malen!“ Offenes Atelier im Haus Leben 25

Runder Geburtstag im Klinikum – Patientin feiert 100. 28


15 Jahre suchtberatung

„Alternative“ für Drogenabhängige beging Jubiläum

außenansicht „alternative“ in der Chopinstraße

die suchtberatungs- und -behandlungsstelle

„alternative“,

eine einrichtung des zentrums für

drogenhilfe im eigenbetrieb städtisches

Klinikum st. georg leipzig,

beging im november 2008

ihr 15-jähriges Bestehen. Über 70

gäs te, unter ihnen Bürgermeis ter

professor dr. thomas fabian, die

suchtbeauftragte der stadt leipzig,

sylke lein, und der direktor

des eigenbetriebes, professor dr.

Karsten güldner, waren der ein ladung

in die Chopinstraße ge folgt.

Weitere gäste waren unter anderem

Kooperationspart ner von

Kliniken, den ambulan ten sucht-

hilfeeinrichtungen, der arge

leipzig, den verschiedenen städtischen

Ämtern, den streetworkern

des Jugendamtes und Vertreter

der Justizvollzugsanstal ten.

In den vergangenen 15 Jahren haben

die Fachkräfte der Beratungsstelle,

Sozialarbeiter, Suchttherapeuten und

Psychologen, „mit hohem Engagement

und Fachlichkeit gearbeitet“,

wie Professor Karsten Güldner betonte.

Circa 5.000 gefährdeten und

drogenabhängigen Menschen sowie

deren Angehörigen konnten unterschiedlichste

Hilfen angeboten werden.

Im Jahr 2007 konnten über 700

hilfesuchende Personen Angebote

wahrnehmen. „Täglich wurden dabei

durchschnittlich 20 Beratungsgespräche

in unserer Einrichtung geführt“,

betont Klaus Hinze, Leiter des

Zentrums.

Wesentliche Aufgaben stellen Beratung

und Betreuung, Grundversorgung

im Sinne des Überlebens

(Übernachtung, Hygiene, Ernährung),

gesundheitliche Prophylaxe (zum Beispiel

Spritzentausch), Vermittlung

in weiterführende Hilfemaßnahmen

(zum Beispiel Entgiftung, stationäre

Rehabilitation), die psychosoziale Begleitung

der Substitutionsbehandlung

oder die Weiterbetreuung in einer Justizvollzugsanstalt

für diese Menschen

dar. Sie werden an zwei Standorten

der Beratungsstelle, Chopinstraße 13

und Heinrichstraße 18, geleistet. Die

Besonderheit der Einrichtung besteht

darin, dass für diese Menschen ein gestuftes

System von Hilfen vorgehalten

wird. Niedrigschwellige, akzeptanzorientierte

und abstinenzfördernde Formen

der Hilfe kommen je nach der

individuellen Situation des einzelnen

drogenabhängigen Menschen zur Anwendung.

Bürgermeister Professor Fabian betonte,

„dass die niedrigschwellige

und akzeptanzorientierte Arbeit für

Drogenabhängige, wie sie in dieser

Beratungsstelle geleistet wird, heute

niemand mehr infrage stellt.“ Und

er erklärte abschließend: „Somit ist

diese Einrichtung im Freistaat Sachsen

einzigartig. Sie hat eine unverzichtbare

und wichtige Funktion für

drogenabhängige Menschen in unserer

Stadt.“

Klaus Hinze,

Leiter Zentrum für Drogenhilfe

stippVisite

5


PromiTalk mit Dr. med. Eckart von Hirschhausen

Er ist approbierter Arzt und Kinderneurologe,

studierte Wissenschaftsjournalismus

und startete

seine künstlerische Karriere als Zauberkünstler

und Varietémoderator.

Seine Kreativität ist grenzenlos. So

sorgt er für maßgeschneiderte Unterhaltung

und gilt als einer der

erfolgreichsten Kabarettisten in

Deutschland. Dr. Eckart von Hirschhausen

auf der Bühne zu erleben,

ist ein Genuss für die Seele, vollgepackt

mit Wissenschaft, Wortwitz,

Spontanität, Musik und Aha­Erlebnissen.

StippVisite­Redakteurin

Birgit Russell sprach mit ihm.

6 StippVisite überregional

die ganzen teuren psychischen

Erkrankungen, denn Lachen ist

vor allem eins: antidepressiv.

Lachen hat im Körper nachweislich

so viele positive Wirkungen,

dass sich jeder Pharmahersteller

danach die Finger lecken würde.

Aber Humor kann man eben

nicht als Tablette einnehmen,

nur als Haltung.

Sie geben ja auch Hu morseminare

für Ma nager. Können diese dann

besser managen?

Bei Themen rund um Wirtschaft und

Finanzen vergeht den meisten Men-

schen – und auch Managern – das

Lachen. Doch je länger man sich mit

der Materie des Materiellen beschäftigt,

desto deutlicher wird: Die Wirtschafts-

und Finanzwelt ist viel zu

komplex für ein menschliches Gehirn.

Darüber kann man verzweifeln oder

lachen. In meinen Seminaren plädiere

ich für Letzteres. Manager können dadurch

vielleicht nicht besser managen,

aber ihren Beruf mit mehr Freude und

Kraft verrichten.

Hatten die Manager der Banken

zu viel Humor?

Eher zu wenig. Denn Humor heißt,

auch einmal die Perspektive wechseln

zu können und die Welt mit den Augen

der anderen zu sehen. Im Stress gehen

die Scheuklappen zu, was oft die Probleme

verschärft, anstatt zu einer kreativen

und guten Lösung zu kommen.

Inzwischen halten Sie Vorlesungen

für Medizinstudenten. Was vermitteln

Sie ihnen?

Dass sie es sind, die durch ihren Beruf

eine große Verantwortung tragen:

Sie halten das Glück und Wohlergehen

so vieler Menschen in ihren Händen.

Wenn es mir gelingt, einige von ihnen

für die se Verantwortung zu sensibilisieren,

habe ich in meinen Augen schon

sehr viel erreicht.

Für alle Fälle diesen Arzt

Herr Dr. von Hirschhausen, vom

Arzt zum Kabarettisten. Was hat

Sie dazu bewogen?

Ich habe als Jugendlicher schon viel

Spaß an Kabarett, Theater und Zauberkunst

gehabt. Als Conférencier im Varieté

habe ich parallel zu meiner Doktorarbeit

bereits Bühnenerfahrung

gesammelt. So war der Übergang fließend.

Ich habe eigentlich nur mein

Hobby zum Beruf gemacht und den

Inhalt meines Berufes mit dem Hobby

verschmolzen. Was ich heute auf der

Bühne erzähle, hätte ich in der Klinik

auch erzählt, nur jedem einzeln. Wenn

heute über 1.400 Menschen gleichzeitig

zuhören, entspricht das acht Jahren

Einzelgespräche.

Humor statt Tabletten? Oder

frei nach dem Motto „Lachen

ist die beste Medizin“ (Volker

Faust) oder Humor­Medizin ohne

Nebenwirkungen?

Jeder Mensch weiß, was ihm gut täte

– wir tun es nur nicht oder zu wenig.

Und das ist meine Motivation. So gesehen

ist Medizin-Kabarett eine moderne

Form der Prävention. Insbesondere für

Glauben Sie wirklich, dass Ärz te

bei den derzeitigen Ar beits be ­

dingungen, der Bezahlung und

den sich ständig verändern den

Rah menbedingungen im Ge sundheitswesen

noch Humor haben?

Die Stimmung in den Krankenhäusern

und Praxen macht mir ernsthaft

Sorgen. Ich kann die Kollegen und die

Pflegekräfte gut verstehen, die auf die

Barrikaden gehen oder resignieren. Die

Kürzungen am Personal sind desaströs,

denn gerade Zeit und menschliche Zuwendung

ist durch nichts zu ersetzen

und darf nicht der Profitmaximierung

unterliegen. Mit meiner Stiftung HU-

MOR HILFT HEILEN möchte ich nicht

nur Clowns in Krankenhäuser bringen,

sondern auch gezielt diejenigen ansprechen,

die noch viel länger als die

Patienten unter den Bedingungen leiden:

die Mitarbeiter.

Beschreiben Sie doch aus Ihrer

heutigen Sicht den Ort „Klinik“.

Patch Adams sagte sehr treffend: Ein

Krankenhaus ist kein besonders guter

Ort für kranke Menschen. Drei Gruppen

kämpfen da ums Überleben: die Pati


enten, das Personal und die Bakterien.

Und dummerweise sind die Bakterien

die Erfolgreichsten. Zum Zweiten ist

die Atmosphäre oft deprimierend. Das

geht bei der funktionellen Architektur

los. Wenig Farbe, wenig Freude, „klinisch“

ist ja fast ein Synonym geworden

für weiß und kalt. Aber vieles ist

auch besser geworden, beispielsweise

die Flexibilisierung der Besuchszeiten.

Das dritte Problem sind die wechselnden

Ansprechpartner. Selten ist der

Arzt, der mich als Patient aufgenommen

hat, auch der Kollege, der dann

die Entlassung macht und die nächsten

Schritte außerhalb des Krankenhauses

koordiniert. An den Schnittstellen geht

sehr viel Info verloren. Auch für die Kliniker

selbst. Je größer und anonymer

die Klinik, desto weniger sehe ich als

Arzt oder Schwester die Früchte meiner

Arbeit. Eine der motivierendsten

Ideen auf der Frühchenstation war die

Fotowand. Wenn man sieht, was aus

den winzigen 600-Gramm-Kindern

später einmal geworden ist, weiß man

auch, warum man da jeden Tag sein

Bestes gerne gibt. Warum gibt es sowas

nicht auch auf den Stationen für

Erwachsene?

Was macht für Sie einen guten

Arzt aus?

Man braucht zehn Jahre, um zu wissen,

wie man eine Operation macht. Und

weitere zehn Jahre, um zu wissen, wann

man sie auch nicht macht. „The Art of

Medicine is to do as much nothing as

possible!“ Die Kunst der Medizin ist, so

viel NICHTS zu machen, wie es geht.

Sie behaupten, Glück sei kein Zu­

fall, sondern eine Frage des Trainings.

Ihre Trainingsanleitung?

Indem man auf drei Dinge in seinem

Leben achtet. Das Erste ist Bindung. Das

Zweite ist, sich zu engagieren. Und das

Dritte ist, einen Sinn zu sehen. Gerade

die Finanzkrise hat einen großen Wert:

Sie erinnert uns an die Illusion materialistischer

Befriedigung. Wir kaufen

uns Dinge, die wir nicht brauchen, von

Geld, das wir nicht haben, um Leute zu

beeindrucken, die wir nicht mögen. Wer

aus diesem Spiel aussteigt, hat den ersten

Schritt zum Glück getan.

Man könnte meinen, Sie sind

permanent positiv, glücklich und

immer voller Humor. In welchen

Situationen vergeht Ihnen alles?

Gerade erst kürzlich ist die Festplatte

meines Computers kaputtgegangen,

und mit ihr habe ich zahlreiche Texte

und Notizen unwiederbringlich verloren.

In solchen Situationen kann ich

mir noch so oft sagen „Ärger, den man

nicht gehabt hat, hat man nicht gehabt“

– aber leider hilft auch mir das in

solchen Situationen herzlich wenig.

Worüber können Sie am meisten

lachen?

Das „worüber“ ist für mich gar nicht entscheidend.

Am meisten und am liebs ten

lache ich mit Menschen, mit denen ich

mich auch ansonsten in meinem Leben

gerne umgebe. Menschen, die mir gut

tun, Menschen, denen ich vertraue –

das sind auch die Menschen, mit denen

ich am meisten lachen kann.

Was ist Ihre erste Handlung, wenn

Sie morgens aufstehen?

Wasser abschlagen. Im Ernst: Es hilft

beim Aufstehen, kurz inne zu halten

und sich zu überlegen, warum man

an diesem Tag aufsteht. Viele Menschen

beginnen den Tag mit Hass auf

den Wecker, weil sie nicht mehr wissen,

welcher Idiot den gestellt hat. Mit

einem klaren Ziel vor Augen, am besten

einem, das ich mir selber gesetzt habe,

fällt das Aufstehen leicht.

Wer noch keinen Bühnenauftritt

gesehen hat, kann Ihre Bücher

lesen. Welches empfehlen Sie welcher

Zielgruppe?

Mein neues Buch „Glück kommt selten

allein …“ empfehle ich allen, die glücklich

sein wollen. Das Wörterbuch „Arzt-

Deutsch“ all denen, die ihren Arzt und

das Gesundheitswesen verstehen wollen.

Und „Die Leber wächst mit ihren

Aufgaben“ allen, die gerne lachen. Und

weil man im Auto so schlecht lesen

kann, empfehle ich für unterwegs: die

CDs und das Hörbuch, da kommt man

der Live-Atmosphäre schon recht nah.

Aber ein Bühnenauftritt ist und bleibt

an Intensität und Tiefe das Schönste,

was es für mich gibt – und wohl auch

für die Zuschauer.

Ihre nächsten Auftritte sind wann

und wo?

Bis zum Mai toure ich noch mit meinem

Programm „Glücksbringer“ und würde

mich freuen, den einen oder anderen

Leser für einen der folgenden Termine

in diesem Jahr begeistern zu können.

23.03., 20 Uhr, Mainz, Rheingoldhalle

24.03., 20 Uhr, Heidelberg, Stadthalle

25.03., 20 Uhr, Karlsruhe, Kongresszentrum

26.03., 20 Uhr, Freiburg, Konzerthaus

08.04., 20 Uhr, München, Circus Krone

17.04., 20 Uhr, Lindau, Stadttheater Lindau

20.04., 20 Uhr, Hamburg, Laeisz halle

21.04., 20 Uhr, Oldenburg, Weser-Ems-Halle

22.04., 20 Uhr, Bremen, Pier 2

27.04., 20 Uhr, Berlin, Admirals palast

28.04., 20 Uhr, Berlin, Admirals palast

29.04., 20 Uhr, Berlin, Admirals palast

01.05., 20 Uhr, Hamburg, Laeisz halle

22.05., 20 Uhr, Bremen, Pier 2

Die StippVisite richtet sich an

Patienten. Motivieren Sie diese

doch bitte.

Es gibt keinen gesunden Menschen.

Nur welche, die noch nicht lange genug

untersucht wurden. Gesundheit

ist nicht die Abwesenheit von Krankheit,

sondern das Wissen, wofür man

lebt. Und das ist nicht unbedingt eine

Frage von körperlichen Widrigkeiten

oder Zeit, die einem bleibt, sondern

eine bewusste Entscheidung im Hier

und Jetzt. Und tatsächlich entwickeln

sich Menschen in Phasen der Krankheit

oft weiter. Menschen, die nie krank waren,

haben oft etwas eigentümlich Beschränktes,

so, als seien sie nie gereist.

Herr Dr. Hirschhausen, vielen Dank

und weiterhin viel Humor.

StippVisite überregional

7


Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

„schlüssellochchirurgie“

Die sanfte Methode des Operierens

die methode der minimal-invasiven

laparoskopischen Chirurgie

(minimal-invasiv: operative

eingriffe mit kleinster Verletzung

von haut und Weichteilen,

sogenannte schlüssellochchirurgie)

hat sich seit Beginn der

90er-Jahre des vergangenen

Jahrhunderts wie ein „lauffeuer“

verbreitet. die Klinik für allgemein-

und Visceralchiurge des

Klinikums st. georg fährt bereits

seit 1992 auf diesem zug mit und

erweitert ständig ihr spektrum.

Derzeit stehen minimal­invasive

Operationsverfahren zur Behandlung

verschiedenster Erkrankungen

zur Verfügung, zum Beispiel bei Refluxerkrankungen,

Leberzysten, Gallensteinleiden,

Nebennierentumoren,

Leisten­ und Rezidivhernien, Hämorrhoiden

et cetera.

Grundlage des Verfahrens ist die

Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Durch die Insufflation von CO 2 wird

der Bauch aufgeblasen. Hierdurch entsteht

der Platz zum Arbeiten. Durch

eine in den Bauch eingebrachte Optik

laparoskopische operation an der gallenblase

8 stippVisite

wird mit Vergrößerung

die Übersicht hergestellt.

Über zusätzliche

Kanäle werden Arbeitsinstrumenteeingebracht,

mit denen

die Operation durchgeführt

wird. Vorteile

sind der minimal­invasive

Zugang und

die Gewebeschonung,

die zu einem besseren

Heilungsverlauf führen. Vorteil ist

auch die geringere Narbenbildung.

Auch wenn man mittlerweile festgestellt

hat, dass durch Verbesserung

des Managements in der klassischen

offenen Chirurgie oftmals vergleichbare

Ergebnisse erzielt werden können,

ist die laparoskopische Operation

für die Gallenblasenentfernung heute

der Goldstandard. Vorteile bietet die

Operation gerade bei übergewichtigen

Patienten. Bei vielen anderen Eingriffen

wird die Indikation individuell gestellt.

Diese sind vor allem die Blinddarmentfernung,

die Versorgung von

Leisten­ und anderen Brüchen oder

auch Dickdarmoperationen. Bei der

professor dr. med. arved Weimann

Entfernung von Nebennieren

ist die Entscheidung

ganz wesentlich

von der Größe

des Tumors abhängig.

Auch die chirurgischenTherapieverfahren

der Fettsucht

wie die Implantation

eines Magenbandes

zur Einschränkung der

Nahrungspassage erfolgen laparoskopisch.

Seltener sind sogenannte Rendezvous­Verfahren,

bei denen sich

das über Magen oder Dickdarm eingebrachte

Endoskop des Gastroenterologen

mit den durch die Bauchdecke

eingebrachten Instrumenten des Chirurgen

trifft. Hierdurch können endoskopische

Operationen noch sicherer

gemacht werden. Alle diese Verfahren

sowie weitere endoskopische Operationen

im Enddarm werden im Klinikum

St. Georg durchgeführt.

Diese Entwicklung ist in Erwartung

der zukünftigen nanotechnologischen

Innovationen für die Chirurgie noch

lange nicht abgeschlossen. Mit dem

Ziel, Narben völlig zu vermeiden, werden

bereits Zugänge zum Blinddarm

und zur Gallenblase auch durch die

natürlichen Körperöffnungen Magen,

Scheide und Dickdarm erprobt

(NOTES). Noch bergen diese Zugangswege

erhöhte Risiken, was jedoch mit

wachsender Erfahrung und technisch

verbesserten Instrumenten beherrscht

werden wird.

Professor Dr. med. Arved Weimann,

Chefarzt der Klinik für Allgemein-

und Visceralchirurgie


neujahrsempfang

für niedergelassene Ärzte

Erfahrungsaustausch mit ärztlichen Partnern

auch in diesem Jahr empfing der

geschäftsführer der Klinikum

st. georg ggmbh, professor dr.

Karsten güldner, die niedergelassenen

ärztlichen partner aus

leipzig und der region am 21. Januar

2009 zum neujahrsempfang.

Nachdem sie mit einem besonderen

musikalischen Beitrag der A­capella­

Band „Green Pepper“ auf den Abend

eingestimmt worden waren, begrüßte

Professor Karsten Güldner die Gäste

persönlich. In einer kurzen Rede

stellte er die im vergangenen Jahr

abgeschlossenen Projekte des Klinikums

vor und gab einen Ausblick auf

die in diesem Jahr anstehenden Vorhaben.

Insbesondere betonte er, wie

wichtig die Kooperation mit den niedergelassenen

Fachärzten für die Sicherstellung

und Weiterentwicklung

eines patientenorientierten und qualitativ

hochwertigen Leistungsspektrums

ist und bedankte sich bei ihnen

für die gute und kollegiale Zusammenarbeit.

Die im vergangenen Jahr

zum Chefarzt berufenen Ärzte erhielten

Gelegenheit, ihre Fachbereiche

vorzustellen, für deren Gründung beziehungsweise

Etablierung ebenfalls

das partnerschaftliche Engagement

der niedergelassenen Kollegen von

großem Wert ist.

Der Neujahrsempfang, den das Klinikum

nun bereits zum dritten Mal veranstaltete,

bot den circa 50 niedergelassenen

ärztlichen Partnern die Möglichkeit,

in angenehmer Atmosphäre

und bei einem appetitlichen Buffet die

Chefärzte und ärztlichen Mitarbeiter

des Klinikums persönlich kennenzu­

professor Karsten güldner stellte die abgeschlossenen projekte des Klinikums vor

rund 50 niedergelassene fachärzte waren der einladung des st. georg gefolgt

lernen, mit Kolleginnen und Kollegen

Informationen auszutauschen und zu

fachübergreifenden, geselligen Gesprächsrunden

zusammenzukommen.

Insgesamt war die Veranstaltung ein

gelungener Auftakt für das Jahr 2009

und wird sich sicher auch in den kommenden

Jahren als schöne Tradition

fortsetzen.

Solveig Albert,

Geschäftsbereich Patientenmanagement

und Marketing

stippVisite

9


Hormonersatztherapie

erhöht das Brustkrebsrisiko

Bei fünf Jahren Einnahme verdoppelt sich das Risiko jährlich

Wissenschaftler haben neue Beweise

für einen Zusammenhang

zwischen der Hormonersatztherapie

und einem erhöhten Brustkrebsrisiko

gefunden. Das Team

um Marcia Stefanik von der

Stanford University wies nach,

dass das Risiko nach Beendigung

der Therapie deutlich sank. Die

Krebsexpertin Valerie Beral von

der Oxford University sagte, dass

der 50­prozentige Rückgang der

Hormonersatztherapie in den vergangenen

Jahren wahrscheinlich

bis zu 1.000 Erkrankungen im

Jahr verhindert habe.

Die Kombination aus Östrogen und

Progesteron bleibt laut BBC in Groß-

10 StippVisite überregional

ein Zeichen, dass der Zusammenhang

wirklich besteht. Andere argumentierten,

dass die Verringerung der Anzahl

der Mammografien bei Frauen,

die die Behandlung beendeten, zur

Senkung beigetragen habe.

Für die aktuelle Studie wurden nicht

nur 15.000 Frauen der Originalstudie,

die alle 2002 aufgefordert wurden, die

Behandlung einzustellen, weiter beobachtet,

sondern auch die Daten der

Frauen ausgewertet, die ursprünglich

nicht beteiligt waren und diesen direkten

Rat nicht erhalten hatten. In

der ersten Gruppe war die Anzahl der

Erkrankungen in den fünf Jahren nach

2002 viel höher und sank dann sehr

deutlich. Die Anzahl der Diagnosen

Regelmäßige Selbstuntersuchung ist wichtig

Damit verdächtige Brustkrebssymptome möglichst früh wahrgenommen

werden, sollten Sie Ihre Brust regelmäßig einmal im Monat selbst untersuchen.

Durch regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist die Chance

groß, eine Veränderung frühzeitig zu bemerken. Denn jede Frau kennt ihren

eigenen Körper am besten. Wie wichtig das ist, mag folgende Zahl

verdeutlichen: 80 Prozent aller an Brustkrebs erkrankten Frauen haben

den Knoten in ihrer Brust selbst ertastet. Das Abtasten der Brust einmal

monatlich sollte deshalb schon ab dem 20. Lebensjahr für jede Frau zur

Routine werden.

britannien die am häufigsten verschriebene

Hormonkombination. Die

kalifornischen Wissenschaftler gehen

davon aus, dass die neuen Forschungsergebnisse

der Debatte über

einen Zusammenhang zwischen der

Hormonersatztherapie und Brustkrebs

ein Ende setzen werden. Nachdem

in Amerika nach 2002 eine Abkehr

von der kombinierten Therapie

stattgefunden hatte, sank die Anzahl

der Brustkrebserkrankungen. Für viele

verringerte sich

innerhalb von

zwölf Monaten

um 28 Prozent.

Bei diesen Frauen

wurden vor

und nach 2002

un ge fähr gleich

viele Mammografiendurchgeführt.

Viele

Frauen der zwei-

ten Gruppe entschieden sich ebenfalls,

die Einnahme zu beenden. Dem

Rückgang um 50 Prozent entsprach

2002 und 2003 eine Verringerung

der Erkrankungen von 43 Prozent. Die

Frauen dieser Gruppe, die die Therapie

fortsetzten, verfügten über ein höheres

Krebsrisiko. Die Frauen, die fünf

Jahre lang weitermachten, verdoppelten

ihr Brustkrebsrisiko jedes Jahr.

Laut Stefanik liegen damit überzeugende

Beweise dafür vor, dass die

Kombination dieser beiden Hormone

zu Brustkrebs führen kann. „Frauen

nehmen diese Hormone ein und innerhalb

von fünf Jahren ist ihr Brustkrebsrisiko

deutlich erhöht. Sie beenden

die Einnahme und innerhalb eines

Jahres ist das Risiko wieder im normalen

Bereich.“

Quelle: Pressetext Deutschland


Früherkennung

ist lebenswichtig!

Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen

Zu viel Süßes und Fast Food, zu

wenig Bewegung. Deutschlands

Kinder werden immer dicker –

mit fatalen Folgen: Diabetes Typ

2, früher auch Altersdiabetes genannt,

ist bei den Heranwachsenden

auf dem Vormarsch. Früherkennung

hilft dabei, bei den

betroffenen Kids Spätfolgen zu

vermeiden.

Lange Zeit galt, dass Diabetes mellitus

bei Kindern und Jugendlichen in der

Regel gleichbedeutend mit Diabetes

Typ 1 sei. Diabetes Typ 1 wurde entsprechend

auch als jugendlicher Diabetes

bezeichnet. Doch das ist längst

nicht mehr so. Mittlerweile ist in dieser

Altersgruppe auch Diabetes Typ 2

ein Thema. Dies hängt nicht zuletzt

mit den Ernährungsgewohnheiten in

vielen Familien zusammen: Die Kinder

essen zu süß und zu fettig, trinken zu

viel zuckerhaltige Getränke und bewegen

sich viel zu selten. Übergewicht

greift um sich.

In den USA, die den Europäern – was

die zunehmende Zahl fettsüchtiger

Kinder und Jugendlicher anbelangt –

einige Jahre voraus sind, erkrankten in

den vergangenen zehn Jahren deutlich

mehr Kinder erstmals an Diabetes

Typ 2.

Oft unentdeckt

Wie bei Erwachsenen auch entwickelt

sich der Diabetes in vielen Fällen ganz

unbemerkt. So zeigte eine US-amerikanische

Studie an 167 übergewichtigen

Kindern und Jugendlichen ohne

bekannte Zuckerstoffwechselstörung,

dass bei vier Prozent von ihnen bereits

ein Diabetes Typ 2 bestand. Bei 25 Pro-

zent der Vier- bis Zehnjährigen und bei

21 Prozent der Elf- bis Achtzehnjährigen

wurde eine gestörte Glukosetoleranz,

also eine Vorstufe von Diabetes,

festgestellt.

In Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung

zu erwarten. So wies einer

deutschen Untersuchung an 520 stark

übergewichtigen Kindern zufolge mehr

als ein Drittel der kleinen Probanden

ein metabolisches Syndrom auf. Bei

rund sieben Prozent lag eine Störung

des Glukosestoffwechsels und bei 1,6

Prozent bereits ein Typ 2 Diabetes vor.

Das metabolische Syndrom umfasst

Symptome wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen

und einen gestörten

Glukosestoffwechsel und ist

ein Risikofaktor für das Entstehen von

Diabetes mellitus Typ 2.

Wie bei erwachsenen Übergewichtigen

sind überflüssige Pfunde bei Kindern

Ursache ernster gesundheitlicher Störungen

wie Bluthochdruck oder Schäden

an Gelenken und Wirbelsäule. Ein

nicht erkannter und daher nicht rechtzeitig

behandelter Diabetes führt zu

zahlreichen Spätfolgen wie die Schädigung

der Gefäße oder der Nieren.

Für die Betroffenen

kann dies bedeuten,

dass sie längst nicht

das durchschnittliche

Lebensalter der Elterngeneration

erreichen.

Vererbung statt

Übergewicht

Doch auch wenn die

Ernährung beim Diabetes

Typ 2 eine wichtige

Rolle spielt, kommt

noch ein anderer wichtiger Faktor

hinzu – die Vererbung. Sie ist Auslöser

des sogenannten maturity onset diabetes

of the young (MODY), dem „Erwachsenendiabetes

bei Jugendlichen“.

MODY wurde früher als Sonderform

des Typ-2-Diabetes betrachtet. MODY

ist ein nicht insulinpflichtiger Diabetes,

der bei Kindern und Jugendlichen

auftritt und der ähnlich wie Typ-2-

Diabetes behandelt wird. Er lässt sich

per Genuntersuchung nachweisen

und von anderen Diabetesformen abgrenzen.

Im Gegensatz zu Kindern und

Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes sind

MODY-Patienten normalgewichtig. In

ihren Familien kommt es gehäuft zum

Auftreten von Diabetes mellitus.

Wie für jugendliche Typ-2-Diabetiker

gilt auch für MODY-Diabetiker: Eine

früh einsetzende Therapie, die entsprechende

Kontrolle des Blutzuckers und

seine gute Einstellung sind der beste

Schutz vor den gefürchteten Spätfolgen

des Diabetes. Aus diesem Grund

ist es sinnvoll, sowohl übergewichtige

Kinder als auch Kinder mit gehäuftem

Diabetesauftreten in der Familie auf

das Vorliegen eines Diabetes mellitus

zu testen.

StippVisite überregional

11


die fachbibliothek –

Wissenschaftliche Informationen

sind vielfältig. oft ist es die nadel

im heuhaufen, die gesucht

wird. häufig wird nach konkreten

sachverhalten, Informationen

zu speziellen aktuellen themen

oder einzelnen richtlinien beziehungsweise

gesetzestexten nachgefragt

– seltener nach einem

bestimmten Buch oder einer bestimmten

zeitschrift. um bei der

suche zufriedenstellend und möglichst

umfassend reagieren zu

können, stehen im Klinikum rund

27.000 medien zur Verfügung.

Aufgesplittet sind sie in rund 14.000

Monografien (Bücher) und 13.000 Periodika

(Zeitschriftenbände). 160 laufende

Zeitschriftentitel informieren

über neueste Entwicklungen. 180 Loseblatt­

und Serienwerke werden über

fortlaufende Lieferungen auf dem aktuellen

Stand gehalten. Wichtig zu

wissen ist hierbei, dass im Hause benötigte

Medien ausschließlich über

die Bibliothek beschafft werden. Nur

so können Doppelanschaffungen vermieden

und der Bestand im zentralen

Bibliothekskatalog vollständig erfasst

werden. Während der Hauptbestand

in der Fachbibliothek aufgestellt ist,

besteht die Möglichkeit, für den täglichen

Bedarf wichtige Titel auch in

den Handbibliotheken der einzelnen

Bereiche und Kliniken vor Ort zu

halten.

12 stippVisite

Im Jahr 2007 belief sich

der Medien zuwachs

auf rund 3.000 Medien.

Auch die Benutzungsvorgänge

steigern sich

kontinuierlich. Allein

im Jahr 2006 stiegen

sie um rund 10.000 auf

23.700.

Der Leseraum mit seinen

beiden PC­Recherchearbeitsplätzen

wird vor allem von

Auszubildenden und

Studenten genutzt.

Aber auch von Mitarbeitern wird auf

die Möglichkeit des Recherchierens

vor Ort – nicht selten unter Anleitung

der Bibliotheksmitarbeiter – zurückgegriffen.

So gab es im letzten Jahr

circa 1.800 betreute Arbeitsplatznutzungen,

bei denen im Bestand, in den

Datenbanken, in E­Journalen und dem

Internet gearbeitet wurde.

Zum Informations­ und Literaturservice

der Bibliothek gehören zudem das

Bearbeiten von Auftragsrecherchen

zu komplexen Themen sowie die Informationsvermittlung.

Mehr als 400

Anfragen zu einzelnen Sachverhalten,

Adressen, Personen et cetera lassen

sich für den Zeitraum Januar bis

Dezember 2007 statistisch nachweisen.

Über den Leihverkehr mit anderen

Bibliotheken – an allererster Stelle

der leseraum verfügt

über zwei pC-recher che -

arbeitsplätze

Kompetenzzentrum für wissenschaftliche Information am Klinikum

In der fachbibliothek stehen den nutzern insgesamt rund 27.000

medien zur Verfügung

mit der Universitätsbibliothek und der

Deutschen Nationalbibliothek (früher

Deutsche Bücherei) – werden Bestandslücken

geschlossen. Rund 2.500

Bestellungen wurden im Jahr 2007 registriert.

Im Gegenzug gab es im gleichen

Zeitraum 170 Anfragen an unseren

Bestand.

Um regelmäßig aktuell und schnell zu

informieren und dabei die zur Verfügung

stehenden Ressourcen effektiv

zu nutzen, stellt die Bibliothek neu

eingehende Zeitschriftenhefte im Umlaufservice

zur Verfügung. Interessenten

können sich dabei für einzelne

Zeitschriftentitel registrieren lassen

und erhalten dann jeweils das aktuelle

Heft über die Hauspost zugesandt. 140

Zeitschriftenumläufe wurden im vergangenen

Jahr auf diese Weise betreut.


Die Nutzung der Bibliothek erfolgt

seit langem schon nicht mehr nur

vor Ort und im Leseraum. Die meisten

der Anfragen gehen inzwischen per

E­Mail, Fax oder telefonisch ein. Dieser

Entwicklung trägt die Bibliothek

durch ihr Angebot im Intranet Rechnung.

Die meisten Mitarbeiter haben

direkt vom eigenen PC­Arbeitsplatz

aus Zugang zu verschiedenen Recherchemöglichkeiten.

So ist hier der elektronische

Katalog (Web­Opac) der Bibliothek

verfügbar. Über Stichworte

kann im Bestand recherchiert beziehungsweise

nach bestimmten Titeln

oder Autoren gesucht werden. Über

die Homepage werden die lizenzierten

Datenbanken angeboten. In CareLit

werden 160 Zeitschriften zu Krankenpflege,

Krankenhausmanagement

und Heimleitung ausgewertet. Die Bi­

omedical Refrence Collection enthält

Volltextversionen von über 100 medizinischen

Zeitschriften, die voll recherchierbar

sind. Über die alphabetische

Zeitschriftenliste der laufenden

Periodika des Hauses erfolgt der Zugang

zu den circa 90 elektronischen

Journalen. Entsprechend der Verlagsmodalitäten

sind dabei der gesamte

Heftinhalt, ausgewählte Artikel oder

das Inhaltsverzeichnis abrufbar.

In den Räumen der Bibliothek finden

regelmäßig Nutzerschulungen statt.

Bewährt hat sich dabei die enge Zusammenarbeit

mit dem Bildungszentrum

St. Georg. Neue Pflegeschüler

der Medizinischen Berufsfachschule

sowie Teilnehmer von Weiterbildungskursen

informieren sich so über

den Bestand.

„Leipzig liest“ im Klinikum St. Georg

Die genannten Leistungen konnten

bei nahezu gleich bleibendem Budget

und Personal in den vergangenen

vier Jahren, trotz einer Teuerungsrate

von fünf Prozent bei Büchern und

circa neun Prozent bei deutschen beziehungsweise

circa 15 Prozent bei

ausländischen Zeitschriften, erbracht

werden.

Um die Entwicklung der Bibliothek

bedarfsgerecht zu gestalten und die

finanziellen Ressourcen optimal zu

nutzen, tagt einmal im Jahr der Bibliotheksbeirat.

Iris Heinke,

Leiterin Bibliotheken,

Abt. Unternehmens kommunikation

Wie bereits im vergangenen Jahr beteiligte sich die Patientenbibliothek auch 2009 wieder am Veranstaltungsprogramm

„Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse. So las am 11. März 2009 Berndt Gückel aus seinem Buch „Seemanns Braut –

Geschichten von Liebe und Seefahrt“, und einen Tag später stellte die bekannte Schauspielerin Caroline Beil ihr Buch:

„Heute geht‘s schon wieder besser … Der lange Abschied von meinem Vater.“ vor.

die patientenbibliothek –

Treffpunkt für Patienten auf dem Weg zur Genesung

die patientenbibliothek befindet

sich seit mai 2001 in zentral gelegenen

räumen im haus 15 und

bietet nicht nur das domizil für

circa 7.500 medien, sondern ist

auch ein ort der Kommunikation.

die monatlich stattfindende Veranstaltungsreihe

steht deshalb

unter dem titel „treffpunkt patientenbibliothek“.

„Treffpunkt Patientenbibliothek“ bietet

den Besuchern an jedem dritten

Mittwoch des Monats ein breites Themenspektrum

wie musikalisch­literarische

Veranstaltungen, thematische

Vorträge, Lichtbildvorträge oder auch

Lesungen. Alle Veranstaltungen

sind

generell offen für

Patienten, Besucher

und die Mitarbeiter.

Weitere Veranstaltungsreihen,

die von

der Patientenbibliothek

in den Kliniken

vor Ort betreut werden,

sind der Treff­

punkt Stationäre Rehabilitation (spezielle

Themenauswahl für ältere Patienten),

der Treffpunkt Kinderklinik

(Rätsel­, Quizrunden, St. Georg­Legende

und Ähnliches). Hinzu kom­

dr. angela dietz stellt Übungen aus ihrem Buch „(m)ein leben mit

Yoga“ vor

men musikalisch­literarische Veranstaltungen

im Wohnheim für Wachkomapatienten

in Zusammenarbeit

Fortsetzung auf Seite 16

stippVisite

13


14

Menschen, die in ihrer Jugend

eine Gehirnerschütterung erlitten

haben, zeigen auch nach mehr als

30 Jahren noch subtile Zeichen

mentaler und körperlicher Probleme.

Wissenschaftler der University

of Montreal haben nachgewiesen,

dass Sportler mit einer

entsprechenden medizinischen

Vorgeschichte bei entsprechenden

Tests schlechter abschnitten. Das

Team um Louis de Beaumont

betont jedoch, dass diese geringfügigen

Veränderungen keine

Auswirkungen auf den Alltag der

Betroffenen haben. Details der

Studie wurden im Fachmagazin

„Brain“ veröffentlicht.

An der Studie nahmen 40 frühere

Sportler zwischen 50 und 60 Jahren

teil. 19 von ihnen hatten in ihrer Jugend

eine oder mehrere Gehirnerschütterungen

erlitten. Die Forscher

führten mehrere Tests durch, die eine

ganze Reihe von Bereichen abdeckten.

Dazu gehörten das Kurzzeitgedächtnis,

die Fähigkeit, einfachen gesprochenen

und geschriebenen Anweisungen

zu folgen, und die Motorik.

Die früher verletzten Studienteilnehmer

schnitten bei den Gedächtnistests

Jede Gehirnerschütterung

hat Langzeitfolgen

Mentale und körperliche Probleme nach über 30 Jahren nachweisbar

schlechter ab, zeigten verzögerte Reaktionen

auf unvorhersehbare Ereignisse

und konnten die Tests mit einer

manuellen Steuerung nicht gleich

schnell absolvieren.

De Beaumont betonte, die Studie

zeige, dass die Auswirkungen von Gehirnerschütterungen

auch 30 Jahre

später noch vorhanden sind und dass

StippVisite überregional

es mit zunehmendem Alter der Betroffenen

zu Veränderungen der kognitiven

und motorischen Fähigkeiten

kommen kann. Er fordert daher, dass

Sportler besser über die anhaltenden

Auswirkungen von Gehirnerschütterungen

informiert werden, damit sie

die bestehenden Risiken abschätzen

können. Es gebe jedoch keine Anzeichen

für ernstere gesundheitliche

Probleme wie Alzheimer und Parkinson.

Trotz der Testergebnisse seien

alle ehemaligen Sportler gesund und

lebten ein sehr aktives Leben. Weitere

Studien seien erforderlich, um zu untersuchen,

ob sich die Folgen der Gehirnerschütterungen

mit steigendem

Alter verstärkten.

Quelle: Pressetext Deutschland


Auch leichte Magersucht

schadet den Knochen

Pubertäre Anorexie beeinträchtigt Knochenaufbau in wichtiger Phase

Magersucht bewirkt bei JugendlichenKnochenschädigungen,

auch wenn sich die

Krankheit erst in der Anfangsphase

befindet. Das besagt

eine in der Dezemberausgabe

von „Radiology“ veröffentlichte

Studie der Bostoner

Harvard Medical School, die

ihre Ergebnisse einer neuen

Form der Computertomografie­Untersuchung

verdankt. So

soll sich mangelnde Knochengesundheit

von Magersuchtpatienten

nicht in der Dichte,

sondern in der Struktur der

Knochen bemerkbar machen.

Orthopäden warnen vor erhöhtem

Risiko von Brüchen

und Osteoporose im Erwachsenenalter,

die durch jugendliche

Magersucht verursacht

werden.

Anorexie ist eine Essstörung, die

etwa ein Prozent aller Mädchen im

Jugendalter betrifft, während die

Erscheinung bei Männern kaum zu

beobachten ist. Das Krankheitsbild

umfasst vor allem Abmagerung,

ein entstelltes Körperbild und eine

große Angst vor der Gewichtszunahme.

Doch auch die Knochen leiden

unter der Mangelernährung.

Gerade in der Pubertät befinden

sich Mädchen im Endspurt ihres

Knochenaufbaus. Im Falle einer

Magersucht wird nicht nur die Entwicklung

der Knochen gebremst,

sondern es kommt auch zu einer

Rückbildung des Knochengewebes.

Gründe für die Knochenrückbildung

von Magersüchtigen sind danach

besonders der durch die Unterernährung

verursachte Kalziummangel

wie auch das Fehlen von Proteinen

und anderen Nährstoffen. Doch

da die Patienten keine Knochenbeschwerden

haben, sind die Auswirkungen

vorerst kaum bemerkbar.

Erst nach der Menopause kommt

es bei den Betroffenen oft zur Entwicklung

einer Osteoporose, für die

das niedrige Körpergewicht eines

der wichtigsten Risikofaktoren ist.

Dass die Veränderungen in der

Knochenstruktur bereits bei beginnender

Magersucht auftreten, wiesen

nun Forscher der Universität

Havard nach. Sie untersuchten zehn

Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren

im Frühstadium der Krankheit

sowie zehn gleichaltrige Mädchen

ohne Essstörung. Zur Diagnose verwendeten

sie neben der Knochendichtemessung

die volu metrische

Computertomografie mit Flachbilddetektoren.

Diese Untersuchung

erlaubt eine dreidimensionale Darstellung

der Dichte, Dicke und Verteilung

der Knochenbälkchen in hoher

Auflösung.

Die Computertomografie zeigte bedeutende

Unterschiede der Knochenstruktur

zwischen den leicht

magersüchtigen und den gesunden

Mädchen, ohne dass Knochendichtemessungen

noch Unterschiede

zwischen den beiden untersuchten

Gruppen feststellen konnten. Die

Veränderungen der Knochenstruktur

bei Magersüchtigen beginnen

daher bereits schon vor der Beeinträchtigung

der Knochendichte,

schlossen die Forscher.

StippVisite überregional

15


Fortsetzung von Seite 13

mit der Sozialarbeiterin und dem Pflegepersonal

für Bewohner und ihre

Angehörigen.

Im letzten Jahr beteiligte sich das Klinikum

außerdem an zwei Vorleseaktionen.

Beide Termine – der 23. April

2008, der UNESCO­Welttag des Buches

und Namenstag des Heiligen Georg,

und der 29. Oktober 2008 im Rahmen

der bundesweiten Aktionswoche

„Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“

– fanden bei den Patienten regen

Zuspruch. Die Patienten konnten sich

ihren persönlichen Vorleser ans Krankenbett

bestellen. Unterstützt wurde

unsere Bibliothekarin hierbei von den

in der Patientenbibliothek ehrenamtlich

tätigen Helferinnen, ehemaligen

Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen.

Aus einer vorbereiteten Auswahl kurzer

Texte und Gedichte konnte der Pa­

SENIORENRESIDENZ

„AM LUNAPARK“ GMBH

Spezialisierung auf Demenzbetreuung,

keine Suchtkranke und Wachkomapatienten.

16 stippVisite

Heimeigene Gärten, Ergotherapeuten

sind direkt im Haus, sowie eigene Küche

und Wäscherei. Desweiteren werden

Friseur und Fußpflege angeboten.

Im Umkreis von 250 m befinden sich Ärzte,

Apotheke, ein Kaufmarkt mit

Poststelle und das Wahrener Rathaus.

Sehr gute Anbindung an öffentliche

Verkehrsmittel, zum Naherholungs gebiet

Auensee sind es max.10 Min. Fußweg.

„AM LUNAPARK“

Friedrich-Bosse-Str. 93, 04159 Leipzig

Tel. 0341-46279-0

„AM AUENSEE“

Am Hirtenhaus 5, 04159 Leipzig

Tel. 0341-2318010

NEU! Seniorenpark „VOIGT’SCHES GUT“

in Rositz bei Altenburg

www.senioren-lunapark.de

info@senioren-lunapark.de

für die nicht gehfähigen patienten ist die wöchentliche ausleihe mit dem Buchwagen auf den

stationen ein willkommener service

tient für sich das „Richtige“ auswählen.

Bei den kleinen Patienten war besonders

die Legende des Heiligen Georg,

des Drachentöters, gefragt.

Für die nicht gehfähigen Patienten,

ist die wöchentliche Ausleihe mit dem

Buchwagen auf den Stationen nach

wie vor ein willkommener Service.

Im Angebot ist eine Auswahl von Büchern

aller Genres sowie Zeitschriften.

Darüber hinaus können telefonisch

Ausleihwünsche in der Bibliothek abgegeben

werden. Die Bestellungen

werden spätestens am nächsten Vormittag

an das Krankenbett gebracht.

Die individuelle Zuwendung zum Patienten

bei der Ausleihe sowie beim

Beratungsgespräch bewirkt den Abbau

von Ängs ten, die Steigerung des

Wohlbefindens und das Aktivieren der

Selbstheilungskräfte. Lesen trägt indirekt

oder direkt, unbewusst oder bewusst

zur Gesundheitsförderung bei.

Lesen verbessert die Stimmung und

erleichtert vielen den Krankenhausaufenthalt.

Die Unterstützung des Lesens

wird laut den Ergebnissen einer

Fragebogenaktion in 81 Krankenhäusern

von allen Kranken begrüßt, wenn

nicht sogar verlangt. Im St. Georg gehört

sie zum ganzheitlichen Betreuungskonzept.

Mit dem Angebot der Bibliothek setzt

das Klinikum das Grundrecht eines jeden

Bürgers auf Information – auch

in der besonderen Situation eines

Krankenhausaufenthaltes – um. Der

Krankenhausaufenthalt ist ein Eingriff

in den gewohnten Lebensrhythmus.

Die Bibliothek erhält die kulturell­gesellschaftliche

Anbindung. Sie übernimmt

die Grundversorgung mit Literatur

und Medien. Deshalb gibt es in

der Patientenbibliothek auch den Zugang

zum Internet, nicht nur, um die

persönlichen E­Mail­Kontakte zu halten,

sondern auch, um Informationen

zum Beispiel über das Krankheitsbild,

veränderte Ernährungsregeln oder Informationen

über Selbsthilfegruppen

zu bekommen. Besucher der Patientenbibliothek

können allein oder auch

mit Anleitung und Beratung durch

die Bibliothekarin die Internetarbeitsplätze

nutzen.

Die Patientenbibliothek unseres Klinikums

bietet ein breites Spektrum an

Medien zur kostenlosen Ausleihe an.

Neben dem traditionellen Medium,

dem Buch, besitzen wir auch circa

300 Hörbücher verschiedener Genres,

Musik­CDs, Spiele, Zeitungen, DVDs

und CD­ROMs.

Geöffnet ist die Patientenbibliothek

montags bis donnerstags von 13 bis

16.30 Uhr.

Gundula Wiedemann,

Stellv. Leiterin Bibliotheken,

Abt. Unternehmenskommunikation


therapeutisches Klettern

im Klinikum st. georg

Betriebssportverein St. Georg Leipzig e. V. übergibt Kletterwand

Während sich das sportklettern

sowohl in der Kletterhalle

als auch am natürlichen felsen

in den letzten Jahren wachsender

Beliebtheit erfreut, hat auch

das Klettern als therapie im vergangenen

Jahrzehnt zunehmende

Beachtung gefunden.

Als moderne Möglichkeit zur Verbesserung

von neuromuskulärer Koordination,

Beweglichkeit sowie von

Oberflächen­ und Tiefensensibilität

kann das therapeutische Klettern unter

fachtherapeutischer Anleitung bei

Patienten mit Bewegungseinschränkungen

verschiedener Ursache (z. B.

rheumatologische Erkrankungen, in

der Rehabilitation nach Unfallverletzungen,

bei Koordinationsstörungen

nach Lähmungen) eingesetzt werden.

Die für das therapeutische Klettern

speziell angefertigten Klettermodule

sind häufig mit Quarzsand beschich­

Natürlich von hier

tete Holzkonstruktionen, auf denen in

einem gleichmäßigen Lochraster eine

Vielzahl paarweise und farblich sortierter

Tritte und Griffe montiert werden.

In der internen Fortbildungsveranstaltung

„Therapeutisches Klettern

im Rahmen der Therapie“ im Institut

für Physikalische Medizin hat der Betriebssportverein

(BSV) St. Georg e. V.

am 22. Januar 2009 eine solche therapeutische

Kletterwand zur Nutzung

an das Klinikum übergeben.

Symbolisch nahmen Dr. Anja Hauenherm

als Vertreterin der Kinderrheumatologie

des Klinikums und Chefarzt

Dr. Andreas Pawelka vom Institut für

Physikalische Medizin die Übergabeurkunde

von Uwe Höhnel (Vorstandsmitglied

BSV St. Georg e. V.) entgegen.

Die Finanzierung dieses vielseitig einsetzbaren

Therapiegerätes gelang

durch eine Spende des Orthopädischen

Ateliers Helmut Haas sowie

Es ist Nahrungsmittel, Lebensraum, Sport element und nicht zuletzt der Hauptbestandteil

des menschlichen Körpers. Je nach Alter bestehen wir zu 60 bis 95 Prozent aus dem

Element allen Lebens. Kein Wunder also, dass wir regelmäßig und ausreichend Wasser

trinken müssen. Der ideale Durstlöscher ist dabei das frische Trinkwasser der KWL.

Wir sind rund um die Uhr im Einsatz und liefern Ihnen das frische Nass in bester Qualität

direkt nach Hause – und um die umweltgerechte Behandlung des Abwassers kümmern

wir uns außerdem.

Wir bewegen mehr als Wasser

symbolische Übergabe, v. l. n. r. uwe höhnel,

Chefarzt dr. andreas pawelka, dr. anja hauenherm

aus Eigenmitteln des BSV St. Georg

e. V. Nach der passgerechten Fertigung

und Montage der beiden Wandmodule

durch die Firma X­adventure

Outdoorservice GmbH steht dem Klinikum

nun im Haus 3 (Badehaus) eine

weitere Therapieoption für die Behandlungen

ambulanter und stationärer

Patienten zur Verfügung.

Vorstand BSV St. Georg Leipzig e. V.

KWL – Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH

Johannisgasse 7/9, 04103 Leipzig

Telefon 0341 969-2222

kundenservice@wasser-leipzig.de

www.wasser-leipzig.de

Foto: photocase.com


ewegl.

Sitz

zustellen

Bisonart

ital.:

gut

Jogaanhänger

Wendekommando

auf See

der Rote

Planet

widersinnig

EDV-

Begri�

nicht

mehr

als

Frauenname

Walart

bestimmte

Menge

abschätzen

dtsch.

Strom

beträchtlich

zweijährig

(lat.)

... und

sonders

Gewinner der wertvollen frei® Bio+ Hautpflegeprodukte des letzten Kreuzworträtsels mit der Lösung „Biokosmetik“

sind: O. Nitsch, Wilstar; R. Schmidt, Quarnstedt; H. Bongen, Odenthal; I. Wenze, Blankenburg; B. Kussatz, Leipzig; M. Krause,

Harzgerode; O. Kullrich, Beiersdorf; A. Lange, Norderstedt.

Herzlichen Glückwunsch!

18 StippVisite überregional

1

2 3

9

Dickicht

Stadt in

Texas

biblisches

Buch

Pelzart

Grundsto�

für

Salben

Jagdbezirk

nicht

wahr,

erfunden

frz.

Landschaft

Kain

und

...

männl.

Vorname

7. griech.

Buchstabe

afrik.

Staat

intern.

Gefangenen-Hilfsorg.

(Kw.)

Futtersto�

Blutwasser

dtsch.

Maler

(Fritz v.)

Wundmal

engl.: trocken,

Gebrauch bitter

10

Krankheitserreger

(ugs.)

weibl.

Vorname

Spruch

des

Richters

Nebenraum

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

5

Teil

des Essbestecks

helles

engl. Bier

zu

ordnen

Haarstylingmittel

Grundfarbe

Ehrgeiz

Neben-

�uss der

Lahn

plötzlich

auftretend

weibl.

Vorname

fern

Pelztier

griech.:

gegen...

8

gerade

(zeitl.)

ehem.

ital.

Währung

Stadt bei

München

Gerät

zum

Messen

der Zeit

astronom.

Einheit

(Abk.)

dtsch.

politische

Partei

pointierter

Einfall

Rebensaft

4

Stadt in

Baden-

Württ.

Wallfahrtskirche

a.

Bodensee

Schimpfen

(abwert.)

6

Haarbüschel

Vater

und

Mutter

11

Ausruf

7

großer

Raum

lat.: Weg

Gemütsbewegung

Schwanz

der Vögel

Das StippVisite

Kreuzworträtsel

Lassen Sie sich verwöhnen

Nicht jeder kann sich einen Gesundheitsurlaub

am Meer leisten, obwohl

bekannt ist, dass Meerwasser dem

Körper sehr gut tut. Thalasso Plus®

liefert Ihnen jedoch das „Meer frei

Haus“ – in Form von wertvollen Meeresalgenprodukten.

Algen können 1.000- bis 10.000-mal

mehr die Wirkstoffe des Meerwassers

in sich speichern. Sie wirken auf verschiedene

Organe, Systeme und Funktionen

des Körpers. Aus solchen wertvollen

Algen und -extrakten bestehen

die Thalasso Plus®-Produkte. Ob Badekonzentrate

wie Algologie-Intensivbäder,

Algen-Salzsocken, Leberwickel

mit Lithothamnionalgen oder

Inhalation mit gefiltertem Meerwasser,

die Thalasso Plus®-Therapie tut

dem Körper gut und kann bei regelmäßiger

Anwendung die Lebensqualität

bis ins hohe Alter erhalten oder

verbessern.

Gewinnen Sie eine von neun Thalasso-

Verwöhnkuren im Wert von circa

200 Euro.

Senden Sie die richtige Lösung

des Kreuzworträtsels mit

Adresse und Telefonnummer

bis zum 15. Mai 2009 an

Redaktion StippVisite

Bockhorn 1

29664 Walsrode

Weitere Informationen finden Sie im

Internet unter

www.thalassoplus.de oder per

E-Mail info@thalassoplus.de


Auch Männer werden älter

Patientenbroschüre für den Mann in den „besten Jahren“

Fit und gesund bleiben – das wünschen

sich die meisten Männer für

die „besten Jahre“ ihres Lebens.

Damit es nicht nur bei diesem

Wunsch bleibt, sind einige physische

Voraussetzungen und ein

gewisses Maß an Eigenverantwortung

für die körperliche Gesundheit

unabdingbar. Die Broschüre

„Auch Männer werden

älter“ erklärt, was man selbst tun

kann, um seine Gesundheit stabil

zu halten, und welchen Einfluss

physische Veränderungen haben

können.

Antriebsschwäche, depressive Verstimmungen,

Konzentrationsproble-

me, übermäßiges Schwitzen und sexuelle

Lustlosigkeit können auf einen

Mangel des männlichen Sexualhormons

Testosteron („Altershypogonadismus“,

Late Onset Hypogonadism

(LOH)) hindeuten, der wiederum Folgeerkrankungen

wie Herz-Kreislauf-

Probleme, Diabetes und Erektionsstörungen

verursachen kann. „Auch

Männer werden

älter“ bietet Aufklärung

über das

Krankheitsbild Altershypogonadismus

und seine

Therapie und gibt

Tipps, wie man(n)

mit gesunder Ernährung im Alltag

und einfachen Trainingsübungen in

Schwung bleibt. Ein Selbsttest zum

Ausfüllen soll zeigen, wann ein Arztbesuch

notwendig ist.

Von Experten empfohlen:

Der Testosteron­Check

Eine Verringerung der körperlichen,

geistigen und sexuellen Leistungsfähigkeit

sowie eine Zunahme des

Bauchumfangs werden bei vielen

Männern schon ab dem 30. Lebensjahr

beobachtet. Wenn die Symptome

einen Krankheitswert erreichen und

Folgeerkrankungen verursachen, ist

dies nicht mehr nur auf den normalen

Alterungsprozess zurückzuführen.

In wissenschaftlichen Studien (Interheart

Study)

wurde gezeigt,

dass zum Bei-

spiel ein Bauchumfang

von

über 102 Zentimetern

mit einem

erhöhten

Noch Fragen?

Im Internet finden Männer

auf www.maenneraerzte.info

ausgewiesene Experten in

ihrer Region.

Broschüre bestellen?

Risiko für Herz-

Kreislauf-Erkrankungen

und Diabetes

mel litus

einhergeht. Experten

empfehlen

deshalb für Männer

ab 40 Jahren

eine Überprüfung des Testosteronspiegels,

wenn typische Testosteronmangelsymptome

vorliegen.

Testosteronmangel –

kein normaler Alterungsprozess

Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon

des Mannes und hat Einfluss

auf alle Stoffwechselvorgänge. Vom

sogenannten Testosteronmangelsyndrom

spricht man, wenn der Hormonspiegel

unter einen Wert von zwölf Nanomol

pro Liter absinkt, begleitet vom

beschriebenen Symptomkomplex wie

Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme,

starke Abnahme der Muskelkraft

oder Verringerung von Libido und

sexueller Leistungsfähigkeit. Zur Behandlung

des Testosteronmangelsyndroms

steht dem Arzt beispielsweise

ein Testosterongel zur Verfügung, das

vom Patienten täglich auf Schultern,

Interessierte Patienten können die Broschüre

„Auch Männer werden älter“ online auf www.testosteron.de

bestellen oder direkt abrufen bei:

Bayer Vital GmbH, Customer Service Center

Gebäude D162, 51368 Leverkusen

Tel.: (01 80) 45 74 263, Fax: (01 80) 45 36 274

E-Mail: maennergesundheit@bayerhealthcare.com

Oberarmen und/oder Bauch aufgetragen

wird. Zur Langzeitbehandlung gibt

es eine Depotspritze, die den Testosteronspiegel

über etwa zwölf Wochen

konstant im Normbereich hält.

StippVisite überregional

19


16 Jahre lang

schwamm die

physiotherapeutin

auf internationalen

Wettkämpfen

nach 18 Jahren finswimming

hängt susann Barkawitz, physiotherapeutin

im Klinikum st. georg,

ihre flosse „an den nagel“.

die 33-Jährige beendet damit die

doppelbelastung von Beruf und

leistungssport und konzentriert

sich auf einen neuen lebensabschnitt.

madeleine tuczek sprach

mit der engagierten sportlerin.

Madeleine Tuczek: Frau Barkawitz,

wir konnten uns mit Ihnen über

viele Erfolge freuen. Fällt Ihnen

der Abschied vom Leistungssport

schwer?

Susann Barkawitz: Ich habe mir diese

Entscheidung nicht leicht gemacht,

aber nach reiflicher Überlegung und

mit einem guten Gefühl im Bauch

habe ich mich entschlossen, dem Leistungssport

den Rücken zu kehren.

Nun ist die Zeit gekommen, meinen

Fokus viel mehr aufs Privat­ und Berufsleben

zu richten.

16 Jahre habe ich Deutschland bei jedem

internationalen Höhepunkt in

der Nationalmannschaft vertreten.

Das ist eine unglaublich lange Zeit,

die für mich unzählig viele schöne

Momente hatte, aber auch ein hohes

Maß an Entbehrungen und Disziplin

erforderte. Viele Jahre habe ich bereits

um fünf Uhr morgens mit dem Training

begonnen – zwei Stunden, bevor

ich meinen Acht­Stunden­Dienst als

Physiotherapeutin im Klinikum antrat,

um anschließend noch einmal

bis zum Abend zu trainieren. Aber ich

bereue nicht einen Tag meines Sportlerlebens,

denn es hat mich fürs Leben

geprägt, ich habe ferne Länder bereisen

können und habe viele interessante

Menschen aus Sport und Politik

kennengelernt.

20 stippVisite

„Ich tauch dann mal auf …“

Susann Barkawitz beendet Sportlerkarriere

Zu den Höhepunkten Ihrer Sportlerkarriere

zählen sicherlich zwei

Europameistertitel, fünf EM-Einzelmedaillen

und dann im vergangenen

Jahr die Verleihung des

Silbernen Lorbeerblattes.

Ich habe in meiner Karriere sehr viel

Erfolg gehabt und auch aus wertvollen

Niederlagen lernen können.

Niemals habe ich meine Ziele aus den

Augen verloren. Der Gewinn des Europameistertitels

2003 über 100 Meter

Streckentauchen war sicher mein größter

sportlicher Erfolg. Dieser Moment

war für mich der Lohn für viele Jahre

harter Schinderei im täglichen Training.

Mit Stolz habe ich 2008 die höchste

sportliche Auszeichnung der Bundesrepublik

Deutschland – das Silberne Lorbeerblatt

– entgegengenommen.

Gibt es Wegbegleiter oder Menschen,

denen Sie in dieser Zeit besonders

viel zu verdanken haben?

Ich möchte vielen Menschen danken,

die mich während meiner sportlichen

susann Barkawitz nimmt abschied vom leistungssport

Laufbahn unterstützt haben. Ganz

besonders gilt dies für meine Familie

und Freunde, die meinen Einsatz für

den Leistungssport jahrzehntelang

mitgetragen haben. Den größten Anteil

an meinen Erfolgen hat zweifellos

mein Trainer Lutz Riemann – für mich

der beste Trainer der Welt. Durch ihn

habe ich nicht nur meine sportlichen

Fähigkeiten entwickeln können, retrospektiv

war auch er es, der mich fürs

Leben „fit“ gemacht hat.

Besonders bedanken möchte ich

mich aber bei meinem Arbeitgeber,

der Klinikum St. Georg gGmbH. Der

Geschäftsführer, Professor Karsten

Güldner, und der Leiter der Personalabteilung,

Reinhard Hartmann, haben

immer sehr große Anteilnahme an

meinen sportlichen Erfolgen gezeigt

und mich in Form von Freistellungen

(über die Stiftung Deutsche Sporthilfe)

für Trainingslager und Wettkämpfe

unterstützt. Sicher ist es nicht immer

einfach gewesen, die Doppelbelastung

Beruf und Leistungssport unter einen

Hut zu bringen. Aber aus der Arbeit


mit meinen Patienten konnte ich ganz

viel Motivation ziehen.

Doch der größte Dank gilt der Person,

die mich in der Entscheidung, den

Leis tungssport zu beenden, unterstützt

und bekräftigt hat.

Wie wird es weitergehen?

Ich werde ab 2009 keine Wettkämpfe

im Finswimming mehr bestreiten,

auch wenn ich in Deutschland wohl

noch einige Zeit konkurrenzfähig

sein könnte. Ich verabschiede mich

mit einem weinenden und einem lachenden

Auge und blicke voller Stolz

auf eine erfolgreiche sportliche Karriere

zurück.

Nun freue ich mich auf das Leben

nach dem Sport und hoffe, die neu

gewonnene Freizeit ohne den streng

durchorganisierten Tagesablauf

eines Leis tungssportlers genießen zu

lernen.

Unter Leitung von Chefarzt Dr. Andreas

Pawelka habe ich seit zwei Jahren

einen Aufgabenbereich im Institut

neues logistikzentrum

Baufeld am 12. oktober 2007

Baustelle am 19. februar 2008

Baufortschritt am 20. august 2008

fertiges logistikzentrum am 15. Januar 2009

Nach nur 15 Monaten Bauzeit fand

am 18. Dezember 2008 im Beisein der

Sächsischen Staatsministerin für Soziales,

Christine Ursula Clauß, die feierliche

Übergabe des neu errichteten

Logistikzentrums statt.

In diesem Neubau, der sich im nordwestlichen

Grundstücksteil des Klinikums

St. Georg (Standort Eutritzsch)

befindet, vereinen sich alle Prozesse

der Lagerhaltung und administrative

Funktionseinheiten von Einkauf,

Medizintechnik und Logistik. Dies

ermög licht die Reorganisation und

Eckdaten des Bauablaufes:

17.09.2007 1. Spatenstich

für Physikalische Medizin, welcher für

mich täglich eine Herausforderung

darstellt. Außerdem engagiere ich

mich im Betriebssportverein St. Georg

Leipzig e. V. und leite den „Onkowalkingkurs“

im Haus Leben Leipzig. Ich

hoffe, meinem Arbeitgeber in Zukunft

nun meine ganze Kraft zur Verfügung

stellen zu können.

Wir danken Susann Barkawitz

für das Gespräch und wünschen

ihr für ihre private und auch

berufliche Zukunft alles Gute!

Optimierung aller Lager­, Verteilungs­

und Beschaffungsprozesse. Die bisher

notwendigen Fahrten aufgrund dezentraler

Lagerung können reduziert

werden. Viele be triebsorganisatorische

Abläufe lassen sich rationalisieren

und Synergieeffekte nutzen.

Darüber hinaus ermöglicht die Lage

des Gebäudes an der Delitzscher

Stra ße das Freihalten des Klinikgeländes

von Anlieferverkehr und leistet

so einen wesentlichen Beitrag

zur Verkehrsberuhigung im Klinikgelände.

10-11/2007 Bauvorbereitung, Werkplanung Fertigteile,

Baufeldfreimachung, Verlegung Nordzufahrt

11-12/2007 Baustelleneinrichtung, Verbau, Erdarbeiten,

Entwässerung

01-02/2008 Fundamentarbeiten

02-04/2008 Montage Tragkonstruktionen, Stützen, Riegel,

Decken, Wände

25.04.2008 Fertigstellung des Rohbaus

05-12/2008 Fenstermontage, Innenausbau, Gebäudetechnik,

Außenanlagen

18.12.2008 Feierliche Übergabe

stippVisite

21


Erfolgreiches Jahr für

Knochenmarkspenderdatei

Mehr potenzielle Stammzellspender als erwartet

Auf ein erfolgreiches Jahr 2008

blickt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei

(DKMS) zu rück:

200.861 Menschen ließen sich im

Jahr 2008 als potenzielle Stammzellspender

in die weltweit größte

Spenderkartei aufneh men. Insgesamt

stehen mehr als 1,8 Millionen

Menschen rund um den

Globus für Patienten mit Leukämie

als potenzieller Spender zur

Verfügung.

Gleichzeitig konnte ein Rekord aufgestellt

werden: 51.019 dieser Neuspender

hatten über die Homepage oder

telefonisch ein Briefspenderset angefordert

und sich so mittels Wangenabstrich

per Watteträger registrieren

lassen. Das sind 15.000 Briefspender

mehr als im Jahr 2007. Sarah Connor,

Miroslav Klose und die Olympiasieger

der deutschen Hockeyherrenmannschaft

hatten zuvor in 26 Städten auf

insgesamt 15.000 Plakatflächen darauf

aufmerksam gemacht, wie einfach

es ist, mit einem Wattestäbchen

zum Lebensspender zu werden.

Ganz besonders wichtig aber ist der

DKMS ein weiterer Rekord: Mit 2.904

Stammzell- oder Knochenmarkspenden

ermöglichte die DKMS für Patienten

weltweit mehr Chancen zum

Leben als je zuvor in einem Jahr. Zum

Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr

2007 waren es 2.504. DKMS-

Geschäftsführerin Claudia Rutt: „Wir

freuen uns sehr, dass durch die Arbeit

der DKMS in diesem Jahr 400 Lebenschancen

mehr als 2007 geschenkt

werden konnten. Dennoch ist das

längst nicht genug. Auch wenn von

den über 82 Millionen Einwohnern

22 StippVisite überregional

in Deutschland bereits

mehr als 1,8 Millionen

Menschen bei der DKMS

registriert sind, geben

wir uns damit nicht zufrieden.

Unser Ziel ist es,

möglichst für jeden Patienten,

der eine Transplantation

braucht, den

passenden Spender zu

finden. Damit wir diesem

Ziel näherkommen,

müsste sich möglichst jeder

gesunde Bürger zwischen

18 und 55 Jahren,

der noch nicht typisiert

ist, in die DKMS aufnehmen

lassen.“

Die weitere Spendersuche

ist nötig, denn noch immer

findet jeder fünfte

Leukämiepatient keinen

geeigneten Spender, da

für eine erfolgreiche

Transplantation die Gewebemerkmale

von Spender und Patient nahezu vollständig

übereinstimmen müssen. Bei

häufigen Merkmals kom bina tionen

kann einer unter 20.000 gefunden

werden, bei seltenen unter Millionen

keiner. Aufmerksamkeit schaffen, aufklären,

Vorurteile abbauen und Spender

finden, ist daher ein erklärtes Ziel

der DKMS.

Bei Aktionen in Firmen, per Brief oder

über das Internet ist es möglich, sich

als potenzieller Spender in die DKMS

aufnehmen zu lassen. Fünf Milliliter

Blut oder ein Wangenabstrich reichen,

um die Gewebemerkmale festzustellen.

Ein Wattestäbchen-Set für einen

Abstrich aus der Wangenschleimhaut

zu Hause kann über die Homepage

www.dkms.de angefordert werden.

Über 8.000 freiwillige Helfer und die

Bereitschaft von immer mehr Menschen

zu einer Registrierung haben

dazu beigetragen, dass die DKMS zur

weltweit größten Datei mit über 1,8

Millionen Menschen gewachsen ist.

Seit Gründung der DKMS im Jahr 1991

wurde auf diese Weise über 15.700mal

die Chance auf Leben geschenkt

– ein Geschenk, das für die Spender

keinen Verlust bedeutet, denn die entnommenen

Zellen bilden sich schnell

wieder nach.

Weitere Informationen im Internet

unter: www.dkms.de


Birgit Russell meets

Im Rahmen eines Klavierkonzerts

in Walsrode, veranstaltet von

FloraFarm Ginseng, hatte Birgit

Russell Gelegenheit, ein paar

Worte mit dem großen Pianisten

Justus Frantz zu wechseln. Frantz

spielte mit den Berliner Philharmonikern

unter der Leitung von

Herbert von Karajan und in den

USA bei den New Yorker Philharmonikern

unter der Leitung von

Leonard Bernstein. 1986 gründete

er das „Schleswig­Holstein Musik

Festival“, das sich schnell zu

einem Musikevent von Weltrang

entwickelte, und 1995 die „Philharmonie

der Nationen“, die sich

aus jungen Musikern verschiedener

Länder zusammensetzt.

Herr Frantz, Klassik ist Ihre

Leidenschaft, aber welchen Bezug

haben Sie zur Musik, die täglich

unsere Geräuschkulisse ist?

Ich bin ein Feind der akustischen

Umweltverschmutzung. Ich finde es

furchtbar, Musik hören zu müssen,

die ich gar nicht hören will, wie in Taxis,

in Hotels, Kaufhäusern oder anderen

Stationen, an denen ich mich

aufhalte. Was wenige wissen, ist die

Tatsache, dass Musik Menschen manipulieren

kann. Das dürfen wir uns

nicht gefallen lassen.

Justus Frantz

Macht es Ihnen nicht Angst, dass

unsere Jugend überwiegend

mit, wie Sie sagen, akustischer

Umweltverschmutzung konfrontiert

wird?

„Ja, das ist furchtbar. Ich kann nur

sagen, unsere unbegabtesten Politiker

sind die Kultusminister. Würden

sie dafür sorgen, dass die Kinder bereits

im frühen Alter an klassische

Musik herangeführt werden, könnte

man viel damit bewirken. Denn auch

klassische Musik manipuliert – auf

positive Weise.“ Aber nach den Kultusministern

kommen gleich die Fernsehintendanten.

Da hat Reich-Ranicki

nicht ganz unrecht. Man kann

Menschen auch „verbilden“. Es droht

der kulturelle Untergang, wenn nicht

schnell etwas geändert wird.

Werden wir Sie denn wieder im

Fernsehen sehen?

Nach „Achtung Klassik“ im ZDF werde

ich nun einen eigenen Fernsehsender

gründen. So bin ich mein eigener

Intendant. Der Name steht bereits:

„Philharmonie der Nationen“. Senden

werden wir ab der zweiten Hälfte

dieses Jahres einmal pro Woche mit

klassischer Musik über Internet.

Was macht Ihnen

außer Musik die

meiste Freude?

Mein kleiner Sohn.

Er ist jetzt drei Jahre

alt. Ich habe bereits

einen Sohn aus der

ersten Ehe, der 33

Jahre alt ist. Allerdings

erlebe ich das

jetzt mit 64 Jahren

viel intensiver. Ich

genieße jede Se-

Justus Frantz mit Gesine Wischmann,

Geschäftsführerin der

FloraFarm Ginseng bei Walsrode

kunde mit dem Kleinen, und er macht

mir unendlich viel Freude.

Wie halten Sie sich fit?

Ich laufe und nehme den hochwertigen

Ginseng aus deutschem Anbau.

Übrigens wollte ich selber Ginseng auf

Gran Canaria anbauen und habe mich

auf der FloraFarm, Europas einziger

Ginsengfarm in der Nähe von Walsrode,

wo ich meine Produkte kaufe,

informiert. Der Zahn wurde mir jedoch

gezogen, weil sich der Boden

und das Klima nicht dazu eignen. Übrigens

sind die Ginseng-Gärten hoch

interessant.

Sie waren einer der wenigen

Gäste beim 90. Geburtstag

von Altbundeskanzler Helmut

Schmidt.

Ja, wir sind schon lange befreundet.

Leider konnte ich ihm kein „Ständchen“

vorspielen, weil er einen Hörsturz

hatte. Es wäre sicher quälend

für ihn gewesen, und ich quäle doch

keine Freunde.

Herr Frantz, vielen Dank

für das Gespräch und weiterhin

viel Erfolg.

StippVisite überregional 23


grafik: hoffmann & hofmann

neuer Kindergarten

für das Klinikum st. georg

Kita für 100 Steppkes entsteht ab dem Sommer

auf St.-Georg-Gelände

mit einer rutsche vom haus direkt

ins grüne – in der neuen Kindertagesstätte

des Klinikums st.

georg wird das alltag sein. der

Baustart soll in diesem sommer

erfolgen, das gebäude samt außenanlagen

im frühjahr 2010 an

Betreuer und Kinder übergeben

werden. der entwurf kommt vom

leipziger architekturbüro hoffmann

& hofmann.

Es gewann das Gutachterverfahren,

in dessen Jury Vertreter von Klinikum,

Kita und Kommune saßen, unter anderem

Schulbürgermeister Thomas

Fabian (SPD). Das Baukostenbudget

für alle Wettbewerbsbeiträge – sechs

Büros beteiligten sich – wurde auf 1,3

Millionen Euro begrenzt. „Der Entwurf

besticht durch die städtebauliche und

funktional eigenständige und qualifizierte

Lösung“, heißt es seitens der

Jury. „Besonderes Merkmal ist die introvertierte

Spiel­ und Aufenthaltsebene,

um die sich die Funktionen der

Einrichtung gruppieren.“ Damit die

Kinder, die dort betreut werden, in

etwa gleiche Wege zu allen Räumen

haben, plante Architekt Daniel

Kirsch ein fast quadratisches

Gebäude mit Atrium. Der

Baukörper ist 36 mal

38 Meter groß, die

Nutzfläche insgesamt

900 Quadratmeter.

Das

Grundstück wird

in Erbpacht von

der Stadt Leipzig

zur Verfügung gestellt.

24 stippVisite

Da es sich um einen Betriebskindergarten

handelt, „werden vorrangig die

Kinder von Klinikumsmitarbeitern aufgenommen“,

sagt die stellvertretende

Kita­Chefin Katrin Winkler. „Sollte in

den kommenden Jahren die Kapazität

nicht ausgelastet sein, steht auch

Kindern aus dem Wohngebiet und der

Umgebung unsere Einrichtung offen.“

100 Steppkes sollen dort einmal toben,

schlafen, essen, lernen …

Im jetzigen Kindergarten sind 75 untergebracht.

Er befindet sich im Verwaltungsgebäude,

wird nach Fertigstellung

des Nachfolgers geschlossen.

Die neue Einrichtung hat noch keinen

festen Namen, Vorschläge werden gesucht.

Derzeitiger Arbeitstitel: „Kita

im Schneckenwald“. Schneckenwald?

„Der Name ist entstanden, weil sich

das Gebäude im südlichen Teil des

Klinikumsgeländes inmitten etlicher

Büsche und

Bäume

so soll sie einmal

aussehen:

die neue Kita

im st. georg aus

der Vogelperspektive

befindet und die Kinder dort viele

Schnecken finden“, erklärt Kirsch.

Das Areal grenzt an das Überschwemmungsgebiet

der Nördlichen

Rietzschke. Dortige Lagergebäude

werden teilweise weggerissen. Auf

einer künstlichen Landzunge thront

gewissermaßen die Kita. „Die Herausforderung

war, trotz der Höhenunterschiede

noch einen Freibereich zu

schaffen. Das hat zu der kompakten

Form des Gebäudes geführt“, so der

Architekt. Ein Blick auf das Modell

macht klar: Die gleichartigen Gruppenräume

und Funktionsbereiche sind

so miteinander verknüpft, dass sie für

alle schnell und bequem erreichbar

sind. Keine Sackgassen, nirgends.

Der eingeschossige Betonbau mit

flach geneigtem Pultdach erhält eine

Fassade aus Lärchenholz, das über die

Jahre einen

silbrigen Ton

annimmt. Die

vier Hausriegel

definieren im Inneren

einen Freisitz

mit Anschluss zum

Kinderrestaurant.

An den äußeren

Riegelseiten werden

vorgelagerte Terrassen

entstehen. Unter anderem

gelangen die Kinder

von dort in den sogenannten

wilden Garten

– per Rutsche.

Peter Krutsch,

Leipziger Volkszeitung


Kontakt

Wenn sie Interesse an diesem angebot haben oder es gerne unterstützen möchten,

wenden sie sich bitte an michaela Bax, projektkoordinatorin haus leben leipzig, tel.: (03 41) 4 44 23 16.

„Ich brauche das malen!“

Krebs: die Perspektive wechseln

für ein erneut kraftvolles, mutiges

und glückliches leben mit

und nach einer Krebserkrankung

hält seit 2007 ein „offenes atelier“

im haus leben leipzig, einer

einrichtung des Klinikums st. georg,

angebote bereit. ziel ist es,

in der gestaltenden erfahrung

und über die Wahrnehmung von

farben und formen die eigene

Balance zu finden, Chancen zum

Wechseln der perspektiven zu erkennen

und neue lösungswege

aufzuzeigen.

Das offene Atelier ist Teil der begleitenden

therapeutischen, psychologischen,

onkologischen, sozialen und

heilpädagogischen Angebote des Begegnungs­

und Informationszentrums

für Menschen mit Tumorerkrankungen

und deren Angehörige.

Das Angebot erfordert keinerlei

künstlerische Vorkenntnisse, nur etwas

Neugier und Mut zur Kreativität,

Freude an Farben, Formen und

am Experimentieren und vielleicht

den Wunsch, Neuland zu betreten.

Da dieses Angebot ausschließlich aus

Spenden finanziert wird, ist es für Tumorpatienten

unentgeltlich.

Allen geht es um gemeinsames Malen

und Gestalten. Gemütlich wird

die Runde mit Kaffee und selbst gebackenem

Kuchen eröffnet, dies erleichtert

das Ankommen. Neuigkeiten

und Befindlichkeiten zum Therapie­

und Krankheitsverlauf werden ausgetauscht.

Die Teilnehmer wählen individuell

oder in der Gruppe ihre Themen,

Techniken und Materialien aus. Ent­

sprechend ihres körperlichen Befindens

entscheiden sie selbst, wie lange

und intensiv sie tätig sein wollen. Die

Teilnahme kann regelmäßig, sporadisch

oder einmalig erfolgen.

Geleitet wird das offene Atelier von

der Kunsttherapeutin Marlies Bischoff.

Im Mittelpunkt ihrer kunsttherapeutischen

Arbeit, Anleitung

und Begleitung stehen schöpferische

Gestaltungsprozesse als spannende

Entdeckungsreisen eigener Lebendigkeit.

Die Bilder werden nicht gedeutet

und nicht analysiert, sie sind authentischer

Ausdruck von Gefühlen, Fantasien,

Wünschen.

Erlebnis und Wahrnehmung unterschiedlicher

Farben, Formen, Bildinhalte

– spielerisch und experimentell

– schaffen einen Erfahrungsraum

für den Umgang mit sich selbst und

einem durch die Erkrankung veränderten

Körper bei gleichzeitiger Entwicklung

von Freude und Humor, Entspannung

und Gelassenheit.

Die Kunsttherapeutin regt an, genau

hinzuschauen, die eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten

zu schulen und

neu zu entwickeln, bisherige Vorstellungen

und ästhetische Wertungen

hinter sich zu lassen, die Perspektiven

zu wechseln: Im Suchen und Finden

des eigenen Ausdrucks und in der

Entdeckung der persönlichen Einzigartigkeit

wachsen Selbstvertrauen,

Mut und Kraft.

Michaela Bax,

Projektkoordinatorin

Haus Leben Leipzig patientenarbeiten

stippVisite

25


Wohlfühloase

am Plattensee

Mit fitREISEN in das Hotel Európa fit nach Ungarn

Das Vier­Sterne­Superior Hotel Európa fit liegt im Herzen von Bad Héviz in ruhiger

Lage, nur 400 Meter vom größten Thermalsee Europas entfernt. Erholungssuchende

können hier mit FITREISEN, dem Veranstalter für gesundes Reisen, in eine

Welt des Wohlbefindens eintauchen, abseits von der Hektik des Alltags.

Ein umfangreiches Angebot für Fitness, Beauty und therapeutische

Anwendungen verhilft Gästen zu einem neuen

Lebensgefühl. Im Kur- und Wellness-Hotel Európa fit steht

nämlich alles im Zeichen des ganzheitlichen Wellnesskonzepts

„Vitalium“, das auf den Säulen Baden, Vitalität, Bewegung

und gesunde Ernährung beruht. Die Verwendung

von Naturstoffen bei Wellness-Behandlungen und die Beschäftigung

mit der Pflege von Geist und Seele wird hierbei

großgeschrieben. Im hoteleigenen „Vitalium“ Medical Wellness

Zentrum, das über elf neue

Massagekabinen verfügt, werden

unter anderem fernöstliche Massagetherapien

sowie hydrotherapeutische

Anwendungen angeboten.

www.fitreisen.de

26 StippVisite überregional

Neu im FITREISEN Jahreskatalog

2009: „Medical Wellness & Check

up“ – ein auf die individuellen Bedürfnisse

des Gastes ausgerichtetes

Arrangement mit fachärztlicher

Untersuchung und Gesundheits-

Check up. Entspannungssuchende

können aus einem umfangreichen

Portfolio von Massageanwendungen

und Behandlungen wie

beispielsweise Heilmassage oder

Thermal-Wannenbad ihren individuellen

Kurplan zusammenstellen.

Darin enthalten ist außerdem Bewegungstraining,

das Nordic Walking

und Power Walking umfasst.

Zudem enthält das Programm einmal

Entspannungstherapie, zum

Beispiel Yoga oder Meditation. Hotelgäste

können sich in Ruhe und

familiärer Atmosphäre im Hotel

Európa fit verwöhnen lassen und

neue Energie tanken. Das achttägige

Arrangement ist exklusiv über

FITREISEN buchbar.

Informationen erhalten Sie im Reisebüro oder direkt bei

FITREISEN, Ravensteinstraße 2, 60385 Frankfurt am Main,

Tel. (069) 40 58 85-0, Fax (069) 40 58 85-12, www.fitreisen.

de, E-Mail: info@fitreisen.de

Mit dem Jahreskatalog 2009 präsentiert FITREISEN, Spezialveranstalter

für gesundes Reisen, sein neues Angebot: Für

das Jahr 2009 haben FIT-Gäste die Möglichkeit, auf 292 Seiten

aus über 1.000 Angeboten für Wellness-, Beauty- sowie

Kurreisen in insgesamt 323 Hotels, an 175 Orten in 31 Ländern

zu wählen. FIT erweitert sein Portfolio um 40 Angebote,

darunter elf neue Hotels in Deutschland. Weitere 29

Häuser in Irland, Italien, Kroatien, auf den Malediven, in Österreich,

auf den Philippinen, in Slowenien, Spanien, Thailand,

Tschechien, in der Türkei, in Ungarn und auf Zypern

sind 2009 erstmals buchbar.

Oder möchten Sie einen Verwöhnaufenthalt im Hotel Európa

fit gewinnen? Das Hotel Európa fit verlost zusammen

mit FITREISEN einen Gutschein für fünf Übernachtungen

mit Halbpension für zwei Personen inklusive drei

„Vitalium“-Behandlungen pro Person.

Beantworten Sie bitte folgende Fragen:

• In welchem Ort liegt das Hotel Európa fit?

• Wie heißt das Medical Wellness Zentrum im Hotel Európa fit?

• Wie heißt das Arrangement, das neu im Programm ist?

• Wie heißt der Veranstalter, über den dieses Arrangement

buchbar ist?

Antworten mit Adresse und Telefonnummer an:

Redaktion StippVisite, Bockhorn 1, 29664 Walsrode.

Einsendeschluss ist der 15. Mai 2009. Viel Glück!

Gewinner des Reisequiz der letzten Ausgabe der StippVisite

ist K. Gertenbach aus Rüsselsheim. Er gewinnt einen Gutschein

für zwei Übernachtungen mit Falkensteiner Wohlfühlpension

– Frühstücksbuffet, Mittagssnack, abends

3-Gang-Wahlmenü – für zwei Personen inklusive einem

Entspannungsbad nach Wahl. Herzlichen Glückwunsch!


Influenza – gerade junge

Erwachsene betroffen

Bei gezielter antiviraler Therapie genesen Patienten

innerhalb von ein bis zwei Tagen

Auf eine jährliche Grippewelle

sollte sich jeder von uns einstellen.

In diesem Jahr hat sie

wieder besonders hart zugeschlagen.

Influenza betrifft vorwiegend

junge, vitale Erwachsene

und weniger häufig ältere Menschen.

Das bestätigt auch eine

Studie zum Thema Influenza, die

vom Unternehmen Roche Pharma

in Auftrag gegeben wurde. Wichtigstes

Ergebnis: Influenzapatienten,

die antiviral behandelt

werden, profitieren von der gezielten

Therapie und genesen innerhalb

von ein bis zwei Tagen.

Eine Virusgrippe

schlägt plötzlich zu

Die Virusgrippe (Influenza) ist von

einem grippalen Infekt sicher durch

folgende Symptome zu unterscheiden:

plötzlich einsetzendes Fieber,

Schüttelfrost, trockener Husten, Muskel-

und Gliederschmerzen, Kopfschmerzen

und ein sehr ausgeprägtes

Krankheitsgefühl. Meist fühlt sich der

Patient so schlecht, dass er einen Arzt

aufsucht oder ihn um einen Hausbesuch

bittet. Ist die Grippewelle gerade

auf dem Höhepunkt, kann die Erkrankung

klinisch treffsicher diagnostiziert

werden. Sind die Symptome mal nicht

so eindeutig, raten Experten zu einem

Schnelltest, der sofort ein klares Ergebnis

bringt. Dieser muss zwar vom

Patienten selber bezahlt werden, aber

eine frühzeitige und eindeutige Diagnosestellung

ist Voraussetzung für

eine zügige antivirale Therapie und

damit Voraussetzung für eine rasche

Genesung.

Eine sofortige und ursächliche

Bekämpfung ist

wichtig

Eine sofortige und vor allem ursächliche

Bekämpfung der Influenza

ist mit Neuramini dase

hemmern möglich, zu denen

übrigens auch das bekannte

Tamiflu® gehört. Neuraminidasehemmer

unterbrechen den

Ver mehrungskreislauf der Viren,

verhindern sofort deren Ausbreitung

im Körper und damit

auch die beeinträchtigenden

Folgen einer Influenza. Immerhin

können Viren an einem Tag

bis zu 100.000 neue Viren produzieren

und somit weitere Zellen

befallen. Influenza ist deshalb

hoch ansteckend und kann

im Gegensatz zu den meist harmloseren

Erkältungser regern auch schwere Krankheitsverläufe

einschließlich folgenschwerer

Komplikationen auslösen.

Übrigens, trotz Grippeimpfung erkrankten

18 Prozent der Studienteilnehmer

an einer Virusgrippe.

Schnell wieder topfit

statt lange quälen

Aber Neuraminidasehemmer haben

nicht nur eine starke antivirale Wirkung,

durch sie wird die Krankheitsdauer

nachweislich verkürzt. Statt

lan ger Quälerei – manchmal bis zu

zehn Tagen – fühlen sich Patienten

schon nach ein bis zwei Tagen wieder

„topfit“. Auch Kleinkinder ab einem

Mindestalter von einem Jahr profitieren

von Neuraminidasehemmern

– für sie gibt es das Medikament in

flüssiger Form.

Influenza kann auch noch

nach der Grippewelle auftreten

Auch wenn die Influenza-Aktivität

laut der Grippekarte des Robert-Koch-

Instituts in einigen Regionen zurückzugehen

scheint, kann es weiterhin

zu positiven Influenzafällen kommen.

Bei den typischen Symptomen einer

Virusgrippe sollten sich Betroffene

möglichst sofort an den Arzt wenden

und bei nicht eindeutiger Diagnose

einen Schnelltest durchführen lassen.

Denn wer möchte sich schon lange

quälen, wenn eine schnelle Besserung

möglich ist? Und wer sich schnell behandeln

lässt, vermeidet damit auch

eine Ansteckung in der Familie oder

im Kollegenkreis.

Weitere Informationen im Internet

unter: www.influenza.rki.de

und www.grippe-online.de

StippVisite überregional 27


den stürmen

des lebens getrotzt

Klinikum St. Georg gratuliert Wera-Erika Martin zum 100. Geburtstag

am sonntag, dem 11. Januar,

feierte Wera-erika martin

in unserem haus ihren 100.

geburtstag. geistig fit und

körperlich rüstig, befand

sich frau martin als patientin

in der abteilung der

stationären geriatrischen

rehabilitation an ihrem ehrentag

auf dem besten Weg

der genesung.

Auch wenn sie ihren 100. Geburtstag

auf keinen Fall zu

Hause feiern wollte, dass sie

ihn im Krankenhaus verbringen

würde, hatte sie sich nicht vorgestellt,

berichtete ihr Sohn. So

nahm Wera­Erika Martin mit

etwas Selbstironie, Ruhe und

Gelassenheit die zahlreichen

Glückwünsche zu ihrem Ehrentag von

ihrer Familie, aber auch von Mitarbeitern

und Mitarbeiterinnen des Klinikums

entgegen.

Auch die Geschäftsführung des Klinikums

und die Krankenhausbetriebsleitung,

vertreten durch den Leitenden

Chefarzt, Professor. Dr. med. Ralf

Gahr, die Leiterin des Geschäftsbereiches

Patientenmanagement und

Marketing, Friederike Löser, sowie die

Pflegedienstleiterin, Kathrin Schaaf,

ließen es sich nicht nehmen, der Jubilarin

persönlich zu gratulieren. Angetan

vom wirklich guten gesundheitlichen

Zustand dieser besonderen alten

Dame hörten sie den Erzählungen

Wera­Erika Martins aus ihrem Leben

zu.

In Saarbrücken geboren, zog sie im

Alter von vier Jahren mit ihrer Fami­

28 stippVisite

Wera-erika martin freut sich auf die geburt ihres ersten ur-ur-urenkels

lie nach Essen. Durch ihre Heirat im

Jahr 1931 verließ sie ihren geliebten

„Ruhrpott“ und folgte ihrem Mann

nach Grimma. Nachdem ihr Mann

durch die Wirren des 2. Weltkrieges

seit 1941 als vermisst galt, wollte sie

Sachsen eigentlich wieder den Rücken

kehren. Und doch erlernte sie hier

nach dem Ende des Krieges erstmals

einen Beruf. Sie wurde Fürsorgerin

und kümmerte sich aufopferungsvoll

um Patienten mit Tuberkulose und

anderen Lungenerkrankungen.

Durch ihre Arbeit verwarf sie ihren

Plan von der Rückkehr nach Essen

und wurde in Grimma heimisch.

Als „Workaholic“, wie ihr Sohn Wera­

Erika Martin bezeichnet, war sie bis zu

ihrem 77. Lebensjahr voll berufstätig;

nur der damals schlimme Winter bewog

sie, sich in den wohlverdienten

Ruhestand zu begeben.

Mit Willenskraft und Ausdauer stellte

sich die zierliche Frau allen Stürmen

des Lebens, wusste aber auch die

schönen sonnigen Zeiten zu nutzen

und zu genießen, um als starke Persönlichkeit

auf 100 Jahre eines erfüllten

und reichen Lebens zurückblicken

zu können.

Die Mitarbeiter des Klinikums St.

Georg wünschen Wera­Erika Martin

weiterhin beste Gesundheit und

Lebensfreude im Kreise ihrer Familie,

zu der unter anderem vier Enkelkinder,

fünf Urenkel und drei Ur­Urenkel

gehören. Eine besondere Freude,

die sie in diesem Jahr erwarten wird,

ist die Geburt ihres ersten Ur­Ur­Urenkels.

Solveig Albert,

Geschäftsbereich Patientenmanagement

und Marketing


Mit Sicherheit gut beraten

Alles elektrisch Betriebene kann altersschwach

werden und schlimme Schäden

wie Wohnungsbrände verursachen.

Häu� g dreht sich zudem der Stromzähler

schneller, weil bei Defekten an elektrischen

Geräten oft unbemerkt Strom

„ab� ießt“. Hilfe bringt ein E-Check

der Innungsfachbetriebe, sozusagen

der TÜV für alle Elektroanlagen und

-geräte. So werden gefährliche Mängel

an elektrischen Geräten erkannt. Der

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stippVisite

29


Aufgeschnappt

Lebensführung hinterlässt

Spuren im Gesicht

Scheidung, Gewichtsverlust oder die

Einnahme von Antidepressiva beschleunigen

die Alterung bei Menschen.

Das stellte eine Studie amerikanischer

Schönheitschirurgen bei

186 eineiigen Zwillingspaaren fest,

die aufgrund ihres Lebenswandels

unterschiedlich alt wirkten. Dazu bat

man eine Versuchsgruppe, auf Fotos

den Altersunterschied der Zwillinge

zu schätzen, die man zuvor per Fragebogen

nach ihren Lebensumständen

befragt hatte. „Die Gene steuern

zwar, wie man altert, doch die Le bensumstände

bestimmen die Geschwindigkeit“,

sagt Studienautor Ba haman

Guyuron vom University Hospitals

Case Medical Center in Cleveland.

30 StippVisite überregional

So spiegelt das Gesicht den Zustand

der Seele wider. Wer viele Sorgen hat,

schaut auch verkniffen. Die dauernde

Anspannung der Muskeln führt langfristig

zu bleibenden Falten, bei besorgter

wie auch bei fröhlicher Miene.

Wer häufig lacht, bekommt jedoch

auch Fältchen. Doch diese Runzeln,

wie etwa die Nasen-Lippen-Falten

oder die sogenannten Krähenfüße sehen

anders aus als die Sorgenfalten.

Im US-Experiment wurden die Geschiedenen

auf den Fotos um durchschnittlich

zwei Jahre älter als ihre

Geschwister geschätzt, wenn diese

verheiratet, alleinstehend oder sogar

verwitwet waren. Dass auch die

Straßenlärm erhöht

das Herzinfarkt­Risiko

Bewohner von Gebieten mit starker

Lärmbelastung durch Straßenverkehr

haben ein erhöhtes Risiko, einen

Herzinfarkt zu erleiden. Das hat das

schwedische Karolinska Institut bei

über 1.500 Herzinfarkt-Patienten aus

der Umgebung Stockholm entdeckt,

deren Wohnadresse man nach Lärmbelastung

bewertete. Eine Wohngegend

mit viel Verkehrslärm bringt

demnach ein um 40 Prozent höheres

Herzinfarkt-Risiko gegenüber einer

in ruhiger Lage. Veröffentlicht wurde

diese Studie in der Onlineausgabe der

Zeitschrift Epidemiology.

Zwei Drittel der untersuchten Herzinfarkt-Patienten

waren täglich mehr

als 55 Dezibel ausgesetzt. Die Forscher

konnten hohen Straßenlärm in

den Wohngebieten als Risikofaktor

für Herzinfarkt identifizieren, unabhängig

von anderen Faktoren wie die

Luftverschmutzung. Das wurde erst

sichtbar, nachdem man diejenigen

Untersuchten ausgegliedert hatte,

die an Hörschäden litten oder in besonderer

Weise anderen Lärmquellen

ausgesetzt waren.

Noch mehr Forschung sei nötig, um

den Zusammenhang eindeutig festzustellen,

gibt Studienleiter Göran

Peshagen zu bedenken. „Dennoch

zeigen auch andere Untersuchungen

den Einfluss des Lärms auf Herz und

Einnahme von Antidepressiva älter

erscheinen ließ, erklären die Studienautoren

durch die Entspannung

des Gesichts, die zu einer herabhängenden

Gesichtshaut führt. Das Gewicht

wirkte sich sehr unterschiedlich

auf die Alterseinschätzung aus.

Bei den Zwillingen unter 40 Jahren

wurden die schwereren Geschwister

als älter empfunden, bei den älteren

Versuchspaaren war es genau umgekehrt.

Denn wer stark abnimmt, verliert

auch im Gesicht an Fülle und erhält

somit eine hagere Erscheinung.

Quelle: Pressetext Deutschland

Gefäße, etwa auf den hohen Blutdruck.

Bei der Planung neuer Straßen

und Siedlungsgebiete sollte das berücksichtigt

werden.“

Lärm ist in zunehmendem Ausmaß

ein ernstes Umweltproblem. Laut der

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

sind bereits vier von zehn Europäern

jeden Tag einem Straßenlärm

von mehr als 55 Dezibel ausgesetzt.

Eine entsprechende EU-Richtlinie zur

Lärmbeschränkung in Wohnbereichen

gibt es bisher noch nicht.

Quelle: Pressetext Deutschland


Yes, we can ...

Noch nie habe ich einem Politiker

so sehr die Daumen

gedrückt wie Barack

Obama. Aber wer hat

das nicht? Sicherlich

ist auch noch jedem

die Amtseinführung

in Erinnerung. Was

mich am meisten

faszinierte, war der

Moment, als Barack

und Michelle aus der

gepanzerten Limousine

ausstiegen und inmitten

der Millionen

von Menschen locker die

Straße entlang gingen –

winkend, lächelnd.

Beide strahlten so viel Positives

aus, obwohl sie sicherlich auch Angst

begleitete. Denn wer weiß, wo der

nächste Heckenschütze sich versteckt

hat? Diese positive Ausstrahlung

sprang auf jeden direkt über. Hier

wurde in Nullkommanichts Pessimismus

zu Optimismus. „Yes, we can“ can

losgehen. Barack Obama überzeugte

durch Mut, Entschlossenheit und

Stärke. Und das Volk steht hinter ihm.

Inzwischen hat er gehandelt und damit

bereits einige seiner Versprechen

eingelöst. Als jugendlicher Charmeur

mit scharfem Verstand baut er in der

Welt Sympathie anstatt Antipathie

auf, reicht Gegnern der Bush-Ära die

Hände und ist letztlich auch zu Gesprächen

in der fanatischen Szene bereit.

Ich hoffe nur, dass aus der republikanischen

Ecke niemand mit dem

Terror gegen Obama beginnt. Denn so

manchem Politiker oder Wirtschaftsboss

wird diese Art nicht gefallen.

Jetzt bin ich ja so gespannt, ob diese

Unbeschwertheit trotz der bestehenden

Probleme auch auf Deutschland

überspringt. Ich glaube nicht. Denn

wenn ich die Dynamik und positive

Ausstrahlung unseres amerikanischen

Präsidenten mit unserem „Gruselkabinett“

vergleiche,

dann mache ich

mir meine Gedanken:

Man

achte nur darauf,

wie undynamisch

sich viele deutsche

Politiker bewegen,

wie unecht

oder überheblich

ihr Lächeln wirkt,

wie sie immer um

„den heißen Brei

herumreden“ und

welche Stimmung

sie letztlich verbrei-

Das letzte Wort hat Birgit Russell

... or not?

ten: „No, we can not – no money –

ausgenommen für solche, bei denen

wir im Vorstand sitzen, und

für nützliche Lobbyisten.“ So

nicht.

Aber ich glaube, das Volk

soll gar nicht motiviert werden.

Solange Unsicherheit

herrscht und pessimistische

Aussichten propagiert werden,

wird auch Angst verbreitet.

Die Menschen halten

aus Furcht vor der eigenen

Exis tenz den Mund. Bloß die

Masse nicht zu stark machen,

dann wird sie noch zu übermütig

und aufmüpfig. Selbst die meisten

deutschen Filmproduktionen verbreiten

Pessimismus. Ich brauche bloß

durch die Kanäle zu schalten, dann

weiß ich schon Bescheid: minutenlanges

Anstarren, Wut, Tränen, Verzweiflung,

Aggression, entsetzte Gesichter

vom Leben gezeichnet. Traurig,

traurig, traurig. Wer sich das anschaut,

kann keine positive Einstellung

haben.

Nein, das wird

nichts hier in

Deutschland, tragen

wir doch das

ganze Leid der

deutschen Zeitgeschichte

auf

unseren Schultern.

Und die

Politiker suggerieren

uns

täglich:

We can,

you not.

StippVisite überregional 31


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