Seguris und Bontima Informationsbroschüre - Syngenta

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Seguris und Bontima Informationsbroschüre - Syngenta

Isopyrazam -doppelte SicherheitDie besondere Struktur des Isopyrazam-Moleküls bewirkt eine starke Bindung an Blatt und Erreger, was doppelteSicherheit in der Bekämpfungsleistung gewährt (Duosafe Technologie).Erster Bindungseffekt – starke Bindungan die Wachsschicht der BlätterIsopyrazam wird intensiv in die Wachsschichtder Blätter eingelagert. Es wirktwie ein Schutzschild, der die Krankheitenlang anhaltend daran hindert, indie Pflanze einzudringen.Zweiter Bindungseffekt – starke Bindungan das Zielenzym im PathogenIsopyrazam bindet extrem stark an denWirkort der Erreger. Damit wird ein breitesSpektrum an Getreidekrankheiten aufhöchstem Niveau bekämpft.Die besondere Struktur des Isopyrazam-Moleküls bewirkt einestarke Bindung an Blatt und Erreger, was doppelte Sicherheitin der Bekämpfungsleistung gewährt (Duosafe Technologie).Erster Bindungseffekt – starke Bindung an die Wachsschichtder BlätterAuf dem Benzonorbornen Ring basieren die technologischenVorteile der Duosafe Technologie. Die lipophilen (fettliebenden)Eigenschaften des Rings führen zu einer starken Bindung andie Wachse der Blattoberfläche. Das hat zur Folge, dass derWirkstoff als schützende Barriere auf der Blattoberfläche verbleibtund lang anhaltend vor Krankheitserregern schützt. Diesestarke Bindung an die Blattoberfläche vermeidet eine Abwaschungdes Wirkstoffs (Regen) – ein besonders wichtigesMerkmal eines modernen Pflanzenschutzproduktes.Zweiter Bindungseffekt – starke Bindung an dasZielenzym im PathogenIsopyrazam weist eine sehr starke Bindung an das SDH-Enzymin den Mitochondrien des Pathogens auf. Die Hemmung derEnzymaktivität durch Isopyrazam ist im Vergleich zu denübrigen Pyrazol Carboxamiden um ein Vielfaches stärker.Durch die hohe Affinität zum Pathogen und die Bindung andas Blatt greift Isopyrazam schnell und hochwirksam an undsorgt somit für einen protektiven Schutz gegen die wichtigstenGetreidepathogene. Da der Wirkstoff auch in das Blattgewebeeindringt und dort durch laterale Diffusion und partiell in denXylem Leitbahnen verteilt wird, besitzt Isopyrazam zudemeine kurative Wirkung.5


WirkstoffaufnahmeIsopyrazam – lange Wirkung durch starke BindungDie hohe Bindungsaffinität von Isopyrazam wird anhandmehrwöchiger Gewächshausstudien deutlich (siehe Grafikunten). Die Ergebnisse zeigen zum einen, dass sich derhöchste Anteil von Isopyrazam an die Wachsschicht bindet.Die Bindungs intensität in der Wachsschicht und auf derBlatt oberfläche ist dabei so stark, dass selbst 28 Tage nachder Applikation nur ein leichter Abbau des Wirkstoffgehaltesfestzustellen ist. Die Ergebnisse liefern damit die Begründungfür die lange Dauerwirkung von Isopyrazam. Die Lokalisierungdes Wirkstoffs an Blattoberfläche und Wachsschicht, denBlattzonen, an denen Infektionen starten, begründet dieprotektive Stärke des Wirkstoffs und den Einsatz gegenfrühe Infektionsstadien. Die positiven Auswirkungen derBindungseigenschaften auf die Dauerwirkung konnten auchin Feldversuchen bestätigt werden.Im Gegensatz dazu wird ein Triazol wie z. B. Prothioconazolvorwiegend in das Pflanzengewebe verlagert. Der Abbau desWirkstoffs erfolgt auf der Blattoberfläche zügig und im Vergleichetwas langsamer im Pflanzengewebe. Da es sich in dieserBlattzone am längsten im Pflanzengewebe halten kann, wirktes besonders auf späte Infektionsstadien des Pilzes. Die Dauerwirkungwird durch den Abbau insgesamt verkürzt.Wirkstoffverbleib von Isopyrazam5μg Wirkstoff pro g frische Blattmasse4μg Wirkstoff pro g frische BlattmasseIsopyrazamProthioconazol4332211001 3 7 14 21 28 1 3 7 14 21 28Tage nach der AnwendungTage nach der Anwendungauf Blattoberfläche in Wachsschicht im Pflanzengewebe6


WirkstoffverteilungVerteilung von Isopyrazam auf und im GetreideblattIsopyrazam tritt aus demApplikationstropfen in dieWachsschicht des Blattesein und bildet dort einendauerhaften protektivenSchutz.Bewährte RegenfestigkeitDurch Diffusion langsameWirkstoffverteilung vonZelle zu Zelle im Blatt.Geringe Wirkstoffmengendringen ins Xylem ein undverteilen sich akropetal mitdem Transpirationsstromder Blätter.Zusammenfassung Wirkstoffaufnahme und Wirkstofftransport• Isopyrazam haftet hervorragend auf der Blattoberfläche und zeigt eine starke Affinität zuepikutikulären Wachsen• Isopyrazam kann in der Wachsschicht lateral diffundieren• Isopyrazam dringt in das Blattgewebe ein• Langsame Verlagerung im Blattgewebe und in den Xylem-Leitbahnen [hoher log-P ow(4,4), geringeWasserlöslichkeit (0,7 mg/l)]• Isopyrazam verbleibt dort, wo es benötigt wird – keine Anreicherung an den Blattspitzen und -rändern=> Optimale Eigenschaften für lang anhaltende Wirkung gegen die wichtigsten Getreidepathogene7


WirkungsresultateDie physikalisch-chemischen Eigenschaften von Isopyrazam sind ideal für eine lang anhaltende Wirkung gegen ein breitesSpektrum wichtiger Krankheitserreger. Die im Feld beobachtete zuverlässige Krankheitskontrolle und die Wirkungsdauergegen Getreidepathogene werden anhand des biokinetischen Verhaltens erklärt und wurden in Versuchen unter kontrolliertenBedingungen nachgewiesen.Wirkung in Weizen:Unbehandelt5 Wochen nach BehandlungIsopyrazam + EpoxiconazolDauerwirkung von Isopyrazam gegen Septoria tritici und Puccinia recondita.Wirkung in Gerste:Unbehandelt6 Wochen nach BehandlungIsopyrazam + CyprodinilDauerwirkung von Isopyrazam gegen Ramularia.8


Anti-Resistenz-ManagementDa Isopyrazam als SDHI eine andere Wirkungsweise imVergleich zu den meisten aktuellen Getreidefungiziden wieTriazole, Morpholine und Strobilurine besitzt, ist es nichtkreuzresistent mit diesen Fungizidgruppen. Veränderungender Sensitivität von Pathogenen gegenüber Triazolen oderResistenz gegenüber Strobilurinen haben keine Auswirkungauf die Leistung von Isopyrazam.Das Risiko von Resistenzbildungen gegenüber SDHI wird als„mittel bis hoch“ eingestuft. Beeinflusst wird es von Variablenwie der unterschiedlichen Biologie der Zielpathogene undvon landwirtschaftlichen Praktiken.Um die Leistungsfähigkeit dieses neuen Wirkstoffs auflange Sicht zu erhalten, gilt es den Wirkmechanismus aktivzu schützen. Das FRAC (Fungizid Resistance Action Committee)empfiehlt daher, ein konsequentes Anti-Resistenz-Managementbeim Einsatz von SDH Inhibitoren zu praktizieren. UmWirkstoffe effektiv vor Resistenz-Entwicklungen bei den zubekämpfenden Pathogenen zu schützen, sollten sie konsequentin Mischungen mit Wirkstoffen mit anderen Wirkmechanismenappliziert werden.FRAC-Empfehlungen zum SDHI-Resistenz-Management in Getreide• SDHI immer in Kombination mit Partnern anwenden (Fertigformulierung bzw. Tankmischung)• Maximal zwei Spritzungen mit SDHI-haltigen Fungiziden je Kultur• Anwendungen protektiv oder in frühen Phasen der Pathogenentwicklung durchführen.Nicht allein auf die kurative Aktivität der SDHI setzen(Nach www.frac.info; Mai 2010)9


Seguris ®Produktprofil SegurisWirkstoffe:Wirkstoffgruppen:Formulierung:Anwendung:Wirkungsspektrum:Wirkungsweise:Aufwandmenge:Anwendungszeitraum:Wartezeit:125 g/l Isopyrazam, 90 g/l EpoxiconazolPyrazolcarboxamide, TriazoleSuspensionskonzentrat (SC)Weizen, Gerste, Roggen, TriticaleWeizen: Echter Mehltau, S. tritici, S. nodorum, DTR, Braun-, Gelbrost, Schneeschimmel(Microdochium nivale)Gerste: Echter Mehltau, Rhynchosporium, Netzflecken, Ramularia, PLS-Flecken, ZwergrostRoggen: Rhynchosporium, Braunrost, Echter MehltauTriticale: Echter Mehltau, Septoria spp., Braunrostprotektiv und kurativ1,0 l/haWeizen, Roggen, Triticale: ab Befallsbeginn bis Stadium BBCH 69 (Ende der Blüte)Gerste: ab Befallsbeginn bis Stadium BBCH 59 (Ende des Ährenschiebens)Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt,die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einerWartezeit ist nicht erforderlich (F)Abstandsauflagen: 10/5/5/1Gebindegröße:1 l und 5 lZulassungsnummer: 3254WirkungsspektrumDas Wirkungsspektrum von Seguris erfasst die wichtigsten Pilzpathogene in Getreide(Weizen, Gerste, Roggen und Triticale).DTRHalmbruchNetzfleckenGelbrostRhynchosporiumBraunrostZwergrostSeptoria triticiMehltauPLS-FleckenRamularia11


Seguris ®Anwendungsempfehlung SegurisSeguris ®1 l/ha *30 31 32 37 39 49 51 59 61-69*0,75 l/ha in Trockengebieten und bei geringem InfektionsdruckVorteile von Seguris• Stark in Weizen und anderen Getreidearten• Neue Wirkung gegen alle wichtigen Getreidekrankheiten• Duosafe Technologie bietet lange Dauerwirkung für gesunde Bestände und hohe Erträge12


Bontima ® – speziell für Gerste entwickeltDas Fungizid Bontima ist spezifisch für die Krankheitsbekämpfungin der Kultur Gerste entwickelt worden. NebenIsopyrazam enthält Bontima den Wirkstoff Cyprodinil. Diebeiden Wirkstoffe in Bontima ergänzen sich in idealer Weisebezüglich ihrer Wirkungsweise. Dadurch ist Bontima protektivund kurativ wirksam. Isopyrazam wirkt schwerpunktmäßigauf die frühen Infektionsstadien von Getreidepathogenen,während Cyprodinil schwerpunktmäßig auf die späten Infektionsstadienwirkt.Sporen keimungBildungAppressorienSubstomat.VesikelbildungKeimschlauchwachstumHaustorienbildungMycel wachstumIsopyrazam - +++ +++ ++ ++ ++Cyprodinil - ++ ++ +++ +++ +++Bontima - +++ +++ +++ +++ +++Wirkungsstärken von Bontima zu unterschiedlichen Entwicklungsstadien des Pathogens (im Vergleich zu den Einzelwirkstoffen Isopyrazamund Cyprodinil)+++ sehr gute Wirkung, ++ gute Wirkung, + geringe Wirkung, - nicht ausreichende Wirkung13


Bontima ®Produktprofil BontimaWirkstoffe:Wirkstoffgruppe:Formulierung:Anwendung:Wirkungsspektrum:Wirkungsweise:Verteilung in der Pflanze:Aufwandmenge:Anwendungszeitraum:Wartezeit:62,5 g/l Isopyrazam, 187,5 g/l CyprodinilPyrazolcarboxamide, AnilinopyrimidineEC (Emulsionskonzentrat)GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)Ramularia-Blattflecken (Ramularia collo-cygni)Zwergrost (Puccinia hordei)Echter Mehltau (Erysiphe graminis)Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)protektiv und kurativtranslaminar2,0 l/haAbstandsauflagen: 15/5/5/1ab Befallsbeginn bis Stadium BBCH 59 (Ende des Ährenschiebens)Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt,die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einerWartezeit ist nicht erforderlich (F)Gebindegröße:5 lZulassungsnummer: 3147Wirkungsspektrum in GersteDas Wirkungsspektrum von Bontima umfasst die wichtigsten Pilzpathogene der Gerste. Bei Erregern wie Ramularia,Netzflecken sowie Zwergrost setzt es neue Wirkungsstandards.HalmbruchPLS-FleckenNetzfleckenRamulariaRhynchosporium14MehltauZwergrost


Bontima ®Anwendungsempfehlung BontimaBontima ®2,0 l/ha *30 31 32 37 39 49 51 59 61-69*1,5 l/ha in Trockengebieten und bei geringem InfektionsdruckVorteile von Bontima• Der Gerstenspezialist mit einzigartiger Wirkstoffkombination• Schützt gegen die wichtigsten Blattkrankheiten der Gerste• Duosafe Technologie bietet lange Dauerwirkung für gesunde Bestände und hohe Erträge15

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