Pflegeinfobrief_1-2012

pflegebegleiter.de

Pflegeinfobrief_1-2012

Häusliche Pflege muss verwaltet werdenHäusliche Pflege muss verwaltet werdenDie Pflege eines Angehörigen bringt immer auch einen riesigen formalen Organisationsaufwandmit sich: Anträge müssen gestellt, Fragebögen ausgefüllt, Rezepte und Medikamente beschafft,finanzielle Unterstützung gesichert und Nachweise aller Art geführt werden. Je weiter die Abhängigkeitdes Pflegebedürftigen fortschreitet, umso umfangreicher wird die Verwaltung. In vielenFällen mündet sie darin, dass der Pflegende nach und nach die komplette Lebensorganisationdes Pflegebedürftigen übernimmt.Ohne sie geht nichts – VollmachtenDie wichtigste Arbeitsgrundlage für alle verwaltungstechnischenAngelegenheiten sind Vollmachten. SilkeNiewohner von der Landesstelle Pflegende Angehörigein Münster empfiehlt allen Betroffenen, eine Vorsorgevollmachtzu erstellen. „Diese detaillierte Generalvollmachtermächtigt den Bevollmächtigten, in allen Lebensbereichenim Interesse des Pflegebedürftigen zuhandeln, zum Beispiel Anträge bei Kostenträgern zustellen, Gespräche mit Ärzten zu führen, Verträge mitDienstleistern zu schließen oder in Vermögens- oderImmobilienangelegenheiten tätig zu werden.“ DieFachfrau rät nachdrücklich, die Formulare der Justizministerienzu verwenden. „Damit ist man auf dersicheren Seite – sowohl was den Inhalt als auch wasFormulierungen angeht.“ Kontovollmachten müssenüblicher weise bei der Bank oder Sparkasse auf banküblichenFormularen geregelt werden.Diese Vollmachten werden im Idealfall frühzeitig,schon vor Beginn einer Pflegebedürftigkeit, geregelt.„Bei dementiellen Erkrankungen ist es wichtig, dassder Pflegebedürftige die Vollmachten zu einem Zeit-4