Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

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Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

Rote Liste der Heuschrecken der Schweiz BAFU / SZKF 2007 12

1 > Einleitung

Die vom Bundesamt für Umwelt publizierten oder anerkannten Roten Listen sind ein

wichtiges Hilfsmittel für die Politik des Arten- und Biotopschutzes. Sie sind ein wirksames

Instrument zur Bezeichnung von schutzwürdigen Biotopen (Art. 14 Abs. 3

der Natur- und Heimatschutzverordnung NHV, SR 451.1, vgl.

www.admin.ch/ch/d/sr/45.html) und ein unerlässliches Hilfsmittel für:

> die Definition von Strategien zur Erhaltung der Biodiversität des Landes (z. B.

«Landschaftskonzept Schweiz », BUWAL/BRP 1998, BUWAL et al. 2002, nationales

ökologisches Netzwerk, neue Agrarpolitik);

> die Wirkungskontrolle der vom Naturschutz ergriffenen Massnahmen;

> die Evaluation des Einflusses von raumplanerischen Massnahmen auf die Umwelt:

Siedlungspläne, Entwicklung von strassenbaulichen, landwirtschaftlichen oder touristischen

Infrastrukturen, Meliorationen;

> die Bezeichnung von prioritären Arten, für welche die Ausarbeitung von Aktionsplänen

nötig ist;

> die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Schutz von Tier- und Pflanzenarten;

> die Einschätzung des internationalen Gefährdungsstatus der Arten und für die

Definition von prioritären Erhaltungszielen bezogen auf den europäischen Kontinent.

Seit dem Erscheinen der ersten Roten Liste der Orthopteren der Schweiz (Nadig &

Thorens 1994) hat die Internationale Naturschutzorganisation IUCN neue Kriterien und

Kategorien für die Erstellung von internationalen und nationalen Roten Listen herausgegeben

(IUCN Species Survival commission 1994, IUCN 2001 und 2003, Gärdenfors

et al. 2001). Diese hat das BAFU übernommen, um die Aktualisierung der nationalen

Roten Listen zu optimieren und diese untereinander und mit ausländischen Roten

Listen vergleichbar zu machen.

Das Vorgehen und die Stichprobenanordnung für die neue Rote Liste wurden von

Y. Gonseth, A. Lehmann und C. Monnerat (SZKF) erarbeitet. Letzterer übernahm

zudem die Koordination der Feldarbeiten. Die statistischen Auswertungen wurden von

A. Lehmann durchgeführt. Die Auswertung der Resultate, die Zuteilung des definitiven

Gefährdungsstatus und die Redaktion des Berichtes erfolgten durch: P. Thorens und

T. Walter, auswärtige Experten sowie C. Monnerat und Y. Gonseth.

Das vorliegende Dokument beginnt mit Empfehlungen für die Erhaltung der Heuschrecken,

gefolgt von den eigentlichen Evaluationsergebnissen mit Details für die Arten

der Roten Liste. Im Anhang wird das Verfahren für die Zuteilung des Gefährdungsstatus

für die einzelnen Arten sowie die zugrunde liegenden taxonomischen Entscheide

beschrieben.

Die Liste aller Tierarten der Schweiz mit ihrem nationalen Status kann über Internet als

Text oder als Excel-Tabelle bezogen werden (www.umwelt-schweiz.ch).

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