Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

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Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

3 > Ergebnisse: Einstufung der Arten 31

3.7 Nicht gefährdet (LC)

Für die Arten dieser Kategorie wurde keine Gefährdung festgestellt. Es handelt sich

vor allem um:

> Arten des Waldes und waldähnlicher Standorte, darunter mehrere, die regelmässig in

Parks und Gärten vorkommen;

> Arten, die eine grosse Anpassungsfähigkeit sowohl ökologisch als auch bezüglich

der Höhenlage haben und die viele verschiedene, oft weit verbreitete Lebensräume

nutzen;

> Arten, welche sich in intensiv bewirtschafteten Lebensräumen halten können;

> Arten, welche über 1500 m ü. M. weit verbreitet sind;

> Arten, welche sich gemäss den in den letzten zehn Jahren gesammelten Informationen

in unserem Land tatsächlich ausbreiten, wie Phaneroptera nana, Oecanthus

pellucens oder auch Metrioptera fedtschenkoi minor.

3.8 Ungenügende Datengrundlage (DD)

Zwar ist Gryllotalpa gryllotalpa im Frühjahr leicht an ihrem Zirpen erkennbar, aber

weil sie nachtaktiv ist und verborgen lebt, konnte sie nicht mit der hier angewendeten,

standardisierten Stichprobenmethode eingestuft werden. Auch die zahlreichen Daten,

die nach einem Aufruf an die Mitarbeitenden des SZKF gesammelt werden konnten,

genügten nicht für die Einstufung. Es bleibt die Unsicherheit darüber, ob G. gryllotalpa

einerseits ziemlich verbreitete Habitate wie Feldränder (Böschungen, Wegränder) und

andererseits Lebensräume im Siedlungsraum wie Gärten und Obstgärten systematisch

besiedeln kann.

Mangels Vergleichsdaten wurde der kürzlich in der Schweiz entdeckten Art Leptophyes

albovittata (Baur et al. 2000) kein Rote-Liste-Status zugeordnet.

Paracinema tricolor wurde mehrfach aus der Region Genf gemeldet (Schoch 1886,

Fruhstorfer 1921), einige Exemplare befinden sich im Museum von Genf in der Sammlung

Maerky. Zwei von Fruhstorfer (1921) aus Versoix gemeldete Larven wurden nach

unserer Kenntnis in keiner Sammlung gefunden – sofern sie überhaupt gesammelt

wurden. Die wiederholten Probleme bezüglich der Herkunft der Individuen in der

Sammlung Maerky sowie die Tatsache, dass die vorliegenden Informationen nicht

genügen, um die Art als indigen für die Schweiz zu betrachten, bewogen uns, sie als

DD einzustufen. Die nächsten bekannten Standorte befinden sich in den Dombes (im

Departement Rhône, F).

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