Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

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Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: Heuschrecken

Rote Liste der Heuschrecken der Schweiz BAFU / SZKF 2007 46

Abb. 12 > Verteilung der prospektiven Quadrate

Lage der 980 im Rahmen der RL erhobenen Quadratkilometer, für die bis anhin keine

Heuschrecken-Beobachtungen vorlagen.

CSCF 2007

A2-2 Wahl der Gruppen der IUCN-Kriterien

Die IUCN schlägt für die Einstufung der Arten in die verschiedenen Gefährdungskategorien

fünf Kriteriengruppen (A – E; vgl. Kap. A3-3) vor. Drei dieser Kriteriengruppen

erfordern für jede Art in der untersuchten Region eine quantitative – beobachtete oder

voraussichtliche – Schätzung sowohl der Anzahl fortpflanzungsfähiger Individuen (C,

D) als auch deren Abnahme (A). Die vierte Gruppe (E) erfordert Prognosemodelle über

die Bestandesentwicklung, die sehr grosse Kenntnisse voraussetzen (z. B. Sterblichkeitsrate,

Ein- und Auswanderungsrate).

Diese vier Kriteriengruppen können aus offensichtlichen, praktischen Gründen – wie

begrenzte personelle und finanzielle Mittel, methodische und logistische Grenzen – für

die Wirbellosen nur ausnahmsweise angewendet werden, allenfalls für sehr seltene

Arten mit gut erfassten und isolierten Beständen. Im hier angewendeten Verfahren

wurden diese Kriteriengruppen mehrheitlich weggelassen zugunsten der Analyse

betreffend die Entwicklung der geografischen Verbreitung (B) und im Speziellen der

Besiedlungsareale (Kriterien B2 a – c) der Arten. Die Benutzung dieser Kriteriengruppe

ist direkter, weshalb sie der Schätzung der Abnahme der Populationsgrösse anhand der

Verkleinerung des Verbreitungsgebietes oder des Besiedlungsareals vorzuziehen ist

(z. B. Kriterien A1c oder A2c).

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