2011 - Springer GuP

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2011 - Springer GuP

Fortbildungsdschungel

Als PTA wissen Sie, dass regelmäßige Fortbildung von höchster Wichtigkeit für eine verantwortungsvolle

Beratung und erfolgreiche Berufsausübung ist. Die Fortbildungsmöglichkeiten

sind zahlreich, wirken manchmal fast schon unendlich. Schnell erliegt man der Versuchung,

an möglichst vielen teilzunehmen. Aber ist mehr auch immer besser? Schließlich sind die

persönlichen Ressourcen begrenzt, und die Teilnahme ist nur erfolgreich, wenn die qualitativ

hochwertigen Fortbildungen gezielt herausgepickt werden. Sich durch den Dschungel an Fortund

Weiterbildungsangeboten hindurchzuarbeiten, stellt PTA vor eine große Herausforderung.

Nehmen Sie sich also immer ein wenig Zeit, um die Angebote vorab genau anzuschauen. Nur

so können Sie sich effizient fortbilden.

Angelika Gregor

Vorstandsmitglied BVpta e. V.

A K T U E L L R E C H T | K A L E I D O S K O P B I L D U N G S G E S E L L S C H A F T F O R T B I L D U N G S P L A N E R

76 78 80 82

BVpta bei der BApÖD-Tagung

der unterrichtenden Apotheker //

Treffen der Pharmazieökonomen

// Regiogruppe Daun

Fristlose Kündigung // Im

Dickicht des Fortbildungsdschungels

– Angelika Gregor

zum Fortbildungsangebot

Informationen zur Bildungsprämie

sowie zu den Fortbildungen

zu den Themen Rezepturherstellung

und Allergien

Alle Fortbildungen der kommenden

Monate Juni bis

August 2011 in der praktischen

Übersicht.

> DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 < 75


Zukunftssicherung durch

Ausbildungsnovellierung

Am 8. und 9. April fand die Jahrestagung

2011 der unterrichtenden ApothekerInnen,

einer Sektion innerhalb des

Bundesverbandes der Apotheker im öffentlichen

Dienst (BApÖD), in Dresden

statt. Das Thema der diesjährigen Tagung

lautete „Quo vadis Apotheke: Die

PTA-Ausbildung der Zukunft – für die

Zukunft“. Da der BVpta bereits seit

mehreren Jahren gemeinsam mit der

Apothekengewerkschaft ADEXA Vorschläge

für die Umgestaltung der PTA-

Ausbildungsinhalte erarbeitet, nahmen

auch Sabine Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende

des BVpta, und Antje Prenzel,

Leiterin des BVpta-Arbeitskreises Krankenhaus-PTA,

an dieser Tagung teil.

Seit langem fordert der BVpta eine Verlängerung

der Ausbildungszeit der PTA

auf drei Jahre – nicht nur, um eine angemessene

Relation beispielsweise gegenüber

der PKA-Ausbildung herzustellen,

sondern auch, um europäischen

Vorgaben zur länderübergreifenden

Anerkennung von Berufsabschlüssen zu

entsprechen. Bei der Tagung zeigte

sich, dass es durchaus mehrere Vertreter

von PTA-Schulen gibt, die die Notwendigkeit

einer Ausbildungserweiterung

erkennen und deswegen ebenfalls be-

A K T U E L L

B V P TA B E I D E R JA H R E S TAG U N G D E R U N T E R R I C H T E N D E N A P OT H E K E R D E S B A P Ö D

© iStockphoto.com/inkastudio

strebt sind, hierdurch das Berufsbild

PTA zu stärken und somit die Zukunftsfähigkeit

des Berufes zu sichern. Allerdings

wird eine solche Verlängerung

von einigen ausbildenden Apothekern

offenbar bislang leider noch immer

nicht in Betracht gezogen. In den Diskussionen

wurde deutlich, wie konträr

die Ansichten der anwesenden Apotheker

zum Teil sind, und wie praxisfern

manche Beurteilung der Tätigkeiten

der PTA im Berufsalltag bei einigen unterrichtenden

Apothekern ausfällt.

Ebenso wie der BVpta treten auch die

unterrichtenden Apotheker des BApÖD

dafür ein, dass die PTA als wichtige Unterstützung

der pharmazeutischen Tätigkeiten

in den Apotheken eine bestmögliche

und hochqualifizierte Ausbildung

erhalten. Nur so können sie in

ihrer späteren Berufsausübung eigenverantwortlich

arbeiten und somit die

ständig wachsenden Anforderungen an

die tagtägliche Apothekenarbeit gemeinsam

mit den Apothekern erfolgreich

meistern. Aus diesem Grund

machte der BVpta bei der Tagung auch

mehrfach deutlich, dass die PTA schon

heute eine wichtige Stütze in allen Apo-

76 > DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 <

© iStockphoto.com/Thomas_EyeDesign

theken darstellen und dass Berufsausbildung

und Weiterbildung der PTA eine

Grundvoraussetzung sind, damit auch

künftig engagierte und motivierte PTA

die ständig wachsenden Anforderungen

an Beratung, Herstellung, Dokumentation

und Qualitätsmanagement in den

Apotheken erfüllen können.

Der BVpta sieht sich in der Forderung

einer optimalen Qualifikation durch die

Berufsausbildung sowie spätere Weiterbildungen

auch völlig im Einklang mit

der EU, die im Rahmen ihrer Initiative

„Europäischer Qualifikationsrahmen

für lebenslanges Lernen“ genau diese

Vorgabe verfolgt. So sieht der BVpta in

einer zentralisierten und damit einheitlichen

Prüfung für alle PTA in Deutschland

einen weiteren wichtigen Schritt

hin zum von der EU angestrebten Gesamtziel.

Dem steht leider entgegen,

dass die Regelung der PTA-Ausbildung

in Deutschland derzeit den einzelnen

Bundesländern und somit den jeweils

zuständigen Landesministerien obliegt.

Auch in dieser Richtung sind noch viele

grundsätzliche Entscheidungen der

Bundespolitik notwendig, um die PTA-

Ausbildung zum Wohle aller Absol-

© iStockphoto.com/Franck-Boston


venten europatauglich und somit zukunftsfähig

gestalten zu können.

Der BVpta wird auch weiterhin die Entwicklung

der Novellierung der PTA-

G E S C H Ä F T S F Ü H R U N G B U N D E S V O R S I T Z E N D E

M I T G L I E D E R B E T R E U U N G

Bettina Schwarz

Bundesverband PTA e. V.

Bismarckstraße 128

66121 Saarbrücken

Tel. 0681 / 9 60 23-12

Fax 0681 / 9 60 23-11

bettina.schwarz@bvpta.de

Ausbildung aktiv und im Sinne der PTA

begleiten – denn wer weiß besser Bescheid

über Notwendigkeiten von Ausbildungsinhalten

einer PTA-Berufsausbildung

als diejenigen PTA, die täglich

Sabine Pfeiffer

Kapelakker 34

5763 Ag Milheeze

Niederlande

Tel. 0177 / 507 22 81

sabine.pfeiffer@bvpta.de

A K T U E L L

die unterschiedlichsten Anforderungen

in den verschiedenen Arbeitsbereichen

erfolgreich erfüllen müssen?

Sabine Pfeiffer und Antje Prenzel

Drittes Treffen der Pharmazieökonomen

Die PharmazieökonomInnen (PHÖK)

aus den vier Studienjahrgängen, die bisher

stattgefunden haben, haben sich am

19. und 20. März 2011 in Schmalkalden

zum dritten Mal zu einem gemeinsamen

Workshop und Erfahrungsaustausch

getroffen. Die Alumni-Treffen stellen

nicht nur eine Möglichkeit zu fortwährender

Weiterbildung dar, sondern helfen

auch, über das Studium hinaus den

Kontakt zu Kommilitonen zu halten.

Die diesjährigen Pharmazieökonomentage

standen unter dem Motto „Angewandte

Kommunikation und Umgang

mit Konflikten“. Referentin war die

Neue Regionalgruppe in Daun

Seit September 2010 besteht die Regionalgruppe

in Daun in der Eifel. Die

Gruppe wird von Brigitte Brill geleitet,

die Fortbildungsabende organisiert, an

denen regelmäßig pharmazeutisches

Personal aus dem gesamten Umland bis

nach Trier und Koblenz teilnimmt. Die

jüngste Fortbildung im März 2011 mit

dem Thema „Rezeptur – ein ganzheit-

Apothekerin und Trainerin Silke Brück,

die den PHÖK in einer interessanten

Gruppenarbeit beigebracht hat, die

Kunden mit ihren tatsächlichen Anliegen

ganz bewusst durch entsprechende

Fragetechniken und durch Beobachten

ihres Verhaltens wahrzunehmen. Sie

erläuterte die Transaktionsanalyse, ein

ausgesprochen hilfreiches Modell zum

Beobachten, Beschreiben und Verstehen

von Persönlichkeiten. Am zweiten Tag

des Treffens haben die Teilnehmer den

Umgang mit Lob, Anerkennung und

Kritik gelernt, und sie haben erfahren,

welche Chancen und Risiken Feedback-

und Kritik-Gespräche bieten. Alle 16

licher Prozess“ war mit so großem Interesse

angenommen worden, dass vielen

Kollegen aufgrund der begrenzten

Teilnehmerzahl Absagen erteilt werden

musste. Den anwesenden PTA wurde

vermittelt, wie die Rezepturherstellung

korrekt geplant, geprüft und dokumentiert

wird. Anschließend konnte das

Wissen an modernen Rezeptur-Misch-

anwesenden PHÖK konnten somit ein

sehr lehrreiches Wochenende erleben,

bei dem auch das gemeinsame Gespräch

und der Spaß nicht zu kurz kamen.

Alle PTA, die sich für das Weiterbildungsstudium

zum/zur „Pharmazieökonom/in

(FH)“ interessieren und sich als

Nachwuchskräfte zur Unterstützung

des Pharmamanagements, insbesondere

des Managements von Apotheken,

ausbilden lassen möchten, finden viele

Informationen zu den Studieninhalten,

zu den Zulassungsvoraussetzungen und

allem Weiteren auf unserem Internetportal

in der Rubrik „Berufsbild“.

Birgit Klöber

Bundesverband PTA e. V.

Bismarckstraße 128

66121 Saarbrücken

Tel. 0681 / 9 60 23-0

Fax 0681 / 9 60 23-11

birgit.kloeber@bvpta.de

systemen praktisch angewandt werden.

Die nächsten Fortbildungsabende der

Regionalgruppe Daun finden im April

und Juni statt, für die wieder sehr interessante

Themen für den Apothekenalltag

geplant sind. Informationen hierzu

und weitere Termine dieser Gruppe

können auf unserem Internetportal abgerufen

werden.

> DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 < 77


R E C H T

Fristlose Kündigung –

Kündigungsfristen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen

geben beiden Vertragsparteien

Sicherheit. Der Arbeitgeber

kann verlässlich planen, da nicht

vom einen auf den anderen Tag ein

Mitarbeiter fehlt, und der Arbeitneh-

mer kann sich sicher sein, dass er zumindest

für die kommenden Wochen oder

Monate ein Einkommen haben wird.

Trotzdem gibt es auch die Möglichkeit

der fristlosen Kündigung. Wir erklären,

für wen unter welchen Voraussetzungen

7 Fragen /// 7 Antworten

Was versteht man unter einer fristlosen

Kündigung?

Eine fristlose Kündigung ist die häufigste

Form der außerordentlichen Kündigung

und erfolgt ohne Einhaltung der

für eine ordentliche Kündigung vorgeschriebenen

Frist. Sie ist nur möglich,

wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der

die Fortführung des Arbeitsverhältnisses

bis zum Ende der Kündigungsfrist

unzumutbar macht.

Wer kann eine fristlose Kündigung

aussprechen?

Eine fristlose Kündigung kann sowohl

der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer

aussprechen.

Welche Gründe können eine außerordentliche

Kündigung rechtfertigen?

Entscheidend ist immer der Einzelfall,

aber typische Gründe, die im Allgemeinen

eine außerordentliche Kündigung

durch den Arbeitgeber rechtfertigen,

sind beispielsweise Diebstahl, schwere

Beleidigungen oder Tätlichkeiten,

grundlose und beharrliche Arbeitsverweigerung

oder eigenmächtiger Urlaubsantritt.

Bei einer fristlosen Kündigung

durch den Arbeitnehmer werden zum

Beispiel wiederholt unpünktliche Zahlung

des Gehalts trotz Zahlungsaufforderung,

Beleidigungen, Tätlichkeiten,

grobe Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen

oder sexuelle Belästigung

als ausreichende Gründe angesehen.

Welche weiteren Voraussetzungen

müssen für eine wirksame außerordentliche

Kündigung aus verhaltensbedingten

Gründen vorliegen?

Einer verhaltensbedingten Kündigung

muss grundsätzlich eine Abmahnung

wegen eines vergleichbaren Pflichtverstoßes

vorangegangen sein. Eine

Ausnahme bilden besonders schwerwiegende

Vergehen wie Diebstahl,

Unterschlagung, Tätlichkeiten, Beleidigungen

oder Betrug. Der Pflichtverstoß

des Arbeitnehmers muss vorsätzlich

oder zumindest fahrlässig erfolgt sein,

und es darf keine Gründe geben, die ihn

rechtfertigen. Außerdem muss die Kündigung

verhältnismäßig sein: Ein milderes

Mittel, wie beispielsweise eine ordentliche

Kündigung, eine Abmahnung

oder eine Versetzung, darf nicht in Frage

kommen. Deshalb muss eine fristlose

Kündigung spätestens nach zwei Wo-

78 > DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 <

wann und wie ist sie möglich?

© shoot4u - Fotolia.com

eine solche Kündigung möglich ist,

welche Besonderheiten beachtet werden

müssen und welche weiteren Folgen

eine fristlose Kündigung möglicherweise

haben kann.

Bettina Schwarz

chen ausgesprochen werden, nachdem

der Kündigende von dem Pflichtverstoß

erfahren hat. Darüber hinaus muss auch

eine Interessenabwägung beider Parteien

vorgenommen werden – oftmals eine

schwierige Frage, die häufig vor dem

Arbeitsgericht geklärt werden muss.

Ist eine fristlose Kündigung mündlich

möglich?

Nein, eine fristlose Kündigung – und

auch eine ordentliche und damit fristgerechte

Kündigung – muss immer

schriftlich (nicht per E-Mail) erfolgen.

Muss der Kündigungsgrund in der

fristlosen Kündigung vermerkt sein?

Das Kündigungsschreiben selbst muss

keine Angabe zum Grund haben. Allerdings

muss der Kündigende auf Verlangen

den Kündigungsgrund unverzüglich

schriftlich mitteilen.

Ist eine außerordentliche Kündigung

mit einer Sperrzeit bei der Agentur

für Arbeit verbunden?

Zumeist geht das Arbeitsamt bei einer

außerordentlichen Kündigung durch den

Arbeitgeber davon aus, dass die Arbeitslosigkeit

durch vorsätzliches oder fahrlässiges

Handeln herbeigeführt wurde.

Deshalb wird in der Regel – wie im Falle

einer ordentlichen Kündigung durch

den Arbeitnehmer selbst – eine Sperrzeit

von zwölf Wochen verhängt, in der kein

Arbeitslosengeld gezahlt wird.


Im Dickicht des Fortbildungsdschungels

VO R S TA N D S M I TG L I E D A N G E L I K A G R E G O R Z U M F O R T B I L D U N G S A N G E B OT

In der Apotheke, in der ich als PTA arbeite,

gibt es für jede Mitarbeiterin und

jeden Mitarbeiter einen „Kommunikator“.

Das ist ein Schubladenfach, in das

alle Neuigkeiten und Änderungen hinein

gelegt werden, die für uns wichtig sind,

auch die Fort- und Weiterbildungen.

Wen wundert es, dass dieses Fach regelmäßig

überläuft, denn die Unmengen an

Blättern mit den Vorankündigungen der

Fortbildungen sprengen jeden Rahmen.

Und dabei sind es nur die losen Blätter.

Fortbildungshefte, -büchlein, -kladden

und -manuskripte werden noch

extra ausgelegt. Wenn ich zum

PC greife, um irgendeine Info

pharmazeutischer Art nachzuschauen,

springt mir sofort eine

Online-Fortbildung entgegen.

Schnell durchgelesen, ausgefüllt

und zack, schon wieder ein

Punkt, Zertifikat gleich ausgedruckt.

Punktesammeln ist die

Devise, und Fortbildung kann

ja nie schaden.

Kann sie auch nicht, aber blickt da eigentlich

noch jemand durch? Es gibt ja

überhaupt keine Firma, keine Institution,

keine Gruppe, keine Homepage,

keine Zeitschrift, die nicht mindestens

eine Fortbildung für die Mitarbeiter in

Apotheken anbietet. Dazu gesellen sich

Inhouse-, Team- und Berufsgruppenschulungen.

Phantasie und blumigen

Namen sind keine Grenzen gesetzt. Wir

(fort)bilden uns noch zu Tode.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erklären,

dass ich keine Gegnerin von guten

Fortbildungen bin. Das Gegenteil

ist der Fall. Einen nicht unerheblichen

Teil meiner Freizeit verbringe ich damit,

mich fortzubilden. Das macht mir großen

Spaß, und dafür bin ich gerne bereit,

auch mal einen längeren Anfahrtsweg

© iStockphoto.com/colombolele

K A L E I D O S K O P

zurückzulegen. Der Austausch mit KollegInnen,

die ich treffe, ist wichtig und

zeigt mir die Arbeitsverhältnisse in anderen

Apotheken oder Arbeitsbereichen.

Das Gelernte in meinem Apothekenalltag

umzusetzen, ist selbstverständlicher

Teil meines PTA-Berufs.

Es ist eine Herausforderung und bedarf

einiger Erfahrung, sich durch das

Angebot der Fortbildungen durchzuarbeiten.

Wie trennt man die Spreu vom

Weizen? Wie erkennt man seriöse Ver-

Frühlingsluft

Jetzt mitmachen

und tolle Preise

gewinnen.

anstaltungen, bei denen man sich nach

einem langen Arbeitstag nicht zurück

auf das heimische Sofa wünscht, nachdem

man erkannt hat, dass der Referent

eine Null ist und die lange Anfahrt vergebens

war? Denn das erlebt man immer

wieder: schlechte Veranstaltung,

langweiliger Vortrag und die Referentin

oder der Referent weniger als mittelmäßig.

Diese Flops kommen leider häufig

vor. Darf denn jeder, der reden kann,

auch Referent sein und jeder, der meint,

etwas fortbildungsmäßig verbreiten zu

müssen, das auch tun?

Ja, er darf. Aber man muss und braucht

nicht alles anzunehmen. Hier ist der

kritische Blick auf die Dinge gefragt.

Wir müssen lernen, gute von schlechten

Veranstaltungen und Manuskripten

zu unterscheiden. Neuaufgelegtes

ist nicht immer auch neu, und eine

peppige Performance kaschiert nicht

immer einen schlechten Inhalt. Leider

gibt es kein Geheimrezept für die eindeutige

Identifikation qualitativ hochwertiger

Fortbildungen. Man muss sie

vorab aufmerksam begutachten und eigene

Wege finden, die entscheidenden

Indizien zu erkennen. So entwickelt man

mit der Zeit ein zuverlässiges Gespür,

das einem die richtige Einschätzung

der unterschiedlichsten Fortbildungen

ermöglicht.

Der BVpta hat sich über dieses

Problem Gedanken gemacht

und deshalb vor zwei Jahren einen

Fortbildungsbeirat gegründet.

Dieser hat sich der Prüfung

von Fortbildungsmaßnahmen

nach fest definierten Qualitätskriterien

angenommen. Fortbildungen,

die als gut befunden

werden, werden dann mit einem

Gütesiegel versehen, das – in Ergänzung

der eigenen Erfahrung jedes

einzelnen – als unterstützender Wegweiser

durch den Fortbildungsdschungel

dient.

„Lebenslanges Lernen“ ist unabdingbar

und das Gebot der Zukunft. Es gibt wenige

Berufsgruppen, die das so gründlich

umsetzen wie die PTA. Heerscharen

wissbegieriger Frauen und Männer

in unserem Beruf sind bereit, dafür

einen Großteil ihrer oft knapp bemessenen

freien Zeit zu opfern. Es gibt gute,

ja hervorragende Fortbildungen. Qualität

und Klasse haben sich noch immer

durchgesetzt. Aber manchmal muss man

tatsächlich suchen, um die Highlights zu

finden. Da helfen kritisches Hinschauen

und Selektieren. Es lohnt sich!

Angelika Gregor

> DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 < 79


TAG E SSEMINARE

Rezepturherstellung

Die kundenindividuelle Herstellung von

Salben, Kapseln oder Lösungen ist ein

einzigartiges „Aushängeschild“ der Apotheke

und muss gepflegt werden. Schließlich

hängen hiervon nicht nur die Zufriedenheit

und Bindung der Kunden an die

Apotheke ab, sondern insbesondere auch

die Gesundheit. Höchste Sorgfalt und

Gewissenhaftigkeit sowie umfassende

Detailkenntnis sind unerlässlich bei der

Rezepturherstellung. Zur Erweiterung

und Auffrischung der Kenntnisse rund

um die Rezepturherstellung bietet der

BVpta in diesem Jahr gleich zwei Tagesseminare:

„Qualitätssicherung der Herstellung

von Rezepturen“ und „Rezeptursubstanzen

– Grundlagen – Beispiele“.

Infoplus

Claudia Peuke, die Referentin

der oben beschriebenen

Seminare,

ist PTA und Apothekerin.

Nach ihrem Studium

war sie in verschiedenen

öffentlichen

Apotheken angestellt. Darüber hinaus un-

L E R N CO M PAC T I U M

Während sich das erste Seminar mit dem

korrekten Ablauf aller Einzelschritte der

Rezepturherstellung von der Planung

bis hin zur Abgabe beschäftigt, nimmt

das zweite Seminar die am häufigsten

verwendeten Rezeptursubstanzen und

-grundlagen unter die Lupe. Die beiden

Seminare ergänzen sich somit in idealer

Weise und finden deshalb an zwei Tagen

hintereinander am selben Veranstaltungsort

statt. Da die Seminare jedoch

nicht direkt aufeinander aufbauen, kann

je nach persönlichem Interesse auch nur

eines der beiden besucht werden.

Das Seminar „Rezepturherstellung“

findet am 01.07.2011 in Lübeck statt;

Allergien erfolgreich behandeln

Der Großteil der Pollenallergiker kann

jetzt im Juni aufatmen: Für dieses Jahr

haben viele der Geplagten – wenn auch

längst nicht alle – das Schlimmste überstanden.

Aber alle anderen, die beispielsweise

auf Tiere, Hausstaubmilben oder

Schimmelpilze allergisch sind, haben unter

Umständen das ganze Jahr mit den

verschiedensten Allergiesymptomen zu

kämpfen. Deshalb ist es wichtig, den Apothekenkunden

jederzeit eine kompetente

Beratung zu Allergien und Therapieoptionen

bieten zu können.

B I L D U N G S G E S E L L S C H A F T

terrichtete sie viele Jahre an PTA-Schulen

in Niedersachsen und ist dort auch weiterhin

als externe Fachprüferin im Einsatz. Außerdem

ist sie als Dozentin und als Prüferin

der Apothekerausbildung tätig. Neben

der Durchführung von Seminaren mit den

Schwerpunktthemen Rezeptur, Kommunikation

und Prävention für den BVpta und

für andere Organisationen gibt Claudia

Jetzt letzte Bestellmöglichkeit

Wer sein Beratungswissen auffrischen

möchte, hat jetzt noch für wenige Wochen

die Möglichkeit hierzu: Unser

LernCompactium „Allergien erfolgreich

behandeln“ kann nur noch wenige Wochen

bestellt werden. Denn lediglich bis

zum 14.07.2011 kann die Prüfung zu unserer

kompakten Fernschulung absolviert

werden. Alle Interessierten möchten wir

daher bitten, sich baldmöglichst anzumelden,

um sich die Lerninhalte rechtzeitig

bis zum Einsendeschluss anzueignen.

80 > DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 <

Peuke ihr Wissen auch in schriftlicher Form

weiter: Sie ist Autorin des Buches „Prävention

– Beratungskonzepte für Apotheken“

sowie Mitautorin des Buches „Rezeptur für

die Kitteltasche“. Den Kontakt zur Beratungspraxis

hält sie durch regelmäßige Vertretungen

in öffentlichen Apotheken und hat

somit auch als Referentin die Anwendbarkeit

der vermittelten Kenntnisse stets im Blick.

Infoplus

© iStockphoto.com/dmbaker

das Seminar „Rezeptursubstanzen“ am

02.07.2011. Detailinformationen befinden

sich auf unserem Internetportal.

Die Fernschulung klärt einleitend über Ursachen,

Symptome und Auslöser allergischer

Reaktionen auf. Die verschiedenen Diagnosemöglichkeiten

werden vorgestellt. Im zweiten

Lernmodul werden wichtige Tipps zur

Allergenkarenz und ein Überblick zu modernen

Therapieansätzen gegeben. Ergänzend

werden im dritten Teil wichtige Aspekte

einer korrekten Beratung und Empfehlung

in der Apotheke erläutert.


F O R T B I L D U N G S W I SSEN

Im Herbst vergangenen Jahres, knapp

zwei Jahre nach ihrer Einführung, wurde

die 50 000. Bildungsprämie ausgegeben.

Ein guter Start also für diese Fördermaßnahme,

mit der die Bundesregierung die

berufliche Fort- und Weiterbildung unterstützt.

Aber noch immer nehmen viele

das Angebot nicht in Anspruch: Während

in Berlin, Nordrhein-Westfalen und

Sachsen die Nachfrage nach dem Prämiengutschein

bislang am größten ist,

lassen sich insbesondere in den übrigen

Bundesländern viele Fortbildungswillige

bares Geld durch die Lappen gehen: Bis

zu 500 Euro pro Jahr kann ein Prämiengutschein

im Rahmen der Bildungsprämie

wert sein.

Der Prämiengutschein

Einen Prämiengutschein können alle Erwerbstätigen

erhalten, deren zu versteuerndes

Jahreseinkommen 25 600 Euro

für allein Veranlagte bzw. 51 200 Euro

für gemeinsam Veranlagte nicht übersteigt.

Im Rahmen eines Beratungsgesprächs,

das unbedingt vor der Anmeldung

zu einem Kurs stattfinden muss,

Christine Otto

BVpta Bildungsgesellschaft

Bismarckstraße 128

66121 Saarbrücken

Tel. 0681 / 9 60 23-23

Fax 0681 / 9 60 23-22

christine.otto@bvpta.de

B I L D U N G S G E S E L L S C H A F T

Die Bildungsprämie

Infoplus

Der Prämiengutschein kann für alle Tages-,

Halbtages- und Intensivseminare der

BVpta Bildungsgesellschaft eingesetzt werden.

Der BVpta als möglicher Anbieter muss

auf dem Gutschein eingetragen sein – das

gewünschte Seminar muss somit im Beratungsgespräch

angesprochen werden. Neben

F O R T B I L D U N G E N

werden die individuellen Voraussetzungen

geprüft und mögliche Fort- oder

Weiterbildungsmaßnahmen besprochen.

Mit dem dann ausgegebenen Prämiengutschein

werden 50 Prozent der Weiterbildungskosten,

maximal jedoch 500

Euro einmal im Jahr vom Bundesministerium

übernommen.

Was viele nicht wissen: Neben allen regulär

Erwerbstätigen, also sowohl Angestellte

in Voll- oder Teilzeit als auch

Selbstständige, sind auch Berufsrückkeh-

den weiteren Informationen auf unserem

Internetportal stehen wir Ihnen bei Fragen

zur Abwicklung gerne zur Verfügung.

Oder Sie informieren sich über die kostenfreie

Info-Nummer 0800 / 26 23 000 direkt

beim Bundesministerium für Bildung und

Forschung. Viel Wissenswertes und ein Verzeichnis

der Beratungsstellen sind auch auf

M I TG L I EDERBETREU U N G / FORTBILDUNG

© Iosif Szasz-Fabian - Fotolia.com

Silke Sponheimer

BVpta Bildungsgesellschaft

Bismarckstraße 128

66121 Saarbrücken

Tel. 0681 / 9 60 23-24

Fax 0681 / 9 60 23-11

silke.sponheimer@bvpta.de

rer oder Mütter und Väter in Elternzeit

anspruchsberechtigt – also genau diejenigen,

für die eine Weiterbildung für

einen schnellen und reibungslosen Wiedereinstieg

ins Berufsleben von besonderer

Wichtigkeit sein kann. Außerdem

kann der Bildungsgutschein auch von

Personen beantragt werden, die eine ausländische

Staatsangehörigkeit haben, sofern

sie eine gültige Aufenthaltserlaubnis

für Deutschland haben.

Das Weiterbildungssparen

Die Bildungsprämie bietet auch noch

ein weiteres Instrument, das so genannte

Weiterbildungssparen. Wer Arbeitnehmersparzulage

bekommt (vermögenswirksame

Leistungen), kann für die Finanzierung

einer Weiterbildung Geld aus

dem angesparten Guthaben entnehmen

– auch wenn die Sperrfrist noch nicht

abgelaufen ist. Die beiden Maßnahmen

können kombiniert werden. Es ist somit

möglich, den Prämiengutschein auf die

Kursgebühren anrechnen zu lassen und

die verbliebenen Kosten über das Weiterbildungssparen

zu finanzieren.

den speziellen Internetseiten des Ministeriums

zu finden:

www.bildungspraemie.info

In Weiterbildung muss nicht nur

Geld, sondern auch Zeit investiert

werden. Deshalb gibt es den Bildungsurlaub.

Informationen hierzu finden

Sie in der diesjährigen April-Ausgabe

von DAS PTA MAGAZIN auf

Seite 94. (Foto: Mikhail Mishchenko - Fotolia.com)

> DAS PTA MAGAZIN -- 0 6 / 2 0 1 1 -- Heft 06 < 81


J U N I

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30 DO

Die Behandlung von Schmerz in der

Selbstmedikation in München

Im Dialog mit dem Kunden in Daun/Eifel

Antlitzanalyse nach Ferronato – Teil 1

in Karlsruhe

Komplementäre Onkologie in Regensburg

Naturheilkundliche Behandlung von

Venenerkrankungen (auch am Beispiel des

Ulcus cruris) in Aue

Die Behandlung von Schmerz in der

Selbstmedikation in Aichach

Die PTA als Führungskraft in Nürnberg

Antibiotika im Krankenhaus in Potsdam

Säure-Basen-Haushalt in Osnabrück

Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen

wirksam behandeln in Münster

Die PTA als Unternehmerin in Köln

Gut beraten bei Verdauungsbeschwerden

in Kassel

Diabetes Teil 2 – Diebetes mellitus bei

Erwachsenen, Schwerpunkt Senioren

in Mönchengladbach

Die Behandlung von Schmerz in der

Selbstmedikation in Northeim

Muskelkrämpfe und Muskelschmerzen

wirksam behandeln in Würzburg

Die Behandlung von Schmerz in der

Selbstmedikation in Traunstein

Naturheilkundliche Behandlung von

Venenerkrankungen (auch am Beispiel des

Ulcus cruris) in Altenburg

Tiergesundheit – eine Chance für die

Apotheke in Aichach

F O R T B I L D U N G S P L A N E R

J U L I

82 8 > DAS PTA MAGAZIN MAGAZIN -- 01 6 1 / 2 0 10 1 9 -- Heft 11 06 <

1 FR

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31 SO

Qualitätssicherung der Herstellung von

Rezepturen in Lübeck

Rezeptursubstanzen – Grundlagen –

Beispiel in Lübeck

Antlitzanalyse nach Ferronato – Teil 1

in Berlin

Entgiftung / Ausleitung / Darmsanierung

in Dortmund

Ganzheitliche Therapie bakterieller (z. B.

Spätborreliose) und viraler E� ekte

in Grevenbroich

Im Dialog mit dem Kunden

in Gelsenkirchen

Tiergesundheit – eine Chance für die

Apotheke in Schleiden-Gemünd

Antlitzanalyse nach Ferronato – Teil 2

in Karlsruhe

Naturheilkundliche Behandlung von

Venenerkrankungen (auch am Beispiel

des Ulcus cruris) in München

Tiergesundheit – eine Chance für die

Apotheke in Moers

Naturheilkundliche Behandlung von

Venenerkrankungen (auch am Beispiel

des Ulcus cruris) in Ingolstadt

Entgiftung und Ausleitung mit Hilfe der

Entoxin-Therapie – Einsatz im OTC-Bereich

in Mönchengladbach

Entgiftung und Ausleitung mit Hilfe der

Entoxin-Therapie – Einsatz im OTC-Bereich

in Schwäbisch-Hall

Homöopathie und Naturheilkunde

(Block 2)

in Augsburg

Hyaluron-Chondroitin-Komplex: Flüssige

Nahrungsergänzung für gesunde

Gelenkfunktionen in Marktredwitz

A U G U S T

1 MO

2 DI

3 MI

4 DO

5 FR

6 SA

7 SO

8 MO

9 DI

10 MI

11 DO

12 FR

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26 FR

27 SA

28 SO

29 MO

30 DI

31 MI

Intensivseminar

Halbtagesseminar

Tagesseminar

Regionale Fortbildung

WissensForum

2011

2. / 3. Quartal

Naturheilkundliche Behandlung von

Venenerkrankungen, auch am Beispiel des

Ulcus cruris in Daun/Eifel

Tiergesundheit – eine Chance für die

Apotheke in Hallenberg

Komplementäre Onkologie in Aurich

Interessenten können unsere Fortbildungsbroschüre

2011 mit den gesamten Seminarinhalten und vielen

weiteren Themen gerne kostenlos bei uns anfordern.

Anruf genügt: 0681 / 960 23 20.

Alle Tages- und Intensivseminare und WissensForum-

Veranstaltungen werden bei den zuständigen Apothekerkammern

akkreditiert und mit Fortbildungspunkten

belegt.

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