Historische Tatsachen - Nr. 15 - Udo Walendy

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Historische Tatsachen - Nr. 15 - Udo Walendy

Vielleicht war diese Einstellung durch echte Zweifel amWahrheitsgehalt der 'Horrorgeschichten' bedingt." (S. 119)"Der polnische Widerstand hatte etwa hundert solche Sender;sie waren verhältnismäßig klein, und so sehr sich die Deutschenabmühten, es gelang ihnen nur, einige wenige zu lokalisieren.Unnötig, zu bemerken, daß die technischen Kenntnisse auch inPalästina vorhanden waren. Paradoxerweise bat Anfang 1942 derbritische Nachrichtendienst die Jewish Agency, Kurzwellenausbilderfür Fallschirmspringer zu vermitteln, die in ägyptischenLagern trainiert wurden. Die Hagana (die jüdische militärischeUntergrundorganisation, — d. Verf.) entsandte vier Expertendorthin. Da jegliche Initiative dieser Art fehlte, blieb es bei derfast vollständigen Abhängigkeit der Juden von den Polen zurÜbermittlung von Nachrichten.Anfänglich hatten die Juden im Getto sogar große Schwierigkeiten,sich mit dem polnischen Untergrund in Verbindung zusetzen." (S. 136)Dies sollten wir noch einmal unterstreichen: DerWeltzionismus, der sich als Kriegsgegner Deutschlandsverstand und dessen einflußreiche Führungskräfte dieSchrittmacher der schlimmsten Horrormeldungen waren,haben es an "jeglicher Initiative fehlen lassen", jeneMaßnahmen durchzuführen, um sich selbst ein wirklichesBild von der Lage zu verschaffen! Nicht sie habensich bemüht, Funkspezialisten in das deutsch-besetztePolen zu schleusen, sondern "paradoxerweise" mußtedie britische Regierung, die ohnehin diese Schauergeschichtenüber die ihnen suggerierte "Endlösung"nicht glaubte, die Jewish Agency veranlassen, doch nuneinmal etwas in dieser Richtung zu tun. Und selbst danngenügten der Jewish Agency vier Experten! Aber es gibtnoch sehr viel mehr Geheimnisvolles:"Die Funksprüche aus Warschau während der ersten vierWochen nach den Deportationen (im Sommer 1942) sind nichtveröffentlicht. (S. 143) ....Da es der Grundsatz der polnischen Archive in London ist (wieunglücklicherweise auch der meisten anderen), Zutritt nur vonFall zu Fall zu gestatten, kann nicht nachgeprüft werden, ob vomnicht-militärischen polnischen Untergrund häufig FunksprücheEnde Juli, im August und Anfang September aus Warschau nachLondon gesendet wurden. (S. 144) ...Wahrscheinlicher ist, ... daß die Erklärungen Komorowskis undKorbonskis prinzipiell richtig waren: Informationen aus Warschauwurden heruntergespielt, die Gründe waren in London zu suchen— wer waren dort die Schuldigen?Dr. I. Schwarzbart, der zweite jüdische Vertreter beim PolnischenNationalrat, schrieb am 24. Oktober 1944 in sein Tagebuch:'Ich werde es Mikolajczyk nie verzeihen, daß er über dieBerichte von der Vernichtung der Juden zwischen Juli undSeptember 1942 Schweigen bewahrt hat.'Vielleicht enthüllte der Innenminister nicht die ganze Wahrheit;.... Es ist aber auch möglich, daß Schwarzbart ein ungutesGefühl hatte, denn er selbst hatte damals vor 'Übertreibungen'gewarnt. Die Zahl der Überlebenden, die Schwarzbart an jüdischeInstitutionen weitergab, war optimistischer als jene der polnischenExilregierung. So erwähnte er im November 1942 = 140.000Überlebende im Warschauer Getto. (S. 144 - 145) ....Wenn man ihnen (den Exilpolen in London) Vorwürfe macht,was soll man dann über die Russen sagen, die die Sache vonAnfang an bis auf den heutigen Tag herunterspielen? Und wasüber das Foreign Office, das sich noch gegen Ende 1943 entschied,jeden Hinweis auf die Verwendung von Gaskammern zutilgen, weil die Unterlagen nicht vertrauenswürdig seien? (Diesbezieht sich auf die von Stalin, Roosevelt und Churchill unter-12Im Auschwitz-Lagerbereich unmittelbar hinter Block 6 gelegenes Schwimmbad mit Sprungturm, erbaut während der Kriegszeit.

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