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Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens18.365 OdiliaHWA Bd. 6, 1185Odilia (Ottilia), hl., blind geboren, wird sie vonihrem Vater, dem Herzog Eticho, aus dem Hause geschafft,wird durch die Taufe sehend und nachhererste Äbtissin in Hohenburg, angeblich dem erstenFrauenkloster im Elsaß, † um 7201). Ihre Hauptkultstätteist der Odilienberg mit dem Kloster und der uraltenHeidenmauer im Elsaß2). Sie ist Schutzpatronindes Elsaß3) und Patronin der Augen4). In deutschenAugensegen kommt ihr Name vor5). Sie wirdmit einem Buche mit zwei Augen darauf dargestellt.An ihren Verehrungsstätten entspringen Quellen,deren Wasser heilsam namentlich für kranke Augenist6). In Berolzheim fleht man vor dem Kornschneidendie hl. O. an, daß einem nichts in die Augenfalle7). Ihr Gedächtnistag ist der 13. Dezember,derselbe wie der der hl. Lucia, zu der sie einige Beziehungenhat8). Früher hofften elsässische Mädchennach siebenmaligem Umschreiten der sog. Tränenkapelleauf dem Odilienberg sich noch in demselbenJahre zu verheiraten9). Der Feldrittersporn heißt Ottilienkraut10).Wer drei dieser Blumen, in Jungfernwachsgewickelt, am Halse trägt und drei Messen zuEhren der hl. O. lesen läßt, auch drei Almosen inihrem Namen erteilt, der wird von kranken Augenheil11). In Bayern ist die Ottiliennacht eine Haupttrudennacht12).


Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens18.367 OdiliaHWA Bd. 6, 1186niensis opera Johannis Monachi).Sartori.

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