Wärmedämmung

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Wärmedämmung

www.ich-tus.atWärmedämmungDämmstärken und U-WertUMATERIALIEN UND DÄMMSTÄRKENVoraussetzung für die effiziente Wärmedämmung eines Gebäudes sind großeDämmstärken, angepasste Materialien und Dämmsysteme. Ein wesentlicherPunkt ist auch die Qualität der Ausführung. Nur durch sie kann eineentsprechende nde Dämmwirkung erzielt werden.Wenn Sie dämmen, dann gleich richtig,denn: Fixkosten für die Einrüstung desGebäudes oder die Verarbeitungentstehen sowieso, das zusätzlicheMaterial fällt kaum ins Gewicht. Außerdemgewinnen Sie doppelt: Sie senkenlangfristig Ihre Heizkosten und steigernden Wohnkomfort! Denn durch hoheDämmstärken sind auch dieOberflächentemperaturen der Wände,Böden, Decken und Fenster hoch unddamit steigt die Behaglichkeit. Auch imSommer ist die Dämmung nützlich, sie hältdie Wärme draußen.Wärmedurchgangskoeffizient = U-WertUDer U-Wert (früher k-Wert) [W/m²K] isteine Kennzahl, die Auskunft über denWärmeschutz eines Bauteils gibt. Erbeschreibt, wieviel Wärme durch 1 m²eines Bauteils verloren geht. Ein hoher U-Wert bedeutet auch hoheWärmeverluste. Das heißt, je niedrigerder U-Wert, desto besser dieWärmedämmung. Die Kennzahl ermöglichtdamit einen Vergleich desDämmstandards einzelner Bauteile.Die Abstimmung der U-WerteUder einzelnen Bauteile istempfehlenswert. Das Zielsollten ausgeglicheneDämmstärken um diegesamte Gebäudehülle sein.Vergleich U-Werte [W/m²K]von Altbauten und thermisch sanierten GebäudenDämmmaterialienDie Entscheidung für die Wahl einesbestimmten Dämmstoffs hängt vonverschiedenen Faktoren ab. Einewichtige Rolle spielen Dämmwirkung,Dampfdurchlässigkeit, Ökologie undKosten. Der Wärmeleitwert eines Stoffes(= Lambda-Wert) [W/mK] gibt Auskunftüber die Wärmeleitfähigkeit desMaterials. Als Regel gilt: Je kleiner derWert, umso besser ist die Dämmwirkungdes Materials.Weitere Parameter, die zu überlegensind, sind das Brandverhalten und dieSpeichermasse des Dämmstoffes sowieder Einfluss auf den Schallschutz. DerEinsatz von EPS an der Fassade kannz.B. die Schalldämmung verschlechtern.Auch der notwendige Energieeinsatzzur Herstellung und die spätereEntsorgung und das Recycling desMaterials sollten als Auswahlkriterienbedacht werden.WärmedämmungSeite 1 von 2Dieser Ratgeber basiert auf einer Idee der „Energie- und Umweltagentur NÖ“© LandesEnergieVerein Steiermark 2012


www.ich-tus.atDampfdiffusionEinbau einer DampfbremseBeispiel DachschrägeDurch den Temperatur- und somitDruckunterschied zwischen Innen- undAußenräumen kommt es zurWasserdampfdiffusion durch die Bauteileeines Gebäudes ins Freie. Dieser Austauschvon Luftfeuchtigkeit kann niemals dieLüftung ersetzen, nur 3% der anfallendenRaumluftfeuchte kann so abgeführt werden siehe Ratgeber 1 „atmende Wände“.Besonders wichtig ist die Abstimmung derMaterialien hinsichtlich der Dampfdurchlässigkeitbei der nachträglichenDämmung bestehender Bauteile.Um ein Durchfeuchten der Dämmungund eine damit verbundene schlechtereDämmwirkung zu vermeiden, sollteder Aufbau der Materialien von innennach außen immer diffusionsoffenerwerden. Die innersten Schichten solltenalso am dampfdichtesten sein. Beimanchen Konstruktionen (z.B. Dachschrägen)ist dazu der Einbau einerDampfbremse erforderlich.Achtung: Auf eine sorgfältigeVerarbeitung und Verklebung dieserDampfbremse ist unbedingt zuachten!Ökologische DämmstoffeDie Zahl der Dämmstoffe hat sich in denvergangenen Jahren wesentlich erweitert.Neben den herkömmlichen Dämmmaterialienwerden zunehmend auchökologische Dämmstoffe angeboten.Hanf, Flachs und SchafwolleHanf- und Flachsdämmstoffe sind alsPlatten, Matten, Filze oder Stopfwolleerhältlich. Die meisten Produkte eignen sichals Zwischensparrendämmung im Dachbereich,als Füllung in Holzbauwändenoder als Trittschalldämmung. Die Produktesind entweder mit Polyesterfasern oder in„Natur pur“ mit Stärke gebunden erhältlich.Einen ähnlichen Anwendungsbereich wieFlachs- und Hanfdämmstoffe hatSchafwolle.MineralschaumplattenDie Mineralschaumplatten sind geschäumtePlatten aus rein mineralischenRohstoffen wie Quarzmehl, Weißkalk undZement. Sie eignen sich ausgezeichnet alsWärmedämmverbundsysteme. Die Plattensind dampfdiffusionsoffen, behindern daherden Wasserdampfaustausch zwischeninnen und außen nicht, und sindunbrennbar.ZelluloseZellulosefasern sind Altpapierflocken,die in die Konstruktion eingeblasenwerden. Die Einblasmethode bietetdann Vorteile, wenn es darum geht,komplexe Hohlräume, z.B. im Dachstuhl,gut mit Dämmmaterial zu füllen.Außerdem sind sie preisgünstig. Eswerden aber hohe Anforderungen andie Verarbeitung gestellt, damit wirklichder gesamte Hohlraum vollständigausgeblasen wird. Von einer Selbstinstallationwird daher dringendabgeraten! Ein Nachteil derZellulosefasern ist die Staubentwicklungbeim Einblasen.HolzfaserdämmplattenHolzfaserdämmplatten oder auchWeichfaserplatten werden in der Regelaus Nadelholzabfall ohne Zusätzehergestellt. Sie sind vielfältig einsetzbarund bieten durch ihre Diffusionsoffenheitoptimalen bauphysikalischenSchutz. Dank der guten Wärmespeicherungbieten Holzfaserdämmplattenauch einen hervorragendenSchutz gegen sommerlicheÜberhitzung.Für welchen Dämmstoff Sie sich auch entscheiden: Wichtig ist die sorgfältige Planung und vor allemAusführung der Dämmmaßnahmen. Nur dadurch kann die vorab berechnete Energieeinsparung auch erreichtwerden und vor allem können so Bauschäden vermieden werden!WärmedämmungSeite 2 von 2Dieser Ratgeber basiert auf einer Idee der „Energie- und Umweltagentur NÖ“© LandesEnergieVerein Steiermark 2012

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