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Der RafaelsbotePfarrbrief der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde in Den HaagNr. 4 - 2010 24.12.2010Themen:Weihnachten - Jahresrückblick - Michael Boja verstorbenPfarradministrator - Sternsinger - Pfarrbüro - Taufen - Passo FundoTaizé - Firmung - Wohnzimmergespräch -WeltgebetstagFamilienkreuzweg - Pfarrversammlung - Neujahr - Termine - Kinderseite


Zu unserem Titelbild: Beate Heinen,“O Heiland, reiß die Himmel auf”;© ars liturgica Buch- & KunstverlagMARIA LAACH, Nr. 5499Ein Spaltbreit MenschwerdungEin Strom von Menschen ist aufdem Weg: Frauen, Männer, Kinder -alle namenlos, ihre Gesichter versinkenim Dunkel. Viele sind ihnen vorausgegangen,und zahllose werdennoch kommen. Die großen Namen,die bekannten Gesichter - das sindnur eine Handvoll Menschen. Diemeisten leben ein kleines, ein unbedeutendesLeben. “Kam einer / gingwieder / und keiner / schrieb´s nieder”,hat Ringelnatz kurz und treffendgedichtet. Ein unscheinbarerAuftritt, ein Leben, das die Weltnicht verändert, ein Tod, der keinegroße Lücke reißt: Das ist die Geschichteder vielen kleinen Menschen.Und es bliebe dabei, wenn danicht dieser Riss in der Mitte desBildes wäre. Der Riss unterbrichtden Menschenstrom. Reißt einenSpalt auf.Da geschieht nicht viel in diesemSpalt. Doch er verändert alles. EineFamilie ist zu sehen: eine Mutter mitihrem Kind auf dem Arm, ein Vater,der schützend seinen Arm um diebeiden legt. Bei diesen dreien geschiehtplötzlich Menschwerdung,sie tragen ein Gesicht. Der Spalt istleuchtend golden; er lässt ahnen,dass von nun an alles anders wird:Himmel und Erde sind aufgebrochen.Von oben geht ein heilsamerRiss durch die namenlose Schar. DerHimmel selbst reißt ein in dieMenschheitsgeschichte, in die Geschichtejedes einzelnen Menschen.Selbst wenn es so ist, wie Ringelnatzreimt: “Kam einer / ging wieder/ und keiner / schrieb´s nieder”,stimmt es von nun an nicht mehr.Weil Gott selbst da mittendrinMensch wurde, haben auch noch dieKleinsten jemanden, der sie wahrnimmt.Weil auch das Leben desGottessohnes mit seinem unscheinbarenAuftritt beginnt, werden auchdie Unscheinbarsten zu Menschenwerden. Zu Menschen, denen dermenschgewordene Gott ins Gesichtsieht.Welch ein Gedanke: Während wirnoch zweifeln und fragen, was wirdenn anfangen mit unserem kleinenLeben, tragen wir für Gott längst einunverwechselbares Gesicht, das erunter zahllosen anderen herausfindetund ansieht. Jeder unheilbar Kranke,der sich verloren gibt, hat ein Gesicht,und Gott sieht es. JedesKriegsopfer, das namenlos im Massengrabverscharrt wird, hat ein Gesicht,und Gott sieht es. Jedes hungerndeKind, um das niemand weißals seine Eltern, hat ein Gesicht, undGott sieht es. Er wird das Gesichteines Menschen auch dann noch sehen,wenn keiner mehr nach ihmfragt. Aber ohne uns wird niemanderfahren, dass es so ist.Dass jemand uns ansieht und unsdarin nahekommt, das bleibt unsereSehnsucht. In dieser Sehnsucht rufenwir: “O Heiland, reiß die Himmelauf...” Der Heiland hat die Himmelaufgerissen. Er ist herabgekommenvom Himmel. Er hat unsere Geschichteaufgebrochen, er sieht uns.Er sieht dir ins Gesicht. Es ist wahrgeworden. Heute. Weihnachten.Angela M. T. Reinders2


„ Wie der Bräutigam sich über dieBraut freut, so freut sich über dichdein Gott.” (Jesaja 62,5)Zum WeihnachtsfestGott sehnt sich nach dem Menschen.Er begehrt ihn.Durchaus treibt ihn ein Eros.Sein Verlangen ist,uns Menschen nahe zu sein.Aus dem Mythos und der antikenGeschichte,kennen wir Menschen,die zu Göttern erklärt werdenund als Götter verehrt werden.Das ist der Weg nach oben.Hier verläuft der Weg umgekehrt.Gott hat einen „Zug nach unten".Er wird einer von uns.Wir können bleiben,was wir sind:Einfach Menschen.Ihnen allen wünschen wir ein gesegnetesWeihnachtsfest und ein gutesJahr 2011!Hildegard SchmidtJohannes Benkhoff(für den Pfarrgemeinderat)Gottesdienste zum JahreswechselAm 31. Dezember feiern wir um17 Uhr einen Jahresabschlussgottesdienstmit Jahresrückblick.Am 2. Januar beginnen wir dasneue Jahr mit einer Hl. Messe zumJahresbeginn.Zu beiden Gottesdiensten ladenwir Sie herzlich ein.Der PfarrgemeinderatLiebe Pfarrgemeinde,Ich habe die Angewohnheit vieleDinge aufzubewahren. So habe ichz.B. auch einen Ordner auf meinemComputer, in dem sich alte E-Mailsbefinden. Dort habe ich gestern nochmal nachgelesen, was sich in denletzen 12 Monaten in unserer Gemeindealles so getan hat. Eigentlichmuss man aber noch etwas weiterzurückschauen. Der Gesundheitszustandunseres damaligen PfarrersKlaus Kümhoff war schon lange einThema gewesen, und deshalb hattenwir auch schon Anfang 2009 beimkatholischen Auslandssekretariat(KAS) darum gebeten, sich bitte umeine baldige Nachfolge für die Pfarrerstellein den Haag zu kümmern.Bei einem ersten Besuch eines Vertretersvom KAS am 31. Mai 2009hat man uns auf die schwierige Personalsituationin der katholischenKirche in Deutschland hingewiesenund auch mitgeteilt, dass man inBonn auch schon mit dem Gedankengespielt hat, den Standort Den Haagaufzugeben. Damals konnten wir dasKAS aber schnell überzeugen, dassman die Gemeinde in Den Haagnicht aufgeben darf!Dann gab es sogar plötzlich Hoffnungauf eine schnelle Lösung, weilwir einen Pfarrer gefunden hatten,der gern nach Den Haag gekommenwäre. Diese Option scheiterte aberkurze Zeit später im Juni 2009 amVeto des Bischofs vom Rotterdam.Aber schon wenig später bekamenwir dann vom KAS die erfreulicheMitteilung, dass die Stelle in DenHaag ab Sommer 2010 mit einerPastoralreferentin besetzt werde.Außerdem hatte man uns gebeten,3


is dahin die Priesterwohnung zurenovieren. Unser damaliger PfarrerKlaus Kümhoff kündigte dann fürFebruar 2010 seinen Rückzug ausder Gemeinde an, aber bedingt durchseine Krankheit war unsere Gemeindemit kleinen Unterbrechungen defacto ab Sommer 2009 ohne Pfarrer.Als wir diese neue Situation derGemeinde verkündet hatten, gab esmehrere aufmunternde Zuschriftenvon ehemaligen Gemeindemitgliedern,für die ich mich an dieser Stellenoch einmal herzlich bedankenmöchte. In einer Zuschrift hieß es:„Ich schreibe Ihnen, um Ihnen Mutzu machen für die Übergangszeit, inder Sie die Gemeinde ohne eigenenPfarrer leiten müssen. In den 80erJahren, als ich Vorsitzender des PGRwar, haben wir eine gleiche Phasedurchlaufen müssen. Mehr als einJahr war die Gemeinde ohne Pfarrerund während fast der gesamten Zeitwussten wir nicht, wann die Vakanzzu Ende gehen sollte. Genau so wieSie es jetzt vorhaben, haben wir unsauch damals bemüht, das Gemeindelebenaufrecht zu halten. Es ist unsdamals gelungen, fast jeden Sonntageine Messe zu feiern, immer wiedermit neuen Priestern. ... ich möchteSie ermutigen, sich dieser Herausforderungzu stellen. Sie werden sehen,es lohnt sich. Damals hat sichgezeigt, wie eine funktionierendeGemeinde leben und überleben kann,auch wenn kein hauptamtlicher Pfarrerverfügbar ist. Die gesamte Gemeindehat sich damals zusammengefundenund gemeinsam die verschiedenenAufgaben übernommen.Unzulänglichkeiten wurden akzeptiertund neue Fähigkeiten wurdenentdeckt. Die Gemeinde ist ganzgewiss in diesem Jahr gewachsenund hat an Profil gewonnen.“Renovierung (14.6.)Ich glaube die Aussage: “Sie werdensehen, es lohnt sich“ hat sich inden letzten Monaten mehr als bestätigt.Wir haben im August die ersteBauphase der Renovierung abgeschlossen!Die „Pfarrer“-Wohnungim Obergeschoss wurde komplettsaniert. Alle Dach- und Außenwändewurden mit Dämmmaterial versehen,das Bad wurde neu gefliest und eineDusche wurde eingebaut. Die Küchehat neue Einbaugeräte bekommen,Flur und Wände wurden neu gestrichen.Im ersten Stock wurden derFlur und die „Studenten“-Wohnungneu gestrichen. Die ehemalige „Studenten“-Wohnungwurde in ein Gästezimmerund ein Pfarrbüro umfunktioniert.Im nächsten Bauabschnittplanen wir die Sanierung und Verschönerungder Kapelle und einenAnstrich des Flurs im Erdgeschoss.4


Familienmesse (5.12.)Dann haben wir haben auch ohnefestangestellten Pfarrer in diesemJahr fast jeden Sonntag einen Gottesdienstmit Eucharistie feiern können.Besonderen Dank an dieserStelle an Pfarrer Michael Boja, PaterIgnatius-Maria, Pfarrer Dolf Langerhuisen,Pater Herman Lieberom, PaterJohan Miltenburg, Pfarrer BartVersteegen, Pfarrer Walter Vogelaarund Pater Kees van Luyn, diemanchmal auch etwas Geduld mituns haben mussten, wenn sie mit unsdie Eucharistie gefeiert haben. Insgesamthaben wir mit Ihnen vielesehr schöne Gottesdienste gefeiert.Martinsfeuer (12.11.)Sankt Martin war auch in diesemJahr, trotz leichtem Regen, wiederein großer Erfolg. Wir haben nochlange um das Martinsfeuer auf demVorhof der Gemeinde gestanden.Auch die Einrichtung der Kinderkirchewird sehr gut angenommen. Wieaktiv unsere Kinderkirche ist, hatsich erst neulich bei der Feier desNikolaustages und dem Plätzchenbackenam letzten Adventssonntag gezeigt.Vielen Dank an die Gestalterder Kinderkirche Brigitta Hermes,Jane Mund, Annett Theus und GunnarEidmann für die sehr liebevolleVorbereitung und Durchführung.Familienmesse (5.12.)Wir haben auch viele schöne Gottesdienstein der Osterzeit und inVorbereitung auf die erste heiligeKommunion gefeiert. Hier hat MarlisHübner mit den Kommunionkindernviel auf die Beine gestellt. Auchin diesem Jahr hat sich bereits eineneue Gruppe von 12 Kommunionkinderngebildet. Zusammengefasstkann man feststellen, dass unsereGemeinde in diesem Jahr in der Tatetwas mehr zusammen gewachsenist.Mittlerweile sind wir noch einStück weiter. Im August ist unserePastoralreferentin HildegardSchmidt in die Gemeinde gekommen,und man kann an vielen Stellenerkennen, dass sie auch schon beiuns angekommen ist. An mehrerenStellen hat sie schon neue Impulsegesetzt. Neben Ihrem Engagement in5


der Deutschen internationalenSchule Den Haag, wo Sie Religionsunterrichterteilt und bei denVorstandssitzungen und vielen anderenAktivitäten involviert ist, gibt esmittlerweile bei uns wieder Messdiener,Gesprächskreise und Veranstaltungenzum Advent. Die neuenKommunionkinder werden von FrauSchmidt auf das große Fest vorbereitetund vieles mehr. Ohne jetzt alleVeränderungen aufzählen zu wollen,möchte ich jedoch noch eine fürmich wichtige Veränderung herausstellen:Frau Schmidt hat erwartungsgemäßauch die religiöse Führungder Gemeinde übernommenund uns, den Pfarrgemeinderat, aneinigen Stellen auch immer malwieder auf das „Warum“ hingewiesen:Warum sind wir eine katholischeGemeinde? Warum machen wirdas alles? Dies macht sie auf einesehr gewinnende, positive Art, diesich in vielen Aktivitäten der Gemeindewiderspiegelt und die manzu spüren scheint.Zusammenfassend möchte ichfeststellen: Unsere Gemeinde ist aufeinem guten Weg, und ich möchteallen, die dazu beigetragen haben, andieser Stelle recht herzlich danken.Neben den schon genannten Personengibt es viele weitere aktiveGruppen und Familien, die immerbereitwillig bei Aufräumaktionenund sonstigen Vorbereitungen mitgeholfenhaben und eingesprungensind, wenn Not am Mann war. Hiermöchte ich mich besonders bei FamilieDenter und den Ehepartnernder Pfarrgemeinderatsmitglieder bedanken.Dank an die Gruppe der Organistenund Musiker, die jeden Gottesdienstdurch ihr Spiel bereichern(Ilil Danin, Meike Tilkorn, Ilze Bertrand,Stefan Engmann und AlexanderWessels). Auch dem Pfarrgemeinderatgilt mein besondererDank. Ich denke, auch wir sind imletzten Jahr zusammengewachsen,und die Zusammenarbeit mit Euchhat immer auch viel Spaß gemacht.„Last but not least“ möchte ichDir, liebe Hildegard, sagen: Ich freuemich, dass Du in Den Haag bist undDich für unsere Gemeinde entschiedenhast und mit uns die Zukunft derkatholischen Gemeinde Den Haaggestalten und leben willst.Ihnen und Euch allen ruhige, besinnlicheund gesegnete Feiertage.Frohe Weihnachten und eine erfolgreichesneues Jahr 2011!Johannes BenkhoffBesuch des Nikolaus (5.12.)6


!Betet für den PriesterMICHAEL BOJAgeboren am17. März 1937in Breslauzum Priester geweiht am11. Juli 1970im Hohen Dom zu Paderborngestorben in der Nacht zum28. Oktober 2010in Markt IndersdorfR I PDie Zeit, Gott zu suchen, ist dieses Leben.Die Zeit, Gott zu finden, ist der Tod.Die Zeit, Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit.Hl. Franz von SalesMichael Boja verstorbenMit großer Betroffenheit haben wirerfahren, dass in der Nacht zum 28.Oktober Pfarrer Michael Boja ganzplötzlich und unerwartet verstorbenist.Michael Boja war mit unserer Gemeindeseit langer Zeit sehr eng verbunden.Diese Verbundenheit reichtebis in seine Kindheit zurück, in derer mit seinen Eltern und seinen Geschwisternmehrfach der guten Seeluftwegen in Scheveningen in Urlaubwar. So lernte er das Rafaelshaus,das damals bereits als Sitz unsererGemeinde in Scheveningen bestand,bereits in sehr jungen Jahrenkennen.An diese Kindheitserinnerung anknüpfend,verbrachte er in den letzten25 Jahren regelmäßig im Sommereinige Wochen in den Haag, umhier Urlaub zu machen und sonntagsbei uns die Messe zu lesen. Noch imAugust diesen Jahres war er bei unsund erteilte in seinem letzten Gottesdienst,den er in Den Haag hielt, unsererPastoralreferentin, FrauSchmidt, den Segen für ihre zukünftigeArbeit.Wir werden seine ruhige und herzlicheArt schmerzlich vermissen.Unvergessen ist seine volle Gesangstimme,mit der er unsere Kapelle soklangvoll ausfüllen konnte, dass erdas Fehlen eines Organisten mühelosvergessen machen konnte. Sorgfältig7


und genau in seiner Vorbereitung,hatte er, wenn er in Den Haag ankam,das Programm für alle Sonntageseines Aufenthalts bei uns bereitsvollständig ausgearbeitet und wardennoch offen für weitere Anregungen.Gerne denken wir an die unterhaltsamenGespräche mit ihm, seinenleisen Humor und seine Bereitschaft,auch unter nicht immer komfortablenUmständen im Rafaelshausseinen von allen sehr geschätztenDienst an der Gemeinde zu leisten.Nach einem Requiem in der KlosterkircheIndersdorf wurde MichaelBoja am 3. November im Markt IndersdorferOrtsteil Westerholzhausenbeigesetzt. Wir haben seiner hier inDen Haag in der Messe am 7. Novemberbesonders gedacht undmöchten ihn weiterhin in unsere Gebeteeinschließen.Unser Mitgefühl gilt auch seinenGeschwistern und den Gläubigen desPfarrverbands Indersdorf, in dem erseit seiner Versetzung in den Ruhestandim Jahre 2001 als Ruhestandsgeistlichernoch aktiv mitgewirkthatte.Lothar HermesPfarrer Langerhuizen zum Pfarradministratorunserer GemeindeernanntBischof Adrianus hat mit Wirkungzum 1. November dieses Jahres PastorDolf Langerhuizen, der auch derScheveninger Gemeinde St. AntoniusAbt vorsteht, mit der priesterlichenLeitung unserer Gemeinde beauftragt.Dieser Schritt war nötiggeworden, da Gemeinden von einemPriester geführt werden müssen, dieVerantwortlichkeit für unsere Gemeindenach dem Weggang vonKlaus Kümhoff jedoch vorübergehendnicht klar geregelt war. St. AntoniusAbt ist die niederländischeTerritorialgemeinde, der wir als Personalgemeindezugeordnet sind.Wir sind Pastor Langerhuizendankbar dafür, dass er für die ihmvom Bischof anvertraute Aufgabebei uns bereit steht. Wir haben ihn inder Vergangenheit bereits als aufgeschlossenenund engagierten Menschenkennengelernt, der uns mitgroßer Hilfsbereitschaft unterstützthat, wann immer wir ihn darum baten.Wir heißen Pastor Langerhuizendaher herzlich willkommen undfreuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.Als Pfarradministrator steht esPfarrer Langerhuizen unter anderemzu, die Leitung des Pfarrgemeinderatszu übernehmen. Er hat sich jedochdafür entschieden, diese Aufgabean unseren langjährigen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden,Herrn JohannesBenkhoff, zu delegieren, derdiese Funktion somit auch weiterhinwahrnehmen wird.Frau Schmidt ist als Pastoralreferentinmit den nicht priesterlichenAufgaben der Gemeinde betraut undwird sich um die alltägliche Seelsorgekümmern. Die Feier der HeiligenMesse wird weiterhin von den ihnenbereits bekannten Priestern übernommenwerden, die sich bereitsjetzt regelmäßig in unserer Gemeindeengagieren. Sie werden sonntagsalso weiterhin vertraute Gesichterbei uns sehen.Lothar Hermes8


Sternsinger 2011Nach dem Weihnachtsfest feiernwir am Anfang des Jahres das Festder Heiligen Drei Könige. Die Weisenaus dem Morgenland waren dieersten Besucher Jesu aus fernenLändern. Die Bibel erzählt vonSterndeutern aus dem Osten. Sie saheneinen besonderen Stern, gingenihm nach und fanden das Kind in derKrippe. In ihm erkannten sie denneugeborenen König der Welt undbeteten ihn an (Mt 2, 1-12).Weil sie königliche Geschenke ü-berreichten - Gold, Weihrauch undMyrrhe -, bezeichnet man die Sterndeuterals Könige. Alte Geschichtenüberliefern ihre Namen: Caspar,Melchior und Balthasar.Auch hier in Den Haag war es einguter Brauch, dass Jungen und Mädchenals Caspar, Melchior und Balthasardie Familien besuchen und mitihrem Gebet und Gesang auf anschaulicheund fröhliche Weise dieBotschaft der Geburt Jesu verkünden.Mit Kreide schreiben sie denalten Segensspruch über die Haustür:20 + C + M + B + 11Die Anfangsbuchstaben der Namender Heiligen Drei Könige sinddie gleichen wie die des alten Segensspruches:Christus Mansionem Benedicat!Christus möge dieses Haus segnen!Diesen Brauch wollen wir wiederaufleben lassen. Schon jetzt sind daheralle zum Familiengottesdienstam Sonntag, dem 16. Januar 2011um 10:30 Uhr in St. Rafael eingeladen.In diesem Gottesdienst werdendie Sternsinger ausgesendet. Nachdem Gottesdienst gibt es eine Stärkungfür die Sternsinger, und dannfahren wir los. Die Spenden, die dieSternsinger an den Türen der Familiensammeln, kommen dem Kindermissionswerkzu Gute.Eltern von Jungen und Mädchen,die bei der Sternsinger-Aktion gernemitmachen möchten, melden ihreKinder bitte unter Angabe des Namens,des Alters und der Kontaktdaten(Telefon, Email) bei mir an. FürFreitag, den 14. Januar 2011, ist von17:00 bis 18:30 Uhr eine Probe geplant.Alle interessierten Kinder solltensich daher neben dem 16. Januarauch diesen Termin für die Sternsinger-Aktionvormerken.Diejenigen in unserer Gemeinde,die gerne von den Sternsingern besuchtwerden möchten, informierenmich bitte ebenfalls vorab bis spätestenszum Mittwoch, dem 12. Januar2011, bei welchen Adressen dieSternsinger willkommen sind.Entsprechende Anmeldeformulareliegen bereits im Rafaelshaus aus.Natürlich können Sie mich aber auchper Email oder telefonisch erreichen.Ich freue mich auf Ihre Antwort.Ihre Hildegard Schmidt9


Uhr für Ihre Anliegen zur Verfügung.Nach Absprache können Siesie jedoch natürlich auch außerhalbdieser festen Anwesenheitszeiten imRafaelshaus erreichen.Lothar HermesPfarrbüro eingerichtetDie nicht unbeträchtliche Mengean Aktenordnern, die wir währendder Renovierung der Pfarrwohnungvorübergehend in den Regalen desPfarrsaals zwischenlagern mussten,lässt es erahnen: Auch in einer sokleinen Gemeinde wie der unserenfallen eine Menge Verwaltungs- undBüroarbeiten an.Dankenswerterweise hat sich FrauSchmidt der nicht sehr reizvollenAufgabe gestellt, die über die Jahrzehnteangewachsene Sammlung anSchriftstücken, die in diesen Aktenordnernabgelegt waren, zu sichtenund Unwichtiges von Erhaltenswertemzu trennen.Was übrig blieb, ist nun zusammenmit dem übrigen Büromaterial in dienagelneuen Regale unseres Pfarrbürosumgezogen, das seit Anfang Dezemberim Zimmer neben demPfarrsaal in der 1. Etage fertig eingerichtetist. Dort wurde auch in einenneuen Rechner investiert, so dassunsere Gemeinde nun auch in dieserHinsicht wieder auf dem aktuellenStand ist.Im Pfarrbüro steht Ihnen FrauSchmidt nun jeden Mittwoch nachmittagsvon 15 bis 17 Uhr und jedenDonnerstag vormittags von 11 bis 13TaufenIm November wurden in unsererGemeinde getauft:Paul Niedermayer (14.11)Linus Giesen (2.11.)Wir freuen uns mit unseren neuenGemeindemitgliedern, gratulierenherzlich und wünschen den beidenTäuflingen und ihren Familien GottesSegen!Der Pfarrgemeinderat10


Neues aus Passo FundoAm 3. Dezember erhielten wir eineE-Mail von Klaus Kümhoff, unseremehemaligen Pfarrer, in der er unsaus erster Hand über die neuestenEntwicklungen bei den von unsererGemeinde unterstützten Projekten inBrasilien informiert. Lesen Sie hierseinen Bericht:Liebe Gemeindemitglieder!Derzeit bin ich wieder im sommerlichenPasso Fundo in Brasilien undkann Ihnen über den neuesten Standder Bombeiro-Mirim-Gruppe berichten.Die Gruppe hat gerade mit einemgroßen Fest ihren 6. Geburtstag gefeiert.Sie ist inzwischen eine bekannteGröße in Passo Fundo undhat mehrere Auszeichnungen bekommen.Auch Schwester Silvania,die am 6. Dezember 60 Jahre altwird, hat eine Auszeichnung für ihreArbeit bekommen.Natürlich kann die Hilfe für über400 Kinder und Jugendliche in sechsJahren nicht 100% erfolgreich sein.Die Erfolgsquote liegt aber bei 80%.Das kann sich wirklich sehen lassen.Die Hauptschwierigkeit zur Zeit istdie Finanzierung des Projektes. DieRegierung in Brasilia hat nämlichein Gesetz geändert, nach dem diebisher 20% des Gewinnes oder desUmsatzes für "philanthropischeWerke" auf 5% zurückgefahren wordensind. Das bedeutet erheblicheSchwierigkeiten für die Sozialarbeitder Kirche. Auch unsere Schwesternmüssen die eine oder andere Einrichtungschließen, z.B. auch das Kinderheimin Irai, an dem SchwesterGregorie besonders gehangen hat.Schwester Silvania bemüht sich,die 16-jährigen Jungen neben ihrerSchulausbildung in die Arbeitsweltzu integrieren, was weithin gelingt.Besonders die örtliche Sparkasseund ein Kaufhausunternehmen übernehmenviele Bombeiro Mirim.Praktisch heißt das: täglich drei bisvier Stunden Geld verdienen, undabends auf die Schule.Acht Jungen, die noch nicht aufeiner Arbeitsstelle untergebrachtwerden konnten, machen eine Art"Berufsschuljahr" neben ihrer Schule,so dass sie nach einem Jahr einwenig qualifiziert sind für handwerklicheBerufe.Seit etwa gut zwei Monaten gibt esauch neben der ausgezeichneten Bläser-Bandeine zehnköpfige Violingruppe,die in der letzten Woche beieinem öffentlichen Konzert zum erstenMal mit sehr gutem Erfolg aufgetretensind.Für alle Jungen gibt es jetzt einenInformatikunterricht.Ein Junge, ein genialer Musiker,14 Jahre, der in diesem Jahr fastwiederum nicht versetzt worden wäre,hat mir vor ein paar Tagen stolzsein Versetzungszeugnis gezeigt. MitHilfe einer Schwester, die früherPortugiesischlehrerin war, und einesKölner Abiturienten, der hier seinfreiwilliges soziales Jahr gemachthat, ist die Versetzung doch noch gelungen.Ein anderer Junge, etwa 20 Jahrejung, hat eine Ausbildung zum Automechanikergemacht und zunächstals Lagerverwalter bei Scania gearbeitet.Jetzt ist er befördert wordenund arbeitet stolz als Mechaniker.11


Ein anderer Junge, der einst völligin die Drogenszene abgerutscht war,hat geheiratet und geht einer täglichenArbeit nach.Fernando, der auch in Den Haagwar, hat gerade sehr erfolgreichePrüfungen in Informatik an der hiesigenUniversität abgelegt und arbeitetnebenbei als Musiklehrer bei denJungen.Einen anderen Jungen, 14 Jahre,habe ich dieser Tage zum ersten Mallächeln sehen: Er wohnte mit seinerMutter und seinen drei Geschwistern(ein viertes Geschwisterchen warschwerst behindert zur Welt gekommenund ist inzwischen gestorben.Der Vater ist vor zwei Jahren gestorben)in einer "Wohnung", zu der derEigentümer Strom und Wasser abgestellthatte, weil die Mutter die Mietenicht bezahlen konnte. Jetzt ist ermit Hilfe der Schwester Silvania ineine neue Wohnung umgezogen -und beginnt wieder zu sprechen undauch zu lächeln.Bei zwei Jungen müssen dringenddie Zähne gemacht werden: ein Jungeist gefallen und hat einen Vorderzahnverloren; er schämt sich so,dass er sich nicht mehr traut zu lächeln,um nicht ausgelacht zu werden.Der andere Junge braucht dringendeine Zahnspange.Ein andere Junger hat eine Mutter,die nur noch 25% ihrer Lunge hatund also nicht arbeiten kann. DerJunge hat derzeit einen Verdienstvon weniger als 100 Euro pro Monatfür die Mutter und sich.Das sind einige Momentaufnahmenzur derzeitigen Situation derBombeiros. Sie sehen, dass Ihre Hilfeweiterhin dringend gebrauchtwird.Ein gesegnetes Weihnachtsfestwünscht IhnenKlaus Kümhoff,ehemaliger Pfarrer in Den HaagTaizé-Treffen in RotterdamWie bereits in der Märzausgabedes Rafaelsboten angekündigt, findetvom 27. Dezember bis zum 1. Januarin Rotterdam das von Taizé organisierte33. Europäische Jugendtreffenstatt. Etwa 30.000 Jugendliche ausganz Europa werden zu fünf Tagendes gemeinsamen Gebets und Austauschserwartet.Kurzentschlossene sind herzlicheingeladen, einen Tag bei dem Treffenzu verbringen. Die Gebetstreffenim Veranstaltungszentrum “Ahoy”sind frei zugänglich, und auch dieTeilnahme an Workshops ist nochmöglich. Näheres hierzu unterwww.taize.fr/de_rubrique351.htmloder (auf Niederländisch) unterwww.taizeinnederland.nlWer nicht selbst nach Rotterdamreisen möchte, kann sich vom 27 biszum 31. Dezember täglich um 17:05Uhr auf Nederland 2 über den Ablaufdes Jugendtreffens informierenLothar HermesFirmung 2011Im April wird in unserer GemeindeSt. Rafael die Vorbereitung der Jugendlichen,die im November 2011das Sakrament der Firmung empfangenmöchten, beginnen.12


PfarrversammlungDie nächste ordentliche Pfarrversammlungwird voraussichtlich am3. April 2011 nach dem Gottesdienstim Rafaelshaus stattfinden. AlleGemeindemitglieder sind bereitsjetzt herzlich eingeladen.Die Tagesordnung werden wirrechtzeitig vorher auf unserer Webseiteund als Aushang im Rafaelshausbekanntgeben.Der PfarrgemeinderatEingepackt, weggeräumt,vergessen?Neujahr. Zu anderen Zeiten einTag wie jeder andere. Denn bei früherenGenerationen begann das neueJahr am 25. Dezember, am 6. Januaroder auch am 1. März. Doch für unsheute ein besonderer Tag. Das Gefühlvon Neubeginn, von neuenChancen stellt sich ein. Doch ist dasmehr als ein Gefühl? Die Sorgen unddie Probleme sind doch die alten geblieben.Im Großen und im Kleinen.Die Welt ist ab heute nicht friedlicher,die wirtschaftlichen Problemenicht geringer. Zerstrittene Ehen o-der Familien sind ab heute nicht automatischversöhnt. Bleibt alles beimAlten? Ist Neujahr nur eine schöneIllusion, die in wenigen Tagen, wennder Alltag eingekehrt ist, verblasst?Die Gefahr besteht, und wederFeuerwerk noch Bleigießen könnensie bannen. Daher ist es gut, dass dieKirche heute andere Akzente setzt:Am Beginn des neuen Jahres wagenwir einen Blick zurück, schauennoch einmal auf die Krippe, nachBetlehem – gegen alle Sehgewohnheiten,für die Weihnachten vergangenist. Der Weihnachtsbaum nadelt,die Geschenke und die Krippe sindweggeräumt, jetzt noch das Wochenendeund ab dem Dritten Alltag,Schule, Beruf.Doch der Blick zurück auf Weihnachten,das ist keine Nostalgie, keineErinnerung, wie schön es wiedergewesen ist, sondern zukunftsweisend.Zurückblickend nach vorneschauen. Mögen auch die äußerenZeichen des Weihnachtsfestes Platzmachen müssen, in den Geschäftenfür den Karneval, in unseren Wohnungenfür den Alltag, die Botschaftbleibt, möchte bleiben und uns imneuen Jahr begleiten.Gott will nicht nur ein Gott derFeste sein, der Feiern, wenn es unsgut geht. Er will ein Gott unseresAlltages; bei der Arbeit, in Sorgenund Nöten will er uns nahe sein, seingutes Wort sagen, uns aufrichten.Denn der Alltag ist der Ort der FürsorgeGottes.Michael Tillmann14


Terminkalender(aktuelle Änderungen: http://home.online.nl/rafaelshaus)Januar 2011So 2.1. 10:30 Hl. Messe zum Jahresbeginn, KinderkircheSo 9.1. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheMi 12.1. 20:00 PfarrgemeinderatssitzungFr 14.1. 17:00 Vorbereitungstreffen der SternsingerSo 16.1. 10:30 Familiengottesdienst, Aussendung der SternsingerSo 23.1. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheDo 27.1. 19:30 Vorbereitung des Weltgebetstags in der evang. KircheSo 30.1. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheFebruar 2011Do 3.2. 20:00 Elternabend zur ErstkommunionFr 4.2. 15:30 ErstkommunionvorbereitungSo 6.2. 10:30 FamiliengottesdienstSo 13.2. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheFr 18.2. 15:30 ErstkommunionvorbereitungSo 20.2. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheSo 27.2. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheMärz 2011So 6.3. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheSo 13.3. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheDo 17.3. 20:00 WohnzimmergesprächFr 18.3. 19:00 Weltgebetstag der Frauen in der evangelischen KircheSo 20.3. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheDo 24.3. 20:00 Elterninformationsabend zur FirmungFr 25.3. 15.30 ErstkommunionvorbereitungSo 27.3. 10:30 Hl. Messe + KinderkircheÖffnungszeiten des Pfarrbüros: Mittwoch, 15-17 Uhr, Donnerstag, 11-13 UhrEltern-Kind-Gruppe:jeden Dienstag 10-12 Uhr im RafaelshausKontakt: Jane Mund, Tel. 070 3099622Die evangelische Schwestergemeinde: www.evangelischekirche-denhaag.nlKollektenDie Kollekten jedes ersten Sonntags im Monat sind für unser Brasilienprojektbestimmt. Alle übrigen Kollekten kommen unserer Gemeinde zugute, sofernkein anderer Bestimmungszweck genannt ist.15


KinderseiteImpressum / ColofonDeutschsprachige Katholische Gemeinde in den NiederlandenBadhuisweg 35A, 2587 CB Den Haaghttp://home.wanadoo.nl/rafaelshausAnsprechpartner Telefon E-MailHildegard Schmidt (070) 3554240Johannes Benkhoff (070) 350686416Kontoverbindung für Beiträge und Spenden: Kontonummer:47.33.18.652 (ABN AMRO)Herausgeber: Der PfarrgemeinderatName:Redaktion: H. Schmidt, L. Hermes Kerkgen Deutschsprach Ka

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