Service-Tipp - Stadtwerke Potsdam

swp.potsdam.de

Service-Tipp - Stadtwerke Potsdam

energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Quartett 3 • 2006

Editorial

Impressum

Herausgeber:

Stadtwerke PotSdam GmbH

Steinstraße 101

14480 Potsdam

telefon: 0331 6619000

Verantwortlich:

Stadtwerke PotSdam GmbH

marketingabteilung

dr. karin Sadowski (V.i.S.d.P.)

Redaktion:

Stefan klotz (ewP, SwP)

karsten Zühlke (ewP)

thomas Stutterich (SteP)

Inge keur (ViP)

Fotos:

Stadtwerke PotSdam GmbH,

so weit nicht anders gekennzeichnet.

Layout:

Peter Sablotny (Stadtwerke)

katrin Janoschek (Stadtwerke)

Titelbild:

Stadtwerke PotSdam GmbH

Foto: mathias marx

Druck:

brandenburgische Universitätsdruckerei

und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

Redaktionsschluss:

18. august 2006

Erscheinungsweise:

Vierteljährliche, kostenlose Verteilung an die Potsdamer

Haushalte. Außerdem in den Kundenzentren,

in einigen ViP-Fahrzeugen und in den Bürgerbüros

der neuen Ortsteile erhältlich.

Zum Titelbild:

Der Geheime Rat Carl Ludwig von Oesfeld beauftragte

den 9-jährigen Karl Friedrich Schinkel

mit dem Neubau des „Temple de Pomona“.

Dieser Tempel gilt als erstes Bauwerk des jungen

Architekten. Interessant ist, dass der nach Vorlagen

griechischer Tempel errichtete Bau nach der

römischen Göttin des Obstsegens benannt wurde,

deren Name sich vom lateinischen Wort pomum

(Baumfrucht) ab. Das Schwarzweißbild zeigt den

Zustand des Tempels im Jahr 990.

Liebe Potsdamerinnen und Potsdamer,

liebe Kunden der STADTWERKE POTSDAM GMBH,

guter Kundenservice ist undenkbar ohne umfassende

Informationen. Deshalb freut es mich sehr,

dass wir Ihnen in dieser Ausgabe gleich drei Informationsangebote

vorstellen können, die neu sind

bzw. komplett überarbeitet wurden. Da wäre zunächst

der Kundenstadtplan, dessen dritte Auflage

den heutigen Gegebenheiten von 006 angepasst

wurde. Er enthält die Kontaktdaten, die für alle unsere Kunden wichtig sind.

Speziell an die neuen, künftigen Kunden richtet sich das umfangreiche „Neubürger-Paket“.

Sie finden darin die richtigen Lösungen für die vielen anstehenden

Fragen, die in der neuen Heimat zu regeln sind. Es wurde gemeinsam

mit der Landeshauptstadt völlig neu entwickelt. Und nicht zuletzt berichten

wir in der vorliegenden Ausgabe über den Relaunch des Internetauftrittes

stadtwerke-potsdam.de, der komplett überarbeitet wurde.

Allen drei Angeboten ist gemeinsam, dass sie in kompakter Form ausführliche

Basisinformationen rund um Energie, Wasser, Entsorgung, Verkehr und Bäder

präsentieren. Aktuelle Informationen erhalten Sie in bewährter Form in Ihrer

„Quartett“. So können Sie heute beispielsweise lesen, welche Berührungspunkte

die STADTWERKE mit dem Theaterneubau haben. Es ist für die EWP

übrigens ein besonders schöner Zufall, dass nahezu zeitgleich zum 50. Jahrestag

der Einweihung des Potsdamer Gaswerkes an gleicher Stelle ein Theater

seine Pforten öffnet. Das ist erlebbarer Strukturwandel und die EWP hat

nicht unerheblich mitgewirkt.

Von der Geschichte zur Gegenwart: Die Benzinpreise sind nach wie vor hoch

und die Deutschen fahren weniger Auto. Neben kostengünstigen Erdgasautos,

die die EWP bereits seit 00 kontinuierlich fördert, ist der öffentliche Nahverkehr

immer eine interessante Option. Am 9. September lädt der ViP zum „Tag

der offenen Tür“ ein. Außerdem, und da sind wir wieder beim Theater, wird

die Schiffbauergasse spät abends besser per Tram angebunden.

Kultur- und Sportangebote gehören zur Lebensqualität. Zum Beispiel

Schwimmangebote. Die BLP leistet hier einiges. Es gibt Kurse für Jung und

Alt, die wir an dieser Stelle gern einmal vorstellen. Desweiteren wird der Einsatz

von Umwelttechnologie bei der STEP vorgestellt. Dort wird aus Deponiegas

Strom erzeugt und die Umwelt entlastet.

Dies und eine Reihe von weiteren interessanten Infos rund um Produkte und

Dienstleistungen der STADTWERKE-Unternehmen finden Sie im vorliegenden

Heft. Darüber hinaus informiert die Stadtverwaltung über das Thema „Bürgerhaushalt“

und lässt auch die 00 jährige Geschichte des Rathauses Revue

passieren. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame Lektüre mit hohem Informationsgewinn.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Paffhausen

Geschäftsführer

PS.: Kurz vor Redaktionsschluss gab es neue, erfreuliche Entwicklungen beim

Projekt Freizeitbad am Brauhausberg, über die wir Sie ebenfalls in dieser Ausgabe

informieren.

Foto: A. Klaer


Inhalt

swp - aktuell energie

wasser

entsorgung

verkehr

bäder

Neuer Internet-auftritt näher am kunden 4

„Neubürger-Paket“ als Hilfe für Neu-Potsdamer /Kundenstadtplan überarbeitet 5

Niemeyer-Bad wieder im Geschäftsgang 6

Rudern: Karsten Brodowski gewinnt Gold bei U WM 7

Rückblick: STADTWERKE-FESTival 006 7 und 4

Vom Gaswerk zum Hans-otto-theater 8

Warum der Energieverbrauch „geschätzt“ wird 8

Erdgasautos: Steuerermäßigt bis 0 8 9

Volkspark Potsdam: Drachenfest und Jazz 9

Sparen bei Heizung und Licht ohne Komforteinschränkung 9

Schön und gesund durch trinkwasser 10

Rückstausicherung schützt vor überfluteten Kellern 0

Mit Hightech im Kanalnetz

Entsorgung von Fäkalgruben jetzt einheitlich geregelt

deponiegas treibt blockheizkraftwerk an 12

Rechtzeitig bestellen: Gehweg-Winterdienst der STEP

Sperrmüll oder Bauabfall?

Städtische Abfallberatung: Neue Ansprechpartnerin

Großbaustelle mit Nutzen für die ViP 14

Kundenbeirat der ViP sucht interessierte Mitglieder 4

Tag der offenen Tür bei ViP 5

Neues Hans-Otto-Theater besser an ViP-Nachtnetz angebunden 5

Schwimmen lernen für Jung und alt 16

Schwimmkurse im Termin-Überblick 6

Erfreuliche Besucherzahlen 7

Dreh in der Schwimmhalle: Gute Zeiten, schlechte Zeiten 7

Das Potsdamer Stadthaus wird 00 8

Bürgerhaushalt 007 0

Schinkels bedeutsamster Kirchenbau

Rätsel 0 / 006 und Rätselauflösung 6

Wichtige Termine für Ihre Pinnwand 7


swp - aktuell - swp - aktuell - swp - aktuell - swp - aktuell

Quartett 3 • 2006

Im September ist es soweit:

Neuer Internet-Auftritt näher am Kunden

Kundenservice, übersichtlich und alles aus

einer Hand: Unter dieser Maxime steht der

neue Internetauftritt der STADTWERKE

POTSDAM GMBH, der Mitte bis Ende September

online gehen wird. Der Start wird

in der Tagespresse bekannt gegeben.

Online-Kundencenter bündelt Service

Fahrausweise für Bus und Bahn online

kaufen, den eigenen Stromverbrauch

übermitteln oder die Öffnungszeiten der

vier Potsdamer Schwimmbäder abfragen:

Zukünftig bieten die STADTWERKE POTS-

DAM Services und Informationen zu den

unterschiedlichen Dienstleistungen übersichtlich

aufbereitet unter www.stadtwerke-potsdam.de.

Im Online-Kundencenter werden die

wichtigsten Services für unsere Kunden

gebündelt. Das Portal der STADTWER-

KE wird damit die zentrale Anlaufstelle

für alle Fragen rund um die Leistungen

in den Bereichen Energie, Wasser, Entsorgung,

Verkehr und Bäder. Die STADT-

WERKE stärken damit die gemeinsame

Service-Infrastruktur und setzen auf Synergieeffekte

– nicht zuletzt zugunsten

von Ihnen als Kunden der vier Unternehmen

der STADTWERKE.

Aufgeräumt und optisch prägnant

Dabei ist das schon aus „Quartett“ bekannte

Farbleitsytem konsequent ausgebaut

worden. Gegenüber früheren Webauftritten

wurden Funktionaliät und Navigation

dem heutigen Standard angepasst.

Auch neue Anforderungen wie die Barrierefreiheit

für Sehbehinderte wurden berücksichtigt.

Zur Erhöhung der Aktualität

setzen die STADTWERKE bei der Datenpflege

auf ein hochwertiges Redaktionssystem.

Die Webseite ist mit den gängigen Browsern

nutzbar, der Acrobat-Reader sollte

auf dem PC des Nutzers installiert sein.

Der neue Auftritt berücksichtigt auch,

dass in den zurückliegenden Jahren die

Verbreitung größerer Bildschirme zugenommen

hat. So sind die Seiten für eine

Auflösung 0 4x768 Pixel optimiert. Die

beauftragte Berliner Agentur interactive

tools entwickelt bereits seit 997 Internetangebote

für große Unternehmen.

Zukunft

Der neue Internetauftritt bildet auch die

Voraussetzung dafür, künftig noch mehr

interaktive Angebote z.B. mit Anbindung

an die Abrechungssysteme zu entwickeln.

4

Dann wird es auch einmal möglich sein,

die Energierechnung online abzurufen.

Die STADTWERKE POTSDAM GMBH wird

zum gegebenen Zeitpunkt darüber in

„Quartett“ und in anderen Medien informieren.

Wir freuen uns darauf, dass Sie den neuen

Auftritt www.stadtwerke-potsdam.de

in den nächsten Wochen besuchen.

www.stadtwerke-potsdam.de

Liebe „Quartett“-Leser,

liebe STaDTwERkE-kunden,

Wir sind auf Ihre Meinungen sehr

gespannt. Deshalb bitten wir Sie, uns

mittels der Karte (3. Umschlagsseite)

Ihre Meinung mitzuteilen. Sie können

natürlich auch das Meinungsformular

online benutzen. Kritik und Anregungen

sind wie auch Hinweise zu weiteren

interessierenden Themen für uns wichtige

Rückmeldungen. Deshalb verlosen

wir unter allen Einsendern drei „iPod

nano“.

Einsendeschluss ist der 31.10.2006.


Stadt und Stadtwerke mit neuem angebot:

„Neubürger-Paket“ als

Hilfe für Neu-Potsdamer

Neu-Potsdamer brauchen besonders viele

Informationen. Dies fängt an bei zukünftigen

Wohngebieten, Freizeit- und Bildungsangeboten

und endet bei Informationen

rund um die STADTWERKE.

Viele Berührungspunkte mit Kunden

Wer neu in Potsdam ist, möchte vermutlich

wissen, wie man mit Tram und Bus am

besten zur neuen Arbeitsstelle kommt,

wo man Fahrkarten erhalten kann oder

welcher Fahrschein für welches Anliegen

der beste ist. Wer in Potsdam ein eigenes

Heim bauen will, benötigt auch Auskünfte

zum Hausanschluss, zur Entsorgung

des Grundstücks und will wissen, wo er

sich über die Preise einer künftigen Energie-

und Wasserversorgung informieren

kann. Da lag es nahe, dass die STADT-

WERKE POTSDAM GMBH diese Informationen

in einem „Neubürger-Paket“ in Kooperation

mit der Stadt zusammengefasst

hat. Ab Mitte September ist es kostenlos

in den Kundenzentren, im Internet sowie

im Bürgerservice der Stadtverwaltung

Potsdam erhältlich.

Ansprechpartner

zu den Infos

Neben genauen Informationen

gibt es gleich

die richtigen Ansprechpartner

samt Telefonnummern

bzw. Öffnungszeiten.

Am umfangreichsten

sind die Informationen

der ViP Verkehrsbetrieb

Potsdam GmbH.

Clevere Lösung für

den Neubürger: Die

Broschüre enthält Tabellen,

in denen zu allen

wichtigen Orten in

Potsdam – vom Krankenhaus

bis zu den

Bädern – die jeweilige

Haltestellen und

Linien, verzeichnet

sind. So finden sich

auch die Neubürger

schnell in Potsdam

zurecht. Herzlich

willkommen!

Inhalt des „Neubürger-Paketes“

+ Liebenswertes Potsdam

– ein Stadtporträt

+ Stadtteile, Bürger- und Bauservice

+ Wohnen in Potsdam

+ Einkaufen in Potsdam

+ Sehenswertes Potsdam

+ Service der STADTWERKE

+ Potsdam erleben mit Bus und Tram

+ Mobil in Berlin und Brandenburg

+ Wichtige Adressen und

Telefonnummern

www.stadtwerke-potsdam.de

5

Service-Tipp

Kundenstadtplan der

STADTWERKE überarbeitet

bereits in der dritten auflage haben die Stadtwerke

dieser tage ihren beliebten kundenstadtplan

herausgebracht. Im Zusammenhang

mit notwendigen aktualisierungen wurde der

Stadtplan im Sommer 2006 komplett überarbeitet

und an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Nahverkehr in die neuen Ortsteile

die neue ausgabe enthält auch die mit der Gemeindegebietsreform

hinzugekommenen ortsteile.

da dies im Zusammenhang mit dem Fahr-

planwechsel im mai dieses Jahres zu vielen Veränderungen

im Nahverkehr führte, sind jetzt die

Linien des öffentlichen Nahverkehrs in die neuen

ortsteile enthalten. auch die bäder der anfang

2005 neu in den StadtwerkeN gegründeten

bäderlandschaft Potsdam GmbH (bLP) sind

jetzt auf der karte verzeichnet.

Serviceinfos rund um die STADTWERKE

Über die Informationen, die ein Stadtplan üblicherweise

bietet, enthält der kundenstadtplan

weitere wichtige Informationen rund um die

Stadtwerke-Unternehmen. So finden sich die

Öffnungszeiten und telefonnummern der kundenzentren,

SteP-wertstoffhöfe und die dort

angebotenen Leistungen bzw. entsorgungsmöglichkeiten.

erhältlich ist „Potsdam. der kundenstadtplan“

zu einem Preis von einem euro in den kundenzentren

der Stadtwerke, deren adressen und

Öffnungszeiten auf der rückseite von „Quartett“

zu finden sind.


Quartett 3 • 2006 swp - aktuell - swp - aktuell - swp - aktuell - swp - aktuell

wirtschaftsminister gab grünes Licht für weitere Prüfung:

Niemeyer-Bad wieder im Geschäftsgang

Nach Überarbeitung der Projektplanung

und intensiven Gesprächen zwischen

Mitarbeitern des Ministeriums für Wirt–

schaft des Landes Brandenburg und

der Landeshauptstadt Potsdam mit der

STADTWERKE POTSDAM GMBH mit

gibt das Wirtschaftsministerium für eine

weitere Prüfung des Fördermittelantrages

für das Freizeitbad in Potsdam durch die

Investitions Bank des Landes Brandenburg

(ILB) wieder grünes Licht. Darüber wurde

der Hauptausschuss der Potsdamer Stadt–

verordnetenversammlung am 6. August

informiert.

Sparpotentiale in der Detailplanung

Unter Berücksichtigung der Hinweise des

Wirtschaftsministeriums haben in den

letzten Monaten die beteiligten Architekten

und Ingenieure auch unter Hinzuziehung

von zusätzlichem externen Sachverstand

die Detailplanung am Freizeitbad fortgesetzt.

„Nur so konnten wir rausfinden,

wo Sparpotenzial zu finden ist“, sagte

der Geschäftsführer der STADTWERKE

POTSDAM Peter Paffhausen. Durch

diese Detailplanung konnten insgesamt

Einsparungen in Millionenhöhe erzielt

werden. So konnten bei der Gründung

der Gebäude, der Verwendung anderer

Materialien beim Fußboden im Keller, beim

Parkplatz u.v.a.m. gespart werden. „An den

Funktionen des Bades, den Wasserflächen

und der Qualität der Freizeitgestaltung für

die Besucher hat sich nichts geändert“,

betonte Peter Paffhausen.

29,7 Millionen Investitonsvolumen

Bürgermeister Burkhard Exner ist froh,

dass die Prüfungen der eingereichten

und zu ergänzenden Unterlagen jetzt

wieder im Geschäftsgang sind. „So

sind wir insgesamt auf gutem Weg zu

einem Freizeitbad in Potsdam“, sagte er.

Besonders erfreulich für den Finanzbeigeordneten

ist die Tatsache, dass die

erreichten Beträge sich im Rahmen des

letzten Beschlusses der Stadtverordneten

6

zum Freizeitbad bewegen. „Mit dem jetzt

erreichten Investitionsvolumen von 9,7

Millionen Euro sind wir knapp unter den

beschlossenen 0 Millionen geblieben.

Eine 80% Förderung plus Kapitaleinsatz

der Stadtwerke von höchstens neun

Millionen schaffen uns die Möglichkeit,

ein funktionsfähiges Freizeitbad und eine

sanierte Schwimmhalle am Brauhausberg

zu errichten“.

Nun heißt es, die weiteren Prüfungen und

Hinweise der ILB abzuwarten.


Presseecho zum Stadtwerke-FeStival:

Fest für die ganze Familie

autogrammkarten zu gewinnen:

Verlosung für Quartett-Leser

Ihnen fehlt noch ein Autogramm Ihres

Lieblingsacts vom diesjährigen Stadtwerke-FeStival?

Verlost werden Autogrammkarten

folgender Künstler: Revolverheld

( x), Keimzeit ( 9x), CITY (7x)

und Peter Maffay (7x). Schreiben Sie uns

bis 5. September!

Stadtwerke Potsdam GmbH

Kennwort: Autogrammkarte (Künstler)

Steinstraße 0 • 4480 Potsdam

7

Im Blickpunkt

Rudern: Karsten Brodowski

gewinnt Gold bei U23 WM

Über einen neuen weltmeister kann sich

die Potsdamer ruder-Fangemeinde freuen.

karsten brodowski heißt der 21jährige Goldmedaillengewinner.

bei der U23-weltmeisterschaft

im rudern, die vom 20. bis 23. Juli im

belgischen Hazewinkel ausgetragen wurde,

fuhr er mit der weltrekordzeit von 6:46,93

minuten der konkurrenz aus Neuseeland und

rumänien davon.

Systematische Aufbauarbeit für 2008

karsten brodowski trainiert bei der Potsdamer

rudergesellschaft e.V. (PrG). Unterstützt wird

er, wie auch die erfolgreiche kathrin boron,

von der energie und wasser Potsdam GmbH

(ewP). beide haben das große Ziel der olympiadeteilnahme

2008 in Peking. der 2,05 meter

große brodowski studiert im dritten Semester

maschinenbau. Vor seinem wm-erfolg hatte

er in diesem Jahr bereits mehrere regatten

– darunter die deutschen meisterschaften in

brandenburg/Havel und mehrere trainingslager

– absolviert.

Nachwuchssportler werben für die Region

die Förderung von Potsdamer Nachwuchssportlern

des olympiastützpunktes ist für die

ewP im rahmen ihres Sponsoringkonzeptes

von herausragender bedeutung. der Sport

transportiert werte wie dynamik, Jugendlichkeit,

Zielstrebigkeit sowie Leistungswillen und

wirbt für die region. Hintergrund speziell der

Nachwuchsförderung ist, dass man den Sportlern

in den Lebensjahren, in denen sie ihre

Höchstleistungen erbringen können, die möglichkeit

zum optimalen training und wettkampf

geben muss. die ewP stellt sich dieser

Verantwortung bereits seit vielen Jahren.


energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Quartett 3 • 2006

eröffnung am 22. September 2006:

Vom Gaswerk zum Hans Otto Theater

Der . September ist in den Kalendern

der Potsdamer dick angestrichen. Die geplante

Neueröffnung des Hans Otto Theaters

an der Schiffbauergasse ist auch für

die STADTWERKE POTSDAM GMBH ein

Tag zum Feiern. Insbesondere die Energie

und Wasser Potsdam GmbH (EWP)

war dabei ein starker Partner der Landeshauptstadt

Potsdam.

Die EWP hat in den vergangenen Jahren

vielfältige Anstrengungen unternommen,

das Areal des Kultur- und Gewerbestandortes

Schiffbauergasse den Kundenwünschen

entsprechend an die Netze

für Strom, Erdgas und Fernwärme sowie

an die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

anzuschließen. Eine

besondere Aufgabe dabei war, den laufenden

Kulturbetrieb mit seinen Künst-

Hintergrund

die wenigsten kunden erhalten ihre

Jahresrechnung zum 31. dezember des

jeweiligen Jahres. dies ist aus organisatorischen

Gründen auch nicht sinnvoll.

ebenso wenig ist es wirtschaftlich,

bei Änderungen der arbeitspreise

flächendeckende Zählerablesungen

durchzuführen. dennoch werden die

Verbräuche, die den jeweiligen Zeitabschnitten

zuzuordnen sind, gesondert

ausgewiesen. So ist jedem ewPkunden

eine entsprechende kostenabgrenzung

möglich.

Schätzung zwischen zwei Ablesungen

der regelfall ist eine einmalige ablesung

im Jahresverlauf. Ändern sich dazwischen

die arbeitspreise, wird der

lern und Besuchern so wenig wie möglich

zu stören und die Kunden auch in der

Bauzeit ausreichend zu versorgen.

Erlebbarer Strukturwandel

Die Schiffbauergasse ist ein interessantes

Beispiel für den Strukturwandel. Denn

die Tatsache, dass das alte, 856 errichtete

Potsdamer Gaswerk an dieser Stelle

stand, kam erschwerend hinzu. So musste

z.B. kontaminierter Boden entsorgt werden.

Der alte Gasometer hingegen wurde

in den Theaterneubau integriert. Bei

der Trassenführung der Ver- und Entsorgungsleitungen

wurde außerdem darauf

geachtet, das Wurzelwerk vorhandener

Bäume möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Die noch ausstehenden Anschlüsse

weiterer Nutzer werden ebenfalls behutsam

für alle Beteiligten realisiert.

Warum der Energieverbrauch „geschätzt“ wird

Verbrauch zeitanteilig mit den neuen

Preisen berechnet. der für das neue

Jahr oder den neuen Preis maßgebliche

Verbrauch wird anhand anerkannter

wichtungstabellen errechnet

– populär ausgedrückt: „geschätzt“.

mit diesen wichtungstabellen, denen

überbetrieblich ermittelte und durch

wirtschaftsprüfer bestätigte erfah-

8

„Lichtachsen“ auf dem Tiefen See

Für die Dauer von 7 Tagen, beginnend

am Tag der Neueröffnung wird die

Lichtinstallation „Lichtachsen“ des Künstlers

Rainer Gottemeier große Aufmerksamkeit

an der Schiffbauergasse und

dem gegenüberliegenden Babelsberger

Park auf sich ziehen. Sechs Lichtachsen

überspannen einen Teil des Tiefen Sees

und werden optisch auf der Theater-Bühne

gebündelt. Während des Flanierens

am Ufer erschließt sich dem Betrachter

das nächtliche Panorama zwischen Architektur,

Fluss-Bild und gestalteter Gartenlandschaft.

Auch hier ist die EWP als Unterstützer

dabei, um dem Theater einen

würdigen Start zu ermöglichen.

Infos zur Verbesserung der Verkehrsanbindung

der Schiffbauergasse durch die

ViP finden Sie auf Seite 15.

rungswerte der deutschen energiewirtschaft

zu Grunde liegen, werden

saisonbedingte temperatur- bzw. Verbrauchschwankungen

mit berücksichtigt.

So wird übrigens auch bei mehrmaligen

erfolglosen ableseversuchen

durch kundenverschulden verfahren.

Option: Zählerstand melden

dennoch kann jeder kunde die jeweiligen

Zählerstände an Stichtagen (z.b.

Preisänderungen, mwSt.-erhöhung)

ablesen und per Post, per Internet, telefonisch

oder im kundenzentrum der

ewP melden. wichtig sind dabei neben

dem Zählerstand die Zähler- und

die kundennummer.

0 66 000


Immer mehr erdgasautos:

Steuerermäßigt bis 0 8

Erdgaswirtschaft und Automobilindustrie

begrüßen die Entscheidung des Bundestages,

die Steuerermäßigung für Erdgas

als Kraftstoff bis 0 8 festzusetzen. Der

Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft

(BGW) sieht darin ein „entscheidendes

Signal für den Ausbau des Tankstellennetzes

in Deutschland“. Bis Ende

007 sollen es rund .000 werden.

Sicherheit hilft Innovationen

Die Autoindustrie hat durch die Fortschreibung

der Steuerermäßigung Planungssicherheit,

z.B. bei der Motoreninnovation.

Die für 008 angekündigte Generation

von Fahrzeugen mit Erdgas-Turboladern

verspricht noch mehr Leistung bei gleich

niedrigen Emissionen. Bis 0 könnte bei

den derzeitigen Planungen eine halbe Million

Erdgasautos auf unseren Straßen unter-

wegs sein. Derzeit gibt es mehr als 55.000

Fahrzeuge. VW, Opel, Mercedes, Ford, Fiat,

Volvo, Citroen und Peugot bieten inzwi-

local*card-Partner Volkspark Potsdam:

Drachenfest und Jazz

Drachenspezialisten aus aller Welt bevölkern

am 9./ 0. September den Wiesenpark

und zeigen am Himmel spektakuläre

Flugobjekte und Drachenflugshows.

Neu sind in diesem Jahr asiatische Drachenbauspezialisten

aus Japan. Sie zeigen

traditionelle, handbemalte folkloristische

Drachen aus Bambus und Papier, bis über

0 Quadratmeter groß! Der Drachenclub

Düsseldorf präsentiert stablose dreidimensionale

Großdrachen.

Kindertheater, Clownshow, Trampolinanlage,

Bogenschießen zum Ausprobieren,

Windspielausstellung, Seifenblasenstation,

Kinderschminken, Teddybär-Fallschirmaktion

und ein Frisbeeturnier mit

den Potsdamer Goldfingers bilden das

Rahmenprogramm. Auch in diesem Jahr

schen Serienfahrzeuge an, darunter auch

Transporter – für Mittelständler eine inte-

ressante Alternative zum Diesel oder Benziner.

Daneben besteht bei vielen weiteren

Marken die Möglichkeit der Umrüstung.

Günstiger Kraftstoff plus 511 Euro

Mit einer Tankfüllung für 0 Euro kommt

ein durchschnittlicher Pkw mit Erdgas rund

45 km weit – der Diesel 46 km, der Benziner

nur 09 km. An der Tankstelle beim

Heizkraftwerk Potsdam-Süd kostet das

Erdgas z.Zt. 0,8 9 Euro/kg. Außerdem

gibt es nach wie vor die Förderung durch

die Energie und Wasser Potsdam GmbH

(EWP), die jedes in Potsdam neu zugelassene

Erdgasauto auf Anfrage mit einem

Tankgutschein in Höhe von 5 Euro fördert.

Haben Sie Fragen zur Förderung von

Erdgasautos? EWP-Ansprechpartner Göran

Böhm berät sie gerne umfassend.

lässt sich der Trubel am Himmel von den

Plätzen vor der Jazzbühne wieder ganz

entspannt beobachten – die Klänge der

im Rahmen des Potsdamer Jazzfestivals

präsentierten fünf Bands verwöhnen das

Publikum akustisch.

Samstag, 09. September, - 8 Uhr

Sonntag, 0. September, 0 - 8 Uhr

Ort: Großer Wiesenpark im Volkspark

Eintritt: 5,- Euro, 7- 6 Jahre ,- Euro

(Ermäßigung für Jahreskartenund

local*card-Inhaber)

9

0 66 97

Spar-Tipps

Sparen bei Heizung und Licht

ohne Komforteinschränkung

Sparen ist gut für das Haushaltbudget. es gibt

eine reihe von möglichkeiten, ohne komforteinschränkungen

energie und damit Geld

zu sparen, insbesondere angesichts der angespannten

Lage auf den energiemärkten.

die immer schneller voranschreitende klimaerwärmung

erinnert daran, den ausstoß des

treibhausgases Co 2 weiter zu verringern.

Richtig heizen und richtig lüften

der richtige dreh am Heizkörper-thermostat

ist bares Geld wert. wenn die temperatur nur

um 1°C gesenkt wird, sinken die Heizkosten

um 6%. Überheizte räume sind zudem ungesund.

Heizen Sie nicht die Umwelt. Vier

kurze Stoßlüftungen (je nach außentemperatur

zwischen zwei und zehn minuten) bei

abgedrehter Heizung sind besser als ständige

Spaltlüftung. wichtig für ein gutes temperaturempfinden

ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen

35% und 65%. trockene Luft wirkt

kälter, deshalb sollten Zimmerpflanzen für

feuchtere Luft sorgen.

Angenehmes Licht mit Energiesparlampen

energiesparlampen und Leuchtstoffröhren

sind die energiesparende alternative zur

Glühlampe. Sowohl bei den Formen als auch

bei den möglichen Lichtfarben hat sich in den

vergangenen Jahren einiges getan. die ersparnis:

bei gleicher Helligkeit wird 80% weniger

Strom verbraucht. wenn kein dimmer

zwischengeschaltet ist, gibt es mit energiesparlampen

keine Probleme.

EWP-Energiesparaktion mit „Pro Potsdam

mieter von „Pro Potsdam“ erwartet im Herbst

eine gemeinsame energiesparaktion mit der

ewP. Nähere Infos werden rechtzeitig veröffentlicht.

aber auch für alle anderen ewPkunden

gibt es Hilfe beim energiesparen, z.b.

im kundenzentrum wilhelmGalerie, Charlottenstr.

42.

0 66 9765


Quartett 3 • 2006 energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Lebensmittel Nummer 1:

Schön und gesund durch Trinkwasser

Wasser ist ein unentbehrlicher Baustein

für funktionstüchtige Hautzellen. Fehlt

dem Körper die Wasserzufuhr, reduziert

sich das Wasser in den Hautzellen, weil

sich der Körper zuerst aus diesem Speicher

bedient. Wer zu wenig trinkt, wird

dies an seiner Haut merken. Deshalb trinken

z.B. Models besonders viel Wasser.

Wir bestehen aus Wasser

Wer zu wenig trinkt, riskiert außerdem

Belastungen für das Herz-Kreislauf-System

und Konzentrationsschwäche. Das

verwundert nicht, wenn man weiß, dass

Blut zu ca. 9 % und das Gehirn zu ca.

90% aus Wasser besteht. Im Schnitt be-

steht der Mensch zu rund 60 - 65% aus

Wasser, wobei muskulöse Menschen einen

höheren Wassergehalt haben als

übergewichtige.

Viele trinken nicht genug

Gerade ältere Menschen haben oft nicht

mehr ein so starkes Durstgefühl. Aber

auch Menschen über 65 Jahre sollten pro

Tag rund ,5 Liter trinken. Mit einer ausgewogenen

Ernährung wird dem Körper

täglich weiteres Wasser zugeführt. Natürlich

kann man Mineralwasser zu sich nehmen.

Aber einfacher und kostengünstiger

ist das Trinkwasser aus dem Hahn. Die

extrem niedrigen Grenzwerte für Schad-

Umwelt-Tipp Rückstausicherung schützt vor überfluteten Kellern

die Folge von Sommergewittern mit

Starkregen sind leider oft vollgelaufene

keller oder tiefgaragen. Gerichtsurteile

besagen, dass Hauseigentümer

bei kanalrückstau für die

Folgen einer kellerüberflutung selbst

aufkommen müssen. abhilfe schaffen

rückstausicherungen, die Leitungen

und Geräte unterhalb der sog. rückstauebene

schützen (s. bild). Sie sind

bei einer entwässerung im trennoder

mischsystem unbedingt zu empfehlen,

um Schmutzwasser, welches

durch die kanäle im Fall des Volllaufens

(u.a. bei Starkregen) nicht mehr

abgeleitet werden kann, vor einem

rückfließen in die keller zurückzuhalten.

Richtige Installation ist entscheidend

Hierbei kommt es unbedingt auf die

richtige Installation und die war-

tung der rückstausicherungen an.

Sie sollten mindestens einmal jährlich

überprüft werden. der aufwand

lohnt sich! Für solche anlagen ist die

DIN EN 12056 maßgeblich. da auch

immer wieder regenwasser oberflächlich

in keller eindringt, sollten

0

stoffe, z.B. Nitrate, stellen sicher, dass

Trinkwasser in Deutschland und auch in

Potsdam eine sehr hohe Qualität hat.

Ganz Vorsichtige kochen das Trinkwasser

ab. Das ist zwar nicht schädlich, aber eigentlich

überflüssig.

Sprudler häufig reinigen

Wer gerne Sprudel mag, ist mit einem

Heimsprudler bestens bedient. Wichtig

wie überall im Umgang mit Lebensmitteln

ist die Hygiene. Richtiges Reinigen nach

den Vorgaben des Herstellers schützt vor

Verkeimung.

www.trinkberater.de

zusätzlich auch die Leistungsfähigkeit

der regenableitung und der Versickerungsanlagen

auf den Grundstücken

sowie die Gefälleverhältnisse

überprüft werden. GefahrensteIlen

sind hier oftmals die Lichtschächte

vor kellerfenstern, in die es reinregnen

kann oder in die bei ebenerdiger

anbindung regenwasser hineinläuft.

Passende Lösung für jeden Bedarf

Um das Überlaufen der kanalisation

bei Starkregen durch eindringendes

Niederschlagswasser zu reduzieren,

sollte das anfallende Niederschlagswasser

möglichst auf den Grundstücken

zurückgehalten und versickert

werden. Hierzu gibt es für jeden bedarf

die passende technische Lösung –

die ewP berät Sie gern.

0 66 80


wartung und Instandhaltung:

Mit Hightech im Kanalnetz

Ein Spruch besagt: „Über die Kanalisation

machen sich der Mensch erst Gedanken,

wenn sie verstopft ist.“ Die aufwändige

Wartung, Instandsetzung und Havariebeseitigung

an Schmutz-, Misch- und Regenwasser-

sowie Hausanschlusskanälen

ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass

das Abwasser störungsfrei in den Kläranlagen

ankommt. Die Havel bildet bei der

Aufteilung von Potsdams Abwassernetz

die natürliche Grenze. Die nördlich (westlich)

der Havel gelegenen Stadtteile leiten

ihr Abwasser in die Kläranlage Potsdam-

Nord, die südlichen (östlichen) ins Klärwerk

Stahnsdorf.

Vorsorge: Reinigung und Instandhaltung

9 Millionen Kubikmeter Abwasser fließen

jährlich durch das Potsdamer Kanalnetz

von 776 Kilometer Länge. Die Wartungsarbeiten

werden heute überwiegend mit

moderner Technik erledigt. Mit Spezialfahrzeugen

sind die zuständigen Fachleute

ständig unterwegs. Mit Hochdruckspülfahrzeugen

werden die Leitungen

gereinigt, die gelösten Ablagerungen mit

Schlammsaugwagen abgesaugt.

Dies passiert vorsorglich in regelmäßigen

Abständen. Dabei wird auch das sogenannte

„Kanalfernsehen“ eingesetzt –

ein kleiner Kamera-Roboter fährt dabei

die unterirdischen Kanäle ab. So können

Störungen viel eher entdeckt und Komplikationen

vorgebeugt werden.

Die Gullys und der Jahrhundertsommer

Die Bedingungen im Kanalnetz sind jahreszeitlich

bedingt unterschiedlich. Durch

die hohen Temperaturen im zu Ende gehenden

Jahrhundert-Sommer sind die

chemischen Prozesse beschleunigt worden,

was stellenweise zu (ungefährlichen)

Geruchsbelästigungen führte. Mit diesem

Problem, das keine Folge von Versäumnissen

im Bereich Kanalnetz ist, hatten

Kanalfernsehen

die meisten deutschen Wasserbetriebe in

den vergangenen Wochen zu kämpfen.

Ärgernis Verstopfung: Was tun?

Wenn es zu Verstopfungen kommt, die

eine Störungsmeldung auslösen, nehmen

sich die Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes

des Problems an. Trotz der modernen

Technik – sie ist die gleiche wie

bei den planmäßigen Arbeiten – müssen

die Kollegen auch selbst Hand anlegen.

Das ist nicht immer ungefährlich, wenn

die Kanalisation als Müllschlucker genutzt

wird. Rasierklingen, Müllreste oder Lappen

gehören dort nicht hinein. In Abwasserpumpwerken

können sie zu größeren

Störungen führen.

Wenn Sie Rohrverstopfungen melden

wollen, die nicht die Abwasser-Hausinstallation

betreffen, nutzen Sie bitte die

EWP-Havarienummer.

0 66 000

Service-Tipp

Entsorgung von Fäkalgruben

jetzt einheitlich geregelt

Im alten Potsdamer Stadtgebiet war die entsorgung

von Fäkalgruben nicht festgeschrieben

und wurde bis ende 2005 durch die Grubenbesitzer

organisiert. In den eingemeindungsgebieten

war die entsorgung bereits per Satzung geregelt.

aufgrund dieser Situation, vielen anfragen

und den gestiegenen ökologischen anforderungen

hat sich die Landeshauptstadt Potsdam

für eine einheitliche Fäkaliensatzung im

gesamten Stadtgebiet entschieden und der energie

und wasser Potsdam GmbH (ewP) die aufgaben

übertragen.

die ewP hat alle bestandsunterlagen erfasst und

nach einer öffentlichen ausschreibung die aufträge

im Juli an mehrere dienstleister vergeben.

als Gebühr für den abtransport einschließlich

der einlassgebühr werden 8,18 euro/m 3 erhoben.

In dieser Gebühr sind derzeit auch zusätzliche

Schlauchlängen und die Umsatzsteuer von

16% enthalten. Änderungen werden von der

Landeshauptstadt Potsdam über das amtsblatt

veröffentlicht.

Günstigere Gebühren als bisher

da die Pauschalgebühren von 8,18 euro / m3 durchgängig günstiger als die bisherigen entsorgungskosten

sind, hat die ewP die dienstleister

bereits seit anfang august beauftragt. die ewP

bittet um Verständnis, dass es gerade am anfang

dieser Umstellung zu abstimmungsproblemen

mit den durch die ewP beauftragten entsorgungsunternehmen

und damit evtl. auch zu

einem höheren zeitlichen bzw. abstimmungsaufwand

bei den betroffenen kunden kommen

kann. Insgesamt ist der organisatorische aufwand

der abrechnung weitgehend automatisiert

und ermöglicht durch die zentrale Zusammenführung

bei der ewP eine ordnungsgemäße

Nachweisführung.

0 66 46


Quartett 3 • 2006 energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

SteP wurde zum Stromerzeuger:

Deponiegas treibt Blockheizkraftwerk an

Bereits im Vorjahr berichteten wir, dass

auf der stillgelegten Deponie Fresdorfer

Heide die Errichtung von zwei Blockheizkraftwerken

geplant ist. Mittlerweile

fand die feierliche Inbetriebnahme statt

und die Stadtentsorgung Potsdam GmbH

(STEP) kann sich seit dem Dezember des

vergangenen Jahres zu den Stromerzeugern

zählen.

Verwertung statt Abfackeln

Hintergrund dieses innovativen Schrittes

ist, dass auf Deponien durch Gärungsprozesse

umweltschädliches Methangas

Service-Tipp

der vergangene winter 2005 /06 war

schneereich und manch ein Grundstückseigentümer

hätte sich einen

dienstleister für den Gehweg-winterdienst

gewünscht. die Stadtentsorgung

Potsdam GmbH (SteP) bietet

privaten und gewerblichen kunden

die Sicherheit, dass sie ihre anliegerpflichten

zur Vermeidung glättebedingter

Unfälle erfüllen können.

Ständiger Kontakt zum Wetterdienst

die SteP mit ihrer Spezialtechnik und

ihrem geschultem Personal steht in

den wintermonaten in ständigem

kontakt mit den meteorologen und

kann deshalb schnell und unkompliziert

auf winterliche Verhältnisse reagieren.

entsteht. Vielfach wird dieses einfach ungenutzt

abgefackelt. Um dies nicht zuzulassen,

hat die STEP ein Gasfassungssystem

mit insgesamt 7 Gasbrunnen errichtet,

in denen das gefährliche Deponiegas

aufgefangen und zum Betrieb der

zwei 6-Zylinder-Gasmotoren genutzt

wird.

Für den Betrieb benötigt jeder Motor zwischen

00 und 0 Kubikmeter Deponiegas

in der Stunde, die von einem Turbolader

mit 60.000 Umdrehungen in der

Minute angesaugt werden. Beide Gasmotoren

leisten zusammen .760 PS und

betreiben mit konstanten .500 Umdrehungen

pro Minute die beiden Generatoren,

die ihrerseits . 5 kW erzeugen.

Ökologische Energiegewinnung

Geplant ist die Lieferung von rund 0.000

Megawattstunden pro Jahr an die E.ON

e.dis. Darüber hinaus plant die STEP die

ökologische Energiegewinnung auf dem

Areal der Deponie Fresdorfer Heide weiter

auszubauen. Mittelfristig ist die Errichtung

einer Fotovoltaik-Anlage geplant.

Doch darüber werden wir zu einem späteren

Zeitpunkt genauer berichten.

Rechtzeitig bestellen: Gehweg-Winterdienst der STEP

Umfassendes Leistungsspektrum

die SteP bietet die räumung von

Schnee, wintersicherung bei Glätte,

den winterdienst für Geh- und radwege,

aber auch für Privatstraßen,

Plätze und betriebshöfe an. Seit 2004

ist die SteP auch für die Straßen der

Landeshauptstadt zuständig.

Sind Sie interessiert?

angebote des winterdienstes (optional

auch im Paket mit Sommerreinigung)

erhalten Sie individuell auf Ihre

Flächen zugeschnitten. bitte wenden

Sie sich am besten noch im September

an die Zentrale auftragsannahme.

0 66 7 66


die Stadtverwaltung bereich Umwelt und Natur, informiert:

Sperrmüll oder Bauabfall?

„Gehören Laminatreste in den Sperrmüll

oder ist das Bauabfall?“ Solche und ähnliche

Fragen treten immer wieder auf.

Deswegen möchten wir als öffentlichrechtlicher

Entsorgungsträger näher auf

die Frage eingehen, was zum Sperrmüll

gehört und was nicht. Darüberhinaus

können Sie sich auch von der Abfallberaterin

Frau Noack unter der Telefon-Nr.:

0 89 796 beraten lassen.

Was ist Sperrmüll?

Sperrmüll ist Abfall aus Haushalten, Kleingartenanlagen

und Erholungsgrundstücken,

der trotz einer zumutbaren Zerkleinerung

nicht in den Restabfallbehälter

passt, weil er zu schwer oder zu sperrig

ist. Damit ist allerdings die oben gestellte

Frage noch nicht beantwortet. Als

kleine Hilfe sei folgendes angemerkt: Bei

Sperrmüll handelt es sich um bewegliche

Haushaltsgegenstände, die man im Falle

eines Umzugs mitnehmen würde bzw.

könnte, wie zum Beispiel Schränke und

Matratzen.

Was ist Bauabfall?

Dagegen verbleiben Einrichtungsgegenstände

wie Badewannen und Waschbecken

in der Wohnung. Solche Sanitäranlagen

gehören zum Bauabfall und sind in

Potsdam von der Einsammlung und Be-

förderung durch die Stadt ausgeschlossen.

Kleinstmengen können jedoch am

Wertstoffhof (Handelshof - , Potsdam-

WaldstadtI) kostenpflichtig angeliefert

werden. Grundsätzlich sind Abfälle, die

bei Bau-, Umbau- oder Reparaturarbeiten

sowie bei Renovierungen anfallen,

kein Sperrmüll. Derartige Abfälle sind als

Bauabfälle bzw. als besonders überwachungsbedürftige

Abfälle (wie zum Beispiel

Asbest) zu entsorgen.

Matratzen, Gartenstühle, Teppiche und sperrige Behältnisse gehören zum Sperrmüll

Sperrmüll aus anderen Herkunftsbereichen

entsorgt die Stadt ebenfalls, solange

es sich um eine haushaltstypische

Art und Menge handelt (ein Schreibtisch

beispielsweise) und der Sperrmüll nicht

schadstoffhaltig sowie kein Produktionsabfall

ist.

Zum Sperrmüll gehören demnach:

Möbel, Möbelteile, Koffer, Teppiche, Matratzen,

Linoleum-Fußbodenbeläge, Spielzeug,

Kinderwagen, etc.

Kein Sperrmüll sind:

Waschbecken, WC, Badewannen, Bau/

Abbruchholz, Gartenzaun/-tür, Fenster,

Türen, Fußbodenbeläge aus Holz, Autoteile,

Grünabfälle, Heizkörper, Farbeimer,

Leuchtstoffröhren, etc.

0 89 796

Service-Tipp

Städtische Abfallberatung:

Neue Ansprechpartnerin

die Landeshauptstadt Potsdam hat seit dem

1. Juni eine neue abfallberaterin: Frau Noack

steht Ihnen unter der telefon-Nr.: 0331 2891796

zur Verfügung und unterstützt Sie mit rat und

tat.

„Ich freue mich, den Potsdamerinnen und Potsdamern

in Sachen abfallentsorgung behilflich

sein zu können,“ erklärt die diplom-Umweltwissenschaftlerin,

deren ausbildungsschwerpunkte

abfallwirtschaft und Umweltrecht waren.

egal ob Sie Fragen zur kompostierung haben

oder wissen möchten, wo Sie Ihre abfälle entsorgen

können oder wann die nächste entleerung

Ihrer abfallbehälter ansteht: Frau Noack gibt Ihnen

täglich telefonisch und zu den Sprechzeiten

gern auch persönlich auskunft.

Auch für die Abfallberaterin ein Ärgernis:

Illegaler Sperrmüll trotz kostenloser Abfuhr

Neben der abfallberatung der Potsdamer bürger

überarbeitet Frau Noack derzeit die Informationen

im Internet zum thema abfallentsorgung

und bereitet einen abfallratgeber vor, der

voraussichtlich ende des Jahres an die Potsdamer

Haushalte verteilt wird.

Kontakt:

Stadtverwaltung Potsdam,

bereich Umwelt und Natur

Friedrich-ebert-Str. 79-81 (Haus 20, Zimmer 117)

14469 Potsdam

e-mail: alexandra.Noack@rathaus.Potsdam.de

Sprechzeiten: di: 9 - 18 Uhr,

do: 9 - 12 u. 13 - 16 Uhr.

0 89 796


energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Quartett 3 • 2006

kulturstandort

Schiffbauergasse

Die Stadt Potsdam plant den Ausbau der

Nuthestraße – L40. Dabei wird der Straßenraum

neu auftgeteilt. Die Baumaßnahme

beinhaltet eine Verschiebung und

Neuverlegung der Straßenbahntrasse aus

der Mittel- in die Seitenlage auf die neu

zu bauende Humboldtbrücke und damit

eine klare Verbesserung für die Tram. Die

Arbeiten auf dem .600 m langen Abschnitt

haben im August 006 begonnen

und sollen bis Ende 008 dauern.

Mehrere neue Haltestellen geplant

Die Seitenlage wird bis zur Einmündung

über die Friedrich-List-Straße beibehalten.

Zur besseren Anbindung des Kul-

Service-Tipp

Die ViP will durch überdurchschnittliche

Qualität im öffentlichen Verkehr überzeugen

und sich ständig verbessern!

Im kundenbeirat, der seit anfang

2000 bei der ViP existiert, können interessierte

bürger ihre Ideen, wünsche

und belange aus den verschiedenen

Stadtteilen im direkten erfahrungsaustausch

mit der ViP kundtun.

der kundenbeirat wird in Planungen

aktiv einbezogen und kommt ca. fünfmal

pro Jahr zusammen. Sitzungen

können in arbeitsgruppen vorbereitet

werden. das Gremium wird für einen

Zeitraum von 3 Jahren neu gewählt.

wir suchen ca. 20 mitglieder,

um unsere kontinuierliche Verbesse-

Zentrum

Ost

Veränderungen im Verkehr der tram auf der Humboldtbrücke:

Großbaustelle mit Nutzen für die ViP

turstandortes Schiffbauergasse ist im Bereich

der westlichen Brückenrampe eine

zusätzliche Haltestelle vorgesehen. Die

Haltestelle Humboldtring/Nuthestraße

wird in süd-/westlicher Richtung verschoben

und erschließt somit besser das

Wohnviertel Zentrum-Ost. Eine neue Haltestelle

unmittelbar nach der Unterführung

Nuthestr. ersetzt die Haltestelle Alt-

Nowawes. Alle Haltestellen werden barrierefrei

gebaut und erhalten modernere

Ausstattungen mit Anzeigen für die Dynamische

Fahrgastinformation (DFI).

Fahrplanänderungen erforderlich

Die ViP ist bemüht, die Einschränkungen

Kundenbeirat der ViP sucht interessierte Mitglieder

rung des öffentlichen Nahverkehrs in

Potsdam zu unterstützen.

Sie sind Potsdamer, ÖPNV-Nutzer in der

Landeshauptstadt, haben eine Jahres-

(abo)karte, und ein wenig Zeit, um

sich aktiv für die ViP einzusetzen,

dann melden Sie sich bitte schriftlich

bis zum 15. September 2006 unter

angabe Ihrer persönlichen daten

und Ihren Gründen für eine mitarbeit

im kundenbeirat, bei uns.

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

Kennwort: Kundenbeirat

Fritz-Zubeil-Str. 96

14482 Potsdam

kundenbeirat@vip-potsdam.de

4

so gering wie möglich zu halten – dennoch

lassen sich Fahrplanänderungen

nicht gänzlich vermeiden. So wird es baustellenbedingt

während der Bauzeit teilweise

zu eingleisigen Streckenführungen

kommen. Während der Anbindung der

neuen Gleise ist Ersatzverkehr erforderlich.

Weitere Baustellen im Herbst 2006

Platz der Einheit / WilhelmGalerie:

.August - 08.September 006

Auswechselung der Gleisbögen von Platz

der Einheit/Nord in Richtung Platz der

Einheit/West und Charlottenstraße mit

Straßenbau sowie Lageregulierung der

Weiche im Haltestellenbereich Platz der

Einheit/West. Sperrung der Busspur und

eine Umleitung der Busse um den Platz

der Einheit.

Bereich Schafgraben:

Mitte September - Anfang Oktober 006

Deckenschluss in der Geschwister-Scholl-

Straße. Die Bauarbeiten erfolgen ohne

Beeinflussung des Tramverkehrs im Zuge

der Sperrung der Schafgrabenbrücke.

Geschwister-Scholl-Straße/Kastanienallee:

(05. 0.- . 0. 006/Oktoberferien)

Einbau einer neuen Weiche im Gleisbogen

Kastanienallee / Geschwister-Scholl-Straße

einschl. Straßenbau. Es erfolgt eine Sperrung

der Kreuzung Geschwister-Scholl-Straße

/ Kastanienallee mit Umleitung des Busverkehrs

sowie am Wochenende 7. / 8. 0.

eine Unterbrechung des Tramverkehrs auf

den Linien 9 und 94. Beide Tramlinien verkehren

jeweils nur bis Platz der Einheit, zwischen

Bhf. Pirschheide und Platz der Einheit

wird Ersatzverkehr eingerichtet.

0 66 4 75


9. September 2006 auf dem betriebshof:

Tag der offenen Tür bei ViP

Am 9. September öffnet der Betriebshof

der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

wieder seine Pforten für alle Potsdamer

und deren Gäste. Einen Tag lang können

sich Interessierte über Straßenbahn- und

Bustechnik informieren oder einfach mit

den Mitarbeitern der ViP in der Fritz-Zubeil-Str.

96 feiern.

Neben einem Musik- und Kinderprogramm

gibt es wieder die Möglichkeit,

selbst eine Staßenbahn zu steuern. Seine

sportlichen Fähigkeiten kann man beim

Straßenbahn-Tauziehen, an der Kletterwand

oder auf der Springburg unter Beweis

stellen.

Viele Vereine der Straßenbahnliebhaber

nutzen wieder die Gelegenheit, ihre Arbeit

zu präsentieren.

Malen, basteln und ihr Wissen testen

können die kleinen Gäste am Verkehrskegel

und an den Holz-Geräten des Spielmobils

kann viel ausprobiert werden.

Tag DER oFFENEN TüR

bei der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH,

auf dem Betriebsgelände Fritz-Zubeil-Str. 96,

Potsdam

9. 9. 2006, 11 - 17 Uhr

TonI KRUSE & Band

Programm

11:00 Uhr Gruppe „Blechzeit“

11:15 Uhr Eröffnung durch den Geschäftsführer M. Weis

11:30 Uhr „Blechzeit“ (Klassik, Schlager, Volksmusik)

12:05 Uhr Line-Dance-Gruppe vom SC Potsdam

12:35 Uhr Montagsorchester - Lieder und Tänze aus aller Welt

13:00 Uhr Kindertheater „Pampelmuse“ (Musik und Tanz)

13:30 Uhr Schülerwettbewerb „100 Jahre Elektrische“

14:30 Uhr Toni KrUSE & Band (rockmusik mit deutschen Texten)

15:30 Uhr Straßenbahn-Tauziehen-Siegerehrung

16:00 Uhr „Creme Fraiche“ (spritzige Tanzmusik)

Bitte nutzen Sie unsere öffentlichen Verkehrsmittel:

Tram 92, 96 bis Haltestelle Abzweig Betriebshof ViP und Bus 690

bis Haltestelle Betriebshof ViP.

Es sind keine Parkplätze vorhanden.

5

Ausflugstipp

Neues Hans Otto Theater

besser an ViP-Netz angebunden

der besuch des kultur- und Gewerbestandortes

Schiffbauergasse garantiert eine Zeitreise zwischen

Vergangenheit und Zukunft: aus einem

„waschhaus“ dringt moderne musik, in einer

„russenhalle“ finden theater-experimente statt,

kinder gehen zu ihrem ersten theatererlebnis in

eine „reithalle“ und in der „Fabrik“ zieht ein

international renommiertes tanztheater die besucher

an. In alten militär- und Industriebauten

hat sich in den vergangenen Jahren eine bunte

kulturszene angesiedelt. das jüngste Glied in

dieser kette ist das markanteste: der Neubau des

Hans-otto-theaters, der am 22. September 2006

eröffnet wird.

Foto: Martin Schmidt-Roßleben

Gleich neben dem theater steht ein weiteres

markantes Gebäude: unten eine mühle, oben

ein zinnenbewehrter wachturm. es ist die Zichorienmühle,

in der vor über 200 Jahren aus der

gerösteten wurzel des Chicorée ein ersatzkaffee

hergestellt wurde. Inzwischen steht sie unter

denkmalschutz und beherbergt ein restaurant.

das Gelände um die Schiffbauergasse ist beides:

ein kultur- und Gewerbestandort.

der blick über teile der Potsdamer kulturlandschaft,

die Lage am rand der Stadt und trotzdem

mittendrin – das hat Unternehmen, die

sich mit Zukunftstechnologien befassen, an diesen

ort gebracht. So finden sich neben früheren

militärbauten moderne bürogebäude.

die Haltestelle Schiffbauergasse wird anlässlich

der eröffnung des theaters ab 22. September

noch besser an das ViP-Netz angebunden. angepasst

an die erwartete Nachfrage wird die tram

93 dann freitags bis sonntags bis ca. 01:00 Uhr

zwischen Glienicker brücke und S Hauptbahnhof

Potsdam fahren.

0 66 4 75


energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Quartett 3 • 2006

kurse der bäderlandschaft Potsdam GmbH:

Schwimmen lernen für Jung und Alt

Tausende Potsdamer haben hier schwimmen

gelernt – im Bad Am Brauhausberg.

Neben dem Schulschwimmen in der .

Klasse bietet die Bäderlandschaft Potsdam

GmbH (BLP) ein umfangreiches Programm

für Jung und Alt.

Kindergartenschwimmen

Jung heißt hierbei ab 5 Jahre. Das Angebot

richtet sich an Kita-Gruppen, die gemeinsam

schwimmen lernen wollen. Die

guten Erfahrungen mit Potsdamer Kitas,

(u.a. „Am Storchennest“, „Sonnenblume“

und „Märchenland“) zeigen, dass

dieses Angebot ankommt. Die Kurse dauern

0 Stunden und finden nach Absprache

- mal pro Woche vormittags statt.

Der Preis beträgt pro Kind 7 ,- Euro.

Individuelles Kinderschwimmen

Nachmittags findet das individuelle Kinderschwimmen

ab 5 Jahre zum gleichen

Preis statt. Die Eltern können während

des Kurses im großen Becken (gegen Ein-

Service-Tipp

kindergartenschwimmen

kinderschwimmen

tritt) schwimmen oder die Zeit im Bistro

verbringen. Die Gruppen umfassen zehn

bis zwölf Kinder ab 5 Jahren. Ein Kursus

dauert ca. sieben Wochen ( 0 Stunden).

Ärztliches Attest und „Seepferdchen“

Zwingend erforderlich ist vor Kursbeginn

ein Attest vom Kinderarzt, nicht älter als

4 Wochen. Eine Badekappe mit Name erleichtert

das Ansprechen der Kinder, Badelatschen,

Handtuch, Duschbad und Badehose

sind ebenfalls erforderlich. Ziel

der Kurse ist das „Seepferdchen“. Zu dessen

Erwerb müssen die Kinder vom Beckenrand

springen, 5 Meter schwimmen

und einen Gegenstand aus schultertiefem

Wasser heraufholen. Der Erwerb des

„Seepferdchens“ ist aber kein Zwang.

Erwachsenen- und Technikkurse

Die nächsten Schwimmkurse für Erwachsene

finden wieder im Winter statt und

dauern ebenfalls 0 Stunden. Preis pro

Teilnehmer: 9 (ermäßigt 7) Euro.

6

Manch ein Erwachsener oder Jugendlicher

kann zwar schwimmen, möchte jedoch

seine Technik verbessern. Dafür sind

die zehnstündigen Technikkurse (für jede

der 4 Schwimmarten Brust, Rücken, Kraul

und Delphin) die Alternative. Der Preis

liegt bei 9 (ermäßigt 7) Euro. Die

Kurstermine werden individuell durch die

Schwimmhallenleitung festgelegt.

Abnahme der Schwimmstufen

Neben dem „Seepferdchen“ werden der

„Seeräuber“ ( 00 Meter Schwimmen, fünf

Meter weit tauchen) und die Schwimmabzeichen

(bronze, silber und gold – jeweils

für Jugend und Erwachsene) abgenommen.

Möglich ist dies am Wochenende,

außerdem werktags auf Anfrage oder Anmeldung.

Preis: 0 Euro plus Eintritt.

Eine Übersicht aller Schwimmkurse im

Bad Am Brauhausberg und im Kiezbad

Am Stern samt Kontaktdaten finden Sie

im Kasten unten.

bad am brauhausberg kiezbad am Stern

2-3 x pro woche 09:00 -11:00 Uhr

(nach absprache)

mo, mi, fr jeweils 14:45 /5:45 /16:45 Uhr

nächste kurse: 22.09. bis 06.11.2006

08.11. bis 22.12.2006

2-3 x pro woche 09:00 -11:00 Uhr

(nach absprache)

di, mi, do jeweils 15:00 Uhr

mo +mi u. di+do jeweils 16:00 /17:00 / 18:00 Uhr

kurse ab 18.9.06; Neuanmeldung ab Jan `07

erwachsenenschwimmen individuelle termine do 18:00 -19:00 Uhr + individuelle absprache

technik-Schwimmkurs individuelle termine ---

abnahme der Schwimmstufen sa/so und werktags nach absprache nach absprache

anmeldung/kontakt

Schwimmkurse im Termin-Überblick

Hinweise zu Veranstaltungen in den Potsdamer Bädern finden Sie im Internet.

0 66 9850 Fax: 66 985 0 66 9840 Fax: 66 984

www.potsdams4baeder.de


Ferienfazit der bäderlandschaft:

Erfreuliche Besucherzahlen

Die zurückliegenden Sommermonate mit

den großen Ferien hatten auf die Besucherzahlen

der Strandbäder der Bäderlandschaft

Potsdam GmbH (BLP) äußerst

positive Auswirkungen – nicht zuletzt wegen

der sehr sommerlichen Witterung.

Die Freiluft-Besucherbilanz lag bis zum

Redaktionsschluss (Mitte August) sogar

leicht über der des Jahrhundertsommers

00 .

Strandbad Park Babelsberg

Jeweils rund .000 Besucher waren an

den warmen Sommertagen an der traditionellen

Badestelle im Babelsberger

Park zu verzeichnen. Die Badegäste hatten

Spaß im schönen Ambiente in einer

der schönsten Parkanlagen Potsdams.

Erwachsene und Familien waren ebenso

vertreten wie Schulklassen und Kitagruppen.

Waldbad Templin

Auch das Bad am Templiner See wurde

sehr gut besucht. Angebote wie Fahrten

mit der Spaßbanane und der Verleih Surfboards

und Wakeboards erfreuten sich

dabei hoher Beliebtheit. Insgesamt waren

bis zu . 00 zahlende Besucher pro Tag

im Waldbad Templin.

Hervorzuheben ist auch die hohe Disziplin

der Badbesucher, so dass es keine

tragischen Ereignisse bei der BLP gab.

Die Schwimmmeister hielten sich u.a. mit

den vorgeschriebenen Rettungsübungen

fit, um für Ernstfall vorbereitet zu sein.

Regulär sind die Strandbäder bis 5. September

geöffnet. Abhängig von der Witterung

kann dies noch verlängert werden.

Das wird dann per Tagespresse und

Aushängen in allen Bädern der BLP bekanntgegeben.

Bitte beachten Sie: Ab .

September beginnt die Nebensaison mit

Öffnungszeiten von 0:00 bis 9:00 Uhr.

Brauhausberg: Experiment gelungen

Das „Bad Am Brauhausberg“ war diesmal

gegenüber den Vorjahren auch in

den Sommerferien geöffnet. Mit Erfolg,

denn das Angebot, an der angestammten

Stelle schwimmen zu gehen und dabei

auch keinerlei Probleme mit Hitze

oder Sonnenbrand zu bekommen, wurde

durchschnittlich von 50 Besuchern

pro Tag angenommen. Nebenbei konnte

die BLP durch die Ferienöffnung auch

einen Ausgleich für die sicherheitstechnisch

bedingte Hallenschließung im Frühjahr

schaffen.

7

Im Blickpunkt

Dreh in der Schwimmhalle:

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

am 1. Juni 2006 war im bad am brauhausberg

alles anders als sonst. an diesem tag

bestimmten Schauspieler, kameramänner,

tonspezialisten und Scheinwerfer die Szenerie.

Gedreht wurde eine Folge der beliebten Vorabend-Soap

„Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“

(GZSZ). Seit märz 1992 strahlt rtL die beliebte

Soap aus - mit durchschnittlich 4,5 millionen

Zuschauer pro Folge.

In der episode musste Paula (dargestellt von

Josephine Schmidt) ihre Höhenangst durch einen

Sprung vom drei-meter-brett besiegen.

denn für die erfüllung ihren wunsches, Polizistin

zu werden, wäre diese angst hinderlich.

Um John (Felix von Jascheroff) zu helfen sprang

sie aber letztlich doch, wie man ende Juli auf

dem bildschirm sehen konnte. Zu sehen waren

aber nicht nur Schauspieler. mit björn meding

und Ulrike Lortz gaben zwei Schwimmmeister

der bäderlandschaft Potsdam GmbH als Statisten

ihr bildschirmdebüt.

„John“, Ulrike Lortz (BLP-Schwimmmeisterin),

„Paula“ und Björn Meding (Leiter Bad Am Brauhausberg)

nach getaner Arbeit (v.l.n.r.).


energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

Quartett 3 • 2006

„tag der offenen tür“ im dezember:

Das Potsdamer Stadthaus wird 00

Sicher ist: Die Arbeiten am neuen Sitz des

Regierungspräsidenten in Potsdam, dem

heutigen Stadthaus, wurden im Januar

907 abgeschlossen. Bekannt ist auch

der Name des Präsidenten für den Regierungsbezirk

Potsdam zu dieser Zeit: Rudolf

Wilhelm Graf von der Schulenburg. Niemand

aber weiß genau, ob und wie viele

Beamte zu dieser Zeit bereits im Hause

tätig waren. Niemand weiß mehr, ob es

eine offizielle Einweihungsfeier gab mit

den Honoratioren der Stadt oder einem

Mitglied der kaiserlichen Familie. Vergeblich

sucht man in Potsdamer Stadtarchiv

und im Landeshauptarchiv Brandenburg

nach Informationen darüber. Es gibt keine

Chronik dieser Ereignisse und ein Blick

in alte Zeitungsbestände zeigt, dass die

Ausgaben 904 bis 909 vollständig fehlen.

So müssen wir uns mit dem begnügen,

was gesichertes Wissen ist.

Regierungsgebäude für 25 Kreise

Die Planungen für das heutige Stadthaus

in Potsdam begannen bereits 88 ,

schreibt Johanna Neuperdt, ehemalige

Mitarbeiterin der Unteren Denkmal-

schutzbehörde, in einem Aufsatz über

den kaiserlichen Bau. Entstehen sollte ein

Regierungsgebäude für den Regierungsbezirk

Potsdam, zu dem damals neben

Charlottenburg, Neukölln und Wilmersdorf

noch weitere Kreise gehörten.

Verantwortlich für die Planungen und die

Bauausführung war der Geheime Oberbaurat

Paul Kieschke. Großer Wert wurde

„auf eine wirkungsvolle Gliederung der

Baumassen und auf eine monumentale

Wirkung des Gebäudes gelegt“, schreibt

Neuperdt und zitiert, dass eine „reichere

Durchbildung des Äußeren in den Formen

friderizianischer Renaissance“ gefordert

worden sei. Kieschke, der bereits im

März 905 starb, versah den Bau mit einer

von der Straße zurückgesetzten außerordentlich

repräsentativen Front im

Stil des Neubarock. Die Kuppel über dem

Mittelbau erinnert an das Schloss Charlottenburg

in Berlin. Der südliche (linke)

Flügel des Hauses sollte dem Regierungspräsidenten

als Wohnung dienen.

Fünfjährige Bauzeit

Der von Paul Kieschke 90 gefertigte

Entwurf für Grundrisse und Fassaden des

Gebäudes stimmt weitgehend mit dem

fertigen Bau überein. Weitgehend, denn

Kaiser Wilhelm II. hatte eigene Wünsche,

die zu berücksichtigen waren. U.a.: „Die

Giebel über den Fenstern des . Stocks

(eine Treppe hoch) sollen oben rund,

nicht durchbrochen ... sein.“ Und: „Auf

den Kartuschen der Giebel der beiden

vorspringenden Flügel ist der kaiserliche

Namenszug anzubringen.“ Man wird

8

heute vergeblich danach suchen. Insgesamt

wurde auf kaiserlichen Wunsch die

Fassadendekoration vereinfacht.

Die Bauarbeiten begannen im Oktober

90 . Die Außenfront zur Friedrich-Ebert-

Straße wurde in Sandstein ausgeführt.

Im Innern wurden die Treppenhäuser

mit besonderer Sorgfalt behandelt. Die

etwa 6 Meter hohe Treppenhalle wird

von einem Moniergewölbe abgeschlossen.

Die Wangen der Treppenläufe sind

aus feinem gelblichen Kottaer Stein hergestellt.

Zwei weitere Treppenhäuser sind

rund, das südliche aus rotem Miltenberger,

das nördliche aus weißem Nesselberger

Sandstein. Das Stadthaus hat heute

insgesamt 478 Räume. Seine Größe beträgt

05 (Straßenfront) mal 0 (Tiefe)

mal 45 Meter.

Schlicht eingerichtete Amtsstuben

Im Januar 907 war der Neubau fertig.

Insgesamt kostete die Errichtung des neuen

Regierungsgebäudes in Potsdam die

damals stattliche Summe von .7 . 00

Mark. So repräsentativ wie sein Äußeres,

Fotos: Stadtverwaltung Potsdam/

H. Kreft (5), Michael Lüder


so schlicht und pragmatisch waren und

sind (!) die Amtsstuben eingerichtet, in

der Regel ,50 x , 7 Meter groß. Ähnliche,

ebenfalls von Kieschke entworfene

Bauten finden sich in den damals preußischen

Städten Minden und Koblenz.

„So bildet die Dachlandschaft des Regierungsgebäudes

mit den Türmen des

im Neorenaissancestil überformten kleinen

Stadtpalais’ nebenan und den neogotischen

Türmen des Nauener Tores

ein baugeschichtlich interessantes und

zugleich äußerst malerisches Bild ...“,

schreibt Neuperdt.

Schwere Zeiten und ein Umzug

Überlieferungen zum Stadthaus gibt es

seit der Zeit, als es Sitz der Stadtverwaltung,

seit 947 „Rat der Stadt“ genannt,

wurde. Lassen wir die Leiterin des Stadtarchivs

Angelika Schulz selbst sprechen:

„Mit der Auflösung der Länder in der

DDR 95 konnten alle Abteilungen der

städtischen Verwaltung im ehemaligen

Regierungsgebäude untergebracht werden.

Aus einem Artikel in den ,Brandenburgischen

Neuesten Nachrichten‘ vom

07.08. 95 , geht hervor, dass der Rat der

Stadt umzieht. Unter der Überschrift ,Akten

rollen durch die Stadt‘, erfahren wir,

dass in diesen Tagen lebhafter Umzugsverkehr

in den Straßen herrschte. Die näheren

Umstände sind nach der Aktenlage

nicht nachvollziehbar. Mit Sicherheit war

der Umzug eine zusätzliche Belastung für

die Angestellten, denn die Amtsgeschäfte

mussten aufrecht erhalten werden.

Mangelhafte Zustände in allen Lebensbereichen,

persönliche Nöte und Sorgen der

Bevölkerung waren das Tagesgeschäft in

den Dienststellen. Beispielgebend hierfür

die Zuteilung von Wohnraum und Einstufung

von Lebensmittelkarten. In diesen

kargen Zeiten war eine steigende Belastung

der zentralen städtischen Verwaltung

zu verzeichnen. Täglich konnten bis

zu 5000 Besucher in der Verwaltung registriert

werden. 95 war ein entscheidendes

Jahr für die Arbeit in der Verwaltung,

das gekennzeichnet war durch einen

einschneidenden Verwaltungsumbruch.

Es wurden neue Strukturen gebildet,

Potsdam wurde in drei Stadtbezirksverwaltungen

aufgeteilt.

Selbst bei der äußeren Betrachtung des

überlieferten Aktenmaterials zeigt sich

deutlich die nachkriegsbedingte Mangelwirtschaft.

So wurden z.B. für innerdienstliche

Schreiben die Rückseiten von

Plakaten beschrieben oder auch Durchschriften

von Schreiben rückseitig wieder

beschrieben.

Auch für das Stadtarchiv ist das Jahr

95 ein Neubeginn. Mit seinen damals

ca. 500 Aktenmetern fand es seinen Platz

in der ehemaligen Bibliothek der Landesregierung,

in der heute die Verwaltungsbibliothek

der Stadtverwaltung untergebracht

ist. Archivbestände, die während

der Kriegsjahre an unterschiedlichen

Standorten ausgelagert waren, konnten

wieder zusammengeführt werden. So findet

man in einer Akte den Vermerk: ,Das

Archiv ist wieder in der Verwaltung und

steht den Stadträten für ihre Arbeit zur

Verfügung‘“.

Noch einmal ein Neubeginn

erfolgte 990 mit einer

neuen Stadtverordnetenversammlung

und einer

neuen Verwaltung.

Ein Tag der Offenen Tür

Am Sonntag, dem 0.

Dezember 006, wird es

im Stadthaus einen Tag

der offenen Tür geben,

gedacht als Abschlussveranstaltung

zum „Jahr

der Architektur 006“ in

Potsdam und als Auftakt

zur Würdigung des Rathaus-Jubiläums.

Von bis 7 Uhr werden

9

die Türen des Hauses offen stehen, werden

musikalische Darbietungen, Informationen

zur Geschichte des Hauses, Führungen

und eine Ausstellung Besucher

unterhalten. Für Kinder sind Märchenlesungen

in der historischen Bibliothek geplant.

Räume des Stadthauses, darunter

der Plenarsaal, das Büro der Stadtverordnetenversammlung

und das des Oberbürgermeisters,

das Standesamt und der Bürgerservice

werden Neugierigen offen stehen.

Neben Mitarbeitern der Verwaltung werden

der Oberbürgermeister, die Beigeordneten

und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung

als Gesprächpartner

für die Besucher des Hauses zur

Verfügung stehen. Auch das Stadtarchiv

gleich neben dem Stadthaus wird an diesem

Tag seine Pforten öffnen.

Es lohnt sich also, sich diesen Termin

jetzt schon vorzumerken: 0. Dezember,

Stadthaus. HK

Für Interessierte:

Johanna Neuperdt: Das Regierungsgebäude

in Potsdam, in: Kristina Hübener

(Hrsg): Preußische Verwaltungen und ihre

Bauten 800 bis 945, Verlag für Berlin-

Brandenburg, Potsdam 00 , ISBN -

9 50 5- 4-4

Oliver Hell: Das Regierungsgebäude in

Potsdam ( 90 - 907) von Paul Kieschke,

Magisterarbeit, Freie Universität Berlin,

Kunsthistorisches Institut 004


Quartett 3 • 2006 energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

bürgerkommune Potsdam:

Bürgerhaushalt 007

Am 5. Mai 004 hat die Stadtverordnetenversammlung

beschlossen, Potsdam

zu einer Bürgerkommune zu entwickeln.

Was bedeutet das?

In einer Bürgerkommune verstehen sich

die Bürgerinnen und Bürger als Teil einer

Gemeinschaft und setzen sich demzufolge

für die Entwicklung ihrer Stadt ein.

Als Diskussionsgrundlage für Potsdams

Weg zur Bürgerkommune wurde der Entwurf

eines Leitfadens erarbeitet, der im

Internet unter www.potsdam.de/buergerkommune

abgerufen werden kann. Hier

können die interessierten Potsdamerinnen

und Potsdamer Vorschläge machen

und/oder sich mit Ihrer E-Mail Adresse

eintragen, um künftig über Termine und

Themen zur Bürgerkommune informiert

zu werden.

Der Leitfaden Bürgerkommune wird derzeit

mit Vereinen, Initiativen und Bürgern

der Landeshauptstadt Potsdam diskutiert.

Der Bürgerhaushalt bildet dabei das

Kernelement der praktischen Umsetzung

des Leitfadens zur Bürgerkommune.

Ziele des Bürgerhaushaltes

Der Bürgerhaushalt stellt eine besondere

Form der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen

und Bürger an der Haushaltsplanung

der Kommune dar. Er hat drei zentrale

Ziele:

• Es soll Transparenz über den Haushalt

und die Haushaltsplanung geschaffen

werden.

• Es soll den Bürgerinnen und Bür-

gern ermöglicht werden, durch einen

intensiven Dialog mit Politik und Verwaltung

an der Haushaltsplanung teilzuhaben,

um damit eine Verbesserung

des Verhältnisses zwischen Bürgerschaft,

Politik und Verwaltung zu

erreichen.

• Der Bürgerhaushalt dient einerseits

als Entscheidungshilfe für die Politik

und erhöht anderseits die Akzeptanz

politischer Entscheidungen in der Bürgerschaft.

Bilanz des Bürgerhaushaltes 2006

Der Prozess des Bürgerhaushaltes wurde

erstmalig für das Jahr 006 mit seinen

0

drei Phasen Information, Konsultation

und Rechenschaft durchgeführt. Die Bürgerinnen

und Bürger hatten bei drei Veranstaltungen

die Möglichkeit, sich zu

informieren und sich mit ihren Fragen,

Vorstellungen und Anregungen selbst

einzubringen.

Die erste Veranstaltung fand am

8. 0. 005 in der Aula des Einstein-

Gymnasiums statt und wurde zur Vorstellung

bzw. Strukturierung des Bürgerhaushaltes

genutzt. Dabei konnten die

Bürgerinnen und Bürger Vorschläge erarbeiten,

die als sogenannte „Sparschweinvorschläge“

gesammelt wurden. Im Kern

ging es darum, die Finanzierbarkeit eigener

Vorschläge zu prüfen: Wer etwas

verändert haben wollte, musste darüber

nachdenken, worauf er im Gegenzug verzichten

würde.

Die zweite Veranstaltung fand ebenfalls

in der Aula des Einstein Gymnasiums

am . . 005 statt. Bei dieser zweiten

Veranstaltung stellte die Landeshauptstadt

Potsdam ihre Aufgabenbereiche

vor. Erneut konnten die Potsdamerinnen

und Potsdamer Vorschläge erarbeiten

und diskutieren. Sämtliche Anregungen

wurden in einer Liste zusammengefasst.

Diese Liste wurde am 07. . 005 mit der

fachlichen Beurteilung der Verwaltung

an die Stadtverordnetenversammlung

übergeben. Bis zum Beschluss des Haushaltes

006 am 5.0 . 006 hatten sich

noch nicht alle Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung

mit der Liste


efasst. Die Liste der Bürgervorschläge

hätte dann unter Berücksichtigung der

Entscheidung des Finanzausschusses im

März 006 beschlossen werden können.

Dies fand in der Stadtverordnetenversammlung

jedoch keine Mehrheit. Oberbürgermeister

Jann Jakobs hat jedoch

zugesagt, die Vorschläge, die nach dem

Votum des Finanzausschusses umsetzbar

waren, im Rahmen des beschlossenen

Haushaltes zu berücksichtigen.

Die dritte Veranstaltung fand am

06.04. 006 im Malteser Treffpunkt Freizeit

am Neuen Garten 64 statt. Diese

Veranstaltung nutzte die Stadtverwaltung,

um den Prozess Bürgerhaushalt

006 und die Stellungnahmen der Verwaltung

zu den Vorschlägen in anschaulicher

Form darzustellen. Für Fragen und

Diskussionen standen die Leiter der einzelnen

Fachbereiche zur Verfügung. Bei

einer Podiumsdiskussion erörterten die

Fraktionsvorsitzenden und der Oberbürgermeister

Möglichkeiten zur Weiterentwicklung

des Bürgerhaushaltes und stellten

sich den Fragen der interessierten

Bürger.

Der Bürgerhaushalt 2007

Um die Zusammenarbeit zwischen Politik

und Verwaltung zu verbessern und

aufgrund der Erfahrungen im Jahr 006

wurde eine Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt

gebildet. Dieser gehören die Vorsitzende

der Stadtverordnetenversammlung

Birgit Müller, Bürgermeister Burkhard

Exner, Vertreter der einzelnen Fraktionen

der Stadtverordnetenversammlung sowie

der Zentralen Steuerungsunterstützung

der Stadtverwaltung an.

Hinzu kommt, dass die Reform des Rechnungswesens,

an der in der Stadtverwaltung

zurzeit sehr intensiv gearbeitet

wird, die Transparenz erhöht und zudem

die Möglichkeit bietet den Haushalt einer

Kommune strukturierter und einfacher

darzustellen. Daher hat sich die Landeshauptstadt

Potsdam entschlossen, als

Pilotkommune bei der Reform des kommunalen

Rechnungswesens im Land

Brandenburg tätig zu werden. Dies erfordert

u.a. auch einen erheblichen Personaleinsatz,

weshalb sich als notwendig

erweist, sich im Rahmen des Bürgerhaushaltes

007 verstärkt auf die Informationsbereitstellung

zum Haushalt zu konzentrieren.

Dies erfolgt über Broschüren,

Flyer und im Internet. Dennoch wird es

die Möglichkeit geben, Vorschläge zum

Bürgerhaushalt 007 über das Internet

einzubringen.

Eckwerte für den Bürgerhaushalt 2007

Für das Jahr 007 hat die Stadtverordnetenversammlung

einen Eckwertebeschluss

gefasst, durch den der jährliche

Fehlbetrag begrenzt und Eckwerte für

die Budgets vorgegeben werden. Diese

Eckwerte bilden zugleich die Diskussionsgrundlage

für den Bürgerhaushalt 007.

Der Haushalt der Landeshauptstadt

Potsdam wird im Jahr 007 mit einem

jährlichen Fehlbetrag von 0, Mio.

EURO geplant. Dabei stehen allgemeine

Finanzierungsmittel in Höhe von

58. 08.900 EURO zur Verfügung. Diese

setzen sich z.B. aus Schlüsselzuweisungen

(Mittel die vom Land Brandenburg

oder dem Bund gezahlt werden), Steuern

(Grundsteuern, Unternehmenssteuern,

Hundesteuern u.s.w.) und Zinseinnahmen

zusammen.

In der folgenden Grafik ist ersichtlich,

wie die laufenden Mittel im Eckwertebeschluss

auf die einzelnen Budgets aufgeteilt

wurden.

Auf dieser Grundlage wird derzeit von

der Stadtverwaltung der Entwurf des

Haushaltes 007 erarbeitet.

Wegen der Umstellung auf das neue

Rechnungswesen wird die Beschlussfassung

jedoch erst im ersten Halbjahr 008

erfolgen. Weitere Informationen über den

Haushalt der Landeshauptstadt und die

Projekte „Bürgerkommune“ und „Bürgerhaushalt

in Potsdam“ erhalten Sie im

Internet unter www.potsdam.de.

Ausblick: Ein Neubeginn 2008

Parallel dazu wird intensiv darüber nachgedacht,

wie mit dem Haushalt 008

ein neuer Anfang auch für den Bürgerhaushalt

gefunden werden kann. Dafür

will sich die Landeshauptstadt die Erfahrungen

zunutze machen, die im Berliner

Stadtbezirk Lichtenberg mit ähnlichen

Vorhaben gemacht worden sind.

Bürgerhaushalt und Bürgerkommune sind

und bleiben wichtige Entwicklungsziele

für Potsdam, gerade auch im Interesse

der Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Sven Heise

Stadtverwaltung Potsdam


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Quartett 3 • 2006

Potsdamer architekturgeschichte:

Schinkels bedeutsamster Kirchenbau

Das Brandenburger Jahr der Architektur

und das gleichzeitige Schinkeljubiläum

lenken gleichermaßen die Aufmerksamkeit

auf die das Potsdamer Stadtbild maßgeblich

prägende Nikolaikirche. Diese zählt

zu den Hauptwerken des berühmten märkischen

Architekten und reiht Potsdam ein

unter die Städte mit architektonisch bedeutsamen

Gebäudekuppeln.

Vorgängerbauten

Bereits der früheste deutsche Siedlungsring

von Häusern im Raum des Alten

Marktes wies eine schlichte christliche Kirche

gleichsam als Wahrzeichen auf. An die

Stelle der um 600 der Heiligen Katharina

geweihten Parochialkirche trat ab 7

ein Neubau, für den der bekannte Baumeister

Philipp Gerlach den Entwurf eines

Zentralbaus über dem Grundriss eines

griechischen Kreuzes geliefert hat. Die

7 4 dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche

stellte mit ihrem Turm weiter einen architektonischen

Blickfang im Stadtbild dar.

Der Bau der Heiliggeistkirche hatte zu dieser

Zeit noch nicht einmal begonnen und

die Garnisonkirche bekam erst in Gestalt

Erste Nikolaikirche 1755

F. Mielke, Potsdamer Baukunst

des ab 7 0 errichteten . Kirchenbaus ihren

überragenden Turm. Im Zuge des Neubaus

der Stadtkirche wurde auch ihr Kirchhof

vor das Berliner Tor verlegt.

Alter Markt mit Blick auf die Nikolaikirche,

Johann Friedrich Meyer, 1771

(aus: Giersberg/Schendel,

Potsdamer Veduten, Potsdam 1981)

Im Zuge der von ihm verfolgten Stadtverschönerung

ließ König Friedrich II. die Kirche

75 mit einem Portal und mit Arkaden

baulich ausschmücken. Die Kirchenvorsteher

hatten vergeblich versucht, den

König von seinem Vorhaben abzubringen,

weil die Anbauten das in die Kirche fallende

Licht reduzierten. Sie befürchteten,

dass die Gesangbücher ihrer Bestimmung

kaum noch gerecht werden konnten. Aber

der König soll die Beschwerdeführer der

Anekdote zufolge mit dem Bonmot abgefertigt

haben: „Selig sind die, die nicht sehen

und doch glauben.“ Das Vorbild für

das umstrittene Portal lieferte die erst ein

Jahrzehnt zuvor errichtete Fassade von

Santa Maria Maggiore in Rom. Allerdings

war die dortige weiter und lichtdurchlässiger

als der Potsdamer Nachbau. 795

brannte die Kirche weitgehend aus. Lediglich

die friderizianische Schaufassade blieb

noch bis 8 stehen.

Die Zwischenlösung

Bittgesuche des Magistrats und der Nikolaigemeinde

um einen Neubau lehnte

König Friedrich Wilhelm III. lange ab. Es

bestand schon der Plan, die bei St. Niko-

Blick auf Potsdam von Xaver Sandmann um 1855

(aus: Giersberg /Schendel, Potsdamer Veduten,

Potsdam 1981)

lai Eingepfarrten auf andere Kirchengemeinden

zu verteilen. Erst 8 6 gab der

König dem Drängen des zuständigen Bischofs

nach und beauftragte Karl Friedrich

Schinkel ( 78 - 84 ) mit dem

Bauentwurf.

Dem Architekten traten von Anfang an

zwei unvereinbare Konzeptionen entgegen.

Der königliche Auftraggeber favorisierte

die Bauform der Basilika, versehen

mit einer Zweiturmfassade. Dem architekturinteressierten

Kronprinzen war dagegen

an einer im Stadtbild dominanten

Kuppel gelegen. Schinkel sah sich von beiden

Seiten bedrängt und arbeitete meh-

Brand der Nikolaikirche 1795, Franz Hillner

(aus: Giersberg/Schendel,

Potsdamer Veduten, Potsdam 1981)

rere Entwürfe aus. Gleichwohl bevorzugte

auch er ein Kuppeldach über einem kraftvoll

ausgebildeten Zentralbau. Denn nur

eine imposante Kuppel konnte sich gegen

den nahen und mächtigen Turm der Garnisonkirche

behaupten und aufregende

Abwechslung bringen in den Dreiklang

mit dem Turm der Heiliggeistkirche. Die

Entwürfe mussten überdies den Umfang

der Baukosten und ein der größten Kirchengemeinde

der Stadt angemessenes

Fassungsvermögen berücksichtigen.

Option der Veränderung eingeplant

Nach langwierigen Erörterungen bereiteten

Schinkel und der Kronprinz einen

Coup vor, der den König zufrieden stel


len sollte und die Option auf eine spätere

Veränderung enthielt. Der König stimmte

8 0 einem Kirchenbau zu, der von sei-

Ansicht des Schinkelschen Vorgängerbaus 1838

(aus: Friedrich Schinkel 1781 - 1841, Berlin 1982)

nen ursprünglichen Vorstellungen praktisch

nur noch die beiden Türme enthielt.

Grundtyp war ein Zentralbau in Form eines

griechischen Kreuzes, dem ein Portikus

und eine gegenüberliegende Apsis allenfalls

entfernt die Illusion einer gedrängten

Basilika verliehen. Auf die beiden Türme

verzichtete der Monarch noch während

des Baus. Die Kirche erhielt schließlich ein

Satteldach sowie ein Giebeldreieck, das

sich auf den Tympanon im Portikus bezog.

Die Glocken konnten jedoch nicht als

schwingendes Geläut angebracht werden

und strömten ihren Klang auch nicht über

die Stadt aus. Bei der Einweihung stellte

sich im Innern eine schlechte Akustik heraus.

Mit dem Ergebnis war der König nicht

weniger unzufrieden als etwa der Architekt.

Für Schinkel bedeutete schon das

Scheitern des Kuppelbaus

einen herben Rückschlag.

Nun kam auch

die mangelhafte Eignung

des Bauwerkes zur Predigtkirche

hinzu. Daher

ist die Vermutung keineswegs

abwegig, dass

der Ausgang dieses Kirchenprojektes

schwer an

Schinkels Lebenskräften

gezehrt hat. Dennoch

war in der Mitte Potsdams

ein in seiner Grö-

ße imposanter und in seiner

Gestaltung schlichter

tempelartiger Kirchenbau

entstanden.

Die Nikolaikirche als Kuppelbau

mit dem Herrscherwechsel 1840 begannen

in Potsdam Jahre intensiver Bautätigkeit

zur Verschönerung der Stadt und der

sie umgebenden Kulturlandschaft. Sie erfasste

auch den im Grunde unvollendet

gebliebenen Kirchenbau. Friedrich Wilhelm

IV. beschloss 84 „den Ausbau

der Stadtpfarrkirche zu St. Nikolai

nach dem ursprünglichen Plane

Schinkels“. Die entsprechenden

Planungen lagen nach dem Tode

Schinkels zunächst in den Händen

von Ludwig Persius, der bereits

die erste Bauphase von 8 0

bis 8 7 geleitet hatte.

Bevor an das Aufsetzen der Kuppel

gegangen werden konnte,

musste die Statik des Baus ver-

bessert werden, der schon bald

nach seiner Errichtung auf dem

problematischen Baugrund Potsdams

bedenkliche Veränderungen aufwies.

Persius stabilisierte das Gebäude durch verschiedene

Maßnahmen. Von diesen griff

die Einfassung der Gebäudeecken durch

vier aufgemauerte Eck- und Glockentürme

optisch aufwertend in die äußere Gestalt

der Kirche ein. Außerdem reduzierte er das

Gewicht der Kuppel und der übrigen Aufbauten

geschickt um ein Beträchtliches.

Der Kuppelaufbau folgte weiter den ursprünglichen

Vorstellungen des vormaligen

Kronprinzen, der auch die überhöhte Kuppelform

vorgegeben hatte. Schinkel entwickelte

daraus eine eigenständige, klassizistisch

ausgeformte architektonische

Schöpfung. Diese steht in der Tradition

des römischen Petersdoms, also des berühmtesten

Kuppelbaus der Renaissance,

wie auch der klassizistischen Vorgängerbauten

in Paris und London, des Panthe-

Blick auf die Kirchenkuppel um 1940 vom Neuen Markt aus

(aus: v. Lobenstein, Spaziergang durch das alte Potsdam,

Potsdam 1990)

ons und der St. Paul’s Cathedral, die Schinkel

aus eigener Anschauung kannte.

Da Persius bereits die Laternen der

Ecktürme mit segnenden Engelsfiguren

besetzt hatte, verzichtete er auf den von

Schinkel vorgesehenen Engel auf der Kuppellaterne

und bekrönte sie durch ein auf

der Weltkugel stehendes Kreuz. Als auch

Persius 845 überraschend starb, führten

August Stüler und Emil Prüfer den Kuppelbau

bis 850 nach Schinkels Vorgaben zu

Ende.

Selbst das Innere der Kirche ist durch und

durch von Schinkel geprägt, der gleichermaßen

auch ein begnadeter Innenarchitekt

und Designer war. Besonders auffällig sind

die überraschende Raumfülle im Innern,

der von Pfeilern und Säulen frei gehaltene

Predigtraum und die drei Emporen.

Die äußeren Kriegsschäden um 1947

(aus: A. Kitschke, Die Potsdamer Kirchen,

Passau 2001)

Somit ist Schinkels bedeutsamster Sakralbau

erst nach dessen Ableben wirklich

fertiggestellt worden. Mit ihm wurde die

Potsdamer Mitte weithin sichtbar in der

Stadtsilhouette verankert. Erst im Frühjahr

006 ist die Kirche in die Liste der national

bedeutsamen Baudenkmale aufgenommen

worden.

Zerstörung und Wiederaufbau

Am Ende des Zweiten Weltkrieges erlitt

die Kirche vor allem durch Artilleriebeschuss

schwerste Beschädigungen. Ihr

Wiederaufbau zog sich lange hin und erst

98 , im Jahr des 00. Geburtstages von

Schinkel, konnte sie erneut eingeweiht

werden. Bestimmte Verluste blieben weiter

bestehen. Erst in jüngster Zeit erhielt

die Kirche eine in Essen nicht mehr benötigte

Orgel, die nach Umbau in Osnabrück

am 4. September 005 in St. Nikolai

neu eingeweiht wurde.

Seit einigen Jahren wird der gesamte

Kirchenbau einer grundlegenden Sanierung

unterzogen, die erhebliche finanzielle

Mittel erfordert. Weitere Informationen

zur Kirche, zu den laufenden und

geplanten Sanierungsarbeiten sowie zu

den Möglichkeiten einer Unterstützung

der Bauarbeiten bietet die sehr anschauliche

Ausstellung in der Nikolaikirche.

Dr. Rainer Lambrecht


Quartett 3 • 2006 energie - wasser - entsorgung - verkehr - bäder

4


Quartett 3 • 2006

Neues rätsel ausgabe 03/2006

Für die richtige Lösung dieses Preisrätsels erhält der Gewinner einen Einkaufsgutschein über 50 EUR. Gewinner aus der Ausgabe

0 / 006 (Lösung: Stromdetektiv) ist Familie Haubold. Sie wurde bereits benachrichtigt.

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Schreiben Sie die Lösung auf eine frankierte Postkarte und senden Sie diese an:

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Einsendeschluss ist der 30. September 2006 (Poststempel).

Die roten Zahlen aus allen vier Quartett-Ausgaben 006 ergeben der Reihe nach das

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Damit nehmen Sie an unserer Jahresverlosung teil.

Einsendeschluss ist der 0.Januar 007

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6


termine für Ihre Pinnwand:

September

0 .09. Projekt „Friedensallee“, im Filmpark Babelsberg wird ein Gingkobaum gepflanzt

06.09. „Fantastische Weltreise“ ab 0:00 Uhr ( 9: 0 Uhr Einlass) im Prinz Eisenherz (Filmpark Babelsberg)

09.09. ViP-Hoffest auf dem Betriebshof des ViP, Fritz-Zubeil-Str.96

6.09. Babelsberger Livenacht

.09. Eröffnung Hans Otto Theater, Start des Projektes „Lichtachsen“ auf dem Tiefen See (bis 8. Oktober)

4.09. „Bei Hofe – Zu Gast im barocken Babelsberg“, Führung durch Innenhöfe.

Treffpunkt : Weberplatz, Eingang Schulhof Bruno-H.-Bürgel-Schule;

Treffpunkt Bendastr. ; Hoffest: Pfarrhaus

Oktober

bis . 0. Biosphäre „Jangala - Die Jagd nach dem Schatz im Dschungel“ (www.biosphaere-potsdam.de)

0. 0. Hans Otto Theater: „Nathan der Weise“, 9: 0 Uhr, Schiffbauergasse

5. 0. Volkspark Potsdam: „Chor- und Herbstfest“, : 0 - 8: 0 Uhr

6.- 0. 0. „Kabarettwoche“, Kabarett am Obelisk, Charlottenstraße (www.kabarett.potsdam.com)

6. 0. - 4. . UNIDRAM, . Festival für junges Theater in Europa, T-Werk, Schiffbauergasse

. 0. Halloween-Fahrten mit der Party-Tram

November

04. . Krongut Bornstedt: Exerzierübungen der Langen Kerls ( :00 - 5. 0 Uhr)

05. . „Moz-artig“, Konzertreise für die ganze Familie zum 50.Geb. von W.A. Mozart, Nikolaisaal, 5:00 Uhr

8. . „Ein preußischer Don Juan am Heiligen See - Der Neue Garten“ (Führung, :00 Uhr, Haupteingang)

Dezember

0 . ., 0 . .

08. ., 09. . „Irische Weihnachten“ jeweils ab 9: 0 Uhr im Prinz Eisenherz (Filmpark Babelsberg)

0 ./0 . . Böhmischer Weihnachtsmarkt (Babelsberg)

09./ 0. . Sinterklaas (Holländisches Viertel), Sternchen-Markt (Kutschstall)

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in der Charlottenstraße 42 und Platz der Einheit

• STADTWErKE-Kundenzentrum Am Hauptbahnhof

• STADTWErKE-Kundenzentrum Karl-Liebknecht-Straße 4

• Verwaltungsgebäude der STEP Drewitzer Straße 47

weitere Termine und Infos unter: www.potsdam.de/veranstaltungen

7

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