26. Zeitung, Juli 2010 - IG-Milch

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26. Zeitung, Juli 2010 - IG-Milch

Ausgabe 25 / Juli 2010 9EMB Aktionen am WeltmilchtagBesonders bedanken möchten wir uns bei allen Mitgliedern für diezahlreiche Unterstützung bei den einzelnen Aktionen.HollandWaidhofen an der YbbsVillachSt. PöltenBerlin, DeutschlandVon Holland über Villach nach St. Pölten, Linz und Italien über Deutschland bisWaidhofen an der Ybbs beteiligten sich die Milchbauern an verschiedensten Aktionen.Neuwahl des Vorstandes bei European MilkBoard Mitgliederversammlung in BrüsselVom 20.- 22. Juni fand die Mitgliederversammlungdes EMB in Brüsselstatt. Neben der Planung der weiterenpolitischen Arbeit und einem Berichtvon Herrn Rasmusen über die Arbeitder High Level Group standen Neuwahlendes Vorstandes auf dem Programm.Dabei wurde der Obmann-Stellvertreter der IG-Milch, ThomasSchmidthaler, neu in den 7-köpfigenVorstand gewählt. Er löst damit ErnstHalbmayr, der nicht mehr zur Wahl antrat,ab. Mit Thomas Schmidthaler sinddie Interessen der österreichischenMilchwirtschaft in der europäischenDachorganisation wieder mit einerstarken Stimme vertreten. Wir gratulierenihm zur Wahl und wünschenihm für die Vorstandsarbeit viel Erfolg.Mailandoffice@ig-milch.atWELTMILCHTAG nnn


10Mitteilungsblatt der IG-MilchBRD: Kartellamt rät: Bündelt euch!Milcherzeuger bisher ohne „signifikante Marktmacht“. Preisbindung für MilchBoard in Grenzen erlaubt – Grenzen noch lange nicht erreicht.Die Milcherzeuger sind in der LebensmittelketteMilch das schwächste Glied.Dieser Befund zieht sich quer durch den„Zwischenbericht der SektoruntersuchungMilch“, den das Bundeskartellamtam 11. Januar veröffentlicht hat. Von allenbisher diskutierten Vorschlägen, wiedie Stellung der Milchbauern am Marktverbessert werden kann, sehen die Wettbewerbshüterdas Zusammenschließen inMilcherzeugergemeinschaften als besteMaßnahme an. Das Bonner Kartellamt hatden Milchmarkt über alle Stufen – von denErzeugern über die Molkereien bis zumHandel daraufhin untersucht, ob oderinwieweit der Wettbewerb beeinträchtigtist. Ausgelöst worden ist diese Untersuchungdurch verschiedene Beschwerdenund Anfragen, u.a. vom Deutschen Bauernverband(DBV), der die Behörde offenbarzur Überprüfung des Vorgehens desBundesverbands Deutscher Milchviehhalter(BDM) im Milchstreik-Jahr 2008 aufgeforderthatte. Das Amt schreibt dazu: „DerDBV hat angefragt, ob eine KalkulationsoderPreisempfehlung kartellrechtlich zulässigist.“Erzeuger ohne MachtAus Sicht des Amtes ist „das Verhältnisder Milcherzeuger zu den Molkereien(...) durch eine Machtungleichverteilungzu Gunsten der Molkereien gekennzeichnet“.Weil die „Marktstufe der Milcherzeuger(...) fragmentiert“, aber „die Marktstufeder Molkereien stärker konzentriert“sei, hätten die Bauern „keine signifikanteMarktmacht“, so der Bericht. Die schlechteMachtposition der Bauern macht dasKartellamt nicht nur an den langfristigenLieferbindungen zu den Molkereien fest,sondern vor allem am bisher fehlendenEinfluss auf die Preisbildung, die vonoben nach unten verlaufe. Dabei sieht dieLage der Bauern in Genossenschaftsmolkereienlaut Kartellamt keinesfalls besseraus als in privaten, eher umgekehrt:„Eine Preisbildung aus Sicht des Erzeugers(„bottom up“) findet - wenn überhaupt –nur gegenüber privaten Molkereien statt,eine Preisbildung „upside down“ („der Erzeugerbekommt, was je nach Umsatz aufden Absatzmärkten übrig bleibt“) findetgegenwärtig im Verhältnis der genossenschaftlichenMolkereien gegenüber ihrenGenossen statt“, so der Bericht. DiesePreisbildung von oben nach unten biete„weniger Anreize“ für die Genossenschaften,bei deren Abnehmern (z.B. Handel)„einen höheren Abschluss zu erzielen,als wenn sie (die Genossenschaften)zunächst den Milchauszahlungspreis mitihren Genossen aushandeln würden“.Ausweg: Erzeuger bündelnDiese schlechte Machtposition der Bauerngegenüber den Molkereien hängtauch nach Ansicht des Amtes mit denÜberschüssen am Markt zusammen:„In einer Phase des Marktes, wo es (wiegegenwärtig) ein größeres Angebot anRohmilch gibt, als nachgefragt wird, verlagertsich das Machtgleichgewicht zuGunsten der Molkereien.“ Das Amt siehtderzeit keine Mehrheiten in der EU füreine geregelte Drosselung des Angebotes,außerdem sei das auch gegen die Interessender Exportmolkereien gerichtet. Alseinzigen Ausweg für die Bauern, aus derschwächsten Position am Markt herauszukommen,sehen und empfehlen dieWettbewerbshüter/innen das Zusammenschließenin Erzeugergemeinschaften.Milchbauern, bündelt euch – das ist kurzgesagt die Handlungs-Anweisung des 137Seiten dicken Berichts. Dabei unterscheidetdas Amt ausdrücklich nicht zwischenGenossen und Erzeugern, die an privateMolkereien liefern.Milch Board, Bayern-MEGDas Amt nennt als die zwei größten Milch-Erzeuger-Gemeinschaften (MEG) dasMilch Board (MEG Milch Board), das vomBDM initiiert worden ist, und die Bayern-MEG, die nah am Bayerischen Bauernverbandsteht. Das Milch Board ist bekanntlichauch für Genossen offen, Mitgliederdürfen weiterhin in ihren bestehendenLieferverträgen bleiben und handelt dahernur mit wenig Milch. Die Bayern MEG dagegenist allein auf Lieferanten von Privatmolkereienbeschränkt, erfasst aber auchdie Milch seiner Mitglieder. Das MilchBoard hat nach eigenen Angaben knapp25.000 Mitglieder (ein Viertel aller deutschenMilcherzeuger). Die Bayern MEGhat zwar weniger Mitglieder, bündelt lautKartellamt aber immerhin 30 Prozentder in Bayern an Privatmolkereien geliefertenMilch. Beide MEGs müssen nichtmit einem Einschreiten des Kartellamtesrechnen: Das Amt schreibt: „Die Erzeugernutzen die ihnen vom Gesetzgeber eingeräumtenSpielräume bisher allerdingsallenfalls ansatzweise aus.“Erlaubte PreisbindungenDer Bericht beschäftigt sich eingehendmit den Möglichkeiten von MEGs, dieihnen der Gesetzgeber insbesondere imMarktstrukturgesetz bewusst eingeräumthat. Danach „sind insbesondere Preisbindungenzulässig“, schreibt das Amtund erläutert: „Erzeugergemeinschaftenkönnen damit im Innenverhältnis zu ihrenMitgliedern ebenso die Preise festsetzenwie im Außenverhältnis zu ihren Abnehmern.“Erlaubt ist das laut Kartellamtsolange, wie „die Erzeugergemeinschaftden Wettbewerb auf dem Markt nichtausschließt“ – und meint damit den Wettbewerbder Molkereien um die Rohmilch.Eine kritische Grenze könne bereits erreichtsein, „wenn Molkereien in einerRegion keine Bezugsalternative für dieBeschaffung ihrer Rohmilch mehr haben“.Der Bündelungsgrad in einer Region istalso entscheidend, nicht der bundesweite.Das Kartellamt schreibt weiter: „Eineflächendeckende (bundesweite) Preisvereinbarungmit der Forderung einesBasismilchpreises schließt national denWettbewerb um Rohmilch aus, wenn[Anm.: also erst dann, wenn] Molkereienund andere Nachfrager nach Rohmilchauf dem betreffenden regionalen Marktnur noch zu einem Einheitspreis (oderteurer) einkaufen können.“ Solange siein ihrer Region noch billiger an Milchkommen können, ist eine bundesweitePreisvereinbarung einer MEG mit einemBasismilchpreis also aus Sicht des Amteserlaubt. Der AbL-Vorsitzende FriedrichWilhelm Graefe zu Baringdorf sagte zurGrünen Woche: „Für die Milchbauern istes oberste Aufgabe, Weltmeister im Bündelnihrer Milch und ihrer Interessen zuwerden.“ Der Vizepräsident des DBV UdoFolgart meinte laut DBV-Pressemeldungdagegen, „nötig sei, dass Molkereien ihrAngebot bündeln.“ Letztere Meinung vertrittdas Kartellamt nicht.ujnnn KARTELLAMTwww.ig-milch.at


Ausgabe 25 / Juli 2010 11Wirtschafts- und SozialausschussEuropäische Zivilgesellschaft steht hinter den Milcherzeugern - Wirtschafts- undSozialausschuss für mengenregulierende MilchmarktgestaltungWie der Europäische Wirtschafts- undSozialausschuss (EWSA) am 18. Februarverlauten ließ, seien dringend Maßnahmennotwendig, die Angebot und Nachfrageam Milchmarkt ausbalancieren. Inder Pressemitteilung des Ausschussesheißt es: „Lebensmittel im Allgemeinenund Milch im Besonderen sind zu wichtigfür das Wohlergehen der Bürger, alsdass man sie der Launenhaftigkeit einesfreien, unregulierten Marktes überlassenkönnte.“ Damit stützt der EWSA die Positionder Europäischen Milcherzeugerdes European Milk Board (EMB), diedie Notwendigkeit einer flexiblen Mengenregulierungzum Erreichen fairerMilchpreise immer wieder betonen. „EinSystem der angebots- und nachfragebezogenenMarktmaßnahmen ist zentral,um eine nachhaltige und umweltfreundlicheMilcherzeugung in den Jahrennach 2015 zu sichern“, so der Bericht.Die Kritik des EWSA an der bisherigenEU-Politik, die die Milchquoten aktuellanhebt und sie mittelfristig dann abschaffenwill, ist sehr deutlich. Dieses Vorgehengehe keinesfalls einher mit dem Zielder EU, eine nachhaltige Landwirtschaftzu entwickeln, ließ der EWSA in seinerPressemitteilung verlauten. Damit reagiereman falsch auf die steigende Konzentrationim Einzelhandelssektor, die dieMilcherzeuger zu Preisnehmern anstellevon Preisgebern degradiert hat. Weitreichendenegative Konsequenzen einerDeregulierung des Milchmarktes siehtder EWSA auch für das kulturelle Erbeund die multifunktionale Entwicklung derländlichen Regionen.Nach dem europäischen Rechnungshofhat nun auch der Wirtschafts- und Sozialausschussdeutlich die Dringlichkeitgezeigt, den bisherigen Kurs der Liberalisierung,den EU-Kommission und EU-Rat vorangetrieben haben, durch einevernünftige Marktgestaltungspolitik abzulösen.Eine umfassende Korrektur derbisherigen EU-Milchpolitik ist auch fürdas European Milk Board unerlässlich.Romuald Schaber, Präsident des EuropeanMilk Board: „Hierzu gehört dieStärkung der Erzeuger über eine Ausnahmeregelungbeim EU-Kartellrecht ebensowie das Einbeziehen gesellschaftlicherGruppen in die Beobachtung des Milchmarktesdurch eine Monitoringstelle. Beider Milch braucht es angesichts von hoherKonzentration von Handel und Industriesowie der Verderblichkeit des Produkteseine übergeordnete Instanz, diedie Balance von Angebot und Nachfrageermöglicht.“Sieta van Keimpema, EMB-Vize-Präsidentinaus den Niederlanden: „DieMilcherzeuger des EMB freuen sichüber den Weitblick, den der Bericht desEWSA aufweist. Nur stabile Preise undfaire Einkommen für Milcherzeuger könnenmittel- und langfristig eine nachhaltigeund flächendeckende Erzeugungqualitativ hochwertiger Milch sichern.Es ist höchste Zeit zu handeln.“ PE, EMBAuer Kräne – schnell, stark und wendigAuer holt mit modernster Technik den maximalen Nutzen heraus. Tausendfach bewährte Gerätestehen für Erfahrung und Zuverlässigkeit.Starke PluspunkteTeleskoparme aus hochfestem Spezialstahl ALFORM 700 machenAuer Kräne stark. Das einzigartige Teleskop-Ausschub-Systembringt höchste Ausschub-Geschwindigkeiten (keine Seile, sondernmillionenfach bewährte Ketten). Synchron laufende Teleskoparmehelfen Zeit sparen. Beim Verdichten und zur Entnahme aus demSilo ist das Senkrechtstellen des Kranarms von Vorteil. Kombiniertmit einem Greifer-Hochschwenker lassen sich auch Ballen optimalstapeln. Die Powerjet-Automatik-Schaltung und Segmentbauweiseder Steuerblöcke mit Euro-Steuerung – wie bei Baumaschinen,erlauben feinfühliges wie auch schnelles Arbeiten. Der gehärtete,nahtlos gefertigte Drehkranz ist ein weiterer unverzichtbarer Vorteil.VielseitigkeitNeubau, Umbau, enge Raumverhältnisse oder großzügig dimensionierte Gebäude – Auer holt mit modernster Technikden maximalen Nutzen heraus. Ganz gleich, ob Heu, Stroh, Silage, Hackschnitzel oder Holz, etc. transportiertwerden. Wer in eine Krananlage investiert wird überrascht sein, wie vielseitig Auer Kräne verwendet werden können.Der Kauf der Krananlage sei eine der sinnvollsten Investitionen der letzten Jahre gewesen - so die Rückmeldungzahlreicher Auer Kunden. Außerdem entscheidet sich der Kunde beim Kauf einer Auer Krananlage für einen echtenÖsterreicher, womit Geld und Arbeitsplätze im Land bleiben.Auer Landmaschinenbau GmbH, 4202 Hellmonsödt bei Linz, Tel.: 07215 / 22 74 0, auer@auerlmb.at, www.auerlmb.atoffice@ig-milch.atWIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS nnn


12Mitteilungsblatt der IG-MilchLiebe Milchbäuerinnen und Milchbauern,liebe Interessierte!Bei einem Gespräch am 10.5.2010 im belgischenNivelles bei Brüssel zeigte sich EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos durchausoffen für Situation und Argumente der Milcherzeuger.Vertreter des belgischen EMB-Mitglieds MIG, des ECVC-Mitglieds FUGEAund des EMB berichteten von Lösungsmöglichkeitenfür den europäischen Milchmarktund wiesen auf die Gefahren der von der EU-Kommission bisher favorisierten Maßnahmenhin. Denn der vorläufige Bericht der EU HighLevel Expert Group - wie er am Mittwoch,den 26.5.2010 in einer Sitzung in Brüsseldiskutiert wurde - ist als sehr schwach zu bezeichnen.Dort ist die Rede von freiwillig zubefolgenden Leitlinien für Verträge zwischenErzeugern und Molkereien, der Einrichtungeiner Lebensmittelpreisbeobachtungsstelle,der möglichen Nutzung von Terminmärktendurch die Erzeuger und einem Sicherheitsnetzin Form von Intervention und Direktzahlungen.Am interessantesten, wenn auch sehr wage,bleibt der Vorschlag, den Erzeugern eine Ausnahmeim Kartellrecht einzuräumen, die ihnenAbsprachen bezüglich Preis und Mengeermöglicht. Wie wird der EU-Agrarkommissarmit den Vorschlägen umgehen? Bleibt er imSachzwang stehen oder findet er durch diestarke Unterstützung der Zivilgesellschaft denMut, der Agrarpolitik seine eigene Note zu geben?„Ich muss die Vorschläge der High LevelGroup nicht übernehmen, aber ich brauchedie Mehrheit im Agrarministerrat“, so seinevorsichtige Aussage in Nivelles. Sobald derendgültige Bericht der EU High Level Groupveröffentlicht ist, wird das EMB einen Kommentarzu diesem verfassen und auf www.europeanmilkboard.org veröffentlichen.Das zu erwartende Ergebnis der EU High LevelGroup wird keine Zukunft für die Milcherzeugerbringen. Schon Anfang Juni will dieEU-Kommission beginnen, Interventionsbeständezu verkaufen. Angesichts der weiterhinnicht kostendeckenden Milchpreise ist diesein Affront für die Milcherzeuger. Wir müssenals EMB an den Politikern in den jeweiligenLändern und den Ansprechpartnern der EUin Brüssel dran bleiben und Lobbyarbeit imklassischen Sinne betreiben. Doch vor allemmüssen wir den Druck von unten verstärken,auf verschiedenste Art und Weise, kraftvollund kontinuierlich.Bündnispartner findenWir brauchen mehr Allianzen mit anderengesellschaftspolitischen Gruppen. Sowohl imBereich der sehr gut organisierten Verbändeder Entwicklungszusammenarbeit als auch imBereich des Umweltschutzes und bei den Gewerkschaftenfinden wir Unterstützung für unsereForderungen und Konzepte für die Milcherzeugung.Diese Kontakte gilt es in allenEMB-Ländern auszubauen. Auf europäischerEbene ist das EMB eine der Anschuborganisationender Agricultural and Rural ConventionNewsletter Juli 2010(ARC), einem Prozess, der das Ziel hat, in denkommenden Monaten eine gemeinsame Positionzur Agrarpolitik der EU zu entwickelnund diese dann kraftvoll in die Diskussion undGesetzgebung der GAP2013 einzubringen.Europaweit gemeinsamInnerhalb des EMB und bei der Zusammenarbeitmit neuen Mitgliedern müssen dieMöglichkeiten des Informationsaustauschesund der gegenseitigen Stärkung noch mehrgenutzt werden. EMB - das sind über 100.000Milcherzeuger und 18 Verbände. Das ist einriesiges Potential, das es besser zu nutzen undweiter auszubauen gilt. Ein sehr wichtiger Arbeitsbereichder EMB Organisationen ist weiterhindie Bündelung der Milch. In Frankreichwurde Mitte Mai offiziell das Office du Laitgegründet. Es unterscheidet sich vom deutschenMilchboard dadurch, dass innerhalbder Organisation auch Sitze für Milchindustrie,Lebensmitteleinzelhandel, Politik undVerbraucher vorgesehen sind. In Österreichist die Milch Austria zugleich eine Vermarktungsorganisation.Speziell zu Österreich undFrankreich werden Sie in diesem Newsletterinteressante Infos finden.Die Faire Milch ist ebenfalls in vielen EMBLändern zunehmend von Bedeutung. NachDeutschland hat nun auch die MIG in Belgieneine faire Milch auf den Markt gebracht. Inweiteren Ländern wird die Einführung ebenfallsvorbereitet. In Österreich ist der Absatzvon „A faire Milch“ in den letzten Monatengestiegen, was wahrscheinlich zum Teil aufdie verstärkten Marketingaktivitäten für diefaire Milch in Deutschland zurückzuführenist. Vom 15. - 17. Juni fand in Brüssel dieMitgliederversammlung des EMB statt, zu derVertreter aus 14 europäischen Ländern sowieein Mitglied der EU High Level Expert Groupund ein Kartellrechtsspezialist anreisten. Inder nächsten Ausgabe des EMB-Newsletterwerden wir darüber berichten.Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre!Sonja Korspeter, EMBFrankreich: APLI hat am 7. Mai dasOffice de Lait eintragen lassenDas französische Office du Lait, das 12.000Milcherzeuger und über 20% der Menge vertritt,sieht sich als die repräsentativste Einrichtung,die sich für eine freiwillige, nicht allgemeinverbindlicheVerpflichtung der Erzeugereinsetzt. Das Office de Lait besteht aus fünfFraktionen (Erzeuger, Verbraucher, Industrie,Handel und Politiker). Es positioniert sich alseine pluralistische Verhandlungsstruktur, diedem Austausch und der Debatte dient, umvöllige Transparenz zu erreichen, eine Erneuerungder Rollen aller Beteiligten, durch dieVertretung aller am Milchsektor beteiligtenAkteure.Dieser Standpunkt unterstreicht den Willender Milchviehhalter, mit der aktuellen Situationzu brechen. Die Erzeuger haben zunehmendden Eindruck, dass sie außen vorgelassen werden; sie sind die Untätigkeit derPolitiker leid und sind entrüstet über die Unmenschlichkeitmancher Unternehmer angesichtsder Schwierigkeiten der Milcherzeuger.Für die Erzeuger ist das Office du Lait mitseiner europäischen Dimension die Alternativlösungzu den Erzeugerorganisationen, diein Frankreich gegründet werden sollen, zurEigentumsübertragung und zur Vertragslandwirtschaft.Außerdem spiegelt das Office duLait den Willen der Erzeuger wider, sich fürein hochwertiges Produkt einzusetzen. DasOffice steht auch für den Respekt gegenübereinem Berufsstand, der es Tausendenvon Menschen erlaubt, sich würdig zu ernähren.Fürdie Verbraucher, die ein wichtiges,aber bisher vom Sektor ignoriertes Glied derKette sind, bietet es die Chance, echten Einflussauf Entscheidungen zu nehmen, indemsie sich objektiv die Probleme der Erzeugervergegenwärtigen.Die Verarbeiter und der Handel, zwei unumgänglicheBindeglieder zwischen den Erzeugernund den Verbrauchern, müssen ihrerseitsden dauerhaften, flächendeckenden Bestandder Milchviehbetriebe sichern.Die Politiker werden zum Garant von Grundwertenin einer humaneren Gesellschaft, inder Arbeit angemessen entlohnt wird undNahrungsmittelsouveränität und eine ausgewogeneFlächennutzung gewährleistet sind.Gwen Martin, EMBÖsterreich:Milchvermarktung durch die ErzeugerDie Freie Milch Austria hat seit 1. April 2010knapp über 300 Lieferantinnen und Lieferantenaus Oberösterreich, Niederösterreichund der Steiermark mit einer monatlichen Anlieferungsmengevon 3,5 Mio. kg Milch unterVertrag. Zuvor zählten 104 Bäuerinnen undBauern mit einer monatlichen Anlieferungsmengevon knapp 1 Mio. kg Milch zu denLieferanten der Freie Milch Austria.Die Molkereien verhalten sich in Österreichunterschiedlich: Einige heben den Preis an,andere wiederum senken die Milchpreise.Der Absatz von „A faire Milch“ ist in den letztenMonaten gestiegen, was wahrscheinlichzum Teil auf die verstärkten Marketingaktivitätenunserer deutschen Nachbarn zurückzuführenist.Für den Weltmilchtag am 1. Juni waren Aktivitätenin allen Landeshauptstädten mit Faironikas,etc. geplant.IG-MilchNeues aus SchwedenDie Situation in Schweden ist gravierend.Viele Milchbauern müssen aufgeben und diennn NEWSLETTERwww.ig-milch.at


Ausgabe 25 / Juli 2010 13produzierte Milchmenge sinkt stärker als inanderen EU-Ländern. Der Milchpreis ist etwasbesser als zuletzt, aber noch immer zu niedrig(der Basispreis liegt bei ca. 0,27 Euro/Liter).Der Verband LDM Swedish Dairy Farmers arbeitethart daran, den Milchsektor zu einen,damit alle das gleiche Ziel verfolgen – einenvernünftigen Milchpreis (mindestens 0,35Euro/Liter). Wir haben mit schwedischen Politikerngesprochen, sogar dem schwedischenAgrarminister, und alle möchten daran mitarbeiten.Wir stehen auch im Kontakt mit denBauernverbänden und -genossenschaften inSchweden, und so weit scheinen sie ebenfallsbereit, sich uns anzuschließen. Wir planenein Seminar im Juni, bei dem wir die Zukunftder Milcherzeugung in Schweden diskutierenwerden.Maria Mehlqvist, LDM SwedenNeues aus ItalienDer Milchpreis betrug 2009 in Italien durchschnittlich0,29 Euro/Liter. Inzwischen ist erauf 0,33 Euro/Liter gestiegen und die Prognosenfür die zweite Jahreshälfte liegen bei0,36/0,37 Euro/Liter, doch angesichts der hohenProduktionskosten (über 0,40 Euro) warder Milcherzeugerverband APL mit dem festgelegtenPreis nicht einverstanden und erarbeitetdeshalb eine neue Strategie, um den Preisbis Ende 2010 auf 0,40 Euro/Liter zu erhöhen.Die politische Situation in Italien ist nicht zufriedenstellend, da in den letzten zehn Jahrenmehr als 50% der landwirtschaftlichen Betriebeaus der Milcherzeugung ausgestiegensind. Für die APL lautet daher eines der wichtigstenZiele, den drohenden Bankrott der italienischenMilcherzeuger abzuwenden, insbesondereda die Ursache für dieses Phänomenein System ist, das nicht funktioniert und niefunktioniert hat. Das Vorhaben des Verbands,das derzeit das größte Interesse erweckt, ist sicher„BUONO E ONESTO”, ein strategischesProjekt, das gemeinsam mit dem EMB konzipiertwurde und, so glauben wir, den gesamtenprimären Sektor wiederbeleben wird.Sara Abelini, APLDer Butterberg in der Schweiz hat einenhistorischen Höchststand erreicht!Der Butterberg wächst munter weiter. DerGrund ist bekannt: Angebot und Nachfragestimmen nicht mehr überein. Ende Mai sindlaut Alimenta online 10‘042 Tonnen Butterin den Lagern. «Dies ist ein absoluter Rekordin der Geschichte der BO Butter», erklärtGeschäftsführer der BO-Butter, Peter Rysergegenüber Alimenta. Zum Vergleich: DieEU produziert 50-mal soviel Milch wie dieSchweiz und dort ist der Butterberg nur 8 malso groß wie bei uns, nämlich 80 000 Tonnen.Wenn in den vergangenen Jahren zu dieserJahreszeit 4000 Tonnen am Lager waren, läutetenin Bern sämtliche Alarmglocken. DieseGröße ist bzw. war die kritische Menge, welcheman bis Ende des Jahres wieder abbauenkonnte.Pressemitteilung, BIG-MNeues aus Frankreich: Die OPL wirdzur Zukunft der GAP konsultiertGeorge Lyon, Berichterstatter des Agrarausschussesim Europäischen Parlament, warEnde Januar auf der Durchreise in Paris undnutzte die Gelegenheit, Vertreter der wichtigstenlandwirtschaftlichen Verbände zutreffen, um ihre Meinung zur Zukunft derGAP einzuholen. Willem Smeenk stellte denStandpunkt der OPL vor. G. Lyon, der selbstViehhalter ist, zeigte sich aufmerksam und beiden meisten Fragen relativ offen, vertritt aberleider auch eine sehr liberale Sicht der GAP.Der Entwurf des Gesetzes zur Modernisierungder Landwirtschaft in Frankreich wird im Mai/Juni im Senat und dann in der Nationalversammlungdebattiert. Der aktuelle Wortlautdes Vorschlags ist leider von der Mitbestimmunggeprägt. Die OPL hat daher zahlreicheÄnderungen vorgeschlagen, um unsere Ideenstärker zum Tragen zu bringen und soweitals möglich schwer wiegende Folgen für dieLandwirte abzuwenden.Am Dienstag, dem 23. Februar 2010, empfingBruno Le Maire eine Delegation; er wollte dieMeinung zu dieser Frage, aber auch zum Unterstützungsplanfür die Landwirtschaft unddie Reform der GAP sondieren. Hauptthemawar die Regulierung in Europa.Die OPL ist gerade dabei, eine europäischeSchilderaktion aufzuziehen. Diese Aktionwird gemeinsam mit dem allgemeinen BauernverbandCoordination Rurale durchgeführt,um alle Erzeuger und nicht nur dieMilchbauern zu mobilisieren. Die Kampagneerinnert an die Schilder der Coordination Ruralevon 1992 oder die Aktion der APLI undOPL von 2009 und soll alle Landwirte, Bürgerund Politiker für die Bedeutung einer gründlicherneuerten gemeinsamen Agrarpolitiksensibilisieren.OPL, FrankreichDänemark – der Musterschüler inSachen SchwierigkeitenDer Milchpreis ist weiterhin niedrig und dieBanken sind nicht bereit, Gelder zu gebenImmer wieder hört man: „Schaut doch nachDänemark, dort schaffen sie es billig und effizientzu produzieren und es gibt mit ArlaFoods eine große Molkerei – das ist für alleSeiten von Vorteil.” Doch die Realität siehtanders aus.Während der Milchpreis in einigen europäischenLändern leicht steigt, zahlt Arla Foodsweiterhin nur 29 Cents/kg - den Saisonzuschlagvon 3 Cents schon eingeschlossen.Also beträgt der Auszahlungspreis faktisch26,2 Cents. Die dänischen Milcherzeugerleiden stark unter den nicht kostendeckendenMilchpreisen und wegen der Finanzkrise istes sehr schwierig, die Finanzlücke über Zusatzkreditezu schließen. Die meisten modernenMilchbetriebe haben noch vor der Krisegroße Kredite aufgenommen. Jetzt haben sieMühe, die Zinsen zu zahlen. Der Landpreisist im Vergleich zu 2008 um 60-80 Cents/qm gesunken und damit schwinden die Sicherheiten.Die Banken sind kaum noch bereit,den Milchbetrieben Geld zur Verfügungzu stellen, weder für das Bedienen der Kreditegeschweige denn zur Finanzierung vonInvestitionen. Die dänischen Politiker sprechensich weiterhin für eine starke Reduzierungder EU-Direktzahlungen aus, doch derWind dreht sich. Einige Vertreter der Politikhaben verstanden, dass in den meisten Mitgliedsstaatendie Unterstützung für die Landwirtschaftnicht in Frage gestellt wird und beginnennun zu schauen, wie sie Einfluss aufdie Verteilung der Gelder gewinnen können.Dänemark wird die EU-Ratspräsidentschaftinnehaben, wenn die Budgetentscheidungenfür die GAP 2013 fallen.Christen Sievertsen, Landsforeningen af DanskeMælkeproducenterSonja Korspeter, EMBNachrichten aus DeutschlandDie Faire MilchSeit Markteinführung am 20. Januar 2010 hatsich das Vermarktungspotential sehr gut entwickelt.Zwischenzeitlich liegt der wöchentlicheAbsatz bei annähernd 600 t H-Milch,bei immer mehr Händlern gelingt es, die faireMilch ins Regal zu bringen, auch Großabnehmerwie Eisdielen, Bäckereien, Cafés sindinteressiert. Demnächst wird die faire Milchauch in weiteren Bundesländern in den Markteingeführt.Bewegung kommt auch in die Molkereiwirtschaft.Die Bereitschaft, für die Bauern imLohnverfahren die faire Milch abzufüllen,steigt. Weiterhin werden intensive Verhandlungenüber den Erwerb einer eigenen Molkereigeführt.4. Schadenersatzprozess Müller-MilchIm Zuge des Milchlieferstopps von Mai/Juni 2008 hat Deutschlands größter privaterMilchkonzern Schadenersatzklage gegen denBDM, Landesbauernverband Brandenburg,Freie Milch AG und 10 Bauern eingereicht.In erster Instanz hat das Landgericht Bautzendem Schadenersatzanspruch der im Besitz derMüllermilch-Gruppe befindlichen Sachsenmilchstattgegeben. Der Anspruch beläuft sichauf 684.000 Euro, die Zufahrtswege zur Sachsenmilchwaren im Zuge von Kundgebungenca. drei Tage durch Schlepper, Lastzüge etc.blockiert. Zudem wurde den Beklagten unterAndrohung von je 250.000 Euro Ordnungsstrafebzw. Ersatzhaft auferlegt, eine Unterlassungserklärungdahingehend abzugeben,dauerhaft keine Blockaden von Sachsenmilchmehr mitzutragen.Gegen das Urteil wird Berufung eingelegt, zudemwird mit einer Kampagne das Vorgehenvon Müllermilch öffentlich gemacht und dieBürger und Bauern aufgefordert, sich mit einerSpende an den Kosten für den weiterenProzessverlauf zu beteiligen.Hans Foldenauer, BDMoffice@ig-milch.atNEWSLETTER nnn


14Mitteilungsblatt der IG-MilchManifest der Milchbauernvon AlberndorfDie Milchbauern und Bäuerinnen von Alberndorf in O.Ö. haben sich nach dem letzten Milchlieferstreikab Oktober zu mehreren Diskussionsrunden zusammengesetzt um über die derzeitige unddie zukünftige Milchsituation zu beraten und eine gemeinsame Position festzulegen. Das Ergebnisist das angeführte Manifest, dass von 80% der derzeit noch 50 Milchlieferanten unterzeichnet wurde.Im Grunde drückt es aus, was für alle Produktionssparten in der Landwirtschaft gilt: Wie können wir dieLebensfähigkeit unserer Betriebe ohne ständiges Mengenwachstum sichern.Milch ist ein wertvolles Lebensmittelund wird von unseren Bauern mit Engagementund Sorgfalt in höchster Qualitäterzeugt. Als Grundlage dafür dienen unsereMilchkühe, die beste Futterverwerterunserer landwirtschaftlichen Flächensind. Nur dadurch kann aus Grünlandein wertvolles Lebensmittel wie Milchund deren Produkte entstehen. Gleichzeitigleisten wir dadurch einen wichtigenBeitrag zur Erhaltung unserer schönenKulturlandschaft.Wer Milch erzeugt geht von der Basisaus daraus ein entsprechendes Familieneinkommenzu erwirtschaften. Leider hatim vergangenen Jahr eine Preisentwicklungfür uns Erzeuger eingesetzt, die esnicht mehr möglich macht Milch kostendeckendzu produzieren. Bei steigendenErzeugungskosten und fallenden Preisengeht sich das einfach nicht mehr aus.Die Ursachen dafür liegen unserer Meinungnach im Missverhältnis von Produktionund Verbrauch europaweit undgefallenen Weltmarktpreisen. Wir brauchendaher rasch eine Lösung für dieseSituation, die bei längerer Dauer für unsExistenz bedrohend ist. Zudem drohtuns ab 2015 ein genereller Wegfall jederMengensteuerung europaweit. Damitwürden in Alberndorf aktive Milchbetriebein ihrer Existenz fahrlässig bedroht.Wir brauchen eine dem europäischenVerbrauch angepasste Produktion. Dasheißt konkret weg von jeder Überproduktion.Wir wollen gesunde, naturnaheMilch und Milchprodukte in erster Liniefür die regionale Versorgung produzieren.Die Saldierung ist ein Instrument,welches die Reduzierung der Milchmengenicht zulässt, sondern die Überproduktionfördert. Um diese Situation zuverändern und zu verbessern schlagenwir folgende Maßnahmen vor:. Abschaffung der Saldierung in Österreichund der EU.. Einführung einer flexiblen Mengensteuerung.Das heißt eine dem Ver-brauch angepasste Produktion. Grundlagemuss ein kostendeckenderBauernmilchpreis sein.. Ausgangspunkt für die flexibleMengensteuerung ist die jetzigeEinzelrichtmenge. Diese muss beimBauern bleiben.. Diese Mengensteuerung so zu verwalten,dass dazu keine öffentlichenMittel notwendig sind.Wir sind überzeugt, dass Milch ihrengerechten Erzeugerpreis erzielt, wennsie dem Verbrauch angepasst produziertwird und nicht mit hohem finanziellemAufwand exportiert oder eingelagert werdenmuss. Als sichtbares Zeichen erklärenwir freiwillig unsere einzelbetrieblicheRichtmenge im Jahr 2009/2010nicht zu überliefern und auch in dennächsten Jahren einzuhalten.Die Milchbauern von AlberndorfOrtsbauernschaft AlberndorfIG-Milch Bauern Alberndorf nnn MANIFEST DER MILCHBAUERNwww.ig-milch.at


Ausgabe 25 / Juli 2010 15Faironika geht auf Reise nach SchwedenAm 24. Juli 2011 brechen knapp 800österreichische Pfadfinder/innen auf,um am weltgrößten Pfadfinderlager teilzunehmen,dem „Jamboree“. Alle vierJahre findet diese Veranstaltung statt undzieht Teilnehmer/innen aus knapp 150Nationen an. 14 Tage werden Jugendlicheim Alter von 14 bis 18 Jahren und6000 Erwachsene, die das Großlager erstmöglich machen, gemeinsam in Rinkaby,Südschweden (etwa 10 km von Kristianstad)lagern und verschiedene Programmpunkteerleben.Mittelpunkt für jedes Land ist das „Headquarter“– dort ist die Informationsdrehscheibefür alle Mitglieder eines Kontingents,dort finden Besprechungen statt,aber vor allem wird dort das Land präsentiert.Verschiedenste Ideen sind dazunatürlich gefragt! Jedes Land möchtesich von seiner besten Seite zeigen undLust auf einen Besuch machen.Schon im Jahr 2007, beim letzten Jamboreein England begannen die Überlegungen,was denn für das Jamboree 2011aufgestellt werden sollte. Und jedes Mal,wenn wir auf der Autobahn RichtungLinz an den Faironikas vorbeigefahrensind, haben wir uns gedacht – das ist es!Nun hat uns die IG Milch unseren heimlichgehegten Wunsch erfüllt: Wir dachtenuns: Fragen kostet mal nix! Aber mitso einer positiven Antwort haben wirnicht gerechnet und möchten uns dafürschon jetzt sehr herzlich bedanken!Eine große Faironika darf mit uns aufReisen gehen und unser Hauptquartieram Jamboree „verschönern“. Sie wird sicherAnziehungspunkt sein!Wir freuen uns schon darauf, Ihnen Fotosvon der Reise und dem Aufenthaltder Faironika zu schicken – Sie könnenauch gerne auf Besuch kommen! DasJamboree ist sicher eine Reise wert (aberdas kann Ihnen die Faironika dann aucherzählen).Nochmals herzlichen Dank und ein800stimmiges „Gut Pfad“ vom ÖsterreichischenKontingent am Jamboree 2011in Schweden.Mag. Marisa FedrizziKontingentleiterinBericht aus NÖN„Hartberger Bauernquargel“Das Symbol für mangelhafte Lebensmittelkennzeichnungund Herumkarren von Milch in ganz EuropaEs war und ist sehr interessant, wer sichangesichts der tragischen Todesfälle zumThema Lebensmittelkennzeichnung undHerumkarren von Milch in ganz Europazu Wort meldet. Wir haben uns nichtdirekt zu Wort gemeldet. Wir haben seitunserer Vereinsgründung 2004 immerund immer wieder auf die Problematikvon mangelhafter Produktkennzeichnunghingewiesen. Und zwar, BEVORes Tote geben musste.Jetzt sehen wir unsere Aufgabe darin,NACH dem großen Medientrubel zuüberprüfen, wie es mit den jetzigen Rufennach besserer Kennzeichnung weitergeht,ob weiterhin mit importierterBilligsdorfer-Industrieware weitergewerktwird oder ob man auf heimischeQualität zurückgreift und ob nun Nägelmit Köpfen gemacht werden. Dannwerden wir auch aufdecken, wenn jemandnur heiße Luft zur Beruhigung vonKonsumentInnen und Bäuerinnen undBauern produziert hat. Es gilt zu überprüfen,was Landwirtschaftskammer,Gesundheitsministerium, AGES, AMA,Bauernbund, Arbeiterkammer, VÖM,Molkereien in den nächsten Wochen aufden Weg bringen und wie sie sich verhalten.Wir werden diesen Organisationen imNacken sitzen.office@ig-milch.atREISE NACH SCHWEDEN nnn


16Mitteilungsblatt der IG-MilchEMB: Hochrangige Expertengruppezur Milch hat Auftrag nicht erfülltEndgültiger Bericht der EU-High LevelExpertengruppe zur Milch leistet keinenBeitrag zur Lösung der katastrophalenSituation am Milchmarkt – Milcherzeugerverurteilen die Vorschläge aufsschärfste.Brüssel / Hamm: 16.06.2010Die Vorschläge, die die EU-High LevelExpertengruppe zur Milch (HLGM) in ihremendgültigen Bericht heute veröffentlichthat, haben der Krise am Milchmarktnichts entgegen zu setzen. Der Präsidentdes European Milk Board (EMB),Romuald Schaber, dazu: „Die Empfehlungen,die die HLGM der EU-Kommissiongibt, können weder die Situation derMilcherzeuger, noch die derVerbraucher in Europa verbessern.“Einen stabilen Markt, stabile und angemessenePreise können weder Terminmärktenoch eine europäische Agentur,die die Verteilung der Margen in derLebensmittelkette beobachtet, gewährleisten.Auch europäische Leitlinien fürVerträge auf freiwilliger Basis zwischenErzeuger und Molkereien, wie sie ebenfallsvon der HLGM empfohlen werden,greifen ins Leere. „Verträge können auchjetzt schon geschlossen werden. Nurverhindert die schwache Marktmachtder Erzeuger, dass jene fair für sie ausfallen.Und das wird sich auch in Zukunftnicht ändern, solange die Marktmachtder Produzenten nicht wirksam gestärktwird. Dazu ist es unerlässlich, denMilcherzeugern mit einem geeignetenSystem die Möglichkeit zu geben, dieProduktion gemeinsam an die Nachfragenach Milch anzupassen“, betontRomuald Schaber. Das EMB fordert ausdiesem Grund die Schaffung einer Monitoring-und Marktgestaltungsstelle aufEU-Ebene.„In dem gesamten Bericht gibt es lediglichzwei Punkte, die man positiv bewertenkann“, so die Vizepräsidentin desEMB aus den Niederlanden, Sieta vanKeimpema. Dazu gehöre zum einen dieStärkung der rechtlichen Basis für Erzeugerorganisationen,um jenen eine verbesserteVerhandlungsmacht gegenüberden Molkereien einzuräumen.Zum anderen gehe der Vorschlag, der dieVerbesserung der Kennzeichnung vonMilchprodukten aufgreift, in die richtigeRichtung.“ Alles andere verfehlt das Zieleiner stabilen Milchproduktion zu fairenPreisen völlig und ist inakzeptabel“, soSieta van Keimpema weiter.Die HLGM sollte Lösungen für die katastrophaleSituation am Milchmarkt finden.Die Milcherzeuger sind diejenigen,die die schwere Krise hart am eigenenLeibe erfahren. Nicht die Industrie, nichtder Handel.Die HLGM hat bei ihrer Arbeit allerdingsdie Belange der Milcherzeuger fastkomplett ausgeblendet. Es ist ernüchternd,dass die Vorschläge, die Stakeholdernwie das EMB vorgebracht haben,von der High Level Expertengruppe inkeinster Weise beachtet wurden. AuchEmpfehlungen des EU-Rechnungshofes,des deutschen Kartellamtes oder des EuropäischenWirtschafts- und Sozialausschusses(EWSA) hat man völlig außerAcht gelassen. Der endgültige Berichtder HLGM zeigt, dass eine wirklicheAuseinandersetzung mit den Problemendes Milchmarktes nicht stattgefundenhat. Der Grund für die starken Proteste,die Ende letzten Jahres stattfanden, bestehtweiterhin. „Die Milcherzeuger desEMB werden sich daher für ihre Zukunftweiter stark einsetzen; stark einsetzenmüssen.Ihre Existenz steht auf dem Spiel“, bekräftigtRomuald Schaber die Positiondes EMB.Eine nette Geste... Fahrt nach Brüssel - Mo, 12.07.2010Da die Vorschläge der High Level Group nicht ausreichend sindund daher den Bäuerinnen und Bauern nichts bringen, ist es notwendig,Einigkeit und Stärke zu zeigen. Um unseren ForderungenNachdruck zu verleihen, ist wieder eine Kundgebung vor dem EU-Kommissionsgebäude nötig. Daher wird eine gemeinsame Anreiseper Bus nach Brüssel organisiert.Voraussichtliche Abfahrtszeit und Route: (Route und Abfahrtszeitenwerden den Anmeldungen angepasst)Abfahrt: Sonntag, 11.07.2010 um ca. 20 Uhr in Amstetten (Weiterfahrt:Linz-Salzburg)Heimkehr: Dienstag, 13.07.2010 am frühen VormittagKundgebung: Montag, 12.07.2010 von 11.00 bis 15.00 Uhr vorKommissionsgebäude in BrüsselMitzubringen: Gummistiefel, Arbeitskleidung, ZitzengummiZechner Bernhard, unser Mitkämpfer aus der Steiermark- am Bild mit der U8 Trofaiach - für die erdankenswerter Weise „A faire Milch“ Dressen gesponserthat.Auf rege Teilnahme freut sich das European Milk Board!Anmeldung im IG-Milch Büro:Telefon: 07213 20591, Mail: office@ig-milch.atnnn FAHRT NACH BRÜSSELwww.ig-milch.at


Ausgabe 25 / Juli 2010 17IG-Milch Standpunkt in der EMBArbeitsgruppe – „Kontraktualisierungin der Milchwirtschaft“Obwohl alle externen Analysen desMilchmarktes ein krasses Ungleichgewichtin der Wertschöpfungskette Milchfeststellen, wird durch die zunehmendeKontraktualisierung die Position derBauern zusätzlich geschwächt. In Österreichist die Molkereiwirtschaft beider Vertragsgestaltung alleinbestimmend.Obwohl praktisch ausschließlichGenossenschaftsmolkereien die Milchverarbeitungdurchführen, werden dieKündigungsfristen verlängert und dieMitbestimmung der Milcherzeuger inden Einzelverträgen praktisch ausgeschaltet.Die Politik sieht dabei tatenloszu und verabsäumt es, die notwendigenRahmenbedingungen zur Stärkung derMilcherzeuger zu setzen.Durch die Absprache in den Genossenschaftenkeine Milcherzeuger vonanderen Molkereien zu übernehmen,findet kein Wettbewerb um Lieferantenstatt und sind die Gesetze des Marktespraktisch ausgeschaltet. Daher fordernwir ein Verbot von Einzelverträgen zwischenErzeuger und Verarbeiter und dieGründung von großen überregionalenErzeugergemeinschaften. Eine Abhängigkeitzu einem Verarbeitungsbetriebund Exklusivverträge dürfen nicht bestehen.Um ein Kräftegleichgewichtherzustellen, sollte sich die Größe derErzeugergemeinschaften an der Größeder Handelsketten im jeweiligen Landorientieren. Dafür hat die Politik dienotwendigen Rahmenbedingungen zuschaffen.Gratulation: dem UBV zu den tollenWahlergebnissen in Salzburg...Partei Prozent MandateSalzburger Bauernbund 68,1 20Unabhängiger Bauernverband Salzburg 21,1 6SPÖ-Bauern 5,5 1Freiheitliche Bauernschaft 5,4 1... und NiederösterreichBezirk Melk 2 Mandate und Waidhofen/Ybbs 5 Mandate (20% derabgegebenen Stimmen)Damit Ihr Teich dichtetAngeboten werden unter anderem Kunststoff-Abdichtungenfür Güllelagunen, Speicherteiche, Biotope,Flachdächer, Gartenteiche.Verwendung von PE-HD Polyethylen mit hoher Dichteaus österreichischer Produktion, Sanierungen vonAltgüllegruben und Abdichtungen für Regenwasserbehälter.Fa. Fuchs KunststoffabdichtungenUnd auf Grund langjähriger Erfahrung kennt Fa. Fuchsdie Vorteile von Kunststoffabdichtungen, die in jederGröße angeboten werden, ganz genau:Zum einen ist Kunststoff die preisgünstigste Variante,dazu kommt der rasche Einbau, bei Bedarf ist auchein Rückbau oder eine Erweiterung jederzeit möglich.Unverbindliche Angebote direkt vor Ort.8224 Kaindorf, Dienersdorf 188, Tel: 03334/3166, Fax DW 66Mobil: 0664/2234553, E-Mail: manfred_fuchs@aon.atoffice@ig-milch.atKONTRAKTUALISIERUNG nnn


18Mitteilungsblatt der IG-MilchPreisdebatte zum WeltmilchtagBauernbund will vom Handel höhere Preise für Bauern und Molkereien.Als Gegengewicht bündeln die Milchbauern den Rohstoff.Wien. Gesunkene Milchpreise, ExportundKonsumrückgänge sowie Ersatzproduktein der Lebensmittelproduktion:Österreichs Milchbauern machen zumheutigen Weltmilchtag mit Aktionen inganz Österreich auf ihre schwierige Situationaufmerksam. Obwohl sich dieLage auf dem Milchmarkt stabilisierthat, kämpfen die Bauern nach wie vorum einen höheren Erzeugermilchpreis.Der Preisverfall von 25 Prozent – vonknapp 39 Cent 2008 auf 29 Cent 2009– macht den Betrieben zu schaffen. Derzeitliegt der Bauernmilchpreis in Österreichzwischen 26 und 30 Cent je Kilo,Tendenz leicht steigend.Die Preise für Molkereiprodukte steigendagegen derzeit in Europa. Dankder Intervention durch die EU seien dieSpekulationen am Milchpulvermarkt gebremstworden, so der ÖsterreichischeBauernbund.Nun müssten auch die Milchbauerneinen gerechten Anteil an den Preissteigerungenbekommen, forderte Bauernbund-PräsidentFritz Grillitsch. Dieösterreichischen Handelsketten solltenden Molkereien und Bauern einen entsprechendhöheren Preis bezahlen.IG-Milch „unter den zehngrößten Milchkäufern“Die IG-Milch, eine Vereinigung vonetwa 4000 Milchbauern – also etwaein Zehntel der heimischen Milchlieferanten–, versucht indes über die „FreieMilch Austria“ ein eigenes Rohstoffbündelungs-Systemaufzubauen, das denMilchbauern einen höheren Milchpreisermöglichen soll. „Wir wollen auf wirtschaftlicherSeite ein Gegengewicht aufbauen“,sagte der Geschäftsführer undeiner der vier Eigentümer der GmbH,der ehemalige stellvertretende Obmannder IG-Milch, Ernst Halbmayr, am Montagbei einer Pressekonferenz.Derzeit habe man 45 Millionen KiloMilch unter Vertrag und zähle damitzu den zehn größten Milchkäufern desLandes. Der ausbezahlte Milchpreis fürdie etwa 320 Betriebe sei im ersten Jahr„deutlich über dem österreichischenDurchschnittspreis“ gelegen. GenaueZahlen gibt die „Freie Milch“ nicht bekannt.(Printausgabe der Wiener Zeitung vomDienstag, 01. Juni 2010)4 x DEUTZ-FAHRzum unschlagbaren Preis!Lely Astronaut – die neue Zukunft desMelkens!Sparsame 6-Zylindera b € 60. 990,-121 PS I ink l. 20% Mwst.0 % FinanzierungD er kwir omt schaftl pakte icheA grou lfaxr m3 24 02 0 Europaab € 39. 29. 9 90,-99 72 PS I inkl. 20% Mws t.NEU – Eiweiß- und FettmessungLELY ÖSTERREICH GMBH.Kottingrat 23, A – 4470 EnnsTel: 07223 / 84903Email: jkrawinkler@lely.comSymbolfotosDer klassischeAgr oplus 320 Ecolineab € 31.690,-82 PS I in kl. 20% Mw st.SUPER-Frühjahrsaktion 2010Begrenzte Stückzahl.Nähere Informationen beimDEUTZ-FAHR Händler oder01-80 160 - 12De r kompak teAgr olux 320ab € 29. 9 90,-72 P S I inkl . 2 0 % M wst.DEUTZ-FAHR Maschinen kombinieren höchsteLeistung, modernste Technologie, größte Effizienz,Zuverlässigkeit und echte Klasse.nnn PREISDEBATTE ZUM WELTMILCHTAGwww.ig-milch.at


Ausgabe 25 / Juli 2010 19Milchpreisvergleich April-Mai 2010*BerchtesgadenerLand (D)BerglandMilchEnnstalMilchBergader(D)GmundenJäger (D)OMKärntnerMilchApril 2010 30,700 29,991 29,923 29,010 28,487 28,395 29,492 28,624Mai 2010 31,700 29,991 29,923 30,090 29,827 26,895 28,402 28,624ø-Preis 31,2 29,991 29,923 29,550 29,157 29,145 28,947 28,624Differenz/Cent -1,209 -1,277 -1,650 -2,043 -2,055 -2,253 -2,576Diff. in % 100 % 96,13 % 95,91 % 94,71 % 93,45 % 93,41 % 92,78 % 91,74 %NÖMTirolMilchStainzerMilchPinzgauMilchAlpenmilchSalzburgWoerleKäsehofApril 2009 28,267 27,596 27,303 27,485 27,408 26,549 25,919InteressantLaut dem Salzburger Agrarsubventionsbericht2009 erhält die FaireaGmbH für „bundesländerübergreifendeMaßnahmen“ 10.000,-- Euro, dasForum Land für bundesländerübergreifendeMaßnahmen 23.100,-- Euround das Ökosoziale Forum Europa fürbundesländerübergreifende Maßnahmenebenfalls 10.000 ,-- Euro.Schon gewusst:Mai 2009 28,267 28,489 28,053 27,485 27,408 26,549 25,919ø-Preis 28,267 28,043 27,678 27,485 27,408 25,549 25,919Differenz/Cent -2,933 -3,158 -3,522 -3,715 -3,792 -4,651 -5,281Diff. in % 90,60 % 89,88 % 88,71 % 88,09 % 87,85 % 85,09 % 83,07 %Erzeugermilchpreiserhebung - Auszahlung Jänner bisDezember des jeweiligen Jahres (netto; 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß)Erzeugermilchpreiserhebung - Auszahlung Jänner bisDezember des jeweiligen Jahres (netto; 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß) Milchpreis 2000 - 2009Milchpreis 2000 - 2009auch für Bauern und Bäuerinnen gibtes den Alleinverdienerabsetzbetrag(sogar 5 Jahre rückwirkend) nachzufragenbeim Finanzamt oder eurerHausbank.ACHTUNG – alteGummistiefel undgebrauchte Zitzengummissammeln!38,975 Die vielen Aktionen im letzten Jahr38,975haben gezeigt, dass es auch wichtigist, bei Verweigerung von direktenGesprächen die Botschaft dennoch zu33,734überbringen.32,81033,73432,81031,691 31,691Keine anderen Gegenstände als gebrauchteGummistiefel und Zitzen- Erzeugermilchpreiserhebung - Auszahlung Jänner bis29,719 29,71930,020 30,02029,401 29,401 29,481 29,481 Dezember des 29,147 jeweiligen Jahres28,65129,147 (netto; 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß)gummis stehen so markant für die Bewegung der Milchbäuerinnen und Milchbauern in Europa. Daher bittenwir euch diese zu sammeln und bei2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Milchpreis 2000 - 20092000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 den nächsten wahrscheinlich notwendigenKundgebungen 38,975Quelle: AMAmitzubringen.Quelle: AMAZukauf ausdenMitgliedstaatenZukauf ausVersand an dieMitgliedstaaten denMitgliedstaaten2008 2009 %Jän-März20102008 2009 %18.752 23.424 + 24,9 3.66828,651402.994 18.752 420.484 23.424 + 4,3 + 24,9 106.313 3.668Jän-März201033,73432,810 Mengenmäßige Entwicklung von Versandmilch (Rohmilch)31,691in Tonnen aus Österreich aus den Jahren 2008 und 2009.402.994 Tonnen 29,719 aus dem Jahre 30,02029,401 29,481 2008 bzw. 420.484 Tonnen29,147aus dem Jahr 2009 entsprechen etwa einem Siebtel der gesamtenin Österreich produzierten Milch.Versand an dieMitgliedstaatenGibt es aber nicht Mitgliederrundschreiben von Molkereien,wo gesagt wird, es wird jeder Liter Milch verarbeitet?!402.994 420.484 + 4,3 106.313 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009Quelle: AMAoffice@ig-milch.at2008 2009 %Jän-März2010MILCHPREISVERGLEICH nnn


20 Ausgabe 25 / Juli 2010 Mitteilungsblatt der IG-Milch 20Milchpreisvergleich April 2009 – März 2010*BerchtesgadenerLand (D)EnnstalMilchKärtnerMilchOMBerglandMilchBergader(D)NÖMJäger (D)April 2009 29,700 30,423 27,731 27,473 30,431 29,550 28,738 27,895Mai 2009 27,700 30,423 27,731 27,473 30,431 29,550 27,548 26,895Juni 2009 27,700 27,923 27,731 27,473 26,191 27,390 25,289 26,895Juli 2009 27,700 25,923 27,731 27,473 26,191 24,890 24,983 25,395August 2009 27,700 25,923 27,731 27,473 25,191 24,890 25,076 25,395September 2009 27,700 25,923 27,731 27,473 25,191 24,890 26,335 25,895Oktober 2009 29,700 27,923 28,177 28,563 26,391 27,890 26,819 25,895November 2009 29,700 27,923 28,177 28,563 28,091 27,890 28,517 26,895Dezember 2009 29,700 28,923 28,177 28,563 28,091 29,010 29,038 26,895Jänner 2010 29,700 28,923 29,070 28,563 29,991 29,010 29,365 27,895Februar 2010 29,700 29,923 29,070 28,563 29,991 28,390 29,226 27,895März 2010 29,700 29,923 29,070 28,563 29,991 28,390 29,198 28,395ø-Preis 28,867 28,340 28,177 28,018 28,014 27,645 27,511 26,853Differenz/Cent -0,527 -0,689 -0,849 -0,852 -1,222 -1,356 -2,013Diff. in % 100 % 98,17 % 97,61 % 97,06 % 97,05 % 95,77 % 95,30 % 93,03 %PinzgauMilchGmundenAlpenmilchSalzburgWoerleKäsehofTirolMilchStainzerMilchApril 2009 30,720 28,605 25,030 27,549 26,919 24,929 28,403Mai 2009 25,363 25,925 24,138 25,549 26,919 23,149 24,803Juni 2009 24,473 25,925 23,515 25,549 26,919 23,149 22,803Juli 2009 23,572 25,925 23,515 25,549 24,419 24,042 22,803August 2009 23,572 25,925 24,138 25,549 24,419 24,935 22,803September 2009 24,023 25,925 24,763 25,549 24,419 26,721 22,803Oktober 2009 26,255 25,925 26,548 25,549 24,419 24,925 24,803November 2009 28,933 26,595 27,709 25,549 24,419 24,925 25,803Dezember 2009 28,933 27,485 27,609 25,549 24,419 24,925 25,803Jänner 2010 28,933 27,485 28,602 26,549 24,419 26,715 26,603Februar 2010 28,933 27,485 28,602 26,549 25,409 26,715 26,603März 2010 28,487 27,485 28,602 26,549 25,409 27,155 27,303ø-Preis 26,850 26,724 26,064 25,966 25,208 25,190 25,111Differenz/Cent -2,017 -2,142 -2,802 -2,901 -3,658 -3,677 -3,755Diff. in % 93,01 % 92,58 % 90,29 % 89,95 % 87,33 % 87,26 % 86,99 %*Milchpreisvergleichder MilchliefergemeinschaftWichtig:April 2009 -März 2010Preise sind ohne Mehrwertsteuerund daher die tatsächlicheMolkereileistung!Durchschnittspreis der MonateApril 2009 bis März 2010 fürkonventionelle Silomilch.Vergleichsbasis:4,20% Fett,3,40% Eiweiß,100.000 kg JahresanlieferungPreise excl. Mwst. und ohne LandesförderungS-Klasse < 50.000 Keimzahl und< als 250.000 ZellzahlFixkostenblöcke sind anteilsmäßigauf 8.333,33 kg/Monat bzw.100.000 kg/Jahr vom Milchauszahlungspreisabgezogen.In den angeführten Preiseneingerechnet sind:GrundpreisFettpreisEiweißpreisDiverse Saisonzu- undAbschlägeAnfuhrbonusEiweißzuschlägeS-KlassezuschlägeStoppbonusAMA MarketingbeitragBei der Gmundner Molkereiwird in Teilen des Liefergebieteseine Abholpauschale von 14,53Euro/Monat einbehalten!Jene Lieferanten müssen vom untenangeführten Preis 0,174 Centabziehen!office@ig-milch.atnnn FUSSZEILEMILCHPREISVERGLEICH www.ig-milch.at nnn

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