Spezifikationsbericht XPlanung

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Spezifikationsbericht XPlanung

4 SPEZIFIKATION DES VERFAHRENS „XPLANUNG“

gungsservices z. B. im Rahmen der Genehmigung eines Bauantrags. Um den Nutzwert

standardisierter Austausch- und Visualisierungsstandards für die vorbereitende

und verbindliche Bauleitplanung zu maximieren, bedarf es der Konzeption und Umsetzung

einer kommunalen E-Government-Gesamtstrategie.

Die Umsetzung von XPlanung erfordert eine Abstimmung zwischen unterschiedlichen

Ämtern. Für den Bereich der Geobasisdaten kann diese Abstimmung auf kommunaler

Ebene erfolgen, soweit die Kommune das Kataster führt. Die Abstimmung kann

sich jedoch auf die Landesebene erstrecken, falls das Liegenschaftskataster durch

das jeweilige Bundesland bzw. durch nachgeordnete Behörden geführt wird. Geobasisdaten

sollten digital als Basis für die Erstellung digitaler Planentwürfe zur Verfügung

stehen. Mittelfristiges Ziel wäre es dabei, die Geobasisdaten als ALKISkonformen

Datensatz (NAS) nutzen zu können. Eine Einführung von XPlanung ist

jedoch nicht zwingend von einer Verfügbarkeit ALKIS-konformer Geobasisdaten abhängig.

Die flächendeckende Verfügbarkeit von ALKIS-Daten wird noch etwas dauern.

Es kommt jeweils auf das Szenario an, in dem Bauleitpläne visualisiert bzw.

ausgetauscht werden sollen.

Zu dem Zeitpunkt der Beschlussfassung eines Bauleitplans werden die Liegenschaftskarte

und der Bauleitplan zusammen eingefroren. Wenn man folglich einen

festgesetzten Bebauungsplan in Gänze einem Partner übermitteln möchte, bedingt

dies, dass der Datensatz die Inhalte der Geobasisdaten und des Bauleitplans umfasst.

Für dieses Szenario wäre es sinnvoll, dass beide Datensätze in einem GML-

Datensatz beschrieben wären.

Es kann jedoch ebenso Sinn machen, lediglich die Inhalte eines Bauleitplans auf einer

aktuellen Plangrundlage zu visualisieren. Der Visualisierungsservice lädt dazu

den aktuellen Stand der Liegenschaftskarte und die Fachinhalte eines Bauleitplans

für Auskunftsdienste. Dieses Szenario bedingt schon, dass verteilte Geobasis und

Geofachdaten (Bauleitplan) über standardisierte Visualisierungsservices einem Nutzer

oder einer Nutzerin zur Verfügung gestellt werden können.

Kommunen, die XPlanung einführen möchten, sollten parallel ein Konzept zum Aufbau

einer kommunalen Geo- und Fachdateninfrastruktur auf der Basis von Standards

erarbeiten. Die Vielzahl von Genehmigungsverfahren, die aktuelle Informationen über

Planrechte benötigen, sollte sich ebenso dieser Infrastruktur bedienen.

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