Handbuch Menschenrechte (Mai 2010) - Ludwig Boltzmann Institut ...

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Handbuch Menschenrechte (Mai 2010) - Ludwig Boltzmann Institut ...

MENSCHENRECHTE & MILLENNIUMS-ENTWICKLUNGSZIELE Menschenrechte:terung für die hochverschuldeten armen Länder; die Streichungaller bilateralen öffentlichen Schulden dieser Ländersowie eine großzügigere Entwicklungshilfe für Länder, diewirkliche Anstrengungen zur Minderung der Armut unternehmen.3) Auf die besonderen Bedürfnisse der Binnen- und der kleinenInselstaaten muss entsprechend eingegangen werden(Aktionsprogramm für die nachhaltige Entwicklung der kleinenInselstaaten und Binnenstaaten, 22. Generalversammlungder VN).4) Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigenund mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmenauf nationaler und internationaler Ebene umfassend undwirksam angegangen werden, damit die Schulden auf langeSicht tragbar werden.5) In Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern soll fürdie Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätzefür junge Menschen gesorgt werden.6) In Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industriesollen lebenswichtige Medikamente in den Entwicklungsländernzu erschwinglichen Preisen verfügbar gemachtwerden.7) In Zusammenarbeit mit dem Privatsektor sollen die Vorteileder neuen Technologien, insbesondere der Informations-und Kommunikationstechnologien verfügbar gemachtwerden.• Recht auf Sicherheit der Person• Politische Rechte und Freiheiten• Recht auf Entwicklung• Internationale (extraterritoriale) Staatenpflichten bezüglichdes Internationalen Paktes über wirtschaftliche, sozialeund kulturelle Rechte• Recht auf Arbeit• Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte• Frauen- und Minderheitenrechte in Bezug auf Gleichstellung/Nicht-Diskriminierung• Besondere Fürsorge für KinderMillenniums-Entwicklungsziel 8 vervollständigt die ersten sieben Ziele, indem es dasgrundlegende Ziel einer umfassenden globalen Entwicklungspartnerschaft festlegt.Erstmals wird damit eine Übereinkunft über die gemeinsame Verantwortung derGeber- und Empfängerländer begründet. Die Industrieländer verpflichten sich, denMitteleinsatz für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen und – wo möglich – Effizienzsteigerungenvorzunehmen. Die Empfängerländer verpflichten sich andererseitszur Bekämpfung von Korruption sowie zur Unterstützung der Demokratisierungund der Armutsminderung.Ziel der Entwicklungspartnerschaft ist unter anderem auch, das Handels- und Exportvolumender am wenigsten entwickelten Länder im Rahmen eines offenen,nicht-diskriminierenden Handels- und Finanzsystems auszuweiten.Die OEZA unterstützt dies unter anderem durch die Einrichtung eines EU-HelpDesks für Exportbetriebe mit dem Schwerpunkt auf Entwicklungsländer sowie durchdas Cleaner Production Programme der Organisation der Vereinten Nationen fürindustrielle Entwicklung (United Nations Industrial Development Organization – U­NIDO), wofür Österreich essenzielle finanzielle Mittel bereitstellt.Handbuch Menschenrechte | 65

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