das Magazin für Reiseprofis - Travel-One

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das Magazin für Reiseprofis

Interview

Krisenmanagerin

Melanie Gerhardt

Warum ihr Thema einen

DRV-Ausschuss erhält. Seite 8

Ausgabe neun 6. Mai 2011

MARKENKLAU

IM NETZ

Tricksereien mit Google-Ads sind in

der Touristik Touristik verbreitet. Viel tun lässt

sich sich dagegen derzeit nicht. Seite 10


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Den Sommer neu erleben.

In Bulgarien!

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Das Projekt wird vom Europäischen Fonds

2 travel.one 06.05.2011

Europäische Union

Operationelles Programm „Regionale Entwicklung“ 2007 – 2013

www.bgregio.eu / Wir investieren in Ihre Zukunft!

für regionale Entwicklung und dem Staatshaushalt

der Republik Bulgarien � nanziert.


■ Die Europäische Kommission hat wirklich ein Händchen für

Bürgernähe. Nachdem das Finanzwesen dahingehend modifiziert

wurde, die Einlagen der Banken in löchrigen Staatskassen

durch riesige Bürgschaften abzusichern, folgt nun ein

neuer Akt. Nein, es sind sogar gleich zwei – und diese beiden

betreffen diesmal unmittelbar das Reisen. Erst der blamable

Rückzieher bei der Lockerung der Flüssigkeitsregeln für

Umsteiger, die im Duty-Free-Shop eingekauft haben. Nicht alle

Staaten hätten es geschafft, ihre Flughäfen mit den erforderlichen

Scannern auszustatten, heißt es zur Begründung.

Eine bizarre Logik, denn so wird das Verhalten der Schlaf-

mützen und Verweigerer belohnt.

Doppelrolle rückwärts

Und nun die Überlegung, man könnte ja im Schengen-Raum

wieder Grenzkontrollen einführen – vorübergehend natürlich.

Nur solange, bis sich die Herren Sarkozy und Berlusconi

geeinigt haben, wohin sie die Flüchtlinge aus Nordafrika

schicken. Um es klarzustellen: In Einzelfällen, etwa bei

konfliktträchtigen Großveranstaltungen, dürfen Staaten ihr

Grenzpersonal auch heute kontrollieren lassen. Aber das sollte

bislang unter dem Gebot der Reisefreiheit, auf das alle Schengen-Staaten

so stolz waren, eben die Ausnahme bleiben.

Und blieb es auch. Doch nun schicken sich einige Politiker an,

einen der spürbarsten Fortschritte der europäischen Einigung

en passant über den Haufen zu werfen. Da kann selbst der

überzeugteste Europäer zum Euro-Skeptiker werden.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

ausgabe neun l 2011 editorial

Christian Schmicke

Chefredakteur

06.05.2011 travel.one 3


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Für mehr

grüne Aussichten

in der Touristik:

Der Nachhaltigkeitsreport der Touristik Ausgabe Zwei.

Zeigen Sie sich mit einem Firmenportrait oder einer Anzeige.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder buchen Sie bequem

unter: anzeigen@travel-one.net

Nachhaltigkeitsreport

Touristik

2010/2011

Ausgabe Zwei

4 travel.one 06.05.2011


inhalt

puls ......................................................

6 Marokko. Hoffnung auf Solidarität.

8 Interview. Rewe-Sicherheitsmanagerin Melanie Gerhardt über

den neuen DRV-Ausschuss Krisenmanagement.

produkt .................................................

14 Autovermieter. Die Mietwagenbroker blicken optimistisch in die

Sommersaison. 18 Kindersitze. Die Probleme bei der Buchung

und die Empfehlungen der Vermieter.

22 Kreuzfahrten. Der Douro – eine Reise zum Portwein.

24 Ponant. Die Luxusjacht L’Austral sticht in See.

28 Airlines/Airports. USA stärken Passagierrechte +++ Flüssigkeitsverbot

gilt weiter +++ Air Baltic wertet Business Class auf.

sales .....................................................

30 Best Practice. Meissen Tourist arbeitet als Reisebüro und

Incoming-Agentur für das Sächsische Elbland.

32 RSG. 115 Karstadt Reisebüros als neue Mitglieder.

destination ............................................

34 Asien. Neue Hotels in spektakulären Bauten: Singapur befindet sich

in einem ständigen Wandel. 38 Atom-Unfall. Die asiatischen

Länder verzeichnen keinen Besucher-Einbruch.

40 Malawi. Rückkehr auf die touristische Landkarte.

exit .......................................................

42 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

43 TV-Tipps.

44 Karrieren & Feedback.

45 Menschen. Richard Reindl steigt bei FTI auf.

45 Impressum.

46 Menschen. Sven Schikarsky von L’Tur.

Titel: photocase

ausgabe neun l 2011

titelthema 10

Markenklau. Die Touristik bekleckert sich

nicht mit Ruhm, wenn es um Werbung bei

Google Adwords geht: In kaum einer anderen

Branche ist das Tricksen mit den Namen

anderer so beliebt.

autovermieter 14

best practice 30

asien 34

06.05.2011 travel.one 5


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puls.mix

Marrakesch hofft auf Solidarität

Treffpunkt Djema el Fnaa: Der

Platz in Marrakesch war bisher bei

Einheimischen und Touristen sehr beliebt

■ Es soll eine Geste sein: Marrakeschs

Hoteliers bedanken sich derzeit bei Gästen,

die ihnen in diesem Monat treu bleiben.

Sie überreichen Besuchern der Stadt

ein kleines Geschenk.

Tief sitzt in Marokko der Schock

nach dem Anschlag Ende April. 14 Urlauber

und zwei Marokkaner starben, als im

Café Argana auf Marrakeschs belebtestem

Platz, dem Djema el Fnaa, in der Mittagszeit

eine Bombe explodierte. Zudem

wurden 25 Menschen verletzt. Das Innenministerium

des Landes geht von einem

Terroranschlag aus.

Der Platz Djema el Fnaa ist eine bedeutende

Touristenattraktion der Stadt.

Er ist immer belebt, vor allem am Spätnachmittag

und Abend finden sich Akrobaten,

Musiker und Schlangenbeschwörer

ein, Garküchen geben dem Platz eine

besondere Atmosphäre. Von der Terrasse

des Café Argana ließ sich das Spektakel

besonders gut beobachten.

Bislang war der Anschlag noch für keinen

deutschen Veranstalter Anlass, Reisen

nach Marokko zu stornieren. Nach

Informationen des marokkanischen

Fremdenverkehrsamts in Düsseldorf

führen die Anbieter auch ihre Ausflüge

wieder wie geplant durch.

Die Besucherzahlen liegen derzeit

aber unter dem Niveau vom vergangenen

Jahr. Die Revolutionen in Ägypten

und Tunesien sowie die Kämpfe in Libyen

wirken sich auch auf den Tourismus

in Marokko negativ aus. Hatim El Gharbi,

Leiter der Vertretung in Deutschland,

und sein Team hoffen nun, dass im

Herbst das Interesse an dem Land trotz

der Ereignisse wieder steigt. Sie planen

verschiedene Famtrips für Reiseprofis.

Marrakesch-Fans werden derzeit auf

der Internetseite der Stadt dazu animiert,

in Twitter Fotos von dort einzustellen

und sich so zu solidarisieren.

www.ilovemarrakech.com

+++ Travel One Morning News – die aktuellsten Nachrichten der Branche. Jeden Morgen um

Punkt neun auf Ihrem Rechner. Anmeldung unter www.travel-one.net/morning_news.html +++

Trainee-Programm für Touristiker

■ Der DRV und die Deutsche Gesellschaft für Tourismuswissenschaft

(DGT) wollen zur Nachwuchsförderung

in der Reisebranche beitragen und starten im September ein

Trainee-Programm für »herausragend begabte« Tourismus-Studenten.

Dabei sollen den Teilnehmern Fähigkeiten zur späteren

Übernahme von Führungsrollen im Tourismus vermittelt werden.

Das Programm läuft über sechs Monate. Jeweils zwei Monate davon

durchlaufen die Trainees bei einem Veranstalter, im Reisever-

trieb und in der DRV-Geschäftsstelle in Berlin, in der sie die allgemeine

Verbandsarbeit kennenlernen sollen und entsprechend

ihres Studienschwerpunkts eingesetzt werden. Als finanzielle Unterstützung

gibt es für die Trainees monatlich einen Förderbetrag

von 400 Euro, der je zur Hälfte von TUI sowie von dem Hochschul-Dozenten

und Autor des Standardwerks »Das Tourismuslexikon«,

Günter Schroeder, getragen wird. Studierende können sich

bis 1. Juni unter info@dgt.de bewerben.

6 travel.one 06.05.2011


Die Gran Canaria Scouts von Travel One (v.l.): Anita Braumann, Pascal Stieglitz,

Michael Engelhard und Christiane von Lünen

Auf nach Gran Canaria

■ Wenig bekannte Attraktionen und Regionen

von Gran Canaria, das sind die

Ziele der Travel One Scouts. Sie

erkunden mit Hilfe von Turespaña, dem

Fremdenverkehrsamt Gran Canaria,

Schauinsland Reisen und den Cordial

Canarias Hotels & Resorts vom 25. bis

29. Mai die größte Kanareninsel. Mit von

der Partie sind Christiane von Lünen von

der Atlasreisewelt in Brandenburg, Anita

Braumann vom Profi Reisecenter in

Kempten, Michael Engelhard vom Alltours

Reisecenter in Ravensburg und

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Pascal Stieglitz von TUI Leisure Travel in

Uetze. Auf dem Programm stehen spannende

Touren, ausgehend von ihrer Unterkunft

in der komfortablen Vier-Sterne-

Plus-Anlage Cordial Mogán Playa in Puerto

de Mogán. Dabei werden sie die

vielen Besuchern und Touristikern unbekannt

gebliebene Vielfalt der Insel kennenlernen.

Täglich werden die vier Reiseprofis

im Blog auf der Travel One Website

über ihre Erlebnisse auf dem Minikontinent

im Atlantik berichten.

www.travel-one.net

mix.puls

Sieger-Trip

nach Dubai

■ Über einen einwöchigen Trip

nach Dubai kann sich Thorsten

Klein vom Terracus Reisebüro in

Grevenbroich freuen. Der Reiseprofi

hat alle Fragen des Gewinnspiels

von JT Touristik und

Travel One richtig beantwortet.

Nun reist er mit einer Begleitperson

in das arabische Emirat und

wohnt dort im Vier-Sterne-Plus-

Hotel Dubai Gloria (Foto).

Bekanntgabe

Gewinner JT Quiz

06.05.2011 travel.one 7


puls.im gespräch

Warum gibt es den Krisenaussch

Melanie Gerhardt (40)

ist Vorsitzende des neu gegründeten

Ausschusses Krisenmanagement im

DRV. Sie ist beruflich Hauptabteilungsleiterin

Krisenmanagement,

Operations & Sicherheitsmanagement

bei der Rewe Touristik in

Frankfurt. Neben ihrer Verbandstätigkeit

ist sie auch als Referentin

zum Thema Krisenmanagement tätig.

Das Interview führte

Wolfram Marx.

Was war der Auslöser für die

Gründung des neuen DRV-

Ausschusses Krisenmanagement

gerade jetzt?

■ Es gab durch die Vielzahl der Krisen

in den vergangenen Wochen und

Monaten verstärkt Anfragen von

kleineren und mittelständischen

Veranstaltern. Ein entscheidendes

Ereignis war die Vulkanasche-Krise

im vergangenen Jahr, die viele Fragen

ausgelöst hatte. Daraufhin haben wir

den DRV-Vorstand gebeten, den Arbeitskreis

zu erweitern und einen

Ausschuss einzuberufen, um ein offizielles

Gremium zu haben. Wir haben

dafür ebenfalls kleinere und

mittlere Veranstalter eingebunden.

Warum wurde der Ausschuss

nicht bereits nach dem

Tsunami gegründet?

■ Nach der Tsunami-Katastrophe

haben wir den Arbeitskreis ins Leben

gerufen. Doch für einen Ausschuss

war es noch zu wenig Arbeit. Der

deutliche Arbeitszuwachs der Krisenereignisse

in den vergangenen zwei

Jahren hat dann einen Ausschuss erforderlich

gemacht. Unsere Zielsetzung

ist »Wir wollen etwas bewegen«.

Was sind nun die konkreten

Aufgaben des Ausschusses?

■ Der Ausschuss hat ein breites Aufgabenfeld.

Wir haben bereits einen

Leitfaden für mittelständische Veranstalter

für Maßnahmen im Krisenfall

erstellt. Es gibt sehr viele Reisebüros,

die Eigenveranstaltungen im

Programm haben. Weiterhin wollen

wir zukünftig einen Pool für die Sitzplatzverteilung

in Flugzeugen im

Krisenfall entwickeln. Ziele sind

mehr Transparenz und eine bessere

Informationslage für alle Beteiligten.

Stichwort Sitzplatzkoordination:

Wie soll sie funktionieren,

es sind ja keine Fluggesell-

schaften im Ausschuss

vertreten?

■ Das stimmt, doch wir haben bereits

einige Airlines ins Boot geholt

und beispielsweise erste Gespräche

mit Condor und Air Berlin geführt.

Wir wollen bis zur DRV-Tagung gemeinsam

einen eigenen Krisenleitfaden

entwickeln, wie der Rücktransport

im Krisenfall organisiert werden

kann. Unser Wunsch ist es, dass es

ein Kontingent für den DRV gibt, das

er verwaltet und dann den Veranstaltern

anbietet. Die Idee dazu kam uns

während des Flugverbots im Zusammenhang

mit der Vulkanasche.

Führen die unterschiedlichen

Geschäftspolitiken und

Arbeitsbedingungen bei den

Airlines nicht gerade auf der

Fernstrecke zu Problemen?

■ Natürlich sind die Voraussetzungen

beispielsweise bei Emirates,

Singapore Airlines oder Air China

unterschiedlich. Wir wollen auch die

Liniengesellschaften einbinden und

haben im Ausschuss mehrere Untergruppen

gebildet. Ein Workshop-Termin,

bei dem wir gemeinsam Ideen

sammeln wollen, ist bereits geplant.

Wie wird die Krisenkommunikation

des DRV über die

Sitzplatzkoordination hinaus

aufgebaut sein?

■ Das Krisenmanagement und die

Verwaltung könnte über die Branchenlösung

des DRV, das sogenannte

Global Monitoring System, ins Leben

gerufen werden. Dieses besteht aus

verschiedenen Modulen. Hauptbestandteil

ist die Informationsbeschaffung

und die Bereitstellung aller sicherheitsrelevanten

Informationen

aus allen Kanälen wie dem Auswärtigen

Amt, Sicherheitsdiensten und

weiteren amtlichen Stellen. Diese Informationen

werden dann verarbeitet

und den Nutzern, hier vor allem

8 travel.one 06.05.2011


uss erst jetzt, Frau Gerhardt?

kleinere Veranstalter, per Mail

oder SMS zugesandt. Für diese

fehlt oftmals ein hauseigenes

Frühwarnsystem. Ziel ist es, alle

relevanten Informationen in kurzer

Zeit zu übermitteln. Über das

Global Monitoring System könnte

auch über den DRV ein gesondertes

Tool verwaltet werden.

Was gehört

ansonsten dazu?

■ Weitere Module des Monitoring

Systems sind die Analyse sowie

die technische Bereitstellung

für automatische Alarmierungen.

Ebenfalls gibt es ein Zusatz-Modul

zur internen und externen

Kommunikation.

Wer betreibt das Global

Monitoring System?

■ Das ist die Firma A3M Mobile

Personal Protection GmbH, deren

Geschäftsführer Tom Dillon

ist. Es baut auf seinem Tsunami-

Warnsystem auf. Es ist ein gut

durchdachtes und technisch ausgereiftes

System. Im Krisenfall

sind dann Mitarbeiter von A3M

im Einsatz und verwalten die Daten.

Für eine Branchenlösung

kam nur ein externer Dienstleister

in Frage.

Das heißt, die großen

Veranstalter, die ja eigene

Krisenmanagementsysteme

haben, sind nicht beteiligt?

■ Wir waren bei der Konzeption

beteiligt und haben unsere Ideen

und Vorstellungen eingebracht.

Im Krisenfall arbeitet Global Monitoring

aber selbstständig ohne

uns. Thomas Cook, TUI und wir

von der Rewe haben selbst ausgereifte

Systeme, für uns ging es nur

um den Feinschliff. Wir haben

unsere Expertise zur Verfügung

gestellt. Das neue System läuft

völlig unabhängig von unseren

eigenen Krisenstäben und Informationskanälen.

Wichtig ist eine

Branchenlösung, auf die alle zugreifen

können.

Wie erfolgt der Zugriff?

■ Das System steht allen DRV-

Mitgliedern zu Sonderkonditionen

offen — das ist ein großer

Mehrwert der Mitgliedschaft im

Branchenverband.

Was ist in Bezug auf die Krisenvorbereitung

geplant?

■ Grunderfordernis ist immer

wieder eine Anpassung unserer

Leitfäden an die aktuelle Gesetzgebung

und neue Verordnungen.

Es werden beispielsweise

für die Branche Checklisten

für Hotels, Busse und

Camps erstellt werden, auf die

die breite Masse der Veranstalter

zurückgreifen kann.

Gibt es Frühwarnsysteme

für die Zielgebiete?

■ Es gibt eine Destinationsliste

mit einem Ampelsystem. Grün/

Weiß ist eine Durchlaufposition,

bei Gelb befindet sich das Land in

der Beobachtungsphase wie derzeit

Jordanien. Orange zeigt gewisseSicherheitsbeeinträchtigungen

an und Rot ist die höchste

Stufe, bei der die Produktpalette

eingestellt wird. Diese gilt momentan

für Syrien. Bei der Aktualisierung

der Liste waren wir

durch die Ereignisse in den arabischen

Ländern in den vergangenen

Wochen sehr gefordert. Es

werden Zusammenstellungen für

die Branche gefertigt, die Infos

werden dann von der DRV-Geschäftsstelle

im Referat Krisenmanagement

verwaltet und verteilt.

Die Ausschussmitglieder

sind Veranstalter. Es fällt

im gespräch.puls

auf, dass beispielsweise

die Versicherungen, die

ja über ihre Assistance-

Gesellschaften sehr

krisenerfahren sind, nicht

dabei sind.

■ Die Versicherungen werden

individuell bei Krisen mit dazu

geholt. Sie sind bei Rückholaktionen

oft beteiligt.

Reisebüros sind nicht

vertreten. Wie sehr sind

sie auf die Hilfe des Ausschusses

angewiesen?

■ Auch von ihnen gibt es eine

starke Nachfrage in Bezug auf

die ganze Thematik. Unser Seminar

am 2. Mai war völlig

ausgebucht. Auch die Warteliste

war voll. Es wird ein weiteres

Seminar am 21. Oktober geben

und ein drittes Seminar an

einem Zwischentermin wird

derzeit geplant.

Das Krisenmanagement

■ Der DRV-Ausschuss Krisenmanagement wurde im Zuge der Neustrukturierung

des Verbands und seiner Gremien gebildet. Neben der

Vorsitzenden Melanie Gerhardt gehören ihm noch Edwin Doldi von Studiosus

als Stellvertreter und Mitarbeiter von Alltours, FTI, Gebeco, L’tur,

Öger Tours, Phoenix Reisen, Rewe (Köln), Schauinsland, Thomas Cook

und TUI an. Ansprechpartner im DRV ist Olaf Collet, T. 030/2 84 06 48,

E-Mail collet@drv.de.

■ Infos: Der DRV veranstaltet am 17. Mai gemeinsam mit der Universität

Eichstätt und der Welttourismusorganisation (UNWTO) in Ingolstadt

im Audi-Forum ein Seminar zum Thema »Social Media – Ein neues Zeitalter

der Krisenkommunikation im Tourismus«.

■ Der DRV-Krisenleitfaden: Das Handbuch für mittelständische

Reiseveranstalter kostet für Mitglieder 49 Euro, Bestellung unter

info@drv-service.de.

06.05.2011 travel.one 9


titelthema.online-vertrieb

Streit um die

Schlüsselwörter

In kaum einer anderen Branche ist Markenklau innerhalb der Google-Online-

Werbung so beliebt wie in der Touristik. Schutzmaßnahmen gibt es nur wenige.

■ Trübe Stimmung beim Reisebüro von

Claus Cleverle: Die übers Internet generierten

Sommerbuchungen laufen nur

schleppend. Beim Mitbewerber Seriöser

Sonnenschein dagegen brummt das Geschäft.

Da greift Cleverle zu einem Trick

und bucht den Namen seines Konkurrenten

für die eigene Werbeanzeige bei

Google Adwords. Wer nun im Internet

nach dessen Namen googelt, gelangt automatisch

auch auf die Internetseiten

von Cleverle. In den nächsten Wochen

steigen seine Klicks – und die Buchungen

für Sommerferien. Cleverle

reibt sich die Hände.

Das fiktive Beispiel zeigt, wie

manche Anbieter mit dem sogenannten

Brand Bidding

(Begriffserklärung im

Kasten rechts) im Internet

Schindluder

treiben. Wegen solcher

und ähnlicher

unseriöser Verhaltensweisen

stehen

die Werbemethoden

mit Google Adwords

seit kurzem verstärkt

in der Kritik.

Und das vor allem

in der Touristik. Denn einer

Studie des Online-

Marktforschungsunternehmens

Xamine zufolge ist der sogenannte Markenklau

innerhalb der Adwords-Werbung

in der Tourismusbranche wesentlich stärker

ausgeprägt als in anderen Branchen.

Und er nimmt weiter zu. »Seit Beginn des

Jahres hat sich die Zahl der sogenannten

Fremdwerbetreibenden im Tourismus

mehr als verdoppelt«, bestätigt Peter Herold,

Geschäftsführer von Xamine. Im

Schnitt seien es etwa 84 Unternehmen,

die mit einer Fremdmarke für sich werben.

Unter den Begriff »Fremdwerbetreibende«

fallen Unternehmen oder Anbieter,

die online für sich werben und dabei

die Marke eines Dritten

verwenden. Wie in dem

fiktiven Beispiel beschrieben,

buchen dabei Anbieter bewusst

den Namen oder geschützten Begriff

von Konkurrenten für eigene Werbeanzeigen

bei Google Adwords. Dem Internet-Kunden,

der nach dem Markennamen

des Konkurrenten oder einem der

geschützten Begriffe sucht, wird dann automatisch

auch die Anzeige des Anbieters

gezeigt, der das Wort »geklaut« hat und

sich sozusagen mit fremden Federn

schmückt.

Tatort Touristik. Dass Brand Bidding

im Tourismus inzwischen zu einem

10 travel.one 06.05.2011


Problem geworden ist, liege vor allem an

den verwendeten Begriffen. »Viele Seitennamen

bestehen aus generischen Begriffen,

also Worten, die dem allgemeinen

deutschen Wortschatz zuzuordnen sind«,

erklärt Xamine-Chef Herold. Dazu zählen

zum Beispiel Wörter wie Reise, Urlaub,

Erholung oder Flug. Viele Anbieter bieten

zudem gleiche oder vergleichbare Produkte

an, ergänzt Jens Oellrich, Geschäftsführer

des Instituts Tourismuszukunft

und Beiratsmitglied des Verbands

Internet Reisevertrieb (VIR). Für den

Endkunden sei es letztlich egal, bei welchem

Unternehmen er kauft.

Doch warum greifen Anbieter überhaupt

zu solchen Werbemethoden? »Der

Wettbewerber erhofft sich durch das

Suchvolumen der Konkurrenzmarke –

also die Häufigkeit mit der die fremde

Marke von Nutzern online gesucht wird –

mehr Aufmerksamkeit auf seine eigene

Marke und seine Angebote zu lenken«, erklärt

Herold. Wer den Namen einer

anderen Marke für seine Werbung

benutzt, der könne bis zu 60

Prozent mehr Klicks für sich gewinnen, so

der Xamine-Chef. Deshalb ist die Werbung

über Online-Suchmaschinen mittlerweile

für jedes größere Unternehmen

unverzichtbar

geworden. Am meisten jedoch

profitiert Google von

den Adwords. Denn der

Preis für die kleinen

Schlüsselwörter steigt mit

der Anzahl derjenigen, die

für diese Marke bieten,

sprich, sie für ihre Zwecke nutzen

wollen.

Besonders viele touristische Internetportale,

die generische Begriffe als oder

in ihrem Namen tragen, gehören übrigens

zu Unister. Die Holding mit Sitz in

Leipzig hat mittlerweile eine Vielzahl solcher

Portale ins Netz gestellt, darunter

Wichtige Begriffe

Adwords

online-vertrieb.titelthema

■ (Zusammengesetzt aus dem englischen »Adverts« = Anzei-

gen und »Words« = Wörter). Adwords sind Schlüsselbegriffe

oder Werbewörter, die zum Werbesystem der Internetwerbung

des Suchmaschinenbetreibers Google gehören. Für jede Textanzeige

muss der Inserent eines oder mehrerer solcher Stichwörter

angeben, unter denen die Anzeige bei Google erscheinen

soll. Die Anzeigenüberschrift ist verlinkt und führt den Internetnutzer

anschließend auf die Homepage des Inserenten.

Adwords-Inserate unterscheiden sich durch das Wort »Anzeige«

in der Spaltenüberschrift beziehungsweise am oberen Seitenrand

von nichtkommerziellen Suchergebnissen. Der Preis

für ein solches Werbeangebot ist abhängig von der Anzahl der

Klicks (»Pay-per-Click«).

Domain

■ Als Domain wird ein bestimmter Bereich im Internet bezeichnet,

eine Art »Unternetz« in anderen Netzwerken. Das kann

zum Beispiel eine eigene Webseite oder Internetadresse wie

www.travel-one.net sein. Die Domain ist immer in eine Serverdomain

(www), eine First-Level-Domain (travel-one) und Top-

Level-Domain (net) gegliedert.

Brand Bidding

■ Unter Brand Bidding wird die Buchung oder das Bieten auf

fremde Markennamen oder Begriffe in Werbeanzeigen verstanden.

So könnte ein VW-Händler zum Beispiel neben den

Begriffen »VW« und »Auto« auch den Begriff »Opel« buchen, um

so Kunden, die auf der Suche nach einem Auto sind, auf die

eigene Website zu locken.

zum Beispiel ab-in-den-urlaub.de,

urlaubstours.de, fluege.de, hotelreservierung.de,

reisen.de, und buchung.de. Wegen

der Vielzahl generischer Begriffe in

den Domainnamen ist Unister auch besonders

häufig »Opfer« anderer Unternehmen,

die mit eben jenen Begriffen

werben. Andererseits: Wer kann es einem

touristischen Unternehmen verdenken,

dass es bei Begriffen wie »Reise«,

Buchung« oder »Fluege« oben landen will.

Denn in Wahrheit zählt Unister nicht zu

den großen Opfern, sondern zu den aggressivsten

Tätern. Man habe immer

wieder beobachtet, dass Unister auf Google-Ergebnisseiten

Namen ihrer Mitgliedsreisebüros

verwende, und zwar sowohl

bei den Suchergebnissen als auch in

Anzeigen, erklärte Cornelius Meyer, Geschäftsführer

der Reisebürokooperation

Best-RMG. Kunden seien so unwissentlich

zu Angeboten der Unister-Reiseportale

geführt worden. Und da keines der

betroffenen Reisebüros mit Unister gesell-

06.05.2011 travel.one 11


titelthema.online-vertrieb

Wo liegen die rechtlichen Probleme,

Herr Setzer-Rubruck?

Alexander Setzer-Rubruck, (44)

ist Fachanwalt für Medien- und

Urheberrecht und Fachanwalt für

gewerblichen Rechtsschutz in der

Kanzlei Brehm & von Moers in

Frankfurt am Main.

schaftsrechtlich verbunden sei, handele es

sich um eine Verletztung des Markenrechts,

so Meyer. Die Best RMG mahnte

deshalb Unister schließlich wegen Namensmissbrauch

ab und ließ das Unternehmen

eine Unterlassungserklärung unterzeichnen.

Derzeit will sich Meyer zum

Stand der Dinge im Zwist mit Unister

nicht äußern. »Zwischen der Rechtsabteilung

von Unister und dem Rechtsanwalt

Wie sieht die aktuelle Gesetzeslage zur Nutzung von

Adwords aus? Gibt es überhaupt ein Gesetz?

■ Ein spezielles Gesetz gibt es nicht, Keyword-Advertising kann jedoch gegen

das Markengesetz und die europäische Markenrichtlinie verstoßen. Diese Regelungen

schützen die Rechte des Markeninhabers und regeln die Grenzen des

Markenschutzes. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Jahre 2010 Keyword-Advertising

für rechtswidrig erachtet, wenn fälschlich eine wirtschaftliche

Beziehung zwischen dem Werbenden und dem Markeninhaber vermittelt

wird. Aber auch diese Entscheidung des EuGH gibt leider nicht die gewünschte

Rechtssicherheit für alle Fälle.

Könnte ich als Veranstalter oder Reisebüro meinen

Namen für Google Adwords sperren lassen?

■ Die Löschung einer Anzeige durch Google erfolgt nach der Google Adwords-Richtlinie

nur, wenn eine Anzeige irreführend ist und deshalb rechtlich

zu beanstanden wäre. Aus rechtlicher Sicht wäre Keyword-Advertising gegebenenfalls

erlaubt, wenn eine Marke nur zur Beschreibung verwendet wird

und der allgemeine Sprachgebrauch dies für den Werbenden erforderlich

macht. Google würde diese legale Nutzung höchstwahrscheinlich nicht unterbinden.

Das heißt, Wörter des allgemeinen deutschen

Sprachgebrauches sind nicht rechtlich geschützt?

■ Beschreibende Begriffe wie zum Beispiel »Reise«, »Flüge« oder »Urlaub«

können in jedem Fall verwendet werden. Aber auch die Verwendung von eingetragenen

Markennamen könnte im Einzelfall, beispielsweise im Rahmen einer

vergleichenden Werbung, zulässig sein.

Wie können sich Reiseveranstalter und Reisebüros schützen?

■ Unternehmen sollten ihre eigene Marke in jedem Fall beim Deutschen

Marken- und Patentamt eintragen lassen. Wird diese Marke dann von Wettbewerbern

verwendet, sollte ein spezialisierter Anwalt entscheiden, ob dagegen

vorgegangen wird. Selbstverständlich sollte auch derjenige, der bei Google

mit fremden Markennamen werben will, dies unbedingt vorab anwaltlich

prüfen lassen.

der Reisebüros werden noch immer Vergleichsgespräche

geführt, die nicht aussichtslos

– im Sinne einer Lösung zum

verbesserten Wettbewerbsschutz – für die

Reisebüros erscheinen. Um diese Verhandlungen

nicht zu stören, kann derzeit

keine tiefer gehende Information an die

Öffentlichkeit gehen«, begründet er die

Zurückhaltung. Dass sich Unister in

jüngster Zeit überwiegend als Opfer des

Brand Bidding sieht, entbehrt also nicht

gewisser Ironie. »Sobald ein Nutzer im Internet

nach dem Begriff »Reise« oder »Hotel«

sucht, bekommt er überwiegend die

Werbeanzeigen der Unister-Marken angezeigt,

erläutert Xamine-Chef Herold. Und

da Google auf der ersten Seite nur über elf

Anzeigenplätze verfüge, sei das ein Wettbewerbsvorteil.

Denn es ist davon auszugehen,

dass der Internetanbieter mehr

12 travel.one 06.05.2011


Geld investieren kann als ein einzelnes

Reisebüro, um sich die begehrten Top-

Plätze bei der Suchmaschine zu sichern.

Bessere Überwachung. Ein eindeutiges

Verbot für das Brand Bidding gibt

es bislang nicht. Allerdings landete die

Thematik erst vergangenes Jahr beim Europäischen

Gerichtshof (EuGH). Er entschied,

dass Google beim Verkauf von

Schlüsselwörtern in seinem Dienst Adwords

nicht das Markenrecht verletze. Der

Internetkonzern dürfe es daher Unternehmen

erlauben, Markennamen zu kaufen

und diese bei Suchanfragen in der »Anzeigen-Spalte«

erscheinen zu lassen. Der Internetnutzer

müsse jedoch klar den Anbieter

der beworbenen Ware erkennen – also

unterscheiden können, ob es sich beispielsweise

um Werbung des Herstellers des

fremdbeworbenen Markenprodukts handelt

oder nicht. Im Einzelfall müsse dann

das nationale Gericht darüber befinden,

heißt es im Gerichtsurteil.

Experten vermuten allerdings, dass die

Problematik besonders in der Touristik

weiter zunehmen wird. »Gerade bei leicht

Claudia W. mit Töchterchen Lina aus Hamburg: „Jetzt ist genau

der richtige Moment, seinen Urlaub in Tunesien zu verbringen. Die Stimmung

ist gut, man wird überall freundlich und herzlich empfangen. Ganz besonders

online-vertrieb.titelthema

„Wo sich meine Kinder

sicher fühlen, kann

ich auch entspannen.“

natürlich die Kinder. Erholung pur und jedem zu empfehlen!“

06.05.2011 travel.one 13

www.tunesien.info www.facebook.com/tunesien.info

skalierbaren Prozessen wie dem Online-

Reiseverkauf ist es attraktiv, mit allen Mitteln

mehr Kunden zu gewinnen«, weiß Medienexperte

Oellrich. Für touristische

Unternehmen, Veranstalter und Reisebüros

ist es daher schwierig, sich vor Brand

Bidding zu schützen. »Aber es können dennoch

Maßnahmen getroffen werden, die

den Schutz erhöhen«, sagt Oellrich. Dazu

» Der Kunde wird aus seinem

Kaufprozess weggerissen«

zähle zum Beispiel enge Kundenbindung.

Diese können verhindern, dass der Kunde

zum Mitbewerber wechsele. Auch ein unverwechselbares

Produktsortiment und

eine bessere Überwachung der eigenen

Marke könne Markenklau verhindern, ist

der Tourismuszukunft-Geschäftsführer

überzeugt. Er glaubt zudem, dass es nur

noch eine Frage der Zeit sei, bis spezielle

Dienste, in den Markt eintreten werden, die

solchen Überwachungs-Service anbieten.

Eine weitere Maßnahme, die dem Markenmissbrauch

entgegenwirken soll, ist

darüber hinaus der Code of Conduct. Der

Verhaltenskodex wurde im Herbst 2010

vom Deutschen Reise Verband (DRV)

und dem Verband Internet Reisevertrieb

(VIR) initiiert. Unternehmen, die das Reglement

unterzeichnen, verpflichten sich

offiziell dazu, kundenfreundlich und fair

im Internet für sich zu werben. Mittlerweile

zählen knapp 80 Reiseanbieter zu

den Unterstützern des Code of Conduct.

»Damit werden die fair arbeitenden Unternehmen

identifiziert, was den Druck

auf die anderen erhöht«, sagt Oellrich.

Langfristig müssten aber auch VIR und

DRV ihre jeweiligen Vertragspartner

überwachen und beobachten, ob sie sich

entsprechend der Richtlinien verhalten,

fordert er. Kendra Mietke

NEU N E U ERLEBEN

E RLE BEN


produkt.autovermieter

Die Mietwagenbroker gehen mit positiven Erwartungen in die Sommer-

saison. Die starke Nachfrage nach europäischen Badezielen hilft ihnen.

Die Klassiker bleiben

■ Des einen Freud, des anderen Leid: Den

Vermittlern von Urlaubsautos bringt die bislang

festzustellende Nachfrageverschiebung

von nordafrikanischen Zielen auf europäische

Destinationen zusätzliches Geschäft.

Der Grund dafür ist einfach: Während die

Erkundung des Urlaubslandes per Mietwagen

in Ägypten oder Tunesien bislang eher

ein Randphänomen ist, zählt das Ferienfahrzeug

bei Reisen nach Spanien, Portugal oder

Italien für viele Kunden bereits zum Standard.

Deshalb wirkt sich eine stärkere Nachfrage

etwa für die Balearen, die Kanaren,

Madeira oder das spanische Festland auf die

Geschäfte der Vermieter positiv aus.

Eine Ausnahme von dieser Regel bildet

nach wie vor die ebenfalls boomende

Türkei. Obwohl Anna Wolfsteiner,

Deutschland-Chefin des Mietwagenbrokers

Holiday Autos, dem Reiseland für die

ersten Monate des Jahres einen Buchungszuwachs

von 25 Prozent attestiert, bleiben

im Voraus reservierte Urlaubsautos dort die

große Ausnahme. »Leider kann die Mietwagenbranche

nicht in angemessener Form

am Türkei-Boom partizipieren, weil dort

Urlauber traditionell weniger gerne selbst

fahren«, stellt Michael Knapp, Leitung

Mietwagen, Camper & Hausboote bei TUI

Deutschland, klar.

Dabei sind die Zeiten vorbei, in denen es

besonders teuer war, ein Auto in der Türkei

zu mieten. Zwar kosten die Fahrzeuge in

Antalya immer noch rund 70 Prozent mehr

als auf Mallorca. Doch auch hier sind die

günstigsten Fahrzeuge mittlerweile für weniger

als 200 Euro pro Woche zu haben.

Stärker noch als der Preis begrenzt vermutlich

der Cocktail aus flächendeckender

All-inclusive-Hotellerie, andersartigen

Verkehrsgewohnheiten und weniger ausgeprägter

Verkehrsinfrastruktur die Nachfra-

ge nach Mietwagen, vor allem in den Urlaubsorten

an der Türkischen Riviera.

Engpässe oder nicht? Mit größeren

Kapazitätsproblemen rechnen die

wichtigsten Anbieter für die bevorstehende

Sommersaison überwiegend nicht. TUI-Manager

Knapp vermutet, dass »es in einzelnen

Zielgebieten, die eine besonders hohe Nachfrage

verzeichnen, zu Hochsaison-Terminen

in den Ferien zu Engpässen kommen

könnte«. Dies betreffe zum Beispiel die Balearen,

Portugal oder Frankreich. Christian

Scholz, Direktor Ferienautos bei Dertour,

spricht dagegen von zu wenigen Mietwagen

im gesamten Nahbereich – aufgrund der hohen

Nachfrage in Spanien, Italien und Griechenland.

Und Kai Sannwald, Chef von Sunny

Cars, erklärt: »Wir erwarten die üblichen

hochsaison-abhängigen Engpässe, wie wir

sie auch schon in der Vergangenheit hatten.«

Der Mietwagenbroker geht von einer angespannten

Situation in Portugal aus. Ansonsten

aber erwartet er keine großen Probleme

in den wichtigen Zielgebieten.

Holiday-Autos-Managerin Wolfsteiner

meint ebenfalls, dass keine nennenswerte

Kapazitätsknappheit eintritt. »Nur wer

drei Tage vor Abreise bucht, der riskiert,

dass das gewünschte Auto bereits weg ist«,

sagt sie. »Die Situation hat sich im Vergleich

zum Vorjahr verbessert. Dennoch

wird es keine ausreichenden Verfügbarkeiten

zu jeder Zeit geben. Besonders auf

Mallorca erwarten wir zur Hochsaison

Engpässe und empfehlen eine frühe Buchung«,

schränkt Drive-FTI-Produktmanager

Oliver Albrecht die ansonsten eher

entspannten Prognosen ein.

Ob die Lage in Spanien trotz starker

Nachfrage aus Deutschland weitgehend unproblematisch

bleibt, hängt freilich auch

14 travel.one 06.05.2011


vorn

autovermieter.produkt

von der Entwicklung anderer Quellmärkte

ab. »Wichtige Märkte wie Großbritannien

und Spanien performen noch nicht auf dem

üblichen hohen Niveau«, merkt Sunny-

Cars-Chef Sannwald an. Wenn sich dies im

Kurzfrist-Geschäft noch ändere, werde damit

auch der Nachfragedruck bei Mietwagen

kräftig wachsen.

Stabile Preise. Die Mietwagenanbieter

prognostizieren für die Sommersaison ein

ähnliches Preisniveau wie im Vorsommer.

»Die Preisgestaltung bleibt weiterhin dynamisch

und die Preise werden kurzfristig nach

oben oder nach unten schwanken«, umschreibt

Sannwald die Grundkonstellation.

TUI-Manager Knapp rechnet dagegen mit

»steigenden Preisen zu bestimmten Peak-

Zeiten«, also in der Ferienzeit und rund um

Feiertage. Auch FTI-Mann Albrecht geht davon

aus, dass sich » eine zunehmende Nachfrage

auch aus anderen Quellmärkten sicherlich

auf die Preise auswirken wird«. Und

Dertour-Direktor Scholz warnt: »Die Preise

werden sich tagesaktuell für die Hauptsaison

noch um über 100 Prozent erhöhen, wenn

nicht sogar noch stärker.«

Jenseits der europäischen Badeziele locken

derzeit vor allem die Vereinigten Staaten

mit günstigen Preisen. Grund dafür ist

vor allem der gegenüber dem US-Dollar

starke Kurs des Euro. Nach einem leichten

Rückgang 2010 zeigt die Buchungskurve

nun wieder deutlich nach oben. Sunny Cars

verzeichnet bei den Buchungen ebenfalls

»aktuell weitere Zuwächse«. Bei Drive FTI

sind die USA laut Albrecht sogar »der große

Gewinner in diesem Jahr«. Das freut den

FTI-Manager auch deshalb, weil in den

Staaten tendenziell größere und damit

teurere Fahrzeuge gebucht werden als in

Europa: SUVs, also große, hoch aufragende

06.05.2011 travel.one 15

Foto: PEUGEOT Deutschland GmbH


produkt.autovermieter

Scholz: Preissprünge um mehr

als 100 Prozent

und oftmals allradangetriebene Modelle,

seien bei USA-Reisenden sehr beliebt, unterstreicht

Albrecht.

Fahrzeugtrends: Fehlanzeige.

Keine neue Entwicklung zeichnet sich hinsichtlich

der beliebtesten Autotypen ab.

Während auf heimischen Autobahnen

teure, PS-starke Modelle keine Seltenheit

sind, haben die Kunden im Urlaub offenbar

ein eher pragmatisches Verhältnis zu

ihrem fahrbaren Untersatz. Die Renner

bleiben kleine bis mittlere Fahrzeuge wie

etwa Opel Corsa, VW Polo, Opel Astra,

VW Golf oder deren Pendants aus Frankreich,

Italien oder asiatischer Produktion.

»Einen neuen Trend, etwa zu Luxus oder

Cabrios, können wir nicht erkennen«, sagt

Wolfsteiner.

Immerhin: In Südeuropa haben sich

Modelle mit Klimaanlage inzwischen

durchgesetzt. Dies gelte auch für kleinere

und mittlere Fahrzeugklassen, stellt

Sannwald fest. Insgesamt aber werde »der

Ferienmietwagensektor nach wie vor von

Verfügbarkeiten und einem marktgerechten

Pricing bestimmt«, und nicht von

individuellen Eitelkeiten.

TUI-Cars-Manager Knapp stimmt

dieser Erkenntnis grundsätzlich zu. Er

merkt aber an, dass der TUI-Broker »in

den vergangenen Jahren zusätzliche

Wachstumspotenziale bei hochwertigen

Fahrzeugen generieren konnte«. Außerdem

erfreuten sich Sonderfahrzeuge wie

SUVs, Cabrios oder Minibusse »weiterhin

großer Beliebtheit«. Deren Verfügbarkeit

sei allerdings begrenzt; daher müssten sie

Wolfsteiner:

Insgesamt entspannte Lage

Die Geheimniskrämer

Mietwagenbroker geben keine Umsatzinfos

Sie schwärmen gerne von tollen (prozentualen) Zuwachsraten und melden

sich regelmäßig zu wichtigen Marktentwicklungen zu Wort. Doch

wenn es um die eigenen Umsätze geht, verstummen die Chefs von Holiday

Autos, Sunny Cars, Dertour Ferienautos, Drive FTI oder TUI Cars

schlagartig. Während man von den »echten«, oft börsennotierten Autovermietern

immerhin die Unternehmenszahlen auf Konzernebene kennt,

bleibt das Marktvolumen der reinen Vermittler ein großes Geheimnis.

Transparenz zählt nicht zu den Stärken dieses Geschäftsfeldes. Kaum

anzunehmen, dass sich daran in nächster Zeit etwas ändert.

»auf Anfrage möglichst frühzeitig vom

Kunden reserviert werden«.

Trotz der eindeutigen Dominanz kleiner

Fahrzeugklassen ist es möglich, Kunden

von einer höheren Fahrzeugklasse zu

überzeugen, wenn dafür handfeste praktische

Gründe sprechen. Vier Personen

mit Gepäck finden in echten Kleinwagen

keinen angemessenen Platz. Handelt es

sich um vier Erwachsene, dann stellt sich

die Frage, ob zwei kleine oder ein etwas

größerer Typ die bessere Alternative darstellen.

Welche Variante preisgünstiger

ist, hängt von der individuellen Fahrzeugauswahl

ab. Sind viele oder längere

Ausflüge geplant, dann wird der mitreisende

Nachwuchs die Wahl eines größe-

Knapp: Besondere Fahrzeuge

beliebt, aber rar

ren Autos je nach Alter und Körpergröße

ebenfalls begrüßen.

Ein weiteres Thema, das Kunden bei der

Buchung zu Gunsten des Preises gerne ignorieren,

ist die Motorisierung. Gerade die

Kleinwagen im Mittelmeerraum und auf

den Kanaren sind oft mit der kleinsten Maschine

ausgestattet. Für Urlauber, die nur ein

wenig durch das Flachland bummeln wollen,

sind 40-PS-Motörchen kein Problem.

Doch auf den Gebirgsstraßen, zum Beispiel

der Kanarischen Inseln, quälen sich die

Sparversionen schon arg. Leider halten sich

die meisten Vermieter mit Informationen in

puncto Motorisierung sehr bedeckt. Also:

Besser davon ausgehen, dass nur die Grundversion

angeboten wird. Christian Schmicke

16 travel.one 06.05.2011


Das sunny Cars fairspreChen nr. 5:

wir halten

unser wort.

egal wie.

Kai Sannwald,

Gründer und Geschäftsführer

xxxxx.produkt

Denn Ihre Zufriedenheit steht bei uns an erster Stelle. Wir investieren in langfristige,

enge Partnerschaften und setzen dabei auf Offenheit und Vertrauen. Darauf können Sie

sich verlassen. Ebenso wie auf unseren freundlichen Service. Neugierig? Wir freuen

uns auf Ihren Anruf. Informationen und Buchungen über CRS, Veranstaltercode:

SCAR oder 089 / 82 99 33 99.

06.05.2011 travel.one 17


produkt.xxxxx

Lieber auf Nummer sicher

Was Familien bei Mietwagen zum Thema Kindersitze wissen sollten.

■ Eine 100-prozentige Garantie für ihren

gebuchten Kindersitz: Das ist einer der

wichtigsten Wünsche von Familien, wenn

sie mit dem Mietwagen in Urlaub fahren

wollen. Immerhin 90 Prozent der im Rahmen

einer für Holiday Autos durchgeführten

repräsentativen Studie befragten Kunden

fordern eine solche Garantie.

Erster Knackpunkt ist dabei die Verfügbarkeit

der Kindersitze. Alle Anbieter

empfehlen eine frühzeitige Buchung eines

solchen Sitzes, möglichst direkt bei der

Reservierung des Autos. Nur so könne

man sicher sein, dass es klappt. »In der

Hochsaison sollte der Kindersitz rechtzeitig

dazu gebucht werden, da es hier zu

■ Modelle: Es gibt rund 30 Hersteller von Sitzen. Sie werden in vier

Produktgruppen unterteilt, von der Babyschale bis zu Sitzen für Kinder

bis zwölf Jahre und einem Gewicht von rund 36 bis 40 Kilogramm. Gesetzliche

Vorschrift ist die Europäische Prüfnorm ECE 44, nicht vorgeschrieben

ist ein Seitenaufprallschutz.

■ Tests: www.adac.de/infotestrat/tests/kindersicherung/

kindersitz-test/default.aspx?tabid=tab1 (2010)

www.test.de/suche/?q=kindersitze (2010)

Engpässen kommen kann. Unterm Jahr

sind auch kurzfristige Anfragen in der

Regel kein Problem«, rät Oliver Albrecht,

Produktmanager von Drive FTI. Bei einer

Reservierung zum Zeitpunkt der

Fahrzeugbuchung könne der Sitz garantiert

werden, sagt er. Eine solche Garantie

gibt auch Holiday Autos. Wer den Sitz

mindestens sieben Tage vor der Anmietung

bucht, erhält ihn garantiert, so das

Versprechen. Sollte der Mietwagenpartner

keinen mehr vorrätig haben, garantiert

der Broker, dass ein Sitz besorgt

wird. In manchen Zielgebieten seien die

Sitze nur auf Anfrage buchbar, doch garantiere

TUI Cars sie bei entsprechender

Kindersitze kompakt

Für sichere Urlaubsfahrten

sollte der Kindersitz

frühzeitig gebucht werden

Rückbestätigung der Buchung, versichert

Michael Knapp, Leiter Mietwagen bei

TUI Deutschland.

Zweiter Problemfall sind die unterschiedlichen

Bestimmungen in den Zielgebieten.

»Die gesetzlichen Kindersitzpflichten

sind von Land zu Land unterschiedlich

– und das Angebot der Mietwagenpartner

auch in der Regel danach

ausgerichtet«, sagt Knapp. Holiday Autos

rät Kunden, die den deutschen Standard

voraussetzen, deshalb dazu, den eigenen

Kindersitz mitzunehmen.

Diesen Rat erteilt auch Kai Sannwald,

Geschäftsführer von Sunny Cars. Denn:

»Nicht immer ist garantiert, dass der bestellte

Kindersitz auch richtig passt.« Für

die größtmögliche Sicherheit sollte daher

der eigene Kindersitz aus Deutschland

mitgenommen werden. »Die Sicherheit

des Kindes sollte absoluten Vorrang haben«,

findet Sannwald, selbst Vater einer

kleinen Tochter. Vor Ort sollten die Eltern

den Kindersitz am besten auch selbst befestigen,

ein unsachgemäßes Vorgehen

könnte nämlich zu versicherungstechnischen

Problemen führen, so sein Rat.

Wird der Sitz mitgebucht, dann kann

nicht das Produkt eines bestimmten Herstellers

zugesichert werden. FTI-Mann Albrecht

versichert jedoch: »Unabhängig

vom Zielgebiet gewährleisten unsere namhaften

Partner eine gute Qualität, auch bei

den Kindersitzen.« Wolfram Marx

18 travel.one 06.05.2011

Foto: BRITAX RÖMER


Private Vermieter

von Wohnmobilen

■ Den etablierten Autovermietern droht

beim Geschäft mit Wohnmobilen wachsende

Konkurrenz von Privatpersonen.

Das Internetportal Erento, über das

alle erdenklichen Gegenstände von Gartengeräten

bis zu Hüpfburgen vermietet

werden, bietet einen Marktplatz für die

Vermietung von privaten Wohnmobilen.

Erento-Geschäftsführer Oliver Weyergraf

berichtet, dass private Vermieter

mittlerweile über eigene Wohnmobilflotten

verfügten.

www.erento.com

Über die Kapverden

mit Drive FTI

■ Die Inselgruppe der Kapverden ist neu

im Programm von Drive FTI. Die Autos

sind auf den Inseln Sal und Boavista

buchbar. Mietwagenpartner auf den

westafrikanischen Inseln ist der ortsansässige

Anbieter Mendes & Mendes

Rent a Car. Zu seinem Portfolio gehören

unter anderen die Modelle Suzuki Jimny,

Suzuki Vitara, Mitsubishi L200, Fiat Panda

und Hyundai Accent.

Bei Drive FTI fällt im Schadensfall

keine Selbstbeteiligung an, die Buchung

erfolgt zu tagesaktuellen Preisen.

Die Smarts von Car2go sind nun auch in Vancouver verfügbar

autovermieter.produkt

Sannwald hat nun auch Ochos Rios auf Jamaika im Programm

Mit Reggae-Schwung

■ Sunny Cars hat die Karibikinsel Jamaika neu ins Programm

genommen. Sie ist neben Gabun, Ghana, Libanon, Syrien und Simbabwe

das sechste neue Ziel des Mietwagenbrokers in diesem Jahr.

Neu ist, dass die jeweilige Tankregelung bereits bei der Buchung

angezeigt wird. Die Kunden sehen auf der Website, ob das Fahrzeug

mit dem gleichen Stand wie bei der Abholung wieder abgegeben werden

muss, und ob die erste Tankfüllung im Mietpreis enthalten ist oder

nicht. Hintergrund der Zusatzinformation ist die Tatsache, dass viele

Vermieter in Urlaubszielen nicht die hierzulande übliche Regelung

eines vollen Tanks bei Übernahme und Rückgabe des Fahrzeuges anwenden.

»Unser Ziel bei der Neuerung ist die Vermeidung von späteren

Reklamationen«, erklärt Sunny Cars-Chef Kai Sannwald.

Expansion nach Kanada

■ Daimler baut sein 2008 eingeführtes Vermietangebot

Car2go weiter aus und startet es im Juni in Vancouver.

Das Mobilitätsprogramm, das in Deutschland

bislang in Ulm und seit Anfang April auch in Hamburg

eingesetzt wird, basiert auf einem Carsharing-Modell.

Zur Miete stehen dabei ausschließlich Smart-Fahrzeuge

zur Verfügung.

Die einmal registrierten Kunden können die kleinen Flitzer

unabhängig von festen Vermietstationen überall im

Stadtgebiet übernehmen. Die Fahrzeuge sind oneway

buchbar, die Miete wird nach Minutentarifen berechnet.

Nach Abschluss der Pilotphase im vergangenen Jahr

will der Automobilkonzern das Modell nun weiter ausbauen.

Bis Ende des Jahres wird Amsterdam der erste europäische

Standort außerhalb Deutschlands und erhält

eine Flotte mit ausschließlich elektrischen Fahrzeugen.

06.05.2011 travel.one 19

Foto:Daimler AG

Foto: Wilde & Partner


produkt.autovermieter

Urlaub auf der Vespa

Mit mehr Zwei- und Dreirädern geht Avis ins Sommergeschäft.

Die Vespa LX 50 ist der

klassische italienische Roller

■ Avis erweitert das Programm an

Zweirädern in diesem Jahr um Motorroller

des Modells Vespa LX 50. Für die

Nutzung gibt es ein spezielles Wochenendpaket,

zusätzlich ist ein Zubehörpaket,

bestehend aus Jet-Helm,

Nierengurt und Handschuhen in unterschiedlichen

Größen buchbar.

Der im vergangenen Jahr eingeführte

dreirädrige Roller Piaggio MP3

ist auch in diesem Jahr wieder im Angebot.

Er kann mit einem Autoführerschein

gefahren werden. Ein Motorradführerschein

reicht nicht aus, da

der MP3 als zweispuriges Kraftfahrzeug

zugelassen ist. Frank Lüders,

Geschäftsführer Avis Deutschland:

»Der Piaggio MP3 erzielte im vergan-

moment

Off-Road-Klassiker buchbar

■ Mit der Mercedes G-Klasse hat Europcar einen Klassiker aus dem Segment

der Geländewagen ins Portfolio aufgenommen. 100 Fahrzeuge der seit

32 Jahren auf den Straßen und Feldwegen befindlichen Baureihe sind nun

exklusiv bei dem Autovermieter buchbar. Im Innenraum der Diesel-Autos sitzen

die Fahrer auf elektrisch verstellbaren Ledersitzen, außerdem verfügen

alle Off-Roader über Schiebedach und Navigationssystem. Bis zum 30. Juni

ist der Wagen an ausgewählten Stationen an Wochenenden zu einem besonderenEinführungspreis

buchbar.

Klassiker:

für die G-Klasse gibt

es bis Ende Juni

Einführungsangebote

Foto: Avis

genen Jahr eine sehr positive Resonanz

in unserer Flotte.« Beide Modelle

seien »auch für Geschäftsreisende

eine originelle Alternative«, meint Lüders.

Die Zwei- und Dreiräder stehen

in Berlin, Stuttgart, Karlsruhe, Düsseldorf,

Bonn und Hamburg bereit, der

MP3 darüber hinaus auch in Dresden

und München.

Für den Buchungsprozess hat Avis

eine App für Blackberrys freigeschaltet.

Neben der mobilen Buchungsmöglichkeit

informiert sie auch über

die am nächsten gelegene Mietstation,

ihre Öffnungszeiten und die jeweils

verfügbaren Fahrzeuge. Abrufbar sind

außerdem alle bereits getätigen Avis-

Buchungen.

updates

■ Car Del Mar hat auf der

Website einen Blog zum Thema

Mietwagen eingerichtet. Hier informiert

der Broker über Urlaubsdestinationen,

gibt Tipps zur Buchung

des Mietwagens und von Zusatzleistungen.

Kunden können Kommentare

abgeben. www.cardelmar.de/blog

■ TUI Cars

hat das Angebot auf den Balearen

erweitert. Neuer Partner neben Europcar

ist nun Hertz. ■ Der neue

Mercedes SLK Cabrio ist zur

Markteinführung bei Sixt im Programm.

Er ist im Rahmen eines

Cabrio-Specials buchbar. ■ Die

Alltours Reisecenter bieten

den eigenen Agenturen und den

Franchisebüros in der Vertriebsplattform

Allino ein webbasiertes

Tool zur Mietwagenbuchung. Es

wurde zusammen mit Sunny Cars

entwickelt.

20 travel.one 06.05.2011

Foto: Daimler AG


xxxxx.produkt

Im Rundum-Sorglos-Paket von holiday autos sind viele wichtige Leistungen inklusive. Zum Beispiel Vollkaskoschutz ohne Selbstbetei-

ligung, unbegrenzte Kilometer*, lokale Steuern und Gebühren, Haftpflichtversicherung** und vieles mehr. Dank der bestmöglichen Absicherung

und des überlegenen Preisleistungsverhältnisses können Sie Ihre Kunden beruhigt auf Reisen schicken. Und Ihre Kunden können im Urlaub

entspannt die Welt entdecken. Jetzt mit Code „holi“ in allen gängigen CRS oder unter www.holidayautos.de/reisebuero buchen.

*Ausgenommen Jasper & Whitehorse, Kanada. **In vielen Fällen unbegrenzte Deckungssumme, min. jedoch 2 Mio. €.

06.05.2011 travel.one 21


Eine Reise

zum Portwein

Er steht im Schatten von Rhein, Donau & Co. Doch immer mehr Anbieter von

Flusskreuzfahrten entdecken den Douro als Fahrtgebiet.

■ Wie auch immer man zu ihm steht: Meiden

kann ihn niemand. Denn er prägt hier

alles. Die Landschaft, den Alltag der Menschen

und natürlich auch jede Reise. Wer

sich für eine Flusskreuzfahrt auf dem

Douro entscheidet, beschäftigt sich unweigerlich

mit Wein. Genauer: Mit Port,

jenem berühmten Süßwein aus dem Norden

Portugals.

Die Kreuzfahrt beginnt dort, wo die

Reise des Weins – zumindest vorläufig –

endet. Die Urlauber gehen in Porto an

Bord. Nicht weit entfernt vom Ankerplatz

der Schiffe befinden sich die Lager der

Winzer. In Vila Nova de Gaia, einem Vorort

der malerischen Hafenstadt, reift der

edle Tropfen in riesigen Kellern. Die Produzenten

bringen den gepressten Rebensaft

seit Jahrhunderten vom oberen Dou-

ro-Tal hierher, früher auf dem Wasser,

heute auf der Straße. Die Kreuzfahrtschiffe

begegnen daher keinen Wein-

booten, wenn sie von der Mündung flussaufwärts

fahren, die Landschaft immer

hügeliger wird und die Hänge schließlich

rechts und links des Ufers steil ins Wasser

fallen. Rund 100 Kilometer östlich von

Porto wächst auf den terrassierten Bergen

fast ausschließlich Wein. Nur hin und

wieder mogeln sich Oliven- und Kirschbäume

dazwischen.

An der spanischen Grenze – sie ist

gleichzeitig die Grenze des Port-Anbaugebiets

– kehren die Schiffe um. In Kastilien-

León, wo der Fluss entspringt und Duero

heißt, steht lediglich ein Busausflug nach

Salamanca im Programm. Doch obwohl

Hin- und Rückweg auf dem Douro der sel-

be sind: Langweilig wird es den Passagieren

nicht. Der Fluss schlängelt sich durch

eine pittoreske Bergwelt. Die Schiffe legen

in kleinen Orten an, ihre Gäste besuchen

Schlösser und Weingüter. Und sie erhalten

einen Einblick in die Port-Produktion.

Kaum bekannt. Kreuzfahrten auf

dem Douro sind ein relativ junges Produkt.

Zu den Pionieren zählt Croisi Europe.

Die elsässische Reederei schickte 2002

ihr erstes Schiff nach Portugal, 2003 und

2004 folgte jeweils ein weiteres. Die Franzosen

verfügen damit über eine Kapazität

von 420 Betten und sind die Nummer eins

in der Region – den Douro befahren derzeit

lediglich sechs Passagierschiffe.

Auf dem deutschsprachigen Markt vertreibt

Croisi Europe jedoch nicht die ge-

22 travel.one 06.05.2011


samte Portugal-Flotte. Ein Schiff ist komplett

französischen Kunden vorbehalten.

Auf den beiden anderen mischt das Unternehmen

die Nationalitäten. Die Deutschen

stellen eine relativ kleine Gruppe.

Rund 700 Bundesbürger entdecken mit

Croisi Europe zwischen April und Oktober

den Douro. »Der Fluss ist in Deutschland

noch nicht so bekannt«, weiß Geschäftsführer

Christian Schmitter.

Die Werbetrommel für den Douro

rührt seit 2002 auch Phoenix Reisen. Vor

zwei Jahren kam Plantours & Partner

hinzu. Diese Saison haben zudem Viking

Flusskreuzfahrten und Nicko Tours

Nordportugal im Programm. Letztere geben

dabei richtig Gas. Während die drei

anderen deutschen Flussspezialisten die

Tour lediglich an wenigen Terminen anbieten,

schreibt Nicko Tours die Reise bis

November wöchentlich aus. Mit Erfolg, so

Geschäftsführer Ekkehard Beller. Er verlängerte

die Saison sogar kurzfristig und

legte zwei zusätzliche Abfahrten auf.

Die meisten Kreuzfahrttouristen

kommen im Frühling und im Herbst. Im

Sommer dagegen, so die Erfahrung von

Croisi Europe, sind die Schiffe in der Regel

nicht ausgebucht. »Den Senioren, unserer

Hauptklientel, ist es dann zu heiß«,

sagt Schmitter. Die Temperaturen klettern

im Weinanbaugebiet an manchen Tagen

auf mehr als 40 Grad Celsius. Croisi

Europe ergreift daher im Juli und August

flusskreuzfahrten.produkt

Eine wenig bekannte Flusslandschaft: Der Douro schlängelt sich in Portugal durch das Anbaugebiet des Portweins

eine ungewöhnliche Maßnahme: Kinder

bis 16 Jahren reisen umsonst, auch wenn

sie eine eigene Kabine beziehen. Allerdings

wirbt das Unternehmen mit diesem

Angebot ausschließlich in Frankreich.

Bildtext

Auf dem deutschen Markt versuchte die

Reederei bislang nicht, auf diese Weise

Familien als Gäste zu gewinnen. Der

Portwein jedenfalls dürfte für diese Klientel

kein Argument sein. Petra Hirschel

Veranstalter kompakt

■ Croisi Europe (vertreten durch Anton Götten Reisen): Don Henrique

und Vasco da Gama (jeweils 71 Kabinen für 140 Passagiere),

sechs- und achttägige Flussreisen, Flug und Vorprogramm fakultativ

hinzubuchbar.

■ Nicko Tours: Douro Queen (65 Kabinen, davon 38 mit Balkon,

für 130 Passagiere), elftägige Pauschalreise mit Flug, Kreuzfahrt (sieben

Nächte) und Aufenthalt in Lissabon (drei Nächte), fünf Ausflüge

inklusive.

■ Phoenix Reisen: Magellan (71 Kabinen für 150 Passagiere),

zehntägige Pauschalreise mit Flug und Kreuzfahrt (neun Nächte).

■ Plantours & Partner: Douro Cruiser (65 Kabinen, davon 38 mit

Balkon, für 130 Passagiere), achttägige Pauschalreise mit Flug und

Kreuzfahrt (sieben Nächte).

■ Viking Flusskreuzfahrten: Douro Cruiser (wie Plantours),

sechstägige Reise mit Kreuzfahrt (fünf Nächte) und einer Hotelnacht

in Porto, fünf Ausflüge inklusive, Linienflug fakultativ.

06.05.2011 travel.one 23

Foto: Anton Götten Reisen


produkt.kreuzfahrten

Die Reederei Ponant aus Marseille will in Deutschland Fuß fassen.

Ein Katalog und ein neues Schiff sollen ihr dabei helfen.

Französischer Luxus

■ Den Katalog hat es in dieser Form bisher

nicht gegeben. Erstmals ist er nicht nur auf

Französisch und Englisch erschienen: Die

Reederei Ponant stellt ihr Programm in

diesem Jahr auch in deutscher Sprache vor.

Der Erfolg der vergangenen Monate, so die

Begründung, animierte das Unternehmen

zu diesem Schritt.

»Die Wahrnehmung von Ponant steigt

hierzulande«, unterstreicht Andreas Kesslau.

Erst seit Anfang 2010 ist das französische

Unternehmen mit einem Vertriebsbüro

in Deutschland vertreten. Kesslau

wirbt seither als Vertriebsdirektor von

Hamburg aus für dessen Flotte. 330 Deutsche

und Österreicher buchten im vergangenen

Jahr eine Ponant-Kreuzfahrt. Mindestens

dreimal so viele, das steht bereits

fest, sind es 2011.

Premiere feiert jedoch nicht nur der

deutschsprachige Katalog (er ist über In-

L’ Austral im Überblick

Schiff Kabinen Unterhaltung

Die Austral (maximal 264 Passagiere)

ist im Stil einer Jacht gebaut,

142 Meter lang und 18 Meter breit

und verfügt über sechs Passagierdecks.

Der Einstiegspreis liegt pro

Person bei 275 Euro am Tag.

fox abrufbar, die Basisprovision liegt bei

zwölf Prozent). Ponant hat auch ein neues

Schiff. Ende April brach die Austral in

Marseille zu ihrer ersten Reise auf – in Begleitung

der Boréal. Der Neubau gleicht

der ein Jahr älteren Schwester bis auf wenige

Details. Das heißt: Nur die Farben

der Einrichtung sind etwas unterschiedlich.

Auf der Boréal setzt Rot Akzente, auf

der Austral entschieden sich die Innenarchitekten

ausschließlich für Brauntöne.

Edel und modern. Bei den Schwestern

handelt es sich um kleinere Kreuzfahrtschiffe

im Stil einer Jacht. Sie bieten

ihren 264 Passagieren ein luxuriöses und

gleichzeitig modern-schlichtes Ambiente.

Und sie haben nur Außenkabinen mit vergleichsweise

großen Bädern – in der Dusche

gibt es viel Platz, die Toilette wurde

vom Waschraum abgetrennt.

120 Außenkabinen (18,5 m²) mit

Balkon (4 m²), acht ohne (21 m², mit

Sofa für dritte Person), drei davon

barrierefrei. Vier Suiten (27/45 m²

plus 5/9 m² Balkon). 40 Kabinen

sind zu 20 Suiten umwandelbar.

L’ Austral ist das fünfte Schiff der Compagnie

du Ponant. Zur Flotte der Tochter der

Containerreederei CMA CGM gehören

neben den zwei Neubauten der Großsegler

Le Ponant (64 Passagiere), die Jacht Le Levant

(90 Passagiere) und das Expeditionsschiff

Le Diamant (226 Passagiere). Vom

inzwischen in die Jahre gekommenen Diamanten

will sich das Unternehmen allerdings

trennen, er steht zum Verkauf.

Auf allen fünf Schiffen sind Französisch

und Englisch die Bordsprachen.

Doch Ponant versucht nach eigenen Angaben,

deutschen Gästen entgegenzukommen.

Das Fernsehprogramm läuft auch in

deren Muttersprache, bei einigen Kreuzfahrten

liegt eine deutsche Menükarte

aus. Und in der Antarktis gehen zum Teil

deutschsprachige Lektoren an Bord.

Das südliche Polarmeer ist das Winterziel

der Austral. Wie die Boréal wurde

Im Theater auf Deck vier finden regelmäßig

Shows statt. Auch dient

es als Vortragsraum. Die Austral

verfügt zudem über eine Lounge

mit Bar und kleiner Bibliothek sowie

einen Außenpool.

24 travel.one 06.05.2011


sie so gebaut, dass sie die Inselgruppe Südgeorgien

und die antarktische Halbinsel

ansteuern kann. Der Rumpf ist verstärkt

(Eisklasse 1 C, für leichte Eisverhältnisse),

zudem recht lang und hat nur wenig Tiefgang.

Das Schiff sei so für Eis und Sturm

bestens gewappnet, so Kesslau. Für Landgänge

gibt es Zodiacs. Und für die Wissensvermittlung

sollen 15 Naturwissenschaftler

sorgen.

Ponant nimmt bei jeder Antarktis-

Reise höchstens 200 Passagiere mit. Dies

erlaubt der Reederei, fast überall anzulegen

für Schiffe mit mehr Gästen gelten

andere Regeln. Aber auch bei Ponant kön-

Restaurants Fitness & Spa Ziele

An Bord gibt es zwei Restaurants.

Im Hauptrestaurant (Foto) finden

268 Personen Platz (eine Tischzeit).

Das Restaurant »Grill« verfügt

innen über 130 Plätze sowie 80

Sitze im Freien.

nen sich nie alle Passagiere gleichzeitig an

Land aufhalten. Der Naturschutz fordert

eine Begrenzung auf 100 Personen.

Dertour als Partner. Ob in der

Antarktis oder dem Sommerziel Mittelmeer

– auf der Austral geht es laut Kesslau

leger zu. »Eine Krawatte trägt auch beim

Abendessen fast niemand«, betont der

Vertriebsdirektor.

Die Reederei hat sich dennoch den Luxuskreuzfahrten

verschrieben. Die Reisen

finden sich daher im nächsten Deluxe-Katalog

von Dertour wieder. Ponant ist mit

30 Seiten vertreten. Petra Hirschel

Auf Deck fünf befinden sich ein Fitnessraum,

ein Spa mit Hammam

und Räume für Massagen sowie

ein Friseursalon. Die Benutzung

der Geräte sowie des Dampfbades

ist im Reisepreis inklusive.

xxxxx.produkt

Schnittig wie eine Jacht: Die

Austral, das neue Flaggschiff

von Ponant, kann kleine Häfen

anfahren

Diesen Sommer ist die Austral

vor allem in der Adria (einwöchige

Reisen ab Venedig) unterwegs, im

Winter fährt sie von Ushuaia aus in

die Antarktis (elf und 16 Tage). Für

2012 sind Südsee-Reisen geplant.

06.05.2011 travel.one 25

Fotos: Compagnie du Ponant


produkt.mix

Von April 2012 an Teil der Hapag-Lloyd-Flotte: Die Columbus 2 ist ein Schiff für 698 Passagiere

Columbus 2 umrundet die Welt

■ Ihre erste Reise beginnt am 16. April

2012 und führt durch das westliche

Mittelmeer. Die Columbus 2, so verrät

der jetzt erschienene Katalog, ist nach

der Taufe zunächst vor den Küsten

Südeuropas unterwegs. Den Sommer

verbringt sie dann im Norden und

bricht von Hamburg und Kiel aus zu

Kreuzfahrten auf. Später im Jahr umrundet

das Schiff zweimal den Globus.

Mehr Flüge

nach Bulgarien

■ Alltours legt im Sommer Zusatzflüge

ab Frankfurt und Leipzig ins bulgarische

Varna auf. Grund dafür sei

die starke Nachfrage für Bulgarien,

erklärt Alltours Touristik-Geschäftsführer

Dierk Berlinghoff. Die Zusatzflüge

starten am 10. Juni sowie zwischen

dem 24. Juni und dem 9. September.

Jeden Freitag bringt eine Maschine

der Bulgarian Air Charter bis zu 164

Alltours-Kunden von Frankfurt aus

nach Varna. Von Leipzig aus geht es

immer mittwochs zwischen dem 6.

Juli und 28. September an die bulgarische

Schwarzmeerküste.

Für Bulgarien verzeichnet der Veranstalter

derzeit rund 40 Prozent mehr

Buchungen als im Vorjahr. Auch Varna

liege zweistellig im Buchungsplus,

heißt es. »Das Land ist mittlerweile

unser fünftbeliebtestes Urlaubsziel«,

erläutert Berlinghoff.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

stellt die Reisen des künftigen Flottenmitglieds

in einem 150-seitigen Katalog

vor. 40 Kreuzfahrten sind zwischen

April 2012 und Mai 2013 geplant. Darunter

befinden sich Touren, mit denen

sich die Reederei an Golfer sowie an

Familien wendet.

Bei der Columbus 2 handelt es sich

um die heutige Insignia von Oceania

Cruises. Sie ersetzt die Columbus, die

in Zukunft als Hamburg unter der Flagge

von Plantours fährt.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten vermarktet

den Neuzugang als Drei-Generationen-Schiff.

Mehr erfahren Reisebüro-Mitarbeiter

auf einer Lernplattform

im Internet:

www.columbus2

-campus.com

Road Trips in der Luft

■ Den Osten und den Westen der USA per Flugzeug kennenzulernen,

das versprechen zwei Rundreisen des 2009 gegründeten US-amerikanischen

Anbieters Mauiva. Mit den Touren »All-American East Experience«

und »Western Wonder Experience«, die dem Konzept der

Kreuzflüge von Windrose und Hapag-Lloyd ähneln, macht der Veranstalter

seine ersten Schritte auf dem deutschen Markt.

Beide Reisen sind als Gruppenreisen konzipiert, zum Einsatz

kommt ein Privatflugzeug. Ziele, die weniger als 90 Meilen voneinander

entfernt sind, werden mit Reisebussen angesteuert. Die Reise im Osten

der USA und Kanadas macht unter anderem an den Niagara-Fällen,

in Toronto, im Amish Country in Pennsylvania und in Washington

DC Station. »Western Wonder Experience« führt durch den Westen

und Südwesten Nordamerikas, Stopps sind geplant in Monterey, San

Francisco, im Yosemite National Park, Las Vegas und am Grand Canyon.

Mit den »Air Cruises« verändere sich der Charakter des amerikanischen

Road Trips, ist Lauren Volcheff, Vizepräsidentin für Marketing

von Tourico Holidays, das für Mauiva den Bodenservice durchführt,

überzeugt. 2012 sollen auch Reisen in Europa angeboten werden.

www.mauiva.com

26 travel.one 06.05.2011


Mit dem Schiff

durch Frankreich

■ Eine neue achttägige Flussreise auf

der Seine finden Reisebüros im Programm

des Bayerischen Pilgerbüros.

Sie führt vom 3. bis zum

10. September auf dem Flussschiff

Cezanne unter anderem nach Paris

und Giverny. Die Landausflüge sind

bereits im Preis enthalten. Während

der Ausflüge begleiten sowohl ein Reiseleiter

als auch ein Geistlicher die

Gäste. In Paris kann der Aufenthalt

auf Wunsch verlängert werden.

www.pilgerreisen.de

Orient-Express fährt

von Deutschland

■ Im Juni des nächsten Jahres startet

der berühmte Orient Express seine

Reise nach Venedig erstmals auch

von Berlin und Hamburg aus. Veranstalter

Lernidee bietet den Luxuszug

im Vollcharter an. Kunden können

zwei Varianten buchen: vom 1. Juni

bis zum 5. Juni und vom 2. Juni bis

zum 4. Juni. Für Reisebüros gibt es

einen Prospekt über die Sonderreise.

team@lernidee.de

Neues Sportprogramm: Gäste der »Mein Schiff« können im August

mit Florett-Olympiasiegerin Anja Fichtel fechten

Degenkampf

auf hoher See

mix.produkt

Öger Tours wird

Orient-Spezialist

■ Öger Tours soll sich offenbar neben der Türkei nun auch auf den

Orient spezialisieren. Wie Travel One am Rande des Arabian Travel

Markets in Dubai aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, plant

die Hamburger Thomas-Cook-Tochter zum Winter einen eigenen

umfassenden Orient-Katalog, unter anderem mit Zielen in den Vereinigten

Arabischen Emiraten. Ganz neu soll Jordanien ins Programm

kommen. Daneben werde ein umfangreicher Katalog für Ägypten

aufgelegt, dessen Portfolio doppelt so groß sei wie das aktuelle.

Im Gegenzug soll sich Öger Tours von anderen Destinationen verabschieden.

Zu vermuten ist, dass diesem Schritt etwa die Angebote

für die Dominikanische Republik, Kuba und Thailand zum Opfer

fallen. Sie werden von Thomas Cook und Neckermann übernommen,

um die Portfolios der hauseigenen Marken klarer voneinander

abzugrenzen. Wer den neuen Zielgebietsschwerpunkt leiten werde,

stehe noch nicht fest, heißt es.

■ Kunden von TUI Cruises können in diesem

Sommer an Bord der »Mein Schiff« Fechtunterricht

von einer Olympiasiegerin erhalten. Die »Fecht-

reise« — sie führt vom 7. bis zum 21. August durch

das östliche und westliche Mittelmeer – wird von

Sportlerin Anja Fichtel begleitet, die in dieser Zeit

den Gästen die Sportart näher bringt. Zum Ende

der Kurse können die Passagiere ihre neu erworbenen

Fähigkeiten bei einem Turnier unter Beweis

stellen. Mit der Fechtreise baut TUI Cruises das

sportliche Portfolio weiter aus. Künftig soll es auf

beiden Schiffen der Mein-Schiff-Flotte Fechtschulen

geben, heißt es. Dafür ist der Veranstalter eine

langfristige Kooperation mit dem Fechtzentrum

Tauberbischofsheim eingegangen.

06.05.2011 travel.one 27

Foto: istock


produkt.airlines/airports

produkt.xxxxx

USA stärken Passagierrechte

Geld fürs Warten: auch ausländische Fluggäste

profitieren von den neuen Passagierrechten

EU-Kommission

macht Rückzieher

■ Die ursprünglich für Ende April

geplante EU-weite Lockerung des

Flüssigkeitsverbots im Handgepäck

von Flugzeugreisenden wird

nicht umgesetzt. In der Vergangenheit

hatten sich mehrere Länder gegen

die Lockerung ausgesprochen.

Man wolle die Passagiere nicht verwirren,

erklärt EU-Kommissar Siim

Kallas die plötzliche Kehrtwende. Die

Regelung hatte vorgesehen, dass

Passagiere aus Drittländern im Duty-

Free eingekaufte Flüssigkeiten, Gels

und Sprays beim Umsteigen in der

EU nicht mehr abgeben müssen. Das

ist jetzt erst einmal Makulatur. Stattdessen

bleibt es bei der Regelung

aus 2006, wonach Passagiere nur

geringe Flüssigkeitsmengen, in

einem durchsichtigen Plastikbeutel

verstaut, an Bord mitnehmen dürfen.

Vor einer weiteren Entscheidung will

sich die Kommission auch mit den

USA beraten.

Foto: istock

updates

■ Die USA weiten die 2009 eingeführten Rechte für Flugreisende

aus. Die sogenannte »Tarmac Rule«, wonach die Airlines

die Passagiere vor dem Abflug nicht länger als drei Stunden auf

dem Vorfeld warten lassen dürfen, gilt künftig auch für ausländische

Fluggesellschaften und internationale Flüge. Das Zeitlimit

liegt hier jedoch bei vier Stunden. Wie bei den Inlandsflügen

müssen die Gäste ab zwei Stunden Wartezeit mit Lebensmitteln

und Wasser versorgt werden. Funktionierende Toiletten sind

ebenfalls Pflicht. Die Erfahrungen aus dem Schneesturm im vergangenen

Dezember sowie die langen Verzögerungen auf dem

New Yorker JFK-Flughafen hätten eine große Rolle bei der Entscheidung

gespielt, heißt es im US-Verkehrsministerium. Neuerungen

gibt es auch beim Gepäck. So müssen Airlines beim Verlust

eines Koffers künftig nicht nur das Gepäckstück selbst, sondern

auch die Gebühren erstatten. Kunden, die wegen Überbuchung

auf einen späteren Flug ausweichen müssen, können künftig

mehr Geld verlangen. Derzeit wird den Fluggästen der Ticketpreis

und, je nachdem, wie viel später der Ersatzflug am Zielort

eintrifft, maximal 400 oder 800 Dollar erstattet. Künftig können

sie den doppelten Ticketpreis bis maximal 650 oder 1.300 Dollar

verlangen. Die neue Regelung soll Ende August in Kraft treten.

www.dot.gov/affairs/2011/dot5111.html

■ Vom 15. Juni an fliegt Vietnam Airlines täglich nach Melbourne

und Sydney. Die Flüge mit einem A330 beginnen und enden in

Hanoi mit Zwischenstopp in Ho-Chi-Minh-Stadt. ■ Air Berlin bietet

Inhabern der Topbonus Gold oder Silver Card am Flughafen München

nun einen eigenen Parkbereich im Parkhaus P5. Es fällt die übliche

Parkgebühr an. ■ Am Flughafen Frankfurt gibt es nun im Terminal

1 eine Lounge des Betreibers Luxx Lounge, die allen Fluggästen

offen steht. Das Ticket für einen Tag kostet 30 Euro. www.luxxlounge.de

■ Die Verbindung Münster/Osnabrück – Salzburg von

Cirrus Airlines, die am 30. Mai ihren Betrieb aufnimmt, erhält

auch eine Lufthansa-Flugnummer. ■ Hahn Air bietet die Website

für Reisebüros nun auch auf deutsch an. www.hahnair.com

■ Oman Air hat die ersten zwei von fünf bestellten Embraer 175

erhalten. Die Kurzstreckenmaschinen verfügen über 71 Plätze in zwei

Klassen. ■ Vom 6. Mai an stockt Turkish Airlines die Flüge von

Hamburg nach Istanbul freitags, samstags und sonntags von zwei auf

drei pro Tag auf. ■ Über tuifly.com sind nun auch die Flüge von

Pegasus Airlines in die Türkei buchbar. ■ TAP nimmt am 2. Juli Linienflüge

zwischen Lissabon und der Haupstadt Ghanas, Accra, auf.

28 travel.one 06.05.2011


Nonstop in

die Mongolei

■ Vom 16. Mai an fliegt Miat Mongolian

Airlines dreimal pro Woche

nonstop von Berlin-Tegel nach

Ulan Bator. Auf den Flügen donnerstags,

samstags und sonntags in die

mongolesische Haupstadt entfällt

dann der Zwischenstopp in Moskau.

Damit verkürzt sich die Flugzeit auf

7,5 Stunden. Zum Einsatz kommt

eine Boeing B767-300ER. Zwischen

dem 5. Juli und dem 30. August gibt

es einen vierten Flug.

Business Class

verbessert

■ Air Baltic hat das Konzept ihrer

Premiumklasse überarbeitet.

Zum neuen Standard gehört mehr

Platz durch einen freien Nachbarsitz.

Das Essen an Bord der Flugzeuge

der lettischen Fluggesellschaft

wurde ebenfalls umgestellt:

Sternekoch Martins Ritinš bereitet

saisonale Gerichte mit lokalen Produkten.

Angeboten wird der neue

Service auf allen Flügen mit Bombardier

Q400 NextGen oder Fokker

50 Maschinen.

Eine zusätzliche Buchungsklasse

soll Frühbuchern die bessere

Verfügbarkeit der neuen Business

Class ermöglichen.

www.airbaltic.com

Air Baltic verspricht mehr Platz

in der Business Class

Die Einschränkungen für die ukrainische

UM Air wurden aufgehoben

EU aktualisiert die

Schwarze Liste

■ Die EU hat alle Airlines aus

Mosambik in die Schwarze Liste

der Fluggesellschaften mit Einflugverbot

in Europa aufgenommen.

Bei der Luftfahrtbehörde

des Landes wurden »erhebliche

Mängel« festgestellt. Die Einschränkungen

für den Flugbetrieb

der ukrainischen UM Air wurden

dagegen aufgehoben, nachdem

sich deren Sicherheitsniveau nachweislich

verbessert hat.

Der Flugsicherheitsausschuss

hat die EU-Kommission auch aufgerufen,

Fragen der Flugsicherheit

mit der Russischen Föderation intensiver

zu bearbeiten. Damit solle

künftig sichergestellt werden, dass

alle in die EU einfliegenden Flugzeuge

den internationalen Normen

entsprechen.

http://ec.europa.eu/trans

port/air-ban/list_de.htm

Mehr Flüge ab

Köln/Bonn

■ Die arabische Fluggesellschaft

Air Arabia Maroc plant, bis 1.

Juli sukzessive die Anzahl der Verbindungen

von Köln/Bonn aus zu

erhöhen, und nicht wie in Ausgabe

acht von Travel One gemeldet, von

Düsseldorf aus. Expedienten, die

sich bei Air Arabia Maroc registrieren

möchten, können per E-Mail ein

Login bei deren deutscher Repräsentanz

Aviareps anfordern.

sales.airarabiamaroc@

aviareps.com

xxxxx.produkt

Und über Nacht

sieht die Welt

ganz anders aus.

In nur 9,5 Stunden Nachtflug

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Abenteuer und unvergessliche Begegnungen

mit der Natur Namibias. Air Namibia fliegt

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nach Windhoek und weiter nach Kapstadt,

Johannesburg, Maun (Botswana) und

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www.airnamibia.de

06.05.2011 travel.one 29

Foto: UM Air

Foto: Hartmut Röder

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Zeitraum: 18.04. – 21.06.2011

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sales.best practice

Die Heimat

als Trumpf

Gleichzeitig Reisebüro und Incoming-Agentur:

Meissen Tourist wirbt für das Sächsische Elbland.

n Wann öffnet heute die Albrechtsburg?

Welches Hotel hat ein Zimmer frei? Gibt es

Führungen durch den Dom? Die Mitarbeiter

des Reisebüros in der Gerbergasse hören

fast täglich diese Fragen. Immer wieder

betreten Touristen das Ladengeschäft am

Rande der Altstadt von Meißen und suchen

Rat. Denn obwohl das anfangs nicht

beabsichtigt war: Der Name des Unternehmens

ist Programm. Meissen Tourist, Reisevermittler

und Veranstalter in einem,

agiert auch als Incoming-Agentur und be-

dient somit neben Einheimischen, die beispielsweise

einen Flug nach Spanien buchen

wollen, auch Fremde, die als Besucher

in die sächsische Stadt kommen.

»Vor allem Radtouristen wenden sich

häufig spontan an uns«, erzählt Geschäftsführer

Lutz Thieme. Die Mehrheit der Kunden

aber ruft bereits vor der Reise an. Sein

Team stellt sowohl für Gruppen als auch für

Individualreisende aus dem gesamten Bundesgebiet

Pakete für Meißen und die nähe-

30 travel.one 06.05.2011


Schnürt Pakete für Meißen-Besucher: Das Team von Meissen Tourist

re Umgebung zusammen. Sie buchen bei

Meissen Tourist direkt oder in einem kooperierenden

Reisebüro. Partner sind zudem

Reedereien, die Flusskreuzfahrten auf

der Elbe anbieten und für Ausflüge die

Kompetenz der Agentur vor Ort nutzen.

Lücke genutzt. Gleichzeitig für

das Entfernte und die eigene Heimat zu

werben – alltäglich ist das keineswegs. Der

Zufall machte Meissen Tourist zur Incoming-Agentur.

Vor rund zehn Jahren löste

Meißen die städtische Touristeninformation

auf. Ein Verein übernahm deren Aufgaben,

soweit das mit knappem Budget möglich

war. Und der Part einer umfassenden

Gästebetreuung, sprich die Organisation

vor allem von Gruppenreisen, fiel zum Teil

an das touristische Unternehmen. Dies bot

sich allein schon wegen des Namens an.

Häufig hatten sich Besucher der Stadt bei

Dresden an Thieme und seine Kollegen gewandt

– im Glauben, hinter Meissen Tourist

verberge sich die offizielle Touristeninformation.

»Dabei heißen wir nur so, weil

wir in Meißen zu Hause sind«, sagt der Geschäftsführer.

Thieme ergriff damals die Chance,

sich ein drittes Geschäftsfeld zu erschließen.

»Als Ergänzung«, betont er. Das

wichtigste Standbein ist die Tätigkeit als

Veranstalter geblieben. Und auch die sieben

Reisebüros – Meissen Tourist ist an

verschiedenen Orten in Sachsen und

Brandenburg vertreten – spülen durch

den Verkauf von Reisen anderer Anbieter

mehr Geld in die Kassen als die anderthalbköpfige

Incoming-Abteilung. Das

Ganze lohnt sich dennoch. Rund 1.500

Kunden registrierte die Agentur allein im

vergangenen Jahr.

Das Unternehmen wirbt nicht offensiv

für sein Sachsen-Produkt. Auch ist es damit

nicht auf Messen vertreten. Thieme

vertraut darauf, schnell im Internet gefunden

zu werden, und baut auf Mund-zu-

Mund-Propaganda sowie seine zufriedenen

Stammkunden. »Wir stellen

Programme zusammen, die sich von den

Standardangeboten abheben«, betont der

Reiseprofi. Zu den Bausteinen gehören

zum Beispiel eine Schlauchboottour auf

der Elbe, eine Wanderung durch die

Weinberge der Umgebung und eine

Stadtführung zu historischen Badestuben

und Freudenhäusern. Gute Ortskenntnisse

sowie persönliche Kontakte

zu Stadtführern und Hoteliers, so weiß

Thieme, sind für den Erfolg das A und O.

Zu Hilfe kommt dem Geschäftsmann

auch die günstige Lage des Meißener

Stammsitzes: Das Büro befindet sich sozusagen

am Eingang der Altstadt. Die

Mehrzahl der Besucher schlendert an

dessen Schaufenster vorbei. Und wer eine

Frage hat, schaut in die Räume hinein.

Mal sucht jemand ein Hotel für die Nacht,

mal geht es nur um die Öffnungszeiten

eines Museums. »Dann helfen wir natürlich«,

sagt Thieme, »oder verweisen auf

das Büro des Vereins, der umfangreicher

informieren kann als wir.«

Das Unternehmen

Der Draht zu diesem ist gut. Meissen

Tourist zählt zu den Mitgliedern. Doch

die Zusammenarbeit beschränkt sich bislang

auf das gegenseitige »Kunden-Schicken«.

An ein gemeinsames Marketing ist

wegen der begrenzten Mittel des Vereins

nicht zu denken. Möglicherweise aber ändert

sich das bald. Thieme hofft, dass die

Stadt angesichts der 250.000 Touristen im

Jahr ihre Pläne wahr macht und einen

Mitarbeiter für Stadtmarketing anstellt.

Meissen Tourist bleibt jedoch vermutlich

auch dann die inoffizielle Anlaufstelle.

Rund um die Uhr ist das Telefon

des Unternehmens besetzt. Die

Tourist-Information dagegen ist nicht

immer erreichbar. »So landen die Leute

bei uns«, sagt Thieme. Auch Sonntagmorgens

um sieben.

Petra Hirschel

n Meissen Tourist ist ein Reiseunternehmen mit Hauptsitz in Meißen in

der Gerbergasse 4. www.meissen-tourist.de

n Das Unternehmen betätigt sich als Veranstalter. Es legt Busreisen (ein

Schwerpunkt sind Kur- und Wellnessreisen) auf und vertreibt diese über die eigenen

Reisebüros sowie rund 500 Agenturen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und

Südbrandenburg. Zudem organisiert Meissen Tourist auf Anfrage Touren für in

sich geschlossene Gruppen, beispielsweise für Vereine, Seniorengruppen oder

Schulklassen. Der Veranstalter hatte vergangenes Jahr rund 30.000 Kunden.

n Zu dem Unternehmen gehören sieben Reisebüros. Zwei befinden

sich in Meißen, die anderen in Riesa, Dresden und Großenhain in Sachsen sowie

in Cottbus und der Stadt Brandenburg. Sie vertreiben nicht nur die Produkte

des eigenen Unternehmens, sondern die gesamte Palette der Touristik.

n Als Incoming-Agentur für Gäste aus deutschsprachigen Ländern tritt

Meissen Tourist im Sächsischen Elbland auf, mit Schwerpunkt Meißen.

n Das Unternehmen hat 35 Mitarbeiter: 18 arbeiten am Counter, eine Voll-

und eine Halbtagskraft kümmern sich um das Incoming-Geschäft, der Rest ist

für den Veranstalter tätig.

06.05.2011 travel.one 31


sales.mix

Karstadt-Reisebüros bei der RSG

Udo Klein (l.) und Michael Dohmen

besiegeln den Vertragsabschluss

updates

n Germanwings kooperiert mit Travelport und setzt die E-Ticketing-Datenbanklösung

ETD Base des CRS ein. Damit kann die Airline

E-Tickets, die von Lufthansa oder Reisebüros für Germanwings-

Flüge ausgestellt wurden, akzeptieren. n Expedienten können sich

nun auf www.saisoncheck.de in einem neuen E-Learning-

Programm über JT Touristik informieren. Die Schulung läuft bis

zum 31. Oktober. n Allianz Global Assistance bietet auf der

Reisebüro-Website ein neues Training zu den Elvia Jahresversicherungen

an. Der erste von zwei Kursen ist bereits online. www.

counterkoenige.de. n Alle Fahrkarten des Thalys sind jetzt

über die Website von Rail Europe als E-Tickets buchbar. Die Fahrscheine

können als PDF ausgedruckt werden und sind auch für die

Strecken von Frankfurt, Stuttgart, München und Basel nach Paris

verfügbar. n Trevco veranstaltet nun auch in Aachen und Bonn

Reisebüro-Stammtische. Termine sind der 10. Mai in Aachen und

der 11. Mai in Bonn. www.reisebuero-stammtischdeutschland.de

n E-Domizil kooperiert mit James Villa Holidays.

Die rund 2.500 Objekte des britischen Ferienhausanbieters

liegen rund ums Mittelmeer und in Florida.

n Rückwirkend zum 1. März werden die 115 Karstadt Reisebüros

Kommanditist bei der RSG. Michael Dohmen, Geschäftsführer

der RSG, kann sich damit über einen bedeutenden

Neuzugang für die zum Rewe-Konzern gehörende Service-Gesellschaft

freuen. Die RSG ist für die Kooperationen Pro Tours/

RCE, Deutscher Reisering und Tourcontact sowie für den Franchisebereich

Atlasreisen Marketing, Technik und Einkauf zuständig.

Mit den Karstadt Reisebüros gehört nun erstmals eine

Reisebürokette dazu. »Die Karstadt Reisebüros sind wegen ihrer

Stärke und Wertigkeit ein großer Gewinn für die RSG«, sagt

Dohmen. »Wir stärken mit diesem Schritt unsere 2010 begonnene

Neupositionierung. Mit der wachsenden RSG wollen wir

die Interessen und Kräfte unserer Partner weiter bündeln und

den Partnerbüros bei Provisionsverhandlungen, Technik- und

Marketingkosten entscheidende Vorteile verschaffen.«

»Die Zusammenarbeit mit der RSG gibt uns die Möglichkeit,

die Profilierung der Karstadt Reisebüros weiter fortzusetzen«,

begründet Udo Klein, Zentralleiter Reisen der Karstadt Warenhaus

GmbH, den Schritt. Der RSG sind derzeit gut 1.000 Büros

angeschlossen. Mit den neuen Mitgliedern will sie ihren Wachstumskurs

fortsetzen, so Dohmen. Durch die neuen Büros erweitere

sich auch der Funktionsbereich der Kooperation. »Wir sind

nun ein Allround-Dienstleister«, stellt Dohmen fest. MX

VUSA-Seminar

im Oktober

n Das Visit USA Committee (VUSA)

plant auch in diesem Jahr ein großes

Wochenend-Event für Reisebüromitarbeiter

aus ganz Deutschland. Diesmal

findet die Veranstaltung in Düsseldorf

statt. »Very Unique Studies

of America« besteht aus einem ganztägigen

Seminar und einer Party,

Schauplatz ist am 22. und 23. Oktober

das Swissôtel Düsseldorf/Neuss. In

zehn Seminarteilen von je einer halben

Stunde Dauer erfahren die Teilnehmer

neues von 30 VUSA-Partnern. In der

Nacht zum Sonntag steigt dann eine

große Halloween-Party mit der Kür

des gruseligsten Kostüms. Inklusive

Übernachtung und Seminarpaket kostet

die Teilnahme pro Expedient im

Einzelzimmer 99 Euro, im Doppelzimmer

sind 69 Euro fällig. Wer keine

Übernachtung benötigt, ist mit 49

Euro dabei. Die Teilnehmerzahl ist auf

150 begrenzt.

www.vusa.travel

32 travel.one 06.05.2011


Gemeinsam werben Rostek und

Bentele für sportliche Wettkämpfe

Olympische Spiele

verkaufen sich gut

n Tom Rostek, Produktleiter von

Dertour Live, freut sich über verkaufte

Eintrittskarten für die Olympischen

Spiele 2012 in London. »Von

den 50.000 Tickets haben wir die

Hälfte bereits verkauft und fast alle

über Reisebüros!«, sagte er anlässlich

einer Veranstaltung für Reisebüromitarbeiter

kurz vor Ostern im Frankfurter

Dialogmuseum. Dort stellte Rostek

sein Angebot dem exklusiven Publikum

vor. Mit von der Partie war Paralympics

Goldmedaillen-Gewinnerin

und Biathletin Verena Bentele. Sie

warb für die Paralympics, die Dertour

erstmals im Programm hat.

Mehr Infos auf den ersten Blick: Die neue Ansicht

liefert die freien Tage gleich mit

moment

X Wolfram

Marx

Redakteur

Starker Zuwachs

mix.sales

Da ist RSG-Chef Michael Dohmen ein echter Coup gelungen.

Mit den Karstadt Reisebüros hat er einen kräftigen Neuzugang

gewonnen. Immerhin wächst die Zahl der angeschlossenen

Büros mit den 115 Karstadt-Agenturen auf einen

Schlag um rund zehn Prozent.

Doch nicht nur der zahlenmäßige Zuwachs an sich ist bemerkenswert,

auch andere Aspekte lassen aufhorchen. Mit den

neuen Büros gehören nun neben drei Kooperationen und den

Franchisebüros von Atlas Reisen auch eine Reisebürokette

zur RSG. Die »Kooperation der Kooperationen« gewinnt nicht

nur umsatzstarke Büros, die sich meist in sehr guter Lage

befinden, sondern verschafft sich als Dachorganisation durch

sie eine wesentlich bessere Verhandlungsposition. Mit der

nun gewachsenen Marktmacht kann die RSG mehr für ihre

Mitglieder bei den Provisionsverhandlungen herausholen

und ist auch gegenüber Werbe-, Marketing- und Technikpartnern

besser aufgestellt. Der Wettbewerb unter den Kooperationen

wird in diesen Punkten auf jeden Fall heftiger.

w.marx@travel-one.net

Traveltainment feilt an

IBE für Ferienhäuser

n Traveltainment hat die Internetbuchungsmaschine für

Ferienhäuser und –wohnungen mit einer Kalender-

Ansicht versehen. In dieser werden auf einem Kalenderblatt

die freien Angebote des jeweiligen Zeitraums und

die Zeiten, in denen das gewünschte Objekt frei ist, angezeigt.

In der »Suggest Box« erscheinen nach Eingabe der

ersten Buchstaben die möglichen Reiseziele. Die Ergebnisse

werden mit Fotos der Objekte und auf einer Karte

von Google Maps angezeigt.

In der Buchungsplattform Datamix für das dynamische

Paketieren sind mit Finnair und Lan Chile nun 39 Linienfluggesellschaften

buchbar. Neue Ziele sind Alicante, Agadir

und Dalaman auf der Mittelstrecke, bei den Langstreckenzielen

können nun Fortaleza, Recife und Montego Bay

mit Linienflügen in Pakete eingebunden werden.

06.05.2011 travel.one 33


destination.xxxxx

Stadt in

ständigem Wandel

Durch Landgewinnung und spektakuläre Bauten verändert sich die

Skyline der rasant wachsenden Metropole Singapur unaufhörlich.

n In Form eines eleganten Kreuzers thront

die riesige Plattform auf den drei Hoteltürmen

von Marina Bay Sands. Tagsüber

spiegelt sich das Sonnenlicht in den Glastürmen,

abends sorgen abwechselnd bunt

blinkende Lichter für Farbeffekte. Das im

Zentrum einer künstlichen Landzunge liegende

Hotel gehört zu einem Komplex mit

Kasino, Museen, Theater und rund 300

Geschäften und ist eines der spektakulärsten

Bauwerke Singapurs.

Wer in der erst vor einem knappen

Jahr fertiggestellten Edelherberge mit ihren

rund 2.500 Zimmern übernachtet,

kommt in den Genuss eines weiteren Höhepunkts

– im wahrsten Sinne des

Wortes. Denn der 150 Meter lange Infinity-Pool

das ist ein Schwimmbecken

ohne sichtbare Beckenkante, bei dem der

Eindruck entsteht, das Wasser würde mit

dem Horizont verschmelzen – liegt in

dem 200 Meter hohen Skypark, einem

riesigen Dachgarten auf den drei Hoteltürmen.

Dieser ist so groß, dass dort vier

A-380 Flieger nebeneinander Platz finden

würden.

Besucher können zwar für 20 Singapur-Dollar

den Aufzug und ebenfalls die

grandiose Aussicht nutzen, Abkühlung

im Pool und Entspannung mit Aussicht

auf den weißen Polsterliegen bleiben aber

den Hotelgästen vorbehalten. Einen eben-

falls empfehlenswerten Ausblick garantiert

eine Fahrt mit dem höchsten Riesenrad

der Welt, dem 165 Meter hohen

Singapore Flyer. In 28 klimatisierten Riesengondeln

können Urlauber in den

rundumverglasten Zylindern den Blick

über die Skyline schweifen lassen. Dabei

bietet sich ein toller Blick auf Marina Bay

Sands mit Ausstellungs- und Kongresszentrum

sowie dem modernen Museum

in Form einer Lotusblüte (Foto). Für besondere

Anlässe können die Gondeln privat

gebucht werden. Und so sehen Besucher

manchmal turtelnde Paare allein in

der Gondel, die mit Sektglas in der Hand

den Sonnenuntergang bewundern.

34 travel.one 06.05.2011


Architektonisch imposant:

Links Blick auf die Querseite der

drei Hoteltürme von Marina Bay

Sands, daneben das Expo und

Convention Center sowie weiter

rechts das moderne Museum in

Form einer Lotusblüte

Faszinierende Silhouette. Wer

Glück hat, genießt auch vom Hotelzimmer

aus einen grandiosen Blick, beispielsweise

vom Mandarin Oriental aus.

»Wirklich ein Zimmer mit Aussicht, mit

Blick auf den Singapore Flyer und das

Marina Bay Sands«, schwärmt Susanne

Helfrich, Account Manager bei Qantas in

Frankfurt, von ihrem jüngsten Aufenthalt.

Hotelgäste, die keine Minute davon

missen möchten, können sogar vom Bad

auf die Stadt blicken – wenn sie den Holzrolladen

hochziehen, der als Sichtschutz

zwischen Waschraum und Zimmer dient.

Und auch vom im vergangenen Juli eröffneten

Fullerton Bay Hotel ist Aussicht ga-

Fotos: Travel One

Ausgehen und essen: Edel speisen im

Jaan (Drei-Michelin-Sterne-Restaurant im Swissotel

Stamford) oder im The Cliff (romantisches

Restaurant im Sentosa Spa and Resort Hotel) sowie

in den beiden Restaurants der Gruppe Indochine

(jenes am Empress Place mit Blick auf

den Singapore River oder das in der Club Street

in Chinatown; Details unter www.indochine.com.

sg); legerer wird es im Forum am Boat Quay (einheimische

Fischspezialitäten) oder im Le Marché

Mövenpick (313 Somerset Mall in der Orchard

Road); generell gibt es jede Menge kleinere, einheimische

Restaurants auf den Ausgehmeilen

Clarke Quay, Boat Quay und im Holland Village.

asien.destination

tipps: singapur

Kennt und liebt Singapur:

Martine Janssens lebt dort

seit 15 Jahren und arbeitet

als Übersetzerin sowie

Reiseführerin

Ausflugstipps: Nachtsafari im Singapore

Zoo, Fahrt mit dem Singapore Flyer, Genuss eines »High Tea« im Tiffin Room

(Reservierung empfohlen) oder des Cocktails Singapore Slings in der Long

Bar, beides im Traditionshaus Raffles (www.raffles.com, Klick aufs Hotel in

Singapur); abendliche Bootsfahrt auf dem Singapore River.

Technikeinkäufe: Perfect Pix Camera and Video pte ltd., Besitzer Mr.

Shaik, 116 Syed Alwi Road sowie Cam Vision Camera IT Audio, 129 Syed

Alwie Road (beide in Little India).

Schneider: Silk of the Orient, Ladies & Gents Tailoring, 37 Pagoda Street,

Besitzer: Mr. Feroz, Telefonnummer: (65) 6423-0377 (Chinatown).

Kleidung: Hochwertige Markenkleidung bei Ion Mall in der Orchard Road,

günstigere Freizeitkleidung bei Marks & Spencer, Robinsons und Isetan.

Einkaufsmall: Unter den vielen schicken Einkaufstempeln in der Orchard

Road ist Takashimaya (Ngee Ann City) der Favorit von Martine Janssens,

weil sie dort immer Modisches, Erschwingliches findet und es liebt, die

liebevoll dekorierten Läden entlang zu bummeln. Häufig Ausverkauf und

Werbeaktionen. Schuhfans sollten das »Shoes departement« besuchen.

www.takashimaya-sin.com

Hotels: Für einen edlen Stopover empfiehlt Janssens das kürzlich eröffnete,

sehr schicke Fullerton Bay Hotel gegenüber Marina Bay Sands.

www.fullertonbayhotel.com

Für jüngere Paare gefällt ihr das luxuriöse Fünf-Sterne-Boutiquehotel The

Scarlet in Chinatown, in dem jeder Raum anders gestaltet ist. Auf dem Dach

gibt es eine nette Bar mit Jacuzzi sowie originelle Cocktails.

www.thescarlethotel.com

06.05.2011 travel.one 35


destination.asien

Quirliges Leben. Klein-Indien mit seinen vielen kleinen Geschäften ist ein Gegenpol zu den vielen Edel-Malls in

Singapur. Und wer seine Füße in einem Fisch-Spa pflegen lässt, erlebt ebenfalls wuseliges Leben. Die Garra Rufa,

genannt Doktorfische, kommen angesaust, knabbern abgestorbene Hautschuppen weg und bescheren zarte Füße.

Schick, sauber und sicher –

ideal für Asien-Einsteiger

rantiert – vom Schwimmbad aus bietet

sich ein grandioser Blick auf Marina Bay

Sands. »Das Nobelhotel liegt direkt gegenüber,

und so können Besucher jeden

Abend die Lichtershow bewundern«, sagt

Martine Janssens, die als Reiseführerin in

ihrer Wahlheimat arbeitet.

Multikulturell. Doch nicht nur die

Skyline macht einen Besuch in Singapur

so spannend. Das Völkergemisch ermöglicht

einen Streifzug durch verschiedene

Kulturen. »Asien in einer Nussschale –

mit einem Bein im Westen«, so charakterisiert

Brigitte Fleischauer, Senior Manager

Tourism Business Central & Southern

Europe beim Singapore Tourism Board,

den Stadtstaat, den sie als ihre zweite Heimat

bezeichnet. So lässt sich nach einem

Streifzug durch Little India mit seinen indischen

Tempeln und Geschäften voller

Saris und Goldschmuck ein Bummel

durchs traditionelle Chinesenviertel an-

schließen. Und ein Spaziergang über den

Geylan Serai Markt verspricht Einblicke

in die Welt der malaiischen Einwohner.

Sogar ein Abstecher nach Arabien ist

möglich. In der Arab Street ist der Muezzin-Ruf

zu hören. Basarstimmung kommt

auf. »Der Mix ist einfach toll«, schwärmt

Fleischauer, die es immer wieder in die alten

Stadtteile zieht, wie sie sagt. Dabei ist

Singapur keine Betonmetropole: Die

Stadt verfügt über vergleichsweise viele

grüne Ecken. Und ist sauber und sicher.

Ideal für Asien-Einsteiger, findet Ines

Böck vom DER-Reisebüro in Bad Cannstatt.

»Singapur vibriert und ist keinesfalls

steril oder langweilig«, räumt

Fleischauer mit früheren Vorurteilen

über »ihre« Löwenstadt auf. Nachtschwärmer

finden Bars, Kneipen, Discos

und Restaurants für jeden Geschmack.

Wer einkaufen möchte, ist in Singapur

sowieso richtig. Mall an Mall reiht

sich rund um die Orchard Road aneinan-

der und bis tief unter die Erde finden Besucher

auf den zahlreichen Stockwerken

in den klimatisierten Konsumtempeln

alles, was das Herz begehrt. Während des

Great Singapore Sale im Frühsommer

(dieses Jahr vom 27. Mai bis 24. Juli, mehr

im Internet unter www.greatsingapore

sale.com.sg) lässt sich dabei so manches

Schnäppchen machen. Maßgeschneiderte

Anzüge, Kostüme und mehr können

sich Besucher in einer der vielen

Schneiderwerkstätten anfertigen lassen.

Und jede Menge Nippes findet sich auf

dem Straßenmarkt in Chinatown.

Singapur als Zukunftsziel.

Der Vielfalt wegen zieht es wohl auch

immer mehr Deutsche dorthin. 2010 erkundeten

209.000 Besucher die Metropole,

14 Prozent mehr als im Vorjahr.

»Das zeigt, dass Singapur auf dem Weg

ist, so etwas zu werden wie New York –

ein eigenständiges Ziel für Städteurlauber«,

zeigt sich Matthias Rotter überzeugt.

Eben mehr als ein Stopover. Und

das soll künftig besser kommuniziert

werden. Denn: »Die Stadt ist hip, ein Zukunftsziel«,

sagt der Geschäftsführer

von Meier’s Weltreisen. Tanja Ronge

36 travel.one 06.05.2011

Fotos: Travel One


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06.05.2011 travel.one 37


destination.asien

Heterogene Entwicklung

Die Japan-Krise hat kaum Auswirkungen auf das Buchungsverhalten.

Matthias Rotter freut sich über

zweistellige Zuwachsraten für

Thailand, »unser Wohnzimmer« bei

Meier’s Weltreisen, wie er sagt

Foto: Travel One

n Atomkrise in Japan – und wegen Sicherheitsbedenken

bleiben die Deutschen dieses

Jahr ganz daheim oder fahren nicht

nach Asien? Diese mancherorts geäußerte

Befürchtung lässt sich nach Rücksprache

mit Veranstaltern so nicht bestätigen.

Wenn also Reisebüros gar über paralysierte

Kunden klagen, dürfte es sich – zumindest

in puncto Asienbuchungen – wohl eher um

Ausnahmen handeln.

Meier’s Weltreisen jedenfalls verzeichnet

für den Sommer bislang einstellige

Umsatzzuwächse. »Dass nun wegen Japan

niemand mehr eine Fernreise bucht, können

wir nicht feststellen«, betont Geschäftsführer

Matthias Rotter. Und auch

bei TUI werden keine »eindeutigen Hinweise

registriert, dass sich die Situation auf

Gesamt-Asien auswirkt, da unterschiedliche

Entwicklungen in den asiatischen

Zielgebieten beoboachtet werden«, wie

Christian Bärwind, Leiter TUI Fernreisen

Ost, berichtet. Tischler Reisen diagnostiziert

seit dem Unglück in Japan und den

Unruhen in den arabischen Ländern zwar

grundsätzlich eher zurückhaltende Buchungseingänge,

registriert aber gleichwohl

Zuwächse gegenüber dem Vorjahr

bei asiatischen Zielen.

Nichtsdestotrotz seien manche Kunden

aufgrund der Angst vor Radioaktivität verunsichert,

so die Einschätzung von Tischler-Mann

Reinhard Tanner. Das Problem:

Entfernungen werden unterschätzt. Da

hilft der Verweis auf die Landkarte: So liegen

Bali rund 6.000 Kilomter und Ko Samui

rund 5.000 Kilometer vom Unglücksreaktor

im japanischen Fukushima

entfernt. Lediglich FTI meldet »natürlich

Auswirkungen auf die Buchungszahlen« in

Asien, so Bereichsleiter Siegmar Mönch, er

»ist aber optimistisch für die kommende

Hauptreisezeit ab Herbst an die gute Saison

vom Vorjahr anschließen zu können«.

Dabei sind die Entwicklungen recht

unterschiedlich. Top-Asienziele bei Meier’s

Weltreisen sind Thailand, Indonesien, insbesondere

Bali sowie Sri Lanka und Malaysia.

Während TUI beispielsweise für Thai-

land, Sri Lanka und China Eingänge unter

dem Vorsommer registriert, freut sich

Matthias Rotter über zweistellige Zuwachsraten

für Thailand und ein aufstrebendes

Sri Lanka. »Die Infrastruktur dort

wird von Woche zu Woche besser«, sieht er

zudem weitere positive Entwicklungschancen.

Auch Malaysia, das bei Meier’s China

vom vierten Platz verdrängt habe, biete

durch seine Produktinnovationen weiteres

Potenzial, ist er überzeugt. Die positive

Entwicklung in Indonesien führt Rotter

unter anderem darauf zurück, dass die

Fluggesellschaft Garuda Indonesia nicht

mehr auf der Schwarzen Liste zu finden ist.

Auch bei TUI entwickelt sich Indonesien

besser als im Vorjahressommer, genauso

wie Kambodscha, Malaysia und

Myanmar. Diese Ziele liegen im Umsatz

zweistellig über den Vorjahreswerten,

freut sich TUI-Mann Bärwind. Trotz der

schleppenderen Nachfrage bei Thailand-

Reisen seien die Eingänge der vergangenen

Wochen für Bangkok, Koh Chang, Krabi

und Hua Hin ebenfalls sehr erfreulich. Bedingt

durch die Unwetter Ende März dieses

Jahres liege allerdings Ko Samui deutlich

hinter der Entwicklung vom Vorjahr.

Tischler verzeichnet einen leichten Rückgang

bei Thailand-Reisen, dafür wie

Meier’s besondere Zuwächse für Bali, außerdem

für Myanmar und China.

Guter Start, nun totales Aus.

Das Japan-Geschäft dagegen liegt nach

einem guten Start seit Tsunami und Reaktorkrise

bei allen derzeit komplett auf Eis.

Bis Ende Juni haben Veranstalter alle Reisen

abgesagt. Wie es dann weitergeht, ist

offen. TUI hat die Reisen vorerst aus dem

Asien-Katalog genommen. Je nachdem,

wie sich die Situation entwickele, könnten

aber jederzeit Programme aufgebaut werden,

so Bärwind. Bei Meier’s stehen für

Herbst noch Reisen in den Büchern, verrät

Rotter. Die spannende Urlaubszeit für

Kunden beginne aber ohnehin erst wieder

im März zur Kirschblütenzeit. Abwarten

heißt deshalb die Devise. Tanja Ronge

38 travel.one 06.05.2011


Neues W Hotel auf Bali eröffnet

n Nur 15 Kilometer vom internationalen Flughafen entfernt, an der Westküste

Balis, in Seminyak, hat Starwood ein neues Luxushaus der Marke W Hotels eröffnet.

Das W Retreat & Spa Bali hat 237 Zimmer und Suiten. Für Gäste, die

absolute Ruhe wünschen, sind luxuriöse Villen in einem separaten Teil des Resorts

buchbar. Insgesamt gibt es 79 solcher Häuser, 65 mit einem Schlafzimmer,

zehn mit zwei und vier mit drei Schlafgemächern. So beispielsweise die Fantastic

One Bedroom Villa Retreat. Sie misst etwa 225 Quadratmeter, davon umfasst der

Wohnbereich mit einem Schlafzimmer etwa182 Quadratmeter. Im Außenbereich

gibt es eine Terrasse, Pool, Liegen und Sonnenschirme. Die W Hotels planen in

Asien weitere Häuser. Als nächstes eröffnet noch im Herbst das W Singapore

Sentosa Cove. Im Juli 2012 soll dann das nächste Haus in Bangkok seine Pforten

öffnen. Weitere Projekte der Gruppe sind W Hotels in Guangzhou, Macao-Studio

City, Schanghai und Yokohama.

www.whotels.com/baliseminyak

Auf den Spuren

tibetischer Pilger

n China Tours bietet Kunden im

Rahmen einer Rundreise aus dem neuen

Aktiv-Katalog erstmals die Möglichkeit,

den heiligen Berg Kailash in Tibet

zu umrunden. Die Wanderung auf den

Spuren tibetischer Pilger dauert drei

Tage. Dem buddistischen Glauben

nach erlangen Pilger Erlösung und Segen

nach einer Umrundung. Weitere

Stationen des Trips sind Kathmandu

und Lhasa. Außerdem übernachten die

Teilnehmer der 23-tägigen Reise am

Basiscamp des Mount Everest.

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Conference Partner: Partner Hotel:

updates

19.–21. Oktober 2011, itb-asia.com

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Bitte nicht stören – Gäste der Villen haben

ihren ganz eigenen Bereich in der Anlage

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Indonesien, Singapur, Indien usw.

06.05.2011 travel.one 39

Foto: W Hotels

n Das Verkehrsbüro von Taiwan verschenkt Gutscheine für ermäßigten Eintritt

zu diversen Attraktionen des Landes. Reiseprofis fordern die Voucher unter

info@taiwantourismus.de an. n Thomas Cook Selektion bietet im

nächsten Winter Sri Lanka und Hongkong als neue Ziele für Luxusurlaub an.

n In Bangkok hat die Luxushotelkette St. Regis mit dem The St. Regis

Bangkok ihr erstes Haus in Thailand eröffnet. Es liegt an der Rajadamri

Road. n Als erstes Haus der Jumeirah-Gruppe in China hat das Fünf-Sterne-

Hotel Jumeirah Himalayas Hotel Shanghai in Schanghai eröffnet.

Es ist Teil des Kunst- und Kulturzentrums Himalayas Centre. n Emirates

fliegt dreimal wöchentlich mit dem A380 ab Dubai nonstop nach Schanghai.


destination.mix

Mehr Deutsche sollen nach Malawi reisen

Traumziel für Taucher und Naturliebhaber: Der

Malawi-See zählt zu den Hauptattraktionen des Landes

Saisonbeginn

am North Rim

n Zum Saisonbeginn Mitte Mai zieht

wieder Leben am Nordrand des

Grand Canyon ein. Dann eröffnet

das Arizona Department of Transportation

den Highway 67 zum North

Rim. Gleichzeitig nimmt die Grand

Canyon Lodge North Rim nach dem

Winter wieder ihren Betrieb auf. Auch

Grand Canyon Trail Rides beginnen an

diesem Datum mit ihren Halbtages-

und Tagestouren und reiten auf Mulis

den Grand Canyon North Kaibab Trail

hinunter. Alle weiteren Services, die

vom National Park Service angeboten

werden, wie beispielsweise das Büro

für Campinggenehmigungen und eine

Service-Station, öffnen ebenfalls am

15. Mai. Alle Ranger-Programme, die

bis zum 15. Oktober durchgeführt

werden, finden Besucher im Heft »The

Guide« (North Rim: 2011 Season), das

auch im Internet erhältlich ist.

www.nps.gov/grca

www.recreation.gov

Foto: Stefan Kraft

n Jahrelang spielte das südostafrikanische Land

Malawi so gut wie keine Rolle auf der touristischen Landkarte.

»Wir haben in der Vergangenheit den Kontakt zu den

deutschen Reiseveranstaltern verloren«, bedauert Malawis

Tourismusdirektor Isaac D. Katapola. »Jetzt wollen wir die

Beziehungen wieder aufleben lassen und unser Land in

Deutschland besser vermarkten«, fügt er hinzu. Dazu hat

er sich Hilfe von Afrika-Kennerin Barabara Zieme geholt.

Ihre Agentur Akomosa fungiert als Marketingrepräsentanz

im hiesigen Markt. Zieme ist Ansprechpartnerin für Reisebüros

und Veranstalter. Über sie können Expedienten eine

deutschsprachige Broschüre und Poster zur Dekoration

bestellen. Außerdem soll der Counter künftig in einem

Newsletter regelmäßig über die Neuigkeiten informiert werden.

Auf mehr Aufmerksamkeit für das Land hofft Katapola

auch durch den Beitritt in die Arbeitsgemeinschaft für

das Südliche und Östliche Afrika (ASA). »So können wir an

Messen und Roadshows teilnehmen«, sagt er. Schließlich

sei das Wissen über die Destination, die an Tansania, Mosambik

und Sambia grenzt, nicht groß. Dabei stelle Malawi

eine gute Alternative für Afrika-Kenner dar.

info@akomasa.com

Bahnreise nach Baños

n »Spirit of the Andes« heißt eine neue Bahnreise durch die Anden.

Von der ecuadorianischen Hauptstadt Quito aus – sie trägt in diesem

Jahr übrigens den Titel »Kulturhauptstadt Amerikas« – führt die Reise in

vier Tagen entlang der Felsformation »Teufelsnase«, einem 100 Meter

hohen Felsvorsprung über der Schlucht des Rio Chanchán, sowie zum

Cotopaxi-Nationalpark und dem Ort Baños. Der Ausbruch des in der

Nähe gelegenen Vulkans Tungurahua Ende April hat auf die Tour übrigens

keine Auswirkungen. Reisebüros können die Bahntour bei Metropolitan

Touring buchen. Bevor Urlauber in die Bahn steigen, können sie

von einem neuen Angebot in Quito profitieren: Jeden Samstag gibt es

zwischen 18 Uhr und Mitternacht geführte Familientouren durch das

historische Zentrum. Darunter zum Beispiel eine Tour durch die Kirche

»Recoleta del Buen Pastor«. Darüber hinaus informiert die Kulturhauptstadt

im Stadtviertel La Mariscal mit zehn neuen Informationspunkten über

Sehenswertes. Die Infostände befinden sich an der Plaza de Los Presidentes,

am Museum »Jacinto Jijón y Caamaño«, am Museum »Mindalae«,

am Museum der Handwerkskunst Olga Fisch, in der Gemeinde La Floresta,

am Aussichtspunkt »Guápulo«, auf dem Platz El Quinde sowie an den

Haltestellen »Casa de la Cultura«, »Orellana« und »Colón«.

www.metropolitan-touring.com

www.quito.com

40 travel.one 06.05.2011


Chile mit neuer

Repräsentanz

n Veranstalter und Reisebüros, die

sich mit Informationen über Chile

versorgen wollen, können sich künftig

an KPRN Network wenden. Die

Frankfurter Agentur ist für die Marketingaktivitäten

im deutschen Markt

zuständig. Ansprechpartnerin für die

Branche ist Yenia Zaba. Ziel sei es,

Chile mit der ganzen kulturellen und

landschaftlichen Vielfalt zu positionieren,

heißt es vom Verkehrsbüro

Turismo Chile.

www.kprn.de

Grüne Routen

auf Formentera

n Formentera, die kleinste Baleareninsel,

will auch das Landesinnere

bei Touristen bekannter

machen. Auf Initiative des Inselrats,

der sich dem Aktivtourismus verschrieben

hat, wurden die sogenannten

»grünen Routen« erschaffen.

Auf zwölf ausgeschilderten Pfaden,

die eine Gesamtlänge von 55

Kilometern haben, können Urlauber

die Highlights der Insel erwandern.

Auf eigens angefertigten Landkarten

ist erläutert, was es entlang der »Rutas

Verdes« zu sehen gibt.

www.formentera.es

Ein Ausflug mit einer Pirogge sollte

Teil jeder Madagaskar-Reise sein

moment

X Kendra

Mietke

Redakteurin

Fragwürdiges Angebot

mix.destination

Im nächsten Jahr ist die Ukraine Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft.

Nun plant die Regierung, die Sperrzone um den Unglücks-

Reaktor in Tschernobyl als Sehenswürdigkeit in die Fan-Reiseführer

rund um die Spielstätten mit aufzunehmen. Eine Atomkatastrophe als

Fan-Belustigung, diese Option wollen sich die Verantwortlichen anscheinend

offen halten – immerhin zieht es 25 Jahre nach dem Super-GAU

jährlich etwa 7.000 Touristen in die verstrahlte Zone um das

zerstörte Kernkraftwerk. Doch ist diese Art von Tourismus überhaupt

vertretbar?

Ja, sagen die einen. Er trage zur Aufklärung bei, zeige, dass Fehler

der Vergangenheit nicht wieder passieren dürfen und sei finanziell

eine Hilfe. Nein, sagen die anderen. Das gesundheitliche Risiko sei

viel zu groß. Zudem solle Tourismus nicht dazu beitragen, aus einem

Ort, der aufgrund menschlichen Versagens zahlreiche Einwohner

das Leben kostete, eine »Sehenswürdigkeit« zu machen. Und mal

ehrlich: wer Aufklärung sucht, der kann Geschichtsbücher wälzen,

Museen besuchen oder sich in Hilfsorganisationen für die Opfer solcher

Katastrophen engagieren. Aber neben dem Europa-Kick mal

eben zu Schauplätzen des Todes reisen und Fotos schießen, nur um

die eigene Sensationslust zu befriedigen, ist das Letzte.

k.mietke@travel-one.net

Neue Tour vor Madagaskar

n Besucher können die Region Boeny im Nordwesten

Madagaskars jetzt während einer neuen Dreitagestour

kennenlernen. Der Landstrich ist das Zu-

hause von zahlreichen endemischen Vogelarten und

Lemuren. Urlauber nutzen das traditionelle Verkehrsmittel

der Madegassen, die Pirogge. Übernachtet

wird in komfortablen Zelten, für die Versorgung ist in

einem Restaurantzelt mit eigenem Koch gesorgt. Mit

dem Boot geht es zuerst zu der vorgelagerten Inselwelt,

wo sich noch Ruinen arabischer Seefahrer aus

dem 16. Jahrhundert befinden. Auf dem Festland machen

die Reisenden in einem Fischerdorf Station.

Tauchen und Baden ist ebenfalls möglich.

www.aventure-decouverte.com

06.05.2011 travel.one 41

Foto: Office National du Tourisme de Madagaskar


exit.peps

Nix wie

weg…

Ziel & Zeit Leistung Preis Kontakt

Vietnam n

bis 19.6.2011

Deutschland n

bis 30.8.2011

Brasilien n Imbassai

bis 15.7.2011

Europa n Mittelmeer

4.6.2011

Spanien n Costa del Sol

26.6. bis 3.7.2011

Dänemark n

bis 25.6.2011

Mauritius n Grand Baie

bis 30.9.2011

Malediven n Manafaru

ab 15.5. bis 30.9.2011

Flüge nach Hanoi/Ho-Chi-Minh-Stadt

nach Con Dao/Phu Quoc

nach Da Nang/Hue/Phnom Penh, Siem Reap

Übernachtung mit Frühstück, Eintrittskarte

für das _Musical »Die Hexen von Oz« in

Oberhausen.

Eine Woche All-inclusive in der Junior Suite

im Grand Palladium Imbassai Resort & Spa.

Kreuzfahrt (zwölf Nächte) mit der Mariner of

the Seas ab/bis Civitavecchia über Messina,

Piräus, Kusadasi, Rhodos, Neapel.

Übernachtung im Aldiana Alcaidesa in Cádiz

während des »Gourmet Gipfels«, All-inclusive

Alle 26 Danland-Ferienparks, ab zwei

Nächten, Endreinigung immer inklusive.

Eine Übernachtung mit Halbpension im

Vier-Sterne-Resort Le Mauricia, Standard

Garden Room.

Sechs Übernachtungen in einer Water Villa

im Luxus-Resort Beach House Maldives

Waldorf Astoria, Frühstück, Flug, Transfers.

340 €

400 €

420 €

82,50 €

(p. P. im DZ)

Vietnam Airlines

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Programm vom 7.5. bis 13.5.

SAMSTAG, 7.5. l Transport-

systeme, 6:10 Uhr, n-tv l Oberbayern

– Vom Chiemsee in den Nationalpark

Berchtesgaden, 7:20 Uhr, WDR l Durch

Australien in legendären Zügen – Ghan

und Overland, 11:36 Uhr, MDR l Die

Krim – Edelstein im Schwarzen Meer,

11:55 Uhr, Hessen l Hongkongs grüne

Inseln, 12:15 Uhr, NDR l Freie Fahrt auf

der Ems – Leinen los für die Luna,

17:15 Uhr, Phoenix.

SonnTAG, 8.5. l Öland, Schweden

– Blumenpracht auf kargem Felsen,

6:50 Uhr, NDR l Im Herzen Nieder-

bayerns – Zwischen Isar und Vils,

12:30 Uhr, SWR l Canal du Midi – Eine

romantische Hausbootfahrt auf Frankreichs

schönster Wasserstraße, 17:05

Uhr, BR.

MonTAG, 9.5. l Kaiserstuhl, eine

der wärmsten Regionen Deutschlands

14:15 Uhr, NDR l Ostfriesland – sieben

Inseln und ein Meer, 14:15 Uhr, Hessen

l Mit dem Zug durch Skandinavien,

15:15 Uhr, NDR l Die Havel – Eine

Flussreise, 17:00 Uhr, 3sat.

DienSTAG, 10.5. l Die Saar in

Rheinland-Pfalz, 14:15 Uhr, NDR l La

Réunion – Naturwunder im Indischen

Ozean, 15:45 Uhr, 3sat l Traumziel Karibik

(1/2): Drogenjäger und Delfine,

18:30 Uhr, Phoenix l Traumziel Karibik

(2/2): Yachten, Rum und Wellblechhütten,

19:15 Uhr, Phoenix.

MiTTwoch, 11.5. l Feuerland –

Geschichten vom Ende der Welt, 5:15

Uhr, Phoenix l Die Welt der Maya, 6:00

Uhr, Phoenix l Mit dem Zug von China

nach Russland, 15:15 Uhr, NDR l

Odessa, 17:45 Uhr, 3sat.

Programm vom 14.5. bis 20.5.

SAMSTAG, 14.5. l Per Schiff von

Berlin nach Stralsund, 8:30 Uhr, NDR

l Luxus auf dem Meer – Die Geschichte

der Kreuzfahrt (1/2), 11:30 Uhr, NDR l

Djenné – Stadt am Ufer der Wüste,

11:36 Uhr, MDR l Mit dem Zug zum

Great Barrier Reef, 12:15 Uhr, NDR l

Der Ärmelkanal zwischen Calais und

Dover, 15:15 Uhr, 3sat l Den Westerwald

entdecken, 20:15 Uhr, SWR.

SonnTAG, 15.5. l La Palma, 6:45

Uhr, Phoenix l China: Jiangsu, 12:00

Uhr, Hessen l Die Fränkische Schweiz,

12:30 Uhr, SWR l Island – Geysir, Gletscher,

Götterfall, 16:00 Uhr, ARD l Apulien,

17:05 Uhr, BR.

MonTAG, 16.5. l Wachau, 14:15

Uhr, Hessen l Die Elbe, 14:30 Uhr, 3sat

Foto: Kessler Medien

l Madrid, 15:00 Uhr, SWR l Mit dem

Zug durch Wales, 15:15 Uhr, NDR l

Gernstls Deutschlandreise: Von Sylt

zur Elbe, 17:00 Uhr, BR l Weltstadt in

Fahrt? Erinnerungen an Berlins Verkehrszukunft,

22:15 Uhr, RBB.

DienSTAG, 17.5. l Der Tafelberg –

Wächter des Südens, 13:15 Uhr, MDR l

Sommer in Masuren, 13:15 Uhr, 3sat l

Mit dem Zug durch Finnland, 14:15

Uhr, NDR l Burgund, 14:15 Uhr, BR l

Pauschalreisen – Alles inclusive,

14:30 Uhr, MDR l Mit dem ICE-Team

auf Fahrt, 15:00 Uhr, Hessen l Gotha,

15:15 Uhr, RBB l Die Gärten von New

York, 16:55 Uhr, Arte l Stockholm,

17:15 Uhr, 3sat l Brüssel, 18:50 Uhr,

Hessen l Die Vogesen, 19:30 Uhr, Arte

l Costa Rica, 20:15 Uhr, Arte.

tv-tipps.exit

DonnerSTAG, 12.5. l Ungarische

Impressionen: Die schwäbische

Türkei, 14:15 Uhr, BR l Vancouver Island

– Kanadas wilde Insel, 14:15 Uhr,

Hessen l Ins wilde Herz Afrikas – Legenden

und Abenteuer am Niger, 16:00

Uhr, 3sat l Mit dem Zug durch die Highlands,

20:15 Uhr, NDR.

FreiTAG, 13.5. l Istrien, 14:15 Uhr,

BR l Vancouver, 15:10 Uhr, 3sat l Mit

Hindu-Pilgern durch die Berge Kaschmirs,

15:15 Uhr, RBB l Die Selketalbahn,

15:30 Uhr, MDR l Am Mississippi

(1/3) bis (3/3), 20:15 Uhr, Phoenix.

Highlight

Stockholm –

Zwischen

Schlössern und

Schären,

Dienstag, 17.5.,

17:15 Uhr, 3sat.

MiTTwoch, 18.5. l Wartburgstadt

Eisenach, 9:30 Uhr, MDR l Zwischen

Rheinkassel und Neuss, 14:15 Uhr,

NDR l Mit dem Zug vom Bosporus bis

Bratislava, 15:15 Uhr, NDR l Die Gärten

von Marrakesch, 16:50 Uhr, Arte.

DonnerSTAG, 19.5. l Dänemark

rund um Mön, 14:15 Uhr, NDR l

Inselwelt Belize, 14:15 Uhr, Hessen l

Kalifornien, 14:30 Uhr, MDR l Die Donau,

15:00 Uhr, SWR l Mit dem Zug

durchs Zentralmassiv, 15:15 Uhr,

NDR l Die Hebriden, 20:15 Uhr, NDR.

FreiTAG, 20.5. l Bryggen, 10:55

Uhr, RBB l Bulgarien, 11:30 Uhr, NDR l

Südschweden, 14:15 Uhr, NDR l Singapur,

16:50 Uhr, Arte l Im Luxuszug durch

Afrika (1/2) und (2/2), 20:15 Uhr, Phoenix.

06.05.2011 travel.one 43


exit.menschen

Karrieren

n Thomas helbing

ist neues Beiratsmitglied

im VIR. Helbing soll dem

Verband im Bereich

»neue Technologie« beratend

zur Seite stehen.

Er ist langjähriger Vorstand

der Ray Sono AG,

einer Digital-Agentur in

Deutschland, die unter

anderem Lufthansa, die

Bahn und L’Tur betreut.

n Tim Dunker ist bei

Berge & Meer neuer Geschäftsführer

für Vertrieb

und Marketing. Er hat

bislang die Berge & Meer

Online-GmbH geleitet.

n Andreas Geldner

führt von Juni an mit

Claus Bernatzik die Geschäftsführung

der Fluggesellschaft

Intersky.

n Gabi haupt leitet

künftig die neu geschaffene

Abteilung Luxus-

und Premiumkreuzfahrten

bei Hapag Lloyd. Sie

kümmert sich damit auch

um die Columbus sowie

die Neuzugänge Columbus

2 und Europa 2.

heike Bingel, bisher

für die Columbus zuständig,

wird den neuen BereichProduktentwicklung

verantworten.

Feedback redaktion@travel-one.net

»Begegnungen statt schnelle Touren«

Travel One acht, 22.04.2011, »Grüne Perspektiven«

n Ihre Titelgeschichte in Ausgabe acht definiert Nachhaltigkeit im

Tourismus mit treffenden Kriterien wie »regionale Produkte«,

»fair bezahltes Personal«, »Begegnung statt Masseninvasion«. Die

Kriterien sind zwar Werte für sich. Aber im Artikel wird vor allem

die Frage gestellt: Kann solche Nachhaltigkeit mehr Kunden bringen?

Ist sie erfolgsfördernd? Wobei mit »Erfolg« offenbar nur der

wirtschaftliche »Profit« gemeint ist.

Wer mit »Nachhaltigkeit« auf Gewinn spekulieren will, kann

kaum nachhaltig und erfolgreich sein. Gute (und zufriedene) Veranstalter

zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie aufgrund hoher

Buchungszahlen für teure Reisen hohen Profit erwirtschaften. Die

besten Reisen organisieren meines Erachtens die Veranstalter, denen

schon ein angemessener Verdienst durch eine überschaubare

Zahl zufriedener Reisekunden Freude macht. Veranstalter also,

n Lars Krüger heißt

der neue Key Account

Manager Corporate

Sales bei SAS Scandinavian

Airlines. Er folgt auf

Martin waha, der seit

Mitte Februar als Sales

Manager Corporate den

Geschäftskundenbereich

inklusive der Reisebüroketten

betreut. Krüger ist

künftig für sämtliche

Großkunden in Deutschland

zuständig und leitet

das globale Key Account

Management in Absprache

mit der Zentrale in

Skandinavien.

n Jörg Burtscheidt

ist neuer Geschäftsführer

von Lastminute.de. Er ist

Nachfolger von Patrick

Feil, der den Online-Anbieter

Anfang des Jahres

verlassen hat. Burtscheidt

war zuletzt Berater für

Touristik- und Medienunternehmen

im Bereich

Produkt- und E-Commerce-Entwicklung.

n Achim Thomae

leitet bei Reiseland den

Bereich Franchise. Zu

seinen Aufgaben zählt

auch der Ausbau der bestehenden

Zahl von rund

180 Franchisebüros.

die sich noch direkt über persönliche positive Rückmeldungen

von Reisenden und Mitarbeitern freuen wollen. Veranstalter, denen

es wichtig ist, dass Reisenden und Mitarbeitern die Begegnung

mit den Ländern und den Menschen gelingt (...). Zum Beispiel,

indem sie statt auf schnellen Touren ferne exotische Länder

zu konsumieren das Besondere in kulturnahen Begegnungen mit

benachbarten Ländern suchen. Oder indem sie mit kleinen Reisegruppen

in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und in einheimischen

Familienpensionen Quartier nehmen, wo authentischere

Kontakte entstehen als in Charterbussen und Konzern-Hotels.

Solche Konzepte bringen dann nicht nur schöne, erlebnisreiche

Reisen hervor, sondern bedingen schon im Vorfeld kreatives

Arbeiten, etwa spannende Erkundungstouren mit kulturbewussten

Mitarbeitern. Damit funktionieren die eingangs genannten

Kriterien von Nachhaltigkeit (und von Erfolg im umfassenden

Sinn) wie von selbst.

Erwin Aschenbrenner, Begegnung mit Böhmen, Regensburg

44 travel.one 06.05.2011


Bewegung auf den Chefsesseln der Kreuzfahrtbranche:

Zengerle (links) übernimmt den Posten von Rost

Zengerle löst Rost

als MSC-Chef ab

n Die Gerüchteküche brodelte bereits vor der ITB im

März. Schon damals war es kein Geheimnis mehr, dass

sich die Wege der Reederei MSC und ihres Deutschlandchefs

Falk-Hartwig Rost bald trennen. Doch die

Nachricht, dass Rost nun von ncL-Manager Michael

Zengerle beerbt wird, überraschte wohl die meisten.

Zengerle wechselt damit nach neun Jahren den Arbeitgeber.

Er war bei NCL zuletzt für Gesamteuropa zuständig.

Rost, so heißt es, verlässt auf eigenen Wunsch

MSC Ende Juni. Während der vergangenen sieben Jahre

gelang es ihm, die italienische Reederei in Deutschland

zu etablieren und in den Reisebüros zu einer festen

Größe zu machen. Wer künftig auf Zengerles Stuhl bei

NCL sitzt, stand bis Redaktionsschluss nicht fest.

Vertriebsprofi

Reindl übernimmt

gleich mehrere zentrale

Verantwortungsbereiche

Long-Urbanetz

geht zu Qantas

n Kimberley Long-Urbanetz

ist neue Regional Managerin

Central Europe bei

Qantas. In dieser Position

verantwortet die frühere

Delta-Managerin das Geschäft

der australischen

Airline in Deutschland,

Österreich, der Schweiz

und Osteuropa.

Reindl steigt in

die Chefetage auf

n Bei FTI erhalten die Veranstaltermarken sowie der Consolidator

FTI Ticketshop je eine neue Doppelspitze. richard

reindl, Vertriebschef für FTI Touristik (Foto), wird mit

heike niederberghaus in die Geschäftsleitung des

Veranstalters FTI berufen. Gleichzeitig ist er zusammen mit

Lamia Azimi als weiterer Geschäftsführer für den Kurzfristveranstalter

5vorFlug verantwortlich. Zudem übernimmt

Reindl die Leitung des gesamten B2B-Vertriebs sowie des

Vertriebsmarketings der FTI Group. Heike Niederberghaus,

seit 2008 in München, wird zusätzlich zu ihrer Führungsverantwortung

bei FTI Touristik dem Prozess-Management der

gesamten FTI Group vorstehen.

Der FTI Ticketshop wird künftig von Heike Schumacher

und Susann Coels geführt. Mehr Verantwortung übernehmen

auch Anja Ruppert und Stefan Gibfried. Als Chefin

der Flugabteilung verantwortet Ruppert künftig das gesamte

touristische Fluggeschäft der FTI Group. Gibfried

steht neben dem Risk- und Revenue-Management künftig

auch den 17 Produkt- und Destinationsdirektoren der FTI

Group vor.

menschen.exit

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Travel one

erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 44

gültig ab Januar 2011

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro

Jahr inklusive Porto und MwSt.,

Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro

pro Jahr inklusive Porto, ohne

Luftpostzuschlag

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

wird keine Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität

der DVV Media Group GmbH, Hamburg

06.05.2011 travel.one 45


exit.menschen

Sven Schikarsky, 36,

Sternzeichen Zwilling, ist seit

Anfang April Vorstand Produkt

bei Lastminute-Veranstalter

L’Tur. Nach der Ausbildung zum

Reiseverkehrskaufmann Mitte

der 1990er Jahre beginnt er ein

Studium der Betriebswirtschaft

an der FH Worms. Sein erster

Job nach Abschluss des Studiums

führt den reiselustigen Schikarsky

zu Dertour. Danach wird

er Senior Account Manager bei

Aravato Direct Services. Von

2007 an arbeitet er als Managing

Director für Luxair Tours. Der

L’Tur-Vorstand hat nicht nur eine

Schwäche für Schuhe. Er liebt

auch Oldtimer und ganz besonders

seinen 24 Jahre alten

Mercedes-Benz 300 SL. Wie gut

der in Schuss ist, will er noch

diesen Monat beweisen. Dann

nimmt er an der Allgäu Orient

Rallye teil und fährt mit seiner

»neuen Liebe« bis nach Jordanien.

L’Tur-Vorstand

Sven Schikarsky

n Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Mein erstes Bewerbungsgespräch mit Herrn Wessel

im DER-Reisebüro Heidelberg.

n Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot, wahlweise Zirkusclown.

n Drei Monate Zeit, was würden Sie machen?

Auf Weltreise mit meiner Freundin gehen. Keine originelle, aber eine

ehrliche Antwort!

n Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

In Marrakesch.

n Welches Souvenir haben Sie von Ihrer letzten Reise mitgebracht?

Ohrringe für meine Mutter.

n Was ist Ihre größte Macke?

Wenn es um schöne Schuhe geht, bin ich eher ein Mädchen. Ich habe

sicher 30 Paar im Schrank.

n Wie schalten Sie ab?

Beim Sport oder einem entspannten Abendessen mit Freunden.

n Was sammeln Sie?

Zeitschriften, die ich unbedingt noch lesen möchte, dann aber

doch nie lese.

n Der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?

Pippi Langstrumpf.

n Worüber können Sie lachen?

Daniela Katzenberger.

n Ihr Lieblingsessen?

Wiener Schnitzel.

n Ihre heimliche Leidenschaft?

Schokolade.

n Ihr liebstes Möbelstück?

Ein Tisch in meinem Alter.

n Als wer oder was möchten Sie gerne wiedergeboren werden?

Am liebsten noch einmal als ich selbst.

n Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Politik überlasse ich lieber den Politikern, ich bin eher Pragmatiker.

46 travel.one 06.05.2011


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