• ORTHOPÄDIE-KLAUSURFRAGEN • HU-BERLIN • Gruppe A •

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• ORTHOPÄDIE-KLAUSURFRAGEN • HU-BERLIN • Gruppe A •

© R. Stahn

Gruppe A

ORTHOPÄDIE-KLAUSURFRAGEN HU-BERLIN Gruppe A

1. Als Ursache einer angulären Kyphose kommt von den folgenden

Krankheiten am ehesten in Frage?

A) M. Scheuermann

B) Altersrundrücken

C) Osteoporose

D) Spondylitis tuberkulosa

E) M. Bechterew

2. Kennzeichnend für eine Säuglingsskoliose ist:

A) die S-förmige Krümmung von BWS und LWS

B) die C-förmige Krümmung von BWS und LWS

C) die Vergesellschaftung mit angeborenen Wirbelmissbildungen

D) der Torsionswulst

E) keine der Lösungen A-D

3. Ein 3-jähriges Kind ist an der Hand der Mutter gestolpert. Die Mutter hat

dabei das Kind unwillkürlich am Arm gezogen. Seither schont das Kind

den betroffenen Arm und kann den Ellenbogen nicht strecken. Es handelt

sich am ehesten um:

A) Subluxatio capituli radii (Chassaignac-Subluxation)

B) Ellenbogenluxation

C) Suprakondyläre Fraktur

D) Monteggia Fraktur

E) Verletzung des Plexus brachialis

4. Das kostoklavikuläre Syndrom ist ein(e):

A) schmerzlose Schwellung der Verbindung zwischen Brustbein

und Schlüsselbein bzw. 1.Rippe

B) chronisches Schmerzsyndrom nach Sternumosteomie

C) Engpasssyndrom mit Bedrängnis des Subklaviagefäße und

des Plexus brachialis

D) Neuralgie des 1.Thorakalnerven durch Druck

E) typische Folge einer Luxation des Sternoklavikulargelenks

anguläre (kurzbogige) Kyphose durch starke Ventralerniedrigung durch:

Spondylitis

Kompressionsfraktur

Tumor

Keilwirbel als Missbildung

dagegen: arkuäre (langbogige) Kyphose

Sonderform der idiopathischen Skoliose mit großbogiger C-förmiger

Totalkrümmung,

Therapie: Bauchlage und Krankengymnastik

Chassaignac-Subluxation: Subluxation des Radiusköpfchens durch das

Lig. anulare; schmerzhafte Unterarmfixation in Pronation,

Therapie: Reposition,

Neurovaskuläre Engpasssyndrome (Thoracic-outlet-Syndrom):

Skalenus-Syndrom

Kosto-Klavikular-Syndrom

Pectoralis-minor-Syndrom

durch anlagebedingte Faktoren (Halsrippe), posttraumatisch (Frakturkallus)

oder Tumore,

je nach Ausmaß zu sensibl. & mot. Ausfällen durch Kompression des Pl.

brachialis zunächst im ulnaren Bereich, mit Pulsabschwächung, Zyanose

1


5. Ein 5-jähriger Junge klagt seit ca. 6 Wochen über belastungsabhängige

Schmerzen in der Hüfte mit Bewegungseinschränkungen. An welche

Erkrankung muss zuerst gedacht werden?

A) Juvenile Epiphysenlösung

B) Koxa vera

C) Morbus Perthes

D) Protrusio acetabuli

E) kongenitale Hüftluxation

6. Ein 40-jähriger Mann klagt seit einigen Tagen nach Anheben einer

schweren Last über hartnäckige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das

rechte Bein bis zum Fußaußenrand mit Sensibilitätsstörungen über den

Außenknöchel und dem Fußaußenrand. Der rechtsseitige Achillessehnenreflex

ist deutlich abgeschwächt. Welche Diagnose ist am

wahrscheinlichsten?

A) Querfortsatzabriss bei Wirbel L4

B) Lumboischalgie Segment L5

C) Bandscheibenschaden Segment S1

D) Spontanverformung des Wirbelkörpers L5 bei Osteoporose

E) Spondylolyse L5

7. Multiple Spontanfrakturen von Wirbelkörpern sind in erster Linie

kennzeichnend für:

A) Rachitis

B) Ostitis deformans Paget

C) Hyperparathyreoidismus

D) Involutionsosteoporose

E) Wirbelhämangiome

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der Finger,

Verstärkung durch Abduktion und Retroversion des Armes,

Kopfrückneigung &-seitneigung zur kranken Seite (Adson-Test),

Herabziehen der Schulter, Faustschlusstest!

Therapie: zunächst konservativ, bei Resistenz operativ

Morbus Perthes = idiopathische kindliche Hüftkopfnekrose,

Spontane Osteonekrose des Hüftkopfes (vaskulär?), 4.-8. LJ, meist ? , bds.

Vorkommen häufig, Dauer 4 Jahre, auch Epiphysenfuge betroffen

(Wachstumsstörungen), mit Kopfdeformierung, Innenrotationseinschränkungen,

Knieschmerz,

Stadien: Initial-Fragmentierungs-Reossifikationsstadium,

Einteilung in Schweregrad nach Catterall,

Frühzeichen: belastungsabh. Schmerzen, Einschränk. der Innenrotation

Diskosestadien (Bandscheibendegeneration):

Erstes Stadium: 4.-18.LJ, Blutgefäße verschwinden

Zweites Stadium: 20.-60.LJ, Radiärrisse im Anulus fibrosus,

Bandscheibenvorfälle → Lumbago, Ischialgie, Zevikalsyndrom

Drittes Stadium: >60.LJ, Austrocknung der Bandscheibe, „wohltätiger

Versteifung der Wirbelsäule“ (nach Idelberger)

Ischialgie (L3 & L4, L5, hier S1), hier: Schmerz- & Hypästhesiebereich an

der Hinterseite des Ober- & Unterschenkels, Ferse und Fußaußenrand

(Zehe III.-V.), ∅ ASR

Involutionsosteoporose (Typ II, Altersosteoporose, > 70.LJ), stärkerer

Knochenabbau statt –aufbau, besonders Wirbelsäule, Oberschenkelhals,

distalem Radiusende und Rippen, meist langsamer Knochenumsatz (Lowturn-over-Osteoporosen)

mit chron. Beschwerden, zunächst klinisch stumm

bis zu ersten Frakturen

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8. Eine knöcherne Versteifung des rechten Ellenbogengelenkes in einer

Beugestellung von 15° wird im Protokoll nach der Neutral-Null-Methode

folgendermaßen beschrieben:

A) Flexion/Extension 15°

B) Flexion/Extension 0/15/15

C) Flexion/Extension 15/15/0

D) Flexion/Extension 0/15/0

E) Flexion/Extension 15/0

9. Bei physiotherapeutischen Übungen zur Kräftigung der Quadrizeps-

Muskulatur nach einer arthroskopischen Operation am Kniegelenk erhöht

man die muskuläre Ansprechbarkeit durch:

A) maximal Kniebeugestellung

B) Vorgeben von Bewegungswiderständen

C) Dauerinfusion von Myotonolytika

D) vorherige passive Mobilisation des Kniegelenkes über die

Schmerzgrenze

E) intraartikuläre Injektionen eines Lokalanästhetikums

10. Das Supinationstrauma des Knöchelgelenkes führt zu:

A) Calcaneusfraktur

B) Läsion des Ligamentum deltoideum

C) Läsion des Pfannenbandes

D) Läsion des Ligamentum fibulotalare anterius

E) Luxationsfraktur des Os naviculare pedis

11. Allmählich zunehmende Kniegelenksschwellung ist charakteristisch bei:

A) Osteochondrosis dissecans

B) Rachitis

C) Chondropathia patellae

D) Gonitis tuberkulosa

E) vordere Kreuzbandruptur

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Neutral-Null-Methode gibt Bewegungsausschlag von der Nullstellung aus

an, bei Passieren der Nulllinie zwischen Beugung und Streckung wird als

2. Zahl die Null eingetragen, bei Nichterreichen der Nullstellung wird die

Null davor oder danach angegeben,

z.B. Beugekontraktur von 20° und einer Beugung um 130° von

Nulllinie: 130/20/0,

normal: 150/0/10 im Ellenbogengelenk

bei Beginn der krankengymnastischen Behandlung schmerzhaft

eingeschränkter Gelenke bewegt man aktiv oder passiv das Gelenk

zunächst im schmerzfreien Spektrum (unterstützt durch Wärme, Eis,

Ablenkung), Beugung und Streckung können vom Krankengymnasten

unterstützt werden, d.h. unter Abnahme der Eigenschwere einer Extremität

(nach Hüft-OP) oder gegen zusätzlichen Widerstand, Übungen gegen den

Widerstand führen oft zu raschem Kraftzuwachs

Innenbänder des OSG:

Lig. tibiotalare ant. & post., Lig. tibionaviculare, Lig. tibiocalcaneare

Außenbänder des OSG:

Lig. fibulotalare ant. & post., Lig. fibulocalcaneare

diese Bänder limitieren die Seitbewegung des Fußes nach innen und außen

(Pronation, Supination)

Gonitis = Gonarthritis, Kniegelenksentzündung,

entsteht meist durch Gelenkpunktion, aber auch auf hämatogenem Weg,

mit Eiteransammlung im Kniegelenk, Zerstörung des Knorpels,

Verdickung der Gelenkkapsel mit fibröser Einsteifung (Ankylose) des

Gelenks, das Gelenk erscheint spindelförmig tumorartig (Tumor albus)

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12. Ein 14-jähriger Junge klagt seit 2 Wochen über nicht näher lokalisierbare

Schmerzen im linken Kniegelenk, das sich jedoch bei der klinischen und

röntgenologischen Untersuchung als unauffällig beweist. Welche der

genannten Untersuchungen ist vor weiteren als erste durchzuführen?

A) Szintigraphie

B) Beinlängenmessung

C) Computertomographie

D) Hüftgelenksuntersuchung

E) Blutsenkung und weißes Blutbild

13. Im Verlauf degenerativer Erkrankungen kommt es zu:

1.) Verdichtung des subchondralen Knochens

2.) Spaltbildung im Gelenkknorpel mit Bildung von Knorpelzellnestern

3.) Bildung freier Gelenkkörper

4.) Konglomeraten von frakturierten Trabekeln

5.) Subchondralen Zysten im Bereich stärkster Beanspruchung

6.) Knochenabschliffen durch Scherkräfte

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A) nur 1 und 3 sind richtig

B) nur 2, 3 und 5 sind richtig

C) nur 1, 2, 4 und 6 sind richtig

D) nur 3, 4, 5 und 6 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

14. Die Röntgenaufnahme der Hüften eines 18-jährigen Patienten mit

bekannter Hämophilie A zeigt Knorpelschwund, gezähnelte Gelenkkonturen

und Osteoporose. Diese wurden verursacht durch:

A) Arthrosis deformans

B) Knochenhämangiom

C) intraartikuläre Blutungen

D) Femurkopfnekrose durch Behandlung mit antihämophilem

Globulin

E) Epiphysenverschiebung des koxalen Femurendes

Verdacht auf jugendliche Hüftkopflösung (Epiphysiolysis capitis femoris),

Verschiebung zwischen Schenkelkopf und Schenkelhals,

Manifestationsalter: 10.-14.LJ, meist Knaben mit Dystrophia

adiposogenitales, Leisten- und Knieschmerz, akut oder schleichend,

Drehmann-Zeichen (bei Hüftbeugung zu Außenrotation,

Außenrotationsgang

Therapie: sofortige Kirschnerdrahtfixation

Die Degeneration des Binde- & Stützgewebes ist Ursache vieler

orthopädischer Erkrankungen: Arthrose, Bandscheibenschaden, Tendinose

Bandscheibe: Risse, Lockerung, Sequesterbildung

→ HWS-Syndrom, LWS-Syndrom

Gelenkknorpel: Erweichung, Erosion, Risse

→ Arthrose

Sehnen: Risse, Teilrisse, Nekrose

→ Spontane Sehnenruptur, Insertionstendopathie

Knochen: Frakturen, Knochensinterung

→ Osteoporose

Hämophilie A: x-chromosomal vererbte Gerinnungsstörung (Mangel an

Faktor VIII), Symptomatik:

Blutungen im Mund/Pharynx-Bereich und ZNS

Gelenkblutungen (Hämarthrosen), akute Schmerzen und

Bewegungseinschränkungen

Muskelblutungen: meist in M.psoas, Armmuskulatur (Parese,

Kontraktur der Hand)

Hämaturie, Schleimhautblutungen

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15. Das Sudeck-Syndrom ist ein(e)

A) fleckförmige posttraumatische Muskelfibrose

B) meist posttraumatische Knochen- und Weichteildystrophie

C) thrombotisches Syndrom bei Frakturheilung

D) isolierte Muskelkontraktur nach knöcherner Verletzung

E) reaktive Ostitis

16. Welche Aussage trifft nicht zu:

Ein lumbaler Bandscheibenvorfall L4/5 kann folgende Symptome

hervorrufen:

A) Fußheberschwäche

B) Lähmung der Schließmuskeln an Blase und Mastdarm

C) Seitverbiegung der Wirbelsäule

D) Seitendifferenz der Fußpulse

E) Taubheitsgefühl auf dem Fußrücken

17. Welche Aussage zu einer rechtseitigen Adduktionskontraktur der Hüfte

trifft nicht zu?

A) Es kommt zu einer funktionellen Beinverkürzung rechts

B) Das linke Bein kann bei gestrecktem Kniegelenk bei

abduzierter Hüfte aufgestellt werden

C) Es entwickelt sich eine habituelle Kniebeugehaltung rechts

D) Es entwickelt sich eine habituelle Plantarflexion mit Spitzfuß

auf der rechten Seite

E) Eine Schuherhöhung rechts hilft dem Patienten in der Regel

18. Welche Aussage trifft nicht zu?

Bei längerer Immobilisation, z.B. im Gipsverband, lagert man am besten:

A) das Ellenbogengelenk in Flexion

B) den Unterarm in leichter Supinationsstellung

C) das Handgelenk in leichter Dorsalextension

D) die Finger in Extension

E) das obere Sprunggelenk im rechten Winkel

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Sudeck-Syndrom = sympathische Reflexdystrophie, nach Radiusfraktur,

meist dumpfe, schwer lokalisierbare Schmerzen zusammen mit autonomen,

sensiblen und motorischen Störungen, im weiteren Verlauf Demineralisierung

des Knochens,

bei normaler Fraktur deshalb: Gips bis Fingergrundgelenke, nur Unterarm,

Handgelenk in 20° Dorsalextension, Fingergrundgelenk in 50° Flexion

L5-Sydrom:

sensibel: Außenseite Unterschenkel, Fußrücken, Großzehe

motorisch: M. ext. hallucis long., M. ext. digitorum, M. gluteus med.

Reflex: Tibialis posterior-Reflex

Alarmzeichen: Blasen- und Mastdarmstörungen!!!

schmerzhafte Bewegungseinschränkung, Skoliose,

Klopfschmerzhaftigkeit, L5: Steppergang (Fallfuß), Stehen auf

betroffenem Bein nicht möglich

Bei einer Adduktionskontraktur der Hüfte kommt es auf der erkrankten

Seite zu einer scheinbaren Beinverkürzung.

Beckenschiefstand entsteht mit Skoliose

das andere Bein muss abduziert werden

Therapie: Schuherhöhung auf der erkrankten Seite, Krankengymnastik,

evtl. Durchtrennung der Adduktorensehnen am Beckenansatz

Bei Gipsverbänden in Funktionsstellung muss:

das Handgelenk in Dorsalextension 20°

die Finder in Flexion 50°

das Ellenbogengelenk in Flexion

sein

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19. Welche Aussage trifft nicht zu?

Bei der primären Gipsbehandlung einer geschlossenen und konservativ zu

behandelnden frischen Fraktur des Schienenbeinschaftes:

A) werden in der Regel nur die Knochenvorsprünge gepolstert

B) wird die im Gipsverband immobilisierte Extremität anfänglich

hoch gelagert

C) erübrigt sich bei guter Reposition die Röntgenkontrolle

D) muss der zirkulär angelegte Gipsverband bis auf die Haut

gespalten und aufgebogen werden

E) kann es zu einem Kompartment-Syndrom kommen

20. Welche Aussage trifft nicht zu?

Folgende Veränderungen gehören zum klassischen Bild der fibrösen

Knochendysplasie:

A) streifig fleckige Verdichtungen der Spongiosa

B) Zystenähnliche Aufhellungen

C) Verbreiterung der langen Röhrenknochen

D) Verbiegung der langen Röhrenknochen

E) Rahmenartige Verdichtung der Wirbelkörperspongiosa

21. Welche Aussage trifft nicht zu?

Befunde bei der habituellen Patellaluxation sind:

A) Dysplasie der Kniescheibe

B) Nachgiebigkeit der Retinacula patellae

C) Genu valgum

D) Patella (bi-, tri-) partita

E) Abflachung des lateralen Femurkondylus

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Gipsverband: Fixationsverband zur Ruhigstellung von Gliedmaßen und

Gelenken, Abpolsterung oberflächlicher Knochen und Nerven,

Gelenkfixierung in Funktionsstellung, bei frischen Verletzungen

Längsspaltung zur Vermeidung von Zirkulationsstörungen (Spaltgips),

Kompartment-Syndrom: (syn. Logensyndrom), durch Gewebedrucksteigerung

in einem geschlossenen Muskelkompartiment (Faszienloge) und

dadurch bedingte Minderdurchblutung kommt es zu neuromuskulären

Funktionsausfällen und Muskelnekrosen, akut zunehmender Schmerz,

druckschmerzhafte harte Schwellung, passiver Dehnungsschmerz,

Parästhesien, Muskelfunktionsschwäche

Fibröse Knochendysplasie: Osteofibrosis deformans juvenilis,

Ersatz des Knochens durch zystenförmiges Bindegewebe, fibröse Herde

mit unreifem Faserknochen, ein oder mehrere Knochen diametaphysär

betroffen, Femur und Tibia sind zystisch aufgetrieben, Beginn: Während

des Wachstums, Stillstand nach der Pubertät, äußerliche Deformität

erkennbar, Röntgen: wabige Auftreibung und Deformierung des Knochens

mit Fehlwachstum, Therapie: orthopädische Schienen, Apparate, Heilung

nicht möglich, ∅ maligne Entartung

eine Patellaluxation wird begünstigt durch:

Genus valga

Patelladysplasie

Kapselbandschwäche

geänderte Motorik

Außenrotation der distalen Femurkondylen

Subluxationen oder Luxationen nach lateral!!!

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22. Welche Aussage über die Hüftkopfepiphysenlösung beim Jugendlichen

trifft nicht zu?

A) Es kommt zu einer Verschiebung zwischen

Schenkelkopfkappe und Schenkelhals in der Epiphysenfuge

B) Die Kopfkappe bleibt in der Hüftpfanne

C) Sie tritt gehäuft zwischen dem 10. und 14. LJ auf

D) Es kommt häufig zum doppelseitigen Befall

E) Diabetes mellitus ist eine häufige Begleiterkrankung.

23. Das Trendelenburg-Zeichen an der Hüfte wird in der Regel durch eine

Insuffizienz eines wesentlichen Hüftmuskels verursacht:

A) M. gluteus maximus

B) M. gluteus medius

C) M. iliopsoas

D) M. tensor fasciae latae

E) M. adductor magnus

24. Bei einer infizierten Plattenosteosynthese kommt therapeutisch allein die

sofortige Plattenentfernung in Betracht,

weil

eine infizierte Osteosynthese, auch bei stabilem Implantat, ohne Entfernung

des metallischen Implantates nicht ausheilen kann.

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Antwort Aussage 1 Aussage 2 Verknüpfung

A richtig richtig richtig

B richtig richtig falsch

C richtig falsch -

D falsch richtig -

E falsch falsch -

Lösung: E

Hüftkopflösung = Epiphysiolysis capitis femoris

Verschiebung der Epiphysenfuge zwischen Schenkelkopf und

Schenkelhals (Kopfkappe bleibt in der Hüftpfanne), Schenkelhals nach

vorn oben, Kopfkappe nach hinten unten, Alter: 10.-14. LJ, oft doppelseitig

meist ? mit Dystrophia adiposogenitalis, Leisten- und Knieschmerzen,

akut oder schleichend, Drehmann-Zeichen, sofortige Kirschnerdrahtfixation

Trendelenburg-Zeichen:

normalerweise wird das Becken beim Stand auf einem Bein waagerecht

gehalten, diese Funktion übernehmen die Hüftabduktoren (Mm. glutaei

med. und min. → Becken ⇒ Trochanter major)

bei Insuffizienz: das Becken sinkt beim Stand auf dem kranken Bein zur

gesunden Seite ab („Watschelgang“), dabei wird der Oberkörper zur

kranken Seite geneigt (Duchenne-Hinken)

Als Osteosynthesematerial werden Platten, Schrauben, Nägel und Drähte

eingesetzt. Man entfernt es im allgemeinen nach 1 Jahr. Neben den

üblichen Operationsrisiken treten implantatspezifische Komplikationen

auf: Periartikuläre Verkalkung, Implantatlockerung & -bruch,

Unverträglichkeit oder Infektionen.

Bei Infektionen sollte zuerst eine Saug-Spül-Drainage und/oder Antibiotika

der Gentamycin-Kette (nach Erregertestung) angesetzt werden. Meist lässt

sich eine Implantatentfernung nicht vermeiden.

Infektionen können auch nach mehreren Jahren auftreten (hämatogener

Weg).

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25. Eine sog. skoliotische Fehlhaltung der Wirbelsäule bei der bandscheibenbedingten

Ischialgie ist ihrem Wesen nach strukturell,

weil

das pathologisch-anatomische Substrat einer Ischialgie ein

Bandscheibenvorfall sein kann.

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Antwort Aussage 1 Aussage 2 Verknüpfung

A richtig richtig richtig

B richtig richtig falsch

C richtig falsch -

D falsch richtig -

E falsch falsch -

Lösung: D

26. Bei dem Riesenzelltumor (Osteoklastom) handelt es sich grundsätzlich um

eine gutartige Läsion des Knochens,

weil

der Riesenzelltumor eine reaktive, nach Beseitigung der auslösenden

Ursache rückbildungsfähige Tumorbildung im Rahmen eines primären

Hyperparathyreodismus darstellt.

Antwort Aussage 1 Aussage 2 Verknüpfung

A richtig richtig richtig

B richtig richtig falsch

C richtig falsch -

D falsch richtig -

E falsch falsch -

Lösung: E

27. Bei einer thorakal rechtskonvexen Skoliose entsteht der Rippenbuckel auf

der rechten Seite,

weil

sich bei einer Torsionsskoliose die Dornfortsätze der Wirbelkörper immer

zur konvexen Seite der Krümmung drehen.

Antwort Aussage 1 Aussage 2 Verknüpfung

A richtig richtig richtig

B richtig richtig falsch

C richtig falsch -

D falsch richtig -

E falsch falsch -

Lösung: C

Es gibt ausgleichbare und nicht ausgleichbare Form- & Funktionsstörungen

am Bewegungssystem. Ausgleichbare Abweichungen von der Neutral-

Null-Stellung nennt man funktionelle Störungen. Änderungen an Form und

Struktur sind nicht mehr ausgleichbar (strukturell).

Funktionell = noch ausgleichbar Strukturell = nicht mehr ausgleichbar

Skoliotische Fehlhaltung Skoliose

Haltungsinsuffizienz Haltungsschaden

Spitzfußhaltung Spitzfuß

schmerzhafte Bewegungseinschränkung Kontraktur

→ bei einigen Störungen zunächst funktionell und wird mit zunehmender

Dauer durch irreversible Kontrakturen, Deformierungen, Verkürzungen

strukturell

Riesenzelltumor = Osteoklastom

semimaligner, vom Knochen ausgehender Tumor, charakteristisch sind 2

verschiedene Zelltypen: Spindelförmige Zellen und Riesenzellen,

Lokalisation: Epiphysen langer Röhrenknochen

Alter: zwischen 15. und 40. LJ, meist ?

Klinik: Schwellung, Schmerz, Bewegungseinschränkungen

Röntgen: exzentrisch epiphysärer, großer Defekt ohne knöcherne

Reaktion auf die Metaphyse übergreifend, expansives

Wachstum → Knochenaufblähung

Therapie: En-bloc-Resektion

Prognose: 15% primär maligne, Rezidive können entarten

(Lungenmetast.)

Unter einer Skoliose versteht man die fixierte Seitverbiegung der WS.

Nichtfixierte Seitverbiegungen heißen skoliotische Fehlhaltung. Je nach

Ursache der Skoliose unterscheidet man verschiedene Formen. Etwa 90%

aller Skoliosen sind idiopathisch.

Konkav

Seite

Dornfortsätze

Konvex

Seite

Rippenbuckel

Die Dornfortsätze drehen sich zur

Konkavseite,

die Wirbelkörper zur Konvexseite.

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28. Für den Morbus Scheuermann sind typisch:

1.) Keilwirbelbildung

2.) Auftreten im Vorschulalter

3.) Auftreten von unregelmäßig konturierten Deck- und Bodenplatten der

Wirbelkörper

4.) Auftreten von verschmälerten Bandscheibenzwischenräumen

5.) Auftreten von pathologischen Frakturen

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A) nur 1 und 5 sind richtig

B) nur 3 und 4 sind richtig

C) nur 1, 2 und 3 sind richtig

D) nur 1, 3 und 4 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

29. Eine hämatogene Osteomyelitis entsteht:

1.) häufig im Verlauf einer Bakteriämie oder Sepsis

2.) vorwiegend bei Kinder und Jugendlichen

3.) bei Knaben bzw. Männer wesentlich häufiger als beim weiblichen

Geschlecht

4.) bevorzugt in den Metaphysen der langen Röhrenknochen

A) nur 4 ist richtig

B) nur 1 und 3 sind richtig

C) nur 2 und 3 sind richtig

D) nur 1, 2 und 4 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

30. Eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase i.S. findet sich gewöhnlich

bei:

1.) der idiopathischen Osteoporose

2.) osteoblastischen Knochenmetastasen

3.) Osteodystrophia deformans (M.Paget)

4.) Vitamin D – Mangelrachitis

5.) multiplen Osteochondromen

Morbus Scheuermann = juvenile Kyphose, Lehrlingsrücken,

wachstumsbedingte vermehrte Kyphose der mitttleren und unteren BWS,

an der unteren BWS zwischen Th6 und Th 10 kommt es zu Wachstumsstörungen

(vorn langsamer als hinten) → Keilwirbel, unregelmäßige

Konturierung der Deck- und Bodenplatten mit Umschriebener Vorwölbung

des Zwischenwirbelabschnitts (sog. Schmorl-Knorpelknötchen)

Alter: 8.-13. LJ, meist ? , mit Abschluß des Wachstums abge-

schlossen mit Skoliose, verschmälerte Bandscheibenräume,

fixierte Kyphose,

Röntgen: Keilwirbel, unregelmäßige Konturierung, verschmälerte

Bandscheiben u.a.

Therapie: während des Wachstums, Krankengymnastik (v.a. Rückenmuskulatur),

Korsett, OP

Hämatogene Osteomyelitis: durch Absiedlung von Eitererregern

hervorgerufene Knochenmarkentzündung, meist Staph. aureus (von

Tonsillen, Furunkeln, Appendizitis), meist Kinder und Jugendliche,

bevorzugt: gut durchblutete Anteile der Metaphysen der langen

Röhrenknochen (Fibia, Tibia, Humerus)

bis 2. LJ: Keimausbreitung von metaphysär zu Gelenken möglich,

bis Wachstumsende: Keimübertragung auf Gelenk unwahrscheinlich,

Erwachsener: Keim von Metaphyse auf Epiphyse zum Gelenk,

druckempfindlich, gerötet, geschwollen, Belastungsschmerz, Temperaturerhöhung,

BSG erhöht, Leukozytose

Therapie: Ruhigstellung, Antibiotika, operative Ausräumung, Saug-Spül-

Drainage

osteoblastische Knochenmetastasen: mit Knochenverdichtung,

Knochendefekte ohne Reaktion, Spontanfrakturen, meist durch

Mamma-, Schilddrüsen-, Bronchial-, Nieren- und Prostata-Karzinome

Osteodystrophia deformans: schubweise fortschreitender

Knochenumbau, zeihende Schmerzen, Verbiegung langer Röhrenknochen,

40.-60. LJ, Therapie: Thyreokalzitonin

Mangelrachitis: Stoffwechselerkrankung mit unzureichender

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Gruppe A

A) nur 2 ist richtig

B) nur 2, 3 und 4 sind richtig

C) nur 2, 4 und 5 sind richtig

D) nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

31. Ein Fußballspieler kommt nach einem Distorsionstrauma des rechten Kniegelenkes

in Ihre Sprechstunde. Sie finden bei der ersten Untersuchung

keine äußeren Verletzungszeichen, kein Hämatom und keinen Erguss.

Welche beiden Maßnahmen sind zunächst am ehesten angezeigt?

1.) Röntgen-Untersuchung des Kniegelenkes

2.) Ruhigstellung im Gipstutor

3.) Probepunktion

4.) Überprüfung der Bandstabilität

5.) Heparin-Salbenverband

A) nur 1 und 2 sind richtig

B) nur 1 und 3 sind richtig

C) nur 1 und 4 sind richtig

D) nur 1 und 5 sind richtig

E) nur 3 und 5 sind richtig

32. Ein Rippenbuckel ist kennzeichnend für eine:

1.) Spondylitis tuberkulosa

2.) funktionelle Skoliose

3.) poliomyelitische Skoliose

4.) idiopathische, strukturelle Skoliose

5.) Pectus carinatum

A) nur 1 und 3 sind richtig

B) nur 3 und 4 sind richtig

C) nur 2, 3 und 4 sind richtig

D) nur 3, 4 und 5 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

Mineralisation des wachsenden Knochens, Manifestation zwischen

3.Lebensmonat und 3. LJ, Kraniotabes, Beckenverformung,

glockenförmiger Thorax, Hühnerbrust, O-/ X-Beine, Metaphysenverdickung,

Therapie: Vitamin-D-Gabe, Ultraviolettbestrahlung,

Distorsion = Verdrehung, Verstauchung, Zerrung, häufig durch indirekte

Gewalteinwirkung (z.B. Verdrehen des Kniegelenkes) enstehende Fasereinrisse

im Bandapparat

Klinik: Schwellung, Hämatom, Funktionseinschränkung, Druck-

schmerz, Röntgen → Frakturausschluß, gehaltene Aufnahme

→ Ausschluß einer Bänderruptur,

Therapie: bei ausgeprägtem Befund vorübergehende Ruhigstellung

Kompl.: traumatische Synovitis mit rezidiv. Gelenkergüssen,

Eine funktionelle Skoliose ist eine skoliotische Fehlhaltung! s.o.

Sonst tritt ein Rippenbuckel auf bei allen strukturellen Skoliose:

Myopathische Skoliose (z.B. progressive Muskeldystrophie)

Neuropathische Skoliose (z.B. Poliomyelitis)

Osteopathische Skoliose (z.B. angeborenen Fehlbildungen, Wirbelkompressionsfraktur,

Wirbelkörperentzündung)

Idiopathische Skoliose (90%)

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33. Ursache(n) von Stenosen des unteren Spinalkanales ist (sind):

1.) Spina bifida occulta

2.) Spondylolisthesis

3.) Beckenschiefstand

4.) Arthrosis deformans von Wirbelbogengelenken

5.) Spondylophyten

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Gruppe A

A) nur 2 ist richtig

B) nur 1 und 3 sind richtig

C) nur 2 und 5 sind richtig

D) nur 2, 4 und 5 sind richtig

E) nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig

34. Die Arthrose begünstigende Faktoren sind:

1.) Übergewicht

2.) Inkongruenz der Gelenkflächen

3.) Immobilisation

4.) Chronische Synovitis

A) nur 1 und 2 sind richtig

B) nur 1 und 3 sind richtig

C) nur 2 und 4 sind richtig

D) nur 1, 2 und 4 sind richtig

E) alle Aussagen sind richtig

Ordne Sie den Knochentumoren (Liste 1) die jeweils zutreffende häufigste

Lokalisation (Liste 2) zu.

Liste 1

35. Chondrom Lösung: A

36. Osteosarkom Lösung: C

Spina bifida: angeborene Entwicklungsstörung als Spalt im Wirbel und

Rückenmark mit partieller oder totaler Querschnittslähmung

Spondylolisthesis: durch Dislokation eines Wirbels nach ventral ensteht

eine Bandscheibenlockerung

Beckenschiefstand: Fehlstellung des Beckens inf. angeb. Hypoplasie

einer Beckenhälfte und einseitiger Beinverkürzung → Skoliose

Arthrosis deformans: degeneratives Gelenkgleiten durch Mißverhältnis

zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels

Spondylophyten: knöcherne Randzacke am Wirbelkörper als Ausdruck

degenerativer Prozesse

Arthrose = Arthrosis defromans,

degeneratives Gelenkleiden durch Mißverhältnis zwischen Belastung und

Belastbarkeit des Gelenkknorpels

primäre Arthrose (anlagebedingt)

sekundäre Arthrose

→Veränderungen der Knorpelgrundsubstanz mit Demaskierung von

kollagenen Fasern → Herauslösen von Knorpelpartikeln (Detritus) → in

Gelenkflüssigkeit → Detritussynovialitis → sek. Knochenumbau

Ursachen: Frakturen unter Gelenkbeteiligung, Fehlbelastung, Formveränderungen

der Gelenkflächen oder Gelenkkörper nach Erkrankung

Chondrom: (Stammfernes Enchondrom)

gutartige Knorpelgeschwulst peripherer Knochen,

Lokalisation: im Innern kleiner Röhrenknochen: Finger, Mittelhandknochen,

system.: Enchondromatose

Alter: alle Lebensalter,

Klinik: schmerzhafte Schwellungen eines oder mehrerer Finger,

Spontanfrakturen

Röntgen: Auftreibungen der kleinen Knochen, Kortikalis verdünnt

Therapie: Ausräumung → Hohlraum mit Spongiosa gefüllt

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Liste 2

© R. Stahn

Gruppe A

A) Hand- und Fußskelett

B) Epiphysen der langen Röhrenknochen

C) Metaphysen der Knieregion

D) Becken- und stammnahe Skelettabschnitte

E) Schädel

Ordnen Sie den aufgeführten Untersuchungsbefunden (Liste 1) die am

ehesten zutreffende Diagnose (Liste 2) zu.

Liste 1:

37. Positives hinteres Schubladenphänomen, starke Bandinstabilität, vorderes

Schubladenphänomen negativ

Lösung: D

38. Aktive Steckunfähigkeit im Kniegelenk; im seitlichen Röntgenbild

deutlicher Patellahochstand

Lösung: E

Liste 2:

A) Isolierte Ruptur des vorderen Kreuzbandes

B) Zerreißung der Retinacula patellae

C) Verletzung des Seitenbandapparates und es vorderen

Kreuzbandes

D) Verletzung des Seitenbandapparates und es hinteren

Kreuzbandes

E) Zerreißung des Ligamentum patellae

Osteosarkom:

vom Knochen ausgehender, schnell wachsender, maligner Tumor, der

Knochen bilden kann. Neben dem Plasmozytom der häufigste maligne

primäre Knochentumor

Lokalisation: Metaphysen der lnagen Röhrenknochen, meist Knie

Alter: Kinder und Jugendliche

Klinik: tastbare Verdickung, ziehende Schmerzen, alk.

Phosphatase↑

Röntgen: Knochendefekt, Knochenneubildung (sog. Spiculae),

Periostale Reaktion (Codman-Dreieck)

Therapie: Radikal-OP und Chemoptherapie

Schubladenzeichen:

Verschiebung der Tibia gegen den Femur bei 90° gebeugtem Kniegelenk,

bei Riß des vorderen Kreuzbandes läßt sich die Tibia nach ventral

verschieben → vordere Schublade

bei Riß des hinteren Kreuzbandes läßt sich die Tibia nach dorsal

verschieben → hintere Schublade (sehr selten)

Lachman-Test:

man prüft die Ventralverschieblichkeit der Tibia bei 20° Kniebeugung

Patellarsehenriß:

teilweis oder vollständige Kontiniutätsdurchtrennung des Ligamentum

patellae, Steckung des Knies nicht möglich

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39. Eine 40-jährige Patientin spielt seit Jahren Squash und verspürt beim Sport

plötzlich einschießende Schmerzen im Schulter-Oberarmbereich. Klinik:

Bei Außenrotation und Abduktion im Schultergelenk gegen Widerstand

Schmerzen auslösbar, besonders zwischen 70° und 120° Abduktion,

radiologisch ist eine schattenbildende Struktur zwischen Humerus und

Akromion zu erkennen.

Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?

A) Tendinitis der langen Bizepssehne

B) Zevikobrachialsyndrom

C) Skalenussyndrom

D) Supraspinatus-Sehnen-Läsion

E) Subluxation der Schulter

© R. Stahn

Gruppe A

Insertionstendopathien (Myotendinosen):

schmerzhafte Reizzustände am Übergang Muskel – Sehne – Knochen, wo

Sehnenfasern direkt in den Knochen einstrahlen,

Klinik: Druck- und Belastungsschmerz (Verstärkung bei Belastung),

Muskulatur verhärtet und druckempfindlich

Obere Extremität:

Epicondylitis lateralis humeri (Tennisellenbogen)

Styloiditis radii

Styloiditis ulnae

Supraspinatussehnensyndrom (heört zur Periarthropathia

humeroscapularis)

Untere Extremität

Gracilissyndrom

Patellaspitzensyndrom

Achillodynie

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