AKT ELL2/11 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

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AKT ELL2/11 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

Miteinander • Füreinander

AKT ELL 2/11

IM BARNIM

Titelthema:

WAHL DER

VORSTÄNDE

Ortsgruppen ziehen Bilanz

außerdem:

Kulturbahnhof Finow eingeweiht

Ortsgruppe Niederfinow-Liepe

Ute Werner im Porträt


Ausgabe 2

INHALT

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Termine

Bericht

Bericht

Dokumentation

Service

Geburtstage

Porträt

Vorgestellt

Betrachtung

Rückblick

Interview

IMPRESSUM:

JAHRGANG 3 / AUSGABE 2

Jahreshauptversammlungen........................................................... 4

Ortsgruppe.49.Bernau-Blumenhag............................................. 5

Ortsgruppe.43.Grüntal........................................................................ 6

Ortsgruppe.42.Rüdersdorf................................................................ 7

Ortsgruppe.Niederfinow-Liepe...................................................10

Höhepunkte.2011..................................................................................15

Kulturbahnhof.Finow..........................................................................16

Ein.besonderes.Instrument.............................................................24

Sozialstation.Eberswalde..................................................................25

Bereiche.und.Kontakte......................................................................26

März.und.April.2011.............................................................................27

Ute.Werner................................................................................................29

Unsere.Mitstreiter..................................................................................32

Gedanken.zum.Osterfest..................................................................34

Die.Märkische.Volkssolidarität.......................................................36

Dr..oec..Ursula.Ehlert...........................................................................46

Herausgeber: Volkssolidarität.Barnim.e.V..·.Schneiderstraße.19.·.16225.Eberswalde

V.i.S.d.P.:.. Renate.Höing. .......

Redaktion:.. Andrea.Hoehne.(AH, verantwortliche Redakteurin),.Edda.Blaetter.(EB),.Gerhard.Falckenberg.(GF),

. Dr..Ursula.Ehlert.(UE),.Fritz..Guddat.(FG),.Renate.Höing.(RH),.Dieter.Janke.(DJ),.Ehrenfried.Keil.(EK),..

. Alexander.Kirsch.(AK, Satz & Layout),.Enrico.Parchert.(EP, CMS-Redakteur Kreisverband Barnim e.V.),.

. Rainer.Pluskat.(RP),.Karin.Stahl.(KS), Joachim.Stennert (JS)),.Gerd.Wiesner.(GW)

Kontakt: Andrea.Hoehne,.Tel..03334/6398816,.andrea.hoehne@volkssolidaritaet.de

Layout &Satz:. Alexander.Kirsch.(AK)

Auflage: 5000.Expl.. Vertrieb:....kostenlos.über.die.Ortsgruppen.der.Volkssolidarität

Titelfoto:.. Heiderose.Schultz.und.Anni.Tersch.wurden.als.Vorsitzende.bzw..Hauptkassiererin.in.

. der.Ortsgruppe.Eichhorst.wiedergewählt...

. Lesen.Sie.dazu.auch.auf.den.Seiten.14.und.32...Foto:.E..Keil

Redaktionsschluss.für.Ausgabe.3/11.ist.der.20.04.2011.Die.Volkssolidarität im Barnim Aktuell.wird.in.den.

Stephanus-Werkstätten.in.Bad.Freienwalde.auf.holzfreiem.Papier.mit.mineralölfreien.Farben.gedruckt.

Die.Redaktion.bittet.um.Verständnis,.dass.aus.Platzgründen.nicht.alle.eingesandten.Beiträge.veröffentlicht.

werden.können.

2


Sehr geehrte

Mitglieder und

Freunde der

Volkssolidarität

Barnim,

voller Freude und Stolz möchte ich

Ihnen heute über die Ergebnisse

der Arbeit der Sozialstationen und

des Pflegeheimes unserer gemeinnützigen

GmbH berichten.

Alle drei Einrichtungen wurden

im vergangenen bzw. zu Beginn

dieses Jahres durch den Medizinischen

Dienst der Krankenkassen

umfangreich geprüft.

Unsere Sozialstation in Oderberg

hat eine Bewertung von 1,8 und

jene in Eberswalde von 1,6 erhalten.

Es sind bisher nur etwa 50 %

der ambulanten Pflegedienste geprüft,

aber unsere beiden belegen

die ersten Plätze.

In der stationären Pflege können

wir ebenfalls sehr stolz sein. Unser

Pflegeheim in Biesenthal hat

eine Bewertung von 1,0 erhalten.

Besser geht es nun wirklich nicht.

Veröffentlicht sind die Ergebnisse

übrigens im Internet unter www.

pflegelotse.de. Dort kann sie jeder

nachlesen und sich auch über Größe

der Einrichtung, Angebote und

Preise informieren.

3

Wir danken den Leitungen und

den Mitarbeitern ganz herzlich

für ihre engagierte und verantwortungsbewusste

Arbeit zum

Wohle der pflegebedürftigen und

kranken Menschen, und hoffen für

jeden von ihnen, dass sie trotz der

Schwere der Arbeit Freude und Erfüllung

bei ihrer Tätigkeit finden.

Wünschen würden wir uns für

die Sozialstationen noch weitere

ehrenamtliche Mitstreiter, die für

einen Besuch, zum Vorlesen der

Zeitung, für einen Spaziergang u.a.

ein wenig Zeit für Hilfebedürftige

geben würden. In der nächsten

Ausgabe unseres Journals werden

sie von Herrn Keil einen Bericht

darüber finden.

Informieren möchte ich Sie auch

darüber, wie die beiden ersten Bälle

im Kulturbahnhof Finow gelaufen

sind. Es waren sehr erfolgreiche

und gut besuchte Veranstaltungen

mit anspruchsvollen Kulturprogrammen

und schöner Tanzmusik.

Der nächste Tanz findet am 16. und

das erste Chorkonzert am 29. April

statt. Bei Interesse bitte Karten vorbestellen

unter 03334-639880 oder

03334-383586.

Ich wünsche Ihnen einen schönen

Frühling und jetzt viel Spaß beim

Lesen dieses Journals. Ihre R. Höing

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Ortsgruppen

HÖHEPUNKT GLEICH

ZU BEGINN DES JAHRES

Ortsgruppen wählten von Januar bis März ihre Vorstände

Von Januar bis März fanden in

unseren Ortsgruppen die Jahreshauptversammlungen

statt.

Im Mittelpunkt stand dabei die

Neuwahl der Vorstände. In den

meisten Gruppen wurden die

bisherigen Vorstände von den

Mitgliedern wiedergewählt. Der

Wahl vorausgegangen waren

die Rechenschaftsberichte über

die in der abgelaufenen Wahl-

periode geleistete Arbeit. Dazu

konnte in allen Beratungen eine

überaus positive Bilanz gezogen

werden. Zugleich wurde über

die neuen Vorhaben und deren

Umsetzung debattiert.

An den Versammlungen nahmen

Mitglieder des Kreisvorstandes

teil. Lesen Sie dazu auch

unsere nachfolgenden Berichte.

4

EK

In der Wahlversammlung der OG Bernau-Blumenhag wurden

langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet. Foto: AH


OG 49 BERNAU-BLUMENHAG

Ursula Grochowski wurde zur Vorsitzenden wiedergewählt

Vorsitzende: Ursula Grochowski

(wiedergewählt)

Hauptkassierer: Marlies Steudel

Mitglieder: Helga Bolle, Horst

Bolle, Renate Dornburg, Doris

Jung, Christa Maeß, Inge Penz,

Sigrid Pulfer, Irene Reck, Brigitte

Standfuß, Anneliese Szyszka

Ergebnisse: In den vergangenen

vier Jahren wurden 99 Veranstaltungen

mit 4693 Teilnehmern

durchgeführt. Die Zusammenkünfte

waren mit viel

persönlichem Engagement abwechslungsreich

und inhaltsvoll

gestaltet worden.

Die Arbeit konzentrierte sich aber

nicht nur auf Veranstaltungen,

Ausflüge, Fahrten und Vorträge.

Weitere Schwerpunkte waren unter

anderem die Begegnungen mit

den Patenkindern der Robinson-

Schule in der Brandenburgklinik

und der Kita „Melodie“ Bernau-

Süd, die Betreuung der Mitglieder

in drei Seniorenheimen, die alljährliche

Listensammlung und

die sportliche Betätigung.

5

Ursula Grochowski

Vorhaben: Ein Dauerbrenner sind

die Spielenachmittage, die monatlich

wie auch alle anderen Veranstaltungen

im „Club 23“ stattfinden.

Das sind bzw. waren bereits

die Frauentagsfeier, ein Lichtbildervortrag

über Bernau früher

und heute, eine Buchlesung und

der „Tanz in den Mai“.

Geplant sind auch ein Osterspaziergang

durch die Parkanlagen

und eine Fahrt mit behinderten

Mitgliedern in den Tier– und Freizeitpark

Oranienburg. AH

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Ortsgruppen

OG 43 GRÜNTAL

Hansgeorg Lochmann zum Vorsitzenden wiedergewählt

Vorsitzender: Hansgeorg Lochmann

(wiedergewählt)

Hauptkassierer: Monika Fiedler

Mitglieder: Lucie Beißert, Erika

Brand, Ingelore Ebel, Gisela Riekenberg,

Rita Thesenvitz, Dora

Wietzke

Ergebnisse: Vom Vorstand war beschlossen

worden, sich im Jahresprogramm

auf drei Schwerpunkte

zu konzentrieren. Das sind erstens

das Frühlingsfest (oder adäquat

der Besuch einer kulturellen Veranstaltung),

zweitens eine Veranstaltung

im Sommer (zum Beispiel

ein Tagesausflug) und drittens die

Weihnachtsfeier. In den anderen

Monaten wird die traditionelle

Kaffeetafel durchgeführt. Diese

wird von den Mitgliedern gut angenommen,

zirka 25 Mitglieder

nehmen regelmäßig daran teil.

Das Frühlingsfest 2010 wurde mit

30 Mitgliedern gefeiert. Neben einer

kulturellen Umrahmung wurde

hier fleißig getanzt. Im September

starteten dann 34 Mitglieder

zur Tagesfahrt nach Berlin. Stadt-

rundfahrt und Schiffsfahrt sind in

guter Erinnerung geblieben.

Zum Abschluss des Jahres trafen

sich dann 32 Mitglieder zur traditionellen

Weihnachtsfeier. Kultureller

Höhepunkt war dabei der

Auftritt des Chors „Iwuschka“

vom Kontakt Eberswalde e.V. Im

Programm hatte er deutsche und

russische Volks– und Weihnachtslieder.

Die Ortsgruppe hat derzeit 42 Mitglieder.

Der Mitgliederstand konnte

in den letzten beiden Jahren konstant

gehalten werden. EK

6

Hansgeorg Lochmann


OG 42 RÜDERSDORF

Dieter Janke wurde zum Vorsitzenden wiedergewählt

Vorsitzender: Dieter Janke (wiedergewählt)

Schatzmeister: Eva Matthes

Mitglieder: Elisabeth Adler, Adelheid

Billhardt, Ursula Buggisch

(ehrenhalber), Helga Just, Hannelore

Kleindienst, Renate Klose, Marita

Knäringer, Stefanie Parlesak, Käte

Preibisch, Jutta Schulze

Ergebnisse: Gegenüber anderen

Ortsgruppen hat die Rüdersdorfer

einige Besonderheiten. Um

möglichst viele der derzeit 670

Mitglieder einbeziehen zu können,

wird in acht Interessen– und

neun Sportgruppen gearbeitet.

Somit kann ganz individuell das

für jeden einzelnen geeignete Betätigungsfeld

ausgewählt werden.

Das sind beispielsweise Kreatives

Gestalten, Rommé, Skat, Kegeln,

Gymnastik, Wandern, Radwandern,

tänzerische Gymnastik,

Nordic Walking und Hockergymnastik.

Großes Augenmerk wird

auch auf die Einbeziehung der

Schwer– und Schwerstbehinderten

gelegt. Die Ausflüge per Bus

haben bei ihnen großen Anklang

7

Dieter Janke

gefunden. Kaffeenachmittage und

der Oster– sowie Weihnachtsmarkt

im Rüdersdorfer Kulturhaus

sind weitere Schwerpunkte der

Tätigkeit der Ortsgruppe. Fruchtbringend

auf die Arbeit wirkt sich

auch die gute Zusammenarbeit

mit der Stadtverwaltung und dem

Sportverein „Glückauf“ aus. Dass

Interesse am Zusammenwirken

besteht, kam auch darin zum Ausdruck,

dass sowohl der Bürgermeister

als auch der Sportvereins-Vorsitzende

an der Wahlversammlung

teilnahmen. AH

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Ortsgruppen

OG 5 WESTEND EBERSWALDE

Sabine Geelhaar auch weiterhin Hauptkassiererin

Hauptkassiererin: Sabine Geelhaar

Vorstandsmitglieder: Helga Bauschke,

Christa Czens, Ursula Düsterhöft,

Christa Lehmann, Renate

Meinecke, Katharina Michaelis,

Gisela Ristow, Karla Puppe und

Renate Schild. Als Kassenprüferin

wurde Christa Gothan gewählt.

Durch Todesfall ist Elfriede Batzer

aus dem Vorstand ausgeschieden.

Über eine Vorsitzende oder einen

Vorsitzenden verfügt die Ortsgruppe

schon seit Juli 2007 nicht mehr,

was bei einer Mitgliederzahl von

214 sehr verwunderlich ist. Somit

erledigt Sabine Geelhaar nicht nur

ihre umfangreichen Aufgaben in

ihrer Wahlfunktion, sondern sie

fungiert auch noch gewissenhaft

und engagiert als Vorsitzende. Dabei

steht ihr die ehemalige Vorsitzende,

Adelgunde Streiter, immer

noch zur Seite. Sie gestaltet und

fertigt selbst Glückwunschkarten

für die Geburtstagskinder und Jubilare

der Gruppe und ist für Sabine

Geelhaar so etwas wie ein „Erinnerungsservice“.

Ergebnisse: Monatlich wurde einmal

gekegelt und gebowlt, an diesen

Veranstaltungen nahmen rund

20 Mitglieder je Gruppe teil;

wöchentliche Teilnahme von Mitgliedern

in Kartenspielgruppen

des 3-Punkt-Vereins der WBG;

15 Mitglieder treiben regelmäßig

einmal pro Woche bei Herrn

Schwarzlose Sport;

für alle Mitglieder wurden Herbst-

und Frühlingsfeste sowie Weihnachtsfeiern

durch Mitglieder

organisiert, die immer regen Zuspruch

fanden. Text und Foto: GW

8

Sabine Geelhaar


OG 20 EBERSWALDE

Roswitha Markert wurde zur Vorsitzenden wiedergewählt

Vorsitzende: Roswitha Markert

(wiedergewählt)

Hauptkassierer: Gerlinde Salzmann

Mitglieder: Antje Buchholz, Marlis

Keil, Monika Treuter

Ergebnisse: Außer in den Sommermonaten

Juli und August findet

monatlich eine Veranstaltung statt.

Zur Tradition geworden sind dabei

die Frauentagsfeier im März und

die Weihnachtsfeier im Dezember.

Auch das gemeinsame Basteln von

Weihnachtsgestecken unter fachmännischer

Anleitung im Monat

November erfreut sich großer Beliebtheit.

Im Juni wurde das Waldsolarheim

in Eberswalde besichtigt. Im September

lernten die Gruppenmitglieder

bei einer Fahrt mit dem

Traditionsschiff „Anneliese“ die

reizvolle Landschaft am Finowkanal

kennen.

Weitere Fahrten führten nach

Buckow, Naturpark Märkische

Schweiz und zur Carlsburg bei Falkenberg.

9

Roswitha Markert

Vorhaben: Neben den traditionellen

Veranstaltungen sind auch

wieder Ausflüge ins Arbeitsprogramm

aufgenommen worden. So

soll im Monat April der Ökohof in

Brodowin besichtigt werden.

Für Mai ist eine Rundfahrt mit

einem Fahrgastschiff auf dem Werbellinsee

geplant. Im Juni dann

eine historische Floßfahrt mit der

„Schippelschute“. Im September

wird zu einem Grillnachmittag

eingeladen und im Oktober gibt es

eine Fahrt nach Reichenow. EK

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Ortsgruppe Niederfinow-Liepe

AUSFLÜGE SIND BELIEBT

BEI DEN MITGLIEDERN

Ortsgruppe Niederfinow-Liepe ist viel unterwegs

Rosemarie Oelschlägel hatte

sich bereit erklärt, für eine

Wahlperiode den Vorsitz der

Ortsgruppe Niederfinow-Liepe

zu übernehmen. In der letzten

Vorstandsitzung vor der Wahlversammlung

am 11. März

machte sie auf diesen Sachverhalt

aufmerksam.

Da diese Zeit nun vorüber sei,

stehe sie ab sofort als Vorsitzende

nicht mehr zur Verfügung.

Aus privaten Gründen habe

sie nicht mehr die Zeit, die

man als Vorsitzende für dieses

Amt brauche. Sie werde sich

aber nicht völlig zurückziehen,

sondern als Vorstandsmitglied

auch weiterhin an der

Gruppenarbeit mitwirken. Allerdings

ist es bisher nicht gelungen,

einen Nachfolger für

das Amt der Ortsgruppenvorsitzenden

zu finden. Deshalb

wurde beschlossen, erst ein-

Rosemarie Oelschlägel (5.v.li.) mit Vorstandsmitgliedern. Sie hat den

Vorsitz abgegeben, bleibt aber im Vorstand. Foto: EK

10


mal ohne Ortsgruppenvorsitzenden

zu arbeiten. Die Fäden

hat Hauptkassiererin Brigitte

Schulz in der Hand. An ihrer

Seite steht mit Gerda Buckow,

Brigitte Lehmann, Marlene Michels,

Rosemarie Oelschlägel,

Lieselotte Schiefelbein, Günther

Schulz, Renate Vogel, Ines

Wedde und Elisabeth Wilke ein

Team erfahrener und aktiver

Mitstreiter zur Seite. Damit sei

gewährleistet, dass die erfolgreiche

Arbeit der Ortsgruppe

auch künftig fortgeführt wird.

Dabei werde man natürlich

auch im Auge behalten, ob sich

im Laufe der Zeit nicht doch

11

Beim Ausflug nach Stettin wurde auch

ein Stadtrundfahrt unternommen. Foto: privat

noch jemand findet, der den

Gruppenvorsitz übernimmt.

Die Ortsgruppe 11, Niederfinow-Liepe,

hat derzeit 77 Mitglieder.

Gearbeitet wird nach

einem Jahresplan, in dem die

Vorhaben enthalten sind. Es

handelt sich dabei um Seniorennachmittage

und Ausflugsfahrten.

Bereits bei der

Planung wird in Gesprächen

mit den Mitgliedern überprüft,

ob die Vorhaben auch den erhofften

Widerhall finden.

Im vergangenen Jahr sei es auf

jeden Fall so gewesen, das versichert

uns Günther Schulz:

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Ortsgruppe Niederfinow-Liepe

„Mir und vielen anderen hat die

Fahrt nach Salzwedel im November

vergangenen Jahres besonders

gut gefallen. Da haben wir uns

Baumkuchen und Gänsebraten

schmecken lassen.“ Aber nicht

nur wegen des Naschens in der

Baumkuchenfabrik Salzwedel

und des Gänsebratens bei Familie

Wolf in der „Wolfsschlucht“

am Arendsee sei dieser Ausflug

gut angekommen. Auch

der individuelle Bummel durch

die historische Altstadt von

Salzwedel habe reges Interesse

gefunden. „Ich und sicher auch

viele andere, würden in diesem

Jahr wieder dorthin fahren“, fügt

Günther Schulz noch hinzu.

Aber auch in den anderen Monaten

war Interessantes geboten

worden. Im Mai gab es eine

Erlebnisführung am Schiffshebewerk

mit gastronomischer

Betreuung im Schiffergasthof

und Café Brigitte & Helmut

Kluge.

Im Juni stand eine Fahrt in die

polnische Hafenstadt Stettin

auf dem Programm. Nach einer

Stadtrundfahrt mit Reiseleiter

und einem schmackhaften Mit-

tagessen hatten die Teilnehmer

Freizeit zum Bummeln durch

die Stadt.

Im September ging es per Bus in

die Feldberger Seenlandschaft.

Nach einer Schifffahrt auf der

Woblitz wurde im „Stieglitzgrund“

von Feldberg das Mittagessen

eingenommen. Eine

zweistündige Rundfahrt durch

die Stadt schloss sich an.

Schließlich trafen sich die Mitglieder

der Ortsgruppe auch

noch zu einem Seniorennachmittag,

der im August in der

Gaststätte Kühn am Schiffshebewerk

durchgeführt wurde

und im Oktober zum Herbstfest

im Hotel am Schiffshebewerk.

Auch wenn eine Weihnachtsfeier

nicht im Programm steht,

gibt es alljährlich eine solche

festliche Zusammenkunft. Sie

wird von der Gemeinde vorbereitet

und durchgeführt.

Ausflugsfahrten und Seniorennachmittag

sind auch für

dieses Jahr geplant. Wohin die

Fahrten führen, stand allerdings

noch nicht fest.

12

EK


SCHON MIT 15 JAHREN

MITGLIED GEWORDEN

Auch Tochter und Schwiegersohn wurden aktiv

Kurz vor Weihnachten 1952. Ich

war knapp 15 Jahre alt. Im Dezember

hatte es schon kräftig

geschneit. Wie es damals war,

vertrieben sich die Jugendlichen

die Zeit mit herrlichen Schneeballschlachten.

Bei einer solchen Schlacht fragte

uns unser Bürgermeister, Heinz

Thönfeld, ob wir nicht Lust hätten,

ihn bei einer Weihnachtsfeier

für die Rentner des Dorfes

zu unterstützen. Wir waren

vier Mädchen und drei Jungen

und sofort begeistert. Wir

trafen uns im Saal der Gaststätte

„Wind“ und besprachen alle

Einzelheiten. Beim Bäcker wurde

Blechkuchen gebacken. Wir

durften ihn einschneiden. Auch

Pfefferkuchen durfte nicht fehlen.

Nachdem wir die Tafeln im Saal

geschmückt hatten, wurden die

Köstlichkeiten auf dem Tisch

verteilt. Bevor die Gäste kamen,

wurden lange Kerzen entzündet.

Es war warm, und alles sah so

festlich aus.

13

Brigitte Schulz

Doch ich glaube, das Köstlichste

war der Kaffeeduft, welcher den

ganzen Saal beherrschte. Wir „7“

haben ihn in großen Steintöpfen

gebrüht und in Kannen gefüllt.

Wir waren so stolz und freuten

uns riesig, als sich der große Saal

bis auf den letzten Platz füllte.

Viele Omas brachten ihre Enkelkinder

mit, die kleinsten natürlich.

Sie durften auch naschen.

Auf der Saalbühne stand ein altes

Klavier. Frau Perwitz spielte da-

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Termine 2011

rauf die schönsten Weihnachtslieder.

Ich sah so viele glückliche

Gesichter. Wir gingen immer

wieder durch die Reihen und

gossen Kaffee nach, welcher immer

wieder dankbar angenommen

wurde. Glänzende Augen

wetteiferten mit dem Lichtergeschmückten

Tannenbaum. Für

mich und wohl auch für meine

Freunde war es ein kleiner Weg

zum Erwachsen werden.

Nach Weihnachten fragte uns

der Bürgermeister, ob wir nicht

Mitglied der Volkssolidarität

werden wollten. Das hat mich

mit Stolz erfüllt. So wurde ich

mit 15 Jahren Mitglied.

Ich war immer aktiv. Heute mit

73 Jahren bin ich als Hauptkassierer

immer noch mit Freude

dabei. Auch meine Tochter Ines

(40 Jahre) und ihr Mann Andreas

(42 Jahre) sind seit Jahren dabei.

Sie ist Kassiererin, also in meine

Fußstapfen getreten.

Wir organisieren viele Tagesfahrten,

und wenn wir feiern,

zum Beispiel das Jahresabschlussfest,

wird auch an unsere

Kranken gedacht. Doch in

all den Jahren habe ich die erste

Rentnerweihnachtsfeier in unserem

kleinen Dorf nicht vergessen.

14

VORHABEN DER

OG EICHHORST

Brigitte Schulz,

Hauptkassiererin,

OG 11 Niederfinow

Foto: EK

Auszüge aus dem Programm

April: Kegeln in Marienwerder;

Bowlen im Fit & Fun;

Modenschau mit Kaffeetafel

Mai: Tigertour (vom Eberswalder

Zoo organisiert) in

Eichhorst. Wir beteiligen uns

mit Kaffeetafel und eventuell

mit einer Tombola.

Juni: Kegeln in Marienwerder;

Theaterfahrt nach Berlin oder

Potsdam.

August: Kegeln in Marienwerder;

Kaffetafel mit Vortrag.

September: Herbstfest in der

Feuerwehr.

Oktober: Kegeln in Marienwerder.

November: Adventskaffee

Dezember: Weihnachtsfeiern


TERMINE 2011 !!!

KULTURBAHNHOF FINOW (Auswahl)

29.04.2011 Chorkonzert mit dem Forstchor Silvanus

12.05.2011 Muttertag im Kulturbahnhof

17.06.2011 Buchlesung mit Giso Weißbach

12.11.2011 Sportlerball im Kulturbahnhof

14.05.2011 3. Freiwilligentag Eberswalde

Unser Projekt: Tagesstätte für chronisch psychisch

Kranke Eberswalde, Kupferhammerweg 1,

9.00 - 13.00 Uhr

Herzliche Einladung an alle Freiwilligen zur Ver-

schönerung der Anlagen, zu gemeinsamen Grillen

und mehr!

21. + 22.05.2011 Präsentation der Volkssolidarität Barnim auf der

Gesundheitsmesse Eberswalde

Unser Stand befindet sich auf der Freifläche in der

Nähe der Hauptbühne

25.05.2011 Kreisseniorensportfest Barnim im Eberswalder

Westendstadion

09.06.2011 Sommerfest im Altenhilfe- und Begegnungszentrum

Bernau-Süd, 11.00 – 17.00 Uhr

15.10.2011 Großer Seniorenwandertag in Lunow (Fuß-Rad-

Kanu) im unteren Odertal

24.10.2011 Tag der offenen Tür zum 66. Jahrestag der

Volkssolidarität

Objekt am Richterplatz Eberswalde, 11.00 – 16.00 Uhr

Zu allen Veranstaltungen laden wir Sie herzlich ein!

Für Rückfragen: Geschäftsstelle der Volkssolidarität Barnim

Tel. 03334-63988-0

15

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Kulturbahnhof-Finow

ENDLICH IST WIEDER

LEBEN IM BAHNHOF

Volkssolidarität betreibt Kulturbahnhof in der Bahnhofstraße

Angekommen und abgefahren

Bahnhof verkehrt. Denn es geht

natürlich auch mit vertauschten

Rollen. Jetzt ist nämlich der

Bahnhof „angekommen“. Und

zwar bei den Finowern, und nicht

nur bei denen. Klar, dass sie „abfahren“

auf ihren neuen Kulturbahnhof.

Seit Januar heißt es im

großen Saal im früheren Bahnhofshotel

wieder „Bühne frei“.

Oder auch „Darf ich bitten?“. So

war es auch ein richtiger Ball einschließlich

„Kulturprogramm“,

mit dem der Saal am 22. Januar

wiedereröffnet wurde. Eingeladen

zu Ballgeflüster und Tanzvergnügen

hatte die Volkssolidarität

Barnim Sie betreibt nun den alten

neuen Saal als Veranstaltungsort.

Tags zuvor gab es einen Empfang

für geladene Gäste.

Vorstandsvorsitzende Gerda Fischer und die anwesenden Gäste stoßen

16

gemeinsam auf den neuen Saal an


Ortsteilbürgermeister Arnold Kuchenbecker überreicht Gerda Fischer ein

Reminiszenz

Es mag Zufall gewesen sein,

dass das „Salontrio Romantica“

auf dem Empfang nach den

zahlreichen Begrüßungsworten

zur Bahnhofseröffnung „What a

wonderful world“ in einer wunderschönen

Fassung spielte. Ein

Riesenhit mit tiefem Inhalt, entstanden

Ende der 60er, Anfang

der 70er Jahre. Louis Armstrong

besang die wunderbaren Schönheiten

dieser Welt in einer Zeit,

die sehr rau und grob geworden

war. Der Vietnam-Krieg. Protestbewegungen

hüben wie drüben.

Und dann diese zarte Melodie

historisches Foto vom einstigen Bahnhofshotel

17

mit ihrem besinnlichen Text.

Louis Armstrongs Lied erklang

immer und immer wieder, hüben

wie drüben. Auf Konzertbühnen

und in den Tanzsälen von damals.

Ein Lied auch angetan, sich

beim Tanzen näher zu kommen

und zu träumen. So sicherlich

auch vor rund 40 Jahren im Finower

Bahnhof.

Ein offenes Haus

Gerda Fischer, Vorsitzende der

Volkssolidarität Barnim, hat auch

gerade das in ihren einleitenden

Worten zur Eröffnung des

Kulturbahnhofs irgendwie an-

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Kulturbahnhof-Finow

Frank Gaethke, Landesvorstand der

Volkssolidarität

Rainer Wiegandt, Chef der WHG

Eberswalde

gesprochen. Sie erinnerte an die

lange und kulturvolle Geschichte

des Bahnhofs. An Konzerte und

Filmvorführungen. An Chöre

und Freizeitzirkel, die hier eine

Heimstatt gefunden hatten. An

Jugenderinnerungen. Und daran,

dass sich hier so manches Finower

Paar beim Tanz kennengelernt

habe. Sie dankte der Stadt

für die Renovierung des Saals.

Immerhin hatte sich die Stadt das

rund 30.000 Euro kosten lassen.

Er stand lange Zeit leer, war zwischenzeitlich

Jugendclub, in den

90er Jahren Rockbahnhof. Nun

werde hier neues Leben einziehen,

sagte Gerda Fischer. Es werde

ein offenes Haus sein, mit Tanzveranstaltungen,

Ausstellungen,

Modenschauen, Modenschauen,

vielleicht auch Theatergastspielen

und Filmvorführungen. Sie

sei echte Finowerin, so Gerda Fischer,

und freue sich daher ganz

besonders, dass Finow wieder einen

Treffpunkt habe.

Neue Ideen sind gefragt

Zuvor hatte Renate Höing, Geschäftsführerin

der Volkssolidarität,

Worte des Dankes an die

Stadt, vor allem aber auch an die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

18


der Wohlfahrtsorganisation gerichtet.

Und damit meinte sie ganz

besonders diejenigen, die das

neue Bahnhofsleben organisiert

haben. Nun seien weitere Ideen

gefragt, um das Haus auf Dauer

mit Leben zu erfüllen. Im Gespräch

im kleineren Kreis meinte

sie, dass man schon einige Pläne

für die Zukunft geschmiedet

habe. Einen Faschingsball habe es

schon im Februar gegeben. „Klassik

für Kids“ sei der Arbeitstitel

für eine musikalisch-literarische

Veranstaltungsreihe, in der für

Kinder und Jugendliche Klassik

erlebbar gemacht werden solle.

Auch Single-Tanzveranstaltungen

seien ins Auge gefasst.

Vielleicht könnte ja auch wieder

eine attraktive Modellbahnausstellung

in der Adventszeit stattfinden?

Auf einen wichtigen

Punkt wies Renate Höing noch

Sie haben fleißig mit

Hand angelegt am

Kulturbahnhof: Thomas

Schulz, Veronika Arndt

und Thomas Köpke

(v.li.), Mitarbeiter der

Volkssolidarität

19

Der Eberswalder Bürgermeister

Friedhelm Boginski

hin: Auch wenn es auf den ersten

Blick nicht den Anschein habe,

sei das Haus sehr wohl behindertengerecht.

Rollstuhlfahrer hätten

über den Hof barrierefreien

Zugang. Und einen Durchbruch

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Kulturbahnhof-Finow

An der Eröffnungsveranstaltung nahmen auch Vorsitzende und

zur Begegnungsstätte werde es

selbstverständlich noch geben.

Schwof in Finow

Lobende Worte für den Stadtteil

Finow richtete Bürgermeister

Friedhelm Boginski an die

Gäste. Finow habe sein Wahrzeichen,

den Wasserturm. Und

nun hat Finow auch einen Kulturbahnhof.

Andererseits hoffe

der Heimatverein Eberswalde,

dass irgendwann einmal auch

der Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm

wiederentstehen könnte.

Und der Bürgermeister sprach

wohl allen aus dem Herzen, als

Vorstandsmitglieder aus den Ortsgruppen teil

er den Begriff „Kulturbrauerei“

nannte. Aber davon ist wohl die

verkommene ehemalige Eberswalder

Brauerei noch meilenweit

entfernt. Der Kulturbahnhof hingegen

sei auch ein Zeichen dafür,

dass Finow sich entwickelt. Er

wurde 1907 als Bahnhof und Hotel

an der Eisenbahn Eberswalde

– Heegermühle – Schöpfurth

eröffnet. Nach der Stilllegung

als Bahnhofs diente der Saal als

Ort für Veranstaltungen. Hier sei

immer etwas los gewesen, hier

seien die Finower zum Schwof

gegangen, sagte Friedhelm

Boginski. Und so soll es auch

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Tolle Stimmung herrschte zum 1. Faschingsball am 19. Februar im Kulturbahnhof.

Den Auftakt des närrischen Treibens gaben Akteure des Eberswalder Karnevalklubs

(EKK). Für Fröhlichkeit und Begeisterung sorgte auch die Stimmungssängerin

Claudia Sprenkelmann. Mit ihren Liedern animierte sie das Publikum zum Mitsin-

gen und Schunkeln. Mit dabei waren unter anderem auch die „Eberzicken“.

21

Fotos: Gerd Wiesner, Renate Höing,

Ehrenfried Keil

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Bericht Kulturbahnhof-Finow

wieder sein. Er habe Vertrauen

und sei sehr optimistisch, dass

die Volkssolidarität das schaffe.

Dazu wünschte der Bürgermeister

viel Erfolg und übergab der

Vorsitzenden Gerda Fischer eine

schöne Grünpflanze als Dekoration

für den Saal.

Erinnerungen

Arnold Kuchenbecker, Ortsvorsteher

in Finow, ist bekannt dafür,

dass er sich einerseits um die

Belange der Finower, andererseits

aber auch um die Historie

des Stadtteils aufopferungsvoll

kümmert. Immerhin ist es seiner

Hartnäckigkeit zu verdanken,

dass der Wasserturm nicht verfallen

ist, sondern wieder zu einem

weithin sichtbaren und vor allem,

ansehnlichen Wahrzeichen der

Stadt geworden ist. Dass nun

der Bahnhof aus seinem Dornröschenschlaf

zu neuem Leben

erweckt wurde, wird ihn besonders

gefreut haben. Arnold Kuchenbecker

hatte ein besonderes

Erinnerungsstück vorbereitet:

ein gerahmtes historisches Foto

vom Bahnhof Finow, das er der

Vorstandsvorsitzenden Gerda Fischer

übergab.

Erinnerungen gab auch der Chef

der Wohnungsbau und Hausverwaltungs

GmbH, Rainer Wie-

Zwei Tanzpaare des TSA „Grün-Gold“ zeigten bei der

Eröffnungsveranstaltung Proben ihres Könnens

22


gandt, zum Besten. Zwischen

WHG und Volkssolidarität gibt

es seit längerem eine fruchtbringende

Zusammenarbeit. Er, so

Wiegandt, habe den Bahnhof vor

rund 40 Jahren dienstlich aufsuchen

müssen. Es sei um die Inventur

in der damals von der HO

(Handelsorganisation, staatlicher

Betrieb in den Bereichen

Einzelhandel und Gastgewerbe)

betriebenen Einrichtung gegangen.

Er könne sich bis heute gut

daran erinnern, dass es damals

eine auffällige Differenz bei Bier

gegeben habe. Die Lacher hatte er

natürlich auf seiner Seite.

Blick in die Zukunft

Zu den Gästen der Eröffnungsveranstaltung

gehörten auch

Pfarrer Martin Appel von der Kirchengemeinde

Finow und Diakon

Hartwin Schulz, designierter Geschäftsführer

der Volkssolidarität

Barnim. Renate Höing hat dieses

Amt noch bis zum Sommer inne,

dann geht sie in den wohlverdienten

Ruhestand.

23

Auch Buchhändlerin Brigitte

Puppe-Mahler, die inzwischen

auch ein Geschäft in Finow betreibt,

war zugegen. Ob sie vielleicht

auch mal eine der so erfolgreichen

Lesungen nach Finow

in den Kulturbahnhof verlegen

wird? Platzmangel, wie bei so

mancher Buchvorstellung in der

Vergangenheit, wird es hier nicht

geben. Und die Volkssolidarität

wäre ein aufgeschlossener und

interessierter Partner.

Tradition fortsetzen und Neues

auf die Beine stellen – dem Vertreter

des Landesvorstandes der

Volkssolidarität, Frank Gaethke,

haben der Saal, das Engagement

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die Tradition und die

Zukunftspläne sehr gefallen.

Lobende Worte richtete er an die

Stadt, vor allem wegen der großzügigen

finanziellen Unterstützung.

Er sei überzeugt davon,

dass nicht nur die Finower gern

hierher kommen werden.

Joachim Stennert

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Service Sozialstation Eberswalde

Bei der Beratung mit den Ortsgruppenvorsitzenden und Hauptkassierern in Bernau

stellte Renate Höing das Instrument vor. Foto: EK

EIN GANZ BESONDERES

INSTRUMENT

Der Landwirt Hermann Veeh suchte ein Instrument, das sein musikliebender,

aber durch Down-Syndrom behinderter Sohn spielen

könnte. (www.hermann-veeh.de)

Alte Saiteninstrumente mit Notenschablonen wie die Zither waren

Grundlage für die intensive Arbeit von Hermann Veeh, in

deren Ergebnis schließlich die Veeh-Harfe entstand. Mit ihr kann

der Sohn Andreas nun musizieren. Da dieses Instrument ohne

Notenkenntnisse gespielt werden kann, haben sich viele, häufig

auch ältere Menschen dafür begeistert. In Eberswalde beginnt

noch in diesem Frühjahr eine Gruppe Interessierter mit dem Musizieren.

Infos unter 03334-63988-0 Renate Höing

24


Volkssolidarität Barnim e.V.

Gemeinnützige Service-Gesellschaft VS Barnim mbH

Sozialstation Eberswalde

Zuhause leben - das Ziel jedes Einzelnen

Wir helfen Ihnen, dieses Ziel zu erreichen

Wir sind für Sie im Einsatz

Die Mitarbeiter unserer Sozialstation sind hoch motiviert,

engagiert, fachlich kompetent und freundlich

So können wir Ihnen helfen:

- Wir unterstützen Sie bei der täglichen Körperpflege.

- Wir helfen Ihnen bei der Reinigung der Wohnung.

- Wir gehen für Sie einkaufen oder begleiten Sie.

- Wir unterstützen Sie nach einem Krankenhausaufenthalt

oder wenn Angehörige in den Urlaub fahren.

- Wir helfen beim Stellen von Medikamenten, Anziehen von

Kompressionsstrümpfen oder Anlegen von

Kompressionsverbänden, Wechseln von Wundverbänden

und vieles mehr, was der Arzt verordnet und Sie

alleine nicht schaffen.

- Gerne vermitteln wir Essen auf Rädern, Schnuppertage

in der Tagespflege.

- Eine Pflegestufe ist keine Voraussetzung, um unsere

Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Notfall sind wir für Sie rund um die Uhr erreichbar

Unsere Adresse: Sozialstation Eberswalde,

Mauerstraße 17, 16225 Eberswalde,

Telefon: 03334 22468,

Leiterin: Dana von Wilucki

25

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Geburtstage und Ehrungen

SERVICEBEREICHE

im Kreisverband Barnim e.V.

Schneiderstraße 19 · 16225 Eberswalde

Telefon: 03334 639880 · Fax: 03334 639885

E-Mail: barnim@volkssolidaritaet.de

Ambulante Pflegedienste | Hauswirtschaftspflege | Hausnotruf:

Bereich Eberswalde: Frau Dana von Wilucki · 03334 22468

Bereich Oderberg: Frau Nicole Hermoneit · 033369 241

Tagespflege-Einrichtungen Eberswalde: Frau Elke Schulze · 03334 818029

Stationäre Pflegeeinrichtung Biesenthal: Frau Kornelia Kögler · 03337 4502-0

Mahlzeitendienst: Herr Thomas Köpke · 03334 279106

Betreutes Wohnen – Wohnungen am Richterplatz:

Frau Kerstin Maier · Mauerstr. 17 · 16225 Eberswalde · 03334 6398831

Tagesstätte für chronisch psychisch Kranke:

Herr Kai-Uwe Timm · 03334 288649

Gesundheitssport und Sporttherapie:

Herr Werner Schwarzlose · 03334 6398816

Herr Rico Michalak · 03334 6398816

Wassergymnastik: Herr Rico Michalak · 03334 6398816

Ambulante Behinderten-Betreuung: Herr Rainer Marschall · 03334 212661

Begegnungsstätte für Behinderte: Herr Frank Große · 03334 380224

Kinderheimverbund: Frau Veronika Arndt · 03334 23161

Jugendtreff und -Club – STINO: · Frau Renate Gerstmeier · 03334 279360

Jugendkoordination:

Bereich Schorfheide: Herr Matthias Barsch · 03334 278286

Bereich Biesenthal: Frau Renate Schwieger · 03337 41770

Soziale Fragen:

Frau Roswitha Markert · Mauerstr.17 · 16225 Eberswalde · 03334 22468

Frau Monika Chalati · Angermüder Str.23 · 16248 Oderberg · 033369 241

Rentensprechstunde:

Herr Frank Gaethke · Schneiderstr. 19 · 16225 Eberswalde · 03334 63988-0

BGST der Volkssolidarität · Sonnenallee 2 · 16321 Bernau · 03338 907883

Mobile med. Fußbehandlung:

Frau Sandra Kulicke · Büro Leibnizstr. 33 · 16225 Eberswalde · 0160 6221061

Die aktuellen Kontaktdaten unserer Kindertages- und Begegnungsstätten

erfragen Sie bitte unter der Telefonnummer 03334 639880.

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GEBURTSTAGE IM MÄRZ UND APRIL 2011

Wir gratulieren allen Mitgliedern, die in den Monaten März und April 2011

ihren Geburtstag begingen, sehr herzlich!

Stellvertretend für alle Jubilare nennen wir in diesem Rahmen die Geburtstagskinder

ab 60 Jahre, die ein rundes Jubiläum feiern durften.

60 Jahre alt wurde: Klaus Brucker (Bernau)

Ihren 70. Geburtstag feierten: Ingrid Bollnow, Ingrid Piskorski, Eva

Schmidt, Christel Schmidt, Wilfried Schubert, Ingrid Billert, Reinhard

Mannke (alle Rüdersdorf), Alwina Kohlert, Gerold Lübeck, Heinz-Dieter

Piechulek, Renate Neitzel (alle Bernau), Isanthe Behrens, Brigitte Kautz,

Jutta Mitscherling, Erwin Schmidt, Waltraud Plath, Ursula Ruder, Edelgard

Haase, Doris Bleich, Bärbel Pagel (alle Eberswalde), Rita Trettin (Finowfurt),

Waltraud Jacobs, Erika Curth (Blumberg), Helga Liebetrau (Marienwerder),

Rosemarie Oelschlägel (Niederfinow), Karin Meyer, Gisela Meiske (Melchow),

Brigitte Schmiel (Altenhof), Axel Wendorf (Lichterfelde)

Auf 80 Lenze blicken zurück: Gertrud Schobert, Irene Haschke, Brigitte

Haustein, Gottfried Hähle, Dora Liepack, Marianne Rode, Sieglinde Gusikat,

Gertrud Redlich (alle Rüdersdorf), Renate Hoffmann, Lea Friedrich,

Dr. Gunnar Winkler, Elfriede Klug, Karl Pannewitz, Viola Hentschel, Edith

Heese (alle Bernau), Ursula Rauchstädt, Marga Lübcke, Ruth Gast, Hedwig

Ristenbieter, Inge Joost, Ursula Wähner, Hedwig Leischow, Ilse Gerhard,

Vera Schönrock, Edith Wegener, Ingrid Thiede, Ursula Virchow, Edeltraud

Kalweit (alle Eberswalde), Ursula Salzwedel (Biesenthal), Traute Wiedwald

(Seefeld), Irmgard Krause (Werneuchen), Gisela Blessin (Blumberg), Inge

Drescher (Groß Schönebeck), Sonja Max (Biesenthal), Ingeborg Beduhn (Hohenfinow),

Siegrid Gronow (Ladeburg), Maria Schäfer (Klosterfelde), Günter

Markgraf (Liepe)

Stolze 90 Jahre begingen: Gerhard Wolf, Kurt Halas, Irmgard Wecke (alle

Rüdersdorf), Günther Roepke, Herbert Nestler, Ingeborg Gusek, Charlotte

Lohoff, Irmgard Einbrodt, Edith Pfeifer (alle Bernau), Herta Pröger (Eberswalde),

Marianne Kalms (Biesenthal), Georg Nennewitz (Finowfurt), Agnes

Kwiczinski (Basdorf)

Herzlichen Glückwunsch!!!

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Volkssolidarität im Barnim 2|11


Porträt Ute Werner

SEIT JAHRZEHNTEN IM DIENST AM MENSCHEN

Etwa 200 hauptamtlich Beschäftigte hat unser Kreisverband der

Volkssolidarität Barnim. Einige unter ihnen feiern in diesen Tagen

Jubiläen ihrer Tätigkeit in der Volkssolidarität:

April 2011:

20 Jahre Betriebszugehörigkeit

Petra Engelmann (Sozialstation Eberswalde)

Ursula Pitterich (Sozialstation Oderberg)

MITARBEITER DER VOLKSSOLIDARITÄT BARNIM

FEIERN IHREN 50. GEBURTSTAG:

20.03.2011 Kornelia Kögler (Leiterin Altenpflegeheim Biesenthal)

08.04.2011 Monika Völzke (Altenpflegeheim Biesenthal)

WIR GRATULIEREN ZU BESONDEREN

EREIGNISSEN IN DEN ORTSGRUPPEN!

Die Ortsgruppen informieren uns über ganz besondere Höhepunkte

ihrer Mitglieder. So feierten folgende Eheleute hohe Jubiläen ihrer

Zweisamkeit:

Goldene Hochzeit:

28.01.2011 Elisabeth und Karl Dühring (OG 11 Niederfinow)

01.04.2011 Renate und Helmut Burscheck (OG 28 Eberswalde)

01.04.2011 Christa und Karl-Heinz Maeß (OG 49 Bernau-Blumenhag)

29.04.2011 Irmgard und Werner Gresens (OG 39 Eichhorst)

Eiserne Hochzeit:

08.03.2011 Helene und Herbert Voigt

(OG 71 Finowkanalterrassen)

Bitte melden Sie uns diese Höhepunkte

Ihrer Mitglieder rechtzeitig an!

28


ÜBER DEN TELLERRAND SCHAUEN

Ute Werner hat ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

Ute Werner

Zur Person

„Ich habe ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis“,

sagt Ute Werner

zu Beginn unseres Gesprächs.

„Aber ich habe auch meine Ecken

und Kanten.“ Auf den ersten Blick

vielleicht ein Widerspruch. Dennoch,

beide Charakterzüge gehören

durchaus zusammen, wie

sich im weiteren Verlauf der Unterhaltung

herausstellen sollte.

Ute Werner ist Jahrgang 1942.

Sie wurde in Marienwerder in

Westpreußen – heute Kwidzyn

– geboren. Die Flucht führte die

Familie nach Zehdenick, wo Ute

29

Werner auch die Schule besuchte.

Nach dem Abschluss der 10 Klasse

absolvierte sie ein dreijähriges

Studium zur Krippenerzieherin

an der Medizinischen Fachschule

in Brandenburg. Es folgte eine

Tätigkeit als Krippenerzieherin

in Zehdenick, danach für ein

paar Jahre an der Medizinischen

Schule.

Ute Werner ist verheiratet, hat

eine Tochter und einen erwachsenen

Enkelsohn.

Ute Werner wird Eberswalderin

1964 heiratet Ute Werner und

zieht zu ihrem Mann in den heutigen

Eberswalder Stadtteil Finow.

Hier beginnt sie 1965 ihre Tätigkeit

in der Abteilung Gesundheits-

und Sozialwesen im Rat des

Kreises Eberswalde, zunächst als

Sachbearbeiterin, später als Leiterin

im Bereich Soziales. Zu ihren

Zuständigkeitsbereich gehörte es,

sich um kinderreiche Familien

zu kümmern. Sie kümmerte sich

ebenso um Kinderkrippen, um

ältere Mitmenschen, um Pflegeheime.

Eine Tätigkeit, die ihr schon

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Porträt Ute Werner

zu DDR-Zeiten alles abverlangte.

„Ich kann es einfach nicht verstehen,

wie heute oftmals über jene Zeit geurteilt

wird“, sagt Ute Werner. „Es gab

nämlich damals auch viele Menschen,

die sich engagiert haben. Menschen

mit Lebenserfahrung, die mit ihrem

Verstand und vor allem mit ihrem

Herzen dabei waren.“ Ute Werner

erinnert sich auch an die schlimmen

Auswüchse des Regimes

damals. Aber auch daran, dass es

gradlinige Menschen gab, die sich

nicht durch Festlegungen der Partei

verführen ließen.

Mit der Volkssolidarität kam Ute

Werner noch vor der Wende in Berührung.

Sie arbeitete im Sekretariat

mit, lernte die Jugendhilfe

kennen und wurde Schöffin.

Chance nach der Wende genutzt

„Nach der Wende waren viele Menschen

ohne Chance, vor allem auch in

unserer Region“, erinnert sich Ute

Werner. Sie habe Glück gehabt

und wurde übernommen. Sozialamt

hieß ihr neuer Arbeitgeber.

Sie wurde Sachgebietsleiterin im

Sozialamt der Kreisverwaltung

Eberswalde, nach der Kreisgebietsreform

1993 Kreisverwaltung

Barnim. Eine Tätigkeit, die sie bis

zum Eintritt ins Rentenalter ausfüllte.

Ute Werner ist mit 60 Jahren

in Rente gegangen.

„Ich musste mich auch hier einfach

engagieren und so wurde ich in den

Betriebsrat der Kreisverwaltung gewählt.

Vielleicht lag es an meiner

Gradlinigkeit und daran, dass ich

mich auch in der „neuen“ Zeit nicht

habe beeinflussen lassen.“ Es mag

die Zeit gewesen sein, in der ihr

ihre Charaktereigenschaften besonders

geholfen haben. Sie habe

immer Verständnis für andere

Menschen gehabt. Gefreut habe

sie sich immer, wenn andere Menschen

glücklich waren. Sie selbst

suche Ruhe und Ausgleich in der

Natur, beim Radfahren, ja sogar

beim Angeln. Fernsehen allerdings

mag sie nur teilweise. Aktuelle

politische Sendungen, Talkshows

mit Niveau und gehobene

Unterhaltung – das gefalle ihr. Die

Jagd nach Einschaltquoten hingegen

mag sie gar nicht.

„Da gerät das Fernsehen schnell unter

die Gürtellinie. Sich einfach nur

berieseln lassen, das ist mir einfach

zu doof. Und dann noch diese Programme,

die nur noch als Abkürzung

genannt werden, DS… und wer weiß,

30


was nicht alles. Na ja, Geschmacksache,

aber mir liegt der gute Geschmack

einfach besser.“

Ecken und Kanten

„Was ich nun aber gar nicht mochte

und nicht mag: wenn andere nur an

sich denken, immer nur nörgeln, aber

sich in keiner Weise einbringen, um etwas

zu verändern.“ Das sagt sie den

Menschen auch ganz direkt. Und

das sind wohl die Ecken und Kanten,

von denen eingangs die Rede

war.

„Sicher fehlte vielen die Perspektive,

sicher wurden viele Menschen ungleich

behandelt“, sagt Ute Werner

über die Nachwendezeit, „aber

viele hätten auch einfach nur mal über

den Tellerrand schauen sollen.“ Ute

Werner meint, dass vieles hätte anders

geregelt werden können. Das

gelte bis zum heutigen Tag.

Über Gespräche zur Harmonie

„Die Volkssolidarität bei uns im Barnim

hat diesen Stand erreicht, weil

sie immer neue Wege geht.“ Beeindruckende

Worte von Ute Werner

während einer Zusammenkunft

der Ortsgruppenleiter

im Finower „Bahnhof“. Und das

Engagement von Ute Werner hat

31

sicher zu diesem hohen Stand beigetragen.

Sie hat viel zu tun. Sie

arbeitet im Kreisvorstand mit, ist 1.

Stellvertreterin der Vorsitzenden,

Hauptkassiererin – ehrenamtlich

natürlich.

„Ein Leiter ohne Team kann nicht viel

bewirken“, das ist eine Maxime von

Ute Werner. Probleme müssen angesprochen

und ausgetragen werden.

„Man darf sie nicht anwachsen

lassen, sonst ist es sehr schwierig, wieder

zur Harmonie zurückzufinden .“

Joachim Stennert

Foto: Gerd Wiesner

JUBILÄUMSBRUNCH

Zu einem Brunch in die Tagesstätte

am Kupferhammerweg 1

in Eberswalde waren Freunde

und Förderer eingeladen worden.

Anlass dafür war das unrunde

Jubiläum dieser Einrichtung

für chronisch psychisch

Kranke, die von der Volkssolidarität

Barnim e.V. seit nunmehr 13

Jahren betrieben wird. Die zahlreich

erschienen Gäste konnten

sich dabei vom hohen Leistungsvermögen

der Mitarbeiter um

Tagesstättenleiter Kai Timm

überzeugen. Deren Bestreben

ist es, die Tagesbesucher wieder

seelisch fit zu machen.

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Vorgestellt Unsere Mitstreiter

Elfriede

Lange,

Ortsgruppe 35,

Finowfurt

Frau Lange

(Jahrgang 1934)

ist seit 1994

Mitglied der

Volkssolidarität. Bereits kurz nach

Beginn ihrer Mitgliedschaft übernahm

sie die Tätigkeit eines Kassierers

der Ortsgruppe Finowfurt.

In den folgenden Jahren erlebte

die Ortsgruppe eine schwierige

Zeit, weitreichende Umstrukturierungen

ließen viele Mitglieder abwandern.

In dieser Zeit engagierte

sich Elfriede Lange in besonderer

Weise für den Erhalt der Ortsgruppe.

Ein besonderes Augenmerk,

Beharrlichkeit und eine glückliche

Hand bewies sie bei der Gewinnung

neuer Mitglieder für unsere

Organisation. Allein im Jahre

2010 warb sie aus ihren Wohngebieten

25 neue Mitglieder für die

Ortsgruppe Finowfurt. Aktiv ist

Elfriede Lange auch in der Begegnungsstätte

Finowfurt, wo immer

Interessantes geboten wird. Auch

bei der Listensammlung beweist

sie besondere Überzeugungskraft.

Heiderose

Schultz,

Ortsgruppe 39,

Eichhorst

Frau Schultz

(Jahrgang 1955)

gehört seit 1993

dem Vorstand

der Ortsgruppe Eichhorst an, und

seit drei Jahren ist sie deren Vorsitzende.

Mit großem Engagement und vielen

Ideen organisiert sie gemein-

UNSERE MITSTREITER

sam mit den anderen Vorstandsmitgliedern

alljährlich zahlreiche

Veranstaltungen, die großen Anklang

finden. Großer Beliebtheit

erfreuen sich auch die Ausflugsfahrten,

bei denen die Teilnehmer

Landschaften im In– und Ausland

kennenlernen.

Die Mitglieder der Ortsgruppe

Eichhorst schätzen die Arbeit ihrer

Vorsitzenden sehr. „Sie arbeitet

verantwortungsvoll und ist immer

zuverlässig“, ist immer wieder zu

hören.

Und bei allem, was gemacht wird,

ist sie dabei. So zum Beispiel bei

der Vorbereitung und Durchführung

von Veranstaltungen und bei

der alljährlichen Listensammlung.

32


Brigitte

Wolan,

Ortsgruppe 33,

Eberswalde

Frau Wolan

(Jahrgang 1946)

ist seit 1987

Mitglied der

Volkssolidarität. Im Jahre 1989

wurde sie Hauptkassiererin der

Ortsgruppe 33 Eberswalde. Diese

Aufgabe übernahm sie gern und

leistet eine exakte Buchführung.

1999 verstarb der damalige Vorsitzende

der Ortsgruppe. Als

Hauptkassiererin war sie die Ansprechpartnerin

und übernahm

übergangslos seine Aufgaben, da

sich niemand anderes für das Ehrenamt

des Vorsitzenden bereit erklärte.

In dieser Funktion zeichnet

sie sich durch engagiertes Arbeiten,

Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit

aus. Regelmäßig werden

monatlich die Kassierer kompetent

von ihr angeleitet und über aktuelle

Belange der Volkssolidarität informiert.

Darüber hinaus werden

Mitglieder, die Hilfe brauchen, von

ihr unterstützt und zu Geburtstagen

Glückwünsche überbracht.

33

Christa

Zimmermann,

Ortsgruppe 12

Schwärzetal

Frau Zimmermann

(Jahrgang

1926) gehört seit

1987

der Volkssolidarität an. In der

bewegten Zeit nach der politischen

Wende in der DDR blieb sie dem

Verband treu, um das Bewährte,

vor allem aber die solidarische Tradition

fortzusetzen.

Frau Zimmermann ist langjährig

als Gruppenkassiererin tätig und

übt diese Funktion trotz fortgeschrittenen

Alters noch aus. Sie

zeigt großes Einfühlungsvermögen

im Umgang mit den Mitgliedern

und übt eigenständig Solidaritätshilfe

in der Nachbarschaft bei

familiären Problemen und Krankheit.

Darüber hinaus nimmt sie an

der Vorbereitung der geselligen

Zusammenkünfte in der Ortsgruppe

teil und schreibt Artikel für die

Chronik der Volkssolidarität. Für

sie ist es auch selbstverständlich,

an der alljährlichen Listensammlung

mitzuwirken.

Die vier Frauen gehören zu den 12 Mitgliedern, die zum 65. Jahrestag der

Volkssolidarität mit der Bronzenen Solidaritätsnadel geehrt worden sind.

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Betrachtung Gedanken zum Osterfest

VON DER SEHNSUCHT

NACH FRIEDEN

Gedanken zum Osterfest

Früh am Ostermorgen, jedes Jahr

um 6.00 Uhr, stand ich als Kind mit

meiner Trompete auf dem Friedhof

und mit mir weitere Trompeten,

Posaunen und Hörner. Schon der

Weg zum Friedhof in Frankfurt/

Oder hatte etwas Geheimnisvolles:

Niemand durfte auch nur ein Wort

sprechen. Pünktlich um 6.00 Uhr

ertönten die Instrumente über den

Gräbern. Erst jetzt durften wir wieder

miteinander sprechen.

Gar nicht so selten habe ich an diesen

Ostertagen tiefen Schnee erlebt,

und die Beine froren. Diese Erinnerung

ermöglicht mir bis heute

einen Zugang zu Ostern. In wenigen

Tagen und so spät wie selten,

feiern wir das Osterfest, zu dem

auch Gründonnerstag, Karfreitag

und Ostermontag gehören. Das

Trompete spielen auf dem Friedhof

verbindet für mich bis heute die

Bedeutung dieser Tage: Tod und

Leben. Alle Osterbräuche beinhalten

den Tod und das Leben. Am

Ostermorgen Osterwasser holen

und die Lebendigkeit spüren, das

Osterei als Symbol für neues Leben

oder die Osterkerze mit dem Licht

des Lebens. Das Osterfest war für

mich darum auch immer bedeutungsvoller

als Weihnachten. In

vielen Kindergärten ist es Tradition

geworden, die Geschichte von der

„Kleinen Raupe Nimmersatt“ zu

spielen. Die kleine Raupe isst sich

durch alles Essbare und wird zu

einem schönen „Schmetterling“.

Die Herkunft des Wortes „Ostern“

ist nicht eindeutig geklärt. Das

Wort könnte auf ein frühes Frühlingsfest

zurück gehen oder auf die

Himmelsrichtung Osten, auf die

Morgenröte. In unserer Kultur ist

es ein Fest des Lebens geworden.

In den Kirchen feiern die Menschen

die Auferstehung. „Der Herr

ist auferstanden“ - dreimal hintereinander

gesprochen – das war auf

dem Friedhof für uns das Zeichen:

jetzt dürfen wir wieder miteinander

sprechen. Wieder geht es auch

im kirchlichen Fest um Tod und

Leben, und das Trompetenspiel

über den Gräbern symbolisierte

34


die Auferstehung. Heute ist für

mich ein Satz zu Ostern besonders

wichtig: „Der Tod hat nicht das

letzte Wort“. Diesen Titel trägt auch

ein Buch über die Verbrechen in

Auschwitz. Mit diesem Satz könnte

ich auch alle Kriege kommentieren.

Ist Ostern also darum ein Fest mit

Ausblick? Ein Fest, das wir feiern,

weil wir an das kommende Gute,

das Leben und das Überleben denken?

Ich würde mir wünschen, dass wir

mit unseren Kindern und Enkeln

nicht nur Ostern feiern, ihnen nicht

nur vom Osterhasen erzählen oder

das Fest auf das Verstecken und

Finden der Eier begrenzen. Vielleicht

bleibt in diesem Jahr zu Ostern

Zeit, denen nach uns vom Tod

und vom Leben zu berichten und

von der Sehnsucht nach Frieden,

nach einem glücklichen Leben.

Zu jedem Osterfest gehört auch

Goethes Osterspaziergang (jetzt

können Sie testen ob Sie ihn noch

können). „Vom Eise befreit sind Strom

und Bäche …“ Und dann verbindet

Johann Wolfgang von Goethe die

bunten Frühlingsfarben mit den

geputzten Menschen, die wieder

neues Leben in sich spüren. „Zu-

35

frieden jauchzet groß und klein: Hier

bin ich Mensch, hier darf ich´s sein.“

Zum Schluss noch ein Osterbrauch

aus Bulgarien: Dort beschmeißen

sich die Menschen mit den Ostereiern.

Wessen Ei dabei ganz bleibt,

dem winkt besonderes Glück.

Schade um die schönen bunten

Eier, aber Spaß macht es bestimmt.

Ihnen allen ein frohes Osterfest.

Hartwin Schulz

Alljährlich werden zur Osterzeit in der

Ortgruppe Rüdersdorf bei einem Oster-

markt im Kulturhaus solche und andere

Kunstwerke gezeigt. Foto: EK

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Dokumentation Zeitgeschichte

DIE MÄRKISCHE

VOLKSSOLIDARITÄT

in den schweren Jahren 1946 bis 1950 in Eberswalde -Teil 1

Mit diesem Beitrag möchte ich an

den letzten Satz des Berichtes im

Heft 3/10, Seite 20, „Mutige Eberswalder

beginnen den Wiederaufbau“

anknüpfen und die Jahre 1946 bis

1950 beleuchten. Alte Eberswalder

werden mir zustimmen: „Ja, so ist

es gewesen!“. Und Jüngere können

sich kaum vorstellen, an welchen

Schwierigkeiten unsere Eltern

oder Großeltern damals fast verzweifeln

mussten. Kaum denkbar,

alles drehte sich um ein bisschen

Essen, die Gesundheit, um ein bescheidenes

Unterkommen. Es gab

kein Telefon, keine Zeitung, schon

gar kein Radio. Woher sollten die

Bürger wissen, wann es wo Brot,

Kartoffeln oder Zucker gibt? Nur

durch Anschläge beim Bürgermeisteramt

oder beim Bäcker.

Aber ab dem 19. Juli 1947 erschien

als erste Eberswalder Zeitung nach

dem Krieg einmal wöchentlich das

Eberswalder Mitteilungsblatt.

Bekanntmachungen, was für die

Versorgung wann und wo zur

Verteilung kommt sowie wichtige

Anordnungen und Mitteilungen

der städtischen und anderer Behörden.

Politische, kulturelle und

kirchliche Ankündigungen gab

es, aber nur nach einer Vorzensur

durch die Stadtkommandantur der

Roten Armee. Das alles stand kurz

und dicht gedrängt beidseitig auf

einem Blatt Papier DIN A 4, kostete

10 Pfennige und wurde gedruckt

in der Buchdruckerei vom ehemaligen

Pestalozzi-Waisenhaus, in

der August-Bebel-Straße 41. Auflage

7 000 Stück.

Ein Blick in die Eberswalder Mitteilungsblätter

zeigt, welcher Wust

von Arbeit täglich von den Ämtern

der neuen Stadtverwaltung mit

dem Oberbürgermeister Dr. Göhre

zu bewältigen war. Die Versorgung

stand an oberster Stelle. Eine

Wissenschaft für sich waren die

Lebensmittelkarten: Es gab sie

in fünf Kategorien (Kat.), farblich

gekennzeichnet für nicht Arbeitende,

Arbeiter und Angestellte,

Schwerarbeiter, Schwerstarbeiter,

Kat. 5 waren die Kinder, 5a die

36


Kleinstkinder. Es gab Abschnitte

für Fleisch, Fett, Nährmittel, Zucker

und Brot, aufgeteilt für drei

Dekaden. Knappe Lebensmittel (es

gab wenig Schlachtvieh und damit

auch kaum Fett) wurden gesondert

aufgerufen, es gab sie gar nicht

oder einen Ersatz. Als Fett gab es

Speiseöl, Margarine, Schlachtfette,

auch Fettkäse, am seltensten Butter.

Ersatz für Fleisch waren Frischfisch,

Salzfisch, Eier, Käse. Das liest

sich so im Mitteilungsblatt Nr. 3

vom 2. August 1947:

Mitteilungen des Amtes für Handel

und Versorgung.

Ab Freitag, den 1. Aug. kommen in

den Fischgeschäften ... (5 Geschäfte)…

Salzfische für die noch nicht belieferten

Juli-Fleischabschnitte sowie für die I.

und II. Fleischdekade August (sämtliche

Kategorien) zum Verkauf.

(Kursiv- Geschriebenes wurde

wörtlich aus dem Mitteilungsblatt

übernommen).

Man konnte aber auch erkennen,

dass die Verwaltung weiter vervollkommnet,

die höheren Anforderungen

auf „breite Schultern

verteilt“ wurden. Organisationen,

wie FDGB und DFD, und die Märkische

Volkssolidarität, die etwa

im Herbst 1946 hier einen Orts-

37

ausschuss gebildet hatte, setzten

sich vielfältig für die Lösung der

Probleme ein, die sich dann in den

Mitteilungsblättern widerspiegelte.

Beispiele von den Aktivitäten

der Märkischen Volkssolidarität

1947:

-Mütter von nicht schulpflichtigen

Kindern im Alter von 3 bis 7 Jahren

sollten sich für die Verteilung

von eingehenden Lebensmittelspenden

melden.

-Lebertran-Ausgabe an Kinder

im 1. bis 4. Lebensjahr durch die

Märkische Volkssolidarität an

folgenden Stellen: ...

-Pakete für deutsche Kriegsgefangene

in Polen und Frankreich

werden vermittelt.

-Ein Aufruf, noch vorhandene

Geldsammellisten abzugeben

und abzurechnen.

Mitteilungsblatt Nr. 17 vom 1. November

1947

Strickwolle für Schulkinder: In Zusammenarbeit

der Märk. Volkssolidarität

mit den Lehrern werden bedürftige

Kinder von Umsiedlern*, Ausgebombten

und mittellosen Eltern ausgewählt

für Bezugscheine von 200 g Strickwolle

für warme Strümpfe, zu beziehen in

den Geschäften …

In Nr. 21 wird noch mal angekün-

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Dokumentation Zeitgeschichte

digt, 170 g Strickwolle an ein Drittel

der über 14 Jahre alten Schüler der

Alexander-von-Humboldt- und

Gehörlosenschule auszugeben. Inzwischen

hatte Eberswalde (in Nr.

20 vom 22. November) 31 980 Einwohner,

davon waren 3684 Umsiedler*,

6774 männliche und 5638

weibliche Berufstätige sowie 6948

Kinder unter 15 Jahren.

(*Man durfte nur „Umsiedler“ sagen

und schreiben, aber es waren

die aus den ehemals deutschen

Provinzen von Haus und Hof Verjagten,

Vertriebenen.)

Meldungen im Mitteilungsblatt,

die fast unwirklich klingen:

-Eindämmung von Feld- und Gartendiebstählen

durch namentliche

Meldung im Mitteilungsblatt und

Bestrafung im Wiederholungsfall.

-Verbot vom Transport von Feld-

und Gartenfrüchten von 23:00 bis

6:00 Uhr.

-Nachlese auf Getreide- und Kartoffelfeldern

(Stoppeln) nur nach

Anmeldung und mit Erlaubnisschein.

-Kastanien-, Eichel- und Bucheckernsammlung

1947 :

Für 50 kg Eicheln gibt es 5 RM,

1,5 kg „Nährmehl“ und 1 kg Ersatzkaffee.

Für 50 kg Kastanien : 2

RM, 1,5 kg „Nährmehl“. Für 10 kg

Bucheckern: 1 Liter Speiseöl.

Dann kam das Weihnachtsfest

1947 mit Sonderzuteilungen (Nr.

24 vom 20. Dezember).

Weihnachtszuteilung:

Abschnitt 2 / Dez. 1947

Kategorie 5 (Kinder) 250 g Weizenmehl,

Abschnitt M 2 (Mütterkarte) 250 g

Weizenmehl,

Abschnitt Tbc (Tbc-Karte) 250 g

Weizenmehl.

Abschnitt 2 / Dez. 1947 Kat. 1 bis 4

250 g Mischmehl.

Abschnitt 3 / Dez. 1947 Kat. 1 bis 5

250 g Zucker oder Süßwaren.

Abschnitt 4 / Dez. 1947 Kat. 1 bis 5

500 g Roggenmehl.

Abschnitt 5 / Dez. 1947 Kat. 5

1 Kerze

und außerdem für

Altersinvaliden und Bedürftige, deren

Monatseinkommen unter 60 RM liegt,

erhalten eine Weihnachtsgabe von 50

RM und 1 Ztr. Briketts.

Auch 1948 blieb die Fleisch- und

Fettversorgung der Schwerpunkt,

mit oftmals notwendiger Ersatzlieferung.

weil es immer noch nicht

ausreichend Schlachtvieh gab.

Nr. 19 vom 5. Mai 1948:

38


Fleisch: I. Dekade Mai Kat. 1 und 5

Eier;Kat.3 Käse; Kat. 2 und 4 Fische.

Fleisch : II. Dekade Mai Kat. 1, 2 und

4 Eier ; Kat. 3 Käse; Kat. 5 Fische.

Aber es gab endlich Alkolat. Das

sind laut Nr. 1 vom 10. Januar 1948

15-prozentige gezuckerte Spirituosen

unter ausschließlicher Verarbeitung

von Monopolspiritus, Natursäften,

Kräutern oder nat. Essenzen.

Ausschankpreis Alkolat 0,7 l Flasche

32,50 RM, 10 cl Glas 5,15 RM.

Nr. 3 vom 17. Januar 1948: Erhöhung

der Rationen im Krankenhaus,

Brot, Milch.

Nr. 7 vom 11. Februar 1948 – das

Schulwesen:

In vier Schulen werden 4 646 Schüler

in 102 Klassen von 151 Lehrern

unterrichtet (= 46 Schüler je Klasse!)

Nr. 16 vom 14. April : Die ersten 15

Neulehrer haben ihre Lehrerprüfung

abgelegt und nehmen ihre

Arbeit in den vier Schulen auf.

Nr. 18 vom 28. April: Sonderzuteilungen

zum 1. Mai - Für die Kat. 1

bis 5 250 g Mischmehl (Roggen und

Gerste); Kat. 5 (Kinder) 100 g Bonbons.

Kat. 4 ½ Flasche Trinkbranntwein.

Am 1. Mai erhält jedes Kind auf

dem Marktplatz kostenlos 2 Brötchen á

100 g.

39

Weitere Aktivitäten der Märkischen

Volkssolidarität 1948:

-Verteilung von Strickwolle an bedürftige

Schulkinder

-Betreuung heimatloser Heimkehrer

aus der Kriegsgefangenschaft.

-Nr. 10 vom 3. März 1948 –

Spenden Kriegsgefangener für

Eberswalder Schulkinder.

Deutsche Kriegsgefangene in Jugoslawien

spendeten für Eberswalder

Schulkinder 45 Liebesgabenpakete mit

Zucker, Erdnüssen, 500 g Nudeln,

serbischen Backpflaumen, Bonbons,

Puddingpulver und Schreibzeug.

Die Pakete wurden an Waisenkinder

im Kinderheim Erich– Mühsam- Straße

und an elternlose Lehrlinge im Jugendheim

verteilt.

Woche der Märkischen Volkssolidarität

vom 4. bis 14. April 1948,

die Volkssolidarität wirbt um neue

Mitglieder, Listensammlung für

Hilfe und Verbundenheit mit unseren

Kriegsgefangenen, Hilfe für

die Umsiedler.

Nr. 31 Durch die solidarische Zusammenarbeit

des Konsum, des

DFD, des Evangelischen Hilfswerks

und der Volkssolidarität

war es möglich, von März bis

Juli an 3 500 Kinder markenfreies

Essen auszugeben.

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Dokumentation Zeitgeschichte

Aufruf:

Wer gibt heimatlosen Heimkehrern für

einige Zeit ein warmes Mittagessen?

Meldungen an die Märkische Volkssolidarität,

Breite Straße 52 .

-Für einen Lauten- und Mandolinenchor

werden Interessenten

gesucht. Wer kann dafür Instrumente

zur Verfügung stellen?

-Nr. 35 vom 11. August 1948

Übt praktische Volkssolidarität

Wir beabsichtigen, für die Zeit vom

20. Aug. bis 30. Sept. 1948 20 Kinder

im Alter von 8 bis 14 Jahren aus dem

Katastrophengebiet Ludwigshafen zu

einem Erholungsaufenthalt im Landschulheim

Macherslust einzuladen.

Die Bevölkerung von Eberswalde wird

gebeten, ihre Solidarität zu beweisen

und Betten, Kopfkissen, Decken,

Haushalts- und Einrichtungsgegenstände

zur Verfügung zu stellen. Auch

für Geldspenden sind wir dankbar.

Eberswalder, helft den Kindern, die

Unglückstage in Ludwigshafen zu

vergessen. Märkische Volkssolidarität,

Kreisausschuss Eberswalde

Anmerkung dazu (aus dem Internet)

: Bei der Explosion eines Kesselwagens

auf dem Gelände des

Chemiewerkes BASF in Ludwigshafen

am 28. Juli 1948 kamen 207

Menschen ums Leben und es gab

3 818 Verletzte. Über 3 000 Gebäude

wurden beschädigt, viele zerstört,

und es entstand ein Schaden von

mehr als 80 Mill. DM.

-Nr. 35 Aufruf:

Wir müssen den Heimkehrern helfen

Viele tausend Männer und Väter werden

im Laufe dieses Jahres aus der

Gefangenschaft zurückkommen …

Wieviele können gar nicht in ihren

Heimatort zurück! … mithelfen, …

unterstützen…

Die Volkssolidarität führt vom 1. bis

31. August 1948 eine Listensammlung

für die Heimkehrer durch. Eberswalder,

spendet freudig und reichlich. Helft

unseren Heimkehrern! Sammlungsberechtigt

sind unsere ehrenamtlichen

Helfer, die eine entsprechende Bescheinigung

unaufgefordert vorweisen.

40

-für die Schneiderstube in der Eisenbahnstraße

76 wird eine tüchtige

Schneidermeisterin und eine

Schneiderin gesucht.

-Tauschzentrale in der neuen

Kreuzstraße 11, Umtausch auch

für Schuhe…

-Die Märk. Volkssolidarität speist

seit 14. Juni weitere 1540 Kinder in

den Schulen und Kindergärten.

-Spendenaufruf zur Sicherung der

Schulspeisung im Winter.


Veranstaltungen der Volkssolidarität

Eberswalde 1948

-Frühlingsfest im Volkshaus am

20. März mit Werner Franke und

seinen Solisten und dem Tenor

Wilhelm Dubbick

-Zur Woche der Volkssolidarität

am 31. März 16 Uhr im Volkshaus

Konzert Willi Hennings mit seinen

Solisten und dem Tenor Wilhelm

Dubbick, Täglich Konzerte

im Westend- Theater

-Im Parkrestaurant Jägerstraße

16 „Italienische Nacht“ Humoristin

Maria Sartos, Tenor Wilhelm

Eine Lebensmittelkarte aus

DDR-Zeiten. Sie wurden

1958 abgeschafft. In den Fol-

gejahren kam es immer wie-

der zu Versorgungsschwie-

rigkeiten vor allem bei Butter

und Fleisch und Fleischwa-

ren. Über Kundennummern

in den Verkaufsstellen er-

folgte eine rationierte Zutei-

lung dieser Lebensmittel.

41

Dubbick und Kapelle Willi Henning.

Der Reinertrag ist für die

Kindererholung und Heimkehrerbetreuung.

-Romantischer Liederabend im

Haus der Kultur mit Wilhelm

Dubbick

Reinertrag für die Volkssolidarität.

In Nr. 39 vom 8. September wurde

der Zweijahresplan als Programm

zur Überwindung der Kriegsfolgen

und zur Entwicklung der Friedenswirtschaft

bekannt gemacht.

Gerhard Falckenberg

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Historische Bauwerke

„HALLO, HIER IST

EBERSWALDE“

Waldstadt ist Geburtsstätte des Unterhaltungsrundfunks

Im Jahre 1909 fingen Arbeiter

an, auf der Wiese neben der Badeanstalt

Baracken und Unterkünfte

zu bauen. Später wuchsen

Türme in den Himmel, die von

Drahtspannseilen gehalten wurden.

Das Gebäude auf der „Bullenwiese“

wies einen sehr hohen

Grundwasserstand auf, der gute

Erdungseigenschaften garantierte.

In Eberswalde experimentierte

man mit verschiedene Verfahren

der Telegraphie. Für die

Telephonieversuche, die später

mit dem Großsender der Post in

Königs Wusterhausen durchgeführt

wurden, leisteten die Ingenieure

in Eberswalde wichtige

Vorarbeiten. In der Eberswalder

Station begannen die Versuche

durch Verbesserungen höhere

Qualität zu erreichen. Der Aufnahmeraum

wurde mit Decken

abgehängt. Ein Klavier wurde

mit Stroh ausgestopft, um den

Nachhall zu dämpfen.

Eberswalde ist die eigentliche

und wirkliche Geburtsstätte

des deutschen Unterhaltungs-

Blick auf die „Bullenwiese“ mit den Sendeanlage. Das Foto

stammt aus dem Jahr 1916. Reproduktion: R. Pluskat

42


undfunks. Von Eberswalde aus

wurden im Jahre 1919 die ersten

drahtlosen Konzerte veranstaltet,

die nicht unerheblich dazu beigetragen

haben, die Leistungen der

deutschen Funktechnik in der

ganzen Welt bekanntzumachen.

Alle Musiker des „Rundfunkorchesters“

wohnten in Eberswalde,

und der Goldschmiedemeister

und Juwelier Franz Elling

ist als der geistige Vater der musikalischen

Veranstaltungen zu

betrachten.

LOB UND DANKESCHÖN

Ich wohne in den Wohnterrassen

am Finowkanal in Eberswalde

und habe zu meinem 70. Geburtstag

von meinen Kindern einen

Computer geschenkt bekommen.

Obwohl ich während meiner letzten

Berufsjahre nach der Wende

auch am Computer gearbeitet

habe, fiel es mir nicht leicht damit

umzugehen, zumal wir damals

die Programme vorgegeben hatten

und sie mit zwei, drei Klicks

auf dem Bildschirm erschienen.

Erst jetzt kann ich ermessen, was

man mit dem Computer alles anstellen

und erledigen kann.

43

Am 24. Januar 1923 erfolgte die

erste Live-Sendung mit einer

Reichweite bis in den skandinavischen

Raum. Etwa Mitte der

30er Jahre liefen die Versuche

und Erprobungen der C. Lorenz

AG in der Versuchsstation aus.

Von der ursprünglich aus mehreren

Bauten bestehenden Anlage

ist nur noch das Laboratoriumsgebäude

erhalten.

In „Zeitzeichen “ entdeckt von

Rainer Pluskat

Herr Rettig ist der rettende Engel,

wenn mal wieder etwas falsch

angeklickt wurde und man nicht

mehr weiterkommt. Dann wartet

man sehnsüchtig auf den

Mittwoch, wo Herr Rettig dann

geduldig dieses Knäuel wieder

entwirrt. Schade, dass sich

nicht mehr Interessenten für die

Computerunterweisungen in unserem

Computerraum finden.

Ich jedenfalls möchte an dieser

Stelle einmal ganz herzlich „Dankeschön“

sagen für die hilfreiche

Begleitung.

Margit Fritz

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Aufgestöbert

WIR HATTEN EINFACH

NUR VIELE FREUNDE

Erinnerungen an eine etwas andere Kindheit

Vielleicht fühlen Sie sich bei der einen

oder anderen der nachfolgend aufgeführten

Zeilen schmunzelnd an Ihre

eigenen Kindheitserlebnisse erinnert

und stellen bewundernd fest, dass trotz

allem aus uns etwas geworden ist.

Unsere Bettchen waren angemalt

in den strahlendsten Farben voller

Blei und Cadmium. Die Medizin-

Fläschchen aus der Apotheke

konnten wir mit unseren Kinderhändchen

ohne Schwierigkeiten

öffnen - genau wie die Flasche mit

dem giftigen Bleichmittel.

Scharfkantige Türen und Schränke

waren eine ständige Bedrohung

für unsere Fingerchen und

unsere Köpfe.

Auf dem Fahrrad, so wir eins

hatten, trugen wir niemals einen

Helm und wir tranken Wasser

aus Rohren aus Blei.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten

und entdeckten bei der Abfahrt,

dass wir die Bremsen vergessen

hatten. Damit kamen wir

aber nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen das Haus zum Spie-

len, blieben den ganzen Nachmittag

weg und mussten erst zu Hause

sein, wenn die Straßenlaternen

angingen. Niemand wusste, wo

wir waren und - wir hatten nicht

mal ein Handy dabei!

Wir hatten weder Playstation,

Gameboy, X-Box, Videospiele, 64

Fernsehkanäle und Filme auf Video

mit Sorround-Sound noch einen

eigenen Fernseher, Computer,

Internet ... Wir hatten einfach nur

Freunde. Die trafen wir auf der

Straße oder wir marschierten einfach

zu ihrer Wohnung und klingelten

sie raus. Ohne Terminabsprache

und ohne Shuttle-Dienste

der Privat-Pkw unserer Eltern.

Wir tranken mit ihnen aus derselben

Flasche und niemand starb

an den Folgen.

Wir dachten uns Spiele aus mit

Holzstöcken, Bällen ... und amüsierten

uns köstlich. Wir kletterten

auf sehr hohe Bäume und

fielen nicht runter. Außerdem

aßen wir als Mutprobe Würmer.

44


Die Prophezeihungen trafen nicht

ein: Die Würmer lebten nicht in

unseren Mägen für immer weiter

und mit den Stöcken stachen wir

uns nicht die Augen aus.

Wir haben uns geschnitten, brachen

uns die Knochen und verloren

Zähne - und niemand wurde

deswegen auf Schadenersatz verklagt.

Wer beim Straßenfußball

nicht gut war, musste zuschauen

und lernen, mit Enttäuschungen

klarzukommen - ohne einen

Psychiater aufzusuchen. Schwierigkeiten

in der Schule führten

niemals zu Krisensitzungen

an Elternabenden oder gar zur

45

Änderung der schulischen Leistungsbewertung.

Unser Tun

hatte manchmal strenge Konsequenzen.

Das war uns bei jedem

Streich klar. Doch da war kein

Streetworker, kein Sozialarbeiter,

kein evangelischer Pfarrer, der

uns da rausholte.

Und dennoch: Unsere Generation

hat einige sehr erfolgreiche Menschen

hervorgebracht. Heute

haben wir die PISA-Studie …

FRAUENTAGSFEIER IN DER SPORTGRUPPE

Aufgestöbert von

Rainer Pluskat

(Verfasser unbekannt)

Vor 100 Jahren wurde der Frauentag ins Leben gerufen. Aus

diesem Anlass trafen sich 25 Frauen unserer Sportgruppe Groß

Schönebeck in der gemütlichen Gaststätte „Edelgard“ in Liebenthal.

Hier kam es zu einem netten und besinnlichen Zusammensein

bei Kaffee und Kuchen. Sportkamerad Peter Moritz

überreichte als Willkommensgruß jeder Frau eine Rose. Anschließend

wurde mit Sekt angestoßen. Gefreut haben wir uns

darüber, dass auch die ehemaligen Sportfreunde der Einladung

gefolgt waren. Bei Live-Musik und einem musikalischen Quiz

mit Hauptgewinn verging die Zeit wie im Fluge. Es war ein gelungenes

Fest. Vielen Dank an die Organisatoren Inge Drescher

und Peter Moritz.

G. Rahn

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Alternative Medizin Medi-Taping

SCHMERZTHERAPIE

OHNE MEDIKAMENTE

Interview mit der Heilpraktikerin Dr. oec. Ursula Ehlert

Frage: Frau Dr. Ehlert, was hat Sie

dazu bewegt, sich mit der Naturheilkunde

zu beschäftigen?

Antwort: Meine Großmutter

sammelte Heilpflanzen und nahm

mich schon als Kind dazu mit. So

lernte ich sehr früh die wichtigsten

natürlichen Gesundheitshelfer

kennen. Ihr Motto: „Natur gegen

die Krankheit!“ bekam ich nach jedem

Kräutersammeln und Teeeinkauf

aus der Apotheke zu hören.

Sie ist 103 Jahre alt geworden. Ich

glaube, ihr hohes Alter und ihre

naturbezogene Lebensweise sind

ein wesentlicher Grund für meine

späte Berufswahl gewesen. Im

„ersten Leben“ habe ich Kultur-

und Theaterwissenschaften an

der Humboldt-Universität studiert

und später, arbeitsbezogen, noch

Wirtschafts-Wissenschaften an

der Hochschule für Ökonomie in

Karlshorst. Als nach der Wende

unser soziologisches Institut aufgelöst

wurde, besuchte ich die Paracelsusschule

für Heilpraktiker

in Berlin am Kurfürstendamm. Es

war die richtige

Wahl. Fünfzehn

Jahre - bis zur

Rente – hatte

ich eine gut gehende

Praxis

in Berlin-Marzahn.

In Eberswalde

halte ich Dr. oec. Ursula

derzeit in der

Ehlert

Leibnizstraße

33 zweimal wöchentlich Schmerzsprechstunden

ab und therapiere

vor allem ältere Menschen mit

Schmerzen des Bewegungsapparates,

wobei ich vorwiegend das

Medi-Taping anwende.

Frage: Was ist unter Medi-Taping zu

verstehen?

Antwort: Das Medi-Taping wurde

von dem japanischen Orthopäden

Dr. med. Kenzo Kase entwickelt.

Erste Nutznießer dieser Therapie

waren Volleyball- und Fußballspieler.

Als Medi-Taperin sehe ich

die Ursachen der Schmerzen des

Bewegungsapparates weniger in

46


den Knochendefekten oder in der

Degeneration von Gelenken, sondern

vielmehr in verspannten,

entzündeten Muskeln bzw. Muskelgruppen.

So erreiche ich eine

Schmerzlinderung oder –beseitigung

mittels Medi-Taping über

eine gezielte Muskelentspannung.

Wenn Sie beispielsweise Ellenbogen-

oder Knieschmerzen haben,

und Sie tasten die Muskeln um

das Gelenk herum ab, bzw. alle

Muskeln, die das Gelenk bewegen,

stoßen Sie schnell auf schmerzende

Stellen in den Muskeln, die so genannten

Triggerpunkte. Nur die

Muskeln mit derartigen Punkten

werden behandelt.

Frage: Ist die Suche nach den Triggerpunkten

die Voraussetzung der Therapie?

Worauf müssen Sie noch achten?

Antwort: Ja, die Triggerpunktsuche

ist die eine Säule der Therapie,

die zweite ist die Korrektur

der Statik. Die meisten Muskelverspannungen

entstehen durch

ein Trauma oder eine Schieflage

des Körpers. Sehr viele Menschen

haben Beinlängendifferenzen, die

in der Regel nicht angeboren, sondern

durch Verletzungen oder Degenerationen

entstanden sind. Die

47

daraus resultierende Schieflage des

Körpers verspannt die Muskeln.

Ein Beispiel: Ziehen Sie, wenn Sie

flache Schuhe tragen, einen Schuh

aus und laufen Sie. Sie merken sehr

schnell, wie sich ihre Muskulatur

einseitig anspannt.

Längere Anspannung verkürzt

die Muskeln und lässt die Triggerpunkte

entstehen. Deshalb setzt

eine ursächliche Schmerzbehandlung

immer eine Statikkorrektur

voraus. Hier behandle ich nach

Dorn. Diese Methode ist sanfter

als die Chiropraktik. Vorhandene

Blockaden der Hals-, Brust- oder

Lendenwirbelsäule einschließlich

des Kreuzbein- Darmbein- Gelenks

löse ich durch Akupressur.

Liegt die Erkrankung schon Jahre

zurück, reicht eine einmalige Behandlung

hier nicht aus.

Frage: Was aber heißt Tapen nun genau?

Antwort: Ich klebe ein in Längsrichtung

bis zu 140 Prozent dehnbares

Baumwollband, das auf der

Innenseite mit einem hautverträglichen

Acrylkleber versehen ist, auf

die schmerzenden Muskelgruppen.

Das Band (Tape) ist atmungsaktiv,

duschfest, angenehm im

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Alternative Medizin Medi-Taping

Tragen und löst nur äußerst selten

eine Allergie aus. Das wichtigste:

Es stabilisiert Muskeln und Gelenke

ohne einzuengen, behindert

die Weiterleitung der Schmerzinformation

und aktiviert den Stoffwechsel.

Es sollte möglichst sieben

Tage hintereinander getragen und

dann wieder erneuert werden.

Durch das wöchentliche Kleben

wird sichergestellt, dass das Tape

immer die notwendige Spannung

besitzt, und somit seine Aufgaben

erfüllen kann.

Frage: Frau Dr. Ehlert, lassen sich

Schmerzen meist schnell beheben, oder

wie oft muss geklebt werden?

Antwort: Die Behandlungsdauer

ist von der Länge der Erkrankung

abhängig. Akute Beschwerden

bedürfen in der Regel einer

ein- bis viermaligen Behandlung

im Abstand von sieben Tagen. Bei

Schmerzen, die schon über Jahre

andauern und auch mit Schmerzmitteln

behandelt wurden, können

sechs bis zehn Behandlungen erforderlich

werden. Voraussetzung

für den Erfolg ist aber eine ununterbrochene

wöchentliche Behandlung,

bis Schmerzfreiheit eintritt,

die auch nach stärkerer Belastung

bestehen bleibt. Behandlungspausen

werfen den Heilerfolg zurück.

Jeder Patient freut sich, wenn ihm

der Arzt nicht nur sechs, sondern

zehn Massagen oder Kurzwellen

verordnet, die dann hintereinander

zu absolvieren sind. Auch das

Taping braucht Zeit und Kontinuität

und dann hilft es meist auch

dort, wo andere Therapien nicht

mehr greifen.

Frage: Gegen welche Schmerzen setzen

Sie Tapes am häufigsten ein?

Antwort: Dazu möchte ich die Behandlung

von Frau Schäfer als Beispiel

nennen.

Auf dem Heimweg von ihrem

Fitnesscenter rutschte sie von der

Treppe ab und konnte sich gerade

noch am Geländer festhalten. Das

hat sicher Schlimmes verhütet,

48

Frau Schäfer während ihrer Behandlung.

Fotos: GF


aber ihre Schulter und auch der

Rücken rechts waren verzerrt. Sie

konnte weder die Schulter heben

noch ihren Körper ohne Schmerzen

drehen. Nach der dritten Tape-

Behandlung waren die Schmerzen

weg. Sie ist deshalb auch nicht zum

vereinbarten vierten Termin in

die Praxis gekommen. Nach dreiwöchiger

Pause erschien sie wieder.

Sie klagt über leichte Rückenschmerzen,

die nach Belastung

(hier war es der Wochenendeinkauf)

erneut auftraten. Ich kann

ihr erfahrungsgemäß versprechen,

dass das Problem nach einer, höchstens

zwei weiteren Behandlungen

endgültig gelöst ist.

Frau Schäfer vertraut dem Taping.

Bei einem Besuch der Schwester in

Mainz spielte ihr der Ischias einen

Streich. Die Schwester brachte sie

dort in eine Physiotherapie und

nach einmaligem Tapen beruhigte

sich der Nerv wieder.

Zwei weitere alltägliche Fälle:

Frau Draeger war im Nacken und

Schulterbereich sehr stark verspannt.

Schweres Tragen und jede

noch so kleine Kopfbewegung

verursachten ihr Schmerzen. Nach

zwei Tapeanwendungen waren

die Schmerzen wesentlich gebes-

49

sert. Als sie das dritte Mal zur Behandlung

kam, taten die Schultern

nicht mehr weh, und auch die Nackenschmerzen

hatten sich weiter

verringert. Nach zwei weiteren

Behandlungen wird sie ebenfalls

schmerzfrei sein.

Die Behandlung von Frau Klingner

liegt längere Zeit zurück. Sie

klagte über Rücken- und Gesäßschmerzen

sowie Schmerzen im

Oberschenkel. Bei der Suche nach

Triggerpunkten waren zwei mit

sehr großer Schmerzempfindung

tastbar. Nach vier Behandlungen

war sie schmerzfrei und ist es bis

heute – sieben Monate nach dem

letzten Tapen – geblieben. Bei allen

drei Patienten konnte die Statikkorrektur

bereits am ersten Behandlungstag

erfolgreich abgeschlossen

werden.

Frage: Sind mit Medi-Taping nur

Schmerzen therapierbar oder ist es

auch anderweitig zu nutzen?

Antwort: Ich kann diese schmerzlose

und nebenwirkungsfreie Art

der Behandlung bei Bewegungsschmerzen

sehr empfehlen. Medi-Taping

hilft aber ebenfalls bei

einem muskelbedingten Tinnitus,

bei Migräne, dem Kiss-Syndrom,

Skoliose bei Kindern, aber auch

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Aprilscherz

bei Neuropathien und anderen

Erkrankungen mit Muskelbeteiligung.

Weitere Informationen erhalten

Sie unter www.Dr.Sielmann.

de (Begründer des Medi- Tapings

in Deutschland).

Frage: Welche natürlichen Heilverfahren

bieten Sie Ihren Patienten außer

dem Medi-Taping noch an?

Antwort: Ich behandle mit Heilpflanzen,

homöopathischen Präparaten,

Schüßlersalzen, Aku-

ROSEN ZUM FRAUENTAG

punktur und außerdem berate ich

chronisch kranke Menschen in

Ernährungsfragen (einschließlich

Entgiftung, Entsäuerung, Darmsanierung).

Auf der seelischen Ebene

arbeite ich vorwiegend mit Bachblüten

und Aromaölen. Beide bringen

uns nicht nur gut durch die

dunkle Jahreszeit, sondern helfen

auch körperlich gesund zu werden.

Vielen Dank für das Interview.

(Das Gespräch führte unser Redaktionsmitglied

Gerhard Falckenberg)

Im Pflegeheim Biesenthal der Gemeinnützigen Service-Gesellschaft VS Barnim

mbH erhielt jede Heimbewohnerin bei einer Feier zum Internationalen Frauentag

eine Rose. Überreicht wurden sie von der Heim– und Pflegedienstleiterin Kornelia

Kögler (li.) und deren Mitarbeiterinnen. Foto: EK

50


APRIL, APRIL !

Zum 1. April suchen manche,

anderen einen Schabernack zu

spielen. Das ist so üblich und

regt niemanden auf. Auf das Wie

kommt’s an.

Vor Jahren wurde in der Molkerei

Eberswalde noch Harzer Käse

hergestellt und da kommt auf

jeden Fall Kümmel hinein. Der

Meister schickte seinen Lehrling

(1.Lehrjahr) an bewusstem Tag in

die Schlosserei, um dort die reparierte„Kümmelspaltmaschine“

abzuholen. Die Männer dort

wussten natürlich Bescheid und

hatten in einer handlichen Kiste

einen Schrottmotor und anderes

verpackt.

„Vorsicht, lass das nicht fallen!“

Und dann saßen sie am Fenster

und haben sich amüsiert, wie

der arme Junge sich abmühte

und schwitzend die Kiste mit

der „Kümmelspaltmaschine“ in

den Betrieb schleppte. Dort gab’s

noch mal Gelächter.

Na klar, der Lehrling hat das

ohne zu überlegen getan. Der

Meister hat ihn doch geschickt,

51

zu dem hat er Vertrauen und der

muss es doch wissen. Er wusste

doch noch nicht, dass es so eine

Maschine nicht gibt, so wenig

wie ein Tischlerlehrling wissen

kann, dass ein Drufhobel Unsinn

ist. Ein billiges Vergnügen für

Meister und Gesellen, aber sicher

hat es den Lehrlingen nicht geschadet,

und beide haben dabei

auch was gelernt.

Aber zurück zur Molkerei. Dort

klingelte in einem Büro das Telefon.

Paul H. nahm den Hörer ab:

„Molkerei Eberswalde!“ „Hier

Fernamt Eberswalde. Kollege, legen

sie doch mal für fünf Minuten

den Hörer neben das Telefon

und decken ihn ab, vielleicht mit

nem Taschentuch. Wir müssen

eben mal die Leitung durchpusten.“

„Daneben legen, ja, mach’ ich.“

Sein Kollege am Tisch gegenüber

wundert sich ein bisschen. „Wer

war denn das?“ „Das Fernamt,

sie wollen die Leitung durchpu…

Quatsch!“ und reißt den Hörer

hoch „Hallo, hallo, wer ist da?“

„April, April, Paule!“ GF

Volkssolidarität im Barnim 2|11


Mit diesem Osterstrauß – im Bild festgehalten auf einem Ostermarkt

der Ortsgruppe Rüdersdorf – wünschen wir allen Lesern unseres

Journals ein schönes Osterfest.

52

Die Redaktion

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