Vestisches - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

vestisches.handwerk.de

Vestisches - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

Vestisches

Handwerk

September 2008

Das offizielle Magazin der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

Michael Martin

Obermeister mit

gutem Geruchssinn

Mit Sonderteil

energetisches

Bauen

Peter Kempen

Ein stiller

Zeitgenosse

Rainer Lubrich

Sucht Partner

im Handwerk


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Umfrageergebnisse zu den Konjunkturerwartungen der

deutschen Wirtschaft sind seit kurzem wieder dramatisch

schlecht. Nach mehreren Quartalen eines scheinbar ungebremsten

Wachstums trüben sie sich dieser Tage immer

mehr ein. Sogar das böse Wort der Rezession macht die

Runde. Uns selbstständigen Handwerksmeister überrascht

dies allerdings nicht wirklich. Vielleicht, weil wir, wie der

Handel, das Ohr direkt am Puls des Verbrauchers haben.

Deshalb haben wir in den letzten Monaten diese Euphorie-Rakete

nicht mit gezündet. Die Mittelständler vor Ort

wissen, dass den Menschen hier in der Region und in ganz

Deutschland häufig die Kaufkraft fehlt, um dringend benötigte

Ersatzinvestitionen vornehmen zu können. Im Handel

hat der Kunde nicht das Geld für ein Paar neue Schuhe.

Bei uns im Handwerk fehlt es ihm für eine dringend zu erneuernde

Heizungsanlage oder das zusätzliche Stück Kuchen

beim Konditor.

Alles in allem hat das Handwerk diese Entwicklung

schon vorausgesehen. Ob man tatsächlich mit China oder

Russland so glänzende Geschäfte machen kann, wie immer

von Seiten der Industrie dargestellt wird, mag ich nicht zu

beurteilen. Schon seit Monaten weiß ich aber aus vielen

Gesprächen mit Kollegen, dass gerade unser Wirtschaftszweig

hier im Vest stark zu kämpfen hat. Die Menschen

merken, dass das Geld im eigenen Portemonnaie immer

weniger wird. Also gibt man als Verbraucher nichts zusätzlich

aus. Den Rest hält man zusammen. Und hier muss die

Politik den Hebel ansetzen. So sehr ja auch das Ziel eines

ausgeglichenen Haushaltes attraktiv und begehrenswert

ist, aber man kann sich auch kaputt sparen. Wenn nicht

endlich die arbeitende Bevölkerung mehr von den immens

hohen Bruttolöhnen übrig behält, wird es keine Nachfragebelebung

im Inland geben, von der wir am meisten profitieren

würden.

Es reicht eben nicht, nur Exportweltmeister zu

sein. Um diese Zusammenhänge zu erkennen, braucht es

kein Volkswirtschaftsstudium, sondern nur einen gesunden

Menschenverstand. Aber so schnell lassen wir uns nicht

unterkriegen. Wir werden, jeder Betrieb für sich, aber auch

Hans-Walter Bugzel,

Kreishandwerksmeister im Vest Recklinghausen.

als organisiertes Handwerk über unsere Kreishandwerkerschaft

und die Fachverbände unsere Forderungen deutlich

machen. Schließlich haben wir von dieser Konjunktur wenig

erwartet, deshalb konnten wir auch nicht enttäuscht

werden. Uns hat eben immer schon Optimismus, aber nie

Euphorie ausgezeichnet.

Hans-Walter Bugzel

Kreishandwerksmeister

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Nr. 11 September 2008

Agentur für Arbeit Recklinghausen

Görresstraße 15

45657 Recklinghausen

E-Mail: recklinghausen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Editorial

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Vestisches Handwerk 3


Impressum

Herausgeber:

Kreishandwerksmeister Vest Recklinghausen

Hans-Walter Bugzel

Verlag und Redaktion:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Tel.: 0 23 66 / 8 87 09 - 0

Fax: 0 23 66 / 8 87 09 - 19

redaktion@haidhausen-verlag.de

ISSN 1862-6246

Verlagsrepräsentant:

Dr. Hans-Georg Geißdörfer

Verantwortliche Redaktion:

Otto Lerchenmüller, Oliver Mau (CvD),

Andreas Mnich

Schlussredaktion:

Eugen Kurz

Gesamtherstellung und Anzeigen:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Anschrift wie Verlag und Redaktion

info@haidhausen-verlag.de

Verantwortlich:

Andreas Mnich, Tel. 0 23 66 / 88 70 9 - 13

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Monika Blankenburg, Dr. Frank Bruxmeier, Petra

Föhn, Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Karl-Heinz

Gosciek, Susanne Höltken, Sophia Immohr, Renata

Kaczmarek, Peter Kempen, Paul Laser, Otto

Lerchenmüller, Oliver Mau, Karla Mehlan, Andreas

Mnich, Marie-Luise Münch, Sahar Obeid, Janna

Pankoff, Brigitte Pechlivanis, Christiane Tölle,

Martina Torz, Ralf Ullrich

Titelfoto: Oliver Mau

Konzeption, Grafik, Design:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Grafik, Satz, Reinzeichnung:

Tom Stahlhut

Aboservice:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Fax 0 23 66 / 8 87 09 - 19

abo-vh@haidhausen-verlag.de

Vier Ausgaben inkl. Versand kosten € 16,-

Einzelverkaufspreis € 4,-

Ausgabe September 2008, Auflage 3.000

Postalischer Versand an die Innungsmitglieder

der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag

enthalten.

Inhalt

14

Handwerk aktuell

Warnung an Handwerker 6

Landtagsbeschluss zu Gemeindewirtschaftsrecht 6

Reportage und Hintergrund

Besser als jedes Parfüm 8

Meister von morgen

Lamprecht kümmert sich 12

Vollgas in Sachen Ausbildung 12

Anlagenmechaniker sind im Kommen 12

Wir brauchen Handwerker 14

Recht und Finanzen

Meister von morgen

Wir brauchen Handwerker

Mitarbeiter auf Abruf 13

Recht auf Pflegezeiten 13

Zinsgünstige Darlehen 13

4 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


26

8

Reportage und Hintergrund

Besser als jedes Parfüm

Innungen heute

Der letzte Mohikaner 7

Ein Spielmobil für St. Marien 18

Blaumann statt Blumenkind 18

Sicher unterwegs 19

Frische Konditoren 19

55 neue Haarkünstler 19

Baugewerbe-Innung mit neuen Gesellen 20

Multifunktional, edle Oberfläche mit Pfiff 20

Baugewerbe fordert vernünftige Ausbildungsvergütung 21

Elektriker feiern 75. Geburtstag 21

Ausbildung für Isolierer bleibt im Vest 22

Jürgen Vogt ist neuer Obermeister 22

Ein neuer Chef 23

Malergold bei der Firma Hilbrand 23

Nr. 11 September 2008

Spezial Energetisches Bauen

Gebäudesanierung – ein Markt mit Potenzial

22

Innungen heute

Ausbildung für Isolierer bleibt im Vest

Rat & Service

Individuell, persönlich, wohnortnah 11

Tag der offenen Tür 16

Handwerkerland 17

Spezial Energetisches Bauen

Auftragsschwerpunkt der Baumaler 25

Gebäudesanierung – ein Markt mit Potenzial 26

Hier beraten Profis 28

Wärmedämmung macht sich bezahlt 29

Vestischer Kalender

Seminare 30

Messen 30

Beratung 30

Inhalt

Vestisches Handwerk 5


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Handwerk aktuell

Warnung an Handwerker:

Betrugsmasche mit Gütesiegel-Stempel

Gefälschtes Siegel „Mittelstandsfreundliche Verwaltung“

Durch einen Hinweis eines Friseurs

aus Bayern ist der Kreis Recklinghausen

als geschäftsführende Stelle

der Gütesiegelgemeinschaft Serviceversprechen

Mittelstand (GSM)

auf einen Betrugsfall aufmerksam

gemacht worden, bei dem das GSM-

Gütesiegel als Stempel verwendet

wird. Inzwischen ist klar, dass es zahlreiche

weitere Fälle – auch bei Handwerksbetrieben

in NRW – gibt.

Der Brief mit dem gefälschten

Stempel.

Bei den Betrügereien wird auf dem

Kuvert regelmäßig das vom Kreis

Recklinghausen zusammen mit dem

bekannten Zertifizierungsunternehmen

„SGS-ICS Gesellschaft für Zertifizierungen“

entworfene Gütesiegel

der GSM verwendet. Die Kopie

Der nordrhein-westfälische Landtag

hat die Reform ihrer Gemeindeordnung

beschlossen. Damit ist eine

langjährige Forderung des Handwerks

zur mittelstandsfreundlichen

Ausgestaltung des Gemeindewirtschaftsrechts

in die Tat umgesetzt.

Zusammen mit dem Freistaat Bayern

hat Nordrhein-Westfalen jetzt das

mittelstandsfreundlichste Gemeindewirtschaftrecht

in Deutschland. Das

wurde dadurch erreicht, dass die wirtschaftliche

Betätigung der Kommunen

unter anderem einen dringenden

öffentlichen Zweck erfordert und an

eine verschärfte Subsidiaritätsklausel

gebunden ist.

gleicht dem Original und beinhaltet

ebenfalls den Zusatz „zertifiziert“. Im

Original wird damit die erfolgreich

durchgeführte Zertifizierung dokumentiert.

Der Kreis Recklinghausen

stellt fest: Das betrügerisch agierende

Unternehmen steht in keinerlei Verbindung

mit der GSM und ist nicht

berechtigt, das Gütesiegel oder eine

Kopie von diesem zu verwenden. Die

GSM bittet Handwerksunternehmen,

insbesondere aus dem Friseurhandwerk,

vor dieser Betrugsmasche zu

warnen und dabei deutlich zu machen,

dass diese in keinster Weise mit der

GSM in Verbindung zu bringen ist.

Die GSM-Partner haben Anzeige

erstattet. Sollte es zu weiteren

Betrugsfällen bei Unternehmen gekommen

sein, bittet die GSM darum,

diese zur Anzeige zu bringen und die

GSM zu informieren.

Infotipp

Gütesiegelgemeinschaft

Serviceversprechen Mittelstand

Tel.: 0 23 61 / 53 40 37

Landtagsbeschluss zum

Gemeindewirtschaftsrecht wird begrüßt

NRW-Gesetz ist jetzt mittelstandsfreundlicher

Kreishandwerksmeister Hans-Walter

Bugzel, selbst Mittelständler, freut

sich über das neue Gemeindewirtschaftsrecht.

6 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Peter Kempen berät

Innungsmitglieder und hat

ein offenes Ohr für die

Probleme und Fragen der

Handwerksmeister.

Infotipp

Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen

Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

Nr. 11 September 2008

Der letzte Mohikaner

Innungsbetreuer Peter Kempen ist ein stiller Zeitgenosse mit einem kleinen Laster

Einen ruhigen Job hat er nicht. Und ohne Telefon wäre er

aufgeschmissen. Peter Kempen ist Innungsbetreuer, seit

1977 bei der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen.

Die Betreuung der Innungen „Friseure“ und „Konditoren“

hat er 2001 übernommen. Den guten Kontakt zur

Friseur-Innung nimmt man ihn sofort ab: Peter Kempen

ist adrett gekleidet, seine Frisur modisch kurz und der

graumelierte Bart akkurat gestutzt. Der 50-Jährige lässt

sich nur ungern auf ein Interview ein und meint bescheiden,

so viel habe er gar nicht zu erzählen: „Ein Handwerker

hat mehr zu berichten.“ Dabei ist sein Berufsfeld

vielseitig und interessant. „Die Friseure haben eine ganz

besondere Innung“, sagt er. „Es gibt viele Modeveranstaltungen

und Frisuren-Schauen, die muss ich planen

und organisieren. Das ist eine farbenfrohe Geschichte.“

Das Friseurhandwerk ist sehr aktiv, was Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen

betrifft. Workshops für Auszubildende

und Kurse für Gesellen und Meister, die sich

modisch „auf Stand“ halten wollen: Die Friseure haben als

einzige Innung ein ganzjähriges Seminarprogramm. Dann

gehören noch die tarifrechtliche Betreuung der Innungen

und das Verfassen von Rundschreiben zu Kempens Aufgaben.

Neben seiner Funktion als Innungsbetreuer bearbeitet

er noch die Ressorts „Prüfungswesen“ und „Ausbildung“:

„Praktisch laufen alle Gesellenbriefe über meinen

Schreibtisch und den meines Kollegen.“

Manchmal kommt es auch zwischen Auszubildenden

und Betrieben zu Streitigkeiten oder im schlimmsten

Fall sogar zu Ausbildungsabbrüchen. Dann bimmelt bei Peter

Kempen das Telefon – immer öfter in der letzten Zeit.

„Mit vielen Leuten telefoniert man nur, da kennt

man nicht mal das Gesicht“, meint er. Manchmal ist das

auch besser so, denn nicht immer ist der Anlass erfreulich,

wenn er zum Hörer greift. Dann muss er schlichten, ausbildungsrechtliche

Fragen klären und beruhigen. Dabei lässt

er sich nicht aus der Ruhe bringen. „Hören Sie doch bitte

perfekte

Maschinen

Aufnahme: photocase.com motivierte Menschen

Innungen heute

Der Innungsbetreuer im Gespräch mit Friseurmeister

Robert Schott.

erst einmal richtig zu!“, sagt er zu seinen aufgeregten Gesprächspartnern

am anderen Ende der Leitung.

Die Frage, ob sich bei den Lehrlingen in den letzten

30 Jahren etwas verändert hat, beantwortet Peter Kempen

so: „Früher gab’s mehr Lehrlinge, aber weniger Abbrüche

und Streitigkeiten.“ Und die Auszubildenden werden immer

älter. „Als ich 19 Jahre alt war, hatte ich außer der

Lehre schon zwei Jahre Beruf hinter mir. Heutzutage müssen

die jungen Leute oft lange auf eine Ausbildungsstelle

warten und sind schon 20 bis 21 Jahre alt, wenn sie die

Lehre beginnen“, beobachtet der gelernte Bürokaufmann,

der in Oer-Erkenschwick wohnt. In seiner Freizeit liest er

gerne und zwar „alles quer Beet“ und hört Musik. Er ist

seit 26 Jahren verheiratet und hat zwei Töchter im Alter

von 20 und 23 Jahren. Mehr ist nicht aus ihm herauszulocken.

Peter Kempen ist ein stiller Zeitgenosse. „Ich bin

halt kein Mensch, der sich gerne nach außen darstellt, und

das müssen andere auch akzeptieren.“ Dann lenkt er aber

doch noch einmal ein: „Eins kann ich ja zugeben: Ich bin

Raucher – einer der letzten Mohikaner.“

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Vestisches Handwerk 7


Reportage und Hintergrund

Es duftet aus allen Ecken: Hier nach leckerem Kuchen,

weiter hinten nach Croissants, Brötchen und Brot. Und

wer eine geschulte Nase hat, der riecht sogar die feinen

Unterschiede. Denn: „Croissant ist längst nicht gleich

Croissant“, klärt Bäcker-Obermeister Michael Martin

auf. Da gibt es die echten, die französischen Hörnchen

und die, die als Massenware in jedem Supermarktregal

liegen. Wer den Unterschied nicht riechen kann, der kann

ihn auf jeden Fall schmecken: Die einen zerschmelzen auf

der Zunge, die anderen schmecken fad und trocken.

Tülay Agdak sticht die Böden für die Torten aus. Ihre

Ausbildung zur Konditorin hat sie erst im August begonnen.

Besser als jedes Parfüm

Auf die feinen Unterschiede wird in der Backstube Martin

viel Wert gelegt. Hier wird nicht einfach nur gebacken, hier

wird noch richtige Handarbeit betrieben. Zwar übernimmt

das Teigmischen die große Rührmaschine, geknetet wird

allerdings noch mit den Händen. Handarbeit, die auch Nik-

las Harr lernen muss. Der 18-Jährige hat erst im August

seine Ausbildung bei Michael Martin begonnen. Mit zwei

Händen einen Teig zu kneten, das klappt schon gut. Doch:

„Was du mit einem Teig kannst, kannst du auch mit Zweien

machen“, sagt der Obermeister und legt gleich los. Bearbeitet

synchron zwei große Teigkugeln ohne hinzuschauen.

Das ist ganz einfach“, erklärt der 48-Jährige seinem Lehrling.

Niklas Harr ist nicht der einzige Anfänger in Martins

Backstube. Mit ihm haben Tugba Kilic und Tülay Agdak

eine Ausbildung begonnen. Eine gute Entscheidung, weiß

Michael Martin. „Dieser Beruf ist krisensicher. Gegessen

wird immer!“, sagt der Obermeister und zählt gleich die

In der Backstube von Obermeister Michael Martin arbeitet neben dem Bäcker

auch der Geruchssinn auf Hochtouren

vielen Vorteile seines Jobs auf. „Wenn man erst mal seine

Ausbildung abgeschlossen hat, gibt es viele Aufstiegs-

chancen“, erklärt der Bäckermeister. „Neben dem Meister

kann man auch studieren und zum Lebensmittelingenieur

oder -kontrolleur aufsteigen.“

Michael Martin kennt sich aus. 1986 hat der Suderwicher

seine Prüfung zum Konditormeister bestanden,

zwei Jahre später die Bäckermeisterprüfung. Schon 1990

hat sich der damals 30-Jährige selbstständig gemacht.

Heute arbeiten zwölf Mitarbeiter bei ihm. Ehefrau Longine

Der Meister zeigt wie‘s geht. Michael Martin zeigt

Azubi Niklas Harr wie die Brötchen eingeschlitzt werden

müssen.

betreut ein weiteres Bäckereigeschäft, Sohn Christian arbeitet

mit dem Vater in der Backstube. Familientradition,

die Bestand hat. „Schon mein Vater und mein Großvater

waren Bäcker“, erzählt Martin. Dass die Tradition der Moderne

nicht immer im Weg stehen muss, das beweist die

neuste Idee der Bäckerfamilie. Von Suderwich aus sollen

die „Surker Nussecken“, made by Martin, über das Internet

ganz Deutschland erobern. Von Oktober bis April können

die „kleinen Superstars“, wie Martin seine Nussecken liebevoll

in Anlehnung an Recklinghausens Superstar Thomas

Godoj nennt, versandt werden. „Im Sommer schmilzt die

Schokolade auf dem Postweg, deshalb versenden wir nur in

den Wintermonaten“, erklärt der Bäckermeister. „Die Surker

Nussecken sind eben eine saisonale Köstlichkeit, so

wie Mon Chérie.“

Tradition mit Moderne zu verbinden, dass versucht

Michael Martin auch in seinem Job als Obermeister

8 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


der Bäcker-Innung Recklinghausen. Neben Vorstandssitzungen

und Pflege der neu gestalteten Internetseite gehören

vor allem Termine wie die Brotprüfung in seinen

Obermeister-Terminkalender. „Wichtig ist, dass man sich

von der Masse abhebt“, erklärt Martin. „Das wollen wir

mit besonderen Aktionen wie mit unserem 11-Freunde-Brot,

das es zur EM gab, schaffen.“ Einsatz und Engagement

zeigt der Familienvater auch in seiner Freizeit.

„Ich bin Mitglied in allen Vereinen hier“, sagt Michael

Martin voller Stolz.

In der Backstube läuft die Brötchenproduktion

auf Hochtouren. Tugba Kilic und Niklas Harr formen kleine

Teigkugeln in Brötchenform. In Rekordschnelle schlitzt

Juniorchef Christian Martin die Brötchen ein und dreht sie

um. Für den Laien nur in Zeitlupe sichtbar. „Alles Übungssache“,

beruhigt der 25-Jährige die Auszubildenden. „Und

Fingerspitzengefühl“, fügt Vater Michael hinzu und erklärt:

Das Brot lebt ja auch. Und wir arbeiten hier nicht mit

irgendwelchen Materialien, sondern mit Lebensmitteln.“

Die besondere „Teigbehandlung“ und vor allem auch die

Nr. 11 September 2008

Reportage und Hintergrund

Ehefrau Longine hat ihr eigenes

Backparadies. Brote, Brötchen und

Kuchen werden in der Familienbackstube

hergestellt.

Die Surker Nussecken gehören zu

den Spezialitäten des Obermeisters.

Online bestellt, können sie bald

überall im Land probiert werden.

Sozietät

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Vestisches Handwerk 9


Reportage und Hintergrund

Infotipp

Bäckerei-Konditorei-Café

Michael Martin

Schulstraße 15

45665 Recklinghausen - Suderwich

Tel.: 0 23 61 / 8 10 86

Fax: 0 23 61 / 8 30 02

www.traumbroetchen.de

Innungsbetreuer

Dr. Frank Bruxmeier

Dortmunder Straße 18

45665 Recklinghausen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 32

www.baeckerinnung-recklinghausen.de

Typisch IKK:

die Familienkasse

Zutaten sorgen für einen besseren Geschmack. Nicht irgendwelche

Zutaten landen im großen Teigmischer, sondern

nur extra auserwählte. „Die kommen alle von den

umliegenden Bauern und Betrieben. Da weiß ich, was drin

ist“, erklärt Michael Martin und fügt hinzu: „Da brauch‘

ich dann auch keine Bioprodukte.“ Aber: nicht

nur die Mischung macht’s. Auch die Rezepte

sind wichtig. „Unsere Baguettes backen wir nach

original französischer Rezeptur. Damit die auch

abends noch immer schmecken und nicht zu hart

oder zu wabblig sind“, verspricht Martin.

Wie viel Brot gebacken wird, das ist von

Wochentag zu Wochentag verschieden. Spitzenreiter

im Verkauf ist das Röstbrot. Das Lieblingsbrot

des Obermeisters. „Das hat auch in der

Brotprüfung mit „gut“ abgeschnitten“, sagt der

Bäcker. Genug von Brot und Brötchen hat er noch

lange nicht. „Allein der Geruch von Dunkel- und

Vollkornbrot ist einfach himmlisch“, schwärmt

Michael Martin, „besser als jedes Parfüm!“ Der

Obermeister ist eben nicht nur mit Leib und Seele

Bäcker, sondern auch immer mit der Nase.

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denn so was? Bei der Vereinigten IKK in Recklinghausen,

Herzogswall 4, 45657 Recklinghausen.

Mehr Infos unter: 0 23 61.18 09-0

www.vereinigte-ikk.de

Davon kann der Obermeister nicht genug bekommen:

Der Duft von frischem Brot.

10 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11

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� Die „Rürup-Rente“ ist

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Dortmunder Straße 18

im Hause der KH

45665 Recklinghausen

Telefon (0 23 61) 48 53 57

E-Mail: thomas.forell@

signal-iduna.net


Individuell, persönlich und wohnortnah

Vereinigte IKK eröffnet neues Service-Center in Marl

Die Vereinigte IKK setzt auf Nähe

zum Handwerk. Nach mehr als drei

Jahrzehnten hat die Krankenversicherung

das Service-Center von der

Brassertstraße an die Rathenaustras-

se verlegt. In Marl-Hüls stehen künftig

drei Kundenberater mit Rat und

Tat zur Seite.

Geschäftsstellenleiter ist Georg Kubiak,

Melanie Keuter macht als Privatkundenberaterin

auch Hausbesuche.

Den Handwerkern steht mit Sabine

Dümmermann eine Expertin im Bereich

Arbeitgeber und Steuerberater

zur Verfügung. „Informationen und

Beratung zum Thema Änderungen in

der Sozialversicherung und benachbarte

Rechtsgebiete sind mein Tagesgeschäft“,

erklärt die 42-Jährige.

Die Öffnungszeiten des Marler

Service-Centers: montags bis mittwochs

von 8 bis 16 Uhr, donnerstags

Sie haben Fragen zur Rente?

Kommen Sie zu uns.

Seit dem 1. Februar 2008 erreichen Sie uns in

der neuen Auskunfts- und Beratungsstelle in

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Telefon 02361 3066740

Eine Terminabsprache ist nicht erforderlich,

aber telefonisch unter 0251 238-4646 möglich.

Termine können auch online vereinbart werden:

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von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8

bis 14 Uhr. An Wochenenden oder

außerhalb der Öffnungszeiten können

dringende Fragen an der kostenlosen

Hotline 08 00 / 6 34 63 45 individuell

beantwortet werden.

Infotipp

Vereinigte IKK

Rathenaustraße 16

45772 Marl

www.vereinigte-ikk.de

Rat & Service

Vestisches Handwerk 11


Meister von Morgen

Lamprecht kümmert sich

Vier neue Azubis in der Dattelner Metallbaufirma

Jugendliche auszubilden bedeutet

auch immer, in die Firmenzukunft zu

investieren, das Unternehmen auf

eine breite Basis zu stellen.

Die Dattelner Firma ist ist hier ein gutes

Vorbild: Ausbildung bei Lamprecht

heißt oft auch Karriere bei Lamprecht.

Zum Beispiel Hans-Jörg Wolny: Vor

30 Jahren hat er als Lehrling ange-

Die neuen Auszubildenden: (v.l.) Geschäftsführer Harald Lamprecht,

Kris Dober, Lars Zeiler, Christina Fiege, Prokurist Thomas

Rüping, Dustin Tepper und Prokurist Christian Lamprecht.

Infotipp

Metallbau Lamprecht

Rudolf-Diesel-Straße 4

45711 Datteln

Tel.: 0 23 63 / 3 80 50

Metall-Innung Vest Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

fangen, jetzt ist er Werkstattleiter

und kümmert sich

als Meister selbst um den

Handwerkernachwuchs. Um

Lars Zeiler, Kris Dober und

Dustin Tepper, die jetzt ihre

Ausbildung zum Metallbauer

begonnen haben. Christina

Fiege lässt sich zur Bürokauffrau

ausbilden.

Anlagenmechaniker sind im Kommen

Empfang für 52 neue Auszubildende in der Lehrwerkstatt

Gerhard Schlegel, Obermeister der

Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima-

Klempnerei Recklinghausen, und KH-

Verwaltungsleiter Dr. Frank Bruxmeier

haben 52 neue Auszubildende im Beruf

des Anlagenmechanikers besonders

herzlich begrüßt und mit einer

kleinen Ansprache auf den neuen Lebensabschnitt

vorbereitet. Der Beruf

des Anlagenmechanikers erfreut sich

seit Jahren großer Beliebtheit bei den

Schulabgängern, weshalb sich die Innung

auch in diesem Jahr wieder auf

eine gute Auslastung der Lehrwerkstatt

freuen kann.

Anschließend wurden die frischgebackenen

Azubis von Ausbildungslehrmeister

Peter Arning durch die

Ausbildungswerkstatt geführt. Dreieinhalb

Jahre wird die Ausbildung

dauern, zehn Wochen davon werden

Vollgas in Sachen Ausbildung

Kfz-Servicemechaniker mit großem Zuwachs

Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen

präsentiert dem NRW-Sozialminister

Karl-Josef Laumann für das

vergangene Ausbildungsjahr gute

Ausbildungszahlen. Mit dabei: Paul

Laser, Ehrenobermeister der Vestischen

Kfz-Innung.

Mit insgesamt 4.647 neuen Ausbildungsverträgen

in den Berufen

Kfz-Mechatroniker, Mechaniker für

Karosserieinstandhaltung und Kfz-

Servicemechaniker hat die Branche in

NRW ihr Ausbildungsplatzangebot im

Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent

übertroffen. Besonders der Beruf des

Kfz-Servicemechanikers ist bei den

Unternehmen und Auszubildenden

auf viel Resonanz gestoßen.

Mit einem Plus von 40 Prozent

erlebt dieser Ausbildungsgang

einen weiteren großen Schub. In Zahlen:

735 angehende Kfz-Servicemechaniker

haben ihre Lehre begonnen.

Mit dem Kfz-Servicemechaniker bietet

das Kfz-Gewerbe Schülern, deren Be-

Obermeister Gerhard

Schlegel begrüßt in der

Ausbildungswerkstatt die

neuen Auszubildenden.

Der NRW-Sozialminister Karl-Josef

Laumann (2.v.r.) freut sich mit Dieter

Paust , Paul Laser und Ernst-Robert

Nouvertné (v.l.) vom Verband

des Kfz-Gewerbes in NRW über die

erfolgreiche Ausbildungsbilanz.

gabung stärker praktisch ausgerichtet

ist, einen zweijährigen Ausbildungsberuf

als gewerblichen Einstieg in die

Branche an. Der Auszubildende kann

danach ohne Zeitverlust zum Kfz-

Mechatroniker, der 3,5 Jahre lernt,

aufstocken. Fast jeder zweite Kfz-Ser-

vicemechaniker nutzte im vergangenen

Jahr diese Möglichkeit. Zum Hintergrund:

Das Kfz-Gewerbe in NRW

bildet rund 14.800 Auszubildende in

Berufen rund um das Auto aus.

Infotipp

Vestische Innung des Kfz-Gewerbes

Recklinghausen und Gelsenkirchen

Innungsbetreuerin Martina Torz

Tel.: 0 23 61 / 48 03 34

die jungen Leute in Theorie und Praxis

in der Ausbildungswerkstatt geschult.

Auch die Zwischen- und Gesellenprüfung

sollen die jungen Leute in der

Ausbildungswerkstatt ablegen. Darüber

hinaus lernen sie in den jeweiligen

Betrieben und im Max-Born-Berufsschulkolleg.

Infotipp

Fachinnung Sanitär-Heizung-

Klima-Klempnerei

Innungsbetreuerin Petra Föhn

Tel.: 0 23 61 / 48 03 21

12 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Mitarbeiter auf Abruf

Arbeitszeit wöchentlich wechselnd vereinbaren

Kapazitätsorientierte Arbeit mit variablen

Zeiten auf Abruf ist eine besondere

Form der Teilzeitarbeit. Die

Arbeitszeit wird dabei jeweils an das

Auftragsaufkommen im Betrieb angepasst.

Der Vorteil für Handwerker

liegt auf der Hand: die Dauer und

Lage der Arbeitszeit eines Mitarbeiters

kann wöchentlich oder sogar

täglich wechselnd vereinbart werden.

Ein Abrufarbeitsverhältnis sollte immer

besonders schriftlich vereinbart

werden. Grundlage ist das Teilzeit-

und Befristungsgesetz (§ 12 Absatz 1

Satz 1 TzBfG). Die Arbeit auf Abruf

ist aber an bestimmte Voraussetzungen

zwingend gebunden, und zwar ein

bestimmtes Mindest-Arbeitszeitvolumen,

an die Ankündigungsfrist von

Recht auf Pflegezeiten

Gesetz über die Pflegezeit in Kraft

Die Reform des Pflegezeitgesetzes ist

in Kraft getreten. Jeder Mitarbeiter

hat das Recht, sich bis zu zehn Arbeitstage

freistellen zu lassen, um einen

nahen Angehörigen zu versorgen.

Angestellte dürfen sogar eine sechsmonatige

Pflegezeit beantragen, sofern

im Unternehmen dauerhaft mehr

als fünfzehn Mitarbeiter beschäftigt

Z U K U N F T S Z E N T R U M . H E RT E N

Nr. 11 September 2008

mindestens vier Tagen und an eine

Mindestarbeitsdauer der täglichen

Arbeitszeit bei Arbeitseinsätzen. Abrufarbeit

ist aber nur auf Teilzeitverträge

beschränkt und kann deshalb

nicht bei Vollzeitkräften eingesetzt

werden.

Arbeit auf Abruf: Variable Zeiten

bedeuten für Handwerksbetriebe

mehr Flexibilität.

sind. In beiden Fällen müssen Arbeitgeber

die notwendigen organisatorischen

Maßnahmen treffen.

Infotipp

KH-Rechtsabteilung

Ass. jur. Petra Föhn

Tel.: 0 23 61 / 9 04 19 55

Das ZukunftsZentrum Herten

Zinsgünstige Darlehen

Förderdarlehen für den Mittelstand

Die Zentrale der Sparkasse

Vest in Recklinghausen.

Die Kreishandwerkerschaft

begrüßt das neue

Pflegegesetz. Weitere

Informationen gibt es bei

Petra Föhn.

Ein Dienstleistungszentrum für innovative Jungunternehmer

und eine Keimzelle für zukunftsfähige Technologien

Raumangebot

Das ZZH verfügt mit seinen Büro-, Labor-,

Werkstatt- und den Technikumbereichen

über ein hochspezialisiertes Raumprogramm.

Die insgesamt vermietbare ZZH-Fläche

umfasst 3.400 m 2 .

Die Sparkasse Vest Recklinghausen

bietet in Kooperation mit der

Förderbank des Landes Nordrhein-

Westfalen besonders zinsgünstige

Darlehen für Unternehmen. Voraussetzung

für die Finanzierung ist, dass

die Investitionen zur Stärkung des

Wirtschaftsstandorts beitragen.

Das Förderdarlehen Mittelstand wird

in den Laufzeiten von sechs bis zehn

Jahren angeboten. Das Darlehensvolumen

muss mindestens 50.000 Euro

und darf maximal fünf Millionen Euro

betragen.

Mit dem nachfolgendem Beispiel

wird die Höhe des Fördervorteils

und somit des Zinsabschlages deutlich.

Bei einem Darlehensbetrag von

500.000 Euro und einem bonitätsabhängigen

Zinssatz von 6,3 Prozent

beträgt der Fördervorteil 0,47 Prozentpunkte.

Der gesamte Fördervorteil

beträgt somit rund 13.600 Euro

bei einer Laufzeit von sechs Jahren.

Infotipp

Aufgaben

Den Aufgabenschwerpunkt

im ZZH bildet die Umwelttechnologie.

Die technologischen Arbeitsfelder der

angesiedelten Unternehmen beinhalten:

• Zukunftsenergien

• Brennstoffzellenentwicklung

• Umwelttechnik

• Mikroelektronik und IT

Kontakt

ZukunftsZentrum Herten · Konrad-Adenauer-Str. 9-13 · Telefon: 0 23 66 / 3 05-0

Fax: 0 23 66 /3 05-100 · E-Mail: @herten.de · Internet: www.zzh-herten.de

Recht und Finanzen

Sparkasse Vest Recklinghausen

Jörg Thiele, Herzogswall 5

45657 Recklinghausen

Tel.: 0 23 61 / 20 51 10

Vestisches Handwerk 13


Meister von morgen

Wir brauchen nicht nur Ärzte, wir brauchen auch Handwerker

Drei Lehrer berichten von Berufsvorbereitung in der Schule

Das neue Schuljahr ist erst wenige Wochen alt und

trotzdem geht sie schon wieder los. Die Suche nach

Ausbildungsplätzen und Praktikumsstellen. Fleißig werden

Stärken und Schwächen gesucht, emsig wird an aus-

sagekräftigen Bewerbungen gebastelt. Die Konkurrenz

ist groß. Und doch finden die Ausbildungsbetriebe immer

schlechter einen passenden Lehrling. Da macht es

Sinn, wenn sich Handwerk und Schule zusammenschliessen,

für eine optimale Berufsvorbereitung. Wir haben

drei Lehrer aus Oer-Erkenschwick, Herten und Recklinghausen

über die Berufsvorbereitung an ihrer Schule

befragt und nach Vorschlägen für einen bessere Zusammenarbeit

gesucht.

„Es wird schon viel gemacht. Aber die Schüler müssen

noch mehr für das Handwerk sensibilisiert werden“, sagt

Peter Hestermann. Der 61-Jährige ist Lehrer an der Rosa-

Parks-Gesamtschule Herten und organisiert dort die Projekte

„Zukunftswerkstatt“ und „Betrieb und Schule“. „Das

Handwerk ist der größte Arbeitgeber in Europa. Leider wird

das aber in der heutigen Zeit oft unterschätzt“, bedauert

Hestermann. Ein Handwerksberuf scheint im Gegensatz zu

Zentralabitur, Fachhochschulreife, Studium und Managerkarriere

nicht mehr „in“ zu sein. „Aber wir brauchen nicht

nur Ärzte, wir brauchen auch Handwerker!“, sagt Peter

Hestermann bestimmt. Auch seine Kollegen aus Oer-Erkenschwick

und Recklinghausen stimmen ihm zu. An den

Hauptschulen kennt man die gleichen Probleme. „Vor allem

aber wissen die Schüler gar nicht, warum sie eigentlich

zur Schule gehen sollen“, erzählt Nadim Al-Madani, ehemaliger

Lehrer an der Hauptschule Wasserbank in Recklinghausen.

Da hilft es, wenn während eines einwöchigen

Praktiklehrgangs in den Werkstätten der Kreishandwerkerschaft

ein Handwerksmeister den Schülern deutlich macht,

Nadim Al-Madani wünscht

sich ein Verzeichnis mit allen

Ausbildungsbetrieben.

Lehrer Peter Hestermann

versucht seinen Schülern

das Handwerk schmackhaft

zu machen.

warum ein Fliesenleger gut in Mathe sein muss. „Einer der

Schüler hat mit einer solchen Inbrunst Fliesen gelegt. Und

war stolz wie Oskar, als ihn der Meister gelobt hat. Jetzt

weiß er, wofür er sich im Unterricht anstrengen muss“, erzählt

der 32-Jährige Pädagoge und lacht. Solche Motivationen

können Lehrer nicht leisten. Zwar gibt es schon viele

Projekte und Aktionen, organisiert von Schulen und Kreishandwerkerschaft,

um den Schülern das Handwerk näher

zu bringen, dennoch reicht das nicht aus. „Ich würde mir

wünschen, dass sich die Betriebe noch stärker in den Unterricht

integrieren. Zum Beispiel, käme ein Meister zu uns

in den Physikunterricht, könnte er den Schülern viel besser

verdeutlichen, dass Physik für den Beruf wichtig ist“,

sagt Berufswahlkoordinator Rainer Lubrich von der Paul-

Gerhard-Schule aus Oer-Erkenschwick. Die Schule hat sich

extra ein Modell einer CNC-Fräsmaschine für den Physikunterricht

angeschafft. „Handwerksmeister können die natürlich

viel besser erklären als wir Lehrer. Vor allem ihre

Berufserfahrung und kleine Anekdoten motivieren unsere

Schüler“, erklärt der Hauptschullehrer. Ideen und Vorschläge

haben die drei Lehrer viele. „Wenn es ein Verzeichnis

von allen Ausbildungsbetrieben gäbe, das wäre toll. Dann

sparen sich die Schulen die aufwändige Suche nach ausbildungswilligen

Betrieben“, schlägt Nadim Al-Madani vor.

Viele Ideen sind schon längst in die Tat umgesetzt

worden: Bewerbungswerkstätten oder Camps, Zertifikatskurse,

ein „Tag der Betriebe“, die „Zukunftswerkstatt“,

Schülerunternehmen, Berufsorientierungsbüros, Lernpartnerschaften

mit Betrieben, Infomobile, Betriebsbesichtigungen,

Praktika und und und. Da kommt viel zusammen.

Und dass die Berufsvorbereitung nicht erst auf

14 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Rainer Lubrich würde sich über Besuche von Handwerksmeistern

in seinem Unterricht freuen.

den letzten Drücker erfolgen sollte, ist auch schon nichts

Neues mehr. Bereits ab Klasse fünf setzen die Oer-Erkenschwicker

Hauptschullehrer auf eine erste Berufsvorbereitung.

„Die Schüler sollen schnell wissen, wofür sie zur

Schule gehen und warum sich das Lernen auch lohnt“,

sagt Rainer Lubrich. Eine Vorbereitung nur durch Schu-

le ANZ_Neue_Siegertreppe_189x135.qxd und Handwerk reicht aber oft nicht aus. „Schön 02.09.2008 wäre, Arbeit 14:10 in Ihrem Uhr Betrieb Seite erzählen. 1

Hocheffizienzpumpen Wilo-Stratos ECO und Wilo-Stratos.

Die Hocheffizienzpumpen von Wilo überzeugen mit Stromeinsparungen bis zu 80 % im Vergleich zu ungeregelten Heizungspumpen.

Dafür wurden sie jetzt ausgezeichnet: die Wilo-Stratos ECO von der Stiftung Warentest mit einem „sehr gut“ und die Wilo-Stratos

25/1-6 mit dem „Energy+ Award 2008“. Dieser Preis ist Bestandteil des EU-Projekts "Energy+ Pumps",

das hoch energieeffiziente Umwälzpumpen zum europäischen Standard machen will und für besonders

energieeffiziente Pumpentechnik verliehen wird. Beeindruckend? Wir nennen das Pumpen Intelligenz.

www.wilo.de

Nr. 11 September 2008

wenn auch die Eltern uns, aber besonders ihre Kinder, unterstützen

würden “, sagt Rainer Lubrich. Vielen Schülern

fehle Disziplin, wie Pünktlichkeit und Ordentlichkeit, oder

die Motivation und das nötige Durchhaltevermögen. Das

ärgert die Betriebe und natürlich auch die Lehrer, die sich

immer wieder für ihre Schüler einsetzen und engagieren.

„Manchmal ist es wirklich frustrierend. Aber so-

bald ein weiterer Schüler einen Vertrag unterschreibt,

weiß ich, wofür ich den ganzen Stress

und Ärger auf mich genommen habe. Und dann

macht es auch wieder Spaß“, sagt Nadim Al-Madani,

der sich seit seinem Referendariat um die

Berufsvorbereitung an der Hauptschule Wasserbank

gekümmert hat.

Wenn Sie noch einen neuen Auszubildenden

suchen oder in Ihrem Betrieb Platz für einen

Schülerpraktikanten haben, dann melden Sie sich

bei uns. Oder wollen Sie bei der Berufsvorbereitung

an den Schulen helfen? Dann lassen Sie

das Vestische Handwerk dabei sein, wenn Sie in

den Schulen von Ihrem Beruf und der täglichen

Infotipp

Paul-Gerhard Schule

Lortzingstraße 2

45739 Oer-Erkenschwick

Tel.: 0 23 68 / 85 21 57

Hauptschule Wasserbank

Wasserbank 20

45663 Recklinghausen

Tel.: 0 23 61 / 90 43 70

Rosa-Parks-Gesamtschule

Fritz-Erler-Straße 2-4, 45699 Herten

Tel.: 0 23 66 / 30 37 20

Einsame Spitze. Doppelte Auszeichnung.

Meister von morgen

Vestisches Handwerk 15


Meister von morgen

Nach der Schule ist vor der Ausbildung

Tag der offenen Werkstatt bei der Kreishandwerkerschaft

Sägen, Schrauben, Schminken –

nichts ist unmöglich, wenn die Werkstätten

der Kreishandwerkerschaft

die Türen öffnen.

Schüler und Nachwuchs-Handwerker

dürfen am 25. September von 9 bis

15 Uhr den Meistern bei der Arbeit

zusehen. Und wer die Wahl hat, der

hat auch die Qual. Ob Anlagenmechaniker,

Friseur, Kosmetiker, Tischler

oder Zimmerer, jeder Beruf ist vertreten.

Da gibt es viel zu entdecken und

auszuprobieren.

Die Jugendlichen können bei

ihrem Besuch die Werkstätten genau

unter die Lupe nehmen. Zusehen, wie

Jugendliche können Rita

Aussauer mal genau auf die

Schere schauen und schon

erste Einblicke in das

08DE0405_H_ANZ_kallysto_Design_210x101:Layout 1 20.08.2008 10:43 Handwerk Uhr Seite bekommen. 1

08DE0405

An und aus

Tips und Tricks gibt es

beim Tag der offenen Tür

direkt von Werkstättenleiter

Wilhelm Korte.

der Tischler sägt und hämmert. Wie

der Friseur die Schere und den Kamm

hält. Oder wie ein Kfz-Mechaniker den

Automotor einbaut. Eine Chance, seinen

Traumberuf besser kennen zu lernen.

Und selbst auszuprobieren. Die

Theorie liefern Ausbildungsmeister

gleich mit.

Im letzten Jahr war die Veranstaltung

ein voller Erfolg für die Innungen

im Kreis: 1.350 Schüler blickten

hinter die Kulissen der Werkstätten.

Infotipp

25. September, 9 bis 15 Uhr

Handwerk live 2008

KH Recklinghausen

Dortmunder Straße 18

Hier kommt Technik ans Licht:

Das kallysto ® Schalter programm von Hager

macht auch bei Ihnen klick. Die Designlinien

kallysto.pur, kallysto.stil, kallysto.art über -

zeugen durch klare Linien, elegante Formen

und edle Materialien wie Glas und Aluminium.

www.hager.de

16 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Nr. 11 September 2008

Handwerkerland

Ein großzügiges Freiraumangebot und ein generationenübergreifendes

Siedlungskonzept prägen das Baugebiet

der Hertener Stadtwerke mitten im Stadtteil Langenbochum.

Günstige Grundstücke in Verbindung mit

einer effizienten, umweltfreundlichen Energieversorgung:

das ist die Besonderheit der Siedlung Freiwiese.

Eine große Chance für alle Handwerksbetriebe im Vest.

www.hertener-siedlungen.de

Vestisches Handwerk 17


Innungen heute

Ein Spielmobil für St. Marien

Tischler verschenken Spielzeug

Große Freude im Kindergarten St.

Marien in Datteln: Michael Bialas,

Prüfungsausschuss-Vorsitzender der

Tischler-Innung, und Jürgen Vogt,

neuer Obermeister, haben den Kindergartenkindern

ein großes Geschenk

vorbeigebracht. Eines von drei

Spielmobilen, angefertigt in der Lehrwerkstatt

Recklinghausen von Azubis

aus allen drei Lehrjahren, hat seinen

Platz in dem Dattelner Kindergarten

gefunden. Niklas, Angelina, Kilian und

Jonas haben das neue Spielzeug sofort

in Beschlag genommen.

Und das Spielmobil hat viel zu

bieten: Bälle können in einen Korb geworfen

werden, mit einem Baukasten

kann experimentiert werden und das

ganze Mobil kann in ein Segelboot

umgewandelt werden.

Die Jubilare: (v.l.) Geschäftsführer

Harald Lamprecht,

Peter Berninger,

David Meyer, Hans-Jörg

Wolny, Hartmut Werner,

Gerold Walczuch-Sinhuber,

Yilmaz Kiliccetin, Johann

Gabor und Sascha Rabe.

Michael Bialas hat den Dattelner St.

Marien Kindergarten wegen seiner integrativen

Kompetenzen ausgewählt.

Zwei weitere Spielmobile sind an Einrichtungen

in Herten und Recklinghausen

verschenkt worden.

Infotipp

Tischler-Innung Recklinghausen

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 48 03 20

Niklas, Angelina, Kilian und

Jonas freuen sich über das

Geschenk von Jürgen Vogt

(li.) und Michael Bialas

(re.).

Blaumann statt Blumenkind

Peter Berninger arbeitet seit 40 Jahren bei Metallbau Lamprecht in Datteln

Die späten 60er Jahre: Die Hippies

entledigen sich ihrer Kleider und

feiern den „Summer of Love“; die

Studenten gehen auf die Barrikaden.

Peter Berninger jedoch schwimmt

gegen den Strom: Er behält seine Sachen

an und geht 1968 zu Metallbau

Lamprecht.

Blaumann statt Blumenkind – diese

Entscheidung macht Peter Berninger

vielleicht nicht zu einem bedeutenden

Revolutionär, aber zum dienstältesten

Mitarbeiter des Dattelner Familienunternehmens,

denn auch 40 Jahre

später – der „Summer of Love“ steht

längst in den Geschichtsbüchern – ist

Peter Berninger noch als Monteur auf

Baustellen aktiv.

„Wenn man seinen Werdegang

beschreiben will, muss man die

ganze Firmengeschichte erzählen“, so

Geschäftsführer Harald Lamprecht.

Der Oer-Erkenschwicker hat den Aufstieg

miterlebt, die immer größer werdenden

Objekte, die auch ihn selbst

immer wieder vor neue Herausforderungen

gestellt haben. Vor Herausforderungen,

die er gemeistert hat. „Herr

Berninger verdient sich durch seine

Sachkunde den Respekt an der Baustelle

und hat immer ein ausgeglichenes

und gutes Verhältnis zur örtlichen

Bauleitung“, lobt Lamprecht.

Ausbildung bei Lamprecht,

Karriere bei Lamprecht – diesen Berufsweg

hat auch Hans-Jörg Wolny

eingeschlagen. Der Lehrling von einst

ist 30 Jahre später Werkstattleiter und

kümmert sich als Meister inzwischen

selbst um den Handwerkernachwuchs.

„Ruhig, sachlich, freundlich

– aber bestimmt“, so charakterisierte

Lamprecht seinen Mann in der Werkstatt

und betonte dessen großes Qualitätsbewusstsein.

Auf nunmehr 30 Jahre Lamprecht

kann ebenso Gerold Walczuch-

Sinhuber zurückblicken. „Er ist der Typ

bei Lamprecht, an den sich alle erinnern“,

weiß Harald Lamprecht. Was

sicherlich daran liegt, dass der Mann

mit der Schwäche für den FC Schalke

04 bei der Arbeit das deutliche Wort

schätzt. Man weiß, woran man bei ihm

ist – man weiß aber auch, dass er sich

selbst nicht schont. Ein echter Malocher

eben, der inzwischen der Stahl-

Schweiß-Experte bei Lamprecht ist.

Lob und Anerkennung gab es ebenso

für die weiteren Jubilare: Hartmut

Werner (25 Jahre), Yilmaz Kiliccetin

und Johann Gabor (je 20 Jahre) sowie

Sascha Rabe und David Meyer (beide

15 Jahre).

Infotipp

Metallbau Lamprecht

Rudolf-Diesel-Straße 4

45711 Datteln

Tel.: 0 23 63 / 3 80 50

Metall-Innung Vest Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

18 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Sicher unterwegs

Handwerk zeigt mit „Safety-Check“

Verantwortungsbewusstsein

Die Dekra führte kostenlose Sicherheitschecks

an Autos junger

Verkehrsteilnehmer durch. Sechs

Wochen lang konnten Jugendliche

zwischen 18 und 25 Jahren bei den

Sachverständigen im Vest ihre Autos

vorführen und auf sicherheitsrelevante

Mängel begutachten lassen. Ziel

ist, das Unfallrisiko zu reduzieren.

„Junge Fahrer sind häufig in älteren

Autos unterwegs, die nach wie vor

durch eine extrem hohe Mängelquote

und ein überdurchschnittliches Unfallrisiko

auffallen“, weiß Carsten Debler,

Leiter der Dekra Niederlassung Recklinghausen/Essen

beim Start der Aktion

in den Werkstätten der Vestischen

Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes

Recklinghausen und Gelsenkirchen.

Ein Termin, eigens für die Auszubildenden

der Handwerksbetriebe im

Vest. Mit dem sogenannten eintägigen

Safety-Check werden die älteren

Autos von interessierten Auszubildenden

auf ihre Fahrsicherheit geprüft.

Wie der 15 Jahre alte Nissan

Micra, den die frisch gebackene Bürokauffrau

Sahar Obeid vor anderthalb

Jahren geschenkt bekommen hat. Vor

allem der Zustand der Bremsen bereitet

den Kfz-Ingenieuren Andreas

Stoß und Alexander Burdeny Sorgen.

„Die nächste, vorsichtige Fahrt sollte

in eine Werkstatt gehen“, raten sie der

19-Jährigen.

Ehrenkreishandwerksmeister

und Innungsbeauftragter Paul Laser:

„Handwerk ist nicht nur Hightech und

Safety-Ceck für Fahranfänger von Dekra und Kfz-Innung: (v.l.) Paul

Laser, Carsten Debler (Dekra), Alexander Burdeny, Sahar Obeid

und Andreas Stoß.

meisterliche Leistung auf einem hohen

Niveau, sondern zeigt auch immer

Verantwortungsbewusstsein für seine

Mitarbeiter. Mit der Aktion „Safety-

Check“ leisten wir in Verbindung mit

der DEKRA unseren Beitrag hierzu.“

Infotipp

DEKRA Automobil GmbH

Dipl.-Ing. Carsten Debler

Tel.: 0 23 61 / 66 80

Vestische Innung des Kfz-Gewerbes

Recklinghausen und Gelsenkirchen

Innungsbeauftragter Paul Laser

Tel.: 0 23 61 / 48 03 34

Gruppenbild mit Gesellen: Die Prüfung ist bestanden, die Freude

groß.

Nr. 11 September 2008

Obermeister Dirk Sternemann

(r.) gratuliert dem

Prüfungsbesten Marcel

Sbosny.

Frische Konditoren

Marcel ist der Beste

Der Ort festlich, das Ereignis feierlich.

Im Café Sternemann in Recklinghausen

sind die erfolgreichen Teilnehmer

der Sommergesellenprüfung der Konditoren-Innung

Recklinghausen freigesprochen

worden. Obermeister Dirk

Sternemann konnte im Beisein des

gesamten erweiterten Vorstandes drei

Fachverkäuferinnen und sieben Konditoren

in die eigenständige Berufstätigkeit

entlassen. Marcel Sbonsny, der

bei Hans-Joachim Schmale im Café

Residenz in Castrop-Rauxel gelernt

hat, war mit der Durchschnittsnote

2,2 der Prüfungsbeste. Vier Prüflingen

gingen bei Konditormeister Michael

Hohoff in die Lehre. Damit belegt der

Waltroper den ersten Platz.

Infotipp

Konditoren-Innung Recklinghausen

Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

55 neue Haarkünstler mit Gesellenbrief

Gesellenprüfung Friseur-Innung Vest Recklinghausen

Die Vestische Friseur-Innung hat während

einer Freisprechungsfeier in den

überbetrieblichen Ausbildungsstätten

an der Dortmunder Straße die erfolgreichen

Teilnehmerinnen der Sommergesellenprüfung

des Friseurhandwerks

freigesprochen. Von insgesamt 63

Auszubildenden haben 55 die Gesellenprüfung

bestanden. Obermeister

Heinz-Peter Klein und Prüfungsvorsitzender

Norbert Lätsch haben die

Gesellenbriefe mit den besten Glückwünschen

überreicht und freuen sich

gemeinsam mit dem Verwaltungsleiter

der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

über das gute Ergebnis.

Infotipp

Innungen heute

Vestische Friseur-Innung

Innungsbetreuer Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

Vestisches Handwerk 19


Innungen heute

Multifunktional, edle Oberfläche und Pfiff

Kevin Fahrendorf ist Prüfungsbester der Tischler-Innung Recklinghausen

Obermeister Jürgen Vogt, Lehrlingswart

Michael Bialas und KH-Leiter Dr.

Frank Bruxmeier haben bei der Freisprechungsfeier

im Konferenzraum

der Sparkasse Vest Recklinghausen

den frischgebackenen Tischlern Gesellenbriefe

und Prüfungszeugnisse

übergeben.

Kevin Fahrendorf aus dem Betrieb Anton

Müther in Haltern war nicht nur

Bester in der Gesamtprüfung, sondern

wurde außerdem noch mit dem

ersten Preis im Wettbewerb „Die gute

Form“ ausgezeichnet, bei dem es um

Kreativität, Formgebung und Funktionalität

geht. Da sein Gesellenstück

Hinter dem Gesellenstück von Alexander Schwenk: (v. l.) Jürgen Vogt,

Verwaltungsleiter Dr. Frank Bruxmeier, Michael Bialas, Dirk Wember, Kevin

Fahrendorf, Alexander Schwenk.

Baugewerbe-Innung mit neuen Gesellen

Sechs Gesellen bekommen Gutschein für Meisterschule

In einer Feierstunde bekamen die

Junggesellen der Baugewerbe-Innung

Recklinghausen ihre Gesellenbriefe

überreicht. Bei der diesjährigen Prüfung

haben zehn Maurer, drei Fliesen-,

Platten- und Mosaikleger, ein Hochbaufacharbeiter

und ein Betonstein-

und Terrazzohersteller erfolgreich ihre

Ausbildung absolviert. Sechs Auszubildende

haben mit besonders gutem

Ergebnis ihre Prüfung abgelegt, die

auch seitens der Innung mit einem

Gutschein für die Meisterschule belohnt

wurden.

Der stellvertretende Obermeister Ralf Kunkel und KH-Verwaltungsleiter

Dr. Frank Bruxmeier (v.r.) gratulieren den neuen Gesellen.

zudem die handwerklich am besten

gefertigte Gesellenarbeit darstellte,

wurde er auch noch Sieger beim

„Johann-Heinrich-Riesener-Preis“.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Dirk

Wember von der Firma Aloys Bialas

in Castrop-Rauxel und Alexander

Schwenk von der Firma Gerd Schroer

in Recklinghausen für eine gute

Gesamtprüfung. Dirk Wember erhielt

außerdem den zweiten Preis im Wettbewerb

„Die gute Form“. Eine Belobigung

in diesem Wettbewerb erging an

Leonard Spohr von der Firma Hermschulte

in Herne.

Die Gesellenstücke der glücklichen

Absolventen fanden in der

Schalterhalle der Sparkasse Vest

Recklinghausen einen großzügigen

und eleganten Rahmen. Die Möbelstücke

von Kevin Fahrendorf, ein

Couchtisch mit Weinfach und Platz

für Multimediageräte, und Alexander

Schwenk, ein Barschrank, zeigen, wohin

der Trend im Tischlereihandwerk

geht: zum handwerklich hochwertig

verarbeiteten Multifunktionsmöbel

mit edler Oberfläche und Pfiff.

Infotipp

Tischler-Innung Recklinghausen

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 4 80 32

Infotipp

Baugewerbe-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

20 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Elektriker feiern 75. Geburtstag

Herrliches Sommernachtsfest im Garten-Pavillon Haus Bergedick

Infotipp

Innung für Elektrotechnik

Recklinghausen

Innungsbetreuerin:

Marie-Luise Münch

Tel: 0 23 61/ 48 03 32

Sie verstehen was vom Strom. Die

Meisterinnen und Meister der Elektroinnung.

Aber sie können auch feiern.

So wurde die Festveranstaltung zum

75. Geburtstag wahrhaft ein unvergessliches

Ereignis. Ein lauer Sommerabend,

eine heiter, freundschaftliche

Stimmung, ausgezeichnetes Essen,

wohlgelaunte Gäste aus Politik, Wirtschaft

und eben dem Handwerk. Im

angenehm kurzen offiziellen Teil: Die

herzliche Begrüßung der Gäste durch

Hans-Walter Bugzel, Obermeister der

Innung, das Grußwort des Bürgermeisters

Wolfgang Pantförder und die

Glückwünsche des Präsidenten der

Handwerkskammer Hans Rath.

Und die Höhepunkte nahmen

kein Ende: Crooni & Rappi, die Bänkelsänger

der Innung führten musikalisch

durch 75 Jahre Innungsgeschichte.

Elektromeister Bernd Croonenbrock

und Berufsschullehrer Udo Rapp so

wie man die beiden kennt: Mit Humor,

Scharfzüngigkeit, Schlagfertigkeit und

der nötigen Ironie.

Ein brillanter Magier verzauberte

buchstäblich die über 150 Festgäste

im Haus Bergedick. Dem Kinderhospiz

in Datteln kommt der Erlös

der wohlbestückte Tombola zu Gute.

Zwischendurch immer wieder Zeit

zum Gespräch und nachbarschaftlichem

Plausch. Südamerikanische Musik

spielte zum Tanz auf bis weit nach

Mitternacht.

Festorganisator Thomas Kluwe

konnte wirklich mehr als zufrieden sein.

Er hat wie gewohnt mit seinem Team

hervorragende Arbeit geleistet.

Gäste an diesen Abend: Bürgermeister

Ferdinand Zerbst, der stellvertretende

Obermeister Hans-Theo

Schröer, Dr. Frank Bruxmeier, Verwaltungsleiter

der Kreishandwerkerschaft

und sein Vorgänger Dr. Hans-Georg

Geißdörfer. Und ich, der Schreiber

dieser Zeilen. Hab mich als Migrant

aus Bayern sehr wohlgefühlt und freu‘

mich schon aufs nächste Fest.

Baugewerbe-Innung fordert vernünftige Ausbildungsvergütung

Neue Tarife belasten die Handwerker im Vest

Obermeister Heinrich Kinzler und

sein Stellvertreter, Ralf Müller, haben

sich in einem offenen Brief an die

Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft

gewandt. Sie fordern mehr

Unterstützung bei der Ausbildungsvergütung.

Durch die erneute Erhöhung der Ausbildungsvergütung

fürchten die Obermeister

um die Lehrstellen im Vest.

„Mittlerweile sind die Ausbildungskosten

so explodiert, dass uns ernsthaft

die Sorge umtreibt, ob und wie

wir Bauhandwerker vor Ort überhaupt

noch ausbilden können“, schreiben

die Meister in ihrem Brief an Hermann

Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer

des Baugewerbeverbandes Westfalen.

Insgesamt kostet ein durchschnittli-

Nr. 11 September 2008

Hatten viel Freude bei der Jubiläumsfeier: Hans-Walter Bugzel, Innungs-

Obermeister aus Westerholt, Ferdinand Zerbst, stellvertretender Bürgermeister,

Wolfgang Pantförder, Bürgermeister von Recklinghausen und Hans

Rath, Handwerkskammerpräsident aus Münster.

Die Baugewerbe-Innung Recklinghausen fordert vom Baugewerbeverband

Westfalen mehr Unterstützung bei der Ausbildungsvergütung.

cher Ausbildungsplatz im vestischen

Bauhandwerk rund 50.000 Euro, berechnet

auf drei Jahre Ausbildungszeit.

„Im Gegensatz zur Bauindustrie

und den großen Baukonzernen arbeiten

wir Handwerker vor Ort relativ

personalkostenintensiv. Aber während

sich die Großen wenig um neuen

Nachwuchs kümmern, sind es unsere

Mitgliedsbetriebe, die die dringend

benötigten Fachkräfte ausbilden“, erklärt

der Obermeister.

Infotipp

Innungen heute

Baugewerbe-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 18 03 1

Vestisches Handwerk 21


Innungen heute

Norbert Hoffmann, Vorsitzender

des Berufsbildungsausschusses

der HWK,

Hans Rath, Präsident der

HWK, Isolierhandwerk-

Auszubildender Adam

Sawczuk, Hermann Eiling,

HWK-Hauptgeschäftsführer,

und Kreishandwerksmeister

Hans-Walter

Bugzel.

Jürgen Vogt ist neuer Obermeister

Jürgen Hegering hilft weiter mit als Stellvertreter

An der Spitze der Tischler-Innung mit

rund 52 Innungsbetrieben hat ein

Wechsel statt gefunden. Zum neuen

Obermeister der Tischlerinnung wurde

Jürgen Vogt (39) gewählt. Der bisherige

Stelleninhaber Jürgen Hegering

(60) hat nach 18-jähriger Tätigkeit

dieses Ehrenamt an einen jüngeren

Tischlermeister weiter gereicht. Jürgen

Hegering bleibt der Innung als neuer

stellvertretender Obermeister erhalten.

In seinem neuen Amt, als neuer

Obermeister, wird Jürgen Vogt den

Innungsbetrieben mit den Fachleuten,

die eine sorgfältige und qualitativ

hochwertige Arbeit leisten, das Tischlerhandwerk

als verlässlicher Partner

den Kunden näher bringen.

Ausbildung für Isolierer bleibt in Recklinghausen

Präsident der Handwerkskammer Münster überbringt gute Nachricht

Mit einer besonderen Botschaft besuchte

der Präsident der Handwerkskammer

Münster, Hans Rath, den Lehrbauhof

der Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen am Ossenbergweg.

Auf der letzten Vollversammlung der

Handwerkskammer Münster wurde

ausdrücklich der Ausbildungsgang der

Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutzisolierer

in Recklinghausen bestätigt.

Die Isolierer sind die Experten für

den Einbau von Energieeinspar- und

Brandschutzvorrichtungen gerade im

gewerblichen Bau, zum Beispiel in

Kraftwerken, aber auch an Heizungsanlagen

in Privathäusern. Präsident

Rath überzeugte sich auf Einladung

von Kreishandwerksmeister Hans-Walter

Bugzel sowie dem Obermeister der

Baugewerbe-Innung Recklinghausen,

Heinrich Kinzler, über den hohen Aus-

Die Freude ist groß bei Jürgen Hegering, Jürgen Vogt und Dr. Frank Bruxmeier

(v.l.).

bildungsstandard in Recklinghausen.

Mit sechs Auszubildenden im dritten

und damit letzten Lehrjahr führte er

intensive Gespräche.

Infotipp

Baugewerbe-Innung Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

Infotipp

Tischler-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 4 80 32

22 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Ein neuer Chef

Heinrich Kinzler ist Obermeister der Baugewerbe-Innung Recklinghausen

Heinrich Kinzler ist einstimmig zum

neuen Obermeister der Baugewerbe-

Innung Recklinghausen gewählt worden.

Als neue stellvertretende Obermeister

wurden Ralf Müller und Ralf

Kunkel gewählt.

Nach 18 Jahren Vorstandsarbeit,

davon zwölf Jahre als stellvertretender

Obermeister und drei Jahre als

Obermeister, stellte sich Hugo Heitfeld

nicht mehr zur Wiederwahl. Heinrich

Kinzler dankte Hugo Heitfeld für

seinen unermüdlichen Einsatz für das

heimische Handwerk.

„Malergold“ bei der Firma Hilbrand

Hertener bekommt den Goldenen Meisterbrief

An der Ehrenwand des Maler- und Lackiererunternehmens

Hilbrand ist ein

Platz für den Goldenen Meisterbrief

von Helmut Hilbrand reserviert.

Obermeister der Maler und Lackierer-

Innung Theo Ribbrock und sein Stellvertreter

Ludger Röwer überreichten

dem 77-jährigen Malermeister den

Goldenen Meisterbrief.

Das Hertener Unternehmen

ist älter als der rüstige Senior: Schon

1921 wurde es von seinem Vater Josef

Hilbrand gegründet und befindet

sich schon in der dritten Generation

in Familienbesitz, seit 1997 unter der

Leitung von Sohn Markus Hilbrand.

An der Wand hängt schon der Goldene

Meisterbrief von Josef Hilbrand aus

dem Jahre 1969 – daneben kommt

jetzt der neue „Goldene“.

Nr. 11 September 2008

Infotipp

Baugewerbe-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuer Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 18 03 1 v.l. Ralf Kunkel, Heinrich Kinzler, Ralf Müller

Theo Ribbrock (l.) und

Ludger Röwer (r.) überreichen

Helmut Hilbrand

und seiner Frau Ursula den

Goldenen Meisterbrief.

Infotipp

Maler-und Lackierer-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuerin

Petra Föhn

Tel.: 0 23 61 / 48 03 21

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Innungen heute

Baugewerbe-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuung: Ralf Ullrich

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Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

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Vestisches Handwerk 23


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24 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Spezial Energetisches Bauen

Auftragsschwerpunkt der Baumaler verlagert sich zur Altbausanierung

Vestisches Handwerk im Gespräch mit Obermeister Theo Ribbrock

Malerinnungsbetriebe bringen Farbe in die Region - und

tragen zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Die Maler- und

Lackiererinnung Mittleres Ruhrgebiet zählt rund 120 Mitgliedsunternehmen,

in denen zurzeit etwa 390 Lehrlinge

ausgebildet werden. Hinzu kommen 20 Innungsbetriebe

mit rund 30 Lehrlingen bei der Maler-Innung Dorsten.

Vestisches Handwerk sprach mit dem stellvertretenden

Kreishandwerksmeister der KH Recklinghausen und Obermeister

der Innung Mittleres Ruhrgebiet, Theo Ribbrock,

über die aktuelle Lage der Branche.

Vestisches Handwerk: Herr Ribbrock, der Neubausektor

dümpelt vor sich hin. Wie wirkt sich die eher

lustlose Baukonjunktur auf das Maler- und Lackiererhandwerk

im Vest aus?

Theo Ribbrock: Bei den Baumalern hat sich der

Auftragsschwerpunkt eindeutig hin zur Altbausanierung

verlagert, allerdings mit regionalen Unterschieden. Außerdem

können wir feststellen, dass wir als Handwerksunternehmen

kaum noch an Aufträge im Mehrfamilienhausbau

herankommen. Unser Haupttätigkeitsgebiet liegt bei Ein-

und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Leider

ist uns auch im öffentlichen Bau ein riesiges Auftragsvolumen

weggebrochen, weil die Kommunen einfach kein

Geld mehr haben. Dabei ist der Investitionsstau riesig.

Der Nachwuchs im Maler- und Lackiererhandwerk ist für

die nächsten zwei bis drei Jahre gesichert.

Nr. 11 September 2008

Obermeister Theo

Ribbrock fordert weitere

Fördermaßnahmen, damit

Eigenheimbesitzer Modernisierungen

und Sanierungen

fi nanzieren können.

Vestisches Handwerk: Was müsste Ihrer Ansicht

nach geschehen, damit sich die Auftragslage der Baumaler

wieder verbessert?

Theo Ribbrock: Privaten Bauherren geht es doch

genau so wie öffentlichen Auftraggebern: Das Geld wird

immer knapper! Denn die Energiekosten, die Sozialversicherungsbeiträge

und die Lebenshaltungskosten steigen

ständig weiter an. Deshalb sollte der Staat, der ja das politische

Ziel hat, Umwelt und Klima stärker zu schützen, mit

weiteren Fördermaßnahmen und steuerlichen Erleichterungen

dafür sorgen, dass Privathaushalte die notwendigen

Investitionen in eine Modernisierung und Sanierung ihrer

Eigenheime wieder finanzieren können.

Vestisches Handwerk: Wie sieht es in der Berufsausbildung

der Baumaler aus. Haben sich da auch die Akzente

verschoben?

Theo Ribbrock: Hier hat die Außenwärmedämmung

an Bedeutung gewonnen und ist entsprechend in

der Ausbildungsordnung enthalten. Wichtig ist, dass wir

qualifizierte junge Leute für unser Handwerk und die Herausforderungen

der Zukunft begeistern können. Leider

wird das immer schwerer. Wir müssen davon ausgehen,

dass heute 25 Prozent der Hauptschulabgänger nicht mehr

ausbildungsfähig sind. Ich gehe jedoch davon aus, dass der

Bedarf an Nachwuchskräften auch in den nächsten zwei bis

drei Jahren gedeckt werden kann. Danach könnte die Welt

allerdings ganz anders aussehen.

§ KANZLEI GROMNITZA §

§

FRANK GROMNITZA

RECHTSANWALT

Fachanwalt für Verkehrsrecht, Familienrecht

Weitere Schwerpunkte: Werkvertragsrecht,

Miet- und Wohneigentumsrecht

ROLF GEIßDÖRFER †

RECHTSANWALT UND NOTAR a.D.

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Vestisches Handwerk 25


Spezial Energetisches Bauen

Gebäudesanierung – ein Markt mit erheblichem Potenzial

Unsere Empfehlung an die Handwerksbetriebe: Ran an den Markt!

Die Baukonjunktur in Deutschland ist gespalten: Während

stark rückläufige Baugenehmigungen dem Wohnungsneubau

einen kräftigen Dämpfer versetzen, trägt

das Bauen im Bestand zur Stabilisierung der Branche

bei. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden

von Januar bis Dezember 2007 bundesweit 182.300

Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, 26,3 Prozent

weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Umso wichtiger ist es für das Handwerk, jetzt am Markt

in die Offensive zu gehen und jene Umsatzpotenziale

auszuschöpfen, die in der Sanierung vorhandener Bausubstanz

stecken.

Bereits jetzt haben Bestandsmaßnahmen maßgeblichen

Anteil an den Wohnungsbauleistungen. Gleichwohl monierte

der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft,

Karl-Heinz Schneider, im Juni: „Nach Berechnungen

des Instituts der Deutschen Wirtschaft müssen 200 Mrd.

Euro allein im Wohnungsbereich investiert werden, um Ein-

und Mehrfamilienhäuser emissionsärmer zu machen. Noch

geht die Sanierung des Gebäudebestandes nur im Schneckentempo

voran: Bei der CO2-Gebäudesanierung wurden

2006 und 2007 rund 400.000 Wohnungen saniert.

Jetzt informieren!

Bleibt es bei diesem Tempo, würde es angesichts der annähernd

40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland fast

200 Jahre dauern, bis diese energetisch modernisiert wä-

Innungsbetriebe sollten gezielt mit Gebäudesanierung

werben und sich als kompetente Berater dem Kunden

präsentieren.

LBS-Bausparen

demnächst Riester

gefördert!

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Altersvorsorge: das eigene Zuhause. Planbar, zinssicher

und gleich mehrfach gefördert. Jetzt schon mit

Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage,

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In einem unserer 900 LBS-Kunden-Center oder einer

der 16.000 Sparkassen-Filialen. www.lbswest.de

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26 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Spezial Energetisches Bauen

ren.“ Nach Ansicht der Bundesvereinigung erwächst ein

Hemmschuh für Investitionen insbesondere aus der Tatsache,

dass heute zwar technisch vieles möglich sei, der dabei

entstehende Aufwand jedoch die Kostenbelastung des

Wohneigentümers in eine nicht tragbare Größenordnung

wachsen lassen könne. „Die verschärften Anforderungen

ab 2009 führen zum Beispiel beim Neubau zu einer Zunahme

der Herstellungskosten für Baukonstruktion und

Anlagentechnik um 30 bis zu 130 Euro je Quadratmeter

Nutzfläche. Die für 2012 vorgesehene nochmalige Niveauanhebung

verteuert die Kosten gegenüber der Energieeinsparverordnung

(EnEV) 2007 um 95 bis 250 Euro je

Quadratmeter.

Da die ständig steigenden Heizkosten Privathaushalte

wie Unternehmen immer stärker belasten, besteht

dringender Handlungsbedarf. Erhebliche Einsparpotenziale

gibt es bei der Raumwärme, auf die etwa ein Drittel

des Energieverbrauchs entfällt. So sind nach Mitteilung

des Maler- und Lackiererinnungsverbandes Westfalen bis

dato weniger als ein Viertel der insgesamt 32 Millionen

Gebäude in Deutschland ausreichend gedämmt. Gerade

bei älteren Gebäuden könne jedoch durch eine sachgerechte

Dämmung der Raumwärmeverbrauch um die Hälfte

gesenkt werden. Dies gelte vor allem für Objekte, die zwischen

1950 und 1970 gebaut wurden. Pro Quadratmeter

gedämmter Fassaden beläuft sich die eingesparte Menge

Heizöl auf bis zu acht Liter im Jahr.

Die Entscheidung für ein Wärmedämm-Verbundsystem

(WDVS) ist immer dann besonders wirtschaftlich,

Nr. 11 September 2008

Der Vorsitzende der BundesvereinigungBauwirtschaft,

Karl-Heinz Schneider

rechnet mit einer

schleichenden Sanierung

des Gebäudebestands.

wenn ohnehin eine Fassadenrenovierung ansteht. Die

heutigen Wärmedämm-Verbundsysteme lassen sich auch

auf Untergründe aufbringen, die für Anstriche nicht mehr

tragfähig sind. Aufwändige Vorarbeiten entfallen und selbst

gerissene Putzflächen können sicher überbrückt werden.

Und sie eröffnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Auch der Austausch alter Fenster gegen moderne

Wärmeschutzfenster trägt zur Verbesserung der Energiebilanz

bei. Ideal ist es, wenn die Fenstererneuerung mit der

Aufbringung eines Wärmedämm-Verbundsystems kombiniert

wird. Ob zu viel Wärme durchs Fenster verloren geht,

liegt nämlich nicht zuletzt am Einbau. Dämmstoff, Wandbaustoff

und Wandstärke spielen eine Rolle. Optimal ist

es, die Fenster möglichst vollständig in der Dämmebene

der Wandkonstruktion zu positionieren und den Blendrahmen

möglichst weit zu überdämmen.

Wichtig ist, dass die mit der Gebäudesanierung

und Energieeinsparung befassten Handwerksunternehmen

jetzt Präsenz im Markt zeigen und sich als kompetente Berater

und Problemlöser profilieren; dass sie sich bei ihren

Stammkunden mit Empfehlungen zum Thema Energiesparen

– zum Beispiel durch Mailings – in Erinnerung bringen

und Neukunden mit Anzeigen oder Flyern akquirieren.

Verschiedene handwerkliche Fachverbände halten themenspezifisches

Werbe- und Informationsmaterial bereit, das

von Innungsbetrieben gezielt eingesetzt werden kann.

Also: Ran an den Markt. Wenn nicht jetzt, wann dann?

• Kompetente Beratung

• Komplettes Abholprogramm vor Ort

• Großes Liefer-programm in Farben

• Bodenbelägen, Tapeten

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und an 14 weiteren Standorten.

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Vestisches Handwerk 27


Spezial Energetisches Bauen

Hier beraten Profis

Neue Profi-Malermärkte in Essen und Dortmund

Infotipp

ZERO Profi-Malermarkt

Leimkugelstraße 7

45141 Essen

In der Leimkugelstraße 4 im Essener Norden werden

die Farben jetzt neu gemischt. Niederlassungsleiter

Kurt Link, Roman Friedrich, Marko Krämer und Petra

Schmidt sind das Zero-Berater-Team für jeden Malerbedarf.

Das Team wird unterstützt durch die mobilen Fachberater

Jochen Schmale, Frank Ostgathe und Gerd Aust.

Farben, Lacke und Lasuren, Putze, Wärmedämmsysteme,

Bodenbeläge, Tapeten, Werkzeuge sowie Berufskleidung

gehören zum Sortiment. Ergänzt wird das Angebot durch

einen flexiblen Lieferservice und eine Mix-Tönungsanlage

für individuelle Wunschfarben vor Ort. Ab 6.30 Uhr hat der

Fachmarkt durchgehend geöffnet. Die Essener Niederlassung

ist das fünfte Profimarkt-Outlet des Bad Oeynhauser

Mittelständlers. Das Konzept: „Im Direktverkauf

sehen wir eine große Chance, unsere Produkte

flächendeckend dem Malerhandwerk zur Verfügung

zu stellen“, sagt Marcus Fischerbock (42),

der das Familienunternehmen (140 Mitarbeiter,

33 Mio. Euro Umsatz) in zweiter Generation

führt. Im September hat ZERO einen weiteren

Profi-Malermarkt in Dortmund eröffnet.

www.zero-profi-malermarkt.de Wissen auf jede Frage eine Antwort: Das Profi-

Beratungsteam.

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Geldwert Werte schaffen? Jetzt Fassade dämmen!

Energie sparen und die Umwelt schützen, Heizkosten halbieren, Wohn qualität verbessern und Gebäudewert

steigern: Eine Fas saden däm mung mit Wärmedämm-Verbundsystemen ist eine wertvolle Inves ti tion.

Außerdem fördert der Staat diese Bau maßnahme mit kräftig verbesserten Förderprogrammen. Entscheiden

Sie sich jetzt für eines der bewährten WDV-Systeme von Brillux!

Brillux · Postfach 16 40 · 48005 Münster · Tel. +49 (0)251 7188-0 · Fax +49 (0)251 7188-439 · www.brillux.de · info@brillux.de

Mehr Informationen:

www.daemm-info.de

28 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11


Spezial Energetisches Bauen

Wärmedämmung lohnt sich

Innovative Verbundsysteme

Das Motto lautet: Je eher gedämmt wird, desto besser.

Wärmedämmsysteme von Markenherstellern sorgen dafür,

dass die Wärme da bleibt, wo sie gebraucht wird und

nicht länger nach draußen entweicht.

Das Prinzip einer Wärmedämmung ist einfach: Der Dämmstoff

verhindert, dass Wärme abfließen kann. Während

dies bei ungedämmten Fassaden ungehindert geschieht,

reduziert ein außen auf die Fassade angebrachtes Wärmedämm-Verbundsystem

(WDVS) den Abfluss der in der

Wand gespeicherten Wärmeenergie deutlich. Ein WDVS

besteht grundsätzlich aus den Hauptkomponenten Verklebung/Befestigung,

Dämmstoff, Armierung und Schlussbeschichtung.

Das Wärmedämm-Verbundsystem Qju ist innovativ und

besonders schnell und sauber zu montieren.

Wärmedämm-Verbundsysteme bewähren sich seit

Jahrzehnten, denn sie werden laufend weiter entwickelt

und sind bis ins kleinste Detail durchdacht. Sie ermöglichen

größten Gestaltungsspielraum, lassen sich schnell,

einfach und sicher verarbeiten und überzeugen außerdem

durch ihre Qualität und Langlebigkeit, hervorragenden

Witterungsschutz und die mechanische Belastbarkeit. Insgesamt

sieben verschiedene Wärmedämm-Verbundsysteme

hat Brillux im Programm. Darunter Qju, ein WDV-System,

das mit einigen zusätzlichen Vorteilen aufwartet.

Qju sorgt für eine saubere Baustelle und überzeugt

durch eine besonders robuste, unempfindliche Oberfläche.

Da Qju auf einer innovativen Verarbeitungstechnik

basiert, ist es dem Verarbeiter möglich, das System nicht

nur schnell, sondern vor allem auch sauberer und leiser als

konventionelle Systeme zu montieren.

Wärmedämmung spart nicht nur jede Menge Energie,

sie sorgt auch für ein besseres Raumklima. Die Wärmedämm-Verbundsysteme

von Brillux stehen für einen

optimalen Fassadenschutz, schützen und erhalten die Bausubstanz.

Fassadenrenovierung, -umgestaltung oder Neuerrichtung:

die Investition macht sich schnell bezahlt.

Nr. 11 September 2008

FRANK PIECHA

Technischer Leiter von unserem

Tochterunternehmen GEOWELL.

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0409_RZ_WP_mit_Rundumservice_93x1 1 Vestisches Handwerk 04.09.2008 2914:42:22


Vestischer Kalender

Seminare

Kreative Hochstecktechniken

Vestische Friseur-Innung, Montag, 17.

und 24. November, 17.30 Uhr.

Sämtliches Werkzeug, Material und

Modelle sind mitzubringen

Kosten: 35 Euro für Innungsmitglieder

(sonst: 45 Euro)

Infos: Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

HPI I – Elektronische Grundlagen

der Elektronik

Handwerkskammer Bildungszentrum

Münster, 7 Monate berufsbegleitend

Start: Samstag, 18. Oktober

Weitere Infos: Petra Fasselt

Tel.: 02 51 / 7 05 11 12

Maurermeisterkurs in Abendform

Die Baugewerbe-Innung Recklinghausen

bietet ab September einen fachlichen

Vorbereitungslehrgang auf die

Meisterprüfung an. Der Kurs findet

berufsbegleitend statt und umfasst

940 Stunden.

Infos: Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

Top Akteur Kadus

Vestische Friseur-Innung

Sonntag, 9. November, 11 Uhr

Sämtliches Werkzeug, Material und

Modelle sind mitzubringen

Kosten: 80 Euro

Ausbildereignungsprüfung

nach 8 Samstagen

Sonderlehrgang zur Erlangung der

Ausbildereignungsprüfung

Beginn: 18. Oktober, 80 Stunden

Die Ausbildereignungsprüfung ist

gleichzeitig der vierte Teil der

Meisterschule.

Infos: Ralf Ulrich

Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

Lecker und schön

Redaktionsfest bei der Firma Hannes AufEwald

Kreishandwerksmeister Hans-Walter Bugzel begrüßt die vielen Gäste in der

Ausstellunghalle der Firma Hannes AufEwald.

Tolles Wetter, tolle Gäste und ein toller

Gastgeber.

Ernst-August Hannes von der gleichnamigen

Firma hat uns in seine formidable

Ausstellungshalle eingeladen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche

Ewald – unsere Redaktionsräume

liegen direkt nebenan. Und da Ernst-

August Hannes ein Bochumer mit Leib

und Seele ist, gab es natürlich leckeres

Fiege-Pils und die legendäre Dönninghaus-Wurst.

Die ließ sich bei herrlichem

Sonnenschein unter anderem der

Landtagsabgeordnete Ewald Groth

(Grüne) schmecken. Wie rund 100

weitere Gäste, darunter zahlreiche

Obermeister, Innungsbetreuer und

prominente Vertreter aus Politik und

Verwaltung. Kreishandwerksmeister

Hans-Walter Bugzel, Agentur-Chef

Otto Lerchenmüller und spontan auch

der Westerholter Bäckermeister Wilhelm

Lensmann eröffneten das Fest.

Neue Frisuren gibt es auf

der Modepräsentation zu

sehen.

Veranstaltungen

Messen

Verstorbene Innungsmitglieder

Modepräsentation

Mittwoch, 24. September, 19.30 Uhr

Herbst/Winter 2008/2009

Kosten: Auszubildende 7 Euro,

Meister und Gesellen 9 Euro

Infos: Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

Mode Heim Handwerk 2008

Samstag, 1. November bis Sonntag,

9. November,

Verbrauchermesse rund ums

Thema Bauen und Renovieren.

Messe Essen

www.mode-heim-handwerk.de

Vestische Friseur-Innung

Friseurmeister Hiltram Hochstein, Recklinghausen, 20. Mai 2008

Bäcker-Innung Recklinghausen

Ehrenobermeister Max Prang, Recklinghausen, 27. Juni 2008

Tischler-Innung Recklinghausen

Georg Beine, Recklinghausen, 26. Mai 2008

Walter Lenzmeier, Herten, 11. Juni 2008

Tischlermeister Bernhard Panner, Recklinghausen, 12. Juli 2008

Dachdecker-Innung Recklinghausen

Karl-Jörg Brauer, Marl, 4. August 2008

Geburtstage von Innungsmitgliedern

89. Geburtstag

Ida van der Moolen,

28. August

81. Geburtstag

Theo Pötter, 20. August

80. Geburtstag

Peter Conrad, 16. September

75. Geburtstag

Heinrich Loos, 7. September

65. Geburtstag

Antonius Nieländer, 4. August

Klemens Drees, 7. August

Edmund Nolde, 11. September

Heinrich Roettger, 19. September,

60. Geburtstag

Herbert Grümer, 22. August

Klaus-Peter Lentzsch,

18. August

Heinz Lambernd, 18. August

Klaus Martin, 21. August

Harald Zahn, 17. September

Jürgen Dämmrich, 28. August

Hans-Berthold Muttschall,

31. August

Ludwig Köster, 14. September

Karl-Heinz Söhring,

15. September

50. Geburtstag

Ralf Schulze, 3. August

Claus Ernst, 15. August

Matthias Benkhoff, 22. August

Bernd Nattler, 24. August

Bernhard Teige, 29. August

Brigitte Both, 8. September

Ludwig Grüner, 16. September

Ludger Daldrup, 12. August

Reinhard Pilch, 25. September

Wolfgang Coch, 28. September

30 Vestisches Handwerk September 2008 Nr. 11

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