Les - Mountain Wilderness Schweiz

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Sommer | Été 2013 | 66Funpark Alpen:Bilder der AufrüstungDie Zukunft desAlpentourismusProjetsalternatifs:une autre voieest possible


Editorial 2 _ 3Grenzen für möblierte Bergevon Helmut Scheben,VorstandsmitgliedUnd sie bewegt sich doch: Die festgefahreneDebatte über Sinn undUnsinn des Heliskiings. Die EidgenössischeNatur- und Heimatschutzkommissionempfiehlt, den Heli­Landeplatz Monte Rosa aufzuheben.Das Heliskiing sei nicht zu vereinbarenmit dem Ziel, eine eindrücklicheGletscherlandschaft zu schützen, die zum Bundesinventarder Naturdenkmäler gehört. mountainwilderness hat dieser Forderung im April mit einerDemonstration auf dem Gebirgslandeplatz MonteRosa Nachdruck verliehen.Der Trend, die noch erhaltenen naturnahen Alpenlandschaftenmit Seilrutschen, Hängebrücken, Sommerrodelbahnenetc. zu Funparks umzubauen, stösst mehrund mehr auf Widerstand. Der SAC beobachtet dieEntwicklung mit Sorge und bezieht dazu eine klarePosition: «Hochgebirgswildnis hat einen hohen Erlebniswertund soll von technischen Einrichtungen freigehaltenwerden». Der Tourimus-Experte Stefan Forsterschreibt, dass die «Möblierung der Berge» mit Erlebnis-Installationen «eine Spirale in Gang setzt, die immerverrücktere Inszenierungen erfordert.» Forster beobachtetjedoch auch eine Gegenbewegung: Immer mehrTouristen suchen eine authentische Landschaft undkeine Erlebnis-Scheinwelten.Das Erlebnis, welches als Konsumartikel von der Stangegekauft wird, ist kein Erlebnis mehr, sagt der Kultur-Soziologe Gerhard Schulze. Denn am Ende reist derTourist dahin, wo er immer schon war. Und die Landschaftist nur noch nebensächliches Accessoire zuAprès-Ski, globalisiertem Food und Hotelzimmern.Funpark AlpenGeschichte undGegenwartSeite 4 – 7MitgliederbefragungHohe Zufriedenheit derMitgliederSeite 10 – 11Une autre voiee st p ossibleDes sons, de l’absintheet de l’aventurePage 17wildernews erscheint zweimal jährlich und geht an die Mitglieder und SpenderInnen von mountain wilderness Schweiz_ HERAUSGEBER mountain wilderness Schweiz, Sandrainstrasse 3, 3007 Bern, T 031 372 30 00,info@mountainwilderness.ch _ REDAKTION Nathalie Séchaud, Martin Kempf _ GESTALTUNG grafikwerkstatt upart, Bern_ ÜBERSETZUNG Bertrand Semelet _ AUFLAGE 4 600 Exemplare _ TITELFOTO Spécimem de dragon (1723),Foto Viaticalpes/Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne_ Foto links Kreaturen in den Bergen, Glacier3000, Foto Thomas Wyler, Flicker


Funpark Alpen3412Ort Gemmipass, Leukerbad, WallisName Aussichtsplattform GemmiBaujahr 2011Slogan Der Hot Spot GemmiOrt Flumserberg, St. GallenName CLiiMBERBaujahr 2012Slogan Der CLIIMBER ist der erste Kristall-Kletterturmder Schweiz4Ort Monte Tamaro, Rivera, TessinName RodelbahnBaujahr –Slogan 7 neue Attraktionen sorgen für noch mehr Spassund UnterhaltungOrt Grindelwald, Berner OberlandName First FliegerBaujahr 2008Slogan In den USA als Zip-Rider bekannt, ist die ganzjährigeAttraktion in Europa einzigartig756352761Ort Rellerli, Schönried, Gstaad, Berner OberlandName Rodelbahn RellerliBaujahr 1994Slogan nicht vorhandenOrt Hannigalp, Gränchen, WallisName SiSu FamilienparkBaujahr 2012Slogan nicht vorhandenOrt Klosters, GraubündenName Madrisa-LandBaujahr 2009Slogan Das Erlebnis, bei dem sich die Kinder frei entfaltenkönnen.


Zukunft des Tourismus8 _ 9Wohin mit dem Tourismus?Tourismus heute undmorgenTexte und Fotos:Urs Wohler und Stefan OtzWas braucht eine Tourismusregion, um auch in harten Zeiten zube stehen? Zwei unterschiedliche Ansätze: Während Urs Wohlersich für den Erhalt der bestehenden Werte einsetzt, setzt Stefan Otzauch auf den Ausbau der Infrastruktur.© Samuel KreuzerAufgeblasene Attraktionen?«Zugegeben, das ‹Fauchi-Bild› stammt nicht aus der Schweiz. Eswurde in einer Region aufgenommen, die bisher nur auf denWinter gesetzt hat. Der Erfolg ist nun aber eingebrochen. Die Lustauf Kunst schnee schwindet, Winterparadies-Stimmung fehlt.Urs WohlerLeider keine Gäste für diese aufgeblaseneAttraktion.© Urs WohlerIn der Not will man den Sommer ankurbeln. Touroperatoren füllendie Hotels einigermassen, Kinder machen an den unzähligen Programmenmit, einzelne Gondelbahnen fahren, aufblasbare Wesen werdenauf künstliche Badeseen gestellt, Wanderwege auf Abfahrtspisten mitKunstrasen signalisiert. Das Resultat: Zwei Monate ist einigermassenBetrieb. Doch: Diese Art des Sommertourismus ist nicht ‹anmächelig›und hat keinen langen Schnauf. – Wir wollen diesen Mitbewerber nichtschlecht machen, er hat das Problem ja erkannt. Vielmehr fragen wiruns kritisch, was es denn für einen erfolgreichen Sommer wirklichbraucht. Erlebnisse sind nur dann erinnerungswürdig, wenn sie echtsind. Eine Wildbeobachtung mit einem Jäger ist echter als ein Tischtennis-Turnierauf einem Bergbahnparkplatz. Ein paar persönlicheWorte mit einem Liftangestellten bedeuten ‹ernst genommen!› undsind echter als die ‹Jetzt-musst-du-fröhlich-sein-Animation› einesbezahlten Guides.Das heisst: Bei den eigenen Stärken ansetzen, inszenieren was wirhaben, (auch) uns Einheimischen die Augen öffnen für die hiesigenWerte, Gastgeber sein und nicht primär ‹Geldnehmer›.»Zum Autor _ Urs Wohler ist seit vielen Jahren Tourismusdirektor Scuol, Samnaun unddem Val Müstair und profiliert das Bild der Region als Destination für einen sanftenGebirgstourismus.Aussichtsplattform Harder Kulm: Blick ins Leere?Es braucht beides«Die ersten Auswertungen unserer aktuellen Gästebefragung zeigenes: Berge und Natur sind Grund Nummer 1, warum Gäste aus allerWelt nach Interlaken reisen. Das heisst für mich, dass wir die einmaligeBerglandschaft des Berner Oberlands zwar schützen müssen, dasswir sie aber auch nutzen wollen.Ich stehe voll hinter dieser touristischen Nutzung der Alpen. Es ist nunmal eine Tatsache, dass die Bergwelt immer mehr Menschen anlockt,die das aussergewöhnliche Erlebnis suchen. Nicht umsonst vermarktenwir Interlaken mit seinen alpinen Erlebnissen als ‹Adventure Capitalof Europe›. Davon profitiert Interlaken als Destination, davonprofitiert die Adventure-Branche – davon profitiert aber auch die ganzeRegion. Der Markt zeigt, dass es diese Angebote, welche die Alpenohne viel Vorbereitung und grosse Hindernisse erlebbar machen,braucht. Das heisst aber nicht, dass der Markt ausschliesslich nachden Alpen als ‹Rummelplatz› verlangt.Stefan OtzEs darf und muss daneben auch diejenigen Gebiete geben, die wenigfrequentiert und geschützt werden – und nicht nur Fauna und Flora,sondern auch ruhesuchenden, nachhaltig reisenden Gästen eine Rückzugsmöglichkeitbieten. Interlaken hat es in meinen Augen geschafft,auf engstem Raum beides zu vereinen.»Zum Autor _ Stefan Otz ist Direktor von Interlaken Tourismus und seit 2008 Präsidentdes Verbands Schweizer Tourismusmanager – und sorgt dafür, dass Interlaken als das«Adventure Capital of Europe» bekannt bleibt.


Mitgliederbefragung und Strategie10 _ 11mountain wilderness im Str ategieprozessAuswertung derMit gliederbefragungund ZieleTexte: Nathalie Séchaud,Katharina ConradinFoto: mountain wildernessSchweizFür was steht mountain wilderness? Die Auswertung derMitgliederbefragung spricht eine deutliche Sprache.Im 2012 erhielten alle Mitglieder einen Fragebogen, um die Wahrnehmungvon mountain wilderness in der Öffentlichkeit zu ermitteln.Da im Jahresrückblick kein Platz mehr für die Resultate war, holenwir dies hier nach – und plaudern gleichzeitig etwas aus dem Nähkästchen,was uns organisationsintern so bewegt.Mitgliederbefragung 2012Insgesamt haben 174 Personen an der Umfrage teilgenommen.Die meisten Befragten gaben an, durch Freunde auf mountain wildernessaufmerksam geworden zu sein. Weitere Gründe sind Medien,Inserate in Zeitschriften, Kletterführer usw. mountain wilderness stehtlaut den Befragten für Berge, Schutz, Natur und Alpen, um nur einigeBegriffe zu nennen (siehe Bild links). Die Mitglieder erwarten, dass siedie Arbeit von mountain wilderness unterstützen können und dassSie über die aktuellen Themen und Projekte via Newsletter oder Zeitschriftinformiert werden. Auch das persönliche Engagement hat einenhohen Stellenwert, während das Tourenangebot und die Möglichkeitvon vergünstigten Publikationen nebensächlich sind. Die wichtigstenAktivitäten von mountain wilderness sind laut den Befragten das Engagementfür eine intakte Bergwelt und der Schutz von unberührtenLandschaften. Etwa gleich bedeutend ist die Sensibilisierung der Menschenfür einen naturverträglichen Bergsport, nachhaltiger Tourismussowie Öffentlichkeits- und Medienarbeit. Weniger be deutend sind dieAktivitäten im Bereich des Rückbaus und das Angebot von naturverträglichenTouren.Die meisten der Befragten sind erfreulicherweise sehr zufrieden mitden Leistungen von mountain wilderness (siehe Grafik). Dennochgibt es Personen, die mit einzelnen Punkten nicht zufrieden sind – dieVorschläge und Ideen werden wir uns zu Herzen nehmen und dieResultate der Umfrage in unseren noch nicht ganz abgeschlossenenStrategieprozess einfliessen lassen. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedernganz herzlich für ihre Teilnahme!Ist das Kosten/Nutzen Verhältnis derMitgliedschaft gut?Sind Sie insgesamt zufrieden mit mountainwilderness Schweiz?Beabsichtigen Sie, langfristig Mitglied vonmountain wilderness Schweiz zu bleiben?Können Sie mountain wilderness SchweizIhren Freunden empfehlen?0 20 40 60 80 100Die Mitgliederzufriedenheit ist hoch – ein Ansporn für die Geschäftsstelle.+++–weiss nichtStragegieprozess: mountain wilderness – quo vadis?Nach einigen Wechseln auf der Geschäftsstelle und im Vorstand wares wieder einmal so weit, dass wir uns einige wichtigen Fragen stellenmussten. Für was steht mountain wilderness genau ein? Wen wollenwir ansprechen – und wen nicht? Wie soll unsere Organisation in5 Jahren aufgestellt sein? Mit welchen Projekten wollen wir uns beschäftigen?Stimmen unser eigenes Bild und die Wirklichkeit nochüberein?Mit all diesen Fragen – und noch vielen mehr – haben wir uns überHerbst und Winter intensiv beschäftigt, Abende hinter Flipchart undPinnwand verbracht, und noch bei Fondue und Wein auf der Alphütteweitergebrütet. Einige Antworten haben wir gefunden, bei anderenfehlt noch der letzte Schliff. Klar ist: mountain wilderness wirdsich auch weiterhin konsequent für den Erhalt einer wildenund intakten Berglandschaft und einen eigenverantwortlichenWir wollen unseren Widerstandund nachhaltigen Bergsport einsetzen. Wir wollen gesehengegen die Kommerzialisierung derund gehört werden und uns aktiv und mit dezidierten Meinungenin die Diskussion um die Zukunft unserer AlpenlandschaftBerggipfel stärken.ein bringen. Wir wollen unseren Widerstand gegen die Kom merzialisierungder Berggipfel stärken – und gleichzeitig aber auch Alternativenaufzeigen und mit gutem Beispiel vorangehen.Der Strategieprozess hat also die mountain-wilderness-Welt nicht aufden Kopf gestellt. Doch vieles ist klarer geworden, die Rollen undVerantwortlichkeiten besser verteilt, die Vision vorhanden, neue Ideensind entstanden – und die Motivation, sich tagtäglich für den Erhaltunsere einzigartigen Gebirgslandschaft einzusetzen, ist definitiv nochgrösser geworden!Werner Bätzing/Michael KleiderNationalpark Gran ParadisoKönigliche Wege im wilden PiemontMit Farbfotos, Routenskizzenund Serviceteil224 Seiten, Klappenbroschur, 2013isbn 978-3-85869-539-0, € Fr. 30.–Paradies auf Erden»Gran Paradiso« führt auf diepiemontesische Seite des gleichnamigenNationalparks, die nochganz im Verbor genen liegt.Beschrieben ist eine neuntägigeWanderung auf königlichen Jagdwegenmit fantas tischen Aussichten durch eine wilde Gebirgslandschaft.Die bietet nicht nur artenreiche Flora und Fauna, sondernauch gut erhaltene Ortschaften und religiöse Bauwerke.Ausgesuchte Osterien servieren die vorzügliche Küche des Piemont.Die letzten wärmenden Novembersonnenstrahlen werden fürintensive Diskussionen genutzt.Thomas BachmannVallemaggiaWandern in einem spektakulärenTessiner TalMit Farbfotos, Routenskizzenund Serviceteil296 Seiten, Klappenbroschur, 2012isbn 978­3­85869­480­5, Fr. 39.–Oben die RuheVerästelt, verzweigt, verwinkelt –Vallemaggia, Val Bavona, ValLavizzara, Valle di Peccia, Val hierValle dort, das Maggia tal im Tessinwill entdeckt sein.Unten die betriebsamen Dörfer,oben die verlässliche Ruhe, unten die Zukunft, oben die Vergangenheit.Dazwischen liegt die Gegenwart. Genau dahin führen die40 Wandertage dieses Buches, manchmal flach, dann hinauf übertausendundeine Treppenstufe und durch Kastanienwälder wiederhinab.Rotpunktverlag.www.rotpunktverlag.ch


Tourentipp12 _ 13Str ahlegghorn 3461 m – ÜberschreitungKurz-Infos zum einstiegSommer-TourentippText und Fotos: Daniel SilbernagelAusgangs- und EndpunktGrindelwald Pfingsteggbahn 1391 m.ü.M. mitAufstieg zur Schreckhornhütte 2529 m.ü.M.AnreiseSchnellzug nach Interlaken Ost. Regionalzugnach Grindelwald und Bus zur Talstation derPfingsteggbahn.TourdatenTag 1: Hüttenaufstieg zur Schreckhornhütte,4h 30, T4, markierter Bergweg.Tag 2: Auf- und Abstieg Strahlegghorn:Aufstieg: 1000 Hm, 3 – 4h, Abstieg: 1000 Hm,2 – 3 h.BeschreibungVon der Schreckhornhütte auf den Gletscherund zum Strahleggpass. Von hier über denNordgrat zum Gipfel. Abstieg über denSW-Grat und Flanke. Detail gemäss Topo.Anforderungen/VerhältnisseLeichtere Hochtour, WS+, Fels Stellen II+, Firnbis 40°, E2 (Ernsthaftigkeit). Gelände solltenicht frisch verschneit sein. Hauptschwierigkeitist die Wegfindung, gute Firnlage vonVorteil.UnterkunftSchreckhornhütte 2529 m.ü.M.,033 855 10 25Material/ LandeskartenÜbliche Hochtourenausrüstung, 30 m Seil,ein paar Schlingen, LK 1:25 000 1229 Grindelwald,1249 FinsteraarhornBesonderes/ TippDie Tour kann gut mit weiteren Hochtourenum die Schreckhornhütte kombiniert werden.Die Berner Alpen sind ein vielseitiges Hochtourengebiet mitklassischen und bekannten Gipfelzielen wie etwa der Jungfrau oderdem Finsteraarhorn. Daneben finden sich auch eher unbekannteTouren wie die Überschreitung des des Strahlegghorns.Toller Fels und geheimnisvolle Stimmung im Aufstieg am Nordgrat. Der Grat ist leicht, Kletterstellenbis II+ bereichern das Erlebnis.Klein, aber fein heisst hier die Devise:Obwohl das Strahlegghorn neben dengrossen Gipfeln wie Schreck- oder Lauteraarhornverblasst, bietet es eine tolle,kleine Hochtour, die viel mehr ist alsein Ausweichziel bei mittelprächtigemWetter.In der Schreckhornhütte kann etwaslänger geschlafen werden und dennochgeniesst man ein Hochtourenerlebnis.Gletscher, Wegspuren, Firnfelder und einschöner Grat in gutem Fels prägen denAufstieg. Die Kulisse begeistert, und aufdieser Tour darf man sich auch Zeit zumSchauen und Staunen nehmen.Oben angekommen, eröffnet sich einefür die meisten sicher ungewohnte Perspektivezu den Bergen um die Grimsel.Neu ist dann auch der Abstieg über dieSE-Seite. Steile Firnfelder, weglosesFelsgelände und ab und zu ein einsamesSteinmännchen leiten zurück zur Hütteund köstlichem Kuchen – bei gutemroutengespür.3-4h von derSchreckhornhütte aufden Gipfelbis zum Gaagg P. 3160:Im Aufstieg: 1h30’-2hAbstieg zur Hütte: 1h 30’Strahleggpass 3332 mAarbiwakNordgrat:Alles über den Grat oderleicht rechts davon, II, 30’Aufstieg übers GaaggSteinmannlialter Weg, No!Drahtkabelgrosse BlöckeWegspuren,Schneefelder,SteinmannliFirnfeldNo!kurzes SchneefeldSchreckhornhütte 2529 moder Geröllrinne56Steinmannlivon der Hütte, 1km, ca. 25’Strahlegghorn 3461 m3160 mDie Topografie zum Sommer-Tourentipp am Strahlegghorn.2950 mFelsplatte mit Fixseil2510 mVERÄNDERUNGEN KANNMAN NICHT BESTELLENStrahleggEggSE-Flankealte Hütte 2687 mSteinmannli 2650 maber die Anregungen dazu!Schneehang, 30-35°, kurz 40°Felsbuckel, Schneerinnenim FrühsommerNo!RinneSchuttrinneWegspuren2h 30’-3h für denAbstieg vom Gipfelzur Hüttekleine Terasse mitSteinmann, ca. 2880 m2750 mNimm dirNeulastenexistierenerst als Begriff.Soll mansich deswegenängstigen?Antworten imaktuellen Heft.Zeitpunkt!Der Zeitpunkt ist die gepflegteAlternative zur Gleichschaltungder Mas sen medien. Erbietet Journalismus mit Kopf,Herz und Hand für intelligenteOptimistinnen und konstruktiveSkeptiker. Er putzt trübe Scheiben,macht Mut und vernetzt mitOrganisationen, in denen Pioniergeist weht.BUCH-TIPPBerner AlpenIm «Hochtouren Topoführer» (topo.verlag)finden sich weitereausführliche Tourbeschreibungenin derRegion mit Kartenausschnitten,Unterkunftsangabenund Transportmitteln.Zum Kennenlernen:Ein Schnupperabo mit 3 Nummernà Fr. 20.– (statt 30.– amKiosk).Garantie: wenn die erste Nummernicht gefällt, genügt eineMitteilung zur Stornierung.ZEITPUNKTWerkhofstr. 19, 4500 SolothurnTel 032 621 81 11,www.zeitpunkt.ch


Alternatives16 _ 17Une autre voie est possible!Afin d’attirer toujours plus de touristes, les montagnes sontd’avantages envahies par des constructions. Mais il existe aussid'autres alternatives en comparaison avec les funparks habituels.Alternatives dansle tourisme en montagneTexte: Nathalie SéchaudDie Natur bedarf unserer Wertschätzung. Gehören auch Sie zu den Bewunderernund Geniessern der Schönheit einer unversehrten Berglandschaft? Mit einemVermächtnis zu Gunsten von mountain wilderness Schweiz unterstützen Sie unserEngagement und fördern den Schutz und Erhalt der Alpen. Bestellen Sieunsere Broschüre ab Herbst 2013 und Erfahren Sie mehr über das Verfassen einesTestaments und Ihre Möglichkeiten, mountain wilderness zu unterstützen.www.mountainwilderness.ch | info@mountainwilderness.chFon: 031 372 30 00 | PC 20-5220-5Sentiers acrobatiques au milieu de nul partDominant le Val Verzasca et la Leventina, il existe un sentier bien plusriche en aventure et en sauvagerie que n’importe quel «Funpark».Ce chemin du vertige au parcours difficile et peu sécurisé relie cinqrefuges de type bivouac, aménagés sommairement. Quiconques’attaque à cette Via Alta en reviendra la tête pleine d’images debastions rocheux et autres panoramas infinis, ainsi que de souvenirschargés adrénaline. La Via Alta Verzasca fait la preuve que l’intensitéde l’expérience vécue n’est pas liée au volume d’infrastructure.Quelques achats locaux de produits du terroir ainsi qu’un séjourprolongé en vallée avant ou après cette haute-route contribueront àenrichir encore les moments vécus.Infos _ www.tenero-tourism.ch/de/162/via_alta.aspxUne « route » à travers la patrie de l’absintheL’objectif du projet «la Route de l’Absinthe » est de développer unechaine de création de valeur autour de ce produit unique. Le chemintransfrontalier franco-suisse relie toute une série de sites agricoles,industriels, culturels, historiques et touristiques ayant à voir avecl’absinthe. Le visiteur partira ainsi à la découverte authentique dedistilleries, cultures et musées sur un parcours varié, jamais monotone,basé sur des ressources existantes qu’il n’a pas été nécessaired’enrichir artificiellement pour en garantir l’attractivité.Infos _ www.routedelabsinthe.comTraverser le Toggenburg en musiqueLe « sentier des sons » (Klangweg) est à la fois une jolie balade àtravers la montagne de Suisse orientale et une expérience culturelle.Entre Alt St. Johann und Wildhaus, pas moins de 26 installationssonores en bordure de chemin invitent le randonneur à faire sa propremusique. Le son des instruments se mêle aux cloches de vacheset au chant des oiseaux. Aucun ajout artificiel, il s’agit davantage ded’entendre comment un arbre transporte le son, quel est le bruit del’eau et quelle musique peut sortir du rocher. De quoi amuser toute lafamille même sans piste de luge d’été ou de château gonflable.Infos _ www.klangwelt.ch© Katharina ConradinLe chemin longe des rochers escarpés et des pentes raides© Klangwelt Toggenburg© Maison de l’AbsintheEn haut: Différents instruments sont à la disposition despetits comme des grandsEn bas: Route de l’Absinthe – eau contre la soif.


Contribution des lecteurs18 _ 19L a mise en scène et l’ameublementde l a montagneles alpes en taut qu’objetcommercialiséTexte: Stefan ForsterPhotos: Samuel KreuzerBienvenue dans la société des loisirs ! Dans un monde inondéd’informations, d’animations et d’évènements organisés, l’attentionest devenue la denrée rare.émotion paysagère non dénaturée, ils sont en quête de substance etnon pas d’expérience interchangeable. Le concept d’authenticitéprend donc une importance croissante dans le tourisme de façongénérale. Cette authenticité renferme une notion de vérité de l’expériencevécue.Il n’y a pas si longtemps, notre quotidien tournait autour de la simplesatisfaction des besoins existentiels – il s’agissait d’abord de survivre.Aujourd’hui chacun est assuré, répondre aux nécessités basiquesn’est plus un souci, et c’est avant tout en quête d’orientation quenous tentons de nous frayer un chemin dans un monde d’opulence.Pas facile, car cette débauche d’options de consommation s’accompagneaussi de la crainte de ne pas faire le meilleur choix.L’objectif est donc de bâtir une dramaturgie au sens théâtral duterme. L’ingrédient de base quel que soit le produit se nomme émotion.Le célèbre cowboy Marlboro a été l’un des premiers à chevaucherà travers les grands espaces du monde de la consommation.La fumée au coin des lèvres, il promettait aventure et liberté. Ceshistoires, ces émotions donnent à la marque une aura qui nous prometà notre tour d’acquérir reconnaissance et identité. Le tourismede montagne n’est pas resté à l’écart de ce phénomène. La montagneseule est manifestement trop fade pour garder notre attention.Les professionnels du tourisme et du marketing nous expliquent quela nature et les paysages idylliques de montagne ne suffisent plus àattirer les gens. Des animations plus conséquentes de type concert derock en montagne, voilà ce qui va marcher. Le voisinage des téléphériquesse transforme donc en parc d’attraction avec animaux àcaresser, pistes de luge d’été, accrobranches. Les chemins thématiquesfinissent par déformer le regard porté à une nature qu’ilscherchent pourtant à montrer. Cette quête sans fin de l’attentiondéclenche une spirale qui réclamera des scénographies toujoursplus folles et toujours plus spectaculaires.Le tourisme vise l’authenticité des lieux visités, des paysages, desobjets (par exemple l’artisanat), des produits alimentaires etdes animations culturelles. Cette authenticité est liée à unrapport intime avec les habitants d’une région, avec leurterroir, avec leur culture mais aussi avec l’histoire présenteou passée du lieu. Authentique ne signifie pas pour autantfigé, mais intègre également un aspect dynamique: l’évolutionde la tradition entre hier et aujourd’hui, le sens profond desvaleurs culturelles et naturelles à l’époque contemporaine …Le grand luxe de demain? Une nuit sombre et étoilée en montagne,un paysage aux multiples facettes que l’homme a su modeler dansle respect de la nature ou un site naturel inviolé en haute montagne.Il nous faut simplement prendre garde de ne pas dénaturer tout celaen le domestiquant à coup de panneaux, de ponts suspendus, depistes de luge d’été et de parcs d’attractions. Nous le savons tousaujourd’hui : le Cowboy Marlboro a menti, c’est vers le crépuscule dela société des loisirs formatés qu’il chevauche – so long, poor lonesomecowboy!Stefan Forster est professeur spécialisé dans le domaine du tourismenaturel et culturel à l’Institut pour l’Environnement et les RessourcesNaturelles de la Haute Ecole zurichoise des Sciences AppliquéesZHAW. Il est à la tête du département Tourisme et Développementdurable, une émanation grisonne de la ZHAW sise au Center daCapricorns à Wergenstein (GR).Cette quête sans fin de l’attentiondéclenche une spirale qui réclamera desscénographies toujours plus folles ettoujours plus spectaculaires.En haut: Piste de luge OeschinenseeEn bas: Pont panoramique SigriswilOn oublie pourtant trop vite que cette escalade à la mise en scènetouchera un jour ses limites. Car beaucoup ressentent déjà un certainmalaise face à ces installations sans âme. La recherche de sens et debonheur, voici bien ce qui caractérisera le touriste des années à venir.Ce qui passera donc par des offres authentiques, individualisées etporteuses de signification et de substance. Les visiteurs ont mûri et selaisseront de moins en moins vendre des vessies pour des lanternes.Les vocables «proche de la nature» et «authentique» fleurissentdésormais dans les dépliants touristiques. Les opérateurs reconnaissentdonc bien qu’il existe une véritable demande de loisirs naturelset de produits écologiques. Les visiteurs sont à la recherche d’uneÀ l’auteur _ Stefan Forster est professeur spécialisé dans le domaine du tourismenaturel et culturel à l’Institut pour l’Environnement et les Ressources Naturelles de laHaute Ecole zurichoise des Sciences Appliquées ZHAW. Il est à la tête du départementTourisme et Développement durable, une émanation grisonne de la ZHAW sise auCenter da Capricorns à Wergenstein (GR).La piste de luge Monte Tamaro (en haut) et Pfingstegg (en bas)


100 100 Prozent ProzentKomfortH A G L Ö F S L O G O T Y P EBASIC LOGOTYPE. TO BE USED AS NEGATIVE WHITE ON A BLACK OR DARK BACKGROUNDH A G L Ö F S L O G O T Y P EBASIC LOGOTYPE. TO BE USED AS NEGATIVE WHITE ON A BLACK OR DARK BACKGROUNDSpitz II JacketSkarn PantROC 35ACE alpine & climbingequipment AGACE alpine Postfach & climbing 62equipment 8873 Amden AGinfo@acesport.chPostfach 62Tel. 055 8873 611 Amden 61 61info@acesport.chwww.haglofs-swiss.chTel. 055 611 61 61

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