Packliste für unsere Reisen nach PERU - Weltweitwandern

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Packliste für unsere Reisen nach PERU - Weltweitwandern

Allgemeine Reiseinformationen - Peru

Klima

Peru befindet sich südlich des Äquators und besteht aus drei Regionen mit komplett verschiedenem Klima. Die

Wüste , die sich mehr als 2000 km entlang der Küste erstreckt; das Andenhochland mit Gipfeln weit über 6000

m und dem auf ca. 4000 m Höhe liegendem Altiplano in Südperu und das Amazonastiefland. Die hohen Bergketten

der Anden halten die Wolken aus dem Amazonastiefland weitgehend auf . Außergewöhnliche Trockenheit

und große Temperaturunterschiede sind daher die Hauptmerkmale des Klimas im Wüstenstreifen an der Küste.

Darüber hinaus macht der Guagua, ein Nebel der sich von Ende April bis kurz vor Weihnachten an der Küste

breit macht, das Leben in dieser Zone unangenehm. Es kann oft Tage dauern, bis man in der Hauptstadt Lima

die Sonne zu Gesicht bekommt und man könnte meinen, daß man nicht in den Tropen weilt. In den Anden ist

es von Mai bis September kühl aber klar und trocken, während die Temperaturen von Oktober bis April höher

sind, aber die Berggipfel dann häufig in feuchtem Nebel liegen. Im Amazonasbecken ist es von Januar bis April

feucht und heiß, von Mai bis Oktober trocken und heiß. Die günstigste Reisezeit für Peru ist Juni bis September;

wobei aber das ganze Jahr als Reisesaison genutzt werden.

Wichtig: Im Juli / August ist es auf den Trekkingrouten zwar tagsüber angenehm warm, manche Nächte in

höhergelegenen Camps können aber äußerst kühl werden! Bitte unbedingt einen guten Schlafsack (Komforttemperatur

bis ca. –5°C oder darunter) und warme Kleidung mitnehmen.

Einreisebestimmungen

Für Peru ist für Bürger der EU nur ein gültiger Reisepaß erforderlich!

Geschichtlicher Überblick

Peru ist eines der kulturell reichsten Länder der Erde und besitzt eine rund 3000 Jahre alte Kulturgeschichte.

Perus Geschichte teilt sich in 3 Perioden: Die präkolumbianische Epoche, die Kolonialzeit und die Zeit der Unabhängigkeit.

Die ersten nachweisbaren Hochkulturen stammen aus der Zeit um 1500 v.Chr. Vor etwa 2000 Jahren

bildeten sich daraus sehr individuell geprägte Einzelkulturen. Erst vor 700 Jahren stieg dann der Stamm der

Quechua mit seinem Häuptling, dem Inka, in kürzester Zeit zum mächtigsten Volk des gesamten Andenraums

auf. Von der Hauptstadt Cuzco aus regierte der Inka ein Reich, das von Ecuador bis Chile reichte. Innere Zerrissenheit

und eine Seuche halfen den Spaniern, dies Hochkultur 1532 gewaltsam zu erobern. In jüngster Zeit

wurde Peru von einer Terrorwelle, ausgelöst von der Bewegung “Sendero Luminoso“, überrollt. In dieser

schrecklichen Periode die bis in die 90iger Jahre andauerte verloren abertausende Peruaner, hauptsächlich

Indios in den Bergregionen, die zwischen den Fronten der Terroristen und der Polizei bzw. Militär gerieten, ihr

Leben.

Heute ist Peru wieder ein friedliches Land, das nun versucht, auf demokratischem Wege einen wirtschaftlichen

Aufschwung zu schaffen.

Bevölkerung

Die gesamte Einwohnerzahl Perus schätzt man auf ca 30 Mio. Davon leben allein mehr als 8 Mio. Menschen in

der Hauptstadt Lima. Die Bewohner Perus leben zu 50% an der Küste. Weiterhin leben 40% im Hochland und

nur 10% im riesigen Urwaldgebiet. Es dominiert die ethnische Gruppe der Indios mit 48%. Sie unterteilt sich im

Hochland in zwei Stämme, die Quechuas und die Aymaras, mit eigenen Sprachen gleichen Namens. Hauptlebensraum

der Quechua-Indianer ist Cuzco und Umgebung. Die Aymaras leben heute rund um den Titicacasee

und auf dem Altiplano. Zahlenmäßig folgen den Indios die Mestizen mit 33%, die Weißen mit 12% und die

Schwarzen, Mulatten und Asiaten mit 6%.

Küche

Das Essen in den Hotels ist recht abwechslungsreich und schmackhaft. Das Motto bei der Verpflegung: Bitte

erwarten Sie nicht zu viel, dann werden Sie angenehm überrascht sein!

Gesundheit

Es werden für die Einreise nach Peru keine speziellen Impfungen verlangt.

Empfohlen sind Impfungen gegen Hepatitis, Diphtherie, Polio und Typhus. Bitte informieren sie sich zusätzlich

beim tropenmedizinischen Institut oder beim Gesundheitsamt.

Der Führer verfügt über eine allgemeine Reiseapotheke für Notfälle. Eine persönliche Apotheke mit eigenen

Medikamenten ist Pflicht und erleichtert das Handeln im Krankheitsfall.

Zeitdifferenz

Peru ist unserer Zeit 7 Stunden hinten nach.

Österreich: 14.00 Uhr

Peru: 07.00 Uhr

Währung / Geld / Trinkgeld

Die Landeswährung ist der Nuevo Sol und beinahe fix an den US Dollar gebunden (Wechselkurs schon über

Jahre bei 3.5 Soles für einen US Dollar). 1 Nuevo Sol = 100 Centavos = ca. 0,24.- €. Geldwechsel ist in Peru

sehr einfach! Am besten bei der Ankunft am Flughafen Lima 100 EURO wechseln. Der Bankschalter ist dort Tag

und Nacht geöffnet. Es gibt auch am Flughafen in Lima bzw. in den größeren Städten (Cuzco, Huaraz) Bankomaten,

wo man mit der Maestro – Bankomatkarte oder der Kreditkarte und PIN-Code!! Soles und US Dollars

beheben kann.

(Die Spesen für die Abhebung mit Bankomat sind um vieles günstiger als mit Kreditkarte.)

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Das Geld und die Papiere gut und sicher aufbewahren: am besten in einer Geldbinde um den Bauch oder in

einem Brustbeutel.

Kreditkarten werden in Peru in den Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Einkäufe sind aber mit

Bargeld häufig günstiger (Bis zu 20% Preisnachlass bei Barzahlungen!) Taschengeld benötigen Sie für die Verpflegung

an den wenigen Tagen, an denen keine Vollpension inbegriffen ist, für Getränke, Souvenirs, Ansichtskarten,

Einkäufe und für Trinkgelder. Trinkgelder sind im Reisepreis nicht enthalten.

Trinkgeld:

In Peru erwarten Busfahrer, Träger, Führer, Hotelpersonal, etc. für Ihre Leistungen ein Trinkgeld.

Rohe Trinkgeldregel: Sie sollten grob mit Trinkgeldausgaben von ca. € 5.- / Reisetag / pro ReiseteilnehmerIn

rechnen (Das Trinkgeld ist natürlich sehr stark abhängig von Ihrer Zufriedenheit und dem

Bemühen des Betreuungsteam!)

Das Trinkgeld soll natürlich keinesfalls ein Ersatz für Bezahlung sein, aber es ist einfach im Reiseland

so Brauch, dass sich der/die Kunde/in nach der gemeinsamen Tour persönlich, bei gutem Verlauf der

Reise, mit einem „Geschenk (=Trinkgeld) bedankt. Es ist dies eine wichtige, direkte Wertschätzung

der Arbeitsleistung des Teams!!!

Diese Trinkgeldleistung ist also ein wichtiges Ritual. Natürlich sollten Sie sich neben dem Trinkgeld

– wenn alles gut verlaufen ist – auch persönlich beim Team bedanken.

Wieviel Geld soll man mitnehmen?

Diese häufige Frage lässt sich sehr schwer beantworten. Sehr sparsame Gemüter werden mit ca.

€ 10.- pro Tag auskommen, aber wehe man sieht einen schönen Teppich, schönen Schmuck oder

man möchte manchmal auch ein Bier trinken.....

Einkaufen / Shopping

Herrlich einzukaufen sind in Peru vor allem Pullover und Jacken aus Alpakawolle! Die Auswahl ist riesig: Von

„handgestrickt“ bis Designerware.

In Peru erwarten uns eine Fülle von Kunsthandwerk, Schmuck, Teppiche, Textilien, etc. Es ist immer ganz, ganz

schwierig nicht in einen totalen Einkaufsrausch zu kommen! Bitte planen Sie etwas Reservegeld für diesen Zustand

ein! Jedoch ist Vorsicht geboten: Es ist natürlich nicht immer alles "echt" und die Preise für die Touristen

oft unverschämt hoch! (=Hart Feilschen ist dann unbedingt notwendig.)

Herrlich einzukaufen sind in Peru vor allem Pullover und Jacken aus Alpakawolle! Die Auswahl ist riesig: Von

„handgestrickt“ bis Designerware. Auch sehr schöne Decken und andere Wolltextilien sind erhältlich.

Keine alten Kunstgegenstände der Inkas (alte Repliken, Teppiche etc.) zu kaufen versteht sich von selbst, denn

wir wollen das Land ja nicht ausplündern bzw. sind diese Gegenstände sehr oft Fälschungen. Zudem ist in Peru

die Ausfuhr von Antiquitäten aus der Inkazeit bzw. davor verboten! Zu beachten sind auch die Einfuhrbestimmungen

in Österreich. Entgegen der Behauptung fast aller Händler ist bei der Einfuhr von Teppichen in Österreich

Zoll zu zahlen (ca. 20 - 30% des auf der Rechnung angegebenen Kaufpreises.)

Elektrizität

Die Spannung beträgt 220 V bei 60 Hertz; meistens Adapter erforderlich.

Unser Anliegen

Zusammen mit unseren Partnern in Peru wollen wir einen sanften, für das Land positiven Tourismus fördern.

Peruanische Führer werden uns auf unseren Touren begleiten und so als Vermittler zwischen den Kulturen gute

Kontakte zu den Menschen des Landes ermöglichen. Kleine Reisegruppen sollen zudem eine Überforderung der

"Bereisten" verhindern und intensive Begegnungen ermöglichen.

Eine wirkliche Reise ist immer ein ganz, ganz intensives Erlebnis. Mit meinen Reisen möchte ich ein Verständnis

der fremden Kultur fördern, Einsichten in diese so völlig andere Kultur und Lebensweise möglich machen, durch

Kontakte Vorurteile auf beiden Seiten abbauen helfen. Erst mit dem Verständnis wird aus einem "Urlaub" eine

Reise, erst dann beginnt das "Abenteuer"!

Einzelreisende

Der Reisepreis ist puncto Hotelzimmer auf Zweipersonenbelegung kalkuliert. Sie müssen also mit einem Zimmernachbarn

rechnen. Wenn ein Zusammenlegen nicht möglich ist (ungerade Teilnehmerzahl oder ein einzelner

Mann und eine einzelne Frau, die nicht ein Zimmer teilen möchten), so ist kein Einzelzimmerzuschlag zu bezahlen.

(Single Special). Wenn Sie aber ausdrücklich ein Einzelzimmer und Zelt wünschen ist der EZZ zu bezahlen.

Höhenanpassung

Auch wenn es schwer fällt: Bleiben Sie die ersten Stunden nach der Ankunft möglichst im Hotel und vermeiden

Sie alle Anstrengungen! Bei den vorigen Reisen hatten gerade die Sportlichsten der Gruppe große Probleme mit

der Höhenanpassung, da sie nicht zu halten waren und sofort losgedüst sind! Trinken sie sehr viel. (Im Hotel

kann man Mineralwasser in Flaschen kaufen.) Viel Flüssigkeit erleichtert die Höhenanpassung. Bei leichten

Problemen hilft Aspirin ganz gut: Es verdünnt das Blut. In den Hotels steht üblicherweise immer Coca-Tee zur

Verfügung, der die Höhenanpassung fördert.

Verständigung / Landessprache

Die Sprache in Peru ist Spanisch. Darüber hinaus sprechen noch viele Einheimische die alte Inka-Sprache Quechua.

Diese Sprache wurde nun von den Peruanern wiederentdeckt und in den Schulen gelehrt. Im Altiplano

rund um den Titicacasee leben Aymaras und diese Menschen sprechen Aymara.

Zudem kann man mit Gesten, Mimik und Zeichensprache erstaunlich viel ausdrücken!

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Begrüßung

Hola – Hallo

Como esta – Wie geht’s

Todo bien – etwa: alles ok, mir geht’s gut

Ein Wörterbuch im Miniformat ist oft praktisch!

Fluggepäck / Flughafensteuer

Bitte beachten Sie, dass Ihr Fluggepäck auf 20 kg beschränkt ist! (Übergepäck ist sehr teuer.) Zusätzlich ist ein

Stück Handgepäck erlaubt.

WICHTIG: Bitte geben Sie keine Taschenmesser, Scheren, Nagelfeilen und Batterien in das Handgepäck, da

diese Dinge oft bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen abgenommen werden. Die Flughafensteuern sind

nicht inkludiert und werden bei der Abrechnung mit dem Reisepreis eingehoben. Weiters ist bei der Ausreise

aus Peru eine Flughafensteuer von US$ 25 beim Abflug in Lima zu entrichten.

Verhalten, Kleidung

Wir sind für die Dauer unserer Reise Gäste in einem Land mit einer völlig anderen Kultur. Viele Sitten und Gebräuche

sind fremd und komplett anders als zu Hause. Bitte versuchen Sie nie zu werten. Manchmal erfordert

dies ein hohes Maß an Toleranz und Anpassungsfähigkeit von uns, aber wieviel mehr noch von den Menschen

deren Heimat wir bereisen uns gegenüber. Je bescheidener und unauffälliger man auftritt, desto mehr sieht und

erlebt man.

Bitte beachten Sie vor allem die religiöse Würde und Privatsphäre der Menschen.

Den bettelnden Kindern oder aufdringlichen Händlern erteilen Sie bitte eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr.

Die Kinder profitieren nicht von unseren Almosen. Wenn diese mit Betteln mehr verdienen als ihre Väter, gehen

sie nicht mehr in die Schule - das soziale Gefüge und auch die Zukunft dieser Kinder werden zerstört. Für eine

Einladung bedankt man sich mit einem kleinen, praktischen Geschenk. Aber bitte nicht wahllos Kugelschreiber

und Zuckerln verteilen!

Tipp: Die Buchhandlung Freytag und Berndt (www.freytagberndt.at) hat eine große Auswahl an

Reiseliteratur und Filialen in Graz, Wien und Deutschland.

In den Zeitschriften „GEO“ und „Merian“ gibt es immer wieder Schwerpunkthefte und spannende

Artikel über Peru!

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Packliste für unsere Reisen nach PERU

Bei der Auswahl der Bekleidung bitte nach dem Zwiebelprinzip vorgehen. Lieber viele dünnere Schichten, als

wenige Dicke. Am Tag ist es meist recht heiß, die Abende können aber kühl bzw. sogar recht kalt (minus 5

Grad) werden. Bitte richten Sie sich auf ein weites Spektrum an Temperaturen ein!

Gepäck

� große Tasche, Seesack oder Rucksack

Vor allem bei Trekkingreisen ist Robustheit

wichtig. Für Schäden wird nicht gehaftet!

� Tagesrucksack, ca. 30l

� Regenüberhülle für den Tagesrucksack

� Ev. zweite, leichte Reisetasche zum Deponieren

nicht benötigter Kleidung im Hotel.

Bekleidung / Wanderausrüstung

� 2 Wanderhosen

� ca. 5 T-Shirts (2-3 aus Transtex fürs Gehen

und 2-3 aus Baumwolle für danach)

� Langarmhemd (auch als Sonnenschutz!)

� Softshelljacke od. Fleecejacke, ev. Pullover

� Funktionsjacke (regendicht & atmungsaktiv)

� Regenhose oder Regenponcho

Ev. zus. kleiner Schirm.

� Unterwäsche, je nach Klima wärmer &

langarm bzw. -bein oder kühler

� Trekkingsocken & normale Socken

� Wanderschuhe Knöchelhohe, stabile "Trekkingschuhe"

mit guter Sohle sind ideal.

� Turnschuhe, ev. Trekkingsandalen. Wichtig

als Ersatzschuh, am Abend und für ev. Flussdurchquerungen.

� Schlafbekleidung warm & bequem

� Kopfbedeckung (Kappe, Tuch, Mütze)

Schutz gegen Kälte und gegen Sonne

� Plastiksäcke (Schmutzwäsche, Regenschutz

der Sachen im Gepäck)

� Teleskopwanderstöcke – schonen die Knie,

vor allem beim Bergabgehen!. (Bitte auch

Gummikappe als Geräuschschutz..)

� ev. dünne Handschuhe

� ev. schönere Kleidung für Hoteltage

Sonnenschutz / Hygiene

� Sonnenbrille m. gutem UV-Schutz

� Brille & Ersatzbrille für Brillenträger

� Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor

� Lippenschutz

� Persönliche Toiletteartikel

GEPÄCKLIMIT:

Bei internationalen Flug 20 kg.

Beim Trekking in Peru beträgt das maximale

Gewicht 10 KG !!

Gepäck, das Sie beim Trek nicht benötigen, können

Sie im Hotel in Cusco bzw. Huaraz deponieren.

Diverses

� Gültiger Reisepass & Visum

� Flugtickets / Ausweise / Reisedokumente

� Literatur (Reiseführer, Buch, Sprachführer)

� Taschenmesser

� Wecker / Uhr / Schreibzeug

� Fotoapparat inkl. Speicherkarten & Akkus

� Trinkflasche, total 1,5 l

� ev. Bauchtasche für Geld & Dokumente

� ev. Trinkbecher

� ev. Snacks (Müsliriegel, Trockenfrüchte, etc.)

� ev. „geistige“ Getränke für gemütliche

Abende (NICHT während Höhenanpassung!)

� ev. Kleiderwaschmittel (biologisch)

� ev. Notizbuch, Reisespiele

� ev. Kompass, Höhenmesser, Taschenlampe

� ev. Mobiltelefon (Roaminginfos einholen!)

� ev. Insektenschutzmittel bzw. Netz

� ev. Ohrenstöpsel (Zeltwände sind hellhörig..)

Medikamente

� Durchfallerkrankung, Übelkeit, Kopfschmerzen,

Erkältung, Insektenstiche, Sonnenbrand, Desinfektionsmittel,

Kreislaufbeschwerden, etc.

� Verbandsmaterial, Pflaster, Blasenpflaster

� Leukoplast (als Universalreparatur- und

Blasenvorbeugemittel)

� Wasserdesinfektion (z.B. Micropur)

� persönliche Medikamente

� ev. Vitamintabletten, Mineralstofftabletten

(Magnesium), Zwieback, Teebeutel

Zusätzlich bei Trekkingreisen mit Zeltnächten

� Daunen- oder Kunstfaserschlafsack

(Komforttemperatur 0° bis –7° C)

Bitte nicht die Extremtemperatur“ beachten:

Diese gibt an bei welcher Temperatur man gerade

noch überlebt – an Schlafen ist dann

nicht mehr zu denken. Wer kälteempfindlicher

ist, sollte hier unbedingt Reserven einplanen.

Daunenschlafsäcke haben ein angenehmeres

Schlafklima, sind aber feuchtigkeitsempfindlich

� Innenschlafsack (Seide oder Baumwolle)

� LED-Stirnlampe inkl. Ersatzbatterien

� zusätzliche Liegematte (selbstaufblasende

spart Platz , z.B. von Thermarest)

� Toilettenpapier (inkl. Feuerzeug zum umweltfreundlichen

Entsorgen durch Verbrennen)

� Kleines Handtuch, ev. Waschlappen

� ev. Feuchttücher

Ausrüstungsberatung:

Bei unserem Partner „Northland-Professional“

werden Sie bestens beraten. Unsere Kunden bekommen

mit der Buchungsbestätigung einen

-10% Gutschein.

Den nächstgelegenen Northland-Store finden Sie

unter: www.northland-pro.com

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Das wichtigste Stück des Reisegepäcks

ist und bleibt ein fröhliches Herz.

Hermann Löns (1866 - 1914)

Wer sich gut auf seine Reise vorbereitet, hat gute Chancen den besten Urlaub

seines Lebens zu erleben. Diese kleine Broschüre soll Ihnen dabei behilflich

sein.

Versicherung

Im Reisepreis ist keine Kranken- und Stornoversicherung enthalten. Wir

empfehlen Ihnen aber zu einem Abschluss, da bei einem Unfall in entlegenen

Gebieten möglicherweise hohe Bergungs- und Transportkosten für Sie

entstehen können. Wir bieten Ihnen ein Komplettschutzpaket inkl. Stornoversicherung

an, bei Wunsch bitte auf dem Anmeldeformular ankreuzen.

Auch Mitgliedschaften beim Alpenverein oder z.B. beim ÖAMTC enthalten

interessante Versicherungsleistungen. Bitte führen Sie Ihre Versicherungsunterlagen

auf der Reise immer mit sich. Im Notfall kann man dann schneller

reagieren.

Die letzten Reiseunterlagen

Spätestens eine Woche vor Abreise bekommen Sie letzte Zusatzinfos (Flugtickets,

aktuelle Reisekurzübersicht mit den Kontaktinfos der örtlichen AnsprechpartnerInnen.)

GUT VORBEREITET IN DIE SCHÖNSTE ZEIT DES JAHRES

Informationen rund um Ihre Reise mit Weltweitwandern

Reiseabsage

Sollte die Mindestteilnehmeranzahl für die Reise nicht erreicht werden, informieren

wir Sie spätestens 3-4 Wochen vor Abreise von der Absage. Den

bereits bezahlten Betrag bekommen Sie dann umgehend retour überwiesen.

Die Abreise

Es ist soweit, Ihr Urlaub beginnt. Viele unserer Reisen starten mit einem

Flug. Da die TeilnehmerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum

kommen, ergeben sich häufig unterschiedliche Abflughäfen und können daher

auch nicht von Ihrer Reiseleitung begleitet werden. Bitte achten Sie

darauf, Ihr Gepäck selbständig und rechtzeitig einzuchecken und zeitgerecht

umzusteigen.

Fluggepäck

Bitte beachten Sie, dass Ihr Fluggepäck meist auf 20 Kilo beschränkt ist.

Zusätzlich ist ein Stück Handgepäck erlaubt. WICHTIG: Auf Flügen, die in

Europa starten, dürfen Flüssigkeiten/Gele mit einer Höchstfüllmenge von

100 ml pro Behältnis im Handgepäck nur in bestimmten 1-l-Beuteln transportiert

werden. Pro Person ist nur ein 1-l-Beutel zugelassen. Bitte geben

Sie auch keine Taschenmesser, Scheren, Nagelfeilen und Batterien ins

Handgepäck.

Da es leider zu Gepäcksverspätungen kommen kann, empfehlen wir Ihnen,

Ihre wichtigsten Ausrüstungsgegenstände in Ihrem Handgepäck zu verstauen

bzw. bei der Anreise zu tragen (z.B. Trekkingschuhe).

Die Ankunft

Bei der Ankunft im Zielland werden Sie am Flughafen (nach der Passkontrolle)

empfangen. Sie befinden sich nun in besten Händen.

Während der Reise

Wir bitten Sie während der gesamten Reise folgende Dinge immer bei sich

zu tragen (dabei empfiehlt sich eine sichere und körpernahe Aufbewahrung

bspw. in einem Bauchgürtel):

Reisepass mit dem evtl. erforderlichen Visa

Reiseübersicht mit Kontaktadressen der Partner

Versicherung inkl. Notfallnummern

Flugticket(s)

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DAS KLEINE ABC DER REISEETIQUETTE

„Reise mit Lust,

doch reise bewusst -

die Welt lädt Dich ein,

doch ist sie nicht Dein.“

Autor unbekannt

Weltweitwandern versteht sich als nachhaltig denkendes Unternehmen, das

versucht seine Reisen so zu gestalten, dass im Reiseland möglichst wenig

Schaden angerichtet wird. 100%e Nachhaltigkeit wird es nie geben können.

Wir sind aber sehr bemüht, unsere Reisen weiterhin in diese Richtung zu

entwickeln. Bei manchen Reisen sind wir in dieser Entwicklung weiter, bei

anderen ist noch ein längeres Wegstück zu gehen.

1) MENSCHEN & KULTUR

Christian Hlade (WWW-Geschäftsführer und Gründer)

„Einen wichtigen Beitrag zum fairen Reisen tragen Sie als

unser Gast bei. Wer sich nur wenige Regeln zu Herzen

nimmt und mit in seinen Koffer packt, tut damit nicht nur

Gutes, sondern gewinnt gewiss auch neue Einsichten und

Freundschaften.“

Eine Reise in ein neues, bisher unbekanntes Land ist immer auch eine Reise

zu fremden Menschen, die wir oft nicht verstehen, sei es nun sprachlich oder

(auch) sozial. Jede Kultur hat ihre eigenen Regeln und Normen, die von den

unsrigen stark abweichen können. Wer sich vorab ein wenig über das Reiseland

informiert, versteht die GastgeberInnen und ihre Kultur nicht nur besser,

sondern kann so auch peinliche Situationen vermeiden.

Fotografieren

Das Fotografieren im Urlaub gehört für die

meisten Reisenden einfach dazu. Neben

schönen Landschaften und eindrucksvollen

Bauten möchte man auch die netten GastgeberInnen

festhalten. Generell ist nichts

gegen das Fotografieren von Menschen

einzuwenden, an einige Regeln sollte man

sich dabei aber halten:

Die Faustregel: Fotografiert wird nur, wer auch nichts dagegen hat!

Auch wenn ein Mensch für Ihr Auge noch so interessant aussieht,

ihn gegen seinen Willen abzulichten, wäre respektlos.

Fotografieren Sie Menschen nicht in peinlichen oder entwürdigenden

Situationen.

Bei vielen rituellen Handlungen oder in religiösen Stätten ist das Fotografieren

nicht erlaubt. Fragen Sie Ihren Guide.

Vertrauen Sie auf Ihr Feingefühl!

Betteln

In vielen Ländern wird gebettelt. Die Ursachen und Hintergründe sind vielfältig

und können nicht verallgemeinert werden. Ihr Guide wird Ihnen gerne

Auskunft darüber geben. Was das Geben betrifft, so raten wir eher davon

ab, denn die wahren Probleme oder Ursachen können Sie dadurch nicht

lösen. Wenn Sie nachhaltig helfen möchten, unterstützen Sie besser sinnvolle

Projekte, die bspw. bettelnde Kinder von der Straße wegholen und ihnen

eine Ausbildung ermöglichen.

Schenken

Auf Reisen begegnet man Menschen, die. vergleichsweise unter einfachen

Verhältnissen leben. Viele Gäste wollen etwas zurückgeben, sich für die

Gastfreundschaft bedanken. Bevor Sie ins nächste Geschäft stürmen und

Mitbringsel für Ihre Reise erstehen, bedenken Sie aber Folgendes:

Kaufen Sie vor Ort! Damit schonen Sie Ihre Geldbörse und stärken

auch die lokale Wirtschaft.

Schenken Sie mit Maß! Sie vermitteln mit einer überschwänglichen

„Güterverteilung“ ein verfälschtes Bild vom unendlich reichen Westen

und erzeugen Unzufriedenheit bei den Beschenkten.

Beschenken Sie nur Menschen, mit denen Sie eine Beziehung teilen

(z. B. Ihr Begleitteam oder die Kinder der Bäuerin, bei der Sie zu

Mittag gegessen haben.).

Bitte keine Geldgeschenke! Diese verleiten zum Betteln.

Schenken Sie Sinnvolles! Wir ersuchen, davon abzusehen, Süßigkeiten

zu verteilen. Viele Kinder benutzen keine Zahnbürsten und

ruinieren mit Süßem ihre Zähne. Schenken Sie lieber Malbücher,

Obst oder einen Ball!

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Schenken ist kein Muss! Ein Lächeln, ein Lied aus der Heimat oder ein

„Danke“ in der Landessprache freuen ebenso.

Respekt und Verständnis

Bitte vergessen Sie nicht, dass Sie während Ihres Urlaubs Gast in einem

(zumeist) fremden Land sind. Den GastgeberInnen gilt es Respekt entgegenzubringen,

auch wenn ihre Handlungsweisen für Sie unverständlich oder

eigenartig anmuten. Es obliegt uns nicht zu richten und zu werten, auch

wenn es uns schwer fällt. Ein Beispiel: In einigen (muslimischen) Ländern

haben Männer mehrere Frauen. Das mag Ihnen nicht gefallen, weil Ihnen

die monogame Lebensweise vertraut ist, ABER versuchen Sie bitte nicht Ihre

GastgeberInnen zu missionieren und von Ihrer Meinung zu überzeugen.

Kleidung

Wir bitten alle unsere Gäste, sich den kulturellen Verhältnissen angepasst zu

kleiden. Damit erst gar nicht unpassende Kleidung in den Koffer gelangt,

empfehlen wir, sich schon vor der Abreise darüber zu informieren. Vor Ort

rät es sich (gleichgeschlechtliche) Einheimische zu beobachten: Tragen Sie

Kleidung, die die Knöchel/Knie zeigen? Sind die Schultern stets bedeckt?

Gibt es besondere Kleidungsvorschriften beim Besuch von religiösen Stätten?

Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Guide.

Gastfreundschaft

Die Gastfreundschaft wird in fast allen Kulturen

groß geschrieben. Einladungen zum Essen oder

Trinken sind daher vielerorts fixe Bestandteile

des Reisens. Oft werden Speisen und Getränke

serviert, die nicht so ganz munden. Trotzdem

bitten wir Sie höflich zu bleiben, wenn Sie diese

nicht kosten wollen bzw. Sie Ihnen nicht

schmecken. Bedanken Sie sich für die Einladung.

Religion & Brauchtum

Fremde Länder, fremde Sitten. Man kennt sie

von fast allen Reisenden, die Geschichten von den unzähligen Fettnäpfchen

in die man auf Reisen getreten ist. Alle werden sich auch bei bester Vorinformation

nicht vermeiden lassen. Das ist aber auch nicht notwendig. Vielmehr

bitten wir Sie, Ihren GastgeberInnen zu zeigen, dass Sie sich um die

Einhaltung der lokalen Regeln bemühen und sich bei kleinen Missgeschicken

auch entschuldigen. Der wichtigste Tipp: Hören Sie Ihrem Guide aufmerksam

zu und fragen Sie ihn.

Kulturelles Erbe

Behandeln Sie bitte das kulturelle Erbe eines Landes mit viel Würde! Kaufen

Sie keine Antiquitäten, die älter als hundert Jahre alt sind oder archäologische

Fundstücke, denn damit betreiben Sie Raubbau an der kulturellen

Identität eines Landes. Berühren Sie bitte keine Malereien an Felsen und

Wänden, sie sind überaus filigran. Auch Blitzlicht behagt ihnen meist nicht,

deswegen rät es sich den natürlichen Lichteinfall zu nutzen.

Trinkgeld

Vielerorts gehört das Geben von Trinkgeld dazu. Es ist eine symbolische

Anerkennung für den geleisteten Dienst, aber kein Ersatz für das Gehalt.

Eine durchschnittliche Dienstleistung ruft nach einem durchschnittlichen

Trinkgeld, Anpassungen nach oben oder unten reflektieren die (Un-) Zufriedenheit

der KundInnen.

2) UMWELT

Wer wandert, möchte nicht entlang eines Glasscherbenpfades gehen, zwischen

Plastikmüll Blumen suchen müssen und einen üblen Gestank in der

Nase haben. Wer wandert, möchte Natur - möglichst unberührt. Das funktioniert

aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen und sich an gewisse Regeln

halten:

Müll

Das A und O: Müll vermeiden, wo nur möglich! Insbesondere mit nicht kompostier-

und brennbaren (ökologisch vertretbar!) Abfällen sehr sparsam

umgehen. Wenn es keine Entsorgungsmöglichkeiten gibt, den Müll bitte

immer mitnehmen. Toxische Abfälle, wie Batterien und Spraydosen, sollten

wieder mit nach Hause genommen werden. Für RaucherInnen: Zigarettenkippen

bitte nicht einfach wegwerfen, sondern sammeln und mit anderem

Brennbaren verfeuern!

Wasser

In Ländern mit geringen Niederschlagsmengen, bitten wir um einen besonders

maßvollen Umgang mit Wasser! Achten Sie insbesondere darauf, kein

Trinkwasser zu verschmutzen (bspw. beim Wäschewaschen).

Essen & Getränke

Essen und Trinken Sie soweit es Ihnen möglich ist lokale Produkte! Dadurch

lässt sich viel Müll vermeiden, denn meist sind importierte Waren aufwändig

verpackt.

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FAQ: Fragen VOR der Reise

Der Sinn des Reisens ist,

ans Ziel zu kommen,

aber Sinn des Wanderns unterwegs zu sein.

Theodor Heuss (1884 - 1963)

1. Ich bin keine BergsteigerIn - kann ich trotzdem

bei Ihren Wandertouren mitfahren?

Ja! Unser Angebot richtet sich an Menschen, die mit

positiver Neugier die Welt entdecken und sich gerne

in der Natur bewegen. Bei unseren Wanderreisen

muss man nicht klettern. Unsere fünfstufige Einteilung

spiegelt den generellen Charakter der Reise

wider und hilft Ihnen, die für Sie optimale Tour zu

finden.

2. Wie wird die Gruppe sein?

Unsere Gruppen sind klein, die durchschnittliche Größe liegt bei 6-12 Pers. So

wird ein individuelles Erlebnis möglich. Menschen, die bei unseren Wanderreisen

mitmachen, haben meist viel gemeinsam und passen in der Gruppe gut

zusammen. Das gemeinsame Gehen & Erleben wird von vielen unserer KundInnen

als wertvolle Bereicherung ihrer Reise erlebt.

3. Wie bereite ich mich auf eine Wanderreise vor?

Wir empfehlen, die Zeit vor der Abreise zu nutzen, um sich fit zu

machen. Jegliche Art von Ausdauertraining ist geeignet, denn je besser

Sie trainiert sind, desto mehr Vergnügen werden Sie beim Trekking

haben.

4. Welche Ausrüstung brauche ich?

Stellen Sie sich auf einen großen Bereich an verschiedenen Temperaturen ein.

Oft durchlebt man alle Jahreszeiten an einem Tag, dazu kommen manchmal

auch wettermäßige Schwankungen. Wir empfehlen Ihnen, Kleidung nach dem

Zwiebelprinzip (viele dünne Schichten) anzuziehen. Nach dem Motto: „Es gibt

kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Ausrüstung,“ raten wir Ihnen,

hochwertige Ausrüstung zu verwenden. Bitte beachten Sie auch unsere genaue

Packliste!

7. Sicherheit auf den Touren?

Wie auch im Hochgebirge in Europa kann es auch auf einer Tour in unberührte

Naturlandschaften zu besonderen Gefahrensituationen kommen: Wetterumschwünge,

Steinschlag, Hochwasser, Verletzungen, etc. Da viele unserer an-

gebotenen Touren in einsame Naturgebiete führen, kann es bei Unfällen unter

Umständen etwas länger dauern, bis Hilfe von außen kommt. Die Teilnahme

an den angebotenen Touren erfolgt auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko

der TeilnehmerInnen. Niemand wird selbstverständlich bei einer Erkrankung,

oder einer Verletzung allein gelassen. Bei allen Touren wird im Falle des Falls

der kürzeste und sinnvollste Weg zur nächsten medizinischen Versorgung organisiert

und eine Begleitperson mitgeschickt.

TIPPS während der Tour

1. Kein zu schwerer Tagesrucksack!

Im Tagesrucksack tragen Sie die Dinge für Ihren Bedarf

untertags. Das restliche Gepäck wird von Vehikeln,

Tragtieren oder Trägern zum Zielort gebracht.

Sie haben während des Tages keinen Zugriff auf diese

Gepäckstücke.

Empfohlener Inhalt: Wasserflasche 1-1,5 Liter (wieder

befüllbar), Kamera mit Reservefilmen/Speicherkarten,

evtl. Reserve-T-Shirt, Fleece- und Goretexjacke, Regenschutz,

Sonnenbrille, Sonnencreme, Lippenschutz,

evtl. persönliche Medikamente (Kreislauftropfen,

Asthma, etc.), Kopfbedeckung.

2. Gehen Sie langsam!

Gerade die ersten 15-20 Min. sollte man langsam gehen, um den Kreislauf in

Schwung zu bringen.

3. Gleichgewicht halten!

Wenn man aus dem Gleichgewicht gerät oder ausrutscht, sofort in die Knie

gehen. Damit senkt man den Schwerpunkt des Körpers und erleichtert das

Ausbalancieren.

4. Beim Bergabgehen NIE die Knie durchstrecken!

Immer mit leicht abgewinkelten Knien auftreten, das strapaziert zwar die

Oberschenkelmuskel und die Bänder, schützt aber die Kniegelenke. Vor allem

wenig trainierte Menschen neigen zur Schonhaltung und treten mit gestrecktem

Bein auf. Die Folge sind Schmerzen in den Gelenken. Verwenden Sie zwei

(!) Stöcke zur Unterstützung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass

Stöcke auf mehrtägigen Wanderungen Hunderte Tonnen Gewicht von den Knien

nehmen.

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5. Die Not am Tag vergraben!

Wir bitten Sie, Überreste zu vergraben und sparsam mit dem Papier umzugehen.

In einem sensiblen Ökosystem verrottet selbst Papier jahrelang nicht.

Bitte nicht in oder in die Nähe von Bächen, Wasserstellen usw. pinkeln!

6. Die Not in der Nacht nicht hinauszögern!

Wenn Sie während einer Zeltübernachtungen aufs Klo gehen müssen: Nicht

hinauszögern! Wer nicht sofort geht, kann nicht mehr richtig schlafen, gleichzeitig

ist das Zurückhalten des Urins sehr schlecht für den Organismus. Bitte

verwenden Sie unbedingt – wenn vorhanden – das Toilettenzelt, um die Umwelt

zu schonen.

7. Pfurzen erlaubt!

Die Verdauung wird beim Gehen angeregt. Auch duch die ungewohnte Kost

entstehen „Darmwinde“. Halten Sie diese nicht verkrampft zurück, das ist ungesund.

Pfurzen ist beim Trekking erlaubt! Ein erhöhtes Gasvolumen ist normal.

8. Bitte keine Diät!

Der Körper braucht Energie, besonders beim Trekking auf großen Höhen.

9. Viel trinken!

Trinken Sie je nach Temperatur und Höhenlage 3 - 6 Liter pro Tag! Je heißer

die Tagestemperatur und je höher die Route, desto mehr Flüssigkeit braucht

Ihr Körper. Auf das normale Durstempfinden kann man sich häufig nicht mehr

verlassen. Trinken Sie ruhig "einen über den Durst"! Zusätzlich wichtig: Eher in

kleinen Portionen und häufiger trinken, als in großen Mengen auf einmal.

10. Kein Alkohol!

Alkohol und Wandern sind (zumindest tagsüber) keine gute Kombination. Die

weit verbreitete Meinung, mit Alkohol verschiedenen Infektionen vorbeugen zu

können, ist medizinisch NICHT gesichert.

11. Wundheilsalbe für alle Fälle!

Wenn es in Folge von Schweißablagerungen zu unangenehmen

Wundscheuerungen kommt (deswegen besonders anfällige Stellen - wie den

Popo - täglich waschen) und/oder die Lippen aufgesprungen sind, hilft eine

Wundheilsalbe wie z.B. Bepanthensalbe.

12. Kopfbedeckung tragen!

Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung, denn ein Sonnenstich

ist sehr unangenehm!

Mustapha, Führer aus Marokko: „In Marokko können Sie sich

landestypisch einen „cheches“ (blauer Turban) um den Kopf

wickeln, der sieht nicht nur gut aus, sondern schützt auch

noch vor der Sonne!“

13. Packen Sie lieber einen zu warmen Schlafsack ein!

Bei der Übernachtung im Zelt ist nichts

schlimmer als ein zu dünner Schlafsack.

Die Angaben der Hersteller sind nicht immer

optimal. Orientieren Sie sich unbedingt

am angegebenen Komfortbereich.

Im Schlafsack wenig anziehen, sonst kann

sich der Schlafsack nicht erwärmen. Wir

empfehlen bei Kälte eine Goretexjacke

über den Schlafsack zu legen.

14. Knöchelhohe, stabile Wanderschuhe mit guter Sohle!

Sie brauchen keinen schweren, steigeisenfesten Bergschuh. Treten Sie die Tour

nie mit fabriksneuen Schuhen an, sondern gehen Sie Ihre Schuhe vorher gut

ein.

15. Stellen Sie sich auf Hitze und Kälte ein!

Das Wetter spielt häufig verrückt. Angaben über Temperaturen im Zielland sind

nicht einfach und unzuverlässig. Gerade im Gebirge hat man oft alle Jahreszeiten

an nur einem Tag. Daher: Kleidung nach dem Zwiebelprinzip einpacken und

anziehen!

16. Niemals gehen und GLEICHZEITIG fotografieren!

Wer unkonzentriert ist, kann stolpern und das wiederum kann zu Verletzungen

führen.

17. Kamerahülle gegen nerviges Kramen nach dem Fotoapparat!

Nehmen Sie unbedingt eine Tasche mit, mit der Sie die Kamera außen am

Körper tragen können und so schneller fotografierbereit sind.

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Wer hoch hinaus will und dabei Höhen über 2.500m Seehöhe erreicht, muss

sich an den dort vorherrschenden geringeren Sauerstoffgehalt der Luft anpassen.

Alle unsere Reisen in größere Höhen wurden im Sinne einer optimalen

Höhenanpassung geplant. Ohne Ihren Beitrag, kann aber auch das beste Programm

Ihren Körper nicht optimal anpassen.

1) VERSTEHEN – Was passiert in meinem Körper?

Da mit zunehmender Höhe der Sauerstoffgehalt der Luft abnimmt, müsste

man zur optimalen Versorgung des Körpers größere Luftmengen einatmen

bzw. bei gleicher körperlicher Anstrengung wesentlich mehr Atemzüge machen.

Auch wenn man schneller atmet, kann man nicht genug Sauerstoff aufnehmen,

man gerät schneller außer Atem, die Leistungsfähigkeit sinkt. Glücklicherweise

verfügt unser Organismus über Mechanismen, die bei geringerem

Sauerstoffgehalt die Aufnahme von Sauerstoff erhöhen: schnellere und verstärkte

Atmung, Erhöhung der Lungendurchblutung, Steigerung der Herzarbeit

und vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen, durch die mehr Sauerstoff

aufgenommen werden kann. Diese Anpassungsprozesse beginnen sofort bei

der Ankunft in größeren Höhen, eine vollständige Akklimatisierung ist aber erst

DER HÖHE MIT RESPEKT BEGEGNEN

Informationen rund ums Reisen in Höhen ab 2.500m

nach vier bis sechs Wochen erreicht. Nachdem wir nicht so viel Zeit haben, ist

es wichtig, sich an einige Regeln zu halten.

2) HÖHENKRANKEIT – Seltener als man denkt

Die akute Höhenkrankheit (AHK) kann in jeder Höhe über 2.500 Meter auftreten.

Die ersten Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

AHK resultiert aus einer Ansammlung von Flüssigkeit in Körperteilen, in die sie

nicht gehört: im Gehirn oder/und in der Lunge. Verstärken sich die anfänglichen

Symptome zur zunehmenden Müdigkeit, starken Kopfschmerzen, Brechreiz,

Orientierungslosigkeit, Atemlosigkeit und Husten, so kann ein Ignorieren

verhängnisvoll sein. Es gibt kein Medikament gegen die Höhenkrankheit, nur

Medikamente gegen ihre Symptome. Nur ein sofortiger Abstieg hilft in diesem

Fall!

Jetzt aber keine Panik – AHK ist äußerst selten und kann meist mit nur wenigen

Verhaltensregeln vermieden werden.

3) REAGIEREN – Wie verhalte ich mich in großen Höhen richtig?

Tashi Wangail, WWW-Partner aus Ladakh:

„Als jemand, der auf 4.100m geboren und aufgewachsen ist

und nun 20 Jahre Erfahrung mit Trekking im Himalaya hat,

rate ich zu einer maßvollen Portion Respekt gegenüber der

Höhe!“

Viel Ruhe

Bei Ihrer Ankunft in größeren Höhen (besonders ab 3.000m) bitten wir Sie

darum, sich zurückzunehmen, zu entspannen, die Füße hochzulegen, möglichst

wenig zu tun. Nicht nur weil Sie im Urlaub sind, auch weil jedes Ansteigen der

Ruhepulsfrequenz einen erhöhten Sauerstoffbedarf für Ihren Körper bedeutet.

Die Folgen sind: Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemlosigkeit und andere Höhenanpassungsprobleme.

Das Hinterlistige dabei: Diese Symptome bekommen Sie

üblicherweise erst viele Stunden später zu spüren! Deshalb, auch wenn Sie

sich super und voller Kraft fühlen, lassen Sie sich zumindest die ersten 24

Stunden mal richtig gehen!

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Gehen im Schneckentempo

Sollten Sie sich einfach nicht entspannen können und der Drang hinauszugehen

ist groß, dann machen Sie das bitte sehr langsam! Gehen Sie nicht wie zu

Hause, auch wenn Sie sich dabei komisch vorkommen. Wenn sich die Pulsfrequenz

steigert, gehen Sie zu schnell. Jegliches Gehen über Schneckentempo

wird sich einige Stunden später mit den üblichen Symptomen rächen. Ein eindringlicher

Appell an alle Sportlichen, die sich in der Höhe nur schwer zurückhalten

können: Die vielen Jahre haben uns gelehrt, dass besonders die, die der

Höhe nicht mit dem nötigen Respekt begegnen sehr schnell krank werden und

häufig das Trekking gar nicht antreten können oder vorzeitig beenden müssen.

Viel trinken

Die Regel: pro 1.000 Höhenmeter 1 Liter zusätzlich zum Normalpensum trinken.

Trinken Sie ruhig einen über den Durst, denn Flüssigkeit erleichtert Ihrem

Körper die Aufnahme von Sauerstoff. Wer nicht so viel Wasser trinken will,

kann auch Tee, Suppen oder Säfte zu sich nehmen. Aber bitte keinen Alkohol!

Vorsicht mit Medikamenten

Vermeiden Sie - wenn nur irgendwie möglich - Medikamente. Anpassungssymptome

wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Nasenbluten sind zu

Beginn ganz normal und kein Grund zur Panik, aber wichtige Warnsignale. Im

Normalfall verschwinden sie schon nach kurzer Zeit. Nehmen Sie Medikamente,

verschleiern Sie die Symptome und erkennen nicht mehr, ob Ihr Körper

bereits angepasst ist.

Bitte nehmen Sie auf keinen Fall Aspirin, denn sein Wirkstoff verhindert die

Aufnahme von Sauerstoff und kann somit fatale Auswirkungen haben. Bitte

auch kein Diamox, denn das entwässert den Körper!

Keine Panik

Für alle, die Ihrer Reise in die Höhe mit etwas Angst begegnen: Keine Panik!

Nur ein überaus geringer Anteil der Menschen kann sich trotz Einhaltung sämtlicher

Regeln nicht an Höhen über 3.500m anpassen, daher ist die Höhenkrankheit

sehr selten!

Symptome ernst nehmen

Verschwinden die Anpassungsschwierigkeiten nicht bzw. verstärken sie sich,

ist es dringend notwendig, dass Sie sich Ihrem Führer und Ihren Mitreisenden

mitteilen. Die Höhenkrankheit entwickelt sich zumeist sehr langsam, über viele

Tage hinweg. Sie ist kein Herzinfarkt, der aus dem Nichts kommt! Sollte es

Ihnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht besser gehen, wird Ihnen Ihr Guide

zum Abstieg raten. Meist reichen wenige hundert Höhenmeter und eine

merkbare Besserung tritt ein!

In der Höhenanpassungsphase ist Ihr Organismus geschwächt und dadurch

anfälliger für Erkrankungen wie Erkältungen und Darminfekte. Seien Sie daher

besonders sorgfältig und achten Sie auf die richtige Ernährung und Kleidung.

Essen Sie kein ungeschältes Obst und Gemüse, wenig bis gar kein Fleisch.

Ziehen Sie sich um, wenn Sie geschwitzt haben, tragen Sie ein Halstuch gegen

Kälte, usw.

Kein Alkohol

Besonders in den ersten Tagen gilt es die Finger vom Alkohol zu lassen, denn

Bier, Wein, Schnaps und Co verzögern die Akklimatisierung.

Sonnenschutz

Die Symptome eines Sonnenstichs ähneln denen der Höhenanpassungsschwierigkeiten!

Deshalb raten wir zur Kopfbedeckung, Sonnenbrille und ausreichend

Sonnencreme!

Richtig schlafen

Das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper ist sehr hilfreich. Auch dankt Ihnen Ihr

Körper, wenn Sie in gut belüfteten Zelten und Schlafräumen schlafen. Wer vor

dem Schlafgehen (langsam!) 100 bis 200m hoch und wieder runter geht,

schläft besser! Vermeiden Sie bitte Schlafmittel, diese verzögern die Höhenanpassung.

Essen! Essen! Essen!

Beginnen Sie in größeren Höhen nie eine Diät! Essen Sie gut und kohlenhydratreich,

auch wenn Sie kaum einen Appetit verspüren. Über Gewichtszunahme

müssen Sie sich keine Sorgen machen, in diesen Höhen verbrennt der

Körper ohnedies mehr Kalorien.

Keine Panik! Kein Leichtsinn! Nur Respekt! — Und Sie kommen hoch

hinaus!

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Eine Garantie, dass Sie auf Ihrer Reise nicht krank werden, können wir

Ihnen nicht geben. Ein paar Tipps aber, die helfen können schon im Vorfeld

Krankheiten und Unwohlsein zu verhindern. Denn Vieles ließe sich mit

ein wenig Vorsicht vermeiden …

Impfungen: Hepatitis, Diphtherie, Polio & Co

Für die Einreise in viele Länder werden spezielle Impfungen verlangt oder

zumindest empfohlen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Arzt, dem

tropenmedizinischem Institut oder beim Gesundheitsamt, welche Impfungen

Sie für Ihre Fernreise benötigen.

Ruhe zu Beginn

Besonders wenn die Anreise lang und anstrengend war, ruhen Sie sich am

Urlaubsort etwas aus, bevor Sie sich in anstrengende Unternehmungen

stürzen! Nicht gleich am ersten Tag voll losstarten.

Vorsicht beim Essen und Trinken

Besonders bei Reisen in warme, (sub-)tropische Länder gilt: Achtung beim

Essen und Trinken! Schälen – Kochen – Braten – Oder Vermeiden!

Meiden Sie ungekochtes od. ungefiltertes Wasser (auch Eiswürfel)!

Kein rohes Gemüse, keine Salate u. kein ungeschältes Obst essen!

Vorsicht bei Cremes, Speiseeis, Mayonnaise u. ä., auch wenn Sie

Ihnen in so genannten „besseren“ Lokalen geboten werden oder in

Plastik verpackt sind!

Achtung bei Meeresfrüchten, Fisch, Eiern und Fleisch: Was nicht

gut durchgebraten oder gekocht ist, nicht essen!

Christian Hlade (GF Weltweitwandern): „Ich bin beim Essen und Trinken

unterwegs sehr vorsichtig und verzichte gänzlich auf rohes Gemüse, Salate

und auch auf Nachspeisen, deren Kühlkette ich nicht kenne (v. a. Cremen

und Milchspeisen in Restaurants). Durch die konsequente Anwendung

unserer einfachen Regeln hatte ich in den letzten Jahren überhaupt keine

Darmprobleme auf meinen vielen weltweiten Reisen!“

Verhalten bei Durchfall und Verstopfung

Trotz aller Vorsicht lässt sich gerade im Magen-Darm-Bereich nicht jedes

Unwohlsein vermeiden. Die Umstellung auf fremde Kost macht unserem

FRISCH UND GESUND DURCH DEN URLAUB

Informationen rund um die Gesundheit bei Fernreisen

Körper besonders am Beginn zu schaffen. Das häufige Resultat: Durchfall

oder Verstopfung. Nicht angenehm, aber auch nicht unbedingt schlimm.

Sollte es Sie erwischt haben, ist Schonkost angesagt: Reis, Zwieback,

Tee, usw.

Bei Durchfall: Nicht vergessen, dass Ihr Körper dehydriert, daher viel trinken

und gegebenenfalls Elektrolyt einnehmen. Wenn möglich auf Imodium

& Co verzichten, da die Ursachen nicht behoben werden und Sie schnell

Verstopfung bekommen könnten.

Bei Verstopfung: Ballaststoffreich essen (Getreide, Hülsenfrüchte, Obst

und Gemüse) und sich viel bewegen.

Achtung beim Sonnenbad

Gilt besonders in heißen Ländern und in größeren Höhen: Unterschätzen

Sie nie die Intensität der Sonne! Ein Sonnenstich ist unangenehm und

äußert sich in Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen. Besser mit hohem

Lichtschutzfaktor, Sonnenbrillen und Kopfbedeckung vorsorgen, auch

wenn es Ihrer Meinung nach nicht schick aussieht!

Tiere im Reiseland: Mücken, Flöhe & Co

Nicht jedes Tier im Urlaubsziel ist lieb und erwünscht! In (sub-)tropischen

Ländern gilt: Kleidungsstücke und Schuhe, die Sie abgelegt haben, vor

dem Anziehen ausschütteln!

Bei Reisen in südliche Länder kommen Sie in Regionen mit Malaria-Risiko.

Eine Malaria-Prophylaxe für einen kurzen Aufenthalt ist allerdings immer

gut abzuwägen, die Nebenwirkungen sind nicht ohne und haben schon

vielen Reisenden den Urlaub vermiest. Hier helfen auch Antimückenlotionen

und langärmlige Kleidung das Risiko von Insektenstichen zu verringern.

Auch wenn so manches Tier noch so süß ist, raten wir unbedingt zur Vorsicht

beim Streicheln. Zutrauliche Hunde könnten unter Umständen zubeißen

und es kommt so ev. zu einem Tollwutrisiko. In weniger schlimmen

Fällen können auch Flöhe auf Sie überspringen.

Lieber mit Schuhen

Anstatt barfuss in Scherben, spitze Steine (besonders bei Flussdurchquerungen),

Unrat oder auf Tiere zu treten, die üble Verletzungen nach sich

ziehen könnten, raten wir Ihnen besser immer mit Sandalen oder Schuhen

zu wandern.

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Ihr Führer verfügt zwar häufig über eine allgemeine Reiseapotheke mit

den gängigsten Medikamenten, eine persönliche Apotheke ist jedoch unbedingt

erforderlich und erleichtert das Handeln im Krankheitsfall.

Der Inhalt Ihrer persönlichen Reiseapotheke:

□ Pflaster

□ Kompressen

□ elastische Binden

□ medizinisches Klebeband

□ Dreieckstuch

□ Schere

□ Pinzette

□ Fieberthermometer

□ Desinfektionsmittel (z.b. Isozid® oder Betaisodona®)

□ Wärmefolie

□ Schienungsmaterial (z.B. Sam-Splint®)

Übelkeit:

□ z.B. Paspertin® 4mg/ml Tropfen (3x täglich 15-30 Tropfen)

Bauchschmerzen/-krämpfe:

□ z.B. Buscopan® Dragees (max. 5x täglich 1-2 Dragees)

Kopf- und Zahnschmerzen:

□ z.B. Parkemed® 500 mg (max. 3x1 Tablette täglich)

Rücken- und Gelenksschmerz:

□ z.B. Voltaren® 100 mg (1 Tablette pro Tag – kurzfristig max. 2x1 wenn

unbedingt notwendig. Vorsicht: Menschen mit Magen-, Zwölffingerdarmgeschwüren

oder schwerer Gastritis dürfen Voltaren nicht einnehmen!)

Starke Schmerzen bei Notfällen (z.B. Knochenbrüche):

□ z.B. Tramal Kps® 100mg (max. 4x1 wenn unbedingt nötig, Einnahme-

dauer so kurz wie möglich)

Husten (vor allem trockener Reizhusten):

□ z.B. Paracodin® Tropfen (3x täglich 20 bis max. 40 Tropfen)

Augenreizungen:

□ z.B. Betnesol® Salbe

IHRE REISEAPOTHEKE

Durchfall:

□ z.B. Normolyt® (Bei Durchfall bitte zuerst immer mit viel trinken, um

den Elektrolythaushalt stabilisieren. Die schädlichen Keime sollen ja aus

dem Körper hinaus, daher keine stopfenden Medikamente wie

Imodium.)

□ z.B. Imodium® (nur im Notfall, z. B. bei längeren Busreisen): anfänglich

2 Kapseln, max. 6-8 pro Tag, Achtung vorsichtig dosieren: man kippt

leicht in eine Verstopfung!

□ z.B. Ciproxin 500mg® (bei kompliziertem Durchfall mit Fieber und/oder

Blut im Stuhl): 2x500mg pro Tag; Dauer: bis Patient 2 Tage fieberfrei

ist)

□ z.B. Anaerobex®: unregelmäßiger Stuhlgang, starke Blähungen, Übelkeit,

stinkende Gase, kein Fieber, über mehrere Tage; könnte eine

Lamblieninfektion sein, die nicht gefährlich, aber lästig ist.

3x500mg pro Tag über 10 Tage; kann Übelkeit verursachen

Antibiotika:

□ z.B. Augmentin 1g® für fieberhafte Atemwegsinfekte, fieberhafte Hals-

und Ohrentzündungen, infizierte Wunden (die mit Reinigen allein nicht

abheilen): 2x1 täglich; Dauer: bis Patient 2 Tage fieberfrei ist

□ z.B. Zithromax 500mg® (statt Augmentin bei Penicillin-Allergie): 1 Tablette

pro Tag, 3 Tage lang

Höhenerkrankung (nur bei Reisen über 2.500m – siehe auch unser eigenes

Infoblatt zur Höhenakklimatisation):

□ z.B. Adalat ret Kps® (wenn die Lunge betroffen ist / Höhenlungenödem):

1 Tablette alle 8-12 Std.

□ z.B. Fortecortin Tbl 8mg® (bei akuter allergischer Reaktion od. auch

wenn sich Symptome der akuten Höhenkrankheit – Kopfschmerzen,

Schwindel, Gangstörungen/Orientierungslosigkeit = Hirnödem! – durch

Ruhe und Abstieg nicht bessern oder gar verschlechtern: 8mg Initialdosis,

dann 4mg alle 6 Stunden)

Individuelle Medikamente

Weitere Infos finden Sie auch auf unserer Homepage im „Infobereich―

zum Download!

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