Freund gesucht - Westfalenfleiß
Freund gesucht - Westfalenfleiß
Freund gesucht - Westfalenfleiß
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Westfalenfleiß<br />
Ein Magazin für Beschäftigte, Mitarbeiter<br />
Heft 2/2004<br />
und <strong>Freund</strong>e<br />
<strong>Freund</strong> <strong>gesucht</strong> -<br />
und gefunden<br />
1
Urige Atmosphäre<br />
„Die MDS gGmbH, - eine Tochtergesellschaft<br />
von Westfalenfleiß,<br />
- ist ein Integrationsunternehmen,<br />
welches Menschen<br />
mit und ohne Behinderung<br />
beschäftigt. Das Team lädt Sie<br />
mit Saisonbeginn auch in<br />
diesem Jahr ein, im gemütlichen<br />
westfälischen Café im alten<br />
Gutshaus auf dem Westfalenfleiß-Bauernhof<br />
zu rasten und<br />
sich mit hausgemachten Kuchen<br />
oder herzhaften Spezialitäten<br />
verwöhnen zu lassen oder<br />
am Ende einer schönen Radtour<br />
auf ein kühles Blondes vorbeizuschauen.“<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
2<br />
Gut Kinderhaus<br />
Der Westfalenfleißbauernhof<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser!<br />
Kennen Sie Gut Kinderhaus? Haben Sie<br />
dort schon Erdbeeren oder andere<br />
Obstsorten gekauft oder in unserer<br />
Plantage gepflückt? Oder haben Sie<br />
sich unseren Bauernhof am Erntedankfest<br />
angeschaut?<br />
Wenn ja - haben Sie<br />
auch auf der Bank vor<br />
dem alten Gutshaus<br />
gesessen, die Idylle<br />
genossen und auf<br />
Kaffee gewartet?<br />
Mir ist das passiert<br />
und damit war die<br />
Idee zum Bauerncafé<br />
und Hofladen geboren.<br />
Natürlich wollen wir<br />
nicht nur selbstlos<br />
unsere Gäste verwöhnen<br />
- unsere Triebfeder<br />
ist unser gesellschaftspolitischer<br />
Auftrag - die Betreuung<br />
von Menschen<br />
mit Behinderungen.<br />
Daher sind das Café und der Hofladen<br />
zwei Bereiche unseres Integrationsbetriebes<br />
MDS - Münsteraner Dienstleistungsgesellschaft,<br />
der es zum Inhalt<br />
hat, Menschen mit und ohne Behinderungen<br />
in Arbeit zu bringen.<br />
Wir wollen auf Gut Kinderhaus:<br />
· Arbeitsplätze schaffen und sichern<br />
· Integration<br />
· Vorurteile und Berührungsängste<br />
abbauen<br />
· Teilhabe am gesellschaftlichen<br />
Leben sichern<br />
· Öffentlichkeit herstellen.<br />
Wir bieten auf Gut Kinderhaus:<br />
· Café mit 60 Plätzen<br />
· Hofterrasse mit 60 Plätzen<br />
· Selbstgebackenen Kuchen,<br />
Mittags- und Abendkarte<br />
· Ausrichten von Feiern<br />
· Spielplatz<br />
· Streichelzoo<br />
· Rad- und Wanderwege<br />
· Fahrradverleih<br />
· Planwagenfahrten nach Anmeldung<br />
· Hofladen mit Eigenprodukten<br />
· Obstplantage zum selber Pflücken.<br />
Und das alles stadtnah und verkehrsgünstig -<br />
ist das nicht ein lohnendes Ausflugsziel?<br />
Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen<br />
Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!<br />
Ihr Karl-Heinz Garbe
Impressum<br />
Westfalenfleiß-ECHO erscheint<br />
vierteljährlich für Mitglieder,<br />
Gesellschafter, Beschäftigte,<br />
Mitarbeiter und Förderer der<br />
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Münster.<br />
Herausgeber:<br />
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Kesslerweg 38-42,<br />
48155 Münster<br />
Telefon: (0251) 6 18 00-0<br />
Fax: (0251) 6 18 00 - 55<br />
e-mail:<br />
info@westfalenfleiss.de<br />
homepage:<br />
www.westfalenfleiss.de<br />
Sparkasse<br />
Münsterland Ost<br />
Kto. 300517<br />
BLZ 40050150<br />
Bank für Sozialwirtschaft<br />
GmbH Köln<br />
Kto. 6019400<br />
BLZ 3702500<br />
Verantwortlich<br />
für den Inhalt:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Redaktion:<br />
Margret Topp,<br />
Helene Wentker<br />
Fotos:<br />
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Titelgestaltung:<br />
Esther Faust, Frankfurt<br />
Anzeigen:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Die veröffentlichten Beiträge<br />
geben nicht unbedingt die<br />
Auffassung des Herausgebers<br />
wieder.<br />
Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte und Fotos wird<br />
keine Haftung übernommen.<br />
Anzeigenschluss ist jeweils<br />
vier Wochen vor Quartalsende;<br />
zur Zeit ist Anzeigenpreisliste<br />
Nr. 3 gültig.<br />
Auflage: 3.000<br />
Einzelpreis: 0,45 Euro<br />
Druck:<br />
Lensing Druck<br />
Neubrückenstraße 8 - 11<br />
48143 Münster<br />
Wie ein Traum in Erfüllung geht<br />
und ein Stadtbus-Fan einen<br />
Busfahrer als gesetzlichen Betreuer<br />
gewinnen konnte, - das erfahren<br />
Sie auf den Seiten 4 - 6<br />
Ist schon längst kein Geheimtipp<br />
mehr: Der Hofladen und das urige<br />
Café auf Gut Kinderhaus. Lesen<br />
Sie über den Saisonbeginn auf<br />
den Seiten 8 - 10<br />
Thorsten Hülsmann<br />
hat viele<br />
Wege ausprobiert,<br />
bis er den seinen<br />
fand. Über seine<br />
Erfahrungen mit<br />
seinem neuen<br />
Arbeitsplatz auf<br />
Gut Kinderhaus berichtet er auf<br />
den Seiten 12 - 15<br />
Rendezvous<br />
mit dem<br />
Hasen Felix<br />
beim Industrieservice<br />
Münster:<br />
Schauen Sie,<br />
was er da so<br />
treibt.<br />
Seite 16 - 19<br />
Aus dem Inhalt<br />
<strong>Freund</strong> <strong>gesucht</strong> - und gefunden<br />
Stadtwerke-Fan Frederico Talerico<br />
gewann Busfahrer Dietmar Rosendahl<br />
als <strong>Freund</strong> und gesetzlichen Betreuer Seite 4<br />
Vortrag zum Erbrecht<br />
Infos zum „Behindertentestament“ Seite 7<br />
Saisonbeginn auf Gut Kinderhaus<br />
mit Café und Hofladen<br />
Neue Angebote vom Streichelzoo<br />
bis zur Radstation Seite 8<br />
Einfach zum Mitnehmen<br />
Neue Eigenprodukte im Hofladen Seite 11<br />
„Erst die Mischung machts“<br />
Thorsten Hülsmann hat viele Wege<br />
ausprobiert, bis er den seinen fand Seite 12<br />
Wenn Felix der Weltenbummler<br />
bei ISM einkehrt...<br />
Coppenrath und Hölker sind höchst<br />
zufrieden mit ISM-Zusammenarbeit Seite 16<br />
Aktion Grundgesetz 5. Mai 2004<br />
Das letzte Hemd für den Bürgermeister Seite 20<br />
Bilder und Berichte<br />
Arbeitskreis „Arbeitnehmerfragen“<br />
der SPD bei Westfalenfleiß Seite 22<br />
Verkehrssicherheit am Kesslerweg Seite 23<br />
Party beim Angelverein Telgte Seite 24<br />
Bilderaustellung in der Sporthalle Seite 25<br />
Erfolgreiche Westfalenfleiß-Läufer Seite 26<br />
Lebenshilfe-Mitarbeiter zu Besuch Seite 27<br />
Peter Feldmann stiftete Truhe Seite 27<br />
Karneval 2004<br />
Mit Helau und guter Laune Seite 28<br />
Gelungenes Frühjahrskonzert<br />
Die „Trixis“ begeisterten das Publikum Seite 30<br />
Bilder und Berichte<br />
Werkstatträte tagten in Dortmund Seite 32<br />
Berufsmesse für Schulabgänger Seite 33<br />
Ballonfahrt in den Frühling Seite 34<br />
Aktion Mensch sponserte Fahrzeug Seite 34<br />
Glückwünsche für Margret Tenbuß<br />
und Wilhelma Dillenburger Seite 35<br />
Gärtnerei startete in die neue Saison Seite 35<br />
Über die Schulter geschaut: Wohnstättenmitarbeiter<br />
in der Werkstatt Seite 36<br />
Westfalenfleiß und KFH starteten das<br />
neue Projekt „Diabetes-Schulung“ Seite 37<br />
Für Rätselfreunde<br />
Gewinnen mit ECHO Seite 38<br />
3
Hinterm Steuer eines Stadtwerke-Busses sitzen - das war stets Frederico Talericos großer Traum.<br />
<strong>Freund</strong> <strong>gesucht</strong> - und gefunden<br />
Für den Stadtwerke-Fan Frederico Talerico ging ein großer Traum in Erfüllung -<br />
er wählte den Busfahrer Dietmar Rosendahl als gesetzlichen Betreuer<br />
Busfahrer Dietmar Rosendahl<br />
ist seit Sommer<br />
gesetzlicher Betreuer von<br />
Frederico Talerico - dem<br />
größten Fan des Verkehrsbetriebs<br />
der Stadtwerke.<br />
Wie es dazu kam und was<br />
die Verbindung für beide<br />
bedeutet, erzählen sie bei<br />
Cola und Kaffee in der Bar<br />
des Cineplex.<br />
Die über 120 Busse im<br />
Verkehrsbetrieb kennt<br />
Frederico Talerico nahezu<br />
in- und auswendig. Wie aus<br />
der Pistole geschossen<br />
nennt er Modell, Leistung,<br />
4<br />
Baujahr, Anschaffungspreis,<br />
sobald ein Gefährt um die<br />
Ecke biegt. Dietmar Rosendahl<br />
muss oft schmunzeln,<br />
wenn sein Gegenüber<br />
so begeistert ins Detail geht.<br />
„Er weiß das manchmal<br />
besser als ich“, gibt der<br />
Angestellte der Stadtwerke<br />
Münster zu.<br />
Aber wenn die beiden<br />
beisammen sitzen, geht es<br />
nicht nur um Fachsimpelei,<br />
sondern um private, behördliche,<br />
finanzielle und<br />
manchmal auch um medizi-<br />
nische Dinge. Frederico<br />
Talerico lebt in Haus Edelbach,<br />
einem Wohnheim für<br />
geistig behinderte Menschen<br />
in Coerde. Busfahrer<br />
Dietmar Rosendahl ist seit<br />
Mitte des Jahres sein gesetzlicher<br />
Betreuer.<br />
Ein großer Tag:<br />
Einmal am Steuer sitzen<br />
Als die Stadtwerke ihren<br />
größten Fan im Juni 2001 zur<br />
Besichtigung des Verkehrsbetriebs<br />
einluden, war das<br />
ein großer Tag für Frederico
Talerico. Zumal einer mit<br />
Nebeneffekt: „Dadurch habe<br />
ich Dietmar kennen gelernt“,<br />
erzählt er. Weil er oft<br />
mit dem Bus unterwegs ist,<br />
sahen sie sich immer mal<br />
wieder. „So ist der Kontakt<br />
nicht abgerissen“, erklärt<br />
Dietmar Rosendahl. Und als<br />
es darum ging, dass Frederico<br />
Talerico einen gesetzlichen<br />
Betreuer brauchte, fiel<br />
dessen Wahl auf den Busfahrer.<br />
Im Wohnheim an der<br />
Allensteiner Straße waren<br />
„alle dann wohl sehr erstaunt,<br />
dass es geklappt hat,<br />
was er sich erträumt hat“.<br />
Ehrenamtliche Betreuer<br />
werden <strong>gesucht</strong><br />
Von den 3800 Betreuungen<br />
in Münster werden 700<br />
ehrenamtlich geführt. Die<br />
fünf Betreuungsvereine der<br />
Stadt – in Frederico Talericos<br />
Fall die Lebenshilfe Münster<br />
– suchen und unterstützen<br />
bereitwillige Privatpersonen.<br />
Ihre Arbeit koordiniert die<br />
Betreuungsstelle der Stadt<br />
Münster. Obschon sich viele<br />
unter dem zeitgemäßen<br />
Begriff „Betreuung“ nach<br />
wie vor „Bevormundung“<br />
Dietmar Rosendahl und Frederico Talerico auf dem Stadtwerke-Bushof.<br />
Gesetzliche Betreuung<br />
vorstellen, betont das 1992<br />
in Kraft getretene, differenzierte<br />
Betreuungsrecht den<br />
Aspekt der Begleitung. Die<br />
gesetzliche Betreuung<br />
beschränkt sich mitunter auf<br />
einzelne Lebensbereiche.<br />
Dietmar Rosendahl informierte<br />
sich und wog die<br />
Konsequenzen ab. Würde er<br />
ablehnen, stünde Frederico<br />
Talerico als Alternative ein<br />
freiberuflicher Betreuer zur<br />
Seite. Da diese sich oft<br />
gleichzeitig um rund 25<br />
Personen kümmern, geraten<br />
intensive Kontakte leicht<br />
5
Gesetzliche Betreuung<br />
Feierabend! Frederico Talerico trägt Schlips und Hemd mit Stadtwerke-Logo, während<br />
Dietmar Rosendahl seine Dienstkleidung schon abgelegt hat (v. li.).<br />
unter den Druck der Arbeitseffizienz.<br />
„Ein Berufsbetreuer<br />
kann sich nicht um jeden<br />
Einzelnen so eingehend<br />
kümmern und entscheidet<br />
auch mal nach Aktenlage“,<br />
weiß Dietmar Rosendahl,<br />
„wohingegen wir schon<br />
versuchen, erst mal in einem<br />
Gespräch die Dinge zu<br />
klären.“<br />
Wie erst kürzlich die finanziellen<br />
Voraussetzungen für<br />
Frederico Talericos Urlaubsreise,<br />
eine 14-tägige Radtour.<br />
„Man muss halt ein<br />
bisschen Freizeit mitbringen“,<br />
schildert der Stadtwerke-Mitarbeiter<br />
die Anforderungen.<br />
Verständnis natürlich<br />
auch. Frederico Talerico,<br />
berufstätig in der Hauswirt-<br />
6<br />
schaft der Westfalenfleiß,<br />
Sänger in einem Gospel-<br />
Chor, Mitglied eines Judo-<br />
Clubs und einer Arbeitsgruppe<br />
„Stadt & Verkehr“, ist<br />
nicht nur vielseitig beschäftigt,<br />
sondern dazu „ziemlich<br />
selbstständig, so dass die<br />
Aufgabe im Prinzip auch<br />
nicht so groß ist“.<br />
<strong>Freund</strong> <strong>gesucht</strong> -<br />
und gefunden<br />
Und so ist Dietmar Rosendahl<br />
für Frederico Talerico<br />
weniger ein „Ersatzpapa“,<br />
als „ein guter <strong>Freund</strong>, der<br />
mir den großen Gefallen<br />
tut“. Einer dazu, der seine<br />
Vorliebe für die ganz großen<br />
Vehikel teilt: „Ich mag nur<br />
Gelenkbusse, weil die span-<br />
nender sind, wenn sie um<br />
die Kurve fahren, als die<br />
Solobusse.“<br />
Die ECHO-Redaktion bedankt<br />
sich ganz herzlich bei<br />
den Münsteraner Stadtwerken<br />
für die Genehmigung,<br />
den vorstehenden Artikel und<br />
die Fotos hier in unserer<br />
Hauszeitung abzudrucken.
Vortrag zum Erbrecht<br />
Testamente für Menschen mit Behinderung<br />
Zu einem Vortragsabend<br />
zum Thema „Erben - Vererben<br />
unter besonderer<br />
Berücksichtigung behinderter<br />
Angehöriger“ lud im<br />
Frühjahr die Lebenshilfe<br />
Münster ins Gesundheitshaus<br />
ein.<br />
Referent des Abends war der<br />
Rechtsanwalt und Notar Dr.<br />
Michael Kaven, Vorstandsmitglied<br />
der Lebenshilfe<br />
Münster und Vorsitzender<br />
des Aufsichtsrates von Westfalenfleiß.<br />
Fast 60 Interessierte<br />
waren gekommen, um sich<br />
über Möglichkeiten des<br />
Vererbens an Angehörige mit<br />
Behinderungen zu informieren.<br />
Souverän und visuell sehr<br />
anschaulich anhand einer<br />
Leinwandpräsentation<br />
vermittelt führte Dr. Kaven in<br />
Behindertentestament und Grundsicherung<br />
Am 1.1.2003 ist das Grundsicherungsgesetz<br />
in Kraft getreten, das<br />
den Lebensunterhalt auch von<br />
Menschen mit Behinderung<br />
außerhalb des Sozialhilferechts<br />
sichern soll, wenn sie das 18.<br />
Lebensjahr vollendet haben und<br />
voll erwerbsgemindert sind. Wenn<br />
allerdings verwertbares Vermögen<br />
vorhanden ist, greift die Grundsicherung<br />
erst dann, wenn dies<br />
Vermögen verbraucht ist, was<br />
selbstverständlich auch für<br />
ererbtes Vermögen gilt.<br />
Da üblicherweise mit einem<br />
Behindertentestament der Zweck<br />
verfolgt wird, den Erbanteil oder<br />
das ansonsten letztwillig dem<br />
Menschen mit Behinderung<br />
seinen Ausführungen durch<br />
die „Klippen“ des Erbschaftsrechts.<br />
Nach grundsätzlichen<br />
Darstellungen von möglichen<br />
Testamenten und deren<br />
Form und Gestaltung kam<br />
der Referent gezielt auf das<br />
Kernthema des Abends zu<br />
sprechen: Wie ist ein Testament<br />
oder Erbvertrag zu<br />
fassen, wenn es dem behinderten,<br />
in der Regel längst<br />
dem Kindesalter entwachsenen<br />
Nachkommen möglichst<br />
lange produktiv dienen soll?<br />
Das effektivste, vom Bundesgerichtshof<br />
für zulässig und<br />
ausdrücklich nicht etwa als<br />
sittenwidrig befundene<br />
Mittel ist die „Vorerben-<br />
Nacherben-Regelung“, das<br />
so genannte Behindertentestament.<br />
Das bedeutet, dass<br />
der behinderte Mensch als<br />
Vorerbe eingesetzt wird und<br />
zugewandte Vermögen für persönliche<br />
und besondere Zwecke verwenden<br />
zu lassen, dann muss darauf<br />
geachtet werden, dass die Formulierungen<br />
des Testaments eine Verwertbarkeit<br />
ausschließen.<br />
In Behindertentestamenten findet<br />
man die Formulierung, dass eine<br />
Inanspruchnahme des ererbten oder<br />
zugewandten Vermögens nur dann<br />
stattfinden kann, wenn die entsprechenden<br />
Kosten „aus Mitteln der<br />
Sozialhilfe“ nicht zu decken sind;<br />
mit dieser Formulierung wird im<br />
Zweifel die Grundsicherungsleistung<br />
nicht umfasst, mithin die Gefahr<br />
geschaffen, dass die Verwertbarkeit<br />
des Vermögens mit der Folge der<br />
Ablehnung des Antrags auf Grundsicherung<br />
gefolgert wird.<br />
Behindertentestament<br />
zu seinen Lebzeiten von den<br />
„Früchten“ des Erbes, wie<br />
etwa den Zinsen von ange-<br />
Referierte zum Thema „Erbrecht“:<br />
Dr. Michael Kaven<br />
legtem Kapital oder Mieteinnahmen<br />
einer Immobilie,<br />
zehren kann. Die Substanz<br />
des Erbes ist nur in festgelegten<br />
Ausnahmefällen antastbar.<br />
Mit dem Tod des Vorerben<br />
fällt das Restvermögen<br />
aus der Vorerbschaft an den<br />
im Testament bestimmten<br />
Nacherben.<br />
Ist die Formulierung allerdings<br />
diejenige, dass eine Inanspruchnahme<br />
nur dann stattfinden kann, wenn<br />
die Kosten „aus Mitteln öffentlicher<br />
Leistungsträger“ oder „aus Sozialleistungen“<br />
nicht zu decken sind,<br />
fällt hierunter auch die Grundsicherungsleistung,<br />
so dass die Verwertbarkeit<br />
nicht angenommen werden<br />
könnte.<br />
Zu raten ist, ein Behindertentestament<br />
oder ein ähnliches Testament<br />
auf das obige Thema hin zu überprüfen<br />
und, wenn sich auch nur leise<br />
Zweifel ergeben, Kontakt zu einem<br />
Notar oder Rechtsanwalt aufzunehmen.<br />
Dr. Michael Kaven, Notar, Rechtsanwalt<br />
u. Fachanwalt für Sozialrecht<br />
7
Treulich geführt: Bei strahlendem Sonnenschein macht Markus Bittner mit der Stute Westfalensonne<br />
und ihrem Fohlen Albert einen Hofspaziergang auf dem Westfalenfleiß-Bauernhof<br />
Gut Kinderhaus. Foto: bw<br />
Saisonbeginn im<br />
Café und Hofladen<br />
Gut Kinderhaus präsentiert neue Angebote<br />
vom Streichelzoo bis zur Radstation<br />
Ein Ausflug aufs Land?<br />
Warum nicht. Das Frühjahr<br />
kann kommen. Bestens<br />
vorbereitet auf die anstehende<br />
Rad-, Wander- und<br />
Ausflugssaison präsentiert<br />
sich das Café von Westfalenfleiß<br />
auf Gut Kinderhaus.<br />
Mit neuen Angeboten will es<br />
Besucher aus nah und fern<br />
in den kommenden Mona-<br />
8<br />
ten locken. Erstmals in<br />
diesem Jahr dabei: Eine<br />
Radstation, wo sich Kurzentschlossene<br />
Fahrräder ausleihen<br />
können, um von Gut<br />
Kinderhaus aus die münsterländische<br />
Parklandschaft<br />
zu erkunden.<br />
Und ein Streichelzoo als<br />
Magnet - nicht nur - für<br />
kleine Besucher.<br />
Mit der Leeze rund um das<br />
Gut Kinderhaus<br />
20 Leezen werden bald<br />
bereit stehen, um auch<br />
solchen Gästen ‘in die<br />
Pedale zu helfen’, die ihre<br />
Fietsen nicht dabei haben“,<br />
stellt Norbert Mussenbrock,<br />
Betriebsleiter der Münsteraner<br />
Dienstleistungs Service<br />
gGmbH (MDS) als Betreiber<br />
des Cafés und Tochtergesell-
Saisonbeginn auf dem Westfalenfleiß-Bauernhof Gut Kinderhaus<br />
Von der Tauffeier bis zur<br />
Goldenen Hochzeit bietet<br />
die MDS gGmbH Räume,<br />
Service und Mahlzeiten zu<br />
verschiedensten Anlässen<br />
an. Foto: uh<br />
schaft von<br />
Westfalenfleiß<br />
in Aussicht.<br />
Und ein Streichelzoo<br />
auf<br />
dem Gutsgelände<br />
wird vor<br />
allem Kinder<br />
locken. Meerschweinchen,<br />
Ziege, Kaninchen<br />
geben<br />
sich in Kürze<br />
ein Stelldichein.<br />
Damit<br />
ergänzt Westfalenfleiß<br />
das Angebot für die<br />
kleinen Besucher, denn<br />
einen Spielplatz gibt<br />
es bereits. Gedacht ist ferner<br />
daran, in Zukunft und nach<br />
vorheriger Anmeldung<br />
Planwagenfahrten anzubieten.<br />
Café und Hofladen sind<br />
schon lange kein Geheimtipp<br />
mehr<br />
Auch der Hofladen wird sich<br />
in neuem Glanz präsentieren.<br />
Denn das Sortiment,<br />
das dort zum Verkauf angeboten<br />
wird, will die Westfalenfleiß<br />
deutlich erweitern.<br />
So wird es dort in Kürze<br />
auch Geschenkartikel,<br />
Kinderspielzeug, Getränke<br />
vom Saft bis zum selbstgemachten<br />
Likör, geräucherte<br />
Wurst und Schinken sowie<br />
selbstgebackenes Brot zu<br />
kaufen geben.<br />
Albert heißt das<br />
Fohlen, das im<br />
Frühjahr auf dem<br />
Westfalenfleiß-<br />
Bauernhof Gut<br />
Kinderhaus geboren<br />
wurde. Stolze<br />
Eltern sind die<br />
Stute Westfalensonne<br />
und Hengst<br />
Alban. Foto: bw<br />
Schon lange kein Geheimtipp<br />
mehr: Das Café auf Gut<br />
Kinderhaus Am Max-Klemens-Kanal<br />
19. Foto: mt<br />
Ein beliebtes Ausflugsziel<br />
für die ganze Familie<br />
All diese Neuheiten werden<br />
ein Angebot abrunden, das<br />
sich seit dem vergangenen<br />
Sommer einem breiten<br />
Publikum bekannt machen<br />
konnte: Dem Bauerncafé.<br />
„Erstaunlich“, nennt es<br />
Café-Leiterin Ulrike Hochstrat,<br />
wie das Ausflugslokal in<br />
so kurzer Zeit Besuchergruppen<br />
anzulocken verstand:<br />
Vom Stammgast bis<br />
zum Ausflügler. „Radfahrer,<br />
Wandergruppen, Betriebsausflügler“,<br />
zählt Ulrike<br />
Hochstrat zum Besucherpu-<br />
9
Saisonbeginn auf dem Westfalenfleiß-Bauernhof Gut Kinderhaus<br />
blikum. Selbst im Winter<br />
hätten sich Gruppen regelmäßig<br />
angemeldet. Zu<br />
nennen sei da das Damen-<br />
Kaffeekränzchen ebenso wie<br />
die Skatrunde der Herren.<br />
Rüstige Senioren auf ihren<br />
Rädern hielten gern Einkehr<br />
auf dem Gut. Schülergruppen<br />
wählten Gut Kinderhaus<br />
ebenfalls oft und gerne als<br />
Ausflugsziel, berichtet die<br />
Café-Leiterin.<br />
Typisch westfälischer<br />
Kamin und Upkammer<br />
Aber auch Einzelgruppen<br />
steht das Café offen. „Von<br />
der Tauffeier bis zur Goldenen<br />
Hochzeit bieten wir<br />
unsere Räume, Service und<br />
Speisen zu verschiedensten<br />
Anlässen an“, sagt Ulrike<br />
Hochstrat. Denn mit der<br />
gediegenen Upkammer im<br />
Café steht ein eigener Raum<br />
für geschlossene Gesellschaften<br />
bis zu 35 Personen<br />
bereit.<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Am Max-Klemens-Kanal 19<br />
48159 Münster<br />
Öffnungszeiten:<br />
Montag Ruhetag<br />
Di. - Sa. 11.00 - 21.00 Uhr<br />
Sonntag 10.00 - 21.00 Uhr<br />
10<br />
Außer montags steht das<br />
Café täglich ab 11 Uhr offen,<br />
am Sonntag bereits ab 10<br />
Uhr.<br />
Herzhaftes und<br />
selbstgebackene Torten<br />
Vom späten Frühstück bis<br />
zum Mittagstisch nach<br />
Tageskarte oder wöchentlich<br />
wechselnden Zusatzangeboten<br />
wie Salaten der Saison,<br />
Hühnerfrikassee oder vegetarischen<br />
Gerichten bietet<br />
das Café kulinarische Genüsse<br />
für den kleinen wie<br />
großen Hunger.<br />
Vor allem die selbstgebackenen<br />
Torten und Kuchen<br />
locken Besucher an. Denn<br />
die süßen Köstlichkeiten<br />
entstehen in der Wolbecker<br />
Konditorei der MDS und<br />
werden täglich frisch aufs<br />
Gut geliefert.<br />
hwe<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
MDS gGmbH<br />
schafft<br />
Arbeitsplätze<br />
Integrationsbetrieb MDS<br />
ist auf dem Vormarsch<br />
· Besuchen Sie unser Café Gut Kinderhaus und lassen<br />
Sie sich mit Kaffee und Kuchen, Schnitzel, Salat oder<br />
einer deftigen, hausgemachten Suppe verwöhnen.<br />
· Die Räumlichkeiten können auch für Feste<br />
und Feiern aller Art genutzt werden.<br />
Café: Tel.: 0251-92103-30<br />
Fax: 0251-92103-32<br />
E-Mail: cafe@mds-muenster.de<br />
Die MDS, Münsteraner Dienstleistungs<br />
Service gGmbH, steht<br />
für die Integration von behinderten<br />
und nichtbehinderten<br />
Menschen.<br />
Sie arbeiten zusammen in<br />
diesem neugegründeten<br />
Unternehmen - einer Tochtergesellschaft<br />
der Westfalenfleiß<br />
gGmbH, Arbeiten und Wohnen.<br />
Zur MDS gGmbH gehören<br />
inzwischen das Café mit<br />
Hofladen und Radstation auf<br />
Gut Kinderhaus und auch der<br />
Catering-Service mit Bäckerei<br />
und Konditorei in Wolbeck<br />
sowie ein Post- und Lieferservice.<br />
Sieben Menschen mit Behinderungen<br />
sollen langfristig im<br />
MDS arbeiten, hinzu kommen<br />
15 mit Behindertenstatus sowie<br />
23 nichtbehinderte Mitarbeiter.<br />
hwe<br />
Integrationsunternehmen MDS gGmbH<br />
Münsteraner Dienstleistungs Service<br />
Kesslerweg 38 - 42 · 48155 Münster<br />
0251-61800-76 · www.mds-muenster.de
Im Berufsbildungsbereich<br />
des Industrieservice Münster<br />
(ISM) werden „Großmutters<br />
Dinkelkissen“ für<br />
den Hofladen auf Gut<br />
Kinderhaus hergestellt.<br />
Hofladen Gut Kinderhaus<br />
Am Max-Klemens-Kanal 19<br />
48159 Münster · 0251-92103-34<br />
Öffnungszeiten:<br />
Montag 9.00 - 13.00 Uhr<br />
Di.-Fr. 9.00 - 13.00 Uhr<br />
15.00 - 19.00 Uhr<br />
Samstag 9.00 - 12.00 Uhr<br />
15.00 - 19.00 Uhr<br />
Sonntag 13.00 - 19.00 Uhr<br />
Hofladen Gut Kinderhaus<br />
Einfach zum Mitnehmen<br />
Neue Eigenprodukte im Hofladen Gut Kinderhaus<br />
Preiswerte Mitnahmeartikel<br />
gehören seit Neuestem zum<br />
Sortiment im Hofladen.<br />
Dinkelkissen und Bauernhoftiere,<br />
die auf Holzrollen<br />
laufen und sich mit einem<br />
Stock schieben lassen, sind<br />
jetzt neu im Hofladenan-<br />
Eine neue „Tierfamilie“<br />
entsteht in der Schreinerei.<br />
Hofladen Gut Kinderhaus<br />
Unsere Produkte:<br />
· Saisonfrische Äpfel, Birnen, Kartoffeln, Tomaten, Gurken,<br />
Kirschen, Pflaumen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren,<br />
Brombeeren, Honig, Konfitüren, Saft, Gelee.<br />
· Frisch gepresster Apfelsaft.<br />
· Täglich frische Eier aus Bodenhaltung.<br />
gebot auf Gut Kinderhaus.<br />
Ein weiterer Knüller sind<br />
Tischdecken mit typischen<br />
Münstermotiven, vom<br />
Prinzipalmarkt bis zu „den“<br />
Käfigen, die auf „1 m 2 Münster“<br />
im Blaudruckverfahren<br />
aufgetragen werden.<br />
Münster bittet zu Tisch: „Ein<br />
Quadratmeter Münster“,<br />
das sind Blaudruck-Tischdecken<br />
mit typischen Münstermotiven,<br />
entstehen in der<br />
Zweigwerkstatt Nord in der<br />
Rudolf-Diesel-Straße. Verkauft<br />
werden sie im Hofladen<br />
Gut Kinderhaus.<br />
Integrationsunternehmen MDS gGmbH<br />
Münsteraner Dienstleistungs Service<br />
Kesslerweg 38 - 42 · 48155 Münster<br />
0251-61800-76 · www.mds-muenster.de<br />
11
„Erst die Mischung machts“<br />
Thorsten Hülsmann hat viele Wege ausprobiert, bis er den seinen fand<br />
An Wunder mochte niemand<br />
glauben. „Höchstens<br />
20 Jahre“, hat die Ärztin<br />
damals gesagt. Eine längere<br />
Lebenserwartung hatte<br />
Thorsten Hülsmann nicht,<br />
als er mit einem schweren<br />
Herzfehler zur Welt kam<br />
und der Säugling zwei<br />
Stunden nach der Geburt<br />
zur Notoperation in eine<br />
Spezialklinik nach Osnabrück<br />
geflogen wurde.<br />
Das war vor 32 Jahren. Heute<br />
ist Thorsten Hülsmann<br />
verheiratet, stolzer Vater<br />
zweier Söhne und glücklich<br />
an seinem neuen Arbeitsplatz<br />
im Café von Gut Kinderhaus.<br />
Doch so glatt lief es in seinem<br />
Leben nicht immer. Die<br />
Erinnerungen an seine<br />
12<br />
Kindheit sind voll von Krankenhaus-Erfahrungen.<br />
„Bis<br />
zu meinem sechsten Lebensjahr<br />
war ich in Kliniken<br />
zu Hause“, sagt Thorsten<br />
Hülsmann. Die Jahre haben<br />
Spuren hinterlassen. Die<br />
Atmosphäre in Krankenhäusern<br />
kann Thorsten Hülsmann<br />
bis heute nur schlecht<br />
ertragen. „Ein paar Minuten<br />
- und das auch nur als<br />
Besucher“, hält er es dort<br />
aus.<br />
Schul- und Ausbildungszeit<br />
mit Höhen und Tiefen<br />
Geprägt haben ihn auch die<br />
Erfahrungen mit dem Bruder,<br />
der, obwohl jünger „ein<br />
Kleiderschrank war“. Thorsten<br />
selbst war „der Älteste<br />
und Kleinste“ in der Familie.<br />
Spülen, Salatteller mit<br />
vorbereiten, Service und<br />
einmal in der Woche Reinigungsarbeiten:<br />
Thorsten<br />
Hülsmann gefällt die neue<br />
Arbeit im Bauerncafé, das<br />
von der MDS, einer Tochtergesellschaft<br />
von Westfalenfleiß<br />
auf Gut Kinderhaus<br />
betrieben wird. Fotos: uh<br />
Das machte ihm in der<br />
Kindheit zu schaffen. „Aber<br />
heute“, sagt er selbstbewusst,<br />
„hat sich das geändert.<br />
Früher sahen mein<br />
Bruder und ich uns nur<br />
zwischen Tür und Angel.<br />
Heute hören wir einander<br />
zu.“<br />
Mit sechs Jahren kam Thorsten<br />
in den Kindergarten,<br />
mit acht wurde er eingeschult.<br />
Richtig wohl hat er<br />
sich in der Grundschulklasse<br />
gefühlt, in der „einer für den<br />
anderen einstand“. Und so<br />
war es „ein dummes Gefühl“,<br />
als er im dritten Schuljahr<br />
seine Klasse verlassen<br />
musste. Doch die Leseschwäche<br />
war zu gravierend.<br />
Thorsten kam auf die Regen-
ogenschule. Auch an diese<br />
Zeit hat er gute Erinnerungen.<br />
„Hänseln, mobben, das<br />
gab es da nicht“, erzählt er.<br />
Schwierig wurde es erneut,<br />
als er mit 19 Jahren auf<br />
Anraten des Arbeitsamtes<br />
ein Berufsförderungsjahr<br />
absolvieren sollte. Da in der<br />
Heimatstadt Münster keine<br />
Plätze frei waren, verschlug<br />
es den Jugendlichen ins<br />
Sauerland. „Das war<br />
schlimm. Diese erste Trennung<br />
von daheim, diese<br />
Einsamkeit in einer völlig<br />
fremden Stadt“. Nein, daran<br />
erinnert er sich nur ungern.<br />
Doch er hielt durch und<br />
konnte nach einem Jahr in<br />
den Werkstätten von Westfalenfleiß<br />
in Münster einen<br />
Platz finden. Damals lebte er<br />
noch daheim, wechselte<br />
jedoch 1992 in eine zwei-<br />
Personen-Wohngruppe der<br />
Lebenshilfe.<br />
Liebe auf den<br />
ersten Blick<br />
Er war 24, als er seine Frau<br />
Mareike kennenlernte. Für<br />
ihn war es Liebe auf den<br />
ersten Blick. „Wie der Teufel<br />
es wollte...“, sagt er schmunzelnd.<br />
Seine <strong>Freund</strong>in bat<br />
ihn um Bedenkzeit, weil sie<br />
gerade eine Trennung hinter<br />
sich hatte. Doch die Bedenkzeit<br />
fiel kurz aus. Nach vier<br />
Wochen wusste Mareike,<br />
dass sie „mit Thorsten<br />
zusammenkommen wollte“.<br />
Weitere vier Wochen später<br />
waren die beiden verlobt.<br />
Als ihr ältester Sohn Enrico<br />
unterwegs war, brach Mareike<br />
ihre Ausbildung in einem<br />
Kindergarten ab. Aber erst<br />
Portrait<br />
sechs Jahre später, im Jahr<br />
2000, wurde geheiratet,<br />
wenige Tage vor der Entbindung<br />
des zweiten Sohnes<br />
Justin.<br />
Das junge Familienglück<br />
gestaltete sich nicht ungetrübt.<br />
Schon als Junggeselle<br />
trank Thorsten Hülsmann<br />
„mal gerne mit <strong>Freund</strong>en“.<br />
Damals fühlte er sich „wenig<br />
im Lot“. Seine Arbeit erschien<br />
ihm „wenig erfüllend."<br />
Hinzu kam „Stress im<br />
Elternhaus", als er versuchte<br />
sich frei zu schwimmen, die<br />
Eltern jedoch wegen seines<br />
Herzfehlers immer wieder<br />
große Ängste um ihren<br />
Ältesten ausstanden, -<br />
besonders wenn dieser auf<br />
Zechtour ging.<br />
Auf dem Gut Kinderhaus mit Bauerncafé, Hofladen, Streichelzoo und neuer Radstation ist<br />
auch in der neuen Saison jede Menge zu tun. Foto: mt<br />
13
Portrait<br />
Das Café Gut Kinderhaus:<br />
Bei sonnigem Wetter gehts<br />
nach draußen auf die<br />
Caféterrasse.<br />
„Eine schwierige Übergangsphase",<br />
blickt Thorsten<br />
Hülsmann heute zurück<br />
und gibt zu: „Das ist nicht<br />
leicht, den eigenen Weg zu<br />
finden." Hinzu kamen<br />
berufliche Wünsche, die ihn<br />
in eine Sackgasse führte.<br />
„Einmal auf dem ersten<br />
Arbeitsmarkt seinen Mann<br />
stehen", das war Thorsten<br />
Hülsmanns Traum. 1999<br />
erfüllte er sich den. Mit Hilfe<br />
des Arbeitsamtes fand er<br />
eine Stelle als Hilfskraft und<br />
Spüler in einem Münsterschen<br />
Hotel. Auch der<br />
Mehrverdienst lockte. Was<br />
so vielversprechend wirkte,<br />
entpuppte sich schnell als<br />
Überforderung und Enttäuschung.<br />
„Ich bin ein Mensch<br />
der nicht nein sagen kann“<br />
An manchen Tagen habe er<br />
bis zu 15 Stunden arbeiten<br />
müssen, und sein Arbeitsge-<br />
14<br />
ber, beklagt Thorsten Hülsmann<br />
rückblickend, habe<br />
sich an viele Absprachen<br />
„nicht gehalten." „Ich bin<br />
ein Mensch, der nicht nein<br />
sagen kann. Und dafür habe<br />
ich richtig Lehrgeld bezahlt",<br />
sagt Thorsten Hülsmann<br />
heute. Nach kurzer<br />
Zeit kündigte er, war arbeitslos,<br />
nahm eine Putzstelle in<br />
einer Spielothek an. Unglücklich<br />
war er, am Boden.<br />
Bis er sich an ein Versprechen<br />
von Westfalenfleiß<br />
erinnerte. „Unsere Türen<br />
stehen dir immer offen",<br />
hatte man ihm gesagt, als er<br />
dort fort ging.<br />
Thorsten Hülsmann rief<br />
erneut in der WfbM an.<br />
Wenig später konnte er dort<br />
in der Schreinerei anfangen.<br />
Erleichterung machte sich<br />
breit, aber kurze Zeit später<br />
auch Unzufriedenheit.<br />
Die Arbeit, Gerüche in der<br />
Schreinerei verursachten<br />
ihm Kopfschmerzen. Auch<br />
der Lärm nahm ihn mit. Zu<br />
Hause war er „muffelig“, in<br />
der Partnerschaft gab es<br />
Probleme, wenn er heimkam<br />
und seine Frau „die Tür von<br />
außen zumachte“.<br />
Chance auf Neubeginn im<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Dann eine weitere Chance<br />
auf Neubeginn. Thorsten<br />
Hülsmann wurde ein Praktikum<br />
im neuen Café auf Gut<br />
Kinderhaus angeboten. Für<br />
ihn ein Traum, der sich<br />
erfüllte. Spülen, Salatteller<br />
mit vorbereiten, Service und<br />
einmal in der Woche Reinigungsarbeiten:<br />
„Die Mischung<br />
machts", ist Thorsten<br />
Hülsmann rundherum<br />
zufrieden. Er sei ein Mensch,<br />
der Abwechslung liebe, und<br />
die finde er in dieser Tätigkeit.<br />
„Aber auch jemand, der<br />
erst aus Erfahrungen lernt<br />
und Schlüsse zieht", sagt<br />
seine Chefin Ulrike Hochstrat.<br />
Daher habe Thorsten lernen<br />
müssen „die Teller nicht in<br />
Thorsten Hülsmann ist mit<br />
der Arbeit im Café rundherum<br />
zufrieden: „Die<br />
Mischung machts!"
einem Gang zu schleppen,<br />
sondern mehrmals zu laufen.<br />
Eine Sehnenscheidentzündung<br />
zwang ihn bald zu<br />
dieser Erkenntnis." Und zu<br />
der Einsicht, wie er selbst<br />
zugibt, „dass ich am liebsten<br />
der Boss sein und alles allein<br />
machen will." Die jüngste<br />
Erkrankung habe „diese<br />
Vorstellungen wieder heruntergeschraubt."<br />
Eine Zukunft mit<br />
Träumen und realistischen<br />
Plänen<br />
Auch zu Hause läuft<br />
es „viel besser", seit<br />
Thorsten Hülsmann<br />
im Café arbeitet.<br />
„Ich kann mich<br />
nicht gut selbst<br />
beschäftigen.<br />
Dieses Problem löst<br />
jetzt der Schichtdienst<br />
für mich",<br />
sagt er. Wenn er<br />
heute heim komme,<br />
seien alle zufrieden<br />
- vor allem er selbst.<br />
Was er sich für<br />
seine Zukunft<br />
wünscht? „Dass<br />
mein ältester Sohn<br />
mich nicht so früh<br />
zum Opa macht",<br />
witzelt er.<br />
Aber großer Stolz<br />
schwingt mit, als er<br />
fort fährt, „sowohl<br />
meine Frau als auch<br />
ich sind mit gesundheitlichen<br />
Handicaps geboren.<br />
Dass unsere beiden<br />
Jungen gesund auf<br />
die Welt gekommen sind,<br />
das waren meine glücklichsten<br />
Augenblicke."<br />
Auch beruflich hat er Träume<br />
und Pläne. Der Traum:<br />
Einmal als Koch zu arbeiten.<br />
Doch dafür müsste er Schulabschlüsse<br />
nachholen, was<br />
ihm als Familienvater und<br />
Ernährer schwer fallen<br />
Bildtext<br />
Portrait<br />
dürfte. Der Plan: „Hier im<br />
Café weiter zu machen."<br />
Ulrike Hochstrat lächelt ihm<br />
aufmunternd zu: „Durchaus<br />
realistisch."<br />
hwe<br />
15
Hase Felix & Co. bei Westfalenfleiß<br />
Wenn Felix der Weltenbummler<br />
bei ISM einkehrt...<br />
Die Verlage Coppenrath und Hölker sind höchst<br />
zufrieden mit ISM-Zusammenarbeit<br />
Den berühmten Felix hat<br />
sie gleich mitgebracht.<br />
Munter baumelt der überdimensionale<br />
Plüschhase<br />
unter ihrem Arm. „Ja, das ist<br />
er. Die Vorzeigefigur und<br />
der Protagonist unseres<br />
Verlages“, schmunzelt<br />
Gabriele Schulte.<br />
Gemeinsam mit ihrer Kollegin<br />
Christiane Leesker vom<br />
Hölker Verlag ist die Vertreterin<br />
des Coppenrath Verlages<br />
bei der ISM zu Gast.<br />
Zufrieden blicken die<br />
beiden auf die breite<br />
Palette der Erzeugnisse<br />
an Büchern mit Accessoires<br />
und<br />
Non-Book-<br />
Artikeln<br />
vom<br />
Süßigkeitendöschen<br />
bis zum Erste-<br />
Hilfe-Köfferchen für<br />
Kinderspiele, die der<br />
Coppenrath Verlag mit<br />
der Edition „Die<br />
Spiegelburg“ sowie<br />
der Hölker Verlag<br />
herausgeben.<br />
ISM-Produktionsleiter<br />
Ulrich Zeranka<br />
hat die<br />
ganze bunte<br />
Waren-Herrlichkeit,<br />
die von Mitar-<br />
16<br />
beitern der ISM konfektioniert<br />
wird, auf einem Tisch<br />
aufgebaut.<br />
Von vielen Produkten lugt<br />
Felix mit schelmischem<br />
Hasenlächeln. Aber auch<br />
andere Charaktere wie<br />
Waldemar der Maulwurf<br />
oder der Mondbär sind<br />
wichtige Gestalten, mit<br />
denen der Coppenrath<br />
Verlag berühmt geworden<br />
ist.<br />
Vor zehn Jahren<br />
entstanden die<br />
ersten Felix-Geschichten.<br />
Weit zurück reicht<br />
auch die Zusammenarbeit<br />
zwischen dem<br />
Coppenrath-Verlag<br />
und der ISM - fast<br />
so weit wie die<br />
Geburtsstunde<br />
des Hasen Felix.<br />
„Dessen Geschichten<br />
stammen<br />
aus der<br />
Feder<br />
von<br />
AnnetteLangen,<br />
die<br />
damals als<br />
Lektorin bei uns arbeitete“,<br />
erzählen Christiane Leesker<br />
und Gabriele Schulte. 1994<br />
entstanden die ersten Felix-<br />
Geschichten. Bald war er<br />
berühmt.<br />
Denn Kinder lieben diesen<br />
freundlichen und reiselustigen<br />
Charakter, der so viel<br />
erlebt und so mutig ist.<br />
Immer schreibt Felix von<br />
unterwegs Briefe an seine<br />
kleine Besitzerin Sophie.<br />
Und so erfährt mit Sophie<br />
ein großer Kinder-Lesestamm,<br />
wie es Felix ergeht,<br />
wenn er Europa bereist, in<br />
einem Museum verloren<br />
geht und dabei einen Ausflug<br />
in die Geschichte<br />
macht, wenn er Abenteuer<br />
besteht und über Weihnach
ten und Zirkuserlebnisse zu<br />
erzählen hat.<br />
Bei ISM werden die<br />
Felix-Artikel verpackt<br />
Inzwischen hat sich rund<br />
um Felix und andere Charaktere<br />
eine breite Geschenkpalette<br />
entwickelt,<br />
die in der Edition „ Die<br />
Spiegelburg“ vertrieben<br />
wird, die wie der Coppenrath<br />
Verlag in Besitz von<br />
Verleger Wolfgang Hölker ist.<br />
Und das tun beide Unternehmen<br />
mit Unterstützung<br />
Vor Produkten aus dem<br />
Coppenrath-Programm und<br />
der Edition „Die Spiegelburg“<br />
(v. l.): Sylvia Berndt<br />
und Ursula Krist, Mitarbeiterinnen<br />
von ISM, ISM-<br />
Produktionsleiter Ulrich<br />
Zeranka, Christiane Leesker,<br />
Lektorin vom Hölker Verlag<br />
und Gabriele Schulte, Product<br />
Managerin bei der<br />
Edition „Die Spiegelburg“<br />
im Coppenrath Verlag.<br />
der ISM. So werden beispielsweise<br />
mit Hilfe der<br />
ISM-Mitarbeiter die Erste-<br />
Hilfe-Spieltäschchen aufgefüllt<br />
mit Utensilien wie<br />
einem Thermometer; bunte<br />
Felix-Döschen werden mit<br />
Süßwaren bestückt und das<br />
Kochbuch „Frisches aus der<br />
Frühlingsküche“ mit einer<br />
Kräuter-Saatscheibe versehen.<br />
In Plastiktäschchen<br />
werden kleine bunte Plüschtiere<br />
eingefüllt, und das<br />
Kinderlineal wird mit einem<br />
Schleifchen verziert. All<br />
Hase Felix & Co. bei Westfalenfleiß<br />
diese Handarbeiten erledigen<br />
Beschäftigte der ISM.<br />
Und sie machen ihre Sache<br />
gut, wie die beiden Verlagsmitarbeiterinnen<br />
immer<br />
wieder bestätigen.<br />
Aufträge werden gut und<br />
preisgünstig erledigt<br />
„Sogar die Ausrichtung der<br />
Schleifchen können wir<br />
bestimmen, und so finden<br />
wir sie dann auch geknotet“,<br />
lächelt Gabriele Schulte.<br />
Rundum zufrieden sei man<br />
17
Hase Felix & Co. bei Westfalenfleiß<br />
mit der Konfektionsarbeit,<br />
die ISM preisgünstig und gut<br />
ausführe. „Wichtig für uns.<br />
Denn natürlich bleiben wir<br />
mit diesen Aufträgen lieber<br />
vor Ort als sie ins<br />
Ausland zu vergeben“,<br />
meint Christiane<br />
Leesker. Dabei<br />
müssten Preis und<br />
Qualität der Arbeit<br />
stimmen, „denn<br />
mit gutem Willen<br />
ist es heute nicht<br />
mehr getan“,<br />
räumt sie frank<br />
und frei ein.<br />
Ulrich<br />
Zeranka<br />
pflichtet ihr<br />
bei. „Der<br />
Wettbewerbsdruck<br />
steigt, - auch in Werkstätten<br />
für Menschen mit<br />
Die Zukunft<br />
gestalten<br />
18<br />
Behinderungen. Wir arbeiten<br />
günstig, schnell und<br />
gut“, ist der Produktionsleiter<br />
vom ISM selbstbewusst.<br />
150 ISM-Mitarbeiter garantierten<br />
eine verlässliche und<br />
für den Kunden zufriedenstellende<br />
Ausführung ihrer<br />
Aufträge. „Und das auch,<br />
wenn plötzlich Beschäftigte<br />
aus Krankheitsgründen und<br />
zu Spitzenzeiten in der<br />
Produktion ausfallen würden.<br />
Dann sind wir in der<br />
Lage umzustellen, umzuschichten.<br />
Mit Unterstützung<br />
unserer Gruppenleiter<br />
und nachdem wir den<br />
Beschäftigten die Lage<br />
erklärt haben, wird die<br />
Arbeit umverteilt, so dass<br />
ein Auftrag fristgerecht<br />
abgewickelt werden kann.“<br />
„Und das“, so Zeranka, „ist<br />
Wir realisieren<br />
· Lichtruf über Telefonanlagen<br />
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heute wichtiger denn je.“<br />
Denn wenn beispielsweise<br />
3000 Bücher in vier Tagen<br />
konfektioniert sein müssen,<br />
ist schnelles Handeln gefragt.<br />
Das garantiere ISM<br />
ebenso wie technisch gutes<br />
und versiertes Arbeiten. „Wir<br />
haben Beschäftigte, die<br />
hohes technisches Know<br />
How mitbringen und auch<br />
mit komplexen und hochkomplizierten<br />
Vorgängen in<br />
Arbeitsabläufen fertig werden“,<br />
ist Zeranka stolz. All<br />
das, da ist der ISM-Mann<br />
realistisch, seien Voraussetzungen,<br />
um am Markt zu<br />
bestehen. „Sonst geht nichts<br />
mehr“.<br />
„ISM-Mitarbeiter<br />
machen ihre Sache gut!“<br />
Doch dass ISM ein verlässlicher<br />
Vertragspartner ist und<br />
die Leute dort gute Arbeit<br />
leisten, bestätigen die beiden<br />
Damen nochmals,<br />
bevor Felix wieder unter<br />
Hase Felix & Co. bei Westfalenfleiß<br />
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dem Arm seiner Besitzerin<br />
landet und seine Stippvisite<br />
in den Räumen der ISM<br />
beendet - für dieses Mal.<br />
hwe<br />
19
Aktion Grundgesetz 5. Mai 2004<br />
Kundgebung zur Aktion Grundgesetz<br />
Zu einer Kundgebung versammelten sich am 5. Mai, dem „Europäischen<br />
Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen“, mehr als 100<br />
Menschen mit Behinderungen vor dem Münsteraner Stadthaus. Lautstark<br />
setzten sie sich mit einem Pfeifkonzert für ihre Interessen und Rechte ein.<br />
„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, hieß es in<br />
der Ansprache von Frank Szypior. Er forderte er, dass „Menschen mit<br />
Behinderungen nicht mehr länger übersehen und überhört werden sollen“<br />
und verwies dabei auf das Benachteiligungsverbot des Artikel 3, Absatz 3<br />
im Grundgesetz. In Münster beteiligen sich die Lebenshilfe und Westfalenfleiß<br />
seit sechs Jahren an Protestaktionen der Aktion Mensch zum 5. Mai<br />
und fordern die Umsetzung des verbrieften Grundrechtes. In diesem Jahr<br />
standen die finanziellen Auswirkungen der Gesundheitsreform im Zentrum<br />
der Proteste. Um die Problematik zu verdeutlichen, wurde Bürgermeister<br />
Günter Schulze Blasum das sprichwörtlich „letzte Hemd“ überreicht.<br />
20
Bilder und Berichte<br />
SPD-Arbeitskreis „Arbeitnehmerfragen“ informierte sich vor Ort<br />
Eine Besuchergruppe des „Arbeitskreises Arbeitnehmerfragen“ der SPD informierte sich „vor Ort“ in den Räumlichkeiten<br />
der Hauptwerkstatt am Kesslerweg über die Arbeit der Westfalenfleiß gGmbH. Im Bild: Wolfgang Sobotta,<br />
Ulrike Czerny-Domnick, Helga Hitze und Hedi Meyer-Brenken (v.l.n.r.).<br />
22
Bilder und Berichte<br />
Ortstermin am Kesslerweg: Für mehr Verkehrssicherheit überreichte Gerd Marqurdt (3.v.r.) von der DEVK-<br />
Versicherung zehn gelbe Warnwesten an Westfalenfleiß-Mitarbeiter Thomas Danek (5.v.r.). Weiter im Bild:<br />
Bernd Weingärtner und Walter Schiefer (v.r.) von der Verkehswacht, Udo Seegers (4.v.r.) vom Ordnungsamt<br />
Münster sowie Marten König, Astrid Giese und Tim Sparrling (v.l.).<br />
Neue gelbe Warnwesten - aber kein Zebrastreifen<br />
Mehr Verkehrssicherheit am Kesslerweg gefordert: Sind blaue Schilder und Lotsendienst eine Lösung?<br />
20. April 2004, 15.30 Uhr, Ortstermin<br />
am Kesslerweg: Reger Verkehr<br />
herrscht vor dem Haupteingang<br />
von Westfalenfleiß, denn es ist<br />
kurz vor Feierabend und von den<br />
rund 400 Beschäftigten nehmen<br />
230 Personen den betriebseigenen<br />
Fahrdienst in Anspruch.<br />
Thomas Danek, zuständig für die<br />
Fahrdienst-Organisation, fürchtet<br />
um die Verkehrssicherheit der<br />
Beschäftigten, - gibt es doch nicht<br />
einmal einen Zebrastreifen.<br />
Im Gespräch mit ihm und Verwaltungsleiter<br />
Siegfried Thomaszick<br />
sind Vertreter des Ordnungsamtes<br />
der Stadt Münster mit Udo Seegers,<br />
Walter Schiefer von der Verkehrswacht,<br />
Bernd Weingärtner, Vorsitzender<br />
der Verkehrswacht, Vertreter<br />
der örtlichen Presse sowie Gerd<br />
Marquard, Direktor der DEVK-<br />
Versicherung Münster.<br />
Gemeinsam machen sich die hier<br />
Versammelten ein Bild von der Lage<br />
und erörtern, ob denn hier nicht für<br />
mehr Sicherheit ein Zebrastreifen<br />
oder eine Fußgängerampel sinnvoll<br />
wäre. Das allerdings, so macht Udo<br />
Seegers deutlich, sei in Gewerbegebieten<br />
nicht zulässig. Er schlägt vor,<br />
„Verkehrshelfer“ - blaue Schilder -<br />
aufzustellen und einen Lotsendienst<br />
bei Westfalenfleiß einzurichten, um<br />
vorbeifahrende Fahrzeuge in den<br />
Stoßzeiten zu stoppen. Einen<br />
praktischen Beitrag leistet Gerd<br />
Marquardt. Er spendet bei der<br />
Gelegenheit zehn gelbe Warnwesten,<br />
die sogleich an die Aufsicht führenden<br />
Personen verteilt werden.<br />
Eine Geschwindigkeitsmessung der Verkehrswacht wurde am 4. Mai am<br />
Kesslerweg durchgeführt. Sie soll soll Aufschluss darüber geben, ob die<br />
zulässigen 50 Stundenkilometer eingehalten werden.<br />
23
Bilder und Berichte<br />
„Petrijünger für immer“<br />
Angelsportverein (ASV) Telgte feierte 20-jährige<br />
Zusammenarbeit mit der Betriebsgruppe Westfalenfleiß<br />
Großes Glück hatten schon<br />
am frühen Sonntagvormittag<br />
des 25. Aprils die ersten<br />
Angler an der Ems, - so<br />
manche Forelle und sogar<br />
einige Hechte zappelten am<br />
Haken, bevor es dann zum<br />
Bootshaus des ASV ging, um<br />
die 20-jährige Zusammenarbeit<br />
des ASV mit der<br />
Betriebsgruppe von Westfalenfleiß<br />
zu feiern.<br />
Und dort standen auch<br />
schon die Pokale bereit, die<br />
an die besten Angler von<br />
Westfalenfleiß vergeben<br />
wurden. Rang eins bis fünf<br />
belegten Karl Heinz Funke,<br />
Manfred Voß, André Lübke,<br />
Hans-Wilhelm Wittfeld und<br />
Axel Schulz.<br />
Durch Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
Karl Kinzinger von der<br />
Wohnstätte Haus Wolbeck<br />
kamen die ersten Kontakte<br />
mit dem ASV vor 20 Jahren<br />
zustande. Seit dem, so<br />
24<br />
erzählt Günter Pöser, Vorsitzender<br />
des ASV, blickten die<br />
Mitglieder des ASV zusammen<br />
mit der Betriebsgruppe<br />
Kein Anglerglück ohne<br />
„Petri Heil“!<br />
Vor dem Bootshaus des<br />
Angelsportvereins: Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
Karl<br />
Kinzinger und Westfalenfleiß-Geschäftsführerin<br />
Gerda Fockenbrock (v.l.)<br />
feierten mit mehr als 40<br />
Gästen die 20-jährige Zusammenarbeit<br />
der Betriebsgruppe<br />
von Westfalenfleiß<br />
mit dem ASV.<br />
auf viele gemeinsame Aktivitäten<br />
zurück. „Wobei“, so<br />
betont Westfalenfleiß-<br />
Geschäftsführerin Gerda<br />
Fockenbrock, „vor allem das<br />
Miteinander in der Natur<br />
und am Lagerfeuer etwas<br />
ganz Besonderes ist.“<br />
Höhepunkte waren aber<br />
wohl auch immer die Angelreisen<br />
nach Schweden und<br />
Norwegen, wo auch die<br />
Mitglieder der Betriebsgruppe<br />
oft ihre Angelruten warfen<br />
und so manch’ dicken<br />
Fisch fingen.
Sportarten<br />
ins Bild gesetzt<br />
Neue Bilderaustellung in der<br />
Sporthalle von Westfalenfleiß<br />
Ein kreatives Team sind Maria<br />
Mesch (Bild unten) und Monika<br />
Frerick (re.) schon seit langem.<br />
Und da in der Malgruppe am<br />
Kesslerweg schon seit Jahren eine<br />
Fülle von kleinen und großen<br />
Kunstwerken entstehen, fragen<br />
immer wieder Kolleginnen und<br />
Kollegen an, ob sie denn nicht<br />
einige der farbenfrohen Bilder<br />
bekommen können. Jetzt machten<br />
Maria Mesch und Monika Frerick<br />
„Nägel mit Köpfen“.<br />
In der Sporthalle von Westfalenfleiß<br />
(Bild oben) stellten sie jetzt<br />
eine Reihe mit Sportmotiven vom<br />
Schwimmen bis zum Fußball aus.<br />
25
Strahlendes Siegerlächeln<br />
nach 5 km Active Firmenlauf<br />
2004: Den 15. Platz<br />
erreichten die Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
Michael<br />
Hewing, Dietmar Gutt und<br />
Ingo Hagemann. Das Frauenteam<br />
mit Susanne Jürgens-Kießling,<br />
Anne Schulze-Althoff<br />
und Carolin Saß<br />
belegte den 20. Platz.<br />
Super Platzierung für Westfalenfleiß<br />
Erfolgreiches Damen- und Herrenteam beim 3. Münsteraner Firmenlauf 2004<br />
„Spaß, die eigene Gesundheit<br />
und Mannschaftsgeist“,<br />
- getrieben von dieser<br />
Motivation nahmen drei<br />
Westfalenfleiß-Mitarbeiterinnen<br />
und drei Mitarbeiter<br />
beim „3. Active Sportshop<br />
Firmenlauf“ am 13. März in<br />
Münster teil, - und platzierten<br />
sich hervorragend.<br />
Die Anstrengung ist den<br />
Gesichtern deutlich anzusehen,<br />
auch wenn die orangefarbenen<br />
T-Shirts mit dem<br />
Firmenlogo von Westfalenfleiß<br />
weithin leuchten, - ein<br />
Spaziergang ist es nicht.<br />
Das Westfalenfleiß Herrenteam<br />
in Aktion. Im Bild:<br />
Dietmar Gutt (li.) und<br />
Michael Hewing (2.v.r.).<br />
26<br />
„Wenn schon, denn schon“,<br />
erzählt Michael Hewing, „da<br />
gibt man schon alles!“<br />
Und dieser Idee folgten<br />
letztlich 248 Teams zu je drei<br />
Personen, also 744 Läuferinnen<br />
und Läufer insgesamt.<br />
Eine erneute Steigerung der<br />
Resonanz auf dieses Laufangebot<br />
zeugt von der Begeisterung<br />
und Motivation für<br />
den Laufsport in den teilnehmenden<br />
Firmenteams<br />
aus Münster und der Region.<br />
Den 15. Platz erreichten<br />
die Westfalenfleiß-<br />
Mitarbeiter Michael Hewing,<br />
Dietmar Gutt und Ingo<br />
Hagemann. Das Frauenteam<br />
mit Susanne Jürgens-Kießling,<br />
Anne Schulze-Althoff<br />
und Carolin Saß belegte den<br />
20. Platz. mt<br />
Sessendrupweg 60 • 48161 Münster<br />
Telefon 02533/555 und 556 • Telefax 025 33/35 99<br />
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Werkstattbesichtigung<br />
Ehrenamtliche Mitarbeiter der Lebenshilfe besuchten Westfalenfleiß<br />
Einen Einblick in die Arbeit<br />
und Arbeitswelten von<br />
Menschen mit Behinderungen<br />
bekamen Betreuer der<br />
Lebenshilfe Münster, die<br />
ehrenamtlich im Freizeitbereich<br />
tätig sind.<br />
Sie besuchten gemeinsam<br />
mit Severine Höing, Bereichsleiterin<br />
für den Freizeitbereich<br />
der Lebenshilfe<br />
Münster, die Westfalenfleiß-<br />
Werkstatt am Kesslerweg.<br />
„Es ist schon interessant,<br />
hier auch mal diesen Aspekt<br />
des Lebenskontextes unserer<br />
Freizeitteilnehmer kennen<br />
zu lernen“, war sich die<br />
Eine Truhe für das<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Auf Hochglanz poliert, mit glänzend<br />
neuen Beschlägen ausgestattet<br />
und fachkundig in der Schreinerei<br />
restauriert steht ein Schmuckstück<br />
abholbereit am Kesslerweg:<br />
Eine alte Bauerntruhe. Gestiftet<br />
hat sie Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
Peter Feldmann und selbst er<br />
erkennt sie kaum wieder. Stand sie<br />
doch vergessen und ramponiert<br />
jahrelang in seiner Garage.<br />
Jetzt, nach der Restaurierung,<br />
bekommt sie einen Ehrenplatz im<br />
Bauerncafé auf Gut Kinderhaus.<br />
Besuchergruppe einig und<br />
zeigte sich bei dem Rundgang<br />
durch die Werkstatt<br />
besonders beeindruckt von<br />
Bilder und Berichte<br />
der Vielzahl und Unterschiedlichkeit<br />
der Arbeitsangebote<br />
für Menschen mit<br />
Behinderungen.<br />
Westfalenfleiß-Mitarbeiter Hubert Halsbenning (re.) erläutert<br />
den Besuchern den Arbeitsablauf beim „Tampondruck“.<br />
27
Karneval 2004<br />
Mit Lachen, Lügenschichten und guter Laune gefeiert<br />
Mit einem Lügenreigen<br />
nach dem Motto „Wahrheit<br />
oder Ente“ feierten am<br />
Freitag vor Rosenmontag<br />
bei Westfalenfleiß mehr als<br />
350 Menschen mit Behinderungen<br />
mit Tanz bei rockiger<br />
Karnevalmusik in der<br />
Werkstatt am Kesslerweg<br />
Karneval.<br />
Selbst der Stadtprinz ließ es<br />
sich nicht nehmen, vorbei<br />
zu schauen, besuchte die<br />
28<br />
ausgelassene Gesellschaft<br />
und gab mit seinem Gefolge<br />
ein Ständchen. Auch Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz<br />
Garbe ging in die Bütt und<br />
erntete großen Applaus.<br />
Unschlagbar präsentierten<br />
sich dann aber auch Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
mit<br />
kreativen Showeinlagen auf<br />
der Bühne und ernteten<br />
mindestens so viel Beifall,<br />
wie Mitarbeiter und Be-<br />
Die raffiniertesten Lügengeschichten<br />
ersann Jürgen<br />
Dieckmann (Mitte) bei der<br />
Karnevalsfeier am Kesslerweg<br />
und gewann damit den<br />
ersten Preis beim „Lügenquiz“<br />
. Fotos: mt<br />
schäftigte mit den originellsten<br />
Kostümen, die von den<br />
Moderatoren Joachim<br />
Schreiber und Gerd Winter<br />
mit einem Riesenorden<br />
prämiert wurden.<br />
Alla Morgun gewann als<br />
„Lügenhexe“ den ersten<br />
Preis, gefolgt von Norbert<br />
Watermann als Wüstenscheich<br />
und Klaus Matthe<br />
als Müllmann sowie Mechthild<br />
Steffen als Biene.<br />
Am traditionellen Ziegenbocksmontag, dem „ZiBoMo“ in Wolbeck, und beim Rosenmontagszug<br />
in Münster feierte Westfalenfleiß mit dem eigenen Karnevalswagen mit.
Für die besten Lügengeschichten<br />
musste dann<br />
Jürgen Dieckmann als Bester<br />
herhalten, - dichtete er doch<br />
in seinem „Lügenquiz“ gar<br />
der Westfalenfleiß an, dass<br />
sie jetzt auch in die Hotelbranche<br />
gehe. „Lüge oder<br />
Wahrheit?“, lautete dann die<br />
Frage ans Publikum. „Nein“,<br />
war die richtige Antwort.<br />
„Aber“, so eine Stimme aus<br />
dem Publikum, „was noch<br />
nicht ist, kann ja noch<br />
werden!“ Da blieb nur noch<br />
die Frage offen: „Lüge oder<br />
Wahrheit?“<br />
Am Tag zuvor, an Weiberfastnacht<br />
, feierten Beschäftigte<br />
und Mitarbeiter der Zweigwerkstätten<br />
Telgte und Nord<br />
gemeinsam im Speisesaal an<br />
der Rudolf-Diesel-Straße<br />
Karneval. Auch hier wurde<br />
ausgelassen gefeiert und<br />
getanzt.<br />
Mit einer sehr zugkräftigen<br />
Nummer präsentierte sich<br />
Westfalenfleiß aber auch<br />
beim traditionellen Ziegenbocksmontag<br />
- dem<br />
„ZiBoMo“ in Wolbeck - und<br />
beim Rosenmontagszug in<br />
Münster mit dem hauseigenen<br />
Karnevalswagen.<br />
Karneval 2004<br />
29
Konzert<br />
Chor und Ballett der „Trixis“<br />
begeisterten beim 12. Konzert<br />
Mehr als 300 Besucher waren begeistert von den<br />
„Trixis“, die Sponsor Dieter Kunath, - hier im Bild (re.)<br />
mit Beatrix Zschech, der Leiterin und Gründerin des<br />
„Trixi-Mädchenchores“ und „Trixi-Show-Balletts“, - am<br />
26. März für den 12. Konzertabend bei Westfalenfleiß<br />
engagiert hatte. Mehr als 80 Ensemble-Mitglieder<br />
bezauberten das Westfalenfleiß-Publikum mit Liedern,<br />
Tanzeinlagen und Ballettvorführungen zu bekannten<br />
Musikstücken und Melodien. Die „Trixis“, seit 40 Jahren<br />
bekannt als „Mädchenchor des Ruhrgebietes“, zeigten<br />
ihr Können sowohl als Chor mit der charmanten Note,<br />
als auch in Spitzenschuhen und tollen Kostümen beim<br />
Show-Ballett: Kess, spritzig, jung und temperamentvoll!<br />
30
Konzert<br />
31
Tagung der Werkstatträte<br />
Werkstatträte<br />
tagten in Dortmund<br />
Zu einer Arbeitstagung in Dortmund-Derne<br />
am 31. März begrüßte<br />
Petra Gessner (re.), Behindertenreferentin<br />
der Arbeiterwohlfahrt,<br />
Bezirk Westliches Westfalen e.V.,<br />
die Mitglieder der Werkstatträte aus<br />
Dortmund, Ennepe-Ruhr, Münster<br />
und Siegen-Wittgenstein. Nach den<br />
Berichten der Mitglieder der<br />
Werkstatträte aus den Regionen<br />
wurde als weiterer Schwerpunkt das<br />
Thema „Fortbildungsveranstaltungen“<br />
erörtert. Für eine mehrtägige<br />
Fortbildung im Jahr 2004 findet zur<br />
Zeit eine Themensammlung in den<br />
jeweiligen Werkstatträten statt.<br />
32
Berufsorientierung<br />
Mit einem Informationsstand und<br />
Vorträgen stellte sich Westfalenfleiß<br />
auf der Berufsmesse „Übergang<br />
Schule - Beruf“ vor, die am 20. März<br />
in der Regenbogenschule in Münster<br />
stattfand. Zahlreiche Besucher<br />
nutzten besonders die Gesprächsund<br />
Diskussionsangebote.<br />
Berufsmesse<br />
33
Bilder und Berichte<br />
„Jetzt heben wir ab“<br />
Ballonfahrt als Hauptgewinn bei der Tombola am Tag der offenen Tür bei Westfalenfleiß am 1. Advent<br />
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, dem Alltag zu entfliehen und frei wie ein Vogel dem Himmel ein Stück<br />
näher zu rücken? Für Wolfgang Bauland (re.) wurde dieser Traum wahr, denn er zog das große Los bei der Tombola am<br />
Tag der offenen Tür bei Westfalenfleiß am 1. Advent. Gemeinsam mit den Veranstaltern und Sponsoren Hans-Georg<br />
Pukowitz (im Bild li.) und Dagmar-Diana Pukowitz machte er im Frühjahr seine erste Ballonfahrt.<br />
Aktion Mensch sponserte Fahrzeug für Wohngruppe<br />
In einem nagelneuen Ford Transit werden die Bewohner der Wohngemeinschaft von Westfalenfleiß am Zwi-<br />
Schulmann-Weg künftig ihre Ausflüge und täglichen Fahrten absolvieren. Wohnbereichsleiterin Marija Olbrich<br />
präsentierte jetzt das Fahrzeug, das zum größten Teil von der ”Aktion Mensch” gesponsert wurde, der Öffentlichkeit.<br />
”Wir möchten uns ganz herzlich bei der Aktion Mensch dafür bedanken, denn mit diesem neuen<br />
Fahrzeug können wir besser auf die Bedürfnisse unserer Bewohner eingehen, - sei es, um Veranstaltungen zu<br />
besuchen, für Ferienfreizeiten oder um Arztbesuche zu absolvieren“, freute sich Marija Olbrich. Mit ihr freuen<br />
sich vor allem Monika Zabel, Ulli Pieper und Rita Robertus (im Bild v.l.n.r.), drei von insgesamt zwölf Menschen<br />
mit Behinderungen, die im vergangenen Jahr in dem Westfalenfleiß-Neubau am Zwi-Schulmann-Weg 36<br />
ein neues Zuhause gefunden haben. Jetzt können sie mit dem neuen weißen Transporter, der neun Mitfahrern<br />
Platz bietet, auch ihre Einkäufe selbst erledigen.<br />
34
Bilder und Berichte<br />
Dienstjubiläen bei Westfalenfleiß<br />
Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum bei Westfalenfleiß feierte jetzt Margret Tenbuß und das 25-jährige Wilhelma<br />
Dillenburger (Bild re., v.r.). Mit originellen Geschenken und Blumen gratulierten ganz herzlich die Kolleginnen<br />
und Kollegen sowie Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe, Betriebsratsvorsitzender Helmut Bekel, Verwaltungsleiter<br />
Siegfried Thomaszick und Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock (Bild li., v.l.).<br />
Westfalenfleiß-Gärtnerei hatte guten Start in die Saison<br />
„Mit der Frühlingsmesse hatten wir einen sehr guten Saisonstart“, zeigte sich Gärtnermeister Karl Stahlhöfer<br />
zufrieden mit der diesjährigen Präsentation von Westfalenfleiß in der Halle Münsterland. Ebenso erfolgreich,<br />
so Karl Stahlhöfer, habe auch die Saison für die Beet- und Balkonpflanzen in der Gärtnerei und im Laden<br />
„Mensch und Natur“ in Hiltrup begonnen. Einen besonderen Auftrag übernahm die Gärtnerei im April von der<br />
Firma „ThePhoneHouse“. Diese feierte im April ihr Betriebsfest mit 600 Mitarbeitern im „Skaters Palace“ am<br />
Dahlweg in Münster und die Westfalenfleiß-Gärtnerei gestaltete dafür die Blumendeko auf den Skater-Rampen<br />
in den Hausfarben blau, türkis und weiß. Das Catering mit Buffet und „Fish & Chips“ übernahm ebenfalls<br />
komplett die Westfalenfleiß gGmbH.<br />
35
Wohnstättenmitarbeiter besuchen die Werkstatt<br />
36<br />
Über die Schulter geschaut<br />
Wohnstättenmitarbeiter besuchten die Werkstatt<br />
Einen Besuch der Werkstätten<br />
Gottesdienst<br />
„vor Ort“<br />
in der<br />
organisierten<br />
Erlöserkirche<br />
Mitarbeiter des<br />
Sozialen Dienstes für die<br />
Münster<br />
Betreuer des Wohnverbundes von Westfalenfleiß.<br />
Mit großem „Hallo“ wurden Friedrichstraße die Wohnbetreuerinnen 10 – 48145 Münster und -betreuer von den<br />
Beschäftigten in den Arbeitsgruppen am Kesslerweg begrüßt, als diese die<br />
Arbeitsplätze ihrer Bewohner in Augenschein nahmen und die Gelegenheit<br />
nutzten, ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.
Diabetes-Schulung<br />
Diabetes-Schulung: Im Rahmen des Pilotprojektes „Diabetes-Schulungen für Menschen mit geistiger Behinderung“,<br />
das Westfalenfleiß in Zusammenarbeit mit der Katholischen Fachhochschule (KFH) in Münster durchführt, begannen<br />
jetzt im Frühjahr die hausinternen Diabetes-Schulungen mit acht Westfalenfleiß-Beschäftigten. Die Seminarleitung<br />
übernehmen Westfalenfleiß-Mitarbeiterin Mechthild Goldbach (Bild re.), die für die Durchführung und Konzeption<br />
des Pilotprojektes zuständig ist und die Studierenden Verena Redmann und Björn Flies von der KFH (Bild li.).<br />
37
2.<br />
Preisrätsel<br />
3.<br />
1.<br />
Liebe Rätselfreunde!<br />
Das Lösungswort des Preisrätsels aus dem<br />
Westfalenfleiß-ECHO 1/2004 lautete: „KARNEVAL“.<br />
Es gewann Wolfgang Knappheide. Er erhielt als<br />
Gewinn von Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszick<br />
einen tragbaren CD-Player überreicht.<br />
Herzlichen Glückwunsch!<br />
Wenn Sie auch gewinnen möchten, versuchen Sie Ihr<br />
Glück. Mit dem farbig unterlegten Lösungswort<br />
erraten Sie den <strong>gesucht</strong>en Begriff.<br />
Schreiben Sie uns das Lösungswort auf eine<br />
Postkarte und schicken diese an:<br />
Redaktion Westfalenfleiß-ECHO,<br />
Kesslerweg 38-42, 48155 Münster.<br />
Einsendeschluss ist der 10. Juli 2004.<br />
Viel Glück wünscht - Ihre ECHO-Redaktion!<br />
38<br />
3.<br />
1.<br />
2.<br />
5.<br />
4.<br />
6.<br />
4.<br />
Wolfgang Knappheide hat beim<br />
letzten Preisrätsel gewonnen. Verwaltungsleiter<br />
Siegfried Thomaszick<br />
gratulierte ihm herzlich und überreichte<br />
ihm den Gewinn, einen tragbaren<br />
CD-Player. Foto: mt<br />
5.<br />
6.
Wir bieten folgende Arbeitsbereiche an:<br />
Garten- und Landschaftspflege<br />
Gärtnerei - naturnaher Anbau -<br />
Schul- und Betriebsverpflegung<br />
Sortier- und Verpackungsarbeiten<br />
Elektrogerätemontage<br />
Holzverarbeitung<br />
Bürsten- und Besenfertigung<br />
Montagearbeiten<br />
Skin- und Blisterverpackung<br />
Metallverarbeitung<br />
Wäscherei<br />
Näherei<br />
Copy-Shop<br />
Tampondruck<br />
Hauptwerkstatt<br />
Kesslerweg 38-42, Postfach 48046 Münster<br />
Tel. 0251-61800-0, Fax: 0251-61800-55<br />
Gärtnerei<br />
Kesslerweg 38, 48155 Münster, Tel. 0251-61800-50<br />
Ladenlokal „Mensch und Natur“<br />
Bodelschwinghstr. 13, 48165 Münster-Hiltrup, Tel. 02501-98966-7, Fax: 02501-98966-8<br />
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9 - 18 Uhr Sa. 8 - 14 Uhr<br />
Zweigwerkstatt „Werkstatt Telgte“<br />
Orkotten 25, 48291 Telgte, Tel. 02504-6902-0, Fax: 02504-6902-22<br />
Zweigwerkstatt Münster Nord<br />
Rudolf-Diesel-Straße 43, 48157 Münster, Tel. 0251-89971-0, Fax: 0251-89971-14<br />
Landwirtschafts-Betrieb „Gut Kinderhaus“<br />
Obstplantage „Gut Kinderhaus“<br />
Am-Max-Klemens-Kanal 19, 48159 Münster, Tel 0251-92103-0, Fax: 0251-92103-59<br />
Industrieservice Münster (ISM)<br />
Höltenweg 105, 48155 Münster, Tel. 0251-62737-0, Fax: 0251-62737-22<br />
Zum Kaiserbusch 14, 48165 Münster,<br />
Tel. 0251-39903-0, Fax: 0251-39903-22<br />
e-mail: info@westfalenfleiss.de • homepage: www.westfalenfleiss.de<br />
39
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40<br />
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