Berufe mit Zukunft im Gesund - Magazin für Gesundheit Schleswig ...

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Berufe mit Zukunft im Gesund - Magazin für Gesundheit Schleswig ...

Das Gesundheitsmagazin für Schleswig-Holstein und Hamburg • kostenlos zum Mitnehmen

Neues aus den Kliniken

und aus den Arztpraxen

Osteoporose:

Diagnose und Therapie

Krankheit Übergewicht –

was tun?

KinderLeben: Deutschlands

1. Tages-Kinderhospiz

Serie: Berufe mit

Zukunft im Gesundheitswesen

(Teil 4)

Verschiedene Arten

von Sehbehinderungen

Venenwoche in Husum

und Tönning

Ausgabe 34

September/Oktober 2012

Wichtig für jeden:

Gesundheits-Check-Up

vom Scheitel bis zur Sohle


Liebe Leserin, lieber Leser >

Nach diesen Sommer-Kapriolen freuen wir uns wohl alle auf sonnige, klare Herbsttage,

die uns mit ihren Farben der Natur entspannen und erholen lassen.

Zeit, um mal wieder in sich zu kehren, Lebenspläne und –ziele zu überdenken und sich

bewusst um seine Gesundheit zu kümmern. Sind Sie mit allen Gesundheits-Check-Ups

auf dem Laufenden? Haben Sie Ihren Körper im Griff oder er Sie?

Wir haben Ihnen eine Check-Liste dafür zusammengestellt.

Aus den Kliniken und von niedergelassenen Ärzten in Schleswig-Holstein und Hamburg

gibt es viel Neues zu berichten. Modernste Techniken verbessern die Untersuchungsmethoden

für Arzt und Patient. Es gibt wichtige Informationen über Fortschritte in Diagnostik

und Therapie bei Osteoporose, Brustkrebsvorsorge, wann auch neue Hüftgelenke

wieder „in die Jahre“ kommen, Behandlungserfolge bei chronischen Wunden,

Mukoviszidose-Ambulanz für Kinder und Jugendliche, das Hernienzentrum in Hamburg

und vieles mehr.

Wir wünschen Ihnen die notwendige Zeit für sich, Ruhe und Entspannung, fröhliche

Stunden mit der Familie und mit Freunden und natürlich gute Gesundheit. Für alles

können Sie selbst etwas tun.

Lassen Sie es sich gut gehen.

Ihre

SILVIA FINCKE-BARTSCH

Herausgeberin

editorial

Luise/pixelio.de

3


4

inhalt

thema

6 | Osteoporose – Fortschritte in Diagnostik

und Therapie

medizin

10 | „Auch Hüftgelenke kommen in die Wechseljahre“

12 | Asklepios Klinik Nord - Heidberg

gründet Hernienzentrum

14 | Venenwoche in Husum und Tönning

16 | Was Frauen bei der Brustkrebsvorsorge

beachten sollten

18 | Krebs in der Familie – was ist mit mir?

21 | Krankheit Übergewicht – was tun?

24 | Behandlungserfolge bei chronischen Wunden

26 | Mukoviszidose-Ambulanz

für Kinder und Jugendliche

junge familie

28 | Erfolgreich Lesen und Schreiben lernen

30 | KinderLeben ist Deutschlands 1.Tages-Kinderhospiz

info

32 | Verschiedene Arten von Sehbehinderungen

34 | Check-Up - vom Scheitel bis zur Sohle

36 | Ein Spaß für ihre Gesundheit „Strecken Sie sich die

Zunge heraus“

37 | Hilfe für Parkinson-Patienten durch Musik und Tanz

54 | Berufe mit Zukunft im Gesundheitswesen – Teil 4

56 | Orthoptist/in: Beruf mit Durchblick

57 | Ihre Füße müssen viel leisten – machen Sie es ihnen

leichter

aktuelles aus den kliniken

WKK Westküstenklinikum

38 | Klinik für Neurologie mit neuem Chefarzt

39 | Von der Studentin zur Fachärztin für Neurochirurgie

40 | Neue Seelsorgerin im Westküstenklinikum

40 | Hände waschen nicht vergessen

Marienkrankenhaus Hamburg

41 | Bewegte Herzen in 3D

Asklepios Kliniken

42 | Asklepios Klinik Nord - Heidberg nimmt Hamburgs

modernste Zwei-Ebenen-Angiographieanlage in

Betrieb

53 | Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau:

Besser als das Gesetz vorschreibt

Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin

44 | Modernisierung des Sankt Elisabeth Krankenhaus

abgeschlossen

Paracelsus Kliniken

46 | Wenn das Knie schmerzt

47 | Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg

informiert über Brustkrebs

6 | thema

16 | medizin

24 | medizin

28 | junge familie


34 | info

58 | gesund leben

Experten informieren:

Prof. Dr. Boris Bätge

Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin, Schön Klinik Neustadt

Dr. Steffen Krause

Facharzt für Chirurgie

Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie,

Phlebologie, Ernährungsmedizin,

Klinikum

Nordfriesland, Klinik Tönning

PD Dr. med. Sven Eisold

Chefarzt der Klinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie,

Sana Kliniken Lübeck GmbH

Klinikum Itzehoe

48 | Jugendzimmer in der Itzehoer Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin von Hamburger

Graffitikünstler gestaltet

48 | Kompetenz der Pflegekräfte

49 | MediFit - Ihr Partner für einen gesunden Körper

50 | „Wat löpt?“: Schülerstraßenlauf in Kiel!

Dr. Dirk Steinhagen

Oberarzt der Abteilung

Orthopädie II,

Helios Ostseeklinik Damp

Prof. Dr. med.

Gerhard Gebauer

Chefarzt der Frauenklinik

und Leiter des Zertifizierten

Brustzent rums,

Kath. Marienkrankenhaus

Hamburg

Prof. Dr. Josef Hoch

Chefarzt der Klinik für Hand-,

Brust-, Plastische und

Ästhetische Chirurgie,

Schön Klinik Neustadt

inhalt

Segeberger Kliniken

51 | 3D-Technik in der Klinik für Urologie

52 | Neurologisches Zentrum sucht Schlaganfall-Patienten

für Studie

Klinikum Bad Bramstedt

51 | Neuer Kursplan in der Fitness-Clinic

imland Klinik Rendsburg/Eckernförde

52 | Pflegeschule bei bundesweitem

Ideenwettbewerb erfolgreich

53 | Begeisterte Läufer beim 1. imland MS-Lauf

veranstaltungen

50 | Veranstaltungen (Klinikum Itzehoe)

50 | Klinik im Dialog (Klinikum Itzehoe)

gesund leben

58 | Tomaten für die Haut - Schützen, Straffen, Pflegen

reise und erholung

60 | Einfach mal in See stechen

61 | DIALOG IM DUNKELN®

service/rätsel

62 | Impressum, Sudoku, und Wie geht’s Bestellservice

63 | AKN = Mobilität in der Metropolregion

Dr. Armin Frank

Chefarzt der Abteilung

für Anästhesiologie und

operativer Intensivmedizin,

Helios Ostseeklinik

Damp

Dr. Lana Harder

Fachärztin für

Humangenetik,

Institut für

Tumorgenetik Nord, Kiel

Prof. Dr. med.

Frank-Michael Müller,

Chefarzt der Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin,

Neonatologie

und Pädiatrische Intensivmedizin,

Klinikum Itzehoe

5


6

thema

Die Knochendichte-Messung geht schnell und hat keine wesentliche Strahlenbelastung, auf dem Foto Prof. Bätge.

Foto: Roswitha Bauer

Osteoporose

Fortschritte in Diagnostik und Therapie

Biologische

Grundlagen

In der Kindheit, Jugend und

beim jungen Erwachsenen

wird kontinuierlich Knochenmasse

aufgebaut. Diese

erreicht etwa um das 30.

Lebensjahr ihren höchsten

Wert und damit den größten

Schutz gegen Knochenbrüche.

Nach dem 30. Lebensjahr

kommt es sowohl bei Männern

als auch bei Frauen zu einem

langsamen, kontinuierlichen

Verlust von Knochenmasse.

Wenngleich dies bis zu einem

gewissen Grad ein natürlicher

Vorgang ist, kann es bei manchen

Menschen zu einer

bedrohlich niedrigen Knochen-

Prof. Dr. Boris Bätge, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin an der Schön Klinik Neustadt

Das Wort Osteoporose bedeutet frei übersetzt „brüchiger Knochen“. Durch eine fortschreitende

Abnahme der Knochenmasse, begleitet von zunehmend gestörter Knochenstruktur,

kommt es bei der Osteoporose häufiger zu Knochenbrüchen, die bereits bei leichteren

Unfällen oder sogar ohne jeden Anlass auftreten können.

masse, das heißt zu einem

porösen Knochen kommen

(siehe Bild rechts). Dann liegt

eine Osteoporose vor; das

Risiko für Knochenbrüche ist

deutlich gesteigert. An der Entstehung

dieser Osteoporose

können ein zu geringer Knochenaufbau

in den ersten drei

Lebensjahrzehnten oder ein

unnatürlich stark beschleunigter

Knochenverlust nach

dem 30. Lebensjahr beteiligt

sein.

Wie häufig ist

Osteoporose?

Weltweit sind etwa 200 Millionen

Menschen an Osteoporose

erkrankt. Bei Frauen nach

der Menopause sind 7 Prozent

der 55-Jährigen und 19 Prozent

der 80-Jährigen betroffen.

Pro Jahr treten etwa bei 1 Prozent

der 50- bis 80-jährigen

Frauen osteoporosebedingte

Frakturen auf.

Worunter leiden

Osteoporose-

Patienten?

In der Frühphase der Erkrankung

verursacht die Osteoporose

keinerlei Beschwerden.

Die schleichende Knochenmassenabnahme

wird vom

Patienten nicht wahrgenommen,

auch wenn das Knochenbruchrisiko

schon deutlich

gesteigert ist. Erst wenn es

tatsächlich zu einem Knochenbruch

kommt, können zum

Teil erhebliche Beschwerden

auftreten. Der Wirbelkörperbruch

kann zu plötzlich einschießendenRückenschmerzen

mit schmerzbedingter Fehlhaltung

führen, die Be schwer -

den lassen meist nach einigen

Wochen etwas nach. Sind

mehrere Wirbelkörper betroffen,

kann aus der starken Wirbelsäulenverkrümmung

auch

eine Verschlechterung der

Atmung und der Verdauung

resultieren. Der Schenkelhalsbruch

führt stets zur Krankenhauseinweisung

und hat in der

Regel eine sofortige operative

Versorgung zur Folge. Erschreckend

ist, dass innerhalb des

ersten Jahres nach einer

Schenkelhalsfraktur 15 Prozent

aller betroffenen Pati-


enten versterben. Der Handgelenksbruch

(distale Radiusfraktur)

tritt typischerweise

nach Abstützungsreaktion bei

Stürzen auf und muss ebenfalls

in der Regel chirurgisch

versorgt werden. Insgesamt

sind die osteoporosebedingten

Knochenbrüche mit erheblichen

Beeinträchtigungen für

die betroffenen Patienten verbunden.

Ziel muss daher eine

möglichst frühzeitige Erfassung

des individuellen Knochenbruch-Risikos

sein, um es

gar nicht erst zu einem Knochenbruch

kommen zu lassen.

Wie wird eine

Osteoporose

festgestellt?

Das Ziel jeder Osteoporosediagnostik

ist es, das individuelle

Knochenbruch-Risiko zu

ermitteln. Hierzu ist die Kombination

aus Anamnese, klinischem

Befund, Labor- / evtl.

Röntgenuntersuchungen und

Bestimmung der Knochenmasse

hilfreich. Glücklicherweise

ist es heutzutage möglich,

die Knochenmasse auch

ohne die Gewinnung einer

Knochengewebsprobe präzise

zu bestimmen. Dafür stehen

verschiedene Techniken zur

Verfügung. Die Weltgesundheitsorganisation

WHO hat die

einfach durchzuführende, so

genannte DXA-Knochendichtemessung

zur Referenzmethode

erklärt. Dieses Verfahren

wird auch an der Schön Klinik

Neustadt durchgeführt (siehe

Bild links). Die Strahlenbelastung

einer DXA-Knochendichtemessung

ist gering,

besondere Schutzvorkehrungen

sind daher nicht notwendig.

Wichtig zu wissen ist,

dass die Krankenkassen eine

solche Knochendichtemessung

bislang nur in Ausnahmefällen

bezahlen und bestimmte

klinische Voraussetzungen

erfüllt sein müssen. Eine Knochendichtemessung

ist insbesondere

dann sinnvoll, wenn

ein besonderes Osteoporose-

Risiko vorliegt (langandauernde

Cortisonmedikation,

schwere entzündliche Darmer-

krankungen,Geschlechtshormonmangel). Auch eine neu

aufgetretene Fraktur ohne

ersichtlichen Grund sollte

Anlass zu einer Knochendichtemessung

sein. Somit wird

deutlich, dass eine detaillierte

Erhebung der Krankengeschichte

stets am Anfang des

Arzt-Patienten-Kontaktes stehen

muss. Die Laboruntersuchungen

spielen in der Diagnosestellung

einer Osteoporose

eher eine untergeordnete

Rolle, dienen jedoch zur Ab -

grenzung zu anderen Knochenstoffwechselerkrankungen

und

Tumorerkrankungen sowie zur

Therapiekontrolle.

Kann man

Osteoporose heilen?

Ein bereits eingetretener Knochenbruch

kann medikamentös

nicht rückgängig gemacht

werden, die Wahrscheinlichkeit

weiterer Knochenbrüche ist

dagegen mit einer vernünftigen

Therapie auf etwa 50 Prozent

reduzierbar. Wünschenswert

ist in jedem Falle die rechtzeitige

Erfassung und Behandlung

von Risiko-Patienten.

Glücklicherweise stehen heute

wirksame, gut untersuchte

Medikamente mit meist geringen

Nebenwirkungen zur

Behandlung der Osteoporose

zur Verfügung. Daneben gibt

es außer neuen operativen

Verfahren zahlreiche nichtmedikamentöseAllgemeinmaßnahmen,

die in ihrer Wirkung

nicht unterschätzt werden

sollten.

Allgemeinmaßnahmen

Lebenslang wichtig ist eine

ausreichende Calziumversorgung

zur Bildung widerstandsfähiger

Knochen. Gefährdete

Personen sollten täglich 1.500

mg Calzium zu sich nehmen.

Diese Menge Calzium ist beispielsweise

in gut einem Liter

Milch enthalten. Auch Milchprodukte

wie Hartkäse und

Quark enthalten viel Calzium.

Darüber hinaus kann eine

kombinierte Calzium- und Vita-

min D-Gabe die Gefahr eines

Knochenbruches (Wirbelsäule,

Schenkelhals) bei vielen Patienten

etwas reduzieren. Da

viele osteoporotische Knochenbrüche

im Rahmen leichter

Stürze auftreten, sind alle

Maßnahmen, die das Risiko

hinzufallen verringern - insbesondere

bei älteren Patienten

- von besonderer Wichtigkeit.

So sollte auf ein trittsicheres

thema

Osteoporose bedeutet Knochenmasse-Verlust und Strukturveränderung.

In der linken Bildhälfte normaler, gut vernetzter

Knochen; rechts osteoporotischer, strähniger Knochen (Schnitt

durch einen Wirbelkörper, vergrößert).

Schuhwerk ebenso geachtet

werden wie gegebenenfalls auf

ausreichend starke Brillengläser.

Ruhigstellende und „taumelig“

machende Medikamente

sind nach Möglichkeit

zu vermeiden. Zusätzlich

besteht die Möglichkeit, durch

eine spezielle Hüftpolsterung

die Gefahr eines Schenkelhalsbruches

wirksam zu verringern.

7


8

thema

Empfehlung für eine medikamentöse Therapie in Abhängigkeit vom Alter und der Knochendichte (T-Wert in der DXA-Messung).

Verschiebungen können sich ergeben, wenn zusätzliche Begleiterkrankungen oder weitere Risikofaktoren vorliegen

Frau Mann T

-2,0 bis -2,5

50 bis 60 J. 60 bis 70 J.

60 bis 65 J. 70 bis 75 J.

65 bis 70 J. 75 bis 80 J.

70 bis 75 J. 80 bis 85 J.

>75 J. >85 J.

Medikamentöse

Therapie

Mittlerweile stehen mehrere

gut untersuchte Medikamente

mit sicherer Wirkung zur Verfügung.

Besonders stark wirksame

und nebenwirkungsarme

Medikamente stellen die Bisphosphonate

(Alendronat,

Risedronat, Ibandronat) dar,

die das Knochenbruchrisiko

deutlich minimieren und darüber

hinaus zu einem messbarenKnochenmassenzuwachs

führen können. Als

ebenfalls wirksame Alternative

kann Strontiumranelat verabreicht

werden. Moderne Östrogen-Abkömmlinge

wie das

Raloxifen sind ebenfalls zur

Verringerung von Wirbelkörperbrüchen

gut geeignet und

haben viele unerwünschte Wirkungen

natürlicher Östrogene

nicht, wie zum Beispiel das

erhöhte Brustkrebsrisiko. Letztere

sind aufgrund ihrer zahlreichen

unerwünschten

Nebenwirkungen in den letzten

Jahren in die Kritik geraten, so

dass ein Hormonersatz allein

zur Osteoporose-Behandlung

nicht zu empfehlen ist. Das

Calcitonin schließlich ist in seiner

Wirksamkeit weniger gut

untersucht als Bisphosphonate

und hat darüber hinaus

den Nachteil, dass es nicht als

Tablette eingenommen werden

kann, sondern gespritzt

oder geschnupft wird. Das

besser wirksame, künstlich

hergestellte Nebenschilddrüsenhormon

Parathormon bzw.

Teriparatid ist ebenfalls nur als

Spritze erhältlich und stellt bei

besonders hartnäckigen Fällen

eine gute Alternative zu den

oben genannten Standardmedikamenten

dar. Neuerdings

ist auch ein Antikörper, der

den Knochenabbau hemmt,

zur Therapie der Osteoporose

zugelassen (Denosumab). Zu

einer speziellen medikamentösen

Osteoporose-Therapie

wird man sich erst nach

genauer Prüfung jeder einzelnen

Patientengeschichte entschließen,

wenn die Wahrscheinlichkeit,

in den nächsten

zehn Jahren einen Knochenbruch

zu erleiden, größer als 30

Prozent ist. Zur Ermittlung dieser

Wahrscheinlichkeit werden

die Knochendichtemessung,

das Alter der Patientin, mögliche

Begleiterkrankungen und

eventuell bereits vorhandene

Knochenbrüche herangezogen

(siehe Tabelle oben).

Operative Therapie

Bei frischen, schmerzhaften

Wirbelkörperbrüchen besteht

die Möglichkeit, mittels

Zementeinspritzung den

zusammengebrochenen Wirbelkörper

wieder stabil aufzurichten.

Dies geschieht entweder

direkt (Vertebroplastie)

oder nach Wiederaufrichtung

T

-2,5 bis -3,0

spezifische Medikamentöse Therapie: ja nein

T

-3,0 bis -3,5

des gebrochenen Wirbelkörpers

mit einem Ballon (Kyphoplastie).

Diese Behandlung

wird in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

durchgeführt.

Zusammenfassung

Die Osteoporose reiht sich ein

in die Gruppe der großen

Volkskrankheiten, die in der

Frühphase ohne Beschwerden

verlaufen, jedoch das Risiko

späterer Komplikation in sich

bergen: So führt beispielsweise

der Bluthochdruck zum

Schlaganfall, die Fettstoffwechselstörung

zum Herzinfarkt,

der Diabetes zum Nierenversagen.

Die Osteoporose

hingegen führt zu Knochenbrüchen,

insbesondere an der

Wirbelsäule und am Oberschenkelhals.

Die Patienten

leiden unter starken Schmerzen

und müssen nicht selten

im Krankenhaus aufgenommen

und operiert werden.

Viele bleiben pflegebedürftig,

manche versterben sogar an

den direkten oder indirekten

Folgen eines osteoporotischen

Knochenbruches. Der wissenschaftliche

Fortschritt der letzten

Jahre versetzt heute glücklicherweise

in die Lage, eine

Osteoporose bereits vor Eintreten

eines Knochenbruches

zu diagnostizieren und das

individuelle Knochenbruch-

Risiko zu ermitteln. Dann stehen

wirksame gut untersuchte

T

-3,5 bis -4,0

T


Gesundheit, Erholung und Meer

Jede Verbesserung zählt

Damp erleben!

◯ Willkommens-Cocktail

◯ Schnupper-Anwendungen

Tag der offenen Tür

Sonntag, 16.09.2012

im Ostseebad Damp

◯ Medizin erleben – Führungen durch

den Gesundheitsstandort und die

Einrichtungen

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Ostsee Resort

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◯ Live-Musik und Feuerwerk

◯ Ausstellung und Kino

„Damp Retro – wie alles anfing“

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Internat

Damp

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9


10

medizin

Herta Süssbrich, 81 Jahre, ist

Patientin in der HELIOS Ostseeklinik

Damp. Vor zwei

Wochen wurde ihr in einer

Revisionsoperation von Dr. Dirk

Steinhagen die gelockerte

Gelenkpfanne ihrer alten Hüftgelenksprotheseausgewechselt

und der defekte Beckenknochen

rekonstruiert. „1998

habe ich meine erste Hüftprothese

erhalten. Nach Jahren

hatte ich wieder Schmerzen.

Mobil dank moderner endoprothetischer Operationsverfahren in der HELIOS Ostseeklinik Damp: Herta

Süssbrich mit den behandelnden Ärzten Dr. Dirk Steinhagen und Dr. Armin Frank (v.l.n.r.).

„Auch Hüftgelenke

kommen in die Wechseljahre“

Moderne endoprothetische Operationsverfahren an der HELIOS Ostseeklinik Damp

In Deutschland werden ca. 300.000 Endoprothesen pro Jahr eingesetzt – davon rund

160.000 Hüftprothesen. Die Ärzte der HELIOS Ostseeklinik Damp nehmen jährlich über

2.500 endoprothetische Eingriffe vor – eine Vielzahl davon sind Hüftendoprothesen. Eine

Hüftendoprothese hat eine durchschnittliche Standzeit (Haltbarkeit) von 15 Jahren. Durch

die steigende Lebenserwartung und Beanspruchung der Prothesen steigt auch die Anzahl

der Prothesenwechsel – sogenannter Revisionen – stetig. Der Trend geht zu zementfreien

Wechseloperationen in Kombination mit Knochenrekonstruktionen aus Spenderknochen.

2006 wurde eine Weichteiloperation

an der Hüfte durchgeführt.

Die Pfanne wurde allerdings

damals belassen. Die

Schmerzen blieben auch nach

der Operation bestehen und

zudem wurde mein linkes Bein

immer kürzer. Heute kann ich

mich nach über sechs Jahren

Schmerzen endlich wieder

schmerzfrei bewegen und habe

wieder gleichlange Beine“, sagt

Herta Süssbrich.

„Die zementierte Hüftpfanne

von Frau Süssbrich hatte sich

gelockert. Der Prothesenschaft

blieb bis heute fest. Solche

Teillockerungen sind nicht selten.

Zunehmende Schmerzen

und Beinverkürzungen sollten

ernst genommen werden, da

gelockerte Prothesen im Knochen

großen Schaden anrichten

können. Genauso war es

bei der betroffenen Patientin“,

erklärt Dr. Dirk Steinhagen,

Sönke Osmann

Oberarzt in der Abteilung

Orthopädie II (Chefarzt Dr.

Hans-Werner Seide) der

HELIOS Ostseeklinik Damp.

„Mit Hilfe einer individuell intraoperativ

anpassbaren, modularen

Rekonstruktionspfanne

und der Implantation von Spenderknochen

aus unserer Knochenbank

konnten wir den

großen Defekt wieder auffüllen

und das fast durchgebrochene

Becken wieder stabilisieren.“


Rund 22.000 Hüftrevisionen

werden jährlich in Deutschland

vorgenommen – Tendenz steigend.

Aufgrund von rheumatischen

Erkrankungen, Unfällen

oder auch Fehlbildungen am

Hüftgelenk (Hüftgelenkdysplasie)

werden zudem auch vielen

jüngeren Patienten Prothesen

implantiert. Diese müssen

dann im Laufe der Zeit ausgewechselt

werden. Vor diesem

Hintergrund wird es immer

wichtiger, Operationstechniken

zu wählen, die den Knochen

und die Weichteile um die Prothese

herum schonen, so

wenig wie möglich beanspruchen

und darüber hinaus sogar

den Knochen wieder aufbauen

können. Die HELIOS Ostseeklinik

Damp ist auf Revisionen

spezialisiert und verfügt für

diese Operationen über eine

eigene Knochenbank. Dadurch

können in der Spezialklinik für

Gelenke zementfreie Wechseloperationen

in Kombination

mit Knochenrekonstruktionen

aus Spenderknochen durchgeführt

werden.

Besondere

Anforderungen

Revisionsoperationen bedürfen

einer besonderen Logistik.

Durch die häufi g langen Operationszeiten

von bis zu fünf

Stunden müssen Operateur

und Anästhesist den Eingriff

detailliert planen – der operative

Zugangsweg, das benötigte

Material, der Spenderknochen

und natürlich die Narkose. Der

Patient muss vom Narkosearzt

sehr gut auf die Operation vorbereitet

werden. „Wir versuchen

den Patienten die Angst

zu nehmen“, sagt Dr. Armin

Frank, Chefarzt der Abteilung

für Anästhesiologie und Operativer

Intensivmedizin der

HELIOS Ostseeklinik Damp.

„Moderne Narkoseverfahren,

postoperative Intensivtherapien

und durchdachte Schmerztherapien

tragen dazu bei, dass

Operationen wie geplant,

erfolgreich und für den Patienten

so schonend wie möglich

durchgeführt werden können.“

Die verwendeten Implantate

sind am Becken und am Oberschenkelknochen

heute modular

aufgebaut und können so

individuell den vorliegenden

Knochendefekten nach der

Entfernung der alten Prothesenteilen

angepasst werden.

„So sorgen sie für die entsprechende

Stabilität, ersetzen

aber nicht den Knochen, sondern

ermöglichen den Defekt

mit Spenderknochen aus der

Knochenbank aufzufüllen. Dieser

Knochen wird dann vom

Körper wieder zu stabiler Knochensubstanz

umgebaut. „So

erlangt das Becken oder der

Oberschenkelschaft wieder

Stabilität und falls es später

noch einmal zu einem Wechsel

der Prothese kommt, kann

dann wieder ein normales

Implantat im Knochen verankert

werden“, sagt Dr. Dirk

Steinhagen.

Dr. Dirk Steinhagen

Oberarzt der Abteilung

Orthopädie II

Telefon (04352) 80-6350

dirk.steinhagen@

helios-kliniken.de

HELIOS Ostseeklinik Damp

Bewegung ist Lebensfreude

medizin

Wir sind Ihr Gesundheitspartner in allen

Fragen der Sportmedizin und Ihre Spezialklinik

für Gelenke und Wirbelsäule.

Über 30 Jahre Erfahrung in der Versorgung mit

künstlichem Gelenkersatz sprechen für sich,

die zufriedenen Patienten sprechen für uns.

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24351 Ostseebad Damp

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E-Mail: ostseeklinik@damp.de

Dr. Armin Frank

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Chefarzt der Abteilung für

Anästhesiologie und

operativer Intensivmedizin

Telefon (04352) 80-6161

armin.frank@

helios-kliniken.de

Seute-Deern-Ring 20 I

www.helios-kliniken.de/ostseeklinik-damp

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Das Expertenteam im Hernienzentrum (v.l.n.r.): Oberarzt Dr. Gero Neupert, Chefärztin Prof. Dr. Carolin Tonus und Geschäftsführender Oberarz

Asklepios Klinik Nord - Heidberg

gründet Hernienzentrum

Maßgeschneiderte Therapie bei Leisten- und anderen Eingeweidebrüchen

Kerstin Zimmermann, Referentin PR und Marketing

Die Versorgung von Hernien ist der am häufigsten durchgeführte chirurgische Eingriff

weltweit. Allein in Deutschland treten pro Jahr mehr als 250.000 Leistenbrüche neu auf.

Um den Patientinnen und Patienten zukünftig eine noch bessere Qualität bei der Therapie

von Eingeweidebrüchen anbieten zu können, hat die Asklepios Klinik Nord - Heidberg zum

1. September 2012 ein Hernienzentrum gegründet.

„Durch die Fokussierung auf bestimmte,

klar definierte Erkrankungen erreichen wir

im Zentrum eine besonders hohe Kompetenz.

Unter Anwendung der modernsten

Verfahren decken wir ambulant und stationär

das gesamte Spektrum der Hernienchirurgie

ab. Dabei legen wir großen Wert

darauf, dass die Behandlung individuell

und stadiengerecht erfolgt“, erklärt Prof.

Dr. Carolin Tonus, Chefärztin der Klinik für

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.


t Dr. Nils Kleemann

Das heißt, dass die Wahl des Operationsverfahrens

- offen oder „schlüssellochchirurgisch“,

mit oder ohne Netz - nicht allein

von der Lage und Größe des Bruches

sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand

abhängt, sondern die Ärztin oder

der Arzt auch die persönlichen Wünsche

der Patientin bzw. des Patienten berücksichtigt.

Um von unabhängiger Stelle eine Bestätigung

für die hohe Behandlungsqualität zu

erhalten, strebt das Hernienzentrum die

Zertifizierung durch die Deutsche Herniengesellschaft

(DHG) an. Die erste Phase

des mehrstufigen Verfahrens läuft bereits;

die Auszeichnung mit dem DHG-Siegel

„Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ findet

voraussichtlich im Frühjahr 2013 statt.

Schon jetzt nimmt das Zentrum an der

Der Leistenbruch ist die mit Abstand häufigste Form der Hernie.

bundesweiten Qualitätssicherungsstudie

Herniamed teil. Die sorgfältige Dokumentation

von Hernienfällen und die regelhafte

Überprüfung der Behandlungsergebnisse

liefern wertvolle Informationen für die Weiterentwicklung

von Qualitätsstandards in

der Hernienchirurgie.

Was sind Hernien?

Als Hernie, von lateinisch „hernia“ für

Bruch, bezeichnet man die Ausstülpung

des Bauchfells durch eine Lücke in der

Bauchwand. Hernien bestehen typischerweise

aus einer Bruchpforte, einem durch

die Öffnung ausgetretenen Bruchsack

und dem Bruchinhalt. Beim Bruchinhalt

kann es sich um Teile von Bauchorganen,

meist Darm, aber auch um Fettgewebe

handeln. Je nach Ort des Auftretens

unterscheidet man zwischen Leisten-,

Nabel-, Narben-, Bauchwand- und

Schenkelbruch.

Wie entsteht ein Bruch?

Gibt es Risikofaktoren?

Brüche können angeboren oder erworben

sein. Hauptursache für erworbene

Brüche sind natürliche oder durch Operationen

bedingte Schwachstellen in der

Bauchwand. Männer leiden zum Beispiel

aufgrund ihrer Anatomie sehr viel öfter an

Leistenbrüchen als Frauen. Es gibt aber

auch eine Reihe von Faktoren, die das

Entstehen von Hernien begünstigen.

Dazu zählen Übergewicht, Schwanger-

schaft, Ansammlungen von Wasser im

Bauchraum oder Prostataprobleme.

Außerdem kann es durch chronisches

Husten, starkes Pressen bei chronischer

Verstopfung oder das Heben schwerer

Lasten zu Brüchen kommen.

Was passiert,

wenn man einen

Bruch einfach ignoriert?

Hernien sind zwar meist harmlos, aber es

kann sich jederzeit eine gefährliche Einklemmung

entwickeln. Ist eine Darmschlinge

in der Bruchöffnung eingeklemmt,

wird sie nicht mehr ausreichend

durchblutet und stirbt ab. Dies kann

schlimmstenfalls zu einer lebensbedrohlichen

Bauchfellentzündung führen. Brüche,

die Symptome zeigen oder wachsen,

sollten deshalb grundsätzlich operativ

behandelt werden.

Hernienzentrum

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Tel.: 040 1818-873667

info.nord@asklepios.com

www.asklepios.com/nord

medizin

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14

medizin

Viele Probleme an den Beinvenen können durch (Schaum-) Verödungen von Besenreisern oder kleineren

Krampfadern behoben werden. Bildautor: Uwe Gosch

Jeder Behandlung eines Venenleidens geht eine ausführliche

Ultraschall-Untersuchung mit einer Venenflussmessung

voraus. Bildautor: Uwe Gosch


Venenwoche in

Husum und Tönning

24. bis 28. September Michael Mittendorf

Die Klinik Tönning im Klinikum Nordfriesland

ist seit vielen Jahren über die Region

hinaus bekannt für die Behandlung von

Erkrankungen der Beinvenen. In knapp 500

Operationen pro Jahr schaffen die Tönninger

Chirurgen Abhilfe in den Fällen, in denen

z. B. eine Kompressionstherapie nicht mehr

ausreichend ist.

Dabei kommen modernste

endoskopische Techniken zur

Anwendung, die sich allesamt

durch eine besondere Gewebeschonung

auszeichnen.

Aber auch alle anderen Krankheitsbilder

der Venenheilkunde

werden in der Klinik Tönning in

großer Anzahl behandelt – so

werden z. B. auch Schaumverödungen

durchgeführt.

In Tönning besteht die glückliche

Situation, dass dort die

chirurgische MVZ-Praxis von

Dr. Steffen Krause sehr eng

mit der Klinik kooperiert. So ist

sowohl eine vollumfängliche

ambulante wie stationäre

Behandlung gewährleistet als

auch ein nahtloser Übergang

ohne Informationsverlust zwischen

den Bereichen gegeben.

Anmeldungen werden

unter Tel. 04861 / 611-3313

entgegen genommen.

Zum Thema „Venenerkrankungen“

bietet das Klinikum

Nordfriesland in Husum und

Tönning zusammen mit dem

Sanitätshaus Krämer vom 24.

bis 28. September eine Venenwoche

an. Neben Vorträgen in

den Kliniken bietet das Sanitätshaus

Krämer in Husum

umfangreiche Beratungen und

viel Informationsmaterial rund

um die Beingesundheit an. So

werden im Husumer Sanitätshaus

auch kostenlose Venenfunktionstests

durchgeführt.

Anmeldung:

Tel. 04841 839700

Dr. Steffen Krause

Facharzt für Chirurgie

Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie,

Phlebologie,

Ernährungsmedizin

Selckstr. 13

25832 Tönning

Tel. 04861 611-3313

Fax 04861 611-3416

toenning@klinikum-nf.de

www.klinikum-nf.de

Folgende kostenfreie Vorträge sind vorgesehen:

„Manuelle Lymphdrainage: Möglichkeiten

und Grenzen der Behandlung“

Montag, 24.09.2012, 19.00 Uhr

Klinik Tönning, Physiotherapeutin Carmen Knolle

Mittwoch, 26.09.2012, 19.00 Uhr

Klinik Husum, Physiotherapeutin Wiebke Perschewski

„Möglichkeiten und Grenzen der Schaumverödung

von Krampfadern“

Dienstag, 25.09.2012, 19.00 Uhr, Klinik Husum

Donnerstag, 27.09.2012, 19.00 Uhr, Klinik Tönning

Dr. Steffen Krause, Chefarzt der Chirurgie in der Klinik

Tönning und Facharzt für Phlebologie

„Kosmetische Aspekte in der Phlebologie:

Verödung von Besenreisern“

Dienstag, 25.09.2012, 20.00 Uhr, Klinik Husum

Donnerstag, 27.09.2012, 20.00 Uhr, Klinik Tönning

Dr. Steffen Krause, Chefarzt der Chirurgie in der Klinik

Tönning und Facharzt für Phlebologie

In Husum finden die Vorträge im Haus 3, „De ole Peerstall“

und in Tönning im 1. Obergeschoss der Klinik im Tagungsraum

statt. Das Sanitätshaus Krämer präsentiert während

der Vorträge zudem die neuesten Kompressionsstrumpfmodelle.

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16

„So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“

Was Frauen bei der Brustkrebsvorsorge beachten sollten Esther Beck

Fünf Fragen an Prof. Gebauer, Chefarzt

der Frauenklinik und Leiter des Zertifizierten

Brustzentrums am Marienkrankenhaus

Hamburg.

Herr Prof. Gebauer, in welchem Alter

sollten Frauen mit der Brustkrebsvorsorge

beginnen?

Ab dem 50. Lebensjahr nimmt das Risiko

an Brustkrebs zu erkranken deutlich zu.

Es gibt jedoch Frauen, die bereits im Alter

von 35 oder 40 Jahren an Brustkrebs

erkranken. Daher sollte die Vorsorge ab

dem 30. Lebensjahr auch die Untersuchung

der Brust beinhalten.

Was genau wird bei einer Vorsorgeuntersuchung

eigentlich gemacht?

Neben der Tastuntersuchung sind für die

Brustkrebsfrüherkennung die Mammographie

und der Ultraschall die beiden

sinnvollsten Verfahren. Generell gilt im

Rahmen unserer Vorsorge das Motto: So

viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Unsere Patientinnen können darauf vertrauen,

dass die Vorsorgeuntersuchung

sich immer am individuellen Bedarf orientiert.

Raten Sie bei erhöhtem familiärem Risiko

zu häufigeren Vorsorgemaßnahmen?

Ja! Wenn mehrere Frauen in der nächsten

Verwandtschaft an Brustkrebs oder Eierstockkrebs

erkrankt sind, kann in der

Familie eine genetische Belastung für

diese Krebserkrankung bestehen. Allerdings

betrifft dies nur einen geringen

Prozentsatz der Frauen mit Brustkrebs.

Sollte eine solche Situation vorliegen, sind

engmaschige Vorsorgeuntersuchungen

sinnvoll.

Wann ist eine Mammographie nötig?

Kann man auf die Strahlenbelastung nicht

verzichten?

Die Mammographie ist eine der wichtigsten

Untersuchungsmöglichkeiten der

Brust, da sich gerade Vorstufen von

Krebserkrankungen in der Mammographie

oft durch Veränderungen bemerkbar

machen, die dem Ultraschall entgehen.

Idealerweise werden allerdings beide Verfahren

kombiniert. Um die Strahlenbelastung

möglichst gering zu halten, wird die

Mammographie nicht jährlich durchgeführt,

sondern nur zur Klärung unklarer

Befunde beziehungsweise im Rahmen

des Screenings im Abstand von zwei Jahren.

Erfahren Sie mehr zum Thema Brustkrebs

und zum Thema Krebsbehandlung im

Marienkrankenhaus!

Tag der offenen Tür

des

Onkologischen Zentrums

Das Marienkrankenhaus Hamburg veranstaltet

am 20. September 2012 von 15:00

bis 18:00 Uhr einen Tag der offenen Tür

des Onkologischen Zentrums. Bei


Bild unten: Dr. M. Banys, Zentrumskoordinatorin des

Zertifi zierten Brustzentrums.

geführten Rundgängen lernen Sie die verlogie und des Palliative Care Teams, nieschiedenen

Bereiche und Kliniken kennen, dergelassenen Partnern bis hin zu Selbst-

die Patienten von der Diagnose bis zur hilfegruppen und Ernährungsberatung. Der

Behandlung von Krebserkrankungen Tag der offenen Tür endet mit einem

durchlaufen. Oder informieren Sie sich an gemeinsamen Geistlichen Abschluss. Für

den Informationsständen. Es stehen Ihnen Snacks und Getränke ist gesorgt. Der Ein-

zahlreiche Gesprächspartner zur Verfütritt ist kostenlos, Anmeldung erbeten

gung, 20.598 von RZ_AZ_OffeneTuer_180x90_2:Layout Therapeuten der Psycho-Onko- unter 1 Telefon 15.08.2012 040 / 25 46 13:38 – 12 62. Uhr Seite 1

Eintritt

kostenlos!

TAG DER OFFENEN TÜR DES ONKOLOGISCHEN ZENTRUMS

KREBS - EINE UNHEILBARE KRANKHEIT?

Donnerstag, 20. September 2012

15:00 - 18:00 Uhr

Geführte Rundgänge

Informationsstände: Niedergelassene Partner,

Selbsthilfegruppen, Therapeuten, Ernährungsberatung,

Seelsorgezentrum

Gemeinsamer Geistlicher Abschluss

Anmeldung erbeten unter 040 / 25 46 -12 62

www.marienkrankenhaus.org

Marienkrankenhaus Hamburg, Alfredstraße 9, 22087 Hamburg, zwischen den Häusern 1 und 2

„Patienten ein Stück Normalität

und Selbständigkeit

in schwierigen Lebenssituationen

zu vermitteln, ist ein

wesentliches Ziel unserer

Arbeit.“

Sabine Trenkner, Leiterin Physiotherapie

ONKOLOGISCHES

ZENTRUM

Gemeinsam und

kompetent

gegen den Krebs

medizin

Bild oben: Dr. M. Rübsamen, Oberarzt

Radiologie.

Prof. Dr. med. Gerhard Gebauer

Chefarzt der Frauenklinik und Leiter

des Zertifi zierten Brustzentrums

Kath. Marienkrankenhaus Hamburg

Alfredstraße 9

22087 Hamburg

Telefon 040 2546 - 1601

Fax: 040 2546 - 1600

gebauer.frauen@marienkrankenhaus.org

BE/SPECIAL

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18

medizin

Krebs in der Familie – was ist mit mir? Dr. Lana Harder

Krebs ist derzeit die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Bei rund 5% aller Krebserkrankungen

liegt eine erbliche Veranlagung vor. In rund 50% der erblichen Fälle von Brust-/

Eierstockkrebs sind z. B. Mutationen (Veränderungen) in den sogenannten Brustkrebs-Genen

BRCA1 (breast cancer gene) oder BRCA2 die Ursache. Diese Gene sind seit 1994 bzw. 1995

bekannt und können mit molekulargenetischen Methoden untersucht werden.

Frauen mit einer Mutation in einem der

Brustkrebs-Gene (BRCA1 oder BRCA2)

haben ein lebenslanges Risiko von

50-80% an Brustkrebs und von 15-40%

an Eierstockkrebs zu erkranken. Im Vergleich

dazu beträgt das lebenslange

Risiko in der weiblichen Allgemeinbevölkerung

für Brustkrebs etwa 10% und für

Eierstockkrebs 1-2%.

Die familiären Krebserkrankungen treten

oft schon vor dem 50. Lebensjahr auf.

Häufig betreffen sie nicht nur ein Organ,

sondern bestimmte Kombinationen von

Krebserkrankungen. Diese komplizierten

Zusammenhänge sollten am besten im

Rahmen einer genetischen Beratung

erklärt und ggf. auch entsprechende

Laboruntersuchungen veranlasst werden.


Bevor die Entscheidung für oder gegen

den Gentest fällt, sollte jedoch ausführlich

und verständlich über Aussagekraft

und Grenzen der genetischen Testung

sowie mögliche Auswirkungen und Konsequenzen

für die eigene Person und die

Familie gesprochen werden.

Das Testergebnis wird den Ratsuchenden

nur in einem Beratungsgespräch

mitgeteilt. Wenn eine Veranlagung für

Brust-/Eierstockkrebs in den bekannten

Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2

nachgewiesen wurde oder wenn eine

Veranlagung in noch unbekannten Brustkrebsgenen

sehr wahrscheinlich ist, wird

Bei Darmkrebserkrankungen ist eine

genetische Beratung besonders zu

empfehlen, wenn:

eine Früherkennung empfohlen, die Ultraschall

und Tastuntersuchung der Brust,

Mammographie und MRT sowie die Option

zur Durchführung prophylaktischer

Operationsmaßnahmen umfasst.

Auch die Veranlagung für Darmkrebs

kann erblich sein. Wenn innerhalb einer

Familie mehrere Verwandte ersten oder

zweiten Grades (z.B. Eltern, Geschwister,

Onkel, Tanten) an Darmkrebs erkrankt

sind bzw. Darmkrebserkrankungen im

jüngeren Lebensalter (vor dem 45.

Lebensjahr) aufgetreten sind, kann eine

Veranlagung für Darmkrebs vorliegen.

Auch das Auftreten bestimmter anderer

medizin

• bei Ihnen oder Blutsverwandten ersten

oder zweiten Grades mehrere Dickdarmpolypen

(>10) aufgetreten sind,

• bei Ihnen und Blutsverwandten ersten oder zweiten Grades bereits Darmkrebs

aufgetreten ist (u.U. auch bei einem Betroffenen, wenn dieser bei

Krankheitsbeginn jünger als 45 Jahre alt war*),

• bei Ihnen und Blutsverwandten ersten oder zweiten Grades andere Krebsarten*

mehrfach bei einer oder mehreren Personen aufgetreten sind (Darmkrebs,

Gebärmutterschleimhautkrebs, Eierstockkrebs, Blasenkrebs,

Magenkrebs, Nierenkrebs, Leber-/Gallengangskrebs o.a.).

* Genauere Hinweise siehe revidierte Bethesda-Kriterien im Kasten unten.

Revidierte Bethesda-Kriterien* (mindestens ein Kriterium muss

für eine genetische Diagnostik erfüllt sein):

• Darmkrebs, diagnostiziert vor dem Alter von 50 Jahren

• Synchrone oder metachrone HNPCC-assoziierte Tumoren (Endometrium-,

Magen-, Ovarial-, Pankreas-, Ureter-, Nierenbecken-, Gallengangs-, Dünndarmkrebs;

Hirntumoren (meist Glioblastome); Talgdrüsenadenome; Keratoakanthome

(bei Muir-Torre-Syndrom)

• Darmkrebs mit „MSI-H Histologie“ (Vorliegen von tumorinfiltrierenden Lymphozyten,

Crohn-ähnlicher lymphozytärer Reaktion, muzinöser / siegelringzelliger

Differenzierung oder medullärem Wachstumsmuster), diagnostiziert

vor dem Alter von 60 Jahren

• Mindestens zwei Verwandte 1. Grades, mindestens einer mit Darmkrebs

(unabhängig vom Alter) und einer mit HNPCC-assoziiertem Tumor diagnostiziert

vor dem Alter von 50 Jahren

• Mindestens drei Verwandte 1. oder 2. Grades, einer mit Darmkrebs (unabhängig

vom Alter) und mindestens zwei mit HNPCC-assoziiertem Tumor

(unabhängig vom Alter)

*(Umar et al., 2004)

Krebserkrankungen in einer Familie

(Gebärmutterschleimhautkrebs, Eierstockkrebs,

Blasenkrebs, Magenkrebs,

Nierenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs,

Schilddrüsenkrebs, Leber-/Gallengangskrebs

u.a.) kann ein Hinweis auf eine

familiäre Veranlagung für Darmkrebs sein.

Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von

Darmkrebs, Darmpolypen oder andere

der o.g. Krebserkrankungen aufgetreten

sind, bedeutet das nicht, dass auch Sie

zwangsläufig erkranken müssen. Aber: Ihr

persönliches Darmkrebsrisiko könnte

erhöht sein. Lassen Sie sich deshalb von

einem Facharzt für Humangenetik über

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20

medizin

Fragebogen zur Abklärung

eines erhöhten Risikos

auf erblichen

Brust- /Eierstockkrebs

1. Ist bei Ihnen oder in Ihrer Familie Brustkrebs

oder Eierstockkrebs aufgetreten?

o nein o ja

Falls Frage 1 zutrifft:

2. Wie viele Verwandte* sind an

Brustkrebs erkrankt?

o keine

o eine(r)

o zwei

o drei

o mehr als 3

3. Wie viele Verwandte* sind an

Eierstockkrebs erkrankt?

o keine

o eine(r)

o zwei

o mehr als zwei

4. Gibt es Verwandte*, die sowohl an

Brustkrebs als auch an Eierstockkrebs

erkrankt sind?

o nein

o eine(r)

o zwei

o mehr als zwei

5. Sind diese Verwandten* ein- oder

beidseitig an Brustkrebs erkrankt?

o alle einseitig

o eine(r) (davon) beidseitig

o zwei (davon) beidseitig

o mehr als zwei (davon) beidseitig

6. Wie alt war(en) die Erkrankte(n) bei

Diagnosestellung?

o unter 35 Jahren

o unter 41 Jahren

o unter 51 Jahren

7. Gibt es an Brustkrebs erkrankte

Männer* in der Familie?

o nein o ja

Trifft eine der fett gedruckten Antworten

zu, besteht ein erhöhtes Risiko für

erblichen Brust-/Eierstockkrebs. In allen

anderen Fällen muss anhand der Antworten

auf die Fragen 2 bis 7 geprüft werden,

ob eines der (umseitig aufgeführten) Kriterien

erfüllt ist. Wenn ein erhöhtes Risiko für

erblichen Brust-/Eierstockkrebs besteht

bzw. im Zweifelsfall, sollten Sie sich von

einem Facharzt für Humangenetik beraten

lassen.

Ihr Krebsrisiko und die Möglichkeiten der

Krebsfrüherkennung informieren.

Bei einem Facharzt für Humangenetik finden

sowohl bereits erkrankte als auch

gesunde Personen, in deren Familien

gehäuft Darmkrebs aufgetreten ist, Rat

und Unterstützung. Im Rahmen der

genetischen Beratung kann man Ihnen

erläutern, ob bei Ihnen oder Ihren Angehörigen

tatsächlich ein erhöhtes

Krebserkrankungsrisiko besteht, welche

individuellen Früherkennungsmaßnahmen

zu empfehlen sind und ob eine

genetische Untersuchung auf eine

erbliche Veranlagung für Darmkrebs zur

Beurteilung des Krebserkrankungsrisikos

in Erwägung gezogen werden sollte.

Allen Personen mit einer nachgewiesenen

Veranlagung für erblichen Darmkrebs

werden besonders engmaschige

Früherkennungs- und Nachsorgeuntersuchungen

empfohlen.

Früherkennungsmaßnahmen können die

Entstehung von Tumoren zwar nicht

immer verhindern, erhöhen aber die

Chance, dass eine Krebserkrankung im

Frühstadium entdeckt und mit guten

Heilungschancen behandelt werden kann.

Einschlusskriterien für die

genetische Beratung und

ggf. genetische Testung

bei Verdacht auf erblichen

Brust- / Eierstockkrebs

Auffällige Eigenanamnese

- Eine Frau* mit Brustkrebs (vor dem 36.

Lebensjahr erkrankt)

- Eine Frau* mit Eierstockkrebs (vor dem

40. Lebensjahr erkrankt)

- Eine Frau* mit Brust- und Eierstockkrebs

(altersunabhängig)

- Eine Frau* mit beidseitigem Brustkrebs

(1. Seite vor dem 51. Lebensjahr

erkrankt)

Auffällige Familienanamnese

- 3 oder mehr Frauen* mit Brustkrebs

(altersunabhängig)

- 2 Frauen* mit Brustkrebs (davon mindestens

eine vor dem 51. Lebensjahr

erkrankt)

- 2 oder mehr Frauen* mit Eierstockkrebs

(altersunabhängig)

- Mindestens eine Frau* mit Brustkrebs

und eine Frau* mit Eierstockkrebs

(altersunabhängig)

- Ein Mann* mit Brustkrebs und eine Frau

mit Brust- oder Eierstockkrebs (altersunabhängig)

(Mindestens ein Kriterium muss durch die /

den Ratsuchende(n) und/oder deren/dessen

Familie erfüllt sein.)

* Verwandte 1. und/oder 2. Grades mütterlicher-

oder väterlicherseits

Verwandte 1. Grades = Kinder, Eltern,

Geschwister und Halbgeschwister

Verwandte 2. Grades = Großeltern, Enkelkinder,

Nichten, Neffen, Tanten und Onkel

(Cousins und Cousinen nur in Ausnahmefällen

wie kleinen Familien, auffällige Familienanamnese

in der väterlichen Linie etc.)

Dr. Lana Harder

Fachärztin für Humangenetik

Steenbeker Weg 23

24106 Kiel

Tel. 0431 260928-0

Fax 0431 260928-13

institut@tumorgenetik-nord.de

www.tumorgenetik-nord.de


Die Zahl der Menschen, die an krankhaftem

Übergewicht (Adipositas) leiden,

hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) seit 1980

weltweit verdoppelt. Deutschland ist

dabei in Europa leider in einer führenden

Position. Mehr als jeder Zweite der

erwachsenen Bevölkerung in Deutschland

hat Übergewicht und davon haben

mehr als neun Millionen krankhaftes

Übergewicht. Das Körpergewicht allein

sagt wenig aus und muss in Beziehung

zur Körpergröße beurteilt werden, dem

so genannten Body-Mass-Index (BMI).

Krankheit Übergewicht – was tun?

Ab einem BMI von über 30 besteht ein

krankhaftes Übergewicht. Die Adipositas

ist aber kein rein kosmetisches Problem

für die Betroffenen, sondern sie erhöht

das Risiko für weitere Erkrankungen

wie Diabetes, Schlafapnoe, Herzerkrankungen,

Bluthochdruck, Schlaganfall,

Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

und auch Krebs. Erwachsene mit krankhaftem

Übergewicht haben eine um neun

bis zwölf Jahre geringere Lebenserwartung,

eine schwere Adipositas kostet

sogar bis zu 20 Lebensjahre. Eine der

offensichtlich negativen Folgen der Adipositas

ist der rasante Anstieg von Patienten

mit Typ-2-Diabetes, welcher früher auch

gern als Alterszucker bezeichnet wurde.

Doch weil immer mehr Menschen schon

in jungen Jahren stark übergewichtig

sind, erkranken zunehmend auch 30-

bis 40-Jährige anTyp-2-Diabetes. Immer

häufiger wird die Krankheit auch bei

Kindern und Jugendlichen festgestellt.

Studien zeigen, dass es lediglich 35 bis

55 Prozent der Diabetiker gelingt, den

Blutzucker unter Kontrolle zu halten.

Die Therapie

sorgfältig planen

Adipositas und Diabetes reduzieren für

sich allein schon die Lebenserwartung der

Betroffenen, treten diese aber in Kombination

auf, dann potenziert sich diese Verkürzung.

Durch eine konsequente Senkung

des Körpergewichts lassen sich diese

Risiken und die häufigen Folgeerkrankungen

erheblich verringern. Übergewicht

ist ein Problem mit dem viele beschäftigt

sind. Der Kampf gegen die überzähligen

Pfunde lässt viele Menschen verzweifeln,

weil alle eigenen Bemühungen dauerhaft

erfolglos waren. Am Adipositaszentrum

der Sana Kliniken Lübeck versuchen die

Ärzte mit einem Konzept, das sich an

den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen

orientiert, Patienten zu helfen, ihr

Übergewicht zu reduzieren. Als chirurgische

Klinik sind die Sana Kliniken spezialisiert

auf die Durchführung modernster

minimalinvasiver Operationsverfahren zur

Gewichtsreduktion.

Diese sind notwendig, wenn Gewichtsreduktionsprogramme

nicht nachhaltig

medizin

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Priv.-Doz. Dr. Sven Eisold

erfolgreich sind. Bei diesen durch kleinste

Schnitte am Bauch (Schlüsseloch-Chirurgie)

durchgeführten Operationen, wird

dafür gesorgt, dass weniger Platz vorhanden

ist, um Nahrung aufzunehmen,

oder die gegessene Nahrung schlechter

verdaut beziehungsweise schlechter

vom Körper aufgenommen wird.

Beides führt zu einer Reduktion der vom

Körper aufgenommenen Kalorien, und

damit zur Gewichtsabnahme. Die weltweit

und auch von den Ärzten der Sana

Kliniken favorisierten Operationsverfahren

sind der Schlauchmagen und der

Magenbypass mit sehr guten Erfolgen

bei Patienten mit krankhaftem Übergewicht.

Eine neue Domäne der Chirurgie

ist die sogenannte metabolische Chirurgie.

Damit sind operative bariatrische

Maßnahmen gemeint, um Stoffwechselstörungen

wie Diabetes mellitus zu

behandeln. Studien haben gezeigt, dass

lange vor dem einsetzenden Gewichtsverlust,

der Zuckerstoffwechsel (Diabetes)

sich wieder normalisiert. In der Regel

werden Patienten ab einem BMI von

über 40 operiert. Für Patienten mit einem

21


22

medizin

Schlauchmagen Magenbypass Magenband

BMI zwischen 35 und 40, die assoziierte

Begleiterkrankungen aufweisen wie zum

Beispiel Diabetes Typ-2 oder koronare

Herzerkrankung, bei denen außerdem

alle konservativen Therapiemöglichkeiten

erschöpft sind, besteht ebenfalls die

Indikation zur Operation. Zudem gibt es

auch endoskopische Alternativen oder

Ergänzungen zur Operation. Durch die

endoskopische Einbringung eines frei

schwimmenden Ballons (Magenballon)

wird das Mageninnere so verkleinert,

dass schon nach kleinen Mahlzeiten

frühzeitig ein Sättigungsgefühl einsetzt.

Die Operation und endoskopische Verfahren

stellen aber nur einen Teil dieses

multimodalen Therapiekonzeptes dar.

Wichtig ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit

und Betreuung der Patienten

vor und nach der Operation. Zu diesem

Konzept gehört die Zusammenarbeit mit

Gastroenterologen, Diabetologen, Internisten

und Psychologen.

Die drei Säulen:

Ernährung, Psyche und

Bewegung

Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg

ist ein individuelles Behandlungskonzept,

BMI =

Körpergewicht (kg)

Körpergröße (m) x Körpergröße (m)

das häufig aus ganz vielen untereinander

abgestimmten Maßnahmen besteht und

zum anderen die persönlichen Wünsche

und Erwartungen der Patienten berücksichtigt.

Dabei bestehen die Säulen

der Behandlung aus ernährungsmedizinischer

und psychologischer Betreuung

sowie Bewegungstherapie.

Übergewicht und Adipositas entstehen

in der Regel aus einem Missverhältnis

von Kalorienaufnahme und Energieverbrauch.

Allerdings hilft diese banale Erkenntnis

allein den meisten Menschen mit

Übergewicht wenig bei der Lösung

ihres Problems. Wichtiger ist die Frage

„Warum isst mein Patient zu viel?“.

Auslösende psychologische Faktoren

für die Essstörung repräsentieren alle

Facetten unserer Gefühlswelt und reichen

von Stress, Frustration, Langeweile,

Einsamkeit, Angst, Sorge, Ärger bis

zu Freude und Erleichterung.

Das eigene gestörte Körperbild und

ein gemindertes Selbstbewusstsein sind

zusätzliche Barrieren. Das Adipositaszentrum

an den Sana Kliniken unterstützt

diesen multimodalen Ansatz in

BMI-Formel

Beispiel:

Eine Person mit der Körpergröße von 170 cm und dem Körpergewicht

von 70 kg.

BMI-Wert = 70 kg : (1,7 m) x (1,7 m) = 24,2

der Behandlung des krankhaften Übergewichts

bestehend aus konservativen

und operativen Therapieelementen.

Vor der Entscheidung, welches Verfahren

sinnvoll ist, muss genau abgewogen

werden, ob ein Patient geeignet ist

oder nicht. Die Wahl des chirurgischen

Verfahrens wird mit den chirurgischen

Experten der Sana Kliniken Lübeck für

jeden Patienten individuell besprochen.

Hierbei unterscheidet man Verfahren,

bei denen das Volumen des Magens

verkleinert wird (zum Beispiel Schlauchmagen)

oder sogenannte Kombinationsverfahren,

wo der Magen verkleinert

und der Dünndarm verkürzt wird (zum

Beispiel Magenbypass).

Alle Verfahren werden mit einer Bauchspiegelung

(Laparoskopie) über kleine

Schnitte (ein Zentimeter) an der Bauchwand

durchgeführt. Aufgrund dieser

minimalinvasiven Operationstechnik

kann der Patient in der Regel nach

einer Woche das Krankenhaus wieder

verlassen.

Hilfe

beim Antrag

bei der Krankenkasse

Für die Übernahme der Operationskosten

und der Kosten für die ernährungsmedizinische

Betreuung sind einige

Voraussetzungen zu erfüllen. Der Patient

muss nachweisen, dass er vor der

Operation an einem Ernährungskonzept

(meistens über drei bis sechs Monate),

bewegungstherapeutischen Maßnahmen

und einer psychiatrischen Begutachtung

teilgenommen hat. Erst dann


entscheidet die zuständige Krankenkasse

in jedem Einzelfall. Dieser Prozess

ist oft mühevoll und viele Wege sind für

die Betroffenen nötig. Am Adipositaszentrum

der Sana Kliniken in Lübeck

erhalten Patienten Unterstützung bei

der Beantragung der Kostenzusage für

eine operative Maßnahme.

Das Adipositaszentrum der Sana Kliniken

Lübeck bietet ein strukturiertes

multimodales Gesamtkonzept mit externen

Kooperationspartnern.

Gute Nachsorge

fängt bereits

vor der Operation an

Nach erfolgreicher Operation ist eine

regelmäßige ambulante Untersuchung

und interdisziplinäre Betreuung unerlässlich.

In den ersten Wochen nach der Operation

erfolgen engmaschige Kontrollen

im Adipositaszentrum der Sana Kli-

nik, pa rallel dazu schließt sich eine

langfristige nachhaltige ernährungsmedizinische

Nachbetreuung an. Bei

erfolgreichem Gewichtsverlust beginnt

für viele Patienten aufgrund der deutlichen

Steigerung der Lebensqualität

ein neuer Lebensabschnitt. Viele entschließen

sich zum zweiten Schritt, der

plastischen Operation.

Hier erfolgt die Reduktion der nun

überschüssigen Haut. Gute Nachsorge

beginnt allerdings bereits schon vor der

Operation, denn es geht um die Themen

Ernährung, Bewegung und Psyche, also

den Grundlagen jeder Therapie von

Übergewicht. Mit der Operation ist das

Übergewicht nicht automatisch weg.

Die Patienten müssen sich lebenslang

diszipliniert um die genannten Punkte

kümmern.

Die Experten des Adipositaszentrums

der Sana Kliniken Lübeck mit ihren

Kooperationspartnern unterstützen sie

dabei gern.

Sana Kliniken Lübeck

Kronsforder Allee 71-73

Tel.: 04 51 585-01

Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Chefarzt PD Dr. med. Sven Eisold

Privatsprechstunde

Dienstags 10.00 – 12.00 Uhr

Mittwochs 13.00 – 14.00 Uhr

Oberärztin Dr. Anya-Maria Stenger

Adipositassprechstunde

Montags 13.00 – 15.00 Uhr

Dienstags 10.00 – 12.00 Uhr

Anmeldung zu den Sprechstunden:

Frau Jenyfer Gruhn

Tel.: 0451 585-1301

Email: jenyfer.gruhn@sana.de

23


24

medizin

Acht Tage nach ihrer Operation: Angela Stormer ist zurück in ihrem Haus in Ratekau, bei ihr ist Pflegerin Sabrina von einem Pflegedienst.

Foto: Roswitha Bauer

Behandlungserfolge

bei chronischen Wunden

Plastische Chirurgie und Pflege arbeiten in Neustadt Hand in Hand

Prof. Dr. Josef Hoch, Chefarzt der Klinik für Hand-, Brust-, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Schön Klinik Neustadt,

Oliver Kagerer, Pflegedienstleitung Schön Klinik Neustadt

Andrea Stormer, eine Multiple-Sklerose-Patientin, sitzt seit vier Jahren im Rollstuhl. Aufgrund

dessen hatte sie sich durch das viele Sitzen ein Druckgeschwür am Gesäß zugezogen.

In der Schön Klinik Neustadt konnte ihr Dekubitus von Experten aus der Plastischen

Chirurgie und Pflege erfolgreich behandelt werden.

„Chronische Wunden sind sehr

häufig“, erklärt Prof. Dr. Josef

Hoch, Chefarzt der Klinik für

Hand-, Brust-, Plastische und

Ästhetische Chirurgie. „Um

Behandlungserfolge zu erzielen,

sollten Plastische Chirurgen und

erfahrene Pflegekräfte Hand in

Hand arbeiten. Das ist bei uns in

der Schön Klinik Neustadt Standard

in der Wundversorgung.“

Wundpflege durch

ein Expertenteam

Mehr als drei Millionen Menschen

leiden nach Schät-

zungen von Experten in der

Bundesrepublik Deutschland

an chronischen Wunden, und

die Zahl wird aus demographischen

Gründen in den nächsten

Jahren weiter zunehmen. In

der Fachliteratur werden Wunden

als chronisch bezeichnet,

wenn diese innerhalb von vier

bis zwölf Wochen nach Wundentstehung

- die Wundart und

die Grunderkrankung spielen

hierbei eine bedeutende Rolle

– unter fachgerechter Therapie

keine Heilungstendenzen zeigen.

Als die häufigsten Wundarten

sind das Dekubitalulcus

(Druckgeschwür), alle Formen

des Ulcus Cruris (Unterschenkelgeschwür;umgangssprachlich

auch „offenes Bein“

genannt) und das Diabetische

Fußsyndrom (eine mögliche

Spätkomplikation des Diabetes

mellitus) angeführt. Die kompetente

Versorgung dieser chronischen

Wunden wird auch in

Zukunft die behandelnden Pflegekräfte

und Ärzte gemeinsam

herausfordern, um die Lebensqualität

der Betroffenen zu verbessern.

Die konservative und

operative Behandlung von Patienten

mit chronischen Wunden

unterliegt dabei einem steten

Entwicklungsprozess mit

Anwendung neuer Verbandsstoffe

und operativer Techniken.

Die Schön Klinik stellt

sich ganz bewusst dieser

Herausforderung. Eine moderne

Wundversorgung zeichnet

sich nicht nur durch eine

umfangreiche Produktpalette

neuartiger Materialien aus, sie

bedarf auch regelmäßiger Fortbildungen

der Pflegekräfte. Wie

Pflegedienstleiter Oliver Kagerer

erläutert, verfügt die Neustädter

Schön Klinik über fünf durch

externe Schulungsmaßnahmen


Multiple-Sklerose-Patientin Andrea Stormer wird an einem

Decubitalgeschwür von Professor Hoch (rechts) operiert.

Foto: Roswitha Bauer

zu Wundexperten nach ICW

(Initiative Chronische Wunden

e.V.) ausgebildete zertifizierte

Mitarbeiter. Zu ihren Aufgaben

gehört neben beratenden

Tätigkeiten zur Wundversorgung

bei Problemwunden

auch die Umsetzung der Vorgaben

des nationalen Expertenstandards

„Pflege von Menschen

mit chronischen Wunden“

des DNQP (Deut sches

Netzwerk für Qualitätsentwicklung

in der Pflege).

Dazu werden die Pflegekräfte

der Stationen in Schulungen

durch die Wundexperten in die

Systematik des Wundmanagements

und grundlegende

Behandlungsweisen eingeführt.

Modernes Wundmanagement

stellt Strukturen und

Parameter bereit, anhand

derer eine effektive und wissenschaftlich

nachvollziehbare

Behandlung von chronischen

Wunden möglich ist. Mit den

Bausteinen der Wundanamnese

und der Wundanalyse, der

fotographischen Wunddokumentation

und wissenschaftlich

fundierten Behandlungsrichtlinien

einschließlich Ergebniskontrollen

werden in

Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen

Arzt jeweils patientenbezogen

angepasste

Behandlungspläne erstellt. Es

folgen eine individuelle Beratung

der Patienten und deren

Angehöriger sowie Therapievorschläge

für die weiterführende,

zumeist ambulante

Behandlung. Die Wunden können

unter Beachtung und Mitbehandlung

der Grundursachen

ihrer Entstehung effektiver

angegangen und dank

plastisch-chirurgischer Techniken

in der Mehrzahl der Fälle

auch geheilt werden. Ein Beispiel

aus jüngster Zeit ist die

Multiple Sklerose-Patientin

Andrea Stormer, die mit einem

Decubitalgeschwür über dem

Sitzbein in die Klinik für Hand-,

Brust-, Plastische und Ästhetische

Chirurgie kam und hier

auch operiert wurde.

Wenn Haut

verpflanzt wird: das

Erfolgsrezept der

wiederherstellenden

Chirurgie

Prof. Hoch erläutert: „Zu den

Hauptaufgaben der Plastischen

Chirurgie zählt die Wiederherstellung

von Form- und

Funktionsstörungen an der

Körperoberfläche. Haut- und

Gewebedefekte, die durch

Verletzungen, Erkrankungen

oder Tumorentfernungen entstehen

können, werden durch

Hautverpflanzungen und so

genannte Lappenplastiken

gedeckt. Bei einer Hautver-

pflanzung, die typischerweise

bei der Behandlung eines

„offenen Beines“ angewandt

wird, wird die benötigte Haut

von einer anderen Körperstelle,

beispielsweise von der

Außenseite des Oberschenkels,

nur millimeterdick entnommen,

auf den Defekt der

gereinigten Geschwürstelle

übertragen und randständig

fixiert. Die Haut an der Entnahmestelle

wächst nach zwei bis

drei Wochen spontan wieder

nach. Ein Einheilen der frei verpflanzten,

nicht mehr „lebendigen“

Haut ist jedoch nur

möglich, wenn der Wundgrund

ausreichend durchblutet ist

und Granulationen aufweist.

Sind mehrere Gewebeschichten

geschädigt oder

reicht der Defekt tiefer bis an

den Knochen heran, wie dies

bei der MS-Patientin der Fall

war, muss durchblutetes

Gewebe in den Defekt verlagert

werden, da frei verpflanzte

Haut vom Knochengewebe

nicht angenommen wird. Dazu

bieten sich gerade bei den

Decubitalgeschwüren Hautmuskellappen

an, die besser

als reine Hautlappen durchblutet

sind und auch später aufgrund

der mit Muskulatur

unterfütterten Gewebedicke

belastbarer sind.“

Plötzlich war die

Krankheit da

Gut gelaunt erzählt Andrea

Stormer über den Beginn ihrer

Krankheit, über den Ausbruch

der Multiplen Sklerose (MS)

und wieso sie am Gesäß operiert

wurde und eine Lappenplastik

erhalten hat. Geboren

1966 entdeckte sie schon früh

ihre Leidenschaft für die

Leichtathletik. Sie verschrieb

sich dem Leistungssport und

nahm bald an den Deutschen

Meisterschaften im 100 Meter-

Lauf teil. Dann, ganz plötzlich,

hakte ihr linkes Bein aus. Das

war 1983, sie war gerade erst

17 geworden! Etwas später

bekam sie eine Sehnerventzündung

am linken Auge. Störungen

dieser Art traten immer

häufiger auf und sie konsul-

medizin

tierte mit ihrer Mutter zahlreiche

Ärzte. Erst nach ge-

raumer Zeit – ein Heilpraktiker

hatte ihr dazu geraten – suchte

sie einen Neurologen auf.

Nach den entsprechenden

Untersuchungen stand die

Diagnose fest: MS. Für eine

Sportlerin ein niederschmetterndes

Ergebnis. Bald schon

traten die Schübe in Zweimonats-Intervallen

auf. Ihre Eltern

fingen sie auf und gut war

auch, dass sie als Verwaltungsfachangestellte

bei der

Gemeinde Ratekau einen Job

hatte. Aber ab 1995 ging fast

schlagartig gar nichts mehr.

Ihre Eltern hatten zwischenzeitlich

auf dem hinteren

Bereich ihres Grundstückes für

ihre Tochter ein rollstuhlgerechtes

Haus bauen lassen.

Seit vier Jahren sitzt sie nun im

Rollstuhl. Aufgrund dessen

hatte sie sich vom Sitzen ein

Geschwür am Gesäß zugezogen,

dass in der Neustädter

Klinik behandelt wurde. Zu

Hause möchte sie viel, am

liebsten alles machen, unterstützt

wird sie dabei von ihrem

Vater und ihrem Freund sowie

von einem Pflegedienst, der

täglich kommt und deren tollen

Service sowie liebevolle

Betreuung sie sehr schätzt.

Prof. Dr. Josef Hoch

Chefarzt der Klinik für Hand-,

Brust-, Plastische und

Ästhetische Chirurgie

Schön Klinik Neustadt

Am Kiebitzberg 10

23730 Neustadt in Holstein

Tel. 04561 54-1009

Fax 04561 54-1033

JHoch@schoen-kliniken.de

25


26

medizin

Mukoviszidose-Ambulanz für Kinder und Jugend

Neuer Schwerpunkt an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Klinikum Itzehoe

Alarmzeichen sind ein „Mekonium-Ileus“,

d.h. ein Verschluss des Darmes durch

sog. „Kindspech“ nach der Geburt; Säuglinge,

die nicht so gut gedeihen und nicht

ausreichend an Gewicht zunehmen;

Säuglinge und Kleinkinder mit gehäuften

Atemwegsinfekten und Lungenentzündungen,

aber auch Kinder mit Anzeichen

für eine Lebererkrankung. Die Diagnose

kann schnell und einfach mit hoher

Sicherheit mit dem sog. „Schweisstest“

gestellt werden, dieser tut nicht weh und

das Ergebnis steht gleich nach der Untersuchung

fest.

Eine frühe Diagnose

ist wichtig

„Je früher die Diagnose einer Mukoviszidose

gestellt wird, desto früher können die

lebensnotwendigen Therapien begonnen

werden“. Hierzu gehört die Gabe von sog.

Enzymen – Eiweissstoffen – die dem Körper

helfen, mit der Nahrung aufgenommene

Fette auch so zu verwerten, dass

der Körper sie aufnehmen kann. Nach

Beginn dieser Behandlung nehmen die

Kinder meist rasch an Gewicht zu. Aber

auch die regelmäßige Gabe von Vitaminen,

Antibiotika, Inhalationen sowie Krankengymnastik

und Sport gehören zu den

Eckpfeilern der Therapie. Noch in den

60er Jahren ist kein Kind mit dieser

Erkrankung 10 Jahre alt geworden. Auch

heute können wir diese Erkrankung leider

noch nicht heilen, aber mit den verschiedenen

Therapien konnte die Lebensqualität

und Lebenserwartung deutlich verbessert

werden. Heute können wir Eltern,

deren Kind an Mukoviszidose erkrankt ist,

sagen, dass das Kind eine gute Chance

hat, in das 4. oder 5. Lebensjahrzehnt zu

kommen. Deswegen hat die Klinik für

Prof. Dr. med. Frank-Michael Müller, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie und Pädiatrisc

In Deutschland gibt es noch kein flächendeckendes Neugeborenen-Screening

auf die schwere angeborene Stoffwechselerkrankung

Mukoviszidose oder Cystische Fibrose (CF). Etwa eines

von 2000 Neugeborenen ist an Mukoviszidose erkrankt und es

gibt etwa 8000 Erkrankte in Deutschland. Daher ist es so wichtig,

dass alle Kinder- und Jugendärzte sowie die Hausärzte frühzeitig

auch an diese Erkrankung denken.

Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum

Itzehoe unter der Leitung ihres Chefarztes,

Prof. Dr. med. F.-M. Müller, seit Januar

2012 eine Mukoviszidose-Ambulanz als

neuen Schwerpunkt an der Klinik eingerichtet.

In enger Zusammenarbeit mit den

bereits bestehenden Mukoviszidose-

Ambulanzen in Schleswig-Holstein in Kiel

und Lübeck sowie Hamburg bemühen wir

uns insbesondere um eine frühe Diagnose

dieser Erkrankung. Ist die Diagnose der

Mukoviszidose gestellt, dann erfolgt die

Behandlung durch ein multiprofessionelles

Team, zu dem neben speziell geschulten

Ärzten und Kinderkrankenschwestern

auch ein Psychologe, eine Ernährungsberaterin,

ein Krankengymnast und eine

Sozialarbeiterin gehören. Die allermeisten

Vorstellungen und Untersuchungen können

heute ambulant oder tagesklinisch

durchgeführt werden, stationäre Aufnahmen

sind heute – zum Glück – deutlich

seltener geworden, so Prof. Müller.

Prof. Dr. med.

Frank-Michael Müller

Mukoviszidose-Ambulanz

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,

Neonatologie und Pädiatrische

Intensivmedizin

Klinikum Itzehoe

Robert-Koch-Str. 2

25524 Itzehoe

Tel.: 04821 772-2201

paediatrie@kh-itzehoe.de

www.kh-itzehoe.de


liche

he Intensivmedizin

medizin

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Erfolgreich Lesen und Schreiben lernen

Legasthenie wird nicht vererbt Lerntherapeutische Praxis Steinkopf, Frank Steinkopf

„Halo Mami! Bien bei

Stefi. Kom um halbsiben

wider zurük. Grus

Eva“. Ein typischer

Brief eines Kindes,

das an einer Lese- und

Rechtschreibschwäche

(LRS) leidet. Diese

Kinder machen immer

wieder die gleichen

Fehler: Sie stellen die

Reihenfolge der Buchstaben

um oder vertauschen

sie, fügen

falsche Buchstaben

ein oder lassen einfach

welche weg.

Fünf bis acht Prozent aller Kinder in

Deutschland haben eine LRS, aber sie

wird in den meisten Fällen erst sehr spät

erkannt. Viele der Legastheniker fallen

erst in den höheren Klassenstufen auf, da

sie ihre Schwäche durch andere Fähigkeiten

und Methoden kompensieren. „Sie

lernen die Fibel einfach auswendig oder

merken sich, wie die Wörter aussehen.

Sie lesen nicht, sondern erkennen sie,

rufen sie ab wie Vokabeln“, weiß der

Experte Frank Steinkopf von der Lerntherapeutischen

Praxis Steinkopf. Man

erkennt die Legasthenie erst dann, wenn

immer mehr Wörter dazukommen und die

Kinder plötzlich überfordert sind.

Früherkennung ist wichtig

„Wenn LRS zu spät erkannt wird, die Kinder

keine spezielle Förderung erfahren,

geraten sie in einen Teufelskreislauf, der

häufig Stress und Kummer mit sich bringt“,

sagt Frank Steinkopf. Die Kinder können

die verschiedensten Verhaltensweisen

entwickeln. Manche werden frech und

aggressiv und treten somit die Flucht

nach vorne an, andere wiederum verstecken

sich und fliehen in psychosomatische

Krankheiten. Sie bekommen

Bauch- und Kopfschmerzen oder Essstörungen.

Die Kinder verlieren den Mut und

fühlen sich als Versager. „Legasthenie ist

keine Krankheit, aber es kann krank

machen“, weiß Frank Steinkopf.

Ursachen

Für den Diplomlehrer steht nach 17-jähriger

Tätigkeit als Lerntherapeut fest:

Legasthenie ist nicht angeboren! Vererbt

werden z.B. Hör- und Sehprobleme. Nicht

erkannt und erfolgreich behandelt, kann

eine Lese-, Rechtschreibschwäche die

Folge sein. Störungen in der Fein-/Grobmotorik,

Sprachprobleme und Hyperaktivität

tragen zu dieser Teilleistungsstörung

bei. Sie sind professionell gut zu beheben.

Ebenso spielt oft der schulische Rahmen

eine negative Rolle, z. B. zu große Klassen,


Vorbereitung einer Schülerin für die Klassenfahrt (Klasse 3, insgesamt leistungsstark,

außer Rechtschreibung, IQ 120)

viele Lehrerwechsel, ein gestörtes Lehrer-

Schüler- oder Schüler- Schüler-Verhältnis

und zunehmender Leistungsdruck. Eltern

haben manchmal zu wenig Kenntnisse und

Verständnis. Die Hauptursache für Legasthenie

besteht in der umgeschulten Händigkeit.

Bis zum heutigen Tag werden viele

linkshändige Kinder nicht erkannt und

schulen sich unbemerkt auf ihre schwächere

rechte Körperseite um. Besonders

dramatisch: Am Ende der ersten Klasse

gibt es keine Kontrollmechanismen in den

Schulen, um Lese- und Rechtschreibprobleme

sowie deren Ursachen zu erkennen.

Die Defizite werden in die darauf folgenden

Schuljahre verschleppt und können später

nur mühsam aufgearbeitet werden.

Fördermaßnahmen

Wichtig für die Kinder ist eine besondere

Hilfe und Unterstützung. Sie brauchen

Verständnis und Motivation, zu Hause, wie

auch in der Schule. Seit 1976 gibt es an

unseren Schulen in Schleswig-Holstein

Fördermaßnahmen für lese- und rechtschreibschwache

Schüler. Speziell fortgebildete

Lehrer geben zusätzlichen Förderunterricht

und üben das Lesen und Schreiben.

Außerdem werden die Noten im

Elementarbereich bei anerkannter Legasthenie

bis zur 10. Klasse nicht bewertet.

Somit bekommen die Schüler Zeit, das

Versäumte aufzuholen, ihr Selbstvertrauen

wieder aufzubauen und die Chance, die

Schullaufbahn erfolgreich abzuschließen.

Hierbei gilt es anzumerken, dass legasthene

Kinder in anderen Bereichen oft

ausgezeichnete Fähigkeiten besitzen, z.

B. naturwissenschaftliche Kenntnisse,

technische Begabungen, PC-Kenntnisse,

Musikalität, Sozialkompetenz und schauspielerische

Fähigkeiten. Diese sollten

nicht nur von den Eltern entdeckt und

gefördert werden, sondern auch von den

Pädagogen. Denn es gilt: An erster Stelle

steht immer die Förderung der Stärken,

als zweites kommt die Aufarbeitung der

Schwächen. Unerlässlich ist eine kontinuierliche

Zusammenarbeit zwischen Elternhaus

und Schule.

www.Legasthenie-Praxis-Steinkopf.de

www.Left-Handers-World.com

www.jeder-zweite-mensch-ist-

linkshänder.de

Richtig �

junge familie

• Gelassenheit

• Stärken und Begabungen erkennen

und fördern; an den Schwächen

arbeiten steht an zweiter Stelle

• Besonders wichtig: Selbstbewusstsein

kontinuierlich aufbauen und fördern;

viel Lob

• Konzentration spielerisch fördern

• Kreativität und Fantasie anregen

(freies Spiel, Rollenspiel, Malen und

Basteln)

• Motorik und Koordination verbessern

(Spielen in der Natur, Sport,

Tanzen, Ballspiele, alle Straßenspiele

aus früheren Zeiten wiederbeleben).

• In der Familie Zeit füreinander nehmen

und viel mit dem Kind sprechen

• Kontakt zur Lehrerin oder zum Lehrer

aufnehmen

• Augen-, Hals-Nasen-Ohren-Arzt

aufsuchen bei Seh- und Hörproblemen

• Ausnutzen schulischer Förderangebote

• Zeitungen, Zeitschriften und Bücher

unterstützen besonders gut, wenn

das Lesevermögen und die Interessen

des Kindes berücksichtigt werden

• Lernziele gut organisieren (Wochenplan

erstellen!)

• Für Ablenkung sorgen, z. B.: Kino,

Freunde, Sport und Musik

• Krankheiten gezielt behandeln

Falsch �

• Angespannte Atmosphäre

• Angst, Panik, Hektik

• Testen, Testen, Testen

• Lernprobleme zum Lebensmittelpunkt

machen

• Hausaufgabenzeiten überziehen

• Abwertung, Bestrafung

Lerntherapeutische Praxis Heide

Frank Steinkopf

Markt 35 • 25746 Heide

Tel. 0481 67940

Fax 0481 6835599

info@Legasthenie-Praxis-Steinkopf.de

Lerntherapeutische Praxis Itzehoe

Frank Steinkopf

Feldschmiede 36/38 • 25524 Itzehoe

Telefon 04821 4090795

info@Legasthenie-Praxis-Steinkopf.de

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30

junge familie

Katharina Prentki, eine unserer Kinderkrankenschwestern, spielt mit unseren kleinen Gästen.

KinderLeben ist Deutschlands

1.Tages-Kinderhospiz Jan Hendrik Krüger

„Wir sind geboren, um zu leben und nicht, um vorzeitig zu sterben. Für die meisten von uns

trifft dies zu, für einige wenige jedoch nicht. Für diese vom Schicksal betroffenen Kinder

und ihre Familien ist das uns vertraute Glück des Lebens in seinen Grundfesten zerstört.

Wir müssen dankbar sein für das gesunde Leben unserer Kinder und denjenigen helfen,

denen dies Glück genommen wurde. Dafür habe ich das Tages-Kinderhospiz KinderLeben

gegründet.“ (Ester Peter, Initiatorin von KinderLeben)

Das

Tages-Kinderhospiz

KinderLeben ist ein Tages-Kinderhospiz,

in dem unheilbar kranke Kinder tagsüber

stundenweise von speziell ausgebildeten

Kinderkrankenschwestern und ehrenamtlichen

Mitarbeitern betreut werden.

Wir sind eine Einrichtung mit sozialen und

therapeutischen Angeboten für todkranke

Kinder und deren Familien. In unseren

teilstationären Einrichtungen werden Kin-

der, Jugendliche und junge Erwachsene

im Alter von 3-27 Jahren ganzjährig

betreut. In der Palliativmedizin geht es um

die aktive, ganzheitliche Behandlung von

Patienten mit einer voranschreitenden

und weit fortgeschrittenen Erkrankung.

Nicht die Verlängerung der Lebenszeit um

jeden Preis, sondern die Steigerung der

Lebensqualität steht im Vordergrund der

Arbeit unseres professionellen Teams aus

Therapeuten, Ärzten, Kinderkrankenschwestern

und Sozialarbeitern.


Medizinisch-pfl egerische

Betreuung und

therapeutische Maßnahmen

Im Tages-Kinderhospiz bieten wir den

betroffenen Kindern und Familien, zusätzlich

zu der medizinisch-pfl egerischen

Betreuung, verschiedene therapeutische

Maßnahmen an. Neben der Musiktherapie

und vielen weiteren Therapiemethoden,

können wir den Kindern seit Kurzem

die Entspannungstherapie in unserem

neuen Snoezel-Raum anbieten. Snoezeln

kommt aus dem niederländischen und

setzt sich aus den Worten Schnüffeln und

Dösen zusammen. Die Therapiemethode

des Snoezelns beruhigt Menschen und

lindert Leiden wie Depression, Stress,

Schmerzleiden und Aufmerksamkeitsstörungen.

Durch die verschiedenen Sinneseindrücke

taucht der snoezelnde Mensch

in eine Welt aus Farben, Klängen und

leichter Vibration ein, in der körperliche

und geistige Leiden in den Hintergrund

treten. Für die Kinder im Tages-Kinderhospiz

KinderLeben bietet der Snoezel-

Raum, neben seiner beruhigenden Wirkung,

eine angenehme Ablenkung von

den alltäglichen Anstrengungen.

DasTrauercafé

Auch nachdem ein Kind nach einer häufi g

langen und schweren Krankheit gestorben

ist, stehen wir den Angehörigen weiterhin

als Ansprechpartner zur Verfügung.

In unserem Trauercafé können betroffene

Eltern und Geschwister andere Menschen

mit einem ähnlichen Schicksal treffen und

Impressionen aus dem Snoezel-Raum

im Tages-Kinderhospiz KinderLeben.

sich mit ihnen austauschen, um so

gemeinsam den Verlust des Kindes zu

verarbeiten.

Angebot für betroffene

Familien kostenlos

Das Angebot von KinderLeben ist für die

betroffenen Familien kostenlos, daher

müssen wir uns zu 80% aus Spenden

fi nanzieren und sind auf die Hilfe ehrenamtlicher

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

angewiesen. Im Jahr 2011 erhielt der

ehrenamtlich bei KinderLeben engagierte

Stefan Bruhn, den Bambi in der Kategorie

„Stille Helden“, stellvertretend für alle

ehrenamtlich engagierten Menschen in

Deutschland.

Neben den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sind auch Prominente,

wie unsere Botschafterin, die Weltmeisterin

im Bogenschießen Annette

Tunn und unser Botschafter, der Musiker

Volkar Baydar, von besonderer Bedeutung

für unsere Öffentlichkeitsarbeit.

Neue Wege –

Künstler für KinderLeben

Gemeinsam mit anderen Künstlern, wie

Roger Cicero, Orange Blue, Pohlmann,

Reinhard Mey, Yvonne Catterfeld und Ina

Müller nahm Volkar Baydar eine CD

exklusiv für KinderLeben auf, die im Jahr

2011 unter dem Titel „Neue Wege –

Künstler für KinderLeben“ erschien. Der

Erlös aus dem Verkauf der CD geht direkt

an das Tages-Kinderhospiz KinderLeben.

Wenn Sie mehr über Deutschlands 1.

Tages-Kinderhospiz erfahren möchten,

Im Trauercafé können sich Betroffene austauschen

und zur Ruhe kommen.

besuchen Sie unsere Internetseite oder

lesen Sie auf unserem Blog (http://kinderleben.wordpress.com/)

mehr über aktuelle

Ereignisse bei KinderLeben.

Um die Tagesbetreuung unheilbar kranker

Kinder aufrechterhalten zu können

sind wir auf Ihre Spenden angewiesen.

Wenn Sie uns unterstützen möchten

spenden Sie an:

KinderLeben

Tages-Kinderhospiz Hamburg e.V.

Sparda Bank Hamburg

Konto Nr.: 127 6000

BLZ: 206 905 00

KinderLeben

Tages-Kinderhospiz Hamburg e.V.

Alte Elbgaustraße 14

22523 Hamburg

Tel. 040 33428411

Fax 040 33428413

junge familie

info@hamburg-kinderleben.de

www.hamburg-kinderleben.de

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Verschiedene Arten von Sehbehinderungen

Die bei weitem häufigste Ursache für eine

Sehbehinderung sind Augenerkrankungen.

Sie treten in den meisten Fällen

altersbedingt auf, deshalb ist der überwiegende

Teil der sehbehinderten Menschen

in Deutschland im Seniorenalter.

Seltener wird eine Sehbehinderung durch

Unfälle verursacht.

Die häufigsten

Augenerkrankungen

Leidet ein Mensch an einem so genannten

Grauen Star, von den Augenärzten

Katarakt genannt, ist seine Linse im Auge

getrübt. Die Folge ist eine Sicht wie durch

einen grauen Schleier. Diese Erkrankung

Volker Lenk, Pressesprecher Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband

Was eine sehbehinderte Person von ihrer Umwelt sehen kann, hängt im Wesentlichen

davon ab, welche Region des Auges nicht mehr oder nicht mehr voll funktionsfähig ist. Je

nach Ursache der Sehbehinderung sind unterschiedliche Bereiche des Auges betroffen.

kann heute in der Regel mit vergleichsweise

geringem medizinischem Aufwand

und guten Erfolgsaussichten behandelt

werden.

Daneben gibt es sehbehinderte Menschen,

die bei guter Sehschärfe ein eingeschränktes

Gesichtsfeld haben. Das

Gesichtsfeld ist der Bereich, den man

gleichzeitig überblicken kann, ohne den

Kopf und das Auge zu bewegen. Die

erbliche Erkrankung der Netzhaut Retinitis

Pigmentosa führt durch Ausfälle im

äußeren Bereich des Gesichtsfeldes zu

einem Tunnelblick, der auch als „Röhrengesichtsfeld“

bezeichnet wird. Begleitet

wird diese Einengung des Sehbereichs

durch einen progressiven Verlust der

Sehschärfe. Außerdem kann es zu

Schwierigkeiten im Dämmerungssehen

und zu Nachtblindheit kommen. Im Laufe

des Lebens engt sich die „Röhre“ immer

mehr ein, bis die völlige Erblindung eintritt.

Gerade umgekehrt ist die Sicht eines

Menschen, der an der Altersabhängigen

Makula-Degeneration leidet. Diese

Krankheit führt zu einem Verlust der Sehschärfe,

der von der Mitte des Gesichtsfeldes

ausgeht.

Der anvisierte Punkt wird nicht gesehen,

dagegen aber die Dinge am Rande des

Gesichtsfeldes. Mit der Zeit vergrößert

sich der unscharfe Bereich, bis nur noch


ein geringes Restsehvermögen verbleibt.

Neueste Präparate versprechen, zumindest

ein Fortschreiten des Sichtverlustes

aufhalten zu können.

Eine durch Flecken behinderte Sicht ist

die Auswirkung der Diabetischen Retinopathie,

die infolge eines Diabetes auftreten

kann. Die Krankheit kann verschiedene

Einschränkungen des Sehvermögens

wie partielle Ausfälle des

Gesichtsfeldes und getrübtes Sehen mit

sich bringen und führt häufig zur Erblindung.

Eine ähnliche Sichteinschränkung tritt

beim Grünen Star, den Augenärzte Glaukom

nennen, auf. Die Krankheit hat immer

weiter fortschreitende Ausfälle des

Gesichtsfeldes zur Folge und führt letztendlich

zur Erblindung. Weil das Glaukom

bei rechtzeitiger Entdeckung noch gut

behandelt werden kann, ist die Früherkennung

sehr wichtig.

Eine weitere Art der Sehbehinderung ist

die Farbfehlsichtigkeit, zum Beispiel die

Unfähigkeit, Rot und Grün zu sehen, bis

hin zur völligen Farbenblindheit, bei der

der Betroffene seine Umgebung nur noch

in Grautönen sieht. Außerdem besitzen

farbenblinde Menschen nur eine eingeschränkte

Sehschärfe und sind im erhöhten

Maße blendempfindlich.

Wissen Sie nun, was ein Mensch mit einer

bestimmten Augenerkrankung sieht? – Im

Prinzip ja, aber nur im Prinzip. Bei zwei

Menschen, die unter der gleichen

Augenerkrankung leiden, kann das Restsehvermögen

sehr verschieden sein.

Denn nicht nur die Art der Augenerkrankung

ist ausschlaggebend dafür, wie und

was ein Betroffener noch sehen kann.

Wir sehen uns!

Entscheidend ist auch, wie groß die

Schädigung in den betroffenen Bereichen

ist.

Bei Menschen mit einem zentralen

Gesichtsfeldausfall kann die Größe des

betroffenen Bereiches sehr unterschiedlich

sein. Außerdem kann die Sehfähigkeit

in dem Bereich um den Gesichtsfeldausfall

herum ganz verschieden sein, bei

einem Menschen 30 % und bei einem

andern nur noch 10 %.

Restsehvermögen kann

sehr schwanken

Sie merken: Auch wenn Ihnen ein sehbehinderter

Mensch sagt, unter welcher

Augenerkrankung er leidet, wissen Sie

nur in etwa, wie viel er von seiner Umwelt

wirklich sehen kann. Und auch dieses

Restsehvermögen kann sehr schwanken.

So kann sich die jeweils aktuelle seelische

und körperliche Verfassung positiv oder

negativ auf das Sehvermögen auswirken.

Und bei Diabetikern hängt die Sehschärfe

auch von einem gut oder schlecht eingestellten

Blutzuckerspiegel ab.

Auszüge aus der Broschüre „Ich sehe so,

wie du nicht siehst“ mit freundlicher

Genehmigung des Deutschen Blinden-

und Sehbehindertenverbandes und des

Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes.

Nähere Informationen zur Woche des

Sehens unter: www.woche-des-sehens.de

Kontakt zur nächsten Beratungsstelle der

Selbsthilfe unter der bundesweiten Rufnummer:

0 18 05 – 66 64 56 (0,14 EUR/

Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max.

0,42 EUR/Min.)

Elfte Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober 2012 ots

“Wir sehen uns” heißt es vom 8. bis 15. Oktober 2012 bei der elften Woche des

Sehens. Bundesweit informieren Selbsthilfegruppen, Augenärzte und -kliniken

sowie internationale Hilfswerke über die Bedeutung von gutem Sehen, die Ursachen

von Sehbehinderung und Blindheit sowie über die Möglichkeiten, das Augenlicht

zu erhalten. Die Fernsehjournalistin Gundula Gause ist, wie bereits in den

Vorjahren, Schirmherrin der Initiative.

Retinitis Pigmentosa

Altersabhängige Makula-

Degeneration

Grüner Star

info

Grauer Star Fotos: ©andreasfriese.de

Diabetische Retinopathie

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Check-Up - vom Scheitel bis zur Sohle

Hauptsache, ich bleibe

gesund - das wünscht

sich wohl jeder, nicht

nur zum Geburtstag.

Denn die Angst, ernsthaft

zu erkranken, nimmt

mit steigendem Alter zu.

Viele Menschen möchten

aus diesem Grund gern

vorsorgen. Doch was ist

zu tun? Tipps für einen

gesunden Lebensstil und

ein Überblick über die

Untersuchungen, die für

Frauen und für Männer

sinnvoll sind.

Einfach drauflos leben und hoffen, dass

ein Arzt die gesundheitlichen Schwierigkeiten

richten wird, die mit der Zeit auftreten

- das funktioniert nicht. Mediziner

warnen: Es gibt keine Reparaturmedizin,

jeder muss aktiv etwas dazu tun, um mit

mehr Lebensqualität älter zu werden und

nicht womöglich die letzten Jahre im Rollstuhl

verbringen zu müssen. Denn die

Lebenserwartung hat sich in den letzten

Jahrzehnten einerseits ungemein erhöht

- es ist möglich, 100 Jahre und älter zu

werden. Andererseits steigt mit zunehmendem

Alter aber das Risiko, Herzinfarkte

und Schlaganfälle zu erleiden, oder

auch an Krebs zu erkranken. Experten

wie Prof. Dietrich Baumgart, Kardiologe

und Internist in der Essener Vorsorgeklinik

Preventicum, plädieren für ein Vorsorgeprogramm.

Und die Bundesvereinigung

Prävention und Gesundheitsförderung

spricht sich für eine umfassende Präventionsstrategie

auf Bundesebene aus. Es

geht darum, ein Bewusstsein dafür zu

schaffen, dass durch Vorsorge und Vor-

Foto: djd/QUIRIS Healthcare

Sinnvolle Untersuchungen und Tipps für einen gesunden Lebensstil dtd

beugung späterer Schaden verhindert

werden kann.

Grundsätzlich gilt es, nicht nur Auto, Haus

oder Garten liebevoll zu pflegen, sondern

auch sich selbst etwas Gutes zu tun -

bewusster essen, nicht jeden Tag fettige

Speisen oder Alkohol zu servieren, und

beispielsweise lieber die Treppe zu erklimmen

statt den Aufzug zu nehmen. Generell

ist wichtig: Wer Ballaststoffe in Form

von Obst und Gemüse isst, sich viel an

der frischen Luft bewegt und auf Alkohol

und Zigaretten verzichtet, lebt am gesündesten.

Kann man nicht von den Glimmstängeln

lassen, so hängt der Zeitpunkt für eine

Untersuchung des Bronchialtraktes

davon ab, wie lange man schon raucht.

Zwei Mal pro Jahr zum Zahnarzt - diese

Termine sollte man sich außerdem auf

jeden Fall in den Kalender eintragen.

Außerdem hilft eine professionelle Zahnreinigung

einmal im Jahr dabei, das


Gebiss möglichst lange vollständig zu

erhalten.

Früherkennung beginnt

beim Frauenarzt

Frauen sind bekanntlich diejenigen, die

sich im Vergleich zu Männern gesundheitsbewusster

verhalten: Das Rostocker

Zentrum für Demografischen Wandel hat

in einer Studie nachgewiesen, dass sich

letztere viel häufiger für einen ungesunden

Lebenswandel entscheiden und dementsprechend

oft früher sterben. Ein Grundstein

für die Erkenntnis, wie wichtig Früherkennung

ist, wird bei den Frauen etwa

im Alter von 20 Jahren gelegt: Ab dann

sollten sie ein Mal pro Jahr beim Frauenarzt

einen Zellabstrich am Gebärmutterhals

machen lassen, um feststellen zu

lassen, ob sie durch Gebärmutterhalskrebs

gefährdet sind.

Vorsorge ab 30 Jahre

Der jährliche Besuch beim Frauenarzt wird

ab dem 30. Lebensjahr durch die Tastuntersuchung

auf Symptome von Brustkrebs

(Knoten im Gewebe der Brust) erweitert.

Für beide Geschlechter hingegen gilt in

diesem Alter: Manche Menschen haben

ein höheres Risiko als andere, bestimmte

Krankheiten zu bekommen. Eine Ursache

hierfür kann eine genetische Veranlagung

sein, beispielsweise für Diabetes, Herzinfarkt

oder Darmkrebs. Gibt es in der Verwandtschaft

mehrere Fälle, sollte man so

früh wie möglich zu einer Screening-Untersuchung

gehen. Wer als Kind häufig Sonnenbrand

hatte oder regelmäßig ins Solarium

geht, ist besonders gefährdet, Hautkrebs

zu entwickeln. In diesen Fällen

macht ein Früherkennungs-Check Sinn,

selbst wenn die Kassen diesen nur bei

tatsächlichem Verdacht bezahlen. Ähnlich

sieht es bei einer Schilddrüsenuntersuchung

aus: Die Kosten werden bei Verdacht

auf Fehlfunktion oder ein familiäres

Risiko erstattet. Wer viel ins Ausland reist,

sollte hingegen testen lassen, ob er unter

Hepatitis A, B oder C leidet.

Check-Up 35

Jeder gesetzlich Versicherte hat ab dem

vollendeten 35. Lebensjahr ein Anrecht

auf einen allgemeinen Gesundheits-

Check - alle zwei Jahre. Dabei wird insbesondere

untersucht, ob man ein Risiko

trägt, an Herz-Kreislauf-, Nierenkrankheiten

oder Diabetes zu erkranken. Sollten

schon erste Anzeichen erkannt werden,

können diese gleich behandelt und damit

die Heilungschancen erhöht werden.

Zum Check-up 35 gehören ein ausführliches

Gespräch sowie folgende Untersuchungen:

» Klinische Untersuchung (Ganzkörperstatus)

» Abhören von Herz und Lunge

» Abtasten des Bauchraumes

» Beurteilung des Bewegungsapparates,

der Haut und der Sinnesorgane

» Blut-Untersuchungen (Gesamtcholesterin,

Glukose)

» Urin-Untersuchungen (auf Eiweiß, Glukose,

Nitrit, rote und weiße Blutkörperchen)

Anschließend erfährt man nicht nur die

Ergebnisse, sondern auch, wie sein individuelles

Risikoprofil aussieht. Ab dem 35.

Geburtstag sollte darüber hinaus die Haut

alle zwei Jahre auf Anzeichen von Krebs

hin kontrolliert werden.

Ist-Analyse am

40. Geburtstag

Mit dem 40. Geburtstag kommt dann der

richtige Zeitpunkt für eine Ist-Analyse:

Überprüft werden sollte, ob der Körper an

manchen Stellen Probleme bereitet -

durch einen zu hohen Blutdruck, Stoffwechselstörungen,

Ablagerungen in den

Gefäßen oder durch Übergewicht. Eine

regelmäßige Ultraschalluntersuchung der

Bauchorgane, des Herzens und der

Gefäße sowie ein Belastungs-EKG (alle

drei Jahre) hilft dabei, künftig Krankheiten

vorzubeugen - sie kostet allerdings mehrere

hundert Euro. Jeder muss für sich

selbst die Frage beantworten, inwieweit

ihm seine Gesundheit dies wert ist.

Alle zwei Jahre ist für Ab-40-Jährige ein

Termin beim Augenarzt fällig: Er schaut

sich den Sehnerv an, misst den Augeninnendruck

und zuweilen auch das

Gesichtsfeld - das ist die Glaukomvorsorge,

zu der der Berufsverband der Augenärzte

(BVA) rät. Das Glaukom ist der so

genannte grüne Star, bei dem sich

Augenflüssigkeit staut - ein Vorgang, der

langsam und zunächst unbemerkt zum

Erblinden führen kann.

Der gefürchtete Knochenschwund Osteoporose

betrifft übrigens nicht nur Frauen.

Deshalb kann es auch für Männer ab dem

40. Lebensjahr laut Präventionsmedizinern

sinnvoll sein, die Knochendichte

messen zu lassen. Kosten für das strahlungsarme

Verfahren: zwischen 20 und

50 Euro, die Kasse bezahlt es erst nach

den ersten, osteoporosebedingten Brüchen.

Wichtiges Männerthema:

Prostatakrebs

Bei Männern gehört der Prostatakrebs

laut dem Statistischen Bundesamt zu den

am häufigsten diagnostizierten Tumorerkrankungen.

Deshalb ist die jährliche Vorsorge

besonders wichtig, zumal die Prostata

beim Sexualleben eine große Rolle

spielt: Ihre Aufgabe besteht darin, einen

Teil der Betriebsflüssigkeit für die Samenfäden

zu produzieren. Bei der Routineuntersuchung

tastet der Arzt die Prostata

vom Enddarm aus ab. Auf diese Weise

kann er einen Eindruck über die Größe

und Beschaffenheit des Organs gewinnen

und gegebenenfalls ergänzende Blutuntersuchungen

machen.

Stuhltest ab dem

50. Lebensjahr

info

Ein jährlicher Test auf verstecktes Blut im

Stuhl gehört spätestens ab dem 50.

Lebensjahr zum Gesundheitscheck dazu

- nach dem 55. Geburtstag zahlen die

Kassen auch die Darmspiegelung alle

zehn Jahre. Dabei werden Polypen, die

sich im Laufe der Zeit zu Karzinomen entwickeln

können, ausgemacht und gleich

entfernt. Menschen, in deren Verwandtschaft

jemand bereits Darmpolypen oder

Darmkrebs hatte, sollten sich schon früher

(ab dem 40. Lebensjahr) untersuchen

lassen, und dann in einem Rhythmus von

fünf Jahren.

Wer sich regelmäßig rundum von versierten

Medizinern durchchecken lässt, kann

spätere Gesundheitsbeschwerden verhindern.

Foto: djd/AXA

35


36

info

aktuelles aus den kliniken/veranstaltungen

Ein Spaß für ihre Gesundheit

„Strecken Sie sich die Zunge heraus“ prodente

Die Zunge ist in der Regel glatt,

samtartig, grau-rosa und hat

eine gleichmäßige Oberfl äche.

Zudem ist sie insgesamt nicht

vergrößert oder verkleinert.

Weicht der Zustand der Zunge

davon ab, könnte gesundheitliche

Störung die Ursache sein.

Jeder Zahnarzt blickt täglich

auf eine Vielzahl von Zungen

und zieht daraus Rückschlüsse

auf die Gesundheit seines

Patienten. Da Patienten in der

Regel nur ein- bis zweimal

jährlich einen Zahnarzt aufsuchen,

kann man zu Hause

wesentlich häufi ger einen Blick

auf die Zunge werfen. Die

beste Zeit für das Anschauen

ist nach dem Aufstehen. Denn

rauchen oder färbende Speisen

verhindern, dass Sie einen

Hinweis auf mögliche Krankheiten

bekommen. Ein Tipp:

Beobachten Sie Ihre Zunge bei

Tageslicht. Badezimmer ohne

Fenster sind ungeeignet. Eine

brennende oder entzündete

Zunge deutet auf Vitaminmangel

hin, könnte aber auch ein

Zeichen für Blutarmut oder gar

Diabetes sein. Sofern die

Zunge nicht direkt schmerzt

sind drei Dinge bei der Beobachtung

wichtig: Die Farbe, die

Form und der Belag. Die folgenden

Symptome dienen

einer ersten Orientierung und

sollten immer mit einem Arzt

oder Zahnarzt besprochen

werden.

Farbe

Zunächst die Farbe der Zunge

betrachten. Ist sie gerötet oder

blasser als normal? Sind die

Zungen-Papillen vergrößert

und rötlich verfärbt spricht

man von einer Himbeer- oder

Erdbeer-Zunge. Das deutet

auf Infektionskrankheiten – wie

z. B. Scharlach – hin. Eine

glatte, eher graue Zunge

könnte auf einen Eisenmangel

hindeuten, eine mögliche Blutarmut

oder auch auf Störungen

der Verdauung. Ist der

Zungenrücken – also die obere

Seite – gelblich oder gelb-

braun ist eventuell eine

erkrankte Leber die Ursache.

Eine Leberschwäche kann

sich auch in Form von geröteten

Zungenrändern äußern.

Form

Eine Zunge kann aufgequollen

sein oder auch geschrumpft.

Schauen Sie genau, wo sich

die Form ihrer Zunge verändert.

Man unterscheidet die Ränder,

das Zentrum oder die Spitze

einer Zunge. Eine Schwellung

in Verbindung mit einer bräunlichen

Verfärbung weist auf eine

mögliche Nierenschwäche.

Eine recht starke Schwellung in

Kombination mit einem feuchten,

weißen Belag deutet auf

eine Erkrankung der Milz. Ist die

Zunge dünn und schmal könnte

eine Blutschwäche die Ursache

sein.

Beläge

Der Belag kann weiß, gelb

oder bräunlich, wässrig, kleb-

Schlecht geschlafen? Oder

stehen Sie auch so häufi ger

mit dem linken Fuß auf? Dann

machen Sie sich doch einen

Spaß und strecken sich – vor

dem Badezimmerspiegel stehend

– einfach mal selbst die

Zunge heraus. Vielleicht hilft

Ihnen die Grimasse schon,

den Tag ein wenig lockerer

anzugehen. Ein nicht zu

unterschätzender Nebeneffekt:

Sie können Ihre Zunge

beobachten und durch mögliche

Veränderungen ihre

Gesundheit schützen. Bei

auffälligen Dingen sollte man

stets das Gespräch mit dem

Arzt suchen.

rig oder trocken sein. Entdecken

Sie einen dicken weißen

bis gelben Belag, könnte das

Zeichen für eine Magenentzündung

oder Leberkrankheit

sein. Weißer Zungenbelag

deutet auf mögliche Magen-

und Darmentzündungen. Beispielsweise

eine Gastritis,

Enteritis, Gastroenteritis oder

Colitis. Ist der Belag ungleichmäßig

spricht man von einer

Landkartenzunge, die durch

Störungen der Verdauung verursacht

werden kann.

Auch wenn die Beläge nicht

ganzfl ächig auf der Zunge verteilt

sind, könnte das auf

bestimmte Fehlfunktionen des

Körpers verweisen. So sprechen

Beläge neben der Zungenmittelrinne

für mögliche

Störungen der Bauchspeicheldrüse.

Ist ein Belag nur einseitig liegt

eventuell eine Nervenerkrankung

vor. Ebenso eine Mittelohrentzündung

verursacht

häufi g einen derartigen Belag.


Hilfe für Parkinson-Patienten

durch Musik und Tanz Robert Quentin

Auf dem Segeberger Symposium Morbus Parkinson trifft Medizin auf Kunst. Experten

referieren über die Wirkung von Musik auf das Gehirn sowie biopsychosoziale Aspekte der

Erkrankung. Viel praktischer Austausch in den Themen Musik, Tanz und Schauspiel mit

Morbus Parkinson.

Die medizinische Forschung

hat Parkinson-Patienten in den

letzten Jahrzehnten ein hohes

Maß an Lebensqualität zurückgebracht

und ihre Lebenserwartung

normalisiert. Die Diagnose

Parkinson bedeutet

aber heute immer noch einen

tiefen Einschnitt in das bisherige

Leben eines Betroffenen

und ist mit existenziellen Ängsten

und tiefer seelischer Verzweifl

ung verbunden. Symptome

sind zittrige Hände,

Schluckstörungen, Bewegungseinschränkungen

durch

Muskelsteifheit sowie emotionale

Störungen und Gedächtnisverlust.

Der Grund für die

Erkrankung ist ein Mangel an

Dopamin im Gehirn, weil die

dopaminproduzierenden Zellen

absterben. Das Hormon

Dopamin wird für eine Vielzahl

lebensnotwendiger Steuerungs–

und Regelungsvorgänge

benötigt.

Gesundende

Wirkung von Tanz,

Musik und Theater

Die erste Phase der Krankheitsbewältigung

überwinden

die Patienten relativ rasch

durch die eingeleitete medikamentöse

Therapie mit dem

Erfolg einer Verlangsamung der

fortschreitenden Erkrankung.

Daran schließt sich häufi g eine

Suche nach neuen Lebensinhalten

an, die für den Bewältigungsprozess

sehr wichtig ist.

„Ich bin am Anfang seelisch in

ein tiefes Loch gefallen. Der

Status Behinderter führt sehr

schnell in die Isolation und ein

selbstbestimmtes Leben zu

führen wird schwer. Reine

Neugier ließ mich dann vor

Jahren einen Tanzworkshop

besuchen. Ich habe sehr

schnell die gesundende Wirkung

von Tanz, Musik und

Theater gespürt und für mich

neues Potential entdeckt“,

beschreibt Bernd Braun, Leiter

der Parkinson-Selbsthilfegruppe

Bad Segeberg, seine Erfahrungen

im Künstlerischen.

In der Therapie von Parkinson-

Patienten wird zunehmend

akzeptiert, dass künstlerische

Kreativität bei Tanz, Musizieren

und Singen die Hilfe zur Selbsthilfe

fördert sowie Selbstwertgefühl

und Selbstbestimmung

bei Betroffenen wiederherstellt.

„Außerdem erleben wir auch

neben der emotionalen Verbesserung

einen günstigen

Einfl uss auf motorische Fähigkeiten

und Sprechen, so dass

die Kreativtherapie eine gute

Ergänzung zu übenden Verfahren

wie Physiotherapie, Logopädie

oder Ergotherapie darstellt“,

schildert Dr. Björn

Hauptmann seine Erfahrungen,

Leitender Oberarzt im Neurologischen

Zentrum und Leitender

Arzt des Fachbereichs Parkinson

und Bewegungsstörungen

der Segeberger Kliniken.

Das Zusammenspiel von Körper–,

Atem– und Stimmspannung

führt bei den Betroffenen

zu neuen physischen Erfahrungen,

wie die diplomierte

Musikerin und Leiterin der

Kreismusikschule Segeberg,

Christine Braun, weiß: „Musizieren

und Singen sind sehr nahe

an der Sprache des Gehirns, d.

h., die eingeschränkte Sprachfähigkeit

wird mithilfe der Musik

wiederhergestellt, weil Musizieren

und Singen die Vernetzung

der Nerven anregen.“

Das bestätigt auch Jürgen

Kunze, Leiter der Deutschen

Parkinson Vereinigung e. V.

Schleswig-Holstein (dPV):

„Theaterspielen, Musizieren,

Singen – wir haben sehr gute

Erfahrungen mit den angewandten

Methoden gemacht.“

Segeberger

Symposium Morbus

Parkinson vom

5.–7. Oktober

Gemeinsam mit der 2008

gegründeten Selbsthilfegruppe

Bad Segeberg initiiert Bernd

info

Braun das Segeberger Symposium

Morbus Parkinson vom

5.–7. Oktober in der Jugend

Akademie Segeberg. Kooperationspartner

sind dabei die

Segeberger Kliniken und die

JugendAkademie Segeberg.

Das Symposium richtet sich an

Parkinson-Patienten, deren

Angehörige und alle, die Interesse

an diesem Thema haben.

Anmeldungen bei Frau Sylvia

Dürkop, Chefsekretariat des

Neurologischen Zentrums der

Segeberger Kliniken.

Tel.: 04551-802-5801.

Mehr Informationen unter

www.parkinson-bad-segeberg.de

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38

aktuelles aus den kliniken

WKK Heide:

Klinik für Neurologie mit neuem Chefarzt

Priv. Doz. Dr. Johann Meinert Hagenah wechselt vom Universitätsklinikum Lübeck nach

Dithmarschen / Experte für die Behandlung der Parkinson-Krankheit

Mit Priv. Doz. Dr. Johann

Meinert Hagenah ist ein ausgewiesener

Experte bei der

Behandlung der Parkinsonkrankheit

zum neuen Chefarzt

der Klinik für Neurologie

am Westküstenklinikum

Heide berufen worden. Der

erfahrene Mediziner war

zuletzt Oberarzt der Neurologie

im Universitätsklinikum

Lübeck und leitete dort unter

anderem die Sprechstunden

für Bewegungsstörungen

und Morbus Parkinson.

„Wir werden unser Behandlungsspektrum

auf diesen Gebieten erweitern. Damit

können wir Patienten an der Westküste

wohnortnah behandeln und ihnen den oft

weiten Weg an die Ostküste oder in andere

Regionen ersparen“, erläutert der neue

Chefarzt.

Künftig auch Behandlung von

neurologisch begründeten

Bewegungsstörungen

Neben den bisherigen Schwerpunkten

der Klinik - also die Behandlung von Patienten

mit Schlaganfall, Multipler Sklerose

oder Epilepsie - sollen künftig auch neurologisch

begründete Bewegungsstörungen,

wie zum Beispiel Dystonien und

Kleinhirnerkrankungen (Ataxien) verstärkt

therapiert werden. Dazu stehen dem

Team um Dr. Hagenah moderne Geräte

zur Verfügung, die dem neuesten klinischen

Standard entsprechen.

Es fehlen jetzt nur noch die entsprechenden

Räumlichkeiten. Aber auch da ist

das Ende des Provisoriums in Sicht: Im

Spätsommer ist das zweite Obergeschoss

des Hauses D bezugsfertig. „Wir freuen

uns alle auf die hellen und modernen

Räume, denn der Mensch braucht Licht,

um genesen zu können. Vor allem aber

haben wir dann genug Platz, um alle Patienten

optimal untersuchen und behandeln

zu können“, erklärt Dr. Hagenah.

Stroke Unit auf

hochmodernem Stand

Besonders die Räumlichkeiten der Stroke

Unit, in der die akut erkrankten Schlaganfall-Patienten

behandelt werden, haben

es Dr. Hagenah angetan: „Dort haben wir

für die Überwachung nicht nur die Monitore,

sondern können durch die Platzierung

des Stationszimmers zwischen den

Überwachungsräumen und der Verwendung

von durchsichtigen Wänden in diesem

Bereich direkt sehen, wie es allen

Patienten geht.“ Räumlich, technisch und

personell ist die Stroke Unit damit auf

einem hochmodernen Stand. Defizite

sieht der neue Chefarzt jedoch bei der

Aufklärung der Bevölkerung. „Wir könnten

viele Folgeschäden bei Schlaganfällen

verhindern, wenn die Betroffenen nur

schneller ins Krankenhaus kämen. Oft

bleibt uns nur ein Zeitfenster von ein paar

Stunden“, berichtet Dr. Hagenah.

Neben seiner Tätigkeit als Chefarzt in

Heide wird der engagierte Mediziner wei-

Westküstenklinikum Heide

Esmarchstraße 50

25746 Heide

Tel.: 0481 785 - 0

info@westkuestenklinikum.de

www.westkuestenklinikum.de

Dr. Dieter Kienitz

Der neue Chefarzt der Klinik für Neurologie am WKK Heide, Priv. Doz. Dr. Johann

Meinert Hagenah, bei einer Ultraschalluntersuchung.

ter Vorlesungen in Lübeck halten und

seine Arbeit an der Graduiertenschule der

Universität sowie an internationalen Forschungsprojekten

fortsetzen. Hinzu kommen

die Betreuung von Doktoranden, die

Abnahme von Staatsexamen in Lübeck

und Hamburg sowie Promotionsprüfungen.

Seinen Lebensmittelpunkt hat er

indessen nach Dithmarschen verlegt. Er

ist mit seiner Ehefrau, ebenfalls Ärztin,

und drei Töchtern nach Wesseln gezogen,

wo er als Hobby Mittelstrecken läuft

oder schwimmt sowie Musik macht - er

spielt nämlich Saxophon und Klarinette.


Von der Studentin zur Fachärztin

für Neurochirurgie

Drei junge Medizinerinnen entschieden sich für die

aktuelles aus den kliniken

Weiterbildung am Westküstenklinikum Heide Dr. Dieter Kienitz

Nachwuchsmangel ist für Dr. Urs Nissen momentan glücklicherweise ein Fremdwort. Der

Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie am Westküstenklinikum Heide hat nämlich einen

guten Weg gefunden, die Assistenzarztstellen seiner Abteilung zu besetzen: Er rekrutiert

den begabten Ärztenachwuchs bereits in seiner Zeit im Praktischen Jahr (PJ).

Innerhalb weniger Monate haben gleich

drei ehemalige PJ-Studen tinnen nach

dem Examen ein Angebot des WKK

angenommen und sind von den Universitätskliniken

Kiel und Lübeck an die Westküste

gewechselt.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der ausgezeichneten

Betreuung der Medizinstudenten.

„Wir sind vom ersten Tag an in

das Team der Klinik integriert worden und

haben uns deshalb im Westküstenklinikum

gleich wohl gefühlt“, erklärt Ina Riccius

(29). Die gebürtige Schwerinerin studierte

in Lübeck und hat sich als Wahlfach

die Neurochirurgie ausgesucht. Da

sie sich ín Heide gut betreut fühlte und es

zudem nicht sehr viele Krankenhäuser in

Norddeutschland gibt, die dieses schwierige

Fachgebiet anbieten, bewarb sie sich

noch als Studentin in Heide.

Für Hanna Jemima Segeritz (27) aus

Baden-Württemberg war der Weg in die

neurochirurgische Weiterbildung nicht so

deutlich vorgezeichnet. Doch auch bei

der Kieler Studentin war das Praktische

Jahr entscheidend. Sie absolvierte ein

Tertial in den anderen chirugischen Kliniken

des WKK, wo sie sich ebenfalls gut

aufgenommen und betreut fühlte. Zwei

Wochen arbeitete sie – quasi um „hineinzuschnuppern“

– auch in der Neurochirurgie.

Das weckte ihr Interesse, das in einer

Bewerbung mündete: „Die Neurochirurgie

ist ein sehr interessantes und ausgesprochen

vielfältiges Fach, bei dem wir Patienten

aller Altersstufen mit sehr verschiedenen

Krankheitsbildern behandeln.“

Die Dritte im Bunde, Anita Ulrich (26) aus

Mecklenburg-Vorpommern, hat ebenfalls

in Lübeck studiert. Sie hebt die Rahmenbedingungen

hevor, die den PJ-Studenten

in Heide geboten werden: „Wir

haben hier nicht nur freie Unterkunft und

Verpflegung bekommen, sondern durften

praktisch vom ersten Tag an Patienten

behandeln, wobei wir laufend von den

zuständigen Assistenz- und Oberärzten

angeleitet wurden.“

Fühlen sich bereits mit der Westküste verbunden: die neuen Assistenzärztinnen in der

Klinik für Neurochirurgie, Anita Ulrich (li.), Hanna Jemima Segeritz (M.) und Ina Riccius

gemeinsam in einem Strandkorb auf der Dachterrasse des Westküstenklinikums.

Foto: WKK/Kienitz

Die studentischen Zeiten sind jetzt vorbei

und die anstrengende Assistenzarztzeit

mit Nacht- und Wochenend-Diensten ist

zum Alltag geworden; doch ihren Enthusiasmus

für das medizinische Fachgebiet

und für das WKK haben sich die Ärztinnen

erhalten. „Wir werden nach wie vor

von den erfahrenen Ärzten gut betreut

und können sie bei jeder kniffligen Frage

hinzuziehen“, erläutert Ina Riccius. Auch

die für die Weiterbildung so wichtige

Arbeit im Operationssaal ist gut organisiert.

Dabei gilt: Wer einen Patienten aufgenommen

hat, darf auch bei der OP

assistieren bzw. den Eingriff selbst unter

Anleitung vornehmen. Damit ist eine kontinuierliche

Betreuung der Patienten von

der Aufnahme bis zur Entlassung garantiert.

In den kommenden sechs Jahren werden

die Ärztinnen am Westküstenklinikum das

komplette Spektrum der Neurochirurgie,

das von der konservativen Behandlung

von Rückenschmerzen über die Operation

von Bandscheibenvorfällen bis zur

operativen Versorgung von schwerwie-

genden Erkrankungen des Gehirns reicht,

kennen lernen. Dabei verbringen sie etwa

30 bis 50 Prozent ihrer Arbeitszeit im

Operationssaal.

Die Weiterbildung im WKK stellt in dieser

Zeit einen wichtigen Teil ihres Lebens dar.

Doch auch für die Freizeit ist gesorgt –

denn alle drei Ärztinnen sind in den vergangenen

Wochen zu bekennenden Fans

der schleswig-holsteinischen Nordseeküste

geworden.

Westküstenklinikum Heide

Esmarchstraße 50

25746 Heide

Tel.: 0481 785 - 0

info@westkuestenklinikum.de

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aktuelles aus den kliniken

Nach dem Gottesdienst: Diakonin Annegret

Konrad (li.) mit Propst Dr. Andreas

Crystall und Pastorin Maike Engelkes.

(Foto: WKK/Kienitz)

Neue Seelsorgerin im

Westküstenklinikum

Diakonin Annegret Konrad ins

Amt eingeführt Dr. Dieter Kienitz

Mit einem feierlichen Gottesdienst im

Andachtsraum des Westküstenklinikums

ist Annegret Konrad (48) in ihr Amt eingeführt

worden. Die neue Seelsorgerin des

Krankenhauses folgt Pastor Jan Kempermann.

Zuvor war Pastorin Maike Engelkes

über 16 Jahre als Krankenhausseelsorgerin

im WKK tätig gewesen. Während des Gottesdienstes

wünschte Propst Dr. Andreas

Crystall der Diakonin eine „segensreiche

Arbeit im Westküstenklinikum“.

Die gelernte Hauswirtschaftsleiterin Annegret

Konrad kam über die ehrenamtliche

Mitarbeit in der Kirche und eine schwere

Krankheit zu einem anderen Umgang mit

Leben und Glauben. Sie beschloss, Diakonin

zu werden, und absolvierte nach

dem Examen noch eine klinische Seelsorge-Ausbildung.

Nach weiteren Stationen

trat sie inzwischen die Stelle im Krankenhaus

an. Neben der Arbeit studiert die

Mutter von zwei Kindern in Kiel berufsbegleitend

„Soziale Arbeit“.

Schröder betonte, dass das Krankenhauswesen

auf christliche Traditionen

zurückgehe und dass sich auch das WKK

diesen Traditionen der Nächstenliebe verpfl

ichtet fühle.

Jürgen Winter, stellvertretender Kirchenkreisratsvorsitzender

in Dithmarschen,

stellte die Bedeutung der Krankenhausseelsorge

heraus und hob die „segensreiche

Arbeit für Patienten“ hervor. Daher

habe der Kirchenkreis auch nicht gezögert,

die vakante Stelle so schnell wie

möglich wieder zu besetzen. Kreispräsident

Jürgen Peters wünschte der neuen

Krankenhausseelsorgerin – ebenso wie

die nachfolgenden Redner – viel Kraft, um

die Menschen, die mit Sorgen zu ihr kommen,

betreuen zu können.

Hände waschen

nicht vergessen

Aktion „Saubere Hände“ in den Westküstenkliniken

Brunsbüttel und Heide Dr. Dieter Kienitz

Bakterien lauern überall und fühlen sich besonders auf den

menschlichen Händen pudelwohl, gehen sozusagen von

Hand zu Hand. Sauberkeit und Hygiene spielen daher in

medizinischen Einrichtungen sowie in Kindertagesstätten

und Heimen eine herausragende Rolle.

Hatten sichtlich Spaß an der Aktion: Pfl egeschülerinnen und -schüler des Westküstenklinikums.

Foto: WKK/Kienitz

Aber nicht nur dort, auch im Alltag lassen

sich mit einfachen Maßnahmen die Übertragung

von Krankheiten verhindern.

Darauf haben Pfl egeschülerinnen und

-schüler in den Westküstenkliniken Brunsbüttel

und Heide mit besonderen Aktionen

hingewiesen.

Humorvolle Aufführungen

mit musikalischer

Unterstützung

Mit großem Engagement übten die Pfl ege-Azubis

kurze Aufführungen ein, bei der

auch der Humor nicht zu kurz kam. Zur

musikalischen Unterstützung brachten

sich Mitarbeiter und Patienten des

Watt’n Hus, Tagesklinik für Psychiatrie,

Psychotherapie und Psychosomatik des

Kindes- und Jugendalters, ein.

Bereits zum fünften Mal führte das Westküstenklinikum

damit an seinen Standorten

Brunsbüttel und Heide die vom

Robert-Koch-Institut unterstützte Aktion

„Saubere Hände“ durch. Im Mittelpunkt

standen dabei wieder die Aktivitäten der

Pfl egeschülerinnen und -schüler. Unterstützt

von der externen Hygienefachkraft

Milica Djuric-Wucherpfennig machten sie

mit viel Fantasie auf das im Krankenhaus

so wichtige Thema Händedesinfektion

aufmerksam.

Westküstenklinikum Heide

Esmarchstraße 50

25746 Heide

Tel.: 0481 785 - 0

info@westkuestenklinikum.de

www.westkuestenklinikum.de

Westküstenklinikum Brunsbüttel

Delbrückstraße 2

25541 Brunsbüttel

Tel.: 04852 980 - 0

info@wkk-bru.de

www.westkuestenklinikum.de


Modernste Herz-Kreislauf-Diagnostik auf

höchstem Niveau (v.l.n.r.): Prof. Dr. med.

Peter Christoph Ostendorf (Facharzt Innere

Medizin), Priv. Doz. Dr. med. Ingo Paetsch

(Leitender Arzt), Sandra Riedemann (kaufmännische

Leitung), Prof. Dr. Andreas van

de Loo (Chefarzt Zentrum Innere Medizin)

sowie Priv. Doz. Dr. med. Cosima Jahnke

(Leitende Ärztin) freuen sich über das erheblich

erweiterte kardiologische Leistungsangebot

am Marienkrankenhaus.

Bewegte Herzen in 3D

Marienkrankenhaus baut kardiovaskuläre MRT aus

Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt:

Nahezu jeder zweite Todesfall ist

laut aktuellen Angaben des Statistischen

Bundesamts auf eine Herz-Kreislauf-

Erkrankung zurückzuführen. Umso wichtiger

ist vor diesem Hintergrund die frühzeitige

Erkennung krankhafter Veränderungen

von Herz und Gefäßen.

Insbesondere die sogenannte kardiovaskuläre

MRT hat sich in den vergangenen

Jahren zu einem wesentlichen Eckpfeiler

bei der Abklärung von Herz-Kreislaufbeschwerden

entwickelt.

Neue

Spezialisten

Mit Priv. Doz. Dr. med. Cosima Jahnke

und Priv. Doz. Dr. med. Ingo Paetsch

kann das Kath. Marienkrankenhaus Hamburg

nun zwei absolute Spezialisten für

dieses moderne Diagnoseverfahren in

seiner Kardiologie begrüßen. Beide waren

zuvor federführend tätig im Aufbau der

kardiovaskulären MRT sowohl am Deutschen

Herzzentrum Berlin, wie auch als

Ober ärzte an der Medizinischen Fakultät

der Rheinisch-Westfälischen Technischen

Hochschule Aachen. Jahnke und Paetsch

werden die kardiovaskuläre MRT am

Marienkrankenhaus Hamburg als Leitende

Ärzte künftig gemeinsam verantworten

und ausbauen.

„Die kardiovaskuläre MRT bietet als

noninvasives Bildgebungsverfahren die

Sebastian Finger

wohl modernste Form der Diagnostik und

schnellen Therapieentscheidung bei

Herz-Kreislauferkrankungen“, erklärt Priv.

Doz. Dr. med. Cosima Jahnke. „In einer

komplett strahlungsfreien 3D-Visualisierung

des bewegten Herzens, die keinen

Einschnitt oder das Einführen von Geräten

und Kathetern in den Körper notwendig

macht, lassen sich die Ursachen für

Herz-Kreislaufbeschwerden sehr effi zient

und schonend abklären.“

Hohe Präzision

„Herkömmliche Untersuchungen im kardiologischen

Bereich können diese Präzision

nicht bieten“, unterstreicht auch Priv.

Doz. Dr. med. Ingo Paetsch. „Eine Besonderheit

der kardiovaskulären MRT ist die

auf den individuellen Patienten maßgeschneiderte

Kombination von funktionellen

und anatomischen Bildgebungsmodulen

während der Untersuchung.

Deshalb liegen uns sehr detaillierte Bildinformationen

mit hoher räumlicher und

zeitlicher Aufl ösung vor.“

Die beiden Fachärzte für Innere Medizin

führen das Bildgebungsverfahren eigenhändig

und mit einer hohen Fachkompetenz

durch. Das heißt, der Patient befi ndet

sich die gesamte Zeit in der persönlichen

Betreuung durch die beiden

Spezialisten. Das spart Zeit und garantiert

jederzeit eine individuelle und fachkompetente

Diagnostik und Beratung.

aktuelles aus den kliniken

Führende Kompetenz bei der Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen: Ab sofort

leiten Priv. Doz. Dr. med. Cosima Jahnke und Priv. Doz. Dr. med. Ingo Paetsch den Bereich

der kardiovaskulären Magnetresonanztomographie (MRT) am Marienkrankenhaus Hamburg.

Mit der speziellen 3D-Untersuchung lassen sich die Ursachen von oft lebensbedrohlichen

Herzerkrankungen wesentlich präziser darstellen als bislang.

Kurze Untersuchungszeiten

Vom großen Know-how der beiden neuen

Leitenden Ärzte am Marienkrankenhaus

sollen künftig vor allem die Patienten profi

tieren. „Ein gesunder Körper ist die beste

Basis für eine hohe Lebensqualität“, so

Dr. Paetsch. „Unser Ziel ist es, eine

umfassende kardiovaskuläre Diagnostik

rasch und unkompliziert für Patienten

und auch für unsere zuweisenden niedergelassenen

Kollegen zu gestalten." Neben

kurzen Untersuchungszeiten von rund 30

Minuten bietet das Marienkrankenhaus

eine schnelle Terminvergabe, eine unmittelbare

Befundmitteilung und Abendsprechstunden

für Berufstätige bis 20.00

Uhr an.

Kath. Marienkrankenhaus

Hamburg

Alfredstraße 9

22087 Hamburg

Telefon 040 2546-2551

Fax: 040 2546-2550

info@marienkrankenhaus.org

www.marienkrankenhaus.org

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aktuelles aus den kliniken

Die Untersuchung und Behandlung

von Gefäßerkrankungen mittels bildgebender

Verfahren gewinnt in der Medizin

zunehmend an Bedeutung. Dabei

spielen neben der demographischen

Entwicklung auch gesundheitlich

ungünstige Lebensgewohnheiten jüngerer

Menschen eine Rolle. Mit der

Anschaffung einer in dieser Ausstattung

in Hamburg einmaligen Zwei-Ebenen-Angiographieanlage

erweitert die

Asklepios Klinik Nord - Heidberg nun

das Spektrum der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Asklepios Klinik Nord - Heidberg nimmt

Hamburgs modernste Zwei-Ebenen-

Angiographieanlage in Betrieb

Maximale Bildqualität und noch größere Patientensicherheit bei der Gefäßdarstellung

Kerstin Zimmermann, Referentin PR und Marketing


„Dank der neuen Angiographieanlage

können wir

selbst feinste, bislang nicht

sichtbare Gefäßstrukturen in

3D präzise erkennen und

eine ganze Reihe krankhafter

Veränderungen von Kopf bis

Fuß schonend ohne Operation

behandeln”, erklärt Dr.

Ernst Malzfeldt, Chefarzt der

Abteilung für Radiologie/Neuroradiologie

der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.

Aufgrund der großen Bandbreite

der Anwendungsgebiete wird die Anlage

interdisziplinär von den Experten der

Radiologie/Neuroradiologie, der Gefäßchirurgie,

der Neurochirurgie, der Neurologie

und der Kardiologie genutzt.

Bei der Angiographie wird ein dünner

Katheter in das Gefäß eingeführt und

anschließend ein Kontrastmittel eingespritzt.

So wie sich das Kontrastmittel im

Blutstrom verteilt, lassen sich die Gefäße

beurteilen und mögliche Engstellen, Verschlüsse,

Missbildungen oder Aussackungen

(Aneurysmen) feststellen. Die

Angiographieanlage in der Asklepios Klinik

Nord - Heidberg ist mit zwei dyna-

mischen Flachbilddetektoren ausgestattet,

die in Echtzeit Röntgenbilder in maximaler

Auflösung liefern. Neue

Anwendungen im Bereich der Bildverarbeitung

erhöhen zusätzlich den Informationsgewinn

aus den Daten.

Ein innovatives 3D-Visualisierungspaket

ermöglicht die räumliche Darstellung der

Gefäße und damit eine noch effektivere

Planung und sicherere Durchführung von

Eingriffen an Gehirn, Rückenmark und

Nerven sowie von Gefäßinterventionen.

Die interventionelle Radiologie ist ein Teilgebiet

der Radiologie, das sich in den

letzten Jahren rasant weiterentwickelt

hat. Kam die Radiologie früher nur zu

Diagnosezwecken zum Einsatz, stehen

heute vielfältige Verfahren zur Verfügung,

die operative Behandlungen ergänzen

oder einen chirurgischen Eingriff sogar

ersetzen können. Dazu zählen gefäßerweiternde

und -verschließende Maßnahmen,

die Beseitigung von Blutgerinnseln

(Thrombosen) und die Tumorembolisation

(Behandlung eines Tumors über ein ihn

versorgendes Gefäß).

Besonderer

Vorteil für

Schlaganfallpatienten

Doch auch die Neurologie profitiert von

der Anlage, denn sie bietet ideale Voraussetzungen

für eine noch effizientere Therapie

bei akuten Hirnarterienverschlüssen

im Rahmen des Stroke Unit-Konzeptes.

Die Stroke Unit ist eine Spezialstation für

Schlaganfallpatienten, bei deren Versorgung

jede Minute zählt. Mit Hilfe einer der

weltweit neuesten Bilddarstellungsfunktionen

kann die Anlage sogar die Blutgefäße

hinter dem Verschluss sichtbar

aktuelles aus den kliniken

machen. Hieraus kann der Arzt Rückschlüsse

auf die Ausdehnung des Verschlusses

ziehen und die Behandlung

entsprechend planen.

Darüber hinaus kann die Anlage computertomographische

Schnittbilder aufnehmen.

Sie erlauben dem Arzt, den Erfolg

einer Behandlung noch im Angiographieraum

zu kontrollieren. Vor allem Schlaganfallpatienten

kommt die Kombination

verschiedener Techniken in einem System

zugute. Unmittelbar nach der Beseitigung

des auslösenden Gefäßverschlusses können

weitere Aufnahmen Auskunft darüber

geben, wie gut das Gehirn wieder mit Blut

versorgt wird. Auf diese Weise geht keine

wertvolle Zeit mehr durch den Transport

des Patienten zum Computer- oder

Magnetresonanztomographen verloren.

Nicht zuletzt bedeutet die gleichzeitige

Anfertigung von Bildserien in zwei Ebenen

für den Patienten weniger Kontrastmittel

und eine kürzere Untersuchungszeit.

Zudem verfügt die Anlage über innovative

Strahlungsfiltertechniken, welche die

Strahlenbelastung auf ein Minimum reduzieren.

Radiologie/Neuroradiologie

Chefarzt Dr. Ernst Malzfeldt

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Tel.: 040 1818-873332

info.nord@asklepios.com

www.asklepios.com/nord

43


44

Modernisierung des

Sankt Elisabeth Krankenhaus

abgeschlossen

Eröffnung der Station für Menschen mit Demenz

Jochen Gust, Fachdienst Geriatrie

Drei Stationen des geriatrischen Fachkrankenhaus in Eutin wurden

in den vergangenen Monaten umfangreich umgebaut und modernisiert.

Eine Besonderheit ist die Eröffnung einer speziellen Station für

Menschen mit Demenz am 21. September 2012.

Kerstin Ganskopf,

Kaufmännische

Direktorin


2,2 Mio. Euro wurden in den

Um- und Ausbau gesteckt, um

die Versorgung und Therapie

der Patienten zu verbessern.

„Durch diese Investition wollen

wir künftig unseren älteren

Patienten noch besser gerecht

werden.“, erklärte die Kaufmännische

Direktorin Kerstin

Ganskopf.

Behinderten- und

altengerechte

Sanitäreinrichtungen

1 Mio. Euro der Gesamtkosten

wurden im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung

vom Land

Schleswig-Holstein zur verbesserten

räumlichen Ausstattung

von betagten Patienten getragen,

der Rest aus den Eigenmitteln

des Krankenhauses

finanziert. Regelhaft wurden so

auf den erneuerten Stationen

die bisherigen Dreibettzimmer

in Ein- oder Zweibettzimmer

umgebaut, jeweils ausgestattet

mit behinderten- und altengerechtenSanitäreinrichtungen.

Neueste Erkenntnisse aus der

Versorgungsforschung in der

Altersmedizin flossen dabei in

den Umbau mit ein. So werden

nicht nur Badarmaturen künftig

farblich von den Wänden

abgesetzt, um das Erkennen

zu erleichtern, mithin die Orientierung

zu unterstützen. Heller,

moderner, patientenfreundlicher

hätte man die Planungs-

und Umbauphase überschreiben

können.

Sonderstation

für Patienten mit

Demenz

Einem weiteren besonderen

Bedarf trägt man hierin mit der

Sonderstation für Patienten

mit Demenz Rechnung. Mehr

als 45.000 Schleswig-Holsteinerinnen

und Schleswig-Holsteiner

sind von einer Demenz

betroffen. Das Einzugsgebiet

für geriatrische Versorgung

des Sankt Elisabeth Krankenhaus

Eutin geht weit über den

Kreis Ostholstein hinaus. Eine

Erhebung aus dem Jahr 2008

unter rund 180 Patienten

brachte das überraschende

Ergebnis, dass bei mehr als

50% eine kognitive Einschränkung

messbar war. 17%

davon zeigten gar eine schwere

Störung der Kognition. In

keinem Fall war die Demenz

hierbei der Hauptaufnahmegrund

für den stationären Aufenthalt.

Dennoch hat sie ein

besonderes Gewicht in der

Therapie.

Menschen mit Demenz haben

es nicht selten schwer in Kliniken,

da sie sich nicht ohne

weiteres an die funktionalen

Abläufe im Stationsalltag

anpassen können. „Daher

muss sich das Krankenhaus

anpassen, um den Behandlungserfolg

zu ermöglichen.“,

so Dr. Hartmut Niefer, Ärztlicher

Direktor der Einrichtung.

Genau dies ist jetzt auf der

neuen Station für Menschen

mit Demenz geschehen. Nicht

nur, dass ein gesonderter

Tages- und Aufenthaltsraum

zur Verfügung steht, der therapeutisch

ganztägig betreut

wird. Auch Maßnahmen, sogenannte

Hinlauftendenzen vorzubeugen

und Maßnahmen,

die insgesamt die Mitwirkung

und Akzeptanz (compliance)

dementer Menschen in

Behandlung und Therapie fördern,

sind ergriffen worden.

Dazu gehört auch, die Orientierung

dementer Menschen

zu stützen. Große Uhren und

Kalender, eine beruhigend wirkende

Farbgebung und der

Verzicht auf Mittel, die die

Angst dementer Menschen

unterstützen könnten.

Die Förderung von Fähigkeiten

steht auch hier, wie im gesamten

Haus, absolut im Vordergrund.

Daher soll möglichst auf

das Einnehmen der Mahlzeiten

in den Zimmern verzichtet werden,

und stattdessen in den

neu errichteten „Wohnzimmern“

gemeinsam gegessen

werden.

Die spezielle Versorgung

dementer Menschen erfordert

eine multiprofessionelle Teamarbeit

– die Qualifizierung und

Schulung der Mitarbeiter in

Sachen Demenz ist daher

unerlässlich. Dabei wird auf

den praktischen Nutzen der

Schulungen wert gelegt.

Die

Entstehung

Das Sankt Elisabeth Krankenhaus

entstand 1932 und

arbeitet mit Akutkrankenhäusern

und Arztpraxen zusammen.

Das Thema Demenz

wurde speziell mit der Gründung

des Eutiner Demenz

Forums schon 2009 aufgegriffen.

In jedem Quartal gibt es

eine für Besucher kostenfreie

Abendveranstaltung mit

wechselnden Referenten zum

Thema. Über den Fachdienst

Geriatrie und den Sozialdienst

können sich Interessierte

kostenlos beraten lassen,

unabhängig davon, ob ein

Angehöriger Patient des

Hauses ist oder war. Voraussichtlich

Ende 2012 wird

aktuelles aus den kliniken

zudem ein Angehörigenratgeber

im Hirzel-Verlag in der

Reihe MedizinWissen von

Chefarzt Dr. Niefer und Jochen

Gust (Fachdienst Geriatrie)

erscheinen.

Dr. Hartmut Niefer

Ärztlicher Direktor

Sankt Elisabeth

Krankenhaus Eutin

Plöner Straße 42

23701 Eutin

Telefon: 04521 802-0

E-Mail: info@sek-eutin.de

www.sek-eutin.de

SEK_AnzWieGehts_88x133-RZ_120814.pdf 1 14.08.12 17:22

Fachkrankenhaus für Innere Medizin.

Unser Leistungsschwerpunkt liegt in der Behandlung

chronisch kranker und älterer Patienten. Für die optimale

Versorgung von zusätzlich an Demenz Erkrankten haben

wir jetzt eine besondere Station ausgestattet, die den

speziellen Anforderungen dieser Patienten entspricht.

Wir begleiten Sie

und sorgen für

Ihre Gesundheit

Plöner Straße 42 · 23701 Eutin · Telefon 04521 · 802-0 · www.sek-eutin.de

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46

Wenn das Knie schmerzt

Arzt und Triathlet greift auch auf eigene Erfahrungen zurück Kay Ingwersen

Das Knie ist ein empfindliches Gelenk. Wer den Sommer nutzt und

ausdauernd joggt, Ballsportarten betreibt oder intensiv wandert,

sollte deshalb auf Alarmzeichen seines Körpers hören und bei

länger andauernden Gelenkschmerzen nicht zögern, einen Orthopäden

aufzusuchen. Besonders bei älteren Menschen ist das Knie

einer fortschreitenden Abnutzung ausgesetzt.

„Solange Knorpel und Sehnen

aber noch keine irreversiblen

Schäden davongetragen

haben, lassen sich Schmerzen

noch gut mit Kälte, Spritzen,

Physiotherapie oder durch

sachgerechtes Aufwärmen vor

dem Sport behandeln und eindämmen“,

sagt Dr. Christian

Clausen, seit Anfang dieses

Jahres Chefarzt der Unfall-,

Hand-, Fuß- und wiederherstellenden

Chirurgie in der

Paracelsus-Klinik Henstedt-

Ulzburg. Der Orthopäde und

Unfallchirurg weiß, wovon er

spricht, denn er ist Triathlet und

bringt sich beim Lauf-, Rad-

und Schwimmtraining für den

Halb-Ironman am 30. Sep -

tember auf Mallorca bis an die

Grenzen der Belastbarkeit.

Wenn die konservative

Behandlung allerdings ausgereizt

ist und die Schmerzen

nicht mehr beherrschbar sind,

hilft nur noch ein operativer

Eingriff. Je nach Schwere der

Schädigung werden arthroskopische

Verfahren angewendet

oder Totalprothesen

eingesetzt. Durch seine vielfältige

und langjährige Erfahrung

in unterschiedlichen Krankenhäusern

beherrscht Dr. Clausen

ein breites Spektrum der

operativen Verfahren und ist

Nach der Operation – auf dem Weg der Besserung.

mit vielen Prothesentypen und

-materialien vertraut: „Jede

Prothese wird individuell ausgewählt

und wenige Wochen

nach der Operation kann das

Kniegelenk wieder völlig normal

bewegt und belastet werden“.

Spezialisiert ist das Ärzteteam

um Dr. Clausen auch auf

künstlichen Hüftgelenkersatz

sowie auf Schulter- und Fuß-

Endoprothetik. Der Vorteil in

der Paracelsus-Klinik Henstedt-

Ulzburg bei all diesen Eingriffen:

Die Indikationsstellung zur

Operation, die Aufklärung, die

Durchführung und die Nachbetreuung

liegen in einer Hand.

Dr. Christian Clausen

Chefarzt Unfall-, Hand-,

Fuß- und wiederherstellende

Chirurgie

Paracelsus-Klinik

Henstedt-Ulzburg,

Wilstedter Staße 134

24558 Henstedt-

Ulzburg

Tel. 04193 70-3470

www.paracelsus-

kliniken.de/henstedt


Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg

informiert über Brustkrebs

Die Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg veranstaltet

einen Aktionstag rund um das Thema

Brustkrebs. Ärzte informieren in Vorträgen über

aktualisierte Behandlungsmethoden bei Brustkrebs,

kosmetische Korrekturen nach Brustoperationen

sowie Nachsorgemaßnahmen.

Einladung zum Brustkrebs-Aktionstag

Dienstag, 9. Oktober 2012, 14.00 bis 19.00 Uhr

Interessante Vorträge im Konferenzraum (EG)

14.00 Uhr Begrüßung durch Dr. med. Tobias Zeiser,

Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und

Geburtshilfe, Facharzt für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

14.00 – 14.30 Uhr „Qualität durch Netzwerke - Organisation

und Struktur eines Brustzentrums“

Oberärztin Irmgard Schulz-Wheater,

Koordinatorin des Brustzentrums

14.40 – 15.00 Uhr „Brustkrebs: Aktualisierte Informationen

zur Entwicklung der Behandlungsmethoden

bei Brustkrebs“

Chefarzt Dr. med. Tobias Zeiser

16.00 – 16.30 Uhr „Kraft in der Krise - Einblicke in die

Arbeit einer Psychoonkologin“

Dipl.-Psych. Susanne Warnck,

Psychoonkologin des Brustzentrums

16.45 – 17.30 Uhr „Kosmetische Korrekturen

nach Brust-OP“

Dr. med. Armin Rau, niedergelassener

Facharzt für plastische und ästhetische

Chirurgie

17.45 – 18.15 Uhr „Leben mit Brustkrebs: Nachsorge ist

Vorsorge“

Dr. med. Reinhart Müller, niedergelassener

Gynäkologe und ehemaliger Chefarzt der

Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

der Paracelsus-Klinik

Ausstellungen, Führungen und Aktionen

ab 14.00 Uhr Ausstellung verschiedener Anbieter in der

Eingangshalle

15.00 – 16.00 Uhr Rundgang und Informationen zum Mammascreening

mit Dr. med. Timo Gomille,

Facharzt für Radiologie, Visiorad Pinneberg.

Treffpunkt: Eingangshalle

15.00 – 16.00 Uhr Modenschau in der Cafeteria (EG)

18.30 – 19.00 Uhr Anleitung zur Selbstuntersuchung an

Brustmodellen im Konferenzraum (EG) mit

Oberärztin Irmgard Schulz-Wheater, Koordinatorin

des Brustzentrums

aktuelles aus den kliniken

Andreas Reins

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aktuelles aus den kliniken

V. l. n. r.: Antje Rogall, Silke Baack, Prof.

Dr. Frank-Michael Müller, Künstler Philipp

Kabbe (Kontakt: www.wandgestalten.de)

und Sandra Jacobi.

Jugendzimmer in der

Itzehoer Klinik für Kinder-

und Jugendmedizin von

Hamburger Graffitikünstler

gestaltet

Prof. Dr. Frank-Michael Müller,

Chefarzt der Klinik für Kinderklinik

Eine Befragung von Eltern und ihren Kindern

an der Kinderklinik Itzehoe in 2011

und 2012 hatte durchweg sehr positive

Bewertungen ergeben. Die Patienten fühlen

sich sehr gut informiert, pflegerisch und

medizinisch sehr gut betreut und das

Team wurde als sehr freundlich bewertet.

280 von 285 Befragten würden die Klinik

weiterempfehlen. Einzelne Kritikpunkte

gab es zum Essen und zur Gestaltung der

Zimmer. Auf beide Punkte wurde jetzt

schnell reagiert. Gemeinsam mit der Küche

wird das Essen noch kindgerechter angerichtet

und die Patientenzimmer werden von

unterschiedlichen Künstlern farbenfroher

gestaltet. Als erstes Patientenzimmer ist

ein Zimmer für jugendliche Patienten von

dem Hamburger Graffitikünstler Philipp

Kabbe mit bunten Graffitimotiven gestaltet

worden. Es ist ihm gelungen, in eindrucksvoller

Weise das Thema Krankenhaus mit

der typischen Sprühweise an die Wände

des Raumes zu bannen. Die ersten

Jugendlichen, die jetzt in dem Zimmer

aufgenommen wurden, waren begeistert.

„Die neu entstandene Atmosphäre erinnert

kaum noch an ein Krankenzimmer“, so

Prof. Dr. Frank-Michael Müller, der Chefarzt

der Kinderklinik.

Prof. Dr. med.

Frank-Michael Müller

Chefarzt der Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin, Neonatologie und

Pädiatrische Intensivmedizin

Robert-Koch-Str. 2 • 25524 Itzehoe

Tel.: 04821 772-2201

www.kh-itzehoe.de

paediatrie@kh-itzehoe.de

Klinikum Itzehoe –

Kompetenz der Pflegekräfte

„Wer nicht bereit ist, in die nachgefragten

Fachkräfte zu investieren und durch geeignete

Maßnahmen der Mitarbeiterbindung

gute Rahmenbedingungen im Unternehmen

zu schaffen, wird es schwer haben,

wenn er keine qualifizierten Fachkräfte findet.

Wir freuen uns mit Ihnen über Ihre

erfolgreichen Abschlüsse in den Weiterbildungen!“,

Irmgard Laibida, Pflegedirektorin

des Klinikums Itzehoe, hatte zu einer Feierstunde

alle Pflegekräfte eingeladen, die in

den vergangenen 12 Monaten eine berufliche

Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen

hatten.

„Um ungewollter Fluktuation und drohendem

Fachkräftemangel entgegenzuwirken,

hat es sich bewährt, etwas dafür zu

tun, dass gute Mitarbeiter im Unternehmen

bleiben. Deshalb hat sich das Klinikum

Itzehoe dazu entschieden, regelmäßig, zielorientiert

und bedarfsgerecht finanzielle

Mittel für die Qualifizierung von Pflegekräften

zu investieren.“

Die Teilnehmer berichteten von ihren Erfahrungen.

Dabei wurde sehr deutlich, dass

die kompetente Arbeit in der Pflege schon

lange keine laienhafte „Jedermanns-Vorgehensweise“

mehr oder die aufmerksame,

fürsorgliche Hilfe gar ein Zeichen mangelnder

Professionalität ist.

Gesundheits- und Krankenpflege stellen

außerordentlich hohe, anspruchsvolle

Anforderungen an die persönliche Arbeitsautonomie,

das Wahrnehmungsvermögen,

die sozialen Fähigkeiten und vor allem an

die Fähigkeiten der Selbstorganisation der

Pflegekräfte. Die Übernahme von Verant-

Genia Dohnke, MBA Pflegeentwicklung

wortung in der Intensiv- und Anästhesiepflege,

das hoch spezialisierte Vorgehen im

OP-Bereich, die ganzheitliche Pflege von

sterbenden Menschen, das sachgerechte

Aufbereiten von Instrumenten oder die

praktische Anleitung von Auszubildenden

sind nur Beispiele, für die heute ein solides,

fundiertes Wissen benötigt wird.

Um den Anforderungen der unterschiedlichen

Arbeitsbereiche zu entsprechen,

bedarf es jeweils einer spezifischen, systematischen

Weiterbildung, die wissenschaftlich

fundierte Theorie und praxisbezogene

Kompetenz vermittelt.

Irmgard Laibida machte deutlich, dass

nicht alle Kliniken mit so großzügiger Förderung

den Bildungsbereich unterstützen.

Sie dankte auch allen Mitarbeitern auf den

Stationen, die während der Abwesenheit

der Lernenden „die Stellung gehalten und

die gute Pflege der Patienten aufrecht

erhalten haben“.

In der lebhaft geführten Diskussion wurde

deutlich, dass angesichts der fortlaufenden

Veränderungen im beruflichen Kontext ein

lebenslanges Lernen unabdingbar ist.

Genia Dohnke, MBA

Pflegeentwicklung

Robert-Koch-Str. 2

25524 Itzehoe

Tel.: 04821-772 0

www.kh-itzehoe.de

info@kh-itzehoe.de

Weiterbildungsabsolventen und Führungsverantwortliche aus dem Klinikum Itzehoe.

An den Weiterbildungen nahmen teil: Michael Schlör (Weiterbildung Stationsleitung),

Chris toph Böhlk (Weiterbildung Praxisanleiter), Mehdi Darvishi (Weiterbildung Praxisanleiter),

Melanie Hansen (Sterilisationsassistent Fachkundelehrgang III), Justus Ratzburg

(Karrie reschritt Führungskraft), Andrea Warmuth (Weiterbildung Aromatherapeutin),

Andreas Chalubowicz (Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie)


aktuelles aus den kliniken

MediFit - Ihr Partner

für einen gesunden

Körper

Das Medizinische Trainingszentrum im Klinikum Itzehoe steht für

modernes Training bei sehr guter Betreuung in angenehmer

Atmosphäre. Kunden können auf Rezept behandelt werden oder

sich ein Fitnessprogramm erstellen lassen und unter therapeutischer

Anleitung aktiv sein.

Das Angebot reicht von klassischem Gerätetraining und Kursen

(z. B. im Schwimmbad) bis hin zu Wellness auf dem MediJet, in

der Infrarotkabine etc. Ob funktionelles Training, Bewegung im

Wasser auf dem Aqua-Rider oder gezieltes Ausdauer-Training in

simulierter Höhe: Das MediFit verbindet neueste Technik mit

professioneller Beratung und Training mit Therapie.

Sandra Frank

Leiterin MediFit

Robert-Koch-Str. 2 • 25524 Itzehoe

Tel.: 04821 772-6772 • Fax 04821 772-6779

www.kh-itzehoe.de • medifi t@kh-itzehoe.de

Sandra Frank, Leiterin MediFit

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aktuelles aus den kliniken/veranstaltungen

„Wat löpt?“

Schülerstraßenlauf in Kiel! Tanja Baier, Praxisanleiterin

Das größte maritime Volksfest Deutschlands

mit bis zu 3 Millionen Besuchern ist

die „Kieler Woche“. Zum 29. Mal fand in

ihrem Rahmen dieses Jahr der „Schülerstraßenlauf“

über 10 km statt, an dem

erstmalig Schüler der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule Itzehoe teilgenommen

haben.

Gesundheitsförderung ist ein fester

Bestandteil der Ausbildung, nicht nur in

der Theorie innerhalb der Schule, sondern

auch in der Praxis mit außerschulischen

Aktivitäten.

Als einzige Schule aus dem Bereich Pflege

stellte die Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Itzehoe eine Laufmannschaft

für das Feld der insgesamt 1500 Läufer.

Bei, für die Kieler Woche eher untypischen,

warmen Temperaturen liefen die

Teilnehmer die 10 km Strecke durch das

Veranstaltungen

Montag, 01.10.2012

Weltstilltag

9:00 - 11:00 Uhr im Klinik-Restaurant

Thema: Aus Erfahrung die Zukunft

gestalten: B.E.S.T.®-Bindung, Entwicklung,

Stillen

Herzlich willkommen sind

• werdende Eltern

• junge Eltern mit ihren Babys und Kindern

• und natürlich die Großeltern

Klinik im Dialog

Kostenlose Vortragsreihe für Patienten und Interessierte

Projensdorfer Gehölz, am Nord-Ostsee-

Kanal gelegen.

Je nach Trainingsstand der Schüler wurden

Gruppen gebildet, die bis in das Ziel

zusammen liefen. So war gewährleistet,

dass jeder, wenn auch erschöpft, glücklich

im Stadion des Sportforums der Universität

ankam. Der Stadionsprecher

begrüßte die einzelnen Läufer herzlich. Die

erstmalige Teilnahme einer Gesundheits-

und Krankenpflegeschule wurde zudem

besonders von ihm hervorgehoben.

Alle Schüler freuten sich, ihre persönlichen

Ziele erreicht zu haben, und

erhielten als Erinnerung an diesen Tag

eine Medaille sowie Urkunde.

Die Teilnahme an dem Straßenlauf war

eine tolle Erfahrung, und es war schnell

klar: „Im nächsten Jahr sind wir wieder

mit dabei!".

Samstag, 20.10.2012

Gefäß-Tag der Klinik für Allgemein-,

Gefäß- und Viszeralchirurgie

10:00 - 15:00 Uhr im 2. Obergeschoss

und in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Vorträge - Untersuchungen - Informationen

Montag, 29.10.2012

Informationsveranstaltung HBZ

(Holsteinisches Brustzentrum)

Datum Thema Referent

Mittwoch,

17.10.2012

Mittwoch,

14.11.2012

Anästhesie in sicheren Händen: Narkose und Notfallmedizin

hautnah – anlässlich des Welt-Anästhesietages

Wege zur Un-Abhängigkeit

Jeweils 18:30 - 20:00 Uhr im Sitzungszimmer 1+2

Anmeldung erbeten unter Tel. 04821 772-3102 oder per E-Mail unter info@kh-itzehoe.de

Von links: Damaris Odenwald, Daniel Lück,

Andre Koch, Tanja Baier, Kathrin Allwardt

Dipl. Pflegewirtin

Angelika Dahl-Dichmann

Schulleitung der Gesundheitsund

Krankenpflegeschule

Klinikum Itzehoe

Robert-Koch-Str. 2

25524 Itzehoe

Tel.: 04821 772-1006

Fax: 04821 772-1029

info@kh-itzehoe.de

www.kh-itzehoe.de

18:00 - 20:00 Uhr in der Gesundheits-

und Krankenpflegeschule, Saal 2

Thema: Ernährung

Samstag, 10.11.2012

Kinderkleiderbasar des Bunten

Kreises Westholstein

10:00 - 14:00 Uhr (ab 9:00 Uhr mit

Mutterpass) in der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule

Referent: PD Dr. med. Marko Fiege, Chefarzt der Klinik

für Anästhesiologie

Referent: Prof. Dr. med. Arno Deister, Chefarzt des

Zentrums für Psychosoziale Medizin


3D-Technik in der Klinik für Urologie

Neue Ära in der Nierensteinzertrümmerung mit modernster Technik

Seit Juli 2012 verfügt die Klinik für Urologie der Segeberger

Kliniken über das modernste Gerät zur Nierensteinzertümmerung,

das zur Zeit auf dem Markt ist.

Bisher gab es dabei eine reguläre Wartezeit,

weil die Klinik über kein eigenes Gerät

verfügte. Das hat sich nun geändert: „Es

gibt bisher nur drei Kliniken in Schleswig-

Holstein, die über eigene Geräte verfügen“,

erklärt Chefarzt Dr. Rüdiger Gleichmann.

„Wir mussten die Termine bündeln

und haben die Stoßwellentherapien dann

mit einem gemieteten Gerät durchgeführt.

Mit der Investition in ein eigenes Gerät

bieten wir den Patienten jetzt als „Steinzentrum

am See“ alle Therapien ohne

lange Wartezeiten und mit der besten

Technik, die momentan verfügbar ist.“ In

der Klinik für Urologie der Segeberger Kliniken

werden jährlich über 600 Patienten

mit Steinen im Harntrakt behandelt.

Das Besondere an dem Lithotripter ist die

3D-Infrarot-Ultraschallortung, mit der die

Nierensteine schnell und präzise geortet

werden können. Danach fährt der Tisch, auf

dem der Patient liegt, automatisch in die

richtige Behandlungsposition und es kann

mit der Behandlung begonnen werden.

„Durch die neue Ultraschallortung können

wir so gut wie alle Steine in der Niere erkennen,

ohne den Einsatz belastender Röntgenstrahlung“,

freut sich Gleichmann.

Beim Verfahren zur Zertrümmerung der

Nierensteine, der sogenannten Stoßwel-

lentherapie (Extrakorporale Stoßwellen-

Lithotripsie (ESWL)), werden gebündelte,

hochenergetische Stoßwellen auf den

Stein abgegeben. Dadurch löst sich der

Stein im besten Fall nach und nach so

auf, dass nur feiner Sand übrig bleibt.

Dieser Sand wird schmerzfrei mit dem

Urin ausgeschieden. Für den Patienten ist

die Behandlung so gut wie schmerzfrei,

was auf die hohe Genauigkeit des Gerätes

und den Durchmesser des Stoßwellengenerators

zurückzuführen ist. Das Gerät ist

so gebaut, dass sowohl Kinder und

Erwachsene damit behandelt werden

können als auch adipöse (fettleibige) Patienten.

Außer Nierensteinen können auch andere

Harnsteine sowie Gallengangsteine

schnell und effektiv behandelt werden.

Zusätzlich wird die Lithotripsie zur orthopädischen

Therapie von Gelenkverkalkungen

eingesetzt.

Die Bildung von Steinen in Blase, Harnleiter

oder Nieren gilt in der westlichen Welt

als Volkskrankheit. Etwa sechs Prozent

leiden in Deutschland darunter. Gleichmann

mahnt ein ausreichendes Trinkverhalten

an, um einer Steinbildung vorzubeugen:

„Pro Tag sollten mindestens zwei

Liter Urin ausgeschieden werden.“

aktuelles aus den kliniken

Robert Quentin, Unternehmenssprecher

AK Segeberger Kliniken GmbH

Robert Quentin,

Unternehmenssprecher

Tel. 04551 802 9910

Fax 04551 802 4850

Mobil 0172 883 48 18

robert.quentin@segebergerkliniken.de

www.segebergerkliniken.de

Neuer Kursplan

in der Fitness

Clinic Regina Matheis

Pünktlich zum Ende der Sommerferien

startet die FitnessClinic mit einem

neuen Kursplan. Von Montag bis Donnerstag

bietet die FitnessClinic neben

dem Training an modernen Geräten

ein umfangreiches Kursprogramm zur

Förderung der Fitness und Gesundheit

an. Dazu zählen u. a. bewährte

Kurse wie verschiedene Rückenkurse,

Pilates, Yoga und Spinning. „Diese

Kurse werden seit Jahren gut angenommen

und erfreuen sich großer

Beliebtheit“, erzählt die stellvertre -

tende Therapieleitung Manja Leuschke.

Neu kommt ab sofort ein Laufkurs

hinzu, bei dem die Ausdauer trainiert

und das Herz-Kreislaufsys tem gestärkt

werden soll. Beim Lauf durch die Bad

Bramstedter Natur soll der Stressabbau

gefördert und das physische

Leistungsvermögen gesteigert werden.

Der Kurs wendet sich an Anfänger und

Läufer, die gerne in einer Gruppe laufen.

Der Kurs wird ein Mal die Woche

für eine Stunde angeboten und ist auf

eine Teilnehmerzahl von 15 Personen

begrenzt.

Nähere Informationen zu allen Kursen

erhalten Sie in der FitnessClinic unter

der Telefonnummer: 04192 / 90 40 40

oder per Mail unter fitnessclinic@klinikumbb.de.

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aktuelles aus den kliniken

Neurologisches Zentrum sucht

Schlaganfall-Patienten für Studie

Neuartige Videotherapie könnte Rehabilitation von Patienten verbessern

Das Neurologische Zentrum

ist an einer bundesweiten

Patientenstudie beteiligt, die

möglicherweise die Rehabilitation

von Schlaganfall-Patienten

spürbar verbessern

kann.

„Wir wollen herausfinden, ob durch das

zusätzliche Betrachten von Alltagshandlungen

die Rehabilitation nach einem

Schlaganfall unterstützt werden kann“,

erläutert Dr. Björn Hauptmann, Leitender

Oberarzt im Neurologischen Zentrum, die

Patientenstudie zur Videotherapie.

Eine Rolle spielen dabei spezielle Nervenzellen

im Gehirn, die Spiegelneurone. Sie

wirken als Resonanzsystem und sind beim

Lernen von Bewegungen aktiv. Die Experten

vermuten, dass die Spiegelneurone

von Patienten, die nach einem Schlaganfall

in der Rehabilitation verschiedene körperliche

Übungen wieder neu üben müssen,

verstärkt durch bewegte Bilder angeregt

werden und dadurch Trainingseinheiten

besser bewältigt werden können. „In die-

Beim Ideenwettbewerb „Gesunde Pflegeausbildung“

erlangte die imland Pflege-

ser bundesweiten Studie ist es wichtig,

dass wir eine Teilnehmerzahl erreichen, die

verwertbare Aussagen zulassen. Daher

suchen wir dringend nach Schlaganfall-

Patienten, die an dieser Studie teilnehmen“,

so Hauptmann.

Benötigt werden Patienten, die bisher nur

einen Schlaganfall erlitten haben, der nicht

länger als drei Jahre zurückliegt. Zudem

sollten ein ausreichendes Sprachvermögen

und ausreichende Konzentrationsfähigkeit

vorliegen. Als motorische Voraussetzungen

gelten eine beginnende und

grobe Greiffunktion. Zu Beginn würden die

Teilnehmer zu verschiedenen Untersuchungen

in die Klinik kommen, um die

motorischen Fähigkeiten sowie mögliche

Einschränkungen in der Handlungsfähigkeit

im Alltag zu erheben. Im Anschluss

würde dann während zweier Trainingstage

der Inhalt des Programms geübt.

Zu Hause sollen die Studienteilnehmer

dann anhand eines Videos ergotherapeutische

Übungen vornehmen und anschließend

das Training mithilfe eines Tagebuchs

schriftlich bewerten. Das Projekt

dauert sechs Wochen und nimmt pro

Werktag knapp 90 Minuten in Anspruch.

schule einen hervorragenden dritten Platz.

Eingereicht werden konnten zukunftsweisende

Konzepte in den Themenfeldern

Gesundheitsförderung und Prävention,

die von Pflegeschulen entwickelt oder

auch schon umgesetzt wurden, um den

gesundheitlichen Belastungen der Auszubildenden

beispielhaft zu begegnen.

Die imland Pflegeschule hat sich mit dem

Projekt „gesund essen, gesund pflegen -

eine Untersuchung zum Ernährungsverhalten

von Auszubildenden in der

Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung“

beworben. „Durchgeführt wurde

das Projekt von der AG WissenSchaffen,

einer kursübergreifenden Arbeitsgruppe,

die sich mit Pflegewissenschaft beschäf-

Robert Quentin, Unternehmenssprecher

Entstehende Kosten werden den Teilnehmern

ersetzt.

Die Studie wird durch die Ethikkommission

der Universitätsklinik Aachen begleitet.

Teilnehmende Kliniken in Norddeutschland

sind das Neurologische Zentrum der

Segeberger Kliniken Gruppe und die Universitätsklinik

Lübeck.

Schlaganfall-Patienten, die Interesse

haben, melden sich gern bei Diplom-

Ergotherapeutin Anja Kirchner telefonisch

unter 04551 802 6871 oder per E-Mail:

anja.kirchner@segebergerkliniken.de

AK Segeberger Kliniken GmbH

Robert Quentin,

Unternehmenssprecher

Tel. 04551 802 9910

Fax 04551 802 4850

Mobil 0172 883 48 18

robert.quentin@segebergerkliniken.de

www.segebergerkliniken.de

imland Pflegeschule bei bundesweitem

Ideenwettbewerb erfolgreich Petra Krügel, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Schulleiter Hans-Joachim Carlsen (links)

mit seiner AG WissenSchaffen bei der

Preisübergabe in Berlin.

tigt und derzeit aus sieben Schülerinnen

und einem Schüler besteht“, erklärt

Schulleiter Hans-Joachim Carlsen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass viele Schülerinnen

und Schüler stark zu- oder

abnehmen, aber nur wenige von ihnen

tatsächlich mit ihren Ernährungsgewohnheiten

zufrieden sind. Ziel des Projektes

ist es daher herauszufinden, wie die

Schule diese Resultate positiv verändern

kann.

Beim Hauptstadtkongress Medizin und

Gesundheit in Berlin im Mai wurden die

Preise an die sechs nominierten Schulen

verliehen. „Über die Verwendung des

Preisgeldes in Höhe von 5.000 EUR wird

entschieden, wenn die Endergebnisse

des Projektes vorliegen“, so Carlsen.


Besser als das Gesetz vorschreibt

Die Asklepios Klinik in Bad Schwartau setzt

Maßstäbe - und das nicht zum ersten Mal.

Denn eine offizielle Qualitätskontrolle, die ab

Herbst dieses Jahres bundesweit für alle

Reha-Kliniken zur gesetzlichen Pflicht wird,

findet hier bereits seit einem Jahrzehnt freiwillig

statt. Das Ergebnis der nunmehr

vierten Überprüfung durch eine Kommission

der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein

e.V. (KGSH) und des Verbandes

der Privatkliniken in Schleswig-

Holstein e.V. (VPKSH) ist das amtliche

Gütesiegel “Medizinische Rehabilitation in

geprüfter Qualität”. Die KGSH hat den Kriterienkatalog

für das Gütesiegel um die

Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft

für Rehabilitation (BAR) ergänzt und

zur Überprüfung der Kriterien als unabhängige

Zertifizierungsstelle die DIOcert GmbH

in Mainz als Kooperationspartner für das

Qualitätsmanagement-Verfahren gewinnen

können.

In Form einer Urkunde hat KGSH-

Geschäftsführer Bernd Krämer dieses Siegel

in Anwesenheit der Klinikmitarbeiter

jetzt an den Geschäftsführer Norbert

Schneider überreicht. Bereits im Februar

war die Prüfungskommission vor Ort. Zwei

Tage lang wurde die gesamte Klinik inklusive

des Personals auf Herz und Nieren

überprüft. Nicht nur die Ausstattung der

Klinik wurde von Experten unter die Lupe

Die drei besten imländer: 1. Jalel Gnounou

(32,21 Min.), 2. Mike Hoffmann

(32,29 Min.), 3. Christos-Athanasios

Papachrysanthou (32,59 Min.)

genommen, sondern auch die Abläufe bei

den Patientenbehandlungen wurden

genauestens seziert. Diese stellten nach

Auswertung und Analyse schließlich fest,

„dass der Standard in dieser Klinik sehr

hoch ist“, lobt Krämer, „höher sogar als das

Gesetz es vorschreibt.“ Denn die Maßstäbe,

die die KGSH bei der Vergabe des

Gütesiegels anlegt, seien strenger als der

Gesetzgeber es verlangt, so Bernd Krämer.

Der Kommission sei unter anderem insbesondere

aufgefallen, so Krämer, „dass hier

von der Klinikleitung die Meinung der Mitarbeiter

nicht nur sehr gefragt, sondern auch

sehr geschätzt wird“. Das gegenseitige

Vertrauen der Mitarbeiter in die Führung

und umgekehrt sei schon bemerkenswert

- „das ist ein weiteres Aushängeschild für

Sie“, betont Krämer. Für drei Jahre ist

dieses Siegel nun gültig. „Deswegen ist

nach der Zertifizierung vor der Zertifizierung“,

so Norbert Schneider. Von 50 Reha-

Kliniken in Schleswig-Holstein sind gegenwärtig

zehn Kliniken mit dem KGSH-Gütesiegel

ausgezeichnet. Bernd Krämer weist

darauf hin, dass, wer ab Herbst 2012 nicht

am Qualitätsprüfungsverfahren teilnimmt,

„künftig von der Belegung ausgeschlossen

wird“. In dieser Hinsicht muss man sich in

der Asklepios Klinik allerdings keine Sorgen

machen. Die nächste Prüfung in drei Jahren

steht schon auf dem Plan.

Mit rund 300 Läuferinnen und Läufern war

der 1. imland MS-Lauf ein voller Erfolg.

Veranstaltet wurde der für jedermann

offene Lauf von der Klinik für Neurologie

mit Stroke Unit unter Federführung des

Chefarztes Dr. Ulrich Pulkowski.

Als passionierter Läufer hat Pulkowski die

ca. 8 km lange Strecke festgelegt, die an

der Eider und am Nord-Ostsee-Kanal

entlang führt. „Die Überschüsse der Veranstaltung

aus Sponsoring und Teilnehmergebühr

(3.000 €) gehen komplett an

die DMSG“, erklärt der Neurologe. Mit

dem Geld soll die Arbeit der DMSG (Deutsche

Multiple Sklerose Gesellschaft), die

sich zu 95% aus Spenden und Zuwendungen

finanziert, unterstützt werden und

damit direkt den an Multiple Sklerose

(MS) Erkrankten zugute kommen.

aktuelles aus den kliniken

Die Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau erhält erneut das Gütesiegel der KGSH

Fabian Saalbach, Pressesprecher

Stellvertretend für das gesamte Team

nahmen Ellen Johannsen (QM-Beauftragte)

und Norbert Schneider (Geschäftsführer

Asklepios Klinik Bad Schwartau) die

Urkunde von Bernd Krämer (Geschäftsführer

KGSH) entgegen.

Asklepios Klinik Am Kurpark

Bad Schwartau

Am Kurpark 6-12

23611 Bad Schwartau

Tel.: (0 4 51) 20 04-0

Fax: (0 451) 20 04-286

badschwartau@asklepios.com

www.asklepios.com/badschwartau

Begeisterte Läufer beim 1. imland MS-Lauf

Petra Krügel und Finja Müller, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Multiple Sklerose (MS) ist eine der häufigsten

neurologischen Erkrankungen. Allein

in Deutschland sind ca. 130.000 Menschen

betroffen. Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche

Erkrankung des Zentralnervensystems,

die ganz unterschiedlich

verlaufen kann und meist im frühen Erwachsenenalter

(20-40 Jahre) beginnt.

imland Klinik Rendsburg

Lilienstr. 20-28 • 24768 Rendsburg

Klinik

Eckernförde

Seniorenhaus

Eckernförde

Klinik

Seniorenhaus

Rendsburg

Jevenstedt

Tel.: 04331 200 - 0

www.imland.de

• Klinik Rendsburg

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

• Klinik Eckernförde

Schleswiger Straße 114-116

Gesund im Land

mitimland“!

Seniorenhaus

Nortorf

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54

Berufe mit Zukunft im Gesundheitswesen

Zeichenerklärungen:

Hauptschulabschluss

wünschenswert

Realschulabschluss

wünschenswert

Fachhochschulabschluss

wünschenswert

Abitur wünschenswert

Studiengang

Studiengang

Teil 4

Im Zuge unserer Reihe „Berufe mit Zukunft im Gesundheitswesen“

stellen wir ihnen in dieser Ausgabe wieder

zwei weitere Berufe aus dem Bereich „Therapieberufe

und Medizinische Assistenzberufe“ vor.

Hauptschulabschluss

erforderlich

Realschulabschluss

erforderlich

Fachhochschulabschluss

erforderlich

Abitur Abitur erforderlich


Logopäde/in

„Geduld ist eine wichtige Eigenschaft bei

der intensiven Arbeit mit Patienten!“

Logopäden und Logopädinnen entwickeln

in Absprache mit Ärzten und Ärztinnen

individuelle therapeutische Behandlungskonzepte

bei Störungen der Sprachentwicklung.

Auch Stimm-, Sprach-, Sprech-

oder Schluckstörungen verschiedener

Ursachen (vor allem durch Hörbehinderungen)

sowie Störungen des Redefl usses

wie Stottern und Poltern therapieren sie.

Sie führen die Behandlung mithilfe geeigneter

sprach- und stimmtherapeutischer

Verfahren durch. So leiten sie beispielsweise

Atem- und Entspannungsübungen

an oder unterstützen Schlaganfallpatienten,

die das Sprechen neu erlernen.

Darüber hinaus behandeln sie auch kehlkopfoperierte

Menschen.

Logopäden und Logopädinnen arbeiten

hauptsächlich in Krankenhäusern und Kliniken,

in Logopädiepraxen und in Wohnheimen

für Menschen mit Behinderungen.

Ihre Patienten behandeln sie in Praxis-

Orthoptist/in

Orthoptisten und Orthoptistinnen wirken in

der Augenheilkunde bei der Prävention,

Untersuchung und Behandlung von Sehstörungen

mit. Nach Anweisung untersuchen

sie Patienten und behandeln Störungen

des Sehens. Wenn sie Patienten

beraten und über deren Erkrankung und

die notwendigen Behandlungsmaßnahmen

aufklären, unterbreiten sie auch

diagnostische oder therapeutische Änderungs-

und Ergänzungsvorschläge.

Zudem untersuchen sie vorbeugend

Säuglinge und Kleinkinder und überwachen

therapeutische Maßnahmen. Dabei

beobachten und dokumentieren sie den

Krankheitsverlauf und werten ihn aus.

Orthoptisten und Orthoptistinnen arbeiten

hauptsächlich in Hochschulkliniken, in Krankenhäusern

mit einer augenärztlichen

und Unterrichtsräumen oder auf Stationen

im Krankenhaus, während sie sich

zur ambulanten Behandlung auch in Privatwohnungen

aufhalten. Verantwortungsbewusstsein

und Einfühlungsvermögen

sind unabdingbar: Logopäden

und Logopädinnen müssen geeignete

Behandlungsmethoden für jede spezifi

sche Störung auswählen und nehmen

dadurch Einfl uss auf den Behandlungserfolg.

Auch benötigen sie ein Gespür für

ihre Patienten, um ihnen mögliche Ängste

zu nehmen.

Für die Ausbildung wird in der Regel ein

mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt:

Auch wer über einen Hauptschulabschluss

verfügt und eine mindestens

2-jährige Berufsausbildung absolviert hat,

kann zur Ausbildung zugelassen werden.

Wichtige Schulfächer sind Biologie und

Deutsch: Logopäden und Logopädinnen

müssen die Funktionsweise der Sprech-

Abteilung und in Augenarztpraxen. Sie sind

vorwiegend in Untersuchungs- und Be -

handlungsräumen und in Patientenzimmern

tätig. In Büros oder Stationszimmern dokumentieren

sie die Untersuchungsergebnisse

am Computer. Verantwortungsbewusstsein

und Einfühlungsvermögen sind

unabdingbar. Da sie ihre Kunden ausführlich

und individuell beraten müssen, ist zu -

dem Kommunikationsfähigkeit notwendig.

Für die Ausbildung wird in der Regel ein

mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.

Auch wer über einen Hauptschulabschluss

verfügt und eine Berufsausbildung

absolviert hat, kann zur Ausbildung

zugelassen werden. Interesse an den

Fächern Physik und Biologie sollte vorhanden

sein.

„Orthoptik beschäftigt sich mit allen

Aspekten des beidäugigen Sehens.“

Nadine Sevegnani

Projektmanagerin

Geschäftsstelle MedComm

Gieschenhagen 2b

23795 Bad Segeberg

Tel.: 04551 8951-903

ns@medcomm-sh.de

Dr.-Ing. Klaus Westphal

Projektleitung MedComm

Kreisverwaltung Segeberg Haus B

Hamburger Straße 30

23795 Bad Segeberg

info

und Atemorgane gut kennen. Dazu sind

Kenntnisse in Biologie nötig. Um den Patienten

Übungen exakt erklären zu können,

sollte man sich sprachlich gut ausdrücken

können und über eine deutliche Aussprache

verfügen.

Tel.: 04551 951-204

klaus.westphal@kreis-segeberg.de

55


56

info

Orthoptist/in

Beruf mit Durchblick

Corinna Schöffler, Leitende Lehrorthoptistin

der Berufsfachschule für Orthoptik

der Universitären Bildungsakademie am

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Warum müssen einige Kinder

eigentlich ein Augenpflaster

tragen? Und wie kann man bei

Babys feststellen, ob sie gut

sehen können oder eine Brille

brauchen, obwohl sie noch

nicht sprechen können?

In enger Zusammenarbeit mit Augenärzten

arbeiten Orthoptisten/innen mit

Patienten, die schielen oder andere Sehstörungen

haben. Dabei untersuchen sie

mit viel Geduld überwiegend Kinder aber

zunehmend auch erwachsene Patienten,

die z. B. durch einen Unfall doppelt sehen

oder Sehbehinderungen entwickelt

haben.

Nachdem die Orthoptisten/innen das

jeweilige Krankheitsbild bestimmt haben,

planen sie individuell die therapeutischen

Maßnahmen, zu denen auch eine Augenmuskeloperation

gehören kann. Sie beraten

die Patienten und klären über die

Erkrankung und die Behandlung auf.

Zu den weiteren Aufgaben

des/der Orthoptist/in gehören:

• Anamnese- und Befunderhebung bei

oben genannten Patientengruppen,

Dokumentation

• Therapieplanung und Durchführung

• Beratung von Patienten und Eltern

• Behandlung von sehbehinderten Patienten

• Planung und Durchführung von Schulungsbehandlungen

bei sehschwachen

Kindern

• Durchführung von Screening- Untersuchungen

z. B. in Kindergärten

• Diagnostik und Therapie in der Neuro-

Rehabilitation

Wo können Orthoptisten/

innen arbeiten?

• Bei niedergelassenen Augenärzten (70 %)

• Universitäts-Augenkliniken

• Allgemeinen Krankenhäusern

• Neurologischen Kliniken

• Frühförderstellen

• Rehabilitationseinrichtungen

• Einrichtungen für Blinde und Sehbehinderte

• In Wissenschaft und Forschung

Wie ist die Ausbildung

aufgebaut?

Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse,

Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Mitwirkung

an Vorsorge (Prävention), Untersuchung

(Diagnostik) sowie Behandlung

(Therapie) von Störungen des ein- oder

beidäugigen Sehens, hervorgerufen durch

Schielerkrankungen, Sehschwächen,

Augenzittern, Augenbewegungsstörungen

und neurologische Erkrankungen.

Die ganztägige Ausbildung dauert 3 Jahre

und schließt mit dem staatlichen Endexamen

ab.

Der theoretische Unterricht und die praktische

Ausbildung sind in den Tagesablauf

integriert, es findet kein Blockunterricht

statt. So können die Schüler ihr theoretisch

erworbenes Wissen zeitnah

praktisch anwenden.

Die Ausbildung zum/zur Orthoptist/in ist

in Hamburg und Schleswig-Holstein ausschließlich

am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

möglich.

Was muss man mitbringen,

um Orthoptist/in zu werden?

• Medizinisch-naturwissenschaftliches

Interesse

• Freude am Umgang mit Menschen aller

Altersgruppen, überwiegend mit Kindern

• Sicheres Auftreten, Einfühlungsvermögen

• Soziales Engagement

• In ihrem Arbeitsbereich trägt der/die

Orthoptist/in ein hohes Maß an Verantwortung

bei der diagnostischen Erhebung

und Durchführung der Therapie.

Weiterbildungsmöglichkeiten

• Aufbauende Studiengänge, z. B. Blinden-

und Sehbehindertenpädagogik

oder sonstige im Sozial- und Gesundheitswesen

• Lehrorthoptist/in mit zusätzlichem

Pädagogikstudium

Nächster

Ausbildungsbeginn:

1. April 2013, danach 1. November 2014

Bildungsakademie des Universitätsklinikums

Hamburg-Eppendorf

Berufsfachschule für Orthoptik

Standort: Augenklinik

Leitende Lehrorthoptistin:

Corinna Schöffler

Martinistr. 52 • 20246 Hamburg

Tel: 040 7410 - 52324

Fax: - 53325

E-Mail: schoeffl@uke.de

www.uke.de/bildungsakademie


Katharina Vogt, Sportwissenschaftlerin bei footpower Rendsburg

Ihre Füße müssen viel leisten –

machen Sie es ihnen leichter

Christoph Doormann, Leiter

von footpower, freut sich

inzwischen über Anfragen aus

ganz Schleswig-Holstein. Insbesondere

sportlich ambitionierte

Kunden nutzen die fachliche

Beratungskompetenz, um

körperlichen Beschwerden auf

den Grund zu gehen.

Erweitertes

Geschäftskonzept

Das steigende Interesse führte

dazu, dass footpower in Rendsburg

räumlich erweitert wurde.

Auf der großzügig gestalteten

Fläche wird jetzt ein vielseitiges

Angebot rund um das Thema

„Fußgesundheit“ angeboten.

Ebenso wurde personelle

Unterstützung erforderlich. Seit

Januar dieses Jahres steht die

Sportwissenschaftlerin, Katharina

Vogt, den Beratungssuchenden

mit ihrem umfassenden

Fachwissen über Bewegungs-

und Laufanalysen zur Seite.

Auf schnellen

Sohlen

Neben Sportstrümpfen und

Sportbandagen werden qualitativ

hochwertige Laufschuhe

angeboten. Neu im Sortiment

sind beispielsweise die US-Marke

Saucony und Five Fingers-

Zehenschuhe. Sie sehen aus

wie Handschuhe für die Füße

und stimulieren den Läufer zum

Auftritt mit dem Vorder- und

Mittelfuß statt der Ferse. Das

Ziel, das alle Modelle eint: Das

Gefühl des Barfußlaufens soll

nachempfunden und die Fußmuskulatur

gestärkt werden.

Einlagen,

die zu Ihnen passen

Schmerzen beim Laufen,

Gehen oder Fahrradfahren?

Modernste Messtechnologien

und fundiertes Fachwissen

erleichtern die Suche nach

passenden Einlagen.

Damit Sie im Sport, im Beruf

und im Alltag gesund und

beschwerdefrei laufen, sollten

Muskulatur, Fußstellungen,

Schuhe und Einlagen aufeinander

abgestimmt sein. Nur

dann stellt sich der gewünschte

Therapieerfolg ein.

SOLESTAR

Radschuheinlage

Übrigens, für ambitionierte

Fahrradfahrer gibt es ganz spezielle

Einlagen, die SOLESTAR

Radschuheinlagen. Diese Radschuheinlagen

dienen der Leistungssteigerung

und korrigieren

den Bewegungsablauf um

Überlastungen zu reduzieren.

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löst Ihre

Fußprobleme

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Erinnern Sie sich? Vor zwei

Jahren wurde „footpower“

in Rendsburg eröffnet. Das

Konzept, durch professionelle

Beratung und Versorgung

mit sensomotorischen

Einlagen sowie Bewegungsanalysenfehlstellungsbedingte

Schmerzen zu lindern,

ging auf.

footpower SiS in Rendsburg, Schleswig und Hamburg Sabine Thomsen

Tag der

Beingesundheit







Venenfunktionstest

Venentraining

Fußdruckmessung

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schnell und einfach

für jede Altersgruppe

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21. September 2012

10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Alsterdorfer Markt 2 fon: 040 5935216 - 0

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gesund leben

Tomaten für die Haut -

Schützen, Straffen, Pfl egen

Der in Tomaten enthaltene Wirkstoff Lykopin wirkt Wunder für die Haut ots

Die Tomate schmeckt nicht nur gut: Das meist gekaufte Gemüse der Deutschen ist ein

echtes Beauty Food! Die Tomate enthält nicht nur jede Menge Vitamine und Mineralien,

sondern auch viele weitere, für die Gesundheit wichtige Nährstoffe.

Allen voran der sekundäre Pfl anzenstoff

Lykopin. Er wirkt wahre Wunder - besonders

für die Haut. Mit einem Glas Tomatensaft

kann man seiner Haut bereits beim

Frühstück etwas Gutes tun und ihr dabei

helfen, den körpereigenen Schutz gegen

die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne

zu erhöhen.

Lykopin - das Wundermittel

der Tomate

Lykopin ist der Farbstoff, der für die

gesunde Röte der Tomaten verantwortlich

ist. Er zählt zu den Carotinoiden, die

Pfl anzen vor der Sonne schützen. Da der

Körper Lykopin nicht selbst herstellen

kann, muss es über die Nahrung aufge-

nommen werden. Am besten immer mit

ein wenig Öl, denn: Der Körper kann den

Wirkstoff besser in Verbindung mit Fett

aufnehmen. Reife Tomaten haben einen

sehr hohen Anteil an Lykopin: Pro 100 g

Frucht ca. 3,9 bis 5,6 mg. Werden die

Tomaten erwärmt und konzentriert, steigt

der Anteil weiter an.

Gesunde Bräune

mit Tomate

In mehreren Studien wurde belegt, dass

die Aufnahme von Lykopin durch den

Verzehr von Tomaten einen Basisschutz

vor Sonnenbrand bewirken kann. Wissenschaftler

der Heinrich-Heine-Universität

in Düsseldorf wiesen nach, dass Pro-

banden, die 12 Wochen lang täglich 40

Gramm Tomatenmark mit etwas Öl zu

sich nahmen, einen körperlichen Lichtschutzfaktor

zwischen zwei und drei aufbauen

konnten.1) Damit kann die Tomate

Sonnenmilch zwar nicht ersetzen, der

Schutz durch Lykopin wirkt aber systemisch

und hilft dem Körper, die Belastung

der Haut durch Sonnenstrahlen besser

abzuwehren.

Knitterfalten:

nein danke!

Darüber hinaus ist Lykopin ein natürliches

Antioxidans, das gegen freie Radikale

wirkt. Im Körper macht es Verbindungen

unschädlich, die für Sonnenbrand und


Faltenbildung mitverantwortlich sind.

Indem sie freie Radikale abfangen, schützen

Carotinoide wie Lykopin die Haut und

bremsen die Bildung von Knitterfältchen:

„Karotten und Tomaten glätten die Haut“,

so Dr. Michaela Axt-Gadermann in ihrem

Buch “Skin Food” über die Schönheit von

innen. Kilos ade! - Dank Tomate. Tomaten

helfen aber auch auf dem Weg zur Bikinifi

gur! Denn die hohen Mengen an Magnesium

und Vitamin C fördern den Stoffwechsel

und den Fettabbau. Eine mittelgroße

Tomate liefert fast 40 mg Vitamin C,

was allein etwa 50 Prozent des Tagesbedarfs

eines erwachsenen Menschen entspricht.

Dabei enthält sie nur 18 Kalorien.

Kein Wunder, völlig unabhängig vom

Aroma des Paradeisers liegt der gesunde

Wasseranteil bei 95 Prozent. Die Ballaststoffe

der Tomate, speziell Haut und

Kerne, bereichern und erleichtern jede Art

von Diät, da sie sättigen und die Verdauung

fördern. Außerdem: „Die in der Tomate

enthaltenen Bitterstoffe zügeln den

Appetit und sorgen für eine gute Fettver-

Tomaten wollen nicht in den Kühlschrank!

dauung, indem sie die Leber anregen,

Gallenfl üssigkeit zu produzieren“, weiß

Ökotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein.

Tomaten-Honig-Maske

für den Teint

Das rote Fruchtgemüse ist rund herum

einsatzfähig - auch die äußere Anwendung

der Tomate kann eine Wohltat für

die Haut bedeuten. Zum Beispiel mit

einer Tomaten-Honig-Maske für einen

frischen Teint: Von zwei großen Tomaten

die Haut entfernen. Das Fruchtfl eisch und

die Kerne pürieren und mit einem Esslöffel

Honig verrühren. Die Maske auf das

gereinigte Gesicht auftragen, Augenpartie

auslassen, und etwa zehn Minuten

einziehen lassen. Die Maske mit lauwarmem

Wasser abwaschen und das

Gesicht mit einem weichen Handtuch

vorsichtig trocken tupfen. Nach der

Maske das Gesicht mit einer reichhaltigen

Creme eincremen! Hilft auch gegen

raue Ellenbogen.

Tomaten sind empfi ndlich: Im Gegensatz zu Salat, Paprika und Co. mögen sie

die kalte, dunkle Kühlschrank-Atmosphäre nicht. Sie bevorzugen ein schattiges

Plätzchen bei molligen 14 bis 16 Grad. Denn: Wenn Tomaten zu kalt aufbewahrt

werden, verlieren sie ihr leckeres Aroma. Zudem sollten die roten Früchte nicht

zusammen mit anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahrt werden. Der

Grund hierfür heißt Ethylen – ein Pfl anzenstoff, den reifende Früchte verströmen.

Tomaten sondern vergleichsweise große Mengen Ethylen aus, wodurch umliegendes

Obst und Gemüse schneller verdirbt. Daher bleiben Tomaten lieber

allein!

Noch ein Tipp für Tomaten, die schlapp gemacht haben: Ein Bad in kaltem

Wasser gibt einem weichen Paradiesapfel die vertraute Knackigkeit zurück! Ein

paar Stunden reichen.

!

Rezept

Indische

Tomaten-

Tomaten-

Linsen-Suppe

Zutaten

1 kg Rispentomaten

2 Knoblauchzehen

1 Zwiebel

1 rote Chilischote

2 EL Butter

½ TL gemahlene Kurkuma

1 TL Garam Masala

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

600 ml Gemüsebrühe

300 ml Kokosmilch

175 g rote Linsen

2 TL Zitronensaft

Salz, Pfeffer

2 EL gehackter Koriander

Zubereitung:

Die Tomaten waschen, vierteln und

die Stängelansätze entfernen.

Tomaten grob würfeln. Knoblauch

und Zwiebel schälen und fein

hacken. Chili halbieren, entkernen

und ebenfalls fein hacken. Die Butter

in einem Topf zerlassen und Zwiebel

sowie Knoblauch darin anbraten.

Chili, Kurkuma, Garam Masala und

Kreuzkümmel dazugeben und kurz

mit anbraten. Tomatenwürfel in den

Topf geben und weitere 2 Minuten

unter Rühren braten. Mit Gemüsebrühe

und Kokosmilch ablöschen.

Linsen und Zitronensaft hinzufügen

und das Ganze aufkochen lassen.

Bei schwacher Hitze ca. 20 Minuten

köcheln lassen. Zum Schluss noch

einmal abschmecken und mit frischem

Koriander bestreut servieren.

Zubereitungszeit:

25 Minuten + Brat- und Garzeit

Nährwerte pro Portion:

241 kcal/1008 kJ

E: 15 g, F: 3 g, KH: 56 g

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reise und erholung

Die Hamburger lieben ihre Stadt - besonders von der Wasserseite aus. Fotos: djd/Bergedorfer Schifffahrts-Linie Buhr GmbH

Einfach mal in See stechen

Spannende Touren entlang der schönsten Wasserwege Hamburgs djd/pt

Wenn Lotto King Karl

“Hamburg meine Perle”

anstimmt, dann geht

jedem, dem das Glück

vergönnt ist, in Hamburg

zu leben, das Herz

auf. Doch was ist so

besonders an der Hansestadt,

dass sie nicht

nur Einheimische für eine

der schönsten Städte

Deutschlands halten?

Hamburg ist grün: Rund 14 Prozent des

Stadtgebiets sind Grün- und Erholungsanlagen.

Hamburg hat mehr Brücken als

Venedig, Amsterdam und London zusammen

und hinzu kommt die Reeperbahn,

die die viel mehr Partymeile als Rotlichtviertel

ist. ist.

Auf dem Wasser

ist es am schönsten

Vor allem aber sind es Elbe, Speicherstadt

und Hafen, die den maritimen

Charme der Hansestadt ausmachen.

Und so zieht es nicht nur Touristen, sondern

auch Einheimische nur allzu gern

aufs Wasser. Etwa zu einer Hafencityfahrt,

die in drei Stunden von Bergedorf

aus - zunächst über die Dove Elbe, vorbei

an den Naturschutz- und Anbaugebieten

der Vier- und Marschlande, zur

Norderelbe, entlang der Kreuzfahrtterminals

- bis in die Hafencity führt. Ein schöner

Tagesausfl ug ist auch Hamburgs

größte Hafenrundfahrt "Wilhelmsburg

Kompakt", bei der man Europas größte

bewohnte Flussinsel von allen Seiten

entdecken kann. Die sechsstündige Tour

führt von Bergedorf durch den Hambur-

ger Hafen, über die Norder- und Süderelbe,

einmal um Wilhelmsburg herum und

wieder nach Bergedorf zurück. Weitere

Informationen und den aktuellen Fahrplan

fi ndet man unter www.barkassenfahrt.de

im Internet.

Buona sera

in der Abenddämmerung

Versinkt die Sonne wie ein großer Feuerball

hinter den Docks und Hafenkränen,

kann der Feierabend mit Freunden zu

etwas ganz Besonderem werden, beispielsweise

bei einem italienischen Abend

auf der Elbe. In drei Stunden geht es von

Bergedorf über die Vier- und Marschlande

immer der Sonne entgegen bis zu

einer Rundfahrt durch den Hamburger

Hafen und zurück. Mit an Bord: ein kaltwarmes

italienisches Büfett, das keine

Wünsche offen lässt. Wer es hanseatischer

mag, geht zur "Vierländer Abendfahrt" an

Bord. Mit einem leckeren hamburgischen

Buffet mit Matjes und Sauerfl eisch führt

die Tour zwischen Deichen, Feldern und

Bauernhöfen auf der Dove Elbe in Hamburgs

idyllischem Landbezirk durch die

Abenddämmerung.


DIALOG IM DUNKELN ®

Ausstellung, Events und Räumlichkeiten

In völlig abgedunkelten und als Park,

Stadt, Hafenbarkasse oder Bar gestalteten

Räumen führen blinde oder sehbehinderte

Menschen die Besucher in kleinen

Gruppen durch die Ausstellung. Ein

Rollentausch fi ndet statt: Sehende Menschen

werden herausgelöst aus sozialer

Routine und gewohnter Wahrnehmung.

Blinde Menschen sichern Orientierung

und Mobilität und werden zu Botschaftern

einer Kultur ohne Bilder.

Seminare, Trainings

und Workshops

im Dunkeln

Seit 2005 bietet DIALOG IM DUNKELN ®

ein ganz außergewöhnliches Instrument

der Personalentwicklung an: Seminare,

Trainings und Workshops im Dunkeln für

Führungskräfte und Teams, geleitet von

blinden Business Trainern. Die gemeinsam

erfahrenen Grenzsituationen in der

Dunkelheit machen emotionale Intelligenz

und soziale Kompetenz erfahrbar. Der

zeitweilige Verzicht auf den Sehsinn führt

zu einer Entschleunigung der Alltagsroutinen

und damit zu einer Konzentration auf

Sonja Kanemaki, Marketing & PR

Mitten in der Hamburger Speicherstadt liegt die außergewöhnliche

Location. Seit 12 Jahren ist die Ausstellung

DIALOG IM DUNKELN® vor Ort, in der es absolut nichts zu

sehen, aber jede Menge zu entdecken gibt!

das Wesentliche. Die persönlichen Fähigkeiten

werden nachhaltig und schnell weiterentwickelt.

Wir bieten “Mehr als dunkel”. Mit dem

Umbau des 2. Bodens eines alten Speichergebäudes

ist eine außergewöhnliche,

moderne Räumlichkeit entstanden, die

einen einmaligen Rahmen für Veranstaltungen

bietet - mit oder ohne „Dunkel“. In

den wunderschön gestalteten alten Speicherböden

trifft Hafenhis torie auf modernes

Design, für jede Veranstaltung ein

unvergleichbares Ambiente, ob Feier oder

Meeting. Der Blick auf den Fleet, Holzböden,

Backsteinwände und Säulen sorgen

für besondere Wohlfühlatmosphäre.

Große Empfänge und festliche Bankette

sind ebenso möglich wie kleine Feiern.

Jedes Event kann mit einer unvergesslichen

Erfahrung im Dunkeln kombiniert

werden. Wir bieten neben Krimi-Inszenierungen,

Märchen und Lesungen im Dunkeln

auch Weihnachtsfeiern, das Dinner in

the Dark und ein “Agenten-Team-Training”

an, eine äußerst ungewöhnliche

“mission invisible”.

reise und erholung reise und erholung

DIALOG IM DUNKELN ®

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Tel.: 040 309 634-0

Fax: 040 309 634-56

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service

Bestell-Service

Wenn Sie Ihr persönliches Exemplar nach Hause haben möchten, schicken wir es Ihnen gern

gegen einen kleinen Unkostenbeitrag (Porto + Versand) zu. Bitte schicken Sie uns dazu diesen

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O „WIE GEHT´S Bestell-Service“

Ja, ich möchte „WIE GEHT´S“ immer nach Hause geschickt bekommen.

Ich erhalte jeweils die nächsten 5 Ausgaben für EUR 10,00 ins Haus und kann jederzeit davon

wieder zurücktreten.

Name Vorname

Straße PLZ/Ort

Telefon

Sudoku

Die Aufgabe besteht darin, in die nicht ausgefüllten Felder die jeweils richtige

Ziffer zwischen 1 und 9 einzutragen. Dabei gibt es folgende Regeln:

• Jede Ziffer darf nur genau einmal pro Zeile auftauchen.

• Jede Ziffer darf nur genau einmal pro Spalte auftauchen.

• Jede Ziffer darf nur genau einmal im Unterquadrat vorhanden sein.

Ich bezahle:

O Bequem und bargeldlos durch Bankeinzug

Bankleitzahl ___________________________________________

Kto.-Nr. ___________________________________________

Geldinstitut ___________________________________________

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„WIE GEHT´S“ erscheint 5 x im Jahr und liegt kostenlos

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Holstein-Bahn zur Mitnahme aus.

Redaktion: WIE GEHT´S Schleswig-Holstein,

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Kliniken, Pressedienste

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Gestaltung und Layout: Jennifer Adam

Herausgeber: Fincke-Werbung, Reinsbüttel

Gerichtsstand: Meldorf

Anzeigen: WIE GEHT´S,

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Anzeigenleitung: Sabine Graetke

Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2012

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der Ärztekammer Schleswig-Holstein

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Krankenhausgesellschaft

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Online-Information

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Portal der Zahnmedizin/SH

Zahnmedizin in Schleswig-Holstein

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„WIE GEHT´S?“ im Internet:

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Asklepios Klinik Nord –

rundum bestens versorgt in Hamburgs größter Klinik

Mit über 1.600 Betten an drei Standorten ist die Asklepios Klinik Nord die größte Klinik in Hamburg. Getreu

dem Leitsatz „Gemeinsam für Gesundheit“ arbeiten 28 medizinische und psychiatrische Kliniken und Abteilungen

Hand in Hand, um jährlich rund 72.000 Patienten aus dem Norden der Freien und Hansestadt sowie

dem Süden Schleswig-Holsteins auf höchstem Niveau zu versorgen.

Drei Standorte – gebündelte Kompetenz

Asklepios Klinik Nord - Heidberg

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

■ Anästhesiologie ■ Augenheilkunde ■ Frauenklinik

(Geburtshilfe, Perinatalmedizin, Frauenheilkunde,

gynäkologische Onkologie, Brustzentrum)

■ Geriatrie ■ Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

■ Innere Medizin I: Allgemeine Innere Medizin

mit Schwerpunkten Gastroenterologie, Onkologie

und Infektiologie ■ Innere Medizin II:

Kardiologie ■ Kinderklinik (Kinder- und Jugendmedizin,

Kinderchirurgie, Neonatologie, pädiatrische

Intensivmedizin) ■ Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

■ Neurochirurgie ■ Neurologie

■ Pathologie/Neuropathologie ■ Radiologie/

Neuroradiologie ■ Unfall- und Orthopädische

Chirurgie ■ Wirbelsäulenorthopädie und -chirurgie

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