Download - Edith Stein Gymnasium

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InhaltVorwort ............................................................................................ 41. Schulidentität ............................................................................ 51.1 Geschichte und Name des Edith-Stein-Gymnasiums ............... 51.2 Warum Mädchenschule? .......................................................... 61.3 Werte und Grundprinzipien desEdith-Stein-Gymnasiums als katholischer Privatschule ............ 92. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit ............................. 142.1 Unterrichtsqualität und individuelle Förderung ........................ 142.2 Leistungsprofil:Betreuung und Beratung ......................................................... 16Lehr- und Lernangebot ............................................................ 17Schülerqualifikation ................................................................ 202.3 Musikalischer Schwerpunkt .................................................... 222.4 Soziales Profil ......................................................................... 252.5 Konferenzen ........................................................................... 272.6 Elternarbeit ............................................................................. 292.7 Externe Kooperation ............................................................... 333. Die Schulpastoral als Teil unseres christlichen Profils ............ 351


Edith-Stein-GymnasiumPrivates, staatlich anerkanntes GymnasiumGemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbHLangensteinweg 567346 SpeyerTel: 06232 990828 - 0Fax: 06232 990828 - 49E-Mail: leitung@esg-speyer.de (Sekretariat)info@esg-speyer.de (Schulleitung)Internet: www.esg-speyer.deSchulleiter:Stellvertreter:Sekretariat:Josef LöschKlaus RitterAndrea Fischer2


1. Schulidentität1.1 Geschichte und Name des Edith-Stein-GymnasiumsSchulträger war die Kongregation der Dominikanerinnen von St. Magdalenain Speyer. Die Schwesterngemeinschaft wurde 1228 als eine Gemeinschaftvon Reuerinnen oder "Büßerinnen der hl. Maria Magdalena"gegründet. 1304 traten die Schwestern in den Dominikanerorden über.Ihrem neuen apostolischen Ordensideal entsprechend begannen sie,Mädchen im Kloster zu erziehen und zu unterrichten. Am Anfang des 19.Jahrhunderts leisteten sie den Auf- und Ausbau eines beachtlichenSchul- und Erziehungswesens. So entstanden in St. Magdalena einigefür Speyer und die Pfalz neue bedeutsame Mädchenschultypen: 1816eine private Mädchenschule mit höherem Bildungsanspruch, 1829 eineöffentliche Mädchenvolksschule, 1839 eine Höhere Töchterschule, 1841ein Lehrerinnenseminar (ab 1884 Lehrerinnenbildungsanstalt der Pfalz)sowie 1885 eine Frauenarbeitsschule und eine Handelsschule.All diese Schulen – sowie weitere Institute der Dominikanerinnen, dieinzwischen in Ludwigshafen und Mannheim entstanden waren – wurden1937/38 von der nationalsozialistischen Regierung geschlossen. Die dadurchin Deutschland zur Untätigkeit verurteilten Ordenslehrerinnen gingen– von Bischöfen angefordert – nach Peru und Brasilien, wo sie Missionsstationenmit neuen, heute blühenden Schulen gründeten.Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaftwurden noch im Oktober 1945 in St. Magdalena die Klostervolksschuleund die Höhere Mädchenschule wiedereröffnet. Da die Zahl der Schülerinnenvon Jahr zu Jahr wuchs, wurde 1957 im Westen der Stadt Speyerein Schulneubau errichtet. Das Gymnasium und die Realschule, die hierihren Platz fanden, erhielten den Namen Edith Steins, der 1922 zumChristentum konvertierten Jüdin, Philosophin, Pädagogin und Karmelitin,die von 1923 bis 1931 an den Vorgängerschulen in St. Magdalena inSpeyer als Lehrerin tätig war. Sie fand 1942 im VernichtungslagerAuschwitz den Tod. Am 1. Mai 1987 wurde sie selig gesprochen, am 11.Oktober 1998 in Rom heilig gesprochen. Seit dem Schuljahr 2010/11 istdie gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH neuer Schulträger derEdith-Stein-Schulen, welche heute von 1100 Mädchen besucht werden.5


1.2 Warum Mädchenschule?Im Gegensatz zu den sechziger und siebziger Jahren, in denen koedukativeSchulen bevorzugt wurden, werden in den letzten Jahren die pädagogischenVorteile der Mädchenschule in der Gesellschaft stärker erkannt.Diese Tendenz wird verständlich im Zusammenhang mit der gesellschaftlichenEntwicklung. Ursprünglich waren die Schulen in kirchlicheroder ordenseigener Trägerschaft stets getrennt-geschlechtlich erziehendeEinrichtungen. Das blieb so, was die Ordensschulen betrifft, etwa biszu Anfang der sechziger Jahre. Mit Beendigung des II. VatikanischenKonzils 1965 kam es zu starken Umbrüchen in der Kirche, die einhergingenmit den bekannten gesellschaftlichen Umbrüchen Ende der sechzigerJahre. In dieser Zeit geriet die bisher so selbstverständlich praktiziertegetrenntgeschlechtliche Erziehung in den Ordensschulen immer mehrin Misskredit, bis sie sich schließlich nach und nach der staatlicherseitsschon seit längerem praktizierten Koedukation öffnete.Doch zeigten sich schon bald unwiederbringliche Verluste. GeschlechtsspezifischeErziehung muss nämlich nicht zur Verkümmerungder Beziehungsfähigkeit unter den Geschlechtern führen – welchesMädchen fände heute nicht auch außerschulisch genug Kontakte zuJungen? – Sie gewährt vielmehr einen Freiraum, in dem ein Mädchensich in den entscheidenden Jahren seiner Entwicklung intellektuell undemotional ungehindert entsprechend seiner geschlechtsspezifischen Anlagenentfalten und seine Eigenart und spezifischen Qualitäten entdeckenund erproben kann, ohne von der andersartigen Begabung oderEntwicklung der Jungen beeinflusst zu werden. Dieser Freiraum bietetihm außerdem die Möglichkeit, uneingeschränkt zu einem Menschen miteinem gestärkten Selbstbewusstsein heranzureifen, wodurch die Beziehungzum andersgeschlechtlichen Partner eher bereichert und vertieftwird. Die Wiederentdeckung dieser positiven Auswirkungen einer reinenMädchenschule führte zur Renaissance derselben in den letzten Jahren.Die praktische Erfahrung an unserem Gymnasium zeigt darüber hinaus,dass im Unterricht der reinen Mädchenklassen eine konzentrierte,durch das Interesse der Schülerinnen an der Sache getragene Arbeitsatmosphäreherrscht, weil keine zwischengeschlechtlichen Spannungenoder daraus resultierende Disziplinprobleme vorhanden sind. Viele unsererehemaligen Schülerinnen arbeiten inzwischen in verantwortungsvol-6


Unterrichtszeit ist ein kostbares Gut, dessen Bedeutung wir durchPünktlichkeit beim Unterrichtsbeginn zum Ausdruck bringen.Das tägliche Miteinander verlangt von uns allen die Einhaltung bestimmterRegeln der Kommunikation. Das heißt, wir erwarten von den Schülerinnen,dass sie im Gespräch mit Lehrkräften und Mitschülerinnen eineangemessene Sprachebene einhalten und Konflikte oder Missverständnisseauf sachliche Weise, nämlich durch Argumentation statt durch Aggressionlösen. Auf diese Weise ist es möglich, emotionale, beleidigendeoder ironisierend verletzende Auftritte zu vermeiden.Die Achtung vor dem Anderen manifestiert sich im respektvollenUmgang miteinander, auch wenn der Andere offensichtliche Schwächenund Grenzen aufweist oder gar ein ärgerliches Fehlverhalten anden Tag legt. Das ist die Grundvoraussetzung menschlich-christlichenMiteinanders und die Innenseite der oben genannten Einhaltung der Höflichkeitund der kommunikativen Regeln.Dabei ist es notwendig, dass Lehrende Schülerinnen Grenzen setzen– wonach diese übrigens auch selbst verlangen – und zwar nicht nur umdie Höflichkeit dem Lehrer gegenüber zu wahren, sondern auch um andereSchülerinnen vor Aggressionen, Mobbing, Lächerlichgemacht- undAusgegrenztwerden durch ihre Mitschülerinnen zu schützen. Es ist unsals Lehrkräften ein besonderes Anliegen, auf diese Weise eine Atmosphäreder Achtung voreinander, der Rücksichtnahme, Ehrlichkeit,Offenheit, Versöhnlichkeit und Hilfsbereitschaft zu schaffen, in derunsere Schülerinnen sich ungehindert entfalten und zu wertvollen, verantwortungsbewusstenPersönlichkeiten heranreifen können.Über die oben beschriebene menschlich-christliche Grundhaltung hinauswollen wir unsere Schülerinnen auch zu einer konzentrierten und verantwortungsbewusstenArbeitshaltung erziehen. Dabei sollen die Schülerinnenan unserer eigenen Arbeitshaltung, d. h. an unserem konkretenEngagement für den Unterricht, erkennen, dass es sich lohnt, sich für dieErreichung eines Bildungszieles einzusetzen. Sie sollen sehen, dass nebender Freude an einem Fach auch der Umgang mit Misserfolgen zuden schulischen Erfahrungen gehört.10


Ein eng damit verbundenes Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, dieSchülerinnen zur Selbstständigkeit – z. B. der Selbsterarbeitung einesStoffes oder der Selbstgestaltung von Projekten – zu erziehen und siezur Übernahme von Eigenverantwortung z. B. in der Organisation ihresArbeitsverhaltens, im Umgang mit Fehlzeiten usw. anzuleiten. Das befähigtdie Schülerinnen zu einem begründeten und für die menschlicheReifung unbedingt notwendigen Selbstvertrauen.Bei all dem gilt für Lehrende wie Schülerinnen die Grundvoraussetzung,dass sie die christlichen Bildungs- und Erziehungsziele bejahen undam religiösen Leben der Schule teilnehmen bzw. dieses aktiv mitgestalten.Verpflichtend ist die Teilnahme am Religionsunterricht, am täglichenMorgengebet und an den zu bestimmten Zeiten gefeierten Schulgottesdiensten.Frühgottesdienste, Anbetungsnächte, Besinnungstage u.Ä. sind Zusatzangebote,die von vielen Schülerinnen immer wieder gerne angenommenwerden, wobei die Teilnahme selbstverständlich freiwillig ist.1.3.2 Wertorientierung unserer LehrkräfteOffenheit im Umgang mit Kolleginnen/Kollegen und Schülerinnen. Füreine fruchtbare pädagogische Arbeit ist Offenheit unbedingt notwendig,wobei Diskretion in bestimmten Angelegenheiten nicht fehlen darf.Informationen über die persönliche Situation von Schülerinnen machenin vielen Fällen bestimmte Verhaltensweisen junger Menschendeutlich. Erst durch die Kenntnis von evtl. vorhandenen Problemen kannVerständnis geweckt werden für zunächst inakzeptable Verhaltensweisenund ein Zugang gebahnt werden für angemessene pädagogischeBegleitung. Dass diese Informationen nur an die Lehrpersonen weitergegebenwerden, deren Mithilfe benötigt wird, ist eine Selbstverständlichkeit.Wichtig in der schulischen Erziehungsarbeit ist Konsequenz. Die Lehrkräftesprechen ihre Reaktionen auf immer wiederkehrende Ereignisse,wie z. B. auf vergessene Hausaufgaben, Bücher und Hefte, Zuspätkom-11


men zum Unterricht usw. untereinander ab, so dass die Schülerinnen imVoraus wissen, mit welchen Reaktionen sie zu rechnen haben.Die Schule sorgt sich in besonderer Weise um Kinder und Jugendliche inindividuellen und/oder sozialen Schwierigkeiten:Gegenseitige Achtung und Solidarität• Die Schule erzieht zu gegenseitiger Anerkennung und Respekt in derWertschätzung der Verschiedenartigkeit aller Menschen.• An der Schule herrscht ein Klima des gegenseitigen Vertrauens.Die Schule fördert Solidarität und Hilfe für Schwächere.Kultur der Gemeinschaft• Die Schule legt Wert auf die Beachtung sozialer Tugenden, wie Kooperationsbereitschaft,Konfliktfähigkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit undRücksichtnahme.Gemeinschaft in Vielfalt• Die Schule initiiert Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülernunterschiedlicher Begabung, fördert wechselseitiges Verständnis undermöglicht freundschaftliche Beziehungen.Die im folgenden Schema dargestellten Werte und deren Einhaltung beziehensich mit unterschiedlicher Gewichtung auf Schülerinnen, Lehrer,Eltern und besitzen Strahlkraft in Familie, Gesellschaft und Staat.12


2. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit2.1 Unterrichtsqualität und individuelle FörderungI. Verbindung zwischen Fächern- Die Schülerinnen sollen motiviert werden durch Vorwissen, dassie in den Unterricht einbringen können.- Inhalte werden aus verschiedenen Perspektiven gefestigt undvertieft.- Bei den Schülerinnen soll das Bewusstsein für Zusammenhängegeweckt werden und rein punktuellem Lernen entgegengewirktwerdenII. Struktur des Unterrichts• Den Schülerinnen wird die inhaltliche Struktur des Unterrichtstransparent gemacht, um ihnen Möglichkeiten zur Mitgestaltungdes Unterrichts zu geben.• Schulbücher geben inhaltliche Struktur vor und bietenOrientierung.• Der Aufbau des eingeführten Schulbuches wird zunächstvorgestellt, um Schülerinnen zu mehr Selbstständigkeit zuerziehen. Diese Informationen werden evtl. auch an die Elterngegeben.• Methodenschulung wird kontinuierlich und wiederholt vollzogen,z.B. Arbeit mit Wörterbüchern, Auswertung von Grafiken,Textanalysemethodik…)14


III.Rückmeldegespräche• Insbesondere nach Herausgabe von Klassen-/ Kursarbeitensollen kurze Besprechung von Stärken und Schwächen derjeweiligen Schülerleistungen durchgeführt werden.• Dabei werden Möglichkeiten für ein Schülerfeedback geboten.• Schülerinnen sollen über ihre Stärken und SchwächenBescheid wissen, um gezielt daran arbeiten zu könnenIV. Sprachliches Niveau• Die Verbesserung der Sprach- und Rechtschreibkompetenzensteht dabei im Zentrum.Individuelle FörderungEin Unterricht, der sich in gleicher Weise an alle Schülerinnen richtet,ignoriert die Unterschiede zwischen den Schülerinnen. Daher planen dieLehrerinnen und Lehrer des Edith-Stein-Gymnasiums immer wiederUnterrichtsphasen ein, in denen diese Unterschiede besserberücksichtigt werden können. Aktuelle Ansätze zur Differenzierungzeigen sich beispielsweise in dem Wechsel zwischen Gruppenarbeit,Partnerarbeit und Unterricht im Plenum. Hinderlich wirkt sich hier jedochdie durch den Klassenraum vorgegebene Sitzordnung aus. Neben demUnterricht werden sowohl leistungsstarke Schülerinnen z. B. durchWettbewerbe gefördert, aber auch leistungsschwächere durchArbeitsgemeinschaften und Nachhilfe durch ältere Schülerinnen. Um inZukunft gezielter fördern zu können, werden die Lücken und Stärken derSchülerinnen genauer herausgearbeitet. Dazu bedarf es einerseitsgeeigneter Hilfsmittel wie Diagnosebögen und Kompetenzraster,andererseits werden mehr Absprachen innerhalb einer Klassenstufe undinnerhalb der Fachschaften erforderlich sein. Auch zwischen Schülern,Lehrern und Eltern wird der Informationsaustausch gefördert, um aufneue Maßnahmen und Arbeitsweisen vorzubereiten und alle in diesenProzess mit einzubinden. Die Wirksamkeit der eingesetzten Maßnahmen15


ist durch Portfolios sowie durch Schüler- und Lehrereinschätzungen zuüberprüfen. Zwischen den Fachschaften bzw. den Jahrgangstufenkommt es zu intensiven Rückmeldungen. Gleichzeitig kann derpersönliche Standpunkt besser ermittelt werden, wenn einKompetenzraster zur Feststellung des Effizienzgewinnes vorliegt.2.2. Leistungsprofil: Betreuung – Lehr- und Lernangebot – SchülerqualifikationDas Leistungsprofil unserer Schülerinnen wird neben der kognitivenVermittlung geprägt durch eine intensive pädagogische Betreuung undBeratung, eine die Wissensvermittlung begleitende Methodenschulung,eine auf einem klar bestimmten Leistungsbegriff gründende einheitlicheLeistungsmessung und eine Stärkung des Leistungsanreizes.2.2.1 Bereich der Betreuung und Beratung2.2.1.1 Pädagogische BetreuungUm die Ergebnisse unserer pädagogischen Arbeit zu intensivieren, isteine Transparenz der Leistungssituation der Schülerinnen für Eltern undKollegen nötig. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die regelmäßigeDurchführung von pädagogischen Konferenzen und Schullaufbahnberatungskonferenzen.Dabei zeigt sich, dass durch die Institutionalisierungder Gespräche zwischen den Lehrern eine wesentlich bessere Basis fürdie anschließenden Beratungsgespräche des Klassenleiters oder Fachlehrersmit den Schülerinnen und Eltern geschaffen wird, da ein Gesamtbildder einzelnen Schülerin existiert.Bei abfallender Leistung einer Schülerin gehen wir gezielt mit demAngebot eines Beratungsgespräches auf die Eltern zu. Sobald die Leistungeiner Schülerin unter „ausreichend“ sinkt, informiert der Fachlehrerden Klassenleiter, worauf die Eltern zu einem Beratungsgespräch eingeladenwerden. Der Klassenlehrer und der Fachlehrer sollten nicht warten,bis sich die Eltern selbst melden.16


2.2.1.2 Beratung in der 10. JahrgangsstufeIn der 10. Jahrgangsstufe werden alle Schülerinnen über Anforderungen,Inhalte, Methoden und Ziele der Leistungs- und Grundfächer informiert,um ihnen eine Entscheidungshilfe bei der Fächerwahl zu geben.Darüber hinaus dienen die Schullaufbahnberatungskonferenzen fürdie Jahrgänge 9 und 10 dem Sammeln von Informationen für die individuelleBeratung der Schülerinnen bezüglich des einzuschlagenden Wegesin den Beruf oder in die Oberstufe des Gymnasiums.Das Beratungsangebot erstreckt sich auf Lernberatung und Informationenüber Berufs- und Schulalternativen. Es sollen aber echte Beratungsgesprächesein, die eine Veränderung im Lernverhalten anstrebenund nicht nur den Rat geben, die Schule zu verlassen, da damit derSchülerin keine ausreichende Perspektive aufgezeigt würde.Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Berufsinformationszentrum(BIZ) angestrebt. Die Klassenleiter der 9. Klassen stellen eineListe der Interessentinnen für die Berufsberatung im BIZ bzw. Arbeitsamtzusammen. Der BIZ-Besuch wird in die Notenliste eingetragen, damit füralle Kollegen eine Übersicht über die Bemühungen der Schülerin ermöglichtwird. An einem Wandertag besuchen die 9. Klassen obligatorischdas BIZ.Zur Vorstellung von Berufsbildern sollen, soweit möglich, auch Personalchefs,Eltern und ehemalige Schülerinnen eingeladen werden. Die Initiative zusolchen Veranstaltungen liegt in der Verantwortung der Klassenleiter in der 9.und 10. Klassenstufe.2.2.2 Bereich des Lehr- und Lernangebots2.2.2.1 MethodenschulungEntsprechende Methodenziele sind in allen Fachbereichen zu definieren.Deshalb erörtern die Fachkonferenzen in regelmäßigen Zeitabständen,welche fachspezifische Methodenschulung in einer Jahrgangsstufe bereitsim Unterricht praktiziert wird und wo noch Nachholbedarf besteht.Folgende Konzepte des Methodentrainings werden stufenspezifischrealisiert:17


2.2.2.1.1 Orientierungsstufe: Bereits in der Orientierungsstufe werdenunsere Schülerinnen mit grundlegenden Lern- und Arbeitsmethodenvertraut gemacht, die in allen Fächern eingeübt und eingesetzt werden.Wichtig sind uns vor allen Dingen folgende Aspekte:• Häusliches Arbeiten (Hausaufgaben, Vokabellernen, Vorbereitenvon Klassenarbeiten)• Heftführung• Lesetechniken• Erstellen und Präsentieren von Referaten• GruppenarbeitEin weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit in der Orientierungsstufe ist dasEinüben angemessener Verhaltensweisen innerhalb der Klasse sowie inSchule und Gesellschaft. Dies erfolgt in erster Linie im Schulalltag, d. h.im täglichen Umgang mit einander, sodann aber auch im Rahmen eineseigenen „Benimmtrainings“ u. a. anhand von Rollenspielen, in denen alltäglicheKonfliktsituationen simuliert und von der Gruppe reflektiert werden.2.2.2.1.2 Mittelstufe: Die Methodenschulung in der Mittelstufe sollKompetenzen, die in der Orientierungsstufe erworben wurden, festigen,vertiefen und ausbauen, um so die Voraussetzungen für das angemesseneAnwenden der Methoden in der Oberstufe und im Studium zuschaffen.Fächerübergreifend sind folgende Arbeitstechniken grundlegend:• Protokoll• Referat• Techniken wissenschaftlichen Arbeitens• Präsentationstechniken• Zeitmanagement• Planungsstrategien• Umgang mit MedienDiese Methoden sollen den Schülerinnen ein eigenständiges, kritischesund eigenverantwortliches Lernen auch über den Schulalltag hinaus ermöglichen.Am Beispiel des Erwerbs der Techniken wissenschaftlichenArbeitens bedeutet dies, dass über den gesamten Bereich der Mittelstufehinweg fächerübergreifend folgende Fertigkeiten erworben werden sollen:Texterschließung, sinnvolles Mitschreiben, Recherchieren, Gliedern,18


Zitieren sowie der kritische Umgang mit Quellen. Ähnlich differenziertwerden auch die anderen Arbeitstechniken vermittelt. Die einzelnen Arbeitstechnikenstehen hier nicht isoliert, sondern sind miteinander „vernetzt“und ermöglichen so ein ganzheitliches Lernen.Diese Fähigkeiten werden vorwiegend im Unterricht, aber auch darüberhinaus im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und Schulprojektenerlernt.2.2.2.1.3 Oberstufe: Zu Beginn der Oberstufe führt eine systematischeMethodenschulung in 11/1 in die wesentlichen Methoden und Arbeitsformender Oberstufe ein, um einen erfolgreichen Weg zum Abitur unddie Studierfähigkeit der Schülerinnen im Sinne der Wissenschaftspropädeutikzu gewährleisten.In den dafür eigens durchgeführten Methodentagen in der 11. Jahrgangsstufestehen folgende Methoden und Arbeitsformen im Mittelpunkt:• Methodik der Textanalyse• Methodik der Statistik- und Diagrammanalyse• Methodik der Bild- und Filmanalyse• Techniken wissenschaftlichen Arbeitens• Facharbeit• Referat• Protokoll• wesentliche Präsentationsformen.Die Ergebnisse werden evaluiert und für alle Lehrkräfte in geeigneterForm zur weiteren Verwendung im Unterricht zugänglich gemacht.Gleichzeitig sollen wesentliche Ergebnisse auf der Homepage der Schulepubliziert werden, um ein hohes Maß an Transparenz für die Eltern zuerzielen.2.2.2.2 Offene UnterrichtsformenOffene Unterrichtsformen dienen, wenn sie klug eingesetzt werden,der Förderung von Eigenständigkeit und Selbstverantwortlichkeit derSchülerinnen. Zu ihnen gehören Projektarbeit, Stationenlernen, Freiarbeitund fächerübergreifender Unterricht.Als Konsequenz aus den ernüchternden Erfahrungen mit langen Phasendes offenen Unterrichts werden eher kürzere Sequenzen mit offenen19


Erarbeitungsformen bevorzugt und dergestalt in den traditionellen Unterrichteingebaut, dass zwar die Eigenständigkeit, die Kooperationsfähigkeitund der Teamgeist der Schülerinnen weitmöglichst gefördert, aberauch die kognitiven und methodischen Ziele nicht vernachlässigt werden.Darüber hinaus sollten interessierte Kollegen an Fortbildungsveranstaltungenzu offenen Unterrichtsformen teilnehmen, um in ihrer Fachkonferenzüber die gewonnenen Einsichten zu referieren.2.2.3 Bereich der Leistungsanforderungen2.2.3.1 Einheitliche Leistungsanforderung und -messungDie Fachkonferenzen erörtern regelmäßig, orientiert an den Lehr- undArbeitsplänen, methodische und kognitive Ziele sowie das Anforderungsniveauder einzelnen Jahrgangsstufen. Insbesondere die Fachkollegeneiner Jahrgangsstufe stimmen konkret ihren spezifischen Jahrgangs-Arbeitsplanaufeinander ab.Auch im Bereich der „Leistungsmessung und Leistungsbewertung“ solleninnerhalb einer Jahrgangsstufe oder eines Fachbereichs verbindlicheVereinbarungen über ein gemeinsames Vorgehen getroffen und schriftlichfixiert werden. Dies betrifft sowohl die Art der Leistungsmessung, alsauch das Anforderungsniveau der Klassenarbeiten sowie die Art undAnzahl der Noten innerhalb eines Jahrgangs.Schülerinnen und Eltern werden in geeigneter Form über die Vorschriftenund Beschlüsse der Schule im Bereich Leistungsmessung informiert.2.2.3.2 Ganzheitliche LeistungsanforderungBei der Planung unseres Unterrichts streben wir eine ganzheitliche Leistungsanforderungan, die die Schülerinnen natürlich zuerst gemäß denZielen eines Gymnasiums auf der kognitiven Ebene fordert, doch danebendie ebenfalls wichtigen methodischen und psychosozialen Lernzielenicht aus dem Auge verliert.So nehmen wir bei unserer pädagogischen Arbeit folgende Ziele in denBlick:• auf der kognitiven Ebene die Sicherung eines soliden Grund- undumfassenden Fachwissens, die Fähigkeit zum Transfer, zum logischenDenken und zur Wissensorganisation;20


• auf der methodischen Ebene die Fähigkeit der Anwendung des erlerntenWissens, der Beherrschung einer jeweils fachspezifischenMethodik und einer Systematik in der Arbeitsorganisation;• auf der psychosozialen Ebene die Fähigkeit zu Selbststeuerung,Kooperation, Integration, Diskussion, Kreativität, Entscheidungsfindungund schließlich zur Teamarbeit.2.2.4 Bereich der WettbewerbeWettbewerbe erfüllen im Schulalltag wichtige Funktionen: Sie fördernspezielle Begabungen und Talente der Schülerinnen, fordern von einzelnenSchülerinnen eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft auffreiwilliger Basis, fördern oft auch die Teamarbeit, ermöglichen nicht seltenein fächerübergreifendes Lernen, und steigern nicht zuletzt die Motivationder Schülerinnen durch Anerkennung und Preise.Die Flut von Wettbewerbsangeboten sowohl auf Bundes- und Landesebeneals auch von öffentlichen oder privaten Unternehmen und Einrichtungenwird zuerst von einem Koordinationsteam kritisch gesichtetund begutachtet, bevor sie in den Fachkonferenzen diskutiert und zureventuellen Weitergabe an die Schülerinnen empfohlen werden. Zusätzlichwerden Wettbewerbe in die Arbeitspläne und in die Notengebungintegriert. Die Fachlehrerinnen/-lehrer informieren nach Abschluss einesWettbewerbs das Koordinationsteam über die erfolgte Teilnahme, sodass die Ergebnisse innerhalb der Schule wie auch gegebenenfalls inder Öffentlichkeit angemessen präsentiert werden können.2.2.5 Ökonomische BildungDie Fachkonferenzen entscheiden über die konkrete Umsetzung der„Handreichungen zur ökonomischen Bildung 2006“ im Fachunterrichteinzelner Jahrgangsstufen. Es werden damit folgende grundsätzlicheQualifikationen angestrebt: 1. Kenntnis und Verständnis vonökonomischen Prozessen und Strukturen. 2. Fähigkeit zur Selbst- undMitbestimmung und zur Verantwortungsbereitschaft in ökonomischenFragen. 3. Methoden- und Sozialkompetenz für die aktive Mitwirkung amWirtschaftsleben.21


2.3 Musikalischer Schwerpunkt2.3.1 Grundlegendes zum erweiterten Unterrichtsangebot imFach MusikSeit dem Schuljahr 1999/2000 hat das Edith-Stein-Gymnasium ein erweitertesUnterrichtsangebot im Fach Musik eingerichtet. Damit wurdeunter anderem auch dem Wunsch von Eltern und Schülerinnen nach einerstärkeren Förderung im Fach Musik an unserer Schule entsprochen.Aus zwei Gründen halten wir ein solches Angebot speziell am Edith-Stein-Gymnasium für besonders angebracht:Als katholische Privatschule und reines Mädchengymnasium sind wirin der weiteren Umgebung die einzige Schule dieser Art, die eineSchwerpunktbildung im Fach Musik ermöglicht. Mädchen sind von Klasse5 bis 13 ohne Stimmbruchprobleme gleichbleibend gut für das FachMusik disponiert. In den musikalischen Arbeitsphasen zeigen sie einennatürlichen und interessierten Zugang zu dem Fach. Bei vielen Formendes handlungsorientierten Musikunterrichts bringen sie sich gern undkreativ in die Unterrichtsgestaltung ein. So kann eine Mädchenschule imFachbereich Musik besonders erfolgreich arbeiten und die geschlechtsspezifischenMöglichkeiten optimal ausnutzen.Inzwischen mehren sich die Erkenntnisse, dass intensives Musizierenauch positive Rückwirkung auf die Ausbildung der kognitiven und sozialenFähigkeiten junger Menschen hat. Sie entwickeln durch Regelmäßigkeitund Beständigkeit, die beispielsweise beim Erlernen eines Instrumenteserforderlich sind, zwangsläufig ein stärkeres Konzentrationsvermögenund größere Ausdauer, was auch dem Lernen in anderen Fächernzugute kommt. Hinzu kommt die Ausbildung der Kooperationsfähigkeitdurch das gemeinsame Musizieren. Darüber hinaus beeinflusstbewusstes und reflektierendes Hören sowie das gemeinsame Musizierenin Ensembles der Schule wie Chor, Orchester und Band, das Sozialverhaltender Schülerinnen. Sie lernen frühzeitig, sensibel auf Menscheneinzugehen und rücksichtsvoll mit ihnen zusammenzuarbeiten.22


2.3.2 Zur Organisation der Schwerpunktsetzung im BereichMusikJeweils eine der drei fünften Klassen wird als Musikklasse eingerichtet,die schwerpunktmäßig als Gesangsklasse geführt wird. Hier geht es umdas Erarbeiten und Erfahren musiktheoretischer Grundlagen über dasSingen, um intensive Gehörbildung und Schulung des Vom-Blatt-Singens sowie das Erarbeiten und Erfahren musikwissenschaftlicherAspekte.Dies ermöglicht in der Folge anspruchsvolleres gemeinsames Musizierenund fördert die Freude am gemeinschaftlichen Musizieren.Interessierte Schülerinnen können sich bei der Anmeldung für dieseKlasse bewerben. Sie erhalten von Kl. 5 – 10 eine Stunde mehr Musikunterrichtpro Woche als die Schülerinnen der übrigen Klassen (Ausnahme(8. Klasse):Klasse Regulärer Unterrichtin WochenstundenMusikklassein Wochenstunden5 – 6 2 37 1 28 2 29 2 310 1 2In der Oberstufe besteht die Möglichkeit, das Fach Musik als Leistungskurszu wählen. Schülerinnen der Musikklassen werden darauf intensivvorbereitet.Voraussetzungen für die Aufnahme in die Musikklasse sind instrumentaleoder vokale Erfahrungen und Fähigkeiten. Zusätzlicher und weiterführenderInstrumental- oder Gesangsunterricht sind dabei von großemVorteil.Außerdem wird von den Schülerinnen der Musikklassen und der Leistungskurseerwartet, dass sie sich ihren Fähigkeiten entsprechend ammusikalischen Schulleben (Schulkonzerte, Kammermusikabende, musikalischeUmrahmungen usw.) beteiligen. Verpflichtend ist für die Musikklassenab der 7. Klasse die Teilnahme an einem der Ensembles.23


Die Wahl der Musikklasse ist verbindlich. Der Wechsel von und zudieser speziellen Klasse ist nur in Ausnahmefällen möglich und muss mitder Schulleitung abgesprochen werden.2.3.3 Der Instrumentalunterricht amEdith-Stein-GymnasiumAn unserer Schule erteilen Instrumentalpädagogen Gruppenunterricht imFach Violine. Dieser Unterricht ist kostenlos, umfasst üblicherweise einJahr und dient den Schülerinnen zur Orientierung, um bei Interesse undBegabung einen weiterführenden Einzelunterricht wahrzunehmen.Es besteht die Möglichkeit, bestimmte Instrumente gegen Gebühr vonder Schule auszuleihen.Einmal im Schuljahr werden in einer Informationsveranstaltung verschiedeneInstrumente vorgestellt.2.3.4 Das musikalische SchullebenKonzerte und KammermusikabendeDie großen Ensembles der Schule gestalten das Weihnachts- undSommerkonzert. Die 5. Klassen präsentieren sich in einem Frühlingskonzert.Darüber hinaus finden zwei Kammermusikabende im Schuljahrstatt, bei denen Schülerinnen einem größeren Publikum im festlichenRahmen Musikstücke vortragen, die sie im Instrumentalunterricht erarbeitetethaben. Ein Kammermusikabend im Januar gibt den Teilnehmerinnendes Wettbewerbs „Jugend musiziert“ die Gelegenheit, ihr Programmvor dem Wettbewerb öffentlich zu spielen.Selbstverständlich werden Gottesdienste sowie weitere schulischeVeranstaltungen musikalisch umrahmt.ProbenphaseEinmal im Jahr findet eine mehrtägige Chor- und Orchesterfahrt statt, dieeine konzentrierte Probenarbeit in einer anderen Umgebung ermöglicht.24


2.4 Das soziale Profil des ESGEin besonderer Schwerpunkt der Werteerziehung zeigt sich im sozialenProfil des Edith-Stein-Gymnasiums.Die soziale Ausrichtung der Schue ist in zwei Bereichen spürbar:• Der menschliche und soziale Umgang miteinander.• Das über den Unterricht hinausgehende soziale Engagement derSchülerinnen, z.B. in der sozialen Ausrichtung der Praktika inKlasse 9, in vielfältigen Aktionen und AGSoziales Engagement und Solidarität in der Einen Welt• Die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler unterhaltenKontakte zu sozialen und karitativen Einrichtungen wie etwaKrankenhäusern, Altenheimen oder Behindertenwerkstätten („Compassion“-Projekte).• Die Schule pflegt Kontakte mit Schulen, Pfarrgemeinden, Missionarenoder Entwicklungshelfern in Entwicklungsländern.• Durch Spendenaktionen und Basare und durch die Mitarbeit in interkulturellenInitiativen fördert die Schulgemeinschaft die Eine-Welt-Arbeit.Zwischenmenschliche Beziehungen in der Schule• Alle Beteiligten achten auf einen wertschätzenden Umgang miteinander,z.B. in den Beziehungen zwischen allen am Schulleben beteiligtenGruppen, so dass die Schüler/innen sich gerecht behandelt fühlen.Regeln für den Umgang miteinander• Es existiert ein Katalog von gemeinsam entwickelten, klassenübergreifendgeltenden Klassenregeln, Schulregeln und Ritualen, welche in derHausordnung festgelegt sind, die abgestimmte Verfahren für alle anSchule beteiligten Personen und Gruppen bei Regelverstößen, Beschwerdenund Konfliktfällen enthält.• Die an Schule beteiligten Personen und Gruppen bearbeiten ihre Konfliktekonstruktiv.• Schülerinnen bearbeiten ihre Konflikte untereinander ohne Gewalt undübernehmen eine aktive Rolle bei der Gewaltprävention (z.B. Streitschlichter).25


Soziale Projekte1. Ziele:• Sensibilisierung der Schülerinnen für sinnstiftendesgesellschaftliches Engagement• Erziehung zu gegenseitiger Anerkennung und Respekt in derWertschätzung der Verschiedenartigkeit aller Menschen.• Kooperierendes Arbeiten im sozialen und zwischenmenschlichenBereich• Erweiterung des Blickfeldes der jungen Menschen• Förderung von Kontakten mit schwachen und hilfsbedürftigenMitgliedern der Gesellschaft• Permanente Präsenz sozialen Engagements in der Schule2. Aktionen und AGs• Aktion Tagwerk• Ruanda-AG• Unterstützung der sozialen Arbeit der Dominikanerinnen inSüdamerika• Gedenkfeiern (Opfer des Nationalsozialismus)• Kinderhospiz• Hungermarsch• Pakete für Litauen• Einzelaktionen: Pakistan, Japan, Haiti• Patenkind• Freundschafts- und Osteraktionen• Fastenaktion• NachhilfeprojektSozialpraktikum:Das Sozialpraktikum der Schülerinnen soll in einer Einrichtung absolviertwerden, die sich um Menschen kümmert, die in unserem Schulalltagkaum vorkommen: Alte Menschen, kleine Kinder, Behinderte,Obdachlose, Kranke, Pflegebedürftige, Flüchtlinge, etc.26


2.5 KonferenzenAn unserer Schule finden natürlich die vorgeschriebenen Gesamt- undZeugniskonferenzen statt, genauso wie Klassen- und Stufenkonferenzen,die bei Bedarf einberufen werden.Darüber hinaus gibt es für alle Klassen und Stammkurse pädagogischeKonferenzen: zwei im Schuljahr für die Klassen 5-10 und eine für dieJahrgangsstufen 11-12, wobei in der zweiten Konferenz der Sek. I und inder Konferenz der Oberstufe vor allem die weitere Schullaufbahn derSchülerinnen in den Blick genommen wird. An diesen pädagogischenKonferenzen nehmen alle in einer Klasse / einem Kurs unterrichtendenLehrkräfte unter Vorsitz des Klassen- oder Stammkursleiters und unterTeilnahme eines Mitglieds der Schulleitung teil.5./6.Klasse7. – 10.KlasseJahrgang11/12Pädagogische KonferenzepunktPäd. Konferenzen mit Schwer-SchullaufbahnberatungNach den Herbstferien Zusammen mit der Jahreszeugniskonferenzder 6. KlassenNach den Herbstferien Zusammen mit der Halbjahreszeugniskonferenzder Kl. 5 u. 7–12 (vor dem Elternsprechtag)Zwischen Herbst- und WeihnachtsferienDen damit verbundenen Zeit- und Arbeitsaufwand nehmen wir bewusstin Kauf, weil wir von der Notwendigkeit und den Vorteilen für unsere pädagogischeArbeit überzeugt sind. Die Konferenzen dienen vor allem derschulischen und persönlichen Entwicklung der Schülerinnen, aber auchdem Schul- und Lernklima insgesamt und damit der ganzen Schulgemeinde.Inhalte der pädagogischen Konferenzen:• Informationsaustausch über Sozialverhalten der Schülerinnen• Informationsaustausch über Lernfortschritte der Klasse und einzelnerSchülerinnen in den Bereichen Methoden- und Sachkompetenz• Informationsaustausch über Konstellationen im persönlichen undfamiliären Bereich einzelner Schülerinnen27


• Beschluss konkreter Handlungsstrategien wie z. B. Eltern- undSchülergespräche, gezielte Motivationsförderung durch Lob undTadel• Absprachen zur Aufgabenverteilung (z. B. bzgl. der Verkehrserziehungin den 5. Klassen, der Information zur Fremdsprachenwahl,der fachspezifischen Information zu den Inhalten der Oberstufeu.ä.)Ziele:• Durch mehr Hintergrundinformation soll ein besseres Verständnisfür die Situation und die Gesamtpersönlichkeit der Schülerinnen erreichtwerden.• Handlungsbedarf soll schneller erkannt werden, um dann gemeinsam– und das bedeutet effektiver – reagieren zu können.• Es soll ein hohes Maß an Kontinuität im Lehrerverhalten und anKonsequenz im Umgang mit den Schülerinnen erreicht werden, dadies zu schnellerem Erfolg und besserem Lernklima führt.• Es soll eine frühzeitige und fundierte Beratung über den zukünftigenschulischen und beruflichen Werdegang der Schülerinnen ermöglichtwerden.• Die Beratung der Eltern und Schülerinnen erhält ein stärkeres Gewicht,da sie auf einer breiteren Argumentationsbasis fußt und imAuftrag der Konferenz erfolgt.• Lehrer können ihre Einzelerfahrungen besser einordnen, die Gesamtsituationbesser einschätzen und ihr Verhalten danach ausrichten.In den Fachkonferenzen beraten sich alle Lehrkräfte eines Faches. Indiesen mehrmals im Jahr stattfindenden Treffen geht es um folgende Inhalteund Ziele:• Verbindliche Absprachen über inhaltliche Schwerpunkte in deneinzelnen Stufen• Festlegung methodischer Fertigkeiten im jeweiligen Fach• Austausch über Möglichkeiten zur Förderung von Eigenständigkeitund problemlösendem Denken• Absprachen über möglichst einheitliches Anforderungsniveau imHinblick auf Unterrichtsgestaltung und Notengebung28


• Möglichkeiten der Umsetzung neuerer Anforderungen an dasFach, z.B. der Forderung nach mehr ökonomischer Bildung• Informationsaustausch über neue Medien und Materialien• Beschlüsse zur Anschaffung von Unterrichtswerken und neuenMedien und Materialien für das Fach• Berichte über besuchte Fortbildungsveranstaltungen• Erörterung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderenFächern/Fachbereichen• Überlegungen, wo christliche Wertvorstellungen ins jeweilige Facheingebracht werden könnenErörterung von Möglichkeiten der Öffnung und Erweiterung desschulischen Lern- und Interessenangebotes durch Hinweise aufaußerschulische kulturelle Veranstaltungen oder ausgeschriebeneWettbewerbe zur gemeinsamen oder individuellen Teilnahme2.6 ElternarbeitIm Sinne der Grundordnung für katholische Privatschulen in freier Trägerschaftim Land Rheinland-Pfalz legen wir, Schulleitung und Lehrerdes Edith-Stein-Gymnasiums, ein besonderes Gewicht auf das gute undsinnvolle Zusammenwirken von Elternhaus und Schule bei der Bildungder Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen, soweit diesim Rahmen der Zielsetzung einer Schule möglich ist [vgl. Grundordnung§9 Abs. (1)]. Dabei erwarten wir von den Eltern, dass sie ihren Erziehungsauftragauch über das 18. Lebensjahr ihrer Tochter hinaus wahrnehmenund Ansprechpartner für die Schule bleiben, solange die Tochterdie Schule besucht.Im Blick auf die konkrete Situation unseres Gymnasiums dürfen wirzunächst eine überaus positive, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeitvon Eltern, Lehrern und Schulleitung konstatieren, zu derbeide Seiten – sowohl Elternhaus als auch Schule – beitragen. Sie dokumentiertsich folgendermaßen:29


2.6.1 Hinsichtlich der einzelnen SchülerinIn regelmäßigen pädagogischen Konferenzen und Schullaufbahnberatungennehmen die Fachlehrer einer Klasse den Leistungsstand, die Arbeitshaltungund das Sozialverhalten ihrer Schülerinnen aufmerksamwahr, um rechtzeitig eventuelle Veränderungen oder Probleme zu erkennenund, wo nötig, mit den Eltern einzelner Schülerinnen ein Informations-und Beratungsgespräch zu führen. So kann zum Wohl der Schülerinfrühzeitig gemeinsam Abhilfe geschaffen werden.Dabei müssen Lehrer und Eltern immer wieder um die Frage ringen,wie viel soziales Engagement z.B. bei Problemen im Elternhaus vonLehrern erwartet werden kann, ohne dass dies als Einmischung in diePrivatsphäre der Schülerin empfunden wird.Andererseits erwarten wir von den Eltern, sobald als möglich über gesundheitliche,familiäre oder soziale Schwierigkeiten ihrer Tochter informiertzu werden, insofern diese eine besondere Rücksichtnahme vonSeiten der Lehrer im Unterricht erfordern.Bei all dem bevorzugen wir den „kurzen Dienstweg“, um schnell undunkompliziert mit einander ins Gespräch zu kommen. Das Gesprächselbst soll von Offenheit und Transparenz auf beiden Seiten bestimmtsein und zunächst einmal ausgehen von dem gegenseitigen Vertrauen indie pädagogische Kompetenz der Eltern einerseits sowie die fachlicheund pädagogische Kompetenz des Lehrers andererseits (Akzeptanz derpädagogischen Entscheidungen, der Unterrichtsmethoden, der Benotungusw.).2.6.2 Hinsichtlich der Klassen und KurseRegelmäßige Elternzusammenkünfte dienen der Information und demgegenseitigen Sich-kennen-Lernen der Eltern und Lehrer einer Klasse.Dabei wird gewünscht, die Termine und Themen für die Zusammenkunft,zu der der Klassen- bzw. Kurselternsprecher einlädt, mit dem Klassenbzw.Kursleiter abzusprechen bzw. gegebenenfalls die Tagesordnung zuerweitern.Wir unterscheiden zwischen dem Elternabend einerseits und dem Elternstammtischandererseits. Der Elternabend besitzt offiziellen Charakter.Er findet deshalb immer in der Schule statt unter Anwesenheit des30


Klassenlehrers und, wenn gewünscht, auch anderer Fachlehrer. An ihmwerden Informationen weitergegeben und Beschlüsse gefasst.Dahingegen besitzt der Elternstammtisch geselligen Charakter unddient der Knüpfung von Sozialkontakten. Er findet außerhalb der Schulestatt. Offizielle Informationen werden dort nicht weitergegeben und keineBeschlüsse gefasst. Lehrer sind nicht verpflichtet, daran teilzunehmen.Die Eltern mögen den diesbezüglichen Freiraum des Lehrers akzeptieren,der – in vielen Klassen tätig – aus zeitökonomischen Gründen nichtalle Termine wahrnehmen kann.Im Blick auf die Kurse der Oberstufe bitten wir die Eltern, sich nichtvon der Erziehung ihrer erwachsenwerdenden Töchter zu verabschieden,sondern weiterhin Ansprechpartner der Schule zu bleiben und ihrwertvolles Engagement in die Schulgemeinschaft einzubringen.2.6.3 Hinsichtlich der gesamten SchulgemeinschaftSpeziell unser Gymnasium erfreut sich eines großen Engagements undInteresses von Seiten der Eltern am schulischen Leben, was sich äußertin dem guten Besuch von Klassenelternversammlungen, Veranstaltungender Schule wie Theateraufführungen, Konzerten, Schulfesten u. ä.oder an der Mitgliedschaft im Verein der Freunde und der Unterstützungder Schulstiftung. Eine Steigerung ist allerdings immer möglich und wirbitten die Eltern der neu eintretenden Schülerinnen freundlich, sich dieserTradition anzuschließen.Dankbar sind wir auch für das Einbringen von Kompetenzen der Elternz. B. bei der Übernahme von Vorträgen im Rahmen des Edith-Stein-Forums, die der Freundeskreis regelmäßig veranstaltet, oder in Arbeitsgemeinschaftenund Projekten während des Schuljahres oder der Projektwoche,und zwar z. B. in den Bereichen der Gesundheitsvorsorge,der Suchtprävention, der Berufsberatung, der Vorbereitung auf das Studiumu. ä.An diesem vielfältigen Engagement der Eltern in Zusammenarbeit mitden Lehrern, den Schülerinnen und der Schulleitung lässt sich die Lebendigkeitder Schulgemeinschaft des Edith-Stein-Gymnasiums erkennen.Gleichzeitig trägt das Engagement zur positiven Identifikation derSchülerinnen und Eltern mit „ihrer“ Schule bei.31


2.6.4 Schulelternbeirat und Verein der FreundeBeide Gremien sind im Edith-Stein-Gymnasium sehr lebendig und beiden verschiedensten Gelegenheiten an der Schule aktiv präsent:• Am Informationstag für die Grundschülerinnen stehen die Mitgliederdes Schulelternbeirates und des Vereins der Freunde den potentiellenEltern zur Beratung, Klärung von Fragen, Vermittlung vonInformationen und zur Mitteilung von Erfahrungen von „Eltern zuEltern“ zur Verfügung.• Das gleiche gilt für den ersten Schultag der neuen Fünftklässler.• Bei der Verabschiedung der Abiturientinnen sind sie ebenfalls präsent,um die Schülerinnen mit Preisen auszuzeichnen und sie gemeinsammit der Schule ins Leben zu entlassen.• Schulfeste und Ehemaligentreffen im Anschluss an die Projektwochewerden von ihnen in Zusammenarbeit mit weiteren Eltern organisiert.• Der jährliche Schulbuchbasar wird in Zusammenarbeit mit derSchülervertretung von ihnen durchgeführt.Der Verein der Freunde fördert die Schülerschaft durch die Anschaffungvon Lehrmitteln, die Ausstattung der Kommunikationstechnik der Schule,die Bezuschussung von Chor- und Orchesterprobenwochenenden, vonTheaterprobenwochenenden, von Besuchen kultureller Veranstaltungenwie Theater, Konzerte, Musicals, Museen usw., aber auch durch diemerkliche Unterstützung einzelner sozial schwacher Schülerinnen beiKlassenfahrten.Darüber hinaus organisiert der Verein der Freunde im Rahmen desEdith-Stein-Forums regelmäßig Vorträge und Informationsveranstaltungenverschiedenster Art für Eltern und Schülerinnen.Besonders hervorzuheben ist die starke Loyalität der Schulelternbeiratesgegenüber der Schule als solcher und besonders gegenüber der Schulleitungbei verschiedenartigen Problemen, die von außen an das Edith-Stein-Gymnasium als eine katholische Privatschule herantreten. Der „direkteDraht“ zwischen Schulleitung und Vorsitz des Schulelternbeiratesund die offene unkomplizierte Zusammenarbeit erweist sich in diesemPunkt als sehr hilfreich und soll auch weiterhin die Zusammenarbeit prägen.32


Die Schule ist sich bewusst, diese positive Zusammenarbeit zwischenEltern und Schulgemeinschaft nur erhalten und noch intensivieren zukönnen, wenn von Seiten der Schule eine regelmäßige undausreichende Information über das schulische Leben, Veranstaltungen inder Schule, Besonderheiten und Vorkommnisse weitergegeben wird. DieSchule nimmt sich in diesem Punkt selbst in Pflicht unter Zuhilfenahmeder verschiedenen zur Verfügung stehenden Medien wie Homepage,Presse, Elternbriefe, Einladungen zu Veranstaltungen usw. Wir bittenjedoch auch die Schülerinnen und Eltern, diese Informationengewissenhaft weiterzugeben und zur Kenntnis zu nehmen, wie z. B. dieElternbriefe und Einladungen, bzw. sich selbst um die Beschaffung vonInformationen zu bemühen, wenn es sich um Veröffentlichungen derPresse, der Schulhomepage oder der Schulchronik handelt.2.7 Externe KooperationExterne Kooperation bezieht sich auf die Zusammenarbeit mit kirchlichenund anderen gesellschaftlichen oder staatlichen Institutionen außerhalbder eigenen Schule. Dabei sind die Übergänge von der Grundschulezum Gymnasium und vom Gymnasium in den Beruf bzw. ins Studiumvon besonderer Bedeutung, weil hier die größten Umbrüche für dieSchüler zu verzeichnen sind. Jedoch findet während der gesamtenSchulzeit eine permanente oder sporadische Kooperation mit anderenInstitutionen statt.Im gymnasialen Vorfeld gibt es bisher lediglich eine Kommunikationmit den Grundschulen und den Pfarrgemeinden über das Bildungsangebotunserer Schule in Form von Informationsbroschüren.Weiterhin existiert die Teilnahme an verschiedenen externen Angebotender Stadt Speyer und des Landes Rheinland Pfalz z.B. Girls Dayoder Speyerer Bildungsreise.Kooperationen der Schule:Allgemeine Kooperationen:• Kooperation mit der Stadtsparkasse Speyer im Rahmen desschulübergreifenden Kunstpreises für alle Klassenstufen.33


• Zusammenarbeit mit den Schulleitungen der Schulen dergemeinnützigen St Dominikus Schulen GmbHOrientierungsstufe:• Kooperation mit der Begegnungsstätte Maria Rosenberg bei derDurchführung der Integrationsfahrt der 5. Klassen.• Einbindung in Aktivitäten der Stadt Speyer z.B. im Kontext desDreck-Weg-Tages.Sekundarstufe I:• Als Vorbereitung auf das Betriebspraktikum ein obligatorischerBesuch des Berufsinformationszentrums (BIZ) zu Beginn des 9.Schuljahres.• Weiterhin werden im Kontext des Betriebspraktikums die Betriebeangeschrieben und von den betreuenden Lehrern zwecks einesInformationsaustauschs besucht.• Exkursion der 9. Klassen zu Gerichtsverhandlungen imAmtsgericht.• Kooperation im Rahmen der Suchtprävention mit der Kripo Speyerund der Nidro (Drogenberatungsstelle Speyer)Sekundarstufe II:• Fahrten zur Universität Kaiserslautern sowie zur Universität Mainzbeim jeweiligen Tag der offenen Tür.• Zusammenarbeit mit der BASF im Rahmen eines Besuchs vonChemiekursen zum Experimentieren in den Labors.• Regelmäßige Beratungsgespräche mit einem Vertreter derArbeitsagentur im Hinblick auf Studienperspektiven.• Informationsgespräche mit Auszubildenden der SAP und der BASFin der Form, dass Auszubildende im letzten Ausbildungsjahr dieOberstufenschülerinnen über bestimmte betrieblicheAusbildungswege informieren.• Besuch des Landesbibliothekszentrums im Kontextwissenschaftlicher Literaturrecherche.• Aktive Teilnahme an der jeweils am 27. Januar stattfindendenGedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus.34


3. Die Schulpastoral als Teil unseres christlichen ProfilsDas grundsätzliche Verständnis der Schulpastoral am Edith-Stein-GymnasiumErziehung an einer katholischen Schule bedeutet einerseits, das alltäglicheLeben am christlichen Glauben auszurichten, und umgekehrt, denGlauben im Leben erfahrbar zu machen und ihn in verschiedenen Formenzu praktizieren.Die Aufgabe des Religionsunterrichtes besteht nicht nur darin, das notwendigereligiöse Grundwissen zu vermitteln. In der 5. und 6. Klasse ergänzenwir ihn durch das unbenotete Fach „Christliche Lebensgestaltung“.Hier lernen die Schülerinnen unter anderem, den Alltag aus demGlauben zu gestalten.Darüber hinaus vermitteln wir unseren Schülerinnen ein breites Spektruman Ausdrucksformen christlichen Lebens.Dabei gibt es Elemente (Schulgebet, Klassen- und Schulgottesdienste),die sich an die gesamte Klassen- oder Schulgemeinschaft richten undbei denen wir erwarten, dass die Mitglieder dieser Gemeinschaft teilnehmenund sie aktiv gestalten. Außerdem gibt es zusätzliche Angebote,an denen die Schülerinnen auf Grund ihres individuellen Interesses teilnehmenkönnen.Auf dem Weg des Glaubens und Lebens der Schülerinnen verstehensich die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule als Begleiterinnen undBegleiter. Sie wollen mit den ihnen anvertrauten Schülerinnen auch überden Unterricht hinaus ins Gespräch kommen, um sich den Fragen nachSinn und Ziel des eigenen Lebens und der Verantwortung für die Mitmenschenin der Nähe und Ferne zu stellen.Ausgangspunkt für die Grundhaltungen unserer Schulgemeinschaft undfür den Umgang miteinander bildet das christliche Menschenbild: Jedesmenschliche Leben wird als ein kostbares Geschenk Gottes begriffen,der jedem Menschen unabhängig von seinem Erfolg und Misserfolg eineeinmalige Würde zuspricht und ihm einen Sinn für sein Leben verspricht.35


Die Angebote unserer Schulpastoral:• Eigenes religiöses Erleben und Impulse für den Glauben erfahrendie Schülerinnen im Morgengebet bzw. in der Morgenbesinnungund in den Schulgottesdiensten.• In den ökumenischen Gottesdiensten (Schuljahresanfang,Weihnachten, Schuljahresende, Abitur) erleben die Schülerinnenkonfessionelle Kooperation und die Zusammengehörigkeit allerChristen.• In die Mitte ihres Glaubens werden die katholischen Schülerinnenbei den Eucharistiefeiern geführt, die zweimal im Jahr alsSchulgottesdienst für alle katholischen Schülerinnen stattfinden(Aschermittwoch und Edith-Stein-Gottesdienst) und einmal proMonat im kleineren Rahmen für Interessierte in unsererSchulkapelle.Für unsere evangelischen Schülerinnen gibt es ebenfalls zweimal imJahr einen Schulgottesdienst mit einem besonderen Schwerpunkt (Aschermittwochund Gottesdienst zu couragierten christlichen Personen.• Religiöses Erleben, Spiritualität und Gemeinschaft stehen imZentrum verschiedener Veranstaltungen.• Dazu gehört die „Lange Nacht der Gemeinschaft“, die alsfreiwilliges Angebot ca. drei- bis viermal im Schuljahr stattfindetund eine Übernachtung in der Schule einschließt. Schülerinnenaus den höheren Klassen, welche bei diesen VeranstaltungenBetreuungsaufgaben übernehmen, erhalten das Angebot vonGruppenleiterschulungen.In ganz anderer Form, aber mit dem gleichen Ziel und mit besondererBetonung des ökumenischen Aspekts bieten wir eine viertägige Fahrtnach Taizé an.• Fahrten zu Katholikentagen, evangelischen Kirchentagen undökumenischen Kirchentagen stärken das Mitleben und -erlebenvon Gemeinschaft innerhalb der jeweiligen Konfession undüberkonfessionell.• Alle Angebote orientieren sich am Ablauf des Kirchenjahres mitdem besonderen Schwerpunkt in der Advents- und Fastenzeit.• Unsere Schülerinnen führen oftmals spontane Aktionen fürMenschen in akuten Notlagen durch. Daneben unterstützen sielangfristige Hilfsprojekte (Ruanda-AG, Patenkind, Päckchen für36


Litauen). Dabei üben sie christliche Nächstenliebe und lernen dasNetzwerk an karitativen und sozialen Einrichtungen der beidengroßen Kirchen kennen.Für uns als katholische Schule besonders wichtig ist das Angebot einerweitreichenden Schulseelsorge: Wir stellen auch an unserer Schule fest,dass immer mehr Kinder und Jugendliche aufgrund persönlicher Probleme,seien sie gesundheitlicher oder familiärer Art, an die Grenzen dessenkommen, was eine kindliche „Seele“ verkraften kann.Neben den Vertrauenslehrern/innen, den Religionslehrern/innen stehtein Schulseelsorger als Vertrauensperson und Ansprechpartner für diejenigenSchülerinnen bereit, die Hilfe benötigen.37

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